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I

THE


EDITORIAL

Im Urlaub kann

SURFEN

teuer sein

rlaubszeit ist Müßiggang. Oder doch nicht? Fakt ist, dass bei den meisten Menschen das mobile Endgerät auch am Strand fast immer am Start ist. Und es muss ja nicht unbedingt immer die Arbeit sein, die zum Blick auf das Smartphone nötigt. Manchmal geht es auch nur darum, sich über die jüngsten Transferentwicklungen in der Fußballbundesliga auf dem Laufenden zu halten.

U

Aber egal ob Unternehmenskennzahlen oder Sport-News: Der Abruf von Informationen mit dem mobilen Endgerät im Ausland kann einen immer noch sehr teuer zu stehen kommen. Surfen im Urlaub – solange nicht wörtlich gemeint, sondern auf das Daten-Roaming bezogen – ist nach wie vor ein exklusives Vergnügen. Dabei ist der fi nanzielle Schaden gedeckelt, solange man sich in der EU aufhält. Denn dort (bzw. hier) erhält man netterweise eine Benachrichtigung, sobald man knapp 60 Euro an Datenabruf „abgearbeitet“ hat. Im Nicht-EU-Ausland existiert dieser Service nicht. Stellt sich die Frage, ob man im Urlaub nicht vielleicht auch mal das mobile Kommunikationsgerät in die Ecke legen sollte und das virtuelle Surfen gegen seinen gleichnamigen Bruder aus der realen Welt eintauscht. Dann ist man zwar für einige Zeit nicht auf dem absolut aktuellsten Stand. Na und? Dafür ist man nach zwei oder drei Stunden in der Welle sicher wieder aufnahmefähiger als vorher und kann all die einströmenden Informationen mental gestärkt viel besser verarbeiten. Das Problem mit dem Daten-Roaming hat man auf diese Weise allerdings nur temporär vermieden.

Guido Piech, verantwortlicher Redakteur von MOBILE BUSINESS

VIEL SPASS BEIM LESEN DIESER AUSGABE,

Guido Piech

IHR FEEDBACK AN redaktion@mobilebusiness.de oder 02204/92140

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TOPSTORY 038

KAUFANREIZE SCHAFFEN Mobiles Marketing: Der Begriff ist gar nicht so neu, wie mancher vermuten mag. Aber was genau verbirgt sich hinter der Bezeichnung?

020 40 Minuten mehr Zeit pro Tag ◗ Interview mit Olaf May, Vorsitzender der Geschäftsführung der Motorola Solutions Germany GmbH, über die Ausrichtung des Unternehmens

062 Mobile Devices im Pharmahandel ◗ Mit mobilen Lösungen Medikamente besser an den Mann bringen

[ MOBILE MARKET ]

[ PERSONALMANAGEMENT ]

008

NACHGEFRAGT ❱❱❱ Interview mit Regine Pohl von Hewlett-Packard über das Betriebssystem HP WebOS

009

SO WIRD`S GEMACHT ❱❱❱ Sechs Tipps für den sicheren Umgang mit iPads, Smartphones & Co.

009

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LANDEIER TESTEN ZUERST ❱❱❱ Noch bevor der Berliner-MitteHipster sein LTE-Smartphone hat, geht die Landfrau bereits mit einem schicken LTE-Router ins Internet.

014

ZU TRADITIONSBEWUSST ❱❱❱ Die Hälfte der weltweit größten Vermögensverwalter und Banken bietet ihren Kunden im Moment noch keine mobile Applikation.

015

GPS-ANBINDUNG FÜR DEN NOTFALL ❱❱❱ Um verschiedenen Einsatzbereichen von GPS-Koordinaten eine Grundlage zu bieten, hat Bornemann die Plattform Gink entwickelt und stellt hierfür Ortungsboxen bereit.

016

„MOBILE GERÄTE SIND DER NEUE DESKTOP“ ❱❱❱ Sapphire 2011: Mobile Lösungen werden in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Strategie von SAP spielen.

018

024

STEILE KARRIERE ❱❱❱ Die zunehmende Mobilität der Mitarbeiter beeinflusst auch die Welt der Personaler – Smartphones und Tablet-PCs fassen im Personalbereich Fuß. Doch: Welche HR-Apps sind im Einsatz und nützlich?

034

SZENARIEN REALISIEREN ❱❱❱ Interview mit Michael Kern, Vorstand des Heidelberger Unternehmens Sovanta, das mobile Geschäftsanwendungen sowie kundenindividuelle mobile Anwendungen entwickelt

ANDROID@HOME: DAS VERNETZTE ZUHAUSE ❱❱❱ Geht das Konzept von Google auf?

014

006 [ STANDARDS ]

012 0 0 4

Editorial Apps Übersicht aktueller Industrie-Handhelds Gadgets Smartphone-Übersicht Mobile Events Impressum

003 036, 060 084 074 070 088 090

MOBILE BUSINESS 6.2011


INHALT 6.2011 Ihr Desktop als App 024

Jetzt auch für Ihr Unternehmen! Zugriff auf Laufwerke, Netzwerkdrucker, Datenbanken.

076

www.cortado.de/unternehmen

062

ung für iPad & Co el ss lü ch rs Ve % 100 s Active Directory a d in n o ti ra g te 100% In

054

[ MOBILE MARKETING ]

[ PHARMACY ]

[ INDUSTRIE-HANDHELDS ]

044

062

076

SO GUT WIE KEINE STREUVERLUSTE ❱❱❱ Interview mit Boris Lücke, Geschäftsführer des Anbieters Gettings GmbH, über den Einsatz von Mobile Location Based Advertising

049

DIE FUSSBALLIDEE ❱❱❱ Die Interactive-Agentur AKQA hat für ihren Kunden Heineken die iOS-App „Star Player“ erstellt.

052

SHOPPEN PER TABLET ❱❱❱ Shopping ist mittlerweile jederzeit und (fast) an jedem Ort möglich. Dass die Besitzer internetfähiger mobiler Geräte die Unabhängigkeit durchaus zu schätzen wissen, zeigen die Ergebnisse der neuen W3B-Studie.

