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Erkältung und Grippe

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g Immunsystem – unermüdlich im Einsatz g Der große Unterschied: Grippe und grippaler Infekt (Erkältung) g Sinnvolle Therapie bei Erkältung


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Inhalt 5

Editorial

EDITORIAL

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Das Immunsystem – unermüdlich im Einsatz

KAPITEL 1

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Abgrenzung Grippe und Erkältung

KAPITEL 2

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Grippe und Therapie

KAPITEL 3

18

Erkältung und Therapie

KAPITEL 4

IMPRESSUM: Herausgeber und Medieninhaber: MedMedia Verlags- und Mediaservice GesmbH, 1070 Wien‚ Seidengasse 9 / Top 1.1; Verleger: Mag. Wolfgang Maierhofer; Projektleitung: Mag. Barbara Koller, b.koller@medmedia.at; Redaktionsteam: Mag. Barbara Koller, Mag. Silvia Feffer-Holik, MedMedia Verlags- und Mediaservice GesmbH; Layout und Grafik: Irene Persché, www.irenepersche.at; Lektorat: Patricia Halbwidl; Druck: agensketterl; Bild­er: Foto Begsteiger, Fotolia, Archiv. Alle Texte in „Erkältung und Grippe verstehen“ sind nach bestem Wissen recherchiert. Irrtümer sind vorbehalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen Verlag und Medieninhaber keine Haftung für drucktechnische und inhaltliche Fehler. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird jeweils nur die männliche Form der Bezeichnung von Personen ( z. B. der Patient ) verwendet, damit ist aber sowohl die weibliche als auch die männliche Form gemeint.

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E ditorial

Wissenschaftlicher Beirat und Mitarbeiter der Ausgabe „Erkältung und Grippe verstehen“

O. Univ. Prof. Dr. Michael Kunze, Vorstand des Instituts für Sozialmedizin, Wien

Mag. pharm. Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, freut sich, dass die Serie „Gesundheit verstehen“ mit der fünften Ausgabe „Erkältung und Grippe verstehen“ sein Konzept der Patientenaufklärung fortsetzt.

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden! Dr. Erwin Rebhandl, Arzt für Allgemeinmedizin, Präsident der ÖGAM, Lehrbeauftragter an der Med. Universität, Wien

Dr. Christoph Wenisch, Abteilungsvorstand, 4. Medizinische Abteilung mit Infektions- und Tropenmedizin; SMZ-Süd-Kaiser Franz Josef Spital, Wien Dr. Katharina Hochreiter, Ärztin für Allgemeinmedizin und Innere Medizin, Wien

Es freut mich außerordentlich, dass man sich in der fünften Ausgabe der Serie „Gesundheit verstehen“ dem brisanten und überaus aktuellen Thema „Erkältung und Grippe verstehen“ so ausführlich widmet. Es ist außerordentlich wichtig für uns alle zu verstehen und zu erkennen, wo der Unterschied zwischen einer gefährlichen Grippe und einer vergleichsweise harmlosen Erkältung (grippaler Infekt) liegt. Die Therapie und die Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, gestalten sich nämlich sehr unterschiedlich und das ist überaus wichtig zu wissen. Daher kann jede Aufklärung in diesem Bereich für uns alle nur von Vorteil sein. Auch das menschliche Immunsystem wird genauer erklärt. Lernt es doch ab dem ersten Lebenstag und mit jedem Infekt dazu. Wie aber können wir es schulen sich gezielt gegen die Eindringlinge zu wehren und wie oft pro Jahr ist es noch „normal“ an einem grippalen Infekt zu erkranken? „Warum husten wir überhaupt? Was hat das mit der Abwehrreaktion unseres Körpers zu tun?“ Diesen und vielen weiteren aufschlussreichen Fragen geht man in diesem Guide in gewohnter Weise auf den Grund. In diesem Sinne wünsche ich viele umsetzbare Informationen zum Thema „Erkältung und Grippe“ und hoffe, dass Sie damit gewappnet durch den Winter gehen und den Erkältungs- und Grippeviren trotzen. Ihre Christiane Körner Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer

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KAPITEL 1

Das Immunsystem – unermüdlich im Einsatz Wie funktioniert das Immunsystem?

Welche Schutzbarrieren hat der Körper?

Das Immunsystem wehrt Krankheitserreger ab. Es hält Billionen von Bakterien in Schach, die der menschliche Organismus natürlicherweise beherbergt und beseitigt geschädigte Körperzellen. Für all diese Aufgaben steht mit Milliarden Abwehrzellen eine starke „Armee“ zur Verfügung:

Schon das Eindringen von Krankheitserregern in den Körper wird mit Hilfe von ausgeklügelten Schutzmechanismen erschwert: • Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen Säureschutzmantel wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime. • Die Tränenflüssigkeit enthält ein Enzym, das Bakterien abtöten kann. • Der Speichel im Mund birgt ebenfalls ein solches Enzym in sich. Außerdem schützt die Schleimhaut des Verdauungssystems durch chemische Wirkungen vor Bakterien.

In erster Linie sind es die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Antikörper, die Viren, Bakterien, Pilzen und anderen „Fremdkörpern“ zu Leibe rücken.

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• Die Magensäure tötet aktiv Erreger ab. • Im Zwölffingerdarm herrscht ein alkalisches Milieu, das den Bakterien nicht gut bekommt. • Die Scheide ist durch ein saures Milieu geschützt. • Blase und Harnröhre werden durch den Harn laufend gespült und sind so gegen das Einnisten von Bakterien gewappnet. • Durch die Flimmerhärchen und den Schleim in den oberen Luftwegen wird das Eindringen von Erregern in die Atemwege erschwert.

Was versteht man unter angeborener Immunität? Schon von Geburt an verfügen wir über ein angeborenes Immunsystem (auch unspezifisches Immunsystem genannt), das in der Lage ist, körpereigene Zellen von gefährlichen Fremdeiweißen zu unterscheiden und die Eindringlinge ohne Rücksicht auf ihre Struktur zu bekämpfen. Dazu bedient sich der Organismus hauptsächlich bestimmter Fresszellen wie Makrophagen, die vorwiegend in Geweben angesiedelt sind, sowie sogenannter Monozyten und Granulozyten, die im Blut zirkulieren. Sie gehören alle zur großen Familie der weißen Blutkörperchen, die fremde Zellen vernichten, wenn diese – genetisch gesehen – nicht eindeutig zu den körpereigenen Zellen gehören. Über 90 % aller Infektionen können durch die angeborene Immunabwehr

erkannt und erfolgreich bekämpft werden.

Warum erhöht sich die Körpertemperatur? Bei einem größeren Ansturm von fremden Zellen schlagen Granulozyten und Makrophagen Alarm und sondern Botenstoffe ab, die Entzündungen und Fieber auslösen. Bei 39 Grad Celsius werden die Fresszellen so richtig aktiv. Gleichzeitig „kommunizieren“ die Abwehrzellen miteinander: Sogenannte T-Zellen greifen jene Zellen, die mit Krankheitserregern infiziert sind, direkt an und geben Information an andere weiße Blutkörperchen (B-Zellen) weiter. Diese beginnen mit der Produktion von Antikörpern (Immunglobuline) aus löslichen Eiweißstoffen. In der Folge binden sich die Antikörper an jene Bakterien, Viren, etc., die sie unschädlich machen sollen. Mit Hilfe der weißen Blutkörperchen wird der Eindringling dann zerstört.

