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20 17

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DIE BUNDESLIGA IN ZAHLEN

INTERNATIONALER FUSSBALL:

PERSONALDIENSTLEISTER:

SPORTBUSINESS IN ISRAEL:

DAS POLITIKUM NEYMAR

DOPPELTE OFFENSIVE

SILICON VALLEY DES NAHEN OSTENS

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E D ITO R I A L

DIGITALES NLZ „Game over DFL“ schrieb jüngst das Portal „Online Marketing Rockstars“ zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit der Fußballbundesliga. Sicherlich etwas überspitzt, aber in der Tat haben der deutsche Sport im Allgemeinen und die Fußballbundesliga im Speziellen einen teilweise eklatanten Rückstand in vielen Bereichen der Digitalisierung. Schaut man sich allein die kumulierten Reichweiten bei Facebook, Twitter und Instagram an, schaffen es lediglich der FC Bayern München und Borussia Dortmund in die Top 20 der europäischen Fußballclubs. Selbst der FC Schalke 04, der sich durch sein eSport-Engagement ein digitales Renommee erarbeitet hat, rangiert mit kumuliert rund 4,4 Millionen Fans nur auf Platz 50 (siehe Seite 18). Real Madrid kommt als Erstplatzierter mit 206 Millionen Followern beinahe auf den fünfzigfachen Wert. Ähnlich ausbaufähig sieht es beim Großteil der Clubs im Bereich digitale Dienste in deutschen Stadien (WLAN, Catering-Bestellung via App, mobiles Ticketing etc.) oder bei der Implementierung von CRM- und Big-Data-Strategien aus. Noch auffälliger als die harten Zahlen sind allerdings die Innovationsaversion vieler Clubs und die damit einhergehende Zurückhaltung, in neue Felder und Personal zu investieren. Paul Keuter, ehemaliger Sportchef von Twitter Deutschland und heutiges Mitglied der Geschäftsführung von Hertha BSC, ist immer noch der einzige Digitalverantwortliche, der bei einem Bundesligisten in der obersten Führungsebene angesiedelt ist. Wie groß das digitale Entwicklungspotenzial in der Bundesliga ist, zeigte sich auch beim SPOBIS Gaming & Media in Köln. Dort berichtete zum Beispiel Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, dass der Traditionsclub im Rahmen seines digitalen Transformationsprozesses 185 digitale Optimierungen identifiziert habe. Diese Zahl lässt erahnen, wie groß die Herausforderungen für die Bundesligisten sind. Es braucht einen digitalen Masterplan, der die Bundesliga-Clubs wieder an die internationale Spitze heranführt. Die Erstellung eines solchen ist vergleichbar mit der Kraftanstrengung, die es brauchte, um den deutschen Fußball nach 2000 wieder wettbewerbsfähig zu machen. Damals stand es schlecht um der Deutschen liebstes Kind, die Fußballnationalmannschaft. Die DFB-Elf hatte sich nach einer desolaten Vorstellung bereits nach der Vorrunde von der Fußball-Europameisterschaft in Holland und Belgien verabschiedet. Daraufhin beschlossen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die DFL, massiv in die Nachwuchsarbeit zu investieren. Das Resultat nach über 15 Jahren strukturierter Förderung und einem kumulierten Investment von über einer Milliarde Euro ist weithin bekannt: Deutschland wurde 2014 Weltmeister, gewann 2017 den Confederations-Cup und die U21-Europameisterschaft. Es lohnt sich also auch abseits des Platzes, in das Morgen und Übermorgen zu investieren. Das sollten die Club-Verantwortlichen wissen. Neben dem Masterplan der DFL braucht es aber auch eine neue Innovationskultur, die in jedem Club gelebt wird - sozusagen digitale Nachwuchsleistungszentren bei jedem Club für die Innovationsführerschaft von Morgen. Gefördert und lizenziert von der DFL. Es ist noch nicht zu spät, das war auch die Meinung der vielen Digitalexperten beim SPOBIS Gaming & Media, aber um den Anschluss an die europäischen Top-Clubs zu wahren, muss jetzt gehandelt werden.

PHILIPP KLOTZ G E S C H Ä F T S F Ü H R E R & M I T H E R AU S G E B E R

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SPORTPOLITIK

FUSSBALL

TITEL Das Politikum Neymar

6

Die Bundesliga in Zahlen

8

Es gab viele Gründe für den Transfer von Neymar – neben sportlichen vor allem auch politische. Katar, Paris Saint-Germain, der FC Barcelona und der wahre Grund, warum der Brasilianer für 222 Millionen Euro in die französische Hauptstadt verkauft wurde.

Die Bundesliga ist im August in ihre 55. Saison gestartet. SPONSORS hat das Fußball-Oberhaus aus verschiedenen Perspektiven unter die Lupe genommen und unter anderem die Dauerkartenverkäufe, die Trikotpreise, die Partnerstruktur und die Aktivitäten der Clubs in den sozialen Medien analysiert. Das bestimmende Thema zum Saisonstart 2017/18 war allerdings die Vermarktung der Ärmelsponsoren, die in dieser Saison für alle Erst- und Zweitligisten individuell möglich war. Daraus lassen sich vor allem drei Erkenntnisse ableiten.

SPORTPOLITIK

FUSSBALL

Das Politikum Neymar

6

Neben sportlichen gab es auch politische Gründe für den Transfer von Neymar. Warum wurde er wirklich für 222 Millionen Euro verkauft?

WIRTSCHAFT Doppelte Offensive

TITEL | SAISONSTART 2017/18

Die Bundesliga in Zahlen Wechselarmer Sommer

8 10

Der große SPONSORS-Vermarktungscheck: Nur ein Hauptsponsorship in der Bundesliga lief aus, Ausrüsterwechsel gab es keine.

Die Ärmel-Analyse

12

SPONSORS hat eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Ärmelsponsoren begleitet. Aus dieser lassen sich vor allem drei Thesen ableiten.

„Dachmarke etablieren“

14

Im SPONSORS-Interview erläutert Alexander Fitz, Chef von H-Hotels, die Ärmel-Engagements bei zwei Bundesligisten.

Nachgefragte Rückkehrer

16

24

Die Marketingstrategien von Hofmann Personal und Indeed als Bundesliga-Hauptsponsoren zeigen einen sich verändernden Arbeitsmarkt.

„Wir messen alles“

25

Im SPONSORS-Interview erläutert Frank Hensgens, Geschäftsführer Indeed Deutschland, das Hauptsponsorship bei Eintracht Frankfurt.

Mehr Energie für mehr Kundennähe

28

E.on hat sein Sportsponsoring neu ausgerichtet: Der Energiekonzern konzentriert sich auf regionale Engagements im Laufsport.

„Fans zu Kunden machen“

32

Im SPONSORS-Interview spricht Armin Zitzmann, CEO der Nürnberger Versicherung, über das Hauptsponsorship beim 1. FC Nürnberg.

Der Dauerkartenverkauf in der Bundesliga ist zur Saison 2017/18 deutlich gestiegen. In der 2. Bundesliga gab es signifikante Rückgänge.

Die Social-Vermessung

18

Erstmals hat SPONSORS die Social-MediaAktivitäten der Bundesliga-Clubs einem großen Vergleich unterzogen. Das Gefälle ist enorm.

Minimaler Preisanstieg

20

Durchschnittlich 87 Euro kostet in der Saison 2017/18 ein Trikot in der Bundesliga, für 16 Euro weniger gibt es ein Zweitliga-Jersey.

Kampf dem Fake-Trikot

21

Im Kampf gegen Plagiate und für mehr Marktanteile in China geht der FC Liverpool im Merchandising neue Wege.

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WIRTSCHAFT

Doppelte Offensive

MEDIEN

Silicon Valley im Nahen Osten 38

Wettlauf mit dem Chef

In Hofmann Personal und Indeed sind zwei Unternehmen aus der Personaldienstleistungsbranche als neue Bundesliga-Hauptsponsoren eingestiegen. Deren neue Marketingstrategien sind die Folge eines sich verändernden Arbeitsmarktes.

Israel hat weltweit die meisten Unternehmensgründer pro Einwohner und gilt als das zweitinnovativste Land der Welt. Die spezielle Situation des Landes fördert die Kultur – und bietet attraktive Anknüpfungsmöglichkeiten für das Sportbusiness.

Immer mehr Freizeitsportler messen sich bei Firmenläufen mit Kollegen und Vorgesetzten. Einige Dax-Konzerne sind gleich mit Hunderten Mitarbeitern am Start. Vom Boom des Business Run profitieren Veranstalter und Sponsoren sowie die Geschäfte teilnehmender Firmen.

MEDIEN

SPORTMIX

MELDUNGEN

Fallstricke in der Filmproduktion

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SPORTMIX

36

Was müssen Vereine vor der Produktion von Filmen für vereinseigene Online-Kanäle und das Club-TV für die Verwertung beachten?

Das Silicon Valley des Nahen Ostens

Wettlauf mit dem Chef

38

Die spezielle Situation Israels fördert die Kultur und bietet attraktive Anknüpfungsmöglichkeiten für das Sportbusiness.

Potenzial einer anderen Sportkultur

40

Das war die Premiere des SPOBIS Gaming & Media am 21. August in Köln. Ein Rückblick in Bildern.

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50

Der Motorsport ist das Labor für die Zukunft der Automobilindustrie, er kann und muss neue Technologien für die Serienentwicklung liefern.

VENUE & EVENT

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48

Im Jahr 2020 wird Skateboarding erstmals olympisch. Doch die Sportart wird durch die olympischen Wettkämpfe nichts gewinnen.

Tradierte Denke über Bord werfen!

SPOBIS Gaming & Media

44

Vom Boom des Business Run profitieren Veranstalter und Sponsoren. Und auch die Geschäfte teilnehmender Firmen sollen besser laufen.

Wachstumshürden

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Große Abschlüsse bei den Hamburg Towers blieben bisher aus. Die Rahmenbedingungen für ein signifikantes Wachstum erscheinen schwierig.

44

Discovery: Der Olympia-Deal 22 Bundesliga: Telekom sichert sich TV-Rechte UEFA: Zwei neue TV-Partner für Europa League Sublizenz: Amazon zeigt Bundesliga Tedi: Millionen-Deal in der Bundesliga 23 Automobil: Volkswagen wird UEFA-Partner 3. Liga: U! Sports vermarktet FSV Zwickau Bundesliga: Zwei neue eSport-Teams Sponsorships

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PERSONEN Köpfe

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Laut gedacht

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Termine/Impressum

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Foto: picture alliance

I N T E R N AT I O N A L E R F U S S B A L L

DAS POLITIKUM NEYMAR Es gab viele Gründe für den Transfer von Neymar – neben sportlichen auch politische. Katar, Paris Saint-Germain, der FC Barcelona und der wahre Grund, warum der Brasilianer für 222 Millionen Euro verkauft wurde.

D

ie Fußballwelt erwartete gespannt den Transfer des brasilianischen Fußballprofis Neymar zum französischen Club Paris Saint-Germain (PSG). Im Raum stand eine festgeschriebene Rekordsumme von 222 Millionen Euro, die in Form einer Ausstiegsklausel in seinem Arbeitsvertrag mit dem FC Barcelona fixiert ist. Die Größenordnung des Deals ist enorm, die Ablösesumme ist mehr als doppelt so hoch wie beim Transfer von Paul Pogba. Englands Manchester United kaufte den französischen Nationalspieler 2016 für die damalige Rekordsumme von 109 Millionen Euro. Bereits seit Monaten gibt es Gerüchte, dass Neymar unglücklich beim FC Barcelona sei, wo er im Schatten von Lionel Messi spielt. Einige Spekulationen besagen, dass Neymar sich mit seinen Teamkollegen überworfen hat. Außerdem sei mit Neymars engem Freund, dem Brasilianer Dani Alves, der seit dieser Saison bei PSG spielt, der Rahmen für einen Wechsel gegeben. Was auch immer die sportlichen Gründe für Neymars Wechsel zu Paris sein mögen, der Transfer scheint abseits des Spielfeldes noch brisanter zu sein. PSG wurde 2011 von Qatar Sports Investments (QSI) aufgekauft, mit dem Ziel, den Club als eine führende globale Sportmarke zu etablieren. Während der Club national sportliche Erfolge feierte, lassen internationale Erfolge jedoch bislang auf sich warten 6

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– und hindern so den kommerziellen Durchbruch des Clubs. Für PSG scheint die Verpflichtung ihres Wunschspielers Neymar dabei ein durchaus riskantes Unterfangen zu sein, um den angestrebten Visionen von QSI näherzukommen. Außerdem scheint es, als stehe der bevorstehende Deal im Widerspruch zum Verhalten von PSG aus den vergangenen zwei Spielzeiten. Der Club hat nur zwei „erwähnenswerte“ Spieler unter Vertrag genommen: Julian Draxler vom FC Schalke 04 und Angel Di Maria von Manchester United. Wobei keiner der beiden auf dem gleichen Level spielt wie ein Neymar, Lionel Messi oder Christiano Ronaldo von Real Madrid. Das Versäumnis, in den vergangenen zwei Jahren mit derartigen Stars abzuschließen, war bislang wohl auch eine Konsequenz der jüngsten finanzpolitischen DER AUTOR Simon Chadwick setzt sich als Dozent der SPOAC – Sports Business Academy by WHU und als Professor an den Universitäten London, Leeds und Coventry schwerpunktmäßig mit den Themen Sportmarketing und -sponsoring auseinander. Außerdem ist er Herausgeber mehrerer sportwissenschaftlicher Journale und als Berater unter anderem für die UEFA, den FC Barcelona sowie das Organisationskomitee der FIFA WM 2022 in Katar tätig.

Maßnahmen durch die katarische Regierung, die auf niedrige Ölpreise zurückzuführen sind. Dies macht sich sogar in dem Budget des Landes für die FIFA Weltmeisterschaft 2022 bemerkbar. Dieses wurde durch enorme Ausgabenkürzungen und massive Stellenstreichungen angepasst. Des Weiteren wird nun auch über ein Steuersystem in Katar diskutiert, denn derzeit zahlen Bewohner und Unternehmen in Katar keine Abgaben an den Fiskus. Setzt man dies alles in den Kontext, so kommt der millionenschwere Neymar-Deal noch überraschender daher als ohnehin schon. Trotz allem muss beim Neymar-Deal ein weiterer, noch wichtigerer geopolitischer Aspekt berücksichtigt werden. Eine andere Interpretationsmöglichkeit des NeymarTransfers zu PSG könnte nämlich sein, dass der Brasilianer unwissentlich zu einem katarischen Ablenkungsmanöver geworden ist – inmitten eines ernstzunehmenden Konflikts Katars mit seinen angrenzenden Nachbarn. Während der vergangenen zwei Monate stand Katar in einem noch nie zuvor dagewesenen Streit mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie mit Ägypten und Bahrain. Die vier Länder beschuldigten Katar unter anderem, es würde internationalen Terroristen Unterschlupf gewähren und sich in die inländischen Angelegenheiten seiner Nachbarn einmischen. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Der politische Streit hatte zur Folge, dass sowohl mehrere Länder ihre diplomatischen Beziehungen zur katarischen Hauptstadt Doha aufgaben als auch Handelswege in und aus Katar abschnitten. Tatsächlich ist der einzige Grenzübergang des Landes auf dem Festland zu Saudi-Arabien seit mehreren Wochen geschlossen. Katar reagierte auf diese Entwicklungen, indem es sich noch selbstsicherer positionierte – fast schon dickköpfig. Es rückte politisch näher an den Iran und an die Türkei heran und spielte währenddessen stets seine ökonomische Stärke in den Vordergrund. Derzeit hält das Land zum Beispiel enorme Währungsreserven zurück, versucht die Gasproduktion anzutreiben, um die Öl-Abhängigkeit zu verringern – was dazu führt, dass Katar der weltweit größte Hersteller von flüssigem, natürlichem Gas wird – und preist sich weiterhin als das wohlhabendste Land der Welt an. Sicherlich ist der Neymar-Transfer für PSG sportlich extrem wertvoll. Der Deal könnte vor allem aber auch eben politisch

motiviert sein und eine indirekte Einflussnahme mit sich bringen. Zu einer Zeit, in der es Ländern wie Saudi-Arabien in die Karten spielen würde, wenn die Welt ein negatives Bild von Katar hat, rückt Doha also in den Fokus der Öffentlichkeit und wird Teil der größten Fußballgeschichte des Jahres. Es scheint, als wäre Neymar eine Spielfigur in einer regional-politischen Zänkerei geworden. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, dessen Vertreter wissen, wie man Kapital aus dem Umfeld und den Stakeholdern von Fußball-Clubs schlägt. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Neymars erster Wechsel von Brasilien nach Barcelona ebenso kontrovers gehandelt worden war. Schon damals wurde der brasilianische Profifußballer aggressiv von vielen Clubs umworben. Katars Wunsch ist es, sich aufrecht vor den regionalen Rivalen im Nahen Osten aufzustellen. Gegenüber all jenen, die wohl am lautesten geschrien haben über den Deal, der wahrscheinlich der weltweit

größte Transfer in der Geschichte des Fußballs sein wird. Obwohl viele beklagen, dass sich Sport und Politik nicht miteinander vermischen sollten, zeigt der NeymarTransfer, dass im 21. Jahrhundert der Sport zu Politik geworden ist. Dem brasilianischen Star wird es höchstwahrscheinlich größtenteils gleichgültig sein, welche Anschuldigungen Saudi-Arabiens gegenüber Katar vorbringt. Anschuldigungen, das Land würde die Muslimbrüder, Al-Qaida und den „Islamischen Staat“ unterstützen. Stattdessen wird sich Neymar jeden Monat über einen fetten Gehaltsscheck auf seinem Konto freuen. Gleichzeitig sehen PSG und seine Fans, dass die Chance, die Champions League zu gewinnen, mal eben drastisch gestiegen ist. Tatsächlich ist es aber wohl das Land Katar selbst, das momentan im Zentrum der Fußball-Welt und seiner Aufmerksamkeit angekommen ist – und das wahrscheinlich die größte Genugtuung über den bevorstehenden, rekordbrechenden BusinessDeal verspüren wird.

TOP 15: DIE TEUERSTEN FUSSBALLTRANSFERS WELTWEIT Angaben in Mio. ¤

Neymar (17/18)

222

Paul Pogba

105 101

Gareth Bale Cristiano Ronaldo

94

Gonzalo Higuaín

90

Neymar (13/14)

88,2 84,7

Romelu Lukaku Luiz Suárez Ángle Di María (14/15)

75

James Rodríguez

75

Kevin de Bruyne

74

Zinedine Zidane

73,5

Zlatan Ibrahimovic

69,5

Kaká

65

Álvaro Morata

65

Foto: picture alliance

81,72

S C H E I C H H A M A D B I N C H A L I FA A L T H A N I U N D N A S S E R A L- K H E L A I F I :

Stand: 4. August 2017 S P O N S O R S : 9/ 1 7

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Q u e l l e : Tr a n s f e r m a r k t . d e

N ey m a r a l s S p i e l b a l l p o l i t i s c h e r I n te r e s s e n?

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SA I S O N S TA RT 2 017/ 1 8

DIE BUNDESLIGA IN ZAHLEN Die Bundesliga ist im August in ihre 55. Saison gestartet. SPONSORS hat das deutsche Fußball-Oberhaus aus verschiedenen Perspektiven unter die Lupe genommen und unter anderem die Dauerkartenverkäufe, die Trikotpreise, die Partnerstruktur und die Aktivitäten der Clubs in den sozialen Medien analysiert. Das bestimmende Thema zum Saisonstart 2017/18 war allerdings die individuelle Vermarktung der Ärmelsponsoren, aus der sich vor allem drei Erkenntnisse ableiten lassen.

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Artikel zur Bundesliga: S. 10: Vermarktungscheck

S. 18: Social-Media-Ranking

S. 12: Die Ă„rmel-Analyse

S. 20: Trikotpreise im Vergleich

S. 16: Ticketpreise im Ăœberblick

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Foto: picture alliance

BUNDESLIGA

WECHSELARMER SOMMER Wenig Bewegung in der Vermarktung der Bundesligisten: Nur ein Hauptsponsorship lief aus und wurde neu besetzt, Ausrüsterwechsel gab es keine. Neu sind dennoch einige Partner – auf dem Trikotärmel. Der große SPONSORS-Vermarktungscheck.

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ieder war es Eintracht Frankfurt. Wie schon im Vorfeld der vergangenen Saison hat der hessische Club als letzter der 18 Bundesligisten einen neuen Hauptsponsor vorgestellt. Die Eintracht und ihr Vermarkter Lagardère Sports waren allerdings auch als einzige auf der Suche nach einem neuen Partner für die Fläche auf der Trikotbrust (siehe Tabelle rechts) – und dann Mitte Juni erfolgreich. Fündig wurde die SGE in den USA. Die digitale Jobbörse Indeed mit Sitz in Austin (Texas) schloss einen Dreijahresdeal mit der Eintracht und bezahlt für die gesamte Vertragslaufzeit rund 20 Millionen Euro an die Hessen. Indeed löste damit Krombacher ab, das in der Spielzeit 2016/17 als Interimslösung eingesprungen war. Die Brauerei wechselte zu Saisonbeginn wieder zurück auf die Premium-Partner-Ebene. Neben der Eintracht musste in diesem Sommer nur ein weiterer Club bezüglich seines Hauptsponsors aktiv werden. Hannover 96 verlängerte die Kooperation mit Heinz von Heiden bis zum Ende der Saison 2019/2020. Das Engagement wäre ursprünglich in diesem Sommer ausgelaufen. Bereits ein Jahr vor Vertragsende verlängerte zudem Wiesenhof die Zusammenarbeit als Hauptsponsor mit Werder Bremen.

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Bei den Ausrüstern gab es in dieser Saison hingegen keine Bewegung. Während im vergangenen Jahr Jako bei Bayer 04 Leverkusen, Nike beim VfL Wolfsburg und Hummel beim SC Freiburg einstiegen, bleibt in dieser Saison alles beim Alten.

Ärmelfläche. In beiden Fällen beinhaltet der Deal zunächst eine einjährige Präsenz auf dem Ärmel. Die Rechtesummen bewegen sich auf unterschiedlichem Niveau. Die Borussia dürfte mit der Partnerschaft in etwa 1,7 Millionen Euro erlösen, Werder knapp 1,5 Millionen Euro.

Fast alle Ärmel vermarktet Ganz ruhig lief der Vermarktungs-Sommer für die Verantwortlichen der Bundesligisten jedoch nicht.Jeder Club war auf der Suche nach einem Partner für den Ärmel. Diese Werbefläche wurde für die laufende Saison erstmals dezentral vermarktet (mehr dazu auf Seite 12). Bei Redaktionsschluss hatten fast alle Bundesligisten einen Partner für diese Werbefläche gefunden und ihre Partnerschaft auch kommuniziert. Einzig der SC Freiburg ist noch immer auf der Suche nach einem Sponsor für den Trikotärmel Als erster Club erzielte die TSG 1899 Hoffenheim einen Abschluss: Prowin, zuvor Business-Team-Partner (dritte Ebene) bei den Kraichgauern, stockte sein Engagement auf und wirbt nun auf dem Ärmel. Die Partnerschaft dürfte der TSG im Gesamtpaket Einnahmen in Höhe von einer Million Euro einbringen. Für ein Novum sorgte H-Hotels mit einer zweifachen Einbuchung: Das Unternehmen wirbt sowohl bei Borussia Mönchengladbach als auch bei Werder Bremen auf der

Viele Wechsel ab 2018 Nach den wenigen Veränderungen vor dieser Spielzeit folgen im nächsten Jahr die großen Wechselspiele. Gleich vier Bundesligisten werden ab der Spielzeit 2018/19 von einem neuen Sportartikler ausgestattet. Umbro löst dann beim FC Schalke 04 Adidas und bei Werder Bremen Nike ab. Des Weiteren ersetzt Puma Wettbewerber Kappa bei Borussia Mönchengladbach. Zudem folgt Uhlsport als Ausstatter des 1. FC Köln auf Erima. Außerdem sind wohl schon jetzt einige Club-Verantwortliche in Gespräche mit bestehenden oder potenziellen neuen Hauptsponsoren eingestiegen. Beim 1. FSV Mainz 05, dem FC Augsburg und Hertha BSC laufen die Verträge mit den jeweiligen Trikotsponsoren zum Ende dieser Saison nämlich aus. Durchaus möglich also, dass sich das Sponsoren-Karussell in der Bundesliga im nächsten Sommer wieder kräftiger dreht. R. Gerth W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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DIE GROSSE SPONSORS -TABELLE ZUR BUNDESLIGA Fußballbundesliga 2017/18 - Clubs, Vermarktung, Trikotsponsoren, Ausrüster und Stadien Club

Trikotsponsor Vermarktung von kommerziel- Basissumme pro Jahr1 Laufzeit bis len Rechten1

Ärmelsponsor Laufzeit bis

Ausrüster Laufzeit bis

Hamad International Airport 2022

Adidas 2030

CG Gruppe k. A.

Nike k.A.

Opel 2022

Puma 2020

SAP 6 Mio. ¤ 2020

Prowin 2019

Lotto Sport Italia 2019

Rewe 6 Mio. ¤ 2018 Bet-at-home.com 6 Mio. ¤ 2018

DEVK 2021 Tedi 2021

Deutsche Telekom 50 Mio. ¤ 2023 Red Bull Eigenvermarktung k. A. k. A. Evonik Industries Lagardère Sports 18 Mio. 2020 2025

UEFA Champions League

Eigenvermarktung

Clubs aus der Bundesliga (sortiert nach Platzierung in der Saison 2016/17)

UEFA Europa League

Eigenvermarktung

Infront 2026 Lagardère Sports 2025

ZuschauerLogen/ schnitt Saison Logenplätze/ 2016/17 Business Seats

41 478

18/273/1611

81 359

79 712

18/249/4123

Wirsol Rhein-Neckar-Arena 2,8 Mio ¤3 2019

30 150

28 155

41/514/1600

Erima 2018 (dann: Uhlsport, 2022)

Rheinenergiestadion 2,5 Mio. ¤ 2018

50 000

49 571

57/797/2874

Nike 2025

Olympiastadion nicht vergeben

74 500

50 267

58/650/2500

Land Berlin

Olympiastadion Berlin GmbH

Schwarzwaldstadion 0,53 Mio. ¤ 20195

24 000

23 959

0/0/1060

Stadt Freiburg

SC Freiburg

Weser-Stadion nicht vergeben

42 500

40 946

90/900/2500

Bremer WeserStadion GmbH

Bremer WeserStadion GmbH

Stadion im Borussia-Park nicht vergeben

54 067

51 494

45/684/2164

Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach

Veltins-Arena 6 Mio. ¤ 2027

62 271

60 762

81/900/2980

51 500

49 176

75/968/2302

Barmenia 6 Mio. ¤ 2020 WWK Versicherungen 2,7 Mio. ¤ 2018

Westminster 2018

Jako 2018

BayArena 2,5 Mio. ¤ unbefristet seit 1997

30 210

28 428

26/400/1640

Baramundi Software k. A.

Nike 2018

WWK Arena 1,4 Mio. ¤ 2025

30 660

28 172

48/512/1500

Lagardère Sports 2020

Emirates 7,5 Mio. ¤ 2019

Popp Feinkost 2019

Adidas 2024

Volksparkstadion6 4 Mio. ¤ 2019

57 000

52 341

50/711/3620

Infront 2026

Kömmerling 4 Mio. ¤ 2018

MFD Aviation 2020

Lotto Sport Italia 2020

Opel-Arena 1,9 Mio. ¤ 2021

34 000

29 096

37/672/2020

UPS 2018

Nike 2025

30 000

27 586

32/530/1436

Gazi 2018

Puma 2020

HDI k. A.

Jako 2019

VW6 k. A. unbefristet Mercedes-Benz-Bank Eigenvermarktung 8 Mio. ¤ 2019 Heinz von Heiden Lagardère Sports 2,5 Mio. ¤ 2019 2020

Allianz Arena FC Bayern MünMünchen Stadichen on GmbH

43 500

Commerzbank-Arena 4 Mio. ¤ 2020

Lagardère Sports 2019

StadionBetreiber

106/1374/3687

Nike 2019

Lagardère Sports 2019

StadionEigentümer

75 000

Deutsche Börse 2020

Lagardère Sports 2020

Eigenvermarktung Aufsteiger aus 2. Liga

Allianz Arena 6 Mio. ¤ 2041 Red Bull Arena k. A. k. A. Signal Iduna Park 5,8 Mio. ¤ 2026

Kapazität Stadion 75 000

Eigenvermarktung Schwarzwaldmilch Hummel in Kooperation mit nicht vermarktet 2,7 Mio. ¤ 2020 Infront 2019 k.A. Eigenvermarktung, Nike Infront (Haupt- und Wiesenhof H-Hotels 2018 Trikotsponsoring, 6,5 Mio. ¤ 2018 (dann: Umbro, Stadionwerbung) 2018 2023) 2029 Postbank Kappa H-Hotels Eigenvermarktung 6,5 Mio. ¤ 2018 2018 2020 (dann: Puma, 2024) Adidas Gazprom Allyouneedfresh 2018 Eigenvermarktung 20 Mio. ¤ 2021 (dann: Umbro, 2022 2023) Indeed 6,7 Mio. ¤ 2020

Stadion Summe Naming-Right pro Jahr1 Laufzeit bis

Volkswagen Arena6 k. A. unbefristet Mercedes-Benz Arena 20 Mio. ¤ (einmalig) 2038 HDI Arena 1,75 Mio. ¤ 2020

60 449

49 000

50 717 (2. Bundesliga) 36 706 (2. Bundesliga)

66/1000/2585

29/310/1586

Michael Kölmel2

ZSL Betreibergesellschaft mbH2

Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA TSG 1899 TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Be- Hoffenheim Fußsitzgesellschaft ball-Spielbetriebs mbH & Co. KG4 mbH & Co. KG4 BVB Stadion GmbH

Kölner Sportstät- Kölner Sportten GmbH stätten GmbH

FC Schalke 04 FC Schalke 04 Stadion BeteiArena Manageligungs- und ment GmbH Immobilien KG Sportpark Stadion Stadion FrankFrankfurt Gesellfurt Manageschaft für Projektment GmbH entwicklung mbH Bayer 04 Bayer 04 Immobilien GmbH Fußball GmbH FC Augsburg FC Augsburg Besitz und BeBesitz und triebsgesellschaft BetriebsgesellmbH schaft mbH HSV-Stadion HSV-Vermögens- HSV-Arena verwaltungs GmbH & Co. KG GmbH & Co. KG Grundstücksverwaltungsgesell- 1. FSV Mainz schaft der Stadt 05 e. V. Mainz mbH VfL WolfsWolfsburg AG burg-Fußball GmbH Stadion VfB Stuttgart Neckar-Park, Arena Betriebs VfB Stuttgart GmbH Hannover 96 Hannover 96 Arena GmbH & Co. KG

S t a n d : 24 . A u g u s t 2 0 1 7; C l u b s s i n d s o r t i e r t n a c h d e r A b s c h l u s s t a b e l l e d e r S a i s o n 2 0 1 6 / 1 7; 1 S u m m e n te i l w e i s e g e s c h ä t z t , n e u e S p o n s o r e n u n d o f f e n e P a ke te f e t t m a r k i e r t ; 2 R e d B u l l h a t d a s Ze n t r a l s t a d i o n g e k a u f t , d e r K a u f p r oze s s i s t j e d o c h n o c h n i c h t a b g e s c h l o s s e n ; 3 d a vo n W i r s o l : 1 , 2 M i o . E u r o; 4 w e i te r e N a m e n s p a r t n e r : H e i d e l b e r g C e m e n t , M V V E n e r g i e , S A P u n d S ü d z u c ke r, j e 4 0 0 0 0 0 E u r o (d i v. L a u f ze i te n) ; 5 F i n a n z i e r t w i r d d a s N a m i n g - R i g h t vo n d e r S c hw a r z w a l d To u r i s m u s G m b H ( S TG , 1 5 0 0 0 0 E u r o), d e r F r e i b u r g W i r t s c h a f t To u r i s t i k u n d M e s s e G m b H & C o . KG ( F W T M , 1 0 0 0 0 0 E u r o) u n d f ü n f C o -S p o n s o r e n ; 6 D i e Ve r t r a g s s u m m e d e s Tr i ko t s p o n s o r s h i p s s ow i e d e s N a m i n g - R i g h t s l a s s e n s i c h a u f g r u n d d e r b e s o n d e r e n Ko n s te l l a t i o n z w i s c h e n d e r V f L Wo l f s b u r g F u ß b a l l G m b H u n d d e r Vo l k s w a g e n AG n i c h t s e p a r a t a u s w e i s e n . 6 K l a u s- M i c h a e l K ü h n e h ä l t d i e N a m e n s r e c h te , n u t z t d i e s e a b e r n i c h t ko m m e r z i e l l . S P O N S O R S 9/ 1 7

W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

rg_BuLi_Vermarktung_2S.indd 2

Q u e l l e n : S P O N S O R S, A n g a b e n d e r C l u b s

11

25.08.17 08:46


BUNDESLIGA

DIE ÄRMEL-ANALYSE Seit dieser Bundesligasaison werden die Trikotärmel individuell vermarktet. SPONSORS hat eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema begleitet und Gespräche mit Bundesligisten und Sponsoren geführt. Daraus lassen sich vor allem drei Erkenntnisse ableiten.

E

s war eine Veränderung mit enormer Vorlaufzeit. Bereits Anfang Dezember 2015 verkündete die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf einer Mitgliederversammlung, dass die Clubs ihren linken Trikotärmel künftig eigenständig vermarkten können. Dieser offiziellen Kommunikation waren monatelange Diskussionen vorausgegangen. Sie hatten ihren Ursprung im Bestreben der Clubs, zentralvermarktete DFL-Sponsorings auf Branchen zu beschränken, in denen die Bundesligisten selbst keine bedeutenden Partnerschaften haben.

Die Umstellung erfolgte vor dem vergangenen Saisonstart zum 1. Juli 2017. Doch welche Auswirkungen hat die bedeutendste Vermarktungsumstellung der vergangenen Jahre in der Bundesliga?

1. Die Großen werden größer Die auffälligste und vermutlich von den meisten Marktteilnehmern erwartete Erkenntnis ist, dass die Top-Clubs durch die Individualvermarktung im Vergleich zur Zentralvermarktung die größten Zusatzerlöse erzielen. Schließlich waren es allen voran Borussia Dortmund, der FC Bayern

Liga-Spitze und den restlichen Clubs damit erneut größer geworden ist. Auch der Einnahmen-Unterschied zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga wurde verstärkt. Denn viele Zweitligisten bekommen von ihren Ärmelpartnern nicht wesentlich mehr, als sie durch die DFL-Zentralvermarktung erhielten, nämlich pro Saison im Schnitt einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag.