MOBILE DEVICES IM PHARMAHANDEL ❱❱❱ Mit mobilen CRM-Lösungen und entsprechenden Apps Medikamente besser an den Mann bringen

062

KEINE CHANCE DEN FÄLSCHERN ❱❱❱ Mobile Lesegeräte ermöglichen eine eindeutige Identifizierung sowie das Rückverfolgen von Arzneimitteln.

VOLL IM TREND ❱❱❱ Der neuste Trend in Sachen mobiler Technologie ist das Erfassen von Bestandsdaten im Einzelhandel per Smartphone oder iPod in Kombination mit RFID.

080

NICHT IN BETON GEGOSSEN ❱❱❱ Der Baustoffproduzent Holcim ist immer auf eine Verbesserung seiner logistischen Prozesse aus.

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[ INNOVATIONS ] 070

[ MOBILE LIFESTYLE ] 054

AUF ABENTEUER-TOUR ❱❱❱ Besondere Mission für Rugged Notebooks: Beim Einsatz an Bord der Geländefahrzeuge weisen sie den Teilnehmern der „Land Rover Experience Tour“ nicht nur den richtigen Weg.

EIN TABLET, DAS WAS AB KANN ❱❱❱ Mit einem neuen auf Robustheit getrimmten Android-Tablet will Panasonic Toughbook eine Marktlücke schließen.

030 075 MOBILE BUSINESS 6.2011


[ MOBILE MARKET ]

Ziemlich

SORGLO Zugegeben

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[ MOBILE MARKET ]

weitere Storys: 012 Long Term Evolution Abschied von weißen Flecken auf der Mobilfunk-Landkarte? 014 Mobile Banking Finanzdienstleister verschlafen den mobilen Trend 016 Der neue Desktop SAP bringt seine Business-Software auf Smartphones und Tablets

49 Prozent gaben an, sich noch nie Sorgen um die Sicherheit gemacht zu haben, wenn sie mobil auf das Internet zugreifen.

32 Prozent haben sich noch nie Gedanken um

ihres Devices

potentielle Risiken gemacht.

55 Prozent ist demnach auch nicht bewusst, dass Smartphones überhaupt von einem Schadprogramm infiziert werden können.

Nur 47 Prozent wissen, dass es

mobile Sicherheitslösungen gibt.

21 Prozent sind der Meinung, dass solche

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Programme überflüssig sind.

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NACHGEFRAGT

[ MOBILE MARKET ]

Regine Pohl,

Director WebOS Category Management EMEA bei Hewlett-Packard, zum Betriebssystem HP WebOS:

➽ Frau Pohl, inwiefern eignet sich die WebOS-Plattform für den geschäftlichen Einsatz?

WebOS unterstützt beispielsweise Exchange ActiveSync, kann bis zu 16 E-Mail-Accounts verwalten und ist kompatibel mit 3G sowie sicheren Wi-Fi-Netzwerken von Unternehmen und VPN. Darüber hinaus bietet das System echtes Multitasking: Mehrere geöffnete Applikationen können parallel verwaltet werden, ohne dass eine Anwendung geschlossen werden muss. REGINE POHL:

➽ Welche Möglichkeit haben Entwickler, um WebOS-Applikationen zu entwickeln?

Entwicklern bieten wir mit dem Software Development Kit (SDK) „Enyo“ ein Framework, das die Programmierung von Anwendungen für den HP TouchPad ermöglicht.

POHL:

AB JULI

HP TouchPad

Laut HP wird das TouchPad, der erste Tablet-PC mit dem Betriebssystem HP WebOS, ab der ersten Juliwoche 2011 in Deutschland erhältlich sein. Das Gerät mit integrierter WLAN-Funktion erscheint in zwei Varianten mit 16 bzw. 32 GB Speicherplatz und soll rund 480 bzw. 580 Euro kosten. Das Multitouch-Display des TouchPad ist mit 24,6 cm (9,7 Zoll) so groß wie das iPad, unterstützt jedoch auch Adobe Flash. Laut Hersteller stehen bereits viele Applikation für WebOS zur Verfügung, die auf dem Gerät etwa Social Networking, Arbeiten, Finanzverwaltung und Spielen ermöglichen. Als eines der Highlights stellt HP die als „Just Type“ bezeichnete Suchfunktion heraus. Damit könne ein Nutzer alle gewünschten Informationen auf dem Gerät sowie im Internet mit einem Finger durchsuchen. Außerdem sei es möglich, Informationen wie die URL einer Webseite oder Kontakte eines aktivierten WebOS-Smartphone über simples Berühren der Geräte miteinander zu teilen. www.hp.com/de/webos

➽ Was verbirgt sich hinter der Funktion „Touch to Share“?

Dank Funktionen wie „Touch to Share“ und unserer TouchStone-Technologie können etwa Web-Inhalte vom TouchPad auf das SmartPhone gezogen werden, ohne ein Kabel zu zücken, oder es können Telefonate oder Nachrichten vom Telefon direkt auf dem TouchPad beantwortet werden.

POHL:

TH

Im Rahmen der Studie „VWork: Measuring the Benefits of Agility at Work“ befragten die Unternehmen Regus und Unwired 600 Führungskräfte auf der ganzen Welt nach ihrer Meinung zur derzeitigen und zukünftigen Situation am Arbeitsplatz. Arbeitsplatz.

