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44. Jahrgang/Nr. 43  •  24. Oktober 2012  •  € 4,-

Blickdiagnose

Obstipation

Dr. W. Wiesmayr:

Henry Schein

Nicht immer stecken Viren, Pilze oder Bakterien hinter Dermatosen. In diesem Fall war ein Inhaltsstoff einer Creme der Übeltäter.

Praxis-Tipp: Die Gefahr durch Laxanzienabusus ist relativ gering im Vergleich zur Belastung durch chronische Verstopfung. 6

„Prinzipiell ist Palliati­ve Care eine zutiefst hausärztliche Aufgabe, der wir sicher ge­­wachsen sind.“ 16

Der Henry Schein Medical Shop in der MT bietet hochwertige Produkte zu Top-Preisen. 23

6

Grazer Fortbildungstage Trazodon

Kopfschmerz richtig abklären 02/2012

Das bewährte AnTidepressivum

An den diesjährigen Grazer Fortbildungstagen refeFachkurzinformation auf Seite 20 rierte Dr. Gregor Brössner, RZ anz trttico 43x66.indd 1 03.02.12 13:54 Leiter der Ambulanz für Kopf- und Gesichtsschmerzen an der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie, über die Diagnostik

Achttausender zu gewinnen

u 24

von Kopfschmerzen. Gezielte Untersuchungen sind klarerweise wahlloser Bildgebung vorzuziehen. Doch um entscheiden zu können, wer wie viel Diagnostik braucht, muss erst festgestellt werden, ob das Sym-

Praxis: Dr. Neuhofer in Linz

PCOS betrifft auch Männer

Wird bei Frauen ein Polyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS) diagnostiziert, sollten auch deren männliche Verwandte durchgecheckt werden. u 10

European Health Award Anlässlich des European Health Forum Gastein wurde das Health-Literacy-Projekt mit dem European Health Award ausgezeichnet. u 19

Wien sucht MiMi-Lotsen Im Rahmen des Projekts MiMi werden in Wien Migranten zu Gesundheitslot­ sen für ihre Volksgruppen ausgebildet. u 21

MT besuchte den Dermatologen Dr. Johannes Neuhofer in seiner Ordination. Für den Obmann der Fachgruppe der Dermatologen in OÖ ist die Haut ein Spiegel der Gesellschaft. u 14

ptom für sich alleine steht oder Folge einer anderen Grunderkrankung ist, denn nur dann sind Zusatzuntersuchungen notwendig. So ist etwa Fieber ein Warnzeichen, das weitere Abklärung erfordert. Hingegen ist

selbst bei langjährig bestehenden, konstanten Kopfschmerzen, die als primäre Kopfschmerzen einzuord-

nen sind, in der Regel keine kraniale Bildgebung notwendig, sondern hier reicht die Anamnese aus. u 9

Ergebnisse der SVA-Urbefragung

Das Service ausbauen Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) bat ihre Versicherten zur Urbefragung, rund ein Fünftel machte mit. Nun wurden die Ergebnisse präsentiert. Die Versicherten sprechen sich dabei klar für die Beibehaltung der Selbstbehalte und gegen eine stärkere Umverteilung der Beitragshöhe aus. Erwartungsgemäß wünschen sich die Versicherten mehr Ser-

vice von ihrer Versicherung – etwa eine bessere Transparenz bei den Beitragsvorschreibungen. Hier sieht die SVA-Spitze noch „Luft nach

oben“. Auf Zustimmung treffen die bereits bestehenden Präventionsmaßnahmen der SVA, diese sollten weiter ausgebaut werden. u 17

Kognitiv beeinträchtigte Menschen

An Demenz denken Menschen mit Down-Syndrom haben schon mit 40 Jahren ein erhöhtes Demenzrisiko. Doch diese Erkrankung wird bei ihnen leicht übersehen. Das liegt auch an der mangelnden Routine: Als Folge der Euthanasie in der Nazi-Zeit und der geringen

Lebenserwartung in der Vergangenheit liegen kaum Erfahrungen mit dieser speziellen Patientengruppe vor. Knifflig ist die Demenzdiagnostik bei geistig beeinträchtigten Menschen auch, weil die typischen kognitiven Schwächen oft nicht auffallen. Auf-

merksam sollte man aber werden, wenn Betroffene plötzlich ein aggressives Verhalten an den Tag legen oder die Alltagskompetenz nachlässt. Die Lebenshilfe Österreich führte Experten aus Medizin, Pflege und Behindertenbetreuung zusammen. u 12

Grüße aus Genericon ECHT ÖSTERREICHISCH – ECHT GENERICON N

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29.08.2012 13:17:5


Zum Thema

Medizin

Medizin Wissenschaft

für die Praxis................................ 4

Praxis-Tipp

Laxanzienabusus stellt keine Gefahr dar.......................... 6

Kongress live

Graz: Wann chronischen Kopfschmerz abklären?................9

Endokrinologie

PCOS: Risikoassessment auch bei männlichen Verwandten.....10

Diabetes

Wechselseitiger Zusammenhang mit psychischen Problemen .....12

Praxisporträt

Hautarzt Dr. Neuhofer und der „Johannesweg“..............14

 olitik & P Praxisführung SVA-Urbefragung

Obmann Leitl präsentierte kürzlich die Ergebnisse.............17

Wahlärzte

Umfrage der ÄK NÖ zeigt wenig Wissen der Patienten...... 18

Health Forum Gastein

Health Award für Health-Literacy-Projekt............19

Gesundheitslotsen

Neues Projekt in Wien soll Migranten unterstützen............21

Mit der Einsendung eines Manuskriptes erklärt sich der Urheber damit einverstanden, dass sein Beitrag ganz oder teilweise in allen Ausgaben, Sonderpublikationen und elektronischen Medien der Medizin Medien Austria GmbH und der verbundenen Verlage veröffentlicht werden kann. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Photokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages repro­ duziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfäl­ tigt, verwertet oder verbreitet werden. Anmerkung der Redaktion: Zur besseren Lesbarkeit wurde an einigen Stellen die männliche Schreibweise gewählt, z.B. „Ärzte“ statt „Ärztinnen“. Dabei handelt es sich ausdrücklich um keine Bevorzugung eines Geschlechts.

Aufwind für klinische Forschung WIEN – Anfang Oktober wurden die Ergebnisse der zweiten Ausschreibung zur Klinischen Forschung (KLIF) bekannt gegeben. Von 123 Anträgen werden 17 Forschungsprojekte mit insgesamt 3,27 Mio. Euro gefördert. Das FWF-Förderprogramm finanziert patientenorientierte klinische Forschung, die nicht auf Gewinn ausgerichtet ist und hinsichtlich deren Ergebnisse keine unmittelbaren Interessen vonseiten der Wirtschaft bestehen. Beantragte Forschungsprojekte müssen Probanden involvieren. Von den 123 Anträgen, die in diesem Jahr eingereicht worden sind, wurden 17 bewilligt (siehe KLIF fördert patientenorientierte Forschung, etwa ein Projekt über den Zusammenhang von Paradontose und pAVK in Graz. auch Kasten) - zum Zuge kommen bereits zum zweiten Mal eine Rei- dontale Therapie einen Einfluss auf und Pharmakogenetik im Gludie Medizinischen Universitäten. Wissenschaftsminister Univ.- he von exzellenten Projekten för- die kardiovaskuläre Morbidität und kosestoffwechsel“ (Dr. Elisabeth Prof. Dr. Karlheinz Töchter- dern zu können. Mortalität, hat, wird im Rahmen Lerchbaum, Klinische Abteilung le, FWF-Präsident Univ.-Prof. Dr. Mundgesundheit & pAVK der Studie „Parodontale Therapie für Endokrinologie und StoffChristoph Kratky und Univ.und Reduktion der Gefäßinflam- wechsel, Med Uni Graz). Es wird Prof. Dr. Markus Müller, VizeOb bei Patienten mit peripherer mation bei Patienten mit pAVK“ die Hypothese getestet, ob eine Virektor für Forschung an der Med- arterieller Verschlusskrankheit und untersucht (Univ.-Prof. Dr. Ger- tamin-D-Supplementierung metaUni Wien zeigten sich erfreut, aggressiver Parodontitis eine paro­ ald Seinost, Klinische Abteilung bolische Parameter bei Frauen mit für Angiologie, Med Uni Graz). und ohne PCOS verbessert. Außerdem sollen Daten über pharGenetische Suizidalität ® makogenetische Effekte von VitaGefördert wird auch die „Wiener min-D-assoziierten genetischen Studie zur Genetik von Suizidali- Varianten generiert werden. tät bei affektiven Erkrankungen“ Biomarker für Schwere (Ass.-Prof. PhD Dr. Alexandra von Allergie-Symptomen Schosser-Haupt, Univ.-Klinik für Psychiatrie und PsychotheraDas Pilot-Projekt „Sphingosipie, MedUni Wien), die das Ziel ne-1-Phosphat (S1P) als Biomarhat, Erkenntnisse über Risikoge- ker für den Schweregrad von Nahne für Suizidalität zu bringen. Pa- rungsmittelallergien“ (Prof. PD tienten mit und ohne suizidales DDr. Eva Untersmayr-ElsenVerhalten bei affektiver Erkran- huber, Institut für Pathophysiokung werden darin verglichen, um logie und Allergieforschung, MedIND-frei mehr über Ätiologie und poten- Uni Wien) wird erforschen, ob ab 1. Oktober zielle Biomarker zu erfahren. Ver- S1P-Serumtiter bei nahrungsmitfolgt wird dabei ein kombinierter telallergischen Kindern verändert genetischer, epigenetischer und sind und ob der S1P-Spiegel mit Genexpressions-Ansatz. dem Schweregrad der allergischen Vitamin D & Stoffwechsel Reaktion während oraler Allergenprovokation korreliert. Damit Ebenfalls bewilligt wurde eine würde ein Marker zur Verfügung Studie mit dem Titel „Vitamin D stehen, um die Ausprägung der Fachkurzinformation auf Seite 20 Symptome zu ­prognostizieren

Candesartan/HCT rtp Jetzt kommt Bewegung in die Blutdrucktherapie

Impressum.............................. 6

KLIF-Ausschreibung 2012: Die geförderten Projekte stehen fest

Immunmodulation & VIN

  Weitere KLIF-Projekte, die 2012 bewilligt wurden

u „Bortezomid bei später humoraler Nierentransplantat-

u „Quantifizierung der diffusen Myokardfibrose mit kardi­

Abstoßung“ (Univ.-Prof. Dr. Georg A. Böhmig, Univ.-Kli­ nik für Innere Medizin III, MedUni Wien) u „Genvarianten in Krebsstammzellen und KolonkarzinomPrognose“ (Ass.-Prof. PD Dr. Armin Gerger, Klinische Ab­ teilung für Onkologie der Universitätsklinik für Innere Medizin, Med Uni Graz) u „Strategische Kühltherapie bei Patienten mit akutem Myokardioinfarkt“ (Dr. Christoph Testori, Universitätskli­ nik für Notfallmedizin, MedUni Wien) u „VITA-D RCT: Verbessert Vitamin D das TransplantatOutcome?“ (PD Dr. Kyra Alexandra Borchardt, Univ.-Kli­ nik für Innere Medizin III, MedUni Wien) u „Motorische Aktivität im Schlaf in Gesundheit und Krankheit“ (PD Dr. Birgit Frauscher, Universitätsklinik für Neurologie, Med Uni Innsbruck) u „Entwicklung von Schlaf-Wach-Zyklen bei Frühge­ borenen und deren Auswirkungen“ (Dr. Katrin Kle­ bermaß-Schrehof, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, MedUni Wien)

aler MRT“ (Univ.-Prof. Dr. Julia Mascherbauer, Universi­ tätsklinik für Innere Medizin II, MedUni Wien) u „Prognoseparameter bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Linksventrikelfunktion“ (PD Dr. Diana Bon­ dermann, Universitätsklinik für Innere Medizin II, Med­ Uni Wien) u „Flicker-induzierte Änderung des retinalen Blutflusses bei Diabetes“ (Univ.-Prof. DI Dr. Leopold Schmetterer, Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik, MedUni Wien) u „Geschwindigkeitsprofile in retinalen Arterien und Venen“ (Univ.-Ass. DI (FH) René Werkmeister, Zentrum für Medizi­ nische Physik und Biomedizinische Technik, MedUni Wien) u „Kleinhirntumore des Kindesalters – kognitives Outcome und funktionelle Konnektivität“ (Dr. Christian Dorfer, Universitätsklinik für Neurochirurgie, MedUni Wien) u „Klinische Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) bei 7 Tesla“ (Dr. Simon Robinson, Universitätskli­ nik für Radiodiagnostik, MedUni Wien)

Im Projekt „Imiquimod versus Chirurgie zur Behandlung der Vulvären Intraepithelialen Neoplasie (VIN)“ (Dr. Gerda Trutnovsky, Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Med ­Uni Graz) wird die primäre Therapie mit dem Immunmodulator mit der bisherigen Standardtherapie verglichen. ph

i

Dritte Ausschreibung Die nächste KLIF-Auschrei­ bung ist bereits eröffnet: Bis Ende Februar 2013 können Wissenschaft­ ler, die in Österreich klinisch tätig sind oder mit einer Klinik koope­ rieren, Anträge einreichen. Weitere Informationen: http://www.fwf.ac.at/de/projects/ klinische-forschung.html

Foto: CandyBox Images / Fotolia.com

Aus dem Inhalt

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

12359MAIRA

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Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

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Arzt-Patienten-Kommunikation

Schmerzwochen wollen sensibilisieren WIEN – Die traditionell im Herbst stattfindenden Österreichischen Schmerzwochen wollen sowohl bei Ärzten als auch in der Bevölkerung die Bedeutung eines guten Schmerzmanagements stärken. Dazu wird intensiv informiert.

Foto: fotodienstSarah-Maria Kölbl

„In der Schmerzforschung beob­ achten wir eine Reihe verbreiteter Hürden auf dem Weg zu einer adäquaten Schmerztherapie, wie sie heute möglich ist“, so Univ.-Prof. Dr. Günther Bernatzky, Präsident der Österreichischen Schmerzgesellschaft. „Das sind zum einen institutionelle Hemmnisse wie unzureichende schmerzmedizinische Infrastruktur oder – in vielen Ländern – ein eingeschränkter Zugang zu wirksamen Schmerz-Medikamenten. Eine andere Art von Barriere hat mit Univ.-Prof. Dr. Günther Bernatzky

Kommunikationspräferenzen, Ärzte sollten deshalb ein flexibles Kommunikationsverhalten zeigen. Die auf dem IASP-Kongress in Mailand kürzlich gegebene Empfehlung an Ärzte lautete daher: „Stellen Sie Fragen, beziehen Sie Patienten ein, klären Sie deren Familien auf!“ u Ärzte sollten Patienten aktiv zum Thema Schmerz befragen, sorg-

fältig zuhören und auf Bedenken eingehen. Patienten sollten gefragt werden, ob sie Schmerzen haben und wie intensiv und hartnäckig diese Schmerzen sind. Es sollte herausgefunden werden, ob sie im Zusammenhang mit ihren Schmerzen besorgt sind – falls ja, sollte das bei nächster Gelegenheit angesprochen werden.

u Patienten,

die sich bei den Entscheidungen für ihr Schmerzmanagement aktiv einbezogen fühlen, werden sich besser daran halten und werden eher empowered, etwas gegen ihre Schmerzen zu tun. u Wenn Schmerzpatienten das Gefühl haben, dass ihre Familie nicht an ihre Schmerzen glaubt oder z.B. gegen Opioid-Schmerz-

medikamente Bedenken hat, werden sie tendenziell ihre Medikamente weniger intensiv einnehmen. Die Aufklärung auch von Familienmitgliedern spielt also eine wichtige Rolle. Die Schmerzwochen finden heuer zum zwölften Mal statt und werden von Sponsoren aus der pharmazeutischen Industrie unterstützt. red

Ne Op ue tio n

Eine Substanz

se it 1. Xar e Ju ni lto ® 20 12 15 m g in de und rg elb 20 m en g Bo x( RE 1)

von Anfang an zur Therapie der TVT

persönlichen Einstellungen, Mentalitäten, Vorurteilen und Klischees zu tun.“ Warum Schmerztherapien nicht eingesetzt werden bzw. von den Patienten nicht angenommen werden, ist Gegenstand von Forschungsarbeiten und Thema bei vielen großen medizinischen Tagungen.

und Sekundärprophylaxe von TVT/PE

Aktuelle Studien So erfasst etwa eine Studie der Anästhesie-Schmerzambulanz der Charité (Berlin), die beim Deutschen Schmerzkongress vorgestellt wird, die „internen und externen Faktoren als mögliche Gründe für die NonAdhärenz zur Schmerzmitteleinnahme“ von Schmerzpatienten. Die Auswertung von 61 Fragebögen zeigt, dass als häufigster Grund für ihr Verhalten die Angst vor Risiken und Nebenwirkungen der Schmerzmittel angegeben wird. Die Schlussfolgerung der Studienautoren: Eine Steigerung der Adhärenz könnte über eine Verbesserung der Aufklärung und Kommunikation z.B. zu Sorgen vor Nebenwirkungen erfolgen. Das Uniklinikum Freiburg wiederum hat 700 Patienten mit chronischem Rückenschmerz (CRS) über ihre kommunikativen Präferenzen beim Arzt-Patienten-Gespräch befragt: Am wichtigsten war den Befragten „eine effektive und offene Kommunikation des Arztes“. Am wenigsten wichtig ist den Patienten, „mit dem Behandler über Persönliches zu reden“. Weil der Interventionserfolg bei chronischen Schmerzen von einer gelungenen Arzt-PatientenKommunikation abhängen kann, folgern die Studienautoren: CRS-Patienten unterscheiden sich in ihren

1205.0092.L.GM.Xarelto TVT = tiefe Venenthrombose, PE = Pulmonalembolie Dosierung siehe Fachinformation 15 mg und 20 mg Tabletten Fachkurzinformation auf Seite 20


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Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Wissenschaft für die Praxis

Um sich auf dem aktuellen Stand zu halten, nutzen immer mehr Ärzte das Internet.

www.meindfp.at

Immer mehr gehen ins Netz WIEN – Die Akademie der Ärzte freut sich über den 20.000sten User ihrer Fortbildungsplattform www.meindfp.at. Die von der Österreichischen Akademie der Ärzte eingerichtete digitale Fortbildungsplattform „www.meindfp.at“ erweist sich als Renner. Das beweist der anhaltende Zuwachs an Usern. Kürzlich registrierte sich der 20.000ste Arzt (siehe Kasten), um E-Learning-Angebote zu nutzen und die im Rahmen des kontinuierlichen Diplom-Fortbildungs-Programms (DFP) der Österreichischen Ärztekammer erworbenen Punkte zu dokumentieren. „Mit meindfp.at hat die Akademie der Ärzte eine einzigartige Plattform geschaffen, die die österreichischen Ärzte bei der Planung und Durchführung ihrer individuellen Fortbildungsportfolios unterstützen soll“, erklärt Dr. Wolfgang Routil, Präsident der Akademie der Ärzte: „Die Online-Fortbildung ist ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil, um das ärztliche Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten.“ Zwei Drittel der

laut Ärztegesetz vorgeschriebenen 150 DFP-Punkte können auf diese Weise gesammelt werden.

Mehr als 1000 Fachartikel Insgesamt sind in dem elektronischen Fortbildungssystem 1050 Artikel aus unterschiedlichen Fachbereichen – von der Allgemeinmedizin über die interne Medizin bis hin zur Urologie – für die ärztliche Diplomfortbildung veröffentlicht. Durchschnittlich jeden zweiten Tag wird ein neuer medizinischer Fachartikel ins Netz gestellt. Die Sammlung der Beiträge ist nach strengen Kriterien qualitätsgesichert und bietet den Ärzten zusätzlichen Komfort durch eine OnlineWissensabfrage, eine automatische Teilnahmebestätigung und die Buchung der Punkte auf dem individuellen Fortbildungskonto. Rund 4,8 Millionen Punkte wurden bereits auf Konten gebucht, wobei jedes eröffnete Konto durchschnittlich über 238 DFPPunkte verfügt. MK Fortbildung online unter: www.meindfp.at/

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Gratulation an den 20.000 User

Foto: Ch. Ascher

Der 20.000ste österreichische Arzt, der seine Fortbildungen online auf meindfp.at dokumentiert, ist Prim. PD Dr. Udo Nagele, Abteilungsvorstand Urologie und Andrologie des Landeskrankenhauses Hall. „Bisher habe ich mir meine Fortbildungspunkte in Deutschland geholt“, erklärt der Urologe, der Anfang 2009 vom Universitätsklinikum Tübingen nach Tirol kam. Obwohl sich die Fortbildungssysteme in Österreich und Deutschland ähneln, erwies sich die Umwandlung von deutschen in österreichische Diplomfortbildungspunkte auf Dauer zu mühselig. Prim. PD Dr. Daher registrierte sich Prim. Nagele Udo Nagele kurz entschlossen auf meindfp.at. Der Urologe lobt die Usability der Fortbildungsplattform: „Es macht Sinn, dass Ärzte ihre Fortbildung nachweisen müssen. Und es ist gut, dass sich diese Notwendigkeit so einfach wie möglich gestaltet.“

Die Therapie von Patienten mit Alzheimer-Demenz, vaskulärer Demenz und Lewy-Körperchen-Demenz wurde kritisch analysiert. Alle folgenden Bewertungen gelten im Vergleich mit Placebo. „Wahrscheinlich nützlich“ zur Behandlung der kognitiven Symptomatik von Patienten mit den genannten Demenzformen sind Acetylcholinesterase-Inhibitoren (Donepezil, Galantamin, Rivastigmin) und der N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)Rezeptor-Antagonist Memantin. Dies gilt auch für die Behandlung von Verhaltens- und psychischen Symptomen dieser Patienten. „Unbekannt wirksam“ zur Behandlung kognitiver Symptome sind Ginkgo-biloba-Extrakte,

nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Omega-3-Fettsäuren in Fischöl, Statine und nichtpharmakologische Interventionen wie die kognitive Stimulation, Musiktherapie oder Gedächtnistherapie. „Unbekannt wirksam“ zur Behandlung von Verhaltensund psychischen Symptomen sind Antidepressiva (Clomipramin, Fluoxetin, Imipramin, Sertralin), Benzodiazepine (Diazepam, Lorazepam), sogenannte Stimmungsstabilisatoren (Carbamazepin, Valproat) und nichtpharmakologische Interventionen wie die Aromatherapie, kognitive Verhaltenstherapie oder Übungstherapie. Bei der Anwendung von Antipsychotika (Haloperidol, Olanzapin, Quetiapin,

Univ.-Prof. Dr. Heinz F. Hammer

Risperidon) zur Behandlung von Verhaltens- und psychischen Symptomen der Demenzpatienten muss „zwischen Nutzen und Schaden abgewogen“ werden. Für die Praxis: Acetylcholinesterase-Inhibitoren und Memantin beeinflussen die Symp­ tomatik von Demenzpatienten wahrscheinlich positiv. Ihre Nebenwirkungen sind zu beachten. R. Butler et al., Clin Evid 2012; 9

Mit Magnesiumsupplementen Muskelkrämpfen vorbeugen? Die Cochrane Neuromuscular Disease Group untersuchte in einer Metaanalyse, ob Magnesiumsupplemente Muskelkrämpfen vorbeugen. Ausgewertet wurden vier Studien zu idiopathischen Muskelkrämpfen mit 322 Teilnehmern und drei zu Muskelkrämpfen in der Schwangerschaft mit 202 Teilnehmerinnen. Bei idiopathischen Muskelkrämpfen hatte Magnesium im Vergleich zu Placebo nach vierwöchiger Anwendung keinen signifikanten Effekt auf die wöchentliche Krampffrequenz. Auch bezüglich der Intensität oder Dauer der Muskelkrämpfe wurde keine Signi-

fikanz erreicht. Für schwangerschaftsassoziierte Muskelkämpfe war eine Metaanalyse nicht möglich. Die beiden placebokontrollierten Studien zeigten gegensätzliche Ergebnisse zur Häufigkeit und Intensität der Krämpfe. Die Nebenwirkungen der Magnesiumgabe lagen insgesamt auf Placeboniveau. Für die Praxis: Der präventive Nutzen von Magnesium bei idiopathischen Muskelkrämpfen erscheint fraglich. Ein Nutzen in der Schwangerschaft ergibt sich aus den vorliegenden Studien nicht.

Foto: Maridav / Fotolia.com

Foto: BilderBox.com

Therapie der Demenz

S.R. Garrison et al., The Cochrane Library 2012; CD009402.pub2

Mortalität beim ST-Hebungsinfarkt (STEMI) sank in den letzten 15 Jahren Französische Wissenschafter haben den Verlauf der Mortalität bei STEMI in den letzten 15 Jahren analysiert. Dazu wurden aus landesweiten französischen Registern der Jahre 1995, 2000, 2005 und 2010 insgesamt 6707 Patienten mit STEMI ausgewertet. Das Durchschnittsalter der Patienten ging im Beobachtungszeitraum von 66 auf 63 Jahre zurück, parallel zur Zahl der kardiovaskulären Ereignisse in der Anamnese und der Begleiterkrankungen. Der Anteil weiblicher Patienten unter 60 Jahren stieg von 12 % auf 26 %. Bei diesen Patientinnen nahm der Anteil der Raucherinnen von 37  % auf 73  % und der Adipösen von 18  % auf 27  % zu. Die Zeit vom Symptombeginn bis zur Klinikaufnahme verringerte sich. Der

Anteil der Patienten mit Reperfusionstherapie stieg von 49  % auf 74  %, vor allem durch mehr primäre perkutane koronare Interventionen (61  % statt 12  %). Niedermolekulare Heparine und Statine wurden häufiger angewendet. Die 30-Tage-Mortalität fiel im Be­obachtungszeitraum von 14 % auf 4,4 %.

