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ARZT & PRAXIS DAS MAGAZIN ZUR DIPLOMFORTBILDUNG IN ÖSTERREICH www.arztundpraxis.at Österreichische Post AG, MZ 15Z040496 M, MEDMEDIA Verlag, Seidengasse 9/Top 1.1, 1070 Wien, ISSN 0048-5128

6/18 • 72. Jahrgang In Kooperation mit

Interview

Ärztetage: Die Organisatoren setzen auf Praxisrelevanz statt Mäuseforschung E-Learning

Lipidmanagement Sicherheit der i.v.-Eisentherapie HIV: Diagnose und Therapie ELGA für Ärzte Leitlinie Osteoporose

E-LEARN

ING

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Punkte mit dieser Ausgabe


Fotos: George Rudy/Shutterstock.com; angelodeco/shutterstock.com; MRAORAOR/Shutterstock.com

Fachkurzinformation siehe Seite 48


EDITORIAL Praxisrelevanz statt Mäuseforschung Liebe Leserin, lieber Leser, die Österreichischen Ärztetage in Grado und Velden haben eine lange Tradition und sind für viele Ärzte fixer Bestandteil ihrer Fortbildungsaktivitäten. „Mit einem Besuch der Ärztetage kann ein Arzt einen Großteil der jährlich erforderlichen Fortbildungseinheiten absolvieren“, erklärt Dr. Peter Niedermoser, Präsident des wissenschaftlichen Beirats der Österreichischen Akademie der Ärzte, im Interview mit ARZT & PRAXIS. Der wissenschaftliche Leiter beider Kongresse, Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl, zeichnet für die Themenplanung der ÄrzE. Riedmann tetage verantwortlich. „Was das Programm der Ärztetage betrifft, setzen wir auf Praxisrelevanz, nicht auf Mäuseforschung“, betont er (Seite 6). Wenn Sie sich selbst von der Vielfalt und dem riesigen Angebot der Ärztetage überzeugen wollen, haben Sie bereits im August Gelegenheit dazu: Fortbildung der Superlative in Verbindung mit einem Aufenthalt in Velden am Wörthersee – nicht die schlechteste Art, die heißen Tage des Sommers zu verbringen! ARZT & PRAXIS legt nun eine Sommerpause ein und erreicht Sie dann wieder Anfang September mit einem spannenden Herbstprogramm! Herzlichst

Dr. Eva M. Riedmann Chefredakteurin

Die

DFP-Punktesieger Fotos: George Rudy/Shutterstock.com; angelodeco/shutterstock.com; MRAORAOR/Shutterstock.com

Fachkurzinformation siehe Seite 48

Folgende aktuelle Fachbeiträge aus dem MedMedia Verlag sind die Sieger im Ranking aus ARZT & PRAXIS:

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840 absolvierte Tests*

Das fiebernde Kind

www.diepunkteon.at/fieber

3

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812 absolvierte Tests*

Genetisch bedingte Hämochromatose

www.diepunkteon.at/haemochromatose

387 absolvierte Tests*

Systemische Hauterkrankungen www.diepunkteon.at/haut

* Anzahl der absolvierten Tests seit Erstpublikation in „diePUNKTE“

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Fotos: Oliver Miller-Aichholz; funnyangel/shutterstock.com

Fachkurzinformation siehe Seite 44+48


INHALT

DFP INSIDE

29 HIV: Diagnose und Therapie

6 Österreichische Ärztetage – Fortbildung

der Superlative

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DFP-Punkte

ELGA für Ärzte 

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DFP-Punkte

Leitlinie Osteoporose 

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DFP-Punkte

Priv.-Doz. OA Dr. Alexander Zoufaly 

37 Best of Digital

Interview Dr. Peter Niedermoser, Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl

DFP VERANSTALTUNGEN 38 Veranstaltungstipps der Redaktion 40  Veranstaltungskalender Juli – September

Beim Programm der Ärztetage setzen die Organisatoren auf Praxisrelevanz, nicht auf Mäuseforschung.

6

Fachkurzinformation siehe Seite 44+48

DFP E-LEARNING 13 Lipidmanagement 2018

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Fasching

2

DFP-Punkte 40

23 Sicherheit der i.v.-Eisentherapie ao. Univ.-Prof. Dr. Heinz Zoller, Dr. Benedikt Schäfer 

2

DFP-Punkte

Alle aktuellen DFP-Veranstaltungen auf einen Blick

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Fotos: Oliver Miller-Aichholz; funnyangel/shutterstock.com

KUNST AM COVER Das Coverbild der aktuellen Ausgabe stammt von Dr. Barbara Laimböck. Die Ärztin und Psychotherapeutin ist fasziniert von Gesichtern und entdeckt diese in allen möglichen Mustern. Kein anderes Thema ist für sie so vielschichtig, fragil und gleichzeitig ausdrucksstark wie ein Gesicht. Und dies malt und zeichnet sie seit ihrer Kindheit. Ansonsten arbeitet sie in ihrer Ordination in 1010 Wien und unterrichtet an der SFU in Wien und Berlin. 29

In Österreich haben die HIV-Neudiagnosen zuletzt ein Plateau erreicht und liegen um die 400/Jahr.

Mehr über Dr. Barbara Laimböck: www.kunst-und-psyche.at

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„Mit einem Besuch der Ärztetage kann ein Arzt einen Großteil der jährlich erforderlichen Fortbildungseinheiten absolvieren.“ Dr. Peter Niedermoser

DFP INSIDE

Österreichische Ärztetage – Fortbildung der Superlative Die österreichischen Ärztetage in Grado und Velden haben eine lange Tradition. Worin liegt der Erfolg dieser Veranstaltungen? Was zeichnet sie aus? Was bringt die Zukunft? Antworten auf diese Fragen gaben Dr. Peter Niedermoser, Präsident des wissenschaftlichen Beirats der Österreichischen Akademie der Ärzte, und Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl, wissenschaftlicher Leiter beider Kongresse, im Interview mit ARZT & PRAXIS. Redaktion: Dr. Eva Maria Riedmann

Niedermoser: Die nächste Überprüfung wird es am 1. September 2019 geben – also genau 3 Jahre nach dem letzten Stichtag. Schon heute erfüllen ca. 56 % der Ärzte die Voraussetzungen für diesen Pflichttermin, d. h. ihr Fortbildungsdiplom ist zum Zeitpunkt der kommen6

DFP INSIDE

den Überprüfung noch gültig. Die verbleibenden 44 % haben noch Zeit, die für das DFP-Diplom erforderliche Punktezahl zu erreichen: Insgesamt sind 150 DFP-Punkte (davon mindestens 120 medizinische DFP-Punkte und mindes­ tens 50 DFP-Punkte aus Veranstaltungen) in 3 Jahren nachzuweisen. Mittelfristig möchten wir die Überprüfungsintervalle auf 5 Jahre ausdehnen, da ja auch die Diplome 5 Jahre gültig sind. Eine Gleichschaltung der Intervalle wäre sicherlich sinnvoll.

Hat sich der Fortbildungseifer der Ärzte gegenüber der Zeit vor der ersten Überprüfung verändert?

Niedermoser: Nein, davon kann keine Rede sein. Der von vielen erwartete große Rückgang bei den Fortbildungsaktivitäten nach der Überprüfung des Fortbildungsnachweises im Herbst 2016 ist ausgeblieben. Die meisten Kollegen haben erkannt, dass es wesentlich angenehmer ist, sich kontinuierlich fortzubilden, als erst kurz vor dem Stichtag aktiv zu werden.

Fotos: Oliver Miller-Aichholz

ARZT & PRAXIS: Herr Dr. Niedermoser, über 95 % der österreichischen Ärzte bilden sich regelmäßig fort, so das Ergebnis der ersten Überprüfung des Fortbildungsnachweises im September 2016. Wie geht es weiter?


„Was das Programm der Ärztetage betrifft, setzen wir auf Praxisrelevanz, nicht auf Mäuseforschung.“ Prim. Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl

Das Engagement der Ärzte, sich regelmäßig fortzubilden, war eigentlich immer vorhanden – nur bei der Dokumentation hat es in der Vergangenheit gehapert. Das hat sich erfreulicherweise sehr verbessert, nicht zuletzt dank der Bestrebungen der Akademie der Ärzte, die Dokumentation so einfach wie möglich zu gestalten, z. B. durch die Einrichtung des elektronischen Fortbildungskontos für jeden Arzt.

Die Akademie der Ärzte organisiert regelmäßig selbst Fortbildungen – mit am bekanntesten sind wohl die Ärztetage in Grado und Velden ...

Fotos: Oliver Miller-Aichholz

Niedermoser: Beide Veranstaltungen haben eine lange Tradition – so fanden die Ärztetage in Grado heuer bereits zum 27. Mal statt. Mit rund 1.500 Teilnehmern war die Veranstaltung wieder sehr gut besucht. Auch die Veranstaltung in Velden (19.–25. August 2018) verspricht ein Erfolg zu werden. Es gibt schon viele Anmeldungen!

Herr Primarius Schöfl, Sie sind Kongressleiter der diesjährigen Ärztetage in Grado und Velden. Welche Aufgaben übernehmen Sie in dieser Funktion?

Schöfl: Die organisatorische Abwicklung

liegt zur Gänze bei der Akademie der Ärzte, während ich selbst für die wissenschaftliche Leitung verantwortlich bin. Für Grado mache ich das heuer zum zweiten, für Velden zum ersten Mal. Meine Aufgabe ist es, zu überlegen: Was bringen wir an neuen Themen und welche Themen haben sich ausgelaufen? Nützlich in diesem Zusammenhang ist das Feedback der Kongressteilnehmer: Da alle Vorträge, Workshops und Kurse evaluiert werden, können wir in der Programmplanung darauf eingehen, welche Themen gut und welche weniger gut bei den Kollegen ankommen. Was die Vortragenden betrifft, haben wir einen relativ großen und stabilen Grundstock von Experten, die uns oft über viele Jahre zur Verfügung stehen. Viele von ihnen haben bereits ihren eigenen „Fanklub“ unter den Kongressteilnehmern. Generell sehe ich es als Aufgabe des wissenschaftlichen Leiters, die Themen langfristig zu steuern. Das ist bei diesem relativ großen „Schiff“ mit über 400 Einzelveranstaltungen in Grado und über 300 in Velden nicht ganz einfach – das bewegt sich eher langsam ...

Das Angebot ist also ein sehr breites ...

Schöfl: Absolut. Der Anspruch der Ärz-

tetage ist es, das gesamte Tätigkeitsfeld des Allgemeinmediziners abzudecken. Dabei setzen wir auf Praxisrelevanz, nicht auf Mäuseforschung. In Grado gab es heuer beispielsweise einen Ernährungsschwerpunkt, bestehend aus Veranstaltungen, die sich zum einen mit der ernährungsphysiologischen Bedeutung verschiedener Nahrungsmittel auseinandersetzten, zum anderen mit daraus abgeleiteten Erkrankungen und Nahrungsmittelintoleranzen. Niedermoser: Vielfalt und Angebot sind riesig: Für alle Vorträge, Kurse und Workshops wurden in Grado heuer insgesamt 475 DFP-Punkte gezählt. Jeder Teilnehmer kann sich sein Programm individuell zusammenstellen. Während die Vorträge für jedermann zugänglich sind, sollte man sich für Workshops und Kurse rechtzeitig anmelden – sonst kann es schon einmal vorkommen, dass man keinen Platz mehr bekommt. DFP-Punkte werden pro Tag und pro besuchter Veranstaltung vergeben. In Grado sind bis zu 12 DFP-Punkte täglich möglich, in Velden sind es 7 DFP-Punkte. Mit dem Besuch der Ärztetage kann ein Arzt im Prinzip einen Großteil der „

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Fachkurzinformation siehe Seite 49


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und direkt in der Ordination einsetzen kann. Das Angebot reicht hier von chiropraktischen Techniken über Raucherhypnose bis zu fünftägigen SonografieKursen. Auch Kurse mit für Ärzte nützlichen nicht-medizinischen Inhalten, wie Selbstorganisation, Zeitmanagement oder Entspannungstechniken, kommen sehr gut an.

Neben Ihrer organisatorischen Funktion sind Sie beide auch selbst als Referenten bei den Ärztetagen aktiv ...

Es ist wesentlich angenehmer, sich kontinuierlich fortzubilden, als erst kurz vor dem Stichtag aktiv zu ­werden, betont Niedermoser.

jährlich für sein Diplom erforderlichen Fortbildungseinheiten absolvieren.

Für welche Zielgruppe eigenen sich die Ärztetage?

Niedermoser: Die Hauptzielgruppe sind sicherlich Allgemeinmediziner, daneben kommen aber auch viele Fachärzte nach Grado und Velden, um sich einen fundierten Überblick über ihres eigenes Fach hinaus zu verschaffen. Nimmt man die Zahlen vom Vorjahr, so zeigt sich, dass sowohl in Grado als auch in Velden die Frauen in der Überzahl sind (Grado: 55 %, Velden: 63 %). Die Statistiken zeigen weiters, dass auch viele junge Kollegen zu den Ärztetagen kommen: So bietet sich speziell Grado für einen Aufenthalt mit Familie an. Qualitativ hochwertige Fortbildung in einer Umgebung zum Wohlfühlen – das Package stimmt einfach! Das zeigt sich nicht zuletzt an den vielen „Wiederholungstätern“, zu denen ich mich auch selber zählen darf. Schöfl: Das vielfältige Programm der Ärztetage lockt ein ebenso vielfältiges Publikum an. Und die Atmosphäre der Ärztetage ist wirklich eine ganz besondere: Wenn man sich eine Woche inten-

Noch ist Zeit, sich für die Ärztetage in Velden anzumelden: www.arztakademie.at/velden

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DFP INSIDE

siv dem Thema Fortbildung widmet – natürlich mit den notwendigen und sinnvollen Erholungsphasen –, dann ist das schon etwas ganz anderes, als wenn man am Abend nach der Ordination noch zu einer zweistündigen Fortbildungsveranstaltung hastet.

Inwiefern unterscheiden sich die Veranstaltungen in Grado und Velden?

Niedermoser: Grado ist die wesentlich größere Veranstaltung – 2017 lagen die Teilnehmerzahlen bei 1.317 bzw. 586. Neben der Größe unterscheiden sich Grado und Velden vor allem hinsichtlich der angebotenen Fortbildungsformate: Während der Schwerpunkt in Grado auf Vorträgen liegt, betont Velden den Kursund Workshop-Charakter. Schöfl: Unabhängig vom Format sind uns Interaktion und Diskussion zwischen den Vortragenden bzw. Kurs- oder Workshop-Leitern und den Teilnehmern wichtig. So können Fragen gerne auch während der Vorträge und nicht erst am Ende gestellt werden, denn dann sind sie entweder vergessen oder passen nicht mehr so gut. Die Fortbildung in Kleingruppen in Form von Workshops und Kursen fördert natürlich besonders die Interaktion und die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Diese Formate sind bei den Kollegen sehr beliebt, weshalb es sich empfiehlt, sich rechtzeitig anzumelden. Besonders gefragt sind Kurse, in denen praktische Fertigkeiten vermittelt werden, die man mit nach Hause nehmen

Niedermoser: Thema meines Vortrags in Grado war heuer die Ärzte-Ausbildungsreform 2015 inklusive deren Auswirkungen und sich daraus ergebender Probleme. Es ging mir vor allem darum, die Meinung jener zu hören, die im Krankenhaus Verantwortung für die Ausbildung tragen, bzw. um die Meinung der Auszubildenden selber: Welche Probleme/Schwachstellen gibt es in der Praxis? Was könnte man verbessern? Die Diskussion mit den Teilnehmern war sehr befruchtend. Schöfl: Ich habe in den letzten fünf Jahren verschiedene Themen aus dem Bereich der Gastroenterologie – meinem Fachgebiet – abgedeckt. In Velden werde ich mich heuer u. a. dem Einfluss des Mikrobioms auf Durchfall und Obstipation, Bauchschmerzen und Fettleber, Körpergewicht und Insulinresistenz etc. widmen. Ich versuche in meinen Vorträgen herauszuarbeiten, wie man mit den einfachsten Mitteln des Gesprächs, der Finger, der Ohren und Augen, mit einfachen Tests, die auch in einer allgemeinmedizinischen Praxis durchführbar sind, zu einer Diagnose kommen kann. Da lässt sich sehr viel machen und nicht jeder Patient muss gleich zum Facharzt oder in ein Spital geschickt werden. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema hat meinen früheren Hightech-Hype durchaus gedämpft. Während ich als im Bereich der Endoskopie spezialisierter Gastroenterologe natürlich an der neuesten Technik, an immer noch dünneren Endoskopen interessiert bin, soll es genau das in Grado und Velden nicht sein. Hier soll es in erster Linie um jene Aspekte gehen, die für den Allgemeinmediziner relevant sind.

Wie sollte moderne ärztliche Fortbildung in Ihren Augen aussehen?

Schöfl: Man kann sicherlich über neue


Formate nachdenken. Ein gelungenes Beispiel ist die Veranstaltung „1 Symptom für 3 Köpfe“, die heuer in Grado bereits zum dritten Mal auf dem Programm stand: Ein Patientenfall wird präsentiert und von Experten am Podium gemeinsam mit einem Allgemeinmediziner aus dem Publikum diskutiert. Gemeinsam werden eine Diagnose und Therapievorschläge erarbeitet. Das Besondere dabei: Die Experten kennen das Fallbeispiel vorher nicht. Die interdisziplinäre Diskussion ist für das Publikum sehr spannend – meist noch spannender, wenn die vermutete Diagnose nicht richtig ist –, und auch für mich als Vortragenden war dieses neue Format sehr reizvoll. Das Publikum lechzt nach einem Aufbrechen der klassischen Vortragskultur. Wir alle leiden ja an diesem „PowerPointTod-Syndrom“ – erschlagen von zu vielen und überladenen PowerPointFolien. Interessant in diesem Zusammenhang: die Vortragstechnik Pecha-Kucha. Zu einem mündlichen Vortrag passende Bilder (Folien) werden an die Wand projiziert, das Format ist dabei streng vorgegeben: 20 Bilder, die jeweils 20 Sekunden eingeblendet werden. Die Gesamtzeit von 6:40 Minuten ist damit auch die maximale Sprecherzeit. Das soll extrem erfrischend wirken. Ich habe mir vorgenommen, das demnächst selber zu versuchen. Niedermoser: Es ist zweifellos wichtig, mit der Zeit zu gehen. Nicht zuletzt, um die Ärztetage auch für die jungen Kollegen attraktiv zu machen. Der Kongress muss und soll ja weiterleben.

Welches Potenzial sehen Sie für die elektronische Begleitung von Fortbildungsveranstaltungen?

Schöfl: International geht der Trend klar in Richtung Livestream sowie Aufarbei-

Das Publikum lechzt nach einem Aufbrechen der klassischen Vortragskultur, ist Schöfl überzeugt.

tung der Inhalte für E-Learning-Module. Die Vorteile für Ärzte liegen auf der Hand: Man muss nicht mehr nach Barcelona oder Madrid fahren, sondern kann interessante Vorträge von zu Hause aus live mitverfolgen oder im Nachhinein auf einer E-Learning-Plattform anschauen – zu einer Zeit, die einem gut passt. Mir schwebt auch für die Ärztetage eine elektronische Begleitung vor, das steht definitiv auf der Agenda für die kommenden Jahre. Ich denke da zunächst einmal an die Entwicklung einer Kongress-App, welche die Teilnehmer mit Informationen zu Programm, Referenten, Tagungsort etc. versorgt. Eine solche App könnte genutzt werden, um das persönliche Programm zusammenzustellen, während eines Vortrags Fragen an den Moderator zu übermitteln oder auch spontane Abstimmungen im Publikum durchzuführen.

Angesichts des großen Angebots an Fortbildungen – was spricht für einen

Besuch der österreichischen Ärztetage?

Niedermoser: Ein umfangreiches und vielfältiges Programm, ein ausgewogener Teilnehmermix, eine angenehme Atmosphäre ... Aber lassen Sie mich klarstellen: Neben den Ärztetagen gibt es noch viele andere gute Fortbildungsveranstaltungen und das ist auch gut so, denn Pluralität ist ein wichtiger Aspekt in der Fortbildung. Schöfl: Positiv an den österreichischen Ärztetagen ist für mich, dass sie wenig kommerzialisiert sind. Die Vortragenden bekommen zwar eine Aufwands­ entschädigung für Reise und Unterkunft, jedoch kein Honorar. Ich würde mir generell wünschen, dass Fortbildungen mehr von Ärztekammern, wissenschaftlichen Gesellschaften und Standesvertretungen angeboten werden. Eventuelle Gewinne aus Fortbildungsveranstaltungen sollten wiederum in die Fortbildung oder Wissenschaftsförderung investiert werden. ¢

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2D

FP-

PUN

KTE

Lehrziel: • Kenntnis der Indikationen für eine lipidsenkende Therapie • Kenntnis der Auswahl lipidsenkender Medikamente abhängig vom individuellen kardiovaskulären Risikoprofil

Lipidmanagement 2018

Kardiovaskuläre Prävention gemäß Leitlinien Die ESC/EAS-Guidelines3, 4 empfehlen, die Präventionsstrategie anhand des kardiovaskulären Risikos laut SCORE und des LDL-C-Spiegels zu wählen. Die Basis aller Maßnahmen bildet die Lebensstilintervention, die u. a. eine fettarme bzw. fettmodifizierte Diät, Bewegung und die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln beinhaltet. Eine medikamentöse Therapie ist zu erwägen, wenn die Hypercholesterinämie nicht auf andere Weise kontrolliert werden kann, bzw. auch bei niedrigem LDL-Cholesterin, wenn das kardiovaskuläre Risiko sehr hoch ist.

AUTOR

D

as Lebenszeitrisiko, an einer koronaren Herzkrankheit (KHK) zu erkranken, beträgt für gesunde 40-Jährige über 40 %.1 Der Österreichische Lipidkonsensus 20162 gibt einen Überblick über die Möglichkeiten zur Stratifizierung des kardiovaskulären Risikos, wie z. B. der Framingham-Score (https://www.framinghamheartstudy.org/ risk-functions/index.php) oder die SCORE-Risikoabschätzung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (https://www. escardio.org/static_file/Escardio/Subspecialty/EACPR/Documents/score-charts.pdf) (Tab. 1; Abb.). 3, 4 Das Risiko kann durch zahlreiche Faktoren erhöht werden, von denen u. a. eine atherogene Ernährung, schlechte Lipidwerte, Diabetes und Adipositas, Hypertonie und Rauchen als modifizierbar gelten.5

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Fasching Vorstand der 5. Medizinischen Abteilung mit Endokrinologie, Rheumatologie und Akutgeriatrie Wilhelminenspital der Stadt Wien Montleartstraße 37 A-1160 Wien T: +43/1/491 50-2508 F: +43/1/491 50-2509 E: peter.fasching@wienkav.at

Wann soll eine medikamentöse Lipidtherapie eingeleitet werden?

Der Österreichische Lipidkonsensus 20162 empfiehlt abhängig vom kardiovaskulären Risiko unterschiedliche LDL-CSchwellenwerte, ab denen eine medikamentöse Lipidtherapie eingeleitet werden soll: • bei sehr hohem Risiko: 70 mg/dl • bei hohem Risiko: 100 mg/dl • bei mäßigem Risiko: 130 mg/dl • bei niedrigem Risiko: 160 mg/dl Laut Leitlinien der Österreichischen Diabetes Gesellschaft 20166 sind für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (T2D) generell folgende Lipidwerte als Indikation für eine medikamentöse lipidsenkende Therapie zu sehen, falls bereits eine Lebensstilmodifikation erfolgt ist: • LDL-C > 70 mg/dl • TG > 200 mg/dl • Non-HDL-C > 100 mg/dl „

Tab. 1: Abschätzung des kardiovaskulären Risikos, modifiziert nach ESC/EAS-Guidelines3, 4 Sehr hohes Risiko

Hohes Risiko

Vorhandensein eines der folgenden Faktoren: • manifeste kardiovaskuläre Erkrankung (z. B. Z.n. Myokardinfarkt, aber auch atherosklerotische Plaque) • Typ-2-Diabetes-Endorganschädigung (z. B. Albuminurie) oder zumindest ein zusätzlicher schwerwiegender Risikofaktor, also die meisten Patienten mit Typ-2-Diabetes • schwere Nephropathie (GFR ≤ 30 ml/min/1,73 m2) • relatives Risiko für einen kardiovaskulären Todesfall in den nächsten 10 Jahren laut SCORE-Schätzung ≥ 10 %

• wesentlich erhöhte einzelne Risikofaktoren (z. B. familiäre Hypercholesterinämie oder Blutdruck > 180/110 mmHg) • die meisten anderen Diabetespatienten • moderate Nephropathie (GFR 30–59 ml/min/1,73 m2) • SCORE-Risiko für einen kardiovaskulären Todesfall in den nächsten 10 Jahren ≥ 5 % bis < 10 % (Abb.)

