Page 1

K 10669 F

Aktuelles

1

-DKUJDQJ‡1U‡0DL-XQL

seit 1880

Das informative und überparteiliche Magazin für den Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer

In diesem Heft: Einladung zur Jahreshauptversammlung

Internet: www.mielkeservice.de

MODERNE BAD- UND HEIZUNGSTECHNIK WARTUNGS- UND ENTSTÖRUNGSDIENST

HernerStr. Str.88 88- 44791 - 44791Bochum Bochum- Ruf - Ruf(0234) (02 34) Herner 5151 1313 87

Polizei NRW warnt vor Einbruch und Trickdieben Neuer Mietspiegel gilt nur bis Dezember 2016

Marco Oettinghaus z Marthastraße 2 (Am Stadtpark) 44791 Bochum z Ruf 0234/58 11 22 z Fax 0234/58 11 60 www.oettinghaus-immobilien.de z Mail kontakt@oettinghaus.eu

Grillsaison startet: Doch nicht alles ist erlaubt Aufwand für Notrufsystem ist auch steuerbegünstigt

medienbüro franken

presse z werbung z internet

44892 Bochum . Hauptstr. 146 tel +49.(0)234.92002.0 mobil +49.(0)172 2869490 www.medienm8.de ef@medienm8.de

6/2013

neuanlage_layout_2.indd 1

18.05.2016 16:21:53


BO-S端den/-S端dwesten BO-Stadtmitte, BO-Norden BO-Langendreer/-Werne Hamme, BO-Westen Wattenscheid, BO-Westen PSYCHIATRISCHE PFLEGE KURZZEITPFLEGE

AMBULANTE PFLEGE Telefon 0234 517 46 02 Telefon 0234 517 13 31 Telefon 0234 516 20 02 Telefon 0234 952 02 72 Telefon 02327 5608179 Telefon 0234 517 46 02 Telefon 0234 517 45 00


3

Inhalt

Vorwort

Nachrichten aus Bochum (LQODGXQJ]XU -DKUHVKDXSWYHUVDPPOXQJ %RFKXPHU6WDGWSDUN*HVSUÇFK XQG'HQNPDOIßKUXQJYRU2UW 3ROL]HL15:ZDUQWYRU 7ULFNGLHEVWDKOXQG(LQEUXFK

     

Aktuelle Informationen 7LSSVIßUGHQ:HOOQHVVEDONRQ 'HUQHXH%RFKXPHU0LHWVSLHJHO JLOWQXUELV]XP :RKQXQJVEUDQG0LHWHUSURILWLHUW YRQ:RKQJHEÇXGHYHUVLFKHUXQJ *ULOOHQLP*DUWHQXQGDXIGHP %DONRQ1LFKWDOOHVLVWHUODXEW $XIZDQGIßUHLQ1RWUXIV\VWHP LVWVWHXHUOLFKDEVHW]EDU

        

Impressum Herausgeber: Haus+Grundeigentümer Bochum GmbH 9LNWRULDVWUx%RFKXP 5XI  x)D[   www.hausundbochum.dexH0DLOLQIR#hausundbochum.de Chefredakteur:5HFKWVDQZDOW(UZLQ.ÙKOHU Verlag:0HGLHQEßUR)UDQNHQx+DXSWVWUx%RFKXP 5XI  x)D[xH0DLOHI#PHGLHQPGH CvD, Gestaltung & Anzeigen:(EHUKDUG)UDQNHQ EHLP9HUODJ

Druck:=LPPHUPDQQ'UXFN9HUODJ*PE+ :LGXNLQGSODW]x%DOYH =8+$86(LVWGDVLQIRUPDWLYH0DJD]LQIßU+DXV:RKQXQJV XQG*UXQGHLJHQWßPHU'DV0DJD]LQHUVFKHLQWLP-DKUJDQJ XQGZLUG]ZHLPRQDWOLFKKHUDXVJHJHEHQ'HU9HUNDXIVSUHLVEH WUÇJW (XUR'HU%H]XJVSUHLVLVWLP0LWJOLHGVEHLWUDJGHUDQJH VFKORVVHQHQ9HUHLQHHQWKDOWHQ(LQ-DKUHVDERQQHPHQWLQNO3RUWR NRVWHW(XUR%HL1LFKWEHOLHIHUXQJRKQH9HUVFKXOGHQGHV9HU ODJHVEHVWHKWNHLQ$QVSUXFKDXI(QWVFKÇGLJXQJ )ßU XQYHUODQJW HLQJHVDQGWH 0DQXVNULSWH ßEHUQHKPHQ ZHGHU +HU DXVJHEHUQRFK9HUODJHLQH+DIWXQJ1DPHQWOLFKJHNHQQ]HLFKQHWH %HLWUÇJHJHEHQQLFKWXQEHGLQJWGLH0HLQXQJGHU5HGDNWLRQZLHGHU 1DFKGUXFNyDXFKDXV]XJVZHLVHQXUPLWVFKULIWOLFKHU*HQHKPL JXQJGHV9HUODJHV

Liebe Vereinsmitglieder, der Bochumer Wohnungsmarkt sendet $XIEUXFKVVLJQDOH 'HU 2EHUEßUJHUPHLV WHUXQGVHLQQHXHU6WDGWEDXUDWZROOHQGLH VSßUEDUH %HOHEXQJ GHV ELVKHU HKHU VWLHI PßWWHUOLFK EHKDQGHOWHQ :RKQXQJVPDUN WHV ]X HLQHP LKUHU SROLWLVFKHQ 6FKZHU SXQNWH PDFKHQ 'LHV LVW DXFK GULQJHQG HUIRUGHUOLFK %RFKXPYHU]HLFKQHWVHLWOHW]WHP-DKUHUVW PDOVVHLW/DQJHPHLQHQ%HYÙONHUXQJV]X ZDFKVYRQßEHU(LQZRKQHUQRKQH %HUßFNVLFKWLJXQJ GHU )OßFKWOLQJH GLH LQ XQVHUHU 6WDGW 6FKXW] VXFKHQ XQG QDFK GHP :LOOHQ GHU 6WDGWREHUHQ PÙJOLFKVW VFKQHOOYRQ%HKHOIVXQWHUNßQIWHQLQ:RK QXQJHQ XPJHVHW]W ZHUGHQ VROOHQ 'DIßU PXVV%DXODQGDXVJHZLHVHQXQG%DXUHFKW JHVFKDIIHQ ZHUGHQ 'DV LGHRORJLVFK JH SUÇJWH :RKQEDXODQGNRQ]HSW GDV 1HX EHEDXXQJ DXI DEVXUGH :HLVH JHUDGH]X YHUKLQGHUWKDWKDWGHU2EHUEßUJHUPHLVWHU KÙFKVWSHUVÙQOLFKDXVJHVHW]W 1LFKW]XYHUQDFKOÇVVLJHQLVWDEHUGHUEH WDJWH ZHLW ßEHUZLHJHQG LQ 3ULYDWKDQG stehende Wohnungsbestand in unserer 6WDGW GHU GHQ ZHLWDXV JUÙÂWHQ 7HLO GHU %HYÙONHUXQJPLW:RKQUDXPYHUVRUJW(U PXVV XPIDVVHQG EHLVSLHOVZHLVH KLQVLFKW OLFK %DUULHUHIUHLKHLW XQG DOWHUVJHUHFKWHU Ausstattung ertüchtigt werden. 'HU QHXH 6WDGWEDXUDW +HUU 'U 0DU NXV %UDGWNH XQG +HUU (FNDUW .UÙFN DOV ODQJMÇKULJHUIDKUHQHU/HLWHUGHV6WDGWSOD QXQJV XQG %DXRUGQXQJVDPWHV KDEHQ VLFKIUHXQGOLFKHUZHLVHEHUHLWHUNOÇUWLKUH 3HUVSHNWLYHQ IßU GHQ %RFKXPHU :RK QXQJVPDUNWDXIXQVHUHUDP-XOL

VWDWWILQGHQGHQ -DKUHVKDXSWYHUVDPPOXQJ GLHGLHVPDOLQGHU9,3/RXQJHGHVUHZLU SRZHU6WDGLRQV VWDWWILQGHW YRU]XVWHOOHQ 0LW %OLFN DXI GDV 5DVHQJUßQ GHV 9I/ NÙQQHQ ZLU XQV JOHLFK]HLWLJ DXI GDV DP VHOEHQ$EHQGDE8KUVWDWWILQGHQGH (0+DOEILQDOHHLQVWLPPHQGDVHQWZHGHU GLHGHXWVFKH(OILQV)LQDOHIßKUWRGHULK UHQ (QGVSLHOJHJQHU HUPLWWHOW 'XUFK GHQ %HJLQQGHU9HUVDPPOXQJXP8KU LVWVLFKHUJHVWHOOWGDVV6LHSßQNWOLFK]XP $QVWRÂ]X+DXVHVLQG ,Q GHU +RIIQXQJ DXI ,KU UHJHV ,QWHUHVVH YHUEOHLEHLFKPLWHLQHPKHU]OLFKHQ*OßFN Auf ,KU -ÙUJ(KUKDUGW

7LWHOIRWR6WDGWSDUN%RFKXP(EHUKDUG)UDQNHQ

Farnstraße 59 · 44789 Bochum Telefon (02 34) 3 70 90 · Fax (02 34) 30 99 90 info@wappen-immobilien.com www.wappen-immobilien.com


Bochum

4

Einladung zur Jahreshauptversammlung Hiermit laden wir unsere Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein, die am Mittwoch, dem 06. Juli 2016, um 18.00 Uhr, in der rewirpowerLOUNGE des VfL Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e. V., Castroper Str. 145 in 44791 Bochum stattfindet.

Tagesordnung: 1. Begrüßungsansprache des Vorsitzenden 2. Kurzer Jahresbericht 2015 der Geschäftsführung 3. Jahresrechnung 2015 – Bericht der Rechnungsprüfer – Entlastung des Vorstandes – Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2016 4. Wahl des Dr. Jürgen Ehrhardt zum Ehrenvorstand (§ 8 Abs. 6 der Satzung) 5. Wahlen zur Ergänzung des Vorstandes sowie Wahl der Rechnungsprüfer 6. Vortrag der Herren Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke und des Leiters Stadtplanungsund Bauordnungsamt Eckart Kröck über das Thema: „Perspektiven für den Bochumer Wohnungsmarkt“ 7. Verschiedenes Wir bitten die Mitglieder um Ihr Erscheinen. Die Jahresrechnung 2015 und der Haushaltsvoranschlag 2016 liegen in der Geschäftsstelle zur Einsichtnahme aus.

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. Der Vorstand: Jörg Ehrhardt Geschäftsführer: E. Köhler

So kommen Sie zur Jahreshauptversammlung

Anfahrt zum Parkplatz

U-Bahn-Linie 308/318 von Bochum Hbf bis rewirpowerSTADION in 3 Minuten

3/2016


Musikzentrum Ruhr

Hier spielt schon bald die Musik Im Chorraum der profanierten Kirche legen die Heizungsfachleute Schläuche fĂźr die FuĂ&#x;bodenheizung. Fotograf Eberhard Franken machte am 17. Mai die Bilder im Musikzentrum.

Der Konzertsaal entwickelt schon jetzt einen tollen Charme. Ăœber die Klangeigenschaften wird die BevĂślkerung sich bei der offiziellen ErĂśffnung vom 27. bis 30. Oktober ein Urteil bilden kĂśnnen. In der speziellen Schallschutzdecke sind Spiegelflächen eingelassen, die das Licht der an den Säulen befindlichen Strahler nach unten reflektieren.

/RWKULQJHU6WU‡%RFKXP 7HO‡)D[ Komplettbäder + barrierefreies Wohnen + alternative Energien + Kernbohrtechnik + Wasseraufbereitung

Zuverlässige Ausfßhrung ++ kostenlose Vor-Ort-Beratung Komplette Leistungsßbersicht im Internet: www.mietenkorte-gmbh.de 3/2016


Bochum

6

Umfrage: Wie sicher fĂźhlen sich die Bochumer?

Geschäftsfßhrer Frank Thiel rollt im Kundencenter den roten Teppich aus. Foto: Eberhard Franken

Bock auf guten Service "Wir haben Bock auf jeden Kunden", betonte StadtwerkeGeschäftsfĂźhrer Frank Thiel im neu gestalteten Kundencenter am Ostring zum Start des neuen Service Pakets. "Mit attraktiven Dienstleistungen werden wir uns auch im schärfer werdenden Wettbewerb erfolgreich behaupten“, so Thiel. „Wir konkurrieren allein in Bochum mit rund 240 Strom- und 160 Gasanbietern." Gezielt spricht man Kunden an, die gewechselt haben und teilweise enttäuscht wurden." Auch die rund 4.000 Umzugskunden, die Bochum jedes Jahr verlassen, werden kontaktiert. „Sie kĂśnnen Bochumer Strom

und Gas in Deutschland Ăźberallhin mitnehmen." Das Kundencenter ist mit einem Express-Schalter, „EarlyMonday“-Beratungszeiten ab 7 Uhr, Online-Terminvergabe und Kunden-Chat nicht nur optisch attraktiver und kundenfreundlicher gestaltet worden: Die Wartezeit liege deutlich unter zehn Minuten. Bei den Energiedienstleistungen wird das „Stadtwerke Solar Paket“, ein Pachtmodell fĂźr Photovoltaikanlagen weiterhin stark nachgefragt. Auch das „Stadtwerke Wärme Paket“, ein Rundum-Sorglos-Paket zur Installation einer modernen Heizungsanlage läuft gut.

,PPRELOLHQ

*HEHQ6LH,KUH,PPRELOLH LQGLHULFKWLJHQ+lQGH 0DUNWJHUHFKWH%HZHUWXQJ 3UlVHQWDWLRQGLHEHJHLVWHUW 9HUPDUNWXQJDXIK|FKVWHP1LYHDX 'LHULFKWLJHQ.RQWDNWH

,PPRELOLHQ'LHQVWGHU 6SDUNDVVH%RFKXP*PE+

'U5XHU3ODW] %RFKXP 7HO )D[

'LVNUHWXQG]XYHUOlVVLJ 'U5XHU3ODW]%RFKXP 7HO (U]LHOXQJGHVRSWLPDOHQ.DXISUHLVHV

,PPRELOLHQ

ZZZVLPPRELOLHQGLHQVWGH

Beinahe jeden Tag meldet die Zeitung RaubĂźberfälle, EinbrĂźche, Gewaltattacken. Ist das Leben also unsicherer geworden? Oder werden ganz einfach nur mehr Straftaten angezeigt? Ă„ndert sich also vor allem die Wahrnehmung? Der Lehrstuhl fĂźr Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) will es fĂźr die Stadt Bochum genau wissen: Die Wissenschaftler schreiben Ende Mai 2016 rund 3.500 zufällig ausgewählte Bochumer an. Diese kĂśnnen sich an einer Online-Befragung zum Thema Kriminalität beteiligen. Erhoben wird beispielsweise, wie viele Bochumer BĂźrger im vergangenen Jahr Opfer einer Straftat wurden. Die Befragten sollen sich darĂźber hinaus zu ihrem Sicherheits- und UnsicherheitsgefĂźhl äuĂ&#x;ern, zu Problemen in ihrem Wohnumfeld und zu ihrer Zufriedenheit mit der Arbeit der Polizei. Mit dieser Studie knĂźpft der Lehrstuhl fĂźr Kriminologie an

eigene frßhere Untersuchungen an: Bereits 1975, 1986 und 1998 wurden die Bochumer zu ähnlichen Themen befragt. Die Ergebnisse dieser Studien haben seinerzeit der Polizei und der Stadt Bochum Entscheidungshilfen an die Hand gegeben und dazu beigetragen, Probleme zu lÜsen. Wenn die Ergebnisse der Befragung "Bochum IV" ausgewertet sind, liegen erstmals in Deutschland Informationen darßber vor, wie sich Kriminalitätsbelastung und Verbrechensfurcht ßber einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren in einer Stadt verändert haben. Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Thomas Feltes erhalten Daten zum sogenannten Dunkelfeld der Kriminalität, zum Anzeigeverhalten, zur Verbrechensfurcht und zur Einschätzung der Polizeiarbeit. Sie kÜnnen damit Kriminalitätsphänomene im Langzeitvergleich beschreiben und analysieren. rub

Stadt Bochum vergibt Klima-Schutz-Award 2016 Durch eine verantwortungsvolle Bau- und Sanierungsweise von Wohneigentum und gewerblichen Bauten kann eine enorme Menge an Energie und damit auch an co2 gespart werden. Jeder Eigentßmer leistet damit einen Beitrag fßr eine lebenswerte Zukunft. Die Objekte werden nach einem Punktesystem bewertet, welches die Bereiche Wärmedämmung, die Nutzung umweltschonender Energien, innovative Heiztechniken sowie einen insgesamt niedrigen Strom- und Heizenergieverbrauch berßcksichtigt. Die Unterlagen liegen im Technischen Rathaus an der Infotheke und bei allen Kooperationspartnern zur Abholung bereit oder kÜnnen auf der Homepage der Stadt Bochum unter www.bochum.de/klimaschutz-award heruntergeladen werden. Der Stadt Bochum ist es wichtig, diese Ükologische und ver-

antwortungsvolle Bau- und Sanierungsweise erneut ins „Rampenlicht“ zu rĂźcken. Die Ă–ffentlichkeit soll auf herausragende Beispiele aufmerksam gemacht und die Anstrengungen der Bauherren sollen honoriert werden. Ausgezeichnet werden die Objekte je nach erreichter Punktzahl mit dem „Bochumer Klimaschutz-Award“ in Silber oder Gold, welcher in Form einer Plakette mit individueller Hausnummer gestaltet ist. AuĂ&#x;erdem winken Geldpreise i.H.v. 500 bis 1.000 Euro. FĂźr Informationen und Fragen steht Kerstin Zänger vom Umwelt- und GrĂźnflächenamt der Stadt zur VerfĂźgungunter: 02 34 / 910 - 14 05 oder KZaenger@bochum.de Partner dieser Auslobung sind erneut die Kreishandwerkerschaft Ruhr, die Verbraucherzentrale NRW, die Stadtwerke Bochum GmbH sowie der Haus + GrundeigentĂźmer Bochum e.V. 3/2016


Denkmalführung im Bochumer Stadtpark erläutert Maßnahmen zur Umsetzung des Parkpflegewerks Reduzierte oder unzureichende Pflege, aber auch die in den letzten Jahren aufgetretenen Sturmereignisse haben viele historische Parks und Gärten so verändert, dass ihr Zeugniswert für die Geschichte der Gartenkultur in WestfalenLippe deutlich vermindert ist. Bei weitem nicht alle verfügen über eine wissenschaftlich fundierte langfristige Konzeption zu ihrer Erhaltung, Pflege, denkmalgerechten Weiterentwicklung und Einbindung in ihr städtebauliches Umfeld. Die überlieferte Substanz, Strukturvielfalt und das Raumerlebnis der denkmalgeschützten Grünanlagen drohen nach und nach verloren zu gehen. Ein wirksames Mittel dem schleichenden Verlust entgegenzuwirken ist es, Parkpflegewerke zu erstellen. Für den Bochumer Stadtpark, einem der ältesten kommuna-

len Stadtparks im Ruhrgebiet, wurde vor kurzem von der Stadt Bochum die Erarbeitung eines solchen Parkpflegewerkes in Auftrag gegeben. In diesem sind die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen sowie die zu seinem Erhalt oder seiner denkmalgerechten Nutzung erforderlichen Maßnahmen dargestellt.