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[ MOBILE MARKET ]

SO WIRD’S GEMACHT Sechs Tipps für den sicheren Umgang mit iPads, Smartphones & Co. von

Was sich durch die Nutzung von iPads, Smartphones & Co. für die Sicherheit des Unternehmensnetzwerks ändert

Thorsten Schuberth,

Mit der Einbindung von mobilen Endgeräten in Geschäftsprozesse wird das Unternehmensnetz für die Welt der mobilen Kommunikation und des praktisch grenzenlosen Datenaustauschs geöffnet. Um keine Sicherheitslöcher entstehen zu lassen, muss daher neben den grundlegenden Sicherheitsmechanismen wie PC-Firewall oder Netzwerkabsicherung auch eine auf das mobile Einsatzumfeld bezogene, anwendungsspezifische Sicherheit implementiert werden. Dem IT-Verantwortlichen, jedem einzelnen Mitarbeiter und natürlich auch den Führungskräften muss bewusst sein, dass sich mit der Nutzung mobiler Endgeräte immer auch ein Teil des Unternehmenswissens außerhalb des kontrollierten, internen Bereichs befindet – beispielsweise sensitive Kunden- und Kontaktdaten. ●●

Warum mobile Daten verschlüsselt werden sollten

Diese und andere sensible Informationen werden auf geschäftlich genutzten mobilen Endgeräten jeder Art verarbeitet und gespeichert – sowohl bewusst als auch unbewusst. Durch den Einsatz mobiler Datenträger gilt dabei, dass die dort hinterlegten Informationen nicht nur elektronisch sicher transportiert werden müssen, sondern auch für den Fall des Verlusts oder Diebstahls eines solchen Gerätes geschützt sind. Studien und Statistiken zeigen, dass eine Vielzahl portabler Endgeräte verloren gehen – vom Laptop über Netbooks und Tablet-PCs bis hin zum Mobiltelefon – und schützenswerte Daten somit potentiell in die Hände Dritter gelangen. Verstärkt werden die durch mobile Datennutzung entstehenden Gefahren durch die zunehmende geschäftliche Nutzung privater IT-Geräte am Arbeitsplatz. Dieser unaufhaltsame Trend, im Fachjargon „consumerization“ genannt, erschwert die Kontrolle über Schwachstellen und Sicherheitslücken, die möglicherweise durch Schad-Software oder Viren und

Ende des

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Senior Security Consultant bei der Check Point Software Technologies GmbH.

Würmer auf den privaten Endgeräten entstehen. Hier bietet letztlich nur eine zuverlässige Verschlüsselung aller mobilen Datenträger und Endgeräte die notwendige Sicherheit. ●●●

Was vor dem Start zu bedenken ist

Verschlüsselung kann jedoch keine punktuelle Einzelmaßnahme sein, sondern kommt erst in einem Gesamtkonzept zur Wirkung, das unterschiedliche Sicherheitsanforderungen umfassend adressiert: Erst die Kombination aus Maßnahmen wie z. B. Firewall, Datenverschlüsselung und Schnittstellenkontrolle bietet ein Sicherheitsniveau, das für die mobilen Geräteklassen notwendig ist. Neben der technischen Realisierbarkeit muss dabei vor allem der Faktor Mensch berücksichtigt werden: Nur durch transparente Sicherheitsmechanismen kann die Nutzung der Informationen in gewohnter Form erfolgen. Keinesfalls darf das Ziel der Absicherung rein technisch betrachtet werden, sondern sollte unbedingt auch den eventuell notwendigen Mehraufwand für den Benutzer berücksichtigen. Wichtig ist, dass letztlich eine Lösung zum Einsatz kommt, die alle sicherheitsrelevanten Punkte adressiert, ohne dabei Komplexität im Gebrauch zu schaffen.

traditionellen Büros in Sicht?

n einer Online-Umfrage beantworteten die Teilnehmer Fragen zu den Themen virtuelles Arbeiten, Mobilität, Zusammenarbeit und Nutzung von Büroräumen. Knapp 60 Prozent der Befragten, die in einem großen Unternehmen arbeiten, sind laut Studie der Ansicht, dass aufgrund eines neuen Arbeitsstils der Bedarf an Büroräumen in Zukunft sinken wird. Über die Hälfte aller Befragten (51 Prozent) glauben, dass ein Büro nur noch gelegentlich genutzt werden wird.

Der Grund: „Die Idee einer virtuellen Arbeitsweise gewinnt immer mehr an Substanz. Deswegen werden ein kosteneffizienter und flexibler Arbeitsstil sowie die Erstellung eines handfesten Geschäftsszenarios zur Änderung der Arbeitsweise künftig eine wichtige Rolle spielen“, erklärt Bob Gaudreau, Executive Vice President von Regus.

und 59 Prozent haben keine Probleme mehr, auch außerhalb des Arbeitsplatzes effektiv zu arbeiten. Ein weiteres Kernergebnis der Studie: 71 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass jüngere Mitarbeiter virtuelles Arbeiten besser annehmen und traditionelle Büros ablehnen. www.regus.de

Laut der Studie haben bereits 62,5 Prozent der Befragten einen neuen Arbeitsstil eingeführt

www.unwired.eu.com

Arbeitsplatz in der Nähe 12,3 %: möchten zuhause arbeiten 63,5 %: sind der Meinung, dass die ideale Pendelzeit unter 20 Minuten beträgt 25,2 %: möchten nur weniger als zehn Minuten pendeln 32 %: pendeln täglich über 40 Minuten 27 %: benötigen länger als eine Stunde

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Quelle: „VWork – Measuring the Benifts of Agility at Work“, Regus, Unwired

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1&1 MOBILE

1&1 ALL-N Tipps 4-6 für den sicheren Umgang mit iPads, Smartphones & Co.

Wie Verschlüsselung ins Unternehmen gebracht wird

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Die mit IT-Profis entwickelte Verschlüsselungsstrategie und -technologie wird über das Ausrollen eines Clients eingebracht. Vorhandene Software-Verteilungsmechanismen sorgen auf Basis von Profilen dafür, dass die Verschlüsselung durchgeführt wird – transparent und im Hintergrund. Die Nutzbarkeit der Endgeräte wird, selbst bei der Erstverschlüsselung, nicht eingeschränkt. Für den Benutzer ändert sich lediglich die Anmeldemaske: Statt der bisherigen gewohnten Anmeldung, z.B. bei Microsoft Windows, wird die Registrierung nun direkt nach dem Start des Systems von der Sicherheits-Software entgegengenommen und dann für die nachfolgenden Anmeldungen am System genutzt. Wie Verschlüsselung kontrolliert und verwaltet wird

