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Ausgabe 29. – Oktober 2011 www.megawelle.fm

RADIO | JOURNAL | INTERNET

Teneriffa und seine Weine Wandertip – Vilafor Kultur & Geschichte Konzertsaison OST Spanisch lernen mit Megawelle


Liebe Leserinnen und Leser ! Es ist wieder einmal soweit, der Sommer neigt sich dem Ende zu, es kommen die ersten kalten Tage, in Bayern schneit es bereits, auf der Zugspitze liegen schon 50 cm Schnee, der Oktober ist da. Ungemütlich wird es im Europa. Es kommen, wie alle Jahre um diese Zeit, die Überwinterer auf unsere schöne Insel. Herzlich willkommen, ich wünsche Ihnen eine schöne und angenehme Zeit.

impressum Herausgeber: Clever Comunicación Canarias S.L. Avda. Claudio Delgado, 91 38639 Las Chafiras CIF: B-38 643 359

Inhaltsverzeichnis Editorial

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Unser Sinfonieorchester

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Gartentipps von Urban Schuhmacher

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Apropos Rock and Roll

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Teneriffa und seine Weine

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Vilaflor – Paisaje Lunar (Mondlandschaft) – Vilaflor

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ABACO – Symbol für ein halbes Jahrtausend

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Wenn Jemand eine Reise tut,

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Die Kanarische Sonderzone (ZEC) 34 Kirche und Gemeinde 34 Über Pimientos

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Fascinosum La Opera Opernfestival auf Teneriffa

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Kanarische Sport- und Spielarten

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Geschäftsführer u. Chefredakteur: Hans-Georg Scholz HGS@cccanarias.net Büro: Angeles Fernandez Robayna Fon: (+34) 922 736 118 Fax: (+34) 922 703 357 Mob: (+34) 634 311 029 oficina@cccanarias.net Geschäftszeiten: Mo.- Fr. 9 – 15 h Internet: www.megawelle.fm Internet Radio: http://megawelle.radio.de Redaktion: Manfred Funk redaktion-megawelle@cccanarias.net

Wenn Sie regelmäßiger Hörer oder Leser sind, werden Sie feststellen, dass sich doch in den letzten Monaten einiges bei uns verändert hat. Aus der ungeklärten Situation mit der Vergabe der Radiolizenzen haben wir vom Megawelleteam viele Gespräche mit unseren Hörern und Lesern geführt und auch Anregungen erhalten, die wir versuchen wollen, umzusetzen. Wir wollen Ihnen in den nächsten Monaten einige Hinweise auf Veranstaltungen geben, die wir in Zusammenarbeit mit Partnern durchführen werden, beginnen werden wir mit dem Oktoberfest am 15. Oktober 2011 im Restaurant „Bavaria Grill“ in Puerto Santiago im Südwesten der Insel. Es war einmal Tradition, regelmäßig solche Veranstaltungen durchzuführen, wir wollen wieder daran anknüpfen und Ihnen mit den gemeinsamen Veranstaltungen einige unbeschwerte Stunden bereiten. Näheres erfahren Sie immer hier bei uns im Journal und beachten Sie bitte auch unsere Ankündigungen im Radio. Auch einen Sprachkurs in Zusammenarbeit mit der Sprachschule SOTHIS wird es wieder geben, wir hoffen damit, ein großes Bedürfnis unserer Hörer abgedeckt zu haben. Apropos Radio, hinsichtlich der Lizenzen hat sich nichts getan, unsere Schreiben sind bisher nicht beantwortet, auch die Kautionszahlungen, die bei der Antragsabgabe hinterlegt werden mussten, sind bisher nicht zurückbezahlt. Sollten es in dieser Frage irgendwelche Neuigkeiten geben, werden wir Sie umgehend informieren. Solange wir keine weiteren negativen Informationen haben, werden wir weiterhin für Sie da sein und senden. Ich wünsche Ihnen eine unbeschwerte Zeit auf unserer schönen Insel,

Ihr Hans-Georg Scholz

Anzeigen Süden, Norden: manfred.funk@cccanarias.net Manfred Tel: 634 370 683 susanne.riedel@cccanarias.net Susanne Tel: 634 311 033 Tanja.vogt@cccanarias.net Tanja Tel: 634 311 029 Presseinfos: prensa@cccanarias.net Meckerecke: meckerecke@cccanarias.net Garten: garten@megawelle.fm Radio: studio@megawelle.fm Desposito legal: TF-303/2002 ISSN: 1699 - 3071 Fotos: Archiv Megawelle, Manfred Funk, Albert Bäuerle, Cabildo Tenerife, Presseagenturen, Ayuntamientos Titelbild: Albert Bäuerle Archiv Corbis Lizenziert von Deposit Photos.com/ Druck: Graficas Sabater Anzeigenschluss für Ausgabe November: 20.10.2011

Wir übernehmen keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte und Fotos. Alle Artikel, Informationen, Hintergrundwissen und Empfehlungen wurden nach besten Wissen und Recherchen der einzelnen Redakteure und freien Mitarbeiter erstellt. Für Fehler und Irrtümer wird nicht gehaftet. Beiträge der freien Mitarbeiter, Leserbriefe und Anzeigentexte geben nicht unbedingt die Meinung von Clever Comunication Canarias S.L. wieder. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich. Das Kopieren, Speichern und Wiederverwenden in elektronischer Form, auch auszugsweise, ist ebenfalls nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich.

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Der neue Konsul auf Gran Canaria Peter Schmid Informieren Sie sich näher über die Örtlichkeiten, Öffnungszeiten und Amtshandlungen der Konsul im Amtsbezirk des Konsulats Las Palmas de Gran Canaria Konsul der Bundesrepublik Deutschland Gran Canaria Peter Schmid, Konsul Calle Albareda 3-2°, 35007 Las Palmas de Gran Canaria Tel: (0034) 928 49 18 80 Tel: (0034) 928 49 18 70 (Paßstelle nicht zwischen 09.00 - 12.00 Uhr) Fax: (0034) 928 26 27 31 e-Mail info@las-palmas.diplo.de Öffnungszeiten für den Besucherverkehr: Montag bis Freitag von 09.00 - 12.00 Uhr (ausgenommen Feiertage) oder nach telefonischer Vereinbarung Erreichbarkeit in dringenden Notfällen: Tel: (0034) 659 51 76 00 Konsul der Bundesrepublik Deutschland Teneriffa Ingo Friedemann Pangels, Konsul C /Costa y Grijalba, 18, Santa Cruz de Tenerife. Telefon (0034) 922 24 88 20, Fax (0034) 922 15 15 55 Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania, Apartado de Correos 10504, 38080 Santa Cruz de Tenerife, Spanien. Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag 10.00 - 13.00 Uhr e-Mail santa-cruz-de-tenerife@hk-diplo.de

Mehr Info Internet: www.las-palmas.diplo.de

Das Megawelle Journal erhalten Sie bei den Touristik Informationen, unseren Anzeigenkunden, im Redaktionsbüro der MEGAWELLE sowie Im SÜDEN bei : Amarilla Golf , Golf del Sur , Ayuntamiento Granadilla, Centro Cultural Granadilla, Turistica Info Plaza El Medano, Centro Medico, Nr. 128 San Isidro , Mc Donalds Chafiras, Finca del Arte C/Centro Chayofa Chayofa, Bibliotheka in La Camella, Ayuntam. ARONA, Arona Pueblo Garden Ika V San Lorenzo, Tennis Club La Florida, Ayuntam. San Miguel, Info Turistica Las Galletas, Golf Los Palos Guaza, Garden Center Parque la Reina, Tennis Club Miraverde, Golf Adeje, Ayuntam. Adeje, Tenerife Pearl Armeniñe, Info Turistica Promenade San Juan, Rest. Sauco (Jorge) Playa de la Arena, Ayuntam. Santiago de Teide, Rent a C Hermanns, Centro Cultural Los Cristianos, Info Turista beim H10 Gran Tinerfe Las Americas, Golf Americas , Krombacher Playa Troya Las Americas, Deutsche Bank Las Americas, Brauhaus/Villa Cortes Santiago 4 Las Americas, Hospital Costa Adeje Torviscas Bajo Las Americas, Paris Playa Fañabe, Plaza de Duque Playa Fañabe, Gran Sur Playa Fañabe, FLUGHAFEN REINA SOFIA: Flughafen Büros ITS/REWE TURISTIK, TUI, NECKERMANN, TURI INFO Schalter in der Ankunftshalle und im NORDEN: Centro Informacion Garachico, Loro Parque, Info Turistica Los Silos, Jardin de la Paz La Mantanza, Riu Bonanza Acevino Puerto Cruz, Riu Interpalace Acevino Puerto Cruz, Riu Canarife Acevino Puerto Cruz, Panaderia El Millo Puerto de la Cruz, Kiosk Tomas gegenüber Hot. Monopol Puerto Cruz, La Paz La Cupula Puerto Cruz, Park Cafe Taoro Parque Puerto Cruz, El Tope Puerto Cruz, Cafe Melita Punta del Hidalgo, Veteranio Clinica Toscal, Haus Michael c/ Arena Puerto de la Cruz Die aufgeführten Auslagestellen sind lediglich ein Auszug aus unseren ca. 500 Verteilerstellen.

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Die neue Konzertsaison beginnt.

Unser Sinfonieorchester (OST) und die Welt der klassischen Musik

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s steht wieder vor der Tür. Musikliebhaber sind in Vorfreude. Ein neues Konzertjahr bahnt sich an.Was wird uns das OST bringen? Zuerst viel Vorbereitung für Dirigenten, Solisten, aber auch für das Orchester zur Erarbeitung der Partituren. Inzwischen geht die Vorarbeit schon in das Finish. Das OST ist bereits konzertbereit. Denn traditionsgemäß startet die neue Spielzeit 2011 / 2012 bereits im November 2011. Nun wissen Sie ja längst, dass das Stammhaus des Orchesters das Auditorio de Santa Cruz ist. So natürlich auch in der neuen Spielzeit. Neu dabei ist aber jetzt, dass dieses Stammhaus einen erweiterten, imageträchtigen Namen trägt. Einen Ehrennamen. Ausgewählt für diese Auszeichnung wurde vom Cabildo der verdienstvolle, verstorbene frühere Inselpräsident Adán Martin. (Seine Biografie werden wir in einer der nächsten Ausgaben des Megawelle-Journals ausführlich würdigen). Nun also lautet der offizielle Name des Auditoriums: Auditorio de Tenerife „Adán Martín“ Für uns als Konzertbesucher wird es aber sicher bei der Kurzform bleiben: „Wir gehen am Freitag zum Konzert ins „Audio“, sagt der Insulaner. Diese Namensehrung manifestiert sich aber auch in der Programmation des OST für die neue Saison 2011/2012. Achtzehn inhaltsreiche Konzertabende stehen uns bevor. Kreirt mit diffiziler Werkauswahl, hochrangigen internationalen Solisten, Dirigenten und der Interpretationskunst des international besetzten Klangkörpers des OST.

18. Nov. 2011 Ein Abend mit dem langjährigen Chef des OST, heute Ehrendirigent desOrchesters: Victor Pablo Pérez als Gast. Er ist Träger des Spanischen Nationalpreises für Musik. Dirigent an vielen internationalen Pulten. Heute bei uns mit einem reinen Sinfoniekonzert. Im Programm: N. Miaskowsky: 6. Sinfonie op. 23 P. I. Tschaikowsky: Die Nussknackersuite – Auswahl op. 71

25. Nov. 2011

Wieder dirigiert Victor Pablo Pérez . Diesmal hat er einen Pianisten mitgebracht. Am Flügel Gustavo Díaz Jerez, 41. Ein geborener Tinerfeño, studierte in Santa Cruz de Tenerife und an der Manhattan School of Music. Auch als Komponist ist er sehr hörenswert. Der Professor ist Preisträger der „Maria Canals International Music Competition“. Wir hören zuerst: F. Liszt: Konzert für Klavier und Orchester Nr.1, gefolgt von P. I. Tschaikowsky: Die Manfred-Sinfonie op.58.

2. Dez. 2011 Ein Abend unter dem Dirigat von Carlo Rizzi, 61. Er studierte in Mailand und gewann schon bald den ToscaniniWettbewerb. Jetzt tourt er durch die Welt bei allen SpitzenKlangkörpern. In diesem Konzert gibt es: A. Glasunow: Ouvertüre für Orchester (Festouvertüre op.73) A. Bruckner: Sinfonie No. 4, „Die Romantische“

9. Dez. 2011

Der Madrileno Guillermo Garcia Calvo, 43, studierte in Wien. Er ist eng mit der Wiener Staatsoper und spanischen Orchestern verbunden. Der Dirigent hat sich einen Israeli als Solisten mitgebracht. Sharon Bezal, 39. Nach seiner Ausbildung war er schon als 14jähriger erster Soloflötist im Israel Sinfonie Orchester. Der mehrfache Preisträger spielt auf einer Maramatsu-Flöte aus 24-karätigem Gold J. Guridi: Leyenda vasca J. Rodrigo: Concierto Pastoral S. Prokowjew: Sinfonie Nr. 3 op. 44

Dez. 15.2011 Rubén Gimeno 39, geboren in Valencia, studierte Violine in Brüssel dann in den USA und Stockholm. Später als Dirigent brillierte er mit großen spanischen Klangkörpern. Als Solist am Flügel wird Sie Andrea Bacchetti, 14, aus Genua begeistern. Bereits mit 11 Jahren hatte er sein Bühnendebüt während seines Studiums in Genua und Paris. Inzwischen konzertiert er in Europa und den USA als vielfacher Preisträger. E. Guimerá: Ballett para mujeres G. Gershwin: Rhapsodie in Blue S. Rachmaninov: Tänze Soweit der erste Teil unserer OST-Dezembervorschau. Terminieren Sie Ihre Konzertwünsche. Doch dazu noch ein Wort in eigener Sache. Unsere Vorschauen sind nur Richtlinien mit Kurzinfos für Ihre Terminplanung. Vorbereiten auf Ihre Konzerte könnten Sie sich schon in einem Musik- oder Konzertführer. Falls Sie den schon haben, ist das auch ein gutes Party-Geschenk bei Musikfreunden. Kartenbestellungen bei www.generaktickets.com oder über www.ost.es . Bis zur Februarausgabe des Megawelle-Journals sagt Ihnen herzlichst Musica Viva Heinz Rodolf Renelt

Angesichts der Länge des Jahresprogramms haben wir uns entschlossen, die gesamten Konzertabende in drei Folgen im Journal vorzustellen. In dieser Oktober-Ausgabe des Megawelle-Journals lesen Sie die Konzerte 1 – 6 für den Zeitraum vom 11. 11. 2011 bis zum 15. 12. 2011 Daraufhin folgt, wie alljährlich eine Spielpause des OST, bedingt durch das internationale Festival “Música de Canarias“. In der Februarausgabe 2012 informieren wir Sie dann weiter über die Konzerte von März bis April 2012. Im Märzheft folgen die Konzerte bis Juni 2012.

Die Konzerte Nr. 1 bis 6 / 2011: Nov. 11.2011 Das Eröffnungskonzert

Es leitet Pietro Rizzo, 38, einer der talentiertesten Dirigenten seiner Generation. Geboren in Rom und ursprünglich Geiger. Heute Chef der Göteborger Oper. Weltweite Engagements in Europa, den USA und Japan. Als Solistin begrüßen wir Jennifer Larmore, 50, aus Atlanta (Georgia, USA) Sie ist als Mezzosopranistin eine Operndiva per excelanc. Ein Koloraturwunder. Weltweit gefeiert mit ihrem Repertoire von „Carmen“ bis zu Händel-Opern. A. Scriabin: 2. Sinfonie, op. 29 J. Sibelius: 7. Sinfonie, op. 105 M.Ravel: Sheherazade, Liederzyklus für Sopran u. Orchester

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Promotion

Es blüht nicht nur ganz wunderschön im Garten sondern auch auf dem Teller

Ein Stück Bayern auf Teneriffa Der ,,Bavaria Grill“

Gartentipps von Urban Schuhmacher

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n vielen Garten – Sendungen habe ich Ihnen liebe Mega – Wellen – Freunde immer wieder erzählt wie wirkungsvoll und auch sehr schmackhaft das Arbeiten mit Blüten in der Küche sein kann.Sie kennen alle meinen Hinweiß – das Auge ißt mit und das wissen Sie auch zur Genüge alle selbst. Denn ein schön zubereitetes Gericht, daß auch das Auge anspricht, weckt meist einen guten und großen Appetit und alles schmeckt noch mal so gut. Mit Blüten zu kochen ist ja nichts Neues – das gibt es seit tausenden von Jahren. Die Asiaten genossen Chrisanthemen und Taglielien, die Römer Nelken und Rosen. Im 17. Jahrhundert hatten die Schlüsselblume ihre kulinarische Blütezeit in Europa. Im 19. Jahrhundert führten Veilchen die Hitliste an.

Vieles ist nur in Vergessenheit beraten. Gänseblümchen und Kapuzinerkresse sind zwar wieder in aller Munde, doch die wenigsten wissen, wie viele essbare Blumen es in ihrem guten Garten gibt. Zudem bedeutet kochen mit Blumen für die meisten lediglich Blüten auf dem Salat. Viel spannender ist jedoch den Blumen die aromen zu entlocken, indem sie etwa in Honig eingelegt oder in Sahne aufgekocht werden. Mir geht es darum ein Bewußtsein zu schaffen für den Wert essbarer Blüten. Ich möchte Blüten in der Küche zum Durchbruch verhelfen-als dritte Aromagebende Komponente neben den Gewürzen und den Kräutern. Denn nichts auf der Welt schmeckt so unverwechselbar wie Rose, Jasmin, Lavendel und vieles andere mehr. Ich habe erst vor vielen Jahren eine Lauchtorte gegessen die etwas besondres hatte, das ich nicht fassen konnte. Die französische Wirtin verrät mir das Geheimnis: Sahne in der sie Lavendelblüten gekocht hatte,. Ein Geschmackserlebnis einfach unbeschreiblich. Verwenden Sie nur frische oder getrocknete Blüten aus dem eigenen Garten. Da wissen sie ganz genau was sie haben. Blüten aus dem Blumenladen eignen sich nicht für den Verzehr.