Warum dauert es einige Tage, bis eine Erkältung wieder abklingt? Erkältungsviren benötigen Zellen als „Wirt“, um sich zu vermehren. Eine infizierte Zelle kann tausende „Nachkommen“ produzieren, die sich explosionsartig ausbreiten. Bis nun die Abwehrreaktion gegen die Eindringlinge voll anläuft, dauert es 7


Gesundheit beginnt im Darm

Warum ist Fieber für das kindliche Immunsystem wichtig? Jeder Infekt im Kindesalter hat neben seinen unangenehmen Auswirkungen auch seine positive Komponente. Fieber (ab 38 Grad Celsius Körper-

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temperatur) zeigt an, dass im Immunsystem Hochbetrieb herrscht und sich die Abwehrkräfte steigern. Daher sollte man erhöhte Körpertemperatur nicht immer gleich mit fiebersenkenden Mitteln bekämpfen, sondern das Kind ins Bett stecken, nur mit einer leichten Decke – wenn überhaupt – zudecken und ausreichend viel zu trinken geben. Sofort zum Arzt sollte man hingegen, wenn die Temperatur plötzlich stark ansteigt oder besonders hoch ist (über 40 Grad Celsius, bei Babys und Kleinkindern über 39,5 Grad Celsius), Kopfschmerzen dazukommen, wenn die Haut trotz Fiebers kühl ist, bzw. wenn Zuckungen oder starke Schmerzen (vor allem im Bauchraum oder im Rachen) auftreten.

Was hat der Darm mit dem Immunsystem zu tun? In der Darmschleimhaut sitzen mehr als 70 % der gesamten Abwehrzellen des Körpers – der Großteil des menschlichen Immunsystems. Das darmeigene Immunsystem produziert so genannte Immunglobuline A (IgA). Das sind bestimmte Eiweißstoffe (Antikörper), die der Körper nach dem Kontakt mit einer bestimmten Substanz (einem Antigen) zur Abwehr fremder Substanzen bildet. Der Mensch besitzt dieses darmeigene Abwehrsystem nicht gleich von Geburt an, vielmehr muss er es trainieren und verfeinern.

Wie erwirbt sich der Organismus Immunität?

Was versteht man unter dem Begriff Darmflora?

Angeborene und erworbene Immunität arbeiten in der täglichen Abwehr eng zusammen: Bei der erworbenen Immunität kommen in erster Linie die weißen Blutkörperchen Lymphozyten und Antikörper zum Einsatz: Eindringlinge werden ihrer Struktur gemäß geprüft und dann entweder geduldet oder zerstört. Weiters verfügen diese Abwehrzellen über ein immunologisches Gedächtnis: sie können fremde Stoffe, denen der Körper schon einmal begegnet ist, wieder erkennen und sich mit ihnen gezielt auseinander setzen.

Im Darm leben Milliarden von Mikroorganismen in Form der Darmflora auf der Darmschleimhaut. Insgesamt besteht die Darmflora aus mehr als 400 verschiedenen Arten von Mikroorganismen. Sie bereiten die Nahrung auf, produzieren wichtige Nährstoffe und unterstützen das Immunsystem. Weiters hilft die Darmflora mit, dass das Immunsystem Nahrungsmittel zwar als körperfremd erkennt, aber keine Abwehrreaktionen dagegen entwickelt. Dadurch werden Nahrungsmittelunverträglichkeiten gekonnt verhindert.

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im Schnitt zwei bis drei Tage. Nach diesem Zeitraum verspüren Erkrankte meist erste Linderung, nach fünf bis sieben Tagen sind die meisten Krankheiten überstanden. Ein Großteil der siegreichen T-Zellen stirbt daraufhin wieder ab. Der Rest jedoch verbleibt als Gedächtniszellen im Körper und ist „auf der Hut“, ob der alte Feind zurückkehrt. Wenn das passiert, wird er so rasch unschädlich gemacht, dass es die infizierte Person gar nicht mit bekommt. Sie ist gegen diese Krankheit gewappnet, sprich immun. Nach diesem Prinzip funktionieren auch Impfungen.

KAPITEL 1


KAPITEL 1

Wie lässt sich das Immunsystem stärken? Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehr, schon nach 30 Minuten Training steigt die Zahl wichtiger Immunzellen im Blut um ein Drittel, punktuelle Kraftanstrengungen hingegen schwächen die Kampfzellen. Apropos schwächen: Rauchen, Stress und häufige Diäten bremsen die Immunkräfte. Auf regelmäßigen Schlaf achten: Unser Immunsystem arbeitet im Schlaf auf Hochtouren. Während des Schlafes werden besonders viele immunaktive Stoffe ausgeschüttet, die die Immunabwehr steigern. Infektionen können so am besten bekämpft werden. Das Stärken des Immunsystems durch Nahrungszufuhr ist nur für mangelernährte Personen möglich. Ausreichend ernährte Menschen profitieren nicht von zusätzlicher Zufuhr von Vitaminen, Spurenelementen und Probiotika. 10

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

Ja, bei Menschen mit Allergien kommt es zu einer Überreaktion. Das Immunsystem bekämpft in diesem Fall an sich harmlose Stoffe, wie zum Beispiel Gräserpollen, weil es diese fälschlicherweise als gefährlich klassifiziert.

Gibt es pflanzliche Wirk­ stoffe, die das Immun­ system unterstützen? Ja, beispielsweise können Inhaltsstoffe der Kapland-Pelargonie, der Taigawurzel, der Färberhülse, des Lebensbaums, des Ginsengs, des Grünen Tees oder auch des Propolis die Abwehrkräfte positiv anregen. Die bekannteste Heilpflanze zur Stimulation des Immunsystems ist der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea). Schon die indianischen Ureinwohner Amerikas sammelten das Pflanzenkraut und benutzten es zu äußerlichen Behandlung von eitrigen Wunden. Heutzutage wird der Presssaft des Roten Sonnenhuts (enthalten in Echinacin ®) erfolgreich zur unterstützenden Behandlung und zur Vorbeugung vor wiederkehrenden Infekten im Bereich der Atemwege eingesetzt. Seine Wirkstoffe können die sogenannten „Fresszellen“ der weißen Blutkörperchen bei ihrer Tätigkeit antreiben – das heißt, es werden mehr Eindringlinge, wie Bakterien und Viren unschädlich gemacht. Die Anzahl weiterer Abwehrzellen wird erhöht. So wird das natürliche Immunsystem des Körpers angeregt und die Abwehrkraft gestärkt.

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KAPITEL 2

Abgrenzung Grippe und Erkältung Ist es eine gefährliche Grippe (Influenza) oder eine lästige Erkältung? Ob harmlose Erkältungsviren oder Grippeerreger – die kleinen Krankmacher sind durch Tröpfcheninfektion sehr leicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Eine Erkältung macht sich langsam bemerkbar: Der Hals kratzt, die Nase geht zu, es kommt zu leichtem Husten, irgendwie fühlt man sich schlapp. Ausreichender Schlaf, Hausmittel bzw. rezeptfreie Präparate aus der Apotheke und Wärme können schnell spürbare Erleichterung bringen. Anders bei einer Grippeinfektion: Binnen weniger Stunden fühlen sich 12

Betroffene sehr krank, die Glieder schmerzen, es kommt zu hohem Fieber über 38 Grad Celsius. Bei solchen Symptomen, oft kommt auch Durchfall bzw. Übelkeit dazu, sollte man unbedingt rasch einen Arzt aufsuchen. Die Einnahme von Medikamenten binnen 48 Stunden kann den Krankheitsverlauf abschwächen oder verkürzen. Bettruhe ist unbedingt notwendig, nicht nur weil der Körper Ruhe braucht, sondern auch, um andere Personen nicht anzustecken. Eine unbehandelte Influenza-Infektion

kann Folgeerkrankungen wie Bronchitis, Entzündungen der Lunge, der Nebenhöhlen, der Ohren, des Nervensystems oder auch des Herzmuskels nach sich ziehen. Auch die Gefahr einer Hirnhautentzündung oder einer Schwellung der Stimmbänder (Pseudokrupp) – besonders bei Kindern – besteht. Was die Vorbeugung anbelangt, so gibt es kein allgemein gültiges Rezept – von der positiven Lebenseinstellung bis hin zu vermehrter Zufuhr von Vitamin C ist alles möglich.

