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Oktober 2009

www.megalink.ch

Antrieb f체r weniger Wasserverbrauch | PC-Messtechnik | Spielend bedienen Anschluss an die Elektromobilit채t | Sicherheit neu definiert | Pleuel sicher schleifen


Editorial

Fette Software Nicht nur die Menschheit wird immer dicker. Auch Software neigt zur Verfettung und wird stetig grösser, komplexer und träger. Das als schlank und schnell angesehene Linux zum Beispiel wird gemäss einer internen Studie von Intel mit jedem neuen Release um zwei Prozent langsamer. Ein Beispiel, wie dieser Teufelskreis durchbrochen werden kann, ist der Netscape Navigator, der einen Webbrowser, E-Mail-Client und Html-Editor enthielt. Mit der Zeit wurde das Programm so gross, langsam und kompliziert, dass sich die Entwickler zu einem radikalen Schritt entschlossen und es in drei Teile zerlegten. Einer davon ist der beliebte Firefox Browser. Manchmal kommt es mir so vor, als ob zum Beispiel die grösste Innovation in 17 Jahren seit es Microsoft Niklaus Wirth (*1934), Schweizer Informatiker und Erfinder Office gibt das neue Ribbon-Beder Programmiersprache Pascal dienkonzept war – nebst den immer wieder neuen und inkompatiblen Dateiformaten, mit denen Microsoft die Anwender zwang für teures Geld die neueste Version zu kaufen. Die seit damals um das über hundertfache gestiegene Rechenleistung wird primär dazu genutzt, noch schneller auf den nächsten Tastendruck zu warten. Schneller tippen kann deswegen niemand und wirklich produktiver arbeitet kaum jemand, nur weil er die neueste Version verwendet.

«Die Software wird schneller langsamer als die Hardware schneller wird.»

Wirklich nützliche und die Effizienz steigernde Technologien wie das Erkennen von natürlich gesprochener Sprache oder die vollautomatische Übersetzung in eine andere Sprache sind die Forscher und Entwickler trotz hochtrabenden Versprechungen, jahrzehntelanger Forschung und Millionen teuren Investitionen den Anwendern schuldig geblieben. Dem einfachen Benutzer bleibt nur die Hoffnung, dass die Rechenleistung der PCs schneller steigt als dass neue Programme diese wieder wegfressen. Spätestens wenn Software zur Fatware wird ist es höchste Zeit, diese auszuwechseln. Patrick Müller, Chefredaktor patrick.mueller@megalink.ch

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Grosser Gölä-Wettbewerb: Gewinnen Sie Ferien in der Schweiz. Infos: www.suva.ch

Für temporäre Mitarbeiter auf dem Bau ist das Unfallrisiko besonders hoch. Dagegen müssen wir etwas unternehmen. Als Verantwortlicher im Einsatzbetrieb sind Sie für die temporären Mitarbeiter genauso verantwortlich wie für die festangestellten. Nehmen Sie sich also Zeit für eine gründliche Instruktion. Sorgen Sie für eine tadellose Ausrüstung. Und arbeiten Sie eng mit den Temporärfirmen zusammen. Für mehr Sicherheit bauen Sie am besten auf unsere Präventionstipps: www.suva.ch/temporaerarbeit.

Ruf Lanz

Nicht jeder Bauarbeiter hat so viel Glück im Leben. Unterschätzen Sie nicht die Unfallrisiken für Ihre temporären Mitarbeiter.


I n h a lt s v e r z e i c h n i s

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29  Interview

40  Safety

56  in motion

«Wir wollen im OEM-Bereich weiter zulegen»

Sicherheit wird neu definiert

Mehr Antrieb für weniger Wasserverbrauch

Megalink sprach mit Roger Hunziker, Country Sales Manager Schweiz bei Rockwell Automation, über die Messelandschaft Schweiz, die Herausforderungen der Wirtschaftskrise und die Strategie von Rockwell.

Ab dem 29.12.2009 wird die neue Maschinenrichtlinie (Version 2006/42/EG) ohne Übergangsfrist abgelöst. Für Hersteller und Betreiber bringt das einige Änderungen mit sich.

Im Südosten Australiens werden Elektroantriebe in Schleusen von modernen Bewässerungsanlagen eingesetzt. Ingenieure rechnen, dass damit jährlich über 700 Milliarden Liter Wasser im Staat Victoria eingespart werden können.

Oktober 2009

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Antrieb für weniger Wasserverbrauch | PC-Messtechnik | Spielend bedienen Anschluss an die Elektromobilität | Sicherheit neu definiert | Pleuel sicher schleifen

Themen 1 Editorial 4 Veranstaltungskalender

zur titelseite

Ein System für viele Anwendungen Das Wago-I/O-System trägt mit seinem modularen und Design den Anforderungen an dezentrale Feldbussysteme Rechnung. Es ist für prozessnahe Kommunikation optimiert und skalierbar in der Leistung. Der modulare Gedanke findet sich auch in der Unterstützung zahlreicher Feldbussysteme wieder. Je nach Anwendun können unterschiedliche Protokolle verwendet werden. WAGO Contact SA 1564 Domdidier Tel. 026 676 75 00 info.switzerland@wago.com www.wago.ch

50 «Die PC-Messtechnik eröffnet neue Anwendungen».  Rahman Jamal im Interview

4 Nachrichten

52 Innovationen – jetzt erst recht  Nachschau NI Week 2009

12 50 Jahre SMC Pneumatik AG  Von Japan aus die Welt erobert

53 in motion  Antriebe und Fluidik

16 Produktionsfläche verdoppelt  Bachmann Electronic investiert

54 Automatische Medikamentenabgabe   Kleinantriebe untertützen Apotheker

23 Der Müll kommt durch den Tunnel  Gebäude- und Prozesstechnik vereint

56 Antriebe für weniger Wasserverbrauch  Bewässerungsanlagen steuern

26 Faszinierende Messtechnik  Erfolgreiche Fachtagung 28 Rockwell Automation University  Zwei Tage geballtes Know-How 29 «Wir wollen weiter zulegen»  Roger Hunziker im Interview 32 Anschluss an die Elektromobilität  Elektrofahrzeuge sicher aufladen 34 Spielend leicht bedienen  Touchscreens setzen sich durch 36 Generator-Entwickler ausgezeichnet  Strom aus Abwärme produzieren

61 SwissT.net Networks & Communication 62 Eiskalt kalkuliert  Wo rechnet sich AS-i Safety? highlight 64 Automatisierte Variantenvielfalt  700 Varianten gleichzeitig produzieren 72 Rackunabhängiges USV-System  Stromversorgung für die Industrie

38 Wie man die Krise übersteht  Messevorschau Productronica 2009

produkte

39 Engagement für Systemintegratoren  Messevorschau Vision 2009

64 Automation

40 Sicherheit wird neu definiert  Die neue Maschinenrichtlinie kommt 44 Verdrahten oder programmieren?  Integrierte Sicherheitstechnik 48 Pleuel schleifen, auf Nummer sicher  Ein komplettes Sicherheitskonzept

53 in motion/Antriebe und Fluidik 68 Bauelemente 72 Industriebedarf 76 Kommunikation 77 Messen und Prüfen 78 Lieferantenverzeichnis


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V e r a n s ta lt u n g s k a l e n d e r

Veranstaltungskalender Datum

Ort

09.–13.11.2009 Effretikon 14.–18.12.2009

Thema

Kosten

Schulung: LASAL SPS-Programmiersoftware max. 6 Teilnehmer

kostenlos

Veranstalter

SIGMATEK Schweiz AG 8307 Effretikon, Tel. 052 354 50 50 office@sigmatek.ch, www.sigmatek.ch 10.11.2009 Mövenpick Hotel CANopen-Seminar. Das Seminar vermittelt die Grundlagen EUR 360.– CAN in Automation (CiA) Zürich Airport und Details der Zusatzdienste und Erweiterungen des (280.– für Mitglieder) DE-90429 Nürnberg, www.can-cia.org CANopen-Protokolls. 12.11.2009 HSR Hochschule Swiss PLM-Forum 2009 anfragen Hochschule für Technik Rapperswil für Technik Anmeldung bis 11.11.2009 per Mail bei Rapperswil michael.naef@hsr.ch www.ipek.hsr.ch/plm-forum. 16.–20.11.2009 Effretikon Schulung: LASAL Screen HMI-Programmiersoftware kostenlos SIGMATEK Schweiz AG Voraussetzung ist der Besuch des Workshops SPS 8307 Effretikon, Tel. 052 354 50 50 max. 6 Teilnehmer office@sigmatek.ch, www.sigmatek.ch 18.11.2009 Bern LabVIEW-2009-Tage. National Instruments präsentiert kostenlos National Instruments Switzerland 19.11.2009 Genf die neue Version LabVIEW 2009 5408 Ennetbaden, Tel. 056 200 51 51 Anmeldung: ni.com/german/labviewtag ni.switzerland@ni.com ni.com/suisse/journeelabview ni.com/switzerland 26.11.2009 Grand Casino Motion Control Seminar: maxon EPOS2 Antreiben und CHF 150.– maxon motor ag, 6072 Sachseln Baden Positionieren mit Programm. Tel. 041 666 15 00 Anmeldung auf www.maxonmotor.ch info@maxonmotor.com Anmeldungschluss 31. Oktober 2009 www.maxonmotor.com Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie auf www.megalink.ch

swissT.meeting fair for automation: Neues Datum und neuer Standort

Delo erhält Radtech Award für Innovation

Die SwissT.meeting fair for automation war ursprünglich für den 24. bis 25. Juni 2010 im Puls 5 in Zürich geplant. Bereits Anfang Oktober wäre die Veranstaltung ausgebucht gewesen. Wäre, denn die Organisatoren haben rechtzeitig einen alternativen, grösseren Standort gesucht. So wird die fair for automation 2010 in der Messehalle 9 im Messezentrum Zürich durchgeführt. Das bedeutet mehr Platz für die Ausstellung, bessere Erreichbarkeit für Aussteller und Besucher sowie ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Nähe. Bis jetzt haben sich 61 Aussteller angemeldet. Neuer Standort, neuer Termin. Dieser Standortwechsel bringt auch eine Terminverschiebung mit sich. Neu findet die Veranstaltung am Mittwoch, 30. Juni und Donnerstag, 1. Juli 2010 statt. Trotz dieses Upgrades der Infrastruktur entstehen für die Aussteller keine zusätzlichen Kosten. Die Reservationen bleiben bestehen; per Ende Jahr wird die Hallenplanung und Standzuteilung erfolgen. Die SwissT.meeting fair for automation richtet sich an Entwickler, Ingenieure, Einkäufer und Entscheider aus der Automation sowie Maschinen- und Anlagenbau verschiedener Branchen. Die «fair for automation» präsentiert Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Automation. www.swisstmeeting.ch

Vorschau Megalink 11-09 erscheint am 18.11.09 Vorzugsthema: Steuerungen, Antriebe, SPS/IPC/Drives-Vorschau

Megalink 12-09 erscheint am 18.12.09 Vorzugsthema: Aus- und Weiterbildung, SPS/IPC/Drives-Nachschau

Inserateschluss: 27.10.09

Inserateschluss: 26.11.09

Verleihung des Radtech Award: Wilfried Grob, Head of Marketing Coating Resins BASF (links) und Dr. Dietmar Dengler, Leiter Chemie DELO.

Delo Industrie Klebstoffe erhält den Radtech Award für die Entwicklung von lichthärtenden Epoxiden zur Versiegelung flexibler Displays. Der Preis wird von der Radtech Europe Association verliehen. Prämiert werden innovative Technologien, die das Prinzip der Lichthärtung nutzen – und zwar in den Kategorien Druck und Verpackung, Beschichtungen und Klebstoffe sowie Automotive. «Wir freuen uns sehr, dass wir den Award für die Entwicklung unserer lichthärtenden Epoxide erhalten», sagt Dr. Dietmar Dengler, Leiter Chemie bei Delo. «Elektrophoretische Displays befinden sich aktuell auf dem Vormarsch. Das bietet grosses Potenzial für uns als Anbieter massgeschneiderter Klebstoffe.» Damit erhielt Delo den Award bereits zum dritten Mal. Die Radtech Europe Association ist eine weltweit tätige Organisation mit dem Ziel, den Einsatz von lichthärtenden Technologien zu unterstützen und weiter voranzubringen. www.delo.de


Nachrichten

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Forschungstag an der HSR-Hochschule für Technik Rapperswil

Interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer an den zahlreichen Vorträgen.

Rund 200 Gäste besuchten im Rahmen des Forschungstages die HSR. Dieser wird regelmässig durchgeführt, um Partnern aus der Industrie, der öffentlichen Hand sowie Politikerinnen und Politikern einen Einblick in die Forschungstätigkeit der HSR zu ermöglichen. In einer Forschungsmesse sowie mit Referaten und Führungen durch die Institute und Labors konnten die Besucherinnen und Besucher die ganze Vielfalt der HSR-Forschung erleben. So konnte im Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung IWK beispielsweise ein neu entwickeltes Tragflächenboot besichtigt werden. Dabei handelt es sich um ein elektrisch angetriebenes, federleichtes Einmannboot, das sich aufgrund des Auftriebs von Tragflächen ab einer bestimmten Geschwindigkeit aus dem Wasser hebt. Durch den geringen Fahrwiderstand erreicht das Boot mit einem herkömmlichen Elektromotor aus dem Modellflugbau eine Geschwindigkeit von 25–30 Kilometern pro Stunde.

Am Institut für Solartechnik SPF wurden Anlagen zur Prüfung und Entwicklung von thermischen Solaranlagen gezeigt. Kurzvorträge veranschaulichten zudem die Arbeit des Instituts, das im Auftrag des Bundes die Qualität von Solarsystemen kommerzieller Hersteller prüft und zertifiziert und die Minergie-Zertifizierungsstelle des Kantons St.-Gallen betreibt. Am Institut für Bau und Umwelt IBU wurden schliesslich Modellversuche vorgeführt, mit denen Hochwasserszenarien simuliert werden. Ebenso ein Thema war RockNet, ein innovatives, drahtloses Felssturzwarnsystem, welches das Institut für Bau und Umwelt zusammen mit dem Institut für Kommunikationssysteme ICOM entwickelt hat. Praxisnahe Forschung. Die Beispiele zeigen, dass Praxisnähe ein wichtiges Kriterium in der Forschung und Entwicklung der HSR darstellt. So werden denn auch die meisten Projekte in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft und der öffentlichen

Hand durchgeführt. Dieser erfolgreiche Brückenschlag zwischen Hochschule und Privatwirtschaft stand im Vordergrund eines Referates von Peter Waser, General Manager der Microsoft Schweiz GmbH. Microsoft hat erst im letzen Jahr das ehemalige «Swiss Software Solution Center» der HSR zum ersten «Microsoft Innovation Center» in der Schweiz ernannt. Mit diesem Titel werden rund um die Welt Institutionen bezeichnet, die die Innovation und das Wachstum lokaler Softwarebranchen besonders fördern. Auf die Bedeutung der HSR für die Region gingen in ihren Eröffnungsreden auch der Hochschulratspräsident und Schwyzer Regierungsrat Kurt Zibung sowie Benedikt Würth, Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, ein. Sie betonten den volkswirtschaftlichen Nutzen der HSR einerseits als Forschungspartner, andererseits als Arbeitgeber. Ausbildung profitiert von Forschung. An der HSR sind 17 Institute und Forschungsstellen in den Bereichen Technik und Informationstechnologie sowie Bau und Planungswesen tätig. Sie beschäftigen zusammen über 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – fast doppelt so viele wie noch 2005. Auch die insgesamt 61 Professorinnen und Professoren sind neben ihren Lehraufträgen durchweg in der Forschung beschäftigt. Auf diese Weise kann ein starker Praxisbezug in der Aus- und Weiterbildung ge­währleistet werden. In den letzten Jahren konnte der Ertrag aus der Forschungsarbeit stetig gesteigert werden und betrug 2008 fast 22 Millionen Schweizer Franken. Um dem kontinuierlichen Wachstum zu begegnen, ist der Bau eines neuen Forschungszentrums an der HSR geplant. www.hsr.ch

Essemtec verstärkt Vertrieb in Grossbritannien und Irland Essemtec, Schweizer Hersteller von Produktionslösungen für die Elektronik und Solarindustrie, nutzt die Insolvenz von Contax Ltd. und verstärkt den Vertrieb mit zwei neuen Partnern in Grossbritannien und Irland. Key Production Ltd. übernimmt England, Wales und Schottland, Contax Automation Ltd. konzentriert sich auf den Markt Irland. Key Production Equipment Ltd. (KPE) wurde zwar erst vor Kurzem ge­gründet, verfügt aber bereits über viele Jahre Erfahrung in der Elektronik, besonders mit Maschinen von Essemtec. Die ehemali-

gen Contax-Mitarbeiter, die von KPE übernommen worden sind, machen dies möglich. Auch in Irland wird der Vertrieb von Essemtec verstärkt. Die Firma Contax Automation Ltd. hatte zwar schon früher die Vertretung, neu ist sie aber eine eigenständige Firma. Sie kann das Produktsortiment selbst bestimmen und direkt mit dem Hersteller zusammenarbeiten. Dies nutzt Contax Automation Ltd. und richtet ihr Sortiment ebenfalls stärker auf Essemtec-Produkte aus. www.essemtec.com

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Nachrichten

«Green» OLED-Displays – Hohe Bildqualität bei niedriger Energie Sie gelten als Monitore der Zukunft – Organische Leuchtdioden-Displays, kurz OLED-Displays genannt. Die Technik ist schon heute in Handys, MP3-Playern und Digitalkameras im Einsatz. Sie beruht auf dem Phänomen, dass bestimmte Kunststoffe bei Stromzufuhr leuchten. Die neuen OLED-Displays können dünn wie Folie und ebenso biegsam sein. Ausserdem zeigen sie dem Betrachter einen weiten Blickwinkel und geben bewegte Bilder perfekt wieder. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Displays wenig Energie verbrauchen. Chihao Xu, Professor für Mikroelektronik an der Saar-Universität, hat einen Durchbruch im energieeffizienten Betrieb von OLED-Displays erzielt. «Im Vergleich zum heutigen Standard kann noch mehr als die Hälfte der Energie für den Betrieb von OLED-Displays eingespart werden», ist sich Chihao Xu sicher. «Vor allem für die mobile Anwendung ist eine Energieeinsparung sinnvoll», erklärt der Professor. Bei mobilen Geräten wie dem Handy ist das Display der grösste «Energieschlucker». Dabei geht viel Energie durch Auf- und

Entladung verloren. Die Saarbrücker Wissenschaftler forschen nun daran, diesen grossen Energieverlust zu vermeiden. Erhöhte Lebensdauer. Funktionieren soll das mit dem neuen Treiberschema SQC (State dependent Charge controlled Driving) zur Ansteuerung von Passiv-Matrix OLED-Displays. Das Verfahren reduziert den Leistungsverbrauch gerade für höher auflösende Displays und gewährt die bekannte Bildqualität eines OLED-Displays. Chihao Xu und sein Team waren im Rahmen des CARO-Projektes (CAR OLED) gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und Wissenschaft, wie Optrex Europe GmbH und dem Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS), an der Entwicklung eines neuen Treiberchips beteiligt, der in OLED-Displays für Fahrzeuge eingesetzt werden soll. Dabei wird die sogenannte Mehrzeilenadressierung («SELA», Summed Equi-Line Addressing) verwendet. Dieses Verfahren erhöht die Lebensdauer von OLEDs deutlich und macht

28. MOTEK – erfolgreiche Initialzündung für die Automation

Die Motek 2009 festigt ihre Position als eine der führenden internationalen Fachmessen für die Produktions- und Montageautomatisierung sowie das Industrial Handling. In der sich nur langsam erholenden wirtschaftlichen Situation gilt es vertrauensbildende Zeichen zu setzen, damit die Unternehmen wieder Zuversicht fassen und in die weitergehende Rationalisierung investieren. So gesehen kommt der 28. Motek, Internationale Fachmesse für Montage- und Handhabungstechnik, sowie der BONDexpo, Fachmesse für industrielle Klebetechnologien, eine herausragende Bedeutung zu. Das Fachmessen-Duo fand vom 21. bis 24. September in der Landesmesse Stuttgart statt und zog weit über 30 000 Fachbesucher aus aller Welt an.

Über 30 000 Fachbesucher aus 61 Nationen. Diesen präsentierten insgesamt knapp 1100 Aussteller aus 21 Ländern das Weltangebot an Komponenten, Baugruppen, Teilsystemen und Komplettlösungen für die Automatisierung in der Produktion und Montage sowie für die Klebe-, Vergiess-, Dichtungs- und Schäumtechnik. Die Aussteller berichteten von einem starken und vor allem konkreten Interesse und zeigten sich am Ende zufrieden über die Besucherfrequenz und die Aussicht auf ein interessantes Nachmessegeschäft. Die 31 284 Fachbesucher aus 61 Nationen dokumentieren den hohen Stellenwert der Motek, und natürlich auch der BONDexpo, als wichtige Branchen- und Business-Treffs der Welt in Sachen mechatronischer Automation, Robotik, Industrial Handling, Produktions- und Montage-Materialfluss sowie Klebe- und Verbindungstechnik. www.motek-messe.de

sie insbesondere für die Anwendung in Automobilen vorteilhaft. «Auch bei Autos ist Energieeinsparung ein wichtiges Thema», findet der Professor. «Daher ist es logisch, an der Kombination von diesem energieeffizienten Treiberverfahren und der Mehrzeilenadressierung zu forschen und einen marktfähigen Demonstrator zu entwickeln.» Die Saarbrücker Mikroelektroniker wollen nun gemeinsam mit Optrex Europe GmbH und weiteren Partnern die Ansteuerung von Passiv-Matrix OLEDDisplays weiter voranbringen, sodass sie in Autos und anderen hochwertigen Anwendungen breiteren Einsatz finden können. www.lme.uni-saarland.de

Drastisch reduzierte Stromaufnahme bei SQCAnsteuerung im Vergleich zur Standardansteuerung bei einem OLED-Display (160 × 80 Pixel).

Kostenlose Messund Automatisierungs-News von National Instruments

NI News – der kostenlose Newsletter von National Instruments – präsentiert monatlich aktuelle Trends und Neuigkeiten aus der Mess- und Automatisierungstechnik. Neben neuen Produkten und Technologien wartet NI News mit Tipps und Tricks bei der Anwendungsentwicklung, Webcasts zu aktuellen Themen und regionalen Veranstaltungshinweisen auf. Detailinformationen zu den jeweiligen Meldungen beziehungsweise Veranstaltungen können über einen Link auf der NI-Website nachgelesen werden. Der deutschsprachige Newsletter, der speziell auf die Region des Lesers zugeschnitten wird, kann unter ni.com/newsletter/d abonniert werden. ni.com/switzerland


Ein etablierter Standard …

… vom Büro bis in die Produktion.

PROFINET In der industriellen Automatisierung ist die durchgängige Vernetzung über alle Ebenen hinweg mit einem offenen Standard ein wichtiger Erfolgsfaktor. PROFINET, der offene, herstellerunabhängige Standard auf Basis von Industrial Ethernet ermöglicht genau dies, einen direkten und transparenten Zugang – von der Unternehmensleitebene bis in die Feldebene. Mit etablierten IT-Standards bietet PROFINET zusätzliche Optionen wie Webdienste und Netzwerksicherheit. Erleben Sie das Potenzial von PROFINET, dem offenen Industrial Ethernet Standard, und schützen Sie so Ihre Investitionen. Klinken Sie sich heute schon in die Zukunft ein. Weitere Informationen: www.siemens.de/profinet-standard Setting standards with Totally Integrated Automation. Siemens Schweiz AG, Industry Sector, Industry Automation and Drive Technologies, Freilagerstrasse 40, CH-8047 Zürich, Tel. +41 (0)848 822 844, Fax +41 (0)848 822 855, automation.ch@siemens.com, www.siemens.ch/automation

Answers for industry.


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Nachrichten

Avnet Logistics errichtet neues Logistikzentrum in Poing

Teilansicht eines Turbinenrades. (Bild: FNHW)

«Energiezukunft», eine Artikelserie über Projekte der FHNW

Ab 2011 wird das existierende Lager in Poing ersetzen durch das neue Logistikzenter ersetzt.

Avnet Logistics GmbH, ein Tochterunternehmen der Avnet Inc., setzte den Spatenstich für den Bau seines neuen Logistikzentrums in Poing. Mit einer Gesamtgrösse von fast 32 000 m2 unterstützt das Distributionszenter das Wachstum und die Entwicklung von Avnet und vereint hochmoderne Automatisierung mit Avnet’s Supply-Chain-Expertise und logistischem Service für die globale Elektronikindustrie. Innerhalb von eineinhalb Jahren Bauzeit entsteht hier eines der modernsten Distributionszentren der europäischen Elektronikindustrie. Es wird das existierende Lager in Poing ersetzen und ab 2011 voll einsatzfähig sein und Kunden in ganz Europa beliefern. Damit wird das Servicelevel entscheidend verbessert und die Lieferung der Produkte effizienter. www.avnet.eu

Berufsweltmeisterschaften in Calgary

V. l. n. r.: Bruno Christen, Praxislehrstellenbetreuer der Partnerfirma Asetronics AG, Erwin Schudel, Sales Manager der Linktronix AG, Patrick Haldi, Lernender der Ascom (Schweiz) AG und Schweizer Meister bei den Elektronikern, Matthias Stalder, Leiter Berufsbildung Elektronik Ascom.

Die Hochschule Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) forscht derzeit an der effizienteren Nutzung von Energien und Ressourcen. In einer losen Serie berichtet die «Mittelland Zeitung» über verschiedene Forschungsprojekte aus dieser Reihe. Der erste Artikel widmet sich intelligenten Schaltern an Elektrogeräten, die das Stromnetz fit machen sollen, damit künftig mehr Windkraft und Solarenergie eingespeist werden kann. www.fhnw.ch

Megalink Plus Die Artikelserie ist unter www.megalink. ch/plus zu finden.

Die Motion-Control-Befehlssprache Mint feiert Geburtstag Die Anforderungen im Maschinenbau werden immer komplexer. Laut Baldor sind es die Software-Aspekte, die immer mehr über den Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheiden. Diese Feststellung trifft mit dem 21. Geburtstag der von Baldor entwickelten Motion Control-Befehlssprache Mint zusammen. Mint wurde von dem britischen Start-up-Unternehmen Optimised Control (jetzt Teil der Baldor Electric Company) zur offenen Programmierung von Motion Control-Hardware entwickelt und trägt seitdem stetig zum internationalen Erfolg des Unternehmens bei. Mint ist eine Kurzform für Motion INTelligence. Die Sprache nutzt HighLevel-Schlüsselwörter, die die Entwicklung von Motion Control- und I/O Control, Netzwerk- und HMI-Aufgaben bei der Automatisierung vereinfachen. Diese Schlüsselworte bilden häufig den Kernel der Anwendungssoftware für allgemeine Motion Control-Aufgaben wie beispielsweise Registrierung, Kennzeichnung oder Schneiden.

www.baldormotion.com An der Berufsweltmeisterschaft traten rund 900 junge Berufsleute aus 22 Nationen gegeneinander an. Die 36 Schweizer Teilnehmer gewannen insgesamt 7 Gold-, 2 Silber- und 5 Bronzemedaillen. Diejenigen Teilnehmer, die keine Medaille mit nach Hause nehmen konnten, mussten den Kopf trotzdem nicht hängen lassen. Denn in Calgary kommt die Weltelite zusammen, so sind Diplome und auch die anderen Ränge ein hervorragender Leistungsausweis. Die Linktronix und Ascom (Schweiz) AG haben zusammen Patrick Haldi für die Berufsweltmeisterschaft in Calgary 2009 gesponsert. Haldi, der für die Schweiz angetreten war, erreichte den 4. Platz. «Ich persönlich erlebte einen sehr guten Wettbewerb und konnte mich den anspruchsvollen Aufgaben stellen. An einer Weltmeisterschaft sind auch die anderen Teilnehmer stark. Trotzdem erreichte ich den vierten Platz und bin mit dem erhaltenen Diplom zufrieden», so Haldi über seine Leistung an der Berufsweltmeisterschaft. www.linktronix.ch

Pancel-IPCs in Kooperation mit zwei starken Partnern erhältlich Bisher konnten Kunden IPCs mit völlig unterschiedlichen Ausprägungen aus den vier verschiedenen Produktfamilien Boxline, Ecoline, Proline und Sysline auswählen. Nach der Sommerpause erweiterte BEG Bürkle sein Portfolio um eine weitere Linie, die Panelline. Dahinter verbergen sich modulare und integrierte Panel-IPCs die für jede Anwendung eine gut abgestimmte Lösung liefern. Realisiert wird das neue Produktspektrum mit zwei erfahrenen Display-Herstellern, die als mittelständische Unternehmen genau wissen, wie die Branche tickt und worauf es bei einer qualitativ hochwertigen Fertigung ankommt.  www.beg-buerkle.ch


Nachrichten

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Congatec ernennt neuen Vertriebsund Business Development Direktor

Schweizer Halbleiter-Hersteller gehört zu den besten Siemens-Lieferanten

Mit Axel Petrak hat die Congatec AG seit 15. September einen neuen Vertriebs- und Business Development Direktor mit internationaler Verantwortung. In dieser neu geschaffenen Position berichtet Herr Petrak direkt an den Vorstand. Petrak verfügt über 25 Jahre internationale Salesund Marketingerfahrung. Zuletzt war er 13 Jahre in unterschiedliAxel Petrak ist der neue Vertriebs- und Busichen Senior Managementpositioness Development Direktor bei Congatec. nen bei Intel Deutschland tätig. Er wird die Verantwortung für die weltweiten Vertriebsaktivitäten von Congatec übernehmen und ausserdem als Business Development Direktor den weiteren Ausbau der Partneraktivitäten – nicht zuletzt in der «Intel Embedded and Communications Alliance» – weiter vorantreiben. Parallel zu seinen Aufgaben bei Congatec wird er weiterhin seine Postition als Director EMEA bei der Linux Foundation ausüben. Sein Engagement zur Verbreitung des erfolgreichen Open Source Betriebssystems in der Industrie wird nicht zuletzt neue Synergien zwischen der Linux Foundation, der Congatec AG und den Industriekunden ermöglichen.

Siemens hat ihre weltweit besten Lieferanten des Geschäftsjahres 2009 ausgezeichnet. In der Gesamtwertung belegt das deutsche Ingenieurbüro BIS Gas Turbine Systems mit Sitz in Bremen den ersten Platz. Darüber hinaus prämierte Siemens in besonders wichtigen Unterkategorien seinen jeweils besten Lieferanten im Bereich Innovationskraft sowie globale Wertschöpfung. Hier gingen die Preise an den Halbleiter-Hersteller STMicroelectronics, dessen Hauptsitz in Plan-les-Ouates bei Genf liegt, und den amerikanischen Entwickler für Hörgeräte-Komponenten Knowles Electronics Holding Inc. «Mit der Verleihung der Preise wollen wir diejenigen Partner auszeichnen, die dazu beitragen, dass wir besser und schneller auf den Markt kommen», sagte Barbara Kux, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Die Prämierung fand erstmals im Rahmen des neu etablierten Lieferanten-Forums statt, zu dem Siemens seine 30 wichtigsten Lieferanten einlädt, um gemeinsame Strategien für eine noch effektivere Zusammenarbeit zu entwickeln. Das Lieferanten-Forum ist Teil der Einkaufsinitiative, mit der der Konzern nachhaltig zur Ergebnissicherung beitragen will. Unter anderem soll im Rahmen dieser Initiative der Einkauf stärker gebündelt werden, um über Mengenvorteile bessere Preise zu erzielen. Im Geschäftsjahr 2008 wurden knapp zwölf Milliarden Euro des weltweiten Siemens-Einkaufsvolumens von rund 40 Milliarden Euro zentral verhandelt. Bis 2010 will Siemens diesen Anteil um 60 Prozent auf 19 Milliarden Euro steigern. www.siemens.ch

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Nachrichten

Führungswechsel beim CSEM

Thomas Hinderling: «Nach fast 13 Jahren als Direktor des CSEM ist es nun an der Zeit, die Schlüssel in jüngere Hände zu übergeben.»

Ab 1. November 2009 übernimmt Mario El-Khoury die Generaldirektion des CSEM.

Beim CSEM steht ein Führungswechsel bevor. Thomas Hinderling, seit 13 Jahren Direktor des Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique, hat beschlossen, das CSEM zu verlassen und sich anderen Tätigkeiten zu widmen. Am 1. November 2009 tritt der amtierende Generaldirektor zurück und übergibt sein Amt Mario ElKhoury. Thomas Hinderling wurde im Februar 1997 zum Generaldirektor des CSEM ernannt. Während all den Jahren an der Spitze erwies sich der Visionär stets als charismatischer und ehrgeiziger Manager und trug so auf internationaler Ebene zum guten Ruf des CSEM bei. Als Vertreter des CSEM und seiner Mitarbeitenden zeichnete sich Hinderling immer durch grosse Entschlossenheit und Leadership aus. Sein aussergewöhnlicher persönlicher Einsatz und insbesondere sein tatkräftiges Eintreten für die Gleichstellung bei der Arbeit sowie seine konkreten Aktionen zugunsten der Familien, sein umfassendes Know-how bezüglich der Forschungsberufe im Industriebereich, seine grosse Kreativität, seine Integrität und seine Loyalität stellen Elemente dar, die von allen anerkannt und geschätzt werden. Der eigentliche Führungswechsel beim CSEM erfolgt am 1. November 2009. Thomas Hinderling wird aber noch bis Ende April 2010 beim CSEM bleiben, um eine optimale Übergabe der Dossiers zu ermöglichen und für seinen Nachfolger Mario El-Khoury die besten Bedingungen zu schaffen. www.csem.ch

Foto: Katja Hessel, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium (3. v.l.) überreicht den Mittelstandspreis an Sabine Herold, geschäftsführende Gesellschafterin Delo Industrie Klebstoffe (3. v.r.)

Bayerischer Mittelstandspreis geht an Delo Delo Industrie Klebstoffe erhielt vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft den Mittelstandspreis 2009. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in München wurden insgesamt drei Gewinner ausgezeichnet. Delo Industrie Klebstoffe erreichte dabei den zweiten Platz. Mit dem Mittelstandspreis würdigt der BVMW leistungsfähige mittelständische Unternehmen aus dem bayerischen Raum und zeichnet innovative Produkte und Dienstleistungen aus. Insgesamt waren vorab 32 Unternehmen nominiert worden und die Gewinner anschliessend von einer hochkarätigen Jury ausgewählt worden. www.DELO.de

Axel Schäfer wird neuer Vorstand bei DSM Computer AG

J. Manuel Vieira, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der DSM Computer AG (r.) begrüsst Axel Schäfer als neuen Vorstand der DSM Computer AG.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und Gründer der DSM Computer AG, Manuel Vieira, begrüsst den neuen Vorstand, Axel Schäfer. Er soll die Aktivitäten des Unternehmens in eine neue Ära führen. Klar forciert wird hierbei das weitere Wachstum der Gesellschaft. Mit Axel Schäfer verstärkt die DSM zudem ihr Know-how in den Bereichen Embedded Software, Embedded IPC und Panellösungen in der Industrieautomation. Der bisherige Vorstand Bernd Gallenberger verlässt die DSM AG zum 30. September 2009. Herr Gallenberger begleitete seit 1986 die Unternehmensentwicklung. www.DSM.AG


«Zukunft Effizienz» – 3. ebm-papst Innovationsforum

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Lange Durchlaufzeiten im Projekt – können Sie sich das noch leisten? Machen Sie kurzen Prozess. Forcieren Sie Ihr Tempo im CAE. Erleben Sie durchgängiges Engineering in Rekordzeit. Dr. Bruno Lindl: «Rund drei von zehn Atomkraftwerken liessen sich abschalten, wenn ausnahmslos auf energiesparende EC-Motoren umgestellt werden würde.»

Standardisiert & flexibel – für alle, die lieber schneller zum Ziel kommen.

Dass sich die ebm-papst-Gruppe im Bereich Energieeffizienz seit Jahren engagiert, zeigte der Ventilatorenspezialist beim zweitägigen Innovationsforum «Zukunft Effizienz» im baden-württembergischen Mulfingen. Über 200 Kunden aus Deutschland und dem angrenzenden Europa folgten der Einladung und diskutierten über die neuesten Branchenentwicklungen und zukünftigen Trends. In Fach- und Expertenbeiträgen wurde deutlich, dass das Thema Energieeffizienz bereits viele Bereiche der Industrie und Energietechnik bestimmt. Ob die Firma Rational im Bereich Garöfen, Rittal im Schaltschrankbau, Güntner bei Kältetechnik, Viessmann-Werke im Bereich Wärmepumpen oder die Unternehmen Weiss Klimatechnik und Wolf bei klimatechnischen Anwendungen – Energieeffizienz ist das Zukunftsthema Nummer 1. Mittelfristig sind nur noch grüne Produkte rentabel. «Rund drei von zehn Atomkraftwerken liessen sich mit sofortiger Wirkung abschalten, wenn ausnahmslos auf energiesparende EC-Motoren und -Ventilatoren umgestellt werden würde», so Dr. Bruno Lindl, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der ebm-papst-Gruppe. Die elektrisch geregelten Produkte senkten zudem die Betriebskosten der Kunden deutlich, sie seien leichter regelbar, erheblich leiser und zuverlässiger als herkömmliche Motoren und Ventilatoren. Dr. Lindl stellte dar, das mittelfristig nur mit «grünen» energiesparenden Produkten Geld zu verdienen sei. Seine rund 500 Ingenieure und Techniker an den deutschen Forschungs- und Entwicklungstandorten Mulfingen, St. Georgen und Landshut hätten daher nur ein Ziel: Jedes neue Produkt muss effizienter sein, als sein Vorgängermodell. Aktuell beschäftigt man sich bei ebm-papst unter anderem mit der Optimierung von Ventilatorflügeln, bei denen neue Materialien und Formgebungen zum Einsatz kommen. «Hier ist zukünftig noch grosses Einsparpotenzial zu erzielen», so Alfred Müller, ebm-papst-Vertriebsleiter Deutschland. Aufgrund der positiven Resonanz plant Müller auch für 2011 die Veranstaltung eines Innovationsforums. www.ebmpapst.com Ihr Partner in der Schweiz


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Die Sintered Metal Corporation feiert ihren Geburtstag

50 Jahre SMC Pneumatik AG Die Firma SMC wurde 1959 in Japan gegründet. In der Schweiz öffnete 1967 eine Niederlassung in Tagelswangen ZH. Mittlerweile ist SMC Schweiz nach Weisslingen ZH umgezogen und beschäftigt 140 Mitarbeiter. In Weisslingen verfügt das Unternehmen auch über eine Produktion mit Montage und über ein Lager mit insgesamt 33 000 Artikeln.

