Issuu on Google+

Jahresbericht 2012 / 2013


Jahresbericht 2012 / 2013


Über den Wolken auf der Wasserkuppe, Hessens höchstem Berg Gelnhäuser Neue Zeitung, Ralf Raab

Günter Schewe ist stolz auf seinen Nachbau des Salz-Prahms. Lübecker Nachrichten, Ulf-Kersten Neelsen

Unsere Bilder des Zurück zur Natur: Planieren einer Silage für die Biogasanlage Rodorf Eichsfelder Tageblatt, Christina Hinzmann

Von Lummerland nach China: „Jim Knopf“ in der VW-Autostadt Wolfsburger Allgemeine, Mike Vogelsang

Axel Milberg und Sibel Kekilli beim Dreh der 20. Tatort-Folge aus Kiel Kieler Nachrichten, Rainer Pregla

Impressionen vom Weltcup der Skispringer in Willingen Waldeckische Landeszeitung, Artur Worobiow

Schwein gehabt: Schornsteinfeger aus Kiel stoßen auf das neue Jahr an. Kieler Nachrichten, Rainer Pregla


Ein Wintermärchen: Der Neubau des Schlosses in Hannover-Herrenhausen Hannoversche Allgemeine Zeitung, Rainer Dröse

Landwirt Dietmar Windel und Zoe freuen sich über ihre Riesenäpfel. Göttinger Tageblatt, Christina Hinzmann

Jahres 2012

INhalt

Nah dran: Redakteur Dieter Wonka mit Bundespräsident Joachim Gauck Berliner Büro, Thomas Trutschel

Uniform ist sexy: Die FFW Rostock zeigt sich von einer anderen Seite. Ostsee-Zeitung, Frank Söllner

6 12 14 16 18 22 24 26 30 32 33 34 38 40 42 44 46 48 49 50 51 52 53 54 58 65 68 70 76 78 80 81 87 88 91 95

Gespräch: Staffelübergabe Geschäftsfelder Die Geschäftsführung Zahlen zum Staunen Essay: Newspaper – Paper = News Produktwelt: Zeitung über alle Kanäle Digitalgeschäft: Lokal. Regional. Digital. HAZ-Newsroom: Alles im Fluss Relaunches: Am Puls der Zeit Ausgezeichneter Journalismus Investition in Know-how Essay: Der Verlag als starker Partner für die Region Dienstleistungen: Alles aus einer Hand Vermarktung: Von sublokal bis national Corporate Media: Lösungen nach Maß Postgeschäft: So geht die Post ab Logistik: Madsack kommt an TV-Dienstleistungen: Bewegt und bewegend Druck: Technik, die begeistert Ticketgeschäft: Mit Madsack live dabei Messen: Informationen zum Anfassen Madsack Media Store: Die digitalen Alleskönner Call-Center: Der kurze Draht Übersicht: Produkte und Dienstleistungen Standorte der Mediengruppe Regional und engagiert Bericht des Aufsichtrates Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Daten Ergebniserwartungen und Prognosebericht Konzernjahresabschluss Gewinn-und-Verlust-Rechnung Konsolidierungskreis Verbindlichkeitenspiegel Anlagenspiegel Geschäftsführung, Gesellschafter und Aufsichtsrat Impressum

Glutrot, aber eiskalt: Winterlicher Sonnenuntergang nahe Korbach. Frankenberger Zeitung, Johanna Kleine


Rabanus 6 // Jahresbericht 2012/2013


Staffelübergabe Herbert Flecken geht, Thomas Düffert übernimmt zum 1. Juli 2013 den Vorsitz der Konzerngeschäftsführung der Mediengruppe Madsack. Ein Gespräch über Vergangenheit, Gegenwart – und die Zukunft des Verlags.

Herr Flecken, Sie sind seit 1979 bei Madsack. Damals

bereich hineingegangen sind. Und heute ist die TVN Group

war das Zeitungsportfolio ja noch recht über-

ein breit aufgestellter Dienstleister mit 340 Mitarbeitern und

schaubar …

überträgt unter anderem Veranstaltungen wie das DFB-Po-

HF: Zu dieser Zeit bestand Madsack aus den beiden hanno-

kalfinale oder den Eurovision Song Contest.

verschen Zeitungstiteln Hannoversche Allgemeine Zeitung

Die Maueröffnung 1989 gehört natürlich ebenso zu den

und Neue Presse und dem damals erst kürzlich erworbenen

ganz prägenden Ereignissen der letzten Jahrzehnte, auch

Göttinger-Tageblatt-Verlag. Seitdem hat sich das Unterneh-

für die Mediengruppe Madsack. Damals machten wir unsere

men ganz schön bewegt. Nur um mal eine Größe zu nennen:

ersten Gehversuche in Leipzig, Dresden und Magdeburg, die

Als ich hier angefangen habe und die erste Bilanz gesehen

am Ende zu unserer 50-Prozent-Beteiligung an der Leipziger

habe, da lagen wir bei 180 Millionen Mark Umsatz, also knapp

Volkszeitung führten. Mit Leipzig, Dresden, Potsdam und

90 Millionen Euro. Heute reden wir von knapp 700 Millionen

Rostock sind wir mittlerweile sehr gut in den neuen Ländern

und viereinhalbtausend Mitarbeitern. Wir haben 18 Tages-

vertreten. Die jüngste Entscheidung, die das Unternehmen

zeitungen, und das in Märkten, die nicht unbedingt leichter

wirklich nachhaltig verändert hat, war die Übernahme der

geworden sind.

Zeitungsbeteiligungen der Axel Springer AG, also unter anderem Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung. Mit die-

Wenn Sie auf diese 34 Jahre zurückblicken: Was waren

sem Schritt haben wir eine Größe erreicht, die uns zu dem

in dieser Zeit die Meilensteine der Unternehmens-

gemacht hat, was wir heute sind.

geschichte? HF: Ich denke, es waren drei Ereignisse, die dieses Unterneh-

Herr Düffert, Sie sind seit drei Jahren bei Madsack. Was

men in entscheidendem Maße geprägt haben. Da wäre zum

waren für Sie in dieser Zeit wegweisende Entschei-

einen die Gründung unserer Film- und Fernsehproduktions-

dungen?

firma TVN im Jahr 1984. Damals, als die Rahmenbedingun-

TD: Im Prinzip sind wir in den vergangenen Jahren diesen

gen für privaten Rundfunk gerade erst geschaffen wurden,

Madsack-Weg weitergegangen und haben zuletzt die

gehörten wir zu den Ersten, die in den Audio- und Video-

Märkische Allgemeine dazugekauft. Wir haben eine klare

7


Strategie, wir wollen Konsolidierer auf dem deutschen

in einer Vielzahl regionaler Märkte zu skalieren. Gleichzeitig

Zeitungsmarkt sein. Die Stärke von Madsack war es immer,

müssen wir aber intern noch einiges an unseren Workflows

geschickt und mit Weitsicht auf die aktuellen Entwicklun-

verbessern. Zum einen müssen wir Tätigkeiten, in denen die

gen in der Medienbranche zu reagieren. Das Unternehmen

Nähe zum regionalen Markt weniger relevant ist, noch stär-

hat sich nie zurückgelehnt und von den äußeren Einflüssen

ker an zentralen Stellen bündeln. Zum anderen müssen wir

schwächen lassen, sondern hat seine Möglichkeiten genutzt

die horizontale Integration, sprich den Austausch und die

und agiert, statt zu reagieren. Damit nahm Madsack häu-

Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Regionalverlagen

fig eine Vorreiterrolle unter den Regionalverlagen ein. Und

und Dienstleistungsunternehmen, weiter vorantreiben.

jetzt sind wir wieder an einem Punkt, an dem wir viel Neues wagen und auf den Strukturwandel der ganzen Branche reagieren müssen.

„Das Unternehmen ist gesund und gut aufgestellt.”

Wo steht Madsack da im Moment?

Herr Flecken, vor dem Hintergrund ihrer jahrzehnte-

TD: Durch die strategischen Zukäufe der letzten Jahre hat das

langen Erfahrung in der Medienbranche: Wie erleben

Haus eine ausreichende Größe, um neue Geschäftsmodelle

Sie die derzeitige Entwicklung im Printmarkt? HF: Tatsächlich sind die Rahmenbedingungen unseres Geschäfts in den zurückliegenden Jahren deutlich herausfordernder geworden. Zwar hat es auch in der Vergangenheit schon die eine oder andere Krise gegeben. Doch trotz der Einbrüche waren Auflage und Umsatz immer stabil oder steigend. Es gab aber nicht eine strukturelle Krise wie heute, bei der das Papier von der jüngeren Generation grundsätzlich infrage gestellt wird. Heute haben wir – zumindest im Printgeschäft – eine rückläufige Entwicklung, sowohl im Leser- als auch im Werbemarkt. Das Wachstum muss jetzt in anderen Bereichen erzielt werden. Herr Düffert, wie wird sich dadurch die Zeitungslandschaft in den kommenden Jahren verändern? TD: Ich bin überzeugt, dass sich der Konsolidierungsprozess im deutschen Zeitungsmarkt fortsetzen wird. Die Auflagenentwicklung wird weiter rückläufig bleiben. Das Vermarktungsgeschäft wird nicht einfacher. Deswegen wird ein Teil der Profitabilität von Regionalverlagen in der Umsetzung von Kostensynergien erzielt werden. Wer für sich allein bleibt, wird dem Druck aus dem Markt irgendwann nicht mehr standhalten können. Unternehmenswerte von Regional- und Lokalverlagen werden dadurch tendenziell ab-

Ideengeber für den Madsack Media Store: Herbert Flecken (62).

8 // Jahresbericht 2012/2013

nehmen. Vor allem kleinere Zeitungshäuser werden in den


Herr Flecken, 2012 war das letzte Geschäftsjahr, das Sie in Gänze als Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung zu verantworten haben. Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung der Mediengruppe Madsack für das zurückliegende Geschäftsjahr insgesamt? HF: Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass wir trotz unverändert herausfordernder Rahmenbedingungen in unserem operativen Ergebnis nur marginal verloren haben. Der Konzernumsatz liegt mit 671,5 Millionen Euro zwar deutlich über dem Vorjahreswert. Allerdings liegt das vor allem an der erstmaligen Konsolidierung der Potsdamer MVD-Gruppe. Kostenseitig haben wir in eine Reihe neuer Geschäftsmodelle – wie zum Beispiel den Madsack Media Store – investiert. Hinzu kamen Restrukturierungsaufwendungen bei unserem Neuerwerb in Potsdam sowie fortlaufend hohe konsolidierungsbedingte Abschreibungen. Das Ganze muss vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass in der jüngeren Vergangenheit wichtige, aber eben auch mit Kosten verbundene Weichenstellungen für die Zukunft des Konzerns getätigt worden sind. Insgesamt ist das Unternehmen gesund und gut aufgestellt.

„Unsere Kompetenz ist die Regionalität.“

Thomas Düffert (45) sieht die Mediengruppe Madsack als Konsolidierer im Zeitungsmarkt.

Rabanus (2)

kommenden Jahren weiteren Druck aus den Märkten ver-

Herr Düffert, welche Rolle spielt dabei das Digital-

spüren. Langfristig wird es mehr Verbundsysteme geben.

geschäft?

Vielleicht haben wir mittel- bis langfristig nur noch vier oder

TD: Die Zuwachsraten im Digitalgeschäft sind zwar enorm,

fünf große Regionalverlage in Deutschland. Die Medien-

in absoluten Zahlen bewegen wir uns hier jedoch noch auf

gruppe Madsack wird auf jeden Fall einer von ihnen sein.

einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Monetarisie-

Darauf haben wir uns mit den Zukäufen der vergangenen

rung von journalistischen Inhalten über digitale Kanäle ist

Jahre eingestellt. Größe an sich ist ja kein Selbstzweck.

im Moment sicher die wichtigste Aufgabe für die gesam-

Es geht darum, Vorteile aus einem solchen Verbundsystem

te Branche. Aus diesem Grund haben wir im vergangenen

zu ziehen. Wir schaffen Möglichkeiten, Kompetenzen sinn-

Geschäftsjahr damit begonnen, unsere Digital-Angebote

voll zu bündeln, um damit gleichzeitig an anderen Stellen

kostenpflichtig zu machen. Wir stehen in dieser Entwicklung

neue Handlungsspielräume zu schaffen. Für die Zukunfts-

noch relativ am Anfang – obwohl die Online- und Mobil-

fähigkeit der Verlagsbranche wird das von ganz entscheiden-

Angebote unserer Zeitungsmarken heute eine größere Rolle

der Bedeutung sein.

spielen als je zuvor.

9


Konzern haben wir jedoch die entsprechende Kraft, solche Dinge nach sorgfältiger Überlegung auszuprobieren und zum Erfolg zu führen. Und mittlerweile wurde das Konzept ja von einigen anderen, auch externen Zeitungshäusern übernommen. TD: Mir bereiten alle unsere verlagsnahen neuen Geschäftsfelder viel Freude. Um zwei konkrete Beispiele zu nennen: Das Postgeschäft beispielsweise hat sich über alle Standorte hinweg sehr ordentlich entwickelt. In Summe generieren wir hier bereits fast 60 Millionen Euro Umsatz. Und auch im Ticketgeschäft haben wir einen guten Sprung nach vorne gemacht. Am Standort Hannover etwa sind wir nach der Übernahme eines regionalen Kartenshops zum führenden Anbieter vor Ort aufgestiegen. Konzernweit verkaufen wir bereits über eine halbe Million Tickets im Jahr. Flecken: „Unter den Regionalverlagen war Madsack stets einer der Vorreiter der Digitalisierung.“

Herr Düffert, wo sehen Sie denn zukünftig Wachstumschancen?

Nehmen wir die Hannoversche Allgemeine Zeitung: Die ver-

TD: Die Mediengruppe Madsack ist mit ihren Tageszeitungen

kaufte Auflage des Printtitels ist im vergangenen Jahr zwar

journalistisch und vermarktungsseitig immer noch deutlich

leicht gesunken. Allerdings erreichen wir neben knapp einer

Marktführer in der jeweiligen Region: Unsere Kompetenz ist

halben Million Zeitungslesern nun noch einmal genauso viele Menschen über das dazugehörige Online-Angebot www.haz.de. Hinzu kommen die Nutzer unserer Apps wie HAZ Mobil oder HAZ sonntag. Reichweite und Bedeutung der Marke HAZ sind also eher gestiegen. Und das gilt auch für die anderen Titel in unserem Portfolio. Gibt es ein Geschäftsfeld, das Ihnen im vergangenen Jahr besonders viel Freude bereitet hat? HF: Mir persönlich liegt die Entwicklung des Madsack Media Stores sehr am Herzen. Allein am Standort Hannover haben wir bereits über 2.000 Digital-Pakete an den Kunden bringen können, davon rund 30 Prozent an Neukunden. Ich weiß nicht, wo die Entwicklung insgesamt hingeht, aber ich bin guten Mutes. An der gesamten Entwicklung des Media Stores zeigen sich auch die Vorteile, die wir aus unserer Größe gewinnen können: Als einzelnes, kleines Unternehmen

Düffert: „Die Monetarisierung journalistischer Inhalte über digitale

hätten wir diesen Schritt möglicherweise nicht gewagt. Als

Kanäle ist im Moment die wichtigste Aufgabe für die Branche.“

10 // Jahresbericht 2012/2013


Sehen Wachstumschancen auch in schwierigen Zeiten: Herbert Flecken (links) und Thomas Düffert.

Rabanus (3)

die Regionalität. Das ist die Basis für die weitere Entwicklung;

Beteiligungsstrukturen eines Konzerns und ist dennoch sehr

diese Kompetenz wollen und müssen wir auf die weiter vo-

familiär geprägt. Das ist eine große Stärke von Madsack. Sie

ranschreitende Digitalisierung des Alltags übertragen, ohne

hilft uns, uns in einem Umfeld weiterzuentwickeln, das sich

dabei unser starkes Standbein im Printbereich zu vernach-

komplett gewandelt hat, und dabei trotzdem bodenständig

lässigen. Ein Drittel aller Deutschen ab 14 Jahren liest online

zu bleiben und verantwortungsbewusst zu handeln.

die Angebote der regionalen Zeitungen. Daraus ergeben

HF: Zu diesem familiären Charme kommen aber auch ein

sich viele Chancen. Wir wollen die regionale Klammer sein

klares unternehmerisches Denken und eine grundsätzliche

für den Vermarktungsbedarf unserer Kunden, und wir wollen

Offenheit und intellektuelle Neugier auf neue Entwicklun-

unsere hohe journalistische Kompetenz kanalübergreifend

gen. Wir waren der erste Regionalverlag, der ein computer-

weiter stärken.

gesteuertes Redaktionssystem eingeführt hat, und wir haben immer wieder die digitale Entwicklung vorangetrieben.

Herr Düffert, Herr Flecken: Nach drei bzw. 34 Jahren

Dadurch sind wir für die Zukunft gerüstet, und ich kann jetzt

bei Madsack – was zeichnet für Sie die Unternehmens-

beruhigt von Bord gehen. Das Schiff ist geputzt, liegt ordent-

kultur der Mediengruppe aus?

lich im Wasser und hat einen guten neuen Steuermann. Ich

TD: Die Mediengruppe Madsack bietet aus meiner Sicht

bin daher zuversichtlich, dass es in den besten Händen ist

eine sehr interessante Mischung: Das Unternehmen hat die

und seinen Kurs weiter fortsetzen wird!

11


Geschäftsfelder Tageszeitungen Im Unternehmensverbund erscheinen 18 Tageszeitungen, die Gesamtauflage liegt bei knapp einer Million verkaufter Exemplare. Die starken Marken dieser Titel genießen das Vertrauen einer breiten Leserschaft – ein Verdienst kompetenter Berichterstattung im lokal-regionalen Umfeld. Die Printausgaben werden um Angebote im Online-Bereich sowie für mobile Endgeräte ergänzt.

Anzeigenblätter Mit knapp 40 Titeln und einer Gesamtauflage von rund fünf Millionen verteilten Exemplaren pro Woche bilden Anzeigenblätter ein wachsendes Geschäftsfeld der Mediengruppe Madsack. Die Titel kommen zuverlässig in alle Haushalte und genießen eine hohe Akzeptanz bei den Lesern. Voraussetzung hierfür sind attraktive Inhalte mit dem Schwerpunkt Lokales.

Druck Für die Zeitungsproduktion – ob eigene Titel oder auch Fremdaufträge – betreibt die Mediengruppe Madsack hochmoderne Offsetdruckereien an insgesamt neun Standorten. Hier werden Tageszeitungen und Anzeigenblätter in allen drei typischen Formaten (Berliner Format, Rheinisches Format und Nordisches Format) produziert und weiterverarbeitet.

12 // Jahresbericht 2012/2013


Digitalgeschäft Mit der stetigen Weiterentwicklung des Produktportfolios sowie den entsprechenden Vertriebsund Vermarktungsansätzen beweist Madsack Lesern und Werbekunden stets aufs Neue, dass „digital“ und „regional“ keinen Widerspruch darstellen. Madsack begreift den medialen Wandel vor allem auch als Chance.

Film und Fernsehen Mit der TVN Group bietet die Mediengruppe Madsack an zehn Standorten umfangreiche redaktionelle und technische Dienstleistungen für Film, Fernsehen und Internet. Neben der TVProduktion als wichtigstem Geschäftsfeld bietet die Gruppe auch umfangreiche Dienstleistungen im Corporate-Media-Bereich an.

Logistik Der Betrieb leistungsfähiger Transport- und Zustellorganisationen zählt seit jeher zu den Kernkompetenzen Madsacks. Seit der Liberalisierung des deutschen Postmarkts gehören auch Briefdienstleistungen zum festen Bestandteil des Angebots – und das zu einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis als der Wettbewerb.

Kommunikation und Werbung Mit ihren regional ansässigen Full-Service-Agenturen und Corporate-Publishing-Dienstleistern bietet die Mediengruppe ihren Kunden ein breites Leistungsportfolio, entwickelt maßgeschneiderte Kommunikationslösungen und begleitet Kampagnen. Dabei profitiert der Kunde von einem umfassenden Netzwerk.

13


Rabanus 14 // Jahresbericht 2012/2013


Thomas Düffert Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Zum 1. Juli 2013 hat Thomas Düffert den Vorsitz der Konzerngeschäftsführung der Mediengruppe Madsack übernommen. Als stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung verantwortete der 45-Jährige bereits drei Jahre lang die Geschäfte der Konzernbereiche Mitte (Hannover, Stadthagen, Ostniedersachsen) und Süd (Göttingen, Hessen). Seine Karriere im Verlagswesen startete Thomas Düffert bei der Gruner + Jahr AG & Co KG, bei der er 1996 im Vorstandsbereich Zeitungen eintrat. In den folgenden 14 Jahren nahm der studierte Betriebswirt verschiedene Managementpositionen innerhalb des Konzerns ein, unter anderem als Leiter Bereich Zeitungen (2005–2006, u.a. Financial Times Deutschland, Berliner Verlag) oder zuletzt als Vorsitzender der Geschäftsführung der Dresdner Druck und Verlagshaus GmbH & Co. KG (2007–2010, Sächsische Zeitung).

Sven Fischer Mitglied der Konzerngeschäftsführung Sven Fischer ist seit 1. Januar 2011 Geschäftsführer der Mediengruppe Madsack und innerhalb der Führungsmannschaft vor allem für die Finanzen des Konzerns verantwortlich. Der 41-jährige Diplom-Kaufmann steht bereits seit zwölf Jahren in den Diensten des Unternehmens. Bis 2003 war er im Beteiligungsmanagement des Konzerns tätig, von 2003 bis 2006 Leiter der Revision und von 2006 an Leiter der Zentralbereiche und Prokurist der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG. Als Geschäftsführer leitet Fischer vor allem die Bereiche Finanzen / Controlling, IT, Einkauf, Recht und Beteiligungsmanagement / M&A.

Christoph Rüth Mitglied der Konzerngeschäftsführung Christoph Rüth wechselte erst zum 1. April 2013 zur Mediengruppe Madsack. Der 46-jährige Medienmanager kann bereits heute auf eine langjährige Verlagskarriere zurückblicken: 1993 begann sein Werdegang bei der Gruner + Jahr AG & Co KG, wo er verschiedene Managementfunktionen übernahm und zuletzt als Geschäftsführer der Financial Times Deutschland und stellvertretender Verlagsgeschäftsführer der G+J Wirtschaftsmedien tätig war (2000–2009). Im Anschluss verantwortete Rüth bei der Axel Springer AG als Verlagsgeschäftsführer die Geschicke der WELT-Gruppe, der Berliner Morgenpost und des Hamburger Abendblatts.

Die Konzerngeschäftsführung der Mediengruppe Madsack ab 1. Juli 2013 (v.l.n.r.): Sven Fischer (41), Thomas Düffert (45), Christoph Rüth (46).

15


37

SchleswigHolstein hamburg

mecklenburgvorpommern

niedersachsen brandenburg SachsenAnhalt

18

Sachsen Hessen

Thüringen

Zum Unternehmensverbund gehören heute 18 regionale Tageszeitungen und 37 Anzeigenblätter in neun Bundesländern.

77

Deutschlandweit ist die Mediengruppe Madsack

Die Mediengruppe Madsack blickt auf

mit 77 mobilen Anwendungen für iOS und

120 erfolgreiche Jahre zurück.

Android auf dem Markt vertreten.

Die Erstausgabe des Hannoverschen Anzeigers erschien am 1. März 1893.

92.000 Tonnen Papier hat die Mediengruppe 2,8 Millionen Druckplatten

Madsack 2012 bedruckt. Dafür wurden

92.000 Tonnen Papier

2,8 Millionen Druckplatten und

1.900 Tonnen Farbe

1.900 Tonnen Farbe benötigt.

6.537 Nur 50 Cent kostet der Versand eines

Allein in Niedersachsen sind 6.537 Zusteller der

Standardbriefs von Hannover nach München

Mediengruppe Madsack für Tageszeitungen,

bei der CITIPOST GmbH.

Anzeigenblätter, Direktverteilung und Post aktiv.

16 // Jahresbericht 2012/2013


14,2 Millionen Leser ab 14 Jahren erreicht eine einzige Anzeige, die bei der neuen Vermarktungsgesellschaft „Medienhaus Deutschland“ (siehe Seite 40) geschaltet wird. Das ist etwa jeder vierte Haushalt in Deutschland. Rund 35 Prozent der Leser verfügen über ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro.

jeder 4.

2,7 Mio. 1.218.028,24 € 1.218.028,24 Euro wurden bei der

Die Berichterstattung aus der

HAZ-Weihnachtshilfe 2012 für unverschuldet

Madsack-Hauptstadtredaktion erreicht

in Not geratene Menschen aus der

bis zu 2,7 Mio. Leser.

Region Hannover gespendet.

6 Trainees

65 Volontäre

Die Mediengruppe bildet aus: Ende Februar 2013 legten 119 Auszubildende, 65 Volontäre und 6 Trainees den Grundstein für ihre Karriere. 119 Auszubildende

TICKET

036 428

286 Mio.

036 428

533.280

Auf das Jahr gesehen verkaufte die Mediengruppe

533.280 Veranstaltungstickets wurden im

Madsack 2012 rund 286 Millionen

vergangenen Geschäftsjahr konzernweit verkauft.

Zeitungsexemplare.

17


18 // Jahresbericht 2012/2013


Newspaper – Paper = News Unabhängig von jedem Trägermedium, egal ob auf Papier, im Netz, auf dem Handy oder dem Tablet – was zählt, ist der Inhalt. Guter Journalismus mit hart recherchierten Fakten und relevanten Inhalten hat Zukunft.

I

m Englischen heißt Zeitung „newspaper“ – nimmt man

Schon allzu oft wurde die Zeitung totgesagt: mit dem Auf-

das paper weg, bleiben die news. Dies verdeutlicht,

kommen des Radios, des Fernsehens. Untergegangen ist sie

warum auch in Zeiten der Digitalisierung die Zeitung kein

bisher nicht. Das Gedruckte hat auch heute seine Berech-

Auslaufmodell ist, denn sie ist eben nicht nur bedrucktes

tigung und liefert, was Rezipienten dauerhaft brauchen:

Papier. Versteht man Zeitung als Funktion, unabhängig

Information, Analyse, gute Geschichten, Unterhaltung,

vom Trägermedium, dann befindet sie sich mitten im Um-

Orientierung. Gedruckt ist Zeit und Platz dafür, und es wirkt

bruch, hin zum digitalen, zum mobilen und auf künftige

nachhaltiger: Erhebungen aus den USA zeigen, dass der

Trägermedien, die im Moment noch keiner kennt. Vielleicht

Mensch sich das gedruckte Wort länger merken kann als

erscheint die Zeitung von morgen elektronisch auf dem

das über den Bildschirm konsumierte. Im Zeitalter steter

Badezimmerspiegel oder als Hologramm auf dem Früh-

Digitalisierung gewinnt plötzlich das Analoge, Gedruckte

stückstisch.

wieder an Wert. 62 Prozent aller Jugendlichen in Amerika lesen E-Books, aber 78 Prozent sehnen sich nach dem

Das Kerngeschäft der Verlage ist nicht das Bedrucken von

Geruch und der Haptik von echten Büchern. Digital, das

Papier, sondern das Schaffen von Inhalten: spannende,

bedeutet Effizienz und Bequemlichkeit , aber das physisch

neue, aufregende, hilfreiche Geschichten. Und im Zeital-

Anfassbare, wie zum Beispiel eine Zeitung, sorgt für ein

ter des Informationsüberflusses, wenn sich jeder jederzeit

Gefühl der Substanz und der emotionalen Verbundenheit,

online über alles informieren kann, werden auch die Aus-

zeigt eine aktuelle Trendstudie von J. Walter Thompson.

wahl, die Selektion und die Reduktion immer wichtiger. Ein altes Bonmot sagt: Ist es nicht merkwürdig, dass jeden Tag genau so viel passiert, wie in die Zeitung passt?

