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VERLAGSVORSCHAU FRÜHLING 2019 SPOKEN WORD – SPOKEN SCRIPT

10 Jahre 32 Bände edition spoken script

Neue Publikationen von Laurence Boissier, Canaille du Jour, René Gisler, Martin Frank, King Pepe, Gerhard Meister, ORLOGE zeitreisen und essais agités.


© Yvonne Böhler

Gerhard Meister Geboren 1967 im Emmental, lebt heute in Zürich. Er schreibt Spoken-Word-Texte, Lyrik, Theaterstücke und Hörspiele; Mitglied von «Bern ist überall» und «Meistertrauffer». www.gerhardmeister.ch Bereits erschienen Eine Lichtsekunde über meinem Kopf ISBN 978-3-03853-028-2 In meinem Hals steckt eine Weltkugel ISBN 978-3-905825-74-9 Viicher & Vegetarier ISBN 978-3-905825-33-6 Lesungen Mit Laurence Boissier DI 11. April Literaturhaus Zürich DI 16. April Loge Luzern DI 28. Mai Burgbachkeller Zug

Klappenbroschur, ca. 192 Seiten ISBN 978-3-03853-091-6 ca. CHF 23.– Erscheint im März 2019

Bärge gits, für dass me zoberscht es Gipfuchrütz cha häre mache, wo wosch de süsch häre mit dene Gipfuchrütz, die mache ohni Bärge gar ke Sinn, ohni Bärge ke Gotthardtunnu, ke Lötschbärgtunnu, hesch dr das scho mau überleit, auso de überleg doch mau. In Gerhard Meisters Buch «Mau öppis ohni Bombe» gibt es, versprochen ist versprochen, keine Bomben. Aber auf jeder Seite eine Überraschung. «Steckt nicht in jedem von uns auch ein Hautspezialist?», die Frage ist berechtigt. Und in jedem Menschen, auch das zeigt Meister, lauert einer, der eine 1.-August-Rede halten sollte, dies aber lieber nicht möchte. Natürlich werden Sie, wenn Sie in der Migros Schneewittchen begegnen, überrascht sein. Das passiert nicht jeden Tag. Und längst nicht alle kennen die heimliche Agenda von Geschirrspülautomaten. Es kommt hier manches anders als gedacht, und zwar schnell. Da bittet einer seinen Nachbarn um ein Ei, und gleich wird mehr daraus: Er kriegt nicht nur das Ei, am Ende hat er auch den Sessel des Nachbarn, dessen Frau und die Wohnung dazu. Gerhard Meister erzählt mit Witz von den Abgründen, die im Alltäglichen lauern. Es sieht ja vieles harmlos aus, aber wer genau hinsieht, kann hier erfahren, wie schnell Vertrautes aus dem Gleichgewicht gerät.


«Safari» von Laurence Boissier führt uns nicht auf eine Fotojagd nach seltenen Exemplaren des afrikanischen Grosswilds, sondern mitten in den Alltag der Schweiz und ihres Wohnorts Genf. Und da stöbert sie Menschen, Tiere und gar Dinge auf, die sich ganz menschlich verhalten und uns in ihrem kauzigen Eigensinn verdreht und zugleich vertraut vorkommen. Ob die Geschichten nun von einer Safari-Jägerin in Genf, einem Riesenpanda in China, einem Wassertropfen vom Gotthard oder immer wieder von einem Ich handeln, das an die Autorin erinnert, ohne mit ihr identisch zu sein: Der trockene Humor des Buches wirkt um so durchschlagender auf uns, als er ganz unaufdringlich daherkommt. Verfasst hat die Autorin die Texte für ihre Auftritte mit der Autorengruppe «Bern ist überall», der sie seit 2011 angehört. Sie hat deren Darbietungen nicht nur durch die französische Sprache bereichert, sondern auch durch einen eigentümlichen Blick auf die Welt, in dem (scheinbare) Naivität sich verbindet mit einem ausgeprägten Sinn für komische Absurditäten. Eine Mischung, die in der Übersetzung von Daniel Rothenbühler auch auf Berndeutsch bestens zur Geltung kommt. Klappenbroschur, ca. 180 Seiten ISBN 978-3-03853-092-3 ca. CHF 23.– Erscheint im April 2019

