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09/2010 September 2010 Kiosk-Preis: € 2, 20

RADIO | JOURNAL | INTERNET

Der Pareo

Loro Parque Fundación Spix-Ara Pinolere

Orcas im Loro Parque Kunst im Parkhaus

WasKanarische sind Romerias Die Zeder Loro Parque – Gorillas und Pinguine Faszination Nachthimmel 40 Jahre Opernfestival Teneriffas Aguardientes dehistorische Orujo Pflanzenentwicklung Ein Hauch von Nichts Zeitreise durch Jahrhunderte Duftstars - Parfum des Jahres 2010 cueva del viento fünf

Alles Banane! Glaskunst aus Arico Viejo Die Höhle von Chinguaro


Inhaltsverzeichnis

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Editorial Loro Parque - Orcas

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Das weltgrößte Papageienergeignis in Puerto de la Cruz

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Icod de los Vinos - Kunst im Parkhaus

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Wandertipp - Fortaleza

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Das Ende der Kanarischen Zeder

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Bewilligung für die Gipfelbesteigung

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Größtes Sonnenteleskop der Welt auf den Kanaren

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Ausstellungen - Messen - Konzerte

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Veranstaltungskalender

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Opera Grande - 40 Jahre Opernfestival auf Teneriffa

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Der Pareo , nur ein Stück Stoff - aber vielseitig

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Inselkarte

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Zeitreise durch fünf Jahrhunderte

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“Fiestas del Santisimo Cristo” in La Laguna

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Aguardientes de Orujo - Tresterbrand der Extraklasse

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Kirche und Gemeinde

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Seitenblicke

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Märkte und regelmäßige Veranstaltungen

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Gambas al Ajillo - Knoblauchgarnelen

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Buchbesprechung

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Horoskop

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Altern ist keine Krankheit

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Physiotherapie mit Maiyland Konzept

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Rätselseiten

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vielen Dank für die vielen lobenden Rückmeldungen die wir in den letzten Monaten erhalten haben. Besonders freuen uns natürlich Anfragen , mit der Bitte um Heftversandt nach Deutschland und ins deutschsprachige Ausland. Sehen wir doch so, dass wir mit unserer Zeitschrift auch außerhalb Teneriffas gelesen und geschätzt werden.

MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant

Verehrte Leser,

Es wurde allgemein als sehr positiv gewertet, dass wir die Philosophie der Zeitschrift dahingehend verändert haben, mehr zeitneutrale Berichte zu bringen. Wir möchten, dass Sie das MEGAWELLE Journal als eine Art Lexikon , als Sammelwerk, nutzen können. Sie sollen nachschlagen können, was die Insel zu einem Kontinent im Kleinen, mit dieser außerordentlichen Vielfalt und bezaubernder Schönheit, macht.

impressum Herausgeber: CCC Clever Comunication Canarias s.l. Avda. Claudio Delgado, 91 38639 Las Chafiras CIF: B-38 643 359 Geschäftsführer: Hans-Georg Scholz HGS@cccanarias.net Büro: Angeles Fernandez Robayna Fon: (+34) 922 736 118 / Fax: (+34) 922 703 357 oficina@cccanarias.net Geschäftszeiten: Mo- Fr 9 – 15 h Internet: www.megawelle.fm Internet Radio: http://megawelle.radio.de Chefredakteur: Hans-Georg Scholz HGS@cccanarias.net Redaktion: Günther Müller redaktion-megawelle@cccanarias.net Anzeigen Süden: irina.bokhan@cccanarias.net Anzeigen Norden: tanja.vogt@cccanarias.net Presseinfos: prensa@cccanarias.net Meckerecke: meckerecke@cccanarias.net Desposito legal: TF-303/2002 ISSN: 1699 - 3071 Fotos: Günther Müller, Ulrich Brodde Cabildo Tenerife, Presseagenturen Titelbild: Günther Müller Kunsthandwerksmesse Pinolere Druck: Graficas Sabater Anzeigenschluss für Ausgabe Oktober: 20.09.2010

Mit unserem mehrteiligen Bericht “Zeitreise durch fünf Jahrhunderte Teneriffa”, der in dieser Ausgabe startet, möchten wir Ihnen die Geschichte der Insel näher bringen. Auch die Kunst soll nicht zu kurz kommen. So habe ich in vielen Gesprächen feststellen müssen, dass es kunstvolle Bauten und interessante Einrichtungen gibt, die selbst langjährigen Residenten noch unbekannt sind. Ein Artikel über das Parkhaus in Icod de los Vinos, das gänzlich als Galerie umgebaut wurde, ist ein Beispiel hierfür. Kulinarisches möchten wir in jeder Ausgabe hervorheben. Ein Bericht über den spanischen “Grappa”, den Orujo, und die Gambas in Knoblauch sollen Ihnen Lust machen, “Einheimisches” auszuprobieren. Sollten Sie, verehrte Leser, ein Rezept haben, das für Gourmets der kanarischen Küche interessant sein könnte, lassen Sie es uns wissen, gerne veröffentlichen wir Ihre Kreationen. Wir wurden auch gefragt, warum wir keine aktuellen zeitkritischen Themen aus aller Welt abdrucken. Die unterschiedlichsten Medien sind täglich voll von dem was um uns herum an Negativem passiert. Hierfür sind tagesaktuelle und Wochenzeitungen prädestiniert. Wir möchten die Urlauber, die ihre wertvollsten Wochen des Jahres auf unserer wunderschönen Insel verbringen nicht noch zusätzlich mit all diesen Negativnachrichten und Weltproblemen konfrontieren, sondern mit Informationen versorgen, die sie sowohl unterhalten, aber auch Impulse geben, um bevorstehende Kulturveranstaltungen und Messen zu besuchen. Genießen Sie die Zeit auf unserer wunderschönen Insel, von der Homer schon 800 v.Chr. als Garten Eden und Insel der Glückseligen schwärmte ! Das MEGAWELLE Journal möchte Sie begleiten, egal ob Sie Urlauber oder Dauergast sind .

Wir übernehmen keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte und Fotos. Alle Artikel, Informationen, Hintergrundwissen und Empfehlungen wurden nach besten Wissen und Recherchen der einzelnen Redakteure und freien Mitarbeiter erstellt. Für Fehler und Irrtümer wird nicht gehaftet. Beiträge der freien Mitarbeiter, Leserbriefe und Anzeigentexte geben nicht unbedingt die Meinung von Clever Comunication Canarias s.l. wider. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich. Das Kopieren, Speichern und Wiederverwenden in elektronischer Form, auch auszugsweise, ist ebenfalls nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich.

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In unserer aktuellen Augustausgabe finden Sie: Die Loro Parque Fundación Spix - Ara, der seltenste Vogel Was sind Romerias? Cueva del viento Konzertveranstaltungen Kunsthandwerksmesse in Pinolere - La Orotava Kunstausstellungen Vier kleine Dreiecke - ein Hauch von Nichts: Der Bikini Inselkarte Geschichte und Geschichten Teneriffas Faszination am Nachthimmel Leser für Leser Kirche und Gemeinde Seitenblicke Märkte und Veranstaltungen Buchbesprechung Bei Hitze viel trinken Übungen zum Entspannen und Kräftigen der Muskulatur Gesunde Zähne - aber wie? Horoskop Rätselseiten

Besuchen Sie uns auch auf unserer Internetseite: www.megawelle.fm Hier können Sie ältere Ausgaben des MEGAWELLE Journals online lesen, herunter laden , Radio MEGAWELLE hören, Teneriffa-Impressionen erleben . . . und vieles mehr!

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MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant


Loro Parque - einer der schönsten Naturparks der Welt Teil3: Orcas

Ein Projekt das vom Loro Parque in Zusammenarbeit mit SeaWorld –USA realisiert wurde, ist eine Einrichtung die das Wohlbefinden der Tiere mit den Bedürfnissen der Biologen, Tierärzte und Betreuer kombiniert.

D

ie Möglichkeit für Wissenschaftler aus der ganzen Welt, Studien über die Kommunikation der Orcas, ihr Verhalten und ihre Fütterung durchzuführen, sind für die Erhaltungsprogramme von entscheidender Bedeutung. OrcaOcean ist die größte und modernste Orca-Anlage der Welt. Durch die große Plexiglaswand ist ein direkter Blick zu den Tieren unter Wasser möglich. Es gibt auf dem Globus nur wenige Gelegenheiten den Tieren so nah zu begegnen wie hier auf Teneriffa. Wal und Mensch trennen nur wenige Zentimeter.

Die schwarzen Ozean-Schönheiten mit weißer Kehle und Bauch und 1,80 m langer Schwanzflosse finden in Wolfgang Kiesslings OrcasOcean einen großzügigen und komfortablen Spielund Tummelplatz, sauberer als das offene Meer. Aber auch der Besucher kommt nicht zu kurz. Die Zuschauertribüne ist überdacht, um nicht nur die Zuschauer, sondern insbesondere die Tiere vor schädlichen Sonnenstrahlen zu schützen und den Energieaufwand zu reduzieren, um die Wassertemperatur konstant zu halten. Die Dachkonstruktion allein ist 4.000 m2 groß. Die Aufgänge und die Tribünen wurden so perfekt konzipiert, dass eine unbeeinträchtigte Sicht auf die Anlage und das Meer gewährleistet ist. Darüberhinaus projektieren sechs Kameras, davon drei Unterwasserka-

meras, Bilder von den Tieren und ihren Trainern auf eine riesige Leinwand und lassen die Orcavorführung zu einem einzigartigen Erlebnis werden. Es ist sehr wichtig, dass die Besucher mit mehr Verständnis und größerem Wissen über die Lebensweise der Orcas den Park verlassen. Im Bildungszentrum „Aula del Mar“ können kleine und große Parkbesucher das Meer und seinen Botschafter, den Orca, entdecken und fragen stellen. Auch außerhalb der offiziellen Vorführungen sind die Orcas zu betrachten. Sie sind sehr verspielt und vollführen gelegentlich Kunststücke. Relativ oft ist zu beobachten, wie sie an Land schwimmen, hier einige Sekunden verweilen und sich dann langsam wieder ins Wasser begeben. Alle Orcas stammen aus SeaWorld, USA und sind auch deren Eigentum. Es sind die zwei Männchen Keto (15 Jahre alt) und Tekoa (6), dazu zwei jüngere Weibchen, nämlich Kohana (8) und Skyla (6).

Foto: Ulrich Brodde

Die Becken, die acht bis zwölf Meter tief und 120m lang sind, setzen weltweit neue Maßstäbe. Mit einem Fassungsvermögen von 22 Millionen Litern kristallklarem Salzwasser, das in einer Tiefe von 65 Metern aus dem Atlantik entnommen wird, garantieren optimale Bedingungen für die Tiere. Mittels Sandfilteranlagen werden sechs Millionen Liter pro Stunde gereinigt. Die Wassertemperatur wird permanent auf 13 Grad Celsius gehalten, wofür die Entwicklung einer dem neues-

ten Stand der Technik entsprechenden Anlage notwendig war, auch in Bezug auf die Energieversorgung.

Wirklich faszinierend zu sehen, wie die Diplom-Biologin und Tiertrainerin Claudia Vollhardt mit der Orcadame „Kohana“, nur durch eine Glasscheibe getrennt, kommuniziert. Das riesige, tonnenschwere Tier reagiert erstaunlicherweise besonders auf ein winziges, sich bewegendes Kinderspielzeug. Sie beobachtet das Spielzeug und stößt dabei die typischen Ruflaute der Orcas aus (zu sehen an den Luftblasen). 6


MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant Foto: Ulrich Brodde

Wolfgang Kiessling hatte seine Toptrainer aus der Delphin- und der SeelöwenArena 18 Monate lang vor Ort zu den Orcas in den USA vorausgeschickt, Mensch und Tier behutsam aneinander gewöhnen lassen, seine Trainer in modernsten Haltungs- und Trainingsmethoden ausbilden und Eigenerfahrung mit den anvertrauten Tieren sammeln lassen.

Foto: Ulrich Brodde

Durch die mehr als 30-jährige Erfahrung von SeaWorld USA, wurden bereits die Orcas des Loro Parque sowie deren Eltern in Menschenobhut geboren. Deswegen können wir von Orcas in der dritten Generation sprechen.

Der ausgestreckte Finger von Claudia ist ein Kommando die Zunge zu zeigen. Für Kohana ein Spiel, für die Betreuer wichtig um etwaige Infektionen oder Krankheiten zu erkennen.

Splash - Zone: Hier sitzen Sie in der ersten Reihe nicht immer die optimale Lösung.

Zur Biologie: Orcas (Orcinus orca) sind die größte Art der Delfinfamilie (Delphinidae). Fälschlicherweise werden sie auch manchmal Killerwale genannt. Männliche Tiere können bis zu 10 m lang sein und über 5.500 kg wiegen. Die Rückenflosse kann bis 1,3 m hoch sein. Weibliche Tiere sind etwas kleiner (8,5 m, 3.800 kg). Sie bekommen alle 4-5 Jahre Nachwuchs. Ein geborenes Kalb ist 2,5 m lang und wiegt bereits etwa 200 kg. Orcas schwimmen in kleineren Gruppen in Küstennähe und auf hoher See. Die normale Schwimmgeschwindigkeit beträgt 7 km/h; sie können jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erreichen. Weibliche Tiere werden bis 60 Jahre alt, männliche Tiere nur 30. Orcas haben ein ausgeprägtes soziales Verhalten. Jede Familie oder Gruppe hat ihre eigenen Laute. Sie können bis 100 m tief tauchen und bis 15 Minuten unter Wasser bleiben.

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7. Internationaler Papageienkongress Teneriffa Weshalb man unbedingt dabei sein muss! Vom 22. bis 25. September 2010 findet in Puerto de la Cruz auf Teneriffa, Spanien, der 7. Internationale Papageienkongress statt. Er wird wieder in bewährter Form vom Team des Loro Parque und der Loro Parque Fundación organisiert und ist das Top-Ereigniss der Papageienfreunde weltweit.

E

s gibt unzählige Gründe, weshalb man diese Veranstaltung auf keinen Fall verpassen darf und unbedingt dabei sein muss, einige davon haben wir für Sie zusammengetragen: – weil man bei diesem Event Papageienfreunde aus aller Welt kennenlernen kann, beim letzten Kongress waren Teilnehmer aus über 40 Ländern dabei, – weil es nirgends einen größeren Papageienkongress gibt, als auf Teneriffa., – weil Top-Referenten aus aller Welt interessante Neuigkeiten aus der Welt der Papageien vortragen werden, – weil die Teilnehmer die neusten Erkenntnisse in den Bereichen Papageienschutz, -haltung, -zucht, -forschung und -medizin erfahren,

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setzt werden und somit die Teilnehmer in ihrer Muttersprache alle Präsentationen verfolgen können, – weil sich die Papageienfreunde weltweit nur alle vier Jahre einmal treffen, – weil man wertvolle Kontakte zu Papageien-Zuchtfreunden in aller Welt knüpfen kann, die sich nur positiv für den eigenen Bestand auswirken können, – weil an zwei Kongresstagen wieder das bewährte Kongresszentrum in Puerto der la Cruz genutzt wird und dort zahlreiche Stände von Firmen rund um das Papageienhobby ihre Produkte vorstellen,

– weil man aus den Referaten praktische Tipps für die eigene Papageienhaltung und -zucht bekommmen kann,

– weil man im Loro Parque unbedingt die neue Attraktion „Katandra Treetops“, eine der größten Papageienvolieren der Welt mit ihrem unglaublich wertvollen und abwechslungsreichen Papageienund Vogelbesatz mit über 120 Vögeln entdecken kann,

– weil alle Referate des Kongresses stets simultan in die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Fränzösisch über-

– weil man als Mitglied der Loro Parque Fundación die einmalige Möglichkeit erhält, die Zuchtstation „La Vera“ zu be-

suchen und in einem geführten Rundgang einen Überblick über 1.200 Volieren erhält (diese Zuchtstation ist für den normalen Besucherverkehr nicht geöffnet und dort werden mit Spix- und Lear-Aras auch die seltensten Papageien der Welt gehalten), – weil vor dem 7. Internationalen Papageienkongress erstmals ein zweitägiger wissenschaftlicher Kongress über Papageien durchgeführt wird, zu dem man sich bei Interesse als Kongressteilnehmer ebenfalls zusätzlich anmelden kann, – weil nach dem 7. Internationalen Papageienkongress wieder ein praktischer Papageien-Workshop von den Biologen und Tierärzten des Loro Parques sowie ausgewählten weiteren Experten durchgeführt wird (Themen Kunstbrut und Handaufzucht von Papageien, Ernährung von Papageien, Krankheiten von Papageien). Weitere Informationen und Anmeldungen im Internet unter: www.loroparque-fundacion.org.