2. Raum für kreative Spielarten Mit dem Ärmelsponsoring haben die Clubs ein weiteres attraktives Vermarktungsrecht erhalten – und zwar eines, das Raum für

N E U E Ä R M E L S P O N S O R E N I N D E R F U S S B A L L B U N D E S L I G A : H - H o t e l s w i r b t u n t e r a n d e r e m a u f d e m G l a d b a c h e r Tr i k o t ä r m e l , Te d i b e i H e r t h a B S C u n d

Ein kaum umsetzbares Vorhaben, monierte die DFL und ihre Vermarktungstochter Bundesliga International (bislang: DFL Sports Enterprises). Zumindest dann nicht, wenn die DFL-Sponsorships eine auch für die großen Clubs relevante monetäre Werthaltigkeit haben sollten. Als Schlussfolgerung blieb schließlich nur, das werthaltige Ärmelrecht aus der Zentralvermarktung zu lösen und in die Hände der Clubs zu übergeben. 12

nl_Ärmelsponsoring_4S.indd 1

München und der FC Schalke 04, die die Umstellung der Vermarktung erwirkt hatten. So zahlt allein Opel als neuer Ärmelsponsor von Borussia Dortmund mit acht Millionen Euro pro Jahr künftig genau so viel, wie Hermes zuvor für die gleiche Werbefläche bei allen 36 Erst- und Zweitligisten kumuliert aufgebracht hatte. Zu der Erkenntnis gehört aber auch die Einsicht, dass der Abstand zwischen der

Kreativität bietet. So konnte der FC Schalke 04 seinen Deal mit dem Online-Supermarkt Allyouneedfresh, der fünf Millionen Euro pro Jahr bezahlen soll, auch deshalb so werthaltig gestalten, weil im Ärmelbadge ein Chip integriert ist. Mit diesem kann beispielsweise an den Stadionkiosken auf Schalke bezahlt werden. Auch der FC Ingolstadt 04 tätigte einen interessanten Abschluss und nutzt die FläW W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

25.08.17 14:26


Fotos (3): picture alliance, Getty Images

che zur Bewerbung der eigenen Fußballschule. Diese wird von Audi als PresentingPartner unterstützt. Entsprechend zahlt der Autobauer in einem Zweijahresvertrag auch eine zusätzliche Summe für die Präsenz. Die Volkswagen-Tochter, die ihre Konzernzentrale bekanntlich in Ingolstadt hat, war bereits Hauptsponsor des Clubs und ist diesem als Stadioneigentümer, Halter der Stadion-Namensrechte und Anteilseigner an der Spielbetriebs-Gesellschaft ohnehin stark verbunden. So wird Audi seit jeher als dritter Hauptpartner des FCI neben Trikotsponsor Media Markt und Ausrüster Audi geführt. Mit dem Ärmelrecht ergab sich nun die Chance, alle drei Hauptpartner wieder auf dem Trikot zu integrieren. Franz Spitzauer, Geschäftsführer Finanzen und Marketing beim FCI, spricht von einer „charmanten“ Lösung und zieht ent-

Opel bei Borussia Dortmund.

sprechend auch ein positives Fazit zur Vermarktungsumstellung. Er sagt: „Wir waren grundsätzlich sehr zufrieden mit der Zentralvermarktung. Das neue Recht der individuellen Vermarktung lässt viel kreativen Spielraum zu, diesem muss man sich aber auch intensiv widmen.“ Allerdings ist festzuhalten, dass diese Kreativität nicht bei allen Clubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga vorhanden war. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

nl_Ärmelsponsoring_4S.indd 2

In diversen Gesprächen mit der werbetreibenden Industrie wurde zuletzt deutlich, dass selbst in der Bundesliga einige Clubs das neue Recht nur als bessere MediaFläche im Markt anbieten.

3. Viele Upselling-Abschlüsse

Partner in eine allgemeingültige Analyse zu vereinen. Auch, weil sich einige der neuen Ärmelpartner nicht zu den strategischen Gedanken ihrer Engagements äußern wollen – wie beispielsweise die CG Gruppe (RB Leipzig) oder Tedi (Hertha BSC). Offensichtlich ist, dass es grundsätzlich eine Nachfrage danach gibt, sich als Sponsor in einer exponierteren Position zu engagieren – und das aus zwei Blickwinkeln. Zum einen, um als Partner, der auf dem Trikot an 34 Spieltagen zu sehen ist, eine noch regelmäßigere und intensivere Präsenz zu haben. Zum anderen aber auch aus ideellen Gründen, um sich in der Kommunikation nach innen und außen von anderen Sponsoren abheben zu können. Letztere Argumentation führt jedenfalls die Deutsche Börse an, neuer Ärmelsponsor und Finanzplatz-Partner von Eintracht Frankfurt. Kai Fischer, Managing Director Group Communications, der Deutschen Börse, sagt: „Wir sind stolz, als erster Partner der Eintracht die neue Werbefläche auf dem Trikotärmel zu nutzen. Diese Möglichkeit erlaubt uns ein Engagement, das über den Umfang einer klassischen Premium-Partnerschaft hinausgeht.“ Zwischen den Zeilen dieser Aussage lässt sich durchaus lesen, dass das Unternehmen zwar nicht aus dem Stand als Neupartner direkt Hauptsponsor werden wollte. Ein Engagement auf zweiter Ebene wäre aber dem Selbstverständnis nach zu wenig gewesen.

Bei der Art der Ärmelsponsor-Abschlüsse ergibt sich ein gemischtes Bild. Auf der einen Seite stehen die Ergebnisse einer Bachelorarbeit, die Absolvent Tim Knoche an der Business and Information Technology School (BiTS) in Iserlohn in Kooperation mit SPONSOR S geschrieben hat. Dabei wurde unter anderem auch eine umfassende empirische Analyse zum Bereich Ärmelsponsoring durchgeführt und die Erst- und Zweitligisten gefragt, in welchen Bereichen sie beim Thema Ärmelsponsor eine Chance für ihren Club sehen. Die Aspekte „Gewinnung eines neuen Sponsors“ und „Up-Selling-Potenzial“ kamen dabei auf einer Skala von 1 (keine Chance) bis 4 (sehr große Chance) jeweils auf einen Wert von 3,13. Dieses Meinungsbild weicht allerdings von den tatsächlich erzielten Abschlüssen ab: Bei den zum Redaktionsschluss 17 bekannten Ärmelsponsorings in der Bundesliga überwog die Anzahl der Upselling-Abschlüsse mit neun derartigen Verträgen nur leicht. Der 1. FC Köln (DEVK), Bayer 04 Leverkusen (Westminster), Borussia Mönchengladbach (H-Hotels), Eintracht Frankfurt (Deutsche Börse), der FC Augsburg (Baramundi), der FC Schalke 04 (Allyou- RISIKEN FÜR EINEN ÄRMELSPONSOR needfresh), der HamErst- und Zweitligisten Sponsoren burger SV (Popp Fein2,07 kost) und Hertha BSC Geringe Sichtbarkeit 2,69 (Tedi) und erzielten Fehlender Fit zwischen 2,07 Abschlüsse mit neu- Trikotdesign und Logo 2,46 en Partnern. Fehlender Fit zwischen 2,07 Verhältnismäßig Trikot- und Ärmelsponsor 2,43 noch mehr UpsellingKapitänsbinde verdeckt 2,13 Abschlüsse gab es in Werbefläche 2,20 der 2. Bundesliga. Fehlender Fit zwischen 2,53 Hier war die Anzahl Verein und Ärmelsponsor 2,57 der Deals mit Be2,60 standspartnern zu Hohe Aktivierungskosten 2,74 Redakt ionsschluss Zu hohe Preisvorstellung 2,87 mit zehn im Vergleich der Rechtehalter 3,31 zu fünf Neu-Partnern Logo nicht für Größe der 3,13 klar in der Überzahl. Werbefläche geeignet 2,71 Bei 32 von 36 AbF r a g e s te l l u n g a n C l u b s : „ I nw i ew e i t s i n d d i e f o l g e n d e n A s p e k te a l s R i s i ko i n d e r Ä r m e l ve r m a r k t u n g f ü r I h r e n schlüssen in der Bun- Ve r e i n z u s e h e n? “ D i e S k a l a r e i c h te vo n 1 ( ke i n R i s i ko) b i s 4 (s e h r g r o ß e s R i s i ko). i e b ew e r te n S i e d i e f o l g e n d e n A s p e k te (. . .) a l s A r g u m e n t f ü r I h r U n te r n e h m e n , desliga und 2. Bun- Fnri ac hgte satel s l Äl ur nmge lasnp oS pn os onrs oeri en ne :s „W Ve r e i n s a u f z u t r e te n? “ D i e S k a l a r e i c h te vo n 1 ( i r r e l ev a n t) b i s 4 (s e h r r e l ev a n t). desliga fällt es schwer, Te i l g e n o m m e n h a b e n 1 6 Ve r t r e te r vo n C l u b s u n d 3 6 vo n S p o n s o r e n . die Motivlage der S P O N S O R S : 9/ 1 7 Quelle: Tim Knoche 13

25.08.17 09:33


„DACHMARKE ETABLIEREN“ Es ist ein Novum in der Fußballbundesliga: H-Hotels hat als erster Sponsor zwei TrikotärmelAbschlüsse getätigt. Im SPONSORS-Interview erläutert Alexander Fitz, Vorstandsvorsitzender der Hotelgruppe, die Verträge mit Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen.

SPONSOR S: Herr Fitz, Sie sind einen ver-

gleichsweise ungewöhnlichen Schritt gegangen und werben in der Saison 2017/18 gleich bei zwei Erstligisten als Ärmelsponsor. Warum haben Sie sich ausgerechnet diese beiden Clubs ausgesucht? FITZ: Wir sind beiden Clubs schon seit einiger Zeit verbunden. Mit Mönchengladbach realisieren wir zusammen ein Hotelprojekt, das nächstes Jahr im Herbst eröffnet wird. Mit Bremen besteht die Sponsor-Partnerschaft inzwischen seit 2011. Da ist es nur logisch, dass wir auch das Thema Trikotärmel besprochen haben. SPONSORS: Sie sind kürzlich auch bei RB Leipzig als Sponsor eingestiegen – allerdings ohne Trikotärmelrecht. Warum haben Sie darauf verzichtet? FITZ: Für uns ist Sponsoring mehr als der Austausch von Leistungen und Gegenleistungen. Die jeweiligen Partner müssen auch zu uns passen. Unsere Partnerschaft mit RB Leipzig startet erst mit dieser Saison. Wir sind also noch in der Kennenlernphase. SPONSOR S: Die drei Deals sollen zusammen ein jährliches Invest von drei Millionen Euro bedeuten. Werden kurzfristig für diese Saison noch weitere Abschlüsse dazukommen? FITZ: Zu den Vertragsinhalten wollen wir uns an dieser Stelle nicht äußern. Zum Portfolio kann ich aber sagen, dass wir für diese Saison gut aufgestellt sind. SPONSOR S: Sie haben schon erwähnt, dass Sie mit Werder und der Borussia bereits länger zusammenarbeiten. Warum folgte gerade jetzt eine deutliche Intensivierung Ihrer Sponsoring-Maßnahmen? FITZ: Zu Jahresbeginn haben wir als Hotelgruppe eine wichtige strategische Neuausrichtung vorgenommen und alle unsere Hotels weg von einem großen amerikani14

nl_Ärmelsponsoring_4S.indd 3

schen Brand (H-Hotels war zuvor exklusiver Partner der Wyndham Hotel Group für die Marke Ramada in Deutschland, Anm. der Red.) unter unserer Dachmarke H-Hotels. com und den dazugehörigen Einzelmarken Hyperion, H4 Hotels, H2 Hotels und H+ Hotels zusammengeführt. Jetzt gilt es, die Dachmarke, die zugleich auch die Hauptdomain der Hotelgruppe ist, in der Öffentlichkeit zu etablieren. SPONSORS: Wieso haben Sie sich strategisch neu ausgerichtet? FITZ: Wir beobachten schon seit Längerem einen Trend zu mehr Individualität. Das

ALEXANDER FITZ Alexander Fitz (48) übernahm 1999 die Unternehmensführung bei H-Hotels von seinem Vater Helmut Fitz, der die Hotelgruppe 1969 gegründet hatte. Vor seinem Einstieg ins Familienunternehmen durchlief Alexander Fitz eine Ausbildung im Steigenberger Hotel Berlin und war anschließend bis 1999 in verschiedenen Positionen für die Treff Hotels AG tätig.

bezieht sich nicht nur auf die Ansprüche an die Hotels. Wir müssen auch kreativer werden, wenn es darum geht, potenzielle Gäste anzusprechen. SPONSORS: Dazu soll nun auch das Bundesligaumfeld dienen. Warum setzen Sie auf Fußball? FITZ: Fußball ist der Lieblingssport der Deutschen. Wir erreichen in den Stadien nicht nur eine sehr große, sondern auch eine höchst interessante Zielgruppe, die mobil und zahlungskräftig ist. SPONSORS: Wie sehr war der neuerdings bei einzelnen Clubs verfügbare Trikotärmel für Sie ein entscheidendes Recht, um größer im Sportsponsoring aktiv zu werden? FITZ: Wir haben in den vergangenen Jahren unser gesamtes Fußballsponsoring kontinuierlich ausgebaut. Bisher war Werbung auf dem Trikot immer dem Ausrüster oder dem Hauptsponsor vorbehalten. Dass diese exklusive Fläche auf dem Spieler nun auch für andere Sponsoren offen ist, sehe ich als großen Vorteil. SPONSOR S: Sie sind in Mönchengladbach auch Betreiber des geplanten Hotels am Stadion. War ein ergänzendes Sponsoring schon in den damaligen Gesprächen über eine Betreiber-Partnerschaft ein Thema? FITZ: Ja. Es hat aber jetzt erst mit dem schon erwähnten Strategiewechsel unserer Hotelgruppe Form angenommen. SPONSOR S: Planen Sie, weitere solcher Betreiberverträge in der Bundesliga abzuschließen? FITZ: Derzeit sind keine weiteren Projekte dieser Art in Planung. Wir sind aber immer für interessante Ideen gesprächsbereit. SPONSOR S: Herr Fitz, vielen Dank für das Gespräch. R. Gerth, N. Lehnebach W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

25.08.17 09:34


Gegenzug schätzen erwartungsgemäß die Clubs alle Chancen im Vergleich zu den Sponsoren als relevanter ein. Die unterschiedlichen Vorstellungen von Vereinen und Sponsoren werden auch beim Wert der Trikotärmel-Werbefläche sichtbar. Die Umfrageteilnehmer sollten angeben, wie sie den monetären Einzelwert des Ärmelbadges im Vergleich zur Trikotbrust einschätzen – unabhängig von anderen Leistungen möglicher Sponsorenpakete. Auch hier schätzen die Club-Vertreter den Wert grundsätzlich höher ein, wie aus der Grafik unten rechts ersichtlich wird. So oder so sind die Analyse und die Ergebnisse der Bachelorarbeit nur eine erste Tendenz einer in der Bundesliga komplett neuen Vermarktungsentwicklung. Am Ende der jüngst begonnenen Bundesligasaison wird sich frühestens zeigen, welchen Wert das Ärmelrecht für die Sponsoren bei den einzelnen Clubs tatsächlich hat. Dann, wenn die ersten Verträge bereits auslaufen und die ersten Verlängerungsgespräche oder Neuverhandlungen anstehen. Erstmals abgerechnet wird also frühestens in zwölf Monaten.

beginn noch nicht alle 36 Erst- und Zweitligisten einen Partner hatten. Auch das Übergewicht an Upselling-Abschlüssen stützt die These. Die unterschiedlichen Preisvorstellungen bei Clubs und Sponsoren wird auch in der vorliegenden Bachelorarbeit sichtbar. Bei den Risiken eines Ärmelsponsorships definierten 36 befragte Sponsoring-Entscheider „zu hohe Preisevorstellung der Rechtehalter“ als größtes Risiko. Auf einer Zu hohe Forderungen der Clubs? Skala von 1 (irrelevant) bis 4 (sehr relevant) Aus Fischers Aussagen wird ersichtlich, war das Argument „Preis“ mit einem Wert dass die Motivlage der Deutschen Börse von 3,31 das mit Abstand stärkste Argunicht zu verallgemeinern ist. Grundsätzlich ment, ein Ärmelsponsorship nicht einzuist für die Clubs in der Breite nicht ganz gehen. Auf den Plätzen zwei und drei foltrivial, Sponsoren für eine exponiertere gen bei den relevanten Argumenten „Hohe Position wie den Trikotärmel zu finden. Aktivierungskosten“ (Wert: 2,74) und „LoZumindest, wenn diese auch die Preisvorgo nicht für Größe der Werbefläche geeigstellungen des Clubs erfüllen sollen. Dafür net“ (2,71). Wenig überraschend sehen die spricht allein die Tatsache, dass zu Saisonbefragten Erst- und Zweitligisten diese CHANCEN FÜR EINEN ÄRMELSPONSOR Erst- und Zweitligisten Sponsoren Argumente als weniger relevant an. Der 1,75 Down-Sizing-Potenzial Aspekt „Zu hohe 2,06 Preisvorstellung der 2,75 Akzeptanz bei den Fans Rechtehalter“ kommt 2,61 bei den Clubs nur auf Gestaltungsspielraum 2,88 einen Wert von 2,87. 2,81 bei der Preisfindung Im Schnitt – auch das 3,00 Mediale Reichweite im TV ist nicht überra2,89 schend – stufen die 3,06 Upgrade-Potenzial Sponsoren alle Risi2,89 ken relevanter ein als Fans als Markenbotschafter 3,13 es die Clubs tun. Im 2,81 (Trikotverkäufe) Dabei geht es der Deutschen Börse weniger um die – im Vergleich zu einem klassischen Engagement auf zweiter Ebene – höhere Mediensichtbarkeit. Fischer sagt: „Fokus unseres Engagements als Finanzplatz-Partner der Eintracht ist unsere Heimatregion Rhein-Main. Daher ist die TVReichweite für uns weniger relevant als für andere Sponsoren.“

Aktivierungspotenzial Möglichkeit der digitalen Einbindung

Emotionale Werbefläche (Nähe zu Spielern) An 34 Spieltagen präsent Einer der drei Partner auf dem Trikot

≤ 10 %

3,38

2,89 3,11

Mediale Reichweite in Print- und Digitalmedien

3,00

W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

nl_Ärmelsponsoring_4S.indd 4

7 %1

1

3,44

≤ 40 %

29 % 0%

≤ 50 % 3,19

2,97

3%

3,56 3,69

Quelle: Tim Knoche

≤ 60 %

0% 0%

≤ 70 %

0%

33 %

11 %

3,44

2,75

53 %

26 %

≤ 30 %

3,44

Sponsoren

29 %1

≤ 20 %

F r a g e s te l l u n g a n C l u b s : „ I nw i ew e i t s i n d d i e f o l g e n d e n A s p e k te a l s C h a n c e f ü r I h r e n Ve r e i n i n d e r Ä r m e l ve rm a r k t u n g z u s e h e n? “ D i e S k a l a r e i c h t vo n 1 ( ke i n e C h a n c e) b i s 4 (s e h r g r o ß e C h a n c e). F r a g e s te l l u n g a n S p o n s o r e n : „W i e b ew e r te n S i e d i e f o l g e n d e n A s p e k te (. . .) a l s A r g u m e n t , s i c h (. . .) f ü r e i n E n g a g e m e n t a l s Ä r m e l s p o n s o r z u e n t s c h e i d e n? “ D i e S k a l a r e i c h t vo n 1 ( i r r e l ev a n t) b i s 4 (s e h r r e l ev a n t). Te i l g e n o m m e n h a b e n 1 6 Ve r t r e te r vo n C l u b s u n d 3 6 vo n S p o n s o r e n . S P O N S O R S : 9/ 1 7

Die Ärmel des 1. Spieltags: Tops und Flops

Erst- und Zweitligisten

3,25 3,11

Exklusive Werbefläche

sponsors.de

MONETÄRER EINZELWERT VON WERBEFLÄCHEN IM VERGLEICH: TRIKOTÄRMEL VS. TRIKOTBRUST

3,25

2,94

Erstellung eines individuellen Leistungspakets Positiver Imagetransfer

3,25

2,78

N. Lehnebach

3%

7% 1 Lesebeispiel: 29 Prozent der befragten Sponsoren beziffern den Werbewert des Trikotärmels auf unter zehn Prozent des Wertes der Trikotbrust. Lediglich sieben Prozent der Erst- und Zweitligisten sind dieser Meinung.

F r a g e s te l l u n g : „W i e b ew e r te n S i e d e n m o n e t ä r e n E i n ze l w e r t d e r We r b e f l ä c h e a u f d e m Tr i ko t ä r m e l – u n a b h ä n g i g vo n z u s ä t z l i c h e n Ve r t r a g s l e i s t u n g e n – i m Ve r g l e i c h z u m We r b ew e r t a u f d e r Tr i ko t b r u s t? “ Te i l g e n o m m e n h a b e n 1 6 Ve r t r e te r vo n C l u b s u n d 3 6 vo n S p o n s o r e n . S P O N S O R S : 9/ 1 7

Quelle: Tim Knoche

15

25.08.17 14:25


Foto: picture alliance

TICKETING

NACHGEFRAGTE RÜCKKEHRER Auswirkungen der Auf- und Abstiege: Der kumulierte Dauerkartenverkauf in der Bundesliga ist zur Saison 2017/18 deutlich gestiegen. In der 2. Bundesliga gibt es hingegen signifikante Rückgänge zu verzeichnen.

D

ie Bundesligisten haben für die Saison 2017/18 im Schnitt 26 191 Dauerkarten verkauft. Vor allem bedingt durch die hohen Verkaufszahlen der Wiederaufsteiger Hannover 96 und VfB Stuttgart ist das ein Zuwachs von im Schnitt 1894 Fans (+7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Zusammen kommen die zwei Clubs auf 54 500 verkaufte Dauerkarten. Damit konnten sie den gemeinsamen Schnitt ihrer bis dato letzten Bundesligasaison 2015/16 sogar noch um 2500 Tickets steigern. Im Vergleich zur vergangenen Zweitligasaison sind die Steigerungen noch größer: Im Vorjahresvergleich konnte Hannover um 19 Prozent (+3700) zulegen, der VfB steigerte seinen Dauerkartenverkauf um 24 Prozent auf insgesamt 31 000 Tickets. Es liegt auf der Hand, dass die 2. Bundesliga durch den Verlust dieser reichweitenstarken Clubs deutliche Einbußen hinnehmen musste. Auch bedingt durch den Abstieg des TSV 1860 München liegt der Durchschnittswert der verkauften Dauerkarten in der 2. Bundesliga um 21 Prozent unter dem Vorjahreswert. Konkret setzten die Clubs im Schnitt 8773 Jahreskarten ab (-2347). Die Absteiger FC Ingolstadt 04 und SV Darmstadt 98 kommen so zusammen auf 18 500 Dauerkarten. Zum Vergleich noch einmal: Hannover 96 und VfB Stuttgart schafften es in der vergangenen Zweitligasaison zusammen auf 44 800 Dauerkarten. Allerdings verzeichnet hier der FC im Vor16

cs_Ticketing_2S.indd 2

jahresvergleich den größeren Verlust (-4500). Die „Lilien“ verkauften nur 500 Tickets weniger als in der vergangenen Spielzeit. Die Aufsteiger aus der 3. Liga konnten diese Lücke nicht füllen. Obwohl Holstein Kiel einen starken Zuwachs von 112 Prozent (+2170) im Dauerkartenverkauf verzeichne-

käufen ein. Bei der Fortuna geht damit ein Abwärtstrend weiter: In der vergangenen Saison hatte der Zweitligist bereits 3100 Dauerkarten (17 Prozent) weniger als in der Spielzeit 2015/16 verkauft, nun beläuft sich der Rückgang auf 2200 Tickets. Auch andere Clubs hatten während der Sommerpause Probleme, ihre Kunden zu binden. Deutliche Rückgänge verzeichneten in der 2. Bundesliga der 1. FC Kaiserslautern (–1613) sowie der 1. FC Nürnberg (–2000). Im Fußball-Oberhaus verkauften der 1. FSV Mainz 05 (–1500) und der FC Augsburg (–1000) signifikant weniger Dauerkarten als zuletzt. Die größten Zuwächse verzeichnete die TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga mit einem Plus von 1500 Karten. In der 2. Liga verkaufte der 1. FC Union Berlin 1266 Tickets mehr als im Vorjahr und auch der VfL Bochum konnte seinen Dauerkartenverkauf um zehn Prozent (+500) steigern. Damit setzte der Revierclub sein Wachstum um den gleichen Wert wie in der Vorsaison fort. Bei all diesen Werten muss berücksichtigt werden, dass die Bundesliga- und teilweise die Zweitligasaison noch nicht begonnen hatten, als die Daten erhoben wurden. Dies war allerdings auch bei der VorjahresAbfrage der Fall, sodass durchaus eine Vergleichbarkeit gegeben ist. Oder anders ausgedrückt: Für die Clubs blieben noch wenige Tage, um im Endspurt weitere Dauerkarten abzusetzen.

[] Die 2. Liga büßt durch die Aufund Absteiger 21 Prozent seiner verkauften Dauerkarten ein

te, verkaufte der Club gemeinsam mit den zwei anderen Aufsteigern MSV Duisburg und SSV Jahn Regensburg insgesamt nur 14 574 Tickets. Das Absteiger-Trio FC Würzburger Kickers, Karlsruher SC und TSV 1860 München verkaufte in der vergangenen Saison 2016/17 in der 2. Bundesliga fast 9000 Tickets mehr (insgesamt 23 200). Von den Clubs, die in derselben Liga wie im Vorjahr spielen, gab es die stärksten Veränderungen beim FC Erzgebirge Aue (–534) und bei Fortuna Düsseldorf. Beide Vereine büßten 15 Prozent bei den Dauerkartenver-

C. Stammerjohann W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

24.08.17 16:47


TICKETING IN DER BUNDESLIGA UND 2. BUNDESLIGA (SAISON 2017/18) Club (Stadion)

Kapazität

Tagestickets1 (in ¤)

Dauerkarten1 (in ¤)

günstigstes

teuerstes

günstigste

teuerste

verkauft (Anzahl)

1. FC Köln (Rheinenergiestadion)

49 968

16 (0%)

75 (0%)

165 (0%)

795 (+1%)

25 500 (+2%)

1. FSV Mainz 05 (Opel Arena)

34 000

17 (0%)

75 (0%)

181 (0%)

880 (0%)

17 500 (-8%)

Bayer 04 Leverkusen (Bayarena)

30 120

15 (0%)

68 (0%)

190 (0%)

595 (0%)

19 000 (+1%)

Borussia Dortmund (Signal Iduna Park)

81 360

17,1 (-15%)

66,72 (+2%)

211,5 (+2%)

733 (+2%)

55 000 (0%)

Borussia Mönchengladbach (Borussia-Park)

46 287

17 (0%)

64,5 (0%)

190 (0%)

675 (0%)

30 000 (0%)

Eintracht Frankfurt (Commerzbank Arena)

51 500

15 (0%)

85 (0%)

180 (+13%)

803 (+2%)

28 000 (+4%)

FC Augsburg (WWK Arena)

30 660

16 (0%)

49 (0%)

199 (0%)

629 (0%)

17 500 (-5%)

FC Bayern München (Allianz Arena)

75 000

16 (+7%)

71 (+1%)

140 (0%)

750 (0%)

38 000 (0%)

FC Schalke 04 (Veltins Arena)

54 740

15,5 (0%)

52 (-16%)

263,5 (0%)

884 (0%)

43 935 (+4%)

Hamburger SV (Volksparkstadion)

57 000

17 (0%)

96 (0%)

224 (0%)

805 (0%)

25 500 (-2%)

Hannover 96 (HDI Arena)

49 200

14 (+17%)

54 (+35%)

185 (+23%)

695 (+26%)

23 500 (+19%)

Hertha BSC Berlin (Olympiastadion)

74 475

15 (0%)

99 (+3%)

244 (+23%)

692 (0%)

20 000 (-2%)

RB Leipzig (Red Bull Arena)

42 959

15 (0%)

85 (+13%)

195 (+8%)

885 (+20%)

20 000 (0%)

SC Freiburg (Schwarzwald-Stadion)

18 000

13 (0%)

74 (+16%)

180 (+6%)

835 (+2%)

15 000 (0%)

SV Werder Bremen (Weser-Stadion)

42 358

15 (0%)

70 (0%)

195 (+8%)

730 (+9%)

25 000 (0%)

TSG 1899 Hoffenheim (Wirsol Rhein-Neckar Arena)

30 150

18 (0%)

70 (0%)

150 (0%)

570 (0%)

16 500 (+10%)

VfB Stuttgart (Mercedes-Benz Arena)

17 000

17 (+6%)

87,5 (+39%)

198 (+16%)

744 (+22%)

31 000 (+24%)

VfL Wolfsburg (Volkswagen Arena)

30 000

15 (0%)

70 (0%)

130 (0%)

400 (0%)

20 500 (0%)

Durchschnitt (Bundesliga)

45 265,4

15,8 (0%)

72,9 (+4%)

190,1 (+5%)

727,8 (+4%)

26 190 (+7%)

1. FC Heidenheim (Voith-Arena)

15 000

12 (-8%)

30 (-3%)

185 (0%)

445 (0%)

7164 (-7%)

1. FC Kaiserslautern (Fritz-Walter-Stadion)

49 780

14 (+17%)

43 (+5%)

165 (0%)

575 (0%)

12 387 (-12%)

1. FC Nürnberg (Max-Morlock-Stadion)

50 000

12 (-8%)

46 (+10%)

160 (0%)

599 (0%)

18 000 (-10%)

1. FC Union Berlin (Stadion an der Alten Försterei)

22 012

13 (+18%)

41 (+2%)

187 (+13%)

680 (+13%)

11 266 (+13%)

Arminia Bielefeld (Schüco Arena)

26 137

14 (0%)

29 (+4%)

195 (-4%)

412,5 (+6%)

8382 (-5%)

Eintracht Braunschweig (Eintracht-Stadion)

23 325

14 (0%)

33 (-3%)

195 (0%)

487,5 (0%)

14 900 (-4%)

FC Erzgebirge Aue (Erzgebirgsstadion Aue)

16 090

14,3 (+19%)

30,8 (+28%)

208 (0%)

400 (+14%)

3110 (-15%)

FC Ingolstadt 04 (Audi Sportpark)

15 200

12 (-14%)

34 (-23%)

156 (-17%)

442 (-24%)

7500 (-38%)

FC St. Pauli (Millerntor-Stadion)

29 546

12,5 (0%)

43 (0%)

153 (0%)

520 (0%)

15 000 (0%)

Fortuna Düsseldorf (Esprit Arena)

54 477

13 (0%)

46 (0%)

195 (0%)

690 (0%)

12 200 (-15%)

Holstein Kiel (Holstein-Stadion)

11 386

13 (+8%)

31 (0%)

195 (+2%)

465 (-6%)

4100 (+112%)

MSV Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena)

31 500

13 (+8%)

36 (+6%)

182 (+1%)

504 (-1%)

6674 (+6%)

SG Dynamo Dresden (DVV-Stadion)

32 066

13,5 (0%)

37 (0%)

195 (0%)

595 (0%)

17 0002 (-6%)

SpVgg Greuther Fürth (Sportp. Ronhof Thomas Sommer)

18 000

14 (+8%)

34 (-1%)

130 (-19%)

350 (-22%)

5400 (+4%)

SSV Jahn Regensburg (Continental Arena)

15 224

12 (+9%)

34 (+6%)

173 (+5%)

496 (+3%)

3800 (+81%)

SV Darmstadt 98 (Merck-Stadion am Böllenfalltor)

17 000

13 (-13%)

383 (+111%)

182 (-24%)

570 (-16%)

11 000 (-4%)

SV Sandhausen (BWT-Stadion am Hardtwald)

15 414

11 (0%)

35 (0%)

139 (-4%)

357 (0%)

2500 (+4%)

VfL Bochum (Vonovia Ruhrstadion)

29 299

13 (+8%)

35 (-5%)

182 (+8%)

560 (+8%)

5754 (+10%)

Durchschnitt (2. Bundesliga)

26 192

13 (+3%)

36,3 (+8%)

176,5 (-2%)

508,2 (-1%)

8773 (-21%)

D i e We r te w u r d e n vo n E n d e J u l i b i s M i t te A u g u s t e r f a s s t , a l p h a b e t i s c h s o r t i e r t ; 1 Vo r ve r k a u f s p r e i s o h n e E r m ä ß i g u n g ; f ü r te u e r s te G e g n e r- K a te g o r i e b z w. To p -S p i e l e u n d o h n e V I P -T i c ke t s ; ( P r oze n t u a l e Ve r ä n d e r u n g z u r Vo r s a i s o n) ; D a u e r k a r te n i m P u b l i c- B e r e i c h - p l u s 1 0 0 0 D a u e r k a r te n i m V I P - & B u s i n e s s- B e r e i c h ; 3 D a s S t a d i o n w u r d e u m g e b a u t - f r ü h e r g a b e s n u r S te h p l ä t ze i m E i n ze l ve r k a u f.

2

SPONSOR S 9/17

W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

cs_Ticketing_2S.indd 3

Quellen: SPONSOR S , Angaben der Clubs

17

24.08.17 16:47


Foto: Instagram

D I G ITA L

DIE SOCIAL-VERMESSUNG Frequenzen, Interaktionen, Reichweiten: Erstmals hat SPONSORS die Social-Media-Aktivitäten der Bundesliga-Clubs einem großen Vergleich unterzogen. Parameterübergreifend fällt auf: Das Gefälle ist enorm.

