Issuu on Google+


VO R WO R T

Die Auftragsmanager

Geht doch! Märchenhafte Resultate

ENDLICH HANDELN

N

ICHT ALLE MÖGLICHKEITEN, die das Internet bietet, sind für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet: Facebook für Maschinenbauer oder Einzelfertiger zählt wohl eher nicht dazu, kennen diese Unternehmen ihre Kunden doch meist persönlich. Die Möglichkeiten des Internets komplett zu ignorieren, ist jedoch eine andere Geschichte: Gerade im Einzelhandel kann man sich des Eindrucks schlechterdings nicht erwehren, als wäre man sich in der Branche noch nicht ganz so sicher, ob sich das Internet generell irgendwann einmal wird durchsetzen können ...

Anders ist es nicht zu erklären, warum sich spezialisierte Fachgeschäfte mit eigentlich großem Einzugsbereich im Web komplett unsichtbar machen und damit den gesamten Umsatz entweder den US-Emporkömmlingen von Amazon und Ebay oder den deutschen Verlustemachern von Zalando überlassen. Im schlimmsten Fall werden eigene E-Commerce-Projekte aufgesetzt, die mehr kosten als nutzen.

Guido Piech,

verantwortlicher Redakteur von IT-MITTELSTAND

Doch es geht auch anders: Wenn sich der Handel zusammenschließt, kann er gegen die Internetkonzerne durchaus etwas ausrichten. Dazu ist jedoch ein Umdenken bzw. eine Neuorientierung notwendig, die in unserem Branchenschwerpunkt „Handel“ genau beleuchtet wird.

10. - 14. März 2014 Besuchen Sie uns: Halle 5, Stand E25

Viele Spaß beim Lesen dieser Ausgabe,

ams

Guido Piech

Die ERP-Lösung

P.S.: Auch in diesem Jahr ist IT-MITTELSTAND auf der Cebit in Hannover vertreten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 5, Stand E08!

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014

Prozesse verstehen. Transparenz gestalten.

www.ams-erp.com


Markt

SEITE

Trends 6

IBM trennt sich von x86-Servern

26

IBM verkauft das x86-Servergeschäft für 2,3 Mrd. Dollar an Lenovo. 8

Die Top 10 für mehr Sicherheit

Zehn Punkte aus den Maßnahmenkatalogen des BSI, mit denen Mittelständler sicherer aufgestellt sind

Finanzsoftware 10

Die Cloud als Chance

Zum 2. Cloud-Unternehmertag lud die Scopevisio AG Mitte Januar nach Bonn ein – rund 300 Teilnehmer trafen sich im Kameha-Grand-Hotel.

Genau das passende Modell

Der Textilspezialist Mey behält mit einem auf In-MemoryTechnologien basierenden Business-Intelligence-Tool (BI) seine Wäscheproduktion sowie den gesamten Vertrieb im Blick.

Nachhaltigkeit 14

Im vergangenen Jahr zeigten die Unternehmen trotz NSA-Skandal reges Outsourcing-Interesse. 2014 wird dieses fortbestehen, wenn nicht sogar zunehmen – da sind sich die Cloud-Provider einig. Aktuell überschlagen sie sich mit ihren Angeboten, so dass es nicht einfach ist, die passende Wahl zu treffen.

Die Bürowelt von morgen

Das „Zukunftsforum 2014“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) beschäftigte sich u.a. mit der zukünftigen Büroorganisation in Unternehmen.

Cloud Computing 19

Outsourcing

Kein Roulette bei der Wolkenwahl

Anwender im Portrait 12

Organisation

Drum prüfe, wer sich bindet

SEITE

20

Interview mit Hendrik A. Reese, Consultant bei TÜV Rheinland i-sec, über wichtige Zertifizierungen für die Cloud-AnbieterWahl

SEITE

16

Organisation

Titelinterview

Tradition trifft moderne Im Gespräch mit Frank Roth, verantwortlich für die IT bei der Klosterfrau-Gruppe, Henrik Platz, Teamleiter Rechenzentrum, sowie Lars Wilcken, Leiter IT-Service und -Betrieb (v.l.n.r.)

Personality

Standards

Keine halben Sachen im Mittelstand

Floris van Heijst, verantwortlich für das Mittelstands- und Partnergeschäft bei Microsoft Deutschland 4

3 51 80 82 82

Vorwort: Endlich handeln Buchtipps zum Thema Unified Communications Veranstaltungen Vorschau auf Heft 3/2014 Impressum

I T - M I T T E L S TAND

1-2 | 2014


januar/februar  2014 SEITE

SEITE

40

54

Strategie

Strategie

Unified Communications

Handel

Wer braucht Social Media?

digitales Schaufenster ist eröffnet

Sollten mittelständische Unternehmen neben der täglichen Flut an E-Mails und Telefonaten tatsächlich noch weitere Kommunikationskanäle aufbohren? Warum nicht, denn insbesondere bei der Kommunikation nach außen, d.h. beim direkten Kontakt zu Kunden, Interessenten oder Partnern, kann sich der Einsatz sozialer Medien durchaus lohnen.

Der E-Commerce boomt. Dies ist ebenso Fakt wie der Umstand, dass einige wenige Onlineriesen den größten Teil der Umsätze machen. Höchste Zeit also für die kleineren lokalen Händler, endlich selbst im Internet sichtbar zu werden – so können sie sich technologisch zusammenschließen, um auf einer suchmaschinenrelevanten Plattform ihre Waren zu präsentieren.

Organisation

Strategie

Software

Outsourcing

Unified Communications

Business Intelligence

30

47

66

Zweigleisige Fahrt

Der Baustofffachhändler Faßbender Tenten hat gemeinsam mit P.W. Hieronimi und dem Bauzentrum Friedrich Mies einen großen Teil seiner IT in eine Business Cloud ausgelagert. 32

„Mit uns Kein US-Zugriff“

Im Interview erklärt Tim Schütte, Geschäftsführer der Berliner Auxo GmbH, warum Cloud-Services auf Microsoft-Basis sicher ohne Zugriff der US-Legislatur bereitgestellt werden können. 34

Gewitterstimmung vermeiden

Ein systematisches Rahmenwerk zwischen Outsourcing-Dienstleister und Anwender stellt die Leistungen des Anbieters regelmäßig auf den Prüfstand und macht sie für den Kunden sichtbar. 38

Gewappnet für

Mit einer Stimme nach auSSen

Im Interview informiert Nicola Illing von der E-Business-Lotsen-Metropolregion Bremen-Oldenburg über erfolgsversprechende Social-Media-Strategien, Datenschutz­ problematiken in sozialen Netzwerken sowie über das Problem der „Shitstorms“. 50

Kommunikation im

Moderne Collaboration-Lösungen können dazu beitragen, dass die Projektarbeit in Unternehmen deutlich runder und effizienter abläuft. 52 Optimale Erreichbarkeit

1-2 | 2014

68

Drei Fragen an...

