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g ärztemagazin magazin Das Magazin für Ärztinnen und Ärzte in der Praxis

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inhalt

ausgabe 26/15. November 2012

„Fast die Hälfte der Erwachsenen ist mit ihrem Gewicht unzufrieden leider zu Recht“

30 Der Riese von Lengau

18

18 DFP Gewichtsreduktion ohne Diät

fortbildung

DFP Gewichtsreduktion Die Ursachen der Adipositas sind vielfältiger als bislang gedacht, u.a. auch genetisch bedingt. Der Weg zum gesunden Schlanksein sollte daher nicht über einseitige Diäten erfolgen

aktuell 4

Gesundheitspolitik kurz gefasst

medizin 6 8

10 12

Neues aus Medizin und Forschung Trinkkur Gegen viele Leiden gibt es wirksame Heilwässer in Österreichs Kurorten Burnout Die schleichende Erkrankung erfordert einen multiprofessionellen Behandlungsansatz Generalisierte Angststörung Allgemeinmediziner haben Aufgaben im Schnittstellenmanagement

8 Gesunde Wasser

14 16

Fall der Woche Frau Eva braucht Maßnahmen zur Kardio-Rehabilitation – was empfehlen Sie? Interview Kurärztepräsident Dr. Wolfgang Foisner im Gespräch über aktuelle Kur-Forschung

praxis

27 Aktuelles für die ärztliche Praxis 27 Die praktische Frage „Wie erkenne ich den richtigen Mitarbeiter für meine Praxis?“ 28 Zusammenarbeit Es muss nicht immer eine Gruppenpraxis sein, wenn Ärzte kooperieren 29 Recht Verschwiegenheitspflicht von Krankenanstalten 30 PathoBlogger Franzl, der Riese von Lengau

Um einen Hürdenlauf beim Lesen zu vermeiden, verzichten wir auf das Binnen-I und auf die gesonderte weibliche und männliche Form bei Begriffen wie „Arzt“ und „Patient“. Wir hoffen auf Ihr Verständnis!

Fotos: Wikipedia.org, Africa Studio – Fotolia.com, Aaron Amat – Fotolia.com; llustration: Kim Novak

Im Web: www.aerztemagazin.at ....... E-Mail: redaktion@aerztemagazin.at

impressum Verleger, Eigentümer & Herausgeber: Medizin Medien Austria GmbH;

DVR-Nr.: 4007613; Verlagsanschrift: 1120 Wien, Forum Schönbrunn, Grünbergstraße 15/Stg. 1, Tel.: 01/54 600-0, Fax: DW 50 512, E-Mail: medizin@aerztemagazin.at; Alleinige Gesellschafterin der Medizin Medien Austria GmbH ist die Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH. Gesellschafter der Süddeutscher Verlag Hüthig GmbH sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 91,98 %, Herr Holger Hüthig mit 7,02 %, Frau Ruth Hüthig mit 0,45 %, Frau Beatrice Hüthig mit 0,28 % und Herr Sebastian Hüthig mit 0,28 %; Unternehmensgegenstand: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften; Blattlinie: Magazin für Fortbildung, Praxisführung und Gesundheitspolitik für niedergelassene Ärzte; Chefredaktion: Raoul Mazhar DW 630, E-Mail: mazhar@aerztemagazin.at; Chef vom Dienst: Dr. Hans Wenzl DW 631; Redaktion: Mag. Nicole Martinek DW 613, Ständige Mitarbeiter: Dr. Norbert Hasenöhrl, Dr. Uli Kiesswetter, Mag. Michael Kraßnitzer, Mag. Karin Martin, Univ.-Prof. Dr. Helmut Ofner, Mag. Josef Ruhaltinger, Dr. Christina Schenk, Dr. Shureen Shab-Par, DDr. Isabella Wessig; Artdirektion: Carolyn Stuckey; Produktion & Grafik: Siegfried Duft; Geschäftsführung: Thomas Zembacher; Leitung Medizin Medien/Print: Bettina Kammerer DW 610 Leitung Medizin Medien/Verkauf: Reinhard Rosenberger DW 510; Verkaufsleitung: Mag. Birgit Frassl DW 520; Anzeigensekretariat: Sylvia Saurer DW 512; Druck: Friedrich VDV, 4020 Linz; Erscheinungsweise: vierzehntägig; Auflage: verbreitete Auflage Inland: 15.449 Stk., ÖAK geprüft – 2. Halbjahr 2011; Einzelpreis: € 2,90; Inlandsabo: € 71,21; Auslandsabo: € 98,10; Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt, verwertet oder verbreitet werden.

ärztemagazin 26/2012 Fachkurzinformation siehe Seite 24


aktuell

Gesundheitsreform

Ärzte machen mobil M

it drastischen Mitteln nimmt die Ärztekammer den Kampf gegen die geplante Gesundheitsreform auf. In einem ersten Schritt wurde in fast zeitgleichen Pressekonferenzen der ÖÄK und mehrerer Landesärztekammern Mitte der vergangenen Woche die Kernbotschaft den Medien übermittelt: Regierung, Länder und Kassen sparen mit der von ihnen akkordierten Reform das Gesundheitswesen kaputt. Und schon ab dieser Woche sollen die Patienten mit Plakaten in den Praxen direkt auf die möglichen Folgen angesprochen werden: eingesparte Arztpraxen und wegrationalisierte Spitäler. Und am 21. November folgt mit einem Protestkonvent der österreichischen Ärzte in Wien der nächste Mobilisierungsschritt. Milliarden-Einsparung. Hintergrund des Kampfkurses sind die laufenden Verhandlungen um eine § 15a-Vereinbarung zwischen Bund, Kassen und Ländern, die in den Grundzügen bereits im Juni dieses Jahres festgelegt wurde. Demnach sollen bis zum Jahr 2016 die Zuwächse der öffentlichen Gesundheitsausgaben mit dem Wachstum des BIP auf angenommene 3,6 Prozent jährlich begrenzt werden. Gegenüber dem langjährigen Wachstum von mehr als sechs Prozent pro

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Jahr sollen damit um 3,4 Milliarden Euro weniger ausgegeben werden als ohne „Kostendämpfungsmaßnahmen“. 60 Prozent soll dazu der Spitalssektor beitragen, 40 Prozent sollen von den Krankenkassen kommen. Um den Patienten die Summen plastisch vor Augen zu führen, rechneten einige Landesärztekammern den dortigen Medien die Spar-Zahlen für das jeweilge Bundesland vor. So würden in der Steiermark bis 2016 mindestens 350 Millionen Euro fehlen, in Oberösterreich 582 Millionen, in Tirol rund 340 Millionen oder in Vorarlberg 136 Millionen. Rationierung. Aus Sicht der Ärztekammer bedeutet das Sparprogramm, dass dem Gesundheitswesen bis zum Jahr 2020 elf Milliarden Euro entzogen werden. Der vorrangig auf Finanzziele ausgerichtete Reformansatz werde zu einer „Mangelverwaltung mit stark dirigistischen und rationierenden Zügen“ führen, warnt Ärztekammerpräsident Dr. Artur Wechselberger. Die Gesundheitsreform sei eine „Mogelpackung“, es fehle an Kriterien wie Gesundheitszielen, Epidemiologie und Demografie, eine Versorgungsplanung sei nicht zu erkennen. Als kontraproduktiv sieht man in der Ärztekammer vor allem die Bindung der Kosten-

Auch aus Standessicht droht durch die Gesundheitsreform Ungemach. Statt wie bisher Kassenstellen mit den Sozialversicherungen zu verhandeln, würden diese künftig durch eine Behörde festgelegt, die bisherige Vertragsautonomie werde ausgehebelt. Und auch Qualitätssicherung soll künftig nicht mehr Aufgabe der Ärztekammer sein, mutmaßt man in der ÖÄK. Klartext. Die Politik wird deshalb aufgefordert, die Karten auf den Tisch zu legen und der Bevölkerung klar zu kommunizieren, wie das Gesundheitswesen künftig gestaltet werden soll. Gegen die Ausdünnung des Gesundheitswesens und Zentralisierungstendenzen will man seitens der Ärztekammer Protestmaßnahmen andenken und mit eigenen Vorschlägen an die Öffentlichkeit treten. Die Träger der Gesundheitsreform reagieren auf die Kammeroffensive ungehalten. Gesundheitsminister Alois Stöger verneint Einsparungen, es gehe

Ordinationsplakate malen eine düstere Zukunft für die Patienten

Mehr Geld für Spitäler? Parallel dazu erwarten die Standesvertreter, dass die Spitäler verstärkt zur ambulanten Behandlung herangezogen werden sollen, um ihnen „frisches Geld“ von den Krankenkassen zuzuführen. Mit den Ländern würden nämlich nicht nur so genannte „Zahler“ am Verhandlungstisch sitzen, sondern auch die gleichzeitig größten Anbieter von Gesundheitsleistungen. Niedergelassene Fachärzte würden stärker konkurrenziert, die Spitalsambulanzen weiter belastet.

nur um geringeres Kostenwachstum. HauptverbandsChef Dr. Hans Jörg Schelling sieht „skandalöse Unterstellungen“, Wiens Gesundheitsstadträtin Mag. Sonja Wehsely „reicht es“ mit der Ärztekammer, die gegen alle Neuerungen auftrete, und Niederösterreichs Spitalslandesrat Gerhard Sobotka würde am liebsten gleich die Ärztkammer auflösen. Wechselberger nimmt die Kritik gelassen: Die Nervosität der Politik würde zeigen, dass die Standesvertretung mit ihren Aussagen richtig liege. ärztemagazin 26/2012

Fotos: BilderBox.com (2), ÖÄK (2), Barbara Krobath

Sparpaket: Ärztekammer sieht die Versorgung bedroht

zuwächse an das BIP-Wachstum. Gerade in Zeiten schrumpfender Wirtschaft würde psychosomatisch bedingte Langzeitarbeitslosigkeit das Gesundheitssystem ganz besonders fordern. Und die demografische Entwicklung zu einer immer älteren Bevölkerung verlange höhere Gesundheitsleistungen, unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung. Für die Patienten befürchtet die Ärztekammer drastische Folgen. Die Reduktion der Mittel werde das Leistungsspektrum einschränken, es werde zu einem Ausdünnen der Arztpraxen und damit der wohnortnahen Versorgung kommen, zu einem Ausbau der Richtlinienmedizin und einem engen Medikamentenregime. „Die Zukunft liegt wohl in der preisgünstigen Einheitsbehandlung“, formuliert Wechselberger dramatisch. Durch längere Wartezeiten wolle man Patienten den Zugang zu medizinischen Leistungen erschweren.


e-Health

ELGA im Nationalrat beschlossen

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as umstrittene ELGA-Gesetz ist beschlossen. In namentlicher Abstimmung fanden die Bestimmungen zur elektronischen Gesundheitsakte am Dienstag dieser Woche eine breite Mehrheit unter den Abgeordneten zum National-

rat. Weder nach wie vor geäußerte Kritik von ÄrztekammerChef Dr. Artur Wechselberger an der Usability des Befunddatensystems noch ein offener Brief des Präsidenten der Wie-

ner Ärztekammer, Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, der die Abgeordneten zum Überdenken ihrer Haltung aufforderte, brachten ein Einlenken der Politik. Spätestens Anfang 2014 werden damit Patienten Zugang zu ELGA-Daten haben. Ab 2016 müssen sich Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen beteiligen, ab 2016 alle Vertragsärzte und Apotheken – Letztere im Rahmen der e-Medikation. 2017 folgen die Privatkrankenanstalten, ab 2022 die Zahnärzte. Zugreifen auf die ELGA-Daten dürfen nur behandelnde Ärzte für einen Zeitraum von 28 Tagen. Patienten können aus dem System opten, einzelne Datensätze „verstecken“ und sich über Zugriffe informieren.

Sorge um den Landarzt ie Ärztekammer für Niederösterreich stimmt in den Chor der Standesvertreter ein, die vor einem Ende der Landmedizin warnen. Wovon man schon seit Jahren spreche, trete nun ein: Kassenstellen wären nicht mehr flächendeckend zu besetzen. Aktuell suche man für zwei Praxen im Bezirk Mistelbach Nachfolger, nicht ein einziger Bewerber habe sich dafür bisher interessiert, berichtet Kammerpräsident Dr. Christoph Reisner. Sein Resü-

Halbe Wahrheit könnte sich rächen

S

pital weg, Arztpraxis weg – an Drastik ist die Kampagne der Ärztekammer gegen die Gesundheitsreform schwer zu überbieten. Unterstreichen wollen die Standesvertreter damit ihr Argument, das Gesundheitswesen werde kaputtgespart, 3,4 Milliarden würden alleine bis 2016 Spitälern und Praxen entzogen. Dass die Politik darauf mit wütenden Angriffen reagiert, war zu erwarten. Von skandalösen Unterstellungen ist die Rede, das Argument der „ewigen Neinsagerei“ wird ausgepackt, und ein Landesrat wünscht gar die Auflösung der Ärztekammer herbei. Nun mag der Wirbel ja durchaus beabsichtigt sein. Dass die Ärztevertreter von den Verhandlungen um die Gesundheitsreform ausgeschlossen sind, ist nicht zu tolerieren, und ein Schub in Richtung finanzgesteuerter Staatsmedizin zeichnet sich ab – mit negativen Folgen für individuelle Behandlung, Wohnortnähe und Zugang zu Leistungen. Den Widerstand dagegen aber nur über drohende Einsparungen zu kommunizieren, wenn auch nach der Reform Jahr für Jahr 700 bis 800 Millionen Euro zusätzlich in das Gesundheitswesen fließen werden, macht angreifbar und könnte nach hinten losgehen. Dr. Hans Wenzl

NÖ-Ärztekammer

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Meinung

mee: „Die wohnortnahe Versorgung mit Medizin kippt.“ Den Grund dafür sieht Reisner in den Arbeitsbedingungen für Allgemeinmediziner. Die Ärzte würden mit Bürokratie „zugemüllt“, es bleibe immer weniger Zeit für die Patienten. Frühere Warnungen habe die Politik ignoriert. Reisner vermutet, dahinter könne System stecken: „Vielleicht sind das ja die ersten Schritte zur ,Reform‘. Wo es keine Ärzte gibt, fallen auch keine Kosten an.“

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präsentiert „3 Milliarden Herzschläge - das ist das Guthaben“ „Achtung Raucher“ „Experteninterview zur Rolle der Betablocker in der Hypertonie“ (Prof. Cruickshank, UK)

Sozialversicherung

Investition in psychische Gesundheit

P

ensionsversicherungsanstalt und Kassen wollen mehr Geld in die Hand nehmen, um in psychische Gesundheit durch Prävention, Behandlung und Rehabilitation zu investieren. Um den steigenden Kosten Herr zu werden – alleine von 2009 auf 2010 stiegen die Krankenstände mit psychischen Diagnosen um 22 Prozent an –, soll vor allem bei den Allgemeinmedizinern angesetzt werden. Dort sind rund ärztemagazin 26/2012

90 Prozent der psychisch Kranken in Behandlung. Die Kassen wollen deshalb einerseits die Ausbildung verbessern, andererseits die Honorarkataloge an die neuen Herausforderungen anpassen. Außerdem will man eine lückenlose Versorgungskette von der Praxis zur Klinik und zurück schaffen. Die PVA plant einen weiteren Ausbau der Rehabilitationsangebote, um Frühpensionen zu bremsen. (apa)

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medizin Hautkrebsdiagnostik

Blick unter die Haut R

und 20.000 neue Hautkrebsfälle werden jährlich in Österreich entdeckt. Derzeit ist für die Hautanalyse ein Eingriff mittels Biopsie nötig. Das könnte sich bald ändern. Ein Team unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Rainer Leitgeb vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der Medizinischen Universität Wien hat gezeigt, dass mit einer neuen Form der optischen Kohärenztomografie (OCT) ein „Blick unter die Haut“ möglich ist. „Die Hoffnung ist, dass wir einen Scan entwickeln können, mit dessen Hilfe die Hautärzte am ganzen Körper Hautkrebs und seine Vorstufen frühzeitig entdecken und damit auch frühzeitig behandeln können“, erklärt Leitgeb. OCT wird bereits länger in der Augenheilkunde bei Netzhautuntersuchungen und auch in der Dermatologie eingesetzt. Bisher war es jedoch nicht möglich, mit dem Verfahren Krebs-Vorstufen bzw. den Verlauf von Hautkrebserkrankungen zu erkennen. Das ist jetzt mit einer neuen Lasertechnologie, die gemeinsam mit der Ludwig-MaximiliansUniversität in München entwickelt wurde, gelungen.

Diese Technologie besitzt mit 1.300 Nanometern eine um 500 Nanometer höhere Wellenlänge und ermöglicht es, 440.000 Tiefenprofile in der Sekunde aufzunehmen im Gegensatz zu 20.000 bis 60.000 bei der normalen optischen Kohärenztomografie. Leitgeb: „Dadurch bekommen wir ein detailreiches Bild der Durchblutung und der Gefäßstruktur. Weltweit ist es damit erstmals gelungen, detaillierte Bilder

Laborbefunde: Vor der Bewertung klären, welche Medikamente eingenommen wurden

Neue Antikoagulanzien

Verfälschte Laborwerte Neuer Scan: Hautkrebs mit optischer Kohärenztomografie (OCT) entdecken

des Gefäßsystems von Hautkarzinomen beim Menschen zu bekommen.“ Damit lasse sich auch erkennen, wie ein bereits bestehender Tumor ernährt wird. „Wenn wir das besser verstehen, können wir ihn auch besser bekämpfen“, betont der Forscher. Die ersten Ergebnisse wurden nun im Fachjournal „Biomedical Optics Express“ publiziert. (MedUni Wien)

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ie neuen oralen Antikoagulanzien (NOAC) – insbesondere kurz nach deren Einnahme – verfälschen bei einer Blutabnahme eine Vielzahl wichtiger Labor-Gerinnungstests und könnten damit krankhafte Veränderungen des Gerinnungssystems vortäuschen. Davor warnt Univ.-Doz. Dr. Walter-Michael Halbmayer, Facharzt für Labordiagnostik und für Humangenetik im Krankenhaus Wien-Hietzing. „Daher empfehlen wir dringend, bei jeder Blutabnahme dem Untersuchungslabor mitzutei-

len, wenn ein solches Medikament eingenommen wurde.“ Das Labor müsse zusätzlich über den Namen des eingenommenen Gerinnungshemmers, dessen letzte Einnahme und die Uhrzeit der Blutabnahme informiert werden. „Nur so können Fehldiagnosen oder Fehlbehandlungen vermieden werden“, unterstreicht Halbmayer. NOAC sind Gerinnungshemmer, die bei Thrombosen und Lungeninfarkt oder zur Schlaganfallvorbeugung bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden. (ÖGLMKC)

Reparatur von Blutgefäßen ie glatten Muskelzellen der Blutgefäße können aufgrund ihrer hohen Plastizität Verletzungen der Gefäßwand reparieren. Forscher der deutschen Max-PlanckGesellschaft haben nun herausgefunden, über welche Rezeptoren unterschiedliche Botenstoffe den Gefäßumbau steuern. Diese Erkenntnis könnte den Weg für neue Ansätze in Prophylaxe und Therapie von Gefäßerkrankungen öffnen. (MPG)

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Hülsenfrüchte Burnout macht Anti-Craving für helfen Diabetikern Schmerz chronisch Alkoholkranke Eine hülsenfruchtreiche Diät senkt HbA1c und systolischen Blutdruck bei Patienten mit Diabetes Typ II. Das ergab eine Studie aus Kanada. Patienten, die vermehrt Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Kichererbsen oder Linsen verzehren, erreichen dadurch eine deutlichere Verbesserung des kardiovaskulären Risikos. (Arch Intern Med)

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Menschen mit Burnout haben ein erhöhtes Risiko, dass sich ein Schmerzgeschehen chronifiziert – insbesondere dann, wenn der Level einer Depression erreicht wird. Dies verkündete Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Aigner vom Landesklinikum Tulln anlässlich der 12. Österreichischen Schmerzwochen. (ÖSG)

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Bei der Behandlung von Alkoholabhängigkeit hat sich der Einsatz von Anti-Craving-Medikamenten als eine viel versprechende Vorgangsweise herausgestellt. Dieser neue Ansatz wurde auf dem Kongress des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP), der kürzlich in Wien stattfand, präsentiert. (ECNP)

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ärztemagazin 26/2012

Fotos: BilderBox.com (2), MedUni Wien, PhotoDisc, Gerd_Altmann_pixelio.de

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Reh ab i l i tatio n p ro mot i o n

Beste Gesundheit nach Kur und Reha Fünf führende Betriebe in Niederösterreich bilden die Partnerschaft „Beste Gesundheit“. Jedes Haus bietet hochspezialisierte Rehabilitationsmaßnahmen in verschiedenen Indikationsgebieten.