Laurence Boissier Geboren 1965, lebt als Autorin in Genf. Sie ist Mitglied des Spoken-Word-Kollektivs «Bern ist überall». Ihre Bücher erschienen u.a. im Verlag art&fiction und wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit einem Schweizer Literaturpreis für «Inventaire des lieux» und 2018 mit dem Prix des lecteurs de la Ville de Lausanne und dem Prix Pittard de l'Andelyn für «Rentrée des classes». Zuletzt erschienen mit «Bern ist überall» Kosovë is everywhere ISBN 978-3-03853-073-2 Renens ISBN 978-3-03853-022-0 Lesungen Mit Gerhard Meister DI 11. April Literaturhaus Zürich DI 16. April Loge Luzern DI 28. Mai Burgbachkeller Zug

Aujourd’hui tout le monde a dix ans de moins. Dix ans de moins autour du MontBlanc. Dix ans de moins dans les aéroports. Dix ans de moins au cours de zumba. Si tu n‘as pas dix ans de moins, ça te fait tout de suite dix ans de plus. Hüt si aui zäh Jahr jünger. Zäh Jahr jünger am Mont-Blanc. Zäh Jahr jünger i de Flughäfe. Zäh Jahr jünger im Zumba-Kurs. We de nid zäh Jahr jünger bisch, de bisch sofort zäh Jahr euter.


Klappenbroschur, ca. 180 Seiten ISBN 978-3-03853-093-0 ca. CHF 23.– Erscheint im Mai 2019

schtaz läbefe rekemerfor angschpforem toodufe reke glich eine nachem angere Lesen lernen, ein richtiges Abenteuer. Martin Frank hat es uns schon mit «ter fögi ische souhung» (1979) und «La Mort de Chevrolet» (1984) erleben lassen, jetzt schafft er das wieder in «i bi nöm bi öich». Die vier Gedichte stammen aus unterschiedlichen Phasen seines Schaffens, doch gemeinsam ist ihnen das Aufsprengen jeder konventionellen Schreibweise der Mundart. Franks Notation des Gesprochenen macht auf dessen Lautform aufmerksam, jenseits aller Festlegungen der Grammatik, und verleiht seinen Texten eine besondere Poesie. Unkonventionell sind diese nicht nur durch ihre Form, sondern auch und vor allem durch die Figuren, die in ihnen sprechen: Ein um seinen Freund trauernder Mitläufer der «bewegig» (ä schöne buep seit adjö), ein Animal Liberation Front Autostopper mit seinem kranken Hund (lobo), ein sich trotzig ausgrenzender, ausgegrenzter Computer-Freak, der Sex sucht und Zuwendung entdeckt (guatboi), und schliesslich ein Aargauer Gerichtspräsident, dem in seinen letzten Tagen aufgeht, was leben heisst (mläder maasi fater).

Martin Frank Geboren 1950, aufgewachsen in Bern und Zürich. Ab 1970 Reisen in Süd- und Nordindien, wo er Hindi, Urdu und Tamil lernte. Sein Bestseller «ter fögi ische souhung», der erste schweizerdeutsche schwule Roman, wurde von Marcel Gisler verfilmt (Schweizer Filmpreis 1999). Die Erzählungen «Blinde Brüder» erhielten 2001 den Buchpreis der Stadt Bern. Martin Frank schreibt Schweizerdeutsch, Deutsch und Englisch. Letzte Veröffentlichung: «Aruns Geschichte» (Roman). www.martinfrank.ch


essais agités Edition zu Fragen der Zeit Die Reihe pflegt den kritischen Essay. Sie führt aktuelle Diskurse, spürt verborgene Themen auf und setzt überraschende Ideen in die Welt. Sie ist offen für ein bewegliches Nachdenken über Fragen der Zeit. «essais agités» ist vom Verein Literaturstiftung initiiert und erscheint in Buchform beim Verlag Der gesunde Menschenversand. www.essaisagites.ch

Fake? News Essays aus dem informativen Zwielicht Hrsg. von Martin Zingg und Beat Mazenauer essais agités, Band 3 Taschenbuch, ca. 140 Seiten ISBN 978-3-03853-997-1 ca. 19.50 Erscheint im Mai 2019

Bereits erschienen Wohin geht die Sprache? Band 2, ISBN 978-3-03853-998-8 Das bessere Leben Band 1, ISBN 978-3-03853-999-5

«Es isch de no lang nit als druckt, wo nit wahr isch.» (Karl Imfeld) «Fake News» ist das Modewort unserer Zeit. Wer immer anderer Meinung ist, ruft «Fake!» und desavouiert so eine Information, ungeachtet aller Sachverhalte. Auf diese Weise, mit dieser Strategie wird der politischen und gesellschaftlichen Kommunikation das argumentative Fundament entzogen. Was aber verlieren wir, wenn uns der Glaube an ein gesellschaftliches Einverständnis in Fakten und Informationen abhanden kommt? Und auf welche Weise können wir wieder Boden gewinnen, auf dem sich argumentativ diskutieren lässt? Diesen Fragen geht der Band mit einer Reihe von aktuellen Fallanalysen wider die voreilige Empörung nach.