Der Hauptsitz der SMC Schweiz in Weisslingen, mit (v. l. n. r.) Willy Rusch (Geschäftsleiter SMC Pneumatik AG), Daniel Langmeier (Mitglied Verwaltungsrat SMC Corporation), Roger Jeker (Verkaufsleiter SMC Pneumatik AG) und Helmut Spiegelhalter (Europäischer Logistik-Manager SMC Corporation).

Der Gründer von SMC, Yoshiyuki Takada, arbeitet noch heute, mit 83 Jahren, bei der Firma. Er hat diese am 27. April 1959 in Tokio als «Sintered Metal Corporation» gegründet. Anfänglich stellte die Sintered Metal Corporation denn auch Komponenten aus Sintermetallen her, insbesondere Filter. Aber schon zwei Jahre nach der Gründung begann SMC mit der Herstellung und dem Vertrieb von Geräten für die Druckluftaufbereitung. Nach dieser Umstellung konzentrierte sich das Unternehmen immer mehr auf die Sparte Pneumatik.

Heute steht die SMC Corporation in 67 Ländern ihren Kunden mit einem umfassenden Produkte- und Dienstleistungsprogramm zur Verfügung. Triebfedern hinter dem Erfolg sind seit jeher die Innovationskraft, die Nähe zum Kunden und die Qualität der Produkte sowie die Logistik. Weltweit arbeiten und forschen mittlerweile 1300 Ingenieure an der Entwicklung neuer Produkte im Pneumatikbereich sowie für angrenzende Segmente. Miniaturisierung, Energy-Saving sowie das Erkennen von Markttrends und Kundenbedürfnissen stehen dabei im Zentrum. www.smc.ch

NI WorldClass 2010: 5 Tage Technik – 4 Roboter – 1 Ziel Auch 2010 richtet National Instruments wieder die NI WorldClass aus. Top-Studenten der Ingenieurwissenschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhalten die Möglichkeit, fünf Tage lang an einem komplexen Roboterprojekt zu arbeiten. In diesem anspruchsvollen Workshop gilt es, mit autonomen Robotern einen Parcours mit verschiedenen Aufgaben zu absolvieren. Neben den technischen Herausforderungen und einem professionellen «Soft-Skills»-Training wird den Teilnehmern auch noch genügend Zeit zum gegenseitigen kennenlernen und Networking mit den NI-Mitarbeitern geboten. Zwischen dem 9. März und dem 14. März 2010 beschäftigen sich die Teilnehmer der NI WorldClass 2010 intensiv mit Robotik, Regelungstechnik und Kinematik, Visualisierung, Messtechnik,

Studenten erhalten die Möglichkeit, an einem komplexen Roboterprojekt zu arbeiten.

digitaler Kommunikation sowie Bildverarbeitung. Als Robotikplattform dienen das Embedded-System NI Compact RIO und die grafische Entwicklungsumgebung NI LabVIEW von National Instruments sowie das Roboterbaukastensystem Volksbot R3 des Fraunhofer IAIS. Bei der Umsetzung der Aufgaben stehen den Studenten erfahrene NI-Ingenieure zur Seite. Positives Feedback. Alle Teilnehmer erhalten ein «Rundum-Sorglos-Paket»: NI übernimmt nicht nur die Fahrtkosten, sondern kommt während der gesamten fünf Tage für Unterbringung und Verpflegung auf. Zudem gibt es im Vorfeld einen Gutschein für einen LabVIEW-Trainingskurs. Die Teilnehmer der diesjährigen NI WorldClass 2009 zeigten sich vom Konzept begeistert: «Es hat mich wirklich gefreut, bei der NI WorldClass dabei gewesen zu sein. Die Veranstaltung hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen und in vielerlei Hinsicht zu meiner persönlichen Entwicklung beigetragen. Das NI-Team vor Ort war wirklich super und hat sofort den richtigen Draht zu uns Studenten gefunden.» – Isabella S. (9. Semester) Weitere Informationen und das Bewerbungsformular stehen online zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 6. Dezember 2009. www.ni.com/switzerland www.niworldclass.de

Dr. Andrea Leu wird neue Geschäftsführerin von IngCH

Andrea Leu übernimmt die Geschäftsführung.

Der Verband IngCH Engineers Shape our Future hat eine neue Geschäftsführerin. Dr. Andrea Leu übernimmt die Leitung von Marina de Senarclens, die den Verband seit der Gründung im Jahr 1987 erfolgreich geführt hat und für Ihre Verdienste um die Ingenieurausbildung vor zwei Jahren von der ETH zur Ehrenrätin ernannt wurde. www.ingch.ch


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ABB Meitli-Technik-Tage erfolgreich

Vertikaler Vertriebsbereich von EBV für Medizintechnik

Die ABB Schweiz AG in Baden nimmt das Thema Nachwuchsförderung von jungen Frauen sehr ernst und führt in diesem Jahr zum fünften Mal mit grossem Engagement die Meitli-Technik-Tage in Zusammenarbeit mit den Lernzentren LfW und IngCH Engineers Shape our Future durch. Dass dieses Angebot sinnvoll und wichtig ist, zeigen die Ergebnisse der Nachevaluation der letzten zwei Jahre. Rund ein Drittel der ehemaligen Teilnehmerinnen der Jahre 2007 und 2008 haben bei dieser Umfrage teilgenommen. Zwei Drittel der Mädchen haben den Meitli-Technik-Tag noch in guter Erinnerung. 43 % konnten nach eigenen Angaben dank dem Techniktag ihre Vorurteile abbauen und bekamen einen guten Einblick in technische Berufe. Immerhin 31 % der Befragten half das Angebot bei der Lehrstellenwahl und 40 % erhielten Informationen, die im Schulunterricht fehlten. 62 % der Teilnehmerinnen haben sich bereits für eine Lehrstelle entschieden: Bezirksschülerinnen vorwiegend für eine Kantons- oder Fachmittelschule, Sekundarschülerinnen für eine kaufmännische Lehre und Realschülerinnen für eine Ausbildung im Gesundheitswesen. Immerhin 13 % der ehemaligen Teilnehmerinnen der Meitli-Technik-Tage haben sich für eine technische Berufslehre entschieden. Die diesjährigen ABB Meitli-Technik-Tage finden am 22. und 29. Oktober 2009 sowie am 5. November statt. www.ingch.ch

Der Halbleiter-Distributor EBV Elektronik, ein Unternehmen der Avnet-Gruppe, hat die Gründung eines weiteren vertikalen Vertriebsbereichs angekündigt. «Medical» bietet den Kunden spezialisierten Support im Markt der Medizin-Technologien. EBV Elektronik verfügt bereits über spezialisierte Teams in den Bereichen Automotive, Consumer, General Lighting, RFID und Erneuerbare Energien. «In praktisch jeder Altersgruppe steht die Medizin vor wachsenden Herausforderungen. Dementsprechend müssen immer mehr Menschen medizinisch behandelt oder zumindest überwacht werden. Darüber hinaus beginnen Krankenhäuser, sich langsam zu verändern und ambulante Dienste anzubieten, bei denen die Patienten zuhause gesund werden», erklärt Rudy Van Parijs, Vice President Technical Development bei EBV Elektronik. «Jene Veränderungen sorgen für einen steigenden Bedarf an elektroni-

schen Medizin-Applikationen. Man geht davon aus, dass die Märkte für Patientenüberwachung, Implantate und medizinische Bildverarbeitung sehr schnell wachsen. EBV hat nun ein eigenes Team gebildet, das Hersteller elektronischer medizinischer Geräte in EMEA bei der Entwicklung neuer und besserer Systeme unterstützt, die den Anforderungen dieser schnell wachsenden Anwendungsbereiche genügen. Unser erfahrener, spezialisierter Vertrieb bietet massgeschneiderte kommerzielle, technische und logistische Unterstützung, die sich ausschliesslich an den Erfordernissen unserer Kunden aus der medizinischen Industrie orientiert», so Van Parijs abschliessend. Um Support für medizinische Anwendungen mit Halbleiterlösungen von EBV zu erhalten, können sich Kunden direkt an die Spezialisten des vertikalen Vertriebsbereiches «Medical» von EBV wenden. www.ebv.com/medical


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Cognex erhält zweite Entschädigung im Patentstreit Cognex Corporation hat in einem Rechtsstreit, dessen Gegenstand der Import und Verkauf von Geräten mit MVTec Halcon Vision Software ist, ein Entschädigungsangebot der Yxlon International GmbH und deren Tochtergesellschaft in den USA akzeptiert. Die zwischen den Parteien vereinbarten Zahlungsbedingungen wurden nicht veröffentlicht. Cognex hatte bei der Internationalen Trade Commission der USA (ITC) und am Bundesgerichtshof in Massachusetts Beschwerde eingereicht, dass die Halcon Software, die von der MVTec Software GmbH vermarktet wird, mindestens drei Patente der Cognex Machine Vision verletzt. Die ITC ermit-

telt gegenwärtig gegen 20 Firmen bezüglich der Verletzung von Cognex-Patenten durch den Verkauf, Import und Gebrauch von MVTec-Produkten, die die von Cognex erfundene und patentierte Vision Technologie enthalten. Eine frühere Entschädigungsvereinbarung mit Multitest Elektronische Systeme GmbH wurde bereits am 8. September 2009 bekannt gegeben. Aufgrund der aktuellen Entschädigungsvereinbarung wurden die Ermittlungen der ITC gegen Yxlon eingestellt. Yxlon ist daher nicht mehr als Streitpartei beim Rechtsstreit am Bundesgerichtshof beteiligt. www.cognex.com

Integrierte Automatisierung mit den Stars von B&R.

Die Gesamtlösung von B&R basiert nicht nur auf den hervorragend aufeinander abgestimmten Produkten für alle Bereiche der Automatisierung. Sie beinhaltet darüber hinaus weiterreichende Services und Dienstleistungen, die Ihren Erfolg garantieren.

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Superkondensatoren für Busse Verkehrsbetriebe sind bestrebt den CO2-Ausstoss ihrer Busse zu senken. Einige setzen dabei auf Biokraftstoffe, andere versuchen es mit Brennstoffzellen oder Hybridantrieben. Ein chinesisch-amerikanisches Joint Venture will nun E-Busse mit Hilfe von Superkondensatoren betreiben. Die seien die «grünste» und zugleich wirtschaftlichste Variante, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Auf den ersten Blick sind Superkondensatoren eine ungewöhnliche Wahl für Busse: Sie können nur fünf Prozent der Energie speichern, die Lithium-Ionen-Akkus vorhalten. Das würde pro Ladung nur für ein paar Kilometer genügen. Andererseits können sie Strom viel schneller abgeben und wieder aufnehmen als Akkus. Diese Eigenschaft macht sie für Fahrzeuge interessant, die häufig anhalten müssen – Busse zum Beispiel. Die US-Firma Sinautec Automobile Technologies und ihr chinesischer Partner Shanghai Aowei Technology Development Company haben den Einsatz von Superkondensatoren deshalb in den vergangenen drei Jahren in 17 Stadtbussen am Rande von Shanghai getestet. Der Trick dabei: Einige Haltestellen dienen gleichzeitig als Ladestationen. Alle drei, vier Kilometer bekämen die KondensatorBusse eine frische Injektion Strom verabreicht, sagt Dan Ye, Geschäftsführer von Sinautec. Dazu werden ausfahrbare Stromabnehmer – vergleichbar denen von O-Bussen – mit einer Oberleitung verbunden. Binnen zwei Minuten sind die Kondensatoren, die sich unter den Sitzplätzen befinden, wieder voll aufgeladen. www.heise.de


www mesago.de/sps EBV Elektronik feiert sein 40-Jahr-Firmenjubiläum EBV Elektronik, ein Unternehmen der Avnet-Gruppe und führender Spezialist in EMEAs Halbleiter-Distribution, feiert 2009 seinen 40. Geburtstag. Mit einer Handvoll Mitarbeitern eröffnete Firmengründer Erich Fischer im Oktober 1969 in der Düsseldorfer Innenstadt das erste EBV- Büro. 40 Jahre später ist aus dem kleinen Elektronikhändler ein Milliardenkonzern mit rund 900 Mitarbeitern und EMEAs führender Halbleiterspezialist geworden.

Wechsel im obersten Führungsgremium bei Endress + Hauser

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Elektrische Automatisierung Systeme und Komponenten Fachmesse & Kongress

24.–26. Nov. 2009 Nürnberg

Volles Programm für Ihren Erfolg! Kongressvorträge zu aktuellen Themen: Dr. Gerhard Jost leitet weiterhin die Endress+Hauser Flowtec AG im schweizerischen Reinach.

Matthias Altendorf leitet die Endress+Hauser GmbH+Co. KG im deutschen Maulburg.

Im Executive Board der Endress+Hauser-Gruppe gibt es einen Wechsel. Zwei erfahrene Manager werden ab sofort in das oberste Führungsgremium der Firmengruppe berufen: Dr. Gerhard Jost übernimmt die Verantwortung für den Bereich Produktion, Matthias Altendorf für Innovation. Torsten Knoch, bisher für Produktion und Technologie zuständig, wird das Unternehmen verlassen. Dr. Gerhard Jost und Matthias Altendorf werden als Mitglieder des Executive Board die strategische Entwicklung der Firmengruppe vorantreiben. Ihre Verantwortung als Geschäftsführer der beiden grössten Produktionsstätten der Firmengruppe nehmen sie auch künftig uneingeschränkt wahr: Dr. Gerhard Jost leitet weiterhin den Durchflussmesstechnik-Hersteller Endress+Hauser Flowtec AG im schweizerischen Reinach, Matthias Altendorf die auf Füllstand- und Druckmesstechnik spezialisierte Endress+Hauser GmbH+Co. KG im deutschen Maulburg. «Wir bedauern, dass Herr Knoch das Unternehmen verlässt. Wir danken ihm für seine Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute», erklärte Firmenchef Klaus Endress. Er betonte: «Für seine Nachfolge haben wir eine schnelle, pragmatische und gute Lösung gefunden. Wir stellen damit sicher, dass diese wichtigen Aufgaben ohne Unterbrechung wahrgenommen werden. Sowohl Herr Dr. Jost als auch Herr Altendorf bringen grosse Fachkompetenz ein. Sie kennen die Firmengruppe und verfügen über langjährige Erfahrung.» www.endress.com

Industrial Ethernet Wireless in Industrieanlagen Web in Automation Mechatronik Profile und Protokolle Funktionale Sicherheit Automation-Security Antriebsregelung Entwurfsmethoden und Werkzeuge Simulation u.v.m.

Trendsession 2009: Open Source Software in der Automatisierungstechnik – Potentiale und Strategien

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Mesago Messemanagement GmbH, Rotebühlstraße 83-85, 70178 Stuttgart, sps@mesago.com, Tel. 0711-61946-67

Im Auf und Ab der Halbleiterindustrie und bedingt durch den schnellen technischen Fortschritt hat EBV in vier Jahrzehnten viele Häutungen durchlebt – und ist sich doch immer treu geblieben. Die Mentalität absoluter Kundenorientierung, die vom Sachbearbeiter bis zur Geschäftsleitung überall gelebt wird, unterscheidet EBV von der Konkurrenz. Flache Hierarchien und Empowerment tun ein Übriges. Seit seiner Gründung zeichnet sich das Unternehmen deshalb durch einen ungebrochenen wirtschaftlichen Erfolg aus. www.ebv.com


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Bachmann Electronic investiert trotz Krise in die Zukunft

Bachmann Electronic verdoppelt mit Neubau die Produktionsfläche Rund zwölf Millionen Euro investierte Bachmann Electronic in die Erweiterung des Hauptsitzes im österreichischen Feldkirch. Weitere Investitionen von sechs Millionen Euro in den Bereichen Produktion und Entwicklung sind für die nächsten Jahre geplant. Durch die Verdoppelung der gesamten Produktionsfläche schafft der international tätige Automatisierungsspezialist optimale Voraussetzungen für zukünftige Entwicklungen.

Trotz Wirtschaftskrise setzt Bachmann Electronic weiter auf Wachstum. Am Freitag, 18. September 2009, eröffnete der Automatisierungsspezialist aus dem österreichischen Feldkirch feierlich den 5500 m2 grossen Neubau. Innerhalb von nur einem Jahr wurde das Gebäude erstellt und Platz für 200 neue Arbeitsplätze geschaffen, um weiter wachsen zu können. Wachstum fast ohne Delle. Die Umsatzerwartungen für das Jahr 2009 liegen auf dem Vorjahresniveau, erläuterte der Gründer Gerhard Bachmann anlässlich der Eröffnungsfeier sein Ziel: «Aufgrund von Produktinnovationen und insbesondere durch die Erschliessung neuer Märkte sowie Branchen sind wir sehr gut aufgestellt.» Seit Anfang des Jahres hat Bachmann Electronic mehr als ein Dutzend neue Mitarbeiter eingestellt – weitere Einstellungen sind sowohl für 2009 als auch 2010 geplant. Der Neubau bietet dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Arbeitsplätze in Entwicklung, Vertrieb und Produktion auszubauen. Der nach eigenen Angaben weltweite Marktführer im Bereich Steuerungen für Windenergie sieht für seine Automatisierungslösungen weitere Wachstumschancen, für die jetzt alle Voraussetzungen geschaffen wurden: «Wir

Bernhard Zangerl (links), CEO, und Gründer Gerhard Bachmann.

sind dafür bekannt erstklassige Produkte und Dienstleistungen zu liefern. Um künftige Herausforderungen noch besser meistern zu können, sucht Bachmann Electronic stetig nach qualifizierten Mitarbeitern, vor allem technisch versierte Fachkräfte, Entwickler und Ingenieure sowie internationale Vertriebsmitarbeiter», erklärte Gerhard Bachmann. Derzeit beschäftigt Bachmann 365 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind rund vier Prozent mehr als Ende 2008. Umsatzerwartungen 2009 auf Vorjahresniveau. Bachmann Electronic erwartet für 2009 einen gleichbleibenden Umsatz – 2008 lag dieser bei 50,4 Millionen Euro. Aufgrund der gestiegenen Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird aus heutiger Sicht mit einem geringeren Gewinn als im Vorjahr gerechnet. Laut Geschäftsführer Bernhard Zangerl ist das Unternehmen bisher sehr gut durch die aktuelle Wirtschaftskrise gesteuert: Der Grund liege in der vor allem in den letzten drei Jahren vorangetriebenen Konzentration in Branchen und geographische Märkte. Das Unternehmen verzeichnet in China, wo der Ausbau der Windenergie staatlich forciert wird, ein starkes Wachstum durch die robusten und überaus fle-

Bachmann Electronic Das international tätige Unternehmen Bachmann Electronic mit Stammsitz in Feldkirch (Österreich) bietet komplette Systemlösungen im Bereich der Automatisierungstechnik an. 1970 von Gerhard Bachmann gegründet, beschäftigt der Spezialist für Automatisierungslösungen derzeit 365 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Deutschland, Holland, Dänemark, der Tschechischen Republik, den USA, China und Indien. Factbox: Bachmann Electronic

Umsatz in Euro Veränderung in Prozent Mitarbeiter (Jahresende) Davon F&E

2007

2008

Plan 2009

47,2 Mio.

50,4 Mio.

50,4 Mio.

+11,8%

+6,8%

0%

316

352

382

97

102

109 Firmenzentrale der Bachmann Electronic in Feldkirch.


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Bachmann electronic eröffnet zweites Büro in China Im September 2009 hat Bachmann Electronic sein zweites Büro in China eröffnet. In Peking, dem mit seinen 12 Millionen Einwohnern mittlerweile zweitgrössten Industriezentrum Chinas, betreuen drei Mitarbeitende die Kunden vor Ort. Peking ist nicht nur das politische Zentrum Chinas, sondern auch «fünf der zehn grössten Entwickler beziehungsweise Hersteller von Windkraftanlagen haben hier ihren Sitz», wie Reiner Waffenschmidt, Leiter der chinesischen Bachmann-Niederlassung diesen Schritt begründet, nach Shanghai auch in der Hauptstadt der Volksrepublik China Präsenz zu zeigen.

Zweites Büro in China: (v.l.) Xiao Li, Cuihong Feng, Niu Pei, Geschäftsführer Reiner Waffenschmidt.

xiblen Systemlösungen in der Automatisierung. Seit Juni dieses Jahres ist Bachmann Electronic in China mit einer weiteren Niederlassung in Peking vertreten (siehe Kasten). Expansion dank erneuerbaren Energien. Die strategische Ausrichtung von Bachmann Electronic liegt darin, die in der Windenergie unter härtesten Bedingungen erprobten Steuerungen auch in anderen Bereichen mit besonderen Anforderungen einzusetzen. Bachmann Geschäftsführer Bernhard Zangerl dazu: «In den Bereichen Wasserkraft, Biogas und Solar werden bereits erfolgreich Bachmann-Lösungen eingesetzt. Neben der Fokussierung auf die Windbranche werden wir unsere Aktivitäten aber auch in Richtung weiterer erneuerbarer Energien und spezifischer Outdoor-Anwendungen strategisch gezielt ausrichten.» Hohe Investitionen in Neuentwicklungen. In Bezug auf die Produkte hat Bachmann Electronic in den vergangenen Monaten grundlegende Neuentwicklungen abgeschlossen, unter anderem im Bereich der Sicherheitstechnik, wo ein zertifiziertes Sicherheitspaket neue Kundenanforderungen optimal erfüllt. Diese Sicherheitslösung senkt Engineeringkosten, erhöht die Verfügbarkeit der Maschinen und verringert Stillstandzeiten. Weitere innovative Ergänzungen und Erweiterungen des Produktportfolios finden sich beispielsweise in erweiterten Temperatur- und Anwendungsbereichen, im Bereich Betriebsüberwachung mit Condition Monitoring, sowie in der Energieparkvernetzung. www.bachmann.info

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CoilTechnica – Neue Messe zur Hannover Messe 2010 Mit der CoilTechnica erweitert die Hannover Messe ihr Portfolio um eine weitere Messe und ergänzt das Angebotsspektrum um die Fertigungsbranche von Spulen, Transformatoren und Elektromotoren. Im direkten Umfeld der Industrial Automation, Energy und Industrial Supply positioniert sich die CoilTechnica künftig alle zwei Jahre in der stark frequentierten Halle 6. «Die Hannover Messe bietet der Branche das ideale industrielle Umfeld sowie eine hohe Internationalität. Die Innovationskraft der Hannover Messe ist ungebrochen. So erleben wir im kommenden Jahr gleich zwei Messepremieren. Neben der CoilTechnica geht die MobiliTec an den Start, auf der hybride und elektrische Antriebe, mobile Energiespeicher sowie alternative Kraft- und Brennstoffe gezeigt werden», sagt Dr. Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Hannover. Ideeller Partner der neuen Leitmesse CoilTechnica ist die Plattform Zulieferindustrie im ZVEI, deren Leiter Dr. Rolf Winter die Ini­ tiative der Deutschen Messe begrüsst: «Aus ZVEI-Sicht ist es sinnvoll, alle relevanten Zulieferbranchen für die Elektroindustrie auf der Hannover Messe zu bündeln. So können komplette Wertschöpfungsketten der industriellen Produktion gezeigt werden. Davon profitieren unsere Mitglieds­ unternehmen im gleichen Masse wie die Messebesucher. Wir freuen uns, dass die Hersteller von Spulen, Transformatoren und Elektromotoren im kommenden Jahr in Hannover Flagge zeigen werden.» Die Zielgruppe besucht bereits die Hannover Messe. Die Hannover Messe bietet der Branche eine hervorragende Präsentations- und Communityplattform in zentraler Lage. Die Aussteller der CoilTechnica profitieren von der Branchenvielfalt der Hannover Messe und auch vom internationalen Besuchermanagement. Bereits heute sind die Besucherzielgruppen der CoilTechnica vielfach auf der Hannover Messe zu finden, die durch ihr Leitmessenkonzept weltweit einzigartige Synergien schafft. Die Ausstellungsschwerpunkte der CoilTechnica sind Wickelkomponenten und -zubehör, Isolationsmaterialien, Wickeltechnik und Fertigungseinrichtungen, Elektronische Komponenten und Zubehör sowie Test-, Mess- und Diagnosesysteme. Inhaltlich abgerundet wird die CoilTechnica durch einen Kongress, der die technologischen Trends und Themen bei der Fertigung von Spulen, Transformatoren und Elektromotoren aufgreifen wird. www.hannovermesse.de


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Lem investiert in moderne Fertigungsstätte Lem, Anbieter von Produkten zur Messung elektrischer Grössen, setzt sein Investitionsprogramm fort und eröffnet im Industriegebiet Linhe in Shunyi nahe Peking eine Niederlassung mit Fertigungs- und Büroeinrichtungen. Beijing Lem Electronics Co. Ltd. ist eine 100 %-ige Tochter von Lem. Die neue Niederlassung erstreckt sich über 10 000 m2 mit einer Gesamtfertigungsfläche von 6000 m2. Neben der Fertigungstechnik übernimmt eine 300-KWA-Geothermie-Wärmepumpe die Beheizung und Kühlung der Anlage. Die Luftqualität der Durchflussanlage wird durch die Einleitung von Frischluft über einen Wärmetauscher reguliert und ist voll geschützt gegen elektrostatische Entladung (ESD). Lem ist seit 20 Jahren in China präsent und verfügt seit 1998 über eine eigene Niederlassung in Peking. Die Eröffnungszeremonie wurde von chinesischen und europäischen Offiziellen begleitet. Das 20. Jubiläum von Lem in China wurde auch mit einem Rahmenprogramm inklusive chinesischer Drachen und Tänzer gefeiert.  www.lem.com

Rutronik-Gründer Helmut Rudel mit Wirtschaftsmedaille geehrt Mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ehrt der Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie besondere berufliche oder unternehmerische Leistungen, die der baden-württembergischen Wirtschaft dienen. Rutronik-Gründer Helmut Rudel erhielt die Medaille im Rahmen einer festlichen Verleihung im Parkhotel Pforzheim von Ministerialdirektor Dr. Hans Freudenberg. «Helmut Rudel lebt das klassische Unternehmertum beispielhaft vor. Erfolgreich unternehmerisch tätig zu sein über einen langen Zeitraum erfordert grosse Kompetenz und Ausdauer vor allem aber die permanente Fähigkeit und Bereitschaft zur Veränderung und Anpassung», würdigt Dr. Hans Freudenberg die Verdienste des Unternehmers.

Rutronik-Gründer Helmut Rudel (rechts) erhielt die Medaille von Ministerialdirektor Dr. Hans Freudenberg.

Stetig gewachsen. 1973 hat der Vertriebsingenieur Helmut Rudel in einer Garage in Ispringen die Rutronik Passive Bauelemen-

te und die Silec Halbleiter GmbH für Aktive Bauelemente gegründet. Das Unternehmen wächst vom buchstäblichen Ein-MannBetrieb auf 35 Mitarbeiter im Jahr 1983; fünf Jahre später sind es bereits 70 Beschäftigte. 1991 beginnt mit den Vertriebsniederlassungen in Frankreich und Tschechien die Ausrichtung Rutroniks als paneuropäischer Distributor, die Helmut Rudel in den Folgejahren konsequent fortsetzt. Parallel treibt der Unternehmer die Verbreiterung des Portfolios voran und macht aus Rutronik einen führenden europäischen Breitbanddistributor. Heute ist Rutronik in 27 Ländern vertreten und erzielte im Geschäftsjahr 2008 mit über 1150 Mitarbeitern einen Umsatz von 600 Mio. Euro in der Gruppe. Während seiner Firmengeschichte ist Rutronik beständig und häufig stärker als der Markt gewachsen. www.rutronik.com

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Mentor Graphics ernennt neue Marketingund technische Direktoren in Europa Mentor Graphics Corporation gibt die Ernennung von Mark Croft zum European Marketing Director und Jean-Marie SaintPaul zum European Technical Director bekannt. Mark Croft verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Entwicklung, Marketing und Consulting. In seinen bisherigen Positionen leitete er verschiedene europäische Produktspezialistenteams von Mentor. Nach Abschluss der Universität arbeitete er in der Forschung und Entwicklung bei Mark Croft, European Marketing Director. mehreren Halbleiterunternehmen ehe er zu Mentor Graphics wechselte. Neben einem B.Sc. in Electronic Engineering der Universität von Essex erwarb Mark Croft einen MBA der Universität von Warwick. Jean-Marie Saint-Paul kam 2005 zu Mentor Graphics. Er brachte mehr als zehn Jahre Know-how im Hardware/Software-Co-Design

Alle 81 Tage ein neuer Linux-Kernel Die Linux Foundation hat ihre Kernel-Studie aktualisiert. Die Verfasser der Studie analysieren welche Entwickler die meisten Änderungen zum Linux-Quellcode beigesteuert haben. Auch schauen sie, welche Unternehmen sich in welchem Mass an der Entwicklung beteiligt haben. Im Vergleich zu der ersten Ausgabe der Studie, die im Frühjahr 2008 erschien, ist die Kernel-Codebase um 2,7 Millionen Zeilen gewachsen. Einen Zuwachs sehen die Verfasser auch bei der Veränderungsrate: Vor allem seit Kernel 2.6.27, wo die Staging Tree eingeführt wurde – hierdurch fanden 800 000 Codezeilen ihren Weg in den Mainline-Kernel – ist die Zahl rapide gestiegen. Insgesamt hat sich die Anzahl neuer Codezeilen pro Tag in diesem Zeitraum fast verdreifacht. An dem Release-Zyklus hat sich insgesamt nicht viel verändert: Ein neue Kernel-Version in der Hauptentwicklungslinie geben die Entwickler im Schnitt alle 81 Tage frei. Damit bleiben sie knapp unter der unausgesprochen Obergrenze von zwölf Wochen pro stabilem Release. Linux-Oberhaupt Linus Torvalds schaffte es diesmal nicht mehr in die Top-30-Liste der Beitragsleistenden. Angeführt wird die Statistik von David S. Miller (2239 Änderungen), Ingo Molnar (2125 Änderungen), Al Viro (1981), Adrian Bunk (1883) und Takashi Iwai (1801). Allerdings sollte die Reihenfolge nicht allzu absolut gesehen werden. So berücksichtigt die Liste nur die Anzahl der eingebrachten Patches, nicht deren Umfang. Auch sind die sogenannten Merge Commits nicht miteingerechnet, in der Änderungen mit anderem Code zu einem Patch zusamengefügt werden. Torvalds Arbeit findet nach wie vor eher hinter den Kulissen statt: dort, wo es um das Koordinieren der vielen Arbeiten geht. Bei den Code-Begutachtern, die die Patches anderer Entwickler sichten, steht der Linux-Schöpfer an neunter Stelle. Andrew Morton führt die Liste. www.heise.de www.linuxfoundation.org/collaborate/publications

mit in das Unternehmen sowie umfangreiche Designpraxis auf Systemebene. Unter anderem hat er Elektronikdesignteams erfolgreich dabei unterstützt, strategische Methodenänderungen vorzunehmen, um mittels verbesserter Designpraktiken die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Kosten zu senken. J.-M. Saint-Paul begann seine Kariere in der Elektronikindustrie bei Sagem. In der EDA bekleidete er Managementpositionen bei Innoveda und Summit Design, wo er als European Technical Manager Jean-Marie Saint-Paul, für analoge und digitale Front- European Technical Director. End-Designlösungen verantwortlich war. J.-M. Saint-Paul besitzt einen Abschluss in Electronic Engineering der ESIEE Paris und einen Master in Electronic and Automatic Devices der University of Science in Paris. www.mentor.com


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10 Jahre Wonderware Welt. Er durchquerte dabei 38 Länder, fünf Kontinente und transportierte unzählige Gäste. Der vermutlich berühmteste Passagier dabei war UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, den Palmer zur Arbeit fuhr – natürlich mit zahlreichen Begleitfahrzeugen und Polizisten abgesichert.

Mit seinem packenden Vortrag über seine Fahrt rund um die Welt mit dem Solartaxi sorgte Louis Palmer für einen spannenden Abschluss der Jubiläumsveranstaltung von Wonderware.

Wonderware, ein Unternehmensbereich von Invensys, ist seit 10 Jahren mit einer eigenen Vertretung in der Schweiz tätig. Zum Jubiläum lud das Unternehmen aus Morges seine Kunden, Partner und Anwender am 15. September 2009 nach Luzern in das Verkehrshaus ein. Der Spezialist für Prozessvisualisierungs- und Automatisierungssoftware für das industrielle Umfeld präsentierte an der Veranstaltung die aktuellen Entwicklungen und Neuheiten – sowohl in Vorträgen als auch in einer kleinen Ausstellung. Software hilft den Überblick zu bewahren. Rund 50 Personen – je zur Hälfte aus dem Welschland und der Deutschweiz – nutzten trotz Krise und Grippe die Gelegenheit, sich von den Wonderware-Experten auf den neuesten Stand zu bringen. Vorgestellt wurde unter anderem die neueste InTouch Human Machine Interface (HMI) Software Version 10.1., HMI Reports, welche InTouch HMI um eine schnelle und einfache Reportgenerierung erweitert oder die System Platform 3.1, eine einheitliche Plattform für die Bereiche SCADA, Supervisory HMI und MES/EMI. Die Wonderware Mobile Solutions Lösung unterstützt bei der Ausführung von Prozessen, die zur Überwachung von nicht automatisierten Anlagen erforderlich sind. Robuste Hand-Helds mit entsprechender Software erleichtern die korrekte und schnelle Erfassung wichtiger Daten, die nicht automatisch erfasst werden können. Zudem wurden in Präsentationen Wonderware Operations & Performance für Rückverfolgbarkeit und Produktionsoptimierung sowie Pack Facility Management für die zentralisierte Gebäudeverwaltung vorgestellt. Höhepunkt der Veranstaltung war der mitreissende Vortrag von Louis Palmer. Der Abenteurer startete im Juli 2007 mit einem Solartaxi auf eine 53 451 Kilometer lange und 18 Monate dauernde Fahrt rund um die

Zusammenarbeit mit Beckhoff und B&R für HMI-Komplettlösungen. Sowohl Beckhoff wie auch B&R sind ab sofort Partner des «Powered by Wonderware»-Programms und bieten komplette HMI-Systeme mit vorinstallierter InTouch HMI Compact Edition an. B&R bietet seine Power Panel PP320 sowie die beiden Panel PCs PPC 300 und PPC700 mit der vorinstallierten InTouch Compact Edition Software von Wonderware an, Beckhoff die Panel-PC-Serien CP62xx, CP72xx und CP77xx. Damit entfällt der Installationsaufwand und die Geräte lassen sich sofort in Betrieb nehmen. Software aus dem Sonnenstaat. Wonderware mit Sitz in Kalifornien wurde im Jahr 1987 gegründet und bietet industrielle Automatisierungssoftware zur Verbesserung von Produktionsprozessen an. Die Lösungen von Wonderware bieten eine einheitliche, flexible und modulare Softwareplattform, welche die Zusammenarbeit und Datenaustausch zwischen Produktion und ERP erleichtern. Die Invensys-Gruppe beschäftigt 20 000 Mitarbeiter und ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Für Wonderware arbeiten 750 Personen, davon 350 in der Entwicklung. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von über 250 Millionen Dollar mit einer Wachstumsrate von jährlich 15 Prozent. Weltweit sind mehr als 570 000 Wonderware-Lizenzen in mehr als 100 000 industriellen Standorten im Einsatz. In der Schweiz werden Wonderware-Produkte in über 400 Produktionen eingesetzt und mehr als 4100 Lizenzen verwendet.