Treffpunkt: 1. Juni 2016, 15-18 Uhr Haus der Kortumgesellschaft Bergstr. 68 a, 44791 Bochum Einzelne Ergebnisse des Parkpflegewerks für den Stadtpark Bochum wurden von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen in einer Broschüre zusammengefasst. Mit unserem EINBLICK: Bochumer Stadtpark möchten wir dazu einladen, den Park per-

Stadtwerke Bochum warnen vor unseriösen Anrufern Wie die Stadtwerke Bochum Ende April mitteilte, geht ein Stromlieferant mit zweifelhaften Geschäftsmethoden in Bochum auf Kundenfang. Besorgte Bochumer meldeten sich bei den Stadtwerken. Sie hatten zuvor Anrufe von Mitarbeitern eines Stromanbieters erhalten, die vorgaben „Partner der Stadtwerke Bochum“ zu sein. Die Anrufer geben sich fälschlicherweise als Vertriebspartner der Stadtwerke aus und wollen die Kunden mit angeb3/2016

sönlich kennenzulernen. Die LWL-Expertinnnen und Experten geben am konkreten Beispiel EINBLICK in unseren Tätigkeitsbereich der Gartendenkmalpflege. Die Verfasserin des Parkpflegewerks wird die geschichtliche Entwicklung des Stadtparks und die Maßnahmen zur Umsetzung des Parkpflege-

lich günstigen Angeboten locken. Die Stadtwerke raten allen Bochumern, sich nicht aufs Glatteis führen zu lassen. Ob per Telefon oder an der Haustür - solche Vertriebspartnerschaften sind frei erfunden. Diese Anbieter haben nichts mit den Stadtwerken Bochum zu tun. Allen betroffenen Kunden bieten die Stadtwerke eine kostenlose Beratung im Kundencenter am Ostring 28 oder unter der Rufnummer 0234/ 960-3737 an.

werks vor Ort, wie zum Beispiel Baumpflanzungen und den Rosen- und Dahliengarten erläutern. Im Anschluss gibt ein informelles Gespräch mit Getränken und Snacks die Gelegenheit exemplarisch über die Herausforderungen der langfristigen Erhaltung unseres

gartenkulturellen Erbes zu sprechen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Eigentümer von historischen Freiräumen, an Denkmalbehörden, Grünflächenämter, Landschaftsarchitektinnen und -architekten und weitere Interessierte, die sich für die Erhaltung des vielfältigen gartenkulturellen Erbes in Westfalen-Lippe einsetzen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Das Formular ist zu finden unter: http://www.lwl.org/dlbw/service/veranstaltungen/einblickbochumer-stadtpark Auf der Internetseite findet man auch eine Broschüre, die zum Download bereitsteht. 28, teilweise bebilderte Seiten informieren eingehend über den Park, die Teiche, den Turm und über alles, was unseren Park ausmacht. LWL

Wir sind umgezogen! - Dächer - Fassaden - Klempnerei - Abdichtungen - Ziegeldächer - Flachdächer - Solardächer - Terrassen - eigener Autokran - Dachbegrünung

Dachdeckermeister DAGOBERT´S DÄCHER

Christian Müller GmbH & Co.KG ...Wir lassen Sie nicht

im Regen stehen!

Dagobert´s Dächer Werner Hellweg 435 • 44894 Bochum

Telefon: 0234 - 588 44 444 Telefax: 0234 - 588 44 445 www.dagoberts-dachdecker.de


Aktuelles

8

Es kann jeden treffen: Die Polizei NRW warnt und sie informiert Ăźber Einbruch und Trickdiebstahl Entgegen landläufiger Meinung erfolgen EinbrĂźche häufig zur Tageszeit, z. B. während der kurzen Abwesenheit des Bewohners, etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frĂźhen Abend oder an Wochenenden. Weit Ăźber ein Drittel aller WohnungseinbrĂźche werden am Tag begangen. In Wirklichkeit dĂźrfte die Zahl noch hĂśher liegen, da bei WohnungseinbrĂźchen – etwa auf Grund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber – die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist. TageswohnungseinbrĂźche ereignen sich mehrheitlich in GroĂ&#x;städten. AuĂ&#x;erdem fallen Einbrecherbanden oft Ăźber ganze Wohnviertel her und räumen dabei schnell Häuser und Wohnungen aus. Ein weiteres Thema ist der Trickdiebstahl, die vermutlich häufigste Straftat nach dem Taschendiebstahl auf der StraĂ&#x;e, von der ältere Menschen betroffen sein kĂśnnen. Es ist verstärkt zu beobachten, dass Tricktäterinnen und Tricktäter vermehrt auch Seniorenwohnhäuser und -wohnanlagen aufsuchen, da die dortigen PfĂśrtnerdienste in zunehmendem MaĂ&#x;e abgebaut werden. Die Täter täuschen ihre Opfer, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und zu stehlen. Drei Grundmuster: xGDV9RUWÇXVFKHQHLQHU1RWODge, die scheinbar eine Hilfeleistung oder UnterstĂźtzung durch das Opfer in der Wohnung erfordert xGDV9RUWÇXVFKHQHLQHURIIL]Lellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt x GDV 9RUWÇXVFKHQ HLQHU SHUsĂśnlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahe legt.

Opfer der zumeist nichtdeutschen Täterinnen und Täter sind fast ausschlieĂ&#x;lich ältere, teils hochbetagte Menschen. Beim Trickdiebstahl an der HaustĂźr werden viele Maschen angewandt: Glas-Wasser-Trick: Täterinnen täuschen Schwangerschaft, Ăœbelkeit oder die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vor und bitten um ein Glas Wasser. Papier- und Bleistift-Trick: Täter oder Täterinnen wollen fĂźr angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier, drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu erfassen. Blumen-Trick: Täter oder Täterinnen wollen fĂźr angeblich nicht angetroffene Nachbarn z. B. Blumen abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen selbst zu versorgen.

werker, von den Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerken, von der Hausverwaltung, von der Kirche, von der Rentenversicherung oder Krankenkasse, von der Polizei, von der Post oder vom Sozialamt. Dabei kßndigen sie ihren Besuch gelegentlich sogar vorher telefonisch an, um mÜgliche Bedenken schon im Voraus zu zerstreuen und ein Vertrauensverhältnis zum Opfer aufzubauen.

Um eine persĂśnliche Beziehung vorzutäuschen und daraufhin eingelassen zu werden, x UXIHQ 7ÇWHULQQHQ RGHU 7ÇWHU vorher an und geben sich als lange nicht gesehene Verwandte – zumeist Enkelkinder ("Enkel-Trick") – mit plĂśtzlichem akuten Geldbedarf aus xEHVWHOOHQ7ÇWHULQQHQRGHU7Çter angebliche GrĂźĂ&#x;e von Bekannten oder Verwandten xĂ&#x;EHUEULQJHQ7ÇWHULQQHQRGHU Täter eine angebliche UnglĂźcksnachricht von Bekannten oder Verwandten x JHEHQ VLFK 7ÇWHULQQHQ RGHU Täter als entfernte Verwandte, Vorgetäuschte Notlagen ver- als ehemalige Kollegen oder Nachbarn, als Pflegepersonal binden sich mit der Bitte, xZHJHQHLQHV:DVVHUVFKDGHQV oder Bettnachbarn vom Kranim Haus nach einem Rohr- kenhausaufenthalt aus. bruch in der Wohnung suchen Tricktäter sind erfinderisch und schauspielerisch begabt. zu dĂźrfen x DXI GHP %DONRQ GHQ HQWIOR- So denken sie sich immer neue genen Vogel oder das entlau- "SchachzĂźge" aus, die an dieser Stelle nie vollständig auffene Kätzchen einzufangen xZHJHQ$XWRSDQQHHLQHV8Q- zuzählen sind. falls oder Erkrankung das TeDarum: lefon benutzen zu dĂźrfen xGLH7RLOHWWHEHQXW]HQ]XGĂ&#x;U- x.HLQH)UHPGHQLQGLH:RKnung lassen! fen xHLQ%DE\ZLFNHOQRGHUIĂ&#x;WWHUQ x%HVXFKHUHUVWGXUFKGHQ7Ă&#x;Uspion oder mit einem Blick aus zu dĂźrfen. Im Gegensatz zu ausländi- dem Fenster ansehen. TĂźrschen täuschen deutsche Täte- sprechanlage nutzen. rinnen und Täter eher eine x 1LHPDOV VRIRUW GLH :RKoffizielle Funktion oder sonst nungstĂźr Ăśffnen - SperrbĂźgel eine Befugnis zum Betreten oder Sicherheitskette anlegen. der Wohnung vor. Sie kom- x 7HOHIRQLVFK GHQ 1DFKEDUQ men z. B. angeblich als Hand- hinzurufen, wenn unbekannte

Besucher vor der TĂźr stehen, oder Besucher zu einem späteren Termin bestellen, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. x ÂżEHUOHJHQ EHL DQJHEOLFKHU hilfebedĂźrftiger Lage von Fremden (Beispiel: Bitte um Schreibzeug): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine Privatwohnung? x%HLKLOIHEHGĂ&#x;UIWLJHU/DJHYRQ Fremden an der TĂźr das Angebot machen, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das GewĂźnschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, dabei die TĂźr gesperrt halten. x 9RQ $PWVSHUVRQHQ LPPHU den Dienstausweis verlangen und sorgfältig prĂźfen (nach Druck, Foto und Stempel). FĂźr gute Beleuchtung sorgen und ggf. eine Sehhilfe benutzen. x%HLPJHULQJVWHQ=ZHLIHOGLH BehĂśrde anrufen. Telefonnummer selbst heraussuchen und den Nachbarn hinzubitten. x+DQGZHUNHUQXUGDQQKHUHLQlassen, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekĂźndigt worden sind. x 1LFKWV IĂ&#x;U 1DFKEDUQ RKQH deren AnkĂźndigung oder Auftrag entgegen nehmen. x*HJHQ]XGULQJOLFKH%HVXFKHU sollte man sich notfalls energisch wehren. Lautes Sprechen und Hilferufe verscheuchen den ungebetenen Gast. x'HQ.RQWDNW]XÇOWHUHQ0LWbewohnern pflegen und ihnen das Angebot machen, bei fremden Besuchern an der WohnungstĂźr zur Sicherheit hinzuzukommen. Telefonnummern fĂźr solche Fälle austauschen. Polizei NRW

Wohnungs-Einbruchs-Radar auch fßr Bochum Die Polizei Bochum informiert ßber die Verteilung der Wohnungseinbrßche in Bochum, Herne und Witten. Sie mÜchte, dass sich die Menschen in unserem Revier in den eigenen vier Wänden sicher fßhlen. Dazu gehÜrt, dass

sie ßber die fortlaufende Entwicklung der Einbruchskriminalität in Bochum, Herne und Witten informiert sind. Einfach im Internet "Einbruchsradar Bochum" eingeben und man wird auf die entsprechende Seite von polizei.

nrw gefĂźhrt. Dort stehen Ăœbersichtskarten zur VerfĂźgung, in der die WohnungseinbrĂźche (inkl. Versuche) der zurĂźckliegenden Woche in den einzelnen Stadtteilen verzeichnet sind. Auf die Angabe der genauen Ă–rtlichkeiten der

Einbruchstatorte (StraĂ&#x;en samt Hausnummern) wird verzichtet. Weitere Informationen gibt es beim Kommissariat fĂźr Prävention unter der Rufnummer 0234 / 909-4040. 3/2016


Aktuelles

9

Geschickte Einbrecher knacken fast jedes Schloss

Für sogenannte "Sicherheitsschlösser“ greifen Konsumenten oft tief in die Tasche. Das Eigentum, welches sich hinter der Eingangs- oder Wohnungstür befindet, soll vor Fremden geschützt werden. Doch Tester haben bereits mehrfach Alarm geschlagen. Etwa 50 Prozent aller Modelle, die von den Herstellern als "einbruchsicher" verkauft werden, können innerhalb einer Minute problemlos geknackt werden. Damit es nicht so weit kommt, dass ein Einbrecher die Wohnung leer räumt, sollte auf das richtige Produkt gesetzt werden. Untersuchungen von Stiftung Warentest zeigen, dass nicht alle Produkte halten, was sie auch versprechen Selbst extrem teure Produkte, die mitunter in den vierstelligen Bereich gehen, fielen in den Tests durch. 15 Modelle von Vertikalstangen-, Querriegel- sowie Kastenzusatzschlössern und auch Bandsicherungen wurden vom Stiftung Warentest überprüft: 9 3/2016

der 15 Sicherungen wurden als mangelhaft bewertet. Vor allem Kastenzusatzschlösser waren der Stiftung Warentest ein Dorn im Auge. Mittels zusätzlichem Riegel wird die Tür an der Schlossseite verschlossen; empfehlenswert ist keines dieser Produkte. Wer sich vor Einbrechern schützen möchte, sollte daher in erster Linie auf Querriegelschlösser vertrauen. Doch die Überprüfung hat auch gezeigt, dass die einbruchshemmenden Produkte auch mit der Tür Hand in Hand gehen müssen. Wer falsche oder nicht passende Produkte anbringt, schützt im Endeffekt nicht sein Heim, sondern unterstützt nur den Hersteller und erleichtert dem Einbrecher sogar das Eindringen in die eigenen vier Wände. Einbruchshemmende Produkte müssen einen enormen Druck - für drei bis fünf Minuten - aushalten können. Ein Einbruchtest sollte zeigen, wie sicher und stabil unterschiedliche Modelle sind, die von Herstellern als "Einbruch-

Eindringen in die Wohnung abgehalten. Aus diesem Grund konnte Stiftung Warentest auch getrost darauf verweisen, dass Querriegel ideale Hilfsmittel sind, Einbrecher abzuhalten, in die Wohnung zu gelangen. Auch die Bandsicherungen konnten - zumindest zu 50 Prozent - überzeugen. Zwei der vier Modelle lieferten gute Ergebnisse; zwei Modelle waren relativ leicht auszuhebeln. Fakt ist, dass die Tür und auch Zusatzsicherung im Einklang zueinander stehen muss. Das bedeutet, dass Querriegel zwar an normalen Türen funktionieren, jedoch ihre Wirken versagen, wenn es sich um Altbautüren mit zwei Flügeln handelt. Für derartige Türen werden Stangenschlösser sowie Bandsicherungen benötigt. Handelt es sich um eine sogenannte Röhrenspangentür, sind Riegel zwecklos - hier helfen nur Verstärkungen mit Holz- oder Metallplatten. Des Weiteren rät aber auch die polizeiliche Kriminalprävention zu prüfen, dass - bevor etwaige einbruchhemmende Schlösser oder Vorrichtungen eingebaut werden - auf die Konstruktion der Tür geachtet wird. Denn auch die Konstruktion der Tür lässt mitunter erahnen, welcher Einbruchschutz überhaupt den Sinn und Zweck erfüllt, Einbrechern das Leben schwer zu machen. Zu beachten ist auch die Montage. Wer die einbruchhemmenden Produkte falsch oder mangelhaft montiert, erleichtert den Einbrechern den Zutritt. ins

1962 - 2012 6HLWEHU-DKUHQVWHKHQZLULP'LHQVWGHU.XQGHQ

PROFESSIONELL MODERNISIEREN UMBAUEN ‡ INSTANDSETZEN Inh. Heinz-Jürgen Bischoff 44795 Bochum-Weitmar Maurermeister :DVVHUVWUD Betriebswirt des Handwerks 7HO www.baugeschaeft-bischoff.de info@baugeschaeft-bischoff.de

- Wir bauen im Bestand -

Sperrbügel – Bildnachweis: Polizeiberatung.de

schutz" verkauft werden. Dabei nahmen die Experten vorwiegend Bezug zur Realität und versuchten mit Werkzeugen die Tür aufzubrechen. Einbrecher verbringen zwischen drei und fünf Minuten an der Tür und versuchen, jene aufzubrechen. Danach lassen sie von der Tür ab und flüchten. Die Gefahr, dass sie erwischt werden oder durch Lärm auf sich aufmerksam machen, steigt von Minute zu Minute. Somit sollte es den Experten gelingen, innerhalb von drei Minuten das Schloss zu knacken bzw. muss der Hersteller darauf achten, dass sein Produkt zumindest drei Minuten standhält. Doch die Untersuchung hat ergeben, dass viele Riegel bereits nach weniger als 60 Sekunden geknackt wurden. Ärgerlich vor allem, wenn man 700 Euro für Querriegel- oder Stangenschlösser bezahlt, die mitunter keinen sicheren Einbruchsschutz mit sich bringen. Bandsicherungen kosten etwa 80 Euro; Kastenzusatzschlösser bekommt man bereits um 150 Euro. Das Testergebnis fällt deprimierend aus: 2 von 3 Stangenverriegelungen erhielten die Note "mangelhaft", gerade einmal zwei Schlösser konnten den Tests bestehen und den Einbrecher abhalten. Dass aber der Belastungstest nicht positiv bestanden wurde, trübt auch dieses Bild. Querriegel scheinen die beste Alternative darzustellen. Doch es gab auch gute bzw. sehr gute Testergebnisse. Verschiedene Querriegeln haben die Testaufgaben bestanden und die Einbrecher vor dem


Aktuelles

10

Verband privater Bauherren warnt vor mangelhafter Haftpflichtversicherung von Beratern Beratung ist gut. Viele Förderprogramme setzen sogar die Beratung voraus: Nur wer sich vor einer Baumaßnahme vom Experten ausführlich informieren lässt und zur Ausführungskontrolle einen Fachmann hinzuzieht, der bekommt Zuschüsse oder günstige Darlehen. Richtig so! Schließlich sollen öffentliche Mittel nicht für dubiose Maßnahmen verschleudert werden. Aber was passiert, wenn ein Experte falsch berät? Dann haben Bauherren oft schlechte Karten, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Unter Umständen müssen sie Zuschüsse zurückzahlen, im schlimmsten Fall ermittelt der Staatsanwalt wegen Subventionsbetrug gegen sie. Die meisten öffentlich geförderten Bau- und Sanierungs-

Unbedingt nach

der Versicherung und Police fragen

programme setzen heute eine Beratung voraus. Je komplexer die Maßnahmen, umso höher der Beratungsaufwand. In einigen Fällen bezuschusst beispielsweise die bundeseigene KfW sogar die Honorare der unabhängigen Berater. Dafür müssen die Berater aber auch besonders qualifiziert sein. Inzwischen gibt es für alle erdenklichen Aufgaben spezielle Qualifikationen. So können sich beispielsweise freie Architekten und beratende Ingenieure zu Energieberatern fortbilden. Das sind langwierige Zusatzausbildungen, die die Kammern anbieten und überwachen. Danach dürfen die Planer den Energienachweis gemäß Energieeinsparverord-

zurückverlangt, weil die Ausführung nicht den Förderrichtlinien entspricht? Haftet dann der Handwerker für den Schaden, der durch seine falsche Beratung entstanden ist? Ist er dafür haftpflichtversichert?

