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04/2010 April 2010 Kiosk-Preis: € 2, 20

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Sonne und Wind für Teneriffas Zukunft

Bioklimatisches Dorf Energiegewinnung Kulturelles

Guanchenhöhlen Wandertipp Historische Fotos


Ostern! Für viele Christen Ende der Fastenzeit und Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi. Ostern steht für Neuanfang, Beginn des Frühlings und damit Ende von Kälte, Eis und Schnee. Mancher freut sich einfach auf ein paar freie Tage, um Sie allein, mit Freunden oder der Familie zu genießen. Vielleicht gehören auch Sie zu denen, die die Ferien nutzen, um auf der „Insel des ewigen Frühlings“ ein paar Tage auszuspannen und dem diesjährigen eisigen, mitteleuropäischen Winter Lebewohl zu sagen.

impressum Herausgeber: CCC Clever Comunication Canarias s.l. Avda. Claudio Delgado, 91 38639 ,Las Chafiras. CIF: B-38 643 359 Geschäftsführer: Hans-Georg Scholz HGS@cccanarias.net Büro: Angeles Fernandez Robayna Fon: (+34) 922 736 118 / Fax: (+34) 922 703 357 oficina@cccanarias.net Geschäftszeiten: Mo- Fr 9 – 15 h Internet: www.megawelle.fm Internet Radio: http://megawelle.radio.de Chefredakteur: Hans-Georg Scholz HGS@cccanarias.net Redaktion: Günther Müller redaktion-megawelle@cccanarias.net Design/Layout Nina Kavaliova design@cccanarias.net Anzeigen Süden: irina.bokhan@cccanarias.net Anzeigen Norden: tanja.vogt@cccanarias.net Presseinfos: prensa@cccanarias.net Meckerecke: meckerecke@cccanarias.net Desposito legal: TF-303/2002 ISSN: 1699 - 3071 Fotos: Günther Müller, Nina Kavaliova, Archiv Gobierno Canario, Ayuntamiento Arona, Presseagenturen Titelfoto: ITER Besucherzentrum, G.Müller Druck: Graficas Sabater Anzeigenschluss für Ausgabe Mai: 23.04.2010

Diejenigen unter Ihnen, die die kalten Monate hier auf unserer Insel verbrachten, haben den kanarischen Winter mit ganzer Macht erlebt. Die Wetterkapriolen der vergangenen Wochen brachten uns Sturm, Regen und Verwüstungen. Stromausfälle in bisher nicht gekanntem Ausmaß legten die Insel lahm. Orkantief Xynthia hinterließ eine Schneise der Zerstörung, nicht nur auf den Kanaren. Auch die iberische Halbinsel, Frankreich und Deutschland waren stark betroffen. Erinnerungen an das Sturmtief Delta im Jahre 2005 wurden wach. Auch damals waren schwere Verwüstungen zu verzeichnen, Ernten vernichtet, Strommaste umgerissen. Die damals versprochenen infrastrukturellen Maßnahmen griffen nicht, wir stehen heute wieder vor den gleichen Problemen. Die Forderungen an die Verantwortlichen, endlich die Probleme zu lösen, werden immer dringlicher und lauter.

MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant

Der Orkan hat sich gelegt, die Zukunft beginnt!

Hoffen wir, dass wir es alle bald erleben werden, die Natur kann man nicht bändigen, aber die Auswirkungen mit vorausschauender und weitsichtiger Planung für den einzeln Betroffenen abmildern. Wer die Natur auf unserer schönen Insel in diesen stürmischen Zeiten mit offenen Augen durchstreifte, konnte einmalige Erlebnisse erkennen. Berge und Felsen öffneten ihre Schleusen und bildeten Wasserfälle, Bergschluchten wurden zu reißenden Bächen, teilweise überfluteten diese dann Straßen, die gesperrt wurden, Steinlawinen blockierten die Bergstraßen, die mühsam geräumt werden mussten. Die bisher kargen und braunen Berge des Südens verwandelten sich in eine grüne Oase, eine Wohltat für das Auge. Genießen Sie diesen Neuanfang, diesen Aufbruch der Natur im Einklang mit der frühlingshaften, österlichen Zeit. Machen Sie Pause vom Alltag und erleben Sie die ungebändigte, einzigartige und vielfältige Natur. Aber, auf Teneriffa hat auch die Zukunft begonnen. Das bioklimatische Dorf, bestehend aus 25 verschiedenen Häusern im Südosten der Insel, wurde am 19. März auf dem Gelände des ITER Windparks eingeweiht. Hier zeigen uns Architekten aus Spanien, Italien, Belgien, Frankreich, England, Dänemark, Finnland, Venezuela, Mexico und USA, wie die Zukunft aussehen könnte. Jeder, der an einem Leben ohne Umweltverschmutzung interessiert ist, sollte jetzt die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren. Mehr dazu auf den Innenseiten.

Hans-Georg Scholz

Wir übernehmen keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte und Fotos. Alle Artikel, Informationen, Hintergrundwissen und Empfehlungen wurden nach besten Wissen und Recherchen der einzelnen Redakteure und freien Mitarbeiter erstellt. Für Fehler und Irrtümer wird nicht gehaftet. Beiträge der freien Mitarbeiter, Leserbriefe und Anzeigentexte geben nicht unbedingt die Meinung von Clever Comunication Canarias s.l. wider. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich. Das Kopieren, Speichern und Wiederverwenden in elektronischer Form, auch auszugsweise, ist ebenfalls nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich.

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Aus dem deutschen Honorarkonsulat An dieser Stelle lesen Sie Wissenswertes aus dem Büro des Deutschen Honorarkonsuls auf Teneriffa Ingo F. Pangels.

Der dt. Honorarkonsul auf Teneriffa Ingo F. Pangels Es gibt einen neuen Internet-Auftritt der deutschen Botschaft und nachgeordneten Einrichtungen, in dem nun auch das Honorarkonsulat Teneriffa integriert ist. Der Link hierauf lautet: www.madrid.diplo.de Calle Costa y Grijalba,18 38004 Santa Cruz Tel 922 248 820 Geschäftszeit: Mo-Do 10-13 Uhr

Das können wir für Sie tun

Das können wir nicht für Sie tun

•Entgegennahme der Anträge zur Ausstellung des deutschen Reisepasses •Legitimierung vorgelegter Lebensbescheinigungen •Kopie-Beglaubigungen •Unterschriftsbeglaubigungen in einfachen rechtlichen Angelegenheiten •Entgegennahme von Geburtsanzeigen und Namenserklärung (Ehe- und Kindesname) •Annahme von Anträgen auf Ehefähigkeitszeugnis •Kfz-Abmeldungen •Konsularische Häftlingsbetreuung •Hilfe für Deutsche im Ausland (z.B. konsularische Hilfe in Todesfällen, Heimschaffungen in Zusammenarbeit mit der Botschaft Madrid, Hilfe bei Geldüberweisungen etc. lt. § 5 KonsG) •Annahme von Passanträgen (Ausstellung erfolgt durch das Konsulat Las Palmas, Aushändigung wiederum durch uns) •Bearbeitung von Fundsachen •Formlose Zustellungen •Weitergabe von Informationen in verschiedenen Rechtsbereichen (Merkblätter)

•Beurkundungen von Willenserklärungen und von eidesstattlichen Versicherungen, die Entgegennehmen von Auflassungserklärungen und die Abnahme von eidesstattlichen Versicherungen zur Erlangung eines Erbscheins, eines Testamentsvollstreckungs-Zeugnisses oder eines Zeugnisses über die Fortsetzung der Gütergemeinschaft •Durchführung von Vernehmungen und Anhörungen •Echtheitsbestätigungen deutscher öffentlicher Urkunden (Honorarkonsularbeamte haben grundsätzlich nur dann die Befugnis, die Echtheit deutscher öffentlicher Urkunden zur Verwendung in ihrem Amtsbezirk zu bestätigen, wenn sie hierzu vom Auswärtigen Amt besonders ermächtigt worden sind) •Sonderfälle von Unterschriftsbeglaubigungen, wie die Anmeldungen neuer Geschäftsführer einer deutschen GmbH und die Unterschriftsbeglaubigung für Vollmachten in Grundstücksangelegenheiten •Rechtshilfeersuchen: Hier kann der Honorarkonsul nur vermittelnd und unterstützend auf Veranlassung der übergeordneten Auslandsvertretung tätig werden •Anträge auf förmliche Zustellung von Schriftstücken auf Antrag einer deutschen Behörde oder eines Gerichts. Hier muss sich die übergeordnete Auslandsvertretung an die zuständige Behörde des Gastlandes wenden •Ausstellung von Leichenpässen

Wir sind zuständig für die entsprechenden Vorgänge auf Teneriffa. Für La Palma gibt es einen eigenen Honorarkonsul, für Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote, La Gomera und El Hierro wenden Sie sich bitte an das Deutsche Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria.

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Nachlese zum Tag der offenen Tür im Skulpturenpark der Gernot Huber- Stiftung

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er alljährliche Tag der offenen Tür am Sonntag, den 07.02.2010, wurde im Skulpturenpark der Gernot Huber- Stiftung wieder zu einem vollen Erfolg. Ca. 300 Kunstfreunde fanden den Weg in den Skulpturenpark „Los cordones“ und erfreuten sich im 8 Hektar großen Park an den vielen Skulpturen, die in den Jahren von 1988 bis 2009 nicht nur von Gernot Huber selbst sondern auch von vielen internationalen Künstlern und talentierten und begabten Nachwuchstalenten geschaffen wurden. Sehr erfreulich war, dass nicht nur deutschsprachige Besucher kamen, auch belgische, englische und spanische Kunstfreunde kamen vermehrt und genossen die Eindrücke. Hier nachfolgend einige Eintragungen aus dem Gästebuch: „Heute zum 10ten Mal hier und immer wieder begeistert, so Gott will, komme ich auch zum 11ten Mal wieder“. „Ein traumhaft schöner Platz, an dem die Skulpturen sehr schön zur Geltung kommen können.“ „Welch ein Glück, hier zu sein.“ „Ein großes Erlebnis hat uns beglückt, in Deutschland haben wir durch das Fernsehen (3Sat und NDR) sehnsüchtige Eindrücke entwickelt, die wir heute in natura vertiefen konnten.“ Der Regen der vergangenen Tage hatte den Park in ein Berglavendelparadies verwandelt. Die hier wachsenden Cordones, die dem Park seinen Namen gaben, sind hier vermutlich älter, als der berühmte Drachenbaum von Icod. Auch der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit und Kultur des Ayuntamientos de Granadilla war wieder da, diesmal mit Familie und Freunde, er schlug vor, eine Broschüre über den Park vom Ayuntamiento herauszugeben. Diese soll mithelfen, den Park auch in der Zukunft vor der Bauwut der Spekulanten zu schützen. Kunstfreunde, die an diesem Tag verhindert waren, können in Gruppen unter der Telefonnummer 922 772 331 einen separaten Besuchstermin vereinbaren. Hans-Georg Scholz

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ereits zum zweiten Mal organisierte das Team der MEGAWELLE eine zweistündige Führung am Izaña Observatorium. Ein besonderes Glück für alle Teilnehmer war es, dass Prof. Dr. Oskar von der Lühe persönlich Zeit fand, durch die „Geheimnisse des Universums“ zu führen.

Als einer der führenden Köpfe in der Astrophysik lehrt er unter anderem an der Universität in Freiburg. Seine knapp bemessene Zeit widmet er hier auf Teneriffa momentan dem Test einer neuen Kamera für Aufnahmen bei Sonnenbeobachtungen. So konnte er den Teilnehmern die am Tag vorher aufgenommenen Sonnenflecken zeigen, die in einer bis dato nicht gekannten Klarheit und Schärfe aufgezeichnet wurden. Der Wissenschaftler versteht es, seine Zuhörer mit einfachen Worten die komplexesten Themen zu erklären und so selbst ganz junges Publikum in den Bann zu ziehen.

und Dänemark ein Abkommen zur gemeinsamen Forschung in der Astrophysik. Das Teleskop wurde dann 1986 installiert und nahm 1988 seine Arbeit auf. Seit dieser Zeit wurde es kontinuierlich verbessert und ununterbrochen genutzt.

Bei seinen Erklärungen verstand es Prof. Dr. von der Lühe immer wieder, trotz der Komplexität dieser Wissenschaft, Worte zu finden, die es dem Normalbürger ermöglicht, seinem lebendigen Vortrag zu folgen.

Abgelöst wird es nun vom neu erbautem Sonnenteleskop Gregor, das mit einen 150cm Spiegel arbeitet. Es wurde entwickelt, um Messungen im Magnetfeld und bei der Gasanalyse der Sonne durchzuführen. Mit diesem Präzisionsinstrument kann man Flächen mit einer Größe von 70km auf der Sonnenoberfläche erkennen.

Bleibt nur zu hoffen, dass er häufig in Teneriffa Forschungen durchführen wird, und er dann wieder Zeit findet, einen kleinen Kreis wissenschaftlich interessierter Zuhörer zu begeistern. Wir danken Prof. Dr. von der Lühe auf diesem Weg nochmals für seine interessante und lehrreiche Führung.