Wie unterscheidet sich eine Grippe von einer Erkältung? Grippe / Influenza

Neue Grippe H1N1 (umgangssprachlich „Schweinegrippe“)

Grippaler Infekt (umgangssprachlich Erkältung)

Krankheitsbeginn

plötzlich; rasche Verschlechterung

plötzlich; rasche Verschlechterung

langsam; allmähliche Verschlechterung

Auftreten

Saisonal bedingt, in den Wintermonaten, Höhepunkt der Grippewelle meist Jänner, Februar

Kann jederzeit auftreten

Kann jederzeit auftreten

Krankheitszeichen

betreffen den ganzen Körper

betreffen den ganzen Körper

lokal (besonders Atemwege)

Fieber

rasch steigend, mehr als 38° C, Schüttelfrost, Schweißausbrüche

Blitzartiger Anstieg der Körpertemperatur über 38° C, Schüttelfrost, Schweißausbrüche

Leichte Erhöhung der Körpertemperatur

Symptome

starke Muskel-, Gliederund Kopfschmerzen, Husten, Abgeschlagenheit, Durchfall, Erbrechen

starke Muskel-, Gliederund Kopfschmerzen, Husten, Abgeschlagenheit, heftiger Durchfall, starkes Erbrechen

verstopfte oder laufende Nase

Komplikationen

schwere Komplikationen möglich (z. B. Mittelohrentzündung, Lungenentzündung …)

schwere Komplikationen möglich (z. B. Lungenentzündung, Lungenversagen …)

selten

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KAPITEL 3

Wie kann man sich gegen Influenza schützen?

Grippe und Therapie Was versteht man unter einer Grippe (Influenza)? Die Influenza ist eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die sich jedes Jahr in den Wintermonaten europaweit von West nach Ost ausbreitet und meist ab Dezember auch Österreich erreicht. Es handelt sich dabei überwiegend um Influenza Stämme des Typs A und B. Jährlich erkranken zirka 300.000 bis 400.000 Österreicher daran.

Wie bemerkt man eine Influenzaerkrankung? Das Influenza-Virus wird über Tröpfcheninfektion wie Husten oder Niesen 14

übertragen. Es dringt über Nase, Mund oder Augen in den Körper ein und befällt unter anderem die gesamten Atemwege (Nase, Rachen, Lunge sowie Nebenhöhlen und Mittelohr). Es vermehrt sich innerhalb von vier bis sechs Stunden nach der Infektion und breitet sich in die Nachbarzellen aus. Im Gegensatz zu einer „normalen“ Erkältung schlägt die Influenza sehr schnell und heftig zu. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem ersten Viruskontakt entwickeln sich Symptome wie Glieder- und Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, hohes Fieber, trockener Husten und Schwächegefühl. Eine Influenza dauert in der Regel zwischen ein und zwei Wochen.

Mit Hilfe einer Impfung schützt man sich am besten. Für ältere Menschen und chronisch Kranke ist das Influenza-Virus besonders gefährlich, da es sehr oft Mittelohrentzündung, Gehirnentzündung, eine Entzündung des Herzmuskels bzw. eine bakterielle Lungenentzündung auslöst, die zum tödlichen Herz-Kreislaufversagen führen kann. Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sollten sich zu ihrem Schutz und zum Schutz des Ungeborenen ebenso impfen lassen wie Kinder ab dem siebenten Lebensmonat.

Wie erkenne ich eine Influenza-Erkrankung bei Kindern? Wichtige Merkmale einer Influenzaerkrankung bei Kindern sind steiler Fieberanstieg mit Schüttelfrost und Schweißausbrüchen, schwere Kopfund Gliederschmerzen, große Müdigkeit, trockener Husten, Durchfall und Bauchschmerzen. Wenn das Kind über Steifheit im Nacken klagt, das Fieber über 40 Grad Celsius steigt, extreme Schläfrigkeit vorherrscht oder auch der Durchfall anhält, muss man sofort zum Arzt! Kinder haben nicht nur ein erhöhtes Krankheitsrisiko, sie tragen auch entscheidend zur Verbreitung des Virus bei und können so die Viren auch an Oma und Opa weitergeben.

Über die Schleimhaut gelangen Viren in den Körper.

Wie verläuft die H1N1Grippe („Schweinegrippe“)? Die neue Grippe wird durch einen bislang unbekannten Virusstamm des Subtyps A / H1N1 verursacht. Sie ist eine ganz neue Influenzavariante. Das neue Virus enthält Gene von Schweinen, Menschen und Vögeln und weist somit eine neue genetische Konstellation auf. Das Virus wird durch Händeschütteln, Niesen und Husten übertragen. Von schwereren Verläufen sind meist Personen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder Niereninsuffizienz betroffen sowie Schwangere. In Österreich wurden bis Anfang November rund 500 positive Fälle, davon ein Todesfall, verzeichnet. Die meisten Erkrankten hatten jedoch nicht mit schwerwiegenden Komplikationen zu kämpfen. Ob es so bleibt, weiß niemand, denn das neue Grippevirus ist wandlungsfähig, bleibt potenziell gefährlich und ist unberechenbar. Trotz des bisher milden Verlaufs der Schweinegrippe warnen Experten vor einer zweiten, stärkeren Erkrankungswelle im Herbst und Winter. 15


KAPITEL 3

W IR Die Schweinegrippe weist ähnliche Symptome wie die saisonale Grippe auf: Die Erkrankung kommt wie aus heiterem Himmel – der Betroffene hat plötzlich hohes Fieber (mindestens 38 Grad Celsius), Kopf- und Muskelschmerzen und fühlt sich wirklich schwer krank. Bei der Schweingrippe können zusätzlich Durchfall und Übelkeit stärker ausgeprägt sein. Besonders gefährlich ist die H1N1 bedingte Lungenentzündung.

Warum soll man mit Grippesymptomen sofort zum Arzt? Die Beschwerden einer herkömmlichen Influenza sind mit jener einer H1N1-Infektion nahezu ident, die Unterscheidung muss ein Arzt treffen. Der Arzt entscheidet auch – wenn nötig – über eine Behandlung mit antiviralen, rezeptpflichtigen Medikamenten (es gibt derzeit zwei): Sie können den Verlauf der Influenza mildern, vorausgesetzt sie werden bis spätestens 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Influenza-Symptome verabreicht.

H1N1 – wer ist betroffen? Im Gegensatz zur saisonalen Grippe, an der bevorzugt Personen über 16

65 Jahren erkranken, sind vor allem 15- bis 30-jährige, Schwangere bzw. Menschen mit Grunderkrankungen (Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, der Niere, der Leber sowie neurologische Erkrankungen und Krebs) von der „Schweinegrippe“ betroffen.

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Wie läuft die Impfung ab? Ab Anfang November soll zuerst das Gesundheitspersonal, dann chronisch Kranke, Schwangere (ab der 15. Schwangerschaftswoche) und Betreuungspersonen von Kindern unter 6 Monaten in öffentlichen Einrichtungen geimpft werden. Nähere Informationen zu den Impfstellen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit www.bmg.gv.at. Die Impfung muss zweimal im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein ausreichender Impfschutz tritt ca. sieben bis zehn Tage nach der zweiten Impfung ein.

Soll man sich auch gegen die „herkömmliche“ Influenza impfen lassen? Ja! Experten empfehlen, sich gegen beide Grippearten impfen zu lassen. Die Impfung gegen die saisonale Influenza bietet einen möglichst hohen Schutz gegen herkömmliche Influenzaviren, die Grundimmunität wird erhöht.