... Harald Frühwacht von der IDL GmbH Mitte und Stefan Sexl, Vorstand der PMone AG 70 Ungeliebtes Ritual wird zur cleveren Planung

Kommentar von Alexander Springer, CEO Prevero, darüber, wie die jährliche Pflichtübung „Budgetierung“ zu einem aktiven Steuerungsinstrument werden kann

im Autohaus

Um die Vielzahl der ein- und ausgehenden Gespräche besser koordinieren zu können, setzt Volkswagen Automobile Chemnitz auf eine Unified-Communications-Lösung.

Praxis IT-Projekte 72 Projekte aus einem Guss

Handel 59

Individueller Gegenpol

zu den „Etablierten“

Im Interview schildern Thomas Lach, Oliver Marz und Josef Willkommer vom Technologiepartner Techdivision, wie die Idee zu ihrer Einzelhandelsplattform für mittelständische Unternehmen entstand und wie die Resonanz der Einzelhändler darauf ausfällt.

I T - M itte l sta n d

Das Touristikunternehmen Schmetterling erweitert seine Mid- und Backoffice-Lösung, um zukünftig Reportings erstellen zu können.

Projektgeschäft

Besucheranstürme

Beim Taschenspezialisten Reisenthel sorgt ein modernes Managed-Server-System für Ausfallsicherheit des eigenen Onlineshops.

Buchungsentwicklung im

Blick

Die Schött-Druckguß GmbH hat mit einer Projekt-Management-Lösung ihre Prozesse im Unternehmen optimiert und standardisiert. 78

Kfz-Ersatz schnell geordert

und geliefert

Weil E-Mails in der Vergangenheit verspätet zugestellt wurden, beschloss Optimal, die IT-Infrastruktur zu modernisieren.

5


M ARKT | TRE NDS

IBM TRENNT SICH VON X86-SERVERN Die monatelangen Gerüchte haben sich bewahrheitet: IBM will das x86-Servergeschäft für 2,3 Mrd. Dollar an Lenovo verkaufen. Im Kaufpreis enthalten sind die Produkte System x, Blade Center sowie Flex-System-Blade-Server und -Switche, x86-basierte FlexSystem, Nextscale- und iDataplex-Server (inklusive zugehöriger Software), Blade-Networking sowie die Wartungsorganisation.

Lenovo erhält den Zuschlag für IBMs x86-Serversparte – als Kaufpreis einigten sich die beiden Unternehmen auf 2,3 Mrd. Dollar.

IBM behält das übrige Servergeschäft mit Mainframes und Power Systems, Speicherprodukten, Power-basierten Flex-Servern sowie den beiden Appliances Pure Application und Pure Data. Beide Anbieter planen darüber hinaus den Aufbau einer strategischen Partnerschaft, inklusive eines weltweiten OEM- und Reseller-Vertrags für StorwizePlatten und Bandspeicher der IBM, für das „Smart Cloud Entry“-Angebot und für Teile des Systemsoftwareportfolios. Nach Abschluss der Transaktion soll Lenovo auch die entsprechenden Kundendienst- und Wartungsaufgaben übernehmen. Rund 7.500 IBM-Mitarbeiter bekommen neue Arbeitsverträge angeboten.

NACHHOLBEDARF

IM DEMOGRAFIEMANAGEMENT Dr. Rainer Thiehoff, geschäfts-

WIE „DEMOGRAFIEFEST“ sind deutsche Unternehmen? Inwiefern sind sie für das Thema demografische Entwicklung sensibilisiert und vorbereitet? Und welche personalpolitischen Handlungsfelder besetzen sie, um Zukunftssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen? Diesen Fragen ist Perbit Software mit fachlicher Begleitung der Dr. Scherf Schütt & Zander GmbH in einer aktuellen Studie nachgegangen.

Die Fachkräftesicherung sollte angesichts der prognostizierten Entwicklungen ein Thema sein, mit dessen strategischer Bewältigung sich die Unternehmen bereits befassen. Doch die Ergebnisse der Perbit-Studie zeichnen ein anderes Bild: Zwar ist den Personalmanagern und FirmenES FEHLT AN chefs die Bedeutung des Themas KLAREN ZUSTÄNbewusst. Aber häufig fehlt es an DIGKEITEN konkretem Wissen über die Auswirkungen für das eigene Unternehmen – und damit an der Voraussetzung, geeignete Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. So haben nur 40 Prozent der 204 befragten Unternehmen angegeben, bereits eine Demografieanalyse durchgeführt zu haben. In 41 Prozent der Unternehmen

PERSONALIEN

6

sind noch keine klaren Zuständigkeiten für das Thema Demografiemanagement vorhanden. Jetzt stellt sich die Frage, wie sich Unternehmer auf diese Entwicklung einstellen können. „Ein Ansatz liegt darin, die Potentiale älter werdender Mitarbeiter zu erkennen und bis zum Renteneintrittsalter mit passgenauen Maßnahmen rechtzeitig zu erhalten, zu fördern und auszubauen“, erläutert Dr. Rainer Thiehoff, geschäftsführender Vorstand des gemeinnützigen Demographie Netzwerks (ddn).  www.perbit.de

IT-AUSGABEN BLEIBEN STABIL IN EINER AKTUELLEN UMFRAGE ermittelten die Marktanalysten von Techconsult für IT-MITTELSTAND, inwieweit sich die IT-Investitionen mittelständischer Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verändern. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Ausgaben bleiben stabil und die meisten Investitionen fließen in Infrastruktur- sowie RZProjekte.

WE

KURZMELDUNGEN

führender Vorstand des gemeinnützigen Demographie Netzwerks (ddn) mit Sitz in Dortmund

INWIEWEIT WIRD SICH … … Ihr IT-Budget für 2014 im Vergleich zum Vorjahr verändern? Es steigt an

25,5 %

Es sinkt

16,0 %

Es bleibt gleich

50,5 % 8,0 %

Weiß nicht

IN WELCHEN BEREICHEN PLANEN … … Sie 2014 die Umsetzung konkreter IT-Projekte? Business Intelligence/Big Data

0,5 %

Dokumentenmanagement/Archiv

7,0 %

Storage

7,5 %

Telekommunikation

6,5 %

Webauftritt

3,5 %

E-Commerce/Portal

1,0 % 3,5 %

Mobility Rechenzentrum/IT-Infrastrukturen

19,0 % 7,5 %

IT-Sicherheit Cloud Computing Sonstige

(Mehrfachantworten möglich)

3,0 % 22,5 %

Keine konkreten IT-Projekte geplant 41,5 % Basis: 200 deutsche Unternehmen und Organisationen mit 10 bis 999 Mitarbeitern. Gewichtete Datenauswertung.