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MEGAWELLE Leser besuchen „Teide Observatorium“

Wer dachte, im Observatorium würde er mit Riesenteleskopen den Sternenhimmel erkunden können, wurde allerdings enttäuscht. Alle dort ansässigen Institute widmen sich ausschließlich der Sonnenbeobachtung. Die beiden Teleskope VTT und Gregor werden von vier deutschen Instituten betrieben: Dem Astrophysikalisches Institut Potsdam, dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau, der Universitäts-Sternwarte Göttingen und dem Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik in Freiburg, dem Prof. Dr. von der Lühe angehört. Das VTT (Vacuum Tower Telescope) Observatorium wurde bereits in den 70-er Jahren erbaut und wird mit einem 45cm Spiegel betrieben. 1982 schloss die BRD mit Spanien, Großbritannien, Schweden

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Sonne und Wind – für Teneriffas Zukunft

Im Jahr 1990 hatte die Inselregierung das „INSTITUTO TECNOLOGICO Y DE ENERGIAS RENOVABLES S.A. “, das ITER, gegründet. Dieses Pionierprojekt soll auf Teneriffa die technologische Forschung vorantreiben und den Einsatz von erneuerbaren Energien auf dem gesamten Archipel fördern.

E

s beschäftigt sich mit dem Thema „Umweltschutz“ und investiert seither in die Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energien – in erster Linie in Sonnen- und Windenergie. Aber auch andere Bereiche wie GrundwasserRessourcen, seismisch und -vulkanische Überwachungen und Vorhersagen, WindTunnel-Projekte, Entwicklung eines SolarFlugzeuges, Entwicklung von Kommunikations -und Informationstechnologien, gehören zu den Aufgaben des Instituts, um nur einige wenige zu nennen.

Das ITER Forschungszentrum wurde an der Südostküste Teneriffas, im Industriegebiet Granadillas, östlich der Autobahn errichtet. Dieser windige Küstenabschnitt Teneriffas eignet sich perfekt als Standort, um den natürlichen Luftstrom einzufangen und in nutzbare Energie für Menschen umzuwandeln. 340 Sonnentage im Jahr ermöglichen es, die Photovoltaik -Technologie zu erforschen und zu nutzen. Mit über 3.200 Sonnenstunden im Jahr bietet Teneriffa ideale Voraussetzungen

für die Installation von Photovoltaik-Anlagen. Aus diesem Grund besitzt Teneriffa auch eine der drei größten Solaranlagen der Welt. Ziel ist es, künftig mehr als die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs der Insel aus diesen Quellen zu bedienen. Zur Zeit wird nur 5% des Stromverbrauches von den Windkraftanlagen erzeugt. Ziel der nächsten drei Jahre ist es, dies auf 15% zu steigern, so Guillermo Galvan, ein Spezialist der Abteilung für erneuerbare Energien. Auf dem 400.000 qm großen Gelände von ITER sind zur Zeit drei Windparks in Betrieb. Der 2.83 MW Forschungspark wird mit Windkrafträdern betrieben, die alle mit unterschiedlicher Technologie arbeiten. Turbinen mit Horizontal- und Vertikalachsen, verschiedenen Ausrichtungen, synchrone und asynchrone Generatoren, Rad-Durchmesser von 25m und 40m und Höhen zwischen 25m und 42m. 1996 wurden sechzehn Windturbinen mit je 300 kW der Baureihe MADE AE-30 in einer neuen 4,8 MW Windfarm errichtet. Dieses Model war eines, das sich im Forschungspark als effizient erwiesen hatte.1999 wurden diese jedoch durch vier Windturbinen ENERCON E-82 ersetzt.

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Die kanarische Regierung hat die Genehmigung für elf neue Windparks für Teneriffa erteilt. Zusammen werden diese neuen Windparks eine Gesamtleistung von 170 Megawatt erbringen.

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ie lukrativen Gewinnperspektiven dieser alternativen Stromproduktion hatte 129 Bewerber angelockt. Den Zuschlag erhielten schließlich sieben Unternehmen, die ihre Windparks unter anderem in Porís de Abona, Chimiche, Arico und Granadilla planen. Der nächste Schritt ist für sie nun die Ausarbeitung des Projektes innerhalb einer Jahresfrist. Die Vergabe der Leistung an jeden Bewerber erfolgt für einen Zeitraum von 20 Jahren ab der Inbetriebnahme der Anlage.

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Teneriffa setzt weiterhin auf Windparks

Angesichts schwindender Ölquellen, steigendem Energiekonsum und bedenklicher Umweltbelastungen ist diese Art Energieerzeugung der richtige Weg für die Zukunft. Umso wichtiger ist es, mit alternativen Methoden Mittel zu schaffen, die dem modernen Menschen und der Natur gleichermaßen gerecht werden.

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„Bioklimatisches Dorf“ ist offiziell eröffnet Neuestes innovatives Projekt und ein Beispiel dafür, welchen Stellenwert der Umweltgedanke auf Teneriffa einnimmt: Am 19. März 2010 wurde auf dem Gelände des ITER das erste komplett CO²emissionsfreie Dorf der Welt eröffnet.

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as vom „Technologischen Institut für Erneuerbare Energien“ entwickelte Dorf mit 25 bioklimatischen, aus ökologischen Werkstoffen gebauten Häusern und einem Besucherzentrum wurde von der Inselregierung gefördert und funktioniert völlig autark, das heißt unabhängig von externen Energielieferanten. Die Wissenschaftler des Instituts haben sich bei der Planung und Entwicklung die Kräfte von Wind und Wetter zunutze gemacht und alternative Wege zur Energiegewinnung beschritten.

Ricardo Melchior Inselpräsident von Teneriffa bei seiner Eröffnungsrede

Aus Deutschland Prof. Wolfgang Palz, Direktor des „World Council for Renewable Energy“ (WCRE)

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Dass sich die Nutzung alternativer Energiequellen speziell auf den Kanaren anbietet, wurde in den Eröffnungsreden ebenso unterstrichen, wie die Bedeutung der Forschungsergebnisse und das Wissen des ITER. Weltweit angesehen, genießt das Institut heute einen ausgezeichneten Ruf.

Manuel Cendagorta, der Direktor des ITER und Gastgeber der Veranstaltung

Paulino Rivero Präsident der Kanaren sieht die energetische Zukunft in erneuerbaren Energien

Der Vertreter des Premierministers von Senegal, Semou Bouna Diouf, betonte die Bedeutung der Projekte in Zusammenarbeit mit dem Cabildo de Tenerife für sein Land


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Mit dem 1.Preis ausgezeichnet wurde das Haus „La Geria“, ein Projekt der spanischen Architekten César Ruiz-Larrea Cangas, Enrique Álvarez-Sala Walter, Carlos Rubio Carvajal, Alberto Monedero Frias, Gonzalo Ortega Barnuevo and Javier Neila González. Die Hintergrundidee dieses Projektes basiert auf der Grundlage der Geria, eine traditionelle Art des Weinanbaus auf Lanzarote, die für den Schutz der Früchte von den starken und anhaltenden Winden durch den Bau einer halbrunden Wand aus Vulkangestein besteht. In ähnlicher Weise schützt sich das Gebäude von den herrschenden Winden mit Felswänden. Zwischen dem Fundament und dem Boden des Hauses befindet sich eine Luftkammer. Diese bietet eine natürliche Isolation und kühlt die einströmende Luft, die wiederum durch Lüftungsschlitze in das Hausinnere gelangt.

„La Geria“

Der 2.Preis ging an das Haus „El Caminito“, ein Projekt des Architekten-Teams Natasha Pulitzer, Sergio Los, Enrico Cozza, Alberto Miotto, Cristina Boghetto, Sergio Lot, Annamaria Bertazzon and Salvatore Pandolfo aus Italien. Das Beeindruckendste an diesem Projekt ist das Zusammenspiel von Architektur und Landschaft. Hier galt es ebenfalls das Haus von dem vorherrschenden Wind zu schützen und ihn trotzdem als natürliche Klimaanlage zu nutzen. Es wurde eine Luftzirkulation außerhalb des Hauses erzeugt und durch unterschiedliche Öffnungen in der Nord und Südfassade eine stabile Temperatur im Inneren des Hauses erreicht. Stein, Holz und Ton wurden zu einer einfach wirkenden, aber dauerhaft massiven Architektur kombiniert. Ein kleines Schwimmbecken sorgt auch an besonders heißen Tagen für ein angenehmes Klima.

„El Caminito“

In allen Häusern sind Sensoren installiert, die eine Echtzeitüberwachung der Wohnungen ermöglichen. So wird beispielsweise ein Temperaturprofil erstellt, Innen- und Außentemperatur der Wand gemessen, Feuchte und Luftstrom in den Räumen analysiert und CO2 – und Staubpartikel berechnet. All diese Daten werden zusammen mit den Parametern wie Sonneneinstrahlung, Außentemperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit gesammelt und einem lokalen Rechenzentrum zur Auswertung übergeben. Die Häuser wurden so konzipiert, dass die Energie in den Bereichen Heizung, Kühlung und Licht effizient von den natürlichen Ressourcen genutzt werden kann.

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Heizung: Die Häuser sind großflächig nach Süden ausgerichtet, so erhalten sie im Winter mehr Sonneneinstrahlung als im Sommer, zum Vergleich mit einer Ost- oder Westausrichtung. Die Häuser verwenden Materialien mit einer hohen Wärmespei-

cherkapazität wie Stein oder Ton. So wird tagsüber das Material kontinuierlich erhitzt und nachts die Wärme wieder langsam abgegeben. Dies ist ein Effekt, der speziell in Regionen wie auf den Kanaren effektiv arbeitet, wo es notwendig ist nur nachts die Räume zu erwärmen.

Kühlung: Der effizienteste Weg zum Schutz des Hauses vor unerwünschter direkter Sonneneinstrahlung ist es, die Fenster richtig zu positionieren und mit beweglichen oder steuerbaren Einheiten Schatten zu spenden. Welche Art von Sonnenschutz eingesetzt wird, hängt von der Position der Sonne und der Geometrie des Hauses ab. So werden in den unterschiedlichen Häusern Rolläden, Markisen, Jalousien oder Vorhänge verwendet. Ein geeignetes Lüftungs-Design reduziert die Temperatur tagsüber. So werden natürlich vorkommende Luftdruck- und Temperaturunterschiede genutzt, um frische Luft durch die Räume strömen zu lassen. Sehr wichtig ist das Mikroklima rund ums Haus. Viele der hier erbauten Häuser folgen lokalen ländlichen Architekturmustern. Hierfür wurden Grünflächen und Wasserläufe so in das Projekt integriert, um die besten klimatischen Bedingungen zu erhalten. Beleuchtung und Elektrogeräte: Die Haushaltsgeräte sind in puncto Kapazität und Leistung perfekt auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt. Eingesetzt wurden vorzugsweise Geräte die das Umweltzeichen der Europäischen Union tragen. Statt herkömmliche Glühbirnen werden Energiesparlampen und LED Leuchten verwendet. Eine Elektronik, die auch die Anwesenheit von Menschen feststellt, schaltet unnötige Beleuchtung ab. Wasserversorgung: Eine Entsalzungsanlage (Umkehrosmose oder Elektrodialyse) und eine AbwasserAufbereitungsanlage versorgen das Dorf mit dem nötigen Wasser. Für die Warmwasserbereitung werden Solaranlagen eingesetzt. Abfallbehandlung: Auf Mülltrennung wird besonderen Wert gelegt. So werden Glas, organische Stoffe, Plastik und Papier getrennt entsorgt. Um das Lagervolumen der Abfälle zu minimieren wird vor der Entsorgung der Müll zusätzlich gepresst. Hier steht im Vordergrund: Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling. Die Häuser werden in Zukunft an technisch-wissenschaftlich Interessiertes Publikum vermietet. Deren Studien und Bemerkungen sollen Wissenschaftlern und Technikern zugänglich gemacht werden und sind für weitere Entwicklungen von Bedeutung.

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Die Inselregierung von Teneriffa nimmt durch das Institut für Erneuerbare Energien (Instituto Tinerfeño de Energías Renovables, ITER) und das Unternehmen Petratherm an der Untersuchung der unterirdischen Ressourcen teil, genauer gesagt der Wärme aus dem Erdinneren, und geht dabei von der Prämisse aus, dass auf den Inseln noch Vulkanaktivität vorhanden ist. So könnte geothermische Energie erzeugt und genutzt werden, mit welcher die Insel energetisch unabhängig werden könnte.

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as Projekt wird bereits seit zwei Jahren entwickelt. In den bisherigen Forschungen wurden drei Bereiche des Inselgebiets untersucht, an denen die Existenz geophysischer Anomalien festgestellt wurde. Hier könnten geothermische Anlagen mit 50 bis 100 Megawatt gebaut werden, welche einen Großteil der Stromversorgung der Insel abdecken könnten. Diese Alternative zur Stromerzeugung könnte nach Schätzung der Verantwortlichen durch andere Systeme ergänzt werden wie Fotovoltaik-Anlagen oder Windenergie, falls die erzeugte Energie nicht ausreichen sollte. Derzeit hält das Unternehmen Petratherm Bergbau-Genehmigungen zur Er-

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Teneriffa könnte eine geothermische Anlage zur Nutzung der Vulkanenergie erhalten

forschung von 800 Quadratkilometern, davon 544 auf Teneriffa. Man will die unter der Erdoberfläche gespeicherte Wärme durch Anzapfung von Heißwasser - Aquiferen (hydrothermale Systeme) oder Injektion von kaltem Wasser in heißes, nahezu wasserfreies Gestein erfassen. Das heiße Wasser wird dann an die Erdoberfläche befördert, um es in thermischen Anwendungen zu nutzen oder bei sehr hohen Temperaturen Elektrizität zu erzeugen. Die Inselregierung kündigte außerdem das Programm „Tenerife 100“ an, das unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten der isolierten und bisher von fossilen Energien abhängenden Energiesysteme auf den Kanaren davon ausgeht, dass sich die Insel zu 100% selbst versorgen kann.

