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Aktuelles

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Das informative und überparteiliche Magazin für den Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer

In diesem Heft: Das Musikforum Ruhr ist ein angenehmer Nachbar

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Inhalt

Vorwort

Nachrichten aus Bochum 'DV0XVLNIRUXPDOVDQJHQHKPH 1DFKEDUVFKDIWXQVHUHV9HUHLQV 6WDGWZHUNHXQWHUVWÃ&#x;W]HQ HOI=XNXQIWVSURMHNWH

   

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Impressum Herausgeber: Haus+Grundeigentümer Bochum GmbH 9LNWRULDVWUx%RFKXP 5XI  x)D[   www.hausundbochum.dexH0DLOLQIR#hausundbochum.de Chefredakteur:5HFKWVDQZDOW(UZLQ.ÙKOHU Verlag:0HGLHQEÃ&#x;UR)UDQNHQx+DXSWVWUx%RFKXP 5XI  xH0DLOHI#PHGLHQPGH CvD, Gestaltung & Anzeigen:(EHUKDUG)UDQNHQ EHLP9HUODJ

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Liebe Vereinsmitglieder,

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Bochum

Willkommen im Anneliese Brost Musikforum Ruhr

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Bochum

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Geschäftsstelle von Haus+Grundeigentümer Bochum in sehr angenehmer Nachbarschaft zum Musikforum Das waren ebenso aufregende, festliche wie umjubelte Tage an der Viktoriastraße. Gefühlt schaute sich ganz Bochum um im neuen „Anneliese Brost Musikforum Ruhr“, das vom 27. bis zum 30. Oktober eröffnet und mit teilweise spektakulären Aktionen der Öffentlichkeit übergeben wurde, die in all den Jahren beileibe nicht nur aus Befürwortern bestand. Als man am Sonntagabend, nach den beiden Tagen der offenen Tür, Bilanz zog, konnten die Symphoniker rund 37.000 Besucher vermelden. Eine beeindruckende Zahl: Rund 10 Prozent der Bochumer Bevölkerung also – gut, es waren sicher auch viele Auswärtige gekommen – wollten wissen, wie es drinnen ausschaut und haben sich in den neuen Räumen umgeschaut, zugehört und gestaunt. Sie alle konnten sich überzeugen: Es ist ein tolles Haus, das da an prominenter Stelle für 38 Mio. Euro entstanden ist. Es wertet den Bereich an der Viktoriastraße massiv auf – und damit auch den Standort des genau gegenüber beheimateten Haus + Grundeigentümervereins Bochum e.V.. Gegner wie Befürworter des Musikforums schlugen schon vor der Eröffnung jeweils scharfe Klingen und duellierten sich verbal. Die Diskussionen hören nun aber auch nach den feierlichen Eröffnungstagen nicht auf: In Leserbriefen an die Bochumer WAZ schrieben sich Freunde und Gegner

des Musikforums im November den Frust von der Seele. Einer der Schreiber monierte, dass die Karten für den Eröffnungsabend verlost worden sind und dass sich an diesem Abend folglich ein „zusammengewürfeltes Publikum“ im Saal befunden habe, das sich wohl „fern aller Sachkenntnis“ verhalten und zwischen den Sätzen der Mahler-Sinfonie gar applaudiert habe.

Als Antwort auf diesen Brief schlug ein anderer Bürger sarkastisch vor, dass für den elitären Kreis der MusikforumBesucher gesonderte Konzerte stattfinden sollten, „wobei die Voraussetzung zum Besuch Sachkundenachweis, entsprechende Kleidung und absolute Stille bis zur Verklingen des letzten Tones unabdingbar sein sollten.“ Diese Zuschrift sei keine Kritik an der Kartenvergabe gewesen, schrieb ein weiterer WAZ-Leser, „sondern eine Beleidigung der Besucher. Das Publikum als „zusammengewürfelt“ zu bezeichnen, sei „eine bodenlose Frechheit und an Borniertheit und Arroganz nicht zu überbieten.“ Und letztlich schließt ein anderer, dass die eine solche Wortwahl „Wasser auf die Mühlen der

ist, die das Musikforum nur erbaut sehen für eine sogenannte elitäre Clique.“ Genau dies aber will und soll das Musikforum nun überhaupt nicht sein. Ganz im Gegenteil ist es ein Haus für alle musikalischen Kräfte in dieser Stadt, und genau diese Vorgaben spiegelten die Eröffnungstage wider. Viele der interessierten Besucher staunten, wie vielseitig und breit die Bochumer Musikszene ist, die sich hier präsentieren konnte und sollte. Dass die heimische Musikschule die zweitgrößte in ganz Deutschland ist, wusste auch nicht jeder. So schlugen die Verantwortlichen am Eröffnungswochenende einen breiten Bogen von der Klassik zur eher profanen Musik und boten allen denkbaren Musikern der Stadt ein großes Podium. Dass auch die New Yorker Wahlbochumerin und „Rock-Röhre“ Pamela Falcon unter den Darbietenden

war, versteht sich praktisch von selbst. Und sie alle schwärmen von der Gestaltung des 970 Besucher fassenden großen Saals, aber auch von der hervorragenden Akustik, die der WAZRezensent wunderbar beschreibt. „Die zarten Naturlaute der Einleitung ertönen präsent und samtweich“, schreibt er. „Im Gesamtklang überzeugt der Raum in den Höhen durch ein helles, aber nicht überspitztes Timbre und in den Bassregionen durch ausreichende Substanz. Das sind gute Voraussetzungen…“ Jede Menge Prominenz hatte sich am zweiten Eröffnungsabend eingefunden. Darunter natürlich auch welche aus Bochum. Bundestagspräsident Norbert Lammert, Landtagspräsidentin Carina Gödecke und Herbert Grönemeyer waren dabei. Gekommen waren u.a. aber auch das Ehepaar Müntefering, Ruhrbischof

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Franz-Josef Overbeck und NRW-Minister Michael Groschek, den WAZ-Kulturredakteur JĂźrgen Boebers-SĂźĂ&#x;mann wunderbar zitiert: „Booh-ey! Habe ich gedacht, als ich das Foyer sah.“ Dieses Foyer in der entweihten Marienkirche ist zweifellos ein echter Hingucker, ein wahrer

Augenschmaus. Die Bewirtungstheken, die sich - wie Toiletten und Garderoben ebenfalls im Bereich des ehemaligen Kirchenschiffs befinden, sind nicht fest installiert, sondern kĂśnnen mobil eingesetzt werden. "Da habe ich mich sehr gewundert", so ein Besucher bei

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der offiziellen Einweihung, "dass die Theke, an der ich vor dem Konzert ein Bier getrunken habe, später plĂśtzlich verschwunden war. Selbst in der Innenstadt wurde Ăźbrigens das Musikforum gefeiert: Es gab dort eine gemeinsame Musik- und TanzPerformance der Weltmusikgruppe „Grenzen.Los“ der Musikschule Bochum und des Zentrums fĂźr Tanz und Bewegung. Die Gruppe zog festlich gekleidet musizierend und tanzend durch die City und performte an der Musikschule, an der Drehscheibe und am Mu-

sikforum Ruhr Pina Pauschs Nelkenreihe, eine ihrer berĂźhmtesten Reihenchoreographien, die den Wechsel der Jahreszeiten darstellt. Das erste "reguläre Konzert" nach dem ErĂśffnungswochenende, bei dem die Musikschule mit 30 Beiträgen und fast 1000 Mitwirkenden beteiligt war, fand schlieĂ&#x;lich am 5. November im kleinen Saal des Anneliese Brost Musikforum Ruhr statt. Das Bochumer Modell, Musik mit Menschen mit Behinderung, präsentierte ein Konzert mit unterschiedlichsten Beiträgen. Das Musikforum ist hier angekommen. ef

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Wer Interesse an Auktionen hat, sollte vielleicht einmal auf die Internetseite www.justizaution.de gehen. Hier findet man aktuelle Angebote. Das Besondere an der JustizAuktion: Bieten – Zuschlag bekommen – Zahlen – Ware erhalten: Die Justiz-Auktion bietet hochwertige Ware, einfache Abläufe und sichere Bedingungen fĂźr jedermann. Anders als bei gewohnten Internetauktionen handelt es sich bei den Verkäufern der JustizAuktion ausschlieĂ&#x;lich um die Justiz mit ihren Gerichten, Staatsanwaltschaften, Vollstreckungsorganen sowie wei-

teren BehÜrden. Als Verkäufer kÜnnen sich alle Justizeinrichtungen, BehÜrden und Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher beteiligen. Die Justizeinrichtungen sowie die Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher sind verlässliche Vertragspartner, die umgehend nach Zahlungseingang den ersteigerten Gegenstand an den erfolgreichen Bieter ßbergeben oder versenden. Als Bieter kann sich grundsätzlich jeder (Ausnahmen regeln die Allgemeinen Versteigerungsbedingungen der Justiz-Auktion) und auf einfachem Weg jeder registrieren. 6/2016


Bochum

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Stadtwerke Bochum unterstützen elf Zukunftsprojekte Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bochum hat die Zukunftsprojekte des Jahres 2017 ausgewählt. Insgesamt elf Projektträger aus Bochum können sich über ein Sponsoring der Stadtwerke freuen. Der Aufsichtsrat des Bochumer Energie- und Wasserversorgers wählte die Projekte aus insgesamt 94 Bewerbungen aus. Das sind die Zukunftsprojekte 2017: x3ULQ]UHJHQWWKHDWHU:LUZROlen spielen x '$&$32 .XOWXU 2IIHQVLY Jugendkulturprojekt URBANATIX x 0ÇUNLVFKHV .LQR 'LJLWDOH Projektion für das Märkische Kino x 7DOHQWDQVWRÂ H9 )XÂEDOO als Weg der Integration und Persönlichkeitsentwicklung x 7LHUSDUN XQG )RVVLOLXP %Rchum: Zoomobil schafft hautnahe Tiererlebnisse x.XIHQ7DOHQWH5XKUH9.XfenTalenteRuhr x'LH)DONHQ%RFKXP.LQGHUstadtplan und Familienlotse x 5XKU&KHP$O\WLF H6*  Schülerfirma der TBS1: Junge Talente finden, fordern und fördern x +8.XOWXU )ÙUGHUYHUHLQ +Xstadt e.V.: Produktionsküche und Ausbildungszentrum für geflüchtete Menschen x /XQDWLF &LUFXV H9 /D]\ Dub Festival x'HXWVFKHU.LQGHUVFKXW]EXQG e.V. Ortsverband Bochum: Kindercafé Mama Mia „Im kommenden Jahr stellen wir insgesamt 400.000 Euro

für die Zukunftsprojekte bereit. Die Stadtwerke stehen zu ihrer Verantwortung für den Standort Bochum und unterstützen auf diese Weise Projektideen mit Leuchtturmcharakter. Wir wünschen den Projektträgern viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Projektideen“, erklärt Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum. Voraussetzung für die Förderung ist der Abschluss eines Sponsoring-Vertrages zwischen den Stadtwerken und dem Projektträger. Die Stadtwerke werden sich diesbezüglich in den kommenden Wochen mit den Projektträgern in Verbindung setzen. Ausführliche Informationen zum Sponsoring der Stadtwerke Bochum gibt es unterwww. stadtwerke-bochum.de Kurzinformationen zu den Zukunftsprojekten: x3ULQ]UHJHQWWKHDWHU Gefördert wird das Projekt „Die JUNGEN PRINZESSINNEN“, ein theaterpädagogisches Langzeitprojekt zur professionellen Nachwuchsförderung für Kinder und Jugendliche ab 10 und 15 Jahren in zwei Schauspielgruppen am Prinzregenttheater Bochum. x'$&$3285%$1$7,; URBANATIX bringt das Können jugendlicher, urbaner Bewegungskünstler zusammen mit der Kunst internationaler Artisten auf die Bühne. Im Zusammenspiel mit Musik und Video entsteht ein Kunstwerk von internationaler Geltung.

Geänderte Öffnungszeiten zwischen den Jahren Verehrte Mitglieder, unsere Geschäftsstelle bleibt vom 27.12.2016 bis 1. Januar 2017 geschlossen. Am 2. Januar 2017 sind wir wie wieder für Sie da.

x0ÇUNLVFKHV.LQR=LHOLVWGHU Erhalt des Märkischen Kinos als kulturelles und soziales Begegnungszentrum von Wattenscheider Schülern für Wattenscheid. Geplant ist u.a. die Anschaffung eines digitalen Projektors und der dazugehörigen Technik. x 7DOHQWDQVWRÂ H9 'DV 7Dlentanstoß-Fußballcamp richtet sich an fußballbegeisterte Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Finanziert werden sollen darüber hinaus Hausaufgabenbetreuung und Bewerbungscoaching für die Nachwuchsabteilung der SG Wattenscheid 09. x 7LHUSDUN XQG )RVVLOLXP %Rchum: Das Zoomobil soll für Menschen angeschafft werden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und denen daher ein Tierpark-Besuch verwehrt bleibt. Das Zoomobil verfolgt einen therapeutischen Ansatz und ermöglicht den hautnahen Tierkontakt. x.XIHQ7DOHQWH5XKUH9'HU Verein möchte eine Lauflernschule am Standort Bochum etablieren, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten des Eissports näherzubringen. Der Verein wird sein Angebot mit Start des Eissalons Ruhr 2016 entwickeln. Besonders gefördert werden sollen Kinder und Jugendliche ohne entsprechende finanzielle Ressourcen. x'LH)DONHQ%RFKXP=LHOLVW es, eine Website und perspektivisch eine App zu entwickeln, mit der die ganze Bandbreite von Angeboten, Infor-

mationen und Hilfen für Kinder, Jugendliche und Eltern in Bochum übersichtlich dargestellt wird. Dies enthält auch Funktionen zur Mehrsprachigkeit und Barrierefreiheit. x 5XKU&KHP$O\WLF H6*  Schülerfirma der TBS1: Die RuhrChemAlytic ist die erste und bislang einzige Schülergenossenschaft Deutschlands, die sich im Bereich Naturwissenschaft und Technik engagiert. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung des Fachkräftenachwuchses in den MINT-Fächern. x +8.XOWXU )ÙUGHUYHUHLQ +Xstadt e.V.: Inhalt des Projekts sind Errichtung und Betrieb einer Produktionsküche in der Hustadt. Es soll ein tragfähiges Sozialunternehmen aufgebaut werden, das das Image der Stadt Bochum positiv stärkt und integrations- u. beschäftigungspolitische Effekte hat. x /XQDWLF &LUFXV H9 6FKRQ seit mehreren Jahren führen die Veranstalter ein "Umsonstund-Draußen”-Musikfestival als urbanes und interkulturelles Ereignis in Bochum durch. Das Festival wurde bereits 2015 und 2016 im Westpark durchgeführt. x'HXWVFKHU.LQGHUVFKXW]EXQG e.V. Ortsverband Bochum: Das Kindercafé Mama Mia in der Gerberstraße ist ein offener Treffpunkt aller Nationalitäten, insbesondere für Kinder bis zu 3 Jahren in Begleitung eines Elternteils. Es dient als Ort der Sprachförderung und Anlaufpunkt für Fragen zur Kinder- u. Familiensituation.

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Aktuelles

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Von Bewegungsmelder bis Wachhund – so schĂźtzen sich die Deutschen vor Einbrechern Alle 3 Minuten wurde im vergangenen Jahr in Deutschland eingebrochen. Immerhin 37 % der Deutschen kennen einen Fall in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis, 6 % wurden selbst bereits Opfer. Das zeigt eine aktuelle Studie von immowelt.de, einem der fĂźhrenden Immobilienportale. Mit den Zahlen steigt die Angst. GĂźnstige und kleine MaĂ&#x;nahmen stehen hoch im Kurs, um sich zu schĂźtzen. Einen kostenlosen Trick nutzt die Hälfte der Befragten: Sie

verzichten beispielsweise auf Urlaubsfotos auf Facebook, um potentielle Täter gar nicht erst auf eine heiĂ&#x;e Fährte zu stoĂ&#x;en. Jeder 4. Befragte täuscht mithilfe von Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern seine Anwesenheit vor. Sollten Ganoven es dann doch versuchen, wĂźrden sie bei 37 % der Befragten an besonderen SicherheitsschlĂśssern scheitern – oder an geschlossenen Rollläden, die 34 % der Deutschen abends immer herunterlassen. Sehr be-

liebt ist auch vier- und zweibeiniger Einbruchsschutz: Jeder 5. Deutsche hofft, dass der eigene Hund ungebetene Besucher im Fall des Falles abschreckt und jeder 3. setzt auf aufmerksame Nachbarn, die Alarm schlagen sollen.