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KAPITEL 4

und enger mit Menschen in schlecht gelüfteten, beheizten Räumen auf. Die Schleimhäute trocknen aus, das sind ideale Verbreitungsbedingungen für Viren.

Was begünstigt noch die Entstehung einer Erkältung?

Erkältung und Therapie Wer sich in der Kälte auf­ hält, bekommt sicher eine Erkältung! Stimmt das? Nein! Dieser Zusammenhang konnte nie nachgewiesen werden. Kälte ist keine ausreichende Bedingung um eine Erkältung zu bekommen. Sonst müssten Menschen, die in sehr kalten Gebieten (z. B. Arktis) arbeiten oder leben, ständig krank sein. Das Gegenteil konnte jedoch beobachtet werden.

Warum sind im Winter Erkältungen häufiger? Es spielen in der kalten Jahreszeit mehrere Faktoren mit, die die Entstehung von Erkältungen begünstigen. 18

Chronischer Schlafmangel ebenso wie Stress schwächen das Immunsystem. In einer Studie aus Pittsburgh konnte festgestellt werden, dass sich die Wahrscheinlichkeit an einer Erkältung zu erkranken verdreifachte, als die 150 Probanten weniger als sieben Stunden schliefen. Hatten sie das Gefühl schlecht geschlafen zu haben, war das Risiko sogar verfünffacht.

Wodurch bekommt man eine Erkältung?

1. Sinkt die Körpertemperatur über längere Zeit ab, so ist die Abwehrlage beeinträchtigt. Viren können sich leichter im Körper vermehren und eine Infektion hervorrufen. Bei normaler Körpertemperatur von 36 bis 37,5 Grad ist ihr Wachstum gehemmt. 2. Man hält sich im Winter öfter

Eine Erkältung wird durch Viren über den Speichel, durch Anhusten oder Anniesen übertragen. Auch kann das Berühren kontaminierter Gegenstände mit anschließendem Berühren von Nase oder Mund (z. B. Angreifen einer Türklinke, Händeschütteln einer erkälteten Person) die Viren übertragen.

Wie verläuft eine Erkältung für gewöhnlich? Sie ist eine Infektion der oberen Atemwege und betrifft meist zu Beginn die Schleimhaut der Nase

(Schnupfen oder Rhinitis). Anschließend können die Halsschleimhäute (Halsweh, Heiserkeit oder Pharyngitis), die Rachenmandeln (Tonsillitis) und die Luftwege der Lunge (Husten oder Bronchitis) in Mitleidenschaft gezogen werden. Begleitet wird diese Infektion meist von Kopfschmerzen und zu Beginn von Gliederschmerzen.

Viren – was können Erkältungsviren? Viren sind keine eigenständigen Lebewesen. Sie enthalten aber ein „Programm“ zur Vermehrung und Ausbreitung. Dazu brauchen sie Wirtszellen. Diese finden sie bei Tieren und Menschen. Es gibt über 200 verschiedene Erkältungsviren. Rhinoviren, Adenoviren und Parainfluenzaviren sind die Hauptverursacher. Es gibt sie in einer derartigen Vielfalt, dass wir gemäß einer Studie 90 Jahre alt und alle zwei Wochen von einem neuen Virus heimgesucht werden müssten, um alle „abgearbeitet“ zu haben. Viren können bis zu zwei Tage außerhalb des Körpers überleben, z. B.: auf Türklinken, Telefonhörern etc. Die Inkubationszeit (= Zeit zwischen der Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome) kann 19


KAPITEL 4

Mit der Kraft einer Geranienart mit das Risiko einer bakteriellen Superinfektion zu reduzieren. Weiters erhöht Kaloba® die Schlagfrequenz der Flimmerhärchen in den Atemwegen.2 Zäher Schleim kann schneller abtransportiert werden. Dadurch wird Viren und Bakterien der Nährboden für weitere Infektionen entzogen. Dreifacher Wirkmechanismus ausschließlich durch In-vitro-Studien belegt. 2 Conrad et al., 2007 Pelargonium-sidoides-Extrakt (EPs® 7630): Zulassung bestätigt Wirksamkeit und Verträglichkeit WMW(2007) 157/13–14: 331–336 Die Verwendung dieser traditionellen pflanzlichen Arzneispezialität bei Erkältungskrankheiten beruht ausschließlich auf langjähriger Tradition. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. 1

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rkältungskrankheiten gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Die einfache Übertragbarkeit der Erreger begünstigt die Ansteckung. Für die meisten zählt nur, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Oft werden verfrüht fiebersenkende Mittel und Antibiotika eingesetzt. Besonders für Kinder ist das keine ideale Therapie. Deshalb empfehlen immer mehr Fachleute Kaloba®, ein rein pflanzliches Arzneimittel, das auch das Risiko einer bakteriellen Superinfektion verringert.

�Kaloba® sollte schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung eingenommen werden. Um einen Rückfall zu verhindern, sollte es auch nach Abklingen der Symptome einige Tage weiterverwendet werden. �Kaloba®-Tropfen sind für Erwachsene und Kinder ab dem 1. Lebensjahr, Kaloba® 20-mg-Filmtabletten sind für Erwachsene und Kinder ab dem 6. Lebensjahr geeignet. Sie profitieren von der Wirkung des Pflanzenextraktes, der bereits seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin Südafrikas gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt wird.

Kaloba®, ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel aus den Wurzeln der Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides), wirkt dreifach. Es steigert die körpereigene Viren-Abwehr und hat einen antibakteriellen Effekt.2 Kaloba® hemmt die Bakterienvermehrung und hilft da-

Wie reagiert der Körper auf die Eindringlinge? Rinnt die Nase, plagt uns der Husten oder stellt sich Heiserkeit ein, so sind dies Folgen der Abwehrreaktionen des Körpers. Er stellt sogenannte Abwehrzellen (T-Zellen) im Sinne der Selbstheilung her, die sich an die virenbefallenen Zellen anheften und diese bekämpfen. Unterschiedliche Varianten stehen dabei zur Verfügung. Zu Beginn sondert die Nase ein wässriges Sekret ab, um Erreger aus der Nasenschleimhaut abzutransportieren. Ist das nicht von Erfolg gekrönt, leitet das Immunsystem den nächsten Schritt ein und erhöht die Körpertemperatur (Fieber). Damit macht der Körper den unliebsamen Viren das „Leben“ schwer. Denn bei erhöhter Temperatur wachsen Viren schlechter.

Kann aus einer Erkältung eine Grippe werden? Nein! Die echte Grippe wird von einem anderen Virentyp ausgelöst: dem Influenzavirus.

Wie oft ist es normal eine Erkältung zu haben? Anzeige

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Kaloba® hilft dreifach1, 2

zwischen wenigen Stunden und sieben Tagen betragen.

Erkältungen gehören weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Jeder Erwachsene ist zwei- bis fünfmal im

Jahr betroffen. Kinder – gerade im Kindergartenalter – werden bis zu zehnmal pro Jahr von den unliebsamen Viren heimgesucht.