Moderates Risiko SCORE-Risiko für einen kardiovaskulären Todesfall in den nächsten 10 Jahren ≥ 1 % bis < 5 %

Geringes Risiko SCORE-Risiko für einen kardiovaskulären Todesfall in den nächsten 10 Jahren < 1 % und keine Faktoren, welche die Zuordnung zu einer höheren Risikokate­ gorie bedingen würden

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Abb.: Abschätzung des Risikos für kardiovaskulären Tod laut ESC/EAS-Guidelines3, 4

Abschätzung der Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 10 Jahren an einem kardiovaskulären Ereignis zu versterben, für Niedrigrisiko-Regionen in Europa, wie z. B. Österreich; unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter, systolischem Blutdruck, Gesamtcholesterin und Raucherstatus Quelle: https://www.escardio.org/static_file/Escardio/Subspecialty/EACPR/Documents/risk-assessment-score-card.pdf

Weiters wird in diesen Leitlinien ausgeführt, dass bei Patienten mit T2D und zusätzlichen Risikofaktoren eine Statintherapie prinzipiell unabhängig vom LDL-C-Wert erwogen werden kann.6

Zielwerte einer lipidsenkenden Therapie

Die Empfehlungen der ESC/EAS-Leitlinien3, 4 beruhen auf systematischen Reviews, die den Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der LDL-C-Senkung und der Reduktion kardio­ vaskulärer Erkrankungen bestätigen. Derzeit ist kein unterer Schwellenwert für LDL-C festgelegt. Die Lipid-Zielwerte sind Teil einer umfassenden Strategie zur kardiovaskulären Risikoreduktion, wobei LDL-C das primäre Therapieziel darstellt (Tab. 2).

Therapeutische Optionen Nicht-medikamentöse Therapie Nutrazeutika können definiert werden als „Nahrungsmittel (oder Teil eines Nahrungsmittels), das einen medizinischen Nutzen oder Nutzen für die Gesundheit hat, wozu auch die 14

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Prävention und/oder Behandlung einer Krankheit zählt“.7 Die aktuellen ECS/EAS-Leitlinien führen bestimmte Nutrazeutika als Bestandteil bzw. Ergänzung lipidsenkender Lebensstilmaßnahmen an mit der Empfehlung, diese für Patienten mit Hypercholesterinämie (noch) ohne klare Indikation für eine Statintherapie zu erwägen (siehe auch Tab. 3).3 Einzelne Nutrazeutika enthalten eine Kombination mehrerer Inhaltsstoffe, wie z. B. Berberin und Policosanol, wodurch die Wirkmenge an dem natürlich aus dem roten Hefereis gewonnenen Statin Monacolin K (= Lovastatin) auf < 5 mg pro Tag reduziert werden kann. Die cholesterinsenkende Wirkung und eine gute Verträglichkeit dieser Kombination aus pflanzlichen Wirkstoffen sind durch eine umfangreiche Datenlage bestätigt.8 Eine von der Österreichischen Atherosklerose Gesellschaft 2014 erarbeitete Publikation zu nicht-medikamentösen Methoden der LDL-C-Senkung verweist auch darauf, dass die Kombination von Berberin mit rotem Hefereis zu einer stärkeren Blutfettreduktion führt als die Gabe von nur einer Substanz. In Kombination beeinflussen die beiden Substanzen eine Cholesterinsenkung synergetisch über unterschiedliche Wege.


Medikamentöse Therapie Statine: Aufgrund der umfangreichen und überzeugenden Datenlage stellen Statine nach wie vor die Basis der Lipidtherapie dar. So zeigen groß angelegte Interventionsstudien eine relative Risikoreduktion von 27–35 % für schwere kardiovaskuläre Ereignisse und kardial bedingten Tod.3 Eine Metaanalyse ergab, dass eine LDL-C-Senkung um 39 mg/dl die Häufigkeit koronarer Ereignisse um 22 % senkt.10 Entsprechend dem Ausmaß der zu erwartenden LDL-CSenkung werden Statine unterschieden in:11 • hochpotent: LDL-C-Senkung ≥ 50 % (Rosuvastatin, Atorvastatin) • mittelpotent: LDL-C-Reduktion 30–50 % (Simvastatin) • niedrigpotent: < 30 % (Pravastatin, Fluvastatin) Eine Metaanalyse konnte zeigen, dass die Verwendung eines hochpotenten Statins im Vergleich zu einer moderaten Statintherapie das Risiko für Myokardinfarkt oder koronaren Tod um 16 % reduziert;12 ein ähnlicher Effekt konnte auch für Schlaganfälle nachgewiesen werden.13 Eine klinische Erhebung ergab, dass trotz Verschreibung eines Statins nur etwa 20 % der Patienten nach einem kardiovaskulären Ereignis den LDL-C-Zielwert < 70 mg/dl erreichen.14 Gründe dafür können in mangelnder Adhärenz oder der Verschreibung niedrigpotenter oder nicht ausreichend hoch dosierter Statine liegen. Anmerkung der Autoren: Statine sind durchaus sichere Medikamente; selten treten Nebenwirkungen wie Myopathien (Tab. 4 + 5) oder erhöhte Leberenzyme auf.15 Unter Statintherapie ist das Diabetesrisiko gering erhöht,16 die Zahl neuer Diabetesfälle war aber in den klinischen Studien geringer als die Zahl verhinderter schwerer kardiovaskulärer Ereignisse. Ezetimib konnte in Kombinationsstudien mit verschiedenen Statinen LDL-C-Senkungen von bis zu 60 % gegenüber dem Ausgangswert vor der Statintherapie erzielen.17, 18 Im Vergleich zur Statin-Monotherapie betrug die zusätzliche Senkung bei Zugabe von Ezetimib bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) in der IMPROVE-IT-Studie 4–27 %; die Ereignisrate konnte im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant gesenkt werden.19 Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese, dass die Senkung von LDL-C auch zu einer Senkung der koronaren Ereignisse führt. PCSK9-Inhibitoren können laut Leitlinien in Betracht gezogen werden bei Patienten der Kategorie „sehr hohes Risiko“, die trotz ausgereizter Therapie mit einem Statin in Kombination mit Ezetimib weiterhin anhaltend hohe LDL-Werte aufweisen.3 In der im März 2018 vorgestellten kardiovaskulären OutcomeStudie ODYSSEY OUTCOMES führte die Zugabe von Alirocumab zur Standardtherapie bei Patienten nach akutem Koronarsyndrom (ACS), die unter ihrer bisherigen Therapie ihren LDL-Zielwert nicht erreicht hatten, zu einer LDL-C-Senkung um 48,1 mg/dl (54,7 %) auf 53,3 mg/dl LDL-Cholesterin unter Alirocumab versus 101,4 mg/dl LDL-Cholesterin unter Placebo. Der zusammengesetzte vierfach kardiovaskuläre Endpunkt wurde dabei nach 4 Jahren um 15 % signifikant reduziert, wobei dies mit einer Reduktion der Gesamtmortalität assoziiert war (-15 %).20

Tab. 2: Behandlungsziele der Lipidtherapie für die kardiovaskuläre Prävention3, 4 LDL-C ist das primäre Lipid-Target, der Zielwert richtet sich nach dem kardiovaskulären Risiko. • Sehr hohes Risiko: LDL-C < 70 mg/dl oder Senkung um m ­ indestens 50 % bei einem Ausgangswert von 70–135 mg/dl Anmerkung der Autoren: Dies ist eine Verschärfung älterer Empfehlungen. Ein Patient mit sehr hohem Risiko und unbehandeltem LDL-C von 100 mg/dl hat also ein Ziel-LDL-C von < 50 mg/dl, nicht von < 70 mg/dl. Das ZielLDL-C von Patienten mit einem Ausgangs-LDL-C von > 135 mg/dl bleibt bei < 70 mg/dl.

• Hohes Risiko: LDL-C < 100 mg/dl oder Senkung um mindestens 50 % bei einem Ausgangswert von 100–200 mg/dl • Geringes bis mäßiges Risiko: LDL-C 115 mg/dl Non-HDL-C ist ein sekundäres therapeutisches Target: • Sehr hohes Risiko: 100 mg/dl • Hohes Risiko: 130 mg/dl • Geringes bis mäßiges Risiko: 145 mg/dl Triglyzeride sind kein therapeutisches Target, aber Werte < 150 mg/dl sind mit einem geringeren Risiko assoziiert, höhere Werte machen die Suche nach anderen Risikofaktoren erforderlich. Tab. 3: Möglicher Einsatz von Nutrazeutika3, 9 Primärprävention Bei Personen mit LDL-C < 190 mg/dl und geringem kardiovaskulärem Risiko zusätzlich zur Lebensstilmodifikation, vor Statin Weitere mögliche Anwendungsgebiete, ausschließlich nach Entscheidung des Arztes: • Patienten mit Statinintoleranz • Patienten mit Statinintoleranz, die das therapeutische Ziel mit Ezetimib nicht erreichen können • als adjuvante Therapie zu lipidsenkenden Medikamenten Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Die im März 2017 publizierte kardiovaskuläre OutcomeStudie FOURIER ergab für die Zugabe von Evolocumab zur Standardtherapie eine mit Alirocumab vergleichbare prozentuelle LDL-C-Senkung.21 Der primäre Fünffach-Endpunkt wurde unter Evolocumab über die Studiendauer von 36 Monaten im Vergleich zur alleinigen Standardtherapie um 15 % reduziert, ohne jedoch die Mortalität signifikant zu senken.22 Mit zunehmender Therapiedauer nahm die Wirksamkeit der Evolocumab-Therapie in der Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse zu. Das Diabetesrisiko war unter PCSK9-Inhibitoren nicht erhöht, das Sicherheitsprofil war insgesamt sehr günstig.22

Atherogene (gemischte) Dyslipidämie Bei Menschen mit metabolischem Syndrom oder Typ-2-Diabetes liegt – vermutlich aufgrund von Insulinresistenz, Dyslipoproteinämie, Hypertonie und Veränderungen im Gerinnungssystem – ein erhöhtes Atheroskleroserisiko vor. Die für Patienten mit Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom typische atherogene Dyslipidämie-Triade wird charakte- „

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Tab. 4: Aspekt Statinunverträglichkeit Die häufigsten und am besten bekannten Nebenwirkungen von Statinen, die eine Unverträglichkeit definieren, betreffen die Muskeln. Es ­treten Myalgien, die durch subjektive Wahrnehmung von Muskelschmerzen definiert sind, bei 7–29 % der behandelten Patienten auf, Myopathien mit einer Erhöhung der Kreatin-Kinase (CK) über das 10-Fache des oberen Normalwerts bei 0,01–0,1 % und die gefürchtete Rhabdomyolyse mit einer CK-Erhöhung über das 40-Fache des oberen Normalwerts bei ca. 0,001 %. Anmerkung der Autoren: Allerdings muss berücksichtigt werden, dass Myalgien auch bei nicht mit Statinen behandelten Patienten sehr häufig sind und dass in aller Regel das Statin nicht für die Muskelschmerzen von mit Statinen behandelten Patienten verantwortlich ist.

Nutzen-Risiko-Bewertung: In der Diskussion um die Bedeutung der Nebenwirkungen müssen Nutzen und Risiken gegeneinander abgewogen werden. Werden 10.000 Patienten über 5 Jahre mit Atorvastatin 40 mg (entspricht in der Potenz zur LDL-C-Senkung Rosuvastatin 20 mg) behandelt, können in der Sekundärprävention 1.000 Ereignisse und in der Primärprävention 500 schwere kardiovaskuläre Ereignisse verhindert werden. Diesem Benefit stehen 5 mögliche Rhabdomyolyse-Fälle, 100 neue Patienten mit Diabetes und 10 hämorrhagische Schlaganfälle gegenüber.

Tab. 5: Standardisierte Erfassung Statin-assoziierter Muskelbeschwerden laut Rosenson-Score Klinische Symptome (Muskelbeschwerden neu aufgetreten oder verstärkt)

Punkte

Lokalisation/Verteilung Symmetrisch Hüftbeuger/Oberschenkel

3

Symmetrisch Wade

2

Symmetrisch Schultergürtel

2

Unspezifisch asymmetrisch, intermittierend

1

Zeitlicher Zusammenhang mit Beginn der Statineinnahme Symptome nach < 4 Wochen

3

Symptome nach 4–12 Wochen

2

Symptome nach > 12 Wochen

1

Nach Absetzen Besserung innerhalb < 2 Wochen

2

Besserung innerhalb 2–4 Wochen

1

Keine Besserung > 4 Wochen

0

Reexposition Vorgehen bei Statinunverträglichkeit: • Dosisreduktion • Wechsel innerhalb der Klasse auf eine Substanz mit besserer Verträglichkeit • Zugabe von Ezetimib • PCSK9-Inhibitor (abhängig vom Risiko) • Nutrazeutikum

risiert durch erhöhte Triglyzeridwerte (TG), niedrige HDLC-Spiegel und kleine, dichte LDL-C-Partikel (small dense LDL-C). Erhöhte TG-Werte führen zur vermehrten Entstehung atherogener Lipoprotein-Remnants, für die ein enger Zusammenhang mit Risikoschätzungen für ischämische Herzerkrankungen besteht.23 Die aktuellen Guidelines zum Management der Dyslipidämie der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft und der Europäischen Atherosklerosegesellschaft (ESC/EAS)3, 4 empfehlen die Erstellung eines Lipidprofils u. a. für Personen mit klinischer Manifestation einer kardiovaskulären Erkrankung oder einem erhöhten Risiko dafür (Tab. 6).

Therapie der gemischten Dyslipidämie

Die Ereignisrate in Statin-Präventionsstudien mit insgesamt mehr als 77.000 Teilnehmern ergab ein Residualrisiko (= Anteil nicht vermiedener Ereignisse) von 74 %. Dass die Erhöhung der Statindosis möglicherweise nicht ausreicht, zeigte eine Metaanalyse von fünf klinischen Studien, in der die Hochdosis-Statintherapie im Vergleich zur niedrigeren Dosierung das relative Risiko für schwere vaskuläre Ereignisse um nur 15 % reduzierte (absolute Risikoreduktion 0,8 %).24 Bei Hochrisikopatienten mit erhöhten TG (> 200 mg/dl) trotz Statinbehandlung, die die erste Wahl zur Senkung des kardiovaskulären Risikos darstellt, kann laut EAS-Empfehlungen eine zusätzliche Fenofibrat-Gabe erwogen werden, weil damit eine TG-Senkung von bis zu 50 % zu erzielen ist.3 Zu erwägen sind auch Omega-3-Fettsäuren als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Lipidsenkern. Studien zur Steigerung des HDL-C haben enttäuschende Ergebnisse gebracht. Das HDL-C ist nicht Ziel der medika16

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Symptome treten innerhalb von < 4 Wochen wieder auf

3

Symptome treten innerhalb von 4–12 Wochen wieder auf

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Diagnose Statin-assoziierter Muskelbeschwerden Wahrscheinlich

9–11

Möglich

7–8

Unwahrscheinlich

<7

mentösen Intervention. Numerisch erzielten Statine eine HDL-C-Steigerung um 5–10 %, Fibrate in Kurzzeitstudien eine Erhöhung um 10–15 %. Fenofibrat ist ein pharmakologischer Ligand des PeroxisomProliferator-aktivierten Rezeptors (PPAR)-α und greift durch dessen Aktivierung in das Lipidprofil ein, indem es eine Abnahme der atherogenen kleinen, dichten VLD-C- und LDLC-Partikel sowie eine Zunahme von HDL-C-Partikeln bewirkt. Insgesamt führt die Zugabe von Fenofibrat zu einer Statintherapie also zu einer Verbesserung des Lipidprofils.25 Ein positiver Effekt von Fenofibrat konnte in Subgruppen mit atherogener Dyslipidämie (TG ≥ 240 mg/dl, HDL-C ≤ 34 mg/ dl) belegt werden: Das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wurde hier um 35 % gesenkt.26 Dies wurde kürzlich durch eine aktuelle Arbeit zu einem Patientenkollektiv mit Typ2-Diabetes bestätigt, in dem ebenfalls jene Patienten mit Dyslipidämie am meisten von der Behandlung mit Fenofibrat profitierten.27 Eine weitere rezente Analyse ergab zudem, dass unter einer Behandlung mit Fenofibrat die Harnsäurekonzentration um 20 % gesenkt und das Auftreten von Gichtanfällen nahezu halbiert wurde – ein Ergebnis, das angesichts des gehäuften Auftretens von Gicht bei Patienten mit Typ-2-Diabetes von Bedeutung ist.28 Die Verbesserung einer Dyslipidämie, die durch die (fixe oder freie) Kombination von Fenofibrat und Simvastatin erzielt wurde, unterstützt die Empfehlung der aktuellen Guidelines, durch Zugabe einer weiteren lipidsenkenden Substanz zur Statintherapie das kardiovaskuläre Restrisiko bei Dyslipidämie


Tab. 6: Parameter für die Charakterisierung der Dyslipidämie vor Einleitung einer Lipidtherapie3, 4

Tab. 7: Therapeutische Optionen bei Dyslipidämie • Statine bleiben aufgrund der umfassenden Datenlage zu ihrer Wirksamkeit und Sicherheit, der generell guten Verträglichkeit und des niedrigen Preises die Basis jeder Lipidtherapie zur Senkung des kardiovaskulären Risikos.

LDL-Cholesterin (LDL-C) ist als primärer Lipidparameter heranzuziehen. HDL-Cholesterin (HDL-C) sollte vor einer Therapieeinleitung ebenfalls bestimmt werden. Die Triglyzerid-(TG-)Konzentration bietet zusätzliche Information zum Risikoprofil, die Bestimmung ist für die Diagnose und Auswahl der Therapie empfohlen.

• Hochpotente Statine ± Ezetimib haben neben ihrer Wirksamkeit auch aufgrund der stetig nach unten korrigierten Zielwerte und der in Österreich geltenden Kassenverschreiberegelungen für PCSK9Inhibitoren Bedeutung.

Apolipoprotein B (ApoB) sollte, soweit verfügbar, als Alternative zu Non-HDL-C bestimmt werden.

• Fenofibrat führt in Kombination mit einem Statin zu einer Verbesserung des gesamten Lipidprofils.

Non-HDL-C sollte insbesondere bei hohen TG-Werten rechnerisch ermittelt werden: Non-HDL-C = Gesamt-Cholesterin minus HDL-C

• PCSK9-Inhibitoren bieten die Möglichkeit, extrem niedrige LDL-CZielwerte tatsächlich zu erreichen, und stellen eine äußerst wirksame Alternative bei Statinunverträglichkeit dar. Zudem wurde eine effektive Reduktion des kardiovaskulären Risikos gezeigt.

Lipoprotein(a) [Lp(a)] ist für ausgewählte Hochrisikofälle zu empfehlen, außerdem für eine Reklassifizierung im Risiko-Grenzbereich sowie bei Personen mit einer Familienanamnese für kardiovaskuläre Erkrankungen in jungem Alter. Prinzipiell genügt die einmalige Bestimmung beim unbehandelten Patienten, um den genetisch determinierten Lp(a)Wert zu kennen. Gesamtcholesterin kann in Erwägung gezogen werden, ist aber üblicherweise für die Charakterisierung der Dyslipidämie nicht ausreichend.

zu adressieren.29 Auch ein Expertenkonsensus kommt zu einem dementsprechend übereinstimmenden Schluss.30 Aufgrund seines geringen Interaktionspotenzials ist Fenofibrat als einziges Fibrat in Kombination mit Statinen zugelassen.31

Kardiovaskuläre Prävention – für die Praxis Basis jeder kardiovaskulären Prävention ist eine Lebensstilintervention. Zusätzlich ist in Abhängigkeit vom 10-Jahres-Risiko, ein tödliches kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden, und vom vorliegenden LDL-C-Spiegel eine medikamentöse Therapie zu erwägen bzw. indiziert. Studiendaten und Praxiserfahrungen sprechen dafür, dass die zusätzliche Gabe von

Lloyd-Jones DM et al., Lancet 1999; 353:89–92 Toplak H et al., Wien Klin Wochenschr 2016; 128(Suppl. 2):S216–S228 3 Catapano LA et al., Eur Heart J 2016; 37:2999–3508 4 Catapano LA et al., Atherosclerosis 2016; 253:281–344 5 modifiziert nach: National Cholesterol Education Program (NCEP), Circulation 2002; 106:3143–421 6 Clodi et al., Wien Klin Wochenschr 2016; 128(Suppl. 2):68–70 7 Kalra EK. AAPS Pharm Sci 2003; 5(3):E25 8 Pirro M et al., Pharmacol Res 2016 May 6; 110:76–88 9 Barrios V et al., Atherosclerosis Supplements 2017; 24:1–15 10 Baigent C et al., Lancet 2005; 366:1267–78 11 Stone NJ. Circulation 2014; 129:S1–S45 12 Cannon CP. JACC 2006; 48:438–45 13 Amarenco P, Labreuche J. Lancet Neurol 2009; 8:453–63 14 Kotseva K et al., Eur J Prev Cardiol 2016; 23:636–48 15 Luvai A. Cardiol 2012; 6:17–33

• Nutrazeutika können nach Entscheidung des Arztes adjuvant zu lipidsenkenden Medikamenten eingesetzt werden.

Nutrazeutika die medikamentöse Behandlung hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit unterstützen kann. LDL-C bleibt das primäre Interventionsziel. Laut aktuell gültigen Leitlinien ist der anzustrebende LDL-C-Wert bei Hochrisikopatienten zumindest < 70 mg/dl (z. B. Z.n. kardio­ vaskulärem Ereignis oder Diabetes mellitus Typ 2 mit kardiovaskulären Risikofaktoren). In der Primärprävention kann bei geringem bis mäßigem Risiko bis zu 6 Monate eine Lebensstilmodifikation, zu der auch die Verwendung von Nutrazeutika zählt, angewendet werden, um das LDL-C zu senken. Wird nach 6 Monaten der Zielwert nicht erreicht, ist der Beginn einer Statintherapie angezeigt. Bei gemischter Dyslipidämie kann der Einsatz von Fenofibrat sinnvoll sein. In der Sekundärprävention ist sofort und zielorientiert medikamentös zu behandeln, um weitere Ereignisse zu vermeiden. ¢

Sattar N et al., Lancet 2010; 375:735–41 Ballantyne CM et al., Circulation 2003; 107:2409–15 Farnier M et al., Int J Clin Pract 2009; 63:547–59 19 Cannon CP et al., N Engl J Med 2015; 372:2387–97 20 Schwartz GG et al., ACC 67th Scientific Session, 2018 21 Sabatine MS. N Engl J Med 2017; DOI: 10.1056/NEJMoa1615664 22 Sabatine MS. Lancet 2017; http://dx.doi.org/10.1016/S2213-8587(17)30313-3 23 Giugliano RP. ESC Congress 2017, Barcelona 24 Varbo A et al., J Am Coll Cardiol 2013; 61(4):427–36 25 Baigent C et al., Lancet 2010; 376:1670–81 26 Grundy SM et al., Am J Cardiol 2005; 95:462–68 27 Sticks FM et al., N Engl J Med 2010; 383:692–94 28 Koopal C et al., Diabetes Care 2018; DOI: 10.2337/dc17-0968 29 Waldmann B et al., Lancet 2018; 6:310–18 30 Foucher C et al., Cardiovascular Therapeutics 2015; 33:329–37 31 Aguiar et al., Atheroscler Suppl 2015; 19:1–12

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ÄRZTLICHER FORTBILDUNGSANBIETER:

LECTURE BOARD:

3. Medizinische Abteilung mit Stoffwechselerkrankungen und Nephrologie, Krankenhaus Hietzing, Wien

Univ.-Prof. Dr. Christoph Säly, FESC Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Ludvik

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die FRAGEN Lipidmanagement 2018 Bitte beantworten Sie die nachfolgenden Multiple-Choice-Fragen. Für den Erwerb von 2 DFP-Punkten müssen 4 von 6 Fragen korrekt beantwortet sein. Eine Frage gilt als richtig ­beantwortet, wenn alle möglichen richtigen Antwortoptionen angekreuzt sind. Die erlangten Punkte werden direkt Ihrem Online-Fortbildungskonto gutgeschrieben. So kommen Sie zu Ihren Punkten:

„„Online: www.diepunkteon.at/lipidmanagement2018

oder www.meindfp.at – dort haben Sie auch die Möglichkeit, die Teilnahmebestätigung herunterzuladen.

Gültigkeit des Fragebogens: Juni 2021



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Geburtsdatum

ÖÄK-Arztnummer

Name Telefon oder E-Mail Ordinationsstempel

„„ Post: Julia Reisenauer, MedMedia Verlag und Mediaservice Ges.m.b.H., Seidengasse 9/Top 1.1, 1070 Wien

„„ Fax: +43/1/522 52 70  itte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um im Falle eines nicht bestandenen B Kurses benachrichtigt zu werden.

1. Der Österreichische Lipidkonsensus empfiehlt – abhängig vom kardiovaskulären Risiko – unterschiedliche LDL-CholesterinSchwellenwerte als Indikation für die Einleitung einer medikamentösen Lipidtherapie. Wie hoch ist dieser LDL-C-Schwellenwert bei Patienten mit niedrigem Risiko? (1 richtige Antwort) a) LDL-C 190 mg/dl b) LDL-C 130 mg/dl c) LDL-C 130 mg/dl, wenn Triglyzeride > 400 mg/dl d) LDL-C 130 mg/dl, wenn Triglyzeride < 400 mg/dl e) Non-HDL-C > 145 mg/dl

3. Welche Aussagen sind im Zusammenhang mit einer Statinbehandlung zutreffend? (2 richtige Antworten)

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a) Statine bilden laut Leitlinien die Basis der kardioprotektiven  Lipidtherapie. b) Statine senken das LDL-C, nicht aber das Risiko, ein kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden. c) Mit einer Statintherapie können nahezu 100 % der Patienten  einen LDL-C-Zielwert < 70 mg/dl erreichen. d) Der Nutzen einer Statintherapie überwiegt zumindest bei Patienten  mit hohem oder sehr hohem kardiovaskulärem Risiko das Risiko von Nebenwirkungen bei Weitem. e) Treten unter der Behandlung mit einem Statin Myopathien auf,  so ist dies für die gesamte Substanzklasse zu erwarten.