Neben den Vorträgen konnten an einer kleinen Ausstellung die Wonderware-Lösungen in Aktion betrachtet werden.

www.wonderware.ch www.beckhoff.ch/wonderware www.br-automation.ch

Siemens setzt Teamcenter als Standard-Software ein Siemens PLM Software gibt bekannt, dass die Siemens AG die Teamcenter-Software als unternehmensweiten Standard für das Produktdatenmanagement (PDM) eingeführt hat. «Siemens ist Innovationsführer und setzt entscheidende technologische Trends in allen Geschäftsbereichen», erklärt Dr. Norbert Kleinjohann, CIO der Siemens AG. «PLM ist dabei ein wichtiger Wegbereiter. Teamcenter liefert uns einen bewährten Funktionalitätsumfang, ist beliebig skalierbar, ermöglicht niedrigere Betriebskosten und stellt somit einen grossen Mehrwert für verschiedenste Geschäftsbereiche des Konzerns dar.» Die PDM-Software-Tools von

Teamcenter beinhalten Kern-Funktionalitäten, die den gesamten PLM-Prozess unterstützen. Als neuer Konzern-Standard von Siemens wird Teamcenter auf die Funktionsbereiche Engineering und Produktkonstruktion ausgelegt sein und in allen Sparten weltweit zum Einsatz kommen. Zu diesen Funktionsbereichen gehören das Stücklistenmanagement, das Konfigurationsmanagement, der Workflow von Erzeugnisstrukturen und das Release-Management. Die Entscheidung, Teamcenter als Standard einzuführen, wird ab sofort umgesetzt und gilt für alle Fachabteilungen und Mehrheitsbeteiligungen von Siemens. www.siemens.ch

Spezialprozessor für E-Book-Reader Laut Marktforschern soll der Absatz von E-Book-Readern in den nächsten Jahren deutlich ansteigen. Für die Hersteller Freescale und E Ink ist dies Grund genug für diese Geräte Spezialprozessoren zu entwickeln. Sie tüfteln gemeinsam an einem System-on-Chip (SoC), welches einen ARM-Prozessorkern mit einem Display-Controller kombiniert. Der ARM-kompatible Kern soll aus der i.MXFamilie von Freescale stammen, und der Display-Controller soll die Vizplex-Displays ansteuern. Mehr verraten die Kooperationspartner noch nicht. www.heise.de


Nachrichten

Siemens und Landis+Gyr arbeiten bei Smart Metering zusammen Siemens Energy und Landis+Gyr, einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet Smart-Metering, haben kürzlich eine Partnerschaft geschlossen mit dem Ziel, die nötige Interoperabilität in zukunftsorientierten Smart-Metering-Lösungen herzustellen. Zudem haben beide Partner die Erarbeitung gemeinsamer Standards vereinbart. Diese sollen den Energieversorgungsunternehmen auch Sicherheit bei ihren Investitionen in ein intelligentes Stromversorgungsnetz geben, dem Smart Grid. Wechselnde Anforderungen an das Stromversorgungsnetz und ein wachsender Bedarf an elektrischer Energie charakterisieren die derzeitige Situation der Energieversorgungsunternehmen. Die Gründe dafür sind die fluktuierende und zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energiequellen in das Netz, die Notwendigkeit, immer mehr dezentrale Stromerzeugungsanlagen zu integrieren, wechselnde Energieflussrichtungen im Netz sowie veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen. Die Lösung für diese Herausforderungen ist der Ausbau der Stromversorgungsnetze zu Smart Grids. Smart Grids – transparenter Energiekonsum. Smart Grids verknüpfen Energieversorgungs-, Informations- und Kommunikationstechnolo­ gien und schaffen einen optimierten Austausch zwischen Anbietern und Kunden, Angebot und Bedarf. Dies betrifft die komplette Energieumwandlungskette – von der Stromerzeugung über die Stromverteilung bis zum Verbraucher. Smart Metering ist in diesem Gesamtkonzept ein wichtiger Baustein. Smart Metering macht es möglich, dem Verbraucher seinen eigenen Energiekonsum transparent zu machen, ihn in kurzen Abständen regelmässig über die entstehenden Kosten zu informieren, ihm massgeschneiderte Tarife anzubieten und damit Energie zu sparen sowie den CO2-Ausstoss zu verringern. www.siemens.de/energy www.landisgyr.com

Rohm Semiconductor und Silica unterzeichnen Distributionsabkommen Silica, ein Unternehmen der Avnet-Gruppe, hat ein Distributionsabkommen mit Rohm Semiconductor abgeschlossen, durch den Silica nun in der Lage ist, das komplette Sortiment des Unternehmens an IC-Bausteinen, diskreten Halbleitern, optoelektronischen Komponenten und Modulen auf dem europäischen Markt anzubieten. «Europa ist immer noch ein sehr innovativer Markt, auf dem hochwertige Bauelemente verlangt werden, die eine lückenlose Unterstützung entlang der gesamten Liefer- und Entwicklungskette benötigen», so Miguel Fernandez, Präsident von Silica. «Mit Silica als neuem europäischen Vertriebspartner kann Rohm Semiconductor seine Stellung auf diesem Markt signifikant stärken. Unser Team aus mehr als 200 Vertriebs- und Applikationsingenieuren wird sicherstellen, dass unsere Kunden alle erforderliche Unterstützung bekommen, um Ihre Entwicklungen erfolgreich umzusetzen», ergänzt Fernandez. Christian André, Präsident von Rohm Semiconductor Europe, meint dazu: «Wir freuen uns darauf, mit einem der führenden Vertriebskanäle für Europa zusammenzuarbeiten. Silica bietet Ingenieuren eine beeindruckende Auswahl an Serviceleistungen zum Rohm-Portfolio. Damit wird es zweifellos eine wichtige Rolle beim Ausbau unseres europäischen Marktanteils und der Erschliessung einer grösseren Kundenbasis für Rohm Semiconductor spielen.» Der Vertriebsvertrag tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. www.silica.com www.em.avnet.com www.rohm.com

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Kunststofftechnik auf Twitter

igus, Köln, gibt jetzt auch auf www.twitter.com/igus_HQ Tipps zur technischen Optimierung von Maschinen und Anlagen.

Testergebnisse zu neuen Polymergleitlager-Werkstoffen? Neue wissenschaftliche Gutachten, zum Beispiel zur Reinraumtauglichkeit von Kunststoff-Energieketten inklusive Spezialleitungen? Wenn es darum geht Nachrichten zu verbreiten, dann ist heute kein Medium so schnell wie die Online-Plattform Twitter. Grund genug für Kunststofftechnik-Spezialist igus GmbH jetzt ebenfalls diesen Internetdienst zu nutzen. Auf www.twitter.com/igus_HQ gibt das Unternehmen Tipps zur technischen Optimierung von Maschinen und Anlagen als «Mikroblog». Weblinks führen zu tiefgehenden Informationen. www.igus.de

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Nachrichten

Kontron übernimmt Digital-Logic

Ulrich Gehrmann, CEO Kontron: «Die Produktportfolios von Kontron und Digital-Logic ergänzen sich hervorragend.»

Kontron übernimmt 78 Prozent des Schweizer Embedded Computer Spezialisten Digital-Logic AG. Das Unternehmen mit Hauptgeschäftssitz in Luterbach in der Nähe von Solothurn ist seit 1992 auf kompakte und besonders robuste rugged Embedded Boards und Systeme spezialisiert. Kontron strebt an, das Unternehmem mit 100 Mitarbeitern und 15 Mio. EUR Umsatz zu 100 Prozent zu übernehmen. DigitalLogic wird neu unter «Kontron Compact Computers AG» firmieren. Die Akquisition erweitert Kontrons Marktanteile und Präsenz im mitteleuropäischen Raum. Zudem stärkt sie auch Kontrons Position in den strategisch wichtigen Märkten Railway/Transportation, Military/Aerospace/Security sowie Medical, die alle auf höchst zuverlässige und langzeitverfügbare Embedded Computer-Technologie setzen. Das Produktportfolio von Digital-Logic umfasst sowohl Small Form Faktor (SFF) Single Board Computer wie PC/104, PC/104Plus und PCI/104-Express als auch lüf-

terlose und kompakte Computer für sowohl stationäre als auch mobile Applikationen. Diese Produkte eignen sich besonders für erweiterte Temperaturbereiche sowie hohe Schock- und Vibrationsbelastungen. Grosse Synergieeffekte für das neue Unternehmen der Kontron-Gruppe ergeben sich insbesondere durch die Nutzung der globalen Vertriebs-, Marketing- und Logistik-Kanäle. Ulrich Gehrmann, CEO von Kontron, dazu: «Digital-Logics Philosophie steht für höchste Qualität und besten Kundenservice, was auch unserer Strategie entspricht. Das Produktportfolio an Standardprodukten und kundenspezifisch angepassten und besonders robusten Computersystemen ergänzt sich hervorragend. Unsere Kunden werden deshalb sehr von dieser Akquisition profitieren. Vorteilhaft ist auch der Standort von Digital-Logic, der unweit von unseren Hauptstandorten entfernt ist. Dies erleichtert die Integration des neuen Teams.» www.kontron.com

Physik-Nobelpreis für CCD-Sensor und optische Datenkommunikation Den mit zehn Millionen Schwedische Kronen (rund 975 000 Euro) dotierten Physik-Nobelpreis müssen sich in diesem Jahr drei Wissenschaftler teilen: Charles Kuen Kao, der an den Standard Telecommunication Laboratories im britischen Harlow und der Chinese University of Hong Kong arbeitet, erhält die eine Hälfte des Preisgeldes für «bahnbrechende Arbeiten bezüglich der optischen Kommunikation mit Lichtleitfasern». Die andere Hälfte des Preisgeldes teilen sich Willard S. Boyle und George E. Smith von den Bell Laboratories für die Erfindung des CCD- Sensors. Datenübertragung per Glasfaser. Die Arbeiten von Kao haben nach Auffassung des NobelpreisKomitees die Grundlage für die weltweite optische Datenkommunikation mit Glasfasern gelegt. Zwar war das grundlegende Prinzip der Informationsübertragung – das Innere der Glasfaser hat einen grösseren Brechungsindex als der weiche, äussere Mantel – bereits seit den 1950er-Jahren bekannt. Doch erst Kao konnte durch Messungen und Berechnungen 1966 zeigen, dass es theoretisch möglich sein müsste, die Dämpfung in reinen Quarzglasfasern bis auf wenige dB pro Kilometer zu drücken. Ein groser Teil der enormen Datenmengen, die heutzutage über das Internet übertragen werden, besteht aus Bildern und Videos. Die Erfindung des CCD (charge-coupled device) hat die Grundlage für diese Entwicklung gelegt, und ist der Nobel-Stiftung daher die zweite Hälfte des diesjährigen Physikpreises wert.

Sensor für Digitalkameras. Boyle und Smith suchten eigentlich nach einem Speicherelement für die wachsende Computerindustrie, fanden mit dem CCD 1970 jedoch zugleich einen Ersatz für die Vidikon genannte Aufnahmeröhre für Fernsehsendungen und für den chemischen Film: Der CCD-Sensor besteht aus einer Matrix einzelner Elemente aus dotiertem Silizium. Trifft Licht auf die Pixel, entstehen dort freie Ladungsträger entsprechend der auftreffenden Lichtmenge. Die Ladungen können durch die Kopplung der Elemente, nacheinander ausgelesen werden – das Bild wird so wie ein Mosaik wieder zusammengesetzt. Der Legende nach soll die Entwicklung der ursprünglichen Idee nicht länger als eine Stunde gedauert haben – bis zum endgültigen Durchbruch der Technologie sollte es jedoch noch mehrere Jahrzehnte dauern: Die erste Digitalkamera von Sony, die 1981 erschienene Mavica mit 0,3 Megapixel-Sensor, erwies sich zunächst als Flop. Erst die Verknüpfung von digitaler Aufnahme mit digitaler Datenübertragung brachte der Technologie den weltweiten Durchbruch. www.heise.de

Die Gewinner des Physik-Nobelpreises: Charles Kuen Kao, Willard Boyle und George Smith. (Foto: Reuters)

ZFI baut Lehrgangsbereich aus Die aktuelle Wirtschaftslage spüren alle. Die einen mehr, die anderen weniger. Vor allem merken aber viele Informatiker, dass es ohne höhere Abschlüsse und Herstellerzertifizierungen nicht mehr geht. Denn Arbeitgeber können heute selektiver rekrutieren und geben meist schon in den Stellenausschreibungen klipp und klar an, welche Abschlüsse sie vom Stellenbewerber erwarten. So erhalten berufsbegleitende Lehrgänge wieder grössere Beachtung. Das Zentrum für Informatik, ZFI, erweitert darum auf Wunsch vieler Kunden sein Angebot und bietet alle wichtigen Microsoft-Zertifizierungen auch als berufsbegleitende Lehrgänge an. Als Entwicklerhochburg hat das ZFI dabei insbesondere auchVorbereitungslehrgänge zu den Microsoft-Entwickler-Zertifizierungen im Programm. www.zfi.ch


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Die Tunneleinfahrt: Noch 3,8 km bis zum Güterbahnhof.

Städtisches Müllheizkraftwerk mit unterirdischem Gleisanschluss

Der Müll kommt durch den Eisenbahntunnel Das städtische Müllheizkraftwerk (L’usine de valorisation thermique des déchets urbains, UVTD) von Tridel in Lausanne ist eine technische Spezialität. Ein unterirdischer Güterbahnhof und eine direkte Verbindung zum nahe gelegenen Fernwärmekraftwerk stellen hohe Anforderungen an die Automatisierung. Dabei sind Gebäude- und Prozesstechnik kaum noch sinnvoll zu trennen. Ein Standort für ein Müllheizkraftwerk ist nicht leicht zu finden, auch wenn dank moderner Technik die Anlage selbst ihre Umgebung kaum mit Abgasen oder Lärm belastet: Das grosse Problem der Anlieferung bleibt. In der Stadt sind die täglichen LKW-Kolonnen keinem Anwohner zuzumuten; Standorte ausserhalb treiben mit weiten Anfahrtswegen die Personal- und Kraftstoffkosten unnötig in die Höhe. Für die thermische Müllverwertung im schweizerischen Lausanne ist die zentrale Lage doppelt wichtig, denn die Energie, die die beiden 40 MW-Öfen liefern, wird wahlweise zu 60 MW Fernwärme oder 20 MW elektrischer Energie; genug für den Durch-

Infos

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schnittsverbrauch von 18 000 Einwohnern. 160 000 Tonnen Müll aus 145 Gemeinden des Kantons Waadt hat Tridel so seit 2006 in Energie verwandelt. Trotzdem hält sich der Verkehr auf der schmalen Zufahrtsstrasse im Stadtteil La Sallaz in Grenzen, denn nur der Müll aus der näheren Umgebung und bestimmte Spezialtransporte kommen per LKW. Weit über die Hälfte des Mülls erreicht Tridel unterirdisch, per Bahn. Ein 3,8 km langer Eisenbahntunnel führt vom Firmengelände zum Güterbahnhof im Stadtteil Sébeillon, der als Umschlagplatz für grosse Volumina die nötige Infrastruktur bereithält und Tridel mit dem gesamten Schweizer Eisenbahnnetz verbindet. Derzeit sind zwanzig spezielle Güterwagen für Tridel im Einsatz. Sie können je drei Container aufnehmen, die sich mittels eines Schwenkmechanismus schnell und einfach auf LKWs umladen lassen. Hardware überwindet Unternehmensgrenzen. Die Tunnelanbindung beeinflusste massgeblich die Gebäudeautomation von Tridel, denn

die SBB, die Schweizerische Bundesbahnen AG, setzt bereits seit langem Wago-EthernetController ein, unter anderem in Bahnhöfen. Auch bei der Tunnelanbindung übernehmen fünf solcher Controller über ein glasfaserbasierendes LAN-Netzwerk die Beleuchtungssteuerung und verschiedene Überwachungsaufgaben. Zukünftig sollen vor allem die Alarme in der Leitwarte von Tridel auflaufen, da diese 24 Stunden am Tag besetzt ist. «Um

Die Auffahrt vom Gleisanschluss zur Müllgrube.


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Filteranlage für die Abluft aus dem Gebäude.

Kältemaschinen für die Raumklimatisierung. Im Hintergrund die Steuerung.

die geplanten Schnittstellen zwischen unserer Leittechnik und den Signalanlagen der SBB möglichst einfach zu realisieren, blieb uns gar nichts anderes übrig, als auch Wago einzusetzen», meinte Jean-Daniel Zurcher, verantwortlicher Elektromeister bei Tridel SA. Unglücklich war man über diesen Sachzwang nicht, denn auch zum Anschluss von PC-Vue, der Visualisierung für die Tridel-Leittechnik, eignet sich das Wago-I/O-System. Die gesamte Industrie-

Detail aus dem Schaltschrank: Feldbusknoten mit Ethernet-Controller.

gebäudetechnik ist über Ethernet-Controller von Wago angeschlossen. Neben den klassischen Gewerken Heizung, Lüftung, Klima und technische Alarme, gehören dazu auch die Sanitärtechnik nebst Verbrauchserfassung und die Druckluftversorgung. Eine Besonderheit der Heizung ist, dass sie statt mit einem Heizkessel mit der Dampfproduktion aus dem Verbrennungsprozess betrieben wird. Hier, wie auch an vielen anderen Stellen, verwischen

Ein Schwenkmechanismus erleichtert das Umladen vom Zug auf den LKW.

die Grenzen zwischen Gebäude- und Anlagenautomation. Da das Wago-I/O-System in beiden Welten zu Hause ist, ersparte es bei Tridel den Parallelbetrieb mehrerer Systeme. Zwanzig, über die Anlage verteilte Feldbusknoten steuern alle Gewerke und verbinden sie mit der Leittechnik «PC-Vue». Die Verdrahtung setzt auf die IT-Infrastruktur (Datennetz und Schaltschränke) des Gebäudes auf, bildet aber ein eigenes Netz.

Umladen ohne Portalkran. Ein Stapler schwenkt die Container in die Umladeposition.


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Die zentrale Halle mit den Verbrennungsöfen.

Für die Gebäudeautomation verantwortlich war ein Konsortium der Unternehmen Jeanfavre & Fils SA in Le Mont-sur-Lausanne (Programmierung der Controller und des SCADA PC-Vue) und Commande SA in Corminbœuf (Planung und Schaltschrankbau mit TopJob S). Für den Solutionprovider Jeanfavre SA war es das erste Projekt dieser Art. «Es war Neuland für uns, aber der technische Support von Wago hat uns stets geholfen. Ohne die Präsenz vor Ort wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen», resümiert Valéry Jordan, Mitarbeiter von Jeanfavre SA. «Auch mit der WAGOSoftware sind wir zufrieden. Obwohl Tridel sehr spezielle Anforderungen stellte, konnten wir die Bibliotheken mit standardisierten Funktionsbausteinen vielfach nutzen, insbesondere bei Regelungsaufgaben. Wago war zudem stets bereit, Bibliotheken weiter zu entwickeln und gab sich auch sonst sehr offen.» Einheitliche Infrastruktur mit offenem Konzept. Die Tridel-Gebäudeautomation erstreckt sich bis in das Fernwärmenetz. Das eigentliche

Fernwärmekraftwerk «Pierre de Plans» ist etwa 900 Meter von Tridel entfernt. Die Heisswasserdurchleitung und der Energietransfer laufen durch eine unterirdische, sogenannte Technische Galerie. Über die ganze Strecke wird der Temperaturverlauf mit dem Redguard-System der Firma Bartec erfasst. Die Sensoren im 10-Meter-Abstand dienen der raschen Ortung von Lecks. Das I/OSystem ermöglichte es, die Sensoren ohne zusätzliche Umformer direkt per Modbus zu erfassen. Heute, fast drei Jahre nach der Inbetriebnahme, lässt sich das Steuerungskonzept als gelungen bezeichnen, der Spagat zwischen Gebäude- und Anlagenautomation ist geglückt. Dank des WAGO-I/O-Systems geniessen die Betreiber im täglichen Betrieb und bei Wartungsarbeiten alle Vorteile einer einheitlichen Infrastruktur. Die Überwachung der gesamten Anlage, von der unterirdischen Bahnverladestation bis zum Übergang in das Fernwärmekraftwerk kann von der zentralen Leitwarte aus erfolgen. (tm) n

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Messtechnik

SwissT.meeting «Faszination Messtechnik» war ein voller Erfolg

Faszinierende Messtechnik Dass Messtechnik spannend und faszinierend ist, bewies die hohe Besucherzahl an der Fachtagung «Faszination Messtechnik» am 23. September 2009 an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch. Über 170 Personen nahmen die Gelegenheit wahr und informierten sich in den 19 Referaten über die neuesten Entwicklungen, Methoden oder Erkenntnisse rund um die Messtechnik.

Über 170 Personen besuchten die Messtechnik-Konferenz an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch.

Nicht die Frage, wo Messtechnik verwendet werde stelle sich, so Karl H. Ruhm vom Institut für Mess- und Regeltechnik der ETH Zürich: «Man muss die Frage stellen, wo Messtechnik nicht vorhanden ist.» Mit seinem Eröffnungsvortrag «Gemeinsamkeiten in der Vielfalt der Messpraxis» bot Karl H. Ruhm einen Einblick in die Vielfalt der MetroIogie, also der Wissenschaft und Technik des Messens. Danach hatten die Fachbesucher die Qual der Wahl zwischen 18 Vorträgen in zwei parallelen Streams. In den Pausen standen die Referenten Red und Antwort. Zwölf Aussteller der SwissT.net Sektion 21 «Messund Prüftechnik» präsentierten zudem ihre neuesten Entwicklungen und Produkte. So bot sich nach den Fachvorträgen die Möglichkeit, das theoretisch vermittelte Wissen praktisch zu erleben.

Infos

swissT.net Swiss Technology Network 8604 Volketswil Tel. 044 945 90 90 info@swisst.net www.swissT.net www.swisstmeeting.ch

Vom Millivolt zum Gigaherz. Das Themenspektrum der Vorträge war sehr breit. So erläuterte zum Beispiel Peter Wilhelm von Elsys AG, wie auch bei hohen elektrischen Leistungen Ströme und Spannungen mit hoher Genauigkeit, grosser Dynamik und phasentreu gemessen werden können. Dazu sind meist viele, zeitlich synchronisierte Kanäle notwendig. Um grosse Spannungssprünge in einem Messbereich zu erfassen und analysieren, sind ein grosser Eingangsbereich und hohe Auflösung nötig. Bei Differenzial-Messungen ist es ausgesprochen wichtig, mit einer guten Gleichtaktunterdrückung (CMRR) Signale zu unterdrücken, die vom System eingeprägt wurden. Eine Anomalie in einem Signal kann zudem oft nur mit ausgeklügelten Triggern entdeckt werden. Mit erweiterten Triggermodi lassen sich seltene Störungen ereignisgesteuert überwachen und aufzeichnen und so zum Beispiel Probleme bei der Stromversorgung aufspüren. Um hohe Frequenzen anstatt hohen Leistungen ging es im Referat «Leistungsmerkmale von Spektrumanalysatoren» von Markus Haymoz, Leiter Messtechnik und Testsysteme bei Roschi Rohde & Schwarz. Eine der häufigsten Messaufgaben in der Nachrich-

tentechnik ist die Betrachtung von Signalen im Frequenzbereich. Markus Haymoz vermittelt eine Übersicht der Grundlagen, Grundbegriffe sowie die Schlüssel-Parameter in der Spektrumanalyse. Auch im Referat von Bernd Wessling, Application Engineer bei Tektronix, drehte sich alles um hohe Frequenzen beziehungsweise Datenraten. Serielle Schnittstellen im GbitBereich sind für Entwickler eine besondere Herausforderung. Unterschiedliche physikalische Zusammenhänge sind zu berücksichtigen und im Schaltungsaufbau messtechnisch zu analysieren. Dazu tragen die Erkenntnisse einer Jitteranalyse zur Zielereichung der Entwicklungsvorgaben wesentlich bei. In Abhängigkeit von der Messmethode und der verwendeten Messtechnik ergaben sich in der Vergangenheit allerdings zum Teil unterschiedliche Jitterwerte. Kürzere Bitperioden tolerieren aber nur geringe Abweichungen und erfordern höhere Reproduzierbarkeit der Messwerte. Viele High-SpeedSerial-Standards begegnen diesem Problem indem sie den (Total-)Jitter in seine deterministischen (DJ) und zufälligen Jitter-Komponenten (RJ) zerlegen. Bernd Wessling zeigte auf, wie sich durch weitere Zerlegung der deterministischen Jitter-Anteile die Ursachen des Jitters herausfinden lassen und so dem Entwickler einen Ansatz für deren Korrektur eröffnen. Wie sich mit der modellbasierten Entwicklung die Probleme bei der Inbetrieb-

Christian Moser, Geschäftsführer National Instruments Schweiz, und Präsident der SwissT.net Sektion 21 «Messund Prüftechnik» eröffnete die «Faszination Messtechnik».


Messtechnik

12 Aussteller präsentierten neue Produkte und Lösungen.

Die Messtechnikexperten standen Red und Antwort.

nahme wenn nicht ganz vermeiden, so doch wenigstens minimieren lassen, präsentierte Simon Ginsburg von The MathWorks am Beispiel eines High-Speed-Serial-Data Interfaces. Mit einer Live-Demonstration löste Ginsburg exemplarisch eine messtechnische Aufgabe und zeigte so die Vorteile der modellbasierten Entwicklung mit den Komponenten Simulation, Analyse, Jitteranalyse, Algorithmenentwicklung und Verifikation anschaulich auf.

instrument individuell massschneidern. Die Technologie der virtuellen Instrumente war lange Zeit auf Software für Desktop-Rechner begrenzt. Christian Gindorf von National Instruments zeigte die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten auf, die moderne FPGAs (Field Programmable Gate Arrays) mittlerweile bieten. Der Anwender kann dank FPGAs auch Teile der Hardware-Peripherie selber entwerfen. Aus einem Oszilloskop wird so zum Beispiel ein Averaging Digitizer oder aus einem Software-Defined-Radio ein Spektrumanalysator – mit wenigen Mausklicks. Einen enorm leistungsfähigen Spektrumanalysator entwickelte die Fachhochschule Nordwestschweiz, ebenfalls mit einem FPGA. Er übertrifft selbst die leistungsfähigsten Signalprozessoren um eine Grössenordnung,

Ich baue mir ein Messinstrument. Moderne Messinstrumente bieten unzählige Funktionen. Trotzdem gibt es Anwendungen, für die es kein passendes Standardmessinstrument gibt. Mit den virtuellen Instrumenten von National Instruments lässt sich ein Mess­

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wie Bruno Stuber, Dozent an der FHNW, in seinem Referat aufzeigte. Erreicht wird dies durch die starke Parallelisierung der Signalverarbeitung. Der FFT-Analysator für die Radioastronomie löst ein Signal mit einer Bandbreite von 1 GHz in 16 384 Kanälen auf, dies bei einem kontinuierlichen Datendurchsatz von zwei Gigasamples pro Sekunde. Nebst dem Leistungsspektrum können dank der zweikanaligen Struktur auch Kreuzleistungsspektren gemessen werden. Somit kann er auch für die Wasserdampfmessung in der Stratosphäre eingesetzt werden. (pm) n

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Messe

Zwei Tage geballtes Rockwell-Know-how

Rockwell Automation University Zum ersten Mal gastierte vom 30. September bis 1. Oktober die Rockwell Automation University Special in der Schweiz. Unweit des Schweizer Hauptsitzes präsentierte der Automatisierungsspezialist im Kultur & Kongresshaus Aarau in über 40 Vorträgen, Praxisworkshops und Livedemos das gesamte Produkportfolio. Rund 80 Personen informierten sich über die letzten Neuheiten oder besuchten einen der lehrreichen Workshops.

Rund 80 Teilnehmer besuchten die erste Rockwell Automation University Special in Aarau.

Ende September konzentrierte sich in Aarau geballtes Automatisierungs-Know-how: Zum ersten Mal besuchte die Rockwell Automation University Special auch die Schweiz. Zwei Tage lang lockten spannende Vorträge, lehrreiche Praxisworkshops und eine Ausstellung rund 80 Fachleute an die Veranstaltung. Zusätzlich präsentierten zwölf Partner und Integratoren von Rockwell ihre Lösungen und Dienstleistungen rund um das Produktportfolio des Automatisierungsspezialisten. Vom Sensor bis zum EMS. Schwerpunkt der Automation University Special war die «Integrated Architecture» von Rockwell Automation. In zahlreichen Fachvorträgen boten Experten einen vertieften Einblick in das gesamte Angebotsspektrum von Rockwell, inklusive Steuerungs- und Informationstechnologien, Mechatronik, Lösungen für die Prozesstechnik, das Energie Management sowie Safety, die wegen der neuen Maschinenrichtlinie besonders aktuell ist. Endress+Hauser präsentierte die gemeinsamen Lösungen in der Prozesstechnik und Cisco Systems stellte die gemeinsame EtherNet/IP Infrastruktur vor. Infos

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Die Experten von Rockwell und den Partnern standen während der gesamten zwei Tage Red und Antwort. Zudem bot sich die Gelegenheit, branchenspezifische Erfahrungen mit anderen Teilnehmern auszutauschen. In der umfangreichen Ausstellung konnten die neuesten Produkte eingehend studiert werden. Das breite Angebot ermöglichte es jedem Besucher, einen individuellen Tagesplan zusammenzustellen. Die Fachvorträge und Workshops liessen sich entsprechend den Persönlichen Interessen und Bedürfnissen auswähen. In den Praxisworkshops konnten die Teilnehmer in realitätsnahen Simulationen unter professioneller Betreuung Erfahrungen mit Rockwell-Produkten erwerben. Mit Sonne und dem PowerFlex Frequenzumrichter um die Welt. Eines der Highlights der Automation University Special hob sich Rockwell für den Schluss auf: Den faszinierenden Vortrag von Louis Palmer, der mit seinem Solartaxi einmal um die Welt fuhr - Nomen est omen nur mit Sonnenenergie angetrieben. Das Solartaxi, das Louis Palmer im Jahr 1986 als Idee auf einem Stück Papier skizzierte, wurde im Herbst 2005 dank einer Diplomarbeit an der Hochschule für Technik und Architektur HTA Luzern und einem Studenten von der Abteilung für Strukturfestigkeit an der ETH Zürich Realität. Im Oktober 2005 begannen die Lehrlinge der Schindler Berufsbildung mit der Her-

stellung des Fahrzeugs und bereits im Februar 2006 fand die erste Testfahrt statt. Für Vortrieb sorgt im Solartaxi ein PowerFlex Frequenzumrichter von Rockwell Automation. Der Energieverbrauch des nur 500 Kilogramm leichten Fahrzeuges, das auch den 250 Kilogramm schweren Anhänger mit Solarzellen zieht, beträgt nur acht Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Dies entspricht einem Äquivalent von 0,8 Litern Benzin auf 100 Kilometer. Nach knapp 10 000 Kilometern Testfahrten ohne Pannen wagte sich Louis Palmer im Juli 2007 auf seine 53 451 Kilometer lange und 18 Monate dauernde Fahrt rund um die Welt. Er durchquerte dabei 38 Länder, fünf Kontinente und transportierte unzählige Gäste. Der vermutlich berühmteste Passagier war UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, den Palmer zur Arbeit fuhr – natürlich mit zahlreichen Begleitfahrzeugen und Polizisten abgesichert. (pm) n

Die Ausstellung präsentierte die neuesten Innovationen und Branchenlösungen.

In den Praxisworkshops erwarben die Teilnehmer in realitätsnahen Simulationen Erfahrungen mit RockwellProdukten.


Interview

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Interview mit Roger Hunziker, Country Sales Manager Schweiz bei Rockwell Automation

«Wir wollen im OEM-Bereich weiter zulegen» Megalink sprach mit Roger Hunziker, Country Sales Manager Schweiz bei Rockwell Automation, an der Rockwell Automation University Special am 30. September in Aarau über die Messelandschaft Schweiz, die Herausforderungen der Wirtschaftskrise und die Strategie von Rockwell.

Megalink: Rockwell nahm an der Go/Ineltec nicht teil. Mit der Automation University Special veranstalten Sie nur vier Wochen später jedoch eine eigene, zweitägige Veranstaltung. Was sind die Gründe? Roger Hunziker: Die Hintergründe waren rein finanzieller Natur. Wir hätten für die Messe viel weniger Geld zur Verfügung gehabt als sonst. Deshalb habe ich entschieden, dass wir nicht an die Messe gehen. Wir waren durch unsere Distributoren Staveb und Swibox sehr gut vertreten. Diese haben

Wie ist die Meinung von Rockwell zu den zwei neuen Automatisierungsmessen, die im nächsten Jahr stattfinden, der Easyfairs Automation und der SwissT.meeting Fair for Automation? Wir präferenzieren im Moment die SwissT. net-Messe. Ich wäre gerne überall dabei, aber das geht leider nicht. Ich finde es schade, dass man sich nicht findet und gemeinsam etwas machen kann. Es ist aber natürlich jedem sein gutes Recht, eine Messe aufzuziehen. Wir haben zuerst die EasyfairsMesse ins Auge gefasst. Wir sind jedoch

«Wir konnten im Endverbraucherbereich sehr gute Projekte realisieren.» wir mit Paneelen und Standpersonal von uns ausgerüstet beziehungsweise unterstützt. Das war im Nachhinein eine gute Lösung für uns. Einen Teil des Geldes, das wir für die Messe zur Verfügung gehabt hätten, haben wir in die Automation University Special investiert. Diese hätten wir schon immer mal gerne in der Schweiz durchgeführt, alternierend zur Messe. Ich stehe zur Messe. Wenn sie gut aufgestellt ist, ist sie für mich wichtig. Ein Zweijahresrhythmus wäre aus meiner Sicht ideal. Jedoch muss man noch definieren, wie diese genau aussehen soll. Ergänzt mit einem alternierenden Programm, wie wir es heute hier haben, das wäre für mich der ideale Ansatz.

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Mitglied beim SwissT.net und ich denke, man muss den Verband unterstützen, wenn man schon dabei ist. Wir haben uns noch nicht angemeldet, aber ich habe mit dem SwissT.net gesprochen, und wir haben die Teilnahme im Budget vorgesehen. Heute ist der letzte Tag des Budgetjahres. Wie geht es Rockwell Schweiz, wie dem Konzern? Der Konzern musste Einbussen hinnehmen, jedoch ist es noch zu früh um genaue Angaben zum Abschluss zu machen. Wie am 16. September 2009 an der JP Morgan Diversified Industries Conference angegeben, werden wir im Financial Year 09 circa 4,3 Milliarden Dollar Umsatz erreichen, wovon rund 50% ausserhalb der USA gemacht werden. Detaillierte Angaben dazu werden wir auf die Regionen Amerika, Asien und EMEA bei Veröffentlichung der offiziellen Zahlen machen. In der Schweiz sind wir nicht so stark beeinträchtigt, aber natürlich hat es auch uns getroffen. Wir hatten in den letzten Jahren den Fokus auf die OEMs gelegt, die es stark getroffen hat. Glücklicherweise konnten wir im Endverbraucherbereich, den wir vor drei Jahren begonnen haben aufzubauen, sehr gute Projekte realisieren. So konnten wir den Einbruch bei den OEMs etwas ausgleichen.


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Interview

«Ich denke, dass die Wirtschaft den Boden erreicht hat.»

Wie schätzen Sie die Zukunft? Ich denke, dass die Wirtschaft den Boden erreicht hat. Der Produktverkauf blieb in den letzten drei Monaten konstant. Er ist zum Teil sogar etwas angestiegen. Welche Strategien verfolgen Sie? An unserer Strategie haben wir nichts geändert. Wir wollen weiter im OEM-Bereich zulegen. Dort können wir unseren Marktanteil noch weiter ausbauen. Wir setzten zusätzlich vermehrt auf den Endverbrauchersektor. In diesem Bereich habe ich das Team nochmals verstärkt. Dieser Markt ist auch etwas langatmiger. Man muss ein bis zwei Jahre investieren, bis man einen neuen Endkunden gewinnt. Die ersten drei Jahre haben aber bewiesen, dass diese Strategie für uns gut war, auch gerade in diesem Jahr. Wir werden weitere Leute anstellen, vor allem im Bereich Architektur, um die Kunden abholen zu können. Wir haben heute an der Automation University Special festgestellt, dass viele Endverbraucher hier waren. Obwohl wir in diesem Segment noch keinen starken Marktanteil haben. Das macht uns zuversichtlich. Aber es ist ein längerfristiges Geschäft, das man aufbauen muss. Es hat sich jetzt gezeigt, dass wir nicht so verwundbar sind, wenn man eine bessere Balance hat. Diese Strategie werden wir so weiter fahren, mit einem etwas verstärkten Endverbraucherbereich. Wie unterscheidet sich der Schweizer Markt vom Rest der Welt? Ich glaube nicht, dass wir anders sind. Wir sind sehr abhängig vom Ausland, da wir keinen grossen Heimmarkt haben. Die Schweizer OEMs exportieren 90% der Maschinen. Das können wir wenig beeinflussen. Ich bin

aber positiv überrascht, dass der Endverbrauchermarkt in der Schweiz dieses Jahr noch gut gelaufen ist. Es wurden auch Greenfield Plants aufgestellt, bei denen wir mitwirken konnten. Wo sehen Sie noch Chancen für Rockwell auf dem Schweizer Markt? Vor allem – wie ich es angesprochen habe – im Endverbrauchermarkt. Dort haben wir über Jahre wenig gemacht. Wir haben vor drei Jahren begonnen, den Markt aufzubauen. Dort, denke ich, können wir fast nur gewinnen. Das heisst aber nicht, dass wir im OEM-Bereich nicht auch noch zulegen können. Im Moment wird der Endverbraucherbereich von einem Mitbewerber dominiert. Ich glaube, da können wir uns noch ein rechtes Stück abschneiden. Ich bin von unseren Lösungen überzeugt, mit der integrierten Architektur auf der Produktionsebene und dem aufgesetzten FactoryTalk. Wir können FactoryTalk in den Endverbrauchermarkt einbringen, ohne dass die Rockwell-Basis darunter ist. Unsere Lösung ist unabhängig, weil sie kompatibel zu anderen Systemen ist. So konnten wir schon den einen oder anderen Erfolg landen.

«Im Endverbrauchermarkt können wir fast nur gewinnen.»

Roger Hunziker (links), Country Sales Manager Schweiz bei Rockwell Automation, und Louis Palmer, Initiator des Solartaxi, auf dem Elektromobil, mit dem er einmal um die Welt fuhr.