BRANDMAKER MIT NEUEM COO

COMEBACK BEI SPH

 Robert Gratzl (re.), vormals u.a. für Citrix und Web. de tätig, wird Chief Operations Officer (COO) bei der Brandmaker GmbH, Anbieter von MarketingResource-Management-Systemen (MRM).

 Stefan Lerchenmüller bekleidet ab sofort die Position des Chief Technology Officer – u.a. leitet er ein Entwicklungsteam in St. Petersburg. Bereits von 2002 bis 2010 war er für das Systemhaus SPH tätig.

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014


Geschäftskommunikation von morgen für eine neue Art miteinander zu arbeiten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 13. unify.com

Copyright © Unify GmbH & Co. KG, 2014


M ARKT | TRE NDS

OPTIMISTISCH INS NEUE JAHR

DIE TOP 10

Zum Jahresende beendet der Mittelstand seinen Höhenflug vom Herbst. Die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung hat im Dezember gegenüber November nachgelassen.

IT-Sicherheit ist ein ziemlich unübersichtliches Thema. Allein die Texte zum IT-Grundschutz bestehen aus hunderten von Seiten. Doch mit einigen einfachen Maßnahmen wird zumindest das Schlimmste verhindert.

Dezember 2013

FÜR MEHR SICHERHEIT

E Der Index der realisierten Umsätze ging gegenüber dem Vormonat um 13 Zähler zurück und liegt derzeit bei 104 Punkten. Firmen mit gestiegenen Umsätzen waren somit bei weitem nicht mehr so stark in der Überzahl wie im Vormonat. Treiber waren die Finanzdienstleister – weniger gut lief es zum Jahresende für die Industrieunternehmen, den Handel und die öffentlichen Verwaltungen, hier waren die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen/ Einnahmen nur in der Minderheit. Die Investitionstätigkeit in Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) flaute im Dezember gegenüber dem Vormonat ab. Es waren geringfügig weniger Unternehmen geneigt, in ITK-Produkte und -Lösungen zu investieren als im November. Bis auf das Finanzgewerbe tätigten jedoch alle Wirtschaftszweige überwiegend steigende IT-/TKAusgaben. Positiv hervorzuheben ist die Nachfrage nach Produkten und Lösungen im Dienstleistungsgewerbe und in den Versorgungsunternehmen.  www.fujitsu.com  www.techconsult.de

KURZMELDUNGEN UNTERNEHMEN

8

S GIBT EINE „TOP 10“ der Sicherheitsmaßnahmen, die umgesetzt und beachtet werden sollten. Sie ergibt sich aus den einzelnen Maßnahmenkatalogen des BSI. Wer sie umsetzt, hat zumindest die Scheunentore geschlossen:

DIE ARBEITSPLATZRECHNER sollten via Server mit Gruppenrichtlinien stark eingeschränkt konfiguriert werden. Hierfür ist nicht unbedingt ein „echter“ Server notwendig, es gibt auch Cloud-Dienste, die dies mit virtuellen Servern leisten.

ALLE ÜBERGANGSPUNKTE ins Internet wie DSL-Router oder WLAN-Accesspoints benötigen den Schutz durch eine Firewall. Sie ist in den meisten Netzwerkgeräten bereits eingebaut und sollte nicht deaktiviert oder verändert werden. Die Standardeinstellungen sind ausreichend für alle üblichen Aktionen im Internet. Wichtig: Viele Netzwerkgeräte nutzen vorgegebene Einfachkennwörter für die Administration. Sie müssen unbedingt geändert werden.

UPDATES UND PATCHES von allen eingesetzten Anwendungen sollten grundsätzlich sofort und ohne Ausnahme heruntergeladen und ausgebracht werden. Außerdem sollten auch Browser-Plug-ins und Add-ons regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert werden. Wenn dem Hersteller eine Sicherheitslücke bekannt geworden ist, wird sie zumeist bereits von Schadprogrammen ausgenutzt.

ALLE DATEN aus dem Internet sollten vor den einzelnen Arbeitsplatzrechnern über einen Virenscanner geleitet werden. Wer dafür keinen eigenen Server einsetzen kann, sollte Dienstleister für „Managed Security“ nutzen, die eine Umleitung aller Verbindungen über ihre geschützten Server anbieten. DIE ARBEITSPLATZRECHNER sollten zusätzlich einen Virenscanner und die in Windows integrierte Firewall nutzen, um einen zusätzlichen Schutz vor Schadsoftware auf Datenträgern zu erhalten. Ideal ist ein spezielles Programmpaket für die Client/Endpoint-Security. DIE VIRENDEFINITIONEN aller eingesetzten Virenscanner sollten mehrmals täglich aktualisiert werden. Hierfür müssen die entsprechenden Automatikfunktionen der Hersteller aktiviert werden.

AUCH DIE FIRMWARE von Netzwerkgeräten und -druckern muss regelmäßig aktualisiert werden, damit das Netzwerk umfassend geschützt ist. MOBILGERÄTE sollten nur unter der Verwaltung einer Anwendung für Mobile Device Management (MDM) eingesetzt und ans interne Netz angeschlossen werden. IT-SICHERHEIT betrifft nicht nur die Software. Gebäudesicherheit ist ebenfalls ein wichtiger und gern übersehener Aspekt. Server sollten niemals und Arbeitsplatzrechner nicht nach Feierabend offen zugänglich sein. ADMINISTRATORKENNWÖRTER gehören in einen verschlossenen Umschlag und dann in einen Safe oder ein Bankschließfach. Sie müssen auch im Notfall genutzt werden können. INGO STEINHAUS

KOMPETENZ IN DER AUTOMOTIVEBRANCHE

ÜBERNAHME VOLLZOGEN

 Die Xiopia GmbH, eine Tochtergesellschaft der Allgeier SE, hat mit Wirkung zum 1. Januar 2014 die WK EDV GmbH mit Sitz in Ingolstadt/Neuburg a.d. Donau übernommen.

 Die IT-Informatik GmbH möchte durch die Übernahme von Ethalon, Hersteller u.a. für die Personaleinsatzplanung, ihre Marktstellung weiter ausbauen.