Viraler oder bakterieller Infekt – worum handelt es sich? Eine Erkältung beginnt immer mit einer Virusinfektion. Im Verlauf einer Erkältung kann es jedoch im viral geschädigten Gewebe (Schleimhäuten) zu einer bakteriellen Sekundärinfektion kommen, denn Bakterien haben nun eine bessere Chance zu gedeihen. Diese so genannte Superinfektion muss dann oft mit Antibiotika behandelt werden. Hinweise auf eine bakterielle Infektion sind folgende Symptome: 1. e ine gelblich-grüne Verfärbung von Nasensekret und Auswurf beim Husten, 2. s päter einsetzendes Fieber und 3. z unehmende Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Zum Nachweis einer bakteriellen Infektion kann der Arzt mittels einfachem Bluttest das Akutphasenprotein CRP bestimmen. Ergibt der Test ein deutlich erhöhtes CRP, ist der Einsatz von Antibiotika sinnvoll. Auch hat sich die Drei-Tage-Regel bewährt: Handelt es sich um eine virale Erkältung verbessert sich in der Regel nach drei Tagen der Zustand. Klingen die Symptome nur kurz ab und flackern 21


Voll erwischt – Viren im Anflug

Hilfe aus der Natur Seit Menschengedenken werden Pflanzen auf allen Kontinenten zur Heilung von Erkrankungen wirkungsvoll eingesetzt. Mit der sogenannten Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), folgt man also keinerlei Modeerscheinung, sondern besinnt sich auf althergebrachte Einsatzgebiete von Pflanzen und Kräutern. Es sind therapeutisch wirksame Substanzen, die nicht chemisch

hergestell, sondern aus Pflanzen gewonnen werden. Gewisse pflanzliche Kombinationspräparate enthalten eine seit langem bewährte schleimlösende Eigenschaft und ermöglichen so bei Erkrankungen mit zähflüssigem Sekret, die Verflüssigung des Schleims. Das ist sinnvoll, da es bei unge­nügendem Abtransport des Sekrets – spürbar vor allem durch verstopfte Nase und Druck­empfindlichkeit in Kopf- und Kieferbereich – zu Komplikationen, wie der Ausbreitung der Viren, womöglich Besiedelung mit Bakterien etc. kommen kann. In den pflanzlichen Schleimlösern Sinupret®-Tropfen und Solvopret®-Dragees sind diese Eigenschaften optimal vereint und kommen seit über 75 Jahren bei tausenden von „Schnupfennasen“ optimal zum Einsatz. Denn aus einem Schnupfen muss nicht unmittelbar eine Entzündung der Nasennebenhöhlen werden. Sinupret® und Solvopret® sollten einen fixen Bestandteil der Therapie bei Erkrankungen der oberen Atemwege (insbesondere der Nase und Nasen­nebenhöhle) darstellen.

In immer mehr Bereichen der Medizin hält die Phyotherapie Einzug und ist eine beliebte Ergänzung zur Schulmedizin. Die einzigartige Pflanzenkombination aus Enzianwurzel, Schlüsselblume, Gartensauerampferkraut, Holunderblüte und Eisenkraut in Sinupret®-Tropfen und Solvopret®-Dragees wirkt gezielt in Nase und Nasennebenhöhle – eben dort, wo sich die Viren festsetzen – und sorgen dort effektiv für die Verflüssigung des Schleims und erleichtern das Abfließen. Der quälende Sekretstau löst sich, die Atmung wird freier.

Wichtige Hinweise zur Einnahme Die frühzeitige Einnahme von Sinupret®-Tropfen bzw. Solvopret®-Dragees vermindert die Gefahr, dass sich aus einem Schnupfen (Rhinitis) eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) entwickelt, oder noch schlimmer die Infektion auf weitere Bereiche der Atemwege – wie die Bronchien – übergreift. Daher beginnen Sie am besten bei den ersten Krankheitsanzeichen des Schnupfens mit der Einnahme. Wesentlich für die Wirkung ist die regelmäßige Einnahme über 10 bis 14 Tage.

Was können Sinupret®-Tropfen und Solvopret®-Dragees, was andere nicht können? 1. Sie verflüssigen zähflüssiges Sekret, welches in den meisten Fällen nur ungenügend durch Husten oder Schnäuzen abtransportiert werden kann. Damit schwillt die Schleimhaut ab, die Nebenhöhlen werden besser belüftet, was zur Unterstützung des Heilungsprozesses entscheidend beiträgt. 2. Durch die schleimlösenden Eigenschaften von Sinupret® und Solvopret® wird in schweren Fällen die Antibiotika-Wirkung sinnvoll unterstützt. 3. Der Kopf wird vom Druckgefühl befreit. 4. Durch den Abfluss des Sekrets wird der Nährboden für weitere Krankheitserreger entzogen. Sinupret®-Tropfen und Solvopret®-Dragees lösen den Schnupfen, öffnen die Nase und befreien den Kopf.

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Rund 200 verschiedene Erkältungsviren lauern gerade in der kalten Jahreszeit auf uns, und jeder Erwachsene erliegt ihnen im Durchschnitt 2 bis 3-mal im Jahr (Kinder bis zu 10-mal). Die Viren „überlisten“ also das Immunsystem und der Körper reagiert mit einer Kaskade von sehr klugen, wenn auch lästigen Abwehrmechanismen. Vor allem die überschießende Produktion von (schleimigem) Sekret in Nase und Bronchien machen dem Betroffenen das Leben schwer, sind aber eigentlich eine sinnvolle, spürbare Abwehrreaktion des Körpers. Was kann man aber tun, um mit diesen Symptomen besser fertig zu werden, denn ursächliche Heilung gibt es bekanntlich keine.

Phytomedizinische Wirkpotentiale

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Es ist wieder so weit. Druckgefühl im Kopf, rinnende Nase, und Gliederschmerzen machen sich bemerkbar. Eine Erkältung kündigt sich also an. Da gilt es möglichst rasch zu handeln und gegen Schnupfen & Co. vorzugehen. Doch wie gelingt es, in wenigen Tagen wieder fit zu sein und die Erkältung nicht unnötig in die Länge zu ziehen? Mit der Kraft der Pflanzen gibt es aus der Natur die beste Antwort auf diese Frage.

Empfohlen ist die dreimal tägliche Einnahme von Sinupret®-Tropfen oder Solvopret®-forteDragees (morgens, mittags und abends). Für Kinder ab 12 Jahren stehen Solvopret® Dragees in schwächerer Dosierung zur Ver­ fügung bzw. sind Dosierungsabstufungen von Sinupret®Tropfen möglich. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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KAPITEL 4

dann wieder auf, kann man davon ausgehen, dass eine bakterielle Infektion hinzugekommen ist.

darauf anspricht. Verantwortlich für die Zunahme von Resistenzen ist der ungezielte Einsatz von Antibiotika.

Was ist die beste Vorsor­ gemaßnahme gegen Viren­ übertragung?

Helfen Antibiotika gegen einfachen Schnupfen?

Soll ich den ganzen Winter prophylaktisch Vitamin C einnehmen?

Nach momentanen Erkenntnissen ist die effizienteste Vorsorgemaßnahme zur Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern die Hygiene der Hände. Sprich regelmäßiges, gründliches Händewaschen. Dabei sollte man öfter pro Tag mit lauwarmem Wasser und Seife für 30 Sekunden die Hände waschen. Hierbei ist man an eine feste Sanitäranlage gebunden. Dort wo jedoch der häufigste Kontakt mit den Erregern besteht, wie z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, besteht aber keine Möglichkeit zur Reinigung. Mit sogenannten antiseptischen Gels gibt es eine sehr praktikable Alternative. Man ist nicht an sanitäre Einrichtungen gebunden, da die Desinfektion ohne Wasser funktioniert. Es wird eine kleine Menge des Gels auf den Händen verteilt, durch den Alkohol, der verdunstet, sind die Hände im Nu desinfiziert und fühlen sich sauber an.

Nein! Antibiotika können Viren nichts anhaben, sie wirken lediglich gegen Bakterien. Antibiotika auf Verdacht eingenommen, können sogar lebensbedrohliche Nachteile mit sich bringen, denn es können sich leicht Resistenzen entwickeln. Das bedeutet, dass wenn das Antibiotikum dann wirklich benötigt wird (z. B. Lungenentzündung), der Körper nicht mehr

Im Winter ist das Obst- und Gemüseangebot deutlich reduziert, durch Multivitaminpräparate kann man die nahrungsbedingten Defizite optimal ausgleichen. Speziell für Kinder und ältere Personen ist es hilfreich, in der kalten Jahreszeit Multivitaminpräparate einzunehmen.