Mieter sind sorgloser als EigentĂźmer Obwohl es Einbrecher meist auf Wertsachen wie Computer, Schmuck und Bargeld abgesehen haben, greifen Mieter eher

selten zu präventiven MaĂ&#x;nahmen: 22 % schĂźtzen sich gar nicht. Bei Haus- und WohnungseigentĂźmern liegt die Quote der Sorglosen mit 9 % deutlich niedriger. Mit sinkendem Einkommen nimmt wohl auch die Angst vor den Langfingern ab, jeder 4. Geringverdiener verzichtet komplett auf Einbruchschutz. FĂźr die von immowelt.de beauftragte, repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2016“ wurden im Februar 2016 deutschlandweit 1.000 Personen befragt.

Funktionsfähigkeit von Fenstern und TĂźren: Ein Wartungsvertrag macht immer Sinn Wer ein neues Auto kauft, fährt damit fĂźr gewĂśhnlich regelmäĂ&#x;ig zur Inspektion. Dort wird dafĂźr gesorgt, dass der Wagen jederzeit verlässlich funktioniert und von der Substanz her einwandfrei bleibt. Ă„hnliche Serviceleistungen gibt es auch fĂźr neue Fenster, Fassaden und AuĂ&#x;entĂźren: Neben der normalen Gewährleistung im Rahmen der vertraglichen Verpflichtungen kĂśnnen mit einem Wartungsvertrag alle weiteren Eventualitäten ausgeschlossen beziehungsweise kann damit mĂśglichen Problemen vorgebeugt und die einwandfreie Funktion der „Häuseraugen“ erheblich verlängert werden. Bauherren oder Modernisierer haben die Wahl: Entweder sie verlassen sich auf die vertragliche Gewährleistung oder sie Ăźbertragen zusätzlich mittels eines Wartungsvertrages die Wartung und Inspektion der Fenster, Fassaden und AuĂ&#x;entĂźren zum Beispiel demjeniJHQ GHU GLHVH JHOLHIHUW XQG oder montiert hat.

Garantierte Funktionsfähigkeit dank regelmäĂ&#x;iger Wartung. Foto: VFF/WERU

Grundlage fĂźr GewährleistungsansprĂźche ist die regelmäĂ&#x;ige Wartung, Pflege und gegebenenfalls Instandsetzung der Bauprodukte. Die im Wartungsvertrag enthaltenen Punkte sorgen fĂźr eine noch längere Lebensdauer und eine langfristige einwandfreie Bedienbarkeit von Fenstern und TĂźren, so der Verband Fenster + Fassade (VFF). Von den angebotenen Leistun-

gen umfasst sind je nach Vertragsgestaltung die regelmäĂ&#x;ige Untersuchung aller Bauteile auf Beschädigungen und Verformungen. Dies betrifft auch die Oberflächen, die Dichtungen, die TĂźrbänder, VerschlĂźsse, Bauanschlussfugen und Sonderbauteile wie Sonnenschutzanlagen, Rollläden und LĂźftungsanlagen. Besonderer Kontrolle bedĂźrften auĂ&#x;erdem sicherheitsrele-

vante Bauteile. Dazu zählen vor allem Beschlag-, TĂźrbandund Verschlussteile. Diese werden im Rahmen der Wartung auf festen Sitz geprĂźft und auf VerschleiĂ&#x; kontrolliert. Wäre hier etwas nicht in Ordnung, wĂźrden falls erforderlich zum Beispiel Einstellarbeiten durchgefĂźhrt, die Befestigungsschrauben nachgezogen oder defekte Teile gegen neue ausgetauscht. Zusätzlich werden bewegliche Teile nach Herstellervorgaben geĂślt beziehungsweise gefettet. Das verhindert Quietschgeräusche, MaterialverschleiĂ&#x; und erleichtert die weitere Bedienung. Grundsätzlich kĂśnnen Wartungsarbeiten natĂźrlich auch vom Modernisierer oder vom Bauherrn in Eigenregie durchgefĂźhrt werden. Davon wird allerdings angesichts der Komplexität der Technik – wie beim modernen PKW – eher abgeraten. Das gilt besonders dann, wenn Teile repariert oder ausgetauscht werden 9))'6 mĂźssen.

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Buchtipps

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Weihnachtsverlosung

Klartext Verlag 12,95 € Bochum lebt, es verändert und entwickelt sich ständig weiter. Ohne ihre sieben Jahrhunderte währende Vergangenheit wäre die Stadt nicht das, was sie heute ist. Vieles, was war, ist inzwischen vergessen. Aber manches wissen

die alten Bochumer noch von früher. Und die jungen sind neugierig, es zu erfahren. Der reich bebilderte Band „Bochum historisch“, entstanden aus der gleichnamigen WAZSerie, wirft einen Blick zurück in die Stadtgeschichte. Unter dem Motto „So sah Bochum einmal aus“ werden verschwundene und noch sichtbare historische Gebäude besucht, aber auch Bochumer Originalitäten und Befindlichkeiten vorgestellt. Dabei wird dokumentiert, dass Stadtgeschichte nicht statisch ist, sondern gelebt wird, beständig weiterwirkt. Das gilt für eine Stadt, die sich im Laufe der Zeit immer wieder gewandelt hat – vom Ackerbürgerstädtchen über die Montan-Metropole bis zum heutigen Technik-, Kulturund Wissenschaftsstandort.

Jeweils eins von drei handsignierten Exemplaren von "Bochum Historisch" können unsere Leser gewinnen. Alle bis zum 14.12.2016 (Poststempel) eingegangenen Postkarten mit dem Stichwort "Historisch" nehmen an der Verlosung teil: Verlag Medienbüro Franken, Hauptstr. 146, 44892 Bochum. Der Rechtsweg ausgeschlossen.

Lesetipps für Anleger Finanzbuchverlag 24,99 € Exchange Traded Funds (ETFs) sind eine günstigere Alternative zu aktiv gemanagten Fonds und erfreuen sich seit Jahren steigender Beliebtheit bei Privatanlegern und Unternehmen. Doch wer emotionsgesteuert handelt, verliert. Deshalb braucht es einfache Regeln, damit die Geldanlage in ETF seine optimale Rendite bringt. »Erfolgreich anlegen mit ETFs«schafft die Grundlagen zu einer renditestarken Geldanlage.

Finanzbuchverlag 24,99 € Die heimliche Enteignung von Sparern und künftigen Rentnern ist längst nicht mehr heimlich. Die Wirtschaftsjournalisten Michael Rasch und Michael Ferber zeigen anhand historischer Daten und seriöser Erfahrungswerte eine Anleitung für ein krisenfestes Portfolio auf. Ganz egal in welchem Szenario– (Hyper)Inflation, Deflation oder Stagflation – Sie als Sparer können sich schützen. 6/2016

Lesetipps für Medizininteressierte Plassen Verlag 19,99 € Ein Arzt, der trotz zitteriger Hände Patienten an den Augen operiert. Ein Krebsmediziner, der dafür sorgt, dass todkranken Patienten ein helfendes Medikament vorenthalten wird. Ein Gynäkologe, der Kaiserschnitte macht, damit er mehr verdient. Einige Ärzte betrügen ihre eigenen Patienten um Geld; andere operieren sie aus Geldgier und bringen damit ihr Leben in Gefahr. Was läuft gerade schief im deutschen Gesundheitssystem?

Verlag Droemer, 14,99 € Werden Mordopfer tatsächlich von den Angehörigen in der Rechtsmedizin identifiziert? Und reiben sich Rechtsmediziner vor der Obduktion Mentholpaste unter die Nasenlöcher, damit sie den Leichengeruch ertragen können? Szenen wie diese gehören zum Standardrepertoire von Fernsehkrimis. Doch in der Realität? Meist handelt es sich um Klischees von Vorgängen im Sektionssaal. Der Autor erläutert die teils groben Fehler und informiert unterhaltsam und spannend zugleich.

Lesetipps für Fußballfreunde Verlag die Werkstatt, 16,99 € Die Geschichte des FC Bayern als Comic-Buch! In historisch exakt und atmosphärisch dicht gestalteten Episoden schildert Sascha Dreier u.a. das Wirken des legendären Präsidenten Kurt Landauer, von »Kaiser« Franz Beckenbauer, »Bomber« Gerd Müller oder Uli Hoeneß. Natürlich fehlen auch die aktuellen »Super-Bayern« um Philipp Lahm und Schlitzohr Thomas Müller nicht. Verlag die Werkstatt, 9,99 € Die große Fußballwelt ist bunt, facettenreich und überaus amüsant. Ben Redelings entführt uns auf eine unterhaltsame Reise rund um den Fußballglobus. Mit dabei sind u.a. Zlatan Ibrahimovic, David Beckham, Diego Maradona, George Best, aber Rüpel wie Vinnie »die Axt« Jones. Eine herrlich amüsante Sammlung überraschender, witziger und legendärer Anekdoten.


Aktuelles

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STATISTIK STATISTIK STATISTIK Jeder Dritte ist ein Jahr nach dem Umzug noch nicht fertig Der Umzugstermin ist bereits ein Jahr her, fertig eingerichtet ist das neue Zuhause aber immer noch nicht. Fast jeder 3. Deutsche (30 %) hat auch 12 Monate nach dem Wohnungswechsel noch nicht alle Arbeiten erledigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von immowelt.de. Am häufigsten fehlen Bilder und Lampen. Bei 46 % der Befragten, die ihre Wohnung noch nicht fertig eingerichtet haben, sind einige Wände leer. Bei 35 % baumeln nur Glühbirnen an der Decke. Häufig sind nicht alle Umzugskartons ausgepackt (29 %) oder alle Wände gestrichen (26 %). 3 % kamen nicht einmal dazu, die neue Klobrille anzubringen. Ob die Wohnung nach einem

Jahr komplett renoviert und eingerichtet ist, hängt vor allem vom Alter ab. Die Jüngeren (18 bis 39 Jahre) haben es nicht eilig: 46 % sind mit dem Umzug auch nach einem Jahr noch nicht ganz fertig. Bei den 40- bis 59-Jährigen haben 32 % noch nicht alle Arbeiten beendet – bei der Generation 60+ sind es nur 15 %. Auch wenn Kinder im Haushalt sind, dauert der Umzug länger: 45 % der Haushalte mit Kindern sind auch ein Jahr später noch nicht ganz fertig. Bei den kinderlosen Haushalten sind es nur 26 %. Einen Unterschied zwischen Frauen und Männern zeigt die Umfrage hingegen nicht: Jeweils 30 % haben auch nach 12 Monaten unerledigte Arbeiten vor sich.

Die Konsumlust zum Fest ist erneut angestiegen Die Befragung von 1.500 volljährigen Verbrauchern in Deutschland im Oktober 2016 hat ergeben, dass das durchschnittliche Budget für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr bei 266 Euro liegen soll – das sind sieben Euro bzw. 3 Prozent mehr als im Vorjahr und der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Gegenstand der Befragung waren ausschließlich geplante Käufe von Weihnachtsgeschenken, nicht das generelle Konsumverhalten in der Vorweihnachtszeit. Mit Ausnahme der 46- bis 55-Jährigen wollen in diesem Jahr Verbraucher aller Altersgruppen mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben als 2015. Besonders stark steigt das Weihnachtsbudget der 18- bis

35-Jährigen –im Durchschnitt um 18 Prozent, wobei Frauen mit 266 Euro mehr für Geschenke ausgeben als in jeder bisherigen Befragung. Die mit Abstand höchsten Summen investieren Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr in Geschenkgutscheine: Mit durchschnittlich 68 Euro geben die Verbraucher hierfür mehr als doppelt so viel aus wie für Bücher, die auf Rang 2 folgen, und fast dreimal so viel wie für Kleidung und Spielwaren auf den Plätzen 3 und 4. Frauen planen im Durchschnitt deutlich höhere Ausgaben für Bücher ein. Umgekehrt investieren Männer überdurchschnittlich viel Geld in Schmuck.

Heizkosten sparen: Technik oder Kuschelfaktor Frauen sind verfrorener: Bei 72 % der weiblichen Befragten sorgt die Heizung spätestens Ende Oktober für eine warme Wohnung, von den Männern schalten nur 62 % bis dahin die Heizung an. Auch in anderer Hinsicht unterscheiden sich Mann und Frau in ihren Heizgewohnheiten: Um Heizkosten zu sparen, zieht sich jede dritte Frau (33 %) lieber einen warmen Pulli an oder hüllt sich in eine Decke – bei den Männern tun das nur 24 %. Sie (34 %) setzen zur Kosteneinsparung eher auf Technik und steuern ihre Heizung per Zeitschaltuhr (Frauen: 26 %). Viele Befragte haben Strategien entwickelt, um Heizkosten zu sparen. Jeder zweite Deut-

sche (51 %) heizt deshalb gezielt nur die Räume, in denen er sich wirklich aufhält, und achtet darauf, die Zimmertüren geschlossen zu halten. Zweitbeliebteste Sparstrategie ist der Einsatz einer Zeitsteuerung (30 %). 29 % ziehen sich wärmer an oder wickeln sich in eine Decke, um Heizkosten zu sparen. Lediglich 15 % der Befragten sind solche Spartricks völlig egal: Sie heizen munter drauflos und wollen einfach nicht frieren. Für die von immowelt.de beauftragte, repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2016“ wurden im Februar 2016 deutschlandweit 1.000 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt.

Mehr Wohnungen im Ruhrgebiet Die Zahl der Wohnungen in der Metropole Ruhr ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Für das Jahr 2010 wiesen die Zahlen des Landesamtes IT.NRW in der Region noch 2,62 Millionen Wohnungen aus, 2014 waren es 2,64 und im vergangenen Jahr 2,65 Millionen. Den höchsten Zuwachs seit 2010 verzeichneten die Stadt Hamm (+2,4 %) und der Kreis Wesel (+2,1 %). Landesweit gab es Ende 2015 in Nordrhein-Westfalen 8,89 Millionen Wohnungen (einschließlich Wohnungen in Wohnheimen). Diese Zahl ist um 0,4 % höher als ein Jahr zuvor und um 2,0 % höher als Ende 2010. Infos unter www.it.nrw.de

Wir sind jetzt 82,2 Millionen 2015 nahm nach ersten Ergebnissen des Statistischen Bundesamts die Gesamtbevölkerung Deutschlands im Vergleich zum Vorjahr um 978,000 Personen zu und lag am Jahresende bei 82,2 Millionen. Das ist der höchste Bevölkerungszuwachs seit 1992, der damals plus 700.000 Personen betragen hatte. Die Bevölkerungszunahme 2015 resultiert aus dem hohen Wanderungsüberschuss. hsg

ey real estate

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Aktuelles

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Foto: djd/ZVSHK/VDS/Glassdouche Duschen mit Durchblick: Offene Duschen, lediglich mit einer Glasfront, aber ohne Tür abgetrennt, liegen im Trend.

(djd). Beim nächsten Bad wird alles anders: Wo heute noch tristes Einerlei mit Kacheln aus den 70er Jahren, schmutzig-grauen Fugen und betagten Armaturen herrscht, wünschen sich viele eine Wellnessoase, die ein angenehmes Wohngefühl vermittelt. Doch leichter gesagt als getan: Wo anfangen bei der Planung, was ist terminlich zu organisieren und wie lässt sich die Modernisierung möglichst wirtschaftlich gestalten? Diese und weitere Fragen beschäftigen Haus- oder Wohnungsbesitzer. Hinzu kommt die Angst vor wochenlangem Lärm und Dreck, der sich nahezu in allen Räume verteilt. Dabei geht es auch anders - vorausgesetzt, das neue Wellnessbad wird vorausschauend und fachkundig geplant. Eine Badsanierung lässt sich sehr gut mit einem Puzzlespiel vergleichen: Bei diesem komplexen Projekt sind weit über 1.000 Einzelteile exakt aufeinander abzustimmen, so der Zentralverband Sanitär Heizung und Klima (ZVSHK). Damit man dabei nicht den

Überblick verliert, sollte man frühzeitig einen erfahrenen Fachhandwerker vor Ort einschalten. Gemeinsam mit ihm ließen sich in einer der vielen Bäderausstellungen des Großhandels oder auch des Betriebes Inspirationen für das neue Bad sammeln. Schritt für Schritt entsteht so eine individuelle Planung, entscheidend sind dabei natürlich die Wünsche der Bewohner und die örtlichen Gegebenheiten. Wichtig ist es zudem, den passenden Zeitpunkt für die Modernisierung zu finden: "Das Badezimmer zu renovieren, nimmt etwa zwei Wochen in Anspruch. Warum also den Umbau nicht einfach mit dem Urlaub verbinden?", empfiehlt Sanitärexperte Braun. So können die Bewohner entspannen, während sich der Bad-Profi gewerkeübergreifend um die zeitliche Koordination aller Arbeiten kümmert.