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014


M ARKT | F INANZ S O F TWA R E

Das Kameha-Grand-Hotel in Bonn war der Veranstaltungsort des Cloud-Unternehmertags 2014.

DIE CLOUD

ALS CHANCE Zum 2. Cloud-Unternehmertag lud die Scopevisio AG

Mitte Januar nach Bonn ein – rund 300 Teilnehmer trafen sich im Kameha-Grand-Hotel.

N

ACH DER BEGRÜSSUNG durch Scopevisio-Vorstand Michael Rosbach eröffnete Moritz Kothe, Vice President Premium Memberships and Partnerships der Xing AG, die Veranstaltung mit dem Vortrag „Die Arbeitswelt im Wandel“. Dabei ging er auf neue Methoden zum Personalrecruiting – etwa mittels sozialer Medien – genauso ein wie auf eine veränderte Arbeitsweise mittels EinbezieXING-VORTRAG hung von mobilen Endgeräten, die geneINFORMIERTE rell auch zunehmend im Mittelstand zu ÜBER VERÄNDERTE ARBEITSWELT beobachten sei. Zudem betonte er, dass die Zahl der Freelancer auf dem Arbeitsmarkt steigen und es dementsprechend auch immer mehr Projektarbeit geben würde. Statt auf Festanstellungen bewerben sich Mitarbeiter zunehmend auf interessante und innovative Projekte, bei denen man dann neue Kontakte knüpfen und somit auch neue potentielle (projektbezogene) Arbeitsplätze für sich gewinnen könnte.

Auch Dr. Jörg Haas, Gründer von Scopevisio, hielt eine Keynote, bei der er den größtenteils mittelständischen Teilnehmern das Thema „Cloud Computing“ anschaulich begreiflich machte. „Eine große Anzahl an Mittelständlern ist dezentral aufgestellt, so dass viele Mitarbeiter mobil arbeiten. In einer vernetzten, virtuellen Arbeitswelt führt bald kein Weg mehr an der Cloud vorbei“, ist sich Haas sicher. Mittelständler sollten die Cloud als Chance sehen, um IT-Kosten zu senken und flexibler auf Veränderungen im Unternehmen reagieren zu können. Auch die flexible Lizenzvergabe hob Jörg Haas hervor.

Erfahrungen aus der Praxis Weiterhin fanden Diskussionsrunden mit Mittelständlern statt – dabei berichteten sie von den Vorteilen der neu eingeführten Cloud-Infrastruktur und wie sich dadurch Arbeitsprozesse vereinfacht haben. Dr. Frank Haustein, Geschäftsführer der Dental Innovation GmbH, ist etwa von der integrierten Reporting-Funktion der Lösung „Teamwork“ angetan: „In unserem Unternehmen müssen tagtäglich unheimlich viele Reportings geleistet werden. Da ich sehr viel unterwegs und praktisch nie im Büro bin, hilft mir das Berichtswesen aus der Cloud, Reportings jederzeit zeitunabhängig zu erstellen und zu lesen.“ Für Dr. Maximillian Dornseif, Geschäftsführer des Sport- und Spielzeugwarenherstellers Hudora, ist vor allem die semantische Suchfunktion innerhalb der Cloud-Lösung von Vorteil: „Geschäftsführer müssen zu jeder Zeit über alle Vorgänge im Unternehmen Bescheid wissen – per Suchfunktion kann ich jedes beliebige Dokument per Stichwortsuche finden und bin somit immer auskunftsfähig.“ Praxisnah wurde im Rahmen der Gesprächsrunden u.a. demonstriert, wie sich das Belegmanagement in der Cloud mit iPad, Scanner und Rechner organisieren lässt, wie man mittels Cloud-Software über Unternehmensgrenzen hinweg zusammenarbeitet und wie der Chef dank Cloud zum „Echtzeitgeschäftsführer“ wird. PHIL BINZ

Zwischen den Vorträgen sprachen Mitarbeiter von mittelständischen Unternehmen über ihre täglichen Erfahrung mit Cloud-Software im Praxiseinsatz.

KURZMELDUNGEN ANWENDUNGEN

10

ONLINEVERTRIEB AUSGEBAUT

TIERPARK LÖST INSELLÖSUNGEN AB

 Bruno Banani hat sich für den Ausbau seiner Onlinevertriebsaktivitäten mit Tradebyte entschieden. Im Fokus steht die Produktplatzierung auf großen Marktplätzen wie z.B. Amazon.

 Der Tierpark Hellabrunn möchte künfig die Arbeitsprozesse seiner Mitarbeiter effektiver gestalten und setzt auf die Softwarelösung Egecko von CSS.

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014


Die Magie der IT I T - F O R UM

07. Mai 2014 Theater Gütersloh

Hermann Scherer Excellence Speaker und Buchautor „Jenseits vom Mittelmaß“

Floris van Heijst General Manager SMS&P, Microsoft „Die ERP-Welt in der Cloud“

Bernhard Wolff Kreativ-Redner und Buchautor „Mit Innovationen und Kreativität zum Marktführer“ Thorsten Havener Gedankenleser, TV-Magier und Bestsellerautor „Mit Gedankenlesen im Business profitieren“ Besuchen Sie uns auch auf der CeBIT 2014 auf dem Microsoft-Gemeinschaftsstand in Halle 4/Stand A26, Partnerplatz 07. MODUS Consult AG James-Watt-Straße 6 · D-33334 Gütersloh Telefon +49 5241 9217-0 Telefax +49 5241 9217-400 E-Mail contact@modusconsult.de Internet www.modusconsult.de


M ARKT | ANWENDER I M P O R T R A I T

Die Mey GmbH & Co. KG Branche: Textilindustrie Geschäftsfeld: Weltweit tätiger Hersteller von Damen- und Herrenunterwäsche sowie Dessous mit drei deutschen Standorten sowie ausländischen Produktionsstätten in Ungarn und Portugal. Hauptstandort: Albstadt, Baden-Württemberg Gründungsjahr: 1948 Mitarbeiterzahl: 800 Zahl der IT-Mitarbeiter: 5 Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr: 65 Mio. Euro  www.mey.de

12

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014


AN WE N D E R I M PO R TR AI T | MARKT

GENAU DAS PASSENDE MODELL Der Textilspezialist Mey behält mit einem auf In-Memory-

Technologien basierenden Business-Intelligence-Tool (BI) seine Wäscheproduktion sowie den gesamten Vertrieb im Blick.