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Andere Vorsorge­ maßnahmen?

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• Berührung des Gesichtes: Achten Sie darauf, sich nicht so oft ins Gesicht zu greifen, indem Sie sich beispielsweise die Nase reiben. Hierdurch gelangen Viren leicht in die Schleimhäute und breiten sich dann schnell aus.

• Beim Niesen Papiertaschentücher verwenden, und diese danach sofort entsorgen. • Halten Sie Abstand zu erkälteten Personen. • Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Ballaststoffe sind wichtig um die Funktion der Darmflora zu optimieren. Denn 80 % der Immunabwehr findet im Darm seinen Ausgang. • Bewegung an der frischen Luft stärkt das Abwehrsystem. • Regelmäßige Saunagänge oder Infrarotanwendungen können helfen, die Abwehrkräfte des Körpers gegenüber Erkältungsviren zu stärken. • Halten Sie Füße und Kopf warm, wenn Sie sich draußen aufhalten. Immerhin 70 % der Körperwärme verlieren Sie über den Kopf.

Erste Hilfe Tipps bei Erkältungen? • Schwitzen und ausruhen sind die beste Medizin gegen Erkältung. Um den Vorgang des Schwitzens zu unterstützen, hat es sich bewährt Tee – z. B. Lindenblüten- und Holunderblütentee – lauwarm zu trinken und anschließend gleich ins Bett zu gehen. •T  rinken: Eine hohe Flüssigkeitszufuhr (zwei bis drei Liter täglich) ist sehr wichtig bei einer Erkältung. So können die Schleimhäute dauerhaft feucht gehalten und die Krankheitserreger ausgeschwemmt werden. 25


TROCKENE NASE

Hilfe bei trockener Nase

Ist Sport bei Erkältung erlaubt? Nein, denn bei einer Erkältung ist das Immunsystem bereits geschwächt und über die Maßen gefordert. Große Anstrengungen können zu ernsten Folgeerkrankungen führen. Also lieber eine Pause machen und sich schonen.

Hilft ein Saunabesuch gegen Erkältung? Abhärten in der Sauna ist nur bei gesunden Menschen sinnvoll. Ist die 26

1. Schnupfen: Wie lange dauert ein Schnupfen? Nach Großmutters Weisheit: Drei Tage kommt er, drei Tage steht er, drei Tage geht er. Das ist auch heute noch nicht ganz überholt. Die Dauer des unkomplizierten, akuten Schnupfens (Rhinitis) beträgt zwischen fünf und neun Tagen. Allerdings ist das Flimmerepithel in der Nase erst nach rund vier Wochen wieder voll funktionstüchtig. Das bedeutet, dass man in dieser Zeit noch anfällig für neue Infektionen ist. Meistens ist ein Schnupfen das erste Anzeichen für eine Erkältung.

Wie verläuft der Schnupfen? Befallen Krankheitserreger die Nasenschleimhaut, machen sich auch schon die ersten Symptome bemerkbar, nämlich ein Kitzeln in der Nase und vermehrt wässriges, klares Sekret aus der Nase. Die Nasenschleimhaut schwillt dann an, wodurch die Nase oft verstopft ist. In dieser Phase können sich Husten, Heiserkeit, Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen hinzugesellen, es kann aber auch lediglich bei einem Schnupfen bleiben.

Z

u den Symptomen der trockenen Nase kommt es, wenn das Gleichgewicht des Außen- und des nasalen Innenmilieus gestört ist. Erste Anzeichen sind häufig ein Spannungsgefühl, Jucken und Brennen. Dazu kommen Nasenbluten, Borken- und Krustenbildung, aber auch wiederkehrende Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Räusperzwang. Die Ursachen einer trockenen Nasenschleimhaut können in trockener Raumluft, hoher Staubbelastung oder auch zu geringen Trinkmengen liegen. Der milde Nasenspray Nasmer® 3 plus dient optimal der Befeuchtung, der Pflege und dem Schutz der Nasenschleimhaut. Er eignet sich aufgrund der optimalen Zusammensetzung zur täglichen Nasenhygiene und zur Langzeitanwendung.

Was spricht für nasmer® 3plus? • Mineralsalz aus dem Toten Meer. Wertvolles Salz aus dem Toten Meer versorgt die Nasenschleimhaut mit funktionellen Mineralien wie Kalium, Magnesium und Kalzium und fördert so die natürliche Nasenfunktion. Trockene und verkrustete Nasenschleimhaut wird befeuchtet, die Regeneration des Hautgewebes unterstützt. • Hautvitamin Dexpanthenol. Das Provitamin Dexpanthenol lindert Reizungen und unterstützt den Wiederaufbau der verletzten Nasenschleimhaut. Der Feuchtigkeitsgehalt der Nasenschleimhaut wird zusätzlich erhöht. • Hautschutzfilm durch Hyaluronat. Die in der gesunden Nase natürlich vorkommende Hyaluronsäure verfügt über hohes Wasserbindungsvermögen und dient als osmotischer Puffer, der die Nasenschleimhaut über lange Zeit vor Austrocknung schützt. Hyaluronat hilft weiters, Bakterien und Viren abzuwehren und trägt dazu bei, dass sich geschädigte Schleimhaut rascher regenerieren kann. 10

© hanzl - Fotolia.com

Erkältung schon da, schwächen Saunagänge das Immunsystem zusätzlich. Damit sind sie also kontraproduktiv.

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Rasche Hilfe bei trockener Nase: nasmer® 3plus ■ nasmer® 3plus enthält wertvolles Mineralsalz aus dem Toten Meer, das Hautvitamin Dexpanthenol und den Hautschutz Hyaluronat ■ nasmer® 3plus kann auch gemeinsam mit abschwellenden Nasensprays oder -tropfen anwendet werden und ist für die tägliche Nasenhygiene, auch in der Langzeitanwendung geeignet ■ Bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren werden nach Bedarf mehrmals täglich 1–2 Sprühstöße in jedes Nasenloch verabreicht.

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• Warm halten: Achten Sie darauf Ihre Füße warm zu halten (z. B. mittels Fußbädern). Auch helfen wärmende Gemüsesuppen den Körper von innen zu wärmen. •S  chlaf: Ausreichender Schlaf unterstützt im Fall einer Erkältung sehr effizient das Immunsystem bei seiner Arbeit. •R  auchen: Vermeiden Sie Nikotin­ konsum, dies reizt die Schleimhäute. •T  rockene Heizungsluft vermeiden. • Mehrmals täglich lüften. Dazu das Fenster für ein paar Minuten weit öffnen, nicht jedoch dauerhaft gekippt lassen. • Auch bei einer Erkältung an die frische Luft gehen, achten Sie aber darauf, dass Sie sich warm halten. (Achtung: Das gilt nicht, wenn Sie Fieber haben!) •S  tress vermeiden, das schont Ihr Immunsystem.

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KAPITEL 4

Kann es Komplikationen bei einem Schnupfen geben? Der normale Schnupfen klingt nach ein paar Tagen ab. Das ist zwar lästig aber harmlos. In dieser Zeit ist der Geruchs- und Geschmackssinn gestört, auch kann eine Hautreizung rund um die Nase – durch das häufige Schnäuzen – auftreten. Im ungünstigen Fall jedoch, können sich die Viren von der Nasenschleimhaut auf Rachen, Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen und über den Nasen-Ohrenkanal in den Gehörgang ausbreiten. Zusätzlich können sich auf der durch Viren geschwächten Schleimhaut und durch den schlechteren Sekretabfluss Bakterien ansiedeln. Am häufigsten wird aus einem harmlosen Schnupfen eine Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) mit Schmerzen bis in die Kieferhöhlen oder zu den Augenhöhlen. Oder aber es entwickelt sich eine Mittelohrentzündung (Otitis media).