Модель Сундукова Галина, Фотограф Нина Ковалёва , Cтилист Сундукова Людмила

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MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant


Icod de los Vinos - Kunst im Parkhaus

Wer Icod de los Vinos besucht hat meist nur ein Ziel, den „Drago Millenium“. Ein Foto vom legendären Drachenbaum zu schießen gehört zum Pflichtprogramm jedes Urlaubers. Die meisten eilen an dem in unmittelbarer Nähe des Drachenbaumgeländes liegenden Parkhaus vorbei ohne ihm nur die geringste Beachtung zu schenken. Warum auch? Parkhäuser sind seelenlose Betonklötze.

F

ast keiner mag Parkhäuser, sie sind meist pure Zweckmäßigkeit, notwendiges Übel, und man versucht sie so schnell wie möglich zu verlassen oder sie ganz zu meiden. Wichtig sind nur die horizontalen Flächen als Abstellraum. Nicht jedoch so in Icod! Hier entdeckte der kanarische Künstler Eric Cichosz vor fünf Jahren wie viel Möglichkeiten die vertikalen Flächen, sprich Wände, ungenutzt bieten. So entstand damals ein ungewöhnliches Projekt: Auf Initiative von César Estévez wurde das Parkhaus „El Drago“ im Zentrum des Ortes in eine Galerie umgestaltet. Die Autos parken inmitten einer Galerie. Viele der sonst unansehnlich schmutzig weißen Wände wurden von dem kanarischen Künstler Eric Cichosz mit riesigen Wandgemälden verschönert. „Ycoden Tradicional” nennt sich das Projekt, und

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MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant

die bis zu 30m breiten Arbeiten zeigen Szenen aus Tradition und Brauchtum von Icod und Umgebung. Spezielle überlieferte Bräuche, die nur in bestimmten Orten gepflegt werden, wie die „Hachitos“, große, schwere, fackelgeschmückte Votivtafeln, die jedes Jahr in der Johannisnacht von La Vega nach Amparo getragen werden, oder das Korb- und Bollo-Fest von Santa Bárbara. Bollos sind Naschwerk, Figuren aus Zucker, die die unverheirateten Frauen auf dem Kopf zum Dorfplatz tragen. Auch der „Diablo“, der Teufel und seine Frau, eine Tradition aus Las Angustias, das Fest des San Marco am Meer oder die „Tablas“ fehlen nicht. Selbstverständlich sind auch der Wein, die Feldarbeit, die Romerías und Bodegafeste gewürdigt. Wer also Icod besucht, der sollte sich etwas Zeit nehmen und durchs Parkhaus bummeln. Die Bilder sind nicht nur mit deutlicher Zuneigung des Künstler zu seinen Motiven gestaltet, sie geben auch einen Überblick über das reiche Brauchtum der Gegend, das dank der Traditionsverbundenheit des Volkes mit jedem Jahr mehr gepflegt wird.

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Wandertipp - Fortaleza Wer keine Probleme mit der Höhe hat für den ist es eine unvergleichlich schöne Wanderung, geringe Höhenunterschiede, stets den mayestätischen Teide vor Augen, eine Vulkanlandschaft der besonderen Art. Hier, auf der Anhöhe, endet die Wanderung – Sendero 1 – die vom Veröffentlichungsdienst des Nationaparks in einer Karte dargestellt wird.

W

ir starten unsere Wanderung am Besucherzentrum – Centro de Visitantes in El Portillo bei einer Höhe von 2050 m. 15°C erwarten uns heute, strahlende Sonne und wolkenloser blauer Himmel und wir können kurzärmlig – jedoch empfehlenswert: gut eingecremt – starten.

Gleich links neben dem Besucherzentrum gehen wir auf dem zuerst gepflasterten Weg – Sendero Nr. 1 – leicht bergauf. Kurz darauf kommen wir auf den mit Steinen links und rechts gut gekennzeichneten Pfad und lassen alle links oder rechts abgehenden Pfade unbeachtet. Nach geraumer Zeit kommen wir an einem Eisenzaum vorbei, öffnen das Eisentörchen und von nun an ist es ein steter Wechsel von leichtem An- und Abstieg, jedoch von der Bodenbeschaffenheit her sehr gut zu gehen. Wir gehen durch die mit den Büschen des zum Teil schon violett-blühenden Teidelacks und den grünen, kugeligen Büschen des behaarten Federkopfs, der Teide-Skabiose, von uns Deutschen so bezeichnet, die Canarios sagen liebevoll “Rosalito salvaje” dazu. Mächtige Ginsterbüsche und zum Teil – rechter Hand - Kiefernwaldbestand begleiten uns. Und natürlich: Stets im Blick der Pico del Teide und linker Hand Montaña Blanca. Nach einer Stunde kommen wir in die 12

langgezogene sandige Ebene – Cañada de los Guancheros – von der aus der kurze, ca. 10 Minuten dauernde Aufstieg bis zur Kapelle – Cruz de Fregel – rechts abzweigt. Vor dem Brand befand sich hier ein Picknickplatz mit Tischen und Bänken, die jedoch ein Opfer der Flammen wurden. Erstaunlich: Die um die Kapelle wachsenden Kiefern sind schön grün, unmittelbar rechter Hand, hinter dem Mäuerchen, wütete der Brand und die verkohlten Kiefernstämme geben mit ihrem zarten Neuaustrieb Hoffnung.

Wir wollen aber noch etwas in dieser herrlichen Landschaft verweilen. Nach einer kurzen Rast gehen wir im Rücken der Kapelle auf dem breiten, leicht ansteigenden Weg, an einer kleinen Gedenkstätte vorbei, aufwärts. Links geht ein kleiner Pfad ab, den wir unbeachtet lassen. Wir folgen dem gut sichtbaren Pfad, der sich vorbei an vereinzelten Exemplaren der “Kanarischen Zeder” – die keine echte Zeder, sondern eine seltene, endemische Wacholder-Art ist – und Ginsterbüschen entlang schlängelt – stets leicht rechtshaltend – bis wir einen schönen Blick in das OrotavaTal haben. Wir genießen den Blick auf den Pico Teide, Montaña Blanca, auf die vorgelagerten Vulkane und gehen nun zurück bis kurz vor einer alleinstehenden Kiefer, durch Steinmännchen gekennzeichnet, ein schmaler, kaum zu erkennender Weg abzweigt. Dem folgen wir bergauf, zum Teil über dicke Felsbrocken und –platten, schlecht zu gehen, bis wir wieder rechts von den Felsen einen phantastischen Blick in die beigefarbene Sandebene und auf bizarre Felsformationen haben. Oben, am höchsten Punkt des Pico de la Fortaleza, freuen wir uns über unsere Abenteuerlust und den grandiosen Überblick.


MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant

Wir haben den Risco de la Fortaleza gemacht! 2159 m hoch! Den Abstieg vom “Steilen Felsen” = “Risco” finden wir – Dank Steinmännchen – recht gut, es empfiehlt sich jedoch, ihn äußerst vorsichtig zu gehen, da Rutschgefahrt, und kommen wieder bei der Kapelle aus. Links von der Kapelle führt ein Weg unterhalb des Pico de la Fortaleza entlang. Auf diesem Weg gelangt man in einem größeren Bogen in die Sandebene und erreicht dann wieder unseren Hinweg, der von hier aus auch der Rückweg ist. Wir haben uns diesen Bogen gespart und sind gleich – wie wir gekommen sind – nach unten gegangen.

Haben wir unsere Wanderung links des Besucherzentrums begonnen, beenden wir sie rechts, das gibt uns die Möglichkeit durch den hier angelegten sehr lehrreichen Botanischen Garten zu gehen und können dabei die Pflanzen, die uns unterwegs begegnet sind, namentlich identifizieren.

randi, auf Ober- und Unterseite mt überwiegend zweiarmigen Haaren, bis 8 x 0,7 cm. Blüten hellviolett, 2-4 mm lang gestielt. 2 der 4 Kelchblätter ander Spitze mit kleinem Anhängsel. Schoten 3-6 cm lang. vor allem mit dreiarmigen Haaren und ausdauerndem, 2-4,5 mm langem Griffel..

Auf dem Rückweg – immer den majestätischen Teide im Blick -muss man sich nicht von den abgehenden Wegen ablenken lassen.

Tipp: Man sollte soviel Zeit einplanen, dass man sich in dem sehenswerten und informativen Besucherzentrum, unter anderem mit einer Filmvorführung über den Vulkanismus, „schlau“ machen lassen kann sowie über Flora, Fauna und Gesteine.

Wir halten auf den Kiefernwald zu, kommen an den “Natur-Steinbänken” vorbei, die ich auf dem Hinweg nicht erwähnt habe, erkennen das Hinweisschild „portillo“, durchqueren das Eisentörchen und wissen: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Botanik: Besen-Schöterich, Teidelack (Erysimum scoparium ) „Alheli del Teide“. Es handelt sich um einen graugrünen Halbstrauch mit anliegender Behaarung. Blätter schopfig unterhalb der Blütentrauben, lineallanzettlich, granz-

Anfahrt: Es gibt mehrere Möglichkeiten, um in die Cañadas zu fahren. Wir hatten uns für die Anfahrt aus Richtung Los Cristianos über die TF 28 / TF 51 nach Arona und weiter über Vilaflor und dann die TF 21 zum Nationalpark Teide entschieden. Von Boca de Tauche folgen wir der Straße vorbei am Parador und Seilbahn bis zum Besucher-Center El Portillo. Wander-Wegstrecke: gut 3 Stunden mit Abstechern Irmgard und Manfred Roth www.mundi-roth.de 13


Das Ende der Kanarischen Zeder

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inige Kanarische Zedern (Juniperus cedrus) sind noch im Nationalpark in der Caldera zu bewundern. Ein besonders schönes Exemplar steht nahe der Felsformation “La catedral”. Dieser Felsen erhebt sich in den Himmel und gleicht, daher auch der Name, dem Turm einer großen Kathedrale. Er besteht aus Phonolith Gesteinen, die beim Erkalten ihr Volumen vermindert haben und prismenartige Formen annahmen. Der Erosionsprozess setzt unaufhaltsam sein Werk fort und schafft riesige Geröllkegel zu Füßen des Felsens. Die dort noch wachsende Zeder zeigt uns sehr anschaulich, wie durch unbedachte Eingriffe in die Landschaft das empfindliche Gleichgewicht der Natur gestört werden kann. Die Zeder ist ein diözischer Baum, das

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heißt, dass es Exemplare gibt, die nur weibliche Blüten hervorbringen und andere nur männliche, wodurch ihre Fortpflanzung erheblich erschwert wird, da es sein kann, dass die Bäume in recht weiter Entfernung voneinander stehen. Die Frucht braucht zwei Jahre um zu reifen und nach dieser Zeit ist es notwendig, dass die Verdauungssäfte irgendeines Tieres ihre äußere Schale aufweichen, damit sie keimen können. Im Falle der Cañadas sind es die Raben, die für den Verzehr der Zedernfrüchte verantwortlich sind, die sie danach dann an einem anderen Ort wieder “aussähen”.

Als das Gebiet 1954 zum Nationalpark erklärt wurde, bestand eine der ersten getroffenen Maßnahmen zum Schutz der Vegetation in einem Weideverbot innerhalb der Cañadas. Eine negative Folgeerscheinung dieser Anordnung war, dass die Raben das Gebiet weitgehend verließen, da sie sich als Aasfresser vor allem von den Körpern toter Ziegen ernährt hatten und nun nicht mehr genügend Nahrung vorfanden, sich also andere Aufenthaltsgebiete suchen mussten. Die Folge: Das Entstehen neuer Zedernbäume wurde zu einer Seltenheit. Die durch das Weideverbot entstandene Situation stellt ein hervorragendes Beispiel der wechselseitigen Abhängigkeit ökologischer Prozesse dar.


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MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant


Bewilligung für die Gipfelbesteigung des Teides jetzt online möglich

Der Teide Nationalpark hatte vor längerer Zeit bereits beschlossen die Besichtigung dieses symbolischen Gipfels zu regulieren und das empfindliche Gebiet zu schützen und somit gleichzeitig das Erlebnis eines jeden Besuchers qualitativ zu steigern und seine Sicherheit zu verbessern.

D

a die Anzahl Besucher pro Tag auf 200 beschränkt ist, ist es notwendig, für die Besteigung des Gipfels vorher eine Bewilligung einzuholen. Bisher musste diese Antragstellung persönlich in Santa Cruz durchgeführt werden. Diese Bewilligung ermöglicht die Besteigung des Gipfels zu Fuß. Die Bewilligung kann seit August 2010 auch online im Internet beantragt werden. Sie hat nur für ein bestimmtes Datum und einen bestimmten Zeitabschnitt Gültigkeit. Es wird darauf hingewiesen, dass der Antrag für die Bewilligung bis 14:00 am Vortag der gewünschten Gipfelbesteigung eingereicht werden muss. Die Ausstellung der Bewilligung ist jederzeit von der Anzahl Plätze abhängig, die noch zur Verfügung stehen. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, dass die Bewilligung sofort ungültig ist, wenn die Verwaltung des Nationalparks den Wanderweg schließt. Nur Personen, die über diese Bewilligung verfügen, wird die Gipfelbesteigung erlaubt. Es ist dem Besucher jedoch stets untersagt, vom Weg abzugehen und sich in den Krater zu begeben. Die weiteren zwei Wanderwege, welche von La Rambleta neben der Bergstation der Seilbahn abgehen und zu den Aus-

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sichtspunkten Pico Viejo und La Fortaleza führen, von wo aus man einen wunderbaren Blick über die Cañadas und die ganze Insel Teneriffa hat, sind frei betretbar. Die letzten Meter bis zum Gipfel des Vulkans führen über den Wanderweg Nr. 10 des Wanderwegnetzes des Nationalparks. Dieser trägt den Namen “Wanderweg Telesforo Bravo“, nach dem berühmten Geologen aus Teneriffa, der so viel dazu beigetragen hat, die Ursprünge und Geheimnisse dieses mystischen Ortes bekanntzumachen. Während der Gipfelbesteigung erreicht man nach einem Fußmarsch von ca. 650m einem Höhenunterschied von 163 m. Der Besucher beginnt den Aufstieg bei einer Höhe von 3.555 m am Anfang des Wanderweges (La Rambleta) und erlangt am höchsten Punkt 3.717,98 m den Pico Teide. Zur Gewährleistung einer besseren Kontrolle über die Gruppen werden für die Gipfelbesteigung Zeitabschnitte von jeweils zwei Stunden zugeteilt. Der Antragsteller muss einen der folgenden, festgelegten Zeitabschnitte auswählen: - Von 09:00 bis 11:00 Uhr - von 11:00 bis 13:00 Uhr - von 13:00 bis 15:00 Uhr - von 15:00 bis 17:00 Uhr (vor allem die Personen, die diesen letzten Zeitabschnitt wählen, seien darauf aufmerksam gemacht, dass die letzte Talfahrt gewöhnlich um 16:30 startet, in den Wintermonaten eventuell sogar etwas früher).

GANZ WICHTIG: Es ist für alle und jede der auf der Bewilligung aufgeführten Personen zwingend erforderlich, dass sie das Original des Personalausweises, des Reisepasses oder eines anderen offiziellen Identitätsausweises mit sich führen, um den Wanderweg „Telesforo Bravo“ begehen zu dürfen. In dem Falle, dass der Antragsteller seinen Ausweis nicht vorweist, erlischt die ausgestellte Bewilligung sowohl für den Antragsteller selbst, als auch für seine Begleitpersonen. Falls der Antragsteller selbst nicht erscheint, verliert die Bewilligung ebenfalls ihre Gültigkeit. Um Missverständnisse zu vermeiden, der Besuch des Teide mit der Seilbahn und die Besteigung zu Fuß bis zur Aussichtsplattform ist weiterhin von diesem Bewilligungsverfahren nicht betroffen.

Die Reservierung können Sie online im Internet beantragen unter: www.reservasparquesnacionales.es Neben spanisch steht die Seite auch in deutsch, englisch und französisch zur Verfügung. Quelle: Teide-Nationalparkverwaltung


A

ls Standort kommen sowohl Izaña auf Teneriffa als auch der Roque de los Muchachos auf La Palma in Frage. Beide wären nach Aussage des Astrophysikalischen Institutes der Kanaren IAC gleich gut geeignet.

teuren Teleskops ist für 2018 vorgesehen.Mit der Entscheidung, wo genau das EST denn nun gebaut werden soll, ist nicht so schnell zu rechnen. Fest steht nur, dass es eine der beiden Kanareninseln sein wird.