Die Heimatzeitung steht für journalistische Qualität.

Doch bevor wir einen Blick in die Zukunft werfen, halten

Wer also Print und Digital gegeneinander ausspielt, läuft

wir erst einmal die Fakten fest, denn noch immer gibt es

Gefahr, am Ende beides falsch zu machen. Denn im Grunde

333 Zeitungen in Deutschland, mit mehr als 18 Millionen

ist es irrelevant, ob der Rezipient am Frühstückstisch in

verkauften Exemplaren täglich. Zwei Drittel aller Deutschen

seiner Zeitung blättert oder ob er auf dem Weg zur Arbeit

lesen täglich eine gedruckte Zeitung.

seine News-Apps checkt. Das Angebot unterscheidet sich

19


nur in der Darreichungsform, in der Informationstiefe, in der

auch journalistische Web-Angebote heute ihre Existenz

visuellen Aufbereitung, jedoch nicht im inhaltlichen Kern.

begründen können: das, was die Leute interessiert. Das ist

Und der wird in einem Haus generiert und erscheint unter

das Nahe, an dem ich beteiligt bin, und das Ferne, das Kon-

einer Marke: unter der einer Heimatzeitung. Denn die steht

sequenzen für mich und mein Umfeld hat. Trotz aller Mo-

beim Rezipienten seit Jahren, seit Generationen gar für

bilität im 21. Jahrhundert: Die Menschen bleiben dennoch

journalistische Qualität. Der Heimatzeitung vertraut man.

heimatverbunden. Und dabei ist Heimat nicht unbedingt ein Ort, sondern eher die Summe aus Haltungen, Em-

Die Verlage sitzen auf einem wahren Nibelungenschatz. In

pfindungen und gemeinsamen Erfahrungen. Eine Heimat-

ihren Blättern, den klassischen Lokalzeitungen, arbeiten die

zeitung spiegelt genau das. So sind Regionalzeitungen zu

gut ausgebildeten Redakteure, dort läuft das Netz der Mit-

Marken geworden, deren Markenversprechen Information,

arbeiter aus der Fläche zusammen. In den Konferenzen sit-

Unterhaltung, Aufklärung und sogar Hilfe lautet. Dieses

zen Menschen, die das Handwerkszeug gelernt und Fach-

Markenversprechen bietet auch im Netz Orientierung im

wissen angesammelt haben, die mit Begeisterung und

Dickicht des Informationsdschungels. Dabei sind wieder

Herzblut Geschichten suchen und schreiben. Die den Ehr-

journalistische Fähigkeiten gefragt: Das Einordnen von Ge-

geiz haben, jeden Tag die beste Ausgabe seit Bestehen des

schehnissen beherrschen nur die, die sich professionell da-

Blattes zu produzieren und allein deshalb innovativ sein

mit beschäftigen. Nicht selbst ernannte Propheten. Gut aus-

wollen. Hier arbeiten diejenigen, die gründlich recherchie-

gebildete Journalisten wissen, was es bedeutet, wenn ein

ren, bevor sie schreiben, die hartnäckig nachfragen, bevor

Monopol auf sogenannte Seltene Erden am anderen Ende

sie Schlüsse ziehen, die sich als vierte Macht im Staat ver-

der Welt überall Rohstoffe knapp werden lässt und damit

stehen und sich auch so benehmen: unbestechlich und

beispielsweise Arbeitsplätze in Norddeutschland gefährdet.

neutral.

Weil es heute eben nicht mehr egal ist, „wenn in China ein Sack Reis umfällt“. Die Welt ist zu kompliziert und vernetzt,

Trotz aller Mobilität im 21. Jahrhundert: Die Menschen bleiben heimatverbunden.

Analyse ist nötig, damit der Rezipient nach der Lektüre schlauer als vorher ist. Damit er weiß, dass er gerade dieses Stück über Seltene Erden jetzt lesen muss, wenn er die Entwicklungen bei den heimischen Produzenten von Plasma-

Daher können Journalisten etwas bieten, was techni-

bildschirmen oder von Elektromotoren verstehen will. Und

sche Dienste und Algorithmen im World Wide Web

schließlich gibt es einen gewichtigen Grund für die unbe-

nicht leisten: Identifikation und Orientierung, Analyse

dingte Berechtigung von Heimatzeitungen und ihrem Schatz

und Hintergrund, Einordnung und Erklärung: Die Redak-

an Know-how – auf welchem gedruckten oder digitalen

teure und Reporter sind diejenigen, die Geschichten in

Weg auch immer es zum Rezipienten kommt: Medien sind

der Stadt aufspüren, sie erahnen, bevor sie über einen

existenzieller Teil der politischen Meinungs- und Willensbil-

Ticker laufen. Die den Oberbürgermeister schon kannten, als

dung, schlechthin der Demokratie. Sie bieten Politikern und

der noch Plakatkleber seiner Partei war. Die wissen, wie sich

den sie tragenden Parteien nicht nur eine Plattform, sie sind

der größte ansässige Arbeitgeber für den Weltmarkt rüstet

auch die wichtigste Instanz des Hinterfragens dieser Politiker

und vor allem, welche Folgen das für die Menschen vor Ort

und Parteien. Journalisten sind darin Repräsentanten des

hat. Lokaljournalisten stehen selber täglich beim Bäcker

Volks: Sie können Mandatsträgern auf den Zahn fühlen, Wi-

und hören dort, was die Menschen in der Region bewegt.

dersprüche zeigen und Missstände aufdecken – das Grund-

Sie können das liefern, womit Zeitungen immer schon und

gesetz berechtigt und ihre Ausbildung befähigt sie dazu.

20 // Jahresbericht 2012/2013


So sind die journalistischen Tugenden heute sogar wich-

getan. Dass dies alles nicht umsonst zu haben ist, das müss-

tiger denn je: Unbestechlichkeit, Sorgfalt, Sachlichkeit,

te selbstverständlich sein. Und trotzdem gibt es hierzulan-

Versiertheit, Neugier und sprachliche Exzellenz. Aber die

de online fast alles kostenlos. Diese Gratismentalität im Netz

journalistische Arbeitsweise hat sich verändert und ändert

ist das eigentlich Existenzbedrohende für die Zeitung, nicht

sich in rasantem Tempo weiter. Also gilt es, sich stets neu

das Netz selber. Für die Marken-Inhalte auch Marken-Prei-

anzupassen in der Art und Weise, wie die Geschichten die

se zu verlangen ist daher konsequent. Bei „Paid Content“

Menschen erreichen. Journalisten müssen Multimedia-Skills

geht es ganz grundsätzlich um das Selbstverständnis von

erlernen und selber entwickeln. Unverzichtbar ist eine bes-

Medienschaffenden: Was wir anbieten, hat journalistische

sere Kommunikation und Vernetzung. Dass genau da Defi-

Qualität.

zite herrschen, mag absurd wirken. Sind doch alle technischen Möglichkeiten der Kommunikation vorhanden und

Und deshalb verkaufen wir das und schenken es nicht her!

sind Journalisten doch selber Kommunikatoren – aber bis-

Die Zukunft liegt also nicht darin, Print totzusagen und sich

her eben nur zum Leser hin, meist auf einer Einbahnstraße

digital billig unters Volk zu bringen. Der Weg kann nur ein

unterwegs. Da gab es scharfe Scheren und dicke Mauern in

anderer sein: Journalisten müssen lernen, in verschiedenen

den Köpfen und Beharrungsvermögen: Das alles wird Stück

Medien zu denken und dann auch zu arbeiten. Und die

für Stück abgebaut. Denn heute sind es eben auch die

Verlagshäuser müssen sich ihres wichtigsten Assets noch

Leser, die Themen setzen. Ihr Feedback findet nicht mehr

stärker bewusst werden: des journalistischen Know-hows

nur in Leserbriefen statt. Sowohl die Politik als auch die Me-

ihrer Redakteure. Wie das gehen kann, das zeigt die fran-

dien lernen gerade, dass Interaktion und Beteiligung nicht

zösische Website „Mediapart“. Sie hat sich als investigatives,

mehr nur ihren Repräsentanten als Elite vorbehalten sind,

politisches Medium einen Namen gemacht, und sie macht

sondern jedem via World Wide Web offenstehen.

mit Paid Content Gewinn. Über 50.000 feste Abonnenten zahlen für gut gemachten Journalismus, für Recherche und

Die Zusammenarbeit verschiedener Redaktionen wird immer wichtiger.

Unabhängigkeit. Diesen Weg haben deutsche Zeitungen gerade erst angetreten: Mehr als 40 Zeitungsmarken sind derzeit online bereits mit Paid-Content-Modellen unter-

Auch intern ändern sich dadurch die Kommunikations- und

wegs, es gibt rund 400 Zeitungs-Apps für Smartphones

Arbeitsweisen. Die Zusammenarbeit über verschiedene

und Tablets, zwei Drittel davon sind kostenpflichtig. Laut

Redaktionen wird immer wichtiger. Hauptstadtredak-

einer Allensbach-Studie sind die Nutzer mobiler Plattformen

teure tauschen sich mit Lokaljournalisten auf Augenhö-

zu rund 20 Prozent bereit, für Inhalte zu zahlen, Tendenz

he aus. App-Macher erfahren rechtzeitig, was der mor-

steigend.

gige Print-Aufmacher wird. Printredakteure müssen wissen, wie eine Geschichte online wirkt, und Onliner

Das zeigt: Die Zeitung von morgen – mit einem Webauf-

müssen verstehen, was Print an Hintergrund parat hat.

tritt, der hinter einer Pay Wall ebenso anspruchsvollen Con-

So können netzaffine Jungredakteure mit dem Erfahrungs-

tent birgt wie das gedruckte Blatt; deren Apps die Leser

schatz von gestandenen Kollegen wunderbare Geschich-

zusätzlich mit dem versorgen, was sie sich von ihrer Hei-

ten erzeugen – ob als App oder Aufmacher im Blatt.

matzeitung wünschen; deren Macher hohe journalistische

Hier hat die Mediengruppe Madsack mit ihren Newsrooms,

Standards in allen Bereichen pflegen – die ist lebendig wie

der täglichen Videokonferenz aller Titel und natürlich dem

nie. Oder um es mit Helmut Schmidt zu sagen: „Das Leben

Hauptstadtbüro in Berlin bereits einen wichtigen Schritt

ist schön. Schreiben wir drüber.“

21


Zeitung über alle Kanäle Haptisch oder visuell – Madsacks PRODUKTE sind ein Erlebnis. Bei der Weiterentwicklung von Print in die digitale Welt setzt die Mediengruppe auf Qualitätsjournalismus.

Tageszeitungen

22 // Jahresbericht 2012/2013


smartphone

Tablet-pc

pc

23


Lokal. Regional. Digital. Madsack setzt im Digitalgeschäft auf hochwertige Online-Angebote sowie auf ein umfangreiches Portfolio attraktiver Apps für mobile Endgeräte. Die Einführung von Paid Content sichert auch künftig qualitativ hochwertigen Journalismus.

D

ass „regional“ und „digital“ in der heutigen Medien-

bei einem Bericht über den Knabenchor Hannover dessen

welt längst keinen Widerspruch mehr darstellen,

Gesänge über das Tablet erklingen oder das neugeborene

beweisen die Zeitungstitel der Mediengruppe

Elefantenbaby im Zoo Hannover in einem Video über den

Madsack jeden Tag aufs Neue. Beispiel Hannoversche

Bildschirm stapft. Im weiteren Tagesverlauf werden die

Allgemeine Zeitung: Früher erschien der hannoversche

Leser vor allem über den Online-Auftritt HAZ.de (im Büro)

Zeitungstitel an sechs Tagen der Woche. Jeden Morgen

sowie über die Smartphone-App HAZ Mobil (unterwegs)

lag die HAZ druckfrisch auf dem Frühstückstisch und

auf dem Laufenden gehalten. Egal ob ein neuer nieder-

informierte ihre Leser über die großen Nachrichten aus der

sächsischer Ministerpräsident gewählt wird, Hannover 96

ganzen Welt bis hin zum Geschehen in der direkten Nach-

sich von seinem Sportdirektor trennt oder der gestohlene

barschaft. Und das tut sie bis heute, seriös und zuverlässig.

Bahlsen-Keks wieder auftaucht – bei der HAZ erfährt man stets zuerst davon und kann von Anfang an mitreden.

Allerdings ist die HAZ längst nicht mehr nur eine Zeitung. Und sie erscheint auch nicht „nur“ an sechs Tagen der Woche.

Erst kürzlich hat die Hannoversche Allgemeine ihre letzte

Sie ist weder an ein bestimmtes Trägermedium (Papier) ge-

Angebotslücke geschlossen und bietet nun auch am Sonn-

bunden, noch auf einen bestimmten Zeitpunkt (Redaktions-

tag aktuelle Informationen und beste Unterhaltung: Der

schluss) oder Ort (Briefkasten, Kiosk) beschränkt. Vielmehr

HAZ sonntag für Tablet-PCs bietet ausgewählte Reporta-

begleitet die hannoversche Nachrichtenmarke ihre Leser

gen und spannende Analysen aus Hannover und der Welt

mittlerweile durch die ganze Woche, 24 Stunden am Tag.

in Premiumqualität. Anspruchsvoll gestaltete Dossiers, Bildergalerien und Videos laden den Leser zum Flanieren ein

Qualitätsjournalismus hat einen Wert.

– genau das richtige Programm für einen entspannten Sonntag und eine wunderbare Ergänzung zur gedruckten Zeitung. Abgerundet wird das Angebot durch spezielle

Ihre „tägliche Dosis“ erhalten HAZ-Abonnenten weiterhin

Service-Apps wie „HAZ Fahr Rad“ (regionale Radtouren),

jeden Morgen auf Papier – oder digital. Bei der digitalen

„HAZ live“ (Veranstaltungs-App) oder „Mein Hannover 96“

Variante hat der Leser die Wahl zwischen dem klassischen

(Fußball). Und das ist lediglich das Angebot am Madsack-

HAZ E-Paper, also der digitalen Version der gedruckten

Standort Hannover. Mit seinen mehr als 70 am Markt plat-

Zeitung, oder einer multimedial aufbereiteten Variante,

zierten Apps hat die Mediengruppe unter den Regional-

der HAZ 24. Hier werden Artikel zum Erlebnis, wenn etwa

verlagen mittlerweile eine Spitzenposition eingenommen.

24 // Jahresbericht 2012/2013


Qualität hat ihren Preis: Das gilt nicht nur für die Tasse Kaffee, sondern auch für die Lektüre dazu.

Heusel

Diese Digital-Kompetenz kommt auch den Werbekunden

der der Konzerngeschäftsführung, den wegweisenden

zugute: Von den „Stadtteil-Apps“ für sublokale Werbege-

Schritt in die digitale Zukunft. „Unser Ziel ist es, Marken-Abos

meinschaften bis hin zu der Kreuzfahrt-App „Mein Schiff“

zu verkaufen, die Zugänge über alle verfügbaren Endgeräte

(Kunde: TUI) hat Madsack bereits so mancher Firma zu

ermöglichen. Das schließt die gedruckte Tageszeitung na-

einem gelungenen Smartphone-Auftritt verholfen. Die

türlich mit ein.“ Mit diesem Vorgehen nimmt die Medien-

Service-Apps der Geschäftskunden, auf denen diese sich

gruppe zusammen mit einigen wenigen anderen Me-

selbst und ihr Leistungsangebot präsentieren, sind für die

dienhäusern eine Vorreiterstellung ein. Zwar ziehen immer

Nutzer natürlich kostenlos erhältlich.

mehr Verlage nach und bekunden ihre Absicht, Paid Content einzuführen. Teilweise fehle jedoch die nötige Ent-

Die Verlage müssen jetzt gemeinsam den Hebel umlegen.

schlossenheit. „Grundsätzlich sind sich doch alle einig“, so Düffert, „Qualitätsjournalismus hat einen Wert. Bei seiner Erstellung entstehen nicht unerhebliche Kosten. Um diese

Bei dem umfangreichen redaktionellen Angebot, das die

Leistung für die Zukunft zu erhalten und dauerhaft finan-

Mediengruppe über digitale Kanäle ausspielt, setzt man

zieren zu können, setzen wir auf bezahlpflichtige Inhalte

hingegen mittlerweile auf „Paid Content“, sprich auf die

– auch über digitale Verbreitungswege.“ Insbesondere die

kostenpflichtige Vergütung von Inhalten. „Es macht wenig

Regionalverlage hätten vergleichsweise gute Chancen,

Sinn, für redaktionelle Inhalte an der einen Stelle Geld zu

dieses Modell erfolgreich umzusetzen, da die Redaktionen

verlangen – etwa über Apps – und sie an einer anderen

vor Ort viele exklusive Inhalte bieten, die sich auf anderen

Stelle, nur wenige Klicks entfernt, kostenlos zur Verfügung

Portalen nicht wiederfinden. „Die Verlage müssen jetzt

zu stellen“, erklärt Thomas Düffert, seit Juli 2013 Vorsitzen-

gemeinsam den Hebel umlegen.“

25


Alles im Fluss Die Redaktionen der Mediengruppe Madsack arbeiten eng miteinander vernetzt und erzählen ihre Geschichten über sämtliche Ausgabekanäle. Die niedersächsische Landtagswahl 2013 ist ein gutes Beispiel dafür. Vom HAZ-NEWSROOM aus glückte das Zusammenspiel von Print und Digital perfekt.

D

ass sich das Nachrichtengeschäft im Wandel be-

beherrscht. Von morgens früh bis weit nach Mitternacht

findet, hat sich auch außerhalb der Branche längst

floss der Nachrichtenstrom und brachte die Leser perma-

herumgesprochen. Die Etablierung von Online-

nent auf den neuesten Stand. Dafür sorgte nicht zuletzt

Medien und sozialen Netzwerken hat die Erwartungen an

die optimale Vernetzung der Madsack-Redaktionen in

redaktionelle Angebote massiv verändert: Digitale Inhalte

Stadt und Region sowie dem „Berliner Büro“, der Haupt-

sind stets aktuell und jederzeit verfügbar, die Anzahl an

stadtredaktion der Mediengruppe Madsack. Gesteuert

Kommunikationskanälen hat sich vervielfacht. Das „Ziel“

wurde die Berichterstattung – unter extremem Aktualitäts-

journalistischer Arbeit ist nicht mehr nur das fertige Pro-

druck – vom HAZ-Newsroom aus. Ein Blick zurück auf den

dukt, sondern die kontinuierliche Informationsversorgung

20. Januar 2013.

als fortwährender Prozess. 7.55 Uhr: Der Live-Ticker auf HAZ.de startet. Die Leser sind Mit dieser Entwicklung haben sich auch die Rolle von

eingeladen, per Mail, Facebook oder Twitter Fragen zum

Tageszeitungen sowie die Arbeitsweisen in den Redaktio-

Wahlsonntag zu stellen oder Kommentare abzugeben.

nen verändert. Die Abkehr von einem fest definierten Redaktionsschluss hin zu einer 24-Stunden-Vollversorgung

8.00 Uhr: Die erste Push-Mitteilung für Nutzer der Smart-

über alle Kanäle ist ebenso ein kultureller Wandel, der sich

phone-App HAZ mobil geht raus: „Die Wahllokale haben

innerhalb der Redaktionen vollzogen hat. Dabei gilt es je-

geöffnet“.

doch weiterhin, die klassischen Tugenden des Journalismus beizubehalten, das heißt vor allem, Informationen sorgfäl-

8.50 Uhr: Redakteure und Fotografen positionieren sich in

tig zu prüfen, zu gewichten, zu strukturieren, in sinnvolle

den Wahllokalen der Spitzenkandidaten.

Zusammenhänge zu bringen und für den Leser verständlich aufzubereiten.

10.40 Uhr: Die HAZ-Wahlreporter, die bereits die heiße Phase des Wahlkampfs begleitet hatten, brechen zu ihrer

Die neuen Arbeitsweisen in den Redaktionen lassen sich

letzten Tour durch Niedersachsen auf, um die Stimmung

am besten an einem konkreten Beispiel zeigen, etwa an der

dort einzufangen. Ihre Erlebnisse posten sie auf einer eigens

niedersächsischen Landtagswahl 2013 – ein Medienereig-

dafür eingerichteten Facebook-Seite zur Landtagswahl.

nis von höchstem Rang, nicht nur für die Bürger der Landeshauptstadt. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ)

11.00 Uhr: Die HAZ-Lokalredaktion beginnt den Dienst.

hat hier bewiesen, dass sie die Klaviatur zwischen schneller

Ihre Berichterstattung konzentriert sich auf die Situation

Nachricht und hintergründiger Information, zwischen Print

im Rathaus – denn mit der Landtagswahl wird auch der

und Online, zwischen regional und überregional spielend

Posten des Oberbürgermeisters vakant. Stephan Weil will

26 // Jahresbericht 2012/2013


Ein echter Wahlkrimi: Wegen des knappen Ausgangs musste die Titelseite der HAZ mehrfach aktualisiert werden.

auch im Falle einer Wahlniederlage Hannovers Rathaus den

zu füllen, und trifft per Videokonferenz Absprachen mit

Rücken kehren. Der HAZ-Lokalteil wird auf mehreren Seiten

dem „Berliner Büro“, der Hauptstadtredaktion der Medien-

über die Wahl und ihre Folgen für die Stadtpolitik berichten.

gruppe Madsack. Interviewtermine mit Experten für den Abend und die Nacht werden vereinbart.

12.51 Uhr: Erste Zahlen zur Wahlbeteiligung werden auf HAZ.de veröffentlicht. Über Twitter wird der dazugehörige Link verbreitet: „#ltwnds: Die Wahlbeteiligung lag um

Reporter und eine Videoredakteurin geben Vor-Ort-Eindrücke weiter.

12 Uhr bei 16 Prozent – und damit etwas höher als vor fünf Jahren. http://haz.li/1ll“. Im Laufe des Tages sendet die

14.00 Uhr: Das Landtags-Team nimmt seine Arbeit auf und

Redaktion 67 weitere Tweets, um ihre Leser auf dem Laufen-

gibt erste Eindrücke und Zitate per Telefon an den HAZ-

den zu halten.

Newsroom weiter. Nachdem die ersten Prognosen bekannt werden, interviewt eine Videoredakteurin die Spitzenkan-

13.00 Uhr: Die Spitzenkandidaten haben ihre Stimmen

didaten für HAZ TV.

abgegeben. Fotos und Zitate werden online gestellt. Die Politikredaktion bereitet sich darauf vor, fünf ganze Seiten

17.15 Uhr: Die HAZ-Wahlreporter sowie Lokal- und Politik-

mit Analysen, Porträts, Hintergrundberichten und Grafiken

redakteure mischen sich unter die Besucher der Wahlpartys

27


Im Fokus: Das Augenmerk der HAZ-Newsroom-Mitarbeiter gilt zu später Stunde vor allem Wahlsieger Stephan Weil.

Wallmüller

von SPD, CDU, Grünen und FDP. Auch das Team in Berlin

Die Grafik aktualisiert sich fortwährend – und bildet später

hat sich auf den Weg in die Parteizentralen gemacht und

die Grundlage für die Analyse-Seiten im Printprodukt.

sammelt die ersten Reaktionen der Bundespolitiker. 18.00 Uhr: Die Fernsehsender veröffentlichen erste Prognosen. Und es ist klar: Nichts ist klar. Die Redaktion stellt sich

Das Berliner Büro fasst für die Partner den Wahl-Krimi aus der Helikopter-Perspektive zusammen.

auf einen langen Abend mit vielen Ungewissheiten ein. Die Redakteure auf den Wahlpartys führen erste Interviews. Die

19.00 Uhr: Im Berliner Büro werden alle Analysen und Hin-

wichtigste Erkenntnis soweit: Die FDP ist doch wieder im

tergrundberichte der HAZ-Redaktion gesammelt, nach Fak-

Landtag.

ten sortiert und zu einem Artikel für die Partner aus dem Madsack-Verbund zusammengefasst. Auf diese Weise sind

18.15 Uhr: Der erste Kommentar des HAZ-Chefredakteurs

die Kollegen aus den verbundenen Redaktionen in Lübeck,

Hendrik Brandt ist fertig. Dieser wird auf HAZ.de veröffent-

Rostock, Leipzig etc. nicht auf das ohnehin allgegenwärtige

licht und an die Nachrichtenagenturen geleitet. Thema: Das

Agenturmaterial angewiesen, sondern können mit exklusi-

gute Abschneiden der FDP. Ein Wahlsieger kann zum jetzi-

ver Berichterstattung der Niedersachsen-Experten aus Han-

gen Zeitpunkt noch nicht ausgerufen werden.

nover punkten.

18.35 Uhr: Alle Hochrechnungen inklusive Sitzverteilung

20.07 Uhr: Nach und nach treffen die Ergebnisse aus

sind in einer interaktiven Wahlgrafik auf HAZ.de einzusehen.

den einzelnen Wahlkreisen ein, die von der Redaktion

28 // Jahresbericht 2012/2013


Ende einer Wahlnacht und einer Amtszeit: David McAllister stellt sich den Journalisten.

Picture Alliance

direkt über Twitter vermeldet werden. Die Hochrech-

lysen und Grafiken auf fünf Seiten. Auch die Seiten für das

nungen in ARD und ZDF, bei denen Regierungslager und

Berliner Format werden produziert.

Opposition nahezu gleichauf liegen, machen jedoch deutlich, dass es eine lange Nacht werden wird. Die Druckzeiten

23.43 Uhr: Das vorläufige amtliche Endergebnis ist da: Rot-

für die Printausgabe sind um fast eine Stunde nach hinten

Grün gewinnt die Landtagswahl mit nur einem Sitz Vor-

verschoben.

sprung.

20.30 Uhr: Statements und Interviews der politischen

23.58 Uhr: Der HAZ-Liveticker meldet: „Schwarz-Gelb ist

Schwergewichte aus Bund und Land treffen im Newsroom

abgewählt“. Die HAZ-Online-Redaktion verabschiedet sich

ein.

von ihren Lesern.

21.30 Uhr: Die Postausgabe der Hannoverschen Allgemeinen – also die Exemplare, deren Empfänger außerhalb

Print und Digital liegen in puncto Aktualität gleichauf.

der Region Hannover liegen – geht in Druck. Um trotz des sich immer noch hinziehenden Ausgangs am nächsten

1.30 Uhr: Die HAZ-Stadtausgabe wird gedruckt. Sie titelt

Tag nicht überholt zu erscheinen, wird das überraschend

mit dem Wahlsieg von Rot-Grün und dem Bild von Wahl-

gute Abschneiden der FDP herausgestellt und analysiert.

sieger Stephan Weil. Der Leitartikel analysiert den Wechsel in Niedersachsen, auf den Politikseiten gibt es ein Porträt

22.30 Uhr: HAZ TV veröffentlicht ein erstes Video – unter

des neuen Ministerpräsidenten und eine Reportage vom

anderem mit einem O-Ton von Stephan Weil.

bitteren Abend für den Wahlverlierer. Die Tabelle mit allen Wahlkreisen in Niedersachsen ist bereits komplett. Print

22.52 Uhr: Die iPad-Ausgabe der HAZ 24 steht im digita-

und Digital liegen somit in dieser Wahlnacht in puncto Ak-

len Zeitungskiosk zum Download bereit. Titel: „Der kleine

tualität gleichauf.

