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Praxis

Demo-Day: Mobil kassieren

Markt

Neues Outfit f端r die Bahnen

Shop

Die neuen Produkte

April 2011

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6. Jahrgang

Ferienaktionen Punkten bei den J端ngsten

Pro Shop

Das Bonbon im Center

www.bowling-business.de

Rheinbowl Bowling in Szene gesetzt

Gastronomie

Achtung Kontrolle: Hygiene im Center


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Redaktion Bowling Business

April 2011

April 2011

Liebe Leserinnen und Leser, die Bowlingsaison 2010/11 geht zu Ende und wir wünschen Ihnen, dass es eine gute Saison für Sie war und Sie nun voller Tatendrang die anstehenden Sommermonate nutzen. Denn in den Sommermonaten wird der Grundstein für eine erfolgreiche Bowlingsaison 2011/12 gelegt. Das wissen auch die Verantwortlichen vom Bundesverband Bowling (BvB) und legen sich derzeit mächtig ins Zeug, um unseren Sport und unser Freizeitangebot stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, wie Sie ab Seite 10 nachlesen können. Dementsprechend geben wir von Bowling Business Ihnen auch einige Anregungen für die Sommermonate mit auf den Weg. Da ist als erstes unser Spezialthema ab Seite 12 zu nennen, das sich mit dem Bereich Pro Shop auseinandersetzt. Schauen Sie dort rein und erfahren Sie, wie Sie mit einem kleinen, fast unscheinbaren Zusatzgeschäft viel für Ihr Center herausholen können. Einen weiteren Vorschlag, der in eine ähnliche Richtung geht, finden Sie auf Seite 20. Dort geben wir Ihnen Best-Practice-Beispiele in Sachen Schulsport. Und mit dem Bericht über Ferienaktionen

Impressum

auf Seite 21 erhalten Sie Informationen, die Ihnen ad hoc helfen, die eine oder andere lohnende Aktion in den kommenden Monaten zu fahren. Aber wir werfen auch den Blick zurück. Beispielsweise auf den Demo Day von Steltronic und Orderman. Mitte März zeigten die beiden Firmen in den Geschäftsräumen des niederländischen Bowlingspezialisten B.C.E., dass mobiles Kassieren und Bestellen auch mit klassischen Centermanagement-Systemen möglich ist. Auf Seite 24 erfahren Sie mehr dazu. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe. Ich bin mir sicher, Sie werden mindestens eine gute Idee für Ihr Business entdecken und dann hat es sich schon gelohnt, für Sie und für uns.

Simon Dietzen Projektleitung Bowling Business

Verlag und Redaktion

Projektleitung

Layout

Edit Line Verlags- und Produktions­gesellschaft mbH Dekan-Laist-Straße 17 55129 Mainz Tel. +49 6131 95836-01, Fax -6 Internet: www.bowling-business.de

Simon Dietzen, Tel. +49 6131 95836-31 E-Mail: dietzen@bowling-business.de

Stephan Weiß (verantw.)

Herausgeber

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Erscheinungsweise Bowling Business erscheint monatlich jeweils zum Anfang des Monats. Höhere Gewalt entbindet den Verlag von der Lieferpflicht. Ersatzansprüche können nicht geltend gemacht werden. Alle Rechte vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Haftung. Bestellungen und Anschriften­ änderungen bitte an den Leserservice. Bezugspreis 90,- Euro im Jahr inklusive Versandgebühren und gesetzlicher Mehrwertsteuer. Zurzeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 1 gültig.

issn 1863-4958


News

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Brunswick-Seminar

Mit Fachleuten im Gespräch

Vector Für alle Kunden bietet Hoops – The Bowling Com-

Seminar Bowling Business bietet am 7. Juni 2011 allen interessierten

pany auch in diesem Jahr ein Seminar zur fortgeschrittenen Anwendung des Vector-Centermanagement-Programms von Brunswick an. Die Schulung findet am 10. Mai 2011 von 8.00 bis 17.00 Uhr im Cosmo Bowling in

Unternehmern ein informatives Seminar über die Investition Bowling an. Sowohl Fachleute aus der Bowlingbranche als auch Vertreter von QubicaAMF oder Raumplussschall werden im Bowling Forum unter anderem fundiert über Kennzahlen für das Bowling-Investment, Bar- und Kassenoperationen und den Erfolgsfaktor Entertainment berichten. Das Seminar findet am 7. Juni in der Bowling Lounge Mön­ chengladbach von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr statt. Anmeldungen werden noch bis zum 30. Mai 2011 angenommen. oA  lle Informationen unter www.bowling-business.de Tel. +49 6131 95836-31

Münster statt. Uwe Eggert, technischer Leiter der Firma Hoops, wird alle Teilnehmenden in die Anwendung des Systems einweisen. Auf dem Programm stehen unter anderem die individuelle Einrichtung von Preisen, Artikeln und Sonderangeboten, die Stammkunden-Datenbank, Datensicherung oder Software Updates und neue Funktionen. Die Seminargebühr liegt bei 250 Euro pro Teilnehmer. Im Preis inbegriffen sind Mittagessen und Getränke. Anmeldeschluss ist der 27. April 2011. o Informationen und Anmeldung Tel. +49 471 43062

Schneller und einfacher

Kostensparen und Klimaschutz Energiekampagne Im März 2006 hat der Deutsche Hotelund Gaststättenverband (Dehoga) die Energiekampagne Gastgewerbe ins Leben gerufen, um einen Beitrag zum