Die Planung des neuen „Europäischen Solarteleskops“ EST soll bis Ende diesen Jahres abgeschlossen werden. Die Fertigstellung des 150 Millionen Euro

Das neue EST wird mit einem Spiegel durchmesser von 4,10 m das größte Sonnenteleskop der Welt werden, größer als die US-Version auf Hawaii.

MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant

Größtes Sonnenteleskop der Welt wird auf den Kanaren gebaut

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„Las noches del mait“ in La Orotava Am Freitag dem 3. September geht

Museum in der Kirche La Concepción

die Museumsnacht in La Orotava „Las

beendet die dreistündige Führung. Der

noches de mait“in die dritte Runde.

Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr,

Nachdem bereits im Juni und Juli die

Teilnahmegebühr € 9,00. Die Teilneh-

Veranstaltungen auf großes Interesse

merzahl ist begrenzt, deshalb sollten

gestoßen sind, erwartet die Besucher

die Tickes bereits im Vorfeld beim Tou-

wieder eine interessante Mischung aus

rismusbüro in La Orotava oder im Ibe-

Kultur, Musik und kulinarischen Köst-

roamerikanischen Museum erworben

lichkeiten, bei denen im Iberoameri-

werden.

kanischen Museum in der Altstadt La

Am Freitag dem 1. Oktober geht die „Las

Orotavas der Rundgang beginnt. An-

noches de mait“ mit den Märchenerzäh-

schließend geht es zum Sandteppich

lern zu Ende. Für diese Veranstaltung

Museum. Ein Orgelkonzert im sakralen

wird ein Eintritt von € 5,00 erhoben.

„Iberoamerikanische Kunsthandwerksmesse“ mit neuem Standort Die alljährlich im Herbst auf Tenerif-

Ebenfalls neu wird in diesem Jahr sein,

fa stattfindende Iberoamerikanische

dass ein dritter Kontinent, Afrika, mit

Kunsthandwerksmesse kündigt sich in

dem Senegal als Gastland vertreten sein

diesem Jahr mit wesentlichen Verände-

wird. Eine Veränderung des Messena-

rungen an.

mens ist jedoch bislang nicht vorgesehen.

Vom 7. bis 12. Oktober, also früher als

Grund für die Einladung senegalesi-

sonst üblich, findet in Puerto de la Cruz

scher Kunsthandwerker, ihre Arbeiten

die

im Rahmen der Iberoamerikanischen

diesjährige

Iberoamerikanische

Kunsthandwerksmesse statt. Jedoch

Kunsthandwerksmesse

nicht wie bisher im Messe- und Kon-

vorzustellen, ist ein Kooperationsab-

gresszentrum von Santa Cruz de Teneri-

kommen, das Teneriffa bereits vor eini-

fe, sondern erstmalig auf dem Parkplatz

gen Jahren mit dem westafrikanischen

am Hafen von Puerto de la Cruz.

Staat geschlossen hat.

auf

Teneriffa

Kunsthandwerksmesse „Pinolere“

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„Pinolere“ gilt als die bekannteste der

des Parque Etnográfico de Pinolere in

jährlich

Orotava ausstellen

stattfindenden

Kunsthand-

werksmessen auf den Kanaren. Die

„Pinolere“ ist an den drei Tagen von

Ausstellung vereint Kultur und Tradition

10.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Die offiziel-

und ist eine hervorragende Gelegenheit

le Eröffnung findet am 3. September im

einen Einblick in die Kunst der einheimi-

Beisein lokaler, insularer und regionaler

schen Handwerker zu bekommen. ME-

Vertreter um 12.30 Uhr statt.

GAWELLE Berichtete ausführlich in der

Der Eintritt kostet 2,50 Euro (ermäßigt

August Ausgabe.

1,50 Euro).

Die Messe findet nun zum 25. Mal statt.

Den Ortsteil Pinolere erreichen Sie über

Vom 3. bis 5. September werden 185

die Hauptstraße, die von La Orotava

Vertreter des traditionellen Kunsthand-

zum Teide-Nationalpark führt. Die Ab-

werks ihre Arbeiten auf dem Gelände

zweigung Pinolere ist ausgeschildert.


Kulturelle Veranstaltungen und Freizeitangebote der Inselregierung Ausstellung “Neue Besatzung für Pequod”

Ausstellung Área 60 “Perpetuum Mobile” Abel Herrera García, Abel Herrera Garrido y Javier Herrera Garrido Tage: Bis 2. September Zeit: 10.00 bis 20.00 (außer Montag) Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057

Ausstellung “Si quebró el cántaro” Missbrauch und Misshandlung in der Kindheit Tage: bis 31. Januar 2011 Zeit: 10.00 bis 20.00 (außer Montag) Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

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Werke der La Caixa Stiftung

Nahes Paradies

Tage: Bis 3. Oktober Zeit: 10.00 bis 20.00 (außer Montag) Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

Tage: Bis 1. November Zeit: 10,00 a 20,00 (excepto los lunes) Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

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Zeit: 21.00 Ort: Plaza del Cristo Gemeinde: La Laguna Information: 922 849 080 www.ost.es

Zeit: 20.00 Ort: Librería del Cabildo Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 151 650 www.culturatenerife.net

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Erfahrungsaustausch “Perpetuum Mobile”

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Área 60

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Ausstellung “Die Ruhe der Objekte”

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Lesung von Jaime Rodríguez Torres

Zeit: 20.00 Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

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Konzert des Synphonieorchesters und der Los Sabadeños

Fiestas del Cristo

Bilderausstellung der Kinderwerkstatt Futuro

Cine TEA “Wut”

Kino TEA “Das Pferd mit den zwei Beinen”

Ausstellung “Et in arcadia ego”

Bücherei des Cabildos

Tage: 3., 4. und 5. Zeit: 19.00 y 21.30 Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

Zeit: 20.00 Ort: Librería del Cabildo Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 151 650 www.culturatenerife.net

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Bücherei des Cabildos

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Theater Produktion 2RC : “Die bewohnten Meere”

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Ausstellung “Stationen”

Horacio Concepción Tage: vom 9. September bis 23. April 2011 Zeit: 9.00 bis 21.00 (außer Montag) Ort: Casa del Vino La Baranda Gemeinde: El Sauzal Information: 922 572 535 www.tenerife.es/casa-vino

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Theater Reciclown: “Die Gebrüder Gepetti…”

Tage 10., 11. und 12. Zeit: 19.00 und 21.30 Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

Sammlung von Ordóñez Falcón de Fotografía COFF Tage: vom 16. September bis 6. Januar 2011 Zeit: 10.00 bis 20.00 (außer Montag) Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057

Lesung der akkustischen Gruppe Transitor One

Tanz- und Theaterzirkel von Teneriffa

Tanz- und Theaterzirkel von Teneriffa

Zeit: 20.00 Ort: Librería del Cabildo Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 151 650 www.culturatenerife.net

Zeit: 20.30 Ort: Teatro Guimerá Gemeinde: S/C Tenerife www.culturatenerife.net

Zeit: 17.00 Ort: Casa de los Cáceres Gemeinde: Icod de los Vinos www.culturatenerife.net

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Kino TEA “Maria und Ich”

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Theater Reciclown: “Der Flug der Worte”

Tage: 17., 18. und 19. Zeit: 19.00 und 21.30 Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

Tanz- und Theaterzirkel von Teneriffa

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Kino TEA “Das Vorhaben von Elly”

Zeit: 21.30 Ort: Casa de los Cáceres Gemeinde: Icod de los Vinos www.culturatenerife.net

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Tanz- und Theaterzirkel von Teneriffa

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Ausstellung Área 60 “Buhardilla”

Néstor Delgado & Diego Vites Tag: 27. September bis 14. November Zeit: 10.00 bis 20.00 (außer Montag) Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

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Konferenz von Juan Ángel Vela über “Falstaff”

Opern Festival von Teneriffa Zeit: 20.30 Ort: Auditorio de Tenerife Gemeinde: S/C Tenerife Information: 902 317 327 www.auditoriodetenerife.com

Bücherei des Cabildos

Vorstellung des Buches Afrikanische Episoden, von Ricardo García Luis Zeit: 20.00 Ort: Librería del Cabildo Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 151 650 www.culturatenerife.net

Bücherei des Cabildos

Ausstellung von Aquarellas von Carmen González Zeit: 20.00 Ort: Librería del Cabildo Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 151 650 www.culturatenerife.net

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Konzert von Luis Morera: “Meine Seele hört nicht auf zu singen”

Zeit: 21.00 Ort: Auditorio Municipal Gemeinde: El Sauzal Information: 922 560 427 www.culturatenerife.net

Zeit: 19.00 Ort: Plaza de la Iglesia Gemeinde: San Miguel de Abona www.culturatenerife.net

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Juglarteatro: “El camarón encantado”

Tage: 24., 25. und 26. Zeit: 19.00 und 21.30 Ort: TEA Gemeinde: S/C Tenerife Information: 922 849 057 www.teatenerife.es

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Änderungen vorbehalten.

SEPTEMBER

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Veranstaltungskalender

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Oper: “Falstaff”

Opern Festival von Teneriffa Tage: 23. und 25. Zeit: 20.30 Ort: Auditorio de Tenerife Gemeinde: S/C Tenerife Information: 902 317 327 www.auditoriodetenerife.com

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Entredanza: “Eindrücke”

Tanz- und Theaterzirkel von Teneriffa Zeit: 18.00 Ort: Casa de los Cáceres Gemeinde: Icod de los Vinos www.culturatenerife.net

Und außerdem… Führung der Schlösser: Geführter Besuch zu den unter Denkmalschutz stehenden Schlössern und historischen Bauten von Teneriffa. Schulgruppen von Oktober bis Juni (eine Führung pro Woche, immer am Mittwoch). Für andere Gruppen: das ganze Jahr (jeweils Samstag

nach Voranmeldung) Telefon: 922 825 949 / 43 Workshops: Während des Schuljahres betreute Workshops vom Historischen und Anthropologischen Museum von Teneriffa mit Sitz in der Casa Lercaro und in der Casa de Carta. Unbedingt voranmelden.

Casa Lercaro 922 825 949 / 43 und Casa de Carta 922 546 300 Geführte Besuche: Im TEA jeweils samstags um 18.00 und sonntags um 12.00 Uhr. Information unter Telefon 922 849 098 (Montag – Freitag 10.00 – 14.00) oder an der Kasse im TEA.

www.whatsontenerife.eu

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Opera Grande 40 Jahre Opernfestival auf Teneriffa

Mit großer Spannung erwarten die Opernfreunde unserer Insel das traditionelle Bühnenevent des Herbstes. Zwei große Komponisten: Giuseppe Verdi mit seiner letzten und reifsten Oper „Falstaff“ und Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“. Diesmal durch das Ensemble Monte Carlo unter der Regie von Jean-Louis Grinda in Szene gesetzt. Außerdem noch ergänzt durch Opernkonzerte für die Jugend.

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esonders das spanische Publikum ist noch eng mit der Tradition der volkstümlichen „Zarzuela“, einem singspielartigem Vorläufer der italienischen Oper mit burleskem Charakter verbunden. Es wird unter anderen Liebhabern besonders den Festsaal im Auditorium füllen. Manche große Opernbühne würde sich solche Begeisterung wünschen, obwohl kein Opernhaus einen Verdi oder Puccini im Repertoire auslässt. Warum ? Weil heute die Oper Regisseuren und Darstellern Freiraum lässt für neue Interpretation und Kreativität, sich ihnen ein neues Experimentierfeld öffnet. Die Oper, ein eigenständiges Musikgenre ist eine Faszination seit Jahrhunderten. In Italien geboren, begonnen bei Monteverdi – seiner ersten Oper „Orpheo (1607) mit großem Orchester. Damals spielten die Streicher noch auf den heutigen Museums- Instrumenten der Instrumentenbauer Stradivari, Amati oder Guaneri. Was muss das für ein klanglicher Genuss gewesen sein! Neue Spieltechniken führte Monteverdi ein, wie das Orchestertremolo und das Pizzicato als neuen Klangeffekt. Verdis Vita Giuseppe, Fortino, Francesco als Vornamen (so steht es in seinem Taufregister), wurde im Dorf Rancole bei Parma im Oktober 1813 geboren. Der Vater war Gastwirt, die Mutter Spinnerin. Ersten 20

Unterricht erhielt der musikbegeisterte Giuseppe beim Organisten des Dorfes. Aufmerksam auf ihn wurde der begüterte Kaufmann Antonio Busetto. Er sponserte sein weiteres Studium. Das Mailänder Konservatorium erkannte nicht seine Begabung. So nahm der Musikus Privatunterricht bei Vicenzo Lavigna, Dirigent und Organist an der Mailänder Scala. Durch ihn öffnete sich für Verdi die Welt der Oper. Er schrieb im Jahre 1840 seine erste Oper „Oberto“. Daraufhin erhielt er Aufträge von der Mailänder Scala, wurde selbst Dirigent und Organist. Als seine Frau (Tochter seines Gönners Busetto) und zwei seiner Kinder starben - jahrelange tiefe Depression. Jedoch seine Schaffenskraft litt nicht darunter . Er war berühmt, neue Aufträge folgten. So zur Eröffnung des Suezkanal mit der Oper „Aida“. Durch die Belagerung von Paris konnten die Requisiten und auch die Regisseure nicht rechtzeitig eintreffen. Erst ein Jahr später erfolgte die Uraufführung 1871 in Kairo, in Berlin 1874. Verdis Schaffen lässt sich in verschiedene Epochen gliedern. Zuerst bevorzugte er dramatische Themen in seinem um Einheit ringenden Heimatland. „La Traviata, „Nabucco“, „Rigoletto“ reflektieren seine Schöpferkraft. Verdis Lettern erscheinen als kämpferisches Symbol. V= Vittorio, E= Emanuele, R= Re, De`=D, I=talia. Zum „Risorgimento“ wurden seine patriotischen Ambitionen

erhoben. In seiner zweiten Periode löst er sich mehr von alten Traditionen, wie den Da-capo Arien, Rezitativen, Belcanto-Gesang . Er versuchte in Paris Fuß zu fassen. Fremde Einflüsse, wie in der „Sizilianischen Vesper“ lassen sich erkennen. Sein Stil Verdi orientierte sich stark an literarischen Vorlagen wie Schiller, Shakespeare oder Dumas. Oft wurde er zum eigenen Dramaturg. Das Versmaß nahm er akribisch genau, oft zum Ärger seiner Regisseure und Interpreten. Eine Anlehnung an Bellini, Donizetti und Rossini sind zwar noch erkennbar, doch seine Musik hatte einen kraftvolleren Stil. Das Orchester gewinnt mehr an Bedeutung.


Action Der wohlbeleibte Ritter Sir John, allen leiblichen Genüssen zugetan, sitzt im 1. Akt in seiner Kneipe „Zum Hosenband“. Liebestoll schreibt er an zwei Auserwählte, Frau Ford und Meg Page wortgleiche Briefe um für ein Stelldichein zu werben. Das kann doch nicht gut gehen! Die zwei Weiber, halb belustigt halb empört, sinnen auf Rache an dem nicht nur feisten, sondern auch geldgierigen Dickwanst. Eine Freundin der Frauen, Frau Quickly wird nun das Schäferstündchen arrangieren. Die Diener sollen die Liebesbriefe für das Treffen überbringen während die Ehegatten außer Haus sind. Doch im 2. Akt tappt Falstaff in die Falle. Er glaubt sich erhört und verehrt. Gutgelaunt sitzt er wieder in seinem Stammlokal beim Humpen Wein. Dazu gesellt sich „Mister Born“ als verkleideter Ehemann um zu sehen was aus der Verabredung wird. Falstaff schmückt und staffiert sich aus. Doch beim Treffen wird er enttarnt. Die Diener, selbst schockiert, verstecken den Ritter in einem Waschkorb und werfen ihn in einen vorbei fließenden Wassergraben.

Das „Szenario“ Lyrische Komödie in 3 Akten hat Verdi seinen „Falstaff“ genannt. Um 1400, in der Regierungszeit Heinrich des IV. spielt die Handlung in Windsor. 1893 vollendet Verdi die Oper, deren Stoff er schon lange mit sich herumtrug. Im gleichen Jahr war in Mailand die Uraufführung ein halbes Jahr später im deutschen Stuttgart. Als 80jähriger wandelt Verdi die alten Elemente der „Opera Buffa“ in eine neue Form, mit alten Elementen der Koketterie, Liebestollheit und amüsantem Verwandlungsspiel. Von seinem Lieblings-Librettisten Orrigo Boito, nach dem Handlungsstoff von Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“ nach seinen Vorstellungen getextet, wurde es weltweit ein großer Erfolg. Sparsamer ist die Orchesterbesetzung, der Monolog tritt in den Vordergrund. Großangelegte Arien sind seltener, dafür kunstvolle Ensemblepartien.