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2. Wann ist der Einsatz nicht-medikamentöser Therapien, wie z. B. Nutrazeutika, zu erwägen? (2 richtige Antworten) a) für Patienten mit normalen Blutfettwerten zur kardiovaskulären  Protektion b) für Patienten (noch) ohne klare Indikation für eine Statintherapie,  aber mit bestehender Hypercholesterinämie c) als Alternative für Patienten, die unter einer Statintherapie keine  ausreichende LDL-C-Senkung erzielen d) für Patienten mit Statinintoleranz, aber ohne Indikation für eine  PCSK9-Inhibitoren-Therapie e) statt eines Statins bei Typ-2-Diabetes

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Bitte beide Seiten ausfüllen und beide Seiten zurückfaxen! u


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4. Welche Aussagen treffen auf Fenofibrat zu? (3 richtige Antworten) a) Für Fenofibrat konnte in Metaanalysen bei Typ-2-diabetischen  Patienten mit Dyslipidämie eine Verbesserung des Lipidprofils belegt werden, aber auch in Subgruppen keine kardiovaskuläre Risikoreduktion. b) Bei Hochrisikopatienten mit Triglyzerid-(TG-)Werten > 200 mg/dl  trotz Statinbehandlung kann die Gabe von Fenofibrat eine TG-Senkung um bis zu 50 % bewirken. c) Fenofibrat modifiziert das Lipidprofil, indem es kleine, dichte  VLDL-C- und LDL-C-Partikel vermindert und HDL-Partikel erhöht. d) Fenofibrat senkt den Harnsäurespiegel und kann das Auftreten  von Gichtanfällen reduzieren. e) Fenofibrat stellt insbesondere für Patienten mit isolierter  LDL-Hypercholesterinämie und Statinunverträglichkeit in der Sekundärprävention eine Therapiealternative dar.

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6. Welche Aussagen treffen auf die Behandlungsziele in der Lipidtherapie zu? (2 richtige Antworten) ¨

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5. Welche Antworten treffen auf PCSK9-Inhibitoren zu? (3 richtige Antworten) a) PCSK9-Inhibitoren können das gesamte Lipidprofil positiv  beeinflussen. b) Durch Zugabe eines PCSK9-Inhibitors kann bei Patienten  mit hohem kardiovaskulärem Risiko, deren Dyslipidämie trotz maximaler Statindosis nicht kontrolliert war, eine signifikante Senkung des Non-HDL-C erzielt werden. c) Der kardioprotektive Effekt von PCSK9-Inhibitoren lässt laut  vorliegenden kardiovaskulären Studien mit zunehmender Behandlungsdauer in der Regel nach. d) Die Zugabe eines PCSK9-Inhibitors zur maximalen Lipid- Standardtherapie reduziert das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse in kardiovaskulären Hochrisikokollektiven. e) Unter Behandlung mit PCSK9-Inhibitoren wurde ein erhöhtes Risiko  für die Entgleisung eines bestehenden Typ-2-Diabetes beobachtet.

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a) LDL-C ist das primäre Target in der Lipidtherapie, der Zielwert  liegt bei allen Patienten ohne Berücksichtigung des kardiovaskulären Risikos < 70 mg/dl. b) LDL-C ist das primäre Target in der Lipidtherapie, der Zielwert ist  abhängig vom kardiovaskulären Risiko. c) Triglyzeridspiegel sind durch Lipidsenker therapeutisch nicht  beeinflussbar. d) Non-HDL-C stellt bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2  kein therapeutisches Target dar. e) Laut ESC/EAS-Empfehlung liegt bei Patienten mit hohem  kardiovaskulärem Risiko der LDL-C-Zielwert < 100 mg/dl oder mindestens 50 % unter dem Ausgangswert, wenn dieser 100–200 mg/dl beträgt.

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Entgeltliche Einschaltung

ArmoLIPID® PLUS: Das lipidsenkende Nutrazeutikum ArmoLIPID® PLUS ist ein Nutrazeutikum zur Optimierung des Lipidprofils, dessen Wirksamkeit und gute Verträglichkeit in umfassenden Studien belegt wurde. ArmoLIPID® PLUS stellt daher zusätzlich zur Lebensstiländerung eine valide Option in der Primärprophylaxe dar. Darüber hinaus kann es alternativ bei Patienten mit Hyperlipidämie eingesetzt werden, bei denen eine klassische pharmakologische Therapie nicht angezeigt oder nicht möglich ist, beziehungsweise vom Patienten abgelehnt wird.

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rmoLIPID® PLUS enthält eine nach Arzneimittelstandard hergestellte Kombination von drei natürlichen Inhaltsstoffen mit positiver Wirkung auf das Lipidprofil: Berberin (500 mg), Monacolin K (3 mg) sowie Policosanol (10 mg) ergänzen und verstärken sich in ihren Wirkweisen gegenseitig (siehe Abb.). Daher sind nur geringe Mengen der einzelnen Inhaltsstoffe für ein gutes Ergebnis nötig. Wirksamkeit: Die klinische Wirksamkeit von ArmoLIPID® PLUS wurde in 16 randomisierten, doppelblinden, kontrollierten klinischen Studien und einer offenen randomisierten Studie im Praxisalltag mit > 3.000 Patienten untersucht. Die Resultate zeigen, dass ArmoLIPID® PLUS in Kombination mit fettarmer Diät zu einer signifikanten Reduktion des Gesamtcholesterins um bis zu 21% und LDL-Cholesterins um bis zu 31% und damit zu einer deutlichen Verbesserung des Lipidprofils bei Personen mit Hyperlipidämie führt.1 Eine 2016 erschienene Meta-Analyse von Pirro M et al. kommt zum Schluss, dass diese Kombination bei Patienten mit mäßiger Hypercholesterinämie gut wirksam in Bezug auf die Senkung des Gesamtcholesterins (−26 mg/dL, p < 0.001), des LDL-Cholesterins (−24 mg/dL, p < 0.001) und der Triglyzeride (−14 mg/dL, p < 0.001) ist.2 Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und bei Patienten, die keine Statine vertragen, wurden vergleichbare Ergebnisse erreicht.1 ArmoLIPID® PLUS bietet zusätzliche Abb.: Synergetische Wirkung von der Kombination von Berberin, rotem Hefereis und Policosanol Acetyl-CoA Policosanol 10 ml 3-HMGI-CoA HMG-CoA-Reduktase

monacolin K 3 mg

Vorteile in Bezug auf Verbesserung der Gefäßsteifigkeit und Insulinresistenz, die unabhängige Prädikatoren für HerzKreislauf-Ereignisse sind.1 Patienten mit erhöhtem KHK-Risiko weisen häufig einen atherogenen Lipoprotein-Phänotyp auf, der durch einen erhöhten Anteil an Small-dense-LDL-Partikeln charakterisiert ist. Die Kombination einer Standarddiät mit ArmoLIPID® PLUS senkte auch bei diesen Patienten den LDLC- und den Small-dense-LDL-Spiegel statistisch signifikant und erhöhte die LDLClearance bei Patienten mit familiär bedingter, kombinierter Hyperlipidämie.3 Darüber hinaus unterstützt die Studie von Izzo R et al., 2010 die Verwendung der Kombination bei Patienten mit metabolischem Syndrom (MetS) wegen des beobachteten Anstiegs des HDLCholesterins, der Senkung der Inzidenz des MetS und des günstigen Einflusses auf den Framingham Risk Scores nach 8 Wochen, wodurch im ­„Armolipid® PLUS zur Diät“-Arm im Vergleich zum „NurDiät“-Arm eine signifikante Verbesserung des geschätzten kardiovaskulären Gesamt-Risikos erreicht werden konnte.4 Die pflanzliche Wirkstoff-Kombination kann auch als CoMedikation zu lipidsenkenden Arzneimitteln gegeben werden, um mögliche Nebenwirkungen, die im Falle von höheren Dosen der Lipidsenker zu erwarten wären, zu vermeiden. Marazzi et al. 2017 zeigten, dass sich bei Patienten, die keine hohen Statindosen vertrugen, eine Kombination von niedriger dosiertem Statin und ArmoLIPID® PLUS als eine zuverlässige, effektive und sichere Behandlungsoption erwies.5 Verträglichkeit: In veröffentlichten Sicherheitsdaten von > 1.600 Patienten, die eine Therapiedauer von für 6 bis 48 Wochen mit ArmoLIPID® PLUS umfassten, wurden sehr wenige unerwünschte Ereignisse in der Literatur unter Therapie mit ArmoLIPID® PLUS berichtet (2,2 %). Die am häufigsten gemeldete Nebenwirkung war Obstipation.1 ¢ Barrios et al., Atheroscler Suppl 24:1–15, 2017 Pirro et al., Pharmacol Res 110:76–88, 2016 Gentile et al, Clin Lipidol 10(6):475–80, 2015 4 Izzo et al., J Hypertens 28:1482-7, 2010 5 Marazzi et al., Am J Cardiol 120(6):893-897, 2017 1 2

Mevalonsäure

Aufnahme von LDL im Blut

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Berberin 500 mg

Text adaptiert auf Basis eines Artikels von Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Fasching, publiziert im Diabetes Forum 4/17, S.36f. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

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Cholesterin

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Fachkurzinformation siehe Seite XX

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Fotos: Astrid Eckert/TU MĂźnchen, privat, beigestellt

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Lehrziel: Dieser Artikel fasst den aktuellen Wissensstand zur Indikation und Verabreichung sowie zur Vermeidung von Neben­ wirkungen parenteraler Eisenpräparate zusammen und soll Misskonzeptionen über die Gefahr der i.v.-Eisentherapie beseitigen.

Sicherheit der i.v.-Eisentherapie AUTOREN

Fact Box Publiziert: September 2016, gültig bis September 2019 Quelle: diePUNKTE Innere Medizin 1/16, S. 3–6 Test absolviert: 945 Ärzte (Stand: 10. 04. 2016)

Fotos: Astrid Eckert/TU München, privat, beigestellt

Fachkurzinformation siehe Seite 48

Eisenmangel – die Nr.-1-Indikation zur Eisentherapie Ein Viertel der Weltbevölkerung ist anämisch und bei der Hälfte aller Betroffenen ist ein Eisenmangel für die Blutarmut verantwortlich.1 Risikogruppen sind Kinder bis zum 5. Lebens­ jahr und menstruierende sowie schwangere Frauen. In der westlichen Welt ist die Anämieprävalenz geringer als in Entwicklungsländern, betrifft aber dennoch 2–5 % aller erwachsenen Männer und postmenopausalen Frauen, wobei ein Eisenmangel in 20 % der Fälle ursächlich für die Anämie ist.2, 3 Bei 60 % der Patienten ist ein gastrointestinaler Blutverlust für den Eisenmangel verantwortlich, was insbesondere bei älteren Patienten die Empfehlung zur endoskopischen Abklärung begründet. Weitere Ursachen sind Blutverlust nach chirurgischen Eingriffen und bei Geburten, Niereninsuffizienz und Dialyse sowie Malabsorption bei Zöliakie oder reduzierter Magensäureproduktion (z. B. bei einer Therapie mit Protonenpumpeninhibitoren, autoimmuner Gastritis und/oder Helicobacter-pylori-Infektionen). Neben einer verminderten Eisenzufuhr über die Nahrung insbesondere bei vegetarischer oder veganer Ernährung kann eine gestörte Eisenresorption nach (partieller) Gastrektomie, nach bariatrischen Eingriffen oder beim Kurzdarmsyndrom ebenfalls häufige Ursache für einen Eisenmangel sein. Neben Gastroskopie und Koloskopie bei Patienten mit positivem Test auf okkultes Blut im Stuhl sollten daher bei Patienten mit Eisenmangel auch eine Bestimmung der Transglutaminase­ Antikörper und der Parietalzell-Antikörper, eine HelicobacterSerologie sowie eine detaillierte Regelanamnese ­erfolgen.

Symptome eines Eisenmangels Die Symptomatik der Eisenmangelanämie ist unspezifisch und variiert je nach Schweregrad der Anämie. Häufig präsentieren sich anämische Patienten mit blassem Hautkolorit

ao. Univ.-Prof. Dr. Heinz Zoller

Dr. Benedikt Schäfer

Abteilung für Innere Medizin II, Gastroenterologie und Hepatologie Tirol Kliniken – Universitätsklinik Innsbruck E: heinz.zoller@i-med.ac.at; benedikt.schaefer@i-med.ac.at

(45–50 %), Kopfschmerzen (63 %), Leistungsschwäche (44 %), Haarausfall (30 %), Veränderungen der Nägel, Belastungsdyspnoe, Tachykardie (9 %), Restless-Legs-Syndrom (24 %), atrophischer Glossitis (Plummer-Vinson-Syndrom; 27 %), Reizbarkeit und Depression (Abb. 1).4 Schwäche und reduzierte Leistungsfähigkeit können sich bei Patienten mit Eisenmangel bereits vor der Manifestation einer Anämie präsentieren.5 Die enterale Aufnahme von Eisen ist mit 1–2 mg pro Tag ­limitiert und der tägliche Eisenbedarf von ca. 20 mg wird zum größten Teil durch Recycling von alten Erythrozyten gedeckt. Etwa 1–2 mg Eisen werden über Menstruationsblutungen, Schweiß und Hautabschilferungen täglich verloren, es ist jedoch kein aktiv regulierbarer Mechanismus zur ­Ausscheidung von überschüssigem Eisen bekannt.6 Daher ist die Regulation der Eisenaufnahme für den Eisenstoffwechsel von zentraler Bedeutung. Die enterale Aufnahme von Eisen wird durch die Wirkung des Hormons Hepcidin blockiert. Erhöhte Konzentrationen von Hepcidin finden sich häufig bei Entzündungen und chronischen (Tumor-)Erkrankungen, was die Effizienz einer oralen Eisentherapie stark limitiert.

Administrationsroute von Eisen – warum i.v.? Trotzdem bleibt die First-Line-Therapie bei Eisenmangel meist die orale Einnahme von Eisen, was aufgrund limitierter ­enteraler Resorption und häufiger gastrointestinaler Nebenwirkungen, wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Obstipation, oft nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Bei solchen Patienten sollte der Eisenmangel durch eine parenterale Therapie korrigiert werden. Wegen lokaler Hautverfärbungen, Schmerzen und Blutungsrisiko ist die intramuskuläre Eisengabe heute obsolet. Ebenso ist die Gabe von i.v. Eisen „

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Abb. 1: Typische Befunde bei Eisenmangel: (A) Rillennägel, (B) atrophische Glossitis, (C) Zöliakie, (D) Dickdarmkarzinom Abb. 2: Die Rate an anaphylaktischen Reaktionen ist bei der ­Erstgabe am höchsten und hängt von der Wahl des Eisenpräparats ab.13 Diese unterschiedliche Rate spiegelt sich jedoch nicht in einer unterschiedlichen Rate an Todesfällen wider (siehe Tab. 1). 80

¡ Eisendextran ¡ Ferumoxytol ¡ Eisensucrose

70 60 50 40 30 20 10 0

Erstgabe

Zweitgabe

Drittgabe

4. und 5. Gabe

≥ 6. Gabe

bei Patienten mit Herzinsuffizienz, aber auch bei Chemotherapie-induzierter Anämie oder chronischer Niereninsuffizienz in Kombination mit Erythropoese-stimulierenden Faktoren indiziert. Hohe intravenöse Dosen von Eisen können dabei eine verbesserte Antwort auf Erythropoese-stimulierende Substanzen (ESA) bewirken.7

Entwicklung der parenteralen Eisentherapie Die ersten parenteralen Eisenpräparate waren mit schweren Infusionsreaktionen und Nebenwirkungen assoziiert und somit für den therapeutischen Einsatz ungeeignet. Im Jahr 1954 wurde hochmolekulares Eisendextran als das erste i.v. Eisenpräparat mit akzeptablem Sicherheitsprofil verfügbar. In der ersten prospektiven Studie entwickelten 0,6 % (3/471) der Patienten eine anaphylaktische Reaktion auf die Eisen­ dextran-Infusion und das Präparat wurde daher nur zögerlich eingesetzt.8 In den 1990er-Jahren erlebte die parenterale Eisentherapie mit der Entwicklung von Erythropoetin für Dialysepatienten einen starken Aufschwung. Das dazumal verwendete niedrig­ molekulare Eisendextran-Präparat INFed® wurde für 5 Jahre 24

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eingesetzt, schwere Hypersensibilitätsreaktionen und andere Nebenwirkungen wurden nur extrem selten berichtet. Aus logistischen Gründen wurde INFed® durch das 1996 auf den Markt gebrachte hochmolekulare Eisendextran-Präparat Dexferrum® ersetzt. In der Folge kam es zu einer elffachen Erhöhung der dokumentierten Nebenwirkungen bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde. In retrospektiven Studien, in denen keine Unterscheidung zwischen den beiden Eisendextranen gemacht wurde, ­konnte gezeigt werden, dass die beiden neueren Präparate Eisen­gluconat und Eisensaccharose mit deutlich weniger schweren Nebenwirkungen assoziiert sind.9 Erst 2004 zeigte eine Analyse der „USFood and Drug Administration“-Datenbank, dass niedermolekulares Eisendextran gleich wie Eisensaccharose und Eisengluconat ein gutes Sicherheitsprofil hat, wobei die Inzidenz von schweren Nebenwirkungen bei < 1:200.000 liegt.10, 11 Eine rezente Analyse der Verschreibungspraxis und Nebenwirkungen von ca. 700.000 erstmaligen Eisengaben in den USA zeigt, dass die Eisendextran-Gaben in den letzten 10 Jahren gering abgenommen haben, dafür aber Ferumoxytol seit der Einführung 2010 und Eisensucrose mit mehr als 2.500 Neuverschreibungen pro Jahr deutlich zugenommen haben. Eisensucrose ist derzeit das am häufigsten erstverschriebene Präparat in den USA. Eine konkrete Analyse der Anzahl an anaphylaktischen Reaktionen abhängig vom jeweiligen Präparat ist in Abbildung 2 dargestellt.9, 12 Das moderne Hochdosis-Präparat Eisencarboxymaltose ­wurde mit Eisensaccharose bei Patienten mit präoperativer Anämie verglichen und es wurde kein signifikant unterschiedliches Auftreten von Nebenwirkungen beobachtet.14 Ein Vergleich zwischen Eisencarboxymaltose und niedermolekularem Eisen­ dextran steht bis dato aus. Auch das im Jahr 2010 in Europa zugelassene Eisenisomaltosid zeigt ein mit Eisencarboxy­ maltose vergleichbares Sicherheitsprofil.15, 16

Präparate In Österreich sind aktuell (Stand 05/2016) 5 parenterale Eisen­ präparate zugelassen, von denen 3 am Markt erhältlich sind (Eisensaccharose, Eisencarboxymaltose und Eisenisomaltosid) (Tab. 2). Diese basieren alle auf einem Eisenhydroxidkern, der von einer Kohlenhydrathülle ummantelt ist. Die unterschiedlichen pharmakologischen Eigenschaften der Eisenpräparate resultieren wohl aus den Unterschieden dieser Zuckerkomplexe, die zur Stabilisierung des Eisens genutzt werden. Dadurch werden die langsame Freisetzung des biologisch aktiven Eisens und eine kontrollierte Proteinbindung ermöglicht und somit die Entstehung von toxischem freiem Eisen reduziert.7 Die einzelnen Präparate unterscheiden sich vorwiegend in der maximal erlaubten Dosierung. Daher sollte sich die Wahl des Präparates auch nach dem errechneten Gesamteisen­defizit richten. Vor Beginn der Therapie kann dieses Defizit mithilfe der Ganzoni-Formel* berechnet werden, die in der klinischen Praxis kaum Verwendung findet. Vereinfacht kann das Eisen­ defizit und somit die zu verabreichende Gesamtdosis gemäß Tabelle 3 abgeschätzt werden. Bei übergewichtigen Patienten sollte das ideale Körpergewicht abgeschätzt und bei schwangeren Frauen das Gewicht vor der Schwangerschaft herangezogen werden. Bei Personen mit einem Körpergewicht von weniger als 35 kg wird der Eisen-


Tab. 1: Zahl der i.v. Eisengaben und Rate an Todesfällen nach i.v. Eisengaben in den USA Eisendextran Ferumoxytol Inzidenz an Todesfällen pro 100.000 (2010–2013) (95%-KI)

3,8 (0,8–11,2)

7,3 (2,7–15,9)

Eisensucrose 8,9 (4,6–15,5)

Zahl der i.v. Eisengaben Erstgabe

247.500

82.117

264.166

Zweitgabe

126.678

48.359

196.201

Drittgabe

90.874

12.244

169.788

4. und 5. Gabe

129.799

12.173

251.284

≥ 6. Gabe

495.851

8.778

55.044

speicher mit 10–15 mg Eisen pro kg Körpergewicht berechnet. Bei einem Körpergewicht von über 35 kg wird der Eisen­ speicher mit 500 mg angenommen. Eisensaccharose: Mit Eisensaccharose kann bei einer empfohlenen maximalen Einzeldosis von 200 mg (maximal 3x pro Woche) der Eisenbedarf des Patienten selten gänzlich mit einer einzelnen Infusion gedeckt werden. Daher dauert die Korrektur eines Eisenmangels mit diesem Präparat mehrere Wochen und bedarf häufig zumindest 5 Infusionen. Dabei darf die Infusionsgeschwindigkeit aufgrund der nur semi­ robusten chemischen Eigenschaft des Zucker-Eisen-Komplexes 4 mg Fe3+/min (entspricht ca. 60 min pro Infusion) nicht überschreiten, da sonst Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, Tachykardie und Atemnot auftreten können.7 Ferumoxytol: Dieses Eisenpräparat ist bezüglich der Sicherheit und Wirksamkeit mit Eisensaccharose vergleichbar, erlaubt aber höhere Dosierungen von bis zu 510 mg als Einzeldosis. Die Gesamtdosis ist mit 1.020 mg als 2 Einzelgaben innerhalb von 8 Tagen limitiert. Daher kann mit diesem Präparat das Eisendefizit ebenfalls nur bei mildem bzw. moderatem Eisenmangel korrigiert werden. Eisendextran: Das in Österreich zugelassene, aber im Handel nicht erhältliche Eisendextran ist ein stabiler, niedrigmolekularer Eisenkomplex. Hoch­molekulare Eisendextrane werden als unsicher ­betrachtet und sind ­obsolet. Es wird vor jeder Verabreichung die langsame Injektion einer Testdosis von 25 mg Eisendextran empfohlen, bevor die Rest-

menge infundiert wird. Die notwendige errechnete ­Gesamtdosis kann bei Eisendextran in einer Einzelinfusion über 4–6 Stunden verabreicht werden. Eisendextran kann als einziges Präparat auch intramuskulär verabreicht werden, wobei davon aufgrund einer nur ­bescheidenen Studienlage zur Sicherheit und möglichen Akkumulation von potenziell toxischem Eisen im Injektions­bereich abzuraten ist.7, 17 Eisencarboxymaltose: Eisencarboxymaltose hat strukturelle Ähnlichkeiten mit Eisendextran, zeigt aber eine geringere Plasmahalbwertszeit. Ob das Eisen dadurch auch schneller für die Blutbildung verfügbar ist, bleibt jedoch unklar. 2–4 Wochen nach einer Infusion von Eisencarboxymaltose zeigen Laboruntersuchungen typischerweise einen steilen, aber kurzzeitigen Anstieg im Serumferritin. Gegenüber Eisen­saccharose hat Eisencarboxymaltose den Vorteil, dass hohe Dosen (bis zu 1.000 mg/Woche) in einer Einzelgabe in kurzer Zeit (15 min bei 1.000 mg) ohne Testdosis infundiert werden können. Einzelne Experten raten jedoch von dieser Praxis ab und empfehlen eine Dosisbeschränkung auf 500–750 mg pro Einzelinfusionen, weil auch die in den USA zugelassene maximale Einzeldosis für Eisencarboxymaltose bei 750 mg liegt.18 Eisenisomaltosid 1.000:  Sicherheit und Wirksamkeit dieses Eisen­präparats sind bezüglich der guten Verträglichkeit und der Flexibilität in der Dosierung am ehesten mit Eisencarboxy­ maltose vergleichbar, wobei dieses Präparat laut Zulassungsinformation sogar bis zu einer Dosierung von maximal 20 mg/ kg Körpergewicht (ideales Körpergewicht) als Einzeldosis verabreicht werden kann. Daher darf beispielsweise bei Patienten mit einem Körpergewicht von 75 kg eine Dosis von bis zu 1.500 mg Eisen als Einzeldosis verabreicht werden, wobei Dosen bis zu 500 mg sogar als Bolus gegeben werden können. Im Vergleich zu Eisencarboxymaltose dürfte diese Dosierungsempfehlung für Patienten auch sicherer sein, weil die Inzidenz der Hypophosphatämie in den Studien für ­Eisenisomaltosid 1.000 deutlich niedriger lag als bei Eisen­carboxymaltose.19–21