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Blumen pflückt man am besten kurz bevor man sie verwendet, idealerweise vormittags, wenn der Tau getrocknet ist. Ganze Blüten lassen sich in der Schale mit Wasser einige Stunden frisch halten. Ganze Blüten vorsichtig ausschütteln um Insekten zu entfernen. Falls nötig, Blüten vorsichtig in kaltem Wasser waschen und anschließend trocken tupfen. Stiele und grüne Kelchblätter entfernen, möglichst auch die Staubgefäße und Stempel um allergische Reaktionen zu vermeiden und auszuschließen. Hier nun ein kleines Rezept für Blütenbutter süß oder pikant: 250 gr Zimmer warme Butter, 1 gute handvoll Blüten, Zitronensaft und Salz ( pikant) etwas Puderzucker oder Sirup( süß) sorgfälltig verlesene und gezupfte bzw in Streifen geschnittene Blüten unter die Zimmerwarrme Butter rühren. Etwas Salz und Zitronensaft für die pikante und etwas Puderzucker oder Sirup für die süße Variante dazugeben. Pikante Mischungen mit Kapuzinerkresse, Schnittlauch und Kräuterblüten schmecken zu gegrilltem oder Bagette. Süße Mischungen mit Rose oder Phlox machen Honigbrot oder einfach Kuchen zu einer wahren Delkatesse. Eine kleine Auswahl essbarer Blüten: Begonie, Chrysantheme, Dahlie, Duftgeranie, Duftveilchen, Fuchsie, Funkie, Gänseblümchen, Geranie,Hibiskus, Holunder, Jasmin,Kapuzinerkresse, Königskerze, Kornblume,Lavendel, Levkoje, Linde, Magnolie, Malve,Nachtkerze, Nelke, Ochsenzunge, Pfingstrose, Phlox, Rose, Stockrose, Taglielie. Ganz besonders schön und effektvoll sind auch Eiswürfel mit Blüten oder Kräuter. Gerdae damit können Sie Ihrem Longdrink oder anderen raffinierten Getränken ihre ganz persönliche Note geben. Blüten in Eis lassen Sommergetränke mit oder ohne Alkohol dekorativ erblühen, können aber auch als Blickfang einer gekühlten Suppe dienen.

Küche. Ich hoffe es wird für Sie alle ein Fest nicht nur für die Geschmacknerven, sondern für alle Sinne. Sollten Sie noch Fragen haben dann rufen sie mich an oder mailen Sie . Tel: 922783777 Email: garten@megawelle.fm Ihr Gärtnermeister aus dem Radio

Urban Schumacher

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Holger

José

er ,,Bavaria Grill“ im Süden der Insel eröffnete am 8. September mit zahlreichen Gästen seine Türen. Bei strahlendem Himmel und Volkstümlicher Musik empfingen Walter und Eva Berger aus München und Ihr kanarischer Geschäftspartner José die Gäste, die es sich teilweise nicht nehmen ließen in einer bayerischen Tracht zu kommen. Viele spanische Besucher erfreuten sich an den Köstlichkeiten und dem „Umtrieb“ und schunkelten tapfer zur Musik mit. Bayerische Gemütlichkeit ist der erste Eindruck, wenn man den ,,Bavaria Grill“ in Puerto Santiago, direkt über dem Supermercado Transito betritt.  Festzelt-Garnituren, ein großer runder Biertisch, gemütliche Tische und bequeme Stühle laden zum Schmausen und Bier trinken ein. Das ist übrigens so gut wie einzigartig auf Teneriffa, Löwenbräu Münchner Hell vom Fass sowie Franziskaner Weißbier zu bekommen.

Walter

Eva

Natürlich erschöpft sich damit nicht das Getränkeangebot im „Bavaria Grill“, auch alkoholfreie Getränke und Wein finden sich im Angebot.

Obligatorisch natürlich sind die Weißwürste mit süßem Senf, Brezeln, Semmel,  begleitet von einem Weißbier. Würstel vom Grill, Wurstsalat oder eine Schweinshaxn, Ente mit Blaukraut und Knödel. Besuchen Sie dieses außergewöhnlich gemütliche Lokal

Ob nur auf ein Weizen, ein Glas Wein oder einen Kaffee oder zur  Vesper mit original bayerischen Spezialitäten, der Gast wird ausnahmslos freundlich auf bayerisch von dem Münchner Ehepaar bedient - und das in Krachledernen. Für die spanisch sprechenden Gäste steht José bei den Bestellungen zur Verfügung. Ganz im Zeichen bayerischer Tradition zeigt sich auch die gesamte Dekoration des Lokals, das über immerhin 116 Sitzplätze auf der weitläufigen Sonnenterrasse verfügt. Parkplätze direkt vor der Tür. Eine spezielle Karte mit bayerischen Spezialitäten lässt keine Wünsche offen. Der Koch „Holger“ in der Küche sorgt dafür, dass das leibliche Wohl auf keinen Fall zu kurz kommt. Alle Speisen werden frisch zubereitet und kommen appetitlich duftend auf den Tisch.

Ich wünsche Ihnen recht guten Appetitt beim Experimentieren mit Blüten in der

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Promotion

Aufrichtig gesund!

Schmunzelecke

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ls ich noch jünger war, hasste ich es, auf Hochzeiten zu gehen. Meine beiden Großmütter und alle möglichen Tanten drängten sich immer um mich, piekten mich in die Seite und kicherten: “Du bist der Nächste! Du bist der Nächste!” Sie haben erst mit dem ganzen Mist aufgehört, als ich anfing, bei Beerdigungen das selbe zu machen!

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er Ober bringt dem Gast die Suppe, und hält den Teller so, dass sein Finger drinhängt. “Warum haben Sie bitte Ihren Finger in meiner Suppe?” “Ja, also, ich habe einen vereiterten Finger und mein Arzt hat gesagt, ich soll ihn warm halten, damit er schneller heilt.” “Igitt, das ist ja ekelhaft, da könnten Sie sich den Finger eigentlich gleich in den Hintern stecken, da ist es auch schön warm!” “Ja, da war er ja auch, bis Ihre Bestellung kam!”

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in Mann kommt spät nachts aus seiner Stammkneipe nach Hause. Durch den Lärm wacht seine Frau auf und fragt ihn, was er denn für einen Lärm macht. Er: “Die Schuhe sind umgefallen.” Sie: “Das macht doch nicht so einen Krach.” Er: “Ich stand noch drin.”

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in Mann geht in die Kneipe und setzt sich an den Tresen. Als der Wirt fragt was er will, antwortet er: “Ich wette mit Dir um ein Bier, dass ich etwas in meiner Tasche habe, das Du noch nie gesehen hast!” Der Wirt, mit allen Wassern gewaschen, geht auf die Wette ein. Daraufhin öffnet der Gast seine Jackentasche und holt ein kleines 30 cm grosses Männchen heraus und stellt es auf den Tresen. Das Männchen sieht aus wie der berühmte Autor Simmel und geht den Tresen entlang, schüttelt jedem Gast die Hand und sagt: “Guten Tag, sehr erfreut, mein Name ist Simmel, ich bin Literat.” Der Wirt, der sowas noch nie gesehen hat, ist völlig aus dem Häuschen und fragte ihn, woher er das Männchen hat. Daraufhin antwortet ihm der Gast:” Geh raus, die Strasse entlang, bis Du an eine Ecke mit einer Laterne kommst. Dann reibe an der Laterne und es erscheint Dir eine gute Fee.” Der Wirt rennt sofort los, kommt bei der Laterne an und befolgt die Anweisungen des Gastes. Daraufhin erscheint ihm die gute Fee und gewährt ihm einen Wunsch. Der Wirt überlegt nicht lange und sagt: “Ich hätte gerne 5 Millionen in kleinen Scheinen.” Die Fee klopft mit ihrem Zauberstab an die Laterne und ‘Puff...’, der Wirt hat 5 Melonen in der Hand und um ihn herum lauter kleine Schweine. Stinksauer geht er zu seiner Kneipe zurück und sieht seinen Gast noch am Tresen stehen. Er geht zu ihm und schimpft: “Deine Fee ist wohl schwerhörig, ich wollte 5 Millionen in kleinen Scheinen und bekomme 5 Melonen und lauter kleine Schweine.” Da sagt der Gast: “Klar ist sie schwerhörig, oder dachtest du allen ernstes, ich wünsche mir einen 30 cm grossen Simmel???”

ATLASPROFILAX

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ufrecht gehen und Gesundheit waren für den Schweizer René-Claudius Schümperli lange Zeit Fremdwörter. Die Ursache für seinen Leidensweg kannte er nicht. Wie auch vielen anderen Menschen verhalf ihm weder die Schulmedizin, noch Chiropraktik, noch weitere bekannte Atlastherapien zu dauerhaftem Erfolg.

Im Rahmen der Beschäftigung mit seinem Leiden und Versuchen der Selbsthilfe fand er zunächst heraus, dass bei fast allen Menschen der erste Halswirbel (genannt Atlas) komplett ausgerenkt ist. Nach seinem Leidensweg entwickelte René-Claudius Schümperli eine Methode, den Atlas in eine stabile Lage zu bringen und dadurch die Selbstheilungsprozesse des Körpers zu aktivieren. Was ihm damit gelang, war ein Durchbruch für die Menschheit! Vertreter anderer Auffassungen gehen dem gegenüber lediglich von einer leichten Fehlstellung (Subluxation) von sogar nur Hundertstel-Millimeter aus. Fakt ist aber, dass der Atlas in den meisten Fällen fehlrotiert ist. So unterschiedlich die Ansätze sind, so unterschiedlich sind auch die Behandlungsmethoden. Andere Anwendungen gehen von einer weniger starken Fehlstellung aus und somit kann die Korrektur nie vollständig erfolgen.

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Die Methode des Herrn Schümperli jedoch lässt den Atlas durch eine einfache Massage der Nackenmuskulatur sanft und dauerhaft in seine ursprüngliche Position zurückkehren. Heute kennen wir auch die Bedeutung des Atlas für unsere Gesundheit und unser seelisches Gleichgewicht. Er ist die Pforte, durch die Hirnnerven und feinste Nervenbahnen, Adern, Rückenmark und die Rückenmarksflüssigkeit sich ihren Weg aus dem Hinterhauptloch bahnen. Ein ausgerenkter Atlas kann zu Einengung, Durchblutungsstörungen und zu einem reduzierten oder verfälschten Informationsfluss zwischen Kopf und Körper führen. Das gesunde Gleichgewicht kann gestört werden. Ferner kann die Fehlstellung zu Problemen an der gesamten Wirbelsäule führen. Auswirkungen auf Muskeln, Augen, Ohren, Kiefer, Nerven, Kreislaufsystem, Gleichgewichtsorgane und innere Organe können die Folge sein. Die Wirbelsäule muss zudem die Fehlstellung des Atlas mit einer Rotation bis zum Kreuzdarmbeingelenk (Iliosakralgelenk) kompensieren. Da jeder Wirbel in Beziehung zu inneren Organen und zu emotionalen Mustern steht, kann eine solche Verdrehung unserer inneren Achse auch die Psyche und die

Seele aus dem Gleichgewicht bringen. Ist der Atlas aber in seiner natürlichen Lage, kann der Körper zu einer neuen Dimension der Gesundheit finden. So haben wir die Chance, nicht nur aufrecht zu gehen, sondern wahres „Aufrecht-Sein“ zu leben. Die Methode nach René-Claudius Schümperli besteht darin, durch eine gezielte Massage der kurzen Nackenmuskulatur die bestehenden Verpannungen zu lösen und dem Atlas dadurch zu ermöglichen, in seine natürliche Lage zurück zu kehren. Eine nachträgliche Kontrolle mit zusätzlicher Unterstützung des Selbstheilungsprozesses ist unerlässlich. Hat er seine natürliche Position erreicht, so kann er aus anatomisch-mechanischen Gründen nicht wieder lausrenken. Die Anwendung muss nur einmal durchgeführt werden und garantiert, dass der Atlas in seiner korrekten Lage bleibt. In dieser Dauerhaftigkeit besteht die Chance zur Aktivierung von Selbstheilungskräften der Körpers und allein dadurch zur vollkommenen körperlichen, geistigen und seelischen Entfaltung sowie der Möglichkeit, wieder aufrecht und gesund durchs Leben zu gehen.

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R

adio Megawelle wird im kommenden Monat eine neue Sendung für jung gebliebenen Senioren ausstrahlen. Bekannte Hits und verborgene Schätze der amerikanischen Hitparade der 50er und 60er Jahre werden dort von unserem „Rock’n’Roll-Opa“ mit fachmännischen Erläuterungen präsentiert werden. Parallel dazu erscheint hier im Megawelle-Magazin ein Beitrag über die Künstler, die die damalige Musik prägten. Zum Auftakt beginnen wir in dieser Ausgabe mit einer Biografie des Vaters des Rock’n’Roll, Alan Freed. ALAN FREED (15.12.1922, Johnstown, Pennsylvania; gestorben 20.1.1965) Alan war der berühmteste „Disc Jockey“ seiner Zeit. Er erfand den Begriff „Rock and Roll“ als Ersatz für „Rhythm & Blues“, da sich letzterer nur auf schwarze Musik bezog. Deshalb erfand und benutzte Alan Freed den Namen „R & R“ an Stelle von „R & B“.

Der Begriff „Rock & Roll“ hat zwei Bedeutungen: 1. Umgangssprachlich steht er für den sexuellen Akt und

Also kehrte er 1951 zur Radiostation WINS, New York zurück. Gleichzeitig organisierte er R & R-Konzerte in der Cleveland Arena und den „R & R - Jubilee Ball“ in der St. Nicholas Arena, Newark, zu dem allein 16.000 fanatische Jugendliche strömten. Diese Konzerte wurden hauptsächlich für weißes Publikum mit weißen Gesangsgruppen veranstaltet. Es traten aber auch schwarze Gruppen auf. Sein Radioprogramm nannte Alan „Moondog-Show“. Ein Sänger mit gleichem Namen zeigte ihn an, und so musste er den Namen seiner Show in „The big beat“ ändern. Doch dieser Name zog nicht und schließlich wurde „Alan Freed´s R & R Party“ erfolgreich gestartet. Außerdem wirkte er in drei Spielfilmen mit.

den erfolgreichsten „R & R-DJ“ bei der Kontrollbehörde und man begann eine Hexenjagd auf Alan Freed, den personifizierten „R & R“ und hoffte, somit auch diese „Teufelsmusik“ endgültig zu zerschlagen. Es folgten endlose Gerichtsprozesse, die physisch und psychisch viel Kraft kosteten. Enttäuscht, verbittert, verarmt und völlig ruiniert verstarb schließlich ein schwerkranker Alan Freed im Jahre 1965. Doch die „Teufelsmusik“ R & R überlebte.

Die „Indies“ (kleine, unabhängige Plattenfirmen) zahlten so ziemlich allen „DJ´s“ in den Radiostationen mehr oder weniger Schmiergelder, damit diese die Platten derselben „pushten“. Diese Zahlungen nannte man „Payola“. Ein neidischer Kollege, der natürlich auch „Payola“ annahm, denunzierte

Für Fotos siehe:

Noch heute gibt es in den USA „DJs“, die den originellen Stil von Alan Freed bei der Plattenpräsentation im Radio imitieren. Der Vater des Rock’n’ Roll bleibt unvergessen.

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2. Musikfans bezeichnen damit die Rhythm & Blues Musik. Seine Fans nannten Alan Freed den „Vater des R & R“, denn er war der erste Weiße, der im Radio „Blues“ und „R & B“- Platten schwarzer Interpreten spielte, während diese Musik von allen anderen (weißen) Radiostationen boykottiert wurde. Alan begann seine Karriere als „DJ“ bei den Radiostationen WKST, WKBN, WIBE und WAKR in den Bundesstaaten Ohio und Pennsylvania. Er versuchte auch eine Karriere im Fernsehen, scheiterte jedoch sehr schnell. Der Grund war darin zu suchen, dass er Schallplatten auf eine „schwarze“ Art und Weise vorstellte, was den erwachsenen weißen Zuschauern gar nicht gefiel.

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Teneriffa und seine Weine sind die Kanarischen Inseln für den Weinanbau wie geschaffen, und die vulkanischen Böden tun ein Übriges. Daß dem so ist, zeigt eine Rundfahrt um die Insel: die Weinreben nehmen von allen Kulturpflanzen Teneriffas die größte Fläche ein, noch vor Bananen oder Zierpflanzen. Das günstige Klima hat auch eine Kuriosität hervorgebracht: In Vilaflor finden wir in 1.400 m Höhe das höchste Weinanbaugebiet der Welt.