Homepage QubicaAMF erneuert seinen Internet­ auftritt. Die Homepage wurde auf vielfachen Kundenwunsch übersichtlicher gestaltet. Jede Produktseite enthält nun eine Fotogalerie mit Links zu Produkten und Broschüren. Außerdem werden verschiedene Möglichkeiten von Scoringsystemen bis hin zu Maschinen- und Bahnenverkleidung auf der Internetseite dargestellt. In der Galerie mit kürzlich eingerichteten Centern bekommen Kunden Tipps zur Centergestaltung. Das „Tech Support Customer“-Portal, das Hilfestellung bei Problemen mit Maschinen bietet, ist nun direkt mit der Homepage verlinkt. ow  ww.qubicaamf.com

Berliner Senior Open abgesagt ISBT Wie Vertreter der International Seni-

Klimaschutz zu leisten (Bowling Business, März 2011, S. 15). Ziel ist es, den Gastronomie-Unternehmen Hilfestellungen bei der Einsparung von Energie zu geben und den Energieverbrauch pro Betrieb um mindestens 15 Prozent zu senken. Nun ehrte der Dehoga seinen 5.000. Teilnehmer der Energiekampagne. Seit zwei Monaten nutzen die Eigentümer des Hotels Haus Schönblick die Tipps des Dehoga. Anlässlich der Ehrung würdigte Ursula Heiner-Esser vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Bemühungen des Dehoga, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. o Informationen zur Energiekampagne gibt es unter www.dehoga-bundesverband.de

ors Bowling Tour (ISBT) mitteilen, werden die Berliner Senior Open in diesem Jahr nicht ausgetragen. Aus verschiedenen Gründen musste dieser Stop der ISBT abgesagt werden. Das Komitee erklärte jedoch, dass sich ein neuer Turnierausrichter für den Stop im November angemeldet hat. Das Turnier soll voraussichtlich am 16. November 2011 in Gibraltar ausgetragen werden. Nähere Informationen geben die Tourveranstalter in den kommenden Wochen bekannt. Die ISBT 2011 besteht aus insgesamt neun Stops, die europaweit ausgetragen werden. Die Alpa Senior Open (Stop 2) sind für den 6. April 2011 in Buxtehude angesetzt. o www.isbtour.eu


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Spezial April 2011

Pro Shop

Das Bonbon im Center Über 90.000 Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bowlen in organisierten Ligen, seien es nun Hausligen, Betriebssport oder die Amateurligen bis einschließlich Bundesligen und EBT-Tour. Sie spielen in den rund 1.000 Bowlingcentern in den oben genannten Ländern. Ihre Sportausrüstung kaufen sie aber in nur zirka 150 Pro Shops, wie Branchenkenner schätzen. Grund genug für BOWLING BUSINESS, das Geschäftsmodell Pro Shop unter die Lupe zu nehmen, um Centerbetreibern und derzeitigen sowie potenziellen Pro-Shop-Betreibern eine Entscheidungshilfe zu geben.


Spezial

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Nicht erschrecken, gleich zu Anfang macht Peter Wolfschaffner vom Pro-Shop-Ausstatter ProfiShop eine Einschränkung: „Ein Profitcenter ist ein Pro Shop in der Regel nicht. Erst ab einem Jahresumsatz im höheren fünfstelligen Bereich fängt ein Pro Shop an, sich richtig zu lohnen. Das schaffen im deutschsprachigen Raum jedoch nur wenige.“ Eine Einschätzung, die Centerbetreiber Werner Knöbl, Inhaber der Dream-Bowl Center in Süddeutschland, zum Teil bestätigt: „Wenn ich den Aufwand für einen Pro Shop betrachte, komme ich als Centerbetreiber erst einmal zu dem Schluss, dass ich damit zu wenig Gewinn erziele“, um jedoch gleich nachzuschieben: „Aber ein Pro Shop ist ein Service für den Kunden. Und im zweiten Schritt profitiere ich als Centerbetreiber in einem nicht unerheblichen Maß von einem Pro Shop im Center.“

Zweitrundeneffekt lohnt sich Welchen Zweitrundeneffekt Knöbl meint, erklärt er auch gleich: „Wir haben mit unserem Pro-Shop-Pächter sowie mit dem angestellten Pro-Shop-Mitarbeiter im firmeneigenen Pro Shop Vereinbarungen darüber getroffen, dass sie öffentliche Trainings betreuen, beispielsweise Anfängerkurse für Kinder und Jugendliche. Denn wächst durch solche Maßnahmen die Gemeinde an Sportbowlern vor Ort, dann profitiert nicht nur der Pro Shop durch einen höheren Sportartikelabsatz, sondern auch ich als Centerbetreiber durch ein Mehr an von Sportbowlern gebuchten Bahnen. Idealerweise vor allem zu Tageszeiten beziehungsweise Wochentagen oder gar Jahreszeiten, zu denen normalerweise nicht allzu viel Betrieb im Bowingcenter herrscht.“ Ein Kalkül, welches sich durch ein einfaches Rechenbeispiel veranschaulichen lässt: Wenn ein Sportbowler in 40 Wochen im Jahr fünf Spiele zu je 2 Euro trainiert und spielt, summiert sich das auf einen Jahresumsatz von 400 Euro. Und entgegen allen Unkenrufen konsumieren Sportbowler zusätzlich noch Getränke und Speisen im Center. Sicherlich sind Sport-