Welche technologischen Entwicklungen verfolgt Rockwell? Unser System, Integrierte Architektur, besteht seit Jahren und wir wollen es erweitern. Wir haben viel in die Prozessautomation und die Sicherheit investiert. In der Sicherheitstechnik hatten wir bisher die ControlLogix als Sicherheitssteuerung. Wir bieten neu CompactLogix als Sicherheitssteuerung an und werden so skalierbar. Das ist ein wichtiger Aspekt, weil noch nicht viele Firmen in Sicherheitssysteme investieren, da diese grössere Investitionen fordern. Technologisch ist für uns die Informationsvernetzung wichtig, also Informationen ins Firmenführungssystem einzubringen. Die Vernetzbarkeit und die Informationen werden immer wichtiger. Lebensmittel werden funktional, sie enthalten biologische Stoffe, sie brauchen eine FDA-Zulassung (US Food and Drug Administration, Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten, die Red.) und dafür bieten wir mit der FactoryTalk Suite eine sehr gute Lösung. Auch bei der Firmenentwicklung geht vieles in diese Richtung. Die Akquisitionen, die wir gemacht haben, waren meistens im Softwarebereich. Ausnahmen waren der Kauf der Schweizer Cedes, die Lichtschranken und Sicherheitstechnik anbietet, sowie ICS Triplex und ProsCon in EMEA. Mit diesen Partnern sind wir für die Zukunft gut positioniert. (pm) n


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Bauelemente

Ladesteckverbinder für die weltweite Netzintegration von Elektrofahrzeugen

Anschluss an die Elektromobilität Demoboard einer Ladestation für 16, 32 und 63 Ampère.

Hybridfahrzeugen mit Ladeanschluss, sogennante Plugin-Hybridautos und Elektroautos, wird eine grosse Zukunft vorausgesagt. Noch reicht die Kapazität der Akkus nur für kurze Reichweiten. Um die Akkus schnell und sicher aufladen zu können, werden leistungsfähige und intelligente Steckverbinder benötigt. Insbesondere wenn wie geplant mehrere hunderttausend Ladestationen aufgestellt werden sollen. Im Zeitalter immer knapper werdender Rohstoffe und dem fortschreitenden Klimawandel ist die Gesellschaft auf der Suche nach alternativen Energieformen. Dies gilt auch für die Antriebstechnik von Automobilen. Als Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor rücken immer mehr Elektroautos in den Fokus. Vielfältige Übergangslösungen in Form von Hybridfahrzeugen werden bereits

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am Markt angeboten. An den technischen Herausforderungen in punkto Reichweite und Ladezyklus der Fahrzeuge arbeiten die Herstellerfirmen mit Hochdruck. Ladeanschluss für Elektroautos entwickeln. Bei der Entwicklung und Felderprobung der Ladesteckverbinder für Elektroautos und deren weltweiter Netzintegration wurde ein Entwicklungs- und Infrastrukturprojekt für Elektrofahrzeuge gestartet, bei dem auch der langjährige Partner von Compona, die FCT Electronic, Hersteller von Steckverbindern, Steckverbindersystemen, Vollmetall- und Kunststoffhauben, Kontakten und konfektionierten Kabelsystemen, sein Know-how einbrachte.

Die Arbeitspakete des Projektes umfassen nicht nur die Entwicklung geeigneter Steckverbinderkomponenten, sondern auch die Bereitstellung von Ladestationen beziehungsweise Wechselstationen für Batterien. Nach nur dreimonatiger Entwicklungszeit konnte der von FCT Electronic komplett neu entwickelte Ladesteckverbinder in die Felderprobungsphase gehen. Die entwickelten Steckverbinder werden sowohl in den Ladestationen als auch direkt im Fahrzeug eingesetzt. Strom, Daten und Sicherheit kombinieren. Bedingt durch die rasante Entwicklung und kurze Umsetzungszeit innerhalb des Projektes ergab sich ein Harmonisierungs- und Konsolidierungsbedarf in Hinblick der Kompatibili-

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tät der Ladesteckverbinder, der elektrischen Eigenschaften und der Netzarchitektur. Auf ein bestehendes Normenwerk für diese Belange konnte man nicht zurückgreifen. FCT Electronic ist Mitglied des internationalen Normenausschusses und arbeitet gemeinsam mit verschiedenen Vertretern von Automobilherstellern und Energieversorgern an einer normierten Grundlage. Innerhalb des Regelwerkes der IEC 62196-2 (German Proposal) werden unter anderem auch die elektrischen Eckwerte festgelegt. Es werden ein- und dreiphasige Anschlüsse von 16 bis 63 Ampère berücksichtigt. Die Hochstromkontakte haben einen Durchmesser von sechs Millimeter. Die Signalkontakte für die Datenkommunikation sind drei Millimeter dick. Eine integrierte Widerstandscodierung sorgt für die Kennung und Anmeldung am Elektrofahrzeug beziehungsweise der Ladestation. Ferner sorgt ein mechanischer Verriegelungsmechanismus für die notwendige Fixierung und Sicherheit während des Ladevorgangs. Über eine Frequenzmodulation kann zusätzlich eine Datenkommunikation zwischen Fahrzeug, Ladestation und Netzanbieter realisiert werden. Sicherer Kontakt bei jedem Klima. Bevor die neu entwickelte Kupplung für den Ladevorgang in die Erprobungsphase gehen konnte, waren umfangreiche Tests und Zertifizierungen notwendig. So zum Beispiel konnte beim Österreichischen Verband für Elektrotechnik im Dezember 2008 eine Konformitätserklärung nach IEC 60309-1:1999 + A1:2005 für den Ladesteckverbinder 16 Ampère zertifiziert werden. Die Anforderungen in der Automobilindustrie gelten als sehr anspruchsvoll, da neben den extremen Klima-

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bedingungen auch noch verschärfte Einsatzbedingungen, wie zum Beispiel durch Salz und Sand, getestet werden müssen. Doch auch hierzu wurde eine geeignete Kontaktbeschichtung erprobt und eingeführt. Tausende Ladestationen sorgen für unbegrenzte Mobilität. Nach der erfolgreichen Felderprobung mehrerer hundert Ladestationen nebst Elektrofahrzeugen der Hersteller Renault und Nissan ist der flächendeckende Auf- und Ausbau der Infrastruktur geplant. Dabei sollen mehrere hunderttausend Ladestationen aufgestellt werden. Somit ist ein Aufladen der Batterien nicht nur zu Hause möglich, sondern auch an öffentlichen Parkplätzen, in Parkhäusern und den Arbeitsplätzen der Besitzer von Elektroautos. Die Bereitstellung von vollautomatischen Batteriewechselstationen ist ein weiteres Konzept, um für eine durchgängige Energieversorgung für «Unterwegs» zu sorgen. Hierzu werden den Elektrofahrzeugen von vollautomatischen Batteriewechselstationen innerhalb weniger Minuten neue Batteriesätze eingesetzt. Eine Alternative hierzu sind Schnellladestationen auf den Überlandstrassen und Autobahnen um für die notwendige Energieversorgung der Elektromobile zu sorgen. Mit der Verabschiedung eines einheitlichen Standards in Form eines Normen- und Regelwerks gemäss IEC 62196-2 kann die Einführung von E-Mobility auch in Westeuropa und dem Rest der Welt erfolgen. Das Hauptaugenmerk und der Schlüssel für den Grossserieneinsatz von Elektrofahrzeugen und deren Netzintegration ist die Einigung der nationalen und internationalen Interessenvertreter auf eine kompatible und standardisierte Schnittstelle für das Laden der Fahrzeuge. (pm)  n

Inbetriebnahme der ersten Ladestation im Dezember 2008.

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Embedded

Endlich bekommt das Touchscreen die ihm gebührende Aufmerksamkeit als effektive Benutzeroberfläche für Embedded-Computing-Produkte. Die Marktprognosen sind hoch gesteckt und entsprechen den hohen Erwartungen der Geschäftswelt wie auch der Industrie. Zusehends erkennen auch die Konsumenten im Touchscreen einen echten Komfortfaktor.

Touchscreens machen die Bedienung kinderleicht.

Touchscreen – ein Komfortfaktor setzt sich durch

Spielend leicht bedienen Weit verbreitet ist die Auffassung, die Benutzeroberflächen hätten mit den enormen Fortschritten in Sachen Rechenleistung nicht Schritt gehalten. Es ist dem iPhone und ähnlich kreativen Produkten zu verdanken, dass Informations-Displays und interaktive Touchscreens heute im Mittelpunkt der Innovationstätigkeit stehen. Die Basistechnologie hierfür gibt es zwar schon seit Jahrzehnten, doch sind es gerade die neuen Ansätze in Bezug auf Technik, Styling und Anwendungen, die den Markt revolutionieren. Hier sollte man sich auf bedeutende Entwicklungen in den kommenden Jahren gefasst machen.

Der Sprung vom Handy zum Embedded-System. In technischer Hinsicht werden Konzepte wie die Surface und Projected-CapacitiveTechnologie, die in den neuen Anwendungen dominieren, die traditionellen resistiven Touch-Lösungen voraussichtlich verdrängen. Darüber hinaus werden In-Cell-, Force-Sensing- und einige kombinierte Touch-Panels noch vor 2011 in neuen Produkten erscheinen, wobei grosses Interesse aus dem Bereich der Virtual Reality Games (ImmersionTechnik) sowie aus dem Broadcast-Sektor kommt.

Nach Prognosen von Marktforschern wird sich der Markt für Touchscreen-Module von 3,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2008 bis 2013 auf 6,4 Mrd. US-Dollar nahezu verdoppeln, um bis 2015 auf 9 Mrd. US-Dollar zu wachsen. In immer mehr Embedded-Anwendungen spielen Touchscreens eine zentrale Rolle – zum Beispiel in industriellen Steuerungen oder Verkehrssystemen. Auf dem Mobiltelefonmarkt wird bis 2015 eine Zunahme des Touchscreen-Anteils auf 40 % erwartet. Sicherlich hatten die kleinformatigen HandyTouchscreens eine Katalysatorwirkung für

Aus Fiction wird Realität. Die frühen Touchscreens waren für Terminals und andere öffentliche Informations-Displays vorgesehen, und dementsprechend war die VandalismusSicherheit ein vorrangiges Kriterium. Da auch die Kosten ein einschränkender Faktor waren, beschränkte sich der Einsatz auf anspruchsvolle, spezielle Systeme. Wie kleine Kinder und Science-Fiction-Schriftsteller schon in der Vergangenheit demonstriert haben, sind Touchscreens eine natürliche Benutzerschnittstelle. Handys erbringen heute einmal mehr den unstrittigen Beweis für die Popularität dieser Technik. Infos

Online Trend.letter der electronica.de Messe München GmbH 81823 München Tel. +49 89 949 207 20 newsline@messe-muenchen.de www.messe-muenchen.de www.electronica.de

In immer mehr Embedded-Anwendungen spielen Touchscreens eine zentrale Rolle – zum Beispiel in industriellen Steuerungen oder Verkehrssystemen.


Embedded

die Explosion dieses Markts. Viele Firmen aber arbeiten bereits an grossformatigen Displays für eine Vielzahl neuer Anwendungen. Die Projected-Capacitve-Technologie wurde zu Einschicht- oder Film-Bauarten weiterentwickelt und lässt sich bereits in grösseren Formaten über 25 cm herstellen. Wieder sehr gefragt sind Touchscreens für Anwendungen im Aussenbereich wie zum Beispiel Selbstbedienungsterminals, doch auch in Supermärkten oder Einkaufszentren findet man sie immer häufiger. Achten sollte man dagegen auf die MultiTouch-Technologie, die von Branchenriesen wie Microsoft unterstützt und vom Sender CNN genutzt wird. Spezialunternehmen bieten bereits Wandbildschirme und Ar-

beitstischdisplays an, an denen gemeinsam gearbeitet werden kann. Die mittlerweile möglichen grossflächigen Displays sind nicht nur für Präsentationen geeignet, sondern auch für Befehls- und ÜberwachungsPanels, wie sie beispielsweise für bildgebende medizinische Systeme, die Logistik in der Wehrtechnik, die Energie-Exploration, die Umwelttechnik, die Kartografie, geologisch-raumfahrttechnische Projekte sowie das Industriedesign benötigt werden. Eine nette Geste. In ein paar Jahren werden Touchscreens auch Gesten unterstützen wie etwa das Bewegen oder Auftippen des Fingers, Kreisbewegungen und das Winken mit der Hand, um Bilddateien zu öffnen, zu schlies-

Grosse Touchscreens präsentieren alle wichtigen Informationen auf einen Blick.

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sen oder zu verschieben, Videoclips zu starten und zu stoppen und anzuzeigende Daten generell zu managen. In der Konzeptphase befinden sich auch Screens und Displays, die physisch rekonfiguriert werden können, um sich in ihr Umfeld einzufügen. Zahlreich sind die Herausforderungen allerdings noch, wenn es um das Verbessern der Genauigkeit, der Finessen (speziell bei MultiTouch-Lösungen) und der Reaktionszeit, die Grössenreduzierung und – wie sollte es anders sein – die Kostensenkung geht. Nach Ansicht eines Experten kommt als weiterer kritischer Aspekt hinzu, die Qualität zu wahren, damit der Touchscreen nicht wieder in den Status eines Gimmicks zurückfällt. (pm) n

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Entwicklung/Forschung

«swisselectric research award 2009»

Aus Abwärme günstig Strom produzieren Der «swisselectric research award 2009» geht an den Forscher Dr. Wulf Glatz. Er hat einen kostengünstigen thermoelektrischen Generator entDr. Wulf Glatz, Gewinner des «swisselectric research award 2009»

wickelt, der auch bei tiefen Temperaturen funktionsfähig ist. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz.

Die meisten elektronischen Geräte produzieren Abwärme. Bei vielen industriellen Prozessen wird die Abwärme bereits genutzt, im Haushalt hingegen ist diese Energie bislang meist verpufft. Eine Möglichkeit, Abwärme zu nutzen und damit die Energieeffizienz zu steigern, ist der Einsatz von thermoelektrischen Generatoren. Thermoelektrische Generatoren (TEG) wandeln emissionsfrei Wärme in Strom um, indem sie die Temperaturunterschiede zwischen einer Wärmequelle und der Umgebungstemperatur nutzen. Zum Beispiel kann aus der Abwärme von Zentralheizungen oder Automobilmotoren Strom für den Haushalt oder die Bordelektronik des Autos produziert werden. Beim Auto könnte das den Benzinverbrauch um rund zehn Prozent verringern. Neues Produktionsverfahren. Dem Ingenieur Dr. Wulf Glatz ist es nun gelungen, ein neues Herstellungsverfahren für thermoelektrische Generatoren zu entwickeln. Thermoelektrisches Material wird dabei direkt auf eine Kunststofffolie aufgetragen. Das ist zehnmal günstiger als gängige Herstellungs-

Funktionsprinzip eines thermoelektrischen Generators (TEG).

prozesse. Die Generatoren sind dünn und flexibel, so dass sie auch auf gekrümmten Oberflächen angebracht werden können. Sie sind sehr wartungsarm, da sie keine beweglichen Teile besitzen. Die Generatoren eignen sich zur Wandlung von Niedertemperaturwärme, das heisst Temperaturen unter

Aufbau eines thermischen Generators. Gut sichtbar sind das thermoelektrische Material und die vorstrukturierten Löcher in der flexiblen Polymerfolie aus SU8.

200 °C. Diese Eigenschaft wird in Zukunft auch die Umwandlung von Körperwärme in Strom ermöglichen, zum Beispiel zum Antrieb eines Mobiltelefons. Für die Innovation erhält der 35-jährige Dr. Wulf Glatz den «swisselectric research award 2009». Der mit 25 000 Franken dotierte Preis wird jährlich vergeben und zeichnet eine Persönlichkeit aus, die in der Elektrizitätsforschung Herausragendes geleistet hat. Den neuen Herstellungsprozess für thermoelektrische Generatoren entwickelte Dr. Wulf Glatz im Rahmen seiner Dissertation am Lehrstuhl für Mikro- und Nanosysteme an der ETH Zürich. Das Ergebnis seiner Forschung hat er zum Patent angemeldet. Mit dem neu gegründeten Unternehmen greenTEG GmbH will Dr. Wulf Glatz seine Technologie in zwei Jahren zur Marktreife bringen.


Entwicklung/Forschung

Vergleich

Gängiger TEG

TEG von Wulf Glatz

Aufbau

Bi2Te3 auf einer starren Keramikplatte

Herstellung

Semi-manuell

Materialverlust Bi2Te3 Dicke des Generators (Länge der Thermoschenkel) Spezifisches Gewicht Leistung bei einer Temperaturdifferenz von 40 °C

40–50 % 2–5 mm

Bi2Te3 eingebettet in ein flexibles, biegsames SU8-Polymer Vollintegriert automatisch < 5 % 0,1–0,5 mm

13 g/cm ~10 mW/cm

Günstiger als gängige Verfahren. Basis für den TEG ist Kunststoff (SU8) mit vorstrukturierten Mikro-Löchern. Das thermoelektrische Material Bi2Te3 (dotierte Bismuth-Telluride) wird elektrochemisch direkt in die Mikro-Löcher der Polymerfolie abgeschieden. Dadurch verringern sich Materialverlust und thermische Verluste durch herkömmliche Gehäusetechnik enorm. Aufgrund dieser Ver-

0,024 g/cm Momentan: ~1,6 mW/cm Ziel: 160 mW/cm

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Der Generator unter dem Mikroskop: Zu erkennen sind die einzelnen Thermoelemente aus Bi2Te3, welche nur etwa 0,5 mm hoch sind (Länge der Thermoschenkel).

besserungen ist die Herstellung rund zehnmal günstiger als bei gängigen Verfahren. Möglich wird auch die Fabrikation von grossflächigen Generatoren. Die Generatoren sind nur etwa einen halben Millimeter dick. Sie sind so dünn und flexibel, dass sie auch auf gebogenen Objekten verwendet werden können. Ausserdem sind sie sehr wartungsarm, da sie keine beweglichen Teile aufweisen.

Die von Dr. Wulf Glatz entwickelten Generatoren können auch bei niedrigen Temperaturen Strom produzieren. Sie eignen sich zur Produktion von Strom aus der Abwärme zum Beispiel von Automobilmotoren oder Heizungssystemen. In Zukunft könnten TEG auch die effiziente Nutzung von Körperwärme oder Erdwärme erlauben. (tm) n

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Messe

Productronica, 10. bis 13. November, 18. Weltleitmesse für innovative Elektronikfertigung

Wie man die Krise übersteht Die Productronica behauptet sich auch in schwierigen Zeiten. Aktuell muss die Branche für Elektronikfertigung Umsatzrückgänge von bis zu 60 % verkraften, was gravierende Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit der Firmen hat. Die Messe bietet mit vielen Innovationen den Besuchern noch mehr Nutzwert. So zum Beispiel mit dem CEO Round Table.

Beim CEO Round Table diskutieren sechs internationale Wirtschaftsführer.

«Innovations as driving force for surviving the current crisis» – so lautet das Thema des CEO Round Table am 10. November 2009 auf der Productronica. Dem Thema Innovation hat sich auch die Messe selbst verschrieben. Sie präsentiert die traditionelle Podiumsdiskussion dieses Jahr in einem neuen Format. Zum ersten Mal wird sie im Rahmen des munich electronics summit durchgeführt, einer neuen Veranstaltung, zu der die Messe München künftig jährlich im Rahmen von Electronica und Productronica einladen wird. Neu ist auch, dass der Diskussion ein Keynote-Vortrag von Dr. Ram Charan, einem der weltweit führenden Management- und Wirtschaftsberater, vorausgehen wird. Und schliesslich ist es erstmals gelungen, die Vorstandsvorsitzenden von sechs internationalen Unternehmen für die Podiumsdiskussion zu gewinnen. Moderator der Diskussion wird Dr. Jürgen Gromer, Mitglied des Aufsichtsrats und ehemaliger Präsident von Tyco Electronics, sein. Dr. Charan wird in seinem Keynote-Vortrag ebenfalls auf diese Thematik eingehen und die Bedeutung von Innovationen im Zusammenhang mit der aktuellen Wirtschaftskrise erläutern. Warum kein Besucher den CEO Round Table zur Productronica 2009 versäumen sollte, erläutert Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München: «Die Podiumsdiskussion

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ist exzellent besetzt. Denn erstmals ist es uns gelungen, zur Productronica einen echten CEO Round Table zu organisieren. Es sind in diesem Jahr ausnahmslos die Spitzenvertreter der Unternehmen, die auf dem Podium diskutieren werden. Die Productronica stärkt damit ihre Stellung als Weltleitmesse der Branche deutlich.» Kamingespräch. Der CEO Round Table richtet sich an CEOs und Geschäftsführer. Im Anschluss daran werden sich die CEOs von rund 50 international tätigen Firmen zu einem exklusiven Kamingespräch treffen. In privater Atmosphäre werden sie Ideen, Strategien und zukunftsweisende Trends austauschen. Dr. Charan, der Ehrengast des munich electronics summit ist, wird diesen Gesprächen wichtige Impulse geben und sie moderieren. Der munich electronics summit

Mit dem Bus an die Messe

wird künftig jährlich stattfinden und zwar wechselnd zu den Messen Productronica und Electronica. Der CEO Round Table findet am Dienstag, 10. November 2009 von 14.00 bis 15.30 Uhr im Productronica Forum in Halle A1 statt. (tm) n

Das Wichtigste in Kürze Die Intermess Dörgeloh bietet am Donnerstag, 12. November 2009, eine bequeme Tagesreise im Luxusbus zur Productronica 2009 an. Im Preis von 150 Franken sind die Fahrt und ein Frühstück à discrétion enthalten. Informationen und Anmeldung: Intermess Dörgeloh AG 8001 Zürich Tel. 043 244 89 10, Fax 043 244 89 19 intermess@doergeloh.ch, www.doergeloh.ch

Datum: 10. bis 13.November 2009 Ort: Neue Messe München Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag: 9.00 –18.00 Uhr, Freitag: 9.00 –17.00 Uhr Eintrittspreise: Tageskarte: 30,00 EUR 2-Tages-Karte: 52,00 EUR Dauerkarte: 73,50 EUR Gruppen ab 10 Personen: 24,50 EUR Ermässigte Karten (Studenten, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Rentner): 19,00 EUR


Messe

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Vision 2009, 3. bis 5. November, Neue Messe Stuttgart

Engagement für Systemintegratoren verstärkt Die Vision ist die Weltleitmesse der industriellen Bildverarbeitung. Und ihre Bedeutung wächst von Jahr zu Jahr. Dies zeigt sich zum einen an den kontinuierlich steigenden Ausstellerzahlen, zum anderen an der zunehmenden Internationalisierung: Rund die Hälfte der Aussteller kommt aus den USA, Japan, Grossbritannien und den europäischen Nachbarländern. Noch stärker als bisher stehen dieses Jahr neben Bildverarbeitungskomponenten Systeme und Applikationen im Blickpunkt.

Grosse Resonanz erfuhr schon im letzten Jahr der Application Park, der auf der Messe für industrielle Bildverarbeitungs- und Identifikationstechnologien erstmals initiiert wurde und die Fachbesucher in seinen Bann zog. Die diesjährige Vision 2009 wird um eine Integration Area erweitert, die rund um den Application Park in Halle 4 platziert ist. Sie bietet Systemintegratoren sowie Lösungsanbietern einen attraktiven, klar abgegrenzten Ausstellungsraum. «Wir wollen damit dem Thema Applikationen und Lösungen mehr Gewicht geben», sagt Florian Niethammer, Projektleiter der Messe Stuttgart. «Lösungsanbieter begrüssen es», so Niethammer weiter, «wenn die Weltleitmesse ein klar erkennbares Forum schafft und damit auch den Endanwender verstärkt anspricht». Die Integration Area stellt neben dem Application Park einen weiteren Schritt dar, den Anteil der IBV-Applikationen und -Lösungen auf der Vision zu stärken, was auch zukünftig fortgeführt werden soll. Auch der Application Park wird heuer mit zusätzlichen Highlights aufwarten können, etwa mit einem VW-Passat, der mit Laser- und Bildverarbeitungstechnik ausgerüstet ist und demonstriert, wie autonomes Fahren funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze Datum: 3. bis 5. November 2009 Zeit. Täglich 9.00 bis 17.00 Uhr Ort: Neue Messe Stuttgart Preise: Tageskarte 22,00 EUR Dauerkarte 40,00 EUR Tageskarte ermässigt 15,00 EUR Internet: www.messe-stuttgart.de/vision

Systemintegration erfordert hohe Lösungskompetenz und Applikationserfahrung. Geometry Gauging Sensoren (GGS) am Greifer eines Roboters übernehmen die Qualitätsprüfung der hochgenauen Best Fit Montage von Automobilglas.

Mehr als die Summe der Komponenten. Applikationsspezifische Systeme bilden immer noch den umsatzstärksten Teil des Systemgeschäfts. Und auch zukünftig werden in vielen Bereichen komplexe und anspruchsvolle Aufgabenstellungen gelöst werden müssen. Das scheint gar nicht so einfach, denn «eine erfolgreiche Systemlösung besteht aus mehr als nur der Summe Ihrer Komponenten», sagt Hans Jürgen Christ, Vorstand Vertrieb der Isra Vision AG. «Es gehören Lösungskompetenz und Applikationserfahrung ebenso dazu wie die Gewissheit, ein Projekt auch im Rahmen des Budgets erfolgreich lösen zu können», fährt Christ fort. Wesentliche Bestandteile einer Systemlösung seien ausserdem die richtige Auswahl der Komponenten

sowie das Prozess-Know-how – etwa das Wissen um die Systemperipherie, Schnittstellen und Umgebungsbedingungen. So erfordern zum Beispiel Robot-VisionApplikationen, insbesondere, wenn die Kameras am Greifer des Roboters montiert sind, Wissen über die Eigenschaften des Roboters wie etwa über Ungenauigkeit oder Temperaturdrift. Ferner sei Christ zufolge die geeignete Kommunikationsschnittstelle zu bestimmen und umzusetzen sowie eine Kalibriermethode zu eruieren, die zur Applikation passe. Darüber hinaus müsse insbesondere bei 3D-Anwendungen die ideale Bildverarbeitungstechnologie ausgewählt werden wie etwa Photogrammetrie, Stereometrie oder Triangulation. (tm) n


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Sensorik/Aktorik

Hersteller und Betreiber von Maschinen müssen sich auf die neue Maschinenrichtlinie vorbereiten

Sicherheit wird neu definiert Die Maschinenrichtlinie definiert grundlegend die Standardisierung der europäischen Sicherheitsanforderungen an Maschinen und hat neben weiteren Richtlinien zum Ziel, den freien Warenverkehr innerhalb der EU zu gewährleisten. Ab dem 29. Dezember 2009 wird die neue Maschinenrichtlinie (Version 2006/42/EG) ohne Übergangsfrist abgelöst. Für Hersteller und Betreiber bringt das einige Änderungen mit sich.

In Produktionsbetrieben werden oftmals neue Maschinen neben alten betrieben und Maschinen umgebaut – dementsprechend gilt es Risiken zu managen und Sicherheitsstrategien umzusetzen.

AUTOREN

John McAuliffe Geschäftsführer Pilz Irland Thomas Kramer-Wolf Fachreferent Normen, Pilz INFOS

Pilz Industrieelektronik GmbH 5506 Mägenwil Tel. 062 889 79 30 pilz@pilz.ch www.pilz.ch

Schätzungen zufolge gehen pro Jahr in der EU rund 500 Millionen Arbeitstage und ein entsprechender Umsatz durch Arbeitsunfälle verloren. Auch wenn Arbeitsunfälle bei der Bedienung von Maschinen nicht häufig auftreten, verursachen sie doch die höchsten Kosten hinsichtlich ihrer Auswirkung auf den einzelnen Mitarbeiter, den Arbeitgeber und die Gesellschaft. Warum in unserem hochtechnologischen Umfeld mit hohen Sicherheitsanforderungen diese schweren Unfälle passieren, beschreiben Studien der schweizerischen Organisation SUVA und der deutschen Institute BGIA (Institut für Arbeitsschutz) und BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin). Ihr Bericht besagt, dass von über 680 000 Unfällen an Maschinen 380 tödlich endeten

und dass 25 Prozent der Unfälle auf Manipulationen der Sicherheitssysteme zurückzuführen sind. Weitere Studien ergaben, dass: • Sicherheitskonzepte, welche die Bedienung von Maschinen nicht behindern, normalerweise nicht umgangen werden. • die Wahrscheinlichkeit, dass ein ungeeignetes Schutzsystem umgangen wird, direkt proportional zum Nutzen ist, den sich ein Maschinenbediener von der Manipulation erwartet. Die neue Maschinenrichtlinie fordert die Maschinenhersteller auf, die bestehenden Gefahren und möglichen Manipulationen von vornherein zu bedenken und entsprechend in die Konstruktion einer Maschine mit einfliessen zu lassen.


Sensorik/Aktorik

Änderungen in grundlegenden Bereichen der Sicherheit. Effektive Maschinensicherheit hängt davon ab, dass Richtlinien und Normen eingehalten werden und dabei Planer sowie Hersteller von Maschinen, die Verantwortlichen für das Sicherheitskonzept sowie die Bediener der Maschinen und deren Vorgesetzten zusammenarbeiten. Pilz hat diesen Ansatz, der den ganzen Prozess und alle Beteiligten mit einbezieht, schon immer verfolgt. Dieser Ansatz ist auch an vielen der Änderungen der neuen Maschinenrichtlinie erkennbar. Diese betreffen das Verfahren der Risikoanalyse, die technische Dokumentation, Anforderungen an Sicherheitssysteme, das Verfahren zur Konformitätsbewertung und Änderungen für Maschinenhersteller ausserhalb der EU. Risikobeurteilung mindert Gefahren. Der Prozess der Risikobeurteilung wurde nun mit in die Maschinenrichtlinie aufgenommen: Der Hersteller einer Maschine muss danach sicherstellen, dass eine Risikobeurteilung durchgeführt wird. Durch den iterativen Prozess von Risikobeurteilung und Risikominderung ist der Hersteller aufgefordert, Gefahren und die damit verbundenen Risiken auszuschliessen, indem er entsprechende Schutzmassnahmen ergreift. Das setzt voraus, dass die Risikobeurteilung an einer Maschine durch Personal mit entsprechender Fachkompetenz durchgeführt wird, welche die Risikobeurteilung und Risikoeinschätzung in diesem Sinne leisten können. Maschinenhersteller müssen die effektive Durchführung dieses Prozesses garantieren, diese in den technischen Unterlagen der Maschinen dokumentieren und in der Bedienungsanleitung darauf verweisen. Dokumentation berücksichtigt möglichen Missbrauch. Das sichere Bedienen von Maschinen hängt von klaren Instruktionen ab.

Pilz übernimmt alle Aktivitäten und Prozesse zur Erstellung der erforderlichen Konformitätsstrategien, Sicherheitsdesigns und Dokumente.

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Es ist von Vorteil, wenn der Schutz vor Gefahren und Manipulationen bereits bei der Konstruktion von Maschinen und Anlagen berücksichtigt wird.

Die Maschinenhersteller müssen ab dem 29. Dezember 2009 in der technischen Dokumentation ihrer Maschinen nicht nur den vorgesehenen Einsatz der Maschine aufführen, sondern auch jeden vorhersehbaren Missbrauch berücksichtigen. Die Dokumentation muss zum Stichtag, dem 29. Dezember 2009, umgestellt sein. Für Projekte in zeitlicher Nähe zum Stichtag ist in der Regel eine doppelte Dokumentation vorzusehen beziehungsweise es sind zumindest Verweise auf beide Richtlinien in den Zertifikaten nachzuweisen. Steuerungssysteme unterbinden Manipulationen. Die Maschinenrichtlinie fordert, dass ein Ausfall oder eine Störung im Steuerungssystem nicht zu gefährlichen Situationen führen darf. Neu ist, dass auch mögliche «vorhersehbare menschliche Fehler» berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich die Forderung, beim Design des Sicherheitssystems die Ergonomie der Bedienung zu beachten, sodass das Bedienpersonal nicht die Notwendigkeit sieht, dieses zu umgehen oder zu manipulieren. Harmonisierte Normen erhöhen die Konformität. In einem neuen Artikel zum Thema «Annahme der Konformität» betont die neue Maschinenrichtlinie den Nutzen, Konformität durch Normen zu erreichen. Die Norm, die das Design und den Einsatz von Sicherheitskomponenten in Steuerungen beschreibt, gilt ab dem 29. Dezember 2009 nicht mehr. Danach sollten Maschinenhersteller eine der beiden Normen EN ISO 13849-1 oder EN/IEC 62061 anwenden, um die Konformität mit der neuen Maschinenrichtlinie zu erreichen. Die neuen Normen berücksichtigen die zunehmende Tendenz, in Sicherheitssystemen elektronische und programmierbare Steuerungen einzusetzen.

Neue Verfahren der CE-Konformitätsbewertung. Neue Konformitätsbewertungsverfahren wurden für die Maschinen definiert, die im Anhang IV der Maschinenrichtlinie gelistet sind sowie für «unvollständige Maschinen».

Stolperfallen beim Retrofit In der momentanen wirtschaftlichen Situation ist der Umbau von Maschinen eine interessante Alternative zum Neukauf. Zu beachten ist, dass Umbaumassnahmen, die nach dem 29. Dezember 2009 abgeschlossen werden, unter die neue Maschinenrichtlinie fallen. Was müssen Betreiber bei der Umrüstung von Maschinen generell wissen? Bei Retrofit-Massnahmen müssen die Betreiber zukünftig sicherstellen, dass auch die umgebaute Anlage der aktuellen Gesetzeslage entspricht beziehungsweise dass entsprechende Prozesse zur Konformitätsbewertung durchgeführt werden. Sonst setzen sie ihre CE-Kennzeichnung aufs Spiel, da bei einer sogenannten wesentlichen Änderung die Herstellererklärung nicht mehr greift. Was wäre ein Beispiel für eine wesentliche Änderung? Eine wesentliche Änderung liegt im allgemeinen dann vor, wenn sich die Leistungsdaten einer Maschine ändern, zum Beispiel wenn sie mit einer zweiten Zuführeinrichtung ergänzt wird. Letztlich gilt es aber, jede Veränderung im Detail zu prüfen – im Idealfall vor der Änderung. Nur so lässt sich einschätzen, welche Massnahmen nach der Änderung erfolgen müssen. Wer hat die Verantwortung für die Sicherheit von Maschinen? Die hat ganz klar der Betreiber. Dieser, in der Regel der Geschäftsführer, haftet persönlich. Vielen ist oft nicht bewusst, dass die Verantwortung nicht an den Hersteller abgegeben werden kann. Der Betreiber ist auch dann verantwortlich, wenn er für die Umrüstung einer Maschine einen Generalunternehmer beauftragt hat. Er muss sicherstellen, dass die Umrüstung seiner Maschine konform zur Gesetzeslage erfolgt. Wenn er dieses Know-how nicht hat, sollte er einen Dritten damit beauftragen. Experten wie Pilz können die Umrüstung begleiten, das Ergebnis sicherheitstechnisch beurteilen und gegebenenfalls eine erneute CE-Kennzeichnung durchführen.


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Sensorik/Aktorik

Für die Hersteller von in Anhang IV gelisteten Maschinen ist es nun möglich, eine Selbstzertifizierung auf Basis der harmonisierten neuen Normen EN ISO 13849-1 und EN/IEC 62061 durchzuführen. Maschinenhersteller ausserhalb der EU. Maschinenhersteller ausserhalb der EU, die Maschinen in die EU importieren möchten, müssen eine in der EU etablierte Person damit beauftragen, die technische Dokumentation für die Maschine zusammenzustellen. Diese Anforderung können Maschinen­ hersteller ohne Standort in der EU am leichtesten erfüllen, wenn sie einen Bevollmächtigten ernennen. Dadurch können die Be­ hörden die Konformitätsverfahren besser nachvollziehen und Maschinenbetreiber haben eine grössere Sicherheit. Die Maschinenrichtlinie sicher erfüllen. Die neue Maschinenrichtlinie zeigt Betreibern und Herstellern von Maschinen einen Weg zur Vermeidung von schwerwiegenden Unfällen auf. Gerade in der Anfangsphase ist jedoch damit zu rechnen, dass die Gesetzesänderungen zu Unsicherheiten führen werden. Da keine Übergangszeit vorgesehen ist, müssen sich Hersteller und Betreiber von Maschinen sowie Hersteller von unvollständigen Maschinen ab sofort auf die geänderten Bestimmungen und Verfahren vorbereiten. Ausserdem gilt es, die neuen Normen wie die EN ISO 13849 schon jetzt parallel zu betrachten. Pilz bietet Dienstleistungen zur CE-Beratung und Zertifizierung sowie Schulungen an. Diese unterstützen Hersteller und Betreiber von Maschinen darin, dass diese den Anfor-

Die neue Maschinenrichtlinie zeigt Betreibern und Herstellern von Maschinen einen Weg zur Vermeidung von schwerwiegenden Unfällen auf.

derungen der neuen Maschinenrichtlinie entsprechen und die Konformität für Maschinen zum 29. Dezember 2009 sichergestellt ist. Als Experte für Maschinensicherheit bietet Pilz ein umfassendes Dienstleistungspro­ gramm für alle Phasen des Maschinen­ lebenszyklus an: von der Identifikation der Gefahrenstellen bis zur Umsetzung von Sicherheitskonzepten und Integration von Sicherheitsmassnahmen. Gemeinsam mit den eigenen Fachkräften eines Unternehmens stellen die Sicherheitsexperten von Pilz sicher, dass die rechtlichen Anforderungen während des gesamten Maschinenlebenszyklus eingehalten werden. Pilz überwacht den Ablauf von Prozessen,

um die notwendigen Konformitätsstrategien, Sicherheitsdesigns und Dokumente zu generieren. Als Bevollmächtigter übernimmt Pilz die Verantwortung für die in der Richtlinie verlangten administrativen Verfahren. (pm)  n

Dienstleistungen von Pilz Pilz bietet ein komplettes Paket an Dienstleistungen und Lösungen, das Konformität und Sicherheit für Maschinen und Anlagen garantiert. Diese Dienstleistungen sind auf die Kundenanforderungen zugeschnitten und werden von erfahrenen Experten nach dem Stand der Technik umgesetzt. Sicherheit in allen Phasen des Maschinenlebens: Wenn bestehende Anlagen aufgerüstet werden, neue Maschinen in Betrieb genommen oder Maschinen zu Anlagen verketten werden, dann sollten die Konformität und die Sicherheit bereits in der Anfangsphase berücksichtigt werden. So kann die Produktivität gesteigert und die Kosten optimiert werden. Pilz bietet Dienstleistungen zum kompletten Lebenszyklus oder zu einzelnen Phasen der Maschine an. Diese reichen von Risikoanalysen, Sicherheitskonzepten, Sicherheitsdesign, Systemimplementierungen bis hin zu Sicherheitsüberprüfungen. ● Pilz bietet umfassende CE-Kennzeichnung mit Beratung, Koordinierung und Implementierung aller Aktivitäten, die zur Gewährleistung der «CEKonformität» erforderlich sind. ● Pilz führt die erforderlichen Analyseverfahren durch und entwickelt die notwendigen Strategien, um die Konformität mit den jeweiligen ISO-, IEC-, ANSI-Normen und anderen zu ermitteln. ● Die Sicherheitsanalyse des Maschinenparks bietet eine Übersicht über den aktuellen Konformitäts- und Sicherheitsstand Ihrer Maschinen und Anlagen. Daraus lassen sich effiziente Verbesserungskonzepte erstellen.