Unterschied“. Doch dies ist nur die erste Version. 6.00 Uhr: Der Online-Desk der Hannoverschen Allgemei23.30 Uhr: Die HAZ-Landkreisausgabe geht in Druck – mit

nen Zeitung ist wieder besetzt. Die Analyse der Landtags-

der „Zitterpartie“ in der Schlagzeile und mit aktuellen Ana-

wahl hat gerade erst begonnen …

29


Am Puls der Zeit Madsack entwickelt seine Titel unter Berücksichtigung aktueller Designtrends und zeitgemäßer Lesebedürfnisse kontinuierlich weiter. Jüngste Beispiele sind die Relaunches der Neuen Presse und der Berliner-Format-Ausgaben.

S

chneller, hintergründiger, jünger“ – so beschreibt

sich die NP einerseits noch stärker von der Hannoverschen

Uwe Dulias, Chefredakteur Entwicklung, das De-

Allgemeinen Zeitung abhebt und als moderne Großstadt-

sign der hannoverschen Neuen Presse (NP) nach

Zeitung eine echte Alternative im Lesermarkt wird. Das ist

dem im Sommer 2012 abgeschlossenen Relaunch. Inner-

gelungen“, sagt der Entwicklungschefredakteur. In Gesprä-

halb eines halben Jahres wurde das Blatt komplett um-

chen mit den einzelnen Ressorts habe man überlegt, wie

strukturiert. Entgegen der These, dass Leser sich gerade mit

sich Themen besser strukturieren und visualisieren ließen,

optischen Veränderungen ihrer gewohnten Tageszeitung

erläutert Uwe Dulias. Griffigere Schlagzeilen, spannendere

schwertun, hat der Relaunch nach Worten von Uwe Dulias

Bildschnitte, mehr Grafiken und ein neues Themenarran-

zwar anfangs auch zu leichten Auflagenverlusten geführt,

gement bestimmen nun die Zeitung: So ist etwa auf den

dann aber vor allem jüngere Leser überzeugt: „Wir haben

Politikseiten die strikte Trennung zwischen außen- und

unser Ziel, eine moderne Metropolenzeitung zu schaffen,

innenpolitischen Themen aufgehoben worden, um bei

erreicht. Die Abonnentenzahlen sprechen für sich“, unter-

der Nachrichtenplatzierung flexibler zu sein. Neu ist unter

streicht Uwe Dulias.

anderem auch ein unter der Überschrift „Menschen und Leben“ zusammengefasster Serviceteil, der mit People-News

Mit der Neugestaltung erhält die NP noch mehr Gewicht in Hannovers Zeitungslandschaft. „Wir wollten erreichen, dass

aufgelockert wird. In der gesamten Ausgabe finden sich außerdem mehr kürzere Elemente wie etwa das „Blitzquiz“ und auch Kolumnen wie „Der HannoveRaner“. „Gerade diese Rubriken sind es, die zur Leser-Blatt-Bindung beitragen, weil sie dem Leser in der Flut aktueller Nachrichten einen gewissen Halt geben“, betont Uwe Dulias.

Inhaltlich wird noch stärker auf Storytelling gesetzt. Inhaltlich setzt die NP-Redaktion vor allem in den starken Ressorts Sport und Lokales noch stärker auf Storytelling. Insgesamt zeichnet sich die NP durch eine gute Mischung zwischen harten und weichen Themen aus, die im Layout optimal umgesetzt werden. Eine weitere große Veränderung haben Madsacks PartDie neue Neue Presse: ein moderner Look und ein neues

nerzeitungen im Berliner Format (BF) durchlaufen (unter

Themenarrangement.

anderem Göttinger Tageblatt, Wolfsburger Allgemeine

30 // Jahresbericht 2012/2013


Madsacks Partnerzeitungen im Berliner Format profitieren ebenfalls von einer deutlich überarbeiteten Optik.

sowie eine Reihe von Titeln, die nicht zur Mediengruppe

arbeit mit HAZ-Chefredakteur Matthias Koch und Stefanie

Madsack gehören). Insgesamt 17 Zeitungstitel, die von der

Gollasch, Leiterin des für das BF zuständigen Ressorts, der

HAZ-Redaktion täglich fertig produzierte Mantelseiten ge-

sogenannten HAZ-Agentur. Die Kunden der Agentur profi-

liefert bekommen, erstrahlen somit seit Februar 2013 in

tieren nicht nur vom überarbeiteten Layout, sondern auch

einer deutlich überarbeiteten Optik. Der neue Look ist luf-

von der zunehmenden inhaltlichen Vielfalt der zugeliefer-

tiger, mit einer leichteren Typografie für die Titelzeilen und

ten Seiten: „Wir können dabei auf nahezu sämtliche Inhalte

einer leicht vergrößerten Grundschrift. Inhaltlich sind die

des Madsack-Konzerns zugreifen und tun das auch“, sagt

Nachrichten prägnanter, Meinungen und Hintergrundana-

Gollasch. „Die Seiten leben vom Austausch zwischen allen

lysen bekommen dafür mehr Platz. Verantwortet wurde der

beteiligten Titeln“ – und neuerdings auch von einer noch

Relaunch ebenfalls von Uwe Dulias in enger Zusammen-

moderneren Optik – made by Madsack.

31


Ausgezeichneter Journalismus

A

ls wäre es ein Stück von Dieter Wedel: Machtmiss-

Missstände in monatelanger gewissenhafter Recherchear-

brauch,

Missmanagement

beit aufgedeckt. Chefredakteur Dirk Birgel hielt dabei von

Mauscheleien

und

beherrschten Mitte 2011 die Planungen der Zwin-

Anfang an bedingungslos zu ihm. So brachte die DNN den

gerfestspiele, bei denen Wedel tatsächlich eine tragende

Skandal ans Licht – und die Verantwortlichen mussten ihre

Rolle zukam – er sollte Regie führen. Doch die Finanzierung

Posten räumen. Die Schweizer Wolfgang-Fichtner-Stiftung

des Open-Air-Spektakels durch die Stadt fand im Rat keine

unter Leitung von Peter Bothe zeigte sich beeindruckt und

politische Mehrheit. So sprang die aus öffentlichen Mit-

würdigte Redemunds Arbeit mit dem mit 10.000 Franken

teln finanzierte Dresden Tourismus GmbH ein, die sowohl

dotierten Preis für Journalisten, die sich im Kampf gegen

ihr Budget als auch ihre personellen Ressourcen allein für

Korruption und Vetternwirtschaft verdient gemacht haben.

die Vorbereitung der Festspiele verwendete. Dadurch wur-

„Machen Sie so weiter!“, gab Bothe Reporter Redemund bei

de städtisches Geld in Höhe von rund einer Million Euro

der Verleihung mit auf den Weg. Die Zukunft der Zwinger-

zweckentfremdet. DNN-Reporter Ralf Redemund hat die

festspiele ist indes ungewiss.

DNN-Redakteur Ralf Redemund (dritter von links) mit einer Bildmontage zu seinem Text.

32 // Jahresbericht 2012/2013

Fritzsche


Investition in Know-how

E

in moderner Redaktionsmanager verbindet journalis-

führung, Controlling, Marketing und Medienrecht. Zur Stär-

tische Exzellenz mit betriebswirtschaftlichem Know-

kung der journalistischen Kompetenz werden investigative

how, hat also auch die Märkte, Produkte, Prozesse und

Recherche, Storytelling und

Wissenschaftsjournalismus

Technologien im Blick. Dieses zusätzliche Wissen vermittelt

vertieft. Außerdem lernen die Teilnehmer, redaktionelle

ein neu geschaffenes konzernübergreifendes Weiterbil-

Abläufe zu optimieren. Der dritte Bereich befasst sich mit der

dungsprogramm, das die Madsack Personalentwicklung

Zukunft der Medien. Dazu zählen unter anderem Medien-

gemeinsam mit der Hamburg Media School maßgeschnei-

konvergenz im Internet, Konzeptentwicklung und Business

dert hat. Denn neben einem hochwertigen Curriculum und

Cases. Auch Live-Konferenzen mit hochkarätigen interna-

Managementwissen soll es vor allem die Fähigkeit vermit-

tionalen Medienmanagern sind Teil des Weiterbildungs-

teln, die Gestaltung von Veränderungsprozessen als stetige

programms. Durch die wechselnden Durchführungsorte

Aufgabe wahrzunehmen.

quer über alle Standorte erhalten die Redaktionsmanager außerdem Einblicke in die redaktionellen Besonderheiten

Zehn Redakteure wurden von den verschiedenen Madsack-

vor Ort. Erfahrungsaustausch und Vernetzung werden so

Zeitungen in das zweijährige berufsbegleitende Programm

gefördert. Am Ende des Weiterbildungsprogramms steht

entsandt, die ersten Module haben 2012 stattgefunden.

eine gemeinsame Präsentation vor den Geschäftsführern

Dabei wird übergreifend an Projekten gearbeitet und das

und Chefredakteuren des Hauses: Dann sollen die Absol-

Wissen in drei Schwerpunkten vertieft: Unter den Begriff

venten ihre innovativen Ideen für neue Produkte und Pro-

Redaktionsmanagement fallen die Themen Mitarbeiter-

zesse präsentieren.

Christiane Eickmann, HAZ-Redakteurin im Ressort „Leben“, fühlt sich durch die Schulung gut vorbereitet für neue Aufgaben.

Wallmüller

33


Der Verlag als starker Partner für die Region Trotz Globalisierung und Digitalisierung sind die Regionalverlage auch künftig ein wichtiger Bestandteil der Zeitungslandschaft. Ihre Stärke ist die Nähe zu ihrem Umfeld – den Lesern, den Kunden sowie der lokalen Politik und Wirtschaft.

F

ür Verlagshäuser und ihre Kunden sind spannende

benötigt Zeit. Tatsache allerdings ist: Der Wandel findet

Zeiten angebrochen. Die Medienwelt hat sich in den

statt. Hier und jetzt.

vergangen Jahren tiefgreifend und nachhaltig verän-

dert. Im World Wide Web profitieren sowohl die Nutzer als

Die originären Stärken der Regionalverlage sind – allen

auch die werbetreibende Wirtschaft von einer Reihe neu-

Wandlungserscheinungen zum Trotz – weitgehend die

er Möglichkeiten – sei es bei der Informationsbeschaffung

gleichen geblieben und zugleich relevanter denn je.

(Blogs, Social Networks etc.) oder bei der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen (SEO, SEA, Displaywerbung, In-App-Werbung etc.). Darüber hinaus sind Individu-

1. Verlage sind Experten für regionale Märkte. Und für regionale Kunden.

en und Unternehmen zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte – zumindest theoretisch – dazu in der Lage, sich

Regionale Werbemärkte – ob Landkreise, Gemeinden oder

jenseits klassischer Medienkanäle Gehör zu verschaffen.

Stadtviertel – sind für Verlage nicht nur irgendwelche durch eine Reihe von Postleitzahlen definierte Gebiete, sondern

Hieraus jedoch einen Bedeutungsverlust für die Verlage

ein Stück Heimat. Sie kennen die Bewohner und die lokalen

abzuleiten, führt in die falsche Richtung. Vielmehr sind die

Besonderheiten, sind vertraut mit der hiesigen Wirtschaft,

Verlage dabei, sich weiterzuentwickeln beziehungsweise

wissen um die Wettbewerbssituation vor Ort und haben

sich neu zu erfinden: Sie bewegen sich weg von der Rolle

ein Gespür dafür, wie der Markt funktioniert. Das alles

reiner Informationsanbieter, hin zu umfassenden Kommu-

resultiert aus jahrzehntelanger lokal-regionaler Marktbear-

nikationsdienstleistern. Sie bieten ihren Kunden ein breites

beitung. Diese Erfahrungswerte, gepaart mit Bodenstän-

Leistungsportfolio – von der einfachen Anzeige bis hin zum

digkeit und Pragmatismus, sind es, was die Regionalverlage

anspruchsvollen Imagefilm, von der Broschüre bis zur App.

auszeichnet.

Dies gilt natürlich auch für die vielen Regionalverlage der

Große Werbeagenturen und Konzerne haben ohne Zweifel

Republik. Ihr Spezialgebiet ist der heimische Markt, der trotz

ihre eigenen Stärken. Doch wer seine Kunden aus Düssel-

der zunehmenden Globalisierung für Verbraucher und Un-

dorf oder Dublin betreut, weiß nicht, in welchem Stadtteil

ternehmen nach wie vor eine entscheidende Rolle spielt.

eine Prospektverteilung lohnenswert erscheint, auf wel-

Ein solcher Paradigmenwechsel – vom Print-Herausgeber

chem Stadtteilfest man präsent sein muss oder wie man

zum vielfältigen Medienhaus und Regionalvermarkter

den Aufstieg der regionalen Fußballmannschaft erfolgreich

– geschieht nicht von einem Tag auf den anderen. Wandel

in eine Kampagne integrieren kann. In den lokalen Märkten

35


sind solche Maßnahmen jedoch unverzichtbar, da sie eine

Tradition. Dieser besondere Wettbewerbsvorteil macht sich

direkte Verbindung zu den Menschen und ihrem persönli-

auch in den Kundenbeziehungen bemerkbar: Erst kürzlich

chen Lebensumfeld herstellen.

kam eine Nielsen-Studie erneut zu dem Schluss, dass Zeitungen eine höhere Publikumsbindung erzielten als andere

Regionalverlage sind in ihren jeweiligen Regionen tief ver-

Medien. Dies gelte sowohl für das bedruckte Papier als auch

wurzelt. Sie pflegen solide, langjährige Geschäftsbeziehun-

für deren Website und Mobil-Angebote. Mit der Ergänzung

gen zu ihren Kunden, verstehen deren Herausforderungen

um digitale Kanäle haben die Regionalverlage heute ein

und begleiten sie vom ersten Briefing bis zur Umsetzung. In

größeres Publikum denn je und sind somit die ideale Platt-

der Masse der verschiedenen Kommunikationskanäle sind

form für lokal-regional ausgerichtete Werbemaßnahmen.

sie der erfahrene Navigator. Das macht sie zu starken, verlässlichen Partnern im lokalen und regionalen Werbemarkt.

3. Verlage tragen gesellschaftliche Verantwortung.

2. Verlage sind zentrale Anlaufstellen für die Menschen einer Region.

Zeitungsverlage sind keine Unternehmen wie alle anderen. Als privatwirtschaftliche Organisationen geht es bei ihnen zwar natürlich auch darum, ein gewinnbringendes

Zu den wesentlichen Stärken der Regionalverlage zählen

Geschäftsmodell zu betreiben. Der Anspruch eines guten

ihre starken Produktmarken und Informationsangebote.

Regionalverlags geht jedoch weit darüber hinaus. Dieser

Diese verbinden stets die großen Nachrichten aus der gan-

versteht sich immer auch als aktiver Bestandteil und För-

zen Welt mit dem Geschehen in der direkten Nachbarschaft

derer seines jeweiligen Umfelds. Als Chronist und Wächter

und schaffen somit eine unmittelbare Relevanz im direkten

trägt der Verlag eine wichtige Verantwortung für Demokra-

Lebensumfeld der Leser und Nutzer.

tie und Region.

Mit dieser Nahorientierung scheinen die Zeitungshäuser

Gelegentlich wird von dem einen oder anderen Medienex-

einen Nerv zu treffen, denn dass Lokale und Regionale hat

perten prognostiziert, dass Information und Berichterstat-

offenbar Konjunktur. „Lokal ist das neue Grün“ – so etwa

tung im Zeitalter der Digitalisierung bald von ganz neuen

der renommierte Hamburger Trendforscher Eike Wenzel.

Akteuren ausgeübt werden wird: Aggregatoren, Blogs, Bür-

Das lässt sich unter anderem daran erkennen, dass fast

gerreporter, soziale Netzwerke etc. Bei genauerem Hinse-

zwei Drittel der deutschen Bevölkerung beim Einkauf von

hen ist jedoch leicht zu erkennen, dass das Web 2.0 und sei-

Lebensmitteln auf deren Herkunft achten. Auch Werbetrei-

ne Macher nur selten originäre Informationen bereithalten.

bende passen Inhalt und Gestaltung nationaler Kampag-

Die Ursprünge der Geschichten, über die diskutiert wird

nen immer häufiger an regionale Besonderheiten an, um

– ob im Netz oder auf der Straße –, liegen meist in den Redak-

damit eine Nähe zum Kunden zu suggerieren.

tionen der Medienhäuser. Die These, dass Zeitungshäuser nicht mehr benötigt würden, da sich die Erstellung und Ver-

Von einem Bedeutungsverlust der Regionalverlage kann

breitung von Informationen im Netz schon irgendwie von

daher also kaum die Rede sein. Im Gegenteil: Die Medien-

alleine regeln würde, darf also durchaus bezweifelt werden.

marken der Zeitungsverlage sind nach wie vor die zentra-

Suchmaschinen erzählen keine Geschichten. Und sie decken

len Anlaufstellen für lokale Informationen und fördern die

erst recht keine Missstände auf, für deren Recherche es

gemeinsame Identität von Regionen, Städten und Kom-

nach wie vor der mühsamen, teilweise langwierigen Arbeit

munen. Und das ist keine Werbemasche, sondern gelebte

eines vor Ort handelnden Redakteurs bedarf. Die Rolle

36 // Jahresbericht 2012/2013


und Bedeutung des Kulturguts Zeitung sollte daher nicht

beeindruckende Art und Weise ausgeweitet: Display-Wer-

allein auf ihre wirtschaftliche Relevanz reduziert werden.

bung, Prospektverteilung, Briefzustellungen, App- und Website-Programmierung, Suchmaschinenoptimierung, Corpo-

Dies gilt im besonderen Maße für Regionalverlage, da die

rate Publishing, Imagefilm-Produktion, Call-Center-Dienst-

Anzahl der Quellen, die seriös und kompetent über das

leistungen, Veranstaltungs- und Messeorganisation …

lokale und regionale Geschehen berichten, ohnehin schon

– das umfassende Portfolio der regionalen Medienhäuser

als eingeschränkt bezeichnet werden muss.

hält für jeden Bedarf etwas bereit.

4. Verlage genießen das Vertrauen ihrer Leser. Davon profitiert auch der Werbekunde.

Die Vermarktungsorganisationen der Verlage übernehmen dabei – ähnlich wie Agenturen – zunehmend auch eine Beratungsfunktion, wenn es etwa darum geht, Werbemaß-

Durch die jahrzehntelange, gründliche und seriöse Bericht-

nahmen zu planen, aufeinander abzustimmen und somit

erstattung haben sich die regionalen Zeitungstitel dieser

klar definierte Kommunikationsziele zu erreichen. Dabei

Republik bei ihrer Leserschaft ein hohes Maß an Glaubwür-

wird jeder Kunde individuell beraten und erhält am Ende

digkeit erarbeitet. Zahlreiche unabhängig durchgeführte

eine maßgeschneiderte Lösung. Die Spanne reicht vom

Studien belegen immer wieder aufs Neue, dass Zeitungen

Friseurladen an der Ecke, der mithilfe eines Advertorials im

nach wie vor die mit Abstand vertrauenswürdigste Medien-

lokalen Anzeigenblatt über sein Jubiläum informiert, bis hin

gattung darstellen. Der Satz „Das habe ich in der Zeitung

zu nationalen Markenartiklern, die mit nur einer einzigen,

gelesen“ wird somit in seinem alltäglichen Gebrauch bei-

über das „Medienhaus Deutschland“ (siehe S. 40) gebuch-

nahe zu einer Art „Qualitätssiegel für Informationen“. Diese

ten Anzeige bis zu 14,2 Millionen Leser erreichen können.

Glaubwürdigkeit wirkt sich nachweislich auch auf die Wahr-

Regionalverlage werden ihre Rolle als Regionalvermark-

nehmung und Wirkung von Zeitungswerbung aus: Der

ter zukünftig weiter ausbauen. Erfolg versprechend sind

Großteil der Leser empfindet Anzeigen in der Zeitung als

vor allem jene Geschäftsfelder, bei denen die Verlage ihre

glaubwürdig und zuverlässig. Das hochwertige Image der

Kernkompetenzen sinnvoll einbringen können. So ist das

Zeitung strahlt auch auf deren Online-Angebote ab: Acht

Postgeschäft der Verlage aus der Erfahrung jahrzehntelan-

von zehn Internetnutzern bewerten etwa Geschäfte, die

ger Zeitungszustellung erwachsen, aus der telefonischen

auf Zeitungsportalen werben, als seriös.

Betreuung von Zeitungsabonnenten haben sich die CallCenter-Aktivitäten herausgebildet, und aus der Entwick-

Ergebnisse wie diese belegen: In einer zunehmend be-

lung gemeinsamer Plattformen für Verbraucher und Wirt-

schleunigten Welt, ist die Werbung im Umfeld von Zeitungs-

schaft ging das Messegeschäft hervor.

marken – unabhängig vom Trägermedium – ein geeignetes Mittel, um potentielle Kunden nachhaltig von den

Das Leistungsangebot eines Verlags auf Anzeigen und Bei-

eigenen Produkten und Dienstleistungen zu überzeugen.

lagen zu reduzieren, entspricht somit längst nicht mehr der Realität. Dennoch wird es wohl noch eine Weile dauern, bis

5. Verlage setzen auf Qualität und Vielfalt – nicht nur bei Print.

sich das neue Selbstverständnis der Regionalverlage auch in den Köpfen der Kunden festigen wird. Bis dahin müssen die Verlage den eingeschlagenen Weg entschlossen fort-

Moderne Verlagshäuser haben das Angebotsspektrum

setzen und Ausdauer beweisen. Aber wie heißt es so tref-

für ihre Geschäftskunden in den vergangenen Jahren auf

fend: Qualität setzt sich meistens durch.

37


Alles aus einer Hand 1893 zählte das Fabrik-Depot Fahrrad Wagener zu den ersten Anzeigenkunden des Hannoverschen Anzeigers (siehe S. 34). 120 Jahre später hätte Madsack dem Händler ein weit umfangreicheres ANGEBOT machen können.

Kundenbroschüre Produktauswahl zum Anfassen: Die CorporatePublishing-Dienstleister der Mediengruppe übernehmen Konzeption, Redaktion und Druck.

Kunde Anzeige

An 17 Standorten verfügt Madsack über reichweitenstarke Tageszeitungen und Anzeigenblätter – ein ideales Werbeumfeld für lokal-regionale Zielgruppen.

Prospekte

Madsack bietet zuverlässige Verteilung von Prospekten an sämtliche Haushalte in einem Gebiet der Wahl – ob in einem einzelnen Bezirk oder in Millionenhöhe.

38 // Jahresbericht 2012/2013


App

Nicht nur für ihre Leser, auch für Geschäftskunden und Werbegemeinschaften entwickelt die Mediengruppe Smartphone-Anwendungen für unterwegs.

Portal

Kunden können auf den gut besuchten MadsackPortalen Werbung schalten – oder sich mit Unterstützung ihres Mediaberaters gleich eine eigene Seite programmieren lassen.

Post Die Postunternehmen der Mediengruppe bieten ihre Zustelldienstleistungen sowohl großen als auch kleinen Kunden an. Bundesweit und zu

Film

günstigen Preisen.

Vom Kinospot bis zum Imagefilm – Unternehmen, die sich in bewegten Bildern präsentieren möchten, erhalten hochwertige Ergebnisse von der Madsack-Tochter TVN Group.

39


Von sublokal bis national Durch den Medienwandel muss sich die Tageszeitung als Werbemedium neu aufstellen. Für die Mediengruppe Madsack bedeutet das: eine breit gefächerte Vermarktungsstrategie, maßgeschneiderte Angebote für große und kleine Kunden und das Ganze flankiert von neuen digitalen Werbemöglichkeiten.

V

ielfalt wird bei Madsack großgeschrieben. Schließlich

sich das Angebot „TZ Premium Select“ aus mehr als 40 füh-

betätigt sich der Konzern in einer Vielzahl verschie-

renden regionalen Tageszeitungen mit überdurchschnitt-

dener Geschäftsfelder und ist zudem in den unter-

lich kaufkräftigen Lesern zusammen. Mit einer einzigen

schiedlichsten Regionen Deutschlands zu Hause. Ebenso viel-

Anzeige erreicht der Kunde 14,2 Millionen Leser auf einen

fältig sind auch die Kunden der Mediengruppe. Dazu gehören

Schlag – das ist etwa jeder vierte Haushalt in Deutschland.

sowohl das kleine inhabergeführte Fachgeschäft um die Ecke

Ein Angebot dieser Qualität hat es bisher im deutschen Ta-

als auch der Markenartikler, der seine Produkte und Dienst-

geszeitungsmarkt noch nicht gegeben. Zu den bisherigen

leistungen im gesamten Bundesgebiet bewerben muss.

Kunden gehören namhafte Konzerne wie die Telekom AG

Doch gerade die zuletzt genannten Großkunden hatten es

sowie die Automobilhersteller Nissan und Seat – große Un-

in der Vergangenheit oft schwer, wenn sie regionale Tages-

ternehmen also mit Umsätzen in Milliardenhöhe und inter-

zeitungen als nationales Werbemedium einsetzen wollten.

nationalen Absatzmärkten.

Der Grund: Eine bundesweite Haushaltsabdeckung über regionale Zeitungstitel zu planen, war organisatorisch eine regelrechte Herausforderung: Mediaplaner mussten sich mit den verschiedensten Verlagen, Ansprechpartnern und Preismodellen herumschlagen, die Abwicklung war dementsprechend aufwendig und wurde eher gemieden.

Von attraktiven Zielgruppen zu fairen Konditionen im gesamten Bundesgebiet … Die Regionalverlage haben dieses Problem erkannt – und gehandelt. Das Ende 2012 ins Leben gerufene „Medienhaus Deutschland“ bietet nationalen Großkunden nun endlich attraktive Zielgruppen zu fairen Konditionen sowie eine einfache Abwicklung. Die neue Vermarktungsorganisation ist eine Allianz von insgesamt acht Regionalverlagen, darunter die Axel Springer AG, die Funke Mediengruppe (ehemals WAZ Mediengruppe), die Zeitungsgruppe Stuttgart – und natürlich auch die Mediengruppe Madsack. Diese bringt sich mit einer Auflage von knapp 1 Mio. Zei-

Eine Anzeige, die über 14 Millionen Leser erreicht: Die Telekom war

tungsexemplaren in das Angebot mit ein. Insgesamt setzt

einer der ersten Großkunden vom „Medienhaus Deutschland“.

40 // Jahresbericht 2012/2013


Ein bunter Strauß an Möglichkeiten: Die Mediaberaterin (rechts) präsentiert der Floristin ein für sie passendes Werbekonzept.

… bis hin zu Werbung im sublokalen Umfeld

Heusel

genpreise sind dem Budget der Kunden angepasst, Streuverluste werden minimiert. Daneben ermöglicht Madsack auch die Zustellung von Prospekten auf sublokaler Ebene.

Am anderen Ende der Skala bedienen die Vermarktungsor-

Die sogenannte Direktverteilung kann bis auf einzelne Zu-

ganisationen der Mediengruppe Madsack aber auch Kun-

stellbezirke, die jeweils aus etwa 400 Haushalten bestehen,

den mit geringen Werbebudgets: lokal ansässige Kleinst-

heruntergebrochen werden. Auf diese Weise kann bei-

unternehmen, deren Geschäft sich vor allem im eigenen

spielsweise ein Einzelhandelsgeschäft in einem bestimm-

Stadtviertel abspielt. Dazu gehören inhabergeführte Einzel-

ten Radius für sich werben und trifft somit genau auf seine

handelsgeschäfte, Arztpraxen, Fitnessstudios oder Restau-

Zielgruppe.Auch im digitalen Bereich müssen kleinere Un-

rants.

ternehmen auf nichts verzichten: Madsack bietet ihnen zahlreiche Möglichkeiten, ihre Präsenz im Internet zu verbessern.