D

IE MEY GMBH & CO. KG ist ein weltweit tätiger Hersteller von Damen- und Herrenunterwäsche sowie Dessous mit Sitz in Albstadt. Rund 400 Damensowie 200 Herrenartikel in jeweils drei bis fünf Farben und fünf bis zehn Größen werden in den verschiedenen Werken ab Garn gefertigt. Um die Produktion und den Vertrieb der Waren effizient steuern zu können, wertet das Unternehmen Informationen aus dem branchenspezifischen ERP-System WP Fashion aus. Bislang wurden die Daten in Excel extrahiert und manuell analysiert. In der Folge entschied sich der Wäscheanbieter EXCEL UND für den Einsatz eines OLAP-basierten Business-Intelligence- BI-WERKZEUG Werkzeugs, das sich im Praxiseinsatz als zu langsam erwies. ABGELÖST „Wir suchten eine Lösung, die uns schneller und unkomplizierter Auswertungsergebnisse bereitstellt“, erklärt Rudolf Kaufmann, IT-Leiter der Mey GmbH & Co. KG. Desweiteren war dem Mittelständler Flexibilität hinsichtlich der Anbindbarkeit weiterer Datenquellen wichtig, um auch künftigen Analyseanforderungen ohne Investitionen in weitere Lösungen gerecht werden zu können.

Deutlich schnellere Antwortzeiten Schnelle Analysen „auf einen Klick“ versprach die Business-Discovery-Lösung Qlikview des Anbieters Qliktech. Um zu evaluieren, ob die Software auch hält, was sie verspricht, prüfte Kaufmann die Lösung auf Herz und Nieren: „Wir konnten um 80 Prozent schnellere Antwortzeiten im Vergleich zu unserem vorherigen Lösungsansatz messen.“ Die neue Lösung arbeitet auf Basis der In-Memory-Technologie, wobei alle Daten im Hauptspeicher gehalten werden. Dadurch stehen Ergebnisse rasch zur Verfügung, während Vorsysteme gleichzeitig unbelastet bleiben. Binnen einer Woche war die BI-Lösung bei dem Mittelständler implementiert und erste Applikationen waren einsatzbereit. Unterstützt wurde der Textilspezialist dabei von der Biteam Gesellschaft für Softwareberatung mbH.

Für die Anwender durchschaubar Die Entwicklung und Anpassung von Applikationen kann Mey überwiegend unabhängig von externem Support bewerkstelligen, punktuell begleitet von Biteam. „Die Applikationsentwicklung ist einfach und für den Anwender gut durchschaubar“, ergänzt der IT-Leiter. „Hilfreich ist außerdem die Qlik-Community. Hier finde ich fast auf jede Frage eine Antwort und kann neue Ideen mit anderen Anwendern austauschen.“ Aktuell werten 30 Mitarbeiter aus der Geschäftsleitung, der Produktion, dem Vertrieb sowie dem Außendienst 50 bis 60 Millionen Datensätze à rund 100 Spalten aus dem ERP-System mit dem BI-Tool tagesaktuell aus. Dabei nutzt die Geschäftsleitung ein Dashboard, um sich auf einen Blick über die aktuelle Situation im Vertrieb zu informieren. Die Produktion überprüft u.a., wie hoch das noch zu produzierende Volumen ist, ob zeitentsprechend abgeliefert wurde, wo Engpässe bestehen und welche Betriebsstätte noch Kapazitäten hat. Der Vertrieb führt Umsatz- und Absatzanalysen nach Kriterien wie Vertriebskanal, Produktgruppe, Artikelausprägung, Kunden, Ländern etc. durch. Zum Einsatz kommen überdies Umsatzvergleiche und Stückzahlenvergleiche zu Stichtagen. Der Außendienst greift mobil per VPN über Laptops auf regionsspezifische Informationen zu. Künftig sollen weitere Geschäftsbereiche in der Software abgebildet werden, etwa im Bereich Logistik. Dort sollen u.a. Kommissionier- und Packzeiten für die Personaleinsatzplanung analysiert werden. ANDREA FISCHEDICK, IS

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014

Persönliches Name: Rudolf Kaufmann Alter: 63 Jahre Größte Hobbys: Heimwerken, Theaterkulissen bauen, alles, was mit Technik zu tun hat Ausbildung und Werdegang: ausgebildeter EDV-Kaufmann Derzeitige Position: Leiter IT bei der Mey GmbH & Co. KG

KURZ UND KNAPP … In unserem Unternehmen spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) … ... im Produktdaten- und im Product-Lifecycle-Management (PDM/PLM), in Produktion, Vertrieb, Warenwirtschaft (intern – extern), Finanzbuchhaltung, Controlling, Business Intelligence (BI) sowie Vertikalisierung die wichtigste Rolle. In unserer Branche muss IT-seitig in der Regel am meisten … … in Warenwirtschaft, Produktionssteuerung, Vertrieb und Vertikalisierung investiert werden. Die notwendigen Mittel vorausgesetzt würde ich sofort folgendes ITK-Projekt anstoßen … … Ideal wäre eine „All in one“Lösung für alle unsere IT-Herausforderungen – sofern das überhaupt möglich ist. Aber in einem ersten Schritt wäre eine allgemeine Prozessoptimierung sicherlich schon hilfreich. Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich … … Beratungs- und Prozesskompetenz sowie vor allem Branchen-Know-how. Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass … … er kompetent, zielführend und flexibel ist. 13


M ARKT | NAC H H A LT I GK EI T

DIE BÜROWELT VON MORGEN Wie sieht die Büroorganisation in Unternehmen künftig aus? Welche neuen

Anforderungen ergeben sich daraus an Informations- und Kommunikationstechnologien? Auf diese und andere Fragen gab kürzlich das „Zukunftsforum 2014“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) Antworten.

D

AS FORUM fand unter dem Motto „Work-LifeIntegration – Arbeiten und Leben in einer nachhaltigen Welt“ Ende Januar in Stuttgart statt. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem neue Produktivitätspotentiale durch die IT. In diesem Zusammenhang verwies Prof. Dr. Anette Weisbecker, stellvertretende Institutsleiterin beim Fraunhofer IAO, insbesondere auf die Möglichkeiten von Social Media. Denn die Nutzung von Facebook, Twitter & Co. könne sich über den rein privaten Gebrauch hinaus durchaus für eine nutzbringende Anwendung in Unternehmen lohnen.

