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Aktuelles

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seit 1880

Das informative und überparteiliche Magazin für den Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer

In diesem Heft: Bericht von der Jahreshauptversammlung

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Inhalt

Vorwort

Nachrichten aus Bochum %HULFKW]XU  -DKUHVKDXSWYHUVDPPOXQJ  6WDGWZHUNHZROOHQ  *DVSUHLVHUQHXWVHQNHQ  2EHUKDXVHQSUÇVHQWLHUW:HOWGHU  :XQGHUXQGZXQGHUEDUH0RGHZHOW 

Aktuelle Informationen 7LSSV:HQQGHU.HOOHU YROOJHODXIHQLVW 8P]XJVVFKÇGHQ:DQQKDIWHW HLQ+HOIHU" 'URKQHQYHUERW]X*XQVWHQ EHOÇVWLJWHU1DFKEDUQ 8UWHLOHUXQGXPGLH9HUZDOWXQJ YRQ:RKQXQJVHLJHQWXP 5DXFKPHOGHUVLQGDE 3IOLFKWIÃ&#x;UDOOH:RKQXQJHQ

         

Impressum Herausgeber: Haus+Grundeigentümer Bochum GmbH 9LNWRULDVWUx%RFKXP 5XI  x)D[   www.hausundbochum.dexH0DLOLQIR#hausundbochum.de Chefredakteur:5HFKWVDQZDOW(UZLQ.ÙKOHU Verlag:0HGLHQEÃ&#x;UR)UDQNHQx+DXSWVWUx%RFKXP 5XI  xH0DLOHI#PHGLHQPGH CvD, Gestaltung & Anzeigen:(EHUKDUG)UDQNHQ EHLP9HUODJ

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Jahreshauptversammlung erstmals beim VfL Bochum

Viele Mitglieder waren neugierig auf die Räume der Stadtwerke-Lounge "Die Wahl des Veranstaltungsortes für unsere Versammlung", da war sich Geschäftsführer Erwin Köhler ganz sicher, "hat bestimmt noch den einen oder anderen motiviert, sich heute auf den Weg zu machen." Erstmals versammelte man sich in der RewirpowerLounge des Stadions, die genügend Platz und ein hervorragendes Ambiente bietet für ein solches Event. Auch Vorsitzender Jörg Ehrhardt nahm natürlich in seiner Begrüßung Bezug auf diesen neuen Veranstaltungsort und die "große Portion Neugier", mit der sich ganz sicher einige auf den Weg gemacht hatten. Dass an diesem Abend auch ein Spiel der Europameisterschaft stattfand, fiel wegen des frühen Beginns der Jahreshauptversammlung nicht

ernsthaft ins Gewicht. "Selbst wenn heute Deutschland gespielt hätte", sagte einer schon vor dem offiziellen Start, "würden noch alle früh genug nach Hause kommen." Ehrhardt, fast auf den Tag genau ein Jahr im Amt, dankte der Geschäftsführung, allen Mitarbeitern und seinen Vorstandskollegen für ihre tatkräftige Unterstützung und vor allem die Bereitschaft, neue Entwicklungen mit voranzutreiben und die damit verbundenen Mühen nicht zu scheuen. "Wir haben im letzten Jahr erste Umstrukturierungen im Verein und den beiden Tochtergesellschaften vorgenommen, an dem künftigen Erscheinungsbild unseres Vereins zu feilen begonnen", sagte der Vorsitzende, "und viel Einsatz im Rahmen der laufen-

den Verhandlungen über die Erstellung des neuen Mietspiegels investiert, der zum 1. Januar 2017 in Kraft treten und den übergangsweise bis dahin geltenden, aktuellen Mietspiegel ablösen soll." Unabhängig vom Zuzug von Flüchtlingen, so erläuterte Ehrhardt weiter, könne Bochum im letzten Jahr einen Bevölkerungszuwachs von ca. 3.000 Menschen verzeichnen. Dies stelle den Wohnungsmarkt vor neue Herausforderungen, "zumal es erklärtes Ziel der Stadtverwaltung ist, Flüchtlinge möglichst schnell in Wohnungen unterzubringen, statt Behelfsunterkünfte zu schaffen." Es bleibe dennoch das von der Politik auf allen Ebenen der Gesetzgebung seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigte Problem, dass Investitionen in das

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Diese Gelegenheit musste man einfach nutzen: Vorstand, GeschäftsfĂźhrung (und mehr) näherten sich dem fĂźr die VfL-Fans "heiligen" Rasen fĂźr ein Gruppenbild. Alle Fotos: Eberhard Franken vermeintliche Betongold immer unattraktiver wurden, weshalb heute Hunderttausende von Wohnungen fehlen." Anstatt daraus zu lernen und ohne Neiddebatten die richtigen Anreize zu schaffen, so der Vorsitzende weiter, "bedienen sich beispielsweise die Finanzminister der Länder teilweise durch Verdoppelung der Grunderwerbsteuersätze ungeniert an dem VermĂśgen der BĂźrger. Die Kommunen ziehen bei Bedarf die GebĂźhrenschrauben an, ohne irgendwelche Preisspiegel berĂźcksichtigen zu mĂźssen. In gleichem Atemzuge wird den ImmobilieneigentĂźmern verwehrt, eine marktgerechte Miete zu verlangen." Die Kritikpunkte des Vorsitzenden quittierten die anwesenden Mitglieder mit viel Applaus, ebenso den Vorschlag der stellvertretenden Vorsitzenden Daniela Land, den langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Dr. JĂźrgen Ehrhardt zum Ehrenvorstandsmitglied zu ernennen. Die Abstimmung der Mitglieder dazu war einstimmig. Damit wurde die engagierte Arbeit von Dr. Ehrhardt gewĂźrdigt, der unter anderem den Abriss des alten Vereinsgebäudes und den Neubau an gleicher Stelle an der ViktoriastraĂ&#x;e betrieben hatte. Wegen seines Engagements sitzen die Mitarbeiterinne und Mitarbeiter nun in modernen Räumen. GroĂ&#x;en Applaus der Mitglie4/2016

der kassierten auch die Gastredner des Abends: der neue Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke und Eckardt KrĂśck, der langjährige Leiter des Planungsamtes, referierten sehr ausfĂźhrlich Ăźber "Perspektiven fĂźr den Bochumer Wohnungsmarkt“. Vorsitzender JĂśrg Ehrhardt hatte darauf hingewiesen, dass die Bochumer BevĂślkerung sich vermehrt habe. Nachdem vor einigen Jahren von Schrumpfung gesprochen wurde, kann man sich Ăźber diese Entwicklung nur freuen. Wohnsituation und Infrastruktur, die sich in einer Stadt bieten, sind neben der Arbeit Hauptargumente fĂźr einen Umzug. Insofern sei es wichtig, neu zu bauen und den Wohnungsbestand attraktiv zu halten bzw. zu machen. ef

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Stadtwerke Ăźberweisen 50,5 Mio. an die Stadt

Musikzentrum besteht Klangprobe mit Bravour OberbĂźrgermeister Thomas Eiskirch war begeistert, Orchesterchef Steven Sloane sowieso - und auch Kulturdezernent Michael Townsend war rundum zufrieden. Die Klangprobe im werdenden Anneliese-Brost-Musikforum war fĂźr alle, vor allem natĂźrlich fĂźr die Musiker, ein groĂ&#x;er, ein erfolgreicher Tag. Obwohl noch nicht alle Elemente eingebaut waren, die

Ende Oktober, bei der ErĂśffnung, fĂźr exzellente Akustik sorgen werden, klang der erste Satz von Brahms' zweiter Sinfonie ganz hervorragend. An diesem denkwĂźrdigen Tag werden die Symphoniker allerdings nicht mehr mit blauen Plastik-FĂźĂ&#x;lingen spielen, die sie, wie die Gäste auch, bei der Klangprobe noch Ăźberziehen mussten, um das frisch versiegelte Parkett zu schonen. ef

Die Kunden wird es freuen: Nachdem die Stadtwerke Bochum bereits im Herbst vergangenen Jahres die Gaspreise gesenkt hatten, prognostizierte GeschäftsfĂźhrer Frank Thiel bei der Bilanzpressekonferenz, eine weitere Entlastung: „Wir werden die weitere Entwicklung auf dem Gasmarkt beobachten, aber ich kann schon jetzt sagen, dass wir eine weitere Senkung der Gaspreise im Herbst fĂźr wahrscheinlich halten.“ Die Strompreise konnten die Stadtwerke Ăźber den Jahreswechsel 2015/2016 konstant halten. „Die weitere Strompreisentwicklung hängt nun sehr stark von der Entwicklung der Umlagen, insbesondere der EEG-Umlage ab“, so Frank Thiel. Das Ergebnis 2015 ist sehr gut: 50,5 Mio. Gewinn Euro kĂśnnen an die Stadt abgefĂźhrt werden. „Trotz der aktuellen Ver-

werfungen des Energiemarktes mit niedrigen GroĂ&#x;handelspreisen, Ăœberkapazitäten und einer einseitigen Energiepolitik haben 2015 ein gutes Ergebnis erzielt“, erklärt Dietmar Spohn, Sprecher der GeschäftsfĂźhrung. Die Stadtwerke waren 2015 sowohl in der Lage, die geplante GewinnabfĂźhrung an die Stadt zu leisten, als auch den Sondereffekt des Ausstiegs aus dem Kraftwerksprojekt GEKKO mit einem Verlust in HĂśhe von 27,8 Mio. Euro zu schultern. Weiterhin fĂźhrten die Stadtwerke Bochum in 2015 die Konzessionsabgabe in HĂśhe von 21,8 Mio. Euro an die Stadt Bochum ab. „DarĂźber hinaus konnten wir wieder GewinnrĂźcklagen in HĂśhe von 8,4 Mio. Euro bilden und somit das Fundament fĂźr notwendige Investitionen in den kommenden Jahren schaffen“, berichtet Dietmar Spohn. swb

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In's Archiv gegriffen: Tony Sheridan bei Bochum Total Die Beatles nannten ihn "the teacher" - 1988 spielte Tony bei uns in Bochum Wie schrieb ein Tageszeitungskollege? - "Die Besucher bei Bochum Total werden immer jünger." Ihm wurde - indirekt - ein Blick in seine Geburtsurkunde empfohlen. Damit wurde auch ihm klar: Er selbst zählte vor vielen Jahren zu den jungen Besuchern. So wie ich auch, der ich - wie das Foto oben beweist - schon mindestens bei der dritten Auflage von Europas inzwischen größtem Innenstadt-Festival die Kamera auf die Künstler gerichtet habe. Ich hatte schon immer mal in der Archivkiste

kramen wollen und habe nun aber leider kein älteres Bild finden können. Das ist beruhigend: So alt wie der eingangs erwähnte Kollege bin ich wohl noch nicht.... ef

Als Tony Sheridan 1988 in Bochum auftrat (Bild oben), stand diese kleine Bühne noch mitten im Bermudadreieck, direkt vor dem Union-Kino - also gewissermaßen "im Rücken" von Haus+Grundeigentümer Bochum. Inzwischen - bei der 30. Auflage - ist das Festival ganz nahe herangerückt (Bilder unten).

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Ăœber den Zaun geschaut - nach Oberhausen: Welt der Wunder und wundervolle Modewelt Zwei auĂ&#x;erordentlich gute GrĂźnde gibt es in diesen Tagen mindestens, um sich Ăźber die Stadtgrenze hinaus einmal nach Oberhausen zu begeben. Es sind die Ausstellungen „Wunder der Natur“ im Gasometer am Centro und „Inszenierte Eleganz - Mode- und Reportagefotografie von 1930 bis 1980“ in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen. AuĂ&#x;ergewĂśhnliche Bilder von hoher Qualität erwarten die Besucher an beiden Orten. Lediglich die Formate und die Farbigkeit unterscheiden sich: Im Gasometer sind groĂ&#x;formatige Farbdrucke zu sehen, in

der Ludwiggalerie Ăźberwiegend Schwarz-WeiĂ&#x;-Exponate etwa in 18 x 24 cm GrĂśĂ&#x;e. Regina Relang (1906 - 1989) hatte ihre fotografische Karriere in den 1930er Jahren mit Reportageaufnahmen begonnen. In der Nachkriegszeit wird sie zur fĂźhrenden Modefotografin Deutschlands. Zu ihren Auftraggebern zählen namhafte ModeschĂśpfer wie Christian Dior, Pierre Cardin oder Yves Saint Laurent – und ihre Bilder werden in vielen Modejournalen gedruckt. Der Blick des Betrachters wird in die Vergangenheit gelenkt,

wenn dort Modefotografien zu sehen sind, die in den TrĂźmmerlandschaften der Nachkriegszeit entstanden. Auf einem der Bilder ist Ăźbrigens auch der junge Karl Lagerfeld mit Model und Zeichenblock zu sehen. „Mit ihrem eigenen fotografischen Stil Ăźberwindet Relang die Grenzen zwischen Modeund Reportagefotografie“, schreibt die Kuratorin. Die Ausstellung mit ihren 170 Bildern spannt den Bogen von den frĂźhen Reisereportagen der 1930er Jahre Ăźber Modefotografie der Nachkriegszeit bis zu den Fotografien fĂźr

Hochglanzmagazine und spiegelt gleichzeitig die Geschichte der deutschen Modefotografie eines halben Jahrhunderts. Die Bilder aus der Sammlung Fotografie des MĂźnchner Stadtmuseums sind erstmals auĂ&#x;erhalb des sĂźddeutschen Raums zu sehen. Das 2005 erschienene Buch „Die elegante Welt der Regina Relang ist leider schon lange vergriffen. Aber man kann sich ja alternativ die Oberhausener Ausstellung ansehen. „Wunder der Natur“ setzt an einem ganz anderen Punkt an als die Relang-Ausstellung:

Verlosung / Gewinnspiel :81'(5'(51$785HUVFKLHQHQLP.ODUWH[W9HUODJ‡(XUR In der vierten Ausgabe von "Zuhause in Bochum" kÜnnen unsere Leser eines von drei Exemplaren des Buches "Wunder der Natur" gewinnen. Bitte schicken Sie eine Postkarte mit dem Stichwort "Wunder" an: Medienbßro Franken, Hauptstr. 146, 44892 Bochum Alle bis zum 10.08.2016 bei uns eingegangenen Postkarten (Poststempel) nehmen an der Verlosung teil. Der Rechtsweg ausgeschlossen.

Einzigartige groĂ&#x;formatige Fotografien und Ăźberwältigende Filmausschnitte zeigen uns die faszinierenden schĂśpferischen Kräfte der Tiere und Pflanzen. Sie erzählen von ihren ungewĂśhnlichen sinnlichen Fähigkeiten, ihren genialen Strategien im Kampf ums Dasein, der Vielfalt ihrer sexuellen Rituale, dem Reichtum ihrer sozialen Beziehungen und ihrem VermĂśgen, mit anderen Arten zusammenzuleben. HĂśhepunkt der Ausstellung vom 11. März bis 30. Dezember 2016 im 100 Meter

hohen Luftraum des Gasometers Oberhausen ist eine monumentale Skulptur der Erde, auf die bewegte hochaufgelÜste Satellitenbilder unseres Planeten projiziert werden, sodass wir die Erde im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten erleben. Dieser Katalog zur Ausstellung hält in Bild und Text alles Wichtige rund um die Ausstellung fest und gibt einen historischen Abriss zum Gasometer Oberhausen und seiner diversen Ausstellungen der letzten Jahre. 4/2016


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Man denkt unwillkürlich an Mutter oder Großmutter, wenn man Regina Relangs Modebilder betrachtet. Im Bild rechts ist übrigens der noch sehr junge Karl Lagerfeld mit einem Model zu sehen. Fotos: Ludwiggalerie

Umwerfende Aufnahmen von überwältigender Qualität und enormem Detailreichtum zeigen keine Mode, sondern die Schönheit, den Einfallsreichtum aber auch die Brutalität der Natur, wenn zum Beispiel zwei Geparden einen Springbock jagen oder ein Krokodil sich einen Hecht wie einen Snack ins Maul fliegen lässt. Berührend – beinahe menschlich - die Aufnahmen einer Affenfamilie oder der beiden in Liebe sich berührenden Bonobos. Bilder aus dem Körper zeigen nicht nur menschliche, sondern auch Embryos von Pferden. Namhafte internationale Foto-

grafen zeichnen verantwortlich für die rund 150 großformatigen Abbildungen und Filmsequenzen aus bekannten naturwissenschaftlichen Serien wie „Planet Erde“ steigern die Wirkung der Bilder. Schon Anfang Juni meldeten die Veranstalter, dass bereits 200.000 Menschen diese außergewöhnliche Ausstellung besucht haben. „Inszenierte Eleganz“ noch bis zum 18. September „Wunder der Natur“ bis zum 31. Dezember Beide Ausstellungen sind montags geschlossen. Kombiticket für beide Ausstellungen 13 EUR

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Wie wir wohnen - heute und in Zukunft Die Zeiten ändern sich und mit ihnen unsere Art zu wohnen. So ein aktueller Beitrag in der FAZ. Unsere gesellschaftlichen Strukturen ändern sich und auch die Ansprüche verschieben sich, die wir an unseren Wohnraum stellen. Dies gilt ebenso für unsere Möbel. Auch sie passen sich dem Zeitgeist an. Wer in den 2000er Jahren die Serie "Sex and the city" gesehen hat, wusste es schon damals: Die moderne Frau kommt um einen begehbaren Kleiderschrank nicht mehr herum. Die Serie war nicht nur innovativ, was die - für amerikanische Verhältnisse - frechen Dialoge der vier Freundinnen anging. Nein, sie war ebenfalls visionär in puncto begehbare Kleiderschränke. Nachdem die Drehbuchauto-

ren ihren Zuschauern über sechs Staffeln eingetrichtert haben, dass ein Leben ohne einen begehbaren Kleiderschrank zwar möglich, aber sinnlos ist, fiel der Lebensgefährte vor der Hauptfigur in einem solchen Schrank auf die Knie und machte ihr einen Heiratsantrag.... Fakt ist, so hieß es auf der Möbel- und Einrichtungsmesse IMM Cologne: In heutigen Neubauten schrumpfen die Kinderzimmer, während die begehbaren Kleiderschränke wachsen. Ebenso wachsen die Bäder, die heute WellnessOasen heißen und in denen mittlerweile sogar Holzfußböden verlegt sind. Denn ein Bad ist längst nicht mehr einfach nur ein Funktionsraum. Die Devise heißt: Gemütlich muss es sein.