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s gibt Menschen, die würden nie in einer Gegend leben wollen, in der kein Wein gedeiht. Das muß nichts mit den Trinkgewohnheiten zu tun haben, denn Wein läßt sich bekanntlich gut verkorkt gut transportieren, obwohl es unter Kennern heißt, daß jeder Wein da am besten schmeckt, wo er entstanden ist. Nein – der Wein als alte Kulturpflanze stellt gewissen Ansprüche an das Klima: nicht zu kalt und nicht zu heiß soll es sein. Eine Karte der weltweiten Weinanbaugebiete im Weinmuseum von El Sauzal (nahe der Autobahnabfahrt) zeigt, daß sie sich alle in gemäßigten bis subtropischen Zonen befinden. Tropische Hitze mag der Wein genauso wenig wie nördliche Winter. Daher

Die Geschichte des Weinanbaus ist hier so alt wie die der europäischen Besiedlung. Im 15. Jahrhundert brachten die Portugiesen die ersten Weinstöcke hierher und pflanzten sie vor allem für den Export. In wenigen Jahrzehnten wurden große Weingüter errichtet. Der kanarische Wein, besonders der Malvasier, galt damals als der beste der Welt und war an allen europäischen Höfen und in den bestsortiertesten Weinkellern der Alten wie der Neuen Welt zu finden und sie erhielten die Bennung „Sack“ oder „Canary“ als typisch kanarischer Wein. Zwischen dem 16. Und 17. Jahrhundert spielten der Wein und die Rebe eine wichtige Rolle in der Wirtschaft und der Gesellschaft von Teneriffa, mit seinem Höhepunkt in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Durch den Versuch der Monopolisierung des lukrativen Weinhandels, welcher damals fast ausschließlich in englischer Hand lag, sowie durch Ausdehnung der Anbau-

flächen auf ungeeignete Zonen und dem folgenden Qualitätsverfall und Mengenüberschuß verlor der kanarische Wein den englischen Markt, der sich auf billigeren Portwein des Verbündeten Portugal umgestellt hatte. Doch trotz der Behinderung des kanarischen Weinexports durch die spanische Krone, welche die eigenen Festlandsweine favorisierte, blieb der Wein über drei Jahrhunderte das wichtigste Ausfuhrprodukt. Erst im 19. Jahrhundert wurde er durch andere Agrarprodukte (Cochenille-Farbstoff oder Bananen) abgelöst. Zu jener Zeit diente der stagnierende Anbau nur noch der Selbstversorgung. Noch vor 30 Jahren war der kanarische Wein bis auf wenige Ausnahmen von so schlechter Qualität, daß der durch den Tourismus steigende Bedarf durch Importe vom Festland gedeckt werden mußte. Die Situation hat sich in den letzten 15 Jahren jedoch grundlegend geändert. Seit der Gründung der „Bodegas Insulares“ im Jahr 1988 erlebt der Weinanbau hier einen beständigen Aufschwung. Mit Unterstützung des Cabildos, insbesondere des jetzigen Präsidenten Ricardo Melchior, wurden große Anstrengungen zur Modernisierung des Anbaus und der Kellerwirtschaft unternommen. Auch europäische Gelder helfen bis heute den Winzern bei der Erstellung von modernen Spalieren oder dem Kauf von

Edelstahlfässern und Kellereitechnik. Das Ergebnis ist eine deutliche Verbesserung der Qualität – kanarische Weine gewinnen inzwischen Preise bei internationalen Verkostungen. Die Kanaren haben in Sachen Weinbau mehrere Besonderheiten aufzubieten, denn sie sind die einzige Zone in Europa, die im vorletzten Jahrhundert von der verheerenden Reblausseuche verschont geblieben war. Deshalb darf der Wein hier immer noch vegetativ vermehrt werden, d.h. durch Ableger aus Rebschnitt, während in Europa Propfreben auf einer reblausresistenten Unterlage (Amerikanerrebe) zwingend vorgeschrieben sind. Die traditionellen Weinsorten, allen voran der Listán blanco y negro und der Negramol, gefolgt von Malvasía, Verdello, Gual, Marmajuelo, Pedro Ximénez, Sabro, Vijariego, Torrontés, Moscatel, Tintilla und den Bastardos blanco y negro, sind jedoch nur begrenzt lagerfähig, wodurch die internationale Vermarktung eingeschränkt ist, weil nicht genug lagerfähige Flaschenweine geliefert werden können. Daher wird der kanarische Wein meist jung konsumiert, vielerorts direkt aus dem Faß (barríl oder barrique) oder dem Glasballon (garrafón). Die Flaschenweine unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle durch die Winzergenossenschaften (consejos reguladores), von denen es hier fünf gibt: Tacoronte-Acentejo, Valle de Orotava, Ycoden-Daute-Isora, Valle de Güimar und Abona. Daß Sie einen solchen Qualitätswein vor sich haben, erkennen Sie an dem kleinen Kontraetikett auf der Rückseite der Flasche, das eine Kontrollnummer aufweist sowie die Herkunftsgarantie (denominación de origen). Auf dieses Etikett sollte man unbedingt achten,

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denn es bürgt für kontrollierte Qualität. Daneben erhält man auch billige Tischweine, die meist aus Massenproduktion vom Festland stammen. Darunter gibt es auch ganz „anständige“ Weine, die aber nicht an die besondere Qualität der kontrollierten kanarischen Sorten heranreichen. Da aufgrund der vielen Urlauber mehr Wein konsumiert wird als hier produziert, werden Importe auch weiterhin eine große Rolle spielen. Selbst chilenische Massenweine werden in Tanks importiert und hier abgefüllt. Dann bekommt das Etikett ein kanarisches Motiv und eine einheimische Telefonnummer des Abfüllbetriebes, etwa aus La Matanza, und der ahnungslose Kunde hält den Wein für kanarisch. Dafür ist aber meist zu billig, denn mit den Preisen importierter Weine aus spanischen oder amerikanischen Großanbaugebieten kann der Kanarenwein unmöglich konkurrieren. Die hiesigen Zonen sind einfach zu klein und zu steil, um sie zu mechanisieren. Weinanbau ist auf den Kanaren immer noch Handarbeit und wird es auch bleiben. Viele Rebflächen bestehen noch aus „parrales“, das sind alte Reben in Bodennähe, die zum Frühjahr mit Ästen abgestützt werden – ein mühsames Unterfangen. Nach und nach werden nun auch moderne „espalderas“, Spaliere, eingeführt und oft auch subventioniert. Die Kellereiwirtschaft ist da schon weiter. Jede Genossenschaft bietet ihren Winzern inzwischen eine „Bodega comarcal“, wo sie ihre Trauben fachgerecht keltern und vergären können. Laborkontrollen sind heute selbstverständlich geworden, günstige Fortbildungskurse und Beratung werden ebenfalls angeboten. So konnten auch be-

sondere Verfahren wie die „maceración carbónica“ und die kontrollierte Reifung in Holzfässern mit Ausbau zur „Reserva“ inzwischen internationale Preise für sich nach Hause holen. Wer über die Weine Teneriffas mehr erfahren und sie auch verkosten möchte, dem sei das Weinmuseum, die „Casa del Vino“, empfohlen. Allgemeine Autobahn des Nordens, km 21 (Abzweigung von El Sauzal. La Baranda) C/ San Simón 49. 38360. El Sauzal. Santa Cruz de Tenerife. Tel.: 922 57 25 35 und 922 57 25 42 Fax: 922 57 27 44 E-Mail: casa-vino@tenerife.es www.tenerife.es/casa-vino Öffnungszeiten für Besucher: Das Haus-Museum Dienstag von 10:30 bis 18:30 Uhr. von Mittwoch bis Samstag von 9 bis 21 Uhr. Sonntags von 11 bis 18 Uhr. Feiertage von 11:30 bis 17:30 Uhr. Montags geschlossen

Manfred Funk


Vilaflor – Paisaje Lunar (Mondlandschaft) Wandertips mit Irmgard und Manfred Roth

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ir sind wieder auf der Insel, wie die Zugvögel. Es kann eine neue Wandersaison beginnen! Der Auftakt war bereits grandios! Die Inselregierung – das Umweltamt – verdient ein dickes Lob: Der Forstweg ist gut befahrbar geworden, die Ausschilderung und die Wegebereitung vorbildlich! Aber nun der Reihe nach: Wanderwegstrecke: ca. 5 Stunden, aber keine Bange, man kann die Wanderung je nach Kondition verkürzen oder ausbauen (bis Granadilla). Da wir den ca. 3 km oberhalb von Vilflor gelegenen Forstweg (einige Kurven weiter als der Aussichtspunkt zur „dicken Kiefer“) nur – mit einem normalen Pkw – als nicht befahrbar kannten, machten wir uns von Anbeginn per pedes auf den Weg. So nach dem Motto: So weit die Füße tragen und die Wanderlust vorhanden ist. Was waren wir ü berrascht! Der breite Weg ist planiert worden, die kriminellen Schlaglöcher sind beseitigt, also gut befahrbar. Nun waren wir aber schon unterwegs und hatten einen tollen Ausblick auf Vilaflor. Nach 1 Stunde genügte es einigen Mitwandern für das erste Mal wandern in dieser Saison. Also machten sie kehrt. Das war der Punkt, an dem wir bewundernd ausriefen: „Wie toll! Ziele sind ausgeschildert und mit Kilometerangaben versehen!“ So etwas haben wir bisher bei den vielen Wanderungen noch nicht erlebt. Es motiviert uns so, dass wir entscheiden: Wir gehen bis zur Mondlandschaft ! Also folgen wir dem links abzweigenden Weg „Camino de Chasna 3,4 km Paisaje Lunar“.

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Den rechts abzweigenden Weg „Camino de Chasna 2,6 km Vilaflor“ haben wir im Hinterkopf für den Rückweg. Unseren zurückkehrenden Mitwanderern teilen wir schon mit, dass wir uns in Vilaflor im Restaurant „Casa Pana“ treffern werde, so muss niemand auf der Strecke auf uns warten.

Nach 1 Stunde 15 Minuten kündigt der weiße, pudrige Staub auf dem Weg an, dass wir wohl schon im Einzugsbereich der „paisaje lunar“ sind und richtig: Wir haben bereits den Blick auf die bizarren Gebilde der Mondlandschaft. Wir gönnen uns eine kurze Rast und bewundern ausgiebig die bizarren, hellgelben

Nach einem fünfminütigen Aufstieg stehen wir wiederum vor Hinweisschildern: rechts zweigt der „Camino de Chasna, Paisaje Lunar 3,7 km“ ab, links ebenfalls „Camino de Chasna, Paisaje Lunar 3,3 km“. Wir sehen es als sinnvoll an, den etwas längeren Weg als Hinweg zu wählen und hoffen, dass es sich um einen Rundweg handelt und wir hier von oben her kommend wieder angelangen.

Tuffsteinsäulen, die durch Wind und Sand zu Türmen, Kegeln und Riffs geschliffen wurden. Der Kontrast zu den hellgrünen Kiefern, dem mit schwarzem Lavageröll überzogenen Hang, den abschließenden Felskranz, der von Kiefern gekrönt wird, grandios.

Der wunderbar präparierte Weg, links und rechts von Lavasteinen eingefasst, man hat fast den Eindruck als wäre der Pfad gekehrt, schlängelt er sich zwischen lichtem Pinienwald hindurch. Zwar kommen wir uns nach kurzer Zeit etwas auf den Arm genommen vor, denn wir landen wieder auf dem Forstweg, jedoch wir entscheiden, auf dem ausgewiesenen Wanderpfad zu bleiben. Verlaufen kann man sich nicht mehr. Ständig stoßen wir auf die weiß-gelbe Markierung. Nach einem kurzen Aufstieg gelangen wir an die Ruinen einer einstmals sicher stattlichen Finca und nach einer weiteren Viertelstunde überqueren wir einen Abzweig der Forststraße und folgen unverdrossen der Markierung. Der nächste Hinweis sagt uns, dass wir uns der Mondlandschaft bis auf 2,1 km und beim nächsten auf 1,8 km genähert haben.

Nun könnte man durch diese Felslandschaft absteigen bis zum Campamento Madre del Agua und dann wieder auf der Forststraße zurückgehen – wie wir es bereits in der Vergangenheit gemacht haben. Wir wollen jedoch auf dem 3,3 km langen Weg den Rückweg antreten. Der nun 10 Minuten dauernde steile Anstieg bringt uns – wie gewünscht – auf dem Rundweg zurück. Nach weiteren 15 Minuten wird uns auf der nächsten Markierung mitgeteilt, dass wir nun 0,4 km von der „paisaje lunar“ zurückgelegt haben und 5,6 km auf dem „camino de Chasna“ bis Vilaflor vor uns haben.

Blicken wir rechts nach oben, erhebt sich vor uns der Guajara und der Sombrero de Chasna. Das veranlasst uns zu der Überlegung, dass man auf dem Weg von der Mondlandschaft über den Guajara in die Cañadas auf die schwarze Mondlandschaft treffen müsste. Eine neue Wanderung! Nach 50 Minuten gelangen wir auf eine Fahrstraße, die durch eine Sc hranke von unserm Wanderweg abgegrenzt wird, wir überqueren diese und folgen der weißgelben Markierung bergab. Rechter Hand weist uns ein auf einen Stein aufgemaltes Querkreuz daraufhin, diesem Weg nicht zu folgen. Da wir herrlichen Sonnenschein haben, sind wir jedoch sehr froh, dass durch die Pinien unser Weg schön schattig verläuft. Den Rückweg bis zum Ausgangspunkt „2,6 km Vilaflor“ haben wir in einer Stunde 10 Minuten geschafft und wir beglückwünschen uns, dass wir die Runde gegen den Uhrzeigersinn gedreht haben, denn die kürzere Variante ist unserer Meinung wesentlich anstrengender zu gehen.

Nun legen wir noch einen Zahn zu, da unsere zurückgekehrten Wanderer bereits per Handy nach unserem Verbleib fragen. Der Weg führt uns erst bergab, dann wieder ansteigend, vorbei an satt grünen, üppigen Kartoffelfeldern. Kurz darauf stoßen wir auf die Stelle bei der wir im Frühjahr unsere Rundwanderung von Vilaflor her kommend (beschrieben unter: „Vilaflor- Rundweg Richtung Paisaje Lunar“) den Rückweg angetreten haben. Wir kommen unten im Barranco an und sehen gleich gegenüber, unterhalb des Wasserbeckens, wieder unsere vertraute Markierung und folgen ihr blindlings. Sie bringt uns sicher in den Ort, die Markierungen befinden sich nun an den Laternenpfosten und wir biegen in die „calle castaños“ ab und blicken bereits auf das Restaurantschild „ casa pana“. War das eine schöne Tour!

Text und Fotos Irmgard und Manfred Roth www.mundi-roth.de

Besonderheit: „Camino de Chasna“ Hierbei handelt es sich um eine der meistgenannten Routen von Historikern und Forschern, die Ende des 18. und Anfang des 19 Jahrhunderts die Insel besuchten. Es war der Aufstieg von La Orotava auf den Teide. Zudem war La Orotava zu der Zeit die wichtigste Stadt auf der Insel und es handelte sich auch um eine Handelsstraße zwischen dem Süden und dem Norden der Insel. Diese Strecke teilte sich in drei wichtige Teile: Der erste war der Aufstieg von La Orotava bis El Portillo, der natürliche Einstieg in den heutigen Parque Nacional de Teide. Der zweite kreuzte den so genannten „Circo de las Cañadas, den man heute als die „Ruta de Siete Cañadas“ bezeichnet und bis zur Degollada de Guajara führt. Der dritte und letzte Teil war der Abstieg, der Degollada de Guajara mit der Gemeinde Granadilla über Vilaflor verband. Der letzte Teil, der von Vilaflor nach Granadilla führt, ist nun unser Weg zur paisaje lunar, der Mondlandschaft. Es ist der erste Wanderweg auf Teneriffa der auf diese Weise restauriert wurde und er erhielt die Bezeichnung: PR TF 72

Unterwegs stoßen wir auf kleine Hinweistafeln, die auf Besonderheiten hinweisen. Da wir jedoch keinen entsprechenden Plan besitzen, können wir nur darauf vertrauen, dass wir später in Erfahrung bringen, um welche Sehenswürdigeiten es sich handelt.

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Promotion

Promotion

SN Service Center – Qualität hat einen Namen

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m Oktober 2010 stellte Sandra Negrin, die als Mitarbeiterin in einem Opelhaus mit Werkstatt beschäftig ist fest, dass viele der Kunden nicht angenommen werden konnten, weil sie keine „Opel“ Fahrzeuge fahren und man sie nicht reparieren kann. Das brachte sie auf die Idee eine Werkstatt zu gründen, in der es möglich ist, alle Fahrzeugtypen reparieren und warten zu können. Aber wer könnte eine solche Werkstatt leiten!? Sie ist ja Kauffrau. Dann traf sie Thomas Kastler, der bereits von 1997 bis 2007 als Kfz Meister sein bekanntes „Kastler Service Center“ in Las Chafiras führte. Er hat die Erfahrung und das Können, die unterschiedlichsten Autos fachgerecht zu reparieren. Im Laufe seiner Tätigkeit als Werkstattleiter baute sich ein Kundenkreis von fast 2500 Stammkunden auf, die auch sehr oft, nach dem Ausscheiden von Thomas Kastler aus der Firma den Wunsch äußerten, wieder nach Jahren den gewohnten Service durch Ihn zu bekommen. Also war recht schnell der Gedanke geboren, wieder ein solches Service Center zu gründen. Im Industriegebiet von Las Chafiras fand sich schnell eine geeignete Halle, die als Werkstatt mit Büroraum ausgebaut wurde.

Thomas Kastler übernahm als Werkstattleiter den technischen Bereich – Frau Negrin das kaufmännische.

Bei Unfallschäden erledigt das SN Service Center die Schadens - Regulierung mit allen Versicherungen.

Mit Freude kommen wieder die internationalen Stamm - Kunden zurück, weil im Service Center deutsch, englisch, spanisch und russisch gesprochen wird. Das ist ein großer Vorteil, wenn man sich in seiner Muttersprache über seine Wünsche unterhalten kann.

Sie finden das Service Center hinter dem Möbelhaus Biombo, im Industriegebiet von Las Chafiras.

Es können alle Auto - Fabrikate repariert und lackiert werden. Weiterhin Ein- und Umbauarbeiten von preisgünstigen und alternativen Zubehören, die oftmals nur als teure Originalteile zu haben sind. Elektround Spenglerarbeiten, Reifenwechsel, TÜV Vorführungen und Inspektionen. Als Besonderheit bietet das Center einen Abhol- und Bringservice von Fahrzeugen an. Ihr defektes Auto wird bei Ihnen vor der Haustüre abgeholt und innerhalb weniger Stunden repariert zurückgebracht.

Sandra Negrin und Thomas Kastler.

Frontos Fernando Luengo

I

m Süden Teneriffas, in der Gemeinde Granadilla de Abona, zwischen Chimiche und Los Blanquitos, befindet sich das Weingut “Frontos”, auf einer Finca mit 540.000 m² Fläche auf 600 m Höhe über dem Meer. Die Kreisverwaltung von Abona umfasst die Gemeinden von Adeje, Arona, Vilaflor, San Miguel de Abona, Granadilla, Arico und Fasnia im Süden der Insel. Die Weinbaugebiete dieser Gegend sind aufgeteilt in eine mittlere Zone, in der Sandböden vorherrschen (weißer vulkanischer Sand), die dem Wein eine eigene Persönlichkeit verleihen, und eine hoch gelegene Zone, wo schwarze Erde vorherrscht. Diese gibt den Weinen eine unvergleichliche Duftnote und ein besonderes Aroma. Der beständige Einfluss der Passatwinde frischt die Temperaturen auf, was in den niedriger gelegenen Gebieten zu einer beträchtlichen Beschleunigung der Weinlese und zu einigen Traubenmostsorten mit einem hervorragenden Gehalt an Zuckern, Säuren und Aromen beiträgt.

Die weißen Rebsorten stellen 80% des Anbaus in der Gegend dar, wobei die Listán Blanco die am häufigsten angebaute Rebsorte ist. Nur 20% sind rote Rebsorten, die auf den höher gelegenen Böden angebaut werden, die einen höheren Tonerdegehalt haben. Das Landgut umfasst den Weinberg, das Weingut Tierra de Frontos, das Restaurant Frontos und ein Besucherzentrum und beeindruckt durch die landschaftliche Schönheit mit üppiger einheimischer Vegetation. DER BODEN. Die Landschaft und die Kultur des „Jable” In einer Region mit Vulkanerde, einem Halbwüstengebiet mit Wasserknappheit hat sich schon von jeher eine extreme Landwirtschaft entwickelt, die auf der maximalen Nutzung des vorhandenen Wassers aufbaut. Im Küstenbereich, in einer Höhe zwischen 300m und 1.000m wird ein vulkanischer Bimsstein verwendet, der sogenannte „Jable“. Dieser konserviert und absorbiert die Feuchtigkeit der Umwelt. In den hohen Bergzonen mit steinigem Boden und extremer Klimatologie ist man vom Regen abhängig.