St

702

Störfelle /die {Mrz.}

Strandgericht /das

Körpehrliches Neutsch Sahtiere frankR, 8. Juni 2011

Narrungsmittel Neutsch Zohne Normvollendung Phrasardeur, 10. September 2009

1) Mehr als nur ein Haar in der Suppe. 2) Haut von schuppenlosem Fisch. bruno, 9. Juni 2011

Lieber Störfelle als Kriminalfelle!

Bruno, 9. Juni 2011

Picknick am Meeresrand mit lethalem Schluss. (Nein, es waren keine Verdauungsstörungen. Eher sowas wie eine Bleivergiftung) Rolf, 10. September 2009

Tipps zur Beseitigung von Störfellen.

http://www.bildderfrau.de/mode-schoenheit/beautytipps-make-up/article206491649/ 5-Ist-Epilieren-immer-schmerzhaft.html

Mirinda, 9. Juni 2011 Oder so: — —› Haare entbeinen

Wieso? gab es eine strandesrechtliche Erschießung?

Phrasardeur, 11. September 2009

Jaunwohl! Genau so war es gemein.

— —› Närz

[...] sammelt (z.B. Kriminalkommissare, Rächsanwälte), muss sich dann in Geduld üben. Auch Wasserfelle gibt’s dann [...]

Bruno, 16. September 2009

— —› störicht

Mirinda, 16. September 2009

[...] Mit Fischviele Barrikaden errichtet. b) Störfelle, wenn sie sich häufen. c) Dummbequem [...]

Storybored /die

B-fremdwort Diskurswesen English broken Interpainrent Phrasardeur, 25. November 2013

Wenn Bilder, neben- und hintereinandergeschichtet, darüber hinwegtäuschen, wie schlecht der Plot ist.

Stradivaria /{Mrz.}

B-fremdwort Grössenumordnungen Musickness Neutsch Armin Müller, 11. März 2008

Geigenschaftslose Mitstreicher im Horchester.

Aber vorher bekommt noch eine Strandpauke (Eigentum des Strandesamtes) zu hören! Ich bin gegen solche Strandardisolierungen. Besonders, wenn es um Verbleichungen geht!

— —› Bleilage [...] Liegt erst dezent am Rand und hiernach schwer auf. b) Liegen bleiben [...]

Strebehilfe /die Metafiesik Neutsch Tuniversum Phrasardeur, 6. Januar 2012

Karriereleiternhalter. Wartet am angesterbten Ziel Herr Tod, ist sie oder er ein Todesengel.

Streifenspender /der Körpehrliches Neutsch Pechnik Schallerdings, 18. März 2007

Enthält z.B. Zebraseifen.

Strafenbahn /die

Neutsch Ortsveränderung Zohne Normvollendung Phrasardeur, 23. Juli 2009

Nichtschaffner, fahren auf sie ihr ab, wenn sie schräg drauf sind. Die Chance › ist zudem gross, dass man sich darauf verirrt und wegen ebendiesem Strafverfahren verfolgt wird. — Verlotterie

— —› Wonderzebra [...] Push up your stripes. (Vgl. auch den Streifenspender.) [...]

Strickcode /der

Diskurswesen Grössenumordnungen Hirnformatik Neutsch Phrasardeur, 16. April 2016

Stripendium /das

Erröttick Körpehrliches Gequälschaft Neutsch Polyticks Sahtiere Tuniversum Kühnste Armin Müller, 19. Januar 2009

Enthülldigung. Es ist nicht allen vergönnt, ein Stripendium zu bekommen. Mark Harder, 19. Januar 2009

Ist das die finanzielle Unterstützung, die du nur bekommst, wenn du dich ganz nackig machst? Oder langt’s, wenn du die Hosen runterlässt?

Mark Harder, 19. Januar 2009

Das Stirpendium (auch Stirbendium) dahingegen reicht zum Leben nicht. Pech gehabt, stehst du da mit den Hosen unten und wartest auf Exit.

— —› Depplom [...] Erhält man nach der Abschussarbeit. Nur für Leute mit Stripendium [...]

strittlings /Adv.