Altbausanierung / Foto: Verband privater Bauherren Diese Fragen müssen vor der nung (EnEV) auch führen. Dieser Nachweis gehört heute energetischen Sanierung gezu allen Planungs- und Bauun- klärt werden. terlagen, genauso wie etwa die Der Berater hilft weiter - vorausgesetzt, er informiert firStatik. Wollen Bauherren beim Neu- men- und produktneutral über bau oder der Sanierung Bun- das gesamte Spektrum der Sadesmittel in Anspruch nehmen, nierungsmöglichkeiten. müssen die Berater sich zu- Wer sich zum Beispiel nur sätzlich in die sogenannte vom Heizungsbauer beraten Energieeffizienz-Expertenlis- lässt, der bekommt wahrte des Bundes eintragen lassen. scheinlich auch nur eine neue Heizung angeboten und zwar Das kostet Geld. Teuer, weil zeitaufwändig, aus dem Angebot der Firma. sind in der Regel auch die Do- Ob neue Fenster, moderne Sokumentationen, die die Exper- lartechnik oder eine Dämmung ten für die öffentlichen Mittel vielleicht besser zum bauphyanlegen müssen. Dafür müssen sikalischen Gefüge der Immobilie passen würden, diskutiert die Bauherren bezahlen. Manche Bauherren suchen der Heizungsbauer aber eher deshalb nach preiswerten Al- nicht. ternativen - oder verzichten auf Hinzu kommt ein weiteres Problem: Beratung und Zuschüsse. Beratung ist aber immer sinnvoll, denn Bauherren sind in Als Energieberater qualifizierder Regel Laien und stehen te Handwerker dürfen auch dem großen Angebot auf dem beraten, wenn es um manche Bausektor meist hilflos gegen- Fördertöpfe geht. Was passiert, wenn sie falsch über. Welche Heizung ist nun bei- beraten? Sind sie dann ausreispielsweise die beste? Und ist chend versichert? Was, wenn die Erneuerung der Heizung die KfW nachträglich die auch wirklich das Beste für Maßnahme prüft – was sie sich Haus und Geldbeutel der Bau- ausdrücklich vorbehält – und anschließend die Fördermittel herren?

Nach VPB-Erfahrung sind am Markt viele aktiv, die gerade für den Fall der fehlerhaften Beratung nicht ausreichend haftpflichtversichert sind. Geht dann etwas schief, kann der Bauherr seine Berater zwar auf Schadensersatz verklagen, aber ob er das Geld, das ihm vielleicht zugesprochen wird, je sieht, ist fraglich. Auch bei freien Architekten und beratenden Ingenieuren deckt die obligatorische Haftpflichtversicherung nicht immer die falsche Beratung mit ab. Eine solche, auch Beratung umfassende Haftpflicht, haben in der Regel nur ausgewiesene Berater. Der VPB rät: Bauherren und Sanierungswillige sollten ihre Berater gleich am Anfang nach der entsprechenden Haftpflichtversicherung fragen und sich die Police zeigen lassen. Bauherren müssen auch noch auf etwas anderes achten: Sie müssen nämlich mit ihrer Unterschrift bescheinigen, dass alle Fördermittel korrekt verwendet wurden. Ist das nicht der Fall, droht Ärger. Besteht sogar der Verdacht, die Bauherren könnten von der fehlerhaften Beratung oder Umsetzung gewusst und die Mittel dennoch kassiert haben, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Subventionsbetrug. Und das ist keine Ordnungswidrigkeit mehr, sondern eine Straftat. vpb

3/2016


Anzeige

11

Frank-Dagobert MĂźller und Team am neuen, grĂśĂ&#x;eren Firmengelände am Wallbaumweg in Langendreer.

Bekannte Firma, bekannter Name, bewährte Qualität Diesem Mann ist sein Beruf quasi in die Wiege gelegt worden. UrgroĂ&#x;vater, GroĂ&#x;vater, Vater ‌ – Frank-Dagobert MĂźller lebt und liebt das Dachdeckerhandwerk in vierter Generation und war als ältester Sohn Ăźber 30 Jahre im väterlichen Betrieb in Langendreer tätig.

Tradition startet neu durch Jetzt, da sich die Altfirma nur noch verwaltungstechnischen Aufgaben widmet, fĂźhrt der Dachdeckermeister die Familientradition im eigenen Unternehmen erfolgreich fort. Dabei kann Frank-Dagobert MĂźller nicht nur auf die eigenen Stärken, sondern auch auf die Erfahrung des ›alten‚ Personalstamms bauen, das gemeinsam mit ihm im neuen Betrieb noch einmal begeistert durchstartet: geballte Kompetenz rund um das Thema Bedachung – vom Kleinstauftrag bis zum GroĂ&#x;projekt. 3/2016

Flach-, Spitz- oder Walmdach, Solaranlagen und Photovoltaik, Dämmung und EnergiesparmaĂ&#x;nahmen, aber auch Fassaden, DachbegrĂźnung sowie Klempnerarbeiten.

Spezialist fßr Naturschiefer Wir fßhren alle Arbeiten oberhalb der letzten Geschossdecke durch, erzählt der geprßfte Sachverständige fßr das Bauhandwerk. Dabei liegt ihm neben der fachlichen Kompetenz vor allem eines am Herzen: Wir halten ein, was dem Kunden versprochen wurde! Ein besonderes Spezialgebiet ist die Ausfßhrung von Arbeiten mit Naturschiefer: Aus der Erde geschlagen bis aufs Dach! Schiefer ist eine dekorative und langlebige Art der Dachund Wandeindeckung mit jahrhundertelanger Tradition, erläutert der Fachdozent fßr Schieferarbeiten an der Handwerkskammer Dortmund.

ÂťManche Unternehmen bieten das gar nicht mehr an!ÂŤ

Schwerpunkt Schimmelbekämpfung Eine weitere Kernkompetenz bildet die Bekämpfung von Schimmel. ÂťEin brisantes Thema, fĂźr Mieter und Vermieter gleichermaĂ&#x;enÂŤ, weiĂ&#x; FrankDagobert MĂźller. ÂťAllzu schnell heiĂ&#x;t es da ›falsch gelĂźftet‚ oder ›unsach-

gemäĂ&#x; gedämmt‚. Wir gehen den Ursachen fĂźr Schimmelbildung präzise auf den Grund, beispielsweise mit Langzeitmessgeräten, die den Temperaturverlauf in der Wohnung minutiĂśs aufzeichnen und Aufschluss Ăźber Verursachung und Behebung geben. SchlieĂ&#x;lich mĂśchten wir, dass Sie sich unter Ihrem Dach geborgen, zu Hause und wohl fĂźhlen.ÂŤ

Frank-Dagobert MĂźller Dach-Wand-Abdichtungs GmbH & Co KG 7HO0RELO www.dagobert-mueller.de


Aktuelles

12

Mehrjährige winterharte Beeren und Heilkräuter sind unkomplizierte Pflanzen für den Wellnessbalkon

Wellness pur: Mit Balkon und Terrasse ist die Entspannung nur einen Schritt weit entfernt. Farbenfrohe Blüten und attraktive Pflanzgefäße regen die Sinne an und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Bildnachweis: GMH/PRE

Belebende Düfte, wohltuende Essenzen, gesunde Smoothies:

Warum in ein teueres Spa investieren, wenn zuhause die

ganz persönlich „Green Vital World“ wartet! Denn auf Terrasse und Balkon gedeihen viele Pflanzen, die nicht nur optisch ausgesprochen ansprechend, sondern auch Naturtalente in Sachen Wellness und Gesundheit sind. Blaubeeren sind echte Powerpakete: Die leckeren Beeren enthalten besonders viel Vitamin A, C und E und sind reich an Anthocyanen, die im Körper freie Radikal binden. Den Frühling feiern sie zudem mit attraktiven weißen oder rosafarbenen Blüten und gegen Saisonende sorgen sie mit einer spektakulären Herbstfärbung für einen weiteren Höhepunkt – außer man hat eine immergrüne Sorte erstanden, die sich im Winter mit frischgrünen Blättern schmückt. Neben Sorten mit den bekannten blauen Früchten, gibt es mittlerweile rosafarbe Varianten. Da Blaubeeren sauren Boden bevorzugen, gedeihen sie im Kübel in Rhododendronerde gepflanzt oft sogar besser als im Garten. Das gilt auch für die ebenso hübschen wie gesunden Cranberrys, die sich in großen Kübeln sogar als Blaubeerunterpflanzung eignen. Beide Arten düngt man am besten mit einem Rhododendrondünger. Auch die Apfelbeere und Fel-

senbirne eignen sich. Sie liefern ebenfalls ein Komplettpaket aus niedlichen weißen Blüten, Naschobst und leuchtendem Herbstlaub. Das zusätzliche Plus all dieser Kübelbewohner: Sie sind mehrjährig und ihre Pflege beschränkt sich auf Gießen, Düngen und im Fall von Blaubeeren und Cranberrys einen gelegentlichen Auslichtungsschnitt. Ähnlich unkompliziert sind die zahlreichen Heilkräuter und Duftpflanzen, die auf keinem Wellnessbalkon fehlen dürfen: Minzen und Zitronenmelisse, Lavendel, Salbei und Rosmarin verwandeln die grüne Oase in ein Reich der Düfte und finden gerne auch ihren Weg in die Küche. Ebenso wie Schafgarbe, Ysop und Ringelblumen sind sie zudem wertvolle Zutaten zur Herstellung von Naturkosmetik. Für einen entspannten Ausklang des Wellnesstags sorgen Aromaspezialisten wie Kletterrosen und Jasmin, die Balkonbrüstungen und Rankgerüste umschmeicheln oder die Terrassenpergola mit einem herrlichen Baldachin schmücken. Ein wundervolles Parfum verströmen auch die Mexikanische Orangenblume oder die exotischen Blüten der Frangipani. GMH/PRE

Gartenmöbel: Aktuelle Trends aus Beton, Holz und Rattan (tdx) Loungemöbel sind immer mehr gefragt. Ideal für warme Sommertage ist z. B. eine Sonneninsel mit einem Baldachin, unter dem man es trotz Hitze gut aushalten kann. Sie vereint Komfort und edles Design, die den Garten optisch aufwerten. Ein besonderer Hingucker sind an geeigneten Ästen hängende Gartenlounges. Wie überdimensionale Vogelnester lassen sich die Körbe an Bäumen befestigen und laden zum gemütlichen Entspannen in der Natur ein. Auch der Strandkorb findet immer mehr Einzug in die Gärten. Ganz individuell sind Hängemattengestelle mit integriertem Sonnensegel.

Damit Gartenmöbel langanhaltend Freude machen, muss ihr Material beständig und witterungsfest sein. Holz eignet sich besonders für den Gartengebrauch. So ist Hartholz robust und witterungsbeständig. Spezielle Lasuren schützen vor Feuchtigkeit und UVStrahlen. Experten empfehlen, besonders Wert auf zertifiziertes Holz aus nachhaltigem Anbau zu legen. Dies lässt sich anhand der ausgezeichneten FSC-Warenzeichen erkennen. Ganz anders wirken BetonGartenmöbel. Ob reiner Beton oder in Kombination mit Holzelementen, als Beton-Würfel, -Sessel, -Bank oder -Tisch: Möbel aus diesem Werkstoff

Außergewöhnliche Gartenmöbel sind hängende Lounges, in denen man die Seele baumeln lassen kann. Bild: tdx/Dedon

sind etwas Außergewöhnliches. Aufgrund ihres Gewichtes lassen sie sich jedoch nur schwer verrücken. Deshalb sollte man sich vorher im Klaren sein, wo die Betonmöbel

platziert werden. Beton ist ein sehr witterungsbeständiges Material. Eine geeignete Schutzhülle zum Abdecken hilft im Winter, Risse und Abplatzungen zu verhindern. 3/2016


Aktuelles

13

Streit um Solaranlagen ist vermeidbar, werden Experten und Nachbarn schon in die Planung mit einbezogen Durch die wachsende Zahl von Solaranlagen in Deutschland gibt es eine neue Form des Nachbarschaftsstreits: Den Streit um Licht und Schatten. Nach Angaben des Branchenverbandes BSW gibt es in Deutschland über 1,5 Millionen Solaranlagen zur Stromerzeugung. Solche so genannten Photovoltaik-Anlagen besitzen Glasflächen, die das Sonnenlicht reflektieren. Wer eine Anlage auf dem Dach

keiten von Nachbarn wegen der Blendung durch Solaranlagen vor Gericht. Es kommt immer auf den Einzelfall an, ob etwa eine andere Platzierung der Anlage zumutbar gewesen wäre oder ob der Geschädigte etwas Zumutbares gegen die Beeinträchtigung unternehmen könnte. Aber auch eine so genannte Verschattung kann zum Streit führen: Bäume werfen ihren Schatten

Häufige Streitthemen: Lichtreflexion und Blendung sowie Verschattung der Anlage durch Bäume installieren will, sollte deshalb auch an die Nachbarn denken: Die Anlage kann Unmut auslösen, wenn zum Beispiel die Sonne unangenehm blendet. Fällt die Lichtreflexion auf die Terrasse oder ins Wohnzimmer des Nachbarn, muss sich der Geschädigte nicht zwangsläufig mit dieser Beeinträchtigung abfinden. Immer wieder landen Streitig-

auf die Solaranlage. Konsequenz: Der Schatten kann dazu führen, dass der Betrieb der Anlage unwirtschaftlich wird. Sind die Module in Reihe geschaltet, reicht schon eine Teilverschattung aus, um den Ertrag der gesamten Anlage sinken zu lassen. Auch hier kommt es letztlich auf den Einzelfall an. Das Umfeld sollte schon bei

der Planung der Anlage von einem Profi begutachtet werden, bevor eine Solaranlage aufs Dach gebaut wird: Experten können auch abschätzen, ob Pflanzen auf dem Nachbargrundstück absehbar zu stattlichen Schattenspendern werden. Schwierig wird es, wenn der Geschädigte verlangt, dass die Bäume regelmäßig gestutzt werden. Ein Recht auf garantierte und ungestörte Solarstrahlung gibt

es nicht und kann auch nicht geltend gemacht werden. Ebenso wenig kann ein Geschädigter vom Nachbarn eine Entschädigung dafür verlangen, dass durch Schatten weniger Strom produziert wurde, als möglich gewesen wäre. Wer über die Installation einer Solaranlage nachdenkt, sollte deshalb in jedem Fall vorab mit dem Nachbarn sprechen – um potenziellen Streit zu verTÜV Rheinland meiden.

Wasserverbrauch 2015: 98 Liter pro Tag und Person Von den rund 98 verbrauchten Litern Warm- und Kaltwasser macht der größte Anteil mit 68 Litern das kalte Wasser aus. Die Höhe des aktuellen Wasserverbrauchs ist das Ergebnis einer anonymisierten Auswertung der Abrechnungsdaten von 35.650 deutschen Haushalten durch den Energiedienstleister Techem. Der Energieverbrauch für Trinkwarmwasser wird, abgesehen von der Erzeugung und Bereitstellung, durch das individuelle Nutzerverhalten bestimmt. Neben einer effizienten Wärmeerzeugung lassen sich jedoch mit gut gedämmten Rohrleitungen Energieverluste vermeiden. Da in einem durchschnittlichen Haushalt etwa ein Viertel der Energiekosten (ohne Strom) auf die Erwärmung von Trinkwasser entfallen, können sich schon einfache Maßnahmen zum sparsamen Umgang 3/2016

mit Wasser bezahlt machen. Wer Energie für die Trinkwassererwärmung einsparen will, indem er dessen Temperatur absenkt, muss aufpassen. Denn Gefahr kann durch Legionellen drohen. So sind Temperaturen zwischen 25 und 55 Grad Celsius für die Vermehrung dieser Stäbchenbakterien ideal. Aus diesem Grund sollte der Austritt des Warmwasserspeichers mindestens eine Temperatur von 60 Grad aufweisen. Außerdem ist es wichtig, dass das Warmwasser in der Zirkulationsleitung mindestens 55 Grad beträgt. Dass Legionellen hierzulande durchaus ein Thema sind, zeigt eine weitere Studie von Techem aus dem Jahr 2015: Die Auswertung von rund 55.000 beprobten Gebäuden ergab, dass sich in jedem achten Gebäude zu viele Legionellen im Trinkwasser befanden. Techem

DACHREINIGUNG KANN ICH AUCH IHRE HAUSFRAU MIT PUTZFIMMEL

VERTRAUEN SIE LIEBER DEM FACHMANN! eickhoff-dach.de 0234 949 07 07


Aktuelles

14

Preisindex fßr die Lebenshaltung im März 2016 *HVDPWLQGH[ der Abteilungen -DKU0RQDW

,QGH[ 2010 = 100

*HZLFK- Veränderung Veränderung tung gegenßber gegenßber in %0 VorjahresVormonat zeitraum in % in %

*HVDPWLQGH[ im März 2016



1000





Nahrungsmittel u. DONRKROIUHLH*HWUlQNH









:RKQXQJ:DVVHU 6WURP*DVXVZ









EinrichtungsgegenVWlQGH Haushaltsgeräte









Andere Waren und Dienstleistungen









0lU]







Hausbesitzer werden Mitglied beim +DXV*UXQGHLJHQW PHU Bochum e.V. - NatĂźrlich! Liebe Mitglieder und Abonnenten, bitte beachten Sie, dass die Post Zeitungen grundsätzlich vom Service der Nachsendung ausnimmt. Haben Sie bitte auch Verständnis dafĂźr, dass wir Ihnen nachträglich kein Exemplar zuschicken kĂśnnen. DarĂźber hinaus entstehen uns fĂźr nicht zustellbare Sendungen zusätzliche Kosten, die sich ohne groĂ&#x;en Aufwand vermeiden lassen. Teilen Sie uns daher eine Adressenänderung mĂśglichst frĂźhzeitig mit – z.B. auf untenstehendem Vordruck.

