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Gesch채ftsbericht


Kennzahlen 31.12.2014

31.12.2013

Verdiente Bruttoprämien (in CHF)

655,9 Mio.

545,7 Mio.

Bruttoschäden*

–531,7 Mio. –453,0 Mio. 9,6 Mio.

5,2 Mio.

Bilanzsumme (in CHF)

557,9 Mio.

498,1 Mio.

Eigenkapital (in CHF)

128,0 Mio.

111,4 Mio.

115

86

A (a+)

A (a+)

Erfolg (in CHF)

Vollzeitstellen (ohne Externe) Rating A.M. Best

* inkl. Veränderung Reserven


Inhalt 1 Vorwort ___________________________________________________________________ 5 2

Kommentar des CEO ______________________________________________ 8

3

Konsolidierter Jahresbericht _________________________________ 12

3.1 Lagebericht __________________________________________________________________ 12

3.1.1 Geschäftsverlauf _____________________________________________________ 12

3.1.2 Anlagen, Eigenkapital, Solvenz _____________________________________ 14

3.1.3 Risiken ________________________________________________________________ 14

3.1.4 Zukünftige Entwicklung _____________________________________________ 16

3.2

elipsLife im Markt ___________________________________________________________ 18

3.2.1 Geschäftsmodell _____________________________________________________ 18

3.2.2 Geschäftsumfeld _____________________________________________________ 19

3.2.3 Internationale Präsenz ______________________________________________ 22

3.3 Erfolgsgaranten _____________________________________________________________ 23

3.3.1 Die richtigen Mitarbeitenden an Bord holen _______________________ 23

3.3.2 Total-Solution-Ansatz ________________________________________________ 24

3.4

Corporate Governance _____________________________________________________ 26

3.4.1 Gruppenstruktur _____________________________________________________ 26

3.4.2 Organisation __________________________________________________________ 26

3.4.3 Compliance ___________________________________________________________ 27

3.4.4 Risikomanagement __________________________________________________ 28

3.4.5 Interne Revision ______________________________________________________ 28

3.5 Solvency-II-Update __________________________________________________________ 29

4

Konsolidierte Jahresrechnung _______________________________ 32

4.1

Konsolidierte Bilanz _________________________________________________________ 32

4.2

Konsolidierte Erfolgsrechnung _____________________________________________ 34

4.3

Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung ______________________________ 35

4.3.1 Grundsätze der Rechnungslegung _________________________________ 35

4.3.2 Bewertungsmethoden _______________________________________________ 36

4.3.3 Erläuterungen zur konsolidierten Bilanz ___________________________ 39

4.3.4 Erläuterungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung _______________ 43

4.3.5 Weitere Angaben _____________________________________________________ 45

4.4

Bericht der Revisionsstelle __________________________________________________ 46


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

Vorwort

5

1 Mit unternehmerischem Denken die Marktchancen wahrnehmen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung von elipsLife freuen sich über ein anspruchsvolles, aber erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. Trotz einiger Grossschäden konnten ein Rekordgewinn und erneut ein kräftiges Prämienwachstum erzielt werden. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen, die zu diesem eindrücklichen Erfolg beige­ tragen haben, herzlich bedanken. Gleichzeitig erfüllt es mich mit Genugtuung, dass im Berichtsjahr neben dem Tagesgeschäft auch eine Vielzahl herausfordernder und zeitintensiver Grossprojekte vor allem in den Bereichen IT und Corporate ­Governance umgesetzt werden konnte. Die Geschäftszahlen sind aus Sicht von Swiss Re als Alleinaktionärin von elipsLife sehr erfreulich, genauso wie die Tatsache, dass die Muttergesellschaft mit ­ihrer ­Finanzstärke, ihrem Know-how und ihrer Reputation dazu beiträgt, elipsLife im Markt als ­an­erkannte Geschäftspartnerin zu verankern. Seit über 150 Jahren entwickelt Swiss Re Partnerschaften mit erfolgversprechenden Unternehmen im Assekuranzbereich, die sich durch innovative Lösungen auszeichnen. elipsLife ist hierzu ein exzellentes Beispiel mit äusserst positiven Perspektiven. Im Vorsorgebereich bieten sich für private Versicherungsanbieter weltweit sehr gute Möglichkeiten. Zum einen steigen in den aufstrebenden Märkten immer mehr Menschen in den Mittelstand auf und möchten ihren höheren Lebensstandard mit adäquaten Vorsorgeprodukten sichern. Zum anderen stossen in den gesättigten Märkten Europas die staatlichen Sozialversicherungssysteme an ihre Grenzen und innovative Lösungen von Privatver­sicherungen sind gefragt. In diesem Umfeld ist elipsLife mit einem ausgeprägten ­Kundenfokus, einem eigenständigen Geschäftsmodell und einem agilen, unternehmerischen ­Denken gut positioniert. elipsLife nimmt als Nischenplayer im Leben-Bereich innerhalb des Swiss Re Konzerns eine wichtige Stellung ein. Für die kommenden Herausforderungen ist das Unternehmen bestens gewappnet. Das gilt sowohl für die regulatorischen Belange als auch im Hinblick auf die Marktchancen. elipsLife wird die sich ihr bietenden Opportunitäten konsequent wahrnehmen und die Wachstumsziele nachhaltig weiterverfolgen. Jean-Jacques Henchoz Verwaltungsratspräsident elipsLife


Starke Marktpositionierung dank ausgeprägtem ­Kundenfokus


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Kommentar des CEO

2 elipsLife gestärkt aus einem schwierigen Jahr ­hervorgekommen 2014 – ein schwieriges, herausforderndes, aber auch ein erfolgreiches Jahr in der noch jungen Firmengeschichte von elipsLife! Doch wie passt dieser Widerspruch zusammen? Hat man als Versicherungsunternehmen mit überraschenden Grossschäden zu kämpfen und kann dennoch einen Rekordgewinn verbuchen, ist dies sicherlich ein Erfolg. Wenn es aber gleichzeitig gelingt, die Governance- und Compliance-Strukturen massiv zu verbessern und mehrere IT-Grossprojekte erfolgreich umzusetzen, dann ist das eine ganz besondere Leistung. Das Jahr 2014 stand bei elipsLife im Zeichen der Konsolidierung, galt es doch, das grosse Wachstum der vorangegangenen drei Jahre zu verkraften. Umso erfreulicher ist es, dass das Kerngeschäft wiederum deutlich gewachsen ist, IT-Grossprojekte erfolgreich realisiert werden konnten und sogar der konsolidierte Gewinn gesteigert wurde, obschon im Bereich Leben einige sehr grosse Einzelschäden zu verzeichnen waren. Für mich als CEO war 2014 in verschiedenen Fragen ein Jahr der Bewährung: •• Ist elipsLife schon stark genug, um auch unerwartete Ereignisse absorbieren zu können, ohne ­Eigenkapital zu vernichten? Rückblickend dürfen wir feststellen: elipsLife ist stark genug! Trotz einiger Grossschäden schreiben wir schwarze Zahlen. •• Hat elipsLife bereits die Substanz, um parallel zum anhaltenden Wachstum diverse Projekte zu stemmen, ohne dass die Operational Excellence gegenüber den Kunden leidet? Auch hier ist die Antwort positiv. Wir haben verschiedene Grossprojekte ins Ziel gebracht, obwohl da und dort der Ressourcenaufwand unterschätzt worden ist. Und sicherlich lässt sich die Kundenzufriedenheit weiter verbessern. Doch schätzten wir bei der grossen Belastung im Berichtsjahr sehr, dass unsere Kunden auch mal eine kleinere Unzulänglichkeit akzeptierten. Genau hier setzt ja auch die elipsLife Kultur an, ganz im Sinne von «Der Lapsus tut uns leid, wir machen alles, um ihn zukünftig zu vermeiden». Dies dient uns als Ansporn, unsere Arbeit 2015 noch besser zu meistern. Die ­tiefe Kündigungsrate von weit unter 2 % zeigt, dass uns nicht nur die Kunden der ersten ­Stunde die Treue halten und mit unserem Service zufrieden sind. •• Kann elipsLife nachhaltig wachsen? Und nochmals hat uns das Jahr 2014 eine positive Antwort geliefert. Das Potenzial für weiteres Wachstum liegt erstens in unserer Spezialisierung, zweitens in der Fähigkeit, unsere Kunden massgeschneidert und doch gesamtheitlich betreuen zu können, und drittens im vorteilhaften Preis, den wir dank tiefer Verwaltungskosten, hoher Automatisierung und reiner B2B-Distribution anbieten können.


9

Das Jahr 2014 stand auch im Zeichen von Solvency II. Die anfängliche Angst aller Beteiligten, ob wir diesen Wechsel schaffen werden und welches die Auswirkungen generell und für elipsLife konkret sein werden, ist zuversichtlichem Respekt gewichen. Wir sind überzeugt, auch unter ­Solvency II unseren Verpflichtungen vollumfänglich und problemlos nachkommen zu können. Mehr noch, die umfangreichen Projektarbeiten haben zu einer intensiven Auseinandersetzung mit unserem Risk Management geführt. Das Resultat hilft uns bereits heute, mit Risiken optimal umzugehen. Im Zusammenhang mit Solvency II haben wir auch unsere Rückversicherungsprogramme überprüft und in der Folge angepasst respektive um einen Einzelschaden-Exzedenten sowie einen Katastrophen-Exzedenten erweitert.

Das Potenzial für weiteres Wachstum liegt in unserer ­ Spezialisierung und in der Fähigkeit, unsere Kunden ­massgeschneidert und doch gesamtheitlich betreuen zu können. Im Zentrum aller Aktivitäten stand auch im Berichtsjahr der Mensch. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitarbeitenden von elipsLife ganz herzlich bedanken. Sie haben es mit ihrem Einsatz und ihrem Know-how erst möglich gemacht, den Spagat zwischen all den anspruchsvollen Projekten und dem täglichen Geschäft erfolgreich zu meistern. elipsLife zeichnet sich durch eine Kultur aus, die gegen aussen im täglichen Kundenkontakt gelebt wird, die aber auch täglich intern auf dem Prüfstein steht. Denn nur was nach innen authentisch umgesetzt wird, kann gegenüber dem Kunden realitätsnah gelebt werden. Vor diesem Hintergrund sind die aktuelle Dynamik und das Wachstum Herausforderungen, die auch das volle Engagement des Managements fordern und immer wieder verdeutlichen, wie wichtig der Faktor Mensch für den Erfolg eines Unternehmens im Verdrängungsmarkt Versicherung ist. Reto Toscan CEO elipsLife


Trotz grosser Einzelsch채den zeigt elipsLife St채rke


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Konsolidierter Jahresbericht

