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KompetenzCentrum Freizeitwirtschaft Mensch & Tier der IHK Potsdam

KOMPETENZ | BERATUNG | QUALIFIKATION


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KompetenzCentrum Freizeitwirtschaft Mensch & Tier


Inhalt Grußwort IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dr. Mario Tobias 

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Vom Hobby zum Beruf: ein Markt mit Zukunft 

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Tierschutz: Anforderungen des Gesetzgebers

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Karriere mit Lehre: Bildungsangebot der IHK 

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Der Fachbeirat stellt sich vor

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Auf einen Blick: Partner-IHKs / Bildungstransfer

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Kooperationspartner des KompetenzCentrums

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Best practice: auf den Hund gekommen

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Herausgeber Fachbeirat KompetenzCentrum Freizeitwirtschaft Mensch & Tier Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam Breite Straße 2 a-c | 14467 Potsdam Telefon: 0331 2786-279 | Telefax: 0331 2786-288 E-Mail: bildung@ihk-potsdam.de | Internet: www.ihk-potsdam.de Redaktion Marcel Gäding, Kerstin Poloni Gestaltung/ Produktion Medienbüro Gäding | Josef-Orlopp-Straße 54 | 10365 Berlin Telefon: 030 55494360 | Telefax 030 55494369 Internet: www.medienbuero-gaeding.de Bildquellen: Marcel Gäding (S. 1, 6, 8, 12, 14, 16, 18, 19, 20), Geraldine Gäding (S. 2), IHK Potsdam (S. 5), Thera-Tiere (S. 4) Bilder, Texte und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwendung durch Dritte bedarf der Zustimmung der Urheber. Stand: 06/ 2015

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Tierische Freizeitwirtschaft Als die IHK 2007 begann, das Angebot ihres Bildungszentrums um Zertifikatslehrgänge für Hundeerzieher und Verhaltensberater zu erweitern, führte das zu einer bundesweiten Aufmerksamkeit. Sie deckt mit Kooperationspartnern den Bedarf nach Qualifikation und setzt ein Zeichen, in dem sie dazu beiträgt, dass sich diese innovative DienstleistungsbranDr. Dr. Mario Tobias, che auf einem hohen Niveau unter Hauptgeschäftsführer Wahrung des Tierschutzgesetzes der Industrie- und weiterentwickelt. Die Etablierung des Handelskammer (IHK) KompetenzCentrums FreizeitwirtPotsdam. schaft Mensch & Tier ist der nächste Schritt auf dem Weg, Qualitätsstandards in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften zu schaffen. Begleitet wird diese Einrichtung von einem kompetent besetzten ehrenamtlichen IHK-Fachbeirat. Mehr als fünf Milliarden Euro werden derzeit jedes Jahr mit Hund, Katze und Co. umgesetzt. Die Arbeit mit Heimtieren erfordert jedoch berufliche Handlungsfähigkeit. Unser Ziel ist es, Menschen zu qualifizieren –­ fachspezifisch und fachübergreifend unter Beteiligung eines Fachtierarztes für öffentliches Veterinärwesen/Amtsveterinärs. Nicht zuletzt erfordert auch die jüngst im Tierschutzgesetz verankerte Erlaubnispflicht für Hundetrainerinnen und Hundetrainer ein Bildungsangebot, das die gesetzlich geforderte Sachkunde vermittelt. Die IHK Potsdam hat mit einem Zertifikatslehrgang und einer Aufstiegsfortbildung bereits Maßstäbe gesetzt. Die ersten konzipierten Lehrgänge sind gemäß den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft Tierschutz der Bund-Länder-Referenten als Sachkunde anerkannt. Die Qualifizierung und Bereitstellung von Fachkräften ist eine der Kernkompetenzen der IHK. Neue Angebote bieten der Dienstleistungsbranche Mensch & Tier ein Fundament für deren Erfolg. Damit leisten wir einen Beitrag im verantwortungsvollen Umgang mit unseren vierbeinigen „Arbeitskollegen“. Ihr Dr. Dr. Mario Tobias Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam

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Die Heimtierbranche: ein Markt mit Zukunft Die Deutschen sind tierlieb. Aktuellen Zahlen des „Industrieverband Heimtierbedarf“ zufolge leben derzeit rund 28 Millionen Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel und Reptilien in deutschen Haushalten. Tendenz steigend. Dabei erfüllen die tierischen Mitbewohner eine herausragende Rolle, die dem Bedürfnis der Gesellschaft Rechnung trägt: Sie sind Familienmitglied, Sozialpartner, Helfer, Freund, Assistent und so manches Mal auch Seelentröster. Den tierischen Mitbewohnern soll es dabei an nichts fehlen. Fast vier Milliarden Euro gaben die Bundesbürger im Jahr 2013 allein für Tierfutter und Tierzubehör aus. Hinzu kommen Ausgaben für die tierärztliche Versorgung, für die Hundeschule oder den Urlaub mit dem Partner auf vier Pfoten, die ebenfalls in die Milliarden gehen. Die Deutschen sind bereit, sich ihre Liebe zum Tier etwas kosten zu lassen. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich in der Bundesrepublik eine eigene Haus- und Heimtierbranche entwickelt. Neben den klassischen Dienstleistern wie Tiermedizinern, Tiernahrungshändlern oder Hundefriseuren kamen Hundetrainer, Tierpsychologen, Pferdewirte, Tierpfleger in Tierpensionen und Tiersitter dazu. Die Nachfrage nach mannigfaltigen Serviceangeboten rund ums Haustier steigt. Und damit auch der Bedarf an qualifizierten, gut ausgebildeten Fachkräften. Sie stehen auch für einen artgerechten Umgang mit Tieren. Viele Quereinsteiger sehen in der Heimtierbranche eine eigene berufliche Zukunft. Allein die Zahl der Hundeschulen ist rapide gestiegen. Sie liegt laut einer im November 2014 veröffentlichten Studie der Universität Göttingen bei aktuell 2.300. Und ein Ende der Neugründungen ist nicht in Sicht. Wurden Dienstleistungen rund ums Heimtier früher eher in Vereinen angeboten, hat sich die Branche inzwischen breit und kompetent aufgestellt. Es gibt spezielle Haustierversicherungen, auf Mensch und Tier abgestimmte Urlaubsangebote, ständig weiter entwickelte Produkte im Bereich der Tiernahrung sowie neben klassischen Hundeschulkursen auch Beschäftigungsprogramme für Vierbeiner. Anbieter konzentrieren sich zunehmend darauf, ihr Dienstleistungs- und Produktportfolio immer stärker auf diesen Markt abzustimmen.

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Tierschutzgesetz: erst die Sachkunde, dann der Job Gewerbsmäßige Betreiber von Tierpensionen, Zoos, Tierheimen sowie Reit- und Fahrbetrieben dürfen ihre Tätigkeit erst ausüben, wenn ihnen hierfür unter anderem eine Erlaubnis von der zuständigen Behörde erteilt wurde. Die IHK Potsdam bietet hierzu Vorbereitungskurse auf die Sachkundeprüfung für Zoofachhandel, Tierpensionen, Züchter, Tierheime und Tierbetreuer an. Die Ausbildungsinhalte umfassen die Bereiche Hunde, Katzen, Zier- und Gartenteichfische, Kleinsäuger/ Nagetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Spinnentiere. Seit dem 1. August 2014 existiert für Hundetrainer, Hundeerzieher und Verhaltensberater ebenfalls eine Erlaubnispflicht. Sie ist im 2013 novellierten Tierschutzgesetz geregelt, in dem es in § 11, Absatz 8, unter anderem heißt: „Wer [...] 8. gewerbsmäßig [...] für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.“ Weiter heißt es: „Mit der Ausübung der Tätigkeit [...] darf erst nach Erteilung der Erlaubnis begonnen werden.“ (TierSchG, Siebter Abschnitt, Zucht, Halten von Tieren, Handel mit Tieren)