„Bälle bohren, füllen und schleifen ist nur ein Teil dessen, was ein Pro Shop leisten sollte. Hinzu kommt die Betreuung von Trainingsstunden.“ Michael Krämer, Spobag

bowler keine einfache Kundengruppe, aber es sind treue Kunden, die für stetige Einnahmen sorgen. Ein Punkt, an dem auch Wolfschaffner ansetzt, um den Vorteil von Pro Shops beziehungsweise Sportbowling im Center darzustellen: „Ein Pro Shop ist vor allem ein Kundenbindungsinstrument für das jeweilige Center. Jeder Gast, der Equipment kauft, hat in naher und mittlerer Zukunft vor, Bowling zu spielen. Die Frage ist nur, wo er das macht. Und die Tendenz ist eindeutig: Der Open Bowler wird dort zum Freizeitbowler beziehungsweise Sportbowler, wo er sein Einsteigerpaket bestehend aus Schuhen, Tasche und Ball bekommt.“

„Ein Pro Shop ist vor allem Service und ein Kundenbindungsinstrument für das Center. Jeder Gast, der Equipment kauft, hat in naher und mittlerer Zukunft vor, Bowling zu spielen.“ Peter Wolfschaffner, ProfiShop

Know-how für das Pro-Shop-Business Die Großhändler bieten verschiedene Möglichkeiten, sich im Pro-Shop-Bereich aus- und weiterzubilden. Von Weiterbildung im Seminarformat bis hin zu individuellen Lehrgängen in ausgewählten Pro Shops reicht das Angebot. Ebenso besteht die Möglichkeit beim US-ProShop-Verband, der International Bowling Pro Shop and Instructors Association, Fortbildungsangebote, mit Zertifizierung zu nutzen. Im Folgenden erhalten Sie eine Auswahl an Möglichkeiten und Ansprechpartnern: o Spobag: Die individuellen Lehrgänge werden vor Ort im Pro Shop von Michael Krämer abgehalten. Die Inhalte orientieren sich am Wissensstand des jeweiligen Teilnehmers. o Tel. +49 211 218088, www.spobag.de o ProfiShop: Die individuellen Lehrgänge werden vor Ort im Pro Shop von Peter Wolfschaffner und Jan Brodowsky abgehalten. Die Inhalte orientieren sich am Wissensstand des jeweiligen Teilnehmers. o Tel. +49 89 696862, www.bowling-store.de o International Bowling Pro Shop and Instructors Associaton (IBPSIA): Die IBPSIA bietet ein festes Seminar- und Zertifizierungsprogramm „Hands on Training Seminar“ (H.O.T.S.) für Anfänger und Fortgeschrittene an. Die Seminare finden mehrmals jährlich am Bowling Campus in Arlington, Texas, statt und dauern in der Regel drei bis vier Tage. Am Ende jedes Seminars steht mit einem Test die Überprüfung des erlernten theoretischen und praktischen Wissens. Gute Englischkenntnisse sind unabdingbar. o Tel. +1 817 3858415, www.ibpsia.com


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Pro Shop Monheim Der Pro Shop im Las Vegas Bowling in Monheim wurde von Anfang an in den Bauplanungen berücksichtigt. Der Showroom liegt direkt im Eingangsbereich neben dem Counter. Zwischen Center- und ProShop-Betreiber besteht die Vereinbarung, dass der Pro-Shop-Betreiber regelmäßig Bowling-Schnupperkurse anbietet.

Einnahmequelle Trainingsstunden

Überschaubare Investition

„Das technische Wissen, um einen Pro Shop zu betreiben, sprich grundlegende Beratung beim Spielmaterial sowie das Bohren, Füllen und Schleifen der Bälle, ist in einem ersten Schritt noch relativ einfach zu erlernen. Hierfür bieten wir auch bei uns vor Ort individuelle

Ausrüstung benötigt jedoch auch der Pro Shop. Und da sind die Aussagen der einschlägigen Pro-Shop-Ausrüster durchweg ähnlich. Von knapp 5.000 Euro für Bohrmaschine, Messwerkzeuge und Zubehör bis hin zu einer Luxusausstattung im Wert von bis zu 15.000 Euro reicht das Angebot. Der Kostenunterschied von „Einsteigerpaket“ zu „Luxuspaket“ besteht laut den Herstellern im Wesentlichen in der Stabilität und damit der Genauigkeit der Bohrmaschinen sowie der Frage, ob die Messwerkzeuge mechanisch oder digital funktionieren. Wobei teuer nach Ansicht Wolfschaffners nicht zwangsläufig besser bedeutet: „Der Hauptunterschied ist schlicht und ergreifend, wie viel Zeit aufgewendet werden muss. Mit den digitalen, teureren Messgeräten können die Vermessungen deutlich schneller erledigt werden als mit mechanischen Messgeräten.“ Damit ein Pro Shop in einem Bowlingcenter erfolgreich ist, benötigt es aber mehr als die nötigen Werkzeuge und das entsprechende Fachwissen, wie Krämer betont: „Sicher muss ein Pro-Shop-Betreiber das nötige Know-how haben und dieses auch vermitteln können. Ebenso wichtig ist es aber auch, dass der ProShop-Mitarbeiter ehrlich gegenüber dem Kunden ist und nicht nur an seine Verkaufszahlen denkt. Hinzu kommt noch die Bereitschaft, guten Service vor Ort im Bowlingcenter zu bieten: Also mal über die Bahnen schlendern, einen Spieler fünf Minuten beobachten und ihm den einen oder anderen Tipp geben. Das steigert die Akzeptanz ungemein.“ Für Wolfschaffner sind daneben Faktoren wie Standort, Anzahl der Bahnen im Center, die Zahl der Sportund Open Bowler, mögliche Konkurrenz sowie Kooperationen mit dem Centerbetreiber wichtig, um einen Pro Shop erfolgreich zu führen. „Wobei die Zusammenarbeit von Center und Pro Shop am wichtigsten ist. Beispielsweise über das Auslegen von Gutscheinen für Einsteiger-Bowlingpakete, Werbung auf den Bahnmonitoren oder im Newsletter des Centers und so weiter. Ebenso wichtig ist ein gut sichtbarer Showroom im Eingangsbereich, also genau dort, wo jeder Gast zwangsläufig vorbeikommt. Das sichert eine hohe Aufmerksamkeit.“

