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Jahrgang 3, Nr. 2, Jänner 2011 14-tägig. Versand im P.A. 70% DCB Bozen, Gebühr bezahlt/taxe percue - mit Werbebeilage I.P. Bei Unzustellbarkeit an das CPO Amt in Bozen zurücksenden, kostenpflichtige Rückgabe an den Absender - Nur im Abonnement erhältlich - Einzelpreis 0,80 €

02 Jahrgang 3 Freitag 28. Jänner 2011

Von Bräuten, Hexen, Kübelemajen ...

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Wissenswertes: Das Imster Schemenlaufen, auch Fasnacht genannt, ist ein Fastnachtsbrauch in Imst in Tirol. Das Schemenlaufen findet alle vier Jahre meist am Sonntag vor dem „Unsinnigen Donnerstag“ statt und dauert von sehr früh am Morgen bis genau 18 Uhr. Nach alter Tradition dürfen daran nur Männer teilnehmen, die die zahlreichen männlichen und auch weiblichen Figuren verkörpern. Kübelemaje Die Kübelemaje, die in der einfa-

chen Tracht einer Almsennerin mit weißer Bluse, Faltenrock mit Miederleibchen und Schürze, weißen Strümpfen und schwarzen Halbschuhen gekleidet ist und eine mädchenhafte Larve trägt, hält in der einen Hand einen kleinen Holzkübel mit Puder, in der anderen ein Tüchlein, mit dem sie die Gesichter des Publikums bestäubt. Mit „Maje“ ist im alttirolerischen Sprachgebrauch ein nettes Mädchen gemeint. Für andere Herleitungen, etwa von der kleinasiati-

schen Fruchtbarkeitsgöttin Kybele und dem Urwort Maja, gibt es keine Beweise. Früher war im Eimerchen der Kübelemajen Wasser, denn es war ihre Aufgabe, mit ihrem nassen Tüchlein die von den Ruaßlern (Kaminkehrern) angeschwärzten Zusehergesichter zu reinigen. Seit den 1920er-Jahren, sind die Eimer mit duftendem Puder gefüllt. Hexen und Hexenmusik Die Hexen des Imster Schemenlaufens (siehe Foto auf der Titel-

seite) tragen eine äußerst hässliche Maske (Gschnapp oder Schnapplarve), eine Flachsperücke und einen roten Faltenrock. Sie halten ihren Hexenbesen waagrecht über dem Kopf und tanzen zur Hexenmusik. Die von Buben gespielte Hexenmusik klingt absichtlich schräg, ist aber von alten, strengen Regeln und einem traditionellen Rhythmus geprägt. Der Name des markantesten ihrer Instrumente Scheißheislebass - sagt schon viel über dessen Wohlklang aus.


Zum Titelthema

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 3

Sonderausstellung „Von Bräuten, Hexen, Kübelemajen…“ in den neuen Räumen des Frauenmuseums

Das Frauenmuseum Meran beginnt seine Tätigkeiten in den neuen Räumen an der Meinhardstraße 2 mit einer Sonderausstellung, die sich vom 27. Jänner bis zum 8. März der weiblichen Seite der Fasnacht widmet. Die Kuratorinnen Irene Hager und Alice Hönigschmid gewähren in der Ausstellung anhand ausgewählter Beispiele Einblicke in die weibliche Seite der Fasnacht. Der Schwerpunkt liegt auf dargestellten Frauenfiguren sowie deren Rolle und Funktion bei Fasnachtsumzügen in Südtirol, Nordtirol und im Trentino. Erklärt werden die einzelnen Figuren etwa beim Pflug-, Eggen- und Blochziehen im Tiroler Raum, welche Rolle die Musik und die Geräuschkulisse bei Umzügen spielen, was es mit den Hochzeitern und Handwerkern, den

Altweibermühlen und Masken auf sich hat. Um die Frau in der Fasnacht geht es ebenso wie um die Gründe, die zum Verbot von „Maschkeraläufen“ im Laufe der Geschichte führten. Nicht zuletzt wird auch die Frage gestellt, wie sich die Fasnachtsumzüge in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Die Fasnacht schafft es nämlich auch noch im 21. Jahrhundert Neugierde zu wecken und Menschen zu begeistern. Fasnachtsumzüge sind Ausdruck der Lust auf Maskierung und Ausgelassenheit. Sie leben von einer Vielfalt an Figuren und Masken. Das Frauenmuseum in Meran wurde 1988 von Evelyn Ortner, einer leidenschaftlichen Sammlerin von Kleidern und Accessoires gegründet. Es wird seitdem von einem Verein ohne Gewinnzweck geführt. 2005 übernahm Sigrid Prader die Leitung des Museums. Dem Verein steht Gertrud Lahn als Präsidentin vor, Astrid Schönweger ist die Kuratorin des Museums. Bis zum Vorjahr befanden sich die Museumsräumlichkeiten in den Lauben der Altstadt.

Titelseite: Hexe aus Imst in der Sonderausstellung des Frauenmuseums

Foto: Reinhold Ebner

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Impressum Eigentümer & Herausgeber: Eintragung: Handelskammer & MwSt. Nr.:

Meraner Medien GmbH, Meran, Romstraße 65 Landesgericht Bozen Nr 14/09 27.06.09 und Änderungen 02 635 820 216

Presserechtlich verantwortlich: Klaus Innerhofer Redaktion: Helmuth Tschigg (ht), Margareth Bernard (mb), Alexander Dilitz (ad), Reinhold Ebner (re), Dr. Walter Egger (we), Sophie Eisath (se), Gudrun Esser (ge), Dr. Markus Fritz (mf), Dr. Luis Fuchs (lf), Conny Hölzl Gamper (ch), Verena Hesse (vh), Dr. Gerhard Hölzl (gh), Herbert Lahn (hl), Dr. Adelheid Larch (al), Dr. Wilhelm Mair (wm), Dr. Johannes Ortner (jo), Silvia Plasinger (sp), Dr. Erik Platzer (ep), Monika Ramoser (mr), Dr. Egon Gerhard Schenk (es), Dr. Franz Summerer (fs), Dr. Elfriede Zöggeler-Gabrieli (ezg) Layout: Daniel Pichler (dp) Anschrift: E-mail: Druck / Auflage: Preise:

39012 Meran, Romstraße 65, Tel. & Fax 0473 234 505, Handy 333 4545 775 redaktion@meraner.eu - werbung@meraner.eu Athesiadruck, 8.000 Stück, erscheint 14-tägig Jahresabonnement 38 €, außerhalb der Provinz und im Ausland: 90 € Werbeinserate siehe http://www.meraner.eu/preise.php Bankverbdinung: Raiffeisenkasse Meran • IT97 N 08133 58591 0000 1010 0841 Sparkasse Meran • IT54 L 06045 58594 0000 0500 0574 Im Sinne des Art. 1 des Ges. Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im

Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts beziehen. Fotos ohne Quellenangabe wurden

von den Einsendern geliefert oder stammen aus der Redaktion. Inserate, die mit „meraner“ gekennzeichnet sind, dürfen nur mit unserer Einwilligung reproduziert werden.

Die neuen Räume befinden sich im denkmalgeschützten ehemaligen Klarissinnenkloster, das im Jahre 1309 gegründet worden war. Es war mehr als fünf Jahrhunderte ein wichtiger religiöser Bezugspunkt und Bildungsstätte für Mädchen. 1782 wurde das Kloster unter Kaiser Joseph II. geschlossen. Seit 1923 dient das Gebäude der Meraner Volksbank als Sitz. Die Räume des Frauenmuseums befinden sich im 2. Obergeschoss und im Dachgeschoss mit teilweise historischem Gebälk und Dachgauben. Einen besonderen Blickpunkt bilden das freigelegte Uhrwerk der Turmuhr und das einsehbare Ziffernblatt. Die Architektinnen Barbara Verdorfer und Angelika Margesin schufen auf 800 qm Fläche Räume für eine permanente Ausstellung sowie eine Wechselausstellung samt Eingangs- und Shopbereich, Bibliothek, Lager- und Nebenräumen. Die 200 m² große Ausstellungsfläche ist durch bauliche Eingriffe in fünf Bereiche gegliedert. Nun eröffnet das Museum am 27. Jänner mit der Sonderausstellung. Die neue permanente Ausstellung wird in den nächsten Wochen entstehen. Dabei wird den Besuchern ermöglicht, die „Baustelle Museum“ zu besichtigen und die Entstehung der neuen Ausstellung hautnah zu verfolgen. Die offizielle Eröffnung des neuen Frauenmuseums wird im Frühjahr erfolgen. Nach 20 Jahren Aufbau- und Entwicklungsarbeit wird nun also ein neues Kapitel in der Geschichte des Frauenmuseums aufgeschlagen, in dem neue Schwerpunkte gesetzt und neue Wege gegangen werden. mb Rahmenprogramm: • 27.01.2011 um 18 Uhr: Eröffnung und Vortrag von Dr. Berta Linter „Eigentlich bin ich ein(e) ganz andere(r), nur komm’ ich so selten dazu“ • 18.02.2011 um 20 Uhr: Dr. Thomas Nussbaumer stellt sein Buch „Fasnacht in Nord- und Südtirol“ vor. • 24.02.2011 um 20 Uhr: Vortrag von Dr. Leo Andergassen: „Die verkehrte Welt. Narr, Zote und Schalk in der lokalen Kunst“ • 07.03.2011 um 10 Uhr: Vortrag von Dr. Barbara Stocker. „Vom ‚Maschgra gian’ zum organisierten Umzug. Fastnachtsumzüge in Südtirol von 1950 bis heute.“ • 08.03.2011 ab 20 Uhr Kehraus

Frauenmuseum Meran Meinhardstraße 2 Tel. 0473 231 216 www.museia.it

Eröffnung: Do 27.01. um 18.00 Uhr Öffnungszeiten: Mo-Fr von 0-17.00 Uhr Sa von 10.00-13.00 Uhr

Fenster zur Welt

Es lebe der Marocchino! von Ulrich Ladurner Möchten Sie ein „marocchino“ in Europa sein? Gewiss nicht. Denn Sie müssten mit allen möglichen Vorurteilen kämpfen. In Europa – besonders in Italien – hat man sich daran gewöhnt, den Menschen, die aus den Staaten des Maghreb kommen (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen), generell mit Misstrauen zu begegnen. Das ist auch die Frucht der Agitation durch populistische Politiker, die seit vielen Jahren Ausländer denunzieren und gegen sie Stimmung machen. Der „marocchino“ ist inzwischen ein anderes Wort für eine Gestalt mit dunklen Absichten geworden. Das ist bedauerlicher, beschämender europäischer Alltag. Doch was sehen wir nun? Die Tunesier (auch sie „marocchini“) stürzen einen Despoten, der sie mehr als zwanzig Jahre lang unterdrückt und ausgeplündert hat. Dafür gingen sie auf die Straße, trotzten Polizeiknüppeln, Wasserwerfern und Kugeln. Sie riefen die Parolen, die wir Europäer so gerne im Munde führen: Freiheit und Demokratie. Über 100 Tunesier haben den Wunsch nach Freiheit mit ihrem Leben bezahlt. Die europäischen Regierungen stützten den Despoten Ben Ali hingegen bis zum letzten Augenblick. Sie, die sich sonst weltweit gerne als Hüter und Förderer von Freiheit und Demokratie aufführen, versagten auf der ganzen Linie. Europa hat den Despoten Ben Ali jahrzehntelang unterstützt. Anders gesagt: Während sich in Europa die hässlichen Vorurteile gegen die „marocchini“ ausbreiteten, stützten die Europäer in den Heimatländern dieser „marocchini“ hässliche Regime. Nun gibt uns diese tunesische Revolution die Chance, die Dinge etwas zurechtzurücken. Wenn wir in Zukun das Wort „marocchino“ im Mund führen, sollten wir immer die Bilder dieser Revolution im Kopf haben. Wir sollten an den Mut der Tunesier denken, an ihren Willen, für die Freiheit zu sterben. Das wird uns helfen, unsere eigenen Vorurteile abzumildern. Wir können jetzt Menschen sehen, die genauso wie wir ein würdiges, freies Leben führen möchten und sich nicht - von welcher Autorität auch immer gängeln lassen möchten. In den Tunesiern dieser Revolution könnten wir durchaus Vertrautes erkennen — nicht das Dunkle, Fremde, Bedrohliche. Wenn wir in Zukun an Tunesien denken, dann sollten wir uns auch unserer europäischen Regierungen und ihrer Politik gegenüber dem tunesischen Despoten erinnern. Das wird uns in der Beurteilung Fremder etwas zurückhaltender machen. Es wird uns Bescheidenheit lehren.


Gemeindenachrichten

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 4

Entscheidungen und Beschlüsse des Meraner Gemeindeausschusses vom 11.01.2011 Tätigkeit des Reitzentrums Um langfristig die Tätigkeit des Reitzentrums in zentraler Lage Merans zu fördern und zu unterstützen, wurde mit dem Amateursportverein Reitzentrum Me-

Anerkennung für Schutz des öffentlichen und privaten Grüns ran ein Leihvertrag mit Dauer bis 2019 für die Benutzung des Geländes in der Totistraße abgeschlossen.

Zeitplanung und wesentliche Vorbereitungen im Bereich Urbanistik In der ersten Sitzung des neuen Jahres hat der Stadtrat die Zeitplanung und die wesentlichen Vorbereitungen im Bereich Urbanistik festgelegt, damit die Stellungnahmen in Sachen Ensembleschutz bei der Gemeinderatssitzung am 16. Februar überprüft werden können. Weiters wird die Bestätigung des Bauleitplanes, für jene Fläche, die der Enteignung unterworfen sind, im Gemeinderat erfolgen.

Diese Bestätigung gilt als Grundlage für die weiteren Entscheidungen, wie die Entwicklung des Masterplanes, welche parallel verläuft, und die in den darauf folgenden Monaten vorgesehenen Maßnahmen, wie die Erteilung des Auftrages für die Ausarbeitung des Masterplans und die Festlegung jener Flächen, die für die Mittelstandsförderung erforderlich sind (1.-MaiStraße, Romstraße u. a.)

Leistungsvertrag zwischen der Stadtgemeinde Meran und der Meranarena Laut neuen Regelungen ist die Meranarena Gmbh, die im Auftrag der Stadtgemeinde Meran insgesamt sieben Sport- und Freizeitanlagen und Parkplätze führt, nun eine „inhouse“-Gesellschaft. In einem entsprechen-

den, soeben abgeschlossenen Leistungsvertrag zwischen der Stadtgemeinde Meran und der Meranarena wurden die zu erbringenden Dienste genau festgelegt.

Sicherheit und Polizeikontrollen in den Nachtstunden Bürgermeister Januth und Vizebürgermeister Balzarini werden mit den Ordnungskräften die trotz der vielen Kontrollen untragbare Situation in Untermais durch die Rechtsanwaltschaft untersuchen. Neben dem Quästor, der ersucht worden ist, Maßnahmen zu ergreifen, hat der

Bürgermeister selbst aufgrund der neueren Bestimmungen – was die Lizenzerteilungen anbelangt – auch eigene Befugnisse, die es abzuklären gilt, um den übermäßigen Alkoholmissbrauch auf öffentlichem Raum zu unterbinden.

Kavernengarage Bereits Ende November 2010 hatte der Meraner Gemeinderat mit klarer Mehrheit das Programm der Vorhaben und Pläne für den Fünfjahreszeitraum 2010-2015 genehmigt. Dieses Programm sieht unter anderem auch Maßnahmen zur Verringerung und Beruhigung des Verkehrs zugunsten nicht nur der Stadt Meran sondern des ganzen Bezirkes vor, darunter auch die Möglichkeit, gleichzeitig mit dem Bau des zweiten Bauloses der Nordwest-Umfahrung die

Voraussetzungen für die Realisierung von einer bzw. von zwei Tiefgaragen direkt durch Privatinitiative und ohne Kostenbeteiligung durch die Gemeinde Meran zu schaffen. Die Stadtverwaltung wird sich weiterhin auch für sämtliche Alternativmaßnahmen, so wie sie im bereits genehmigten Programm aufscheinen, einsetzten. Mit Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrat Florian Mussner ist der Termin für die Aussprache bereits vereinbart worden.

Bei der Tagung der INU (Istituto nazionale di urbanistica) zum Thema Grünplanung, die im Dezember 2010 in Bozen stattfand, wurde der Stadtgemeinde Meran

Anerkennung gezollt für die praktische Anwendung der verschiedenen Bestimmungen für den Schutz des öffentlichen und des privaten Grüns.

Schwerpunktziele Der Gemeindeausschuss hat 20 strategische Schwerpunktziele festgelegt, welche 2011 in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Abteilungen/Mitarbeitern und in Durchführung des genehmigten Jahresprogrammes er-

reicht werden sollen. Aufgrund dieser Bewertung wird der Stadtrat als Kollegialorgan durch das Controllingsystem auch die Entwicklung der verschiedenen Verfahren und die Leistungen überprüfen.

Schirmherrschaft für kunst Meran 2011 feiert der Kulturverein kunst Meran sein 10-jähriges Bestehen. Die Stadtgemeinde Meran wird die Schirmherrschaft für folgende von kunst Meran veranstaltete Events übernehmen: Ausstellung Tony Cragg (12.02.2011 bis 06.06.2011),

Ausstellung Hugo Vallazza (09.06.2011 bis 25.09.2011), Ausstellung Eliott Erwitt (01.07.2011 bis 25.09.2011), Architekturausstellung: Der nicht mehr gebrauchte Stall (07.10.2011 bis 08.01.2012).

Ausgestellte oder sich in Ausstellung befindende Baugenehmigungen 13.01.2011 bis 20.01.2011

2011 / 4 vom 13.01.2011: PARKHOTEL MIGNON & Co. KG - GLATT Tecla Quantitative und qualitative Erweiterung des Haupthauses, K.-GrabmayrStraße 5 2011 / 5 vom 18.01.2011: LANDWIRTSCHAFTLICHE HAUPTGENOSSENSCHAFT SÜDTIROL Umbau des Lagers mit interner Erweiterung des Geschäftslokals, Laurinstraße 7 2011 / 6 vom 18.01.2011: WIND Telecomunicazioni AG Errichtung einer Radiobasisstation für Mobiltelefonie, I. Variante, Enrico-Toti-Straße 2011 / 7 vom 18.01.2011: BAR RESTAURANT EUROTEL GmbH Meran, MIETTA Bruno Änderung der Zweckbestimmung von Geschäft in Spielsaal und Wettbüro; teilweise Änderung der Zweckbestim-

mung der Einheit 2 von Restaurant in Spielsaal und Wettbüro mit Bar-Restaurant; Zusammenlegung der 2 Einheiten; Giuseppe-Garibaldi-Straße 1 2011 / 8 vom 19.01.2011: STADTGEMEINDE MERAN Bau des neuen Zivilschutzzentrums, Erneuerung der Baukonzession Nr. 173 vom 06.06.06, Romstraße 2011 / 9 vom 19.01.2011: KLAMMSTEINER Edith, KLAMMSTEINER Norbert, KLAMMSTEINER Rita Erweiterung und energetische Sanierung des Wohnhauses sowie Errichtung einer unterirdischen Garage, Katzensteinstraße 35/A 2011 / 10 vom 20.01.2011: DEFATSCH Dina, DEFATSCH Thomas Hagen Bau eines Wohnhauses mit 2 Wohnungen, 1.Variante, Karl-Wolf-Straße, V.Bellini-Straße


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28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 5

Mitteilungen des Presseamtes der Stadtgemeinde Treffen Stadtrat/Stadtwerke AG – Strategien und Investitionsplan definiert Der Meraner Stadtrat und der Verwaltungsrat der Stadtwerke AG haben die aufgrund der Inhouse-Regelung neu geltenden Modalitäten der Zusammenarbeit besprochen. Diskutiert wurde auch über die Positionierung und den Entwicklungsplan der Tochtergesellschaft ECOSYN. Das Dreijahresinvestitionsprogramm 2011-2013 in den Bereichen Trink- und Abwasser wurde genehmigt. Kürzlich traf sich der Meraner Stadtrat mit dem Verwaltungsrat der Stadtwerke AG, um die aufgrund der Inhouse-Regelung neu geltenden Modalitäten der Zusammenarbeit zu besprechen sowie die Vorgangsweise bei der Ausübung der vorgeschriebenen Kontrolle

mit Zielsetzung, wie sie bereits der Gemeinderat vorgegeben hat, zu vereinbaren. Weiters wurden Formen der Überwachung und der Überprüfung festgelegt. Genau definiert wurden auch die Positionierung und der Entwicklungsplan der Tochtergesellschaft ECOSYN. Durch diese soll die Stadtwerke AG in einer Wettbewerbssituation auf dem freien Markt zusätzliche Tätigkeiten ausführen, um den Umsatz zu erhöhen, die Kosten zu mildern und somit eine positive Wirtschaftsentwicklung zu sichern. Die Dienste Trinkwasserversorgung, Abwasser, Gasnetz und Stadtreinigung werden weiterhin durch die Inhouse-Regelung ausgeführt. Ein weiterer wichtiger Punkt, der im Rahmen des Treffens behandelt

wurde, war das Dreijahresinvestitionsprogramm 2011-2013 in den Bereichen Trink- und Abwasser, welches auch eine angemessene Entwicklung der diesbezüglichen Tarife ermöglichen soll. 2011 sind Ausgaben in Höhe von 3.178.000 Euro vorgesehen, davon 1.363.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserversorgungsnetzes und 1.815.000 Euro für Arbeiten zur Trennung des Schmutzwassers vom Regenwasser längs der Verdi-, Franziskus- und AndreasHofer-Straße. Äußerst wichtig ist auch das Projekt zur Sanierung der Hauptleitung der Frigele-Quellen in Tschars, aus welchen die Stadt Meran 60 % ihres Trinkwassers bezieht. Die Finanzierung dieses Vorhabens erfolgt anteilsmäßig durch

die beteiligten Gemeinden (Meran, Lana, Algund, Marling und Tscherms). Für die Sanierung des ersten Bauloses im Abschnitt Sarning/Plaus wird die Meraner Stadtverwaltung vier Millionen Euro beisteuern. Schließlich wurde einhellig festgestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadtgemeinde Meran und Stadtwerke AG intensiviert werden muss, auch um die Kontrollen gegen die illegale Müllentsorgung zu verschärfen und weitere Sensibilisierungsaktionen fortzuführen. Diesbezüglich besteht bereits ein im Einvernehmen mit den Stadtwerken und der Stadtpolizei ausgearbeitetes Projekt, „Clean Town“, welches konkrete Umsetzungsmaßnahmen und Strafen vorsieht.