3 Konsolidierter Jahresbericht 3.1 | Lagebericht 3.1.1 | Geschäftsverlauf Das Berichtsjahr 2014 war vom starken Wachstum geprägt, aber auch von umfangreichen Projekten zur Verbesserung der Operational Excellence sowie der Governance-Strukturen und der Compliance. Umso erfreulicher ist es, dass elipsLife trotz schwieriger Umstände wiederum ein erfolgreiches Kapitel in ihrer noch jungen Erfolgsstory schreiben konnte. Die Zahlen bestätigen dies eindrücklich: Das Prämienvolumen erreichte 665,2 Mio. CHF, was einem Anstieg von 101,2 Mio. CHF entspricht. Gleichzeitig erhöhte sich der Reingewinn um 4,4 Mio. auf 9,6 Mio. CHF. Die markante Steigerung des Prämienvolumens wurde vor allem durch das Wachstum im Kerngeschäft von 96,3 Mio. CHF auf 148,3 Mio CHF erreicht. Anderseits trug die Verbesserung der Schadenquote in Irland zum erfreulichen Resultat bei. Hier konnte der Versichertenbestand trotz starkem Kostenschub wegen der zusätzlichen Finanzierung der öffentlichen Spitäler durch Privatversicherte einigermassen konstant gehalten werden. Die Investitionen in die Automatisierung, die Datenhaltung und die elektronische Datenverarbeitung haben nochmals deutlich zugenommen. Trotzdem stieg der konsolidierte Gewinn auf 9,6 Mio. CHF bei einem im Vergleich zum Vorjahr praktisch unveränderten Kosten-Satz von 4 %. Der Schaden-­ Kosten-Satz (Combined Ratio) litt vor allem im Kerngeschäft wegen einiger grosser Einzelschäden und stieg auf 97,9 % (Vorjahr: 90,5 %). Trotz dieses Anstiegs blieb die Firma im Kerngeschäft pro­ fitabel und zeigte so, dass sie bereits eine Grösse erreicht hat, die es erlaubt, auch solche Volatilitäten zu absorbieren. Beide Versicherungsträger, die Elips Life AG und die Elips Versicherungen AG, weisen ein positives ­Resultat aus. Dies im Gegensatz zum Vorjahr, als die noch junge Elips Versicherungen AG einen kleinen Verlust hinnehmen musste. Im Berichtsjahr beträgt der Gewinn der Lebensversicherungs­ gesellschaft Elips Life AG trotz grosser Einzelschäden über 3,7 Mio. CHF. Der Gewinn der Elips Ver­sicherungen AG hat dank einem starken Irlandgeschäft rund 5,9 Mio. CHF erreicht. Der Schweizer Franken hat sich gegenüber dem Euro im Berichtsjahr weiter verstärkt (von 1.23 auf 1.20 CHF zum Euro) und entsprechend das Ergebnis geringfügig belastet. Das Krankenkassengeschäft in Irland zeigte sich im Berichtsjahr von einer versöhnlichen Seite. ­Dennoch muss weiter geprüft werden, wie weit sich dieses Geschäft auch z­ ukünftig profitabel betreiben lässt. Die ausgeprägten regulatorischen Änderungen und deren Auswirkungen sind täglich spürbar, da immer mehr Privatversicherte dem Markt wegen steigender Gesundheitskosten den Rücken kehren. Auch wenn dies ein globaler Trend ist, zeigt es sich gerade in stark entwickelten PMI-Märkten (Private Medical Insurance) als besonderes Problem, dem es ­nachhaltig entgegenzu­wirken gilt – mit neuen Versicherungslösungen und neuen Care Management-Modellen.


13

Kosten-Satz und Schaden-Kosten-Satz konsolidiert

Prämien und Schäden konsolidiert

242 %

453,0

531,7

545,7

655,9

in Mio. CHF

194 %

149 %

140 %

58 %

91 %

105,7

96 %

9 %

4 %

4 %

7,5

10,8

1,4

2010*

97 %

2011

2012

2013

2014

2009*

Verdiente Bruttoprämien Bruttoschäden (inkl. Veränderung Reserven)

2010*

Kosten-Satz

2011

2012

2013

2014

Schaden-Kosten-Satz

Bruttoprämien und Eigenkapital konsolidiert

in Mio. CHF

in Mio. CHF

563,4

Gesamtergebnis vor Ertragssteuern konsolidiert

665,2

2009*

2,2

3,2

3,6

139,8

97 %

12,3

336,5

7,4

2012

2013

2014

2009*

2010*

Eigenkapital Bruttoprämien

* 2009 und 2010 nur Elips Life AG, ab 2011 konsolidierte Werte

2011

2012

111,4

59,2

2011

19,4

2010*

10,8

2009*

9,3

–3,5 2,2

–2,9

12,2

–3,3

3,6

1,5

2013

128,0

4,0

2014


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

14

Konsolidierter Jahresbericht

3.1.2 | Anlagen, Eigenkapital, Solvenz Anlagen Zwei Faktoren beeinflussten den elipsLife Anlageertrag von 0,7 Mio. CHF per Ende 2014 hauptsächlich: •• Das Unternehmen ist vor allem im kurzfristigen Todesfallgeschäft und im Krankenkassen­ geschäft tätig. Dieses Geschäft verlangt nach kurzfristigen liquiden Anlagen, welche im bestehenden Zinsumfeld jedoch eine geringe Rentabilität erzielen. •• Die aktuelle Asset-Allokation konzentriert sich hauptsächlich auf Festgeldanlagen und Obligationen. Diese defensive Anlagestrategie ist bewusst gewählt, um das bestehende Risikokapital weitgehend dem sehr stark wachsenden Versicherungsgeschäft zur Verfügung zu stellen. Eigenkapital und Solvenz Das anhaltende Prämienwachstum bedingte auch im Berichtsjahr eine neuerliche Eigenmittel-­ Verstärkung. Die Alleinaktionärin Swiss Re legte deshalb 7,0 Mio. CHF zusätzliches Eigenkapital ein. Die Kapitalerhöhung von 7,0 Mio. CHF erfolgte beim Versicherungsträger Elips Life AG. 2014 stand auch im Zeichen der Vorbereitungen für Solvency II. elipsLife investierte viel Zeit in den Aufbau des Berichtswesens und in die Verbesserung des eigenen Risk Managements. Ziel ist es, die Einführung von Solvency II für einen qualitativen Sprung im Risk Management und im bewussten Umgang mit Risiken zu nutzen.

3.1.3 | Risiken Die Strategie von elipsLife blieb unverändert, das Unternehmen fokussierte auf das biometrische Risikogeschäft. Dies bedeutet, dass die versicherungstechnischen Risiken (Profitabilität der einzelnen Versicherungszweige) die grössten Risiken für elipsLife sind, weil das Unternehmen auch resultatmässig in hohem Masse davon abhängt. Dagegen sind die Schwankungen an den Kapitalmärkten für elipsLife weniger bedeutend als für Lebensversicherungsgesellschaften, die vor allem den Bereich Sparen abdecken. Erwähnenswert ist aber die Währungsabhängigkeit. Da rund 90 % des Prämienvolumens in Euro anfielen, war elipsLife dem Währungsschwankungsrisiko ausgesetzt. Die nur teilweise in Euro anfallenden Kosten (grösstenteils in CHF) verstärkten diesen Effekt. Hin­gegen erlaubte uns die möglichst währungskongruente Asset-Liability-Strategie, das bilanztechnische Risiko zu minimieren. elipsLife hat wegen ihrer starken Fokussierung auf rein biometrische Produkte gewisse Diversifikations-Risiken. Diesen wird durch eine geografische Diversifizierung sowie eine Diversifizierung im Bereich Mortalität und Invalidität begegnet. Der daraus folgenden teilweisen Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung und den damit verbundenen Risiken setzt elipsLife massgeschneiderte Rückversicherungsprogramme und möglichst diversifizierte Angebote für ihre Kunden entgegen.


15

Prämien und Schäden Kerngeschäft

in Mio. CHF

in Mio. CHF 148,3

Bruttoprämien konsolidiert

665,2

96,3

113,0

563,4

2010*

2011

2012

2013

2014

Schweiz/Liechtenstein Benelux Irland Übrige

2009*

2010*

10,8

7,5

2009*

2,2

10,8

1,4

2,2

3,6

3,6

3,2

31,9

52,2

64,5

336,5

2011

2012

2013

2014

Verdiente Bruttoprämien Bruttoschäden (inkl. Veränderung Reserven)

Bruttoprämien Kerngeschäft 2014

Vollzeitstellen per Ende Geschäftsjahr

Anteile nach Märkten

5 %

2 % 2 %

115 86 55

48 %

43 %

9 10 2009*

Schweiz Holland Belgien Liechtenstein Übrige

* 2009 und 2010 nur Elips Life AG, ab 2011 konsolidierte Werte

2010*

27 2011

2012

2013

2014


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Konsolidierter Jahresbericht

Im Bereich operationelle Risiken hat elipsLife im Berichtsjahr grosse Fortschritte erzielt. So wurden der konsequenten Erfassung und dem Monitoring grössere Aufmerksamkeit geschenkt und das ­interne Controlling aller Prozesse stark verbessert. Dies spiegelte sich in den internen Audits, die zu deutlich besseren Resultaten führten. Da elipsLife als junge Gesellschaft noch einige operative Risiken managen muss, ist die Anlage­ strategie bewusst konservativ ausgerichtet. Ereignisse nach Bilanzstichtag Am 15. Januar 2015 beschloss die Schweizerische Nationalbank, den Mindestkurs von 1.20 CHF pro Euro aufzuheben. Aufgrund des bestehenden Geschäftsanteils in Europa ist elipsLife in verschiede­ ner Hinsicht von diesem Entscheid betroffen. Die Werthaltigkeit der Nettoaktiven aus dem Euro-Geschäft von 60,0 Mio. CHF per 31. Dezember 2014 ist auf den neu geltenden Euro-Kurs anzupassen. Zudem wird sich der Gewinnbeitrag aus dem Euro-Raum für 2015 reduzieren. Die damit einher­gehende Reduktion der Zinssätze lässt auch weitere Gewinnreduktionen erwarten. Dies betrifft die erwartete ­Rendite auf den Anlagen und die potenzielle Auswirkung auf die Berechnung der technischen Reserven.

3.1.4 | Zukünftige Entwicklung In unseren Kernmärkten Schweiz/Liechtenstein sowie Benelux wird elipsLife auch 2015 wieder ­substanziell wachsen. Auch wenn die Euro-Abschwächung ein Teil des Wachstums vernichten wird, erwarten wir ein Wachstum im zweistelligen Millionenbereich. Dies wird mittelfristig zum Aufbau eines Portfolios beitragen, das auch grössere Schadenvolatilitäten gut absorbieren kann. Gleichzeitig wird versucht, trotz anhaltend grosser Investitionen in die IT-Infrastruktur, den Kosten-Satz nicht deutlich an­wachsen zu lassen. Die derzeitige Mittelfristplanung sieht deshalb über die nächsten Jahre weitere Kosten-Satz-Reduktionen im Kerngeschäft vor, die für elipsLife Preisvorteile im Markt schaffen und das zu­künftige Wachstum unterstützen werden. Die weiter zunehmenden Investitionen in unsere moderne IT-Infrastruktur werden unsere Produktivität steigern und auch sicherstellen, dass elipsLife die vom Shareholder erwartete Kapitalrendite langfristig erwirtschaftet. Vor diesem Hintergrund liegt die Priorität auf nachhaltigem und nicht auf möglichst schnellem Wachstum.