„Ein Pro Shop ist in erster Linie ein Service für den Kunden. Und erst im zweiten Schritt profitiere ich als Centerbetreiber davon, beispielsweise durch eine höhere Auslastung der Bahnen durch Sportbowler.“ Werner Knöbl, Dream-Bowl-Center

Seminare an, die zwei bis drei Tage dauern“, weiß Michael Krämer, Mitarbeiter von Brunswick-Distributor Spobag und Pro-Shop-Betreiber, zu berichten. „Aber das ist nur ein Teil des Anforderungsprofils an jemanden, der in einem Pro Shop arbeitet. Wissen über den Bowlingsport und dieses Wissen auch weitergeben zu können, ist genauso wichtig. Denn das Geschäftsmodell Pro Shop funktioniert nicht nur allein über den Verkauf der Sportartikel. Gesellt sich die Betreuung von Trainingsstunden hinzu, steht der Pro Shop auf einem zweiten Standbein, was natürlich deutlich besser ist.“ Ähnliche Erfahrungen hat auch Wolfschaffner gemacht: „Das Organisieren von Trainingsstunden gehört zum Geschäftsmodell Pro Shop dazu, allein weil die Komponente Material enorm wichtig ist. Viele Sportbowler neigen dazu zu denken, dass der leichteste Weg, ihr Bowlingspiel zu verbessern, der Kauf von neuem Equipment ist. Was natürlich so nicht stimmt. Und hier sollte der Pro-Shop-Betreiber auch ehrlich gegenüber dem Spieler sein. Und der Trainer ist erster Ansprechpartner, wenn es um neues Equipment geht.“


Spezial

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Beim Stichwort Kooperation stellt sich natürlich die Frage, in welcher Konstellation ein Pro Shop in einem Center realisiert werden soll. Ob also das Center den Pro Shop in Eigenregie führt oder an jemanden abgibt und den Pro Shop betreiben lässt. „In den meisten Fällen lässt das Center den Pro Shop von jemandem anderen betreiben, wobei dieses ‚jemand anderes‘ nicht so eng zu sehen ist. Häufig bietet es sich nämlich an, dass ein Mechaniker, Servicemitarbeiter oder ein Spieler vom vor Ort ansässigen Bowlingverein den Pro Shop in Eigenregie betreibt und sich damit ein Zubrot verdient“, so Michael Krämer. Werner Knöbl, der Inhaber der Dreambowl-Center in Süddeutschland, arbeitet mit beiden Betreibermodellen und hat folgende Erfahrungen gemacht: „In unserem Center in Böblingen haben wir einen firmeneigenen Pro Shop, der von einem festangestellten Mitarbeiter betreut wird. Der Pro Shop arbeitet kostendeckend und trägt seinen Teil zum Funktionieren des Sportbowlingbereichs bei. Dennoch habe ich mich beim Bau des Dream-Bowl Palace in Unterföhrung dazu entschieden, den Pro Shop an jemanden Externen zu verpachten, weil ich mich als Centerbetreiber um wichtigere, ertragreichere Bereiche kümmern muss.“ Das Schlagwort mit den „Wichtigeren und ertragreicheren Bereichen“ kennt auch Wolfschaffner und

SPOBAG Bowling GmbH Tichauer Weg 21 40231 Düsseldorf www.spobag.de rh@spobag.de Telefon: +49 211 21 80 88

JAYHAWK

VISE

MASTER

ULTIMATE

bestätigt es in Teilen: „Sicher, die Bereiche Gastronomie, Billard und Ähnliche sind unter ProfitcenterGesichtspunkten, wie eingangs erwähnt, deutlich lukrativer als ein Pro Shop. Ein Pro Shop braucht aber nur ein paar Quadratmeter Showroom oder notfalls eine Schauvitrine sowie einen Werkraum, um dort die Bälle bohren zu können. Und dieser Platz ist in vielen Bowlingcentern neben Gastronomie, Billard und so weiter noch vorhanden.“ Bevor ein Centerbetreiber sich für oder gegen einen Pro Shop in seinem Center entscheidet, muss er die grundlegende Frage für sich beantworten, ob er einen lebendigen Sportbetrieb in seinem Center haben möchte. Manch ein Centerbetreiber hat die Frage danach von Anfang an mit Nein beantwortet. Für diejenigen, die sich nicht sicher sind, sei gesagt: Wenn je Sportbowler mit Jahreseinnahmen von 400 Euro für Spielgeld zu rechnen ist und man eine kleine Hausliga mit 50 Spielern etablieren kann, so sind das 20.000 Euro zusätzliche Einnahmen. Wenn man zusätzlich jemanden hat, der in Eigenregie diese 50 Spieler mit der notwendigen Ausrüstung versorgt und sich damit ein kleines Zubrot verdient, sollte doch alles bestens sein. In wenigen Jahren könnten ja auch 100, 200 oder 300 Sportbowler im Center aktiv sein, was dann ja schon ein Simon Dietzen ordentliches Bonbon wäre.