L

ässt sich objektiv bewerten, welcher Bundesliga-Club die beste SocialMedia-Arbeit leistet? Wohl kaum. Zu unterschiedlich sind die Grundvoraussetzungen und die Prioritäten der Clubs. Zu groß ist auch die Anzahl möglicher KPIs, die sich analysieren lassen. Heißt das, man sollte das Thema links liegen lassen? Auch diesmal lautet die Antwort: wohl kaum. SPONSORS hat zusammen mit dem Social-Analytics-Tool Shareablee eine Social-Media-Übersicht erstellt und die Clubs unter mehreren Gesichtspunkten verglichen. Bei der Analyse fällt zunächst auf, wie unterschiedlich die Reichweiten der einzelnen Clubs sind. So kommt der FC Bayern München über die vier Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und Youtube weltweit auf kumuliert knapp 59 Millionen Fans – 120-mal so viel wie der FC Augsburg am Tabellenende mit knapp 490 000 Anhängern. Noch deutlicher geht die Schere auseinander, wenn man sich ausschließlich die internationalen Fans der Clubs anschaut. So hat der FC Bayern außerhalb Deutschlands die meisten Facebook-Fans in Indonesien, gut 3,1 Millionen sind es. Beim FC Augsburg ist Österreich mit rund 4000 Facebook-Fans der stärkste internationale Markt. Diese Reichweiten hängen stark vom grundsätzlichen Interesse an den einzelnen Clubs ab und sind somit kurzfristig nur in Maßen ausbaufähig. Dies ist bei den Frequenzen der Posts anders, also wie häufig ein Club Inhalte auf seine Social-Me18

nl_BuLi_Socialmedia-Check_3S.indd 1

dia-Plattformen stellt. Allerdings gibt es auch hier deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Clubs. Bei Instagram kam der FC Bayern mit 1349 Posts in der vergangenen Saison auf den höchsten Wert. Es folgen mit der TSG 1899 Hoffenheim (1224 Posts) und Hertha BSC (1189) zwei Clubs im Frequenz-Ranking, die vergangene Saison nicht international gespielt haben. Der Großteil der Clubs folgt mit einer Anzahl im Bereich von 600 bis 800. Mit dem VfL Wolfsburg (433) und Aufsteiger Hannover 96 (435) haben zwei niedersächsische Clubs IDEE DER ÜBERSICHT Anders als etwa bei TV-Quoten gibt es für soziale Netzwerke keine anerkannte und öffentlich zugängliche Währung für die Erfolgsmessung. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Thematik hat SPONSORS deshalb im Dialog mit Club-Vertretern und dem Social-Analytics-Tool Shareablee Parameter definiert, die relevant und vergleichbar sind. Dies ist beispielsweise bei Instagram deutlich besser möglich als bei Facebook, wo einige Clubs die Funktion „Global Pages“ benutzen. Damit werden unterschiedliche Märkte separat angesprochen, eine übergreifende Vergleichbarkeit ist für viele Social-Analytics-Tools nicht herstellbar. Auch bei Twitter haben mehrere Clubs spezielle Accounts für einzelne Sprachen oder Regionen. Youtube wurde aufgrund der aktuell bereits hohen und künftig wohl weiter steigenden Bedeutung des Themas Bewegtbild berücksichtigt. S P O N S O R S 9/ 1 7

Quelle: SPONSORS

am wenigsten gepostet. Gerade für Bundesligisten mit einer niedrigen Frequenz könnte dieser Vergleich ein Hinweis darauf sein, künftig intensiver zu kommunizieren. Neben dem ligainternen lohnt sich auch ein internationaler Vergleich. Dabei wird schnell deutlich, dass die Bundesligisten mit ihren Social-Reichweiten gerade in der Breite weit vom europäischen und weltweiten Top-Niveau entfernt sind. Die Agentur Result Sports vergleicht regelmäßig die kumulierten Reichweiten der Clubs bei Facebook, Google+, Instagram, Periscope, Twitter und Youtube. Demnach sind der FC Barcelona und Real Madrid mit jeweils gut 200 Millionen Followern der Konkurrenz deutlich enteilt, nur Manchester United (111 Millionen Follower) ist ansonsten noch im dreistelligen Millionen-Bereich. Und die Bundesliga? Mit gut 61 Millionen digitalen Anhängern liegt der FC Bayern in der internationalen Social-ReichweitenTabelle auf Rang sechs, Borussia Dortmund (23 Millionen) auf Platz 13. Hinter dem Duo klafft allerdings eine große Lücke. Als nächste Bundesliga-Clubs folgen der FC Schalke 04 auf Rang 50 (4,3 Millionen Follower) und Bayer 04 Leverkusen (3,7 Millionen) auf Platz 57. Alle anderen deutschen Clubs befinden sich außerhalb der Top 100. Oder anders: Es gibt noch viel Potenzial – auch wenn die Reichweite singulär nicht das alles entscheidende Kriterium ist. N. Lehnebach W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

25.08.17 09:06


DIE GROSSE SOCIAL-TABELLE VON SPONSORS UND SHAREABLEE ZUR FUSSBALLBUNDESLIGA: KPIS VON FACEBOOK, INSTAGRAM UND YOUTUBE (ERHEBUNGSZEITRUM: 26.8.2016 BIS 20.5.2017) 2

Club

Reichweite (Facebook, Instagram, Twitter, Youtube kumuliert)

Unique engaged audience (Monatsschnitt)1

Land mit den meisten Fans (außer Deutschland)

Anzahl Fans in diesem Land

Anzahl Posts

Anzahl Interaktionen

Anzahl Videos

Anzahl Interaktionen

Abrufe pro Video

58 806 782

1 253 883

Indonesien

3 125 889

1349

189 166 249

464

22 048 424

46 162

22 937 592

989 549

Brasilien

917 157

767

52 009 274

291

8 156 643

27 099

3 951 589

146 120

Brasilien

140 574

782

7 756 954

322

2 699 254

8051

3 351 157

102 237

Brasilien

128 709

780

3 161 203

10

18 547

1793

1 622 616

16 783

Algerien

49 233

433

1 775 809

156

350 163

2165

1 613 296

95 051

Ägypten

26 492

692

4 566 396

109

1 174 323

10 416

1 608 045

81 332

Brasilien

33 722

717

4 681 939

189

3 103 770

15 718

1 428 047

109 888

Brasilien

17 261

768

4 223 670

121

1 819 547

14 605

1 268 880

88 078

Brasilien

15 355

590

4 118 961

127

711 397

5376

1 121 603

70 123

Italien

5915

656

2 720 126

124

660 985

5154

1 118 836

71 960

USA

11 767

661

3 953 756

53

391 360

7099

752 465

51 075

Ungarn

15 398

1189

2 752 160

520

2 167 178

4049

701 714

38 308

Brasilien

7263

435

1 016 608

267

1 222 414

4408

655 856

18 480

Algerien

8759

797

672 103

277

370 231

1301

528 137

107 928

Österreich

14 363

756

2 604 381

0

0

0

496 086

3 244

Brasilien

12 914

1224

1 514 629

190

426 522

2152

491 528

26 463

Schweiz

5044

545

1 000 464

30

56 664

1811

488 939

19 743

Österreich

4050

607

1 057 235

212

620 335

2873

A b s te i g e n d s o r t i e r t n a c h Fa n - R e i c hw e i te , d e r We r t Fa n - R e i c hw e i te w u r d e a m 1 8 . A u g u s t 2 0 1 7 e r h o b e n . D a b e i w u r d e p r o s oz i a l e m N e t z w e r k d e r r e i c hw e i te n s t ä r k s te C l u b -A c c o u n t b e r ü c k s i c h t i g t . D i e ü b r i g e n We r te b e z i e h e n s i c h a u f d i e ko m p l e t te S a i s o n 2 0 1 6 / 1 7; 1 D e r We r t g i b t a n , w i e v i e l e U n i q u e U s e r m i n d e s te n s e i n e I n te r a k t i o n ( L i ke n , Ko m m e n t i e r e n , Te i l e n) m i t e i n e m P o s t g e m a c h t h a b e n . D a b e i w u r d e e i n D u r c h s c h n i t t s w e r t a u s d e n e i n ze l n e n M o n a t s z a h l e n d e r S a i s o n g e b i l d e t ; 2 I m B e r e i c h Yo u t u b e b e i n h a l te t d e r We r t A c t i o n s s owo h l V i ew s w i e a u c h L i ke s / D i s l i ke s u n d Ko m m e n t a r e u n d i s t e i n e S u m m e f ü r a l l e V i d e o s d e r S a i s o n . B e i V i ew s p e r V i d e o h a n d e l t e s s i c h u m einen Durchschnittswert pro Video. S P O N S O R S 9/ 1 7

W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

nl_BuLi_Socialmedia-Check_3S.indd 2

Quelle: Shareablee

19

25.08.17 09:06


T R I KOT P R E I S E

MINIMALER PREISANSTIEG Durchschnittlich 87 Euro kostet in der Saison 2017/18 ein Trikot in der Bundesliga, für 16 Euro weniger gibt es ein Zweitliga-Jersey. Im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Preise weitestgehend stabil — nur ein Zweitliga-Aufsteiger erhöht seine Preise deutlich.

TRIKOTPREISE IN DER BUNDESLIGA UND 2. BUNDESLIGA (SAISON 2017/18)

Ausrüster

Preis pro Trikot mit Standardbeflockung1

Preis pro Trikot mit individueller Beflockung1

Preis pro Kindertrikot ohne Beflockung

in ¤

Veränd.2

in ¤

Veränd.2

in ¤

Veränd.2

in ¤

Veränd.2

Adidas

89,95

0%

99,95

0%

104,95

0%

69,95

0%

Adidas

89,95

0%

102,90

0%

105,45

0%

69,95

Adidas

89,95

6%

99,95

5%

104,95

5%

Nike

84,95

0%

99,95

0%

102,45

0%

Club

Ausrüster

Preis pro Trikot ohne Beflockung1

Preis pro Trikot mit Standardbeflockung1

Preis pro Trikot mit individueller Beflockung1

Preis pro Kindertrikot ohne Beflockung

in ¤

Veränd.2

in ¤

Veränd.2

in ¤

Veränd.2

in ¤ Veränd.2

Umbro

84,95

0%

94,95

5%

ab 99,953

18 %

64,95

0%

0%

Adidas

79,95

-6 %

89,95

-5 %

91,95

-5 %

59,95

-8 %

69,95

8%

Puma

75,00

0%

87,50

0%

87,50

0%

60,00

-13 %

69,95

0%

Macron

74,95

0%

89,95

0%

92,95

3%

54,95

0%

74,95

0%

87,45

0%

89,95

0%

59,95

-8 %

Nike

84,95

0%

97,45

3%

99,90

0%

69,95

0%

Under Armour

Nike

84,95

0%

94,90

0%

99,90

0%

69,95

0%

Uhlsport

74,95

0%

87,90

0%

89,90

0%

54,95

0%

Nike

84,95

0%

97,45

0%

99,95

0%

69,95

0%

Uhlsport

69,99

0%

82,99

0%

84,99

0%

54,99

0%

Nike

84,95

6%

97,95

5%

102,95

5%

64,95

8%

Joma

69,95

17 %

82,90

14 %

87,90

13 %

59,95

4

0%

Erima

79,99

0%

92,94

0%

97,94

0%

59,99

0%

Erima

69,95

0%

84,95

0%

84,95

0%

59,95

9%

Puma

79,95

0%

89,95

0%

94,95

0%

59,95

0%

Nike

69,95

0%

81,95

0%

83,95

0%

54,95

0%

Foto: picture alliance

Club

Preis pro Trikot ohne Beflockung1

DER PREIS DER 2. BUNDESLIGA: Standardtrikots des SSV Jahn Regensburg sind nach dem Aufstieg um 18 Prozent teurer geworden.

Kappa

79,95

0%

92,94

0%

94,94

0%

59,95

0%

Erima

69,95

0%

79,90

0%

84,90

0%

59,95

0%

Puma

79,95

0%

92,95

0%

98,95

0%

59,95

0%

Hummel

69,95

0%

82,90

0%

86,90

0%

54,95

0%

Jako

79,90

0%

94,80

0%

99,80

0%

59,90

0%

Jako

69,95

0%

83,45

1%

86,45

2%

54,95

0%

Jako

74,96

0%

86,92

0%

89,92

0%

54,96

0%

Nike

69,95

8%

81,90

9%

84,90

6%

54,95

10 %

Lotto

74,95

0%

87,45

0%

89,95

0%

59,95

0%

Nike

69,95

0%

81,95

0%

84,95

0%

54,95

0%

64,90

0%

77,90

0%

79,90

0%

54,90

0%

Nike

74,95

0%

89,95

0%

91,95

0%

54,95

0%

Capelli Sports

Lotto

74,95

0%

85,95

0%

89,95

0%

59,95

0%

Puma

59,95

0%

74,95

0%

74,95

0%

49,95

0%

Hummel

69,95

0%

84,95

0%

84,95

0%

54,95

0%

Saller

59,00

18 %

74,00

19 %

74,00

19 %

55,004

10 %

86,83

2%

93,85

1%

97,43

1%

69,33

2%

71,01

2%

83,75

2%

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Sortierung absteigend nach Trikotpreis ohne Beflockung; Preisangaben für Heimtrikot, Herren, Kurzarm, Größe L, ohne Liga-Logo; Preisveränderungen im Vergleich zur Saison 2016/17; Preis gilt für individuelle Beflockung, plus fünf Euro beim Schriftzug „1. FC Nürnberg“; 4 Preis gilt für Heimtrikot, Herren, Kurzarm, XXS, weil Verein kein separates Kindertrikot anbietet 1

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Q u e l l e n : S P O N S O R S , We b s h o p s d e r C l u b s

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FC L I V E R P O O L

KAMPF DEM FAKE-TRIKOT Im Kampf gegen Plagiate und für mehr Marktanteile in China geht der FC Liverpool im Merchandising neue Wege. Mit einer differenzierten Preisstrategie soll der Trikotabsatz in der Volksrepublik angekurbelt werden. Ein Vorbild für andere Clubs?

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Foto: Getty Images

trieb der Piraterie-Produkte noch hina ist Merchandisingstärker im Auge behalten und Weltmeister. Der Großteil setzt dabei auch auf die Unterder weltweit verkauften stützung von Alibaba. Die größte Sportartikel stammt aus IT-Firma Chinas wurde zuletzt der Volksrepublik. Branvon vielen Markenproduzenten chenexperten schätzen, dass instark kritisiert, dass sie den zwischen mehr als die Hälfte der Kampf gegen die Plagiate nicht global gehandelten Sporttextilien ernst genug verfolge. Das Unterim Reich der Mitte produziert nehmen selbst wünscht sich wiewird. Allein der weltweite Umderum stärkere Unterstützung satz mit Fußballausrüstung, die von staatlicher Seite und reicht in China hergestellt wird, soll im die Verantwortung weiter. niedrigen zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich liegen. LIVERPOOL-FANS IN ASIEN: Doppelpreisstrategie nicht ohne Risiko. Doch nicht nur das Geschäft Verliert LFC Marktanteile? Um der Plagiat-Flut entgegenzutreten, mit offiziellen Fan- und Sportartikeln Unabhängig von den zu erwartenden Verüberraschten die „Reds“ bei der Vorstellung boomt, sondern auch das mit Plagiaten. Ob kaufszahlen des „China-Trikots“ erscheint ihres neuen Trikots zuletzt mit einer neuen in Peking, Shanghai oder Guangzhou: Die die Doppelpreisstrategie des FC Liverpool Strategie. Für den chinesischen Markt wird Geschäftsstraßen und Märkte sind voll von nicht völlig ohne Risiko. So wird damit wezur Saison 2017/18 erstmals ein stark preisgefälschter Ware und die chinesische Beder das grundsätzliche Fälschungsproblem reduziertes und optisch fast identisches völkerung greift gern zu. Ein echter Verin Fernost gelöst noch dürften die Fans des offizielles Trikot angeboten. Dieses soll den kaufsschlager sind seit einigen Jahren die Traditionsclubs außerhalb von China verFälschern in China Marktanteile wegnehFake-Trikots der europäischen Top-Fußballstehen, warum sie weiterhin den fast dreimen und die eigenen Umsätze erhöhen. teams. Neben Jerseys von Manchester Unimal so hohen Preis für ein beinahe identisch ted und Bayern München sowie Real Madrid aussehendes Clubtrikot bezahlen sollen. und dem FC Barcelona liegen auch die TriMarkenexperten melden im Gespräch „China-Trikot“ 65 Prozent billiger kots des FC Liverpool in der Gunst der chimit SPONSORS sogar Bedenken an, dass die Mit einem Preis von 23 Pfund (rund 26 Euro) nesischen Fußballfans ganz weit vorn. anstelle von 67 Pfund (76 Euro) für das reMarke der „Reds“ Schaden nehmen könnte. Von den über 700 Millionen Liverpoolguläre Jersey ist das reduzierte Trikot um Im Vergleich zu den übrigen Trikots euroFans auf der ganzen Welt stammt nach Anmehr als 65 Prozent günstiger. Möglich wird päischer Top-Teams, die auf dem asiatigaben des Clubs mehr als die Hälfte aus der Preis nach Clubangaben durch die Tatschen Markt angeboten werden, erscheint Asien, rund ein Drittel davon aus China. sache, dass das Trikot nicht vom offiziellen das Original-Trikot des FC Liverpool nun Obwohl die weltweiten Liverpool-AnAusrüster der „Reds“ produziert wird, dem sehr billig und passt nicht recht zu dem hänger zuletzt immer mehr Trikots des US-Sportartikelhersteller New Balance. Premium-Image, das in der KommunikatiTeams kauften, wachsen die Umsätze im Stattdessen wurde ein lokaler Hersteller on aufgebaut wird. Dadurch könnte der Club Fanartikelverkauf in China nur sehr langbeauftragt, der bei der Produktion zudem auf Dauer sogar Marktanteile verlieren. sam. In der vergangenen Saison dürfte der weniger hochwertiges Material verwendet. Merchandising-Verantwortliche einiger FC Liverpool weltweit erstmals fast eine Das Low-Cost-Trikot wird zunächst ausBundesliga-Clubs, die in China aktiv sind, Million offizielle Trikots verkauft haben. schließlich im offiziellen Liverpool-Onlinebeurteilen die Preisstrategie des FC LiverDer chinesische Markt soll zu diesem VerFanshop auf der Alibaba-Website Tmall pool indes als „spannend“ und zeigen Intekauf allerdings lediglich einen einstelligen angeboten. Der Club spart so zusätzliche resse an einem Austausch mit den engliProzentsatz beigetragen haben, wie aus Kosten im stationären Handel. Dass ausgeschen Kollegen. Wobei die Einschätzungen dem Umfeld des Clubs zu hören ist. rechnet eine Alibaba-Plattform die Umsätaus der Bundesliga im Hinblick auf zu erDas Problem, das der FC Liverpool mit ze im Merchandising des FC Liverpool anwartende Merchandising-Umsätze im Reich allen europäischen Top-Clubs teilt: Viele kurbeln soll, ist dabei nicht ganz frei von der Mitte grundsätzlich eher pessimistisch chinesische Fans greifen nicht zu den LiIronie. Wer beispielsweise bei Taobao, der sind. Mit Fanartikeln könne man in China zenzprodukten, sondern zu gefälschten größten Plattform des E-Commerce-Unter– unabhängig vom gewählten Preis – auch Souvenirs, die im Internet oder von fliegennehmens, nach Fanartikeln der „Reds“ in Zukunft nicht allzu viel Geld verdienen, den Händlern rund um Stadien angeboten sucht, wird mühelos fündig. Die Trikots heißt es. Als Marketinginstrument seien sie werden. Statt der offiziellen Trikotpreise oder Schals sind aber allesamt gefälscht, aber unverzichtbar. zwischen 50 und 80 Euro sind die Fälschunder Club verdient keinen Cent daran. gen zum Teil schon ab fünf Euro zu haben. Der FC Liverpool will künftig den VerF. Oediger W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Discovery

Foto: picture alliance

DER OLYMPIA-DEAL

Noch Ende 2016 hatte Discovery verkündet, von 2018 bis 2024 das „exklusive Zuhause“ der Olympischen Spiele in Deutschland zu sein, nun ist die Rolle rückwärts perfekt: Discovery hat eine Sublizenz der OlympiaRechte an ARD und ZDF vergeben. Diese gilt für den kompletten Zyklus 2018 bis 2024. Damit erfolgte auch kommunikativ eine komplette Abkehr von der vorher angepriesenen Exklusivität. Nun heißt es von Discovery, dass „die Fernsehzuschauer in Deutschland die großen Gewinner sind“. Die Größenordnung des Deals zwischen Discovery und ARD sowie ZDF ist bisher nicht bekannt. Zuletzt soll Discovery nur für die Winterspiele 2018 und die Sommerspiele 2020 insgesamt 150 Millionen Euro aufgerufen haben, ARD und ZDF aber nur 100 Millionen Euro geboten haben. Nun sicherten sich die öffentlichen Sender sehr umfangreiche Olympia-Rechte. Laut Discovery werden ARD und ZDF „wechselweise großflächig live im Free-TV auf einem linearen Sender und parallel auf ihren Digitalplattformen berichten sowie zusätzlich bis zu drei Livestreams von den Wettbewerben anbieten“. Eurosport behält eine nicht weiter definierte Exklusivität, um „in speziellen Primetime-Formaten auf Eurosport 1 über die Olympischen Spiele zu berichten“. Zudem sind ausgewählte Sportarten live nur bei Eurosport zu sehen.

OLYMPIA-RECHTE: ARD und ZDF sichern sich eine Sublizenz von Discovery für den Zyklus 2018 bis 2024.

Übertragungsrechte

Sublizenz

TELEKOM SICHERT SICH BUNDESLIGA UND CHAMPIONS LEAGUE

AMAZON ZEIGT BUNDESLIGA

Die Deutsche Telekom und Sky Deutschland haben eine neue TV-Kooperation geschlossen, die unter anderem die Bundesliga und die UEFA Champions League umfasst. Konkret darf die Telekom in ihrem neu gebündelten Produkt „Telekom Sport“ die Sky-Konferenzen der Bundesliga und der UEFA Champions League sowie alle Spiele der DKB Handball-Bundesliga (HBL) ausstrahlen. Die Rechte verbleiben allerdings komplett bei Sky. Telekom Sport hält dagegen die exklusiven Rechte an der 3. Liga sowie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der Easycredit Basketball Bundesliga (BBL) selbst. Damit umfasst das Portfolio der Telekom nun Fußball-Premiumrechte sowie weitere wichtige Teamsport-Ligen aus Deutschland.

Discovery hat einen weiteren Übertragungsweg für die Spiele der Fußballbundesliga gefunden. Der Eurosport-Player wird in den Amazon-Channel eingebunden. Die Übertragung der 45 Bundesliga-Spiele, an denen

Foto: picture allaince

UEFA Europa League

RTL UND DAZN WERDEN TV-PARTNER Nach SPONSOR S-Informationen sind die Verhandlungen mit dem UEFA-Vermarkter Team Marketing für die Übertragungsrechte der UEFA Europa League im Zyklus 2018/19 bis 2020/21 entscheidend fortgeschritten. Abschlüsse mit Dazn für das PayTV und der Mediengruppe RTL für das FreeTV sollen unmittelbar bevorstehen. Damit würde die UEFA Europa League mit zwei neuen Rechtepartnern in den kommenden Zyklus gehen. Derzeit werden die Spiele von Sky Deutschland (Pay-TV) und Sport1 (Free22

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TV) übertragen. Die Vergabe der EuropaLeague-Rechte zeigt erneut die Konkurrenzsituation im deutschen Pay-TV-Markt. UEFA-Vermarkter Team hatte in den Verhandlungen frühzeitig klargemacht, dass es für das Pay-TV keine Komplettlösung mit einem einzelnen Medienunternehmen geben würde. Eine solche Komplettlösung wäre für Dazn sicherlich eine attraktive Option gewesen. Entsprechend konnte RTL also um die Free-TV-Rechte bieten, die künftig bei Nitro verwertet werden sollen.

BUNDESLIGA IM STREAM: Amazon steigt ein.

Eurosport die Rechte hält, war zunächst über die eigene Plattform und durch die Einbindung des Eurosport Players auf HD+ gesichert worden. Durch die neue Distributionsvereinbarung mit dem Streaming-Anbieter wird dieser früher als gedacht auch Bewegtbilder der Bundesliga zeigen. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Handel

3. Liga

TEDI & LAGARDÈRE: MILLIONEN-DEAL IN DER BUNDESLIGA

U! SPORTS VERMARKTET FSV

Tedi hat den deutschen Profifußball als neue Marketing-Plattform auserkoren und will diese offenbar umfassender und langfristiger bespielen als bisher angenommen. Nach dem Ärmelsponsor-Einstieg bei Hertha BSC und dem Abschluss als Haupt- und Trikotsponsor beim Drittligisten VfL Osnabrück folgten noch weitere Deals. Wie Vermarkter Lagardère Sports auf Nachfrage mitteilte, wirbt Tedi in der aktuellen Saison mit TV-relevanter Bandenwerbung ohne weitere Rechte bei gleich acht Bundesligisten. Bei den Clubs handelt es sich um den 1. FSV Mainz 05, Bayer 04 Leverkusen, den FC Augsburg, den Hamburger SV, Hannover 96, den SC Freiburg, den SV Werder Bremen und den VfB Stuttgart. Lagardère teilte mit, dass man den Gesamtdeal vermarktet habe. Dies überrascht, kommen von den acht Clubs nur vier aus dem eigenen Portfolio – und mit Bremen, Freiburg und Mainz sind gleich drei dabei, die beim Wettbewerber Infront Sports & Media unter Vertrag. Infront und

U! Sports ist seit Ende Juli Vermarktungspartner des FSV Zwickau. Der Drittligist und der Vermarkter mit Sitz in Hamburg vereinbarten eine Zusammenarbeit, die nach SPONSOR S-Informationen bis zu zehn Jahre laufen soll. U! Sports verantwortet künftig den Vertrieb der gesamten Sponsoring- und Hospitality-Rechte des FSV und ist für die Akquise und die Betreuung von Sponsoren sowie für die Entwicklung neuer Sponsoringpakete beim Drittligisten verantwortlich. Darüber hinaus zählt auch die Integration der digitalen Kanäle und Plattformen des Vereins in Partnerschaften zum Aufgabenbereich der Lagardère-Tochter. Im Rahmen der Kooperation wird U! Sports mit einem voraussichtlich dreiköpfigen Team in Zwickau vertreten sein.

Bundesliga

Foto: picture alliance

ZWEI NEUE ESPORT-TEAMS

TEDI AUF DER BANDE: Der Discounter wirbt künftig auf Banden von acht weiteren Bundesligisten.

Lagardère wollten die Thematik und die Hintergünde nicht kommentieren. Dabei würde die Darstellung Lagardères zu einem kursierenden Branchengerücht passen. Demnach hat Tedi beim Hamburger Vermarkter ein Marketingbudget im zweistelligen Millionenbereich hinterlegt, mit dem Lagardère über einen Zeitraum von sieben bis acht Jahren bestimmte Marketingziele erreichen soll. Da mit dem eigenen Club-Portfolio offenbar nicht alle Marketingziele erreicht werden konnten, hat Lagardère nach SPONSOR S-Informationen bei Infront Bandenzeiten für die drei Clubs eingekauft. Tedi teilte auf konkrete Anfrage zu dem Thema mit: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen keine Informationen zur Verfügung stellen können, die über die veröffentlichte Pressemitteilung hinausgehen.“

Als dritter und vierter Fußballbundesligist sind der VfB Stuttgart und RB Leipzig in den eSport eingestiegen. Der VfB Stuttgart verpflichtete die beiden professionellen „FIFA“Spieler „Dr. Erhano“ Kayman und Marcel „Marlut“ Lutz. Beide werden künftig bei offiziellen Turnieren für das neu gegründete eSport-Team des Bundesligisten an den Start gehen. Für die neue Präsenz im eSport verfügt der VfB bislang mit Barmer, Fischer, Puma und dem Greifarmhersteller Schunk über vier Partner. RB Leipzig gründete kurz nach dem VfB eine eigene eSport-Abteilung. Zunächst wird der Bundesligist jedoch nur in der Fußball-Simulation „FIFA“ aktiv sein. Dazu verpflichtete der sächsische Club „Cihan“ Yasarlar, den wohl erfolgreichsten deutschen „FIFA“-Spieler. Yasarlar hatte zuvor für den FC Schalke 04 gespielt.

Automobil Volkswagen baut sein Sponsoringportfolio im Fußball weiter aus. Der Autokonzern wirbt ab 2018 als Mobilitätspartner des Europäischen Fußballverbands (UEFA). Der Vertrag zwischen dem Wolfsburger Autobauer und der UEFA läuft zunächst vier Jahre bis 2022. In dieser Zeit findet unter anderem die UEFA EURO 2020 statt, die in 13 europäischen Städten ausgetragen wird. Zudem wirbt Volkswagen auch bei den weiteren Nationalmannschaftswettbewerben der UEFA, darunter die UEFA Nations League sowie die U21-, Futsalund Frauen-Europameisterschaften. Erst kürzlich hatte Volkswagen den Einstieg als Mobilitätspartner des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Jahresbeginn 2019 kommuniziert. Bei der UEFA löst Volkswagen Hyundai-Kia als Mobilitätspartner ab. Das südkoreanische Unternehmen wirbt aktuell seit dem Jahr 2000 im Rahmen der europäischen Nationalmannschaftswettbewerbe. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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VOLKSWAGEN STEIGT ALS UEFA-PARTNER EIN

NEUER DEAL FÜR VOLKSWAGEN: Autobauer wird Mobilitätspartner der UEFA.

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PERSONALDIENSTLEISTER

DOPPELTE OFFENSIVE In Hofmann Personal und Indeed sind zwei Unternehmen aus der Personaldienstleistungsbranche als neue Bundesliga-Hauptsponsoren eingestiegen. Deren neue Marketingstrategien sind die Folge eines sich verändernden Arbeitsmarktes.

Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern verändert hat. Ingrid Hofmann, geschäftsführende Gesellschafterin der Zeitarbeitsfirma Hofmann Personal, sagt: „In den vergangenen Jahren war Deutschland eher ein Arbeitgebermarkt, die Zukunft ist ein Bewerbermarkt.“ Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed Deutschland, sieht eine ähnliche Entwicklung. Er sagt: „Alle sprechen immer von einem Fachkräftemangel, in Wirklichkeit gibt es einen allgemeinen Arbeitskräftemangel. Es gab noch nie so viele offene Stellen wie jetzt. Die Unternehmen merken, dass sie etwas tun müssen, um Mitarbeiter 24

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für sich zu gewinnen, sodass auch die Löhne langsam anziehen.“ Diese Entwicklungen spielen Unternehmen in die Karten, die in der Jobvermittlung oder in der Zeitarbeit tätig sind. IndeedGeschäftsführer Hensgens hat seit 2013 das deutsche Büro in Düsseldorf aufgebaut, mittlerweile beschäftigt das Unternehmen dort 150 Mitarbeiter. Auch Hofmann Personal, fünftgrößter Zeitarbeitsvermittler Deutschlands, profitiert von dem sich wandelnden Arbeitsmarkt. Das Unternehmen hat seinen Umsatz in den vergangenen vier Jahren von 613 auf 836 Millionen Euro gesteigert. Und beide Unternehmen sehen in ihren jeweiligen Marktumfeldern weiteres Wachstumspotenzial, welches sie auch durch neue Marketingoffensiven erschließen wollen. So schloss Hofmann Personal vor der laufenden Saison einen Zweijahresvertrag als neuer Hauptsponsor der SpVgg Greuther Fürth ab, Indeed ist in den kommenden drei Jahren der größte Partner von Eintracht Frankfurt und wirbt auf dem Trikot der Hessen.

Branchenimage verbessern Auch wenn Hofmann und Indeed von den gleichen Arbeitsmarkt-Entwicklungen betroffen sind, haben sie doch unterschiedliche Geschäftsmodelle und damit auch Kommunikationsansätze. Ingrid Hofmann will vor allem dem negativen Image von Zeitarbeit in Deutschland entgegenwirken. Aus ihrer Sicht hat die Öffentlichkeit die positiven Entwicklun-

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angsam, aber stetig hat sich der deutsche Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren entwickelt. So konstant, dass es in der breiten Öffentlichkeit selten thematisiert wurde. Dabei haben sich relevante Kennzahlen deutlich verändert. Eine Auswahl: • Die Arbeitslosenquote, betrachtet im Jahresdurchschnitt, ist signifikant gesunken. 2005 lag der Wert noch bei 11,7 Prozent und hat sich seitdem nahezu halbiert. 2016 betrug der Wert 6,1 Prozent, in den ersten Monaten des Jahres 2017 ging der Wert sogar noch leicht auf 5,9 Prozent zurück. • Der Fachkräftemangel ist zu einem vorherrschenden Problem der deutschen Wirtschaft geworden. Bei einer Befragung des Personaldienstleisters ManpowerGroup gaben 49 Prozent aller Arbeitgeber an, Schwierigkeiten bei der Arbeitsplatzbesetzung zu haben. 2007 hatten dies nur 27 Prozent angegeben. • Der Fachkräftemangel soll sich laut Experten hierzulande durch den demografischen Wandel in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Zwar hat sich die Geburtenrate in Deutschland zuletzt auf 1,5 Kinder pro Frau leicht positiv entwickelt. Im EU-Vergleich hatte Deutschland mit neun Geburten pro 1000 Einwohner im Jahr 2015 aber weiterhin einen sehr niedrigen Wert, Frankreich lag beispielsweise bei zwölf Geburten.

HOFMANN BEI FÜRTH: Kampf um Personal.