Zum dritten Mal in Folge: A.M. Best Rating A (a+)


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Konsolidierter Jahresbericht

3.2 | elipsLife im Markt 3.2.1 | Geschäftsmodell Es hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass elipsLife mit ihrem Geschäfts­ modell die Anforderungen der Zeit trifft. Zwei Faktoren sind entscheidend: die Fokussierung und der Gesamtlösungsansatz. Die Fokussierung auf das Kundensegment «Business», auf den euro­päischen Wirtschaftsraum und auf rein biometrische Produkte rund um Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie das Angebot von Gesamtlösungen entlang der länderspezifischen Sozialversicherungssysteme für sämtliche nicht staatlichen Versicherungsdeckungen bringen elipsLife Kunden grosse Vorteile. elipsLife analysierte vor einigen Jahren den Versicherungsmarkt und stellte dabei fest, dass Ver­ siche­rungskunden insbesondere fünf Faktoren an ihren Versicherungsgesellschaften bemängelten: die mangelnde Flexibili­tät, die Langsamkeit in der täglichen Zusammenarbeit, die fehlende Kunde­n­ orientierung, die schwache Innovationskraft und das Faktum, dass Versicherungen zwar viel ver­ sprechen, aber wenig halten und eher auf sich als auf Win-win-Situationen bedacht sind. Auf dieser Basis wurden die Ausrichtung und die Positionierung von elipsLife mit dem Ziel definiert, sich in den oben erwähnten ­Punkten gegenüber den Kunden nachhaltig zu profilieren. Durch die zunehmende Globalisierung sind Unternehmen in verschiedenen Fragen rund um ihr ­Personal vermehrt mit den Herausforderungen grenzüberschreitender Fragestellungen kon­frontiert. elipsLife ist für solche Fragen durch ihre europäische Verankerung in Liechtenstein und das interna­ tionale Know-how, über das die Firma verfügt, bestens gerüstet. Das elipsLife Geschäftsmodell unterscheidet sich vor allem in einem Punkt von jenem der Mit­­be­ werber: elipsLife koordiniert sämtliche Versicherungslösungen entlang der regional verschieden­en Sozialversicherungssysteme und bietet sie aus einer Hand und mit durchgängigen Systemen an. Dieses Vorgehen hat grosse Vorteile: Kurzfristige Unfall- und Krankheitslösungen werden von der Beratung bis hin zur Leistungserbringung optimal koordiniert, Kunden profitieren von einem ­durchgängigen Prozess und müssen die gleichen Daten nicht mehrmals verschicken. ­Über- res­­pek­ tive Unterdeckungen sind so leicht zu erkennen. Kunden kommt aber auch das interne Case Management von elipsLife zugute, das die optimale Reintegration von arbeitsunfähigen Personen in den Arbeitsprozess gewährleistet. Weitere Angebote wie Burn-out-Prophylaxe, Rückkehrgesprächstraining oder Schulung rund ums Thema Mobbing stehen elipsLife Kunden ebenfalls zur Verfügung. Schliesslich investiert die Firma in die Weiter­entwicklung des papierlosen Datenverkehrs von der Absenzenmeldung bis hin zum virtuellen ­Patien­tendossier. Dies erlaubt eine optimale Koordination der verschiedenen Deckungs­ ansprüche der Kunden. Nur eine nachhaltig entwickelte Kundenbeziehung ist für beide Seiten erfolgversprechend. Dies bedeutet, dass Transparenz und die elipsLife Unternehmenswerte (Flexibilität, Geschwindigkeit, ­Kundenorientierung, Partnerschaftlichkeit und Innovation) das Fundament einer erfolgreichen Kundenbeziehung bilden. Deshalb hat sich elipsLife diesen Werten konsequent verschrieben und ­versucht, sie auch in schwierigen und sich schnell ändernden Zeiten vorzuleben.


19

3.2.2 | Geschäftsumfeld Das Geschäftsumfeld von elipsLife wird derzeit von verschiedenen Faktoren geprägt: •• Wegen des anhaltend tiefen Zinsumfeldes mit substanziellen finanziellen Folgen auf Ver­ sicherungslösungen mit Zinsgarantien fokussieren die europäischen Lebensversicherer ­vermehrt auf das profitable biometrische Geschäft. •• Die damit einhergehende härtere Konkurrenz und die Verteuerung der Risikoprämien (wegen der tiefen Zinsen) bringen das Prämienniveau und die Produktionskosten massiv unter Druck. •• Demgegenüber steht eine leichte konjunkturelle Aufhellung mit höherer Arbeitsplatzsicherheit und leicht gesunkener Arbeitslosigkeit. Trotz verbesserter Arbeitsmarktsituation ist bei den ­Versicherungslösungen rund um krankheitsbedingten Lohnausfall eine steigende Schadenlast zu beobachten. Dies scheint nach den Krisenjahren ein Rebound-Effekt zu sein. Trotz dieses herausfordernden Umfelds konnte elipsLife im Berichtsjahr ihren Wachstumskurs ­e­rfolgreich weiterführen und den Gewinn steigern. Das marktspezifische Umfeld Eine härtere Konkurrenzsituation und Fokussierung auf biometrische Lösungen ist auch in den Kernmärkten Schweiz/Liechtenstein und Benelux festzustellen. Zudem schreitet die Liquidation bzw. Konsolidierung von Pensionskassen weiter voran. In der Schweiz und Liechtenstein führt die Konsolidierung bzw. Liquidierung von Pensionskassen zum Wachstum der qualitativ hochwertigen Sammelstiftungen und zu erhöhter biometrischer ­Risikofähigkeit. Grosse, teilautonome Sammelstiftungen gehen nun vermehrt in die volle Auto­ nomie, was den zugänglichen Gesamtmarkt kleiner werden lässt. Für mittelgrosse Sammel­ stiftungen und Pensionskassen ist derzeit die Rückdeckung aufgrund der Konkurrenzsituation zu sehr günstigen Konditionen erhältlich. Mittelgrosse Unternehmen ohne eigene Pensions­ kasse suchen bei Sammelstiftungen vermehrt eine durchwegs eigenständige Durchführung der Pen­sionspläne mit eigener Anlagestrategie und eigenem Deckungsgrad. Vor diesem Hintergrund muss die Zusammenarbeit mit modular aufgesetzten Sammelstiftungen mit dem Ziel ­intensiviert werden, umfassende und flexible Lösungen für KMU anzubieten. So lässt sich ­zukünftig das Rück­deckungsvolumen auf profitabler Basis steigern. In der Schweiz ist aufgrund der IV-Revision generell eine weitere Reduktion der IV-Fälle zu ­beo­bachten. Dies gilt auch für Liechtenstein, allerdings in geringerem Ausmass. In den Niederlanden konnte elipsLife ihre gute Position bei den Premium Pension Institutions (PPI) weiter ausbauen. Der Fokus auf biometrische Lösungen macht elipsLife zum idealen Partner der auf Verwaltung und Asset-Management ausgerichteten PPI. Dabei profitieren die PPI und elipsLife insbesondere auch von der Liquidation von Pensionskassen und dem Übergang vom Leistungs- zum Beitragsprimat. Die betroffenen Unternehmen suchen meist eine PPI-Lösung, da die Verwaltung und die biometrischen Versicherungslösungen zu einem attraktiven Preis und transparent an­geboten werden.


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Konsolidierter Jahresbericht

In den Niederlanden sind aufgrund einer gesetzlichen Änderung per 1. Januar 2015 die Vorsorgebeiträge für Saläranteile über 100 000 EUR nicht mehr für alle Deckungen steuerbefreit. Die Leistungserbringer sind hier gefordert, neue Lösungen zu erarbeiten. Das gesellschaftliche Umfeld Der demografische Trend zur Überalterung aufgrund tiefer Geburtenraten und der Sterblichkeits­ verbesserung geht unaufhaltsam weiter. Gemäss führenden Langlebigkeitsforschern steigt die Lebenserwartung in den Kernmärkten jedes Jahr um drei Monate – und dies seit bereits mehr als 100 Jahren. Ein Ende dieses Trends ist momentan nicht absehbar trotz weiterhin zunehmender ­Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit in der Bevölkerung. Der demografische Trend führt bei Festhalten des Pensionierungsalters gezwungenermassen auch zu einer Reduktion des Verhältnisses Arbeitstätige/Rentner. Schliesslich nimmt auch die Durchdringung der Gesellschaft mit Informationstechnologie, sozialen Netzwerken etc. laufend zu. Die Folgen dieser Entwicklungen sind für die Assekuranz von grosser Bedeutung: •• Der demografische Trend zur Überalterung unter Beibehaltung des bisherigen Pensionierungs­ alters führt zu schwerwiegenden Finanzierungsproblemen für Altersleistungen. Zudem sind die Arbeitstätigen immer weniger bereit und fähig, die Altersrenten mit ihren Beiträgen quer zu finanzieren. In der Schweiz ziehen sich denn auch einige namhafte Versicherungsgesellschaften von der Vollversicherung zumindest teilweise zurück. Speziell für grosse Unternehmen können Vollversicherungslösungen aufgrund des Preisdrucks nicht mehr profitabel angeboten werden. •• Die Versicherungsgesellschaften müssen den Gewohnheiten ihrer Kunden Rechnung tragen. Dies beginnt beim Marketing via Social Media und führt über die zielgerichtete Beratung zum Beispiel via Apps bis hin zur effizienten Informationsverarbeitung via Portale. •• Die zunehmende Informationsdichte hat aber auch ihre Kehrseite, muss man ja heute schon fast von Informationsverschmutzung mit einem ungeheuren Stresspotenzial vor allem für Mitarbei­tende sprechen. Die Unternehmen sind deshalb angehalten, Informationshygiene für die Mitarbeitenden einzuführen. elipsLife ist dem demografischen Druck wegen der Fokussierung auf biometrische Lösungen nur in geringem Masse ausgesetzt. Zudem ist das Unternehmen dank moderner IT-Infrastruktur für die kommenden Herausforderungen rund um Informationsbedürfnisse der Kunden gut gerüs­ tet und kann im Bereich Informationshygiene dank eines weit entwickelten Care Managements ­beratend unterstützen. Das makroökonomische Umfeld in Europa Das wirtschaftliche Umfeld in Europa ist weiterhin durch ein tiefes Zinsniveau geprägt. Daneben zeigt sich eine leichte konjunkturelle Aufhellung mit einer entsprechenden Reduktion der Arbeits­ losigkeit und einer verbesserten Arbeitsplatzsicherheit. Sozialversicherungssysteme der ersten und zweiten Säule sind weiterhin zunehmend gefordert, ihre Leistungsversprechen zu erbringen – vor allem auch hinsichtlich Langlebigkeit. Schliesslich zeitigen die von einer härteren Gangart ­zeugenden Mass­nahmen und Revisionen der Sozialversicherungssysteme bezüglich Arbeitsunfähigkeit/Invalidität erste Früchte.


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Die Konsequenzen dieser Entwicklungen zeigen sich vor dem Hintergrund, dass Versicherungs­ lösungen vor allem bei steigender/hoher Wohlfahrt nachgefragt werden, wie folgt: •• In diversen europäischen Märkten werden die Sozialversicherungssysteme wohl entlastet werden müssen. Dies bedeutet, dass auch die biometrischen Versicherungsbedürfnisse vermehrt von der staatlichen auf die betriebliche und individuelle Vorsorge verschoben werden. In den Niederlanden ist dies zum Beispiel für gewisse Invaliditätsdeckungen bereits erfolgt. In anderen Märkten ist der Druck auf die staatliche Säule immens und die Privatversicherer müssen bei einer Verschiebung der Verantwortung mit ihren Lösungen rasch bereit sein, um die sich daraus ergebenden Chancen optimal nutzen zu können. •• Das weiterhin tiefe Zinsumfeld führt gerade im Versicherungsumfeld zu einer weiteren ­Entflechtung von Sparen und Absichern. elipsLife ist aufgrund ihrer schnellen Reaktionszeiten in einer guten Ausgangslage, um die sich aus dem makroökonomischen Umfeld ergebenden Chancen zu nutzen. Das regulatorische Umfeld Das regulatorische Umfeld ist geprägt durch die intensive Vorbereitung auf die Einführung von Solvency II im Jahr 2016. Bei der Säule 1 haben Berechnungen zum Kapitalbedarf gezeigt, dass vor allem hohe örtliche Risikokonzentrationen sehr kapitalintensiv sind. Für einen optimalen Kapital­ einsatz oder die Mitigation von Risikokonzentrationen kommt dem selektiven Vertragsunderwriting und der optimalen Rückversicherung eine zentrale Rolle zu. Bezüglich der Säulen 2 und 3 sind die Versicherungsgesellschaften gefordert, die Steuerung des Unternehmens, das Risk Management und eine transparente Berichterstattung detailliert darzustellen und zu implementieren. Neben ­Solvency II ist generell eine zunehmende Regulierung zu beobachten, angefangen bei den Cou­r­ tagen bis hin zum Datenschutz. Die Folgen aus den Veränderungen im regulatorischen Umfeld zeichnen sich für die Assekuranz wie folgt ab: •• Die aufwändigen regulatorischen Vorgaben führen zwar teilweise zu mehr Qualität, aber auch zu deutlich höheren Verwaltungskosten. •• Der Kapitalbedarf zur Unterlegung des Versicherungsgeschäftes wird bei Einführung von ­Solvency II ansteigen und die Produktionskosten weiter erhöhen. •• Die zunehmende Komplexität regulatorischen Ursprungs und der wohl auch zunehmende ­Kapitalbedarf führen zu einer weiteren Konsolidierung in der Versicherungsindustrie. Die bestehende Strategie von elipsLife trägt diesen Faktoren bereits Rechnung. Mit einer entsprechend konsequenten Umsetzung und der erfolgreichen Implementierung der IT-Systeme in den kommenden Jahren wird elipsLife den Kostenvorteil gegenüber der Konkurrenz wahren und weiter ausbauen können.