Adressenänderung ab dem Jahr 2016 Meine/unsere neue Adresse lautet wie folgt

Durch Mietspiegelreform drohen Vermietern Verluste Das Justizministerium plant eine Mietspiegelreform mit einer Ausdehnung des Bezugszeitraums fĂźr die Ermittlung der ortsĂźblichen Vergleichsmiete von vier auf zehn Jahre. Dies fĂźhrt nach einer Studie des Center for Real Estate Studies (CRES) der Steinbeis

Hochschule Berlin zu einem massiven Wertverlust. 50 Kommunen in Deutschland wurden untersucht. In Modellrechnungen der Studie verlieren Vermieter dadurch mindestens 0,65 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter im Monat. rhde

Jede fßnfte Garage wird zweckentfremdet Den Deutschen wird eine enge Beziehung zu ihrem Auto nachgesagt. Fßr viele ist damit auch die richtige Unterbringung ein wichtiges Thema. Doch jede fßnfte Garage (20 %) in Deutschland wird hauptsächlich als Abstellraum, Werkstatt, Fitnessraum oder auch Hobbyraum genutzt. Dabei leben doppelt so viele junge Leute (18- bis 29jährige) ihr Hobby in der Garage aus als ältere (30- bis 65jährige). Unabhängig von der Nutzung geben sieben von zehn Befragten an, dass das Auto immer noch der liebste Gegenstand in ihrer Garage sei. Autobesitzer sollten nicht vergessen, eine Garage ist ein Vorteil fßr ihr Auto und letztendlich fßr ihr Konto. Die Garage schßtzt vor schlechter

Witterung, Mardern, Vandalismus oder Diebstählen. Deshalb kÜnnen Besitzer von Garagenfahrzeug von geringeren Reparaturkosten, Rabatten bei der Kfz-Versicherung und einem hÜheren Wiederverkaufswert profitieren. Jede achte Garage dient seinen Besitzern als Abstellraum. Beliebt ist vor allem Fahrräder (65 %) und Werkzeug (63 %) in der Garage zu lagern. Aber auch Haushaltshelfer wie der Rasenmäher (35 %) und Farbeimer (32 %). Fßr die Studie befragte im Februar 2016 Innofact im Auftrag von ImmobilienScout24 1.034 Personen. Sie ist repräsentativ hinsichtlich der Altersgruppe 18-65 Jahre und Geschlecht der Umfrageteilnehmer.

Mitgliedsantrag JA

Ich interessiere mich fĂźr eine Mitgliedschaft beim +DXV*UXQGHLJHQWÂ PHU%RFKXPH9 Bitte senden Sie mir unverbindliche Informationen.

Vorname

Name

Vorname

Name StraĂ&#x;e

Mitgliedsnummer

Rufnummer PLZ/Ort

StraĂ&#x;e

PLZ - Ort

+DXV*UXQGHLJHQW PHU%RFKXPH9‡9LNWRULDVWU%RFKXP

%LWWHDQGHQ+DXV*UXQGHLJHQWÂ PHU%RFKXPH9 9LNWRULDVWU%RFKXPVFKLFNHQSHUV|QOLFKDEJHEHQRGHUDQGLH*HVFKlIWVVWHOOHID[HQ

3/2016


Aktuelles Sehr geehrte Mitglieder, der neue Bochumer Mietspiegel fĂźr nicht preisgebundenen Wohnraum tritt am 1.6.2016 in Kraft.

Bochumer Mietspiegel fĂźr nicht preisgebundenen Wohnraum gĂźltig: 1. 6.2016 bis 31.12.2016

1. Allgemeines

Der Mietspiegel basiert auf den Daten einer repräsentativen Erhebung bei Bochumer Vermietern. Er ist vom Arbeitskreis Mietspiegel (siehe erste Seite) als qualifizierter Mietspiegel gemäĂ&#x; § 558 d des BĂźrgerlichen Gesetzbuches anerkannt und zum 1. 6. 2016 gem. § 558d Abs. 2 BGB um den Preisindex des Statistischen Bundesamtes fĂźr die Lebenshaltungskosten aller privaten Haushalte fortgeschrieben worden. Der Mietspiegel gibt ausschlieĂ&#x;lich das Preisbild der ortsĂźblichen Vergleichsmiete typischer nicht preisgebundener Mietwohnungen (Geschosswohnungsbau) im Stadtgebiet Bochum wieder. Daten Ăźber vermietete Ein- oder Zweifamilienhäuser wurden nicht erhoben und finden sich deshalb auch nicht in den Tabellenwerten wieder. Der Mietspiegel soll eine eigenverantwortliche Mietpreisbildung erleichtern, Streit- und Gerichtsverfahren zwischen den Mietvertragsparteien verhindern und zur Versachlichung von Auseinandersetzungen um den Mietpreis beitragen. Es empfiehlt sich im Zweifelsfall, mit dem eigenen Mietvertrag bei einer der auf der letzten Seite genannten Interessenvertretungen RĂźcksprache zu nehmen.

2. OrtsĂźbliche Vergleichsmiete

Die ortsĂźbliche Vergleichsmiete ist das Entgelt fĂźr die Ăœberlassung leeren Wohnraums ohne alle Betriebs- und Nebenkosten (Nettokaltmiete) je Quadratmeter im Monat. Sollte eine Brutto- oder Teilinklusivmiete vereinbart worden sein, in der alle oder einige Betriebs- und Nebenkosten enthalten sind, so erhĂśhen sich die Werte der Mietpreistabelle um die HĂśhe der Betriebs- und Nebenkosten, die in der Miete enthalten sind, umgerechnet auf den Quadratmeter Wohnfläche.

3. Betriebs- und Nebenkosten

Als Betriebs- und Nebenkosten gelten die in § 2 der Verordnung ßber die Aufstellung von Betriebskosten (Betriebskostenverordnung - BetrKV) aufgefßhrten Kostenarten. Das sind zurzeit: Grundsteuer, Kosten fßr Frisch- und Abwasser, Oberflächenentwässerung, Hei3/2016

15 Diesmal hat er nur eine Laufzeit bis zum 31.12.2016. Wie immer kÜnnen Sie hierzu in unserer Geschäftsstelle entweder MieterhÜhungsvordrucke erwerben oder MieterhÜhungs-

erklärungen durch unsere Rechtsberater erstellen lassen, sofern Sie MieterhÜhungen auf der Basis des neuen Mietspiegels begrßnden wollen.

zung und deren Wartung, Abgasmessungen, die zentrale Warmwasserversorgungsanlage und deren Wartung, Aufzug und dessen Wartung, StraĂ&#x;enreinigung und MĂźllbeseitigung, Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Haushaftpflicht- und Gebäudeversicherung, Hauswart, Kosten des Betriebs der Gemeinschaftsantenne oder des Kabeloder Satellitenanschlusses, Kosten der Einrichtung fĂźr die Wäschepflege sowie sonstige Betriebskosten.

nat, behandelter Holzdielenboden x%DGXQG:& xGDV%DGHQWKÇOWHLQH(LQEDXZDQQHRGHU Dusche und Handwaschbecken (alles mit Warmwasserversorgung) und ist verfliest x:DUPZDVVHUYHUVRUJXQJLQGHU.Ă&#x;FKH x =HQWUDO RGHU (WDJHQKHL]XQJ šO *DV Fernwärme) xPLQGHVWHQVLVROLHUYHUJODVWH)HQVWHU

4. Baujahr des Hauses

Das Alter des Hauses beeinflusst in der Regel den Mietwert. Zur Einordnung in die Baualtersklassen der Tabelle ist das Jahr der Bezugsfertigkeit maĂ&#x;gebend. Die Tabellenwerte stellen durchschnittliche Mieten (Mittelwerte) fĂźr typische Wohnungen der jeweiligen Baualtersklasse dar.

4.1 Ausbau und Erweiterung:

Bei nachträglich neugeschaffenen Wohnungen in einem bestehenden Haus ist ein Mittelwert aus den Tabellenwerten der Baualtersklasse, in welcher der Ausbau erfolgte und der davor liegenden Altersklasse zu bilden.

4.2 Modernisierungen:

Bei modernisierten Wohnungen ist eine dem Modernisierungsgrad entsprechende Ausstattung zugrunde zu legen. Die Einstufung in eine jĂźngere Baualtersklasse darf nicht vorgenommen werden.

5. Wohnlagen

Bei der Auswertung der Daten wurde der Einfluss der Wohnlage auf den Mietpreis geprĂźft. Es lieĂ&#x;en sich vier Regionen im Stadtgebiet identifizieren, in denen eine besonders hohe Nachfrage nach Wohnraum zu hĂśheren Mietpreisen fĂźhrt. In diesen Gebieten (siehe Kartenausschnitte auf den folgenden Seiten) ist der Zuschlag fĂźr „gefragte Wohngegend“ in der Zuschlagsliste vorzunehmen. Bilden StraĂ&#x;enzĂźge eine Grenze, erfassen sie die Wohngebäude auf beiden StraĂ&#x;enseiten.

6. Ausstattung

Die in der Tabelle ausgewiesenen Mietwerte setzen einen durchschnittlichen Erhaltungszustand des Wohnraumes voraus. Der Tabellenmiete liegt eine Standardwohnung zugrunde, die Ăźber folgende Mindestausstattungen verfĂźgt, die ausschlieĂ&#x;lich der Vermieter geschaffen oder bezahlt hat: x:RKQXQJVDEVFKOXVV]XP7UHSSHQKDXV x%RGHQEHODJ7HSSLFKERGHQ39&/DPL-

6.1 Zu- und Abschläge:

Bei Abweichungen von der Mindestausstattung sind Zu- und Abschläge vorzunehmen, sofern sie vom Vermieter geschaffen oder bezahlt worden sind. Die Zu- und Abschläge gliedern sich in zwei Gruppen: x=XXQG$EVFKOÇJHDXIGLH7DEHOOHQPLHte pro Quadratmeter (₏/qm/Monat) x=XVFKOÇJHSUR:RKQXQJ c0RQDW

Die Beträge sind in Kapitel 8. angegeben.

6.2 Besonderheiten:

Bei Sonderausstattungen kÜnnen angemessene Zuschläge gemacht werden, die der Mietspiegel nicht beziffern kann. Bei Unterschreitung der Mindeststandards kÜnnen zusätzliche Abschläge gebildet werden. Fßr folgende Eigenschaften dßrfen keine Zu- oder Abschläge vorgenommen werden: - gefangene Räume - Rollläden - Aufzug - Gäste-WC - Elektroinstallation Appartement: Unter einem Appartement ist eine Einzimmerwohnung zu verstehen, die ßber eine eingerichtete Kochnische nebst separatem Bad mit Dusche/Einbauwanne und WC verfßgt. Hier ist ein Zuschlag vorzunehmen, der dem Wert der MÜblierung Rechnung trägt.

7. Ermittlung der Miete

Zunächst ist die Basis-Miete anhand der Tabellenwerte zu ermitteln. Sie ist abhängig von GrĂśĂ&#x;e und Baujahr. Dabei ist grundsätzlich vom Mittelwert der Tabelle auszugehen. Abweichungen vom Mittelwert innerhalb der Preisspanne mĂźssen begrĂźndet werden. Die Basismiete ist sodann zu korrigieren um die darunter aufgelisteten Zu- und Abschläge pro Quadratmeter (â‚Ź/qm/Monat). Die so gefundene qm-Miete wird mit der Wohnfläche multipliziert. Dieser Betrag ist dann um die Zuschläge pro Wohnung (â‚Ź/Monat) zu verändern.


Aktuelles

16 5.1

Weitmar Mark

8. Die Mietpreistabelle Ermitteln Sie zunächst die Basis-Miete Baujahr bis 1929

1930 - 1949 1950 - 1969 1970 - 1989 ab 1990

Basis-Miete:

Größe bis 40 qm über 40 bis 60 qm über 60 qm bis 40 qm über 40 bis 60 qm über 60 qm

q 5 5 4 5 5 5

bis 40 qm über 40 bis 60 qm über 60 qm bis 40 qm über 40 bis 60 qm über 60 qm bis 40 qm über 40 bis 60 qm über 60 qm

5 5 5 6 5 5 6 6 6

__________________

Korrigieren Sie sodann die BasisZu- und Abschläge pro qm und Monat kein Bodenbelag (z.B. Estrich, unbehandelter Holzdielen keine Heizung einfache Heizung (Elektrospeicherheizung oder Einzel Wärmecontracting

5.3

Altenbochum

gehobener Bodenbelag (z.B. Parkett, Echtholz, Naturstein, hoc hochwertiger Teppichboden) Trittschalldämmung entspricht heutigem gehobenes Bad (z.B. großzügiger Schnitt, Wanne und D Waschbecken, hochwertige Bestandteile Gestaltung) gehobene Heizung (z.B. Brennwerttechnik, Solaranlage, G andere vergleichbar energieeffiziente T Wärmedämmung aller Außenwände Wärmedämmung des Dachs Wärmedämmung der Kellerdecken Energiepass: Energiewert bis 100 kwh/A qm-Miete: Multiplizieren Sie als nächstes die so g der Wohnung in qm. qm Wohnfläche

€ X

qm-Mi

Korrigieren Sie diese Gesamtmiete um Zuschläge auf die Gesamtmiete pro Mo barrierearm erreichbar Balkon und/oder Terrasse gefragte Wohngegend Das Ergebnis ist die ortsübliche Vergle 3/2016


Aktuelles

17 5.2

Höntrop

5.4

Ehrenfeld

Miete anhand folgender Tabelle: qm-Miete 5,66 € 5,07 € 4,95 € 5,77 € 5,18 € 5,06 €

Spanne von bis 5,48 - 5,83 € 4,93 - 5,21 € 4,81 - 5,10 € 5,57 - 5,97 € 5,01 - 5,34 € 4,88 - 5,23 €

5,96 5,37 5,25 6,15 5,57 5,44 6,81 6,22 6,10

5,81 5,24 5,12 5,98 5,41 5,29 6,62 6,04 5,92

€ € € € € € € € €

-

6,12 5,50 5,39 6,33 5,73 5,61 7,01 6,40 6,28

€ € € € € € € € €

________________________ € / qm asis-Miete um folgende Werte: onat in €:

- 0,16 €

ielenboden)

- 1,15 € - 0,46 €

inzelöfen)

- 0,09 € + 0,44 €

hochwertige Fliesen, tigem Standard und Dusche, mehrere dteile oder aufwändige

+ 0,09 € + 0,29 €

+ 0,19 €

ge, Geothermie oder nte Techniken) e kwh/A (Klasse A, B, C)

+ 0,06 € + 0,13 € + 0,14 € + 0,17 € € / qm

so gefundene qm-Miete mit der Fläche € / qm m-Miete

€ =

Gesamtmiete

um folgende Werte: o Monat in €:

ergleichsmiete: 3/2016

+ 8,92 € + 10,48 € + 17,49 € €


Buch-Tipps

18 Verlag Die Werkstatt 19,90 Euro

Gregor Schnittker hat sich auf die Spuren der Helden von 1966 begeben und ihren Weg zum Erfolg nachgezeichnet. Er hat mit Protagonisten und Zeitzeugen gesprochen, in alten Archiven gegraben und viele Bilder und zeitgenössische Dokumente aufgestöbert. Seine Reise zum Triumph von Glasgow beginnt mit dem Pokalfinale 1965, mit dem sich der BVB für den Europapokal qualifizierte, und macht Stationen auf sämtlichen Etappen bis zum finalen Triumph. Ein spannendes Stück Zeitgeschichte, begleitet von eindrucksvollem Fotomaterial.

Paddloch Verlag 19,99 Euro

Die neue Wissenschaft vom Lernen Mozart gilt als Prototyp des Wunderkindes, als der »geborene« Musiker – Ausnahmetalent. Ebenso Albert Einstein als Physiker und Lionel Messi als Fußballer. Der Psychologe Ericsson hält Talent aber für überschätzt. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich: Mozart, Einstein, Messi haben sich ihre Virtuosität hart erarbeitet. Herausragende Leistungen sind nicht angeboren. Seine Studien zeigen: Jeder kann Weltklasse sein, wenn er bereit ist, die Grenzen seiner Fähigkeiten beharrlich auszuweiten und bewusst zu lernen.

Finanzbuch Verlag , 24,99 Euro

Der Autor, selbstständiger Finanzstratege und Finanzcoach, stellt die besten Berater-Tricks für den finanziellen Erfolg zusammen. Mit seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung als Finanzcoach gibt er die besten und praktikabelsten Antworten auf die drängendsten Fragen zum Thema Geldanlage. Egal, ob in Aktien oder in die selbst genutzte Immobilie investiert werden soll, ob Geld gespart wurde oder der Anlagebedarf nach einer Erbschaft entsteht, er zeigt mit praktischen Beispielen aus seiner Beraterpraxis, wie ein maßge-

Aktuelles fertigter Vermögensaufbau ohne viel Aufwand für jeden funktioniert.

Callwey Verlag 36,-- Euro Der Genuss und die Leidenschaft für gute, natürliche Zutaten steht in „Das vegetarische Kochbuch“ im Vordergrund. In ihrem neuen Buch präsentiert die Autorin 100 ebenso köstliche wie raffinierte, vegetarische Lieblings-Gerichte und zeigt tolle Ideen für Pestos, Säfte, Smoothies und Shakes. Um den Genuss zu „verlängern“ hat Barbara Bonisolli eine Leidenschaft dafür entwickelt Speisen haltbar zu machen, ohne dass sie dabei an Aroma oder Geschmack verlieren. Das Buch enthält auch

Sonderthemen zum Einkochen, Dörren und sonstigem Haltbarmachungen.