GOOGLE TRENDS: SUCHVOLUMENVERGLEICH INDEED VS. STEPSTONE Indeed

Stepstone

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01. 01. 2015

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D i e G r a f i k ze i g t d a s S u c h vo l u m e n b e i G o o g l e Tr e n d s n a c h I n d e e d u n d S te p s to n e i n D e u t s c h l a n d ( S t a n d : 1 . A u g u s t 2 0 1 7 ). S P O N S O R S : 9/ 1 7

Quelle: Google Analytics

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„WIR MESSEN ALLES, WAS ES ZU MESSEN GIBT“ Die Online-Jobbörse Indeed ist neuer Haupt- und Trikotsponsor von Eintracht Frankfurt. Im SPONSORS-Interview erläutert Frank Hensgens, Geschäftsführer Indeed Deutschland, welche Marketingziele das US-Unternehmen erreichen will und warum die Wahl auf die Eintracht fiel.

global erstes Sponsoring nun in Deutschland als neuer Hauptsponsor von Eintracht Frankfurt geschlossen. Warum? HENSGENS: Wir haben bemerkt, dass die Aufmerksamkeit durch TV-Werbung aufgrund des sich wandelnden Medienkonsums sinkt. Da wir auf der Suche nach einer emotionalen und reichweitenstarken Plattform waren, blieb eigentlich nur der Fußball. Da wir der weltweite Marktführer in unserem Bereich sind, war klar, dass nur ein Erstligist infrage kommt. SPONSOR S: Sie werden dann aber kaum Frankfurt genommen haben, nur weil es das einzige zu diesem Zeitpunkt vakante Mandat war? HENSGENS: Nein. Wir haben Ende 2016 mit unser Mediaagentur Mediacom das Gespräch gesucht, um einen neuen Werbereiz zu setzen. Frankfurt passt sehr gut zu uns. Durch die Themen Finanzen und Börse, aber auch als Luftfahrt-Drehkreuz ist Frankfurt weltweit und vor allem in den USA allseits bekannt. Die Strahlkraft der Stadt spielt für uns als internationales Unternehmen eine wichtige Rolle. Das wäre, bei allem Respekt, mit Städten wie Augsburg oder Mainz nicht gegangen. SPONSORS: Sie sollen über drei Jahre 20 Millionen Euro investieren. Wie ausgeprägt ist Ihr Refinanzierungsplan? HENSGENS: Auf Vertragsdetails kann ich nicht eingehen, allerdings gehen wir natürlich davon aus, dass sich das Investment lohnt, sonst wären wir es nicht eingegangen. Aber das Thema Sponsoring ist für uns auch neu, wir müssen es erst komplett verstehen. Sicher ist: Als Digitalunternehmen messen wir alles, was es zu messen gibt. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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SPONSOR S: Welche Marketingziele wollen Sie erreichen? HENSGENS: Wir wollen unsere Bekanntheit steigern. Diese ist bei allen, die in den vergangenen fünf bis zehn Jahren in Deutschland einen Job gesucht haben, sehr hoch. Nun wollen wir auch alle anderen erreichen und zudem unser B2B-Geschäft ausbauen. SPONSORS: Axel Hellmann, Marketingvorstand bei Eintracht Frankfurt, sagte in einem Interview mit der „FAZ“, dass Sie es mithilfe des Sponsorings schaffen wollen, bei 90 Prozent der deutschen Bevölkerung bekannt zu sein. Das klingt sehr hoch gegriffen. HENSGENS: Es ist, glaube ich, unmöglich, in

einer kurzen Zeit eine solche Bekanntheit zu erreichen. Da müsste schon einiges, im schlimmsten Fall Negatives, passieren, um diesen Wert zu erreichen. Natürlich wollen wir bekannter werden, haben aber keinen konkreten Richtwert formuliert. SPONSORS: Auch ohne konkreten Wert wird die Bekanntheitssteigerung ja nur ein Zwischenziel sein. Wie konkret sind Ihre Planungen, diese Bekanntheit auch in neue Erlöse zu konvertieren? HENSGENS: Dies soll natürlich vor allem auf B2B-Seite gelingen – und tut es auch jetzt schon. Wir wollen noch mehr Unternehmen dazu bringen, bei uns für ihre Jobinserate zu bezahlen. Wir nehmen jeden Tag Kontakt zu Tausenden Unternehmen im Markt auf und können das nun mit einem emotionalen Thema begleiten. Wir haben bewusst ein großes Hospitality-Kontingent eingekauft und erhoffen uns hier einiges. SPONSOR S: Wie groß ist Ihr Kontingent? HENSGENS: Wir haben eine VIP-Loge und dazu eine beträchtliche Anzahl Business Seats für jedes Spiel. Die Nachfrage ist sehr groß, wir haben schon jetzt knapp 900 Kartenanfragen für die laufende Saison. SPONSORS: Wie gehen Sie die B2C-Seite an? HENSGENS: Wir werden das Sponsorship stark aktivieren, sind aber noch in der Anfangsphase und gerade dabei, uns auch mit externen Agenturen richtig aufzustellen. Wir planen in jedem Fall eine große Jobbörse in Frankfurt noch in dieser Saison. SPONSORS: Herr Hensgens, vielen Dank für das Gespräch. Foto: Jens Braune del Angel

SPONSORS: Herr Hensgens, Indeed hat sein

FRANK HENSGENS Frank Hensgens verantwortet seit vier Jahren als Managing Director das Geschäft von Indeed in der DACH-Region. Zuvor war er elf Jahre beim Wettbewerber Stepstone tätig – davon fünf Jahre im Vorstand sowie als Geschäftsführer Central Europe. Nach dem BWLStudium an der RWTH Aachen startete der Diplom-Kaufmann seine Karriere zunächst bei der Citibank, wo unter anderem als Direktor für den Bereich Internetbanking tätig war.

R. Gerth, N. Lehnebach 25

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Foto: Jens Braune del Angel

I N D E E D B E I E I N T R AC H T F R A N K F U R T: „ E s g a b n o c h n i e s o v i e l e o f f e n e S te l l e n w i e j e t z t .“

gen in der Branche nicht wahrgenommen. Sie spricht über neue Branchenzuschlagstarifverträge, die eine Annäherung an die Löhne der Stammbelegschaft gebracht haben. Und über eine Veränderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, die eine Gleichbezahlung nach neun Monaten vorsieht. Zudem hätten Mitarbeiter überwiegend 35-Stunden-Wochen, Überstunden bekämen sie bezahlt. Es sind ohne Frage relevante Verbesserungen, dennoch dürfte der durchschnittliche Arbeitnehmer, mag es auch nur dem ausgeprägten Sicherheitsdenken der Deutschen geschuldet sein, auch künftig im Zweifel immer eine Festanstellung bevorzugen. Die erwähnten Zugeständnisse wurden auch gemacht, weil die Wirtschaft grundsätzlich auf Zeitarbeit angewiesen ist. Die Notwendigkeit, sich als Unternehmen flexibel aufzustellen und kurzfristig auf die Auftragslage reagieren zu können, wird

größer. Damit einhergehend muss es auch gelingen, Personal situativ und bürokratiearm einbinden zu können. Um sich im Wettbewerb mit unter anderem Marktführer Adecco (Jahresumsatz 2016: 2,18 Milliarden Euro) zu behaupten, hat Hofmann Personal sein Marketing umstrukturiert. Nachdem die etwa 90 Niederlassungen in Deutschland zuvor lokale Maßnahmen durchführten, wurde der Unternehmensbereich Marketing 2016 zentralisiert. Hofmann sagt: „Wir haben relativ spät begonnen, uns ernsthafter mit einer integrierten Marketingstrategie auseinanderzusetzen. Durch die Bündelung unseres Werbeetats wollen wir die Bekanntheit steigern.“ Diese ist regional noch schwankend und soll insbesondere außerhalb des Heimmarktes Franken verbessert werden.

Im B2B-Bereich wachsen Bekanntheitssteigerung ist auch ein Marketing-Ziel beim Engagement von Indeed bei Eintracht Frankfurt (siehe Interview mit Deutschland-Geschäftsführer Frank Hensgens, Seite 25). Das Unternehmen möchte

Gegründet 2004 Hauptsitz Austin (USA) CEO Hisayuki Idekoba Mitarbeiter 5000

Gegründet 1985

Umsatz k. A.

Hauptsitz Nürnberg

INDEED DEUTSCHLAND

Geschäftsführende Gesellschafterin Ingrid Hofmann

Hauptsitz Düsseldorf

Mitarbeiter 23 800

Geschäftsführer Frank Hensgens

Umsatz 836 Mio. ¤ (2016)

Mitarbeiter 150 Sponsoring Haupt- und Trikotsponsor Eintracht Frankfurt (bis Ende 2019/20; 6,7 Mio. ¤ p. a.)

Sponsoring Haupt- und Trikotsponsor Greuther Fürth (bis Ende 2018/19; 0,8 Mio. ¤ p. a.)

Sponsoring-Verantwortung Frank Hensgens

Sponsoring-Verantwortung Alfred Hahner (Berater)

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Quelle: SPONSORS

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vor allem bei älteren Zielgruppen und im B2B-Bereich zulegen. Die Stärkung des B2B-Ansatzes ist dabei nicht auf den ersten Blick verständlich und eine Folge der unterschiedlichen Geschäftsmodelle von Indeed im Vergleich zu Wettbewerbern wie Monster oder Stepstone. Letztere haben – vereinfacht gesagt – das klassische Jobanzeigen-Geschäft aus der Printwelt ins Digitale überführt. Im Print war und ist es Teil des Systems, dass Anzeigen nur veröffentlicht werden, wenn Unternehmen dafür bezahlen, schlicht weil der Platz endlich ist und die Veröffentlichungen mit Druckkosten verbunden sind. Indeed hingegen fährt einen anderen Ansatz und lässt auf seiner digitalen Plattform auch nicht bezahlte Anzeigen zu. Natürlich sind diese Anzeigen weniger prominent platziert. Durch diesen zweigeteilten Ansatz erhöht sich logischerweise das Volumen an Jobangeboten – und somit die Auswahl und damit Attraktivität für die Jobsuchenden. Das hat zwei Folgen: Indeed hat im Marktvergleich den höchsten Traffic auf seiner Seite, wie Analysetools zeigen. Auch ein Blick auf Google Trends (siehe Grafik Seite 24) stützt diesen Eindruck. Die zweite Folge ist, dass die Monetarisierung der Anzeigen noch ausbaufähig ist. Genau dies soll nun im B2B-Bereich im emotionalen Bundesliga-Umfeld verbessert werden, unter anderem durch VIP-Einladungen von potenziellen Geschäftspartnern. Der Ansatz von Indeed wirkt zielführend, ist doch der Aufbau von Reichweite und Bekanntheit dem klassischen Marketing-Dreiklang folgend grundsätzlich immer die Basis für alle weiteren Maßnahmen. Ob – wie in anderen Branchen geschehen – nach den Sponsoringeinstiegen einzelner Unternehmen weitere folgen, ist noch nicht abzusehen. Indeed-Konkurrent Stepstone jedenfalls scheint jeweils nicht zu folgen, das Unternehmen teilte auf Nachfrage mit, dass es aktuell keine „konkreten neuen Pläne im Sportsponsoring“ gebe. Wobei Aktivitäten der Branche im Sportsponsoring auch nicht komplett neu sind. Randstad ist seit Jahren unter anderem im Motorsport aktiv. Und Adecco war bereits zwischen 2000 und 2002 Hauptsponsor des 1. FC Nürnberg. Nun könnte allerdings ein Marktumfeld entstanden sein, welches dauerhafte Engagements wahrscheinlicher werden lässt. N. Lehnebach W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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INTERNATIONALIZATION IN A DIGITAL WORLD » Three-Day course: 20th - 22nd November 2017 in Düsseldorf » Specialisation on „Internationalization“ and „Digitalization“ » For experienced professionals and future leaders of Clubs, Associations and Agencies » Guiding Lecturer: Prof. Dr. Sascha L. Schmidt & Prof. Dr. Simon Chadwick » The number of study places will be limited to 30

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E .O N

NEUE ENERGIE FÜR MEHR KUNDENNÄHE E.on hat sein Sportsponsoring neu ausgerichtet: Nach knapp 20 Jahren ist der Energiekonzern als Biathlon-Sponsor ausgestiegen und konzentriert sich seitdem auf regionale Engagements im Laufsport. E.on hatte am Ende seine Kunden schlicht nicht mehr erreicht.

E

s gibt Ehen, die werden nach 20 Jahren geschieden. Im Nachhinein stellt jedoch (mindestens) einer der beiden Partner fest, dass er die Partnerschaft schon früher hätte beenden sollen – oder sogar müssen. Gilt das auch für E.on und dessen Partnerschaft mit der Internationalen Biathlon Union (IBU) sowie dessen Vermarkter Infront Sports & Media? Seit Jahren hielten sich im Markt Ausstiegsgerüchte, schließlich erfolgte die Trennung zum Ende der Saison 2015/16.

Biathlon-Weltcuprennen einzuladen. Dafür gab es aus ihrer Sicht verschiedene Gründe: • Nicht alle Kunden hatten ein Interesse an Biathlon und generell am Wintersport. • Das Engagement war zu international ausgerichtet. • Die Anreise nach Oberhof im Thüringer Wald, nach Antholz in Südtirol oder quer durch Schweden nach Östersund gestaltete sich zu mühsam. • Die Kunden scheuten aus ComplianceGründen die Annahme der Einladung.

Ungenutztes Biathlon-Recht

Wirklich eingesetzt werden, heißt es aus München, konnte das Sponsorship zur Kundenbindung damit zuletzt nur selten. Am Ende blieben viele Hospitality-Kontingente und Tickets daher ungenutzt.

Diane Weiß arbeitet seit 17 Jahren in der 15-köpfigen Abteilung Markenkommunikation bei der E.on Energie Deutschland und kümmert sich in der Deutschland-Zentrale in München als Marketingreferentin Sponsoring, Hospitality und Compliance Management auch um die deutschen Sportengagements des Energieriesen. In den vergangenen Jahren hat sie zahlreiche Biathlon-Rennen live vor Ort gesehen, sie bezeichnet sich als Fan. Weiß kann aber auch ein Lied davon singen, wie mühsam es in den vergangenen Jahren war, Kunden zu 28

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95 Prozent Bekanntheit Hätte E.on bei diesen Erkenntnissen das Engagement – wie immer wieder diskutiert – nicht tatsächlich schon früher beenden sollen? Um dies zu beurteilen, muss die Entwicklung der Beziehung zwischen E.on und der IBU im Detail betrachtet werden – zumal

sich diese im Laufe der Jahre gewandelt hat. Vor allem die Ziele waren zu Beginn des Engagements andere. Genau genommen haben sogar die Partner gewechselt. Das ursprüngliche Biathlon-Sponsoring war im Jahr 1998 von der Ruhrgas AG geschlossen worden. Nachdem das Unternehmen im Jahr 2003 als E.on Ruhrgas im Essener Energiekonzern aufging, wurde das Sponsorship weitergeführt. Für E.on, das selbst zur Jahrtausendwende aus den beiden Mischkonzernen VEBA und VIAG hervorgegangen war, boten die aufmerksamkeitsstarken Titelsponsorships im Biathlonund im Skisprung-Weltcup – das Titelpatronat im FIS-Weltcup-Skispringen wurde bereits nach der Saison 2007/08 beendet – zunächst eine gute Möglichkeit, den neuen Namen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und die neue Marke zu schärfen. Seit der Umbenennung zu E.on sind mehr als 15 Jahre vergangen. Mittlerweile zählt die Marke E.on zu den bekanntesten Industriemarken Deutschlands. Weiß beziffert den ungestützten Bekanntheitsgrad auf 95 Prozent. Zur Bekanntheitssteigerung brauchte E.on sein Biathlon-Engagement also nicht mehr zwingend. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Fotos (2): E.on

Nachholbedarf hatte E.on in den vergangenen Jahren vielmehr in der kommunikativen Vertriebsunterstützung. Zum Ende des Biathlon-Engagements erreichte der Energiekonzern seine Kunden über die Sportart nicht mehr. Weil sie aus Sicht des Unternehmens zu punktuell angelegt waren und nur wenige Regionen Deutschlands abdeckten. E.on wollte aber seinen Kunden nicht das Gefühl vermitteln, lediglich ein globales Unternehmen mit riesigen Standorten in Essen oder auch in München zu sein. Dazu heißt es seitens des Konzerns: „Die E.on Energie Deutschland ist ein bundesweit führendes Energieunternehmen. Unsere rund sechs Millionen Kunden profitieren von unserer regionalen Präsenz vor Ort sowie den Stärken des Konzernverbunds. Rund 3000 Mitarbeiter sorgen an über 30 Standorten für die jederzeit zuverlässige Lieferung von Strom und Erdgas zu fairen Preisen.“ Dieses Gefühl der Nähe konnte E.on seinen Kunden zuletzt aber nicht mehr vermitteln – nicht mit Biathlon, nicht mit Wintersport.

Gelingen soll diese Kundenannäherung über diverse Engagements im Laufsport. Die Sportart an sich schien dabei zweitrangig zu sein. Vielmehr ging es darum, mit einem Thema stark in der Fläche präsent sein zu können. Weiß sagt: „Unsere Neuausrichtung im Sponsoring war kundengetrieben. Wie bei unseren Produkten und Dienstleistungen befragen wir auch bei unserem Sponsoring unsere Kunden nach ihren Er-

Hauptsitz Essen Mitarbeiter (Ende 2016) 43 138 Umsatz (2016) 38,2 Mrd. ¤ (–11 %) bereinigtes EBITDA (2016) 4,9 Mrd. ¤ (–15 %) Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen E.ON ENERGIE DEUTSCHLAND GMBH Hauptsitz München Standorte 32 Mitarbeiter circa 3000

Größere Regional-Präsenz E.ons Gründe für den Ausstieg aus dem Biathlon waren also eine Kombination aus Abnutzungseffekten, neuen Zielsetzungen und einer stärkeren Kundenorientierung. Am Geld lag es nicht. Die neue SponsoringMarschroute lautete daher: Regional wieder mehr präsent sein. Zeigen, dass es E.on gibt und dass man vor Ort erreichbar ist. Dazu Weiß: „E.on-Kunden erwarten von ihrem Energieanbieter vor allem regionale Engagements und Sponsorings.“ Und: „Als bundesweites Energieunternehmen möchten wir gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und unterstützen eine Vielzahl von Veranstaltungen, Aktionen und Projekten in den Bereichen Sport und Kultur.“ W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Kunden rund 6 Millionen Vorsitzender der Geschäftsführung Robert Hienz Sponsoringverantwortung Benedikt Bader (Leiter Markenkommunikation), Diane Weiß (Marketingreferentin Sponsoring, Hospitality, Compliance Management) Sponsoring-Engagements (Auswahl) Partner der Deutschen Firmenlaufmeisterschaft B2Run (2. Ebene), Sponsor von 20 Volksläufen in Deutschland, u. a. Paderborner Osterlauf, Rostocker Citylauf, Heider Abendlauf, Potsdamer Schlösserlauf, Herzogstadtlauf Straubing, Römerlauf Obernburg Agentur Sponsoringumsetzung Triceps S P O N S O R S 9/ 1 7

Quelle: SPONSORS

wartungen und Wünschen. Wir haben unseren Kunden zugehört, die immer mehr regionale Engagements nachgefragt haben – auch im Sport.“ Konkrete Marktforschungszahlen möchte E.on, auch aus Datenschutzgründen, nicht nennen. Stattdessen sagt Weiß lediglich allgemeingültig, dass „das Thema Laufen von den Kunden gut angenommen wurde. Dafür spricht auch die steigende Teilnehmerzahl bei den Läufen“. E.on betätigt sich bereits seit 2001 in der Sportart. Über die Jahre sind daraus bundesweit 20 regionale Volksläufe unterschiedlicher Größe geworden. Läufe wie der Paderborner Osterlauf mit 11 500 Teilnehmern, aber auch der Römerlauf Obernburg mit 1200 Läufern. Der Fokus liegt bei diesen Läufen auf Privatkunden. E.on will sich vor allem die familiäre Atmosphäre vor Ort zunutze machen. Die Gemeinschaft aus Veranstalter, Läufern, Helfern und Familien am Straßenrand – und mittendrin der aufmerksame Energielieferant aus der Region. Neben den 20 Volksläufen ging E.on Anfang des Jahres außerdem eine Partnerschaft mit B2Run ein. Bei der Firmenlaufserie, deren Events ausschließlich in größeren Städten ausgerichtet werden, engagiert sich der Energielieferant als einer von sechs Partnern auf der zweiten Sponsorenebene. Nach eigener Aussage wird damit fast das gesamte Bundesgebiet abgedeckt, E.on erreicht rund 9000 Unternehmen und 190 000 Läufer, allein etwa 30 000 in München.

Fokus Klimaneutralität Mit seinen Laufengagements will E.on einerseits wieder stärker in den einzelnen Vertriebsregionen präsent sein, sich andererseits aber auch als nachhaltiger Energieanbieter positionieren. Das hängt auch mit der Trennung seiner konventionellen Ener29

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se ausgerichtetes Sponsorship investierte. In ein Recht, das der Konzern nicht richtig aktivieren konnte, das im Gegenzug aber jährlich etwa 1,5 Millionen Euro kostete. Aus dem Aktivierungs-Blickwinkel war eine Neuausrichtung der Sponsoringstrategie somit überfällig und ist konsequent. E.on wollte mehr regionale Verankerung, näher ran an den Kunden und suchte dafür nach passenden Engagements. Der Laufsport kam dabei offenbar gerade recht, schließlich hatte das Unternehmen darin schon jahrelange Erfahrung. Außerdem belegen die in den vergangenen Jahren stetig steigenden Tei l neh mer za h len von Marathonevents, Volks- wie Firmenläufen die Popularität der Sportart. Für etwa 1,5 Millionen Euro – und das sind nur die reinen Rechtekosten des einstigen BiathlonSponsorings, die bei Weitem nicht in die neuen Lauf-Sponsorships fließen – ließe sich allerdings deutlich mehr machen: zum Beispiel zielgerichtetere Kommunikations- und Werbekampagnen, die regional ausgespielt werden, und kreative Vor-Ort-Maßnahmen. Was bislang beispielsweise über die k u n d e n g e t r i e b e n .“ digitalen Kanäle von E.on gespielt wird, wirkt hingegen eher standardisiert und wohldosiert. Es fehlt an kreativen Kampagnen, die einen Link zwischen Laufen, Nachhaltigkeit und dem neuen ökologischen Selbstverständnis von E.on schaffen. Sicherlich braucht es dafür mehr als nur ein bis zwei Mitarbeiter im Sponsoring. Aber möglicherweise befindet sich der Konzern bislang auch nur in einer Übergangsphase. Ein Jahr nach dem Biathlon-Ausstieg sollte diese jedoch langsam beendet sein. Foto: picture alliance

gieerzeugungssparten (Wasser, Kohle und vollzogen. Auch wenn sich der Ausstieg Gas) zusammen, die Anfang 2016 in der schon vor einigen Jahren angedeutet hatte, neuen Gesellschaft Uniper mit Sitz in Düserschließt sich dieser auf den ersten Blick seldorf aufgingen. E.on positioniert sich nicht jedem. seitdem als Ökostromanbieter und setzt auf Dass sich außerhalb Bayerns kaum mehr erneuerbare Energien. jemand für Biathlon interessiert, wie es E.on Bei seinen Laufengagements sorgt das darstellt, widerlegen die MarktforschungsUnternehmen unter anderem dafür, dass daten verschiedenster Anbieter. Biathlon ist alle Volks- und Firmenläufe klimaneutral Jahr für Jahr die beliebteste Wintersportart durchgeführt werden. E.on will darauf aufder Deutschen und erreicht regelmäßig merksam machen, dass auch bei Laufevents starke Quoten. Im vergangenen Jahr sahen CO2-Emissionen entstehen, speziell bei der An- und Abreise per Auto. Dafür verzichtet das Unternehmen bei den Veranstaltungen beispielsweise auf Give-aways und setzt sich für Shut t le -Tr a n sfer s, den Einsatz elektrisch betriebener Führungs- und Begleitfahrzeuge und für wiederverwertbare und ökologisch abbaubare Trinkbecher ein. Außerdem werden die CO2-Werte während der Veranstaltung gemessen und anschließend durch drei Klimaschutzprojekte kompensiert. E.on setzt dabei auf Transparenz und dokumentiert die Werte unter anderem auf einer eigens dafür eingerichteten Lauf-Mikrosite. Unter dem Motto B E E N D E T E S B I AT H LO N - S P O N S O R I N G : „ N e u a u s r i c h t u n g i m S p o n s o r i n g w a r „Gemeinsam läuft’s besser“ werden gesponserte Läufe vorgeim Schnitt beispielsweise 3,61 Millionen stellt, Lauftipps gegeben und die SocialZuschauer (Marktanteil: 23,7 Prozent) im Kanäle ausgewählter Läufer verlinkt. „Ersten“ die Biathlon-Rennen, 3,89 MillioBei den größeren Läufen ist der Energienen (MA: 24,4 Prozent) waren es beim ZDF. lieferant neben Bandenwerbung und weiterer Und das zur kalten Jahreszeit, in der kein Logopräsenz zudem mit einem Stand vertreoder weniger Fußball als sonst im Fernseten. Unter anderem können sich Läufer und hen gesendet wird, und die auch noch perZuschauer dort nach dem Rennen fotografekt zum Thema Energie passt. fieren lassen. Meistens steht auch ein regioBei E.on müssen sich die Verantwortlinaler Vertriebsmitarbeiter mit am Stand. chen zudem die Frage stellen, warum der Biathlon-Ausstieg erst Ende der Saison 2015/16 erfolgte und das Unternehmen jahDosierte Digital-Maßnahmen relang in ein offenbar wenig beziehungsMit dem Ausstieg aus dem Biathlon hat weise nicht mehr auf die KundenbedürfnisE.on einen harten Schnitt im Sponsoring

H. Rehm W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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NÜRNBERGER VERSICHERUNG

„WIR WOLLEN FANS ZU KUNDEN MACHEN“ Im SPONSORS-Interview spricht Armin Zitzmann, CEO der Nürnberger Versicherung, über das Hauptsponsorship beim 1. FC Nürnberg und bezieht Stellung zu einer möglichen Ausgliederung, zum Einstieg von Investoren und zur Fangewalt beim „Club“.

Foto: picture alliance

ZITZMANN: Der Nürnberger VersiSPONSOR S: Herr Zitzmann, kurz cherungscup ist für uns ein echter vor dem Einstieg Ihres UnternehLeuchtturm im deutschen Damens als Hauptsponsor war der mentennis. Die Zielgruppe im „Club“ noch knapp in der RelegaTennis ist im Vergleich zum Fußtion zur Bundesliga gescheitert. ball etwas älter, aber sie ist sehr Wie beeinflusst der sportliche versicherungsaffin und verfügt Absturz des 1. FC Nürnberg Ihre über ein überdurchschnittlich Sponsoringstrategie? hohes Einkommen. Und deutsche ZITZMANN: Aus sportlicher Sicht Stars wie Angelique Kerber und hat der 1. FCN sicher nicht das Alex Zverev sorgen hierzulande erreicht, was wir uns erhofft hawieder für eine gesteigerte Aufben. Das Ziel muss natürlich sein, merksamkeit für Tennis. Davon dass der Club bald wieder in der wollen wir weiter profitieren. Bundesliga spielt. Aus Marketingsicht wurden unsere ErwartunSPONSORS: Ihr Unternehmen war gen an das Engagement bisher bis 2009 auch Hauptsponsor der trotzdem voll erfüllt. Die MarktEquipe Nürnberger Versicherung, forschungszahlen bescheinigen des damals erfolgreichsten Dauns eine hohe Aufmerksamkeit. men-Radrennstalls der Welt. Das war unser primäres Ziel. Würden Sie wieder in den RadSPONSOR S: Wie haben sich die C E O Z I T Z M A N N : „ D i e f i n a n z i e l l e S i t u a t i o n m u s s s i c h we i te r ve r b e s s e r n .“ sport investieren? Zahlen denn konkret entwickelt? ZITZMANN: Wir haben neben Fußball und Tennis mit dem Pferdesport – wo ZITZMANN: Unsere Marktforschung, die wir teren zweistelligen Millionenbereich. Wurwir seit fast drei Jahrzehnten im Spitzenkontinuierlich über die gesamte Saison de es für den 1. FC Nürnberg aufgestockt? und im Breitensport engagiert sind – ein durchgeführt haben, lässt deutliche SchlüsZITZMANN: Für unseren Vertrag mit dem weiteres Standbein im Sponsoring. Auf diese zu. In allen relevanten Bereichen – in 1. FCN musste jedenfalls kein anderes Ense drei Sportarten wollen wir uns konzenBekanntheit und Sympathie, Wiedererkengagement weichen. Wir sind von der Ergäntrieren und ich schließe aus, dass sich danung und im Kontext als Fußballsponsor zung unseres bisherigen Sportsponsorings ran in absehbarer Zeit etwas ändern wird. – haben wir uns in den vergangenen zwölf sehr überzeugt. Monaten verbessert. Die Werte sind teils SPONSORS: So überzeugt, dass Sie ihren VerSPONSORS: Warum haben Sie erst jetzt – wie deutlich höher als 2016. trag als Titelsponsor des Nürnberger WTAso viele andere Unternehmen – den Fußball Damentennisturniers bis 2019 verlängert für ein größeres Engagement gewählt? SPONSOR S: Die 1,7 Millionen Euro, die per haben? annum an den Club fließen, sind also gut ZITZMANN: Ob bei Fans oder Medien, der investiertes Geld? Fußball ist mit weitem Abstand die Sportart Nummer eins in Deutschland. In Bezug auf ZITZMANN: Wir nutzen Sportsponsoring ARMIN ZITZMANN die Breitenwirkung hatten wir schon länger nicht nur zur Erhöhung der Bekanntheit, ein Fußball-Engagement im Auge. Im Zuge sondern auch um unsere Marke emotional Armin Zitzmann (56) ist seit Januar 2013 Vorunseres neuen Markenauftritts wollten wir aufzuladen. Dies ist bereits eine wertvolle standsvorsitzender der Nürnberger Versicheunsere Marke nun moderner und jugendliLeistung, denn Versicherungen sind nur rung. Seine Zuständigkeiten im Konzern umfassen unter anderem die Bereiche Governance, cher ausrichten, auch dabei hilft uns der dann emotional, wenn ein Schaden eingeVertrieb und Marketing. Im Jahr 1993 übernahm Fußball. Dass die Wahl auf den 1. FCN getreten ist und reguliert werden soll. Unser der promovierte Wirtschaftswissenschaftler fallen ist, überrascht angesichts unserer Engagement beim 1. FCN ist auf mindestens erstmals eine leitende Funktion im Vertrieb der Verbundenheit mit der Stadt sicher nicht. drei Jahre angelegt. In dieser Zeit wollen Nürnberger Versicherung und wurde 1999 Mitwir in den Köpfen der Fans ankommen und SPONSORS: Sie hätten auch einen Verein mit glied des Vorstands. Von 2007 bis 2012 war der einen festen Platz einnehmen. Und natüreiner größeren nationalen oder sogar interverheiratete dreifache Familienvater als stelllich wollen wir letztendlich auch Fans zu nationalen Strahlkraft wählen können. vertretender Vorsitzender des Vorstands bei Kunden machen. ZITZMANN: Wir erzielen 98 Prozent unseres der Nürnberger Versicherung für den Bereich Komposit-Versicherungen verantwortlich. Umsatzes in Deutschland, also brauchen SPONSOR S: Die Nürnberger Versicherung wir keinen Partner, mit dem wir in China hat ein jährliches Marketingbudget im unS P O N S O R S 9/ 1 7 Quelle: SPONSORS 32

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Foto: picture alliance

SPONSOR S: Der Atoder den USA unsere traktivität der BunBekanntheit steigern desliga geschadet können. Auch wenn haben in der jüngeren die aktuelle sportliVergangenheit wieche und wirtschaftlider vermehrt gewaltche Situation weit tätige Fußballfans, davon entfernt ist auch beim 1. FC Nürn,erstklassig‘ zu sein, berg. Ein Thema, zu so hat der „Club“ in dem Sie bereits bei Deutschland nach wie vor einen hohen J U B E L B E I M „ C L U B “ : „Ve r s i c h e r u n g e n s i n d n u r d a n n e m o t i o n a l , we n n e i n S c h a d e n e i n g e t r e te n i s t .“ der Vorstellung Ihrer Partnerschaft StelMarkenwert. Dieser lung bezogen haben. Warum ist Ihnen das zahlt auf unsere bundesweite Bekanntheit ZITZMANN: Wir sind gerade erst als Trikotein besonderes Anliegen? ein. Wichtig war für uns auch die große sponsor eingestiegen und ich glaube dem Identifikation unserer Mitarbeiter mit „ihClub hilft es mehr, wenn wir dieses EngaZITZMANN: Wir legen großen Wert darauf, rem“ Club. Und die sind regional verwurzelt. gement langfristig beibehalten. Den ersten dass der 1. FC Nürnberg vernünftig mit seiSchritt muss der Verein nun machen, um nen Fans umgeht. Und das passiert auch. SPONSORS: Inwieweit beeinflusst die angedie Chance zu nutzen, Investoren anzuspreWir begrüßen es, dass der Verein eine auspannte wirtschaftliche Lage beim „Club“ chen. Dass es diese in der Region gibt, davon ßerordentlich große und engagierte Fangedas Image der Nürnberger Versicherung? bin ich fest überzeugt. meinde hat, die ihren Club bedingungslos ZITZMANN: Fragen zur finanziellen Situatiunterstützt. Aber es gibt eben auch leider on muss Ihnen der Verein selbst beantworSPONSORS: In Deutschland wird aktuell über einen kleinen Teil, beim 1. FCN und anderen ten. Wir haben aber großes Vertrauen in eine Abschaffung der 50+1-Regel diskutiert. Vereinen, der in den vergangenen Jahren das aktuelle Management um FinanzvorBesteht hier Nachholbedarf? wiederholt durch Gewalt aufgefallen ist. stand Michael Meeske und sind sicher, dass ZITZMANN: Es gibt genügend Beispiele dafür, Das ist in meinen Augen eine echte Gefahr der eingeschlagene Weg der Konsolidierung dass es auch mit der 50+1-Regel möglich ist, für den Fußball, denn 99,9 Prozent der Fans für den 1. FCN erfolgreich sein wird. Geldgeber sinnvoll in einem Club einzubinsind total friedlich. In der öffentlichen den. Dazu braucht es aber eine Struktur, die SPONSOR S: Was muss sich in Ihren Augen Wahrnehmung nehmen jedoch die wenigen der wirtschaftlichen Bedeutung eines Prokonkret ändern? Krawallmacher mehr Platz ein. Aber davon fifußballclubs entspricht. In Bezug auf die ZITZMANN: Ganz einfach, die finanzielle dürfen wir uns nicht den Spaß am Stadionfinanzielle Wettbewerbsfähigkeit entscheiSituation muss sich weiter verbessern. Der erlebnis kaputt machen lassen. Es geht viel den am Ende ohnehin vor allem die TVFußball ist nach wie vor eine Wachstumsüber Kommunikation. Man muss versuGelder. Investoren sind in diesem Kontext branche und jeder Verein will sich besser chen, die positive Energie dieses Kreises im positiven Fall Stabilisatoren. Je profesals die Konkurrenz entwickeln, um daueranzusprechen und etwa dessen ungeheure sioneller die Clubs, desto größer die Attrakhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. UnabIdentifikation mit dem Club nutzen. Die tivität einer Liga und desto höher auch die hängig davon ist es kein Geheimnis, dass schaltet man natürlich ab, wenn man ihn zu erzielenden Fernseheinnahmen. Jeder diejenigen Clubs am erfolgreichsten sind, einfach vor die Tür setzt. Bei denen, die Club kann also etwas dafür tun. die über professionelle Strukturen verfüschwere Straftaten begehen, muss das zwar gen. Dies betrifft insbesondere das finansein. Aber mit einem Großteil lässt sich verzielle Fundament, die komplette Struktur nünftig sprechen. Diesen Dialog muss man um die Mannschaft herum sowie die Nachsuchen und führen. wuchsarbeit. Auf all diesen Gebieten ist Gründung 1884 Potenzial für Verbesserungen. SPONSORS: In den vergangenen Jahren hat der Club wegen Fan-Randalen rund 350 000 SPONSORS: Der 1. FC Nürnberg will wie zuSitz Nürnberg Euro an Strafe bezahlen müssen. Haben Sie vor schon viele andere Vereine seine ProfiCEO Armin Zitzmann sich gegen massive Verfehlungen der abteilung in eine Kapitalgesellschaft ausMarketingleiterin Karoline Haderer „Club“-Anhänger vertraglich abgesichert gliedern. Verspricht das eine bessere ZuMitarbeiter ca. 5000 und könnten Sie vorzeitig aussteigen? kunft für den Club? ZITZMANN: Ja, wir haben Klauseln in den ZITZMANN: Finanzieller und sportlicher ErKonzernumsatz (2016) 4,2 Mrd. ¤ Verträgen, die uns das bei einem drohenden folg ist nicht allein von der Rechtsform abKonzernergebnis (2016) 59 Millionen ¤ Imageschaden ermöglichen. Heutzutage hängig. Wir haben unseren Vertrag ja auch Sponsorships im Sport (Laufzeit bis; Summe handelt es sich dabei um einen ganz normit einem eingetragenen Verein geschlosp. a.) Haupt- und Trikotsponsor 1. FC Nürnmalen Passus in solchen Verträgen. Ich gesen. Viele positive Beispiele bei anderen berg (2018/19; 1,7 Mio. ¤), WTA-Turnier Nürnhe nicht davon aus, dass wir jemals davon Clubs zeigen aber, dass dieses Thema mit berger Versicherungscup (2019), Offizieller Gebrauch machen müssen. aller Transparenz diskutiert werden muss. Partner Deutscher Tennis Bund (DTB) (2019), Und genau das macht der 1. FCN aktuell mit SPONSORS: Herr Zitzmann, vielen Dank für Naming-Right Arena Nürnberger Versicherung (2019; 400 000 ¤), Dressur-Turnierserie seinen Mitgliedern. das Gespräch. Nürnberger Burg-Pokal SPONSORS: Stünde die Nürnberger Versicherung denn als Investor zur Verfügung? S P O N S O R S 9/ 1 7 Quelle: SPONSORS F. Oediger W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Fußball Marke

Branche

Partner

Event

Engagement

Laufzeit

Budget1

Adidas

Sportartikel

Major League Soccer

Major League Soccer

offizieller Ausrüster

bis Ende 2023/24 v 700 Mio. gesamt2

Bauhaus

Bauwesen

SV Darmstadt 98

Bundesliga

Top-Sponsor (dritte Ebene)

bis Ende 2017/18 n 150 000 jährlich

Betway

Glücksspiel

SV Werder Bremen

Bundesliga

Top-Sponsor (zweite Ebene)

bis Ende 2019/20 n 1 Mio. jährlich

Carlsberg

Getränke

Hertha BSC

Bundesliga

Exklusiv-Partner (zweite Ebene)

k. A.