Das Gleiche gilt für die Küche. Der moderne Hausmann möchte das Essen für seine gestresste Frau, wenn sie nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, nicht mehr hinter verschlossenen Türen zubereiten. Die Küche soll offen sein. Denn neben der beliebten Gemütlichkeit ist die Verschmelzung und Entgrenzung der Funktionsbereiche ein weiterer Trend modernen Wohnens. Gerne dürfen sich Küche, Essbereich und Wohnzimmer zu einer Einheit zusammenfügen. Diese gewünschte Offenheit ist zugleich praktisch, weil sie Platz spart. Immerhin werden wir in Zukunft auf immer kleinerem Raum wohnen, da die Landflucht die Menschen in die Städte treibt. Die daraus resultierenden hohen Preise lassen

uns dann in kleineren Wohnungen leben. Dem müssen sich auch unsere Möbel anpassen. Unsere Möbel werden kompakter und multifunktional. Keine Neuheit sind Sofas, die man zum Schlafen ausziehen kann. Sie lassen sich aber leichter und handlicher bewegen. Außerdem sprechen die Experten von gesunder Bequemlichkeit in Bezug auf das Wohnen in der Zukunft. Damit meinen sie, dass die Gegenstände in unserem Haushalt ergonomisch optimiert werden: Höhenverstellbare Küchentheken und Betten sind stark im Kommen. Auch das Bewusstsein für die Umwelt wird sich immer mehr in unseren Möbeln widerspiegeln. Bei energieeffizienten Heizungen und Leuchten erleben wir diesen Trend bereits heute. FAZ

Wie man sich bettet … Beruhigt und gut schlafen auf dem Wasserbett Wasserbetten werden populärer. Denn Wasserbetten haben viele Vorteile für Schlaf und Gesundheit. Doch was ist, wenn es durch ein Leck ausläuft? Welche Versicherungen kommen für die Schäden auf? Im Vergleich zu einem „normalen“ Bett ist ein Wasserbett viel haltbarer. So sollte man eine gute Matratze in der Regel nach 5 Jahren austauschen, da die Liegequalität nachlässt. Auf Wasser schläft man auch noch nach 15 Jahren wie am ersten Tag. Dazu sind Wasserbetten hygienischer. Der Wasserkern kann jederzeit gereinigt, die Auflage bei 60 oder sogar 95° gewaschen werden. Deshalb sind sie für Allergiker eine ideale Alternative, keine Milben stören mehr den Schlaf. Im Sommer sind Wasserbetten angenehm kühl, im Winter ku-

schelig warm, da sich die gewünschte Temperatur individuell einstellen lässt. Und auch die gleichmäßige Druckverteilung eines Wasserbettes schafft bequemes Liegen und unterstützt den Körper. Doch bei allen Vorteilen: geprüft werden sollte, ob alle relevanten Gefahren, die von einem Wasserbett ausgehen können, in den Versicherungen enthalten sind. Schäden, die an der Einrichtung und Gegenständen in der Wohnung durch aus einem Wasserbett austretendes Wasser entstehen, sind in der Regel ohne Aufpreis in der Hausratversicherung versicherbar. Doch nicht alle Produkte, insbesondere ältere Hausratversicherungstarife, beinhalten hierfür Versicherungsschutz. Wer sich also für den Kauf eines Wasserbetts entscheidet,

sollte auch seine bestehende Hausratversicherung prüfen und in den Bedingungen nach der Leistungsposition „Wasseraustritt aus Aquarien und Wasserbetten“ suchen. Enthält die bestehende Hausratversicherung diesen Passus nicht, empfiehlt es sich, eine Hausratversicherung zu suchen, die den entsprechenden Versicherungsschutz bietet. Neben der Hausratversicherung sollten Besitzer eines Wasserbetts auch darauf achten, dass Schäden an Wänden oder Mauerwerk durch aus Wasserbetten oder Aquarien austretenden Wassers in ihrer Wohngebäudeversicherung – im Rahmen der Leitungswasserversicherung – mit eingeschlossen sind. Entstehen durch das auslaufende Wasser Schäden an fremdem Eigentum, z.B. bei

Nachbarn, kommt für diesen Fall die private Haftpflichtversicherung für die dadurch entstandenen Kosten auf. Und was viele nicht wissen: Die Privathaftpflichtversicherung schützt auch vor unberechtigten Forderungen. Denn nicht immer trägt der Versicherungsnehmer die Verantwortung für einen entstandenen Schaden, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. In diesen Fällen wehrt die Privathaftpflichtversicherung die unberechtigten Ansprüche ab, auch vor Gericht. Denn sie prüft vor der Erbringung einer Leistung, ob ein Anspruch vorliegt. Die Kosten für einen unter Umständen langwierigen und aufwändigen Rechtsstreit vor Gericht übernimmt dann der Versicherer. grundvers.

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Frank-Dagobert MĂźller und Team am neuen, grĂśĂ&#x;eren Firmengelände am Wallbaumweg in Langendreer.

%HNDQQWH)LUPDEHNDQQWHU1DPHEHZlKUWH4XDOLWlW Diesem Mann ist sein Beruf quasi in die Wiege gelegt worden. UrgroĂ&#x;vater, GroĂ&#x;vater, Vater ‌ – Frank-Dagobert MĂźller lebt und liebt das Dachdeckerhandwerk in vierter Generation und war als ältester Sohn Ăźber 30 Jahre im väterlichen Betrieb in Langendreer tätig.

Tradition startet neu durch Jetzt, da sich die Altfirma nur noch verwaltungstechnischen Aufgaben widmet, fĂźhrt der Dachdeckermeister die Familientradition im eigenen Unternehmen erfolgreich fort. Dabei kann Frank-Dagobert MĂźller nicht nur auf die eigenen Stärken, sondern auch auf die Erfahrung des ›alten‚ Personalstamms bauen, das gemeinsam mit ihm im neuen Betrieb noch einmal begeistert durchstartet: geballte Kompetenz rund um das Thema Bedachung – vom Kleinstauftrag bis zum GroĂ&#x;projekt. 4/2016

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Spezialist fßr Naturschiefer Wir fßhren alle Arbeiten oberhalb der letzten Geschossdecke durch, erzählt der geprßfte Sachverständige fßr das Bauhandwerk. Dabei liegt ihm neben der fachlichen Kompetenz vor allem eines am Herzen: Wir halten ein, was dem Kunden versprochen wurde! Ein besonderes Spezialgebiet ist die Ausfßhrung von Arbeiten mit Naturschiefer: Aus der Erde geschlagen bis aufs Dach! Schiefer ist eine dekorative und langlebige Art der Dachund Wandeindeckung mit jahrhundertelanger Tradition, erläutert der Fachdozent fßr Schieferarbeiten an der Handwerkskammer Dortmund.

ÂťManche Unternehmen bieten das gar nicht mehr an!ÂŤ

Schwerpunkt Schimmelbekämpfung Eine weitere Kernkompetenz bildet die Bekämpfung von Schimmel. ÂťEin brisantes Thema, fĂźr Mieter und Vermieter gleichermaĂ&#x;enÂŤ, weiĂ&#x; FrankDagobert MĂźller. ÂťAllzu schnell heiĂ&#x;t es da ›falsch gelĂźftet‚ oder ›unsach-

gemäĂ&#x; gedämmt‚. Wir gehen den Ursachen fĂźr Schimmelbildung präzise auf den Grund, beispielsweise mit Langzeitmessgeräten, die den Temperaturverlauf in der Wohnung minutiĂśs aufzeichnen und Aufschluss Ăźber Verursachung und Behebung geben. SchlieĂ&#x;lich mĂśchten wir, dass Sie sich unter Ihrem Dach geborgen, zu Hause und wohl fĂźhlen.ÂŤ

Frank-Dagobert MĂźller Dach-Wand-Abdichtungs GmbH & Co KG 7HO0RELO ZZZGDJREHUWPXHOOHUGH


Aktuelles

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Für die eigene Ernte braucht es keinen Garten Der Naschbalkon liegt voll im Trend. Kein Wunder, denn das Pflanzenangebot aus Gartenbaubetrieben wird immer abwechslungsreicher und exotischer. Schokoladen-Minze wächst neben dauertragenden Erdbeeren und ausgefallenen Gemüsesorten wie Andenbeere, und Mexiko-Gurken liefern Gemüsesnacks. Auf dem Balkon lassen sich würzige Kräuter, aromatisches Gemüse und saftige Früchte zwar nur in kleinen Mengen anbauen. Doch immer mehr Menschen kommen auf den Geschmack, sich ab und an etwas Leckeres aus eigener Ernte in den Mund zu schieben oder damit Speisen und Getränke aufzuwerten. Petersilie, Schnittlauch und großblättriges Basilikum gibt es inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt. Und gerade deshalb darf es im Balkonkasten etwas ausgefallener zugehen. Ein abgehärtetes Strauchbasilikum der Sorte Ajaka gehört auf jeden Naschbalkon. Die mehrjährige, gut verzweigte Pflanze mit botanischem Namen Ocimum kiliman x basilicum bildet bei ausreichend Sonne würzige Blätter, die den ganzen Sommer über geerntet werden können. Auch bei Sommerdrinks ist Basilikum voll im Trend und ersetzt hier und da die Minze, zum Beispiel im Gin Basil Smash. Das Getränk besteht aus Gin, Basilikum, Zitronensaft und Zuckersirup, hat eine grüne Farbe und schmeckt fruchtigfrisch.

Chilis von mild bis mega-scharf

Wer exotische Küche liebt, hat sicherlich auch an scharfen Chilis seine Freude. Großfruchtiges Bullhorn-Chili (Capsicum annuum) gilt mit einer Schärfe von 2.500 bis 3.000 Scoville eher als süße Paprika, die sich sehr gut zum Füllen eignet.

Exotisches Gemüse zum Naschen

Gefragtes Naschgemüse sind derzeit auch gelbe Andenbee-

ren (Physalis peruviana). Im Kübel wird die Pflanze gut einen Meter hoch und bildet regelmäßig neue, schmackhafte Früchte aus. Für den Balkonkasten eignet sich Ananas-Kirsche (Physalis pruinosa). Sie bleibt kompakt und bildet ihre kleinen, aromatischen Früchte ebenfalls in dekorativen, pergamentartigen

weiße Blüten aus, die nicht nur schön aussehen, sondern auch gut schmecken. Fruchtsalbei (Salvia) eignet sich gut für die Zubereitung raffinierter Obstsalate. Es gibt eine große Vielfalt an Geschmacksrichtungen von Ananas (S. rutilans) über Honigmelone (S. elegans) bis zu Johannisbeere (S. ovrahamis)

Kompakt wachsende Tomaten- und Chili-Pflanzen versprechen viel Genuss auf kleinstem Raum. (Bild: GMH/LVR)

Lampions. Klein aber fein sind auch mexikanische Minigurken (Melothria scabra). Die nur etwa daumennagelgroßen Früchte wachsen an rankenden Pflanzen und sehen aus wie kleine Wassermelonen. Sie lassen sich relativ einfach auf dem Balkon kultivieren und können direkt vom Strauch genascht werden.

Erdbeeren mit Kräutern kombinieren

Nach wie vor hoch im Kurs bei Naschern stehen Erdbeeren. Neue Sorten sind nicht nur robust und sehr aromatisch. Kombinieren lassen sich die Nascherdbeeren auf dem Balkon unter anderem mit MinzeVariationen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von Ananas bis Schoko. Erdbeeren kann man auch zusammen mit Azteken-Süßkraut (Lippia dulcis) probieren: Die gut 20 Zentimeter hohe Pflanze ist eine Alternative zu Stevia. Ihre Blätter schmecken aromatisch, und der enthaltene Süßstoff ist tausendmal stärker als Zucker. Das Süßkraut bildet zudem

mit ihren aromatisch duftenden Blättern und schönen Blüten.

Natürliche Schädlingsabwehr

Salbei hilft zudem durch seine Inhaltstoffe bei der Abwehr gegen Kohlweißlinge, Raupen und Schnecken. Ätherische Öle, wie sie auch in anderen mediterranen Kräutern wie Lavendel (Lavendula), Oregano (Origanum) und Thymian (Thymus) enthalten sind, sollen abschreckend gegen Blattläuse wirken.

Zur Vorbeugung gegen Mehltaubefall hat sich bewährt, Kerbel (Anthriscus), Knoblauch (Allium sativum) und Schnittlauch (Allium schoenoprasum) zwischen die anfälligen Pflanzen zu setzen.

Naschpflanzen gut mit Dünger versorgen

Die Pflege eines Naschbalkons ist relativ simpel. Wenn der Standort stimmt, braucht es nur wenige Handgriffe, damit es mit der Ernte klappt. Voraussetzung sind große Kästen und Kübel, in denen die Pflanzen genügend Platz finden. Die Gefäße brauchen mindestens eine Dränage-Schicht aus Blähton, besser noch sind Löcher, aus denen überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Nicht vergessen und immer beachten: Staunässe ist der Killer Nummer eins auf dem Balkon. Auch sollte hochwertige Erde verwendet werden. Wer teure Pflanzen in billiges Substrat setzt, spart am falschen Ende, da es meist nicht genügend Wasser speichert. Für eine ausreichende Düngung sollte die Erde beim Pflanzen mit Hornspänen zu vermischt werden. Dieser Dünger zersetzt sich nur langsam und versorgt die Pflanzen so über einen längeren Zeitraum. Für ein gutes Wachstum sollte im Juni oder Juli dann noch einmal nachgedüngt werden. Sonst fehlt den Pflanzen auch die Kraft, ihre Früchte auszubilden. gmh

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Umfrage nach einem Jahr Bestellerprinzip: Eigentümer schätzen die Arbeit des Maklers Seit der Einführung des Bestellerprinzips vor einem Jahr gilt: Wer den Makler beauftragt, muss diesen auch bezahlen. Die Befragung zeigt, dass Eigentümer die komplette Übernahme von Transaktionen durch Immobilienprofis schätzen sowie deren individuelle Leistungspakete. Befragt wurden über 1.000 privat vermietende Eigentümer. Entscheiden sich Eigentümer, einen Makler zu beauftragen, so schätzen sie vor allem, dass der Immobilien-Profi die komplette Transaktion übernimmt. Denn die Vermietung einer Immobilie ist sehr aufwändig. Exposés müssen erstellt, das Objekt beworben, Besichtigungen organisiert und eine Auswahl der Interessenten vorgenommen werden. Ebenso ist der Hälfte der befragten Eigentümer die regionale Marktkenntnis eines Maklers wichtig. Auch eine bereits erfolgreiche

Geschäftsbeziehung veranlasst jeden zweiten Eigentümer, wieder die Serviceleistung eines Maklers in Anspruch zu nehmen. Knapp 40 % der Befragten meinen, dass der Immobilienprofi die Immobilie im besten Licht präsentiert. Die Umfrage zeigt, dass sich Makler mit ihrer Leistung deutlich im Markt positionieren sollten. Durch die Marktveränderung und durch das Bestellerprinzip geht es nicht mehr nur um die schnellste Vermarktung, sondern auch um den nächsten Auftrag. Makler benötigen Sichtbarkeit und Reichweite bei Eigentümern, ihren zukünftigen Auftraggebern. Immobilienprofis, die professionelle und qualitative Makler-Services anbieten, haben die besten Chancen bei der Akquise. Makler mit individuellen Leistungspaketen punkten gegenüber Eigentümern. Die befragten Eigentümer, die

aktuell mit Maklern zusammen arbeiten, entscheiden sich trotz des Bestellerprinzips für einen Immobilienprofi, weil dieser eine wichtige Vorauswahl unter den Miet- oder Kaufinteressenten übernimmt. Auch Leistungsangebote wie Rund-um-Pakete werden positiv wahrgenommen, da die Befragten dies selbst so nicht leisten können. Wie die Umfrage „100 Tage Bestellerprinzip“ (Oktober 2015) zeigte, hat sich im letzten Jahr die Mehrheit der Eigentümer ein anderes Preismodell der Makler gewünscht. Zwei Nettokaltmieten waren nicht mehr zeitgemäß nach dem damaligen Stimmungsmonitor. Der Markt scheint darauf zu reagieren. Knapp jeder vierte Eigentümer (22,7 %), der aktuell mit Maklern zusammen arbeitet, gibt an, dass Makler ihre Provisionen reduziert haben bzw. ihre Leistung nun kostengünstiger anbieten.