Die Kosten im Blick (djd). Neben den ästhetischen Wünschen zählen für Hausbesitzer bei der Badmodernisierung vor allem die Kosten und damit eine Planung, auf die man sich auch verlassen kann. Hier sollte man sich nicht von vermeintlich günstigen Internetangeboten blenden lassen, so der Zentralverband. Fachbetriebe vor Ort hingegen böten einen Festpreis an für Sanitärprodukte, Montage und Arbeitsleistung bis hin zur Gewährleistung. Es gebe keine versteckten Nebenkosten wie etwa für Versand und Entsorgung. Ein weiterer und ganz wesentlicher Vorteil: Der Kunde zahlt nach Baufortschritt und nicht komplett schon alles im Voraus.

Beilagenhinweis:

In dieser Ausgabe finden Sie Beilagen der Hydro Chemie INT GmbH, Oer-Erkenschwick und der Provinzial Versicherungs-Geschäftsstelle Auf der Haar aus Bochum

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AR 01/410.14.05

Umbau des Bades bedarf professioneller Planung Ausgesucht für Mitglieder von Haus+Grundeigentümer Bochum

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Aktuelles

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Dachdecker Verband Nordrhein warnt: Vorsicht bei Auftragsanbahnung an der HaustĂźr „Das klang so gĂźnstig mit der Dachreparatur, die mir an der HaustĂźre angeboten wurde“. So oder ähnlich äuĂ&#x;ern sich viele, meist ältere Immobilienbesitzer Ăźber ihre Erfahrungen mit manchen mobilen Handwerkerkolonnen. Fast schon zum Alltag gehĂśren Anrufe bei der regionalen Dachdecker-Innung, die mit diesem Satz beginnen. FĂźr nicht wenige von ihnen endet die Geschichte aber mit einem finanziellen Desaster und einem Dach, das nach dem Besuch der „HaustĂźr-Handwerker“ dann wirklich reparaturbedĂźrftig ist. Dipl.-Ing. Andrea SchulteTäumer vom Dachdecker Verband Nordrhein rät daher zur Vorsicht bei HaustĂźrgeschäften rund ums Dach. Kostenlose DachĂźberprĂźfung - besonders in FrĂźhjahr und

Herbst, Sonderposten Material, Pauschalpreise bei Sofortunterschrift unter den Auftrag – dem Ideenreichtum unseriÜs arbeitender Handwerker sind kaum Grenzen gesetzt, warnt der Verband. Natßrlich ist es nicht ungesetzlich, Aufträge an der Haustßre zu akquirieren. Doch ßber die

damit geworben wird, man habe gerade in der Nähe zu tun und kÜnne ein gßnstiges Angebot machen. Oder man verfßge gerade ßber einen Sonderposten genau der Dacheindeckung, die das Haus besitzt. Oder man sei so freundlich, eine kostenlose Dachßberprßfung vorzunehmen.

Immer Vergleichsangebote einholen und auf detaillierte Leistungsbeschreibung bestehen Qualifikation des hausierenden Handwerkers ist oft nichts bekannt. Und damit stellt sich auch die Frage, ob er denn fßr eine eventuell fällige spätere Mängelbeseitigung ßberhaupt noch erreichbar ist. Beliebteste Opfer sind bei unseriÜs arbeitenden mobilen Dachdeckern die Senioren unter den Hausbesitzern. Mit ihrer Gutgläubigkeit sind sie schnell zu ßberrumpeln, wenn

Hausbesitzer werden Mitglied beim Haus+GrundeigentĂźmer Bochum e.V. - NatĂźrlich! Liebe Mitglieder und Abonnenten, bitte beachten Sie, dass die Post Zeitungen grundsätzlich vom Service der Nachsendung ausnimmt. Haben Sie bitte auch Verständnis dafĂźr, dass wir Ihnen nachträglich kein Exemplar zuschicken kĂśnnen. DarĂźber hinaus entstehen uns fĂźr nicht zustellbare Sendungen zusätzliche Kosten, die sich ohne groĂ&#x;en Aufwand vermeiden lassen. Teilen Sie uns daher eine Adressenänderung mĂśglichst frĂźhzeitig mit – z.B. auf untenstehendem Vordruck.

Gerade hier steht das Ergebnis fĂźr dubiose Handwerker meist schon im Vorfeld fest: Das Dach muss komplett neu eingedeckt werden. Zum Sonderpreis – versteht sich. Oft entpuppt sich dieser Sonderpreis dann später wirklich als etwas Besonderes: besonders teuer. Und die ausgefĂźhrte Arbeit ist nicht selten besonders unfachmännisch. Das sind die Erfahrungen mit der Leistung vieler „HaustĂźr-Dachdecker“. Der Rat: Keine spontane Auftragserteilung, vorher immer Vergleichsangebote einholen, auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung bestehen. Denn oft wird nur eine reine Umdeckung angeboten. Eine Optimierung der Wärmedämmung, wie sie die Energieeinsparverordnung per Gesetzes-

kraft vorschreibt, ist dann nicht enthalten. Eine weitere „Stolperfalle“ ist das oft mangelhafte oder fehlende GerĂźst. Bei einer Kontrolle der Berufsgenossenschaft kann das zum sofortigen Baustopp fĂźhren. Passiert ein Arbeitsunfall, ist der Auftraggeber meist mit in der Haftung. Vor allem sollte sich niemand auf ein Aushebeln des gesetzlich garantierten RĂźcktrittsrechts einlassen. Genau das aber versuchen einige „Hausierer“ mit kleingedruckten Klauseln. Auch wenn das Dach nicht eingedeckt, sondern „nur“ beschichtet werden soll, ist die Dach-Expertin des Verbandes skeptisch: Auch ein verrostetes Auto wird durch eine Neulackierung nicht wieder verkehrssicher. Im Zweifelsfall sollte vor einer ĂźberstĂźrzten Auftragserteilung an der HaustĂźre lieber noch einmal bei der regionalen Dachdecker-Innung nachgefragt werden. Hier gibt es Ăźbrigens auch kostenlos die Anschriften von Dachdecker-Fachbetrieben in der Region. Ebenso im Internet unter www.dachdecker-verband-nr.de ddv

Mitgliedsantrag JA

Ich interessiere mich fĂźr eine Mitgliedschaft beim Haus+GrundeigentĂźmer Bochum e.V. Bitte senden Sie mir unverbindliche Informationen.

Adressenänderung ab dem Jahr 2017 Meine/unsere neue Adresse lautet wie folgt

Vorname

Vorname

Name

Name

Mitgliedsnummer

Rufnummer

StraĂ&#x;e

PLZ/Ort

StraĂ&#x;e

PLZ - Ort

+DXV*UXQGHLJHQW PHU%RFKXPH9‡9LNWRULDVWU%RFKXP

Bitte an den Haus+Grundeigentßmer Bochum e.V., Viktoriastr. 63, 44789 Bochum schicken, persÜnlich abgeben oder an die Geschäftsstelle faxen: 0234 - 9612744

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Aktuelles

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Ursprung ist häufig ein "Hexenbesen"

Mit Zwerggehölzen Miniaturlandschaften erschaffen *0+*%9  1LFKW DOOH 1Ddelgehölze wollen hoch hinaus. Einige Zwerg-Sorten wachsen nicht nur sehr langsam, sondern bleiben auch über die Jahre klein und kompakt. Dadurch eignen sie sich ganz hervorragend als dauerhafter Mittelpunkt in Pflanzgefäßen. Da sie Frost vertragen und immergrün sind, geben sie auch im Winter ein schönes und stimmungsvolles Bild ab. In Kombination mit stimmigen Begleitpflanzen bilden sie interessante Miniaturlandschaften in Kästen und Kübeln. Zwergbäume sind eine Laune der Natur und haben ihren Ursprung häufig als Mutation: Wenn sich das Erbgut in der Knospe eines gewöhnlichen Baumes verändert, erwächst daraus ein Ast mit besonderen Merkmalen. „Hexenbesen“ werden die Büsche aus dicken, kurzbleibenden Trieben im Volksmund genannt. Baumschulgärtner schneiden Stücke ab und setzten sie auf den Stamm gewöhnlicher Gehölze. Durch die Veredelung

Zwerg-Gehölze sind immer ein schöner Blickfang und lassen Miniaturlandschaften in Kisten und Kübeln entstehen. (Bildnachweis: GMH/GBV)

entstehen langsam wachsende Bäumchen, die sich im Erscheinungsbild von ihren Mutterpflanzen unterscheiden. Anders als Bonsais bleiben sie von allein klein und müssen nicht gestutzt werden. In größeren Gefäßen lassen sich Zwerggehölze problemlos mit anderen, kleinbleibenden oder kriechenden Pflanzen kombinieren. Im Frühling und Sommer bieten sich z. B. frostharte Polsterstauden an, für Herbst und Winter sind Heide-

Preisindex für die Lebenshaltung im Oktober 2016 Gesamtindex der Abteilungen Jahr/Monat

Index 2010 = 100

Gewich- Veränderung Veränderung tung gegenüber gegenüber Vormonat in %0 Vorjahresin % zeitraum in %

pflanzen die idealen Begleiter. Für einen halbschattigen bis schattigen Standort eignet sich die Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa ’Nana Gracilis’). Die Zweige des Zwerggehölzes sind muschelförmig verdreht und verleihen jedem Kübel oder Kasten einen Hauch

von Exotik. Die Balsam-Tanne (Abies balsamea ’Piccolo’) ist ebenfalls schattenverträglich. Ihre Nadeln sind kurz und sitzen dicht an den Zweigen, was ihr ein flauschiges Aussehen verleiht. Zudem duften sie aromatisch. Das Minigehölz gedeiht gut in hohen Pflanzgefäßen, in denen es längere Wurzeln bilden kann, benötigt aber ansonsten nicht viel Platz. Die Zwerg-Kiefer (Pinus mugo pumilio) wächst kissenförmig und streckt ihre attraktiven Zweige nach oben. Pro Jahr legt die Pflanze nur etwa fünf Zentimeter zu und wird auch im Alter nicht höher als 50 bis 80 Zentimeter. Elegant wirkt Zwerg-Wacholder (Juniperus squamata) durch die bläuliche Farbe seiner Nadeln. Es gibt sowohl kriechende Sorten, deren Zweige über den Rand des Pflanzgefäßes wachsen, als auch Sorten mit kompakt-runGMH dem Wuchs.

Nasse Wände? Feuchter Keller?

Gesamtindex im Oktober 2016

107,9

1000

0,8

0,2

Nahrungsmittel u. alkoholfreie Getränke

112,8

102,71

0,3

0,1

Wohnung, Wasser, Strom, Gas usw.

108,4

317,29

0,5

0,3

Mit bisher über 80.000 erfolgreichen Sanierungen, in der ISOTEC-Gruppe, bieten wir Ihnen die Sicherheit für ein trockenes und gesundes Wohnen.

Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte

103,8

49,78

0,3

0,2

ISOTEC-Fachbetrieb Bobach

Andere Waren und Dienstleistungen

109,9

Oktober 2015

107,0

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70,04

2,3

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Aktuelles

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Haushaltskalender hilft bei der Finanzplanung Finanzgruppe Beratungsdienst Geld und Haushalt

Mein Haushaltskalender 2017 Ratgeber PLANUNGSHILFEN

Wer einen ßbersichtlichen Planer sucht, um im nächsten Jahr sein Geld besser einzuteilen, findet im neu erschienenen Haushaltskalender 2017 eine praktische Hilfe. Die handli-

che BroschĂźre kombiniert Kalender und Haushaltsbuch, so dass sich leicht Termine, Zahlungsfristen und tägliche Ausgaben gut Ăźberblicken lassen. Zusätzlich sind jeden Monat viele praktische Verbrauchertipps enthalten. Kreative Ideen, die nicht nur das Portemonnaie entlasten, sondern auch der Umwelt zugute kommen, liefern die Beiträge im Leseteil des Kalenders: Der Artikel „Nachhaltig essen: sparen bei vollem Genuss“ zeigt wie man die Reste clever verwertet. Der Haushaltskalender kann als BroschĂźre kostenlos unter www.geld-und-haushalt.de bestellt oder heruntergeladen werden. Telefonische Bestellungen: 030 – 204 55 818.

Geldabheben am Automaten:

Bis zu 7,99 Euro GebĂźhr Geldabheben an Geldautomaten kann richtig teuer werden und je nach Standort und Uhrzeit unterschiedlich viel kosten. Das gilt, wenn Kunden die Girocard einer Bank nutzen, die nicht zum Verbund des jeweiligen Betreibers gehĂśrt. Finanztest hat die GebĂźhren von 34 groĂ&#x;en Anbietern erhoben und in der Dezember-Ausgabe XQGXQWHUZZZWHVWGHJHOGDXtomat verĂśffentlicht. Bis zu 7,99 Euro verlangen spezialisierte Anbieter wie das Bankhaus August Lenz und Cardpoint. Die Commerzbank probiert an mehreren Standorten aus, ob sie an der Preisschraube drehen kann. Statt 3,90 Euro ver-

langt sie etwa in Berlin 4,90 Euro Fremdentgelt. Bei der Mßnchner Bank gelten 3,95 Euro an den Filialen. An anderen Standorten, wie ihren SB-Filialen, kassiert sie 4,95 Euro. An vielen Kassen von ShellTankstellen macht es eine Kooperation mit der Postbank mÜglich, Geld abzuheben. Seit 1.11.2016 verlangt sie dafßr 3,95 Euro statt wie bisher 1,95 Euro von Kunden, deren Bank nicht zur Cash Group gehÜrt. Bei einigen Automaten werden Kunden erst kurz vor der Bestätigung in sehr kleiner Schrift ßber die Gebßhren informiert. Dazu zählten die Anbieter Bankhaus August Lenz test.de und Cardpoint.

Erst planen, dann sanieren: Wie die energetische Modernisierung eines Altbaus zum Erfolg wird (djd). Erst einmal nur dämmen oder die Fenster gleich auch erneuern? Ist eine LĂźftungsanlage notwendig? Was ist wirklich sinnvoll, was spart bares Geld? Mit der energetischen Sanierung eines Altbaus verbinden sich viele Fragen, die der Laie kaum beantworten kann. Damit das Ziel – eine bessere Energieeffizienz des Eigenheims, dadurch geringere Heizkosten und eine Entlastung der Umwelt – wirklich erreicht wird, kommt es auf eine fundierte Beratung an. Die Dämmung der Fassade ist ein wichtiger Baustein, um den Energieverbrauch des Hauses nachhaltig zu reduzieren. Vorausgesetzt, die Modernisierung der AuĂ&#x;enhĂźlle wird gut geplant und professionell umgesetzt. Von der Do-it-yourself-Dämmung sei abzuraten, betont Stefanie Mohmeyer vom Industrieverband Hartschaum (IVH): „Gute Konzepte zur Sanierung beinhalten eine lĂźckenlose Dämmung ohne WärmebrĂźcken und ein Luftdichtheitskonzept. DafĂźr ist ein erfahrener Energieberater der erste Ansprechpartner.“ Planunterlagen des Hauses, Verbrauchszahlen der vergangenen Jahre sowie mĂśglichst

das letzte Protokoll des Schornsteinfegers sind wichtig fĂźr die Erhebung des Ist-Zustandes. Auf dieser Basis erstellt der Energieberater eine

fßr den Altbaueigentßmer aus: Mit der gedämmten Gebäudefassade und moderner Anlagentechnik kÜnnen laut dena-Sanierungsstudie bis zu 80

Lohnt sich die energetische Sanierung finanziell fßr den Hauseigentßmer? Vieles hängt bei dieser Frage von einer grßndlichen, fachkundigen Planung ab. / Foto: djd/IVH Industrieverband Hartschaum e.V./thx

EDV-gestĂźtzte Berechnung und vergleicht unterschiedliche MaĂ&#x;nahmen auf ihre Energieeffizienz hin. Zugleich habe er den Ăœberblick zu FĂśrdertĂśpfen und staatlichen ZuschĂźssen. Kompetente Experten findet man etwa in einer Liste der Deutschen EnergieAgentur (dena). Eine solide Planung zahlt sich

Prozent Energie eingespart werden. Die Dämmung bildet dabei stets den Dreh- und Angelpunkt, an dem sich weitere MaĂ&#x;nahmen wie Solarthermie oder der Umstieg auf eine Wärmepumpe anschlieĂ&#x;en. So kann etwa die neue Heizung nach der Fassadensanierung häufig deutlich kleiner dimensioniert werden. Eine Wärme-

dämmung mit dem Dämmstoff Styropor (EPS) ist besonders beständig bei jahrzehntelanger, gleichbleibender Qualität.