Für die Praxis: In Frankreich ging die Mortalität von Patienten mit STEMI zwischen 1995 und 2010 eindrucksvoll zurück. Die Klinikaufnahme beschleunigte sich. Die Reperfusionstherapie und empfohlene Medikamente wurden häufiger eingesetzt. E. Puymirat et al., JAMA 2012; 1–8 [Epub ahead of print]

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Praxis-Tipp

Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Impressum

Chronische Obstipation ist eine Krankheit

Keine Angst vor Laxanzien Internationale Wochenzeitung für Österreich

mäßig einnehmen, wie das bei anderen chronischen Erkrankungen auch gefordert wird. Man unterscheidet verschiedene Formen der chronischen Verstopfung. An einer Slow-Transit-Obstipation, bei welcher der Transport des Darminhalts verzögert ist, leiden zirka 13 Prozent der Betroffenen. Bei einem Viertel der Patienten liegt eine Outlet-Problematik mit funktioneller Obstruktion bei der Defäkation vor. Die häufigste Störung aber ist mit 59 PRozent die Normal-Transit-Obstipation.

HAMBURG – Der Laxanzienabusus ist keine echte Gefahr, sondern eher ein Mythos. Während bei Dauergebrauch von Abführmitteln kaum relevante Nebenwirkungen zu befürchten sind, stellt die chronische Obstipation für die Betroffenen ein reales Problem dar. Apotheker und auch viele Kollegen warnen immer wieder vor dem Laxanzienabusus. Dabei gibt es kaum Studien zu den Nebenwirkungen beim dauerhaften Einsatz dieser Medikamente. Alt bekannt ist die Melanosis coli. Makrophagen nehmen durch Anthrachinon gefärbte apop­totische Epithelzellen auf, wodurch die Schleimhaut schwarz aussieht. Diese dunkle Färbung hat aber keinerlei Krankheitswert, betonte Prof. Dr. Heiner Krammer vom End- und Dickdarmzentrum in Mannheim auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Histologisch seien bei Langzeitgebrauch von Laxanzien keine charakteristischen Veränderungen nachweisbar, betonte der Gastroenterologe.

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nach und es waren keine Dosiserhöhungen erforderlich. In einer anderen Untersuchung hat man Natriumpicosulfat-Nutzer befragt. Zwei Drittel gaben an, die Dosis im Laufe der Zeit erhöht zu haben. Dies kann aber auch als Zeichen der Verschlimmerung der chronischen Grundkrankheit, der Obstipation, gewertet werden, meinte der Referent.

Regelmäßig, nicht nach Bedarf nehmen Denn als genau dies, nämlich eine chronische Erkrankung, sollte man laut Prof. Krammer das Problem ansehen. Und damit bedarf es der Therapie. Laxanzien sollten hierzu nicht als Bedarfsmedikation verordnet werden, erklärte der Experte. Vielmehr müssen chronisch obstipierte Patienten ihre Abführmittel regel-

Grundlage, da keines der verwendeten Medikamente die BlutHirn-Schranke überwindet, so der Referent. Einzig bei psychischen Erkrankungen, namentlich Bulimie und Anorexie, wird eventuell Missbrauch betrieben. Eine weitere Befürchtung betrifft die ständige Dosiserhöhung aufgrund von Gewöhnung oder Tachyphylaxie. Hierzu gibt es eine Langzeitstudie mit Patienten, die nach Rückenmarksverletzungen Bisacodyl bis zu 34 Jahre lang einnahmen. Die Wirkung ließ während der Anwendungszeit nicht

Für die Therapie gibt es keine „guten oder schlechten Laxanzien“. Je nach Wirkprinzip unterscheidet man Füll- und Quellstoffe, osmotische und stimulierende Laxanzien. Passend zur Ursache und auch zur empirisch ermittelten Wirksamkeit muss dann das geeignete Laxans, möglicherweise auch eine Kombination verschiedener Wirkstoffe, gefunden werden. SK

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Verlag und Herausgeber: Medizin Medien Austria GmbH Anschrift: 1120 Wien, Grünbergstr. 15 Telefon: (01) 54 600-0, Fax: (01) 54 600-710 Geschäftsführer: Thomas Zembacher Verkaufsleitung: Reinhard Rosenberger Telefon: (01) 54 600-510 E-Mail: rosenberger@medical-tribune.at Anzeigenleitung: Thomas Schmuttermeier Telefon: (01) 54 600-540 E-Mail: schmuttermeier@medical-tribune.at Anzeigenabwicklung: Mag. Edyta Konarzewska Telefon: (01) 54 600-513 E-Mail: ek@medizin-medien.at Redaktionsleitung Print MMA Bettina Kammerer Telefon: (01) 54 600-610 E-Mail: kammerer@medizin-medien.at Chefredaktion: Mag. Silvia Jirsa Telefon: (01) 54 600-620 E-Mail: jirsa@medical-tribune.at Berater des Herausgebers: Univ.-Prof. Dr. med. Heinz F. Hammer Redaktion: Mag. Anita Groß, Dr. Luitgard Grossberger, Mag. Patricia Herzberger (Chefin vom Dienst), Dr. Silvana Schwitzer Fax: (01) 54 600-750 E-Mail: redaktion@medical-tribune.at Lektorat: Mag. Eva Posch Layout und Herstellung: Günther Machek, Hans Ljung, Martin Jandrisevits, Johannes Spandl Ständige Mitarbeiter: Reno Barth, Univ.-Prof. Dr. med. Heinz F. Hammer, Univ.Prof. Dr. med. Johann Hammer, Mag. Dr. med. Rüdiger Höflechner, Dr. med. Anita Kreilhuber, Hannes Schlosser, Mag. Tanja Schuch, Dr. med. Ulrike Stelzl Aboservice Medical Tribune 1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 24 Telefon: 01/361 70 70-572 Telefax: 01/361 70 70-9572 E-Mail: aboservice@medizin-medien.at Bezugsbedingungen: Einzelpreis € 4,- Jahresabo € 72,- (inkl. Porto), Studenten und Ärzte in Ausbildung € 52,Konto für Abo-Zahlung: Hypo Bank Tirol, Konto-Nr.: 520 11 020 864; BLZ: 57000

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Druck: Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG, D-97204 Höchberg Bankverbindung: Hypo Bank Tirol, Konto-Nr.: 520 11 014 031 BLZ: 57000 DVR-Nr.: 4007613; ISSN 0344-8304 Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften. Beteiligung: Alleinige Gesellschafterin der Medizin Medien Austria GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Herr Holger Hüthig mit 7,02 %, Frau Ruth Hüthig mit 0,45 %, Frau Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Herr Sebastian Hüthig mit 0,28 %.

Leseranalyse medizinischer Fachzeitschriften


Medizin

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Keine Evidenz für Vorteile – im Gegenteil

Schnellere Athleten ohne Sportdrinks

Schwache Leistungen, Hitzschlag, Muskelkrämpfe – all das droht bei mangelnder Hydratation, so die heute gängigen Thesen. Nach einer Recherche des „British Medical Journal“ sind die meisten dieser Empfehlungen eigentlich „industriegemacht“. Denn natürlich ist es mit reinem Wasser nicht getan, es müssen schon elektrolyt- bzw. kohlenhydrathaltige Lösungen sein, die Sportler konsumieren sollten. Und der einfache Durst gilt als schlechter Marker für die drohende Austrocknung, deshalb gibt es eine Flut von Ratschlägen, wann und wie viel Flüssigkeit nachgeladen werden muss.

ressiert die Frage, ob Volumen generell oder die Art der Flüssigkeit für den Elektrolytmangel verantwortlich ist.

Kein Vorteil gegenüber reinem Wasser Die größte prospektive Studie zu diesem Thema kommt zu dem Schluss, dass es keine Asso-

ziation zwischen der Zusammensetzung von Getränken und der Hyponatriämie gibt. Die Menge ist der entscheidende Faktor. Das heißt also, dass Sportmixgetränke gegenüber reinem Wasser keinen Vorteil bringen. Aber selbst Kinder in Schulen oder auf Sportplätzen werden inzwischen dazu angehalten, alle 15

bis 20 Minuten ihre Übungen zu unterbrechen und einen Sportdrink zu sich zu nehmen. Der verbreitete Genuss von Sportgetränken begünstigt zudem – in allen Altersklassen – die Gewichtszunahme. Denn ein halber Liter dieser Limonaden enthält bis zu 30 Gramm Zucker. Prof. Dr. Tim Noakes von der Univer-

sität Kapstadt meint dazu: „Wenn Athleten Sportdrinks meiden, werden sie dünner und rennen schneller.“ Sein abschließender Kommentar zum Thema Hydratation von Sportlern lautet daher: „Du verlierst Wasser, du wirst durstig, du trinkst – Ende der Geschichte.“ AB Deborah Cohen, BMJ 2012; 345: e4737

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london – Bis vor 30 Jahren war die Hydratation von Athleten noch kein Thema. Mit zunehmender Popularität des Laufens, z.B. beim Marathon, witterte die Industrie ihre Chance. Und so traten Sportdrinks ihren Siegeszug an.

Dehydratationsgefahr weit überschätzt Alles begann, als ein Nephrologe aus Florida Mitte der 1960erJahre Wasser mit Natrium, Kaliumphosphat, Zucker und einem Hauch Zitronenaroma versetzte: Gatorade war geboren. Es sollte ein amerikanisches Footballteam – die Gators – vor den vermeintlichen Folgen der Dehydratation schützen. Von da an erlebte der Sportdrinkmarkt einen bis heute anhaltenden Boom. Der Schlüssel dieses Erfolgs liegt in der cleveren Verknüpfung von Wissenschaft und Marketing, schreibt Deborah Cohen im „British Medical Journal“. Die Hersteller spannten sich renommierte Forscher vor den Karren, gründeten wissenschaftliche Institute und veröffentlichten Empfehlungen, die aussehen wie akademische Unterlagen. Beweise für die große Gefahr der Dehydratation gibt es eigentlich nicht, und was den gerne angesprochenen Marathonläufer angeht, ist nach bisherigen Kenntnissen noch kein einziger von ihnen an den Folgen einer Austrocknung gestorben. Das „British Medical Journal“ befragte deshalb Hersteller von Sportgetränken nach der Evidenz für ihre Empfehlungen, erhielt aber kaum Antwort. Und die vorgelegten Studien wiesen methodische und inhaltliche Schwächen auf. Die einzige Krankheit im Zusammenhang mit Flüssigskeitsaufnahme, die Sportlern nachweislich vermehrt droht, ist die Hyponatriämie. Diese Elektrolytentgleisung kann im schlimmsten Fall zum Tod führen. Über die Ursache dieser Hyponatri­ämien wird heftig diskutiert, besonders inte-

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Akustikusneurinom und Otitis mit Gerät „therapiert“

Patienten unnütze Hörhilfen ersparen Die Schwester der Frau vermutet ein psychogenes Problem: Möglicherweise ahme die 29-Jährige die Beschwerden der Mutter nach. Eingehende fachärztlich Untersuchung bestätigen die psychogene Schwerhörigkeit. Eine Hörgeräteversorgung ist nicht nötig.

BAD Segeberg – Patienten hören schlecht und besorgen sich ohne vorherige HNO-Diagnostik ein Hörgerät. Praktisch ist das möglich, aber unsinnig, wenn Otitis externa, Akustikusneurinom oder psychogene Hörstörung die Schwerhörigkeit verursachen. Drei Fälle aus der Praxis unserer deutschen Nachbarn. sich ihr Hörgerät vom Arzt nachträglich verordnen zu lassen. Es stellt sich heraus, dass die Patientin seit Jahren an einer zunehmenden, rechtsseitigen Hörminderung mit rauschendem Tinnitus leidet. Die HNO-Diagnostik ergibt eine pantonale Innenohrschwerhörigkeit und einen fehlenden Stapediusreflex links. Außerdem stellt der Fachkollege einen Spontannys­ tagmus nach links und in der kalorischen Prüfung eine deutliche Untererregbarkeit rechts fest. Daraufhin erfolgt eine MRT-Untersuchung, bei der man ein 2,7  cm großes Akustikusneurinom entdeckt. Die Patientin wird schließlich einer Neurochirurgischen

In Deutschland haben einige Krankenkassen mit der deutschen Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (BIHA) Verträge geschlossen, die erlauben, dass eine Versorgung mit Hörhilfen eingeleitet wird, ohne den Patienten zuvor einem HNOArzt vorzustellen. Wenn das Hörgerät endgültig an den Patienten übergeben wird, also nach Anpassung und Probezeit, soll der Facharzt nur noch die Zweckmäßigkeit der Versorgung bestätigen, schreiben der in Bad Segeberg niedergelassene HNO-Arzt Dr. Wolfgang Schuchardt und sein Kollege in der Zeitschrift „HNO“. Fall  1: Eine 45-jährige Frau kommt in die HNO-Praxis, um

der Entzündung erfolgt erneut eine Untersuchung. Jetzt stellt sich die Schwerhörigkeit rechts pantonal dar mit einer an Taubheit grenzenden Hörschwelle (zirka 95–105  dB). Links besteht eine Presbyakusis. Die starke Verschlechterung rechts im Vergleich zum Vorbefund weist auf eine Ruptur des runden Fensters mit Perilymphfistel hin, heißt es in der Fachzeitschrift. Der Patient wird daher zur operativen Versorgung in die Klinik eingewiesen. Die Autoren halten die Initiierung einer Hörgeräteversorgung ohne ärztliche Abklärung für ein gefährliches Vorgehen. Nur wenn HNO-Arzt und Hörgeräteakustiker sich die ­Arbeit fachgerecht teilen, werden Folgeschäden für den ­Patienten vermieden. Dabei sollte der Anpassung von Hörhilfen immer die ärztliche ­Abklärung und Diagnostik vorausgehen.  SK

Perilymphfistel durch verschleppte Otitis

Klinik zur Behandlung zugewiesen. Fall  2: Die 29-jährige, geistig leicht behinderte Frau kommt ebenfalls bereits mit einem Hörgerät versorgt zum HNO-Arzt. Sie hatte sich auf Anraten ihrer schwerhörigen Mutter, zu der sie eine starke emotionale Bindung hat, beim Hörgeräteakustiker vorgestellt.

Fall  3: Auch ein 60-jähriger Mann, der wegen starker Ohrenschmerzen beidseits in die Praxis kommt, trägt bereits probeweise Hörgeräte. Der Patient berichtet, dass er seit einem Monat auf dem rechten Ohr schlechter höre und ein Rauschen empfinde. Anfangs habe er auch Drehschwindel gehabt. Der HNO-Kollege findet beidseits verquollene Gehörgänge mit eitrigem Sekret als Zeichen einer Otitis externa. Nach antibiotischer Behandlung und Abklingen

Wolfgang Schuchardt et al., HNO 2012; 60: 823–826

Pradaxa® (Dabigatranetexilat)

Paradigmenwechsel in der Schlaganfallprävention Beim Vorhofflimmern (VHF) handelt es sich um eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen: In der Altersgruppe der über 40-Jährigen ist etwa jeder vierte Mensch zumindest einmal in seinem Leben davon betroffen.1 Vorhofflimmern ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für ischämische Schlaganfälle, weshalb die Insultprophylaxe unverzichtbar für die Behandlung ist. Ischämische Schlaganfälle machen bis zu 92  % aller Schlaganfälle aus.2 Die Folgen sind häufig schwere bleibende Behinde-

rungen und eine schlechtere Prognose.3,4 Gerade für die langfristige Prävention von Schlaganfällen ist es wichtig für Arzt und Patient, eine Therapiemöglichkeit zu haben, die einen entscheidenden klinischen Vorteil gegenüber Vitamin-K-Antagonisten (VKA) bietet. Mit Dabigatran

Signifikante Risikoreduktion ischämischer und hämorrhagischer Schlaganfälle 1,5 n Warfarin n Dabigatran 105 mg 2x/d

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1,0

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Ischämische Schlaganfälle

0,38

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Hämorrhagische Schlaganfälle

Abb1.: Pradaxa senkt als einziges Antikoagulans signifikant das Risiko beider Arten von Schlaganfällen: ischämisch und hämorrhagisch!6

Fachkurzinformation auf Seite 20

150 mg 2x täglich konnte eine signifikante Überlegenheit hinsichtlich der Reduktion von Insulten und systemischen Embolien (SE) gezeigt werden (RR: 0,65; 95  % CI: 0,52–0,81; p  <  0,001).5,6 In der randomisierten, prospektiven Studie RE-LY® (Randomized Evaluation of Long-Term ­Anticoagulation Therapy) senkte Pradaxa® 150 mg 2x täglich das Risiko für Schlaganfälle und SE sogar um 35  % im Vergleich zu gut kontrollierter Warfarin-Therapie (INR-Bereich 2,0–3,0/mediane TTR 67  %).5,6 Pradaxa® 150  mg 2x täglich ist das einzige neue orale Antikoagulans, das eine signifikante Reduktion des Risikos sowohl ischämischer als auch hämorrhagischer Schlaganfälle im Vergleich zu Warfarin gezeigt hat (sie­he Abbildung 1). Das primäre Therapieziel der Antikoagulation bei VHF, nämlich die Prävention ischämischer Schlaganfälle, wurde mit ­Dabigatran 150  mg 2x täglich signi­fikant häu­fi­ger erreicht als mit Warfarin (RRR = 25 %)7. Pradaxa® in der Dosierung von 110 mg 2x täglich, das für bestimmte Patientengruppen angezeigt ist, wies vergleichbare Raten an Schlaganfällen und systemischen Embolien wie gut kontrolliertes Warfarin auf. Jedoch traten in dieser Dosierung signifikant weniger schwere Blutungen auf.5 Pradaxa® zeigte in RELY® in beiden Dosierungen vs. Warfarin insgesamt weniger Blutungen.5 Besonders hervorzuheben ist die überlegene Risikoreduktion für intrakranielle Blutungen – um 70 % (RRR) unter Dabigatran 110  mg 2x täglich und um 59 % (RRR) unter der Standarddosierung 150 mg 2x täglich, was das positive Nutzen-Risiko-Profil von

Dabigatran unterstreicht. Eine Subgruppenanalyse der 18.113 Patienten umfassenden RE-LY®-Studie unterstreicht die signifikant niedrigeren Raten sowohl tödlicher als auch traumatischer intrakranieller Blutungen bei Patienten, die mit Dabigatranetexilat (Pradaxa®) 150 mg bzw. 110 mg 2x täglich behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die eine gut kontrollierte Therapie mit einem VKA erhielten.8 Auch spontane intraze­rebrale Blutungen traten unter beiden Dosierungen von Pradaxa® wesentlich seltener auf als unter der VKA-Therapie. Aufgrund der bahnbrechenden Daten aus der RE-LY®-Studie wurde Dabigatran bereits vor Zulassung in den Guidelines der European Society of Cardiology 2010 als Alternative zu Vitamin-K-Antagonisten empfohlen.9

Sowohl in den aktuellen ESC- als auch ACCP-Guidelines 2012 wird Dabigatran (150 mg zweimal täglich) bei bestimmten Patienten sogar einer Therapie mit VKA vorgezogen.10,11 1

 loyd-Jones DM et al. Lifetime risk for development L of atrial fibrillation: the Framingham Heart Study. Circulation 2004; 110: 1042–6 2 Andersen KK et al., Stroke 2009; 40: 2068–72 3 Marini C et al., Stroke 2005; 36: 1115–9 4 Lin HJ et al., Stroke 1996; 27: 1760–4 5 Connolly SJ et al., N Engl J Med 2009; 361(12): 1139–51 6 Connolly SJ et al., N Engl J Med 2010; 363: 1875–6 (letter to editor) 7 Pradaxa® 150 mg Fachinformation 8 Hart RG et al. Intracranial Hemorrhage in Atrial Fibrillation Patients During Anticoagulation With Warfarin or Dabigatran: The RE-LY Trial. Stroke 2012: 43 9 ESC Guidelines: Camm J et al., Eur Heart J 2010; 31: 2369–429 10 ESC guidelines: Camm J et al. Eur Heart J 2012; doi: 10.1093/eurheartj/ehs253; 11 You JY et al. Chest 2012; 141; e531S–e575S  PX 109/20.08.2


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Zusatzuntersuchungen nur bei Verdacht auf sekundäre Ursache

Welcher Kopfschmerz braucht Abklärung?

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tend für den Patienten, potenziell aber nicht bedrohlich“, betont OA Dr. Gregor Brössner, Leiter der Ambulanz für Kopf- und Gesichtsschmerzen an der Universitätsklinik für Neurologie, Innsbruck. Im Gegensatz dazu ist der Schmerz beim sekundären Kopfschmerz nur das Symptom einer anderen Erkrankung, die unter Umständen auch lebensbedrohlich sein kann. Zu den möglichen Ursachen zählen unter anderem Schädel-Hirn-Traumata, Hirnblutungen oder arterielle Hypertonien. Nach erfolgreicher Behandlung der Grundkrankheit bessert sich der Kopfschmerz in der Regel innerhalb von drei Monaten.

Algorithmus zur Abklärung In der Anamnese sollte nach der Lokalisation, Dauer und Frequenz der Kopfschmerzen und eventuellen Begleitsymptomen gefragt werden. Obligater Bestandteil der Diagnostik ist auch die klinische Untersuchung. Dazu gehören der neurologische Status (Hirnnervenaustrittspunkte!), das Ertasten der Arteria temporalis (Druckdolenz?) und die Beurteilung des Kiefergelenks (kraniomandibuläre Dysfunktion?). Bei Verdacht auf eine sekundäre Schmerzsymptomatik müssen außerdem entsprechende Zusatzuntersuchungen durchgeführt werden. Dr. Brössner erinnert daran, dass die zusätzliche Diagnostik beim primären Kopfschmerz nicht indiziert ist: „Mit Labor, Liquoranalyse, CT oder MRT können nur sekundäre Kopfschmerzen bewiesen oder ausgeschlossen werden. Migränepatienten benötigen kein kraniales MRT!“

Die Faustregel lautet also: Bei langjährig bestehenden konstanten Kopfschmerzen, die nach den Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft gut als primäre Kopfschmerzen eingeordnet werden können, ist in der Regel keine kraniale Bildgebung erforderlich. Bei der Anamnese muss nach der Lokalisation, Dauer und Frequenz der Kopfschmer­ Warnzeichen, bei denen unbe- zen und eventuellen Begleitsymptomen gefragt werden. dingt zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden müssen, sind: Die Therapie des MOH beruht auf erfolgen sollte. Voraussetzungen für u Kopfschmerzen, die erstmals im drei Säulen: An erster Stelle steht der einen ambulanten Entzugsversuch Leben mit hoher Intensität auf­ ambulante oder stationäre Medika- sind, dass die Patienten keine Opimentenentzug, der möglichst abrupt oide, Tranquilizer oder Barbiturate treten, u Kopfschmerzen mit Fieber, u zunehmende Kopfschmerzen, die nicht auf Analgetika ansprechen, u neu aufgetretene Kopfschmerzen jenseits des 50. Lebensjahres, Hinter einer erfolgreichen u Kopfschmerzen mit neuen neurologischen Ausfällen.

Chronischer Kopfschmerz Als chronisch werden Kopfschmerzen bezeichnet, wenn sie an mehr als 15 Tagen pro Monat auftreten. Die häufigste primäre Form ist der chronische Kopfschmerz vom Spannungstyp (CTTH). Dieser meist bilaterale drückende oder ziehende Schmerz ist bestenfalls von moderater Stärke und wird im Unterschied zum Migränekopfschmerz durch körperliche Aktivität nicht v­erstärkt. In der Regel kommt es nicht zu Übelkeit oder Erbrechen, es besteht lediglich eine milde Phono- oder Photophobie. Schmerzattacken werden beim CTTH am besten mit NSAR behandelt. Wichtig ist aber auch die Schmerzprophylaxe: Bewährt haben sich hier trizyklische Antidepressiva, Mirtazapin, SNRI und das Anti­ epileptikum Topiramat. Eingebettet werden sollte die medikamentöse Prophylaxe in ein multimodales Behandlungskonzept, das auch Stressmanagement, Entspannungsmethoden und Physiotherapie beinhaltet.

Übergebrauch von Analgetika Die häufigste chronische sekundäre Kopfschmerzform ist der Dauerkopfschmerz nach Übergebrauch von Schmerzmitteln. „Alle Analgetika können zu einem Medication Overuse Headache (MOH) führen“, unterstreicht Dr. Brössner. „Charakteristisch ist, dass z.B. bei Migränepatienten die Kopfschmerzhäufigkeit unter der Schmerzmitteleinnahme zunimmt.“ Vermutlich kommt es dabei durch die häufige Medikamenteneinnahme zu einer Up- und Downregulation von verschiedenen Rezeptoren und einer Inaktivierung des antinozizeptiven Systems, das normalerweise die Aufgabe hat, die Schmerzwahrnehmung zu bremsen.

eingenommen haben (diese Substanzen müssen ausgeschlichen werden), hochmotiviert sind und von ihrer Familie unterstützt werden. Da es durch das Absetzen der Analgetika fast immer zu Entzugssymptomen kommt, ist das zweite Standbein der Therapie die Bekämpfung von Übelkeit mit Antiemetika und die Behandlung des Entzugskopfschmerzes mit Kortison. Die anschließende Prophylaxe des primären Kopfschmerzes soll die Rückfallquote senken. Nachgewiesen ist die Wirksamkeit von Topiramat und Valproinsäure, Alternativen sind Antidepressiva und Botulinumtoxin. Auch beim MOH sollte die pharmakologische Prophylaxe durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen (z.B. Biofeedback, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson) ergänzt werden.  HÖ 23. Grazer Fortbildungstage; Graz, Oktober 2012

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In der internationalen Kopfschmerzklassifikation werden zwei Typen von Kopfschmerzen unterschieden: Beim primären Kopfschmerz ist der Schmerz selbst die Erkrankung. Es gibt weder fassbare äußere Ursachen noch eine Nachweismöglichkeit mit bildgebenden Verfahren. Die Diagnose beruht ausschließlich auf der Anamnese. BeispieleKongress dafür sind livedie Migräne, der Spannungskopfschmerz und der Clusterkopfschmerz. „Primäre Kopfschmerzen sind zwar oft sehr belas­

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GRAZ – Etwa fünf Prozent aller Menschen leiden unter chroni­ schen Kopfschmerzen. Die wichtigste Frage bei der Erstdiagnose lautet: Handelt es sich um einen primären Kopfschmerz oder um ein sekundäres Krankheitsbild, das weiterer Abklärung bedarf? Für die beiden häufigsten chronischen Kopfschmerzformen gilt, dass langfristige Erfolge nur mit einer medikamentösen Prophylaxe und Verhaltensänderungen erzielbar sind.


