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MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant

High Tech Center ITER So konnte ich an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule zwei weitere Diplome erwerben, Maschinenbau-Fertigungstechnik und Wirtschaftsingenieur.

tive Energien und bin Ehrenmitglied im wissenschaftlichen Beirat ISET in Kassel. MEGAWELLE: Wie kam es dann dazu dass Sie das ITER gegründet haben?

lung ein ITER realisieren zu können gab dann unter anderem den Ausschlag. Die Wahlvorhersage war jedoch schlecht. 13 : 10 für die Sozialisten . Aber die Wahl war genau umgekehrt und wir hatten die Wahl gewonnen. Der Weg für ein ITER war frei. Das war 1987 und seit dieser Zeit bin ich im Cabildo, 12 Jahre als Vizepräsident und nun schon nahezu 12 Jahre als Präsident.

Als großer Karnevalist hat mir natürlich Ricardo Melchior: Ich hatte schon früh Aachen besonders gut gefallen und ich der kanarischen Regierung gesagt, dass Ricardo setztgenossen. auf regenerative hab dieseMelchior Zeit auch Freund-Energiequellen, hier auf der Insel ein Forschungszentwie hier im ITER Forschungszentrum schaften wurden geschlossen, die sich rum für alternative Energien entstehen bis heute gehalten haben. muss. Wir haben die besten Voraussetzungen was Sonne und Wind betrifft. MEGAWELLE: Ein weiters ZukunftsproMEGAWELLE: Danach begann dann Ihre Alle Parteien habe ich angesprochen, jekt, der Transrapid geht in die entberufliche Karriere in Spanien? denn so ein Projekt ist überparteilich, scheidende Phase. Warum ist die Magjeder hat genickt und niemand hat was netschwebebahn so ideal für Teneriffa? Ricardo Melchior: Ich kam dann 1977 getan. Eines Tages kamen Adán Martin wieder nach Teneriffa und bekam den und Miguel Zerolo zu mir nach Hause Ricardo Melchior: Wir haben uns bei Posten des Direktors bei der CEPSA im und fragten ob ich nicht ins Cabildo den Transrapid Leuten in Deutschland Hafen von Santa Cruz. Hier war ich vier kommen möchte. Eigentlich hatte ich informiert, ob so ein Projekt bei uns Jahre lang Herr über Kräne und Gaandere Pläne. Ich hatte Familie, Kinder technisch möglich ist. Eine Machbarbelstapler. Danach wechselte ich zur und wollte mein Geld in der Forschung keitsstudie, unter Beteiligung deutscher UNELCO und war verantwortlich für in Firmen verdienen. Aber die VorstelIngenieure konnte dies bestätigen. Das Forschung, regenerative Energien und Meerwasserentsalzung. Mein Hauptaugenmerk lag auf die alternativen Energiequellen, wie Sonne und Wind. Auch hierfür habe ich mir die Kenntnisse in Deutschland in der Kernforschungsanlage Jülich angeeignet. 1974 während der großen Ölkrise machte die Bundesrepublik eine Marktstudie über Alternativen zu Öl und Kohle. Diese Studie wurde koordiniert von einer Gruppe der Kernforschungsanlage, die ich kannte. Seit dieser Zeit kämpfe ich für den Einsatz der regenerativen Energiequellen. Damals gab es in ganz Europa vielleicht 50 Personen die sich ernsthaft dafür einsetzten. Heute sind es einige 10.000 die diese Projekte unterstützen. Einmal im Jahr treffen wir Pioniere uns. Die meisten sind Professoren in den unterschiedlichen Instituten und Hochschulen geworden. Ich bin zwar kein Professor, aber von Anfang an dabei. Ich halte Transrapid-Versuchsanlage Emsland (TVE) ist ein Testgelände für auch engen Kontakt mit allen deutdie Magnetschwebebahn Transrapid mit einer 31,8 Kilometer schen Forschungsinstituten für alterna7

Megawelle Journal Januar 2011  

Ihre deutsche Zeitschrift für Teneriffa

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