Auch diese Unternehmen müssen auf ihre Waren und

Von der Website-Programmierung bis hin zu Display-An-

Dienstleistungen aufmerksam machen und sich bei ihren

zeigen auf den eigenen Nachrichtenportalen. Besonders

Kunden immer wieder ins Gedächtnis rufen. Allerdings

beliebt bei Werbekunden sind die „Stadtteil-Apps“ für das

fallen Anforderungen, Ziele und vor allem Budget ganz

Smartphone – digitale Einkaufsführer für einen Stadtteil, in

anders aus als bei Großkunden. Die Mediaberater der

denen sich die sublokal ansässige Wirtschaft präsentieren

Mediengruppe Madsack haben auch für eher kleine Kun-

kann.

den passende Angebote. In Hannover beispielsweise erscheinen in den beiden Anzeigenblättern „Hannoversches

Fazit: Ob groß, ob klein – die Mediengruppe und ihre ver-

Wochenblatt“ und „hallo Sonntag“ (verteilte Auflage: jeweils

bunden Verlagshäuser halten für jeden Werbekunden ein

rund 330.000 Exemplare) nun auch sublokale Beilagen oder

passgenaues Angebot bereit. Madsack bietet eben echte

zum Teil ganz eigene Titel für einzelne Stadtteile. Die Anzei-

Vielfalt.

41


Lösungen nach Maß Im Bereich CORPORATE MEDIA bietet die Mediengruppe Madsack integrierte Kommunikationslösungen aus einer Hand. Dafür arbeiten die Experten für Print, Bewegtbild und Event eng zusammen.

W

ie kann man einen Kunden gewinnen, der in der

das

Tageszeitung bisher nur selten in Erscheinung

„festfabrik“ rund um Eventchefin Antje Wiegmann

getreten ist? Mit Ideen, die nichts mit der klas-

die Aktion „Sicherer Schulweg“ oder das „Expertenforum“

sischen Eckfeldanzeige zu tun haben. Die Madsack Medie-

(beide: Hannoversche Allgemeine Zeitung). Die Werbe-

nagentur, Madsacks Corporate-Publishing-Dienstleister am

mittel dafür werden in der CP-Agentur entworfen und ge-

Lesermarketing.

Beispielsweise

organisiert

die

Standort Hannover, hat für die Sparda-Bank Hannover ein

textet. Und auch umgekehrt funktioniert’s: Während die

Vortragskonzept entwickelt, das sich zwar nicht mit den typi-

Medienagentur für die Neue Presse eine neue Imagekam-

schen Themen eines Geldinstituts befasst, dafür aber Aspek-

pagne konzipiert hat, plant die „festfabrik“ die dazu passen-

te in den Mittelpunkt rückt, mit denen sich die Generation

den Guerilla-Aktionen in der City von Hannover.

50+ beschäftigt: Fragen des Erbens und Vererbens etwa, der

Die Bilderwerkstatt

Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht. Sandhya Wilde-Gupta, stellvertretende Leiterin der Medienagentur, gewann hierfür hochkarätige Referenten. Die Eventagentur

Höhenflug für TVN Corporate Media: Nach der erfolgreichen

„festfabrik“ zeigte der Sparda-Bank, wie sie ihre Empfangs-

Marketing- und PR-Kampagne für den Hannover Airport

halle zum Auditorium umfunk-

anlässlich seines 60-jährigen Be-

tionieren kann – inklusive Bühne,

stehens im vergangenen Jahr ging

Licht- und Tontechnik, Gardero-

bei der hannoverschen Kommuni-

ben- und Getränkeservice. Und

kationsagentur mit Schwerpunkt

damit die Vortragsreihe auch gut

Imagefilm-Produktion gleich der

besucht wird, gibt es dazu noch

nächste Auftrag mit aeronauti-

das perfekte Kommunikationspa-

schem Charakter ein: „TUIfly hat

ket: eine Broschüre, Zeitungsan-

unsere Arbeit für den Flughafen

zeigen, Advertorials, Plakate und

so gut gefallen, dass Sie uns ge-

Flyer. Das Alles-aus-einer-Hand-

beten haben, auch für sie aktiv

Prinzip überzeugte, im September

zu werden“, berichtet Katharina

startet die Reihe.

Lesniczack, Geschäftsbereichsleiterin TVN Corporate Media. Anlass

Von der kreativen Zusammenar-

war der 40. Geburtstag der Flug-

beit zwischen Print- und Event-

gesellschaft, die ihren Stamm-

experten profitieren nicht nur

Die Madsack Medienagentur hat die Firmengeschichte

sitz in der niedersächsischen

die Werbekunden, sondern auch

von TUIfly in Buchform festgehalten.

Landeshauptstadt hat.

42 // Jahresbericht 2012/2013


Bitte lächeln: Zum 40-jährigen Bestehen von TUIfly hat TVN Corporate Media gleich zwei Jubiläumsfilme gedreht.

TVN

Mit zwei Jubiläumsfilmen, einer etwa 19-minütigen Lang-

Unternehmensgeburtstag in den beiden hannoverschen

version für die Mitarbeiterkommunikation und einem

Tageszeitungen der Mediengruppe Madsack erschien.

kürzeren Imageclip für die externe Kommunikation, hat TVN Corporate Media vor allem die Mitarbeiter in den vie-

Bewegtbild ist nur ein Baustein im Leistungsportfolio von

len verschiedenen Arbeitsbereichen von TUIfly in Szene

TVN Corporate Media: „Wir entwickeln für unsere Kunden

gesetzt. Herausgekommen ist ein warmherziges Porträt

maßgeschneiderte Kommunikationslösungen – von der

eines

erfolgreichen

Unterneh-

Einzelmaßnahme

wie

einem

mens, das sich modern und kun-

Imagefilm bis hin zur crossme-

denfreundlich

Um

dialen Kommunikationskampag-

Kunden optimal zu betreuen, setzt

ne, die zum Beispiel auch Print-

TVN Corporate Media auf ganzheit-

oder PR-Bausteine umfasst“, sagt

liche

Kommunikationsberatung.

Katharina Lesniczack. Und das

Im Fall von TUIfly wurde von der

nicht nur zu Lande und in der Luft,

Madsack Medienagentur parallel

sondern auch zu Wasser: Anfang

zu den Jubiläumsfilmen ein Buch

2013 hat das Team um Katharina

anlässlich des runden Geburts-

Lesniczack den neuen „Mein-

tages erstellt. Der Band erzählt die

Schiff“-Katalog von TUI Cruises

Firmengeschichte, stellt verschie-

als iPad-App realisiert, nachdem

dene Flugzeugtypen vor, rückt

sie vor zwei Jahren für denselben

aber vor allem die Mitarbeiter von

Kunden bereits eine Kreuzfahrt-

TUIfly in den Vordergrund. Abge-

App für Smartphones entwi-

präsentiert.

rundet wurde das Paket durch eine

Neben Buch und Filmen realisierte Madsack für TUIfly

ckelt hatte. Zufriedene Kunden

Verlagsbeilage, die pünktlich zum

auch noch eine Verlagsbeilage zum Jubiläum.

kommen eben gerne wieder.

43


Marken-Qualität: Die Citipost in Hannover setzt bei ihren Briefmarken auf originelle Motive – mit Erfolg.

So geht die Post ab Service, Zustellqualität, günstige Preise – das macht die Postdienstleister der Mediengruppe Madsack erfolgreich. Nutzten bislang vor allem Unternehmen und Institutionen den Service, wächst nun auch der Privatkundenmarkt.

S

ie sind regional verwurzelt und zugleich bundes-

Der zur Leipziger Volkszeitung gehörende Briefdienstleister

weit aktiv: Die Postdienstleister der Mediengruppe

ist mit rund 40 Millionen Sendungen jährlich der erfolg-

Madsack. Dazu gehören die Citipost (Hannover,

reichste Postdienstleister im Konzern. Im vergangenen Jahr

Göttingen, Nordhessen), der Nordbrief-Verbund (Rostock,

hat das Unternehmen in exponierter Lage einen neuen

Lübeck, Kiel), MAZ Mail (Potsdam) und LVZ Post (Leipzig).

Shop eröffnet – im Einkaufszentrum „Höfe am Brühl“ im Her-

Ihre Stärken sind die günstigen Preise, der regionale Ver-

zen Leipzigs. 35.000 Menschen zieht es täglich in das Shop-

trieb und der direkte Kontakt zum Geschäftskunden. Für

ping-Center. Diese können in der neuen Geschäftsstelle

diese bieten die Unternehmen einen exzellenten Rundum-

der LVZ-Post nicht nur Briefe und Pakete abgeben, sondern

Service: Die Briefe werden direkt beim Kunden abgeholt,

als besondere logistische Dienstleistung ihre gesamten

gewogen, frankiert, sortiert, fakturiert und anschließend

Einkäufe zwischenlagern und nach Hause bringen lassen.

zugestellt – bundesweit und zuverlässig.

Besonders beliebt ist auch die individuelle Erstellung einer Wunschbriefmarke. Dank eines mobilen Gerätes zur

Im Geschäftsjahr 2012 haben die Postdienstleister der Me-

Markenproduktion ist die LVZ-Post mit diesem innovativen

diengruppe neben ihrem B2B-Geschäft auch den Privatkun-

Angebot auch bei Messen und Veranstaltungen im Stadt-

denmarkt verstärkt in Angriff genommen. Beispiel LVZ-Post:

gebiet regelmäßig vertreten. Jetzt ist geplant, den Service

44 // Jahresbericht 2012/2013


Das kommt an: Mit ihren außergewöhnlichen Schmuckbögen zieht die LVZ-Post in Leipzig viel Aufmerksamkeit auf sich.

auch online anzubieten. Im Briefmarkengeschäft setzt man

beworben. Mit Großflächenplakaten, Radiospots und

weiterhin auf exklusive Sondereditionen mit regionalen

Anzeigen machte die Citipost darauf aufmerksam, dass

Motiven. So gibt es 2013 beispielsweise Jubiläumsmotive

sie eine gute Alternative zur gelben Konkurrenz ist. Die

zu Richard Wagner oder der Völkerschlacht zu Leipzig.

Botschaft kam an. Auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt wächst das Privatkundengeschäft stetig.

Nicht nur im Einkaufszentrum fällt die LVZ-Post ins Auge. Im gesamten Zustellgebiet ist sie mit 183 Briefkästen und 370 Servicestellen breit vertreten. Der Marktanteil des

Kooperationen kurbeln das Privatkundengeschäft an.

Dienstleisters liegt inzwischen bereits bei 15 Prozent. Und die Chancen stehen gut, diese Position in den kommenden

Dies liegt nicht zuletzt auch an einer Reihe von Koopera-

Jahren weiter auszubauen. Ein wichtiges Argument sind

tionen mit dem regionalen Einzelhandel: Insgesamt acht

die günstigen Preise, auch für Privatkunden: Die Briefmarke

hannoversche Edeka-Aktivmärkte sowie zwei große E-Cen-

für einen Standardbrief liegt bei der LVZ-Post immer noch

ter und fast hundert „Penny“-Filialen in den Regionen Han-

bei 50 Cent – immerhin 14 Prozent günstiger als bei der

nover, Hameln, Hildesheim, Nienburg und Peine verkaufen

Deutschen Post AG nach deren Portoerhöhung zum

mittlerweile die Citipost-Briefmarken. Der dazu passende

1. Januar 2013.

blaue Citipost-Briefkasten steht gleich vor der Filiale.

Auch bei der Citipost in Hannover kostet die bundeswei-

Die Liberalisierung des Postmarkts steht noch am An-

te Zustellung eines Standardbriefs immer noch lediglich

fang. Dass die neue Wettbewerbssituation für Geschäfts-

50 Cent. Dieser Preisvorteil wurde 2012 mit der groß an-

und Privatkunden eine Menge Vorteile bringt, beweisen die

gelegten Kampagne „Deutschland zum Spartarif“ offensiv

Postdienstleister der Mediengruppe Madsack bereits heute.

45


Madsack kommt an Millionen von Prospekten und Anzeigenblättern werden jährlich an deutsche Haushalte verteilt – eine logistische Herausforderung. Für eine erfolgreiche Abwicklung optimieren die Vertriebsabteilungen der Madsack-Verlage ihre Zustellstrukturen kontinuierlich.

F

lächendeckend an alle Haushalte verteilte Prospekte

ist die thematisch vielfältige Berichterstattung bei gleich-

– ob lose oder als Beilagen – nehmen als Werbeme-

zeitig klarem Schwerpunkt auf das regionale Geschehen.

dien einen zunehmend wichtigeren Stellenwert ein.

Damit bieten die Titel ein seriöses und reichweitenstarkes

Der Grund: Kaum ein anderes Kommunikationsmittel löst

Werbeumfeld zu günstigen Preisen.

bei seinen Empfängern eine so hohe Aufmerksamkeit aus wie die direkt an die Haustür gelieferten Druckerzeugnisse. Der Kunde hat dabei die Wahl zwischen der Verteilung

Weniger Streuverluste für Kunden, nähere Berichterstattung für Leser.

über ein Trägermedium (Tageszeitung, Anzeigenblatt), der sogenannten Resthaushaltsverteilung (Beilagen in der

Seit 2012 erscheinen die beiden hannoverschen Wochen-

Tageszeitung plus zusätzliche lose Verteilung an alle Nicht-

blätter mit acht eigens erstellten Beilagen für die verschie-

Abonnenten-Haushalte) oder der Direktverteilung (Zustel-

denen Stadtteile der Landeshauptstadt. Die Ergänzung um

lung von losen Prospekten ohne Mantelprodukt).

die sublokalen Titel bringt Anzeigenkunden und Lesern gleichermaßen Vorteile: weniger Streuverluste für die ei-

Die Titel bieten ein seriöses und reichweitenstarkes Werbeumfeld zu günstigen Preisen.

nen, eine noch nähere Berichterstattung für die anderen. Doch mit der Zahl der Druckerzeugnisse steigt auch die logistische Herausforderung: „Nur mit permanenter Prozessoptimierung lässt sich die Verteilqualität steigern“, sagt

Allein in Hannover verteilt Madsack jährlich bis zu 50 Mil-

Uwe Groß, Leiter Systemlogistik für die Region Hannover.

lionen Prospekte. Zudem erscheinen mit dem „Hannover-

Umfassende Standortkenntnisse, Marktanalysen, die per-

schen Wochenblatt“ und „hallo Sonntag“ jede Woche zwei

manente Aktualisierung aller Daten sowie der persönliche

Anzeigenblätter, die an alle Haushalte verteilt werden (Auf-

Austausch mit den eigenen, vor Ort ansässigen Zustellern

lage jeweils rund 330.000 Exemplare). Ihre inhaltliche Stärke

führten letztlich zu hoher Zustellqualität und erstklassigem

46 // Jahresbericht 2012/2013


Da steckt was drin: Anzeigenblätter und direkt verteilte Prospekte erzielen beim Verbraucher hohe Aufmerksamkeit.

Heusel

Kundenservice, der bereits mit dem Gütesiegel der GDZ

Kosten als auch die Streuverluste. Eine flächendeckende

(„Geprüfte Direktzustellung“) bestätigt wurde.

Verteilung ist sogar auf Stadtteil- oder Postleitzahlenebene möglich. Da es für direkt verteilte Prospekte oder Flyer

Bis zu sieben Prospekte können in Einzelfällen an einer

außerdem keine Weiterverarbeitungsvorgaben gibt, ist der

Adresse zusammenkommen, denn immer mehr Firmen

Kunde an keine Form und Größe seines Werbemediums

nutzen die Direktverteilung. Unternehmen sind vor allem

gebunden.

daran interessiert, dass ihre Werbung zeitungsunabhängig und zielgruppenorientiert die Verbraucher erreicht. „Mit

Ob in Rostock, Potsdam oder Lübeck – die flächendeckende

unserer kleinzelligen Verteilgebietsstruktur ist es möglich,

Verteilung von Prospekten in klar definierten Gebieten wird

das Verteilgebiet individuell auf die Wünsche und Bedürf-

auf die eine oder andere Weise an sämtlichen Madsack-

nisse der Firmen abzustimmen“, sagt Gerald Bemlotte, stell-

Standorten angeboten. Allein in Leipzig etwa werden

vertretender Leiter Direktverteilung am Madsack-Standort

jeden Samstag bis zu vier Millionen Prospekte verteilt.

Hannover. So könne das Verteilgebiet zum Beispiel nach Be-

Es spielt also kaum eine Rolle, an welchem Ort welches

bauungsstruktur oder Kaufkraft selektiert werden. Das brin-

Produkt zugestellt werden soll – Madsack kommt an. Beim

ge den Kunden gleich zwei Vorteile: Es reduziert sowohl die

Leser. Beim Kunden. Und im Briefkasten.

47


Die Dokumentation der Aida-Taufe war auch für TVN eine Herausforderung.

Wendt (2)

Bewegt und bewegend

O

b Nachrichten, Reportagen, Dokumentationen,

Cruises, die AIDAmar, getauft. Um dieses Spektakel mit

Show- und Sportproduktionen – für Madsacks TV-

abschließendem Feuerwerk live einem internationalen

Dienstleister TVN Group ist keine Hürde im inter-

Publikum zu präsentieren, wurden die Bilder im TVN-

nationalen Film- und Fernsehgeschäft zu hoch. Die Über-

Übertragungswagen gemischt und ins Internet gestreamt

tragung eines Großereignisses ist fast schon Routine, zwei

– für Zuschauer in der ganzen Welt. Zusätzlich wurden die

Mega-Events an einem Tag zu übertragen eine spannende

Aufnahmen für die mehr als eine Million Gäste des Hafen-

Herausforderung. Dass TVN dank des professionellen Mit-

geburtstages auf zwei LED-Großleinwände in der Hanse-

arbeiterstabs und modernster Ausrüstung auch dies zu

stadt übertragen. 59 TVN-Mitarbeiter waren im Einsatz. Die

meistern weiß, hat das Unternehmen im Mai 2012 bewie-

Kamera-Crews fingen die Bilder unter anderem von Schnell-

sen, als das DFB-Pokalfinale und die größte Schiffstaufe der

booten aus ein.

Welt an einem Tag stattfanden. Der TV-Dienstleister musste eine Riesenproduktion in Berlin und parallel dazu eine in Hamburg stemmen. Beim Finale im Berliner Olympiastadion war TVN als technischer Dienstleister für den Einsatz von mehr als 50 Kameras und das Erstellen des Basissignals verantwortlich, das der DFB in 200 Länder verkaufte. Über 100 TVN-Mitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Verlauf. Von den Kunden gab es in der abschließenden Evaluation Bestnoten für den technischen Support. Dass TVN große Ereignisse bewegend in Szene setzen kann, zeigte auch der Einsatz in Hamburg: Beim 823. Hafengeburts-

Die TVN Group ist mit ihrer Hightech-Ausrüstung europaweit

tag wurde das neunte Schiff der Kreuzfahrtreederei Aida

im Einsatz.

48 // Jahresbericht 2012/2013


Heusel

Das Druckhaus Göttingen hat seine Akzidenzproduktion ausgebaut.

Heusel

Technik, die begeistert

S

chnell, flexibel, effizient – die Mediengruppe Madsack

niergerät aufgestockt. Dadurch konnten die Fremdkosten

setzt im Druck auf modernste Technik. Nicht nur

für die Weiterverarbeitung um bis zu 60 Prozent reduziert

Zeitungen werden so mit höchster Qualität produ-

werden. Darüber hinaus bietet das Druckhaus Göttingen

ziert, auch im Akzidenzbereich wird Madsack anspruchs-

seinen Kunden attraktive Veredelungsmöglichkeiten für

vollen Kunden gerecht.

Bücher oder Broschüren an – etwa durch das Aufbringen von Glanz- und Strukturfolien, die ein Druckerzeugnis be-

Die Mediengruppe Madsack zählt mit neun Druckzent-

sonders machen. Die Druckexperten können dem Papier

ren zu den bedeutenden Dienstleistern der Branche in

sogar die passende Duftnote verleihen – von Himbeere bis

Deutschland. Die Standorte auf dem neuesten technischen

Eukalyptus.

Niveau zu halten, ist dabei die große Herausforderung. Neue Wege im Druck beschreitet man auch bei der Erst im vergangenen Jahr wurde im Druckzentrum des Göt-

Madsack-Beteiligung „Kieler Nachrichten“ – und zwar fort-

tinger Tageblatts ordentlich aufgerüstet: Durch die Investi-

während. Seit der Grunderneuerung vor zehn Jahren wird

tionen im Bereich Bogendruck soll der Wertschöpfungsan-

das dortige Druckzentrum immer wieder mit modernen

teil in der Akzidenzproduktion erhöht werden. Die neue

Fertigungstechniken ausgestattet, um den Kunden neue

Maschinentechnik steigert die Produktqualität, verbessert

und vor allem effiziente Produktionsformen anbieten zu

die Logistik und reduziert gleichzeitig die externen Kosten,

können. Dies eröffnet den Partnern der Mediengruppe

weil entscheidende Fertigungsschritte nun im eigenen

Madsack zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten und

Haus stattfinden können. Die bisherige Anlage wurde um

somit neue Erlösquellen sowie Chancen zur Kostenein-

zwei Falzmaschinen, einen Sammelhefter und ein Lami-

sparung.

49


Erste Reihe: Die besten Plätze für Events bekommt man in den Ticketshops der Mediengruppe.

Wilde

Mit Madsack live dabei Bereits seit einigen Jahren baut die Mediengruppe das Ticketverkaufsgeschäft kontinuierlich aus. Die Übernahme des hannoverschen Kartenshops Laporte Ende 2012 markiert den vorläufigen Höhepunkt.

O

b Konzert, Theater oder Fußball – live dabei sein

Depeche Mode und Bruce Springsteen – und wurde mit

ist manchmal eben doch alles. Die Eintrittskarten

diesem Angebot in ihrer Geschäftsstelle beinahe überrannt

für solche Events gibt es bei Madsack. Bereits seit

(verkaufte Karten in 2012: 59.000). Die Ostsee-Zeitung (ver-

einigen Jahren baut Madsack den Bereich Ticketing an sei-

kaufte Karten in 2012: 28.000) wiederum profitiert vor allem

nen verschiedenen Standorten kontinuierlich aus – mit gro-

von ihrem Standortvorteil: Zwischen Berlin und Hamburg

ßem Erfolg: Allein die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) hat im Jahr 2012 rund 98.000 Tickets umgesetzt und war somit bislang Spitzenreiter innerhalb der Mediengruppe. Die Leipziger Volkszeitung sicherte sich im vergangenen Jahr den exklusiven Vorverkauf für die Konzerte von

50 // Jahresbericht 2012/2013

gelegen, sind neben dem Stamm-

ETS K TIC HAZ ETS TICK

NP

POW

D ERE

BY

LAP

O RT

E

POW

POR BY LA ERED

TE

sitz Rostock als Tourismus-Region zwei Metropolen im Einzugsgebiet, die für jede Menge Mega-Events stehen. Mit der Übernahme der Laporte Kartenshop GmbH ist die Mediengruppe nun auch in der


Region Hannover zum größten stationären Ticketverkäufer

in ihren regionalen Medien besonders gut vermarkten kön-

avanciert und hat damit ihre bisherige Position im Ticket-

nen – sei es über Veranstaltungs-Apps, über die Termin-

verkaufsgeschäft nachhaltig gestärkt (195.000 verkaufte

kalender auf den Websites oder in der Zeitung. Die Tickets

Karten in 2012). Für den Unternehmensverbund ist der

werden sowohl in den Geschäftsstellen der jeweiligen Zei-

Handel mit Veranstaltungstickets ein strategisch wichtiges

tungshäuser verkauft sowie teilweise über das Internet. Ein

Zusatzgeschäft geworden, auch weil es sehr gut zum Port-

standortübergreifender Online-Ticket-Shop befindet sich

folio der regionalen Verlagshäuser passt: „Unser Anspruch

derzeit im Aufbau.

ist es, für unsere Kunden eine zentrale Anlaufstelle für regionalbezogene Produkte und Dienstleistungen zu sein.

Für Veranstalter wird Madsack somit zunehmend zu einem

Veranstaltungen sind ein wichtiger Teil davon.“ sagt Martin

wichtigen Partner, um örtliche Hallen, Theatersäle und

Menkhoff, der das Ticketgeschäft für den Raum Hannover

sonstige Locations zu füllen. Regionale Events, regionale

verantwortet. Ein besonderer Vorteil liegt auch darin, dass

Medien und lokaler Service – da kommt zusammen, was

die Verlagshäuser der Mediengruppe die Veranstaltungen

zusammengehört.

Informationen zum Anfassen lang Gelegenheit, einem Fachpublikum ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren und damit den Austausch am Wirtschaftsstandort Hannover weiter zu fördern. Auch die Lübecker Nachrichten (LN) haben in der Ausrichtung publikumswirksamer Messen bereits reichlich Erfahrung. Ihre Veranstaltungen sind thematisch allerdings stärker auf ein Thema fokussiert und richten sich vor allem an den Endverbraucher. Vor rund zwölf Jahren richteten sie die erste LN-Automeile aus, eine Messe rund ums Automobil. 2003 Publikumsmagnet: die LN-Immomeile.

Lübecker Nachrichten

folgte die LN-Immomeile, die sich zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelte. Mit mehr als hundert Ausstellern, die rund ums Bauen, Kaufen, Renovieren und Sanieren

„Aus der Region, mit der Region, für die Region.“ Das ist

informieren, ist die LN-Immomeile zur größten Immobilien-

der Leitspruch von Eventmanagerin Antje Wiegmann

messe für Privatkunden in Schleswig-Holstein geworden. In

bei der Organisation der Wirtschaftsmesse Hannover. Im

diesem Frühjahr kamen an zwei Tagen rund 8.500 Besucher

September 2013 richtet das Team der Madsack-eigenen

auf das Gelände der LN am Stadtrand. „Die Messe hat sich

Eventagentur „festfabrik“ die Messe erstmals aus. Einge-

aus dem Immobilienteil der Zeitung entwickelt, Publikum

bettet in ein Rahmenprogramm aus Workshops und Podi-

und Aussteller schätzen sie als etablierte Fachmesse“, sagt

umsdiskussionen haben mehr als 150 Aussteller zwei Tage

LN-Marketingchef Michael Nesbeda.

51


Der Madsack Media Store passt sein Angebot den speziellen Bedürfnissen von Firmen an.

Heusel

Die digitalen Alleskönner 2011 hat die Mediengruppe Madsack mit dem ersten Madsack Media Store ein bis dato einmaliges Geschäftsmodell etabliert. Jetzt erreicht das Rundum-sorglos-Konzept für digitale Medien auch andere Verlage, Geschäftskunden und sogar Schulen.

D

as Zauberwort, mit dem der Madsack Media Store

Die Eröffnung des ersten Media Stores in Hannover hat für

(MMS) seit gut zwei Jahren in Hannover seinen Le-

bundesweites Interesse gesorgt, vor allem in der Verlags-

sern die digitale Welt näherbringt, heißt „Bundle“, zu

branche. Der HAZ Media Store hat viele Besuchergruppen

Deutsch Bündel. Es beinhaltet modernste Technik, gepaart

externer Zeitungshäuser empfangen dürfen, die sich „das

mit hochwertiger regionaler Berichterstattung. Konkret heißt

Ganze einmal etwas genauer ansehen“ wollten. Inzwischen

das: Der Kunde erwirbt ein mobiles Endgerät (Tablet-PC) mit

betreut der MMS eine ganze Reihe von Franchise-Partnern

einer leistungsstarken Datenflatrate und den entsprechen-

– sowohl aus dem eigenen Konzern (Leipziger Volkszei-

den elektronischen Angeboten seiner regionalen Tageszei-

tung, Göttinger Tageblatt, Schaumburger Nachrichten etc.)

tung. Neueinsteiger haben darüber hinaus die Möglichkeit,

als auch externe Verlage (Frankfurter Allgemeine Zeitung,

sich für den Umgang mit den digitalen Alleskönnern über

Aachener Zeitungsverlag, Nordwest-Zeitung etc.). Nicht

eigens dafür angebotene Schulungen fit zu machen.

alle von ihnen haben einen eigenen Store, zum Teil wickelt

52 // Jahresbericht 2012/2013


der MMS den Bundle-Verkauf über ein Online-Vertriebs-

kann er Vertriebsmannschaften mit Tablets ausstatten und

modell ab. Insgesamt können die Franchisenehmer aus rund

sich auch gleich um die Programmierung der dazuge-

60 Leistungsbausteinen wählen – vom zentralen Einkauf

hörigen App kümmern.

von Hardware und Provider-Dienstleistungen bis hin zu Vertriebsschulungen und Workflow-Beratungen. Jeder

Eine ganz andere Zielgruppe hat der Media Store bei sei-

Partner kann sich sein Paket nach einem modularen Fran-

nem sogenannten „schoolTab“-Programm im Visier. Hier

chise-Prinzip zusammenstellen.

werden Tablets als medienpädagogisches Instrument benutzt, zum Beispiel bei der Multimedia-Klasse der IGD

Beim „schoolTab“-Programm werden Tablets medienpädagogisch eingesetzt.