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Heutzutage verwendet man zur Unterstützung die Tropfbewässerung. Die Kellerei “Frontos” verfügt über zwei Weinberge: “Los Blanquitos“, in einer Höhe von 600m und „Los Frontones“ in einer Höhe von 1.700m sowie über Lieferabkommen mit ausgewählten Winzern der Region, deren Weinberge von “Frontos“ kontrolliert werden. Im Buch “Oxford Companion to Wines“ sagt Jancis Robinson, dass sich in Abona die am höchsten gelegenen Weinberge Europas befänden und zu ihnen gehöre “Los Frontones“.

thermischen Isolation und natürlichen Belüftung, die benötigt werden, verbessert werden, wobei der Energieverbrauch über passive Systeme wie zum Beispiel wärmespeichernde Wände mit natürlicher Konvektion (Wärmeströmung) gesenkt wird. Die Weinkellerei nutzt die geologischen Merkmale des örtlichen Untergrunds, den vulkanischen Bimsstein, um unterirdische Weinkeller zu errichten, die besondere, natürliche Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen bieten. Das Modell der Weinkellerei entspricht dem der Finca mit eigener Herstellung und assoziierten Weinbergen, die von „Frontos“ beaufsichtigt werden. Eine Weinkellerei mittlerer Größe mit einer Kapazität von bis zu 120.000 Flaschen und einer beschränkten Herstellungsmenge, die sich auf die maximale Qualität konzentriert.

SORTEN. Beschreibung der kanarischen Traubensorten. Die Kanaren sind ein botanischer Weinbaugarten mit 64 verschiedenen Traubensorten. Die Reblausplage, die in Europa zu schweren Schäden geführt hatte, erreichte die Inseln nicht und so war es möglich, die- Zu den Weißweinen gehören: zwei se Sorten, die seit dem fünfzehnten Jahr- aus ökologischem Anbau - trocken hundert durch Spanier und Portugiesen und halbtrocken, der mehrsortige auf die Inseln gebracht worden waren, zu “Blanco Clásico“, der im Barriqueerhalten. Diese sind jetzt eigentümlich für Fass reifen lassen wird, um so den die Kanaren. Blanco Clásico Selección zu gewinnen. Im Weinberg „Los Frontones” werden roten Traubensorten: Baboso Negro, Verija- Einen intensiven Rosé und den diego Negro, Listan Prieto, und die Listan Tinto Clásico aus der Traubensorte Blanco mit kleinem Kern kultivieren. „Baboso Negro“. Und als Aperitif-Wein oder zum Im Weinberg „Los Blanquitos” werden die Nachtisch den Malvasía Dulce Traweißen Traubensorten Gual, Verdello, Mar- dicional. majuelo, Albulo und Malvasía angebaut. Die Weinkellerei “Frontos“ stellt FRONTOS. Weine mit großer Vielschichtigkeit “Frontos” ist eine Anlage für önologische her, die, sowohl die Weiß- als auch Dienstleistungen und Wiederherstellung, die Rotweine, (mit oder ohne Badie inmitten der Natur angesiedelt ist und rrique-Fass) 18 Monate benötigen, über eigene Weinberge, eine Weinkellerei, um ihren optimalen Reifegrad zu ein Restaurant und die “Casa Tasca” verfügt, erlangen und verkostet werden zu welche für besondere Veranstaltungen können. verwendet wird. Um die Anlage herum ist Radio Megawelle steht im Moment ein Naturpark mit üppiger Vegetation der mit dem Weingut „FRONTOS“ in auf den Kanaren einheimischen Pflanzen- Verbindung um eine Besichtigung welt. und Weinprobe für die Leser und Hörer zu organisieren. Weitere InIn der Weinkellerei “Frontos”, die durch das formationen bekommen Sie über Estudio Luengo gestaltet wurde, hat man unseren Radio-Veranstaltungskalendurch die Nutzung traditioneller Materia- der mitgeteilt. lien insbesondere auf die Anpassung des Gebäudes an die gegebenen Örtlichkeiten In Zusammenarbeit mit der sowie auf die Gestaltung der Weinkellerei Bodega FRONTOS als bioklimatisches Gebäude geachtet. Auf Manfred Funk diese Weise sollen die Bedingungen der


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der von Humboldt begeisterte sich an der Anlage. Das Landgut selbst fiel inzwischen 1817. Nach Gerichtsurteil an Juan Domingo Gonzalez y Benitez de Lugo. Der Letzte aus dem Geschlecht war jedoch dann Don Felipe Machado y Benitez De Lugo (1836 bis 1930). Er schloss die Familienchronik der de Lugos. Das Haus wurde eine Zeit lang an eine englische Familie vermietet, die ein schottisches Kindermädchen mitgebracht hatte. Sie bewohnte das alte Esszimmer und sie war es auch, die jenen noch heute zu lesenden schottischen Vers an die Eckbalken des Zimmers geschrieben hat.

Jahre Inselgeschichte

ABACO – Symbol für ein halbes Jahrtausend

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wischen den Gemeinden von La Orotava und Puerto de la Cruz steht ein altspanisches Herrenhaus. Seine trutzigen Mauern sind umrankt von den Stürmen der Geschichte vergangener Jahrhunderte. Eigner und Nutzung wechselten in dieser langen Zeit. Es ist erbaulich, im Buch der Zelten um dieses Haus etwas zu blättern und sollte anregen, dieses Symbol der Inselhistorie genauer in Augenschein zu nehmen.

AN DER GRENZLINIE DER GESCHICHTE Wenn wir heute am Südausgang von La Paz, gleich hinter dem Jardin Botanico von der Hauptstrasse rechts in die Calle Casa Grande einbiegen, fahren oder besser wandern, säumt eine kultivierte Urbanisation unseren Weg bergan. Am oberen Ende der Calle erreichen wir den Camino de EL Durazno. Und genau hier an der Ecke begüsst uns mit seinen trutzigen Mauern das urspanische Abaco. Umsäumt von kultivierten Bananenplantagen, spanischen Landhäusern, aber weiter dann auch von modernen Neubauten. Die Urbanisierung schreitet eben auch hier fort, wie auf der ganzen Insel. Vor über 600 Jahren war das ein Gebiet der Guanchensippen, welche die Insel in sieben Gebiete eingeteilt hatten, die je von einem “mencey” geführt wurden. Hier waren es wahrschinlich die Gebiete von Taoro oder Tacoronte. Das seit Alexander von Humboldt so berühmte und gelobte Tal von Orotava war zu dieser Zeit wenig besiedeltes Weide- und Jagdland. Doch mit dem Einzug der Kolonisatoren wurde es Schlachtenund Kampfgelände zwischen den Guanchen und den spanischen Eroberern. Die Welt, das Leben und die Kultur der Guanchen zu erläutern, würde den Rahmen unserer Betrachtung sprengen.

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Wie auch immer, die Spanier waren keinesalls die Entdecker der Kanaren. Die frühesten Nachrichten über die Existenz der Kanarischen Inseln stammen schon aus der Antike (Horner, Hesoid). Und der Römer Plinius machte sogar schon genaue Ortsangaben. Erst im 14.Jahrhundert kamen die Europäer. Voran die Portugiesen. Dann folgten die Spanier, Engländer und sogar Muslime aus Westafrika. Zuerst waren die kleinen Nachbarinseln im Visier der Entdecker, der Name von Jean de Bethencourt ist heute noch überall in Puerto de la Cruz zu finden. Nach der Besetzung von La Palma bgann Fernández de Lugo die Eroberung von Tenerife. Und nach der Schlacht von La Matanza de Acentejo war die Inselim Jahre 1494 von den Spaniern erobert. Fast 500 Jahre später kamen die nächsten Eroberer, Touristen, die heute den Euro auf die Insel bringen und sich schon weitflächig etabliert haben.

DIE DE LUGOS IM OROTAVA-TAL Mit Don Fernández de Lugo beginnt auch die Geschichte unseres alten spanischen Landhauses an der Grenze von La Orotava zu Puerto de la Cruz. Das Jahr 1496 - die Insel ist von Spanien erobert. Nun beginnt die Aufteilung der Reiches von Taoro. Am 6.Juni 1502 erhielt Don Bartolomé Benitez de Lugo 400 fanagadas (=200 Hektar) Land im Bewässerungsgebiet von El Durazno zugestanden. Er liess diese Ländereien urbanisieren und Zukerrohr anpflanzen. Von 1505 bis 1507 war Benitez stellvertretender Gouverneur und ab 1507 Regidor auf Lebenszeit. Als Bauherr schuf er eine Zuckerfabrik und eine Getreidemühle. Auf seine Anregung hin wurde in La Orotava das Franziskaner-Kloster gegründet. Sein

Sohn, Francisco Benitez dagegen, gründete 1559 das erste Herrschaftsgut der Familie De Lugo und legte damit den Grundstein zum heutigen Herrenhaus. Der Anbau von Zuckerrohr erwies sich jedoch als wenig effizient. Deshalb stoppte der dritte Besitzer des Land- und Majoratsgutes – natürlich wieder ein De Lugo, Andres Xuarez mit Vornamen, den Anbau. Er lebte von 1540 bis 1573. Seine Neuerung: Er liess Weinstöcke anpflanzen. Ihm folgte ab 1573 Francisco Xuarez als vierter Eigner. Bei ihm gedieh der Weinanbau, aber noch markanter, er baute das Gut aus. De Lugos, de Lugos und kein Ende. Der vierte Majoritätsgutherr war Francisco Xuarez de Lugo y Ponte. Ihm verdanken wir die Weinpressen und Weinkeller auf der Finca El Durazno, wie das Herrschaftshaus damals hiess. Berühmt wrude er duch die Lieferung seiner Weine an das engliche Königshaus in der Zeit von 1603 bis 1689. Vom 5. bis 7. Besitzer ist wenig zu erzählen, lediglich die Titel in ihren Namen wurde immer länger. Erst der achte Besitzer, Francisco Bautista fand ab 1740 die Zeit, das Herrenhaus fast in die Form zu bringen, wie wir es heute bewundern können. Seine Tochter, Marina Leonor Benitez de Lugo y Ponte erbte den Besitz 1771 und ihr Gemahl gab dem Herrenhaus die heutige endgültige Form. Es endstand das “la Casona”, unser Herrenhaus, von dem wir berichten. Gleichzeitig schuf er die Hauskapelle Sankt Anton und die Stallungen im Erdgeschoss. Als er 1799 verstarb, vererbte seine Nichte den ganzen Besitz weiter. Der neunte Herr wurde nun Francisco Bautista Benitez de Lugo Arias de Saavedra y Ponte. Seine für uns heute noch gültige Grosstat: Er schenkte dem König 1791 ein zum Grossgrundbesitz gehörendes Stück Land (drei fanegadas), auf dem sich heute das Areal des Jardin Botánico befindet. Schon Alexan-

Some hae meat and cana eat And some wad eat that want it But we hae meat and we ca eat, And sec the Lord be thank it Der Vers gehört zum “Selkrik Grace” und lautet ins Deutsche übersetzt:

Einige haben Nahrung und können nicht essen. Andere möchten essen und haben keine Nahrung. Wir haben Nahrung und können essen. Und dafür danken wir dem Herrn. Der letzte Spanier auf dem Grundstück war der 7. Markgraf von San Andres und Bürgermeister von La Orotava. Hören Sie zur Auflockerung noch von einer kleinen amüsanten Anekdote aus der Geschichte des Hauses. Das Grundstuck verfügt über ein altes spanisches Privileg: Es besagt, dass ein zum Tode Verurteilter, der Haus oder Grundstück betritt, weder hingerichtet noch ausgeliefert werden darf. Der vorläufig letzte Nutzniesser dieses so humanen Dekretes war eine Kuh. Sie hatte sich auf dem Weg zum Schlachthof in das Gelände verirrt. Folglich bekam sie im Herrenhaus ihr Gnadenbrot und starb hier alt und behütet. (Belegt duch einen Brief von A.R.Perez aus Venezuela von 1987). Falls Sie also einmal in Schwierigkeiten…” aber diese Zeiten sind ja wohl vorbei. Tauchen wir jetzt in die Moderne ein. 1970 kaufte ein in der Tschechoslovakei geborener Böhme namens Paul Denham das Herrenhaus samt Gelände. Er war im 2.Weltkrieg ein erfolgreicher Pilot der Royal Air Force und widmete nun seine Friedensarbeit der umfangreichen Renovierung des Hauses. Als er 1993 verstarb, verkauften seine Kinder 1995 die Hinterlassenschaft an Raul Hernandez Alonso. Heute wird das Haus von Mr. Sari und seiner Gattin geführt, die in ihm das gepflegte historische Restaurant ABACO gestaltet haben.

DAS ABACO HEUTE Ein Besuch dieses Hauses belohnt jeden. Wesentlich ist natürlich die Erkundung des Inneren. Das altspanische Ambiente wird Sie entzücken. Reicher Blumen- und ständing neuer Landesfrüchte-Schmuck ziert alle Räume. Die einzelnen Zimmer sind kunst- und liebevoll ausgestattet. In den Räumen erkennen Sie die grosse Sammelleidenschaft von Mr.Paul Denham. Es ist keine unbedingte Stilreinheit, aber im Mobiliar wie ein Gang durch die europäische Kunstgeschichte. Sie finden das bestätigt beim Rundgang durch das Kaminzimmer, das Esszimmer, den grossen Salon bis hin zu Küche und Bad. Werfen Sie auch einen Blick in das Arbeitszimmer der Grafen und ihres Schlafzimmers. Wandern Sie durch den herrlichen Patio mit grossem Garten, in welchem auch oft spanische FolkloreEnsembles auftreten. Eine Gedenkpause sollte der Hauskapelle gelten. Die dort stehende Heiligenfigur des Hl. Anton. Die Geschichte dieser Figur, des Heiligen Anton von El Durazno geht bis auf das jahr 1537 zurück. Den Rundgang beeenden wir im grossen Salon, der heute ein Musikzimmer für 40-50 Gäste ist. Jedes Wochenende gastieren hier Künstler wie das Cuarteto Capriccio oder andere international bekannte Instrumental- und Gesangssolisten. (Aber sicherheitshalber Karten vorbestellen unter Tel. 922-37 01 07 oder 922-37 06 30) Mittlerweile hat sich das Konzertangebot hinsichtlich der Künstler wesentlich erweitert (siehe Tagespresse). Aber auch das Genre der Darbietungen ist vielseitiger geworden. Jeden Freitag ab 22:30 Uhr erleben Sie im ABACO unter dem Label “Jazz-Bands live” besten Jazz aller Stilrichtungen vom Blues über Swing is zu Modern. Kammermusikalisch, dem Ambiente des Hauses entsprechend, intoniert von Duos, Trios bis Quartetten. Jeden Sonntag gibt es für die Verehrer des Flamenco eine zuzätzliche Attraktion: ab 21:30 Uhr eine Flamenco-Show. Kostet p.P. 32,- € inclusive Begrüssungsdrink und eines Cocktails. Hier können Sie auch in aller Ruhe über die 500-jährige Geschichte des Hauses nachdenken – und – darüber, woher der Name “Abaco” wohl kommen mag. Er erinnerte Sie vielleicht an E.F.Abaco (16751742), den italienischen Komponisten aus der Barockära, weil in diesem Haus klassische Musik sehr gepflegt wird. Oder an abacus (lat.), die viereckige Platte des Kapitells, die Säulen und Gebälk verbindet. Oder an die in der Antike gebräuchliche Rechenplatte abaco? Finden Sie es heraus. Heinz-Rodolf Renelt

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Pu Pu erto La erto de la Co s Am de S Cru sta eri ant z de cas iago 103 lS 10 ,7 M ile 4 nc io 88, ,7 M HZ 88 3 M HZ ,3 MH HZ Z

Traumhäuser mit DÜRRSIERRA S.L.

D

ie Bau- und Planungsgesellschaft wurde von Herrn Kurt Dürr 1973 im Süden der Insel, in Chayofa gegründet. Seit dem hat sich die Firma einen sehr guten Namen, mit vielen zufriedenen Kunden inselweit gemacht.

Die Aussprache

Der Sohn Claus Dürr mit seiner Frau leitet mit großem Erfolg und Fleiß das Unternehmen. Seit Anfang an gehört es zur der FirmenPhilosophie für die Kunden Traumhäuser zu bauen. Das Prinzip bei der Bauplanung ist es, genau auf den Wunsch des Kunden einzugehen. Wobei immer der größte Wert auf die beste Qualität der Baumaterialien gelegt wird. Sei es von einem Haus in der mittleren Preisklasse bis zu einer Luxusimmobilie auf dem Roque del Conde. Zusammen mit der DÜRRSIERRA SL wird der optimale Weg zusammen mit dem Kunden gefunden.

Rund um den ruhigen und gemütlichen Firmensitz im Country Club Chayofa sind sehr viele schöne Villen und Wohnungen gebaut worden. Man könnte fast sagen Dürr-City. Im Moment entstehen 4 besonders schöne und zentral gelegene Häuser, mit hohem Standard, in direkter Lage von Chayofa. Wobei bei dem Erwerb Herr Claus Dürr bei einer Bank- Finanzierung unterstützend behilflich sein kann. Das Bauunternehmen ist darauf spezialisiert Ihren Wohnraum zu planen und zu bauen, aber auch selbstverständlich Umbauarbeiten und Sanierungen am Haus, Garten oder Pool vorzunehmen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten.

www.durrsierra.com Beachten Sie bitte die untenstehende Anzeige.