Knapp die Hälfte der Eigentümer hält das Bestellerprinzip für komplett bzw. weitestgehend praxisuntauglich (49,9 %). Die Mehrheit der befragten Eigentümer meint, dass das Gesetz am tatsächlichen Problem – dem Wohnungsmangel in Großstädten - vorbei gehen würde (59,2 %). Ein Viertel der Befragten ist lediglich der Ansicht, dass das Bestellerprinzip den Mieter in angespannten Wohnungsmärkten entlastet (26,5 %) und eine gerechtere Lösung ist (25,4 %). Eine positive Folge des Gesetzes: 15,3 % meinen, dass durch die gesetzliche Regelung die „schwarzen Schafe“ unter den Maklern vom Markt verschwinden würden. Für die Umfrage wurden im Mai 2016 über 1.114 Privateigentümer zum Bestellerprinzip und dessen Folgen im Auftrag von ImmobilienScout24 befragt.

Angst vor Wertverlust bei einem Hauskauf sinkt Niedrige Zinsen und steigende Immobilienpreise begünstigen den Haus- oder Wohnungserwerb und führen offenbar zu mehr Selbstvertrauen bei den Kaufinteressenten. Bei ihnen sinkt die Angst vor einem Wertverlust im Vergleich zum Vorjahr um 29 %. Nur noch jeder Vierzehnte (7 %) geht von einem Minusgeschäft aus. Vor allem die 18- bis 29-Jährigen sind offensichtlich optimistischer. Glaubte 2015 noch jeder Sechste (17 %) bei einem Immobilienkauf einen Wertverlust hinnehmen zu müssen, sind es aktuell nur fünf Prozent. Parallel dazu erwarten 61 % der jüngeren Kaufinteressenten, dass die momentane Wertentwicklung die Inflation ausgleicht. Die fünf Haupterwartungen bei der Wertentwicklung der Immobilie: 1. Wertzuwachs, der die Inflation ausgleicht: 43 % 2. Entwicklung interessiert nicht: 20 % 4/2016

3. Entwicklung kann nicht eingeschätzt werden: 16 % 4. Wertsteigerung: 12 % 5. Wertverlust: 7 % Die Kapitalanleger blicken zuversichtlich auf den Immobilienkauf. 20 Prozent rechnen mit einem hohen Wertzuwachs. 62 % derjenigen, die eine Immobilie zur Fremdnutzung erwerben wollen, glauben an eine Wertsteigerung der Immobilie, die die Inflation ausgleicht. Noch vor fünf Jahren ist nur knapp jeder zehnte Investor (11 %) von einem Inflationsausgleich ausgegangen. Die Eigennutzer sind dagegen etwas vorsichtiger. Zwar schwindet dort im Vergleich zum Vorjahr die Angst vor einem Wertverlust (von 10 auf 8 %), aber nur jeder Zehnte glaubt an einen Wertzuwachs seiner Immobilie. Für das Immobilienbarometer befragten ImmobilienScout24 und Interhyp 2.937 im Februar 2016 Kaufinteressenten.

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Preisindex fĂźr die Lebenshaltung LP-XQL *HVDPWLQGH[ GHU $EWHLOXQJHQ -DKU0RQDW

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+DXVEHVLW]HUZHUGHQ0LWJOLHGEHLP +DXV*UXQGHLJHQW PHU %RFKXPH91DW UOLFK Liebe Mitglieder und Abonnenten, bitte beachten Sie, dass die Post Zeitungen grundsätzlich vom Service der Nachsendung ausnimmt. Haben Sie bitte auch Verständnis dafĂźr, dass wir Ihnen nachträglich kein Exemplar zuschicken kĂśnnen. DarĂźber hinaus entstehen uns fĂźr nicht zustellbare Sendungen zusätzliche Kosten, die sich ohne groĂ&#x;en Aufwand vermeiden lassen. Teilen Sie uns daher eine Adressenänderung mĂśglichst frĂźhzeitig mit – z.B. auf untenstehendem Vordruck.

BevÜlkerungswachstum steigt 2015 kamen 1,1 Mio. Ausländer mehr nach Deutschland, als fortzogen. Die BevÜlkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden deshalb vom Institut der Deutschen Wirtschaft KÜln wie folgt korrigiert: Derzeit leben in Deutschland 81,9 Mio. Menschen, bis 2021 wird die BevÜlkerungszahl auf 83,9 Mio. stiegen, ab 2028

wieder leicht sinken. Trotzdem sind es 2035 lt. Prognose 83,1 Mio. - etwa 3 Mio. mehr als nach den Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamts. Obwohl die BevÜlkerungszahl steigt, altert Deutschland. Lt. IW KÜln werden im Jahr 2035 fast 26 % der BevÜlkerung älter sein als 67. Zum Vergleich: Heute sind es knapp 19 %. hsg

31,2 % mehr Baugenehmigungen gegenßber Vorjahreszeitraum Im Zeitraum Januar bis April 2016 wurden in Deutschland 31,2 % oder knapp 27 800 mehr Baugenehmigungen von Wohnungen erteilt als in den ersten vier Monaten 2015. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurde von Januar bis April 2016 der Bau von insgesamt 117 000 Wohnungen genehmigt. Eine hÜhere Zahl hatte es in den ersten vier Monaten eines Jahres zuletzt im Jahr 2000 gegeben (122 400). Von den in den ersten vier Monaten 2016 genehmigten Wohnungen waren 98 900 Neubauwohnungen in Wohngebäuden. Dieser starke Zuwachs zeigte sich vor allem in Mehrfamilienhäusern. Auch die Anzahl genehmigter Wohnungen in Zweifamilien- und in Einfamilienhäusern legte erheblich zu. Am stärksten stiegen die

Baugenehmigungen fĂźr Wohnungen in Wohnheimen, mehr als dreifach (+ 210,1 % bzw. + 5 200 Wohnungen). Hierzu zählen u.a. FlĂźchtlingsunterkĂźnfte. Damit wurden von Januar bis April 2016 erstmalig mehr Wohnungen in Wohnheimen (7 600 Wohnungen) genehmigt als in Zweifamilienhäusern (7 500 Wohnungen). Ohne BerĂźcksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stiegen die Baugenehmigungen in neuen Wohngebäuden um 24 %. Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und AusbaumaĂ&#x;nahmen an bestehenden Gebäuden entstehen, erreichte in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 mit 16 800 Wohnungen den hĂśchsten Wert seit den ersten vier Monaten des Jahres 1997 (19 300). destatis

Mitgliedsantrag JA

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Aktuelles

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Schäden beim Umzug: Wann haftet ein Helfer? Hinter einem Umzug steckt eine Menge Arbeit. Ist die neue Bleibe erst einmal gefunden, müssen Kisten gepackt, das Hab und Gut verladen und alles in das neue Zuhause transportiert werden. Im neuen Heim angekommen, muss der gesamte Hausstand dann wieder ausgeladen, ausgepackt und aufgebaut werden. Ohne Hilfe ist der Umzugsstress oft nicht zu bewältigen; schön zu wissen, wenn man sich auf Hilfe verlassen kann. Doch leider läuft ein Umzug selten reibungslos ab und oftmals gehen persönliche Dinge zu Bruch. Besonders ärgerlich wird es dann, wenn wertvolle oder teure Gegenstände den Umzug nicht überleben und man vor der Frage steht, wer denn nun das zerkratzte Designer-Mobiliar, die zerbrochene Vasen-Sammlung oder den zerstörten Flachbild-TV ersetzen muss. Wer etwas kaputt macht, sollte dafür einstehen. Ein moralisches Prinzip, welches sich bis in unser Bürgerliches Gesetzbuch zieht. Damit wir nicht jedes Mal, wenn wir versehentlich das Eigentum eines Anderen beschädigen, aus eigener Tasche dafür zahlen müssen, schließen wir eine private Haftpflichtversicherung ab, die für den Schaden aufkommt. Erhalten wir Hilfe bei einem Umzug, sind unsere Umzugshelfer aber nicht immer gleich nach diesem Prinzip versichert. Eines ist klar: Gegen Ungeschicklichkeit kann man sich nicht versichern. Aus diesem Grund gehen wir mit dem eigenen Besitz zumeist sehr behutsam um. Bevor man sich also Hilfe für einen Umzug sucht, sollte man sich zurecht fragen: „Wer kommt dafür auf, wenn etwas zu Bruch geht?“ Das kommt dann ganz darauf an, von wem man Hilfe in Anspruch nimmt. 1. Freunde als Umzugshelfer Lassen Freunde oder Eltern im Wust des Umzuges die Kiste mit dem superteuren Geschirr fallen, müssen sie jedoch nicht dafür aufkommen, da Gefälligkeitsdienste nicht haftbar 4/2016

gemacht werden können, es sei denn diese sind explizit in der Privathaftpflicht des Umzugshelfers vereinbart. 2. Bezahlte Umzugshelfer Viele Leute bieten ihre Leistung als Umzugshelfer mittlerweile im Internet an. Sie organisieren sich entweder selbstständig oder arbeiten über eine Agentur. Im zweiten Fall sind die Helfer dann regulär über die Agentur versichert. Organisieren sich die Helfer selber, müssen diese eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen, denn in einem solchen Fall kommt die private Haftpflichtversicherung normalerweise nicht auf. Diese Umstände sollte man also vorab mit dem Helfer klären, bevor man seine Hilfe tatsächlich in Anspruch nimmt. 3. Umzugshilfe durch Spediteur Mit einem Speditionsunternehmen ist man in Sachen Haftung auf der sicheren Seite, denn dieses ist gegen umzugsbedingte Schäden versichert. Entscheidet man sich dazu, ein Speditionsunternehmen mit dem Umzug zu beauftragen, sollte man das Eigentum jedoch ebenfalls von dieser Firma verpacken lassen, denn oftmals schließt dieses Schäden aus der Haftung aus, die durch die eigene Verstauung entstanden sind. Vertragsbedingungen des Spediteurs sollten vorab ausgiebig studiert werden. Auf Ausschlusskriterien für gewisse Gegenstände, wie Elektrogeräte, Haustiere oder Pflanzen oder wetterbedingte Umstände achten. Prüfen Sie Ihren Besitz vor und nach dem Umzug und dokumentieren Sie eventuell entstandene Schäden um diese anschließend unverzüglich an das Speditionsunternehmen zu melden. Bei Verzögerungen bleiben Sie sonst unter Umständen auf den Kosten für Zerbrochenes sitzen. Bedenken Sie jedoch: Spediteure sind auf den Transport von Möbeln und auf Umzüge spezialisiert. Das Risiko, dass das Eigentum leidet, sinkt mit der Hilfe eines solchen Unterneh-

mens stark. Zudem geht der Umzug schneller vonstatten. 4. Sonderfall: Eigentum Dritter wird beschädigt Angenommen beim Umzug wird nicht Ihr Eigentum geschädigt, sondern der Helfer zerkratzt beim Tragen einer sperrigen Schranktür aus Unachtsamkeit das Auto des neuen Nachbarn – unangenehm, doch so etwas passiert. Der Nachbar ist in diesem Fall ein unbeteiligter Dritter, ihm steht die Reparatur des Schadens zu. Ein Speditionsunternehmen oder ein beauftragter Umzugshelfer, können in dem Fall, wie oben beschrieben, durch die jeweils eigene Versicherung haften. Den ideellen Wert des Eigentums kann keine Versicherung ersetzen. Deshalb sollten durch einige Vorbereitungen, möglichen Schäden beim Wohnungswechsel vorgebeugt werden. Der Umzug sollte gründlich durchgeplant

werden. So wird überflüssiger Stress vermieden. Eine CheckListe hilft ebenso wie das Beschriften der Umzugskisten, um Chaos in der neuen Wohnung vorzubeugen. Beim Verpacken sollte darauf geachtet werden, Zerbrechliches in Packpapier oder Zeitungen einzuwickeln und die Kisten so zu füllen, dass keine losen Gegenstände umherfliegen. Kisten sollten auch nicht zu voll gepackt werden, je schwerer sie sind, umso eher könnten sie hinfallen. Schranktüren und Schubladen am besten zukleben. Besonders wichtige/wertvolle Gegenstände sollten gegebenenfalls persönlich transportiert werden. Wird der Auszug gut durchplant, werden Unglücksfälle vermieden, in denen etwas zu Bruch geht. Mit einem organisierten Umzug ist ein guter Start im neuen Zuhause also sicher. grundvers.

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Mähroboter: Elektrorasenmäher der besonderen Art Vor noch nicht allzu langer Zeit bedeutete das Mähen des Rasens einen groĂ&#x;en Kraftaufwand. Mit einem Handrasenmäher vergingen oft Stunden, bis man ein zufriedenstellendes Ergebnis erlangte. Da lag es nahe, den Rasen nicht allzu oft zu mähen. Leider verleiht aber nur das regelmäĂ&#x;ige Mähen dem Rasen Dichte und FĂźlle. In den fĂźnfziger Jahren kamen dann die ersten motorisierten Rasenmäher auf den Markt. Heute gibt es Elektro-, Benzin-, Akku-, Spindel- und Aufsitzmäher. Diese Auswahl wird seit einiger Zeit durch ein weiteres Highlight ergänzt – den Mähroboter. Während man beim Sonnenbaden auf der Terrasse entspannt, zieht der Mähroboter leise surrend seine Kreise und hält den Rasen in Schuss. Und es gibt einen weiteren groĂ&#x;en Vorteil: Der Rasen wird durch das tägliche Mähen zusätzlich gedĂźngt. Das Schnittgut wird

nicht aufgenommen, sondern bleibt auf der Grasnarbe liegen. Es handelt sich nämlich bei den Robotern um sogenannte Mulchmäher, d. h. die Grashalme werden so klein zerstßckelt, dass sie zwischen die noch bestehenden Grashalme des Rasens fallen, wodurch dem Boden die verlorenen Nährstoffe wieder zugefßhrt werden. Nach einigen Wochen hat man einen sattgrßnen Teppich, um den man beneidet wird. Durch die Dichte ist der Rasen belastbar und bietet auch spielenden Kindern viel Freude. Und viel muss man dafßr nicht einmal tun, denn der Roboter verlässt, zu einprogrammierten Tageszeiten, selbstständig die Ladestation um den Rasen zu mähen. Ist die Arbeit getan, fährt er zurßck und ist am nächsten Tag wieder betriebsbereit. Die Ladezeit der neusten Generation ist mittlerweile auch sehr gering. Damit der Mähroboter arbei-

ten kann, verlegt man erst einmal ein dßnnes Stromkabel (Induktionsschleife), je nach Gerät ober- oder unterhalb der Erde, damit der Mähroboter seine Grenzen gesetzt bekommt. Einmal muss der komplette Bereich abgegrenzt werden, den der Roboter befahren darf und soll. Dabei ist auch auf Blumenbeete und Bäume zu achten, diese sollten ausgespart werden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass der Roboter so leise ist, dass er auch in der Mittagszeit laufen kann, ebenso werden keine Abgase entwickelt, wie z. B. beim Benzinrasenmäher. Je nach Modell stÜrt den Mähroboter Nieselregen nicht, ansonsten sucht er eigenständig bei schlechtem Wetter Schutz. Auch die Sicherheit ist gewährleistet. Das Gerät stellt sofort seine Arbeit ein, wenn es umgedreht oder gekippt wird. Die Hände kÜnnen also nicht in die Schneideblätter

geraten. Doch jedes Gerät ist anders, deswegen sollte man sich vor dem Kauf auf jeden Fall beraten lassen. Der Mähroboter hat allerdings seinen Preis, weswegen es sehr ärgerlich ist, wenn er Beine bekommt und aus dem Garten entwendet wird. In der Regel verfßgt er ßber einen Diebstahlschutz, wird er angehoben, ertÜnt ein lauter Alarmton und er schaltet sich aus Sicherheitsgrßnden automatisch ab. Um ihn wieder in Betrieb nehmen zu kÜnnen, muss ein Sicherheitscode eingeben werden. Doch dies scheint Diebe nicht abzuschrecken und man liest und hÜrt vermehrt von solchen Diebstählen. Deswegen ist es gut, wenn der Mähroboter ßber die Hausratversicherung mit versichert ist. Dazu empfehlen wir, einen Blick in die aktuelle Police zu werfen und diese gegebenenfalls anpassen zu lassen. grundvers.