Ist mein Haus reif fĂźr die Sanierung? (djd). Wann fĂźhrt an der energetischen Modernisierung eines Gebäudes kein Weg mehr vorbei? Oft genĂźgen schon einfache Signale, um die Entscheidung abzuwägen. Ein Fragenkatalog des Industrieverbandes Hartschaum (IVH) kann dabei helfen. Wenn nur eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet wird, ist eine energetische (Teil-) Sanierung empfehlenswert und finanziell fĂźr den HauseigentĂźmer lohnend: x 6LQG GLH )HQVWHU XQGRGHU TĂźren undicht? x +DEH LFK GDV *HIĂ&#x;KO GDVV die AuĂ&#x;enwände Kälte abstrahlen? x,VWGHU)XĂ‚ERGHQ]XNDOW" x:HUGHQ5ÇXPHQLFKWULFKWLJ warm, obwohl die HeizkĂśrper voll aufgedreht sind? x /LHJW GHU -DKUHVYHUEUDXFK Ăźber 15 Liter HeizĂśl oder Ăźber 15 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche? 6/2016


Aktuelles

Schimmelbeseitigung:

Mieter haften fĂźr die Kosten bei unsachgemäĂ&#x;em Gebrauch der Mietwohnung Neben Feuer-, Wasser- und Einsturzschäden zählt der Schimmelbefall zu den am meisten gefĂźrchteten Problemen im Zusammenhang mit einer Immobilie. Schimmel ist nur sehr schwer zu entfernen, wenn er sich erst einmal in dem Mauerwerk festgesetzt hat. Der zu entscheidende Fall: Erst beim Ăœbergabetermin einer Wohnung von den Mietern auf den EigentĂźmer fiel es auf, dass die Wände mehrerer Zimmer stark von Schimmelpilz befallen waren. Dessen Beseitigung durch einen Fachbetrieb kostete gut 4.400 Euro, dazu kamen noch 2.000 Euro fĂźr einen Sachverständigen und 670 Euro Mietausfall.

Schlecht gelüftet Der Eigentümer forderte, dass die Mieter für den Schaden aufkommen müssten, da sie unzureichend gelüftet und so dem Schimmelpilz erst Vorschub geleistet hätten. Sie hätten offensichtlich über die gut erkennbare Durchfeuchtung der Wand einfach hinweg gesehen. Das Urteil des Amtsgerichts Duisburg-Hamborn: Das Gericht folgte dem eingeholten Sachverständigengutachten und ging davon aus, dass der Schaden während der Mietzeit entstanden war. Andere Ursachen wie zum Beispiel Baumängel oder eine Durchfeuchtung wegen eines Rohrbruchs waren nicht sehr wahrscheinlich, vieles sprach für ungenügendes Lüftungsverhalten. Den Mietern könne der Pilzbefall nicht verborgen geblieben sein, so die Richter. Sie wurden zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt. (Amtsgericht DuisburgHamborn, Aktenzeichen 7 C  /%6 6/2016

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Waschmaschine ausgelaufen? Schnellstens Versicherungen informieren Oh je! Da schlieĂ&#x;t man nichts ahnend die WohnungstĂźr auf und tritt in das Malheur hinein. Wasser! Bestimmt einen Zentimeter tief. Doch was ist passiert? Zunächst sollte nach der Ursache gesucht werden. Meist hat die Waschmaschine fĂźr die unerwarteten Fluten gesorgt. Welche ersten MaĂ&#x;nahmen sind zu ergreifen? Läuft die Waschmaschine noch? Dann erst einmal die Maschine ausschalten und den Wasserhahn zudrehen. Bevor das groĂ&#x;e Aufräumen beginnt, empfehlen die Experten der GrundeigentĂźmer-Versicherung, Fotos vom Schadenumfang zu machen. Dies ist besonders ratsam, wenn es sich um einen grĂśĂ&#x;eren Schaden handelt. Ist das Wasser auch in die Nachbarswohnung – dies passiert leicht bei Altbauten – eingedrungen, sollte hier der Schaden ebenfalls per Foto dokumentiert werden.

Trocknungsgeräte Dann heiĂ&#x;t es Aufwischen. Beseitigen Sie das Wasser umgehend vom Boden, den MĂśbeln und Wänden. Wenn nĂśtig, sind Trocknungsgeräte zu besorgen. Diese kĂśnnen in vielen Baumärkten mittlerweile gemietet werden. Und lĂźften Sie die betroffenen Räume ausreichend. Nicht vergessen: In der Waschmaschine kĂśnnte sich noch Wasser befinden. Wenn Sie die TĂźr einfach Ăśffnen, kommt Ihnen womĂśglich ein weiterer Wasserschwall entgegen. Deshalb heiĂ&#x;t es nun: Das Wasser vorsichtig ableiten. Dies geht meist Ăźber einen Ablaufschlauch im Flusensieb-Fach. Die Bedienungsanleitung Ihres Fabrikats hilft hier weiter. Wo liegt der Fehler? Warum ist die Waschmaschine ausgelaufen? Häufig ist die Ursache leicht zu finden. Neuere Geräte verfĂźgen häufig Ăźber ein Display, das einen Fehlercode oder vielleicht schon eine Fehlerquelle benennt. Die Bedienungsanleitung kann hier ebenfalls wichtige Tipps geben.

Folgende Dinge sind zu ĂźberprĂźfen, bevor ein technischer Service beauftragt wird: Das Flusensieb – meist muss es nur gereinigt werden, sitzt nicht richtig fest oder ist undicht. Bei älteren Modellen bitte auch die Dichtung der TĂźr (sog. TĂźrmanschette) ĂźberprĂźfen. Hier kĂśnnten Risse das Material undicht gemacht haben. Wie sieht die Waschmittelschublade aus? Waschpulverreste kĂśnnen das Fach verstopfen und zum Ăœberlaufen bringen. Alle Schläuche, wie Ab- oder Zulaufschlauch genau unter die Lupe nehmen. Ist die Dichtung vom Wasseranschluss in Ordnung? Kleine Reparaturen kĂśnnen vielleicht selbst vorgenommen werden. Ist es doch etwas komplizierter, rufen Sie einen Reparaturservice an. Viele Hersteller haben Vertragspartner, die im Telefonbuch stehen oder unter Servicenummern erreichbar sind. Bevor eine neue Waschmaschine gekauft wird, kann sich eine Reparatur unter Umständen lohnen. Wird doch ein neues Gerät angeschafft, darauf achten, dass es die Funktion „Aqua-Stopp“ hat. Dies verhindert zukĂźnftig das Auslaufen der Waschmaschine. Sind grĂśĂ&#x;ere Schäden am eigenen Hausrat und beim Nachbarn entstanden, ist der Versicherer umgehend zu informieren. Die Hausratversicherung kommt fĂźr Schäden auf, die

am eigenem Hausrat (Mobiliar und bewegliche Sachen) in der eigenen Wohnung entstanden sind. Problematisch kann eine Schadenabwicklung sein, wenn die Waschmaschine in Abwesenheit ausgelaufen ist. Also, wenn sie unbeaufsichtigt gewaschen hat. Hier kann unter Umständen der Versicherungsschutz entfallen, da die Rechtsprechung von einer groben Fahrlässigkeit ausgeht. Manche Tarife sind mit einer Leistungserweiterung versehen, die auch Schäden mitversichert, die bei grober Fahrlässigkeit entstanden sind. Sollten Sie einen Schaden beim Nachbarn verursacht haben, empfehlen Sie bitte diesem, seine Hausratversicherung ßber den entstandenen

Leitungswasser Schaden zu informieren. Eine Hausratversicherung kommt in erster Linie fßr Leitungswasserschäden auf. Sie selbst informieren bitte ihre Privathaftpflichtversicherung. Die beiden Versicherungen werden sich dann untereinander abstimmen. Lassen Sie technische Geräte nicht in Betrieb, wenn Sie das +DXVGLH:RKQXQJYHUODVVHQ Es besteht nicht nur die Gefahr, dass Waschmaschine oder Geschirrspßler auslaufen. Durch den Wasseraustritt kann es auch zu einem Kurzschluss kommen, der im schlimmsten Fall sogar einen Wohnungsbrand auslÜsen kann. ins

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Wer haftet bei Schäden durch Sportgeräte?

Gartentrampoline sind bei Sturm eine sehr große Gefahr In den vergangenen Jahren sind Gartentrampoline anscheinend wie Pilze aus dem Boden geschossen. Ein großer Spaß für die Kinder. Doch wie sieht es mit der Absicherung aus? Jetzt im Herbst und im nahenden Winter sind Stürme und Orkanböen in vielen Landstrichen keine Seltenheit mehr. Und leider häufen sich auch die Meldungen, dass hierdurch herumfliegende Trampoline erhebliche Schäden zum Beispiel an Gewächshäusern oder auch an Fassaden verursacht haben. Wie können Trampoline gesichert werden? Wer sich ein Trampolin in den Garten stellt, sollte immer sichere Bodenverankerungen verwenden. Diese bieten zwar auch keinen hundertprozentigen Schutz bei Sturm, halten das Trampolin

aber in den meisten Fällen am Boden. Man findet für die gängigen Trampolin-Modelle entsprechendes Zubehör beispielsweise im Internet. Die Sicherheitssysteme sind nicht teuer. Günstige Angebote liegen um die 20 Euro. Wer ein Trampolin vom Discounter im Garten stehen hat, sollte sich informieren, ob die von anderen Herstellern erhältlichen Bodenanker auch hierfür verwendet werden können. Wird über den Wetterdienst ein Orkan angekündigt, sollte das Trampolin abgebaut werden. Gerade große Modelle liefern nämlich eine optimale Angriffsfläche für den Wind. Unser Tipp: Die erste Sturmwarnung gar nicht erst abwarten. Denn am sichersten ist es, wenn die Gartentrampoline generell im Herbst komplett abgebaut und

eingelagert werden. Dies raten auch die Hersteller. Wer kommt für die entstandenen Schäden auf? Grundsätzlich haftet natürlich der Eigentümer eines Trampolins, wenn Schäden beim Nachbarn oder vielleicht sogar im Straßenverkehr entstanden sind. Durch die Art des entstandenen Schadens entscheidet sich, welche Versicherung die Kosten für die Folgen des herumfliegenden Trampolins trägt oder ob ganz allein das Konto des Trampolin-Eigentümers mit den entstandenen Summen belastet wird. Ist das Trampolin vom Eigentümer gut gesichert worden, und es entsteht trotzdem ein Schaden beim Nachbarn, springt in der Regel die Hausund Grundbesitzerhaftpflichtversicherung des Trampolineigentümers ein. (Diese ist bei

einem selbstgenutzten Einfamilienhaus Bestandteil der Privathaftpflichtversicherung.) Wird bei Sturm- oder Orkan das eigene Gebäude oder der eigene Hausrat durch das herumfliegende Trampolin beschädigt, greifen hier die eigene Wohngebäude- oder die Hausratversicherung. Anders sieht es aber bei der Beschädigung eines Fahrzeugs aus. Beschädigt das Trampolin bei Sturm Ihr eigenes Auto, kommt hier Ihre Teilkaskoversicherung für den Schaden auf. Wird allerdings ein fremdes Fahrzeug bei Sturm durch Ihr Trampolin beschädigt, muss sich der betroffene Fahrzeughalter an seine eigene Teilkaskoversicherung wenden. Natürlich muss die Haftungsfrage in jedem Einzelfall indiins viduell geklärt werden.

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Wohnungseigentümergemeinschaften dürfen unter bestimmten Umständen auch Grundstücke erwerben Eine Wohnungseigentümergemeinschaft hat sich um Unterhalt und Verwaltung der gemeinsamen Immobilie und die daraus resultierenden Interessen der Eigentümer zu kümmern. Dazu zählt es im Normalfall eher nicht, dass die Gemeinschaft selbst als Grundstückskäufer auftritt, ist aber durchaus möglich. Der Fall: Eine Eigentümergemeinschaft mit 31 Wohneinheiten verfügte von Anfang an nur über eine geringe Zahl von Parkplätzen. Die Eigentümer

durften allerdings Stellplätze auf einem benachbarten Grundstück nutzen – zumindest so lange, bis dort der Eigentümer wechselte. Der bestand auf einer Miete für die Nutzung bzw. bot einen Verkauf der Parkfläche an. Die Gemeinschaft entschied sich letztlich, das Grundstück zu einem Preis von maximal 75.000 Euro zu erwerben. Eine Wohnungseigentümerin focht diesen Beschluss jedoch an. Das Urteil: Der Kauf des Parkplatzgeländes durch die Ge-

meinschaft war angemessen und nicht zu beanstanden, entschieden die Richter eines BGH-Zivilsenates. Der Beschluss habe ordnungsgemäßer Verwaltung entsprochen, denn das betreffende Grundstück habe von Anfang an eine dienende Funktion für die Gemeinschaft besessen. Durch den Erwerb habe man die weitere Verwendung, die durch die aktuelle Entwicklung gefährdet gewesen sei, dauerhaft gesichert. (BGH, AZ: V ZR 75 LBS /15)

Raucher Friedhelm A. darf in der Wohnung bleiben Mit Urteil vom 28.09.2016 hat die 23. Berufungszivilkammer des Landgerichts Düsseldorf (23 S 18/15) die Klage der Wohnungseigentümerin auf Räumung und Herausgabe der Mietwohnung des Rauchers Friedhelm A. abgewiesen. Die Berufungskammer ist nach der Vernehmung von dreizehn Zeugen nicht zu der Überzeugung gelangt, dass die Beeinträchtigungen durch Tabakgeruch im Treppenhaus des Mietobjekts auf ein vertragswidriges Verhalten des beklagten Rauchers Friedhelm A. zurückzuführen waren. Damit lag kein Kündigungsgrund vor, so dass die von der Klägerin ausgesprochene Kündigung nicht zu einer Beendigung des Mietverhältnisses geführt hat. Das Gericht hat ausgeführt, dass eine fristlose Kündigung eines Mietverhältnisses nach §

569 Abs. 2 BGB u.a. voraussetzt, dass eine Partei den Hausfrieden stört, diese Störung nachhaltig ist und sie aufgrund ihrer Nachhaltigkeit zu einer Unzumutbarkeit der Vertragsfortsetzung führt. Durch Rauchen in einer Mietwohnung allein wird die Grenze zum vertragswidrigen Ge-

Gebrauchs im Einzelfall strenge Anforderungen zu stellen. Aufgrund der Beweisaufnahme durch Vernehmung von dreizehn Zeugen hat die 23. Berufungszivilkammer des Landgerichts Düsseldorf zwar die Überzeugung gewonnen, dass es im Treppenhaus des streitigen Mietobjekts grund-

Verstoß gegen das Gebot der Rücksichtnahme wurde nicht festgestellt brauch noch nicht überschritten; ein Mieter darf in seiner Wohnung rauchen. Nicht mehr vertragsgemäß ist es, wenn der Raucher das Gebot der Rücksichtnahme nicht genügend beachtet, weil er etwa nicht ausreichend lüftet oder die Asche nicht entsorgt. Wegen des Kerngehalts der Gebrauchsnutzung einer Wohnung sind an die Prüfung des nicht mehr vertragsgemäßen

sätzlich zu bestimmten Beeinträchtigungen durch Tabakgeruch gekommen ist. Einen Verstoß des Rauchers Friedhelm A. gegen das Gebot der Rücksichtnahme und damit ein vertragswidriges Verhalten hat das Gericht nicht festgestellt. Zum einen konnte der Tabakgeruch nach den Bekundungen der Zeugen nicht ausschließlich dem Beklagten zugeord-

net werden. Zum anderen hat die Vernehmung der Zeugen nicht hinreichend erwiesen, dass der Mieter Friedhelm A. nicht ausreichend gelüftet oder die Asche entsorgt hat. Es konnte auch nicht ausgeschlossen werden, dass der Tabakgeruch von Rauchern aus dem Hauseingangsbereich herrührte. Die Kammer fasst zusammen, dass die Beweisaufnahme kein so klares Bild über nachhaltige Störungen oder nicht mehr hinnehmbare Beeinträchtigungen durch den Raucher Friedhelm A. ergeben hat, dass eine Fortsetzung des Mietvertrages unzumutbar wäre. Die Beeinträchtigungen im Treppenhaus seien nach den Bekundungen der Zeugen unter dem Eindruck des vorliegenden Räumungsrechtsstreits auch offensichtlich geringer geworden.