Shop

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Gutes Karma für die Bahn Brunswick präsentiert seine neuesten Performance-Bälle. Karma Solid und Karma Pearl Mit bewährter Schale und modifiziertem Kern gehen die neuesten BrunswickBälle an den Start. Das Highlight der Bälle ist laut Hersteller das hohe Differential für eine gleichmäßige Ball- und eine starke Backend-Reaktion. Besonders auf mittleren und trockenen Bahnbedingungen sollen die Bälle Anfänger, aber auch erfahrene Spieler überzeugen. Wegen seiner Pearl-Schale erzielt der Karma Pearl etwas mehr Länge auf der Bahn als der Karma Solid. Karma Solid Schale: Powerkoi 18 Solid; Kern: Light-Bulb; RG: 15#/2,53; Differential: 15#/0,040; Farbe: Schwarz/Blau

Karma Pearl Schale: Powerkoi 18 Pearl; Kern: Light-Bulb; RG: 15#/2,53; Differential: 15#/0,040; Farbe: Blau/Grün Name: Karma Solid, Karma Pearl Vertrieb: Spobag Bowling Tel. +49 211 218088

Neue Schuhe Neues für den Fuss stellt nun die Firma Dexter vor. Den VALU€ aus der Leihschuh-Serie gibt es nun mit Klettverschluss oder mit Schnürung. Die Schuhe überzeugen laut Hersteller durch ihre solide Verarbeitung. Die Innen- und Außensohlen des Schuhs sind verklebt und genäht. Breite Metallösen bei der Klett- als auch bei der Schnür-Version verhindern auch bei häufiger Nutzung das Ausreißen des Obermaterials. Name: Dexter VALUE Vertrieb: Bowltech Deutschland Tel. +49 2401 9194-0

Poker zu zweit Jetzt hält Pokern Einzug ins Bowlingcenter

mit dem neuen Pokertisch Heads-Up Challenge. Der Tisch ist für zwei Spieler gedacht, die per Steuerkugel und verschiedenen Knöpfen gegeneinander pokern können. Auf dem im Tisch eingelassenen Bildschirm lassen sich alle Spielzüge verfolgen, so wird das Spiel auch für Zuschauer interessant. Dank seiner geringen Größe ist der Tisch für jedes Center geeignet. Name: Heads-Up Challenge Vertrieb: B.C.E. Tel. +31 162 691020


Markt

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Brunswick Maschinenverkleidungen

Neues Outfit für das Center Einfach mal ein bisschen frischen Wind ins Bowlingcenter bringen – neben neuer Farbe an den Wänden und neuer Dekoration schaffen auch neue Maschinenverkleidungen einen ganz anderen Flair im Bowlingcenter. Für echte Hingucker sorgt Brunswick mit neuen Designs der Masken.

Hoops – The Bowling Company o Tel. +49 471 43062 o www.hoops.de o mail@hoops.de Frühling und Sommer lassen sich für Centerbetreiber ideal nutzen, um sich für die kommende Saison zu rüsten. Dazu gehört nicht nur, den Pro Shop mit allen Neuheiten zu bestücken, sondern auch das Center in Schwung zu bringen. Gäste mögen Veränderungen und wie wäre es mit einem neuen „Outfit“ fürs Center? Neben Renovierungsarbeiten, wie etwa einem neuen Anstrich oder neuer Deko im Center, nutzen viele Betreiber die Zeit und verpassen den Bahnen neue Masken. Die Maschinenverkleidungen sind nicht nur wegen der schönen Gestaltung der Hingucker im Center, sondern automatisch während des Spiels ständig den Blicken der Bowler ausgesetzt. Eine Veränderung fällt deshalb auf.

Stylish und für jeden Anlass Für die kommende Saison setzt der amerikanische Großkonzern Brunswick auf bunte Farben, auffällige Muster und stylishe Motive. Die Maschinenverkleidungen sind

Echte Hingucker Neue Maschinenverkleidungen bringen frischen Wind ins Center. Die Masken sind nicht nur bei Tag ein Hingucker. Mit Schwarzlicht bestrahlt, sind sie ebenfalls ein echter Blickfang. Ob Tribals, Städtebilder, feiernde Menschen oder Mondschein, die Motivauswahl bei Brunswick ist groß.

schnell und unkompliziert auszuwechseln. Mit zeitgemäßen Designs kann so im Bowlingcenter eine ganz neue Atmosphäre geschaffen werden. Ob Mondschein beim Moonlight-Bowling, bunte Tribals fürs Disko-Bowling oder stylishe Motive für jeden Anlass – Veränderungen fallen auf und kommen gut an, denn Besucher Regine Krings mögen Abwechslung.


Praxis

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Ferienaktionen im Bowlingcenter

Punkten bei den Jüngsten In Kürze stehen die Osterferien an und zwei Monate später schon die Sommerferien. Für Centerbetreiber ein guter Zeitpunkt, um Events zu starten, damit die Schüler ihre freie Zeit auf der Bahn verbringen. Bowling Business stellt verschiedene Aktionen vor und zeigt, warum es sich lohnt, Ferienaktionen zu organisieren. Einige Bowlingcenter nutzen die Schulferien, um ihr Programm besonders auf jüngere Gäste auszurichten. So hatte im letzten Jahr das Bamberger Ferienprogramm Bowling auf dem Plan und auch das Bowling- und Sportcenter in Rottenburg bot ein abwechslungsreiches Pro-

Stunden können sich die Jugendlichen dann richtig austoben. Vor Ort sind neben den Betreuern der Ferienspiele auch Bowler aus dem Bowlingverein Herbolzheim, die den Jugendlichen so manchen Kniff verraten. Gesponsert wird die Aktion vom örtlichen Bowlingverein und den Inhabern des Kingpins, die Kinder haben lediglich einen sehr geringen Kostenbeitrag zu bezahlen, der neben Bowling ein Softgetränk beinhaltet.