„Welt voller Gemeinheit“ klagt der Ritter im 3. Akt, wieder vor seiner Stammkneipe. Doch Frau Quickly besänftigt ihn ob seiner Panne. Nur sein dicker Wanst hatte ihn über Wasser gehalten. Ein neues Treffen? Um Mitternacht, verkleidet als Hirsch im Park von Windsor könnte sie ihm die Gunst und Liebe der Verehrten versprechen. Da gibt es für ihn kein Zögern um die Verkleidung zu organisieren.

Die Aufführungen der Oper „Fallstaff“ finden im Auditorium jeweils 20:30 Uhr am 23. und 25. September statt. Eintrittskarten an der Kasse des Auditoriums, oder im Internet unter www.generaltickets.com

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Seine Charakterzeichnung vertiefte er psychologisch. Die Orchestrierung hat motivische Gliederung, mehr Dialoge und große Melodiebögen. Alte Formen des Belcantostils wurden über Bord geworfen. Auch Verdis „Buffostil“ hatte einen ganz anderen Charakter als zum Beispiel bei Otto Nikolai. Dieser griff auch schon die Shakespearevorlage in den „Lustigen Weibern von Windsor“ auf, seine Figuren trugen jedoch oberflächlichen, nur amüsierenden komödiantischen Charakter. Bei Verdis Charakterisierung ist der Ritter Falstaff nicht nur Komiker, sondern auch liebenswerter Philosoph.

Beliebte Opernszenen im Konzert –„ en familia“ „Un baùl lleno de opera“ Seit vielen Jahren kann man eine Initiative des Cabildos, des Auditorium in Zusammenarbeit mit dem Orchesta Sinfonica (OST) und der Asociacion Tinerfena

de Amigos de la Opera (ATAO) beobachten, die das frühzeitige Erleben von Musik zu vermitteln versuchen. Anfang Oktober öffnet sich eine Truhe (baùl lleno) voll von Überraschungen mit berühmten Opernarien vom höchsten Sopran bis zur tief Bassstimme. An szenischen Darstellungen und Verwandlungen wird es nicht fehlen. Nur so ist es möglich Jugend frühzeitig an das große Erlebnis von dramatischen und komischen Opern heranzuführen.

Großes Finale Wie es sich für eine burleske Oper gehört: Großer Tumult, Spektakel, viel Verkleidung, Kobolde, Elfen und Gefoppte. Auch das verkleidete junge Liebespaar, Nanetta und Fenton als Mönch verkleidet, finden gegen den alten Dr. Cajus als Bewerber zusammen. „ Alles ist Spaß auf Erden“ ist Falstaffs Philosophie. So der gemeinsame Schlussgesang aller Akteure im Finale. – Schön, wenn es Realität auch heute wäre. Verdis Worte dazu: “Meine Noten seien sie nun schön oder hässlich, nicht zufällig schreibe ich, Charaktere möchte ich darstellen“.

Man kann es als weitere Bereicherung der „Conciertos Didacticos verstehen. Dabei sind diesmal nicht nur die Lehrer Begleiter, sondern die ganze Familie, Freunde und die ohnehin für Oper begeisterten abuelos. Das alles zu einer angenehmen Tageszeit und mit kurzweiliger Abwechslung. 3 Konzerte am 1. 10. 18:30, am 2. 10. 12:00 und 18:00 Uhr im Auditorium Santa Cruz. Musikfreunde, öffnet eure Herzen einer vielschichtigen Musikwelt. Adelgund Renelt 21


Was Banane! sind Romerías? Alles ZWISCHEN OZEAN UND HÖCHSTEM GIPFEL TENERIFFAS Der Pareo HISTORISCHE PFLANZENENTWICKLUNG Nur ein Stück Stoff aber sehr vielseitig

Aus Feuer geboren sind die Kanaren, das ist wohl die glaubhafteste Version, geschehen vor 30 Millionen Jahren. Ohne mythologische Überlieferungen geht da wohl nichts – schriftliche Dokumente sind immer subjektiv und emotional geprägt. Homer glaubte im 8. Jhd. v. Chr. in seinen „Dialogen“ von dem vielgesuchten, versunkenen sagenumwobenen Erdteil Atlantis zu sprechen: „....ewig weht das Gesäusel des leise atmenden Windes, den der Ozean sendet, um die Menschen erfrischend zu kühlen“. Das könnte auf die Kanarischen Inseln zutreffen. Doch Herodot und Platon hielten das für Phantasterei. Bis heute konnte das kein Forscher überzeugend verifizieren. Ferienzeit, Badelust, Reisesehnsucht – weg mit allem Alltagsfrust – Koffer einpacken und auspacken. Was ist am wichtigsten, was muß auf jeden Fall mit? Die Badeutensilien, möglichst mehrere Varianten, nehmen noch den geringsten Platz im Gepäck ein. Schließlich wechselt man ja auch zu Hause sein Outfit.

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twas vergessen? Dem läßt sich abhelfen, denn ob nun auf Jamaika, den Balearen, Hawaii, Tahiti oder den Kanarischen Inseln – die Händler jedes Reisezieles wissen, was Sie unbedingt brauchen: Einen Pareo. Er ist das Kleidungsstück mit phantastischer Wandlungsfähigkeit. Hat man den Strand seiner Träume erreicht, gibt man sich schnell dem neuen Lebensstil hin. Man genießt die Wärme, blinzelt am Strand durch den Sombrero auf das tiefblaue Meer oder es wird am Pool gedöst. „Kommst du mit an die Bar auf einen Drink?“, erklingt es plötzlich. Dabei hat das praktische Stück Stoff, der Pareo, seinen großen Auftritt – auf dem Weg zur Bar. Angezogen muß man durch die Hotelhalle oder an die StrandBar gehen, so verlangen es die guten Sitten. Und wie anziehend kann man mit diesem Allround-Verwandlungsstück schließlich sein. Hat man es schon von zu Hause mitgebracht, auf einer früheren Reise erworben, kennt man die Tricks, wie man Ruck-Zuck, eben noch Badenixe, im völlig neuem Outfit gewandet, seinen Partner überrascht. Ein schnell übergestreiftes T-Shirt kann dieses raffinierte Wickeltuch in seiner Wirkung nicht ersetzen. Der Pareo ist vielleicht das universellste Kleidungsstück im Reisegepäck, wenn Sie sich für

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eine vom Meer umspülte Insel entschieden haben. Das geringe Volumen, das kaum spürbare Gewicht und die künstlerische Vielfalt der Farben und Designs verleiten dazu, mehr als nur ein solches Zaubertuch zu besitzen.

stickten großen Fransentüchern. Glatt anliegend und ausgebreitet, kommt die schöne Musterung erst voll zur Wirkung. Doch zuvor möchte man doch gerne wissen, wo das eigentlich simple Tuch seinen Ursprung hat, aus welchem Land wir diese Sitte übernommen haben. Wenn Sie Südseeinseln, Sri Lanka, Jamaika oder Tahiti bereist haben, sind Sie sicher schon perfekt im Drapieren und Wickeln. Keine Strand-Animation läßt es sich entgehen, die Kunst des Verwandelns trickreich zu demonstrieren, nicht ohne Geschäftsgedanken dabei.

Hiva Oa-Tänzer im Pareo, um 1909 Aber nicht nur am Strand, auch bei einem Stadtbummel macht man eine gute Figur mit ihm. Ist noch eine Badeausflug danach geplant, braucht man keine Badekabine. Ein bißchen Schaulaufen ist schon erlaubt, schließlich macht das modische Verwandeln Vergnügen. Nur um die Hüfte gewickelt, lässig über der Hose geknotet oder um den ganzen Körper geschlungen, ersetzt ein Pareo ein sommerlich duftiges, kurzes oder langes Kleid. Als Top gerafft oder beim abendlichen Event als Stola um die Schultern gelegt kann man den im Trend liegenden Pareo so richtig in Szene setzen, besonders mit den für die Insel Teneriffa landestypischen handge-

Damit kommen wir dem Ursprung nahe. Schauen wir in der Kunstgeschichte bei dem Maler Paul Gaugin nach. Seine Gemälde zeigen uns die Frauen Tahitis, schulter- oder busenfrei in farbkräftigen, großblumigen Gewändern (Hauptmotiv ist die Hibiskusblüte), die nichts anderes als Pareos sind. „Pareu“ ist der Name für ein tahitianisches Umschlagtuch, das anfänglich nur von Frauen getragen wurde. Eigentlich müßte man das „a“ sehr lang aussprechen. Die Männer trugen den „maro“, ähnlich dem Sarong. Die Frauen Tahitis tragen je nach Tagesoder Jahreszeit, der Temperatur entsprechend bei der Arbeit den „Pareu“, lang wie ein Kleid hinter dem Nacken geknotet. Bei steigender Sonne als kurzen, gefalteten, gewickelten Rock. Die Männer


2. Für ein Top wird das Tuch diagonal zum Dreieck gefaltet, von vorn über den Busen gezogen und im Rücken verknotet. Die schräge Stofflage umspielt jede BH-Größe. 3. Für einfache knie- oder bodenlange Röcke (ein attraktiver BH oder Top vorausgesetzt), wird, je nach gewünschter Länge, die breite Stoffseite umgeschlagen. Im Hüft- oder Taillenbereich wird das Tuch entweder von hinten oder von vorne gelegt, die Zipfel verknotet oder mit einer Spange gehalten: Ergibt einen aktuellen Zipfelrock.

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1. Die einfachste Form ist das im Nacken gehaltene Kleid. Die Stoffmaße entscheiden über die Effekte, die Sie erzielen wollen. Das Stoffstück sollte 1m breit, eine Länge von mindestens 1m bis 2,50 m haben. Die breite Fläche wird von hinten unter den Armen im Schulterbereich nach vorne gezogen, die Enden über, oder unter der Brust gekreuzt und im Nacken mit einem Knoten verschlungen. Lockerer Faltenwurf kaschiert Rundungen.

4. Noch raffinierter ist folgende Variante: Die Schmalseiten hinter dem Nacken verknoten. Wie ein Wasserfall faltet sich der Stoff im Brustbereich. Danach zieht man den herunterfließenden Stoff zwischen den Beinen hindurch nach hinten und verknüpft die Enden über den Po nach vorne gezogen in der Taille. Das ergibt eine tolle Drapierung.

bevorzugen für Fischfang und Beinfreiheit eher die kurze Form des Sarong „Samoan lavala“, in der Taille gefaltet und als Bund nach innen geschlagen, oder mit einem Gürtelband gehalten. Wird es kalt tragen sie es wie die Frauen als langen „Pareu“. Verwandt mit dem Pareo ist der indische

Sari. Dazu braucht man eine Stoffbreite von 1m, eine Länge von 5 bis 8 m. Über Kopf und Brust gelegt, bodenlang über engem Oberteil gerafft, zeigt er soziale und lokale Herkunft an. Viele Modedesigner kopierten sowohl den griechischen „Teplos“, auch ein Tuchstück, ebenso wie den „Chiton“. Der Unterschied zum Pareo ist die Raffung mit Spangen an den Schultern. Gerafft, geknotet, gewickelt, das wurde uns schon lange vor unserer heutigen Mode zelebriert. Pareos sind noch nicht allzu lange in europäischen Landen in Mode. Sie werden heute schon oft mit dem Bikini als Wickeltuch passend im Dessin und Material zu den Badethemen der Saison angeboten. Für eine nahtlose Bräune sorgen neue Materialien im „tan thru“-Prinzip. All zuviel Durchblick sollte man bei den zarten, fließenden und geschmeidigen Stoffen jedoch vermeiden. Was muß man beachten, um nicht „schief gewickelt“ zu sein? Dazu einige Vorschläge, die man vor einem großen Spiegel ausprobieren sollte. Fangen wir im traditionellen Stil aus Tahiti an:

5. Wenn Sie jedoch abends ausgehen, wählen sie einen Pareo mit größerer Stofflänge. Ein Abendkleid ist da leicht gezaubert, wenn sie von vorne einen Stoffzipfel um den BH- oder Bikiniträger wickeln und dann den Stoff nach hinten schlank am Körper legen, mit dem oberen Ende des Stoffes im Rücken über einer Schulter verknoten. Schauen Sie sich auch mal etwas von den buddhistischen Mönchen ab. Jeder von ihnen wickelt, schlingt den Stoff anders in der traditionellen orangefarbenen oder gelben Gewandung. Für mich gibt es noch mehr als 10 weite-

re Verwandlungen. Suchen Sie sich Ihre bevorzugte Lieblingsvariante ebenso aus wie Ihre favorisierte Insel. Es kann doch wohl nur Teneriffa sein: Einmal hier gewesen – wie ich – und nicht mehr davon losgekommen. Wieder zu Hause, weckt ein Pareo unvergeßliche Erinnerungen. Adelgund Renelt 23


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Geschichte und Geschichten Teneriffas Zeitreise durch fünf Jahrhunderte Lassen Sie sich einladen und auf eine Zeitreise durch fünf Jahrhunderte mitnehmen, die uns die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklung hier auf Teneriffa zeigt. ( Teil 1 von 3)

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inen wunderbaren Rahmen bietet uns hierfür das Haus Lercaro, dessen Baubeginn im Jahre 1593 datiert. Es ist eines der seltenen Gebäude, das die Zeiten überdauert hat und im Laufe der Jahre immer wieder restauriert wurde. Es befindet sich nunmehr im Besitz der Inselregierung von Teneriffa und hier ist das Historische und Anthropologische Museum von Teneriffa untergebracht. Versuchen wir uns in Jerónimo Lercaro, den Großvater des Erbauers dieses Hauses, Francisco Lercaro, hineinzuversetzen. Was mag einen wohlangesehenen Italiener aus der Handelsmetropole Genua im 16. Jahrhundert bewogen haben, die unsichere Reise auf die Kanarischen Inseln zu unternehmen? Wir werden nicht ergründen können, ob es reine Neugierde, Geschäftsinteressen oder das Abenteuer war, das ihn lockte. Die Familie Lercaro In der italienischen Republik Genua lebte die gesellschaftlich bedeutende Adelsfamilie Lercaro, die im Besitz eines der führenden Bankhäuser Genuas war und auf den Routen des Gewürzhandels wichtige finanzielle und wirtschaftliche Verbindungen geschaffen hatte. Als Papst Clemens VI. im 14. Jahrhundert alle Herrscher des Abendlandes zu einem „Kreuzzug der Evangelisierung“ aufforderte, unterstützen die Genueser in den letzten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts die Evangelisierung der Inselgruppen und nach Abschluss dieses Prozesses ließen sie sich auf den Inseln nieder, um sofort wieder eine führende Rolle zu übernehmen. 1550 siedelt Jerónimo Lercaro sich mit seinem Sohn Ángel Lercaro in der Stadt Las Palmas de Gran Canaria an, wo Ángel bis ins Amt des Stellvertretenden Statthalters von Gran Carnaria aufsteigt. Er heiratet Doña Leonor de León. Sein erstgeborener Sohn Francisco Lercaro

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de León setzte die Ahnenreihe fort und siedelte sich in der Stadt San Cristóbal de La Laguna an. Hier ehelichte er Catalina Justiniani y Justiniani, die ebenfalls genuesischer Abstammung war, wurde 1589 zum Stellvertretenden Statthalter von Teneriffa ernannt und ordnete 1593 die Errichtung dieses Hauses – oder man kann auch sagen Palastes – an. Schnell zählt auch hier die Familie wieder zur gesellschaftlichen Elite der Kanaren. Die Familie Lercaro entwickelte eine überaus rege, wirtschaftliche Tätigkeit. Auch wusste sie sich geschickt zu verheiraten und dadurch gelang es ihr, enge Verbindungen zu den führenden Adelshäusern auf den Kanaren herzustellen und den Familienbesitz durch die Einverleibung großer Mayoratsgüter zu vergrößern. Das Majoratsrecht garantiert, da es sich hierbei um ein Erstgeburtsrecht handelte, dass der älteste Sohn jeweils den Großteil des elterlichen Vermächt-

nisses erbte. Dass die Lercaros auch vielfache Verbindungen zur religiösen Welt herstellten, indem sie Schirmherrschaften für Kirchen und Klöster übernahmen und exklusiven Bruderschaften angehörten, verwundert nicht. Damit bauten sie ihre Vormachtsstellung gegenüber den übrigen sozialen Schichten aus. Mythen und Legenden Kommen wir auf den Aspekt von Lercaros Neugierde. Bereits in der Antike finden wir bei so berühmten Personen wie Homer, Hesiod, Hesekil, Plato, Plinius der Ältere und Ptolomäus Legenden niedergeschrieben, die sich um die Kanarischen Inseln ranken. Auch das verschwundene Atlantis und die geheimnisvolle Insel San Borodón könnten Lercaros Neugierde geweckt haben.