Erste Sitzung des Kindergemeinderates Ausbau und Sanierung der LaberserDer Meraner Kindergemeinderat tagte kürzlich im Sitzungssaal des Gemeinderates. Es handelte sich dabei für die 40 Buben und Mädchen, die den Gemeinderat bilden, um die erste Sitzung des Jahres. An der Sitzung nahmen Bürgermeister Günther Januth, sein Stellvertreter Giorgio Balzarini und die Stadträte Andrea Casolari, Carmelo Genovese, Christian Gruber und Nerio Zaccaria teil. Seit zehn Jahren wählen in Meran die Schüler/-innen der 4. und 5. Grundschulklas-

sen sowie aller drei Mittelschulklassen beider Sprachgruppen einen Kindergemeinderat. Die 40 Ratsmitglieder bleiben ein Jahr im Amt und treffen sich während ihrer Amtsperiode einmal monatlich in themenbezogenen Arbeitsgruppen; zweimal im Jahr werden sie zu Sitzungen in den Ratssaal der Gemeinde eingeladen. Bei diesen Treffen haben die Kinder dann die Möglichkeit, ihre Wünsche an die Gemeindepolitiker/-innen weiterzugeben.

und der Fragsburger Straße: Arbeiten sind voll im Gange Der Straßenunterbau und die Stützmauern werden erneuert. Auch neue Weißwasserleitungen

werden verlegt. Das 3. Baulos ist fast abgeschlossen.

Neugestaltung der Galileistraße Seit Montag, dem 24. Jänner wird der südliche Teil der Galileistraße neu gestaltet. Die Arbeiten sollen

noch vor Ostern abgeschlossen sein. Der Bauernmarkt wird umgesiedelt.

Verkehrsverordnung der Stadtgemeinde: 4.-November-Straße: Vom 03.11.2010 bis 02.11.2012 gelten in der 4.-November-Straße, im Teilstück Laurinstraße / Bauhofstraße ein Fahrverbot und ein permanentes Parkverbot mit Zwangsabschleppung. Die Zufahrt der Anrainer ist je nach Stand der Arbeiten gewährleistet. Umleitung: Bahnhofsareal, Höchstgeschwindigkeit 30 km/h. Galileistraße: Vom 24.01.2011 bis 24.04.2011 gelten in der Galileistraße, im Teilstück von der Laubengasse bis zur Rotunde, ein Fahrverbot und ein Parkverbot mit Zwangsabschleppung in. Die Zufahrt der Anrainer wird je nach Stand der Arbeiten gewährleistet.

Laubengasse-Galileistraße: Vom 24.01.2011 bis 06.02.2011 gilt an der Kreuzung Laubengasse-Galileistraße ein Fahrverbot. Weiters gilt in der unteren und oberen Laubengasse ein permanentes Parkverbot mit Zwangsabschleppung. Der Verkehr wird dort in beiden Fahrrichtungen erlaubt. Die Zufahrt der oberen Laubengasse wird über die Postbrücke, den Sandplatz und die Postgasse gewährleistet. In der Postgasse gilt ein mittels Ampelanlage geregelter wechselnder Einbahnverkehr.

Jahresabonnement 38 € Raiffeisenkasse:

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28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 6

Tappeinerweg teilweise geschlossen Felssicherungsarbeiten dauern drei Monate Weil umfangreiche Sicherungsmaßnahmen am Hang notwendig sind, wird ein Teil des Tappeinerweges bis zum 15. April gesperrt. Schon im Jahr 2009 lösten sich oberhalb der Weges, ca. 500 m westlich des Gasthauses „Schlehdorf“, 15 m³ Felsen und stürzten bis zur Verdistraße. Einige Felsbrocken blieben damals nur 30 m vor bewohnten Gebäuden liegen.

Daraufhin wurden 80 m Steinschlaggitter angebracht. Aus Sicherheitsgründen wurden auch drei Instrumente zur Kontrolle eventueller Felsbewegungen

eingebaut. Die regelmäßige Ablesung der Messwerte hat jetzt nach einem Jahr ergeben, dass zwei Instrumente keine Veränderungen aufzeigen, während die dritte Messstelle Veränderungen von 4 mm aufweist. Nikolaus Mittermair, Geologe und Direktor des Amtes für Straßen und Infrastrukturen der Gemeinde Meran, erklärt, dass diese scheinbar kleine Veränderung unberechenbar gefährlich sei. Würde die Felsnase, die sich in langsamer Bewegung befindet, abbrechen, würden die Schutzgitter keine Sicherheit mehr bieten und ca. 15 bis 20 m³ Felsen würden den Hang hinunterdonnern. Deshalb hat die Gemeindeverwaltung beschlossen, sofort Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen. Der Tappeinerweg muss deshalb wieder westlich von Schlehdorf auf einer Länge von 150 Metern gesperrt werden, und zwar voraussichtlich bis Mitte April. Die Kosten werden auf 240.000 € geschätzt, wobei 80 % das Land trägt. Die Ausführung hat die Firma Unirock GmbH aus Bozen übernommen. Der restliche Tappeinerweg bleibt – mit Ausnahme der genannten 150 Meter – frei begehbar. Von Gratsch kommend kann man also nur mehr einen Kilometer gehen und muss dann umkehren.

Die anderen Spaziergänge über die Gilf bis Schlehdorf und zurück oder vom Tirolersteig und von der Galileistraße hinauf sind weiterhin uneingeschränkt möglich.

Die Gemeinde wird auch weiterhin die steinschlaggefährdeten Zonen kontrollieren, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. ht

Finanzierung der Einrichtungsgegenstände für die Bergrettungsdienste Merans Kürzlich luden die beiden Meraner Bergrettungsdienste Vertreter der Stadtverwaltung und der Burggräfler Raiffeisenkassen zu einem Umtrunk auf die Baustelle des Zivilschutzzentrums in Untermais. Dort sollen in Kürze die Arbeiten abgeschlossen und die Räume eingerichtet werden. Im neuen Zivilschutzzentrum Untermais finden die Bergrettungsdienste von Meran (Bergrettungsdienst im AVS Meran sowie CNSAS-Meran), die Freiwillige Feuerwehr Untermais sowie die Bürgerkapelle Untermais einen neuen Sitz.

Die Raiffeisenkassen des Burggrafenamtes haben bereits im Jahr 2009 die Zusicherung gemacht, für einen Teil der Inneneinrichtung einen finanziellen Beitrag zu leisten. So konnte für den ansehnlichen Beitrag von € 10.000 der Ankauf von Stühlen, Schränken und Tischen für den gemeinsamen Schulungsraum der Bergrettungsdienste getätigt werden. Der Geschäftsführer der Raiffeisenkasse Schenna, Klaus Gufler, betonte im Namen aller beteiligten Raiffeisenkassen, dass die finanzielle Unterstützung ein Beitrag und ein Dank für die wertvolle Tätigkeit der Bergrettungsdienste sei.

Auf der Baustelle konnten sich die Vertreter der Raiffeisenkassen und der Stadtverwaltung ein Bild von den Räumlichkeiten machen, welche in diesem Jahr bezogen werden können. Die beiden Bergrettungsstellenleiter Peter Gamper und Gregor Höllrigl dankten den Banken für das soziale Engagement und wiesen darauf hin, dass es für ehrenamtlich tätige Vereine von großer Bedeutung sei, dass man Partner habe, welche die Tätigkeit auch finanziell unterstützen. Bürgermeister Günther Januth dankte den beiden Bergrettungs-

diensten für ihre Tätigkeit, aber auch den Raiffeisenkassen für die finanzielle Unterstützung. In einem kurzen Rückblick berichtete der Bürgermeister von den Schwierigkeiten, welche die Errichtung dieser Zivilschutzstruktur mit sich gebracht hatte. Jetzt im Jahr 2011 hoffe man auf eine zügige Fertigstellung. Die Bergrettungsdienste danken den Raiffeisenkassen des Burggrafenamtes recht herzlich für die finanzielle Unterstützung.

Bergretter sowie Vertreter der Stadtverwaltung und der Raiffeisenkassen Vorne von links: Pressereferent Otto Glöggl, Rettungsstellenleiter Peter Gamper, Bürgermeister Günther Januth und Rettungsstellenleiter Gregor Höllrigl


Politik - Soziales

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 7

Kavernengarage für Meran unbedingt notwendig Der Ortsausschuss Meran/Stadt unterstrich bei der letzten Sitzung die Wichtigkeit der Kavernengarage für die Stadt Meran. Es wäre ein großer Fehler, diese einmalige Chance nicht zu nutzen, eine Garage in unmittelbarer Nähe zum Zentrum zu ermöglichen, ohne zusätzlichen Verkehr in der Innenstadt. Zurzeit wird das Raumprogramm für die Ausführungsplanung des

zweiten Bauloses der Nordwestumfahrung erstellt, dabei ist es unbedingt notwendig auch die Zufahrt zu mindestens einer Garage im Bereich des Zentrums einzuplanen, wobei die Kavernengarage absolute Priorität hat. Der Ortsausschuss Meran Stadt erhofft sich diesbezüglich ein Entgegenkommen vonseiten des Landeshauptmannes, des Landesrates und der zuständigen Techniker in Bozen. Zudem wurde bei der Sitzung des Ortsausschusses das Thema Frei-

heitsstraße besprochen. Ortsobmann Andreas Zanier bekräftigte die Forderung, aus der Freiheitsstraße so schnell wie möglich eine Fußgängerzone zu machen. Deshalb sind Treffen mit der Sasa bzgl. der Umleitung der Busse durch den Thermentunnel und bzgl. der Suche nach möglichen Haltestellen der Busse im Bereich des Sissiparkes oder des Sandplatzes unbedingt notwendig. Stadtrat Stefan Frötscher hat diese Schritte bereits in die Wege geleitet. Der Ortsausschuss hofft,

dass die Freiheitsstraße innerhalb dieses Jahres endgültig zu einer Fußgängerzone wird, denn der derzeitige Verkehr in dieser wichtigen „verkehrsberuhigten“ Straße des Zentrums ist nicht länger tragbar. Abschließend zeigt sich der Ortsausschuss erfreut, dass Ende Jänner mit der Umgestaltung der oberen Galileistraße begonnen wird. Dadurch wird das gesamte Erscheinungsbild des Zentrums im Bereich der Sparkassenstraße bis zur Landesfürstlichen Burg aufgewertet.

Menschen mit Behinderung den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern In einer Anfrage kritisierte die SVPLandtagsabgeordnete Veronika Stirner, dass die Beschäftigungslage von Menschen mit Behinderung in Südtirol noch nicht zufriedenstellend sei. Sie wollte wissen, ob Gemeinden, Land und Privatbetriebe ihrer Pflicht nachkämen, Menschen mit Behinderung einzustellen.

In seiner Antwort wies Landesrat Bizzo darauf hin, dass Gemeinden im Verhältnis zur Anzahl ihrer Mitarbeiter verpflichtet seien, Menschen mit Behinderung einzustellen: von 15 bis 35 Mitarbeiter – 1 Person, von 36 bis 50 Mitarbeiter – 2 Personen, ab 51 Mitarbeiter – 7% der angestellten Mitarbeiter. 46 Gemeinden unterliegen dem Gesetz zur Pflichteinstellung. Die Pflichtquote ist fast zur Gänze erfüllt.

Urlaub mit der Caritas: Jetzt anmelden! Die Anmeldungen zu den von der Caritas angebotenen Kinder-, Senioren- und Familienaufenthalten in Caorle sind mit Jahresbeginn angelaufen. Individuelle Preisnachlässe sind auch heuer möglich. Auf die Familien und Senioren wartet in der Villa Oasis im kommenden Sommer ein beheizbares Schwimmbad. Wer möchte, kann außerdem ein Labyrinth im Sinnesparcours der Ferienanlage mitgestalten. Ein eigener Turnus für Familien mit Kleinkindern findet heuer wieder im Früh-

sommer statt. Neben Urlaubswilligen sucht die Caritas auch kinderfreundliche junge Menschen, die als Betreuer/-innen in Caorle tätig sein möchten. Heuer erstmals sind 16- bis 17-Jährige eingeladen, die pädagogischen Teams im Feriendorf „Josef Ferrari“ als Schnupperbetreuer/-innen zu unterstützen. Die Bewerbungen können ebenfalls online oder direkt bei der Caritas eingereicht werden. Die Anmeldungen müssen schriftlich erfolgen. Die nötigen Formulare können bei der Caritas-Dienststelle Ferien und Erholung, Tel. 0471 304 340 oder per E-Mail: ferien@caritas.bz.it angefordert oder online auf www.caritas.bz.it ausgefüllt werden.

Auch 954 Privatbetriebe unterliegen in Südtirol der Aufnahmepflicht von mindestens einer Person mit Behinderung. 1.112 Personen mit Behinderung wurden durch Pflichtvermittlung eingestellt. Es wurden bisher keine Strafen wegen Nichterfüllung der Pflichtquote ausgestellt. Diese Strafe ist nur dann vorgesehen, wenn dies eindeutig dem Betrieb zuzuschreiben sei. Die Strafe beträgt 51,17 Euro pro Tag für jede nicht besetzte Arbeitsstelle für Menschen mit Behinderung.

Stirner plädiert für eine größere Unterstützung von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt, auch um die sozial– und pensionsrechtliche Absicherung zu gewährleisten. Weiters wies die Landtagsabgeordnete auf die enormen Schwierigkeiten von Menschen mit psychischen Problemen hin, eine Anstellung zu erhalten. Es gebe noch zu viele Vorurteile gerade diesen Menschen gegenüber.

Dank an Organisatoren und Spender Die Präsidentin der Südtiroler Krebshilfe Bezirk Meran/Burggrafenamt, Margit Thies Drabek, dankt auf diesem Wege den Organisatoren, sowie allen Spendern sehr herzlich, die mit ihren Preisen

zum guten Gelingen des Glückstopfes während der Weihnachtsfeier der Mitglieder am 14. Dezember 2010 beigetragen haben. Der Reinerlös aus dieser Veranstaltung kommt ausschließlich den Betroffenen des Bezirks zugute.

STADTANZEIGER

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Gesundheit

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 9

Mondkalender vom 28.01.2011 bis 10.02.2011

Ärztliche Feiertagsdienste Sprengel Meran 30.01.2011 Dr. Vögele Paul 06.02.2011 Dr. Waldthaler Roland 13.02.2011 Dr. Dadvar Reza

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28. Januar Abnehmender Mond im Tierkreis Schütze Element: Feuer; Frucht-, Wärme- und Eiweißtag Wenn es die Witterung erlaubt, können Sie schon Obstbäume und Sträucher schneiden; eine Entschlackung oder Reinigung des Körpers wirkt noch bis zum nächsten Vollmond gut; Milchverarbeitung zu Butter, Käse, Joghurt ist günstig.

4. Februar Zunehmender Mond im Tierkreis Fische Element: Wasser; Blatt-, Wasser- und Kohlenhydratetag Medikamente und Heilmittel haben an Fischetagen eine sehr hohe Wirksamkeit; bei Installationen von Wasser- oder Heizungsanlagen sind dies die idealen Tage; Hydrauliker werden dies besonders merken, da alle Arbeit viel leichter wirkt.

F i

5. Februar Zunehmender Mond im Tierkreis Fische Element: Wasser; Blatt-, Wasser- und Kohlenhydratetag Besondere Aufmerksamkeit für Ihre Füße, Zehen und Fersen; Dornwarzen und Hühneraugen behandeln, aber nicht operativ entfernen; besonders gute Verwertung und Aufnahme von Kohlenhydraten; Achtung bei Allergien und Übergewicht; träumerisch und zärtlich geprägte Partnerschaft; kochen und meditieren Sie.

29. Januar Abnehmender Mond im Tierkreis Schütze Element: Feuer; Frucht-, Wärme- und Eiweißtag Vogelfutter nachfüllen; Akne und Fußpilz behandeln; überlastete Beine mit kühlenden Gels einreiben und hoch lagern; Saunabesuche; Hühneraugen und Warzen behandeln und entfernen; neue Kachelöfen und Herde anheizen; Skikleidung imprägnieren.

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30. Januar Abnehmender Mond im Tierkreis Schütze Element: Feuer; Wärme-, Frucht- und Eiweißtag Menschen mit Muskelproblemen und Venenleiden sollten ihren Bewegungsapparat schonen; untrainierte Sportler sollten Skitouren heute besser vermeiden; vermeiden Sie besonders bei Eiweißallergien die Aufnahme von zu viel Eiweiß.

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31. Januar Abnehmender Mond im Tierkreis Steinbock Element: Erde; Wurzel-, Kälte- und Salztag Hautkrankheiten behandeln; Kniegelenke nicht überlasten; heilende Zuwendungen für Knochen, Gelenke, Knie und Haut; Haare unter der Achsel und an Beinen entfernen; Nagelpflege; Fellpflege bei Tieren; guter Tag, um Arbeiten erfolgreich zu erledigen.

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1. Februar Abnehmender Mond im Tierkreis Steinbock Element: Erde; Wurzel-, Kälte- und Salztag Viel Wasser oder Tee trinken, um den Körper zu entschlacken; Hauterkrankungen bei Tieren behandeln oder vom Tierarzt behandeln lassen; Wohnräume nur kurz lüften, damit die Kälte nicht einzieht; Holzarbeiten, z.B. Parkettböden verlegen oder Treppenbau.

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2. Februar Abnehmender Mond im Tierkreis Wassermann Element: Luft; Blüte-, Licht- und Fetttag An Luft- und Lichttagen empfiehlt es sich, klärende und reinigende Maßnahmen für den Körper über die Haut zu machen; bei operativen Eingriffen fast keine Narbenbildung; drückende Schuhe lassen sich leichter weiten.

D k

3. Februar Neumond um 03.32 Uhr im Tierkreis Wassermann Element: Luft; Licht-, Blüte- und Fetttag Guter Tag für nährende Hautmasken und anregende Fußbäder; gute Geschäfte, Besprechungen und Konferenzen; an Lichttagen zunehmendes Selbstbewusstsein und stärkeres Helligkeitsempfinden; neue Vorsätze fassen!

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6. Februar Zunehmender Mond im Tierkreis Fische Element: Wasser; Blatt-, Wasser- und Kohlenhydratetag Pflanzen gießen; Blattgemüse kochen und essen; beruhigende Bäder und aufbauende Hautpflege; Freizeitbeschäftigungen wie meditieren, kochen, schwimmen und Filme ansehen sind an Fischtagen ideal; Familienbesuche verlaufen harmonisch.

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7. Februar Zunehmender Mond im Tierkreis Widder Element: Feuer; Frucht-, Wärme- und Eiweißtag An Widdertagen herrscht häufig warmes und trockenes Wetter; Widdertage haben eine besondere Eiweißqualität; Fleisch, Fisch und Milchprodukte wirken darum sehr auf Muskelkraft und Sinnesorgane; guter Termin für sportliche Wettkämpfe.

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8. Februar Zunehmender Mond im Tierkreis Widder Element: Feuer; Frucht-, Wärme- und Eiweißtag Fruchtgemüse und frische Früchte essen; gute Verwertung des Körpers von Eiweiß; Kopfschmerzen und Migräne sind an Widdertagen häufiger, deshalb vorbeugen und Stress vermeiden; ein Saunabesuch tut dem Körper besonders gut; viel trinken.

F a

9. Februar Zunehmender Mond im Tierkreis Widder Element: Feuer; Frucht-, Wärme- und Eiweißtag Die Haut vor dem Austrocknen schützen; Haare schneiden zur Lockenbildung; gönnen Sie sich ein Gesichtsdampfbad und eine Kopfmassage; pflegen Sie besonders Kopf, Gesicht, Gehirn und die Zähne; denken Sie heute nur an positive Dinge.

F b

10. Februar Zunehmender Mond im Tierkreis Stier Element: Erde; Wurzel-, Kälte- und Salztag Ohren, Zähne, Hals und Kiefer sind an Stiertagen sehr empfindlich; Zugluft wenn möglich vermeiden; Vitamin- und Mineralienmangel ausgleichen; Stiertage sind ideale Tage zum Heiraten; Haus, Küche und Stall nur kurz durchlüften. se

Tel. 0473 / 22 07 85 Tel. 0473 / 44 63 97 - 333 304 79 45 Tel. 338 1504195

Partschins-Algund-Tirol-Kuens-RiffianMarling-Schenna-Hafling-Vöran 30.01.2011 Dr. Trevisani Sonja Tel. 338 8048235 06.02.2011 Dr. Tscholl Waldtraud Tel. 340 5035097 13.02.2011 Dr. Kiem Josef Tel. 335 536 0603 - 335 543 2910 Lana-Tisens-Tscherms-Burgstall-Gargazon Unsere lb. Frau i. Walde / St. Felix 29.01.2011 Dr. Ianniello Pia Tel. 338 1750876 30.01.2011 Dr. Torggler Helmut Tel. 334 14 17 999 05.02.2011 Dr. Mair Paula Tel. 0473 / 561 570 – 349 883 7901 06.02.2011 Dr. Mair Paula Tel. 0473 / 561 570 – 349 883 7901 12.02.2011 Dr. Mair Paula Tel. 0473 / 561 570 – 349 883 7901 Ultental 30.01.2011 06.02.2011 13.02.2011

- Laurein - Proveis Dr. Bertoldi Helmuth Dr. Mader Walter Dr. Bachmann

Tel. 0473/78 70 44 - 347/243 57 35 Tel. 0473 / 791015 – 335 6508380 Tel. 0473/ 79 60 39 - 335 591 99 66

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Kinderseite

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 10

Liebe Kinder,

Lösung des Rätsels vom 14. Dezember.

zurzeit haben viele Menschen einen Schnupfen oder sogar eine Grippe. Da muss man dann ein bisschen Geduld haben und vielleicht ein paar Tage das Bett hüten. Wenn ihr auch zu denen gehört, die Besuch vom Schnupfengespenst hatten, wünsche ich euch gute Besserung. eure Margareth

Schneeflocke

Preisrätsel

Wie heißt das Männchen zu diesen Tieren? Kuh ____________________ Henne ____________________ Gans ____________________ Ricke ____________________ Ente ____________________ Sau ____________________ So werden die Preise verteilt: Wenn du das Rätsel gelöst hast, komme am Dienstag, dem 1. Februar, um 18.30 Uhr ins Büro in der Romstraße 65. Es werden mehrere Überraschungsgeschenke verlost. Das ist kein Gewinnspiel – der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Fotos werden mit Einwilligung der Eltern veröffentlicht.

Hast du gewusst, ….dass ….dass ….dass ….dass

„lang“ und „kurz“ gleich lang sind? es Kinder gibt, die „richtig“ falsch schreiben? einer jetzt „morgen“ schreiben kann? man „flüstern“ auch schreien kann?

Erkältung Die Behauptung, Erkältungen könnten durch Kälte ausgelöst werden (wie der Begriff es vermuten lässt), ist falsch. Erkältungen werden ausschließlich durch spezielle Krankheitserreger ausgelöst, können aber durch Kälte vielleicht beeinflusst werden. Eine Erkältung verläuft meistens recht harmlos und dauert etwa eine Woche.

Krankheitsanzeichen („Symptome“) sind am Anfang vor allem Frösteln, Entzündung der Nasenschleimhäute (meist Schnupfen genannt) und Halskratzen bis Halsschmerzen. Im weiteren Verlauf einer Erkältung können Husten, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber hinzukommen.