Sicherheit und Überempfindlichkeitsreaktionen Generell gilt, dass bei wiederholter i.v. Gabe von Eisen der Phosphatspiegel im Plasma kontrolliert werden sollte, weil für Eisencarboxymaltose teils schwere Hypophosphatämien und entsprechende Komplikationen beschrieben wurden. Für alle Eisenpräparate kann außerdem empfohlen werden, mit einer langsamen Infusionsrate (z. B. 0,2 ml/min) zu beginnen und bei guter Verträglichkeit nach 15 Minuten die Tropf­ geschwindigkeit zu erhöhen. „

Tab. 2: Überblick über die in Österreich zugelassenen i.v. Eisenpräparate Präparat

Eisensaccharose

Eisendextran

Ferumoxytol

Eisencarboxymaltose

Eisenisomaltosid

Komplex

semirobust

robust

robust

robust

robust

Plasmahalbwertszeit (h)

6

30

16

6

5

Maximale Einzeldosis

200 mg

20 mg/kg KG

510 mg

1.000 mg

20 mg/kg KG

Maximale Gesamtdosis 600 mg/Woche

-

1.020 mg

1.000 mg/Woche

20 mg/kg KG/Woche

Testdosis

erforderlich

-

-

-

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Neben dieser praktischen Empfehlung sollte auch der Hinweis des Österreichischen Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen vom 6. 2. 2014 beachtet werden, wonach sämtliche i.v. Eisenpräparate nicht bei Patienten angewendet werden dürfen, bei denen eine „bekannte schwere Überempfindlichkeit gegenüber anderen parenteralen Eisenprodukten vorliegt“. Um das Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion zu minimieren, sollten die Produktinformationen des jeweiligen Präparates genau beachtet werden. Des Weiteren dürfen i.v. Eisenpräparate nur nach erfolgter schriftlicher Aufklärung und in Anwesenheit von Personal verabreicht werden, das für die Beurteilung und Behandlung anaphylaktischer Reaktionen geschult ist. Darüber hinaus müssen laut AGES für die Verabreichung „Einrichtungen zur Wiederbelebung unmittel­ bar verfügbar sein“. Nach jeder Infusion sollten Patienten 30 Minuten nachbeobachtet werden. Zusätzlich sollte vor der Anwendung dieser Präparate in der Schwangerschaft die Indikation sorgfältig überprüft und auf das 2. oder 3. ­Trimester beschränkt werden. Obwohl diese Informationen der europäischen und österreichischen Arzneimittelbehörden die Sicherheit der i.v. ­Eisengabe erhöhen sollten, fehlt leider der Hinweis in diesen Dokumenten, dass nicht jede Überempfindlichkeitsreaktion auf eine i.v. Eisengabe eine anaphylaktische Reaktion ist. Die World Allergy Organisation definiert den Begriff Anaphylaxie als „schwere, lebensbedrohliche, generalisierte oder systemische Hypersensibilitätsreaktion“ unabhängig von der Genese der Reaktion.22 Ähnlich wie bei anderen Infusionen, die Nano­partikel enthalten, wie z. B. liposomales Amphotericin B oder auch Antikörper, können i.v. Eisenpräparate eine Komplement­aktivierung bewirken, die sich typischerweise als Hitzegefühl, Brustenge, Tachykardie und Atembeschwerden präsentiert. Im Gegensatz zu einer anaphylaktischen Reaktion kommt es bei dieser als CARPA (complement activation-related pseudo-allergy) beschriebenen pseudoallergischen Komplement­aktivierung zu keinem Sättigungs- und/oder Blutdruckabfall. Sollte also im Rahmen einer i.v. Eisengabe eine Infusions­reaktion auftreten, dann sollte die Infusion gestoppt werden und eine engmaschige Überwachung des klinischen Zustands, des Bewusstseins, des Blutdrucks und der Sauerstoffsättigung unter Reanimationsbereitschaft erfolgen. Wenn die Vitalparameter stabil

Tab. 3: Notwendige Gesamteisendosis zur Abschätzung des ­Eisendefizits (vereinfachte Ganzoni-Formel) Hämoglobin (g/dl)

< 70 kg Körpergewicht

> 70 kg Körpergewicht

≥ 10

1.000 mg

1.500 mg

≤ 10

1.500 mg

2.000 mg

bleiben, kann die Infusion mit einer niedrigeren Infusionsgeschwindigkeit als zuvor versuchsweise fortgesetzt werden. Eine solche Reaktion ist auch als Fishbane-Reaktion bekannt und ist nicht als anaphylaktische Reaktion zu werten.9, 23 ■

Produktliste:

Eisensaccharose (Venofer®, FerMed®) Eisencarboxymaltose (Ferinject®) Eisenisomaltosid (MonoFer®) * Ganzoni-Formel: Eisendefizit = Körpergewicht x (Soll-Hb minus Ist-Hb) x 2,4 + Eisen für Eisenspeicher

McLean E et al., Gut 2011; 60:1309–16 Goddard AF, James MW, McIntyre AS et al., Guidelines for the management of iron deficiency anaemia. Gut 2011; 60:1309–16 3 Eisele L et al., Ann Hematol 2013; 92:731–37 4 Lopez A et al., Lancet 2016; 387:907–16 5 Krayenbuehl PA et al., Blood 2011; 118:3222–27 6 Hentze MW et al., Cell 2010; 142:24–38 7 Munoz M et al., World J Gastroenterol 2009; 15:4666–74 8 Hamstra RD et al., JAMA 1980; 243:1726–31 9 Auerbach M, Macdougall IC. Blood Transfus 2014; 12:296–300 10 Chertow GM et al., Nephrol Dial Transplant 2006; 21:378–82 11 Chertow GM et al., Nephrol Dial Transplant 2004; 19:1571–75 12 Sav T et al., Ren Fail 2007; 29:423–26 13 Wang C et al., JAMA 2015; 314:2062–68 14 Bisbe E et al., Br J Anaesth 2011; 107:477–78 15 Reinisch W et al., Scand J Gastroenterol 2015; 50:1226–33 16 Bhandari S et al., Nephrol Dial Transplant 2015; 30:1577–89 17 Auerbach M et al., Lancet 2007; 369:1502–04 18 Keating GM. Drugs 2015; 75:101–27 19 New Drug Application (NDA) 22-054 for Injectafer (Ferric Carboxymaltose) for the treatment of iron deficiency anemia in patients with heavy uterine bleeding or postpartum patients. FDA Advisory Committee Briefing Document 2008 20 Reinisch W et al., Am J Gastroenterol 2013; 108:1877–88 21 Johansson PI et al., Vox Sang 2015; 109:257–66 22 Johansson SG et al., J Allergy Clin Immunol 2004; 113:832–36 23 Rampton D et al., Haematologica 2014; 99:1671–76 1 2

Dieser Artikel ist ein unveränderter Nachdruck der im September 2016 erschienenen Ausgabe diePUNKTE Innere Medizin 1/16.

26

ÄRZTLICHER FORTBILDUNGSANBIETER:

LECTURE BOARD:

Univ.-Klinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Innsbruck

Univ.-Prof. Dr. Heinz Ludwig. Assoz. Prof. PD Dr. Igor Theurl, PhD

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2D

FP-

die FRAGEN Sicherheit der i.v.-Eisentherapie Bitte beantworten Sie die nachfolgenden Multiple-Choice-Fragen. Für den Erwerb von 2 DFP-Punkten müssen 4 von 6 Fragen korrekt beantwortet sein. Eine Frage gilt als richtig ­beantwortet, wenn alle möglichen richtigen Antwortoptionen angekreuzt sind. Die erlangten Punkte werden direkt Ihrem Online-Fortbildungskonto gutgeschrieben. So kommen Sie zu Ihren Punkten:

„„Online: www.diepunkteon.at/eisentherapie

oder www.meindfp.at – dort haben Sie auch die Möglichkeit, die Teilnahmebestätigung herunterzuladen.

PUN

KTE

Gültigkeit des Fragebogens: September 2019



1 9

Geburtsdatum

ÖÄK-Arztnummer

Name Telefon oder E-Mail Ordinationsstempel

„„ Post: Julia Reisenauer, MedMedia Verlag und Mediaservice Ges.m.b.H., Seidengasse 9/Top 1.1, 1070 Wien

„„ Fax: +43/1/522 52 70  itte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um im Falle eines nicht bestandenen B Kurses benachrichtigt zu werden.

1. Welche der folgenden Aussagen zur Eisentherapie trifft zu? (1 richtige Antwort)

4. Welche der folgenden Vorkehrungen muss gemäß AGES vor jeder i.v. Eisengabe getroffen werden? (1 richtige Antwort)

a) Die Wahl der Administrationsroute (intravenös oder peroral) hängt vom Schweregrad des Eisenmangels ab. ¨ b) Bei einem Hämoglobinwert von > 10 mg/dl sollte primär parenteral Eisen gegeben werden. ¨ c) Bei gestörter enteraler Eisenresorption sollte die intravenöse Gabe bevorzugt werden. ¨ d) Vor i.v. Eisengabe sollte stets ein Therapieversuch mit peroralem Eisen gestartet werden. ¨

a) großlumiger venöser Zugang (zumindest 16 G) b) Prämedikation mit Kortison und H2-Antagonist c) schriftliche Aufklärung und Einverständnis des Patienten d) kontinuierliche Überwachung der Sauerstoffsättigung

2. Historisch betrachtet waren Eisendextrane die ersten Präparate, mit denen eine parenterale Korrektur eines Eisenmangels möglich war. Welche Vorteile bieten nicht-dextranbasierte Eisenpräparate? (1 richtige Antwort)

a) 30 Minuten b) 60 Minuten c) gar nicht d) über Nacht

a) höhere maximale Einzeldosierung b) intramuskuläre Gaben c) keine Testdosis notwendig d) keine Verfärbungen an der Injektionsstelle e) höhere Wirksamkeit

¨ ¨ ¨ ¨ ¨

3. Welche der folgenden Nebenwirkungen tritt gehäuft nach Eisen­carboxymaltose auf? (1 richtige Antwort) a) anaphylaktische Reaktion b) Hypophosphatämie c) Fishbane-Reaktion d) Hypotonie e) Dyspnoe

¨ ¨ ¨ ¨ ¨

¨ ¨ ¨ ¨

5. Wie lange sollte ein Patient nach i.v. Eisengabe nachbeobachtet ­werden? (1 richtige Antwort) ¨ ¨ ¨ ¨

6. Welche Parameter bestimmen die Dosis einer einzelnen Eisengabe? 1) Körpergewicht 2) Hämoglobinkonzentration 3) Präparat (1 richtige Antwort) a) nur 1 und 2 b) nur 1 und 3 c) nur 2 d) alle 3

¨ ¨ ¨ ¨


28

DFP E-LEARNING Fachkurzinformation siehe Seite 48


2D

FP-

PUN

KTE

Lehrziel: Die HIV-Infektion ist heute eine gut behandelbare chronische Infektionserkrankung. Zielgerichtetes Testen im Praxisalltag ist notwendig, damit infizierte Menschen von einer antiretroviralen Therapie maximal profitieren können und ein verzö­ gerter Therapiestart vermieden wird.

HIV: Diagnose und Therapie Publiziert: Dezember 2017, gültig bis Dezember 2020 Quelle: diePUNKTE Infektiologie 1/17, S. 4–8 Test absolviert: 432 Ärzte (Stand: 10. 04. 2016)

Fachkurzinformation siehe Seite 48

Diagnose in Österreich In den letzten Jahren wurde erfreulicherweise weltweit ein Rückgang der AIDS-Todesfälle vermeldet, gleichzeitig steigt durch die zunehmende Verfügbarkeit antiretroviraler Medikamente die Zahl jener Menschen, die mit HIV leben. HIVNeudiagnosen sind zwar insgesamt betrachtet rückläufig, allerdings zeigen sich doch deutliche regionale Unterschiede. So wurde zuletzt in Europa eine leicht zunehmende Zahl von Neuinfektionen gemeldet. Von den weltweit ca. 2 Millionen Neuansteckungen entfielen auf Europa im Jahr 2014 über 140.000, die bisher höchste gemeldete Zahl. In Österreich haben die Neudiagnosen zuletzt ein Plateau erreicht und liegen um die 400/Jahr. Etwa drei Viertel aller Neuansteckungen wurden in den letzten Jahren bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), verzeichnet. Relativ als Risikogruppen an Bedeutung verloren haben Drogengebraucher und beispielsweise auch Migranten, die aus Hochprävalenzländern Afrikas oder Südostasiens kommen. Dieser Erkenntnis trägt die amerikanische CDC Rechnung und empfiehlt beispielsweise bei MSM einen zumindest jährlichen HIV-Test. Charakteristikum der natürlichen, also unbehandelten HIVInfektion ist der Abfall der CD4-Zellzahl, was mit einer zunehmenden Immunschwäche und dem Risiko des Auftretens von opportunistischen Erkrankungen vergesellschaftet ist. Das klinische Vollbild AIDS, eine 1993 von der amerikanischen CDC definierte Sammlung von gewissen opportunistischen Erkrankungen, wird heute erfreulicherweise nur noch selten beobachtet. Dennoch wird immer noch bei Patienten, die mit einer PCP, einer zerebralen Toxoplasmose oder aber auch mit einem Non-Hodgkin-Lymphom im Krankenhaus vorstellig werden, erstmalig eine HIV-Infektion diagnostiziert.

Priv.-Doz. OA Dr. Alexander Zoufaly 4. Medizinische Abteilung mit Infektions- und Tropenmedizin Kaiser-Franz-Josef-Spital – SMZ-Süd Kundratstraße 3, A-1100 Wien; Praxis für Infektions- und Reisemedizin, Otto-Bauer-Gasse 15/11, A-1060 Wien

AUTOR

Fact Box

Frühzeitige antivirale Therapie Die Prognose der HIV-Infektion ist dann am besten, wenn die antiretrovirale Therapie frühzeitig begonnen wird, also noch bevor sich eine Immundefizienz ausgebildet hat. Unter dieser Voraussetzung und bei Fehlen einiger anderer Komorbiditäten schätzt man, dass eine vergleichbare Lebenserwartung wie bei nicht-HIV-infizierten Personen erreicht werden kann. Die Empfehlung für den Zeitpunkt des antiretroviralen Therapiebeginns (ART) hat sich über die Jahre geändert. Noch vor wenigen Jahren wurde der Beginn einer ART erst dann empfohlen, wenn sich ein markanter Abfall der CD4Zellzahl auf unter 200/µl eingestellt hatte. Neuere Studiendaten weisen allerdings auf ein erhöhtes AIDS-Risiko selbst bei noch hoher CD4-Zellzahl – also noch relativ gutem Immunstatus – hin, wenn der Beginn einer antiretroviralen Therapie hinausgezögert wird. Hinzu kommt die bessere Verträglichkeit moderner ART-Regime, sodass aktuelle Leitlinien einen Therapiebeginn zum frühestmöglichen Zeitpunkt empfehlen, auf jeden Fall aber noch, bevor der Schwellenwert von 350 CD4-Zellen/µl erreicht wird. „Late Presenter“: Trotz der Bemühungen, alle Patienten auf eine ART einzustellen, wurde in vielen Ländern – so auch in Österreich – das Problem erkannt, dass viele HIV-Patienten erst dann die HIV-Diagnose erhalten, wenn der Schwellenwert von 350 CD4-Zellen/µl schon unterschritten wurde oder bereits eine AIDS-Erkrankung vorliegt. Die antiretrovirale Therapie kann dann nicht mehr zum frühestmöglichen, also dem optimalen Zeitpunkt eingeleitet werden. Dementsprechend werden Patienten mit verspä- „

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Abb.: CD4-Zellzahl bei Erstvorstellung in einem HIV-Behandlungszentrum

100

Alle

90 80 70 Prozent

60 50 40 30 20 10

■ < 50

■ 200–349

■ 350–499

■  500

15

14

16 20

20

20

13 20

12 20

10

09

11 20

20

20

08 20

07 20

06 20

05

04

20

03

20

20

20

02

01 20

00 20

99

98

97

■ 50–199

19

19

19

96 19

19

95

0

■ keine CD4 innerhalb von 6 Monaten Quelle: HIV-Kohortenbericht 2016

teter HIV-Diagnose oder Erstvorstellung zur Therapieeinleitung im Allgemeinen als „Late Presenter“ bezeichnet. In Österreich findet dieser Therapiebeginn meist in spezialisierten Spitalsambulanzen oder bei einem niedergelassenen HIV-Behandler statt. Oft vergehen zwischen Diagnosezeitpunkt und Erstvorstellung beim HIV-Behandler nur wenige Monate, sodass late presentation zum Zeitpunkt der Diagnose und zum Zeitpunkt der Behandlung nahe beieinanderliegen. Manchmal können allerdings auch Jahre vergehen. In mehreren Arbeiten konnte gezeigt werden, dass late presentation problematisch ist und mit einer höheren Rate an Komplikationen einhergeht. So war in einer kürzlich erschienenen Kohortenanalyse das Risiko für ein neues AIDS-Ereignis oder Tod fast um den Faktor 6–13 erhöht. In einer Analyse der österreichischen Kohortenstudie war die Sterblichkeit bei late presentation signifikant höher als bei Patienten, die ihre Diagnose bzw. Therapie mit höherer CD4-Zellzahl erhielten. Eindrucksvoll ist eine englische Arbeit, welche die durch eine HIV-Infektion verursachten verlorenen Lebensjahre untersucht hat. So hat eine 20-jährige Patientin mit late presentation eine um bis zu 10 Jahre kürzere Lebenserwartung im Vergleich zu einer nicht-infizierten. Liegen die CD4Zellen bei < 200/µl zum Zeitpunkt der Diagnosestellung, ist die Lebenserwartung statistisch um 20 Jahre verkürzt. Grundsätzlich ist eine frühe Diagnose wünschenswert, nicht nur aufgrund der Verhinderung eines Progresses der HIVErkrankung im Individuum, sondern auch auf Populationsebene. So wird in Europa angenommen, dass 15 % der 30

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HIV-Infektionen unentdeckt sind und mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen von Personen übertragen werden, die ihren positiven HIV-Status nicht kennen. Eine frühere Diagnose und Therapie könnten daher auch zu einer Reduktion der Neuinfektionen führen. Auch das Gesundheitssystem wird durch die Folgen einer späten Diagnose belastet. So haben Patienten mit late presentation häufiger Erkrankungen, die einen stationären Aufenthalt und spezifische Therapien notwendig machen. Unter allen HIV-Infizierten werden 92 % der spitalsassoziierten Ressourcen und 68 % der gesamten Behandlungskosten durch Patienten mit late presentation verbraucht. Eine frühere Diagnose und Therapie sind somit auf lange Sicht gesehen kostengünstiger. Höheres Alter, Migrationshintergrund, heterosexueller Übertragungsweg und männliches Geschlecht gelten als Risikofaktoren für late presentation. Demzufolge hat ein älterer Mann mit Migrationshintergrund hochwahrscheinlich bereits eine fortgeschrittene Immundefizienz, wenn eine HIV-Infektion erstmalig festgestellt wird. Anders ist die Situation bei homo-/bisexuellen Männern, der anteilsmäßig größten Gruppe, wie sich in einer Untersuchung aus Deutschland gezeigt hat: Obwohl sich die Zahl der Neudiagnosen seit 2001 verdreifacht hat, ist der Anteil der „Late Presenter“ seither zurückgegangen. Dies könnte auf ein zunehmendes Risikobewusstsein, kombiniert mit der Bereitschaft für eine Testung, in dieser Risikogruppe hinweisen. In Europa geht man derzeit von 40–60 % „Late Presenter“ aus. Über die Jahre scheint es einen leichten Rückgang dieses sehr hohen Anteils zu geben, was möglicherweise


den Rückgang von late presentation unter den homo-/bisexuellen Männern widerspiegelt. Bei Migranten und Drogengebrauchern ist jedoch ein Anstieg zu verzeichnen. Der Anteil der „Late Presenter“, die sich erstmalig in einem an der österreichischen Kohortenstudie teilnehmenden Behandlungszentrum vorstellen, ist über die Jahre konstant, obwohl Österreich bei der HIV-Testrate das europäische Feld mit anführt. 2016 hatten über 40 % der Infizierten zum Zeitpunkt der Erstvorstellung in einem HIV-Behandlungszentrum eine CD4-Zellzahl < 350/µl (Abb.). Als Hindernisse wurden aus früheren Untersuchungen Stigmatisierung, Diskriminierung, mangelndes Wissen über die HIV-Infektion und Testmöglichkeiten sowie ein mangelhafter Zugang zu Testmöglichkeiten diskutiert. Auf die Frage, warum bisher noch kein HIV-Test erfolgt sei, gaben 27 % der Befragten einer amerikanischen Studie an: „Weil der Arzt nie einen HIV-Test empfohlen hat.“

Akute HIV-Infektion Innerhalb weniger Wochen nach der Ansteckung kommt es bei bis zu 95 % der Patienten zum Auftreten eines akuten retroviralen Syndroms mit grippeähnlichen Symptomen. Die häufigsten Symptome, die im Rahmen einer akuten Serokonversion auftreten, sind Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen. Aber auch über Nachtschweiß, Pharyngitis und eine gastrointestinale Symptomatik wird häufig berichtet – allesamt Symptome, die auch bei einer infektiösen Mononukleose häufig anzutreffen sind. Etwa ein Drittel der neu diagnostizierten Patienten berichtete über ein meist flüchtiges, masernartiges Exanthem (Tab. 1). Ein mononukeloseartiges Krankheitsbild muss daher immer auch die akute HIV-Infektion als Differenzialdiagnose mit einschließen. Ein signifikanter Anteil dieser frisch Infizierten sucht aufgrund eben dieser Beschwerden einen Arzt auf. Oftmals wird die Erkrankung jedoch fehlgedeutet und/oder ein geeigneter HIV-Test unterlassen. Es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass ältere HIV-Antikörper-Suchtests, aber auch neuere kombinierte Antikörper/Antigen-(p24-)Suchtests in der Frühphase noch negativ sein können und derzeit immer noch die PCR das beste Instrument ist, um eine sehr frühe HIV-Infektion zu detektieren, und deshalb bei Verdacht auf eine frische Infektion immer mit angefordert werden sollte. Problematisch ist das Nicht-Testen oder Nicht-Erkennen – neben Nachteilen auf individueller Ebene, wie dem Progress der Infektionserkrankung mit erhöhter Morbidität und Mortalität – auch auf Populationsebene. Die Vermehrung der HIV-Viruspartikel und das Ausstreuen in das Blut und andere Körperflüssigkeiten und -gewebe erreichen in der frühen Phase der Infektion einen Höhepunkt, die Infektiosität ist maximal. Wird die Infektion nicht frühzeitig identifiziert und der Patient über Transmissionswege und Infek-

Tab. 1: Klinik bei Patienten mit akuter HIV-Infektion % Fieber

77

Muskelschmerzen

70

Abgeschlagenheit

70

Kopfschmerzen

61

Nachtschweiß

55

Pharyngitis

49

Übelkeit/Erbrechen/Durchfall

42

Exanthem

28

Gewichtsverlust > 2,5 kg

22

Arthralgien

20 Quelle: Hoenigl et al., Emerg Infect Dis 2016; 22(3):532–34

tionsvermeidung aufgeklärt bzw. eine antiretrovirale Therapie begonnen, die zu einem raschen Absinken der Virusvermehrung und Infektiosität führt, so kann die HIVInfektion rasch weiterübertragen werden. Man schätzt, dass bis zu 50 % der Neuinfektionen von Personen ausgehen, die gerade ein akutes retrovirales Syndrom durchmachen oder soeben durchgemacht haben. Entscheidend ist somit das rasche Veranlassen des HIV-Tests in der niedergelassenen Arztpraxis bzw. Notaufnahme, die oftmals erste Anlaufstellen für Patienten mit einer akuten HIV-Infektion sind. Im weiteren natürlichen Verlauf der HIV-Infektion sistieren die Beschwerden oft wieder und es wird damit schwieriger, die Infektion anhand der klinischen Symptomatik zu erkennen. Das Vorliegen von anderen Erkrankungen, wie sexuell übertragenen Infektionen, Hepatitis B und C, Gürtelrose, ungeklärter Thrombo- und Leukozytopenie sowie von Lymphomen und zervikalen oder analen Dysplasien, sollte allerdings an die Möglichkeit einer HIV-Infektion denken lassen und ein Test sollte angeboten werden (Tab. 2). Ein weiterer Grund für eine verpasste Gelegenheit für einen HIV-Test war in einer Umfrage unter Infizierten die Einschätzung, dass sie selbst keinem erhöhten Risiko ausgesetzt sind oder waren. Eine bessere Information über Risikogruppen und -verhalten in der Bevölkerung wie auch unter medizinischem Personal könnte so zur früheren Diagnose und damit Verbesserung der Prognose und Lebenserwartung von HIV-Infizierten führen. Weitere Möglichkeiten bestehen im Ausbau von niederschwelligen anonymen Testangeboten. Ein dezentrales Testen durch zu Hause durchzuführende Test-Kits sei hier erwähnt. Test-Kits sind bereits seit Längerem in einigen Ländern Europas erhältlich und erweitern dort das Testangebot. In Österreich ist die HIV-Testung derzeit noch medizinischen Institutionen vorbehalten, eine Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, welche die Abgabe von HIV-Tests zur Eigenanwendung ermöglichen soll, ist jedoch in Vorbereitung. Bedenken gibt es hinsichtlich „

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Tab. 2: Indikatorerkrankungen für eine HIV-Infektion Sexuell übertragbare Infektionen Malignes Lymphom Zervikale oder anale Dysplasie Herpes Zoster < 65 Jahren Hepatitis B/C Andauerndes Mononukleose-artiges Krankheitsbild Leuko-/Thrombozytopenie Seborrhoische Dermatitis Quelle: Sullivan AK. PLoS ONE 2013; 8(1):e52845

einer mangelnden Qualitätskontrolle des Tests und dessen Durchführung, aber auch hinsichtlich der eingeschränkten Möglichkeiten einer Aufklärung über das Wesen der Erkrankung sowie über entsprechende Behandlungsmöglichkeiten und -einrichtungen. Aus den zuvor genannten Gründen soll die Abgabe von HIV-Heimtests in Österreich vorerst auf Apotheken beschränkt sein. Ein Opt-out-Screenen für jedermann oder ein generelles präoperatives Screening scheint wenig zielführend, da hier die falschen Personen oft auch mehrfach getestet werden und so unnötige Kosten verursacht werden. Zielführender ist ein Testen, das sich am Risikoverhalten orientiert. Ein Gesprächsangebot in der Arztpraxis kann hilfreich sein.