Lehnen über Nachbars Balkonbrüstung ist erlaubt Wer sich über die Balkonbrüstung seines Nachbarn lehnt, begeht keinen Hausfriedensbruch. Daher ist es nicht zulässig, dem Nachbarn ein solches Verhalten gerichtlich verbieten zu lassen. So entschieden vom OLG in Frankfurt/Main. Die Bewohnerin eines Hauses fühlte sich von einem Nachbarn belästigt, der in ihre Wohnung geschaut hatte, in dem er sich von seinem Balkon aus 6/2016

über die Brüstung ihres Balkons gelehnt hatte. Das Oberlandesgericht als Berufungsinstanz sah den Fall anders. Das bloße Hineinlehnen in den Luftraum oberhalb des Balkons sei nicht als Eindringen in befriedetes Besitztum zu werten. Das Lehnen über eine bestenfalls hüfthohe Einfriedung stellt nach Ansicht des Gerichts nur einen minimalen Eingriff dar. pr

Henning Schwarze - Rechtsanwalt und Notar „Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht „Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht „Schlichter und Schiedsrichter für Baustreitigkeiten (SO-Bau) Kanzlei Schwarze, Dr. Oskamp & Partner Rechtsanwaltssozietät und Notariat Huestraße 25 - 44787 Bochum Tel.: 0234 – 91223-0 oder 0234 – 60777 - Fax: 0234 – 91223-11 info@schwarze-oskamp.de - www.schwarze-oskamp.de


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Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Urteile Bestimmtheitsgrundsatz In einem Beschluss der Wohnungseigentümer kann zur Konkretisierung der getroffenen Regelung auf ein außerhalb des Protokolls befindliches Dokument Bezug genommen werden, wenn dieses zweifelsfrei bestimmt ist. BGH, Urteil vom 8.4.16 - V ZR 104/15 Miete von Trocknungsgeräten Mietet ein Hauseigentümer nach dem Inkrafttreten der §§ 312 ff. BGB n.F (13.6.2014) und über zwei Wochen nach einem Schadensereignis im Sommer Trocknungsgeräte an, so kann er diesen Vertrag bei unterbliebener Widerrufsbelehrung und Vertragsabschluss außerhalb der Geschäftsräume des Vermietungsunternehmens noch innerhalb von 1 Jahr und 2 Wochen widerrufen. Der Vermieter/Unternehmer hat dann keinen Vergütungsanspruch. Es gilt nur § 357 BGB nF. LG Münster, Urteil vom 4.11.15 - 2 O 127/15 Betriebskostenpauschale oder Vorauszahlung Es ist unschädlich, wenn im Formularmietvertrag sowohl die Variante "Betriebskostenpauschale" als auch die Variante "Betriebskostenvorauszahlung" angekreuzt ist und die Betriebskosten nicht näher bezeichnet sind. Im Zweifel ist nur dann eine Pauschale geschuldet; ganz befreit von den Betriebskosten wird der Mieter aber nicht. (Leitsätze der Redaktion) BGH, Beschl. v. 07.06.2016 VIII ZR 274/ Kündigung wegen Überbelegung der Wohnung Eine ordentliche Kündigung ist auch dann zulässig, wenn keine erhebliche Pflichtverletzung des Mieters vorliegt, sondern schon bei schuldhaften Vertragsverletzungen geringeren Gewichts, mit Ausnahme solcher, die unerheblich sind. Zwar darf ein Mieter grundsätzlich seine Kinder und seinen Ehegatten in die Wohnung aufnehmen. Allerdings

darf hierdurch keine Überbelegung eintreten. Eine Überbelegung liegt auch dann vor, wenn eine ursprünglich vertragsgemäß belegte Wohnung durch die Geburt von Kindern überbelegt wird. Als Faustregel kann gelten, dass keine Überbelegung vorliegt, wenn auf jede erwachsene Person oder auf je zwei Kinder bis zum 13. Lebensjahr ein Raum von jeweils 12 qm entfällt oder durchschnittlich 10 qm pro Person bei der Unterbringung von Familien gegeben sind. AG München, Urt. v. 20.5.2015 - 415 C 3152/15 Jahresabrechnung: Entlastung des Verwalters Eine Jahresabrechnung muss aus sich selbst heraus verständlich sein. Es reicht nicht aus, dass die intransparent oder gar nicht gesondert aufgeführten Positionen vor der Beschlussfassung schriftlich von der Verwalterin erläutert worden sind. Ist anhand der Abrechnung ein Nachvollzug der rechnerischen Schlüssigkeit nicht möglich, weil die Aufstellung bereits aus sich heraus nicht nachvollziehbar und verständlich ist, ist der eine solche Abrechnung genehmigende Beschluss insgesamt für ungültig zu erklären (vgl. OLG Frankfurt ZWE 2006,194). In den Positionen "Sonstiges - umlegbare Kosten", "Sonderkosten", "Sonstiges" und "Sonderkosten einzelner Nutzer" dürfen nicht die Kosten einer Dachrinnenreinigung, ein an die Verwalterin gezahltes Sonderhonorar, ein entrichteter Gerichtskostenvorschuss und die Kosten einer Zwischenablesung enthalten sein. Die Darstellung der Rücklage muss sowohl die Zahlungen ausweisen, die die Wohnungseigentümer auf die Instandhaltungsrücklage tatsächlich erbracht haben, als auch die Beträge, die sie schulden, aber noch nicht aufgebracht haben (BGH ZMR 2010, 300). Die Ablehnung der Geltendmachung eines Anspruchs widerspricht nur dann ordnungsmäßiger Verwaltung, wenn

die Voraussetzungen eines solchen Anspruchs schlüssig dargelegt sind und (evident) begründet erscheinen. LG Dortmund, Urt. vom 24.11.2015 - 9 S 41/14 Arglist Verschweigt einer von mehreren Verkäufern einen Mangel der Kaufsache arglistig, können sich sämtliche Verkäufer gemäß § 444 Alt. 1 BGB nicht auf den vertraglich vereinbarten Ausschluss der Sachmängelhaftung berufen. BGH, Versäumnisurteil vom 8. April 2016 -V ZR 150/15 Miet- und Wartungskosten für Rauchwarnmelder Die Kosten für die regelmäßige Funktionsprüfung von Rauchwarnmeldern sind als umlegbare Betriebskosten anzusehen. § 49 Abs. 7 BauO NRW regelt lediglich die bauordnungsrechtliche Verantwortlichkeit. Den Mietvertragsparteien bleibt es unbenommen, die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder vertraglich anderweitig zu regeln. Die Kosten für die Anmietung von Rauchwarnmeldern sind keine umlegbaren Betriebskosten. LG Hagen (Westfalen), Urt. v. 04.03.2016 - 1 S 198/15 Teilung des Grundstücks Der Teilung eines Grundstücks in zwei Wohnungseigentumseinheiten steht nicht § 5 WEG entgegen, wenn in dem Raum, der nach dem Aufteilungsplan ein im Sondereigentum stehendes Badezimmer ist, zugleich die gemeinschaftliche Heizungsanlage untergebracht ist. Den schutzwürdigen Belangen der anderen Sondereigentümer wird durch die Gestattungspflicht in § 14 Nr. 4 WEG Rechnung getragen. Diese kann durch Vereinbarung oder in der Teilungserklärung erweitert werden. OLG Bremen, Beschl. v. 28.04.2016 - 3 W 28/15 Untervermietung und Mietanpassung Der Vermieter darf die Erlaubnis zur Untervermietung von der Zahlung eines erhöh-

ten Mietzinses abhängig machen. Die Angemessenheit der Erhöhung bestimmt sich nicht an der stärkeren Abnutzung und/oder einer Erhöhung der Betriebskosten, sondern unter dem Gesichtspunkt der Beteiligung des Vermieters am Untermietzins. Die Beteiligung des Vermieters am Untermietzins ist, sofern der Mieter selbst die ortsübliche Miete zu zahlen hat, im Regelfall mit 20 % anzusetzen; erreicht die Miete des Hauptmieters die ortsübliche Miete nicht, ist es jedenfalls dann angemessen, den Vermieter mit bis zu 25 % am Untermietzins partizipieren zu lassen, wenn auch durch den Untermietzuschlag die ortsübliche Miete noch nicht erreicht wird. LG Berlin, Beschluss vom 7. Juli 2016 -18 T 65/16 Änderung der Verteilerschlüssel 1. Die Klausel: "Der Vermieter behält sich eine Änderung der Verteilerschlüssel nach billigem Ermessen 11 (§ 315 BGB) vor, insbesondere das Zusammenfassen und Trennen von Bewirtschaftungsund Abrechnungseinheiten" ist wirksam. 2. Die Kosten der Gartenpflege, die einheitlich für mehrere Grundstücke stattfindet, können auf die einzelnen Gebäude nach der Größe der Grundstücke (vor-)verteilt werden. 3. Wird der Mieter wegen der Größe des Grundstücks, auf dem das Mietobjekt liegt, mit einem höheren Anteil belastet, als Mieter anderer Grundstücke, rechtfertigt dies nicht die Annahme einer Unbilligkeit, die zu einer Änderung des Verteilerschlüssels (für die Zukunft) führen müsste. LG Berlin, Urt. v. 12.01.2016 - 63 5 103/15 Nutzung von Einfamilienhaus Die dauerhafte Vermietung von (bis zu) zwölf Wohneinheiten an Studenten in einem hierfür eigens umgebauten Einfamilienhaus ist eine in einem reinen Wohngebiet zulässige Nutzung. (Leitsatz d. R. ) VerwG Trier, Urt. v. 15.6.2016 - 5 K 394/16.TR 6/2016


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Schwerwiegende persönliche Härtegründe müssen auch bei fristloser Kündigung berücksichtigt werden Urteil vom 9. November 2016 - VIII ZR 73/16 Der Bundesgerichtshof hat sich in einer Entscheidung mit der Frage befasst, ob schwerwiegende persönliche Härtegründe auf Seiten des Mieters im Einzelfall zur Folge haben können, dass ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung im Sinne des § 543 Abs. 1 Satz 2 BGB trotz einer erheblichen Pflichtverletzung des Mieters nicht gegeben ist. Die 97-jährige Beklagte zu 1 hat - zusammen mit ihrem zwischenzeitlich verstorbenen Ehemann – im Jahr 1955 von den Rechtsvorgängern der Klägerin eine Dreizimmerwohnung in München und im Jahr 1963 zusätzlich eine in demselben Gebäude und Stockwerk gelegene Einzimmerwohnung angemietet. Die (bettlägerige) Beklagte zu 1 bewohnt die Dreizimmerwohnung und steht seit einigen Jahren aufgrund einer Demenzerkrankung unter Betreuung. Der Beklagte zu 2 bewohnt seit dem Jahr 2000 die Einzimmerwohnung. Seit dem Jahr 2007 ist er Betreuer der Beklagten zu 1 und pflegt sie ganztägig. Im Jahr 2015 äußerte der Beklagte zu 2 in mehreren Schreiben an die Hausverwaltung grobe Beleidigungen gegenüber der Klägerin. Die Klägerin sprach daraufhin die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses gemäß § 543 Abs. 1 BGB aus. Das Amtsgericht hat die Räu-

mungsklage abgewiesen. Auf die Berufung der Klägerin hat das Landgericht ihr allerdings stattgegeben. Bei derart groben Beleidigungen liege die Unzumutbarkeit einer Fortsetzung des Mietvertrages für die Klägerin auf der Hand. Die von der Beklagten zu 1 vorgebrachten persönlichen Härtegründe könnten erst im Rahmen einer späteren Zwangsvollstreckung im Wege eines

Gesichtspunkte zu beschränken und deren Berücksichtigung - wie das Berufungsgericht - auf das Vollstreckungsverfahren zu verschieben, verbietet sich mithin bereits aufgrund der eindeutigen gesetzlichen Regelung. Bei drohenden schwerwiegenden Gesundheitsbeeinträchtigungen oder Lebensgefahr sind die Gerichte zudem verfassungsrechtlich gehalten,

Bei widerstreitenden Interessen müssen drohende Gesundheitsgefährdungen ausreichend gewürdigt werden Vollstreckungsschutzantrags nach § 765a ZPO geprüft werden Mit der vom Senat zugelassenen Revision begehren die Beklagten die Wiederherstellung des erstinstanzlichen Urteils. Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in seiner Entscheidung unterstrichen, dass zu den bei der Gesamtabwägung einer nach der Generalklausel des § 543 Abs. 1 BGB erklärten fristlosen Kündigung zu berücksichtigenden Umständen des Einzelfalls ohne weiteres auch schwerwiegende persönliche Härtegründe auf Seiten des Mieters gehören. Denn § 543 Abs. 1 Satz 2 BGB schreibt ausdrücklich eine Abwägung der beiderseitigen Interessen der Mietvertragsparteien und eine Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles vor. Die Abwägung auf bestimmte

ihre Entscheidung auf eine tragfähige Grundlage zu stellen und diesen Gefahren bei der Abwägung der widerstreitenden Interessen hinreichend Rechnung zu tragen. Das kann bei der Gesamtabwägung nach § 543 Abs. 1 Satz 2 BGB zur Folge haben - was vom Gericht im Einzelfall zu prüfen ist -, dass ein wichtiger Grund für eine außerordentli-

che Kündigung wegen besonders schwerwiegender persönlicher Härtegründe auf Seiten des Mieters trotz seiner erheblichen Pflichtverletzung nicht vorliegt. Das Berufungsgericht hätte insoweit dem Vortrag der Beklagten nachgehen müssen, wonach die Beklagte zu 1 auf die Betreuung durch den Beklagten zu 2 in ihrer bisherigen häuslichen Umgebung angewiesen und bei einem Wechsel der Betreuungsperson oder einem Umzug schwerstwiegende Gesundheitsschäden zu befürchten seien. Der Senat hat deshalb das Berufungsurteil aufgehoben und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Vorinstanzen: Amtsgericht München - Urteil vom 14.8.2015 - 417 C 11029/15 Landgericht München I - Urteil vom 20. Januar 2016 - 14 S 16950/15

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Urteile rund um das Thema Fußboden: Fußbodenheizung, Teppich, Parkett, Schmutzmatte Um eines kommt niemand herum, der ein Gebäude betritt: den Kontakt mit dem Fußboden. Mal besteht der Untergrund aus Holzdielen oder aus Parkett, mal aus Teppich oder sogar nur aus Beton. Immer wieder gibt es Rechtsstreitigkeiten wegen des Bodens. Folgende neun Urteile unterschiedlicher Gerichte befassen sich mit diesem Thema. Wechsel des Belages Wohnungsinhaber fühlten sich gestört, nachdem der über ihnen wohnende Eigentümer den Bodenbelag gewechselt hatte. Vorher war es der „leisere“ Teppichboden gewesen, nachher war es Parkett. Das sollte rückgängig gemacht werden, befand der Kläger. Schon bei der Errichtung des Gebäudes in den 70er Jahren sei schließlich von der hochwertigen Ausstattung mit Teppichböden die Rede gewesen. Der Bundesgerichtshof (Az: V ZR 73/14) gestand jedoch dem Miteigentümer die Wahl des Bodens zu. Die Belästigung sei unterhalb der Trittschallgrenze von 63 Dezibel und somit zumutbar. Fußleisten Fehlende Fußleisten machen den Gesamteindruck eines Wohnraumes im Regelfall bestimmt nicht schöner. Doch ein Mieter kann deswegen nicht automatisch seine monatlichen Zahlungen an den Eigentümer mindern. Der vertragsgemäße Gebrauch einer Immobilie sei nämlich auch ohne Fußleiste möglich, befand das Amtsgericht Rheine (Az: 14 C 230/11). Weder werde die Gesundheit der Mieterin beeinträchtigt noch müsse diese deswegen von ihren alltäglichen Gewohnheiten abweichen, hieß es im Urteil. Dielenboden In Berlin stritten Eigentümer und Mieter um eine andere Frage. Sie waren sich uneins darüber, ob ein Dielenboden unter die Rubrik „hochwertiger Bodenbelag“ falle. Das hätte dem Mietspiegel zu Fol-

ge als Sondermerkmal eine höhere Einstufung des Objekts bedeuten können. Doch auch ein abgezogener, abgeschliffener und gewachster Dielenbelag sei nicht mit den geforderten gehobenen Ansprüchen zu vereinbaren, urteilte das Landgericht Berlin (AZ: 63 S 220/11). Laut Mietspiegel wären als hochwertig „Parkett, Naturoder Kunststein, Fliesen oder gleichwertiger Boden/-belag“ in Frage gekommen.

minderte der Mieter seine Zahlungen und erhielt vor dem Landgericht Darmstadt (Az: 6 S 17/13) Recht. Die zuständigen Zivilrichter befanden, eine fünfprozentige Minderung sei angemessen, denn das vorhandene Problem gehe weit über ästhetische Fragen hinaus.