Homer besang sie ca. 800 v. Chr. in seiner Odyssee als die elysische Gefilde, den Garten Eden und den Teide als den Träger des Himmelsgewölbes. Die Elyseengärten oder auch Inseln der Glückseligkeit genannt, waren der Wohnort verschiedener Helden bzw. der Ort, wo ihre Seelen nach dem Tod hinzogen. Die Elysischen Gefilde sind daher als ein komfortabler Rückzugsort anzusehen, wo absolute Glückseligkeit herrscht und in einem Klima des ewigen Frühlings dichte Wälder mit einer großen Vielfalt an Bäumen, Weideland und Blumen wachsen. In diesem Paradies ist ein Leben ohne Mühsal möglich, ohne die Notwenigkeit der Arbeit. Man ist frei von jeglichen Krankheiten und es gibt – wie im Gelobten Land auch – außergewöhnliche Bäche in denen Wein, Milch und Honig fließt. Es ist offensichtlich, dass die Alten Griechen übertrieben haben, aber sie kannten offenbar dieses Land am Rande ihrer Welt mit dem hohen Berg, der mit dem afrikanischen Atlas konkurrierte. Auch kannten sie offenbar das frühlingshafte Klima der Kanaren sowie die reichhaltigen Ernten und den Überfluss an Wasser. Hesiod, ca. 700 v. Chr. soll mit seinen Hesperidischen Gärten die Kanaren gemeint haben. Die ewige Jugend schenkenden, goldenen Früchte die zu rauben Herakles den Auftrag hatte, könnten die Früchte des kanarischen Erdbeerbaumes gewesen sein. Der Drache, der die Früchte verteidigte, ist er nicht symbolisiert im sagenhaften Drachenbaum, aus dessen Rinde tiefroter Saft fließt? Hesekil, ca. 570 v.Chr. erwähnt im Alten Testament die phönizischen Purpurinseln, gibt ihnen den Namen Elisa. Meint er damit die elysischen Gefilde Homers? Jedenfalls wäre damit die Verbindung zu den Phöniziern verdeutlicht, die seit etwa 1100 v. Chr. die Inseln regelmäßig

besucht haben Das wiederum deckt sich mit der Niederschrift von Plinius dem Älteren, der in seinen Schriften zur Naturgeschichte – 37 Bücher - die „Inseln der Glückseligen“ erwähnt. Hinweisen bei Plinius zufolge erreichten mauretanische Schiffe, die von König Juba als Expedition ausgesandt wurden, Purpurarien, das sind die zwei östlichen Inseln La Palma und El Hierro, wo eine Purpurfärberei eingerichtet wurde. Einige Forscher schreiben Plinius auch die heute noch gültige Namensgebung des Archipels zu, da der Chronist eine der Inseln als Gran Canaria bezeichnete und damit auf die großen Hunde auf dem Eiland angespielt haben soll, von denen einige als Andenken an das Abenteuer König Juba mitgebracht wurden. (Hund = lat. canis, Gran Canaria = Große Hundeinsel.) Plato, 428/427 v. Chr. schrieb in einer unvollständigen Erzählung, man erzähle, es hätte einmal einen Kontinent namens Atlantis gegeben, den man nach heutiger Sicht zwischen Amerika und Afrika vermuten könnte, denn es lag jenseits der Säulen des Herakles – also jenseits von Iberien, d.h. im oder am Atlantik. Aber bitte, wo hat man nicht schon Atlantis angesiedelt??? Und die Legende von der verschwundenen Insel San Borondón gehört auch hierher. „Dem irischen Mönch, Sankt Brendan (484 – 577 n. Chr.) erschien ein Engel und befahl ihm, in die Ferne zu segeln um die Insel zu finden wo Gott einen Ort geschaffen hatte, an dem die Seelen der Heiligen nach ihrem Tod leben könnten. Tief beeindruckt von der Erscheinung macht er sich mit vierzehn seiner Schüler auf die Reise, um diesen Ort zu finden. Sie navigierten sieben Jahre lang durch den Atlantik bis sie schließlich an einem Ostertag zu dem Land kamen, von dem der Engel gesprochen hatte. Sie verweilten auf den sieben Inseln und sammelten während

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dessen Edelsteine und ernteten wunderbare Früchte. Eines Tages erschien erneut ein Engel und befahl ihnen wieder zu verreisen. Sie luden so viele Edelsteine und Früchte in ihr Schiff, wie sie konnten. Sieben weitere Jahre dauerte ihre erneute Fahrt. Brendan betete zu Gott, damit er trockenes Land fände, wo sie ungestört eine Messe abhalten könnten. Und es geschah, dass Gott ihre Gebete erhörte und eine Insel aus dem Meer emporstieg. Dort landeten sie, stellten einen Altar auf und feierten eine Messe. Als sie die Messe beendet hatten, begaben sie sich zum Mahl, aber dann begann die Erde zu beben, sich zu bewegen und vom Schiff abzudriften. Alle stürmten ins Schiff und segelten hastig davon. In der Ferne sahen sie noch wie die Insel – einem riesigen Wal ähnlich – wieder im Meer versank. Oder war es gar keine Insel sondern ein Wal auf dem sie gelandet waren? Haben Sie vielleicht auch schon einmal diese verschwundene Insel hinter El Hierro gesehen? Jedoch das Ganze löste sich aus dem Bereich der Sagen und Legenden als Claudius Ptolemäus um 150 n. Chr. den Nullmeridian an die westlichste Grenze der damals bekannten Welt legt. Er verläuft durch die Punta de Orchilla, das Westkap El Hierros.

Jahrhunderte lang waren danach die Kanarischen Inseln vergessen, da sich Macht und Handel auf den Mittelmeerraum konzentrierten. Der Verfall der antiken Kultur, die Völkerwanderung (375), das Ende des Weströmischen Reiches (476), später die Kämpfe zwischen Papsttum und Kaiserreich banden die Energien der Mächtigen an Europa. Vielleicht war dies der Grund, dass die „Glücklichen Inseln“ und mit ihm die Mythen, die sich um den Kanarischen Archipel rankten, in Vergessenheit gerieten. Die Ureinwohner konnten so – ungestört durch Überfälle aus der sogenannten zivilisierten Welt – ihr steinzeitliches Leben weiterführen. 27


Der geographische Rahmen Wenn es nicht die Mythen und Legenden waren, die Lercaro reizten, das Land kennen zu lernen, vielleicht waren es die Beschreibungen, die es über diese Inseln gab? Teneriffa nimmt eine zentrale Rolle in der Schifffahrt ein, es lag zwischen Afrika und Europa. Und ab dem 16. Jahrhundert kam dann auch noch Amerika dazu. Es wurde von Piraten, Eroberern und Händlern „heimgesucht“. Signore Lercaro hatte sicher auch vom Wasserreichtum der Insel gehört. War auch er neugierig, die Quelle, die unter keinen Umständen den Eroberern verraten werden durfte, ausfindig zu machen? Lassen Sie uns nun hier einen Moment verweilen und über das Haus an sich

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sprechen, das der General von Teneriffa, Francisco Lercaro de León 1593 erbauen ließ. Die Fassade weist einen zentralen Körper aus Stein auf, an dem das Wappen des ersten Besitzers zu erkennen ist. In der Gestaltung der Mauern, durch Backsteine und Zeichnungen, wird die italienische Renaissance nachgeahmt. Das Haus ist ein Spiegelbild des Hauses der Lercaros in Genua. Auffällig sind im Inneren die Füllungen aus geschnitztem Holz mit stilisierten Pflanzenmotiven und alle Zimmer haben wertvolle Kassettendecken. Mehrfach wurde das Haus umgebaut und erweitert. So z.B. wurde der kleine Hof, auch „Sklavenhof“ genannt, verkleinert um neue Räume, so auch eine Küche zu gewinnen. Diese weist eine interessante Besonderheit auf: die Treppe. Die erste Stufe besteht aus einem Grabstein und wenn man den oberen Teil der

Treppe betrachtet, stellt man fest, dass hier die Stufen aus Holz statt aus Stein sind. Man konnte diesen Teil hochklappen. So wurde verhindert, dass geraubt wurde und dass Tiere eindringen konnten. Der Kamin im Wohnraum der Familie ist einzigartig in der Dimension. Er ist einer der größten auf den Kanarischen Inseln. Hier im Wohnraum steht auch eine italienische Krippe, die zwei Besonderheiten aufweist: Zum einen werden zwei Marien mit dem Jesuskind in zwei unterschiedlichen Altersstufen gezeigt und zum anderen sitzen die Heiligen Drei Könige auf Pferden statt auf Kamelen. Auch finden wir hier die Aufzeichnung des Stammbaums der Familie Lercaro und das Wappenschild. Das Wappen zeigt eine Herzogkrone, die an die Ausübung des höchsten Richterstandes in der Republik Genua erinnert. Dieses Schild repräsentiert auch die Vereinigung der Wappen beider Familien durch die Eheschließung von Francisco Lercaro de León mit Catalina Justiniani y Justiniani im 16. Jahrhundert. Ganz sicher hat „unser“ signore Lercaro auch von der Eroberung der Inseln gehört und vermutlich sogar die Eroberungszüge mit seinem Geld unterstützt Sicher haben Sie bereits gelesen oder gehört, wie erbittert die Guanchen sich auf Teneriffa gegen die Eroberung gewehrt haben. Teneriffa war die letzte eroberte Insel des Archipels. Mit diesem Abschnitt der Geschichte Teneriffas werden wir uns im nächsten Heft befassen: Die Eroberung. Irmgard Roth www.mundi-roth.de


Seit 1607 wird in San Cristóbal de La Laguna am 14. September das „Fiestas del Santísimo Cristo“ gefeiert. Dieser Tag ist der höchste Feiertag des Jahres in der Gemeinde. Diese Fiestas, die vom 3. bis 21. September in La Laguna stattfinden, sind für das breite Publikum bestimmt. Sie beinhalten schöne, traditionsreiche Feiern, wie die Batalla de Flores (Blumenschlacht) und die Cabalgata de la Pandorga (Ritt der Papierdrachen) auf ihren Feuerpferdchen, sowie ein umfangreiches Programm an Kultur- und Musikveranstaltungen, unter

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„Fiestas del Santísimo Cristo“ in La Laguna

anderem volkstümliche Festivals und Jugendkonzerte. Sehenswert auch das

D

atemberaubende Feuerwerk am 14. September.

as silberne Kreuz mit der Figur

des Karfreitags, wo es auf einen schlich-

Jesu wurde im Jahr 1520 auf

ten Holzkreuz getragen wird, und das

Wunsch des Eroberers Alonso

andere Mal am 14. September zur Fiesta

Das volkstümliche Festival Sabandeño am

Fernández de Lugo nach Teneriffa ge-

del Santsímo Cristo. An dieser Prozes-

4. September am Plaza del Cristo zählt zur

bracht.

sion nehmen politische, militärische,

Tradition der Feierlichkeiten des Cristo de

zivile Würdenträger und sogar Vertreter

La Laguna. Die berühmteste Volksmusik-

Das silberne Prachtstück im gotischen

des spanischen Königshauses teil.

gruppe der Kanarischen Inseln bietet ihr

Stil wurde in Sevilla hergestellt. Es ist

Gegen 10 Uhr morgens wird die Figur

bestes Repertoire der kanarischen und der

im Königlichen Sanktuarium im Fran-

zur Kirche Nuestra Señora de la Concep-

lateinamerikanischen Folklore dar, wobei

ziskanerkloster San Miguel ausgestellt.

ción getragen. Dort findet eine feierliche

sie bei diesen Darbietungen stets von

Aber zweimal im Jahr wird das Kreuz

Eucharistiefeier statt und im Anschluss,

Künstlern internationalen Rufes begleitet

durch die Straßen der Innenstadt ge-

etwa um 12 Uhr, eine weitere Prozession

werden. In diesem Jahr sind es Armando

tragen. Einmal in den Morgenstunden

durch die Straßen der Innenstadt.

Manzanero und das Quinteto Santa Fe.

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Aguardientes de Orujo Tresterbrand der Extraklasse Längst überholt ist der gastronomische Mythos vom unbekannten, unkontrollierten, bitteren und trockenen Orujo, der in manchen Fällen dazu imstande war, den unvorsichtigen Trunkenbold in den Abgrund zu stürzen. Der spanische Tresterbranntwein „Orujo“ konkurriert heute mit den besten italienischen Grappas. werden, um das Gütesiegel, das den klaren Schnaps in ein Luxusgut verwandelt, zu erhalten.

D

as volkstümliche, bürgerliche und preiswerte Getränk hat sich im Laufe der Jahre in ein Luxusprodukt verwandelt. Das edle Gewerbe des umherziehenden Schnapsbrenners wurde von der industriellen Herstellung verdrängt und erlangte weltweiten Ruhm. Der Tresterschnaps und auch der Käse aus Galizien sollen der Legende nach zwei Produkte gewesen sein, die in den Vorratsräumen der Seeleute und der Bauern nie fehlten. Der potente Trunk wurde in das Leben voll integriert; schließlich heizt es in den kalten Nächten ordentlich ein, vertreibt die Traurigkeit und hält obendrein noch die

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Stimme geschmeidig. Auch heute noch wird das farblose Getränk, auf das die Galizier sehr stolz sind, zu jedem Anlass getrunken. Teilweise wird es noch zu Hause selbst gebrannt. Ein Teil der über Generationen hinweg überlieferten Braukunst konnte so in Galizien bewahrt werden. Mehrere Hundert Jahre Erfahrung in der Herstellung dieser nach alten, überlieferten Rezepturen hergestellten Köstlichkeit garantiert ein einmaliges Geschmackserlebnis. Denn für den spanischen Tresterbrand der Extraklasse gibt es einen Kontrollrat, der das Gütesiegel „Denominación Específica (D.E.) de Orujo de Galicia“ vergibt. So müssen eine Reihe von strengen Vorschriften eingehalten

Die Herstellung „Aguardientes de Orujo“ oder kurz „Orujo“ ist ein hochprozentiges Destillat aus Traubentrester, der aus Rückständen der Weinherstellung (ausgepresste Traubenschalen) hergestellt wird. In offenen Gärbottichen wird der Trester zunächst fermentiert, häufig auch unter Zugabe von Wein oder Most. Anschließend erfolgt die Destillation. In einem Kupferkessel wird der vergorene Trester langsam über offenem Feuer gebrannt. Dieser Brennvorgang dauert in der Regel sechs Stunden. Sowohl die Destillation des Tresters als auch die Reifung des Destillats müssen im Erzeugergebiet der besonderen Herkunftsbezeichnung „Orujo de Galicia“ stattfinden. Dieses Gebiet unterteilt sich in neun Bereiche der Schnapsproduktion, die mit den D.O. (Herkunftsbezeichnungen)


Das Aroma Das Verkosten dieses Tresterbranntweines bedeutet ein echtes Erlebnis für alle Sinne. Die Aromakomposition des Aguardientes de Orujo ist sehr komplex. Oft besticht er durch eine starke und milde Duftmischung mit blumigen und fruchtigen Anklängen und einer äußerst eleganten Erinnerung an die Trauben, aus denen er gewonnen wird. Der kristallklare Schnaps hat einen sehr vollen aber sehr angenehmen Geschmack nach frischen Trauben, Rosinen und Vanille. Man unterscheidet zwischen dem glasklaren, einfach als „Orujo“ bezeichneten Tresterbrand und der mindestens zwei Jahre im Eichenfass gereiften Variante, „Orujo envejecido“, der eine bernsteingelbe Farbe hat. Der Alkoholgehalt eines Orujos kann zwischen 37 % und 50 % liegen. Der Tresterschnaps wird ebenfalls für die Likörherstellung genutzt. Die am meisten konsumierten Liköre sind der „Licor de Orujo y de Hierbas“ (Kräuterlikör) und der Kaffeelikör.