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Konsolidierter Jahresbericht

3.2.3 | Internationale Präsenz

Hauptsitz Liechtenstein (Triesen) Kernmärkte Niederlassung Zürich, Schweiz Niederlassung Amsterdam, Niederlande Märkte Belgien Deutschland Irland (Cork) Luxemburg Malta Niederländische Antillen Norwegen Österreich Polen UK (England, Schottland, Wales) Zypern


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3.3 | Erfolgsgaranten elipsLife hat auch im Jahr 2014 ein glänzendes Geschäftsergebnis erzielen können. Eine Vielzahl von Faktoren hat zu diesem erfreulichen Resultat beigetragen: das erfolgreiche B2B-Geschäfts­ modell, welches die Zusammenarbeit mit professionellen Vertriebspartnern pflegt, die nachhaltig aufgestellte Organisation, welche effiziente und qualitativ hochstehende Abläufe zugunsten unserer Kunden sicherstellt, oder auch die Kundenverbundenheit, welche sich nicht zuletzt in einer stetig wachsenden Kundenzufriedenheit äussert. Dabei stehen die elipsLife Mitarbeitenden im Fokus, denn entscheidender Erfolgsfaktor sind und bleiben qualifizierte und engagierte Mit­ar­beitende. Ein zentraler Erfolgsfaktor waren im Berichtsjahr zudem auch neue Lösungen, die elipsLife im Markt propagierte. Wie zum Beispiel der Total-Solution-Ansatz, der den Kunden die Möglichkeit bietet, «KTG, UVG und BVG aus einer Hand zu beziehen».

3.3.1 | Die richtigen Mitarbeitenden an Bord holen In einem Commodity-Business wie dem Versicherungsgeschäft sind die Mitarbeitenden das Unterscheidungsmerkmal zur Konkurrenz und die Basis zum Erfolg. Deshalb ist es entscheidend, für das Unternehmen die richtigen Mitarbeitenden gewinnen zu können. Dabei sind nicht nur die fachlichen Qualifikationen von Bedeutung, sondern ebenso die Bereitschaft und die Fähigkeit der Mitarbei­ ten­den, sich mit den definierten Unternehmenswerten zu identifizieren und diese im Alltag auch zu leben. Vor diesem Hintergrund legt elipsLife grossen Wert darauf, die richtigen Mitarbeitenden auszuwählen und hat entsprechend den Einstellungsprozess in den letzten Jahren laufend optimiert. Heute ist ein Standard erreicht, der keine Vergleiche zu scheuen braucht. Oder wie es ein Bewerber ausdrückte: «Das Auswahlverfahren bei elipsLife ist schneller, intensiver und eindeutig umfassender als der Benchmark.» Auf alle Rekrutierungskanäle setzen Konsequent werden alle verfügbaren Rekrutierungskanäle – aktive und passive – genutzt, um eine grösstmögliche Zahl von Kandidatinnen und Kandidaten erreichen zu können. Bei den passiven ­Kanälen erfolgen Inserate-Ausschreibungen nicht nur auf der elipsLife Website und den relevanten Stellenvermittlungs-Portalen, sondern Inserate werden auch in den sozialen Netzwerken Linkedin, Xing, Facebook oder Twitter aufgeschaltet. Auf den aktiven Kanälen erfolgt die Suche nach passenden Kandidatinnen und Kandidaten über das gezielte Scannen der sozialen Netzwerke Linkedin und Xing sowie über das aktive Angehen von persönlichen Netzwerken der elipsLife Linienverantwort­ lichen. Für die Suche nach Bewerbungen auf Stufe Senior Management oder für andere Schlüsselpositionen erteilt das Unternehmen professionellen Stellenvermittlern Mandate. Solche Executive Search-Aufträge erfolgen auf Erfolgs- oder Mandatsbasis. Entscheidend dabei ist, den Rekrutierungsprozess rasch, effizient und dennoch mit der notwendigen Tiefe durchzuführen. Erreicht wird dies durch einen straff organisierten Prozess. Von Unter­­­nehmensseite ist ein heterogenes Teilnehmerfeld in den Selektionsprozess involviert, um ein möglichst breites Bild von den Kandidatinnen und Kandidaten zu bekommen. Generell ist die ­Management-Beteiligung sehr hoch, GL-Mitglieder spielen bei vielen Rekrutierungen eine aktive Rolle. Ziel ist es, die Erwartungen und Anforderungen von beiden Seiten, Stellensuchenden und Unter­


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

24

Konsolidierter Jahresbericht

nehmung, so klar wie irgend möglich auszuloten. Stichworte dazu sind ­Firmenkultur, Unternehmenswerte, Stelleninhalte, Qualifikationen oder auch organisatorische Elemente. Das etwas andere Bewerbungsgespräch Die Bewerbungsinterviews sind klar strukturiert und werden durch Experten mit entsprechend langjähriger Erfahrung durchgeführt. Dabei werden auch mit Out-of-the-box-Fragen Bereiche ­angesprochen, die zuverlässige Rückschlüsse auf den Mindset und die Persönlichkeit der Bewerbenden zulassen. Es ist durchaus die Absicht, im Gespräch allfällige «schlafende Hunde» zu wecken. Die ­Human Resources-Abteilung von elipsLife erhält für diese Gespräche durchwegs positive ­Kommentare, da sie auch für die Bewerbenden neue Facetten aufdecken. Ein effizienter, offener und umfassender Bewerbungsprozess liegt im Interesse sowohl des ­Un­ternehmens als auch der Jobinteressenten: Es gilt, die Erwartungshaltung auf beiden Seiten offen­zulegen und sie mit den gegebenen Fakten abzugleichen.

1336

142

45

Bewerbende

Erstrunden-Interviews

Offene Stellen

3,2 Erstrunden-Interviews pro Vakanz

elipsLife führt die Bewerbungs­gespräche konsequent transparent und ehrlich durch und erreicht dadurch sowohl eine tiefe ­Quote bei Fehlrekrutierungen wie auch eine tiefe Abwanderungsrate: Das Schaffen klarer Verhältnisse im Bewerbungsgespräch vermag spätere Enttäuschungen weitestgehend auszuschliessen. elipsLife setzt alles daran, mit einem optimalen Bewerbungsprozess die richtigen Kolleginnen und Kollegen an Bord zu holen. Dass dies in den letzten Jahren erfolgreich getan wurde, beweist die hohe Zahl qualifizierter und bewährter Führungs- und ­Fachkräfte sowie junger High Potentials, die für das Unternehmen gewonnen werden konnten.

3.3.2 | Total-Solution-Ansatz elipsLife bietet ihren Kunden Verbundlösungen rund um die finanziellen Folgen von Krankheit und Unfall, wobei die Fokussierung auf biometrische Lösungen massgeschneiderte Produkte erlaubt. Der Total-Solution-Ansatz bringt den Kunden entlang der Wertschöpfungskette diverse Vorteile. Unabhängig vom Sozialversicherungs­system im jeweiligen Zielmarkt kann elipsLife ein zusammenhängendes und koordiniertes Lösungspaket anbieten, das weder Deckungslücken noch Über­ versicherung beinhaltet.


25

Dieser Ansatz erlaubt es, den Zielkunden ein massgeschneidertes Lösungspaket mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Die Vertrags- und insbesondere die Leistungsabwicklung ­kommen aus einer Hand. So wird zum Beispiel eine versicherte Person mit anfänglicher ­Arbeits­unfähigkeit und anschliessender Invalidität durchgängig von den gleichen Ansprech­ personen ­betreut – bezüglich finanzieller Leistungen wie auch hinsichtlich Case Management. Die Prozesse und IT-Systeme sind darauf ausgerichtet, die Vertrags- und Leistungsdaten durch­ gängig zu unterstützen. Dies ist für die Kunden und für elipsLife ein Effizienzgewinn. Die über die Zeit ­konstante und durch die gleiche Person erbrachte Betreuung erlaubt ausserdem ein deutlich besseres Verständnis eines Leistungsfalls, zumal zum Beispiel beim Übergang von der Arbeits­ un­fähigkeit zur Invalidität kein Informationsverlust ­entsteht. In diesem Bereich ist elipsLife als ­Lebensversicherungsgesellschaft einzigartig aufgestellt. Damit die Firma die Verbundlösungen auch zu attraktiven Preisen anbieten kann, fokussiert elipsLife bei den Zielkunden auf Unternehmen, Pensionskassen und Affinity-Gruppen. Die Zielkunden setzen

sich also aus Personen mit gleichwertigem Risikoprofil und gleichwertigen Bedürfnissen zusammen. Der B2B-Vertrieb über Broker erlaubt es, mit tiefen Marketingkosten zu operieren und die Versicherungs­lösung dank der Bündelung der erwähnten Kundensegmente zu multiplizieren und günstig zu produzieren. Nachdem elipsLife zum Beispiel in der Schweiz bereits Kunden für sämtliche Risiken rund um Krankheit und Unfall im Rahmen von KTG, UVG und BVG versichert, haben einige Vertriebspartner damit begonnen, ihre eigene Beratung und Wertschöpfung auch auf Verbundlösungen auszurichten. Die umfassende Beratung macht für den Kunden und den Broker Sinn und erlaubt dem Broker meist ein Cross-Selling seiner Wertschöpfung im bisherigen Kundenstamm. elipsLife richtet als fokussierter Nischenplayer ihr Augenmerk zukünftig auf den weiteren Ausbau der Dienstleistungen am Kunden. Zum Beispiel soll den Informationsbedürfnissen der ­Kunden mit modernen IT-Plattformen Rechnung getragen werden. Zudem will elipsLife getreu ihrer Unter­ nehmenskultur die Kunden auch bei Veränderungen in den Kernmärkten mit flexiblen und ­mass­geschneiderten Lösungen unterstützen. Dieses Bedürfnis taucht zum Beispiel in den Nieder­ landen aktuell immer wieder auf. elipsLife stellt in sämtlichen Märkten, dem claim «your insurance» folgend, den Menschen in den Mittelpunkt, bietet bedürfnisgerechte und preiswerte Verbundlösungen an und will für alle Beteilig­ ten eine Win-win-Situation erreichen. Der Total-Solution-Ansatz spielt dabei eine zentrale Rolle. ­Er erlaubt, die Bedürfnisse der Kunden optimal abzudecken. elipsLife erzielt auf diese Weise eine ­nachhaltige Wertschöpfung für ihre Kunden. Und dies stellt die Basis für eine anhaltend erfolgreiche Entwicklung von elipsLife in Europa dar.


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Konsolidierter Jahresbericht

3.4 | Corporate Governance Die von elipsLife definierten Strukturen und Prozesse sollen die Führung des Unternehmens im Sinne einer guten Corporate Governance sicherstellen und eine effiziente Zusammenarbeit von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ermöglichen. Elips Life AG und Elips Versicherungen AG stehen unter der Aufsicht der liechtensteinischen FMA (Finanzmarktaufsicht) und sind daher deren aufsichtsrechtlichen Standards bezüglich Corporate Governance verpflichtet.

3.4.1 | Gruppenstruktur Alleinige Aktionärin der Elips Life AG ist die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG, ­Zürich. Elips Versicherungen AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Elips Life AG. Letztere verfügt über Niederlassungen in der Schweiz (Zürich), den Niederlanden (Amstelveen) und auf den Niederländischen Antillen (Curaçao).