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US-Superstar gibt Konzert in Santa Cruz Alicia Keys, die 1981 in Manhattan geborene Sängerin, Pianistin, Songwriter und Produzentin wird am 6. Juni am Hafen von Santa Cruz ein Open-Air Konzert geben. Sie erhielt für ihre musikalischen Leistungen bereits zwölf Grammys. Vier Tage später wird die hochkarätige Künstlerin bei der Eröffnungsfeier zur Fußballwelt¬meisterschaft in Johannesburg bei der musikalischen Eröffnungsshow als Stargast erwartet. Im Alter von fünf Jahren nahm Alicia Keys bereits erstmals Ballett- und Klavierunterricht; dabei spielte sie hauptsächlich klassische Musik, vor allem Kompositionen von Mozart, Beethoven und ihrem Favoriten Chopin.

Bekannt ist Alicia Keys auch für ihre humanitären Tätigkeiten. Sie ist der Co-Founder von Keep a Child alive, die hauptsächlich Familien in Afrika und Asien helfen. Karten für das Konzert können im Internet unter : www.generaltickets zum Preis von € 30 bis € 60 zu bestellt werden.

Área 60 im TEA zeigt „Normas sobre fugas“ von Rita Marrero Das TEA „Tenerife Espacio de las Artes“ stellt vom 22. März bis 09. Mai in Área 60 das Projekt „Normas sobre fugas“ von Rita Marrero aus. Gleich nach der Geburt, so die Künstlerin, gleichen wir uns scheinbar unbegrenzten Formen an, die aber vorherbestimmt sind und uns eine freie Welt mit freien Bürgern vorgaukeln, die ihre eigenen Entscheidungen treffen. Die Biopolitik will uns zufriedenstellen, damit wir nicht zu viel über die möglichen Lebensformen nachdenken. Für sie gibt es nur eine einzige Lebensform mit trügerischen Varianten und wir sollen nicht zu sehr auf uns selbst achten. Die Mächte sind in der Lage, diesen Teil zu übernehmen, seine innere Struktur zu ändern und durch vorbestimmte Teile

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neu zusammenzufügen oder neue Verknüpfungen entstehen zu lassen. Deshalb sollte man sie kennen, um bewusst mit ihnen zusammenzuarbeiten. Das subtile Raster zu erkennen, in dem wir uns befinden, die vorbestimmten Modelle, die ein ums andere Mal in sich zusammenfallen, und die Illusion einer oberflächlich sicheren Gesellschaft. Der Eintritt ist frei und die Ausstellung im Kunstzentrum des Cabildo de Tenerife kann von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 20:00 Uhr besichtigt werden.


Die Inselregierung von Teneriffa hat die fünfzehnte Ausgabe des Programms „Natur und Abenteuer“ gestartet, eine Alternative für Freizeit und Sport, die durch Exkursionen an den Wochenenden die Natur der Insel bekannt machen will. Das Programm läuft in zwei Phasen von Februar bis Juni und von Oktober bis Dezember ab und beinhaltet Wanderungen, Abenteuerrouten, Festivals mit zahlreichen Veranstaltungen, Schluchtenabstieg oder Nachtwanderungen mit Sternbeobachtung.

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as Programm bietet Alternativen für Freizeit, Sport und Betätigung in der freien Natur, an denen teilweise die ganze Familie teilnehmen kann und in anderen Fällen nur Fortgeschrittene in den jeweiligen Disziplinen wie zum Beispiel beim Klettern oder bei den Wanderungen mit hohem Schwierigkeitsgrad. In diesem Sinne werden zwei oder drei Schwierigkeitsstufen für jede der geplanten Veranstaltungen angesetzt, angefangen bei Level 1, der am wenigstens schwer und anspruchsvoll ist, bis Level 3 mit den anspruchsvollsten und technisch schwierigsten Veranstaltungen und Routen.

kennenlernen und besuchen möchten. Einige dieser Naturphänomene bekommen nur wenige zu Gesicht, wie zum Beispiel die Blütezeit mancher einheimischer Pflanzenarten zu einer bestimmten Jahreszeit, die nur zu Fuß zu erleben ist. Die Exkursionen starten und enden üblicherweise am gleichen Ort, der Plaza de Europa in der Hauptstadt Teneriffas, und der Preis schwankt zwischen 12 und 30,- € in Abhängigkeit vom benötigten Material, das zum Teil gestellt wird, oder der Notwendigkeit einer Übernachtung am Zielort. Im Preis enthalten sind die Transporte im Bus, Führer und Übungsleiter sowie die benötigten Versicherungen.

Für die Wanderungen und den Schluchtenabstieg stehen die meisten Teilnehmerplätze zur Verfügung (30 Personen) und die Abenteuerroute mit besonders hohem Schwierigkeitsstufen ist die mit den kleinsten Gruppen (8 Personen). Im Fall der Festivals sind dagegen 50 Personen zugelassen.

Für April stehen folgende Aktivitäten auf dem Programm:

Das Programm „Natur und Abenteuer“ eröffnet eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten für alle, die auf nachhaltige, gesunde und leicht zugängliche Weise einige der privilegierten Enklaven der Insel und zeitlich beschränkte Naturphänomene

Samstag 26.April bis Sonntag 27.April –„Barranco-Wanderung mit Übernachtung im Freien“ (Arafo), Schwierigkeitsstufe 2

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„Naturaleza y Aventura 2010“ – Freizeitangebot für Naturfreunde

Interessenten können sich für das Programm „Natur und Abenteuer“ unter den Telefonnummern 922 239 820 oder 922 239 511 anmelden.

Samstag 10.April – „Canal de las Colmenas“ (über Arico) , Schwierigkeitsstufe 3 Sonntag 11.April – „Boca del Valle“, (über Candelaria), sehr schwierig, nur mit spezieller Ausrüstung Samstag 17.April – „Sternenbeobachtung in den Cañadas“, einfach Sonntag 18.April – „Barranco de Gambuesa“ (Fasnia), Schwierigkeitsstufe 3

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Kanaren präsentierten sich auf der Tourismus-Messe ITB in Berlin

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om 10. bis 14. März fand auf dem Berliner Messegelände erneut die weltweit wichtige Leitmesse der Reiseindustrie statt. Auf der ITB erwartete die Besucher ein kompletter Überblick aller Angebote der Reiseindustrie. Insgesamt präsentierten fast 11.000 Unternehmen aus über 180 Ländern ihr touristisches Angebot auf einer Ausstellungsfläche von 160.000 Quadratmetern. Die Kanaren, u.a. vertreten von der Tourismusministerin Rita Martin, wurden mit der Werbekampagne „Islas Canarias 2010“ als „Aktivurlaubsziel“ beworben.

Mit 180.000 Besuchern und Aufträgen von 6 Milliarden Euro wurden neue Rekorde aufgestellt. Der 2009 prognostizierte Rückgang blieb aus. Bleibt der Tourismus eine boomende Branche? Die Zahlen sprechen dagegen, aber die Stimmung auf der ITB war positiv, ja regelrecht ausgelassen. Die Branche schaut optimistisch in die Zukunft und der größte Teil der Aussteller fuhr zufrieden in die Heimat zurück. Neben den sachlichen Informationen wurde auch kanarische Lebensweise vorgestellt. So konnten sich Weinliebhaber über die lange Geschichte kanarischer Weine informieren. 4000 Jahre soll es her sein, als die ersten Malvasier Weinstöcke aus Kreta die Inseln erreichten. Zusätzlich zur Theorie konnten sich die Weinkenner überzeugen, dass die Qualität der Weine in den letzten Jahren beständig gestiegen ist und zu Recht einige Bodegas mit Preisen international ausgezeichnet wurden. Dass die Canarios keine Kinder von Traurigkeit sind, zeigten Filme über Fiestas und Liveauftritte kanarischer Volksgruppen. Gefeiert wurde ausgiebig und lange. Eine gewisse Kondition war schon nötig, um mit der Lebensweise der Inselbewohner mithalten zu können. Für Wellness und Wohlbefinden unter den Gesichtspunkten Entspannen, Wohlfühlen und Schönheit, wurden die verschiedenen Behandlungsmethoden von den SPA-Zentren vorgestellt. Der Präsident des Cabildo Teneriffa, Ricardo Melchior, stellte das Bioklimatische Dorf vor, das am 19. März in Granadilla offiziell eingeweiht wurde. Ein von externen Energiezulieferern unabhängiger und vollkommen autarker Komplex, ausgestattet mit vielen Freiflächen und Besucherzentren. Auf dem Empfang im Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe feierte so mancher Promi bis in die tiefe Nacht in ausgelassener Stimmung. Teneriffafan Roberto Blanco fehlte genauso wenig wie LoroParque Chef Wolfgang Kiessling. 16


Vom 15. Mai bis 3. Juni 2009 drehte Hollywood-Gigant Warner Bros. Entertainment mit einem 350 Mann starken Produktionsteam auf Teneriffa und bescherte ihr rund 2,5 Millionen Euro Zusatzeinnahmen. Der Trailer zum Remake des Heldenepos ist bereits online.

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eneriffa-Liebhaber und Filmfans können jetzt unter http://clash-ofthe-titans.warnerbros.com ihre Insel in völlig neuem Licht sehen und sich Anregungen für ihren nächsten Urlaub holen, denn endlich ist der Trailer zum Remake des Fantasy-Klassikers „Kampf der Titanen“ aus dem Jahr 1981 online. Als Superstars agieren Hollywood-Größen wie Liam Neeson, Ralph Fiennes und Sam Worthington. Ein großer Teil der Außenaufnahmen des Films, der am 8. April 2010 weltweit in den Kinos startet, drehte Warner Bros. Entertainment im vergangenen Sommer auf Teneriffa. Der Trailer zeigt in minutenlangen Szenen den Teide Nationalpark, sowie Teneriffas atemberaubende Küstenabschnitte von Icod, Buenavista del Norte, Guía de Isora, sowie die Pinienwälder und beeindruckende Bergwelt im Inselnorden. Die Entscheidung für die vielfältige Kanareninsel als Drehort fiel bereits ein Jahr vorherr: Die Tenerife Film Commission hatte im Oktober 2008 den FilmlocationManager Robin Higgs eingeladen, sich ein Bild von Teneriffa zu machen. Higgs, der unter anderem für Filme wie “Fluch der Karibik“ und “Harry Potter” tätig war, zeigte sich sofort begeistert von der einzigartigen Landschaft und Natur. „Hollywood auf Teneriffa“ spielte der Insel rund 2,5 Millionen Euro in die Kassen, denn ein beträchtlicher Teil des Produktionsbudgets entfiel auf Unterkunft, Transport und Versorgung. Dazu kam die Beschäftigung von rund 100 Inselbewohnern als Statisten sowie als Unterstützung des Filmteams. Darüber hinaus waren die lokalen Filmproprofis von „Sur Production & Services“ in das Gesamtprojekt integ-

riert, haben Castings durchgeführt und Drehgenehmigungen organisiert. José Manuel Bermúdez, Tourismusminister von Teneriffa, begeistert: „Dank der monatelangen harten Arbeit der Tenerife Film Commission, einer Abteilung von Turismo de Tenerife, war es möglich, Dreharbeiten für einen Film dieser Größenordnung nach Teneriffa zu bringen. Dieser Hollywood-Film wird für Teneriffa ohne Frage eine großartige weltweite Promotion sein.“ Über “ Kampf der Titanen“ Der Fantasy-Film handelt vom ultimativen Kampf um Macht zwischen Menschen und Königen sowie zwischen Königen und Göttern und davon, dass der Kampf unter Göttern die Welt zerstören kann. Im Film geht auch um die Abenteuer des Helden Perseus (Sam Worthington) aus der griechischen Mythologie, der als

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Hollywood-Dreh auf Teneriffa: „Kampf der Titanen“

sterblicher Sohn von Zeus als Gott geboren und als Mensch aufgezogen wurde. Er versucht vergeblich und hilflos, seine Familie vor Hades (Ralph Fiennes), dem rachsüchtigen Gott der Unterwelt zu retten. Als er nichts mehr zu verlieren hat, stellt er sich freiwillig zur Verfügung, in einer gefährlichen Mission Hades zu bezwingen, bevor dieser die Macht über Zeus (Liam Neeson) erlangt und die Hölle auf Erden schafft. Perseus führt eine waghalsige Gruppe von Kämpfern an und begibt sich auf eine lebensgefährliche Reise tief in verbotene Welten. Während er gottlose Dämonen und fürchterliche Bestien bekämpft, wird ihm klar, dass er nur überleben wird, wenn er seine Göttermacht akzeptiert, seiner Bestimmung trotzt und sein eigenes Schicksal gestaltet.

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Unbekannt, aber romantisch schön, - der „Barranco de Chijas“ Teneriffa gilt als ein vielseitiges Wanderparadies mit zahlreichen unterschiedlichen Landschaftsformen. Der heiße und karge Süden, der vorwiegend von Badeurlaubern gebucht wird, besitzt jedoch rund um Adeje, am Conde bei Arona oder im Tal von San Lorenzo, auch einige traumhafte Wanderrouten mit beeindruckenden Barrancos und einer grandioser Landschaft.