Die Feuerzangenbowle Eine Abhandlung über Orujo wäre unvollständig brächte man nicht die „Queimada“ („die Verbrannte“) zur Sprache. Dies ist ein kraftvolles Gebräu aus Zucker, Zitronenschalen und Orujo. Der Legende nach haben die keltischen Krieger Galiziens Orujo getrunken, um sich Mut anzueignen. Als eine Festung eines Tages gestürmt und in Brand gesetzt wurde, brannte auch der hochprozentige Orujo in einer Schale. Mit dem nahe liegenden Zucker wurde der Brand gelöscht und später bemerkt, dass das kraftvolle Gebräu nun viel besser schmeckt und noch mehr Wirkung zeigt! Der Brauch will es, dass die Feuerzangenbowle in einem tiefen Steinguttopf zusammengemixt oder im Freien in einem großen Kessel über dem lodernden Feuer erhitzt wird. Das Teufelsgebräu wird nun in Brand gesetzt, während man keltische Conxuros – „den Bösen verwünschend“ – darüber anstimmt. Hier das Rezept des Feuertrunks: 1 Liter Orujo 6 Esslöffel Zucker Schale von 1⁄2 unbehandelter Zitrone, dünn geschnitten

Den Schnaps in eine feuerfeste Schale geben, zuvor 3 Esslöffel davon abnehmen und beiseite Stellen. Zu dem Orujo 4 Esslöffel Zucker und die Zitronenschale geben und gut verrühren. Den restlichen Zucker in eine Schöpfkelle geben, mit den 3 Esslöffeln Schnaps übergießen und anzün- den. Die brennende Flüssigkeit unter ständigem Umrühren langsam in die Schale träufeln. Zum löschen der Flamme einen Deckel auf die Schale geben. Die Queimada in kleinen Tonschalen servieren.

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der Weine Galiciens oder mit den traditionellen Weingegenden identisch sind (Ribeiro, Valdeorras, Rías Baixas, Ribeira Sacra, Val do Miño-Orense, Val do Monterrei, Betanzos, Ulla und Portomarín).

Tipp: Als Geschmacksverbesserung kann Orangenlikör oder Portwein hinzu gegeben werden. Der Genuss Konsumiert wird der Tresterbrand als Digestif – nach den für die nordspanische Küche typischen, opulenten Mahlzeiten. Am besten genießt man das Stück Extraklasse in einem klassischen Cognacschwenker, damit das Bouquet und das außergewöhnliche Aroma erhalten bleiben. Zum Aufwärmen in der kälteren Jahreszeit ist der „Carajillo“ beliebt: schwarzer Kaffee mit einem ordentlichen Schuss heißem Aguardiente, darauf Sahne. Salud!

Nicole Reuter

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Kirche & Gemeinde Deutschsprachige Kath. Seelsorge auf Teneriffa

Sinnvoll Ausruhe will gelernt sein Es gibt ein Wort, wenn man das nicht kennt ist man „out“, gehört man nicht dazu. Denn es ist heutzutage fast in aller Munde und gehört schon zum Alltagston von uns Menschen dazu: „Stress!“ Ein Wort, das vor wenigen Jahrzehnten noch gänzlich unbekannt war, das aber heute aus unserem alltäglichen Sprachjargon nicht mehr wegzudenken ist. Wenn Menschen heute über ihr Leben sprechen, dann stöhnen sie darüber, unter welchem enormen Stress sie stehen. Und interessant ist bei der genaueren Beobachtung: Das tun nicht nur Erwachsene, das begegnet einem auch bei Jugendlichen, sogar selbst bei Kindern. Stress ist sozusagen ein allgemeines Phänomen, weil Menschen sich unter Druck fühlen; sich selbst unter denselben setzen und nur noch gehetzt wirken. Vielen ist dabei die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Nun kann man gewiss sagen: Der Stress ist vielfach hausgemacht, sprich: selbst verursacht. Und ich spüre das oft an mir selbst. Denn da passiert es häufig, dass ich das eine tue und in Gedanken schon beim nächsten bin. Bei der morgendlichen Tasse Kaffee denke ich bereits an den nächsten Termin; bei der Arbeit denke ich oft an Tage der Entspannung, den klammheimlichen Wunsch nach ein paar Tagen Urlaub und wenn ich Urlaub habe, dann passiert es mir häufig genug, dass ich mich mit Gedanken an die Arbeit ertappe. Genau damit aber setze ich mich selbst unter Druck und kann den Augenblick nicht mehr genießen. Vielleicht spüren Sie: Selbst wenn man also um die Problematik weiß, lässt sie sich nicht immer verhindern. Es gibt eben Zeiten, in denen es wirklich hoch hergeht, sowohl im Beruf, als auch in der Familie. Wenn zu viele Dinge auf einmal auf mich einströmen, erledigt werden wollen, so dass die Zeit kaum

ausreicht, alles unter einen Hut zu bringen. Gott sei’s getrommelt und gepfiffen, dass das nicht immer so ist. Und wie wohltuend empfinde ich es, wenn es einfach auch Zeiten und Räume gibt, in denen ich mich ausruhen, in denen ich ausschnaufen und auftanken kann. In der Bibel ist zu lesen, wie die Jünger Jesu ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Jesus hatte sie in die Städte und Dörfer ausgesandt, um seine Botschaft dorthin zu bringen. Dann kommen sie zu ihm zurück und berichten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Doch Jesus lädt sie ein, erst einmal zur Ruhe zu kommen: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.“ Denn, so heißt es dann weiter: „Sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Menschen, die kamen und gingen“. „Kommt mit an einen einsamen Ort und ruht ein wenig aus.“ Diesen Satz aus dem Mund Jesu finde ich mehr als bemerkenswert. Viele sehen in ihm ja nur den, der lehrt und heilt, der fordert und die Menschen vor Entscheidungen stellt. Das gehört sicherlich auch zu ihm. Aber er ist auch der, der zur Ruhe kommen und den Menschen aufatmen lässt; der dem Stress die Ruhe entgegensetzt. „Lasst alles, ruht euch erst ein wenig aus!“ Das ist ein Wort, das gut tut und in dem etwas aufscheint von der Art, wie Gott mit uns Menschen umgeht. Und wie kann man jetzt zu einer solchen Ruhe kommen? Ich denke, es gibt viele Schritte, die Sie vielleicht gerade jetzt in den Tagen des Urlaubs und des Sommers entdecken können. Der Sommer ist eine Zeit des Wachsens und Reifens – und das vollzieht sich in Ruhe und Gelassenheit, ganz ohne Stress. Die Hitze dieser Tage lässt einen langsamer werden, vielleicht auch gelassener. Und gelassen kann ich dann vielleicht auch die kleinen Dinge meines

Gemeinschaft Evangelischer Christen Gottesdienste: In der Skandinavischen Touristenkirche in Puerto de la Cruz, Calle del Pozo, gegenüber des Busbahnhofes. Sonntag, 17.30 Parallel dazu Kinderprogramm. Anschließend gemütliches Beisammensein bei Tee und Kaffee. Jeden 1. Sonntag Abendmahl und Möglichkeit zur persönlichen Segnung. Veranstaltungen: Einführung in biblische Bücher und offenes Gespräch über biblische Texte und Themen. Dienstag, 17.30h: Offenes Singen für alle, ob mit oder ohne Vorkenntnisse. Leitung: Musikpädagogin Irina Lerke. Dienstag 19.00h

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Lichtblicke....

Haus der Gemeinschaft in La Matanza C/Benavides 61: Wandertreff. Leichte, geführte Wanderungen bis max. 3 Stunden. Treffpunkt an der Post/Rathaus in La Matanza. Donnerstag, 9.45 h Jugendkreis (2wöchentlich) Freitag, 19.00 h: Monatlich: Frauenfrühstück. Termine, weitere Veranstaltungen und Anfragen bezüglich Seelsorge etc. bitte an Pastor Marco Schlenker Pastor Marco Schlenker Tel.: 922 57 72 36 Email: gec-teneriffa@gmx.com Web: www.gec-teneriffa.com

Lebens wahrnehmen, die mich umgeben: Die Blume im Garten, wie sie ihre Knospe entfaltet; den Schmetterling, wie er von Blume zu Blume schwebt oder die Ameise, die sich mit dem vielfach größeren Halm am Boden beschäftigt. Ich kann mir Zeit nehmen für das, was mir begegnet. Das kann ein Kind sein, das ich beobachte; die Nähe eines Menschen, der mir zuhört und Zeit für mich hat. Ich kann auf die Landschaft achten, die mich umgibt; ein Kunstwerk bewundern und auf mich wirken lassen oder die Stille einer Kirche genießen, wie sie mich wohltuend umgibt. Die Zeit des Sommers, die Zeit des Urlaubs kann uns neu aufmerksam werden lassen – nicht nur für die kleinen, unscheinbaren Dinge des Lebens, sondern auch für das, was mir Ruhe und Gelassenheit schenkt. In diesem Sinne – genießen Sie die Zeit Ihres Hierseins auf Teneriffa. Ihr Bertram Bolz, Diakon kath. Touristen- und Residentenseelsorger Wenn Sie Fragen zu Veranstaltungen haben oder ein persönliches Gespräch mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger suchen, dann rufen Sie uns, Gemeindereferentin Andrea Bolz oder Diakon Bertram Bolz unter folgenden Rufnummern an : 922-384 829 oder 609 054 492 Die Gemeinde feiert ihre Gottesdienste in Puerto de la Cruz in der Kapelle San Telmo (direkt beim Meeresschwimmbad „Lago Martiánez“). Gottesdienste im Juli: Sonntags um 10.30 Uhr. Darüber hinaus ist die Kapelle zum persönlichen Gebet und zur Meditation immer dienstags und donnerstag von 11 – 13 Uhr, mittwochs von 19 – 21 Uhr geöffnet. Regelmäßige und Einzelveranstaltungen: In den Sommermonaten keine!


ev. Kirchengemeinde Teneriffa-Nord

Gottesdienste: Playa de las Americas ganzjährig jeden Sonntag 12 Uhr in der Kirche San Eugenio im Pueblo Canario.

Gottesdienste: Puerto de la Cruz ganzjährig jeden Sonntag 17 Uhr in der Anglikanischen Kirche im Taoropark

Veranstaltungen: Gemeindezentrum Playa des las Americas, im Untergeschoss des Shopping Center Salytien in der Nähe des Busbahnhofs:

Die deutschsprachige Gemeinde Teneriffa – Nord hat einen neuen Langzeitseelsorger. Ab dem 1. September wird Pfarrer Gotthard Weidel im Predigt- und Seelsorgedienst eingesetzt.

Wiederbeginn September 2010 Nach der Verabschiedung von Pastor Ulrich Kusche wird ab Oktober ein neuer Pfarrer nach Teneriffa Süd kommen. Im Juli und August übernimmt Pfarrer Harald Hoppe von Teneriffa Nord die Vertretung. Für weitere Informationen beachten Sie bitte auch die Veröffentlichungen in den Medien.

Am 5. September wird Pfarrer Gotthard Weidel im Gottesdienst um 17.00 Uhr in der Anglikanischen Kirche im Taoro – Park in sein Amt feierlich eingeführt. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Email: ev-gemeinde.tfn@telefonica.net Sprechzeit: Montag, Mittwoch und Freitag 12-14 Uhr

Zu Hause sein im Ausland

Evangelische Freie Gemeinde Sonntag, 14.00 h: Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst gibt es Kaffee und Kuchen und wir nehmen uns Zeit füreinander in unserer Cafetería.. 14.00 Uhr: Kindertreff. Ab geht der Spaß beim Basteln, Spielen, Stories, Feiern usw. Mittwoch, 19.00 h: Talkrunde. Gedankenaustausch über aktuelle Bibeltexte, in der Regel nach Bibelabschnitten, die die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen anbietet. Freitag: „Bibelsafari“ von 13 bis 99 Jahre. Alle Veranstaltungen finden, sofern nichts anderes angegeben in Las Américas, in den Räumlichkeiten der skandinavischen Touristenkirche in Puerto Colón (1. Stock) statt. Infos unter: www. efg-teneriffa.org

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ev. Kirchengemeinde Teneriffa-Süd

Pastor Olaf Wulff Tel./Fax 922 78 10 69 Email: olafwulff@yahoo.de

Seitenblicke . . . .

Eine monatliche Kolumne zu schreiben ist wie einen Brief an eine Freundin zu verfassen, der man eigene Gedanken und Überlegungen die aus dem Herzen kommen mitteilt und noch dazu der Inbegriff journalistischer Freiheit. Aber weder der geneigte Leser wie auch die angesprochene Freundin teilen immer uneingeschränkt die eigene Meinung. Vielleicht runzeln sie bei dieser oder jener Überlegung zu einem Thema die Stirn und halten meine Gedanken für überflüssig, absurd oder sogar für falsch. Manchmal jedoch lachen sie über meine beschriebenen Unzulänglichkeiten und überlegen, ob eine getätigte Aussage nicht doch einen realeren Hintergrund hat. Die französische Schriftstellerin Anne Germaine de Stael (1766 – 1817), vor deren Schreibkunst sich sogar Napoleon Bonaparte fürchtete prägte den Satz „alles verstehen, heißt alles verzeihen.“ Ich bin weit davon entfernt den Begriff alles zu verstehen für mich in Anspruch nehmen zu können, und meiner eigenen Unzulänglichkeit ist es sicher auch zuzuschreiben, dass ich damit auch nicht alles verzeihen kann, aber ich habe in meinem Leben gelernt dass Toleranz und die Einschätzung der eigenen Schwachstellen und Fehlleistungen eine der wichtigsten Eigenschaften ist. „Die Canarios nehmen keine Rücksicht auf ruhebedürftige Ausländer“ höre und lese ich immer wieder. „Sie gehen ihrer Jagdleidenschaft nach ohne zu bedenken, dass der eigene Hund sich vor Angst unterm Sofa verkriecht.“ „Sie feuern ihre Feuerwerke ab, obwohl Herr und Frau Ausländer sich doch gerade die 149. Folge von Wetten dass, anschauen wollen.“ „Sie betrügen die Ausländer.“ Es ist nur ein kleiner Auszug aus den immer wieder aufs Tapet gebrachten Aussagen und ich möchte nicht bezweifeln, dass so manches Geschichterl der Wahrheit entspricht, und schwarze Schafe gibt es halt überall.

Aber nicht nur, dass jede Medaille zwei Seiten hat müssen wir uns doch immer bewusst sein, dass wir Gast in einer fremden Kultur sind und das alte Sprichwort „wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück“ auch hier Gültigkeit hat. Vor geraumer Zeit klingelte ein Briefträger an meine Tür, begrüßte mich mit der so typisch canarischen Herzlichkeit fröhlich mit „Seňora Irene, qué tal“ und überbrachte mir einen Geldbetrag. Wer schon einmal eine Überweisung per Post erhalten hat, wird wissen wie viele Papiere da unterschrieben gehören und Dokumente gesichtet werden müssen. Also, Brieftascherl herausgekramt, Ausweis vorgelegt, das eine Zetterl unterschrieben, eine weitere Unterschrift in ein Formular gesetzt, vom Retourgeld das Trinkgeld abgezogen, die Scheine nachgezählt, dreimal im Kreis gedreht, auf dem Esszimmertisch liegen lassen, sich über den heißen Wüstenwind unterhalten, den Briefträger mit herzlicher Verabschiedung zur Tür gebracht und das Geld in die Kassa zu den übrigen Scheinen legen, die darauf warten zur Bank gebracht zu werden. So weit so gut, bis auf den Moment, als es ungefähr 5 Minuten später es an der Tür klingelt, der Briefträger vollkommen aufgelöst davor steht und mir erklärt, dass er mir um 50,-- Euro zuviel gegeben hätte. „Schau nach“ flehte er mich an „Du hast doch das Geld auf den Tisch gelegt.“ Nur da lag es ja nicht mehr, sondern in einer Schatulle in der während der letzten Tage viele Scheine herausgenommen und hineingegeben wurden. „Ich bin sicher, dass der Betrag den Du mir gegeben hast korrekt war“ erwiderte ich und trotz allem spürte ich eine leichte Unsicherheit in mir aufsteigen – was ist, wenn zwei Scheine aneinander geklebt waren? Nicht, dass 50,--