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Ausgabe 08/2011

Die einzelnen Komponenten einer Verschlüsselungslösung sollten sich – was bereits bei der Produktauswahl ein entscheidendes Kriterium sein muss – zentral verwalten lassen. Dieses zentrale Management ermöglicht neben der systemübergreifenden Konfiguration auch das Abfragen des aktuellen Sicherheitsstatus, das Auswerten von Informationen, z.B. für einen bestimmten Zeitraum, sowie das Einrichten bestimmter Alarmierungsfunktionen. Änderungen an der Systemeinstellung können genauso einfach von zentraler Stelle aus vorgenommen werden, wie auch das Wiederherstellen vergessener Zugangskennwörter möglich ist. Der zentrale Gesamtüberblick über die installierte Basis erleichtert die Kontrolle und die Durchsetzung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und -regeln. Wie Mitarbeiter für noch mehr Sicherheit gewonnen werden

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Wie in allen Bereichen der Sicherheit gilt auch bei der Verschlüsselung von Tablet-Computern, E-Readern oder Smartphones: Bewusstsein schaffen. Sicherheit ist kein notwendiges Übel, sondern liefert die notwendige Basis für viele Dienste, insbesondere für das mobile Arbeiten. Ebenso selbstverständlich, wie für die Benutzer z.B. die SSL-Verschlüsselung von Informationen während der Übertragung beim Homebanking geworden ist, sollte auch der Schutz solch sensibler Daten nach ihrem Transport, etwa auf ein Mobiltelefon, sein. Kontinuierliche Aufklärung und der Einsatz einer umfassenden Sicherheitslösung, die sich nahtlos in die bestehende IT-Landschaft des Unternehmens integrieren lässt, sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Als weitere, treibende Kraft hin zu Akzeptanz und Vertrauen fungiert nicht zuletzt der Stein des Anstoßes selbst: Die große Beliebtheit von iPads und anderen Tablet-PCs bereitet fruchtbaren Boden für die Einsicht, dass deren Einsatz nur so lange Freude macht, wie er auch sicher ist.

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[ MOBILE MARKET ]

LONG TERM EVOLUTION (LTE)

Landeier testen zuerst Noch bevor der Berliner-Mitte-Hipster sein LTE-Smartphone hat, geht die Landfrau bereits mit einem schicken LTE-Router ins Internet.

ong Term Evolution, LTE, ist die „ungehypteste” Mobilfunkneuerung überhaupt. Sogar die Versteigerung der Frequenzen ergab nur magere 4,4 Mrd. Euro. Das kennen wir Älteren noch anders: Im Jahr 2000 brachte die UMTS-Frequenzversteigerung schwindelerregende 100 Fantastilliarden Taler. Da sprachen sogar die Auktionsgewinner von „wirtschaftlichem Wahnsinn”. Aber damals wurde gerne mit viel Geld jongliert. Um LTE besser einschätzen zu können, lohnt ein Blick zurück in die mobile Vergangenheit. Denn der große UMTS-Katzenjammer kam rasch. Erst nach langer Verzögerung und einem etwas holprigen Start konnte sich das Breitbandnetz schließlich durchsetzen. Ein wirklicher Erfolg wurde es allerdings nur, weil um 2007 eine attraktive Hardware-Basis entstand: einerseits Netbooks und andererseits das iPhone sowie andere Smartphones. In den letzten Jahren wurde UMTS mit Zusatztechnologien wie HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) aufgerüstet. Doch bei 21,6 Mbit/s ist

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noch lange nicht Schluss. Im Moment startet ein Telefonanbieter nach dem anderen den UMTS-Nachfolger LTE. Das Netz erlaubt Datenübertragungsraten bis 100 Megabit pro Sekunde – wenn es wie erwartet funktioniert. Doch mit einem ruckeligen Beginn war zu rechnen. Die Anbieter halten sich mit vollmundigen Marketingversprechen zurück und konzentrieren sich auf den Markenkern von LTE: schnelles Internet. Alle Beteiligten haben die Lektion der UMTS-Geschichte gelernt. Bei der Frequenzauktion wurde besonnen geboten und die Bundesnetzagentur machte recht strenge Vorgaben für den Netzausbau. LTE-Netze nutzen die vorhandene Infrastruktur der

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SUPERGÜNSTIG

LTE-Netz am Rhein gestartet Seit Anfang Juni 2011 kann sich Köln nicht nur über die 763 Kilometer des am besten ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetzes in Deutschland freuen, sondern auch über die schnellsten mobilen Surf-Verbindungen in der Republik: Zwölf Monate nach der Versteigerung nahm die Deutsche Telekom das erste LTE-Netz in einer deutschen Großstadt in Betrieb. Nach Köln sollen künftig über 100 weitere Städte im gesamten Bundesgebiet mit dem Mobilfunk der nächsten Generation versorgt werden. In der Rheinmetropole machen laut Telekom 100 LTE-Basisstationen die optimale Vernetzung der Stadt sowie mobiles Surfen mit bis zu 100 Mbit/s möglich – in Verbindung mit einem LTE-Surfstick. „Mit dem LTE-Angebot eröffnen wir den Kölner Kunden interessante neue Anwendungen via Funk. Somit gibt es die Möglichkeit, die SurfGeschwindigkeit, die man vom Festnetz kennt, auch mobil zu erleben“, so Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied und verantwortlich für das Deutschlandgeschäft der Telekom. www.telekom.de

UMTS-Technologie, so dass ein Upgrade von 3G auf 4G vergleichsweise rasch zu haben ist. Beim Netzausbau verfolgen die Anbieter eine Doppelstrategie: Ländliche Regionen werden vorerst nur mit stationären Internetzugängen via LTE versorgt, während es in den Städten „echte” LTE-Mobilfunknetze geben soll.

Größere Reichweite auf dem Land Priorität haben dabei Gegenden, die bislang weiße Flecken für DSL waren – ein Vorgabe der Bundesnetzagentur. Die Telekom bietet die Anschlüsse auch nur bei fehlendem DSL an und verspricht lediglich nur Megabit. Vodafone dagegen verkauft sein „LTE zuhause” als allgemeine DSL-Alternative und nennt Datenraten bis 50 Megabit. Auch O² bietet Überall-LTE, begrenzt die Bandbreite aber auf 7,2 Megabit. E-Plus dagegen verzichtet vorerst – der Netzbetreiber kam bei den 800-MhzFrequenzen nicht zum Zuge.