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Medizin

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Diagnose, Risikoassessment und Therapie des Polyzystischen Ovar-Syndroms

PCOS: Auch auf die Männer achten!

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Diagnose und Pathophysiologie

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Risikoassessment Da die Morbidität und Mortalität des PCOS ganz wesentlich von den metabolischen und psychischen Risikofaktoren mitbestimmt wird, sollten auch diese im Rahmen des diagnostischen Prozederes abgeklärt werden. Wichtig beim Glukosestoffwechsel: Die Bestimmung des Nüchternblutzuckers alleine reicht nicht! Aussagekräftig ist nur ein oGTT, möglichst mit Insulin- und C-Peptid. Zur vollständigen Abklärung gehören auch ein Lipidstatus sowie die Beurteilung des Endometriums (erhöhte Karzinomgefahr!)

Therapie Die Behandlung des PCOS hängt in erster Linie davon ab, welches Ziel die Patientin hat, ob also kosmetische Probleme, ein Kinderwunsch oder Stoffwechselstörungen im Vordergrund stehen. Günstig bei den meist übergewichtigen Patientinnen wirken sich in jedem Fall Gewichtsabnahme, Sport und gesunde Ernährung aus. Bemerkenswerte Erfolge können bei PCOS mit Vitamin-D-Insuffizienz auch durch eine Vitamin-D-Supplementation erzielt werden: 2011 berichteten Prof. Obermayer-Pietsch und ihre Mitarbeiter, dass durch

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Dass die Palette der Symp­ tome so vielfältig ist und von kosmetischen Problemen und Zyklusunregelmäßigkeiten bis hin zu Stoffwechselstörungen und unerfülltem Kinderwunsch reicht, erschwert die Diagnose. Bei klinischem Verdacht auf ein PCOS beruht die Basisdiagnostik auf den ­Rotterdam-Kriterien (s. Kasten) und beinhaltet eine Untersuchung der Eierstöcke mit Ultraschall oder MR, die Bestimmung des Hormonstatus sowie einen LHRH- und ACTH-Test. Da nicht einmal die polyzystischen Ovarien ein obligater Bestandteil des Syndroms sind, wird derzeit intensiv über einen neuen Namen für den Symptomenkomplex diskutiert. „Wahrscheinlich wird das PCOS in Zukunft metabolisch-reproduktives Syndrom heißen“, berichtet Prof. Obermayer-Pietsch. Diese Bezeichnung deutet schon an, dass das PCOS weit mehr als nur ein gynäkologisches oder dermatologisches Problem ist und bei den Betroffenen sehr unterschiedliche physiologische Regelkreise gestört sein können. Ein zentraler Player in diesem Geschehen sind natürlich

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Ältere Damen mit ein bisschen zystisches Ovar-Syndrom gedacht Bart, junge Frauen mit starker werden sollte. Da sich jedoch hinAkne oder Patientinnen mit über- ter diesen Zeichen trotz der Häumäßig behaarten Beinen, Haaraus- figkeit des Krankheitsbildes nicht fall oder einer Acanthosis nigri- immer gleich ein PCOS versteckt, cans: typische klinische Bilder und gilt es zuerst andere DifferenzialBeschwerden aus dem Alltag einer diagnosen wie ein Adrenogenitales Dolgit Inserat Radfahrer 60x265 10-09-05.pdf 05.09.2011 05.09.2011 7:53:35 7:53:35 Dolgit Inserat Radfahrer 60x265 10-09-05.pdf UhrUhr Arztpraxis, bei denen an ein Poly- Syndrom, ein HAIR-AN-Syndrom oder ein Klinefelter-Syndrom auszuschließen. Ähnliche Beschwerden können mitunter auch bei Akromegalie, Morbus Cushing oder androgensezernierenden Tumoren gefunden werden. Gegen ein PCOS spricht ein plötzlicher Beginn der Symptomatik (plötzliche Akne oder tiefere Stimme). „Eher kein PCOS liegt auch bei Beschwerdebeginn nach dem 30. Lebensjahr, starker Virilisierung mit Klitoromegalie, hyperprolaktinämischer Galaktorrhö und sehr hohen Androgenspiegeln vor“, betont Univ.-Prof. Dr. Barbara ObermayerPietsch, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, Universitätsklinik für Innere Medizin, Graz.

die Ovarien mit ihren hormonproduzierenden Theca-Zellen, deren Wechselspiel mit übergeordneten hormonellen Zentren gestört ist. Die Aufhebung der physiologischen LH- und FSH-Rhythmik erklärt, warum die Patientinnen so häufig unter Zyklusstörungen leiden. Mindestens ebenso wichtig sind aber die Beeinflussung des Glukosestoffwechsels, die erhöhte IGF-1-Produktion und andere kardiometabolische Risikofaktoren, die mit dem Krankheitsbild assoziiert sind. Die Patientinnen sind meist übergewichtig, haben häufig Dyslipidämien, eine nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) oder einen Diabetes. Ein Key-Faktor des Syndroms ist die Insulinresistenz, die selbst bei schlanken PCOS-Patientinnen gefunden werden kann. „Das klinische Krank- Ein Damenbart kann ein Hinweis auf ein Polyzystisches Ovar-Syndrom sein. heitsbild beruht vermutlich auf vielen Pathomechanismen“, fasst und der Psyche. Bei Verdacht auf die Gabe von 20.000 IE/Woche für Prof. Obermayer-Pietsch zusam- eine Schlafapnoe sollte zusätzlich sechs Monate nicht nur die Insulinmen. „Das erklärt auch die vielen eine Polysomnographie durchge- resistenz, sondern bei der Hälfte der Phänotypen.“ führt werden. Patientinnen auch der Zyklus gebesEin Augenmerk sollte auch auf sert wurde. Zusätzlich konnte die Warum Männer? die Quelle der Androgene gerichRate der Wunschschwangerschaften tet werden: In einer kürzlich verMan weiß heute, dass das PCOS deutlich erhöht werden. öffentlichten Arbeit konnten die eine starke genetische Komponente Ebenfalls eine erstaunliche WirGrazer Endokrinologen zeigen, besitzt und familiär gehäuft auftritt. kung auf den Zyklus und die Geburdass Androgene aus der Neben- „Die Anlagen werden auch über die tenrate hat Metformin, das zahlreiche väterliche Linie vererbt“, erklärt Prof. Regelkreise beim PCOS positiv beUniv.-Prof. Obermayer-Pietsch. „Brüder und einflusst. „Metformin macht keine Dr. Barbara Söhne von PCOS-Frauen haben un- Hypoglykämien!“, entkräftet Prof. Obermayerter anderem signifikant gesteigerte Obermayer-Pietsch eine häufige BePietsch Androgene und vermehrten Haar- fürchtung. „Man muss aber wissen, ausfall.“ Dass diese Genvarianten al- dass sich Metformin auf den Hirsules andere als harmlos sind, zeigt tismus erst nach sechs bis neun Moeine Studie aus dem Vorjahr, in der naten positiv auswirkt.“ Metformin auch NHANES-Daten ausgewertet wirkt jedoch nicht bei allen Patienwurden: Väter von PCOS-Patien- tinnen: Man kennt mittlerweile mehtinnen hatten ein zwölffach erhöhtes rere Resis­tenz-SNPs, also genetische 10-Jahres-Risiko für kardiovasku- Varianten, die dazu führen, dass niere (DHEAS) metabolisch eher läre Ereignisse! Daher – so der Rat Metformin nicht vertragen wird oder protektiv sind, während sich An- der Endokrinologin – wäre auch nur eine ungenügende Wirkung hat. drogene aus den Ovarien (Testo- bei männlichen Verwandten ersten Weitere Optionen bei Kindersteron) ungünstig auf den Metabo- Grades von PCOS-Patientinnen ein wunsch sind die hormonelle Stilismus auswirken.1 entsprechendes Risikoassessment mulation mit Clomiphen und das laparoskopische ovarielle Drilling. Ein ganz wichtiger Punkt ist für empfehlenswert. Ähnliches gilt übrigens für Leiden die Patientinnen vor allem die Expertin auch die Psychosomatik des PCOS. Sexuelle Störungen und Frauen in der Postmenopause: Das unter kosmetischen Problemen, die verminderte Attraktivität führen PCOS persistiert nämlich auch kann mit topischen Therapeutika bei vielen Patientinnen zu Schlafstö- noch nach der letzten Menstruati- oder oralen Kontrazeptiva behanHÖ rungen, sozialen Phobien, Ängsten on. Man sollte also bei älteren Da- delt werden.  und Depressionen. „All das trägt men mit Bart daran denken, dass 1 Lerchbaum E et al., Fertil Steril 2012, Jul 24 dazu bei, dass die Selbstmordrate diese ein erhöhtes Herzinfarktrisiko [Epub ahead of print] siebenfach höher ist bei Gesunden“, haben und häufiger unter Dyslipi- 13. Jahrestagung der Österreichischen dämien oder einem Diabetes leiden. Adipositas Gesellschaft; Schloss Seggau, so Prof. Obermayer-Pietsch.

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SCHLOSS SEGGAU – Mit einer weltweiten Prävalenz von sechs bis zwanzig Prozent ist das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) die häufigste Endokrinopathie von Frauen im gebärfähigen Alter. Warum aber sollten behandelnde Ärzte bei einer Erkrankung, die durch Oligo- oder Anovulation, Hyperandrogenismus und polyzystische Ovarien charakterisiert ist, auch ein Auge auf die männliche Familienangehörige werfen?

 RotterdamKriterien

Nach den Rotterdam-Kriterien von 2003 liegt ein PCOS vor, wenn zwei der drei f­ olgenden Haupt­ merkmale vorhanden sind: u Oligo- und/oder Anovulation u klinischer und/oder bioche­ mischer Hyperandrogenismus u polyzystische Ovarien Zugleich müssen aber andere Erkrankungen ausgeschlossen werden!


Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

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Ein fatales Duo: Kranke Seele und diabetische Stoffwechsellage

Wenn die Psyche die Therapie hemmt

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WIEN – Wenn sich die Stoffwechseleinstellung bei Diabetes-Patienten als unerwartet schwierig erweist, sind nicht immer organische Ursachen dafür verantwortlich. Oft liegt den Turbulenzen eine ­unerkannte psychische Erkrankung zugrunde.

Der Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und Diabetes mellitus ist ein wechselseitiger. Zum einen haben Patienten Neu aufgetretene Adhärenz-Probleme bei Patienten mit Diabetes können auf mit psychischen Erkankungen ein ­psychische Probleme hinweisen. Hier heißt es hellhörig werden. deutlich höheres Diabetesrisiko Meist besteht daher ein höherer als psychisch gesunde Menschen, lungen waren die Diabetiker mit zum anderen leiden Diabetiker psychischer Komorbidität eben- Auflärungs-, Schulungs- und Übernachweislich häufiger an psychi- falls benachteiligt. Selbstmes- zeugungsbedarf. Dafür fehlt im meschen Erkankungen als Stoffwech- sungen nahmen sie weniger häufig dizinischen Alltag jedoch oft die Zeit, selgesunde. Die Ursachen dieses vor als diejenigen Patienten ohne Zusammenhangs sind noch nicht psychiatrische Diagnose. Doch es ist nicht nur die diabrestlos geklärt. Fest steht jedoch, dass das Vorliegen einer psychi- tische Stoffwechselstörung, die schen Erkrankung einen ungün- bei psychisch komorbiden Patistigen Einfluss auf die Prognose enten Probleme bereitet. Auch anvon Typ-2-Diabetikern hat. Prim. dere kardiovaskuläre Riskofaktoren bleiben oft unerkannt oder werden Prim. Dr. aus anderen Gründen nicht behanHeidemarie delt. Die Benachteiligung von psyAbrahamian chisch kranken Diabetikern ist ein derart offensichtliches Problem, dass die Österreichische Diabetes Gesellschaft 2011 ein Positionspapier zu diesem Thema veröffentlicht hat.1 Darin wird gefordert, psychisch kranke Patienten als besonders gefährdete Gruppe wahrzunehmen und ein jährliches ScreeDr. Heidemarie Abrahmian, Vor- ning auf psychische Erkrankung bei stand des Internistischen Zentrums allen diabetischen Patienten durcham Otto-Wagner-Spital Wien, ver- zuführen. Internationale Fachgewies im Rahmen einer Fortbil- sellschaften hatten bereits davor in dungsveranstaltung für Allge- einem offiziellen Statement auf das meinmediziner auf Daten, wonach Problem der inadäquaten BehandDiabetiker mit psychischer Komor- lung von psychisch kranken Diabebidität schlechter eingestellt sind, tikern aufmerksam gemacht.2 häufiger Diabetes-Spätschäden entUmdenken ist wicklen und eine kürzere Lebenererforderlich wartung haben. Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Untersuchung Freilich ist die Bewältigung des der Arbeitsgruppe um Prim. Abra- Problems nicht einfach. Allein die hamian mit 180 Diabetikern. „Die Adhärenzprobleme bei Diabetikern Patienten mit psychiatrischer Dia­ mit psychischer Komorbidität sind gnose waren um acht Jahre jünger, enorm, so Prim. Abrahamian. Hinzu hatten ungeachtet dessen eine län- kommen Nebenwirkungen von Psygere Diabetesdauer und sie waren chopharmaka, psychosoziale Schwiedeutlich schlechter eingestellt als rigkeiten, mangelndes Vertrauen in die Patienten der Kontrollgruppe“, die Behandlung und mögliche kogniberichtete die Diabetologin. Hin- tive Einschränkung, die das Verstesichtlich der Teilnahme an Schu- hen der Krankheit erschweren.

sodass sich die Frage stellt, wer diese „schwierigen“ Patienten betreuen soll. Ein möglicher Ansatz wären Dia­ betes-Schulungen, die speziell auf diese Zielgruppe abgestimmt sind. Die Lernbereitschaft und Aufnahmefähigkeit der Patienten müsste allerdings eingangs individuell abgeklärt werden, postulierte Prim. Abrahamian. Es müssten spezielle Ziele vereinbart werden – ein Adhärenz-Training fixer Baustein einer solchen Schulung sein. Generell ist ein psychisches Gleichgewicht der Patienten anzustreben, um darauf aufbauend eine Optimierung der Diabeteseinstellung in Angriff nehmen zu können. Abschließend verwies Prim. Abrahamian auf die Tücke von depressiven Episoden. „Sie sind oft nur

subsyndromal ausgeprägt und fallen daher nicht sofort auf. Neu aufgetretene Adhärenz-Probleme können jedoch in diese Richtung weisen.“ Bei entsprechendem Verdacht sollten einfache Instrumente zur Erfassung solcher Episoden eingesetzt werden, riet die Expertin. Gegebenfalls sei ein Therapieversuch mit einem geeigneten Antidepressivum angebracht, um bessere Voraussetzungen für eine gute Stoffwechseleinstellung zu schaffen. AMK 1

 brahamian H et al.: Positionspapier A „Psychische Erkrankungen und Diabetes mellitus“ der ÖDG, http://www.oedg.org/pdf/ POS_PsychErkr_Abrahamian_2011.pdf 2 De Hert M et al., Eur Psychiatry 2009; 24(6): 412–24 State of the Art „Diabetes – alternative Therapieansätze“, Fortbildungsveranstaltung der ­Medizin Akademie; Wien, September 2012

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Service Gratis-Impfaktion in Wien gestartet WIEN – Seit 18. Oktober können sich Wiener, die von der Rezeptgebühr befreit sind, kostenlos gegen Influenza und Pneumokokken impfen lassen, wenn sie zu den jeweiligen Zielgruppen gehören: Die Influenza-Impfung steht über 50-Jährigen, Schwangeren und chronisch Kranken zur Verfügung. Menschen über 50 Jahre können sich auch gegen Pneumokokken impfen lassen. Die Impfstelle ist montags und donnerstags von 13:00 bis 14:00 Uhr im WGKK-Gesundheitszentrum Mariahilf (Mariahilfer Straße 85–87, 1060 Wien) geöffnet.

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Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Demenz bei Menschen mit prämorbider geistiger Beeinträchtigung

Termine

Ein diagnostisches Puzzlespiel

„Anders als in Großbritannien und den Vereinigten Staaten finden wir in Österreich und Deutschland erst in den letzten zehn Jahren eine größere Gruppe an über 60-jährigen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, was auf den Genozid in der Nazi-Zeit zurück- Menschen mit Down-Syndrom können früh an Demenz erkranken. zuführen ist“, gibt Univ.-Prof. Dr. Germain Weber, Dekan der Fa- schlechterung führen“, weiß Prim. tungen Bethel, Bielefeld. „Es ist nur kultät für Psychologie in Wien und Univ.-Prof. Dr. Josef Markstei- logisch, dass uns z.B. bei Menschen Präsident der Lebenshilfe Öster­ ner, Ärztlicher Leiter der Abtei- mit Down-Syndrom ein plötzlich reich, zu bedenken. Dass die Le- lung für Psychiatrie und Psycho- aggressives Verhalten oder Stöbenserwartung auch unter intel- therapie am Landeskrankenhaus rungen in der Alltagskompetenz lektuell Beeinträchtigten steigt, ist Hall in Tirol und Präsident der Ös- eher auffallen als kognitive Veränerfreulich, bringt jedoch auch neue terreichischen Alzheimer Gesell- derungen, weil Defizite in diesem Herausforderungen für das Sozial- schaft. „Es stellt sich also die Frage, Bereich ja immer schon da waren.“ und Gesundheitssystem mit sich, ob diese kognitive BeeinträchtiVorsicht, Fehldiagnosen da diese Menschen auch spezielle gung altersassoziiert ist oder eidrohen nen krankhaften Prozess darstellt.“ Bedürfnisse haben. Ein standardisierter diagnostischer Hinweise auf eine mögliche deAltersassoziiert oder Prozess für Patienten mit kogni- generative Veränderung seien jekrankhaft? tiver Beeinträchtigung müsse erst denfalls ernst zu nehmen. Es müsDie Studienergebnisse, ob De- noch festgelegt werden. „Die ent- se jedoch nicht zwingend eine menzen bei Menschen mit intellek- sprechenden diagnostischen In- Demenz dafür verantwortlich tuellen Beeinträchtigungen generell strumente sind der Fragestellung sein. Vielmehr müssen alle Erhäufiger sind als in der Durch- anzupassen“, so Prof. Marksteiner. krankungen, die eine demenzielle schnittsbevölkerung, sind wider- „Viele der etablierten neuropsysprüchlich. Dass die Rate unter Er- chologischen Tests sind sprachbawachsenen mit Down-Syndrom siert und deshalb nicht ohne weisehr hoch ist, gilt aber als belegt. teres in dieser Patientengruppe zu „Viele der etablierten Prof. Weber: „Betroffene haben be- verwenden!“ Neben den testdianeuropsychologischen reits mit 40 Jahren ein stark erhöhtes gnostischen Verfahren stelle sich Tests sind sprachbaRisiko, an Demenz zu erkranken. Es auch die Frage, welche Art von apsiert und deshalb nicht ist erforderlich, für diese Zielgrup- parativer Untersuchung empfohlen ohne weiteres in diewerden kann“, erklärt der Experte Prim. Univ.ser Patientengruppe weiter. In Analogie zu DemenzpaProf. Dr. Josef zu verwenden!“ tienten ohne prämorbide geistige Marksteiner Prof. Josef Marksteiner Beeinträchtigung müsse eine somatische Ursache kognitiver Verschlechterung ausgeschlossen Symp­tomatik vortäuschen können, werden. Auch sei zumindest eine vom Arzt ausgeschlossen werden. einmalige Bildgebung des Gehirns „Zu einer falsch positiven Diagnounbedingt erforderlich. se kommt es z.B., wenn eine SchildDie symptomatische Entwick- drüsenunterfunktion nicht erkannt lung einer Demenz manifestiert wird, die bei Menschen mit Downsich bei Menschen mit intellektu- Syndrom häufig ist“, bringt Prof. pe spezielle Methoden der medi- eller Einschränkung oft anders als Seidel ein Beispiel aus der Praxis. zinischen Diagnose und Beglei- gewohnt. So scheint die eigentlich „Dabei kann diese einfach behantung zur Verfügung zu stellen!“ primäre Symptomatik der Alzhei- delt werden!“ Auch z.B. Seh- und Für Ärzte stellen Alzheimer-Pa- mer-Erkrankung, Gedächtnisstö- Hörstörungen, Schlafstörungen, tienten mit intellektueller Beein- rungen und Nachlassen kognitiver Schmerzen, epileptische Anfälträchtigung eine besondere He- Fähigkeiten, meist hinter die Sekun- le oder Depressionen können eine rausforderung dar, weil die Art därsymptomatik, die Verhaltens- Demenz vortäuschen oder gleichder Verhaltensänderungen, die änderungen, zurückzutreten. „Das zeitig mit ihr auftreten. Nicht zu bei diesen mit der Demenz ein- hängt aber auch mit unserer Wahr- unterschätzen sind auch Medikahergehen, in der Regel noch we- nehmung zusammen“, betont Univ.- mentennebenwirkungen oder Umnig bekannt sind. „Das höhere Le- Prof. Dr. Michael Seidel, Ge- weltveränderungen (z.B. Tod der bensalter kann bei Menschen mit schäftsführer und leitender Arzt im Eltern, Umzug), die zu Verhaltensintellektueller Beeinträchtigung Stiftungsbereich Behindertenhil- änderungen führen können, ohne zu einer weiteren kognitiven Ver- fe der v. Bodelschwinghschen Stif- dass eine Demenz vorliegen muss.

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Explizit

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WIEN – Da die Lebenserwartung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung steigt, wird es immer wichtiger, Demenzerkrankungen frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig darauf reagieren zu können. In Österreich muss dafür erst noch ein standardisierter diagnostischer Prozess etabliert werden. Die Lebenshilfe Österreich lud daher zu einer Tagung mit nationalen und internationalen Experten.

Dr. Sylvia Carpenter, ehemalige Präsidentin der „European Association of Intellectual Disability Medicine“, Bristol, Großbritannien, spricht von einem „diagnostischen Puzzlespiel“, das nur von einem multidisziplinären Team zusammengesetzt werden kann. Oftmals sei eine genaue Verlaufsbeobachtung über mehrere Jahre (Verschlechterung vorhandener Leistungen, insbesondere Vergesslichkeiten, Orientierungsprobleme) notwendig, bevor die Diagnose Demenz gestellt werden kann. „In England wird bei Menschen mit Down-Syndrom bereits ab 30 Jahren ein Screening auf Demenz durchgeführt“, erklärt die Expertin. „In einem Fragebogen wird das Basisverhalten der Personengruppe festgehalten, um – wenn sich später Symptome zeigen – einen Vergleich zu haben.“

„Demenz-Fähigkeit“ schulen Die Betroffenen können oft nur schlecht selbstreflektiv über ihr eigenes Befinden oder subjektive Veränderungen Auskunft geben, was durch sprachliche Probleme zusätzlich erschwert werden kann. Trotzdem oder gerade deshalb ist es wichtig, Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung – bildunterstützt – zu erklären, was es heißt, älter zu werden, an Demenz zu erkranken und mit Demenz zu leben. Es seien auch Modelle notwendig, die ein unterstütztes Wohnen ermöglicht anstelle der Aufnahme in Pflegeeinrichtungen. „Da viele Erwachsene mit intellektueller Beeinträchtigung zu Hause bei ihren Familien bleiben, kann der Ausbruch von Demenz viele neue Herausforderungen für die pflegenden Angehörigen mit sich bringen“, gibt Univ.-Prof. Dr. Matthew P. Janiki von der University of Illinois, Chicago, zu bedenken. Dazu brauche es auch „Demenz-fähige“ Dienste, die auf die Bedürfnisse dieser Klientel vorbereitet sind. Und auch in den Altenpflege-Einrichtungen müssen die Mitarbeiter geschult werden. Den Ärzten sollte bewusst sein, dass der Besuch von Spitälern und Arztpraxen für viele Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung mit erheblichen Barrieren verbunden ist – hält Prof. Weber abschließend fest. „Wir wollen ein neues Bewusstsein im Umgang mit dieser Patientengruppe schaffen“, so der Experte. „Die medizinische Behandlung erfordert ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Geduld. Auf diese Aspekte soll schon in der Ausbildung von Ärzten und anderen Fachleuten im Gesundheitswesen eingegangen werden!“ KaM Workshop „Altern und Demenz bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung“ der Lebenshilfe Österreich und der Fakultät für Psychologie der Wiener Universität; Wien, Oktober 2012

3.11.2012 3. Wiener Herbsttagung für Transkulturelle Psychiatrie Veranstalter: MedUni Wien, Institut f. Interkulturelle Medizin u. Migrationsforschung Ort: Hörsaal A, Kliniken am Südgarten, AKH Wien Info: CE-Management, Mag. Y.B. Haunold, Tel.: 0699/10 430 038 office@ce-management.com 9.11.2012 Management der Osteoporose 2012 Leitung: Prim. Prof. Dr. E. Preisinger Ort: Wiener Rathaus, Nordbuffet Info: MedEvent, Tel.: 01/545 38 10 od. 0664/461 08 08 medevent@medevent.cc www.medevent.cc 9.11.2012 Herzinsuffizienz – Update 2012 Leitung: Prim. Dr. H.J. Nesser, OA Dr. Ch. Ebner Ort: FORTE Fortbildungszentrum Elisabethinen Linz Info: Ärztezentrale Med.Info, Tel.: 01/531 16-32 azmedinfo@media.co.at 9.–10.11.2012 Interstitielle Cystitis Leitung: Prof. Dr. G. Bernatzky, OA Dr. M. Pinsger Ort: Salzburg (genauer Ort mit Anfahrtsplan bei Anmeldung) Info: Salzburger Schmerzinstitut, Tel.: 0664/206 81 52 irene.esser@aon.at

3.–4.11.2012 EKG in der Notfalldiagnostik Referenten: Prim. Prof. Dr. B. Eber, OA Dr. E. Lassnig, OA Dr. M. Rammer Ort: Hotel Moser, Pöchlarn Anmeldung: ratiopharm Arzneimittel GmbH, Fr. Leithner, Tel.: 01/97007-230 DFP-Punkte: 8 Pkte. Innere Medizin, 4 Pkte. Allgemeinmedizin


report

Inter Medical Zehn Jahre Engagement im Bereich COPD

®

Spiriva feierte Jubiläum am ERS in Wien WIEN – Pünktlich zum Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS) feierte Spiriva® Jubiläum: Vor zehn Jahren wurde das erste, einmal täglich zu inhalierende, langwirksame Anticholinergikum für Patienten mit chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) in den Markt eingeführt.