Ein Beispiel dafür ist das Projekt „KapflexCy“. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, dass Teamleiter oder Schichtführer in Produktionsbetrieben nicht mehr mühsam mit allen Mitarbeitern Schichtänderungen koordinieren müssen. Einfacher und schneller soll es künftig mit Smartphones und SocialMedia-Methoden gehen. Denn

bei Schichtänderungen erhalten alle beteiligten Mitarbeiter künftig per App konkrete Einsatzanfragen. Quasi in „Echtzeit“ entscheiden sie dann via Gruppenabstimmung, wer die Zusatzdienste erbringt. So sind die Produktionsmitarbeiter aktiv in Entscheidungen zur Einsatzplanung eingebunden, erhöhen in Eigenverantwortung die Flexibilität des Unternehmens und gewinnen selbst ein Stück Zeitautonomie zurück. Wie momentan bei vielen Veranstaltungen kam auch in Stuttgart das Thema Cloud Computing nicht zu kurz, wobei man vor allem kritische Sicherheitsaspekte in den Mittelpunkt rückte. Um sichere Netzaktivitäten für Privatpersonen sowie Unternehmen zu garantieren, wurde kürzlich das von der Europäischen Union geförderte Projekt „FutureID“ ins Leben gerufen. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, SICHERE IDENeine sichere Identifikation im Internet zu TIFIKATION IM ermöglichen. Bereits heute ermöglichen INTERNET mehrere europäische Staaten ihren Bürgern, sich mithilfe Elektronischer Identitäten (eIDs) im Internet auszuweisen – beispielsweise verfügt der neue deutsche Personalausweis bereits über eine solche Funktion. Bei FutureID handelt es sich nun um einen standardkonformen Open-Source-eIDClient, der alle wichtigen Plattformen inklusive Mobilgeräte sowie relevanten Protokolle und Formate unterstützen soll. Um Datenschutzbedenken entgegenzukommen, untersucht und berücksichtigt die Methode überdies alle aktuellen Techniken zum Schutz der Privatsphäre. Nicht zuletzt verwies Anette Weisbecker auf das vom Bundesministerium für Energie und Wirtschaft geförderte Projekt „Cloudwerker. de.“ Diese Plattform soll insbesondere Handwerkern verschiedene sichere Dienste im Software-as-a-Service-Modell (SaaS) zur Verfü-

gung stellen. Parallel dazu soll die Lösung neben B2B-Kooperationen auch B2C-Beziehungen sowie das Zusammenspiel mit E-Government-Diensten (z.B. die E-Vergabe) unterstützen.

Umweltpreis für mehr Nachhaltigkeit Desweiteren wurde im Rahmen des Zukunftsforums der vierte Kyocera-Umweltpreis vergeben. Vor über 120 Gästen zeichnete die Expertenjury um den ehemaligen Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer nachhaltige Unternehmen in vier Kategorien aus. Gewonnen haben hier Cree (Kategorie „Arbeits- und Bürowelt“), Younicos (Kategorie „Klima und Energie“), Innovative Mobility Automobile (Kategorie „Mobilität und Verkehr“) sowie Interface Deutschland (Kategorie „Biodiversität, Natur- und Gewässerschutz“). Überdies vergab die Jury einen Sonderpreis für den „Grünsten Fachhändler“ an die Printvision AG. Nicht zuletzt haben Kyocera sowie das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation im Rahmen des Umweltpreises eine Untersuchung gestartet, die einen Blick in das Büro von morgen werfen möchte. IS

Ende Januar verlieh der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer in Stuttgart den KyoceraUmweltpreis an vier innovative Unternehmen.

KURZMELDUNGEN ANWENDUNGEN

14

OPTIMIERTE KUNDENANSPRACHE

KUNDENFEEDBACK FÜR DAS QM

 Mit der Microsoft-Dynamics-CRM-Lösung optimiert der Maschinenbauer Kugler-Womako die Kundenansprache. Zudem wurden die Bereiche Vertrieb und Service zusammengeführt.

 Das mittelständische Chemieunternehmen Schäfer nutzt seine Customer-Relationship-Management-Software (CRM) von Sage nicht nur für die Kundenbindung, sondern auch für das Qualitätsmanagement (QM).

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014


»Für mich nur UTAX, weil unser Dokumenten-Workflow jetzt läuft wie ein Uhrwerk und die Firma steht wie`ne Eins.« N SIE BESUCHE ER D F U A UNS

CeBIT 4. MÄRZ 10. BIS 1 5 J0 / 3 E L HAL

Immer mehr kleine und mittlere Betriebe wollen Effizienz in den Arbeitsabläufen, geringere Kosten und Zeitersparnis. Der zertifizierte UTAX Fachhandel hat die smarte Lösung: überschaubar, einfach zu bedienen, mit allen wichtigen Funktionen für optimierten Dokumenten-Workflow. Für mehr Performance im Mittelstand durch schlaues Dokumenten-Management. Öffnen Sie die Tür zur Produktivität. Jetzt das NurUTAX-Buch anfordern und Wachstumstreiber werden. Auf www.utax.de/ NurUTAX, unserer Hotline 040 52849-221 oder:


M ARKT | PE RS O NA L I T Y

Persönliches

Name: Floris van Heijst Alter: 45 Jahre Familienstand: verheiratet, zwei Kinder Größtes Hobby: Skifahren

Karriere Ausbildung: Studium der Betriebswirtschaftslehre Beruflicher Werdegang: van Heijst war zuletzt als General Manager für Marketing und Operations in der Microsoft-Tochtergesellschaft in Indien verantwortlich. Er ist bereits seit 2005 bei den Redmondern tätig u.a. als Leiter des Mittelstandsund Partnerbereichs für Microsoft Schweiz. Davor arbeitete er als General Manager für Peoplesoft sowie Sybase. Derzeitige Position: Floris van Heijst verantwortet seit Juli 2013 als General Manager das Mittelstandsund Partnergeschäft bei Microsoft Deutschland. In dieser Funktion gehört er der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland an.

16

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014


PE R S O N AL I TY | MARKT

IT-MITTELSTAND befragt die Verantwortlichen der großen IT-Anbieter. In dieser Ausgabe:

Floris van Heijst, verantwortlich für das Mittelstands- und Partnergeschäft bei Microsoft Deutschland

KEINE HALBEN SACHEN IM MITTELSTAND Unter Mittelstand verstehe ich … … einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Innovationskraft, Leistungsfähigkeit und Qualitätsbewusstsein zeichnen die kleinen und mittelständischen Unternehmen als Stabilisator und Motor der Wirtschaft aus. Dazu gewinnt der Mittelstand seinen gesellschaftlichen Stellenwert durch die große Verbundenheit zu seinen Kunden sowie Mitarbeitern und seinem Facettenreichtum – vom regional verankerten Betrieb, dem aufstrebenden Tech-Start-up-Unternehmen bis hin zum Weltmarktführer.