Lehrte. Schülerinnen und Schüler lernen hier, das Wissen aus dem Internet zu präsentieren, zu strukturieren und zu analysieren. Der Media Store steht interessierten Lehrein-

Doch nicht nur Verlagshäuser, auch für andere Unterneh-

richtungen als kompetenter Berater auf der technischen

men hält der MMS spannende Lösungen bereit. Schließlich

Seite von Anfang an zur Seite. Er erarbeitet individuelle

bieten Tablets und Apps Firmen ganz neue Wege der Steue-

Lösungen, trifft eine Vorauswahl der Hard- und Software,

rung und Abwicklung von Prozessen sowie der Kommuni-

des Netzbetreibers sowie der Schulungsmaterialien und

kation. Ob im Beratungsgespräch, im Außendienst oder im

bietet eine umfassende Erstschulung. Ganz nebenbei

Verkauf – der Madsack Media Store passt sein Angebot den

werden die Schüler auf diese Weise auch an seriöse Nach-

speziellen Bedürfnissen seiner Kunden an. Beispielsweise

richten der Tageszeitung herangeführt.

Der kurze Draht etwa die Magdeburger Volksstimme, die Westdeutsche Zeitung, die Rheinische Post, die Stuttgarter Zeitung sowie die Sächsische Zeitung. Die Verlagskunden erhalten ein FullService-Angebot mit allen Inbound-Leistungen für Abonnenten, gewerbliche und private Anzeigenkunden. Hinzu kommt ein leistungsstarkes Outbound-Team, das die AboAngebote der Verlagskunden offensiv vermarktet, Anzeigen verkauft oder auch besondere Aufgaben übernimmt (etwa Telefoninterviews für Marktforschungszwecke). Das Aufgabenfeld wächst: Ab Sommer 2013 nimmt das KSC auch die telefonischen Bestellungen des HAZ/NP-Ticketservice (siehe Seite 50) entgegen und kümmert sich um Die Mitarbeiter des Kunden Service Centers helfen gern.

Wilde

den Versand sowie den Zahlungsvorgang. Die Havelcom Telemarketing Services gehört seit dem Kauf der

Das Kunden Service Center (KSC) in Hannover betreut mit

Märkischen Allgemeinen Zeitung ebenfalls zur Medien-

rund 100 Mitarbeitern und 30 Service-Hotlines das Klientel

gruppe Madsack. Rund 60 Mitarbeiter sind hier tätig, und

verschiedener Tageszeitungen, Wochenblätter, Online-

das nicht nur für das eigene Haus. Auch die Frankfurter

Marktplätze und Media Stores. Externe Verlagskunden sind

Allgemeine Zeitung vertraut auf ihre Dienstleistungen.

53


54 // Jahresbericht 2012/2013


Produkte und Dienstleistungen nach Bundesländern Auswahl; Stand: 7. Februar 2013

Niedersachsen Aller-Zeitung Anzeiger für Gehrden/Ronnenberg Blick Göttingen Briefmarkenspiegel CITIPOST CITIPOST Göttingen Druckzentrum Peine Druckzentrum Hannover Druckhaus Göttingen Eichsfelder Tageblatt ET Kompakt Festfabrik Gifhorner Rundblick Göttinger Tageblatt Göttinger Tageblatt Media GT Media Store GT Kompakt Gutenberg Rechenzentrum Hallo Mittwoch Barsinghausen Hallo Schaumburg Hallo Sonntag Barsinghausen Hallo Sonntag im Eichsfeld Hallo Sonntag in Garbsen/Seelze Hallo Sonntag in Gehrden/Ronnenberg Hallo Sonntag in Hannover Hallo Sonntag in Laatzen Hannoversche Allgemeine Zeitung Hannoversches Wochenblatt HAZ/NP Tickets KSC-Kunden Service Center Madsack Direktverteilung Madsack Heimatzeitungen Madsack Media Store Madsack Medienagentur Madsack Online Madsack PersonalManagement MBI Madsack Bildungsinstitut MDG Medien Dienstleistungsgesellschaft Medien + Märkte Region Hannover Neue Peiner Woche Neue Presse Peiner Allgemeine Zeitung Salzgitter Woche Schaumburger Nachrichten Sonntag TVN GROUP Film & TV Production* Typomedien.de Wolfenbütteler Schaufenster Wolfsburger Allgemeine Wolfsburger Rundblick

Hamburg Elbe Wochenblatt

Hessen Anzeiger extra CITIPOST Nordhessen Der Frankenberger

Der Neue Markt Der Waldecker Druckzentrum Gelnhausen Druckzentrum Marburg Frankenberger Zeitung Gelnhäuser Neue Zeitung Gießener Zeitung Hinterland extra Marburg extra Mein Samstag Mittelhessen-Bote Mymedia Oberhessische Presse Waldeckische Landeszeitung

Brandenburg Druckzentrum Potsdam Havelcom Telemarketing Services Märkische Allgemeine Zeitung MAZ Mail Wochenspiegel

Schleswig-Holstein Druckzentrum Lübeck Lübecker Nachrichten Nordbrief Ostsee Information & Medien Wochenspiegel

Sachsen / Thüringen Dresdner Neueste Nachrichten Druckzentrum Leipzig Leipziger Medien Service Gesellschaft Leipziger Rundschau Leipziger Volkszeitung LVZ Druck LVZ Logistik LVZ Marktplatz LVZ Media Store LVZ Post LVZ sonntag MPV Medien- und Prospektvertrieb Osterland Sonntag Sachsen Sonntag

Sachsen-Anhalt Naumburger Tageblatt

Mecklenburg-Vorpommern Druckzentrum Rostock Nordbrief Ostsee-Anzeiger Ostsee-Zeitung

*Stammsitz: Hannover; Niederlassungen in Berlin, Bremen, Frankfurt a.M., Hamburg, Kiel, Köln, München, Wolfsburg; mit den Unternehmen TVN PRODUCTION BERLIN, AZ MEDIA TV, TVN CORPORATE MEDIA, TVN MEDIA PROFESSIONALS, TVN MOBILE PRODUCTION, TVN PRODUCTION

55


Auflagen der Tageszeitungen Titel 

Verkaufte Auflage 2012 (IVW*)



Aller-Zeitung 

18.622

Dresdner Neueste Nachrichten 

24.896

Eichsfelder Tageblatt

8.143

Frankenberger Zeitung

5.483

Gelnhäuser Neue Zeitung

8.548

Göttinger Tageblatt 

31.439

Hannoversche Allgemeine Zeitung

136.700

Leipziger Volkszeitung

160.044

Lübecker Nachrichten

101.211

Märkische Allgemeine Zeitung

133.204

Naumburger Tageblatt

13.097

Neue Presse

53.536

Oberhessische Presse 

27.494

Ostsee-Zeitung146.056 Peiner Allgemeine Zeitung

20.074

Schaumburger Nachrichten 

15.665

Waldeckische Landeszeitung

17.076

Wolfsburger Allgemeine Zeitung

18.302

Verkaufte Auflage gesamt pro Erscheinungstag

939.590

*Jahresdurchschnittswerte

Auflagen der Anzeigenblätter

(Auswahl, Stand: Januar 2013)

Titel Erscheinungstag

Verteilte Auflage

Anzeiger Extra Di. Anzeiger Gehrden / Ronnenberg

Mi.

34.700 18.900

Blick Göttingen Mi.

101.000

Der neue Markt So.

344.300

Elbe Wochenblatt Mi./Do.

324.800

Elbe Wochenblatt So.

93.500

Gießener Zeitung Mi.

127.600

Gießener Zeitung Sa.

127.600

Gifhorner Rundblick So.

47.600

Hallo Mittwoch Barsinghausen

Mi.

23.900

Hallo Hannoversches Wochenblatt Mi.

226.100

Hallo Sonntag im Eichsfeld So.

63.500

Hallo Sonntag in Barsinghausen So.

23.900

Hallo Sonntag in Garbsen/Seelze So.

47.300

Hallo Sonntag in Gehrden/Ronnenberg So.

18.900

Hallo Sonntag in Hannover So.

56 // Jahresbericht 2012/2013

226.100


Hallo Sonntag in Laatzen So.

35.600

Hinterland Extra Mi.

31.800

Laatzener Woche Mi.

36.600

Leipziger Rundschau Mi./Do. Marburg Extra Mi.

535.700 52.900

Mein Samstag Sa.

87.200

Mittelhessen Bote Mi.

344.300

Neue Peiner Woche So.

61.100

Osterland Sonntag So.

41.100

Ostsee Anzeiger Mi.

398.700

Rostocker Sonntag So.

125.200

Rundblick Garbsen / Seelze Mi.

48.300

Sachsen Sonntag So.

410.300

Salzgitter Woche So.

64.000

WochenSpiegel Mi.

305.900

WochenSpiegel am Mittwoch Mi.

164.700

WochenSpiegel am Sonnabend Sa.

182.700

WochenSpiegel Wittenberge Sa.

42.000

Wolfenb端tteler Schaufenster Do.

55.500

Wolfenb端tteler Schaufenster So.

55.500

Wolfsburger Rundblick So.

82.000

Verteilte Gesamtauflage pro Woche 

5.010.800

Online-Reichweiten Portal

Nutzer pro Monat*

goettinger-tageblatt.de110.000 haz.de520.000 ln-online.de250.000 lvz-online.de500.000 maerkischeallgemeine.de390.000 neuepresse.de150.000 op-marburg.de70.000 ostsee-zeitung.de250.000 paz-online.de  sn-online.de  waz-online.de / aller-zeitung.de

40.000 60.000 120.000

wlz-fz.de40.000 Nettoreichweite gesamt**

2.260.000

Bruttoreichweite gesamt**

2.500.000

*4. Quartal 2012; **Ohne Doppelnutzer

57


Standorte

Hannover | Hauptsitz der Mediengruppe Hannover ist Landeshauptstadt, Hochschulstadt, Stadt im

Die Firmenzentrale des Konzerns befindet sich seit den

Grünen, Messestadt sowie Kultur- und Wirtschaftsstandort.

1970er-Jahren im Stadtteil Kirchrode und beherbergt

Und Hannover ist Medienstadt. Die Stadt, in der „Der Spie-

heute nicht nur die Konzerngeschäftsführung, die Zen-

gel“ und der „Stern“ gegründet wurden, in der der NDR ein

tralbereiche sowie diverse Tochterunternehmen des Un-

Landesfunkhaus betreibt und in der private Hörfunkstatio-

ternehmensverbunds (u.a. Madsack Online, Gutenberg

nen wie Hitradio Antenne und Radio ffn beheimatet sind.

Rechenzentrum), sondern auch die Redaktion der Hanno-

Vor allem aber ist Hannover Hauptsitz der Mediengruppe

verschen Allgemeinen Zeitung (HAZ).

Madsack. Deren Wahrzeichen, das in den 1920er-Jahren errichtete Anzeiger-Hochhaus, ist noch heute eines der prä-

Mit der HAZ und der Neuen Presse (NP) verlegt die

gnantesten Bauwerke der Stadt und mittlerweile Teil des

Mediengruppe Madsack in Hannover gleich zwei erfolg-

Medienzentrums Hannover (u.a. Sitz der TVN Group). Hier-

reiche Titel – mit jeweils eigenständigem Profil sowie zwei

zu gehört auch das moderne, mit der Unterstützung der

voneinander unabhängigen Redaktionen. Beide Zeitungen

Mediengruppe Madsack erbaute Mendini-Gebäude, in

sind tief in der Region verwurzelt und für ihre Leser mittler-

dem 2011 der erste Madsack Media Store eröffnete.

weile auch über zahlreiche digitale Kanäle verfügbar.

Zeitungen: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Neue Presse Gründungsjahr: 1949 (HAZ) bzw. 1893 (Gründungsjahr des HAZ-Vorgängers „Hannoverscher Anzeiger“), 1946 (NP, damals noch unter dem Namen „Hannoversche Presse“; der Titel befindet sich seit 1975 im Besitz der Mediengruppe Madsack) Verlag: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG Highlights 2012: Start von HAZ 24 (tägliche multimediale HAZ-Tablet-App), Relaunch der NP

58 // Jahresbericht 2012/2013


Ostniedersachsen | Zwischen Eulen und VW Die Städte Peine, Gifhorn, Wolfsburg haben augenschein-

Ton an. Und zu Wolfsburg muss man nur zwei Buchstaben

lich zunächst nur wenig miteinander gemein, außer dass sie

sagen: V und W. Aus Madsack-Sicht gibt es noch eine weitere

im östlichen Niedersachsen gelegen sind. Peine war früher

wichtige Gemeinsamkeit: Bereits 1987 begann die erste

vor allem durch die Stahlindustrie geprägt. Heute ist die

Zusammenarbeit der drei Verlage Peiner Allgemeine Zei-

„Eulenstadt“ Sitz zukunftsorientierter Betriebe wie z.B. dem

tung, Adolf Enke und Neue Anzeigenblatt Verlags-GmbH.

weltbekannten Berliner Schokoladen-Produzenten Rausch

Seit der Zusammenführung der Unternehmen zum 1. Januar

oder der Pelikan AG. In Gifhorn geben die Autozulieferer den

2013 blickt man gemeinsam als ein Verlag in die Zukunft.

Zeitungen: Peiner Allgemeine Zeitung, Aller-Zeitung, Wolfsburger Allgemeine Zeitung Gründungsjahre: 1848 (PAZ), 1850 (AZ), 1949 (WAZ) Verlag: Madsack Medien Ostniedersachsen GmbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: AZ/WAZ seit 1993, PAZ seit 1999 (vorher direkt bei der Verlagsgesellschaft Madsack erschienen) Highlight 2012: Die Zusammenführung der drei Verlage zur Madsack Medien Ostniedersachsen GmbH & Co. KG

Stadthagen | Grafen, Fürsten und Meer Das Schaumburger Land – die Region zwischen dem Stein-

den Schaumburger Nachrichten (SN) die auflagenstärkste

huder Meer, dem Deister und dem Weserbergland – hat

Zeitung der Region. Seit 1999 wird der Titel von der damals

viele touristische und historische Reize. Hier residierten

neu gegründeten Schaumburger Nachrichten Verlags-

über Jahrhunderte die Grafen zu Schaumburg, das Fürsten-

gesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Stadthagen heraus-

haus Schaumburg-Lippe gibt es bis heute. Da, wo andere

gebracht. Die SN publiziert außerdem diverse Magazine,

Ferien machen, erscheint für die hiesige Bevölkerung mit

darunter das Stadtmagazin Stadthagen.

Zeitung: Schaumburger Nachrichten Gründungsjahr: 1975 Verlag: Schaumburger Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: 1999 (vorher direkt bei der Verlagsgesellschaft Madsack erschienen) Highlight 2012: Die von den SN organisierte Messe „Schaumburg Energie“

59


Göttingen | Jeden Tag eine Seite Wissenschaft Keine Frage, was Göttingen prägt: Die 1737 eröffnete

20 Prozent der 128.000 Einwohner sind Studenten. Kein

Georg-August-Universität ist untrennbar mit der Stadt ver-

Wunder also, dass es im Göttinger Tageblatt (GT) jeden

woben. Sie war damals eine der größten Hochschulen in

Tag auch eine Wissenschaftsseite gibt. In Göttingen nahm

Europa, und sie ist heute noch die größte und älteste Uni-

auch der Expansionskurs der Mediengruppe Madsack sei-

versität Niedersachsens. Die Grimm-Brüder haben dort

nen Anfang: Das Göttinger Verlagshaus war beim damali-

gelehrt, Bismarck hat dort studiert. 44 Nobelpreisträ-

gen Erwerb vor mittlerweile 40 Jahren die erste Beteiligung

ger kommen aus Göttingen oder haben hier gewirkt.

außerhalb der Region Hannover.

Zeitung: Göttinger Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt Gründungsjahr: 1889 (GT), 1990 (ET) Verlag: Göttinger Tageblatt GmbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: 1973 Highlight 2012: Der Tag der Niedersachsen in Duderstadt mit 150.000 Besuchern und diversen Aktionen des Göttinger Tageblatts (Verlagsbeilage, Buch, Sonderbriefmarke etc.)

Marburg | Die Stadt, die eine Universität ist „Andere Städte“, sagt man in Marburg, „haben eine Uni-

Zeitung, die konsequent auf Lokales setzt und die Bewohner

versität – Marburg ist eine.“ Und tatsächlich prägt Marburg

des Landkreises Marburg-Biedenkopf über alle Kanäle

neben seiner historischen Altstadt vor allem die 1527 ge-

hinweg umfassend informiert. Auch der Dienstleistungs-

gründete Philipps-Universität, die der größte Arbeitgeber

gedanke wird bei der Hitzeroth Druck + Medien groß

vor Ort ist. Führendes Medienunternehmen in der Region

geschrieben: Egal ob Anzeigen, Beilagen, digitale Vermark-

ist die Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG. Ihr Kern-

tung oder Briefzustellung – der Marburger Verlag ist als

produkt ist die Oberhessische Presse (OP). Die OP ist eine

kompetenter Partner stets für seine Kunden da.

Zeitung: Oberhessische Presse Gründungsjahr: 1866 Verlag: Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: 2003 Highlight 2012: Die OP-Blattreform, bei der unter anderem die neue Seite „Land, Leute, Leben“ eingeführt wurde und aufgrund derer nun mehr Raum für großformatige Bilder und Reportagen zur Verfügung steht

60 // Jahresbericht 2012/2013


Korbach | Mit Persönlichkeit(en) Korbach, Kreisstadt des Landkreises Waldeck-Frankenberg,

aus Korbach – die Waldeckische Landeszeitung (WLZ) und

ist dafür bekannt, die einzige hessische Hansestadt gewe-

die Frankenberger Zeitung (FZ) – sind wiederum bei ihrer

sen zu sein. Und für die „Korbacher Spalte“, eine bedeu-

Leserschaft für die tiefe Verankerung in ihrer Region bekannt.

tende Fossilienfundstätte. Und zu guter Letzt dafür, dass

Beide Titel repräsentieren Zeitungsgeschichte vom Bleisatz

die Region außergewöhnlich viele bekannte Personen

bis zur iPad-App – und verlieren ihren lokalen Ansatz dabei

hervorgebracht hat, etwa Friedrich Christian Delius, Elke

nicht aus dem Auge. Auf allen Kanälen sind sie regionale

Heidenreich und Matthias Reim. Die beiden Madsack-Titel

Lebensgefühl-Vermittler und Heimatzeitungen zugleich.

Zeitungen: Waldeckische Landeszeitung, Frankenberger Zeitung Gründungsjahr: 1870 (FZ), 1887 (WLZ) Verlag: Wilhelm Bing Druckerei und Verlag GmbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: 2004 Highlight 2012: Das 125-jährige Verlagsjubiläum mit Festakt, 112-seitiger Sonderbeilage und Tausenden von Besuchern beim „Tag des offenen Verlags“

Gelnhausen | Barbarossa und die jüngste Zeitung Gelnhausen ist eine traditionsreiche Stadt, gegründet 1170

republik. Die Gelnhäuser Neue Zeitung (GNZ) wurde erst

durch Kaiser Barbarossa. Von hier stammt auch Hans Jakob

1988 aus der Taufe gehoben, entwickelte sich aber rasant

Christoffel von Grimmelshausen, der Schöpfer des im

zum auflagenstärksten Blatt und Marktführer in der Region,

17. Jahrhundert veröffentlichten Abenteuerromans „Sim-

dem Main-Kinzig-Kreis. Darüber hinaus gibt der Verlag mit

plicissimus“. Aber so alt die Stadt auch sein mag: Hier gibt

„Der Mittelhessen-Bote“ und „Der neue Markt“ zwei Anzei-

es die jüngste und zugleich eine der erfolgreichsten Neu-

genblätter heraus, die regelmäßig und zuverlässig an rund

gründungen einer regionalen Tageszeitung in der Bundes-

350.000 Haushalte in der Region verteilt werden.

Zeitung: Neue Gelnhäuser Zeitung Gründungsjahr: 1988 Verlag: Druck- und Pressehaus Naumann GmbH & Co.KG Madsack-Beteiligung seit: 2007 Highlight 2012: Der große Tag der offenen Tür mit GNZ-Sommerfest

61


Leipzig | Hoch-, Sub- und Medienkultur Erst kürzlich schrieb die New York Times über Leipzig, es

gestartet. Heute liegt die verkaufte Auflage bei 160.044

sei „wie Berlin vor zehn Jahren“. Leipzig pulsiert und ist vol-

Exemplaren, der Titel zählt zu den am häufigsten zitierten

ler Aufbruchstimmung. Zwischen Völkerschlachtdenkmal

Tageszeitungen Deutschlands. Darüber hinaus betätigen

und Buchmesse bewegt sich die Stadt gekonnt zwischen

sich das dazugehörige Verlagshaus – die Leipziger Verlags-

Hoch- und Subkultur und zieht somit auch immer mehr

und Druckereigesellschaft – und dessen Tochterunterneh-

junge Menschen an. Leipzig beheimatet auch die Leipziger

men in einer Reihe weiterer Geschäftsfelder: Druck, Corpo-

Volkszeitung (LVZ): 1894 ist diese mit 11.000 Exemplaren

rate Publishing, Digitalgeschäft, Ticketing und vieles mehr.

Zeitung: Leipziger Volkszeitung Gründungsjahr: 1894 Verlag: Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: 1991 Highlights 2012: Einweihung des neuen, modernen LVZ-Newsrooms sowie die Eröffnung des LVZ Media Stores

Dresden | Das Traditionsblatt an der Elbe Dresden ist nicht nur die sächsische Landeshauptstadt und

auf einen anspruchsvollen Kulturteil sowie auf die Nähe zu

ein Kulturhighlight (Zwinger, Semperoper, Staatskapelle).

den Menschen in der Region. Als erste sächsische Zeitung

Dresden ist auch einer der wichtigsten Wirtschaftsstandor-

rief sie einen Wirtschaftspreis für regionale Unternehmen

te der Republik. Ein Traditionsblatt, das sich in der vielfälti-

und einen Leserbeirat ins Leben. Die Dresdner Neueste

gen Medienlandschaft Dresdens behauptet, sind die Dresd-

Nachrichten GmbH & Co. KG ist eine Tochter der Leipziger

ner Neuesten Nachrichten (DNN). Die DNN legt neben der

Verlags- und Druckereigesellschaft und arbeitet sehr eng

fundierten Lokalberichterstattung einen sehr hohen Wert

mit dieser zusammen.

Zeitung: Dresdner Neueste Nachrichten Gründungsjahr: 1893 (nicht erschienen zwischen 1943 und 1990) Verlag: Verlag Dresdner Neueste Nachrichten GmbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: 1992 Highlight 2012: Die preisgekrönte investigative Berichterstattung der DNN rund um das Finanzdesaster bei den Zwingerfestspielen

62 // Jahresbericht 2012/2013


Lübeck | Hier beginnt die Woche am Dienstag Die Wahrzeichen Lübecks – wie zum Beispiel das Hols-

der Elbe im Süden und von Grevesmühlen in Mecklenburg

tentor, die gotischen Backsteinkirchen und das Lübe-

bis Bad Segeberg im Westen. In diesem Gebiet erscheint

cker Marzipan – sind weltberühmt. Hier, bei der „Königin

der Titel mit acht Lokalausgaben und – das ist eine echte

der Hanse“, verlegt die Mediengruppe Madsack mit den

Besonderheit – traditionsgemäß zwischen Dienstag und

Lübecker Nachrichten (LN) den auflagenstärksten Einzel-

Sonntag. Das LN-Verlagshaus hat eine enge Verbindung zu

titel Schleswig-Holsteins. Das Verbreitungsgebiet reicht

seiner Heimatregion. Unter anderem engagiert es sich als

dabei von der Insel Fehmarn im Norden bis Lauenburg an

Medienpartner zahlreicher Veranstaltungen.

Zeitung: Lübecker Nachrichten Gründungsjahr: 1882 Verlag: Lübecker Nachrichten GmbH Madsack-Beteiligung seit: 2009 Highlight 2012: Die Berichterstattung der LN-Medien rund um den Landtagswahlkrimi am 6. Mai 2012

Rostock | Hanse, Häfen, Ostsee-Zeitung Hanse, Häfen und Meer – das sind wohl die ersten Asso-

lenburg-Vorpommerns, die Ostsee-Zeitung (OZ). 1952 als

ziationen, wenn man an Rostock denkt. Doch hinter der

„Parteiorgan“ gegründet, hat sie sich nach der Wiederverei-

Hansestadt steckt noch viel mehr als die See: Kulturell

nigung als unabhängiges und kritisches Medium etabliert

wie wirtschaftlich gilt Rostock als die wichtigste Stadt im

– mit klarem Fokus auf das Regionale und Lokale. Dafür

Bundesland. Nach Einwohnerzahl und Fläche ist sie auch

sorgen täglich rund 400 Mitarbeiter am Verlags- und Druck-

die größte. Dementsprechend verlegt die Mediengruppe

standort Rostock sowie in den zehn Lokalredaktionen ent-

Madsack hier auch die auflagenstärkste Zeitung Meck-

lang der Ostseeküste von Grevesmühlen bis Usedom.

Zeitung: Ostsee-Zeitung Gründungsjahr: 1952 Verlag: Ostsee-Zeitung GmbH & Co. KG Madsack-Beteiligung seit: 2009 Highlight 2012: Am 15. August 2012 feierte die OZ ihren 60. Geburtstag, unter anderem mit einer 64-seitigen Sonderausgabe

63


Potsdam | Weltkultur und 15 Lokalausgaben Residenzstadt, Wissenschaftsstadt und mit dem UFA-Film-

stärkste Abonnementzeitung Brandenburgs. Ihr Verbrei-

studio Babelsberg eine der größten Film- und Fernsehpro-

tungsgebiet entspricht in seiner Fläche etwa der des Lan-

duktionsstätten Europas. Das alles ist Potsdam. Auch die

des Schleswig-Holstein. Die Pressedruck Potsdam GmbH

Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) ist längst fester Be-

betreibt eine der größten Zeitungsdruckereien in den

standteil der Landeshauptstadt sowie der Region. Das 1890

neuen Bundesländern. Anzeigenblätter, Briefverteilung

als „Märkische Volksstimme“ gegründete Traditionsblatt

und Call-Center-Aktivitäten runden das Portfolio der MVD-

ist heute mit seinen fünfzehn Lokalausgaben die auflagen-

Gruppe ab.