Meilenstein­studien UPLIFT® & POET-COPD® „Über zehn Jahre liegen zwischen dem Zeitpunkt, als die ers­ten COPD-Patienten Spiriva erhielten, und heute, wo es jeden Tag Tausenden von Menschen verschrieben wird. In dieser Zeit hat Spiriva einen signifikanten und nachhaltigen Beitrag zu unserem wissenschaftlichen Verständnis von COPD und der Art, wie wir die Erkrankung behandeln, geleistet”, betonte Prof. Antonio Anzueto, Professor für Pulmonary/Critical Care Medicine der University of Texas Health Science Center in San Antonio, USA. „Besonders zu nennen sind hier die klinischen Meilensteinstudien UPLIFT und POET-COPD, die die Wirksamkeit von Spiriva bei der Reduktion des Exazerbationsrisikos sowie der Verbesserung von Lungenfunktion und Lebensqualität untermauert haben.“

GOLD-Patienten mit niedrigem Risiko Im Rahmen des ERS 2012 wurde nun eine neue Auswertung der Meilensteinstudie UPLIFT vorgestellt. Sie zeigt, dass Patienten mit einem niedrigen Risiko gemäß der neuen GOLD-Klassifikation (GOLD-Patientengruppen A und B) durch eine Behandlung mit Spiriva (18 μg via HandiHaler) ihr Exazerbationsrisiko senken konnten.8 Dieser Effekt wurde zuvor schon für die Gesamtheit aller GOLD-Patientengruppen umfangreich belegt.3,7 Im Einzelnen erbrachte die beim ERS 2012 vorgestellte Analyse für COPD-Patienten mit niedrigem Risiko die folgenden Ergebnisse:8

Hazard Ratio (Tio­tropium vs. Kontrolle) für die Zeit bis zur ersten Exazerbation wurde signifikant verbessert: 0,76 (95 % KI, 0,68; 0,86; p < 0,0001); auch die durchschnittlichen jährlichen Exazerbationsraten mit 0,43 (95  % KI, 0,40; 0,48) vs. 0,61 (0,56; 0,66) wurden signifikant verbessert, entsprechend einem Verhältnis der Exazerbationsraten von 0,72 (0,63; 0,81; p < 0,0001). u Das Gesamtergebnis des St George’s Respiratory Questionnaire (SGRQ) war nach vier Jahren Behandlung mit Tiotropium im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant verbessert: -3,63 (95  % KI, -5,14; -2,12; p < 0,0001). u Der entsprechende Anstieg des Trough-FEV 1 -Werts lag bei 110  ml (95  % KI, 84; 136; p < 0,0001). Im neuesten GOLD-Bericht „Global Strategy for Diagnosis, Management, and Prevention of COPD“ hat die Ini­tiative die Klassifizierung der Schweregrade von COPD umfangreich überarbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Beurteilung von Exazerbationsrisiko sowie COPD-Symptomen. Neben den Ergebnissen der Spirometrie sollen auch die Schwere der Symp­tome eines Patienten sowie seine bisherigen Exazerbationen berücksichtigt werden. Der neue GOLD-Bericht empfiehlt­ für alle Patienten, die eine Dauertherapie benötigen, den Einsatz von langwirksamen Anitcholinergika als erste Wahl (Patientengruppen B–D) bzw. bei Patienten mit geringem Risiko und weniger Symp­ tomen (Patientengruppe A) als zweite Option.9

Foto: BilderBox.com

u Die

Am Kongress der European Respiratory Society in Wien feierte Spiriva® sein zehnjähriges Jubiläum.

Prof. Dr. Claus Vogelmeier, Professor für Medizin und Leiter der Abteilung Pneumologie am Universitätsklinikum Marburg, erklärte: „Der aktualisierte GOLDBericht legt einen neuen Schwerpunkt auf das Management von Exazerbationen. Spiriva  erfüllt die Kriterien für COPD-Patienten aller GOLD-Patientengruppen, die eine Dauertherapie benötigen. Dazu gehört auch der positive Effekt einer Verringerung des Exazerbationsrisikos. Die Reduktion

von Exazerbationen ist der Schlüssel für eine Verbesserung des Zustandes von COPD-Patienten, da diese enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten haben und häufig zu Krankenhausaufenthalten führen.“

Neue Daten bekräftigen den Nutzen der Therapie „Die auf dem ERS-Kongress vorgestellten Daten bekräftigen nochmals den Nutzen einer Tiotropium-Behandlung für Patienten mit COPD – insbesondere hinsichtlich der positiven Auswirkungen auf Exazerbationen, Lebensqualität und Lungenfunktion“, so Dr. Marc Miravitlles, Pneumologe und leitender Wissenschaftler der Abteilung für Lungenheilkunde an der Hospital Cliníc in Barcelona, Spanien. „COPD ist und bleibt eine fortschrei-

Einteilung der Patienten nach den aktualisierten GOLD-Kriterien Patientenkategorie

Charakteristika

Spirometrische Klassifikation

Exazerbationen pro Jahr

mMRC

CAT

A

Niedriges Risiko, weniger Symptome

GOLD 1-2

≤1

0-1

<10

B

Niedriges Risiko, mehr Symptome

GOLD 1-2

≤1

≥2

≥10

C

Hohes Risiko, weniger Symptome

GOLD 3-4

≥2

0-1

<10

D

Hohes Risiko, mehr Symptome

GOLD 3-4

≥2

≥2

≥10

mMRC: modified Medical Research Council Dyspnea Scale; CAT: COPD Assessment Test Quelle: Global Strategy for the Diagnosis, Management and Prevention of COPD, Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) 2011.Verfügbar unter www.goldcopd.org.

tende, stark einschränkende und leider häufig nicht erkannte Lungenerkrankung. Deshalb ist es wichtig, dass die am häufigsten verschriebene COPD-Therapie bei künftigen Bestrebungen, die Behandlung von Millionen Patienten mit dieser Erkrankung weiter voranzubringen, eine entscheidende Rolle spielt.“ 1

 oehringer Ingelheim. Data on file. B IMS Health, IMS MIDAS(TM), Q2 2011. 3 Vogelmeier C, Hederer B, Glaab T, et al. Tio­ tropium versus salmeterol for the prevention of exacerbations of COPD. N Engl J Med 2011; 364(12): 1093–1103. 4 Casaburi R, Mahler DA, Jones PW, et al. A long-term evaluation of once-daily inhaled tiotropium in chronic obstructive pulmonary dis­ ease. Eur Respir J 2002; 19: 217–224. 5 Niewoehner DE, Rice K, Cote C, et al. Prevention of exacerbations of chronic obstructive pulmonary disease with tiotropium, a oncedaily inhaled anticholinergic bronchodilator. Ann Intern Med 2005; 143: 317–326. 6 Tonnell A-B, Perez T, Grosbois J-M, et al. Effect of tiotropium on health-related quality of life as a primary efficacy endpoint in COPD. Int J Chron Obstruct Pulmon Dis 2008; 3: 301–310. 7 Tashkin DP, Celli B, Senn S, et al. A 4-year trial of tiotropium in chronic obstructive pulmonary disease. N Engl J Med 2008; 359: 1543–1554. 8 Halpin D, Decramer M, Celli B et al. Effectiveness of tiotropium in low-risk patients according to new GOLD severity grading. ERS 2012 Poster P2190 Thematic Poster Session 249: Translational respiratory medicine in asthma and COPD. 12:50–14:40, Monday, 3 September 2012, Vienna, Austria. 9 Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease. Global strategy for the diagnosis, management and prevention of chronic obstructive pulmonary disease. 2011. http://www.goldcopd. com/Guidelineitem.asp?l1=2&l2=1&intId=989. (Accessed: July 2012). 2

Idee und Konzeption: INTER MEDICAL REPORT 12., Grünbergstr. 15/1 Redaktion: Dr. Luitgard Grossberger Mit freundlicher Unterstützung von Boehringer Ingelheim ©N  achdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

MTA 43/2012

Mit einer Gesamtbehandlungsdauer von über 25 Millionen Patientenjahren (Werte für HandiHaler und Respimat addiert) ist Spiriva heute die weltweit am häufigsten verordnete Dauertherapie bei COPD.1,2 Diese Position verdankt Tiotropium auch einer hervorragenden Evidenzlage: Sowohl für die Reduktion von Dyspnoe und dem Exazerbationsrisiko als auch für die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten gibt es umfangreiche klinische Belege.3–6 So wurden im Laufe der Jahre mehr als 175 klinische Studien mit Tiotropium in der Indikation COPD durchgeführt, in denen eine große Bandbreite an Patienten bis zu vier Jahre lang be­ obachtet wurde.7

Fachkurzinformation auf Seite 20


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Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Dermatologe Dr. Johannes Neuhofer in Linz

Kassenarzt auf dem „Johannesweg“ LINZ – Der Linzer Dermatologe Dr. Johannes Neuhofer kann auf 25 Jahre Praxiserfahrung zurückblicken. Der 56-jährige Obmann der Fachgruppe der Dermatologen in Oberösterreich gilt dabei als tiefsinniger Genießer und Visionär, der seine Patienten immer ganzheitlich betrachtet. In seinem Buch „Der Johannesweg“ nimmt er seine Leser mit auf die Reise zu einem zufriedenen und gesunden Dasein bis ins Alter. Das Besondere: Man kann Dr. Neuhofers zwölf Lebensweisheiten nicht nur lesen, sondern sie auch auf einem Pilgerweg im Mühlviertel erwandern.

Explizit „Ich bin kein Esoteriker, aber dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden, dass Bewusstsein und Lebenseinstellung Einfluss auf die Gesundheit haben, das ist unumstritten.“ Dr. Johannes Neuhofer

liche Überforderung oder Einsamkeit durch Neurodermitis, juckende Ausschläge oder andere Hautprobleme immer öfter Gehör“, schildert Dr. Neuhofer Erfahrungen aus seiner Praxis. In seiner Kassenpraxis registriert er so auch eine Zunahme der Hauterkrankungen. „Ich liebe meine Arbeit, auch wenn sie oft sehr fordernd ist, und bediene das gesamte Spektrum

der Dermatologie von Muttermaldiagnostik über Schuppenflechte, Allergie, Neurodermitis bis zur Kosmetologie, Lasermedizin und sanften operativen Technik“, erzählt Dr. Neuhofer. Mit ihm in der Praxis sind drei Assistentinnen tätig. Auch in Sachen Anti-Aging ist er am neuesten Stand. Wobei Dr. Neu- Dr. Johannes Neuhofer betreibt eine Kassenpraxis für Dermatologie in Linz. hofer das Wort „Anti-Aging“ gerne durch „Best Aging“ ersetzt, worun- und teilt sich gerne mit. Er hat da- gilt. Gemeinsam mit dem Verband ter er ein optimales Altern versteht. her bereits einige Bücher geschrie- Mühlviertler Alm wurde der PilIn der Ärztekammer für Ober­ ben: „Bimbo, das Neurofantenkind“, gerweg mit zwölf Stationen kreiert. österreich bildet der Hautarzt dann in dem es um die kindliche Neuro- „Ich wandere gerne, und die Natur auch Kollegen in der Anwendung dermitis geht sowie „Die Kosmetik- ist eine Quelle der Energie und Revon Botox weiter. „Man muss ge- Revolution: Schönheit kommt von generation für den Menschen. Der nau wissen, wo, wie viel und wohin innen“ und „Wein: Der neue Jung- Johannesweg ist eine Reise zu sich man Botox spritzen kann. Es ist vor brunnen“ beide gemeinsam mit selbst“, motiviert Dr. Neuhofer. Am allem für das obere Gesichtsdrittel Univ.-Prof. Dr. Markus Metka. In 24. Juni dieses Jahres – dem Tag des geeignet und darf nur dort gespritzt „Patienten brauchen mehr als nur Heiligen Johannes – wurde der Jowerden, wo keine mimische Mus- ein Rezept“ nahm Dr. Neuhofer kri- hannesweg als österreichische Antkulatur beeinträchtigt wird. Für die tisch zum Gesundheitswesen Stel- wort auf den Jakobsweg eröffnet. seitlichen Nasenfalten oder Lippen lung. Vor Kurzem erschien nun sein Dr. Neuhofer hat auch den Verist Botox zum Beispiel tabu“, warnt Lebensratgeber „Der Johannesweg“. ein „Johannesweg“ gegründet, um Ein Buch mit „Mehrwert“, weil es Gleichgesinnte in puncto PräventiDr. Neuhofer. Interessiert und engagiert schau- den Inhalt – zwölf Stationen zu Ge- on, Förderung des Umweltbewusstte Dr. Neuhofer aber immer schon sundheit und Zufriedenheit – nicht seins etc. zu einen. Mit dem Mitüber den Tellerrand der täglichen nur zum Lesen, sondern auch auf gliedsbeitrag werden bedürftige schulmedizinischen Routine hi- einem 72 Kilometer langen Pilger- und behinderte Menschen unternaus. So arbeitet er in seiner Kas- weg im Mühlviertel zu erwandern stützt. Im Kopf hat Dr. Neuhofer senpraxis mit einem TCM-Arzt aus China zusammen, hat sich mit Pflanzenmedizin beschäftigt. Der Ästhet und Genussmensch Lesen und wandern – wie sich Dr. Neuhofer selbst beschreibt – hört Menschen gerne zu

Mill e s i Akademi e am 10. Novemb er 2 012

Geburtstraumatische Plexus-brachialis-Läsionen In ein bis zwei Fällen pro 1000 Geburten kommt es zu einer Schädigung des Plexus brachialis mit mehr oder weniger schweren Folgen, wie man aus Statistiken europäischer Länder weiß, in denen geburtstraumatische Läsionen meldepflichtig sind. Für Österreich liegen keine Zahlen vor. Der Grad der Schädigung des Armnervengeflechtes kann naturgemäß verschieden schwer sein. Dementsprechend haben bei leichter Schädigung nach unseren Erfahrungen ungefähr 25 % der Fälle eine gute Aussicht auf eine vollständige spontane Regeneration. In 15 % ist die Schädigung so gravierend, dass ein weitgehender Funktionsausfall der betroffenen Teile mit schweren Wachstumsstörungen bestehen bleibt. Diese Babys sollten während der ersten Lebensmonate operiert werden, um zumindest eine Teilregeneration zu erreichen. In den restlichen 60 % kommt es spontan zu einer Teilregeneration. Je nachdem, welche Muskelgruppen betroffen sind, entstehen jedoch Funktionsausfälle, die schwere Folgeschäden verursachen können, wenn sie nicht rechtzeitig behoben werden und das physiologische Muskelgleichgewicht hergestellt wird. Darüber hinaus muss man aber mit Wachstumsstörungen rechnen, die weit über die Folgen der Ausfälle bestimmter Muskeln hinausgehen und schließlich irreversib­le Skelettveränderungen hervorrufen können. Da solche Folgen erst nach Jahren manifest werden, müssen die Kinder bis zum Abschluss des Wachstums regelmäßig kontrolliert werden. Nur dadurch kann rechtzeitig eingegriffen werden, um irreversible Folgen zu vermeiden. Jedoch herrscht hier offenbar ein Informationsdefizit. Die Millesi Akademie der Wiener Privatklinik veranstaltet daher am 10. November 2012 ein Symposium über dieses Thema, bei dem alle einschlägigen Fragen diskutiert werden. Millesi Akademie Sa, 10.11.2012, 9.00 bis 12.30 Uhr Hörsaalzentrum AKH Wien Anzeige

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„Jeden Tag sehe ich in der Praxis, dass die Worte von ‚Die Haut ist der Spiegel der Seele‘ keine leeren sind. Ich meine sogar, dass die Haut ein Spiegel der Gesellschaft ist. In Zeiten der wirtschaftlichen Verunsicherung, des Stresses, der Überforderung, Angst oder bei persönlichen Krisen verschaffen sich Wut, Traurigkeit, seelische und körper-

Praxisnah

auch die Idee einer „Johannesschule“. Dort soll es hochwertige Workshops, Seminare und Anregungen für ein Leben in guter Work-LifeBalance und zur Vorsorge geben. Der Dermatologe betont allerdings: „Ich bin kein Esoteriker, aber dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden, dass Bewusstsein und Lebenseinstellung Einfluss auf die Gesundheit haben, das ist unumstritten.“ Die Gesundheit des Einzelnen, der Gesellschaft und der Natur bleiben das Thema des Dermatologen. „Der Johannesweg mit allem, was sich daraus noch entwickeln wird, soll mein Lebenswerk sein. Die Idee zum zweiten Buch existiert schon.“ RaC

„Der Johannesweg“

Die zwölf Stationen des Johanneswegs zu Wohlgefühl und seelischer Gesundheit sind nicht alle neu und klingen einleuchtend, aber leicht zu praktizieren sind sie nicht. „Sonst wären wir ja schon alle dort angekommen, wo wir hinwollen. Sonst wäre die Gesellschaft schon die, die wir leben möchten“, betont Autor Dr. Johannes Neuhofer. Sein niedergeschriebener Weg zum Glück basiert auf medizinischem Wissen, der Beschäftigung mit Philosophie, Geschichte und alten Weisheiten, ist gespickt mit Anekdoten aus dem eigenen Leben sowie wissenschaftlichen Studien. Das Buch ist erfrischend zum Lesen, tiefsinnig und ohne erhobenen Zeigefinger, vielmehr mit einem Augenzwinkern verfasst. Die zwölf Stationen wollen daher auch weder Gebot noch Dogma, weder Vorschrift noch Auftrag, sondern eine Einladung sein: Humor soll dein Leben begleiten. Er beflügelt deinen Geist und erfreut die Gesellschaft. Bewahre Geduld. Dann kannst du den Tag ohne Hast erleben. Bleibe mutig, es befreit dich von lähmender Angst, der Basis vieler Krankheiten. Werde großzügig und strebe nicht gierig nach noch mehr. Sei tolerant gegenüber deinem Gesprächspartner und akzeptiere auch seine Vorstellungen.

Erhöhe dich nicht selbst und sprich nicht abfällig über den anderen – früher oder später fällt alles auf dich zurück Sei hilfsbereit und ein guter Gastgeber – es lohnt sich für beide Seiten. Halte Maß in allen Dingen, besonders auch beim Essen und Trinken. Egal, wie alt du bist, jammere nicht und sei zufrieden mit deinem Los. Pflege deinen Körper, aber identifiziere dich nicht mit ihm, sondern halte ihn in Balance mit deinem Inneren. Der Ernst des Lebens braucht Freude als Treibstoff der Lebendigkeit. Der Schlüssel zum gesunden Altern liegt in deinem Alltag. Johannes Neuhofer: „Der Johannesweg. So finden Sie zu Einkehr und Zufriedenheit“ Aufgezeichnet von Andrea Fehringer & Thomas Köpf, Amalthea 2012, 232 Seiten mit Beschreibung des Pilgerweges, 22,95 Euro Infos zum Johannesweg von Pierbach durch das Mühlviertel: Verband Mühlviertler Alm, Tel.: 07956/7304, www.muehlviertleralm.at


Therapie-Forum

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Medizin

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Antihypertensive Fixkombinationen fördern Compliance und verbessern Outcome

Blutdrucksenkung bei Typ-2-Diabetes SCHLOSS SEGGAU – Spätestens seit der UKPDS ist u ­ nbestritten, dass das makro- und mikrovaskuläre Risiko bei Diabetikern nicht nur von der Blutzucker­ einstellung abhängt, sondern auch in einem direkten Zusammenhang mit dem arteriellen Blutdruck steht. Eine ausreichende Blutdruckkontrolle ist für Diabetiker besonders wichtig: In der ADVANCE-Studie profitierten hypertone Typ-2-Diabetiker sogar stärker von der Blutdruckeinstellung als von der Blutzuckersenkung. Als Ziel wird heute ein systolischer Blutdruck von 130– 135 mmHg angestrebt. „Insbesondere bei makrovaskulär vorgeschädigten Patienten müssen wir aufpassen, den Blutdruck nicht zu stark zu senken“, warnt OA Dr. Roland Edlinger, KH Hietzing, Wien. „Bei systolischen Werten unter 110– 120 mmHg und einem diastolischen Blutdruck unter 60–70 mmHg findet man keinen zusätzlichen Nutzen mehr, jedoch vermehrt Hypotensionen, Synkopen und Verschlechterungen der Nierenfunktion.“ In den vergangenen 30 Jahren waren alle wesentlichen Neuentwicklungen in der medikamentösen Hypertonietherapie Substanzklassen, die das Renin-Angiotensin-System (RAS) blockieren. „Das hat einen guten Grund“, so Dr. Edlinger. „Man weiß heute, dass Angiotensin II nicht nur funktionelle, sondern auch strukturelle Veränderungen im Gefäßsystem, im Myokard und in der Niere bewirkt.“ Zusätzlich gibt es weitere Interaktionen des RAS mit der Fibrinolyse, Stabilisierung von atherosklerotischen Plaques, Oxidation von LDL und Entzündungsprozessen. Dies erklärt auch, warum die kardiovaskuläre Protektion durch eine RAS-Blockade über das Ausmaß der Blutdrucksenkung hinausgeht. So konnten in der MICRO-HOPE-­ Studie bei Diabetikern mit einer ACE-Hemmer-Therapie deutliche Reduktionen des kardiovaskulären Risikos erreicht werden, obwohl die Blutdrucksenkung im Vergleich zu Placebo nur moderat war. Beeindruckend auch die Ergebnisse der JIKEI Heart Study, in der die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität bei konventionell behandelten Hypertonikern durch die zusätzliche Gabe des AT1-Blockers Valsartan um 39 Prozent gesenkt werden konnte. Die Daten der ONTARGET-Studie belegen, dass ACE-Hemmer und AT1-Blocker aus kardiovaskulärer Sicht etwa gleich wirksam sind. „Keinen zusätzlichen Benefit brachte die duale Blockade“, erklärt Dr. Edlinger. „Da die Nebenwirkungsrate unter der Kombinationstherapie höher war, sollten ACE-Hemmer und AT1Blocker nicht mehr gemeinsam verabreicht werden.“ Welche antihypertensive Kombinationstherapie bietet sich dann für Hypertoniker an, bei

Fällen, in denen keine andere Indikation für eine Diuretikatherapie vorliegt, der Vorzug gegeben sollte. Wird eine Dreifachkombination benötigt, ist ein Thiaziddiuretikum die ideale Ergänzung zu RAS-Blockade und Kalziumantagonisten. Kombinationstherapien haben allerdings einen großen Haken: Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass

denen man nicht mit einem Medikament das Auslangen findet? Nach den Richtlinien der Österreichischen Diabetes Gesellschaft sind als Kombinationspartner für die RASBlockade in erster Linie Diuretika und Kalziumantagonisten geeignet. Aus den Ergebnissen der ACCOMPLISH-Studie lässt sich ableiten, dass dabei Kalziumantagonisten in den

zwischen der Zahl der verschriebenen Medikamente und der Patientencompliance eine negative Korrelation besteht. Ein erfolgversprechender Ansatz, diesem Problem aus dem Weg zu gehen, ist die Verschreibung von Fixkombinationen. „Durch die bessere Compliance senken antihypertensive Fixkombinationen auch das Risiko für Hospita-

lisationen“, so Dr. Edlinger. „Es gibt zudem retrospektive Daten, die darauf hindeuten, dass durch Fixkombinationen möglicherweise sogar harte Endpunkte günstig beeinflusst werden können.“ HÖ Satellitensymposium der Firma Novartis im ­Rahmen der 13. Jahrestagung der Österreichischen Adipositas Gesellschaft; Schloss Seggau, September 2012

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Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

„Zutiefst hausärztliche Aufgabe“

Betreuung Schwerstkranker zu Hause Interview

entwickeln miteinander einen Fahrplan und das Team kann in meinem Namen dort Dinge machen, die vorher besprochen wurden. Dadurch gelingt es, auch in komplexen Situationen die Erkrankten zu Hause bei den Familien lassen zu können.

„Aber prinzipiell ist Palliative Care eine zutiefst hausärztliche Aufgabe, der wir sicher gewachsen sind und die mit Einbindung eines Palliativteams sehr leicht geht.“

MT: Funktioniert z.B. eine adäquate Schmerztherapie zu Hause genauso gut wie im Spital? Dr. Wiesmayr: Ich würde schon behaupten, dass das genauso gut geht. Gerade bei einer fraktionierten Schmerzmittelgabe, wo man am Anfang einer Therapie nicht genau weiß, wie hoch die gebrauchte Dosis sein wird, ist es uns in der Praxis oft verwehrt, alle zwei Stunden hinzufahren oder dort zu bleiben und auf die Wirkung zu warten. Aber mit dem mobilen Palliative Care Team kann man das wunderbar machen. Doch nicht nur bei einer beginnenden Schmerzmittelbehandlung, sondern auch beim Umstellen auf ein anderes Medikament ist die Zusammenarbeit mit einem Team unerlässlich.