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Aktuelles

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Verband Privater Bauherren rät: Nach Hochwasser müssen nasse Keller sorgfältig getrocknet werden Steht nach einem Unwetter der Keller unter Wasser, dann sollten Hausbesitzer schnell handeln, mahnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Nasse Keller müssen schnell und sorgfältig getrocknet werden, denn nasse Wände und feuchtes Raumklima sind ideale Nährböden für Schimmel. Bereits jede zweite Wohnung, so rechnet der VPB langjährige Erfahrungen hoch, ist vom Schimmel befallen. Hauptursache für den Schimmelbefall sind Feuchtigkeit und Nässe, die durch Bauschäden ins Haus eindringen und dann nicht sachgemäß behoben und getrocknet werden. Schimmelschäden sollten sehr ernst genommen werden, warnt der Verbraucherschutzverband,

denn rund einhundert der 100.000 existierenden Schimmelpilzarten gefährden die Gesundheit der Hausbewohner. Haben sich Schimmelpilze erst einmal im Gebäude etabliert, dann hilft nur eines: Sanierung aller betroffenen Bauteile und notfalls sogar deren Ausbau. Im Keller sind meist Boden und Wände gleichermaßen betroffen. Die Wandsanierung ist aufwändig, aber unumgänglich: Der Putz muss komplett abgeschlagen und die Oberfläche neu aufgebaut werden. Einfach nur drüber streichen, das funktioniert nicht. Stand der Boden unter Wasser, kann sich der Schimmel unter Umständen bis unter den Estrich und in der Dämmebene

Keller geflutet? - Tipps für alle Ölheizungsnutzer x:DVVHUDXV.HOOHUQXQG*H bäuden kann ohne weitere Maßnahmen ins Freie, vorzugsweise in einen Kanaleinlauf gepumpt werden, sofern auf der Wasseroberfläche kein Öl bzw. keine Ölschlieren erkennbar sind und der Grundwasserspiegel sowie die Gebäudestatik dies zulassen. x,VWDXIGHU:DVVHUREHUIOÇFKH Öl erkennbar, sollte das Wasser von der Feuerwehr oder einem entsprechenden Fachbetrieb über einen Ölabscheider abgepumpt werden. x,QßEHUIOXWHWH5ÇXPHVROOWHQ in keinem Fall Ölbindemittel eingestreut werden, da sie das Abpumpen erschweren und zu Schäden an Pumpen führen können. x6WDQGGLH+HL]XQJNRPSOHWW unter Wasser, müssen Kessel und insbesondere die elektrischen Bauteile des Brenners und die Kesselregelung vom Heizungsfachbetrieb überprüft und ggf. ersetzt werden. x +HL]ÙOWDQN XQG ¹OOHLWXQJHQ sollten auf Beschädigungen untersucht werden, um festzustellen, ob Wasser in die Leitungen und den Heizöltank eingedrungen ist. Zum Nachweis kann eine Heizölprobe 4/2016

vom Tankboden gezogen werden oder Wassernachweispaste verwendet werden. Auch wenn keine offensichtlichen Schäden erkennbar sind, sollte die Anlage sicherheitshalber von einem Heizungsfachmann oder einem Tankschutzexperten überprüft werden. x ,VW GLH ¹OYHUVRUJXQJ GHV Heizkessels aus der Tankanlage vorübergehend unmöglich, stellt der Mineralölhändler Kanister oder ein Ölfass für die Notversorgung zur Verfügung. x ¹OYHUXQUHLQLJXQJHQ LP *H bäude können beispielsweise durch den Einsatz von Emulgatoren oder speziellen Reinigungsmitteln beseitigt werden. Der Mineralölhändler weiß Rat. Er kann bei Bedarf auch spezialisierte Betriebe zur Ölschadensbeseitigung nennen. x ¹OYHUXQUHLQLJXQJHQ NÙQQHQ zu Geruchsbelästigungen führen. Diese sind ungiftig und stellen somit keine gesundheitliche Gefährdung dar. In jedem Fall ist es ratsam, für eine gute Durchlüftung der Räume zu sorgen. x)ßUPÙJOLFKH9HUVLFKHUXQJV ansprüche sollte der Schadensfall durch Fotos dokumentiert werden. iwo

des Bodens ausgebreitet haben. Auch der von Schimmel befallene Fußboden muss komplett – samt Estrich und Fußbodendämmung - ausgebaut und erneuert werden. Eine Alternative ist das Trocknen des Estrichs und der anschließende Einbau des diffusionsoffenen Estrichfugensystems, um gasförmige und partikelartige Schimmelpilzbestandteile aus dem Unterboden zurückzuhalten. Schimmelsanierung ist keine Sache für den Heimwerker, ebenso wenig wie das Trocknen der nassen Räume. In beiden Fällen sollten sich Hausbesitzer zunächst vom Bausachverständigen beraten lassen. Er prüft Art und Ausmaß des Wasserschadens und

rät zur angemessenen Trocknungs- oder Sanierungsmethode. Dabei ist die meist angewandte Trocknungsmethode mit einem Gebläse häufig gesundheitsschädlich, weil sie überhaupt erst Schadstoffe und Schimmelsporen im ganzen Haus verteilt. Erste Adresse für die Ausführung der beschlossenen Arbeiten sind immer ortsansässige Fachfirmen. Reisende Handwerkertrupps, die gelegentlich in Katastrophengebieten unterwegs sind und ihre Dienste an der Haustür anbieten, sollten Geschädigte meiden, warnt der VPB. Die Firmen arbeiten oft schlecht und sind bei später auftauchenden Gewährleistungsansprüchen nicht mehr zu greifen.

Wurzelschäden auf Nachbargrundstück:

Der Baumbesitzer haftet Bäume sind etwas Wundervolles: Sie spenden Schatten, kurbeln die Sauerstoffproduktion an und hübschen den Garten auf. Dumm nur, wenn das Gewächs unterirdisch sein Unwesen treibt und die Wurzeln Nachbars Eigentum beschädigen. Doch wer kommt dann eigentlich für die Reparaturkosten auf? Mögliche Schäden und damit verbundene Kosten sollte man nicht unterschätzen. Wenn Wurzeln beispielsweise

auch zum Sanierungsplan. Wer haftet für den Schaden? Die Rechtslage dazu ist relativ eindeutig: Der Eigentümer des Baumes, sprich der Eigentümer des Grundstücks, auf dem das wuchernde Gewächs steht, muss haften. Doch gerade wenn es um hohe Summen geht, kann dies unter Umständen zum Streit der beiden betroffenen Parteien führen. Um solch unschönen Situationen von vorneherein die Grundlage zu entziehen, ist es

Wurzelschäden können teuer werden Rohre und Kanäle beeinträchtigen, kann das schnell ins Geld gehen. Besonders, wenn verstopfte Abflussrohre zu einem Rückstau führen und unschöne Begleiterscheinungen verursachen. Haben sich die Wurzeln nicht nur in ein Rohr, sondern gleich in das Fundament des Hauses gegraben und es angehoben, wird es richtig teuer. Oft sind dann nämlich Risse in den Wänden die Folgeerscheinungen. Gutachten, Reparaturen und Beseitigung des Gehölzes gehören in diesem Fall

daher für jeden Hauseigentümer ratsam, eine Privathaftpflichtversicherung abzuschließen, die solche Schäden reguliert, wenn diese den Einschluss Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für ein selbstbewohntes Einfamilienhaus hat. Wer sein Ein- und/oder Mehrfamilienhaus allerdings vermietet, braucht zusätzlich eine separate Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Eine Privathaftpflichtversicherung reicht in diesem Fall nicht aus. ins


18 Sugar Girls - Callwey Verlag, 29,95 € „Irgendwann mache ich ein Café auf ...“ Sie waren Beamtin, Lehrerin, Stewardess – und sie hatten alle einen Traum. Eines Tages haben sie ihn wahr gemacht. In dem wunderbaren Buch „Sugar Girls“ erzählen Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie sie ihr eigenes Café eröffnet haben. Gegen alle Widerstände und Zweifel! Sie kündigten, übernahmen einen kleinen, runtergekommenen Laden und machten ihn zu ihrem, mit eigenen Händen und oft monatelanger Knochenarbeit.

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Die Ergebnisse sind vollkommen verschieden, aber jedem Café sieht man heute an, wie viel Zeit und Liebe in ihm steckt.

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Bruno Preisendörfer schaut Luther und vielen seiner Zeitgenossen über die Schulter, wir erleben ihr öffentliches Wirken, ihren Alltag. Mit Götz von Berlichingen überfallen wir Nürnberger Kaufleute und werden selbst von Nürnbergern belagert. Wir sehen den Fuggern in ihrem Augsburger Kontor auf die Finger und machen uns mit den Welsern bei der Ausbeutung Venezuelas die Hände schmutzig. Albrecht Dürer lernen wir beim Malen kennen, Hans Sachs beim Versemachen und Luthers Frau Katharina bei der Haushaltsführung – bis wir mit ihr vor der Pest aus Wittenberg fliehen. Wir erleben, wie mühsam die All-

tagsverrichtungen sind, vom Zubereiten der Mahlzeiten bis zum Beschaffen der Kleidung. Wir lauschen brav den Predigern und fürchten uns vor dem Jüngsten Gericht.

Aktuelles

Straße der Wunder Diogenes Verlag, 26 € Der hinkende Juan Diego und seine für alle anderen unverständlich sprechende Schwester Lupe sind Müllkippenkinder in Mexiko Auf einer Mülldeponie am Rande der mexikanischen Stadt Oaxaca wachsen sie auf. Ihre einzige Überlebenschance: der Glaube an die eigenen Wunderkräfte. Denn Juan Diego kann fliegen und Geschichten erfinden, Lupe sogar die Zukunft voraussagen, insbesondere die ihres Bruders. Um ihn zu retten, riskiert sie alles. Verführerisch bunt, magisch und spannend erzählt: zwei junge Migranten auf der Suche

nach einer Heimat in der Fremde und in der Literatur.

Donna Leon - Ewige Jugend - Diogenes 24 € Commissario Brunettis fünfundzwanzigster Fall Brunettis Bravourstück. Der Commissario ermittelt in den Tiefen der Erinnerung: Contessa Lando-Continui möchte ihren Frieden finden, doch der tragische Sturz ihrer Enkelin in den Canale di San Boldo lässt ihr keine Ruhe. Was, wenn es kein Unfall war? Die Contessa fragt den Commissario um Rat. Ein besonders schwieriger Fall, da es kaum mehr Spuren gibt – außer in der Psyche des Opfers. Gut, dass Brunetti nicht nur Signorina Elettra treu zur Seite steht. Auch Kommissarin Griffonis private Vergangenheit erweist

sich als sehr hilfreich für die Polizeiarbeit. Brunetti aber bringt all seine Erfahrung und Lebensweisheit ins Spiel, um zu klären, was geschehen ist.

Verwaltungsgericht Düsseldorf: Erschließungsbeiträge für eine seit mehr als 30 Jahren fertige Straße rechtswidrig Die Stadt Wuppertal durfte im Jahr 2014 für den bereits in den Jahren 1983/84 erfolgten Ausbau der Straße Am Walde in Wuppertal-Elberfeld keine Erschließungsbeiträge in Höhe von jeweils ca. 3.500,- Euro mehr erheben. Dies hat die 12. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf mit Urteilen vom heutigen Tage entschieden und den Klagen von zwei Anliegern gegen entsprechende Erschließungsbeitragsbe-

scheide stattgegeben. Zur Begründung hat die Kammer ausgeführt: Nach neuerer Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts muss ein Grundstückseigentümer klar vorhersehen können, ob er für sein Grundstück (noch) kommunale Abgaben bezahlen muss. Eine solche Vorhersehbarkeit ist nicht mehr gegeben, wenn die Stadt mehr als 30 Jahre nach der für den Grundstückseigentümer äußerlich

erkennbaren vollständigen technischen Herstellung einer Straße Erschließungsbeiträge erhebt. Die Straße Am Walde in Wuppertal war bereits im Mai 1984 technisch vollständig hergestellt. Die Fahrbahn und die Gehwege waren vollständig ausgebaut, die Straßenbeleuchtung installiert und die Straßenentwässerung gewährleistet. Die Stadt kann sich nicht mit Erfolg darauf berufen, dass über die techni-

sche Herstellung hinaus rechtliche Voraussetzungen für die Beitragserhebung geschaffen werden mussten. Die Kammer hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sachen die Berufung zugelassen, über die das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster entscheidet. Az.: 12 K 6288/14, 12 K 6462/14 4/2016


Recht

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Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Maklerrecht

Der über Internetportale angebahnte konkludent zustande gekommene ImmobilienMaklervertrag fällt nicht unter § 312 b BGB, es bedarf keiner Widerrufsbelehrung. OLG Schleswig, Urteil vom 22.1.15 - 16 U 89/14 (z. Zt. BGB I ZR 30/15) Eine Rücktrittsklausel zugunsten des Käufers im Grundstückskaufvertrag für den Fall, dass eine Finanzierung nicht vom Käufer zu realisieren ist, kann bei uneingeschränkter Maklerklausel im selben Vertrag nicht dahin ausgelegt werden, dass die Maklercourtage nur unter der Bedingung fehlenden Vertragsrücktritts geschuldet sein soll. LG Bremen, Urteil vom 16.9.2015 - 9 O 755/14

WEG-Verantwortung für Trinkwasseranlage

1. Für die nach der Trinkwasserverordnung erforderliche Überprüfung der Trinkwasseranlage in dem Hausanwesen einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind nicht die vermietenden Wohnungseigentümer verantwortlich, sondern die Wohnungseigentümergemeinschaft. 2. Ein Mehrheitsbeschluss der Wohnungseigentümer, die aufgrund der Untersuchung der Trinkwasseranlage anfallenden Kosten nicht nur auf die vermietenden Wohnungseigentümer, sondern - entsprechend der Anzahl der Eigentumswohnungen - auf alle Wohnungseigentümer umzulegen, ist nicht ermessensfehlerhaft. Anm. zu LG Saarbrücken, Urteil vom 18.12.2015, 5 S 17/15

Abnahme von Wohnungseigentum

1. Wenn die Erwerber von Wohnungseigentum eine vertraglich vorgesehene, förmliche Abnahme nach Fertigstellung nicht verlangen, gilt die Abnahme mit Ablauf einer Prüfungsfrist nach Fertigstellung der Anlage als konkludent erfolgt, es sei denn, die Abnahme wird innerhalb der Prüfungsfrist verweigert. 2. Von einer konkludenten 4/2016

Abnahme kann ausgegangen werden, wenn die Erwerber die einzelnen Wohnungseigentumseinheiten und das Gemeinschaftseigentum zur Nutzung übernommen und die jeweils vereinbarten vertraglichen Gegenleistungen, auch die letzte Rate, erbracht haben. Dies gilt insbesondere, wenn nach dem Ersterwerbervertrag Vorausssetzung für die Fälligkeit der letzten Rate die vollständige Fertigstellung der Außenanlagen und die Behebung der Protokollmängel ist. LG Schweinfurt, Urteil vom 23.1.2015 - 22 O 135/13

WEG: Besitzerlangung

Als werdender Wohnungseigentümer ist nur anzusehen, wer (neben einem durch Vormerkung gesicherten Eigentumserwerbsanspruch) den Besitz an der erworbenen Wohnung durch Übergabe erlangt hat. BGH, Urteil vom 11.12.2015 V ZR 80/15