Zeitung: Märkische Allgemeine Zeitung Gründungsjahr: 1890 bzw. 1946 (Neugründung nach dem Krieg) Verlag: Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam Madsack-Beteiligung seit: 2012 Highlights 2012: Grafische und inhaltliche Überarbeitung der MAZ

Berlin | Aus der Hauptstadt für die Heimat In Berlin wird Politik für die gesamte Republik gemacht, es

steppt der Bär. Und auch wenn die Mediengruppe Madsack

gibt eine pulsierende Kulturszene, und auf den roten Tep-

in der Hauptstadt keine eigene Zeitung herausgibt, so

pichen flaniert internationale Prominenz. Kurz: In Berlin

wird die Metropole an der Spree zunehmend zu einem zentralen Dreh- und Angelpunkt für den gesamten Unternehmensverbund. Grund hierfür ist das im März 2010 gegründete Berliner Büro. Knapp 20 Redakteure beliefern von hier aus die Madsack-Titel mit überregionalen Inhalten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur – und schreiben somit für bis zu 2,7 Millionen Leser. Durch die Etablierung des Berliner Büros ist die Mediengruppe Madsack in der Lage, ihre wesentliche Stärke – die Nähe zu den Lesern und dem Geschehen vor Ort – mit exklusiver Hauptstadtberichterstattung zu ergänzen. Durch die Belieferung mit eigenen, überregionalen Inhalten gewinnen die Heimatredaktionen wieder mehr Freiraum für das, was für die Madsack-Titel entscheidend ist: die lokale und regionale Berichterstattung.

64 // Jahresbericht 2012/2013


Regional und engagiert Die Tageszeitungen der Mediengruppe Madsack sind nicht nur nah dran am Geschehen – manchmal gestalten sie das Leben in ihrer Region auch mit. Die folgenden Beispiele sind nur eine kleine Auswahl des gesellschaftlichen Engagements der Madsack-Verlagshäuser.

PAZ hilft krankem Lukas

Auf welche Weise die Initiative imstande ist, konkret Hilfe zu leisten, zeigt sich an dem folgenden Beispiel aus dem

Medienmacher haben es nicht nur mit den großen

Geschäftsjahr 2012: Lukas P., ein kleiner Junge aus Häme-

Debatten und Ereignissen zu tun. Sondern sehr oft auch

lerwald, leidet am Purtilo-Syndrom. Das ist eine seltene

mit persönlichen Schicksalen und menschlichem Leid.

Erkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen den

Wenn sie darüber berichten, bleiben sie professionell dis-

eigenen Körper wendet. Lukas brauchte eine Knochen-

tanziert. Aber auch Berichterstatter sind Menschen. Und

markspende. Ohne sie hätten seine Überlebenschancen

manchmal wollen sie konkret helfen.

bei weniger als 20 Prozent gelegen. Zur Unterstützung der teuren Typisierungsaktion ließ sich die Peiner Allgemeine

Bei der Peiner Allgemeinen Zeitung (PAZ) hat solches

etwas Außergewöhnliches einfallen. Zusammen mit dem

Engagement Tradition. Schon seit 1964 unterstützt die

früheren Bayern-Profispieler Wolfgang Grobe versteigerte

Zeitung unverschuldet in Not geratene Menschen. Mit der

sie handsignierte Fußballtrikots von allen Bundesligaverei-

Initiative „Gemeinsam helfen“ engagiert sich die Zeitung zu-

nen und anderen Clubs. Außerdem konnte man einen von

sammen mit Lesern und Unternehmen für Hilfsbedürftige.

Uwe Seeler signierten Lederball sowie ein privates ProfiTraining ersteigern. Zwei Wochen lang haben die Leser aus dem Peiner Land ihre Gebote für die Preise abgegeben. Am Ende kamen 6.674 Euro zusammen, die die PAZ-Geschäftsführung auf 7.000 Euro aufrundete. An der Typisierungsaktion beteiligten sich mehr als 1.800 Peiner. Und das Wichtigste: Es wurden drei mögliche Knochenmarkspender für den kleinen Lukas gefunden.

HAZ animiert zum Schreiben Die Nutzung von analogen und digitalen Medien bestimmt den heutigen Alltag wie nie zuvor. Wer allerdings

Auf Initiative der PAZ engagierten sich viele Peiner für den kranken Lukas.

Ziegenmeyer

ausschließlich konsumiert, läuft Gefahr, seine Fantasie

65


verkümmern zu lassen. Deswegen fördert die Hannover-

abgedruckt und die jungen Autoren zu einer öffentlichen

sche Allgemeine Zeitung Kreativität und Medienkompetenz

Lesung eingeladen. Für Preisgelder stehen 1.000 Euro zur

– mit dem HAZ-Schreibwettbewerb.

Verfügung, außerdem werden Buchpreise vergeben. Übrigens: Die Gewinner der ersten Preise waren diesmal Lotte

Ende 2012 ging der nunmehr elfte Durchgang des Schreib-

Schanz (10) aus Hannover mit ihrem Text „Friede, Freude,

wettbewerbs an den Start. Schülerinnen und Schüler ver-

Apfelkuchen“, Inken Preussler (12) aus Neustadt am Rüben-

schiedener Altersklassen werden hierbei dazu eingeladen,

berge mit „Eligmu vom Zauberwald“, Mona Feller (13) aus

kreative Texte zu verfassen, wobei lediglich die Themen-

Hannover mit „Schatten der Nacht“ und Sophie Heppner

bereiche von der HAZ-Redaktion vorgegeben werden. Mit

(16) aus Garbsen mit ihrem Text „Sydney“. HAZ-Chefredak-

500 eingesandten Beiträgen war der Wettbewerb auch im

teur Hendrik Brandt freut sich über die jungen Talente und

vergangenen Jahr wieder der erfolgreichste seiner Art in

ist beruhigt zu sehen, „wie gut junge Leute – allen Vorur-

Norddeutschland.

teilen zum Trotz – heute immer noch schreiben können.“

Die Jury, die die Erzählungen, Gedichte oder Kurzgeschich-

LN und OZ fördern Gründer

ten beurteilt, war erneut mit lauter Experten besetzt: Neben Mitgliedern der HAZ-Jugendredaktion ZiSH und

„Die Lübecker Nachrichten sind nicht nur Informations-

Lehrern aus der Region Hannover waren unter anderem die

medium, sondern wir engagieren uns auch für die Regi-

HAZ-Literaturexpertin Martina Sulner und Kathrin Dittmer

on und die Belange ihrer Menschen.“, sagt Thomas Ehlers,

vom Literaturhaus Hannover dabei, außerdem Udo von

Geschäftsführer der Lübecker Nachrichten (LN). Und da

Alten vom Friedrich-Bödecker-Kreis und Sabine Schormann,

eine florierende Wirtschaft nun einmal einer der wichtigs-

Geschäftsführerin der VGH-Stiftung – beide Institutionen

ten Grundpfeiler für die Region ist, haben es sich die LN zur

engagieren sich in der Leseförderung. In allen Altersstufen

Aufgabe gemacht, die Kreativität, die Willenskraft und das

wurde am Ende ein 1., ein 2. und ein 3. Preis vergeben. Die

Unternehmertum ihrer Mitmenschen zu fördern. Seit 2011

jeweiligen Gewinnertexte wurden wie jedes Jahr in der HAZ

vergeben sie daher jedes Jahr den LN-Existenzgründerpreis. Dieser zeichnet neu gegründete Unternehmen aus, die den Standort mit neuen Geschäftsideen bereichert haben. Im Februar 2013 war das die More Success Marketing GmbH von Markus Ernst Oeller – sie verbindet IT- mit Marketingberatung und hat schon 22 Festangestellte. In einer weiteren Kategorie, dem Innovations- und Mutmacherpreis, gewannen Sonja Rüdiger und ihre Frischekantine. Sie war früher Kantinenleiterin, verlor ihren Job und machte sich mit einer Kantine für ein ganzes Gewerbegebiet selbstständig.

Der HAZ-Schreibwettbewerb für Schüler ist der erfolgreichste seiner

Neben den Preisgeldern, die von dem regional ansässigen

Art in Norddeutschland.

Juwelier Mahlberg zur Verfügung gestellt werden, dürfen

66 // Jahresbericht 2012/2013

Surrey


Haben Lübeck mit neuen Geschäftsideen bereichert: Markus Ernst Oeller und Sonja Rüdiger.

Die LVZ war ihr vom Training bis zum Wettkampf immer auf den Rößler

Fersen: Olympionikin Tina Dietze holte Gold in London.

LVZ

sich Nominierte und Preisträger auch über Mediapake-

aus der Taufe, was übersetzt so viel hieß wie: zwölf Sport-

te aus dem LN-Verlagshaus freuen. Das Vorbild für den

ler für 2012. Drei Jahre lang wurden zwölf Athleten aus

Lübecker Existenzgründerpreis stammt übrigens von

der Region Leipzig bei ihrer Vorbereitung auf London

einem anderen Madsack-Verlag, mit dem die LN schon seit

unterstützt, und zwar finanziell, ideell und medial. Was

vielen Jahren eng zusammenarbeiten: Bereits seit zehn

bedeutete: drei Jahre begleitende Berichterstattung über

Jahren fördert die Ostsee-Zeitung aus Rostock junge Un-

Training, Wettbewerbe, Alltag der Sportler. Mit diesem

ternehmer und ihre Ideen.

Engagement hat die LVZ die beiden meistbeachteten Themen einer Zeitung, Lokales und Sport, gekonnt zu-

In beiden Städten sind die Preisverleihungen inzwischen

sammengeführt. Außerdem wollte der Verlag die Sportler,

zu einem festen Termin für die lokale Wirtschaft geworden.

ihre Leser, ja, die ganze Region darüber hinwegtrösten,

Hier ist man sich der Bedeutung junger Unternehmer eben

dass es mit „Leipzig 2012“ am Ende nicht ganz geklappt

bewusst: Existenzgründer übernehmen Verantwortung

hatte.

und schaffen Arbeitsplätze. Und davon profitiert letztlich die gesamte Region.

Tatsächlich traten am Ende neun von den Sportlern im Sommer 2012 in London an. Und kamen mit fünf

LVZ begleitet Sportler aufs Treppchen

Medaillen zurück: Rennkanutin Tina Dietze mit 1x Gold und 1x Silber, außerdem gab es 3x Silber von an-

Ein bisschen Lokalpatriotismus tut einer Zeitung manch-

deren Athleten. Die Olympioniken wurden von Tausenden

mal ganz gut. Auch einer großen wie der Leipziger

auf dem Leipziger Marktplatz gefeiert.

Volkszeitung (LVZ). Leipzig hatte sich 2003 als deutsche Bewerberin für die Austragung der Olympischen Spiele

LVZ-Marketingleiterin Corinna Karl, die das Projekt 12-4-12

durchsetzen können. Auf internationaler Ebene kam die

koordiniert hatte, sagt heute: „Die Investition hat sich

Stadt gegen London allerdings nicht an. Anstatt über die-

gelohnt.“ Denn es war nicht nur Geld, das investiert wurde.

se Entscheidung in Depressionen zu verfallen, beschloss

Es waren auch Kreativität, Sportsgeist und ein ordentlicher

die LVZ, nach vorn zu schauen. Sie hob das Projekt 12-4-12

Schuss Heimatliebe mit dabei.

67


Bericht des Aufsichtsrates

D

er Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm

wiederum mit der Geschäftsführung intensiv die sich

nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegen-

daraus ergebenden Handlungsnotwendigkeiten hinsicht-

den Aufgaben wahrgenommen. Nach dem Gesell-

lich der Risikomanagementprozesse, insbesondere der

schaftsvertrag der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH &

Liquiditätsplanung und -entwicklung, der Finanzierungs-

Co. KG vertritt der Aufsichtsrat die Interessen der Gesamt-

struktur und des Berichtswesens, sowie der Führungsstruk-

heit aller Kommanditisten und war in Entscheidungen von

tur der Mediengruppe beraten. Der Aufsichtsrat war zudem

grundlegender Bedeutung stets eingebunden.

mit Fragen der Personalpolitik auf Ebene der Geschäftsführung und der darunterliegenden Führungsebene, der

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig und umfassend durch

Reorganisation von Geschäftsbereichen und Tochterun-

schriftliche und mündliche Berichte der Geschäftsführung

ternehmen sowie der Strategien zur Entwicklung neuer

über die Lage des Unternehmens, wichtige Geschäftsvor-

Geschäftsfelder befasst.

fälle und über das Risikomanagement informiert. Die Deloitte & Touche GmbH WirtschaftsprüfungsgesellIm Berichtsjahr fanden fünf Sitzungen des Aufsichtsrates

schaft, Hannover, hat den von der Geschäftsführung aufge-

statt. Der Aufsichtsrat bzw. der Vorsitzende hat zudem an

stellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lagebe-

Gesellschafterversammlungen teilgenommen. Über Pro-

richt und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr

jekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer

2012 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestä-

Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat

tigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat von dem

auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert. Der

Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen

Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorsitzende der

und wird den Kommanditisten der Verlagsgesellschaft

Geschäftsführung standen ferner außerhalb der Sitzun-

Madsack GmbH & Co. KG auf der Gesellschafterversamm-

gen in regelmäßigem Kontakt und haben dabei wichtige

lung am 27. Juni 2013 empfehlen, den Jahresabschluss auf

geschäftspolitische Themen und Redaktionsfragen in der

den 31.12.2012 festzustellen.

gemeinsamen Funktion als Verleger erörtert. An der Bilanzberatung des Jahresabschlusses hat der unterSchwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat waren die

zeichnende Wirtschaftsprüfer teilgenommen und über

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Mediengruppe,

die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

die Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche und die

sowie des Konzernabschlusses und -lageberichtes berichtet.

Finanzlage, zudem die Etat- und Investitionsplanungen, Beteiligungsstrategien und wichtige Personalmaßnahmen.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie den

Hierbei stand die Entwicklung der Ende 2011 erworbenen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr

Märkischen Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Pots-

2012 geleistete erfolgreiche Arbeit.

dam und ihrer Tochterunternehmen besonders im Fokus. Über die im Geschäftsjahr durchgeführten Maßnahmen zur Restrukturierung der Potsdamer Gruppe und der sich

Hannover, 26. Juni 2013 Der Aufsichtsrat

ergebenden wirtschaftlichen Auswirkungen erfolgte im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen jeweils eine detaillierte Berichterstattung unter gesondertem Tagesordnungspunkt. Nach dem starken Wachstum des Konzerns in der

Dr. Friedhelm Haak

jüngeren Vergangenheit hat der Aufsichtsrat auch in 2012

Vorsitzender

68 // Jahresbericht 2012/2013


Weißflog, „St. Clemens“

Radestock, „Anzeiger-Hochhaus“

Thomas Zehnter, „... my beautiful balloon“

Rauch, „November“

Barnharn, „Studie Steintor“

Goulbier, „Poesia“

Higa, „Up in the blush“

Fetting, „Anzeiger-Hochhaus“

Barnharn, „Ohne Titel“

Tiemann, „Monument 1“


Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2012 Geschäftsentwicklung 2012

Rahmenbedingungen

ferenzierung des Medienangebotes, einhergehend mit entsprechend verändertem Mediennutzungsverhalten

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich

der Konsumenten, setzte sich fort. Hervorzuheben ist der

nach den beiden wirtschaftlichen Boomjahren 2010 und

deutliche Trend zur Nutzung mobiler Medienformen.

2011 in 2012 merklich abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg preisbereinigt nur noch um 0,7 % nach

Trotz dieser unverändert herausfordernden Rahmenbe-

einem Vorjahreswert von 3,0 %. Die Zahl sozialversiche-

dingungen sank das ordentliche Ergebnis vor Steuern,

rungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse konnte im

Zinsen und Abschreibungen (EBITDA, inkl. Beteiligungs-

Jahresmittel nochmals leicht zulegen. Die Arbeitslosen-

ergebnis) der Mediengruppe Madsack im Geschäftsjahr

quote sank auf 6,8 % nach 7,0 % im Vorjahr. Gleichzeitig

nur um -2,0 Mio. Euro (-2,0 %) auf 96,6 Mio. Euro. Wenn

erhöhten sich die Bruttolöhne und -gehälter nominal um

dieser Wert auch Indikator für eine unverändert hohe

3,9 %. Das Wirtschafts- und Lohnwachstum führte zu ei-

Ertrags- und Innenfinanzierungskraft ist, darf dieses nicht

nem preisbereinigten Anstieg der privaten Konsumausga-

den Blick auf nötige strukturelle Veränderungen im Kern-

ben um 0,8 % (2011: 1,5 %). Infolge der moderaten Nach-

geschäft verstellen. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr

fragebelebung stieg der Verbraucherpreisindex um 2,0 %

deutlich verstärkt aufgetretene Rückgang der Umsätze

(2011: 2,3 %).

im margenstarken Werbegeschäft bei nachhaltig leicht sinkenden Auflagen der Tageszeitungen erfordert struk-

Die Umsätze des für die Medienbranche wichtigen Einzel-

turelle Kostensenkungen, auch vor dem Hintergrund

handels in Deutschland konnten lediglich nominal um rd.

der Finanzierung notwendiger Investitionen in neue

2,0 % gegenüber 2011 steigen. Preisbereinigt ergab sich

Geschäftsmodelle. In diesem Zusammenhang sind die in

jedoch ein leichter Rückgang. Die Werbeeinnahmen der

2012 angefallenen außerordentlichen Restrukturierungs-

Medien in Deutschland waren nach ersten Datenerhe-

aufwendungen in Höhe von 14,8 Mio. Euro zu sehen, die

bungen in 2012 gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig.

u. a. für die Herstellung marktgerechter Produktions- und

Dabei kam es dem Trend der Vorjahre folgend wieder-

Verwaltungsstrukturen bei der in 2012 in den Konzern

um zu deutlichen Verschiebungen der Werbeumsätze

integrierten MVD-Gruppe in Potsdam entstanden sind.

zwischen den Werbegattungen zulasten insbesondere

Die Ertragslage der Mediengruppe Madsack war in 2012

der Tageszeitungen und zugunsten der elektronischen

nicht nur durch diese und andere außerordentliche Auf-

Medien, hier insbesondere des Internets. Hieran konnte

wendungen in Höhe von insgesamt 16,5 Mio. Euro sowie

die Mediengruppe über ihre Geschäftsaktivitäten in den

Wertberichtigungen auf Beteiligungsbuchwerte und Aus-

entsprechenden Mediengattungen partizipieren. Dage-

leihungen in Höhe von 5,3 Mio. Euro, sondern auch durch

gen waren in den Leser- und Werbemärkten regionaler

unverändert hohe konsolidierungsbedingte Abschrei-

und lokaler Printmedien, die unverändert das Kernge-

bungen belastet. Letztere beliefen sich in 2012 – inklusive

schäft der Gruppe bilden, keine Wachstumsimpulse zu

der Abschreibungen auf Unterschiedsbeträge assoziier-

verzeichnen. Insbesondere das Geschäft mit nationalen

ter Unternehmen – auf 30,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio.

Werbekunden und in einigen Anzeigenrubriken entwi-

Euro). Zudem fielen Aufwendungen für Altersteilzeitmaß-

ckelte sich rückläufig, während das Geschäft mit regiona-

nahmen und Abfindungen in Höhe von 10,0 Mio. Euro

len und lokalen Werbungtreibenden weitgehend stabil

(Vorjahr: 6,4 Mio. Euro) an. Diese Effekte gemeinsam mit

blieb. Von den insoweit in ihrer Gesamtheit rückläufigen

der dargestellten Entwicklung im Werbemarkt führten zu

Werbeumsätzen waren Tageszeitungen stärker betroffen

einem Konzern-Fehlbetrag von -14,4 Mio. Euro (Vorjahr:

als Anzeigenblätter. Die Tendenz zur Ausweitung und Dif-

Konzern-Jahresüberschuss von 8,6 Mio. Euro).

70 // Jahresbericht 2012/2013


Wirtschaftliche Daten 2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Außenumsatz (in Mio. Euro)

458,9

506,3

505,2

496,4

608,8

610,8

671,5

Anlagevermögen (in Mio. Euro)

45,0

50,0

50,0

50,0

50,0

51,1

Bilanzsumme (in Mio. Euro)

320,2

322,2

322,3

648,3

600,0

658,3

539,6 31,4 66,5 51,1 608,2

Mitarbeiter ohne Zusteller (Jahresdurchschnitt)

2.675

2.857

3.007

2.973

4.063

3.879

4.556

221,3

251,6

269,0

564,2

532,0

579,1

Investitionen (in Mio. Euro)

37,9

76,4

54,3

338,6

32,7

25,9

Abschreibungen* (in Mio. Euro)

23,3

33,5

27,0

35,0

55,7

61,5

Festkapital (in Mio. Euro)

* laut Anlagenspiegel – inkl. Abschreibungen auf stille Reserven und Firmenwerte assoziierter Unternehmen

Im Vorjahresvergleich ist darauf hinzuweisen, dass in 2012

an der nationalen Vermarktungsgesellschaft Medienhaus

aus erstmalig konsolidierten Gesellschaften Ergebnisbe-

Deutschland GmbH & Co. KG erworben.

lastungen von im Saldo -19,8 Mio. Euro (inklusive zusätzlicher konsolidierungsbedingter Abschreibungen) ausgingen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden insgesamt sieben Gesellschaften erstmals konsolidiert. Zudem wurden die zum

Geschäftsfelder

Jahresende 2011 erworbene Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam und drei ihrer Tochter-

Die Mediengruppe Madsack ist ein national agierender

gesellschaften im Vorjahr lediglich hinsichtlich ihrer

Mediendienstleister mit dem Schwerpunkt der Aktivitä-

Bilanzpositionen konsolidiert. In 2012 sind für diese

ten auf lokalen und regionalen Printmedien und verbun-

Gesellschaften erstmalig Aufwendungen und Erträge in

denen digitalen Produkten. Kerngeschäft ist dabei unver-

der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthalten.

ändert die Herstellung und Vermarktung von nunmehr 18

Aus der erstmaligen bzw. erstmalig ertrags- und aufwand-

Tageszeitungen und deren digitalen Angeboten mit einer

seitigen Konsolidierung der genannten Gesellschaften

täglich verkauften Auflage von rd. 939.600 Exemplaren so-

ergaben sich ergebnismindernde Effekte von im Saldo

wie von Anzeigenblättern mit einer verteilten Wochenauf-

-19,8 Mio. Euro. Die einzelnen Positionen der Konzern-

lage von über 5 Millionen Exemplaren. Das Kerngeschäft

Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind insoweit nur einge-

wird in den jeweiligen regionalen Märkten ergänzt um

schränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

vielfältige Dienstleistungs- und Medienangebote wie Zeitungsdruck, Magazine, Verteil- und Briefdienstleistungen,

Ertragslage

Corporate Publishing Services, Veranstaltungsmanagement oder Call-Center-Leistungen. Mit der TVN Group ge-

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 der Mediengrup-

hört ein nationaler Anbieter von inhaltlichen und techni-

pe Madsack ist mit einem Konzern-Jahresfehlbetrag von

schen TV-Dienstleistungen zur Unternehmensgruppe. Die

-14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 8,5 Mio. Euro) bedingt durch

Mediengruppe Madsack verfügt zudem über ein umfang-

die oben dargestellten außerordentlichen Effekte und

reiches, aktiv gesteuertes Portfolio an Beteiligungen mit

die schwierige Marktentwicklung im Kerngeschäft um

dem Schwerpunkt auf Medien- und Dienstleistungsun-

-22,9 Mio. Euro niedriger ausgefallen als das Vorjahr.

ternehmen. Unter Fortsetzung der in den vergangenen Jahren betriebenen aktiven Beteiligungspolitik wurden

Der Konzernumsatz 2012 beläuft sich auf insgesamt

im Geschäftsjahr 2012 Beteiligungen an Unternehmen

671,5 Mio. Euro und liegt damit konsolidierungsbedingt

im Bereich Ticketing und Online-Rubrikenmärkte sowie

deutlich über dem Vorjahreswert von 610,8 Mio. Euro.

71


Das mit Abstand stärkste Umsatzsegment, das Vertriebs-

Das Beteiligungsergebnis aus den nicht konsolidierten

geschäft der Tageszeitungen, stieg um 37,5 Mio. Euro auf

Beteiligungen beträgt 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro)

nunmehr 248,5 Mio. Euro. Hiervon entfielen rd. 32,1 Mio.

und beinhaltet überwiegend Erträge aus Verlagsbeteili-

Euro auf erstmalige Konsolidierungen, sodass sich auch

gungen. Der Rückgang resultierte wesentlich aus erhöh-

für den bisherigen Konsolidierungskreis trotz leichter Auf-

ten Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten

lagenrückgänge Umsatzsteigerungen ergeben haben.

Unternehmen als Saldo aus laufenden Gewinnanteilen

Der Umsatz im Anzeigengeschäft stieg ausschließlich

und planmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte, da

konsolidierungsbedingt leicht um 5,3 Mio. Euro (2,8 %),

der Gewinnanteil aus einem assoziierten Unternehmen

das Geschäft mit Beilagen und Prospektverteilungen war

aufgrund von Einmaleffekten (Restrukturierungsaufwen-

um -4,4 Mio. Euro (-2,4 %) rückläufig. Das Fremddruckge-

dungen) geringer als im Vorjahr ausfiel. Abschreibungen

schäft wuchs konsolidierungsbedingt um 9,7 Mio. Euro

auf Finanzanlagen waren im Geschäftsjahr 2012 im Um-

(23,0 %). Ohne erstmalige Konsolidierungen hätten sich

fang von 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) zu berück-

die Druckerlöse stabil entwickelt, wobei neue Aufträ-

sichtigen.

ge Volumensreduzierungen bestehender Druckkunden kompensierten. Eine positive Entwicklung verzeichneten

Trotz der plangemäßen Tilgung bestehender Finanz-

vor Effekten aus Erstkonsolidierungen sowohl das Postge-

verbindlichkeiten hat sich das Zinsergebnis in 2012 um

schäft der Gruppe als auch die Umsätze im Bereich Elek-

-2,2 Mio. Euro auf -21,0 Mio. Euro verschlechtert. Neben

tronische Medien, dort im Wesentlichen aufgrund einer

erhöhten Aufwendungen für die Aufzinsung langfristi-

verbesserten Auftragslage im TV-Dienstleistungsgeschäft.

ger Rückstellungen (6,6 Mio. Euro nach 5,3 Mio. Euro im

Von den konsolidierten Umsätzen entfielen 258,7 Mio.

Vorjahr) wirkten sich hier Finanzierungsaufwendungen

Euro auf Aktivitäten im Konzernbereich Mitte (Region

für den Ende 2011 getätigten Erwerb der MVD-Gruppe in

Hannover und angrenzende Verlagsaktivitäten inkl. Kon-

Potsdam aus.

zernbereich Elektronische Medien und Zentrale Dienstleistungen), 90,9 Mio. Euro auf den Konzernbereich Süd

Konzernbereich Mitte (inkl. Bereich Elektronische

(südliches Niedersachsen und Hessen), 199,0 Mio. Euro

Medien und Zentrale Dienstleistungen)

auf den Konzernbereich Ost (inkl. MVD-Gruppe Potsdam

Der Konzernbereich Mitte trug in 2012 insgesamt 258,7

– Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg), und 123,0 Mio.

Mio. Euro zum Konzernumsatz bei. Der Wert lag damit um

Euro auf den Konzernbereich Nord (Mecklenburg-Vor-

-2,4 Mio. Euro (-0,9 %) unter dem Vorjahr. Die einzelnen

pommern, Schleswig-Holstein, Hamburg).