Verlosung / Gewinnspiel Werner Streletz, Rückkehr eines Lokalreporters Projekt Verlag - 13,80 Euro Auch in der dritten Ausgabe von "Zuhause in Bochum" können unsere Leser eines von drei Büchern gewinnen. Diesmal ist es das neue Werk des Bochumer Autoren Werner Streletz. Bitte schicken Sie eine Postkarte mit dem Stichwort "Rückkehr" an: Medienbüro Franken, Hauptstr. 146, 44892 Bochum Alle bis zum 15.6.2016 bei uns eingegangenen Postkarten (Poststempel) nehmen an der Verlosung teil. Der Rechtsweg ausgeschlossen.

Ein Lokalreporter besucht die Kleinstadt, in der er früher gearbeitet hat: damals eine Zeit der beruflichen Tücke und privater Ungewissheit. Erzählt wird nicht von einem lauthalsen Welterklärer, einem journalistischen Durchblicker, sondern von einem Zweifler, Zauderer, der sich und sein Verhalten oft in Frage stellt. Ausgeliefert dem Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Interessen, steht dieser Lokalreporter nicht selten auf schwankendem Boden: eher zögerlicher Provinz-Hamlet denn forscher Meinungsmacher.

Werner Streletz, geboren 1949 in Bottrop, lebt in Bochum; Mitglied des PEN-Clubs und der Internationalen Autorenvereinigung „Die Kogge“; Veröffentlichungen (Auswahl): die Romane „Kiosk kaputt“ (2008) und „Pokalkampf“ (2009), ein „RoadMovie in Versen“ mit dem Titel „Der Beifahrer“ (2010), „Rohbau“ (2013) sowie „Gewaltig endet so das Jahr - Meine Tage mit Georg Trakl“ (2014). Streletz wurde mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt ist ihm 2008 für sein Gesamtwerk der Literaturpreis Ruhr verliehen worden. 3/2016


Recht

19

Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Mieterhöhung Begehrt der Vermieter nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahme vom Mieter die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete ohne Berücksichtigung der modernisierten Ausstattung, muss sich, wenn die Modernisierungskosten gem. §§ 559 ff. BGB danach auf den Mieter umgelegt werden sollen, dem Mieterhöhungsschreiben nach § 558 BGB hinreichend deutlich entnehmen lassen, dass der nicht modernisierte Zustand der Wohnung der Erhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete zugrunde gelegt wird. LG Berlin, Urteil vom 30.9.2015 - 65 S 240/15 Heizkosten Hat der Vermieter den Verbrauch unter Verstoß gegen § 5 Abs. 2 Satz 1 HeizkV ermittelt, ist in der Regel gleichwohl der ermittelte Verbrauch der Abrechnung zu Grunde zu legen und nicht allein nach der Wohnfläche abzurechnen. In diesem Fall ist eine Kürzung gem. § 12 Abs. 1 Satz 1 HeizkV vorzunehmen. Der Kürzungsbetrag ist dabei von dem für den Nutzer in der Abrechnung ausgewiesenen Anteil der Gesamtkosten zu errechnen. BGH, Urteil vom 20.1.16 - VIII ZR 329/14 Betriebskosten Zur formellen Ordnungsgemäßheit einer Betriebskostenabrechnung genügt es hinsichtlich der Angabe der "Gesamtkosten" wenn der Vermieter bei der jeweiligen

Betriebskostenart den Gesamtbetrag angibt, den er auf die Wohnungsmieter der gewählten Abrechnungseinheit umlegt. Dies gilt auch dann, wenn der Vermieter diesen Gesamtbetrag vorab um nicht auf den Mieter umlagefähige Kostenanteile bereinigt hat; einer Angabe und Erläuterung der zum angesetzten Gesamtbetrag führenden Rechenschritte bedarf es nicht (Aufgabe der Senatsrechtsprechung: vgl. Senatsurteile v. 14.2.2007 - VIII ZR 1/06, NJW 2007, 1059 (=WuM 2007, 196) Rd. Nr. 10; u. v. 9.10.13 - VIII ZR 22/13, WuM2013, 734 Rn. 14 ff.mw. N.). BGH, Urteil vom 20.1.16 VIII ZR 93/15 LG Bochum, Urteil 3.3.2015 - I-9 S 181/14 -AG Bochum, Urteil 18.9.2014 - 83 C 50/14 Grundbucheinsicht Das Recht des Eigentumsverwalters, zum Zweck der Anspruchsverfolgung Einsicht in das Wohnungsgrundbuch eines mit Wohngeldzahlungen rückständigen Miteigentümers zu nehmen, schließt eine Grundbucheinsicht durch einen anderen Eigentümer aus. Ein berechtigtes Interesse ist nur gegeben, wenn der jeweilige Einsichtsbegehrende ein durch die konkrete Sachlage gerechtfertigtes Interesse verfolgt. Bloße Neugier reicht nicht aus. Dieser Grundsatz findet auch auf Eigentümer innerhalb einer Eigentümergemeinschaft Anwendung, wenn diese Einsicht in die Grundbücher anderer Sondereigentums-Einheiten begehren.

OLG Hamm, Beschluss vom 17.6.2015, 15 W 210/14 Spielverbot Um die Notwendigkeit der Aufnahme eines Spielverbotes auf Gemeinschaftsflächen auf die Tagesordnung der Eigentümerversammlung zu begründen, dürfen Lichtbilder von den spielenden Kindern erstellt werden. AG Offenbach, Urteil vom 17.8.2015, 38 C 150/15 Vorzeitige Entlassung aus dem Mietvertrag Ist der Mieter nach einer ordentlichen Eigenkündigung lediglich für die Dauer der Regelkündigungsfrist des § 573 c Abs. 1 Satz 1 BGB zur Fortentrichtung des Mietzinses verpflichtet, handelt der Vermieter grundsätzlich nicht treuwidrig, wenn er den Mieter nicht vorzeitig aus dem Mietverhältnis entlässt, auch wenn dieser einen geeigneten Nachmieter benannt hat. LG Berlin, Beschluss vom 3.3.2016 - 67 S 39/16 Überbelegung Vermietet ein Wohnungseigentümer seine Wohnung an den Landkreis zur Nutzung für die temporäre Unterbringung von Asylbewerbern, so ist eine vorübergehende Belegung von 80 qm Wohnfläche mit 11 Asylbewerbern von den Miteigentümern zu dulden. Für einen im einstweiligen Verfügungsverfahren auf Unterlassung der Überbelegung einer Eigentumswohnung gerichteten Antrag fehlt grundsätzlich ein dringendes

Bedürfnis. AG Traunstein, Beschluss 18.9.2015 - 319 C 1083/15 - LG München I, Beschluss 12.10.15 - 1 T 17164/15 Besichtigung der Mieträume Der Mieter ist Inhaber eines Hausrechts. Dies gilt auch gegenüber dem Vermieter. Ohne Erlaubnis des Mieters darf der die vermieteten Räume weder selbst betreten noch anderen wirksam den Zutritt zur Wohnung gestatten oder versagen. Aber das heißt auch, dass dem Mieter das Recht zusteht, einer anderen Person den Zutritt zu den gemieteten Räumen zu erlauben, auch gegen den Willen des Vermieters. Bei größeren Mietshäusern behält der Vermieter hinsichtlich der Gemeinschaftseinrichtungen wie Treppenhaus, Aufzüge und Flure in der Regel eine Mitberechtigung. KG Berlin, Beschluss vom 3.8.2015, 161 Ss 160/15 Heizkostenverteilung Hat der Vermieter den Verbrauch unter Verstoß gegen § 5 Abs. 2 Satz 1 HeizkostenV ermittelt, ist in der Regel gleichwohl der ermittelte Verbrauch der Abrechnung zugrunde zu legen und nicht allein nach der Wohnfläche abzurechnen. In diesem Fall ist eine Kürzung gem. § 12 Abs. 1 Satz 1 HeizkostenV vorzunehmen. Der Kürzungsbetrag ist dabei von dem für den Nutzer in der Abrechnung ausgewiesenen Anteil der Gesamtkosten zu errechnen. BGH, Urteil vom 20.1.2016 VIII ZR 329/14

Länger Freude am Haus Hier erhalten Sie Lösungen für dichte Balkone & Flachdächer und trockene Keller! Henning Schwarze - Rechtsanwalt und Notar Abdichtungen freiwillig überwacht durch TÜV-Rheinland

Dipl.-Ing. M. Jung GmbH + Co. KG Raffaelstraße 10 · 42719 Solingen Telefon: (02 12) 31 73 39 · Fax: 31 58 22 info@jung-bauflaechentechnik.de www.jung-bauflaechentechnik.de

3/2016

„Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht „Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht „Schlichter und Schiedsrichter für Baustreitigkeiten (SO-Bau) Kanzlei Schwarze, Dr. Oskamp & Partner Rechtsanwaltssozietät und Notariat Huestraße 25 - 44787 Bochum Tel.: 0234 – 91223-0 oder 0234 – 60777 - Fax: 0234 – 91223-11 info@schwarze-oskamp.de - www.schwarze-oskamp.de


Recht

20

Bei Wohnungsbrand: Mieter profitiert von der Wohngebäudeversicherung des Eigentümers Auch wenn der Mieter selbst einen Brand verursacht hat, kann es sein, dass der Vermieter über seine Versicherung für den Schaden aufkommen muss. (Bundesgerichtshof, AZ: VIII ZR 191/13) Die zwölfjährige Tochter eines Ehepaares hatte einen Küchenbrand verursacht. Sie hatte Öl in einem Kochtopf auf dem Herd erhitzt und dann kurzfristig das Zimmer verlassen. Das Öl entflammte, es kam zu einem Brand. Anschließend wurde darum gestritten, welche Versicherung

für das Begleichen dieses aus leichter Fahrlässigkeit entstandenen Schadens zuständig sei. Die Haftpflichtversicherung der Eltern? Die Gebäudeversicherung des Vermieters? Man konnte sich nicht einigen. Ein entscheidender Faktor für die BGH-Richter war es, dass die betroffenen Mieter (wie alle anderen Mieter) zuvor für die Gebäudeversicherung auf dem Wege der Umlage aufgekommen waren. Der Brandschaden passe zudem in den vereinbarten Versicherungsschutz. Aus diesen beiden

Gründen sei es dem Eigentümer zuzumuten, dass er diese Versicherung auch tatsächlich

in Anspruch nehme und so den Mangel an der Mietsache beseitige.

Inhaber eines dinglichen Wohnungsrechts behält dies sogar dann, wenn er den Eigentümer getötet hat Der Beklagte war zusammen mit seinem Bruder Eigentümer eines Hausgrundstücks in Leipzig. Anfang 1997 übertrug er seinen hälftigen Miteigentumsanteil auf den Bruder, behielt sich aber ein dingliches Wohnungsrecht an der Wohnung im Obergeschoss des Anwesens vor. Beides wurde in das Grundbuch eingetragen. Der Beklagte bezog die Wohnung im Obergeschoss, sein Bruder die Wohnung im Untergeschoss des Anwesens, in der er mit seiner geschiedenen Ehefrau wieder zusammenlebte. Im Mai 2012 erstach der Beklagte seinen Bruder während eines Streits. Er wurde wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren und 9 Monaten verurteilt, die er derzeit verbüßt. Erbin des Getöteten und damit Eigentümerin des Grundstücks wurde dessen Mutter. Der Beklagte wurde in einem Zivilrechtsstreit rechtskräftig

Schweißfachbetrieb nach DIN EN 1090

Schweißkonstruktionen Stahl-Anbaubalkone

für erbunwürdig erklärt. Die frühere Ehefrau des Getöteten wohnt weiterhin auf dem Grundstück. Die Klägerin, die nicht auf dem Grundstück lebt, verlangt von dem Beklagten die - bedingungslose - Zustimmung zur Löschung des Wohnungsrechts. Sie verweist dabei auf die Rechtsprechung des ös-

im deutschen – anders als im österreichischen - Recht nur in Betracht, wenn sie als Inhalt des Rechts ausdrücklich vereinbart ist, was hier nicht geschehen ist. Ein Anspruch der Klägerin auf Aufgabe des Wohnungsrechts besteht nicht. Er folgt insbesondere nicht aus dem Grundsatz von Treu

Bei Unzumutbarkeit darf er das Recht nicht mehr persönlich ausüben terreichischen Obersten Gerichtshofs, der die Kündigung eines dinglichen Wohnungsrechts für möglich hält, wenn der Wohnungsberechtigte den Grundstückseigentümer ermordet hat. Die Klage ist in den Vorinstanzen ohne Erfolg geblieben. Der Bundesgerichtshof hat die Revision der Klägerin zurückgewiesen. Die Kündigung eines dinglichen Wohnungsrechts kommt

und Glauben (§ 242 BGB). Ob und unter welchen Voraussetzungen sich hieraus überhaupt ein Anspruch auf Aufgabe eines Wohnungsrechts ergeben kann, hat der Bundesgerichtshof bislang und auch in diesem Fall offen gelassen. Zwar ist es Personen, die dem Getöteten nahe standen und die weiterhin auf dem mit dem Wohnungsrecht belasteten Grundstück wohnen, im Allgemeinen nicht zumutbar, mit dem Täter unter einem Dach zu leben. Auch in einer solchen Situation kommt ein Anspruch auf Aufgabe des Wohnungsrechts aber nur als letztes Mittel – oder, wie es der österreichische Oberste Gerichtshof formuliert, als "äußerstes Notventil" - in Betracht, wenn andere zumutbare Wege der Konfliktlösung ausscheiden. Nach deutschem Dienstbar-

keitenrecht besteht eine solche Möglichkeit regelmäßig. Der Berechtigte muss nämlich sein dingliches Wohnungsrecht nach § 1020 Satz 1 BGB so ausüben, dass die Interessen des Grundstückseigentümers tunlichst geschont werden. Zu diesen Interessen gehören bei einem dinglichen Wohnungsrecht auch die persönlichen Beziehungen zwischen dem Berechtigten und den Personen, die dem getöteten Grundstückseigentümer nahe standen und weiterhin auf dem Grundstück leben. Wenn diese mit dem Berechtigten wegen der Tat nicht mehr auf dem Grundstück unter einem Dach zusammenleben wollen, muss der Berechtigte dem Rechnung tragen. Dieses Ziel ist aber schon dadurch zu erreichen, dass er die Wohnung nicht mehr selbst nutzt, sondern sie Dritten überlässt, also etwa vermietet. Dazu ist er auf Verlangen des Grundstückseigentümers auch verpflichtet. Diese alternative Möglichkeit der Konfliktlösung schließt einen auf § 242 BGB gestützten Anspruch auf Aufgabe des Wohnungsrechts aus. V ZR 208/15 – Urteil vom 11. März 2016 Vorinstanzen: LG Leipzig – 2 O 1823/14 Urteil vom 6. Mai 2015 OLG Dresden – 17 U 851/15 - Urteil vom 14. September 2015 3/2016


Recht

21

Vorsicht: Der gemeinsame Immobilienkauf von unverheirateten Paaren birgt viele rechtliche Risiken Um Interessenkonflikte zu vermeiden und auch ohne Trauschein Rechtssicherheit zu haben, sollten sich unverheiratete Paare vor dem Kauf einer Immobilie notariell beraten lassen und auf sie abgestimmte vertragliche Regelungen treffen. Die Zahl der Immobilienkäufe in Deutschland ist auch 2015 ungebrochen gestiegen. Dabei handelt es sich bei den Käufern immer öfter um unverheiratete Paare, die gemeinsam Immobilieneigentum erwerben. Oft wird den Partnern erst im Fall einer Trennung bewusst, welche Rechte und Pflichten sie eingegangen sind, da das Gesetz für Unverheiratete – anders als für Ehepaare – keinen Regelungsmechanismus für die Vermögensauseinandersetzung im Fall der Trennung vorsieht. Die vorgefundene Situation wird dann häufig als ungerecht empfunden. Ein sogenannter "selbstbestimmter Ausgleich durch individuelle Verträge“ kann verhindern, dass Auseinandersetzungen der ExPartner über die Aufteilung des gemeinsamen Vermögens nach der Trennung zum Verlust des Immobilieneigentums führen. Eigentümer der Immobilie – vor und nach der Trennung Wer der gesetzliche Eigentümer einer Immobilie ist, bestimmt sich grundsätzlich nach

der Eintragung im Grundbuch. Beim Erwerb einer Immobilie durch zwei Personen bestehen mehrere Gestaltungsmöglichkeiten: So kann beispielsweise eine Eintragung beider Personen im Grundbuch zu gleichen Teilen erfolgen, die Immobilie gehört dann beiden je zur Hälfte. Finanziert einer der Partner mehr als der andere, besteht alternativ die Möglichkeit, die Miteigentumsanteile an der Immobilie entsprechend anzupassen. Soll unterschiedlichen Finanzierungsbeiträgen flexibel Rechnung getragen werden, kann eine Immobilie zudem in Gesellschaft bürgerlichen Rechts erworben werden. Ungeachtet etwaiger Finanzierungsbeiträge oder sonstiger Abreden zwischen den Partnern besteht darüber hinaus natürlich auch die Möglichkeit, dass einer der Partner die Immobilie ganz alleine erwirbt und als alleiniger Eigentümer im Grundbuch eingetragen wird. Egal, welches Erwerbsmodell im Einzelfall gewählt wird: die im Grundbuch eingetragenen Eigentumsverhältnisse bleiben von Finanzierungsmodellen, Absprachen der Partner bezüglich der Nutzung der Immobilie und möglichen Trennungen unberührt. Haftung für eingegangene Darlehen Mit dem Immobilienkauf geht

häufig auch die Aufnahme von Darlehen einher. Paare nehmen in der Regel gemeinschaftliche Darlehen auf, denn obwohl ebenso getrennte Darlehen aufgenommen werden könnten, bestehen Banken meistens auf dem Abschluss eines Darlehensvertrags. Die Bank kann dann in der Regel beide Partner unabhängig voneinander und in Höhe der gesamten Darlehenssumme in die Haftung nehmen. Dies gilt unabhängig davon, wer Eigentümer des Grundstücks ist. Auch eine Trennung oder ein Auszug aus dem finanzierten Objekt ändert nichts an der Rechtslage. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass bei einem Immobilienerwerb – ungeachtet der Erwerbsstruktur im Einzelfall – beide Partner in den meisten Fällen erhebliche finanzielle Beiträge und/oder persönliche Arbeits-

leistungen erbringen, sollten Nutzungsrechte und Ausgleichsansprüche zwischen den Partnern, insbesondere für den Fall der Trennung, im Vorfeld geregelt werden. Dies erspart im Streitfall eine zeit- und kostenintensive Klage. Darüber hinaus kann zwischen den Partnern in einer Miteigentümervereinbarung oder einem Gesellschaftsvertrag geregelt werden, wie die Lasten zu verteilen sind und wer im Fall einer Trennung in der Immobilie verbleibt. Ein Notar hilft hier, individuelle Regelungen zu finden und so den Immobilienkauf für beide Partner optimal zu gestalten. Ratsam ist darüber hinaus, eine Vorsorge für den Todesfall zu treffen, denn das Gesetz sieht Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nicht als Erben vor. bnotk

Nasse Wände? Feuchter Keller?