Diskurswesen Gequälschaft Neutsch Phrasardeur, 6. Juni 2007

Streitend auf dem Rücken Dritt er.

Stroheim /der Neutsch Wesendliches Phrasardeur, 29. Juli 2011

Mammas Schwester Strohmann.

Strohfee /die

Funtasie Musickness Neutsch Tuniversum Phrasardeur, 11. November 2008

1) Polyphone Hilfskraft. 2) Stallknechtin. 3) Kehrreinmachefrau. Armin Müller, 11. November 2008

Die Kater-Strohfee hilft nach strohrumreichen Abstürzen wieder auf die Beine zu kommen. frankR, 11. November 2008

Vielleicht kann sie auch den einen oder anderen Strohwitwer beglücken ... Mirinda, 11. November 2008 Drohfee: — —›Willküre in Ausbildung.

Armin Müller, 23. Juli 2009

Bussfahrer fahren lieber Amwald wenn der Gerichtungszeiger wieder mal spinnt.

Phrasardeur, 4. September 2011

Strohfrau der Vögelscheuche.

Bruno, 23. Juli 2009

Da kann man mal sehen, was auf den heutigen Strafen so alles los ist. Da muss man sich ständig einen Weg durch die Strafen bahnen! Nur gut, dass man so wenig Straßenvollzugsbeamte oder -schnellzugsbeamte kennt!

Strohm /der

Neutsch Pechnik Warnnehmung Armin Müller, 23. September 2010

— —› Plagiatelle

[...] Wobei «klitzeklein» so dimensioniert ist, das die Plagiatelle nicht auf die Strafenbahn [...]

Straffgier /die

Grössenumordnungen Neutsch Normvollendung Wesendliches Armin Müller, 28. Mai 2008

1) Endfaltungswütig, botoxisch. 2) Zu viel davon und man bekommt einen ——› Straffzettel, muss vors ——› Straff­ gericht und schlussendlich in die ——› Straffkolonie. Siehe auch: ——› Erschweinung

Straffkolonie /die Gequälschaft Neutsch Zohne Phrasardeur, 24. Februar 2008

Orwellness Resort. — —› Straffgier

[...] 1) Endfaltungswütig, botoxisch 2) Zu viel davon und man bekommt einen Straffzettel, muss vors Straffgericht und schlussendlich in die Straffkolonie. [...]

1) Optoelektrisch lesbare Schrift am Seil. 2) Besonders ausgefallene nachrichtendienstliche Masche. 3) Mit Knoten dezimalen oder zumindest die Steuerrechnung in den Griff kriegen. (vgl. Abb.)

Strickdieb /der Neutsch Tuniversum Enzyklop, 21. Juni 2007

Antizipiert seine Verurteilung und handelt präventiv. Frank Rawel, 22. Juni 2007

verwandt: Strickbetrügerinnen (veruntreuen Wolle)

1) Scheinelektrizität, wird in Ahnpere gemessen. Hybridfahrzeuge tun so, als fuhren sie mit Strohm, aber wo ist der Stecker? 2) Strom aus Biomasse. Auch Scheinwerfer brauchen Strohm, um das Werfen zu simmulieren. Vgl. ——› Strohm­ ausfall Bruno, 24. September 2010 c) ungebremster — —› Ohmfluß, widderständig.

Strohrumtreiber /der Neutsch Zohne Tuniversum Phrasardeur, 11. November 2012

1) Heuballenbelästiger. 2) Schiffbruch auf Hoher Hochprozentiger See. 3) Ist im Gegensatz zum ——› Rumstehk immer im Beweg. Armin Müller, 12. November 2012

Ein rumloser Strohwidmer kann bei grosser Dürre schon mal in trockenes Gras beissen. Armin Müller, 12. November 2012

Strohr = Etwas dünnes, blondes Gemächt.