Der Mittelstand hebt sich von Großkonzernen dadurch ab, dass … … er am Pulsschlag der Innovation sitzt. Sein Gleichklang aus Mut für kreative Entscheidungen sowie agile Prozesse und dem Gespür für Trends ist der Garant für den Erfolg. Allein aus Deutschland kommen 1.300 der etwa 2.700 globalen „Hidden Champions“: Marktführer in ihren jeweiligen Fachgebieten und dank ihres hohen Innovationstempos auch konkurrenzfähig gegenüber Großkonzernen.

Um als IT-Spezialist im Mittelstand Erfolg zu haben, bedarf es … … eines Angebots, dass durch smarte und persönlich zugeschnittene Dienste überzeugt. Microsoft als reiner Softwarehersteller – das ist Geschichte und gehört der Vergangenheit an. Heute agieren wir als Unternehmen, das Devices und Services, von uns und unseren Partnern, eng verzahnt aus einer Hand anbietet. Deshalb arbeiten wir in Deutschland mit 36.500 Partnern zusammen. Ihr Fachwissen hilft den Unternehmen, moderne IT-Lösungen einzusetzen, die optimal auf ihre Geschäftsprozesse einzahlen. Für uns ein unverzichtbarer Schlüssel zum Mittelstand.

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014

Was die IT anbelangt, ist der Mittelstand … … sehr klar und strikt: Die Lösung muss passen. Dabei könnte er nach einer Studie der Boston Consulting Group seinen Umsatz weiter steigern und neue Jobs schaffen, wenn er stärker auf moderne IT setzen würden. Hier sind wir als IT-Anbieter gefordert, einen „Maßanzug für den Mittelstand“ zu entwerfen, bei dem die Lösungen nahtlos ineinandergreifen und mit dem Innovationstempo Schritt halten. Unsere Cloud-OS-Strategie bildet dieses integrierte Gesamtkonzept ab und gibt den Anwendern zusätzlich die Freiheit, nicht zwischen On-Premise- oder reinen Cloud-Lösungen entscheiden zu müssen, sondern das für sie passende hybride Szenario zu wählen.

Die durchschnittliche IT-Grundausstattung im Mittelstand besteht aus … … den klassischen Werkzeugen für Kommunikation und Zusammenarbeit: Produktivitätssoftware, ein professionelles E-Mail-System, eine über Jahre gewachsene Infrastruktur ergänzt durch spezielle Branchensoftware. Mit der Cloud befreit sich der Mittelstand heute von seinen ITGrenzen. Mobile Arbeitsszenarien entstehen, sie schaffen Freiraum für Kreativität und Produktivität. IT-Ressourcen lassen sich flexibel steuern, mobile Endgeräte integrieren, große Datenmengen intelligent auswerten und mit Yammer oder Lync-Social-Business-Tools in die Kommunikation einbinden.

Charakteristisch für IT-Investitionsentscheidungen im Mittelstand ist … … dass er keine halben Sachen macht. Jede Entscheidung wird auf Herz und Nieren geprüft, was Produktivität, Profitabilität,

Langlebigkeit und Integrierbarkeit in bestehende Systeme angeht. Entscheidend sind die richtigen Berater. Sie kennen die Branche und bieten passgenaue Lösungen und Vertragsstrukturen mit Miet- oder Ratenkauf. Hier vertrauen wir unseren Partnern.

Die typischen IT-Herausforderungen des Mittelstandes sind … … gar nicht mal so typisch. Der Wandel in und durch die IT betrifft den Arbeitsalltag in Unternehmen jeder Größe und ist nicht unbedingt technischer Natur. Höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit bei gleichzeitiger Flexibilität, Mobilität und Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielen eine immer größere Rolle. Diese Szenarien stellen hohe Anforderungen an die IT, die durch cloud-basierte Lösungen wie Office 365 kurzfristig und liquiditätsschonend umgesetzt werden können. Viele kleine und mittlere Unternehmen haben die Chancen erkannt und gehen die Herausforderungen an. Darin unterstützten wir sie und bilden mit unserer Fachkräfteinitiative „FIT“ ITNachwuchskräfte aus, die zusammen mit unseren Partnern den Mittelstand bei der Gestaltung des Wandels begleiten.

Handlungsbedarf auf IT-Seite im Mittelstand sehe ich … … bei der Nutzung von flexiblen Infrastrukturen als Wachstumstreiber. Wir leisten hier unseren Beitrag: Erst kürzlich haben wir das neue Cloud-OS-Partnernetzwerk angekündigt, mit dem wir Kunden mehr Flexibilität bei der Realisierung hybrider Cloud-Infrastrukturen bieten. Neben einem starken Partner wie T-Systems im Enterprise-Sektor ist z.B. auch die Wortmann AG an Bord, die mit ihrem Mittelstands-Know-how und Partnerkanal den Anforderungen der mittelständischen Firmen Rechnung tragen und hohe Sicherheitsstandards erfüllen.

17


M ARKT | CLOU D C O M P U T I NG

ITM: Herr Reese, wie können Mittelständler die einmal in die Cloud gegebenen Systeme wieder in einen herkömmlichen Eigenbetrieb zurückholen? Oder ist die Entscheidung zugunsten einer Cloud per se eine Einbahnstraße? HENDRIK A. REESE: Eine solche Entscheidung muss keine Einbahnstraße sein, wenn man bei der Auswahl der Cloud-Services ein paar Dinge beachtet. So sollte beispielsweise die Datenportabilität gewährleistet sein, um Daten zurück ins Unternehmen holen zu können. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Schnittstellen. Für den Fall der Kündigung des Vertragsverhältnisses muss sich der Provider dazu verpflichtet haben, die Daten rückstandslos zu löschen. Beides muss auch im Falle einer Insolvenz des Providers gewährleistet sein. Dies sind auch Aspekte, die wir im Rahmen unserer Zertifizierung „Certified Cloud Service“ prüfen: Ist ein Provider in der Lage, in jedem Fall Portabilität und Löschung von Daten sicherzustellen?