Graffiti

1. In der Graffiti-Szene gilt die Regel, dass ein Tag-Schriftzug nur von einem Graffiti-Sprüher benutzt wird und daher individuell zugeordnet werden kann. Ein Tag-Schriftzug hat daher einen ähnlichen Beweiswert wie eine individuelle Unterschrift. 2. Lässt sich ein Tag - etwa aus früheren Verfahren - einem bestimmten Sprayer zuordnen, so kann er ihm auch in weiteren Fällen zugeordnet werden, solange keine Anhaltspunkte dafür bestehen, das dieser Tag auch von anderen Sprayer verwendet wird oder dass der Tag verkauft worden ist. LG Potsdam, Beschluss vom 2.6.2015 - 24 Qs 110/14

Sohn-ähnliches Verhältnis). LG Berlin, Beschluss vom 17.12.2015 - 67 S 390/15

Grundbucheinsicht

Der Gläubiger einer Wohnungseigentümergemeinschaft kann ein berechtigtes Interesse an der Erteilung vollständiger Grundbuchauszüge der einzelnen Wohnungseigentümer haben. Einen Vollstreckungstitel muss er hierzu nicht erlangt haben. KG, Beschluss vom 21.1.2016 - 1 W 6/16

Beschwerdewert

Der Beschwerdewert bei einem Streit über das Bestehen eines Mietverhältnisses auf unbestimmte Zeit bemisst sich nach der dreieinhalbfachen Jahresnettomiete. BGH, Beschluss vom 23.6.2016 VIII ZR 26/16

Einbau ferngewarteter Rauchwarnmelder

Nach der gesetzlichen Regelung liegt die Dispositionsbefugnis über die einzubauende Marke der Rauchwarnmelder, die Anzahl der benötigten Geräte und das zu beauftragende Fachunternehmen grundsätzlich beim Vermieter. Beim Einbau von ferngewarteten Rauchwarnmelder müssen im Rahmen einer umfassenden Interessenabwägung nicht nur die theoretischen Möglichkeiten von Gerätemanipulationen und die ggf. damit verbundenen negativen Folgen für den Mieter und andere Personen, die sich in der Wohnung aufhalten, berücksichtigt werden, sondern auch die Vorzüge, die

mit einer Fernwartung nicht nur für den Vermieter, sondern auch für die Mieter verbunden sind. BVerG, Beschluss vom 8.12.2015 - 1 BvR 2921/15

Sondereigentum

Es kann Sondereigentum an einem nicht überdachten Innenhof begründet werden, der von Räumen umschlossen ist, die im Sondereigentum stehen. OLG Hamm, Beschluss vom 5.1.2016 - 15 W 398/15

Umlaufbeschluss

Ein Verwalter ist befugt, im Wege der Klage gegen die Eigentümer feststellen zu lassen, dass ein durch Aushang bekannt gemachter Umlaufbeschluss nicht gefasst wurde. Das Fehlen von erforderlichen Unterschriften unter einem Umlaufbeschluss bedeutet das Vorliegen eines Schein- bzw. Nichtbeschlusses; dieser wird auch durch Beschlussverkündung durch Aushang nicht existent. Nur eine Zustimmung aller Wohnungseigentümer vermag die Notwendigkeit einer Eigentümerversammlung zu ersetzen. AG Hamburg-Wandsbek, Urteil vom 15.12.2015 - 750 C 22/15

Rauchmelder

Ein Beschluss ist für ungültig zu erklären, der den Eigentümern in Eigenleistung die Verpflichtung zur Installation und Wartung von Rauchmeldern auferlegt. AG Wuppertal, Urteil vom 30.9.2015 - 91b C 58/15

Tod des Mieters

§ 563 Abs. 2 Satz 4 BGB erfordert für den Eintritt in das Mietverhältnis nach dem Tod des Mieters lediglich, das zuvor von dem Eintrittswilligen und dem Mieter ein auf Dauer angelegter Haushalt geführt wurde; einer exklusiven Haushalts- oder Lebensgemeinschaft, die keine weiteren Bindungen gleicher Art zulässt, bedarf es nicht (hier: Vater-

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Recht

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Bauträgermodell: Oft Streit Drohnenverbot zu Gunsten wegen Abwasseranschluss des belästigten Nachbarn Bauen liegt im Trend in Deutschland. Mit Zinsen im Rekordtief und erhöhter Nachfrage nach Wohnraum stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Januar auf ein ZehnJahres-Hoch. „Für Bauherren ist es nun besonders wichtig, sich von diesem Trend nicht mitreißen zu lassen und alle rechtlichen Aspekte ihres Bauvorhabens gewissenhaft zu prüfen“, sagt Dr. Martin Schmitz von der Arbeitsgemeinschaft für Bauund Immobilienrecht (ARGE Baurecht). Private Bauherren setzen häufig auf das Bauträgermodell. Denn wer ein Haus vom Bauträger kauft, anstatt selbst zu bauen, kommt oft günstiger und stressfreier an sein Eigenheim. Allerdings sollten beide Seiten den Inhalt der abzuschließenden Verträge vor Unterzeichnung gewissenhaft prüfen insbesondere im Hinblick auf das vertraglich vereinbarte Leistungssoll. Nur so können Unklarheiten über den vertraglich geschuldeten Leistungsumfang und sich ggf. hieran anschließende rechtliche Auseinandersetzungen vermieden werden. Wichtig ist der Blick ins Detail und die Klärung von Verantwortlichkeiten. Der Anschluss der Abwasserleitungen an das öffentliche Kanalnetz ist so ein Detail, das in der Praxis immer wieder zu Problemen führt. Im Bauträgervertrag muss klar geregelt sein, ob der Bauträger oder der Erwerber für die Anschlüsse verantwortlich ist. Nur so lässt sich vermeiden, dass am Ende eine Lücke zwischen Eigenheim und

Abwassernetz klafft. Wurde im Vertrag vereinbart, dass der Bauträger die Abwasserrohre nur bis einen Meter außerhalb der Wände zu führen hat, so ist der Anschluss der Abwasserrohre an das öffentliche Kanalnetz Aufgabe des Erwerbers. Der Erwerber muss sich dann selbst um den Anschluss an das öffentliche Kanalnetz kümmern. Dies gilt unabhängig davon, wie lang der Weg zum Sammler ist. Hierdurch bedingt kann es "Schlüsselfertig" heißt, dass alle Anschlüsse Bauträgersache sind nicht nur zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen – so wenn die Anschlüsse zunächst erst noch beantragt werden müssen – sondern im Übrigen natürlich auch zu erheblichen Zusatzkosten führen, welche seitens des Erwerbers im Vorfeld nicht einkalkuliert worden sind. Anders verhält es sich, wenn der Bauträger im Vertrag die „schlüsselfertige“ Herstellung des Wohnhauses zugesichert hat. Dann muss er auch für den Anschluss sorgen. Das gilt selbst dann, wenn die Wasserversorgung über ein Nachbargrundstück erfolgen muss und hierzu die Bestellung einer entsprechenden Grunddienstbarkeit erforderlich wird (OLG Koblenz, BauR 2003, 721). Denn die Verpflichtung zur schlüsselfertigen Herstellung umfasst üblicherweise alle Maßnahmen und Kosten der Bauausführung, inklusive Nebenkosten, wie dem Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. ARGE

Schadensersatzpflicht, wenn Eigenbedarf nur vorgetäuscht wurde Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs kann auch dann vorgeschoben sein, wenn ein Vermieter seit längerem Verkaufsabsichten hegt und der von ihm benannten Eigenbedarfsperson den Wohnraum in der - dieser möglicherweise nicht offenbarten - Erwartung zur Miete überlässt, diese im Falle eines doch noch gelingenden gewinnbringenden Verkaufs ohne Schwierigkeiten zum Auszug bewegen zu können. BGH, Beschluss vom 10. Mai 2016 - VIII ZR 214/15

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Grundstücksnachbarn wegen Belästigung und Verletzung der Persönlichkeitsrechte durch private Drohnen vor Gericht ziehen würden. Die Lebensgefährtin eines Grundstückseigentümers lag an einem Sommervormittag auf einer Liege im Garten und las. Nach eigener Aussage wurde sie durch ein Motorengeräusch aufgeschreckt, das

von oben kam. Es handelte sich um eine Flugdrohne, die nur wenige Meter über ihrem Kopf schwebte. Sie war vom Nachbaranwesen aus gestartet worden. Die Betroffenen forderten, dass es der Drohnenbesitzer in Zukunft unterlasse, Aufnahmen vom Grundstück und den darauf befindlichen Personen zu fertigen. Das AG Potsdam (Az: 37 C 454/13) entsprach dem Ansinnen, stimmte der Unterlassungsklage zu und drohte für den Fall der Zuwiderhandlung mit einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. In der Urteilsbegründung hieß es: "Die Handlungsfreiheit des Beklagten, seine Drohne hobbymäßig herumfliegen zu lassen, hat hinter der geschützten Privatsphäre Dritter zurückzutreten, zumal es genug Flächen und Räume gibt, in denen der Beklagte seinem Hobby nachgehen kann, ohne Dritte zu stören." LBS

Keine Dashcam wenn der Nachbarn sich gestört fühlt

Bei sogenannten Dashcams handelt es sich um Kameras, die in Autos angebracht sind. Ist der PKW irgendwo abgestellt und registriert der Bewegungsmelder einen Menschen, der sich nähert, schalten sie sich automatisch ein. Das passte der Nachbarin einer Dashcam-Besitzerin nicht. Sie fühlte sich immer dann, wenn das Auto nahe ihrem eigenen Grundstück geparkt war, überwacht.

Vor Gericht setzte sie sich durch. Man müsse hier abwägen zwischen den Interessen der Autobesitzerin, evtl. Sachbeschädigungen an ihrem PKW dokumentieren zu können, und dem Recht der Nachbarn auf informationelle Selbstbestimmung. Letzteres überwiege hier, weswegen die Kamera ausgeschaltet werden müsse. (Landgericht Memmingen, AZ: 22 O 1983/13) 4/2016


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Verband Privater Bauherren hofft auf Gesetzesänderung

Für Bauherren gelten Widerrufsrechte häufig nicht - oder sie müssen beträchtliche Zahlungen hinnehmen Wer im Internet shoppt, der kennt das nicht anders: Hose oder Schuhe werden geliefert und, wenn sie nicht gefallen, einfach zurückgeschickt. Alles kein Problem. Für Millionen Menschen ist das Ordern unter Vorbehalt längst Alltag. Das Prinzip ist verbraucherfreundlich, funktioniert aber längst nicht überall. Zum Beispiel beim Hausbau gibt es noch keine großzügigen Widerrufsrechte, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Erst mit dem neuen Bauvertragsrecht, das aktuell im Bundestag beraten wird, kann sich das ändern. Denn dort ist - auch auf Betreiben des VPB - erstmals ein Widerrufsrecht vorgesehen und zwar vor allem für Schlüsselfertigbauverträge zwischen Verbrauchern und Unternehmern, sofern sie nicht notariell beurkundet worden sind. Noch aber gilt das Gesetz nicht! Wer jetzt einen Bauvertrag mit dem Schlüsselfertiganbieter unterzeichnet, der schließt in der Regel einen bindenden Vertrag ab. Und aus solchen Verträgen kommen Bauherren nicht ohne weiteres wieder heraus. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) § 649 S.1 können Bauherren einen Werkvertrag jederzeit frei kündigen; lediglich beim Bauträgervertrag macht die Rechtsprechung davon eine Ausnahme.

Die freie Kündigung hat aber einen hohen Preis: Wenn die Bauherren kündigen, müssen sie nämlich dem Unternehmer den Werklohn zahlen, abzüglich ersparter Aufwendungen. Das heißt, der Unternehmer muss zwar nichts bauen, bekommt aber trotzdem den Gewinn, den er andernfalls durch die gekündigte Leistung erzielt hätte. Wie hoch ist aber dieser Gewinn? Wie wird er errechnet? Dazu gibt es eine komplizierte Verteilung von Darlegungsund Beweislast. Zwischen fünf und zehn Prozent variiert

Alles in allem ist die Kündigung also ein komplexer Prozess. Fest steht dabei nur: Der Verbraucher muss mit beträchtlichen Zahlungen rechnen. Und: Jeder Fall ist anders, juristischer Rat deshalb unentbehrlich. Häuser werden selbstverständlich nicht so leichtfertig gekauft wie Kleidung, aber es kann passieren, dass Bauherren ihren Bauvertrag rückgängig machen möchten oder sogar müssen. Dazu gehören beispielsweise familiäre Entwicklungen, etwa, wenn der Hauptverdiener stirbt, die

Jeder Fall ist anders - juristischer Rat unentbehrlich die Bandbreite. Die Summe ist diskutabel und führt deshalb nicht zu schnellen, einvernehmlichen Lösungen, so der VPB. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, schreiben Schlüsselfertigbauunternehmer oft vorformulierte Klauseln in den Vertrag. Mit diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) wiegen sie Bauherren aber in falscher Sicherheit, denn AGB gelten nur, wenn sie Verbraucher nicht unangemessen benachteiligen. Ab wann Verbraucher benachteiligt werden oder nicht, führt regelmäßig zu Streit. Nicht einmal der Bundesgerichtshof (BGH) kam dabei bislang zu einheitlichen oder universell anwendbaren Vorgaben.

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Bauherren sich trennen, der Job verloren geht. Solche Notfälle spielen verantwortungsbewusste Bauherren im Vorfeld durch und suchen nach denkbaren Lösungen. Leichtfertig ist dagegen die Unterzeichnung eines Bauvertrags, wenn die Finanzierung noch nicht steht oder die Bauherren noch gar kein Grundstück haben. In solchen Fällen räumen Schlüsselfertigbauunternehmer gelegentlich über ihre AGB den privaten Bauherren vertragliche Rücktrittsrechte ein. Bei einem Rücktritt soll der Verbraucher gratis aus dem Vertrag wieder herauskommen. So zumindest die Theorie, denn tatsächlich bieten nur sehr wenige Firmen solche verbraucherfreundlichen Verträge an. Die meisten dieser Vereinbarungen haben Haken und Ösen zu Lasten der

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Bauherren. Und dann bleibt am Ende doch nur die freie Kündigung mit den oben geschilderten Problemen. Der VPB rät dringend davon ab, einen Bauvertrag abzuschließen, wenn die Finanzierung noch wackelt oder das Grundstück noch nicht gefunden ist. Schließlich hängt die Bauausführung maßgeblich vom Grundstück ab: Welche Vorgaben macht der Bebauungsplan? Ist das gewählte Haus dort überhaupt realisierbar? Lässt sich die geplante Solaranlage in Ost-WestRichtung auslegen oder scheitert das vereinbarte Energiekonzept an den kommunalen Vorgaben? Und wie sind die Bodenverhältnisse? Erst wenn die bekannt sind, können Fundament und Keller seriös geplant und kalkuliert werden. Wer schon vor Grundstückskauf und Bodengutachten einen Bauvertrag abschließt, der muss meist draufzahlen. Sind beispielsweise die Bodenverhältnisse schlechter als vom Anbieter kalkuliert, wälzen die Baufirmen die Mehrkosten für zusätzliche Kellerabdichtungen über Sonderpreisvereinbarungen im Schlüsselfertigbauvertrag auf die privaten Bauherren ab. Damit nicht unerwartete Extras die anfangs gesicherte Finanzierung doch noch ins Wanken bringen, rät der VPB grundsätzlich dazu, den Bauvertrag vor der Unterzeichnung von unabhängigen Experten prüfen zu lassen. Das spart Geld und schont die Nerven.


Recht

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Urteile rund um die Verwaltung von Wohnungseigentümergemeinschaften E i g e n t ü m e r g e m e i n s c h a ften umfassen oft Dutzende, manchmal sogar Hunderte von Wohneinheiten. Verständlich, dass sich dann ein Profi um die Angelegenheiten der alltäglichen Verwaltung kümmern muss. Aber auch bei kleineren Objekten wird häufig eine neutrale Instanz bestellt, die über den Einzelinteressen steht und den Eigentümern viele Arbeiten abnimmt. Die Verwalterin bzw. der Verwalter hat eine Schlüsselrolle inne und vertritt die Gemeinschaft in wesentlichen Fragen nach außen und nach innen. Kommt es zum Streit, müssen häufig die Gerichte die näheren Umstände der Verwaltertätigkeit klären.