Span. Buchstabe

Deutsche Aussprache

Beispiele

ñ

nj

mañana - morgen

ll

lj od. j

llevar - bringen/tragen

ch

tsch

coche – Auto

j

ch

jarra - Krug

Das „j“ wird wie ein „ch“ gesprochen, und zwar wie das „ch“ bei „auch“.

v

weiches b

vino - Wein

Das „b“ und das „v“ werden fast gleich ausgesprochen.

s

scharfes s = ss

casa – Haus

Das „s“ wird immer scharf gesprochen. Den weichen S-Laut gibt es im Spanischen nicht.

z

engl. „th“ od. Scharfes s = ss

zanahoria - Möhre

Auf der iberischen Halbinsel spricht man das „z“ wie ein englisches „th“ aus, in Südamerika und im Süden Spaniens wie ein Scharfes „s“.

h

stumm

habitación - Zimmer

qu

k

quince – 15

Das „u“ wird hier nicht ausgesprochen.

r

wird gerollt

pero – aber

Das span. „r“ wird mit der Zungenspitze gerollt.

rr

wird stärker gerollt

perro – Hund

ce, ci

scharfes s = ss

ca, co, cu

ka, ko, ku

casa – Haus coche - Auto cuando - wann

ch (vor e und i)

gente – Leute gira - Tournee

ge, gi ga gu go

ga gu go

cerrar – schliessen cien – 100

garaje - Garage guapo - hübsch gordo – dick

In Spanien spricht man das „ll“ wie ein „lj“ aus, in Lateinamerika wie ein „j“.

Das „h“ wird nicht mitgesprochen.

Das doppel „r“ wird stärker gerollt, und der vorherige Vokal wird kurz gesprochen. Folgt dem „c“ ein „e“ oder ein „i“, so spricht man es wie ein scharfes „s“ aus, folgt ihm jedoch ein „a“, „o“ oder „u“, so wird es wie ein „k“ gesprochen.

Folgt dem „g“ ein „e“ oder ein „i“, so spricht man es wie ein „ch“ aus, folgt ihm jedoch ein „a“, „o“ oder „u“, so wird es wie ein „g“ gesprochen.

Es gibt drei grundsätzliche Regeln: 1. Betonung auf der vorletzten Silbe. Alle Wörter, die mit einem Vokal (a, e, i, o, u) „n“ oder „s“ enden, werden auf der vorletzten Silbe betont. Beispiele: mañana, pero, Barcelona, zanahoria, guapo, ganas, cantan. 1. Betonung auf der letzten Silbe. Alle Wörter, die mit einem Konsonanten enden mit Ausnahme von „n“ und „s“, werden auf der letzten Silbe betont. Beispiele: jugar (sowie alle Verben in der Grundform), antigüedad, ciudad (Stadt), pared (Wand), anteayer (vorgestern), papel (Papier). 2. Die ersten beiden Regeln werden aufgehoben, wenn auf einer anderen Silbe eine „tilde“ (´) steht. Es wird also immer die Silbe betont, auf der sich eine Tilde befindet. Beispiele: teléfono (Telefon), periódico (Zeitung), plástico (Plastik), habitación, azúcar (Zucker).

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Die Sendung wird jeden Montag bis Freitag um 9.15 Uhr und 10.15 Uhr gesendet.

Die Firma ist ein Familienunternehmen und jetzt in der zweiten Generation auf Teneriffa.

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Märkte - Veranstaltungen - Taxi - Ärzte Telefon-Nr.

Alcalá 922 86 08 40 Arico 922 76 82 78 Arona 922 79 54 14 Bajamar 922 54 04 85 Buenavista del Norte 922 12 71 08 Candelaria 922 50 01 90 El Rosario 922 54 81 72 El Sauzal 922 56 10 65 Garachico 922 83 00 56 Granadilla 922 39 21 19 Guía de Isora 922 86 08 40 Güímar 922 51 08 11 922 51 04 63 922 52 81 77 Icod de los Vinos 922 81 08 95 922 81 06 59 La Guancha 922 82 81 20 La Laguna 922 25 99 07 922 25 85 32 922 25 99 00 922 25 36 77 922 25 55 25 922 25 87 95 La Mantanza 922 57 72 16 La Orotava 922 33 01 74 Los Realejos 922 34 60 45 922 34 17 95 Playa San Juan 922 86 08 40 Playa de las Americas 922 71 54 07 Playa de San Marcos 922 81 08 95 Puerto de la Cruz 922 38 58 18 Radazul 922 68 19 00 San Juan 922 82 81 20 San Miguel 922 70 06 81 Santa Cruz 922 64 11 12 Santa Ursula 922 30 00 31 Santiago del Teide 922 86 16 27 Tacoronte 922 56 06 35 Tegueste 922 54 14 53 Tejina 922 54 01 09

Ärzte Dr. Ralf Kintzel Zahnarzt + Labor Dr. Marta Contreras Kieferorthopädie Calle Centro 141, Chayofa 922 729 232 Zahnklinik „Medical Implant“ Avda. Los Abrigos 21, Los Abrigos – Granadilla 922 749 742 Clinica Estetico Dental SL Dr. Zabel Ctr. General 147 - Santa Ursula 922 301 031 DAEZ Canarias SL Deutsches Ärzte Zentrum Avda. Centario C.C. Club Paraiso – Playa de las Americas 922 792 908

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Flohmärkte Guaza Santa Cruz

Regelmäßige Veranstaltungen So 08:00 - 13:00 So 09:00 - 14:00

Wochenmärkte Los Abrigos Nachtmarkt San Isidro Nachtmarkt Médano Los Cristianos Torviscas (C.C. Duque) Alcalá Playa San Juan

Bauernmärkte

Di 18:00 - 22:00 Fr 17:00 - 21:00 Sa 09:00 - 20:00 So 09:00 - 14:00 Do+Sa 09:00 - 14:00 Mo 09:00 - 14:00 Mi 09:00 - 15:00

Santa Cruz tgl. La Laguna tgl. Tegueste Sa+So Tacoronte Sa+So La Matanza Sa+So La Orotava Sa Puerto de la Cruz Sa Icod de los Vinos tgl. Santiago del Teide Sa+So Adeje Sa+So Las Chafiras Mi 20:00 08:00 - 15:00 San Isidro Sa So Arico So Güimar So Candelaria Mi Sa+So Punta Larga Sa El Rosario Sa+So Feiertag

08:00 - 14:00 08:00 - 14:00 08:30 - 14:00 08:00 - 14:30 08:00 - 14:00 09:00 - 14:30 09:00 - 14:00 09:00 - 13:00 16:00 - 19:00 08:00 - 14:00 08:00 - 14:00 16:00 Sa+So 08:00 - 20:00 08:00 - 14:00 08:00 - 13:00 08:00 - 14:00 14:00 - 21:00 09:00 - 17:00 09:00 - 14:00 08:00 - 17:00

Notruf : 112 nur über diese Nummer werden Sie an deutsch sprechendes Personal verbunden. Über diese Nummer erreichen Sie Polizei - Feuerwehr und Notarzt

Deutsches Ärztehaus Sr. Claus Hartmann Avda. Austria Urb. Villa Blanca L2 – San Eugenio Alto 922 751 492 Dr. med. Patrizia Mildt Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Crta. Parque Taoro 16-18 – Puerto de la Cruz 922 368 915

Schach in der Hotelanlage Bellavista in Puerto de la Cruz / La Paz, Calle Eucalyptos 4 direkt am Promenadenweg jeden Montag und Freitag ab 20:00 h. Gäste sind herzlich willkommen, egal ob Anfänger oder Großmeister . Jeden ersten Montag im Monat findet ein Schnellschachturnier mit 15 Minuten Bedenkzeit statt. Infotelefon : 922 304 200

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Skat mit dem Skatclub „El Teide“ in Puerto de la Cruz, jeden Dienstag und Donnerstag ab 15:00 h. Info bei Hans – Handy 610 974 974. Brigde im Hotel RIU Garoe in La Paz (Puerto de la Cruz), jeden Dienstag und Donnerstag um 15:30 h. Info bei Frau Schrade – Tel. 922 362 692. Skat mit dem Skatclub „El Teide“ in Puerto de la Cruz, jeden Dienstag und Donnerstag ab 15:00 h. Info bei Hans – Handy 610 974 974. Brigde im Hotel RIU Garoe in La Paz (Puerto de la Cruz), jeden Dienstag und Donnerstag um 15:30 h. Info bei Frau Schrade – Tel. 922 362 692 Preisskat für Urlauber und Residenten Jeden Dienstag 12:00 h Callao Savaje, Restaurant Jasmin /Perla Blanca Info Tel. 922 740 587 ( Sr. August ) Preisskat für Urlauber und Residenten Jeden Donnerstag12:00 Uhr Costa Silencio, Restaurant Sofia Info Tel. 922 731 935 ( Sra. Sabine ) Ateliertreff, Treffen von Kunstliebhabern und Workshop für Skulpturen im Camino de la Calera, 5, in La Asomada (Puerto de la Cruz), jeden Mittwoch um 16:30 – 19:00 h Grosse Kunstbibliothek Tel. 922 383 828, per Fax: 922 373 613.

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Wenn Jemand eine Reise tut,

W

enn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. (Matthias Claudius – deutscher Dichter 1740-1815) In der letzten Ausgabe unternahmen die Müllers und die Schmidts einen Ausflug über die Insel und besuchten den Wochenmarkt, auf welchem Frau Müller die Geldbörse gestohlen wurde. Es folge ein Besuch bei der Polizei, wo sie Stunden damit zubrachten eine Anzeige aufzunehmen. Im Anschluss suchten die beiden Paare ein spanisches Lokal auf und bekamen eine Speisekarte vorgesetzt, die beide Paare zum Schmunzeln brachte…. Die Unterhaltung plätscherte gemächlich vor sich hin, als die nette Bedienung an den Tisch trat, um die Speisen zu servieren. Es stellte sich heraus, dass es sich bei der “Autobahngebühr in Tanz“ um eine Fisch in leckerer Soße handelte und das die “faltigen Päpste mit feuchtem grün“ nichts anderes als Pellkartoffeln mit einem grünen Dipp waren. Wieder brachen beide Paare in Gelächter aus und es wurde spekuliert, wie wohl die ulkigen Namen zustande gekommen sind. Herr Müller hatte da so eine Vermutung und nachdem sie sich das Essen haben schmecken lassen, nahm er sowohl den Reiseführer mit integriertem Wörterbuch, als auch das deutsch-spanische Wörterbuch zur Hilfe und fand seine Vermutung bestätigt. „Ich hab es mir doch gedacht“ teilte er den anderen kurz darauf mit. „hier im Reiseführer steht, dass “papas arugadas mit mocho verde“ eine kanarische Spezialität ist, bei der es sich um runzlige Pellkartoffeln mit einer grünen Soße handelt. Wenn ich nun “papas arugadas“ im Wörterbuch nachschaue, finde ich verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten, unter anderem heisst papas auch Päpste und arugadas eben faltig. Mocho wird hier auch mit feucht und verde eben als grün übersetzte. Voila: faltige Päpste mit feuchtem grün!“ Die anderen staunten nicht schlecht, blieb aber immer noch die Frage nach der “Autobahngebühr in Tanz“ und hier konnte weder das Wörterbuch, noch der

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Reiseführer helfen. Frau Müllers Neugier war nun aber einmal geweckt und so rief sie nach der Bedienung und fragte nach, ob ihnen wohl jemand sagen könnte, was es mit den lustigen Bezeichnungen in der Speisekarte auf sich hat. Die Bedienung verstand Frau Müller mehr schlecht als Recht, holte aber kurz darauf den Geschäftsführer, der sich einigermaßen mit eine Gemisch aus deutsch-englischspanisch verständlich machen konnte. So stellte sich dann heraus, dass die spanische Karte zuerst ins englische und dann aus dem englischen ins deutsche übersetzt wurde und dabei hatte sich wohl so mancher Fehler eingeschlichen und es sei nicht das erste Mal, dass sich Touristen über seine Karte amüsieren.

Bedeutung hat!“ Die anderen nickten und gaben Komplimente von sich, nur zu gerne gaben sie Frau Müller das Gefühl, etwas ganz herausragendes von sich gegeben zu haben.

Nun war es wieder Herr Müller, dessen Neugier und Rätselleidenschaft geweckt war. Er ließ sich eine englisch, eine spanische und eine deutsche Speisekarte geben und während die anderen vergnüglich vor sich hinplauderten, vertiefte er sich in die Speisekarten und schon bald hatte er das Rätsel um die Fischspeise gelöst. „Hört Euch mal an, was ich herausgefunden habe“ sagte er einige Minuten später in die Runde „in der spanischen Karte heißt das Fischgericht “tollo en salsa“, in der englischen Karte wurde daraus “toll with salsa“ und ich weiß zufällig, dass “toll“ im englischen die Maut, also die Autobahngebühr ist! Wie der Tanz dazu kam, kann ich nur erahnen, aber ich denke, da wurde irgendwie der Tanz “Salsa“ mit der Soße “salsa“ verwechselt. Voila - auch das Rätsel ist gelöst und wenn ich mir nun noch mein Getränk anschaue“ er deutete auf den Milch-Shake, den ein Kellner grade auf den Tisch gestellt hatte „dann bin ich mir ziemlich sicher, dass auch hier eine wörtliche Übersetzung des Wortes “milkshake“ stattgefunden hat, stand nicht „“Milch Schüttel“ auf der Karte?“

Die Frauen mussten gar nicht erst gefragt werden, sie waren immer gerne in Gesellschaft und so begab man sich in Richtung des Müller-Apartments, welches von Herrn Müller aufgeschlossen wurde, der dann – ganz alte Schule - seiner Frau den Vortritt ließ. „Oh mein Gott“ schrie Frau Müller entsetzt, als sie durch die Tür trat! Herr Müller und Herr Schmidt stürmten an ihr vorbei, in Erwartung einer bösen Überraschung, doch beide blieben verdutzt stehen und sahen sich im Apartment um, ohne etwas Besonderes wahrzunehmen. „Was ist den los Ilse“ fragte Herr Müller seine Frau, die mit blassem Gesicht wie angewurzelt im Eingang stand. „Oh mein Gott“ wiederholte sie „seht doch nur, hier auf der Kommode“ drei Gesichter wanden sich der Kommode zu und nur einen kurzen Augenblick später brach Herr Müller in schallendes Gelächter aus. „Das glaubt mir kein Mensch!

„Du hast wie immer Recht“ erwiderte Frau Müller strahlend „und wenn ich nun auch noch ein Rätsel lösen darf…..“ sie schaute erwartungsvoll in die Runde und erntete ein aufmunterndes nicken der anderen „….ich habe auch ein wenig gerätselt und ich glaube, dass gepeitschte Sahne nichts andere ist, als geschlagene Sahne, auch hier ist wohl einer in der Zeile verrutscht und ich möchte wetten, dass geschlagen und gepeitscht im Wörterbuch die gleiche

Nicht sehr viel später waren die beiden Paare wieder auf dem Weg ins Hotel. „Kommt ihr noch auf einen Absacker mit in unser Apartment?“ fragte Herr Müller. Bis auf den Vorfall auf dem Markt war es ein schöner Tag gewesen und wie viele Männer seines Alters, gehörte ein ordentlicher Schnaps zur Abrundung eines gelungenen Tages. „Gerne“ erwiderte Herr Schmidt auch gleich – auch er hatte nichts gegen ein Schnäpschen oder auch zwei einzuwenden.

Wenn ich das zu Hause erzähle wird das der Brüller!“ Herr und Frau Schmidt wussten noch immer nicht, was hier vor sich ging und warfen sich verdatterte Blicke zu „Nun sag schon, was so lustig ist“ sagte Frau Schmidt „Na das hier!“ erwiderte Herr Müller, der sich immer noch vor Lachen bog - in der Hand hielt er die Geldbörse seiner Frau! Frau Müller hatte unterdessen auf der Couch Platz genommen und erst so langsam kehrte ihre gesunde Gesichtsfarbe zurück. „Oh mein Gott, wie peinlich“ war das erste was sie von sich gab „da hab ich doch tatsächlich meine Geldbörse hier liegen lassen.

Was machen wir denn jetzt?“ fragte sie in die Runde. „Ich weiß ja nicht was mit Euch ist, aber jetzt kann ich wirklich einen Schnaps vertragen.“ erwiderte Herr Müller „Und was ist mit der Anzeige?“ warf Frau Schmidt ein. „Auf eine mehr oder weniger kommt es hier auch nicht an“ meinte Herr Schmidt und fügte schmunzelt hinzu „es sei denn, Ilse besteht auf korrekte Statistiken!“ woraufhin für einen kurzen Moment Stille herrschte, bevor alle vier in schallendes Gelächter ausbrachen! Der restliche Abend verging wie im Fluge und war geprägt von kleinen Sticheleien auf Kosten von Frau Müller, der es gelang gute Miene zum bösen Spiel zu machen und die nach dem dritten Schnaps der Meinung war, dass nur sie alleine dafür verantwortlich war, dass sie einen unvergesslichen Urlaubstag erlebt hatten…. Die nächsten Wochen waren ausgefüllt mit langen Spaziergängen, Mußestunden am Pool oder Strand und diversen Ausflügen, die sowohl die Müllers, als auch die Schmidt endgültig davon überzeugten, dass sie nicht zum letzten Mal auf Teneriffa Urlaub gemacht hatten.

Sie hatten an einer geführten Wanderung die Masca Schlucht hinunter teilgenommen und waren froh, den Tipp der Reiseleiterin angenommen zu haben, die ihnen davon abgeraten hatte, diese Wanderung alleine zu unternehmen. Wie erwartet war diese Wanderung ein Höhepunkt ihres Urlaubs, wenngleich sie sich – wie viele andere vor und auch nach ihnen – verschätzt hatten, was das “Berg runter wandern“ anging! Belohnt wurden sie mit spektakulären Fotos und mit einer Bootsfahrt, auf der sie sich nicht nur von der Wanderung erholen konnte, sondern auch noch in den Genuss kamen Grindwale und Delphine im Atlantik zu beobachten. Mit dem Mietwagen haben sie verschiedene Touren unternommen. Der Loro Parque stand bei den Damen besonders hoch im Kurs, aber auch die Herren mussten nach einem mehrstündigen Besuch zugeben, dass es sich gelohnt hatte. Sie hatten den Tipp der Reiseleiterin befolgt und waren an einem Sonntag nach Adeje gefahren, um sich auf dem Bauernmarkt mit Obst und Gemüse einzudecken. Sie waren überrascht zu sehen, dass es

auch auf Teneriffa so etwas wie BIO gibt, wenngleich auch nur ein Stand auf dem Markt das BIO-Siegel trug. Alles in Allem haben sie den vielleicht schönsten Urlaub ihres Lebens auf Teneriffa verbracht. Selbst das Weihnachtsfest war ein Erlebnis und das Lokal in dem sie sich für den Heiligen Abend Plätze reserviert hatten, übertraf ihre kühnsten Vorstellungen. Ansonsten fiel es besonders Frau Müller schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen. „Wer will schon Weihnachtsdekoration, wenn es draußen 25 Grad hat?“ Fragte sie immer wieder in die Runde. Eine Antwort bekam sie nicht, manchmal musste man Frau Müller eben einfach reden lassen! Die Zeit der Abreise kam schneller als ihnen lieb war und dann hieß es Abschied nehmen. Die beiden Frauen vergossen ein paar Tränen, die Männer schüttelten sich die Hände und man verblieb in freudiger Erwartung, was IHRE Urlaubsinsel Teneriffa ihnen wohl nächstes Jahr zu bieten hatte!