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en “Barranco del Infierno“ bei Adeje kennen viele, aber „Barranco de Chijas“, - wo ist der denn? Wir beginnen mit unserer Wanderung in Valle San Lorenzo, einer kleinen Gemeinde, nahe dem schmucken Städtchen Arona. Anfahrt: Wir fahren, von der Autobahnabfahrt Los Cristianos kommend, auf der TF28 in Richtung Arona, vorbei an Chayofa, durch La Camella nach Valle San Lorenzo. Dort, etwa in der Ortsmitte, biegen wir in Höhe der BBV-Bank bzw. der Caja Siete links in die Calle de Longuera ab. Dort, wo diese Straße endet, geht es links in die Calle de

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la Tosca und gleich wieder rechts in die Calle del Patio. Wir fahren weiter hoch bis die Straße auf die links abgehende Calle El Parral trifft. Hier suchen wir uns eine Parkgelegenheit. Wanderstrecke: Zwischen zwei und drei Stunden. Bei Fotografen könnte sich die Zeit wegen der vielen eindrucksvollen Motive vervielfachen. Wenn ich vergleichen soll, welcher von beiden Barrancos interessanter ist, dann würde ich dieses Prädikat eindeutig dem Barranco de Chijas vergeben, vorausge-

setzt , man ist trittsicher und ein geübter Wanderer mit entsprechender Ausrüstung und festem Schuhwerk! Im letzten Drittel des Weges ist damit zu rechnen, von Felsbrocken zu Felsbrocken balancieren zu müssen. Jedoch: Es lohnt sich! Der Barranco ist romantisch, zauberhaft, - einfach schön! Aber: Niemals bei Regen oder angekündigtem Unwetter den Barranco betreten. Man begibt sich sonst nicht nur selbst in Lebensgefahr, sondern fordert eventuell auch von Rettungsmannschaften, Gesundheit und Leben zu riskieren.


hangaufwärts ebenfalls bearbeitet haben werden.

Nach etwa zehn Minuten passieren wir einen alten, verfallenen Gebäudekomplex mit einer Palme. Rechts müssen wir eine gefährlich tiefe, fast ungesicherte Zisterne beachten. Weiter geht es sanft bergauf. Noch ist der Weg problemlos zu gehen. Etwas oberhalb passieren wir eine große natürliche Zisterne, gesäumt von Höhlen. . Noch ein Stückchen höher, am Rande des Barrancos, stoßen wir auf eine Besonderheit: Zwei nebeneinander gemauerte Kanäle die viel Wasser führen. Leitungen mit „Gegenverkehr“ – das Wasser fließt in den beiden Wasserleitungen in entgegen gesetzten Richtungen.

Nur nochmals zur Erinnerung: Gutes Wetter und passendes Schuhwerk ist absolute Voraussetzung!

Vielleicht ist ja in naher Zukunft das Balancieren über Felsen, das nun beginnt, Vergangenheit. Eigentlich schade, denn uns bereitet es Vergnügen, sich über die unterschiedlich geformten Felsen in der immer enger werdenden Schlucht mit steil aufragenden Felswänden zu bewegen.

Wir durchqueren einen Viadukt. Zwischen den Felsbrocken haben sich nach den heftigen Regenfällen der letzten Wochen kleine „Gumpen“ gebildet. Pfützen hierzu zu sagen wäre lieblos. Mini Wasserfälle rinnen die Felsen herab. Als wir am Ende

des Barrancos bei der „Galeria del Salto del Chopo“ angelangt sind, begeistert uns ein Wasserfall von hoch oben, höher als der im Barranco del Infierno. Wohlgemerkt, dieses Schauspiel ist nur zu sehen wegen der vergangenen Schlechtwetterperiode. Ein paar Gleise für Loren hängen in der Luft und zeigen uns an, dass hier ein Wasserstollen in Betrieb war. Rechts oberhalb führt eine Treppe zu einem Gebäude, das den Galeriearbeitern als Übernachtungsmöglichkeit diente. Der Rückweg führt über die selbe Route. Er ist jedoch keineswegs langweiliger, da man immer wieder neue Gesteinsformationen entdeckt und der Ausblick bis zur Küste traumhaft schön ist.

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Wir beginnen unsere Wanderung dort wo Wir beginnen unsere Wanderung dort wo sich die Calle El Patio mit der Calle el Parral trifft. Dann links vorbei an einer gemauerten Wasserverteilungsstelle, weiter durch ein rotes Tor, welches links und rechts von zwei unterschiedlichen Palmen flankiert ist. Der Weg ist gesäumt von Opuntien. Gleich zu Beginn der Strecke steht ein kleiner rustikaler Backofen.

Irmgard und Manfred Roth

Von hier aus geht es bergab bis zum Grund des Barrancos. In diesem Teilstück wird zur Zeit unserer Wanderung gearbeitet, um den Barranco für die Wassermassen aufnahmefähiger zu machen. Die Arbeiter erzählen uns, dass sie wohl in wenigen Wochen den Barranco weiter

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Kanarische Modedesigner erringen Weltruf Hinter den Initialen M&M verbergen sich Marcos Marreno und Maria Diaz, zwei Modeschöpfer aus Puerto de la Cruz, die es mit ihrer kreativen Note in ausgefallenen Designs sehr weit gebracht haben.

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eit 25 Jahren arbeiten die beiden miteinander. Ihre eigentliche Arbeit spielt sich aber in den großen Modemetropolen der Welt ab. Ihr Zuhause sind die berühmten Cat-Walks in Paris, Mailand, Madrid, New York und Dubai. Auf internationalen Ausstellungen und Modeschauen stellen Maria und Marcos ihre Eigenmarke M&M vor. Im nahen Osten stoßen sie regelmäßig auf höchst positive Resonanz, was sich auch in einem stattlichen Kundenkreis ausdrückt. Warum sich die beiden in dieser Modewelt behaupten können, liegt laut Maria an der Spezialisierung

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auf Cocktailkleider, Ballrobe und Festtagskleider. Bei Hochzeitskleidern und Karnevalskostümen könne beide Designer ihre modischen Fantasien ausleben. Wenn man sie in ihrem kleinen auffällig blauen Haus besucht, fällt einem zuerst die märchenhafte Einrichtung auf. Ein Studio im Französischen Stil mit lila Wänden, Barockstühle mit Leopardenmuster und vielen sorgfältig ausgesuchten Antiquitäten. Und überall an den Wänden passen sich Fotos der Kleider Marke M&M an die Einrichtung im Retro-Style an.


Ihr Modestil erinnert teilweise an die 20-er und 30-er Jahre, Elegant, feiner Schnitt, nobel mit luxuriösen Accessoires. Dabei entstand alles aus einem Hobby heraus. Maria und Marcos bekamen nie eine Mode- oder Designerausbildung. Zuerst kreierten beide nur für sich. Freunde und Bekannte bemerkten die Begabung und gaben individuelle Mode in Auftrag. 1990 wurde dann das Markenzeichen M&M eingetragen. Heute arbeiten sie hauptsächlich mit Kunden im oberen Marktsegment, Mode, erstellen intellektuelle handgefertigt, - exklusiver Luxus aus Samt und Seide. Auf unsere Frage nach dem Kanarischen Markt, meint Marcos: „Unsere Mode ist weniger auf den Markt der Kanarischen Inseln zugeschnitten. Außer an Karneval,

wenn wir unserer Fantasie freien Lauf lassen dürfen haben wir nur einige wenige individuelle Bestellungen. Dann meist Brautkleider. Der größte Teil unserer Kollektion geht auf das Spanische Festland, Frankreich, Vereinigte Arabische Emirate und Japan. Wir präsentieren unsere Kollektion auf sehr großen Modeveranstaltungen wie auf der „Pasarela Gaudi“ in Barcelona oder den großen Modemessen in Paris. Dort wurden wir auch von den Arabern entdeckt, heute unsere aktivsten Käufer. Sie sind große Liebhaber von Schönheit und Luxus. Wir beschlossen, ein Geschäft in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu eröffnen. Dies war kein Fehler. Sie haben große Familien, und Mädchen sollen traditionsgemäß teuer gekleidet sein und eine große Anzahl von Kleidern besitzen. Luxus ist dort Kunst und kann weiter vererbt werden.“

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Die beiden Designer bezeichnen sich selbst als Cineasten mit einem Fable für alte Filme. In ganz Europa besuchen sie Flohmärkte, Antiquitätenläden und Buchhandlungen, wo sie sich in die 50-er Jahre mental zurück versetzen lassen.

Auf die Frage ob der Luxus auch noch den Deutschen Markt erobern wird, zeigt sich Maria sehr kritisch. „Die Idee auch dort mit unserer Marktnische Erfolg zu haben, ist gut, aber die derzeitige Lage der Weltwirtschaft wird dies eher nicht zulassen.“

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Die Anfänge des Tourismus

im Süden von Teneriffa(V I) Der Unternehmerverband im Süden Teneriffas CIT Sur (Centro de Iniciativas y Turismo) hat anlässlich seines 40-jährigen Bestehens vor 6 Jahren ein wunderbares Buch herausgegeben, das es im freien Handel nicht gibt. Es stellt die touristische Entwicklung im Süden Teneriffas sehr eindrucksvoll dar - kein Wunder, basiert es doch auf dem Material von „Zeitzeugen“. Wir danken für die Rechte zur Übersetzung. Sehr geschätzt und vielfach kommentiert von unseren Lesern gehen die Auszüge aus diesem Buch nun in eine letzte Runde.

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eit November läuft nun diese Serie, die von unseren Lesern sehr geschätzt wird. Im November hatten wir die allerersten Anfänge dargestellt, im Dezember den Bau der Südautobahn und des Südflughafens, im Januar die Entwicklung in Los Cristianos und Los Gigantes beschrieben. Im vierten Ausschnitt aus diesem Buch beschäftigten wir uns mit dem Entstehen der nächsten touristischen Konzentration – die von Costa del Silencio und Tenbel. In der März-Ausgabe haben wir uns mit der Entstehung Playa de Las Américas befasst. Im letzen Teil dieser Serie streifen wir noch Callao Salvaje,

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erfahren etwas über die ersten „WellnessUrlauber“ und lassen uns in die 20-er Jahre des vorigen Jahrhunderts versetzen, als die ersten Ideen, einen Flughafen für die Kanaren zu erbauen, aufkamen. Callao Salvaje PParallel zur Urbanisation von Playa de Las Américas wurde auch die Urbanisation Callao Salvaje entwickelt. Die Promotoren dieser Zone waren Mitglieder der Familie Esquivel, die große Tomatenplantagen in dieser Zone, angrenzend an Adeje, besaßen. Am Ende der 60er-Jahre, als die Südau-

tobahn auch schon in Los Cristianos im Süden Teneriffas angekommen war, lag die künftige touristische Nutzung des gesamten Inselsüdens schon in der Luft – man konnte sie fast mit den Händen greifen. Man begann, aus dem Canal del Sur Süßwasser bis nach Callao Salvaje zu führen und ein Gelände von etwa 60 ha Fläche zu bebauen. Es entstand auch das erste Hotel dieses Gebietes, das „El Ancla“ und etliche Apartmentanlagen mehr. Die Zone erhielt als erste an der gesamten SW-Küste die Klassifizierung „Zentrum des nationalen touristischen Interesses“.


menden Klassen von Gran Canaria und Teneriffa um den Sitz des kanarischen Flughafens.

Bis in die Zeiten der modernen Pharmazie reisten die Menschen, auf der Suche nach Orten, an denen sie Linderung ihrer Beschwerden fanden.

Das Ayuntamiento Arona beantragte 1927 den Bau eines Flugplatzes in Los Cristianos und brachte hierbei vor allem die außerordentlich günstigen territorialen und meteorologischen Bedingungen ins Spiel. Doch die exorbitanten Grundstückspreise, die von den Eignern gefordert wurden, brachten das Projekt zum Scheitern und der nationale Flughafen wurde schließlich in Gran Canaria gebaut.

Dieser Faktor, kombiniert mit der Freude am Reisen und am Entdecken neuer Gegenden oder ursprünglicher Lebensformen, machte die kanarischen Inseln zu einem idealen Ziel für die vermögenden Kreise in ganz Europa. Hauptsächlich kristallisierten sich über die Jahre drei Nationen heraus, deren Hauptmotiv die Suche nach Gesundheit war: - Die Engländer: Seit Ende des 19. Jahrhunderts waren Puerto de la Cruz und La Orotava die bevorzugten Orte für Briten, die die „romantische Ästhetik“ goutierten. Die Schönheiten der Landschaft in Verbindung mit einem sanften Klima und angenehm temperierten Wasser begünstigten die Entdeckung der Natur als Behandlungsmittel vor allem bei Gefäßkrankheiten, die damals sehr verbreitet waren. - Die Deutschen: In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts begann ein kleiner, aber erkennbarer Tourismus aus Deutschland auf den Kanaren. So wie die Briten auch, bevorzugten sie den Norden, doch sie frequentierten auch die Cañadas auf der Suche nach Höhenklima. Sie entdeckten die Sonne als Therapiemittel und begründeten die Mode der gebräunten Haut, die bis dahin eher als ein Merkmal der Arbeiterklasse interpretiert wurde. - Die Schweden: In den 50er-Jahren entdeckte eine Gruppe von Schweden mit Erkrankungen des Bewegungsapparates das Dörfchen Los Cristianos im Süden der Insel und mit ihm die positiven Effekte der heißen und trockenen Luft auf ihre angegriffene Gesundheit. Sie waren die Pioniere im Süden für einen Sonnen- und Strandtourismus. Und sie lösten die gewaltige touristische

Entwicklung hier und darüber hinaus für die gesamte Insel aus. Vorläufer des Flughafens Reina Sofía Angesichts der Notwendigkeit, eine Flugverbindung zwischen dem spanischen Festland und den kanarischen Inseln zu installieren, begann Ende der 20er-Jahre ein harter Kampf zwischen den bestim-

1929 projektierte die deutsche Fluggesellschaft eine Verbindung von Berlin nach Teneriffa und bevorzugte hierfür die Gegend um Los Cristianos. Doch aufgrund der schlechten Verkehrsanbindung und des Zeitdrucks ging man schließlich nach Los Rodeos. Es dauerte bis zum 11. Oktober 1933, als die erste Landung eines Flugzeugs in Teneriffas Süden stattfinden konnte. Es handelte sich hierbei um ein kleines, in Los Rodeos gestartetes Flugzeug, das als Landepiste eine plane Fläche in der Nähe der Salinen von El Médano benutzte. Etliche Jahre später trieb der Aeroclub von Teneriffa die Vorbereitungen für eine Piste nahe der Montana Roja voran. Doch es dauerte bis 1962, als dieser kleine Flugplatz schließlich eingeweiht und auf den Namen „Tomás Zerolo“ getauft werden konnte, als Reverenz an das Cabildo, das sich um die Realisierung des Projekts verdient gemacht hatte. Anlässlich eines Besuches der Bauarbeiten am Nordflughafen Los Rodeos zeigte sich José Daniel Lacalle Larraga, der damalige Luftfahrt-Minister, angetan von der Idee, einen weiteren Flughafen im Süden Teneriffas einzurichten.