E

in Kuraufenthalt hat mit einem Urlaub ganz und gar nichts zu tun. „Ein Kuraufenthalt dient der Rehabilitation nach überstandener Erkrankung oder der Prävention bei entsprechenden Risikofaktoren“, stellt OA Dr. Johannes Schuh, Internist und ärztlicher Leiter im Gesundheitsresort Königsberg Bad Schönau (Schwerpunkt: Gefäßerkrankungen), klar. Schuh am Beispiel der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit: „Risikofaktoren für pAVK wie für alle Gefäßerkrankungen sind etwa Übergewicht, Rauchen, Hypertonie, Hypercholesterinämie, Bewegungsmangel und Diabetes mellitus.“ Gelingt es, diese Risikofaktoren im Rahmen eines Kuraufenthalts durch entsprechende Interventionen günstig zu beeinflussen, werde daher nicht nur das pAVK-Risiko, sondern auch das Risiko für koronare Herz-

erkrankungen und Schlaganfall gesenkt, zeigt der Internist den umfassenden und präventiven Nutzen einer Kur auf. CO2-Therapie. Bewegungstherapie steht auch im Mittelpunkt der Rehabilitationsmaßnahmen bei bereits bestehender pAVK. Bei leichteren Formen der Erkrankung kann mit konsequentem Gehtraining sogar eine Operation vermieden werden. „Das Gesundheitsresort Königsberg Bad Schönau verfügt über modernste Trainingsgeräte und Möglichkeiten zur Bewegungstherapie“, kommentiert Schuh. Zudem ist das Gesundheitsresort Königsberg Bad Schönau eines der wenigen Kurhäuser, das eine gefäßprotektive CO2-Therapie („Trockengasbehandlung“) anbietet. „Diese fördert ergänzend zum Gehtraining die Bildung von Kollateralgefäßen, sodass Engstellen in den Gefäßen besser

Die Partnerschaft fünf führender Gesundheitsbetriebe in NÖ Der Name „Beste Gesundheit“ ist zugleich auch Programm. Die Beste Gesundheit-Betriebe sind auf Kur- und Rehabilitationsaufenthalte in vielfältigen Indikationsbereichen spezialisiert und garantieren allerhöchste medizinische Kompetenz in angenehmer Hotelatmosphäre. Alle fünf Häuser tragen das Austria Gütezeichen Gesundheitstourismus – Best Health Austria. Mit diesem Zertifikat prämierte Betriebe unterliegen strengen Qualitätskriterien, die jährlich durch eine unabhängige Prüfstelle kontrolliert werden. Für ihre gesunde und genussreiche Küche mit regionalen Produkten sind die einzelnen Betriebe mit der Grünen Haube ausgezeichnet.

Fotos: Privat

Die fünf Beste Gesundheit-Partnerbetriebe sind: n Moorheilbad Harbach n Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs n Gesundheitsresort Königsberg Bad Schönau n Gesundheits- und Kurhotel Badener Hof n Lebens.Resort Ottenschlag Die Beste Gesundheit-Partnerbetriebe sind Vertragspartner der österreichischen Sozialversicherungen. Nähere Informationen auch auf www.beste-gesundheit.at.

ärztemagazin 26/2012

kompensiert werden können“, erläutert der ärztliche Leiter. Psyche. Im Lebens.Resort Ottenschlag, einem weiteren Partnerbetrieb von Beste Gesundheit (Details: siehe Kasten), werden schwerpunktmäßig Menschen mit psychischen Erkrankungen und Problemen betreut, vor allem Patienten mit Depressionen, Angsterkrankungen, Erschöpfungszuständen und bipolaren Erkrankungen. Prim. Dr. Christiane Handl, ärztliche Leiterin des Fachbereichs Rehabilitation psychischer Erkrankungen im Lebens.Resort Ottenschlag, skizziert die Eckpunkte des sechswöchigen multidisziplinären Rehabilitationsprogramms: „Unsere Patienten erfahren Unterstützung durch ein multidisziplinäres Team – Fachärzte und Allgemeinmediziner, Psycho-, Ergo- und Physiotherapeuten sowie Sozialarbeiter – und Pflege.“ Betreuung. Viele der Therapien finden in Gruppen statt. „Dieser Ansatz bewährt sich, weil wir die Isolation der Patienten durchbrechen können und sie auch sehen, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind.“ Die Patienten werden auch behutsam auf das Nachhausegehen vorbereitet. „Viele wissen gar nicht, dass es in ihrer Wohnumgebung Institutionen wie zum Beispiel den psychosozialen Dienst oder Arbeitsassistenz gibt, an die sie sich wenden können.“ Kosten. Die Kosten für das sechswöchige Programm werden von den Sozialversicherungsträgern abzüglich eines Selbstbehalts übernommen, manche Kassen unterstützen auch ein dreiwöchiges, auf Prävention ausgerichtetes Programm, das im Lebens.Resort Ottenschlag für Personen mit drohenden Erschöpfungszuständen angeboten wird. n

„Unsere Patienten erfahren Unterstützung durch ein multi­ disziplinäres Team“ Prim. Dr. Christiane Handl, ärztliche Leiterin des Fachbereichs Rehabilitation psychischer Erkrankungen im Lebens.Resort Ottenschlag

„Das Gesundheits­ resort Königsberg Bad Schönau verfügt über beste Möglichkeiten zur Bewegungstherapie“ Dr. Johannes Schuh, ärztlicher Leiter im Gesundheitsresort Königsberg Bad Schönau 7


m e d i zi n H e i l wa sse r

Trink, trink, Brüderlein trink Wasser ist gesund, das weiß jeder. Ganz besonders gesund ist Heilwasser. Obgleich klassische Trinkkuren etwas aus der Mode gekommen sind, haben sie nichts von ihrer Wirkung verloren. und vor allem von der Zusammensetzung des Wassers ab. Dass Wasser nicht gleich Wasser ist, weiß im Besonderen der Leiter der Kuranstalt Bad Tatzmannsdorf, Dr. Herbert Melchart: „Für Trinkkuren verwendet man Heilwasser.“ Was macht Wasser zum Heilwasser? Damit Wasser jedoch als Heilwasser bezeichnet werden darf, muss die heilende und lindernde Wirkung von einem balneologischen Gutachten bestätigt werden. Es hat vorgeschriebene Anteile von Mineralien und Spurenelementen zu enthalten und muss hygienisch einwandfrei sein. Für den Vertrieb muss es direkt von der Quelle abgefüllt werden. Dafür eignet sich nicht jedes Wasser, weshalb die meisten Heilwasser nicht in Flaschen zu kaufen sind. Die Wirksamkeit von Heilwasser ist demnach wissenschaftlich nachgewiesen. Die Zusammensetzung des Wassers ist von Quelle zu Quelle unterschiedlich, daraus ergeben sich die verschiedenen Anwendungsgebiete. Ein hoher Anteil an Hydrogencarbonat – wie etwa im Heilwasser von Bad Tatzmannsdorf – eignet sich für die Behandlung einer Gastritis und einer Duodenitis. Das an Sulfat reiche Wasser aus Baden bei Wien fördert die Funktion von Bauchspeicheldrüse und Gallenblase, unterstützt die Verdauung und Therapie von chronischen Harnwegsinfekten. Zudem soll es bei der Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels helfen. Gezielt einsetzen. „Der Kurarzt muss die Inhaltsstoffe des jeweiligen Heilwassers genau kennen, um es gezielt verordnen zu können“, sagt Melchart. Beinahe wie bei

einem Medikament wird das Wasser je nach Beschwerdebild und Therapieziel des Patienten dosiert. „Zum Beispiel kann man mit zwei Litern eines in Bad Tatzmannsdorf vorkommenden Säuerlings den täglichen Kalziumbedarf decken, was insbesondere zur Behandlung und Vorbeugung von Osteoporose von Bedeutung ist“, so Melchart. Wurden laut Aufzeichnungen im 17. Jahrhundert noch bis zu 20 Liter an Heilwasser täglich verordnet, so pendelt sich die durchschnittliche Trinkmenge heutzutage – auch abhängig von der Jahreszeit – bei einem bis drei Liter pro Tag ein. Es gibt auch einige Kontraindikationen: Wasser mit sehr hohem Natriumgehalt sollte bei Patienten mit Bluthochdruck nicht in Mengen verordnet werden. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist zusätzlich auf die Flüssigkeitsmenge zu achten. Fixer Platz. Trinkkuren, gibt Melchart zu, seien im Lauf der Zeit zwar etwas aus der Mode geraten, der therapeutische Nutzen bleibt aber unbestritten. Früher konnte man Wasser mit Kohlensäure nicht wie heute im Supermarkt erwerben, von Spurenelementehaltigen Brausetabletten ganz zu schweigen. Es ist freilich auch einfacher, einen Protonenpumpenhemmer gegen seine Gastritis zu schlucken, als sie mit Diät und Trinkkuren mit Hydrogencarbonat-reichem Heilwasser zu behandeln. Die Trinkkuren werden ihren Platz in der Kurmedizin aber gewiss behalten. Denn die heilsame Wirkung von Wasser ist – sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet – unumstritten. n Dr. Wolfgang Pennwieser

Foto: Aaron Amat – Fotolia.com

S

eit jeher ist die heilende und wohltuende Wirkung von Wasser bekannt. Intuitiv wurde Wasser schon vor Hunderten Jahren in vielfältiger Weise zur Linderung von Beschwerden verwendet. Der griechisch-römische Arzt Asklepiades von Prusa (1. Jhd. v. Chr.) führte als Erster die systematische Anwendung von natürlichem Quellwasser in Form von Bädern und Trinkkuren zur Therapie ein. In dieser Zeit liegt der Ursprung der Balneologie sprich Bäderkunde. Aber erst in der Barockzeit setzten sich Trinkkuren als fester Bestandteil einer ärztlichen Behandlung durch. Man empfahl das Trinken von mineralhaltigem Wasser bei Gicht-, Harn- und Nierensteinen, bei Erkrankungen der Leber und bei Frauenleiden. Trinkhallen. Neben den Trinkbrunnen entstanden Trinkhallen, um die Kur auch bei Schlechtwetter durchführen zu können. Kurpromenaden hatten auch den Zweck der rascheren Resorption der Flüssigkeiten. So schrieb der Arzt Georg Theodor Valentiner in seinem „Handbuch der allgemeinen und speciellen Balneotherapie“ aus dem Jahr 1876: „Da ferner die Physik constatiert hat, dass der Durchtritt von Flüssigkeiten durch thierische Häute dadurch beschleunigt wird, dass man die Flüssigkeiten in Bewegung setzt, so würden wir hierdurch wohl den Nutzen der Promenade beim Brunnentrinken erklären können.“ Trinkkuren zählen demnach zu den ältesten medizinischen Behandlungsarten. Die Wirkung hängt dabei von der Temperatur, der Menge, dem Zeitpunkt des Konsums


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m e d i zi n Bu rnout

B

urnout ist in der heutigen Arbeitswelt ein gravierendes Problem. Man geht davon aus, dass sich manifeste Burn­ out­Symptome bei sechs bis sieben aller Arbeitnehmer nachweisen lassen, bei Risikogruppen (z.B. medizinische und sozi­ ale Berufe, service­ und leistungsorientierte Berufsgruppen) kann der Anteil 20 Prozent und mehr betragen. Neben schwerwie­ genden Folgen für die Betroffenen hat Burnout auch massive Auswirkungen auf die Qualität der geleisteten Arbeit und ne­ gative ökonomische Folgen. Die Kernsymptome von Burnout sind: n emotionale und körperliche Erschöp­ fung, n negative oder zynische Einstellung ge­ genüber Klienten, Kollegen oder Kun­ den (Depersonalisation) und n Leistungsabfall. In weiter fortgeschrittenen Stadien kommt es häufig zu begleitenden psychi­ schen und körperlichen Symptomen und Erkrankungen, kognitiven Einbußen und Änderungen des Verhaltens. Neben den in­ dividuellen Auswirkungen zeigen sich auch beträchtliche soziale Folgen auf Ebene der Familie, bei Freunden und am Arbeitsplatz. In der Entstehung von Burnout spielen individuelle und organisations­ und ar­ beitsplatzbezogene Faktoren eine Rolle. Zu Ersteren gehören die Einstellung, An­ erkennung (und Liebe) nur durch Leis­ tung bekommen zu können, ein Hang zum Perfektionismus und das Gefühl, schwie­ rige Situationen ohne fremde Hilfe bewäl­ tigen zu müssen. Als Burnout­fördernd gilt eine Arbeitsumgebung, die gekennzeich­ net ist durch Arbeitsüberlastung und Zeit­ druck, Mangel an Mitbestimmung und Kontrolle sowie Unfairness und Mangel an Belohnung, Anerkennung und Gemein­ schaft.

Viele Stränge machen den Strick Burnout, ein mit schwerwiegenden Folgen verbundenes Gesundheitsproblem, muss multiprofessionell behandelt werden. Schleichende Entwicklung Burnout tritt nicht plötzlich auf, sondern ist gekennzeichnet durch eine schleichende Entwicklung. Am Beginn von Burnout ste­ hen häufig idealistisches Überengagement und besonderer Leistungswille. Allmählich beginnen jedoch Ermüdung und Frustrati­ on stärker zu werden, die Bereitschaft, an­ deren zu helfen, sinkt. Erste körperliche Symptome und Schlaf­ oder Konzentrati­ onsstörungen können auftreten. Gleichzei­ tig mit nachlassendem Engagement tritt auch eine depressive Grundstimmung im­ mer mehr in den Vordergrund, oft gepaart mit gleichzeitiger Unruhe und Rastlosig­ keit. Die Betroffenen werden ihrer Umwelt gegenüber zunehmend gleichgültig, auch enge Freundschaften und die Familie wer­ den vernachlässigt, und das Leben verflacht zusehends. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist professionelle Hilfe dringend nötig. Auch das Gefühl, gar nicht mehr man selbst zu sein, gewissermaßen „neben sich zu stehen“, und der Eindruck einer inneren Leere machen sich breit. In den spätesten Stadien schließlich besteht eine schwere Depression bis hin zur Suizidgefährdung,

eine stationäre Behandlung ist meist unumgänglich. Multiprofessionelle Behandlung Das Risiko für Burnout wird durch Dispositionen auf der intrapersonalen Ebene und durch Bedingungen des Ar­ beitskontextes und der Organisa­ tionsebene beeinflusst. Maßnah­ men zur Vorbeugung und Behand­ lung von Burnout sind demgemäß sowohl bei der betroffenen Person als auch im Arbeitsumfeld wesent­ lich. Der schleichende Beginn und die Verleugnung der Problematik ma­ chen es oft schwierig, Menschen im Burnout zu erreichen und ihnen hel­ fen zu können. Die Säulen der multiprofessionellen Prävention und Behandlung von Burn­ out sind: n Medizin (Differenzialdiagnose, er­ forderlichenfalls medikamentöse Be­ handlung), n Psychotherapie (in schwereren Fäl­ len längerfristige Persönlichkeitsent­

Vimovo ® (Naproxen + Esomeprazol)

Effektive Schmerzbehandlung und Ulkusprophylaxe gleichzeitig

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ärztemagazin 26/2012

Fachkurzinformation siehe Seite 26

imovo enthält 500mg Naproxen und 20mg Esomeprazol. Naproxen ist ein potentes NSAR mit anal­ getischen und antipyretischen Eigenschaften.1) Esomeprazol verringert die Magensäuresekretion. Ein Problem des effektiven Magenschutzes bei Gabe von NSAR ist die Compliance.2) Vimovo® als Fixkom­ bination von Naproxen und Esomeprazol (als Magnesiumtrihydrat) bietet eine Lösung für dieses Problem. Für den Patienten ergibt sich der Vorteil, dass durch die Fixkombination des NSAR mit dem PPI eine Tablette zur gleichzeitigen Schmerzbehandlung und Ulkusprophylaxe ausreicht, was zu einer Verbesserung der Compliance führen kann. Darüber hinaus entsteht für den Patient auch ein ökono­ mischer Vorteil: Für die Fixkombination muss nur eine Rezeptgebühr bezahlt werden. Während Esomeprazol sofort freigesetzt wird, erfolgt die Freisetzung von Naproxen mit einer gewissen Verzögerung. Vimovo® ist gleich wirksam wie magensaftresistentes Naproxen alleine und verringert das Risiko für die Entwicklung von Magenulzera bei gleichzeitiger Verwendung von Acetylsalicylsäure (ASS) im Vergleich zu magensaft­ resistentem Naproxen von 28,4 auf 3,0 Prozent (p<0,001) bzw. ohne gleichzeitige ASS­Einnahme von 22,2 auf 6,4 Prozent (p<0,001).3) Anwendungsgebiete: symptomatische Behandlung von Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis bei Patienten, bei denen Naproxen in geringer Dosis oder andere NSAR als nicht ausreichend erachtet werden und die ein Risiko für durch NSAR induzierte gastrische und/oder duodenale Ulzera haben. Drei Schübe von Osteoarthritis, rheumatoider Arthritis oder ankylosie­ render Spondylitis können mit Vimovo® behandelt werden. Durch die verzögerte Freisetzung von Naproxen ist Vimovo® nicht zur akuten Schmerzbehandlung indiziert. Vimovo® steht in der 30­Stück­ und 60­Stück­(Monats­)Packung zur Verfügung und wird zweimal täglich zirka eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eingenommen.3) Vimovo® ist in der Grünen Box gelistet und somit frei verschreibbar. 1) Vimovo Fachinformation; 2) Bolten W., Orthopedic Research and Reviews 2010;2:75-84; 3) Dhillon S., Drugs Aging 2011;28(3):237-248

ID 3782 11/2012

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wicklung, Umgang mit traumatisie­ renden Situationen) und n Coaching (präventiv, lösungsorientiert, Entwickeln konkreter Verbesserungs­ maßnahmen). Die medikamentöse Behandlung ist vor allem bei manifester Depression, ausge­ prägten Angststörungen oder Schlafstö­ rungen angezeigt. Hier kommen in erster Linie SSRI wie auch schlaffördernde Anti­ depressiva (Trazodon, Mirtazapin) infrage. Ebenso sind mögliche organische (Mit­) Ursachen der Beschwerde auszuschließen (z.B. Schilddrüsenfunktionsstörung, Anä­ mie). Die Analyse der Herzratenvariabilität (HRV) unter standardisierten Messbedin­ gungen bietet eine physiologisch basierte Einschätzung des vegetativen Zustandes und der Regenerationsfähigkeit. Ergänzend – aber nicht als alleinige Behandlungsform – sind Entspannungstechniken und körperori­ entierte Verfahren (z.B. Yoga, Shiatsu, Cra­ niosacraltherapie etc.) oft hilfreich. Ein multiprofessioneller Ansatz kann entweder über einen längeren Zeitraum er­ folgen oder auch im Rahmen einer sechs­ wöchigen ambulanten Intensivbehandlung, die gerade für berufstätige Menschen bzw. auch aus Sicht des Arbeitgebers eine einer­ seits individuelle, aber auch effiziente Be­ handlungsform darstellt. Wesentlich ist das Augenmerk auf Le­ bensstilmodifikationen (Bewegung, Ernäh­ rung, Suchtmittelgebrauch) wie auch auf das Freizeitverhalten und die Stärkung des sozialen Umfelds, vor allem der partner­ schaftlichen Beziehung und anderer nahe­ stehender Menschen. n

Multiple Entstehungsbedingungen beim Burnout Genetische Faktoren

Intern <––> Extern

Beruf Arbeitsquantität Arbeitsqualität

Lebensgeschichte

Persönlichkeit & Resilienz

Burnout

Erkrankungen körperlich seelisch

Lebenssituation Beziehung Kinder Angehörige Finanzen Gesellschaft Rollenbilder Vergleiche etc.