DRUM PRÜFE,

WER SICH BINDET Einen Umstieg auf Cloud-Services sollten sich mittelständische Unternehmen wohl überlegen. Dabei gilt: Augen auf bei der Providerwahl. Licht ins Dunkel der zahlreichen Cloud-Angebote können Zertifizierungen bringen, die die Angebote der Provider bis ins Detail durchleuchten, wie Hendrik A. Reese, Consultant bei TÜV Rheinland i-sec, im Interview erklärt. KURZMELDUNGEN ANWENDUNGEN

18

ITM: Geht mit der Nutzung externer CloudServices nicht das IT-Know-how eines Unternehmens verloren? REESE: Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Für die Abbildung von Geschäftsprozessen in Cloud-Services ist schließlich ebenfalls ein gewisses Applikations- und Systemwissen erforderlich. Generell muss auch der Einsatz in der Wolke gesteuert werden. Will man die Cloud-Nutzung aus bestimmten Gründen wieder rückgängig machen, sollte weiterhin Unternehmenswissen abrufbar sein. Bei dem Einsatz von Cloud Services wandelt sich das IT-Know-how erfahrungsgemäß in eine stärker managementorientierte Aufgabe, die jedoch technisches Fachwissen nicht ausschließen sollte. ITM: Wie aufwendig ist die Migration von einem zum anderen Cloud-Service-Partner? REESE: Die reibungslose Migration ist zunächst eine Frage der vorausschauenden Steuerung. In fast allen Fällen gilt es, die kompletten Altdatenbestände zu migrieren. Dies kann man jedoch nicht von einem Tag auf den anderen umsetzen und es hängt auch stark von der Kompatibilität der Dienste zueinander ab.

Bislang ist der Wechsel von einem zu einem anderen Cloud-Service-Provider ähnlich ›

IT-VIRTUALISIERUNG FÜR HOLZBEARBEITER

STANDARDISIERTES RECHENZENTRUM

 Der Holzbearbeitungsmaschinen-Spezialist Felder verwendet für seine IT-Services Open-Source-Software. So hat der Linux-Dienstleister Linbit Felder beim Aufbau einer Red-Hat-Lösung unterstützt.

 Mit einem standardisierten Rechenzentrum (RZ) von Rittal investierten die beiden Mittelständler Weiling sowie die Remmers-Gruppe in eine neue IT-Infrastruktur.

I T - M I T T E L S TA N D

1-2 | 2014


C L O UD C O MPUTI N G | MARKT

› aufwendig wie klassische IT-Projekte, beginnend mit der Auswahl des neuen Providers und der benötigten Funktionalitäten bis hin zur strukturierten Migration sowie – falls erforderlich – der Anwenderschulung. Mit zunehmender Standardisierung über einzelne Provider hinweg, wie sie z.B. für den Infrastructure-a-as-ServiceBereich (IaaS) durch den Marketplace der Deutschen Börse Cloud Exchange entstehen, gestalten sich diese Dinge einfacher. ITM: Wie kann man sichergehen, dass ein Cloud-Service-Provider nach Vertragsschluss auch wirklich alle Daten des Anwenderunternehmens löscht? REESE: Im Vertrag sollten alle Verfahren zur Datenlöschung beschrieben sein, was auch die Löschung der Backup-Daten einschließen sollte. Bei kritischen Unternehmensdaten sollte es sich in jedem Fall um ein zertifiziertes Verfahren handeln, ein einfaches Überschreiben stellt keine Option dar.

Von daher gilt: „Bereits zu Anfang ans Ende denken.“ Dies bedeutet, man sollte schon vor dem Vertragsabschluss überprüfen, ob der Provider zertifiziert ist und ob im Prüfumfang auch Themen wie Datenschutz und ein rechtskonformer Löschvorgang enthalten sind. Denn Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat. Man sollte genau hinsehen, welche Punkte jeweils geprüft wurden, welche Leistungen und Services der Provider demnach erbringt und wie nachvollziehbar die Prüfaussage ist. Was TÜV Rheinland bei Cloud-ServiceProvidern prüft, kann man beim Onlineservice „Certipedia“ nachlesen (www.

„Bislang ist der Wechsel von einem zum anderen CloudService-Provider ähnlich aufwendig wie klassische IT-Projekte”, erklärt Hendrik A. Reese, Consultant bei TÜV Rheinland i-sec.

certipedia.com). Hier reicht die wahlweise Eingabe von Zertifikatsnummer, Unternehmensname oder eines Suchbegriffs wie „Cloud“ oder „Datenschutz“ aus. ITM: In der Pharma- oder Lebensmittelindustrie müssen Anwender ein Auditing ihrer eingesetzten IT-Lösungen vornehmen lassen – wie wird bei diesen Audits der Umgang mit Cloud-Lösungen gehandhabt? REESE: In der Praxis können Unternehmen das Audit eines genutzten Cloud-Services nur sehr aufwendig selbst durchführen. In diesem Zusammenhang fällt häufig das Schlagwort „Prüftourismus”, da ja nicht nur ein Unternehmen die entsprechende Kontrolle vornehmen müsste, sondern im Grunde jeder Kunde des Providers.

Wirtschaftlich sinnvoller für alle Beteiligten und in der Praxis überhaupt umsetzbar

ist es deshalb, die Prüfung in unabhängige Hände zu geben. Durch die Zertifizierung eines neutralen Dritten erhält der CloudService eine Prüfaussage, die für alle Kunden des Providers Relevanz besitzt. ITM: Wie sieht die Praxis aus: Welche Probleme können bei der Auditierung von Cloud-Lösungen auftreten? REESE: Neben der Tatsache, dass die Provider eine Prüfung durch die Vielzahl ihrer Kunden kaum zulassen, ist für eine Auditierung von Cloud-Services umfassendes Spezialisten-Know-how notwendig. Im Fokus stehen nicht nur die Technik, sondern auch Prozesse, Organisation und Compliance. Insgesamt erfordert ein solches Audit vielfältige Kompetenzen, die Anwenderunternehmen selbst nur aufwendig vorhalten können. IS

Die CeBIT 2014 wirft ihre Schatten voraus. Lassen Sie sich dieses Jahr von einer ganz besonderen Stärke der itelligence begeistern: Experience. Wertvolles Branchen- und Industrie-Knowhow, das Sie mit unseren SAP® Lösungen lokal wie global zum Erfolg führt. Erleben Sie, was uns in Deutschland nicht nur zur Nr. 1, sondern auch zum einzigen SAP® Partner mit 6 globalen Partner-Auszeichnungen gemacht hat. Wir sehen uns! Vom 10. bis 14. März auf der CeBIT in Hannover, Halle 4, B 04, oder heute schon unter www.itelligence.de/cebit

Experience it!

Belgien | China | Dänemark | Deutschland | Frankreich | Großbritannien | Indien | Kanada Malaysia | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Russland | Schweiz | Slowakei Spanien | Tschechische Republik | Türkei | Ukraine | Ungarn | USA


IT-MITTELSTAND 1-2/14