Therapie Die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART), die neuerdings nur noch ART heißt, besteht im Wesentlichen seit 1996 aus 3 verschiedenen Substanzen, die in Kombination eingesetzt werden, um eine dauerhafte Unterdrückung der viralen Replikation zu ermöglichen. Bestand diese Therapie im Jahr 2000 noch aus durchschnittlich 8 Tabletten pro Tag und war mit exakten Auflagen hinsichtlich der Nahrungsaufnahme belegt, so hat sich das Bild in jüngerer Zeit deutlich gewandelt. 1–3 Tabletten 1x bis 2x/Tag sind heute Realität, wobei die Substanzen häufig koformuliert sind, um die Pillenanzahl zu reduzieren. Aktuell sind 7 verschiedene „single-tablet regimens“ am Markt erhältlich, wobei 3 antiretroviral wirksame Substanzen in einer Tablette vereint sind und diese einmal pro Tag einzunehmen ist. Allen antiretroviral wirksamen Substanzen ist gemein, dass die virale Replikation durch eine Hemmung von virusspezifischen Enzymen bzw. viralen Mechanismen erreicht wird. Eine Kombination von mindestens 3 Substanzen hat sich klinisch bewährt, da bei Einzel- oder frühen Dualtherapien rasch resistente virale Mutanten auftraten, die zu einem Therapieversagen trotz Medikamenteneinnahme führten. Erst neuerdings wurde das absolute Dogma der antiretroviralen Dreifachtherapie etwas aufgeweicht, da modernere potente Substanzen in ausgewählten Fällen durchaus auch in einer Dualtherapie erfolgreich gegeben werden können. NRTI/NNRTI/PI: Die ersten wirksamen Substanzen stammen aus der Klasse der nukleosidischen/nukleotidischen reversen 32

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Transkriptase-Hemmer (NRTI) und bilden aufgrund ihrer soliden Replikationshemmung nach wie vor das Rückgrat der meisten modernen Therapieregime. Als Kombinationspartner haben sich nicht-nukleosidische reverse Transkriptase-Hemmer (NNRTI) und Proteasehemmer (PI) über viele Jahre hinweg bewährt. Die Auswahl der Substanzen richtet sich neben Überlegungen zu antiretroviraler Potenz und Verträglichkeit auch nach dem Vorliegen von resistenten viralen Stämmen. Besonders bei der Gruppe der NNRTI ist es wichtig, nach Resistenzen zu forschen, da schon eine einzige Mutation zu einem Wirksamkeitsverlust der gesamten Klasse führen kann. Proteasehemmer können hier mit robusteren Eigenschaften punkten, wobei ein Wirkverlust meist erst beim Zusammentreffen mehrerer Mutationen zu beobachten ist. Waren viele dieser antiretroviralen Substanzen vor einigen Jahren noch mit beträchtlichen Nebenwirkungen wie ­Fettumverteilungsstörungen, stärkerer gastrointestinaler Unverträglichkeit, Neuropathien und Folgen einer mitochondrialen Toxizität vergesellschaftet, so sind die neueren Substanzen durchwegs ausgezeichnet verträglich. Wechselwirkungen: Als weiteres Problem der ART hat sich das Potenzial für Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten herausgestellt. So benötigen beispielsweise Substanzen aus der Gruppe der PI einen pharmakologischen Booster, da sonst der für die Wirksamkeit erforderliche Plasmaspiegel nicht erreicht würde. Empfehlungen zur gleichzeitigen Nahrungsaufnahme bleiben außerdem für einige Substanzen bestehen. Da manche Substanzen pH-Wert-abhängig resorbiert werden, ist in diesen Fällen der Einsatz von Protonenpumpenhemmern in der Komedikation kontraindiziert. Aufgrund dieser Eigenheiten der antiretroviralen Therapie und der Wechselwirkungsproblematik empfiehlt es sich immer, die Fachinformation zu lesen oder den Rat eines HIV-Spezialisten einzuholen, wenn eine neue Komedikation beispielsweise im niedergelassenen Bereich verordnet wird. Integrasehemmer sind seit einigen Jahren fixer Bestandteil vieler antiretroviraler Therapieregime in der Erstlinientherapie oder in späteren Therapielinien und nehmen zunehmend einen fixen Platz als Kombinationspartner der nach wie vor gerne verwendeten NRTI ein. Raltegravir war der erste in Österreich zugelassene Integrasehemmer. Als weiterer Vertreter der Substanzklasse wurde Elvitegravir, das ähnlich wie PI einen pharmakologischen Booster benötigt, in Österreich als Bestandteil eines Ein-Tabletten-Regimes verfügbar. Die exzellente Verträglichkeit und Wirksamkeit dieser Substanzen haben den Preis einer relativ niedrigen Resistenzbarriere mit der möglichen Entstehung von Integrase-assoziierten Resistenzmutationen (IRAM), die vor allem bei vorbehandelten Patienten Ursache für ein virologisches Versagen sein können. Dolutegravir, das als letzter Integrasehemmer zugelassen wurde, hat im Vergleich zu Raltegravir und Elvitegravir bereits eine deutlich höhere Resistenzbarriere. Resistenzmutationen, die zu einem deutlichen Wirksamkeitsverlust von Dolutegravir führen, sind vor allem in initialen Therapieregimen bislang eine Rarität.


Obwohl einige ältere Studien aus Europa und den USA existieren, die eine extrem niedrige Prävalenz von übertragenen oder primären Resistenzmutationen gezeigt haben, liegt die Vermutung nahe, dass durch die zunehmend häufige Verschreibung von solchen Substanzen mit einem vermehrten Auftreten von Resistenz-assoziierten Mutationen gegen Integrasehemmer und auch mit einer vermehrten Übertragung auf bislang noch nicht behandelte Patienten zu rechnen ist. Ein Resistenztest vor Therapieeinleitung, der auch das Integrase-Gen einschließt, erscheint daher notwendig. Wichtigstes Therapieziel der antiretroviralen Therapie ist und bleibt die dauerhaft unterdrückte Virusvermehrung, was hierzulande typischerweise alle 3 Monate im HIV-Behandlungszentrum überprüft wird. Einer supprimierten Viruslast folgt in den allermeisten Fällen eine immunologische Erholung, d. h. ein Anstieg der CD4-Zellzahl, was allerdings praktisch nicht zu beeinflussen ist und unter Therapie und

supprimierter Virusreplikation im Vergleich zum unbehandelten Patienten auch nicht dieselbe prognostische Aussagekraft besitzt. Unter dauerhaft supprimierter Virusvermehrung ist eine Resistenzentstehung nicht zu befürchten, da es ohne Replikation keine virale Evolution gibt. Für viele HIV-Infizierte bleibt es eine Herausforderung, die antiretrovirale Therapie aus heutiger Sicht lebenslang regelmäßig und lückenlos einzunehmen. Für viele Behandler besteht die Herausforderung im Erkennen von HIV-spezifischen Komplikationen und im Management von Komorbiditäten, die mit zunehmendem Alter des HIV-Infizierten ebenfalls zunehmen. Zusammenschauend hat sich das Bild der HIV-Behandlung durch neue Therapieoptionen gewandelt – von der bloßen Krisenintervention beim Auftreten immer weiterer opportunistischer Erkrankungen hin zum Management einer chronischen, aber gut kontrollierbaren Infektion. ■

ÄRZTLICHER FORTBILDUNGSANBIETER:

LECTURE BOARD:

4. Medizinische Abteilung mit Infektions- und Tropenmedizin, Kaiser-Franz-Josef-Spital – SMZ-Süd, Wien

Prof. Dr. Armin Rieger Dr. Katharina Grabmeier-Pfistershammer

DFP E-LEARNING

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E T K UN

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P F D

die FRAGEN

HIV: Diagnose und Therapie

Bitte beantworten Sie die nachfolgenden Multiple-Choice-Fragen. Für den Erwerb von 2 DFP-Punkten müssen 5 von 7 Fragen korrekt beantwortet sein. Eine Frage gilt als richtig ­beantwortet, wenn alle möglichen richtigen Antwortoptionen angekreuzt sind. Die erlangten Punkte werden direkt Ihrem Online-Fortbildungskonto gutgeschrieben. So kommen Sie zu Ihren Punkten:

„„Online: www.diepunkteon.at/HIV

oder www.meindfp.at – dort haben Sie auch die Möglichkeit, die Teilnahmebestätigung herunterzuladen.

Gültigkeit des Fragebogens: Dezember 2020



1 9

Geburtsdatum

ÖÄK-Arztnummer

Name Telefon oder E-Mail Ordinationsstempel

„„ Post: Julia Reisenauer, MedMedia Verlag und Mediaservice Ges.m.b.H., Seidengasse 9/Top 1.1, 1070 Wien

„„ Fax: +43/1/522 52 70  itte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um im Falle eines nicht bestandenen B Kurses benachrichtigt zu werden.

1. Welche HIV-Teststrategie erscheint sinnvoll? (1 richtige Antwort) a) jährliche Testung von Männern, die Sex mit Männern haben b) jährliche Testung von Migranten aus Afrika c) HIV-Testung vor jeder Operation  d) regelmäßige Testung von Patienten, die Transfusionen erhalten e) regelmäßige Testung von Dialysepatienten

5. Wie viele antiretrovirale Substanzen werden meist in Kombination bei der Behandlung einer HIV-Infektion eingesetzt? (1 richtige Antwort) ¨ ¨ ¨ ¨ ¨

2. Ein häufiges Symptom der akuten HIV-Infektion ist: (1 richtige Antwort)

a) 1 b) 2 c) 3 d) 4 e) 5

¨ ¨ ¨ ¨ ¨

6. Welche Aussage ist falsch? (1 richtige Antwort) a) Fieber b) Abgeschlagenheit c) Muskelschmerzen d) Antworten a bis c e) keines der genannten; die akute HIV-Infektion verläuft meist asymptomatisch und ist daher klinisch nicht zu erkennen

¨ ¨ ¨ ¨ ¨

3. Welche Erkrankungen sind Indikatoren für eine zugrunde liegende HIV-Infektion und sollten zum dringlichen Angebot eines HIV-Tests führen? (1 richtige Antwort) a) Gürtelrose beim jüngeren Patienten b) Hepatitis B oder C c) anhaltendes Mononukleose-artiges Krankheitsbild d) Syphilis e) alle

¨ ¨ ¨ ¨ ¨

4. Bei welchem CD4-Schwellenwert wird eine antiretrovirale Therapie empfohlen? (1 richtige Antwort) a) 100 CD5-Zellen/µl b) 200 CD4-Zellen/µl c) 350 CD4-Zellen/µl d) 500 CD5-Zellen/µl e) bei jeder HIV-Infektion, unabhängig von der CD4-Zellzahl

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a) Die Lebenserwartung von behandelten HIV-Infizierten ist unter gewissen  Voraussetzungen vergleichbar mit der von Nicht-HIV-Infizierten. b) Die antiretrovirale Therapie muss aus heutiger Sicht lebenslang  eingenommen werden. c) Fettumverteilungsstörungen als Folge der ART werden heute kaum  noch diagnostiziert. d) Viele HIV-Infizierte nehmen als antiretrovirale Therapie nur eine Tablette  einmal täglich ein. e) Die aktuellen antiretroviralen Therapiekombinationen haben keine  bedeutsamen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

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7. Das primäre antiretrovirale Therapieziel ist erreicht, wenn ... (1 richtige Antwort) a) die CD4-Zellzahl auf > 350/µl angestiegen ist. b) die Viruslast unter die Nachweisgrenze abgesunken ist. c) die CD4-CD8-Ratio > 0,5 ist. d) sich Entzündungsmarker wie CRP oder Procalcitonin normalisiert haben. e) im Resistenztest 3 Monate nach Therapieende keine Resistenz mehr  nachweisbar ist (Sustained Virologic Response – SVR).

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DFP

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NKT

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Best of Digital: aktuelle Fortbildungs­ angebote für PC, Tablet & Co ARZT & PRAXIS präsentiert aktuelle DFP-Module zur elektronischen Fortbildung.

ELGA für Ärzte Lernziel: Durch dieses Lehrmodul sollen die Teilnehmenden Verständnis für die Struktur, die Funktionsweise und die Rolle von ELGA im Gesundheitswesen aufbauen. Die Lektüre stellt einen Leitfaden für den Einstieg in die e-Medikation dar und beantwortet die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit ELGA. Nach Absolvierung der Diplomfortbildung werden die Teilnehmenden sich optimal mit dem ELGA-System auskennen und auch in der Lage sein, ihre Patienten ausführlich zu informieren und zu unterstützen.

2

Autoren: © SVC, © ELGA GmbH Ärztlicher Fortbildungsanbieter: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger DFP-Punkte: 2 Web: https://www.medmedia.at/diepunkteon/elga-fuer-aerzte/#/

Leitlinie Osteoporose Lernziel: Das E-Learning informiert über neue Erkenntnisse im Bereich der Epidemiologie, der Pathophysiologie und der Frakturrisikoerfassung sowie über Weiterentwicklungen im therapeutischen Bereich der Osteoporose.

8

Die E-Learning-Fortbildung ist modular aufbereitet und besteht u. a. aus folgenden 5 prüfungsrelevanten Kapiteln: • Grundlagen • Risikofaktoren • Prävention • Diagnostik • Therapie

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Nach jedem prüfungsrelevanten Modul stehen Übungsfragen für einen SelfTest zur Verfügung, die beliebig oft wiederholt werden können. Anschließend absolvieren Sie einen individuellen Abschlusstest mit insgesamt 10 MultipleChoice-Fragen. Das E-Learning Osteoporose basiert inhaltlich auf der gleichnamigen Leitlinie der Initiative „Arznei & Vernunft“. Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. Ernst Singer Ärztlicher Fortbildungsanbieter: Österreichische Akademie der Ärzte DFP-Punkte: 8 Web: https://www.arztakademie.at/fortbildungsangebot/e-learning/ e-learning-leitlinie-osteoporose/

DFP ONLINE

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Veranstaltungstipps der Redaktion Vom Kongress bis zur Balint-Gruppe: An dieser Stelle präsentiert Ihnen ARZT & PRAXIS in Zusammenarbeit mit Experten die Veranstaltungshighlights der nächsten Wochen.

Seminarkongress für ärztliche Fortbildung

Der Berufsverband Deutscher Internisten lädt zum 67. Internationalen interdisziplinären Seminarkongress für ärztliche Fortbildung an den Wörthersee. Schwerpunkt­themen sind dieses Jahr Krankheiten der Niere und endokrinen Organe, arterielle Hypertonie ­sowie internistische Intensivmedizin.

Wann: 26.–31. August 2018 Wo: Congress Center Wörthersee, Pörtschach Info: www.bdi.de/fortbildung 50 DFP-Punkte

Wissenschaftliche Gesellschaften tagen

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Österreichische Gesellschaft für Pathologie – Herbsttagung 2018

Bei der Herbsttagung der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie (ÖGPath)/Österreichische Abteilung der IAP (IAP Austria) erwartet Sie ein interessantes wissenschaftliches Programm: Am ersten Tag der Veranstaltung steht die ­Hämatopathologie im Mittelpunkt, am zweiten Tag geht es mit Präsentationen aus dem Gebiet Dermatopathologie weiter.

Wann: 27.–28. September 2018 Wo: MedCampus Graz Info: www.pathology.at DFP-approbiert

Interessantes in kleinerem Rahmen

49. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin

7. Notfallsymposium

Alle Welt spricht über personalisierte bzw. individualisierte Medizin – nun stellt auch die ÖGIM ihre Jahrestagung unter dieses Generalthema. In welchen Bereichen ist personalisierte Medizin bereits umgesetzt? Wo ­handelt es sich lediglich um ein Schlagwort? Wie haben sich Diagnostik und Therapie dadurch verändert?

Unter dem Motto „Sicherheit in der Notfallversorgung“ werden verschiedenste Aspekte der Patienten- sowie Mitarbeitersicherheit in der Klinik und Präklinik beleuchtet, wie z. B. ­bedrohliche Über- und Unterdosierung von Medikamenten, tobende bzw. aggressive Patienten und ­Angehörige u. v. m.

Wann: 20.–22. September 2018 Wo: Salzburg Congress Info: www.oegim.at 25 DFP-Punkte

Wann: 7. September 2018 Wo: AKH Hörsaalzentrum, Wien Anmeldung: reg.azmedinfo.co.at/notfallsymp18 DFP-approbiert

DFP VERANSTALTUNGEN

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Groß und international


Tiroler Ärztetage 2018

Der jährliche große Fortbildungskongress der Ärztekammer Tirol bietet auch heuer wieder eine breite Fortbildungspalette. Auf dem Programm stehen: Ultraschallkurs „Abdomen“ für Anfänger, chronische Darm- und Lebererkrankungen, Reisemedizin und Impfen, Substitutionsbehandlung, ärztliche Gesprächsführung u. v. m.

15. Linzer Kongress für Allgemeinmedizin

Im Mittelpunkt des heurigen Kongresses steht das Thema Diabetes mellitus, die häufigste Stoffwechselerkrankung in den westlichen Industrienationen und eine Krankheit, die weltweit auf dem Vormarsch ist. Experten betrachten Diabetes mellitus aus verschiedenen Blickwinkeln, präsentieren ihre Forschungsergebnisse und stellen Fälle aus ihrer täglichen Praxis vor. Wann: 22. September 2018, 9:00–16:00 Uhr Wo: Altes Rathaus, Linz Info: www.medak.at 8 DFP-Punkte

Wann: 28.–29. September 2018 Wo: UMIT, Hall in Tirol Info: www.aektirol.at/kammerkalender DFP-approbiert

Lehrgänge, Kurse, Diplome ÖÄK-Diplom „Psychosomatische Medizin“

Foto: Cristina Romero Palma

Österreichisches Crohn Colitis Symposium (ÖCCO)

Dieses zweitägige Symposium der Arbeitsgruppe für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) der ÖGGH findet heuer bereits zum dritten Mal statt: Aktuelle Aspekte zur Diagnostik, Therapie und Versorgung von CED-Patienten werden beleuchtet sowie interessante und herausfordernde Patientenfälle präsentiert. Wann: 28.–29. September 2018 Wo: Kongresshaus Bad Ischl Info: www.oecco-ced.at DFP-approbiert

Eine psychosomatische Betrachtungs- und Herangehensweise nimmt heute in der medizinischen Versorgung ­aller Disziplinen eine zunehmend prominente Stellung ein. Ziel des Lehrgangs ist es, die Fähigkeit der ärztlichpsychosomatischen Tätigkeit im Sinne einer psycho­ somatischen Grundversorgung zu erwerben. Dies ­beinhaltet die psychosomatische Diagnosestellung und Indikationsstellung zu einer integrativen Behandlung, die sowohl auf körperliche als auch seelische Symptome eingeht und in Kooperation mit anderen medizinischen Berufsgruppen erfolgt. Der Lehrgang besteht aus 7 Workshops zu je 3 Tagen sowie begleitenden Supervisionsabenden. Zielgruppe sind Ärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte aller Sonderfächer. Voraussetzung ist das Diplom „Psycho­ soziale Medizin“ (PSY-Modul). Erster Termin: 4.–6. Oktober 2018 Wo: Hotel Wesenufer, Waldkirchen/OÖ Kontakt: www.medak.at 280 DFP-Punkte

DFP VERANSTALTUNGEN

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Veranstaltungskalender Juli – Sept. 15. Juli bis 30. September 2018

ALLGEMEINMEDIZIN BURGENLAND Aktuelles Notfallmanagement für das Praxisteam

7

Ärztetage Velden 2018 – PalliativpatientInnen: Notfallmanagement

8

Ort: 9020 Klagenfurt Fortbildungs-ID: 594670 Datum: 22.9.2018, 8:00–16:00 Uhr

2 1 1

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613776 Datum: 22.8.2018, 13:30–14:30 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Cannabis als Suchtmittel

1

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613643 Datum: 22.8.2018, 14:45–15:45 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Individuelle Suchttherapie: Benzodiazepin- abhängigkeit (Modul 1)

3

Ärztetage Velden 2018 – Individuelle Suchttherapie: Opioid-Substitutions- therapie 2018 (Modul 2) Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613872 Datum: 23.8.2018, 14:45–17:30 Uhr

40

DFP VERANSTALTUNGEN

Ärztetage Velden 2018 – Angewandte Kinesiologie: Darm (Modul 1)

3

1 3

Balint-Gruppe Dr. Ilse Hruby Ort: 2544 Leobersdorf

4

Balint-Gruppe St. Pölten – Dr. Regina Magdowski, MAS

4

Interprofessioneller Basislehrgang Palliative Care (Seminarblock 4)

12

Fortbildung Umweltmedizin Ort: 3109 St. Pölten

7

Fortbildungs-ID: 599397 Datum: 27.9.2018, 8:30–16:30 Uhr

3 3 3

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613896 Datum: 25.8.2018, 11:45–14:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 605183 Datum: 25.–26.8.2018, 7:30–18:00 Uhr

2

Ort: 2100 Korneuburg Fortbildungs-ID: 611376 Datum: 10.9.2018, 14:00–16:00 Uhr

Ort: 3100 St. Pölten Fortbildungs-ID: 603211 Datum: 17.–19.9.2018, 9:00–18:00 Uhr

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613889 Datum: 25.8.2018, 8:30–11:15 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Angewandte Kinesiologie:  Chronische Entzündung (Modul 2)

BLS-intrahospital

Ort: 3100 St. Pölten Fortbildungs-ID: 596988 Datum: 11.9.2018, 18:30–21:30 Uhr

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613986 Datum: 24.8.2018, 14:45–17:30 Uhr

PHTLS – Pre Hospital Trauma Life Support Ort: 9220 Velden

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613868 Datum: 23.8.2018, 9:45–12:30 Uhr

1

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613985 Datum: 24.8.2018, 9:45–12:30 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Palliativmedizin Sterbewünsche (Modul 2)

NIEDERÖSTERREICH

Fortbildungs-ID: 607351 Datum: 17.9.2018, 18:00–21:00 Uhr

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613919 Datum: 24.8.2018, 9:45–10:45 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Palliativmedizin Schmerztherapie (Modul 1)

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613899 Datum: 20.8.2018, 8:30–9:30 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Frauengesundheitszentren

3

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613988 Datum: 23.8.2018, 12:15–13:15 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Medikationsmanagement

Ort: 9020 Klagenfurt Fortbildungs-ID: 603287 Datum: 28.9.2018, 14:00–18:00 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Komplementärmedizin kritisch

Ärztetage Velden 2018 – Therapie Aktiv: Diabetes Basisausbildung –  Therapie Aktiv und Refresher (Modul 2) Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 614181 Datum: 23.8.2018, 12:15–14:15 Uhr

KÄRNTEN

Verkehrsmedizinische Schulung – Refresher-Kurs gemäß § 22 Abs. 3  Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung

3

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 614180 Datum: 23.8.2018, 9:45–11:45 Uhr

Ort: 7350 Oberpullendorf Fortbildungs-ID: 614562 Datum: 22.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

Der Notfall – Professionelle Erste Hilfe, bis der Notarzt kommt

Ärztetage Velden 2018 – Therapie Aktiv: Diabetes Basis- ausbildung – Therapie Aktiv (Modul 1)

10

Darmflora-Mikrobiom – unser wichtigstes Immunorgan

12

Ort: 3252 Petzenkirchen Fortbildungs-ID: 598032 Datum: 8.–9.9.2018, 9:00–13:00 Uhr

Workshop "Vivendi PD Medizin" Sept. 2018 Ort: 3390 Melk

8

Fortbildungs-ID: 618365 Datum: 25.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

Balint-Gruppe Donau-Universität Krems – Dr. Regina Magdowski, MAS Ort: 3500 Krems Fortbildungs-ID: 597011 Datum: 4.9.2018, 18:30–21:30 Uhr

4


Der Veranstaltungskalender bildet DFP-approbierte Veranstaltungen für die Fächer Allgemeinmedizin und Innere Medizin ab, die vom 15. 7. bis 30. 9. 2018 in Österreich stattfinden und bis Redaktionsschluss auf den Online-DFP-Kalender der Akademie der Ärzte hochgeladen wurden. Nähere Details zu den einzelnen Fortbildungsveranstaltungen sowie Anmeldeinformationen finden Sie auf www.dfpkalender.at. Ziffer = Anzahl der DFP-Punkte

Notfall in der Ordi Ort: 4020 Linz

Zertifikat „Allgemeinmedizinische Praxisführung“

80

Ort: 4010 Linz Fortbildungs-ID: 602046 Datum: 1.1.–31.12.2018, 9:00 Uhr–17:00 Uhr

ÖÄK-Zertifikat „Ärztliche Wundbehandlung“ Ort: 4010 Linz Fortbildungs-ID: 618063 Datum: 14.9.–21.11.2018, 15:00–21:15 Uhr

5

Fortbildungs-ID: 593217 Datum: 14.9.2018, 13:00–17:00 Uhr

Linzer Kongress für Allgemeinmedizin Ort: 4020 Linz

Notarzt-Fortbildung gem. ÄG § 40: Hände hoch, der Notarzt kommt!