Sandra Wübbels

Buchvorstellung BEYOND EL BULLI Ferran Adrià – der Magier, seine Gegner, seine Zukunft ...mit einem Vorwort von Ferran Adrià Es ist die verrückteste Geschichte, die das kulinarische Leben je geschrieben hat. Vom Tellerwäscher zum Messias. Vom Schulabbrecher zum Harvard-Dozenten. Was für eine Geschichte! Das Happy End allerdings fehlt noch. Seine Fan-Gemeinde befürchtete sogar das Schlimmste, als Ferran Adrià im Januar 2010 bei der Kochmesse „Madrid Fusion“ das Ende von El Bulli als Restaurant verkündete. „Es war wie damals, als die Beatles sich trennten“, sagte ein bekennender Adrià-Fan. Zuerst die Beatles, dann Pink Floyd und jetzt Ferran Adriàs El Bulli! Dieses Buch berichtet, wie die Geschichte weiter geht…

“Das vorliegende Buch von Manfred Weber-Lamberdière soll helfen, die Haute Cuisine in neuem Licht erscheinen zu lassen, und dazu beitragen, dass eben solche Vergleichskriterien für die Haute Cuisine zu finden zukünftig als normal und auch notwendig betrachtet wird. Eben weil in den letzten drei oder vier Jahrzehnten nur wenige kreative Bereiche eine solche Fülle und Vielfalt bewiesen oder eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben wie die Haute Cuisine.” Ferran Adrià Autor: Manfred Weber-Lamberdière Vorwort: Ferran Adrià Interviewpartner (Focus): Ferran Adrià, Alain Ducasse, Karl Lagerfeld und Jörg Zipprick / Übersetzung von spanischen Texten: Heidi Schade (span.) und Olaf Plotke (engl.) Eine aktualisierte Neuauflage mit zahlreichen neuen, aktuellen Beiträgen aus „Die Revolutionen des Ferran Adrià“ (Bloomsbury Berlin, 2007)

Taschenbuch 16,5 x 12,5 cm . 278 Seiten . ISBN 978-3-942051-23-1 Preis: 14,95 € / 15,40 € (A) / 19,95 CHF

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Monats - Horoskop Oktober

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Die Kanarische Sonderzone (ZEC) Widder: Wilder Hektiker

Stier: Unter der Bettdecke

Zwillinge: Salz in der Suppe

Mit seinem Tempo kann der Widder alle anderen ganz schön wuschig machen. Schön, wenn er vieles so schnell erledigt, allerdings sollte die Sorgfalt nicht darunter leiden. Manches lässt sich einfach nicht von jetzt auf gleich erledigen. In der Liebe sind die Chancen besser, wenn er mehr Wert auf sein Äußeres legt. Dann übt er plötzlich eine magische Anziehungskraft aus.

Der Stier sortiert die Jahreszeiten mehr nach ihren kulinarischen Besonderheiten als nach dem Wetter. Als Höhepunkte im Herbst verlocken Kürbis-, Maronen- und Wildgerichte. Beruflich geht es im Moment wunderbar voran, ganz ohne Kollegenneid und Ärger. Bei schlechtem Wetter kuschelt man gern ein wenig mehr – das kommt dem Liebesleben sehr zugute.

Immer Action, immer Abwechslung, bloß kein ödes Alltagseinerlei, dann läuft der Zwilling zu Höchstform auf und ist zufrieden. Stress empfindet er als Lebenselixier, muss aber aufpassen, nicht unvermittelt schlappzumachen. Finanziell läuft es nicht rund, sparen interessiert ihn nicht, müsste aber doch mal sein, sonst droht die gähnende Leere auf dem Konto.

Krebs: Blitzeblank

Löwe: Abzweigung oder Irrweg?

Jungfrau: Wahrheiten aussprechen

Unangenehme Dinge spricht der Krebs nicht gerne an. Lieber schluckt er den Ärger hinunter und spielt heile Welt. Auf Dauer wird er davon krank, er muss endlich tief durchatmen und die Fakten auf den Tisch legen. So ein Gewitter hat eine tolle Reinigungswirkung! Auch wenn die Überstunden gern gesehen werden, sollte er mal einen Tag freinehmen und abschalten.

Sehr karrierebewusst schlägt der Löwe instinktiv immer den kürzesten Weg nach oben ein. Manches Mal stellt sich jedoch heraus, dass der Umweg schneller ans Ziel führt – vor Entscheidungen also gründlich überlegen. Der Partner möchte nicht immer derjenige sein, der nachgibt. Es schadet auch einer Majestät nicht, Fehler zuzugeben und sich zu entschuldigen.

Mit Charme wickelt sie jeden um den Finger. Ein guter Zeitpunkt, um ein unangenehmes Thema anzusprechen und Probleme in ihrem Sinn zu lösen. Aus Freude darüber darf sie sich ruhig mit einem schicken Kleidungsstück belohnen oder sich sonst etwas gönnen – sie muss nicht ihr ganzes Geld für die Erben sparen. Ein paar freie Tage erhöhen die Arbeitsleistung enorm.

D

ie Kanarische Sonderzone (ZEC) ist das wohl modernste und innovativste Steuerinstrument innerhalb des Wirtschafts- und Steuersystems der Kanarischen Inseln. Dieses Steuerinstrument, mit reduzierten Steuersätzen, ist mit dem Ziel geschaffen worden, den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt des Archipels zu fördern und deren Produktionsstrukturen zu erweitern. Im Zuge der Globalisierung und Zeiten des Outsourcing interessieren sich immer mehr ausländische Unternehmen (vor allem aus Deutschland) für die Vorteile der ZEC und verlagern den Firmenhauptsitz oder Teile der Produktion (wie z.B. Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Verwaltung, Softwareentwicklung) auf das Archipel. Das Steuersystem der Sonderzone beinhaltet verschiedene steuerliche Vergünstigungen. Das jedoch wichtigste Argument der ZEC ist die niedrige Belastung der Unternehmen mit der Körperschaftssteuer: die ZEC-Unternehmen unterliegen wie alle anderen spanischen Unternehmen auch der Körperschaftssteuer, jedoch liegt der Satz bei 4% (Festland Spanien 30%, Deutschland 25%). Dieser Prozentsatz kann auch ausländischen Unternehmen bzw. Unternehmen zu Gute kommen, sobald auf den Inseln ein ZEC-Unternehmen gegründet wird. Mit Hilfe von Verrechnungspreisen an die ausländischen Tochtergesellschaften transferieren viele ausländische ZEC Unternehmen ihre Gewinne auf das Archipel und versteuern diese hier. Nachdem die Gewinne einmal in Spanien nach der Körperschaftssteuer versteuert wurden, können die Einkünfte nach Deutschland transferiert werden, wo man sie unter bestimmten Bedingungen weitestgehend als steuerfrei behandelt. Der Grund dafür sind die zahlreichen Doppelbesteuerungsabkommen der Spanischen Regierung (Deutschland hat mit Spanien 1966 ein Doppelbesteuerungsabkommen beschlossen) und die Mutter-Tochter-Richtlinie der EU aus dem Jahre 1990. Weitere Vorteile, die ZEC Unternehmen geniessen sind die Befreiungen von Steuern bei Vermögensübertragungen und Rechtsakten bzw. Befreiung von der Mehrwertsteuer. Wirtschaftliche Aktivitäten von ZEC-Unternehmen untereinander sind von der kanarischen Mehrwertsteuer befreit. Dies gilt jedoch nicht für geschäftliche Vorgänge mit kanarischen Unternehmen, die außerhalb der Sonderzone (ZEC) liegen. Des weiteren zahlen ZEC-Unternehmen keine kanarische Mehrwertsteuer beim Import von Gütern in die Sonderzone. Das Steuersystem ZEC muss man klar von den Steuerparadisen unterscheiden, da zum einen die ZEC von der europäischen Union genehmigt wurde und die Unternehmen eine wirtschaftliche Tätigkeit nachweisen muss. So ist die Aufnahme des Unternehmens in das ZEC Register an einige Voraussetzungen gebunden: • Es muss sich um ein neu gegründetes Unternehmen handeln mit Firmensitz und Geschäftsführung innerhalb des Geltungsbereiches der ZEC.

Waage: Ich will aber!

Skorpion: Sperrmüll

Schütze: Sonntagsausflug

Sie kann auch nicht erklären, wo das ganze Geld immer bleibt. Alle Einkäufe waren jedenfalls dringend nötig. – Wirklich? Vieles könnte gut einige Monate verschoben werden, sie muss nicht immer gleich alles haben, was sie sieht. Der Beziehung täte eine Abwechslung mal ganz gut: Land-Waagen buchen ein Wochenende in der Großstadt, Städter suchen Abgeschiedenheit

In jedem Haushalt sammeln sich zahlreiche Erinnerungen an: selbst gemalte Bilder der Kinder, Urlaubssouvenirs, Spontankäufe, ungeliebte Geschenke … Da hilft alles nichts, irgendwann muss man aussortieren und sich von einigem trennen oder es wenigstens auf den Dachboden schaffen. Das erleichtert. Finanziell ist es etwas eng, zum Glück ist die Kühltruhe voll.

Jeder schaut beim Schützen vorbei und drückt ihm noch ein wenig mehr Arbeit auf. Schluss jetzt! Er ist doch nicht jedermanns Laufbursche. Er sollte sich erkundigen, ob es eine Arbeitsplatzbeschreibung gibt und die Kollegen ihre Arbeit selber erledigen lassen. Wenn er zusammen mit seiner Familie etwas unternimmt, ist das eine willkommene Abwechslung.

Steinbock: Gehirn aufräumen

Wassermann: Ruhe jetzt!

Fische: Einfache Freuden

Liegt der Steinbock erschöpft im Bett und möchte nur noch eins, nämlich schlafen, wird er von seinem Kopfkino daran gehindert. Er kann einfach nicht abschalten. Weil er vor lauter Stress nur selten zum Sport kommt, ist er körperlich nicht richtig ausgepowert. Täglich eine halbe Stunde Bewegung an der frischen Luft und die Nacht ist wieder zum Schlafen da.

Den ganzen Tag verbringt der Wassermann in Hektik. Ständig will jemand etwas von ihm, sodass er kaum kontinuierlich arbeiten kann. Er könnte morgens früher kommen, wenn ihn niemand erwartet und das Telefon noch still ist. Seine Lieben zu Hause wollen auch noch erzählen. Da hilft eine Abmachung: Eine halbe Stunde hört er zu, dann wird er eine Stunde in Ruhe gelassen.

Das liebe Geld bereitet dem Fisch momentan etwas Sorgen. Es gäbe so viel, was er gerne kaufen würde – nicht unbedingt für sich selbst, seine Bedürfnisse sind klein. Er muss der Familie nicht immer Großartiges bieten. Ein Spielenachmittag, Kastaniensammeln bei einem Spaziergang und hinterher basteln, Kürbisse schnitzen, das kostet wenig und macht auch Spaß.

• Mindestens eine der geschäftsführenden Personen muss ihren Wohnsitz auf den Kanaren haben (Status Residente). • Innerhalb von zwei Jahren nach der Einschreibung in das offizielle Unternehmensregister muss das Unternehmen 100.000 € in das Anlagevermögen investieren (50.000 € auf den Inseln Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera, El Hierro und La Palma). • Innerhalb von sechs Monaten nach der Einschreibung in das offizielle Unternehmensregister muss das Unternehmen 5 Arbeitsplätze (3 Arbeitsplätze auf den Inseln Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera, El Hierro und La Palma) in dem Geltungsbereich der Sonderzo- ne geschaffen haben und diese durchschnittliche Mitarbeiterzahl während der gesamten Tätigkeit beibehalten. • Die geplante wirtschaftliche Tätigkeit muss einer der zugelassenen Aktivitäten entsprechen . • Die geplanten wirtschaftlichen Aktivitäten müssen in Form eines beschreibenden Unternehmensberichtes (Memoria Descriptiva).

In der ZEC können sich alle Unternehmen ansiedeln, die im Bereich industrieller Tätigkeit, des Handels oder in der Dienstleistungsbranche Aktivitäten ausüben wollen, die im Anhang des Königlichen Gesetzesdekrets 2/2000 genannt werden . Finanzdienstleister wie Versicherungen, Banken und Tourismusunternehmen wie Hotels und Restaurants sind ausgeschlossen. Im Tourismusbereich wird aber eine Ausnahme gemacht: Dienstleister für den Tourismus wie z.B. Weiter- und Fortbildungsunternehmen, Reisebüros, Fluggesellschaften sind zugelassen. Der geographische Geltungsbereich der Sonderzone umfasst das gesamte Terretorium der Kanarischen Inseln. Ausnahmen gelten jedoch für Unternehmen, die sich der Produktion, Veredelung, Verarbeitung und Vermarktung von Waren widmen. Diese müssen sich in festgelegten Gebieten ansiedeln. Gültigkeitsdauer der ZEC ist nach der letzten Reform der Kanarischen Wirtschaftsund Steuersyztems bis zum 31. Dezember 2019 beschränkt. Thorsten Wrage Deutscher Steuerberater

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PH ELECTRONIC Immer im Dienst am Kunden Die Firma PH Electronic wurde vor 10 Jahren durch den Eigentümer Peter Hochreiter, der über eine Erfahrung von 20 Jahren verfügt, gegründet. Der ehemalige Firmensitz war direkt an der Hauptstraße zwischen Las Chafiras und Guargacho. Im Frühjahr dieses Jahres bezog die Firma neue und moderne Geschäftsräume an der Costa del Silencio/TenBel, direkt an der Hauptstraße im Edificio Minigolf. PH Electronic ist ein Fachgeschäft für Satellitenanlagen –und TV Technik, sowie teilweise für Waschmaschinen und Kühls-

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erhält als erste Zahnklinik Spaniens die Zertifizierung durch TÜV SÜD im Bereich Service Qualität und Kundenzufriedenheit.

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ehr Sicherheit – mehr Wert ist der Leitspruch von TÜV SÜD. Dies gilt auch für die Zahnklinik Medical Implant unter der Leitung des Schweizer Inhabers Aldo Della Schiava, welcher die Zertifizierung gemäß den Standards „Service Qualität“ durch den neutralen und renommierten Dienstleister TÜV SÜD Management Service beauftragt hatte. Die Zahnklinik Medical Implant, positioniert sich dabei durch höchste Qualitätsstandards an vorderster Stelle im Hinblick auf Service Exzellenz und Patientenzufriedenheit. Dies geschieht auch durch Investitionen in modernste Technologien und durch den Ausbau und die Verbesserungen bezüglich Praxisinfrastruktur als auch durch stetige Optimierungsmaßnahmen beim Personal.

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So wurden die Praxisabläufe und das Praxispersonal verschiedenen Monitorings und Überprüfungen unterzogen. Eine neutrale und ausführliche Patientenbefragung durch die TÜV Mitarbeiter ergaben einen äusserst hohen Zufriedenheitswert. Die sehr hohe Weiterempfehlungsquote ist dabei eine der wesentlichen Aussagen. Wichtige Kriterien wie Erreichen des Behandlungsziels, persönliche und individuelle Betreuung sowie Dauer der Wartezeit waren nur einige der Kriterien, zu denen sich die befragten Patienten äußern konnten. Der Schweizer Director Aldo Della Schiava, kommentierte, dass durch die „ freiwillige Teilnahme an dem Zertifizierungsverfahren durch den TÜV“, Medical Implant ihr Engagement für Sicherheit und Qualität demonstriert.

Durch die Einführung von internen monatlichen Kontrollen und durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse wird sichergestellt, die höchsten internationalen Qualitätsstandards zu halten. Medical Implant ist somit die erste Zahnklinik in Spanien, die sich dem strengen Prozess der Analyse und den Prüfungen vor sowie während der TÜV-Zertifizierung unterzogen hatte.   Die Zertifizierungsurkunde und das Prüfzeichen sind ein Symbol, welches das Engagement für die Exzellenz, Qualität, Zufriedenheit und Sicherheit zum Wohle der Patienten darstellt.

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Kirche & Gemeinde Deutschsprachige Kath. Seelsorge auf Teneriffa

Lichtblicke....