Euro für mich eine leicht zu verschmerzende Summe ist, aber er, der vor mir seine Hosentaschen umdrehte, mir den Ablauf seiner heutigen Tätigkeit mit den unzähligen Papieren versuchte zu dokumentieren, tat mir leid und nachdem ich ihm das Gegenteil nicht beweisen konnte, gab ihm einen 50,--Euro Schein zurück, den er erleichtert annahm und mir versicherte im Postamt ebenfalls noch einmal alles nachzuprüfen. Ich war verärgert. Verärgert über mich, weil ich unvorsichtig war und weil ich das Gefühl hatte über den Tisch gezogen worden zu sein und beschloss meinem Mann von dem Vorfall gar nichts zu erzählen. Es war vielleicht eine weitere halbe Stunde vergangen, als es erneut an der Tür klingelte, mein Mann der zurück gekehrt war, öffnete, sich einer stürmischen Umarmung seitens des Briefträgers ausgesetzt sah, einen 50,-Euro Schein in die Hand gedrückt bekam und den wortreich, auf spanisch geführten Redeschwall nicht folgen konnte. Verwundert beobachtete er, wie der Briefträger mich umarmte, mir erklärte, dass die ganze Sache geregelt sein und der Fehler in der Postzentrale passiert war, die ein Formular falsch ausgefüllt hatte. Anne Germaine de Stael sagte auch einmal „Es gehört viel Kraft dazu, Gefühle zu zeigen, die ins Lächerliche gezogen werden können“ und Sie, geehrter Leser können sich jetzt Ihre eigenen Gedanken zu dem Vorfall machen. Aber es sind nicht die 50,-- Euro die mein Leben bereichern, sondern das Gefühl ein Mensch unter Menschen zu sein, auch als Ausländerin unter den Canarios meint Eure Irene-Christine Graf

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Märkte und Veranstaltungen Flohmärkte

Guaza (an der Tankstelle am Kreisverkehr) Santa Cruz – (gegenüber Hafengelände) Sonntag 09:00 - 14:00

Wochenmärkte

Los Abrigos (Granadilla) – Nachtmarkt San Isidro (Granadilla) – Nachtmarkt Médano (Granadilla) – Los Cristianos (Arona) – Avda. Marítima Torviscas (Costa Adeje) – (C.C. Duque) Alcalá (Guía de Isora) – Plaza del Llano

Sonntag

Dienstag Freitag Samstag Sonntag Donnerstag Samstag Sonntag

08:00 - 13:00

18:00 - 22:00 17:00 - 21:00 09:00 - 20:00 09:00 - 14:00 09:00 - 14:00 09:00 - 14:00 09:00 - 14:00

Bauernmärkte Santa Cruz – Mercado Nuestra Señora de Africa täglich La Laguna - Plaza del Adelantado täglich Tegueste – Mercadillo del Agricultor Samstag Sonntag Tacoronte – Mercadillo del Agricultor Samstag Sonntag La Matanza – Mercadillo del Agricultor Samstag Sonntag La Orotava – Mercadillo del Agricultor Samstag Puerto de la Cruz – Plaza del Mercado Samstag Icod de los Vinos – Mercado San Felipe täglich Santiago del Teide – Avda. General Franco 2 Samstag Sonntag Adeje - Mercadillo del Agricultor Samstag Sonntag Las Chafiras – Mercadillo del Agricultor Mittwoch Samstag Sonntag San Isidro – (direkt an der Autobahn) Samstag Sonntag Arico - Mercadillo del Agricultor Sonntag Güimar – (vor dem Rathaus) Sonntag Candelaria (neben dem Rathaus) – Mittwoch Samstag Sonntag Punta Larga (neben Centro Comercial) Samstag El Rosario (an der Autobahn km 7,8) Samstag Sonntag Feiertag

08:00 - 14:00 08:00 - 14:00 08:30 - 14:00 08:30 - 14:00 08:00 - 14:30 08:00 - 14:30 09:00 - 15:00 09:00 - 15:00 09:00 - 14:30 09:00 - 14:00 09:00 -13:00 16:00 - 19:00 08:00 - 14:00 08:00 - 14:00 08:00 - 14:00 08:00 - 14:00 16:00 - 20:00 08:00 - 14:00 08:00 - 14:00 08:00 - 20:00 08:00 - 14:00 08:00 - 13:00 08:00 - 14:00 14:00 - 21:00 09:00 - 17:00 09:00 - 17:00 09:00 - 14:00 08:00 - 17:00 08:00 - 17:00 08:00 - 17:00

Regelmäßige Veranstaltungen Schach in der Hotelanlage Bellavista in Puerto de la Cruz / La Paz, Calle Eucalyptos 4 direkt am Promenadenweg jeden Montag und Freitag ab 20:00 h. Gäste sind herzlich willkommen, egal ob Anfänger oder Großmeister . Jeden ersten Montag im Monat findet ein Schnellschachturnier mit 15 Minuten Bedenkzeit statt. Infotelefon : 922 304 200

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Skat mit dem Skatclub „El Teide“ in Puerto de la Cruz, jeden Dienstag und Donnerstag ab 15:00 h. Info bei Hans – Handy 610 974 974. Brigde im Hotel RIU Garoe in La Paz (Puerto de la Cruz), jeden Dienstag und Donnerstag um 15:30 h. Info bei Frau Schrade – Tel. 922 362 692.

Preisskat für Urlauber und Residenten Jeden Dienstag 12:00 h Callao Savaje, Restaurant PEP C.C. Esmeralda Local 1+2 Info Tel. 922 740 587 ( August ) Preisskat für Urlauber und Residenten Jeden Donnerstag12:00 Uhr Costa Silencio, Restaurant Sofia Info Tel. 922 731 935 ( Sabine ) Ateliertreff, Treffen von Kunstliebhabern und Workshop für Skulpturen im Camino de la Calera, 5, in La Asomada (Puerto de la Cruz), jeden Mittwoch um 16:30 – 19:00 h Grosse Kunstbibliothek Tel. 922 383 828, per Fax: 922 373 613. Qi-Gong-Kurse: im Haus Michael in Puerto de la Cruz. Die Kurse finden auf Spendenbasis statt. Info bei Birgit Kramer – Tel. 922 573 895, e-mail birgit.tenerife@web.de Med. Gesprächskreis Quantenlog, in der Praxis Dr. Viktor Lerke (Avda. Fernández de Lugo, 6 – Edif. Cordoba, Mayorazgo), Jeden 2. Mittwoch um 20:00 h Der deutsch-kanarische Kulturkreis Teneriffa in Puerto de la Cruz, trifft sich jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat um 19:30 h. Info bei Frau Jutta Raubenheimer – Tel. 922 389 884 / Handy 606 064 505 Jeden Samstag veranstaltet die Katzenherberge „Casa Felino“ in La Rosaleda einen Flohmarkt auf der Dachterrasse des „Mercado Municipal“ in Puerto de la Cruz, 09:00 – 14:00 h Bogenschießen mit dem ehemaligen italienischen Nationaltrainer, auf dem Tennisplatz in Ten Bel, jeden Mittwoch um 19:00 h und auf dem Sportplatz in Tijoco Bajo, jeden Donnerstag um 18:00 h. Infos unter 670 447 824


Wenn man sich auf den Kanaren zu Tisch setzt, erlebt man die Eigenschaften einer einfachen, leckeren Küche, welche durch ihre Schlichtheit immer wieder erstaunt. In der Kanarischen Küche vereinen sich sämtliche Kulturen, die seit der Antike, Kontakt mit den Inseln hatten. Aber trotzdem hat die Kanarische Küche nie ihre Eigenheiten verloren. Zutaten für die Gambas: für 4 Personen 600 gr. frische Garnelen, mit Schale, ohne Kopf 15 Knoblauchzehen 2 getrocknete Chilischoten 250 ml Olivenöl Salz

Die Speisen der lokalen Küche gestallten jeden Aufenthalt auf den Inseln zu einem besonderen Erlebnis, wenn man selber in der Lage ist, die „Geschlossene Anstalt“ all inclusiv Hotel zu verlassen und sich auf kulinarische Entdeckungsreise begibt, dann wird man merken, dass die Inseln eine Schatzkammer vorzüglichen Obstes, wunderbaren, wohlschmeckenden Fleisches und dem leckersten Ziegenkäse sind.

Die Kanarische Küche ist trotz Ihrer zum Teil würzigen Art, stets bekömmlich, denn es werden nur selten schwer verdauliche Zutaten verwendet. Auch wenn die meisten Speisen von sehr einfacher Machart sind, sollte jeder nach dem Essen befriedigt den Tisch verlassen.

Zubereitung der Knoblauchgarnelen:

Tipp:

Garnelen schälen, den Rücken aufschlitzen und den Darm entfernen

Anstelle der Garnelen kann man auch Miesmuscheln oder Jakobsmuscheln verwenden

Abwaschen und trocken tupfen Knoblauch schälen und grob in Scheiben schneiden

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Gambas al Ajillo – Knoblauchgarnelen

Mit einem leckeren Blattsalat dazu, ein schönes Hauptgericht für 2 Personen

Chili entkernen und zerdrücken Das Olivenöl stark erhitzen und den Knoblauch darin goldgelb braten Die Garnelen und die Chili zugeben und salzen Unter rühren die Garnelen ca. 3-4 Minuten braten Mit frischem Weißbrot, sofort servieren

Quelle: www.cookies-kochrezepte.com

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Buchvorstellung Das Drachenbaum-Amulett Neuer Teneriffa-Krimi von Volker Himmelseher

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uf Teneriffa ereignen sich rätselhafte Serienmorde, vor denen auch Touristen nicht verschont bleiben. Am Tatort bleibt jedes Mal ein kleines Drachenbaum-Amulett zurück: das Indiz für eine Opferweihe? Kriminalpsychologin Dr. Teresa Zafón zeichnet das Profil eines Ritualmörders, der schon bald wieder zuschlagen wird – Die Spur der Ermittler führt in den Souvenir-Großhandel. Neuer Autor im Zech-Verlag Teneriffa. Volker Himmelseher führt ein großes Unternehmen in Köln. Dem Ruhestand nahe, schreibt er nun historische und Kriminalromane. “Das DrachenbaumAmulett” ist sein Erstlingskrimi.

Leseprobe:

Doktor Zafón war eine gut aussehende Frau. Sie war gewohnt, dass ihr sofort alle Männerherzen mit Sympathie und Freundlichkeit entgegenschlugen. So war es auch dieses Mal. Sie traf in der Runde schließlich nur auf Männer. Entsprechend entspannt und selbstsicher trat sie auf. Der junge Álvarez konnte seinen Blick kaum von ihren weiblichen Konturen lassen. Als sie das bemerkte, blickte sie fest zurück, bis er die Augen niederschlug und errötete. Dem wachsamen Massagué blieb das nicht verborgen. Er schmunzelte mit der Erfahrung des Alters.

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Der Inspektor bot der Psychologin den einzigen Sessel im Raum an und fragte galant, ob sie Kaffee wolle. Dr. Zafón bat um eine genaue Schilderung der Sachverhalte. Sie nahm ihr schwarzes Notizbuch zur Hand, um sich Stichworte aufzuschreiben. Álvarez wurde für die Berichterstattung ausgewählt. »Er brachte schließlich das Ganze ins Rollen«, warf Martín erklärend ein. Nach kurzer Bedenkzeit meldete sich die Psychologin mit ersten Schlussfolgerungen: »Viel geben die Fakten noch nicht her, aber ich werde versuchen, alles aufzuzählen, was sich schon daraus folgern lässt. Unser Täter ist mit ziemlicher Sicherheit ein Mann. Es dürfte kaum eine Frau geben, die ihre Opfer, selbst mit Überraschungseffekt, ohne Spur von Gegenwehr ermorden und dann noch wegschleppen kann. Im ersten und zweiten Fall ergibt sich ein solches Szenario. Der Täter scheint mir ein Pedant, ein Ordnungsfanatiker zu sein. Alles um das Opfer oder den Tatort wird jedes Mal klinisch sauber zurückgelassen, ganz ohne Spuren. Ich will nicht annehmen, dass die noch auftauchen«, schränkte sie ein. »Jedes Mal gibt der Täter seinem Opfer das Amulett mit auf den letzten Weg. Das unterstreicht sein Bedürfnis nach Ordnung und Regelmäßigkeit. Vielleicht hat er einen Beruf, der ihm solche Eigenschaften abverlangt. Auf den Punkt gebracht, er scheint mir eine Buchhalterseele zu sein.« Die Doktorin wusste nicht, wie nahe sie mit ihrer Einschätzung der Wahrheit gekommen war.

Broschiert: 200 Seiten Verlag: Zech-Verlag Auflage: 1 (2010) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-84-934857-8-8 Preis € 9,80 (auf den Kanaren) Preis € 16,90 unverb. Preisempfehlung für Europa


Zwillinge

Rennen Sie doch nicht immer nur der Arbeit hinterher. In der Hektik schleichen sich Fehler ein und das können Sie gar nicht ab. Legen Sie rechtzeitig Pausen ein, in denen Sie Ruhe und Sauerstoff tanken, dann geht es später viel flotter weiter und Sie schaffen Ihr Pensum schneller als Sie denken

21.05.-21.06. Suche nach dem Glück

Briefe schreiben ist heute nicht mehr so modern, jedoch flattern die Emails in Ihren Postkarten, dass es Ihnen eine Freude ist. Sie kommen mit den Antworten gar nicht nach, da Sie immer gleich einen Roman schreiben, die Empfänger freut das. Ihre Ideen sprudeln und die Gedanken überschlagen sich fast.

24.09.-23.10. Schachfiguren aufstellen

24.10.-22.11. Die Erde hat ihn wieder

Skorpion

22.06.-22.07. Über den Wolken

Krebs

Im September quält sich die Waage durch den Berufsalltag. Es kommen immer mal wieder Querschläger durch ihren Arbeitsbereich geschossen, die sie gar nicht willkommen heißen kann. So rauft sie sich durch die Tage und zwingt sich zur guten Mine beim blöden Spiel mit den höheren Etagen.

Der Alltag holt den Skorpion langsam wieder ein. Das ist auch gut so. Nach turbulenten Wochen sehnt er sich nach alltäglichem Gleichmaß und danach, sich auf den gewohnten Ablauf eines Tages auch verlassen zu können, ohne dass plötzliche, hektische Entscheidungen getroffen werden müssen.

22.12.-20.01. Bücher stapeln sich

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24.08.-23.09. Reger Briefwechsel

Auf der Suche nach dem Glück befindet sich jeder Mensch immer und dauernd, der Zwilling jedoch besonders. Der große Wurf wird oft überbewertet. Sie denken: Das Glück ist gerade da, wo ich nicht bin. Es wäre schade, wenn Sie den Zauber der kleinen Dinge übersehen. Glückliche Momente sind „Jetzt“.

Der Krebs fährt im September eine gute Ernte ein und er kann stolz sein, was er bis jetzt alles geleistet hat. Die schönen Augenblicke nutzt er, um noch draußen Sonnenstrahlen und braune Haut zu tanken, da die Tage bald kürzer werden. Sie gestatten sich, ein unbeschwertes Leben zu führen.

Schütze Steinbock

Löwe

Sie sehen, es zahlt sich aus, wenn man auf dem Weg nach oben zwischendurch tief durchatmet und anschließend wieder weitermacht. Ziele, die Sie erreichen wollen, sollen Sie erobern. Auch dem Schützen wird heutzutage leider nichts hinterher geworfen oder leicht gemacht. Ausdauer gewinnt den Preis.

Das zähe Lernmaterial stapelt sich auf Tisch und Stühlen. Sie sollen sich fortbilden, jedoch wächst Ihnen die Papierflut über den Kopf. Wenn Sie sich immer mal wieder eine amüsante Auszeit gönnen, dann flutscht auch die trockene Arbeit besser. Nur nicht immer alles so verbissen vorantreiben.

Wassermann

21.04.-20.05. Organisation bringt Erfolg

23.11.-21.12. Bei der Stange bleiben

Gut gelaunt starten Sie in den Herbst. Die Fäden, an denen Sie ziehen, lassen sich so dirigieren, wie es Ihnen in den Kram passt. Ideen setzen Sie kreativ um und Sie schrecken auch vor größeren Verschönerungsarbeiten in Haus und Hof nicht zurück, da Sie im Urlaub tolle Anregungen gefunden haben.

21.01.-19.02. Gehen oder bleiben

Der Wassermann macht sich im September Gedanken um seine Beziehungskiste. Er möchte verwöhnt und gehätschelt werden, braucht aber seine ganz persönliche Ellenbogenfreiheit. Da können Konfliktsituationen auftreten, die ausdiskutiert werden müssen. Ein toleranter Partner ist hier gefragt.

Fische

Stier

Im Job erreicht der Widder Höhen, die er sich nie erträumt hat. Er kann es gar nicht glauben, dass seine Aktivitäten derart gut einschlagen. Natürlich ist er darauf sehr stolz. Einen kleinen negativen Aspekt gibt es dabei: Was packt er Neues an, damit ihm nicht langweilig wird? Kommt Zeit, kommt Rat.