Wenn du verkühlt bist:

Heißer Apfeltrunk Vorbereiten: 1 Säckchen Tee, ¼ l kochendes Wasser, ¾ l Apfelsaft, Saft von ½ Zitrone, Zucker nach Geschmack, pro Glas 1 Zitronenscheibe und 1 Gewürznelke

Zubereiten: Teesäckchen mit kochendem Wasser übergießen und zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Apfelsaft erhitzen, aber nicht aufkochen. Tee und Zitronensaft dazugeben, nach Geschmack süßen und eventuell mit heißem Wasser verdünnen. In vorgewärmte Gläser füllen. In jedes Glas eine Zitronenscheibe einlegen, durch die man eine Gewürznelke gesteckt hat. Sofort servieren!

Die Gewinner

Von links: Max Ennemoser, Lisa Cavargini, Fabiola Kolbucaj

Das Schnupfengespenst ist unterwegs Es war einmal ein Gespenst, das hatte einen furchtbaren Schnupfen. Daher stahl es Taschentücher, wo immer es welche fand. „Ich weiß nicht, was mit deinen Taschentüchern los ist“, sagte Frau Krause zu Herrn Krause. „Es werden immer weniger. Weiß der Himmel, wo du sie lässt!“ Dasselbe sagte Frau Lehmann zu Herrn Lehmann, Herr Findeisen zu Frau Findeisen, und überhaupt alle Menschen in der Stadt zu ihren Partnern. „Ich bin nicht daran schuld“, sagten Herr Krause, Herr Lehmann und Frau Findeisen. „Ich weiß überhaupt nicht, wo sie bleiben.“ Das Gespenst kauerte in einer Ecke und lachte. Aber dann musste es niesen und entwischte durch den Kamin. Und weil seine Nase nicht aufhören wollte zu niesen, stahl es aus dem Kaufhaus gleich fünfzig Taschentücher auf einmal. „So eine Unverschämtheit!“, sagte der Direktor, als er es merkte. Das Gespenst aber kicherte und nieste, und als es in alle Taschentücher geniest hatte, kletterte es auf den Kirchturm und ließ sie dort fliegen, alle fünfzig Stück! Die Taschentücher flatterten davon und trieben sich in der Stadt umher, und viele Leute bückten sich nach ihnen und dachten, es sei ihr eigenes. Und alle bekamen einen Gespensterschnupfen und niesten, dass die Wände wackelten. Da machten sich die Ärzte und Apotheker an die Arbeit. Und sie rührten und mischten und kneteten rote und grüne Pillen, aber keiner von ihnen fand eine gute Schnupfenmedizin.

Franciskita Es war einmal ein Mädchen, das hieß Franciskita. Eines Tages klagte Franciskita: „Lieber Gott! Wenn ich eine Milchkuh hätte, wäre ich die glücklichste Frau der Welt.“ Da ging gerade Christus vorbei und sagte zu ihr: „Geh nach Hause, Franciskita, denn dort findest du, was du wünschest!“ Franciskita lief nach Hause und fand dort eine Kuh und ein kleines Kalb an ihrer Seite.

foto mb Ob dieser kleine Junge ein Taschentuch des Schnupfengespenstes gefunden hat? Doch schließlich hörte der Schnupfen von selber auf – bloß das Gespenst, das behielt ihn und nieste, bis es beinahe platzte. Und weil es seinen Schnupfen nicht los wurde, hörte es auch nicht auf, Taschentücher zu stehlen. Und das tut es wahrhaft immer noch. Wenn also deine Mutter schimpft, dass du deine Taschentücher so oft verlierst, dann weißt du, wer sie genommen hat! Oder? Ilona Bodden


Haustiere

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 11

So kommen Hund und Katze gut durch den Winter Kälte, Schnee und Eis machen auch unseren Vierbeinern zu schaffen. Hunde und Katzen brauchen bei Minusgraden Pflege.

Bordercollie Roby, 12 Jahre Achtung Streusalz! Die Vierbeiner sollten möglichst keinen Schnee fressen, denn darin enthal-

tene Erreger, Schadstoffe oder auch Streusalz führen leicht zu Durchfall und Erbrechen. Die Pfotenballen von Waldi und Mieze kann man aber vorsorglich mit Vaseline, Melkfett oder Hirschtalg einreiben, um sie gegen Salz und Kälte zu schützen. Versuchen Sie, lange Haare zwischen den Ballen mit einer Schere zu kürzen, dann nehmen sie keinen Schnee auf und es können sich keine Eisklümpchen darin bilden. Wieder daheim, reiben Sie die Pfoten und Tatzen am besten mit einem warmen, feuchten Tuch ab. Anschließend gründlich trocknen. Ungünstig ist, wenn die Tiere ihre Pfoten lecken und Salz daran klebt. Diese Tatsache ist leider schwer zu verhindern. Entzündete „Füßchen“ kann man aber zum Beispiel mit Ringelblumensalbe behandeln. Mäntel nur im Notfall! Manche Hunde frieren leichter. Doch Mäntel sind eher Modesache. Nur alte, kranke oder ganz junge Hunde brauchen einen Winterschutz.

Katzen entscheiden selbst! Mieze braucht bei Kälte die Möglichkeit, jederzeit ins Warme zu gelangen, um sich kurz aufzuwärmen. Eine Katzenklappe wäre ideal. Winterhunger! Wenn es kalt wird, legen sich Katzen ein Fettpolster zu. Diesen Überlebensinstinkt haben sich sogar unsere Hauskatzen bewahrt. Gönnen Sie der Katze ruhig

ein paar Tage die doppelte Ration. Gerade bei Freilaufkatzen schützt die Speckschicht vor Erkältungen. Vorsicht Gefrierkost! Seien Sie aber vorsichtig, wenn Sie die Katze im Freien füttern. Wenn das Fleisch durchfriert, kann es schnell zu schweren Magen- und Darmentzündungen kommen. Das gilt ebenso für den Hund.

Paterle, 6 Jahre

Bärenstarker Helfer

Nur das Schwimmen ist schöner

Der „Alaskan Malamute“ ist so etwas wie der Zehnkämpfer unter den Hunden und gehört wie der „Siberian Husky“ zu den Schlittenhunden. Er ist der Größte und Kräftigste und verdankt seinen Namen dem Volk der „Mahlemiuts“, (Eskimostamm der Malemuten), die im ewigen Eis von Alaska zu Hause waren. Er wurde zum Ziehen schwerer Lastschlitten, als Jagdhelfer und Wachhund eingesetzt. Da sich dieser Stamm vom Fischen und Jagen ernährte, brauchte er kräftige und widerstandsfähige Hunde an seiner Seite. Der Malamute kann Hunderte von Kilometern ohne Pause einen schweren Schlitten ziehen, ohne zu ermüden. Es sind übrigens besonders freundliche Hunde. Malamutes sind Marathonläufer, keine Sprinter. Deswegen sind sie heute bei Schlittenhunderennen kaum noch zu sehen, denn die viel leichteren „Sibirian Huskys“ sind ihnen auf kurzen Strecken überlegen. Für

Stockenten machen nicht nur auf dem Wasser eine gute Figur, sie fliegen auch perfekt. Dabei halten sie die Beine mit den Paddelfüßen gestreckt, der Körper wird ganz schlank und bietet wenig Luftwiderstand. Die Flügel nutzen sie wie Tragflächen, der Schwanz wird zum Steuer. Enten fliegen in bis zu 6.000 m Höhe und erreichen Geschwindigkeiten von 110 Stundenkilometern. Obwohl Enten sehr ortstreu sind, unternehmen sie weite Flüge, zum Beispiel, wenn ihr Heimatgewässer im Winter keine Nahrung mehr bietet oder zugefroren ist. Die männlichen Enten, die Erpel, fliegen auch auf der Suche nach Weibchen. Denn diese halten sich oft tief im Land auf.

sportliche Familien ist der bärenstarke Hund ein tolles Haustier. Der Malamute und der Husky werden oft verwechselt. Wenn Ihr genau hinschaut, erkennt Ihr aber die Unterschiede. Der Malamute ist größer und schwerer, hat ein dickeres Fell und meist braune Augen. Der Husky kann auch blaue Augen haben und sein Kopf hat eine etwas andere Form.

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Die meisten Schmetterlingsarten überwintern als Ei, Raupe oder Puppe - nur wenige als Falter. Unter diesen ist der Zitronenfalter der Kühnste. Während z.B. das Tagpfauenauge ein frostgeschütztes Quartier aufsucht, überwintert der gelb-grüne Falter im Freien. Ein Trick hilft ihm dabei: Stoffe im Blut wie Glycerin wirken wie ein Frostschutzmittel und lassen ihn selbst bei minus 10 Grad nicht gefrieren.

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Natur vorm Fenster Wann gibt es eine bessere Möglichkeit, Vögel zu beobachten, als im Winter am Futterhaus? Gerade Kindern und Jugendlichen kann man so die häufigsten heimischen Singvögel näher bringen.

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Schule - Jugend

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 12

St. Nikolaus-Stiftung Meran gewinnt Malwettbewerb der „Fondazione Malagutti“ In der Meraner St.-NikolausStiftung werden Kinder und Jugendliche betreut. Die Psychologin und Kunsttherapeutin Maria Luigia Canu aus dem Gesundheitsbezirk Meran freut sich, wenn Kinder und Jugendliche zu Farbe und Pinsel greifen, um Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten. Jüngster Erfolg: Die Teilnahme an einem gesamtstaatlichen Malwettbewerb, or-

ganisiert von der „Fondazione Malagutti“, der unter dem Motto „Diritti a colori“ (Rechte in Farbe) stand. Lohn der Bemühungen – eine zweifache Auszeichnung: die Prämierung als Regionalgruppe und der zweite Preis in der internationalen Kategorie für einen jungen Künstler. Die Preisverleihung fand bereits im November vergangenen Jahres in Mantua statt. Fast 11.000 Kinder

hatten Bilder zum Thema „Kinderrechte“ („Diritti a colori“) eingesandt, circa 7.000 davon stammten von Kindern aus dem italienischen Staatsgebiet. Aber so manches Kunstwerk hatte auch eine weite Reise hinter sich: so z.B. das Bild der Siegerin, der 11-jährigen Anna Fedoseenko aus Weißrussland. Anna darf sich nun über eine Urlaubsreise für vier Personen und eine Anerkennungsmedaille des Staats-

präsidenten Giorgio Napolitano freuen. Die elf Meraner Teilnehmer/-innen konnten sich über die Anerkennung als „Gruppo regionale“ freuen. Ein Kind der Gruppe aus der Passerstadt hatte das heurige Thema „Recht auf Gesundheit“ besonders treffend interpretiert und wurde mit dem zweiten Preis in der internationalen Kategorie ausgezeichnet.

Reinerlös des Weihnachtsmarktes für guten Zweck Am ersten Wochenende im Dezember 2010 fand an der Grundschule „Oswald von Wolkenstein“ ein Weihnachtsmarkt statt. Diesen hatten die Kinder der Schulgemeinschaft im Rahmen des Pflichtquotenangebotes über viele Wo-

chen fleißig vorbereitet. In guter Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Eltern, die für das leibliche Wohl sorgten, wurde der Markt ein Erfolg: Die stattliche Summe von 1.194 € konnte auf Wunsch der Kinder an das Tier-

heim Naturns und die Hilfsorganisation „Südtirol hilft“ für Haiti weitergeleitet werden. Auch das Altersheim in Untermais wurde anlässlich der Weihnachtsfeier mit einem großen Geschenkkorb bedacht.

Schulklassen aufgepasst: ab Februar „Reise-Fieber“ im Touriseum

Ab 1. Februar öffnet das Touriseum seine Tore exklusiv für Schulklassen. Schloss Trauttmansdorff verwandelt sich in ein Klassenzimmer der etwas anderen Art. Unter dem Motto „Reise-Fieber“ können Schüler und Schülerinnen das Museum und sein Inhalte spielerisch kennen lernen.

Der Startschuss in die neue Museumssaison fällt im Touriseum, dem Landesmuseum für Tourismus am 1. April 2011. Bereits in den Monaten Februar und März haben Schulklassen ganz exklusiv die Möglichkeit, das Museum zu besuchen. Unter dem Motto „Reise-Fieber“ bietet das TouriseumTeam eine breite Palette an didaktischen Aktionen für Grund-, Mittel- und Oberschulen. So wird etwa die Aktion „Gepäckkarte“ angeboten, bei der Schüler eine Gepäckkarte aus einer Auswahl an Bild- und Begriffmaterial gestalten können. Auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten, die Südtirol bereist haben und die noch heute als Werbefiguren dienen, wandeln die Klassen dagegen im Rahmen von „Mister X, bitte einsteigen“ durch das Touriseum.

Um Fremd- und Selbstwahrnehmung im Kontext der Tourismusgeschichte geht es bei „Die Fremden und wir“. Ab April bietet das Touriseum zu all diesen Programmen schließlich auch noch „Last-MinuteAngebote“. Den Klassen werden am Eingang des Museums Materialien

ausgehändigt, die ihnen einen kreativen Museumsbesuch ermöglichen. Anmeldung: Tel. 0473 270 172 info@touriseum.it. Weitere Informationen: http://goo.gl/a6MNd

Jugenddienst Meran und Gemeinde Kuens laden Gemeindejugendreferent(inn)en zum ersten Frühstück des Jahres 2011 Die Gemeindejugendreferent(inn)en trafen sich – wie jeden zweiten Monat – zu einem gemeinsamen Frühstück, um sich gegenseitig auszutauschen und Schwerpunktthemen zu besprechen. Eingeladen hatten diesmal der Jugenddienst Meran und die Gemeinde Kuens. Anfangs wurde das neue Gebäude des Kindergartens und der Grundschule besichtigt. Anschließend wurden folgende Themen diskutiert: Nightliner: Es sollte nach Verbesserungsmöglichkeiten durch einen evtl. Shuttledienst gesucht werden. Konflikt Streetworker: Es soll unbedingt eine gute Lösung gefunden werden, ebenso werden mehr Streetworker (derzeit drei im gesamten Burggrafenamt) gewünscht.

Sommerprogramm: Die Referent(inn)en stellen sich eine verbesserte Koordination mit den Vereinen vor. Das Angebot sollte alle Altersstufen abdecken. Eine Idee ist, das Projekt Sommer Power auf Ortsebene mit den anderen Vereinen in Kombination anzubieten. Sommerpraktika: Für Jugendliche unter 16 Jahren, die vom Gesetz aus noch nicht arbeiten dürfen, sollten Gespräche mit der Bezirksgemeinschaft gesucht werden. Man möchte das Projekt vom Jugenddienst Wipptal (JAWA) ins Dekanat Meran hereinbringen: Jugendliche können in verschiedenen Einrichtungen mithelfen und die Arbeiten kennenlernen und bekommen dafür Punkte, mit welchen sie dann Gutscheine einlösen können. Zum nächste Treffen der Gemeindejugendreferent(inn)en lädt im März die Gemeinde Schenna ein.

Von links: Oliver Schrott (JD Meran), Birgit Kröss (Riffian), Ulrich Ladurner (Algund), Andreas Ladurner (Dorf Tirol), Hannes Waldner (JD Meran), Margareth Kofler (Schenna), Marlene Viviani (Kuens) und Annelies Erlacher (Marling)


Soziales

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 13

Tag der offenen Tür der Montessori Krabbel- und Spielgruppen mit nicht-direktiver Begleitung Mit Kindern neue Wege gehen - Reges Interesse

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Der Verein „Die Pfütze Meran“ widmet sich seit einem Jahrzehnt der Unterstützung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Eltern und hat im Laufe der Jahre verschiedene Angebote und Projekte ins Leben gerufen: Krabbel- und Spielgruppen, Montessori-Kindergarten, Aktive Montessorischule, Elternbegleitung und Erwachsenenbildung. Etliches Aufsehen hat vor Jahren die Gründung der eigenen Privatschule „Aktive Montessorischule mit nicht-direktiver Begleitung“ in Baslan/Tscherms erregt. Aus ihr ist im Laufe der Jahre ein Lebens- und damit Lernraum für Kinder und Jugendliche - und nicht zuletzt auch für Erwachsene - geworden. Allen Gruppen gemeinsam ist das tiefe Bewusstsein kindlicher Entwicklungsprozesse, die unbedingte Achtung vor dem Kind, ein respektvoller Umgang sowie eine den kindlichen Bedürfnissen angepasste Umgebung.

Für junge Eltern gab es kürzlich wieder die Möglichkeit, einige Projekte und Angebote des Vereins “Die Pfütze Meran“ zu beschnuppern. Und zwar im Rahmen eines sehr gut besuchten Tags der offenen Tür im Meraner Liebeswerk. Es gibt dort einen öffentlichen Montessori-Kindergarten für 20 Kinder. Seit rund 10 Jahren arbeitet dieser erfolgreich nach einem speziellen Konzept, welches der Verein ausgearbeitet hat. Und darin unterscheidet sich dieser Kindergarten von anderen. Das Menschenbild und die pädagogischen Grundsätze von Maria Montessori sowie die Haltung und nicht-direktive Begleitung von Rebeca und Mauricio Wild, welche die Reformpädagogik weltweit entscheidend beeinflusst haben, bildet den Hintergrund für die Art der Begegnung zwischen Erwachsenen und Kindern. An den Kindergartenbereich angrenzend haben seit mehreren Jahren auch die Gruppen für die Kleineren einen Raum gefunden. Eltern mit Kindern ab neun Monaten ist es hier möglich, eine der begleiteten Krabbel- und Spielgruppen

OEW-Aktion: Motivation zum Kauf von regionalen Blumen oder Blumen aus fairem Handel Die Caritas, die Katholische Frauen- und Männerbewegung, Südtirols Katholische Jugend, die Weltläden, Floristen, Gärtner und die Verbraucherzentrale organisieren mit der OEW (= Organisation für eine solidarische Welt) eine Sensibilisierungskampagne. Vom 7. bis 11. Februar 2011 nehmen mehrere Schulklassen in Auer, Terenten und Meran beim Sensibilisierungslauf „Fair schenkt Blumen“ teil, mit dem Ziel, die Bevölkerung zu motivieren, durch den Kauf von regionalen Blumen oder Blumen aus fairem Handel einen Beitrag für die soziale und gerechte Produktion zu geben. Am 11. Februar ist in Bozen eine Veranstaltung mit allen beteiligten Schulklassen geplant, bei der die Aktion der Öffentlichkeit und den Medien vorgestellt wird. Von Süd-

tiroler Floristen und Gärtnern gespendete regionale Blumen werden von den 120 Schüler(inne)n an Passanten verteilt. Mit dem Lauf und mit der Verteilung der Blumen verstehen sich die Schüler/-innen als Botschafter des kritischen Schenkens. Patin der Aktion wird die Leichtathletin Monika Niederstätter sein. Mit Beginn zum Valentinstag am 14. Februar werden sich in ganz Südtirol mehrere Floristen und Gärtner an der Aktion beteiligen. Die teilnehmenden Betriebe verpflichten sich, regionale Blumen oder Blumen aus fairem Handel in ihrem Sortiment zu führen und die Blumen entsprechend zu beschildern. So kann ein Konsument, der in ein Blumengeschäft oder in eine Gärtnerei eintritt, durch die Plakette „fair trade & regional“ an der Eingangstür erkennen, ob der Betrieb fair gehandelte und/oder lokal produzierte Blumen verkauft. Mit dieser Aktion wollen die Organisatoren auf die Missstände in der Blumenindustrie aufmerksam machen und auf einen sinnvollen und bewussten Konsum hinweisen. Ab Februar ist eine Liste der teilnehmenden Betriebe auf der Webseite www.oew.org abrufbar.

Krabbel- und Spielgruppe zu besuchen. Auch diese arbeiten nach einem vom Verein erstellten speziellen Konzept. Dieses sieht u.a. regelmäßige Abende vor, wo sich Eltern Unterstützung holen und im Austausch gegenseitig stärken können. In den Spielgruppen wird den Kindern eine für ihre jeweiligen Entwicklungsbedürfnisse entspannte Umgebung angeboten, in der sie aus freiem Impuls ihrem

Interesse folgen können. Über viel positives Feedback von Eltern freuten sich auch die Leiterinnen der Spielgruppe für 3-4jährige Kinder, die ebenfalls für einen Nachmittag offen stand. Weitere Auskünfte: www.pfuetze.ines.org

AVS-Jugend unterwegs

Mit einem Erlebniswochenende am 15. und 16. Jänner startete die Meraner AVS-Jugend unter Führung des Jugendleiters Philipp Karbacher ins neue Jahr. Das Jugendheim Zans/Villnöß war der geeignete Ort dazu. An den beiden Tagen unter-

hielten sich die Kinder mit verschiedenen Spielen. Eine besonders große Gaudi war die Rodelpartie zur Gompnolm, die bei strahlend schönem Wetter stattfand. Nach der Mittagspause ging`s in rasanter Fahrt wieder zurück zur Hütte. Nach der Stärkung mit Tee und Kuchen wurde die Heimreise angetreten. Kinder und Jugendliche, meldet Euch im AVS-Büro, wir möchten euch das nächste Mal auch dabei haben!

Vorankündigung An alle Vereine! Heuer gibt es in Untermais wieder einen Faschingsumzug und zwar am Sonntag, dem 06. März. Wir möchten euch alle einladen, beim Umzug mitzumachen, mit einem lustigen Kostüm, auf einem Wagen, zu Fuß oder auch anders… Motto des Umzugs:

„Entdecke das Spiel in dir!“ Auskunft und Anmeldung (bis 26.02.): Oliver, Tel. 348 774 8581 Auf euer Mitmachen freuen sich nicht nur die Jungscharleiter/-innen sondern auch die Mitbürger von Untermais.


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28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 14

Die weibliche Seite der Fasnacht über. Bis heute sind die alten Weiber Bannbild für den Schönheitswahn und den Jugendkult der Moderne.