Beispiel geben Kennen sie Emmanuel von Ketteler? Wahrscheinlich nicht, da er auch kein Mann dieser Zeit ist. Emmanuel von Ketteler wurde vor mehr als 160 Jahren Bischof von Mainz. Er war ein sogenannter „Arbeiterbischof“, ein Pionier und Prophet der sozialen Frage des 19. Jahrhunderts. Auf der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche geißelte er die unmenschlichen Arbeitsbedingungen des Frühkapitalismus an: den 18-Stunden-Tag, die Kinderarbeit, Hungerlöhne und die Verelendung der Industriearbeiterschaft. Gemeinsam mit Karl Marx kritisierte er, dass Arbeit zur billigen Wegwerfware wird und in einem heimlichen Briefwechsel mit dem Sozialistenführer Ferdinand Lassalle forderte er Mitbestimmung und Mitbeteiligung der Arbeiter am Unternehmen. Als Ketteler 1850 den Bischofsstuhl von Mainz bestieg, da klagte er: „Noch nie hat es eine solche Geldmacht gegeben...“. Dass er nicht nur Freunde hatte, kann man sich denken. Aber Ketteler blieb – trotz weltlicher und innerkirchlicher Anfeindungen und Beleidigungen – seiner Überzeugung treu. Und die lautete: „Unsere Religion ist nur dann wahrhaft katholisch, wenn sie wahrhaft sozial ist...“ Ist das nun Schnee von gestern? Ich glaube nicht. Denn angesichts der Globalisierung mit all ihren Finanz- und Währungsrisiken, sowie eines mörderischen Wettbewerbs auch und gerade der aufstrebenden Nationen in Europa und vor allem in Asien, da gerät der Sozialstaat immer mehr unter Beschuss. Auf einmal werden Lebensrisiken wie Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit teilweise wieder privatisiert. Ja, es droht sich auf internationaler Ebene noch einmal derselbe Wahnsinn zu wiederholen,

eine globale Weltwirtschaft allein den Marktkräften zu überlassen, anstatt sie politisch zu gestalten. Und die Kirche? Sie feiert zwar mutig ihre Pioniere und Propheten, aber deren Testamente hat sie noch lange nicht vollstreckt – auch nicht im Falle Emmanuel v. Kettelers. Zwar fehlt es nicht an vielen klugen Grundaussagen wie z.B. den gerechten Lohn, die Mitbestimmung, das Recht auf Arbeit oder auch den Sozialstaat. Doch diese großen „Scheine“, diese gewaltigen Aussagen, die müssen dann auch umgemünzt werden in das Kleingeld der politischen Auseinandersetzung. Wann wird z.B. das gemeinsame, das ökumenische Wort der Kirchen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage aus dem Jahre 1997 fortgeschrieben? Wo bleibt ein richtungsweisendes Wort zur Globalisierung? Zur Macht des Geldes und der Rating-Agenturen? Wo bleibt der Aufschrei der Kirchen für all die jungen Menschen, wie hier in Spanien, die ohne Arbeitsperspektive in die Zukunft sehen? Kann die Kirche schweigen, wenn Renten gekürzt, Gehälter eingefroren und Sozialmittel gekürzt werden und gleichzeitig die Börsenspekulanten Milliarden verdienen – wohlgemerkt seit Neuestem, in dem sie auf die Pleite einzelner EU-Staaten oder sogar des Euro setzen? Und müsste nicht die Kirche selbst ein Vorbild sein in der Ausgestaltung der eigenen Arbeitsverhältnisse? „Licht auf dem Berg“ anstatt Rote Laterne des Schlusslichts? Christliche Religion ist nur dann wahrhaft, wenn sie wahrhaft sozial ist. Das Vermächtnis Kettelers wird von vielen Frauen und Männern in der Arbeitswelt in die Realität umgesetzt; z.B. von Betriebsräten und Gewerkschaftern, die nicht aus einer

Gemeinschaft evangelischer Christen Gottesdienste: In der Skandinavischen Touristenkirche in Puerto de la Cruz, Calle del Pozo, gegenüber des Busbahnhofes. Sonntag, 17.30 Parallel dazu Kinderprogramm. Anschließend gemütliches Beisammensein bei Tee und Kaffee. Jeden 1. Sonntag Abendmahl und Möglichkeit zur persönlichen Segnung. Veranstaltungen: Einführung in biblische Bücher und offenes Gespräch über biblische Texte und Themen. Dienstag, 17.30h: Offenes Singen für alle, ob mit oder ohne Vorkenntnisse. Leitung: Musikpädagogin Irina Lerke. Dienstag 19.00h

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Haus der Gemeinschaft in La Matanza C/Benavides 61: Wandertreff. Leichte, geführte Wanderungen bis max. 3 Stunden. Treffpunkt an der Post/ Rathaus in La Matanza. Donnerstag, 9.45 h Jugendkreis (2wöchentlich) Freitag, 19.00 h: Monatlich: Frauenfrühstück. Termine, weitere Veranstaltungen und Anfragen bezüglich Seelsorge etc. bitte an Pastor Marco Schlenker Pastor Marco Schlenker Tel.: 922 57 72 36 Email: gec-teneriffa@gmx.com Web: www.gec-teneriffa.com

Gewerkschaftsideologie heraus, sondern aus dem Geist des Evangeliums Jesu für eine sichere und humane Arbeit kämpfen. Ebenso wie jene Unternehmen, die trotz allem Druck der Kosten eben auch weiterhin auf Recht und Würde der Arbeit bedacht sind. Nicht zu vergessen auch all jene Politiker, die sich glaubwürdig als Anwälte der Schwachen begreifen. Das Beispiel von Bischof Ketteler kann uns alle bestärken – ist uns allen zur Nachahmung empfohlen – auch und gerade in diesen Zeiten. Ihr Bertram Bolz, Diakon Kath. Touristenund Residentenseelsorger

ev. Kirchengemeinde Teneriffa-Süd Gottesdienste: Playa de las Americas ganzjährig jeden Sonntag 12 Uhr in der Kirche San Eugenio im Pueblo Canario. Veranstaltungen: Gemeindezentrum Playa des las Americas, im Untergeschoss des Shopping Center Salytien in der Nähe des Busbahnhofs Pfarrbüro: Residencial Chayofa Park Barranco del Verodal 23 App 50/1 38652 Chayofa Tel/Fax: 922 72 93 34 Email: ev-gemeinde.tfs@telefonica.net

ev. Kirchengemeinde Teneriffa-Nord

Evangelische Freie Gemeinde

Gottesdienste: Puerto de la Cruz ganzjährig jeden Sonntag 17 Uhr in der Anglikanischen Kirche im Taoropark

Sonntag, 14.00 h: Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst gibt es Kaffee und Kuchen und wir nehmen uns Zeit füreinander in unserer Cafetería.. 14.00 Uhr: Kindertreff. Ab geht der Spaß beim Basteln, Spielen, Stories, Feiern usw.

Email: ev-gemeinde.tfn@telefonica.net Sprechzeit: Montag, Mittwoch und Freitag 12-14 Uhr Pfarrer Gotthard Weidel Tel: 922 38 48 15

Infos unter: www. efg-teneriffa.org Pastor Olaf Wulff Tel./Fax 922 78 10 69 Email: olafwulff@yahoo.de

Die Gemeinde feiert ihre Gottesdienste in Puerto de la Cruz in der Kapelle San Telmo (direkt beim Meeresschwimmbad „Lago Martiánez“). Die Gottesdienste feiern wir im Oktober: Samstags um 18.30 Uhr und am Sonntag um 10.00 Uhr und um 11.30 Uhr. Mittwochs feiern wir um 18.30 Uhr den Abendgottesdienst in der Liturgie von Taizé. Darüber hinaus ist die Kapelle zum persönlichen Gebet und zur Meditation immer Dienstag und Donnerstag von 11 – 13 Uhr geöffnet. Bitte beachten Sie folgende Sondergottesdienste: Sonntag, 02.10. feiern wir das Erntedankfest um 10.00 Uhr!! Dienstag, 01.11. feiern wir um 10 Uhr das Hochfest Allerheiligen Regelmäßige und Einzel-Veranstaltungen: Sonntag, den 30.10. feiern wir unser Saisoneröffnungsfest ab 14 Uhr in und ums Haus Michael – Dazu ergeht herzliche Einladung an alle!! Dienstags ist unsere Pfarrbücherei (Haus Michael) von 14.30 – 16.00 Uhr geöffnet. Ab Dienstag, den 01.11. hat dann auch wieder unser Bücher-Café (Haus Michael) von 14.30 – 17.00 Uhr geöffnet. Neben dem Entleihen von Büchern können Sie hier auch bei Kaffee und Kuchen, einem Gläschen Wein oder andere Getränken, neue Kontakte knüpfen und es sich gut gehen lassen. Die Wandergruppe ist wie gewohnt immer Montag und Freitags unterwegs. Zeiten, Wegstrecke ect. erfahren Sie am Aushang von San Telmo! Deutschsprachige Gottesdienste im Süden Teneriffas werden jeden Samstag um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche von Los Cristianos gefeiert (Oktober bis Mai) Wenn Sie Fragen zu Veranstaltungen haben oder ein persönliches Gespräch mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger suchen, dann rufen Sie uns – Gemeindereferentin Andrea Bolz oder Diakon Bertram Bolz - an unter folgenden Rufnummern: 922-384829 oder 609 054 492!

Mittwoch, 19.00 h: Talkrunde. Gedankenaustausch über aktuelle Bibeltexte, in der Regel nach Bibelabschnitten, die die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen anbietet.

Festkalender Festkalender (*) FESTE, ZURDIE NATIONALEN TOURISTISCHEN ATTRAKTION ERKLÄRT WORDEN (*) DIE FESTE, ZUR NATIONALEN TOURISTISCHEN ATTRAKTION ERKLÄRT WORDENSIND SIND (**) FESTE, DIE ZUR INTERNATIONALEN TOURISTISCHEN ATTRAKTION ERKLÄRT WORDEN SIND (**) FESTE, DIE ZUR INTERNATIONALEN TOURISTISCHEN ATTRAKTION ERKLÄRT WORDEN SIND

ORTSCHAFT

FEST

DATUM

FASNIA

N.S. DEL ROSARIO

3 OKTOBER

GRANADILLA

FEST VON EL PILAR

EL ROSARIO

N.S. DEL ROSARIO

EL TANQUE

CRISTO DEL CALVARIO

SANTA URSULA

PATRONATSFESTE

LA GUANCHA

N.S. DE LA ESPERANZA

22–24 OKTOBER

BUENAVISTA

N.S. DE LOS REMEDIOS

24 OKTOBER

PUERTO DE LA CRUZ

SAN ANDRES (FIESTA DE LOS CACHARROS)

ICOD DE LOS VINOS

SAN ANDRÉS

29–30 NOVEMBER

 LA GUANCHA

SAN ANDRÉS

29–30 NOVEMBER

LA OROTAVA

SAN ANDRÉS

29–30 NOVEMBER

12 OKTOBER 7 OKTOBER 15-20 OKTOBER 21 OKTOBER

29 NOVEMBER

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Promotion

Kaufberatung Netbooks EDV Beratung und News RADIO | JOURNAL | INTERNET Der kleine für Unterwegs: Im Urlaub, im Hotel, oder einfach nur im Wohnzimmer, ein Netbook ist ein kleiner PC den man überall mit hinnehmen kann. Es ist optimal, um seine Emails abzufragen, mal eben etwas im Internet zu suchen oder zu chatten. Der Unterschied zwischen Netbook und Laptop (Notebook) besteht vor allem in der Größe und dem Gewicht, Netbooks sind billiger als Laptops und haben kein CD/ DVD Laufwerk. Geringes Gewicht und klein, aber auch etwas schwach. Dank des geringen Gewichts und des kleinen Gehäuses benötigt ein Netbook nur sehr wenig Platz und kann einfach in der Tasche oder Rucksack transportiert werden. Da auch auf diesen Geräten mittlerweile Windows 7 läuft kann man im Prinzip damit alles machen, was auch mit „großen“ PC,s möglich ist. Als einziger PC taugen die kleinen aber wegen ihrer mangelnden Rechenleistung und den kleinen Displays eher nicht. Wer also unterwegs Videos schneiden oder umfangreiche Spiele nutzen will sollte doch lieber zu einem richtigen Laptop greifen. Zweit- oder Drittgerät mit geringen Abmaßen: Die meistverkauften Geräte haben heute 10 Zoll und sind damit in etwa so groß wie ein DIN A 5 Blatt. Vom Gewicht liegen sie zwischen 1 und 1,5 Kilo, lassen sich also gut transportieren. Wer ein CD / DVD Laufwerk oder Brenner braucht kann auf externe USB Geräte ohne eigene Spannungsversorgung für unter 100 € zurückgreifen. Im Heimnetzwerk kann man aber auch Drucker und Laufwerke der großen PCs mitbenutzen. Ausstattung eher mager, Preis aber auch. Display Die Displays mit 10 Zoll erreichen eine Auflösung von 1024 mal 600 Punkten, (WSVGA) damit lassen sich (fast) alle Websites anständig anzeigen, wer oft mit Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation arbeiten muss sollte sich lieber für ein 12 bis 13 Zoll Gerät entscheiden, dort sind

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auch die einzelnen Tasten der Tastatur etwas größer als bei den 10 Zoll Minis. Prozessor und Arbeitsspeicher

Handy (zwecks Internet oder Dokumente ausladen) anschließen möchte sollte auf Bluetooth achten, es gibt aber auch kleine Bluetooth USB Stecker im Zubehör.

Der Überwiegende Teil aller Netbooks wird von einem Intel Atom Prozessor angetrieben, der ist sehr sparsam im Stromverbrauch, kommt aber an die Leistung der Core i, oder Duo Prozessoren nicht ran. In Verbindung mit 1 GB Arbeitsspeicher (von dem auch die interne Grafikkarte gespeist wird) liegt die Rechenleistung der aktuellen Netbooks in etwas auf dem Stand „richtiger“ PCs von vor 2 bis 3 Jahren.

Zum Chatten alles drin?

Akku

Und das Betriebssystem?

Unbedingt sollte man aber auf einen Akku mit 6 Zellen achten, mit dem 3 Zellen Akku geht schon nach 2 bis 3 Stunden die Suche nach einer Steckdose los, und das nervt unterwegs. Mit einem 6 Zellen Akku und leicht abgedunkeltem Display sind hingegen Akkulaufzeiten von 6 bis 8 Stunden möglich. Windows 7 hat auch sehr gute Energiespar Möglichkeiten, dort wird nicht benötigte Hardware abgeschaltet und das Gerät beim Zuklappen in einen sparsamen Standby Modus gefahren.

Wie bereits angesprochen werden die meisten Netbooks mittlerweile mit Windows 7 ausgeliefert, Vista würde zu viel Ressourcen (Speicher und Prozessor) verbrauchen und WIN XP Geräte sind nur noch als Restposten zu bekommen. Da Linux kostenlos eingesetzt werden kann ist es besonders auf günstigen Netbooks zu finden, wer aber zusätzliche Programme installieren will und sein Gerät auch im Netzwerk betreiben möchte sollte doch besser Windows einsetzen.

Festplatte und Anschlüsse

Fazit:

Die meisten Netbooks werden mit 160 bis 250 GB Festplatte angeboten, um etwa die Urlaubsbilder zwischen zu speichern oder auch mal den Video den man beim Flug ansehen will, reicht das völlig. Achten Sie nur darauf, dass Sie Zuhause dann wieder mit Ihrem großen Rechner synchronisieren, damit keine Daten verloren gehen. Die modernen (und nicht drehenden) Solid State Laufwerke sind wegen geringem Speichervolumen und hohem Preis noch nicht zu empfehlen.

10 Zoll Netbooks kosten zurzeit zwischen 250 und 350 €, dafür bekommt man einen gut ausgestatteten Zweit (oder Dritt,-) Computer der vor allem auf Reisen viel Freude bereiten kann.

Mit 3 USB Ports, einem VGA um auch mal einen externen Monitor anzuschließen und Mikrofon und Lautsprecher- Buchsen sind Netbooks nicht gerade üppig ausgestattet, aber kaum jemand nimmt auch sein gesamtes Büro mit auf Reisen. Ein eigebauter Kartenschacht für SD und XD Karten sollte aber schon vorhanden sein, so lassen sich unterwegs die Bilder der Digicam leicht und schnell ausladen. Ein LAN Port sowie einen WLAN Karte sind Standard, wer unterwegs sein

Oktoberfest in Zusammenarbeit mit Radio Megawelle Am 15. Oktober ab 15:00 Uhr beginnt das Oktoberfest im Restaurante „Bavaria Grill“ in Puerto Santiago, für alle Gäste und den Freunden der „Megawelle“.

Wer sich von Unterwegs über Skype oder Messenger unterhalten möchte sollte auf Lautsprecher, Mikrofon und eine eingebaute Webcam achten. Damit kann man auch das Geld für teure Auslandsgespräche sparen und z.b. über Skype telefonieren. Für vertrauliche Gespräche in guter Qualität ist aber ein Headset zu empfehlen.

Am besten Sie lassen sich im Fachhandel beraten, dort wird man Ihnen auch die benötigten Programme installieren und Ihnen Alles zum Gerät erklären. (Erik Zoeller, EZCOM Tenerife) Siehe Anzeige Seite 47

Bayerische Musik unterhält Sie am Nachmittag, bei deftigen Spezialitäten aus der Küche und dem Zapfhahn. Ab 20:00 Uhr Live Music mit dem bekannten Musiker und Unterhaltungskünstler Freddy Holiday. Für Gute Laune ist gesorgt. Kommen Sie gerne in Trachten. Rechtzeitige Tischreservierung bitte unter 645 077 026 Es freut sich auf Sie das Ehepaar Berger und das Team von „Megawelle“

KC Chocolate – Süßes Kleinod Belgische Schokolade und Pralinen an der Costa del Silencio Am 23. Dezember 2010 eröffneten Yolanda und Rudolphe an der Hauptstraße durch die Urbanisation TenBel (Teneriffa + Belgien) im Center El Trebol ihr feines Kaffe KC Chocolate. Eine große Auswahl an köstlichsten Pralinen und Schokolade erwartet den Gast in wundervoll dekorierten Kühlvitrinen. Andere Spezialitäten und Feinschmeckereien befinden sich in Verkaufsregalen und verführen zum Kaufen. Auf der überdachten Terrasse laden kleine Tische zum Verweisen und genießen ein. Bei einer Tasse belgischem Kaffe oder Kakao der Extraklasse, kann man seine Pause oder Freizeit genießen. Yalanda erklärte Spezialitäten.

mir

die

Besonderheit

der

Der Kaffe kommt aus speziellen Anbaugebieten in der Welt. Wird von ökologischen Bauern handgeerntet und gewaschen und kommt nur in kleinen Mengen in den Handel. Die Schokolade, die sie eigens aus Belgien von der Traditions- Firma KIM importiert, wird teilweise aus 56 verschiedenen Kakaobohnen sehr aufwendig hergestellt. Sie zeigt mir die unterschiedlichsten Schokoladentafeln mit verschiedenen Farben, Formen und Verpackungsgrößen.

Ähnlich ist es mit den feinsten belgischen Pralinen, die auch zu einer Tasse Kaffe gereicht werden. KIM`s Chocolate wurde 1993 zertifieziert und gehört weltweit zu den besten Schokolade- und Pralinenherstellern.

Yolanda und Rudolphe sind auch an einer Zusammenarbeit mit Widerverkäufer interessiert.

Selbstverständlich kann man sich die Pralinen auch einzeln für zu Hause oder in einer Geschenkbox verpacken lassen.

Sie finden uns im

Wie ich erfahren habe, kommen auch begeisterte Kunden, die bis zu einem Kilo Pralinen kaufen. Es wird sogar eine Hauslieferung bei einer bestimmten Bestellmenge angeboten.

Also wann lassen Sie sich von KC Chocolate an der Costa del Silencio verführen?

CC El Trebol – Costa del Silencio Tel 692 490 132 Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr


Rezept

Über Pimientos, Chilis, Morrón und Padrón

Gefüllte Paprika spanische Art

Alles Paprika, oder was?