Umsatzsegmente entwickelten sich dabei deutlich unterschiedlich. Bei den Vertriebserlösen war preisbedingt ein

Die einzelnen Positionen der betrieblichen Aufwendun-

Anstieg von 2,6 Mio. Euro bzw. 3,4 % auf nunmehr 78,9 Mio.

gen sind aufgrund der umfangreichen Auswirkungen aus

Euro zu verzeichnen. Um 2,8 Mio. Euro (9,2 %) auf 33,3 Mio.

erstmaligen Konsolidierungen mit dem Vorjahr nicht sinn-

Euro konnten die Umsätze im Bereich Neue Medien auf-

voll vergleichbar. So stiegen die Aufwendungen für Roh-,

grund des erstmals ganzjährig berücksichtigten Vertriebs

Hilfs- und Betriebsstoffe trotz leicht sinkender Preise für

von sogenannten Bundles, also Tablet-PCs in Verbindung

Zeitungsdruckpapier um 7,1 Mio. Euro (12,8 %). Der An-

mit digitalen Zeitungsabonnements, und einer verbesser-

stieg des Personalaufwands auf 263,0 Mio. Euro (32,4 Mio.

ten Auftragslage im in dieser Darstellung dem Konzern-

Euro oder 14,1 %) ist ebenfalls wesentlich auf Änderun-

bereich Mitte zugeordneten TV-Dienstleistungsgeschäft

gen im Konsolidierungskreis zurückzuführen. Enthalten

gesteigert werden. Auch das Fremddruckgeschäft erzielte

sind Aufwendungen für Abfindungen und Altersteilzeit-

aufgrund eines neuen Auftrags bei Reduzierungen be-

maßnahmen in Höhe von 10,0 Mio. Euro (Vorjahr: 6,4 Mio.

stehender Kunden leichte Zuwächse (0,6 Mio. Euro auf

Euro).

14,8 Mio. Euro). Die genannten Effekte konnten die deut-

72 // Jahresbericht 2012/2013


lichen Rückgänge im Anzeigengeschäft (-3,7 Mio. Euro

10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro). Die Vertriebserlöse

oder -5,2 %) und im Beilagengeschäft (-2,7 Mio. Euro oder

belaufen sich auf 60,3 Mio. Euro (Vorjahr: 59,0 Mio. Euro).

-10,3 %) jedoch nicht vollständig kompensieren.

Bei den sonstigen Umsätzen von 11,1 Mio. Euro (Vorjahr: 8,1 Mio. Euro) machen sich insbesondere Zuwächse im

Die verkaufte Auflage der im Konzernbereich Mitte

Postgeschäft bemerkbar.

erscheinenden sechs eigenen Tageszeitungen betrug 2012 im Jahresdurchschnitt rd. 262.900 Exemplare und

Zur Mediengruppe Madsack gehören im Konzernbereich

blieb damit um -1,4 % hinter dem Vorjahreswert von rd.

Nord die Zeitungstitel Lübecker Nachrichten und Ost-

266.600 Exemplaren zurück. Im Konzernbereich Mitte

see-Zeitung. Die beiden Titel wiesen in 2012 eine durch-

werden zudem Anzeigenblätter in einer wöchentlichen

schnittlich verkaufte Auflage von rd. 247.300 Exempla-

Auflage von 1,1 Mio. Exemplaren verteilt.

ren auf (Vorjahr: rd. 250.000 Exemplare). Hinzu kommen 1,3 Mio. Exemplare verteilte Anzeigenblätter pro Woche.

Konzernbereich Ost (inkl. MVD-Gruppe, Potsdam) Der Umsatz der Mediengruppe Madsack im Konzernbe-

Konzernbereich Süd

reich Ost mit der Leipziger Verlags- und Druckereigesell-

Der Konzernbereich Süd erstreckt sich von der Druck- und

schaft mbH & Co. KG und der Märkischen Verlags- und

Pressehaus Naumann GmbH & Co. KG in Gelnhausen über

Druck-Gesellschaft mbH Potsdam als Hauptgesellschaften

die GZ Medien GmbH in Gießen, die HITZEROTH Druck +

betrug in 2012 199,0 Mio. Euro. (Vorjahr: 130,1 Mio. Euro).

Medien GmbH & Co. KG in Marburg und die Wilhelm Bing

Davon entfielen auf Anzeigen- und Beilagenumsätze

Verlag GmbH in Korbach bis zur Göttinger Tageblatt GmbH

68,9 Mio. Euro, die Vertriebsumsätze betrugen 79,4 Mio.

& Co. KG in Göttingen. Damit deckt die Mediengruppe

Euro. Das umfangreiche Fremddruckgeschäft an den

Madsack weite Teile Hessens und des südlichen Nieder-

Standorten Leipzig und Potsdam erzielte Umsätze in

sachsens mit eigenen Tageszeitungen und Anzeigen-

Höhe von 24,6 Mio. Euro. Ohne die umsatzseitig erst-

blättern ab.

malig konsolidierte MVD-Gruppe in Potsdam hat der Konzernbereich Umsätze von 127,1 Mio. Euro zu den

Der Konzernbereich Süd erzielte in 2012 Umsätze von

Konzernumsätzen beigetragen, die damit um -3,0 Mio.

90,9 Mio. Euro. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr

Euro (-2,3 %) unter dem Vorjahreswert lagen. Ursäch-

(-12,5 Mio. Euro) ist wesentlich bedingt durch das Ausschei-

lich waren auch hier sinkende Anzeigen- und Beilagen-

den der Anzeigenblattgesellschaft Verlag Blitz-Tip GmbH

umsätze bei preisbedingt steigenden Vertriebserlösen

& Co. KG in Neu-Isenburg aus dem Konsolidierungskreis

und wachsenden Umsätzen aus dem Postgeschäft. Im

zum 01.01.2012, wodurch sich insbesondere die Basis für

Jahresdurchschnitt wurde eine tägliche Auflage an Ta-

die einzubeziehenden Anzeigen- und Beilagenumsätze

geszeitungen von rund 331.200 Exemplaren verkauft

verringerte. Im Einzelnen entfallen in 2012 auf das An-

(-2,6 %). Die im Konzernbereich Ost verteilten Anzeigenblät-

zeigengeschäft 28,9 Mio. Euro (Vorjahr: 36,5 Mio. Euro),

ter haben eine Auflage von wöchentlich 1,3 Mio. Exemplaren.

die Beilagenumsätze machen 10,6 Mio. Euro (Vorjahr: 16,5 Mio. Euro) aus. Die Vertriebsumsätze konnten gestei-

Konzernbereich Nord

gert werden und belaufen sich auf 29,9 Mio. Euro (Vorjahr:

Der Konzernbereich Nord erwirtschaftete in 2012 einen

29,2 Mio. Euro). Im Fremddruckgeschäft wurden Umsätze

Umsatz in Höhe von 123,0 Mio. Euro (Vorjahr: 116,2 Mio.

in Höhe von 12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro) erzielt.

Euro). Der Umsatzanstieg ist in erstmaligen Konsolidierungen begründet. Der Anzeigenumsatz beträgt davon

Die Mediengruppe Madsack war im Geschäftsjahr 2012

41,5 Mio. Euro (Vorjahr: 38,0 Mio. Euro, ohne Erstkon-

im Konzernbereich Süd mit den sechs Zeitungstiteln

solidierungen jedoch Rückgang), der Beilagenumsatz

Göttinger Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt, Oberhessische

73


Presse,

Frankenberger

ben bei Kreditinstituten, sonstige Wertpapiere) lagen um

Zeitung und Gelnhäuser Neue Zeitung vertreten. Die Titel

Waldeckische

Landeszeitung,

-13,6 Mio. Euro unter dem Bestand zum Jahresende 2011.

erzielten eine durchschnittlich verkaufte Auflage von

Die Finanzlage des Konzerns ist von einem im abgelau-

insgesamt rd. 98.200 Exemplaren (Vorjahr: rd. 100.400

fenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Cashflow aus lau-

Exemplaren). Hinzu kommt mit der reinen Anzeigenblatt-

fender Geschäftstätigkeit von 64,9 Mio. Euro (Vorjahr:

gesellschaft GZ Medien und ihrem Titel Gießener Zeitung

64,4 Mio. Euro) gekennzeichnet. Nach Berücksichti-

einschließlich der Anzeigenblätter der bereits genannten

gung der Nettoabflüsse aus der Investitionstätigkeit

Verlage ein umfassendes Anzeigenblattgeschäft mit einer

(-23,8 Mio. Euro) und der Abflüsse aus der Finanzierungs-

wöchentlich verteilten Auflage von rd. 1,4 Mio. Exempla-

tätigkeit (-54,7 Mio. Euro) ergibt sich zum 31.12.2012 ein

ren. Die Verlag Blitz-Tip GmbH & Co. KG in Neu-Isenburg

Finanzmittelfonds von 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: 26,2 Mio.

wurde in 2012 erstmals nicht mehr konsolidiert.

Euro). Zugesagte Dispositionskreditlinien wurden zum Bilanzstichtag zu wesentlichen Teilen nicht in Anspruch

Vermögens- und Finanzlage

genommen.

Investitionen

Die Vermögens- und Finanzlage der Mediengruppe Madsack ist unverändert geordnet und stabil. Die Bilanzsumme ist mit 608,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr

Die Investitionen in das Anlagevermögen belaufen sich

(658,3 Mio. Euro) um -7,6 % gesunken. Das Kommandit-

ohne Zugänge aus der bilanztechnischen Erstkonsoli-

und Komplementärkapital der Muttergesellschaft in Höhe

dierung von Beteiligungen auf insgesamt 31,4 Mio. Euro.

von 51,1 Mio. Euro macht einen Anteil von 8,4 % (Vorjahr:

Davon entfallen 9,3 Mio. Euro auf Sachanlagen,

7,8 %) an der Bilanzsumme aus. Unter Berücksichtigung

6,7 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände

der Kapitalrücklage und des in wirtschaftlicher Betrach-

und 15,4 Mio. Euro auf Finanzanlagen. Für Instandhal-

tungsweise als Eigenmittel anzusehenden weiteren Ka-

tungsmaßnahmen wurden in der Mediengruppe Madsack

pitals wie insbesondere stilles Gesellschaftskapital und

in 2012 insgesamt 9,2 Mio. Euro (Vorjahr: 8,0 Mio. Euro) auf-

Gesellschafterdarlehen wird eine Eigenkapitalquote von

gewendet.

25,5 % (Vorjahr: 27,7 %) und ein Deckungsgrad für das Anlagevermögen (539,6 Mio. Euro) von 28,8 % (Vorjahr:

Die Sachinvestitionen 2012 in Höhe von 9,3 Mio. Euro

31,5 %) erreicht. Das Anlagevermögen ist unverändert

(ohne Zugänge aus Erstkonsolidierung) entfallen mit

weitgehend über Eigenkapital und mittel- bis langfristige

0,9 Mio. Euro auf Grundstücke und Bauten, mit 3,7 Mio.

Fremdmittel gedeckt und macht einen Anteil von 88,7 %

Euro auf technische Anlagen und Maschinen sowie mit

(Vorjahr: 88,0 %) der Bilanzsumme aus. Die sich wie in

4,5 Mio. Euro auf andere Anlagen sowie Betriebs- und

Vorjahren ergebende Unterdeckung kurzfristiger Passiva

Geschäftsausstattung. Für geleistete Anzahlungen wird

durch kurzfristige Aktiva ist aufgrund der hohen Kredit-

zudem ein Zugang von 0,2 Mio. Euro ausgewiesen. Bei

würdigkeit, insbesondere auch umfangreicher bestehen-

planmäßigen Abschreibungen von 29,3 Mio. Euro, Abgän-

der, aber nicht in Anspruch genommener Kreditlinien,

gen mit einem Restbuchwert von 0,9 Mio. Euro und Effek-

unverändert als unproblematisch anzusehen.

ten aus Erstkonsolidierungen von im Saldo 0,1 Mio. Euro hat sich das Sachanlagevermögen auf 180,4 Mio. Euro

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betru-

(Vorjahr: 201,2 Mio. Euro) verringert.

gen zum Bilanzstichtag 73,1 Mio. Euro (Vorjahr: 82,0 Mio. Euro) und entfallen neben Dispositionskrediten

Der Bestand an Finanzanlagen ist im Geschäftsjahr 2012

im Wesentlichen auf Darlehen zur Finanzierung von Be-

um 0,5 Mio. Euro auf 122,0 Mio. Euro gestiegen. Hierbei

teiligungsakquisitionen. Die liquiden Mittel (Kasse, Gutha-

waren Zugänge für den Neuerwerb von Unternehmens-

74 // Jahresbericht 2012/2013


beteiligungen in Höhe von 13,1 Mio. Euro zu verzeichnen.

gebildete und flexible Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Gleichzeitig sank der Bestand an Anteilen an assoziierten

Voraussetzung dafür sind, dass verlässlich und dauerhaft

Unternehmen wesentlich bedingt durch planmäßige

Arbeitsplätze im Unternehmen bzw. der Unternehmens-

Abschreibungen von Unterschiedsbeträgen um 3,3 Mio.

gruppe gesichert werden.

Euro. Es erfolgten Abschreibungen und Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von im Saldo 2,7 Mio. Euro.

Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Sozialabgaben

Bestandsmindernd wirkten sich Abgänge bei den Auslei-

sowie für Altersversorgung und Unterstützung der Medien-

hungen u.a. in Höhe von 1,9 Mio. Euro durch Veräußerung

gruppe Madsack betrugen im Geschäftsjahr 2012 insgesamt

einer Darlehensforderung bzw. Anwachsung einer nicht

263,0 Mio. Euro (Vorjahr: 230,6 Mio. Euro). Der Anstieg des Per-

konsolidierten Tochtergesellschaft, gegenüber der eine

sonalaufwands um 14,1 % ist auf die im Konzern durch Erst-

Darlehensforderung bestand, aus.

konsolidierungen erhöhte Beschäftigtenzahl zurückzuführen. Ohne erstmalig konsolidierte Unternehmen wären die

Mitarbeiter

Aufwendungen nahezu unverändert gewesen, wobei sich neben Lohn- und Gehaltserhöhungen steigende Beschäftig-

Im Jahresdurchschnitt 2012 wurden in der Mediengrup-

tenzahlen im Bereich der wachsenden Geschäftsfelder Post-

pe Madsack ohne Zustellpersonal 4.556 Mitarbeiterinnen

dienstleistungen und Elektronische Medien bei tendenziell

und Mitarbeiter beschäftigt (mit Zustellpersonal: 5.835), im

sinkenden Beschäftigtenzahlen im Print-Geschäft auswirk-

Vorjahr waren dies 3.879 (mit Zustellpersonal: 5.076). Der

ten. Mit einem Anteil am Umsatz von 39,2 % (Vorjahr: 37,8 %)

Anstieg der Mitarbeiterzahl um 677 resultiert wesentlich

stellen die Personalaufwendungen (einschließlich der Auf-

aus Erweiterungen des Konsolidierungskreises. Im beste-

wendungen für die Vorruhestands- und Altersteilzeitmaß-

henden Konsolidierungskreis kam es zu leichten Mitarbei-

nahmen) weiterhin den größten einzelnen Kostenblock dar.

terrückgängen im Tageszeitungsgeschäft bei gleichzeiti-

Umweltschutz

gem Anstieg der Mitarbeiterzahlen im Bereich Elektronische Medien und Post aufgrund steigender Geschäftsvolumina. Nach regionaler Zuordnung entfielen von den Mitarbeitern

Der Umweltschutz wird in der Mediengruppe Madsack

1.661 Personen (Vorjahr: 1.595) auf den Konzernbereich Mit-

als ganzheitliche Aufgabe der Unternehmensführung

te, 1.349 Personen (Vorjahr: 788) auf den Konzernbereich Ost

sowie als Bestandteil der Unternehmenskultur verstanden

(ohne MVD-Gruppe Potsdam in 2012: 746 Personen), 617 Per-

und hat eine hohe Priorität. Ein aktives Öko-Controlling un-

sonen (Vorjahr: 671, Rückgang wesentlich durch Entkonsolidie-

terstützt vor allem an verschiedenen Druckstandorten mit-

rung Verlag Blitz-Tip GmbH & Co. KG begründet) auf den Kon-

tels regelmäßiger Öko-Bilanzen dieses Aufgabenfeld. Für die

zernbereich Süd und 929 Personen (Vorjahr: 825; jeweils ohne

vorbildlichen Aktivitäten in diesem Bereich wurde die Kon-

Zustellpersonal) auf den Konzernbereich Nord.

zern-Muttergesellschaft Verlagsgesellschaft Madsack GmbH

Die Unternehmen der Mediengruppe Madsack enga-

wiederholt als ÖKOPROFIT-Betrieb ausgezeichnet. Mit Blick

gieren sich an allen Standorten unverändert stark in der

auf die auf nationaler und lokaler Ebene geführte Diskussion

betrieblichen und journalistischen Ausbildung. Internen

zum Klimaschutz hat die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH

und externen Weiterbildungs- und Schulungsmaßnah-

& Co. KG als eines der ersten Unternehmen eine CO2-Bilanz

men für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt mit

für den Produktionsstandort Hannover erstellt und ausge-

Blick auf wachsende Anforderungen durch sich ändern-

hend davon ein Klimaschutzprogramm erarbeitet, mit dem

de Marktgegebenheiten und durch den Einsatz moder-

Ziel, die mit der Zeitungsproduktion am Standort Hannover

ner Produktions- und Organisationsprozesse ein hoher

verbundenen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 %

Stellenwert zu. Unverändert gilt, dass vor allem gut aus-

zu reduzieren.

& Co. KG von der Landeshauptstadt und Region Hannover

75


Ausblick Ergebniserwartung und Prognosebericht

der Planung, Steuerung und Kontrolle im Einsatz, die der Konzern-Geschäftsführung wie den Geschäftsführungen

Nach einem Abschwächen der konjunkturellen Entwick-

der Tochterunternehmen die notwendigen Informationen

lung im letzten Quartal 2012 haben sich in den ersten

für eine aktive Steuerung und Überwachung möglicher

Monaten des Jahres 2013 verschiedene konjunkturelle

Risikopotentiale rechtzeitig zur Verfügung stellen und ein

Indikatoren positiv entwickelt, ohne dass für das laufende

vorausschauendes Risikomanagement gewährleisten.

Jahr wesentliche Wachstumsschritte zu erwarten wären. Aufgrund der in den vergangenen Jahren zu beobachten-

Über ein Konzern-Controlling mit Berichterstattung an die

den weitgehenden Entkoppelung des Werbemarktes für

Geschäftsführung sowie die Abteilungen Konzern-Revi-

Print-Objekte von der konjunkturellen Entwicklung sind

sion und Beteiligungsmanagement ist das Risikomanage-

hieraus jedoch ohnehin keine wesentlichen positiven Im-

ment als integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse

pulse für das Kerngeschäft der Mediengruppe Madsack zu

sowie insbesondere der Planungs- und Kontrollprozes-

erwarten. Wesentliche, in ihren möglichen Konsequenzen

se verankert. Das Rechnungswesen der Konzernunter-

nicht abschätzbare Risiken liegen unverändert in der Wäh-

nehmen ist zentralisiert, Bilanzierung und unterjährige

rungs- und Haushaltskrise im Euro-Raum.

Berichterstattung erfolgen konzernweit nach einheitlichen Grundsätzen und Verfahren. Grundlegende Stan-

Für die Mediengruppe Madsack hat das Geschäftsjahr

dards für ausgewählte Bereiche wie Zeichnungsberechti-

2013 verhalten begonnen. Erlöse und operatives Er-

gungen, Controlling-Aktivitäten und Beschaffungen sind

gebnis liegen bei unterschiedlichen Entwicklungen in

in einem Konzern-Handbuch dokumentiert.

den einzelnen Segmenten in den ersten Monaten des Geschäftsjahres in Summe leicht unter den Erwartungen

Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen wird unver-

und dem Vorjahr. Während sich das Marktumfeld für das

ändert durch ein aktives Debitorenmanagement und

Werbegeschäft der Tageszeitungen unverändert schwie-

Mahnwesen sowie durch entsprechende systemseitige

rig darstellt, verzeichnen Vertriebserlöse, Anzeigenblätter,

Vorkehrungen begegnet. Liquiditätsrisiken der Unter-

Postdienstleistungen und Elektronische Medien positive

nehmensgruppe sind mit Blick auf die hohe Innenfi-

Entwicklungen. Das Konzernergebnis in 2013 – und in

nanzierungskraft und die hohe Kreditwürdigkeit sowie

den Folgejahren – wird unverändert durch hohe konsoli-

angesichts des die Liquiditätsdisposition optimierenden

dierungsbedingte Abschreibungen sowie Einmalaufwen-

Cash-Pooling-Systems in der Mediengruppe Madsack

dungen für notwendige Restrukturierungsmaßnahmen

nicht zu erwarten. Wesentliche Fremdkapitalpositionen

im Kerngeschäft belastet sein. Für 2013 wird nach der-

sind zur Minimierung eines Zinsänderungsrisikos mit Fest-

zeitigen Erkenntnissen aufgrund der außerordentlichen

zinsvereinbarungen versehen. Kontroll- und Steuerungs-

Ergebnisbelastungen in 2012 und den sich aus den durch-

instrumente im Bereich der Liquidität und Finanzierung

geführten Restrukturierungsmaßnahmen ergebenden

sind der tägliche Liquiditätsstatus, die jährliche/unterjäh-

Einspareffekten mit einem deutlich verbesserten Ergebnis

rige und die langfristige Finanzplanung. Nur leichte sai-

gerechnet. Die Einführung branchenübergreifender und

sonale Umsatzschwankungen haben auf die unterjährige

damit den Markterfordernissen nicht gerecht werdender

Entwicklung des Geldmittelbestandes keine nennenswer-

Mindestlöhne würde absehbar zu erheblichen Ergebnis-

ten Auswirkungen und sind über die bestehenden Liqui-

belastungen führen.

ditäts- und Finanzreserven einschließlich der bestehenden Kreditlinien gedeckt.

Risikobericht Bestandsgefährdende oder wesentliche Risiken für die Die Mediengruppe Madsack betreibt ein aktives Risiko-

zukünftige Entwicklung der Mediengruppe Madsack

management. Hierzu sind sichere und bewährte Systeme

sind nicht zu erkennen. Der Konzern unterliegt üblichen

76 // Jahresbericht 2012/2013


konjunkturellen und kaufkraftabhängigen Einflüssen.

der Mediengruppe Madsack sind deutliche Synergieeffek-

Unverändert stellt die Ausweitung des Medienangebotes,

te nicht nur bei den Betriebs- und Verwaltungstätigkeiten,

insbesondere im digitalen Bereich, verbunden mit einem

sondern auch im Bereich von Produktentwicklung und

geänderten Mediennutzungsverhalten der Bevölkerung

Vermarktung zu erzielen. Zur Stabilisierung der Ertrags-

und einem wachsenden Wettbewerb auf den Medien-

lage im Kerngeschäft werden strukturelle Veränderun-

märkten die zentrale Herausforderung für die Zukunft dar.

gen der Prozesse und damit der Kostensituation in den

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des

kommenden Jahren unausweichlich sein. Die journalisti-

Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

sche Substanz von inzwischen 18 Tageszeitungen in der Mediengruppe Madsack bietet zudem Potenziale zum

Medienmärkte

weiteren Ausbau der redaktionellen Qualität insbesondere bei überregionaler Berichterstattung und damit

Ausgelöst durch die dynamische Fortentwicklung digi-

zur Stabilisierung der Auflagen. Durch die weiter voran-

taler Medientechnologie sind in den vergangenen über

schreitende Konsolidierung im deutschen Zeitungsmarkt

zehn Jahren Zutrittsbarrieren zu den klassischen Verlags-

ergeben sich verbesserte Chancen für überregionale Ver-

märkten gesunken bzw. gefallen mit der Folge eines

marktungskooperationen und damit für die Erschließung

zunehmend differenzierten Medienangebotes und inten-

neuer Kundengruppen für die Tageszeitungen wie am

sivierten Wettbewerbs. Diese Entwicklung hält absehbar

Beispiel der 2012 gegründeten nationalen Vermarktungs-

weiter an und wird flankiert von demografischen Wand-

gesellschaft Medienhaus Deutschland ersichtlich wird.

lungsbewegungen und Konzentrationsprozessen im Segment des werbungtreibenden Einzelhandels.

Die insoweit im Kerngeschäft verfolgte Strategie wird unverändert flankiert von einer weiteren Diversifikation

Die Unternehmen der Mediengruppe Madsack betrach-

der Geschäftsfelder. Über ihre Tochter- und Beteiligungs-

ten die dargestellte technologische Entwicklung in ers-

unternehmen partizipiert die Mediengruppe Madsack

ter Linie als Chance zur Entwicklung neuer Produkte und

schon heute an Geschäftsaktivitäten in verschiedensten

Vertriebskanäle. Ausgehend von den unverändert starken

Medien- und Dienstleistungsfeldern, etwa der TV-Produk-

Marken der eigenen Verlagsprodukte in den lokalen

tion, der Briefzustellung oder von Call-Center-Leistungen.

Leser- und Werbemärkten ist daher die Entwicklung

Unabhängig davon ist die Mediengruppe Madsack bereit,

neuer, insbesondere digitaler Angebote seit mehreren

die sich aus der weiteren Konsolidierung des deutschen

Jahren wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrate-

Zeitungsmarktes ergebenden Chancen für ein externes

gie. Dies umfasst einerseits Eigenentwicklungen wie die

Wachstum im Kerngeschäft zu nutzen.

seit Ende 2011 im Rahmen des Media-Store-Konzeptes verstärkt am Markt platzierten Abonnement-Angebote

Die Mediengruppe Madsack hat sich über ihre aktive

für Tablet-PCs und Smartphones (sogenannte Bundles),

Beteiligungspolitik der vergangenen Jahre zu einem breit

andererseits strategische Kooperationen mit Partnern aus

aufgestellten und national agierenden Medienunterneh-

dem Mediensektor.

men entwickelt. Die Unternehmensgruppe ist für die Bewältigung der Zukunftsaufgaben personell, finanziell

Die zunehmende Produktvielfalt insbesondere digitaler

und technisch gut aufgestellt.