Multiprofessionelle Therapie Erstgespräch n n n n

Aktuelle Beschwerden, Vorgeschichte, Behandlungen, Befunde Berufliche und außerberufliche Belastungsfaktoren und Ressourcen Somatische und psychische Anamnese, psychischer und körperlicher Status kurzfristige und längerfristige Ziele, Behandlungsziele

Triage: Leitende Fachrichtung

Fotos: Friedberg – Fotolia.com, Privat

n n n

Zusatzdiagnostik

Medizin Psychotherapie Coaching

Bewegung

n n n

Recht

Biofeedback Körperorientierte Methoden

Ernährung

Medizinische Befunde Psychologische Diagnostik Stressdiagnostik

Finanzen

Entspannungstraining

Begleitende Maßnahmen

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, Gesundheitszentrum The Tree Wien, MC Medical Coaching GmbH

Volle Punktzahl! Termine 2013 in Vorbereitung

23. Februar 2013 15. März 2013 13. April 2013 27. April 2013 21. September 2013 09. November 2013

Änderungen vorbehalten

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m e d i zi n Psyc hia t rie

Schnittstellen-Management generalisierte Angststörung „Frei flottierende“ Angst Hauptmerkmale aller Angststörungen sind psychische und körperliche Manifestationen von Angstsymptomen sowie Vermeidungsverhalten. GAD-Patienten leiden an einer „frei flottierenden“ Angst, die weder objekt- noch situationsgebunden ist, kontinuierlich auftritt sowie in vielen Fällen chronifizieren kann. Hinzu kommt die „Angst vor der Angst“, also eine Angst vor der Krankheit, sowie Angst vor therapeutischen Maßnahmen. Bei der Hälfte der Patienten liegen zusätzlich arbeitsplatzbezogene Ängste vor. Ein Drittel der Patienten gibt zudem an, bereits lange vor der Diagnose „nervös“ und „ängstlich“ gewesen zu sein. Als wichtigste Faktoren bei der Entstehung der GAD gelten psychosoziale Belastungen sowie die individuelle Prädisposition; bei der Hälfte der Patienten tritt der Erkrankungsbeginn zusammen mit spezifischen Ereignissen auf, die auch für ein Fortbestehen der Symptomatik eine Rolle spielen können. Bei einem Viertel der Betroffenen kommt es innerhalb von drei Jahren nach der Genesung zum Auftreten einer erneuten Angstepisode. Klinische Symptomatik Wie oben erwähnt, stehen bei GAD-Patienten meist körperliche Beschwerden (vegetative, gastrointestinale oder muskuloskelettale Symptome, Schmerzen, Schlaflosigkeit) im Vordergrund. Die damit zusammenhängenden zahlreichen Behandlungsversuche verzögern so die Diagnosestellung der GAD. Ein Verdacht auf GAD besteht bei positiver Beantwortung folgender Fragen: n Gibt es für Sie lang andauernde Ängste, Sorgen und Befürchtungen? n Leiden Sie unter körperlicher Unruhe, Schlafstörungen und der Unfähigkeit, sich zu entspannen?

Generalisierte Angststörung – Epidemiologie und Komorbiditäten n n n n

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Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Europa 15% der Bevölkerung erkranken zumindest einmal im Leben an einer Angststörung Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer Hohe Komorbiditätsrate (Panikstörung, Sozialphobie, somatische Erkrankungen wie chronische Schmerzen, gastrointestinale bzw. kardiovaskuläre Erkrankungen)

Leiden Sie unter körperlichen Beschwerden wie z.B. Schwitzen, Herzrasen, Erstickungsgefühlen oder Schwindel? Die GAD wird gemäß den Kriterien des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-IV) der American Psychiatric Association bzw. der International Classification of Diseases (ICD-10) der WHO diagnostiziert. Gemäß DSM-IV wird die GAD definiert durch eine Episode exzessiver (der Situation nicht angemessener) Befürchtungen über mindestens sechs Monate, Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Angst sowie mindestens drei angstassoziierte Symptome wie Ruhelosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schlafstörungen. Die Symptome verursachen eine klinisch signifikante Belastung und sind nicht auf eine andere Erkrankung oder Substanzgebrauch zurückzuführen. Gemäß ICD-10 muss der Patient primäre Symptome von Angst an den meisten Tagen, über mindestens mehrere Wochen, aufweisen. Charakteristisch dabei sind Befürchtungen, motorische Spannung (körn

ärztemagazin 26/2012

Foto: Andrea_Damm_pixelio.de

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sychische Erkrankungen wie die generalisierte Angststörung werden von Patienten oft nicht thematisiert oder sind häufig von körperlichen Beschwerden überdeckt, sie bleiben daher in der allgemeinmedizinischen Versorgung oft lange Zeit unerkannt. Um die Versorgung dieser Patienten zu verbessern, wurden im Rahmen eines Experten-Meetings in Wien Studiendaten zur Früherkennung, Diagnostik und Management der generalisierten Angststörung evaluiert. Im Folgenden wird dieses Expertenmeeting unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. h.c. mult. Dr. Siegfried Kasper, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Wien zusammengefasst. Die Studienergebnisse sind alles andere als ermutigend: Einer deutschen Untersuchung zufolge erhalten lediglich 34,4 Prozent der Patienten mit generalisierter Angststörung (GAD) eine korrekte Diagnose, und nur bei einem geringen Teil dieser Patienten folgt auf die Diagnose auch eine medikamentöse Therapie oder eine Überweisung an einen Facharzt für Psychiatrie. Als Erklärung werden zwei Ursachen genannt: Die wenigsten Patienten geben „Angst“ als primären Grund für ihren Besuch beim Hausarzt an, sondern unterschiedliche körperliche Symptome oder Schlafstörungen. Zudem ist der Verlauf der GAD von unterschiedlicher Intensität geprägt, die Patienten durchlaufen also durchaus auch Phasen mit geringem Angstempfinden. Doch selbst wenn die Patienten einer Behandlung zugeführt werden, haben sie nach zehn Jahren eine geringere Genesungswahrscheinlichkeit als beispielsweise Patienten mit Major Depression. Vordringliches Ziel in der Versorgung dieser Patienten ist also die Verbesserung der Diagnose und Behandlung der GAD sowie die Optimierung des Schnittstellenmanagements zwischen allgemeinmedizinischer Praxis und Facharzt.


Allgemeinmediziner haben in der Primärversorgung von Patienten, die unter einer generalisierten Angststörung leiden, ebenso eine zentrale Rolle wie im Schnittstellenmanagement mit Fachärzten und Psychotherapeuten.

Fachkurzinformation siehe Seite 26

perliche Unruhe) sowie vegetative Übererregbarkeit. Zur Einstufung des Schweregrads der Angstsymptomatik können die Visuelle Analogskala (VAS), die Sheehan Disability Scale (SDS) oder die Hamilton Anxiety Scale (HAM-A) herangezogen werden. Langfristige Therapie erforderlich Die drei Säulen der GAD-Therapie sind die pharmakologische und psychotherapeutische Behandlung sowie die Psychoedukation des Patienten. In der Regel ist eine Langzeittherapie nötig. Zur Minimierung des Rückfallrisikos ist eine medikamentöse Behandlung auch nach der Remission zumindest ein Jahr lang weiter fortzusetzen. Medikamentöse FirstLine-Therapien sind SSRI, SNRI sowie der Kalziumkanalmodulator Pregabalin. Pregabalin in der Therapie der GAD Der Kalziumkanalmodulator Pregabalin ist in Europa seit 2006 zur Behandlung der GAD bei Erwachsenen zugelassen (weitere ärztemagazin 26/2012

Effektive Rückfallprophylaxe In der Monotherapie zeigte Pregabalin in kontrollierten Studien sowohl bei psychischen als auch bei somatischen Angststörungen seine Wirksamkeit und gute Verträglichkeit, was auch bei älteren Patienten (≥65 Jahre) dokumentiert werden konnte2)3). Es bewirkt eine Angstreduktion und ist bei Patienten mit initialem Ansprechen auch eine wirksame Langzeittherapie zur Rückfallprophylaxe4). Eine große randomisierte, placebokontrollierte Studie evaluierte zudem die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Pregabalin in der Zusatztherapie bei GADPatienten, die auf eine vorangegangene SSRI- oder SNRI-Monotherapie nur ein teilweises Ansprechen gezeigt hatten und nachfolgend als Zusatztherapie entweder Pregabalin oder Placebo erhielten5). Pregabalin führte hier zu einer signifikanten Verminderung der durchschnittlichen Angstsymptomatik über die gesamte Studiendauer von acht Wochen, wobei sich weitere signifikante Unterschiede auch nach der ersten und nach den Wochen drei und vier zeigten. Die Nebenwirkungsrate stimmte mit dem Ergebnis früherer Studien überein; am häufigsten traten Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Benommenheit auf (meist dosisabhängig und passager). Allgemeinmedizin & Psychiatrie Hand in Hand Insgesamt spielen Ärzte für Allgemeinmedizin sowohl in der Primärversorgung von GAD-Patienten als auch im Schnittstellenmanagement ganz klar eine zentrale Rolle – sind sie es doch, die die Patienten oft seit Jahren kennen und ihre somatischen Ko-

morbiditäten behandeln (die wenigsten Patienten konsultieren einen Allgemeinmediziner ausschließlich aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung). Die optimale Betreuung von GAD-Patienten setzt somit eine engmaschige Zusammenarbeit zwischen Allgemeinmedizinern und Spezialisten (Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapeuten) voraus. Damit können wichtige Informationen der Anamnese ausgetauscht werden, der Allgemeinmediziner ist über psychiatrische Therapieentscheidungen informiert und kann somit eventuelle Weiter- oder Parallelbehandlungen anderer Erkrankungen besser durchführen; zusätzlich erleichtert diese fachübergreifende Zusammenarbeit dem Allgemeinmediziner auch die Fortführung der anxiolytischen Therapie nach Symptomremission oder -reduktion. Voraussetzung dafür ist eine GAD-spezifische Fortbildung und medizinische Information im extramuralen Bereich: Diese gewährleistet, dass die behandelnden Ärzte dieselben therapeutischen Konzepte verfolgen. Auch im Hinblick auf die (Rück-)Überweisung von GAD-Patienten ist das Etablieren von interdisziplinären Netzwerken mit wechselseitigem Vertrauensverhältnis empfehlenswert. n Dr. Lydia Unger-Hunt Quelle: Kasper S, Glehr R, Hasiba B et al., Diagnose und Therapie der generalisierten Angststörung (GAD) in der allgemeinmedizinischen Praxis. Schnittstellenmanagement und Stellenwert von Pregabalin (Experten-Statement). (Update Europe) Internationale Zeitschrift für ärztliche Fortbildung 2012 1) Lyrica® Fachinformation, Stand November 2011 2) Montgomery SA. Pregabalin for the treatment of generalised anxiety disorder. Expert Opin Pharmacother 2006;7:2139-2154 3) Montgomery S, Chatamra K, Pauer L, et al. Efficacy and safety of pregabalin in elderly people with generalised anxiety disorder. Br J Psychiatry 2008;193:389-394 4) Feltner D, Wittchen HU, Kavoussi R, et al. Long-term efficacy of pregabalin in generalized anxiety disorder. Int Clin Psychopharmacol 2008;23:18-28 5) Rickels K, Shiovitz TM, Ramey TS, et al. Adjunctive therapy with pregabalin in generalized anxiety disorder patients with partial response to SSRI or SNRI treatment. International Clinical Psychopharmacology 2012;27:142-150 13

LYR-051-12/1/05.11.2012

Indikationen: neuropathische Schmerzen, Zusatztherapie bei Epilepsie). Der Wirkstoff bindet an spannungsabhängige Kalziumkanäle und moduliert die Freisetzung exzitatorisch wirkender Neurotransmitter. Er erzielt eine rasche Symptomlinderung und weist ein nur geringes Potenzial für Arzneimittelwechselwirkungen auf. Pregabalin ist ein strukturelles, aber kein funktionelles GABA-Analogon. Bei CoMedikation mit Pregabalin wird also die Aktivität häufig eingesetzter GABA-erger Medikamente nicht verändert1).


m e d i zi n Fa l l d er Woche

Frau Eva W. kommt ins Rehazentrum zur Wiederherstellung der Selbständigkeit nach einer rezenten Schrittmacherimplantation aufgrund Bradykardie mit rezidivierenden Synkopen. Frau W. ist recht adipös, leidet seit Jahren unter Hypertonie sowie Hypercholesterinämie und seit einem halben Jahr an einer Niereninsuffizienz IV (Krea: 1,5mg/dl). Dies ist am ehesten auf eine hypertensive, vaskuläre Nephropathie bei rezidivierenden hypertensiven Entgleisungen zurückzuführen. Eine normochrome Anämie (Hb: 9mg/dl, Ferritin: 350µg/dl) stellt sich als renale Folgeerkrankung ein, die nach einer Eisensubstitution mit einer EPO-Therapie (20mg Aranesp s.c. alle 14 Tage) behandelt wird. Potenzielle Blutungsquellen wurden mit endoskopischen Untersuchungen ausgeschlossen. Neben 40mg Pantoloc® erhält Frau W. Amlodipin 10mg und Doxazosin 8mg 2x tgl. sowie Concor plus®, Concor® 2,5mg und Thrombo-Ass 100mg 1x tgl. Obwohl die Patientin sich relativ rasch erholt hat, ist sie noch sehr schwach und nur eingeschränkt mobil. Welche Rehabmaßnahmen stehen für diese Patientin im Vordergrund, und worauf muss sie „Die Medikamentenliste sollte neu in Zukunft achten? evaluiert werden“ OÄ Dr. Catherine Solti Leiterin d. Internen Abt. Maria Rast, LKH Feldkirch, Schruns/Vbg Falls Sie einen interessanten Fall haben, schicken Sie uns eine kurze Beschreibung der Symptomatik (max. 600 Anschläge inkl. Leerzeichen) und lesen Sie, was Ihre Kollegen tun würden. E-Mail: redaktion@aerztemagazin.at 14

Zunächst sollte die Patientin engmaschig in die physiotherapeutische Rehabilitation eingebunden werden, um ihre vorherige Mobilität und Selbständigkeit zurückzuge-

winnen. Die Abklärung der kardiovaskulären Risikofaktoren sollte zumindest um ein BZ-Tagesprofil – besser noch um einen oralen Glukosetoleranztest – ergänzt werden, um eine eventuell diabetische Schädigung der Nieren nicht zu übersehen. Die Medikamentenliste sollte neu evaluiert werden. So erscheint mir etwa ein Statin bei Hypercholesterinämie sehr wichtig. Der Blutdruck muss in Hinsicht auf die Niere ebenfalls überwacht werden, und es könnte auch statt Amlodipin ein ACEärztemagazin 26/2012

Foto: Privat, Illustration: Kim Novak

Rasch wieder auf di e


i e Beine kommen Hemmer erwogen werden. Möglicherweise wäre dann auch die Hydrochlorothiazid-Komponente in Concor plus® einzusparen, da die Flüssigkeitsretention als Nebenwirkung der Kalzium-Antagonisten wegfällt. In einer Langzeit-RR-Messung sollte auch kontrolliert werden, wie viele Antihypertensiva die Patientin tatsächlich benötigt, da Doxazosin bereits in Höchstdosis verabreicht wird. Für die „Schwäche“ kann – neben der Anämie – schließlich auch eine medikamentenbedingte Hypotonie verantwortlich sein. Ich nehme an, dass vor Implantation eines Schrittmachers auch eine Bradykardisierung durch Betablocker überlegt worden ist. Für ein Thrombo-ASS sehe ich bisher keine Indikation, es sei denn, man führt noch eine Duplex-Sonografie der Halsarterien durch und es zeigt sich eine Intimaverdickung bei Hypercholesterinämie, bzw. es würde sich ein Diabetes mellitus herausstellen. Da auch endoskopisch keinerlei Hinweis für gastroenterologische Ulzerationen oder Entzündungen bestehen, kann auch Pantoloc® weggelassen werden. Zum Schluss müsste noch eine Diätberatung durchgeführt werden und der Patientin eine Lifestyle-Modifikation empfohlen werden.

Schrittmacherimplantation kann durch Bewegungstherapie beschleunigt und optimiert werden. Gleichzeitig sollte die Bewegungstherapie die diätische Gewichtsreduktion unterstützen. Motivation und optimale Patienten-Adherence sind hier die Grundlage sowohl des akuten als auch des mittelfristigen und langfristigen Erfolges. Die Behandlung des metabolischen Syndroms führt in der Folge zur Stabilisierung der Begleiterkrankungen und sollte die Rehabilitation beschleunigen. Zusätzlich wäre noch die Frage einer Insulinresistenz zu evaluieren (Nüchternblutzucker, Langzeitblutzucker HbA 1c und oraler Glukosetoleranztest OGTT). Das Quartett des metabolischen Syndroms – Adipositas, Hypertonie, Hyperlipidämie und Insulinresistenz – beeinflusst sich gegenseitig und muss daher polypragmatisch behandelt werden, um der Progression Einhalt zu gebieten und zusätzliche Erkrankungen (z.B. Polyneuropathie) zu verhindern. Bei der Behandlung der Hypertonie würde ich auf Betablocker im Falle dieser Patientin verzichten und vornehmlich ACE/ ARB, Diuretika und Kalziumkanalblocker verwenden. Falls notwendig, kann die Therapie um einen Alphablocker erweitert werden. Wichtig ist die regelmäßige RR-

Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerald Zenker Vorstand d. Med. Abt., LKH Bruck/Mur

Bei dieser Patientin steht primär eine Lebensstilmodifikation im Vordergrund, wobei eine stationäre Rehabilitation sicher sehr sinnvoll ist. Ich würde jedoch, um einen längerfristigen Erfolg zu erzielen, auch eine ambulante kardiologische Rehabilitation empfehlen, welche von den Versicherungen übernommen wird und sich über eine Zeitdauer von einem Jahr erstreckt. Als medikamentöse Therapie wäre eine Blockade des Renin-Angiotensin-Systems zu überlegen, um in die Pathophysiologie besser einzugreifen: z.B. unter Kontrolle der Nierenfunktion ein niedrig dosiertes Candesartan beginnend mit 8mg. n

®

Dr. Michael Gottsauner-Wolf

Wir sorgen für Bewegung in der Blutdrucktherapie Fachkurzinformation siehe Seite 26

12359MAIRA

FA f. Innere Medizin u. Kardiologie, Wien

ärztemagazin 26/2012

„Für langfristigen Erfolg wäre eine ambulante Rehabilitation sinnvoll“

Candesartan/HCT rtp

Wichtig ist die kontinuierliche Motivation der Patientin“

Die Wiederherstellung der Selbständigkeit nach Schrittmacherimplantation bei arterieller Hypertonie und metabolischem Syndrom sollte aus der Sicht des Kardiologen drei Zielrichtungen haben: erstens physikalische Therapie, zweitens Optimierung der Therapie des metabolischen Syndroms und drittens Optimierung der antihypertensiven Therapie. Alle drei Strategien sollten gleichzeitig vorangetrieben werden, um einen optimalen Erfolg der Rehabilitation erreichen zu können. Ein wichtiger Punkt, um dieses Ziel zu erreichen, ist die kontinuierliche Motivation der Patientin von allen Teammitgliedern. Die postoperative Einschränkung der Beweglichkeit des Armes auf der Seite der

Selbstkontrolle, um die Therapie bei Gewichtsabnahme jeweils anzupassen. Falls der Verdacht einer Schlafapnoe – Adipositas, arterielle Hypertonie und Rhythmusstörungen – besteht, wäre ein Screening dahingehend oder bei typischer Anamnese gleich eine Polysomnografie durchzuführen.

IND-frei seit 1. Oktober


m e d i zi n Kurm e dizin

„Die Kurmedizin orientiert sich an der Forschung“ Im Interview spricht der Präsident des Kurärzteverbands, Dr. Wolfgang Foisner, über aktuelle Forschung und den Einsatz von Kuren nach Krebserkrankungen.

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er Vorstand des Verbands Österreichischer Kurärzte beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Kurbehandlung nach Malignomen, erzählt Verbandspräsident Dr. Wolfgang Foisner, ärztlicher Leiter des Kur- und Rehabilitationszentrums Bad Hofgastein, im Interview.

kenntnisse der Onkologie, der Physikalischen Medizin und der Balneotherapie und erstellen aus diesen ein Nachschlagewerk für Ärzte und Therapeuten. Die großen Fragen in der Praxis sind: Kann ich bei diesem Patienten nach dieser Krebserkrankung eine Lymphdrainage machen: ja oder nein? Macht Wärme Sinn: ja oder nein? Welche Kurmittel sind geeignet? Wir werden das Kompendium sehr transparent gestalten, damit sich die Kolleginnen und Kollegen gerne auch selbst in die Arbeiten einlesen können. Es wird für Hausärztinnen und Hausärzte hilfreich sein, die meist den Kurantrag schreiben, sowie für die am Kurort Tätigen. Man darf nicht vergessen: Viele haben die eine oder andere Krankheit noch nie oder nur ganz selten gesehen!

ärztemagazin: Herr Dr. Foisner, in welche Richtung entwickelt sich der kurärztliche Bereich in Österreich aktuell? Foisner: Die Kurmedizin orientiert sich derzeit stark an wissenschaftlichen Forschungen. Das ist sehr interessant, weil wir damit jedem Zweifler bzw. Stauner zeigen können, was die Kurmedizin wirklich kann - dass sie also eine seriöse medizinische Maßnahme ist. In den aktuellen Studien wird einerseits die Grundlagenwirkung der Kurmittel selbst untersucht. Darüber hinaus laufen Outcome-Studien, also Studien über die Wirkung der Kuren an Patienten.