Dehner Gartencenter

sonst. Branchen

FC Augsburg

Bundesliga

Partner (dritte Ebene)

bis Ende 2017/18 v 150 000 jährlich

DEVK

Banken/Versicherer

1. FC Köln

Bundesliga

Hauptpartner (inkl. Ärmel)

bis Ende 2020/21 n 2 Mio. jährlich

Emirates

Touristik/Verkehr

n k. A.

Englischer Fußballverband

FA Cup

Namensrecht

bis Ende 2020/21 v 14 Mio. jährlich

Hamad International Airport Doha Touristik/Verkehr

FC Bayern München

Bundesliga

Ärmelsponsor

bis Ende 2020/21 n 10 Mio. jährlich3

Hanwha Q Cells

Energie

RB Leipzig

Bundesliga

Partner (zweite Ebene)

bis Ende 2018/19 n k. A.

HDI

Versicherung

Hannover 96

Bundesliga

Ärmelsponsor

bis Ende 2017/18 n 500 000 jährlich

H-Hotels

Touristik

Top-Sponsor (inkl. Ärmel)

bis Ende 2017/18 n 1,5 Mio. jährlich

Co-Sponsor (inkl. Ärmel)

bis Ende 2017/18 n 1,7 Mio. jährlich

Hofmann Personal

sonst. Branchen

Haupt- und Trikotsponsor

bis Ende 2018/19 v 800 000 jährlich

SV Werder Bremen Borussia Mönchengladbach

2. Bundesliga

Foto: picture alliance

SPONSORSHIPS

SpVgg Greuther Fürth

Bundesliga

AUF DEM ÄRMEL: Der FC Bayern hat einen Zehn-Millionen-Euro-Deal mit dem Hamad International Airport Doha geschlossen.

bis Ende 2017/18 n

1. FC Köln IN-Software

IT/Elektronik

1. FSV Mainz 05

Bundesliga

Bandenpartner

bis Ende 2017/18 v 400 000 gesamt bis Ende 2017/18 v

SC Freiburg Interwetten

Glücksspiel

TSG 1899 Hoffenheim

Bundesliga

Business-Premium-Partner (zweite Ebene)

bis Ende 2019/20 n 800 000 jährlich

Invia Group

Touristik/Verkehr

RB Leipzig

Bundesliga

Nationaler Partner

bis Ende 2018/19 n k. A.

Jab Anstoetz

Mode

DSC Arminia Bielefeld

2. Bundesliga

Ärmelsponsor

bis Ende 2017/18 n 75 000 jährlich

Kärcher

sonst. Branchen

VfB Stuttgart

Bundesliga

Premium-Partner (dritte Ebene)

bis Ende 2019/20 v 900 000 jährlich

Krombacher

Getränke

Arminia Bielefeld

2. Bundesliga

Exklusiv-Partner (zweite Eben)

bis Ende 2021/22 v k. A.

McCulloch

Bauwesen

1. FC Heidenheim

2. Bundesliga

Platin-Sponsor (zweite Ebene)

bis Ende 2018/19 n 150 000 jährlich

Nike

Sportartikel

VfL Bochum

2. Bundesliga

offizieller Ausrüster

bis Ende 2021/22 v Sachleistungen

Opel

Automobil

Borussia Dortmund

Bundesliga

Champion-Partner (inkl. Ärmel)

bis Ende 2021/22 n 8 Mio. jährlich

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Fußball Popp Feinkost

Food

Hamburger SV

Bundesliga

Exklusiv-Partner (zweite Ebene)

bis Ende 2018/19 n 2 Mio. jährlich

Rauch

Getränke

RB Leipzig

Bundesliga

Vitaminpartner

bis Ende 2018/19 v k. A.

Rewag

Energie

SSV Jahn Regensburg

2. Bundesliga

Premium-Partner

bis Ende 2019/20 v 150 000 jährlich

Rhein-Main-Verkehrsbund

Touristik/Verkehr

Eintracht Frankfurt

Bundesliga

Premium-Partner (zweite Ebene) bis Ende 2019/20 n 800 000 jährlich

SAP

Elektronik/IT

Deutscher Fußball-Bund

Nationalmannschaft

Premium-Partner (zweite Ebene) bis Ende 2020

Stölting Service Group

sonst. Branchen

FC Schalke 04

Bundesliga

Partner (dritte Ebene)

bis Ende 2020/21 n 650 000 jährlich

Trivago

sonst. Branchen

VfL Bochum

2. Bundesliga

Haupt- und Trikotsponsor

bis Ende 2017/18 n 1 Mio. jährlich

UPS

Logistik

VfL Wolfsburg

Bundesliga

Ärmelsponsor

bis Ende 2017/18 n 1,5 Mio. jährlich

Ursapharm

Pharmazie

FC Bayern München

Bundesliga

Gold-Partner (dritte Ebene)

bis Ende 2019/20 n 1,5 Mio. jährlich

Viking

Automobil

VfL Bochum

2. Bundesliga

Premium-Partner (zweite Ebene) bis Ende 2017/18 v 250 000 jährlich

Volkswagen

Automobil

UEFA

UEFA-Wettbewerbe

Mobilitätspartner

bis 2022

Wasgau

Handel

1. FC Kaiserslautern

2. Bundesliga

Exklusiv-Partner (zweite Ebene)

bis Ende 2017/18 n 200 000 jährlich

Western Union

Banken/Versicherer

FC Liverpool

Premier League

Ärmelsponsor

bis Ende 2021/22 n 5,5 Mio. jährlich

Westminster

sonst. Branchen

Bayer 04 Leverkusen

Bundesliga

Premium-Partner (inkl. Ärmel)

bis Ende 2017/18 n 750 000 jährlich

Wiesenhof

Food

SV Werder Bremen

Bundesliga

Haupt- und Trikotsponsor

bis Ende 2019/20 v 7,5 Mio. jährlich4

X-Tip

Glücksspiel

MSV Duisburg

2. Bundesliga

Haupt- und Trikotsponsor

bis Ende 2017/18 n 750 000 jährlich

Yingsheng Sports Culture Development

sonst. Branchen

SV Werder Bremen

Bundesliga

Top-Sponsor (zweite Ebene)

bis Ende 2018/19 n 1 Mio. jährlich

v k. A.

ENTWICKLUNGSFELD DROHNEN: Die DHL investiert einen siebenstelligen Betrag in die Champion Series von DR1 Racing.

SPONSORSHIPS

Foto: picture alliance/SPONSORS

n 80 Mio. jährlich

Mix Marke

Branche

Partner

Event

Engagement

Laufzeit

Aha

sonst. Branchen

Augsburger Panther

Deutsche Eishockey Liga

Premium-Partner (erste Ebene)

bis Ende 2017/185 n 200 000 gesamt

DB Schenker

Logistik

Deutscher Hockey-Bund

Nationalmannschaft

Premium-Partner (zweite Ebene) bis 2019

n 150 000 jährlich

DHL

Logistik

DR1 Racing

DHL Champion Series

Naming-Right

n 1 Mio. jährlich

Die Bayerische

Banken/Versicherer

EHC Red Bull München

Deutsche Eishockey Liga

Premium-Partner (zweite Ebene) k. A.

Heinz von Heiden

Bauwesen

Eisbären Berlin

Deutsche Eishockey Liga

Premium-Partner (zweite Ebene) bis Ende 2018/19 v 250 000 jährlich

Knauf Bauprodukte

Bauwesen

s.Oliver Würzburg

Easycredit Basketball Bundesliga Premium-Partner (zweite Ebene) bis Ende 2018/19 v 350 000 jährlich

Mann+Hummel

sonst. Branchen

MHP Riesen Ludwigsburg

Easycredit Basketball Bundesliga Trikotpartner

Vapiano

Food

Deutscher Hockey-Bund

Nationalmannschaft

Volkswagen Financial Services Banken/Versicherer

Basketball Löwen Braunschweig Easycredit Basketball Bundesliga Haupt- und Trikotsponsor

n 250 000 jährlich

bis Ende 2019/20 n 100 000 jährlich

Premium-Partner (zweite Ebene) bis 2019

Angaben in Euro, Summen teilweise geschätzt; 2Angabe in US-Dollar; 3inklusive der bereits im Januar 2016 geschlossenen Platin-Partnerschaft mit dem FC Bayern; 4Summe gilt erst ab der neuen Vertragslaufzeit zur Saison 2018/19; 5wirbt für mindestens zehn Spiele auf der Trikotbrust im Rahmen einer Kooperation als Premium-Partner

1

bis 2018

Budget1

v 150 000 jährlich

bis Ende 2018/19 v 750 000 jährlich n

neuer Vertrag

v

verlängerter Vertrag

MEHR BEI SPONSORS SEARCH Weitere Meldungen finden Sie in unserem Online-Archiv: www.sponsors.de/search

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C LU B M E D I A

FALLSTRICKE IN DER FILMPRODUKTION Das Erstellen von Filmen für vereinseigene Online-Kanäle und das Club-TV birgt einige Fallstricke. Was müssen Vereine vor der Produktion für die Verwertung beachten? Und wie funktioniert eine korrekte Lizenzierung? Ein Leitfaden.

V

iele Bundesligisten erweitern ihre Medienangebote und bedienen ihre Fans mit Filmen über das Team und den Spielbetrieb – sei es ein Film über eigene Lizenzspieler außerhalb des Platzes, einen Tag im Leben des Maskottchens oder ein Treffen mit Fans. Die Bundesliga-Vereine entwickeln sich zu Medienunternehmen, die unabhängig von den Pflichtspielen Filminhalte produzieren. Der Fan freut sich über die neuen Medienangebote. Doch die Medien- und Marketingabteilungen der Clubs müssen sich bei der Produktion von Filmmaterial außerhalb des Rechtebereichs der Deutschen Fußball Liga (DFL) einigen Aufgaben stellen. 1. Klären Sie die Rechtesituation vor der Produktion. Wenn sich ein Bundesligist dazu entscheidet, einen Film zu produzieren, dann muss er sich zunächst einen Überblick darüber verschaffen, aus welchen Inhalten das Ma36

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terial bestehen soll. Juristische Kernfragen sind unter anderem: Werden Personen und/ oder geschützte Leistungen gefilmt? Und wessen Rechte werden durch einen geplanten Film betroffen? Neben den Gefilmten können auch noch andere Personen Rechte an einem Film haben. Hierbei handelt es sich insbesondere um Personen, die den Film „kreativ“ gestalten – wie beispielsweise Kameramänner, Regisseure, Drehbuchautoren oder Cutter. Theoretisch könnten auch Rechte von Bühnen- oder Kostümbildnern betroffen sein. Zum Beispiel dürfte der Schöpfer des KosDER AUTOR Marco Erler ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht bei Lausen Rechtsanwälte. Er berät unter anderem Clubs und werbetreibende Unternehmen beim Einkauf von Rechten und beim Rechtemanagement für Filminhalte.

tüms eines Maskottchens Rechte an dem Kostüm halten. Darüber hinaus ist es in der Praxis nicht selten der Fall, dass bereits bestehende Werke in einem Film Verwendung finden (zum Beispiel Musik oder eine Skulptur). Häufig beauftragen Vereine eine Produktionsfirma für die Erstellung eines Films. Diese hat dann – ohne gegenteilige Abmachung – dafür Sorge zu tragen, dass die erforderlichen Rechte eingeholt werden. 2. Achten Sie bei der Rechteeinholung darauf, in welchem Umfang und auf welchen Plattformen das Material hinterher abgespielt werden soll. Weitere Rechte-Fragen zur Filmerstellung ergeben sich aus Art und Umfang der geplanten Ausspielung des Materials. Clubs sollten sich in erster Linie fragen, in welchen Medien der Film erscheinen soll. Weiter ist relevant, ob Rechte exklusiv eingekauft werden sollen und wie lange sowie W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Foto: Getty Images

in welchem Territorium die Nutzung erfolgen soll. Die Frage zum Umfang der Nutzung von Filmrechten ist vor allem deswegen wichtig, weil unter anderem davon der Preis der Rechte sowohl beim Ein- als auch beim Verkauf abhängt. Aus Kostengründen mag es daher ratsam sein, dass nur zeitlich befristete Rechte oder Rechte für bestimmte Medien eingekauft werden. In Betracht kommen für Bundesligisten insbesondere die Online-Kanäle – zum Beispiel Social Media wie Facebook, Video-streaming-Plattformen wie Youtube und die vereinseigene Homepage. Soll nur eine Auswertung über die Online-Kanäle erfolgen, so genügt die Vereinbarung über die Nutzung im Internet zu Abrufzwecken, insbesondere in den eigenen Kanälen. Nicht selten wollen Bundesligisten Filmmaterial aber auch im vereinseigenen TV verwerten. Auch hierfür müssen die Rechte ausdrücklich eingeholt werden, denn die Nutzung in Online-Kanälen umfasst nicht zwangsläufig auch die Nutzung im TV – selbst wenn es sich um Web-TV handelt. Hintergrund ist, dass das Urheberrechtsgesetz (UrhG) zwischen dem Senderecht (§ 20 UrhG), welches für Web-TV erforderlich ist, und dem On-demand-Recht (§ 19a UrhG – Nutzer entscheidet anders als im TV über den Zeitpunkt des Filmkonsums) unterscheidet. Darüber hinaus gibt es noch weitere Nutzungsarten beziehungsweise Medien, auf die Clubs bei der Rechteeinholung achten müssen – zum Beispiel die Auswertung im Video oder im Kino. Bei Interesse müssen auch diese Medien ausdrücklich bei den Rechteinhabern angefragt werden. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Neben der Auswahl der Medien sollten Clubs regeln, dass die erworbenen Rechte für einen Film an Dritte (zum Beispiel externe Online-Plattformen von Medien) weiterlizenziert und der Film bearbeitet werden darf. Denn bei der Einholung von Rechten steckt der Teufel im Detail: Ohne Bearbeitungsbefugnis dürfte ein Film allenfalls nur redaktionell angepasst werden. Eine ausschnittsweise Nutzung würde dagegen nicht erlaubt sein. Häufig gewünschte gekürzte Fassungen des Films wären damit ohne Einholung der Bearbeitungsbefugnis nicht zulässig. 3. Formulieren Sie bei der Lizenzierung einen eindeutigen Rechtekatalog. Auch wenn der Verein sich ausdrücklich uneingeschränkte Rechte hat einräumen lassen, so bewahrt ihn dies nicht vor bösen Überraschungen. Der Satz „Der Verein erhält sämtliche Rechte zeitlich, örtlich und inhaltlich unbeschränkt“ erfasst beispielsweise entgegen dem Wortlaut nicht zwangsläufig alle Rechte. Vielmehr wird in der Rechtsprechung zum Schutz des Urhebers (und Lizenzgebers) eine Begrenzung dieser weiten und pauschalen Rechteeinräumung nach dem Vertragszweck vorgenommen. Das heißt: Soll zum Beispiel nur ein TV-Spot produziert werden, so dürfte gegebenenfalls auch nur eine Sendung im klassischen und Web-TV erfolgen. Nicht aber als Ondemand-Angebot, da trotz umfassender Rechteeinräumung nur ein Spot fürs TV vereinbart wurde. Um Risiken bei der Lizenzierung zu vermeiden, müssen Vereine daher einen eindeutigen Rechtekatalog formulieren. Dieser sollte neben den Nutzungsrechten (zum Beispiel: Senderecht) auch die Nutzungsarten (zum Beispiel: TV oder On-demandAngebote) detailliert umfassen. In der Praxis geht die Tendenz dahin, die Rechte sehr granular einzuteilen. Es wird unter anderem zwischen Pay-TV, Free-TV, „Download to Own“ und Streaming differenziert. Am Ende gibt es einen einfachen Grundsatz für die Vereine: Je genauer die Formulierungen der Rechte und Nutzungsarten sind, desto eher ist gewährleistet, dass diese Rechte auch beim Club liegen.

No-Gos und Lösungen Zusammengefasst gibt es bei der Lizenzierung von Filmen für Clubs folgende Erkenntnisse und No-Gos:

• Klären Sie vorab, welche Rechte Sie in welchem Umfang von wem für die Nutzung eines Films benötigen. • Pauschale Rechteeinräumungen (zum Beispiel: „Der Verein erhält umfassend sämtliche Rechte an einem Film.“) sind mit erheblichen Risiken verbunden. Ein ausdrücklicher und detaillierter Rechtekatalog ist daher zwingend erforderlich. In der Musik-, Buch- und Filmindustrie ist dies seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. • Häufig finden sich Rechteeinräumungen in Rechnungen der Rechteinhaber. Dies ist aus zweierlei Gründen problematisch. Zum einen wird es sich zumeist um eine pauschale Rechteeinräumung mit den skizzierten Risiken handeln. Und zum anderen werden Rechnungen üblicherweise nach zehn Jahren vernichtet. Selbst wenn also die Rechnung eine Nutzung rechtfertigen könnte, so ist dieser Beleg nach zehn Jahren nicht mehr existent. Es geht damit ein wesentlicher Beweis für die Rechteeinräumung verloren. • Kostenvoranschläge (KVA) sind als noch problematischer als die Rechteeinräumung in Rechnungen zu bewerten. Denn dabei werden zumeist ebenfalls keine detaillierten Rechte aufgelistet. Zudem werden KVAs häufig dezentral abgelegt, sodass kaum nachvollziehbar ist, welche Rechte eingeräumt wurden. • Grundsätzlich kann ein Vertrag über einen bestimmten Film per E-Mail geschlossen werden. Allerdings werden E-Mails häufig nicht zentral verwaltet. Darüber hinaus kann es unter Umständen viel Zeit kosten, einen Rechteumfang aus einer E-Mail-Korrespondenz zu entnehmen. • Es ist daher ratsam, mit den von einem Film betroffenen Rechteinhabern einen Vertrag zu schließen, der den genannten Vorgaben entspricht. Zur Vereinfachung bietet sich die Entwicklung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen für konkrete Projekte an. Zudem könnten mit Dienstleistern, die ständig oder häufig für einen Verein tätig werden, schriftlich Rahmenverträge geschlossen werden. Diese sollten die Grundzüge der Zusammenarbeit inklusive der Rechteeinräumung regeln. Diese Grundzüge gelten dann für alle Projekte, die dann (zum Beispiel per E-Mail) diesem Rahmenvertrag zugeordnet werden. 37

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ISRAEL

DAS SILICON VALLEY DES NAHEN OSTENS Israel hat weltweit die meisten Unternehmensgründer pro Einwohner und gilt als das zweitinnovativste Land der Welt. Die spezielle Situation des Landes fördert die Kultur – und bietet attraktive Anknüpfungsmöglichkeiten für das Sportbusiness.

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as haben Krieg, Militär und Rüstungsindustrie mit Start-up-Kultur, Innovationen und Unternehmertum gemein? Auf den ersten Blick nichts. In Israel allerdings sind beide Themen unzertrennlich miteinander verbunden. Noch heute befindet sich Israel mit seinen umliegenden Nachbarländern in kriegerischer Auseinandersetzung. Von Feinden umgeben und bevölkerungsmäßig unterlegen, ist der israelische Staat dazu gezwungen, seine Nachteile durch eine militärisch-technologische Überlegenheit zu egalisieren. Um diesen technologischen Fortschritt nachhaltig gewährleisten zu können, gehört nicht nur der Wehrdienst für männliche ebenso wie für weibliche Israelis für mindestens zwei Jahre zur Standardausbildung der 16- bis 18-Jährigen, sondern auch eine planerische Weitsichtigkeit der handelnden Regierung, die die Förderung der nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsindustrie sicherstellen soll. Unter anderem wird die Spitze, genauer gesagt die besten ein Prozent des Landes, bereits im Alter von 16 bis 18 Jahren in der Highschool rekrutiert und den wichtigsten Spezialeinheiten des Landes zugeordnet. Das vielseitige Programm, das die jungen Soldatinnen und Soldaten durchlaufen, betraut sie bereits in jungen Jahren mit wichtigen Führungsaufgaben und damit verbunden einer hohen Verantwortung für Land und Bevölkerung. Wissenschaftlich ausgebildet werden die Gründer der Zukunft nicht an der Stanford oder Harvard University, sondern in einer der zahlreichen Eliteuniversitäten des Landes. Zu den besten zählen laut aktuellem Pitchbook University Report die Hebrew University in Jerusalem, die Technion in Haifa sowie die Tel Aviv University. Gemessen an der Zahl der hervorgebrachten Entrepreneure und der Höhe des eingesammelten Kapitals der Absolventen wird Letztere sogar als die derzeit neuntbeste Universität der Welt gerankt. 38

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Die israelische Universitätslandschaft braucht sich also keineswegs vor den Bildungssystemen der großen Industrienationen zu verstecken. Und sie sorgt dafür, dass Israel eine vergleichbar hohe Akademikerquote von 48,8 Prozent bei den 25- bis 64-Jährigen aufweist. Zum Vergleich: Der OECD-Durchschnitt dieses tertiären Bildungssektors liegt bei 35 Prozent – wobei Deutschland mit knapp 27,5 Prozent unter dem errechneten Durchschnitt liegt.

Entrepreneur statt Fußballprofi Unter anderem durch Militärdienst, Studium und Eliteausbildungen hat die israelische Regierung ihre heranwachsende Bevölkerung bereits im recht jungen Alter von 25 Jahren mit einem umfangreichen und fundierten psychologischen und wissenschaftlichen Toolkit ausgestattet. Das wiederum ist der Grundstein für eine überdurchschnittlich gut ausgebildete, aber auch selbstbewusste Gesellschaft, in der Scheitern und Versagen – sowohl im zivilen Leben als auch im unternehmerischen Sinne – weitaus akzeptierter sind als beispielsweise in Deutschland. Perfekte Voraussetzungen also für eine erfolgreiche Gründermentalität wie sie weltweit ihresgleichen sucht. Nicht von ungefähr gilt Israel als der vielversprechendste Investment-Hub außerhalb der USA. Das zeigen auch Zahlen. In Israel liegt das Pro-Kopf-Investment in Start-ups bei 572 US-Dollar. Wie hoch dieser Wert ist, DER AUTOR Philipp Timm arbeitet seit sechs Jahren für den Sportbusinessverlag SPONSORs. Seit 2014 steuert er als Leiter Projektentwicklung das Aus- und Weiterbildungsangebot der „SPOAC – Sports Business Academy by WHU“. In dieser Funktion war Timm im Juni 2017 als Mitglied einer 60-köpfigen, internationalen Sportbusiness-Delegation in Israel, um sich auf Einladung des israelischen Wirtschaftsministeriums ein Bild von der dortigen SporttecSzene zu machen.

zeigen Vergleichswerte in Europa (VentureCapital-Investment in Start-ups: 16 USDollar pro Kopf), China (23 US-Dollar) oder den USA (242 US-Dollar). Zwischen 2006 und 2016 wurden laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte im Bereich israelischer Technologieunternehmen mehr als 1100 Exits durchgeführt und damit mehr als 75 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Allein im Jahr 2015 wurden 1400 neue Start-ups gegründet. Da überrascht es nicht, dass bei der Frage nach dem Berufsziel der „Entrepreneur“ dem „Fußballprofi“ bei Weitem den Rang abläuft.

Regierung fördert Start-up-Kultur Es fällt auf, dass der überwiegende Teil der israelischen Business Cases auf ursprünglich militärischen Lösungen basiert. Dabei unterstützt die israelische Regierung die beschriebene „Zweckentfremdung“ ursprünglicher militärischer Lösungen durch Fördergelder. Jährlich werden seitens des Staats rund 250 Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung bereitgestellt – auch, um die Gründermentalität des Landes sowie die spezielle Technologie- und Innovationskultur weltweit bekannt zu machen. Doch nicht nur das. Die israelische Regierung bietet sogar internationalen Unternehmen Förderungen an, wenn diese ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nach Israel verlagern. Offenbar mit Erfolg. So betreiben gleich mehrere sogenannte Multinationals wie Facebook, Google, Microsoft oder Intel mittlerweile eigene Büros in Israel. Alle mit dem Ziel, neben den ökonomischen Vorteilen auch von der Innovationskultur des Landes zu profitieren. Nah am Puls der Szene zu sein, kann sich in Israel schnell bezahlt machen. Google beispielsweise übernahm im Jahr 2013 für eine Milliarde Dollar das Unternehmen Waze. Die auf Crowdsourcing basierende Social-Navigation-App ist ein Vorreiter unter den Verkehrsapplikationen und navigiert den User auch zur Rushhour schnell durch den Straßenverkehr der Megacitys. Eine W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Softwarelösung, die möglicherweise auch im Sport anwendbar wäre – beispielsweise als intelligentes Wegesystem bei der Suche nach dem nächsten Stadionkiosk. Erst im März dieses Jahres schreckte zudem eine weitere Übernahme die israelische Start-up-Szene auf. Intel übernahm den Kameratechnik-Spezialisten Mobileye und stärkt damit seine Position in der Zukunftstechnik des autonomen Fahrens. Der Übernahmewert: etwa 15 Milliarden US-Dollar.

tisch folgen kann. Die Produktionstechnik stammt ursprünglich vom israelischen Geheimdienst, langfristig soll sie flächendeckend im Amateurfußball eingesetzt werden. Die Gründer von Insoundz wenden hingegen eine militärische Abhörtechnik mit hoch entwickelter Störgeräuschentfernung

men Nielsen Sports bekannt. Durch die Übernahme sichert sich Nielsen Sports den Zugang zu der von vBrand entwickelten Technologie, um die Sichtbarkeiten von Marken im Sponsoring-Umfeld für die Media-Evaluierung zu messen. Auch wenn über die Höhe der Übernahmesumme bisher nichts bekannt wurde, gab es für die

Vom Militär lernen

Fotos (3): Future Sport Israel

Auch im Bereich der Sporttechnologie gibt es in Israel mittlerweile mehr als 100 Start-ups. 41 davon haben laut Deloitte mittlerweile kumuliert mehr als 400 Millionen US-Dollar an Kapital eingesammelt. Die größten Deals machten dabei FreeD (35 Millionen US-Dollar), eine im März 2016 von Intel aufgekaufte 3D-DatenVisualisierungslösung, deren Produkte beispielsweise in der USamerikanischen Profi-Basketballliga NBA zum Einsatz kommt, sowie Minute Media, eine aufstrebende Plattform für user-generated Content (50 Millionen USDollar). Welches Potenzial israelische Sporttech-Start-ups haben, ist mittlerweile auch im hiesigen Sportbusiness angekommen. So folgten im Juni dieses Jahres über 60 internationale Entscheider der europäischen Sportbusinessbranche der Einladung des israelischen Wirtschaftsministeriums, um sich vor Ort drei Tage lang in Tel Aviv und Jerusalem ein Bild der Szene zu machen, sich auszutauschen und einige der bislang erfolgreichsten israelischen Start-ups im Sportbusiness kennenzulernen. I S R A E L I S C H E G R Ü N D E R S Z E N E : S t a a t s te l l t j ä h r l i c h 2 5 0 M i l l i o n e n U S - D o l l a r f ü r F o r s c h u n g u n d E n t w i c k l u n g . Erste israelische Start-ups sind vBrand-Gründer viel Anerkennung und Lob für die Audiounterstützung in der Fußballschon auf dem Sprung nach Europa – oder aus der Heimat. Möglicherweise findet man übertragung an. So können Fangesänge haben diesen schon geschafft. Das Unterauf kurz oder lang im hiesigen Sportbusiherausgefiltert werden und Geräusche dinehmen Pixellot beispielsweise kooperiert ness noch weitere israelische Produkte, verser Spielszenen hochgeregelt werden, seit Anfang 2017 mit dem Kölner UnternehLösungen oder auch Unternehmen. Von um dem Fernsehzuschauer das Gefühl zu men Sporttotal, das zuvor unter Wige Media digitalem Know-how, innovativen Produkgeben, noch näher am Geschehen zu sein. firmiert hatte. Pixellot bietet hochauflösenten und Digitalexperten im Sport kann die Anfang August wurde nun die Übernahde Produktionstechnik für Sportplätze und hiesige Branche schließlich nie genug me des israelischen Start-ups vBrand durch Sporthallen, die dem Spielverlauf mithilfe bekommen. das Forschungs- und Beratungsunterneheiner intelligenten Softwarelösung automaW W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Fotos (23): SPONSORS / picture alliance

SPOBIS GAMING & MEDIA 2017 Hackathon, Masterclasses, Roundtable, Speed-Networking, drei große Bühnen, 65 Speaker, ein eSportShow-Match, viel Networking und eine VIP-Grille im Rheinenergiestadion: Das erlebten die über 700 Teilnehmer am 21. August bei der Premiere des SPOBIS Gaming & Media in Köln, bei dem das klassische Sportbusiness und die eSport-Branche zusammen kamen. Ein Rückblick in Bildern.

E S P O R T- S H OW M ATC H : „T I M OX “ (VfL Wolfsburg) gegen „T I M L AT K A“ (FC Schalke 04)

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O . C O E N E N (Vice President European Publishing EA)

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Impressionen

PRESENTED BY *

S . K U E R T E N ( D i r e c to r S p o r t s & B u s i n e s s E B U )

A . J O B S T (Marketingvorstand FC Schalke 04)

T. F U H R M A N N ( L e i te r H a u p t r e d a k t i o n S p o r t Z D F )

C . C R A M E R (Director Sales & Marketing BVB)

G. GRÜNDGENS (Director Brand Marketing Vodafone)

V E R K AU F S G E S P R ÄC H : R . R E I C H E R T (CEO ESL, links) erklärt A . N A S S AU E R (Head of Group Media Deutsche Telekom) die eSport-Welt.

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H AC K AT H O N : Knapp 30 Programmierer entwickelten in Kooperation mit

V. L . N . R . : A . H E Y D E N (DFL Digital Sports), A . W E H R L E (1. FC Köln),

Google/Youtube Lösungen zum Thema Live-Streaming.

P. G Ö R L I C H (TSG 1899 Hoffenheim), P. K LOT Z (SPONSOR S )

V. L . N . R . : H . E B E R H A R DT (SPONSOR S ), S . Z A N T (ProSiebenSat.1), R . S E C K L E R (Sport1), M . H E I S E (RTL)

L . K L U M P E (Athletia)

D . L A M P I T T (Sportradar)

S . H E I L M A N N (Bwin)

L . L A M A D É (SAP)

J . D R U B E L (Allyouneedfresh)

V. L . N . R . : J. POMMER (ESL), A . M Ü LLER (SK Gaming), S . KOSCHEL

V. L . N . R . : U . P LO C H (Infront Sports & Media), U . R U H N AU (Lagardère Sports),

(Twitch.tv), R . M Ü L L E R VO N V U LT E J U S (Lagardère Sports)

S . G R U P P (VfL Wolfsburg), P. K LOT Z (SPONSOR S )

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Impressionen

PRESENTED BY *

T. S K R Z Y P S K I (Ticketmaster), S . R O L F E S (Goal Control)

C . R H O D E S (YouTube) im Gespräch

D . G R I E S E (Zlyde, links), E . B E L L A M Y (Google)

V. L . N . R . : M . DÖRMANN (Mtgl. d. Bundestags, SPD), DR . P. G . „V I P - G R I L L E “ : Gute Gespräche, kalte Getränke, beste Laune

FRINGU ELLI (CMS), H . BOSSDORF (Moderator), S . CORDING (CMS)

*

Offizieller Fotomedienpartner des SPOBIS Gaming & Media 2017

V I R T UA L R E A L I T Y: SPOBIS-Besucher versuchen sich im Drone-Racing.