23.07.-23.08. Schnörkel und Verzierungen

Jungfrau

21.03.-20.04. Volle Power voraus

Waage

Widder

Monats-Horoskop September

20.02.-20.03. Auf Trophäenjagd

Im September kommt der Fisch allmählich wieder aus seiner selbstgewählten Klausur heraus und wirft sich unter die Leute. Bei beruflichen Aktionen bleibt er weiterhin gerne im Hintergrund, um von dort aus die Strippen zu ziehen und bewahrt sich seine Energie für seine Begeisterung in Liebesdingen.

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Altern ist keine Krankheit Möglichst alt werden ohne dabei zu altern – ein weit verbreiteter und vielleicht auch verständlicher Wunsch, mit dessen Verheißung trefflich Geschäfte gemacht werden. Die meisten teuer erkauften Hoffnungen bleiben jedoch Schall und Rauch. Der Preis der Wundermittel wird weniger von den Inhaltsstoffen bestimmt, als von der Verpackung und dem Namen des Herstellers. Zum Wahnwitz artet der Schönheitsdrang aus, wenn man sich ein Lebensmittelgift unter die Haut spritzen lasst, dass die Nerven lähmt. Man kann dann nicht mehr die Stirn in zornige Falten legen und behält ein simples nichtssagendes Teenagergesicht. An anderer Stelle habe ich einmal geschrieben: „Ich liebe die freundlichen Lachfältchen meiner Frau – und auch die Sorgenfalten, an denen ich sicher nicht immer ganz unschuldig war.“ Die nächste Panikattake kommt dann, wenn Schweißausbrüche und Hitzewallungen signalisieren, dass es nicht mehr ganz sinnvoll erscheint, mit der Aufzucht der Nachzucht nun noch zu beginnen. Das Fruchtbarkeitshormon Östrogen geht in den Keller und die von diesem Hormon geprägten sekundären Geschlechtsmerkmale nehmen andere Formen an.

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s ist richtig, die durchschnittliche Lebenserwartung ist von Jahrzehnt zu Jahrzehnt gestiegen, aber nicht etwa, weil die individuelle und auch genetisch bedingte Lebenserwartung des einzelnen gestiegen ist, sondern weil wir die Kindersterblichkeit in den Griff bekommen haben und nicht mehr durch Seuchen und Kriege hinweggerafft werden. Die Angst zu altern beginnt vor dem

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Spiegel, in dem man plötzlich die ersten Fältchen im Gesicht entdeckt, die davon künden, dass aus dem Teenager eine Persönlichkeit geworden ist.

Die Angst, der Ehemann könne sich dann einer jüngeren noch fruchtbaren Frau zuwenden, hat weniger mit deren Fruchtbarkeit zu tun, als mit der Tatsache, dass die jüngere noch nie seine Socken waschen musste und ihn uneingeschränkt anhimmelte. Tun Sie’s doch auch!

Das ist weder ein Grund zur Panik, noch ist es nötig, die Fältchen mit abenteuerlichen Salben und Tinkturen wegzuschmieren. Je mehr Elastizität der Haut versprochen wird, desto durchlässiger und damit allergieanfällig wird sie auch.

Den physiologischen Wechsel in einen anderen Lebensabschnitt mit Hilfe von Hormonpflastern vor sich herzuschieben, stiftet mehr Schaden als Nutzen. Und das süße Locken der Kirschen in Nachbars Garten verblasst schnell.


Über viele Jahre haben wir dem Östrogen zudem eine der Osteoporose vorbeugende Wirkung zugeschrieben. Die ist zwar nur minimal, aber um eine belegbare Indikation für die Verordnung von Östrogen zu schaffen, werden jeder klimakterischen Frau inzwischen Knochendichtemessungen angeboten. Die Aussagekraft einer solchen Messung ähnelt dem Kaffeesatzlesen, denn den Standardwert, an dem sich die Diagnose orientiert, gibt es überhaupt nicht. Mit Sicherheit hat der Schmiedemeister eine andere Knochendichte, als ein Bürohänfling. Und weil sich herumgesprochen hat, dass Östrogen kreislaufschädlich ist, wären die teuren Knochendichte-Apparate nutzlos, wenn man nicht flugs ein neues Medikament im Angebot hätte: Biphosphonate, die ursprünglich zur Festigung des Knochens bei Knochenkrebs gedacht waren, haben sich die Osteoporose erobert. Sie verhindern den Calciumabbau, allerdings auch den Calciumeinbau und legen den Knochenstoffwechsel weitgehend tot. Dass sie die Speiseröhre verätzen und sogar Speiseröhrenkrebs verursachen, steht der breiten Verordnung nicht im Wege. Nun beginnt auch die Zeit, in der sich der Rücken meldet, oder die Hüfte, die Schulter, die Knie…Das kollagene Bindegewebe, also Bandscheiben, Gelenkknorpel, Sehnen, Bänder, Kapseln, verliert an Elastizität, ist besonders nach längerer Ruhepause auch schmerzhaft und weist röntgenologisch nicht selten „Verschleiß“ auf. Hier kann in der Tat Silicea hilfreich sein. In der Schüßlerschen Biochemie, in der Homöopathie, in der Anthroposophie und auch in der Pflanzenheilkunde zeichnen sich alle Pflanzen, die wir mit solchen Indikationen anwenden, durch einen extrem hohen Silicea-Gehalt aus. Arthrosen haben nichts mit „Rheuma“ zu tun. Darum sind so genannte Antirheumatika und Schmerzmittel auch

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Wenn nicht, sollten Sie sich fragen, ob er es denn wert ist.

fehl am Platze. Sie betäuben für kurze Zeit den Schmerz, verschlechtern dauerhaft aber die Struktur des Bindegewebes. Auch die Gicht ist etwas anderes und bedarf nur dann einer Behandlung, wenn der Harnsäurespiegel im Blut weit über der Norm liegt, wohlgemerkt: weit! Über den Blutdruck und den Cholesterinspiegel habe ich mich oft genug ausgelassen. Dass der Blutdruck steigt, wenn Ärger und Gefahr mich in Fluchtbereitschaft versetzt, ist normal und sinnvoll und bedarf keiner Behandlung. Ist er dauerhaft hoch, genügt es nicht, ihn zu senken, es gilt die Ursache zu finden und zu beseitigen. Nur allzu leicht wird ein über Gebühr gesenkter Blutdruck mit einer Depression verwechselt. Zeigt das Herz erste Erschöpfungserscheinungen traut sich niemand mehr, es zu fordern und zu fördern. Mit Betablockern, Calciumantagonisten, Entwässerungsmitteln und Blutdrucksenkern wird das Herz geschont, anstatt es zu kräftigen und instand zu setzen, seine Arbeit wieder ordentlich zu erledigen. Das Herz schlägt nicht um seiner selbst willen, sondern um genügend Blut ins Gehirn und in den großen Zeh zu pumpen. Wie möchte ich denn alt werden? Mir schweben da ein paar Beispiele aus meiner Klientel vor: Etwa der 82jährige Kieler Kaufmann, der trotz seiner Periar-

thritis humeroscapularis mit seinem Ruderdub eine Donau-Ruderwanderung unternahm. Oder die 91jährige (!) Verlegerwitwe, die allmorgendlich mit ihrem Schimmel ausreitet. Oder der pensionierte Zollinspektor, der ein Jurastudium begann, mit 81 Jahren promovierte und dann zufrieden starb. Auf jeden Fall wünsche ich mir statt der Tablettenschale auf dem Frühstückstisch einen Blumenstrauß und ein freundliches Lächeln, ein Stückchen Zweisamkeit und statt der tödlichen Einsamkeit den notwendigen Streß eines Pflichtenkreises. Hans-Heinrich Jörgensen www.nam.de/themen.htm

San Eugenio Alto/Adeje, Urb. Villa Blanca Loc. 2, Avda. Austria, Рядом с входом в аквапарк Октопус 39


Physiotherapie mit Maitland Konzept In der Vielfältigkeit der Physiotherapie ist die Manuelle Therapie ein gesondertes Fachgebiet. Die MT beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung funktioneller Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen des Bewegungssystems, welches das Gelenk und/oder die Muskulatur und das Nervensystem betrifft.

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n der Vielfältigkeit der Physiotherapie ist die Manuelle Therapie ein gesondertes Fachgebiet. Die MT beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung funktioneller Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen des Bewegungssystems, welches das Gelenk und/oder die Muskulatur und das Nervensystem betrifft. Dieser Grundsatz gilt für alle Manualtherapeuten gleichermaßen, jedoch sind die Herangehensweisen in den jeweiligen Behandlungsmodellen unterschiedlich. Es gibt die MT z.B. nach Sachse, nach Mckenzie, nach Kalten-

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born und das hier heute vorgestellte Maitland Konzept. Dieses Konzept basiert auf dem Abgleich des Fachwissens des Therapeuten mit den Symptomen des Patienten und den Befundergebnissen aus der Untersuchung. Mit Hilfe der Ergebnisse aus diesem Abgleich überprüft der Therapeut seine Theorie über die krankmachende Struktur. Diese Art der Herangehensweise macht es dem Therapeuten möglich, die betroffene Struktur immer weiter einzukreisen und sie zu behandeln. Immer wieder erfahren wir in unserer Arbeit, dass Schmerzort und Schmerzursache oft nicht das

Gleiche sind. Heute möchte ich Ihnen den Kollegen Christoph Engel von mir vorstellen, der sich 2007 auf La Palma niedergelassen hat. Er betreibt dort eine Physiotherapeutische Praxis zusammen mit seiner Frau. Herr Engels hat sich dem Maitland Konzept geöffnet und behandelt nur nach diesem Konzept. Bereits 1975 hat er seine Ausbildung zum Turn- und Sportlehrer an der Universität in Bern absolviert und 1979 die Ausbildung zum Physiotherapeuten in Basel. Nach diversen Fortbildungen, u.a. Funktioneller Bewegungslehre nach Klein Vogelbach und dem Maitland Konzept unterrichtete er von 2002 bis 2006 als Fachdozent an der Physiotherapieschule Bern. Seit 1995 ist er Teaching Assistent der IMTA. Die IMTA ( International Maitland Teachers Association) ist eine internationale Vereinigung von spezialisierten Dozenten in Manueller Therapie. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, das Maitland Konzept zu standardisieren und weiterzuentwickeln. Seine Ehefrau Marja Engels ist diplomierte Physiotherapeutin seit 1983. Sie hat eine abgeschlossene Vollausbildung in manipulativer Physiotherapie nach Maitland. Desweiteren hat sie diverse Weiterbildungen im Fachbereich der Osteopathie. Gemeinsam führte das Ehepaar über 20 Jahre lang eine Praxis in der Schweiz.


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Michaela Hempel: Herr Engels, wie sind Sie zum Maitland Konzept gekommen? Christoph Engel: Meine Mitarbeiter in meiner Praxis hatten bereits den Grundkurs über das Maitland Konzept absolviert und hatten deutlich bessere und langfristige Erfolge in der Behandlung der Patienten,als ich. Darin sah ich mich motiviert und habe einige Behandlungstechniken ausprobiert und hatte ebenso meine guten Erfolge. Also beschloss ich, die Fortbildung zu besuchen. M.H.: Worin sehen Sie die Vorteile von dem Maitland Konzept ? C.E. : Ich erreiche schlichtweg die besten Resultate in der Behandlung des Patienten. Von all den Verfahren, die ich gelernt habe, war dies das Beste für eine schnelle Genesung und einer langfristigen Beibehaltung des Erreichten. M.H. : Mit was meinen Sie ist das Maitland Konzept vergleichbar ? C.E. : Für den Leser ist wahrscheinlich die Osteopathie das bekannteste. Das Maitland Konzept umfasst die gleiche Herangehensweise wie die der Osteopathie. Eine umfangreiche Befundaufnahme ist für den Therapeuten ausschlaggebend und dominiert die Therapie. Betonen möchte und muss ich doch, dass die Osteopathie und das Maitland Konzept nicht das Gleiche sind. Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass die Schmerzverbesserung und die Beweglichkeit des Gelenkes schneller erreicht wird, dadurch die Kosten günstiger sind. M.H.: Seit 2007 gibt es Ihre Praxis auf La Palma. Wie war der Start für Sie ? C.E.: Es war nicht leicht, alles lief nur über Mundpropaganda. Wir mussten uns an das andere System der Verordnungen gewöhnen. M.H.: Wie sind Sie nach La Palma gekommen ? C.E.: 1976 hatte ich die Möglichkeit, nach meiner Ausbildung zum Turn- und Sportlehrer, 10 Monate nach Gran Canaria zu gehen um dort als Sportlehrer zu arbeiten. In dieser Zeit habe ich die ganzen Kanarischen Inseln besucht und bin deren Charme erlegen. Mein Jugendtraum war es einmal, in der Wärme zu leben. Und als ich La Palma besuchte, war klar: Hier möchte ich einmal leben. M.H.: Haben Sie Schwerpunkte in Bezug auf Krankheitsbilder? C.E.: Ich bin ein Allrounder und behandle alle Beschwerden, die mit dem Bewegungsapparat zusammenhängen. Meine Frau ebenso, sie nutzt auch viele Weichteiltechniken und wendet auch osteopathische Techniken an.

gern zurück. Sie sprechen dann auch direkt mit mir oder meiner Frau. Wir sprechen Spanisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch und Englisch. Hin und wieder bin ich durch meine Dozententätigkeit auch in Deutschland. Wenn möglich behandele ich nach Terminabsprache auch dort. M.H.: Wann sind Sie zurück auf La Palma? C.E.: Wir sind ab dem 01. September wieder zurück auf La Palma. M.H.: Herr Engels ich danke Ihnen vielmals für dieses Gespräch. C.E.: Ich danke Ihnen.

Für Interessierte, die mehr über das Maitland Konzept erfahren wollen, nachfolgend die Kontaktdaten der Physiotherapie auf La Palma: www.fisio-losleones.com Email: info@fisio-losleones.com Die Telefonnummern lauten: 0034 6620 48 964 ( Mobil Spanien) 0034 922 40 60 16 ( Festnetz Spanien)

Herr und Frau Engels haben in liebevoller Arbeit eine kleine Finca mit mehreren Wohneinheiten restauriert. Sie haben daher die Möglichkeit, die Patienten zu behandeln und, wenn gewünscht, sie günstig einzumieten. Weitere Informationen dazu finden Sie über: www.finca-lacruz.com

M.H.: Wie kann man Sie erreichen ? C.E.: Wir haben auf La Palma stetig einen Anrufbeantworter geschaltet und rufen 41


Teneriffa Rätsel September Diese Aufnahme entstand 1965

in welchem Ort? in welcher Straße? Mailen Sie ihre Antwort an: raetsel@cccanarias.net oder senden Sie eine Postkarte an die Redaktion. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir jeweils ein interessantes Buch.

Einsendeschluss ist der 20. September

Auflösungen

In unserer Augustausgabe stellten wir die Frage:

Welchem Umstand ist es zu „verdanken“ , dass die Bäume nicht mehr nachwachsen? Antwort:

siehe ausführlichen Bericht auf Seite 14 Die Gewinnerin unseres August-Rätsels heißt: Ellenore Schrader. Sie darf sich über das „Kanarische Lesebuch“ freuen

Weiß! Die einzige Möglichkeit, nach derartiger Laufrichtung, wieder am selben Punkt anzukommen, ist, wenn man am Nordpol startet, da also das Haus steht, und da gibt´s nur Eisbären! GV(SV) und GM (SM) , deren Sohn (2.V,S,K) dessen Gattin (2te M+ ST ) , deren 3 Kinder ( 2T 1S, 3 E ) . Also 7 Gedecke. 42


2 Logik-Rätsel Ein Mann kommt aus seiner Haustür, geht etwa einen Kilometer in genau südlicher Richtung, danach 4 km nach Westen. Da begegnet er einem Bären. Der Mann rennt um sein Leben, und zwar genau einen Kilometer weit nach Norden und stößt genau auf sein Haus. Welche Farbe hat der Bär?

Am Mittagstisch sitzen ein Großvater(GV), eine Großmutter(GM), zwei Väter(V), zwei Mütter(M), vier Kinder(K), drei Enkel(E), ein Bruder(B), zwei Schwestern(Sch), zwei Söhne(S), zwei Töchter(T), ein Schwiegervater(SV), eine Schwiegermutter(SM) und eine Schwiegertochter(ST).

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Kreuzworträtsel

Wie viele Teller werden mindestens benötigt?

Sudoku

Kinderrätsel Hier findest du 14 Wörter zum Thema Musik. Suche waagrecht und senkrecht.

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4,80 Cent 5,30 Cent 5,80 Cent 7,00 Cent 8,00 Cent 30,00 Cent 35,00 Cent 42,00 Cent 50,00 Cent


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Megawelle Journal September 2010