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Foisner: „Wir wissen nun, dass man Kuren sehr früh nach einer bösartigen Erkrankung antreten kann“

ärztemagazin: Welche Rolle kommt in diesem Zusammenhang der Zusammenarbeit mit Onkologen zu? Foisner: Eine große! Derzeit erarbeiten wir gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Christoph Wilschke, einem der führenden Onkologen der Klinik für Innere Medizin der MedUni Wien, ein Kompendium, in dem genau festgehalten sein wird, welche Behandlungen und natürlichen Heilmittel nach welcher Malignom-Behandlung möglich und sinnvoll sind. Wir sammeln dafür aktuelle Er-

ärztemagazin: Wie steht es grundsätzlich um die Ausbildung und Positionierung der Kurärzte in Österreich? Foisner: Grundsätzlich ist das Kurwesen gut strukturiert in Österreich, auch personell. Somit haben die Kollegen Zeit für den einzelnen Patienten, sind nicht hoffnungslos überlastet. Man hat bei uns als Arzt gute Berufschancen in der Kurmedizin. Auch mit der Ausbildung bin ich sehr zufrieden. Wir haben heuer das Fortbildungsdiplom erweitern können. 2007 kam die medizinische Wellness dazu und in diesem Jahr die Präventivmedizin. Das neue Ausbildungsprogramm läuft 2013 an. Wichtig ist, dass man den Ärzten auch in den Bereichen Wellness und Prävention das Sagen lässt und dass die Kur als medizinische Maßnahme einen hohen Stellenwert hat. n Interview: Mag. Karin Martin ärztemagazin 26/2012

Foto: Privat

ärztemagazin: Besonders intensiv haben Sie sich in den vergangenen Jahren mit dem medizinischen Stellenwert der Kur nach Malignomen auseinandergesetzt … Foisner: Ja, denn noch vor wenigen Jahren mussten Menschen nach einer MalignomBehandlung fünf Jahre ohne Kur sein, weil bei ihnen ganz einfach bestimmte Kurmittel oder -maßnahmen nicht angewendet werden durften – das war so die Lehrmeinung. Wir begannen dann systematisch zu untersuchen: Warum fünf Jahre? Warum nicht zwei Jahre oder eines? Gibt es Erkenntnisse dazu, wie man mit den einzelnen Kurmitteln und physikalischen Therapien bei Malignom-Patienten vorgeht? Wir organisierten Veranstaltungen und „thematisierten das Thema“. Wir wissen nun, dass man Kuren sehr früh nach der Behandlung einer bösartigen Erkrankung antreten kann, und haben auch ein spezifischeres Vorgehen erarbeitet, sodass eine Krebserkrankung kein Hindernis mehr für das Antreten einer Kur darstellen dürfte. Die Krebsbehandlung sollte halt abgeschlossen sein. Erfreulicherweise gibt es in Österreich mittlerweile an mehreren Orten medizinische Reha-Heilverfahren bei Vorliegen bösartiger Tumorerkrankungen.

ärztemagazin: Wann wird das Kompendium publiziert? Gibt es Zwischenergebnisse? Foisner: Eigentlich hätte es heuer schon publiziert werden sollen, doch es steckt enorm viel Arbeit dahinter, sodass wir erst 2013 fertig werden. Für die Lymphdrainage z.B., das kann ich jetzt schon sagen, haben wir sehr, sehr schöne Ergebnisse zusammengetragen. Es wird zu Änderungen im ärztlichen Vorgehen in der Praxis kommen!


p ro m ot i o n Q ue ll des Le be ns

life medicine RESORT Bad Gleichenberg Im life medicine RESORT DAS KURHAUS Bad Gleichenberg finden Gäste alles unter einem Dach. n 4-Sterne-Hotel n Therapiezentrum für ambulante und n Heilbad & Spa – Therme der Ruhe n Kosmetikinstitut

stationäre Kuren

Primarius Dr. Christian Wiederer, Ärztlicher Leiter

life medicine RESORT DAS KURHAUS Bad Gleichenberg Zeit für Ihre Gesundheit Das Therapiezentrum des Kurhauses Bad Gleichenberg bietet im Rahmen stationärer Kuranwendungen und ambulanter Behandlungen mit den Schwerpunkten Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates, Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis sowie Atemwegserkrankungen das gesamte Therapiespektrum der wesentlichen Physikalischen Behandlungsmethoden an.

Foto: life medicine RESORT Bad Gleichenberg

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as im Jahr 2008 eröffnete life medicine RESORT DAS KURHAUS Bad Gleichenberg ist eines der schönsten Kurhäuser Österreichs und vereint modernste medizinische Einrichtungen im Therapiezentrum, eindrucksvolle Architektur mit einem 4-SterneHotel und die heilende Wirkung des Thermalwassers im Heilbad & Sauna-Bereich der Therme Bad Gleichenberg. Im Therapiezentrum des Kurhauses Bad Gleichenberg werden Anwendungen für stationäre und ambulante Kurgäste mit dem Schwerpunkt auf Atemwegserkrankungen, Beschwerden des Stützund Bewegungsapparates sowie Hauterkrankungen (Neurodermitis und Psoriasis) angeboten. In den Sommermonaten gibt es auch Kinderkuren mit Begleitpersonen für Atemwegs- und Hauterkrankungen. Zudem werden private Gesundheitswochen in den angeführten Indikationen ab 673 Euro pro Woche angeboten. In der Architektur werden Ethik und Ästhetik perfekt miteinander verbunden. Durch den Einsatz natürlicher Materialien wie Holz und Stein sowie die organischen Formen des Gebäudes wird ein starker Bezug zur Natur und zum südoststeirischen Hügelland hergestellt. Bei der Errichtung des Resorts wurde Haupt­ augenmerk darauf gelegt, dass das Gebäude in den Park aus dem 19. Jahrhundert integriert wird. Das gesundheitsfördernde und entspannende Ambiente sorgt zusätzlich für maximales Wohlbefinden! n Weitere Informationen und einen Überblick über die Preise erhalten Sie auf: www.lifemedicineresort.com

ärztemagazin 26/2012

Besondere Bedeutung haben einerseits aktive Therapien wie Physiotherapie, Wassergymnastik und Trainingstherapie, andererseits die bekannten Gleichenberger Soleanwendungen in Kombination mit UV-Bestrahlungen und die Therapie in einer der modernsten Kältekammern Österreichs. Entspannungs-, Wärme- Massage- und Elektrotherapien sowie die diätologische und psychologische Betreuung komplettieren unser Behandlungsprogramm. Primar Dr. Christian Wiederer, Facharzt für Physikalische Medizin, Professor Dr. Franz Legat, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Primar Dr. Martin Trinker, Facharzt für Innere Medizin und Pulmologie, Allgemeinmediziner und Therapeuten aller relevanten Berufsgruppen bilden Ihr Betreuungsteam. Diese medizinische Kompetenz in einem Umfeld zum Wohlfühlen bildet die Basis Ihres Behandlungserfolges. Zur Optimierung des Therapieerfolges ist es auch möglich, private Gesundheitswochen zu buchen.

Gesundheitspaket für die oberen Atemwege (bei Nasennebenhöhlenentzündungen, HNO-Erkrankungen, Kehlkopf- oder Rachenentzündungen) 8 Tage/7 Nächte inkl. Halbpension Kurärztliche Untersuchung Quellsoleinhalationen in der Kabine Inhalationen mit Gleichenberger Sole am Tisch Lymphdrainagen Atemgymnastik in der Gruppe Trinkkur Eintritt in HEILBAD & SPA Preis pro Person: ab

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Gewichtsreduktion

ohne Diät E

twa 40 Prozent der Erwachsenen sind mit ihrem Körpergewicht unzufrie­ den – mit gutem Grund. Mehr als die Hälfte der männlichen Bevölkerung ist als übergewichtig (43%) oder als adipös (12%) zu bezeichnen, bei den Frauen sind 29 Prozent übergewichtig und 13 Prozent adipös. In absoluten Zahlen sind in Öster­ reich also 860.000 Menschen ab 15 Jahren fettleibig. Zur Bestimmung des Ausmaßes des Übergewichtes wird der Body Mass In­ dex (BMI) herangezogen, der definiert ist als das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Meter. Da­ bei gilt ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 als Normalgewicht, zwischen 25,0 und 29,9 als Übergewicht und ein BMI von 30 und mehr als Adipositas.

Übergewicht – warum? Etwa zu 40 Prozent ist das Übergewicht genetisch bedingt, wobei das Risiko, im Bauchbereich zuzunehmen, in höherem Maße vererbt wird als die unerwünschten Rundungen im Bereich der Hüften. Bereits während der Schwangerschaft wird der Grundstein für spätere Adipositas gelegt. Ist die Mutter nämlich während der frü­ hen Phase der Schwangerschaft überge­ wichtig, haben die Kinder bis zum Schul­ eintritt das doppelte Risiko, ebenso zu viele Kilogramm auf die Waage zu bringen. Es ist daher davon auszugehen, dass etwa 60 bis

80 Prozent des Körpergewichts und der Fettmasse genetisch bedingt sind. Sehr häufig ist der reduzierte Grundumsatz für die Gewichtsproblematik verantwortlich. Ein weiterer Grund ist die Enzymausstat­ tung des Menschen: Übergewichtige besit­ zen besonders viele von jenen Enzymen, die das Nahrungsfett in die Fettzellen ein­ schleusen (Lipoproteinlipasen). Neben Störungen im Essverhalten, die sich unter anderem darin zeigen, dass Übergewichtige oft häufiger und schneller essen, können auch psychologische Gründe für die Adipositas verantwortlich sein, wenn aus Angst, Kummer oder Frustration geges­ sen wird. Weiters benötigt der Körper mit zuneh­ mendem Alter immer weniger Kalorien. So sinkt bereits ab dem 51. Lebensjahr die empfohlene Energiezufuhr pro Tag um 300 Kilokalorien (kcal) bei Frauen und um 400 kcal bei Männern. Neben dem Bewegungsmangel sind es schließlich auch Medikamente, die zu einem höheren Gewicht führen können, wie Antidepressiva, Neuroleptika oder Hormone (Insulin, Kortison, Testosteron, Östrogen). Laut WHO wurden außerdem seit den 1960er­Jahren bis zum Ende des 20. Jahr­ hunderts in den Industrienationen 600 kcal pro Tag und pro Kopf mehr zugeführt, wo­ bei vor allem der Konsum energiedichter Lebensmittel (Fast Food) angestiegen ist.

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Statt Kampf den Kilos mit einseitigen und damit gefährlichen Diäten gibt es weniger aggressive, nachhaltige Pfade zu einem gesunden Gewicht.


m e d i zi n D F P A llge m e inm e dizin

Diät ist oft keine Lösung Steht der Entschluss zur Gewichtsredukti­ on einmal fest, beginnt erst einmal die Su­ che nach einer erfolgversprechenden Diät. Und tatsächlich sind die Anfangsergebnisse zuweilen gut, enden aber in Frustration, wenn nach der Diät das ursprüngliche Ess­ verhalten wieder aufgenommen wird. Zu den häufigsten Gründen, warum Diäten zu Fehlschlägen führen, zählen eine zu einsei­ tige Nahrungsauswahl, zu viele Verbote, unrealistisch hohe Zielsetzungen und eine zu geringe Motivation. Überdies werden persönliche Vorlieben nicht berücksichtigt und häufig ungünstige Zeitpunkte gewählt, zum Beispiel in der belastenden Lebenssi­ tuation einer Trennung. Durch eine einseitige Ernährung ist das Risiko einer Unter­ oder Überversorgung mit einzelnen Nährstoffen verbunden, so wird durch zu wenig Fett der HDL­Choles­ terinspiegel gesenkt und die Abwehr ge­ schwächt, während zu viel Fett, vor allem tierisches Fett, zu einer Erhöhung des LDL­ Cholesterinspiegels führt. Mit einer zu ge­ ringen Eiweißaufnahme besteht die Gefahr des Muskelschwundes, während zu viel Ei­ weiß wiederum die Nieren belastet und Harnsäure und Cholesterinspiegel erhöht. Insgesamt lässt sich sagen, dass bei sehr geringer Energiezufuhr der Körper auf Sparflamme schaltet und die zugeführte Energie besser verwertet wird. So passt sich der Körper an und reduziert den Grund­ umsatz – ein Effekt, der eben gerade ver­ mieden werden sollte. Wird zusätzlich durch eine einseitige Diät wenig Eiweiß zugeführt, kommt es zum Abbau von Mus­ keleiweiß, der Energiebedarf sinkt weiter.

Essen muss gelernt sein Eine Möglichkeit abzunehmen, indem eine Verhaltensmodifikation im Ess­ und Bewe­ gungsverhalten erreicht wird, bietet das Projekt „Schlank ohne Diät (SOD)“, mit dem die Niederösterreichische Gebiets­ krankenkasse in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin der Medizi­ nischen Universität Wien die Vorteile einer kontinuierlichen, langsamen Gewichtsre­ duktion vermitteln kann. Internationale Empfehlungen gehen davon aus, dass ein anhaltender Erfolg mit einer Gewichtsab­ nahme von einem halben Kilo pro Woche am besten erreicht wird.

Wird eine Gewichtsreduktion ernsthaft angestrebt, ist es sinn­ voll, mit dem Führen eines Er­ nährungstagebuches zu begin­ nen, indem nicht nur alle ver­ zehrten Lebensmittel aufgelistet werden, sondern auch die Begleitum­ stände, unter denen sie konsumiert wurden. Motivation und Wille zur Verhaltensän­ derung heißen die ersten Prinzipien auf dem erfolgreichen Weg zur Gewichtsre­ duktion, wobei eine realistische Zielsetzung zu beachten ist. Denn je schneller man ab­ nimmt, desto größer ist auch das Risiko einer raschen Gewichtszunahme. Das Ess­ verhalten sollte möglichst langsam geän­ dert werden, und auf gar keinen Fall radi­ kal. Wesentlich ist das Beibehalten der ei­ genen Geschmacksrichtung, wenn auf Al­ ternativen umgestiegen wird. Stehen statt Kartoffelchips Salzstangen, statt Mayon­ naise Senf, statt Butter Joghurtbutter, statt einem Backhuhn ein Grillhuhn auf dem Speiseplan, können bereits Kalorien einge­ spart werden, ohne die Menge der ver­ zehrten Nahrung einzuschränken. Ein wichtiger Grundsatz ist auch, sich die Lieb­ lingsgerichte nicht vollständig zu versagen, sondern ab und zu bewusst zu genießen. Der Tipp, möglichst viele und dafür klei­ nere Mahlzeiten einzunehmen, ist bei Per­ sonen mit Übergewicht problematisch, da sie nur schwer mit kleinen Portionen aus­ kommen können und die Gefahr besteht, dass aus den geplanten fünf kleinen Ein­ heiten fünf große werden. Wesentliche Grundsätze für das Erler­ nen des richtigen Essens ist die Konzentra­ tion auf die Mahlzeiten, das Essen als Sin­ neswahrnehmung und das langsame Essen. Nur so kann rechtzeitig eine Sättigung si­ gnalisiert werden, denn das Sättigungsge­ fühl tritt erst nach etwa 20 Minuten ein.

Ausreichend Energie Grundsätzlich sollte die Energiezufuhr während der Gewichtsreduk­ tion täglich 500 kcal un­ ter dem Bedarf lie­ gen, allerdings muss eine Mindest­

Motivation und Wille zur Verhaltensänderung sind die obersten Prinzipien

menge an Energie konsumiert werden. So sind für Frauen durchschnitt­ lich 1000 bis 1200 kcal pro Tag erforder­ lich, Männer benötigen 1200 bis 1500 kcal. Die Reduktion, die mit einer Einspa­ rung von 500 kcal pro Tag gelingt, führt zu einer Abnahme von etwa 600 Gramm pro Tag. Ab dem zehnten Tag gehen dann aber nur mehr etwa 80 Gramm verloren, da am Anfang viele Depots geleert werden, unter anderem auch die Glykogenspeicher. Gly­ kogen bindet die vierfache Menge an Was­ ser, sodass der Körper seine Kohlenhydrat­ reserven verliert und Wasser ausscheidet. Ein Schalttag pro Woche kann helfen, wenn bei der Gewichtsabnahme partout nichts mehr weitergeht. Das sind Tage, an denen man zwischen 500 und 800 kcal zu sich nimmt, wobei der Schwerpunkt auf Obst, Kartoffeln oder Reis liegt.

Wie viel Fett darf es sein? Fette liefern doppelt so viel Energie wie Ei­ weiß und Kohlenhydrate und können ohne großen Energieverlust in Körperfett umge­ wandelt werden. Im Unterschied zu Koh­ lenhydraten wird bei einer Mehrzufuhr an Fett auch nicht mehr oxidiert, sondern gleich im Fettdepot gespeichert. Zu viel Fett in der Nahrung bringt Nach­ teile mit sich, 


m e d i zi n D F P A llge m e inm e dizin

Salzstangerl statt Kartoffelchips: Kalorien sparen, ohne die Menge der Nahrung einzuschränken

aber auch ein Zuwenig birgt Risiken, denn Fett ist Träger von fettlöslichen Vitaminen wie A, D, E und K und ist wesentlich für die Bildung von Zellbausteinen. Nach dem chemischen Aufbau der Koh­ lenstoffkette wird zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden als die sogenannten „guten“ Fette bezeichnet, da sie unter anderem wichtige Bestandteile von Zellwänden darstellen und für Nervensystem sowie Gehirn benötigt werden. Weiters werden Omega­3­ und Omega­6­Fette unterschieden. Eine ganz wesentliche Rolle nehmen die Omega­ 3­Fettsäuren ein. Zu ihnen zählen die α­Linolensäure, die in pflanzlichen Pro­ dukten wie Raps­, Lein­, Walnuss­ und So­ jaöl, aber auch in Walnüssen und Leinsa­ men vorkommt, und die langkettigen Fischöle EPA und DHA, die vor allem im Fettgewebe der Meeresfische gespeichert werden. Die langkettigen Fettsäuren beein­ flussen den Triglyceridspiegel, den Blut­ druck und schützen Gefäße und Gehirn. Die empfohlene Menge an Fett richtet sich nach der Energiezufuhr. So sollten höchstens 30 Prozent der Energie aus Fett stammen, bei 2000 kcal sind das 65 Gramm,

Energie durch Kohlenhydrate Bei den Kohlenhydraten werden Monosac­ charide wie Fruktose und Glukose, Disac­ charide wie Saccharose, Laktose und Mal­ tose und Polysaccharide wie Glykogen, Zellulose, Pektin und Inulin unterschieden. Zu den speziellen Aufgaben der Kohlenhy­ drate zählt die Energiebereitstellung für Nerven­ und Gehirnzellen. Gehirn, Nie­ renmark und Erythrozyten decken ihren Energiebedarf fast ausschließlich aus Glu­ kose, wobei es nicht notwendig ist, diesen Zucker zusätzlich zuzuführen, da er ohne­ hin Bestandteil von Di­ und Polysacchari­ den ist. Durch Einfach­ und Zweifachzu­ cker kommt es zu einem raschen Blutzucker­ anstieg, gefolgt von einer massiven Insulin­ ausschüttung. Polysaccharide sind daher vorzuziehen, da sie für die Verwertung erst aufgespalten wer­ den müssen, woraus ein langsamerer Blutzu­ ckeranstieg resultiert. Die Höhe dieses An­ stiegs wird als glykämischer Index bezeich­ net, wobei der glukosebedingte Blutzucker­ anstieg mit 100 angesetzt wird. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (weniger als 55) sind besonders günstig, da sie ein starkes An­ und Absteigen des Insu­

Senf statt Mayonnaise: Auf Lieblingsgerichte nicht vollständig verzichten, sondern ab und zu genießen

Brathuhn statt Backhendl: Die eigene Geschmacksrichtung beim Umstieg auf Alternativen beibehalten

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da ein Gramm Fett 9,3 kcal liefert. Die Fett­ aufnahme sollte zu einem Drittel aus gesät­ tigten Fettsäuren (tierische Fette), zu einem Drittel aus einfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Olivenöl) und zu einem Drittel aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren beste­ hen, wobei das Verhältnis Omega 6 zu Ome­ ga 3 fünf zu eins betragen sollte.

linspiegels verhindern und damit Heißhun­ gerattacken vermieden werden können. Ins­ gesamt sollten etwa 55 bis 60 Prozent der täglichen Nahrungsenergie in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden, wobei stärkehaltige, zusammengesetzte Zucker zu bevorzugen sind, wie sie in Gemüse, Obst oder Vollkornprodukten vorkommen.