1

Fortbildungs-ID: 612751 Datum: 5.9.2018, 7:30–9:00 Uhr

8

Fortbildungs-ID: 611571 Datum: 22.9.2018, 9:00–17:30 Uhr

22

Polyzystische Nierenerkrankung Ort: 4910 Ried im Innkreis

16

Antibiotika-Update: alte Antibiotika – neue Keime

2

Ort: 5142 Eggelsberg Fortbildungs-ID: 609088 Datum: 13.9.2018, 19:30–21:00 Uhr

Ort: 4580 Windischgarsten Fortbildungs-ID: 587037 Datum: 14.–15.9.2018, 8:30–13:00 Uhr

Fachkurzinformation siehe Seite 49

OBERÖSTERREICH

DFP VERANSTALTUNGEN

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Tiroler Ärztetage 2018 – Substitutionsbehandlung

STEIERMARK Update SPF-Gutachten Ort: 8011 Graz

1

Fortbildungs-ID: 617368 Datum: 28.9.2018, 13:30–15:00 Uhr

Schularztkaffee Ort: 8011 Graz

2

Fortbildungs-ID: 611496 Datum: 28.9.2018, 15:00–16:30 Uhr

TCM – Ernährung/Diätetik und therapeutisches Kochen (Teil 3)

15

Ort: 8052 Graz Fortbildungs-ID: 580646 Datum: 15.–16.9.2018, 9:00–13:30 Uhr

ÖÄK-Zertifikat: Ärztliche Wundbehandlung „Die chronische Wunde – 13“

10

Ort: 8112 Gratwein-Straßengel Fortbildungs-ID: 602757 Datum: 1.9.2018, 9:00–18:30 Uhr

Balint-Gruppe Dr. Ritter Ort: 6020 Innsbruck

2

Fortbildungs-ID: 606662 Datum: 18.7.2018, 20:00–21:30 Uhr

ALS-Training interprofessionell Ort: 6020 Innsbruck

5

Fortbildungs-ID: 601950 Datum: 24.9.2018, 15:00–19:00 Uhr

Balint-Gruppe BKH Hall Ort: 6060 Hall i.T.

2

Fortbildungs-ID: 606653 Datum: 18.7.2018, 16:30–18:00 Uhr

Tiroler Ärztetage 2018 – Verkehrsmedizinischer Refresher-Kurs

4

Ort: 6060 Hall i.T. Fortbildungs-ID: 617597 Datum: 28.9.2018, 13:00–17:00 Uhr

Tiroler Ärztetage 2018 – Ärztliche Gesprächsführung

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Ort: 6060 Hall i.T. Fortbildungs-ID: 617874 Datum: 28.–29.9.2018, 8:30–17:00 Uhr

Tiroler Ärztetage 2018 – Ultraschallkurs „Abdomen“ für Anfänger

Ort: 6060 Hall i.T. Fortbildungs-ID: 617559 Datum: 28.–29.9.2018, 14:15–16:00 Uhr

Tiroler Ärztetage 2018 – Reisemedizin und Impfen

DFP VERANSTALTUNGEN

2

Ort: 6330 Kufstein Fortbildungs-ID: 606670 Datum: 25.7.2018, 16:30–18:00 Uhr

Simulation.Tirol ACLS Provider-Kurs Ort: 6414 Mieming

16

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18

9

Simulation.Tirol PALS Provider-Kurs Ort: 6414 Mieming

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Fortbildungs-ID: 589645 Datum: 5.–6.9.2018, 9:00–18:00 Uhr

9

Fortbildungs-ID: 589662 Datum: 6.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

VORARLBERG Interdisziplinärer Palliativbasislehrgang 2018 (Block 3)

Simulation.Tirol PALS Provider-Kurs Ort: 6414 Mieming

Ort: 6835 Zwischenwasser Fortbildungs-ID: 577326 Datum: 13.–16.9.2018, 9:00–15:00 Uhr

18

9

Fortbildungs-ID: 589683 Datum: 4.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

Fortbildungs-ID: 589681 Datum: 17.7.2018, 9:00–17:00 Uhr

14

Fortbildungs-ID: 589643 Datum: 18.–19.7.2018, 9:00–18:00 Uhr

Simulation.Tirol PALS Refresher Ort: 6414 Mieming

9

Fortbildungs-ID: 589660 Datum: 19.7.2018, 9:00–17:00 Uhr

Simulation.Tirol ACLS Provider-Kurs Ort: 6414 Mieming

18

Fortbildungs-ID: 589696 Datum: 9.–10.8.2018, 8:45–17:00 Uhr

Simulation.Tirol ACLS Refresher Ort: 6414 Mieming

9

Fortbildungs-ID: 589682 Datum: 10.8.2018, 9:00–17:00 Uhr

Simulation.Tirol PALS Provider-Kurs Ort: 6414 Mieming

18

Fortbildungs-ID: 589644 Datum: 11.–12.8.2018, 9:00–18:00 Uhr

Simulation.Tirol PALS Refresher Ort: 6414 Mieming

9

Simulation.Tirol Skills-Kurs Notfallmedizin Ort: 6414 Mieming

9

Fortbildungs-ID: 589575 Datum: 13.8.2018, 9:00–18:00 Uhr

10

Simulation.Tirol ACLS Refresher Ort: 6414 Mieming

Simulation.Tirol PALS Refresher Ort: 6414 Mieming

Fortbildungs-ID: 589694 Datum: 16.–17.7.2018, 8:45–17:00 Uhr

Simulation.Tirol Notarzt-Refresher-Kurs Ort: 6414 Mieming

18

Fortbildungs-ID: 589628 Datum: 13.–14.8.2018, 9:00–18:00 Uhr

Simulation.Tirol Pädiatrie-Notfall-Kurs Ort: 6414 Mieming Fortbildungs-ID: 589600 Datum: 14.8.2018, 9:00–18:00 Uhr

42

3

Ort: 6060 Hall i.T. Fortbildungs-ID: 617848 Datum: 29.9.2018, 13:00–16:00 Uhr

Turnusärzte-Balint-Gruppe KH Kufstein – Dr. Ritter

Simulation.Tirol ACLS Provider-Kurs Ort: 6414 Mieming Fortbildungs-ID: 589697 Datum: 3.–4.9.2018, 8:45–17:00 Uhr

Fortbildungs-ID: 589661 Datum: 12.8.2018, 9:00–17:00 Uhr

Ort: 6060 Hall i.T. Fortbildungs-ID: 617569 Datum: 28.–29.9.2018, 12:00–18:00 Uhr

Tiroler Ärztetage 2018 – Sportmedizin: Orthopädisch-traumatologisch- physikalischer Grundkurs III

Ort: 6060 Hall i.T. Fortbildungs-ID: 617852 Datum: 29.9.2018, 9:00–17:30 Uhr

Simulation.Tirol ACLS Refresher Ort: 6414 Mieming

TIROL

8

9

WIEN Bezirksärztesitzung 2. und 20. Bezirk Ort: 1020 Wien

2

Fortbildungs-ID: 618848 Datum: 6.9.2018, 19:30–21:00 Uhr

Therapie- und DMP-Zirkel für den 2. Bezirk Ort: 1020 Wien

2

Fortbildungs-ID: 604407 Datum: 12.9.2018, 19:00–21:30 Uhr

Fit für die Praxis/KAR Ort: 1030 Wien

1

Fortbildungs-ID: 618874 Datum: 6.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

Fit für die Praxis/KAR Ort: 1030 Wien

1

Fortbildungs-ID: 618879 Datum: 13.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

Fit für die Praxis/KAR Ort: 1030 Wien

1

Fortbildungs-ID: 609295 Datum: 20.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

Fit für die Praxis/KAR Ort: 1030 Wien

4

Fortbildungs-ID: 618884 Datum: 27.9.2018, 13:00–16:00 Uhr

Therapie- und DMP-Zirkel für den 4. Bezirk Ort: 1040 Wien Fortbildungs-ID: 604412 Datum: 25.9.2018, 19:30–21:30 Uhr

2


Therapie- und DMP-Zirkel für den 6. und 7. Bezirk

2

Ort: 1060 Wien Fortbildungs-ID: 604427 Datum: 26.9.2018, 19:00–21:30 Uhr

Westliche Arzneipflanzen und TCM – Modul 3: Rezepturen und klinische  Anwendung RW4

23 15 4 20

Ort: 1100 Wien Fortbildungs-ID: 591700 Datum: 14.–16.9.2018, 15:00–12:00 Uhr

Therapie- und DMP-Zirkel für den 3. und 10. Bezirk – Interdiszi- plinärer, interaktiver Erfahrungsaustausch

2

Ort: 1100 Wien Fortbildungs-ID: 605099 Datum: 24.9.2018, 19:00–21:00 Uhr

Erweiterte Startausbildung „Medikamentöse Schmerztherapie“

3 5 5

Ort: 1140 Wien Fortbildungs-ID: 604830 Datum: 27.9.2018, 19:30–21:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 616021 Datum: 21.8.2018, 8:00–9:30 Uhr

2

Fortbildungs-ID: 616022 Datum: 18.9.2018, 8:00–9:30 Uhr

Startmodul „Blutbank und Zentrallaboratorium“

2

Ort: 1160 Wien Fortbildungs-ID: 615534 Datum: 8.8.2018, 8:30–12:00 Uhr

Startmodul „Blutbank und Zentrallaboratorium“

2

Startmodul „Radiologische Diagnostik und Intervention“

Startmodul „Physikalische Medizin“ Ort: 1160 Wien

1

Fortbildungs-ID: 615723 Datum: 10.8.2018, 10:30–11:30 Uhr

Startmodul „Physikalische Medizin“ Ort: 1160 Wien

1

Fortbildungs-ID: 615724 Datum: 7.9.2018, 10:30–11:30 Uhr

Startmodul „EKG-Basic-Kurs“ Ort: 1160 Wien

2

Fortbildungs-ID: 615687 Datum: 10.8.2018, 11:30–12:30 Uhr

Startmodul „EKG-Basic-Kurs“ Ort: 1160 Wien

2

Fortbildungs-ID: 615693 Datum: 7.9.2018, 11:30–12:30 Uhr

Startmodul „Knüpfkurs“ Ort: 1160 Wien

2

Fortbildungs-ID: 615871 Datum: 16.8.2018, 12:30–14:00 Uhr

Startmodul „Knüpfkurs“ Ort: 1160 Wien

2

1

Fortbildungs-ID: 615666 Datum: 7.9.2018, 10:00–11:15 Uhr

2

Fortbildungs-ID: 615872 Datum: 13.9.2018, 12:30–14:00 Uhr

Startmodul „Radiologische Diagnostik und Intervention“

2

Startmodul „Hygienebasics“ Ort: 1160 Wien

2

Fortbildungs-ID: 615644 Datum: 9.8.2018, 10:00–11:30 Uhr

1

Ort: 1140 Wien Fortbildungs-ID: 614084 Datum: 26.9.2018, 12:30–13:30 Uhr

Therapie- und DMP-Zirkel für den 14. Bezirk – Ökonomische pulmologische Therapien

2

Startmodul „Arbeitsmedizin“ Ort: 1160 Wien

Ort: 1160 Wien Fortbildungs-ID: 615745 Datum: 6.9.2018, 8:00–10:00 Uhr

Ort: 1140 Wien Fortbildungs-ID: 602191 Datum: 11.9.2018, 8:00–13:00 Uhr

Fit für die Praxis (OWS) – Der kritisch kranke Patient auf der Normalstation

2

Fortbildungs-ID: 616020 Datum: 17.7.2018, 8:00–9:30 Uhr

Startmodul „Pathologie Einführung“ Ort: 1160 Wien

1

Ort: 1160 Wien Fortbildungs-ID: 615744 Datum: 9.8.2018, 8:00–10:00 Uhr

Ort: 1140 Wien Fortbildungs-ID: 602190 Datum: 7.8.2018, 8:00–13:00 Uhr

Newcomer-Schulung OWS – Notfallmanagement, Reanimation und mehr

4

Ort: 1160 Wien Fortbildungs-ID: 615537 Datum: 5.9.2018, 8:30–12:00 Uhr

Ort: 1130 Wien Fortbildungs-ID: 602005 Datum: 20.9.2018, 13:00–16:00 Uhr

Newcomer-Schulung OWS – Notfallmanagement, Reanimation und mehr

Startmodul „Pathologie Einführung“ Ort: 1160 Wien

Startmodul „Pathologie Einführung“ Ort: 1160 Wien

Ort: 1080 Wien Fortbildungs-ID: 605372 Datum: 7.9.2018, 15:00–18:00 Uhr

Spezialkurs „TCM und westliche Heilkräuter nach Jeremy Ross“ (Teil 1)

KPJ-Rezeptierkurs Ort: 1160 Wien

Startmodul „Arbeitsmedizin“ Ort: 1160 Wien Fortbildungs-ID: 615665 Datum: 10.8.2018, 10:00–11:15 Uhr

Fortbildungs-ID: 601586 Datum: 14.8.2018, 9:00–13:30 Uhr

Ort: 1070 Wien Fortbildungs-ID: 611565 Datum: 21.–22.9.2018, 9:00–13:00 Uhr

Balint-Gruppe Sexualmedizin Dr. Edlhaimb

4

Ort: 1150 Wien Fortbildungs-ID: 602746 Datum: 6.9.2018, 19:00–22:00 Uhr

Ort: 1070 Wien Fortbildungs-ID: 549236 Datum: 14.–16.9.2018, 14:00–13:00 Uhr

Spezialseminar „Phytotherapie in Forschung und Praxis“

Balint-Gruppe Dr. Claudia Brechtelsbauer, MSc

2

Startmodul „Hygienebasics“ Ort: 1160 Wien

2

Fortbildungs-ID: 615645 Datum: 6.9.2018, 10:00–11:30 Uhr

Startmodul „Rezeptierkunde“ Ort: 1160 Wien

3

Fortbildungs-ID: 615783 Datum: 9.8.2018, 12:00–15:00 Uhr

Startmodul „Rezeptierkunde“ Ort: 1160 Wien

3

Fortbildungs-ID: 615784 Datum: 6.9.2018, 12:00–15:00 Uhr

DFP VERANSTALTUNGEN

43


3

Rezeptieren für Profis Ort: 1160 Wien Fortbildungs-ID: 599093 Datum: 19.9.2018, 14:30–16:30 Uhr

Praktische Schmerzmedizin: Lernen am Fallbeispiel –  Interdisziplinäre Fallbesprechung

10

Ort: 1190 Wien Fortbildungs-ID: 599278 Datum: 22.9.2018, 9:00–18:00 Uhr

8

Balint-Gruppe Dr. Brigitte Ratcliffe Ort: 1200 Wien Fortbildungs-ID: 601247 Datum: 21.7.2018, 9:00–17:00 Uhr

2

Therapie- und DMP-Zirkel für den 13. und 23. Bezirk – Arzt als Chef Ort: 1230 Wien Fortbildungs-ID: 604825 Datum: 26.9.2018, 19:30–21:30 Uhr

Hot Topics 2018 – die stille Gefahr des Typ-2-Diabetes Ort: 9020 Klagenfurt 

67. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung

Sonografie-Abdomen-Refresher-Kurs während des 67. Seminarkongresses

2

Ort: 9210 Pörtschach Fortbildungs-ID: 616047 Datum: 30.8.2018, 9:00–13:00 Uhr

7

Ort: 7350 Oberpullendorf Fortbildungs-ID: 614562 Datum: 22.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

17

Fortbildungs-ID: 610275 Datum: 12.–13.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

9

Fortbildungs-ID: 610749 Datum: 12.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

8

Fortbildungs-ID: 610751 Datum: 13.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

Anastrozol-ratiopharm 1 mg Filmtabletten Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 1 mg Anastrozol. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 87 mg Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 4.4 der Fachinformation). Anwendungsgebiete: Anastrozol-ratiopharm 1 mg Filmtabletten sind angezeigt für die: Behandlung des hormonrezeptorpositiven fortgeschrittenen Brustkrebses bei postmenopausalen Frauen. Adjuvante Behandlung des hormonrezeptor-positiven frühen invasiven Brustkrebses bei postmenopausalen Frauen. Adjuvante Behandlung des hormonrezeptor-positiven frühen invasiven Brustkrebses bei postmenopausalen Frauen, die bereits 2 bis 3 Jahre adjuvant Tamoxifen erhalten haben. Gegenanzeigen: Anastrozol-ratiopharm ist kontraindiziert bei: schwangeren oder stillenden Frauen. Patientinnen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Anastrozol oder einen der genannten sonstigen Bestandteile. Pharmakotherapeutische Gruppe: Enzyminhibitoren, ATCCode: L02B G03. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (E 572), Povidon (K 30), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A). Filmüberzug: Hypromellose (E 464), Macrogol 400 und Macrogol 6000, Titandioxid (E 171). Art und Inhalt des Behält-

DFP VERANSTALTUNGEN

40 12

Ort: 9210 Pörtschach Fortbildungs-ID: 616045 Datum: 27.–29.8.2018, 16:00–13:00 Uhr

Aktuelles Notfallmanagement für das Praxisteam

Diabetes-Workshop Ort: 7400 Oberwart

50

Ort: 9210 Pörtschach Fortbildungs-ID: 616042 Datum: 26.–31.8.2018, 17:00–19:00 Uhr

Nicht-invasive angiologische Diagnostik: Schwerpunkt Duplexsonografie  (Arterien & Carotis) während des 67. Seminarkongresses

Diabetes-Workshop Ort: 7400 Oberwart

2

Fortbildungs-ID: 616553 Datum: 24.9.2018, 19:15–20:45 Uhr

Ort: 7000 Eisenstadt Fortbildungs-ID: 619062 Datum: 20.9.2018, 19:30–21:00 Uhr

Diabetes-Workshop Ort: 7400 Oberwart

18

Ort: 9020 Klagenfurt Fortbildungs-ID: 604032 Datum: 21.–22.9.2018, 14:00–20:00 Uhr

Ort: 9210 Pörtschach Fortbildungs-ID: 616044 Datum: 27.–31.8.2018, 10:00–19:00 Uhr

BURGENLAND

44

Transthorakale Echokardiografie – Grundkurs I

Echokardiografie-Grundkurs während des 67. Seminarkongresses

INNERE MEDIZIN

Duale und Triple-Antikoagulationstherapie bei Schlaganfall

Ärztetage Velden 2018 – Gender-Medizin Sexualität (Modul 2)

KÄRNTEN

Nicht-invasive angiologische Diagnostik: Schwerpunkt Duplexsonografie (Venen)  während des 67. Seminarkongresses

5

5

6

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 614145 Datum: 22.–23.8.2018, 9:45–13:00 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Menschliche Trainierbarkeit: Grenzen

1

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613945 Datum: 23.8.2018, 13:30–14:30 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Blutdruck-Zielbereich

1

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613640 Datum: 24.8.2018, 14:45–15:45 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Blutdruck: Blutdruckvariabilität (Modul 1)

3

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613635 Datum: 25.8.2018, 8:30–11:15 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Blutdruck: Hypertonie-Behandlungsprobleme (Modul 2)

3

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613636 Datum: 25.8.2018, 11:45–14:30 Uhr

13. Weinviertler Sportärztetage „Medizinische Trainingsberatung  im Leistungssport“

15

Ort: 2070 Retz Fortbildungs-ID: 617161 Datum: 14.–16.9.2018, 10:00–14:45 Uhr

1

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613782 Datum: 22.8.2018, 8:30–9:30 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Gender-Medizin Medikation (Modul 1)

Ärztetage Velden 2018 – Sportmedizin Theorie

NIEDERÖSTERREICH

Ort: 9210 Pörtschach Fortbildungs-ID: 616049 Datum: 31.8.2018, 9:00–13:00 Uhr

Ärztetage Velden 2018 – Herz und Gender-Medizin

3

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613781 Datum: 22.8.2018, 14:45–17:30 Uhr

3

Ort: 9220 Velden Fortbildungs-ID: 613780 Datum: 22.8.2018, 9:45–12:30 Uhr

nisses: Transparente PVC/PE/PVdC/Aluminium-Blister. Packungsgrößen: 10, 28, 30, 50, 90, 90 (3x30), 98 oder 100 Filmtabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Inhaber der Zulassung: TEVA B.V., Swensweg 5, 2031 GA Haarlem, Niederlande, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Rezeptpflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: 07/2015. Exemestan ratiopharm 25 mg Filmtabletten Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 25 mg Exemestan. Anwendungsgebiete: Exemestan ratiopharm ist angezeigt für die adjuvante Behandlung bei Frauen in der Postmenopause mit Östrogenrezeptor-positivem invasivem Mammakarzinom im Anfangsstadium nach einer initialen adjuvanten Tamoxifen Behandlung über 2 - 3 Jahre. Exemestan ratiopharm ist angezeigt für die Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei Frauen in natürlicher oder induzierter Postmenopause mit einer Progression nach Antiöstrogenbehandlung. Bei Patientinnen mit einem negativen Östrogenrezeptorstatus ist die

MegaCode

16

Darmflora-Mikrobiom – unser wichtigstes Immunorgan

12

Ort: 3252 Petzenkirchen Fortbildungs-ID: 598065 Datum: 25.–26.8.2018, 9:00–13:30 Uhr

Ort: 3252 Petzenkirchen Fortbildungs-ID: 598032 Datum: 8.–9.9.2018, 9:00–13:00 Uhr

Wirksamkeit nicht belegt. Gegenanzeigen: Exemestan ratiopharm ist kontraindiziert bei Patientinnen mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der genannten sonstigen Bestandteile, Frauen in der Prämenopause, schwangeren oder stillenden Frauen. Pharmakotherapeutische Gruppe: Endokrine Therapie, Aromatase-Inhibitoren, ATCCode: L02BG06. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Mannitol, Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Natriumstärkeglykolat (Typ A), Hypromellose E5, Polysorbat 80, Hochdisperses Siliciumdioxid, wasserfrei; Magnesiumstearat. Filmüberzug:Hypromellose 6cp (E 464), Macrogol 400, Titandioxid (E 171). Art und Inhalt des Behältnisses: Weißen, opake PVC-/PVdC-/Aluminiumblisterpackungen. Packunggrößen: 10, 15, 20, 28, 30, 50, 90, 98, 100 und 120 Filmtabletten in Blisterpackungen oder Bündelpackungen mit 90 Filmtabletten (Packungen mit 3 x 30 Stück) in Blisterpackungen. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Inhaber der Zulassung: TEVA B.V., Swensweg 5, 2031 GA Haarlem, Niederlande, Tel.Nr.: +43/1/970070, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Rezeptpflicht/ Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: 08/2016.


EKG – Befundung und Interpretation: Einfach gemacht für die Praxis

12

Ort: 3252 Petzenkirchen Fortbildungs-ID: 598038 Datum: 22.–23.9.2018, 9:00–13:00 Uhr

Endokrinologie, Elektrolytund Vitaminhaushalt

12

Ort: 3252 Petzenkirchen Fortbildungs-ID: 598007 Datum: 29.–30.9.2018, 9:00–13:00 Uhr

Plättchenaggregationshemmer – Vitamin-K-Antagonisten – NOAKs –  Heparine: Wer? Was? Wann? Wie lange?