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Der Gesundheits-Tourismus

Ohne weitere Verzögerung präsentierte der Inselpräsident José Miguel Galván Bello 1968 das Projekt und es begannen die Verhandlungen zum Grundstückserwerb in den Landkreisen San Miguel de Abona und Granadilla. Im Jahre 1970 schließlich, nachdem auch der „dringliche öffentliche Nutzen“ zuerkannt wurde, begannen die Bauarbeiten.

San Eugenio Alto/Adeje, Urb. Villa Blanca Loc. 2, Avda. Austria, Рядом с входом в аквапарк Октопус 23


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ES ist Gar nicht so lange her... Um die Trinkwasserversorgung zu sichern, gibt es auf Teneriffa viele Wassergalerien. Mit Loren wird das Gestein, das durch Verlängerung der Stollen aus dem Fels geschlagen wird, ins Freie transportiert. In den Stollen tröpfelt das Wasser von der Decke und wird aufgefangen. Eine harte Arbeit die hier in Guia de Isora verrichtet wurde.

Wer hätte damals gedacht, dass der kleine Fischerort „Playa San Juan“ sich mal zu einem Ort mit regem Hafenbetrieb und Strandbad entwickeln würde. Dort wo sich damals noch Lavabrocken türmten, verläuft heute die Strandpromenade und es reiht sich Restaurant an Restaurant.

Die erfolgreichste Einführung von Dromedaren außerhalb ihres normalen Verbreitungsgebietes fand auf den Kanarischen Inseln statt. Bereits Anfang des 15. Jahrhunderts brachte Jean de Béthencourt die ersten Dromedare als Last- und Zugtiere von Marokko auf die Kanaren.

Die Bevölkerung der Inseln entwickelte offenbar ein Interesse für die Kamelzucht. Ein Dromedar hat als Schwielensohler weniger Probleme mit dem Vulkanboden als andere Lasttiere. Die großen Temperaturunterschiede sind sie von Natur aus gewohnt. Auf Teneriffa sind Dromedare inzwischen fast ausschließlich als Touristenattraktion zu sehen.

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Die Stickerei hatte auf Teneriffa schon immer eine große Bedeutung, was sich auch heute noch im reichhaltigen Angebot zeigt. Die Erzeugnisse fallen optisch so verschieden aus, dass jeder Tourist sicherlich das richtige „original Teneriffasouvenir“ finden wird.

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teneriffa - und kaum touristen

Obwohl heute der Tunnel verbreitert und die Straßenführung ausgebaut ist, hält man schon mal den Atem an, wenn so mancher „Rennfahrer“ auf der TF 82, an der Südwestküste Teneriffas, mit seinem Feuerstuhl auf diesen Durchbruch zurast.

Vilaflor, der höchst gelegene Ort Teneriffas, liegt 1400 m ü. d. Meer und ist nicht nur bekannt für das Abfüllen der beiden Mineralquellen Pinalito und Fuente Alta, sondern auch durch seine extrem reine Luft. Der Ort wird besonders Lungenkranken zur Linderung ihrer Beschwerden empfohlen. Vilaflor ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen. So ist es nicht verwunderlich, dass bereits 1930 das Hotel San Roque einen regen Zuspruch fand.

Wer heute sehen möchte, wie vor Jahrzehnten Korn bearbeite wurde, kann in dem kleinen Dorf Chirche, in der Gemeinde Guía de Isora, im Süden Teneriffas, den „Tag der Traditionen“ besuchen. Dieses einzigartige Fest wird jährlich Ende Juli abgehalten.

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Guanchenhöhlen im Tal von Tegueste möglicherweise einstiges Höhlenkloster? Neben der Entdeckung einer Siedlung der Guanchenhirten im Cañadaskessel am Fuße des Teide, gelang dem deutschen Residenten und Forscher Manfred Jantzon ein weiterer interessanter Fund aus der prähispanischen Zeit der Ureinwohner von Teneriffa.

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ir bitten um Verständnis, dass nicht die genaue Lage des Ortes genannt wird, da die Forschungsarbeiten der hiesigen Archäologen noch nicht abgeschlossen sind und so die Gefahr von Vandalismus besteht. Seit 15 Jahren erkundet der Deutsche alle sieben Hauptinseln des Archipels nach Spuren der Urbevölkerung und ist Verfasser mehrerer Bücher zu diesem Thema. Eine der für ihn wichtigsten Arbeiten bestand unter anderem in der Erforschung der Pyramiden von Güímar, die ihn auch mit Thor Heyerdahl zusammenführten. In einer der nächsten Ausgaben von MEGAWELLE stellt Ihnen Manfred Jantzon das Ergebnis seiner Recherchen vor. Zu Zeiten der Guanchen war das „Menceyato Tegueste“ eines von insgesamt neun Königreichen der Insel Teneriffa und breitete sich aus von Aguere, dem heutigen La Laguna, bis zum Valle de Guerra im Westen und im Norden bis Punta del Hidalgo am Rande des Anaga-Gebirges. Die Forschungsarbeiten tinerfenischer Archäologen erstreckten sich bis heute im Tal von Tegueste auf den unteren Bereich mit seinem „Barranco de Agua de Dios“ und dem „Barranco de Milán“, der von Tejina bis zum Meer hinabführt. Hier befinden sich etliche Wohn- und Bestattungshöhlen, ein Zeichen dafür, dass dieses Tal einst bereits stark besiedelt war. Aus Berichten von Chronisten der Eroberungszeit ist überliefert, dass Berge

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von den Ureinwohnern oft als Heiligtümer angesehen wurden, denn sie galten als Sitz der Götter und stellten andererseits eine Verbindungsstätte zwischen Erde und Himmel dar. Diesem religiösen Charakter wollte M. Jantzon auch im alten Menceyato nachgehen, denn gerade der hohe Berg bei Tegueste erregte schon seit langer Zeit seine Aufmerksamkeit, schien dieser doch für eine Forschung besonders interessant zu sein. Am 11. Oktober 2009 endlich erfolgte sein Aufstieg, begleitet von einem kanarischen Freund, denn ein Alleingang in dem zu erwartenden unwegsamen, steilen und zerklüfteten Gipfelgebiet würde bei einem Sturz unabsehbare Folgen mit sich bringen. Was er schliesslich unterhalb des Berggipfels entdeckte, übertraf all seine Vermutungen. Versteckt von Gestrüpp und Felsabbrüchen taten sich mehrere Eingänge zu insgesamt acht Höhlen auf, die teils gewaltig sind und von der einen Seite des Berges bis zur anderen reichen. Wie sich herausstellte, waren vier dieser Höhlen durch kurze Gänge und einer Galerie miteinander verbunden, sodass eine Kommunikation bestand. Als Manfred Jantzon schließlich in einer von diesen auch antike Keramikscherben, Obsidianabschläge, Muschelschalen und Reste feiner Knochen entdeckte - die wohl zur Werkzeugherstellung dienten – stand für ihn fest, dass hier oben in vorgeschichtlicher Zeit Guanchen gewohnt haben. Solche Dinge hatten bereits die Archäologen auch in den Höhlen des Tales gefunden. Ein weiterer Beweis für seine

Annahme waren zudem von Hand aufgeschichtete Steinmauern, die entweder im Eingangsbereich als Schutz vor Regen und Wind oder im Innenbereich als Trennwand zu einzelnen Bereichen errichtet worden waren. Zudem gibt es vermutlich in das Gestein gearbeitete kleine Hohlräume, die als kühle Vorratskammer für Nahrungsmittel dienten. Dieser Höhlenkomplex erinnerte den Forscher stark an das „Cenobio de Valeron“, einem Heiligen Berg in der Gemeinde von Santa Maria de Guia nahe dem Ort Galdar, dem einstigen Wohnund Regierungssitz des Königs vom Menceyato Galdar. Diese Anlage von Valeron bezeichnete bereits der Chronist Sedeño (um 1495) als Konvent, als Kloster der „Harimaguadas“ ( auf Teneriffa „Magadas“ genannt ), den jungfräulichen Vestalinnen bzw. Nonnen, die ihr Leben in voller Enthaltsamkeit ihrem obersten Gott gewidmet hatten. Neben religiösen Handlungen wie Zeremonien bestand ihre Aufgabe auch darin, junge Mädchen – besonders die Töchter des Adels – auf ein künftiges Eheleben vorzubereiten und so in allen wichtigen Dingen des Alltagslebens zu unterrichten. Der Adel seinerseits sorgte, neben Spenden aus der Bevölkerung, für ihren Lebensunterhalt. Das Cenobio de Valeron weist nicht nur Wohnhöhlen für die Nonnen auf, sondern auch eine grosse Anzahl von kleineren ins Gestein getriebenen


Auch auf Teneriffa gab es solche Vestalinnen, die in abseits gelegenen Höhlenklöstern lebten. Chronisten der Eroberungszeit, und kurz danach, wie unter anderem Abreu Galindo (1602), Fray José de Sosa (1678) und Marín de Cubas (um 1694), berichteten übereinstimmend darüber. Allerdings ist bis zum heutigen Tag auf der Insel kein einziges dieser Klöster bekannt. Hat sich die Situation mit der Entdeckung von Manfred Jantzon geändert?

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Kammern, die durch Treppen und Galerien miteinander verbunden sind und als Speicher für Korn und andere Lebensmittel dienten. Neben dieser Anlage gab es auf Gran Canaria für die Harimaguadas auch eigens für sie errichtete Häuser bzw. Hütten, die den Namen „tamogante en acoran“ trugen, was „Haus Gottes“ bedeutet und von einer aus Steinen errichteten Schutzmauer umgeben waren. Solche Klöster befanden sich grundsätzlich abseits von Wohnsiedlungen oder Wohngemeinschaften.

Vieles spricht dafür: Die isolierte Lage der Höhlen in der Abgeschiedenheit des Berges nahe Tegueste und somit abseits gelegen von den Wohngebieten; die Kommunikationsverbindungen innerhalb der Höhlen, sowie die kleinen Kammern in den Innenwänden, die für die Lagerung von Versorgungsgütern bestens geeignet waren; und auch die im Innenbereich aus Stein errichteten Trennmauern. Eigentlich fehlte jetzt nur noch ein letzter Beweis, ein „tagoror“, ein runder Versammlungsplatz wie er sich auf dem Gipfel des Berges vom Cenobio de Valeron befindet. Also galt es, die Spitze des Berges zu erklimmen um dort nach einem solchen möglichen Platz zu suchen, der Stelle, wo man den Göttern am nächsten war. Die Beharrlichkeit der Suche von Manfred Jantzon. wurde belohnt, indem er eine grosse runde und von Steinen umgebene Stelle gleich einem Tagoror ausmachen konnte, fast überwuchert von Kakteen und Gestrüpp. All diese Entdeckungen können ein Indiz dafür sein, dass es im einstigen Königreich von Tegueste auf diesem Berg ein Kloster der Magadas existierte. Die weiteren Nachforschungen liegen nun in den Händen der über diesen Fund informierten hiesigen Archäologen.

Manfred Jantzon

Der Forscher und Buchautor Manfred Jantzon wird am Samstag 17.April auf dem Gelände der Pyramiden von Guimar eine Führung in deutscher Sprache durchführen. Themen sind „Pyramiden oder Steinhaufen“ und „Woher kamen die UreinwohnerTeneriffas“. Treffpunkt 14:00 h am Eingang des Geländes. Kosten inkl. Eintritt pro Person € 19, Kinder (9 – 12 Jahre) € 7 . Da die Anzahl der Teilnehmer auf 20 Personen beschränkt ist, ist eine Anmeldung in der Redaktion MEGAWELLE unbedingt erforderlich. Tel: 922 736 118 Mo-Fr 9:00 bis 15:00 Uhr 29


Entenmuscheln aus Galicien Abschreckend hässlich, aber eine gesuchte Delikatesse Legen Gänse Entenmuscheln? Früher, als es noch unbekannt war, dass Vögel ziehen, dachte man, dass die Nonnengänse sich aus diesem Krebs entwickeln, weil nie jemand beobachtet hatte, dass sie in den gemäßigten Klimazonen Europas brüten. Da Entenmuscheln auch häufig auf Treibholz gefunden wurden, nahm man an, dass die Nonnengänse sie dort abgelegt hätten, bevor sie ins Wasser fielen. Der Mönch Giraldus Cambrensis aus Wales behauptete im 12. Jahrhundert sogar, er habe gesehen, wie sich aus den Entenmuscheln die Gänse entwickelten.