MT: Aus welchen Personen besteht ein Palliative Care Team und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Arzt? Dr. Wiesmayr: Das ist regional unterschiedlich, im Salzkammergut sind es sieben Diplomschwestern bzw. Diplompfleger mit Zusatzausbildungen in Palliativmedizin, Psychologie und Sozialarbeit. Mit Unterstützung des mobilen Palliativteams bekommen Schwerstkranke und ihre Familien wirklich eine multiprofessionelle Betreuung. Wir

MT: Wie viel Wissen bzw. Eigenverantwortung ist notwendig, dass Patienten und ihre Angehörigen selbst auf eine Verschlimmerung der Schmerzen, z.B. bei Durchbruchsschmerzen, reagieren können? Dr. Wiesmayr: Das Wesen von Palliative Care ist, dass man die Patienten nicht mit Überraschungen alleine lässt, sondern schon im Vorfeld versucht, Dinge vorherzusehen, die mit großer Wahrscheinlichkeit kommen werden. Man hält von vornherein die notwendigen Mittel vor Ort

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Foto: privat

MT: Wie viele mobile Palliativteams gibt es in OÖ und wie werden sie finanziert? Dr. Wiesmayr: Es gibt zwei etablierte mobile Palliativteams, eines in Linz bzw. Linz Umgebung und eines im Salzkammergut für die Bezirke Vöcklabruck und Gmunden. Sie werden aus Strukturmittelgeldern zum Teil finanziert. Von einer Vollfinanzierung mit viereinhalb, fünf vollen Arbeitszeitkräften, die für 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche bereit sein sollen, sind wir noch ein wenig entfernt, aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg.

MR Dr. Wolfgang Wiesmayr

bereit bzw. das Team ist damit ausgerüstet, und sie können nach Rücksprache mit dem Hausarzt zur Anwendung kommen – sehr zeitnah. MT: Das heißt, die Patienten bzw. ihre Angehörigen werden im Vorfeld geschult bzw. verschiedene Situationen werden besprochen? Dr. Wiesmayr: Das Möglichste ist die Einbindung des Patienten selber und der Familie, z.B. bei patientengesteuerten Pumpensystemen oder Bedarfsmedikamenten. Aber das reduziert sich ja bei weitem nicht nur auf den Schmerz oder auf die Atemnot, die mit Tumorerkrankungen assoziiert werden. Wir haben zunehmend Palliativpatienten aus dem Nichttumorbereich: Leberversagen, Nierenversagen, neurologische Erkrankungen, COPD. Je nach Krankheitsverlauf weiß man, wo die Schwachstellen oder die Risiken sind und kann rechtzeitig darauf eingehen, sie besprechen, die Patienten anleiten, die Familie anleiten. Und den Familien ist es eigentlich am liebsten, dass sie autonom sind. Die Familien wissen ganz genau, wie oft oder wie selten sie uns Hausärzte wollen. Beim Palliativteam ist die Schwelle sicher niedriger, aber auch da sehen wir keine sehr hohe Anzahl an nächtlichen Einsätzen. MT: Inwieweit kann der nicht in Palliativmedizin geschulte Hausarzt in die Betreuung Schwerkranker und Sterbender einbezogen werden? Dr. Wiesmayr: Es ist überhaupt nicht postuliert, dass Palliative Care

Fachkurzinformation auf Seite 20

nur Hausärzte mit spezieller Ausbildung machen sollen. Ich glaube zwar schon, dass es sinnvoll ist, in den Dienstbereitschafts-Rädern einen mit einer Spezialisierung zu haben, der dann auch mit Rat und Tat den anderen zur Seite stehen kann. Aber prinzipiell ist Palliative Care eine zutiefst hausärztliche Aufgabe, der wir sicher gewachsen sind und die mit Einbindung eines Palliativteams sehr leicht geht. MT: Sie erwähnten, dass künftig Tumorpatienten weniger im Fokus stehen werden.

Dr. Wiesmayr: Die häufigsten Todesursachen sind Herz-KreislaufErkrankungen, die Demenz wird zunehmen, neurologische Systemerkrankungen werden zunehmen, nicht nur die viel zitierte ALS, sondern auch z.B. Morbus Parkinson. Dass auch COPD, chronisches Herzversagen oder Nierenersatztherapie Erkrankungen sind, die die Lebenserwartung sehr stark eingrenzen, wird nicht wirklich kommuniziert. Das finde ich eigenartig. MT: Wie viel Zeit bleibt, auf psychosoziale Komponenten oder spirituelle Fragestellungen einzugehen? Dr. Wiesmayr: Das kommt immer darauf an, welchen Rahmen wir setzen. Ich glaube, wir haben als Hausärzte schon den Riesen-Vorteil, dass wir die Systeme und die Ressourcen in den Systemen ganz gut kennen. Uns ist die soziale Problematik eher bekannt, noch dazu, wenn man Gespräche mit den Familien vor Ort führt. Das ist viel augenscheinlicher als in einer sehr neutralen Spitalssituation, wo das erst mühsam erfragt werden muss. Für uns ist es viel leichter zu klären: Was ist diesem System Familie an Betreuung und Pflege zumut­ bar? Oder wo muss man schauen, dass es nicht zum Betreuungsversagen kommt? Spiritualität primär anzusprechen ist nicht immer notwendig, aber wir sehen sehr wohl diese Dinge, wenn sie inkongruent laufen. Wenn also sogenannte Schmerzzustände durch normale Schmerzmittel schlecht beherrschbar sind, dann muss man immer überlegen, wo hier soziale oder spirituelle psychologische Schmerzzustände im Sinne von „Total Pain“ von Cicely Saunders vorliegen. Denn die Unsicherheit einer sterbenden Alleinerzieherin, wie ihre Kinder versorgt sein werden, dieser Schmerz lässt sich durch Alkaloide nicht behandeln. Interview: Mag. Anita Groß

Serie zur Palliativmedizin In Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Herbert Watzke, Präsident der Ös­ terreichischen Palliativgesellschaft, beleuchtet Medical Tribune 2012 in einer zwölfteiligen Serie alle As­ pekte der palliativen Betreuung von schwerkranken Patienten. Der Be­ griff „Palliative Care“ umfasst rein medizinische Aufgaben wie die Be­ handlung von Schmerzen, Übelkeit und Abgeschlagenheit, aber auch die pflegerische, soziale, psychologische und spirituelle Betreuung. Was Men­ schen brauchen, die aufgrund der Unheilbarkeit ihrer Erkrankung ei­ ne stark begrenzte Lebenserwartung aufweisen, und wann Palliative Care beginnen soll, diesen Fragen und an­ deren geht MT in der Serie nach.

Univ.-Prof. Dr. Herbert Watzke

Foto: Archiv

VÖCKLABRUCK – Schwerkranke und sterbende Patienten sollen den Anspruch haben dürfen, zu Hause von guten Palliativ­­sys­ temen versorgt zu werden – wenn sie das wünschen. Wie das in der Praxis aussehen kann, schildert MR Dr. Wolfgang Wiesmayr, Allgemeinmediziner in Vöcklabruck und Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Hospiz Oberösterreich, im MT-Gespräch.

„Lebensqualität, als übergeordnetes Ziel der Palliative Care, ist bei entsprechender Vorsorge zu Hause besser als im Krankenhaus. Mobile Palliativteams sind dabei das tragende Element und müssen deshalb weiter ausgebaut werden.“


Politik & Praxisführung

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News

Foto: SVA

HV: Reform wieder „auf der Kippe“

Die SVA-Spitze Mag. Peter McDonald und Dr. Christoph Leitl wollen die Wünsche ihrer Versicherten nun Punkt für Punkt abarbeiten.

Ergebnisse der SVA-Urbefragung präsentiert

Versicherte bestimmen Weg WIEN – Für die SVA ist es ein klarer Umsetzungsauftrag: Mehr Transparenz in der Beitragsvorschreibung, Beibehaltung der Selbstbehalte und die Forcierung des Präventionsprogramms „Selbständig Gesund“ sind nur einige Punkte, die sich die Ver­ sicherten von der SVA bei der Urbefragung wünschten. Vergangene Woche präsentierte die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) die Ergebnisse der ersten Urbefragung aller Versicherten. „Wir haben die Versicherten der SVA zur Mitgestaltung eingeladen, und ich bin sehr stolz, dass so viele dieses Angebot angenommen haben“, erklärte Dr. Christoph Leitl, Obmann der SVA. Demnach waren von 543.798 versendeten Fragebögen 118.600 beantwortet zurückgekommen, was einer sehr hohen Rücklaufquote von 21,8  % entspricht. „Wir hatten uns eine Beteiligung von 7 bis 10 % erwartet“, zeigte sich der SVA-Obmann erfreut. Konkret wurden die Versicherten zu vier Bereichen befragt: Serviceleistungen der SVA, Themen für Gesetzesänderungen, das Selbstbehalte-System und die Zukunft des einkommensabhängigen Beitragssystems.

Mehr Service Punkto Service lag der Wunsch nach mehr Transparenz in der Beitragsvorschreibung mit 50,8 % unangefochten an der Spitze. Ihm folgten die Wünsche nach dem Ausbau der individuellen Beratung/Coaching (33,4  %) und dem Ausbau der Informationen im Internet (23,6 %). „Ich denke, wir haben auf dem Weg zum kundenori-

entierten Dienstleister noch etwas Luft nach oben. Wir wollen hier für unsere Versicherten noch besser werden“, erklärte dazu Mag. Peter McDonald, Obmann-Stellvertreter der SVA.

Zukunftsthemen für Gesetzesänderungen Da sich die SVA in ihrem Handeln sehr stark von den gesetzlichen Rahmenbedingungen eingeschränkt sieht, wurden die Versicherten auch gefragt, wo sie

Explizit „Ich denke, wir haben auf dem Weg zum kundenorientierten Dienstleister noch etwas Luft nach oben.“ Mag. Peter McDonald

Änderungen wünschen. Unangefochtener Spitzenreiter, mit einer Zustimmung von 58,3 %, war der Wunsch nach geringeren Beiträgen bzw. Selbstbehalten bei einem gesundheitsbewussten Lebensstil. „Unser Motto ,Vorsorge ist besser als Heilen‘ ist damit eindrucksvoll bestätigt worden“, kommentierte Dr. Leitl. Seit der Einführung des Programms „Selbständig Gesund“ sei die Zahl der Vorsorgeuntersu-

chungen in der SVA um beachtliche 46 % gestiegen. An zweiter Stelle lagen faktisch ex aequo der Wunsch nach einer Vereinfachung der Ausnahmemöglichkeiten von der Pflichtversicherung bei geringen Einkünften und Umsätzen (29 %) und der Wunsch nach der Vereinfachung von Mehrfachversicherungen (28,2  %). Den dritten Platz teilen sich die „schrittweise Senkung der Mindestbeiträge“ (25,4 %) und der „größere gesetzliche Spielraum für Hilfe bei individuellen Zahlungsschwierigkeiten“ (23,3  %). „Wir haben damit eine klare Punktereihung für die weitere Arbeit“, erklärte Dr. Leitl.

Wünsche der Frauen Die Frage nach der „Einführung des beitragsfreien Krankengeldes sowie der Verbesserung beim Wochensowie Kinderbetreuungsgeld“ lag in der allgemeinen Reihung nur auf dem sechsten Platz (20,4 %). In der Gruppe der tatsächlich davon Betroffenen, bei Frauen der Altersgruppe unter 40 Jahren, erreichte sie aber eine Zustimmung von 48,4  % und lag damit in dieser Gruppe klar auf dem zweiten Platz. Daher entschied sich die SVA-Spitze, dieses Ergebnis vorzureihen. Die Versicherung habe dazu bereits im Vorfeld ein Modell ausgearbeitet, das sich derzeit in Begutachtung befinde, informierte Dr. Leitl. Die hohe Zustimmung bei den unmittelbar Betroffenen sei hier ein wichtiges Argument in der politischen Diskussion. 82,9  der Befragten sprachen sich für den Beibehalt der Selbstbehalte

und gegen eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge aus. „Ein Ergebnis, das auch mich überrascht hat“, kommentierte SVA-Chef Dr. Leitl. Wäre das Ergebnis anders ausgefallen, hätte man intern Diskussionsbedarf gehabt. Kein Wunder, die SVA nimmt jährlich rund 50 Mio. Euro an Selbstbehalten ein. 79,5  % sprachen sich übrigens auch für eine Beibehaltung der einkommensorientierten Beitragszahlung und gegen eine stärkere Umverteilung aus. SVA-Obmann Dr. Leitl kündigte eine schrittweise Umsetzung der einzelnen Punkte an.  TAS Pressekonferenz „SVA-Obmann Leitl präsentiert die Ergebnisse der ersten VersichertenUrbefragung“; Wien, Oktober 2012

WIEN – In der politischen Steuerungsgruppe für die Gesundheitsreform stritten sich vorige Woche die Länder und der Hauptverband (HV) wieder um die Finanzierung. Grund: Die Länder fordern zur im Juni vereinbarten Kostendämpfung von 3,4 Mrd. Euro, die zwischen Ländern und Kassen im Verhältnis 60:40 aufgeteilt werden soll, zusätzlich 230 Mio. Euro von der Sozialversicherung. HV-Chef Dr. Hans Jörg Schelling hat jedoch für das Stellen immer neuer Forderungen „wenig Verständnis“ und sieht die Reform sogar „auf der Kippe“. Nun soll es eine Sondersitzung der Landesfinanzreferenten geben.

Ö: Eine halbe Million in Armut WIEN – Die Österreichische Armutskonferenz, ein Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung, spannte in einer Aktion am Wiener Naschmarkt „Armutsgrenzen“ auf, um die Armut „sichtbar“ zu machen: 511.000 Menschen leben in Österreich unter der Armutsgrenze. 724.000 Menschen, davon 138.000 Kinder und Jugendliche, haben nicht genug Geld für ein gutes Essen. 224.000 Menschen, davon 58.000 Kinder, können sich einen Arztbesuch nicht leisten.

EU: Dalli trat zurück – Korruption? BRÜSSEL – EU-Gesundheitskommissar John Dalli ist vorigen Dienstag wegen Korruptionsermittlungen zurückgetreten. Ein maltesischer Unternehmer soll der Firma Swedish Match angeboten haben, seine Kontakte zu Dalli zu nutzen, um die Gesetzgebung in Sachen Exportverbots des Oral­ tabaks Snus zu beeinflussen. Dalli weist alle Vorwürfe zurück.

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Politik & Praxisführung

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Umfrage der Niederösterreichischen Ärztekammer

Jeder 3. Patient geht zum Wahlarzt

Laut der Umfrage der Nieder­ österreichischen Ärztekammer suchen bereits 33 Prozent der Patienten die Ordinationen von Wahlärzten auf. Gründe für den Besuch beim Wahlarzt waren die „rasche Terminvergabe und weniger Wartezeit“ (60 Prozent), bessere Qualität (42 Prozent) und dass sich der Arzt mehr Zeit für die Patienten nimmt (35 Prozent). Haben sich die Patienten erst einmal entschieden, zum Wahlarzt zu gehen, sind sie hochzufrieden (98 %). Drei von vier Wahlarztpatienten attestieren

Explizit „Bei der Analyse der Antworten zeigte sich, dass Wahlärzte nicht unbedingt besser sind als Kassenärzte, sondern Qualität wird meistens mit dem Zeitfaktor gleichgesetzt.“ Wolfgang Bachmayer

aber auch Kassenärzten eine sehr gute oder eher gute Betreuung. „Bei der Analyse der Antworten zeigte sich, dass Wahlärzte nicht unbedingt besser sind als Kassenärzte, sondern Qualität wird meistens mit dem Zeitfaktor gleichgesetzt“, erklärte Wolfgang Bachmayer, Geschäftsführer von OGM Gesellschaft für Marketing. Der Trend zum Wahlarzt ist groß, das zeigt sich auch in den Ärztedaten. Seit dem Jahr 1990 hat sich die Zahl der gesamten Ärzte in Österreich um 75 Prozent auf rund 40.000 vergrößert. Die Zahl der Kassenärzte hingegen ist in diesem Zeitraum mit 7650 nahezu konstant geblieben. „Ein Internist mit Kassenvertrag hatte statistisch gesehen im Jahr 1990 etwa 13.000 Einwohner zu versorgen, 2010 waren es schon 15.500 Einwohner“, erklärte Dr. Josef Huber, Präsident der Kärntner Ärztekammer. In Kärnten warten Patienten mittlerweile zwischen sechs und zwölf Monate auf einen Termin beim Augenarzt. Pa-

Foto: Stefan Seelig

WIEN – Bereits ein Drittel der Patienten sucht die Ordinationen von Wahlärzten auf. Das Wissen über die Leistungen von Wahlärzten ist aber noch gering. Das zeigt eine Studie der Ärztekammer für Niederösterreich. In Zeiten von sinkenden Gesundheitsbudgets könnte das zum Problem werden, denn den Weg in die Privatmedizin können sich nur wenige Patienten leisten, warnte Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Wiener Ärztekammer. 

Drei Präsidenten präsentierten und interpretieren die Wahlarztstudie der Ärztekam­ mer: Prof. Thomas Szekeres, Dr. Josef Huber und Dr. Christoph Reisner.

tienten, die diese Wartezeiten nicht in Kauf nehmen wollen, stehen vor der Wahl entweder eine Spitalsambulanz oder einen Wahlarzt aufzusuchen. Hier sind die Chancen besser: Im Spital wurde in den vergangenen 20 Jahren um 60 Prozent aufgestockt. Die Zahl der Wahlärzte nahm gar um 579 Prozent zu.

Informationsmängel Trotz der ständig steigenden Zahl der Wahlärzte lässt ihre Bekanntheit noch zu wünschen übrig. So wussten nur 39 Prozent der Befragten, dass Ärzte ohne Kassenvertrag Wahlärzte sind. Gegenüber einer Befragung im Jahr 2008 ist das zwar eine Verbesserung um zwölf Prozentpunkte, dennoch gibt es hier noch viel Aufklärungsbedarf.

11 Jahresdaten aus der HPS zur Simvastatintherapie! Simvastatin – wirksam und bestens bewährt.1,2 Die Heart Protection Study (HPS)3 ist vermutlich die größte Studie zur Wirksamkeit der Statine. Als Aufnahmekriterium diente das KHK-Risiko der Teilnehmer und nicht die LDLWerte. Die kardiovaskulären Hochrisikopatienten waren entweder in die Statin-Gruppe (täglich 40 mg Simvastatin) oder in die Placebo-Gruppe randomisiert. Die ersten Ergebnisse der HPS hatten 2002 gezeigt, dass kardiovaskuläre Hochrisikopatienten unabhängig vom Cholesterin-Wert von Simvastatin profitieren.

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Kürzlich veröffentlichten die Autoren der HPS-Studie Daten der Langzeit-Therapie mit Simvastatin (insgesamt 11 Jahre).1 Die Patienten in der SimvastatinGruppe hatten in dem ersten Poststudien-Beobachtungsjahr 14 % weniger schwere vaskuläre Komplikationen (wie Herz-/Hirninfarkt) als die Patienten in der Placebo-Gruppe. Danach, als der Gebrauch von Simvastatin und die Lipidblutwerte in beiden Gruppen ähnlich waren, beobachtete man keine weitere Reduktion schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse bzw. der Gefäßmortalität. In der Nachbeobachtungsperiode fand Fachkurzinformation auf Seite 20

sich auch kein Unterschied in der Inzidenz von Karzinomen, der karzinom­assoziierten Mortalität oder überhaupt der Mortalität­ aus nicht vaskulären Gründen. Sogar bei den Patienten, die vorzeitig aus der Studie ausgeschieden waren, hielt der Effekt einer auch nur relativ kurz dauernden Simvastatintherapie über mehrere Jahre hinweg an. Die Quintessenz daraus ist: Die Therapie mit Simvastatin 40  mg führte zu einer absoluten Reduktion der kardiovaskulären Komplikatonen bei Hochrisiko-Patienten. Die Langzeit-Ergebnisse der Studie haben auch als weiteren wichtigen Aspekt gezeigt, dass Simvastatin insgesamt gut vertragen wurde, und für Hochrisiko-Patienten bewährt ist. Diese Ergebnisse finden auch im jüngst erschienenen Konsensus Heilmittelökonomie ihren Niederschlag: „Die Langzeitdaten bestätigen die Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie mit Simvastatin.“ 2 Simvastatin ist das einzige Statin mit zwei signifikant gesamtmortalitätssenkenden Studien.3,4

Drei Viertel (73 Prozent) der Befragten wussten auch, dass sie einen Teil des Honorars nach Besuch von Wahlärzten von der Krankenkasse zurückverlangen können, allerdings wussten nur 15 Prozent, dass 80 Prozent des Kassenhonorars rückerstattet werden. Fast 80 Prozent (78 Prozent) der Befragten gaben an, nach ihrem letzten Wahlarztbesuch die Honorarnote bei der Krankenkasse eingereicht zu haben. Jene 22 Prozent, die das nicht taten, gaben an, dass ihnen der Betrag zu gering war, der Aufwand zu groß, oder es herrschte ein Informationsmangel.

Lösungen für das Gesundheitssystem Die Teilnehmer waren auch gefragt worden, wie die Probleme im Gesundheitssystem gelöst werden sollten. Hier plädierten 30 Prozent für einen höheren Selbstbehalt, elf Prozent für höhere Sozialversicherungsbeiträge und zehn Prozent für eine Einschränkung der ärztlichen Leistungen. Fast die Hälfte (49 Prozent) plädierte für andere Lösungen. „Wir wissen auch aus anderen Umfragen, dass sich

die Menschen am wenigsten Einschränkungen bei medizinischen Leistungen vorstellen konnten“, führte Bachmayer aus. Dass das Bezahlen der ärztlichen Leistung aus der eigenen Tasche ein heikles Thema ist, zeigte sich auch in einer anderen Frage. Demnach konnte sich nur ein Viertel der Befragten ein Sozialversicherungssys­ tem vorstellen, bei dem man die Rechnung beim Arzt bezahlt und danach eine Rückerstattung erhält. Doch ein System mit einer starken Privatmedizin bringt auch Gefahren mit sich, nämlich dann, wenn die öffentliche Hand Ausgaben reduziert. Der Präsident der Wiener Ärztekammer Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres appellierte, sich nicht vom Solidarsystem zu verabschieden und die Ausgaben der öffentlichen Hand nicht an das Wirtschaftswachstum zu knüpfen. „Die Gesundheit der Menschen hat mit dem Wirtschaftswachstum genau nichts zu tun“, erklärte Prof. Szekeres. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall: Je schlechter es der Wirtschaft gehe und je mehr Arbeitslose es gebe, desto kränker seien die Menschen. Daher sei die Kopplung der Gesundheitsausgaben an das Wirtschaftswachstum in Zeiten einer Wirtschaftskrise weder nachvollziehbar noch logisch. Die Konsequenz daraus sei vielmehr, dass Leistungen im öffentlichen Gesundheitssystem eingeschränkt werden würden, wenn es der Wirtschaft schlecht gehe. „Der einzige Ausweg wird der Weg in Richtung Privatmedizin sein, den sich nur manche leisten können“, so Prof. Szekeres abschließend. TAS Pressekonferenz „Jeder dritte Patient geht bereits zum Wahlarzt“; Wien, Oktober 2012

Umfrage des Hauptverbands

Der heimische Generica-­ Anbieter Genericon bietet Öster­ reichs Ärztinnen und Ärzten Simvastatin Genericon in den Dosierungen 20  mg, 40  mg und 80  mg zur freien Verschreibung an. 1 E  ffects on 11-year mortality and morbidity of lowering LDL cholesterol with simvastatin for about 5 years in 20 536 high-risk individuals: a randomised controlled trial. 2011. Lancet. 378: 2013–2020. 2 „ Die bessere Therapie zum besseren Preis“. 2012. Konsensus Heilmittelökonomie. 41. Literaturhinweise. 3 H  eart Protection Study Collaborative Group: 2002. MRC/BHF Heart Protection Study of cholesterol lowering with simvastatin in 20536 high-risk individuals: a randomized placebo-controlled trial. Lancet. 360: 7–22. 4 S  candinavian Simvastatin Survival Study Group: 1994. Randomised trial of cholesterol lowering in 4444 patients with coronary heart disease: the Scandinavian Simvastatin Survival Study (4S). Lancet. 334: 1383–1389.

Dr. Andreas Perktold, Genericon Pharma

Österreicher wollen Reform und ELGA WIEN – Auch der Hauptverband präsentierte kürzlich eine Umfrage unter 2000 Österreichern zum Gesundheitswesen. Diese sprechen sich für Reformen aus, erwarten sich aber dabei keine Leistungseinbußen. Das Meinungsforschungsinstitut GfK Austria hat im Sommer 2012 2000 Österreicher befragt. Diese zeigten sich mit der Qualität des Gesundheitswesens (hoch) zufrieden (90  %), sehen aber auch Reformbedarf. Die Gesundheitsreform (89  %) steht gemeinsam mit der Bildungsreform an der Spitze der politischen Wünsche der Österreicher. Von der Gesundheitreform erhoffen sich die Befragten eine ef-

fizientere Gestaltung des Systems, Leistungseinbußen oder Qualitätsverluste (65  %) erwarten sie sich aber nicht. Nur eine Minderheit (8  %) glaubt, dass nur Leistungskürzungen zum Ziel führen werden. Dem Haus- bzw. Vertrauensarzt will die Mehrheit Zugang zu allen relevanten Befunden durch ELGA gestatten, auch die E-Medikation findet Zustimmung (91 %). Leistungskürzungen bei den Kassen haben bisher immerhin 49  % der Befragten bemerkt, 51  % gaben an, nie mit Leistungskürzungen konfrontiert gewesen zu sein. Dem Gesundheitsministerium (26 %) und der Sozialversicherung (25  %) attestierten die Befragten sehr hohe gesundheitspolitische Kompetenz.  red


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Politik & Praxisführung

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

European Health Forum Gastein

„Health Literacy“-Projekt ausgezeichnet BAD HOfGASTEIN – Der vom European Health Forum Gastein vergebene European Health Award geht heuer an das „European Health Literacy Project“ kurz HLS-EU, das die soziale und politische Bedeutung von Gesundheitskompetenz aufzeigt und nach Formen ihrer Förderung sucht.