S

tehen sie auch manchmal verzweifelt vor spanischen Rezepten oder Speisekarten – weil Sie nicht wissen ob Paprikapulver, frische oder getrocknete Schoten oder sogar Chili das Gericht verfeinern? Jetzt ist Schluß damit. Wir klären Sie auf!

Pimientos

Pimentón/ Paprikapulver Das süße bis scharfe Pulver besteht aus fein gemahlenen, sonnengetrockneten roten Paprikaschoten. Jede spanische Region produziert unterschiedliche Arten, was die Würzkraft, den Geschmack und die Farbe betrifft (abhängig von Klima, Verschiedenartigkeit der verwendeten Paprikaschoten sowie der Art der

Tr o c knung). Pimientón ist eines der am häufigsten verwendeten Gewürze in Spanien. Der bekannten Chorizo-Wurst verleiht das orangerote Pulver ebenfalls Würze.

Pimientos/ Paprikaschoten In der spanischen Küche werden eine Vielzahl von frischen oder eingemachten, roten Paprikaschoten verarbeitet – entweder roh, geröstet oder geschält. Zu den gängigsten zählen folgende: Pimientos: grüne und rote Schoten in fast rechteckiger Form mit einer festen, dicken Haut. Sie sind sehr mild im Geschmack.

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350 g Pimientos de morrón: sehr große, fleischige rote Paprikaschoten. Meist werden sie geröstet, geschält und eingedost. Pimientos del pico: spitze, rote Schoten mit sehr dünner Haut. Sie stammen hauptsächlich aus der Region Navarra und La Rioja. Sie schmecken süß bis mild. Pimientos secos/ getrocknete Paprikaschoten Verschiedene Sorten getrockneter Paprikaschoten, angefangen bei edelsüß (ñoras), mild (choriceros) bis hin zu scharfen (guindillas) und mehreren Sorten deren Gattungsbegriff chilis lautet, finden in Spaniens Küchen Verwendung. Süße Pimientos secos werden entweder zerkrümelt über das Gericht gestreut oder zuvor in Wasser eingeweicht, bevor man sie mit den weiteren Zutaten vermengt. Die scharfe rote Paprikaschote (Chilischote) wird während des Kochens im Ganzen zugegeben und später, vor dem Servieren, wieder entfernt. Wenn man die getrocknete Schote direkt über dem Topf oder der Pfanne zerkrümelt, sollten Sie sehr sparsam damit umgehen. So wird ihr Essen reichlich gewürzt, aber nicht beißend.

Hackfleisch vom Rind

1. Die Chilis unter fließend kaltem Wasser abspülen und anschließend mit Küchenpapier trockentupfen.

4 große Paprikaschote(n), grüne, den Stielansatz entfernt und entkernt 1

Zwiebel(n), fein gehackt

2. In einem gußeisernen Topf das Öl (ca. 7 cm hoch) erhitzen. Die Chilischoten maximal 20 Minuten ins Öl tauchen, bis sie hellgrün werden und die Haut Blasen wirft.

3

Knoblauchzehe(n), zerdrückt

50 g

Oliven, grüne, mit Paprika gefüllt

50 g

Kapern, fein gehackt

75 g

Sultaninen

1 TL

Chilischote(n), rote, fein gehackt

3. Mit einem Schaumlöffel die frittierten Schoten entnehmen und auf dem Küchenpapier abtropfen lassen. Anschließend mit Meersalz bestreuen und sofort servieren.

250 ml Tomatenpüree

Salz

Übrigens, wer das Glück hat, auf die eine feurige Schote zu beißen, der sollte nichts trinken sondern viel Brot dazu essen – das löscht recht schnell den Brandherd auf der Zunge.

In einer Pfanne das Hackfleisch mit Zwiebel, Oliven, Kapern und Knoblauch anbraten, bis das Fleisch völlig gar ist. Die Sultaninen, Chilischote und Tomatenpüree dazugeben und mit Salz abschmecken. In der offenen Pfanne köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Paprika mit der Hackfleischmasse füllen und in eine Auflaufform setzen. Eine halbe Tasse Wasser in die Form geben und die Paprika in etwa 1 Stunde fertig garen lassen.

Archiv Megawelle

Pimientos de Padron Das sind die kleinen, grünen Chilischoten. Sie haben einen frischen Geschmack ohne dabei sehr scharf zu sein – abgesehen von der einen feurigen Chilischote, die jeder Beutel enthält. Diese spezielle Paprikaart wird weder getrocknet noch geschält. Pimientos de Padron werden frittiert serviert und geben eine köstliche Tapa. Die Chilis wachsen eigentlich in Galizien, doch auch hier auf den Kanarischen Inseln kann man sie fast in jeder Tapas-Bar bestellen. Oder Sie bereiten Sie selbst zu. Es ist ganz einfach! Sie können die grünen Chilischoten in 250g Beuteln in jedem Supermarkt kaufen. Nun brauchen Sie nur noch Olivenöl und Meersalz – und schon kann es losgehen:

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Fascinosum La Opera Opernfestival auf Teneriffa

Unsterbliche Oper Weiter im Opernfieber können die Liebhaber dieses Genres im Oktober sein. Im großen Sinfoniesaal des Auditoriums setzt das Festival de Opera de Tenerife sein Programm mit Werken von zwei der berühmtesten italienischen Komponisten fort. Mit Verdi am 8./10. 2011 und Puccini am 27./29. 2011, jeweils 20:30 Uhr. Viva Verdi – Lyrisches Galakonzert Bereits im September war Verdis große dramatische Oper „Rigoletto“ auf dem Festivalprogramm. Jetzt folgt nochmals eine Huldigung dieses Operngenies. Mit „The Best of Verdi“ enthält das Programm dieser Gala-Abende einen Querschnitt durch seine künstlerische Schaffensperiode von 1842 bis 1893. Abwechslungsreich erklingen Ouvertüren, Arien und Chöre unter dem Dirigat von Jorge Rubio und der Chorleitung von Ignacio Oliva. Es konzertieren das Orquesta Sinfónica de Tenerife und der Coro Festival de Opera de Tenerife. Solisten der Abende sind: Saioa Hernández (Sopran), Belén Elvira (Mezzosopran) und der Tenor Jorge de Leon. Erster Programmteil Er ist Sequenzen aus der Oper „Sizilianische Vesper“ (1855), der Oper „Troubadour“ (1853), „Aida“ (1871) und „La Traviata (1853) gewidmet. Zum Auftakt beginnt das Orchester mit der Ouvertüre zur „Sizilianischen Vesper“, (oft als Konzertstück zu hören). Diese Oper ist auch als Giovanni Guzman bekannt. Es folgt die Arie „Mercé, dilette amiche“. Historischer Hintergrund ist das Osterfest 1282 in Palermo. Ein brisantes politisches Opernthema. Darauf folgen aus der Oper „Troubadour“ zwei berühmte Chöre: „Coro de Gitanos“ und „Stride la vampa“. Die Handlung spielt Anfang des 15. Jahrhunderts in Aragonien und Biscaya. Das Orchester übernimmt ausdrucksvolle tonmalerische Funktion. Uraufführung war in Rom. Die tragische Oper „ Aida“, zur Eröffnung des Suezkanal bei Verdi in Auftrag gegeben, wird mit einem Preludio und der Arie des Radamés „Celeste Aida“ und der Arie von Aida „Ritorna vincitor“ in Erinnerung gebracht. Aus „La Traviata“, Text

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nach Alexander Dumas, spielt das Orchester das Preludio des dritten Aktes. „MatadoriZingarelle wird besonders begeistern. Die Handlung spielt in Paris und Umgebung um 1700. Genug der Eindrücke – eine Pause mit einem Glas Sekt! - Gedankenaustausch. Zweiter Teil der Verdi- Gala Aus der Oper „Macht des Schicksals“ (1862), sind als erstes ein OrchesterVorspiel, quasi eine Ouvertüre und zwei Arien zu hören von Don Alvaro und Leonora „Pace, pae...“ Die deutsche Textfassung stammt von Franz Werfel. In Schottland, Mitte des 11. Jahrhunderts spielt die Oper „Macbeth“ nach Shakespeares Textidee. An diesen Abenden hören wir die Ouvertüre und die Arie des Macduff „Ah la paterna mano“. Ein düsterer Moll-Klang liegt über den Vorgängen. Die Oper „Nabucco“ 1842 in Mailand uraufgeführt, bekannt durch seinen Freiheitschor, gibt dem Orchester wieder Glanzpunkte, ebenso dem „Va Pensiero“. Mit „Don Carlos“ (1867) nach Texten von Friedrich Schiller schließt das spannende, umfangreiche Programm. Daraus erklingen Arien der Eboli und Elizabetta und besonderer Höhepunkt wird das Duett von Elizabetta und Don Carlos sein. Seit der ersten Oper „Orpheo 1670 von Monteverdi geschaffen, haben sich in der Musikgeschichte bis zu Verdi im Opernstil viele Epochen abgewechselt. Allein bei Verdi kann man drei Perioden im musikalischen Stil und den dramaturgischen Inhalten verfolgen. Kein Opernhaus der Welt wird sich sein Repertoire entgehen lassen. Genießen Sie die Vielfalt dieser Konzerte und vollziehen Sie die Genialität dieses italienischen Bühnen-und Operndramatikers nach . VIVA VERDI ! Finale des Opernfestivals mit Puccinis „Tosca“ Seine Oper „Tosca“wird unter der Direktion musikalisch von Gianluca Martinenghi geleitet. Der Direktor der Scenerie ist Giancarlo del Monaco. Das Drama in drei Akten basiert auf der literarischen Grundlage von Victorien Sardou. Das Libretto schrieben Luigi Illica und Giuseppe Giacosa. Mit großem Erfolg wurde die Oper

1900 in Rom aufgeführt . Allein zehn SoloBesetzungen sind erforderlich. Es wird eine Neuinszenierung des Festivals de Opera de Tenerife in Koproduktion mit folgenden Theatern sein: Calderón de Valladolid, Auditorio El Batuarte de Pamplona, Opera de Lausanne und Villamarta de Jerez. Ein großes Aufgebot an Mitwirkenden, weckt Neugier und Erwartung. Die Vita des Komponisten Giacomo Puccinis Opernwerke sind Meisterstücke des ausgehenden 19. Jahrhunderts und von großem Einfluss auch auf das europäische Operngeschehen. Er vertrat endgültig den Verismus, den seine italienischen Vorgänger schon vorbereitet hatten. 1858 in Lucca geboren, 1924 in Brüssel gestorben, war er der einflussreichste Opernschöpfer seiner Zeit. Er stammte aus einer seit Generationen traditionellen MusikerFamilie. Da waren alle Voraussetzungen für eine musikalische Karriere gegeben. Am Mailänder Konservatorium fiel er mit seiner Diplomarbeit „Concerto capriccio“ auf. Einige Themen aus diesem Werk kann man in Verdis späteren Opern wiedererkennen. Der Verleger Giulio Ricordi wurde zu seinem ständigen Sponsor. Puccini erhielt die ersten Aufträge, die frühen Opern waren noch Talentproben, ohne großen durchschlagenden Erfolg. Sein drittes Werk „Manon Lescout“ 1893 in Turin aufgeführt, wurde jedoch zum Welterfolg. Damit wurde er finanziell unabhängig, konnte reisen und neue Inspirationen sammeln. 1903 heirate er Elvira Bonturi, Mutter seines Sohnes. Mit dem „Mädchen aus dem goldenen Westen“ (1910) eroberte er Amerika. Auch im Operettenmilieu versuchte er sich. Am liebsten war ihm jedoch die Charakterisierung von Frauengestalten. Die meisten seiner Opern schrieb er auf seinem Landgut Torre de Lago. Die Musik des Tonschöpfers Seine Zeitgenossen verblüffte er mit klanglichen Neuerungen, wie Dissonanzen, Ganztonleitern, Quintparallelen, deutlich spürbaren Einflüssen des französischen Impressionismus und fremdländischer Eindrücke. Trotzdem blieb er ein echter Italiener, folgte den Spuren Verdis. Wie sein

großer Vorgänger mischte er sich intensiv in die Texte des Librettisten ein und wirkte intensiv an der Dramaturgie mit. Er wurde zum Synonym des Verismus. Dramatisches Geschehen wird knapp skizziert. Das Orchester ist von großer Farbigkeit, unterstützt die Leit- und Erinnerungsmotive und ostinate Themen, die sich durch Crescendi bis zum dramatischen Höhepunkt steigern. Zwischenspiele sind selten. Von dem 40 Jahre älteren Richard Wagner ließ er sich nur versuchsweise inspirieren, er folgte einer anderen Musiksprache. Außer Opern schuf Puccini Kammer-und Kirchenmusik, Chöre und Werke für Orgel und Klavier. Tosca auf der Bühne Die Handlung ist voller Spannung, ein in Musik gesetzter Kriminalroman. Es gibt kaum glückliche Momente. Atemberaubend die von Puccini erzeugten abrupt wechselnden Szenen des im Juni 1800 in Rom stattfindenden Dramas. Die politische Lage ist brisant. Die Republikaner, Anhänger Napoleons, unterliegen in einem versuchten Aufstand. Der politische Hintergrund der Freiheitsbewegungen durch die französischen Revolution ist wie eine Folie für das Bühnengeschehen. Wenn ich jetzt im Detail beschreiben würde, was alles geschieht, würde die

Spannung für Sie schwinden. Deshalb nur den großen Rahmen der Ereignisse. Es ist ein klassisches Dreiecksdrama mit Liebe, Eifersucht, Intrige, Hass, Mord und Tod. Die Titelrolle hat die berühmte Sängerin Floria Tosca (Sopran). Sie liebt den Maler Mario Cavaradossi (Tenor). Mit Cesare Angelotti (Bass) teilt er seine politische Gesinnung. Ihm gelang die Flucht aus dem Kerker und Caravadossi hilft ihm sich zu verstecken. Eine weitere wichtige Hauptperson ist der Chef der Geheimpolizei Baron Scarpia (Bariton), ebenfalls in Tosca verliebt. Er lässt den Freidenker Cavaradossi verhaften, in der Hoffnung Tosca für eine Liebesnacht zu gewinnen. Um ihren geliebten Maler zu befreien, gibt sie zum Schein nach. Sie verlangt aber zu ihrer Sicherheit ein Begnadigungsschreiben. Kaum ist es in ihren Händen, ersticht sie den intriganten Scarpia. Darauf flieht Tosca und muss erfahren, dass Cavaradossi trotz Scarpias versprochener Freilassung exekutiert wird. Als sie vom Tod ihres Geliebten erfährt, stürzt sie sich von der Engelsburg. Drei Menschen lassen ihr Leben, durch die Leidenschaft einer Frau, die sich gegen das Schicksal auflehnt. Tosca sprengt das tradierte Bild der liebenden Frau und wird in der Musikgeschichte zur eindrucksvollsten Frauenfigur. Berühmte Sopranistinnen wie Renata Tebaldi, Maria Callas, die Amerikanerin Leonthyne Price und die

Schwedin Birgit Nilsson verkörperten diese Rolle weltweit. Wie steht es um die Oper im 21. Jahrhundert? Wird sie sich eines Tages überleben, von mehr Verlangen nach Show übertrumpft? Wohl nicht bei den Spaniern, sie sind durch ihre nationale Zarzuela zu sehr mit dem in Musik gesetzten Bühnenleben verbunden. Trotzdem: Verdi sagte schon über Puccini, dass er der Oper neuen Charakter und lebenswahre Gestalten gab mit zupackender Melodik. Anna Netrebkow gesteht ein: „Nicht alle Opernrollen mag ich, da die Texte oft langweilig und altmodisch sind, dazu noch in fremder Sprache gesungen werden müssen“. Aber sie bleibt Opernfanatikerin trotz neuer Intensionen und sagt: “Oper fasziniert, weil sie etwas hat was wir suchen - das Echte, die Leidenschaft, die himmlische Musik, die Stimmen. Diese Schönheit ist zeitlos“. Dramatischer als mit der verratenen Liebe von Tosca kann ein Opernfestival nicht enden. Der Vorhang fällt. Das Erlebte wird beim Publikum noch lange nachklingen. Nun bleibt die Erwartung auf das Opernfestival 2012.

Adelgund Renelt

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Kanarische Sport- und Spielarten

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ieber Megawellen Leser, Tradition wird auf unseren Inseln sehr gross geschrieben und auch unterstützt dank vieler Verbände, Vereinigungen und Gruppen. Zudem genießen sie die Unterstützung des Cabildos (Inselregierung) von Teneriffa, über sein Programm „Tenerife y Lo Nuestro“ (Teneriffa und das unsere) und auch wir möchten es nicht missen Ihnen diese Traditionen etwas näher zubringen, wir beginnen mit der vermutlich ältesten Sportart:

Lucha canaria Die sogennante „lucha canaria“ rührt noch aus der Zeit der Guanchen. ca. 5000 luchadores (Ringer) die verschiedenen kanarischen Vereinen angehören haben einen Wettkampfkalender der das ganze Jahr umfaßt.

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Praktisch über

alle Gemeinden verfügen terreros (Kampfarenen).

Der Kampf beginnt im terrero. Bei jedem Ringen stoßen zwei Gegner aufeinander, in einem mit Sand bedeckten Kreis, mit einem Radius von fünf Metern. Beide Ringer stehen barfuss Schulter an Schulter und greifen nach dem hochgekrempelten Hosenbein des Gegners. Ziel des Kampfes ist es, den gegnerischen Ringer dazu zubringen, mit wigenden Bewegungen gegenseitig aus dem Gleichgewicht zu bringen. Nur die Füße dürfen auf den Boden gestützt werden, denn sobald irgendein anderer Körperteil den Boden berührt, bedeutet das soviel wie Ausscheiden. Jede Paarung ringt in drei Runden. Gewinner ist der Ringer, welcher zwei Runden gewonnen hat. Eine Runde ist

meist nicht länger als zwei oder drei Minuten. Nach Beendigung des Kampfes ist es üblich, dass der Sieger dem Verlierer die Hand reicht ihm beim Aufstehen hilft, ihn umarmt und dann zurück an seinen Platz begleitet.

Der einheimische Ringkampf wird durch den seit 1943 bestehenden Verband Federación de Lucha Canaria gefördert. Casa Museo de La Lucha Callejón del Cementerio, Nr 7 El Sauzal Öffnungszeiten Montag

Geschlossen

Dienstag – Freitag 10-14 Uhr 17-20 Uhr Samstag

10-17 Uhr

Sonntag

10-14 Uhr


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Megawelle 10/2011