Wir sind der professionelle Medienpartner rund um visuelle Kommunikation. Unsere weltweit agierenden Fotografen und Filmteams begleiten Ihre Sportveranstaltungen ebenso wie Ihre PR-Termine, Kongresse oder Preisverleihungen hautnah und setzen Sie, Ihre Partner und Sponsoren gekonnt in Szene. Darüber hinaus haben Sie unter www.picture-alliance.com Zugriff auf einen Contentpool mit mehr als 28 Millionen Fotos, Videos und Grafiken. Unser Rundum-Service bietet Ihnen außerdem einen Bildbeschaffungs-, Bildmanagement- und Mediendistributions-Service. picture alliance – alles aus einer Hand für Ihre erfolgreiche Kommunikation! Tel.: +49 (0) 69 2716 -34297 / -34298 E-Mail: assignment@picture-alliance.com www.picture-alliance.com

B A R B E C U E : 90 VIP-Gäste ließen den Abend im Rheinenergiestadion ausklingen.

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FI R M E N L ÄU F E

WETTLAUF MIT DEM CHEF Immer mehr Freizeitsportler messen sich bei Firmenläufen mit Kollegen und Vorgesetzten. Von B2Run bis J.P. Morgan Challenge: Einige Dax-Konzerne sind gleich mit Hunderten Mitarbeitern am Start. Vom Boom des Business Run profitieren Veranstalter und Sponsoren. Und auch die Geschäfte teilnehmender Firmen sollen besser laufen.

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enn Freizeitsportler knapp fünf Kilometer durch die City laufen wollen und dafür eine Stadt wie Frankfurt am Main für einen halben Tag lang stillgelegt wird, dann muss es schon einen besonderen Anlass geben. Einmal im Jahr bewegt in der Bankenmetropole ein spezielles Laufevent die Massen und lässt den Verkehr ruhen: Mit regelmäßig über 70 000 Läuferinnen und Läufern von über 2500 Firmen ist der J.P. Morgan Corporate Challenge in Frankfurt die größte Laufveranstaltung in Europa. Das Frankfurter Laufevent ist Teil einer internationalen Serie und zugleich der größte Firmenlauf der Welt. Der J.P. Morgan Corporate Challenge wird weltweit in sieben Städten in den USA und in London, Frankfurt, Sydney, Singapur, Johannesburg und Shanghai ausgetragen. Dabei geht es erst in zweiter Linie um den Sport. Wichtiger sind Werte, die von den teilnehmenden Unternehmen als erstrebenswert betrachtet werden: Teamgeist, Kommunikation, Kollegialität, Fairness und Gesundheit. Mit genau diesen Werten schmückt sich auch Finanzdienstleister J.P. Morgan, der als Organisator und Titelsponsor der Laufserie auftritt und sich das weltweite Engagement nach SPONSORS-Informationen jährlich einen hohen siebenstelligen Euro-Betrag kosten lässt. Der US-amerikanische Konzern, der weltweit Vermögenswerte in Höhe von 2,4 Billionen US-Dollar verwaltet, hat dabei als Veranstaltungsorte Städte gewählt, in denen er seine Niederlassungen hat und wo die meisten der rund 250 000 Mitarbeiter arbeiten. Das 1977 am Firmensitz in New York ins Leben gerufene Event gilt als „Urvater des Firmenlaufs“. Das Teilnehmerfeld ist dabei breit gefächert und reicht vom Laufeinsteiger bis zum regelmäßigen Läufer, vom Azubi bis zum Chef, vom Ein-Mann-Unternehmen bis zum Großkonzern. Die moderate Streckenlänge soll es auch ungeübten Läufern ermöglichen, an dem Lauf teilzunehmen – ein Zeitlimit gibt es nicht. Ganz ohne sportlichen Ehrgeiz geht es aber nicht: Gewertet wird die Summe der 44

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Laufzeiten von jeweils vier Teammitgliedern eines Unternehmens. Die schnellsten Teams werden einmal im Jahr von J.P. Morgan zum sogenannten „Championship-Lauf“ nach New York eingeladen, um das schnellste Firmenteam der Welt zu ermitteln. Dass es erst in zweiter Linie um Sport geht, beweist aber auch die Tatsache, dass ein Teil der Startgelder in jeder Stadt in die Förderung gemeinnütziger Projekte fließt. In Frankfurt etwa kamen so seit 2007 rund 2,5 Millionen Euro zusammen und Sportprojekten für junge Menschen mit Behinderung zugute.

Wachstumsraten von 30 Prozent Das Konzept des J.P. Morgan Corporate Challenge darf ohne Zweifel als erfolgreich bezeichnet werden. Der erste Lauf in Frankfurt fand 1993 noch mit 527 Läuferinnen und Läufern aus 57 Unternehmen statt. 2002 wurden erstmals über 50 000 Teilnehmer registriert. Seit 2006 waren in der hessischen Metropole dann nie weniger als 60 000 Menschen pro Jahr am Start – in der Spitze sogar fast 74 000. Insbesondere in Deutschland lassen sich die Mitarbeiter von ihren Arbeitgebern offensichtlich gerne zu der sportlichen Herausforderung verpflichten. Bei den Events in New York oder London liegen die Teilnehmerzahlen mit 20 000 bis 30 000 Läufern stets deutlich unter denen von Frankfurt. Die Basis hierzulande ist groß: Nach einer Analyse des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) laufen 17 Millionen Deutsche regelmäßig. Und Gelegenheiten, sich im Wettkampf zu messen, gibt es viele. Über 4000 Volksläufe finden hierzulande jedes Jahr statt. Mehr als 2,5 Millionen Teilnehmer pro Jahr werden in Summe registriert. Und Firmenläufe haben inzwischen einen festen Platz im Laufsportkalender gefunden. Die großen Veranstaltungen erreichten in den vergangenen Jahren Wachstumsraten von bis zu 30 Prozent pro Jahr. Und das trotz Teilnehmerbeiträgen von bis zu 40 Euro pro Starter. Der einzelne Mitarbeiter merkt davon meist wenig: 90 Prozent der Startgelder werden von den teilnehmenden Unternehmen übernommen.

Die Firmen buchen – sehr zur Freude der Veranstalter – auch gerne die angebotenen Premium-Pakete mit umfangreichen Zusatzleistungen. Die sollen das jeweilige Event zu einem Sommerfest in Laufschuhen machen. Neben einem größeren Paket an Startplätzen sind darin auch Annehmlichkeiten wie ein eigenes Teamzelt mit Sitzgelegenheiten und Branding-Möglichkeiten enthalten. Dafür werden, je nach Anzahl der Startplätze, Preise zwischen 1000 und 3000 Euro aufgerufen. Meist lässt sich auch ein Catering hinzubuchen – gegen Aufpreis versteht sich. Für die großen Veranstalter bietet sich ein durchaus lukratives Geschäft: Die TopEvents im Lande verbuchen niedrige siebenstellige Umsätze. Der Großteil des Geldes – je nach Event zwischen 70 und 90 Prozent – fließt dabei durch Teilnehmergebühren in die Kassen. Aber auch über das Sponsoring werden heute zwischen 10 und 20 Prozent der Einnahmen generiert. Viele Partner steuern zwar weiter nur Sachleistungen bei, wobei diese bei Teilnehmerzahlen im fünfstelligen Bereich inzwischen ebenfalls erhebliche Werte darstellen. Namhafte Unternehmen wie J.P. Morgan, Commerzbank, Rewe oder die DAK (siehe Übersicht rechts) engagieren sich bei den Business-Läufen auch mit finanziellen Mitteln. Diese liegen nach SPONSORS-Informationen meist im hohen fünfstelligen Euro-Bereich, in Einzelfällen kostet ein Presenting oder Titelsponsoring auch über 100 000 Euro. Im Vergleich etwa zu großen Marathon-Events fallen die Preise sicher etwas ab. Dies ist unter anderem mit einer geringeren medialen Reichweite und vor allem einer fehlenden TV-Präsenz zu begründen. Den Werbetreibenden bietet sich dennoch eine durchaus interessante Zielgruppe. Nach Angaben des Veranstalters B2Run kommt jedes vierte teilnehmende Unternehmen aus der Industrie, aber auch die Technologie-Branche schicke viele Mitarbeiter ins Rennen. Nicht nur viele Entscheider und Führungskräfte sind am Start, sondern auch die Mitarbeiter namhafter Unternehmen, mit denen sich in sportliW W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Foto: B2Run

DIE GRÖSSTEN FIRMENLÄUFE IN DEUTSCHLAND 2017 1 Event (Ort) J.P. Morgan Corporate Challenge (Frankfurt)

Premiere

Veranstalter

1993

Macona Werbeagentur

Termin 2017

Sponsoren (Auswahl)

Medienpartner

Teilnehmer2

Unternehmen2

Startgeld pro Person

Streckenlänge

13. Juni

Titelsponsor: J.P. Morgan Premium-Sponsoren: Rosbacher, Marriott Frankfurt Nationale Sponsoren: Barmer, Canada Life, Fit Seven Eleven, koe48

HR, n-TV, HR3, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse, FAZ

64 000

2400

25 Euro

5,6 km (3,5 Meilen)

30 000

1500

26,90 – 39,90 Euro (Preisstaffelung)

6,5 km

ca. 22 000 (2016)

1200

20,90 – 29,90 Euro (Preisstaffelung)

5,5 km

20 000

1800

17,95 – 27,95 Euro (Preisstaffelung)

5 km

17 500

750

17 – 22 Euro (Preisstaffelung)

5 km

17 500

650

22,90 – 32,90 Euro (Preisstaffelung)

6,4 km

16 200

k. A.

16 – 28 Euro (Preisstaffelung)

5 km

14 000

k. A.

22,90 – 32,90 Euro (Preisstaffelung)

5,7 km

Presenter: DAK Partner: Erdinger Alkoholfrei, Runners Point, Fitbit, E.On, Herbalife, On 2004 Supplier: Laufenn, DEE, CEP, Brohler und Steinsieker MineB2Run (als MaxiInfront B2Run 13. Juli ralwasser, Deutsche Fernsehlotterie, Ströer, Druckhelden, Radio Charivari (München) Firmenlauf) Fanomena, Maxfun, Jungheinrich Partner München: TÜV Süd, Elements, Lebensmittel.de, A&O Hotels & Hostels Presenter: DAK Partner: Erdinger Alkoholfrei, Runners Point, Fitbit, E.On, Herbalife, On 2008 Supplier: Laufenn, DEE, CEP, Brohler und Steinsieker MineB2Run Radio Köln, Kölner (als HRS Business Infront B2Run 7. September ralwasser, Deutsche Fernsehlotterie, Ströer, Druckhelden, (Köln) Stadtanzeiger Run Cologne) Fanomena, Maxfun, Jungheinrich Partner Köln: Lebensmittel.de, Pelzer Fördertechnik, EGN, Gaffel, Koelnmesse, Kölner Sportstätten, Klöckner, Dorint, Flexx Fitness Titelsponsor: Rewe Sponsoren: Saxoprint, Schneider und Partner, Vonovia, AOK Plus, Post Modern, Courtyard Dresden, T-Systems, REWE Team Autohaus Dresden Reick, Erima, Krombacher alkoholfrei, Radio Dresden Challenge 2009 Laufszene Events 1. Juni Lichtenauer Mineralquellen, Bauerfeind, Werner & Thiele, (Dresden) Kriesten, Selgros, CarlundCarla.de, Salming Partner: DDV Stadion, Flightseeing, Soccas, Feedbackstr, Carl Beutlhauser Hebe- und Fördertechnik, Müller Arbeitsbühnen Sponsoren: Sparkasse Koblenz, Rewe, GLS, Suricatta, RPR1, RheinMünz Firmenlauf Münz Sport 2002 23. Juni Elektro Künster, Much Festservice Zeitung, Lokal(Koblenz) Konzept Partner: Monte Mare, Sebamed, Wepa Apothekenbedarf anzeiger, AWK

B2Run (Nürnberg)

1

2011

Infront B2Run

25. Juli

Commerzbank Firmenlauf (Leipzig)

2008

Die Sportmacher

21. Juni

B2Run (Berlin)

2011

Infront B2Run

18. Juli

Presenter: DAK Partner: Erdinger Alkoholfrei, Runners Point, Fitbit, E.On, Herbalife, On Radio Gong 97.1, Supplier: Laufenn, DEE, CEP, Brohler und Steinsieker Mine- Nürnberger Nachralwasser, Deutsche Fernsehlotterie, Ströer, Druckhelden, richten Fanomena, Maxfun, Jungheinrich Partner Nürnberg: Lebensmittel.de, Adina Apartment Hotels Titelsponsor: Commerzbank Sponsoren: DAK, Schnellestelle.de, Paian IT Solutions, Druckschluss.de, Hofmann Personal, DEE, Morrison Optic, – Opitz Catering, Krombacher alkoholfrei, Teekampagne, BMW, DHL, Maxx Print Presenter: DAK Partner: Erdinger Alkoholfrei, Runners Point, Fitbit, E.On, Herbalife, On Supplier: Laufenn, DEE, CEP, Brohler und Steinsieker Mine- Spreeradio, Berliner ralwasser, Deutsche Fernsehlotterie, Ströer, Druckhelden, Morgenpost Fanomena, Maxfun, Jungheinrich Partner Berlin: Edeka, Aspira, Olympiastadion Berlin, Adina Apartment Hotels

A u s w a h l , 2 We r te g e r u n d e t , S o r t i e r u n g n a c h A n z a h l d e r Te i l n e h m e r

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Quelle: SPONSORS

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195 000 Teilnehmer bei B2Run Das Flaggschiff der B2Run-Serie ist dabei zweifellos der B2Run in München. Seit der Premiere im Jahr 2004 hat sich die Teilnehmerzahl verzehnfacht: 30 000 Teilnehmer aus über 1500 Unternehmen gehen regelmäßig in der bayerischen Landeshauptstadt an den Start. Kein Wunder, dass diese Entwicklung Begehrlichkeiten weckte und finanzkräftige Investoren auf den Plan gerufen hat. B2Run wurde zum 1. Januar 2014 vom Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media übernommen und firmiert seither als Infront B2Run. Wachstum findet verstärkt auch durch die Akquisition bestehender Firmenläufe statt, die anschließend in die Laufserie eingegliedert werden. In Frankfurt versucht sich B2Run sogar gegen den großen J.P. Morgan-Lauf zu etablieren. Viele Doppelstarter gibt es bislang nicht. Ein echter Konkurrenzkampf um die Business-Runner ist entbrannt. Infront, ein Schwergewicht der internationalen Sportvermarktung, wurde seinerseits 2015 von der Dalian Wanda Group gekauft, einem chinesischen Mischkonzern. Der Ausdauersport passt dabei gut ins 46

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Konzept der Chinesen: Wanda betonte zuletzt, dass man das Geschäftsfeld des B2Run auch nach China ausweiten wolle. Auch hier gebe es ein großes Interesse an Breitensport. Körperbewusstsein und Gesundheit werde für die Bevölkerung immer wichtiger, und auch chinesische Unternehmen sorgten sich zunehmend um ihre Mitarbeiter. Schon ohne die chinesische Expansion lesen sich die Zahlen beeindruckend: Insgesamt erwartet B2Run 2017 über 195 000 Teilnehmer von rund 9500 Unternehmen bei seinen Rennen. In Deutschland ist B2Run damit die am schnellsten wachsende und größte Laufserie. Weitere B2Run-Läufe finden heute bereits in Frankreich, der Schweiz, Portugal, J . P. - M O R G A N - L AU F Spanien und Rumänien statt und bieten Unternehmen auch dort Plattformen für Mitarbeiter-Events. Angesichts der Präsenz hierzulande verwundert es nicht, dass auch 26 der 30 Dax-Konzerne bei der Firmenlaufserie B2run starten. Die großen deutschen Konzerne liefern sich dabei einen Wettbewerb um vom Veranstalter ausgelobte Titel wie „fittestes Unternehmen“ oder „schnellster Chef“ in Deutschland. So ist etwa der Siemens-Konzern standortübergreifend mit mehr als 5000 Mitarbeitern am Start – 3200 allein in Nürnberg. BMW bringt es in München auf über 1500 Starter und die Bayer AG in Köln auf 1200 Teilnehmer.

Positive Effekte für die Firmen Doch auch andernorts können sich die Veranstalter über verlässliche Größen der Firmenwelt freuen. Beim J.P. Morgan Corporate Challenge in Frankfurt ist die Lufthansa regelmäßig mit 1600 Mitarbeitern, die Deutsche Bahn mit 1400 Mitarbeitern vertreten, in Leipzig beim Commerzbank Firmenlauf bringt es DHL auf über 600 Teilnehmer. In Stuttgart reizt das sportliche Kräftemessen mit dem Chef besonders Angestellte des

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chem Ambiente gut netzwerken lässt. Viele Firmen nutzen ihr Sponsoring auch, um Kunden zum gemeinsamen Lauf einzuladen, oder für Recruiting-Maßnahmen. Bei den Ausgaben schlagen für die Veranstalter besonders die Kosten für die Event-Organisation und -Technik, die Sicherheit aber auch Absperrungen zu Buche. Medizinische Versorgung sowie Reinigung lassen den Gewinn weiter schmelzen. Nach Abzug der Mitarbeiterkosten hält ein Szenekenner 10 bis 20 Prozent des Umsatzes als Gewinn für realistisch. Das Geschäft lohnt sich dabei insbesondere für Laufserien, die ihre Kosten durch Skaleneffekte und Synergien minimieren können. In dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen Jahren die Laufserie B2Run mit der „Deutschen Firmenlaufmeisterschaft“ einen Namen gemacht. Sie punktet unter anderem mit Zieleinläufen in Deutschlands größten Fußballstadien. In derzeit 17 Großstädten können sich dabei Unternehmen und Institutionen für das große Finale im Rahmen des B2Run Berlin qualifizieren. Die Serie ist gleich mit vier Events im Ranking der acht teilnehmerstärksten deutschen Firmenläufe vertreten (siehe Übersicht „Die größten Firmenläufe in Deutschland 2017“, S. 45).

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Technikkonzerns Bosch. Mehr als jeder zehnte Teilnehmer startet unter der Bosch-Flagge. Das Unternehmen hat sogar einen Online-Shop mit eigener Teamkleidung ins Leben gerufen. Die Firmen haben längst erkannt, dass sie bei so einem Laufevent eine charmante Möglichkeit haben, die Mitarbeiter in lockerer Atmosphäre zusammenzubringen. Das zahlt positiv auf das Betriebsklima ein. Eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes konnte belegen, dass über 90 Prozent der Firmenläufer stolz darauf sind, ihr eigenes Unternehmen zu repräsentieren. Hinzu kommt eine Sinnesschärfung für eine gesündere Lebensweise. Je mehr Mitarbeiter in einem Unternehmen laufen, umso besser laufen auch die Geschäfte. Das haben bereits viele Chefs herausgefunden. Denn: Wer häufiger läuft ist seltener krank. Und da das Laufen in der Regel in der Freizeit stattfindet, ist die Förderung der Laufbegeisterung eine günstige und effektive betriebliche Gesundheitsmaßnahme. F. Oediger W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Clubmanager

13. NOVEMBER 2017

SAVE THE DATE!

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S K AT E B OA R D I N G

DAS POTENZIAL EINER ANDEREN SPORTKULTUR Im Jahr 2020 wird Skateboarding erstmals olympisch. Doch die Sportart wird durch die olympischen Wettkämpfe nichts gewinnen. Weil Skateboarding, wie die meisten Actionsportarten, nicht wie klassische Sportarten behandelt werden darf. Das Sponsoringpotenzial liegt in der Kultur des Skateboardings.

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as Internationale Olympische Komitee (IOC) will seine verstaubten Spiele jünger und hipper machen, sie aufwerten. Daher werden nach Snowboarding (bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano) und Freeskiing (2014 in Sotschi) im Jahr 2020 mit Surfing, BMX Freestyle Park und Skateboarding wieder drei neue Sportarten ins olympische Programm aufgenommen. Die Intention, drei weitere „junge“ Sportarten neu aufzunehmen, ist offensichtlich. Neben einem frischeren Image erhoffen sich die Funktionäre unter anderem verbesserte Einschaltquoten bei unter 40-jährigen, modernen und urbanen Menschen. Als ob die olympischen Sportarten und Disziplinen hierfür verantwortlich wären. Als Vorbild für Skateboarding und Co. dient dabei das Snowboard-Halfpipe-Finale in Vancouver 2010, das unter anderem mit einer Reichweite von durchschnittlich 30,1 Millionen Zuschauern bei NBC auf dem zweiten Platz bei den olympischen LiveÜbertragungen des US-amerikanischen Senders landete.

Wettkämpfen nicht viel übrig geblieben. Es gibt kaum noch Snowboard-Events, die nicht vom Internationalen Skiverband (FIS) ausgerichtet werden. Bei diesen Veranstaltungen starten dann vornehmlich gleichgeschaltete Akrobaten, die versuchen, möglichst viele unstylische Rotationen aneinanderzureihen. Zum Jahrtausendwechsel gab es in Deutschland noch zahlreiche Athleten auf konkurrenzfähigem Weltklasse-Niveau. Außerdem existierten verschiedenste privatwirtschaftlich initiierte und finanzierte Halfpipes, beispielsweise am Nebelhorn bei

Oberstdorf oder auf der Zugspitze in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Seit knapp zehn Jahren sind diese Anlagen jedoch sukzessive alle verschwunden. Im Gegenzug wurden in den vergangenen beiden Dekaden die Wettkampfstätten und Olympiastützpunkte für Wintersportarten wie beispielsweise Rodeln und Bob stetig ausgebaut. Und dass, obwohl die Anzahl der aktiven Eiskanal-Nutzer gerade mal einem Bruchteil der Zahl der aktiven Snowboarder entspricht. Und obwohl die Infrastruktur der Snowboarder mittlerweile von der ebenfalls olympischen Winter-

In ein Korsett gezwängt Mit der Aufnahme von Sportarten wie Skateboarding, Surfen oder BMX Freestyle Park ins olympische Programm werden jedoch – und das wird leider seitens der Sportfunktionäre und Verbandsvertreter häufig vergessen – erneut bestehende Sportkulturen in ein Korsett aus Sportförderrichtlinien, Vereins- und Verbandsstrukturen und einem komplett veralteten Nationendenken gezwängt. Denn: Die Kulturen von Skateboarding und verwandten Sportarten sind alles andere als wettkampforientiert. Welche Folge dies haben kann, zeigte in den vergangenen Jahren eindrucksvoll das Snowboarding. Wie steht die Sportart heute da? Was haben die Olympischen Spiele der Snowboardkultur tatsächlich gebracht? Ich finde: nichts. Von der ursprünglichen Kreativität und den Innovationen der Sportart ist in den 48

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K R E AT I V E S P O N S O R S H I P S F Ü R K R E AT I V E S P O R TA R T E N : S t a ke h o l d e r u n d S p o r t l e r we r d e n d a n k-

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sportdisziplin Freeskiing sogar mitgenutzt wird.

Keine Heroes, keine TV-Präsenz

der Sportberichterstattung zu komplex. Und zudem mangelt es aktuell noch an nationalen Helden in diesen Sportarten. Doch genau diese sind oftmals eine Grundvoraussetzung für ein breites Zuschauerinteresse und damit mehr TV-Zeiten.

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Nun ist also Skateboarding an der Reihe. Analog zum Snowboarding vor einigen Jahren versuchen sich nun die Vertreter der „Skateboard-Wettkampf-Fraktion“ sowie Organisatoren kommerzieller SkateboardEvents beim IOC in Stellung zu bringen. Viele dieser „Kenner des Sports“ haben dabei die Vorstellung, dass Skateboarding durch die Aufnahme ins olympische Programm als Gewinner hervorgeht. Auch hier ist die Hoffnung die gleiche wie damals beim Snowboarding: eine höhere Aufmerksamkeit, höhere Förderungsgelder, mehr Infrastruktur, mehr TV-Präsenz und höhere Sponsoringgelder. Beim Snowboarding kam es dazu aber leider nie. Und auch beim Skateboarding wird es vermutlich nicht anders sein. Dazu sind diese Actionsportarten für die meisten traditionell denkenden Fernsehsender in

»Actionsportarten sind für die meisten traditionell denkenden TV-Sender zu komplex«

Dass Skateboarding allerdings genau genommen kein klassischer Sport ist, weil Contests nur einen minimalen Teil ausmachen, scheinen viele in der Szene vergessen zu haben. Beim Skateboarding geht es vor allem um Kreativität – die kreative Nutzung der urbanen Architektur, von Foto- und Videoproduktionen und der damit verbundenen Reisen sowie um Designaspekte bei den Produkten sowie bei der Mode.

Fluch „potenzialorientiert“ Die teilweise fehlende WettkampfFokussierung bei Funsportarten wie Skateboarding wird aus meiner Sicht dazu führen, dass es nicht zu einer Aufwertung des Skateboardens durch Mittel aus der Sportförderung kommen wird. Grund dafür ist das neue Zauberwort „potenzialorientiert“, das bei der jüngst verabschiedeten deutschen Sportförderungsreform des Deutschen Olympischen Sport-

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DER AUTOR

b a r s e i n u n d f ü r e n o r m e R e i c hwe i te n s o r g e n .

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bunds (DOSB) eine immer größer werdende Rolle spielt. Ziel ist es dabei, möglichst viele Medaillen für die Nation einzusammeln. Schließlich ist die Profilierung des deutschen Sports gegenüber den anderen Nationen dieser Welt hierzulande immer noch das wichtigste Kriterium. Solange es die Olympischen Spiele gibt, wird das wohl auch so bleiben.

Alexander Schwan ist aktiver Skateboarder und Inhaber von Millhaus. Die Münchner Agentur hat es sich zur Aufgabe gemacht, die authentische, sinnvolle und effektive Integration von Subkulturen in die Kommunikation von Marken zu fördern. Außerdem ist Schwan seit 2002 für Sender wie Eurosport und ProSiebenFun als Kommentator für Skateboarding- und Snowboarding-Events wie die X Games oder Street League Skateboarding sowie als Moderator bei LiveEvents wie Air & Style tätig.

Besondere Kultur aktivieren

Im Sponsoring könnte das allerdings anders aussehen. Aber nur, wenn sich die werbetreibenden Unternehmen und Sponsoren für einen innovativen Weg abseits oder sogar neben der gelernten Unterstützung von Sportverbänden, -komitees und Spitzensportevents entscheiden. Skateboarding muss ganzheitlich betrachtet werden, als Kultur mit all seinen elementaren Bestandteilen und Protagonisten. Gemeint sind Skateboarder, Filmer, Fotografen, Skateshop-Betreiber, MagazinRedakteure, Künstler, Designer, Musiker und Hallenbetreiber. Weil diese Stakeholder ein aktiver Teil der besonderen Sportkultur sind und auf Augenhöhe mit allen Beteiligten kommunizieren können, sollten Sponsoren diese Protagonisten ins Zentrum ihrer sportkulturellen Förderung rücken und ihnen Spielraum für Kreativität einräumen. Möglich ist vieles, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Denn die losen Strukturen im Skateboarding bieten vor allem Chancen für maßgeschneiderte Engagements und Kommunikationsansätze: vom Skateboarder, der durch SponsorenSupport professionell seiner Passion nachgehen kann bis zum nachhaltigen Aufbau von Infrastruktur und großartigen ContentFormaten. Auf diesem Wege können Marken und Unternehmen Teil der Skateboarding-Kulturen werden und von der Kommunikation profitieren, die durch die Kultur entsteht. Diese Kommunikation und die daraus hervorgehenden Partnerschaften werden echt und kreativ sein. Im Gegenzug werden die Sportler und alle beteiligten Stakeholder der Sportart dankbar sein und dadurch nicht nur für enorme Reichweiten und Viralität sorgen, sondern auch zur Stärkung der Markenwerte eines Sponsors beitragen. Und das einfach nur, weil diese Partnerschaften aus der Kultur erwachsen und sich der Sponsor nicht nur dieser bedient. 49

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M OTO R S P O RT

TRADIERTE DENKE ÜBER BORD WERFEN! Der Motorsport ist das Labor für die Zukunft der Automobilindustrie, er kann und muss neue Technologien für die Serienentwicklung liefern. Hersteller, die sich dem verschließen, drohen, ins Leere zu fahren.

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as lernt die Automobilindustrie aus dem Motorsport? Eine immer wieder heiß diskutierte Kernfrage in der Rennszene. Hochrangige Branchenvertreter wie Wolfgang Dürheimer, CEO und President der Volkswagen-Töchter Bugatti und Bentley, haben eine klare Antwort: „Sehr viel. Jeder, der behauptet, das wäre anders, schaut nicht genau genug hin. Oder er kann den Technologietransfer, der im Automobilkonzern stattfindet, nicht angemessen bewerten.“ Dürheimer ist sich sicher, dass die im Motorsport gewonnenen Erkenntnisse „maßgebend für aktuelle Themen wie Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen“ sind, die die Automobilindustrie noch viele Jahre begleiten werden. Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck sieht das ähnlich. Der Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) sagte im SPONSOR SInterview mit Verweis auf den US-amerikanischen Spruch „Win on sunday, sell on monday“: „Diverse Motorsportserien können für Hersteller direkte Vertriebsplattformen sein.“ Und für viele Autobauer noch entscheidender: „Motorsport ist das härteste und schnellste Prüffeld für die Serienfertigung.“ Zusammengefasst geht es für die Automobilhersteller, die in den Motorsport investieren, also darum, im Rahmen ihrer Engagements die richtige Mischung aus Branding, Vertrieb und Technologietransfer zu schaffen. Spricht man mit Branchenvertretern wie Dürheimer und Stuck, dann wird es darüber hinaus in der Zukunft jedoch weitere Bereiche geben, in denen der Motorsport entscheidende Beiträge zum Wissenstransfer für die Serienfertigung leisten kann. Dabei scheinen im Wesentlichen vier Technologietrends im Motorsport in den Fokus zu rücken.

2016 in ihre dritte Saison gestartet ist, finden mitten in den Metropolen dieser Welt statt. Das ist ein großer Vorteil der Formel E: Hier wird der Rennsport zu den Menschen gebracht und findet nicht wie in anderen Serien teilweise im Nirgendwo statt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Formel E ist der Fahrzeugwechsel der Piloten zur Halbzeit der Rennen. Auch wenn es für traditionelle „Motorheads“ und Techniker zunächst nicht gut klingt, wenn die Batterien – wie von Williams-Co-Teamchefin Claire Williams beim SPOBIS 2017 beschrieben – aktuell nur für ein halbes Rennen halten.

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Trend 1: Elektrifizierung Als Vorzeigeprojekt für elektrisch betriebenen Motorsport ist zweifelsohne die Formel E zu nennen. Die Rennen der Serie, die 50

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»Connectivity wird ein entscheidender Schlüssel für mehr Sicherheit im Motorsport«

Die verkürzte Batterielaufzeit hat bei näherer Betrachtung auch ihr Gutes. Volkswagen hat 2016 im Zuge des Formel-E-Rennens in London eine Marktrecherche durchgeführt und die Menschen an der Strecke gefragt, was ihnen an dem Rennen besonders gut gefallen habe. Die Antwort dürfte viele Traditionalisten überraschen: Was vielen Zuschauern als Highlight in Erinnerung geblieben ist, war neben der Siegerehrung der Fahrzeugwechsel zur Rennmitte. Das Herausspringen aus dem einen Fahrzeug, das Herüberspringen in das nächste und das anschließende Weiterfahren empfanden die Fans an der Formel-E-Strecke in London offenbar als begeisternde Action. Diese Erfahrungswerte aus der Formel E zeigen, dass der Motorsport mit der Zeit

gehen muss. Die Verantwortlichen sollten Mut beweisen und ihre tradierten Erfahrungswerte und Einstellungen über Bord werfen. Zumindest immer dann, wenn ein Produkt damit verständlicher und unterhaltsamer wird und dies dem Kunden infolgedessen gefällt und ihm damit Mehrwerte geschaffen werden. Man könnte sogar noch weitergehen: Selbst wenn die Williams-Batterien in der Formel E in den kommenden Jahren eine gesamte Renndistanz überstehen sollten, sollten sich die Formel-E-Verantwortlichen gut überlegen, ob sie trotzdem den von den Fans geschätzten Fahrzeugwechsel beibehalten, weil dieser eben für viele Kunden eine Attraktion darstellt.

Trend 2: Connectivity Warum muss ein Rennauto connected sein? Solange der Fahrer aus der Box erfährt, wann er zum Reifenwechsel oder Tanken vorbeikommen soll, ist doch alles geregelt. Mitnichten. Eine bessere und vollumfängliche Vernetzung der Rennfahrer und Rennautos scheint für die Zukunft unumgänglich. Bentley/Bugatti-Chef Dürheimer sagt: „Connectivity wird ein entscheidender Schlüssel für mehr Sicherheit im Motorsport der Zukunft sein.“ Als Beispiele führt er die schweren Unfälle der Vergangenheit an, die sich hauptsächlich aufgrund von unvorhersehbaren Geschehnissen auf der Rennstrecke zugetragen haben. Ein ausgeklügeltes Warn- und Informationssystem an Bord der künftigen Rennfahrzeuge könnte also verhindern, dass derartige Unfälle passieren. Das Thema Connectivity wird demnach künftig insbesondere für die Straßensicherheit sowohl im Motorsport als auch in der Automobilindustrie nicht mehr wegzudenken sein. Die Hersteller arbeiten dementsprechend im Hintergrund auf Hochtouren an diesem Trendthema.