TEAM

Mit bisher über 80.000 erfolgreichen Sanierungen, in der ISOTEC-Gruppe, bieten wir Ihnen die Sicherheit für ein trockenes und gesundes Wohnen.

ISOTEC-Fachbetrieb Bobach Büro Bochum

02 34 - 2 98 40 98 www.isotec-wuppertal.de

3/2016

Bobach HANDWERK AUF HÖCHSTEM NIVEAU


Recht

22

Verbraucherstreitbeilegungsgesetz: Nicht fĂźr die Ewigkeit: Panorama kann wegfallen Seit 1. April 2016 in Kraft

Grundsätzlich kann der Käufer eines Hauses oder einer Wohnung nicht erwarten, dass ihm dauerhaft ein bestimmtes Panorama zur Verfßgung steht. Denn oft hat es der Verkäufer gar nicht in der Hand, ob später auf anderen Grundstßcken gebaut und damit die Aussicht versperrt wird. Anders sieht es aus, wenn der betroffene Bauträger selbst der Verursacher der Sichtbehinderung ist. (Oberlandesgericht Frankfurt

am Main, AZ: 3 U 4/14) Ein Käufer erwarb fßr rund 330.000 Euro eine Eigentumswohnung mit Blick auf die imposante Skyline von Frankfurt. Damit hatte der Bauträger eigens geworben. Nachdem die Käufer eingezogen waren, errichtete aber dieselbe Firma ein weiteres, dreigeschossiges Gebäude - und es war weitgehend vorbei mit dem Ausblick. Deswegen mßsse der Vertrag rßckabgewickelt werden, argumentierte der Vertragspartner, der sich hintergangen fßhlte. Die Richter vertieften sich in der Beweisaufnahme genau in die Frage, was die Kläger denn vorher und was sie nachher gesehen hätten. Sie stellten fest, dass von der Skyline nur noch Messeturm und Europäische Zentralbank ßbrig geblieben seien. Zu wenig. Der Panoramablick sei auf empfindliche Weise eingeschränkt, der Kauf konnte tatsächlich rßckgängig gemacht werden.

Mit dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz werden Verbraucherinnen und Verbraucher kĂźnftig ihre vertraglichen AnsprĂźche ohne Kostenrisiko bei einer Verbraucherschlichtungsstelle geltend machen kĂśnnen. Unternehmer kĂśnnen durch ihre Teilnahme an der Verbraucherschlichtung ihren Service verbessern, Kunden erhalten und sich positiv von der Konkurrenz abheben. Eine erfolgreiche Schlichtung soll die Chance bieten, dass trotz eines Streits eine Kundenbeziehung intakt bleibt. Die Rechtsdurchsetzung fĂźr Verbraucher soll verbessert werden. x.Ă&#x;QIWLJZLUGHVHLQIOÇFKHQdeckendes Netz von Verbraucherschlichtungsstellen geben, die den Anforderungen der Richtlinie Ăźber alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten entsprechen. Verbraucher kĂśnnen bei Streitigkeiten aus Verbraucherverträgen kĂźnftig eine

Schlichtungsstelle anrufen. x'LH6WUHLWPLWWOHUGLHIĂ&#x;UGLH Unabhängigkeit und Neutralität der Schlichtungsstelle verantwortlich sind, mĂźssen hohe Qualitätsanforderungen erfĂźllen. x 'LH $QHUNHQQXQJVEHKĂ™UGHQ werden auf die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Anforderungen achten. x %HL 6WUHLWLJNHLWHQ LQ %UDQchen, in denen es noch keine branchenspezifische Schlichtungsstelle gibt, kĂśnnen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher in Zukunft an die Allgemeine Schlichtungsstelle wenden. Die Allgemeine Schlichtungsstelle „Zentrum fĂźr Schlichtung e.V.“ hat ihren Sitz in Kehl und ist erreichbar Ăźber www.verbraucher-schlichter. de. AusfĂźhrliche Informationen unter: http://www.bmjv.de/ DE/Themen/FokusThemen/ Schlichtungsstellen/Schlichtungsstellen_node.html bmjv

Auch Wohnungseigentßmergemeinschaften ist es mÜglich, weitere Grundstßcke zu erwerben Die Parteien sind Mitglieder einer Wohnungseigentßmergemeinschaft. Auf dem Grundstßck der aus 31 Wohneinheiten bestehenden Wohnanlage befinden sich nur sechs Pkw-Stellplätze; diese hatte die teilende Grundstßckseigentßmerin in der Teilungserklärung aus dem Jahr 1982 den Wohnungen Nr. 26 bis 31 zugeordnet. Den Wohnungen Nr. 1 bis 25 hatte sie jeweils einen PkwStellplatz auf dem – damals in ihrem Eigentum stehenden – Nachbargrundstßck zugeordnet und sich durch eine Baulast Üffentlich-rechtlich verpflichtet, die Stellplätze der Wohnungseigentßmergemeinschaft zur Verfßgung zu stellen. Seitdem werden die Stellplätze durch die Wohnungseigentßmer genutzt. In der Folgezeit wechselte die Eigentßmerin des Nachbargrundstßcks. Die neue Eigentßmerin widersetzte sich

einer weiteren unentgeltlichen Nutzung des Grundstßcks und bot den Abschluss eines Mietvertrages oder den Kauf des Grundstßcks an. Daraufhin beschlossen die Wohnungseigentßmer mit Stimmenmehrheit den Erwerb des Nachbargrundstßcks durch die Wohnungseigentßmergemeinschaft. Der Kaufpreis sollte maximal 75.000 ₏ betragen und in HÜhe von 15 % von allen Eigentßmern nach Wohneinheiten und zu 85 % von den Eigentßmern der Wohnungen 1 bis 25 als Nutzer der Stellplätze getragen werden. Die von einer Wohnungseigentßmerin erhobene Anfechtungsklage hat das Amtsgericht abgewiesen. Das Landgericht hat ihre Berufung zurßckgewiesen. Der Bundesgerichtshof hat die Revision der Klägerin zurßckgewiesen, da die Beschlßsse der Wohnungseigentßmer ßber den Grundstßckserwerb

und die Kostenverteilung nicht zu beanstanden sind. Den WohnungseigentĂźmern fehlte nicht die erforderliche Beschlusskompetenz. Sie kĂśnnen grundsätzlich den Erwerb eines GrundstĂźcks durch die WohnungseigentĂźmergemeinschaft als (teils)rechtsfähigen Verband beschlieĂ&#x;en. Der Erwerb des NachbargrundstĂźcks durch die WohnungseigentĂźmergemeinschaft entspricht auch ordnungsmäĂ&#x;iger Verwaltung, da das GrundstĂźck fĂźr die Wohnungseigentumsanlage von Beginn an eine dienende und auf Dauer angelegte Funktion hatte und diese mit dem Erwerb aufrechterhalten werden soll. Die benachbarte Fläche diente seit Errichtung der Wohnungseigentumsanlage als Parkplatz und – Ăźber die Baulast – zugleich der ErfĂźllung des nach Ăśffentlichem Recht erforderlichen Stellplatznachweises. Allerdings

gewährt die Baulast den WohnungseigentĂźmern als BegĂźnstigten weder einen Nutzungsanspruch noch verpflichtet sie die GrundstĂźckseigentĂźmerin, die Nutzung zu dulden. Wenn sich die WohnungseigentĂźmer vor diesem Hintergrund zur Schaffung einer klaren Rechtsgrundlage fĂźr den Erwerb des NachbargrundstĂźcks durch die WohnungseigentĂźmergemeinschaft entscheiden, entspricht dies ordnungsmäĂ&#x;iger Verwaltung. Auch der gewählte KostenverteilungsschlĂźssel, der sich an dem Nutzungsvorteil fĂźr den jeweiligen WohnungseigentĂźmer orientiert, ist nicht zu beanstanden. Urteil vom 18. März 2016 – V ZR 75/15 Vorinstanzen: AG Bremen-Blumenthal 44 C 2012/13 - Urteil vom 4.10.2013 LG Bremen 4 S 343/13 - Urteil vom 13.2.2015 3/2016


Recht

23

Wird die mitangemietete, aber im Keller eingelagerte Einbauküche gestohlen, ist kein Mietabzug möglich Die Klägerin ist Mieterin einer Wohnung der Beklagten in Berlin, die bauseits mit einer Einbauküche ausgestattet war. Nach einer gleichzeitig mit dem Mietvertrag vom 26.3.1997 geschlossenen Zusatzvereinbarung hatte die Klägerin eine Gesamtmiete in Höhe von 964,72 DM zu zahlen, wovon ein Betrag in Höhe von 34,64 DM (17,71 €) auf die Einbauküche entfiel. Im Jahr 2010 bat die Klägerin, die Einbauküche durch eine eigene Kücheneinrichtung ersetzen zu dürfen. Die Beklagte erklärte sich damit einverstanden, machte dies aber von bestimmten Bedingungen abhängig, die die Klägerin akzeptierte. Die Parteien vereinbarten u.a., dass die Klägerin die bisher eingebaute Küche auf ihre Verantwortung sachgerecht zu lagern und bei Beendigung des Mietverhältnisses auf Verlangen der Vermieterin den ursprünglichen bauseitigen Zustand wieder herzustellen habe. Die Klägerin zahlte nach dem Einbau der eigenen Küche zunächst die bisherige Miete (inkl. des für die Küche ausgewiesenen Zuschlags) weiter. Am 9. Februar 2014 wurde die von ihr in einem Kellerraum gelagerte Küche entwendet. Ihre Versicherung zahlte einen Entschädigungsbetrag von 2.790 €, der der Beklagten zufloss. Die Klägerin meint, die in der Zusatzvereinbarung vom 26. März 1997 für die Nutzung der Einbauküche der Beklagten vorgesehe-

ne anteilige Miete nicht mehr entrichten zu müssen, da diese Küche ihr infolge des Diebstahls nicht mehr zur Verfügung stehe. Das Amtsgericht hat die auf Feststellung einer Mietminderung um monatlich 15,59 € seit dem 1. März 2014 gerichtete Klage abgewiesen, das Landgericht hat ihr dagegen auf die Berufung der Klägerin stattgegeben und die Revision zugelassen. Der Bundesgerichtshof hat das Berufungsurteil aufgehoben und das Urteil des Amtsgerichts wiederhergestellt. Der Verlust der im Keller eingelagerten Einbauküche führt nicht zur Minderung der Miete. Denn mit der im Jahr 2010 getroffenen Abrede, dass die Klägerin die vorhandene Küche gegen eine Küche eigener Wahl austauschen durfte, die ausgebaute Küche aber - vorrangig im Interesse der Beklagten für den Fall eines Wiedereinbaus nach Beendigung des Mietverhältnisses – aufzubewahren hatte, haben die Parteien den Mietvertrag unter Beibehaltung der vereinbarten Gesamtmiete dahin abgeändert, dass sich die Gebrauchsgewährungspflicht des Vermieters jedenfalls solange nicht auf eine Einbauküche erstreckte, als die Beklagte die Wohnung selbst mit einer Küche ausgestattet hatte. Durch das Abhandenkommen der im Keller eingelagerten und von der Klägerin derzeit nicht benötigten Kücheneinrichtung ist also keine

nachteilige Abweichung der Ist-Beschaffenheit von der Soll-Beschaffenheit eingetreten, so dass ein zur Mietminderung (§ 536 Abs. 1 BGB) führender Mangel der Mietsache nicht vorliegt. Die Beklagte verhält sich auch nicht treuwidrig (§ 242 BGB), indem sie einerseits die von der Versicherung der Klägerin gezahlte Versicherungssumme i.H.v. 2.790 € für die Küche behält, ohne derzeit eine neue Küche anzuschaffen, und gleichwohl auf der Zahlung der für die Küchennutzung vereinbarten Miete besteht. Denn der geleistete Entschädigungsbetrag war allein als geldwerter Ausgleich für den der Beklagten als Eigentümerin und Vermieterin der im Keller aufbewahrten Küchenteile entstandenen Schaden bestimmt. Diese Ersatzleistung, die wirtschaftlich an die Stelle der im Keller gelagerten Kücheneinrichtung getreten

ist, hat keinen Einfluss auf die Frage, ob die Klägerin für die abhanden gekommene Kücheneinrichtung Miete zu zahlen hat. Die Mietzahlungspflicht beurteilt sich ausschließlich nach den von den Parteien getroffenen Absprachen, also nach der Genehmigungsvereinbarung vom 22. März 2010. Danach blieb die Höhe der Miete unberührt von dem Umstand, dass die Klägerin während der Nutzungszeit der neu eingebauten Küche kein in dieser Vereinbarung anerkanntes Interesse an einer Nutzung der im Keller gelagerten Kücheneinrichtung der Beklagten mehr hatte. Urteil vom 13. April 2016 – VIII ZR 198/15 Amtsgericht Pankow/Weißensee - Urteil 15.10.2014 (2 C 231/14) Landgericht Berlin - Urteil vom 4.8. 2015 (63 S 378/14

Schöne neue

Fensterwelt Der Mensch hat Recht auf Ruhe und Geborgenheit. Unsere Qualitäts-Fenster schirmen Sie sicher gegen Störungen von außen, Lärm und Kälte ab – und schenken Ihnen ein echtes WohlfühlZuhause.

Pauly Fenster + Türen GmbH Ruhrallee 16 · 45525 Hattingen Tel. 02324 68691-0 www.pauly-fenster.de

Besuchen Sie unsere Ausstellung 3/2016


Recht

24

Streitigkeiten, die das Thema Grenzen und deren Einhaltung betreffen, beschäftigen unsere Gerichte Menschen reagieren besonders empfindlich, wenn man ihnen zu nahe kommt. Oft wird vor Gericht erbittert gestritten, weil einem Grundstückseigentümer der Nachbar vermeintlich mit seiner Grenzbepflanzung zu nahe gerückt ist oder weil die „Grenze“ auf andere Weise verletzt wurde. Einfriedungen sind aber nicht nur da, um die dahinter Wohnenden zu schützen, sondern manchmal auch, um Außenstehende vor Schaden zu bewahren. Z.B., wenn sich ein Hund auf dem Grundstück aufhält. Das OLG Stuttgart (Az: 1 U 38/10) musste entscheiden, ob das Schild „Hier wache ich! Betreten auf eigene Gefahr!“ mit der Abbildung eines Hundes ausreicht, um dem Besucher klar zu machen, dass er keinesfalls das Gartentürchen öffnen und das Grundstück betreten soll. Im konkreten Fall konnte man die Klingel nicht anders erreichen. Die Richter waren der Meinung, bei besonders aggressiven Hunden reiche die obige Warnung nicht aus. Hier müsse zum Beispiel die Bissigkeit des Tieres eigens betont werden. Der Bürgersteig zählt, was die Verkehrssicherungspflicht betrifft, in der Regel zum Verantwortungsbereich des Anliegers. Ein Hauseigentümer hatte eine besondere Gefahrenquelle geschaffen, indem er (durchaus ortsüblich) eine Regenwasserableitung vom Dach direkt auf den Bürgersteig führte. Prompt rutschte ein Passant am frühen Morgen auf der daraus entstandenen Eisplatte aus und verletzte sich. Der Hauseigentümer habe seiner Verkehrssicherungspflicht nicht genügt, urteilte das OLG Naumburg (Az: 2 U 25/13). Er hätte neben dem Streuen auch noch mit Warnhinweis und eventuell mit Beleuchtung auf die Gefahrenstelle hinweisen müssen. Manche Grundstücksbesitzer leben geradezu in Symbiose miteinander, weil ihre Hausmauern unmittelbar aneinan-

der grenzen, teilweise sogar verbunden oder ineinander verzahnt sind. Was geschieht, wenn der eine sein Gebäude abreißt und die (nicht isolierte) Mauer des anderen plötzlich „nackt“ da steht? Das musste das Oberlandesgericht Dresden (Az:11 U 568/08) entscheiden. Es beschloss, dass der Verursacher des Abrisses und damit des Schadens an der gemeinsamen Grenzeinrichtung für eine fachgerechte Isolierung aufkommen müsse. Wenn ein Anwesen nicht genügend nach außen abgesichert ist, dann nehmen sich manche Zeitgenossen ziem-

liche Freiheiten heraus. Zum Beispiel das Parken auf einer gar nicht dafür vorgesehenen Wiese. Um das zu verhindern, beschloss eine Eigentümergemeinschaft, drei große Findlinge aufstellen zu lassen, die ein Befahren der verbotenen Fläche verhindert hätten. Ein Mitglied der Gemeinschaft klagte dagegen. Die Richter des Amtsgerichts Oberhausen (Az: 34 C 94/12) gaben ihm Recht. Das Aufstellen solch wuchtiger Steine stelle eine bauliche Veränderung dar, die nur einstimmig beschlossen werden könne. Der Gemeinschaft blieb als Alternative das Anpflanzen von Büschen oder das Aufstellen eines Zaunes. Anwohner eines Altenheims fühlten sich durch ein Müllcontainerhaus an der Grundstücksgrenze beeinträchtigt. Von dort drängen Abfallgerü-

che herüber, Ungeziefer werde angelockt und die Deckel der Tonnen würden vom Personal auch nicht immer ordentlich geschlossen. Aber das VerwG Neustadt (Az: 3 K 470/15. NW) ließ das Müllhäuschen bestehen. Das baurechtliche Gebot der Rücksichtnahme werde hier nicht verletzt. Die Errichtung des Gebäudes sei sozialadäquat gewesen. Die Fernwirkung von einem Grundstück auf das andere ist nicht zu unterschätzen. So fühlte sich ein Hauseigentümer gestört, weil zwei 25 Meter hohe Eschen, die auf öffentlichem Grund standen,

sein Anwesen verschatteten. Der Fall ging bis vor den Bundesgerichtshof (Az: V ZR 229/14). Die Juristen entschieden, dass die beiden Bäume bleiben dürften, weil sie keine schwere und unerträgliche Beeinträchtigung darstellten. Außerdem sei die Natur in der Stadt wichtig für die Luft- und Lebensqualität. Eine vorausgegangene „böse Tat“ führt unter Umständen dazu, dass man sich seiner eigenen Rechte beraubt. So ging es einem Autofahrer, der seinen PKW verbotenerweise auf dem Bürgersteig parkte. Es blieb deswegen nur noch ein schmaler Durchlass von etwa einem Meter. Prompt kam ein siebenjähriges, Rad fahrendes Kind ins Schlingern und verursachte einen Schaden an dem Fahrzeug. Der Halter forderte Ersatz von den Eltern, die ihre Aufsichtspflicht ver-

letzt hätten. Das Amtsgericht München (Az: 331 C 5627/09) sah das nicht so. Das habe sich der Betroffene selbst zuzuschreiben, er hätte sein Fahrzeug ja auch ordnungsgemäß parken können. Zwei Nachbarn in Bayern kamen über eine grenznahe Bepflanzung mit Elefantengras ins Streiten. Das Schilfgewächs, das mehrere Meter hoch werden könne, stelle eine Beeinträchtigung dar, meinte der Kläger. Er befürchtete, dass üppiges Wurzelwerk auf seinen Grund herüberwachsen könne, und dass die ausgetrockneten Blätter in der Hitze Feuer fangen könnten. Beides betrachtete das Landgericht Coburg (Az: 32 S 23/09) als nicht so dramatisch. Zudem handle es sich bei Elefantengras nicht um Bäume, Sträucher oder Hecken, weswegen die Vorschriften zur Grenzbepflanzung nicht anzuwenden seien. Wenn der Grenzverlauf zwischen zwei Grundstücken nicht ganz klar ist, dann kann es schon mal zu folgenschweren Irrtümern kommen. So fällte ein Grundbesitzer mehrere Bäume, die die Nutzung des Anwesens störten. Was er nicht wusste: Er hatte auch Bäume aus öffentlichem Besitz geschlagen. Vor dem OLG Oldenburg (Az: 5 U 25/14) ging es darum, wer nun dafür haften müsse. Der zuständige Zivilsenat war der Meinung, das sei ein Fall für die Haftpflichtversicherung des Betroffenen, denn hier habe sich ein allgemeines Lebensrisiko verwirklicht. LBS