Wenn Anlagen aufgerüstet oder neue Maschinen in Betrieb genommen werden, dann sollten die Konformität und die Sicherheit bereits in der Anfangsphase berücksichtigt werden.

● Die Inspektion von berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen gewährleistet die Betriebssicherheit beim Einsatz von Lichtgittern, Lichtschranken und Scannern sowie weiterer optoelektronischer Schutzeinrichtungen.


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Safety

Ab Ende Dezember 2009 muss die Sicherheitstechnik von Maschinen die Anforderungen der ISO 13849-1 bzw. IEC 62061 erfüllen.

Verdrahten oder programmieren? Ab Ende Dezember 2009 muss die Sicherheitstechnik von Maschinen den Anforderungen der ISO 13849-1 bzw. IEC 62061 gerecht werden. Erstmals sind konkrete Bestimmungen für die Konfiguration bzw. Programmierung der elektrischen und elektronischen Systeme in einer für den Maschinenbau relevanten Norm festgelegt. Grund genug, sich mit ihren Inhalten und Auswirkungen auseinanderzusetzen.

Autor

Franz Kaufleitner, Produktmanager Integrated Safety Technology B&R Headquater Eggelsberg Infos

B&R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld Tel. 052 728 00 55 office.ch@br-automation.com www.br-automation.com

Elektrische und elektronische Sicherheitsprodukte sind die wesentlichen Komponenten in der Sicherheitskette einer Maschine. Mit steigender Komplexität der Maschinenautomatisierung und den erhöhten Anforderungen an die Sicherheitstechnik in Bezug auf Manipulationssicherheit, Prozessbeobachtung und Konfigurationssicherheit finden zunehmend programmierbare und konfigurierbare elektronische Systeme ihren Ein-

satz. Ihre Vorteile in der Flexibilität ihrer Reaktionen auf unterschiedliche Anforderungen und die einfache Anwendung überzeugen die Entscheidungsträger in den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen. So wundert es nicht, dass schon heute eine Vielzahl solcher Systeme am Markt angeboten werden und beinahe monatlich neue Produkte für diesen Anwendungsbereich hinzukommen. Wodurch unterscheiden sich diese


Safety

Besonders Störfälle und die daraus resultierenden Wartungseinsätze zu jeder Tagesund Nachtzeit bergen eine Vielzahl von Gefahren, die in der Folge die Sicherheit der Maschine negativ beeinflussen können. Der Wartungstechniker muss Teile austauschen. Er alleine trägt damit die Verantwortung, dass das Ersatzteil wieder korrekt im Sinne der Sicherheitsfunktion verschaltet wird. Vertauschungen in der Verdrahtung werden in der Regel erkannt, aber ist das wirklich in jeder Situation verlässlich? Angenommen die Signale zweier ähnlich agierender Lichtgitter werden vertauscht. Wird der vorgeschriebene Verdrahtungstest wirklich mit der notwendigen Sorgfalt ausgeführt, um diesen Fehler aufzudecken? Oder welche Konsequenzen hat es, wenn am Mäuseklavier des sicheren Drehzahlwächters ein einzelner DIP-Schalter die falsche Stellung aufweist? Als Folge wirkt womöglich ein anderer Grenzwert für die sicherere niedere Geschwindigkeit, dessen Wert um ein Vielfaches den korrekten Wert übersteigt. Eventuell hat sich dieser Fehler schon beim letzten Tausch eingeschlichen und der Wartungstechniker macht wirklich

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B&R Sicherheitstechnik zeichnet sich vor allem durch die nahtlose Integration in die vorhandene ­Automatisierungsinfrastruktur aus.

die «gleichen Einstellungen» wie am getauschten Modul, nur eben die falschen. Und was kann passieren, wenn ein Sicherheitsschaltgerät für 6 A durch ein 4-A-Gerät getauscht wird, weil im Lager aktuell kein 6-A-Gerät vorhanden ist. Auch dieser Fehler bleibt wahrscheinlich unerkannt. Die sicherheitstechnische Funktion im Sinne eines Performance Levels und der damit verbun-

Integrated Safety Technology entlastet entscheidend den Wartungstechniker in seiner Verantwortung für die Sicherheit der Maschine.

Produkte? Worin sind die essenziellen Vorbzw. Nachteile begründet? Im Sinne einer besseren Lesbarkeit beschränkt sich dieser Artikel auf die ISO 13849-1, da zu den hier gemachten Aussagen die Anforderungen der IEC 62061 meist identisch oder zumindest vergleichbar sind. Wartung versus Sicherheit. Die ISO 13849-1 fordert bei der Identifikation und Spezifikation der Sicherheitsfunktionen unter anderem die Berücksichtigung der Wechselwirkung verschiedener Arbeitsprozesse und manueller Aktionen wie Reparatur, Einrichten, Reinigung, Fehlersuche usw. auf die Sicherheit. Das heisst, vorhersehbare Fehlanwendungen bei der Reparatur und Wartung der Maschinen müssen im Sicherheitskonzept berücksichtigt und entsprechende Gegenmassnahmen festgelegt werden.

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Safety

denen sehr geringen Wahrscheinlichkeit eines gefahrbringenden Ausfalls ist somit nicht mehr gegeben. Entlastung für den Techniker. Kurzum, die gängige Praxis, aufgrund des Produktionsdrucks mit Wartungsszenarien in dieser Form umzugehen, führt dazu, dass der Wartungs-

techniker zum Ausführenden für das Konfigurieren der Sicherheitsapplikation wird und somit die volle Verantwortung für die ordnungsgemässe Funktion der Sicherheitstechnik trägt. Und das bei jedem Wartungsfall unabhängig von der Tageszeit. Bei sehr einfachen Sicherheitsanwendungen lassen sich diese Fehlerszenarien unter Umstän-

30 Jahre B&R

Hohe Innovationskraft und der enge Kontakt zum Kunden prägen seit 1979 die Erfolgsgeschichte von B&R. Stets auf der Suche nach neuen Perspektiven in der Automatisierung für den Maschinen- und Anlagenbau, entwickelte sich das Unternehmen innerhalb von drei Jahrzehnten zu einem der grössten Privatunternehmen im internationalen Umfeld. Zahlreiche technologische Meilensteine und ein Vertriebsund Supportnetz in 60 Ländern machen das österreichische Unternehmen, mit Sitz in Eggelsberg, zu einem weltweit anerkannten Ansprechpartner. 2008 erwirtschafteten die weltweit 1700 Mitarbeiter einen Umsatz von 300 Mio. Euro.

Hans Wimmer, Geschäftsführer von B&R.

Erfolgsfaktor Standorttreue. «Unser Bestreben ist es, dem Markt technisch ausgereifte Automatisierungslösungen zur Ver­fügung zu stellen. Mit einer breit aufgestellten Entwicklungsmannschaft und einer jährlichen Investition von 17% des Umsatzes in unseren F&E-Bereich können wir die Innovationszyklen bei allen Neuentwicklungen sehr kurz halten», erklärt B&R Geschäftsführer Hans Wimmer. Auch die enge Verzahnung von Entwicklung und Produktion am Stammsitz gehört seit Beginn der Firmengeschichte zu einem wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mit der Expansion am Standort Eggelsberg setzt der Technologieführer Mit der Expansion am Standort Eggelsberg setzt B&R auf die hohe Standortqualität. auf die hohe Standortqualität. B&R automatisiert Intralogistikzentrum. Im Rahmen der Werkserweiterung am Stammsitz in Eggelsberg, wurde ein vollautomatisches Hochregallager errichtet. Die Umsetzung des Intralogistikzentrums mit modernen Regalbediengeräten sowie Paletten­ fördersystemen erfolgt durch die TGW Systems Integration GmbH. Steuerung, Visualisierung und Antriebstechnologie stammen komplett von B&R. Das Hochregal­ lager hat eine Gesamtfläche von 6600 m², eine Regalhöhe von über 19 m bei einer Regallänge von 72 m sowie eine Kapazität von 18 000 Palettenstellplätzen. 330 Doppelspiele/Stunde, d.h. 660 Europaletten können pro Stunde präzise ein- und ausgelagert werden. Gekoppelt sind die RBGs mit acht Kommissionierplätzen auf zwei Ebenen mit automatischem Zu- und Abtransport der Paletten über Förderstrecken. Dank Netzrückspeisung und geringeren Leistungsaufnahmen der Servoumrichter können die Energiekosten um 1/3 gesenkt werden.

Das automatische Lagersystem ist komplett mit B&R Steuerungs- und Antriebstechnologie ausgestattet.

den noch bewältigen, in anderen Situationen jedoch ist der Einsatz von Systemen mit integriertem Konfigurationsmanagement das Gebot der Stunde. Dabei überwacht ein zentrales Sicherheitsgerät – in der Regel eine Sicherheitssteuerung mit austauschbarem Konfigurationsspeicher – die gesamte, sicherheitstechnische Konfiguration. Inkompatible Gerätetypen oder falsche Einstellungen werden vom System aufgedeckt und der Wiederanlauf sicherheitstechnisch verriegelt. Weiters bieten manche Systeme abnehmbare Klemmen, wodurch der Gerätetausch ohne Öffnen der Verkabelung ermöglicht wird. Erst mit diesen Technologien wird der Wartungstechniker in seiner Verantwortung spürbar entlastet. Die Wahl der richtigen Programmiersprache. Ein weiterer Aspekt ergibt sich im Aufbau und Sprachumfang der zu einem Sicherheitssystem notwendigen Konfigurationssoftware. Die ISO 13849-1 unterscheidet zwischen Programmiersprachen mit eingeschränktem Sprachumfang (LVL «Limited Variability Language» genannt) und solchen mit uneingeschränktem Sprachumfang (im Folgenden FVL «Full Variability Language» genannt). Programmiersprachen mit eingeschränktem Sprachumfang (LVL) stellen die Möglichkeit zur Verfügung, vordefinierte Bibliotheksfunktionen zu kombinieren, um die Sicherheitsanforderungen im Programm um­zusetzen. Der Anwender wird vor den sonst in der Programmierung üblichen Fehlerquellen geschützt. So ist beispielsweise das Bilden von Schleifen, die Verwendung von Zeigern (Pointer) und globalen Variablen verboten. Als LVL gelten die IEC 61131-3 Programmiersprachen FUP (Funktionsblockdiagramm, Funktionsablaufplan) und KOP (Kontaktplan). Manche Hersteller bieten hier auch proprietäre Lösungen an, wodurch aber das Applikationsprogramm bei einem Systemwechsel auf ein neues System nicht übernommen werden kann. Programmiersprachen mit uneingeschränktem Sprachumfang (FVL) bieten alle Möglichkeiten der Programmierung. Hierzu zählen neben den in der IEC 61131-3 genormten Sprachen AWL (Anweisungslisten) und ST (strukturierter Text) auch die Hochsprachen C, C++ und andere. Eine Programmierung in FVL kennt keine Einschränkung und beinhaltet somit auch alle Fehlermöglichkeiten die in der Programmierung denkbar sind. Hierzu zählen beispielsweise das Bilden von Endlosschleifen, Speicherverletzung durch verfälschte Zeiger oder fehlerhafter Zugriff auf globale Variablen. Diese vielen Fehlermöglichkeiten haben zur Folge, dass für die Implementierung der Anwendungssoftware in FVL ein wesentlich


Safety

aufwändigerer Entwicklungsprozess vorgeschrieben ist, als für eine Implementierung in LVL. So fordert die ISO 13849-1 demnach für Implementierungen in LVL einen sehr vereinfachten Software-Entwicklungsprozess. Für die Implementierung einer Anwendungssoftware in FVL hingegen wird auf die Normenreihe IEC 61508 verwiesen. Diese Normenreihe besteht insgesamt aus 7 Teilen mit zusammen ca. 430 Seiten. Alleine die Installation eines normkonformen Entwicklungsprozesses gemäss IEC 61508 stellt eine enorme Investition dar. Eine Software-Implementierung mit FVL ist somit mit einem ungleich höheren Aufwand verbunden als bei einer Implementierung mit LVL. Bei der Wahl der Programmiersprache ist man aus diesen Gründen gut beraten, sich auf LVL festzulegen. Bei der Systemauswahl sind daher die Konfigurationssoftware und deren Klassifizierung gemäss diesen Kriterien zu berücksichtigen. Integrated Safety Technology von B&R. Die Produkte der Integrated Safety Technology von B&R unterstützen in Bezug auf einfache Anwendungen, abgesicherte Wartungsszenarien und durchgängige Skalierbarkeit. Die Pro-

grammierung der Sicherheitsfunktionen erfolgt im SafeDesigner des Automation Studio. Dem Anwender stehen dazu neben den IEC 61131-3 konforme FUB und KOP Sprachelementen auch eine vom TÜV zertifizierte Bibliothek mit 20 Bausteinen für die Maschinenautomatisierung zur Verfügung. Diese Bausteine entsprechen vollständig dem Standard der PLCopen. Das Programmieren der Sicherheitsapplikation reduziert sich damit auf das virtuelle Verdrahten der logischen Bausteine. Diese sehr einfache und intuitive Arbeitsweise hat zur Folge, dass auch die entstehenden Anwendungen sehr klar strukturiert und übersichtlich sind. So werden Fehler schon sehr früh in allen Entwicklungsphasen vermieden. Der SafeDesigner trifft somit die Erwartungen eines LVL-Programmiersystems. Dennoch ermöglicht das Toolkit die Erstellung umfangreicher, komplexer Applikationen, da es im Umfang nicht auf die Konfiguration einzelner Bausteine eingeschränkt ist, sondern eine freie Programmierung im Rahmen der für LVL erlaubten Möglichkeiten verfügbar ist. Der Programmeditor meistert diesen Zielkonflikt zwischen freier Programmierung und Einschränkung auf LVL.

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Integrated Safety Technology von B&R entlastet den Wartungstechniker in seiner Verantwortung für die Sicherheit der Maschine. Das integrierte Konfigurationsmanagement sorgt für konsistente Konfigurationen und dokumentiert alle Eingriffe in den sicherheitsrelevanten Komponenten. Die Modularität des X20-Systems mit der abnehmbaren Klemme befreit den Wartungstechniker im Servicefall vor der brisanten Aufgabe, zum Tauschen einer Komponente die sicherheitstechnisch kritische Verdrahtung zu lösen. (tm)  n

Safety Day Am 17. September 2009 fand bei B&R in Frauenfeld der Safety Day statt. Die Veranstaltung bot den zahlreich erschienenen Gästen verschiedene Fachvorträge und Live-Demos sowie die Gelegenheit zum Personal Networking. Am Morgen stand die neue Maschinenrichtlinie im Vordergrund: Mario Luzzatto erläuterte die Änderungen gegenüber der bestehenden Richtlinie und wies auf ein paar knifflige Punkte hin. Am Nachmittag stellte Felix Roth die Safety Integration Technology von B&R vor und zeigte an einigen Beispielen deren Vorteile. Danach verkündeten die österreichischen B&R-Vertreter Franz Kaufleitner und Franz Eder in einer spielerischen Darbietung ihre Erkenntnis: Safety is Orange.

Lesen Sie das Interview mit Hans Wimmer in der nächsten Ausgabe der Megalink.

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Sensorik/Aktorik

Komplettes Sicherheitskonzept aus einer Hand

Pleuel schleifen, auf Nummer sicher Eine komplette Absicherung gibt es nie, aber es ist möglich, sehr nahe an eine vollkommene Sicherheitslösung heranzukommen. Dies zeigt sich am Beispiel einer Durchlaufschleifanlage für Pleuel von Automotoren, die mit einem Safety-Integrated-Konzept von Siemens auf ein sehr hohes Sicherheitsniveau gebracht wurde.

Die letzte Bearbeitungsstation vor der Abgabe der fertig geschliffenen Pleuel.

Pleuelflanken werden hochgenau geschliffen. Keine einfache Aufgabe, vor allem, wenn die beiden Pleuelaugen unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Der Schleifmaschinenhersteller Linear Abrasive in Marin (NE) entwickelte dafür eine Lösung und setzt dabei unter anderem auf die fehlersichere SPS Simatic S7 319F von Siemens. Bei den Durchlaufschleifanlagen werden die Pleuel auf einem Förderband an den Schleifscheiben vorbeigeführt. Die Spezialität dieser Anlage liegt darin, dass sich auch Pleuelstangen mit unterschiedlichen Abmessungen und Anfasungen der Pleuelaugen beidseits in einem Durchgang schleifen lassen. Dazu werden zwei miteinander verbundene Schleifeinheiten eingesetzt. Ein Roboter wendet dabei die Werkstücke zwischen beiden Maschinen, die alle 10 Sekunden einen fertigen Pleuel ausspucken. Alfred Schlaefli, Inhaber von Linear Abrasive und Entwickler dieser

Anlage: «Auf dieser Schleifanlage fahren wir mit Schnittgeschwindigkeiten bis 100 m/s. Dies setzt nebst einem stabilen Maschinenbett ebenso robuste und leistungsfähige Spindelantriebe voraus.» Dazu setzt er auf Asynchronmotoren 1PM4 von Siemens: «Diese Motoren zeichnen sich durch ihre Laufruhe und Drehzahlstabilität aus.» Sicherheit geht vor. Insgesamt 33 durch Servomotoren 1FK7 und 1FT7 angetriebene Achsen sorgen für die richtige Positionierung und den Durchlauf der Pleuel. Die hohe Schnittgeschwindigkeit und die vielen Antriebe sind sicherheitsrelevante Objekte, denn, so Alain Kobel, Verantwortlicher für den elektrotechnischen Bereich: «Besondere Gefahren treten bei Inbetriebnahmen und Wartungsarbeiten auf, da dabei manchmal mit laufender Schleifscheibe eingestellt wird. Erfasst diese ein nicht gesichertes Teil, kann

Infos

Siemens Schweiz AG Sector Industry Industry Automation and Drive Technologies 8047 Zürich Tel. 0848 822 844 automation.ch@siemens.com www.siemens.ch/automation

Auf dem Simatic Panel PC 577 B werden bei Störungsmeldungen die auslösenden Elemente direkt angezeigt.


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das mit einer solchen Wucht weggeschleudert werden, dass für die Mitarbeitenden Lebensgefahr besteht.» Dasselbe gilt für die vielen Achsen: «Es darf nicht vorkommen, dass jemand eine Achse in Betrieb setzt, während Arbeiten in der Maschine ausgeführt werden.» Zur Vermeidung solcher Zwischenfälle wird die ganze Anlage komplett mit Safety Technologie von Siemens abgesichert. Mobil bedienen. Eine fehlersichere SPS Simatic S7-319 F steuert die ganze Anlage. Alain Kobel: «Wir benützen die werkseitig vorhandenen, zertifizierten Programmblocks. Diese lassen keinen Eingriff Dritter zu.» Zudem können alle Aktionen und Eingriffe im Speicher des Rechners abgelegt und abgerufen werden. Alain Kobel gestaltet die elektrischen Verbindungen möglichst kontaktfrei und verwendet die dezentrale Peripherie ET 200S und Profibus mit Safety Telegramm (Profisafe). «Die Tür- und Notfallschalter werden direkt auf die dezentrale Peripherie ET 200S verdrahtet. Dies vereinfacht zudem die Programmierung, denn diese lässt sich auch in letzter Minute mit geringem Aufwand an neue Vorgaben anpassen – eine Neuverdrahtung entfällt. Zudem können Programmierung und Verdrahtung unabhängig voneinander ausgeführt werden, was die Montagezeit verkürzt.» Zusätzlich zum Simatic Panel PC 577 B setzt Alain Kobel hier erstmals das Simatic Mobile Panel 277 ein: «Diese mobile Bedienung begleitet den Bediener beim Einrichten und bei Wartungsarbeiten an der Maschine.» Die graphische Anzeige ist mit WinCC flexible programmiert. Sie führt den Maschinenbediener und zeigt bei allfälligen Alarmen direkt das auslösende Teil an.

Blick in den Steuerschrank. Die grosse Zahl der sicheren Sinamics S120 weist auf die hohe Achsenanzahl hin.

Sichere Antriebe. Auch bei den Antriebsmotoren ist Sicherheit oberstes Gebot. Hier arbeitet Alain Kobel mit Sinamics S120-Produkten. Deren integrierte Sicherheitsfunktionen mit eigenen Safety Klemmen und der sicheren Kommunikation (Profisafe) lassen sich ohne aufwändige Zusatzbeschaltungen ansteuern. «Dies vereinfacht die Sicherheitstechnik.» Je vier dieser Antriebe werden in einem Hub DMC 20 zusammengefasst. Trotz der Komplexität lassen sich auf dieser Maschine verschiedene Pleuel-Typen bearbeiten. Die entsprechenden Bearbeitungsvorgaben sind in der Steuerung hinterlegt. Der Anlagenbetreiber ruft das jeweilige Mo-

dell auf, das «Umrüsten» der Maschine erfolgt vollautomatisch und dauert weniger als fünf Minuten. Alfred Schlaefli ist mehr als zufrieden: «Mit Siemens haben wir einen Partner, der uns nicht nur mit einem kompletten Safety-Integrated-Konzept unterstützt; wir können auch im internationalen Umfeld auf ihn zählen, was unsere Kunden ebenfalls sehr schätzen.» (pm) n

Technik in Kürze Bei der für den kontinuierlichen Schleifprozess von Pleueln konzipierten Anlage bestehen infolge der Vielzahl von Spindeln und Achsen besonders in der Einricht- und Wartungsphase erhebliche Risiken für die Bediener. Mit der fehlersicheren SPS Simatic S7 319 F, der dezentralen Peripherie ET 200S und den sicheren Sinamics S120 für die Antriebssteuerung entspricht die Durchlaufschleifanlage komplett den geltenden Sicherheitsnormen.

Das Team von Linear Abrasive. Im Vordergrund in der Mitte Alain Kobel, Verantwortlicher für den elektrotechnischen Bereich, im Hintergrund rechts aussen Alfred Schlaefli, geschäftsführender Inhaber von Linear Abrasive.


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Interview

Interview mit Rahman Jamal, Technischer Direktor bei National Instruments

«Die PC-Messtechnik eröffnet neue Anwendungen» Mit einem softwaredefinierten Ansatz für den HF-Test hat National Instruments die Testgerätehersteller herausgefordert. Trotzdem arbeitet das Unternehmen bei der Entwicklung eines neuen Digitizers mit dem Hersteller von Stand-alone-Messgeräten Tektronix zusammen. Rahman Jamal, Technischer Direktor bei NI, steht Rede und Antwort.

«Die strategische Zusammenarbeit von NI und Tektronix stellt eine echte Trendwende in der Messtechnik dar.»

Matthias Laasch: National Instruments macht Werbung, bei der PC-Messtechnik einen angestaubten Turm von Testgeräten in den Schatten stellt. Suchen Sie jetzt die direkte Konfrontation mit den Geräteherstellern? Rahman Jamal: Zugegeben, der Vergleich treibt die Situation grafisch auf die Spitze. Dennoch enthält er einige Kernaussagen, die nicht von der Hand zu weisen sind. Zunächst stellt er die Welt der monolithischen Standalone-Instrumente denjenigen der modularen PC-basierten Messgeräte gegenüber.

AUTOR

Dr. Matthias Laasch, Chefredaktor Elektronik Informationen Infos

National Instruments 5408 Ennetbaden Tel. 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com ni.com/switzerland

Beide Welten unterscheiden sich grundlegend von ihrem methodischen Ansatz her. Bei der einen legt der Hersteller fest, was die einzelnen Messgeräte zu leisten haben, während bei der anderen die Gesamtfunktionalität der Plattform vom Anwender bestimmt wird. Aber Sie stehen dennoch im Wettbewerb, und Sie graben den Geräteherstellern Marktanteile ab? Das könnte man so annehmen – wenn die Welt schwarz-weiss wäre. In der Realität ist diese starke Trennung aber so nicht vorhanden, denn oft findet man in einem PC-basierten Ansatz viele Stand-alone-Messgeräte, die dedizierte Aufgaben übernehmen. Aus­ serdem eröffnet die PC-Messtechnik in der Praxis neue Anwendungen, die vorher überhaupt nicht denkbar gewesen wären. Wo denn zum Beispiel? Sehen wir uns die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Automatisierte Fertigung beispielsweise mal etwas genauer an: Meines Erachtens wird hier am deutlichsten, in

welcher Phase der Wertschöpfungskette welcher Ansatz am geeignetsten ist. Nehmen wir dazu mal ein Oszilloskop. Stand-alone-Oszilloskope sind optimiert für eine interaktive Benutzung, die in erster Linie in der Entwicklung ihren Einsatz findet. Ihr Hauptvorteil liegt in der schnellen Darstellung und Erfassung des Signals. Modulare Digitizer auf der anderen Seite sind optimiert für automatisierte Testanwendungen, die typischerweise in der Fertigung zu finden sind. Die Hauptvorteile des Digitizers auf Basis der auf die Belange der Messtechnik zugeschnittenen Industrie-Plattform PXI sind hoher Datendurchsatz und die enge Integration und Synchronisation mit anderen PXI-basierten modularen Instrumenten, was letztlich zu einer Reduzierung der Gesamtkosten und -zeit des Testens führt. Das bedeutet also, PC-basierte Messtechnik und dedizierte Messgeräte können einander sinnvoll ergänzen. Genau. Für den Anwender geht es vor allem darum, die Gesamtzeit einer automatisierten Testanwendung signifikant zu reduzieren. Dies lässt sich erreichen durch die Integration einer Vielfalt von Funktionen, die traditionell von Multimetern, Signalgeneratoren et cetera bewerkstelligt wurden, in ein komplettes Gesamttestsystem von geringer Grös­se. Dies reduziert nicht nur Kosten, sondern auch die Testzeiten und ermöglicht eine grössere Flexibilität beim Testen. Darüber hinaus lassen sich neben herkömmlichen Testfunktionen auch Bereiche wie Bildverarbeitung oder Motorsteuerung integrieren, die ganz neue Testmöglichkeiten eröffnen, bei-


Interview

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prietäre SiGe-ASICs von Tektronix und Design-Know-how bilden die Grundlage für die Hochgeschwindigkeits-Signalerfassung mit wenig Rauschen und hoher Linearität, was für eine erstklassige Signalintegrität sorgt. National Instruments’ führende Rolle bei Software, die proprietäre SMC-Technologie (SMC, Synchronization and Memory Core) sowie die langjährige Erfahrung im Bereich PC-gestützter Messtechnik resultieren letztendlich in einem Hardwareprodukt mit äus­ serst hohem Datendurchsatz. Dies führt zu schnellerer Testausführung sowie präzisen Timing- und Synchronisationsmöglichkeiten über mehrere Module hinweg, so dass integrierte Prüfsysteme mit vielen schnell abtastbaren Kanälen erstellt werden können. Kurz: Die Kombination der schnellen Signal­ erfassung mittels SiGe-ASIC und der PXIHardwareplattform bildet die Grundlage dieses nahtlos integrierten Messsystems.

«Der Anwender soll seine Aufgabe besser, schneller und kostengünstiger erledigen können.» spielsweise das Testen eines Handys: Hier werden Displays optisch geprüft und die Bedienung der Tastatur getestet und das Ganze in den Herstellungsprozess integriert. Aus dem Sich-Ergänzen ist offenbar eine gezielte Entwicklungskooperation geworden. Anfang August haben NI und Tektronix einen gemeinsamen Highspeed Digitizer angekündigt. Worum geht es dabei genau? Hierbei handelt es sich um einen PXI-Express-Digitizer, der eine Bandbreite von über 3 GHz, Abtastraten über 10 GS/s, mehr als 600 MByte/s Datendurchsatz und Synchronisationsmöglichkeiten mit anderen Modulen

bietet. Das Ziel sind kompakte, integrierte Prüfsysteme mit einer grossen Anzahl an Messkanälen. Darüber hinaus geht es darum, solche Testsysteme in ein Gesamtsystem zu integrieren, das sich nicht nur auf die Mess- und Prüftechnik beschränkt. Letztendlich soll der Anwender dadurch seine Aufgabe besser, schneller und kostengünstiger erledigen können. Was prädestiniert Tektronix für eine solche Zusammenarbeit mit NI? National Instruments und Tektronix haben eine lange Historie in puncto Zusammenarbeit, was genau genommen bereits in den 1980er-Jahren begann. Damals unterstützte National Instruments Tektronix-Kunden dahingehend, dass es Messgerätetreiber für LabView für Tektronix-Oszilloskope zur Verfügung stellte. Mittlerweile umfasst das Gerätetreibernetzwerk über 7000 Messgeräte von über 275 verschiedenen Herstellern. Der jetzt aktuelle Digitizer als jüngstes Beispiel ist jedoch die erste gemeinsam entwickelte Hardware. Welchen Anteil haben beide Unternehmen an der Neuentwicklung? Beide Unternehmen bringen ihre Stärken ein, um anspruchsvollen Anwendungen erhöhte Leistung zur Verfügung zu stellen. Pro-

Welche Rolle spielt NIs Schlüsselprodukt LabView in dieser Entwicklung? Die Entwicklungsumgebung LabView nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein. Die Gesamtfunktionalität solch eines modularen Messsystems wird letztlich vom Anwender über die Software bestimmt. Damit hat er die Freiheit, auf seine Anforderungen zugeschnittene Testkonstellationen auf Basis der PXI-Plattform zu realisieren. Nicht zufällig sprechen wir in diesem Zusammenhang von softwaredefinierten Messsystemen. Und was bedeutet eine solche Kooperation für Sie? Wir möchten für den Anwender auf der Basis unserer PXI- und LabView-Plattformen eine Infrastruktur bereitstellen, die es ihm ermöglicht, seine gezielte Aufgabe zu realisieren, die mit einem herkömmlichen Messgerät mit vorgegebener Funktionalität kaum zu bewerkstelligen ist. Diese Kooperation stellt eine weitere Weiche, um dem Anwender die grösstmögliche Flexibilität ohne Einbussen in der Leistungsfähigkeit zu bieten. Wenn Sie so wollen, stellt diese strategische Zusammenarbeit bezüglich einer gemeinsamen Hardwareentwicklung auch eine echte Trendwende in der Messtechnik dar: Hier wird beispielhaft gezeigt, zu welchen Dimensionen man mit solch einer Kooperation – zwischen einem Anbieter traditioneller Messgeräte und einem Verfechter der computerbasierten Messtechnik – gelangen kann. (pm) n

«Die Hauptvorteile des Digitizers auf Basis der auf die Belange der Messtechnik zugeschnittenen Industrie-Plattform PXI sind hoher Datendurchsatz und die enge Integration und Synchronisation mit anderen PXI-basierten modularen Instrumenten.»


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Messe

NI Week 2009: «Do more»

Innovationen – jetzt erst recht Auch an den NI Week 2009 war die Wirtschaftskrise ein Thema – doch im Zentrum standen zum Glück Innovationen wie die neueste LabView Version 2009 mit all ihren Möglichkeiten. Die Spezialisten von National Instruments nahmen die Krise als Ansporn, jetzt erst recht in Entwicklungen zu investieren und mehr zu machen. Wie gewohnt, präsentierte National Instruments während den drei Tagen der NI Week ein wahres Feuerwerk von neuen Produkten.

Der Delta Roboterarm ist ein komplexes Motion-Control-System, das mit NI LabView und einem I/O-Modul der C-Serie gesteuert wird.

«Die Finanzingenieure haben es so richtig vermasselt. Jetzt ist der Zeitpunkt für die richtigen Ingenieure, richtigen Wissenschaftler und wahre Innovationen gekommen.» Mit dieser provokanten Aussage erntete John Graff, Vizepräsident Marketing und Kundenbetreuung bei National Instruments, an der NI Week 2009 in Austin/Texas von den Fachbesuchern tosenden Applaus. John Graff forderte die Zuhörer auf, mehr zu tun – «do more». Während den Keynotes präsentierten die Experten von National Instruments die passenden Werkzeuge dazu, damit die Ingenieure mehr Testen, Designen oder Steuern können. Parallele Systeme noch effizienter entwickeln. LabView 2009, die neueste Version der Plattform für das grafische Systemdesign von Steuer-, Regel-, Prüf- und Embedded-Syste-

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National Instruments 5408 Ennetbaden Tel. 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com ni.com/switzerland www.ni.com/niweek/

An den NI Week Keynotes wird Technik oft spielerisch demonstriert, wie hier Mike Santori, Business and Technology Fellow, mit einer noch nicht ganz marktreifen Entwicklung.

men, unterstützt parallele Systeme noch besser. Windows XP und LabView Real-Time können auf demselben Controller laufen, ohne sich gegenseitig auszubremsen. Dies wird möglich, indem die Betriebssysteme auf separaten Prozessorkernen ausgeführt und die Systemressourcen effizient eingeteilt werden. Darüber hinaus wurden Compiler und IP, die das Design von Field-Programmable Gate Arrays (FPGAs) vereinfachen, weiter optimiert. Mit der aktuellen Version von LabView lässt sich Programmcode auf Wireless-Sensornetzwerken implementieren, so dass sich intelligente Mess- und Überwachungssysteme erstellen lassen. Aus­serdem stehen neue Lösungen für den Test verschiedenster Wireless-Standards, darunter WLAN, WiMAX, GPS und MIMOSysteme, auf einer einzigen Hardwareplattform zur Verfügung. LabView 2009 vereinfacht auch die Echtzeitmathematik, indem das Design mathematischer Algorithmen sowie deren Ausführung auf Echtzeithardware optimiert wird. Mit Fokussierung zum Erfolg. «Die heutige Wirtschaftslage verlangt von Ingenieuren und Wissenschaftlern, ihre Projekte mit weniger Ressourcen und in kürzerer Zeit abzuschliessen», so Dr. James Truchard, Präsi-

dent, CEO und Mitgründer von National Instruments. «Da sich durch Investitionen in Infrastruktur, Umweltüberwachung oder Medizintechnik immer neue Gelegenheiten bieten, haben wir uns bei der Entwicklung von LabView 2009 auf Schlüsseltechnologien wie Multicore, FPGA-Design, Wireless-Plattformen und Echtzeitmathematik konzentriert, um die Innovation auf diesen Gebieten zu fördern.» Während die Virtualisierung eine neue Methode für das Design paralleler Systeme erschliesst, bietet LabView 2009 auch Verbesserungen bei bestehenden Technologien für das parallele Design, etwa der MulticoreProgrammierung und der FPGA-Entwicklung. So umfasst LabView 2009 eine neue parallele For-Schleife, die Schleifendurchläufe über mehrere Prozessoren verteilt, um die Ausführungsgeschwindigkeit eines Prozesses zu erhöhen. Auch die FPGA-Programmierung wird noch weiter vereinfacht, da sich durch frühe Rückmeldungen zur Kompilierung und das Hervorheben kritischer Pfade die Auslastung von FPGA-Ressourcen leichter vorhersagen und Timing-Verstösse besser beheben lassen. Darüber hinaus sorgt die neue optimierte FPGA IP für höhere Durchsätze bei Mathematik und Signalverarbeitung. (pm)  n


ANTRIEBE UND FLUIDIK

Mehr Antrieb für weniger Wasserverbrauch Im Südosten Australiens werden maxon-Motoren in Schleusen von modernen Bewässerungsanlagen eingesetzt. Mit diesem System sollen jährlich über 700 Milliarden Liter Wasser allein im Staat Victoria eingespart werden. maxon-REMotoren sind dafür verantwortlich, dass sich die Schleusen automatisch öffnen und wieder schliessen. In Zukunft wird ausserdem der maxon-RE-65-Motor mit GP81- Planetengetriebe und MR-Encoder zum Einsatz kommen. maxon motor ag 6072 Sachseln Tel. 041 666 15 00 info@maxonmotor.com www.maxonmotor.com

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in motion/Antriebe und Fluidik

Automatische Medikamentenabgabe per Kleinantrieb So gross wie die Bandbreite der Krankheiten ist auch die Anzahl der Medikamente. Jede einzelne Verschreibung muss exakt nach Rezept an den Kunden abgegeben werden. Diese anspruchsvolle Aufgabe bindet viele qualifizierte Apothekenmitarbeiter mit der schnöden «Handarbeit» des Zusammensuchens. Einen neuen Weg geht nun die automatische Medikamentenausgabe.