Türkürzungen Manchmal passt der gewünschte Bodenbelag rein technisch einfach nicht in die vorhandene Umgebung. Das mussten Mieter erleben, als sie statt des vorhandenen Linoleums einen Teppichboden verlegen lassen wollten. Dafür war aber der Abstand zwischen Boden und Türunterkante zu gering. Deswegen beantragten die Mieter beim Eigentümer, die Türe entsprechend kürzen zu dürfen. Das wurde ihnen schließlich vom Amtsgericht Berlin-Lichtenberg (Az: 111 C 319/09) verweigert. Die Begründung: Der vorhandene Abstand erfülle die entsprechenden DIN-Normen, mehr könne ein Mieter nicht fordern.

Dreck und Matsch in die Innenräume eines Gebäudes gelangen. Was aber, wenn sich eine Frau mit ihren Stöckelschuhen in den Löchern einer solchen Matte verfängt, stürzt und erhebliche Verletzungen davonträgt? So war es am Eingang eines städtischen Gebäudes geschehen. Das Oberlandesgericht Hamm (Az: 11 U 127/15) lehnte die Forderung nach Schadenersatz ab. Die Matte sei klar erkennbar und bei vorsichtigem Begehen gefahrlos zu überwinden gewesen.

Abgenutzter Teppichboden Ein alter, abgenutzter Teppichboden stellt nicht nur eine optische Beeinträchtigung dar, er kann auch zu einer Stolperfalle werden. Das war bei einem zwölf Jahre alten Modell in einer vermieteten Wohnung der Fall. Aus diesem Grund

Schmutzfangmatten Schmutzfangmatten mögen eine sinnvolle Einrichtung sein, weil sie vermeiden helfen, dass allzu viel Staub,

Tierhaltung bei Parkettboden Auch wenn man vielleicht im ersten Moment nicht daran denkt – Tiere sind in der Lage, einen Parkettboden komplett zu ruinieren. So waren drei Katzen in einer Drei-Zimmer-Wohnung oft mehrere Stunden unbeaufsichtigt gewesen und hatten auf den Holzboden uriniert. Das Parkett wurde so schwer beschädigt, dass es ersetzt und

sogar die darunter liegende Betondecke abgefräst werden musste. Die Haftpflichtversicherung der Tierhalterin müsse für den Schaden nicht aufkommen, beschied das Oberlandesgericht Saarbrücken (Az: 5 W 72/13). Es handle sich um eine übermäßige Nutzung der Mietsache, die nicht durch den Vertrag mit der Assekuranz abgedeckt sei. Fußbodenheizung Eine Fußbodenheizung wird von vielen Bauherren als sehr angenehm empfunden. Gerne nehmen sie dafür einen gewissen planerischen und finanziellen Aufwand in Kauf. Doch wenn die Heizung nicht richtig funktioniert, ist das ärgerlich. Ein Eigentümer hatte mit dem Heizungsbauer abgemacht, dass die neue Fußbodenheizung in der Lage sei, bei Außentemperaturen bis minus 16 Grad den Wohnraum auf 23 Grad Celsius zu erwärmen. Doch diese Leistung konnte auf Grund des Raumvolumens nicht erbracht werden. Das hätte nach Überzeugung des Oberlandesgerichts München (Az: 9 U 2902/14) der Heizungsbauer erkennen und dem Bauherrn klar machen müssen. Er müsse die baulichen Gegebenheiten einbeziehen, weswegen hier ein Mangel seiner Arbeit vorliege. Teppichboden Regelungen im Mietvertrag, wonach ein Teppichboden nach Beendigung des Vertragsverhältnisses bedarfsunabhängig erneuert werden muss, sind unwirksam. Im konkreten Fall hatte ein Eigentümer einen Teil der Kaution zurückbehalten, weil der Mieter vor seinem Auszug keinen neuen Teppichboden verlegt hatte. Das Amtsgericht Dortmund (Az: 425 C 2787/14) betrachtete die Regelung im Einklang mit der BGH-Rechtsprechung als unwirksam, denn sie stelle wegen ihrer starren Formulierung eine unangemessene Benachteiligung des Mieters dar. LBS

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Darlehensgebühren: In Bausparverträgen sind vorformulierte Bestimmungen nicht wirksam Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 8. November 2016 im Verfahren XI ZR 552/15 entschieden, dass eine vorformulierte Bestimmung über eine "Darlehensgebühr" in Höhe von 2 Prozent der Darlehenssumme in Bausparverträgen zwischen Verbrauchern und Unternehmern unwirksam ist. Von den ursprünglich drei Verfahren zur Zulässigkeit von Darlehensgebühren in Bausparverträgen war nach Rücknahme von zwei Revisionen noch das Verfahren XI ZR 552/15 zu entscheiden. In dieser Sache klagt ein Verbraucherschutzverband, der als qualifizierte Einrichtung gemäß § 4 UKlaG eingetragen ist. Er wendet sich mit der Unterlassungsklage nach § 1 UKlaG gegen eine in den Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge (ABB) der beklagten Bausparkasse enthaltene Klausel, wonach mit Beginn der Auszahlung des Bauspardarlehens eine "Darlehensgebühr" in Höhe von 2 Prozent des Bauspardarlehens fällig und dem Bauspardarlehen zugeschlagen wird (§ 10 ABB)*. Der Kläger ist der Ansicht, die angegriffene Klausel verstoße gegen § 307 BGB**, und nimmt die Beklagte darauf in Anspruch, die Verwendung der Klausel gegenüber Verbrauchern zu unterlassen. Die Klage ist in beiden Vorinstanzen abgewiesen worden. Die von dem OLG zugelassene

Revision des Klägers hatte Erfolg. Bei der "Darlehensgebühr" handelt es sich um eine gerichtlicher Klauselkontrolle unterliegende sog. Preisnebenabrede. Die Klausel ist dahingehend zu verstehen, dass mit der Gebühr keine konkrete vertragliche Gegenleistung bepreist wird. Vielmehr dient die Gebühr der Abgeltung von Verwaltungsaufwand, der für Tätigkeiten der Beklagten im Zusammenhang mit den Bauspardarlehen anfällt. Damit weicht die Klausel von wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung ab.

Interesse erbringt. Das aber sieht die angegriffene Klausel vor. Diese Abweichungen der Klausel von wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung benachteiligen die Vertragspartner der Bausparkasse unangemessen. Insbesondere wird die Gebühr nicht im kollektiven Gesamtinteresse der Bauspargemeinschaft erhoben, da sie keinen Beitrag zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit des Bausparwesens leistet. Die Darlehensgebühr wird auch nicht durch Individualvorteile für Bausparkunden, wie z.B.

Unangemessene Benachteiligung des Bausparers Denn zum einen wird mit dieser Gebühr ein Entgelt erhoben, das abweichend vom gesetzlichen Leitbild für Darlehensverträge, das nach § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB*** einen laufzeitabhängigen Zins vorsieht, nicht laufzeitabhängig ausgestaltet ist. Dieses Leitbild ist entgegen der Ansicht des Oberlandesgerichts auch für Bauspardarlehensverträge maßgeblich. Zum anderen sind nach ständiger Rechtsprechung des BGH Entgeltklauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen dann mit wesentlichen Grundgedanken der Rechtsordnung unvereinbar, wenn Aufwand für Tätigkeiten auf den Kunden abgewälzt wird, zu denen der Verwender gesetzlich oder nebenvertraglich verpflichtet ist oder die er überwiegend im eigenen

günstige Darlehenszinsen, ausgeglichen, da diesen bereits nicht unerhebliche Nachteile, etwa eine Abschlussgebühr, gegenüberstehen. * § 10 Darlehensgebühr Mit Beginn der Darlehensauszahlung wird eine Darlehensgebühr in Höhe von 2 % des Bauspardarlehens - bei der Wahl gemäß § 9 Abs. 3 vor Abzug des Disagios - fällig und dem Bauspardarlehen zugeschlagen (Darlehensschuld). ** § 307 BGB Inhaltskontrolle (1) Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind unwirksam, wenn sie den Vertragspartner des Verwenders entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligen.

Eine unangemessene Benachteiligung kann sich auch daraus ergeben, dass die Bestimmung nicht klar und verständlich ist. (2) Eine unangemessene Benachteiligung ist im Zweifel anzunehmen, wenn eine Bestimmung 1. mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung, von der abgewichen wird, nicht zu vereinbaren ist oder 2. wesentliche Rechte oder Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrags ergeben, so einschränkt, dass die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet ist. (3) Die Absätze 1 und 2 sowie die §§ 308 und 309 gelten nur für Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, durch die von Rechtsvorschriften abweichende oder diese ergänzende Regelungen vereinbart werden. Andere Bestimmungen können nach Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit Absatz 1 Satz 1 unwirksam sein. *** § 488 Vertragstypische Pflichten beim Darlehensvertrag (1) Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuzahlen.

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Recht

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Mieter kann die gezahlte Nachbar eines Sportplatzes: Kaution nicht "abwohnen" Auflesen eines Fußballs Ein Mieter hat nicht das Recht, rückständigen Mieten i.H.v. die letzten Mietzahlungen mit insgesamt 4.675 Euro. Hier pro Woche ist zumutbar der hinterlegten Mietkaution zu verrechnen und die Kaution somit „abzuwohnen“. Im konkreten Fall klagte die Eigentümerin einer Wohnung, die sie vermietete. Die Gesamtmiete betrug 2.337,50 Euro. Die Mieterin kündigte die Wohnung und zahlte in den letzten beiden Monaten keine Miete mehr. Sie meint, sie könne mit dem Anspruch auf Rückzahlung der Kaution die Mietforderungen aufrechnen. Auf Klage der Vermieterin verurteilte das AG München die Mieterin zur Zahlung der

handele es sich um die Konstellation eines mietrechtlich unzulässigen sog. Abwohnens der Kaution. Denn ein Mieter sei in aller Regel nicht berechtigt, noch vor dem Ende des Mietverhältnisses die Mietzahlungen einzustellen. Die Verpflichtung zur Zahlung der Miete ende grundsätzlich erst mit Beendigung des Mietvertrags. Die Vorgehensweise der Mieterin verstößt gegen die Sicherungsabrede im Mietvertrag und ist treuwidrig (AG München, Az.: 432 C 1707/16). ARAG

Sicherheitsschlösser muss der Mieter selber zahlen Wer zum Schutz gegen Einbrecher seine gemietete Wohnung absichern möchte, kann dies mit einem Sicherheitsschloss tun. Doch obwohl die Polizei hierzu rät: Die Kosten muss der Mieter selber tragen. Der Vermieter darf den Einbau eines Sicherheitsschlosses nicht verbieten. Bei Auszug müsse der Mieter die Sicher-

heitstechnik allerdings wieder entfernen. Darüber hinaus glauben manche Vermieter, dass sie einen Wohnungsschlüssel der vermieteten Wohnung behalten dürfen. Das stimmt nicht. Dem Mieter stehen alle Wohnungsschlüssel zu. Und der Mieter darf diese Schlüssel auch vervielfältigen und an Dritte, z. B. Postboten, weitergeben. DAV

Wenn gelegentlich mal verschossene Fußbälle von einem Sportplatz auf einem Nachbargrundstück landen, dann muss das ein Immobilienbesitzer hinnehmen. Aber wie bei allen sonstigen Dingen im Leben gibt es auch hier eine Zumutbarkeitsgrenze. Die sah ein Grundstückseigentümer überschritten, als er nach seiner eigenen, langfristigen Zählung im Jahresdurchschnitt sage und schreibe 134 Bälle aufsammeln musste. Er empfand das als erhebliche Störung. Diese Menge erschien auch

(Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Aktenzeichen 12 U 184/14) LBS

Wohnen in der WG: Wer wird Vertragspartner? Gerade in den Uni-Städten wird preiswerter Wohnraum gesucht. Der Einzug in eine WG bietet sich daher für so manchen Studenten an. Der Mietvertrag ist in diesem Fall ein Besonderer, denn einiges gibt es zu beachten. Zum Beispiel, wer Vertrags-

Einzugsermächtigung Hiermit ermächtige ich Haus+Grundeigentümer Bochum e.V. widerruflich ab dem die Beiträge von nachstehendem Konto abzubuchen: IBAN: DE BIC:

Name des Kreditinstituts PLZ

dem zuständigen Oberlandesgericht zu viel, das der Eigentümer eingeschaltet hatte. Einen Ball pro Woche bezeichnete der Zivilsenat als einen erträglichen Durchschnittswert. Dafür musste der Betreiber des Platzes sorgen, sonst drohte ein Ordnungsgeld. Allerdings war ohnehin geplant, ein höheres Ballfangnetz anzuschaffen, das die Zahl der verirrten Geschosse dann noch weiter reduzieren könne.