Hardcover, mindestens 1000 Seiten Leinen, Prägedruck, Grossformat 24  x  33 cm ISBN 978-3-03853-086-2 ca. CHF 98.– Erscheint im Mai 2019

Was entsteht, wenn sich ein Künstler der deutschen Sprache verschreibt, auf die tägliche Dosis Lesestoff mit selbst gepanschten Wörtern reagiert und diese in einem Blog publiziert? Nach zwanzig Jahren Arbeit legen René Gisler und seine zahlreichen Co-Autorinnen und Co-Autoren nun ein geballtes Sprachkunstwerk vor, das seinesgleichen sucht. Mit dem «Thesaurus rex» wird die umfangreichste je gedruckte Enzyklopädie an Worterfindungen Wirklichkeit. Bei den mehr als 16’000 Einträgen geht es aber nicht darum herauszufinden, was mit dem Alphabet klanglich oder experimentell nun noch so anzustellen wäre, so wie es etwa Dadaisten oder Vertreter der Lautpoesie praktiziert hatten. Vielmehr orientieren sich die Wortschöpfungen am ganz normalen Wortschatz. Koseworte werden erweitert zu «Narkoseworte», Information und Ration fusionieren zur «Informration», und mal fällt auch ein Buchstabe weg und die Wirklichkeit wird als «Wirkichkeit» entlarvt. Die schiere Menge an Wortneuschöpfungen suggeriert Ernsthaftigkeit und Seriosität. Ein Versprechen, das die Herausgeberinnen und Herausgeber aber glücklicherweise nicht einlösen – denn die Bleiwüste lebt.

René Gisler aka phrasardeur 1967 geboren in Schattdorf, lebt als Künstler und selbst ernannter Neologist in Luzern. Als Anarchist der Sprache verstösst er seit Jahren systematisch gegen orthografische Autoritäten und notiert und publiziert seine subversiven Worterfindungen auf dem Blog enzyglobe.net. Zuletzt erschienen: «Der Enzyklop. Ein Wörterbuch» und «Fabula rasa». Buchvernissagen DO 23. Mai Neubad Luzern SA 25. Mai Haus für Kunst Altdorf


ORLOGE zeitreisen (Herausgeber) Der Katalog bietet Topangebote zurück in die Jahre: • 934 Meditationsurlaub am Etzelpass • 1626 Familienurlaub im Rotzloch • 1784 Luftschiff-Erlebnis in Luzern • 1802 Kultur-Highlights im Kloster St. Urban • 1816 Volontourismus im Jahr ohne Sommer • 1859 Schillerfest am Mythenstein • 1868 Badeferien auf Tribschen sowie viele Schnäppchen für Kurz trip-Zeitreisen! Mit Beiträgen von: Yves Bossart (Philosoph); Valentin Groebner (Historiker); Heinz Stalder, Pablo Haller, Judith Keller (SchriftstellerInnen) u.v.a. Im Serviceteil finden Sie ausführliche und topaktuelle Informationen für die notwendigen Vorbereitungen zu den unterschiedlichsten Zeitreisen.

Hardcover, ca. 100 Seiten mit Abbildungen, 22 x 27 cm ISBN 978-3-03853-094-7 ca. CHF 20.– Erscheint im Mai 2019

«Mich hat interessiert, wie weit man zurückreisen muss, bis man quasi dem Ur-Urner begegnet. Genau habe ich es noch nicht herausgefunden, aber ich komme ihm langsam auf die Schliche.» Ambros F., 3 Wochen gebucht für das Jahr 988

«ORLOGE zeitreisen» am Helvetiaplatz in Luzern ist das erste Reisebüro in der Innerschweiz, das Reisen in die andere Zeit anbietet. Rechtzeitig zur Geschäftseröffnung am 9. Mai 2019 erscheint der Katalog mit brandneuen bereisbaren Zeitdestinationen. Die Top-Hits aus dem Angebot, das gut 6000 Jahre abdeckt, sind echte Reise-Highlights. Damit Zeitreisen zu dem Erlebnis werden, das sie versprechen, ist eine gründliche Vorbereitung überlebenswichtig. Der Katalog bietet deshalb mit zahlreichen Texten zur Physik, Philosophie und Psychologie des Zeitreisens Hilfestellungen. Literarische Texte und ein ausführlicher Serviceteil runden dieses Vademecum ab. Vor kurzem noch undenkbar, sind Zeitreisen zu einer Bereicherung im Kultur- und Ferienangebot des modernen Menschen geworden. Wer auf der Höhe der Zeit ist, entflieht ihr reisend und findet sie glücklich wieder. Der ORLOGE-Katalog ist das Ticket dazu. Profitieren Sie auch vom Frühbuchungsrabatt!