Da auf dem Land die Funkreichweite ein Problem ist, nutzen die Anbieter für Land- und Stadt-LTE unterschiedliche Frequenzbereiche. In der Fläche wird das ehemalige TV-Frequenzband bei 800 MHz eingesetzt. Dies bedeutet: Größere Reichweite einer Funkzelle und bessere Wanddurchdringung, aber eine niedrigere Maximalübertragungsrate als beim hochfrequenten City-LTE. Doch das Landnetz bietet zur Zeit noch nicht das richtige LTE-Feeling. Das erste wirklich mobile 4G-Netz für Privatkunden startet in Köln (siehe Kasten). Für den Zugang sind allerdings LTE-fähige Geräte notwendig; derzeit gibt es nur einen Surfstick. Hauptmerkmal des neuen Netzes ist eine permanente Internetverbindung. Flankiert wird dieser Service von Media-Anwendungen wie HD-Radio, HDTV oder DVB. Telefonieren wird da zur Nebensache.

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[ MOBILE MARKET ]

MOBILE BANKING HAT SELTENHEITSWERT

ZU TRADITIONSBEWUSST Die Hälfte der weltweit größten Vermögensverwalter und Banken bietet ihren Kunden im Moment noch keine mobile Applikation. Eine neue Analyse von MyPrivateBanking Research zeigt, dass nur die Hälfte

der 30 größten Banken und Vermögensverwalter ihren Kunden mobile Anwendungen bietet. Noch gravierender sei die Tatsache, dass lediglich drei (zehn Prozent) der Finanzdienstleister mobile Applikationen bereitstellen, die über simples OnlineBanking hinausgehen. Dies seien erstaunliche Resultate angesichts des starken Wachstums von Smartphones und Tablet-PCs, die sich auch unter Bankkunden immer größerer Beliebtheit erfreuen. Die Analysen ergaben im Detail, dass nur 15 Banken (50 Prozent) mobile Apps anbieten. Nur sechs (20 Prozent) der untersuchten 30 Banken offerierten Anwendungen mit Funktionen, welche nicht auch schon über die Website erhältlich war. Lediglich drei der analysierten Banken offerierten ihren Kunden Applikationen, die über das Abrufen von Kontoinformationen oder reines Online-Banking hinausgingen, wie ortsbezogene Informationsdienste – etwa ein Wegweiser zur nächsten Filiale oder dem nächsten Geldautomaten.

Keine Personalisierung möglich Keine der Banken konnte eine umfassende mobile App anbieten, die Kunden Finanzinformationen in Echtzeit, Auswertungen zum Portfolio, Zugang zu Research sowie eine Personalisierung durch den Nutzer erlaubte. Die beste identifizierte Anwendung kommt von der Standard Chartered Bank in Singapur, die unterschiedliche Funktionen in einer für den Kunden einfach zu bedienenden App anbietet: Vom ortsbezogenen Suchwerkzeug für Geldautomaten und Filialen, über Kontoinformationsfunktionen bis hin zu Zahlungs-Features mittels Kreditkarte und elektronischem Scheck. Das Analystenhaus führt das Zögern der Banken bei der Einführung mobiler Apps auf eine allgemeine Zurückhaltung gegenüber neuen Kommunikationstechnologien zurück, welche sich auch auf den Webseiten der Banken und dem ungenügenden Angebot bei sozialen Medien widerspiegelt. „Zu viele Banken versäumen es, ihren Kunden mit Hilfe mo-

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App-Angebote folgender Banken wurden analysiert: ABN AMRO, Banco Santander, Bank of New York Mellon, Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Commerzbank, Coutts, Crédit Agricole, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC, ING Group, Julius Bär, Kleinwort Benson, Lombard Odier, Merrill Lynch, Morgan Stanley, Nordea, Pictet, RBS Coutts, Rothschild, Sal. Oppenheim, Standard Chartered, Société Générale, UBS Switzerland, UniCredit; U.S. Trust, Wells Fargo

biler Technologien einen besseren Service zu bieten. Gründe hierfür sind Fehleinschätzungen hinsichtlich der zunehmenden Wichtigkeit dieser Technologien, langsame Entscheidungsund Umsetzungsprozesse und eine gewisse Ignoranz“, so Christian Nolterieke, Geschäftsführer von MyPrivateBanking Research. „In der Zwischenzeit können bankfremde Anbieter mit mobilen Finanzapplikationen punkten und die Banken besonders im Hinblick auf aktuelle Informationen und Finanzanalysen aus den Zukunftsmärkten drängen.“ Die Marktforscher empfehlen den Banken und Vermögensverwaltern, in einem ersten Schritt nutzerfreundliche und sichere OnlineBanking-Apps anzubieten. Darauf aufbauend sollten sie ihren Kunden umfassende mobile Info-Plattformen zur Verfügung stellen. Dadurch könnte man sich von Wettbewerbern differenzieren, die Kundenbedürfnisse besser verstehen und Kundenbeziehungen über die reine Transaktionen hinaus vertiefen. www.myprivatebanking.com

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Wohin mit alten Handys? Rund 72 Mio. Mobiltelefone vergammeln in Deutschland im Schrank, wie eine Studie des Bitkom im November 2010 ergeben hat. Handys, die einwandfrei funktionieren und noch vor kurzer Zeit heiß begehrt waren, werden durch neue Geräte ersetzt. Doch statt die alten verstauben zu lassen, könnte man sie auch zum Festpreis an Online-An- und -Verkaufsshops wie rebuy.de verkaufen. Insgesamt können Nutzer 2.000 verschiedene Modelle online veräußern. Darunter Klassiker wie das Nokia 1100, aber auch aktuelle Geräte der letzten drei Jahre. Die wichtigste Voraussetzung für den Verkauf ist natürlich die vollkommene Funktionstüchtigkeit – das Telefon muss sich problemlos einschalten lassen und normal hochfahren. Außerdem sollten alle Tasten funktionieren und das Display sämtliche Inhalte korrekt darstellen. Fehlendes Zubehör senkt lediglich den Preis.