Die Bowler von morgen „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit Ferienaktionen für die Kinder der Region zu organisieren. Vor allem, wenn wir ihnen damit die Ferien verschönern

Gerade in den Ferienmonaten bietet es sich für Centerbetreiber an, mit verschiedenen Aktionen Kinder und Jugendliche für Bowling als Sport und Freizeitunterhaltung zu begeistern.

gramm auf den Bahnen an. Hier spielten Jugendliche aus dem Fußballverein und dem Radfahrverein der Stadt Empfingen Bowling. Zwei Stunden amüsierten sie sich beim Disco-Bowling und konnten sich für den Bowlingsport richtig begeistern.

Ferienspiele in Herbolzheim Das Kingpin in Herbolzheim bietet seit mehreren Jahren ein Ferienprogramm für Kinder bis zu 16 Jahren an. Das Event wird im Rahmen der Ferienspiele der Stadt Herbolzheim organisiert. In der schulfreien Zeit wird für die Kinder und Jugendlichen jeden Tag ein anderes Programm ausgerichtet und dazu gehören auch Nachmittage im Bowlingcenter Kingpin. Um den Kids etwas Besonderes zu bieten, ziehen die Inhaber Norman Schuster und Michael Schwendemann das Event als Disco-Moonlight-Bowling auf. Zwei

können. Die Werbung für unser Center ist hierbei ein schöner Nebeneffekt, denn in den schwachen Sommermonaten ist es auch wichtig, sich in Erinnerung zu rufen“, erläutert Schwendemann. Die Feriennachmittage im Kingpin sind sehr beliebt: 30 Kinder sind bei den Aktionen immer im Center, je nach Wetter lassen sich noch mehr Kinder begeistern. Dann sind es bis zu 70 Kids, die die Pins fliegen lassen. In den kommenden Osterferien wird es eine Verlosung geben mit tollen Geschenken und viel Bowling. Schwendemann beteiligt sich gerne an den Ferienspielen der Stadt und zieht positive Bilanz: „Die Kinder von heute sind die Bowler von morgen. Daher ist es wichtig, dass gerade die Kleinsten so früh wie möglich die Begeisterung und den Spaß am Bowling entdecken. Denn die Kinder sind es, die ihre Eltern und auch Großeltern mitbringen und so wesentlich zum Image als FaRegine Krings miliensport beitragen.“


Gastronomie

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Wichtige Tipps zur Hygiene in der Gastronomie

Sauber durch die Kontrolle Nach den jüngsten Lebensmittelskandalen häufen sich die Überprüfungen von Gastronomiebetrieben. Gäste, aber auch Gastronomen sind verunsichert. Um ein wenig Licht in die Angelegenheit zu bringen, hat Bowling Business die wichtigsten Vorschriften zur Hygienepraxis zusammengefasst. Im Jahr 2009 wurden deutschlandweit 930.000 Kontrollen in 545.000 Restaurants, Imbissen und Betrieben, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, vorgenommen. 24 Prozent der Betriebe wurden von der Lebensmittelüberwachung beanstandet. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gab es die meisten Beanstandungen bei Fleisch-, Wildund Geflügelprodukten. Aber auch die richtige Kennzeichnung von Lebensmitteln werde oft auf die leichte

beschwerden sein. Um dem vorzubeugen, sind Gastronomen in Deutschland verpflichtet, bestimmte Zusatzstoffe, Farbstoffe oder Konservierungsstoffe in den Speisen auf der Karte kenntlich zu machen.

Lagerung und Kühlung der Lebensmittel Ebenfalls ein Punkt, auf den Kontrolleure besonderen Wert legen, ist die sachgerechte Lagerung von Lebensmitteln. Denn nur so kann der Bildung von Keimen und Krankheitserregern vorgebeugt werden. Neben dem Lagerort – fern von Reinigungs- oder Schädlingsbekämpfungsmitteln – ist eine regelmäßige Überprüfung der Kühltemperatur notwendig. Auch die Überprüfung der Kühlgeräte spielt in dem Zusammenhang eine große Rolle. Um Problemen mit den Behörden zu entgehen, sollten die Überprüfungen dokumentiert werden.

Information beugt vor Da der Arbeitgeber seine Mitarbeiter unmöglich ständig im Auge behalten kann, um zu überprüfen, ob alle Hygiene-Vorschriften eingehalten werden, verlangt der Gesetzgeber mindestens einmal jährlich eine Einführung aller Angestellten in die Hygienevorschriften und in das Infektionsschutzgesetz in der Gastronomie. Ebenso wie bei der Überprüfung der Geräte sollte auch dies zum Nachweis dokumentiert werden.

Reinigung der Schankanlage

Hygiene in der Gastronomie Alle Regelungen zur Reinigung und Hygiene in Gastronomiebetrieben sind in „Die Leitlinie für gute Hygienepraxis in der Gastronomie“ vom Dehoga aufgeführt. o www.dehoga-bundesverband.de Schulter genommen, erklärt das BVL. So verwendeten viele Gastronomiebetriebe immer häufiger Schinkenimitat anstelle von Schinken, ohne dies in der Karte zu deklarieren. Die Behörden haben 2009 daraufhin gezielt 2.088 Gastronomiebetriebe untersucht. Insgesamt wurden 775 Verwarnungen ausgesprochen und 117 Bußgeldverfahren eingeleitet.