Gerüstsubstanz Eiweiß

Körperliche Aktivität

Der Körper benötigt Eiweiß unter anderem als Gerüstsubstanz, als Blut­ und Muskel­ farbstoff. Acht von 20 Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst aufbauen kann. Wird zu wenig Eiweiß zugeführt, muss es aus der Muskulatur mobilisiert werden, wobei mit dem Muskelabbau auch der Energiebe­ darf sinkt. Daher sollten auch während einer Gewichtsreduktion täglich mindestens 50 Gramm hochwertiges Eiweiß in Form von Topfen, fettarmem Fleisch oder Fisch zu sich genommen werden. Ideal ist die Kombinati­ on von tierischen und pflanzlichen Eiweiß­ quellen wie Kartoffeln und Milch oder Mais und Ei. 15 Prozent der Nahrungsenergie sollten aus Eiweiß stammen, davon zwei Drittel aus pflanzlichen und ein Drittel aus tierischen Eiweißquellen. Die empfohlene Eiweißzufuhr für den Erwachsenen beträgt etwa 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht.

Neben der richtigen Ernährung spielt die Bewegung eine zentrale Rolle beim Abneh­ men und beim Halten des Gewichts. Durch die körperliche Aktivität wird der Energie­ verbrauch gesteigert, die Muskelmasse nimmt zu, und der Grundumsatz wird hö­ her. Als gewünschtes Mindestmaß für ein Gesundheitstraining gilt dreimal 30 bis 60 Minuten pro Woche. Um gezielte körperliche Aktivitäten über einen langen Zeitraum verwirklichen zu können, hat sich ein Vierstufenplan als idea­ les Programm gezeigt. Damit ist es mög­ lich, mit der sportlichen Belastung vertraut zu werden, die körperliche Leistungsfähig­ keit aufzubauen und persönliche Zielset­ zungen zu erreichen. In der Stufe eins, dem Trainingseinstieg, geht es um das Erlernen der technischen Fertigkeiten, wobei Belastung und Erho­ lungsphasen einander abwechseln sollen. ärztemagazin 26/2012

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Höchstens 30 Prozent der täglichen Energiezufuhr sollten aus Fettsäuren stammen


Zum Einsteigen eignet sich zum Beispiel Walking über jeweils eine Minute, wobei in jeder Einheit das Walken verlängert wird. Die Dauer dieser Trainingsstufe wird mit vier bis zwölf Wochen veranschlagt. In der zweiten Stufe geht es um die Steigerung der Kraftfähigkeit, die Zunahme der Muskel­ masse und um die Steigerung der Ausdau­ erleistung, wobei drei bis fünf Trainingsein­ heiten pro Woche auf dem Programm ste­ hen. Als Ausdauersportarten kommen Rad­ fahren, Walking, Nordic Walking oder Jogging in Frage. Das Ende der Stufe zwei, nach etwa vier bis 16 Wochen, wäre der ideale Zeitpunkt, um in einen Sportverein einzutreten. In der dritten Trainingsstufe geht es um die Gewichtsreduktion bei Er­ haltung der Muskelmasse. Ein intensives Ausdauertraining, ein Muskelaufbautrai­ ning an Kraftmaschinen und ein Beweg­ lichkeitstraining stehen auf dem Programm. Nach dieser Etappe, die zwischen acht und 20 Wochen dauert, geht es in der letzten Phase um die Erhaltung des Wunschge­ wichtes.

Ziel: Verhaltensänderung In Österreich gibt es bereits ausgebildete Therapeuten, die eine Gewichtsreduktion im Rahmen des Programms „Schlank ohne Diät“ anbieten, wobei sowohl Einzel­ als auch Gruppenberatungen durchgeführt werden. Eine Liste von Ärzten und Thera­ peuten, die dieses Programm durchführen, findet sich auf der Homepage www.sod.at. Ziel sind eine Verhaltensänderung und eine Verbesserung der Selbstkontrolle, da­ mit falsche Essens­ und Bewegungsmuster erkannt und geändert werden. Die Teilneh­ mer werden dazu motiviert, ihre eigenen Strategien zu finden, um mit den kalorien­ trächtigen Verlockungen umzugehen. In einer Einjahreskontrolle zeigte sich, dass 65 Prozent der Teilnehmer an dem Programm eine Gewichtsreduktion von vier Kilo­ gramm beibehalten hatten. n Dieser Text wurde wissenschaftlich geprüft von Univ.-Prof. Dr. Rudolf Schoberberger, Zentrum für Public Health, Institut für Sozialmedizin, Medizinische Universität Wien Redaktion: DDr. Isabella Wessig Ärztlicher Fortbildungsanbieter: Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) Lecture Board: n Dr. Reinhard Dörflinger n Dr. Ingrid Novotna

DFP-Punkte online buchen! Bisher gebuchte Punkte: 5.137.422 Zahl der Fortbildungskonten: 20.713

ärztemagazin 26/2012

Kasu i sti k

„Geradezu fantastisch“ Mit dem Programm „Schlank ohne Diät“ auf dem Weg zum Wunschgewicht.

A

ls Kind war ich eigentlich sehr schlank“, erzählt die 37­jährige Beamtin Ingrid S., „doch dann, mit 22 Jahren, konnte ich mir ein Auto leisten. Durch den Mangel an Be­ wegung nahm ich bald fünf Kilogramm zu.“ Wir können Ingrid S. gleich in mehrere Kategorien einreihen: in die der Rauchent­ wöhnten (weitere fünf Kilo wurde Frau S. stärker, als sie das Rauchen aufgab), in jene der Abendesser (weil das Nachtmahl für sie die einzige fixe Mahlzeit darstellt), und schließlich kann man sie mit Fug und Recht als Zwischendurchesserin bezeichnen. Das tun wir auch, weil ihr Übergewicht – 72 Ki­ logramm, 163 Zentimeter groß – in erster Linie dadurch entstand. Untertags wird alles nebenbei konsu­ miert. Kein Frühstück, kein Mittagessen – nur viele Zwischenmahlzeiten mit Wurst, Käse, Brot, Mehlspeisen und Obst. Gegen Obst wäre allerdings überhaupt nichts ein­ zuwenden. Aber alles zusammen! Ingrid S. liebt es auch, knapp vor dem Schlafengehen noch einen (oder mehrere) Happen zu sich zu nehmen. Dann legt sie sich satt und zu­ frieden nieder und hat wieder etwas zuge­ nommen. In den Fußstapfen der Eltern Ingrid S. hat abgesehen von einer Appen­ dektomie und einer Tonsillektomie in der Kindheit keine Vorerkrankungen. Ihre Blutdruckwerte liegen zwischen 130/80 und 140/85, das aktuelle Labor zeigt eine Hypercholesterinämie. Dabei liegt das Ge­ samtcholesterin bei 295 mg/dl, das HDL­ Cholesterin beträgt 85 mg/dl, das LDL 184 mg/dl und der Cholesterin/HDL­Quotient 3,5. Nüchternglukosewert und HbA1c be­ finden sich im Normbereich, aber Frau S. zeigt sich besorgt wegen der Familienana­ mnese. Beide Eltern sind stark übergewich­ tig, beide an Typ­II­Diabetes erkrankt, be­ nötigen Antihypertensiva und Statine. Sie hat Angst, ebenfalls ein metabolisches Syn­ drom zu entwickeln, und beschließt nach einem ausführlichen Gespräch mit dem betreuenden Hausarzt, ihre Probleme mit einer Lifestyle­Modifikation in den Griff zu bekommen. Diätenwahn Und es ist nicht das erste Mal, dass sie an den Rundungen an den unpassendsten Stel­ len etwas zu ändern versucht. In den ver­ gangenen Jahren hat sie immer wieder Di­ äten ausprobiert – das Ergebnis war nach anfänglichen Erfolgen aber gleichbleibend, nämlich ernüchternd. Das Gewicht zeigte

nach kürzester Zeit wieder den Ausgangs­ wert, einige Male lag es sogar höher. Also entschließt sie sich, diesmal ohne Diät schlank zu werden. Frau S. überlegt, sich einer Gruppe anzuschließen, weiß aber aus langjähriger Erfahrung, dass sie Kurse und regelmäßige Treffen aufgrund ihrer starken beruflichen Belastung meist nur über einen kurzen Zeitraum besuchen kann und zieht daher vor, das „Schlank ohne Diät“­Programm selbständig durchzufüh­ ren. Dazu nützt sie sowohl das Arbeitsbuch als auch die Internetseite. Regelmäßige Mahlzeiten Die einschneidendste und schwierigste Ver­ haltensänderung stellt das Einhalten regel­ mäßiger Mahlzeiten dar. Aber gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, der meist selbst ohne Frühstück in die Arbeit eilt, plant sie morgens eine halbe Stunde für ein ausgiebiges Frühstück ein. In ihrem Büro findet sie eine Leidensge­ fährtin, die ebenfalls bereits seit längerem eine Gewichtsreduktion plant. Die beiden räumen kurzerhand die Naschlade aus und machen einen Großeinkauf. Getrocknete Apfelringe und Reiscracker verdrängen nun Schokokekse und Gummibärli von ihrem angestammten Platz. Statt Wurstbroten zwischendurch besorgen sich die Kolle­ ginnen Essensbons für die Kantine und entscheiden sich zumindest ab und zu für das Naturkostmenü. Immer geht es nicht, denn Hirseauflauf kann ihrer Ansicht nach nur schwer mit einem Zwiebelrostbraten konkurrieren. Auf Wurst und Käse zum Abendbrot möchte Frau S. nicht ganz verzichten, sie greift aber vorwiegend zu Putenwurst und fettreduzierten Käsesorten. Außerdem be­ ginnt sie, spezielle Kräutertopfen zu „kom­ ponieren“, und ein Teller mit Rohkost zum Knabbern wird ihr bald unentbehrlich. Als spezielles Trainingsprogramm entschließt sie sich zu Nordic Walking und einmal in der Woche zu einem Besuch im Hallenbad. Nah am Wunschgewicht Es ist geradezu fantastisch, wie rasch das Körpergewicht von Frau S. durch Umstel­ lung bei den Zwischenmahlzeiten und dem regelmäßigen körperlichen Training weniger wurde. Kaum zehn Wochen nach der „Bekehrung“ wiegt sie nur mehr 63 Kilogramm – und peilt nun ihr Wunsch­ gewicht von 62 Kilogramm an. Das kann bei ihrem Tempo doch nur eine Frage von Tagen sein. n 21


DFP-Literaturstudium im ärztemagazin n So machen Sie mit: Entsprechend den Richtlinien der ÖÄK finden Sie im Anschluss an den Fortbildungsartikel Multiple-Choice-Fragen. Eine Frage gilt dann als richtig beantwortet, wenn Sie von den vorgegebenen Antworten alle richtigen angekreuzt haben. Für eine positive Bewertung ist erforderlich, dass Sie 4 der insgesamt 6 Fragen richtig beantworten. n Zwei DFP-Fachpunkte werden bei positiver Bewertung angerechnet. n Fax & Post: Schicken Sie diese Seite bitte per Fax (01/546 00-730) oder Post an: ärztemagazin-Redaktion, Forum Schönbrunn, Grünbergstraße 15, 1120 Wien n Internet: Fortbildungsartikel und Test stehen hier noch zwei Jahre zur Verfügung. Die Links dazu finden Sie unter www.aerztemagazin.at oder auf www.meindfp.at der „österreichischen akademie der ärzte“. n Einsendeschluss: 3. Dezember 2012 (gilt für Fax u. Post)

n Teilnahmebestätigung per E-Mail! Ihre Teilnahmebestätigung ist auf www.meindfp.at unter „Meine Statistik“ downloadbar, wenn Sie ein Fortbildungskonto haben und den Test online gemacht haben. So Sie per Post oder Fax mitgemacht haben, wird Ihnen die Bestätigung per E-Mail zugeschickt. Für den Bearbeitungszeitraum von zirka 8 Wochen ab Einsendeschluss bitten wir um Verständnis, da Ihre Antworten erst in den Computer eingegeben werden müssen. n Die richtigen Lösungen werden nach Einsendeschluss auf Wunsch an alle Teilnehmer per E-Mail zugesandt. Zusendungen per Post können Sie unter Angabe Ihres Namens, des DFP-Themas und der jeweiligen ärztemagazin-Ausgabe bei dfp@aerztemagazin.at anfordern.

OK

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DFP „Gewichtsreduktion ohne Diät – Nachhaltig zu gesundem Gewicht“ – ärztemagazin 26/12 (Die Anzahl der richtigen Antworten ist in Klammern angegeben.)

1) Was ist hinsichtlich der Epidemiologie der Adipositas zu sagen (3 Richtige): a) 43 Prozent der Frauen in Österreich sind übergewichtig und 12 Prozent adipös. b) Mehr als 40 Prozent der Erwachsenen sind mit ihrem Körpergewicht unzufrieden. c) Bei einem BMI von mehr als 25 wird von Adipositas gesprochen. d) In Österreich sind 860.000 Menschen ab 15 Jahren fettleibig. e) Der Body Mass Index wird definiert als das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Meter.

    

2) Als Ursachen für die Adipositas gelten (3 Richtige): a) Übergewicht ist mindestens zu einem Drittel genetisch bedingt.  b) Häufig ist der reduzierte Grundumsatz für die Gewichtsproblematik verantwortlich.  c) Antidepressiva, Neuroleptika oder Hormonpräparate können zu einem höheren Gewicht führen.  d) Übergewichtige haben einen Mangel an Lipoproteinlipase.  e) Ab dem 70. Lebensjahr sinkt die Energiezufuhr bei Männern um 400 kcal und bei Frauen um 300 kcal.  3) Zur Energiezufuhr während einer Gewichtsreduktion ist zu sagen (3 Richtige): a) Die Energiezufuhr während der Gewichtsreduktion sollte 500 kcal unter dem Bedarf liegen.  b) Für Frauen sind durchschnittlich 1500 bis 2000 kcal erforderlich.  c) Eine Reduktion mit einer Einsparung von 500 kcal pro Tag führt anfänglich zu einer Abnahme von 80 g pro Tag. Ab dem 10. Tag geht mehr Gewicht verloren.  d) Ein Schalttag pro Woche kann helfen, wenn bei der Gewichtsabnahme partout nichts mehr weitergeht.  e) An Schalttagen werden zwischen 500 und 800 kcal zu sich genommen.  4) Für die Fettaufnahme gilt (3 Richtige): a) Die gesättigten Fettsäuren werden als die sogenannten „guten“ Fette bezeichnet. b) Zu den Omega-3-Fettsäuren zählt die α-Linolensäure, die u.a. in Raps-, Lein- und Sojaöl vorkommt.

Bitte gut leserlich ausfüllen und E-Mail-Adresse angeben: Name

6) Für die Verhaltensänderung gilt (3 Richtige): a) Übergewichtige Personen sollten möglichst viele und dafür kleinere Mahlzeiten einnehmen.  b) Wesentlich ist das Beibehalten der eigenen Geschmacksrichtung, wenn auf Alternativen umgestiegen wird.  c) Das Essverhalten sollte möglichst schnell geändert werden, um eine rasche Gewichtsreduktion bewirken zu können.  d) Durch körperliche Aktivität wird der Energieverbrauch gesteigert und der Grundumsatz höher.  e) Durch langsames Essen kann rechtzeitig eine Sättigung signalisiert werden. 

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Sie haben ein DFP-Fortbildungskonto?  Ja – dann buchen wir Ihre DFP-Punkte automatisch! Dazu brauchen wir Ihre ÖÄK-Arztnummer und E-Mail-Adresse:

 51–60

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 Nein – ich möchte meine Teilnahmebestätigung per Post erhalten:  per Mail erhalten: 

E-Mail

 Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin  Facharzt/Fachärztin für  Ich besitze ein gültiges DFP-Diplom Altersgruppe  < 30  31–40  41–50

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5) Zur Aufnahme von Eiweiß und Kohlenhydraten ist zu sagen (3 Richtige): a) Während einer Gewichtsreduktion sollten mindestens 50 g hochwertiges Eiweiß zu sich genommen werden.  b) 30 Prozent der Nahrungsenergie sollte aus Eiweiß stammen.  c) Durch Einfach- und Zweifachzucker kommt es zu einem raschen Blutzuckeranstieg, daher sind Polysaccharide vorzuziehen.  d) Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (<55) sind besonders günstig.  e) Insgesamt sollten maximal 40 Prozent der täglichen Nahrungsenergie in Form von Kohlenhydraten zugeführt werden. 

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Anschrift

PLZ/Ort

c) Die langkettigen Fettsäuren beeinflussen den Triglyceridspiegel, den Blutdruck und schützen Gefäße und Gehirn.  d) Höchstens 10 Prozent der Energie sollte aus Fett stammen.  e) Die Fettaufnahme sollte zu einem Drittel aus gesättigten Fettsäuren, zu einem Drittel aus einfach ungesättigten Fettsäuren und zu einem Drittel aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. 


P ro d u kte & Akti o n en me d i zi n

Calcium-Vitamin D3 Kwizda

Neues, speziell dosiertes Präparat in der Osteoporose-Therapie

Fachkurzinformation siehe unten

Ä

ltere Menschen, die eine osteoporotische Fraktur erleiden, weisen häufig niedrige Vitamin-D-Plasmaspiegel auf. Bei rund 80 Prozent dieser Patienten liegt das 25-Hydroxy-Vitamin-D unter 20ng/ml. „Aufgrund dieser Befunde wurde das Konzept der VitaminD-Insuffizienz geboren – nach wie vor ein theoretisches Konzept“, meint Prim. Dr. Peter Bernecker, Geriatriezentrum Baumgarten, Wien, am diesjährigen Osteoporose-Forum in St. Wolfgang. Dieses Konzept besagt, dass Werte zwischen 30 und 12ng/ml 25-HydroxyVitamin-D (25(OH)D) insofern problematisch sind, als sie zu einer verringerten Kalziumresorption aus dem Darm führen. In diesem Bereich solle man also von einer Insuffizienz sprechen, während die manifeste Defizienz erst unter einem Plasmaspiegel von 12ng/ml beginnt. Daraufhin stellte Bernecker im Rahmen seines Vortrages „Vitamin D für Patienten mit etablierter Osteoporose – wie viel ist genug“ als Basis zur Osteoporose-Therapie einen Vitamin-D-Serumspiegel von >24ng/ml – gemessen als 25(OH)D – vor. Um diesen zu erreichen, präsentierte er einen Vorschlag für ein „Vier-Wochen-Vitamin-D-Substitutionsschema“: Bei einem Spiegel unter 12ng/ml empfiehlt er die Verabreichung von 25.000 IE wöchentlich, zwischen 12 und 24ng/ml 17.000 IE wöchentlich und über 24ng/ml 12.000 I.E. wöchentlich. Zur Erhaltung des genannten Blutspiegels dient die tägliche Dosis von 1.000 bis 1.200 I.E. Vitamin D pro Tag.1) Die Bestrebungen von Osteoporose-Spezialisten, Gynäkologen und praktischen Ärzten gehen in der Osteoporose-Therapie in die Richtung, mehr Vitamin D3 und ausreichend, aber nicht zu viel Calcium einzusetzen. Daraus ist in der Entwicklungsabteilung von Kwizda Pharma ein innovatives Calcium-Vitamin-D3-Präparat entstanden. Dieses enthält die – auch im Vortrag von Bernecker – geforderte erhöhte Menge von 1.000 I.E. Vitamin D3 (=25µg) und 500mg Calcium2) pro Tablette.3) Der Mehrbedarf von OsteoporosePatienten an Calcium und Vitamin D3 wird – neben einer ausgewogenen Ernährung – optimal durch die einmal tägliche und somit Compliance-fördernde Einnahme der Tablette unterstützt. Um die Therapietreue zusätzlich zu verbessern, wurde „Calcium-Vitamin D3 Kwizda“ in eine besondere galenische Form gebracht: Die innovative Tablette mit Orangengeschmack ermöglicht den Patienten je nach Präferenz selbst zu entscheiden, ob sie diese kauen oder lieber schlucken wollen. Zudem erleichtern die handliche Packungsabmessung sowie die einfache Einmalgabe pro Tag kostengünstig den Therapiealltag der Patienten. Seit Jahresbeginn 2012 sind die neuen „Calcium-Vitamin D3 Kwizda“-Tabletten zum Schlucken oder Kauen als Supplement der Alendronsäure INTerpharm beigepackt. 1) 20. Osteoporose-Forum St. Wolfgang, Satellitensymposium Prim. Dr. Peter Bernecker, 10. Mai 2012; 2) additiv zu dem mit der Nahrung aufgenommenen Calcium, 3) Holick MF et al. J Clin Endocrinol Metab. 2011;96(7):1911–1930

Ator valan ®

Entscheidend ist die Zielwert-Erreichung

Atorvalan®-Fachinformationen (Stand April 2012)

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ardiovaskuläre Erkrankungen tragen wesentlich zur Morbidität und Mortalität in Europa bei. Aufgrund seiner hohen Assoziation mit der kardiovaskulären Mortalität gilt die Reduktion des Low-Density-Lipoprotein-Cholesterins (LDL-C) als primäres Ziel der lipidsenkenden Therapie. In 20 österreichischen Abteilungen für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Kardiologie oder Diabetes/Stoffwechselerkrankungen wurden zwischen Juli 2006 und Februar 2007 Lipidprofile und Therapiestatus von Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko erfasst und in Bezug auf eine lipidsenkende Therapie nachbeobachtet. Von 9.152 Patienten wiesen 6.838 ein sehr hohes Risiko (Risikogruppe 1) mit einem LDL-C von 99±38mg/dl und 2.314 ein hohes kardiovaskuläres Risiko (Risikogruppe 2) mit einem LDL-C von 108±39mg/dl auf. Von den 4.886 Statinbehandelten Patienten erreichten 48 Prozent nicht das Therapieziel für Risikogruppe 1 (LDL-C <70mg/dl) bzw. für Risikogruppe 2 (LDL-C <100mg/dl). Dennoch wurde bei 68 Prozent dieser Patienten die Therapie nicht adaptiert. In der Gruppe der 4.266 medikamentös nicht vorbehandelten Patienten verfehlten 62 Prozent ihr LDL-C-Ziel, wobei 1.555 dieser Patienten (58 Prozent) trotz Betreuung in einem Zentrum weiterhin unbehandelt blieben. Angesichts einheitlicher nationaler und internationaler Leitlinien bestehen für die klinische Praxis in Österreich weiterhin große Möglichkeiten zur Intensivierung der LDL-C-Senkung zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse bei Risikopatienten. Atorvastatin senkt die LDL-Produktion und die Anzahl von LDL-Teilchen. Atorvastatin bewirkt einen tiefgreifenden und langanhaltenden Anstieg der LDL-Rezeptor-Aktivität, verbunden mit einer günstigen Veränderung in der Qualität der zirkulierenden LDL-Partikel. In einer DosisWirkungsstudie konnte gezeigt werden, dass Atorvastatin zu einer Erniedrigung der Konzentration von LDL-Cholesterin bis minus 61 Prozent führt. Atorvalan®-Filmtabletten sind laktosefrei und zuckerfrei und können ab 1. November 2012 IND-befreit aus der Grünen Box verordnet werden. Die Teilbarkeit der Atorvalan®-Filmtabletten (20mg, 40mg und 80mg) ermöglicht erstmals eine besonders ökonomische Verfügbarkeit dieses hochpotenten Cholesterinsenkers.