GPS-Daten bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Um verschiedenen Einsatzbereichen von GPS-Koordinaten eine Grundlage zu bieten, hat die Bornemann AG die Plattform Gink entwickelt und stellt hierfür Ortungsboxen bereit. Ohne GPSServer-Software entwickeln zu müssen, sollen Unternehmen diese für eigene Anwendungen nutzen können – so auch das Ingenieurbüro für angewandte Informationstechnologien, Dr. Michael Geomatics. Kernelement des Unternehmens sind kundenoptimierte Geoinformationslösungen basierend auf dem im Haus entwickelten Personal Geographic Assistant (PGA), einem Geografischen Informationssystem. Oliver Gürtler, Chief Technology Officer bei Dr. Michael Geomatics, erklärt: „Insbesondere für unsere Kunden aus dem Rettungswesen suchten wir nach einer Möglichkeit, GPS-Ortung in unsere Anwendung zu integrieren. Hier können oft Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Daher war es für uns unabdingbar, uns mit technischen Neuerungen und Alternativen auseinanderzusetzen.“ Vor der GPS-Anbindung via Gink erfolgte die Positionsbestimmung einzelner Rettungsfahrzeuge in den Notrufzentralen über Funk. Als sinnvollste Variante kristallisierte sich die Ortung über GPS-Koordinaten heraus, da diese eine metergenaue Echtzeitbestimmung der jeweiligen

GPS-ANBINDUNG FÜR DEN NOTFALL

[ MOBILE MARKET ]

Rettungswagen ohne jegliche Verzögerungen ermöglicht. Die Einbindung der GPSOrtung in die eigene Geoinformationslösung PGA stellte das Unternehmen allerdings vor eine Herausforderung. Entscheidend war diesbezüglich, vor allem eine Lösung zu fi nden, die möglichst umgehend implementiert und eingesetzt werden kann. Neben der Nutzung der Gink-Plattform verwendet das Ingenieurbüro auch GPS-Endgeräte der Bornemann AG. Innerhalb von nur fünf Minuten in die entsprechenden Rettungsfahrzeuge eingebaut, empfangen diese sogenannten Gink-Boxen Positionsdaten vom GPS-Satellitennetzwerk und übertragen sie dann an den Gink-Server. Dort werden die GPS-Daten sowie Ereignis- und Statusmeldungen verarbeitet und an die PGA-Geoinformationslösung des Anwenders weitergeleitet. Auf einer Kartendarstellung lokalisieren PGA-Kunden dann die einzelnen Fahrzeuge. www.bornemann.net

www.rebuy.de

MOBILE BUSINESS 6.2011

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[ MOBILE MARKET ] „Mobile Geräte

sind der neue Desktop“, verkündete Bill McDermott, einer der beiden Vorstandsvorsitzenden von SAP, auf der weltweiten Anwenderkonferenz Sapphire in Orlando. Da SAPLösungen zu den zentralen Systemen in den Firmen zählen, ist es nur naheliegend, dass der deutsche Softwerker das Thema Mobilität nun verstärkt in den Fokus nimmt. Dies war im vergangenen Jahr auch einer der Gründe für den Kauf des IT-Anbieters Sybase, der neben Datenbanktechnologie eine Plattform für mobile Anwendungen im Portfolio hat. „Firmen fragen ständig nach mobilen Lösungen“, behauptet Jim Hagemann Snabe, der andere Co-CEO von SAP. Sein Unternehmen stellte daher auf der Sapphire die Version 2.0 der Sybase Unwired Platform sowie ein Software Development Kit (SDK) vor. Anwenderfirmen können mit Hilfe dieser Technologien Daten und Funktionen der im Haus installierten IT-Systeme für mobile Endgeräte verfügbar machen. Zudem haben sie die Möglichkeit, sowohl Web-basierte als auch native Applikationen zu entwickeln, die auf Smartphones oder TabletRechnern genutzt werden können.

Einmal entwickeln, überall ausrollen Eine wichtige Eigenschaft der Lösung ist die, dass alle mobilen Plattformen unterstützt werden. Schließlich ist in einem Unternehmen in der Regel eine ganze Reihe verschiedener Endgeräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen im

„Mobile Geräte sind der neue Desktop“,

verkündete Bill McDermott, einer der beiden Vorstandsvorsitzenden von SAP, auf der weltweiten Anwenderkonferenz Sapphire in Orlando.

Einsatz – iPhone, Blackberry, Android oder Windows. „Bei unserem System wird eine Applikation nur ein Mal entwickelt und lässt sich dann auf alle Plattformen und Devices ausrollen“, erklärt Raj Nathan, Executive Vice President und MarketingChef von Sybase. Diese Funktion unter dem Namen Cross-Platform Support soll noch im zweiten Quartal 2011 verfügbar sein. Nathan weiß, dass Sicherheit ebenfalls eine große Rolle spielt, wenn es um den Einsatz von mobilen Anwendungen im

SAPPHIRE 2011 IN ORLANDO

Mobile Geräte sind "der neue Desktop" Mobile Lösungen werden in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Strategie von SAP spielen. Mit Sybase-Technologie und einem eigenen AppStore soll die Standard-Software auf Smartphones und Tablet-Rechner gebracht werden. 0 1 6

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NEUE APPS In das Angebot des eigenen AppStores hat SAP drei neue Anwendungen aufgenommen: ◗ Mit der App Field Service sollen Außendiensttechniker unterstützt werden. Diese können mit Hilfe des Programms auf Informationen zu Außendiensteinsätzen, Serviceaufträgen sowie Servicerückmeldungen zugreifen. Die Anbindung an SAPs CRM-System bietet weitere Funktionen. ◗ Die Mobilanwendung Retail Execution ist auf Vertriebsmitarbeiter ausgerichtet. Sie können mit einem Smartphone oder TabletRechner u.a. ihre Kundenbesuche verwalten, weil ihnen zahlreiche Kunden- und Produktinformationen zur Verfügung stehen. ◗ Mit EAM Work Order sollen Wartungsexperten ihre Arbeit besser verrichten können. Sie erhalten zum Beispiel Zugang zu Informationen zu vorgesehenen Aufgaben, geplanten Zeiten oder benötigtem Material.