Alt und hässlich jung und schön Alte Weiber sind häufig auftretende Figuren in den Fasnachtsumzügen des alpinen Raums, die von Männern dargestellt werden. Die Verkleidung übt für viele Männer einen besonderen

Reiz aus, Unterwelt und Weiblichkeit wirken magisch. Der Hässlichkeit, den langen Nasen, den Warzen, den tiefen Falten und Furchen stehen die jugendliche Schönheit, die Anmut und die Moral, der Frühling und der Sommer gegen-

...ab ins Sterzinger Moos! Eine Frau galt schon als Alte Jungfer, wenn sie mit 30 noch nicht verheiratet war. Im 19. Jahrhundert blieben in Tirol allerdings fast 50% der Frauen ledig, da zur Heirat ein geregeltes Einkommen, ein größere Summe Geld oder Besitz vorgewiesen werden mussten. Folglich bekamen viele Frauen in den Dörfern und Städten zur Fasnacht einiges an Spott ab. Früher hieß es in Tirol, dass Frauen, welche ledig geblieben sind, nach ihrem Tode nicht in den Himmel oder in die Hölle kommen, sondern auf bestimmte Berge oder in Sümpfe verbannt werden. Der bekannteste Altjungfernplatz war das große Sterzinger Moos, das sich bis 1877 südlich von Sterzing zu beiden Seiten des Eisacks ausbreitete. Ein beliebtes Fasnachtsspiel war das Sterzinger-Moos-Fahren. Dabei jagten maskierte Männer den als „Alte Jungfern“ Verkleideten nach, fingen sie unter Gelächter und Spottsprüchen und brachten sie zum SterzingerMoos-Wagen. Gegen Ende des Umzu-

ges wurden die Alten Jungfern über einen steilen Hang, eine Wiese oder Ähnliches hinunter gerollt und -geworfen. Vereinzelt sind auch Spottlieder und -sprüche auf ledige Männer überliefert. Das Sterzinger-Moos-Spiel wird heute noch beim Umzug in Umhausen im Ötztal gespielt, früher gab es das Spiel bei den Umzügen in Tramin und im Vinschgau. In Tramin versteckten sich als alte Jungfern verkleidete Männer in den Hausgängen von ledigen älteren Frauen und wurden dann unter großem Gelächter, weil sie sich natürlich wehrten, vom Sterzinger-Moos-Wagen eingesammelt. Zuweilen haben sich die verkleideten Männer Kleidungsstücke und typische Gebärden der jeweils dargestellten Frau angeeignet, damit diese auch sicher von den Zuschauern erkannt wird. Ob in früherer Zeit tatsächlich alte Frauen auf den Wagen gezerrt worden sind – was nicht zu hoffen ist – bleibt ungeklärt. Aus Alt mach Jung Für viel Gelächter sorgt die Altweibermühle, welche in zahlreichen Umzügen Tirols und der Schweiz zu sehen ist. Als Alte Weiber verkleidete Männer werden dabei von den Müllern

Veranstaltungen in Meran und Umgebung Freitag, 28.01.2011 19.30-22.30 Nachtskilauf auf Meran 2000 mit beleuchteter Ski- und Rodelpiste. Auskunft: TV Hafling, Tel. 0473 279 457 Samstag, 29.01.2011 18.00 Konzert mit dem „Tecchler Trio“ im Stadttheater. Auskunft: Musik Meran, Tel. 0473 211 612, www.musikmeran.it Sonntag, 30.01.2011 13-15 Erwachsenen-Schnupper-Skikurs für Anfänger im Schnalstal Auskunft & Anmeldung: Ski- & Snowboardschule Schnals, Tel. 0473 662 170 Dienstag, 01.02.2011 10.00 Dorfführung in Schenna Auskunft: TV Schenna, Tel. 0473 945 669, www.schenna.com 13.30 Schneeschuhwanderung für Einsteiger im Schnalstal in Begleitung eines Bergführers. Treffpunkt im TV Schnals (Karthaus) um 13.30 Uhr. Gehzeit: ca. 2 Std. Auskunft & Anmeldung: TV Schnals, Tel. 0473 679 148, www.schnals.com 18.00 Fackelabfahrt mit Demoshow auf Meran 2000 Start der Fackelabfahrt beim Piffinger Köpfl. Abfahrt bis zum Ufo - Demoshow bei der Zuegghütte und weiter nach Falzeben. Kostenlos. Auskunft: TV Hafling, Tel. 0473 279 457, www.hafling.com

Mittwoch, 02.02.2011 09.45-14.00 Geführte Schneeschuhwanderung auf Meran 2000 Start der Rundtour: Bergstation Piffinger Köpfl. Auskunft: TV Hafling, Tel. 0473 279 457, www.hafling.com 18.00 Sprachcafé Deutsch, italiano, english, espanol, francais el´arabiya Menschen, Kulturen und Sprachen treffen sich. Teilnahme kostenlos. Auskunft: Café Kuntshaus, Tel. 0473 427 050 Donnerstag, 03.02.2011 12.30-14 Conversation Club Englisch & Deutsch Für all jene, die sich während der Mittagspause gerne in einer lockeren Atmosphäre an Gesprächen in deutscher bzw. englischer Sprache beteiligen möchten. Unkompliziert, nützlich und kostenlos. Auskunft: Sprachenmediathek, Sandplatz 10, Tel. 0473 252 264, www.provinz.bz.it/multisprachenzentrum Do+Fr, 03.+04.02.2011 18-21 Südtiroler Küche: Hauptspeisen-Grundkochkurs Mitzubringen: Schürze, Schreibzeug. Auskunft: Küche der ital. Pfarrei Maria Himmelfahrt Meran, Tel. 0473 230 219, www.urania-meran.it Freitag, 04.02.2011 22-24 Special Night in den Thermen in Pools & Sauna. Auskunft: Therme Meran, Thermenplatz 9, Tel. 0473

252 000, www.thermemeran.it 19.30-22.30 Nachtskilauf auf Meran 2000 mit beleuchteter Ski- und Rodelpiste Auskunft: TV Hafling, Tel. 0473 279 457, www.hafling.com Sonntag, 06.02.2011 13-15 Erwachsenen–Schnupper-Skikurse für Anfänger Auskunft: & Anmeldung: Büro der Ski & Snowboardschule Schnals, Tel. 0473 662 170, www.schnalstal.com Dienstag, 08.02.2011 10.00 Dorfführung in Schenna Auskunft: TV Schenna, Tel. 0473 945 669, www.schenna.com 13.30 Schneeschuhwanderung für Einsteiger im Schnalstal in Begleitung eines Bergführers. Treffpunkt im TV Schnals (Karthaus) um 13.30 Uhr. Gehzeit: ca. 2 Std. Auskunft: TV Schnals, Tel. 0473 679 148, www.schnalstal.com 18.00 Fackelabfahrt mit Demoshow auf Meran 2000 Start der Fackelabfahrt beim Piffinger Köpfl. Abfahrt bis zum Ufo - Demoshow bei der Zuegghütte und weiter nach Falzeben. Kostenlos. Auskunft: TV Hafling, Tel. 0473 279 457, www.hafling.com Mittwoch, 09.02.2011 9.45-14.00 Geführte Schneeschuhwanderung auf Meran 2000 Start der Rundtour: Bergstation Piffinger Köpfl. Auskunft:

Tel. 0473 279 457. www.hafling.com Donnerstag, 10.02.2011 10.00 Winterwanderung zur Leadner Alm Auskunft: TV Schenna, Tel. 0473 945 669, www.schenna.com 12.30-14.00 Conversation Club Englisch + Deutsch Für all jene, die sich während der Mittagspause gerne in einer lockeren Atmosphäre an Gesprächen in deutscher bzw. englischer Sprache beteiligen möchten. Unkompliziert, nützlich und kostenlos. Auskunft: Sprachenmediathek, Sandplatz 10, Tel. 0473 252 264, www.provinz.bz.it/multisprachzentrum 20.00 Theateraufführung „Jedem das Seine“ im Stadttheater Meran. Auskunft: Südtiroler Kulturinstitut, Tel. 0471 313 800, www.suedtiroler.kulturinstitut.org Freitag, 11.02.2011 20.30 „Rhythm of the Dance“ im Kursaal Meran. Auskunft. & Kartenvorverkauf: Athesia Meran, Tel. 0473 231 444 und Non Stop Music, Tel. 0473 270 256, www.showtime-ticket.com Sonntag, 13.02.2011 Singlefete auf der Mittagerhütte Auskunft: TV Hafling, Tel. 0473 279 457, www.hafling.com


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28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 15 quer durch den ganzen Umzug eingefangen, auf die Altweibermühle hinaufgezogen und oben in den Trichter hineingeworfen, wobei sie sich furchtbar wehren und jammern. Verjüngt und schön spuckt sie die Mühle wieder aus. Die Altweibermühle ist als Fasnachtsspiel seit dem 17. Jahrhundert belegt. In Prad am Stilfser Joch folgt das Treiben um die Altweibermühle genauen Vorgaben. Ein alter Mann bringt sein altes Weib zur Altweibermühle, weil er ein junges Weib haben möchte. Die Frau wird in die Mühle geworfen und unten jung von ihrem Mann wieder empfangen. Gegen Ende des Umzuges bringt der alte Zoch seine alte Pfott zur Mühle. Doch die Mühle wird kaputt und der Zoch muss seine alte Pfott wieder mitnehmen. Waschweiber und Kübelemaje Die Waschweiber beim Traminer Egetmann-Umzug waschen ihre schmutzige Winterwäsche im Dorfbrunnen. Dabei gehen sich nicht zimperlich vor, springen hinein und bespritzen die Zuschauer mit ihren nassen Tüchern und Lappen. Die Zuschauer müssen aufpassen, dass sie nicht selbst im Brunnen landen. Als junge Frau ist das Kübelemaje in einigen Tiroler Umzügen wie Imst und Nassereith dargestellt. Sie hält einen Holzkübel in der Hand. Früher besprengte sie damit die Zuschauer mit Wasser. In Imst wurde das Wasser bereits 1908 mit Puder ersetzt, da das Publikum kübelweise Wasser abbekommen hatten. „Viele Zussln, viel Korn“ Eine besondere Erscheinung ist die sogenannte Triebschell, die Anführerin der Zussln beim Zusslrennen in Prad am Stilfserjoch. Das Zusslrennen findet alljährlich am Unsinnigen Donnerstag in Prad statt. Die Fasnachter ziehen in Prad zweimal durch das Dorf. Den ersten Umzug führt die traditionelle Gruppe der Pflugzieher mit den verschiedenen Paaren an. Den zweiten Umzug führt die junge weibliche Figur, die Triebschell, an, welche mit ihrer 20 kg schweren Kuhschelle enormen Lärm macht. Sie geht der Gruppe der Zussln voran, die männlich, aber ebenfalls mit bunten Blumen geschmückt sind. Anfang und Ende der Fasnacht Die Tiroler Fasnacht beginnt am 7. Jänner, am Tag nach Dreikönig. An manchen Orten erfolgt an diesem Tag die Schlüsselübergabe des Bürger-

meisters an die Fasnachter. In einigen Orten wird die Fasnacht vor oder zu Beginn der Fastenzeit verabschiedet, begraben oder ausgeläutet. In Laatsch zieht am Aschermittwoch ein Trauerzug mit Sarg und Sargträgern, Totengräbern, Pfarrer, Ministranten und Klageweibern, Plerrweibelen genannt, von Gasthaus zu Gasthaus. Dort schaufeln sie symbolisch eine Grube, legen den Sarg hinein und betrauern das Scheiden der Fasnacht bei einem Glas Wein. Die Plerrweibelen waschen während des Zuges ihre Geldtaschen in den verschiedenen Dorfbrunnen. Die Hexen Es waren jene kundigen und weisen Frauen, welche um den Zyklus der Natur wussten, heilkundig waren, bei Geburt und Tod begleiten konnten, welche ihr Wissen aus den mündlichen Überlieferungen und aus der Beobachtung der Natur schöpften und den richtigen Zeitpunkt für die Arbeit auf den Feldern kannten. Neue aufgeklärte Denkmuster, die Furcht vor dem Unverständlichen, dem nicht Kontrollierbaren, machten aus ihnen schändliche und böse Wesen, die Unwetter schickten, Unfruchtbarkeit an Mensch und Tier hervorriefen, Kinder fraßen und mit dem Teufel im Bunde waren. Aus den weisen, erleuchteten Frauen, wurden die hässlichen Zauberinnen mit krummer Nase, spitzem Kinn. Das Wort Hexe wird von haga-zussa hergeleitet: diejenige, die sich an Hecken und Zäunen aufhält, an der Grenze zwischen der häuslichen kontrollierbaren Welt und der wilden Natur, zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Die Hexe ist in der Fasnacht eine der verbreiteten Figuren und kommt bei fast allen Umzügen im Alpenraum vor. In Tramin beim Egetmann-Umzug treiben die Hexen mit ihren Besen und dem Kessel ihr Unwesen. In Fiss bekommt die Oberhexe beim Blochziehen einen besonderen Platz. Ihr wird eine kleine Hütte auf dem Bloch gebaut, in der sie während des Umzugs sitzt. Der Bloch ist der Stamm einer stattlichen, 30 m langen Zirbe, welche durch das Dorf gezogen wird. Die Oberhexe und die anderen Hexen versuchen immer wieder, den Zug zu bremsen. Hinter dem Bloch folgt der Hochzeitszug mit Brautpaar, Bauernpaaren, Knechten und Mägden, Liebespaaren und anderen Paaren. Die Hexe und die Percht sind zwei sehr verwandte Figuren. Die Perchtenbräuche werden zur Winterzeit aufgeführt, während die Hexen bereits den Frühling ankündigen. Trotzdem

kommt es mancherorts zu Überschneidungen der beiden Bräuche. Nicht überall werden die Hexen als alte Frauen in alten Gewändern dargestellt. In Imst und Nassereith sind die Hexen einheitlich gekleidet mit Kittel, Schurz, Mieder und Tuch und haben blonde Zöpfe. Am Dienstag, dem letzten Fasnachtstag, wird in Imst der Fasching hinausgekehrt. Dabei dürfen die Hexen nicht tanzen, sondern sie zurfen. Sie fordern Zuschauer heraus, mit ihnen um die Wette am Besen zu ziehen. Die Hex spielt auch in einigen Dörfern des Vinschgaus und Nordtirols beim Scheibenschlagen eine Rolle. Das Scheibenschlagen findet am ersten Sonntag nach der Fasnacht, am Kassonntag oder Holepfannsonntag statt. Dabei werden nicht nur glühende Scheiben ins Tal geschlagen sondern auch mit Stroh oder Schilfgras umwickelte Gebilde in Form von Kreuzen oder Rauten verbrannt. Sie werden Hexen und Kasfangen genannt. Der Hochzeitszug

Der Bauer leitet den Pflug durch die engen Gassen des Dorfes, zieht eine Furche durch den harten Erdboden, kratzt über den Asphalt. Dahinter der Sämann, er sät Sägespäne und Sand über den Boden und in die Zuschauer. Der Bloch, eine Lärche oder Zirbe, schön geschmückt, wird von Hand oder mit dem Traktor durch die Straßen gezogen. Die Männer haben ihn im Wald geschlägert, die Versteigerung bringt gutes Geld. Beim Pflugziehen in Stilfs am Strifserjoch wetteifern zwei Gruppen von Paaren miteinander. Die erste Gruppe sind die Bauersleute. Der Bauer leitet selbst den Pflug, der vom Schimmel und den jungen Ochsen gezogen wird. Ihm folgen die Bäuerin, Altbauer und Altbäuerin, Knechte und Dirnen. Ihnen tritt die Gruppe des Gsindls entgegen. Sie versuchen, den Umzug zu stören. Das Gsindl sind Paare von armen Leuten, Pfannenflickern, Krämern, Uhrmachern, Bettelleuten und anderen. Die weiblichen Figuren des Gsindls sind schwarz bemalt und be-

Sie finden auch bei uns verschiedene Orchideen und viele andere Pflanzen. Samstag geschlossen Sonntag geöffnet Tel. 0473 667 262 - Naturns, Hauptstr.3

schmieren die Zuschauerinnen mit Ruß oder schwarzer Farbe. Sie werden Zussln genannt. Zum Abschluss des Umzuges essen die Bauersleute vor der Kirche Knödel, Kraut und Würste. Das Gsindl versucht, etwas von den Speisen zu erhaschen, sie werden dabei an die Knödel herangelassen, am Rückweg aber unter großem Beifall der Zuschauer von den Drischlern verdroschen. Bis in die 60er-Jahre wurden jährlich abwechselnd das Pflugziehen und ein Zusslrennen veranstaltet. Beim Zusslrennen zogen die Zussln allein durch das Dorf. Bei einigen Tiroler Fasnachtsumzügen sind die Altboarischen bekannt. Ein Paar folgt in der “altboarischen“ Bauerntracht. In Prad am Stilfser Joch finden jährlich zwei Fasnachtsbräuche statt, das Zusslrennen und die Maschger. Am Unsinnigen Donnerstag, beim Zusslrennen, zieht die Fasnachtsgruppe in zwei Umzügen durch das Dorf. Beim ersten Umzug ziehen sechs weiß gekleidete Männer, die sogenannten Schimmel, einen Pflug durch die Gassen des Dorfes. Dahinter folgen der Fuhrmann und der Sämann, danach folgen Bauer und Bäuerin, Knecht und Dirn und schließlich das Paar „Zoch und Pfott“. Alle diese Personen tragen verschiedene landwirtschaftliche Arbeitsgeräte mit sich. Damit wird der Gang aufs Feld in der warmen Jahreszeit dargestellt. Beim zweiten Umzug begleiten die weiß gekleideten und mit bunten Blumen geschmückten Zussln die Paare. Zoch und Pfott aber rennen durch die Zuschauer, die Pfott versucht Männer, der Zoch Frauen zu fangen und sich mit ihnen am Boden zu wälzen. Beim Umzug der Prader Maschger, der am Sonntag, Montag und Faschingsdienstag stattfindet, ziehen, angeführt vom Bajaz, acht Paare in festgelegter Reihenfolge von Gasthaus zu Gasthaus. Sie führen dort verschiedene nach alter Tradition eingeübte Tänze vor. Zeitinsel der Fröhlichkeit Die ausgelassene Zeit der Fasnacht zwischen den beiden langen Fastenzeiten, der Weihnachtsfastenzeit und der Osterfastenzeit, war auch eine gute Gelegenheit für junge Leute sich zu begegnen und kennen zu lernen. Bei vielen Umzügen und beim Scheibenschlagen im Vinschgau war es üblich, dass Liebespaare und heimliche Liebschaften ausgerufen wurden. Heute noch finden in dieser Zeit zahlreiche Bälle und Abendveranstaltungen statt.


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28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 16 worfen, mit Wasser bespritzt, mit dem Sack geschlagen. Es soll Glück bringen! Sind es die Kräfte der Natur, welche noch nicht den Einklang miteinander gefunden haben? Ist es der Frühling, der noch mit dem Winter ringen muss, damit er weicht, das Licht, welches angekündigt ist, aber noch nicht weiß, ob es auch in diesem Jahr wieder seinen Platz findet? Nur mehr an wenigen Orten findet man das früher sehr beliebte „Wilde Mann-Spiel“. Dabei ziehen der Wilde Mann und seine Frau Berta durch das Dorf. Nachdem sie gejagt worden sind und vor den Richter geführt werden, dürfen sie weiterziehen.

Jagen, fangen, schlagen... In der alpenländischen Fasnacht treten viele Paare auf. Sie stehen nicht immer harmonisch zueinander, oft jagen sie sich gegenseitig, fangen und schlagen sich und tanzen dann auch wieder miteinander. Nicht selten werden dabei die weiblichen Zuschauerinnen zu den Gejagten, werden mit schwarzer Farbe oder Ruß beschmiert, geschüttelt, zu Boden ge-

Frauen feiern Fasnacht Ganz anders als die Rolle der Männer ist in der Tiroler Fasnacht die Rolle der Frauen. Sie stehen im Hintergrund, wo sie ihren Männern, Brüdern oder Söhnen die Gewänder für den Umzug nähen und ihnen für die Zeit der Vorbereitungen und der Fasnacht den Rücken frei halten. Oder sie sind Zuschauerinnen, lassen sich jagen, schütteln und begrapschen. Ein Fasnachtsbrauch speziell für Frauen war das Gunglhos im Außerfern. In Prad am Stilfserjoch wurden im Jahre 1966 fast alle weiblichen Figuren mit Frauen besetzt. Die Proteste der

Zuschauerinnen waren daraufhin so groß, dass im darauf folgenden Jahr wieder Männer die Frauenrollen übernahmen.

tenzeit, das Weiberzechen im Rathaus, wo gegessen und getrunken wurde. Der Brauch wurde im 17. Jahrhundert eingestellt.

Ein Verbot des hl. Bischof Pirmin aus dem Jahre 740 belegt, dass sich Frauen zur Fasnacht als Männer verkleideten und Männer als Frauen. Er berief sich dabei wohl auf die Bibelstelle im Alten Testament 5. Mos. 22,5: „Eine Frau soll nicht Männersachen tragen, und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen, denn wer das tut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel.“

1701 erlaubt Papst Clemens XI. den Frauen maskiert - aber nur zu Fuß - an der Fasnacht teilzunehmen. Während in der Schweiz und in Deutschland die Weiberfasnacht bis heute Brauch ist, bleibt im Raum Tirol die Fasnacht heute fast gänzlich den Männern überlassen.

In einem Eintrag eines Rechnungsbuches von Herzog Sigmund aus dem Jahr 1460 wird das Blochziehen in Innsbruck erwähnt und es wird dazu aufgefordert, den Frauen, welche beim Blochziehen teilnehmen, Geld zu geben. In Ladis zogen noch im Jahre 1592 die Frauen vermummt durch das Dorf und packten die Männer, legten ihnen Ketten um und führten sie ins Gasthaus, wo sie die Zeche bezahlen mussten. Die Bürgersfrauen in Meran und Hall veranstalteten am Kässonntag, dem ersten Sonntag in der Fas-

Lichter wandern in Algund und Lichterfest an der Etschmündung Auf dem zugefrorenen Reschensee sind wir am Dreikönigstag gestartet. Am Tag Maria Lichtmess – am Mittwoch, den 2. Februar – kommen die Etschlichter nach Algund. Ihr seid alle zum stillen, musikalischen „Lichter wandern in Algund“ herzlichst eingeladen.

Wir treffen uns um 19.00 Uhr im Innenhof der Spezialbierbrauerei Forst, genießen die von Karlheinz Steiner gezauberte Lichterwelt, die Musik und einfache kulinarische Köstlichkeiten. Zum Ausgangspunkt der Lichterwanderung an der Etsch werden wir gefahren. Dann werden uns die lichtdurchflutete Etsch und die Musik nach Algund begleiten. Bei der starken und ganz besonderen Holzbrücke und beim römischen Brückenkopf werden wir anhalten und diesen wertvollen Kulturgütern unsere Aufmerksamkeit schenken. Anschließend spazieren wir in die Pfarrkirche von Algund und werden dort zum Abschluss ein Konzert genießen dürfen.