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ntenmuscheln sehen befremdlich aus. Mit ihrem muskulösen Stiel klammern sie sich an Felsen fest. Dieser Stiel ist essbar und gilt in Mittelmeerländern als Delikatesse. Wenn Entenmuscheln so schmeckten wie sie aussehen, würde wohl kaum ein Feinschmecker sie essen wollen. Percebes nennen die Galicier und Spanier sie. Die unansehnlichen Tierchen sind eigentliche keine Muscheln, sondern Krebse (Pollicipes polynurus) aus der Klasse der Rankenfußkrebse. Mit ihrem muskulösen Stiel, an dessen Ende ein Kopf aus schillernden Hornplatten sitzt, der einem kleinen Huf ähnelt, klammern sie sich in ganzen Kolonien auf den harten Oberflächen der Felsen an der galicischen Nordküste fest.

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Die Größe der Percebes variiert je nach Standort. Experten unterscheiden zwischen zwei Typen: Die sonnengereiften (los del sol) Entenmuscheln, die an den sonnigen Felsen wachsen und einen kurzen, sehr muskulösen Stiel haben, sind die am meisten geschätzten. Nicht ganz so hoch in der Gunst der Gourmets stehen die Percebes, die im Schatten wachsen, los de sombra oder aguarones genannt. Sie sind länger und dünner und enthalten mehr Wasser. Im Geschmack sind sie Krebsfleisch oder Hummer ähnlich. Sie gehören zu den begehrtesten Delikatessen in Galicien. Jeder Ort in Galicien hat einmal im Jahr sein Percebesfest.

Teure Delikatesse Entenmuscheln gehören zu den begehrtesten Meeresfrüchten Spaniens. Bis zu 50 Euro zahlen Gourmets in guten Restaurants für eine Portion von etwa 250 Gramm. An Weihnachten, wenn ganz Spanien traditionell in Meeresfrüchten schwelgt, steigen die Kilopreise für die hässlichen, schmackhaften Krebstiere ins Unermessliche. Aber niemand kann die Gefahr bezahlen, der sich die Fischer Galiciens bei der Ernte aussetzen. Ihr Arbeitsrevier ist die Costa da Morte, die Todesküste, an der 2002 der Öltanker Prestige auseinanderbrach. Eine Katastrophe für die galicischen Fischer. Zwei Jahre lang arbeiteten Spezialfirmen an der Wiederherstellung des natürlichen Zustands nach der Havarie. Doch seit dem Tankerunglück ist ein deutlicher Rückgang des Entenmuschelbestandes festzustellen. Entenmuscheln ernähren sich von Plankton. Wissenschaftler vermuten, dass das giftige Öl, das die Küsten verseuchte,


Wenn alles glatt läuft und die Larven sich festklammern, dauert es circa sechs Monate, bis die Entenmuscheln mit mindestens fünf Zentimeter Stiellänge und 2,5 cm Durchmesser Verkaufsformat erreicht haben und geerntet werden dürfen. Entenmuscheln suchen ist ein gefährliches Geschäft Schon am frühen Morgen fahren die Fischer mit ihren kleinen Booten zu den gefährlichen Klippen bei Carme und Cedeira an der galicischen Todesküste. Hier peitscht der Nordwestwind die Wellen des Atlantik oft mit Stärke acht gegen die Felsen. Jeder anstürmenden Welle müssen die Männer ausweichen, wenn sie die Entenmuscheln ernten wollen. Für die Fischer sind die Klippen unumgänglich. Denn nur hier können sie dem Meer ihre Beute entreißen. Zwischen scharfen Felsspalten, dort wo die See am wildesten tobt, sitzen die Entenmuscheln in ganzen Kolonien. Meist arbeiten die percebeiros (Entenmuschel-

fischer) zu zweit. Der eine sticht mit einer langen Spachtel, ferrera genannt, die Entenmuscheln vom Felsen. Der andere sichert ihn mit einem Seil und warnt ihn vor den heranrollenden Brechern. Zum Schutz gegen die Nässe und Kälte tragen die Fischer unter ihren Pullovern und Jogginghosen einen Moltoprenanzug. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ein percebeiro von den Brechern ins Meer gerissen wird und nie wieder auftaucht. Ein hoher Preis, für die hohen Preise, die für die Percebes erzielt werden. Wilderer bedrohen die Existenz der legalen Fischer Sechs Kilogram Entenmuscheln pro Kopf und Tag dürfen offiziell geerntet werden. Doch mit den geernteten Mengen lässt sich nicht mehr genug verdienen. Immer häufiger kehren die Percebesfischer mit weniger zurück, da Wilderer vor ihnen schon geerntet haben, und die nehmen, was sie nur kriegen, bis zu 100 Kilo am Tag, obwohl sie damit rechnen müssen, ihre Fischerlizenz zu verlieren, wenn sie erwischt werden. Oder die vorhandenen Muscheln sind zu klein, um auf dem Markt einen guten Preis dafür erzielen zu können Die besten Entenmuscheln kann man bei Springtide ernten. Nur bei Neu- und Voll-

mond kommt es zur Springtide. An diesen jeweils zwei Tagen legt die Ebbe die wertvollsten der Entenmuscheln frei. Je näher die Tiere am unteren Rand der Gezeitenzone wachsen, desto länger saugen sie das Plankton aus dem Wasser, desto fleischiger werden sie. Zubereitung der Entenmuscheln Man legt die ganzen Entenmuscheln in einen Topf mit reichlich kaltem Wasser, wenn möglich Meerwasser. Die Muscheln sollten ganz bedeckt sein.

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auch einen Teil der DNA der Entenmuscheln zerstörte. Die Larven haben keine Kraft mehr, sich an den Felsen festzusaugen, fallen ins Wasser und sterben.

Hat man kein Meerwasser, salzt man das Süßwasser kräftig mit grobem Meersalz (70-80 g Salz pro Liter Wasser). Ein Lorbeerblatt und noch einen Schuss vom galicischen Weißwein Ribeiro zugeben und auf den Herd stellen. Zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, 1-2 Minuten kochen lassen. In ein Sieb abschütten, kurz abtropfen lassen und in einer vorgewärmten Schüssel servieren. Dabei immer wieder zudecken, damit die Wärme nicht entweicht. Dazu serviert man cachelos, Pellkartoffeln, die in dem Percebeswasser gekocht wurden Margit Kunzke

Модель Сундукова Галина, Фотограф Нина Ковалёва , Cтилист Сундукова Людмила 31


Kirche & Gemeinde

Ich kann mich noch sehr gut erinnern: Eine frühere Nachbarin hat mir mal erzählt, dass sie im Urlaub mit Freunden an einer kleinen Dorfkirche vorbeigekommen sind. Die Türe stand offen und so nutzten sie die Chance, einen Blick in das Innere der Kirche zu werfen. Und da hätte sie nun doch beinahe der Schlag getroffen. Da hing, an einer weiß getünchten Wand, ein riesiges Kreuz. Mit einem Jesus– wie sie ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Ein ausgemergelter Körper, jede einzelne Rippe stach hervor, die Arme wirklich nur noch Haut und Knochen, überall Wunden und dann die Nägel in Händen und Füßen. Dann sagte sie zu mir: „Also wirklich, Bertram, wem hilft denn so ein Anblick weiter? Das kann man doch heutzutage niemandem mehr zumuten.“ Nun kenne ich dieses Kreuz, von dem sie damals erzählt hat, bis heute nicht. Aber mir ist durchaus bewusst, dass eine solche Jesusfigur einem schon gewaltig zusetzen kann. Manchmal, vor allem dann, wenn es mir gut geht und ich mich rundherum wohlfühle, dann wünschte ich mir ab und zu auch lieber ein anderes Symbol in unseren Kirchen: Wieso denn nicht einen tanzenden Jesus? Oder einen, der freudig in die Hände klatscht? Oder einen Christus, dem man Ostern ansieht: Ein Mensch, der neues Leben, der unbändige Kraft, Vitalität und Auferstehung ausstrahlt? Aber dann fällt mir Thomas ein. Ich hatte ihn auf einer Tagung kennen gelernt und ein knappes Jahr später wieder getroffen. Nach der Wiedersehensfreude und den ersten Sätzen fiel er gleich mit der Tür ins Haus: „Es ist viel passiert in den letzten Monaten.“ Und er erzählte, dass im Herbst seine Tochter verstarb, 4 Jahre alt. Sie war – nach langer Wartezeit – gerade in den Kindergarten gekommen. Welch eine Freude für das kleine Mädchen. Doch auf einmal hatte sie überhaupt keinen Appetit mehr. Nach dem Besuch beim Arzt und einem Bluttest galt sie von einer Minute auf die andere als todkrank. „Du stehst daneben und siehst dein Kind und kannst nichts machen“, erzählte er. Es begann eine schwierige Zeit für die kleine Familie. Ausharren, hoffen und bangen – aber es half nichts. Das kleine Mädchen konnte die Krankheit nicht besiegen. Nur Wut, Trauer und Schmerz habe er nach ihrem Tod noch empfunden. Totale Finsternis, kein Licht, kein Gott, kein Hoffnungsschimmer. Aber seltsamerweise, so erzählte mir Thomas weiter, habe ihm über all die 32

Lichtblicke....

Das Kreuz hilft zum Leben schweren Wochen und Monate hinweg, ausgerechnet ein Bild weitergeholfen, eines – welches viele Menschen abstoßend empfinden – das Bild vom Tod Jesu am Kreuz. Welche Kreuzesdarstellung Jesu er gemeint hat, weiß ich nicht. Letztlich ist das auch gar nicht entscheidend. Denn - wie hat er gesagt: „Weil das Leben genau so ist; zumindest manchmal. So hart, so brutal, so trostlos, so verzweifelt. Und wenn du selbst da drin steckst, dann willst du mit deinen Gefühlen ernst genommen werden. Das Kreuz tut genau das. All die gut gemeinten Ratschläge und Ermunterungen; alle, die so tun, als wäre das Leben nur locker und lustig – vergiss es. Das macht dich in einer solchen Situation fertig. Aber das Kreuz nicht. Das hält dich aus.“ Und Thomas sagte weiter: „Es dauert zwar lange, aber das Kreuz hilft weiter. Irgendwann geht es wieder bergauf.“ Wir feiern die Kar- und Ostertage miteinander. Die Tage, die uns das menschliche Leid, welches Jesus erfahren und durchleben musste, von Neuem ins Bewusstsein rufen. Wir feiern aber auch, dass das Kreuz

Deutschsprachige Kath. Seelsorge auf Teneriffa Wenn Sie Fragen zu Veranstaltungen haben oder ein persönliches Gespräch mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger suchen, dann rufen Sie uns – Gemeindereferentin Andrea Bolz oder Diakon Bertram Bolz - an unter folgenden Rufnummern: 922-384829 oder 609 054 492!

nicht nur ein Zeichen der Folter und des Todes, sondern ein Zeichen des Lebens ist. Denn Jesus ist auferstanden; er hat den Tod besiegt und das Kreuz überwunden. Auch wenn das mit dem Glauben an die Auferstehung für Sie vielleicht manches Mal schwierig ist. Mir hat die Aussage und das Erleben von Thomas gezeigt, dass das Kreuz zum Leben hilft – schon heute. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein zum wahren Leben befreiendes Osterfest.

Fastenessen im Haus Michael Dienstags (bis einschl. 20.04.) ist unser Bücher-Café von 14.30 – 17.00 Uhr geöffnet. Ab dem 27.04. ist dienstags dann nur noch die Pfarrbücherei von 14.30 – 16.00 Uhr geöffnet. Donnerstag, 08.04. um 10.30 Uhr Männerstammtisch Donnerstag, 08.04. um 15.30 Uhr ein Vortrag von Gemeindeschwester Mirjam Repa-Reuss über „Patienten- und Betreuungsverfügungen“, sowie Wissenswertes über die Kranken- und Sozialversicherung. Deutschsprachige Gottesdienste im Süden Teneriffas werden jeden Samstag um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche von Los Cristianos gefeiert (Oktober bis Mai) Die Wandergruppe ist immer montags und freitags unterwegs. Zeiten, Wegstrecke usw. erfahren Sie auf einem Informationsblatt am Aushang von San Telmo! Wenn Sie Fragen zu Veranstaltungen haben oder ein persönliches Gespräch mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger suchen, dann rufen Sie uns – Gemeindereferentin Andrea Bolz oder Diakon Bertram Bolz - unter folgenden Rufnummern an: 922-384829 oder 609 054 492! Alle Gottesdienst – und Veranstaltungsangebote, sowie Predigten und Zündfunken können Sie nachlesen unter: www.katholische-gemeinde-teneriffa.de

Sonderveranstaltungen April 2010

Bertram Bolz Diakon der Katholischen Gemeinde Teneriffa, wohnt mit seiner Frau Andrea und der Familie seit 1999 im Gemeindezentrum Haus Michael Puerto de la Cruz.