3.4.2 | Organisation Verwaltungsrat Gemäss den Statuten besteht der Verwaltungsrat aus mindestens drei Mitgliedern. Die Amtszeit beträgt jeweils ein Jahr, wobei eine Wiederwahl zulässig ist. Die bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrats, Jean-Jacques Henchoz, Jos Cobben, Bruce Hodkinson, Claudia Cordioli und Julien Descombes, wurden an der Generalversammlung wiedergewählt. Der Verwaltungsrat wird weiterhin von Jean-Jacques Henchoz präsidiert. Als Vize-Präsident amtet Jos Cobben. Der Verwaltungsrat deckt in dieser Zusammensetzung sowohl hinsichtlich Kompetenz als auch internationaler Erfahrung ein sehr breites Spektrum ab. Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrats sind für Swiss Re tätig und daher mit dem Geschäft von elipsLife bestens vertraut. Die Zusammensetzung des Verwaltungsrats der Elips Versicherungen AG ist aus Effizienzgründen identisch mit jenem der Muttergesellschaft Elips Life AG. Aufgrund seiner überschaubaren Grösse wird im Ver­ waltungsrat auf die Bildung von Komitees verzichtet. Im Verwaltungsrat sind nur Mitglieder vertreten, welche nicht mit der Geschäftsführung von elipsLife betraut sind. Die Gewaltentrennung zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung und die er­­for­ derliche Unabhängigkeit des Verwaltungsrats sind damit gewährleistet. Der Verwaltungsrat fasst seine Beschlüsse mit einfachem Mehr. Der Verwaltungsrat hat in Übereinstimmung mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen die ­Geschäftsführung an die Geschäftsleitung delegiert. Der Verwaltungsrat bleibt insbesondere für die folgenden Aufgaben zuständig: •• Oberleitung der Gesellschaft und die Erteilung der nötigen Weisungen •• Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle sowie der Finanzplanung


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•• Ernennung und Abberufung der Mitglieder der Geschäftsleitung •• Festlegung der Geschäftsstrategie •• Festlegung der Organisation •• Bestimmung der Höhe der variablen Bezüge von Geschäftsleitungsmitgliedern •• Oberaufsicht über die mit der Geschäftsführung betrauten Personen, namentlich im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen Der Verwaltungsrat hat sich im Berichtsjahr zu fünf ordentlichen Sitzungen getroffen. Die Mitglieder der Geschäftsleitung nehmen in der Regel für Traktanden, welche den Geschäftsverlauf betreffen, an den Sitzungen des Verwaltungsrats teil, haben aber kein Stimmrecht. Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: •• Reto Toscan, CEO •• Christian Jaggy, CSO •• Ralf Hardegger, COO •• Kaspar Weiss, CIO •• Alberto Franceschetti, CFO (Eintritt per 1. Juni 2014) Die Geschäftsleitung trifft sich in der Regel alle zwei Wochen zu einer Sitzung, an der auch der Head HR & Central Services beisitzend teilnimmt. Revisionsstelle Die externe Revisionsstelle übernimmt sämtliche Prüfungen, die vom Gesetz und den Statuten vorgeschrieben sind. Die Revisionsstelle wird von der Generalversammlung jeweils für ein Jahr gewählt. Die Aktionäre haben anlässlich der Generalversammlung vom 15. April 2014 Pricewaterhouse­Coopers AG, Zürich (PwC) als Revisionsstelle bestätigt. PwC hat für elipsLife eine zusätzliche Prüfung ausgeführt, wobei diese sowohl vom Inhalt als auch vom Umfang her keinen Einfluss auf die Unabhängigkeit der Revisionsstelle hatte. Beratungs­ mandate wurden von PwC weder für die Elips Life AG noch die Elips Versicherungen AG ausgeführt.

3.4.3 | Compliance Integrität im Geschäftsverkehr elipsLife bekennt sich zur umfassenden Integrität sowie zur Einhaltung aller Gesetze und internen Vorschriften. elipsLife erwartet auch von ihren Mitarbeitenden, dass sie Verantwortung für ihr Handeln übernehmen, Rücksicht auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt nehmen, Regeln befolgen und Verstösse melden. Die Grundsätze zur Integrität im Geschäftsverkehr sind im Code of Conduct festgehalten.


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Konsolidierter Jahresbericht

Internes Regelwerk und Compliance-Prozess Die Compliance-Funktion erlässt Richtlinien und Vorgaben, schult die Mitarbeitenden und prüft die Einhaltung der Anforderungen entsprechend dem Compliance Charter. Die Tätig­keitsbereiche sowie die konkreten Aufgaben von Compliance werden auf der Basis einer regel­mässigen Überprüfung der Compliance-Risiken definiert. Alle neu eintretenden Mitarbeitenden ­werden im Rahmen eines umfassenden Programms auch in Bezug auf die geltenden internen ­Richtlinien und Vorgaben geschult. Im Berichtsjahr wurde die Compliance-Funktion mit der An­stellung eines ausschliesslich für die Niederlassung in den Niederlanden zuständigen Compliance ­Officers weiter gestärkt. Geldwäscherei Als Finanzintermediärin unterliegt die Elips Life AG den Geldwäschereivorschriften des Fürstentums Liechtenstein. Ausgenommen hiervon ist das Geschäft der Niederlassungen in Zürich, Amstelveen und Curaçao, für welche das lokale Recht massgebend ist. Das konkrete Risiko, dass Produkte von elipsLife zum Zweck der Geldwäscherei missbraucht werden, ist allerdings sehr gering, da sich reine Risikoprodukte hierfür nicht eignen. Korruptionsbekämpfung elipsLife toleriert keine Korruption und hat entsprechende interne Verhaltensrichtlinien für sämtliche Mitarbeitende erlassen.

3.4.4 | Risikomanagement Massgebliche Risiken werden im Rahmen eines strukturierten Prozesses identifiziert und bewertet. Der Verwaltungsrat wird regelmässig über Risiken, Ergebnisse der Risikobewertung und ­Modellierung sowie die daraus resultierenden Massnahmen orientiert. Die schriftlich festgehaltenen Grundsätze zur Risikopolitik wurden im Berichtsjahr komplett ­über­arbeitet. Die Überwachung der Risiken obliegt neu dem Risiko Management Committee, ­ welchem ­neben dem Risk Officer die gesamte Geschäftsleitung sowie der Head Legal & ­Compliance angehören.

3.4.5 | Interne Revision Die Funktion der internen Revision wird durch das Group Internal Audit der Swiss Re ausgeübt. ­elipsLife kann in diesem Bereich vom grossen Know-how und der Professionalität der Swiss Re ­Gruppe profitieren. Zudem schafft die organisatorische und räumliche Trennung der Prüfer eine stärkere Unabhängigkeit der internen Revision. Die Berichterstattung erfolgt direkt an den ­Verwaltungsrat von elipsLife.


29

3.5 | Solvency-II-Update Das Berichtsjahr stand aus regulatorischer Sicht wiederum im Zeichen von Solvency II. Die Inkraftsetzung des neuen europäischen Regelwerks für die Versicherungsaufsicht per 1. 1. 2016 (einige Bestimmungen bereits per 1. 9. 2015) zwingt die Aufsichtsbehörden sowie die Versicherungsunter­ nehmen dazu, die erforderlichen Vorbereitungen zügig an die Hand zu nehmen. Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat am 16. September 2014 den Entwurf für ein totalrevidiertes Ver­sicherungsaufsichtsgesetz (sowie die Abänderung dazugehöriger Nebenerlasse) in die Ver­nehm­ lassung gegeben. Der Landtag wird das Gesetz in der ersten Hälfte 2015 beraten und verabschieden. Aus Sicht von elipsLife enthält das neue Gesetz keine Änderungen, mit welchen man nicht gerechnet hätte. Das heisst, dass sich das Gesetz eng an die europäischen Vorgaben hält. Ergänzt wird die nationale Umsetzungsgesetzgebung durch eine Vielzahl europäischer Leitlinien und technischer Standards. Dieses insgesamt komplexe Regelwerk lässt den nationalen Aufsichtsbehörden bei der Umsetzung von Solvency II einen relativ engen Spielraum. Es bleibt abzuwarten, inwiefern Solvency II in der praktischen Anwendung noch als prinzipienbasiertes System bezeichnet werden kann, wie dies ursprünglich angedacht war. Wie schon im Vorjahr hat elipsLife im Berichtsjahr das Governance-System überprüft und an die Solvency-II-Anforderungen angepasst. Der Verwaltungsrat beschloss eine Ergänzung des Organi­ sationsreglements (der sogenannten By-Laws) von elipsLife, indem beispielsweise die Zuständigkeiten für den «Own Risk and Solvency Assessment Report» (ORSA), den «Solvency and Financial Condition Report» (SFCR) und den «Regulatory Supervisory Report» (RSR) festgelegt wurden. Der ORSA-Bericht 2014 wurde im Berichtsjahr dem Verwaltungsrat sowie der FMA zugeleitet. Ferner wurde das Risk Management weiter gestärkt, indem vom Verwaltungsrat eine revidierte Risk Policy sowie neue Risk Management Standards erlassen wurden, dies flankiert durch die Schaffung eines Risk Management Committees. Auch im quantitativen Bereich (Säule I) hat elipsLife die erforderlichen Vorbereitungen für Solvency II weiter vorangetrieben. Mit der Unterstützung einer externen Beratungsfirma wird elipsLife ein ­mathematisches Programm für die Berechnung der Standardformel einführen, um die geforderte Kapitalausstattung (das sog. Solvency Capital Requirement) ausweisen und dokumentieren zu können. Die Implementierung erfolgt auf Basis versicherungstechnischer Module für die Leben- sowie für die Kranken- und Invaliditätsversicherung. Im gleichen Zuge werden die erforderlichen Reporting-Prozesse entwickelt, um die «Quantitative Reporting Templates» (QRT) sowie die begleitenden Berichte («Narrative Reports») zu erstellen und der Aufsichtsbehörde einzureichen. Sämtliche Vorbereitungen koordiniert das Solvency-II-Projektteam. Durch klare Meilensteine wird sichergestellt, dass der Zeitrahmen eingehalten wird. Der Verwaltungsrat sowie die FMA werden über den Stand der Vorbereitungen auf dem Laufenden gehalten.


Die Qualit채t der elipsLife Mitarbeitenden als Basis des Erfolgs


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Konsolidierte Jahresrechnung

4 Konsolidierte Jahresrechnung

4.1 | Konsolidierte Bilanz Aktiven (in CHF) A. Immaterielle Anlagewerte

I. Aufwendungen für die Errichtung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes

IV. Sonstige immaterielle Anlagewerte

B. Kapitalanlagen

31.12.2013 4 258 693

328 322

322 331

9 933 632

3 936 362

157 934 029

139 104 260

127 336 902

97 557 564

III. Sonstige Kapitalanlagen

2.