Wie kommt es zu einer Sinusitis? Die Nasennebenhöhlen sind mit der gleichen Schleimhaut wie die Nase ausgekleidet. Um diesen Hohlraum zu reinigen, produziert die Schleimhaut ein Sekret, das aus den Höhlen in den Nasen-Rachenraum (normalerweise unbemerkt) abtransportiert wird. Ist dieser Weg durch einen Schnupfen verstopft, staut sich das Sekret zurück in die Nasennebenhöhlen. Dies be28

günstigt das Wachstum von Viren und Bakterien, die Schleimhaut entzündet sich und es kommt zur Nasennebenhöhlen-Entzündung oder Sinusitis. Auch bei einem normalen Schnupfen sind in zwei Drittel der Fälle die Nebenhöhlen ebenfalls betroffen.

Wie kann ich meinen Schnupfen heilen? Ursächlich bekämpfen kann man die Schnupfenviren nicht. Lediglich symptomatische Therapie-Maßnahmen wie Schonen, Nasensprays und unter Umständen schmerzlindernde, entzündungshemmende Medikamente, erleichtern die Schnupfenzeit. Bewährt haben sich schleimlösende Substanzen, die helfen, zähflüssiges Sekret abzutransportieren, Nebenhöhlen zu öffnen und damit keinen weiteren Nährboden für Viren und Bakterien anzubieten.

Nasentropfen sind nicht gleich Nasentropfen, was heißt das? Besonders bewährt haben sich Nasensprays z. B. mit Meersalz, welche die trockene und damit für Viren anfällige Nasenschleimhaut hervorragend befeuchten. Sie können unbedenklich über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Auch dienen sie zur begleitenden Therapie bei verstopfter Nase. Achtung: Nasentropfen und Nasensprays, die bewirken, dass die Nasenschleimhaut rasch abschwillt, sollten nicht länger als eine Woche verwendet werden. Am besten nur anwenden, wenn es unumgänglich ist, z. B. in der Nacht! Bei kleinen Kindern haben sich so genannte Nasensauger bewährt. Mit ihnen kann man das Sekret behutsam absaugen, was den verschnupften Kindern Erleichterung verschafft.

Was kann ich sonst noch tun? Alternativmaßnahmen: ausreichend Tee oder Wasser trinken, um den Schleim zu verflüssigen, sich in nicht zu trockener oder rauchiger Luft aufhalten, Dampfbäder mit Kochsalz oder ätherischen Ölen aus der Apotheke zubereiten und über einen Inhalator einatmen, schonen. Phytopharmaka (pflanzliche Arzneien) können nicht nur die Symptome lindern, sie haben

vielfach eine antibakterielle Wirkung und können so einer Superinfektion vorbeugen. Je früher Phytopharmaka angewendet werden, desto wirksamer sind sie.

Erkenntnisse über das Schnäuzverhalten: 1. Fachärzte sind sich einig, dass es empfehlenswert ist, das Sekret aus der Nase zu bringen. Wichtig ist jedoch beim Schnäuzen darauf zu achten, dass man immer ein Nasenloch zuhält, mit geschlossenem Mund putzt und nicht gegen Widerstand d. h. mit „Gewalt“ putzt. Der Druck ist nämlich dann mehr als 10-mal so hoch, wie beim Niesen und so katapultiert man sich selbst jedes Mal Sekret in die Nebenhöhlen. Das Sekret ist voller Viren und Bakterien und kann sich dann in den Nebenhöhlen entzünden. Deshalb ist vorsichtiges Schnäuzen der Nase sinnvoll. 2. Vielleicht vornehm, aber besonders schlecht ist es „in die Nase hinein-niesen“. 3. D  ie Frage, ob Papiertaschentüchern der Vorzug gegenüber Stofftaschentücher zu geben ist, kann man mit „ja“ beantworten. Diese sollten allerdings sofort nach dem Naseputzen entsorgt werden. 29


KAPITEL 4

2. Husten: Warum kommt es zu Husten? Husten ist eine Abwehrreaktion und ein schützender Reflex des Organismus. Durch den schnellen Luftausstoß (bis zu 500 km/h) werden Viren, Schleim oder Fremdpartikel aus dem Bronchialsystem befördert.

Gibt es einen typischen Verlauf von Husten? Zu Beginn einer Erkältung lässt trockener – nicht steuerbarer – Husten-

reiz den Betroffenen weder tagsüber noch nachts zur Ruhe kommen. Das Husten strengt meist sehr an. Mit Hustenstillern (Antitussiva) kann man den Hustenreiz gut unterdrücken. Die Anwendung wird empfohlen, da man damit eine Schädigung der Schleimhäute durch dieses krampfartige Husten verhindert. Wenn nach einigen Tagen Schleim aus den Bronchien abgesondert wird, geht der trockene Reizhusten in produktiven Husten mit Schleimbildung (schleimiger Auswurf) über. Das ist ein Zeichen dafür, dass die „Hustenqual“ in einigen Tagen ein

Ende haben sollte, da das abgesonderte Sekret eine reinigende Funktion hat. Hier können vor allem Hustenlöser (Expektorantien) das Abhusten erleichtern. Sie verflüssigen den Schleim, sodass er leichter abgehustet werden kann. Hustenstiller sollten nur mehr sparsam eingesetzt werden, da der Abtransport des Sekrets nicht unterdrückt werden sollte. Der Schleim setzt sich ansonsten fest und stellt den idealen Nährboden für weitere Keime dar, womit sich die Erkrankung verschlimmert. Bei der Anwendung von Expektorantien sollten Sie darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Was ist eine Bronchitis?

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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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Befallen die Krankheitserreger die Schleimhaut der Bronchien (Fortsetzung der Luftröhre in der Lunge) so entwickelt sich aus einem Husten eine Bronchitis, also ein Husten mit Auswurf (Sputum). Meist sind Viren daran schuld, was sich in einem weißlich-gräulich abgehusteten Schleim zeigt. Ist der Schleim gelb-grünlich, ist von einer bakteriellen Infektion die Rede, wogegen man in vielen Fällen mit Antibiotika vorgehen muss. Eine akute Bronchitis dauert in der Regel 14 Tage. Bei älteren Menschen kann eine akute Bronchitis schwere Folgen haben. Sie kann zu andauerndem Husten mit Auswurf führen (= chronisch werden) oder in eine Lungenentzündung (Pneumonie) übergehen. Daher

ist der rechtzeitige Besuch beim Arzt Ihres Vertrauens angeraten.

Gibt es Medizin gegen Husten, die sowohl Husten­ stiller als auch Hustenlöser ist? Ja, es gibt rezeptfreie, pflanzliche Arzneien, die sowohl den Hustenreiz lindern, als auch gleichzeitig das Abhusten erleichtern. Der Schleim wird verflüssigt, das Abhusten erleichtert und damit gleichzeitig der Hustenreiz verringert. Solche Arznein gibt es in den unterschiedlichsten Darreichungsformen, wie Brausetabletten, Hustentropfen, -zäpfchen, -saft, -liquid und -tabletten. Sie sollten sich genau an die im Beipacktext empfohlene Dosierung halten, und bei Kindern darauf achten, ab welchem Alter sie zugelassen sind.