Explizit „Wir müssen uns genau anschauen, wie unsere ,Feinde‘ – Tabak-, Alkohol- und Zuckerindustrie – agieren und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.“ Dr. Antonyia Paranova

Das nun ausgezeichnete HLS-EU hat in acht europäischen Ländern erhoben, wie es um die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung steht. Das Ergebnis: 47 Prozent der Menschen in den untersuchten Ländern haben eine unzureichende oder problematische Gesundheitskompetenz, können also Empfehlungen für die eigene Gesundheit nicht oder nur schwer verstehen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen. Gesundheitskompetenz verteilt sich äu-

ßerst ungleich zwischen den Ländern. Österreich­ liegt dabei deutlich unter dem Durchschnitt. Hierzulande haben 51,4 Prozent der Bevölkerung eine unzureichende oder problematische Gesundheitskompetenz – nur Bulgarien und Spanien schneiden noch schlechter ab. Aber auch innerhalb der Länder sind bestimmte Gruppen benachteiligt. Während im europäischen Durchschnitt in erster Linie Alter, sozialer Status und Bildung großen Einfluss haben, wirken sich in Österreich vor allem Alter, Armut und Geschlecht auf die Gesundheitskompetenz aus. Auffällig sind die beträchtlichen Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während satte 63,3 Prozent der Steirer über eine schlechte Health Literacy verfügen, weisen nur 36 Prozent der Vorarlberger Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden. „In Österreich ist die Verbindung zwischen Alter und Gesundheitskompetenz besonders ausgeprägt“ – auf dieses heimische Spezifikum verweist der für den österreichischen Part der Untersuchung Verantwortliche, Univ.-Prof. Dr. Jürgen M. Pelikan, Ludwig Boltzmann Institut für Health Promotion Research. In den Niederlanden, das in der Untersuchung am besten abgeschnitten hat, bestehe hingegen keine Korrelation zwischen Alter und Gesundheitskompetenz. Um die Ursachen für solche Ungleichheiten herauszufinden, seien weitere Untersuchungen notwendig, so Prof. Pelikan. Zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz nennt Prof. Pelikan vor allem zwei Maßnahmen: „Die Aus-

Foto: EHFG

„Viele Menschen haben Probleme damit, Gesundheitsinformationen zu verstehen, zu beurteilen, sie auf gesundheitsbezogene Entscheidungen im Alltag anzuwenden und Gesundheitsangebote in adäquater Weise in Anspruch zu nehmen“, weiß Projektleiterin Kristine Sørensen, MPH, von der Universität Maastricht, Niederlande. Das Fehlen von Gesundheitskompetenz oder Health Literacy habe dabei weitreichende Folgen: „Menschen mit wenig Gesundheitskompetenz werden öfter hospitalisiert, erleiden häufiger Verschreibungs- und Behandlungsfehler und betreiben selten Vorsorge“, unterstreicht die Forscherin.

v.l.n.r: Antonyia Parvanova (MEP), Wolfgang Tüchler (Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich), Gerardine Doyle (European Health ­Literacy Project), Kristine Sørensen (European Health Literacy Project) und ­Günther Leiner (nun Ehrenpräsident des EHFG)

bildung der im Gesundheitssystem Tätigen, vor allem was die Kommunikation betrifft, muss verbessert werden. Und auch die Lesbarkeit, Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit des Gesundheitswesens muss erhöht werden.“

Information allein reicht nicht Auf europäischer Ebene macht man sich bereits viele Gedanken, wie die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung gesteigert werden kann. „Information allein ist nicht genug“, weiß Prof. Dr. Olivier Ouiller, Professor für kognitive Psychologie an der Universität Aix-Marseille, Frankreich, und wissenschaftlicher Berater des einflussreichen Centre d’analyse stratégique in Paris. Prof. Ouillier fordert „evidenzbasierte Politik“, sprich Politik, die sich bei der Umsetzung von Kampagnen wissenschaftlicher Erkenntnisse bedient. Zum Beispiel eines Tricks aus der Psychologie: Auf pure Informationen, die eine Verhaltensänderung nahelegen, reagiert nur jeder Zehnte. Wenn man aber dazusagt, dass die Mehr-

heit der Menschen auf die gewünschte Weise reagiere, dann nimmt fast ein Drittel die Information als Anlass zur Verhaltensänderung. „Wir müssen bei unseren Kommunikationsstrategien sehr kreativ und innovativ sein“, betont die bulgarische EU-Parlamentarierin und Public-Health-Expertin Dr. Antonyia Paranova: „Wir müssen uns genau anschauen, wie unsere ,Feinde‘ – Tabak-, Alkohol- und Zuckerindustrie – agieren und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.“ Eine Erkenntnis, die sie gezogen hat: „Erfolgreiche Kampagnen müssen sich schon an Kinder und Jugendliche richten.“ Paola Testori Coggi, MSc, Generaldirektion der Europäischen Kommission für Gesundheit und Verbraucher (DG SANCO), betonte: „Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir unsere Kommunikation optimieren und die richtigen Botschaften an die richtigen Menschen bringen.“ Dabei sollen traditionelle Medien wie Zeitungen, TV und Radio ebenso berücksichtigt werden wie neue Kommunikationskanäle und Social Media wie

Twitter und Facebook. Im Juli dieses Jahres hat die Europäische Kommission dazu einen Twitter-Account zu Gesundheitsthemen eingerichtet („@_Health“), um Informationen zu verbreiten, neue Trends mit zu verfolgen und an laufenden Debatten zu Gesundheitsthemen teilzunehmen. Als im Juli die geplante EU-Richtline über klinische Studien diskutiert wurde, hatten die Tweets der Kommission eine Reichweite von 200.000 Menschen. Derzeit hat der Account 800 Follower. Vergleichsweise traditionell ist die EU-Kampagne „Ex-Smokers are unstoppable“, die sich an Raucher zwischen 25 und 34 richtet. Nikotinabhängige, die von ihrer Sucht loskommen wollen, können dabei den sogenannten iCoach nutzen, eine kostenlose Internetplattform, die einige interaktive Tools zur Verfügung stellt, etwa ein Tagebuch, in das die täglichen Fortschritte eingetragen werden. Derzeit versuchen 220.000 junge Europäer mithilfe des iCoachs mit dem Rauchen aufzuhören. Laut der Initiative ist es bislang 30 Prozent der User gelungen, tatsächlich den Rauchstopp zu erreichen. Ein neuer Schritt in dieser Kampagne ist die Kooperation mit dem FC Barcelona, der „Ex-Smokers are unstoppable“ aktiv bewirbt, unter anderem mit einem Werbespot. Die Aktion startet am 17. November. „Das ist eine natürliche Allianz im Kampf für ein gesünderes Leben“, sagt Dr. Jordi Monés Carilla, Leiter der medizinischen Abteilung jenes berühmten Fußballvereins, der nach eigenen Angaben weltweit über 480 Millionen Fans verfügt. Der FC Barcelona hat schon in der Vergangenheit Schritte gegen das Rauchen gesetzt, so ist sein Stadion ist die erste rauchfreie Fußballarena Spaniens. „Quit smoking with Barça“, lautet das Motto.  MiK

Mini Med vergab Doctor‘s Communication Award 2012

Hauptpreis an Prof. Günther Gastl

Der vom Mini Med Studium heuer zum zweiten Mal vergebene Preis ehrt die besten Kommunikatoren unter Österreichs Medizinern. Neun Ärzte aus allen Bundesländern waren nominiert, gewonnen hat schließlich der Onkologe Univ.Prof. Dr. Günther Gastl, Klinikdirektor der Uniklinik für Innere

Foto: MINI MED / Tadros

WIEN – Für sein Engagement im Gesundheits-Empowerment der Bevölkerung zeichnete die Mini Med Community Univ.Prof. Dr. Günther Gastl mit dem Doctor‘s Communication Award 2012 aus. Bei der Preisverleihung (v.l.n.r.): Stadt­ rätin Sonja Wehsely, MiniMed-Präsident Univ.-Prof. Dr. Dieter zur Nedden, BM Alois Stöger und Preisträger Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl

Medizin V in Innsbruck. Er wurde für seinen Vortrag über neue Strategien und Therapien bei Krebserkrankungen ausgezeichnet. Die

Bedeutung einer guten Arzt-Patienten-Kommunikation und eines Wissenstransfer an die Bevölkerung hoben bei der Preisverleihung sowohl BM Alois Stöger als auch die Wiener Gesundheitsstadträtin Mag. Sonja Wehsely hervor. Die neun Landessieger waren: Univ.-Doz. Dr. Antonius C. Kierner (B), Prim. Dr. Georg Pinter (K), Univ.-Prof. Dr. Michael Gadenstätter (NÖ), Univ.-Doz. Dr. Albert Kröpfl (OÖ), Univ.-Prof. Dr. Johann Pfeifer (Stmk.), Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp (S), OA Doz. Dr. Christoph Säly (V), Univ.-Prof. Dr. Maria Deutinger (W) und der Bundesieger Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl (T). red

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Quellen: FachinformationenAtorvalan 10 mg/20 mg*)/40 mg*)/80 mg*) - Filmtabletten (Stand April 2012)

Fachkurzinformation auf Seite 20


Atorvalan 10 mg-Tabletten, Atorvalan 20 mg-Tabletten, Atorvalan 40 mg-Tabletten, Atorvalan 80 mg-Tabletten. Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 10 mg, 20 mg, 40 mg bzw. 80 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Calcium). Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, wasserfreies Natriumcarbonat, Maltose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat. Tablettenüberzug: Hypromellose, Hydroxypropylcellulose, Triethylcitrat, Polysorbat 80, Titandioxid (E 171). Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie: Die Anwendung von Atorvalan ist zusätzlich zu einer Diät angezeigt zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apolipoprotein B- und Triglyzeridspiegel bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab zehn Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ II a und II b nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erbringen. Atorvalan ist auch zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Erwachsenen mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie angezeigt – entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z.B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind. Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen: Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei erwachsenen Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren. Gegenanzeigen: Atorvalan ist kontraindiziert bei Patienten. • mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, • mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der Serumtransaminasen auf mehr als das 3fache des oberen Normalwertes, • mit Myopathie, • in der Schwangerschaft, • während der Stillzeit, • bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeigneten Verhütungsmethoden anwenden. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktasehemmer. ATC-Code: C10AA05. Inhaber der Zulassung: G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Packungsgrößen: 30 Stück. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie Angaben über Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte den veröffentlichten Fachinformationen! Atorvastatin ratiopharm 10 mg-, 20 mg-, 40 mg- und 80 mg-Filmtabletten. Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 10 mg Atorvastatin (als Atorvastatin Calcium). Jede Filmtablette enthält 20 mg Atorvastatin (als Atorvastatin Calcium). Jede Filmtablette enthält 40 mg Atorvastatin (als Atorvastatin Calcium). Jede Filmtablette enthält 80 mg Atorvastatin (als Atorvastatin Calcium). Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie, Atorvastatin ist zusätzlich zu einer Diät indiziert, zur Senkung erhöhter Spiegel von Gesamt-Cholesterin (Total-C), LDL-Cholesterin (LDL-C), Apolipoprotein B und Triglyceriden bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 10 Jahren mit primärer Hypercholesterinämie einschließlich familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend den Typen IIa und IIb der Fredrickson-Klassifikation), wenn das Ansprechen auf eine Diät und andere nicht-pharmakologische Maßnahmen nicht ausreichend ist. Atorvastatin ist auch indiziert zur Senkung von Gesamt-Cholesterin und LDL-Cholesterin bei Erwachsenen mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Behandlungen (z.B. LDL-Apherese) oder wenn solche Behandlungen nicht verfügbar sind. Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen, Prävention kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung anderer Risikofaktoren. Gegenanzeigen: Atorvastatin ist kontraindiziert bei Patienten: mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels mit aktiver Lebererkrankung oder ungeklärten anhaltenden Erhöhungen der Serum-Transaminasen, die das 3-fache der oberen Grenze der Normwerte übersteigen während der Schwangerschaft, während der Stillzeit, und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeigneten kontrazeptiven Maßnahmen anwenden. Pharmakotherapeutische Gruppe: Lipidmodifikationsagens, HMG-CoA-Reduktase-Hemmer. ATC-Code: C10A-A05. Liste der sonstigen Bestandteile: Kern: Mikrokristalline Cellulose, Natriumcarbonat, wasserfrei, Maltose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat. Überzug: Hypromellose (E 464), Hydroxypropylcellulose, Triethylcitrat (E 1505), Polysorbat 80, Titandioxid (E 171). Art und Inhalt des Behältnisses: Aluminium-Aluminium-Blisterpackungen. Atorvastatin ratiopharm ist in Packungen zu 7, 10, 14, 15, 28, 30, 50, 50 x 1, 56, 60, 84, 90, 98, 100 oder 200 Tabletten verfügbar. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Inhaber der Zulassung: Pharmazeutischer Unternehmer, ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, Albert Schweitzer-Gasse 3, A-1140 Wien, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm. at. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: 10/2011. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Atorvastatin Sandoz 10 mg - Filmtabletten / Atorvastatin Sandoz 20 mg - Filmtabletten / Atorvastatin Sandoz 30 mg - Filmtabletten / Atorvastatin Sandoz 40 mg - Filmtabletten / Atorvastatin Sandoz 60 mg - Filmtabletten / Atorvastatin Sandoz 80 mg - Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Atorvastatin Sandoz 10/ 20/ 30/ 40/ 60/ 80 mg - Filmtablette enthält 10/ 20/ 30/ 40/ 60/ 80 mg Atorvastatin als Atorvastatin-Calcium. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, rein, HMG-CoA-Reduktasehemmer, ATC-Code: C10AA05. Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie: Die Anwendung von Atorvastatin Sandoz ist zusätzlich zu einer Diät, zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apo-Lipoprotein-B- und Triglyzeridspiegel angezeigt, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ IIa und IIb nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erzielen. Atorvastatin Sandoz ist auch zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie angezeigt – entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z.B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind. Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen: Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren. Gegenanzeigen: Atorvastatin Sandoz ist kontraindiziert bei Patienten: mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels, mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der Serumtransaminasen auf mehr als das 3-fache des oberen Normalwertes, in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeignete Verhütungsmethode anwenden. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Natriumdodecylsulfat, Mikrokristalline Cellulose, Hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte Stärke (Mais), Trometamol, Eisenoxid gelb (E 172), Magnesiumstearat, Talkum, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A). Filmüberzug: Carmellose-Natrium, Glycerol, Trometamol, Natriumdodecylsulfat, Hydroxyethylcellulose. Inhaber der Zulassung: Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich. Packungsgrößen: 30 Stück. Verschreibungs-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Mai 2012. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten, sowie Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.Quellen: 1) Nawrocki JW et al, Arterioscler Thromb Vasc Biol 1995;15:678–682. 2) Schrott H et al, Journal Cardiovasc Pharmacol Therapeut 1998;3(2):119–124 Blopress Plus 8 mg/12,5 mg – Tabletten, Blopress Plus 16 mg/12,5 mg – Tabletten, Blopress Plus 32 mg/12,5 mg - Tabletten, Blopress Plus 32 mg/25 mg - Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Blopress Plus 8 mg/12,5 mg - Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 76,9 mg Lactose-Monohydrat. Eine Blopress Plus 16 mg/12,5 mg - Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 68,8 mg Lactose-Monohydrat. Eine Tablette Blopress Plus 32 mg/12,5 mg enthält 32 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 150,2 mg Lactose-Monohydrat. Eine Tablette Blopress Plus 32 mg/25 mg enthält 32 mg Candesartan Cilexetil und 25 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 137,7 mg Lactose-Monohydrat. Sonstige Bestandteile: Carmellose-Calcium, Hydroxypropylcellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, Macrogol, Eisenoxid gelb (E172, bei 32 mg/12,5 mg - Tablette), Eisenoxid rot (E172, bei 16 mg/12,5 mg und 32 mg/25 mg - Tablette). Anwendungsgebiete: Blopress Plus ist angezeigt zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartan Cilexetil- oder Hydrochlorothiazid Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Sulfonamid abgeleitete Wirkstoffe. Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid abgeleiteter Wirkstoff. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin Clearance < 30 ml/min/1,73 m2 KO). Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Therapieresistente Hypokaliämie und Hyperkalzämie. Gicht. Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten und Diuretika, ATC-Code: C09DA06. Abgabe: Rp, apothekenpflichtig. Zulassungsinhaber: Takeda Pharma Ges.m.b.H., 1120 Wien. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, den besonderen Warnhinweisen zur sicheren Anwendung sowie zur Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. [0712] BLMA08123. Candesartan 1A Pharma 4/ 8/ 16/ 32 mg – Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Tablette enthält 4/ 8/ 16/ 32 mg Candesartancilexetil. Sonstiger Bestandteil: Jede Tablette enthält 73,94/ 69,57/ 139,14/ 278,27 mg Lactose-Monohydrat. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein. ATC-Code: C09C A06. Anwendungsgebiete: Candesartan 1A Pharma ist angezeigt zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen; zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Herzinsuffizienz und eingeschränkter linksventrikulärer systolischer Funktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤40%) zusätzlich zu einer Behandlung mit Angiotensin Converting Enzyme (ACE)-Hemmern oder wenn ACE-Hemmer nicht toleriert werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Candesartancilexetil oder einen der sonstigen Bestandteile. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Liste der sonstigen Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K-30, Carrageen, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Eisenoxid rot (E172) (nur 8, 16 und 32 mg Tabletten), Titandioxid (E171) (nur 8, 16 und 32 mg Tabletten). Inhaber der Zulassung: 1A Pharma GmbH, A-1020 Wien, Österreich. Verschreibungs-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Dezember 2010. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten, sowie Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Candesartan/HCT 1A Pharma 8 mg/12,5 mg – Tabletten, Candesartan/HCT 1A Pharma 16 mg/12,5 mg – Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Candesartan/HCT 1A Pharma 8 mg/12,5 mg – Tabletten: 1 Tablette enthält 8 mg Candesartancilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 84 mg Lactose-Monohydrat. Candesartan/HCT 1A Pharma 16 mg/12,5 mg – Tabletten: 1 Tablette enthält 16 mg Candesartancilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 76 mg Lactose-Monohydrat. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten + Diuretika. ATC-Code: C09DA06. Anwendungsgebiete: Candesartan/HCT 1A Pharma ist angezeigt zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartancilexetil- oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Sulfonamid-abgeleitete Wirkstoffe. Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid-abgeleiteter Wirkstoff. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min/1,73 m2 KO). Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Therapieresistente Hypokaliämie und Hyperkalzämie. Gicht. Liste der sonstigen Bestandteile: Candesartan/HCT 1A Pharma 8 mg/12,5 mg – Tabletten: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K-30, Carrageen, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich] Candesartan/HCT 1A Pharma 16 mg/12,5 mg – Tabletten: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K-30, Carrageen, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid gelb (E172). Inhaber der Zulassung: 1A Pharma GmbH, A-1020 Wien, Österreich. Verschreibungs-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Juni 2011. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten, sowie Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Candesartan Genericon 8 mg/16 mg/32 mg Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung 8 mg: Jede Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil. Sonstige Bestandteile: Jede Tablette enthält 129,8 mg Lactose-Monohydrat sowie Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Triethylcitrat, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat. Qualitative und quantitative Zusammensetzung 16 mg: Jede Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil. Sonstige Bestandteile: Jede Tablette enthält 121,8 mg Lactose-Monohydrat sowie Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Triethylcitrat, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat. Qualitative und quantitative Zusammensetzung 32 mg: Jede Tablette enthält 32 mg Candesartan Cilexetil. Sonstige Bestandteile: Jede Tablette enthält 243,6 mg Lactose-Monohydrat sowie Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Triethylcitrat, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat. Anwendungsgebiete: Essentielle Hypertonie. Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz und eingeschränkter linker Ventrikelfunktion (linksventrikuläre Auswurf-Fraktion ≤ 40%) als Zusatztherapie zu ACE-Hemmern oder wenn ACE-Hemmer nicht vertragen werden (siehe Abschnitt 5.1). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Candesartan Cilexetil oder einen der sonstigen Bestandteile. Zweites und drittes Trimester der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.4 und 4.6). Schwere Leberschädigung und/oder Cholestase. Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein (Candesartan), ATC-Code: C09CA06. Candesartan Genericon 8 mg Tabletten, OP zu 30 Stk., Rezept- und apothekenpflichtig. Candesartan Genericon 16 mg Tabletten, OP zu 30 Stk., Rezept- und apothekenpflichtig. Candesartan Genericon 32 mg Tabletten, OP zu 30 Stk., Rezept- und apothekenpflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz, genericon@genericon.at. Candesarcomp 8 mg/12,5 mg Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Sonstige Bestandteile: Jede Tablette enthält 117,3 mg Lactose-Monohydrat sowie Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Triethylcitrat, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat. Candesarcomp 16 mg/12,5 mg Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Sonstige Bestandteile: Jede Tablette enthält 109,3 mg Lactose-Monohydrat sowie Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Triethylcitrat, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat. Anwendungsgebiete: Essentielle Hypertonie, wenn eine Monotherapie mit Candesartan Cilexetil oder Hydrochlorothiazid nicht ausreichend ist. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Sulfonamidderivaten (Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamidderivat). Zweites und drittes Schwangerschaftstrimenon (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6). Schwere Nierenschädigung (Kreatininclearance < 30 ml/min/1,73 m2 Körperoberfläche). Schwere Leberschädigung und/oder Cholestase. Refraktäre Hypokaliämie und Hyperkalziämie. Gicht. Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten und Diuretika. ATC-Code: C09DA06. Candesarcomp 8 mg/12,5 mg Tabletten, OP zu 30 Stk., Rezept- und apothekenpflichtig. Candesarcomp 16 mg/12,5 mg Tabletten, OP zu 30 Stk., Rezept- und apthekenpflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H.; A-8054 Graz, E-Mail: genericon@genericon.at. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Candesartan ratiopharm 4 mg-, 8 mg-, 16 mg- und 32 mg-Tabletten. Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 4 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 32 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 133,80 mg Lactose-Monohydrat. Jede Tablette enthält 129, 80 mg Lactose-Monohydrat. Jede Tablette enthält 121,80 mg Lactose-Monohydrat. Jede Tablette enthält 243,60 mg Lactose-Monohydrat. Anwendungsgebiete: Candesartan ratiopharm ist angezeigt zur: Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen. Behandlung von erwachsenen Patienten mit Herzinsuffizienz und eingeschränkter linksventrikulärer systolischer Funktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤ 40 %) zusätzlich zu einer Behandlung mit Angiotensin Converting Enzyme (ACE)-Hemmern oder wenn ACE-Hemmer nicht toleriert werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Candesartan Cilexetil oder einem der sonstigen Bestandteile. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein, ATC-Code: C09CA06. Liste der sonstigen Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat, Triethylcitrat. Art und Inhalt des Behältnisses: PVC-PVDC/ Alu-Blisterpackungen. Packungsgrößen: 7, 10,14, 28, 30, 56, 70, 90, 98 Tabletten. Duma Twist-off HDPE-Flaschen mit PP-Verschluss. Packungsgrößen: 100, 250 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Verfügbare Packungsgrößen in Österreich: 10 und 30 Stück. Inhaber der Zulassung: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, Albert-Schweitzer-Gasse 3, A-1140 Wien, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: 01/2012. Candesartan/HCT ratiopharm 8 mg/12,5 mg Tabletten; Candesartan/HCT ratiopharm 16 mg/12,5 mg Tabletten. Zusammensetzung: Candesartan/HCT ratiopharm 8 mg/12,5 mg Tabletten. Jede Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 117,30 mg Lactose-Monohydrat. Candesartan/HCT ratiopharm 16 mg/12,5 mg Tabletten. Jede Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 109,30 mg Lactose-Monohydrat. Anwendungsgebiete: Candesartan/HCT ratiopharm ist angezeigt zur: Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartan Cilexetil- oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Sulfonamid-abgeleitete Wirkstoffe. Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid-abgeleiteter Wirkstoff. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min/1,73 m2 KO). Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Therapieresistente Hypokaliämie und Hyperkalzämie. Gicht. Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten und Diuretika, ATC-Code: C09DA06. Liste der sonstigen Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat, Triethyl-Citrat. Art und Inhalt des Behältnisses: PVC-PVDC-/Alu-Blisterpackung. Packungsgrößen: 7, 10, 14, 28, 30, 56, 70, 90, 98 Tabletten. Duma Twist-off HDPE Flaschen mit PP-Verschluss. Packungsgrößen: 100 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Verfügbare Packungsgrößen in Österreich: 30 Stück. Inhaber der Zulassung: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, Albert-Schweitzer-Gasse 3, A-1140 Wien, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ ratiopharm.at. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: 01/2012. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. DO G m m DO G