Beginn des Konzertes: 21.00 Uhr. Ende der Veranstaltung: 21.45 Uhr. Eintritt: freiwillige Spende Wir freuen uns aus organisatorischen Gründen auf ein kurzes Zeichen, dass Ihr dabei seid. Anruf oder SMS an Karl Perfler, Tel. 320 0829165 oder karl.perfler@rolmail.net Am letzten Wochenende im März – 26.und 27. März 2011 – laden wir Euch alle zu einer ganz besonderen

Reise ans Meer ein. Unser Organisationsteam mit dem bekannten Lichtkünstler Karlheinz Steiner (kennen alle vom Glurnser Advent und anderen beeindruckenden Lichtinstallationen) wird an der Etschmündung – da wo die Etsch und das Meer sich lieben – ein unvergessliches Programm mit Musik, Stille und einem Lichtermeer vorbereiten. Die Musiker kommen teils aus Südtirol, teils von der Oper „La Fenice“ in Venedig. Wir starten mit dem Bus am Samstag, den 26.März um 9.30 Uhr von Bozen (Autobahnausfahrt Bozen Süd) – Zubringerdienste ab Bruneck und ab Reschen, die Abfahrtzeiten erfährt Ihr nach der Anmeldung – und werden entlang der Etsch verschiedene sehenswerte

Orte besuchen und entlang der Etsch spazierend, Weinhöfe und Kulturstätten aufsuchen. Dabei werden wir auch in Trient und in Verona haltmachen und die Etsch ein kleines Stück musikalisch begleiten. Die Veranstaltung am Meer beginnt bei Anbruch der Dunkelheit nach der Zimmereinteilung. Es wird ein unvergesslicher Abend an der Etschmündung, am Meer. Bei der Rückfahrt am Sonntag werden wir herrliche Orte, Weinhügel und Weindörfer, Klöster und beein-

druckende Dörfer besuchen. Ankunft in Bozen um ca.19.00 Uhr. Voranmeldung: bis spätestens 11. Februar Auskünfte über weitere Details und die Kosten erteilt Karl Perfler, Tel. 320 0829 165 oder karl.perfler@rolmail.net oder www.karlperfler.com Wir freuen uns auf viele Anmeldungen und versprechen Euch ein unvergessliches Lichterfest mit viel Musik am Meer – da wo die Etsch und das Meer sich lieben. Karl Perfler


Gesellschaft

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 17

Ein Jahr voller Festlichkeiten ging zu Ende Der Heimatschutzverein Lana, gegründet am 6. Mai 1910, konnte im vergangenen Jahr sein 100jähriges Vereinsbestehen feiern und hatte aus diesem Anlass gleich mehrere kulturelle Höhepunkte veranstaltet. Einen ersten Höhepunkt gab es mit der Jubiläumsfeier am 10. April im Ansitz Rosengarten, zu welcher der Vereinsobmann Albert Innerhofer zahlreiche Ehrengäste, darunter Dekan P. Peter Lantschner, P. Oswald Vienna, die Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur, Bürgermeister Christoph Gufler, Landesobmann Peter Ortner, Bezirksobmann Georg Hörwarter und die Vereinsmitglieder herzlich begrüßen konnte. Der ehemalige Bischof von Innsbruck, Reinhold Stecher, hielt im besetzten Ratssaal den vielbeachteten Festvortrag „Die Symphonie der Heimat“. An diesem Abend wurde auch die langjährige Heimatschützerin Maria Esser aus Lana geehrt. Sie wur-

de zum Ehrenmitglied des Heimatschutzvereins Lana ernannt und erhielt zudem das Ehrenzeichen der Marktgemeinde Lana verliehen. Anschließend wurde die 185 Seiten umfassende Festschrift „100 Jahre Heimatschutz in Lana“ von Mag. Simon P. Terzer vorgestellt, welche am Abend verteilt wurde. Sie ist in den Buchhandlungen in Südtirol erhältlich. Mit einem Büfett endete diese vom Lananer Dreigesang musikalisch festlich umrahmte Feierstunde. Am Sonntag, den 9. Mai führte der Marlinger Kirchenchor in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Niederlana beim Festgottesdienst, gehalten von P. Martin Maria Steiner, die „Marlinger Messe“ auf. Am 29. Mai konzertierte der Meraner Zitherkreis unter der Leitung von Pepi Lun in der St.-Agatha-Kirche. Der RAI-Sender Bozen strahlte am 30. Mai einen 12-minütigen Filmbericht über „100 Jahre Heimat-

schutzverein Lana“ aus, den der Lananer Filmemacher Günther Haller gedreht hatte. Zu sehen ist dieser Film auch weiterhin unter www.youtube.com, unter „Suchen“ Heimatschutzverein Lana eingeben und klicken! Der krönende Abschluss wurde mit der Enthüllung der neuen Bronzebüste im ehrenden Gedenken an den großen Lananer Seilbahnpionier Dipl.-Ing. Luis Zuegg am Samstag, den 23. Oktober am Ein-

gang in die Gaulschlucht begangen. Geschaffen wurde diese Büste von der Künstlerin Martha Margesin Zischg. Obmann Albert Innerhofer dankt hiermit nochmals allen Sponsoren für ihre finanzielle Unterstützung. Ein herzlicher Dank gebührt auch den Mitarbeitern im Heimatschutzverein Lana, welche jeweils tatkräftig zum Gelingen beigetragen haben.

LBS-Zuegg ehrt Mitarbeiter

Von links: Hannelore Fischnaller, Marlene Prantl, Annemarie Lechner, Direktor Hartwig Gerstgrasser, Roswitha Tschenett, Erna Wiedmer, Annemarie Gstrein, Sandra Marinoni Den feierlichen Rahmen der Weihnachtsfeier im „Forsterbräu“ nutzte kürzlich die Landesberufsschule „Luis Zuegg“, Meran, um ihre langjährigen Mitarbeiterinnen zu ehren. Ihr 20-jähriges Dienstjubiläum feierten Annemarie Gstrein, Erna Wiedmer, Annemarie Lechner und Roswitha Tschenett (Fachlehrerinnen für Bekleidung) sowie Maria Prantl (Fachrichtung Kos-

metik), Hannelore Fischnaller (Berufsfindung) und Sandra Marinoni (Fachrichtung Frisur). Gefeiert wurden allerdings nicht nur die Mitarbeiterinnen, sondern auch Direktor Hartwig Gerstgrasser, der seit nunmehr zehn Jahren mit viel Kompetenz und unter großer Beliebtheit die Geschicke der Schule leitet.

Die Frauengruppe St. Nikolaus - Meran lädt herzlich ein zum

Frauenfasching unter dem Motto „Alles unter einem Hut“ am Freitag, dem 18. 02. 2011 im Nikolaussaal – Oberer Pfarrplatz Einlass von 19.00 bis 20.00 Uhr Fröhliches Beisammensein mit • Musik • Abendessen • Tanz • Spiel • Sketchen • Liedern • Unkostenbeitrag: 10 € (inklusive Abendessen - ohne Getränk) Anmeldung und Tischreservierung bis Freitag, den 11.02.2011 Telefon: 0473 449 120 oder 0473 230 083 Die kfb-Frauengruppe St. Nikolaus freut sich auf Ihr Kommen mit oder ohne Verkleidung!

Der Vereinsausschuss des Heimatschutzvereins Lana, von links Obmannstellvertreterin Elfriede Zöggeler Gabrieli, Margareth Mair, Josef Tribus, Obmann Albert Innerhofer, Simon Terzer und Ilse Plunger sowie die Künstlerin Martha Margesin Zischg und Bürgermeister Harald Stauder, anlässlich der Enthüllung der Bronzebüste von Luis Zuegg.

Kurse: ▶ Malwochenende mit Stefan Fabi Karton-, Linol- und Holzdruck Freitag, 18. März von 14 bis 19 Uhr Samstag, 19. März von 9 bis 18 Uhr, mit Mittagspause Sonntag, 20. März von 9.00 bis 15.00 Uhr, mit einer kleinen Pause Mitzubringen: Bleistift, Papierschneidemesser und Schürze Teilnehmerzahl: max. 6 Personen ▶ Freie Malerei mit Hanny Toni für Neueinsteiger und Fortgeschrittene in 6 Einheiten Bildbetrachtung großer Künstler - Bildaufbau und Komposition – entspanntes Malen mit Musik Dienstag, 22. und 29. März von 17.00 bis 19.00 Uhr Donnerstag, 24. und 31. März von 17.00 bis 19.00 Uhr Freitag, 25. März und 01. April von 17.00 bis 19.00 Uhr ▶ Maltreff Malen in der Gruppe, auch für Neueinsteiger ab 23. Februar, jeden Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr Anmeldung für die Kurse innerhalb 20. Februar bei: Brigitte Dietl Andres, Tel. 339 4266 011 Isolde Veith, Tel. 347 8651 369

Ausflüge: ■ Atelierbesuch bei Stefan Fabi am 10. Februar um 17.00 Uhr in Meran ■ Kulturfahrt am 5. März nach Brescia zur Matisse-Ausstellung Besichtigung der Ausstellung, Mittagessen in einer Trattoria und anschließender Stadtbummel Anmeldung bei Irene Krause innerhalb 15. Februar, Tel. 348 3657 211 Bei genügender Teilnehmerzahl ca. 30 € für Eintritt und Busfahrt


Pfarrnachrichten Meran, Passeirer Gasse 3 info@stadtpfarre-meran.it www.stadtpfarre-meran.it

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 18

Gottesdienste am Samstag um 18.00 Uhr – am Sonntag um 9.00 Uhr und um 19.00 Uhr

Pfarre St. Nikolaus Meran

Meran, Speckbacherstr. 24

Tel. 0473 230 174 Fax 0473 233 727

Mo, Mi, Fr 9.00 - 10.00 Uhr

Gottesdienste:

Pfarre Maria Himmelfahrt

Montag bis Freitag: Tel. 0473 447 639 Heilige Messe jeweils um 9.00 Uhr Samstag: Gottesdienste Heilige Messe um 9.00 und um und Veranstaltungen: 18.00 Uhr Sonntag: Sa 29. Jänner Heilige Messe um 8.00 Uhr / 9.00 14.30–15.15 Pfarrbibliothek Uhr / 11.00 Uhr und 19.00 Uhr 18.30 Jugendgottesdienst (Thema: Erst gurten – dann starten) Sa 29. Jänner – Mariensamstag So 30. Jänner 17.30 Rosenkranz 9.00 Pfarrgottesdienst Mi 02. Februar – Darstellung des 10.00 -11.30 Pfarrbibliothek und Herrn – Maria Lichtmess Pfarrstube 9.00 keine Heilige Messe Mo 31. Jänner 19.00 Gottesdienst der Frauen + 13.00 –17.30 kfb-Bozen: VorbereiBlasiussegen + Vortrag tungstreffen für den Weltgebetstag (siehe eigene Mitteilung) Di 01. Februar Sa 05. Februar 9.00 Witwen- und Alleinstehen17.30 Rosenkranz dentreff (Vortrag von Mag. GünSo 06. Februar – 5. Sonntag im ther Frei zum Thema: „Der LanJahreskreis desheilige Pater Josef Freinade9.00 Gottesdienst für die Pfarrge- metz“) meinde Fr 04. Februar Gestaltung: Stadtpfarrchor – „Mes- 18.15 Frauenmesse und Vortrag se zu Ehren der Hl. Elisabeth“ von Sa 05. Februar Prof. Peter Hölzl 14.30–15.15 Pfarrbibliothek Leitung: Josef Oberhuber 16.45 SKJ-Messe in der Kapelle des Krankenhauses Mitteilungen: 18.30 Vorabendmesse So 06. Februar ▶ Blasiussegen Bei den Gottesdiensten am Mitt- 9.00 Pfarrgottesdienst woch, 2. Februar um 19.00 Uhr 10.00–11.30 Pfarrbibliothek und und am Donnerstag, 3. Februar Pfarrstube um 9.00 Uhr wird der Blasiusse- Di 08. Februar 14.30 Seniorenverein (Quiz und gen gespendet. frohes Beisammensein) ▶ Erstkommunion und Firmung - Elternabende An Werktagen: Am Ostermontag, den 25. April 17.45 Gebetszeit für die Pfarrge2011 um 9.00 Uhr wird in der meinde Stadtpfarrkirche St. Nikolaus das 18.15 Eucharistiefeier Sakrament der Firmung gespendet. Der erste Elternabend dazu findet Einladung: am Freitag, den 4. Februar um Die Katholische Frauenbewegung 20.00 Uhr im Pfarrsaal statt. (kfb) der Pfarre Maria HimmelAm Weißen Sonntag, den 1. Mai fahrt lädt am Freitag, den 4. Februwird in der Stadtpfarrkirche St. Ni- ar um 18.15 Uhr alle zur Frauenkolaus das Sakrament der Erstkom- messe (Maria Lichtmess) in die munion gefeiert. Pfarrkirche ein. Alle Eltern der Erstkommunikan- Anschließend findet im Pfarrzenten sind am Dienstag, den 1. Febru- trum, Speckbacherstraße 24, der ar um 20.00 Uhr zum Elternabend Vortrag zum Jahresthema „Wir im Pfarrsaal eingeladen. glauben, darum reden wir“ mit ▶ Sternsingen Prof. Don Paolo Renner statt. Die Aktion „Hilfe unter gutem Stern“, die von den Sternsingern durchgeführt wurde, hat die stolze Sinich, Vittorio Veneto-Platz 10 Summe von 15.100,-- Euro erbracht. Allen, die sich durch ihre Spende gschnitzer.josef@dnet.it am diözesanen Projekt beteiligt haben, wird herzlichst gedankt. ▶ Frauenfasching Die kfb-Frauengruppe St. Nikolaus Pfarre St. Justus Sinich lädt herzlich ein zum Frauenfa- Tel. 0473 244 154 sching unter dem Motto „Alles unter einem Hut“ am Freitag, den 18. Gottesdienste: Februar im Nikolaussaal. Samstag Einlass von 19.00 bis 20.00 Uhr 18.00 Vorabendmesse in italienischer Tischreservierung: Tel. 0473 449 Sprache 120 oder 0473 230 083 Sonntag ▶ Übertragungen im Sender 9.45 Hl. Messe Stadtradio Meran (Frequenzen 11.00 Hl. Messe in italienischer Spra87,5 + 98,8) che

Untermais, Romstraße 135 Obermais, Cavourstr. 73

Pfarrkanzlei - Öffnungszeiten Mo bis Fr von 8.30 - 10.00 Uhr

Büro: Mo, Di, Mi, Fr von 9-11 Uhr

Friedhofs - Angelegenheiten: Mittwoch von 8.30 - 11.00 Uhr

Pfarre St. Vigil Untermais

Pfarre St. Georgen

Tel. 0473 237 629

Tel. und Fax 0473 236 447

Bibliothek St. Bernhard Öffnungszeiten: Dienstag: 17 - 18 Uhr Mittwoch: 15 - 17 Uhr Donnerstag: 17 - 18 Uhr Gottesdienste: Montag, Dienstag 7.00 Uhr Mittwoch 18.00 Uhr Do, Fr, Sa 7.00 Uhr Vorabendmesse 18.00 Uhr Sonn- und Feiertage 7.30 und 10.00 Uhr

Gottesdienste:

Mi 02. Februar – Maria Lichtmess 20.00 Hl. Messe mit Kerzenweihe und Blasiussegen Do 03. Februar 7.00 Hl. Messe mit Blasiussegen Meran, Carduccistraße 31 Öffnungszeiten des Gemeindebüros (im Pfarrhaus Carduccistraße 31): Montag bis Freitag 10-12 Uhr

Mo, Di, Mi 08.30 Uhr Do 19.30 Uhr in der Kolpingkapelle Fr 18.00 Uhr Hl. Messe Sa 18.00 Uhr Vorabendmesse So 08.30 10.00 11.30 Uhr (ital.) Mi 02. Februar - Lichtmess 15.00 Seniorenmesse Pfarrbibliothek im Rebhof: Montag, Mittwoch und Freitag von 15.00 bis 17.00 Uhr Mitteilung: ▶ Beichtgelegenheit am Samstag von 17.00 Uhr bis 17.45 Uhr oder nach Vereinbarung, Tel. 0473 236 447 In der Kapuzinerkirche am Rennweg: Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr und auf Anfrage

Burgstall, Kirchweg 14 gschnitzer.josef@dnet.it Büro: Do 17.00 – 18.50

Evangelische Gemeinde Meran Tel. 0473 205 555

Gottesdienste und Veranstaltungen:

(im Gemeindesaal im Pfarrhaus oder in der Christuskirche)

Fr 28. Jänner 16.00 Seniorenturnen So 30. Jänner 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl mit Pfarrerin Carola Scherf (Mühlhausen) Fr 04. Februar 16.00 Seniorenturnen So 06. Februar 10.00 Predigt-Gottesdienst; es singt der Kirchenchor. 10.00 Kindergottesdienst (im Obergeschoss des Pfarrhauses) Do 10. Februar 19.30 Gemeindeabend zum Thema „Homophilie, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften und deren Segnung“ Es wird die Stellungnahme des Kirchenvorstands zum Thema vorgestellt, die für die im Mai in Rom stattfindende Synode der ELKI erarbeitet worden ist.

Pfarrei zur Erhöhung des Hl. Kreuzes Tel. 0473 244 154 (Sinich) 0473- 603 508

Gottesdienste: Samstag 18.30 Vorabendmesse Sonntag 8.30 Hl. Messe 9.45 Hl. Messe in italienischer Sprache Meran, Romstraße 1 Pfarrbüro – Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10.00-12.00 Uhr

Pfarre Heilig Geist Tel. 0473 230 081

Gottesdienste in ital. Sprache: Montag bis Freitag: Heilige Messe jeweils um 8.30 Samstag 18.30 Vorabendmesse Sonntag 9.30 / 11.00 Hl. Messe

seit

1910

Um Ihnen in der Zeit der Trauer besser zur Seite stehen zu können, haben wir in Meran, Andreas-Hofer-Straße 24a, unsere Zweigstelle eröffnet. Wir sorgen für die Beerdigung und deren gesamte Abwicklung, organisieren für Sie die Drucksachen und erledigen alle Formalitäten diskret und zuverlässig. Wir sind Tag und Nacht für Sie erreichbar. Zweigstelle Meran | Andreas-Hofer-Straße 24a | Krankenhaus - Richtung Bahnhof Tel. 0473 050 050 | Handy 349 40 75 188 | www.bestattung-schwienbacher.com


Pfarrnachrichten

28. Jänner 2011 ¡ Nr. 2 ¡ Seite 19

Gratsch, Laurinstr. 94

Herzliche GlĂźckwĂźnsche zur Diamantenen Hochzeit

Obermais, Winkelweg 10

glink.michael@rolmail.net

Pfarre zum Hl. Petrus in Gratsch Tel. & Fax 0473 443 141

Eucharistiner-Kirche St. Josef Tel. 0473 231 440

Gottesdienste:

Gottesdienste und Andachten:

So 30. Januar - 4. Sonntag im Jahreskreis 8.30 Hl. Messe (STP) 10.00 Hl. Amt (STM) 19.00 Vesper (STM) Mo 31. Januar 19.00 Rosenkranz 19.30 Hl. Messe in der auĂ&#x;erordentlichen Form des rĂśmischen Ritus (STM) Mi 02. Februar - Darstellung des Herrn – Mariä Lichtmess 19.00 Festgottesdienst mit Kerzenweihe und Lichterprozession; Blasiussegen Do 03. Januar - Priesterdonnerstag 19.00-20.00 Eucharistische Anbetung (STM) Fr 04. Februar - Herz-Jesu-Freitag 18.30 Herz-Jesu-Amt mit Andacht und Eucharistischem Segen So 06. Februar - 5. Sonntag im Jahreskreis 8.30 Hl. Messe (STP) 10.00 Hl. Amt (STM) 19.00 Vesper (STM) Mo 07. Februar 19.00 Rosenkranz 19.30 Hl. Messe in der auĂ&#x;erordentlichen Form des rĂśmischen Ritus (STM) Do 10. Februar 19.00-20.00 Eucharistische Anbetung (STM)

Hl. Messen: 10.00 an Sonn- und Feiertagen 7.00 an Werktagen Anbetung: Mo, Di, Mi: 7.30 bis 19 Uhr, von Do 7.30 Uhr durchgehend bis Sa 22.00 Uhr So: 11 bis 19 Uhr Rosenkranz und Eucharistischer Segen: 16.00 an Sonn- und Feiertagen 17.00 an Werktagen Liturgisches Morgen- und Abendlob: 6.35 an Werktagen, 18.35 täglich

Hinweis: Beichtgelegenheit St. Magdalena: Dienstag 10.30-11.30 Freitag 15.00-16.00 STM = St. Magdalena STP = St. Peter

Herzliche GlĂźckwĂźnsche zum 50. Hochzeitstag

Was vom Herzen kommt, geht zum Herzen. Evi und Andrea wĂźnschen ihren Eltern Gesundheit, Gottes Segen und weiterhin viel Freude bei einem Karterle.

Das ist kein Gewinnspiel

Frag-wĂźrdig Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nachgedacht und mitgemacht!

Meran, RomstraĂ&#x;e

Maria Trost Kirche Mo-Fr 8.00 Hl. Messe (ital)

Vielen bedeutenden PersÜnlichkeiten verdanken wir einprägsame Aussprßche. „Liebe, und was du dann willst, das tu!" ist so ein Ausspruch. Er stammt von einem berßhmten Bischof. Von welchem? A: Bischof Nikolaus B: Bischof Ambrosius C: Bischof Augustinus

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Die richtige LÜsung kann am Samstag, dem 29. Jänner ab 8.00 Uhr eingesandt werden: entweder mit Fax: 0473 234 505 oder per E-Mail: redaktion@meraner.eu oder per SMS: 333 4545 775. Bitte nicht vergessen: Namen und Anschrift angeben! Der erste Einsender mit der richtigen LÜsung erhält eine Tageskarte fßr die Therme Meran.

Die LÜsung des Rätsels vom 14. Jänner 2010 lautet: Die Gans wird in der Bibel nicht erwähnt Der Gewinner: Alexander Raich, Tisens

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Worte zum Nachdenken

Wo bleibt die gute Nachricht? Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet sind unsere ständigen Begleiter. Unsere DiĂśzese begeht am Sonntag, dem 30. Jänner, den Tag der Medien. Die Kirche hat sich lange Zeit schwer getan im Umgang mit den Medien. Sie sah darin eine lästige Konkurrenz, der sie auf verschiedene Weise zu begegnen versuchte, durch den Index verbotener BĂźcher, durch Rundschreiben und Erlässe. Noch im 19. Jahrhundert hat ein Papst in einem Rundschreiben die Presseund Meinungsfreiheit als schädlich und als ,,Ausgeburt eines kranken Gehirns“ verurteilt. Doch diese Einstellung hat sich inzwischen

grundlegend geändert: Das II. Vatikanische Konzil hat die Medien als ein Geschenk Gottes bezeichnet. Die Freiheit der Presse und die Vielfalt an Informationen sind nur zu begrĂźĂ&#x;en, auch brauchen wir keine SchĂśnfärberei und keine Hoî‚’erichterstattung. Unser heutiges Problem ist aber ein Zuviel, das kaum verdaut werden kann, vor allem auch deshalb, weil meistens die negative Nachricht dominiert. Wie Ăźberall in der Wirtschaî‚?, so Ăźberleben auch bei den Medien nur die Schnellsten und TĂźchtigsten. In Journalistenkreisen gilt ja der Grundsatz: Eine gute Nachricht ist keine Nachricht. Das soll heiĂ&#x;en: Eine gute Nachricht kommt nicht an, wird nicht gelesen oder zur Kenntnis genommen.