Produkte lässt die Bedeutung von Skaleneffekten wachsen. Vor diesem Hintergrund erweist sich die ebenfalls mehrjährig verfolgte Strategie des externen Wachstums

Hannover, 31. März 2013

durch Zukauf von Beteiligungen an regionalen Verlagsunternehmen mit starker Marktposition bereits heute als

Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG

vorteilhaft. Durch systematische Kooperationen innerhalb

Dr. Erich Madsack GmbH

77


Kurzfassung des Konzernabschlusses der Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG Konzernbilanz auf den 31. Dezember 2012 Aktivseite

TEUR TEUR

Vorjahr TEUR

A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2. Geschäfts- oder Firmenwert 3. geleistete Anzahlungen

99.091 137.069 1.018 237.178

107.129 148.931 370 256.430

II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. technische Anlagen und Maschinen 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

110.699 54.912 14.551 211 180.373

117.042 67.859 16.027 247 201.175

III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.386 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.786 3. Anteile an assoziierten Unternehmen 58.851 4. Beteiligungen 37.511 5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.674 6. sonstige Ausleihungen 4.829 122.037 539.588 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe 2. unfertige Erzeugnisse 3. fertige Erzeugnisse und Waren II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. sonstige Vermögensgegenstände

5.327 151 751 6.229

6.566 5.111 62.184 40.202 6.974 443 121.480 579.085

7.206 278 860 8.344

39.418 129

33.446 549

2.629 5.732 47.908

4.130 4.911 43.036

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 12.605 66.742

26.163 77.543

C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.875 1.658 608.205 658.286

78 // Jahresbericht 2012/2013


TEUR TEUR A. Eigenkapital I. Kapitalanteile 1. Komplementärkapital 109 2. Kommanditkapital 50.991 II. Kapitalrücklage 32.081 III. Gewinnrücklagen und konsolidierungsbedingte Sonderposten 7.859 IV. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 23.444 114.484

Vorjahr TEUR

Passivseite

109 50.991 29.760 34.038 24.367 139.265

B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile

13 13

C. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

94 53

D. Stille Beteiligung 1.672 1.672 E. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen 4.482 5.489 F. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 71.146 2. Steuerrückstellungen 1.390 3. sonstige Rückstellungen 57.033 129.569 G. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 73.094 2. erhaltene Anzahlungen 324 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.766 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.051 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 41.598 6. sonstige Verbindlichkeiten 185.974 333.807

71.907 4.475 37.176 113.558

82.046 378 24.696 6.215 45.858 213.129 372.322

H. Rechnungsabgrenzungsposten

5.863 5.811

I. Passive latente Steuern

18.221 20.103

608.205

658.286

79


Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 TEUR TEUR

Vorjahr TEUR

1. Umsatzerlöse

671.466

610.760

2. sonstige betriebliche Erträge einschließlich Bestandsveränderung

25.155 696.621

20.500 631.260

3. Materialaufwand

200.584 496.037

178.104 453.156

4. Personalaufwand 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

263.043

230.604

57.466

56.760

6. sonstige betriebliche Aufwendungen 145.293 465.802 30.235

134.501 421.865 31.291

7. Beteiligungsergebnis

5.144

6.644

8. Abschreibungen auf Finanzanlagen

5.271

816

9. Zinsergebnis – 20.997 – 21.124

– 18.794 – 12.966

10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11. außerordentliches Ergebnis

9.111

18.325

– 16.457

–1.557

12. Steuern 7.090 23.547

8.223 9.780

13. Konzern-Jahresüberschuss

-14.436

8.545

14. Gewinnanteile anderer Gesellschafter

173

3.349

15. Verlustanteile (-) / Gewinnanteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens

-14.609

5.196

80 // Jahresbericht 2012/2013


Konzernanhang Auszug

Angaben zum Konsolidierungskreis

Aus dem Einbezug dieser Gesellschaften resultieren keine wesentlichen Einflüsse auf die Vermögenslage. Zu berück-

Der Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen wird

sichtigen ist, dass die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rech-

gemäß § 290 HGB nach dem Merkmal des beherrschen-

nung der Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH

den Einflusses abgegrenzt. Neben der Verlagsgesellschaft

Potsdam und deren Tochtergesellschaften, deren Erstkonsoli-

Madsack GmbH & Co. KG waren somit grundsätzlich

dierung im Vorjahr auf den 30. Dezember erfolgte, erstmals in

122 Gesellschaften in den Konzernabschluss einzubeziehen.

der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthalten sind.

Wie im Vorjahr wurde auf die Einbeziehung von Komple-

Auf die Ertragslage ergeben sich vor Abschreibungen auf Un-

mentär-Gesellschaften gemäß § 296 HGB verzichtet, da ihre

terschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung insgesamt

Einbeziehung für die Vermittlung eines den tatsächlichen

folgende wesentliche Einflüsse:

Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

TEUR Umsatzerlöse 81.729

Nach den gleichen Grundsätzen wurden 24 weitere Gesell-

Sonstige betriebliche Erträge

schaften nicht in die Konsolidierung einbezogen.

Materialaufwand 17.611

1.647

Personalaufwand 33.016 Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr

Planmäßige Abschreibungen

3.483

wie folgt geändert:

Sonstige betriebliche Aufwendungen

28.327

Außerordentliche Aufwendungen

14.836

Die

- 13.897

• Deister-Medien GmbH & Co. KG, Hannover

Die

• EyeT Communications GmbH, Hannover

• Madsack Media AG, Hannover

• Ostsee Verlagsservice GmbH, Lübeck

• Verlag Blitz-Tip GmbH & Co. KG, Neu-Isenburg

• Ostsee Aboservice GmbH, Lübeck

sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

• Medienservice Plus GmbH, Lübeck

Wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und

• „Direkt“ Redaktionsservice GmbH, Hamburg

Ertragslage ergeben sich daraus nicht.

• elbe Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg wurden erstmals als Tochterunternehmen in den

Neben der Muttergesellschaft werden folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Konzernabschluss einbezogen.

81


Beteiligungsprozentsatz

1. Adolf Enke GmbH & Co. KG, Gifhorn

100,00

2. CITIPOST GmbH, Hannover

100,00

3. Wilhelm Bing Druckerei und Verlag GmbH, Korbach

100,00

4 . Peiner Allgemeine Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Peine

100,00

5. Neue Anzeigenblatt Verlags-GmbH & Co. KG, Peine

100,00

6. Sonntags-Medien GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

7. Druckhaus A. Schlaeger GmbH & Co. KG, Peine

100,00

8. Neue Presse Redaktion GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

9. Madsack Heimatzeitungen GmbH & Co. KG, Garbsen

100,00

10. Werbeagentur R. Frank GmbH, Braunschweig

100,00

11. MDG Medien Dienstleistungsgesellschaft mbH, Hannover

100,00

12. Madsack PersonalManagement GmbH, Hannover

100,00

13. KSC-Kunden Service Center GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

14. Madsack Online GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

15. Madsack Medienagentur GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

16. Anzeigenblatt Eichsfeld GmbH & Co. KG, Leinefelde

100,00

17. Madsack-Media-Store GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

18. Deister-Medien GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

19. Beteiligungsgesellschaft Neue Zeitung mbH & Co. KG, Hannover

100,00

20. teleconsult Planungs- und Beratungsgesellschaft für Kommunikationstechnologien mbH, Hannover

100,00

21. Wilhelm Bing Verlag GmbH & Co. KG, Korbach

100,00

22. MBI Madsack Bildungsinstitut GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

23. Göttinger Tageblatt Media GmbH, Göttingen

100,00

24. Philapress Zeitschriften und Medien GmbH & Co. KG, Göttingen

100,00

25. CITIPOST Göttingen GmbH, Göttingen

100,00

26. Leipziger Anzeigenblatt Verlag GmbH & Co. KG, Leipzig

100,00

27. Verlag Dresdner Nachrichten GmbH & Co. KG, Dresden

100,00

28. LVZ Logistik GmbH, Leipzig

100,00

29. Leipziger Medien Service GmbH, Leipzig

100,00

30. Leipziger Personalführungsgesellschaft mbH, Leipzig

100,00

31. Leipziger Medien Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig

100,00

32. Verlag Dresdner Nachrichten Verwaltungs-GmbH, Dresden

100,00

33. MH Niedersachsen GmbH & Co. KG, Neustadt

100,00

34. GZ Medien GmbH, Gießen

100,00

35. CITIPOST Nordhessen GmbH, Korbach

100,00

36. myMEDIA GmbH, Marburg

100,00

37. TVN PRODUCTION GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

38. TVN CORPORATE MEDIA GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

82 // Jahresbericht 2012/2013


Beteiligungsprozentsatz 39. TVN GROUP HOLDING GmbH & Co. KG, Hannover

100,00

40. TVN MOBILE PRODUCTION GmbH, Hannover

100,00

41. TVN MEDIA PROFESSIONALS GmbH, Berlin

100,00

42. AZ MEDIA TV GmbH, Hannover

100,00

43. TVN PRODUCTION BERLIN GmbH, Berlin

100,00

44. EyeT Communications GmbH, Hannover

100,00

45. Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam, Potsdam

100,00

46. Wochenspiegel Verlagsgesellschaft mbH Potsdam & Co. KG, Potsdam

100,00

47. Havelcom Telemarketing Services GmbH, Potsdam

100,00

48. MVD Immobilien und Service GmbH, Potsdam

100,00

49. Ostsee-Zeitung GmbH & Co. KG, Rostock

100,00

50. Ostsee Anzeigenblattverlag GmbH, Lübeck

100,00

51. Ostsee Verlagsservice GmbH, Lübeck

100,00

52. MZV Zeitungs Verlag GmbH, Grevesmühlen

100,00

53. Lübecker Nachrichten Zustell GmbH, Lübeck

100,00

54. Ostsee Information & Medien GmbH, Lübeck

100,00

55. Ostsee Aboservice GmbH, Lübeck

100,00

56. Medienservice Plus GmbH, Lübeck

100,00

57. MV Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Rostock

100,00

58. MV Media GmbH & Co. KG, Rostock

100,00

59. Nordbrief Rostock GmbH, Rostock

100,00

60. Nordbrief Dienstleistungsgesellschaft mbH, Rostock

100,00

61. RSG Redaktions Service GmbH & Co. KG, Lübeck

100,00

62. OSTERLAND SONNTAG Verlagsgesellschaft mbH, Altenburg

100,00

63. BLS Brieflogistik Sachsen GmbH & Co. KG, Leipzig

100,00

64. Göttinger Tageblatt GmbH & Co. KG, Göttingen

99,00

65. Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, Leipzig

85,00

66. Hanseatische Verlags-Beteiligungs AG, Hamburg

82,25

67. Schaumburger Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Stadthagen

80,00

68. „Direkt“ Redaktionsservice GmbH, Hamburg

75,20

69. elbe Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg

75,13

70. Zeitungsverlag Naumburg Nebra GmbH & Co. KG, Naumburg

75,10

71. Verlag SCHAUFENSTER GmbH & Co. KG, Wolfenbüttel

74,90

72. Lübecker Nachrichten GmbH, Lübeck

73,00

73. GUTENBERG Rechenzentrum GmbH & Co. KG, Hannover

70,66

74. Brandenburgische Medienbeteiligungs-GmbH, Hannover

60,00

75. Hitzeroth Druck + Medien GmbH & Co. KG, Marburg

51,00

76. Druck- und Pressehaus Naumann GmbH & Co. KG, Gelnhausen

51,00

83


Assoziierte Unternehmen In den Konzernabschluss sind die nachfolgend aufgeführten assoziierten Unternehmen einbezogen worden:

Gesellschaft Kieler Zeitung Verlags- und Druckerei KG-GmbH & Co., Kiel Kieler Zeitung GmbH & Co. Offsetdruck KG, Kiel Kieler Zeitung Verwaltungs GmbH & Co. Beteiligungs KG, Kiel

Anteil am UnterschiedsKapital beträge % TEUR 49,00 33.861 49,00 2.862 49,00 4.669 41.392

Die Unterschiedsbeträge bei der Kieler Zeitung Verlags- und Druckerei KG-GmbH & Co. und der Kieler Zeitung Verwaltungs GmbH & Co. Beteiligungs KG enthalten Firmenwerte in Höhe von TEUR 12.280 bzw. TEUR 153.

Konsolidierungsgrundsätze

der Buchwertmethode, danach nach der Neubewertungsmethode, und zwar grundsätzlich zum Zeitpunkt der erst-

Die Vermögensgegenstände und Schulden der in den Kon-

maligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bzw. zu dem

zernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach

Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen

den für die Unternehmensgruppe Madsack geltenden ein-

geworden ist (Erstkonsolidierung), und zum Zeitpunkt des

heitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ange-

Jahresabschlusses (Folgekonsolidierung).

setzt. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung der erworbenen Der Konzernabschluss wurde durch die Zusammenfassung

Tochterunternehmen aufgedeckten stillen Reserven werden

der Jahresabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen

entsprechend der materiellen Zugehörigkeit in den Folge-

erstellt. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstel-

konsolidierungen nach den allgemeinen Bewertungs- und

lungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge

Abschreibungsregeln erfolgswirksam abgeschrieben bzw.

sowie Zwischenergebnisse wurden, soweit erforderlich, zwi-

aufgelöst.

schen den konsolidierten Gesellschaften eliminiert. Für die Anteile an einbezogenen Unternehmen, die nicht

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

dem Mutterunternehmen oder einem anderen konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen gehören, ist in Höhe

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte entsprechend den

ihres Anteils am Eigenkapital ein Ausgleichsposten für Anteile

Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften.

anderer Gesellschafter gebildet worden. Die entgeltlich erworbenen immateriellen VermögensgeDie Kapitalkonsolidierung erfolgte für Unternehmen, die bis

genstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs-

zum 31. Dezember 2009 erstmalig einbezogen wurden, nach

bzw. Herstellungskosten, vermindert um überwiegend linear

84 // Jahresbericht 2012/2013


ermittelte, planmäßige und außerplanmäßige Abschreibun-

Die Rückstellung für Altersteilzeitvereinbarungen wird mit

gen, bewertet. Die Nutzungsdauern orientierten sich an den

dem Barwert angesetzt. Für die Bewertung wurde ein Zins-

amtlichen AfA-Tabellen. Die Bewertung der Finanzanlagen

satz für eine mittlere Restlaufzeit von zwei Jahren in Höhe

erfolgte zu Anschaffungskosten. Erforderliche Wertberichti-

von 3,81 % angesetzt.

gungen wurden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden gemäß

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt nach

§ 312 HGB zum Buchwert angesetzt und in den Folgejahren

dem modifizierten Teilwertverfahren. Es wurden die Richt-

um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, die den dem

tafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Rechnungs-

Mutterunternehmen gehörenden Anteil am Kapital des asso-

zins für eine durchschnittlich 15-jährige Restlaufzeit von

ziierten Unternehmens entsprechen, erhöht oder gemindert.

5,05 % zugrunde gelegt. Die Fluktuation ist altersabhängig

Die sich aus der Bewertung der assoziierten Unternehmen

fallend berücksichtigt.

ergebenden Unterschiedsbeträge wurden entsprechend der Behandlung der Wertansätze der zugrunde liegenden Ver-

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag an-

mögensgegenstände und Schulden fortgeführt.

gesetzt.

Für Investitionszuschüsse und -zulagen wurde auf der Passiv-

Auf eine Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsme-

seite ein Sonderposten gebildet, der über die durchschnitt-

thoden bei assoziierten Unternehmen an die konzerneinheit-

liche Restnutzungsdauer der geförderten Vermögensgegen-

lichen Grundsätze wurde verzichtet.

stände aufgelöst wird. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben grundVorräte wurden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten

sätzlich unverändert.

bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen und übrige Gegenstände des Umlaufvermögens wurden mit Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden stille Reserven

beizulegenden Wert bewertet. Für das allgemeine Kreditri-

in Höhe von TEUR 246.528 (Vorjahr: TEUR 272.654) aufge-

siko wurde bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

deckt, die in Höhe von TEUR 223.763 (Vorjahr: TEUR 245.045)

eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

auf immaterielle Vermögensgegenstände, in Höhe von TEUR 13.325 (Vorjahr: TEUR 16.435) auf Sachanlagen und in

Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag, der

Höhe von TEUR 9.440 (Vorjahr: TEUR 11.174) auf Finanzanla-

nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig

gen entfallen.

ist, bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die aktiven Unterschiedsbeträge werden entsprechend den Vermögensgegenständen, denen sie zugeordnet sind,

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der „Projec-

planmäßig abgeschrieben. Im Berichtsjahr betrug der Auf-

ted-Unit-Credit-Methode” ermittelt. Bei der Berechnung wer-

wand aus diesen Abschreibungen TEUR 27.025 (Vorjahr:

den die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und

TEUR 21.774).

ein Durchschnittszinssatz für 15-jährige Restlaufzeiten von 5,05 % verwendet. Es wurden dabei Steigerungen der Renten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

und Anwartschaften von 2 % p. a. unterstellt.

ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt.

85


Die Abschreibungen der Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfol-

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte mit Steuer-

gen planmäßig über 5 und 15 Jahre. Die Nutzungsdauer von

sätzen zwischen 11,2 % und 31,925 %.

15 Jahren entspricht der oberen Grenze des in der Verlagsbranche üblichen Nutzungszeitraums.

Beim Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist vom Wahlrecht des Artikels 67 Abs.

Bei den Finanzanlagen waren außerplanmäßige Abschrei-

1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht worden. Die aufgrund

bungen in Höhe von TEUR 5.271 (Vorjahr: TEUR 816) vorzu-

der geänderten Bewertung erforderliche Zuführung zu den

nehmen.

Rückstellungen ist im Geschäftsjahr mit einem Fünfzehntel angesetzt worden. Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen

Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wer-

Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 17.215. Die aufgrund

den unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe

des Wahlrechts gemäß Artikel 28 Abs. 1 EGHGB nicht passi-

von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 87) ausgewiesen.

vierten Pensionsverpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 51).

Der Ausgleichsposten anderer Gesellschafter umfasst mit TEUR 5.870 (Vorjahr: TEUR 5.581) negative Fremdanteile. Die

Die Rückstellungen für Altersteilzeitleistungen in Höhe von

ermittelten passiven latenten Steuern resultieren aus folgen-

TEUR 23.084 sind mit Vermögensgegenständen, die dem

den temporären Differenzen und Verlustvorträgen:

Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, von TEUR 6.973 verrechnet worden.

Unterschiedsbetrag

aktiv

passiv

Bilanzposition TEUR TEUR

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensge-

Immaterielle

genstände, der im Wesentlichen den Anschaffungskosten

Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Rückstellungen Übrige

entspricht, wurde aus Marktwerten abgeleitet. Die in der

5.396

Gewinn-und-Verlust-Rechnung verrechneten Erträge aus

18.241

den verrechneten Vermögensgegenständen sind unwesentlich.

17.512 1.713

Verlustvorträge Gewerbesteuer

6.835

Körperschaftssteuer

3.227

86 // Jahresbericht 2012/2013

55.237

666


Verbindlichkeitenspiegel Laufzeit bis zu 1 Jahr TEUR

1 bis 5 Jahre TEUR

mehr als 5 Jahre TEUR

Gesamt TEUR

44.409 (41.142)

27.211 (38.058)

1.474 (2.846)

73.094 (82.046)

324 (378)

(-)

(-)

324 (378)

23.766 (24.696)

(-)

(-)

23.766 (24.696)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

9.051 (6.215)

(-)

(-)

9.051 (6.215)

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

4.558 (2.950)

22.350 (26.950)

14.690 (15.958)

41.598 (45.858)

52.121 (49.048)

125.849 (162.911)

8.004 (1.170)

185.974 (213.129)

134.229 (124.429)

175.410 (227.919)

24.168 (19.974)

333.807 (372.322)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhaltene Anzahlungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

sonstige Verbindlichkeiten

Das Grundvermögen in Hannover und Leipzig sowie Lübeck

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten

ist mit Grundschulden in Höhe von TEUR 50.000 bzw. 20.000

aus Steuern von TEUR 4.647 (Vorjahr: TEUR 6.350) und im

sowie TEUR 32.300 belastet. Insgesamt sind Verbindlichkeiten

Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 740 (Vorjahr: TEUR

in Höhe von Mio. EUR 161 durch diese Grundschulden und

808). Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit TEUR

die Verpfändung von Anteilen an Tochtergesellschaften be-

17.545 (Vorjahr: TEUR 18.914) gegenüber Gesellschaftern.

sichert. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen in Höhe von TEUR 24.471 (Vorjahr: TEUR 24.376) gegenüber Gesellschaftern.

87


Anlagenspiegel Anschaffungs-/Herstellungskosten im Geschäftsjahr 2012 Stand 01.01.2012

Zugänge Zugänge aus Erstaus Nachkonsolidieaktivierungen rung

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

Stand 31.12.2012

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

225.606

5.873

147

-

3.708

129

228.047

2. Geschäfts- oder Firmenwert

212.857

-

2.838

-

9.786

-

205.909

370

754

20

-

12

-114

1.018

438.833

6.627

3.005

-

13.506

15

434.974

325.068

914

-

60

1.297

41

324.786

325.161

3.686

-

-

12.238

160

316.769

95.415

4.535

300

-

9.647

27

90.630

247

207

-

-

-

-243

211

745.891

9.342

300

60

23.182

-15

732.396

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

9.195

9.583

-

-

1.933

170

17.015

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

5.607

648

-

-

973

-

5.282

3. Anteile an assoziierten Unternehmen

69.934

419

-

-

-

-

70.353

4. Beteiligungen

60.060

3.545

-

-

2.238

-120

61.247

9.585

591

-

-

3.705

-4.297

2.174

443

604

-

-

465

4.247

4.829

154.824

15.390

-

-

9.314

-

160.900

1.339.551

31.359

3.305

60

46.002

-

1.328.270

3. geleistete Anzahlungen

II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. technische Anlagen und Maschinen 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

III. Finanzanlagen

5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6. sonstige Ausleihungen

88 // Jahresbericht 2012/2013


Abschreibungen

Restbuchwerte

im Geschäftsjahr 2012 Stand 01.01.2012

Zugänge Zugänge aus Erstaus Nachkonsolidieaktivierungen rung

Zugänge

Zuschreibungen

Stand 31.12.2012

Abgänge

31.12.2012

31.12.2011

118.477

13.492

115

-

-

3.128

128.956

99.091

107.129

63.926

14.651

-

-

-

9.737

68.840

137.069

148.931

-

-

-

-

-

-

-

1.018

370

182.403

28.143

115

-

-

12.865

197.796

237.178

256.430

208.026

6.912

-

17

-

868

214.087

110.699

117.042

257.302

16.481

-

-

-

11.926

261.857

54.912

67.859

79.388

5.930

227

-

-

9.466

76.079

14.551

16.027

-

-

-

-

-

-

-

211

247

544.716

29.323

227

17

-

22.260

552.023

180.373

201.175

2.629

-

-

-

-

-

2.629

14.386

6.566

496

-

-

-

-

-

496

4.786

5.111

7.750

3.752

-

-

-

-

11.502

58.851

62.184

19.858

4.771

-

-

-

893

23.736

37.511

40.202

2.611

500

-

-

2.611

-

500

1.674

6.974

-

-

-

-

-

-

-

4.829

443

33.344

9.023

-

-

2.611

893

38.863

122.037

121.480

760.463

66.489

342

17

2.611

36.018

788.682

539.588

579.085

89


Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

Anzeigengeschäft Erlöse aus Anzeigenkombinationsgeschäft Beilagengeschäft und Prospektverteilung

2012 TEUR

Vorjahr TEUR

187.353

182.041

19.565

22.875

63.071

67.506

248.542

211.043

Druckerlöse

51.877

42.173

Neue Medien

33.794

30.893

Übrige

71.086

58.725

675.288

615.256

3.822

4.496

671.466

610.760

Vertriebsgeschäft

Erlösschmälerungen

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Inves-

Unter dem Posten „sonstige betriebliche Aufwendungen“

titionszuschüsse und -zulagen in Höhe von TEUR 1.007 (Vor-

werden in Höhe von TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 894) die Be-

jahr: TEUR 1.003) wurden unter den sonstigen betrieblichen

lastungen aus einer stillen Gesellschaft ausgewiesen, ferner

Erträgen ausgewiesen.

wurden mit TEUR 1.045 (Vorjahr: TEUR 145) periodenfremde Aufwendungen ausgewiesen, die aus Verlusten aus Anlage-

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 5.462

abgängen resultieren.

(Vorjahr: TEUR 4.312) auf periodenfremde Sachverhalte zurückzuführen. Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet in Höhe von

Auflösung von Rückstellungen sowie Buchgewinne aus der

TEUR 1.432 Zuführungen zu Pensionsrückstellungen auf-

Veräußerung von Vermögensgegenständen des Anlagever-

grund der Umstellung der Bewertung auf das Bilanzrechts-

mögens.

modernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 und in Höhe von TEUR 14.803 Zuführungen zu Restrukturierungsrückstellun-

Auf Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteili-

gen. In den Steuern sind latente Steuererträge in Höhe von

gungsverhältnis besteht, wurden Zuschreibungen in Höhe

TEUR 1.882 (Vorjahr: TEUR 2.121) enthalten.

von TEUR 2.611 vorgenommen. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen mit TEUR 3.772 (Vorjahr: TEUR 3.817) die Altersversorgung.

Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Zahl der Beschäftigten:

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten betrug im

Miet- und Pachtverträgen belaufen sich auf ca. TEUR 7.500

Geschäftsjahr 5.835 (Vorjahr: 5.076).

p.a. Daneben bestehen am Bilanzstichtag Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.000.

90 // Jahresbericht 2012/2013


Aufsichtsrat Als Mitglieder des Aufsichtrates sind bestellt: Dr. Friedhelm Haak, Hannover

Dr. Wolfgang Dieckmann, Hannover

Vorsitzender, Verleger

Rechtsanwalt und Notar

Prof. Jobst Plog, Hamburg

Daniel Gerstenberg, Hildesheim

stellv. Vorsitzender, Rechtsanwalt

Verleger

Karl Baedeker, Hannover Rechtsanwalt

Die Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementärin, die Dr. Erich Madsack GmbH, Hannover, und deren Geschäftsführer.

Hannover, den 31. März 2013 VERLAGSGESELLSCHAFT MADSACK GMBH & CO. KG DR. ERICH MADSACK GMBH

Herbert Flecken Vorsitzender

Thomas Düffert stellv. Vorsitzender

Sven Fischer

Der Konzernabschluss in der gesetzlichen Form ist mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers (der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) versehen und wird beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.

91


Gesellschafter (Anteile in %) Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG Dr. Erich Madsack GmbH (Komplementärin)

Dr. Erich Madsack GmbH (Komplementärin) 0,214 %

Sylvia Madsack

65,0 % 26,0 %

Sylvia Madsack

20,896 %

Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

Ursula Maisel für Familiengesellschaft Koller

11,606 %

Gebrüder Gerstenberg GmbH & Co. KG

3,0 %

Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

23,083 %

Michael Pfahler

3,0 %

7,255 %

Ulrike Naumann

3,0 %

Gebrüder Gerstenberg GmbH & Co. KG 24 weitere Kommanditisten

92 // Jahresbericht 2012/2013

36,946 %


93


Innovativer Sound: Bugge Wesseltoft im Anzeiger-Hochhaus. Hannoversche Allgemeine Zeitung, Alexander Körner

Unsere Bilder des Leipzigs großer Maestro: Kurt Masur mit seiner Frau Tomoko Leipziger Volkszeitung, Wolfgang Zeyen

Public Viewing in der Fan-Arena auf dem Waterloo-Platz Neue Presse, Rainer Dröse

Felix betrauert das Ausscheiden Deutschlands bei der EM 2012. Märkische Allgemeine Zeitung, Bernd Gartenschläger

Highland Gathering: Deutschlands größtes Schotten-Fest in Peine Peiner Allgemeine Zeitung, Isabell Massel

Zeit-Zeuge: Hausmeiser Hans Schiraim; Marburger Rathaus Oberhessische Presse, Thorsten Richter

Sonnenuntergang vor den Steinhuder Strandterrassen Schaumburger Nachrichten, Roger Grabowski


Mit Knall-Effekt: Die Internationale Sommernacht im Peiner Stadtpark Peiner Allgemeine Zeitung, Isabell Massel

Jahres 2012

Impressum

Caroline Noeding wird erst Miss NP, später Miss Germany. Neue Presse, Rainer Dröse

Herausgeber: Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG August-Madsack-Straße 1 30559 Hannover www.madsack.de Realisation: Madsack Medienagentur GmbH & Co. KG August-Madsack-Straße 1 30559 Hannover Telefon: (0511) 518-3001 www.madsack-agentur.de Art-Direktion: Carina Peitsch projektleitung: Sandhya Wilde-Gupta Redaktion und Konzeption: MEDIENGRUPPE MADSACK Susanne Bömmel, Robert Arndt MADSACK MEDIENAGENTUR Sandhya Wilde-Gupta, Kerstin Hergt, Bert Strebe Layout und Satz: Carolin Strothe, Sebastian Keitel Bildbearbeitung: Farbecht Gesellschaft für digitale Bildbearbeitung Gesamtverantwortung: Susanne Bömmel

Pflege eines Weltkulturerbes: Die Sanierung des Hildesheimer Doms Hannoversche Allgemeine Zeitung, Christian Burkert

Seltener Anblick: Schleiereulen in den Armen eines Ornithologen Wolfsburger Allgemeine Zeitung, Manfred Hensel

Druck: Göttinger Tageblatt GmbH & Co. KG Druckhaus Göttingen Dransfelder Straße 1 37079 Göttingen

Ausstellung des Malers Anders Zorn im Lübecker Behnhaus Lübecker Nachrichten, Wolfgang Maxwitat



Jahresbericht 2012/2013