Zusatzstoffe kennzeichnen Um Ärger mit dem Gast und den Behörden zu entgehen, ist die Lebensmittelkennzeichnung in der Speisekarte unerlässlich. Einige Menschen reagieren auf Zusatzstoffe in Lebensmitteln allergisch. Die Folge können Hautreizungen oder im weitaus schlimmeren Fall Atem-

Getränke spielen eine sehr große Rolle in der Gastronomie, daher sollte hier besonders viel Wert auf Hygiene gelegt werden, denn welcher Gast möchte alte Cola oder schales Bier zum Bowlen trinken? Eine Grundreinigung der Schankanlage muss mindestens zwei Mal im Jahr vorgenommen werden. Für die einzelnen Teile der Anlage, wie Zapfkopf oder Getränkeleitungen, gibt es ebenfalls gesetzlich vorgeschriebene Reinigungsintervalle. Alle Vorschriften zur Hygiene in der Gastronomie hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in „Die Leitlinie für gute Hygienepraxis in der Gastronomie“ zusammengefasst. Die Rufe nach einer stärkeren Ahndung von Verstößen gegen Hygienevorschriften und einer Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln in der Gastronomie werden immer lauter. Verbraucherorganisationen wie Foodwatch fordern seit Langem, beanstandete Betriebe zu veröffentlichen, um den Verbraucher zu schützen. Auch in der Politik wird seit geraumer Zeit ein bundesweit einheitliches Prüfsystem für Gastronomiebetriebe diskutiert (Bowling Business, November 2010, S. 25). Nach Lebensmittelskandalen mit Dioxin-verseuchten Eiern und Gammelfleisch sind Verbraucher kritisch geworden. Mit einer regelmäßigen Reinigung und der Einhaltung der Vorschriften wird der Centerbetreiber nicht nur den Kontrollbehörden gerecht, sondern vermittelt Regine Krings auch dem Gast ein gutes Gefühl.


Business

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April 2011

Behindertengerechte Arbeitsplätze

Einfacher als gedacht Vor dem Aufwand, behindertengerechte Arbeitsplätze zu schaffen, schrecken viele Unternehmer zurück. Das jedoch oft zu Unrecht. Denn der Staat unterstützt die Unternehmen mit vielen verschiedenen Fördertöpfen, Menschen mit Behinderung in den Berufsalltag zu integrieren. Viele Arbeitgeber wehren sich dagegen, im eigenen Unternehmen Arbeitsplätze für behinderte Menschen einzurichten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein großer Punkt ist hierbei sicherlich der enorme finanzielle Aufwand, der den Unternehmen bei der Schaffung sol-

Barrierefrei im Unternehmen o Beantragung von Zuschüssen: Fördergelder für die Errichtung behindertengerechter Arbeitsplätze werden bei der Bundesanstalt für Arbeit oder den Integrationsämtern der Länder beantragt. o Kündigungsschutz Behinderte haben einen besonderen Kündigungsschutz, der jedoch nicht mit Unkündbarkeit gleizusetzen ist. Um einen behinderten Mitarbeiter zu entlassen, braucht der Arbeitgeber die vorherige Zustimmung des zuständigen Integrationsamtes. o www.integrationsaemter.de www.arbeitsagentur.de digen Kosten aufzubringen, ist für manch einen Unternehmer kaum möglich. Obwohl der behindertengerechte Umbau sich gerade im Bowlingcenter lohnen würde, denn das würde das Center auch für Senioren- und Versehrtenturniere attraktiv machen – zusätzliche Zielgruppen könnten erschlossen werden. Um die Arbeitgeber zu entlasten, unterstützt der Staat die Unternehmen mit Zuschüssen. Damit die Integration von Behinderten in den Arbeitsalltag schneller und einfacher geht. Diese Förderleistungen sind im Sozialgesetzbuch (SGB) sowie in der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV) geregelt. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich immer nach den Umständen des Einzelfalls. Eine vollständige Erstattung der notwendigen Kosten oder ein Darlehen ist jedoch durchaus möglich.

Staatliche Zuschüsse cher Arbeitsplätze entsteht. So müssen Arbeitgeber etwa große Umbauten vornehmen, wie eine behindertengerechte Einrichtung der Arbeitsstätten, einschließlich der Maschinen und Geräte. Auch die Gestaltung der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeit spielen hier eine nicht unwesentliche Rolle. Dies zu leisten und die notwen-

Behindertenquote im Unternehmen Unternehmen, die im monatlichen Durchschnitt 20 Arbeitsplätze haben, sind seit dem Jahr 2000 gesetzlich dazu verpflichtet, sechs Prozent der Arbeitsplätze behindertengerecht auszustatten. Arbeitgeber, die sich dieser Regelung entziehen, müssen sogenannte Ausgleichsabgaben leisten. Die Zahlungen können sich je nach Größe des Unternehmens auf bis zu 260 Euro im Monat belaufen. Im Jahr 2008 sind nach Angaben der Arbeitsagenturen in der gesamten Bundesrepublik Tausende Arbeitgeber der Verpflichtung der Ausgleichsabgabenzahlung nicht nachgekommen. Dadurch gehen dem Staat jährlich hohe Einnahmen verloren, die in die Einrichtung neuer behindertengerechter Arbeitsplätze investiert werden sollten. Einzelne Arbeitsgemeinschaften der Behindertenverbände fordern daher, dass die Zahlung der Ausgleichsabgaben stärker überprüft werden soll.