Trend 3: Autonomous Racing Autonomous Racing ist ein weiterer Trend der Zukunft. Zum besseren Verständnis W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Fotos (3): Getty Images, picture alliance

sollten dabei zwei wesentliche Kategorien voneinander abgegrenzt werden: Motorsport und Motorracing. Beim Motorsport sitzt stets ein Mensch im Cockpit, der am Lenkrad dreht, schaltet und versucht, das Rennen zu gewinnen. Daran schätzen die Anhänger, dass die Fahrer auf der Strecke zu Helden werden. Eine andere Wahrheit im Motorsport ist aber auch, dass es beim Boxenfunk immer wieder Stresssituationen gibt und dass Rennfahrer nicht immer das tun, was die Team-Einsatzleitung gern von ihnen hätte. Das ist auch gut so. Denn Motorsport ist letztlich getrieben durch Sportsgeist. Die Experten der Branche sind sich zwar sicher, dass der Motorsport, wie wir ihn heute kennen, auch in vielen Jahrzehnten noch bestehen wird. Aber es gibt eine parallele Entwicklung: Im Kern treiben nämlich viele Ingenieure die folgenden Fragen um: Wer baut wirklich das schnellste Auto? Wer hat den FA H R E R LO S E R besten Algorithmus? Wer kann Systeme im Auto so konfigurieren, dass es Rundenzeiten fährt, die kein anderer hinbekommt? Und: Wie können gleichzeitig Unfälle vermieden werden? Autonomous Racing könnte die Antwort auf all diese Fragen sein. Das heißt: autonomes Fahren, ganz ohne Mensch am Steuer. Es wird in der Motorsportszene durchaus für realistisch gehalten, dass schon in wenigen Jahren erste autonome Vorrennen bei bekannten klassischen Rennserien zu sehen sein werden, bei denen fünf bis sechs Autos ohne Fahrer am Start sind. Die Entwicklung von Autonomous Racing wird in den kommenden Jahren rasant voranschreiten, glaubt auch VolkswagenMann Dürheimer. Er sagt: „Wir werden es erleben, dass autonome Fahrzeuge den herkömmlichen Rennwagen bei der Geschwindigkeit pro Runde Konkurrenz machen können.“ Doch es geht beim autonomen Fahren im Kern nicht um Rundenzeiten, sondern erneut um Technologietransfer für die Se-

AU D I , V I R T UA L R E A L I T Y (O B E N ) , F O R M E L E : I n n ov a t i o n e n s t a t t e i n f a c h n u r R e i f e n h e r u n te r f a h r e n .

rienfertigung. Der Motorsport kann beziehungsweise muss dabei der technologische Vorreiter sein. Gäbe es in den kommenden Jahren eine Motorsportserie, die komplett autonom fährt und in der die Autos unfallfrei auf Profi-Rennfahrer-Niveau auf der Rennstrecke fahren, dann könnte die Automobilindustrie beim Trendthema „Autonomes Fahren“ womöglich wichtige Schlüsse daraus ziehen.

Trend 4: Virtual Reality Neben Elektrifizierung, Connectivity und Autonomous Racing ist Virtual Reality ein viertes Thema, das den Motorsport der Zukunft sehr intensiv begleiten wird. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Menschen ihre eigenen Simulatoren zu Hause stehen haben und in der Lage sind, an einem virtuellen Rennen teilzunehmen. Wenn Fans die Möglichkeit haben, sich virtuell mit den Motorsport-Champions der Welt zu messen, entsteht ein komplett neues Geschäftsfeld.

Es bleibt abzuwarten, ob die Stakeholder wie Hersteller, Medien und Co. des Motorsports dieser technologischen Entwicklung Rechnung tragen werden. Dürheimer ist hierbei jedenfalls grundsätzlich optimistisch: „Es geht nicht mehr darum, ob der Rennsport seinen Beitrag zum Thema Virtual Reality leisten will, sondern wann und wie wir ihn leisten“, sagt der Generalbevollmächtigte für den Motorsport im Volkswagen-Konzern. Es ist die gemeinsame Aufgabe aller Protagonisten in der Motorsportwelt, nicht nur die tradierten Überlegungen aus der Vergangenheit in die Zukunft zu tragen, Reifen herunterzufahren und Benzin zu verbrauchen. Sie müssen sich stattdessen neuen Herausforderungen und innovativen technologischen Trends stellen. Sollte dies gelingen, muss der Motorsport sich keine Sorgen um seine künftige Daseinsberechtigung machen. H. Eberhardt 51

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H A M B U R G TOW E R S

WACHSTUMSHÜRDEN Die Hamburg Towers sind ein auf ein CSR-Projekt aufgesetztes Basketball-Profiteam – und bieten damit interessante Storytelling-Anknüpfungspunkte für Sponsoren. Doch große Abschlüsse blieben bisher aus. Die Rahmenbedingungen für signifikantes Wachstum erscheinen schwierig.

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ist es, das merkt man im persönlichen Gespräch deutlich, sehr wichtig, die Identität des Projektes zu bewahren. Fischer und Willoughby gründeten einst mit weiteren Mitstreitern den „Sport ohne Grenzen e.V.“ in Hamburg-Wilhelmsburg. Das Ziel des Sozialprojekts: „Wir möchten Kinder und Jugendliche mithilfe eines attraktiven und nachhaltigen Sportange-

die Playoffs der Easycredit Basketball Bundesliga (BBL). Dafür müssten die Hamburger einen Jahresetat von 3,0 bis 3,5 Millionen Euro auf die Beine stellen, erklärt Willoughby. Aktuell liegt dieser bei etwa 1,6 Millionen Euro und damit schon im oberen Drittel der 2. Liga. Doch ist ein Erreichen der Pläne realistisch? Und wie kann weiteres Wachstum erzielt werden? Ambitionierte Sportprojekte in Hamburg scheinen derzeit unter keinen guten Vorzeichen zu stehen, jüngst sind zwei gescheitert, nachdem sie jahrelang mit strukturellen Unterfinanzierungen zu kämpfen hatten. Der HSV Hamburg, Deutscher Handball-Meister 2011, meldete Ende 2015 Insolvenz an, nachdem die Verbindlichkeiten nicht mehr bedient werden konnten. Das Projekt war über die Jahre nur durch die Zuschüsse von Mäzen Andreas Rudolph am Leben erhalten worden, der Medizinunternehmer soll in gut zehn Jahren über 50 Millionen Euro beigesteuert haben. Auf diese Summe werden auch die Verluste geschätzt, die die Anschutz Entertainment Group (AEG) als Eigentümer des Eishockey-Clubs Hamburg Freezers über die Jahre ausgleichen musSchnitt. ste. AEG hatte den Club auch finanziert, um die eigene Multifunktionshalle in Hamburg auszulasten. Im Sommer 2016 allerdings hatten die Verantwortlichen schließlich keine Hoffnung mehr, diese chronische Unterdeckung irgendwann durch neue Erlöse signifikant reduzieren zu können, und stellten den Spielbetrieb des DEL-Teams ein. Foto: picture alliance

s war ein Projekt voller Ambitionen. „Hamburg Towers präsentieren Pläne für Basketball-Bundesliga-Mannschaft in Hamburg“, stand über einer Pressemitteilung aus dem September 2013. Der Einstieg in die höchste Spielklasse sollte über eine Wildcard gelingen, weil auch die damalige BBL-Führung von der Idee angetan war und sich mit einem wei-

H A M B U R G TOW E R S B E I M H E I M S P I E L I N D E R E D E L- O P T I C S . D E - A R E N A : M e h r a l s 3 0 0 0 Zu s c h a u e r i m

teren Großstadt-Club bessere Vermarktungsmöglichkeiten erhoffte. Es kam anders. Im August 2017 haben die Towers ihre Saisonvorbereitung für die vierte Zweitliga-Saison in Serie aufgenommen. Der Club hat sich für ein langsames Wachstum entschieden und zunächst Strukturen auf der Geschäftsstelle aufgebaut. Mit Pascal Roller hat sich Mitte 2015 einer der Gründer aus dem Projekt zurückgezogen, ihm soll die Entwicklung zu langsam vorangegangen sein. Mittlerweile bilden Marvin Willoughby, ein ehemaliger Nationalspieler, und Jan Fischer die Towers-Geschäftsführung, sie waren ebenfalls von Anfang an dabei. Ihnen 52

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bots dabei unterstützen, soziale Fähigkeiten zu entwickeln, die sie für einen selbstbestimmten und erfolgreichen Lebensweg brauchen.“ Aus diesem Projekt heraus entstanden die Piraten Hamburg, ein Verein, der Basketball im Nachwuchsbereich anbot und damit die Grundlage für die Gründung der Hamburg Towers bildete. Die Geschichte des Projekts ist medial interessant, jüngst wurde ein Film über die Towers produziert, der in Hamburg auch im Kino läuft. Mittlerweile sehen sich die Towers gut genug aufgestellt, um sportlich den nächssten Schritt zu gehen. Willoughby rief über den Sommer in mehreren Hamburger Medien neue Ziele aus und will mittelfristig in

Zentrale Figur Karajica Auch bei den Hamburg Towers fällt auf, dass der Club noch von zu wenigen Schultern getragen wird. Eine ganz zentrale Stütze ist dabei Tomislav Karajica, Bruder der beiden ProSiebenSat.1-Manager Markan und Zjelko Karajica. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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Karajica ist über die EMA Beteiligungsgesellschaft, bei der er alleiniger Gesellschafter ist, an der Betreibergesellschaft der Hamburg Towers beteiligt. Mit einem Invest von über 30 000 Euro hält Karajica gut 52 Prozent der Towers-Anteile. Zudem gehören ihm zwei der drei Exklusiv-Sponsoren der Towers, was aktuell die höchste Sponsoring-Kategorie ist. Bei Arena-Namensgeber Edel-Optics, der einen niedrigen sechsstelligen Euro-Betrag pro Jahr zahlen soll, ist er Hauptgesellschafter, beim Hamburger Immobilien-Bauträger Imvest Projektentwicklung alleiniger Gesellschafter (siehe Grafik unten). Bei Imvest und der EMA Beteiligungsgesellschaft agiert Karajica als Geschäftsführer jeweils zusammen mit Oliver Talanga. Talanga ist zudem Inhaber der More Than Sports GmbH, dem Vermarkter der Towers. Die GmbH hieß vor ihrer Umbenennung 2014 übrigens Edeloptics Events GmbH. Edel-Optics, Imvest Projektentwicklung und More Than Sports verbindet noch etwas: die gemeinsame Firmenanschrift Drehbahn 9, gelegen in der Hamburger Innenstadt. Karajica sieht erwartungsgemäß selbst nicht die Gefahr, dass seine Rolle zu domi-

nant ist. Er sagte: „Mir ging es in erster Linie darum, gerade in der Anfangsphase zu unterstützen. Mittlerweile verfügen wir über einen breiten Sponsorenpool, was uns unabhängig von einzelnen Sponsoren macht.“ Nach seinem Antrieb gefragt, bezeichnete Karajica die Towers als Projekt mit „Leuchtturmcharakter“ und bescheinigte dem Basketball großes Potenzial. Er sagte: „Basketball ist eine sehr dynamische und ästhetische Sportart. Die Spiele haben Eventcharakter und können medial hervorragend verwertet werden. Es wird eine junge, attraktive Zielgruppe angesprochen, die keine Berührungsängste mit neuen Medien hat.“ Neben den von Karajica geprägten Firmen gibt es mit Vattenfall nur einen weiteren Exklusiv-Partner, das Hauptsponsorship ist seit Beginn des Projekts vakant. Derzeit soll es, je nach Vertragsausgestaltung, für 300 000 bis 500 000 Euro pro Jahr im Markt angeboten werden.

„Wir haben große Hürden“ Mit einer schwierigen Sponsoring-Vermarktung sind die Towers in Hamburg nicht allein, auch die Freezers und der HSV Ham-

burg hatten sich seinerzeit mehr Unterstützung aus der Wirtschaft erhofft. Sogar die Hamburger Profi-Fußballclubs tun sich schwer, große Sponsorship-Deals mit Unternehmen aus Hamburg abzuschließen. Beim Hamburger SV wirbt beispielsweise auf der zweiten Ebene der SponsoringPyramide neben Medienpartner NDR2 nur die Hanseatische Krankenkasse als Hamburger Unternehmen. Beim FC St. Pauli sind es auf der zweiten Ebene mit Astra und der Valora Holding mit ihrer Marke „Ok.– “ immerhin zwei. Für die Towers ist die Gewinnung weiterer Sponsoren elementar. In der 2. Basketball-Liga bilden Vermarktungserlöse im Schnitt etwa zwei Drittel der Etats, bei den Towers ist der Wert niedriger. Willoughby sagt: „Wir haben in der Sponsoren-Akquise große Hürden. Die ersten Fragen sind meist: ‚Ist es Fußball?‘ Nein. ‚Ist es erste Liga?‘ Nein. Dann sind wir für einige Unternehmen schon nicht mehr interessant.“ Sein Geschäftsführer-Kollege Jan Fischer gibt sich zuversichtlich. „Es wird in dem Moment funktionieren, wenn wir weitere Unternehmen finden, die wirklich verstehen, was wir machen. Es geht um ein Stadt-

DIE ROLLE VON TOMISLAV KARAJICA BEI DEN HAMBURG TOWERS

Alleingesellschafter + Geschäftsführer

hält 60% der Anteile

Tomislav Karajica Alleingesellschafter + Geschäftsführer ch Ges

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Geschäftsführer

EMA BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH

Alleingesellschafter Vermarkter

Exklusivpartner

hält 52% der Anteile

Oliver Talanga

Exklusivpartner & Arena-Namensgeber

D a s S c h a u b i l d ze i g t d e n E i n f l u s s vo n To m i s l a v K a r a j i c a u n d d e s s e n B e d e u t u n g f ü r d i e H a m b u r g Tow e r s . N e b e n E d e l - O p t i c s u n d I m ve s t h a t d e r C l u b n u r e i n e n w e i te r e n E x k l u s i v p a r t n e r. S P O N S O R S 9/ 1 7

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teilentwicklungsprojekt, wir sind sehr stark in Jugend- und Sozialarbeit, die wir mit dem Profisport verknüpfen. Da haben wir ein Alleinstellungsmerkmal. Das sind Themen, die für alle großen Unternehmen immer interessanter werden.“ Um potenziellen Sponsoren diesen Ansatz besser verständlich zu machen, wurde sogar der Vermarkter gewechselt und eine eigentlich langfristige Kooperation mit Ufa Sports (heute U! Sports) beendet. Fischer sagt: „Wir dachten, ein großer Vermarkter, der mit seinen Kontakten relativ schnell große Partner gewinnen kann, wäre die beste Lösung für uns. Das war nicht der Fall. Die Ansprache von Sponsoren musste anders gestaltet werden. Es benötigt viel individuellere Konzepte. Ein großer Vermarkter hat nicht die Flexibilität in der Ansprache, die wir benötigen. Die haben relativ feste, auf den Fußball ausgerichtete Formate.“ Nun soll die kleine Hamburger Agentur More Than Sports für werthaltige Abschlüsse sorgen. Wie wichtig finanzstarke Engagements ortsansässiger Unternehmen in der Easycredit BBL sind, zeigt ein Blick auf die Sponsorenstruktur bei den Clubs. Gleich sechs der zehn besten Teams der vergangenen Hauptrunden-Tabelle sind maßgeblich von einem Unternehmen geprägt, welches jeweils Namensgeber des Clubs und der Arena ist. Dies sind die Unternehmen Brose in Bamberg, die Deutsche Telekom in Bonn, EWE in Oldenburg, Fraport in Frankfurt, MHP in Ludwigsburg und Ratiopharm in Ulm. Klammert man Frankfurt aus, sind es allerdings alles Städte, die deutlich kleiner sind als Hamburg. Städte, in denen es für Unternehmen Sinn ergibt, Sportsponsoring als Standortmarketing einzusetzen. Für Hamburger Firmen stellt sich diese Notwendigkeit weniger. Hinzu kommt, dass die Towers in ihrer Vermarktung eher zurückhaltend agieren, zum Beispiel bei den Club-Namensrechten. Willoughby sagt: „Es ist nicht unser Ziel, die Namensrechte zu verkaufen. Als ich in Köln gespielt habe, hatten wir über vier Jahre jedes Mal einen anderen Namen, das wollen wir auf keinen Fall. Es müsste eine Lösung wie Alba Berlin sein, ich selber dachte als Spieler, Alba ist der Name des Vereins.“

TOW E R S - G E S C H Ä F T S F Ü H R E R W I L LO U G H BY ( L .) U N D F I S C H E R : B B L b l e i b t d a s Z i e l .

kurrenzfähig sein will. Auch hier erscheint eine Lösung nicht ganz einfach. Vor allem, weil die Towers bereits auf einem guten Niveau angekommen sind. Vergangene Saison hatte der Club einen Zuschauerschnitt von 3047 Fans, Bestwert in der 2. Liga. Allerdings: In der 3400 Zuschauern Platz bietenden Edel-Optics.de-Arena ist damit nur noch wenig Wachstumsspielraum. Und: In der BBL würde der Club mit diesem Wert im Zuschauerranking auch nur auf Platz 15 landen. Club-Geschäftsführer Willoughby sagt entsprechend: „Es ist nicht realistisch

mit 13 000 Plätzen zu groß – und damit im Falle einer zu niedrigen Auslastung auch zu teuer. Die Sporthalle Hamburg, in der beispielsweise der drittklassige Handball Sport Verein Hamburg spielt, ist mit einer Kapazität von 4600 Zuschauern hingegen zu klein. Eine Option könnte eine geplante Multifunktionsarena (7500 Plätze) auf dem Gelände des Hockey- und Tennisvereins „Club an der Alster“ sein. Diese Arena soll das bisherige Tennisstadion des ATP-Turniers am Rothenbaum ersetzen, die Allianz wurde bereits als Namensgeber gewonnen. Bis jetzt steht allerdings noch kein genauer Zeitplan für den Umbau. Gespräche mit den Towers hat es bereits gegeben, Willoughby sagt: „Man müsste darüber mit den Verantwortlichen sprechen. Von der Größe her wäre das sehr interessant.“ Bei einer Rothenbaum-Lösung müsste der Club allerdings auch seine Markenpositionierung anpassen. Das Gelände liegt in unmittelbarer Nähe der Außenalster, der Stadtteil ist sehr wohlhabend und passt damit eigentlich nicht zu dem Image eines Clubs, der aus einem Stadtteilentwicklungsprojekt mit Fokus auf Jugend- und Sozialarbeit entstanden ist. So liegt laut dem Statistischen Amt für Hamburg und SchleswigHolstein der Quadratmeterpreis für Einund Zweifamilienhäuser in Wilhelmsburg bei 2306 Euro, in Rotherbaum bei 7607 Euro. Das Brutto-Jahres-Durchschnittseinkommen, die Werte sind bereits von 2010, liegt in Wilhelmsburg bei 20 098 Euro, in Rotherbaum bei 63 460 Euro. Es zeigt sich im Sponsoring wie auch im Ticketing, dass signifikantes Wachstum für die Hamburg Towers nicht einfach zu erreichen ist. Die schwierigen Lösungen zu erzielen, ist nun die Aufgabe des Clubs. Sie sind erforderlich, um den Sprung in die BBL nachhaltig schaffen zu können.

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Perspektivisch neue Halle Neben der Sponsoring-Vermarktung gilt es für die Towers auch im Ticketing Wachstum zu erzielen, wenn man auf BBL-Niveau kon54

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»Es wird funktionieren, wenn wir weitere Unternehmen finden, die verstehen, was wir machen«

zu sagen, dass wir die Top-8 der BBL erreichen, wenn wir dauerhaft in dieser Halle spielen.“ Sein Kollege Fischer hält eine Halle mit einer Kapazität von 6000 bis 8000 Zuschauern für die optimale Größe. Die Zuschauerzahlen der Hamburg Freezers und des HSV Hamburg in den Spielzeiten vor ihrer Auflösung zeigen, dass es realistisch ist, Hallen in dieser Größenordnung zu füllen. Zu den Spielen der Freezers strömten im Schnitt 8900 Besucher, die Partien des HSV sahen rund 6700 Zuschauer. Allein: Eine derartige Halle gibt es in Hamburg derzeit nicht. Und Fischer sagt: „Wir werden sie nicht selber bauen können.“ Die Barclaycard Arena, ehemalige Spielstätte der Freezers und des HSV Hamburg, ist

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KÖPFE DES MONATS P R E S E N T E D BY

WIRTSCHAFT JOCHEN SENGPIEHL (48) wird zum 1. September Chief Marketing Officer (CMO) der Marke Volkswagen Pkw. Er folgt innerhalb der Volkswagen-Gruppe auf XAVIER CHADON, der die Leitung des Projekts „Digitalization China“ der Marke Volkswagen Pkw in Peking übernimmt. Sengpiehl war seit 2014 als Vice President Marketing bei Hyundai Motor Europe tätig. Zuvor hatte er zwischen 2012 und 2014 selbstständig als Brand Manager in seiner eigenen Agentur gearbeitet. Bereits zwischen 2006 und 2009 hatte er die Stelle des CMO bei der Volkswagen AG inne.

BMW

NEUER MARKETINGVORSTAND PIETER NOTA (52, Foto) wird ab 1. Januar 2018 im Vorstand der BMW AG die Leitung des Ressorts Vertrieb und Marke BMW sowie Aftersales der BMW Group übernehmen. Er folgt auf IAN ROBERTSON, der als Botschafter der BMW Group für den britischen Markt tätig sein und im Sommer 2018 in den Ruhestand treten wird. Nota ist derzeit noch seit 2010 als Chief Marketing Officer (CMO) bei Philips tätig. Zuvor hatte er von 2005 bis 2010 als CMO beim Konsumgüterkonzern Beiersdorf gearbeitet. Seine Karriere hatte er 1990 bei Unilever begonnen.

LAURENT BOISSIER (48, Foto) hat bei Danone Anfang Juli die Geschäftsführung der Milchfrischesparte übernommen. Zu seinem Verantwortungsbereich zählten seitdem die DACH-Region sowie Italien und Griechenland. Er folgte auf ALBERT RAGON. Boissier ist seit 2002 beim Getränkeund Lebensmittelkonzern tätig, unter anderem als General Manager Turkey and Thailand. Zudem wurde die neue Stelle des Country Managers für Deutschland durch REMCO LOUWERS besetzt.

ROB MCINTOSH (50) ist seit 1. August Chief Brand Officer (CBO) und Mitglied des Executive Management Teams bei Esprit. Die neu geschaffene Position ist Teil der Marketing-Umstrukturierung des Modekonzerns. Zuletzt war McIntosh seit 2015 in der Digitalagentur AKQA als Head of Experience Design und Executive Creative Director tätig. Zuvor hatte er unter anderem von 2010 bis 2013 beim Design-Unternehmen Frog Design als Creative Director für Europa gearbeitet.

CLAUDIA REINERY wird zum 1. September neue Chief Operating Officer (COO) bei Karstadt Warenhaus. Sie verantwortet dann die Bereiche Einkauf, Vertrieb und Marketing. Die Position des COO war nach dem Abgang von Rüdiger Hartmann im August 2014 seit drei Jahren vakant. Zuletzt war Reinery seit 2013 für die Parfümeriekette Douglas tätig. Seit 2016 war sie dort Chief Executive Officer (CEO) für Deutschland und die Schweiz. Ende April schied sie aus persönlichen Gründen bei Douglas aus.

DIENSTLEISTER KONRAD PÖHLMANN (34) hat Tipico Deutschland zum 7. August verlassen. Seine berufliche Zukunft ist noch offen. Pöhlmann war seit November 2014 bei Tipico als Head of Sales Marketing tätig. Zuvor hatte er von 2011 bis 2014 bei Sportfive (heute: Lagardère Sports) gearbeitet, wo er zunächst im Bereich Hospitality & Media Sales und seit Anfang 2012 im Sales-Team des 1. FC Kaiserslautern tätig war. Einen direkten Nachfolger für Pöhlmann in der Frankfurter Deutschland-Zentrale von Tipico wird es nicht geben. W W W. S P O N S O R S . D E 9/ 2 0 1 7

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JULIAN MOTHES (39) hat zum 1. Juli die neu geschaffene Position des Head of Marketing beim Sportartikelunternehmen CEP übernommen. Er berichtet an Matthias Schluz, Geschäftsführer von CEP. Zuletzt war Mothes seit 2015 beim EHC Red Bull München aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als Sponsoring and Sales Manager tätig. Zuvor hatte er von 2009 bis 2015 als Senior Consultant bei der Beratungsagentur Akzio gearbeitet. Dort hatte er unter anderem die Positionierung von BMW im Laufsport verantwortet.

PASCAL SCHULTE (44) wird zum 1. Oktober neuer Vice President Sales Operations und Account Management bei Nielsen Sports. Er berichtet an Stephan Schröder, Geschäftsführer von Nielsen Sports Deutschland. Schulte war zuletzt für La Bici Sport Management tätig, wo er als Director Marketing & Sponsoring die Bereiche Vermarktung, Sponsoring und Hospitality verantwortete. Von Oktober 2003 bis Februar 2016 hatte er für die beiden Vorgängerunternehmen von Nielsen Sports, Sport+Markt und Repucom, gearbeitet. 55

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DOMINIK SCHERF (42) ist zum 1. August zu IMG zurückgekehrt. Beim Vermarkter übernahm er die neu geschaffene Position des Vice President Strategic Partnerships and Head of Sales IMG Events für die DACH-Region. Er berichtet an Christian Salomon, Senior Vice President und Managing Director IMG DACH. Scherf kommt vom Wettbewerber Infront Sports & Media. Dort hatte er seit 2012 unter anderem als Teamleiter für den TSV 1860 München gearbeitet. Zuvor war er bereits von 2004 bis 2012 für IMG tätig gewesen, unter anderem ebenfalls für 1860 München als Head of Sales.

JÖRG NEUSS, Vice President und Head of Legal DACH bei IMG, hat den Vermarkter Anfang Juli verlassen und ist zur Kölner Rechtsanwaltskanzlei LLR Legerlotz Laschet gewechselt. Dort arbeitet er als Associated Partner und wird die Praxisgruppe Sports, Fashion & Entertainment aufbauen und leiten. Dadurch erweitert LLR seinen Beratungsansatz im Wirtschaftsrecht um einen weiteren Sektor. Neben den Themen Sponsoring, Vermarktung und Events liegen weitere Schwerpunkte in der Beratung von Sportlern, Künstlern, Clubs und Verbänden, Medien- und Entertainment-Unternehmen sowie Agenturen für Vermarktung und Global Licensing. Neuß war bereits von 2005 bis 2007 als Rechtsanwalt für die Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft tätig, bevor er zu IMG wechselte.

INFRONT

NETZER GEHT IN RUHESTAND GÜNTER NETZER (72) hat seinen Posten als Executive Director bei der SportrechteAgentur Infront Sports & Media niedergelegt. Er geht nun in den Ruhestand. 1978, nach seiner aktiven Karriere, wurde er Manager des Bundesligisten Hamburger SV. 1986 wurde Netzer zum Managing Director bei der Agentur CWL berufen, die im Jahr 2000 von KirchMedia übernommen wurde. Nach der Insolvenz der KirchMedia-Gruppe im Jahr 2002 baute Netzer zusammen mit Kollegen die Agentur neu auf. Im darauffolgenden Jahr wurde die Agentur in Infront Sports & Media umbenannt.

RAOUL SPANGER (27) ist seit dem 1. August neu im eSport-Team bei Jung von Matt/sports. Dort berichtet er an Toan Nguyen, Executive Strategy Director bei der Hamburger Agentur. Spanger wechselt vom Hamburger SV zu JvM/sports. Beim Bundesligisten war der studierte Sozialökonom seit Oktober 2015 tätig, zunächst als Werksstudent, seit 2016 im Bereich Digital Operations. In dieser Funktion war er zuständig für die Konzeption und Umsetzung digitaler Sponsorings sowie für deren Vertrieb über Social Media. Vor seiner Tätigkeit beim HSV war Spanger bereits als Werksstudent bei JvM/ sports tätig.

JAN FRITHJOF KRAMER (30) ist seit Anfang Juli als Account Director bei M&C Saatchi Sport & Entertainment tätig. Seine Position hat einen starken Fokus auf Business Development. Er verantwortet in seiner Funktion projektübergreifend einzelne Kunden sowie die New-Business-Strategie und Entwicklung der Agentur. Kramer berichtet direkt an Torsten Wirwas, Geschäftsführer von M&C Saatchi Sport & Entertainment. Zuvor arbeitete Kramer bei Microsoft Deutschland. Bei dem Softwareunternehmen vertrieb er als Business Development Manager die Microsoft-Lösungen in der Sportbranche.

SPOAC-ABSOLVENTEN MARTIN FREY (49) ist neuer geschäftsführender Gesellschafter bei Tailormade. Seine Ernennung erfolgte bereits im Mai. Er steht damit zusammen mit den zwei Gründern Oliver Meyer und Sascha Penna an der Spitze der Stuttgarter Agentur für Live-Campaigns. Frey ist bereits seit 2008 bei Tailormade tätig, zuletzt arbeitete er im Bereich Live-Communication für die Agentur. Zuvor hatte er von 2003 bis 2008 als Project Manager bei EMSP gearbeitet, einer Agentur für Marketing, Sponsoring und Eventmanagement. Von 2000 bis 2003 war er Managing Director bei der Agentur Werbewelt, zuvor von 1998 bis 2000 Marketingleiter bei Werbepark.

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PHILIPP LIESENFELD (30) verantwortet seit dem 1. Juli die Bereiche Unternehmensentwicklung und Internationalisierung beim 1. FC Köln. Zu seinen Aufgaben zählen die strategische Internationalisierung und Digitalisierung sowie das Innovationsmanagement der Kölner. Er berichtet in der neu geschaffenen Funktion an Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln. Liesenfeld ist seit 2012 bei den „Geißböcken“ tätig. Zuletzt arbeitete er im Bereich Marketing und Brand Management. Liesenfeld war an der SPOAC – Sports Business Academy by WHU Teilnehmer im „General Management Program in Sports Business“ (GMP) der „Class of 2016.

FOR LEADERSHIP IN SPORTS BUSINESS In Kooperation mit führenden Unternehmen und Institutionen der SportbusinessBranche bietet die SPOAC – Sports Business Academy by WHU berufsbegleitende, interdisziplinäre und praxisrelevante Aus- und Weiterbildungsangebote für die künftigen Entscheider der Branche. Die Partner DFL, DFB, DOSB, Nielsen Sports, WWP und Microsoft nutzen die SPOAC als wichtige Weiterbildungs- und Rekrutierungsplattform zur Gewinnung neuer Mitarbeiter. Tel.: +49 (0) 40 – 413 30 08 58 E-Mail: study@spoac.com www.sports-business-academy.com

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SPORT FRANK BIENDARA (51) wird Anfang Oktober neuer Geschäftsführer IT & Digital der DFB GmbH. Damit verantwortet er unter anderem die Entwicklung neuer sowie die Optimierung bestehender IT- und Digital-Plattformen. Biendara wird die bestehende Geschäftsführung der DFB GmbH um Denni Stich (Marketing & Vertrieb) und Ulrich Bergmoser (Finanzen & Organisation) komplettieren.Zuletzt war Biendara seit Oktober 2007 als Vice President und Bereichsleiter im Bereich Informationsmanagement und IT für die Messe Frankfurt tätig. Davor war er bei Christ, dem Juwelier der Douglas-Gruppe.

ALESSANDRO ANTONELLO wird zum 1. September Geschäftsführer des Serie-A-Clubs Inter Mailand. Er folgt auf JUN LIU, der die Position im November 2016 interimsweise von Michael Bolingbroke übernommen hatte. Zuletzt war Antonello seit September 2016 Chief Operation Officer (COO) von Inter. Er kam ein Jahr zuvor als Chief Financial Officer vom Sportartikelhersteller Puma zu den „Nerazzurri“, wo er zuvor von 2011 bis 2015 als CFO und Legal Managing Director gearbeitet hatte. Zudem wurde ROBERT FAULKNER interimsweise zum Chief Marketing Officer (CMO) von Inter ernannt.

VOLKER PIEGSA (56) ist seit dem 1. August neuer kaufmännischer Geschäftsführer des SV Sandhausen und verantwortet damit die Bereiche Finanzen, Lizenzierung und Zertifizierung, Marketing und E-Commerce sowie Fan- und Personalwesen. OTMAR SCHORK wird sich als zweiter Geschäftsführer künftig auf den sportlichen Bereich konzentrieren. Piegsa war zuletzt als Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Bromsolutions tätig. Zuvor hatte er bei SAP in insgesamt 23 Jahren verschiedene nationale und internationale Managementpositionen besetzt, darunter die des Senior Vice President EMEA.

LIL ZERCHER (32) wird neue Pressesprecherin beim 1. FC Köln. Sie tritt bei den „Geißböcken“ die Nachfolge von ALEX JACOB an. Dieser hatte den Bundesligisten Anfang Juli nach gut eineinhalb Jahren im Amt verlassen. Zercher war zuletzt neun Jahre als Pressesprecherin für den TSV 1860 München tätig. Bei den „Löwen“ war sie in den vergangenen Jahren die Konstante in der Außenwahrnehmung, während parallel diverse Trainer, Geschäftsführer und Präsidenten beim Club gewirkt hatten. Eine Nachfolge-Regelung bei dem Regionalligisten 1860 München ist bisher nicht bekannt.

ROBERT REISINGER (53) ist neuer Präsident des TSV 1860 München. Er hatte den Posten innerhlab des Vereins als Nachfolger von Peter Cassalette übergangsweise übernommen, nun wurde er bis zum Jahr 2019 gewählt. Auf der Mitgliederversammlung stimmten 844 Teilnehmer mit Ja, 365 waren gegen Reisinger. Daneben wurden nach den Rücktritten von Karl-Christian Bay, Christian Waggershauser, Beatrix Zurek und Reisinger vier VerwaltungsratErsatzmitglieder gewählt. Diese sind SASCHA KÖNIGSBERG (682 Stimmen), NICOLAI WALCH (628), SEBASTIAN SEEBÖCK (562) und ATHANASIAOS STIMONARIS (473).

BOB HANNING (49) bleibt für die kommenden fünf Jahre bis zum Ende der Saison 2022/23 Geschäftsführer der Füchse Berlin. Sein bisheriger Kontrakt mit dem Club aus der DKB Handball-Bundesliga (HBL) wäre nach der kommenden Saison im Juni 2018 ausgelaufen. Hanning ist seit 2005 Geschäftsführer der Füchse. Zudem ist er parallel Vizepräsident des Deutschen Handballbunds (DHB). In der Vergangenheit war er zudem auch Vizepräsident der HBL. Vor seiner Zeit als Handballfunktionär war Hanning als Trainer aktiv, unter anderem als Co-Trainer der deutschen Handballnationalmannschaft, später als Trainer des HSV Handball.

SIMON DRÜHMEL (35) ist neuer Leiter Marketing und Sales der Grizzlys Wolfsburg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Er berichtet direkt an Karl-Heinz Fliegauf, Geschäftsführer und Sportdirektor des DEL-Clubs. Drühmels Vorgängerin ANNKATRIN DOMMNICH nimmt sich eine private Auszeit. Zuletzt war Drühmel seit Mai 2013 beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband in Berlin tätig. Zuvor hatte er von 2010 bis 2013 als Head of Business Development und von 2007 bis 2010 im Projektmanagement Behindertensport für die Agentur Deutsche Sport Marketing (DSM) gearbeitet.