Zu den wesentlichen Aufgaben des Verwalters gehört die Einberufung der Eigentümerversammlung unter Einhaltung aller dafür vorgesehenen gesetzlichen und rechtlichen Voraussetzungen. In dringenden Fällen – zum Beispiel zur Abwendung von Schäden – können einzelne Eigentümer auf gerichtlichem Wege erzwingen, dass eine Versammlung anberaumt wird. Doch alleine die Tatsache, dass sich die bereits in Angriff genom-

nach erträglichen Temperaturgrad herunterzuregeln war und zur Behebung grundlegende Änderungen des Heizsystems nötig gewesen wären. Die Aufnahme dieses Punktes in die Tagesordnung scheiterte nach Ansicht des Landgerichts München (AZ: 1 S 5166/11) im konkreten Fall allerdings daran, dass die zweiwöchige Ladungsfrist nicht mehr hätte eingehalten werden können. Der Verwalter ist im Regelfall

Eine weitere Pflicht des Verwalters kann es sein, die eidesstattliche Versicherung für die Wohnungseigentümergemeinschaft abzugeben. Es gehört nach Überzeugung des BGH (AZ: I ZB 61/10) zur ordnungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben. Er sei berechtigt und verpflichtet, das zu tun. Im konkreten Fall hatte sich die Verwalterin geweigert, die eidesstattliche Versicherung abzugeben. Immer wieder gibt es in der Praxis Schwierigkeiten, zwischen den Befugnissen von Verwalter und Verwaltungsbeirat zu unterscheiden, da sie ja beide eine wesentliche Rolle für die Eigentümergemeinschaft spielen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (AZ: 2 A 3.15) stellte in einem aktuellen Urteil klar, dass die Vertretung nach außen normalerweise in den Zuständigkeitsbereich des Verwalters fällt und ihn der Beirat dabei lediglich unterstützt. Konkret war es um einen Normenkontrollantrag gegangen, mit dem sich der Beirat gegen einen Bebauungsplan wandte.

Es empfiehlt sich für die Eigentümergemeinschaft, gleich bei der Anbahnung eines Vertragsverhältnisses mit einem Verwalter die wichtigsten Punkte unmissverständlich zu klären. Der BGH wies in einer Entscheidung (AZ: V ZR 114/14) darauf hin, dass es der Normalfall sei, mit der Bestellung durch die Gemeinschaft in derselben Eigentümerversammlung auch die Eckdaten des Vertrages (Laufzeit und Vergütung) zu bestimmen. Damit ist nicht jedes Detail gemeint, aber die Dimensionen müssen erkennbar sein. Abweichungen von dieser Praxis sind nur unter ganz besonderen Umständen – und auch dann nur übergangsweise – gestattet. Wenn die Beziehung schon länger besteht, ein Verwalter also bereits eine Vertragslaufzeit hinter sich hat, sind die Anforderungen nicht mehr ganz so streng wie beim ersten Mal. Bei der Neubestellung eines Verwalters ist zum Beispiel das Einholen von Alternativangeboten erforderlich. Bei der Weiterführung des Vertrages ist das nach Überzeugung des BGH (AZ: V ZR 96/10) nicht zwingend nötig. Anders verhielte es sich nur, wenn sich seit der Erstbestellung des Verwalters grundlegende Aspekte seiner Arbeit verändert hätten.

Wohnungseigentümer" der Verwalter als Zustellungsbevollmächtigter ausgeschlossen sei.

mene Bestellung eines Verwalters hinauszögert, reicht nach Meinung des Oberlandesgerichts Köln (AZ: 16 Wx 114/02) nicht aus. Ein Mitglied einer Eigentümergemeinschaft kann den Verwalter unter Umständen dazu zwingen, einen bestimmten Punkt mit in die Tagesordnung aufzunehmen, diesen erörtern zu lassen und darüber abzustimmen. In einem Streitfall war es darum gegangen, dass in der Wohnung eines Eigentümers die Heizung nicht unter einen seiner Meinung

auch der Zustellungsbevollmächtigte für die Eigentümergemeinschaft. Das heißt, er nimmt Gerichtsentscheidungen oder Dokumente, die die Gemeinschaft betreffen, entgegen und gibt diese dann an die Mitglieder weiter. Ist er allerdings selbst als Gegner an einem solchen Verfahren beteiligt oder besteht die Gefahr einer "gefärbten" Weitergabe, dann wird das zum Problem. Der BGH (AZ: V ZR 170/11) stellte fest, dass bei der konkreten Gefahr "einer nicht sachgerechten Information der

Der Einfluss des Verwalters findet allerdings auch seine natürlichen Grenzen. Eine Vollmacht in der Teilungserklärung, wonach der Verwalter für alle mit dem Wohnungseigentum zusammenhängenden Angelegenheiten zuständig sei, ist unzulässig. Das OLG Frankfurt am Main (AZ: 20 W 241/14) erkannte darin einen Verstoß gegen die wesentlichen Strukturprinzipien des Wohnungseigentumsrechts, wonach je nach Situation Beirat, Verwalter und einzelne Eigentümer einbezogen werden. Die vorliegende Lösung hätte es ermöglicht, dass der Verwalter bis in die ureigensten Rechte eines jeden Eigentümers hineinregiert. LBS 4/2016


Recht

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Testamentarische Nachlassregelung kann besonders für Alleinstehende von sehr großer Bedeutung sein Gerade Alleinstehende sollten sich rechtzeitig überlegen, wen sie als Erben einsetzen wollen. Denn bleibt die Erbfolge ungeregelt, erbt mitunter der Staat. In einem Testament kann man den Erben selbst bestimmen und regeln, wer sich um den Nachlass und beispielsweise um ein hinterbliebenes Haustier kümmert. Die Zahl der Alleinstehenden in Deutschland steigt fortlaufend an. Viele Menschen bleiben bis zu ihrem Tod unverheiratet und kinderlos. Doch wer erbt eigentlich, wenn es weder einen Ehepartner noch Kinder gibt? Die gesetzliche Erbfolge in Deutschland unterscheidet nach Verwandtschaftsgraden, in deren Reihenfolge der Erblasser beerbt wird. Zu den Verwandten erster Ordnung gehören die Kinder und Enkel. Verwandte zweiter Ordnung sind die Eltern und deren Kinder, also die Geschwister des Erblassers, und wiederum deren Abkömmlinge. Existieren weder Verwandte erster noch zweiter Ordnung erben bei unverheirateten Menschen die Verwandten dritter Ordnung. Hierzu gehören die Großeltern sowie deren Kinder, also Onkel und Tanten des Erblassers. So geht die Reihe möglicher gesetzlicher Erben weiter hoch. Stirbt eine alleinstehende Person ohne ein wirksames Testament zu hinterlassen, tritt diese gesetzliche Erbfolge in Kraft. Häufig erben dann ent-

fernte Verwandte, die der Erblasser nicht einmal persönlich gekannt hat. Sollten keine noch lebenden Verwandten des Erblassers existieren oder ermittelt werden können, kommt es zu einer Erbfolge, die von den wenigsten Menschen gewünscht wird: Bei Todesfällen ohne Verwandte des Erblassers als gesetzliche Erben tritt der Staat als Erbe ein. Erbe ist dann das Bundesland, in dem

ten- und Pflegeheimen, Heimleiter und deren Angehörige sollten nur unter bestimmten Voraussetzungen testamentarisch bedacht werden; die deutschen Heimgesetze sehen hier ganz bewusst Einschränkungen vor. Gerade Alleinstehende sollten sich auch damit befassen, wer nach dem eigenen Tod den Nachlass regelt, die Wohnung auflöst und sich zum Beispiel um ein hinterbliebenes Haus-

Sind keine lebenden Verwandten mehr vorhanden, erbt ohne Testament der Staat der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte. Um selbstbestimmt zu entscheiden, wer Erbe wird, bietet es sich an, mit Hilfe eines Notars ein Testament zu verfassen. Viele Menschen kennen die Möglichkeiten gar nicht, die ihnen in Bezug auf ihren Nachlass zustehen. So können in Deutschland neben natürlichen Personen, wie beispielsweise Freunde oder Nachbarn, auch juristische Personen als Erben eingesetzt werden. So entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, ihren Nachlass einem gemeinnützigen Verein oder einer Stiftung zukommen zu lassen. Auch steuerrechtlich haben Zuwendungen für gemeinnützige Zwecke Vorteile, da diese von der Erbschaftssteuer befreit sind. Einschränkungen der grundsätzlich bestehenden Testierfreiheit gibt es im Einzelfall aber doch: Pflegekräfte in Al-

tier kümmert. Auch diesbezüglich können in einem Testament Regelungen getroffen werden. Doch Vorsicht: Tiere können nach deutschem Recht nicht als Erben eingesetzt werden. Wer seinem Tier dennoch eine sichere Zukunft bieten möchte, sollte sein Erbe an eine Auflage knüpfen. So kann zum Beispiel eine Vertrauens-

person oder ein Tierheim mit der Auflage, sich nach dem Tod um das Tier zu kümmern, zum Erben bestimmt werden. Die zusätzliche Einsetzung eines Testamentsvollstreckers kann zudem Sicherheit bieten, dass die Wünsche des Erblassers nach dem Tod auch umgesetzt werden. Diese Details sollten mit einem Notar besprochen werden. Dieser berät individuell. Die Beratung durch den Notar verursacht keinerlei zusätzliche Kosten wenn anschließend ein entsprechendes Testament beurkundet wird. Zusätzlich ist bei einem notariellen Testament auch sichergestellt, dass das Testament nach dem Tod auch gefunden und eröffnet werden kann: Der Notar ist verpflichtet, ein beurkundetes Testament in die amtliche Verwahrung zu geben und im Zentralen Testamentsregister der Bundesnotarkammer registrieren zu lassen. BNotK

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Plötzlich auftretender, extrem hoher Wasserverbrauch:

Ist kein technischer Defekt nachweisbar, zahlt der Kunde Die bloße Wahrscheinlichkeit reicht zur Entlastung eines Grundstückseigentümers nicht aus, wenn auf seinem Anwesen plötzlich der Wasserverbrauch nach oben schnellt. Kann er keinen technischen Defekt der Messgeräte nachweisen, muss er den entsprechenden Betrag bezahlen. (Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße, Aktenzei-

chen 4 K 203/15.NW) Der Fall: "Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen", dachte sich ein Grundstückseigentümer, als er die Rechnung für seinen Wasserverbrauch erhielt. Demnach hätte er auf seinem privaten Anwesen binnen 18 Monaten 1.088 Kubikmeter konsumiert, obwohl das Haus noch gar nicht bewohnt gewesen sei. Die Gesamt-

rechnung für diesen Zeitraum betrug immerhin knapp 4.000 Euro. Auf seine Beschwerde hin wurde der Wasserzähler zur Untersuchung an einen Experten weitergeleitet, der allerdings keinen Defekt feststellen konnte. Das Urteil: Die nachgewiesene Funktionstüchtigkeit des geeichten Wasserzählers war für die Richter das entscheidende

Argument. Wenn das der Fall sei, dann müsse der Verbraucher für den hohen Konsum auch tatsächlich aufkommen. Die Ungewissheit, wie ein derartig hoher Verbrauch zu Stande gekommen sei, gehe zu Lasten des Betroffenen. Die Gebührenbescheide des Wasserversorgers seien deswegen rechtmäßig ergangen. LBS

Briefkastenschlüssel weg - daher Rechtsmittelfrist verpasst:

Entschuldigung für das Versäumnis ist nicht akzeptabel Wer sich gegen gerichtliche Entscheidungen beschweren will, muss häufig Fristen einhalten. Wird die Frist versäumt, ist die Entscheidung rechtskräftig und nicht mehr zu ändern. Regelmäßig beginnen die Fristen mit der Zustellung der anzufechtenden Entscheidung und müssen so beachtet werden, dass die Beschwerdeschrift vor dem Ablauf der Frist beim Gericht eingeht. Wird die Frist unverschuldet versäumt, kann - soweit das Gesetz das zulässt - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bewilligt werden. Dann ist das Fristversäumnis entschuldigt. Was heißt in diesem Zusammenhang unverschuldet? Sieht es mir das Gesetz nach, wenn ich mal was vergesse? Mit dieser Fragestellung haben sich die Gerichte häufig zu befassen. Außerdem: Ein unverschuldetes Versäumnis muss der Säumige nachvollziehbar vortragen und häufig auch nachweisen. Auch das sollte der Rechtsuchende beachten. Die Entscheidung des 4. Strafsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 03.05.2016: Wer es versäumt, gegen eine per Post zugestellte Gerichtsentscheidung rechtzeitig Beschwerde einzulegen, weil er diese seinem Briefkasten nicht rechtzeitig entnimmt, ist dann nicht entschuldigt, wenn ihm der Briefkastenschlüssel zwar unverschuldet abhanden gekommen ist, das Fristversäum-

nis aber auch darauf beruht, dass er es danach unterlassen hat, sich baldmöglichst erneut Zugang zum Briefkasten zu verschaffen. Das hat der 4. Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 03.05.2016 beschlossen und damit die angefochtene Entscheidung des Landgerichts Paderborn bestätigt. Der jetzt 24 Jahre alte Betroffene aus Bad Driburg wurde im Oktober 2014 in erster Instanz vom Amtsgericht Brakel und zweiter Instanz vom Landgericht Paderborn wegen

einwöchigen Rechtsmittelfrist sofortige Beschwerde erhoben. Sein Fristversäumnis hat er damit entschuldigt, dass seine Ehefrau, im Besitz des einzigen Briefkastenschlüssels, wenige Tage vor dem Einwurf des Widerrufbeschlusses die gemeinsame Wohnung nach einer Auseinandersetzung unter Mitnahme des besagten Briefkastenschlüssels verlassen und erst nach Fristablauf zurückgekehrt sei, so dass er, der Betroffene, in dieser Zeit keinen Zugang zum Briefkasten gehabt habe.

Schnellstmöglicher Zugang zum Briefkasten sollte immer gewährleistet sein gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Während der dreijährigen Bewährungszeit verstieß er durch unerlaubtes Handeltreiben und den unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln erneut gegen strafrechtliche Verbote und erhielt hierfür vom Amtsgericht Höxter eine nicht zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. In Anschluss an die erneute Verurteilung widerrief das Amtsgericht Brakel die Bewährung der im Jahr 2014 verhängten zehnmonatigen Freiheitstrafe. Gegen den ihm Anfang Dezember durch Einwurf in den Briefkasten zugestellten Widerrufbeschluss hat der Betroffene erst nach Ablauf der

Das Landgericht Paderborn ist von einer schuldhaft versäumten Beschwerdefrist ausgegangen, hat das Wiedereinsetzungsgesuch zurückgewiesen und die sofortige Beschwerde deswegen als unzulässig verworfen. Gegen den Beschluss des Landgerichts hat der Betroffene dann wiederum - dieses Mal fristgerecht - (sofortige) Beschwerde eingelegt. Auch nach der Entscheidung des 4. Strafsenats des Oberlandesgerichts Hamm hat der Betroffene sein Fristversäumnis nicht ausreichend entschuldigt. Deswegen sei die sofortige Beschwerde des Betroffenen gegen die Zurückweisung des Wiedereinsetzungsgesuchs durch das Landgericht unbegründet. Der Betroffene habe zwar glaubhaft gemacht, dass seine Ehefrau im Besitz des

einzigen Briefkastenschlüssels gewesen sei, diesen nach einer Auseinandersetzung Anfang Dezember 2015 mitgenommen habe, so dass der Betroffene mangels Briefkastenschlüssels für ca. 11 Tage keinen Zugang zum Inhalt des Briefkastens gehabt habe. Sein Fristversäumnis sei dennoch verschuldet. Derjenige, der den Zugang zu seinem Briefkasten unverschuldet verliere, müsse sich danach um einen baldmöglichsten erneuten Zugang bemühen. Unterlasse er dies, handele er jedenfalls hinsichtlich einer versäumten Frist schuldhaft, die er hätte einhalten können, wenn er umgehend Maßnahmen ergriffen hätte, um an den Inhalt seines Briefkastens zu kommen. Im vorliegenden Fall sei nicht erkennbar, dass der Betroffene irgendwelche Anstrengungen unternommen habe, um sich Zugang zum Inhalt des Briefkastens zu verschaffen. Er habe z. B. weder seine Ehefrau um den Schlüssel gebeten, noch versucht, den Briefkasten mit Hilfe eines Schlüsseldienstes öffnen zu lassen. Bei entsprechenden Anstrengungen hätte er sich rechtzeitig vor dem Ablauf der Rechtsmittelfrist Zugang zum Inhalt des Briefkastens und damit Kenntnis vom zugestellten Widerrufbeschluss verschaffen können. Rechtskräftiger Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 03.05.2016 (4 Ws 103/16) justiz-nrw 4/2016