Träger der Zuschüsse sind verschiedene Institutionen, wie die Bundesanstalt für Arbeit oder das Integrationsamt. So übernimmt das Integrationsamt etwa die Förderungen für die Ausstattung des behindertengerechten Arbeitsplatzes, wie die Unterhaltung der Arbeitsstätte oder die Anschaffung von notwendigen technischen Arbeitshilfen für den Behinderten. Auch die Agentur für Arbeit gewährt Förderungen vor allem für die Integration von Schwerbehinderten oder für die Einrichtung eines Ausbildungsplatzes.

Kündigung Viele Arbeitgeber scheuen sich auch, Behinderte einzustellen, aufgrund des landläufigen Gerüchts, Behinderte seien unkündbar. Zwar haben Behinderte einen besonderen Kündigungsschutz, dieser ist jedoch nicht mit Unkündbarkeit gleichzusetzen. Der Unterschied zur Kündigung eines nicht-behinderten Arbeitnehmers besteht darin, dass das Integrationsamt die Kündigung prüft. Liegen jedoch Gründe vor, die zur Kündigung berechtigen, verhält sich das wie bei jedem anderen Regine Krings Mitarbeiter im Betrieb. 


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Business Juni 2011

Gutscheine für die Mitarbeiter

Volle Fahrt voraus

Recht Wie das oberste deutsche Finanzgericht nun in

Wirtschaft Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in

drei Urteilen entschieden hat, können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter mit Gutscheinen entlohnen. Bis zu 44 Euro monatlich kann jeder Arbeitgeber seinen Mitarbeitern ab sofort in Form von Gutscheinen aushändigen. Dabei fallen keine Lohnsteuer oder Sozialversicherungsbeiträge an. Bisher hatte die Finanzverwaltung das Aus-

Wiesbaden mitteilt, hat die deutsche Wirtschaft ganz schön an Fahrt aufgenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um 5,2 Prozent. Damit legte

händigen von Gutscheinen erschwert, da die Gutscheine weder auf einen bestimmten Betrag ausgestellt werden, noch zu allgemein (z.B. Büchergutschein) sein durften. Mit den Urteilen können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Gutscheine aushändigen, ohne diese extra versteuern zu müssen. Eine „betragsmäßige Begrenzung“ ist laut Gericht durchaus erlaubt und die „konkrete Kennzeichnung“ der Ware ist nicht notwendig (Az: VI R 21/09, IV R 27/09, VI R 27/09).

Individuelle Echtzeit-Werbung

die Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich so stark zu wie noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vorquartal stieg das BIP um 1,5 Prozent. Laut Destatis trugen im ersten Quartal 2011 40,4 Millionen Erwerbstätige zu der Wirtschaftsleistung bei, das sind 552.000 Personen mehr als im Jahr zuvor. o Weitere Informationen gibt es unter www.destatis.de

Iban auch im Inland Banken Bis 2015 haben Verbraucher in Europa nun Zeit, sich auch bei Inlands-Überweisungen auf die Angabe der Iban-Nummer umzustellen. Dies teilte nun die EUKommission mit. Das einheitliche Überweisungssystem Single Euro Payments Area (Sepa) wird europaweit eingeführt mit dem Ziel, langfristig die bisherigen natio-

facebook Das soziale Netzwerk facebook startet nun einen Versuch mit Echtzeit-Werbung. Viele facebook-Mitglieder teilen unter „Status“ mit, was sie gerade tun oder was sie machen wollen. Diese „Status-Meldungen“ werden auf der Pinnwand des jeweiligen Nutzers veröffentlicht und all seinen facebook-Freunden angezeigt. Bisher sammelte facebook die verschiedenen Pinnwand-Einträge oder Statusmeldungen, und erstellte so ein „werberelevantes Profil“ seiner Mitglieder. Dementsprechend wurden Werbeanzeigen geschaltet. Ab sofort möchte facebook Werbeanzeigen jedoch zeitnaher schalten und noch stärker auf das jeweilige Profil des facebook-Nutzers abstimmen. Veröffentlicht nun ein User auf seiner facebookSeite, dass er Lust hat, Bowling zu spielen, soll er zeitnah Werbeeinblendungen etwa von Bowlingcentern oder Firmen aus der Bowlingbranche erhalten. Der Versuch soll bei einem Prozent der weltweit mehr als 600 Millionen facebook-Mitgliedern gestartet werden. facebook möchte so herausfinden, wie schnell sich Werbeanzeigen auf die momentanen Bedürfnisse der einzelnen Mitglieder anpassen lassen.

nalen Zahlungsverfahren zu vereinheitlichen. Der Vorteil für die Verbraucher liegt laut Deutscher Bundesbank unter anderen darin, dass Überweisungslaufzeiten somit stark verkürzt werden sollen. Seit 2008 steht das System Kreditinstituten und Wirtschaftsunternehmen der Europäischen Union zur Verfügung. Bis 2013 sollen alle Banken der EU die Umstellung vorgenommen haben, für Lastschriftverfahren bis 2014. Mittlerweile bieten mehr als 4.500 Kreditinstitute ihren Kunden die Sepa-Überweisung an. Ab 2015 soll die 22-stellige IbanNummer die herkömmlichen Kontonummern und Bankleitzahlen auch bei Überweisungen von Privatpersonen ersetzen. Dank der langen Übergangszeit befürchten Verbraucherschützer keine allzu großen Umstellungsprobleme für die Verbraucher. Wichtig sei es jedoch, dass die Banken die Verbraucher nicht alleine ließen und die Umstellung klar kommunizierten.

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