Aber ist es wirklich so, dass gute Nachrichten nicht interessieren? Ist es nicht vielmehr so, dass immer mehr Menschen nicht mehr imstande sind, die ĂœberfĂźlle an schlechten Nachrichten zu verarbeiten und daran seelisch erkranken? Depressionen sind inzwischen die Volkskrankheit Nummer 1. Man wird wohl sagen dĂźrfen, dass Journalisten durch ihre SchwarzweiĂ&#x;malerei die weitverbreitete Sinnkrise, Daseinsangst und Orientierungslosigkeit noch vertiefen kĂśnnen. Eigentlich mĂźssten Journalisten den Leserinnen und Lesern vor allem helfen, sich zu Tagesproblemen eine Meinung und ein Urteil zu bilden. Sie kĂśnnen aber auch dazu beitragen, dass sich die

Menschen in dieser Welt besser zurechtfinden. KĂśnnten sie auĂ&#x;erdem nicht ab und zu etwas Honung und Zuversicht wecken? WĂźnschenswert wäre auch, dass die Medien nicht bloĂ&#x; Politiker oder Menschen, die sowieso im Rampenlicht stehen, zu Wort kommen lassen, sondern auch die sogenannten Stillen im Lande, jene, die häufig Ăźbersehen werden. Vor allem kĂśnnten jene ins Rampenlicht gestellt werden, die sich fĂźr den Frieden einsetzen und dazu beitragen, Konflikte zu lĂśsen. Die Menschen werden sicher dankbar sein, wenn sie in Zeitungen oder im Fernsehen ab und zu etwas finden, das ihnen Honung und Mut schenkt. P. Robert Prenner


Gesellschaft Worte über Worte

Frauengerechte Sprache Neunundvierzig Sängerinnen und ein Sänger sind zusammen fünfzig Sänger. Frauen werden in der gängigen Sprachpraxis vielfach unsichtbar gemacht. Die männliche Dominanz unserer Sprache fällt einem erst bei genauerem Hinsehen auf: So werden Bezeichnungen wie Schüler, Maturant, Magister, Doktor, Meister durchwegs als rein männliche Formen verwendet; weibliche Personen sind darin höchstens „mitgemeint“ und keineswegs geschlechtsspezifisch genannt. Die Forderung nach einer Sprache, die Frauen und Männer gleichermaßen sichtbar macht, wird immer lauter. Geschlechtergerechte Formulierungen sollten schon einmal bei Anschriften und Anreden Eingang finden: Statt „Familie Anton Huber“ sollte die Anschrift „Familie Elsa und Anton Huber“ oder „Frau Elsa Huber und Herrn Anton Huber“ lauten. Nicht „Sehr geehrte Frau Doktor Ilmer“, sondern „Sehr geehrte Frau Doktorin Ilmer“ ist sie anzureden. Ebenso sind bei Frauen Titel und Funktionsbezeichnungen wie Professorin, Magistra, Primaria, Direktorin, Ingenieurin angebracht. Die sprachliche Gleichstellung von Frau und Mann kann in Texten durch die Doppel- oder Paarformen ausgedrückt werden. Dafür gibt es vier Möglichkeiten: • ausgeschriebene Doppelform: Kolleginnen und Kollegen • Schrägstrich – Doppelform: Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter • Zusammengezogene Schrägstrichform: Antragsteller/innen • Binnen - „I“: SteuerzahlerInnen Allerdings entspricht die Verwendung von einem großgeschriebenen „I“ im Wortinnern nicht den geltenden Rechtschreibregeln. Auch sind Texte, in denen es von Innen nur so wimmelt, schlecht lesbar: Unter LeserInnen und HörerInnen haben sich sogar schon „MitgliederInnen“ verirrt. Als Alternative können auch geschlechtsneutrale Bezeichnungen benutzt werden: Statt „Kunde“ einfach Kundschaft, anstelle von „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ etwa Belegschaft, aus „Lehrern“ werden Lehrende und aus „Studenten“ eben Studierende. Die deutsche Sprache macht es uns ja nicht leicht, denn jedes Hauptwort gehört einem der drei Geschlechter an. Viel einfacher ist es im Englischen, dort gibt es statt der, die, das nur the. Also statt: die Lehrerin, der Lehrer, das Klassenzimmer heißt es: the theacher, the classroom. Die fortschreitende Globalisierung und die damit einhergehende Vormachtstellung des Englischen könnten in Zukunft auch zur sprachlichen Gleichstellung der Frauen beitragen. lf

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 20

Neue Tribüne und Bühne für Open Air Konzerte im Klanggarten Martinsbrunn Neben den bereits traditionellen Benefizkonzerten für den Förderverein Palliative Care im Klanggarten Martinsbrunn kann diese neue Struktur nun zeitweise auch von Vereinen und Konzertveranstaltern für ihre kulturelle Tätigkeit angemietet werden. Die Tribüne weist eine Standardbestuhlung von 300 Sitzplätzen auf. Bei Bedarf ist eine Erweiterung des Zuschauerraumes mit Bänken möglich. Die Bühne ist 6 m tief und 8 m breit. Die gesamte Anlage wurde aus optischen und akustischen Überlegungen heraus ausschließlich aus Holz gefertigt, schmiegt sich optisch einmalig in den historischen Park von Martinsbrunn, umgebenen von zahlreichen mediterranen Bäumen und bildet nun das Zentrum des Klanggartens Martinsbrunn. Ein wunderbares, ja einmaliges Ambiente und eine außerordentliche Akustik! So können ohne Verstärkung Solistenkonzerte, Konzerte mit kleinen Vokal- und Instrumentalformatio-

nen, Lesungen oder Chor– oder Orchesterkonzert und sogar Theateraufführungen in freier Natur stattfinden. Eine Grundausstattung an Beleuchtung ist zudem vorhanden.

Interessierte können sich unter folgender Kontaktadresse melden: Projektbüro Martinsbrunn projektbuero@martinsbrunn.it Tel. 0473 205 606

Japan trifft Hervé Joncour nicht nur auf den über ein ganzes Dorf herrschenden Edelmann Hara Kei, er trifft vor allem auf dessen Geliebte, eine Frau mit dem Gesicht eines jungen Mädchens. Sie redet kein Wort mit ihm. Doch vom ersten Moment an, da ihn ihr Blick trifft, ist für Hervé Joncour nichts mehr, wie es war. Zurück in seiner Heimat kann er dieses Mädchen nicht vergessen. In den folgenden Jahren treibt ihn die Sehnsucht wieder und wieder ins ferne Japan, selbst dann, als die Seuche längst überwunden ist. Kein einziges Wort wird er jemals mit der jungen Japanerin sprechen, doch sie reden miteinander durch aufsteigende Vogelschwärme. Und der Brief, den er von ihr erhält, stellt sich am Ende seines Lebens als Botschaft eines ganz anderen Menschen heraus und ist doch nur umso mehr der Ausdruck einer wehmütigen und unvergänglichen Liebe.

dem Tempo der Welt aussteigen. Zeit ist Leben. Zeit ist kostbar. Dass sie Luxus ist, stellen diejenigen fest, die alles haben - außer eben Zeit. Notker Wolf ist als Abtprimas des weltweiten Benediktinerordens, Ansprechpartner für als 800 Klöstern und 25.000 Benediktiner und gefordert wie jeder andere Spitzenmanager. Er ist das ganze Jahr unterwegs als Oberhaupt eines globalen Ordens. Sein Rat ist gesucht bei Wirtschaftsbossen und Politikern. Dass er berühmt wurde als Rockgitarrist und mit seiner Flöte Konzerte gibt, kommt noch dazu. Und trotzdem gelingt es ihm, den Moment zu leben. Was gibt ihm hierfür die Kraft? In diesem persönlichen Buch erfährt man viel über das Geschenk der Zeit und was jeder Einzelne von uns damit anfangen kann. Ein Buch der Lebenskunst, der Lebensfreude und der Spiritualität und zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für das rechte Maß, für einen ausgewogenen Wechsel von Spannung und Entspannung, Arbeit und Muße.

Lektüretipps von Conni Hölzl

Alessandro Baricco Seide

"Seide" ist ein sinnlicher und wehmütiger, zarter und poetischer Roman des Turiner Autors Alessandro Baricco, eine Geschichte von schlichter Schönheit, leicht wie ein Seidentuch, geschrieben in einer scheinbar einfachen Sprache mit kurzen Sätzen und bewussten Wiederholungen ganzer Passagen. Zugleich, und zwar für die kurze Zeit des Lesens, öffnet sich der Vorhang zu einer fremden Welt, zu den Sitten in Japan, die so ganz anders sind als in Europa und die uns wahrscheinlich für immer fremd bleiben werden. Hervé Joncour führt mit seiner Frau Hélène ein angenehmes, leichtes Leben. Im Auftrag seiner südfranzösischen Heimatstadt Lavilledieu, die von ihrer Seidenproduktion lebt, reist er jedes Jahr für wenige Wochen nach Nordafrika und kauft Seidenraupeneier. Den Rest des Jahres ruht er sich aus. Doch im Jahr 1861, als in ganz Europa und Nordafrika die Seidenraupen von einer unbekannten Seuche dahingerafft werden, schickt ihn sein Mentor Baldabiou das erste Mal auf die beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt, in das fremdartige, für seine Seide berühmte, doch zu dieser Zeit noch vollkommen gegen alle äußeren Einflüsse abgeschottete Japan. In

Abtprimas Notker Wolf Gönn dir Zeit. Es ist dein Leben.

Kann man Wein schnell trinken oder rasch mal meditieren? Eine schreckliche Vorstellung! Manche Dinge kann man einfach nicht beschleunigen. Doch man kann auch nicht aus

Günther Ogger Kauf dir einen Kaiser

Die Geschichte der Fugger - ein historischer Wirtschaftskrimi: Sie waren reicher und mächtiger als die 100 größten Konzerne der Gegenwart. Sie bestachen - lange


Kultur

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 21 vor Lockheed - Könige, Kaiser und selbst Päpste. Sie finanzierten den Krieg gegen die Protestanten und die Eroberung Südamerikas. Sie retteten wahrscheinlich Europa vor den Türken und die Habsburger vor dem Untergang. Sie ließen aufständische Bauern niedermetzeln und organisierten den Ablasshandel. Sie sammelten die wertvollsten Kunstschätze und gründeten den ersten Sozialfonds der Neuzeit. Sie erfanden die Gleichung: Weltgeschichte = Geldgeschichte. Die Familie Fugger, die als schwäbisches Geschlecht seit 1367 in Augsburg ansässig war, war neben den Medici in Florenz eine der bedeutendsten Handels- und Bankenfamilie jener Zeit. Unter Jakob Fugger II gelang ihnen der Aufstieg in die damalige internationale Hochfinanz. Er verbündete sich mit Erzherzog Maximilian, dem späteren Kaiser Maximilian I., dem er 1490 zu Tirol verhalf. Mit seinem schon weitverzweigten Handelsnetz errichtete er ein europäisches Kupfermonopol und wurde der Bankier des Kaisers, der Päpste und der römischen Kurie. 1519 finanzierte Jakob Fugger die Wahl Karls I. von Spanien zum Römischen König (Karl V.) und wurde in der Folge weitgehend dessen Geldgeber. Günther Ogger zeichnet diese Geschichte nach und legt

sein Augenmerk auf die Jahre von 1495 bis 1525, den Höhepunkt der wirtschaftlichen und politischen Karriere der Fugger. Die Schranken des Mittelalters fielen, neue Erfahrungen auf allen Gebieten der Wissenschaft und des Handels revolutionierten das traditionelle Menschenbild, die Entdeckung Amerikas sorgte für einen scheinbar unaufhörlichen, aber trügerischen Strom von Kapital nach Europa. Schonungslos wurden Menschen und Ressourcen ausgebeutet. Letztendlich jedoch erwies sich bereits damals der enorme Kapitaltransfer nach Europa als Grund für den wohl ersten globalen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Dieses von Günther Ogger bereits vor Jahren veröffentlichte Buch hat eine unbeschreibliche Aktualität gerade in der heutigen Zeit. Die Parallelen der Fuggerzeit mit unserer Zeit sind unschwer zu entdecken. Auch unsere Welt ist in einem Zustand des Übergangs. Konzerne, deren Umsatz oftmals das Bruttosozialprodukt von Staaten übersteigt, bestimmen und finanzieren die Politik. Korruption und Ämterpatronage sind an der Tagesordnung, in jedem Staat der Welt. Unsere Epoche hat leider mehr Gemeinsamkeiten mit der seit mehr als 500 Jahren vergangenen Geschichte, als wir es wahrhaben wollen.

Sprachliche Gleichstellung der Geschlechter Weil es bei der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter unterschiedliche Auslegungen gibt, wird sich unsere Redaktion dabei in Zukunft an die Vorgaben des „Duden“ halten. Beide Geschlechter richtig anzusprechen und zugleich orthografisch korrekt zu schreiben bringt häufig ungenaue und schwer verständliche Formulierungen hervor. Um gleichzeitig weibliche und männliche Leser anzusprechen, gibt es mehrere Möglichkeiten: • Die höflichste und eindeutigste Variante der sprachlichen Gleichstellung ist die Doppelnennung. Besonders in der persönlichen Anrede können die Doppelformen Leserinnen und Leser, Schülerinnen und Schüler verwendet werden. Die konsequente Doppelnennung im weiteren Text macht die-

sen aber schwerfällig schlecht lesbar.

und

• Zur verkürzten Darstellung von Doppelformen bietet sich der Schrägstrich an: Mitarbeiter/-innen; die Schreibung ohne den Auslassungsstrich ist nicht korrekt. Allerdings kann mithilfe des Schrägstrichs nur verkürzt geschrieben werden, wenn sich die Wörter ausschließlich in der Endung unterscheiden (also z. B. nicht bei Arzt/Ärztin). • Ähnlich dem Schrägstrich können Doppelnennungen auch durch Klammern verkürzt werden, z. B. Mitarbeiter(in), Kolleg(inn)en. ▶ Die Verwendung des großen I im Wortinnern (Binnen-I) entspricht nicht den Rechtschreibregeln. Auszug aus: Duden-Newsletter vom 7. Januar 2011

Ausstellung

im Museum Kloster Marienberg

Karl Plattner: „Jugendsünden“ Zeichnungen und Bilder aus dem Malser Frühwerk Öffnungszeiten: bis 20. März 2011 Montag bis Samstag 13.00-16.00 Uhr

Theater in der Altstadt I-39012 Meran Freiheitsstraße 27 e-mail:info@tida.it www.tida.it

Jänner 2011 Fr

Zirkus Sardam von Daniil Charms

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Zirkus Sardam von Daniil Charms

20.30 mit: Christina Khuen, Sabine Ladurner, Dietmar Gamper, Reinhardt Winter, Vlastimil Viktora, Markus Jason Nussbaumer (Musik) Regie: Torsten Schilling Bühne und Kostüme: Zita Pichler Maske: Gudrun Pichler Bühnenbau: Robert Reinstadler So

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Zirkus Sardam von Daniil Charms

20.30

Februar 2011 Di

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Zirkus Sardam von Daniil Charms

20.30 Mi

mit: Christina Khuen, Sabine Ladurner, Dietmar Gamper, Reinhardt Winter, Vlastimil Viktora, Markus Jason Nussbaumer (Musik) Regie: Torsten Schilling Aufführungen: Fr 28.01./ So 30.01./ Di 01.02./ Mi 02.02./ Do 03.02./ Fr 04.02. und So 06.02., jeweils um 20.30 Uhr Wie so viele Stücke von Daniil Charms spielen sie extrem mit den Grenzen des Theaters. Zirkus Sardam handelt von einem adretten Herrn in mittleren Jahren, der in den Puppenzirkus Sardam gerät und dort erstaunlicherweise mühelos mit Haifischen und Schlangen mithalten kann. Dabei lässt Charms die Story ins Absurde treiben und Unmögliches geschehen.

Schwarz und Weiß

von Anne-Marie-Pircher mit: Patrizia Pfeifer Regie und Bühne: Rudolf Ladurner Uraufführung: Fr 11.02. um 20.30 Uhr Weitere Aufführungen: So 13.02./ Do 17.02./ Fr 18.02./ So 20.02./ Di 22.02./ Mi 23.02./ Do 24.02./ Fr 25.02./ So 27.02.,jeweils um 20.30 Uhr Anne Marie Pircher erzählt die Geschichte einer Frau, die einen eigenen und ganz besonderen Zugang zu ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen hat. In der Umgangssprache würde man von psychischen Problemen sprechen, in dieser Geschichte aber bekommt man einen Einblick in eine Welt, die normalerweise vielen verschlossen bleibt. Anne Marie Pircher ist in Tscherms (Südtirol) geboren. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Kuens bei Meran. Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht sie literarische Texte in Büchern, Zeitschriften und Anthologien. Im Jahr 2002 war sie Finalistin beim Literaturwettbewerb Floriana in St. Florian bei Linz. Sie ist Mitglied beim Südtiroler Künstlerbund (SKB) sowie der Südtiroler Autorenvereinigung (SAV)

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Zirkus Sardam von Daniil Charms

20.30 Do

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20.30 Fr

Schwarz und Weiß von Anne-Marie-Pircher 20.30 Premiere von Anne-Marie-Pircher mit: Patrizia Pfeifer Regie und Bühne: Rudolf Ladurner

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Der Sterngucker

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 22

Nach einem kurzen Blick auf den (kaum veränderten) Winterhimmel, mit Hilfe des bekannten Sechseckes, gilt das heutige Augenmerk wieder ganz der Astrologie.

Die Astrologiegläubigen sind inzwischen über die glänzenden Versprechungen ihres ‚Sternzeichens’ wohl schon bestens unterrichtet, auch wenn wahre Astrologie keine Glaubenssache ist. Ergänzend dazu sei daher ein kritischer Blick auf das neue Jahr aus einer übergeordneten Perspektive gestattet. „2010 war ein Jahr des Wandels und des Umbruchs in vielerlei Hinsicht, 2011 wird ein Jahr des Aufbruchs, des Neubeginns und des Durchbruchs.“ So bringt es der Leiter des Astrologiezentrums Berlin, Markus Jehle, dessen Prognose hier ansatzweise mit einfließt, auf den Punkt. Der 2010 auch in unserem Lande dringend wahrgenommene Reformbedarf im sozialen und wirtschaftlichen Umfeld (u.a. im Sanitäts- und Schulwesen, in der Einwanderungs- und Raumordnungsfrage, in öffentlichen Institutionen und nicht zuletzt im Landtag selbst, wo sich das bestehende Wahlgesetz längst als unzureichend erwiesen hat) wurde bereits mehrfach durch die aktuellen Planetenkonstellationen angedeutet.

Längst nicht alle Verwerfungen aber haben deutlich sichtbare Auswirkungen gezeitigt. Dass die sogenannte Wirtschaftskrise noch nicht vorbei ist, hat u.a. der Präsident der Südtiroler Sparkasse kürzlich öffentlich verlauten lassen, aber sie wird laut Sternenbotschaft länger dauern, als die meisten Experten glauben. Der frische Wind, der im letzten Sommer mit dem Eintritt der ‚sozialen’ Planeten Jupiter und Uranus in den Widder aufgekommen war, verlor mit deren (scheinbarer) Rückkehr in die Fische zunehmend an Kraft, so dass der erhoffte Neuanfang erst noch den passenden Rahmen und das richtige Maß finden muss. Die mit den notwendigen Reformen zusammenhängenden Veränderungen werden also erst 2011 ihre ganze Wucht entfalten. Insbesondere die erste Jahreshälfte ist

von starker innerer und äußerer Unruhe begleitet. In der zweiten Jahreshälfte, wenn Jupiter vom Tierkreiszeichen Widder in den Stier wechselt, wird es zu einer vorübergehenden Entschleunigung kommen, während der sich dann zeigt, welche Aktivitäten der ersten Jahreshälfte Früchte tragen und damit der Mühe wert waren. (Dazu wird in den kommenden Ausgaben auf die einzelnen Konstellationen als Träger verschiedener Zeitqualitäten näher eingegangen.) Ein abschließendes Beispiel aus der aktuellen Landespolitik, das die Gemüter erhitzt, spiegelt einmal mehr das Gesagte wider. Warum wurde Hanspeter Munter kürzlich zum Buhmann der Nation? Zu jedem Fortschritt braucht es einen Erfüllungsgehilfen, einen so genannten Sündenbock. In diese Rolle muss man aber hinein-

passen. Auch wenn die genaue Geburtszeit des schwebenden LVH-Direktors nicht vorliegt, lässt sich der Bezug allein schon über die Tageskonstellationen vom 8. Dezember 1960 herstellen: Jupiter, als Herrscher von Munters Sonnenzeichen Schütze, steht auf 8° Steinbock. Und - wie auch schon im Falle von Dieter Steger ist es wieder der sich unaufhaltsam nähernde Pluto auf 6° Steinbock, der zum gründlichen Aufräumen ansetzt und damit gleichzeitig die ganze SVP herausfordert, da deren Gründungs-Mars auf 4° Widder infolge eines zermürbenden Spannungswinkels mit Pluto schon seit geraumer Zeit stark unter Druck steht. Die allgemeine Kriegserklärung an Munter persönlich wird dabei durch eine um den Jahreswechsel kulminierende kritische Mars-Saturn-Konstellation sichtbar, die sich nicht zufällig materialisiert hat, denn diese beiden Planeten stehen sich bereits in seinem Geburtsbild gegenüber. Sonnenbogen-Direktionen verfestigen den aktuellen Stand. Es dürfte allmählich auch dem letzten Optimisten klar werden, dass die fetten Jahre vorbei sind. fs

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Botanischer Spaziergang

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 23

Duftzauber in frostiger Zeit Winterblüte Japanische Zaubernuss Chimonanthus praecox Link.

Die Winterblüte, ein aus China stammendes Gewürzstrauchgewächs (Calycanthaceae), fällt uns am Ende der Winterpromenade und nach dem Betreten der Gilfpromenade gleich hinter dem GilfCafé wegen des starken und besonders angenehmen Duftes auf, den die Blüten verströmen. Der Gattungsname Chimonanthus kommt aus dem Griechischen cheimón = Winterzeit und ánthos = Blüte und bezieht sich natürlich auf die Blüte im Winter. Der Strauch ist auch noch unter dem alten Namen Calycanthus bekannt. Der stark verzweigte, etwas sparrige Strauch mit sommergrünen und spät abfallenden Blättern kann 3 bis 5m hoch werden. Die Zweige sind zunächst graugrün, später bräunlich gefärbt und tragen gegenständig angeordnete Blätter. Diese sind länglich, glänzend und hellgrün. Bei einigermaßen milder Witterung kann der Strauch bereits im Jänner mit der Blüte beginnen. An milden Tagen öffnen sich dann überraschend Hunderte der goldgelben kugeligen beschuppten Blütenknospen, die sich im Spätherbst auf dem älteren Holz gebildet hatten.

Die weitglockigen, wachsartigen Blüten mit einem Durchmesser bis 2,5cm erscheinen noch vor dem Hervorbrechen der Blätter; sie sind außen gelblichweiß, innen purpurbraun gefärbt und verbreiten einen starken, feinen, an Vanille erinnernden Duft. Offene Blüten werden durch strenge Kälte rasch zerstört. Aus den befruchteten Blüten bilden sich urnenförmige Früchte. Die herbstliche Gelbfärbung und die lange an den Ästen hängenden Blätter geben im Winter einen lebhaften Farbtupfer. Wir begegnen der Winterblüte am Ende der Winterpromenade, in der Gilfpromenade, am Tappeinerweg, im Schiller-Park, häufig in privaten Gärten. Wenn K.L.Honeck (1977) schreibt: „Der von den vielen Blüten ausströmende süße Duft hüllt dann Gärten und Promenaden ein und nichts bleibt mit der Erinnerung an „glückliche Tage in Meran“ so unauslöschlich verbunden wie dieser wunderbare, um diese Jahreszeit doppelt überraschende Wohlgeruch der ‚Winterblüte’“, teilt er mit Gewissheit die Empfindung vieler Gäste und einheimischer Spaziergänger.