Recht

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Rauchmelder werden ab 2017 fßr alle Wohnungen in NRW Pflicht Treppenschutzgitter, Steckdosensicherung & Co. sind wohl bei den meisten Familien im Einsatz. Denn gerade fßr Kinder sollte das eigene Zuhause der sicherste Ort sein. Aber was ist, wenn es plÜtzlich brennt? Rauchmelder sollen die Wohnungen sicherer machen und sind ab 2017 auch fßr Bestandsbauten Pflicht. Eine vergessene Kerze auf dem Wohnzimmertisch oder ein defektes Kabel kÜnnen schon ausreichen, um einen Hausbrand zu verursachen. Wenn ein Feuer nachts ausbricht, werden die giftigen Rauchgase oft gar nicht bemerkt. Dies kann schnell tÜdlich enden. Rauchmelder sind fßr die eigene Sicherheit daher unerlässlich. Seit April 2013 sind Rauchmelder bereits fßr alle Neubauten in NRW Pflicht. Alle Bestandsbauten mßssen bis Ende des Jahres nachgerßstet werden. Dabei mßssen alle Schlafund Kinderzimmer, sowie die Flure einer Wohnung, die als

Rettungswege zum Verlassen von Wohnräumen dienen, mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Die EigentĂźmer der Wohnung sind dafĂźr zuständig, die Rauchmelder zu kaufen und anzubringen – bei Mietwohnungen also in der Regel der Vermieter. Im Gegenzug muss der Mieter die jährliche ĂœberprĂźfung der Rauchmelder Ăźbernehmen, es sei denn der EigentĂźmer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst Ăźbernommen. So ist es in der Bauordnung fĂźr NRW (BauO NRW) geregelt. Wenn die Funktions- und SichtprĂźfung durch die Mieter erfolgt, dann sollte der Vermieter jährlich ein entsprechendes unterschriebenes Protokoll der Mieter zu seinen Unterlagen nehmen. Denn laut § 823 Abs. 1 BGB ist immer der EigentĂźmer selbst fĂźr die Verkehrssicherung seines Gebäudes zuständig – ungeachtet der landesgesetzlichen Rege-

lungen. Das heiĂ&#x;t, wenn ein schlecht gewarteter Rauchmelder versagt, haftet der EigentĂźmer fĂźr den entstandenen Schaden. Den Mieter kann hĂśchstens eine Mitschuld treffen. Daher empfiehlt es sich, eine Fachfirma zu beauftragen, die die Funktionsfähigkeit und die ordnungsgemäĂ&#x;e Installation einmal im Jahr kontrolliert. Die hierfĂźr anfallenden Kosten kann der Vermieter Ăźber die jährliche Nebenkostenabrechnung auf den Mieter umlegen. Voraussetzung ist, dass eine entsprechende Vereinbarung im Mietvertrag getroffen wurde. Ob die Versicherung bei einem Brandschaden auch dann greift, wenn die landesrechtlichen Rauchmelder-Verpflichtungen und die Wartungsvorgaben nicht eingehalten werden, ist fraglich. Die Versicherung kann dem EigentĂźmer unter Umständen grobe Fahrlässigkeit unterstellen und es ist mit LeistungskĂźrzungen zu rechnen. LBS.

Untervermietung von BĂźroräumen Der Mieter, dem - in einem auch zu Wohnzwecken genutzten Gebäude - Räume "zur ausschlieĂ&#x;lichen Nutzung als BĂźroräume" vermietet worden sind, kann nicht nach § 540 Abs. 1 Satz 2 BGB auĂ&#x;erordentlich kĂźndigen, wenn ihm die Erlaubnis zur Untervermietung an den Betreiber eines häuslichen Pflegedienstes verweigert wird, der 25 bis 30 AuĂ&#x;enmitarbeiter beschäftigt, die selbst am Wochenende teilweise bereits vor 6 Uhr morgens in den Mieträumen eintreffen und diese teilweise erst nach 22 Uhr wieder verlassen. Auch bei der Vermietung von Gewerberäumen ist die formularmäĂ&#x;ige Abwälzung von SchĂśnheitsreparaturen auf den Mieter nach § 307 BGB insgesamt unwirksam, wenn das fachgerechte Abschleifen von ParkettbĂśden in einem festen Turnus von zehn Jahren Ăźbertragen wird (im Anschluss an BGB, Urteil vom 18.3.2015, VIII ZR 21/13, GE 2015/725).OLG DĂźsseldorf, Urteil vom 16.2.2016 - I 24 U 63/15 hsg

Es gibt Häuser und Grundstßcke, die kann man nicht verkaufen und nicht verwalten... ...aber fßr den Rest gibt es uns: x6DFKNXQGLJHXQG]XYHUOÇVVLJH9HUZDOWXQJ von Häusern und Grundstßcken x 8PIDVVHQGH9HUZDOWXQJYRQ:RKQXQJV eigentum nach den Grundsätzen des Wohnungseigentumsrechts x$QXQG9HUNDXIYRQ+ÇXVHUQ Wohnungen und Grundstßcken x 9HUWUDXHQVYROOH%HUDWXQJXQG Abwicklung von Haus-, Wohnungs- und Grundstßcksverkäufen

Hausverwaltung/Immobilien: 96127-23 (Frau Wiese) 96127-26 (Frau Hiller)

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Recht

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Auch wenn nicht alle Verpflichtungen aus Mietverhältnis geklärt sind:

Nach rechtskräftiger Ehescheidung kann Mitwirkung an Mietvertragsentlassung eingefordert werden Was passiert mit der gemieteten gemeinsamen Ehewohnung nach der Scheidung? Nach § 1568a Bürgerliches Gesetzbuch wird das Mietverhältnis nach der rechtskräftigen Scheidung nur mit dem Ehegatten fortgesetzt, der in der Wohnung bleibt. Der andere, der ausgezogen ist, soll dann keine Miete mehr zahlen und dem Vermieter auch nicht mehr für Mietausfälle haften müssen. Außerhalb eines gerichtlichen Wohnungszuweisungsverfahrens treten diese Rechtswirkungen aber nur dann ein, wenn beide Ehegatten dem Vermieter mitteilen, wer in der Wohnung bleibt. Das führt zu Streit, wenn der in der Wohnung verbleibende Ehegatte auch nach der Scheidung die Abgabe der Erklärung und so auch die Entlassung des ausgezogenen Ehegatten aus dem Mietvertrag verzögert. Darf er das evtl. dann, wenn sich die Ehegatten noch nicht über die finanzielle Abwicklung wie z.B. die Kosten bereits durchzuführender Schönheitsreparaturen geeinigt haben? Überlässt ein Ehegatte nach der Trennung die zuvor von ihm oder von beiden Ehegatten gemeinsam gemietete Ehewohnung dem anderen Ehegatten zur alleinigen Nutzung, kann er bereits während der Trennung und nicht erst nach Rechtskraft der Scheidung verlangen, dass der in der Wohnung verbleibende Ehegatte an der gegenüber dem Vermieter abzugebenden Erklärung mitwirkt, durch die der ausgezogene Ehegatte bei der Scheidung aus dem Mietverhältnis ausscheidet. Der in der Wohnung bleibende Ehegatte kann seine Mitwirkung auch nicht davon abhängig machen, dass sich die Ehegatten zuvor über die Verteilung der das Mietverhältnis betreffenden Kosten geeinigt haben. Die in Dortmund lebenden Eheleute sind seit September 2015 rechtskräftig geschieden. Aus der 2011 gemeinsam gemieteten Wohnung zog der

Ehemann nach der endgültigen Trennung der Beteiligten im September 2013 aus und überließ diese der Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern. Im Januar 2015 stellte der Ehemann klar, dass er mit der Rechtskraft der Scheidung aus dem Mietverhältnis ausscheiden wollte und forderte die Ehefrau auf, eine dies bewirkende, gemeinsame Erklärung beider Eheleute dem Vermieter gegenüber abzugeben. Die Ehefrau erklärte darauf hin, die Erklärung erst abgeben zu wollen, wenn geklärt sei, in welchem Umfang der Ehemann an Renovierungsarbeiten wegen eines beschädigten Bodens und an Nebenkostennachzahlungen zu beteiligen sei. Erst im Oktober 2015 hat sie die gewünschte Erklärung abgegeben, so dass das OLG Hamm - nach eingetretener Erledigung des ursprünglichen Begehrens des Ehemanns - noch über die Kosten des Verfahrens zu entscheiden hatte. Die Kostenentscheidung ist zum Nachteil der Ehefrau er-

gangen. Der Ehemann habe ihre Mitwirkung an der gemeinsamen Erklärung gegenüber dem Vermieter zu seiner Entlassung aus dem Mietverhältnis schon während der Trennung verlangen können. Bereits zu diesem Zeitpunkt seien sich die Beteiligten einig gewesen, dass die Wohnung von der Ehefrau und den Kindern genutzt werden solle und nicht mehr vom Ehemann. Nach dem Auszug des Ehemanns habe dieser ein berechtigtes Interesse, nach der Scheidung nicht mehr möglichen finanziellen Belastungen aus dem Mietverhältnis ausgesetzt zu sein. Das gelte insbesondere in Hinblick auf Mietzinsansprüche des Vermieters für die Zeit nach dem Auszug, die im Außenverhältnis gegen den ausgezogenen Ehegatten solange weiterbestünden, bis er aus dem Mietverhältnis entlassen sei. Wegen dieses vorrangigen Interesses des ausgezogenen Ehegatten sei es ihm nicht zuzumuten, seinen Anspruch auf Mitwirkung des anderen Ehegatten an der

Entlassung aus dem Mietverhältnis erst nach der Rechtskraft der Scheidung geltend zu machen. Ansprüche des in der Wohnung zurückbleibenden Ehegatten gegen den Ausgezogenen aus der Zeit des Zusammenlebens stünden dem Mitwirkungsanspruch nicht entgegen, weil die Entlassung aus dem Mietverhältnis nur für die Zukunft wirke und vorher entstandene Ansprüche unberührt lasse. Das gelte im Übrigen auch im Hinblick auf Ansprüche des Vermieters, da dessen Sicherheiten, wie etwa eine Kaution, hinsichtlich bereits entstandener Forderungen fortbestünden. Rechtskräftiger Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 21.01.2016 (12 UF 170/15) Anmerkung: Eine bereits vor der Scheidung bestehende Mitwirkungspflicht des in der Ehewohnung verbleibenden Ehegatten hat das OLG Hamm mit Beschluss vom 03.09.2014 (2 WF 170/14) abgelehnt. justiz-nrw

Einzugsermächtigung Hiermit ermächtige ich Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. widerruflich ab dem die Beiträge von nachstehendem Konto abzubuchen:

IBAN: DE BIC: Name des Kreditinstituts PLZ

Ort des Kreditinstituts

Wenn das Konto die erforderliche Deckung nicht ausweist, besteht seitens des kontoführenden Kreditinstituts keine Verpflichtung zur Einlösung. Einen eventuell bestehenden Dauerauftrag zur Überweisung der Beiträge habe ich löschen lassen. __________________________________________ __________________________ Name des Mitglieds Mitglieds-Nr. ______________________________________________________________________ Anschrift __________________________________________ _________________________ Ort/Datum Unterschrift

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Finanzen

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Erst bei zehnjähriger Selbstnutzung des geerbten Familienheims fällt keine Erbschaftsteuer mehr an Erbt der Ehegatte bzw. Lebenspartner ein selbstgenutztes Familienheim, so bleibt dieser Erwerb erbschaftsteuerfrei, wenn das Familienheim vom Ehepartner bzw. eingetragenem Lebenspartner weitere zehn Jahre lang bewohnt wird. Diese Steuerbefreiung entfällt jedoch mit Wirkung fßr die Vergangenheit, wenn die Immobilie während der 10-JahresFrist nicht mehr selbst genutzt wird (z. B. wegen Verkauf oder Vermietung), es sei denn, der Erbe ist aus zwingenden Grßn-

den an einer Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken gehindert. FĂźr erbende Kinder gelten die oben genannten Voraussetzungen entsprechend. DarĂźber hinaus gilt fĂźr Kinder jedoch

bei einem ererbten Familienheim abgelehnt, weil der Erbe aus beruflichen GrĂźnden von vornherein gehindert war, die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken zu nutzen.

Fßhrung eines eigenen Haushaltes nicht mehr zulässt oder ein Kind wegen seiner Minderjährigkeit im Zeitpunkt der Erbschaft rechtlich gehindert ist, einen Haushalt selbstständig zu fßhren. Insoweit liegen im Zeitpunkt der Erbschaft objektiv zwingende Grßnde vor, die den Erben an der Selbstnutzung hindern. Urteil des BFH vom 23.6.2015 - II R 13/13 und Erlass der Obersten FinanzbehÜrde der Länder vom 3. März 2016, AZ: S 3812. BStZ

Ausnahmen sind bei Minderjährigen oder bei Pflegebedßrftigkeit mÜglich noch eine weitere Einschränkung. Die Steuerbefreiung ist auf eine Wohnfläche von hÜchstens 200 qm begrenzt. Der Bundesfinanzhof hat vor Kurzem die Steuerbefreiung

Ungeachtet dieses Urteils ist es hinsichtlich der Erbschaftsteuerbefreiung weiterhin als unschädlich anzusehen, wenn die Pflegebedßrftigkeit des Erben im Zeitpunkt der Erbschaft die

Privatinsolvenz: Aus Billigkeitsgrßnden gibt es keine Restschuldbefreiung bei Lottogewinn in MillionenhÜhe Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde im November 2011 das Verbraucherinsolvenzverfahren eines Unternehmerehepaares erÜffnet. Das Paar schuldete allein dem Finanzamt (FA) mehr als 44.000 Euro. Während des dritten Jahres der Wohlverhaltensphase beantragte das Paar, die Steuerschulden zu entlassen, da es wegen der geringen Rente und gesundheitlichen Problemen nicht in der Lage sei, weiter die Schulden abzuzahlen. Um das Verfahren zu beenden, hätten sich die Kinder der Kläger bereitgefunden, so erklärte man, einen Betrag von 40.000 EUR den Gläubigern zur Verfßgung zu stellen, der entsprechend der Konkursquote auf die Gläubiger aufgeteilt werden kÜnne. Nach Zahlung der auf das FA entfallenden Beträge von ca. 6000 Euro mßsse das FA als Gegenleistung erklären, dass sich die Steuerforderungen damit erledigt hätten. Das FA nahm das Angebot an und erklärte am 22. bzw. 29.9.2014 den Erlass der restlichen Steuerschulden. Nachdem das FA aufgrund einer Grunderwerbsteuermitteilung ßber den Kauf eines Hauses in der Wohlverhaltensphase erfahren hatte, dass die Kläger im Juli 2014 einen Lottogewinn ßber 1.010.057 EUR erhalten hatten, nahm es den gewährten Erlass am 4/2016

15.12.2014 nach § 130 Abs. 2 Nr. 3 (AO) zurĂźck. Im Einspruchsverfahren machten die Kläger geltend, dass sie dem Insolvenzverwalter vom Lottogewinn Mitteilung gemacht hätten, dieser aber darauf hingewiesen hätte, dass der Lottogewinn aus Juli 2014 nicht in die Insolvenzmasse des 2011 erĂśffneten Insolvenzverfahrens gehĂśre. Die Kläger seien nicht verpflichtet gewesen, bei dem freiwilligen Angebot den Lottogewinn zu erwähnen. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Der Erlass wegen persĂśnlicher Unbilligkeit sei durch unrichtige Angaben zur wirtschaftlichen Situation der Kläger i.S. des § 130 AO erschlichen worden. U.a. sei angegeben worden, die Kinder hätten den freiwillig bereitgestellten Betrag angeboten "aus Sorge um den Gesundheitszustand der Eltern", obwohl diese mit einem Schlage die Insolvenzforderungen hätten begleichen kĂśnnen. Der Einwand der Kläger, dass der Lottogewinn nicht in die Insolvenzmasse falle, sei zwar zutreffend, fĂźr die Frage der RechtmäĂ&#x;igkeit der Erlassgewährung jedoch unerheblich. Denn fĂźr den Billigkeitserlass des FA sei auch die RealisierungsmĂśglichkeit der Restschuld maĂ&#x;gebend gewesen. Bei Kenntnis des Lottogewinns hätte das FA zumindest

die aus dem Lottogewinn resultierenden Erträge beanspruchen kÜnnen. Daher hätten die Kläger auch die Rechtspflicht gehabt, den Lottogewinn im Erlassverfahren anzugeben. Der Bundesfinanzhof bestä-

tigte im Verfahren V B 82/15: Ein Lottogewinn mĂźsse nicht an den Treuhänder flieĂ&#x;en, aber die aus BilligkeitsgrĂźnden gewährte Restschuldbefreiung wäre bei Kenntnis des Gewinns nicht erteilt worden.