Gründonnerstag, 01.04. - 18.30 Uhr Messe vom Letzten Abendmahl mit Fußwaschung und anschl. Betstunde Karfreitag, 02.04. – 16.30 Uhr Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi Karsamstag, 03.04. – 20.30 Uhr Feier der Osternacht in der großen Pfarrkirche Sra. de la Peña de la Francia (gegenüber vom Hotel Monopol) Ostermontag, 05.04. – 10.00 Uhr Eucharistiefeier zum Ostermontag


Pfarrer Ulrich Kusche Pfarrbüro Residencial Chayofa Park Barranco del Verodal 23 App. 50/1 38652 Chayofa, Tel.+Fax: 922 72 93 34 Email: ev-gemeinde.tfs@telefonica.net Gottesdienste: Playa de las Americas ganzjährig jeden Sonntag 12 Uhr in der Kirche San Eugenio im Pueblo Canario. Los Cristinaos von November bis März jeden 1.+3. Sonntag um 10 Uhr in der Schwedischen Kirche an der Hafenpromenade unterhalb des Princesa Dácil. Veranstaltungen: Playa de las Americas „Haus der Begegnung“ in der Nähe des Busbahnhofes, im Shopping Center Salytien. ganzjährig Fr 15 Uhr gesellige Runde Wintersaison Mitte Oktober bis Mitte April: Mo-Fr 15 Uhr Kaffeestube, Bücherausleihe Mo - Fr 16 Uhr Programmangebote (siehe Aushang, Gemeindebrief oder Internet) Mi 9 Uhr geführte Wanderungen (mittelschwer) Bergwanderausrüstung erforderlich, Treffpunkt: Busbahnhof Las Américas. Mitfahrgelegenheit nur soweit genügend PKW vorhanden sind. Teilnahme auf eigene Gefahr

Kirchengemeinde Teneriffa-Nord Pfarrer Harald Kopp Tel. 922 38 55 24 Gemeindebüro: Carretera Taoro 29 E-38400 Puerto de la Cruz Tel+Fax: 922 38 48 15 Email: ev-gemeinde.tfn@telefonica.net Sprechzeit: Montag, Mittwoch und Freitag 12-14 Uhr Gottesdienste: Puerto de la Cruz ganzjährig jeden Sonntag 17 Uhr in der Anglikanischen Kirche im Taoropark

Evangelische Freie Gemeinde Sonntag, 14.00 h: Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst gibt es Kaffee und Kuchen und wir nehmen uns Zeit füreinander in unserer Cafetería. Ebenfalls 14.00 Uhr: Kindertreff. Ab geht der Spaß beim Basteln, Spielen, Stories, Feiern usw. Mittwoch, 19.00 h: Talkrunde. Gedankenaustausch über aktuelle Bibeltexte, in der Regel nach Bibelabschnitten, die die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen anbietet.

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Kirchengemeinde Teneriffa-Süd

Freitag: „Bibelsafari“ von 13 bis 99 Jahre. Alle Veranstaltungen finden, sofern nichts anderes angegeben in Las Américas, in den Räumlichkeiten der skandinavischen Touristenkirche in Puerto Colón (1. Stock) vor dem Motorboothafen statt. Infos unter: www. efg-teneriffa.org Pastor Olaf Wulff, Tel./Fax 922 78 10 69, olafwulff@yahoo.de olafwulff@yahoo.de

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Märkte und Veranstaltungen Flohmärkte: Santa Cruz – (im Zentrum: Rastro) Sonntag 9 – 14 h Los Abrigos (Granadilla) – Nachtmarkt, Dienstag 18 – 22 h San Isidro (Granadilla) – Nachtmarkt: Plaza la Ermita, Freitag 17 – 21 h Médano (Granadilla) – Samstag 9 – 20 h Los Cristianos (Arona) – Avda. Marítima, Sonntag 9 – 14 h Torviscas (Costa Adeje) – (C.C. Duque) Donnerstag & Samstag 9 – 14 h Alcalá (Guía de Isora) – Plaza del Llano, So 9 – 14 h Playa San Juan (Guía de Isora) – Ctra. General, Mittwoch 9 – 15 h

Bauernmärkte: Santa Cruz – Mercado Nuestra Señora de Africa, täglich von 8 – 14 h La Laguna - Plaza del Adelantado, täglich von 8 – 14 h Tegueste – Mercadillo del Agricultor, Samstag & Sonntag 8:30 – 14 h Tacoronte – Mercadillo del Agricultor, Samstag & Sonntag 8 – 14:30 h La Matanza – Mercadillo del Agricultor, Samstag & Sonntag 9 – 15 h La Orotava – Mercadillo del Agricultor, Samstag 9 – 14:30 h Puerto de la Cruz – Plaza del Mercado, Samstag 9 – 14 h Icod de los Vinos – Mercado San Felipe, täglich von 9 – 13 Uhr & 16 – 19 h Santiago del Teide – Avda. General Franco, 2, Samstag & Sonntag 8 – 14 h Adeje - Mercadillo del Agricultor, Samstag & Sonntag 8 – 14 h Las Chafiras – Mercadillo del Agricultor, Mittwoch 16 – 20 Uhr, Samstag & Sonntag 8 – 14 h San Isidro – (direkt an der Autobahn)

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Samstag & Sonntag 8 – 20 h, So 8-14 Arico - Mercadillo del Agricultor, Plaza del Porís de Abona Sonntag 8 - 13 h Güimar – (vor dem Rathaus) Sonntags von 8 – 14 h Candelaria (neben dem Rathaus) – mi 14:00-21:00 h, sa+so 9:00-17:00 h Punta Larga (neben Centro Comercial) sa 9:00-14:00 h El Rosario (an der Autobahn Richtung La Esperanza km 7,8) samstags, sonntags & Feiertage 8 - 17 h

Regelmässige Veranstaltungen Schach in der Hotelanlage Bella Vista in Puerto de la Cruz / La Paz, Calle Eucalyptos 4 direkt am Promenadenweg jeden Montag und Freitag ab 20 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen, egal ob Anfänger oder Großmeister . Jeden ersten Montag im Monat findet ein Schnellschachturnier mit 15 Minuten Bedenkzeit statt. Infotelefon 922-304200. Skat mit dem Skatclub „El Teide“ in Puerto de la Cruz, jeden Dienstag und Donnerstag ab 15:00 Uhr. Info bei Hans – Handy 610 974 974. Brigde im Hotel RIU Garoe in La Paz (Puerto de la Cruz), jeden Dienstag und Donnerstag um 15:30 Uhr. Info bei Frau Schrade – Tel. 922 362 692. Preisskat für Urlauber und Residenten Jeden Dienstag 12:00 Uhr Callao Savaje, Restaurant PEP C.C. Esmeralda Local 1+2 Info Tel. 922 740 587 ( August )

Preisskat für Urlauber und Residenten Jeden Donnerstag12:00 Uhr Costa Silentio, Restaurant Sofia IInfo Tel. 922 731 935 ( Sabine ) Ateliertreff, Treffen von Kunstliebhabern und Workshop für Skulpturen im Camino de la Calera, 5, in La Asomada (Puerto de la Cruz), jeden Mittwoch um 16:30 – 19:00 Uhr. Grosse Kunstbibliothek. Info - Tel. 922 383 828, per Fax: 922 373 613. Qi-Gong-Kurse: im Haus Michael in Puerto de la Cruz. Die Kurse finden auch Spendenbasis statt. Info bei Birgit Kramer – Tel. 922 573 895, e-mail birgit.tenerife@ web.de. Jeden 2. Mittwoch um 20:00 h, Gesprächskreis Quantenlog, Med. in der Praxis Dr. Viktor Lerke (Avda. Fernández de Lugo, 6 – Edif. Cordoba, Mayorazgo) Der deutsch-kanarischer Kulturkreis Teneriffa in Puerto de la Cruz, trifft sich jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat um 19:30 h. Info bei Frau Jutta Raubenheimer – Tel. 922 389 884 / Handy 606 064 505 Jeden Freitag ab 16:00 h in der Evangelische Kirchengemeinde in Playa de Las Américas, „Gesellige Runde“ mit Gesprächen und Gesellschaftsspielen für jedermann. Jeden Samstag veranstaltet die Katzenherberge „Casa Felino“ in La Rosaleda einen Flohmarkt auf der Dachterrasse des „Mercado Municipal“ in Puerto de la Cruz, 09:00 – 14:00 h


Buchbesprechung

Canarias – Kanarisches Lesebuch

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ine gedruckte Liebeserklärung an die Kanarischen Inseln. Ein umfassender Blick auf Geschichte, Kultur und Natur der Kanaren. Kein Reiseführer im herkömmlichen Sinne, sondern ein Entführer auf die „Inseln im Wind“ in Bildern und Texten. Die Inseln im Wind sind immer auch Orte des Ankommens und des Abschiednehmens. Dazwischen liegt die Sehnsucht nach dem Glück, die viele auf den Kanaren suchen (und finden). In Bildern und Texten erzählen kanarische, spanische und deutsche Autoren und Künstler, Einheimische und Zugereiste von ihren Erlebnissen und Eindrücken. Zweisprachig spanisch und deutsch bietet diese Sammlung von Essays, Lyrik, Erzählungen, historischen Berichten und Postkarten, Gemälden und Fotografien persönliche und daher umso einprägsamere Einblicke in das Leben auf den beliebten Urlaubsinseln. Texte über Urlaubsaufenthalte, über das Leben im Dorf, historische Ereignisse, über das Meer und die Insellage, auch um Insekten geht es, dazu Informationen zur kanarischen Literatur, zum Theater und zu Festen. Entworfen wird ein vielschichtiges Bild von jeder Insel und deren Bewohnern. Außen- und vor allem Innenansich-

ten erzählen davon, was diese Inseln zu Trauminseln macht. Ein wunderschönes Bilder- und Lesebuch das vom Leben auf den Inseln erzählt, vom Reisen, über historische Ereignisse berichtet und Anekdoten von ungewöhnlichen Begegnungen zum Besten gibt. Über Hunde, die alle schiefe Zähne hatten, oder den Wanderern, die die Caldera nur mit leichten Segeltuchschuhen und in Shorts durchqueren wollten, und ganz nebenbei erfährt man viel über Kunst, Literatur, Theater und Feste. Ein Buch nicht nur für Kanaren - Liebhaber, sondern auch für alle die Spanisch lernen oder ihr Spanisch weiter entwickeln wollen. Dieses Lesebuch bietet auf über 500 Seiten Übungstexte in allen Schwierigkeitsstufen. Dadurch, dass jede Seite zweispaltig spanisch und deutsch beschrieben ist, behält man die Übersetzung immer im Blick. Gebundene Ausgabe 512 Seiten Konkursbuch verlag claudia gehrke deutsch-spanisch ISBN-10: 3887693388 ISBN-13: 978-3887693381 Preis € 24,90

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MEGAWELLE – Die deutsche Zeitschrift auf Teneriffa – unterhaltsam und interessant


Schmerzende Gelenke – Arthrose Arthrose ist die häufigste aller Gelenkkrankheiten und plagt die davon befallenen Menschen mit Schmerzen und Einbusse an Beweglichkeit, also einer erheblichen Minderung der Lebensfreude.

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n Deutschland leiden mehr als 5 Millionen Frauen und Männer unter Beschwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden und es werden zunehmend mehr. Man kann ja leicht hochrechnen, dass auch auf unseren „Inseln der Glückseligen“ unter Kenntnis der Altersstruktur, insbesondere unserer Residenten, eine nicht geringe Zahl von Menschen nachts wegen Gelenkschmerzen nicht schlafen und tagsüber ihre Besorgungen wegen mangelnder Beweglichkeit nicht verrichten können.

Ich will mich heute und in der nächsten Ausgabe über Ursachen, verschiedene Stadien, Diagnostik, Folgen und Behandlung verbreiten, um Hinweise zu geben und zur Klärung der Begriffe beitragen. Arthrose (griech. Arthros= Gelenk) betrifft natürlich Gelenke, welche unsere Beweglichkeit ermöglichen, dem Skelett Halt geben und mit Hilfe des Gelenkknorpels,

der die Gelenkflächen der Knochen überzieht, die Stoßdämpfung beim Gehen und Springen bewirkt. Ausgangspunkt jeder Arthrose ist ein Schaden am Knorpelüberzug der knöchernen Gelenkflächen, der sogenannte „Knorpelschaden“. Dieser ist im Frühstadium noch klein und oberflächlich. Im Röntgenbild sieht man Verdichtungen des Knochens unter diesem Schaden, was dann die Diagnose „Arthrose“ ergibt. Im Spätstadium ist der Gelenkknorpel dann nicht nur geschädigt, sondern vollständig abgerieben und verschwunden. Die am Gelenk beteiligten Knochen reiben direkt aufeinander, oder, salopp gesagt: „man lauft auf der Felge“. Im Röntgenbild sind deutliche Veränderungen des Knochens zu sehen, er wird strahlendichter, härter und es bilden sich an den Gelenkrändern Knochenzacken, sogenannte Osteophyten, die zusätzlich

Schmerzen bereiten können. Ursächlich für die arthrotische Zerstörung der Gelenke ist in erster Linie eine langjährige hohe Beanspruchung (Beruf, Übergewicht), weiter Schwäche oder Fehlform (O – Beine) der Gelenke oder Unfälle mit Knochenbrüchen. Die Folgen der Zerstörung der Gelenke spürt der Patient selbst nur zu deutlich: Schmerzen Entzündungsschübe Verdickung und Verformung der Gelenke Beginnende Einsteifungen Arthrosebeschwerden verstärken sich im Laufe der Zeit und sind oft heftiger nach Ruhepausen, wie morgens beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen. Die Gelenke werden steifer und ein Ruheschmerz tritt hinzu, auch nachts. Die Gelenkkapsel schwillt an, ist gerötet und überwärmt. Die Diagnose „Arthrose“ wird nach Befragung und Untersuchung durch den Arzt durch Anfertigung von Röntgenaufnahmen der betroffenen Gelenke gestellt. Hier fallen neben den Veränderungen der Knochenstruktur insbesondere Verschmälerungen des Gelenkspaltes, Cystenbildung und Knochenzacken auf. Den Gelenkknorpel selbst kann man im Röntgenbild nicht sehen, da er keine Kalksalze eingelagert hat, wie die Knochen. Zusätzlich können MRT-Untersuchungen und Arthroskopien helfen, das Ausmaß des Knorpelschadens zu beurteilen. In der nächsten Ausgabe dann mehr über Behandlungsmöglichkeiten, konservativ wie operativ. Dr. Claus Hartmann

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Nachdem der Winter in Mitteleuropa seine Krallen so langsam wieder löst, sieht man nicht nur in unserem Stadtbild die Auswirkungen. Auch die Bürger kämpfen nun mit den gesundheitlichen Folgen: Frakturen (Brüche), Distorsionen (Verdrehungen), Kontusionen (Stauchungen/Prellungen), Hämatome (blaue Flecken), Blockierungen und allgemeinen Rücken- und/oder Bewegungssytembeschwerden.