41,3 Mrd. Kurznachrichten (SMS) wurden hierzulande im Jahr 2010 verschickt. Quelle: Bitkom

33 Prozent aller weltweiten Vielreisenden nutzen Smartphones, um Reisen zu buchen. Quelle: Amadeus

www.sap.de

Zwölf Monate Geschäftsumfeld geht. Er weist daher darauf hin, dass die Sybase-Plattform gängige Sicherheitsstandards verwende. Dazu zähle unter anderem Single-Sign-on für die Backend-Systeme, verschlüsselte HTML5 WebSpeicher sowie Verschlüsselung beim Datentransport. Mit Hilfe der Lösung Afaria lassen sich die Geräte sowie die Apps und Daten, die auf ihnen bereitgestellt werden, außerdem zentral managen. SAP ermöglicht es den Anwendern aber nicht nur, eigene Anwendungen für ihre mobilen Mitarbeiter zu erstellen, sondern bietet auch Applikationen im eigenen AppStore an. Diese Programme werden entweder von SAP selbst oder von Partnern entwickelt. Derzeit sind bereits 50 Apps verfügbar, bis Ende des Jahres sollen es laut Nathan ca. 200 werden (siehe auch Infokasten). In den kommenden Monaten will SAP seinem Angebot Apps für die Bereiche Personalverwaltung, Lieferantenmanagement sowie Finanzwesen hinzufügen. „Das ist erst der Anfang“, verspricht Nathan. Und Snabe stellt Tausende von SAP-Apps in Aussicht. Er weist jedoch darauf hin, dass die Zahl der Anwendungen nicht genauso schnell wachsen könne, wie dies bei Programmen für mobile Geräte sonst üblich ist. „Jede App muss sorgfältig geprüft werden“, so Snabe, „wir haben es schließlich mit Geschäftsanwendungen zu tun.“ Laut Nathan wird das Thema Mobilität in den kommenden Jahren eine tragende Rolle in der SAP-Strategie spielen. Mobile Lösungen seien wichtig, um das anvisierte „Firmen fragen ständig Ziel zu erreichen und bis 2015 die Zahl der SAP-Nutzer auf nach mobilen Lösungen“, eine Milliarde hochzuschrauberichtet Jim Hagemann Snabe, ben. Co-CEO beim Software-Anbieter SAP. MARKUS STREHLITZ

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Rund 46 Prozent der europäischen CIOs finden, dass die Kosten für den Support von mobilen Arbeitern in den letzten zwölf Monaten in die Höhe geschnellt sind. Quelle: Riverbed

3,3 Milliarden Der weltweite Umsatz mit mobiler Werbung wird im Jahr 2011 voraussichtlich 3,3 Mrd. US-Dollar betragen. Quelle: Gartner

SECHSHUNDERT Wer in Italien als Fahrer zum Handy greift, muss zwischen 150 und fast 600 Euro zahlen. Quelle: Bitkom

250 % Sicherheitsexperten beobachteten für das Jahr 2010 bereits 250 Prozent mehr Attacken auf mobile Geräte als im Vorjahr. Quelle: Bullguard

140 Minuten Knapp 140 Minuten täglich sind Internetnutzer in Deutschland im Schnitt online. Quelle: Bitkom


[ MOBILE MARKET ]

ANDROID@HOME – DAS VERNETZTE ZUHAUSE

Geht das Konzept von Google auf? „Dass Google mit Android@Home den dominanten

Das intelligente Standard im Smart-Home-Bereich definieren Zuhause ist ein wird, ist gegenwärtig nicht absehbar“, beliebtes Zukunftsszenario. Auf glaubt Stefan Gössel, Partner bei internationaler Ebene war bisher Microsoft Mücke, Sturm & Company. der aktivste Treiber von Angeboten zum Smart Home, ohne bisher wirklich in den Massenmarkt vordringen zu können. Auf seiner Entwicklerkonferenz hat nun auch Google Anfang Mai 2011 mit Android@Home ein Konzept für das vernetzte Zuhause vorgestellt. In einer aktuellen Untersuchung zeigt die Managementberatung Mücke, Sturm & Company auf, ob das Konzept von Google die erforderlichen Erfolgsfaktoren mitbringt. „Dass Google mit Android@Home den dominanten Standard im Smart-Home-Bereich definieren wird, ist gegenwärtig nicht absehbar. Alternative Anbieter besitzen beste Chancen, die Führung in diesem Zukunftsmarkt zu erobern“, macht Stefan Gössel, Partner bei Mücke, Sturm & Company, deutlich. Die Vorstellung von Android@Home hat für die meisten Interessierten ebenso viele Fragen aufgeworfen wie beantwortet. So fehlt nicht nur ein offizielles Release Date für die Lösung, auch die meisten Details zu dem System blieb Google bislang schuldig. Klar ist momentan nur: Android@Home wird auf Android laufen und eine Schnittstelle schaffen, um beliebige Messgeräte (Sensoren) und Wirkgeräte (Akteure) zu vernetzen und mit Apps zu steuern.