6. Einlagen bei Banken

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

D. Andere Forderungen

31.12.2014 10 261 954

30 597 127

41 546 696

308 334 761

273 872 186

27 899 913

12 231 598

279 880 878

260 791 288

I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

1.

gegen Versicherungsnehmer c) gegen andere Versicherungsnehmer

2. gegen Versicherungsvermittler

c) gegen andere Versicherungsvermittler

III. Sonstige Forderungen

3. gegen andere Schuldner

E. Sonstige Vermögensgegenstände

I. Sachanlagen (ausser Grundstücken und Bauten) und Vorräte

II. Laufende Guthaben bei Banken, Postscheckguthaben, Schecks und Kassenbestand

IV. Andere Vermögensgegenstände

F. Rechnungsabgrenzungsposten

I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten

III. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

Total Aktiven

553 970

849 300

79 605 655

79 363 318

2 009 641

1 737 627

77 595 014

77 624 691

1 000

1 000

1 781 877

1 508 043

1 277 628

1 188 992

504 249

319 051

557 918 277

498 106 499


33

Passiven (in CHF)

31.12.2014

31.12.2013

128 018 898

111 384 713

1. Gezeichnetes Kapital

12 400 000

12 400 000

II. Organisationsfonds

10 100 000

10 100 000

96 800 000

89 800 000

A. Eigenkapital

I. Eingefordertes Kapital

III. Kapitalreserven

IV. Gewinnreserven

1. Gesetzliche Reserve V. Verlustvortrag

VI. Jahresgewinn

D. Versicherungstechnische Rückstellungen

24 391

14 875

—939 679

—6 137 448

9 634 185

5 207 286

259 688 892

221 330 798

I. Prämienüberträge 1. Bruttobetrag

2. Davon ab: Anteil der Rückversicherer

201 092 616

195 906 122

—100 798 066

—97 953 061

II. Deckungsrückstellung 1. Bruttobetrag

2. Davon ab: Anteil der Rückversicherer

2. Davon ab: Anteil der Rückversicherer

248 511 179

222 596 779

—120 287 076

—109 457 692

IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung

1. Bruttobetrag

2. Davon ab: Anteil der Rückversicherer

V. Schwankungsrückstellung

7 279 357 —3 544 452

III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

1. Bruttobetrag

33 365 056 —16 246 468

26 770 960

12 246 335

—13 385 480

—6 123 168

201 897

74 419

VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

1. Bruttobetrag

928 548

612 315

—464 274

—306 157

F. Andere Rückstellungen

4 702 183

5 112 157

II. Steuerrückstellungen

1 240 501

2 111 304

3 461 682

3 000 853

163 553 758

159 326 489

9 688 156

30 651 908

97 514 927

127 436 151

55 199 847

17 197

2. Davon ab: Anteil der Rückversicherer

III. Sonstige Rückstellungen

H. Andere Verbindlichkeiten

I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

3. gegenüber anderen Gläubigern

II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.

gegenüber verbundenen Unternehmen

V. Sonstige Verbindlichkeiten

1.

Verbindlichkeiten aus Steuern

2.

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit

5. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern

I. Rechnungsabgrenzungsposten Total Passiven

Als verantwortlicher Aktuar von elipsLife bestätige ich, dass die in der Bilanz per 31.12.2014 ­aufgeführten versicherungstechnischen Rückstellungen nach den hierfür geltenden gesetzlichen Vorschriften und anerkannten versicherungsmathematischen Grundlagen gebildet sind. Peter Ziswiler | Verantwortlicher Aktuar | Triesen, 2. April 2015

404 084

——

746 744

1 221 233

1 954 545

952 342

557 918 277

498 106 499


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

34

Konsolidierte Jahresrechnung

4.2 | Konsolidierte Erfolgsrechnung Erfolgsrechnung (in CHF)

2014

2013

II. Versicherungstechnische Rechnung 1. Verdiente Prämien für eigene Rechnung

327 397 479

272 831 603

a) Gebuchte Bruttoprämien

665 246 582

563 387 426

b) Abgegebene Rückversicherungsprämien

—333 419 256

—281 697 381

c) Veränderung der Brutto-Prämienüberträge

—9 363 210

—17 716 883

d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Brutto-Prämienüberträgen

4 933 363

8 858 441

762 192

340 332 339 717

2. Erträge aus Kapitalanlagen

c) Laufende Erträge aus anderen Kapitalanlagen

716 967

e) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen

45 225

615

16 609 438

12 697 046

—258 626 575

—227 170 736

aa) Bruttobetrag

—473 686 381

—297 684 480

232 005 040

146 722 765

—29 561 859

—150 521 645

4. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 5. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

a) Zahlungen für Versicherungsfälle bb) Anteil der Rückversicherer

b) Veränderung Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

aa) Bruttobetrag

bb) Anteil der Rückversicherer

12 616 625

74 312 624

—13 806 975

—2 446 240

—26 348 970

—4 372 592

12 830 992

2 149 481

—288 997

—223 130

—10 770 796

—5 465 743

—40 207 738

—36 037 246

—38 832 205

—34 541 905

b) Verwaltungsaufwendungen

—1 375 533

—1 495 342

9. Aufwendungen für Kapitalanlagen

—204 441

—135 395

—203 768

—135 219

6. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen

a) Veränderung der Deckungsrückstellung

aa) Bruttobetrag

bb) Anteil der Rückversicherer

b) Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen

7. Aufwendungen für erfolgsabh. und -unabhängige Prämienrückerstattung für eigene Rechnung 8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung a) Abschlussaufwendungen

a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und Zinsaufwendungen

c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen

11. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 14. Ergebnis der versicherungstechnischen Rechnung

—673

—176

——

—497 514

21 152 583

14 116 107

21 152 583

14 116 107

III. Nichtversicherungstechnische Rechnung 2. Ergebnis der versicherungstechnischen Rechnung für die Schaden- und Lebensversicherung 7. Sonstige Erträge aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8. Sonstige Aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14. Sonstige Steuern 15. Jahresgewinn

2 555

——

—8 653 294

—6 613 773

12 501 844

7 502 333

—2 679 649

—2 185 624

—188 009

—109 423

9 634 185

5 207 286


35

4.3 | Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung 4.3.1 | Grundsätze der Rechnungs­legung Rechnungslegung elipsLife erstellt ihre konsolidierte Jahresrechnung gemäss den Vorschriften der am jeweiligen ­Bilanzstichtag gültigen ­Fassung des liechtensteinischen Personen- und Gesellschaftsrechts (PGR) vom 20. Januar 1926 sowie den V ­ or­schriften des Gesetzes vom 6. Dezember 1995 betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen ­(Versicherungsaufsichtsgesetz; VersAG) und der Verordnung vom 17. Dezember 1996 zum Gesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsverordnung; VersAV). Konsolidierungskreis Stichtag für die Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung von elipsLife ist der 31. Dezember. Dieses Datum entspricht ebenfalls dem Bilanzstichtag sämtlicher einbezogenen Gesellschaften. Die konsolidierte Jahresrechnung von elipsLife umfasst sämtliche Aktiven, Passiven, Erträge und Aufwendungen der ­ Elips Life AG und ihrer Tochtergesellschaft Elips Versicherungen AG, wobei alle Geschäftsbeziehungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften in der Bilanz und in der Erfolgsrechnung eliminiert werden. elipsLife bietet Personen- und Lebensversicherungen an. Die Darstellung der konsolidierten Erfolgsrechnung folgt im Sinne einer einheitlichen Darstellung dem Kontoplan für die Lebensversicherungsgesellschaft. Der Buchwert des Anteils an verbundenen Unternehmen wird mit dem entsprechenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. BETEILIGUNGEN Firma

2014

2013

Elips Versicherungen AG

Elips Versicherungen AG

Versicherung

Versicherung

100 %

100 %

Tätigkeit Kapitalanteil

elipsLife ist Teil der Swiss Re Gruppe und wird in die konsolidierte Jahresrechnung der Schweizerischen ­Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Zürich (SRZ) einbezogen. Die konsolidierte Jahresrechnung der SRZ-Gruppe ist unter folgender Adresse erhältlich: Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG | Mythenquai 50 / 60 | Postfach | 8022 Zürich | Schweiz www.swissre.com


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Konsolidierte Jahresrechnung

Grundlagen für die Umrechnung in CHF Die Fremdwährungspositionen der Bilanz werden zum Kurs des Bilanzstichtages, die Fremdwährungspositionen der ­Erfolgsrechnung zum Jahresmittelkurs in Schweizer Franken umgerechnet. Realisierte Währungskursgewinne und ­-verluste werden saldiert in der Erfolgsrechnung unter Sonstige Erträge bzw. Sonstige Aufwendungen ausgewiesen. Für unrealisierte Währungskursgewinne werden Rückstellungen gebildet. Folgende Kurse wurden für die Umrechnung in CHF verwendet: Bilanz

Erfolgsrechnung

31.12.2014

31.12.2013

2014

2013

EUR / CHF

1.2023

1.2254

1.2152

1.2308

USD / CHF

0.9935

0.8892

0.9122

0.9286

GBP / CHF

1.5491

1.4725

1.5057

1.4492

Durch das kaufmännische Runden auf ganze Frankenbeträge können bei Tabellen im Anhang Rundungsdifferenzen ­entstehen.

4.3.2 | Bewertungsmethoden Immaterielle Anlagewerte Immaterielle Anlagewerte umfassen aktivierte Aufwendungen für die Errichtung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs sowie sonstige immaterielle Anlagewerte. Erstere umfassen Gründungskosten, Emissionsabgaben sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Aufbau der Marke elipsLife (insbes. Bildrechte und Lizenzen). Letztere beinhalten gekaufte und selbst entwickelte Softwarelösungen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der kumu­ lierten planmässigen Abschreibungen. Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung unternehmensspezifischer Softwarelösungen werden aktiviert, wenn die Realisierbarkeit gegeben, ein zukünftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und die Kosten verlässlich ­bestimmbar sind. Sie beinhalten Lohn- und Lohnnebenkosten für Angestellte, die direkt mit der Softwareentwicklung beschäftigt sind, sowie anteilige Verwaltungsgemeinkosten. Es kommen folgende Abschreibungssätze zur Anwendung: Nutzungsdauer

Abschreibungssatz

Aufwendungen für die Errichtung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs

5 Jahre

20 %

Aufwendungen für den Erwerb von Versicherungsbeständen

5 Jahre

20 %

Sonstige immaterielle Anlagewerte

4 Jahre

25 %

Die Werthaltigkeit wird jährlich überprüft und bei Bedarf werden zusätzliche bzw. ausserplanmässige Abschreibungen zulasten der Erfolgsrechnung vorgenommen. Sonstige Kapitalanlagen Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungs- und Rückzahlungswert wird unter der Anwendung der Effektivzins­ methode über die Restlaufzeit des Wertpapiers amortisiert. Zusätzliche bzw. ausserplanmässige Wertberichtigungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.


37

Andere Forderungen Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückver­ sicherungsgeschäft sowie sonstige Forderungen werden zum Nominalwert abzüglich allfälliger Einzelwertberichtigungen bewertet. Sonstige Vermögensgegenstände Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Es kommen folgende Abschreibungssätze zur Anwendung: Nutzungsdauer Mobiliar

Abschreibungssatz

10 Jahre

10 %

Hardware / Equipment

4 Jahre

25 %

Innenausbau

5 Jahre

20 %

Laufende Guthaben bei Banken, Postscheckguthaben und der Kassenbestand werden zum Nominalwert bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nominalbetrag ausgewiesen. Versicherungstechnische Rückstellungen Die versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten die am Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen aus den ­eingegangenen Versicherungsverträgen. Sie werden auf der Basis versicherungsmathematischer Grundsätze gebildet und gewährleisten, dass elipsLife alle ihre aus Versicherungsverträgen resultierenden Verpflichtungen erfüllen kann. Lebensversicherung: Die Deckungsrückstellung umfasst den versicherungsmathematisch errechneten Wert der Ver­pflich­ tungen von elipsLife einschliesslich der bereits zugeteilten Überschussanteile abzüglich der Summe der Barwerte der nach dem Bilanzstichtag fälligen Prämien. Die Berechnung erfolgt einzelvertraglich auf der Grundlage­­anerkannter versicherungsmathematischer Methoden. Die Deckungsrückstellungen werden für Verträge in der Schweiz und Liechtenstein in der Regel gemäss BVG 2010 mit einem technischen Zins von 1 % berechnet. Für Verträge in Belgien, in den Niederlanden, in Luxemburg und auf den Antillen kommt das KAZO-Modell (für Invalidität) bzw. GBM/V 2010-60 (für Todesfalldeckungen) zur Anwendung. Die Leistungen werden dabei mit risikolosen Zinskurven bewertet. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird grundsätzlich für jeden Versicherungsfall einzeln berechnet. Die Höhe des rückzustellenden Betrages bemisst sich für jeden Versicherungsfall nach der den Begünstigten geschuldeten Summe zuzüglich der Regulierungsaufwendungen. Bis zum Bilanzstichtag bereits gezahlte Beträge werden abgezogen. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden aufgrund von Schätzungen basierend auf der Erfahrung und den Verzögerungen in der Schadenmeldung in die Berechnung einbezogen. elipsLife unterscheidet zwei Kategorien von Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle: •• Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle, die jedoch noch nicht definitiv abgewickelt sind («reported but not yet settled»; RBNS-Rückstellung) •• Rückstellungen für eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle («incurred but not reported»; IBNR-Rückstellung)