War der Apotheker früher für einen Grossteil der Medikamente noch Hersteller im Sinne von mischen, anrühren und abfüllen, so wandelte sich das Bild der Apotheke in der Neuzeit zum spezialisierten Verteilzentrum fertiger Medikamente. Schon seit längerer Zeit werden die Medikamente vom Grosshandel aus nach Bestelleingang automatisch komissioniert an die einzelnen Apotheken abgegeben. Das spart Zeit und damit Kosten bei gleichzeitig schnellerem Kundenservice. Dieses Prinzip hat nun Script Pro aus Mission in Kansas auf die einzelne Apotheke übertragen. Um eine einfache Umstellung zu ermöglichen, wurde die automatisierte Verteileranlage in den Massen bisher üblicher, manuell bedienter Regalanlagen konzipiert. Das bedeutet natürlich Einschränkungen bei der Baugrösse der eingesetzten mechanischen Komponenten. Aus diesem Grund arbeitet der Hersteller mit dem Kleinantriebsspezialisten MicroMo Electronics Inc. zusammen, einem Mitglied der Faulhabergruppe. So konnte schnell eine passende Lösung für eine zuverlässige Antriebsquelle der automatischen Verteilung gefunden werden. Weniger ist oft mehr. Viele unterschiedliche Medikamente erfordern bei der Lagerung ein grosses Volumen. Dazu kommen noch unterschiedliche Abgabeformen wie lose Schüttung von Pillen in grösseren Vorratsdosen oder fertig verpackte grössere Einheiten

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Die Pillendose am Kranausleger wird vor Ort aus dem Vorratsbehälter gefüllt.

in Schachteln, Gläsern oder Tuben. Alle diese Einheiten muss ein Verteilersystem störungsfrei auswählen, abzählen und transportieren können. Pillen in freier Schüttung können je nach Oberflächenzusammensetzung

Ein Zahnrad an der Vorratsdose wird zur Pillenausgabe über ein Ritzel vom Kranausleger aus bewegt.

stark aneinanderhaften. Daher ist nicht nur ein hohes Drehmoment für die Überwindung des Losbrechmomentes einzelner Pillen gefragt, die Bewegung muss auch noch präzise dosiert sein, um einzelne Pillen zuverlässig abgezählt zu fördern. Als besonders platzsparende wie auch preiswerte Lösung bot sich ein miniaturisiertes Kransystem an. Der Kranausleger selbst ist das einzige autark bewegliche Teil der Anlage. Er enthält alle nötigen Antriebe auf kleinem Raum. In der Basisvariante des Systems bedient so ein Ausleger über 100 speziell entwickelte Pillenbehälter. Der Arm fährt mit einer leeren Abgabe-Dose in Position vor den Vorratsbehälter. Ein am Boden des Behälters liegendes Zahnrad wird nun über ein von vorn eingreifendes Zahnrad des Kranarms angetrieben. Löcher im grossen Vorratszahnrad erlauben dann einzelnen Pillen den Durchgang ins Freie, d.h. in die Abgabe-Dose. Dieser Abzähl-Vorgang ist dank Das System im Überblick: Vorratsschrank mit den Dosen und Ausgabeterminal mit Bedienungsteil.


i n im n om t iootn io /A nn /A tr n iterbi e buen u d nFdl u F ildui ik-

exakter Positionierung aller Komponenten mit 99,7% sehr genau. So bleibt zum einen mehr Platz für die eigentlichen Lagerbehälter, zum anderen sinkt die Anzahl der benötigten Antriebe drastisch. Weniger Antriebe bedeutet jedoch auch eine höhere Belastung der einzelnen Motor-Getriebeeinheit. Für den langjährigen Betrieb kommen daher nur robuste, verschleissarme Motoren mit entsprechenden Getriebevorsätzen in Frage. Präzise im Dauereinsatz. Gerade für Apotheken, die in grossen Krankenhäusern oder als Online-Apotheke Tag und Nacht viele Rezepte bewältigen müssen, ist absolute Zuverlässigkeit obligatorisch. Dabei sollen die Kosten für das neue System natürlich möglichst gering bleiben, damit sich die Investition schnell amortisiert. Hier greift der modulare Aufbau des Systems. Neben der Grundversion mit 200 Vorratsdosen für die reine Pillenausgabe gibt es noch Lösungen für Tuben, Schachteln und andere Packungsvarianten. Bei hohen Umschlagszahlen empfiehlt sich, die Vorratsbehälter automatisch zu füllen. Jede einzelne Funktion stellt aber unterschiedliche Ansprüche an den eingesetzten Antrieb. Eine variantenreiche Antriebslösung ist aber lo-

Der Kleinmotor mit integriertem Encoder baut besonders kompakt. Im Schnitt: Moderner EC-Kleinmotor aus Stator mit Spule, Läufer mit Magneten und der beidseitigen Lagerung bietet Präzision und lange Lebensdauer.

gistisch, wartungstechnisch und von der Baugrösse her ungünstig. Die Antriebsspezialisten konnten hier Abhilfe schaffen. Langlebige, praktisch verschleissfreie EC-Motoren mit 24 mm Durchmesser bauen trotz hoher Leistung vergleichsweise klein. Eine angepasste Ansteuerung in Verbindung mit an-

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flanschbaren Kompaktgetrieben kann in gewissen Grenzen praktisch jede Drehmoment- oder Drehzahlanforderung bedienen. Im Antrieb integrierte oder externe Positionsmelder und Encoder erlauben eine exakte Ausrichtung aller Komponenten. So können unterschiedliche Elemente wie z.B. die Gewindestange für den weiteren Pillendosentransport oder die Pic-and-Place-Funktion für die Dosen am Kranarm mit den gleichen Motoren betrieben werden. Unterschiedlich sind nur die Getriebe und Encoder. Das spart Konstruktions- wie Logistikaufwand und damit Kosten. Gerade wenn hohe Anforderungen eine kompakte Bauform verlangen, sind moderne EC-Kleinantriebe eine gute Lösung. Präzise Positionierung und langjährige zuverlässige Funktion ist heute Stand der Technik. Selbst die hohen Anforderungen in der Medizintechnik können heute oft schon von Standard- oder nur leicht modifizierten Antrieben erfüllt werden. Eine frühzeitige Einbindung der Antriebsspezialisten bereits in der Konstruktionsphase erlaubt häufig eine besonders günstige Antriebslösung, die Funktion und Kosten gleichermassen optimal berücksichtigen kann. (pm) n

Streberle.

So klein und schon so gute Noten? Mit seinen 52 mm Baulänge und 63 mm Durchmesser wirkt es glatt, als hätte der VDC-3-49.15 eine Klasse übersprungen! So ist es auch, denn dank Schutzart IP54, einem komplett integrierten 4-Quadranten-Drehzahlregler und umfangreicher Zusatzfunktionen, spielt dieser Antrieb bereits in einer Klasse, die sonst nur Innenläufern vorbehalten ist. Mit seinem robusten Design, einem Nennmoment von 250 mNm und über 100 W Nennleistung ist er dabei auch im Sport unter den Besten. Wer sagt jetzt, dass Streber keine Freunde haben? www.ebmpapst.ch ebm-papst AG, Rütisbergstr. 1, 8156 Oberhasli, Tel.: +41 44 732 20 70, E-Mail: verkauf@ebmpapst.ch

Die Wahl der Ingenieure


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in motion/Antriebe und Fluidik

Mehr Antrieb für weniger Wasserverbrauch Im Südosten Australiens werden Elektroantriebe in Schleusen von modernen Bewässerungsanlagen eingesetzt. Ingenieure bezeichnen das neue System mit dem Namen «Total Channel Control» als zukunftsweisend und rechnen damit, jährlich über 700 Milliarden Liter Wasser im Staat Victoria einzusparen. Damit könnte man 11 Millionen Schwimmbecken füllen.

Waldbränden verschont. Da zählt jeder Tropfen Wasser. Nicht zuletzt deshalb wird in Australien viel unternommen, um den Wasserhaushalt möglichst effizient zu gestalten. So haben Ingenieure beispielsweise ein neuartiges Schleusensystem für die Bewässerung von Ackerland entwickelt. Bei der präzisen Steuerung der Wasserschleusen, auf Englisch «Flume Gates» genannt, zählt man auf Antriebe von maxon motor. Effizientes Wassermanagement.

Zwei Schwimmbecken pro Jahr – so viel Wasser verbraucht der durchschnittliche Europäer. In dieser komfortablen Lage sind nicht alle Menschen auf dieser Welt. Dürren und Wassernöte in Ostafrika, China oder Australien haben uns in den letzten Jahren immer wieder daran erinnert, dass fliessendes Wasser keine Selbstverständlichkeit ist. Gerade in Australien herrschte Anfang 2007 eine Jahrhundertdürre und bis heute blieb der fünfte Kontinent nicht von verheerenden

Autor

Michel Riedmann Marketing & Communications maxon motor ag 6072 Sachseln Infos

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Effizientes Wassermanagement. Die Stadt Melbourne verbraucht pro Jahr 400 Milliarden Liter Wasser. Dabei verlässt sich die Metropole in erster Linie auf den Goulburn-Murray Bewässerungsdistrikt, der 70 % des Wasservorkommens im Staat Victoria auf die Städte und auf die Landwirtschaft verteilt. Jährlich fliessen 2500 Milliarden Liter durch die Kanäle von Goulburn-Murray. Bis heute gingen im Jahr durchschnittlich 750 Milliarden Liter davon aufgrund ineffizienter Wasserverteilung verloren. Und das in einer der beiden «Kornkammern» Australiens. Mit der Hilfe einer neu entwickelten Bewässerungstechnologie namens «Total Channel Control» (TCC) will man dies nun ändern. TCC ist ein präzises Schleusensystem. Jedes «Flume Gate» (Wasserschleuse) kann per Funk innerhalb von zwei Stunden angesteuert werden. Das ermöglicht den Bauern beispielsweise, dass sie per Internet oder SMS genau dann Wasser für die Felderbewirtschaftung bestellen können, wenn sie es brauchen. Dabei wird der Durchfluss ganz genau berechnet, dass nur so viel Wasser fliesst, wie wirklich benötigt wird. Bis anhin kam in Australien zur Ackerlandbewässerung eine fast hundertjährige Methode zum Einsatz. Mit dem «Dethridge wheel», ähnlich einem Mühlenrad, wurde das Wasser zum Agrarland geleitet. Für die «Dethridge wheels» waren «water officers» zuständig, welche die Räder von Hand an- und

abstellen mussten. Und das in oft unwegsamem Gelände. So dauerte es auch bis zu 24 Stunden, bis die Bauern ihr bestelltes Wasser bekamen bzw. bis es wieder abgedreht wurde. Dieses mittelalterliche Vorgehen war vor allem aus zwei Gesichtspunkten ineffizient: Einerseits ging Wasser durch Verschüttungen verloren oder versickerte aufgrund von Lecks in verrosteten Verteilerrädern. Andererseits wurde aufgrund des 24-stündigen Handlungsspielraums Wasser selbst nach ergiebigen Regenfällen noch auf landwirtschaftliche Flächen geleitet, auch wenn die Pflanzen dieses eigentlich nicht mehr benötigten. Effiziente Antriebssysteme. Jedes der 2500 «Flume Gates», die auf einer Kanallänge von über 1000 Kilometern im Südosten Australiens zum Einsatz kommen, ist mit einem Antrieb von maxon motor bestückt. Beim Betreiben der «Flume Gates» setzen die Ingenieure vor allem auf Gleichstrommotoren, weil diese mit einem Wirkungsgrad von über 90 % sehr wenig Energie verbrauchen. Denn Strom erhalten die Wasser-

Den Strom erhalten die Wasserschleusen aus Solarzellen.


in motion/Antriebe und Fluidik

Treiben die Schleusen an: maxon DC-Motor, Planetengetriebe und MR-Encoder.

schleusen aus Batterien, welche von Solarzellen aufgeladen werden. Ein weiterer Grund, der für maxon motor spricht, ist die lange Lebensdauer und Robustheit der REMotoren, die unter anderem auch auf dem Mars eingesetzt werden. Da sich die «Flume Gates» quer verstreut an häufig schwer zugänglichen Orten befinden, wäre eine kontinuierliche Wartung und Reperatur mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Mittels Sensoren, die sich in Agrarfeldern befinden kann der effektive Bodenfeuchtigkeitsgehalt gemessen werden. Für die Australischen Bauern bringt das den grossen Vorteil, dass sie in Zukunft nicht mehr selbst entscheiden müssen, wann wie viel Wasser auf ihre Felder fliessen soll, weil das Bewässerungssystem die Pflanzen kontinuierlich mit der nötigen Feuchtigkeit versorgt. Das spart nicht nur Kosten für die Landwirtschaft,

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Schnitt eines maxon DC-Motors. Das Besondere: Mit bis zu über 90 % Wirkungsgrad übertrifft er andere Motorsysteme bei Weitem.

Hoher Wasserverbrauch – Umweltagentur rüffelt die Europäer Von satt begrünten Golfbahnen bis zum gigantischen Wasserverbrauch in der industriellen Landwirtschaft: Im Schnitt benötigt jeder Europäer 5300 Kubikmeter Wasser pro Jahr – also das Fassungsvermögen von zwei olympischen Schwimmbecken. Zu diesem Schluss kommt ein neues Gutachten der EU-Umweltagentur (EEA) in Kopenhagen. EEA-Chefin Jacqueline Glade nannte den Gesamtwasserverbrauch angesichts der Klimaveränderungen mit zunehmender Dürre im südlichen Europa einen «Raubbau, der gravierende Auswirkungen haben wird». Auch in Teilen Nordeuropas werde der Wasserstress zunehmen, weil insgesamt zur kurzfristigen Behebung von Wasserknappheit immer grössere Wassermengen aus den Oberflächen- und Grundwasserreservoirs entnommen würden. «Beim Wasser leben wir über unsere Verhältnisse», heisst es in dem Bericht. Die Agentur nannte zwei wichtige Faktoren, die das Problem noch verschärfen: Wasserdiebstahl, der vor allem in der Landwirtschaft auftrete und Wasserverlust durch defekte Wasserleitungen. In einigen Teilen Europas gingen auf diese Weise 40 Prozent des Wassers verloren.

Nach den Erhebungen der EEA werden in Europa 44 Prozent des entnommenen Wassers für die Energieerzeugung verwendet. Dieses Wasser werde aber zum grössten Teil wieder zurückgeleitet. Doch Experten wissen bereits jetzt, dass Wassermangel auch die globale Energieversorgung bedrohen kann. 24 Prozent des europäischen Wasserverbrauchs entfallen auf die Landwirtschaft, 21 Prozent auf die öffentliche Wasserversorgung und 11 Prozent auf die Industrie. Im besonders von Dürren bedrohten südlichen Europa allerdings würden 60 und teilweise sogar 80 Prozent zur Bewässerung von Feldern eingesetzt. Um der zum Teil drohenden Wasserknappheit zu begegnen, machen die EEA-Experten mehrere Vorschläge. So fordern sie, dass geklärte Abwässer, sogenanntes Grauwasser – also fäkalienfreies, gering verschmutztes Wasser, das etwa beim Hände- oder Wäschewaschen anfällt – und gesammeltes Regenwasser stärker als bisher genutzt werden. Agenturchefin Glade sagte: «Wir müssen die Nachfrage drosseln, die Entnahmemengen auf ein Minimum reduzieren und die Effizienz der Wassernutzung verbessern.»

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in motion/Antriebe und Fluidik

sondern vor allem Wasser für die Bevölkerung: momentan über 700 Milliarden Liter. Bei der Vorstellung, dass der ganze australische Kontinent lediglich 1% des weltweiten Bewässerungsmarktes ausmacht, wird das Sparpotenzial umso eindrücklicher. Und Sparen ist das Schlagwort der Stunde. So hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) vor einer grossen Wasserknappheit in weniger als 20 Jahren gewarnt. Wenn die derzeitigen Entwicklungen andauerten, würden im Jahr 2025 mehr als 1,8 Milliarden Menschen in Gegenden mit grosser Wasserknappheit leben. Kein Wunder, beginnt nun auch in Amerika und Nordafrika der Aufbau von TCC-Systemen. (tm) n

Ein Antriebssystem für neue Perspektiven

Movigear vereint das Getriebe mit einem Motor und der dazu passenden Antriebselektronik in einem Produkt und gewährleistet eine hohe Ausnutzung aller technischen und wirtschaftlichen Vorteile dieser drei Antriebskomponenten. Viele Anwendungen der horizontalen Fördertechnik erfordern während der Anlaufphase ein erhöhtes Drehmoment. Movigear stellt ein 3bis 4-faches Anlaufmoment gegenüber dem Dauermoment zur Verfügung. Die Antriebseinheit kann optimal auf den Dauerbetriebspunkt dimensioniert werden. Die installierte Anlagenleistung wird dadurch deutlich reduziert. Zusätzliche elektrische Elemente wie Sicherungen, Schalter, Netzversorgungen etc. können kleiner dimensioniert werden. Movigear ist kompakter als herkömmliche Lösungen und spart ca. 20–25 % Einbauraum. Der Wirkungsgrad liegt weit über dem Wert der Wirkungsgradklasse IE4 (Super Premium Efficiency). Alfred Imhof AG, 4142 Münchenstein Tel. 061 417 17 17, info@imhof-sew.ch www.imhof-sew.ch

Herzstück des maxon-Motors ist die eisenlose Wicklung, System maxon. Dieses Motorprinzip hat seine ganz besonderen Vorteile. Das magnetische Rastmoment fehlt völlig und die elektromagnetischen Störungen sind vernachlässigbar gering. Der Wirkungsgrad übertrifft mit bis zu 90 % andere Motorsysteme bei Weitem.

Starke Schrittmotoren Mit fünf neuen Schrittmotoren des Flanschmasses 86 mm (NEMA 34) mit einem Haltemoment von 4,0 bis 13,6 Nm erweitert B&R seine Produktpalette um weitere leistungsstarke Standards für die Automatisierungsbranche. Aufbau und Ansteuerung ermöglichen eine hochgenaue und kostengünstige Positionierung ohne Gebersystem. Die 80MPH-Serie mit einem 86-mm-Flansch sowie die 56-mm-Motoren der 80MPD-Serie gehören – bezogen auf Haltemoment und Baulänge – zu den leistungsfähigsten und stärksten am Markt. Ausgestattet mit einem Aluminiumgehäuse ermöglichen die Motoren den Transport der Verlustleistungswärme mit möglichst geringem thermischem Widerstand. Die Erwärmung des Motors kann dadurch deutlich reduziert werden, wodurch die Lebensdauer des Kugellagers erhöht wird. Als wichtige Kernkomponente legte B&R vor allem im Zuge der Auswahl des Kugellagers besonderes Augenmerk auf die Einhaltung höchster Qualitätskriterien. So schützen die anliegenden Dichtlippen nicht nur vor Ölverlust, sondern verhindern das Eindringen von Schmutzpartikeln, wodurch die Leistungsfähigkeit des Schmiermittels in vollem

Umfang erhalten bleibt. Die optionale IP65Erweiterung mit eingebauter Klemme für die Motorrückseite erleichtert die Verdrahtung und ermöglicht den Einsatz in besonders rauen Umgebungsbedingungen. Durch die Dimensionierung der verwendeten Komponenten können die Motoren hohe Längs- und Querkräfte aufnehmen. Wahlweise werden die Schrittmotoren mit oder ohne Gebersystem geliefert. Die hohe mechanische Robustheit der magnetischen Geber sorgt für den störungsfreien Betrieb im industriellen Umfeld. B&R Industrie-Automation AG, 8500 Frauenfeld Tel. 052 728 00 55, office@br-automation.ch www.br-automation.ch

Entlüftungsventil sorgt für Sicherheit Das Druckaufbau- und Entlüftungsventil MS6-SV von Festo ist ein eigensicheres System, das nach den neuesten Sicherheitsrichtlinien EN ISO 13849-1 (Kategorie 4, Performancelevel «e») zertifiziert und geprüft ist. Es sorgt bei plötzlichem Not-Aus in sicherheitskritischen Bereichen der Anlage zuverlässig für schnelles Entlüften und schafft dadurch Sicherheit für Mensch und Maschine. Festo AG, 8953 Dietikon, Tel. 044 744 55 44 info_ch@festo.com, www.festo.ch


Kompaktmotoren: leise, dynamisch und leistungsstark Der elektronisch kommutierte ECI-Compact, der über 100 mNm Nenndrehmoment verfügt, überzeugt durch seine herausragende Dynamik über den gesamten Drehzahlbereich sowie sein hohes überlastsicheres Anlaufmoment. Als ideale Einheit von Motor und Getriebe arbeitet er äusserst robust, zuverlässig und extrem leise. Darüber hinaus ist der Innenläufermotor ein Allinclusive-Antrieb, bei dem die Kommutierungselektronik und ein hochkompakter, digitaler 4-Quadranten-Drehzahlregler bereits platzsparend integriert sind. Für Anwender bedeutet dies ein Minimum an Ansteuerungsaufwand und grösstmögliche Flexibilität im Betrieb, sodass sich ohne hohen Entwicklungsaufwand unterschiedlichste Applikationen bedienen lassen. Der digitale Drehzahlregler bietet dafür hervorragende Features. Mittels Flashtechnologie lässt sich die Motor-Software bereits in der Produktion mit einem speziellen Programmierprozess individuell variieren. Ein kostengünstiges und intelligentes Feintuning gemäss den kundenspezifischen Anforderungsprofilen, Funktionalitäten und Parametrierungen wie Drehzahlbereich, Überlastfähigkeit oder Regeldynamik ist deshalb schnell und einfach durchführbar. ebm-papst AG, 8156 Oberhasli, Tel. 044 732 20 70, verkauf@ebmpapst.ch, www.ebmpapst.ch

Ein geregelter Antrieb für linear betätigte Prozessventile

Ihr Partner für: Kompakte Servoantriebe Platzsparend, leistungsstark

Sein all-in-one-Design und die technischen Details prädestinieren den DFPI für die Steuerung von Absperrschiebern und Absperrwehren mit geregelten Hüben: integriertes Wegmesssystem über linear potentiometrischen Wegsensor, Ventilblock, Stellungsregler und ein extrem robuster Anschluss. Die Inbetriebnahme ist dank Selbstinitialisierung ebenso schnell und einfach wie die Integration in eine vorhandene Steuerungsarchitektur über SPS mit Sollwertsignal 4 bis 20 mA. Festo AG, 8953 Dietikon, Tel. 044 744 55 44 info_ch@festo.com, www.festo.ch

Metallbalgkupplungen Steckbar, leicht montierbar

Servo-Stellzylinder

Direkte Antriebe Langlebig, leistungsstark

Der Servo-Stellzylinder besteht aus einem invertierten Rollengewindetrieb und einem ACServomotor. Beides ist in einem kompakten Gehäuse integriert. Der Servo-Stellzylinder erlaubt eine Kontrolle der zahlreichen Parameter wie zum Beispiel die Hubkraft, die Vorfahrgeschwindigkeit und die Positioniergenauigkeit. Herausragend ist der geringe Wartungsaufwand, die hohe Lebensdauer, die kompakte Bauform sowie die hohe Kraftaufnahme-Steifigkeit. Der Antrieb eignet sich speziell für Präzisionsaufgaben ( bis zu 120 kN ). Exlar arbeitet mit den meisten Herstellern von Servoreglern zusammen. Deshalb können die Servo-Stellzylinder mit einer Vielzahl von Servoreglern kombiniert werden. Servotronic AG, 1228 Plan-les-Ouates, Tel. 022 794 93 26, info@servotronic.ch www.servotronic.ch

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Antriebe einbinden leicht gemacht

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Beim Einbinden peripherer Komponenten in ein Steuerungssystem müssen die Rahmenbedingungen der verwendeten Feldbusse berücksichtigt werden. Im Fall von Antrieben muss auch das Drive-Profil und das Verhalten der Motoren in den einzelnen Betriebszuständen berücksichtigt werden. Geschieht dies in der eigentlichen Steuerung, so ist ein Tausch externer Komponenten immer mit einer Änderung der Applikation verbunden. Mit einem konsequenten Schichtenmodell geht Bachmann electronic bei der Trennung der SteuerLogik von der Feldbus-Anbindung allerdings einen entscheidenden Schritt weiter. Um bei einem Wechsel des Antriebssystems die Applikation weitgehend unberührt belassen zu können, definiert die Norm IEC 61800-7 eine generische Schnittstelle für Feldbus-Antriebe. Sie beschreibt jedoch immer noch vier unterschiedliche Profile. Mit einem konsequenten Schichtenmodell löst Bachmann auch dieses Manko. Der Anwender kann seine Applikation nun ohne Wissen über die verwendete Hardware erstellen. Das im Device Manager des All-In-One EngineeringTools SolutionCenter integrierte Inbetriebnahmewerkzeug ermöglicht es auch, mit einem Simulationsantrieb die Applikation zu testen, noch bevor die Anlage aufgebaut ist. Bachmann electronic GmbH, A-6800 Feldkirch, Tel. +43 (0) 55 22 34 97 0 info@bachmann.info, www.bachmann.info

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Aus dem Sonnenlicht das Optimum holen Koreanische Forscher haben einen Weg gefunden nicht nur die Effizienz von Solarzellen zu erhöhen, sondern dazu das einfallende Sonnenlicht zu fokussieren und den Gesamtwirkungsgrad zu verbessern. Drei neuartige Elemente tragen dabei zur Leistungssteigerung bei: Die Ausrichtung auf die Sonne, eine Fokussierung der Sonnenstrahlung vor ihrer Umwandlung in elektrische Energie und hochverdichtete Solarzellen. Die Ausrichtung des Panels geschieht über eine 2-Achsen-Echtzeitsteuerung, welche von maxon-Antrieben (bürstenlose EC-max 30-mm-Motoren mit nachgeschaltetem Planetengetriebe GP 42 C) in einer Auflösung von 0,0025 mm ausgeführt wird. Erst diese exakte Positionierung ermöglicht eine optimale Fokussierung. Dazu wird jeder Solarzelle ein lichtoptischer Kondensator vorgeschaltet, der das einfallende Licht um das 300- bis 500-fache konzentriert. Die hochverdichteten Solarzellen erzeugen auf einer Fläche von einem Quadratzentimeter bis zu 37 Watt elektrische Energie – dies bei einem Wirkungsgrad von ca. 37 bis über 40 %. Im Vergleich zu herkömmlichen Zellen entspricht dies einer Steigerung von etwa 300 %. Die freistehenden, aus 12 Modulen bestehenden Systeme liefern auf einer Bodenfläche von weniger als 20 m2 etwa 3,2 kW/h elektrische Energie. maxon motor ag, 6072 Sachseln, Tel. 041 666 15 00 info@maxonmotor.com, www.maxonmotor.com


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S w i ss T. n e t – N e t w o r k s & C o m m u n i c a t i o n s

Eiskalt kalkuliert In welchen Sicherheitsapplikationen rechnet sich der Einsatz von AS-i Safety, selbst wenn in der Anlage ansonsten kein ASInterface verwendet wird – und wann gibt es keinen Grund, sich von konventioneller Technik zu verabschieden? Ein mit realen Zahlen von Bihl+Wiedemann-Kunden erstellter Kostenvergleich liefert die Antwort auf diese Fragen.

ge: In welchen Fällen rechnet sich die Umrüstung aus AS-i Safety und wann lohnt es eher nicht, die konventionelle Sicherheitstechnik auszumustern?

In Krisenzeiten analysieren Unternehmen ihre Produktionskosten noch intensiver als sonst. Angesichts der gesunkenen Nachfrage sind oft die Produktionskapazitäten nicht ausgelastet und viele nehmen diese Gelegenheit wahr und stellen die Maschinen und Anlagen auf moderne Systeme um. Neben signifikanten Einsparungen ergibt sich daraus auch ein erheblicher Zuwachs an neuen Funktionalitäten. Entsprechend rasant erhöht sich deshalb derzeit der Stellenwert des ökonomischen Prinzips der Effizienz auch im Bereich der Sicherheitstechnik. Vor allem das verblüffend einfache AS-Interface Safety at Work-Konzept, mit dem sich sichere Signale auf derselben Leitung übertragen lassen wie Standarddaten, bietet in vielen Applikationen ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis, das mit aufwändiger, parallel verdrahteter Sicherheitstechnik nie zu erreichen wäre. Hier stellt sich die Fra-

Infos

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Einsparungen lassen sich nicht objektiv bewerten. Dass die exakte Definition des Breakeven in diesem Kontext gar nicht so leicht fällt, liegt in der Natur der Sache. Denn nicht alle Faktoren, die in eine wirklich aussagekräftige Vergleichsrechnung einfliessen müssten, lassen sich so eindeutig in Franken ausdrücken wie die reinen Bauteilkosten. Bereits beim Installationsaufwand tauchen die ersten Fragezeichen auf, weil der kalkulatorische

Wert pro Arbeitsstunde natürlich von Unternehmen zu Unternehmen oft schon erheblich differiert. Aber vor allem: Wie sollen die teilweise beträchtlichen Einsparungen bewertet werden, die AS-i Safety durch seine vielfältigen systematischen und funktionellen Vorteile ermöglicht? Da ist zum einen die bestechende Einfachheit des Systems, die sich für die Finanzabteilung eben nicht nur bei der schnelleren und damit kostengünstigeren Erstinstallation, sondern auch bei jeder einzelnen Veränderung an der Anlage – sei es durch Umbau, Erweiterung oder Update – auf erfreuliche Art bemerkbar macht. Ausserdem reduziert

Kostenvergleich: Konventionelle Sicherheitstechnik vs. AS-i Safety at Work (Summen für konventionelle Technik jeweils auf 100 % skaliert)

Anlagenbeispiel

Benötigte Sicherheit

1. Kleine Funktionseinheit • Eine Schutztür ohne Zuhaltung einer Maschine, die an die Hauptma- • N  ot-Halt der Hauptmaschine muss eingelesen werden schine an- und abgedockt werden kann. Mittlere Kabellänge Sensor -> Schaltschrank: etwa 3 m 2. Kleine Maschine mit geringem Umfang an Sicherheitstechnik. Mittlere Kabellänge Sensor -> Schaltschrank: etwa 4 m

• Ein Not-Halt-Taster • Vier Schutztüren ohne Zuhaltung • Ein Betriebsartenwahlschalter • Not-Halt einer Fremdmaschine muss eingelesen werden • Zeitverzögerung dieses Not-Halts der Fremdmaschine • Weitergabe des eigenen Not-Halts an Fremdmaschine

3. Grössere Maschine mit relativ hohem Umfang an Sicherheitstechnik. Mittlere Kabellänge Sensor -> Schaltschrank: etwa 12 m

• Drei Not-Halt-Taster • Ein Tipptaster • Ein Fusstipptaster • Neun Schutztüren mit Zuhaltung • Ein Betriebsartenwahlschalter • Not-Halt zweier Fremdmaschinen muss eingelesen werden • Schutz-Signal einer Fremdmaschine muss eingelesen werden • Zeitverzögerung des Not-Halts der Fremdmaschine • Weitergabe des Not-Halts an zwei Fremdmaschinen • Weitergabe des eigenen Schutzsignals an eine Fremdmaschine • Not-Halt und Schutzsignal muss für die eigene Maschine auch zeitverzögert zur Verfügung stehen


S w i ss T. n e t – N e t w o r k s & C o m m u n i c a t i o n s

sich dank AS-i Safety auch der Aufwand für die Schulung der Mitarbeiter sowie für die Dokumentation des Systems. Und da sind zum anderen die verbesserten Diagnosefunktionen, die dem Anwender nicht nur die konkrete Fehlersuche erheblich erleichtern, sondern ihn generell bei der zustandsbezogenen Instandhaltung unterstützen – in einer Disziplin also, die nach den Ergebnissen der Studie «Intelligent Maintenance» längst nicht mehr als Kostenfaktor, sondern immer mehr als vitales Wettbewerbskriterium gilt. Sogar noch schwieriger wird der Versuch, den geldwerten Vorteil des Effizienzgewinns durch AS-i Safety at Work exakt zu beziffern, bei einem so komplexen Thema wie der Zukunftssicherheit. Zum Beispiel stellt die neue Maschinensicherheitsrichtlinie, die in Europa am 29. Dezember 2009 endgültig in Kraft tritt, für die konventionelle Technik eine sehr ernst zu nehmende Hürde dar. AS-i Safety dagegen springt absolut mühelos über die höhere Messlatte – bis hinauf zur Sicherheitskategorie 4, SIL3. Auf der sicheren Seite ist der Anwender mit Safety at Work auch im Hinblick auf seine zukünftigen Entscheidungen über die Gesamtstruktur seiner Anlage auf der Leit- und Geräteebene. Ganz gleich, ob er schon bald von der enormen Leistungsfähigkeit des Industrial Ethernet profitieren möchte oder ob er noch längere Zeit auf einen der bewährten Feldbusse vertrauen will: AS-Interface spricht bekanntlich fast alle

Sprachen der Automatisierung. Deshalb lässt sich ein AS-i Master auch so einfach wie ein ganz normaler Slave in nahezu jede beliebige Steuerung einbinden. Viele der Gateways zu den übergeordneten Systemen gibt es inzwischen sogar als Hightech-Tandem mit einem integrierten Sicherheitsmonitor der zweiten Generation. Nur objektiv messbare Daten. Unter dem Strich würden all diese weicheren Faktoren den kalkulatorischen Vergleich zwischen AS-Interface Safety at Work und konventioneller Sicherheitstechnik zugunsten von AS-i beeinflussen. Da ihre konkrete Bewertung aber eben nur subjektiv möglich wäre, finden sich in der folgenden Berechnungstabelle für drei verschiedene Anlagen – mit einer Ausnahme – nur objektiv messbare, von Bihl + WiedemannKunden zur Verfügung gestellte Daten: die reinen Bauteilkosten und die Installationskosten auf Basis des durchschnittlichen Werts je Arbeitsstunde in den einzelnen Unternehmen. Um die Tabelle so leicht verständlich wie möglich zu gestalten, bleibt darin noch ein weiterer Aspekt unberücksichtigt. Die Kalkulation geht davon aus, dass die Aktoren und Sensoren in keiner der drei betrachteten Anlagen über das «normale» AS-Interface verdrahtet sind. Käme AS-i schon im Standardnetz zum Einsatz, würde die Rechnung für Safety at Work deutlich positiver ausfallen. «Mit Blick auf die neue Maschinensicher-

Kompetenten für konventionelle Ausführung

Komponenten für AS-i Safety Ausführung

•K  onventioneller Türschutzschalter •S  chaltgerät für Türschutzschalter •S  chaltgerät zum Einlesen des Not-Halts der Hauptmaschine • Standard-SPS-Karten zur Diagnose der Schaltgeräte

• AS-i Netzteil • AS-i 3.0 PROFIBUS-Gateway mit integriertem Sicherheitsmonitor • AS-i Safety Türschutzschalter • AS-i Safety Eingangsmodul, um den potenzial-freien Not-Halt der Hauptmaschine einzulesen

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heitsrichtlinie», so bilanzierte ein Bihl + Wiedemann-Kunde, «rechnet sich der Einsatz von AS-i Safety dann sogar schon bei der kleinsten Funktionseinheit». Fazit. Bei kleinen Funktionseinheiten mit sehr geringem Sicherheitsbedarf lohnt es sich nicht, die konventionelle Technik auszumustern. Selbst wenn nur die objektiv zu beziffernden Kosten betrachtet werden, realisiert AS-i Safety schon bei kleineren Maschinen mit geringem Sicherheitsbedarf eindeutig quantifizierbare Vorteile. Bei grösseren Maschinen mit relativ hohem Sicherheitsbedarf hat konventionelle Technik gegen AS-i Safety selbst unter reinen Kostenaspekten keine Chance – vor allem, weil der prozentuale Kostenanteil der Positionen «Installation an der Maschine» und «Installation im Schaltschrank» mit dem Sicherheitsumfang steigt. Mit beliebigen sicheren Kleinsteuerungen oder modularen Sicherheitssystemen am Markt reduziert sich der Installationsaufwand im Schaltschrank ebenfalls. AS-i hat jedoch zusätzliche Vorteile, da die einzelnen Module frei im Schaltschrank verteilt werden können. Wenn bei Sicherheitsteuerungen die Signale zwischengeklemmt und über Klemmen verteilt aufgelegt werden müssen, bietet AS-i weitere Kostenvorteile, da sich die AS-i Module im Schaltschrank ohne Zwischenklemmen installieren lassen. Somit können die Klemmleisten und die Arbeitszeit für das Zwischenklemmen gespart werden. (tm) n

Kosten

Konventionell: 100 % (Bauteile 74 %, Installation Maschine 13 %, Installation Schaltschrank 13 %) Mit AS-i: 177 % (Bauteile 165 %, Installation Maschine 9 %, Installation Schaltschrank 3 %) • Konventionelle Türschutzschalter • AS-i Netzteil Konventionell: 100 % • Konventioneller Not-Halt-Taster • AS-i 3.0 PROFIBUS-Gateway mit integriertem Sicherheitsmonitor (Bauteile 62 %, Installation Maschine • Schaltgeräte für Türschutzschalter • AS-i Safety Not-Halt-Taster 19 %, Installation Schaltschrank 19 %) • Schaltgerät für Not-Halt • AS-i Safety Türschutzschalter Mit AS-i: 92 % • Schaltgerät für Betriebsartenwahlschalter • AS-i Safety Eingangsmodul zum Einlesen des konventionellen (Bauteile 85 %, Installation Maschine • Schaltgerät zum Einlesen des Not-Halts der FremdBetriebsartenwahlschalters 5 %, Installation Schaltschrank 2 %) maschine • AS-i Safety Ein-/Ausgangsmodul, um potenzialfreien Not-Halt • Sicheres Zeitrelais zum verzögern des Not-Halts der Fremdmaschine einzulesen bzw. eigenen Not-Halt an Fremd• Standard-SPS-Karten zur Diagnose der Schaltgeräte maschine weiterzugeben • Konventionelle Türschutzschalter mit Zuhaltung • AS-i Netzteil Konventionell: 100 % Konventionelle Not-Halt-Taster • AS-i 3.0 PROFIBUS-Gateway mit integriertem Sicherheitsmonitor (Bauteile 50 %, Installation Maschine • Konventionelle Tipptaster und Fusstipptaster • AS-i Safety Not-Halt-Taster 25 %, Installation Schaltschrank 25 %) • Schaltgeräte für Türschutzschalter • AS-i Safety Türschutz-schalter mit Zuhaltung Mit AS-i: 68 % • Schaltgerät für Not-Halt • AS-i Safety Tipptaster (Bauteile 57 %, Installation Maschine • Schaltgeräte für Tipptaster und Fusstipptaster • AS-i Safety Fusstipptaster 7 %, Installation Schaltschrank 4 %) • Schaltgerät für Betriebsartenwahlschalter • AS-i Safety Eingangsmodul zum Einlesen des konventionellen • Schaltgerät zum Einlesen der Not-Halt- und Schutz- Betriebsartenwahlschalters signale der Fremdmaschinen • AS-i Safety Ein-/Ausgangsmodul, um potenzialfreien Not-Halt • Sichere Zeitrelais zum verzögern des Not-Halt und der Fremdmaschine einzulesen bzw. eigenen Not-Halt an FremdSchutz maschine weiterzugeben • Standard-SPS-Karten zur Diagnose der Schaltgeräte • AS-i Safety-Ein-/Ausgangsmodule, um potenzialfreies Schutzsignal der Fremdmaschine einzulesen bzw. eigenen Schutz an Fremdmaschine weiterzugeben

Fazit Kostenvorteil für konventionelle Technik Kostenvorteil für AS-i Safety at Work

Kostenvorteil für AS-i Safety at Work


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A u t o m at i o n

Automatisierte Variantenvielfalt Eines der über 200 Werke und F&E-Zentren der Continental AG liegt im Osten der Schweiz. Rund 240 Mitarbeitende entwickeln und produzieren in Rüthi im St. Galler Rheintal innovative Instrumentierungskomponenten der Marke VDO für den Weltmarkt. Seit rund einem Jahr ist die Produktionseinheit in Betrieb, auf der ein neuartiges Tachoinstrument in bis zu 700 Varianten gleichzeitig produziert werden kann.