Ist eine Verordnung durch den Arzt notwendig? Sollten rezeptfreie Hustensäfte die Beschwerden nicht nachhaltig lindern, kann der Arzt stärker wirksame Substanzen zur Unterdrückung des Hustenreizes oder zur Entkrampfung der Bronchialmuskulatur verordnen. So die Atemwege zusätzlich mit Bakterien besiedelt sind, wird nach entsprechender Diagnostik ein Antibiotikum verschrieben.

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KAPITEL 4

Gibt es andere Ursachen für Husten? Herzmedikamente, wie ACE-Hemmer können für trockenen Reizhusten über einen längeren Zeitraum verantwortlich sein. Manchmal ist Reizhusten auch einziges Symptom einer Lungen­ embolie. Hinter einem mit Atemnot und Auswurf verbundenen Husten kann sich aber auch eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung verbergen (COPD), die unbedingt einer ärztlichen Behandlung bedarf. Auch kann Passivrauchen oder der Kontakt mit Allergenen, z. B. Haustieren oder

Milben ein Grund für Husten sein. In seltenen Fällen ist der Grund für einen Reizhusten auch in der ständigen Reizung des Kehlkopfes durch einen Reflux (entzündliche Erkrankung der Speiseröhre) zu finden.

und verlangt dem Organismus viel ab. Daher sollten Sie sich schonen, im Bett bleiben und erst wenn sie „fieberfrei“ sind, wieder arbeiten gehen. Auch mit dem Sport sollten Sie danach wieder langsam beginnen.

berkrämpfen neigt ist rasches Handeln in Abstimmung mit dem Kinderarzt gefragt.

3. Fieber

Sollte man Fiber automa­ tisch bekämpfen?

Medikamente, mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure oder Paracetamol haben eine schmerzstillende und fiebersenkende Eigenschaft. Im Falle von Mefenaminsäure kommt noch eine entzündungshemmende Eigenschaft hinzu. Praktisch jedermann hat sie in seinem Arzneischrank. Daher ist der voreilige Griff zu diesen Präparaten oft gegeben. Doch unbedenklich sind auch diese Arzneien nicht einzunehmen, da sie, über längere Zeit eingenommen, Leber- oder Magenschäden verursachen können. Vor allem in Kombination mit anderen Medikamenten ist Vorsicht geboten. Halten Sie sich genau an die Dosierungsanweisungen im Beipacktext!

Was heißt es, wenn ich Fieber habe? Ihr Körper gibt ihnen zu verstehen, dass er dabei ist, die Krankheitserreger mit erhöhter Körpertemperatur zu bekämpfen. Das ist sehr anstrengend

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Nein, Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers und sollte deshalb nicht automatisch bekämpft werden. Fieber ist nicht die Ursache der Erkältungskrankheit, sondern Teil der Antwort des Körpers auf die Krankheit. Aber auch erkältungsbedingtes Fieber sollten Sie – so Sie sonst in guter körperlicher Verfassung sind – am zweiten Tag mit Ihrem Arzt besprechen. So Sie zu einer Risikogruppe gehören (ältere Menschen, Menschen mit schlechtem Immunsystem etc.) sollten Sie bei höherem Fieber umgehend den Arzt Ihres Vertrauens kontaktieren. Achtung: Fieber kann auch aufgrund einer anderen Grunderkrankung auftreten! Sollten Sie keine erkältungsähnlichen Symptome, wie laufende Nase, Halsschmerzen oder Husten feststellen, ist ein Arztbesuch dringend empfohlen. Vorsicht ist bei Kindern geboten! Hier empfiehlt man nach Abklärung der Ursachen des Fiebers durch den Arzt oftmals den raschen Einsatz von kindgerechten, fiebersenkenden Mitteln, vor allem dann wenn Ihr Kind zu Fie-

Welches fiebersenkende Mittel ist geeignet?

4. Halsschmerzen Leichte Halsschmerzen, kann man sie selbst behan­ deln? Bei leichten Halsschmerzen können Lutschpastillen sehr gut helfen. Die Speichelproduktion wird angeregt, der Rachenraum wird befeuchtet und Viren bzw. Bakterien können sich schlechter festsetzen. Auch kann dadurch ihre Vermehrung eingedämmt 33


KAPITEL 4

und damit eine weitere Verbreitung im Körper verhindert werden, vor allem wenn es sich um antiseptische Halspastillen handelt. Aufgrund der langen Verweildauer der Lutschpastillen im Mund kann ein hoher Grad an Wirksamkeit erzielt werden. Auch Gurgellösungen bringen Linderung, da sie Krankheitserreger bereits im Rachenraum wegspülen. Mit Gurgeln allein sind jedoch tiefere Halsabschnitte nicht zu erreichen, deshalb sollten Sie zusätzlich reizlindernde Kräutertees (z. B. Salbei- oder Malventee) trinken.

sind vorwiegend die von der oberen hinteren Rachenwand abwärts verlaufenden Lymphbahnen, die als Seitenstränge bezeichnet werden, betroffen. Die Pharyngitis ist in den meisten Fällen durch Viren verursacht. In selteneren Fällen sind Streptokokken (Bakterien) dafür verantwortlich. In jedem Fall sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, der die Ursache der Pharyngitis feststellt und damit auch die entsprechende Therapie einleitet. Bei Pharyngitis bakteriellen Ursprungs können Antibiotika eingesetzt werden.

Helfen warme Halswickel?

Bei einer Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris) schwellen die Gaumenmandeln als Folge der Erkältung an. Verursacher der Tonsillitis sind meist Bakterien. Bei einer starken Entzündung entstehen Eiteransammlungen, die auf die Mandeln drücken und damit Schluckprobleme

Soll man Eisessen bei einer Halsentzündung? Nein, entgegen der verbreiteten Meinung, dass Eisessen die Heilung 34

begünstigt, vermindert es die Durchblutung der entzündeten Bereiche und damit wird auch die körpereigene Abwehr in diesem Bereich geschwächt.

Kann es bei einer Halsent­ zündung zu Komplikationen kommen? Grundsätzlich heilen Halsschmerzen nach wenigen Tagen wieder ab. Wenn es jedoch zu einer schmerzhaften Entzündung der Rachenschleimhaut (Pharyngitis) kommt, so macht sich dies durch äußerst schmerzhaftes Schlucken bemerkbar. Eine besondere Form der Rachenschleimhautentzündung ist die Seitenstrangangina. Dabei

Als Kehlkopfentzündung (Laryngitis) bezeichnet man eine Entzündung der Stimmlippen und der oberen Luftröhre. Verursacher einer akuten Laryngitis sind meist Viren oder eine Reizung der Atemwege durch Rauchen, staubige Luft sowie eine Überbeanspruchung der Stimme. Bei der Therapie helfen Dampfinhalationen mit Salbei, Schonung der Stimme, warme Getränke oder warme Halswickel. Gurgeln ist nur teilweise hilfreich, da die Lösung nicht bis zum Kehlkopf vordringen kann.

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Warme Halswickel fördern die Durchblutung. Dabei werden Antikörper, welche die Krankheitserreger bekämpfen zu der „gewärmten Stelle“ – dem Hals – gebracht, also dort wo sie benötigt werden. Bewährt hat sich beispielsweise „Omas Kartoffelwickel“; dazu werden
zwei weich gekochte Kartoffeln zerdrückt und auf ein dünnes Tuch gelegt. Danach unter den Wickel einen Schal geben und um den Hals legen. Achtung: Unbedingt vor dem Auflegen sicher gehen, dass der Wickel nicht zu heiß ist!

und Schmerzen hervorrufen. Mandelentzündungen sollten unbedingt vom Arzt behandelt werden, da die Bakterien ansonsten schwere Folgeschäden hervorrufen können. So Mandelentzündungen öfter als viermal pro Jahr auftreten, rät man dazu, die Mandeln operativ entfernen zu lassen.

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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Gebrauchsinformation oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


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Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkung informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

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