1

Fortbildungs-ID: 618409 Datum: 3.9.2018, 14:00–15:00 Uhr

Echokardiografie-Jour-fixe Ort: 3500 Krems

1

Fortbildungs-ID: 618659 Datum: 10.9.2018, 14:00–15:00 Uhr

Echokardiografie-Jour-fixe Ort: 3500 Krems

1

Fortbildungs-ID: 618660 Datum: 17.9.2018, 14:00–15:00 Uhr

Echokardiografie-Jour-fixe Ort: 3500 Krems

1

9

Fortbildungs-ID: 610816 Datum: 8.2.2018–9.2.2019, 16:00–12:00 Uhr

1

Ort: 5020 Salzburg Fortbildungs-ID: 617085 Datum: 17.7.2018, 15:30–16:30 Uhr

TA-Fortbildung Mamma-Ca Ort: 5020 Salzburg

Ort: 3300 Winklarn Fortbildungs-ID: 617536 Datum: 11.9.2018, 19:30–21:00 Uhr

Echokardiografie-Jour-fixe Ort: 3500 Krems

Karotissonografie – Abschlusskurs Ort: 5020 Salzburg

TA-Fortbildung Allgemeines über Chemo und Immuntherapie

2

TA-Fortbildung Primäre Hirntumoren Ort: 5020 Salzburg

SALZBURG

1 1 1

Fortbildungs-ID: 616971 Datum: 7.8.2018, 15:30–16:30 Uhr

TA-Fortbildung Onkologische Notfälle Ort: 5020 Salzburg

1

Fortbildungs-ID: 618826 Datum: 28.8.2018, 15:30–16:30 Uhr

TA-Fortbildung Pankreas-Ca Ort: 5020 Salzburg

1

TA-Fortbildung Arthritiden Ort: 5020 Salzburg

1

Fortbildungs-ID: 617089 Datum: 11.9.2018, 15:30–16:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 616970 Datum: 31.7.2018, 15:30–16:30 Uhr

TA-Fortbildung Ovarialkarzinome Ort: 5020 Salzburg

TA-Fortbildung Lungen-Ca Ort: 5020 Salzburg

Fortbildungs-ID: 617088 Datum: 4.9.2018, 15:30–16:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 617086 Datum: 24.7.2018, 15:30–16:30 Uhr

TA-Fortbildung Kollagenosen Ort: 5020 Salzburg

1

Fortbildungs-ID: 616980 Datum: 21.8.2018, 15:30–16:30 Uhr

1

TA-Fortbildung Antiemetische Therapie/Übersicht Rheuma

1

Ort: 5020 Salzburg Fortbildungs-ID: 617090 Datum: 18.9.2018, 15:30–16:30 Uhr

TA-Fortbildung Supportivmaßnahmen in der Onkologie

1

Ort: 5020 Salzburg Fortbildungs-ID: 617092 Datum: 25.9.2018, 15:30–16:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 616974 Datum: 14.8.2018, 15:30–16:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 618661 Datum: 24.9.2018, 14:00–15:00 Uhr

Echokardiografie-Jour-fixe Ort: 3500 Krems

1

Fortbildungs-ID: 618667 Datum: 24.9.–29.10.2018, 14:00–15:00 Uhr (wöchentlich)

OBERÖSTERREICH Hot Topics 2018 – die stille Gefahr des Typ-2-Diabetes

2

Ort: 4020 Linz Fortbildungs-ID: 616202 Datum: 13.9.2018, 18:30–20:30 Uhr

Hot Topics 2018 – die stille Gefahr des Typ-2-Diabetes

2

Ort: 4020 Linz Fortbildungs-ID: 616551 Datum: 13.9.2018, 19:15–20:45 Uhr

Notarzt-Grundkurs gemäß ÄG § 40 Ort: 4020 Linz

55

Fortbildungs-ID: 587016 Datum: 22.–28.9.2018, 8:00–16:00 Uhr

Ort: 4150 Rohrbach Fortbildungs-ID: 615828 Datum: 2.8.2018, 12:00–13:00 Uhr

1 Fachkurzinformation siehe Seite 49

NOAK vs. NMH in der Behandlung der paraneoplastischen TVT

DFP VERANSTALTUNGEN

45


Hot Topics 2018 – die stille Gefahr des Typ-2-Diabetes

2

Ort: 5081 Anif Fortbildungs-ID: 616550 Datum: 11.9.2018, 19:15–20:45 Uhr

Grundkurs 1 in Echokardiografie Ort: 5084 Großgmain

22 10

Fortbildungs-ID: 611461 Datum: 31.8.–2.9.2018, 19:00–11:00 Uhr

STEIERMARK Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603315 Datum: 23.7.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz

1

Fortbildungs-ID: 614150 Datum: 6.8.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 614151 Datum: 13.8.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 614152 Datum: 20.8.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz Fortbildungs-ID: 614154 Datum: 3.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 614155 Datum: 10.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz Fortbildungs-ID: 614157 Datum: 17.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603073 Datum: 23.7.2018, 13:30–14:30 Uhr

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

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Innerklinisches NotfallmanagementTraining für Ärztinnen und Ärzte  in Sonderfachausbildung

29. Jahrestagung für Kardiologisches Assistenz- und Pflegepersonal

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

Ort: 8036 Graz Fortbildungs-ID: 609961 Datum: 28.–29.9.2018, 9:00–12:30 Uhr

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

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Ort: 8036 Graz Fortbildungs-ID: 614323 Datum: 24.9.2018, 14:00–16:00 Uhr

Fortbildungs-ID: 603074 Datum: 6.8.2018, 13:30–14:30 Uhr

Schladminger Echokardiografie-Kurs Ort: 8971 Rohrmoos

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Fortbildungs-ID: 617133 Datum: 23.–28.9.2018

Fortbildungs-ID: 603076 Datum: 20.8.2018, 13:30–14:30 Uhr

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603077 Datum: 3.9.2018, 13:30–14:30 Uhr

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603078 Datum: 10.9.2018, 13:30–14:30 Uhr

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603079 Datum: 17.9.2018, 13:30–14:30 Uhr

Die Stunde mit dem Chef Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603138 Datum: 30.7.2018, 13:00–14:00 Uhr

Die Stunde mit dem Chef Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603139 Datum: 27.8.2018, 13:00–14:00 Uhr

Die Stunde mit dem Chef Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603140 Datum: 24.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

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Hypoparathyreoidismus, Kurzdarmsyndrom Ort: 8020 Graz-Eggenberg Fortbildungs-ID: 612579 Datum: 27.9.2018, 14:00–15:00 Uhr

Fortbildungs-ID: 603075 Datum: 13.8.2018, 13:30–14:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 603314 Datum: 16.7.2018, 13:00–14:00 Uhr

Interne Assistentenbesprechung Ort: 8020 Graz

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Fortbildungs-ID: 603072 Datum: 16.7.2018, 13:30–14:30 Uhr

Fortbildungs-ID: 592654 Datum: 13.–15.9.2018, 14:00–16:00 Uhr

Sommer-Colloquium Ort: 5453 Werfenweng

Interne Turnusarztbesprechung Ort: 8020 Graz

Eine Diabetes-Karriere Ort: 8020 Graz

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TIROL Tiroler Ärztetage 2018 – Interpretation des Ruhe-EKGs bei Sport treibenden  Kindern und Jugendlichen

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Ort: 6060 Hall i.T. Fortbildungs-ID: 617601 Datum: 28.9.2018, 13:00–14:30 Uhr

Tiroler Ärztetage 2018 – Chronische Darm- und Lebererkrankung Ort: 6060 Hall i.T.

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Fortbildungs-ID: 617851 Datum: 29.9.2018, 13:00–17:00 Uhr

Tiroler Ärztetage 2018 – EKG-Basisseminar Ort: 6060 Hall i.T.

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Fortbildungs-ID: 619389 Datum: 29.9.2018, 14:00–17:00 Uhr

STEMI/NSTEMI, Rhythmusstörungen im Nachtdienst

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Ort: 6330 Kufstein Fortbildungs-ID: 599895 Datum: 19.9.2018, 16:15–18:15 Uhr

Simulation.Tirol – Nephrologie-Kurs Ort: 6414 Mieming

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Fortbildungs-ID: 589622 Datum: 15.7.2018, 9:00–17:00 Uhr

Fortbildungs-ID: 607103 Datum: 12.9.2018, 14:00–15:00 Uhr

IMPRESSUM Verlag und Medieninhaber: MedMedia Verlag und Mediaservice GmbH, Seidengasse 9/Top 1.1, A-1070 Wien, Tel.: 01/407 31 11-0; office@medmedia.at. Verlagsleitung: Mag. Gabriele Jerlich. Projekt­leitung: Mag. Andrea Maierhofer. Kundenberatung: Heidi Woodford. Produktion: Julia Reisenauer. Chefredaktion: Dr. Eva Maria Riedmann. Lektorat: Mag. Andrea Crevato. Art Director: Oliver Miller-Aichholz. Layout/ DTP: Victoria Poscher. Coverfoto: Dr. Barbara Laimböck. Print: Donau Forum Druck Ges.m.b.H., 1230 Wien. Druckauflage: 11.108 Stück im 2. Halbjahr 2017 laut Österreichischer Auflagenkontrolle. Bezugsbedingungen: Die Zeitschrift ist zum Einzelpreis von 9,50 Euro plus MwSt. zu beziehen. Grundsätze und Ziele von ARZT & PRAXIS: Diplomfortbildung für Ärztinnen und Ärzte. Kooperationspartner: Die Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Ärzte besteht hinsichtlich der redaktionellen Inhalte im Sinne der Förderung der ärztlichen Fortbildung im Rahmen des Diplom-Fortbildungs-Programms. Die Akademie ist nicht Herausgeber und weder an der Vermarktung noch an etwaigen Sponsoren- und Anzeigenerlösen beteiligt. Allgemeine Hinweise: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die persönliche und/oder wissenschaftliche Meinung des jeweiligen Autors wieder und fallen in den persönlichen Verantwortungsbereich des Verfassers. Entgeltliche Einschaltungen gemäß § 26 Mediengesetz fallen in den Verantwortungsbereich des jeweiligen Auftraggebers und müssen nicht die Meinung von Herausgeber oder Redaktion wiedergeben. Angaben über Dosierungen, Applikationsformen und Indikationen von pharmazeutischen Spezialitäten müssen vom jeweiligen Anwender auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen M ­ edieninhaber und Herausgeber keinerlei Haftung für drucktechnische und inhaltliche Fehler. Der besseren Lesbarkeit halber werden die Personen- und Berufsbezeichnungen nur in einer Form verwendet; sie sind natürlich gleichwertig auf beide Geschlechter bezogen. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt, verwertet oder verbreitet werden. Die gesetzliche Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz finden Sie unter www.medmedia.at/home/impressum.

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DFP VERANSTALTUNGEN


WIEN Hot Topics 2018 – die stille Gefahr des Typ-2-Diabetes Ort: 1010 Wien

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Fortbildungs-ID: 616547 Datum: 25.9.2018, 19:15–20:45 Uhr

DMP DM2-Basisschulung Ort: 1010 Wien

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Fortbildungs-ID: 614188 Datum: 26.9.2018, 15:00–19:00 Uhr

Klinischer Mittag der 2. Med. / KAR Ort: 1030 Wien

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Fortbildungs-ID: 619375 Datum: 19.9.2018, 13:00–14:00 Uhr

Innere Medizin Compact – Herz und Chirurgie Ort: 1090 Wien Fortbildungs-ID: 604013 Datum: 24.9.2018, 17:00–20:30 Uhr

Erster wissenschaftlicher Kongress iranischer Ärzte in Wien Ort: 1130 Wien

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Fortbildungs-ID: 618744 Datum: 13.–15.7.2018, 18:00–15:00 Uhr

Gerinnungsakademie ESC-Highlights 2018 Ort: 1130 Wien Fortbildungs-ID: 599272 Datum: 11.9.2018, 19:00–21:00 Uhr

Wrap-up European Society of Cardiology 2018

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Ort: 1130 Wien Fortbildungs-ID: 613739 Datum: 15.9.2018, 9:30–16:30 Uhr

ULG Palliative Care – Stufe II Palliativmedizin (Block 5) Ort: 1130 Wien Fortbildungs-ID: 601802 Datum: 28.–29.9.2018, 9:00–17:00 Uhr

Duplexsonografie der peripheren Gefäße – Grundkurs

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Ort: 1170 Wien Fortbildungs-ID: 600531 Datum: 28.–29.9.2018, 16:00–12:00 Uhr

Schilddrüsensonografie inkl. Schilddrüsenfunktionsstörung Ort: 1210 Wien

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Fortbildungs-ID: 593178 Datum: 14.9.2018, 13:00–19:00 Uhr

Update Immuntherapie bei NSCL Ort: 1220 Wien

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Fortbildungs-ID: 602405 Datum: 4.9.2018, 8:00–9:00 Uhr

CEDUR-Register-Erkenntnisse aus einer der größten deutschen Biologika Patientenkohorten und deren therapeutische Implikationen

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Ort: 1220 Wien Fortbildungs-ID: 609372 Datum: 11.9.2018, 8:00–9:00 Uhr

Aktuelle Therapieempfehlungen beim Multiplen Myelom

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Ort: 1220 Wien Fortbildungs-ID: 612483 Datum: 18.9.2018, 8:00–9:00 Uhr

Pankreaskarzinom Ort: 1220 Wien

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Fortbildungs-ID: 616381 Datum: 25.9.2018, 8:00–9:00 Uhr

DFP VERANSTALTUNGEN

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Fulvestrant ratiopharm 250 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Eine Fertigspritze enthält 250 mg Fulvestrant. Jeder ml Lösung enthält 50 mg Fulvestrant. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Fertigspritze enthält: 500 mg Ethanol 96% (Alkohol), 500 mg Benzylalkohol, 750 mg Benzylbenzoat. Anwendungsgebiete: Fulvestrant ratiopharm ist angezeigt: - als Monotherapie zur Behandlung von Östrogenrezeptor-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom bei postmenopausalen Frauen: die keine vorhergehende endokrine Therapie erhalten haben, oder mit Rezidiv während oder nach adjuvanter Antiöstrogen-Therapie oder bei Progression der Erkrankung unter Antiöstrogen-Therapie. - in Kombination mit Palbociclib zur Behandlung des Hormonrezeptor-(HR)-positiven, humanen Wachstumsfaktor-Rezeptor-2-(HER2)-negativen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms bei Frauen, die eine vorhergehende endokrine Therapie erhalten haben (siehe Abschnitt 5.1 der Fachinformation). Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die Kombinationstherapie mit Palbociclib mit einem Luteinisierungshormon-Releasinghormon-(LHRH)-Agonisten kombiniert werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen genannten sonstigen Bestandteile. Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6 der Fachinformation). Schwere Einschränkung der Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2 der Fachinformation). Pharmakotherapeutische Gruppe: Endokrine Therapie, Antiöstrogene, ATC-Code: L02BA03. Liste der sonstigen Bestandteile: Ethanol (96 %), Benzylalkohol, Benzylbenzoat, raffiniertes Rizinusöl. Art und Inhalt des Behältnisses: Ein Fertigspritzensatz enthält: Eine Fertigspritze aus klarem Typ-1-Glas mit einem Stempel aus Polypropylen, ausgestattet mit einem Luer-Lock Anschluss, die 5 ml Fulvestrant ratiopharm Injektionslösung enthält. Außerdem ist eine Injektionsnadel mit Sicherheitssystem zur Verbindung mit dem Zylinder beigefügt. Oder Zwei Fertigspritzen aus klarem Typ-1-Glas mit einem Stempel aus Polypropylen, ausgestattet mit einem Luer-Lock Anschluss, die jeweils 5 ml Fulvestrant ratiopharm Injektionslösung enthalten. Außerdem sind Injektionsnadeln mit Sicherheitssystem zur Verbindung mit jedem Zylinder beigefügt. Inhaber der Zulassung: TEVA B.V., Swensweg 5, 2031 GA Haarlem, Niederlande, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Rezeptpflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: 02/2018. Letrozol ratiopharm 2,5 mg Filmtabletten Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 2,5 mg Letrozol. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Filmtablette enthält 60,42 mg Lactose und 0,02 mg Tartrazin-Aluminiumlack (E 102). Anwendungsgebiete: Adjuvante Therapie postmenopausaler Frauen mit hormonrezeptor-positivem primärem Mammakarzinom. Erweiterte adjuvante Therapie des hormonabhängigen primären Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen nach vorheriger adjuvanter Standardtherapie mit Tamoxifen über 5 Jahre. First-Line-Therapie des hormonabhängigen fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen. Behandlung des Mammakarzinoms im fortgeschrittenen Stadium nach Rezidiv oder Progression der Erkrankung bei Frauen, die sich physiologisch oder nach einem künstlichen Eingriff in der Postmenopause befinden und die zuvor mit Antiöstrogenen behandelt wurden. Neoadjuvante Behandlung postmenopausaler Frauen mit hormonrezeptor-positivem, HER-2-negativem Mammakarzinom, bei denen eine Chemotherapie nicht in Betracht kommt und ein sofortiger chirurgischen Eingriff nicht indiziert ist. Bei Patientinnen mit hormonrezeptor-negativem Mammakarzinom ist die Wirksamkeit nicht belegt. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der genannten sonstigen Bestandteile. Prämenopausaler Hormonstatus. Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6 der Fachinformation). Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6 der Fachinformation). Pharmakotherapeutische Gruppe: Endokrine Therapie. Hormonantagonist und Aromatase-Inhibitor, ATC-Code: L02BG04. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Stärke (Mais), Magnesiumstearat, Lactose-Monohydrat, Hochdisperses Siliciumdioxid, wasserfrei; Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A). Filmüberzug: Opadry II 85F32723 Gelb, bestehend aus: Eisenoxid, gelb (E 172); Macrogol 3350, Titandioxid (E 171), Talkum, Indigotin 1-Aluminiumlack (E 132), Poly(-Vinylalkohol), Tartrazin-Aluminiumlack (E 102). Art und Inhalt des Behältnisses: Transparente PVC/PVdC-Aluminium-Blisterpackungen. Packungsgrößen: 1, 10, 14, 15, 20, 28, 30, 60, 90, 98 und 100 Filmtabletten; Klinikpackung zu 50 Filmtabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Inhaber der Zulassung: TEVA B.V., Swensweg 5, 2031 GA Haarlem, Niederlande, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: 09/2017. Tamoxifen ratiopharm 20 mg – Tabletten Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Tablette enthält 20 mg Tamoxifen (als Tamoxifendihydrogencitrat). Anwendungsgebiete: Palliative oder adjuvante Behandlung des Mammakarzinoms. Tamoxifen „ratiopharm“ wird angewendet bei erwachsenen Frauen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der genannten sonstigen Bestandteile. schwere Thrombozytopenie, Leukopenie oder Hyperkalziämie. Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6 der Fachinformation). Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiöstrogene. ATC-Code: Antineoplastische und immunmoduliernde Mittel, Endokrine Therapie, Hormonantagonisten und verwandte Mittel, Antiöstrogene, ATC-Code: L02BA01. Liste der sonstigen Bestandteile: Calciumhydrogenphosphat 2H2O, Polyvidon (Kollidon 25), Carboxymethylstärke-Natrium (Primojel), Magnesiumstearat, Hochdisperses Siliciumdioxid, Mikrokristalline Cellulose. Art und Inhalt des Behältnisses: Primärpackmittel: dunkelgrüne PVC-Folie; Al-Folie. Sekundärpackmittel: Faltkartonschachtel. 30 Stück. Inhaber der Zulassung: TEVA B.V., Swensweg 5, 2031 GA Haarlem, Niederlande, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Rezeptpflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: 08/2017. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Eliquis 2,5 mg Filmtabletten; Eliquis 5 mg Filmtabletten Pharmakotherapeutische Gruppe: direkte Faktor Xa Inhibitoren, ATC-Code: B01AF02. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 2,5 bzw. 5 mg Apixaban. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede 2,5 mg Filmtablette enthält 51,43 mg Lactose. Jede 5 mg Filmtablette enthält 102,86 mg Lactose. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Lactose, Mikrokristalline Cellulose (E460), Croscarmellose-Natrium, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat (E470b), Filmüberzug: Lactose-Monohydrat, Hypromellose (E464), Titandioxid (E171), Triacetin (E1518); Eliquis 2,5 mg Filmtabletten: Eisen(III)-hydroxidoxid x H2O (E172); Eliquis 5 mg Filmtabletten: Eisen(III)-oxid (E172). Anwendungsgebiet: Eliquis 2,5 mg Filmtabletten:Zur Prophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) bei erwachsenen Patienten nach elektiven Hüft- oder Kniegelenksersatzoperationen. Eliquis 2,5 mg und Eliquis 5 mg Filmtabletten: Zur Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie Schlaganfall oder TIA (transitorischer ischämischer Attacke) in der Anamnese, Alter ≥ 75 Jahren, Hypertonie, Diabetes mellitus, symptomatische Herzinsuffizienz (NYHA Klasse ≥ II). Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen (bei hämodynamisch instabilen LE Patienten siehe Abschnitt 4.4. der Fachinformation). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile; akute, klinisch relevante Blutung; Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und einem klinisch relevanten Blutungsrisiko verbunden sind; Läsionen oder klinische Situationen , falls sie als signifikanter Risikofaktor für eine schwere Blutung angesehen werden. Dies umfasst akute oder kürzlich aufgetretene gastrointestinale Ulzerationen, maligne Neoplasien mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich aufgetretene Hirn- oder Rückenmarksverletzungen, kürzlich erfolgte chirurgische Eingriffe an Gehirn, Rückenmark oder Augen, kürzlich aufgetretene intrakranielle Blutungen, bekannte oder vermutete Ösophagusvarizen, arteriovenöse Fehlbildungen, vaskuläre Aneurysmen oder größere intraspinale oder intrazerebrale vaskuläre Anomalien; Die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulanzien z.B. unfraktionierte Heparine, niedermolekulare Heparine (Enoxaparin, Dalteparin etc.), Heparinderivate (Fondaparinux etc.), orale Antikoagulanzien (Warfarin, Rivaroxaban, Dabigatran etc.) außer bei der Umstellung der Antikoagulationstherapie oder wenn unfraktioniertes Heparin in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen oder arteriellen Katheters zu erhalten. Pharmazeutischer Unternehmer: Bristol-Myers Squibb/Pfizer EEIG, Bristol-Myers Squibb House, Uxbridge Business Park, Sanderson Road, Uxbridge, Middlesex, UB8 1DH, Vereinigtes Königreich. Kontakt in Österreich: Bristol-Myers Squibb GesmbH, Wien, Tel. +43 1 60143 -0. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: NR, apothekenpflichtig Stand: 10/2017. Weitere Angaben zu den besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. FerMed 100 mg/5 ml Injektionslösung oder Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Ampulle zu 5 ml Injektionslösung oder Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 1563 – 1887 mg Eisen(III)-hydroxid-Saccharose-Komplex, entsprechend 100 mg -Eisen. Liste der sonstigen Bestandteile: Wasser für -Injektionszwecke 3728-4112 mg, -Natrium-hydroxid-Lösung (15%) zur pH-Wert-Einstellung 0-60 mg. Anwendungsgebiete: Intravenöse Behandlung von Eisenmangelzuständen, sofern eine orale Eisen-Therapie nicht möglich ist oder nicht effektiv ist. Die Diagnose des Eisenmangels muss auf geeigneten Laboranalysen beruhen. FerMed® wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen FerMed® oder einen der sonstigen Bestandteile. Schwere bekannte Überempfindlichkeit gegen andere parenterale Eisenpräparate. Anämien, welche nicht durch Eisenmangel verursacht sind. Eisenüberladung oder Eisenspeicherkrankheit (z.B. Haemochromatose, Haemosiderose), Eisenverwertungsstörungen (z.B. Thalassaemie, sideroachrestische Anämien). Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und weitere Informationen des Gebrauchs in der Schwangerschaft und Stillzeit siehe Abschnitte 4.4 und 4.6 der Fachinformation. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antianämikum. ATCCode: B03AC. Inhaber der Zulassung: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Kuhloweg 37, D-58638 Iserlohn. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen betreffend Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte den veröffentlichten Fachinformationen. Stand der Information: Oktober 2013. Diese Arzneimittel unterliegen einer zusätzlichen Überwachung. Lokaler Ansprechpartner: MEDICE Arzneimittel GmbH, Römerstraße 14, 5400 Hallein, Österreich: eine Tochter der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, www.medice.at. MonoFer 100 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung Wirkstoff: Eisen als Eisen(III)-Isomaltosid 1000. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Durchstechflasche ent. 1 ml/- 5 ml/- 10 ml entsp. 100 mg/- 500 mg/- 1000 mg Eisen als Eisen(III)-Isomaltosid 1000. Liste der sonstigen Bestandteile: Wasser für Injektionszwecke, Natriumhydroxid (zur pH-Adjustierung), Salzsäure (zur pH-Adjustierung) Anwendungsgebiete: MonoFer® ist indiziert zur Behandlung eines Eisenmangels in den folgenden Situationen: Wenn orale Eisenpräparate nicht wirksam sind oder nicht angewendet werden können. Wenn klinisch die Notwendigkeit besteht, schnell Eisen zuzuführen. Die Diagnose muss auf Laboruntersuchungen beruhen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen MonoFer® oder den genannten sonstigen Bestandteilen. Schwere bekannte Überempfindlichkeit gegen andere parenterale Eisenpräparate, andere Anämieformen als eine Eisenmangelanämie (z.B. hämolytische Anämie), Eisenüberladung oder Störungen der Eisenverwertung (z.B. Hämochromatose, Hämosiderose), Dekompensierte Leberzirrhose und Hepatitis. Darreichungsformen, Packungsgrößen: MonoFer® 100 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung, 1 x 5 ml Durchstechflasche, 5 x 1 ml Durchstechflasche, 5 x 5 ml Durchstechflasche, 1 x 10 ml Durchstechflasche. Weitere Informationen betreffend Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Pharmakotherapeutische Gruppe: Eisen, parenterale Zubereitungen. ATC-Code B03AC. Inhaber der Zulassung: Pharmacosmos A/S, Roevangsvej 30, DK-4300 Holbaek. Vertrieb: Medice Arzneimittel GmbH, Römerstrasse 14, 5400 Hallein, Österreich, eine Tochter der MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, www.medice.at Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Oktober 2015.