Deutliche Ingenieurshandschrift Eines ist jedoch gewiss: Für ein erfolgreiches Smart-Home-Ökosystem sind verschiedene Bestandteile wie Hardware, Software etc. erforderlich, die jeweils auch stark voneinander abhängig sind. Fehlt eine Komponente (z.B. ist nur ein Hardwaregerät vorhanden, nicht aber die Software für dessen Steuerung), ist unter Umständen das gesamte System nicht sinnvoll nutzbar. Im Markt setzen sich nur Systeme durch, die alle erforderlichen Bestandteile mitbringen und eine kritische Masse an Anbietern und Nachfragern auf sich vereinen können. Die Untersuchung zeigt: Google verfügt in einigen Bereichen über außerordentlich starke Fähigkeiten. Das Gesamtkonzept trägt aber auch deutlich die Ingenieurshandschrift, die den Konzern prägt. Um Android@Home erfolgreich am Markt zu etablieren, muss Google eine stärker kundenzentrische Denkweise adaptieren und alles dafür tun, Endnutzern den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann Google noch nicht alle, für ein erfolgreiches Smart Home-System erforderlichen Bestandteile bieten. Darüber hinaus arbeiten die vermeintlich mangelnde Plattformunabhängigkeit von Android@Home und die kritische Kundenwahrnehmung von Google bezüglich des laxen Umgangs mit der Privatsphäre seiner Nutzer auch mittelfristig gegen das Konzept“, so das Fazit von Stefan Gössel. www.muecke-sturm.de

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[ ADVERTORIAL ]

SCHUTZHELM FÜR DAS MOBILE BÜRO UNTERNEHMEN SOLLTEN MOBILE ARBEITSPLÄTZE GENAUSO VOR VIREN, SPYWARE UND CO. SCHÜTZEN WIE DIE COMPUTER IM BÜRO. GREIFEN DIE MITARBEITER VON UNTERWEGS AUF DAS FIRMENNETZ ZU, IST ES WICHTIG, NEBEN DEN GERÄTEN AUCH DEN ÜBERTRAGUNGSWEG ABZUSICHERN. Zwischen 27 und 32 Prozent der Firmen haben Geschäftsanwendungen auf ihren Mobilgeräten installiert oder sind gerade dabei. Das hat eine Umfrage von Forrester Research unter Unternehmen aus Europa und Nordamerika ergeben. Der steigenden Beliebtheit von mobilen Büros steht jedoch das Risiko gegenüber, dass die Geräte in das Visier von Hackern geraten. So sind bereits 14,1 Prozent der mittelständischen Firmen in Deutschland laut der Studie „Gefahrenbarometer 2010“ in den vergangenen drei Jahren Opfer eines Hackerangriffs geworden. Deshalb gilt es, die mobilen Helfer, genauso wie die Bürorechner, mit Virenschutz, Firewall und Co. auszurüsten. Doch eine Umfrage der Telekom zeigt: Erst jeder vierte Smartphone-Besitzer hat einen Virenschutz und knapp jeder fünfte eine Firewall auf seinem Gerät aufgespielt.

◗ Neben dem Computer im Büro sollten Firmen auch die Geräte ihrer mobil arbeitenden Mitarbeiter vor Schadsoftware schützen.

GEFAHR DURCH VIREN UND SPYWARE

MOBILESECURITY ALS BASISSCHUTZ Das Risiko für Unternehmen hängt aber auch davon ab, wofür die Mitarbeiter Smartphone und Co. nutzen. Wer nur telefoniert und gelegentlich auf das Internet zugreift, für den reicht ein Programm mit Funktionen wie Virenschutz und Firewall. Hier bietet die Telekom gemeinsam mit F-Secure speziell für Unternehmen „MobileSecurity“. Die Anwendung hat einen Virenschutz an Bord, der auch die Geräteschnittstellen prüft. Bei der Firewall kann der Nutzer das Sicherheitslevel individuell einstellen. Und ein Browserschutz verhindert den Zugriff auf verdächtige Internetseiten. Wird das Gerät gestohlen oder geht verloren, lässt es sich per SMS sperren und alle Daten löschen. Firmen profitieren außerdem von einem integrierten Online-Portal, auf dem sich die Geräte administrieren und managen lassen. Hier können die Nutzer Lizenzen bestellen und kündigen oder kontrollieren, ob die Schutzmechanismen aktuell

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◗ Auch Android-basierte Tablets wie zum Beispiel das

Xoom von Motorola geraten zunehmend in das Visier von Hackern.

sind. MobileSecurity schützt Smartphones und Tablets mit Android-, Symbian- und Windows Mobile-Betriebssystem. Außerdem gibt es eine Variante für Notebooks. Das Produkt buchen Firmen zu ihrem bestehenden Telekom-Mobilfunkvertrag hinzu und zahlen pro Monat und Lizenz einen Festpreis.

MOBILE VPN-ZUGÄNGE Sind Smartphone oder Tablets in das Unternehmensnetz integriert, muss die Firma dafür sorgen, dass neben dem Gerät auch die Übertragung sicher ist. Zum Beispiel mit Hilfe eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN). Die Telekom hat hier mit „Mobile IP VPN“ speziell für Geschäftskunden mobile VPN-Zugänge im Angebot. Das Besondere: Die Sicherheit bei der Datenübertragung stellt der Dienstleister auf Netzebene her, auf den Geräten ist keine zusätzliche Software erforderlich. Durch eine geschlossene Benutzergruppe – abgebildet über die eingebunden SIM-Karten – ist sichergestellt, dass nur berechtigte Nutzer auf die Daten zugreifen. ‹

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Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://telekom.de/geschaeftskunden

Viren und Spyware sind laut F-Secure, einem der führenden ITSicherheitsanbieter, aktuell die größten Gefahren für Mobilgeräte. Die Virenprogramme haben es hauptsächlich auf offene Betriebssysteme wie Googles Android und häufig genutzte Systeme wie Symbian von Nokia abgesehen. Ein weiterer Grund für die Beliebtheit der mobilen Geräte bei den Datendieben: Mit der SIM-Karte ist ein Zahlungsmittel integriert. So lassen sich zum Beispiel teure SMS verschicken, ohne dass der Nutzer davon etwas mitkriegt. Spyware gelangt unter anderem über Anwendungen auf die Geräte. Viele Programme haben das Ziel, auf persönliche oder Ortsdaten zuzugreifen und daraus Nutzerprofile zu erstellen. Oder Schadsoftware fängt E-Mails ab. Dann drohen dem Empfänger der Nachricht im schlimmsten Fall Schadenersatzforderungen durch den Geschädigten. Nicht unterschätzen sollten Firmen auch das Risiko eines Geräteverlustes. Ist es gänzlich ohne Schutz, hat der neue Besitzer Zugriff auf Rufnummern, Adressdaten und E-Mails.


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