25 Jahre Erfahrung!

3/2016


Recht

25

Grillen im Garten oder auf dem Balkon – was ist erlaubt? Zum Sommer gehĂśren gesellige Grillabende mit Freunden und Familie. Doch dĂźrfen Mieter oder EigentĂźmer ohne Einschränkungen grillen? Darf jederzeit und Ăźberall gegrillt werden? Als GrundstĂźcks- oder WohnungseigentĂźmer steht dem GrillvergnĂźgen nur wenig im Weg. Regelungen, die berĂźcksichtigt werden mĂźssen, beinhalten die sogenannten Landesimmisionsschutzgesetze. Diese regeln die Einwirkung von StĂśrfaktoren auf Mensch und Umwelt. FĂźrs Grillen heiĂ&#x;t das: Rauch und Lärm sollten in verträglichem MaĂ&#x; bleiben. FĂźhlen sich umliegende Anwohner belästigt oder gar gefährdet, kĂśnnen auch fĂźr EigentĂźmer BuĂ&#x;gelder anfallen. So entschied beispielsweise das Oberlandesgericht DĂźsseldorf bereits 1995 (Az.: 5 Ss (OWi) 149/95), dass unbeteiligte Nachbarn durch in Wohnund Schlafräume eindringenden, konzentrierten Qualm, der beim Grillen im Freien entsteht, nicht beeinträchtigt

werden dĂźrfen. Um eine Belästigung der Nachbarn zu vermeiden, kann ein Gas- oder Elektrogrill genutzt werden. Dieser entwickelt weniger Rauch und wird von Nachbarn als weniger stĂśrend empfunden als beispielsweise die rauch-intensive Holzkohle. Auch EigentĂźmer freistehender Einfamilienhäuser kĂśnnen Ă„rger bekommen, wenn sich Nachbarn wiederholt belästigt fĂźhlen sollten. Allerdings tritt dieser Fall recht selten ein, da in der Regel ein grĂśĂ&#x;erer „Sicherheitsabstand“ zum Grill besteht. Wer sich als HauseigentĂźmer an die gängige Nachtruhe hält und darauf achtet, dass die Rauchbelastung nicht Ăźberhand nimmt, ist auf der sicheren Seite. Wenn im Mietvertrag das Grillen nicht explizit verboten ist, dann dĂźrfen auch Mieter grillen – egal ob im Garten oder auf dem Balkon. Im Jahr 2002 wurde Vermietern das Recht zugesprochen, eine entsprechende Klausel im Mietvertrag aufzunehmen (AZ: 10

S 438/01). Zudem gilt auch fĂźr Mieter: Nachbarn dĂźrfen von beim Grillen entstehenden Lärm und Qualm nicht beeinträchtigt werden. Diesem Anspruch gerecht zu werden, ist im Mehrfamilienhaus deutlich schwieriger, denn meist liegen die Balkone der Parteien unmittelbar neben- oder Ăźbereinander. Die Alternativen Gas- und Elektrogrill stellen auch fĂźr Mieter eine adäquate LĂśsung dar. Wer auf das Grillen mit Holzkohle besteht, sollte besser vorher RĂźcksprache mit den Nachbarn halten und im Zweifel auf einen Park ausweichen. Während beim Grillen auf dem Balkon RĂźcksicht auf die Nachbarn genommen werden sollte, steht beim Grillen im Ăśffentlichen Raum die Natur im Mittelpunkt: In der Regel muss die Grillstelle mindestens 100 Meter von der Baumgrenze entfernt sein, um die Brandgefahr so gering wie mĂśglich zu halten. Zum Anfeuern eignen sich ausschlieĂ&#x;lich sichere und geprĂźfte GrillanzĂźnder – auf

Puristischer Grill verleiht dem Grillgut typischen Holzkohlegeschmack. tdx/Garpa

Brandbeschleuniger sollte in jedem Fall verzichtet werden. Ein sicher stehender Grill verhindert Unfälle und wackelt auch bei leichtem Wind nicht. AuĂ&#x;erdem sollte der Grill nie unbeaufsichtigt sein. Wird mit Holzkohle gearbeitet, ist die Feuerstelle nach dem VergnĂźgen zu lĂśschen und die Asche nach dem AbkĂźhlen zu entsorgen. homesolute.com

Es gibt Häuser und Grundstßcke, die kann man nicht verkaufen und nicht verwalten... ...aber fßr den Rest gibt es uns: x6DFKNXQGLJHXQG]XYHUOÇVVLJH9HUZDOWXQJ von Häusern und Grundstßcken x 8PIDVVHQGH9HUZDOWXQJYRQ:RKQXQJV eigentum nach den Grundsätzen des Wohnungseigentumsrechts x$QXQG9HUNDXIYRQ+ÇXVHUQ Wohnungen und Grundstßcken x 9HUWUDXHQVYROOH%HUDWXQJXQG Abwicklung von Haus-, Wohnungs- und Grundstßcksverkäufen

Hausverwaltung/Immobilien: 96127-23 (Frau Wiese) 96127-26 (Frau Hiller) Wohnungseigentumsverwaltung: 96127-21 (Frau Schneider) 96127-25 (Herr Reit) 96127-27 (Frau Reusch)

3/2016

Haus+GrundeigentĂźmer Bochum GmbH ...ein starker Partner an Ihrer Seite


Recht

26

Kakerlakenbefall reicht für eine Kündigung nicht aus Es dürfte der Albtraum eines jeden Wohnungseigentümers sein, wenn ihm zu Ohren kommt, dass es auf Grund von Verschmutzungen in seinem vermieteten Objekt zu Kakerlakenbefall gekommen ist. Da liegt der Gedanke nicht fern, den Betroffenen fristlos zu kündigen. Doch einen Automatismus gibt es in dieser Hinsicht nicht. Die Justiz betrachtet stets den Einzelfall. Mitmieter hatten sich daran gestört, dass aus der Wohnung gelegentlich unange-

nehme Gerüche gedrungen seien. Später waren dann auch die Kakerlaken aufgetaucht. Doch das alles reichte in dem speziellen Fall nach Überzeugung des Gerichts nicht aus. Der Hausfrieden sei nicht gestört gewesen, die Beschwerde über den Geruch sei von einem Mitmieter gekommen, der sich selbst ausdrücklich als geruchsempfindlich bezeichnet habe, und Kakerlaken könnten durchaus auch mal in regelmäßig gesäuberten WohLBS nungen auftreten.

Schilder an der Wohnungstür:

Willkommensgruß kann nicht verboten werden Im Grunde ist es ganz einfach: Hinter der Eingangstüre seiner Wohnung hat der Mieter weitgehende Gestaltungsfreiheit, davor muss er Rücksicht auf die Mitbewohner nehmen. Doch manchmal gibt es auch Grenzfälle. So musste die Justiz über ein außen an der Wohnungstüre angebrachtes Schild entscheiden. (Landgericht Hamburg, Aktenzeichen 333 S 11/15) Der Fall: Die Aufschrift hieß schlicht "Willkommen" und darunter war ein kleiner Blumenkranz angebracht. Mit dieser Dekoration wollte ein Mieter seine Gäste begrüßen. Die Vermieterin fühlte sich dadurch gar nicht angesprochen. Sie befürchtete, dass sich Mitbewohner gestört fühlen könnten oder vielleicht selbst auf die Idee kämen, die Außenseite ihrer Wohnungstüre zu schmücken. Aus diesem Grund forderte sie eine Beseitigung des Schildes. Das Urteil: Das zuständige Gericht erkannte zwar durchaus an, dass der Mieter hier bei strenger Auslegung seinen Einflussbereich überschritten habe. Das Treppenhaus erlaube aber seit jeher eine gewisse Art der Nutzung, zum Beispiel Klingelschilder und Fußmatten. Diese seien heute immer öfter mit Motiven oder Sprüchen bzw. allen Namen der Bewoh-

Beim Deckeausschütteln am Fenster ist Vorsicht geboten

ner versehen. Der Unterschied zwischen solchen gestatteten Accessoires und dem Willkommensschild falle nicht besonders ins Gewicht. Außerdem handle es sich, inhaltlich betrachtet, nicht um eine strittige Meinungsäußerung. Deswegen dürfe das Objekt bleiben.

Dass ein Mieter gelegentlich mal vom Fenster seiner Wohnung aus eine Decke ausschüttelt, ist nicht verboten. Vor allem dann nicht, wenn er darauf achtet, dass sich unten nicht gerade jemand aufhält oder dadurch irgendetwas verschmutzt wird. Eine Mieterin in München ging allerdings weiter. Sie schüttelte auch eine Decke aus, in der sich Abfall wie Hundeknochen, Zahnstocher und anderes befand - und das, obwohl Menschen unter dem Fenster standen.

Die Nachbarn forderten vor Gericht, dass sie ein derartiges Verhalten in Zukunft unterlasse. Der zuständige Zivilrichter ordnete genau das an. Im Urteil hieß es, die Betroffene dürfe zwar auch künftig ihre Decke ausschütteln, sie müsse aber streng darauf achten, dass sich darin keine Gegenstände befinden und dass kein Mensch unmittelbar davon betroffen sei. (Amtsgericht München, Aktenzeichen 424 C 28654/13) LBS

Einzugsermächtigung Hiermit ermächtige ich Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. widerruflich ab dem die Beiträge von nachstehendem Konto abzubuchen:

IBAN: DE BIC: Name des Kreditinstituts PLZ

Ort des Kreditinstituts

Wenn das Konto die erforderliche Deckung nicht ausweist, besteht seitens des kontoführenden Kreditinstituts keine Verpflichtung zur Einlösung. Einen eventuell bestehenden Dauerauftrag zur Überweisung der Beiträge habe ich löschen lassen. __________________________________________ __________________________ Name des Mitglieds Mitglieds-Nr. ______________________________________________________________________ Anschrift __________________________________________ _________________________ Ort/Datum Unterschrift

3/2016


Finanzen

27

Rundfunkbeitrag rechtmäßig Das Bundesverwaltungsgericht hat Mitte März entschieden, dass der Rundfunkbeitrag rechtmäßig ist. Im Verfahren hatten die Kläger ausgeführt, dass der Rundfunkbeitrag eigentlich eine verdeckte Steuer sei, weil er nicht an eine Gegenleistung geknüpft ist. Zum Erlass hätten die Bundesländer aber gar nicht die Kompetenz. Das BVerwG kam in seinem Urteil zu dem Schluss, dass die

Beitragszahler mit der Zahlung des Rundfunkbeitrages sehr wohl eine Gegenleistung erhielten, nämlich die "Möglichkeit" ARD, ZDF und Deutschlandradio zu empfangen. Daher sei der Beitrag keine Steuer, sondern eine rundfunkspezifische nichtsteuerliche Abgabe. Der Rundfunkbeitrag werde daher verfassungsgemäß erhoben. Nun bleibt den Klägern noch der Gang zum Bundesverfassungsgericht. BStZ

Ausgesucht für Mitglieder von Haus+Grundeigentümer Bochum

Wer eine Eigentumswohnung kauft und erst einmal die Schäden beseitigen muss, die der Mieter in der Wohnung hinterlassen hat, kann die Kosten dafür als Werbungskosten von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehen. Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 21.1.2015 - 11 K 4274/13 E. Mietnomaden sind ein Alptraum. Das Urteil sorgt dafür, dass die Kosten der Schadensbeseitigung zeitnah steuerlich geltend gemacht werden können. Eine Steuerzahlerin kaufte eine Eigentumswohnung, die sich in mangelfreiem Zustand befand. Zugleich übernahm sie das bestehende Mietverhältnis. In der Folgezeit kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Mieterin. Im September 2008 kündigte die Vermieterin das Mietverhältnis. Die Mieterin hinterließ die Wohnung in einem beschädigten Zustand (eingeschlagene Scheiben, Schimmelbefall, zerstörte Bodenfliesen, Wasserschaden). Der Schaden belief sich auf rund 20.000 Euro. Das Finanzamt behandelte die Kosten als sogenannte anschaffungsnahe Herstellungskosten, die nicht sofort abzugsfähig sind. D.h., Instandsetzungs- und Modernisierungsaufwendungen, die innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden, gehören grundsätzlich zu den Herstellungskosten des Gebäu3/2016

des, wenn die Aufwendungen (ohne Umsatzsteuer) 15 % der Gebäudeanschaffungskosten übersteigen. Sie können dann über die Abschreibung geltend gemacht und nicht sofort abgezogen werden. Die Eigentümerin der Wohnung klagte erfolgreich gegen das Finanzamt. Nach Ansicht des Finanzgerichts Düsseldorf liegen keine anschaffungsnahen Herstellungskosten vor, auch wenn die Kosten zur Beseitigung der Schäden die 15-Prozent-Grenze überschritten haben. Der Anwendungsbereich der Vorschrift sei einzuschränken. Die Gesetzesbegründung lasse keine Anhaltspunkte dafür erkennen, dass der Gesetzgeber den Aufwand zur Beseitigung von Schäden nach Erwerb habe erfassen wollen. Dagegen sprächen auch systematische Gründe. So könne in Fällen, in denen es - wie im Streitfall - zu einem Substanzverlust komme, auch eine Absetzung für außerordentliche Abnutzung in Anspruch genommen werden, die ebenfalls mit einem sofortigen Abzug einhergehe. Das Gericht führte weiter aus, dass der Gesetzgeber an die überholte Rechtsprechung habe anknüpfen wollen, die derartige Aufwendungen nicht erfasst habe. Schließlich gebiete die mit der Regelung bezweckte Verwaltungsvereinfachung keine Qualifizierung derartiger Aufwendungen als anschaffungsnahe Herstellungskosten. BStZ

AR 01/410.15.09

Bei Mietnomaden: Beseitigung von Schäden zählt zu Werbungskosten

Das spezielle Vermieter-Rechtsschutzangebot

je vermietete Wohneinheit

die selbstgenutzte Wohnung/Haus

48,00

” pro Jahr

27,50

” pro Jahr

Angebote unter

Tel.: 040-30 39 08 0 oder www.get-service.de


Steuern/Finanzen

28

Vereinbarter Kaufpreis ist Schuldzins weiter abzugsfähig Grundlage für Abschreibung Nach Veräußerung der vermieteten Immobilie: Schuldzinsen, die auf Verbindlichkeiten entfallen, welche der Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzten Immobilie dienten, können nach deren Veräußerung weiter als nachträgliche Kosten bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden, wenn und soweit die Verbindlichkeiten nicht durch den Veräußerungserlös hätten getilgt werden können. Weitere Voraussetzung ist, dass die Absicht, weitere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, nicht bereits vor der Veräußerung der Immobilie aus anderen Gründen weggefallen ist. Es spielt für den Werbungskostenabzug keine Rolle, ob die Veräußerung innerhalb der

zehnjährigen Spekulationsfrist erfolgt und steuerbar ist. Die für die vorzeitige Auflösung einer Darlehensschuld zwecks lastenfreier Veräußerung des Mietobjekts zu entrichtenden Vorfälligkeitsentschädigungen stellen keine nachträglichen Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, sondern Veräußerungskosten bei der Ermittlung der Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften dar. Die bisherige anderslautende Rechtsauffassung ist letztmals auf Vorfälligkeitsentschädigungen anzuwenden, wenn die Veräußerung der vermieteten Immobilie vor dem 26.7.2015 rechtswirksam abgeschlossen wurde. Schreiben Bundesfinanzministerium vom 27.5.15 - AZ: IV C 1-S 2211/11/10001. BStZ

Steueransprüche verjähren nicht am Wochenende Fällt das Jahresende auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Samstag, endet die Festsetzungsfrist für Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis erst mit Ablauf des nächstfolgenden Werktags, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 20. Januar 2016 VI R 14/15 entschieden hat. Im Streitfall beantragte ein Arbeitnehmer für 2007 die sog. Antragsveranlagung gemäß § 46 Abs. 2 Nr. 8 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Der Antrag ist innerhalb der sog. Festsetzungsfrist zu stellen. Diese Frist beginnt mit Ablauf des Jahres der Steuerentstehung und beträgt vier Jahre. Der Antrag ging im konkreten Fall beim Finanzamt (FA) erst am 2. Januar 2012 ein. FA und Finanzgericht (FG) sahen dies als verspätet an, da die Festsetzungsfrist bereits mit Ablauf des 31. Beilagenhinweis:

Dieser Ausgabe ist eine Werbung der Firma Hydro Chemie INT GmbH aus Oer-Erkenschwick beigefügt

Dezember 2011 geendet habe. Dem ist der BFH entgegengetreten. Der Kläger habe den gemäß § 46 Abs. 2 Nr. 8 Satz 2 EStG erforderlichen Antrag rechtzeitig gestellt. Zwar verjähre die Einkommensteuer 2007 eigentlich mit Ablauf des Jahres 2011. Als Besonderheit sei aber zu berücksichtigen, dass das Jahresende 2011 auf einen Samstag gefallen sei. In einem solchen Fall trete Verjährung nicht mit Ablauf des 31. Dezember, sondern nach § 108 Abs. 3 der Abgabenordnung erst mit Ablauf des nächsten Werktages und damit am 2. Januar 2012 ein. Folglich sei der Kläger --entgegen der Auffassung von FA und FG-- für 2007 zur Einkommensteuer zu veranlagen. Die Entscheidung des BFH ist auch für die Verjährung zum Jahresende 2016 von Bedeutung, da der 31. Dezember 2016 auf einen Samstag fällt.