Ort des Kreditinstituts

Wenn das Konto die erforderliche Deckung nicht ausweist, besteht seitens des kontoführenden Kreditinstituts keine Verpflichtung zur Einlösung. Einen eventuell bestehenden Dauerauftrag zur Überweisung der Beiträge habe ich löschen lassen. __________________________________________ __________________________ Name des Mitglieds Mitglieds-Nr. ______________________________________________________________________ Anschrift __________________________________________ _________________________ Ort/Datum Unterschrift

partner des Vermieters ist. Grundsätzlich ist es so, dass alle WG-Mieter Vertragspartner sein können aber auch nur eine einzelne Person. Für mehrere Mieter spricht die Haftung als Gesamtschuldner. Jeder haftet für die gesamte Miete. Unbequem ist es allerdings, denn in einer WG wechseln häufig die Mieter und jeder einzelne Bewohner muss aus dem Vertrag durch den Vermieter entlassen werden und im Gegenzug muss natürlich jeder neue Mieter aufgenommen werden. Der Vermieter muss übrigens nicht jeden Mieter, den die WG sich vorstellt, auch akzeptieren. Gelingt es nicht, einen neuen Mieter aufzunehmen, muss ggf. der gesamte Mietvertrag gekündigt werden. Gibt es stattdessen nur einen Mieter als Vertragspartner, benötigt dieser für die Untervermietung die Genehmigung des Vermieters. Und in der Haftung für die gesamte Miete steht nur der Hauptmieter dem Vermieter zur Verfügung. Zieht der Hauptmieter aus, bedeutet dies dann auch das Ende der WG, es sei denn, der Vermieter lässt sich auf einen neuen Hauptmieter ein. pr 6/2016


Recht

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Warnung vor Vermittlung unbebaubarer GrundstĂźcke Wer baut, braucht ein GrundstĂźck. Die sind rar. Angehende Bauherren sind deshalb schon mal bereit, ungewĂśhnliche Wege zu gehen, um an das begehrte Terrain zu kommen, wie etwa der gemeinsame Kauf und die anschlieĂ&#x;ende Parzellierung eines groĂ&#x;en GrundstĂźcks mit anderen zusammen. Das kann ins Auge gehen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). In Hamburg sind schon mehrere Bauherren einem besonders ausgeklĂźgelten Verkaufsmodell aufgesessen: Ein GrundstĂźcksvermittler sucht auf dem freien Markt ein groĂ&#x;es Areal. Er signalisiert dem Verkäufer Interesse und bietet das Terrain dann mehreren grundstĂźckssuchenden Bauherren an. Die Bauherren packen die Gelegenheit beim Schopf, gehen zum Notar und kaufen das Areal gemeinsam. Parallel dazu hat der GrundstĂźcksvermittler den Bauherren eine Baufirma vorgestellt, die ihnen auf dem GrundstĂźck den Bau von Reihen- oder Doppelhäusern anbietet. Scheinbar passt alles

perfekt. Auch hier schlieĂ&#x;en die Bauherren den Vertrag ab - und gehen damit endgĂźltig in die Falle. Dr. Florian KrauseAllenstein, VPB-Netzwerkanwalt in Hamburg, erklärt das Problem: "Im Bauvertrag fĂźr die Häuser steht, dass die Bauherren dafĂźr sorgen mĂźssen, dass die geplanten Häuser auf dem GrundstĂźck auch gebaut werden kĂśnnen und dĂźrfen." Kaum sind die Verträge abge-

zer Ăźber den gemeinsamem Kauf des Areals, und den dritten mit der Baufirma Ăźber den Bau der Häuser. Der RĂźcktritt vom Projekt ist nicht mĂśglich, denn: Der private Vermittler hat den Käufern nichts versprochen auĂ&#x;er der Vermittlung eines GrundstĂźcks. Auch der ehemalige EigentĂźmer hat niemals zugesagt, dass das Areal in einer bestimmten Form bebaut werden darf. Und

Problematische Entwicklung birgt ein sehr hohes Risiko fßr Bauherren schlossen, gerät das Kartenhaus ins Rutschen: Als nächstes stellt sich nämlich heraus, dass das Grundstßck gar nicht in der gewßnschten Form bebaut werden darf. Die bestellten Häuser werden an dieser Stelle von der BehÜrde nicht genehmigt. Was kÜnnen die Bauherren tun? Nichts. Die Bauherren haben drei Verträge abgeschlossen: den ersten mit dem Grundstßcksvermittler, ßber die Vermittlung eines Grundstßcks, den zweiten mit dem Grundstßcksbesit-

die Baufirma wiederum pocht auf den Vertragspassus, wonach die Bauherren dafßr sorgen mßssen, dass die beauftragten Immobilien auch auf dem Grundstßck gebaut werden kÜnnen. Auf dem Grundstßck bleiben die Bauherren sitzen. Den Bauvertrag kÜnnen sie zwar kßndigen, aber das wird teuer. Der Anwalt hat schon mehrere Bauherren vertreten, die sich in dieses System verstrickt hatten. In einigen Fällen endete das Dilemma sogar mit der

Privatinsolvenz der Betroffenen. Auch VPB-Sachverständiger Herbert Oberhagemann rät angehenden Bauherren zu grĂśĂ&#x;ter Vorsicht. Auch wenn der GrundstĂźcksmarkt leergefegt ist, sollten angehende Bauherren solche Offerten nicht annehmen. Nicht verlassen kĂśnnen sich die angehenden Bauherren in dieser Sache Ăźbrigens auf den Notar. Er kennt und prĂźft nur den GrundstĂźckskaufvertrag, den er beurkundet. Er muss nicht nachforschen, was seine Mandanten mit dem GrundstĂźck vorhaben und ob das auch funktioniert wie gewĂźnscht. Bauherren mĂźssen hier selbst aktiv werden und ihr VermĂśgen schĂźtzen. Sie sollten alle Verträge grundsätzlich vor Unterschrift prĂźfen lassen. Einem Bausachverständigen und einem Baurechtsanwalt entgehen solche Fallen nicht. Sie kennen die Verfahrenswege, die beim Bauen gelten - und sie kennen die Tricks, mit denen die schwarzen Schafe in der Branche arbeiten."

Es gibt Häuser und Grundstßcke, die kann man nicht verkaufen und nicht verwalten... ...aber fßr den Rest gibt es uns: x6DFKNXQGLJHXQG]XYHUOÇVVLJH9HUZDOWXQJ von Häusern und Grundstßcken x 8PIDVVHQGH9HUZDOWXQJYRQ:RKQXQJV eigentum nach den Grundsätzen des Wohnungseigentumsrechts x$QXQG9HUNDXIYRQ+ÇXVHUQ Wohnungen und Grundstßcken x 9HUWUDXHQVYROOH%HUDWXQJXQG Abwicklung von Haus-, Wohnungs- und Grundstßcksverkäufen

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Finanzen

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Nebenkostenvereinbarung:

Änderung nur mit der Zustimmung aller Mieter Wenn die Nebenkostenvereinbarung innerhalb einer Wohnanlage geändert werden soll, dann kann das nicht einfach so geschehen und dadurch legitimiert werden, dass niemand formal Beschwerde eingelegt hat. Alle Mieter müssen zustimmen. (Bundesgerichtshof, Az: VIII ZR 326/14) Der Fall: Eine Eigentümerin ging dazu über, die Nebenkosten nicht mehr abzurechnen, sondern die bisherigen Vor-

auszahlungen als Pauschale zu behandeln. Zur Rechtfertigung ihres Vorgehens führte sie an, dass sei während eines Gesprächs im Treppenhaus mit dem Mieter so vereinbart worden. Dessen Ehefrau und Mitmieterin sei zwar nicht dabei gewesen, habe sich aber in der Folgezeit nicht ausdrücklich gegen diese Umstellung gewendet. Das Urteil: Der BGH kam zu dem Ergebnis, man könne das

Verhalten der Mitmieterin nicht als stillschweigende Zustimmung werten. Deswegen sei die geltend gemachte Umstellung der Nebenkostenab-

rechnung hinfällig. Um einen solchen Schritt juristisch korrekt zu begründen, bedürfe es der Einwilligung aller Mieter. LBS

Verdacht auf Mängel: Immobilie prüfen lassen Die meisten kaufen neue Eigentumswohnungen direkt vom Bauträger. Den Preis zahlt man dabei meist in vorab vereinbarten Raten nach der Abschlagszahlungsverordnung, entsprechend dem Baufortschritt. Der Kauf wird beim Notar protokolliert. Auf den Namen der Käufer wird eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen. Zur Sicherheit. Käufer sollten sich aber nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn falls sie mit ihren Raten in Verzug geraten, ist die Wohnung unter Umständen schnell wieder weg. Problematisch sind alle Fälle, in denen nicht ganz klar ist, wann eine Abschlagszahlung fällig wird. Zwar sind die Raten vertraglich vereinbart, aber sie werden immer erst bei einem bestimmten Bautenstand fällig. Ob und wann dieser erreicht ist, darüber gibt es häufig Streit zwischen Bauherren und Baufirmen. Besonders schwierig ist dies bei Eigentumswohnungen, wo Käufer ja nicht nur ihr Sondereigentum bezahlen müssen, sondern vor allem das Gemeinschaftseigentum. Während in einem Teil des Hauses alles schon weitgehend fertig ist, hinken die Arbeiten in einem anderen noch hinterher oder sind sogar mangelhaft. Was gilt dann? Ab wann ist der Bautenstand erreicht, der die nächste Abschlagszahlung auslöst? Und wie verhält es

sich bei Mängeln? Das Kammergericht in Berlin verhandelte einen Fall, in dem die Käufer eine bereits fertiggestellte Musterwohnung übernommen hatten. Weil das Haus und damit das Gemeinschaftseigentum aber noch nicht so weit war, mussten die Käufer den Kaufpreis nicht auf einmal entrichten, sondern ebenfalls in Etappen. Die Abschlagsraten waren allerdings missverständlich vereinbart. Es kam zum Streit. Die Käufer behielten Abschläge ein. Der Bauträger mahnte sie mehrfach an und kündigte dann den Vertrag. Das Kammergericht gab dem Bauträger recht (Urteil vom 1.7.2014 in einem Fall zum Aktenzeichen 7 U 161/13). Die Käufer verloren die Wohnung. Viele Bauherren verweigern die Zahlung, wenn sie einen oder mehrere Mängel an ihrem Objekt vermuten. Im Prinzip ist das richtig, aber nicht jeder Mangel rechtfertigt die Zurückhaltung einer Rate. Bevor die Bauherren eine Rechnung nicht überweisen, sollten sie unbedingt mit dem Sachverständigen und Anwalt klären, wie es tatsächlich um Bautenstand und Mängel bestellt ist und in welchem Umfang sie Geld zurückbehalten dürfen. Letzteres ist nämlich gesetzlich geregelt. Andernfalls können die Käufer in Verzug geraten. Und das wiederum erlaubt es dem Bauträger, nach entsprechenden Fristen, vom Vertrag zurückzutreten.

Und das machen manche Bauträger ohne Hemmungen, beobachtet der VPB, denn angesichts der immer noch steigenden Preise am Wohnungsmarkt können sie die halbfertige Wohnung heute zu weit höheren Preisen an neue Käufer veräußern als noch vor einigen Monaten. Für die ursprünglichen Käufer ist der Rücktritt ihres Bauträgers vom Wohnungskaufvertrag eine dramatische Entwicklung, die sie vermeiden sollten: Sie verlieren die Wohnung, die womöglich sogar der Mittelpunkt ihres zukünftigen Lebens werden sollte. Und ob die Käufer ihr bereits investiertes Geld zurückbekommen, ist ebenfalls nicht sicher. Mit dem Rücktritt verlieren die Erwerber nämlich ihre Vormerkung. Geht beispielsweise der Bauträger pleite, ist ihr Anspruch wirtschaftlich weitgehend wertlos. In jedem Fall wird der erzwungene Ausstieg aus dem Immobilienkauf teuer, denn der Kredit läuft weiter und kann oft nur mit hoher Vorfäl-

ligkeitsentschädigung abgelöst werden. Außerdem haben Makler und Notar ihre Tätigkeit längst abgeschlossen und Honorar und Gebühren in Rechnung gestellt. Damit Käufer von Eigentumswohnungen nicht aus Versehen in Verzug geraten oder weil sie eine Situation falsch einschätzen, sollten sie sich unabhängig beraten lassen – vor Vertragsabschluss und auch während der Bauzeit. Vorher, damit sie verstehen, welche Regelungen im Vertrag vereinbart sind, und während der Bauphase, damit sie – mithilfe ihrer technischen und rechtlichen Berater – erkennen, ob und wann ein Bautenstand erreicht ist oder nicht. Ob er Mängel hat und falls ja, ob diese Mängel die Zurückhaltung einer Rate oder eines Teils davon rechtfertigen. So zahlen sie weder Geld für teuren Pfusch, der hinterher mangels Druckmöglichkeit kaum noch beseitigt werden kann, noch riskieren sie durch übertriebene Zurückhaltung ihre Immobilie. VPB

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Bei Kaufpreisausfall oder Insolvenz des Käufers wird die Grunderwerbsteuer nicht geringer Beim GrundstĂźckskauf fĂźhrt der Ausfall der Kaufpreisforderung aufgrund einer Insolvenz des Käufers nicht zu einer Ă„nderung der Bemessungsgrundlage fĂźr die Grunderwerbsteuer, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 12. Mai 2016 II R 39/14 entschieden hat. Im Streitfall hatte eine GmbH 1998 eine zuvor landwirtschaftlich genutzte Fläche erworben, die sie erschlieĂ&#x;en und in einzelne BaugrundstĂźcke aufgeteilt weiterverkaufen wollte. Der Kaufpreis betrug insgesamt 6.897.700 DM und war bis zum Abverkauf der einzelnen BaugrundstĂźcke gestundet. Der bis zum 31.12.2006 noch nicht fällig gewordene Restkaufpreis sollte am 15.1.2007 in einer Summe fällig und zahlbar sein. Das Finanzamt setzte die Grunderwerbsteuer i.H.v. 219.691 DM fest. Es ging dabei von einer Bemessungsgrundlage von 6.897.700 DM aus, zinste diesen Betrag jedoch wegen der Stundung des Kaufpreises um 620.793 DM

ab. In 2006 geriet der Verkauf der BaugrundstĂźcke ins Stocken. Die GmbH konnte ihre Zahlungsverpflichtungen nicht erfĂźllen. Ăœber ihr VermĂśgen wurde das Insolvenzverfahren erĂśffnet. Bis dahin hatte die GmbH auf den Kaufpreis nur Teilzahlungen in HĂśhe von insgesamt 2.567.800 â‚Ź (5.022.180 DM) geleistet. Weitere Zahlungen erfolgten nicht mehr. Der Insol-

ren Wert begrßnden. Da zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrags die Beteiligten davon ausgehen, dass der Kaufpreis auch tatsächlich entrichtet wird, ist dieser mit seinem Nennwert als Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer anzusetzen. Unerheblich ist, ob der Grundstßckskäufer den Kaufpreis später tatsächlich zahlt oder der Verkäufer mit der Kaufpreisforderung

trags noch kommt es zu einer Herabsetzung des Kaufpreises, da fĂźr dessen Bestimmung der Zeitpunkt des Vertragsschlusses maĂ&#x;geblich ist. Eine Ă„nderung kommt auch nicht nach § 16 Abs. 3 des Grunderwerbsteuergesetzes in Betracht. Danach kann zwar die Herabsetzung der Kaufpreisforderung nach Abschluss des Kaufvertrags zu einer Ă„nderung des Grunderwerbsteuerbescheids fĂźhren. Der teilweise Ausfall der Kaufpreisforderung aufgrund der Insolvenz des Käufers ist aber keine derartige Herabsetzung des Kaufpreises.

Entscheidung ist auch allgemein von Bedeutung venzverwalter beantragte beim FA erfolglos die Herabsetzung der Grunderwerbsteuer. Die Klage des Insolvenzverwalters vor dem Finanzgericht hatte ebenfalls keinen Erfolg. Der BFH bestätigte die Klageabweisung. Bei einem GrundstĂźckskauf bemisst sich die Grunderwerbsteuer nach dem Kaufpreis einschlieĂ&#x;lich der vom Käufer Ăźbernommenen sonstigen Leistungen. Die Kaufpreisforderung ist mit ihrem Nennwert anzusetzen, wenn nicht besondere Umstände einen hĂśheren oder geringe-

ganz oder zum Teil ausfällt. Dies hat keine Auswirkungen auf die festgesetzte Grunderwerbsteuer. Wie der BFH jetzt klargestellt hat, ist es ebenso, wenn ßber das VermÜgen des Käufers das Insolvenzverfahren erÜffnet wird. Zwar wird dann die Kaufpreisforderung uneinbringlich, soweit der Verkäufer im Insolvenzverfahren nicht befriedigt wird. Dies berßhrt aber weder die Wirksamkeit des Kaufver-

Der Entscheidung des BFH kommt ßber den Streitfall hinaus allgemeine Bedeutung zu. So käme eine Minderung der Grunderwerbsteuer aufgrund eines Zahlungsausfalls des Käufers zum Beispiel auch dann nicht in Betracht, wenn der Verkäufer Grunderwerbsteuerschuldner ist.

Werbungskosten bei unbebautem GrundstĂźck

Bebauungsabsicht muss erkennbar und konkret sein Aufwendungen fĂźr ein unbebautes GrundstĂźck sind als vorab entstandene Werbungskosten bei den EinkĂźnften aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig, wenn ein ausreichender Zusammenhang mit einer beabsichtigten Bebauung des GrundstĂźcks und anschlieĂ&#x;ender Vermietung oder Verpachtung des Gebäudes besteht. Der Wille, EinkĂźnfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, muss aus den äuĂ&#x;eren Umständen erkennbar und in ein konkretes Stadium getreten sein. Das bedeutet aber nicht, dass der Steuerzahler in jedem Fall schon mit der Bebauung begonnen haben muss; die Absicht kann sich auch aus hinreichend eindeutigen Vorbereitungshandlungen ergeben. 6/2016

Finanzielle Schwierigkeiten stehen der Annahme der Bebauungsabsicht nicht entgegen. Erforderlich ist allerdings, dass der Steuerzahler damit rechnen konnte, das Grundstßck in ßberschaubarer Zeit bebauen zu kÜnnen und dass er seine Bauabsicht nachhaltig zu verwirklichen versucht. Ein vorsichtiges auf das Ansparen von Eigenkapital gerichtetes Finanzierungsverhalten spricht nicht gegen die behauptete Bebauungsabsicht. Die entsprechenden Mittel mßssen aber tatsächlich angesammelt werden. Die spätere Verwendung der angesparten Mittel kann rßckwirkend von Bedeutung sein. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 1. Dezember 2015, Aktenzeichen IX R 9/ 15. BStZ

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Steuern/Finanzen

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Werbungskosten: Disagio sofort abziehen Ein Disagio (Damnum) ist nur dann nicht sofort als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig, wenn es sich nicht im Rahmen des am aktuellen Kreditmarkt Üblichen bewegt. Wird eine Disagiovereinbarung mit einer Geschäftsbank wie unter fremden Dritten geschlossen, ist dies ein Beweisanzeichen für die Marktüblichkeit. Mit diesem Urteil weicht der Bundesfinanzhof von der Auffassung der Finanzverwaltung ab, wonach ein Disagio von

höchstens 5 Prozent noch als marktüblich angesehen werden kann. Was marktüblich ist, ist nach den aktuellen Verhältnissen auf den Kreditmarkt bezogen auf das konkrete finanzierte Objekt zu entscheiden, so der Bundesfinanzhof in seinen Erläuterungen. Die Marktüblichkeit an einen festen Zinssatz zu koppeln, wie das die Finanzverwaltung macht, kommt insoweit nicht in Betracht. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 8. März 2016, AktenzeiBStZ chen IX R 38/14.