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Quellen: FachinformationenAtorvalan 10 mg/20 mg*)/40 mg*)/80 mg*) - Filmtabletten (Stand April 2012)

Weitere Informationen & Referenzen: Dr. Hugo Leodolter G.L. Pharma GmbH Arnethg. 3, 1160 Wien Tel.: 01/485 35 05-170 Fax: 01/485 35 05-393 E-Mail: hugo.leodolter@gl-pharma.at

fac h ku rz i nfor ma t i o n 1. Bezeichnung des Arzneimittels: Alendronsäure „Interpharm“ 70 mg einmal wöchentlich-Tabletten. 2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Tablette enthält 70 mg Alendronsäure (als Natriumalendronat-Trihydrat). Jede Tablette enthält 142.64 mg Lactose-Monohydrat. 4.1. Anwendungsgebiete: Therapie der postmenopausalen Osteoporose. Alendronsäure vermindert das Risiko für Wirbel- und Hüftfrakturen. 4.3. Gegenanzeigen: • Erkrankungen des Ösophagus und andere Faktoren, welche die ösophageale Entleerung verzögern, wie Strikturen oder Achalasie. • Unfähigkeit, für mindestens 30 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen. • Überempfindlichkeit gegenüber Alendronsäure oder einem der sonstigen Bestandteile. • Hypokalzämie. Liste der sonstigen Bestandteile: Mikrokristalline Zellulose, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat. Inhaber der Zulassung: Interpharm ProduktionsgmbH, 1160 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen, Bisphosphonate. ATC-Code: M05BA04. Stand der Information: 09/2012. Weitere Informationen zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen, Überdosierung entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation.

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m e d i zi n Pro d u kte & A kt ione n

Marienschwestern

Mehr als Wellness – Privatkuren mit Sinn seit 1911 ie heißt es so schön: Die Zeit heilt alle Wunden. Aber gerade diesen wichtigen Heilungsfaktor gibt es nicht auf Rezept. Dafür ist „Zeit schenken“ und „Zeit haben“ eine Selbstverständlichkeit in den Kneipp Traditionshäusern der Marienschwestern Aspach, Bad Mühllacken und Bad Kreuzen. Die Aufmerksamkeit des Ärzte- und Therapeuten-Teams sowie die Zeit, die Mitarbeiter und Marienschwestern dem Gast widmen, helfen, im Alltag verloren gegangene Werte wiederzufinden und in ein sinnerfülltes, gesundes Leben zurückzukehren. Gerade in unserer Zeit kann Kneippen mit seinem Ansatz der Selbstverantwortung und Eigenvorsorge einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung und damit zur Erhaltung von Gesundheit und Lebensfreude leisten. Aufbauend auf den fünf Kneipp-Säulen haben alle drei Kneipp Traditionshäuser ihr medizinisches Kurangebot schwerpunktmäßig erweitert und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. Aspach bietet mit der Regenerationskur eine wahre Verbesserung der Lebensqualität Burnout-gefährdeter Menschen an. Im ersten Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin in Bad Kreuzen befassen sich die Ärzte damit, die beseelte, wesensgerechte Heilkunst früherer Generationen in Beachtung und Einbindung der modernen Entwicklung für die Gäste von heute sinnvoll zu gestalten. Bad Mühllacken, Spezialist für Fasten, bewusste Ernährung und Gewichtsbalance, bietet beste Unterstützung bei nachhaltiger Gewichtsreduktion, bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie zur kompletten Darmsanierung an.

Nähere Informationen: Kneipp Kurbetriebe der Marienschwestern Aspach - Bad Kreuzen - Bad Mühllacken, Tel.: 05/99 22, E-Mail: info@marienschwestern.at, www.kneippen.at

fac h ku rz i nfor ma t i o n Atorvastatin 1A Pharma 10/ 20/ 40/ 80 mg – Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Atorvastatin 1A Pharma 10/ 20/ 40/ 80 mg - Filmtablette enthält 10/ 20/ 40/ 80 mg Atorvastatin als Atorvastatin-Calcium. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, HMG-CoAReduktasehemmer. ATC-Code: C10AA05. Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie: Die Anwendung von Atorvastatin 1A Pharma ist zusätzlich zu einer Diät, zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apo-Lipoprotein-B- und Triglyzeridspiegel angezeigt, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ IIa und IIb nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erzielen. Atorvastatin 1A Pharma ist auch zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie angezeigt - entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z.B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind. Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen: Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren. Gegenanzeigen: Atorvastatin 1A Pharma ist kontraindiziert bei Patienten: mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels; mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der Serumtransaminasen auf mehr als das 3fache des oberen Normalwertes; in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeignete Verhütungsmethode anwenden. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Natriumdodecylsulfat, Mikrokristalline Cellulose, Hochdisperses Siliciumdioxid, Vorverkleisterte Stärke (Mais), Trometamol, Eisenoxid gelb (E 172), Magnesiumstearat, Talkum, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A). Filmüberzug: Carmellose-Natrium, Glycerol, Trometamol, Natriumdodecylsulfat, Hydroxyethylcellulose. Inhaber der Zulassung: 1A Pharma GmbH, A-1020 Wien, Österreich. Verschreibungs-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Mai 2012. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten, sowie Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Candesartan 1A Pharma 4/ 8/ 16/ 32 mg – Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Tablette enthält 4/ 8/ 16/ 32 mg Candesartancilexetil. Sonstiger Bestandteil: Jede Tablette enthält 73,94/ 69,57/ 139,14/ 278,27 mg LactoseMonohydrat. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein. ATC-Code: C09C A06. Anwendungsgebiete: Candesartan 1A Pharma ist angezeigt zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen; zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Herzinsuffizienz und eingeschränkter linksventrikulärer systolischer Funktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤40%) zusätzlich zu einer Behandlung mit Angiotensin Converting Enzyme (ACE)-Hemmern oder wenn ACE-Hemmer nicht toleriert werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Candesartancilexetil oder einen der sonstigen Bestandteile. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Liste der sonstigen Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K-30, Carrageen, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Eisenoxid rot (E172) (nur 8, 16 und 32 mg Tabletten), Titandioxid (E171) (nur 8, 16 und 32 mg Tabletten). Inhaber der Zulassung: 1A Pharma GmbH, A-1020 Wien, Österreich. Verschreibungs-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Dezember 2010. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten, sowie Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Candesartan/HCT 1A Pharma 8 mg/12,5 mg – Tabletten, Candesartan/HCT 1A Pharma 16 mg/12,5 mg – Tabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Candesartan/HCT 1A Pharma 8 mg/12,5 mg – Tabletten: 1 Tablette enthält 8 mg Candesartancilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 84 mg Lactose-Monohydrat. Candesartan/HCT 1A Pharma 16 mg/12,5 mg – Tabletten: 1 Tablette enthält 16 mg Candesartancilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 76 mg Lactose-Monohydrat. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten + Diuretika. ATC-Code: C09DA06. Anwendungsgebiete: Candesartan/HCT 1A Pharma ist angezeigt zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartancilexetil- oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Sulfonamid-abgeleitete Wirkstoffe. Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid-abgeleiteter Wirkstoff. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min/1,73 m2 KO). Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Therapieresistente Hypokaliämie und Hyperkalzämie. Gicht. Liste der sonstigen Bestandteile: Candesartan/HCT 1A Pharma 8 mg/12,5 mg – Tabletten: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K-30, Carrageen, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich] Candesartan/HCT 1A Pharma 16 mg/12,5 mg – Tabletten: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K-30, Carrageen, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid gelb (E172). Inhaber der Zulassung: 1A Pharma GmbH, A-1020 Wien, Österreich. Verschreibungs-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Juni 2011. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten, sowie Angaben zu Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Pram 10 mg-Filmtabletten, Pram 20 mg-Filmtabletten, Pram 40 mg-Filmtabletten. Zusammensetzung: Eine Filmtablette enthält 10/20/40 mg Citalopram als Hydrobromid. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mannitol, mikrokristalline Zellulose, hochdisperses Siliziumdioxid, Magnesiumstearat. Filmüberzug: Hypromellose, Titandioxid E 171, Macrogol 6000. Anwendungsgebiete: Depressive Störungen und Zustände verschiedenen Schweregrades, verschiedener Ätiologie und Symptomatologie auch im höheren Lebensalter (Altersdepression) sowie die Vermeidung von Rückfällen/Rezidiven. Depressive Verstimmungen bei dementiellen Störungen. Angst- und Panikstörungen, Phobien, Panikattacken mit oder ohne Agoraphobie. Zwangsstörungen (OCD = Obsessive Compulsive Disorder). Gegenanzeigen: • Überempfindlichkeit gegen Citalopram oder einen der sonstigen Bestandteile. • Gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern. • Patienten mit bekannter QT-Intervall-Verlängerung oder angeborenem „Long-QT-Syndrom“. • Gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidepressiva, Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-hemmer; ATC-Code: N06AB04. Inhaber der Zulassung: G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach. Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Packungsgrößen: 14 und 28 Stück. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, ADA_Infoblatt 11.02.2005 11:14 Uhr Seite 1 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie Angaben über Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte den veröffentlichten Fachinformationen!

ÖÄK-Diplomlehrgang Geriatrie 2012/13 Seminar 1 2 3 4

ÖÄK-Diplomlehrgang 2012/13 Seminar ÖÄK Diplomlehrgang 2012/13 30. November/1. Dezember 2012 – Wien 5 7./8. Juni 2013 – Bad Ischl 18./19. Jänner 2013 – Wien 6 13./14. September 2013 (Palliativ) – Mauerbach/Wien 15./16. März 2013 (Gerontopsychiatrie) – Linz 7 18./19. Oktober 2013 – Graz 26./27. April 2013 (Neurogeriatrie) – Salzburg 8 22./23. November 2013 – Seggau/Stmk.

www.arztakademie.at

Nähere Informationen und Anmeldung unter www.arztakademie.at/ geriatrie-lehrgang

Lehrgangsgebühr: Einmalige Zahlung nach Zusendung der Anmeldebestätigung EUR 2.395,– Kontakt: österreichische akademie der ärzte, c/o Medizin Akademie, Grünbergstraße 15, 1120 Wien, Seminarorganisation: Michaela Schwarz, Tel.: 01/54 600-552, geriatrie@arztakademie.at, www.arztakademie.at

Foto: Erber für Marienschwestern

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Gesu n d h eit & Ku r p ro mot i o n

Waldviertel: höchste Gesundheitskompetenz Intakte Umwelt, ein leichtes Reizklima und das natürlich vorkommende Heilmoor machen das Waldviertel zu einer der gesündesten Regionen Österreichs, die damit das ideale Umfeld für Gesundheits- und Kururlaube bietet.

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ine ganze Reihe renommierter Gesundheitsbetriebe findet sich im Waldviertel. Das Leistungsspektrum ist umfangreich: das Angebot reicht von Lebensstilmedizin, Sportmedizin und Prävention bis hin zur Psychosomatik und Sinnfindung. Hohe Qualitätsstandards und medizinische Kompetenz sowie bestens ausgebildetes Personal sorgen bei den Waldviertler Gesundheitsspezialisten dafür, dass jeder einzelne Gast individuell und erstklassig betreut wird! Nähere Informationen finden Sie auch unter: www.waldviertel.at/gesundheit

Fotos: Xundheitswelt. Herz-Kreislauf-Zentrum Großgerungs

Die Waldviertler Gesundheits-Spezialisten – Kernkompetenzen und Angebote auf einen Blick Xundheitswelt Moorheilbad Harbach Kurzentrum, orthopädische und Sport-Rehabilitation, Wirbel-säulen-, Lebensstil- sowie Lauf- und Bewegungszentrum. www.moorheilbad-harbach.at

la pura women’s health resort kamptal Ganzheitliche Frauenmedizin – das erste Gesundheitsresort in Österreich exklusiv für die Frau, Schwerpunkte: Schönheit – Bewegung – Ernährung. www.lapura.at

Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs Therapie von chronischen Herz-Krankheiten, Rehabilitation nach akutmedizinischen Interventionen, Präventionsmaßnahmen sowie Unterstützung bei der psychischen Bewältigung der Herzerkrankung. www.herz-kreislauf.at

Moorbad Großpertholz Moorpackungen und -bäder zur Behandlung bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, bei degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen, Nervenerkrankungen sowie bei Muskelerkrankungen. www.moorbad-grosspertholz.at

Kloster Pernegg Klassisches Klosterfasten, Themenfastenkurse mit Golf, Tanzen, Singen u.v.m., aber auch Basenfasten, Ayurvedafasten sowie Fasten nach Hildegard von Bingen. www.klosterpernegg.at

Lebens.Resort Ottenschlag Rehabilitation bei psychischen Störungen und Stoffwechsel-erkrankungen, Burnout-Prävention, Lebensstil-Medizin sowie Gender-Medizin. www.lebensresort.at

Gesundheitshotel Klosterberg Heilfasten inklusive Kreativprogramm mit Gymnastik, geführten Wanderungen, Ernährungsberatung u.v.m. www.klosterberg.at

Kurzentrum Bad Traunstein Kurzentrum für Stütz- & Bewegungsapparat und Behandlung des rheumatischen Formenkreises, Schwerpunkt auf Moortherapien. www.kurzentrum.com/badtraunstein

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Kurhotel Leonardo - Nondorf bei Hoheneich Behandlung von chronischen Wirbelsäulenund Gelenkerkrankungen, Kontrakturen nach Verletzungen bzw. nach orthopädischen und unfallchirurgischen Operationen und Arthrosen des gesamten Bewegungsapparates. www.kurhotel-leonardo.at