King Pepe Karma OK Audio-CD/LP ISBN CD 978-3-03853-090-9 ISBN LP 978-3-03853-089-3 ca. CHF 25.– (CD), CHF 28.– (LP) Erscheint im Januar 2019

Bereits erschienen 70% Wasser (mit Le Rex), CD/LP Pepejazz, CD Tierpark, CD

King Pepe schlägt wieder zu! Diesmal mit Musik aus lauter Nullen und Einsen. Aber sowas von zum Leben erweckt! Der eigenwillig-alternative Superstar der Berner Musikszene erfindet sich bekanntlich immer mal wieder gerne neu. Nach dem Indie-Gitarrengeschrammel der frühen Jahre und den Ausflügen in den Jazz der Roaring Twenties knöpft er sich diesmal den Dancefloor vor. Rausgekommen ist ein tanzbares Album mit melancholischem Anstrich. Und endlich: Text und Musik halten sich die Waage, jegliche troubadourige Restmiefgkeit ist verflogen, es knarzen die Bässe, es brätschen die Drums. Ein Album in der Schwebe zwischen ewiger Jugend und unvermeidlichem Erwachsenwerden.

Canaille du Jour & Les Maisonettes Jean sans terre – Chanson: taire? Lieder vom Hans ohne Land Audio-CD mit Begleitheft ISBN 978-3-03853-095-4 ca. CHF 28.– Erscheint im Mai 2019

Yvan Goll, als Dichter, Künstler und Pazifist einer der modernsten Köpfe des 20. Jahrhunderts, schrieb ab 1935 den Gedichtzyklus «Jean sans terre» als gewichtigen historischen Zeitgesang, der bisher ungesungen blieb. Christov Rolla komponierte aus 15 der leicht bearbeiteten Übersetzungen einen szenischen Liederabend für das Luzerner ChansonDuo Canaille du Jour und die Begleitband Les Maisonettes, der im Kulturprojekt «Die andere Zeit» zur Uraufführung kommt. Das poetische Zeugnis des Weltbürgers Johann Ohneland, eines Verjagten und Fliehenden, wird zur Spiegelung der

gegenwärtigen und kommenden Menschheitsbewegungen. Mit Christov Rolla (Komposition, Text, Gesang, Piano), Max Christian Graeff (Text, Gesang), Marc Unternährer (Tuba), Noemi Hess (Violine) und Niklaus Mäder (Bassklarinette).


Tipps von Menschenversand-AutorInnen Matto Kämpf empfiehlt «Gelb gegen Dzemaili» von Herr Noz

Ariane von Graffenried empfiehlt «Mikronowellen» von Sandra Künzi

Das Buch, welches die verborgene Poesie der Fussball-Kommentare von Dani Wyler durch die Versform freilegt, steht bei mir zuoberst auf dem Regal. vorbei am ersten

Wenn ich Künzis «Mikronowellen» lese, steh ich am Tresen einer Hamburger Hafenkneipe und höre sie singen. Ihre Texte sind in Bass eingemummelte «Chansons ohne Chance». Zwischen den Zeilen sehe ich ihre Malerei: Öl und Wasserfarbe auf Holz. Eine malende Schriftstellerin mit Stil, ein schreibender Singersongpunk.

vorbei am zweiten

Taschenbuch, 148 Seiten ISBN 978-3-905825-52-7 ca. CHF 19.–

Vonlanthen

dann aber Taschenbuch, A6, 72 Seiten ISBN 978-3-9522993-6-4 ca. CHF 9.– Rolf Hermann empfiehlt «Babylon Park» von Ariane von Graffenried Wäre Jesus eine Frau, sie würde Ariane heissen. Ihr «Babylon Park» versammelt alles, was in der Bergpredigt vergessen ging: Geister und Gestörte, Albanisch und Berndeutsch, Hooligans und andere Patienten. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Ein grandioses Sprachfeuerwerk, das mehr als «bread» in «poisson» verwandelt!

Dominic Oppliger empfiehlt «Der Goalie bin ig» von Pedro Lenz es buech wo i sofilne hushält im büecherregal schtaat isch faschechli wi pible demimpmeraber foller überzüügig cha säge «eim e biliifr Bäibi» hilfteim dasmal im gägesaz zude bible de xundi mänschefesand

Klappenbroschur, 204 Seiten ISBN 978-3-03853-036-7 ca. CHF 23.–

Klappenbroschur, 192 Seiten ISBN 978-3-905825-17-6 ca. CHF 25.– Guy Krneta empfiehlt «Ging Gang Gäng» von Beat Sterchi

Jürg Halter empfiehlt «Ein Schweizerbuch» von René Schweizer René Schweizers «Ein Schweizerbuch» ist ein Höhepunkt des helvetischen Existenzialismus! Es funkelt heller als der hellste Furunkel am Gesäss der schweizerischen Bravheit! Es ist eine Feier geistreich provozierter bürokratischer Kapitulation und Kreativität! Als ich diesen absurden Knaller zuletzt las, kippte ich im MigrosRestaurant laut lachend vom Stuhl! Ich schwitzte Tränen bis ich das Zeitliche gesegnet hatte – aber ich lebte noch! Dank René!