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Steuern/Finanzen

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Die "Ex" zählt nicht: Keine Eigennutzung im Sinne der Zehn-Jahres-Veräußerungsgrenze Verkauft ein Immobilieneigentümer sein Objekt innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb weiter, so muss er für eventuelle Wertsteigerungen entsprechend Steuern bezahlen. Anders ist es nur, wenn das Objekt im Veräußerungsjahr und in den beiden Jahren davor zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Nun klärte die Rechtsprechung etwas genauer, was unter Eigennutzung zu verstehen ist. (Hessisches Finanzgericht, Aktenzeichen 1 K 1654/14)

Der Fall: Ein Hausverkäufer wollte auf den Veräußerungsgewinn keine Steuern bezahlen. Zwar habe er selbst die Immobilie im entscheidenden Zeitraum nicht bewohnt, stattdessen aber seine ehemalige Lebensgefährtin und die gemeinsame minderjährige Tochter. Das falle seiner Meinung nach ebenfalls unter den Begriff der "eigenen Wohnzwecke", argumentierte er. Das zuständige Finanzamt akzeptierte diese Lösung nicht und beharrte auf der Steuerzahlung.

Das Urteil: Tatsächlich reiche die „"Ex"-Lebensgefährtin als Nicht-Familienangehörige keinesfalls aus, den Anspruch zu begründen, stellten die Richter fest. Beim leiblichen Kind könne zwar prinzipiell die von Gesetzes wegen erforderliche Eigennutzung in Betracht gezogen werden. Aber hier habe die Tochter eben gerade nicht einen eigenständigen Haushalt geführt, sondern sei Teil des Haushalts ihrer Mutter gewesen. LBS

Aufwendungen für behindertengerechten Umbau einer Wohnung:

Aus Billigkeitsgründen ist ein Wahlrecht möglich Einem Steuerzahler kann aus Billigkeitsgründen ein Wahlrecht auf Verteilung der Aufwendungen für den behindertengerechten Umbau der selbstgenutzten Wohnung als außergewöhnliche Belastung eingeräumt werden, wenn ein zu geringer Gesamtbetrag der Einkünfte dem vollen Abzug der Aufwendungen im Zahlungsjahr entgegensteht. Ein querschnittsgelähmter Steuerzahler ließ im Jahr 2009

seine Eigentumswohnung behindertengerecht umbauen. Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung machte er für das Jahr 2009 Aufwendungen für den behindertengerechten Umbau als außergewöhnliche Belastung geltend. Er beantragte, die verbleibenden Aufwendungen auf fünf Jahre verteilt als außergewöhnliche Belastungen abzuziehen. Das Finanzamt lehnte die Verteilung auf fünf Jahre ab, weil

es hierfür keine Rechtsgrundlage gebe und die Einkommensteuer für das Jahr 2009 bereits auf 0 Euro festgesetzt worden sei. Das Finanzgericht Düsseldorf billigte dem Steuerzahler diesem Sachverhalt aus Billigkeitsgründe eine abweichende Festsetzung der Steuer zu, in dem es ihm ein Wahlrecht auf Aufteilung der Aufwendungen einräumte. Die Revision zum Bundesfi-

nanzhof wurde im Streitfall nicht zugelassen. Zu der Frage, ob Aufwendungen für den behindertengerechten Umbau eines Hauses auf Antrag - im Wege der Billigkeitsentscheidung - verteilt werden können, ist derzeit noch ein Verfahren vor dem Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen VI R 36/15 anhängig. Urteil Finanzgericht Düsseldorf vom 20.8.2014 - 4 K 718/13 E.

OLG Hamm bestätigt bisherige Rechtsprechung zur Kündigung des Bausparvertrages wegen Zinsersparnis Der 31. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat mit drei verkündeten Urteilen die Klagen dreier Bausparer aus Meschede, Herzogenrath und Essen gegen eine in Münster ansässige Bausparkasse abgewiesen und damit die erstinstanzlichen Entscheidungen des Landgerichts Münster in den drei Prozessen bestätigt. Die von den Bausparern erhobenen Klagen auf Feststellung des Fortbestehens der von ihnen jeweils mit der BausparBeilagenhinweis:

Dieser Ausgabe ist eine Werbung der Firma Hydro Chemie INT GmbH aus Oer-Erkenschwick beigefügt

kasse abgeschlossenen Bausparverträge sind damit auch in zweiter Instanz erfolglos geblieben. Die Bausparkasse hatte die Bausparverträge gekündigt, weil die Bausparer auch 10 Jahre nach der Zuteilungsreife der Verträge keine Darlehen in Anspruch genommen hatten und für die angesparten Gelder weiterhin den jeweils vereinbarten Sparzins von 2,5 % bzw. 3 % erhielten. Nach Auffassung des Senats waren die Kündigungen ge-

rechtfertigt, weil sich die Bausparkasse auf das in § 489 BGB geregelte Kündigungsrecht berufen konnte. Der Senat hat damit an seiner Rechtsprechung in früher entschiedenen Fällen mit einer vergleichbaren rechtlichen Problematik festgehalten und sich der hiervon abweichenden aktuellen Rechtsprechung des OLG Stuttgart (Urteile vom 30.03.2016, Az. 9 U 171/15 und vom 04.05.2016, Az. 9 U 230/15) nicht angeschlossen.

Wegen der derzeit unterschiedlichen obergerichtlichen Rechtsprechung hat der 31. Zivilsenat des OLG Hamm in allen drei Fällen die Revision zugelassen, so dass die unterlegenen Bausparer eine höchstrichterliche Entscheidung durch den Bundesgerichtshof herbeiführen können. Urteile des 31. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 22.06.2016 in den Verfahren 31 U 234/15, 31 U 271/15 und 31 U 278/15.

Möchten auch Sie mit Ihrer Anzeige oder einer Beilage unsere Leser erreichen: Wir helfen gerne weiter. Medienbüro Franken 0234 - 920020 Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe ist am 10. Sept. 2016 4/2016


Steuern/Finanzen

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Größtes Ärgernis: Kontoführungsgebühren Die unbeliebteste Bankgebühr ist für 42 % der Deutschen die Kontoführungsgebühr, gefolgt vom Zinsaufschlag für die Überziehung des Girokontos (21 %) und Geldautomatengebühren für Fremdabhebungen (16 %). Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung von Ipsos Marktforschung im Auftrag der ING-DiBa. Fünf Prozent der Bundesbürger ärgern sich am meisten über Kreditkarten-, vier Prozent über Depotgebühren. Für acht Prozent stellen Bankgebühren hingegen gene-

rell gar kein Ärgernis dar. Den Zinssatz für den beim Girokonto eingeräumten Dispositionskredit halten knapp 59 % der Umfrageteilnehmer für unangemessen. Ein fairer Sollzinssatz würde nach Meinung von jeweils einem knappen Drittel bei unter 3% p.a. bzw. in einer Spanne von maximal 3% bis 6% p.a. liegen. Knapp zwölf Prozent gestehen den Kreditinstituten einen Zinssatz in der Spanne von 6 % bis 9 % p.a. zu, darüber hinausgehende Dispozinsen stoßen bei den Wenigsten auf Verständnis.

Nullzins – ohne Risiko gibt es keine Rendite Während „Bundeschätzchen“ und andere Bundeswertpapiere bei deutschen Sparern früher aufgrund erstklassiger Bonität und attraktiver Verzinsung sehr beliebt waren, gelten sie heute nur noch als sicher, aber nicht mehr als lukrativ. Im Gegenteil: Aufgrund der extremen Niedrigzinspolitik der EZB sind Bundeswertpapiere für private Sparer längst uninteressant geworden. Die Mehrzahl der Bundesanleihen wirft inzwischen negative Renditen ab. Mitte Juni fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erstmals unter Null. Selbst 30-jährige Staatsanleihen verzinsen sich nur noch im Promillebereich. Aber wie kann man überhaupt noch sinnvoll sparen und vorsorgen? Wie lassen sich noch regelmäßige Erträge für das Ersparte erzielen? Klar ist: Ohne Risiko gibt es keine Rendite mehr! Wer jedoch Kursrisiken aushalten und Wertschwankungen vertragen kann, sollte einen Blick auf reale Vermögenswerte wie Aktien werfen. Hier gibt es nach wie vor attraktive Renditechancen. Das gilt auch für Aktienfonds, die das Kursrisiko einer Aktienanlage breiter streuen und damit das Verlustrisiko vermindern können. Mit Aktienfonds Deutschland zum Beispiel war in den ver4/2016

gangenen fünf bis zehn Jahren im Schnitt eine jährliche WertEntwicklung von etwa fünf Prozent möglich, in den letzten 20 bis 30 Jahren sogar etwa sechs bis sieben Prozent. Aktienfonds international kamen in den vergangenen 5 bis 10 Jahren im Schnitt auf etwa drei bis sechs Prozent (in den letzten 20 bis 30 Jahren auf etwa sechs Prozent). Für derartige Renditechancen müssen Anleger allerdings teils kräftige Kursschwankungen akzeptieren. Dafür bieten Aktien neben der Chance auf Kurssteigerungen (und dem Risiko von Kursverlusten) oft attraktive Gewinnbeteiligungen. So schütten einige bekannte, große deutsche Unternehmen aus dem DAX zum Beispiel Dividenden von über drei Prozent, teilweise auch mehr als vier und fünf Prozent aus. Eine Aktienanlage muss gut überlegt sein. Eine breite Streuung auf verschiedene Aktien verschiedener Branchen gehört ebenso dazu wie die laufende Kontrolle des Depots. Anleger sollten dazu fundierte Beratung in Anspruch nehmen. Und: Neben Aktien sollte immer auch ein ausreichend hohes Liquiditätspolster vorhanden sein, um in Notfällen (plötzliche Hausreparaturen, neues Auto usw.) finanziell unabhängig zu bleiben. BVDB

Verbraucherrecht Basiskonto:

Für Jedermann ein Girokonto Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) betont, dass mit dem zum 19. Juni 2016 eingeführten Recht von Verbrauchern auf ein Basiskonto in Deutschland kein Neuland betreten werde. Denn Girokonten sind aus dem Alltag des Verbrauchers bereits heute nicht mehr wegzudenken. Die eigene Kontoverbindung stellt eine wichtige Voraussetzung dar, damit jeder Verbraucher am Wirtschaftsleben teilnehmen kann. Daher bieten die Kreditinstitute bereits seit 1995 ein „Girokonto für Jedermann“ an. Vor über 20 Jahren haben sie damit im Wege der Selbstregulierung sichergestellt, dass grundsätzlich jeder Verbraucher ein Konto zumindest auf Guthabenbasis erhält. Mit Erfolg: Eine im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Studie zeigt, dass selbst in EU-

Mitgliedstaaten mit einem gesetzlichen Rechtsanspruch auf ein Konto, wie z.B. in Frankreich oder Schweden, die für Deutschland ermittelte Kontoversorgungsquote von 99 Prozent nicht übertroffen wird. Die DK weist zudem auf Beschwerdemöglichkeiten für Verbraucher hin: Sollte ein Institut es ablehnen, ein Basiskonto einzurichten, oder sollte es ein Basiskonto kündigen, besteht wie bereits beim Girokonto für Jedermann unverändert die Möglichkeit, diese Entscheidung durch die zuständige Kundenbeschwerdestelle überprüfen zu lassen – und das kostenfrei und schnell. Weitere Informationen zum Basiskonto finden Sie auch auf der Internetseite der Deutschen Kreditwirtschaft unter https:// die-dk.de/kontofuehrung/basiskonto/

Häusliches Arbeitszimmer:

Nebenräume finden keine steuerliche Berücksichtigung Bei einem steuerrechtlich anzuerkennenden Arbeitszimmer sind Aufwendungen für Nebenräume (Küche, Bad und Flur), die in die häusliche Sphäre eingebunden sind und zu einem nicht unerheblichen Teil privat genutzt werden, nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 17. Februar 2016 (X R 26/13) entschieden. Die Klägerin unterhielt in ihrer Wohnung ein häusliches Arbeitszimmer, das sie so gut wie ausschließlich für ihre nur von diesem Arbeitszimmer aus betriebene gewerbliche Tätigkeit nutzte. Während das Finanzamt (FA) die Aufwendungen dafür als Betriebsausgaben anerkannte, versagte es die Berücksichtigung der hälftigen Kosten für die jedenfalls auch privat genutzten Nebenräume (Küche, Bad und Flur). Der BFH gab dem FA Recht. Der BFH hatte in seinem Beschluss vom 27. Juli 2015 GrS 1/14 bereits entschieden, dass

die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, das nicht nahezu ausschließlich betrieblich oder beruflich genutzt wird („gemischt genutztes Arbeitszimmer“) steuerlich nicht zu berücksichtigen sind. Mit der vorliegenden Entscheidung knüpft der BFH hieran auch für Nebenräume der häuslichen Sphäre an. Die Nutzungsvoraussetzungen sind individuell für jeden Raum und damit auch für Nebenräume zu prüfen. Eine zumindest nicht unerhebliche private Mitnutzung derartiger Räume ist daher abzugsschädlich.

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Steuern/Finanzen

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Hundesteuer steigt mit der Anzahl der gehaltenen Tiere Hundesteuer 2016 im Vergleich Stadt Bochum Essen Dortmund

1. Hund 156 156 156

2. Hund 180 216 204

3. Hund 204 252 228

Kampf-Hundesteuer 2016 im Vergleich Stadt Bochum Essen Dortmund

1. Hund 156 852 468

Wichtig zu wissen: Die Steuer steigt mit der Anzahl der gehaltenen Hunde und zwar je Hund. Wer also zwei Hunde hält, zahlt pro Hund den Steuersatz des zweiten Hundes. Nur in Rheine gibt es eine Ausnahme. In Bedburg ist das Halten mehrerer Hunde besonders teuer. Bei drei Hunden muss dort mit 350 Euro je Hund die höchste Steuer gezahlt werden. Besonders günstig kommen Hundehalter für den ersten Hund in Verl mit 24,60 Euro, und in Harsewinkel mit 31 Euro davon. Spitzenreiter bei den höchsten Steuersätzen für

2. Hund 180 852 468

3. Hund 204 852 468

einen Hund sind Hagen mit 180 Euro, Bonn mit 162 Euro und Wuppertal mit 160 Euro. Eine Steuerbefreiung in allen untersuchten Orten gibt es für hilflose, blinde oder solche Personen, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „B“, „BL“, „aG“, oder „H“ besitzen. Wer bedürftig ist, bekommt in 176 Orten eine Ermäßigung, in den meisten Fällen allerdings nur für einen Hund. Die Steuer für Kampfhunde ist in vielen Orten deutlich teurer. In Bochum und Witten allerdings nicht. BStZ NRW

Geldanlagen der Bundesbürger 2016

Die Sparer schichten um Die Nullzinspolitik der EZB spiegelt sich mittlerweile auch bei den Geldanlagen wider. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Umfrage zum Sparverhalten der Deutschen. TNS Infratest befragte dazu im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren. Zwar ist das Sparbuch mit 48 % immer noch die beliebteste Geldanlage. Vor einem Jahr waren es aber noch 53 %. Ein Minus von 5-%punkten musste ebenfalls das Girokonto hinnehmen. Es rangiert trotzdem noch auf Platz 2. Platz 3 belegt unverändert der Bausparvertrag mit 35 % – nach zuvor 37 %. Renten- und Kapitallebensversicherungen werden aktuell von 32 % der Bundesbürger genutzt. Der Rückgang ge-

genüber 2015 beträgt hier 3 %punkte. Ein Teil von dem, was bisher auf dem Girokonto gelandet ist, dürfte in Tagesgeldkonten/Festgeldkonten/ Termingelder umgeschichtet worden sein. Diese Anlageform legte binnen Jahresfrist von 28 auf 30 % zu. Die Sehnsucht nach Sachwerten wird durch den Anstieg bei Immobilien um 3 %punkte auf 28 % und den gleich hohen Anstieg bei Investmentfonds auf 22 % deutlich. Bei der Riester-Rente gab es demgegenüber einen Rückgang von 25 auf 22 %. Aktien, die bekanntlich ebenfalls Sachwerte verkörpern, stiegen wiederum um 3 %punkte auf 16 %. Keine Änderung ergab sich bei Festverzinslichen Wertpapieren, die unverändert von 6 % der Befragten genannt wurden.

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