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DFP VERANSTALTUNGEN

Gardasil 9 Injektionssuspension; Gardasil 9 Injektionssuspension in einer Fertigspritze 9-valenter Humaner Papillomvirus-Impfstoff (rekombinant, adsorbiert) q Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Dosis (0,5 ml) enthält ca.: Humanes Papillomvirus1-Typ 6 L1-Protein2,3 30 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 11 L1-Protein2,3 40 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 16 L1-Protein2,3 60 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 18 L1-Protein2,3 40 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 31 L1-Protein2,3 20 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 33 L1-Protein2,3 20 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 45 L1-Protein2,3 20 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 52 L1-Protein2,3 20 Mikrogramm; Humanes Papillomvirus1-Typ 58 L1-Protein2,3 20 Mikrogramm. 1Humanes Papillomvirus = HPV. 2L1-Protein in Form von virusähnlichen Partikeln, hergestellt in Hefezellen (Saccharomyces cerevisiae CANADE 3C-5 [Stamm 1895]) mittels rekombinanter DNA-Technologie 3adsorbiert an amorphes Aluminiumhydroxyphosphatsulfat-Adjuvans (0,5 Milligramm Al) Liste der sonstigen Bestandteile: Natriumchlorid, L-Histidin, Polysorbat 80, Natriumborat, Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Gardasil 9 ist zur aktiven Immunisierung von Personen ab einem Alter von 9 Jahren gegen folgende HPV-Erkrankungen indiziert: Vorstufen maligner Läsionen und Karzinome, die die Zervix, Vulva, Vagina und den Anus betreffen und die durch die Impfstoff-HPV-Typen verursacht werden; Genitalwarzen (Condylomata acuminata), die durch spezifische HPV-Typen verursacht werden. Wichtige Informationen zu Daten, die diese Indikationen belegen, sind den Abschnitten 4.4 und 5.1 der Fachinformation zu entnehmen. Gardasil 9 sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. Personen mit Überempfindlichkeit nach früherer Verabreichung von Gardasil 9 oder Gardasil/Silgard sollten kein Gardasil 9 erhalten. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit: Schwangerschaft: Weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (mehr als 1.000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität von Gardasil 9 hin. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität. Die vorliegenden Daten werden jedoch als nicht ausreichend betrachtet, um die Anwendung von Gardasil 9 während der Schwangerschaft zu empfehlen. Die Impfung sollte erst nach Ende der Schwangerschaft durchgeführt werden. Stillzeit: Gardasil 9 kann während der Stillzeit angewendet werden. Während der Impfphase der klinischen Studien zu Gardasil 9 gab es insgesamt 92 stillende Frauen. In diesen Studien war die Immunogenität des Impfstoffs bei stillenden Frauen mit der Immunogenität des Impfstoffs bei nicht stillenden Frauen vergleichbar. Darüber hinaus war das Nebenwirkungsprofil bei stillenden Frauen mit dem Profil sämtlicher Frauen, die an Studien zur Verträglichkeit teilgenommen haben, vergleichbar. Bei Säuglingen, die während der Impfperiode gestillt wurden, wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Impfung beschrieben. Fertilität: Es liegen keine Daten zur Auswirkung von Gardasil 9 auf die Fertilität aus Studien am Menschen vor. Tierexperimentelle Studien zeigen keine schädlichen Auswirkungen auf die Fertilität. Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Papillomvirus-Impfstoffe, ATC-Code: J07BM03. Inhaber der Zulassung: MSD VACCINES, 162 avenue Jean Jaurès, 69007 Lyon, Frankreich. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: November 2017. Weitere Angaben zu Dosierung und Art der Anwendung, Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, Nebenwirkungen, Überdosierung, Pharmakologische Eigenschaften und Pharmazeutische Angaben sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. ISENTRESS 400 mg Filmtabletten; ISENTRESS 600 mg Filmtabletten; ISENTRESS 25 mg Kautabletten; ISENTRESS 100 mg Kautabletten; ISENTRESS 100 mg Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Qualitative und quantitative Zusammensetzung: ISENTRESS 400 mg Filmtabletten:Jede Filmtablette enthält 400 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium). Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 26,06 mg Lactose-Monohydrat. ISENTRESS 600 mg Filmtabletten: Jede 600 mg Filmtablette enthält 600 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium).Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 5,72 mg Lactose-Monohydrat.ISENTRESS 25 mg Kautabletten: Jede Kautablette enthält 25 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium).Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Kautablette enthält ca. 0,46 mg Fructose, ca. 0,05 mg Phenylalanin (als Aspartambestandteil) und ca. 1,4 mg Sorbitol. ISENTRESS 100 mg Kautabletten: Jede Kautablette enthält 100 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium).Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Kautablette enthält ca. 0,93 mg Fructose, ca. 0,10 mg Phenylalanin (als Aspartambestandteil) und ca. 2,8 mg Sorbitol. ISENTRESS 100 mg Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: Jeder Beutel enthält 100 mg Raltegravir (als Raltegravir-Kalium). Nach Zubereitung hat die Suspension zum Einnehmen eine Konzentration von 10 mg pro ml. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jeder Beutel enthält ca. 0,5 mg Fructose, 1,5 mg Sorbitol und 4,7 mg Sucrose. Liste der sonstigen Bestandteile: ISENTRESS 400 mg Filmtabletten: Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Calciumhydrogenphosphat, Hypromellose 2208, Poloxamer 407, Natriumstearylfumarat, Magnesiumstearat. Filmüberzug: Poly(vinylalkohol), Titandioxid, Macrogol 3350, Talkum, Eisen(III)-oxid, Eisen(II,III)-oxid. ISENTRESS 600 mg Filmtabletten: Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, Hypromellose 2910, Magnesiumstearat, Croscarmellose-Natrium. Filmüberzug: Lactose-Monohydrat, Hypromellose 2910, Titandioxid, Triacetin, Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172), Eisen(II,III)-oxid (E 172).ISENTRESS 25mg Kautabletten: Hyprolose, Sucralose, Saccharin-Natrium, Natriumcitrat (Ph.Eur.), Mannitol (Ph.Eur.), Ammoniumglycyrrhizat (Ph.Eur.), Sorbitol (Ph.Eur.) (E 420), Fructose (Ph.Eur.), Bananen-Aroma, Orangen-Aroma, Aroma zur Maskierung, Aspartam (E 951), Crospovidon, Typ A, Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Hypromellose 2910/6cP, Macrogol/PEG 400, Ethylcellulose 20 cP, Ammoniumhydroxid, Mittelkettige Triglyceride, Ölsäure, Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172). ISENTRESS 100 mg Kautabletten: Hyprolose, Sucralose, Saccharin-Natrium, Natriumcitrat (Ph.Eur.), Mannitol (Ph.Eur.), Ammoniumglycyrrhizat (Ph.Eur.), Sorbitol (Ph.Eur.) (E 420), Fructose (Ph.Eur.), Bananen-Aroma, Orangen-Aroma, Aroma zur Maskierung, Aspartam (E 951), Crospovidon, Typ A, Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Hypromellose 2910/6cP, Macrogol/PEG 400, Ethylcellulose 20 cP, Ammoniumhydroxid, Mittelkettige Triglyceride, Ölsäure, Eisen(III)-oxid (E 172), Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172)ISENTRESS 100 mg Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: Hyprolose, Sucralose, Mannitol, Ammoniumglycyrrhizat, Sorbitol (Ph.Eur.) (E420), Fructose (Ph.Eur.), Bananen-Aroma, Sucrose, Crospovidon, Typ A, Magensiumstearat, Hypromellose 2910/6cP, Macrogol/PEG 400, Ethylcellulose 20 cP, Ammoniumhydroxid, Mittelkettige Triglyzeride, Ölsäure, Mikrokristalline Cellulose, Carmellose-Natrium (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: ISENTRESS 400 mg Filmtabletten/ ISENTRESS 25 mg Kautabletten/ ISENTRESS 100 mg Kautabletten sowie ISENTRESS 100 mg Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sind angezeigt in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV-1). ISENTRESS 600 mg: Filmtabletten sind angezeigt in Kombination mit anderen antiretroviralen. Arzneimitteln zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV-1) bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen Patienten mit einem Gewicht von mindestens 40 kg. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der im Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit:Schwangerschaft: ISENTRESS 400 mg Filmtabletten/ ISENTRESS 25 mg Kautabletten/ ISENTRESS 100 mg Kautabletten sowie ISENTRESS 100 mg Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen. Es liegen keine Daten über die Anwendung von Raltegravir in der Schwangerschaft vor. Tierstudien. zeigten Reproduktionstoxizität. Das potenzielle Risiko der Anwendung beim Menschen ist nicht bekannt. Die Anwendung von Raltegravir während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.ISENTRESS 600 mg Filmtabletten: Es liegen keine Daten über die Anwendung von Raltegravir 1.200 mg einmal täglich in der Schwangerschaft vor. Tierstudien zeigten Reproduktionstoxizität. Das potenzielle Risiko der Anwendung beim Menschen ist nicht bekannt. Die Anwendung von Raltegravir 1.200 mg einmal täglich während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Register für Schwangerschaften unter antiretroviraler Therapie (Antiretroviral Pregnancy Registry) Ein Register für Schwangerschaften unter antiretroviraler Therapie wurde zur Überwachung der maternalen bzw. fetalen Verläufe von Patientinnen, denen versehentlich während ihrer Schwangerschaft Raltegravir verordnet wurde, eingerichtet. Die Ärzte sind aufgefordert, schwangere Patientinnen in dieses Register einzutragen. Im Allgemeinen sollten bei der Entscheidung über die Anwendung antiretroviraler Arzneimittel bei der Therapie HIV-infizierter schwangerer Frauen und der damit verbundenen Verminderung des Risikos einer vertikalen Übertragung von HIV auf das Neugeborene, Daten aus Tierstudien sowie klinische Erfahrungen bei schwangeren Frauen in Betracht gezogen werden, wenn die Sicherheit für den Fetus zu beurteilen ist. Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob Raltegravir oder seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden werden. Daten, die aus tierexperimentellen Studien zur Pharmakodynamik und Toxikologie zur Verfügung stehen, haben gezeigt, dass Raltegravir und seine Metaboliten in die Muttermilch ausgeschieden werden. Ein Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Raltegravir sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden. Im Allgemeinen wird empfohlen, dass HIV-infizierte Mütter ihre Säuglinge nicht stillen, um die Übertragung von HIV zu verhindern. Fertilität: Bei männlichen und weiblichen Ratten, die Dosen bis zu 600 mg/kg/Tag entsprechend der 3-fachen Exposition im Vergleich mit der Exposition bei der empfohlenen humantherapeutischen Dosis erhielten, wurden keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung, andere antivirale Arzneimittel, ATC-Code: J05AX08. Inhaber der Zulassung: Merck Sharp & Dohme Limited; Hertford Road, Hoddesdon; Hertfordshire EN11 9BU; Vereinigtes Königreich. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: März 2018. Weitere Angaben zu Dosierung und Art der Anwendung, Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, Nebenwirkungen, Überdosierung, Pharmakologische Eigenschaften und Pharmazeutische Angaben sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Nocutil 0,1 mg – Tabletten; Nocutil 0,2 mg - Tabletten Zusammensetzung: Nocutil 0,1 mg Tabletten: 1 Tablette enthält 0,1 mg Desmopressinacetat entsprechend 0,089 mg Desmopressin. Nocutil 0,2 mg Tabletten: 1 Tablette enthält 0,2 mg Desmopressinacetat entsprechend 0,178 mg Desmopressin. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Nocutil 0,1 mg Tabletten: Jede Tablette enthält 60 mg Lactose-Monohydrat. Nocutil 0,2 mg Tabletten: Jede Tablette enthält 120 mg Lactose-Monohydrat. Sonstige Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Kartoffelstärke, Povidon (K25), Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid. Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der primären Enuresis nocturna bei Kindern ab 5 Jahren nach Ausschluss organischer Ursachen und wenn andere, nicht-medikamentöse Therapiemaßnahmen erfolglos waren. Zur Behandlung des Vasopressin-sensitiven zentralen Diabetes insipidus. Zur Behandlung der Nykturie verbunden mit nächtlicher Polyurie bei Erwachsenen (bei einer Urinproduktion in der Nacht, welche die Blasenkapazität überschreitet). Nocutil wird angewendet bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1. genannten sonstigen Bestandteile; Neurologische Erkrankungen und Demenz; Primäre und psychogene Polydipsie oder Polydipsie bei Alkoholikern; Herzinsuffizienz und andere Erkrankungen, die eine Behandlung mit Diuretika erfordern; Hyponatriämie oder eine Prädisposition zu Hyponatriämie; Mäßig starke bis schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min); Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH); Desmopressin - Tabletten sind nicht zur Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern (unter einem Alter von 5 Jahren) bestimmt. Pharmakotherapeutische Gruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Vasopressin und Analoga ATC Code: H01BA02. Packungsgrößen: Nocutil 0,1 mg – Tabletten: 30 Tabletten; Nocutil 0,2 mg – Tabletten: 15, 60 Tabletten. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. Kassenstatus: Nocutil 0,1 mg – Tabletten: NO-BOX. Nocutil 0,2 mg – Tabletten: Kassenfrei, Yellow Box, RE2. Zulassungsinhaber: Gebro Pharma GmbH, 6391 Fieberbrunn. Stand der Information: April 2014. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation.


Pantoprazol +pharma 40 mg magensaftresistente Tabletten Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine magensaftresistente Tablette enthält 40 mg Pantoprazol (als PantoprazolNatrium-Sesquihydrat). Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Eine magensaftresistente Tablette enthält 76,85 mg Maltitol und 0,69 mg Sojalecithin (siehe Abschnitt 4.4). Tablettenkern: Maltitol (E 965), Crospovidon Typ B, Carmellose Natrium, Wasserfreies Natriumcarbonat, Calciumstearat. Tablettenfilm: Poly(vinylalkohol), Talkum, Titandioxid (E 171), Macrogol 3350, Sojalecithin (E 322), Gelbes Eisenoxid (E 172), Wasserfreies Natriumcarbonat, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer-(1:1) Triethylcitrat. Anwendungsgebiete: Pantoprazol +pharma wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zur: Behandlung von Refluxösophagitis. Pantoprazol +pharma wird angewendet bei Erwachsenen zur: Eradikation von H. pylori in Kombinationstherapie mit geeigneten Antibiotika bei Patienten mit durch H. pylori verursachten Ulcera. Behandlung von Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwür. Behandlung von Zollinger-Ellison-Syndrom und andere Erkrankungen, die mit einer pathologischen Hypersekretion von Magensäure einhergehen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, substituierte Benzimidazole, Sojaöl, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei peptischem Ulkus und gastroesophagealer Refluxkrankheit, Protonenpumpenhemmer, Pantoprazol, ATC Code: A02BC02. Pantoprazol + pharma 40 mg magensaftresistente Tabletten, OP zu 7, 14 und 30 Stück. Rezept- und apothekenpflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: +pharma arzneimittel gmbh, A-8054 Graz, E-Mail: pluspharma@pluspharma.at. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Kombinations-FKI Tantum Verde Palette: Tantum Verde - Mundspray und Tantum Verde forte - Mundspray Zusammensetzung: 1 ml Tantum Verde - Mundspray enthält 1,5 mg Benzydaminhydrochlorid. 1 ml Tantum Verde forte - Mundspray enthält 3 mg Benzydaminhydrochlorid. Jeder Sprühstoß entspricht 0,17 ml Lösung. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 81 mg 96% Ethanol, 1 mg Methyl-4-Hydroxybenzoat und 15 mg Macrogolglycerolhydroxystearat pro ml. Sonstige Bestandteile gesamt: Saccharin-Natrium, Methyl-4-Hydroxybenzoat, Glycerin, 96% Ethanol, Pfefferminzaroma, Macrogolglycerolhydroxystearat, gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von schmerzhaften Entzündungs- und Schwellungszuständen des Mund- und Rachenraumes wie z.B. Infektionen, Laryngitis, Radiomukositis und postoperative Zustände. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Benzydaminhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile. Tantum Verde – Spray und Tantum Verde forte - Mundspray dürfen wegen des Gehaltes an Menthol (Pfefferminzaroma) nicht bei Säuglingen und Kindern bis zu 2 Jahren angewendet werden. Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Honig- und Orangengeschmack, Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Minzgeschmack, Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Zitronengeschmack Tantum Verde 3 mg - Pastillen mit Eukalyptusgeschmack Zusammensetzung: Eine Pastille enthält 3 mg Benzydaminhydrochlorid. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Honig- und Orangengeschmack: 3,1 g Isomalt und 0,02 mg Gelborange S (E 110) pro Lutschpastille. Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Minzgeschmack: 3,2 g Isomalt und 3,5 mg Aspartam (E 951) pro Lutschpastille. Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Zitronengeschmack: 3,2 g Isomalt und 3,26 mg Aspartam (E951) pro Lutschpastille. Tantum Verde 3 mg - Pastillen mit Eukalyptusgeschmack: 3,12g Isomalt pro Lutschpastille. Sonstige Bestandteile gesamt: Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Honig- und Orangengeschmack: Isomalt, Zitronensäure Monohydrat, Orangenaroma, Honigaroma, Levomenthol, Acesulfam Kalium, Chinolingelb (E104), Gelborange S (E110). Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Minzgeschmack: Aspartam (E 951), Isomalt, Menthol, Zitronensäure, Pfefferminzaroma, Zitronenaroma, Chinolingelb (E104), Indigotin (E 132). Tantum Verde 3 mg – Pastillen mit Zitronengeschmack: Aspartam (E 951), Isomalt, Zitronensäure, Zitronenaroma, Pfefferminzaroma, Chinolingelb (E 104), Indigotin (E 132). Tantum Verde 3 mg - Pastillen mit Eukalyptusgeschmack: Isomalt, Eukalyptusöl, Zitronensäuremonohydrat, Acesulfam-K, Levomenthol, Chinolingelb (E104), Indigotin (E132) Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von schmerzhaften Entzündungs- und Schwellungszuständen des Mund- und Rachenraumes wie Gingivitis, Stomatitis, Glossitis, Tonsillitis, Pharyngitis und Laryngitis. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren. Tantum Verde – Lösung zum Gurgeln Zusammensetzung: 1 ml enthält 1,5 mg Benzydaminhydrochlorid. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 1 mg Methyl-4-Hydroxybenzoat und 80 mg Ethanol 96% pro ml. Sonstige Bestandteile gesamt: Ethanol 96%, Glycerol, Methyl-4-Hydroxybenzoat, Pfefferminzaroma, Saccharin, Natriumhydrogencarbonat, Polysorbat 20, Chinolingelb (E 104), Patentblau (E 131), gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung von schmerzhaften Entzündungs- und Schwellungszuständen des Mund- und Rachenraumes, wie Gingivitis, Stomatitis, Glossitis, Tonsillitis und Parodontose sowie Pharyngitis und Laryngitis vor allem bei Erkältungskrankheiten. Unterstützung der konservativen und extraktiven Zahnbehandlung sowie Schleimhautentzündungen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. ATC-Code: A01AD Zulassungsinhaber: Angelini Pharma Österreich GmbH, 1200 Wien. Rezeptfrei, apothekenpflichtig. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, zu Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sind den veröffentlichten Fachinformationen zu entnehmen. Stand: Jänner 2017 Xarelto 10 mg/15 mg/20 mg Filmtabletten (Vor Verschreibung bitte die Fachinformation beachten). q Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung:

Wirkstoff: 10 mg/15 mg/20 mg Rivaroxaban. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, CroscarmelloseNatrium, Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat; Filmüberzug: Macrogol 3350, Hypromellose, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172). Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede 10 mg/15 mg/20 mg Filmtablette enthält 26,51 mg/24,13 mg/ 21,76 mg Lactose (als Monohydrat). Pharmakotherapeutische Gruppe: Direkte FaktorXa-Inhibitoren, ATC-Code: B01AF01 Anwendungsgebiete: 10 mg: Zur Prophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) bei erwachsenen Patienten nach elektiven Hüft- oder Kniegelenksersatzoperationen. Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen. 15 mg/20 mg: Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ab 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke in der Anamnese. Behandlung von TVT und Lungenembolien LE sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen. Besondere Patientengruppen (für 15 mg / 20 mg): für Patienten mit einer mittelschweren oder schweren Nierenfunktionsstörung sowie für Patienten mit einer TVT/LE, deren abgeschätztes Blutungsrisiko überwiegt, gelten spezielle Dosisempfehlungen. Patienten, die kardiovertiert werden sollen: Bei Patienten, bei denen eine Kardioversion erforderlich sein kann, kann die Behandlung mit Xarelto 15 mg / 20 mg begonnen oder fortgesetzt werden. Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern, die sich einer PCI (perkutane Koronarintervention) mit Stentimplantation unterziehen: Bei Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern, die eine orale Antikoagulation benötigen und sich einer PCI mit Stentimplantation unterziehen, gibt es begrenzte Erfahrungen mit einer reduzierten Dosis von 15 mg Xarelto einmal täglich (oder 10 mg Xarelto einmal täglich bei Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung [Kreatinin-Clearance 30 – 49 ml/min]) in Kombination mit einem P2Y12-Inhibitor für die Dauer von maximal 12 Monaten. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile; akute, klinisch relevante Blutungen; Läsionen oder klinische Situationen mit einem signifikanten Risiko einer schweren Blutung; die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulanzien, außer in der speziellen Situation der Umstellung der Antikoagulationstherapie oder wenn UFH in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen oder arteriellen Katheters zu erhalten; Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und einem klinisch relevanten Blutungsrisiko, einschließlich zirrhotischer Patienten mit Child Pugh B und C, verbunden sind; Schwangerschaft u. Stillzeit. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen: Eine klinische Überwachung in Übereinstimmung mit der antikoagulatorischen Praxis wird während der gesamten Behandlungsdauer empfohlen. Die Gabe von Xarelto sollte bei Auftreten einer schweren Blutung unterbrochen werden. Mit zunehmendem Alter kann sich das Blutungsrisiko erhöhen. Xarelto muss beim ersten Auftreten von schwerem Hautausschlag oder jedem anderen Anzeichen von Überempfindlichkeit in Verbindung mit Schleimhautläsionen abgesetzt werden. Nicht empfohlen: bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin-Clearance < 15 ml/min); bei Patienten, die zeitgleich eine systemische Behandlung mit Wirkstoffen, die gleichzeitig stark CYP3A4 und P-gp inhibieren, z.B. Azol-Antimykotika oder HIV-Proteaseinhibitoren, erhalten; bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko; bei Patienten, die gleichzeitig starke CYP3A4 Induktoren erhalten, es sei denn der Patient wird engmaschig auf Anzeichen oder Symptome einer Thrombose überwacht; Nicht empfohlen aufgrund des Fehlens von Daten: bei Patienten unter 18 Jahren; bei Patienten, die zeitgleich mit Dronedaron behandelt werden; bei Patienten mit künstlichen Herzklappen; bei Patienten mit einer LE, die hämodynamisch instabil sind oder eine Thrombolyse oder pulmonale Embolektomie benötigen. Mit Vorsicht empfohlen: bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko; bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (KreatininClearance 15 - 29 ml/min) oder mit einer Nierenfunktionsstörung, wenn gleichzeitig andere Arzneimittel eingenommen werden, die zu erhöhten Rivaroxaban Plasmaspiegeln führen; bei Patienten, die gleichzeitig auf die Gerinnung wirkende Arzneimittel erhalten; bei der Anwendung von neuraxialer Anästhesie oder Spinal/Epiduralanästhesie; Bei Patienten mit dem Risiko einer ulzerativen gastrointestinalen Erkrankung kann eine prophylaktische Behandlung erwogen werden. Obwohl die Behandlung mit Rivaroxaban keine Routineüberwachung der Exposition erfordert, können die mit einem kalibrierten quantitativen Anti-Faktor Xa-Test bestimmten Rivaroxaban-Spiegel in Ausnahmesituationen hilfreich sein. Xarelto enthält Lactose. Nebenwirkungen: Häufig: Anämie, Schwindel, Kopfschmerzen, Augeneinblutungen, Hypotonie, Hämatome, Epistaxis, Hämoptyse, Zahnfleischbluten, gastrointestinale Blutung, gastrointestinale und abdominale Schmerzen, Dyspepsie, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Pruritus, Hautrötung, Ekchymose, kutane und subkutane Blutung, Schmerzen in den Extremitäten, Blutung im Urogenitaltrakt (Menorrhagie – sehr häufig bei Frauen < 55 Jahre bei der Behandlung der TVT, LE sowie Prophylaxe von deren Rezidiven), Einschränkung der Nierenfunktion, Fieber, periphere Ödeme, verminderte Leistungsfähigkeit, Transaminasenanstieg, Blutung nach einem Eingriff (einschl. postoperativer Anämie und Wundblutung), Bluterguss, Wundsekretion. Gelegentlich: Thrombozytose, allergische Reaktion, allergische Dermatitis, zerebrale und intrakranielle Blutungen, Synkope, Tachykardie, trockener Mund, Leberfunktionsstörung, Urtikaria, Hämarthros, sich unwohl fühlen, Anstieg von: Bilirubin, alkalischer Phosphatase, LDH, Lipase, Amylase und der GGT. Selten: Gelbsucht, Blutung in einen Muskel, lokale Ödeme, Anstieg von konjugiertem Bilirubin, vaskuläres Pseudoaneurysma. Nicht bekannt: Kompartmentsyndrom oder (akutes) Nierenversagen als Folge einer Blutung. Erfahrungen seit der Marktzulassung (Häufigkeit nicht abschätzbar): Angioödem und allergisches Ödem, Cholestase und Hepatitis (einschließlich hepatozelluläre Schädigung), Thrombozytopenie, Steven-Johnson-Syndrom/toxisch epidermale Nekrolyse. Inhaber der Zulassung: Bayer AG, 51368 Leverkusen, Deutschland Verschreibungs-/ Apothekenpflicht: Rezeptpflichtig (NR), apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sind den veröffentlichten Fachinformationen zu entnehmen. Stand der Information: 11/2017. Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung: Österreich, Bayer Austria Ges.m.b.H., Tel: +43-(0)1-711 460.

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A&P 06|2018  
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