Taschenbuch, 176 Seiten ISBN 978-3-9521517-7-7 ca. CHF 29.–

Berühmt wurde Beat Sterchi mit dem fulminanten Roman «Blösch» (1983). Damalige Rezensenten verglichen Sterchi mit den grossen lateinamerikanischen Erzählern. Doch einigen Kritikern fiel zurecht auch der Name Jeremias Gotthelf ein. Ausgerechnet mit einem Gotthelf-Programm Ende der Neunzigerjahre reihte sich Sterchi in eine andere literarische Tradition ein, die ihn geprägt hat: jene der Konkreten Poesie. «Dr Gotthäuf, oder? Dr Gotthäuf, wüsster! Dr Gotthäuf, verstöhter?» Der Band «Ging Gang Gäng» (2010) zeigt Sterchi als Altmeister der neueren SpokenWord-Literatur: gelassen, souverän, schalkhaft, aus dem täglichen

Wortmüll schöpfend. «Heit dir scho bschteut? Wär het öppis bschteut? Hesch du öppis bschteut?» Müsste ich einmal erzählen, wie das war, wie das angefangen hat mit «Bern ist überall» und überhaupt, würde ich «Ging Gang Gäng» hervornehmen und daraus vortragen. Klappenbroschur, 156 Seiten ISBN 978-3-905825-16-9 ca. CHF 23.–


King Pepe empfiehlt «Das Leben ist ein Steilhang» von Rolf Hermann

Gerhard Meister empfiehlt «Mein erstes Buch schreib ich gleich selbst» von Semi Eschmamp

Da ich leider nicht so gut lesen kann, kenne ich meine Menschenversand-Gspändli mehr so als Menschen. Und das Rölfi ist mir der Liebste. Das Buch wird schon okay sein. Ist ja von ihm. Steht jedenfalls drauf.

Eschmamps erstes Buch ist Seite um Seite ein ebenso erfreuliches wie erstaunliches und noch viel mehr einzigartiges Phänomen. Und ähnelt darin dem Verlag, in dem es erschienen ist. Semi hat sein Buch ganz alleine geschrieben, man kann aber sehr gut auch zu zweit darin herumspazieren.

Klappenbroschur, 216 Seiten ISBN 978-3-03853-035-0 ca. CHF 23.–

Hardcover, 128 Seiten ISBN 978-3-03853-038-1 ca. CHF 25.–

Stefanie Grob empfiehlt den «Krimi» von Matto Kämpf «Krimi» ist das lustigste Menschenversand-Buch aller Zeiten! Man kann danach einfach nie mehr einen ernstgemeinten Schweizer Krimi lesen.

Judith Keller empfiehlt das Hörspiel «Eine Schneise» von Händl Klaus Händl Klaus’ «Eine Schneise» hat mich begeistert. «Etwas lauert da andauernd, was dann auffliegt (...)», begründet der Junge Lukas seine Abneigung gegen die Natur, über deren Zerstörung er sich aufrichtig freut. Unerschrocken und genüsslich verkünden hier verschiedene Stimmen ihre menschlichen Abgründe, aus deren Tiefen sie ihre erstaunliche Sprache heraufbefördern. Und es sind wohl diese Abgründe, in die man auch als Zuhörer hineinfliegt, verweilt, und wieder auffliegt – aber infiziert: es wird einem ganz Sturm im Kopf, jeder Standpunkt ist verloren gegangen. Es ist, als würde man als Zuhörer den Flug der infizierten Bienen selbst aufnehmen, um deren

Taschenbuch, 48 Seiten ISBN 978-3-905825-12-1 ca. CHF 16.–

Gisela Feuz empfiehlt «Tierweg 1» von Matto Kämpf und Yves Noyau Tierweg 1 ist toll, weil Matto Kämpf auf 22 Seiten die ganze Evolutionsgeschichte abhandelt und zwar so, dass sie jeder versteht. «Den Amphibien war das Wasser zu langweilig. Deshalb gingen sie an Land, aber nur halb.», steht da etwa geschrieben. Und ausserdem kann keiner schöner versiffte Reptilien-WGs zeichnen als Yves Noyau.