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Atorvalan 10 mg-Tabletten, Atorvalan 20 mg-Tabletten, Atorvalan 40 mg-Tabletten, Atorvalan 80 mg-Tabletten. Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 10 mg, 20 mg, 40 mg bzw. 80 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Calcium). Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, wasserfreies Natriumcarbonat, Maltose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat. Tablettenüberzug: Hypromellose, Hydroxypropylcellulose, Triethylcitrat, Polysorbat 80, Titandioxid (E 171). Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie: Die Anwendung von Atorvalan ist zusätzlich zu einer Diät angezeigt zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apolipoprotein B- und Triglyzeridspiegel bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab zehn Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ II a und II b nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erbringen. Atorvalan ist auch zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Erwachsenen mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie angezeigt – entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z.B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind. Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen: Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei erwachsenen Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren. Gegenanzeigen: Atorvalan ist kontraindiziert bei Patienten • mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, • mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der Serumtransaminasen auf mehr als das 3fache des oberen Normalwertes, • mit Myopathie, • in der Schwangerschaft, • während der Stillzeit, • bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeigneten Verhütungsmethoden anwenden. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktasehemmer. ATC-Code: C10AA05. Inhaber der Zulassung: G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach. Verschreibungspflicht/ Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Packungsgrößen: 30 Stück. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie Angaben über Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte den veröffentlichten Fachinformationen! Candesartan ratiopharm 4 mg-, 8 mg-, 16 mg- und 32 mg-Tabletten. Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 4 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 32 mg Candesartan Cilexetil. Jede Tablette enthält 133,80 mg Lactose-Monohydrat. Jede Tablette enthält 129, 80 mg Lactose-Monohydrat. Jede Tablette enthält 121,80 mg Lactose-Monohydrat. Jede Tablette enthält 243,60 mg Lactose-Monohydrat. Anwendungsgebiete: Candesartan ratiopharm ist angezeigt zur: Behandlung der essenziellen Hypertonie bei Erwachsenen. Behandlung von erwachsenen Patienten mit Herzinsuffizienz und eingeschränkter linksventrikulärer systolischer Funktion (linksventrikuläre Ejektionsfraktion ≤ 40 %) zusätzlich zu einer Behandlung mit Angiotensin Converting Enzyme (ACE)-Hemmern oder wenn ACE-Hemmer nicht toleriert werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Candesartan Cilexetil oder einem der sonstigen Bestandteile. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten, rein, ATC-Code: C09CA06. Liste der sonstigen Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat, Triethylcitrat. Art und Inhalt des Behältnisses: PVC-PVDC/ Alu-Blisterpackungen. Packungsgrößen: 7, 10,14, 28, 30, 56, 70, 90, 98 Tabletten. Duma Twist-off HDPE-Flaschen mit PP-Verschluss. Packungsgrößen: 100, 250 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Verfügbare Packungsgrößen in Österreich: 10 und 30 Stück. Inhaber der Zulassung: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, Albert-Schweitzer-Gasse 3, A-1140 Wien, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: 01/2012. Candesartan/HCT ratiopharm 8 mg/12,5 mg Tabletten; Candesartan/HCT ratiopharm 16 mg/12,5 mg Tabletten. Zusammensetzung: Candesartan/HCT ratiopharm 8 mg/12,5 mg Tabletten. Jede Tablette enthält 8 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 117,30 mg Lactose-Monohydrat. Candesartan/HCT ratiopharm 16 mg/12,5 mg Tabletten. Jede Tablette enthält 16 mg Candesartan Cilexetil und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Jede Tablette enthält 109,30 mg Lactose-Monohydrat. Anwendungsgebiete: Candesartan/HCT ratiopharm ist angezeigt zur: Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit einer Candesartan Cilexetil- oder Hydrochlorothiazid-Monotherapie nicht optimal kontrolliert werden kann. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile oder gegen Sulfonamid-abgeleitete Wirkstoffe. Hydrochlorothiazid ist ein Sulfonamid-abgeleiteter Wirkstoff. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester. Schwere Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min/1,73 m2 KO). Schwere Einschränkung der Leberfunktion und/oder Cholestase. Therapieresistente Hypokaliämie und Hyperkalzämie. Gicht. Pharmakotherapeutische Gruppe: Angiotensin-II-Antagonisten und Diuretika, ATC-Code: C09DA06. Liste der sonstigen Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Hydroxypropylcellulose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat, Triethyl-Citrat. Art und Inhalt des Behältnisses: PVC-PVDC-/Alu-Blisterpackung. Packungsgrößen: 7, 10, 14, 28, 30, 56, 70, 90, 98 Tabletten. Duma Twist-off HDPE Flaschen mit PP-Verschluss. Packungsgrößen: 100 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Verfügbare Packungsgrößen in Österreich: 30 Stück. Inhaber der Zulassung: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, Albert-Schweitzer-Gasse 3, A-1140 Wien, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: 01/2012. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Concor 5 mg - Filmtabletten, Concor 10 mg - Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Concor 5 mg - Filmtablette enthält 5 mg Bisoprolol Hemifumarat. Concor 10 mg - Filmtablette enthält 10 mg Bisoprolol Hemifumarat. Anwendungsgebiete: Essentielle Hypertonie, Angina pectoris. Gegenanzeigen: Bisoprolol darf nicht angewendet werden bei: - bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Bisoprolol oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates - akuter Herzinsuffizienz oder während einer Dekompensation der Herzinsuffizienz, die eine i.v.-Therapie mit inotropen Substanzen erfordert. - kardiogenem Schock - AV-Block II. oder III. Grades (ohne Herzschrittmacher) - Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom) - sinuatrialem Block - symptomatische Bradykardie - symptomatische Hypotonie - schwerem Asthma bronchiale oder schwerer chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankung - Spätstadien der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder Raynaud-Syndrom - unbehandeltem Phäochromocytom - metabolischer Azidose. Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektive Betarezeptorenblocker, ATC Code: C07AB07. Liste der sonstigen Bestandteile: Concor 5 mg: Siliziumdioxid, Magnesiumstearat, Crospovidon, Zellulose, Maisstärke, Calciumhydrogenphosphat wasserfrei, Methylhydroxypropylzellulose, Titandioxid (E171), Polyethylenglykol 400, Dimeticon, Eisenoxidgelb (E172). Concor 10 mg: Siliziumdioxid, Magnesiumstearat, Crospovidon, Zellulose, Maisstärke, Calciumhydrogenphosphat wasserfrei, Methylhydroxypropylzellulose, Titandioxid (E171), Polyethylenglykol 400, Dimeticon, Eisenoxidgelb (E172), Eisenoxidrot (E172). Inhaber der Zulassung: Merck GmbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: Juni 2008. Concor plus® - Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Eine Filmtablette enthält 5 mg Bisoprololfumarat und 12,5 mg Hydrochlorothiazid. Anwendungsgebiete: Essentielle Hypertonie, wenn die alleinige Therapie mit ß-Blockern oder Diuretika nicht ausreichend wirksam ist. Gegenanzeigen: - bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Bisoprolol, Hydrochlorothiazid, oder andere Thiazide, Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates. - akute Herzinsuffizienz oder während einer Dekompensation der Herzinsuffizienz, die eine i.v.-Therapie mit inotropen Substanzen erfordert. - kardiogener Schock - AV-Block II. oder III. Grades (ohne Herzschrittmacher) - Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom) - sinuatrialer Block - symptomatische Bradykardie - ausgeprägte Hypotonie (systolisch weniger als 90mm Hg) - schweres Asthma bronchiale oder schwere chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung - schwere Formen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit oder Raynaud-Syndrom - unbehandeltes Phäochromocytom (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“) - therapieresistenter Kaliummangel - schwere Hyponatriämie - Hyperkalzämie - schwere Nierenfunktionsstörung mit Oligurie und Anurie (Serumkreatinin über 1,8 mg/100 ml und/oder Kreatininclearance unter 30 ml/min) - akute Glomerulonephritis - schwere Leberfunktionsstörung, einschließlich Präkoma und Koma hepaticum - metabolische Azidose - Gicht - Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6). Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektiver-Beta-Rezeptorenblocker und Thiazide, ATC-Code: C07BB07. Liste der sonstigen Bestandteile: Siliziumdioxid, Magnesiumstearat, Zellulose, Maisstärke, Kalziumhydrogenphosphat, Methylhydroxypropylzellulose, Titandioxid (E171), Macrogol, Dimeticon, Eisenoxidrot (E172), Eisenoxidschwarz (E172). Inhaber der Zulassung: Merck Gesellschaft mbH, Zimbagasse 5, 1147 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Informationen zu den Abschnitten Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: April 2012. LYRICA 25 mg/50 mg/75 mg/100 mg/150 mg/200 mg/300 mg Hartkapseln. Zusammensetzung: 1 Hartkapsel enthält 25 mg/50 mg/75 mg/100 mg/150 mg/200 mg/300 mg Pregabalin. Sonstige Bestandteile: Eine Hartkapsel enthält auch 35 mg/70 mg/8,25 mg/11 mg/16,50 mg/22 mg/33 mg Lactose-Monohydrat. Liste der sonstigen Bestandteile: Kapselinhalt: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Talkum. Kapselhülle: 25 mg, 50 mg und 150 mg: Gelatine, Titandioxid (E 171), Natriumdodecylsulfat, Hochdisperses Siliciumdioxid, Gereinigtes Wasser. Kapselhülle: 75 mg, 100 mg, 200 mg und 300 mg: Gelatine, Titandioxid (E 171), Natriumdodecylsulfat, Hochdisperses Siliciumdioxid, Eisen(III)-oxid (E 172), Gereinigtes Wasser. Drucktinte: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Propylenglycol, Kaliumhydroxid. Anwendungsgebiete: Neuropathische Schmerzen Lyrica wird angewendet zur Behandlung von peripheren und zentralen neuropathischen Schmerzen im Erwachsenenalter. Epilepsie Lyrica wird angewendet zur Zusatztherapie von partiellen Anfällen mit und ohne sekundäre Generalisierung im Erwachsenenalter. Generalisierte Angststörungen Lyrica wird angewendet zur Behandlung von generalisierten Angststörungen bei Erwachsenen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiepileptika, andere Antiepileptika. ATC-Code: N03AX16. Inhaber der Zulassung: Pfizer Limited, Ramsgate Road, Sandwich, Kent CT13 9NJ, Vereinigtes Königreich. Stand der Information: November 2011. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Angaben zu besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. VimovoTM 500 mg/20 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. Pharmakotherapeutische Gruppe: Naproxen und Esomeprazol. ATC-Code: M01AE52. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG: Jede Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 500 mg Naproxen und 20 mg Esomeprazol (als Magnesium Trihydrat). Vimovo enthält sehr geringe, nicht konservierende Spuren von 0,02 mg Methyl-para-hydroxybenzoat und 0,01 mg Propyl-para-hydroxybenzoat. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Croscarmellose-Natrium; Magnesiumstearat; Povidon K90; Silizium, kolloidal wasserfrei. Filmschicht: Carnaubawachs; Glycerolmonostearat 40-55; Hypromellose; Eisenoxid E172 (gelb); Macrogol 8000; Methacrylsäureethylacrylat Copolymer (1:1) Dispersion; Methyl-para-hydroxybenzoat E218*; Polydextrose; Polysorbat 80; Propyl-para-hydroxybenzoat E216*; Natriumdodecylsulfat; Titandioxid E171; Triethylcitrat. Drucktinte: Hypromellose; Eisenoxid E172 (schwarz); Propylenglycol. *Diese Konservierungsmittel sind in einer Filmbeschichtungs-Mischung enthalten und sind im Endprodukt nur in sehr geringen, nicht-funktionellen Dosierungen enthalten. ANWENDUNGSGEBIETE: Symptomatische Behandlung von Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis bei Patienten mit Risiko zur Entstehung von gastrischen und/oder duodenalen Ulcera, die durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) hervorgerufen werden können, und bei welchen eine Behandlung mit geringeren Dosierungen Naproxen oder anderer NSAR als nicht ausreichend erachtet wird. GEGENANZEIGEN: - Überempfindlichkeit gegen Naproxen, Esomeprazol, substituierte Benzimidazole oder einen der sonstigen Bestandteile. - Asthma, Urticaria oder allergische Reaktionen, in Folge der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR in der Krankengeschichte. - Drittes Trimester der Schwangerschaft. - Schwere Leberfunktionsstörungen (z. B. Childs-Pugh C). - Schwere Herzinsuffizienz - Schwere Nierenfunktionsstörungen - Aktive peptische Ulzerationen (gastrointestinale Effekte Naproxen) - Gastrointestinale Blutungen, zerebrovaskuläre Blutungen oder andere Blutungsstörungen (Hämatologische Effekte) - Vimovo darf nicht gemeinsam mit Atazanavir und Nelfinavir angewendet werden. INHABER DER ZULASSUNG: AstraZeneca Österreich GmbH, Schwarzenbergplatz 7, A-1037 Wien. VERSCHREIBUNGSPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand: 09/2012. Informationen zu den Abschnitten besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie den Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation (z.B. Austria Codex) zu entnehmen.

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p praxis For tbildungstipp

Lehrgang Kurmedizin D

as kurärztliche Handwerk und seine wissenschaftlichen Hintergründe vermittelt der ÖÄK-Diplomlehrgang Kurmedizin, Präventionsmedizin und Wellness. In drei Modulen erfahren Ärzte, die kurärztlich tätig werden und Wellness und Gesundheitsprävention betreiben wollen, wie eine Kur optimal verläuft, welche Bedeutung Wellness und Prävention haben und worauf bei der Beratung von Patienten zu achten ist. Modul 1 wird in einer Mischung aus zwei Seminaren und e-Learning abgehalten und umfasst Grundlagen von Kurorten über Trinkkuren oder Kneippkuren bis zur medizinischen Wellness. Die beiden weiteren Module sind Praxistage. Veranstalter ist das Referat Kurmedizin und Wellness der ÖÄK in Zusammenarbeit mit der österreichischen akademie der ärzte. ÖÄK-Diplomlehrgang Kurmedizin. Modul 1: 2.–4.5. und 13.–14.6. 2012, Bad Hofgastein. Information: akademie der ärzte, Tel. 01/512 63 83-10, www.arztakademie.at, Anmeldung: Tel. 01/718 94 76-33

Wellness aus medizinischer Sicht ist Teil der Ausbildung für das Kurarztdiplom

Fachbuch

Die praktische Frage

„Wie erkenne ich den passenden Mitarbeiter für meine Praxis?“ Pädiatrie. Dieses bewährte Standardwerk stellt alle medizinischen und psychologischen Aspekte rund um Entwicklungsverzögerungen und -störungen im Kindes- und Jugendalter differenziert dar. H.-M. Straßburg, W. Dacheneder, W. Kress. „Entwicklungsstörungen bei Kindern. Praxisleitfaden für die interdisziplinäre Betreuung “. 5. Auflage, 2012, 396 Seiten, 101 Abb., Urban & Fischer in Elsevier, 55,50 €

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Steuer tipp

AUVA-Zuschuss bei Krankheit und Unfall

Fotos: Matthias_Balzer_pixelio.de, steuerberater.at, MedPlan

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ie AUVA gewährt Unternehmen mit weniger als 51 Dienstnehmern einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 50% jenes Entgelts, das infolge einer Krankheit oder eines Unfalls an einen Dienstnehmer des Unternehmens bezahlt wurde. Bei einer Arbeitsverhinderung durch einen Freizeit- oder Arbeitsunfall erhält der Arbeitgeber bereits ab dem ersten Tag der Entgeltfortzahlung diesen Zuschuss, bei einer Arbeitsverhinderung durch Krankheit steht er ab dem elften Tag der Entgeltfortzahlung zu. In beiden Fällen wird der Zuschuss längstens bis zum 42. Tag einer ununterbrochenen Entgeltfortzahlung gewährt. Ist ein Unfall geschehen, muss dieser möglichst rasch vom Arbeitnehmer dem Arbeitgeber gemeldet werden. Handelt es sich um einen Arbeitsunfall, muss der Arbeitgeber die AUVA innerhalb von fünf Tagen über den Unfall informieren. Der Zuschuss ist separat zu beantragen. Seit 1.1.2007 besteht die Möglichkeit mittels ELDA-Service zum Datenaustausch mit der österreichischen Sozialversicherung. Dr. Rainer M. Kratochwill, StB und GF von steuerexperten.at, Wien 1, Tel. 01/512 50 09-10, E-Mail: rainer.kratochwill@steuerexperten.at ärztemagazin 26/2012

N

iedergelassene Mediziner sind Arbeitgeber – und als solche Alphatiere in einem nicht immer pflegeleichten Rudel. Da braucht es Fingerspitzengefühl, die richtigen Teammitglieder auszuwählen. Dennoch stelle ich im Gespräch mit unserer ärztlichen Klientel immer wieder fest, dass dem Auswahlprozess von neuen Mitarbeitern wenig Beachtung geschenkt wird. Völlig unabhängig von den Methoden, wie man die Bewerberinnen und Bewerber findet – Empfehlungen, Inserate, AMS etc. –, das Bewerbungsgespräch bleibt das zentrale Entscheidungskriterium, das über eine Zusammenarbeit entscheidet. Dabei sollen nicht nur Sympathie und Bauchgefühl entscheiden: Geschickte Gesprächsführung durch den Arzt erlaubt zielführende Rückschlüsse auf Typus und Charakter eines Bewerbers. Dabei soll ein vorbereiteter Fragenkatalog den Bewerber in unerwartete Situationen manövrieren: „Was glauben Sie, können Sie für meine Patienten tun?“ Eine Antwort, die auf den Service am Patienten abstellt, ist dabei wesentlich hilfreicher als ein philosophischer Monolog über den karitativen Charakter der Gesundheitsberufe. Weitere Beispiele: Was wäre ein Grund, dass Sie diesen Arbeitsplatz wieder aufgeben würden? Was glauben Sie, wird alles auf Sie in diesem Job zukommen? Was sagen Sie einem Patienten, der seit einer Stunde im Wartezimmer sitzt und seinen Frust bei Ihnen ablässt? Wie weit die Ordinationskollegen in die Mitarbeiterauswahl eingebunden werden, bleibt eine Frage der Führungsphilosophie. Wie im Sport bleibt es aber wichtig, dass der oder die „Neue“ ins Team passt. Natürlich erleichtert Arbeitserfahrung beim Bewerber die Auswahl beträchtlich. Dennoch soll der Berufseinstieg kein K.o.-Kriterium sein. Entsprechende Ausbildung muss aber sicherstellen, dass die Bewerber wissen, was auf sie zukommt. Ein baldiger Abgang, weil sich der neue Mitarbeiter den Job anders vorgestellt hat, ist für die Ordinationsarbeit störend und letztlich aufwendig. Mag. Iris Kraft-Kinz, MEDplan, 1120 Wien, Tel. 01/817 53 50-260, www.medplan.at, Fragen & Anregungen: praxis@aerztemagazin.at

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p praxis Patientenser vice

„Wilde Ehe“ für die Praxis Praxisgemeinschaften erlauben eine beschränkte wirtschaftliche oder inhaltliche Zusammenarbeit, ohne sich in den starren Mantel einer Gruppenpraxis zwängen zu müssen. wirken der beteiligten Ärzte ist auf solider gesetzlicher und vertraglicher Basis geregelt. Die weitaus häufigere Erscheinung einer Ärztekooperation ist aber jene der Praxisgemeinschaft: Mediziner – mit oder ohne Kassenvertrag – nutzen gemeinsame Ressourcen, wirken nach außen aber unabhängig voneinander. Jeder Arzt, der sich einer Praxisgemeinschaft anschließt, bleibt sein eigener Herr. Bei diesen Regieoder Apparategemeinschaften geht es vorrangig um die Aufteilung von Kosten. Viele Konstellationen. Das Spektrum reicht von gleichberechtigten Medizinern, die eine Art Ärztezentrum gründen und die Kosten zu gleichen Teilen übernehmen, bis hin zu Formen der Untervermietung, bei denen der Eigentümer einem Kollegen einen Raum oder Apparate in der Praxis zur Verfügung stellt und dafür Nutzungsentgelt kassiert. Zu beachten ist allerdings, dass Ordinations- und Apparategemein-

Ärzteverbünde verlassen Probephase In Deutschland gehören regionale Ärzteinitiativen zum medizinischen Alltag. Dort arbeiten jeweils hunderte Ordinationen in fachlicher wie organisatorischer Hinsicht eng in regionalen Kooperationen zusammen. Die Intensität reicht bis hin zur Einführung eines eigenen Befundsystems und der Umsetzung verpflichtender Therapie-, Diagnose- und Dokumentationsleitlinien. In Österreich bietet das Netzwerk Styriamed.net einen ersten vergleichbaren Zugang. Es schließt niedergelassene Ärzte mit den regionalen Krankenhäusern zusammen, um im ambulanten Bereich das Zusammenwirken auf vereinbarte Prozesse, gemeinsame unternehmerische Organisationsstrukturen und eine gemeinsame Betreuungskultur zu stellen. „Styriamed.net“ wird bereits in den Bezirken Hartberg, Leibnitz, Leoben, Weiz und Bruck an der Mur umgesetzt. schaften nur zwischen frei beruflichen Ärzten begründet werden dürfen. Die Einsparpotenziale einer Praxisgemeinschaft liegen vor allem in der gemeinsamen Nutzung von Räumen, Geräten und der Verteilung der Personalkosten. Ein deutscher Unternehmensberater veranschlagt das Einsparungspotenzial mit rund 20 Prozent, die gegenüber herkömmlichen Einzelpraxen mo-

bilisiert werden können. Neben den geteilten Kosten kann man Einkaufsvorteile erkämpfen und gemeinsam abgeschlossene Versicherungen billiger verhandeln. Und das alles, ohne – wie in der Gemeinschaftspraxis – eine Art berufliche Ehe schließen zu müssen. Klare Vereinbarungen. Es reicht nicht aus, dass sich Menschen mit ähnlichen Absichten zusammentun. Schriftliche Nutzungs-

n 24.11.12, 9 Uhr Diabetisches Fußsyndrom – dynamische Fußmessung. Ort, Veranstalter, Info, Anmeldung: Marienkrankenhaus Vorau, Interne Abteilung, Med Ambulanz, Spitalstr. 101, Tel. 03337/2254720 www.aekbgld.at

n 24.11.12, 14 Uhr 29. Unterinntaler Sportmedizinisches Seminar. Rehabilitationszentrum Bad Häring Veranstalter, Info: Verein unabhängiger Tiroler Ärzte, Sportärztereferat der Ärztekammer f. Tirol, Tel. 05372/635 15

DFP-For tbildungstermine n 24.11.12, 9 Uhr Schwindel, Hörstörung und Tinnitus als Notfall. Ort, Veranstalter, Info, Anmeldung: Ärztekammer für Niederösterreich Wien 1, Wipplingerstraße 2 Tel. 01/537 51-270, www.aerztnoe.at

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n 24.11.12, 9 Uhr 7. Wiener Alzheimertag. Kurhaus Festsaal des SMZ Baumgartner Höhe Wien 14, Sanatoriumstraße 2 Veranstalter: SMZ Ost Donauspital, Psychiatrische Abteilung Info, Anmeldung: Medizin Akademie. Tel. 01/546 00-552, www.medizin-akademie.at

ärztemagazin 26/2012

Fotos: Stephanie_Hofschlaeger_pixelio.de, BilderBox.com, Hans Ringhofer, MedPlan

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usammenarbeit kennt viele Facetten auch unter niedergelassenen Medizinerinnen und Medizinern. Spricht man über Ärzteund Ordinationsgemeinschaften, gehen die ersten Gedanken in Richtung Gruppenpraxis. Aber man muss nicht gleich heiraten, wenn man zusammen sein will. Ein ähnlich buntes Miteinander spielt sich auf der Ebene von Ordinationen ab. Gemeinsam bleibt den Kooperationsformen aber eines: Sie brauchen klare schriftliche Spielregeln, sprich Verträge und ein gemeinsames Commitment. Soziale Toleranz ist die Voraussetzung dafür, dass Vereinbarungen länger als bis zur ersten Kostenrechnung halten. Unter Ärzten. In Gruppenpraxen arbeiten Mediziner auf Basis eines gemeinsamen Kassenvertrags zusammen, gründen eine gemeinsame Gesellschaft und treten gemeinsam nach außen mit allen steuerlichen und haftungsrechtlichen Konsequenzen auf. Das Zusammen-


Kooperation unter Ärzten kann sich auf wirtschaftliche Aspekte beschränken

vereinbarungen müssen die elementaren Grundfragen regeln. Dazu zählen n die Regelung von Kündigung und Ausstieg der Partner aus der Kooperation. n Bestimmungen, wie mit Investitionen und Reparaturen umgegangen wird. Was passiert, wenn der Mieter den Drucker oder Kopierer ruiniert? Ist dies im Nutzungsentgelt berücksichtigt oder nicht? n Die Definition der Nutzungszeiten. Häufig wird das zeitliche Ausmaß der Tätigkeit falsch eingeschätzt und eine zu geringe Time-Sharing-Nutzung festgelegt. Eine Ausweitung der Tätigkeit kann dann zu Problemen mit dem Nutzungsüberlasser führen. Das bedeutet: Für den Partner gibt es keine Möglichkeiten des Wachstums. Ein Übergangscharakter einer derartigen Vereinbarung muss sich vor allem in den Ausstiegsregeln wiederfinden. n Und auch Kleinigkeiten wie Reinigungszeiten und -kosten. Nichts ist unangenehmer, als

n 24./25.11.12 Notarzt - Fortbildung gemäß ÄG § 40. Parkhotel Billroth, St. Gilgen. Billrothstr. 2 Veranstalter, Info, Anmeldung: ANS - Arge Notfallmedizn Salzburg Tel. 0662/83 01 33 www.notfallmedizin.at