Automatisiert mit Bachmann-Technologie: Serienfertigung von innovativen Instrumentierungskomponenten. (Bildnachweis: Continental Automotive Switzerland AG)

Ein Bachmann M1-Steuerungssystem automatisiert die Produktionseinheit für VDO-Tachometer.

Alleinlieferant der Instrumentierungen für die Motorradlegende Harley-Davidson, Tachometer für Mercedes oder BMW, Ausstatter der renommierten Sportbootmarken Volvo Penta und Searay, Cockpits für Baufahrzeuge der Firma Bobcat – die Liste der namhaften Referenzen der Continental Automotive Switzerland AG liesse sich fast beliebig erweitern. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, die das Unternehmen und dessen Kunden an die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Produkte und Produktionseinrichtungen stellt. Vor rund einem Jahr wurde eine neue Produktionslinie in Betrieb genommen. Die Anforderungen an die Anlage waren, hochindividualisierte Tachometer in Losgrösse 1 produzieren zu können. Auf der Basis einer einheitlichen elektronischen Instrumentenplattform, welche nach den Massstäben für Grossserien entwickelt wurde, können auf der gleichen Linie nun rund 700 Varianten von Rundinstrumenten in drei verschiedenen Durchmessern produziert werden.

ment durchläuft auf einem individuell codierten Werkstückträger die Produktionslinie. Die Identifikationseinheiten der jeweiligen Bearbeitungs- bzw. Prüfplätze der Linie sind über Profibus an der M1 angeschlossen. Aus einem Speicher auf dem Werkstückträger (Tag) werden die entsprechenden Parameter ausgelesen, auf dem zentralen OPC-Server überprüft, ob ein Bearbeitungsschritt an dieser Station erfolgen muss und dann die Station entsprechend eingestellt. Mehr als 150 verschiedene Zifferblätter werden aktuell eingesetzt. Am Prüfplatz, welcher auf Basis der fotografisch erfassten Zeigerstellung das produzierte Instrument automatisch kalibriert, muss intensiv mit dem Prüfling kommuniziert werden. Die offene Architektur und die Möglichkeit, das Bachmann M1-Automatisierungssystem in der Hochsprache C programmieren zu können, hilft ihm dabei, sehr effizient die Produktionseinrichtung parametrieren zu können.

«Wir produzieren Losgrösse 1 mit Grossserien-Standards.»

Urs Loser, Manager Production Engineering

Varianten laufen parallel. Dank «Interlocking» ist eine gemischte Produktion verschiedener Varianten jederzeit möglich. Jedes Instru-

Infos

Bachmann electronic GmbH A-6800 Feldkirch Tel. +43 (0) 55 22 34 97-0 info@bachmann.info www.bachmann.info

«Ich schätze die kurzen Wege bei Bachmann.»

Urs Weder, Senior Software Developer

Komplexes Netzwerk. Fünf Industrie-PCs laufen parallel am System, und alle acht Produktionsautomaten der Linie werden vom M1-System gesteuert. Jeder Automat hat seine eigene Software-Umgebung mit einem eigenen Variablensatz. Im Zweischichtbetrieb verlassen auf dieser Anlage nun pro Tag rund 4000 nach hohen automotiven Standards produzierte Instrumente das Band. Vor allem für Sportboote und Liebhaberfahrzeuge, welche nur in Kleinserien gebaut werden. (tm) n


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I/O-Module mit 16 Kanälen

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Kleines 3 Phasen Netzteil Das Dimension 3 Phasen 24 VDC 10  A Netzteil von Puls ist mit seinen Abmessungen von 62  × 124  × 117 mm sehr klein. Dank einem Wirkungsgrad von typ. 92,9% und optimiertem Teillastbetrieb bleibt das Netzgerät kühl und ­erreicht eine lange Lebensdauer. Weitere wichtige Eigenschaften sind: Aktive Einschaltstrombegrenzung, aktive PFC, VDE0160 Transienten­schutz, integrierte Eingangssicherungen, 20% Leistungsreserve, volle Ausgangsleistung von –25 °C bis +60 °C, parallel schaltbar. Ein umfangreiches Zulassungspaket ermöglicht den weltweiten Einsatz. Das CT10.241 ist ab Lager lieferbar. Mit dem CT10.481 wird in Kürze eine 48 VDC 5 A Version verfügbar werden.

Die multifunktionale Kleinsteuerung IMP – Indel Modular Peripherie ist mit 16-kanaligen I/O-Modulen erweitert worden. Zwei Ausführungen sind im Angebot: IMP-16PIN mit 16 digitalen Eingängen; IMP-16POT mit 16 kurzschlussfesten Ausgängen bis 2 A. Die 16 Ein- und Ausgänge sind in einer 22,5 mm breiten Busklemme untergebracht. Alle Anschlüsse sind steckbar. Weitere Peripherie-Bausteine wie Schrittmotor-, DC-Motor, Servo-Motor Antriebe, präzise analoge und schnelle digitale I/Os (0,05 bis 1 ms Zykluszeit), Schnittstellen wie: SIO, Modbus und Ethernet sind erhältlich. INDEL AG, 8332 Russikon Tel. 044 956 20 00, info@indel.ch, www.indel.ch

PULS Electronic GmbH, 5108 Oberflachs Tel. 056 450 18 10, info@pulspower.ch www.puls.power.ch

Motorstarter mit Kommunikationsanschluss

Siemens Industry Automation and Drive Technologies (IA&DT) erweitert den Kompaktabzweig Sirius 3RA6 um eine Ausführung mit IO-Link. Mehrere Kompaktabzweige lassen sich aneinanderreihen und leiten zusätzlich zu den Betriebsdaten auch Diagnosedaten via IO-Link an die Steuerung weiter. Dies reduziert den Verdrahtungsaufwand im Steuerstromkreis und vereinfacht die anlagenweite Diagnose. Bis zu vier der Kompaktabzweige lassen sich platzsparend aneinan-

derreihen und über den standardisierten IO-Link über 3-Leiter-Anschluss an einen IO-Link-Master anbinden, zum Beispiel an das Elektronikmodul 4SI IO-Link der dezentralen Peripherie ET200S. Die sonst nötige Steuerstromverdrahtung der vier Motorstarter wird durch einen IO-Link ersetzt, wodurch sich der Anwender Verdrahtungsaufwand spart. Zusätzlich zu den Betriebsdaten lassen sich Meldefunktionen wie Kurzschluss, Lebensdauerende und Endlage übertragen. Dies ermöglicht eine hohe Informationsdichte im Nahbereich und vereinfacht die anlagenweite Diagnose bis in die Feldebene. Der Master sendet Diagnoseund Betriebsdaten an eine übergeordnete Steuerung, etwa Simatic S7. Dort lassen sich die Diagnosedaten mittels Simatic HMI (Human Machine Interface), beispielsweise mit dem Visualisierungssystem WinCC flexible, als Klartextanzeige darstellen. Fehler werden so schnell lokalisiert und können sofort behoben werden, wodurch die Anlagenverfügbarkeit erhöht wird. Der Kompaktabzweig 3RA6 vereint die Funktion eines Leistungsschalters, eines elektronischen Überlastrelais und eines Schützes. Er ist bereits mit AS-Interface verfügbar, das für im Feld verteilte Sensoren und Aktoren geeignet ist. Siemens Schweiz AG, Industry Sector, 8047 Zürich Tel. 084 882 28 44, automation.ch@siemens.com www.siemens.com


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Stromversorgung mit System

Wago bietet mit der Serie 787 ein komplettes Stromversorgungssystem für industrielle Anwendungen: neben den ein- und dreiphasigen Netzgeräten der Kategorie Classic (12 V, 24 V oder 48 V) nun auch einphasige Eco-Netzgeräte (24 V). Nach oben abgerundet wird das Spektrum mit dreiphasigen Pro-Netzgeräten (24 V) mit zusätzlicher Ausgangsleistung durch PowerBoost und TopBoost sowie optionalem LineMonitor. Das System wird komplettiert durch kapazitive Puffermodule, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Redundanzmodule zur Parallelschaltung von Netzgeräten sowie elektronische Schutzschalter zur selektiven Absicherung. Die PRO-Netzgeräte mit 10 A, 20 A und 40 A Nennstrom liefern durch den integrierten PowerBoost für 4 Sekunden bis zum doppelten Ausgangsstrom, ideal für den Anlauf kapazitiver Lasten oder Motoren. Der ebenfalls integrierte TopBoost liefert für 50 ms einen zusätzlichen Ausgangsstrom von 60 A, sodass eine sekundärseitige Absicherung mit klassischen Leitungsschutzschalter erfolgen kann. Der optionale LineMonitor erlaubt die Parametrierung und Überwachung der Betriebsparameter über ein integriertes Display sowie per Software über serielle Schnittstelle RS-232. WAGO CONTACT SA, 1564 Domdidier Tel. 026 676 75 00, info.switzerland@wago.com www.wago.ch

Online-Tool berechnet die Maschinensicherheit Siemens Industry Automation and Drive Technologies (IA&DT) bietet Maschinenbauern und -betreibern ein kostenloses Online-Tool an, mit dem die Sicherheit von Maschinen nach den neuen Normen EN 62061 und EN ISO 13849-1 berechnet und damit die Anwendung der neuen Maschinenrichtlinie nachgewiesen werden kann. Das Safety Evaluation Tool berechnet automatisch die Güte der Sicherheitsfunktion nach den Normen EN 62061 (Sicherheit von Maschinen – funktionale Sicherheit von elektrischen, elektronischen und programmierbaren Steuerungen von Maschinen) und EN ISO 13849-1 (Sicherheit von Maschinen – sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen). Dazu legt der Anwender im Online-Tool zuerst die gewünschte Sicherheitsfunktion fest, beispielsweise eine Schutztürüberwachung. Danach gibt er die Sicherheitskomponenten ein, die zu

seiner Maschine gehören, nämlich Sensoren, Auswerteeinheit und Aktoren. Zuletzt errechnet das Tool die erreichte Stufe der Sicherheitsintegrität, den Safety Integrity Level (SIL) oder den Performance Level (PL). Siemens Schweiz AG, Industry Sector, 8047 Zürich Tel. 084 882 28 44, automation.ch@siemens.com www.siemens.com

Kommunikationslösung für Industrie-Steuerungen

Die 3S-Smart Software Solutions GmbH und die Deltalogic Automatisierungstechnik GmbH kooperieren mit dem Ziel einer gemeinsamen Kommunikationslösung für Industrie-Steuerungen. Damit reagieren die beiden Unternehmen auf die zahlreichen Kundenanfragen nach einer

einfachen Verbindung von Siemens- und IECSteuerungssystemen. Denn heterogene Steuerungssysteme stellen die Automatisierungsund Steuerungstechniker immer wieder vor Herausforderungen. Mit der neuen Technologie-Partnerschaft entstehen den Anwendern klare Vorteile. Die CoDeSys-Steuerungen werden in naher Zukunft mit der Kommunikationsbibliothek ACCON-AGLink ausgestattet, Siemens-SPS und CoDeSys-SPS können damit direkt und reibungsfrei miteinander kommunizieren. Ein weiterer Kundenvorteil: S-7 Anwender können zukünftig direkt die CoDeSys-Visualisierung einsetzen. DELTALOGIC Automatisierungstechnik GmbH DE-73525 Schwäbisch Gmünd Tel. +49 07171 / 916-120, vertrieb@deltalogic.de www.deltalogic.de

Mobilität beginnt mit Akkuund Batteriepacks von Axeon

+ Automotive: Antrieb von umweltfreundlichen Elektro- und Hybridfahrzeugen

+ Power Tools: Leistungsstarke Schnurloswerkzeuge mit geringem Gewicht

+ Mobile Power: Energie für innovative neue Produkte

www.axeon.com/de www.axeon.com/ch


D 10

Die Alleskönner Zeitrelais für den Schaltschrank

Multifunktions-Minuterie TLZ12D-230 V+UC E-No 533 063 200 • TLZ Minuterie 1-99 min

Siemens Industry Automation and Drive Technologies (IA&DT) ergänzt ihre Zeitrelais-Reihe um ein 17,5-Millimeter-Relais. Dieses kann platzsparend in Industrie-Schaltschränken oder auch in kleineren Schaltkästen eingebaut werden. Dadurch eignet es sich zum Beispiel für den Einsatz in Heizungen, Lüftern und Klimaanlagen. Für diese HKL-Anwendungen erfüllen die Geräte die EMV-Normen für Industrieanwendungen und Wohngebäude. Das Angebot reicht vom Monofunktionszeitrelais mit Kombispannung für ansprech- oder rückfallverzögertes Schalten bis zum Multifunktionszeitrelais mit Weitspannung für alle Zeitfunktionen. Siemens Schweiz AG, Industry Sector, 8047 Zürich, Tel. 084 882 28 44 automation.ch@siemens.com, www.siemens.com

Dauerlicht-Taste am Gerät Dauerlicht mit Taster zuschaltbar Ausschaltvorwarnung wählbar BM Bewegungsmelder-Eingang • ESV Schrittschalt-Minuterie 0.1-9.9 h • ESL+ Energiesparlampen ≤ 200 W

Industrie-PCs mit integrierter Prozess-E/A

• ES

Schrittschalter

• ER

Relais

• BZ

Betriebsstundenzähler

«+UC» Zusätzliche Universal-Steuerspannung 8 -230 V UC (AC/DC)

Kontaktschaltung im Nulldurchgang zur Schonung der Kontakte und Leuchtmittel

TLZ61NP-230 V+UC 2000W

E-No 533 061 202 Spectra stellt mit der XP-8000-Serie lüfterlose DIN-Schienen-PCs vor, die über 3 bzw. 7 Steckplätze für analoge und digitale Ein-/ Ausgabemodule verfügen. Davon werden über 50 verschiedeneTypen mit ­unterschiedlichen E/A-Konfigurationen angeboten. Die Palette umfasst Module mit Spannungs- und Stromeingängen, mit galvanisch getrennten Digital E/As, mit Zählereingängen, sowie Module für Motion Control und Einschübe mit zusätzlichen E/A-Schnittstellen. Bei den analogen Eingängen werden Modelle mit integrierter Signalkonditionierung angeboten, die den direkten Anschluss von Widerstandsthermometern, Dehnmessstreifen und Thermoelementen ohne Vorverstärker erlauben. Die XP-8000-Serie ist ideal für Anwendungen in der Mess- und Prüftechnik sowie als leistungsfähiger Controller in der Automatisierungstechnik geeignet. Ein besonderes Plus der Systeme ist, dass das Betriebssystem Windows Embedded Standard 2009 zum Einsatz kommt. Der Anwender kann dadurch auf zahlreiche Standard-Softwareprodukte und -tools, die für Microsoft Desktop Betriebssysteme angeboten werden zurückgreifen, sowie deren gute Netzwerkfunktionalität nutzen. Spectra (Schweiz) AG, 8132 Egg Tel. 043 277 10 50, info@spectra.ch, www.spectra.ch

• TLZ Minuterie 1-12 min • ESV Schrittschalt-Minuterie 1-120 min • ESL • ES

Energiesparlampen ≤ 200 W Schrittschalter

Generalvertretung für die Schweiz: Demelectric AG, Steinhaldenstrasse 26, 8954 Geroldswil Telefon 043 455 44 00, Fax 043 455 44 11 e-Mail: info@demelectric.ch

e-Katalog: www.demelectric.ch Bezug über den Grossisten. Verlangen Sie unseren Katalog.


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Bauelemente

Hochleistungs-DC/AC-Wechselrichter

Effizienz und Sicherheit im Labor

Pewatron präsentiert zwei HochleistungsDC/AC-Wechselrichter von Mean Well – die Modelle TS-200 (200 W) und TS-400 (400 W), welche die Produktpalette nach der bereits erfolgten Einführung der TN/TS-1500 (1500 W), TS-1000 (1000 W) und TS-700 (700 W) im tieferen Leistungsbereich abrunden. Der Anwender kann nun Produkte aus einem kompletten Sortiment im Bereich von 200 W bis 1500 W für die verschiedensten Einsatzbereiche wählen. Mit Hochfrequenz-Schaltungstechnik sind die Echt-Sinus-Wechselrichter wahre Leichtgewichte unter Ihresgleichen und bieten bis zu 88,5% Wirkungsgrad und einen sehr geringen Klirrfaktor von <3%. Das Design ist für die Dauerlast auch kritischer Lasten geeignet und je nach Modell stehen Spitzenleistungen von +15% für 3 Minuten, +50% für 10 Sekunden und für kurze Peaks sogar die doppelte Nennleistung zur Verfügung. Die TS200/400 sind Mikroprozessor-gesteuert und die AC-Ausgangsspannung sowie die Frequenz können leicht an der Frontplatte eingestellt werden. Die Sicherheitsausstattung dieser Geräte ist umfassend: interne Sicherung, Battery-Low Alarm, Battery-Low Abschaltung, Batterie-Polaritätssicherung, Schutz gegen Batterie-Überspannung, Kurzschluss, Überlastung, Überhitzung sowie optionalem FI (Version F). Standard-Funktionen sind Remote ON/OFF-Steuerung und LED-Anzeige für die Funktionsstatus-Überwachung. Das Design der TS-200- und TS-400-Serie entspricht den gängigen Sicherheits- und EMV-Standards (Zertifikate) und ist für die Stromversorgung für alle Arten von Haushaltsgeräten und Elektrowerkzeugen geeignet, sowie für portable Bürogeräte in Fahrzeugen, Yachten, Wohnmobilen oder in kleineren Solaranlagen. PEWATRON AG, 8052 Zürich, Tel. 044 877 35 00 info@pewatron.com, www.pewatron.com

Das umfangreiche Portfolio an Sensortechnologien für die Laborautomation von Baumer bietet Sensoren zur Anwesenheitsdetektion, Positionsbestimmung, Füllstandsmessung, oder Objekt- und Codeerkennung. Reagenzgläser und Mikrotiterplatten werden oftmals mit Codierungen wie Barcodes versehen. Baumer Smart Vision-Lösungen ermöglichen die sichere Erkennung verschiedener Codierungsvarianten und zudem die Funktion der Zeichenerkennung (OCR). Die Codeerkennung kann mit der Prüfung weiterer Merkmale kombiniert werden. Somit können einfach und flexibel mehrere Inspektionsaufgaben in einem Arbeitsschritt durchgeführt werden, was die Effizienz steigert. Für das Arbeiten mit Mikrotiterplatten ist höchste Präzision alles. Mit Ultraschall-Sensoren der neuen 09-Serie ist es möglich, berührungslos und kontaminationsfrei Füllstände in Mikrotiterplatten bis auf den Mikroliter genau zu bestimmen. Durch Kaskadierung der 9 mm breiten Sensoren können sogar die einzelnen Füllstände einer 96-well-Platte in einem Scanvorgang «On-the-Fly» überprüft werden. Die Gewissheit über die Füllstände ist wichtig für die frühe Erkennung potenzieller Fehler und die ­Verifikation des Analyseergebnisses. Die Anforderungen an Laborautomationssysteme nehmen stetig zu. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Effizienz und Präzision sowie der Qualität und Prozesssicherheit der einzelnen Arbeitsschritte. An dieser Stelle setzen die Sensorlösungen von Baumer an. Sie helfen, Arbeitsabläufe effizienter und sicherer zu gestalten, bei einem Plus an Präzision. Baumer Electric AG, 8500 Frauenfeld, Tel. 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com, www.baumer.com

Gabel- und Winkellichtschranken

Sensoren mit einem Doppel-Klick montieren

Gabel- und Winkellichtschranken finden vor allem bei der Teileüberwachung in der Zuführtechnik und an Handlinggeräten ihren Einsatz. Weitere Anwendungsbeispiele sind die Bahnkantenüberwachung oder die Doppellagekontrolle, wobei die genaue Empfindlichkeitseinstellung durch das Potenziometer sehr hilfreich ist. Unwuchtkontrollen an Wellen können durch den feinen Lichtstrahl mit seinem kleinen gleichbleibenden Durchmesser präzise ausgeführt werden. Die neuen Geräte von Ifm Electronic zeichnen sich durch ihre Robustheit, hohe Schaltfrequenz und einfache Handhabung aus. Gabel- und Winkellichtschranken haben gegenüber Einweglichtschranken den Vorteil, dass die Inbetriebnahme ohne Justage von Sender und Empfänger sehr schnell erfolgen kann. Anstelle der herkömmlichen Kunststoffgabeln kommen bei der Ifm Metallgehäuse zur Anwendung. Diese sind besonders verwindungssteif. Als weitere Vorteile sind die Hell-/Dunkel-Schaltung per Drehschalter und der feine, präzise Lichtstrahl über die gesamte Gabelweite zu erwähnen. Die Lichtschranken verfügen über sichtbares Rotlicht und werden mit Steckverbindungen M8 angeschlossen. ifm electronic ag, 4624 Härkingen Tel. 0800 88 80 33, info.ch@ifm.com, www.ifm.com/ch

Für dynamische Regelungen mit kurzen Zykluszeiten hat MTS seine Produktpalette absoluter, berührungsloser Positionssensoren jetzt um die Ethernet Powerlink-Schnittstelle ergänzt. Neben dem EtherCAT-Protokoll steht damit eine weitere Option für die synchrone Wegmessung in Echtzeit zur Verfügung. Auf Messlängen von 25–20 000 mm werden Positionen in Mikrosekunden mit einer Auflösung von 1 Mikrometer erfasst. Zusätzlich zum Positionssignal liefert die Wegmessung auch Geschwindigkeitswerte und garantiert damit beste Regeleigenschaften selbst bei komplexen Antriebsaufgaben. Bis zu vier Positionen bzw. Geschwindigkeiten erfasst ein Sensor gleichzeitig. Die Powerlink-Sensoren der Temposonics-R-Serie lassen sich einfach in Netzwerke der offenen Protokollvariante Powerlink V2 einbinden. Der Anschluss erfolgt über einen M12-Stecker in Sterntopologie. Die IP-Adresse kann wahlweise über Software oder manuell über integrierte Dip-Schalter im Sensorkopf eingegeben werden. Damit fügt der Sensor sich ohne weiteren Programmieraufwand in das Netzwerk ein. Anhand der XDD-Datei identifiziert die Steuerung den Sensor und kann bei Bedarf auf seine Parameter zurückgreifen. Diagnose-LEDs im Sensorkopf informieren das Servicepersonal über den Status der Ethernet-Verbindung und den Sensorbetrieb. OMNI RAY AG, 8600 Dübendorf Tel. 044 802 28 80, info@omniray.ch, www.omniray.ch


Bauelemente

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The power in relays and timers

SERIE 38.21

Flexible DIN-Schienen-Module

6.2mm schmales Zeitrelais

NEW!

zur Steuerung von Heizelementen oder mit einem Druckmessumformer zur Drucksteuerung an Kompressoren. Zur Einspeisung des Grenzwertschalters empfiehlt Baumer die Spannungsversorgung 24 VDC / 22 mA, die für 115 VAC oder 230 VAC Eingangsspannung erhältlich ist. Das Gerät eignet sich zur Versorgung von Messkreisen mit bis zu 22 mA Stromverbrauch. Baumer Electric AG, 8500 Frauenfeld Tel. 052 728 13 13, sales.ch@baumer.com www.baumer.com

Farb-, Laser-, Optos-, Abstandssensoren Eltrotec Sensor GmbH entwickelt und fertigt hochspezialisierte optische Sensoren im Bereich der Farberkennung, der Lichtleitersensorik, der Laserdistanzsensorik und der technischen Endoskopie sowie für die Beleuchtungstechnik. Für die Automatisierungstechnik, die Qualitätssicherung und den Maschinenbau bietet Eltrotec anwendungsspezifische Lösungen. Ausgehend von den Erfahrungen mit Produkten der technischen Endoskopie hat sich das Unternehmen bei optoelektronischen Sensoren mit Glasfaseroptik einen Namen gemacht. Eltrotec bietet auch Mess- und Prüflicht-

schranken mit Analogausgang und Glasfaseroptik und Farbsensoren an. Sollen hochgenaue Messungen realisiert werden, kommen spezielle Lasertriangulationssensoren mit Real-TimeRegelung der Belichtung und Laserlichtschranken bis hin zu Kompaktbildverarbeitungs-Systemen zum Einsatz. Insbesondere können Selbstleuchter mit Kamera-Systemen mit bis zu 100 Messstellen realisiert werden. Die Produkte werden weltweit eingesetzt. In der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein kann das Lieferprogramm direkt über MTS-Messtechnik Schaffhausen GmbH bezogen werden. MTS-Messtechnik Schaffhausen GmbH 8260 Stein am Rhein, Tel. 052 672 50 00 info@mts.ch, www.mts.ch

Platzsparender USB-Stick In platzsensitiven und mobilen Applikationen mit USB-Schnittstelle darf ein USB-Stick oft nur minimalen Platz beanspruchen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass er abbrechen kann oder bei der Anwendung ständig im Weg ist und somit wichtige Funktionalitäten behindert. Distributor Glyn bietet mit dem nanoUSB-Stick seiner Hausmarke Xmore eine «Plug and Forget» (stecken und vergessen) Lösung an, die eine Anforderung nach geringstmöglichen Abmessungen erfüllt. Der kleine USB-Stick ist mit Kapazitäten von 2 bis 16 GByte erhältlich und misst 19,4 × 15,4 × 6,9 mm. Ab einer Bestellmenge von 1000 Stück ist der nanoUSB-Stick auch mit kundenspezifischem Logo lieferbar.

SCHLANK UND FLEXIBEL!

www.finder-relais.ch

Bei den Geräten der FlexConv-Baureihe sind Eingang, Ausgang und Spannungsversorgung galvanisch getrennt. Das Eingangssignal kann auf Strom, Spannung, Frequenz oder Periodenzeit konfiguriert werden. Ein Mikroprozessor digitalisiert und bearbeitet das Eingangssignal. Als Ausgangssignal kann beim U/I/f-U/ I-Konverter ein Strom- oder Spannungssignal gewählt werden. Das FlexConv U/l/f-Relais ist ein Universalmodul mit zwei Relaisausgängen, die sich jeweils als Schliess- oder Öffnungskontakt einstellen lassen. Beide Geräte erlauben eine AC- oder DCSpannungsversorgung zwischen 12 und 35 V. Als weiteres DIN-Schienen-Modul bietet Baumer einen Grenzwertschalter, der über eine 4 bis 20 mA-Schleife versorgt wird. Der Eingang ist gegen Polarität und Stromüberlastung geschützt. Der Ausgang ist mit einer Umschaltfunktion oder als Opto-Relais-Ausgang erhältlich. Sollwert und Hysterese sind frontseitig justierbar. Das Gerät kann als Grenzkontakt verwendet werden, beispielsweise zusammen mit einem Temperaturmessumformer

GLYN GmbH & Co. KG, D-65510 Idstein Tel. +49 (0) 6126 590 350, cards@glyn.de www.glyn.de MADE in EUROPE

Die neuen Interface-Timer der Serie 38.21 ergänzen die bewährte 6.2 mm schmale Serie 38 ideal. Funktionsvielfalt, hohe Schaltleistung, LED-Anzeige, integrierte EMVEntstörung sowie Auswechselbarkeit der Relais oder SSR zeichnen diese MultifunktionsZeitrelais aus.

Schaltleistung: - Relais: 6A / 250VAC - SSR: 2A / 24VDC 0.1A / 48VDC 2A / 240VAC

Funktionen: - Ansprechverzögerung - Einschaltwischer - Blinker - Impulsgeber

Zeitbereiche: - 0.1...3s - 3...60s - 1...20min - 0.3...6h

Ansteuerung: - 12..24 VAC/DC

Schraub- oder Federzugklemmen

nd bot u Ange r Muste en! ng verla

FINDER (SCHWEIZ) AG Industriestrasse 1a 8157 Dielsdorf Tel. 044 885 30 10 Fax 044 885 30 20 finder.ch@finder-relais.ch


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Bauelemente

Photodiode im Miniatur-Gehäuse

Robuste Druck- und Temperaturschalter

Hamamatsu Photonics präsentiert das neue Angebot an Silizium-Photodioden im Miniatur-CSP-Gehäuse. Die S10356-, S10357- und S10358Photodioden zeichnen sich durch ein Design aus, welches die Grösse des Photodioden-Gehäuses reduziert. Die Photodioden werden rückseitig beleuchtet; alle elektronischen Verbindungen befinden sich frontseitig. Dank der Flip-chip-Anordnung fallen die Bonddrähte weg, dies im Unterschied zur herkömmlichen Photodioden-Technologie. Neu wird der Detektor elektrisch mittels bump bonds verbunden. Da dieses Prinzip keine Verdrahtung benötigt, braucht es weder periphere Kontakte noch externe Gehäuse. Aus diesem Grund kann die ganze Einheit in Miniatur angeboten werden. Anders als bei traditionellen diskreten Photodioden sind die Ränder mit einer kleinen toten Fläche umgeben, somit können die einzelnen Sensoren in 1-D oder 2-D Photodioden-Arrays angeordnet werden. Die Photodioden eignen sich für Anwendungen, bei welchen grosse empfindliche Flächen aber minimaler board space benötigt wird. Bestens einsetzbar sind sie für Applikationen, bei welchen grossflächige 2-D Arrays gefordert werden, wie beispielsweise bei medizinischen und industriellen CTs. Hamamatsu Photonics Swiss Office, 4500 Solothurn Tel. 032 625 60 60, Swiss@hamamatsu.ch, www.hamamatsu.ch

Mit den Baureihen ZPN, ZDPN und ZT bietet Baumer robuste Druck- und Temperaturschalter an, die speziell für den Einsatz in Kernkraftwerken entwickelt wurden. Die Druckschalter eignen sich für die pneuma­tische und hydraulische Druck­überwachung, für Schutzeinrichtungen in der Stromerzeugung und zur Druckkammerüberwachung. Sie zeichnen sich durch eine hohe Vibrationsfestigkeit und Überdrucksicherheit aus. Der ZPN kann einen Relativdruck von –1 bar bis 600 bar mit einem sehr kleinen Zwischenbereich von –2 mbar bis 10 mbar messen. Der ZDPN misst einen Differenzdruck von 2 mbar bis 120 bar. Die Druckschalter werden zur Erfassung von voreingestellten Druckwerten eingesetzt. Sie lösen zum Beispiel ein Alarm- oder Sicherheitssystem aus, wenn der zu überwachende Druck den Sollwert erreicht oder überschreitet. Eine Edelstahl-Membrane wirkt über eine Schubstange auf einen Mikroschalter. Der Sollwert wird mittels einer entgegengesetzt wirkenden Feder durch Veränderung der Federspannkraft eingestellt. Dank des Kraftausgleichsprinzips bleibt die Einstellung der Schaltdifferenz selbst bei verschiedenen Sollwerteinstellungen konstant. Die ZT-Temperaturschalter eignen sich für Messbereiche zwischen –45 °C und 350 °C. Sie dienen der Temperaturkonstanthaltung bezogen auf einen Vorgabewert mit Regelfunktion. Sobald die zu überwachende Temperatur einen kritischen Schwellenwert erreicht, löst der Schalter ein Alarm- und Sicherheitssystem aus. Baumer Electric AG, 8500 Frauenfeld, Tel. 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com, www.baumer.com

Kraftmesszellen – robust und präzise Koenig Verbindungstechnik AG

Die optimale Lösung für belastbare Gewinde in dünnen Blechen oder Hohlprofilen.

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AVK® Jack-Nut® Well-Nut® Nilko® Stecko®

Konsequente Verbindung von Kompetenz, Leistung und Service!

Koenig Verbindungstechnik AG, 8953 Dietikon/ Zürich T 044.743.33.33, F 044.740.65.66, info@kvt.ch, www.kvt.ch

34.006D.4h.3f.07-90x125

Blindnietmuttern

Die Kraftmesszellen DLRx von Baumer sind kalibrierte analoge Kraftsensoren. Solche Sensoren werden benötigt, um Kräfte sehr genau zu messen – sowohl zur Qualitätssicherung als auch zur Regelung von Anlagen und Maschinen. Sie werden direkt in den Kraftfluss eingebaut und können so sehr nahe an der Stelle messen, an der die Kraft wirkt. Kraftmesszellen sind einfach und zeitsparend in der Handhabung. Der Sensor gibt die wirkende Kraft direkt als analoges Signal aus. So muss das Gesamtsystem nicht mehr kalibriert werden. Da der Sensor beim statischen Messen nicht wie bei dynamisch messenden Systemen entlastet und wieder tariert werden muss, können höhere Taktzeiten erreicht werden. Präzision beweisen Kraftmesszellen durch ihre hohe Messgenauigkeit. Die geringe Verformung der Messzelle ermöglicht es ausserdem sehr steife Maschinen und Anlagen zu bauen. Solche Anlagen zeichnen sich durch hohe Positionsgenauigkeiten aus. Die zuverlässige Funktion des Sensors wird durch die hohe Überlastsicherheit erreicht. Insbesondere bei kleinen Kraftbereichen kann so die Ausfallwahrscheinlichkeit durch z. B. manuelle Beanspruchungen erheblich reduziert werden. Kraftmesszellen werden vor allem in Kunstoff-Spritzgiessmaschinen, Pressen, Werkzeugmaschinen oder Prüfständen eingesetzt. Baumer Electric AG, 8500 Frauenfeld Tel. 052 728 13 13, sales.ch@baumer.com, www.baumer.com


Bauelemente

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Drehcodierschalter im 3 × 3 Pin-Layout

Positionssensor unterstützt Powerlink

Der SH-7000 Drehcodierschalter wird von Nidec Copal Electronics mit dem «europäischen» 3 × 3 Pin-Layout hergestellt. Im Sortiment finden sich die Kodierformate Real, Komplementär und Gray mit 10 und 16 Positionen. Als Gehäuse stehen die Varianten J-hook, Gull wing oder THT zur Auswahl. Der Schalter ist von oben einstellbar und wird durch eine antistatische Stahlabdeckung geschützt. Die Schaltkontakte sind zweifach vergoldet und stehen damit für hohe Ansprüche, Zuverlässigkeit und Lebensdauer ein. Die Abmessungen des Schalters sind mit 7,1 × 7,3 mm äusserst klein und mit 3,7 mm Höhe sehr flach gehalten. Der Einsatztemperaturbereich ist sehr gross und reicht von –40 °C bis +85 °C. Dank einem O-Ring ist das Gehäuse dicht und kann mit diversen Lösungen gereinigt werden. Stolz Electronics AG, 5405 Baden-Dättwil Tel. 056 484 90 00, info@stolzelectronics.ch, www.stolzelectronics.ch

Als cleveres Zubehör hat Baumer neu einen Zargenadapter für die optischen Sensoren der Serie 14 im Sortiment. Dieser Kunststoffadapter erlaubt eine einfache Montage der Sensoren ohne Schrauben und Werkzeuge. Häufig werden mehrere optische Sensoren entlang einer Förderstrecke eingesetzt. Hier ist es zeitaufwändig, jeden einzelnen festzuschrauben und auszurichten. Ausserdem sind oft auch spezielle Montagewinkel nötig. Um einen Sensor der Serie 14 mit dem Zargenadapter zu montieren, reicht eine Aussparung im Blech mit den Massen 1,75 × 5,4 cm. Der Sensor muss nur noch in den Zargenadapter geschoben und dann mit ihm in den Blechausschnitt gedrückt werden. Zwei Kunststoffklemmen fixieren den Adapter im Metallausschnitt und der Sensor ist fest und sicher montiert. Damit wird Zeit gespart und auf zusätzliche, oft teure Montagewinkel kann verzichtet werden. Auch unbeabsichtigtes Verstellen des Sensors wird so verhindert. Trotzdem kann er im Servicefall schnell demontiert werden. Der Zargenadapter passt für alle Sensoren der Serie 14 von Baumer, wie zum Beispiel Reflexions-Lichttaster mit Hintergrundausblendung, Reflexions-Lichtschranken oder den neuen Distanz messenden Sensor auf LED-Basis. Baumer Electric AG, 8500 Frauenfeld Tel. 052 728 13 13, sales.ch@baumer.com, www.baumer.com


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Industriebedarf

Rackunabhängiges USV-System für die Industrie Newave, Anbieter für unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlagen, hat diesen Sommer die neue dreiphasige und einschubmodulare USV DPA UPScale RI für den Leistungsbereich von 10 bis 40 kW vorgestellt. Die Besonderheit liegt in ihrer 19"​-Bauform. Diese macht sie schrankunabhängig einsetzbar. Durch ihre Architektur eignet sich die DPA UPScale besonders für den Einsatz in speziellen Umgebungen wie im Industriebereich.