Hardcover, 48 Seiten ISBN 978-3-905825-89-3 ca. CHF 21.–

Nora Gomringer empfiehlt «Aber gibt es keins» von Beat Sterchi Jens Nielsen empfiehlt das Hörspiel «In meinem Hals steckt eine Weltkugel» von Gerhard Meister In wenigen tausend Jahren, wenn Archäologen Arche-No-äh-logen heissen mögen oder Erd-Pinsler, und einige von ihnen sensationell das frühe 21. Jahrhundert ausgraben – wird einer unter ihnen diese CD finden, wenn er eine findet. Bei der Analyse ihres Inhalts wird man einstimmig aussagen: «Ebe». Oder: «Jemmers». Und man wird alles glauben, was darauf von dieser

Weltkugel berichtet wird. Weil es eben ganz genauso war. Audio-CD, 52 Minuten ISBN 978-3-905825-74-9 ca. CHF 28.–

Der Sterchi ist «Wesentlichkeitslektüre». Der schneidet weg, was Wortunkraut und Gefühlsdusel und Weichmacher ist. Man liest ihn und sagt: Ja! Wolken, Himmel, das sind Worte! Nicht mehr, aber keinesfalls weniger. Das Buch «Aber gibt es keins» ist wunderschön. Wer die Texte nicht versteht, wird sie wenigstens grandios gebannt finden, gestaltet von hofmann.to. Aber! Was soll an ihnen nicht zu verstehen sein? Hardcover, 112 Seiten ISBN 978-3-03853-072-5 ca. CHF 28.–

Verbrennung im Wald sich das Hörspiel dreht. Wer dieses Hörspiel gehört hat, merkt, dass der Film «More than Honey» eigentlich nur eine eher beruhigende Ergänzung von «Eine Schneise» ist. Hört es euch an! Audio-CD, 53 Minuten ISBN 978-3-03853-027-5 ca. CHF 28.–


Weiterhin aktuell Aglaja Veteranyi Wörter statt Möbel edition spoken script 28 Klappenbroschur, 180 Seiten ISBN 978-3-03853-083-1 ca. CHF 23.–

Aglaja Veteranyi Café Papa edition spoken script 29 Klappenbroschur, 152 Seiten ISBN 978-3-03853-084-8 ca. CHF 23.–

Die beiden Bände unterstreichen eindrucksvoll, dass Veteranyi eine Meisterin der kleinen Form war, der radikalen Verkürzung. (Jungle World)

Aglaja Veternayis Schaffen ist dem des russischen Avantgardisten Daniil Charms verwandt: in der Liebe zum Grotesken und Absurden, in der Dringlichkeit und Glut, in der Neigung zum Paradox. (NZZ am Sonntag)

Andri Beyeler Mondscheiner edition spoken script 27 Klappenbroschur, 180 Seiten ISBN 978-3-03853-080-0 ca. CHF 23.–

Matto Kämpf Tante Leguan Hardcover, 152 Seiten ISBN 978-3-03853-077-0 ca. CHF 25.–

Beyeler verzwirbelt die inneren Stimmen von drei Individuen in dieser Situation auf Schaffhauserdeutsch so ineinander, dass auch die Munotstadt zum Sehnsuchtsort wird. (Schaffhauser Nachrichten)

Matto Kämpf hat die Fähigkeit, im scheinbar Biederen und Alltäglichen das Abgründige aufleuchten oder den trivialen Schwank ins abstrus Makabere kippen zu lassen. (Der Bund/Tages-Anzeiger)

Fehr / Troller / Schnellmann / Sartorius / Baumann Im Schwarm Audio-CD, 58 Minuten ISBN 978-3-03853-087-9 ca. CHF 25.–

essais agités 2 Wohin geht die Sprache? Taschenbuch, 140 Seiten ISBN 978-3-03853-998-8 ca. CHF 19.50

Natürlich setzt die Band Akzente, rumpelt und groovt, aber sie gibt auch dem Erzähler Raum, der gleichberechtigt seinen Sound in den Sound der Band mischt … Die Art und Weise, wie Fehri intoniert und artikuliert, ist absolut eigen. (Luzerner Zeitung)

Die Reihe versucht, auf Zeitfragen möglichst schnell gedruckte Antworten vorzulegen. Die Textart des Essays und seine offene Denkform steht dabei metaphorisch für das Bestreben, den Buchmarkt neu zu denken. (Luzerner Zeitung)

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Verlagsvorschau Frühling 2019 - Der gesunde Menschenversand  
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