Finanzamt darf Bonuszahlungen der Krankenkasse nicht berücksichtigen Bonuszahlungen der Krankenkasse für freiwillige Gesundheitsmaßnahmen sind keine Beitragsrückerstattung. D.h. die Krankenkassenbeiträge für die Basisversorgung dürfen in voller Höhe in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben abgesetzt werden. Die Finanzämter kürzten bisher in diesen Fällen die abzugsfähigen Krankenkassenbeiträge um die Bonuszahlung und berücksichtigten zum Nachteil der Steuerzahler deshalb nur geringere Beiträge. Zu Unrecht, wie der Bundesfinanzhof entschied (AZ.: X R 17/15). Im Entscheidungsfall gewährte die Krankenkasse ihrem Versicherten einen Zuschuss i.H.v. 150 Euro für bestimmte Vorsorgemaßnahmen wie Krebsvorsorge, die dieser privat bezahlt hatte. Das FA kürzte die Beiträge zur Krankenversicherung um die Bonuszahlung und berücksichtigte nur den geminderten Betrag als Sonderausgabe. Der BFH entschied, dass Krankenkassenbeiträge in voller Höhe steuerlich berücksichtigt werden müssen. Eine Verrechnung von Beiträgen und Bonus sei nicht möglich, denn die Bonuszahlung hänge nicht mit der Basisabsicherung im Krankheitsfall zusammen, so das Urteil. BStZ

BFH konkretisiert den Begriff der Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen:

Anschaffungsnahe Herstellungskosten statt Sofortabzug Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit drei Urteilen vom 14. Juni 2016 IX R 25/14, IX R 15/15 und IX R 22/15 den Begriff der „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ in § 6 Abs. 1 Nr. 1a des Einkommensteuergesetzes (EStG) für die Fälle konkretisiert, in denen in zeitlicher Nähe zur Anschaffung neben sonstigen Sanierungsmaßnahmen reine Schönheitsreparaturen durchgeführt werden. Der BFH bezieht auch diese Aufwendungen in die anschaffungsnahen Herstellungskosten ein, so dass insoweit kein sofortiger Werbungskostenabzug möglich ist. In den Streitfällen hatten die Kläger Immobilienobjekte erworben und in zeitlicher Nähe zur Anschaffung umgestaltet, renoviert und instandgesetzt, um sie anschließend zu vermieten. Dabei wurden z. B. Wände eingezogen, Bäder erneuert, Fenster ausgetauscht und energetische Verbesserungsmaßnahmen sowie Schönheitsreparaturen durchgeführt. Die Kläger machten sofort

abziehbare Werbungskosten geltend. Da die gesamten Nettokosten der Renovierungen jeweils 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes überstiegen, ging das Finanzamt gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG von sog. „anschaffungsnahen“ Herstellungskosten aus, die nur im Wege der Absetzungen für Abnutzung (AfA) über die Nutzungsdauer des Gebäudes verteilt steuerlich geltend

ten in den finanzgerichtlichen Verfahren geltend, dass jedenfalls die Aufwendungen für reine Schönheitsreparaturen (wie etwa für das Tapezieren und das Streichen von Wänden, Böden, Heizkörpern, Innen- und Außentüren sowie der Fenster) nicht unter den Begriff der „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ fallen könnten, sondern isoliert betrachtet werden müssten.

Schönheitsreparaturen und Maßnahmen, die das Gebäude erst vermietbar machen oder die es über den ursprünglichen Zustand hinaus wesentlich verbessern, sind „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen" gemacht werden können. Nach dieser Vorschrift gehören die Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen zu den Herstellungskosten eines Gebäudes, wenn diese innerhalb von drei Jahren nach dessen Anschaffung durchgeführt werden und wenn die Nettokosten (ohne Umsatzsteuer) 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Die Steuerpflichtigen mach-

Kosten für Schönheitsreparaturen seien mithin auch nicht zusammen mit anderen Kosten der Sanierung - als „anschaffungsnahe“ Herstellungskosten anzusehen, sondern dürften als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden. Dem widerspricht der BFH in seinen neuen Urteilen. Danach gehören auch reine Schönheitsreparaturen sowie Maß-

nahmen, die das Gebäude erst betriebsbereit (d.h. vermietbar) machen oder die es über den ursprünglichen Zustand hinaus wesentlich verbessern (Luxussanierung) zu den „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ i.S. des § 6 Abs. 1 Nr. 1a Satz 1 EStG. Dies begründet er mit dem vom Gesetzgeber mit der Regelung verfolgten Zweck, aus Gründen der Rechtsvereinfachung und -sicherheit eine typisierende Regelung zu schaffen. Nach dieser Rechtsprechung müssen nunmehr grundsätzlich sämtliche Kosten für bauliche Maßnahmen, die im Rahmen einer im Zusammenhang mit der Anschaffung des Gebäudes vorgenommenen Sanierung anfallen, zusammengerechnet werden; eine Segmentierung der Gesamtkosten ist nicht zulässig. Übersteigt die Gesamtsumme der innerhalb von drei Jahren angefallenen Renovierungskosten sodann 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes, kann der Aufwand nur nach den AfA-Regelungen abgeschrieben werden.

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Steuern/Finanzen

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Auszug aus dem Schwarzbuch:

Das Steuergeld versickert Nordrhein-Westfalen ist mit 21 Fällen im Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung 2016/2017“ des Bundes der Steuerzahler vertreten. Hier einige typische Beispiele, wie gedankenlos der Staat mit dem Geld der Steuerzahler oft umgeht. Alle Informationen und Bestellmöglichkeit unter www.schwarzbuch.de. Bielefeld. Als die Baukosten der Fachhochschule Bielefeld von 161 auf ca. 260 Millionen Euro stiegen, landete das Projekt 2014 im Schwarzbuch. Inzwischen sind die Gebäude mit einem Jahr Verspätung bezogen und die Kosten weiter gestiegen: auf knapp 280 Millionen Euro. Vorerst. Bochum. Das Musikzentrum wird später fertig als geplant und rund 4,2 Millionen Euro teurer als veranschlagt. Wie auch immer die Stadt die Mehrkosten konkret „kompensiert“: Der Steuerzahler ist’s, der zahlt. Ende vom Lied. Dortmund. Die Stadt Dortmund baut eine Brücke im Rombergpark, obwohl es genügend andere Brücken gibt. Als Argument schiebt sie Barrierefreiheit vor, aber vorhandene Brücken könnten auch ausgebaut werden. Weil das Gebiet sehr steil ist, muss die neue Brücke im Zickzack verlaufen, wird 255 Meter lang und kostet dann 6,6 Mio. Euro. Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf hat ein Haus gut 16 Jahre lang so verwahrlosen lassen, dass es ein Fall für die Abrissbirne wurde. Um zu verhindern, dass sich Fassadenteile lösen, wurde das Gebäude 2012 eingerüstet. Seitdem sind Kosten von fast 51.500 Euro entstanden. Erst jetzt hat die Stadt entschieden, das Haus abzureißen und für 1,2 Mio Euro an gleicher Stelle neu zu bauen. Düsseldorf. In die Millionen geht der Umbau des Aquazoos. Er wird statt geplanter knapp 13 Mio. mindestens 18 Mio. Euro kosten. 6/2016

Ob die Investitionen auf Dauer steigende Besucherzahlen garantieren, muss sich erst noch zeigen. Essen. Das Schwarzbuch 2015 berichtete über das Essener Fußballstadion, das immer teurer wurde. Da die Stadt pleite ist, hätte sie sich das Stadion gar nicht leisten dürfen. Eine für den Bau des Stadions zuständige Stadttochter verhob sich finanziell bei dem Projekt und beschaffte fehlendes Geld auf krummen Wegen. Nun wird klar: Nicht nur die gestiegenen Baukosten, sondern auch viel höhere Betriebskosten als gedacht können nur mit Hilfe städtischer Zuschüsse finanziert werden. Für das Fußballstadion muss nun woanders gespart werden. Hamm. Die Stadt wollte für mehr als sechs Mio. Euro zwei Brücken über die Lippe und den Datteln-Hamm-Kanal bauen lassen, obwohl in der Nähe bereits Brücken sind. Mittlerweile stehen die beiden Brücken. Doch bis dahin war es ein pannenreicher und teurer Weg. Köln. Seit 2012 wird am Umbau der Kölner Oper gebaut, aber immer wieder treten Fehler und Verzögerungen auf. Mittlerweile kostet die Sanierung statt der geplanten 230 schon 460 Mio. Euro. Auch die Interimsstätten verschlingen Unsummen. Im Moment ruhen die meisten Arbeiten. Im ersten Quartal 2017 sollen der endgültige Wiedereröffnungstermin und der neue Kostenrahmen für die Sanierung bekanntgegeben werden. Schleiden. Der Umbau und die Sanierung der Burg Vogelsang in der Eifel werden nochmals teurer. Hatte der BdSt im Schwarzbuch 2015 über eine Kostensteigerung von 3,4 Millionen Euro berichtet, sind jetzt daraus zehn Millionen Euro geworden. Zu befürchten ist, dass die Mehrkosten zu Einsparungen bei der Bildungsarbeit auf Vogelsang führen werden.

Außergewöhnliche Belastungen:

Unter Umständen auf mehrere Jahre verteilbar Aufwendungen, die einem Steuerzahler für den behindertengerechten Umbau seiner Wohnung entstehen und als außergewöhnliche Belastungen anzuerkennen sind, kann der Steuerzahler aus Billigkeitsgründen auf mehrere Jahre verteilen, wenn zu geringe Jahreseinkünfte dem vollen Abzug der Aufwendungen im Jahr der Zahlung entgegenstehen. Die Verteilung von außergewöhnlichen Belastungen im Wege der Billigkeit auf mehrere Jahre ist in der Rechtsprechung umstritten. Während das Finanzgericht Saarland in einem Urteil vom 6. August 2013 die gleiche Auffassung wie das Finanzgericht Düsseldorf vertrat, lehn-

te das Finanzgericht BadenWürttemberg mit Urteil vom 23. April 2015 eine Verteilung über mehrere Jahre ab. Die Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts BadenWürttemberg ist unter dem Aktenzeichen VI R 36/15 beim Bundesfinanzhof anhängig. x 8UWHLO GHV )LQDQ]JHULFKWV Düsseldorf vom 20 . August 2014, Aktenzeichen 4 K 718/13 E. BStZ

Langfristig unbebautes Grundstück:

Werbungskostenabzug ist dennoch möglich Wer eine Immobilie vermieten oder verpachten will, der kann auch schon im Vorfeld Werbungskosten geltend machen – zumindest für die Ausgaben, die nötig sind, um das Objekt zu finanzieren und in einen vermietungsfähigen Zustand zu bringen. Auch längere Zeiten ohne Baumaßnahmen sind dabei durchaus vorstellbar. (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX R 9/15) Der Fall: Ein Grundstückskäufer hatte ein unbebautes Grundstück erworben, um darauf eine vermietbare Immobilie zu errichten. Doch es dauerte sehr, sehr lange – insgesamt zehn Jahre –, bis sich das Projekt realisieren ließ. Trotzdem machte der Betroffene in seiner Steuererklärung vorweggenommene Werbungskosten für die Zinsen zur Finanzierung des Grundstücks geltend. Das Finanzamt verweigerte das mit der Begründung, die Bebauungsabsicht sei nicht ausreichend nachgewiesen worden. Das Urteil: Der Bundesfinanz-

hof legte fest, dass die lange Wartefrist alleine nicht ausschlaggebend sein könne für die Ablehnung von Werbungskosten. Das spreche nicht automatisch gegen eine Bebauungsabsicht, sondern müsse trotzdem kritisch geprüft werden. Es sei ein Hinweis gewesen, dass einerseits eine Baupflicht bestand, andererseits auch Baupläne entstanden und an der Finanzierung gearbeitet wurde. Und schließlich habe ja am Ende der vielen Jahre tatsächlich ein vermietbares ObLBS jekt gestanden.

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Steuern/Finanzen

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Mieteinkünfte für betreutes Wohnen sind Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung Erträge aus der Vermietung von Wohnungen im Rahmen des sogenannten betreuten Wohnens (zum Beispiel bei Boarding-Häusern) sind nicht als Einnahmen aus Gewerbebetrieb, sondern als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung anzusehen, wenn von dem Vermieter neben der Vermietungsleistung lediglich unterstützend Leistungen für die altersadäquate Wohnungsnutzung der Mieter erbracht werden.

Entscheidend für die Beurteilung ist, wer die anderen Leistungen gegenüber dem Mieter erbringt. Solange der Kooperationspartner des Vermieters die Leistungen unmittelbar an die Mieter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erbringt, liegen keine gewerblichen Einkünfte des Vermieters vor. Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 17. Februar 2016, Aktenzeichen 4 K BStZ 1349/ 15

Grundsteuerbelastung wird ab 2022 deutlich steigen Die Länderfinanzminister wollen die Grundsteuer überarbeiten und Millionen Grundstücke neu bewerten lassen. Doch ihr Reform-Vorschlag ist zu kompliziert, zu aufwendig und könnte Neubauten verhindern, zeigt das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die ideale Lösung wäre ganz einfach: Die Grundsteuer als reine Bodensteuer. Über die Grundsteuer fließen jährlich Milliarden Euro in die Kassen der Kommunen. Doch eine Reform der Steuer ist auch dringend nötig: So bemisst sich der Wert des Bodens am Einheitswert – dem Wert eines Grundstücks zu einem bestimmten Stichtag. In Westdeutschland stammt dieser aus dem Jahr 1964, in Ostdeutschland noch aus dem Jahre 1935. Mit dem heutigen Wert der Grundstücke hat das nichts mehr zu tun. Die Minister wollen daher eine Neubewertung mit Stichtag 2022. Als Grundlage sollen Bodenrichtwerte dienen, die von Gutachtern erhoben werden. „Ein leicht umzusetzender Vorschlag, denn die Daten liegen fast für ganz Deutschland vor“, sagt IW-Ökonom Ralph Henger. Probleme machen aber die Gebäude, die nach dem Willen

der Minister weiterhin in die Berechnung der Steuer einfließen sollen. Sie würden künftig vereinfacht erfasst und müssten dazu neu dann bewertet werden. Eine langwierige und teure Arbeit – bei hierzulande rund 35 Millionen Grundstücken. Über Jahre wäre unklar, welche Steuern anfallen. Das könnte Investoren verschrecken, warnt das IW Köln. Zudem stellen die MinisterPläne gerade Neubauten schlechter und bestrafen Investitionen in den Bestand – beispielsweise den Dachgeschossausbau – mit höheren Steuern. Wer den Wert seines Hauses erhöht, muss dem Fiskus mehr zahlen. „Das ist eine investitionsfeindliche Politik und ein fatales Signal für den Wohnungsmarkt“, ergänzt IWÖkonom Thilo Schaefer. Sinnvoller wäre es, die Grundsteuer als reine Bodensteuer zu konzipieren. Die Gebäude würden nicht mitgerechnet – Bauen würde damit auch attraktiver. „Wenn ein Grundstück ohne Haus ebenso viele Steuern kostet wie ein bebautes Grundstück, werden Investitionen wahrscheinlicher“, sagt Henger. Gerade in Großstädten und ihren angespannten Wohnungsmärkten wäre dies sicher bitter nötig. IW

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