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Konsolidierte Jahresrechnung

Sachversicherung: Die Prämienüberträge umfassen jenen Teil der gebuchten Prämien, der auf die Zeit nach dem Bilanz­stichtag entfällt. Die Prämienüberträge werden grundsätzlich für jeden Versicherungsvertrag einzeln berechnet. In ­Ausübung des Wahlrechts von VersAV Anhang IV Ziff. 8 werden Abgrenzungen von Aufwendungen für den Ab­ schluss von Versicherungsverträgen von den Prämienüberträgen in Abzug gebracht. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird grundsätzlich für jeden Versicherungsfall einzeln in Höhe der voraussichtlich nach dem Bilanzstichtag noch zu zahlenden Aufwendungen einschliesslich der Schaden­ regulierungsaufwendungen aller Art berechnet. Den bis zum Bilanzstichtag eingetretenen, aber noch nicht gemeldeten Versicherungsfällen wird durch eine gesonderte Rückstellung Rechnung getragen, bei deren Berechnung die bisherigen Erfahrungen sowohl in Bezug auf die Anzahl der nach dem Bilanzstichtag gemeldeten vor diesem Tag eingetretenen V ­ ersicherungsfälle als auch in Bezug auf die Höhe der mit diesen Versicherungsfällen verbundenen Aufwendungen be­ rücksichtigt werden (IBNR-Rückstellung). Falls Versicherungsleistungen in Form von Renten zu erbringen sind, werden die diesbezüglichen Rückstellungsbeträge nach anerkannten versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung werden aufgrund der effektiven Schadenerfahrung und vertraglichen Bestimmungen der jeweiligen Versicherungsverträge gebildet. Andere Rückstellungen Rückstellungen werden für Verbindlichkeiten gebildet, die am Bilanzstichtag wahrscheinlich oder sicher, aber ­hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind. Die Höhe des Betrages wird nach der bestmöglichen ­Einschätzung des erwarteten Mittelabflusses ermittelt. Die Rückstellungen werden an jedem Bilanzstichtag auf ihre ­An­gemessenheit überprüft. Andere Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Nominalwert des geschuldeten Betrags angesetzt. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft werden mit entsprechenden Abrechnungsforde­ rungen verrechnet, sofern die Bedingungen für eine Verrechnung erfüllt sind. Gebuchte Bruttoprämien Gebuchte Bruttoprämien umfassen alle während des Geschäftsjahres fällig gewordenen Prämien unabhängig davon, ob sie sich ganz oder teilweise auf Zeiträume nach dem Bilanzstichtag beziehen. Zu diesen Prämien gehören auch die noch zu buchenden Prämien (wenn deren Berechnung erst am Ende des Geschäftsjahres erfolgen kann), Einmalprämien und Zahlungen für Jahresrenten, Prämienzuschläge bei halbjährlicher, vierteljährlicher oder monatlicher Prämienzahlung sowie Nebenleistungen der Versicherungsnehmer für Aufwendungen des Versicherungsunternehmens. Steuern oder steuerähnliche Abgaben, die mit den Prämien oder auf die Prämien erhoben werden, werden nicht als gebuchte Bruttoprämien ausgewiesen. Die das Geschäftsjahr belastenden Aufwendungen aus Stornierungen werden von den Bruttoprämien abgezogen.


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Aufwendungen für Versicherungsfälle Zahlungen für Versicherungsfälle umfassen die im Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen einschliesslich Rentenzahlungen und Zahlungen für Rückkäufe sowie externe und interne Schadenregulierungsaufwendungen. Unter Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird der jeweilige Unterschieds­ betrag zwischen der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle am Ende des Geschäftsjahres und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle am Beginn des Geschäftsjahres unter Berücksichtigung des Unterschiedsbetrages zwischen den am Ende des Geschäftsjahres und den zu Beginn des Geschäftsjahres abzusetzenden Forderungen aus Regressen im Sinne von Ziff. 14 Bst. e VersAV ausgewiesen. Bei der Berechnung des Unterschiedsbetrages werden auch die Rückstellungen für im Geschäftsjahr eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle sowie für Versicherungsleistungen in der Schadenversicherung, die in Form von Renten zu erbringen sind, berücksichtigt. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Die Abschlussaufwendungen umfassen die unmittelbar dem Abschluss einzelner Versicherungsverträge zuordenbaren Aufwendungen, insbesondere die Abschluss- und Verlängerungsprovisionen und Werbeaufwendungen sowie die Auf­ wendungen für die Antragsbearbeitung, die Anlegung der Versicherungsakte, die Policierung und die Aufnahme der Versicherungsverträge in den Versicherungsbestand. Zu den Verwaltungsaufwendungen gehören insbesondere die Aufwendungen für den Prämieneinzug, die Bestands­ verwaltung, die Bearbeitung der Prämienrückerstattungen und die Bearbeitung der Rückversicherung. Ferner werden hier auch Inkasso- und Bestandspflegeprovisionen ausgewiesen.

4.3.3 | Erläuterungen zur konsolidierten Bilanz Immaterielle Anlagewerte Die immateriellen Anlagewerte haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:

IN CHF Aufwendungen für die Errichtung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs Sonstige immaterielle Anlagewerte Summe

Wert am 01.01.

Zugänge

Abgänge

Abschreibungen

Wert am 31.12

322 331

140 000

——

—134 009

328 322

3 936 362

8 253 297

—1 615

—2 254 412

9 933 632

4 258 693

8 393 297

—1 615 —2 388 421

10 261 954

Der Anstieg der sonstigen immateriellen Anlagewerte ist hauptsächlich auf Investitionen in Softwarelösungen zurück­ zuführen und beinhaltet aktivierte Eigenleistungen im Betrag von 2 844 875 CHF (Vorjahr: 1 554 816 CHF).


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

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Konsolidierte Jahresrechnung

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere bestehen vorwiegend aus Staatsanleihen mit ­einem ­Rating von AA oder höher. Einlagen bei Banken bestehen aus Festgeldern mit einer Laufzeit von vier bis zwölf ­Monaten im ­Betrag von 29 579 475 CHF (Vorjahr: 27 927 901 CHF) und noch nicht investierten flüssigen Mitteln von 1 017 652 CHF (Vorjahr: 13 618 795 CHF).

IN CHF

Wert 01.01.

Zugänge

Abgänge

Amortisation

Fremdwährungseffekt

Wert 31.12.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

97 557 564

75 619 628

—43 469 381

—2 173 292

—197 618

127 336 902

Einlagen bei Banken

41 546 696

80 530 567

—90 752 757

23 998

—751 377

30 597 127

SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE IN CHF Anschaffungskosten

31.12.2014

31.12.2013

130 307 422

99 689 733

Unterschiedsbetrag

—2 970 520

—2 132 169

Buchwert 31.12.

127 336 902

97 557 564

Marktwert

130 698 613

97 331 082

Andere Forderungen Die Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern bestehen hauptsächlich aus Forderungen aus dem Rückdeckungsund Broker-Geschäft in den Niederlanden, wo die definitiven Abrechnungen für das 2. Halbjahr im Q1 2015 erfolgen. Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern umfassen mehrheitlich Forderungen aus dem irischen Kranken­ versicherungsgeschäft, wo die Haupterneuerungsrunde im November und Dezember stattfindet. Übrige Forderungen enthalten Mietzinsdepots für die gemieteten Büroräumlichkeiten. Sachanlagen Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:

IN CHF

Wert am 01.01.

Zugänge

Mobiliar

Abgänge

Abschreibungen

Wert am 31.12 832 079

647 030

288 594

——

—103 545

Hardware / Equipment

776 198

350 418

—623

—331 839

794 155

Innenausbau

314 399

202 957

—11 995

—121 953

383 407

1 737 627

841 970

—12 618

—557 338

2 009 641

Summe

Der Brandversicherungswert des Geschäftsinventars beträgt 2,8 Mio. CHF (Vorjahr: 1,8 Mio. CHF).


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Eigenkapital Das Aktienkapital von elipsLife beträgt 12 400 000 CHF und ist aufgeteilt in 124 000 Namenaktien mit einem Nennwert von 100 CHF. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Einlagen in die Kapitalreserven in Höhe von 7 000 000 CHF (Vorjahr: 47 000 000 CHF).

EIGENKAPITALSPIEGEL

Eingefordertes Kapital

Stand 01.01.2013

12 400 000

Organisa­ tionsfonds

Kapital­ reserven

10 100 000 42 800 000

Einlagen 2013

Gewinn­ reserven

Verlust­ vortrag

14 875 —6 137 448

47 000 000 5 207 286

5 207 286

5 207 286

111 384 713

10 100 000 89 800 000

14 875 —6 137 448 9 516

5 197 770

—5 207 286

——

12 400 000

10 100 000 89 800 000

24 391

—939 679

——

111 384 713

Einlagen 2014

7 000 000

7 000 000

Gesamtergebnis 2014 Stand 31.12.2014

59 177 427

12 400 000

Gewinnverwendung 2013 Stand 01.01.2014

——

47 000 000

Gesamtergebnis 2013 Stand 31.12.2013

Jahres­ Total ergebnis ­Eigenkapital

9 634 185 12 400 000

10 100 000 96 800 000

24 391

—939 679

9 634 185

9 634 185 128 018 898

Versicherungstechnische Rückstellungen Die versicherungstechnischen Rückstellungen betragen per Bilanzstichtag 259 688 892 CHF (Vorjahr: 221 330 798 CHF). Die Zunahme der versicherungstechnischen Rückstellungen steht wie im Vorjahr in direktem Zusammenhang mit dem Wachstum des Versicherungsgeschäfts von elipsLife. Prämienüberträge bestehen einzig im Nichtleben-Geschäft der Elips Versicherungen AG in Irland. In Ausübung des Wahlrechts von VersAV Anhang IV Ziff. 8c werden die Prämienüberträge um die Abgrenzungen von Aufwendungen für den Abschluss von Versicherungsverträgen (aktivierte Abschlussaufwendungen) gekürzt. Die vom Bruttobetrag der Prämienüberträge in Abzug gebrachten aktivierten Abschlussaufwendungen betragen 21 775 759 CHF (Vorjahr: 21 802 461 CHF).

PRÄMIENÜBERTRÄGE IN CHF 1. Bruttobetrag Prämienüberträge Aktivierte Abschlussaufwendungen 2. Davon ab: Anteil der Rückversicherer Prämienüberträge Aktivierte Abschlussaufwendungen

31.12.2014

31.12.2013

201 092 616

195 906 122

222 868 375

217 708 583

—21 775 759

—21 802 461

—100 798 066

—97 953 061

—111 685 945

—108 854 291

10 887 879

10 901 230

Die Deckungsrückstellung wie auch die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten Rück­ stellungen für die erwarteten Schadenbearbeitungs- und Abwicklungskosten. Die Schwankungsrückstellung enthält die für das Unfallversicherungsgeschäft in Liechtenstein und der Schweiz gesetzlich vorgeschriebene Reserve nach Art. 81e UVersV resp. Art. 111.1 UVV. In den Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Prämienrückerstattungen sind Rückstellungen für Überschussanteile und für Verträge mit Gewinnbeteiligungen enthalten.