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Eplerenon Genericon 25 mg Filmtabletten. Eplerenon Genericon 50 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 25 mg Eplerenon. Sonstige Bestandteile: Jede Eplerenon Genericon 25 mg Filmtablette enthält 35,7 mg Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 4.4). 1 Filmtablette enthält 50 mg Eplerenon. Jede Eplerenon Genericon 50 mg Filmtablette enthält 71,4 mg Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 4.4). Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose (E 460), Croscarmellose-Natrium (E 468), Hypromellose (E 464), Natriumdodecylsulfat, Talkum (E 553b), Magnesiumstearat (E 470b). Filmüberzug: Hypromellose (E 464), Polysorbat 80 (E 433), Macrogol 400, Titandioxid (E 171), Gelbes Eisenoxid (E 172). Anwendungsgebiete: Eplerenon wird zusätzlich zu einer Standardtherapie einschließlich Betablockern zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei stabilen Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF ≤ 40 %) und klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz nach kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt angewendet. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Eplerenon oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels (siehe Abschnitt 6.1). Patienten mit Serumkaliumwerten > 5,0 mmol/l bei Behandlungsbeginn. Patienten mit mäßiger bis schwerer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance < 50 ml/Min.). Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh Class C). Patienten, die gleichzeitig kaliumsparende Diuretika, Kaliumergänzungsmittel oder starke CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir, Nelfinavir, Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon) erhalten (siehe Abschnitt 4.5). Pharmakotherapeutische Gruppe: Aldosteron-Antagonisten, ATC-Code: C03DA04. Eplerenon Genericon 25 mg Filmtabletten, OP zu 20 und 30 Stück Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Eplerenon Genericon 50 mg Filmtabletten, OP zu 20 und 30 Stück Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Pharmazeutischer Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz; E-Mail: genericon@genericon.at. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Effentora 100, 200, 400, 600 und 800 Mikrogramm Buccaltabletten. Zusammensetzung: Effentora 100 Mikrogramm Buccaltabletten: Jede Buccaltablette enthält 100 Mikrogramm Fentanyl. (als Citrat). Sonstiger Bestandteil: Jede Tablette enthält 8 mg Natrium. Effentora 200 Mikrogramm Buccaltabletten: Jede Buccaltablette enthält 200 Mikrogramm Fentanyl (als Citrat). Sonstiger Bestandteil: Jede Tablette enthält 16 mg Natrium. Effentora 400 Mikrogramm Buccaltabletten: Jede Buccaltablette enthält 400 Mikrogramm Fentanyl (als Citrat). Sonstiger Bestandteil: Jede Tablette enthält 16 mg Natrium. Effentora 600 Mikrogramm Buccaltabletten: Jede Buccaltablette enthält 600 Mikrogramm Fentanyl (als Citrat). Sonstiger Bestandteil: Jede Tablette enthält 16 mg Natrium. Effentora 800 Mikrogramm Buccaltabletten: Jede Buccaltablette enthält 800 Mikrogramm Fentanyl (als Citrat). Sonstiger Bestandteil: Jede Tablette enthält 16 mg Natrium. Anwendungsgebiete: Effentora ist angezeigt für die Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten. Bei Durchbruchschmerzen handelt es sich um eine vorübergehende Verschlimmerung der Schmerzen, die trotz anderweitig kontrollierter Dauerschmerzen auftritt. Zu den Patienten, die eine Opioid-Basistherapie erhalten, werden diejenigen gezählt, die mindestens 60 mg orales Morphin täglich, mindestens 25 Mikrogramm transdermales Fentanyl pro Stunde, mindestens 30 mg Oxycodon täglich, mindestens 8 mg orales Hydromorphon täglich oder eine analgetisch gleichwertige Dosis eines anderen Opioids über eine Woche oder länger erhalten. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Patienten ohne Opioid-Basistherapie, da ein erhöhtes Risiko für eine Atemdepression besteht. Schwere Atemdepression oder schwere obstruktive Lungenerkrankungen. Behandlung akuter Schmerzen, welche keine Durchbruchschmerzen darstellen (beispielsweise postoperative Schmerzen, Kopfschmerzen und Migräne). Abhängigkeit: Unter der wiederholten Anwendung von Opioiden wie Fentanyl kann sich eine Gewöhnung und physische und/oder psychische Abhängigkeit entwickeln. Allerdings ist eine iatrogen hervorgerufene Sucht nach therapeutischer Anwendung von Opioiden selten. Pharmakotherapeutische Gruppe: Analgetika; Opioide; Phenylpiperidin-Derivate; ATC-Code: N02AB03. Liste der sonstigen Bestandteile: Mannitol (Ph. Eur.), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, Citronensäure, Magnesiumstearat (Ph. Eur.). Art und Inhalt des Behältnisses: Aluminium-laminierte Blisterpackung aus PVC / Aluminiumfolie / Polyamid/PVC mit Papier/Polyester-Deckfolie. Die Blisterpackungen werden in Kartons zu 4 oder 28 Tabletten angeboten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Inhaber der Zulassung: Cephalon Europe, Maisons-Alfort, Frankreich. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Suchtgift, Abgabe auf Suchtgiftrezept, apothekenpflichtig. Stand der Information: 11/2010. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Esomeprazol Genericon 20 mg magensaftresistente Tabletten: Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 20 mg Esomeprazol (als Esomeprazol Magnesium). Sonstige Bestandteile: 14,6 mg Sucrose und 30,3 mg Lactose pro Tablette. Sonstige Bestandteile: Beschichtete Zuckerkügelchen: Zuckerkügelchen (Saccharose und Maisstärke); Ethylcellulose; Magnesiumstearat; Wirkstoffbeschichtung: Povidon K 90; Magnesiumoxid; Barrierebeschichtung: Povidon; Magnesiumoxid; Magnesiumstearat; Magensaftresistente Beschichtung: Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer-(1:1) Dispersion 30% (enthält Natriumlaurylsulfat und Polysorbat 80); Diethylphthalat; Talkum; Tablettenkern: Silicifizierte mikrokristalline Cellulose (enthält mikrokristalline Cellulose und Siliciumdioxid); Starlac (enthält Lactose Monohydrat und Maisstärke); Copovidon K 28; Macrogol 8000; Crospovidon; Siliciumdioxid; Magnesiumstearat; Filmüberzug: Hypromellose; Macrogol 8000; Talkum; Titandioxid (E 171); Siliciumdioxid; Eisenoxid, rot (E 172); Bedruckung: Opacode S-1-17823 schwarz (enthält Propylenglycol, Eisenoxid schwarz (E 172), Schellack). Esomeprazol Genericon 40 mg magensaftresistente Tabletten: Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 40 mg Esomeprazol (als Esomeprazol Magnesium). Sonstige Bestandteile: 29,3 mg Sucrose und 60,6 mg Lactose pro Tablette. Sonstige Bestandteile: Beschichtete Zuckerkügelchen: Zuckerkügelchen (Saccharose und Maisstärke); Ethylcellulose; Magnesiumstearat; Wirkstoffbeschichtung: Povidon K 90; Magnesiumoxid; Barrierebeschichtung: Povidon; Magnesiumoxid; Magnesiumstearat; Magensaftresistente Beschichtung: Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer-(1:1) Dispersion 30% (enthält Natriumlaurylsulfat und Polysorbat 80); Diethylphthalat; Talkum; Tablettenkern: Silicifizierte mikrokristalline Cellulose (enthält mikrokristalline Cellulose und Siliciumdioxid); Starlac (enthält Lactose Monohydrat und Maisstärke); Copovidon K 28; Macrogol 8000; Crospovidon; Siliciumdioxid; Magnesiumstearat; Filmüberzug: Hypromellose; Macrogol 8000; Talkum; Titandioxid (E 171); Siliciumdioxid; Eisenoxid, rot (E 172); Bedruckung: Opacode S-1-17823 schwarz (enthält Propylenglycol, Eisenoxid schwarz (E 172), Schellack). Anwendungsgebiete Esomeprazol Genericon magensaftresistente Tabletten sind angezeigt bei: Erwachsene: Gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD): Behandlung der erosiven Refluxösophagitis; Langzeitbehandlung zur Rezidivprophylaxe bei Patienten mit geheilter Ösophagitis; Symptomatische Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). In Kombination mit einer geeigneten Antibiotikatherapie zur Eradikation des Helicobacter pylori und: Heilung des Helicobacter pylori assoziierten Ulcus duodeni; Vorbeugung des Wiederauftretens eines peptischem Ulcus bei Patienten mit Helicobacter pylori assoziiertem Ulcus. Patienten, die eine NSAR-Langzeit-Therapie benötigen: Heilung von Ulcus ventriculi im Zusammenhang mit NSAR-Therapie; Vorbeugung von Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni im Zusammenhang mit NSAR-Therapie bei Risikopatienten; Weiterführende Behandlung nach erfolgter i.v. Behandlung zur Vermeidung wieder auftretender Blutungen bei einem peptischen Ulcus; Behandlung des Zollinger Ellison Syndroms. Jugendliche ab 12 Jahren: Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD): Behandlung der erosiven Refluxösophagitis; Langzeitbehandlung zur Rezidivprophylaxe bei Patienten mit geheilter Ösophagitis; Symptomatische Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). In Kombination mit Antibiotika zur Behandlung von Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch Helicobacter pylori vorgerufen wurden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Esomeprazol, substituierte Benzimidazole oder einen der sonstigen Bestandteile. Esomeprazol darf nicht zusammen mit Nelfinavir angewendet werden (siehe Abschnitt 4.5). Pharmakotherapeutische Gruppe: Protonenpumpenhemmer. ATC-Code: A02B C05. Esomeprazol Genericon 20 mg magensaftresistente Tabletten, OP zu 7, 14 und 30 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig, Esomeprazol Genericon 40 mg magensaftresistente Tabletten, OP zu 14 und 30 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz, genericon@genericon.at. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Pradaxa 75 mg Hartkapseln, Pradaxa 110 mg Hartkapseln, Pradaxa 150 mg Hartkapseln. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG: Pradaxa 75 mg Hartkapseln enthalten 75 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat). Sonstige Bestandteile: Jede Hartkapsel enthält 2 Mikrogramm Gelborange S (E 110). Pradaxa 110 mg Hartkapseln enthalten 110 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat). Sonstige Bestandteile: Jede Hartkapsel enthält 3 Mikrogramm Gelborange S (E 110). Pradaxa 150 mg Hartkapseln enthalten 150 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat). Sonstige Bestandteile: Jede Hartkapsel enthält 4 Mikrogramm Gelborange S (E 110). Dabigatran ist ein stark wirksamer, kompetitiver, reversibler direkter Thrombin-Hemmer. Darüber hinaus hemmt Dabigatran sowohl freies als auch fibringebundenes Thrombin und die thrombininduzierte Thrombozytenaggregation. Liste der sonstigen Bestandteile: Die sonstigen Bestandteile sind Weinsäure, Arabisches Gummi, Hypromellose, Dimeticon 350, Talkum und Hyprolose. Die Kapselhülle enthält Carrageenan, Kaliumchlorid, Titandioxid, Indigocarmin (E 132), Gelborange S (E 110), Hypromellose und gereinigtes Wasser. Die schwarze Druckfarbe enthält Schellack, Butan-1-ol, 2-Propanol, Ethanol vergällt (mit Aceton, Methanol und Acetylacetat), Eisen(II,III)-oxid (E 172), gereinigtes Wasser und Propylenglycol. Anwendungsgebiete: Pradaxa 75 mg Hartkapseln: Primärprävention von venösen thromboembolischen Ereignissen bei erwachsenen Patienten nach elektivem chirurgischen Hüft- oder Kniegelenksersatz. Pradaxa 110 mg Hartkapseln: Primärprävention von venösen thromboembolischen Ereignissen bei erwachsenen Patienten nach elektivem chirurgischen Hüft- oder Kniegelenksersatz. Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit einem oder mehreren der folgenden Risikofaktoren: • Vorausgegangener Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke oder systemische Embolie • Linksventrikuläre Ejektionsfraktion < 40 % • Symptomatische Herzinsuffizienz, ≥ New York Heart Association (NYHA) Klasse 2 • Alter ≥ 75 Jahre • Alter ≥ 65 Jahre einhergehend mit einer der folgenden Erkrankungen: Diabetes mellitus, koronare Herzerkrankung oder arterielle Hypertonie. Pradaxa 150 mg Hartkapseln: Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit einem oder mehreren der folgenden Risikofaktoren: • Vorausgegangener Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke oder systemische Embolie • Linksventrikuläre Ejektionsfraktion < 40 % • Symptomatische Herzinsuffizienz, ≥ New York Heart Association (NYHA) Klasse 2 • Alter ≥ 75 Jahre • Alter ≥ 65 Jahre einhergehend mit einer der folgenden Erkrankungen: Diabetes mellitus, koronare Herzerkrankung oder arterielle Hypertonie. Gegenanzeigen: • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile • Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion (CrCl < 30 ml/min) • Akute, klinisch relevante Blutung • Läsionen oder klinische Situationen mit hohem Risiko einer schweren Blutung wie z. B. akute oder kürzlich aufgetretene gastrointestinale Ulzerationen, maligne Neoplasien mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich aufgetretene Hirn- oder Rückenmarksverletzungen, kürzlich erfolgte chirurgische Eingriffe an Gehirn, Rückenmark oder Augen, kürzlich aufgetretene intrakranielle Blutungen, bekannte oder vermutete Ösophagusvarizen, arteriovenöse Fehlbildungen, vaskuläre Aneurysmen oder größere intraspinale oder intrazerebrale vaskuläre Anomalien • Die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulantien z. B. unfraktionierte Heparine, niedermolekulare Heparine (Enoxaparin, Dalteparin etc.), Heparinderivate (Fondaparinux etc.), orale Antikoagulantien (Warfarin, Rivaroxaban, Apixaban etc.) außer bei der Umstellung der Antikoagulationstherapie von oder auf Pradaxa oder wenn unfraktioniertes Heparin in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen- oder arteriellen Katheters zu erhalten • Beeinträchtigung der Leberfunktion oder Lebererkrankung, die Auswirkungen auf das Überleben erwarten lässt • Gleichzeitige Behandlung mit systemisch verabreichtem Ketoconazol, Ciclosporin, Itraconazol, Tacrolimus und Dronedaron. INHABER DER ZULASSUNG: Boehringer Ingelheim International GmbH, 55216 Ingelheim am Rhein, Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rp, apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. ReVia® 50 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Filmtablette enthält 50 mg Naltrexonhydrochlorid. Sonstige Bestandteile: Lactose-Monohydrat 204 mg. Anwendungsgebiete: Zur Anwendung als zusätzliche Behandlungsmöglichkeit innerhalb eines umfassenden Therapieprogramms für Patienten nach Alkoholentzug zur Unterstützung der Abstinenz. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Naltrexonhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile, akute Hepatitis, schwere oder akute Lebererkrankung, schwere Nierenerkrankung, Patienten, die Opioid-Analgetika erhalten, opiatabhängige Patienten, da akute Opiatentzugssymptome auftreten können, Patienten mit Entzugssymptomen nach der Gabe von Naloxonhydrochlorid (positives Ergebnis des Naloxon Provokationstests), Patienten mit positivem Urintest auf Opioide. Hilfsstoffe: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, hochdisperses Siliziumoxid, Magnesiumstearat, Pale Opadry Yellow. Name oder Firma und Anschrift des pharmazeutischen Unternehmers: Chiesi Pharmaceuticals GmbH, 1010 Wien. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Verschreibungspflicht / Apothekenpflicht: NR, apothekenpflichtig. WIRKSTOFFGRUPPE: ATC-Code: N07BB04. Erstellungsdatum / Änderungsdatum: Juli 2011. Simvastatin Genericon 20 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Wasserfreie Lactose (149 mg); mikrokristalline Cellulose; Stärke, vorverkleistert; Butylhydroxyanisol; Magnesiumstearat; Talkum. Tablettenüberzug: Hydroxypropylcellulose; Hypromellose; Talkum; Titandioxid E 171. Simvastatin Genericon 40 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 40 mg Simvastatin. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Wasserfreie Lactose (298 mg); mikrokristalline Cellulose; Stärke, vorverkleistert; Butylhydroxyanisol; Magnesiumstearat; Talkum. Tablettenüberzug: Hydroxypropylcellulose; Hypromellose; Talkum; Titandioxid E 171. Simvastatin Genericon 80 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 80 mg Simvastatin. Sonstige Bestandteile: Wasserfreie Lactose 596 mg. Tablettenkern: Wasserfreie Lactose (596 mg), mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke, Butylhydroxyanisol, Magnesiumstearat, Talkum. Tablettenüberzug: Hydroxypropylcellulose, Hypromellose, Talkum, Titandioxid (E 171). Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie: Behandlung der primären Hypercholesterinämie oder der gemischten Dyslipidämie als Zusatztherapie zur Diät, wenn das Ansprechen auf die Diät und andere nicht pharmakologische Behandlungen (z.B. körperliches Training, Gewichtsabnahme) unzureichend ist. Behandlung der homozygoten familiären Hypercholesterinämie als Zusatztherapie zur Diät und anderen lipidsenkenden Behandlungen (z.B. LDL-Apherese) oder wenn solche Behandlungen nicht geeignet sind. Kardiovaskuläre Prävention: Reduktion der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei Patienten mit manifester atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung oder Diabetes mellitus und normalen oder erhöhten Cholesterinspiegeln, als Zusatztherapie zur Korrektur anderer Risikofaktoren und zu anderen kardioprotektiven Therapien (siehe Abschnitt 5.1). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Simvastatin oder einen der sonstigen Bestandteile, Aktive Lebererkrankung, oder unerklärlich anhaltende Anstiege von Serumtransaminasen, Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6), Gleichzeitige Verabreichung von hochwirksamen CYP3A4-Hemmern (z.B. Itraconazol, Ketoconazol, HIV-Proteasehemmern, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon) (siehe Abschnitt 4.5). Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktase-Hemmer. ATC-Code: C10AA01. Simvastatin Genericon 20 mg Filmtabletten, OP zu 30 Stück, Simvastatin Genericon 40 mg Filmtabletten, OP zu 30 Stück, Simvastatin Genericon 80 mg Filmtabletten, OP zu 30 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz, genericon@genericon.at. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Spiriva® Respimat® 2,5 Mikrogramm - Lösung zur Inhalation. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Die abgegebene Dosis beträgt 2,5 Mikrogramm Tiotropium pro Sprühstoß (eine therapeutische Dosis besteht aus 2 Sprühstößen), entsprechend 3,124 Mikrogramm Tiotropiumbromid-Monohydrat. Die abgegebene Dosis ist die Dosis, die für den Patienten nach dem Austritt aus dem Mundstück verfügbar ist. Tiotropiumbromid ist ein langwirksamer, spezifischer Muskarin-Rezeptor-Antagonist, in der klinischen Medizin häufig als Anticholinergikum bezeichnet. Liste der sonstigen Bestandteile: Benzalkoniumchlorid, Natriumedetat, gereinigtes Wasser, 3,6%ige Salzsäure (zur Einstellung des pH-Wertes). Anwendungsgebiete: Tiotropium ist indiziert als Bronchodilatator zur Dauerbehandlung der Symptome von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (Chronic Obstructive Pulmonary Disease = COPD). Gegenanzeigen: Spiriva® Respimat® ist kontraindiziert bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Tiotropiumbromid, Atropin oder einem seiner Derivate, z.B. Ipratropium oder Oxitropium, oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Inhaber der Zulassung: Boehringer Ingelheim International GmbH, Ingelheim am Rhein, Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkung mit anderen Mitteln und Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. SPIRIVA® 18 Mikrogramm - Kapseln mit Inhalationspulver. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Kapsel enthält 22,5 Mikrogramm Tiotropiumbromid Monohydrat entsprechend 18 Mikrogramm Tiotropium. Die aus dem Mundstück des HandiHaler® abgegebene Dosis beträgt 10 Mikrogramm Tiotropium. Tiotropiumbromid ist ein langwirksamer, spezifischer Muskarin-Rezeptor-Antagonist, in der klinischen Medizin häufig als Anticholinergikum bezeichnet. Liste der sonstigen Bestandteile: Laktose Monohydrat (enthält Milcheiweiß). Anwendungsgebiete: Tiotropium ist indiziert als Bronchodilatator zur Dauerbehandlung der Symptome von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (Chronic Obstructive Pulmonary Disease = COPD). Gegenanzeigen: Tiotropiumbromid-Inhalationspulver ist kontraindiziert bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Tiotropiumbromid, Atropin oder einem seiner Derivate, z.B. Ipratropium oder Oxitropium, oder gegenüber dem sonstigen Bestandteil Laktose Monohydrat (enthält Milcheiweiß). Inhaber der Zulassung: Boehringer Ingelheim International GmbH, Ingelheim am Rhein, Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkung mit anderen Mitteln und Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Trittico® retard 150mg – Tabletten. Zusammensetzung (arzneilich wirksame Bestandteile nach Art und Menge): 1 Tablette enthält 150mg Trazodonhydrochlorid. Hilfsstoffe: Saccharose 84 mg, Polyvinylpyrrolidon, Carnaubawachs, Magnesiumstearat. Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Depressionen unterschiedlicher Ätiologie mit oder ohne Angstkomponente; anhaltenden Schlafstörungen bei Depressionen; im Rahmen von Depressionen auftretende erektile Dysfunktionen ohne schwerwiegende organische Ursachen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil des Präparates; Alkohol-und Schlafmittelvergiftung, frischer Herzinfarkt. Bei Patienten mit Herzerkrankungen, Epilepsie sowie eingeschränkter Nieren-oder Leberfunktion empfehlen sich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. Über die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vor. Name oder Firma und Anschrift des pharmazeutischen Unternehmers: CSC Pharmaceuticals Handels GmbH, 2102 Bisamberg. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rp, apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Gewöhnungseffekten und zu den besonderen Warnhinweisen zur sicheren Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. CO-Valsax 80 mg/12,5 mg-Filmtabletten, CO-Valsax 160 mg/12,5 mg-Filmtabletten, CO-Valsax 160 mg/25 mg-Filmtabletten. Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 80 mg Valsartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Filmtablette enthält 160 mg Valsartan und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Filmtablette enthält 160 mg Valsartan und 25 mg Hydrochlorothiazid. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Natriumstärkeglykolat, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid. Tablettenfilm: Polyvinylalkohol - teilweise hydrolysiert, Titandioxid (E171), Talkum (E553b), Macrogol 3350, Sojalecithin (E322). 80mg/12,5mg: Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid schwarz (E172), Eisenoxid gelb (E172). 160mg/ 12,5mg: Eisenoxid rot (E172, ), Eisenoxid schwarz (E172), Eisenoxid gelb (E172). 160mg/25mg: Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid gelb (E172). Anwendungsgebiete: Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen. Die fixe Kombination CO-Valsax ist bei Patienten angezeigt, deren Blutdruck mit Valsartan oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Valsartan, Hydrochlorothiazid, andere von Sulfonamiden abgeleitete Substanzen oder einen der sonstigen Bestandteile. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Leberinsuffizienz, biliäre Zirrhose und Cholestase. Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min), Anurie. Therapieresistente Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypercalcämie und symptomatische Hyperurikämie. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: AngiotensinII D D A D m m A W A W w m m A w W w m A m W w w N w w A G w m m m m m mm m m m m B m m M M m m m m O m w m M w m m O w w m M w A w N m m M m m m m m D m M m m w mm w m mm w w w G m W w w w m W m G A m m A W A W w m m A w W w m A m W w w N w w A G w m m Xarelto 15 mg / 20 mg Filmtabletten. Wirkstoff: Rivaroxaban. Vor Verschreibung Fachinformation beachten. Zusammensetzung: Wirkstoff: 15 mg / 20 mg Rivaroxaban. Sonstige Bestandteile: Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat, Macrogol (3350), Titanoxid (E171), Eisen(III)oxid (E172). Anwendungsgebiete: Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ab 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke in der Anamnese. Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und Lungenembolien (LE) nach akuten TVT bei Erwachsenen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Rivaroxaban oder einen d. sonst. Bestandteile, klinisch relevante akute Blutungen, Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie u. einem klinisch relevanten Blutungsrisiko, einschließlich zirrhotischer Patienten mit Child Pugh B und C, verbunden sind, Schwangerschaft u. Stillzeit. Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise: Die Anwendung von Rivaroxaban wird nicht empfohlen bei Patienten: - die zeitgleich eine systemische Behandlung mit Wirkstoffen, die gleichzeitig stark CYP3A4 und Pgp inhibieren, z. B. Azol-Antimykotika oder HIV Proteaseinhibitoren, erhalten, - mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 15 ml/min), - zur Behandlung der akuten Lungenembolie, und, da keine Daten vorliegen, bei Patienten: - unter 18 Jahren, - mit künstlichen Herzklappen, - die zeitgleich mit Dronedaron behandelt werden. Die Anwendung sollte mit Vorsicht erfolgen bei Patienten: - mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 15 - 29 ml/min), - mit einer Nierenfunktionsstörung, wenn gleichzeitig andere Arzneimittel eingenommen werden, die zu erhöhten Rivaroxaban Plasmaspiegeln führen, - die gleichzeitig auf die Gerinnung wirkende Arzneimittel erhalten, - die gleichzeitig starke CYP3A4 Induktoren erhalten, - mit erhöhtem Blutungsrisiko. Bei Patienten mit dem Risiko einer ulzerativen gastrointestinalen Erkrankung kann eine prophylaktische Behandlung erwogen werden. Eine klinische Überwachung in Übereinstimmung mit der antikoagulatorischen Praxis wird während der gesamten Behandlungsdauer empfohlen. Während der Behandlung mit Rivaroxaban ist ein Monitoring der Gerinnungsparameter in der klinischen Routine nicht erforderlich. Wenn jedoch klinisch angezeigt, können die Rivaroxaban-Spiegel mit kalibrierten quantitativen Anti-Faktor Xa-Tests bestimmt werden. Für Patienten mit einer mittelschweren oder schweren Nierenfunktionsstörung gelten spezielle Dosisempfehlungen. Xarelto enthält Lactose. Nebenwirkungen: Häufig: Anämie, Schwindel, Kopfschmerzen, Synkope, Augeneinblutungen, Tachykardie, Hypotonie, Hämatome, Epistaxis, gastrointestinale Blutungen, abdominale u. gastrointestinale Schmerzen, Dyspepsie, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Pruritus, Hautrötung, Ekchymose, Schmerzen in den Extremitäten, Blutungen im Urogenitaltrakt, Fieber, periphere Ödeme, verminderte Leistungsfähigkeit, Transaminasenanstieg, postoperative Blutungen, Bluterguss, Wundsekretion. Gelegentlich: Thrombozythämie, allergische Reaktion, allergische Dermatitis, zerebrale und intrakranielle Blutungen, Hämoptoe, trockener Mund, Leberfunktionsstörung, Urtikaria, kutane und subkutane Blutung, Hämarthrose, Einschränkung der Nierenfunktion, Unwohlsein, lokale Ödeme, Anstieg von: Bilirubin, alkalischer Phosphatase im Blut, LDH, Lipase, Amylase, GGT. Selten: Gelbsucht, Blutung in einen Muskel, Anstieg von konjugiertem Bilirubin. Häufigkeit nicht bekannt: Bildung eines Aneurysma spuriums nach perkutaner Intervention, Kompartmentsyndrom oder (akutes) Nierenversagen als Folge einer Blutung. Inhaber der Zulassung: Bayer Pharma AG, 13342 Berlin, Deutschland. Verschreibungs-/ Apothekenpflicht: NR, apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Stand der Information: Mai 2012.