Die Newave-USV eignet sich auch für den Einsatz in industriellen Umgebungen.

Die DPA UPScale RI lässt sich in jeden herstellerunabhängigen 19“-Schrank integrieren.

Die rackunabhängige DPA UPScale RI ist ein flexibles USV-System. Es bietet technisch und wirtschaftlich die Voraussetzungen, um individuelle Bedürfnisse bei der unterbrechungsfreien Stromversorgung in 19“-Technik zu gewährleisten. Das System kann in jedes 19”-Gehäuse integriert werden, unabhängig vom Schrankhersteller. Mit einer Tiefe von 740 mm eignet sich die Anlage für den Einbau in Server- oder Industrieschränken. Je nach Ausstattung ist auch eine gemischte Umgebung (zum Beispiel Mischbestückung mit Komponenten zur Maschinensteuerung) im gleichen Schrank möglich. Die vielseitig einsetzbare Konzeption der DPA UPScale RI senkt den Anpassungsaufwand für individuelle Lösungen erheblich in den unterschiedlichsten Branchen. Das rack­ unabhängige Komplett-System erleichtert deshalb speziell die Entwicklung und Integ-

Infos

ServiceNet AG, Member of Newave Group 5432 Neuenhof Tel. 056 416 01 01 info@servicenet.ch www.servicenet.ch

ration von differenzierten Lösungen für Anlagebauer und Systemintegratoren. Zu den möglichen Einsatzgebieten gehören die Bereiche Verpackungstechnik, Abfüllanlagen, Fertigungsstrassen sowie Roboter, Windkraftanlagen, Steuerungstechnik und Medizinalbereich. Umfangreiche Konfigurierbarkeit. Die DPA UPScale ist in vier verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die einzelnen Module sind in den Leistungsstufen 10 und 20 kW lieferbar. Je USV-System können maximal zwei dieser Module eingesetzt werden. So ist die leistungsstärkste Ausführung auf 40 kW mit zwei 20 kW-Modulen und vier Batteriesträngen ausgelegt. Zwei Module können entweder zur Leistungserhöhung oder n+1 Redundanz parallel geschaltet werden. Auch der nachträgliche Einbau von einem zweiten Modul für die Leistungserhöhung ist möglich. Das System ist so konzipiert, dass im laufenden Betrieb Module ergänzt oder ersetzt werden können, ohne dass die USV in den Bypass-Mode geschaltet werden muss. Dank kompakter Bauweise und geringem Gewicht (10 kW = 18,6 kg; 20 kW = 21,5 kg) kann der Austausch von Modulen durch eine einzelne Person vorgenommen werden.

Hohe Zuverlässigkeit. Die DPA UPScale besteht aus autonom aufgebauten Modulen, die jeweils die komplette USV-Hard- und Software enthalten sowie Batteriepakete und Basismodul (Verteilung). Aufgrund der echten Modulbauweise können vorhandene USV-Module sicher ersetzt oder neue Module ergänzt werden, ohne dass die kritische Last direkt auf das Netz umgeschaltet wird. DPA-basierte, einschubmodulare Systeme weisen keinen «Single point of failure» auf und erreichen somit höchste Verfügbarkeit. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist heute nicht nur aus Kostengründen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, sondern auch Verantwortung vor der Umwelt. Die DPA UPScale RI arbeitet mit geringsten Eingangsverzerrungen von THDi <3.5, einem Leistungsfaktor PF = 0.99 selbst im Teillastbereich und einem Spitzenwirkungsgrad von 0.96. In einem speziellen Arbeitspunkt einen hohen Wirkungsgrad ausweisen können einige Anbieter von USV-Anlagen, Newave bietet aber selbst im Teillastbetrieb von 25% noch einen Wirkungsgrad von 94%. (pm) n


Industriebedarf

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Das steckbare Aluminium-Gehäuse aluClic ist ein steckbares Aluminium-Gehäuse. Für den Austausch einer kompletten Steuereinheit müssen keine Schrauben gelöst werden. Dies spart bei Umrüstungen oder einem Wechsel der kompletten Steuereinheit Zeit und die Produktion wird so wenig wie möglich behindert. Ein weiterer Vorteil der Technik mit dem Schlossfallen-Prinzip liegt darin, dass die Deckel für den Austausch nicht geöffnet werden müssen, was sowohl die Elektronik im Innern als auch die Dichtungen schont. Daher bleibt die hohe Schutzart IP67 dauerhaft erhalten. Das Gehäuse wird auf eine fest installierte Grundplatte aufgesteckt. Da keine Schraubkanäle und Deckelschrauben benötigt werden, steht im Innenraum zusätzlicher Platz für Einbauten zur Verfügung. Die Frontseite ist für die Ausstattung mit Folientastaturen bereits durch eine entsprechende Vertiefung vorbereitet. aluClic ist in drei verschiedenen Standardgrössen erhältlich: von

Maschinensteuerung

GinLink

90 x 130 x 70 mm bis 130 x 200 x 70 mm. Modifizierungen gemäss Kundenwünschen sind möglich. Okatronic AG, 4624 Härkingen, Tel. 062 398 44 11 info@okatronic.ch, www.okatronic.ch

UV-Härtungssystem für elektronische und optische Komponenten Hamamatsu Photonics hat eine neue LC8-Auswahl an UV-Härtungssystemen herausgebracht, als Ersatz für die LC5- und LC6-Modelle. Die L9566- und L9588-Serie der UV-Spotlichtquellen bestehen aus leistungsstarken Super Quiet Merkur-Xenon-Lampen. Diese verfügen über langlebige Elektroden, die eine hohe Stabilität über eine Minimalbetriebszeit von 3000 Stunden gewährleisten. Die Unterhaltskosten werden dadurch reduziert und optische Anpassungen während der Betriebslebensdauer der Lampe fallen dahin. Der Gebrauch von low-loss optischen Systemen garantiert UV-Intensitäten bis zu 4500 mW/cm² bei 365 nm, gemessen 10 cm vom Faser-Ende. Die LC8 erbringt eine schnelle Aushärtung in nur wenigen Sekunden für das Kleben von verschiedenen elektronischen und optischen Komponenten. Dies verhindert Thermalschäden an den Objekten oder an hitzeempfindlichen Teilen.

High-Speed

Steuerung für

Pick and Place

Steuerung hochpräziser PickAnd-Place Maschinen. Neu mit einem Motion Board mit 10 DCEndstufen für komplexe Header.

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USV-Lösungen und Know-how Im neuen USV-Katalog von Rotronic finden Interessierte nicht nur die neuesten Produkte für eine garantiert unterbrechungsfreie Stromversorgung. Der 98 Seiten starke Katalog beantwortet auch auf anschauliche Art und Weise die wichtigsten Fragen in Sachen unterbrechungsfreie Stromversorgung: Welche klassischen USV-Technologien gibt es? Welche Umgebung muss mit welcher USV geschützt werden? Produkteseitig bietet Rotronic ein gut abgestimmtes Sortiment an Stromversorgungsschutz und Zubehör der etablierten Marktführer APC und Eaton an. Unternehmen, die auf der Suche nach einer preiswerten Lösung sind, finden in der Roline UPS-Linie eine optimale Alternative mit einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Der USVKatalog ist in deutscher und französischer Sprache erhältlich. ROTRONIC AG Schweiz, 8303 Bassersdorf Tel. 044 838 11 11, info@rotronic.ch, www.rotronic.ch

PWM-Ausgänge für LEDs

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Kompakte Steuerung High-Speed Feldbus GinLink basierend auf 1GBit Ethernet für schnelle und hochpräzise Maschinensteuerungen. Swiss Technology

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Industriebedarf

Screens vervielfältigen

Schaltnetzteile mit grosser Leistungsdichte

Mit der VWBOX-100Serie stellt Spectra eine Serie von Videowand-Controllern vor, mit denen es einfach und preiswert möglich ist, Videowände, die aus bis zu 20 Displays bestehen, zu gestalten. Auf dem sich ergebenden Grossbildschirm kann mit hoher Auflösung ein sich über alle Displays erstreckender Screen angezeigt werden. Ebenso kann der Grossbildschirm in beliebige Teilsegmente aufgeteilt werden, in denen jeweils unterschiedliche Inhalte gezeigt werden. Ein Merkmal der VWBOX ist die automatische Korrektur des Bildversatzes, der durch die Stege zwischen den Displays normalerweise zustande kommt. Die eingebaute GeniMask-Technologie sorgt dafür, dass trotz des Steges ein versatzfreier Verlauf schräger Linien zustande kommt. Das Grundprinzip eines Videowand-Controllers der VWBOX100-Serie besteht darin, dass ein Eingangs-DVI-Videosignal je nach Controllertyp auf 4, 6 oder 9 Displays verteilt wird. Die Video-Controller sind kaskadierbar. Durch Hintereinanderschaltung mehrerer Controller können Videowände, die aus bis zu 20 Displays bestehen, aufgebaut werden. Es können unterschiedliche Auflösungen, je nach Eingangssignal realisiert werden. Bei der VWBOX-E133 z.B. die über 9 DVI-Ausgänge verfügt, beträgt die maximale Auflösung am DVI-Eingang 1920 x 1200 Pixel, das sich ergebende Grossbild bestehend aus 9 Displays und hat eine Auflösung von maximal 5760 x 3600 Pixel. Spectra (Schweiz) AG, 8132 Egg ZH, Tel. 043 277 10 50 info@spectra.ch, www.spectra.ch

Altrac AG startet mit der Vermarktung der als revolutionär bezeichneten RCA600 und MCA600 Netzteilserien. Diese modular aufgebauten Stromversorgungen bieten bis zu 600 W Ausgangsleistung in einer kompakten (77 x 130 x 41 mm) Bauform, und können mit DIN-Schienengleitern versehen als EURO-Einschub verwendet werden. Die 600-Watt-Module sind in medizinischer und industrieller Ausführung erhältlich. Die Netzteile verfügen über 4 Einschübe und drei Modultypen mit Ausgangsspannungen von 5, 12 und 24 VDC sowie einer Leistung bis zu max. 150 W je Modul. Die Ausgänge lassen sich in einem weiten Bereich einstellen, so dass Spannungen von 1,5 bis 30 VDC realisiert werden können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Reihen- und Parallelschaltung der Module in derselben Stromversorgung, was der Leistungs- oder Spannungserhöhung der Module dienen kann. Ausprägungen wie Remote Voltage und Current Programming, Start-up Voltage Sequencing, N+1 Redundancy und Global Inhibit runden das Leistungsspektrum ab. Die Netzteile verfügen über die Sicherheitszulassungen gemäss EN/UL 60950-1 sowie EN/UL 60601-1 (für medizinische elektrische Geräte) und erfüllen die gängigen EMVStandards gemäss EN61000-3/-4 und EN55022-B. ALTRAC AG, 8953 Dietikon Tel. 044 744 61 11, info@altrac.ch, www.altrac.ch

CPU-Board bietet hohe Performance pro Watt Das langzeitverfügbare CPUBoard CP305 mit Intel Atom Prozessor ist mit 1,6 GHz Intel Atom Prozessor N270, Intel 945GSE plus ICH7M Chipsatz sowie bis zu 2 GByte DDR2-RAM bestückt und verbraucht durchschnittlich nur 10 Watt. Das ist bei identischer Performance weniger als die Hälfte vorheriger Generationen. Ausgelegt auf hohe Zuverlässigkeit bei Umgebungstemperaturen von 0 bis 60 °C in konvektionsgekühlten Systemdesigns ist es ideal für Verlustleistungs-kritische sowie mobile InVehicle Applikationen in den Märkten Transportation, Automatisierung, Energie sowie Aerospace und Defense. Eine Version für den erweiterten Temperaturbereich ist ebenfalls geplant. Trotz seines robusten Energiespar-Designs bietet das CPU-Board ein umfassendes Schnittstellenangebot: 2 x Gbit Ethernet, bis zu 6 x USB 2.0, zwei SATA-Schnittstellen sowie einen CompactFlash-Sockel. Die integrierte Chipsatzgrafik bietet ausgezeichnete 2D-, 3D- und Video-Leistung am frontseitigen VGA-Anschluss. Das 3HE CompactPCI CPU-Board Kontron CP305 ist als Single Slot- (4TE) oder Dual Slot- (8TE) Variante erhältlich. Systementwickler profitieren bei der 8TE Version durch zusätzliche Features wie DVI für Dual-Monitor-Betrieb, COM und PS/2 an der Front sowie einen Festplatten-Slot zur Einbindung einer 2,5 Zoll SATA HDD oder SSD für rauere Umgebungen. Kontron AG, DE-85386 Eching, Tel. +49 (81) 65 77 777 sales@kontron.com, www.kontron.com

High-Speed Storage-System für raue Umgebungen Der für raue Umgebungsbedingungen ausgelegte neue CompactPCI RAID-Server Kontron CP-ASM3-RAID kombiniert erstmals bewährte CompactPCI-Technologie mit High-SpeedSATA-Verbindungen über die Backplane. Er trumpft mit einem High-Speed-RAID-Verbund aus bis zu 8 SATA-II Festplatten (SATA 3,0 Gbit/s) oder Solid State Disks auf und ist besonders durch hohe Verfügbarkeit sowie hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit gekennzeichnet. Das lüfterlose Systemdesign mit schutzbeschichteten Elektronikbaugruppen bietet eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Luftfeuchtigkeit und Staub. Selbst bei Verwendung konventioneller Festplatten erreicht es eine herausragende Lebensdauer bei Umgebungstemperaturen zwischen 0 °C und 55 °C. Anwendung findet der robuste Server beispielsweise bei der mobilen und stationären Videoüberwachung im öffentlichen Transportwesen oder Tunnelüberwachung, bei Video- und Audiostreaming sowie der digitalen Bildverarbeitung zur Kontrolle verschiedenster Produktionsprozesse. Dank der offenen Systemarchitektur können jederzeit zusätzliche Module für weitere Anwendungsgebiete hinzugefügt werden. Das Herzstück bildet der hochperformante RAID-Controller. Er unterstützt RAID 0/1/5/10/50 oder JBOD (Just a Bunch Of Disks) sowie vielfältige Überwachungs- und Wiederherstellungsmechanismen und garantiert hohe Datenintegrität und Sicherheit. Die Festplatten bzw. Solid State Disks werden auf hot-swap-fähigen Trägerboards im System integriert und bieten je nach Konfiguration eine Speicherkapazität von mehreren Terabytes. Treiber und Tools zur Parametrierung der Systemfunktionen werden für Linux angeboten. Weitere Betriebssysteme werden auf Anfrage unterstützt. Kontron AG, DE-85386 Eching, Tel. +49 (81) 65 77 777 sales@kontron.com, www.kontron.com


Industriebedarf

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Einladung

Vielseitiger Box-PC

Handbedienung in der Busklemme

Beckhoff erweitert seinen I/OBaukasten für industrielle Automatisierung und Gebäudeautomation mit Busklemmen zur manuellen Bedienung. Die Klemmen mit Schalter oder Potentiometer fungieren als Bedieneinrichtung, um unabhängig von der Steuerung Prozessdaten zu ändern. Durch die Integration der manuellen Bedieneinheit in Form von Busklemmen reduziert sich der Platzbedarf im Schaltschrank; zusätzliche Schalter und deren Verdrahtung entfallen. Zur Unterstützung von Inbetriebnahmeoder eingeschränkten Betriebsabläufen bietet Beckhoff vier neue Busklemmen, die die Anzahl der zu installierenden Bedienelemente im Schaltschrank reduzieren und somit auch den benötigten Bauraum verringern. Besonders wenn eine Handbedienung nur in Ausnahmefällen gebraucht wird, z.B. zur Fehlersuche oder Inbetriebnahme, ist der Einbau der Busklemmen mit Handbedienung platz- und kostensparend. Auch in der Aufbauphase einer Maschine oder Anlage sind Handbedienungen von Vorteil, da mit ihnen Teilbereiche auf Funktion getestet werden können, bevor die Steuerung vollständig installiert ist. Im Bereich der Gebäudeautomatisierung kommen die Klemmen z.B. in Unterverteilungen zur manuellen Lichtschaltung oder im HKL-Bereich zum Einsatz, um einzelne Aggregate (Pumpen oder Klappen) zwecks Messung, Fehlersuche oder Inbetriebnahme unabhängig von der Steuerung zu schalten. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen, Tel. 052 633 40 40 info@beckhoff.ch, www.beckhoff.ch

Mit der Concept Box 751 präsentiert Kontron einen kompakten Embedded Box-PC mit Dual-Core-Prozessor. Er bietet hohe Rechenleistung, einen reichhaltigen Funktionsumfang auf kleinem Raum und wird dank hoher Energieeffizienz lüfterlos betrieben. Der robuste Box-PC eignet sich sowohl zum Einsatz in rauen Industrieumgebungen als auch für Anwendungsfelder wie Medizintechnik, Transportwesen oder Digital Signage. In Kombination mit SSD- oder CFDatenträgern arbeitet er absolut lautlos und ist somit auch bestens in geräuschsensiblen Bereichen einsetzbar. Dank ihres üppigen Schnittstellenangebots sind die potenziellen Anwendungsszenarios der Kontron Concept Box 751 (75 mm x 250 mm x 260 mm) vielfältig. Der Embedded Box-PC bietet an der Gehäusefront Anschlüsse für 3 x LAN 10/100/1000, 4 x USB 2.0, 1 x Firewire, 1 x RS232, VGA, HD-Audio, PS/2-Maus und PS/2-Tastatur. Optional führt Kontron’s neuester Box-PC über eine ADD2Erweiterungskarte auch DVI aus. An der Gehäuserückseite bietet die Kontron Concept Box 751 drei weitere RS232- und zwei USB-Schnittstellen. Das Herzstück bildet das Mini-ITX-Board Kontron 986LCD-M/mITX (BGA) wahlweise mit Intel Celeron 1,06 GHz Prozessor oder Intel Core Duo LV 1,66 GHz Prozessor und bis zu 4 GB DDR2-RAM. Für Datenspeicher stehen eine Bay für 2,5“ SATA-Festplatten und ein CF-Sockel auf dem Board zur Verfügung. Darüber hinaus hält der Box-PC einen PCI Express Erweiterungssteckplatz bereit. Kontron AG, DE-85386 Eching, Tel. +49 (81) 65 77 777 sales@kontron.com, www.kontron.com

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am 19. und 20. November INOVIS ist Ihr Distributor für innovative Lösungen im Bereich Industrie- und Embedded-PCs.

10jähriges Jubiläum.

2009 feiern wir unser

Aus diesem Grund laden wir Sie zu unserem /openday im Zürcher Oberland ein. Sie erwartet unter Anderem:  Vorträge und Work-

shops

zu Themen wie Beschaffungskriterien/ Risikomanagement aus Sicht eines Einkäufers, IndustrieNetzwerke, Windows XPe, und DAQ.

Hausmesse mit Herstellern von Boards, Panel- und Industrie-PCs, Box-PCs, Touchscreens, Displays, Software und mehr.

 Eine

Linearmotor-Achse mit 1000 mm Hub

Mit der Linax Lxe F40 präsentiert Jenny science eine Linearachse mit Linearmotor und integriertem Messsystem. Durch die präzisen Minirail Kugelumlauf-Führungen, ist die Achse kompakt in ihren Abmessungen und bietet eine hohe mechanische Steifigkeit. Die Linax Lxe F40 ist in den Hublängen: 250, 400, 550, 800 und 1000 mm erhältlich und bietet Vortriebskräfte von 40 N nominal und 114 N in der Spitze. Die Linearachse kommt ohne Spindel, Zahnriemen oder Pneumatik aus. Somit ist sie leise und verfügt über eine hohe Lebensdauer. Jenny Science AG, 6039 Root-Längenbold, Tel. 041 455 44 55 alois.jenny@jennyscience.ch, www.jennyscience.ch



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mit Ihren Ansprechpartnern bei der INOVIS und Herstellern.

Einblicke in die INOIVS. Rahmen- und Abendprogramm.  Lachtraining  

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Spectra bietet Einblick ins Unternehmen Spectra ist ein seit über 25 Jahren im Markt bestens etablierter, unabhängiger Distributor und Systemhaus für industrielle und industrienahe Computeranwendungen mit einer selbstständigen Niederlassung in Egg/Zürich. Mit seinem neuen Firmenvideo bietet Spectra einen informativen Einblick ins Unternehmen. Unter anderem wird der Stammsitz in Reutlingen bei Stuttgart vorgestellt. Dieser besteht aus dem im Jahre 2008 neu erstellten Bürogebäude mit angeschlossener Produktions- und Lagerhalle. Ausserdem werden die Produkte und Dienstleistungen der Firma gezeigt. Spectra (Schweiz) AG, 8132 Egg ZH, Tel. 043 277 10 50 info@spectra.ch, www.spectra.ch

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K o m m u n i k at i o n

Ein Feldbus für die Regelungstechnik

Prozess-E/A-Module mit Ethernet-Interface

Mit der Übertragungsrate von 1 Giga-Bit/s eröffnet der GinLink völlig neue Anwendungsgebiete, vor allem in der Regelungstechnik. Der GinLink Standard sieht eine Abtastrate von 16 kHz für Positionierungen vor. Der Inhalt kann beliebig konfiguriert werden, z. B. mit 180 Achsen die jeweils zwei 32-Bit Soll- und Istwerte übertragen. Die GinLink Frames basieren auf Standard Ethernet-Frames. Folgende Applikationen sind bereits mit GinLink realisiert worden: High-Speed Bestückungsautomat, Magnetlager für Sägeblätter in der Holzverarbeitung sowie diverse Pick-And-Place-Applikationen. INDEL AG, 8332 Russikon, Tel. 044 956 20 00, info@indel.ch, www.indel.ch

Das besondere an den Sensor to Computer Interface-Modulen der PET-7000 Serie ist, dass sie mit Power over Ethernet (PoE)Technologie über das LAN-Kabel mit Strom versorgt werden. Das verringert den Verkabelungsaufwand erheblich und vereinfacht den Einsatz auch an Orten, an denen eine lokale Stromversorgung nur mit hohem Aufwand zu realisieren ist. Lediglich der Anschluss eines LAN-Kabels ist erforderlich. Aufgrund ihrer Netzwerkfähigkeit eignen sich die PET-7000 sehr gut für Anwendungen mit verteilter, dezentraler Struktur. Die Module wurden speziell für die einfache Montage auf DIN-Schiene entwickelt, können aber mithilfe eines im Lieferumfang enthaltenen Adapters auch jederzeit für die Wandmontage eingesetzt werden. Die webbasierten Ethernet E/A-Module verfügen über einen integrierten Webserver, der die Konfiguration, E/A-Überwachung und -Kontrolle mit einem normalen Web-Browser ermöglicht. Sie unterstützen das Modbus/TCP-Protokoll, was die einfache Anbindung an zahlreiche marktübliche SCADA-Softwarepakete ermöglicht. Die PET-7000-Serie umfasst Module mit analogen Ein-/Ausgängen, bei denen die Ein-/Ausgangsbereiche pro Kanal programmierbar sind. Die integrierte Signalkonditionierung erlaubt den direkten Anschluss von Thermoelementen, Widerstandsthermometern, Wegaufnehmern usw. ohne Vorverstärker. Weiter umfasst das Spektrum Module mit galvanisch getrennten digitalen Ein-/Ausgängen, Relaisausgängen und Zählereingängen. Spectra (Schweiz) AG, 8132 Egg Tel. 043 277 10 50, info@spectra.ch, www.spectra.ch

Neuer Release von Matlab und Simulink The MathWorks stellt das Release 2009b (R2009b) seiner Matlab- und Simulink-Produktfamilien vor. Die aktuelle Version bietet eine beschleunigte Programmausführung, eine erweiterte Unterstützung grosser Datensätze sowie umfassendere Funktionen für die komponentenbasierte Modellierung in Simulink. R2009b beinhaltet Updates für 83 weitere Produkte, einschliesslich der PolySpace Code-Verifikation. Die erweiterte Unterstützung von Mehrkern- und Multiprozessorsystemen sowie eine effizientere Verarbeitung grosser Datensätze sind die wichtigsten Neuheiten. Matlab und die Image Processing Toolbox beinhalten zusätzliche Multithread-Implementierungen von Funktionen, die Statistics Toolbox bietet ab sofort auch Parallel Computing für mehrere Funktionen. Mit Matlab lassen sich nun FFTs für Datensätze über 2 GByte ausführen und mit Hilfe der Image Processing Toolbox beliebig grosse TIFF-Bilder bearbeiten. Weiterhin verfügt die Parallel Computing Toolbox über eine neue Schnittstelle für das Arbeiten mit grossen, über Cluster verteilten Datensätzen. Im Bereich Model-Based-Design ermöglicht es R2009b SimulinkAnwendern, Entwurfsvarianten in Modellen zu pflegen und zwischen modellweiten Konfigurationen zu wechseln. Damit ist es leichter, Designalternativen zu entwerfen und Designs wieder zu verwenden. The MathWorks GmbH, 3006 Bern, Tel. 031 950 60 20 info@mathworks.ch, www.mathworks.ch

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Busklemme unterstützt HART-Protokoll Mit der neuen «HART-Klemme» (2-Kanal Analoge Eingangsklemme 4–20 mA HART) innerhalb des ­Wago-I/O-Systems steht nun ein Gateway mit Gerätetreiber (DTM) zur Verfügung, der eine HARTKommunikation durch das Remote I/O über Profibus DP-V1 erlaubt. Dabei unterstützt der DTM (Device Tool Manager) alle FDT-Rahmenapplikationen. Des Weiteren können über die I/O-Busklemme die HART-Nebenvariablen zyklisch ausgelesen und im Prozessabbild dokumentiert werden. Hierdurch können bis zu vier zusätzliche Analogwerte zur Leitstelle übertragen werden und beispielsweise externe Messstellen entfallen. Anwendungsgebiete sind vorwiegend die Prozess- und Verfahrenstechnik, die chemische und petrochemische Industrie, aber auch die Wasser- und Abwassertechnik sowie die Energieversorgung und -verteilung. Hier kann zukünftig das Wago-I/O-System eingesetzt werden, um Status- und Diagnosedaten von HART-Feldgeräten über die «HART-Klemme» zum Asset Management-System zu übertragen. Weiterhin kann die Konfiguration, Parametrierung, Visualisierung, Diagnose und Wartung der Feldgeräte darüber vorgenommen werden. WAGO CONTACT SA, 1564 Domdidier Tel. 026 676 75 00, info.switzerland@wago.com, www.wago.ch


Messen und Prüfen

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Wenn Ihnen Qualität, Kompetenz, Beratung

Die Entwicklung von Echtzeitprüfsystemen optimieren National Instruments gibt die Markteinführung von NI VeriStand 2009 bekannt. Dies ist eine offene, konfigurationsbasierte Softwareumgebung zur Erstellung von Echtzeitprüfapplikationen wie z. B. Hardware-inthe-Loop- und geregelten Umgebungstests. Alle gängigen Funktionen eines Echtzeitprüfsystems sind in NI VeriStand in einem sofort einsatzbereiten Format implementiert und optimiert, sodass Entwickler von Echtzeitprüfsystemen die Erstellung von Testapplikationen effizienter umsetzen können. NI VeriStand hilft Entwicklern bei der Konfiguration einer multicorefähigen Echtzeitplattform, die I/O-Schnittstellen von Drittanbietern unterstützt. Dazu zählen etwa eine Vielzahl an I/O-Schnittstellen für die Datenerfassung, FPGA-basierte I/O-Schnittstellen und triggerbare Tasks für die Datenprotokollierung und Impulserzeugung. Steuer- und Regelalgorithmen sowie Simulationsmodelle, welche häufig für Echtzeitprüfanwendungen benötigt werden, können aus der Software NI LabVIEW und vielen anderen Modellierungsumgebungen von Drittherstellern – darunter Simulink von The MathWorks, Inc. und SimulationX von ITI – in NI VeriStand importiert werden, da es über eine offene Ar-

und Lieferbereitschaft wichtig sind – dann liegen Sie bei Kablan goldrichtig – z.B. für Multimedia und Konfektion

chitektur für die Entwicklung von Echtzeitprüfsystemen verfügt. Des Weiteren stellt NI VeriStand eine umfangreiche konfigurierbare Schnittstelle zur Laufzeit bereit, die eine Reihe von Werkzeugen beinhaltet, welche mit Echtzeitprüfapplikationen interagieren können. Bei der Benutzeroberfläche handelt es sich um eine während der Laufzeit editierbare Arbeitsumgebung. So können Anwender ihre Oberfläche ohne Unterbrechung der Ausführung des Echtzeitprüfsystems erstellen und ändern. National Instruments, 5408 Ennetbaden, Tel. 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com, ni.com/switzerland

Universelle Prüfgeräte für Elektroprofis

Mit dem Prüfgerät Profitest Master steht Elektroprofis ein universelles Messwerkzeug auf hohem technischen Niveau zur Verfügung. Das Gerät kann alle Prüfungen der Wirksamkeit von Schutzmassnahmen in elektrischen Anlagen durchführen, wie sie nach MIV/NIN gefordert und definiert sind. Mit Messkategorie CAT IV bietet der Profitest Master dem Anwender eine hohe Sicherheit. Die Testergebnisse lassen sich auf den PC übertragen und als Nachweis korrekter Installationsleistung dokumentieren. Das Messgerät ist leicht zu bedienen und bietet ein breites Prüfspektrum: Sein technisches Konzept orientiert sich konsequent an den alltäglichen Aufgabenstellungen in der Elektrotechnik. Neben den grundlegenden Normprüfungen bietet das Gerät zahlreiche weitere Messfunktionen, um Installationen auf Herz und Nieren zu testen und präzise Ergebnisse zu erhalten. Ein besonderer Pluspunkt liegt im ergonomischen Design. Die Steuerung ist einfach und sicher. Die Daten lassen sich auf dem grossen Leuchtdisplay bequem ablesen. Ein umfangreiches Zubehörpaket bietet für jede Aufgabenstellung die richtige Anschlussmöglichkeit.

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Software-Coder ist ISO-qualifiziert Die MathWorks-Produkte Real-Time Workshop Embedded Coder 5.3, PolySpace Client for C/C++ 7.0.1 und PolySpace Server for C/C++ 7.0.1 sind ab sofort nach dem Standard ISO/DIS 26262-8 qualifiziert. Das Qualifizierungsassessment wurde vom TÜV SÜD durchgeführt. Es liefert Entwicklern im Automobilbereich, die Model-Based Design mit definierten Verifikations- und Validierungsmethoden einsetzen, den Nachweis, dass die Werkzeuge zur Entwicklung sicherheitsrelevanter Software für ISO 26262 geeignet sind. Die Qualifizierung erhöht das Vertrauen in die korrekte Ausführung von Aktivitäten und Aufgaben, die für die ISO 26262 definierten Automotive Safety Integrity Level (ASIL) A bis ASIL D gefordert sind. Die Zertifikatsberichte für die qualifizierten Tools definieren Verifikations- und Validierungsmethoden, die Ent-

wickler von Embedded-Systemen ausführen müssen, wenn sie High-Integrity-Anwendungen mit den qualifizierten Tools entwickeln. Weitere Unterstützung bietet das IEC Certification Kit von The MathWorks, das die Zertifikate, die Zertifikatsberichte, die WorkflowBeschreibungen und weitere Artefakte zur Dokumentation der ISO/DIS 26262-8-Qualifizierung für die oben aufgeführten Produkte enthält. Im Rahmen der Werkzeugqualifizierung hat der TÜV SÜD auch die Softwareentwicklungsprozesse und Abläufe für die Bearbeitung von Kundenfehlerberichten in den MathWorks-Niederlassungen in Natick, USA, und Grenoble, Frankreich assessiert. Dort wurden die genannten Werkzeuge entwickelt. The MathWorks GmbH, 3006 Bern, Tel. 031 950 60 26 info@mathworks.ch, www.mathworks.ch

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megalink 10-09

Impressum

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Firmen in dieser Ausgabe

Megalink Elektronik + Automation ISSN 1662-9558 15. Jahrgang «Megalink» 25. Jahrgang «EC Woche» 29. Jahrgang «Precision» 48. Jahrgang «Elektroniker» Total verkaufte Auflage: 2147 Exemplare Total Gratisauflage: 6925 Exemplare

Aafag AG

18

M+S Industrielle Automation AG

ABB

35

maxon motor ag

53

Alfred Imhof AG

57

maxon motor ag

56

Axeon AG

66

Mesago Messe Frankfurt GmbH

15

B&R Industrie-Automation AG

14

Messe München GmbH

38

B&R Industrie-Automation AG

44

MINIMOTOR SA

54

Bachmann electronic GmbH

64

MPI Distribution AG

65

Bibus AG

25

National Instruments

BusinessLink

76

Online Trend.letter der electronica.de

34

CL-Electronics GmbH

21

Pilz Industrieelektronik GmbH

40

COMPONA AG

32

PowerParts AG

17

Demelectric AG

67

Rittal

32

Die Schweizerische Post

43

Rockwell Automation AG

ebm-papst AG

55

ServiceNet AG,

72

Festo AG

60

ServiceNet AG

19

Finder (Schweiz) AG

69

Servotronic AG

59

Ford Motor Company

9

Siemens Schweiz AG

48

GMC-Instruments Schweiz AG

13

Siemens Schweiz AG

7

Harting AG

37

SONY DSC

imcADD AG

10

SUVA

Infographics AG

11

Swiss Technology Network

26

Intermess Dörgeloh AG

27

swissT.net

26

Invertag AG

47

Systronics AG

71

Kablan AG

77

WAGO CONTACT SA

23

KVT Koenig Verbindungstechnik AG

70

Weidmüller Schweiz AG,

Redaktion «Megalink» Neumattstrasse 1, CH-5001 Aarau Tel. 058 200 5642, Fax 058 200 5661 www.megalink.ch Chefredaktor: Patrick Müller, dipl. El.-Ing. ETH (pm) Tel. 058 200 5659, patrick.mueller@megalink.ch Redaktor: Thomas Meier, dipl. Ing. Maschinenbau FH (tm) Tel. 058 200 5641, thomas.meier@megalink.ch

Kundenberatung Willi Dennler, Tel. 058 200 5643, willi.dennler@megalink.ch Thorsten Krüger, Tel. 058 200 5632, thorsten.krueger@megalink.ch Verena Müller, Tel. 058 200 5642, verena.mueller@azmedien.ch

5

50,52

Verlag © AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, CH-5001 Aarau Tel. 058 200 5650, Fax 058 200 5661 Verlagsleitung: Karen Heidl Leiter Werbemarkt: Jürg Rykart, juerg.rykart@azmedien.ch Lesermarketing: Fabienne Thomann Verkaufsleitung: Thomas Stark, thomas.stark@azmedien.ch Produktion Reto Schleier, r.schleier@vsdruck.ch

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Druck Vogt-Schild Druck AG Gutenbergstrasse 1, CH-4552 Derendingen

Erscheinung, Abonnemente Erscheint monatlich, Abonnementspreis Fr. 85.– Ausland: Fr. 85.– plus Postgebühren Abonnemente: Telefon/Fax 058 200 5566/67 E-Mail: abo@megalink.ch

Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Bildunterlagen und Manuskripte übernimmt die Redaktion keine Gewähr.

Produkte und Highlights Produktberichte und Highlights sind kostenpflichtig.

Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet Zeitschriften im selben Verlag Bâtitech – Chemie Plus – Chemische Rundschau Elektrotechnik ET – FIT for LIFE – HK-Gebäudetechnik – KOCHEN natürlich leben – SwissPlastics – Technica – wir eltern

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Megalink.ch Oktober 2009