Hamamelis japonica Sieb. et Zucc.

An der Gilfpromenade, nicht weit entfernt von der Winterblüte (Chimonanthus), begegnet man dem im Winter blühenden und angenehm riechenden Zierstrauch, der Japanischen Zaubernuss. Die Zaubernuss ist eine Pflanzengattung in der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae) mit nur fünf Arten in Nordamerika und Asien. Die gute Winterhärte dieses Gehölzes ist auf die Höhenlage des Naturstandortes in Bergtälern mit seinen langen und harten Wintern zurückzuführen. Der langsam wachsende Zierstrauch wird 3 bis 5m hoch und hat eine ausladende und lockere Wuchsform. Die grau bis graubraun gefärbte Rinde junger Triebe trägt Sternhaare. Die sommergrünen, haselähnlichen Blätter sind 5 bis 8 cm lang, gestielt, ungleichseitig oval und der Blattrand ist buchtig gezähnt. Im Herbst verfärben sich die Blätter lebhaft gelb-rötlich. Die 3 bis 4 cm großen Blüten öffnen sich noch vor dem Blattaustrieb. Sie bestehen aus einem rötlichbraunen Kelch und einer aus linearen und leicht gedrehten, oftmals geknitterten, goldgelben Kronblättern zusammengesetzten

Krone. 3 bis 4 Blüten sind zu einem kopfigen Blütenstand zusammengefasst. Die Blüten verströmen einen angenehmen süßlichen Duft. Bei Frost rollen sich die zierlichen Blütenblätter ein und öffnen sich später wieder; sie können Temperaturen bis -10°C ertragen. Verschiedene Sorten unterscheiden sich in der Ausstattung der Blüte und in der Blühzeit. Die Frucht entwickelt sich über den Sommer in kleinen Kapseln; die Form der Kapseln ist ein typisches Erkennungsmerkmal. Vorkommen: an der Gilfpromenade, in den Parkanlagen der Hotels, in privaten Gärten wm

fotos wm

Neuer Primar der Chirurgie am Krankenhaus Meran Seit 1. Jänner ist der 56-jährige Professor Heinrich Pernthaler, eine bekannte Größe in der Welt der Chirurgie, als Primar der Abteilung Chirurgie am Meraner Krankenhaus tätig. Er trat damit in die Fußstapfen seines pensionierten Vorgängers Karl Rainer. Bei einer Pressekonferenz erklärte der neue Primar, dass seine Rückkehr nach Südtirol daran liege, dass in Meran „eine exzellente Chirurgie betrieben wird.“ Etwas mehr als ein Jahr war Heinrich Pernthaler Chefarzt in Bad Neustadt in Unterfranken, wo er – laut eigener Aussage – sehr positive Erfahrungen sammeln konnte. Zuvor leitete er von 1996 bis 2009 als Primar die 1. Chirurgie des Krankenhauses Bozen. Pernthalers

Primar Heinrich Pernthaler

Schwerpunkte liegen neben der onkologischen auch in der endokrinen (Schilddrüse, Nebennieren) und der minimal-invasiven Chirurgie. Doch auch auf dem Gebiet der Transplantationschirurgie habe sich Heinrich Pernthaler einen hervorragenden Ruf erworben, sagte Pierpaolo Bertoli, der stellvertretende ärztliche Direktor des Gesundheitsbezirkes Meran. Heinrich Pernthaler dankte seinem Vorgänger Karl Rainer und Peter Paul Bernhard, der die Abteilung rund eineinhalb Jahre übergangsmäßig geführt hat. Generaldirektor Andreas Fabi, der auch die Grüße

von Bezirksdirektorin Irene Pechlaner überbrachte, sagte, dass angesichts der Erfahrungen von Professor Pernthaler sicher die Voraussetzungen gegeben seien, dass Meran eines der Zentren für Onkologie in Südtirol werden könnte. mb Kennzahlen der Chirurgie im Krankenhaus Meran: • • • • • • • •

12 Ärztinnen und Ärzte 18 Krankenpfleger/-innen 6 Pflegehelfer/-innen 2 Verwaltungsmitarbeiter/-innen 35-Betten-Station 1.250 operative Eingriffe in stationärer Form pro Jahr 1.400 Zugänge in tagesklinischer Form pro Jahr 7.400 ambulant behandelte Patienten pro Jahr


Sport

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 24

Feuerwehren wetteifern wintersportlich Die Meraner beim alljährlichen 6-Wehren-Rennen auf Meran 2000 Schon zum 41. Mal fand das winterliche Kameradschaftsrennen der Meraner Feuerwehren statt. 75 Feuerwehrmänner nahmen diesmal am Rodel- und Skiwettbewerb teil. Es ist immer ein schönes Kameradschaftstreffen, bei dem das Siegen nicht im Vordergrund steht. Trotzdem erhielten die Sieger einen großen Applaus. Bürgermeister Günther Januth ließ es sich nicht nehmen, bei der Siegereh-

rung die Pokale zu verteilen, assistiert von Franz Pixner, dem Direktor der Bergbahnen Meran 2000. Und das sind die Ergebnisse der Mannschaftswertung vom Ski- und Rodelrennen: 1. FFW Freiberg 615 Punkte 2. FFW Labers 575 Punkte 3. FFW Untermais 490 Punkte 4. FFW Obermais 433 Punkte 5. FFW Meran 411 Punkte 6. FFW Gratsch 251 Punkte

fotos ht Die Vertreter der Siegermannschaften: (von links) Labers (2.Platz.), Freiberg (1.), Untermais (3.)

Fasching ohne Krapfen ist undenkbar Kinder kennen ihn alle, den guten Geschmack des Faschingskrapfens. Erwachsene mögen ihn auch. Gefüllt mit Marmelade, Vanilleoder Schokokreme, ist der Krapfen nach Weihnachten der Renner in den Konditoreien. Die Weihnachtskekse werden vom Krapfen verdrängt.

Über die Herkunft des Krapfens lässt sich streiten. Es gibt so viele Varianten des Krapfens, wie es Länder und Bräuche gibt. Geschichte des Krapfens Beinah jeder weiß etwas über den Krapfen und dessen Geschichte zu erzählen, ja sogar die Kirche: „Der Verzehr von Krapfen wurde einst kurz vor Beginn der Fastenzeit ausdrücklich zur Stärkung empfoh-

len, damit auch das ärmere Volk noch genug Fett zu sich nahm, um die vierzig Tage dauernde Fastenzeit gut zu überstehen.“ So kommt es vor, dass nach dem ersten genossenen Krapfen ein zweiter folgt und ein dritter. Womöglich hat noch ein vierter Platz. Die Krapfen schmecken ganz einfach. Verschiedene Faschingskrapfen Geschmacklich gesehen gibt es so viele verschiedene Faschingskrapfen, wie es Hersteller gibt. Überall schmeckt er anders und auch die Preise schwanken stark. Die Preise des klassischen Marmeladenkrapfens reichen pro Stück vom Sonderangebot zu 0,50€ bis zu 1,30€. Glaubt niemals dem Nachbarn, wenn er den Krapfen einer bestimmten Konditorei oder Bäckerei anpreist: „Hier werden die besten Krapfen gemacht“. Testet ihn selbst. Der richtig gute Faschingskrapfen ist nun mal Geschmackssache. Bauernkrapfen In den Tälern ist der gute alte Bauernkrapfen immer noch fester Bestandteil der Tradition. Er unterscheidet sich grundsätzlich vom Faschingskrapfen. Teigart und Füllung machen den großen Unterschied aus. Der Bauernkrapfen wird nicht mit Germteig hergestellt und auch nicht mit Vanille- oder

Schokoladecreme gefüllt. Die klassische Füllung des Bauernkrapfens besteht immer noch in Kastanien-, Mohnpaste oder Marmelade.

Omas Bauernkrapfenrezept

Die Umsetzung des Rezeptes braucht schon etwas Geschick und Erfahrung, da einige exakte Mengenangaben fehlen. Omas backen eben nach Gefühl! Genauso schmecken die Krapfen auch nachher. Zutaten: 1 Becher Sahne (200ml) ca. 40-50 dkg Mehl Type 00 (die Hälfte kann Buchweizenmehl sein) 1 Pck. Vanillezucker 1 Schuss Rum 3 Eidotter etwas Salz Zum Frittieren: Erdnussöl oder Kokosfett

Für die Mohnfüllung: Ausreichend Mohn und einige Walnüsse mahlen und mit heißer Milch anrühren, Zimt dazugeben, mit Honig abschmecken. Die Masse muss kompakt sein. Zubereitung: Sahne und Eidotter mit dem Schneebesen gut untermischen, restliche Zutaten dazugeben und nach und nach das Mehl zuerst unterheben und dann kneten, bis der Teig geschmeidig wird. Teig mit dem Nudelholz dünn auswalken. Auf die Hälfte des Teiges die Füllung in Häufchen geben und nachher die zweite Hälfte darüberklappen. Teigränder um die Füllung fest andrücken und mit dem Roller ausradeln. Bei ca. 190°C in heißem Fett beidseitig goldgelb backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen. al

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Mode

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 25

Von kriechenden und fliegenden Kleidern und Bekleideten Die Ballsaison ist eröffnet Die Kleider sind mit Pailletten bestickt und Swarowski getränkt, lang, elegant, fließend, schwarz, kurz, auffallend und

dekolletiert. Es gibt die, mit denen Frau über das Tanzparkett schwebt und die, mit denen sie sich wie eine gehbehinderte Meerjungfrau mit geschwollener Schwanzflosse fortbewegen muss. Körper werden wie von fließenden Gewässern umspült und durch ein gut sitzendes Abendkleid in ungewohnte Sphären emporgehoben. Die Anmut der Bekleideten sprießt aus jeder Pore und der Auftritt ist überzeugend.

dann auch, aber im Kursaal ist es einfach zu spät.

Es gibt ein für mich durch zweierlei Theorien erklärbares Phänomen, nämlich diese bemerkenswerte Spezies, die einfach immer passend gekleidet ist. Egal ob man sie bei der Shiatsu Massage antrifft, beim Elternsprechtag in der Grundschule, auf der Zuegghütte bei Minus 10 Grad, bei einer Beerdigung oder im Krankenhaus drei Tage nach der Entbindung - manche Frauen sehen einfach immer gut aus. Sie sind nie peinlich gekleidet, nie overdressed, nie zu leger. Sie wissen, dass violett das bessere Schwarz ist, und haben neben dem Woolrich Mantel

„Mode ist zugleich Raupe und Schmetterling. Sei am Tag eine Raupe und ein Schmetterling bei Nacht. Es sollte Kleider geben, die kriechen und Kleider, die fliegen. Der Schmetterling geht nicht zum Markt und die Raupe geht nicht zum Ball.“ Coco Chanel

Oder aber es drückt und klemmt, Reißverschlüsse drohen bei jeder Bewegung zu platzen, die Ränder der Unterwäsche zeichnen sich ab. Die Farbe ist out, der Schnitt aus dem Jahre Schnee, aber das Ding hat so mitleidig im Schrank gehangen und könnte durch erneutes Tragen seine Daseinsberechtigung wieder erlangen. Man ist als Normalsterblicher einfach immer wieder falsch gekleidet, man weiß es

in Schlammfarbe auch noch die Freizeitjacke von Northface zum Spazieren am Tappeinerweg im Petto. Sie tragen Stöckelschuhe, wenn sie nicht weit gehen müssen, und Sneakers, wenn sie der kleinen Tochter am Spielplatz nachlaufen. Sie haben in der Übergangszeit keine Schweißränder unter den Armen und frieren sich nach der Arbeit beim Radfahren nie was ab.

Und sie tragen Ballkleider, die einfach zeitlos sind, die sie auch in fünf Jahren noch tragen können mit einer anderen Kette und andersfarbigen Strumpfhosen. Es sind schlicht geschnittene Modeklassiker, einfärbige Etuikleider etwa. Man sieht, dass sie nicht unter extremem Druck am Samstagmorgen mit Schuhen, Strümpfen und Clutch um ein halbes Vermögen erworben wurden, sondern dass sie gekauft wurden, als es sich ergeben hat. Als im Corso Vittorio Emanuele die wirklich Großen ein wenig Platz gemacht haben für die Sommerkollektion und ein paar Abendkleidchen aussortiert wurden. Genau so muss man nämlich denken: Mit so mein ich, dann zuzuschlagen, wenn sich die Situation des Zuschlagens anbietet, nicht wenn die Situation ein neues Kleidungsstück erfordert. Denn dann ist man meistens so verzweifelt, dass man Dinge kauft, die man in geistig zurechnungsfähigem Zustand nie kaufen würde. Das ist die eine Theorie. Die andere ist, dass diese bemerkenswerte Spezies einfach sehr, sehr viel Zeit, Kraft und Geld in das eigene Aussehen investiert.

Das Leben ist wie ein Catwalk, alles dreht sich um Haare, Klamotten, Auto. Immer wie „aus dem Ei gepellt sein“ ist beeindruckend, aber steht die Leistung in Relation zum Preis? Kann man sich denn was davon kaufen, wenn die anderen einen für stets topp gestylt halten? Wird man

Aus der Kollektion „Hubertusjagd“ von www.verenamariahesse.com davon glücklich? Schläft man nachts besser? Hat man mehr Geld auf dem Konto? Sind die Kinder dieser Leute in der Schule besser? Ich denke nicht. Ich denke es ist gut, „auf sich zu schauen“, sich zu pflegen und sich manchmal etwas Gutes zu tun, aber das Aussehen sollte nicht allgegenwärtig und alles beherrschend sein - dazu ist es zu vergänglich. vh

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Wirtschaft

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 26

Abfallbewirtschaftung: ein Meisterwerk der ausufernden Bürokratie mit dem Ziel, viel Geld zu kassieren und die Probleme nicht zu lösen. Was sich die Politik im Rahmen der Abfallbewirtschaftung in den letzten Jahren an bürokratischen Auflagen ausgedacht hat, ist ungeheuerlich. Wer sich noch in all den Abkürzungen (MUD, SISTRI, RAEE, CONAI, FOV, usw.) zurechtfinden will, braucht starke Nerven und wird letztendlich doch zum Ergebnis kommen, dass er nicht in der Lage ist, alle gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Berücksichtigt man noch die drakonischen Strafen, muss ein Unternehmer den Eindruck gewinnen, ständig mit einem Bein im Gefängnis zu stehen. Robert Weißensteiner, Chefredakteur der SWZ, titelt völlig zu Recht, dass der Staat zum größten Stressfaktor der Unternehmer geworden ist. Das Verzeichnis der Umweltfachbetriebe Im Jahre 2006 hat die Europäische Union eine Richtlinie zur Abfallbewirtschaftung erlassen. Diese Richtlinie wurde durch die gesetzesvertretende Verordnung Nr. 152 vom 3. April 2006 in die italienische Gesetzgebung übernommen. Kern dieser Richtlinie ist, dass sich alle Unternehmen, welche auch nur die eigenen Abfälle sammeln und/oder transportieren, in ein eigenes Verzeichnis der Umweltfachbetriebe eintragen müssen. Bereits am 10.

Juli 2006 hat die Landesregierung mit Beschluss Nr. 2546 versucht, durch eine Sonderregelung für Südtirol, die Eintragungspflicht für fast alle Unternehmen auszusetzen. Leider hat damit, laut Verfassungsgerichtshof, das Land Südtirol seine gesetzliche Zuständigkeit überschritten, obiger Beschluss der Landesregierung wurde als verfassungswidrig erklärt. Mit einem Beharrungsbeschluss vom 21. Dezember 2009 hat darauf die Landesregierung noch einmal versucht, die Vereinfachungen zu bestätigen, leider erging neuerlich der Beschluss der Verfassungswidrigkeit. Die Folge: Ab sofort müssen auch in Südtirol die Bestimmungen zum Verzeichnis der Umweltfachbetriebe angewendet werden. Aufgrund der nationalen Bestimmungen müssen sich alle Unternehmen, die folgende Tätigkeiten ausüben, im Verzeichnis der Umweltfachbetriebe eintragen: - Sammlung und Transport von nicht gefährlichen Abfällen - Sammlung und Transport von gefährlichen Abfällen - Sanierung von verunreinigten Standorten oder Asbestsanierung - Handel und Vermittlung von Abfällen. In der Regel muss sich also jedes Unternehmen in das Verzeichnis der Umweltfachbetriebe eintragen, auch wenn es nur die eigenen, nicht gefährlichen Abfälle sammelt oder transportiert (z.B. zum Recyclinghof). (es)

Die Sonderverzeichnisse der Abfallbewirtschaftung SISTRI (sistema di controllo della tracciabilità dei rifiuti) Die Bestimmungen zur Rückverfolgbarkeit der Abfälle werden, nach mehreren Terminverschiebungen, voraussichtlich am 1. Juni 2011 in Kraft treten. Das neue System ersetzt die Ausstellung des Abfallerkennungsscheines, die Führung des Abfallregisters sowie die jährliche Abfallmitteilung (MUD). Anmelden müssen sich im System - alle Erzeuger von gefährlichen Abfällen und die professionellen Abfallbewirtschafter; - alle Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, welche auch nur gewöhnliche Abfälle erzeugen. Unternehmen mit weniger als 11 Mitarbeitern, welche keine gefährlichen Abfälle erzeugen, können sich auf freiwilliger Basis beim SISTRI eintragen.

und Servicestellen müssen sich in ein eigenes nationales Verzeichnis (Registro A.E.E.) eintragen.

RAEE (Rifiuti di apparecchiature elettriche ed elettroniche) Für die gebrauchten Elektro- und Elektronikgeräte wurde ein komplexes System der Entsorgung eingeführt. Unternehmen, welche Elektro- und Elektronikgeräte herstellen oder vertreiben Installateure

Mit Ausnahme für das CONAI liegt die Zuständigkeit für die Eintragung und Verwaltung der verschiedenen Verzeichnisse bei der Abteilung Umwelt und Landwirtschaft der Handelskammer.

Register der Batterien und Akkumulatoren Durch dieses Register wird die Herstellung, die Vermarktung, die Sammlung, die Behandlung, das Recycling und die Beseitigung der Abfälle aus Batterien und Akkumulatoren geregelt. CONAI (Consorzio Nazionale Imballaggi) In dieses Konsortium müssen sich in erster Linie alle Unternehmen eintragen, welche Verpackungsmaterial herstellen. Genauso müssen sich alle Unternehmen eintragen, die verpackte Waren importieren. Die Eintragungspflicht besteht daher auch für alle Unternehmen, welche aus dem Ausland Waren beziehen.

Meraner Bauernmarkt: Die Bio-Bauern Die Meraner schätzen ihren Bauernmarkt. Es sind vor allem Stammkund(inn)en, welche die bäuerlichen Angebote aus nächster Umgebung kaufen. Interessant ist, dass aber nur wenige wissen, wie die Lebensmittel, die sie kaufen, angebaut werden. Einige meinen, dass alles, was auf dem Bauernmarkt angeboten wird, aus biologischer Landwirtschaft stammt. Aber nur fünf Biobauern bieten hier Obst und Gemüse an, Brot, Käse, Kräuter, Säfte und Marmeladen und sonst noch allerlei. Die Stände dieser Bio-Anbieter sind erkennbar an der Bio-Aufschrift und dem Bio-Gütesiegel. Die sachkundigen Meraner/-innen schätzen dieses Angebot, weil es eine hohe, umfassende Lebensmittelqualität garantiert und von Skandalen - wie derzeit mit dem Dioxin - nicht betroffen ist. Warum garantiert das Bio-Gütesiegel hohe Lebensmittelqualität? Bio-Bauern werden streng kontrolliert, sie müssen die

Vorschriften zum biologischen Anbau einhalten, die einzelne Südtiroler Bio-Verbände seit den 80igerJahren vorgegeben haben und, welche von der EU seit 1993 geregelt werden. Nur Lebensmittel, welche nach dieser EU-Verordnung erzeugt, verarbeitet und kontrolliert werden, dürfen als Bio- oder ÖkoWare gekennzeichnet werden. Die vorgeschriebene Kennzeichnung, das Bio-Siegel oder die Zeichen der Bio-Verbände wie „Bund Alternativer Anbauer“ und „Bioland“ bürgen dafür. Was ist anders bei Bio? Im biologischen Anbau wird Vieles nicht verwendet, was im konventionellen Anbau zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit eingesetzt wird. So sind chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel verboten. Bio-Bauern setzen auf Vorbeugung: Sie bevorzugen wenig anfällige Sorten in geeigneten Fruchtfolgen, setzen Nützlinge ein, bekämpfen Unkraut mechanisch, düngen mit kompostiertem Mist oder über den Zwischenanbau von Leguminosen. Auf Bio-Höfen müssen Tiere ins Freie und haben

ausreichend Platz, um ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Futtermittel dürfen nur sehr eingeschränkt zugekauft werden und sie müssen aus biologischer Landwirtschaft stammen. Die Verfütterung konventionell erzeugter Futterfette (Dioxinskandal!) ist im biologischen Anbau verboten, genauso wie der Einsatz von Gentechnik. Medikamente wie Antibiotika dürfen nicht vorbeugend eingesetzt werden. Vorteile Die biologische Landwirtschaft erhält und schont so die natürlichen Ressourcen und hat vielfältige positive Auswirkungen auf die Umwelt. Das Wasser, der Boden, die Luft und die Artenvielfalt werden geschützt. Biologisch angebaute Lebensmittel aus nächster Umgebung haben eine bessere Klimabilanz als jene aus konventioneller Landwirtschaft. Bio-Lebensmittel sind schmackhafter, nährstoffreicher und ohne Schadstoffe, falls diese nicht durch Umweltverschmutzung bedingt sind. Die Bürger/-innen können durch ihre Kaufentscheidung einen Bei-

trag leisten zum Schutz der eigenen Gesundheit und Umwelt. Cristina Herz


Meraner Geschichten

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 27

Die Meraner Central Apotheke zieht um Ja, es stimmt! Die Central Apotheke in Meran sieht sich gezwungen, im Jahre 2011 von ihrem historischen, altbekannten Standort fortzuziehen. Die Apotheke bestand schon vor 1749 im Sparkassengebäude und hat all diese Jahre hinweg zuerst beim Kikinger als Stadtapotheke und dann seit dem Jahre 1905 als Königlich Serbische Hofapotheke im jetzigen Frontbereich des Gebäudes ihre Dienste geleistet. Dies alles fand ich im Keller der Apotheke heraus, in den ich gestiegen war, um zum Abschied alles über sie zu erfahren und es zu erzählen. Alte Medizinfläschchen mit geheimnisvollem Inhalt, verschnörkelte Gefäße mit verwischten Etiketten, worauf nur mehr vergoldete Jugendstilblüten am Rande zu finden waren, Inhaliergeräte, die mit Kerzen betrieben wurden, Angst einflößende Glasspritzen und Punktionsnadeln kamen zum Vorschein, sogar eine in einem Holzkoffer verpackte Sauerstoffflasche, deren Anblick mich dankbar die feuchte Luft einatmen ließ. In einer Ecke unter verschiedenen Kartons lugte eine sehr alte Holzkiste mit einem rotem Kreuz auf weißem Hintergrund hervor, wahrscheinlich vom letzten Weltkrieg. Mein Großvater war damals Feldapotheker gewesen. Ich fand, wonach ich suchte.