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

42

Konsolidierte Jahresrechnung

Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen hauptsächlich aus Rückstellungen für variable Lohnbestandteile von Mitarbei­ tenden sowie einer Rückstellung für Ferienguthaben. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber anderen Gläubigern setzen sich wie folgt zusammen: IN CHF Vorausbezahlte Prämien für Folgejahr Zahlungen an Versicherungsnehmer Versicherungsabgaben Irland Zahlungen an Versicherungsvermittler* Total

2014

2013

8 174 739

4 321 404

726 587

212 580

——

25 788 784

786 829

329 140

9 688 156

30 651 908

* Die Zahlungen an Versicherungsvermittler enthalten Zahlungen für Kommissionen an Vermittler und Versicherungs­leistungen, welche über Vermittler an die Versicherungsnehmer ausbezahlt werden.

Im Vorjahr wurden die irischen Versicherungsabgaben in der Höhe von 49 144 515 CHF zusammen mit den Schadenzahlungen nach dem technischen Abschluss von 23 355 731 CHF netto ausgewiesen. Neu werden die Versicherungsabgaben in Irland von 55 080 333 CHF in den Verbindlichkeiten aus Steuern dargestellt. Schadenzahlungen nach dem technischen Abschluss von 23 410 750 CHF werden neu in den Rückstellungen für noch nicht abgeschlossene Versicherungsfälle ausgewiesen. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft Aus den Rückversicherungsverträgen mit Gesellschaften aus der Swiss Re Gruppe resultiert per Bilanzstichtag eine ­Netto-Abrechnungsverbindlichkeit von 97 514 927 CHF (Vorjahr: 127 436 151 CHF). elipsLife hat gegenüber dem jeweiligen Rückversicherer vertraglich das Recht zur Verrechnung offener ­Abrechnungsforderungen und -verbindlichkeiten. Sonstige Verbindlichkeiten Die Versicherungsabgaben in Irland in der Höhe von 55 080 333 CHF (Vorjahr: 49 144 515 CHF) werden per 31.12.2014 neu unter den Verbindlichkeiten aus Steuern ausgewiesen (Vorjahr: Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft).


43

4.3.4 | Erläuterungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung Verdiente Prämien für eigene Rechnung Im Geschäftsjahr 2014 hat elipsLife Prämien von 327 397 479 CHF (Vorjahr: 272 831 603 CHF) verdient. Diese teilen sich wie folgt auf das Leben- und Nichtlebengeschäft von elipsLife auf: 2014 IN CHF Gebuchte Bruttoprämien Abgegebene Rückversicherungsprämien

Lebens­ versicherung

Lebens­ versicherung

Schaden­ versicherung

95 003 615

570 242 967

71 181 148

492 206 278

—47 904 808

—285 514 448

—35 590 924

—246 106 457

47 098 807

280 298 673

35 590 224

237 241 380

Prämienübertrag Netto Total verdiente Prämien für eigene Rechnung

2013 Schaden­ versicherung

—4 429 846

—8 858 441

Die gebuchten Bruttoprämien teilen sich auf die folgenden Märkte auf: IN CHF Liechtenstein Niederlande, Belgien, Luxemburg

2014

2013

3 592 230

3 349 949

72 295 375

50 017 016

Irland

516 984 159

467 060 459

Schweiz

71 090 309

41 826 655

Übrige Total gebuchte Bruttoprämien

1 284 509

1 133 347

665 246 582

563 387 426

Die Lebensversicherungsprämien setzen sich wie folgt zusammen: IN CHF Prämien im Rahmen von Kollektivverträgen: davon laufende Prämien davon Einmalprämien

2014

2013

95 003 615

71 181 148

95 003 615

71 181 148

——

——

Prämien im Rahmen von Verträgen ohne Gewinnbeteiligungen

68 501 952

50 639 314

Prämien im Rahmen von Verträgen mit Gewinnbeteiligungen

26 501 663

20 541 834

Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung Hierbei handelt es sich hauptsächlich um erhaltene Kommissionen aus dem zedierten Rückversicherungsgeschäft mit Gesellschaften aus der Swiss Re Gruppe. Die Kommissionen wurden zu marktüblichen Bedingungen festgelegt. Aufwendungen für Versicherungsfälle In den Zahlungen für Versicherungsfälle (Bruttobetrag) sind Kostenumlagen gemäss VersAV Anhang IV Ziff. 24 von 9 418 256 CHF (Vorjahr: 4 090 879 CHF) enthalten.


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

44

Konsolidierte Jahresrechnung

Aufwendungen für erfolgsabhängige und -unabhängige Prämienrückerstattung für eigene Rechnung Diese Position beinhaltet erfolgsunabhängige Prämienrückerstattungen. Die Überschussmodelle basieren auf dem ­Verlauf einzelner Verträge bzw. Vertragsgruppen (Pool). Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung Im Geschäftsjahr 2014 sind Provisionen (Abschluss-, Verlängerungs- und Bestandesprovisionen) von 28 953 138 CHF ­(Vorjahr: 24 700 633 CHF) angefallen. Personal- und Betriebsaufwendungen werden nach Massgabe von VersAV Anhang IV Ziff. 24 auf die Positionen «Zah­lun­ gen für Versicherungsfälle - Bruttobetrag», «Abschlussaufwendungen», «Verwaltungsaufwendungen», «Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen und Zinsaufwendungen» sowie «Sonstige Aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit» aufgeteilt. Basis für die Aufteilung der Kosten bildet die Anzahl Mitarbeitende in den jeweiligen Funktionen. Erträge aus und Aufwendungen für Kapitalanlagen IN CHF

2014

2013

Erträge aus Kapitalanlagen

2 869 324

1 973 011

Amortisation auf Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren

—2 152 357

—1 633 294

716 967

339 717

Total laufende Erträge aus anderen Kapitalanlagen Ergebnis aus Anlageabgängen

44 552

439

Vermögensverwaltungskosten

—203 768

—135 219

557 751

204 937

Total Ergebnis Kapitalanlagen

Steuern Im Geschäftsjahr 2014 sind bei elipsLife Ertragssteuern in der Höhe von 2 679 649 CHF (Vorjahr: 2 185 624 CHF) angefallen.


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4.3.5 | Weitere Angaben Personalaufwand und Bezüge des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 106,1 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei elipsLife beschäftigt ­(Vorjahr: 75,3). Insgesamt beträgt der Personalaufwand (vor Aktivierung von Eigenleistungen) im Berichtsjahr 20 293 574 CHF (Vorjahr: 15 192 906 CHF). Darin enthalten sind Saläre und Gehälter von 15 547 395 CHF (Vorjahr: 11 543 485 CHF), S ­ ozial­abgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge von 2 825 779 CHF (Vorjahr: 2 303 684 CHF) und sonstige P ­ ersonalkosten von 1 920 400 CHF (Vorjahr: 1 345 737 CHF). Die Gesamtentschädigung für die Geschäftsleitung beträgt im Berichtsjahr 2 546 482 CHF (Vorjahr: 1 915 341 CHF). Der Verwaltungsrat setzt sich ausschliesslich aus Vertretern der Muttergesellschaft zusammen und wird für seine ­Tätigkeit durch die Muttergesellschaft entschädigt. elipsLife zahlt darüber hinaus keine weiteren Entschädigungen an den Verwaltungsrat. Honorar der Revisionsstelle Die Revisionshonorare für die Prüfung der Jahresrechnung 2014 beträgt 310 882 CHF. Darin eingeschlossen ist die ­Prüfung der Berichterstattung an die FMA und des Geschäftsberichts. Für andere Prüfungen und sonstige Bestätigungsleistungen wurden im Berichtsjahr 35 750 CHF in Rechnung gestellt. Verfügungsbeschränkungen Für die Niederlassungen in Zürich und Amstelveen sowie für das Büro in Basel sind Mietzinskautionen von 553 935 CHF (Vorjahr: 378 930 CHF) hinterlegt. Gemäss aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für das Versicherungsgeschäft auf den Niederländischen Antillen ist ein Betrag von 217 446 CHF als Garantiefonds bei einer lokalen Bank hinterlegt. Nach Bilanzstichtag eingetretene Ereignisse Am 15. Januar 2015 beschloss die Schweizerische Nationalbank, den Mindestkurs von 1.20 CHF pro Euro aufzuheben. Aufgrund des bestehenden Geschäftsanteils in Europa ist elipsLife in verschiedener Hinsicht von diesem Entscheid betroffen. Die Werthaltigkeit der Nettoaktiven aus dem Euro-Geschäft von 60,0 Mio. CHF per 31. Dezember 2014 ist auf den neu ­geltenden Euro-Kurs anzupassen. Zudem wird sich der Gewinnbeitrag aus dem Euro-Raum für 2015 reduzieren. Die ­damit einher­gehende Reduktion der Zinssätze lässt auch weitere Gewinnreduktionen erwarten. Dies betrifft die erwartete ­Rendite auf den Anlagen und die potenzielle Auswirkung auf die Berechnung der technischen Reserven.


elipsLife | Geschäftsbericht 2014

46

Konsolidierte Jahresrechnung

4.4 | Bericht der Revisionsstelle

Bericht der Revisionsstelle (nach PGR) an die Generalversammlung der Elips Life Bericht derAG Revisionsstelle (nach PGR) Triesen an die Generalversammlung der Elips Life AG Triesen Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung Als Revisionsstelle nach den Bestimmungen des Personen- und Gesellschaftsrechts (PGR) haben wir die Buchführung, die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) und den Als Revisionsstelle nach den Bestimmungen des Personen- und Gesellschaftsrechts (PGR) haben wir konsolidierten Jahresbericht der Elips Life AG, Triesen für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene die Buchführung, die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) und den Geschäftsjahr geprüft. konsolidierten Jahresbericht der Elips Life AG, Triesen für das am 31. Dezember 2014 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Für die konsolidierte Jahresrechnung und den konsolidierten Jahresbericht ist die Verwaltung verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, Für die konsolidierte Jahresrechnung und den konsolidierten Jahresbericht ist die Verwaltung verdass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. antwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des liechtensteinischen Berufsstandes und Art. 41 Abs. 1a VersAG, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche FehlausUnsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des liechtensteinischen Berufsstandes und Art. 41 sagen in der konsolidierten Jahresrechnung und im konsolidierten Jahresbericht mit angemessener Abs. 1a VersAG, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche FehlausSicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen sagen in der konsolidierten Jahresrechnung und im konsolidierten Jahresbericht mit angemessener und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgeSicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen benden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgeder Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende benden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung Grundlage für unser Urteil bildet. der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet. Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verdem liechtensteinischen Recht. Ferner entsprechen die Buchführung, die konsolidierte Jahresrechhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit nung und der konsolidierte Jahresbericht dem liechtensteinischen Recht und den Statuten. dem liechtensteinischen Recht. Ferner entsprechen die Buchführung, die konsolidierte Jahresrechnung und der konsolidierte Jahresbericht dem liechtensteinischen Recht und den Statuten. Der konsolidierte Jahresbericht steht im Einklang mit der konsolidierten Jahresrechnung. Der Jahresbericht steht im Einklang mit der konsolidierten Jahresrechnung. Wir konsolidierte empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung ohne Einschränkungen zu genehmigen. Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen. PricewaterhouseCoopers AG PricewaterhouseCoopers AG

Enrico Strozzi

Michael Stämpfli

Leitender Revisor Zürich, 8. 9. April 2015 2014 Beilagen: - Konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) - Konsolidierter Jahresbericht PricewaterhouseCoopers AG, Birchstrasse 160, Postfach, 8050 Zürich Telefon: +41 58 792 44 00, Telefax: +41 58 792 44 10, www.pwc.ch PricewaterhouseCoopers AG, Birchstrasse 160, Postfach, 8050 und Zürich PricewaterhouseCoopers AG ist Mitglied eines globalen Netzwerks von rechtlich selbständigen voneinander unabhängigen Gesellschaften. Telefon: +41 58 792 44 00, Telefax: +41 58 792 44 10, www.pwc.ch PricewaterhouseCoopers AG ist Mitglied eines globalen Netzwerks von rechtlich selbständigen und voneinander unabhängigen Gesellschaften.

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