Politik & Praxisführung

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

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Volkshilfe-Projekt „MiMi“ unterstützt Migranten

WIEN – Menschen mit Migrationshintergrund sind eine der Gruppen, die sich im Gesundheitswesen besonders schlecht zurechtfindet und wenig Wissen über Vorsorge und eine gesunde Lebensführung aufweist. Das Projekt „MiMi“ der Volkshilfe Wien und des Staatssekretariats für Integration will hier gegensteuern. Mehrsprachige Gesundheitslotsen werden ab November ausgebildet – Vorbild ist ein Projekt in Deutschland. Dipl.-Soz. Ramazan Salman ist Geschäftsführer des Ethnomedizinschen Zentrums e.V. in Hannover. Vor neun Jahren hat er das Projekt „MiMi – GesundheitslotsInnen“ in Deutschland entwickelt, jetzt hilft er der Volkshilfe Wien beim Aufbau eines ähnlichen Angebots auch in Österreich. Unterstützung findet das Projekt bei Staatssekretär Sebastian Kurz, ist

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Die Ausbildung zum zer­ tifizierten interkulturellen Gesundheitslotsen findet jeden Mittwochabend und jeden Sams­ tag ganztägig im Habibi-Haus der Bildung und beruflichen Integration im 3. Bezirk statt. Anmeldungen sind ab sofort unter Tel.: 01/33 44 739-16 oder E-Mail: mimi@volkshilfe-wien.at möglich.

doch „Gesundheit“ eines der wichtigen Handlungsfelder seines Staatssekretariats. Mag. Stephan Amann, Abteilungsleiter Integration und Interkulturarbeit der Volkshilfe Wien, erklärt das Projekt: „Wir suchen und schulen erfolgreich integrierte Migranten, die ihren Landsleuten in Wien ehrenamtlich helfen wollen, sich besser im hiesigen Gesundheitssystem zurechtzufinden und besser auf die eigene Gesundheit zu achten. Dieses Wissen tragen die Gesundheitslotsen anschließend in ihre Volksgruppen, und wir unterstützen sie dabei.“

über das österreichische Gesundheitssystem, aber auch über Themen wie die Auswirkung der Migration auf Gesundheit und Prävention, Ernährung und Bewegung, psychische Gesundheit und Gesundheit im Alter. Alle Teilnehmer erhalten ein Zertifikat und sollen daraufhin selbst Informationsveranstaltungen in ihren Volksgruppen anbieten und das Erlernte in ihrer Muttersprache und kultursensibel weitergeben. Die Gesundheitslotsen arbeiten ehrenamtlich, erhalten aber eine Aufwandsentschädigung. Geplant sind auch Gesundheitswegweiser in mehreren Sprachen. Für weitere Kurse werden noch Sponsoren gesucht.

– dazu gehören bspw. das Institut für Frauen- und Männergesundheit (FEM, FEM Süd und MEN), Vernetzung die Wiener Gesundheitsförderung Ziel des Projekts ist auch die enge WiG und die Wirtschaftskammer. Vernetzung mit Gesundheitseinrich- Dr. Martin Gleitsmann, Leiter der1 Abteilung Sozialpolitik und Getungen und sozialen Institutionen ADA_Infoblatt 11.02.2005 11:14 Uhr Seite

Die Schulungen beginnen am 21. November, interessierte Personen können sich ab sofort dazu anmelden (siehe links). Die Schulung umfasst 50 Einheiten und informiert

sundheit der WKO, verspricht sich von MiMi nicht nur den Abbau von kulturellen und sprachlichen Barrieren, sondern auch eine bessere Gesundheitssituation des Einzelnen und letztlich geringere Kosten für das Gesundheitswesen. red

www.arztakademie.at

ÖÄK-Diplomlehrgang Geriatrie 2012/13 Verbindliche Anmeldung

Auf die richtige Rechnung achten

Ein Beispiel: Ein niedergelassener Arzt will ein Gerät im Ausland kaufen, weil es dieses in Österreich­nicht gibt. Er tätigt in seiner Praxis ausschließlich ärztliche Umsätze und hat bisher vom Finanzamt keine Umsatzsteueridentifikationsnummer zugeteilt erhalten und auch keine Einkäufe im Ausland getätigt. Werden Waren aus dem EU-Ausland von einem Arzt bezogen, sind hinsichtlich Umsatzsteuer folgende Bestimmungen zu beachten: u Die Lieferung kann entweder unter Angabe der Umsatzsteuer­ identifikationsnummer (UID) ohne ausländische Umsatzsteuer erfolgen, wobei dann in Österreich 20  % Erwerbsteuer zu zahlen sind oder u mit ausländischer Umsatzsteuer (Voraussetzung: Käufer hat in diesem Jahr die Erwerbschwelle von 11.000 Euro nicht überschritten und tätigt keinerlei umsatzsteuerpflichtige Umsätze).

Wissenstransfer von Deutschland nach Wien (v.l.n.r.): Dipl.-Soz. Ramazan Sal­ man (Geschäftsführer Ethnomedizinisches Zentrum e.V. Hannover), Staatsekretär Sebastian Kurz, Esma Köse (Gesundheitslotsin aus Hannover), Mag. Stephan Amann (Abteilungsleiter Integration und Interkulturarbeit der Volkshilfe Wien)

Schulungen ab November

Auslandseinkäufe für die Praxis

WIEN – Immer wieder kommt es in einer Arztpraxis vor, dass diverse Einkäufe im Ausland erfolgen und entweder selbst nach Österreich gebracht oder vom Lieferanten geschickt werden. Dabei muss einiges beachtet werden.

Foto: Alexander Tuma / BMI

Gesundheitslotsen in Wien gesucht

Seminar ÖÄK-Diplomlehrgang 2012/13 1 2 3 4 5 6 7 8

Steuertipp u Ein Sonderfall liegt bei im Inland

USt-freien Lieferungen z.B. von Zahnersatz durch Zahntechniker aus Staaten wie Ungarn vor; für diese fällt keine Erwerbsteuer an. In unserem Beispielsfall kann daher der Arzt den Einkauf am einfachsten entsprechend der Variante b) abwickeln. Bitte beachten: Wenn Sie laut Punkt a) unter Anwendung Ihrer UID im Ausland einkaufen, müssen Sie dies bei allen Einkäufen für Ihre Praxis tun und dürfen daher generell keine Rechnungen mit ausländischer Umsatzsteuer akzeptieren! Im Falle von Warenlieferungen aus Drittländern (Staaten außerhalb der EU) ist die Rechnung durch den Lieferanten gleichfalls immer ohne Umsatzsteuer auszustellen, in Österreich wird im Rahmen der Zollabfertigung 20 % Einfuhrumsatzsteuer vorgeschrieben. Mag. Wolfgang Leonhart Leonhart + Leonhart – Steuerberatung für Ärzte 1070 Wien, Mariahilferstr. 74a Tel.: 01/523 17 68 www.leonhart.at

30. November/1. Dezember 2012 – Wien 18./19. Jänner 2013 – Wien 15./16. März 2013 (Gerontopsychiatrie) – Linz 26./27. April 2013 (Neurogeriatrie) – Salzburg 7./8. Juni 2013 – Bad Ischl 13./14. September 2013 (Palliativ) – Mauerbach/Wien 18./19. Oktober 2013 – Graz 22./23. November 2013 – Seggau/Stmk.

Nähere Informationen unter www.arztakademie.at/ geriatrie-lehrgang

Anmeldung:  Ich melde mich hiermit verbindlich zum gesamten ÖÄK-Diplomlehrgang Geriatrie 2012/13 an und ersuche um Zusendung eines Zahlscheins.

Lehrgangsgebühr: Einmalige Zahlung nach Zusendung der Anmeldebestätigung  € 2.395,–

Name, Vorname, Titel

Geb.-Datum

Postanschrift (PLZ, Ort, Straße)

ÖÄK-Arztnummer

Fach

 Niedergelassen

Telefon (Festnetz und Mobil)

E-Mail

 Angestellt

 Arzt in Ausbildung

Ich erteile meine Zustimmung, dass meine Daten für Informationen über das Angebot ärztlicher Fortbildung/Informationen verarbeitet werden können. Diese Zustimmung kann per E-Mail unter akademie@arztakademie.at widerrufen werden. Stornogebühr: Bei Stornierung ab 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn werden 50% der Teilnahmegebühr einbehalten. Bei Nichterscheinen am Veranstaltungstag muss die volle Teilnahmegebühr in Rechnung gestellt werden. Bei Stornierung beträgt die Bearbeitungsgebühr € 25,–. Wenn eine Ersatzperson nominiert werden kann, wird Ihnen die Teilnahmegebühr voll und ganz zurückerstattet, es kommt ausschließlich die Bearbeitungsgebühr zur Anwendung. Die Akademie behält sich die Verschiebung/die Absage von Fortbildungsveranstaltungen aus wichtigen Gründen vor.

Datum

Unterschrift

Bitte senden an: Fax 01/54 600-50 552, österreichische akademie der ärzte, c/o Medizin Akademie, Grünbergstraße 15, 1120 Wien, Seminarorganisation: Michaela Schwarz, Tel.: 01/54 600-552, geriatrie@arztakademie.at, www.arztakademie.at

INFORMATION


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Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Chirurgische Eingriffe im hohen Alter

„Auch hochbetagte Menschen haben oft ein erstaunliches Remobilisationspotenzial. Voraussetzung ist der Wille und ein bedürfnisgerechtes Therapiekonzept“, ist Prim. Dr. Michael Berger vom Krankenhaus Sierning mit Schwerpunkt Akutgeriatrie/Remobilisation überzeugt. Der Internist sprach im Rahmen des 9. Linzer Kongresses für Allgemeinmedizin über die Nachsorge nach Operationen im hohen Lebensalter. Bedeutend für die Genesung sei, die Phase der Immobilisierung so kurz als möglich zu halten. Denn was an Energie und Muskelmasse in einer Woche Bettlägrigkeit verloren gehe, hole der

Foto: KH Sierning

Prim. Dr. Michael Berger

betagte Mensch nur durch eine mehrwöchige Rehabilitation wieder auf. Prim. Berger: „Die immer kürzere Verweildauer der Patienten im Spital steht im krassen Gegensatz zum verlängerten Krankheitsverlauf und der verzögerten Rekonvaleszenz.“ Der geriatrische Patient sei derzeit im Spital nicht bedarfsund bedürfnisgerecht versorgt. Das Leistungs­angebot bestehender Abteilungen sei auf ein singuläres Krankheitsgeschehen ausgerichtet. Der rehabilitative Aspekt stehe nicht im Vordergrund. Nichtsdestotrotz gelte es bei akuten Problemen auch beim betagten Patienten keine Zeit bis zum Eingriff zu verlieren, weiß Prim. Dr. Fred Pressl von der Chirurgischen Abteilung am LKH Steyr. „Auch Ope-

rationen zur palliativen Versorgung bringen dem Patienten oft noch Benefits für die Lebensqualität“, so der Chirurg. Die Entscheidung für oder gegen einen Eingriff sei am besten im Konsens mit Patient und Angehörigen zu fällen.

Ethische Überlegungen Für Dr. Michael Peintinger, Referatsleiter für Ethik und Palliativmedizin in der Wiener Ärztekammer, stehen in diesem Zusammenhang auch ethische Aspekte zur Diskussion: Methoden und Technik der Chirurgie sind heute so gut, dass es bei vielen Eingriffen kaum mehr eine Altersgrenze gibt. Aber profitiert der alte Mensch wirklich von dem Eingriff oder überwiegt der Schaden den Nutzen? Wenn der Patient mitentscheiden soll, muss er darüber adäquat aufgeklärt werden: Was bedeutet der Eingriff für mein Leben? Gerade für ältere Menschen braucht es für das Arzt-PatientenGespräch entsprechend viel Zeit. Und schließlich stellt sich die prinzipielle Frage der Ressourcenzuteilung für alte Menschen in unserer Gesellschaft. Dr. Peintinger: „Das Alter wird bei uns als demographische Katastrophe angesehen. Es ist negativ stigmatisiert, wenn es nur als ökonomischer Posten gesehen wird und man Wert, Kompetenz, Fähigkeiten, Wissen und Ressourcen der Senioren minderachtet.“

Versorgungsforschung Diesen Trend bestätigt auch Prof. Dr. Michael Koller, Leiter des Zentrums für Klinische Studien am Universitätsklinikum Regensburg: „In der herkömmlichen Betrachtung von Gesundheitssystemen werden die erbrachten Leistungen fast ausschließlich aus dem Blickwinkel des Leis­tungserbringers dargestellt. Der Fokus liegt auf dem Output und nicht am Outcome.“ Der Psycholo-

ge beschäftigt sich mit der Versorgungsforschung, einem Zweig, der an österreichischen Universitäten noch nicht etabliert ist. Die Versorgungsforschung liefert ein umfassendes Bild, da sie erfasst, was tatsächlich als Patientennutzen generiert wird und aufzeigt, welcher Verschleiß an Mitteln entsteht, wenn Ressourcen nicht im richtigen Kontext eingesetzt werden. Gerade dieser Verschleiß der Mittel sei im österreichischen Gesundheitssystem, das streng in einen niedergelassenen und einen stationären Bereich getrennt ist, von eminenter Bedeutung, so Prof. Koller. Österreich liege bei den Gesundheitsausgaben pro Kopf in der EU an dritter Stelle, bei den gesunden Lebensjahren jedoch am viertletzten Platz. Neben den geringen Ausgaben für die Prävention müsse der ineffiziente Einsatz der Mittel als Hauptursache dieses Missverhältnisses angesehen werden.

Explizit „Die immer kürzere Verweildauer der Patienten im Spital steht im krassen Gegensatz zum verlängerten Krankheitsverlauf und der verzögerten Rekonvaleszenz.“ Prim. Dr. Michael Berger

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„Die Frage nach chirurgischen Leistungen im Alter ist eine Frage der Ethik, Medizin und Ökonomie“, bringt es Univ.-Prof. Dr. Gerald Pruckner von der Johannes Kepler Universität Linz auf den Punkt. Im Mittelpunkt der Gesundheitsökonomie stehen die Ausgestaltung eines kosteneffizienten intra- und extramuralen Gesundheitssystems sowie die Sicherstellung der Finanzierung. In Übereinstimmung mit den Zielen der Versorgungsforschung konzentriert sich die Gesundheits­ökonomie aber zunehmend auch auf Fragen des individu-

ellen Gesundheitsverhaltens sowie dessen Beeinflussung durch ökonomische Anreize, so der Volkswirt und Gesundheitsökonom. „Das Alter allein ist kein Kostentreiber“, gibt der Experte zu bedenken. „Sobald jemand Pflege braucht, explodieren die Kos­ten.“ Er sehe in der Zukunft eine schleichende Rationierung von Leistungen für sehr alte Menschen kommen und gleichzeitig einen Anstieg privater Versorger, die sich aber nicht jeder leis­ ten wird können.“ RaC 9. Linzer Kongress für Allgemeinmedizin, September 2012

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Eplerenon Genericon

Genericon – Kompetenz bei Herzinsufzienz Seit 1. September 2012 steht Ihnen neben dem über Jahre bewährten Spirono Genericon der 2. Aldosteron-Rezeptor-Antagonist Eplerenon Genericon zur Verfügung! Der bestens dokumentierte Wirkstoff Eplerenon ist mit Eplerenon Genericon erstmals in der green box (IND*) anstelle gelbe box (RE1, Inspra®). Eplerenon Genericon ndet Anwendung als Zusatz zu einer Standardtherapie einschließlich Betablockern zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei stabilen Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF </= 40%) und klinischen Zeichen einer Herzinsufzienz nach kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt. Eplerenon Genericon gibt es zu 25 mg und 50 mg jeweils zu 30 Stück. Die Filmtabletten von Eplerenon Genericon sind klein und einfach zu schlucken.

Pflege nach OP bei Betagten

Genericon – Kompetenz bei Ökonomie

Die Pflegesituation bei betagten Menschen stelle in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar, so Dr. Eva Siegrist, Leiterin des Kompetenzmanagements Pflege der gespag. „Man muss das Spezialwissen der Pflege mit Überleitungspflege, Wundmanagement, Stoma- und Kontinenzberatung sowie akutgeriatrischer Pflege ausschöpfen.“ Schwierigkeiten bei der Pflege älterer chirurgischer Patienten sind: u eingeschränkte kognitive und mobile Fähigkeiten u längere Rehabilitationszeiten, vorhandene Ressourcen müssen aktiviert werden u Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund u Kostendruck in den Krankenhäusern Die Sozialwissenschaftlerin ist daher für eine Versorgungsplanung bereits im Vorfeld der Operation.

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LINZ – Die chirurgischen Techniken sind heute so ausgereift, dass es bei vielen Eingriffen keine Altersgrenze mehr gibt. Allerdings ist das angerichtete Leid durch Operationen manchmal größer als der Nutzen für den betagten Patienten. Dann ist da noch die Kos­tenfrage. „Chirurgische Leistungen im hohen Alter um jeden Preis?“, war also die Frage, die von einer interdisziplinären Expertenrunde in Linz diskutiert wurde.

Foto: WavebreakMediaMicro / Fotolia.com

Frage der Ethik, Medizin & Ökonomie

Fachkurzinformation auf Seite 20


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Die letzte Seite

Medizin

Medical Tribune  •  44. Jahrgang  •  Nr. 43  •  24. Oktober 2012

Medizin und ich von A bis Z

Ganz schlechtes Management

Ich erinnerte mich. An diesem Tag war die Ordi besonders anstrengend gewesen, und außerdem war irgendetwas Unerfreuliches vorgefallen. Ich habe mittlerweile verdrängt, was es genau war. Ist ja auch egal. Ich erkläre ihm, dass das nichts Persönliches gewesen ist und dass ich in dieser Situation einfach nicht mehr kommunizieren konnte. Worauf er meint: „Wieso, du bist doch Ärztin, und du bist selbstständig! Offensichtlich hast du eine ganz schlechte mentale Balance und ein ganz schlechtes Life-Management.“ Mit diesen Worten lässt er mich stehen, und ich beginne über ihre tiefere Bedeutung zu rätseln. Zerlegen wir einmal den ersten Satz. Teil 1: Ich bin Ärztin. Da hat er zweifelsohne Recht. Ich bin auch sehr gerne Ärztin. Und es bedeutet, dass ich beruflich mindestens fünfzig Leute am Tag sehe, mit denen ich sprechen muss oder möchte. Menschen, auf die ich eingehen will und die vielleicht aufgrund ihrer Erkrankungen oder auch ihrer Persönlichkeitsstruktur nicht immer ganz easy sind. Ich mach den Job wirklich gern. Und ich glaube, zumindest an den meisten Ta-

VerdauAbk.: TransSchulterungsPersoformator umhang sekret nenzug

Keine Mutter Teresa

von Dr. Ulrike Stelzl, Kassenärztin für Allgemeinmedizin in Graz

gen auch sehr gut. Und da ich nebenbei auch noch Karatetrainerin bin, sehe ich an ein paar Abenden der Woche noch einmal mindestens dreißig Menschen. Auch die wollen bekommuniziert und verstanden werden. Auch die haben ein Recht auf freundlichen und kompetenten Umgang, und auch bei diesen gibt es schwierige Fälle (sowohl koordinativ als auch bezüglich der Persönlichkeitsstruktur).

Valsax

Verbrechen

sehr gefragt

Heilpflanze

KrankenAufgusshausabteigetränk lung

schlangenförmiger Fisch

Lokal, Gaststätte (franz.)

sauber, fleckenlos

Kohlenabbauraum (bergmänn.)

Unsichtbarsein (Fernsehen)

Kfz-Z. Vöcklabruck/OÖ

®

svd2011.4-47

2

unverheiratet

8

ital. Klosterbruder (Kw.)

Ausruf des Unwillens

6

preuß. Feldmarschall

1

Kfz-Z. Eferding/OÖ

Kfz-Z. Kirchdorf an der Krems/OÖ

Ehemann Abk.: ultraviolett

aus Erz

Abk.: Satellit

Bergpfad

vergrößerte Schilddrüse

Tiroler Ortsname

längliche Samenkapsel

es weiblich ist, muss der Inbegriff an Güte, Geduld und Zuwendung sein. Bitte, wenn das so ist, kann man mich bitte möglichst schnell umschulen? Bitte!!!! Teil 2: Ich bin selbstständig. Das stimmt, und das ist gut so. Das passt optimal für meine Persönlichkeitsstruktur. Und es ist die ideale Arbeitsform für mich. So weit, so gut. Auch da kursieren scheinbar die wildesten Vorstellungen bei manchen Menschen. Schon vor Jahren hat ein Freund einmal gemeint, ich hätte es gut. Denn wenn ich Urlaub machen wollte, bräuchte ich nur zusperren und mich um nichts kümmern. Ich bräuchte nur arbeiten, wenn ich das wollte, und könnte dabei auch noch schwarz Geld scheffeln bis zum Stinkereichwerden. Ich weiß nicht, auf welchem Planeten diese Jobbeschreibung zutrifft, aber bucht mir schon mal eine Raumkapsel dorthin. Natürlich bin ich glücklich mit meiner Ordination. Das heißt aber nicht, dass ich zu viel Urlaub oder zu kurze Arbeitszeiten hätte, ganz im Gegenteil. Statt stinkereich zu sein, gehöre

Teil des Schädels

2

Abk.: Ges. mit beschr. Haftung

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Med.: Wundröhrchen

würzen

franz. Herrscheranrede Kfz-Z. Rohrbach im Mühlkreis/OÖ

TV-Sportkürzel: Österreich

Kfz-Z. Landeck/ Ausblick TI

Frauenname

1

Vorwort

seel. Erschütterung

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Abk.: Alttuberkulin

engl. weibl. Anrede

österr. Pazifistin (Bertha v.) † Augenflüssigkeitstropfen

Tempobeschleunigung

Med.: zum Munde gehörig landbewohn. Krebstier

Bürge

Teil des Fingers

weibliches Huftier Erbgutträger (engl. Abk.)

Co-Valsax

Fachkurzinformation auf Seite 20

Faserschlinge

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Immerhin bin ich Ärztin. Und nicht Mutter Teresa oder sonst irgendein heiliges Wesen. Und genau da scheint ein Problem in der Erwartungshaltung mancher Menschen zu liegen. Arzt – und noch viel mehr Ärztin – ist ein offensichtlich außerirdisches Wesen, das nur darauf wartet, von jedem zu jeder Zeit und mit jedem Problem angeseiert zu werden. Das dabei immer sonnenscheinartiges Strahlen und liebevolle Wärme verbreitet. Ein Wesen mit mindestens zwei offenen Ohren und mehr helfenden Händen als ein Oktopus Tentakel besitzt. Dieses Wesen, vor allem wenn

re Ih l f AuWahmt m ! ko s an e

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österr. Burgschauspielerin amerik.engl. Dichter † 1965

Ich kommuniziere, rede und höre zu, also bin ich. Also bin ich Ärztin. Heißt das jetzt, dass ich zwischen Ordinationsschluss und Trainingsbeginn auch noch froh sein muss, über jeden, der mich anquatscht? Muss ich mir in meinem bisschen Freizeit auch noch die Mundwinkel an den Ohrläppchen festtackern, damit mir das Lächeln nicht aus dem Gesicht fällt und mich für alles und jeden interessieren? Ich denke doch nein.

Foto: Furgler

M wie Mentale Balance

Kolumne

02/07.2012

Gerade hatte ich ein sehr seltsames Erlebnis. Ich hatte heute einen „Erste Hilfe“-Kurs zu halten und in der Pause kommt R. auf mich zu. Wir kennen uns von vor Urzeiten, als wir zusammen im Karate-Anfängerkurs waren. „Hi“, sage ich. „Na wenigstens begrüßt du mich heute!“, giftet R. mich an. „Letztens als wir uns auf der Straße gesehen haben, da hast du ja nicht einmal ‚hallo‘ gesagt.“ „Na, ‚hallo‘ hab ich schon gesagt“, verteidige ich mich. „Ja okay, aber dann wolltest du kein Wort reden und wolltest unbedingt sofort weiter!“

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lateinisch: bete!

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ich noch für Jahrzehnte der Bank, und Klo putzen darf ich auch selbstständig. (Noch immer keine Putzfrau.) Ich weiß nicht, was die Leute glauben. Dass wir in unseren Ordinationen im Liegestuhl liegen, Cocktails schlürfen, Glückshormone verdampfen oder Hanfpflänzchen ziehen und die Opiate für die Schmerzpatienten selber schlucken? „Vergiss den Koffer!“, denke ich mir, und dann fällt mir noch sein zweiter Satz ein. Und natürlich frage ich mich dabei, ob ich wirklich so ein schlechtes Life-Management habe oder so eine miese mentale Balance. Dann dämmert mir, dass mein Hirn ganz offensichtlich sehr gut weiß, dass es sich bei Spaziergängen und Ruhe und Einsamkeit recht gut ausbalanciert. Und die Tatsache, dass ich mit Leuten wie R. ganz instinktiv in einer Situation, in der ich fertig und leer bin, nicht kommunizieren will, zeigt, dass mein Life-Management doch ganz gut funktioniert. Und dass ich auch weiß, wie ich meine mentale Balance immer wieder zurückerlangen kann.

MT-Rätsel Das berühmtes­ te Bergsteigerpaar und die höchs­ten Gipfel der Welt: Von der gemein­ samen Leidenschaft für die höchs­ten Berge, von Vertrauen, Ver­ antwortung, Sehnsüchten, Risiken, Ängs­ ten und Erfolgen, ihren sportlichen und privaten Herausforderungen erzählen Ger­ linde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits in „2 x 14 Achttausender“ (Bruckmann 2012, ISBN 978-3-7654-6093-7). Ein sehr persönlicher und herausragend bebilderter Band über ­Gipfel und Täler des Lebens und die Achttau­ sender dieser Erde. Schicken Sie das Lösungswort per Fax (01/54600-50-623) oder E-Mail (sekretariat@ medical-tribune.at) bis 4.11. an die Redak­tion und gewinnen Sie ein signiertes Exemplar. Das Lösungswort aus MT 42 lautet „Analprolaps“.


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