mich eine Herausforderung, zu verstehen, warum. Serbien war zu dieser Zeit ein von Österreich-Ungarn unabhängiges Königreich und daher konnte ich mir diesen Namen nicht erklären. Schließlich fand ich heraus, dass sie diesen klingenden Namen von ihrem damaligen Besitzer Vincenz Trousil, einem Brauereibesitzer aus Mürzzuschlag in Österreich, bekommen hatte. Ich suchte diesen Namen im Internet: mit Erfolg! Ein Nachfahre, der Urenkel Gerhard Trousil, der auch Apotheker ist, meldete sich auf mein

milie eng verstrickt. Namen und Besitzer sind Zeugen des Wandels der Zeit. Und nun? Es schmerzt mich ungemein, die Apotheke verlegen zu müssen. Fremdheit wird an diesem Ort lange herrschen. Denn selbst die Mau-

ern riechen nach so langer Zeit nach Apotheke. Aber es wird weiter gehen. Den Geist der Apotheke nehmen wir mit und alles, was sich bewegen lässt. Zurück bleiben nur die Mauern. Text & Fotos: Ursula Niederegger Anmerkung der vissidarte-Redaktion: Das Sparkassengebäude, in dem die Central Apotheke derzeit noch ihren Sitz hat, war ursprünglich das Rathaus von Meran. 1875 verkaufte es die Gemeinde an die Sparkasse. Nach 134 Jahren wechselte es 2009 erneut den Besitzer. Die Central Apotheke wird in den Mühlgraben in das Geschäft von Dubis Kinderbekleidung einziehen, welches seine Tätigkeit einstellt. Copyright: Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Kunst- und Kulturzeitschrift vissidarte

Auf einer saphirblauen Glasflasche mit engem Hals klebte ein Etikett mit der Inschrift: Hallersche Apotheke. Im Stadtarchiv hatte ich nämlich erfahren, dass die Apotheke, im Volksmund auch Untere Apotheke genannt (die „Obere“ war die Bayerische Hofapotheke), vor 1870 der Gattin des Altbürgermeisters und Begründers des Kurortes von Meran, Josef Valentin Haller, gehörte. Damals hieß sie natürlich Hallersche Apotheke. Es war wirklich wie in einem Traum, ein solches Fläschchen in der Hand zu halten, das mich die Vergangenheit förmlich berühren ließ! Das waren Sissis Zeiten! Des seltsamen Namens Königlich Serbische Hofapotheke rühmte sie sich im Jahre 1897. Es war für

Schreiben und lüftete das Geheimnis. Er schrieb mir, dass es seinem ehrgeizigen Urgroßvater sehr unangenehm gewesen sei, dass sich die Bayerische K. u. K. Hofapotheke nennen konnte, seine aber „nur“ Hallersche Apotheke hieß. Er setzte sich daher sehr dafür ein, dass der serbische König, der im Meraner Kurort zu verweilen pflegte, bei ihm Kunde wurde und es gelang ihm. Nun stand dem vornehmen Namen nichts mehr im Wege. Kein Wunder, dass dieser Name im Jahre 1908 nicht mehr so gut klang, denn damals verschlechterte sich die Beziehung zwischen Österreich-Ungarn und Serbien. Die Apotheke wurde nun in Central Apotheke umbenannt. Die Ermächtigung an den damaligen Besitzer, Magister Ernst Gulz, die Apotheke zu führen, hängt in unserem Büro. Um die Apotheke telefonisch anzurufen, wählte man im Jahre 1900 die Zahl 26, die beiden Ziffern stehen heute noch am Ende unserer Telefonnummer. Schließlich übernahm mein Großvater, Magister Franz Paul Niederegger, im Jahre 1935 die Central Apotheke und dieser übergab sie 1967 meinem Vater, Dr. Oswald Niederegger. Die Apotheke ist mit der Geschichte und mit unserer Fa-

Jahresabonnement 38 € Raiffeisenkasse:

IT97 N 08133 58591 0000 1010 0841

Sparkasse:

IT54 L 06045 58594 0000 0500 0574


Wandervorschlag (www.meraner.eu/wandern.php)

Winterwanderung auf das Rittner Horn

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Blick zu den Gipfeln der Dolomiten

Anfahrt: mit dem Auto bis Pemmern (1530 m), wo sich die Talstation der Umlaufbahn befindet; hier großer Parkplatz; mit der Bahn bis zur Schwarzseespitze (2070 m) Höhenunterschied: 200 m im Aufstieg und 740 m im Abstieg Gehzeit: ca. 3 ½ Stunden Wegverlauf: Von der Bergstation der Umlaufbahn (2070 m) wandern wir auf breitem Weg nahezu eben zum Gasthof Unterhorn (Einkehrmöglichkeit) und an der nahen Feltunerhütte (Einkehrmöglichkeit) vorbei in einer weiten Schlei-

fe auf einem gebahnten Weg westwärts und schließlich in leichtem Anstieg bis auf die Gipfelkuppe (2270 m; ab Bergstation ca. 1 ½ Stunden). Im Winter ist das Schutzhaus geschlossen, aber in einer kleinen Hütte etwas unterhalb erhält man Getränke und kleine Imbisse. Der Abstieg zum Unterhornhaus erfolgt auf dem Hinweg oder direkt auf dem neben dem Schlepplift gebahnten Fußweg zum Gasthof Unterhorn. Von dort wandern wir auf breitem Weg dem Schild „Talstation“ folgend ab-

Einsame s „Stein am Rittn mandl“ er Horn

An schönen Wintertagen herrscht im Gasthof Unterhorn reger Betrieb.

Die Gipfelkuppe mit Schlepplift; links die Feltunerhütte, rechts der Gasthof Unterhorn

wärts bis zu einer nahezu ebenen Hochfläche. Hier nehmen wir nicht den Weg über die Mittelstation, da dieser als Rodelweg benützt wird, sondern wenden uns nach rechts. Auf breitem Weg und zum Schluss auf asphaltierter Straße kehren wir nach Pemmern zurück (ab Gipfel ca. 2 Stunden). Orientierung und Schwierigkeit: Man kann sich leicht orientieren, alle Wege sind ausgeschildert und gut geräumt. Im unteren Streckenverlauf muss man auf eisige Stellen achten.

Besonderheiten: Die Aussicht am Rittner Horn zählt zu den bekanntesten und schönsten der Alpen und reicht von den Gletscherriesen des Ortlers und der Ötztaler Alpen im Westen bis weit in die Dolomiten im Osten und von den Stubaierund Zillertaler Alpen im Norden bis zur Presanella und dem Adamello im Süden, wo sich auch die Brentagruppe zeigt. Bei klarem Wetter kehrt man im Winter wie im Sommer mit besonders genussvollen Eindrücken in den Alltag zurück. mb


Historisches

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 29

Flurnamen

(Teil 19)

Quellen historischer Forschung Die Bedeutung der Namen der Höfe und Fluren ist eine der wichtigsten Quellen historischer Forschung eines Landstrichs. Außerdem stellt die Pflege und Weitergabe des Namenguts für eine Gemeinschaft einen bedeutenden, die Identität stiftenden Faktor dar. Als Quelle dienen die in mündlichen Gesprächen abgefragten Namen (Flurnamensammlung Südti-

rol, die am Landesarchiv in Bozen einsehbar ist), das Werk „Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gebieten“ des verdienten Hofnamenforschers Josef Tarneller, sowie das Tiroler Ortsnamenbuch von Karl Finsterwalder (als Schlern-Schriften in drei Bänden erschienen). Abkürzung: mda. (= mundartlich)

Sinich

Kartenausschnitt : Sinich, Franzisko-Josephinische Landvermessung 1858 Der heutige Meraner Stadtteil Sinich ist Ergebnis einer bewusst gesteuerten Siedlungspolitik des früheren faschistischen Regimes. Mit der Entsumpfung des Geländes, dem Bau kleinerer Güter und schließlich der Errichtung der großen Düngemittelfabrik „Montecatini“ in den 1920er- bis 1930erJahren ließen sich immer mehr italienischsprachige Familien (vor allem aus dem Veneto) im heutigen Sinich nieder. Der Meraner Vorort besteht aus der Industrie- und Gewerbezone im Süden (Kläranlage), der MEMC (Siliziumfabrik; exMontecatini), dem Dopolavoro (Enrico-Fermi-Straße), dem Sportplatz, dem Villaggio mit der Kirche S. Giuseppe und der Villa Pappalardo und dem Zentrum Borgo Vittoria mit Piazza Vittoria sowie „alter“ und neuer Kirche San Giusto.

Obersinach (heute Villaggio und Dopolavoro). Der Bach selbst ist in eine Künette eingefasst. Der gesamte flache Schwemmkegel des Bachs wird im 19. Jh. als Sinach bezeichnet. In den Jahrhunderten davor befand sich am Sinach bzw. am Ochsenbichl die Richtstätte – und die Gegend unterhalb vom Sinichkopf hatte einen dementsprechend unheilvoll-schaurigen Ruf. Der Name Sinich Die schriftliche Form Sinach (1858) lässt an eine Form Sin- + Mengensuffix -ach denken. Man erinnere sich an die häufigen Namen Ahornach, Staudach, Erlach, Steinach, Haslach usw., welche

immer eine größere Ansammlung (etwa an Ahornen, Stauden, Steinen, Erlen usw.) bezeichnet. Die mundartliche Aussprache lautet Sinig bzw. Sinich (Schreibform). Mundartlich sagt man in Schenna ja auch Stuenich für Steinach (Ortskern unter dem Schloss Schenna), in Tirol Staudich für Staudach (oberster Hof der Mittermut), in Klausen sagt man Laitig für Leitach – genau wie Sinig für Sinach! Die Haflinger sagen übrigens Sini, wie sie auch Forri (Forchach) und Durri (Durach) für Fluren in Hafling-Oberdorf bzw. Piffing sagen. Rein lautgesetzlich könnte sich Sinach aus Sünach („Ort der Sühne“ = Richtstätte am Sinach) entwickelt haben. Aber so ein Name stünde recht einzigartig in der Namenlandschaft herum, hat aber doch einen gewissen makabren Reiz... Vielleicht hilft aber auch der Marlinger Hofname Siniger (1653 an der Sinig) weiter. Dieser ist Schwundform aus Ursinie, das damals einen Flurbezirk bezeichnete: 1390 villicus in Ursinig in Merniga (Marling), 1380 de Vrsinige, 1350 Frizzel von der Sini, 1285 zwen Wingarten ze Vrsinie (Meinhardinisches Urbar), 1273 dom. Perhta de Vrsinia, 1215 de villa Ursinigi. Der Namenforscher Carlo Battisti denkt an einen Personennamen Ursinius (er stellt die Belege zum Marlinger Siniger fälschlicherweise zu unserer Gegend Sinich), denkbar ist auch ein romanisches *ursinicu ‘Gegend mit Bärlauchbewuchs’ (Allium ursinum). Der Bärlach, mda. auch Rams genannt, ist an Grundwasser nahe Auenstandorte gebunden und kommt in den Auresten des Etschtals im Massenbestand vor (Tisner Auen, Fuchsmöser unterhalb Andrian usw.). Die Etsch und der Naifbach im 19. Jahrhundert Die Gegend von Sinich sieht auf dem Katasterplan von 1858 ganz anders aus als heute: Das Flussbett der Etsch verlief ca. 600 Meter weiter nordöstlich als der heutige schnurgerade Flusslauf, etwa da,

wo heute der untere Gießen verläuft. Die Etsch beschrieb gleich hinter der heutigen Pizzeria „Maya“ beim Villaggio eine markante Biegung nach Süden. Genau dort befand sich die Laichterlåck (Leichterlacke), wo sich bis zu den Entsumpfungsmaßnahmen in den 1920er-Jahren eine Mooslacke befunden hat, die in Besitz des Leichter (Hof in Obermais) gewesen sein musste. Der Naifbach rann nur ca. 600 Meter unterhalb der Mangione-Brücke in die Etsch. Im Keil zwischen Naifbach und der Bozner Straße befand sich in der Mitte des 19. Jh. noch mehrheitlich Auwald. Die Wiesen nördlich und südlich des Borgo Vittoria (= Sinich mit Platz und Kirche S. Giusto) tragen den Namen Rosslaf (Rosslauf). Es wird sich ursprünglich um Rossweiden gehandelt haben, der Name kommt auch im Norden von Brixen vor (Stadterweiterungszone). Nördlich der früheren Nussengasse (heute: Nazario-Sauro-Straße) bzw. des Freiberger Kirchsteigs erstreckt sich die Wiesenfläche der Leiter Haid (früheres Heidegebiet?) hinauf bis zum Berger. Die Mangione-Brücke (heute Kreisverkehr) überquert den Naifbach, unterhalb der Romstraße zwischen der „langen Straße“ bzw. „Rabbiosi-Straße“ (Name des Erbauers?) und dem Naifbach befinden sich die Infang (Infang) und die Mouswisn (Mooswiesen). Mda. Infång bezeichnet ein mit einem Zaun abgesperrtes „eingefangenes“ Feldstück, auch einen Viehhag. Der Name Mooswiesen soll in dieser Zone nicht weiter verwundern, mda. ’s Mous bedeutet so viel wie ‘Feuchtwiese, Moor’, das standardsprachliche Moos ist unser mundartliches Mies, das als Dekoration für die Weihnachtskrippe im Wald gesammelt wird. jo Für weitere Auskünfte oder Ergänzungen zu dieser Artikelserie können sich die Abonnenten des Meraner Stadtanzeigers an den Verfasser wenden: Johannes Ortner · Mühlgraben 18 · 39012 Meran Tel. 340 794 4514 · johannes.ortner@provinz.bz.it

Der Vittorio-Veneto-Platz in Sinich mit der Kirche St. Justus

Welche Flurnamen gibt es in Sinich? Ein Blick auf die Karte der Franzisko-Josephinischen Landvermessung von 1858 verrät, dass das Grenzgebiet zwischen Lana (Falschauer-Biotop) und Meran (Kläranlage) damals dichtes Augebiet war und den Namen Kriegau (Kriegau) trug. Vielleicht waren in dieser Gegend die Weide- und Stockrechte nicht ganz klar und es kam deshalb zu Streitigkeiten („Krieg“) zwischen den Interessenten? Der von Hafling herabkommende Sinichbach teilt das Gelände in Untersinach (heute MEMC, Würstl-Hans, MeBo-Auffahrt) und

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Nr. 2

Funde und Verluste

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 30

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o Spenden o Stellengesuche o Verkauf unter 100 € o Kindersachen o Zu verschenken o Mietgesuche Wortanzeigen für An- und Verkauf werden nur dann gratis veröffentlicht, wenn der Preis angegeben ist und dieser unter 100,00 € liegt. Alle anderen Kleinanzeigen kosten 0,70 € je Wort und Zahl. (Mind. 15 €)

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Gesellschaft

28. Jänner 2011 · Nr. 2 · Seite 31 ▶ Netter Burggräfler, humorvoll und ehrlich, sucht Partnerin bis 40 Jahre für gemeinsame Zukunft. Hobbys: Tanzen, Wandern, Reisen – etwas erleben! Zuschriften an Meraner Stadtanzeiger, Chiffre Nr. 11/1/1 ▶ Frau, Ende 50, sucht gleichaltrigen Partner (Nichtraucher) für Wochenenden und Ausflüge. Hobbys: wandern, ausgehen. Bitte schreibt mit Foto an Meraner Stadtanzeiger: Chiffre 020111 R02 ▶ Neues Jahr, neue Liebe. Frau, 47, sucht ehrliche, feste Beziehung. Tel. 339 7713 127 R02 ▶ Möchtest du mit mir (53-jähriger Single) nachts die Sterne und Küsse zählen, am Tag die Welt erobern und den Alltag mit mir meistern. Zuschriften an Meraner Stadtanzeiger, Chiffre 03.28.11 Verschiedenes ▶ TISCHLERARBEITEN, Einrichtungen; Möbel nach Maß jeder Art kurzfristig lieferbar. Ergänzungen, Änderungen, Reparaturen bestehender Möbel. Restaurierungen. Karbacher Innenausbau, Meran, Tel. 0473 237 407 R24 ▶ Suche jemanden, der mir zeigt, wie man Regenschirme repariert. Tel. 0473 220 490 ▶ Schlosserarbeiten: Einzäunungen, Geländer, Fenstergitter, Türgitter, Tore, Grabkreuze, Arbeiten in INOX und Reparaturen werden kurzfristig ausgeführt: Schlosserei Gögele, Schenna. Tel. 339 586 0003 R2 ▶ 14-jähriges Mädchen aus Bayern sucht Gastfamilie in Meran für den weiteren Schulbesuch in Südtirol. Sabine Weise, Enghausen Nr. 11 D-85419 Mauern Tel. 388 377 0041, E-Mail: sabi_weise@web.de Zu mieten gesucht ▶ Einheimische Familie sucht 2-3 Zimmerwohnung in Dorf Tirol. Tel. 338 90 30 115 A Zu vermieten ▶ Verschiedene Büros, ca. 30 m² bis 50 m² in Untermais am Kofler Platz zu vermieten. Tel. 0473 236 910 AA ▶ Vermiete Garage, ca.15,5 m², UgoFoscolo-Straße 58, Meran, für 90 € pro Monat. Tel. 347 7322 671 R1 ▶ Marling: Kleine, voll möblierte Zweizimmerwohnung mit Balkon und Autostellplatz zu vermieten.Tel. 335 812 1135 R2 ► Garage in der Trogmannstraße in Untermais zu vermieten. Tel. 338 6675 600 A

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Generationenwechsel – Amtsübergabe nach 40 Jahren Aufbau der Laimburg Daniel Bedin folgt auf Klaus Platter als Direktor der Gutsverwaltung Laimburg Mit 1. Jänner 2011 hat Geometer Daniel Bedin (Jahrgang 1973), ehemaliger Direktor des Amtes für Bauerhaltung der Autonomen Provinz Bozen, sein Amt als neuer Direktor der Gutsverwaltung Laimburg angetreten. Wegen der umfangreichen und vielseitigen Tätigkeit wird auf Wunsch des Präsidenten des Verwaltungsrates der Laimburg, Luis Durnwalder, der scheidende Direktor Klaus Platter seinen Nachfolger noch eine Zeit lang fachlich begleiten. Erst dann verabschiedet sich Platter, der als Önologe des Landesweingutes auch Ideenvater des Felsenkellers war und beim Aufbau der Gärten von Schloss Trauttmansdorff mitverantwortlich zeichnet, nach insgesamt 45-jähriger Dienstzeit offiziell. LaimburgDirektor Michael Oberhuber freut sich über den nahtlosen Übergang:

Daniel Bedin (links) und Klaus Platter „Ich danke Direktor Platter für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz, dem wir sehr viel zu ver-

danken haben, und wünsche seinem Nachfolger Daniel Bedin alles Gute und eine glückliche Hand!“

Offener Brief an den Landesrat für Verkehr, an die Bürgermeisterin von Dorf Tirol und die Bürgermeister von Meran und Schenna Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, sehr geehrte Herren! Endlich scheint die Diskussion über eine schnelle und benutzerfreundliche öffentliche Verkehrsverbindung zwischen Meran, Dorf Tirol und Schenna in Gang zu kommen. Ich möchte deshalb an die beiden Machbarkeitsstudien erinnern, welche ich in den Jahren 2004 bzw. 2006 erstellt und öffentlich vorgestellt habe, und welche konkrete und schnell realisierbare Vorschläge enthalten. Die erste Studie habe ich als Beitrag zur Diskussion über die Umsetzung der in der Eurac-Studie vorgesehenen Maßnahmen ausgearbeitet und unter dem Titel „Küchelbergtunnel, lieber klein aber sofort!“ in einer Pressekonferenz am 27.09.04 öffentlich vorgestellt. (Dolomiten Nr. 230 vom 2./3.10.2004, Neue Südtiroler Tageszeitung und Alto Adige vom 01.10.04) Der Vorschlag besteht im Wesentlichen aus einer im Tunnel geführten Leicht-Straßenbahn (Metrobus) vom Stadtzentrum von Meran (Galileistraße) bis zum ehemaligen Militärgelände unterhalb der Jaufenstraße (ex Pulverlager) und einer Kabinenbahn zwischen Dorf Tirol (Abzweigung Gnaid) und Schenna mit Mittel- und Umsteigestation beim „Pulverlager“. Dort sollte auch ein Auffangparkplatz gebaut werden. Durch die auf diese erste Studie folgenden Diskussionen angeregt, habe ich dann zusammen mit Nicola Morandini das Projekt überarbeitet und durch zwei zusätzliche Baulose zur „Passeirer Tram“ erweitert. Diese verbindet den Meraner Bahnhof

über das Stadtzentrum und das Mobilitätszentrum „Pulverlager“ mit St. Leonhard. (Dolomiten 30.09./01.10 2006 und Naturschutzblatt 3/2008). Wesentlicher Kern der zweiten Studie bleibt die Verbindung des Stadtzentrums von Meran (Galileistraße) mit dem Mobilitätszentrum „Pulverlager“ durch eine im Tunnel geführte Straßenbahn (1. Baulos). Von dort führt eine Seilbahn mit Pendelbetrieb zum Vereinshaus von Schenna. Die Kabinenbahn nach Dorf Tirol wurde fallen gelassen, weil Dorf Tirol kein eindeutiges Zentrum aufweist und am besten und billigsten

mit einem (elektrisch betriebenen) Shuttle Bus an das Mobilitätszentrum „Pulverlager“ angeschlossen werden kann. Für Schenna wurde die Seilbahn mit Pendelbetrieb vorgeschlagen, weil diese im Bau und vor allem im Betrieb wesentlich kostengünstiger ist als eine kuppelbare Kabinenbahn. Gerne bin ich auch bereit, meine Vorschläge in einer öffentlichen Veranstaltung vorzustellen und zu diskutieren. Mit freundlichen Grüßen Dr. Ing. Walter Bernard

Fotomontage: Bahnhof mit „Metrobus“

Einladung zu Gottesdienst und Vortrag

Zum Fest der Darstellung des Herrn „Maria Lichtmess“ am Mittwoch, dem 2. Februar lädt die kfb Frauengruppe St. Nikolaus alle Gläubigen zum Gottesdienst um 19.00 Uhr in die Stadtpfarrkir-

che St. Nikolaus ein - musikalische Umrahmung durch die Frauensinggruppe St. Nikolaus. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst sind alle Frauen und Männer zum Vortrag von Frau Helga Pedrotti zum Thema „Alle wollen etwas von mir! Was will ich…?“ in den Nikolaussaal, Oberer Pfarrplatz, eingeladen.


Winter auf Meran 2000

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Meraner Stadtanzeiger Jahrgang 3 Ausgabe 2  

Die weibliche Seite der Fasnacht Abfallbewirtschaftung Flurnamen in Sinich Kinderseite

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