ärztemagazin 26/2012

wenn die Partnerordination am Morgen die Restarbeiten des Vorabends wegräumen muss. n Heikel wird die Regelung über die Aufteilung der Personalkosten von Assistentinnen: Kosten dürfen nur aliquot weiterverrechnet werden. Ein Aufschlag verursacht steuerliche und gewerberechtliche Probleme, da die Grenze zur „Arbeitskräfteüberlassung“ gefährlich nahe kommt. Steuerberater empfehlen den Ausweg, Mitarbeiter von allen Kooperationspartnern auf Teilzeitbasis anzumelden. Dies bedarf allerdings der Einwilligung des Teams – und dessen Interessenlage stimmt in diesem Punkt selten mit jener der Arbeitgeber überein. Untervermietung. Bei allen Kooperationen ist für die notwendige Transparenz zu sorgen. Das Konzept ist nur dann erfolgreich, wenn alle Partner überzeugt sind, dass sie einen wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen. Gerade bei der Nutzungsüberlassung von medizinischen Geräten zählt es zu den Voraussetzungen, dass der Betreiber nur die anfallenden Kosten inklusive einer geregelten Finanzierungsabgeltung weitergibt. Die Nutzungsfrequenz ist dabei der bestimmende Faktor. Ansonsten darf der Eigentümer keine Gewinne aus dieser Apparategemeinschaft ziehen, wenn er keine weiteren steuerlichen und standesrechtlichen Fragen heraufbeschwören will. Die Nachvollziehbarkeit kann durch eine eigene Kostenrechnungsstelle für die Apparategemeinschaft dargestellt werden, die für alle Partner einsehbar ist. Wenn so eine Kooperation nicht für jeden Beteiligten einen Vorteil darstellt, steht der Initiator schnell alleine da. n Josef Ruhaltinger

n 26.11.12, 18.30 Uhr Langzeit-EKG für die Praxis. Ärztekammer f. OÖ Linz, Dinghoferstr. 4 Veranstalter, Info, Anmeldung: Medizinische Gesellschaft f. OÖ, MedAk, Tel. 0732/77 83 71-314 www.medak.at

MEDplan TV

Steuerlich komplett im Bild MEDplan TV präsentiert Steuerbeiträge – speziell für Ärzte, aktuell und anschaulich. Mag. Iris Kraft-Kinz bringt Steuerrecht auf den Punkt. Aktuell im MEDplan TV: „Arzt und Werbung“. www.aerztemagazin.at, QR-Code MEDplan – SteuerspezialistInnen für medizinische Berufe, 1120 Wien, Tel. 01/817 53 50; info@medplan.at; www.medplan.at

Recht

Verschwiegenheitspflicht von Krankenanstalten N

icht nur Ärzte, sondern auch Krankenanstaltenträger unterliegen einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht. In einer aktuellen Entscheidung musste sich der Oberste Gerichtshof mit einem Fall befassen, in dem ein Krankenanstaltenträger als Reaktion auf Presseberichte über einen Kunstfehler eine eigene Pressemitteilung auf der Homepage veröffentlicht hat, in der auf Details der Vorwürfe der Patientin eingegangen wurde. Der Oberste Gerichtshof führte in seiner Begründung zunächst aus, dass nach der einschlägigen Bestimmung im OÖ-KAG eine Einschränkung der Verschwiegenheitspflicht besteht, soweit die Offenbarung des Geheimnisses durch Gesetz geboten ist oder soweit die öffentlichen Interessen an der Offenbarung des Geheimnisses, insbesondere die Interessen der öffentlichen Gesundheitspflege oder der Rechtspflege, die privaten Interessen an der Geheimhaltung überwiegen. Weiters hielt der Oberste Gerichtshof fest, dass die Verteidigung eines Krankenanstaltenträgers gegenüber im Raum stehenden „Kunstfehlervorwürfen“ im Einzelfall ein öffentliches Interesse an der Offenbarung des Geheimnisses im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege begründen kann. Dies wäre etwa dann der Fall, wenn durch einen in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Fall von angeblichen Kunstfehlern in einem bestimmten Spital in der Bevölkerung (zu Unrecht) Befürchtungen entstehen, in diesem Spital werde man (regelmäßig) nicht nach den Regeln der ärztlichen Heilkunst behandelt. Eine Interessenabwägung könne es im Einzelfall sogar rechtfertigen, die Identität der Patientin preiszugeben. Im konkreten Fall wurde dies vom OGH bejaht, da bereits vor der „Offenbarung des Geheimnisses“ durch den Krankenanstaltenträger über den Fall in den Medien identifizierend berichtet wurde. Univ.-Prof. Dr. Helmut Ofner, Jur. Fakultät d. Universität Wien, Fragen & Anregungen: recht@aerztemagazin.at

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p ra x i s Kom m e nta r

Der PathoBlogger

Franzl, der Riese von Lengau F

Franz Winkelmeier: Außergewöhnlich groß, aber trotzdem wohlproportioniert

Weltkrieg durch einen Bombenangriff zerstört. Franz Winkelmeier wurde wie alle anderen Riesen seiner Zeit zu einer Sensation und bereiste daher alsbald viele Länder. Anlässlich des Thronjubiläums der britischen Königin Victoria wurde Franzl sogar dem europäischen Adel vorgestellt. Kaum in seine Heimat zurückgekehrt, ereilte ihn, wie viele andere Riesen, das Schicksal eines frühen Todes. Er starb am 24. August 1887 an Lungentuberkulose. Zu seinem Gedenken errichtete die Gemeinde Lengau einen Themenweg, der am Geburtshaus und am Sterbeort vorbeiführt. Verschiedene Gedenktafeln am Weg schildern seine Lebensgeschichte. Am Ende sagte er zu seinen Brüdern: „Ich möchte in Lengau begraben sein, ich bitt’ euch, dass ihr mich ja nicht verkauft.“ Sein Wunsch wurde erfüllt, er liegt neben dem Kircheneingang am Friedhof von Lengau begraben. n Univ.-Prof. Dr. Roland Sedivy, pathoblogger@medizin-medien.at

Fotos: Wikipedia.org, Dr. Roland Sedivy

ranz Winkelmeier wurde 1860 in der Ge­ meinde Lengau im oberösterreichischen Innviertel geboren. Franzl, wie ihn selbst der große Pathologe Rudolf Virchow nann­ te, begann mit 14 unaufhaltsam zu wachsen. Letztlich erreichte er im 21. Lebensjahr stattliche 2,58 Meter. Franzl war das letzte von acht Kindern, das seine Mutter Elisa­ beth im 40. Lebensjahr auf die Welt brach­ te. Virchow verglich ihn mit dem irischen Riesen Murphy und seinem Landsmann Lentz, wobei Franzl der größte unter diesen war. Überdies war sein Körper auffallend wohl proportioniert, was bei Menschen solcher Körpergröße sel­ ten zutrifft. Angeblich startete sein rasantes Wachstum nach ei­ ner Infektionskrankheit. Bekannterweise wird der Gigantismus jedoch durch einen Hypophysentumor ausgelöst, der durch eine Mutation im AIP­Gen (aryl hydrocarbon–interacting protein) verursacht wird. Tatsächlich haben deutsche und britische For­ scher einen weiteren irischen Riesen, nämlich Charles Byrne (auch bekannt als O'Brien), aus dem Hunter Museum untersucht und diese Mutation identifizieren können. Ein weiterer hünen­ hafter Österreicher, der in Wien berühmt wurde, ist der soge­ nannte Barthsche Riese (2,35 Meter), dessen Gebeinabguss im Wiener Narrenturm zu besichtigten ist. Seine Geschichte mutet ebenfalls spannend an: Im Jahr 1783 fanden sich bei der Auflö­ sung des Friedhofs am Stephansplatz die Gebeine eines vermeint­ lichen türkischen Gefangenen aus der Zeit der Türkenbelage­ rung. Das rechte Hüftbein mit Femur und Tibia wurde vom Ana­ tomen Joseph Barth im Museum untergebracht, allerdings im

Hard- & Sof tware

rien gibt es wenige. Die Firma „Schachner & Schlemmer“ (www.ganymed.at) z.B. hat ihre Software­Entwicklung einem Qualitätssicherungssystem nach ISO 9001 unterworfen. So ein ISO­Zertifikat ist nicht einfach zu bekommen. Man wird regel­ mäßig geprüft und muss die Qualität immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen. Es gibt aber auch andere Kri­ terien, um die Spreu vom Wei­ zen recht einfach zu trennen: n Lock­Angebote meiden! Hinter je­ dem Billig­Angebot verbirgt sich ein Ha­ ken. Oft handelt es sich um „Ein­Mann­ Firmen“, und das notwendige Service bleibt deshalb aus. Wie soll eine Firma ohne Geld ein aus­

reichend großes Techniker­ Team bezahlen? Deshalb: Hän­ de weg von Billig­Systemen! n Nehmen Sie kein System, nur weil es die meisten Nachbarn auch verwenden – ein Großteil der gebräuchlichen Programme ist technisch gesehen schon ver­ altet. Ein modernes System er­ kennen Sie auch selbst: Die Oberfläche ist Windows­kon­ form, d.h., man findet alle Be­ dienelemente an der gewohnten Stelle. Und es gibt eine ordent­ liche Datenbank für die Spei­ cherung (z.B. SQL­Server oder Oracle). n Hardware und Software ge­ hören untrennbar zusammen! Ihre Software­Firma muss Ih­ nen einen verlässlichen Service­ Partner für Hardware nennen. Im Störungsfall geschieht sonst Folgendes: Hardware­ und Software­Lieferant werden ei­

nander die Schuld an den Pro­ blemen zuschieben. n Auch wenn Sie es im Moment noch nicht brauchen: Schnitt­ stellen für e­card, Befundaus­ tausch und Mailbox sind ein Muss, denn das kommt mit Si­ cherheit irgendwann auf Sie zu. n Nehmen Sie nur ein österrei­ chisches System. Heimische Firmen kennen die speziellen Anforderungen des österreichi­ schen Gesundheitssystems ein­ fach besser. n Ein Service­Paket, das Soft­ ware und auch Hardware um­ fasst; und ein Betreuer in Ihrer Nähe. Die Firma „ganyMED“ z.B. unterhält laut Prospekt für jedes Bundesland, in dem sie anbietet, eine eigene Service­ Stelle. (www.ganymed.at). n Infos zu ganyMED: www.ganymed.at

Mag. Andreas Pokorny ist Wirtschaftsinformatiker und Spezialist für Medizin-Informations-Systeme. Tel. 0043 664 420 34 15, E-Mail: andreas.pokorny@acom.at 30

ärztemagazin 26/2012

Foto: ACOM

mmer wieder werde ich von Ärzten gefragt, für welches Praxis­Computersystem man sich entscheiden soll. Nun, prinzipiell wird man sicher nicht falsch liegen, wenn man sich für ein qualitativ hochwer­ tiges, professionelles System entscheidet. Gerade die EDV ist das zentrale Element in jeder modernen Praxis. Wer mit einem „Schmalspur­System“ beginnt, stellt den Erfolg seines Unternehmens wohl von An­ fang an in Frage. Aber wie erkennt man, ob es sich um ein stabiles System handelt und ob es einige Jahre nach der Anschaffung noch eine funktio­ nierende Betreuung geben wird? Objek­ tive Qualitätskrite­

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Welches EDV-System soll ich für meine Praxis nehmen? I


Er n äh r u n g p ro mot i o n

Der genussvolle Verzicht In einem neuen Fachbuch werden die klinisch und epidemiologisch erfolgreichsten Ernährungskonzepte der Welt durchleuchtet und für den Alltag optimiert.

Fotos: Dr. Jacob

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ohlstand, neue Forschungsergebnisse und verbesserte medizinische Versorgung wären eigentlich ideale Voraussetzungen dafür, dass wir bei bester Gesundheit sehr lang leben könnten. Allerdings breiten sich die so genannten Zivilisationskrankheiten scheinbar unaufhaltsam aus. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Folgen des Diabetes mellitus sind heute Todesursachen Nummer eins in unseren Breitengraden. Okinawa. Doch warum sind wir diesen Erkrankungen scheinbar machtlos ausgeliefert? Hier lohnt ein Blick ans andere Ende der Welt, nach Japan – genau genommen auf die Insel Okinawa, wo anteilig die allermeisten über 100-Jährigen der Welt leben – fit und vital bis ins hohe Alter. Das Geheimnis: Die japanischen „Golden Agers“ ernähren sich traditionell. Sobald sie sich jedoch auf westliche Ernährung einlassen, sind sie Zivilisationskrankheiten genauso ausgeliefert wie wir. Die Erkenntnis liegt auf der Hand: Unsere Ernährung entscheidet wesentlich mehr über unsere Gesundheit als die genetische Veranlagung. Restriktion. Wo können wir ansetzen? Kalorienrestriktion ist bekanntlich die wirkungsvollste, aber auch unbeliebteste Maßnahme, oxidativen Stress und vorzeitiges Altern zu vermeiden. Fast genauso wirkungsvoll und angenehmer durchzuführen ist die Restriktion der Methioninzufuhr. Oxidiertes Methionin spielt eine zentrale Rolle in der Pathogenese von Alzheimer und BSE. In Humanmilch und Pflanzenprotein liegt Cystein und Methionin im Verhältnis 1:1 vor, im Tierprotein (Tiermilch, Fleisch) dagegen 1:3. Kuhmilch enthält 3,75mal mehr Methionin als Humanmilch! Pflanzlich. Eine überwiegend pflanzliche Ernährung wird auch von führenden Ernährungswissenschaftlern (Elmadfa und Leitzmann, 2004) als die natürliche, evolutionsbedingte Ernährung des Menschen beschrieben. Schon die Zusammensetzung der relativ proteinarmen Humanmilch bestätigt diese These, ebenso wie die ärztemagazin 26/2012

Anatomie des menschlichen Gebisses und Darmes sowie die Enzymausstattung mit schlechtem Potenzial für Harnsäure- und Cholesterinabbau. Die pflanzliche Ernährung bildet daher die Grundlage des Dr. Jacobs Weg.

Buchtipp Das Fachbuch „Der Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts“ (Autor: Dr. med. Ludwig Manfred Jacob, ISBN: 978-2-87434151-9. Verlag: Editions Résurgence) beruht auf der Auswertung von etwa 500 wissenschaftlichen Studien und optimiert die klinisch und epidemiologisch erfolgreichsten Ernährungskonzepte der Welt. Dabei wurden sowohl persönliche Erfahrungswerte als auch die Insulin-, pH- und Redox-Balance berücksichtigt und zu einem praxisnahen Ernährungsplan mit einer Ernährungspyramide zusammengeführt. Mit dem Gutschein-Code AM11DJW können Sie das Ebook im Wert von 9,95 € gratis herunterladen oder das gedruckte Buch für 19,95 € bestellen: www.DrJacobsWeg.eu

Insulinogene Sucht. In der westlichen Ernährung folgt ein insulinogener Höhepunkt dem nächsten. Insbesondere die Kombination aus Zucker oder Weiß mehl und tierischem Protein bringt die Insulinausschüttung auf Hochtouren. Und so steigt die Sucht nach den anabolen, sympathikomimetischen und serotonergen Insulinwirkungen stetig an. Die Folgen dieses Teufelskreises liegen auf der Hand: Fettleber, Insulinresistenz, abdominale Fettleibigkeit und metabolisches Syndrom, alle Wegbereiter für Krebs, Typ-2-Diabe tes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mythen. Modediäten jedenfalls sind auch nicht immer mit gesunder Ernährung gleichzusetzen, wie in einem aktuellen Buch (siehe unten „Buchtipp“) dargestellt wird. So manche Mythen der „Low-Carb-Diät“ oder der ketogenen Diät bei Krebserkrankungen werden in diesem umfassenden Werk kritisch hinterfragt. Der Autor zeigt beispielsweise auf, dass der viel gepriesene „glykämische Index“ nicht mit dem Insulin-Index gleichzusetzen ist – Steak setzt 27 % mehr Insulin frei als Pasta al dente – Lebensmittel mit einer geringen Blutzuckerwirkung können demnach sehr wohl eine beachtliche Insulinausschüttung hervorrufen. Proteinreiche und kohlehydratarme Diäten führen zwar zu schnellen kosmetischen Gewichtsverlusten aber langfristig zu Gesundheitsschäden. Auch zu viele „gesunde“ Fette können längerfristig schaden. Die selten thematisierte, problematische Seite der marinen Omega3-Fettsäuren wird differenziert durchleuchtet. Ernährungspyramide. Der Autor hat mit der „Dr. Jacobs Ernährungspyramide“ ein alltagstaugliches Ernährungskonzept entwickelt. Seine Methode des „genussvollen Verzichtes“ ermöglicht gleichzeitig kulinarische Entdeckungsreisen unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der Insulin-, pH- und Redox-Balance. Falls erwünscht, ist mit dieser Methode auch eine nachhaltige Stabilisierung des Gewichts möglich. n 31


Mehr als Wellness. Seit 1911.

Privatkuren mit Sinn – bei den Marienschwestern in Aspach – Bad Kreuzen – Bad Mühllacken KNEIPP TRADITION-PAUSCHALKUR DIE KUR MIT DEM HÖCHSTEN GESUNDHEITSWERT Die klassische Kneipp Tradition-Pauschalkur umfasst Körper, Geist und Seele als untrennbare Einheit, die in ihrem Zusammenwirken die Gesundheit des Menschen bestimmt. Der ganze Mensch zählt. Die rund 140 Wasseranwendungen in Verbindung mit naturgemäßer Ernährung, Heilpflanzen, gezielter körperlicher Bewegung und bewusster Lebensführung wirken heilend und erneuernd auf den gesamten Organismus. Gezielt verordnete Anwendungen setzen die natürlichen Reaktionen des Körpers zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens in Gang.

Alle vom Arzt verordneten Wickel, Güsse, Inhalationen und Bäder. Für einen bestmöglichen Kurerfolg werden die Anwendungen wöchentlich vom Arzt individuell auf Ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmt. 5 Gruppengymnastik-Einheiten pro Woche Teilnahme am 5-Säulen-Wochenprogramm Preis p. Pers., 6 Nächte Komfort Preis p. Pers., 13 Nächte Komfort Preis p. Pers., 20 Nächte Komfort

Inkludierte Leistungen: 6, 13 bzw. 20 Nächte (SO – SA) Kneipp Vollpension

€ 699,– € 1.399,– € 2.099,–

Termin: Ganzjährig buchbar in den Kneipp Traditionshäusern Aspach, Bad Kreuzen und Bad Mühllacken

REGENERATIONSKUR AUFTANKEN IN ASPACH

HEILEN AUF DIE SANFTE ART – TEM IN BAD KREUZEN

„BAUCH GUT. ALLES GUT.“ IN BAD MÜHLLACKEN

In unserem Haus spüren Sie, wie positiv sich die 5 Säulen der Kneipp Medizin und hier vor allem die Lebensordnung auf Ihr seelisches Gleichgewicht auswirken. Unterstützt durch vertrauliche Gespräche, ausgesuchte Therapien wie Genuss- oder Entspannungstraining und neueste diagnostische Geräte kann Ihnen die Kneipp Therapie echte Hilfe bei zu viel Stress und drohendem Burnout anbieten.

Mit ausgesuchten Therapien, fast vergessenen Ritualen und der gelebten christlichen Spiritualität erfahren Sie gleich mehrfach die Kraft der Traditionellen Europäischen Medizin. Das Wissen über die Säftelehre, die 4 Elemente und die 4 Archetypen ist eine wahre Ergänzung zur modernen Schulmedizin.

Sie gehören zum Typ des „empfindlichen“ Bauchs“? Alltag und Lebensqualität werden durch Beschwerden des Verdauungstrakts stark beeinträchtigt.

€ 1.945,– Preis p. Pers., 20 Nächte Komfort € 2.825,– Preis p. Pers., 27 Nächte Komfort € 3.699,– Preis p. Pers., 13 Nächte Komfort

Termin: Ganzjährig buchbar im Kneipp Traditionshaus Aspach

Gleich buchen: 05-9922

Gestalten Sie Ihr Leben nach Ihrem eigenen Rhythmus, um Ihre Gesundheit zu stärken oder wiederzuerlangen.

€ 849,– Preis p. Pers., 13 Nächte Komfort € 1.599,– Preis p. Pers., 6 Nächte Komfort

Termin: Ganzjährig buchbar im Kneipp Traditionshaus Bad Kreuzen

info@marienschwestern.at

Müdigkeit, Schmerzen am Bewegungsapparat, Infekte, Allergien, Kopfschmerzen oder Hauterkrankungen können die Folge sein. Eine gut abgestimmte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten bringt deutliche Besserung. Weher Bauch - ade!

€ 739,– Preis p. Pers., 13 Nächte Komfort € 1.418,– Preis p. Pers., 6 Nächte Komfort

Termin: Ganzjährig buchbar im Kneipp Traditionshaus Bad Mühllacken

www.kneippen.at


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