Beim Kauf einer Mietimmobilie oder eines Betriebsgrundstücks setzt sich der Kaufpreis im Regelfall aus einem Anteil für das Gebäude und einem Anteil für Grund und Boden zusammen. Steuerlich abgeschrieben werden kann allerdings nur der Gebäudeanteil, daher schaut das Finanzamt bei der Kaufpreisaufteilung genauer hin. Oft wird vermutet, dass der Kaufpreisanteil für das Gebäude zu hoch angesetzt wurde, um eine möglichst hohe Steuerabschreibung zu erreichen. Im aktuellen Fall stärkte der Bundesfinanzhof nun die Käufer: Maßstab für die Wertaufteilung von Grund und Boden und Gebäude sei grundsätzlich das im Notarvertrag Vereinbarte. Etwas anderes gelte nur, wenn die Aufteilung lediglich zum Schein vorgenommen wurde oder ein Gestaltungsmissbrauch vorliegt, so das Gericht (AZ: IX R 12/14). Der Käufer kaufte im Jahr 2000 zwei Eigentumswohnungen.

Gemäß Vertrag entfielen je 300.000 DM des Kaufpreises auf das Gebäude und jeweils knapp 200.000 DM auf Grund und Boden. Der Kläger machte die Gebäudeabschreibung auf Basis des im Kaufvertrag vereinbarten Gebäudeanteils geltend. Das Finanzamt hielt den Gebäudeanteil für zu hoch und ließ nur eine geringere Abschrei-

Bundesfinanzhof stärkt Grundstückseigentümer bung zu. Dieser Argumentation folgte der BFH nicht: Es gelte das im Vertrag Vereinbarte, soweit eben kein Scheingeschäft oder Missbrauch vorläge. Käufer von Mietimmobilien oder Betriebsgrundstücken sollten bereits im Kaufvertrag eine vernünftige Aufteilung zwischen Gebäude und Bodenwert vornehmen. Akzeptiert das FA die Aufteilung nicht, sollte mit Hinweis auf das BFH-Urteil Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt werden. BStZ

Ehescheidungskosten sind steuerlich absetzbar Die Kosten eines Scheidungsverfahrens sind auch nach aktueller Gesetzeslage als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. So der 14. Senat des Finanzgerichts Köln mit Urteil vom 13.01.2016 (14 K 1861/15) . Die Klägerin machte für 2014 in ihrer Einkommensteuererklärung 2.433,65 Euro Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren als Scheidungskosten geltend. Das Finanzamt lehnte die Berücksichtigung der Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen ab. Es berief sich auf die ab 2013 geltende Neuregelung in § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG. Danach sei die steuerliche Berücksichtigung von

Prozesskosten grundsätzlich ausgeschlossen. Die hiergegen erhobene Klage hatte Erfolg. Die Anerkennung der Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastungen wird im Urteil damit begründet, dass Anwalts- und Gerichtsgebühren eines Scheidungsverfahrens nicht unter den Begriff der Prozesskosten fielen. Dies ergebe sich sowohl aus der für Scheidungsverfahren geltenden Verfahrensordnung, wie auch aus der Entstehungsgeschichte der Neuregelung zum Abzugsverbot zu den Prozesskosten. Der Senat hat gegen sein Urteil die Revision zum BFH zugelassen.

Möchten auch Sie mit Ihrer Anzeige oder einer Beilage unsere Leser erreichen: Wir helfen gerne weiter. Medienbüro Franken 0234 - 920020 Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe ist am 10. Juli 2016 3/2016


Steuern/Finanzen

29

Wer Schmerzensgeld geltend machen will: Prozesskosten sind keine außergewöhnliche Belastung Kosten eines Zivilprozesses, mit dem der Steuerpflichtige Schmerzensgeld wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers geltend macht, sind keine außergewöhnlichen Belastungen. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 17. Dezember 2015 VI R 7/14 entschieden und damit die Steuerermäßigung gemäß § 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG) versagt. Entsprechend einer langjährigen Rechtsprechung, zu der der BFH in 2015 zurückgekehrt ist (BFH-Urteil vom 18. Juni 2015 VI R 17/14, BFHE 250, 153, BStBl II 2015, 800), können Zivilprozesskosten grundsätz-

lich nicht als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden. Zwar kann sich ein Steuerpflichtiger nach einem verlorenen Zivilprozess der Zahlung der Prozesskosten aus rechtlichen Gründen nicht entziehen. Dies reicht für den Abzug der Prozesskosten als außergewöhnliche Belastung aber nicht aus. Denn hinsichtlich der Zwangsläufigkeit i.S. von § 33 EStG ist auf die wesentliche Ursache abzustellen, die zu der Aufwendung geführt hat. Zivilprozesskosten sind folglich nur dann als zwangsläufig anzusehen, wenn auch das die

Prozessführung auslösende Ereignis zwangsläufig war. Denn es sollen nur zwangsläufige Mehraufwendungen für den existenznotwendigen Grundbedarf steuermindernd berücksichtigt werden. Hierzu gehören Zivilprozesskosten in der Regel nicht. Dies gilt insbesondere, wenn --wie im Urteilsfall -- Ansprüche wegen immaterieller Schäden geltend gemacht werden. Zivilprozesskosten sind vielmehr nur insoweit abziehbar, als der Prozess existenziell wichtige Bereiche oder den Kernbereich menschlichen Lebens berührt und der Steuerpflichtige gezwungen ist, einen

Zivilprozess zu führen. Nicht zu entscheiden hatte der BFH über die ab 2013 geltende Neuregelung in § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG. Berücksichtigt werden hiernach nur noch solche Aufwendungen, ohne die der Steuerpflichtige Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können. Offen ist dabei, ob hierdurch die Voraussetzungen für die Anerkennung von Prozesskosten als außergewöhnliche Belastungen enger gefasst worden sind. BFH

Kosten für Geburtstagsfeier Aufwand für Notrufsystem können abzugsfähig sein ist auch steuerbegünstigt Das Finanzgericht RheinlandPfalz ist der Ansicht, dass Kosten für eine Geburtstagsfeier unter bestimmten Voraussetzungen auch abzugsfähig sein können. Im Urteilsfall hatte ein Geschäftsführer einer GmbH anlässlich seines 60sten Geburtstags ausschließlich Personen aus dem beruflichen Umfeld (Belegschaft, Betriebsrentner usw.) und keine Verwandten oder Freunde eingeladen. Die Feier fand auch in den Firmenräumen statt und - zumindest teilweise - auch während der Arbeitszeit. Darüber hinaus

lag der Aufwand je Person mit 35 Euro deutlich unter dem Betrag, der bei der privaten Geburtstagsfeier mit Freunden und Familienangehörigen angefallen war. Aufgrund der vorstehenden Umstände sahen die Finanzrichter eine berufliche Veranlassung für die Aufwendung als gegeben an. Urteil Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 12.11.2015, AZ: 6 K 1868/13. Die gegen das Urteil eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde hat beim Bundesfinanzhof das Aktenzeichen: VI B 131/15. BStZ

Aufwendungen für ein Notrufsystem, das innerhalb einer Wohnung im Rahmen des "Betreuten Wohnens" Hilfeleistung rund um die Uhr sicherstellt, sind als steuerbegünstigte haushaltsnahe Dienstleistungen anzuerkennen. Im zu beurteilenden Fall bewohnte ein Steuerzahler eine Wohnung in einer Seniorenresidenz und hatte mit dem Betreiber einen Seniorenbetreuungsvertrag abgeschlossen, der u.a. ein ganztägiges Notrufsystem einschließlich einer Nachtwache und des Fachpersonals für Soforthilfe im Notfall um-

fasste. Der Bundesfinanzhof bestätigte die steuerliche Berücksichtigung der Aufwendung für das Notrufsystem. Durch die Rufbereitschaft werde sichergestellt, dass ein Bewohner, der sich im räumlichen Bereich seines Haushalts aufhält, im Notfall Hilfe erhalten kann. Da der Leistungserfolg in der Wohnung eintrete werde die Leistung - auch wenn sich die Notrufzentrale außerhalb des Haushalts befindet - auch im Bereich des Haushalts erbracht. Urteil des BFH vom 3.9.2015, AZ: VI R 18/14 BStZ

Erleichterter Verlustabzug bei Vermietung von Ferienhäusern Verluste aus der Vermietung eines Ferienhauses können selbst dann steuermindernd berücksichtigt werden, wenn kein Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten zu erwarten ist. Dies hat der 10. Senat des Finanzgerichts Köln in seinem Urteil vom 17.12.2015 (10 K 2322/13) selbst für den Fall angenommen, dass der Eigentümer sich eine Eigennutzung zunächst vorbehalten hat und diese erst nachträglich ausgeschlossen wird. 3/2016

In dem Verfahren klagte ein Ehepaar, das 1999 ein Ferienhaus erwarb und hierfür einen Gästevermittlungsvertrag über 10 Jahre abgeschlossen hat. Dieser sah die Selbstnutzung durch die Kläger für maximal 4 Wochen im Jahr vor. Die Selbstnutzungsmöglichkeit wurde 2000 ausgeschlossen und aus dem ursprünglichen Vertrag aus 1999 gestrichen. Im Übrigen lagen die tatsächlichen Vermietungstage im Rahmen des Ortsüblichen. Das Finanzamt versagte den

Verlustabzug, da innerhalb des 30-jährigen Prognosezeitraums mit keinem Überschuss der Mieteinnahmen über die Werbungskosten zu rechnen sei. Dem folgte der Senat in seinem Urteil nicht und gab den Klägern Recht. Der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs folgend sei ein uneingeschränkter Verlustabzug auch ohne Überschussprognose möglich, wenn eine Eigennutzung ausgeschlossen sei und die tatsächlichen Vermietungstage die ortsübliche Ver-

mietungszeit nicht erheblich unterschritten. Denn für diesen Fall sei typisierend von einer Absicht des Steuerpflichtigen auszugehen, einen Einnahmeüberschuss zu erwirtschaften. Diese gelte auch, wenn eine ursprünglich vereinbarte Eigennutzung nachträglich aufgehoben werde. Der Senat hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Verfahrens gegen sein Urteil die Revision zum Bundesfinanzhof in München zugelassen. Justiz-nrw


Steuern/Finanzen

30

Ratenverträge sind günstiger:

Haus+Grundeigentümer Bochum e.V.

Dispo ist eine Kostenfalle

Hausanschrift Viktoriastr. 63, 44787 Bochum Postanschrift Postfach 101104, 44711 Bochum Anmeldung/Terminvereinbarung 0234 / 96127-10 Fax 0234 / 96127-44 e-mail info@hausundbochum.de Internet www.hausundbochum.de Bürozeit: Mo -Do 8.00 - 13.00 und 14.00 - 16.00 Uhr Fr 8.00 - 12.30 Uhr Sprechstunden nur nach Vereinbarung: Mo - Fr 10.00 - 12.00 Uhr Mo - Do 14.00 - 16.00 Uhr Telefonische Rechtsberatung: Mo - Fr 9.00 bis 12.30 Uhr 0234 / 96127-99

Der Dispositionskredit ist zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe gedacht. Dann macht er Sinn: Wer sein Konto mit 2.000 Euro für eine Woche überzieht, zahlt bei einem angenommenen Dispozins von 9 % knapp 3,50 Euro. Vorteil: Man kommt bequem und unbürokratisch schnell an sein Geld. Nachteil: Der Zinssatz ist im Gegensatz zu anderen Kreditarten verhältnismäßig hoch. Ein Grund dafür: der Dispo ist auch für die Bank ein teures Instrument, denn sie muss das Geld permanent vorhalten, um schnell und flexibel reagieren zu können, wenn der Kunde den Dispo will.

Das neue Wohnimmobiliengesetz, das am 21.3.2016 in Kraft trat, verpflichtet Banken und Sparkassen, ihre Kunden bei ununterbrochener Inanspruchnahme des Dispokredits über einen Zeitraum von sechs Monaten und mind. 75 % ein persönliches Beratungsgespräch anzubieten. Sie müssen über mögliche Konsequenzen und Kosten einer weiteren Überziehung und evtl. kostengünstige Alternativen informieren und ggf. auf geeignete Beratungseinrichtungen hinweisen. Benötigt man also einen größeren Geldbetrag für längere Zeit, können mit einem günstigeren Ratenkredit eine Menge Zinsen gespart werden. BVBD

Vermietung & Verpachtung

Fahrtkosten abziehbar Vermieter können Fahrtkosten zu ihren Vermietungsobjekten im Regelfall mit einer Pauschale von 0,30 € für jeden gefahrenen Kilometer als Werbungskosten geltend machen. Die ungünstigere Entfernungspauschale (0,30 € nur für jeden Entfernungskilometer) ist aber dann anzuwenden, wenn das Vermietungsobjekt ausnahmsweise die regelmäßige Tätigkeitsstätte des Vermieters ist. Dies hat der Bundesfinanzhof klargestellt. Im Streitfall sanierte der Steuerpflichtige mehrere Wohnungen und ein Mehrfamilienhaus und suchte die hierfür eingerichteten Baustellen 165-mal bzw. 215-mal im Jahr auf. Aufgrund der Vielzahl der Fahrten zu den beiden Objekten kam das Finanzamt zu dem Ergebnis, dass der Steuerpflichtige am Ort der Vermietungsobjekte seine regelmäßige Tätigkeitsstätte habe. Die Fahrtkosten waren daher nach Ansicht des FA nur in Höhe der Entfernungspauschale abziehbar. Der BFH gab dem FA Recht. Denn auch bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung kann ein Vermieter - vergleichbar einem Arbeitnehmer - am Vermietungsobjekt eine regelmäßige Tätigkeitsstätte haben, wenn er sein Vermie-

tungsobjekt nicht nur gelegentlich, sondern mit einer gewissen Nachhaltigkeit fortdauernd und immer wieder aufsucht. Dies war aufgrund der ungewöhnlich hohen Zahl der Fahrten und der damit praktisch arbeitstäglichen Anwesenheit hier der Fall. Der Steuerpflichtige konnte daher seine Fahrtkosten nur in Höhe der Entfernungspauschale abziehen. Im Regelfall sucht ein Steuerpflichtiger ein Vermietungsobjekt allerdings nicht arbeitstäglich auf, sondern z. B. zu Kontrollzwecken, bei Mieterwechseln oder zur Ablesung von Zählerständen. Zudem erfordert bei nicht umfangreichem Grundbesitz die Verwaltung eines Mietobjekts in der Regel keine besonderen Einrichtungen, wie z. B. ein Büro, sondern erfolgt regelmäßig von der Wohnung des Steuerpflichtigen aus. In einem solchen Fall ist das Vermietungsobjekt nicht der ortsgebundene Mittelpunkt der Vermietungstätigkeit. Die Fahrtkosten können dann entsprechend den lohnsteuerlichen Grundsätzen mit 0,30 € je gefahrenen Kilometer geltend gemacht werden. Urteil vom 01.12.15 - IX R 18/15

Haus+Grundeigentümer Mitgliederservice Neue Mitgliedschaften / Änderung von Mitgliedsdaten / Beitragsangelegenheiten Frau Suhsek Frau Spillmann

96127-10 96127-10

Terminvereinbarung Rechtsberatung

96127-10

Betriebskostenabrechnungen/Kostenmietberechnungen Herr Rohrbeck Frau Buderus

96127-33 96127-14

Terminvereinbarung Steuern

96127-18

Haus+Grundeigentümer Bochum GmbH Hausanschrift Postanschrift Telefonvermittlung Fax

Viktoriastr. 63, 44787 Bochum Postfach 101104, 44711 Bochum 96127-0 96127-44

Hausverwaltung Rechnungswesen / Mietenbuchhaltung / Betriebskostenabrechnungen Frau Wiese Frau Hiller

96127-23 96127-26

Vermietungen Herr Melamuds

96127-22

Technik / Instandhaltung / Reparaturannahme Herr Heimann oder per eMail: hv@hausundbochum.de

96127-24

Immobilienvermittlung div. Sachbearbeiter

96127-21

Wohnungseigentumsverwaltung Wirtschaftspläne / Abrechnungen / Kontoführung / Korrespondenz / Instandsetzung Frau Schneider Herr Reit Frau Reusch oder per eMail: weg@hausundbochum.de

96127-21 96127-25 96127-27 3/2016


T F L I H R HIE . H C I S N A M

www.ziesak.de

Bochum Fritz Ziesak GmbH & Co. KG

Wallbaumweg 53 - 75 Tel. 02 34/92 66-0

Oberhausen F. W. Ziesak GmbH & Co. KG

Mülheimer Straße 25 Tel. 02 08/43 77-0


Und darauf, dass ich mit meinen Stadtwerken selbst zum Stromproduzenten werde.

Thomas 53 Jahre, H채uslebauer aus Bochum, hat sich f체r das Solar Paket der Stadtwerke entschieden

Mehr Infos unter: www.stadtwerke-bochum.de

SWKBO_3800_K24242_RZ_AZ_Solar_A4_210x297.indd 1

10.05.16 15:43

Profile for Eberhard Franken

Zuhause 3/2016  

Das überparteiliche Magazin für Haus- und Grundeigentümer

Zuhause 3/2016  

Das überparteiliche Magazin für Haus- und Grundeigentümer

Profile for medienm8
Advertisement