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er Ansturm auf die Physiotherapeuten geht nun los.

Was steht da eigentlich immer auf den Verordnungen, die der Arzt dem Patienten, meist ohne weitere Erklärung, in die Hand drückt? Abkürzungen wie MT, KG, WT, US usw. befinden sich dort. Immer wieder stellt der Physiotherapeut fest, dass der Patient/in so gar nicht weiß, was es bedeutet, nebst der Diagnose, die in einem lateinischen Wirrwarr niedergeschrieben steht. In unserer kleinen Ecke wollen wir hier erläutern, um was es geht: Was ist MT ? Die Manuelle Therapie beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung funktioneller Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen des Bewegungssystems, welches das Gelenk und/ oder die Muskulatur und das Nervensystem betreffen. Hat das Gelenk ein Problem, haben in der Folge die Muskulatur und die Nerven auch ein Problem und/oder umgekehrt. Der große Schwerpunkt in der Manuellen Therapie gilt der Untersuchung und die sich daraus ergebenden Behandlungstechnik.

tion, Manipulation und Weichteiltechniken zu erreichen. Blockierungen beschreiben immer eine Störung im Gelenk, in der einer oder auch mehrere Gelenkpartner nicht optimal zueinander stehen. Bei den folgenden Erkrankungen sollte keine MT angewandt werden::

tenbeschwerdebild angepasst arbeiten.

-Hypermobilität (Überbeweglichkeit der Gelenke) -Luxation (Ausgekugeltes Gelenk ) -Rupturen der Ligamenta (Zerreißen der Bänder) -Schleudertrauma -Tumore (Krebserkrankung) -Osteoporose (Knocherkrankung)

Ich wünsche, dass es Ihnen gut geht und Sie einen angenehmen Aufenthalt auf der schönen Sonneninsel Teneriffa haben.

Bei akuten Entzündungen oder auch bei der Arthrose sollte der Therapeut mit der MT sehr vorsichtig sein und dem Patien-

Bei all dem Beschriebenen ist es wichtig, dass der Patient mit dem Therapeuten eng zusammenarbeitet, nur dadurch wird ein optimales Behandlungsergebnis erzielt.

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Nachsorge

Michaela Hempel, Physiotherapeutin in Berlin Nordic Walking & Walking Coach Kinesio Taping nach Dr. Kenzo Kase Rückenschullehrerin nach Brügger Migränetherapie nach Kern Manuelle Lymphdrainage/KPE Angehende Maitlandtherapeutin

Ziel der Manuellen Therapie ist es, die Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit und das Auflösen der Störung im Bewegungssystem (Gelenk/ Muskulatur/ Nervensystem) mittels gezielter Mobilisa-

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Das USP Hospital La Colina, das im Februar 2005 von der Gruppe USP Hospitales übernommen wurde, ist ein solide aufgebautes medizinisch-chirurgisches, multidisziplinäres Zentrum, dem heute ein anerkanntes Ärzteteam von 47 Spezialisten angehört. Ihr Ziel ist es, den Patienten freundliche Betreuung, Komfort und Sicherheit zu bieten, die maßgebend für eine qualitativ hochstehende ärztliche Behandlung sind. Das 1965 gegründete Zentrum hat mit den wichtigsten in- und ausländischen Krankenversicherern und -kassen Abkommen geschlossen. Vor kurzer Zeit wurden die 12.850 Quadratmeter Fläche einem ehrgeizigen Umgestaltungsprojekt unterworfen, um den in USP Krankenhäusern üblichen Qualitätsstandards und Behandlungsansprüchen zu entsprechen und zugleich ein Referenzzentrum zu werden. Mit einer Kapazität von 200 Betten und modernster technologischer Ausstattung auf acht Stockwerken garantiert das USP Hospital La Colina eine erlesene Betreuung bei allen Dienstleistungen des Zentrums entsprechend der Standards der internationalen Normen UNE-EN-ISO 9001:2000, Umweltmanagement UNEEN-ISO 14001:2004, Registrierung EMAS und OSHAS 18001:2007, deren Zertifizierungen durch AENOR durchgeführt wurden. USP HOSPITAL LA COLINA C/ Poeta Rodríguez Herrera, nº 1 38.006 Santa Cruz Tel. 0034 922 27 07 00 Fax 0034 922 27 09 08 Im Süden Teneriffas existiert seit einiger Zeit die Zahnklinik „Medical Implant“. Mit „schweizerischer Gründlichkeit“ wird auf Service und Qualität gesetzt. Bei zahntechnischen Problemen sind dort Residente und Urlauber in bester Hand.

Die Fachgebiete, auf denen Behandlungen angeboten werden, sind: Allgemeine Zahnheilkunde, Kinderzahnheilkunde, Kieferorthopädie, Endodontologie, Parodontologie, Zahnästhetik, Prothesen und Implantate.

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Kostenlose Vorsorgeuntersuchung

Für Patienten die unter Angst beim Zahnarztbesuch leiden, wird die Technik der „Bewussten Betäubung“ angewandt. Die Patienten können Termine in neun Sprachen wahrnehmen (Spanisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch und demnächst auch Russisch). Medical Implant Dental Clinic Av. Los Abrigos, 21 38618 Los Abrigos (+34) 922 749 742 Im Mai 2009 wurde „Medical Implant“ in der Ortschaft Los Abrigos eröffnet, nur fünf Minuten vom Flughafen entfernt. Die Klinik ist auf Implantate und Prothesen spezialisiert. Die Klinik arbeitet mit einem Team von Zahnärzten, die an den wichtigsten europäischen Universitäten studiert haben und so alle Spezialbereiche abdecken. Darüber hinaus wird ein exklusiver und kostenloser Transportservice für Rentner oder Menschen mit Behinderung angeboten.

Das USP Krankenhaus La Colina und die Klinik Medical Implantat sind erfreut, den Lesern der Zeitschrift Megawelle eine kostenlose Vorsorgenuntersuchung anbieten zu dürfen. Terminabsprachen unter Tel. 922 749 672 oder email info@dentalturismo.es

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21.05.-21.06. Spaßige Zeiten

Krebs

Tolle Menschen kommen vorbei, setzen sich mit an den Tisch und verzehren, was der Kühlschrank und der Herd hergeben. Das laute Geplapper und das Klirren der Gläser sind so richtig nach dem Geschmack der Zwillinge. Sie sind experimentierfreudig und kreieren so manchen neuen Cocktail in den knalligsten Neonfarben. Sehnsüchte können leidenschaftlich in Erfüllung gehen.

22.06.-22.07. Zuhause ist es am schönsten

Endlich können Krebse an den Wochenenden mal wieder die ganze tolle, große Familie unter einem Dach bewirten. Die Tische biegen sich unter den delikatesten Speisen, und die Stühle auch, da die Familienangehörigen immer gewichtiger geworden sind. Die Kommunikation läuft gut und es gibt allerhand Neuigkeiten zu verarbeiten. Dieser Monat wird nicht langweilig. Fast wird es dem Krebs schon zu umtriebig. 42

24.09.-23.10. Gute Aussichten

Nach Zeiten der Ruhe und des Gleichmaßes zieht die Waage doch auch mal unternehmungslustige Schuhe an und geht sich amüsieren. Sie testet verschiedene exklusive Wohnungsausstatter und hinterlässt manchen Berater, der ein gutes Geschäft witterte, am Rande eines Herzinfarkts, da sie sich nicht entscheiden kann. Es ist gut, wenn sie ihre Ideen ein paar Mal überschläft, da schließlich viel Geld im Spiel ist.

24.10.-22.11. Kreativer Fortschritt

Das Vertrauen in die eigenen Ideen zahlt sich jetzt für den Skorpion aus. Eine Phase des Wachstums steht vor ihm. Neue Einfälle drängen sich auf und sorgen dafür, dass kein Stillstand entsteht. Selbst die Sonntage werden zum Tüfteln ausgenutzt. Auf der Gefühlsebene kommt der Skorpion dadurch etwas in Konflikt, da er zwischen Arbeit und Beziehung entscheiden soll. Aber der Rubel muss ja auch rollen.

Schütze Steinbock

Löwe

Endlich kann sich die Jungfrau mal wieder mit Frühjahrsputz und Kochevents austoben. Da sie keine Kochshow im Fernsehen auslässt, ist sie gut vorbereitet und holt sämtliche Tricks aus der Kochkiste, um ihre Liebsten zu verwöhnen. Ihr guter Ruf geht über den Gartenzaun hinaus und bald kann sie sich vor Aufträgen nicht retten. Da sollte sie sich rechtzeitig wappnen, damit ihre Gutmütigkeit nicht ausgenutzt wird.

22.12.-20.01. Schneid zeigen

Ein Projekt kommt zum Abschluss und der Steinbock kann neue Energien für seine persönlichen Wünsche freisetzen. Da wird ihm dann auch schon mal vorgeworfen, er sei doch etwas egoistisch. Damit sollte er sich sachlich und mutig auseinandersetzen, denn es ist für die anderen immer einfacher, wenn der hilfsbereite Steinbock die heißen Kastanien für sie aus dem Feuer holt.

Wassermann

Zwillinge

Feste sind dazu da, dass man auch feiert. Das kommt dem Stier sehr entgegen. Leidenschaftlich gerne erfindet und kocht er neue Rezepte. Mit gut gefülltem Picknickkorb geht man auf den Sonntagsspaziergang. Die Abende im April sollten ausgefüllt sein mit Abwechslung und so manchem Kinobesuch. Immer nur fleißig die Arbeit mit nach Hause zu nehmen, bringt Spannung in die Beziehung

24.08.-23.09. Blitzblanke Überraschung

23.11.-21.12. Hoch hinauf aufs hohe Horn

Die innere Unruhe treibt den Schützen hinaus in die weite Flur. Wenn er nicht gerade nach Südamerika fliegt, dann stiefelt er wenigstens um den Hausberg herum. Auch ölt er seine Inlineskates und schwingt sich hinaus in die frische Frühlingsluft. Natürlich legt er seine Route so, dass ein zünftiges Einkehren gewährleistet ist. Wenn die Seele versorgt ist, darf der Körper nicht vergessen werden.

21.01.-19.02. Lust auf Schäfchenwolken

Der Monat fängt gut an, da er gleich ein paar Feiertage beschert. Der Wassermann lässt die Eier färben und geht selber erst mal außer Haus. Er braucht den Duft der Freiheit. Wenn er von seinen Ausflügen zurückkommt, soll der Tisch schön feierlich gerichtet sein und das Speisenangebot von A bis Z alles beinhalten. Er ist dann fit für Fun. Die fleißigen Heinzelmännchen allerdings strecken alle Viere von sich. Da muss er wohl wieder für gute Stimmung sorgen.

Fische

21.04.-20.05. Familienstunden

23.07.-23.08. Die Kunst des Flirtens

Spaß und Lust stehen in diesem Monat ganz oben auf der Rangliste eines Löwen. Die Angst, etwas zu versäumen, treibt ihn zu allen Spiel- und Sportstätten der Stadt. Das kostet schon viel Energie. Sie sollten sich für Termine entscheiden, die Ihnen auch wirklich gut tun. Sonst verzettelt man sich noch ins Grenzenlose. Im eigenen Zuhause der König oder die Königin zu sein, ist doch auch mal ganz nett.

Jungfrau

Stier

Den Alltagstrott zu durchbrechen, danach sehnt sich so mancher Widder. Dazu ist jetzt immer wieder mal Gelegenheit. Spontane Ideen müssen nur in die Tat umgesetzt werden und schon lächelt die Sonne warm auf Sie herab. Tatkräftig und kreativ kann viel erreicht werden. Zwischenmenschliche Beziehungen sollten allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Da geht einiges nicht von alleine, sondern erfordert „Arbeit“.

Waage

21.03.-20.04. Ampel auf Dunkelgelbv

Skorpion

Widder

Monats-Horoskop April

20.02.-20.03. Das rosarote Liebesmenü

Das große Glück kommt jetzt auf die Fische zugebraust. Das gibt ordentlich Rückenwind. Der Fisch liebt sowieso den Weg des geringsten Widerstands, und mit dem Strom zu schwimmen, kostet nicht allzu viele Kalorien. Es ist trotzdem so eine Sache mit dem Glück. Von ganz alleine geht die Sache natürlich nicht vorwärts. Mit Mut und deutlichen Worten können Sie jetzt wirklich nach den Sternen greifen!


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Megawelle April 2010