CHRISTOPHER SCHLENKER (36) ist seit Ende Juli neuer Leiter Sponsoring der Düsseldorfer EG (DEG) aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Position wurde neu geschaffen. Er berichtet direkt an Stefan Adam, Geschäftsführer der Düsseldorfer EG. Schlenker war zuletzt seit Anfang 2016 als Senior Manager Sponsoring im Projektteam des Grand Départ tätig, der diesjährigen Tour-de-France-Auftakt, der Mitte Juli in Düsseldorf stattfand. Dort verantwortete er die Akquise von Sponsoren. Zuvor hatte er unter anderem als Senior Expert im Dialogmarketing-Bereich der Deutschen Post gearbeitet.

HANS-GEORG FELDER (51) ist seit 1. Juli Presse- und PR-Manager bei der Berlin Leichtathletik-EM 2018 GmbH (BEM 2018). Er berichtet an Claus Frömming, Director Communications der BEM 2018. Bis zuletzt war Felder als Leiter Medien und Kommunikation bei den Stuttgarter Kickers tätig und hatte in dieser Rolle den Marketingbereich mitverantwortet. Nach dem Abstiegs de Kickers in die Regionalliga und damit verbundenen Einsparungen wurde Felders Position bei den Stuttgartern gestrichen. Zuvor hatte er unter anderem in der Kommunikation von Sportstotal, Sky und RB Leipzig gearbeitet.

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L AU T G E DAC H T

„Wir sind absolut betrachtet eben immer noch meilenweit davon entfernt, sie zu erreichen oder in ihre Nähe zu kommen.“

„Ich kenne Christian Müller von seiner Zeit bei der DFL, soweit ich weiß, ist er kein Betriebswirt oder Steuerberater. Das kann man nicht ernst nehmen.“

Hans-Joachim Watzke Geschäftsführer von Borussia Dortmund, über den sportlichen und finanziellen Abstand seines Clubs zum FC Bayern München

Martin Kind Präsident von Hannover 96, reagiert gelassen auf die Bestellung eines Gutachters durch den ehemaligen DFL-Geschäftsführer Christian Müller, der die Übernahme von 96 durch Kind überprüfen lassen will.

„Das ist sicherlich grenzwertig, was wir gemacht haben bis jetzt.“

„Nur in Nostalgie zu verfallen und die alten Zeiten zu verklären, reicht heute nicht mehr aus.“

Uli Hoeneß Präsident des FC Bayern München, kritisiert die hohe Belastung für die Spieler des deutschen Rekordmeisters während der Asienreise.

Jochen Röttgermann Marketingvorstand des VfB Stuttgart, ermahnt die Fußballvereine, beim Thema eSport nicht den Anschluss zu verlieren.

„Bei den Clubs, die nach wie vor den einfachen Weg wählen und sich in Österreich und der Schweiz vorbereiten, bin ich sehr skeptisch, ob sie damit einen großen Beitrag zum Wohle der Bundesliga leisten.“

„Wenn in einer Stadt wie Kiel vorher Sponsorengelder von beispielsweise vier Millionen Euro zur Verfügung standen, dann sind jetzt nicht auf einmal acht Millionen auf dem Markt, nur weil Holstein auch vier Millionen braucht.“

Karl-Heinz Rummenigge Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, äußert sich in der entbrannten Diskussion zu den Vermarktungsreisen der Bundesligisten in der Vorbereitungszeit.

Thorsten Storm Geschäftsführer des THW Kiel, über die wachsende innerstädtische Konkurrenz bei der Sponsorensuche durch den Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel

„Ich dachte eigentlich immer, Financial Fair Play wäre dafür erfunden worden, dass so etwas nicht geht.“

„Unsere Kunden lieben Videoinhalte. Es spricht nichts dagegen, dass wir uns Sportübertragungen in Deutschland widmen.“

Jürgen Klopp Trainer des FC Liverpool, hofft, dass der Neymar-Wechsel vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain eine Ausnahme bleibt.

Ralf Kleber „Der Gott des Geldes wird alles verschlingen.“

Geschäftsführer von Amazon Deutschland, kündigt das Vorhaben des Onlinehändlers an, demnächst auch Sport-Bewegtbildrechte in Deutschland zu erwerben. Foto: Picture Alliance

Christian Streich Trainer des SC Freiburg, kritisiert den 222 Millionen Euro schweren Neymar-Transfer vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain.

„Man soll sich schon einmal fragen, was denn eigentlich passiert, wenn einer oder mehrere der Investoren ausfallen würden. Dann würde sicherlich diese Blase platzen und das wäre für den gesamten Fußball äußerst schwierig.“ Wolfgang Holzhäuser ehemaliger Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen, über die Gefahr steigender Transfersummen und Gehälter

„Vor allem von Unternehmen am Finanzplatz Frankfurt erfahren wir eine nie erlebte Nachfrage.“ Axel Hellmann Marketingvorstand von Eintracht Frankfurt, unterstreicht das wachsende Interesse von Finanz-Unternehmen am hessischen Bundesligisten. 58

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„Das beweist, dass diese Digital Marketing Spendings weitgehend wirkungslos sind.“ Jon Moeller

„Welcher Junge interessiert sich heute noch für Schalke gegen Mainz? Die interessieren sich für Manchester gegen Barcelona. Sie gucken auch ganz anders Fußball, mit Second Screening und kurzer Verweildauer.“ Oliver Bierhoff Manager der Nationalmannschaft, ordnet das sich wandelnde Interesse der jüngeren Zielgruppe ein.

Finanzchef von Procter & Gamble, zieht Bilanz, nachdem die Ausgaben für Online-Werbemaßnahmen um 100 Millionen US-Dollar gesenkt wurden und keine größeren Auswirkungen auf die Geschäftszahlen zeigten.

„Die Nachricht hat mich am Montag getroffen wie ein Keulenschlag.“ Gerhard Berger Geschäftsführer des DTM-Vermarkters ITR, ist über den angekündigten Ausstieg von Mercedes-Benz aus der Rennserie schockiert.

„Jeder Amerikaner hat vier Paar Laufschuhe im Schrank, der Deutsche etwa 0,8.“ Björn Gulden CEO von Puma, erklärt, wieso er im US-Markt expandieren will.

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AUSBLICK

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KOMMENDE AUSGABEN FUSSBALL

VERLEGER UND HERAUSGEBER Foto: picture alliance

Keine Stars im Depot 22 europäische Fußballclubs sind aktuell an der Börse notiert. Obwohl die Aktien vieler Clubs zuletzt gestiegen sind, gelten die Papiere als höchst spekulativ. Taugen sie als Investitionsobjekt? Und kann ein Börsengang für Clubs ein geeignetes Finanzierungsinstrument sein?

Manfred Schlösser

GESCHÄFTSFÜHRER & MITHERAUSGEBER Marco Klewenhagen, Philipp Klotz

REDAKTION

WIRTSCHAFT

Große Bundesliga-Werbemittelanalyse Die Bundesliga-Saison 2017/18 ist bereits in vollem Gang. Es ist an der Zeit, die Bandenbilder der Clubs unter die Lupe zu nehmen. SPONSOR S schlüsselt wie in jeder Spielzeit die TV-relevanten Sponsoren aller Bundesligisten auf und analysiert ihre Werbemittel.

Tel: 040/4133008-0 | E-Mail: info@sponsors.de Teamleiter: Henning Eberhardt, Holger Rehm Redaktion: Roman Gerth, Kathrin Hartmann, Nils Lehnebach, Gabriel Wagner Freie Mitarbeiter: Florian Oediger, Celina Stammerjohann

WIRTSCHAFT Foto: Getty Images

Was wird aus Rakuten? Rakuten hat mit dem bis zu 250 Millionen Euro schweren Hauptsponsorship beim FC Barcelona für Aufsehen gesorgt. Mit hochgesteckten Zielen kamen die Japaner 2011 auch nach Deutschland. Doch wann schafft das Unternehmen hierzulande den Durchbruch?

BUSINESS COOPERATIONS Marcel Brockschmidt, Lorenz Huber

EVENT & KOMMUNIKATION Tel: 040/4133008-0 | E-Mail: events@sponsors.de Abteilungsleiter: Holger Reitlinger

Clubmanager

Projektleiter: Jule Nocker, Sascha thor Straten Wolf Projektmanagerin: Linda Bull

VERLAGSMANAGEMENT Tel: 040/4133008-54 E-Mail: leserservice@sponsors.de Sachbearbeitung: Moke Kumbu Leiter Projektentwicklung: Philipp Timm

LAYOUT & MEDIENGESTALTUNG Matthias Rampmeier, Melanie Witte

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COMMUNICO GmbH ist eine inhabergeführte Agentur für Live-Kommunikation und EventMarketing. Wir verwandeln Sport-Events, Messeveranstaltungen, Konferenzen und Incentives in unvergessliche Momente. Arbeiten am Puls der Zeit mit einem internationalen und erfahrenen Team ist unsere Stärke. Event-Marketing bedeutet für uns, die faszinierende Welt Ihrer Marke hautnah erlebbar zu machen.

Die Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH repräsentiert und vermarktet Düsseldorf national und international als Standort für Kongresse, Firmen-Veranstaltungen, SportEvents, Konzerte und Shows. Zur Verfügung stehen verschiedenste Veranstaltungshäuser mit einer Kapazität für bis zu 66.500 Personen im größten Saal sowie ein Team aus 136 EventProfis.

Prof.-Max-Lange-Platz 15 • 83646 Bad Tölz, Deutschland Tel.: +49 (0) 8041 / 799 7510 • Fax: +49 (0) 8041 / 799 7525 E-Mail: info@communico-gmbh.de www.communico-gmbh.de

Stockumer Kirchstr. 61 • 40474 Düsseldorf, Deutschland Tel.: +49 (0) 211 456 084 01 • Fax: +49 (0) 211 456 085 36 E-Mail: info@d-cse.de www.d-cse.de

Rosental 18 • 44135 Dortmund, Deutschland Tel.: +49 (0) 231 950 29 97 • Fax: +49 (0) 231 950 29 98 E-Mail: kontakt@network-in-sports.de www.network-in-sports.de

CAA Sports vertritt mehr als 1.000 der global erfolgreichsten Athleten, Trainer, Moderatoren sowie weitere Persönlichkeiten aus der Sportbranche. Zudem hat sich CAA dank der weltweiten Büros als einer der relevantesten Global Player im Bereich Sport Consulting etabliert. Viele namhafte Brands profitieren von dem umfangreichen Leistungsportfolio, welches unter anderem auch die Geschäftsfelder TV-Übertragungsrechte, Marketing Initiativen und Rechtvermarktung umfasst.

Vermarkter des Dt. Leichtathletik-Verbandes (DLV) BEKANNTHEIT

WISSEN

KONTAKTE

Alsfelder Str. 27, 64289 Darmstadt, Deutschland Tel.: +49 (0) 61 51 – 77 08 61 • Fax: +49 (0) 61 51 – 77 08 24 E-Mail: dlm@leichtathletik.de www.leichtathletik.de

CAA Sports GmbH Infanteriestraße 11a, Haus C • 80797 München, Deutschland Tel.: +49 (0) 89 26 209 79 00 • Fax: +49 (0) 89 26 209 79 99 E-Mail: infomunich@caa.com www.caa.com

Mit über 600 Rechtsanwälten und Steuerberatern ist CMS in Deutschland eine der führenden Anwaltssozietäten auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts. Für unsere Mandanten der mehrfach ausgezeichneten Medien- und Sportrechtspraxis (u.a. Vereine, Manager, Sponsoren) entwickeln wir maßgeschneiderte Lösungen durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Experten verschiedener Rechtsgebiete.

Stadthausbrücke 1-3 • 20355 Hamburg, Deutschland Tel.: +49 (0) 40 376 303 25 • Fax: +49 (0) 40 376 304 05 25 E-Mail: sebastian.cording@cms.law cms.law

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Die DLM hält und vermarktet die Werbe- und Lizenzrechte des DLV. Sie entwickelt innovative Premiumevents, ist Gesellschafter der DLM RunMedia GmbH und betreibt leichtathletik.de und laufen.de. Damit bietet die DLM reichweitenstarke und attraktive Plattformen für klassisches Sponsoring und individuelle, ganzheitliche Marketingkonzepte.

Qualifikation zum Experten in der Sportbranche

people. sports. emotion.

Der duale Bachelor-Studiengang „Bachelor of Arts Sportökonomie“ und der konsekutive Master-Studiengang „Master of Arts Sportökonomie“ bieten die Möglichkeit, sich zu vielseitig einsetzbaren Experten in Profit- und NonprofitOrganisationen der Sportbranche zu qualifizieren. Insgesamt stehen 5 duale Bachelor- und 3 Master-Studiengänge zur Verfügung.

International, national, regional – die hannoversche Veranstaltungs- und Werbeagentur eichels: Event ist eine der führenden Eventschmieden. Das professionelle Team entwikkelt und etabliert mit KnowHow und Erfahrung innovative Ideen mit und für Kunden, Sponsoren und Partnern. Ob als Veranstalter oder zuverlässiger Dienstleister, eichels steht für Kompetenz und Erfolg.

Hermann Neuberger Sportschule 3 • 66123 Saarbrücken, Deutschland Tel.: +49 (0) 681 / 68 55 - 150 • Fax: +49 (0) 681 / 68 55 - 190 E-Mail: info@dhfpg.de www.dhfpg.de

Sport- und Eventmarketing eichels: Event GmbH Leinstr. 31 • 30159 Hannover, Deutschland Tel.: +49 (0)511 288 793 0 • Fax: +49 (0)511 288 793 29 E-Mail: kontakt@eichels-event.com www.eichels-event.com W W W. S P O N S O R S . D E /C O N N E C T 9/ 2 0 1 7

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SPONSORS CONNECT - PARTNER

Als Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Kreditwirtschaft verantwortet die EURO Kartensysteme GmbH u.a. das generische Marketing und PR für die girocard und ihre Prepaid-Funktionen GeldKarte und girogo. Aktuell setzt ein Drittel der ersten FußballBundesliga auf girogo, wie z.B. Bayer 04 Leverkusen, 1. FSV Mainz 05, VfL Wolfsburg und SV Werder Bremen. Zudem nutzen weitere Vereine aus den Sportarten Handball und Eishockey girogo in ihren Stadien.

Roth & Lorenz heißt jetzt follow red 120 Spezialisten machen in Stuttgart und Berlin Marken zum Erlebnis und bringen Ideen zum Fliegen. Mit immer neuem Blick und unserem berühmten Qualitätsanspruch seit 1986. Wir nennen das Branding Experiences.

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Eurosport ist die führende Sport-Entertainment-Plattform in Europa. Rund 300 Mio. Zuschauer in 59 Ländern empfangen Eurosport und Eurosport 2. Seit 2008 ist Eurosport HD auf Sendung, 2010 folgte die erste europaweite Live-3D-Übertragung im Sport. Das OnlineNetzwerk mit Mobildiensten wie iPhone-Apps ist Europas wichtigstes Sportportal.

Getty Images ist ein führender Produzent und Anbieter von Fotos, Videos und multimedialen Inhalten. Dank der preisgekrönten Fotografen und Bilder entstehen einzigartige Arbeiten, die jeden Tag in den weltweit einflussreichsten Zeitungen, Magazinen, Werbekampagnen, Filmen, Fernsehprogrammen, Büchern und auf Internetseiten zu sehen sind.

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GlobalSportsJobs ist die international spezialisierte digitale Job-und-Karriere-Plattform, für die weltweite Sportindustrie. Sie bietet die aktuellsten Informationen zu Karrieremöglichkeiten. Die vier Online-Plattformen in Englisch, Deutsch, Französisch und Chinesisch werden unterstützt durch 15 Social-Media-Kanäle, die eine Kommunikation an vielfältige und hoch qualitative Kandidaten ermöglicht.

EVENTIM Sports bietet ein umfassendes Produkt- und Leistungsportfolio für alle Wertschöpfungsstufen des Ticketing im Sport: Von modularen Systemlösungen in den Bereichen Ticketing, CRM, Access und Resale bis hin zu maßgeschneiderten Services in den Feldern Consulting, Vermarktung, Ticket-Shops & -Hotlines.

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Gramercy global media ist eine performanceorientierte Online Marketing Agentur, spezialisiert auf Search Engine Marketing, SEO und Social Media Marketing für die Sportindustrie. Die Experten bieten maßgeschneiderte, absatzorientierte Online-Marketing-Konzepte – abgestimmt auf Ziele, Budgets und Wettbewerb aller Kunden.

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Hambach & Hambach Rechtsanwälte gewährleistet mit ihrer internationalen Struktur und Ausrichtung eine unternehmerische RundumRechtsberatung im deutschen und internationalen Recht der TIME-Branchen / Telekommunikation - IT - Medien & Entertainment.

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Die HFP GmbH ist seit 2008 auf die Beratung komplexer Projekte in der Sportindustrie spezialisiert. HFP‘s Kernkompetenzen umfassen insbesondere das strategische Organisationsmanagement, Sportinfrastrukturen jedweder Art sowie das Projekt- & Eventmanagement über sämtliche Phasen der Projektabwicklung. Zu den Mandanten zählen neben internationalen als auch nationalen Spitzenverbänden zahlreiche lokale Organisationskomitees, Clubs, Stadionbetreiber und Regierungsinstitutionen.

HFP GmbH Kölner Straße 201-203 • 51149 Köln, Deutschland Tel.: +49 (0) 2203 9611 711 • Fax: +49 2203 9611 710 E-Mail: info@hfp-projects.de www.hfp-projects.de 63

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SPONSORS CONNECT - PARTNER

ONE TEAM. ONE GOAL. CLIENT SUCCESS. Spitzensport, Events, Vermarktung, Medienrechte, Sponsoringrechte, Digitale Medien, Event Management, Zentrale Medienproduktion, Design-Lösungen, Markenentwicklung, Fußballvermarkter (1.BL bis RL), Profivereine, Deutscher Fussball-Bund, DFB, Länderspiele, DFB-Pokal, Wintersport, Vierschanzentournee, IBU Weltcups Biathlon, FIS Ski Alpin Weltcup

Rotfeder-Ring 7 • 60327 Frankfurt am Main, Deutschland Tel.: +49 (0) 69 7079 836-14 • Fax: +49 (0) 69 7079 836-20 E-Mail: marcel.sandrock@infrontsports.com www.infrontsports.com

Schwerpunkte unserer Tätigkeit: LED-Videowände und -Videowürfel für Großbild-Darstellung im gesamten Event-Bereich, LED-Bandensysteme, Live-Streaming von Sport-Events, IP-TV das die Verbindung zwischen Regieraum und sämtlichen Monitoren in einer Sportstätte managt, Ausstattung Regieraum, Sportbezogene Software (Zeitmessung, Werbung, spielbegleitende Software), Signal-Management, Spielstandanzeigen/klassische Anzeigetafeln, Videobeweis-Systeme

Osserstraße 13 • 86316 Friedberg, Deutschland Tel.: +49 (0) 821 60999200 • Fax: +49 (0) 821 60999201 E-Mail: karsten@innomedia-mick.de www.innomedia-mick.de

Unser Kerngeschäft sind hochwertige und kundenindividuelle Marktforschung, Medienforschung und Beratungsleistungen zur Steigerung des ROI unserer Kunden in der Sportsponsoring Branche.

Haid-und-Neu Str. 7 • 76131 Karlsruhe, Deutschland Tel.: +49 (0) 721 609 071 70 • Fax: +49 (0) 721 609 071 71 E-Mail: info@intelligentresearch.is   www.intelligentresearch.is

Mit 10 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten und über 30 weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beraten wir als eine der führenden Boutiquen nationale und internationale Mandanten im Gewerblichen Rechtsschutz, insb. im Marken-, Design-, Wettbewerbs- und Vertriebsrecht, im Urheber- und Medienrecht sowie im Bereich des Sports- und Sponsorings.

Hohenstaufenring 62 • 50674 Köln, Deutschland Tel.: +49 (0) 221 277 580 • Fax: +49 (0) 221 277 581 E-Mail: hamacher@jonas-lawyers.com www.jonas-lawyers.com

Praktiker im Recht des Sportbusiness Wir sind national und international erfahrene Rechtsanwälte in den Bereichen Prozessrecht, Kartell-, Marken- und Urheberrecht, Presserecht, Gesellschafts- und Vertragsrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht. Diese Expertise bringen wir seit vielen Jahren fachübergreifend in die umfassende Beratung unserer Mandanten aus dem Bereich des Sportbusiness ein.

Taunusanlage 15 • 60325 Frankfurt am Main, Deutschland Tel.: +49 (0) 69 972 656 000 • Fax: +49 (0) 69 972 656 099 E-Mail: info@klinkert.pro www.klinkert.pro

Wir schaffen unverwechselbare Sporterlebnisse! Wir begleiten Ihre Veranstaltung von der Konzeption, über die Planung und Durchführung bis hin zur Nachbereitung und behalten dabei die Ziele im Visier. Wir kennen uns aus mit: Planung & Umsetzung, Komplexen Genehmigungsverfahren, Sportlicher Planung, Einbindung von Partner & Sponsoren, Logistischer Umsetzung von Großveranstaltungen, Beratung zur Realisation von Großveranstaltungen, Ausschreibung von jeglichen Gewerken & Dienstleistungen.

Lichtstraße 46 • 50825 Köln, Deutschland Tel.: +49 (0) 221 299 32 601 • Fax: +49 (0) 221 789 50 533 E-Mail: kontakt@kompakt-b.de www.kompakt-b.de 64

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RheinEnergieStadion Die Kölner Sportstätten GmbH zeichnet verantwortlich für Pflege, Betrieb und Vermarktung von sechs Sportstätten in der rheinischen Metropole, darunter das EnergieStadion. Dessen exklusive Logen und Lounges sind bestens geeeignet für Firmenveranstaltungen, Kongresse und Tagungen, aber auch für private Feiern wie Hochzeiten und Partys.

Aachener Str. 999 • 50933 Köln, Deutschland Tel.: +49 (0) 221 716 161 50 • Fax: +49 (0) 221 716 161 51 E-Mail: info@koelnersportstaetten.de www.koelnersportstaetten.de

Hervorgegangen aus SPORTFIVE und als Teil der global agierenden Sportmarketingagentur Lagardère Sports and Entertainment, ist Lagardère Sports in Deutschland an 17 Standorten vertreten und bietet als Pionier und Markttreiber Expertise, Marketingrechte sowie Dienstleistungen für wertstiftende Partnerschaften in der Sportvermarktung. Neben dem Kerngeschäft Fußball agiert Lagardère Sports in Deutschland auch auf weiteren reichweitenstarken Plattformen im Handball-, Winter- und Motorsport.

Barcastr. 5 • 22087 Hamburg, Deutschland Tel.: +49 (0) 40 376 770 • Fax: +49 (0) 40 376 771 29 E-Mail: de.info@lagardere-se.com www.de.lagardere-se.com

LAOLA1.tv, das internationale Sport TV im Netz, begeistert Sportfans 365 Tage im Jahr mit Premium Live-Streams und Highlights-Videos aus der Welt des Sports. LAOLA1.tv setzt erfolgreich auf die stark steigende Konvergenz von TV, Internet und Mobilfunk und fungiert auch als Dienstleister für zahlreiche internationale Clubs, Verbände und Medien.

Hosnedlgasse 25 • 1220 Wien, Österreich Tel.: +43 (0) 1 256 314 15 19 E-Mail: philip.haubner@laola1.tv www.laola1.tv

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SPONSORS CONNECT - PARTNER

Lentze Stopper bietet spezialisierte Rechtsberatung in allen Bereichen der Vermarktung und Organisation des Sports. Die Anwälte der Kanzlei beraten Verbände, Vereine, Sportler und Sponsoren, Agenturen und Medienunternehmen im Sportbusiness und vertreten die Mandanteninteressen vor ordentlichen und Sport-/Schiedsgerichten.

Unsere Leidenschaft ist das gastronomische Entertainment. Unsere Spezialität ist die Umsetzung individueller Veranstaltungskonzepte. Maison van den Boer ist Hospitality-Partner im Stadion von Utrecht, dem Philipsstadion, der Amsterdam ArenA sowie dem Hamburg Cruise Center. Wir überzeugen mit zeitgenössischen Speisen und ausgefallenen Foodkonzepten.

Widenmayerstraße 28 • 80538 München, Deutschland Tel.: +49 (0) 89 856 333 10 • Fax: +49 (0) 89 856 333 129 E-Mail: info@lentzestopper.eu www.lentzestopper.eu

Maison van den Boer Deutschland GmbH Adolphsplatz 1 • 20457 Hamburg, Deutschland Tel.: +49 (0)40 361 388 377 • Fax: +49 (0)40 361 385 82 E-Mail: fleur.pols@maisonvandenboer.com www.MaisonVanDenBoer.com

Zeitgemäße Konzeption, Organisation bzw. Durchführung von Sportevents sowie die Entwicklung von kreativen Kommunikationslösungen und der damit verbundenen effizienten Beratung von Unternehmen und deren Marken.

WE MAKE THE GAME.

Content you can count on

Das Kerngeschäft von Match IQ ist die Beratung von Proficlubs, Verbänden, Sponsoren und Rechteinhabern in der Gestaltung und Umsetzung der „Off-Season“. Wir arbeiten auf Basis von langfristigen Verträgen mit Vereinen zusammen, mit dem Ziel die sportliche Saisonvorbereitung zu optimieren und gleichzeitig neue Aktivierungsmöglichkeiten zu schaffen.

mmc sport ist eine internationale Sportredaktion mit einem Team aus Sportjournalisten, Übersetzern und Kommentatoren in mehr als 20 Sprachen. Im internationalen Social-MediaBereich sind wir europaweit eine der führenden Agenturen. Kunden sind u.a. die UEFA, Bayern München, Tottenham, die Premier League und die deutsche Nationalmannschaft.

Friedensallee 120 • 22763 Hamburg, Deutschland Tel.: +49 (0) 40 85 40 39-21 E-Mail: info@match-iq.com www.match-iq.com

Dauchauer Str. 111 • 80335 München, Deutschland Tel.: +49 (0) 89 458 743 0 • Fax: +49 (0) 89 458 743 28 E-Mail: info@mmcsport.de www.mmcsport.de

Agentur für Live-Kommunikation

Sponsoring für Sport, Freizeit und Kultur.

Master Sports Business and Communication

Die livewelt GmbH & Co. KG ist ein erfolgreicher Full Service-Anbieter für Kommunikation. livewelt berät, konzipiert und realisiert integrierte Konzepte der Kommunikation.

Metatop ist ein internationales Marketingunternehmen spezialisiert auf ganzheitliche Sponsoringlösungen. Seit mehr als 20 Jahren vermitteln wir für Sportorganisationen erfolgreich Sponsoren. Wir verbinden die Interessen unserer Partner mit den Kommunikationszielen von Unternehmen sowie deren gesellschaftliche Verantwortung in der Öffentlichkeit.

Als eine der führenden Wirtschaftshochschulen im deutschsprachigen Raum bietet die Munich Business School eine exzellente Vorbereitung für den erfolgreichen Einstieg in das Berufsfeld zwischen Sport, Wirtschaft und Medien. Renommierte Dozenten von Unternehmen wie Adidas, Audi, BMW oder der Deutschen Telekom garantieren eine praxisnahe und international ausgerichtete Ausbildung.

Jahnstr. 1 • 70597 Stuttgart, Deutschland Tel.: +49 (0) 711 779 300 • Fax: +49 (0) 711 779 306 00 E-Mail: info@metatop.de www.metatop.de

Elsenheimerstr. 61 • 80687 München, Deutschland Tel.: +49 (0) 89 547 67 80 E-Mail: sport.master@munich-business-school.de www.sbc.munich-business-school.de

Johnsallee 62 • 20148 Hamburg, Deutschland Tel.: +49 (0) 40 319 792 90 • Fax: +49 (0) 40 319 792 927 E-Mail: info@ley-events.de www.ley-events.de

Berliner Str. 133 • 33330 Gütersloh, Deutschland Tel.: +49 (0) 5241 210 900 • Fax: +49 (0) 5241 210 90 29 E-Mail: info@livewelt.de www.livewelt.de

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Im Auftrag von Marken entwickeln und realisieren wir innovative, glaubwürdige und effektive Kommunikationskonzepte. Dank des gemeinsamen Mind-Sets und der tiefen Verankerung unserer Mitarbeiter in den Spielfeldern Sport, Musik und Design können wir fließend zwischen der Sprache der Unternehmen und kulturellen Codes wechseln. Wir verstehen unternehmerische Ziele ebenso wie Zielgruppen und erreichen diese durch strategische Kompetenz, kreative Ideen und professionelle Implementierung.

Kapellenweg 6 • 81371 München, Deutschland Tel.: +49 (0) 89 30 90 447-0 • Fax: +49 (0) 89 30 90 447-29 E-Mail: info@millhaus.com www.millhaus.com

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SPONSORS CONNECT - PARTNER

Nielsen Sports ist das führende Forschungsund Beratungsunternehmen in der Sport- und Entertainmentbranche. Die Analysen und Insights liefern valide, unabhängige und ganzheitliche Daten und bieten eine umfassende Übersicht über globale Konsumententrends und das Käuferverhalten. Weltweit vertrauen mehr als 1700 führende Clubs, Rechtehalter, Marken, Vermarkter und Medienunternehmen den Daten und integrierten Services von Nielsen Sports.

Scheidtweilerstraße 17 • 50933 Köln, Deutschland Tel.: +49 (0) 221 430 73 0 • Fax: +49 (0) 221 430 73 111 E-Mail: contactsports@nielsen.com www.nielsensports.com

Wir erwecken Daten zum Leben Opta, mit 130 Mitarbeitern in Europa und den USA, sammelt und verarbeitet Sportdaten von mehr als 60 000 Veranstaltungen zu über 30 Sportarten, der Schwerpunkt liegt auf Fußballinformationen. Neben Inhalten für Printund TV-Medien sowie Internet- und mobile Applikationen bietet Opta Produkte für Vereine sowie Sportsponsoren und Wettanbieter.

Beta Str. 9a • 85774 Unterföhring, Deutschland Tel.: +49 (0) 89 200 014 310 • Fax: +49 (0) 89 200 014 309 E-Mail: info-de@optasports.com www.optasports.com

Die Optimy-Software hilft Unternehmen, bei Sponsoring-, Förder- und CSR-Aktivitäten effizienter zu arbeiten. Unser Ziel ist es, in diesem speziellen Bereich weltweit führend zu werden, indem wir die beste Technologie in Verbindung mit erstklassigem Kundenservice anbieten. Dank der modularen Struktur des Tools, unserer 180 Partner und einer Kundentreue von über 98% ist es uns möglich, einen schnellen ROI zu ermöglichen.

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Die Königsklasse der Fotografie Professionelle 360-Grad-Panoramen herzustellen und für verschiedene Vertriebswege optimal aufzubereiten, darauf ist die Panocity Marketing GmbH spezialisiert. Das niedersächsische Unternehmen vereint Know-how aus den Bereichen Fotografie, Informatik und Marketing, und hat mit seinen Panoramabildern den altbewährten Werbeschirm neu erfunden.

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Production Resource Group AG bietet Veranstaltungstechnik und entsprechende Dienstleistungen an. Für den Sportbereich hält PRG LED-Wände, Bandensysteme, temporäre Sportbeleuchtung, Kamera- und Beschallungstechnik vor. PRG hat Niederlassungen in Deutschland, Schweiz, Österreich und über 40 intern. Standorten. Das Unternehmen, ist ein führender FullService-Anbieter der Veranstaltungsbranche und tätig z.B. für Organisationen, Vereine, Agenturen, Unternehmen, Veranstalter und Fernsehsender.

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Sports Content & Media Perform ist eine weltweit führende Mediengruppe im Bereich digitaler Sportinhalte. Wir haben es zu unserer Aufgabe gemacht, die Welt des Sports zu verknüpfen – mit den aktuellsten, detailliertesten und qualitativ hochwertigsten Inhalten sowie einem unvergleichbaren Netzwerk, das sämtliche global bedeutsame Medienmarken umfasst.

Perform Media Deutschland GmbH Beta-Straße 9a • 85774 Unterföhring, Deutschland Tel.: +49 (0) 89 200 014 32 90 • Fax: +49 (0) 89 200 014 309 E-Mail: info-de@performgroup.com www.performgroup.com

Bei S20 haben sich namhafte in Deutschland tätige Unternehmen als Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, die Sportsponsoring als wichtiges und erfolgreiches Kommunikationsinstrument nutzen. Übergeordnetes Ziel von S20 ist es, die gemeinsamen Interessen und Positionen zu bündeln und mit einer Stimme gegenüber anderen Marktteilnehmern zu vertreten. S20 will zudem einen klaren Beitrag zur Weiterentwicklung und Professionalisierung des Sponsorings leisten.

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SPORT1 ist MITTENDRIN: Der Free-TV Sender steht – wie auch die Pay-TVSender SPORT1+ und SPORT1 US sowie die Online-, Mobile- und Radio- Plattformen unter der MultimediaDachmarke – für hochwertigen Live-Sport, fundierte Berichterstattung und ausgewiesene Sportkompetenz. Zu den Kernsportarten von SPORT1 im Free-TV zählen insbesondere Fußball, Motorsport, Handball und Basketball.

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SPONSORS CONNECT - PARTNER

Die 1967 gegründete Stiftung Deutsche Sporthilfe unterstützt ca. 3800 Sportler mit jährlich 13 bis 14 Millionen Euro. 90 Prozent aller deutschen Olympiamedaillen wurden von Sporthilfe-Athleten gewonnen. Jeder Sportbegeisterte kann die Arbeit der Deutschen Sporthilfe mit einer Spende unterstützen und damit Förderer der Stiftung werden.

Grenzen gab’s gestern: In der modernen Telekommunikation bestimmt ausschließlich der Kunde, wann und wo er telefonieren oder komfortabel aufs Internet zugreifen will. Festnetz und Mobilfunk, (V)DSL oder mobiles Internet: die Deutsche Telekom bietet ihren Kunden Produkte und Services rund um das vernetzte Leben & Arbeiten – alles aus einer Hand.

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the sportsman media group ist eine Sportrechte- und Sportmarketing-Agentur. Das Kerngeschäft ist die Akquisition und der Vertrieb von Medienrechten (TV-, Internet und Mobile) sowie die Vermarktung von Vereinen, Verbänden und Veranstaltungen.

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Die berufsbegleitenden Masterstudiengänge MBA Sportmanagement und LL.M. Sportrecht (Universität Bayreuth) folgen dem seit über 30 Jahren erfolgreichen Konzept der Bayreuther Sportökonomie und zeichnen sich in folgenden Punkten aus: - Unmittelbarer Bezug zur Praxis - Dozenten mit großer Praxiserfahrung - Alumni-Netzwerk mit über 1400 Mitgliedern - Individuelle Zielsetzung im Studium.

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