Eine Erlaubnis wird vom Veterinäramt erteilt, wenn der Antragsteller seine notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten in Form seiner berufsspezifischen Sachkunde nachgewiesen hat. Die Mitglieder einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe haben sich daher im Jahr 2014 darauf verständigt, dass der Nachweis der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten auch durch eine erfolgreich absolvierte Aus-, Fort- und Weiterbildung erfolgen kann. Dazu gehören unter anderem die Zertifikats- und Fortbildungszeugnisse der Industrie- und Handelskammern. Maßgeblich für die IHK-Qualifikationen ist die hohe Qualität der praktischen und theoretischen Vorbereitung auf die Arbeit mit Tieren. Vermittelt werden Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Biologie, Anatomie, Problemverhalten, Methodenkompetenz, tierschutzrechtliche Grundlagen, Ethologie und Kommunikation. Das erworbene Wissen der IHK-Absolventen, also die Sachkunde, wird sodann in theoretischen und praktischen Testaten unter Beteiligung eines Amtstierarztes überprüft.

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Karriere mit Lehre KompetenzCentrum Freizeitwirtschaft Mensch & Tier Gepr. Betriebswirt/ -in IHK (Master-Niveau)

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Fachwirte/ Meister (Bachelor-Niveau)

Hundefachwirt-/ in IHK*

Gepr. Tierpflegemeister-/ in IHK

Berufspraxis Sachkundeprüfung

Sachkundeprüfung

nach TierSchG § 11

für Hundetrainer oder Halten, Züchten und Zurschaustellen von Hunden

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nach TierSchG § 11 für Zoofachhandel

IHK-Zertifikatslehrgänge z. B. Hundeerzieher/in und Verhaltensberater/in sowie Lehrgänge im Bereich Gesundheitswirtschaft und tiergestützte Berufe

Berufspraxis 1

Schulausbildung (Realschule, Gesamtschule, Gymnasium) + kaufm./ gewerbl.-techn. Berufsausbildung z. B. TierpflegerIn, tiermed. Fachangestellte, Pferdewirt, Landwirt Schulausbildung (Realschule, Gesamtschule, Gymnasium) * geplant eine Weiterentwicklung zum „Fachwirt für Heim-, Zoo- und Pensionstiere IHK“

(c) IHK Potsdam | IHKnDie Weiterbildung

Zur Umsetzung ihres staatlichen Auftrags der Wirtschaftsförderung haben die Industrie- und Handelkammern ein dreistufiges System von „Aufstiegsfortbildungen“ entwickelt. Der Erstausbildung folgt die Weiterbildung auf der Ebene der „Fachberater“ bzw. ähnliche Abschlüsse. Auf der Ebene der Fachwirte, Fachkaufleute, Aus- und Weiterbildungspädagogen, Operativen Professionals und Meistern werden Fach- und Führungskompetenzen geprüft. Die oberste Stufe bilden die Weiterbildungen zum Geprüften Betriebswirt, zum Geprüften Technischen Betriebswirt, zum Geprüften Berufspädagogen und den Strategischen Professionals. Sie vermitteln ein vielseitiges Repertoire an Leitungskompetenzen, wie sie auf der betrieblichen Managementebene erforderlich sind.  (Quelle: DIHK)

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Abschlüsse

Öffentlich-rechtliche Berufsbildungsabschlüsse nach Berufsbildungsgesetz 1) ERSTAUSBILDUNG Tierpfleger/ Tierpflegerin mit Fachrichtung Forschung und Klinik, Zoo, Tierheim und Tierpension pflegt Tiere, versorgt sie mit Futter, beschäftigt sich mit Zucht und Aufzucht, organisiert Transporte und hilft bei Untersuchungen. Tiermedizinischer Fachangestellter/  tiermedizinische Fachangestellte assistiert u.a. Tierärztinnen und Tierärzten bei Untersuchung, Behandlung und Betreuung von Tieren sowie der Beratung von Tierhalterinnen und Tierhaltern. Pferdewirt/ Pferdewirtin züchtet und versorgt Pferde, bildet diese aus und bereitet sie u.a. auf Turniere vor. WEITERE QUALIFIZIERUNGEN: 2) IHK-ZERTIFIKATSLEHRGANG Hundeerzieher/ -innen und Verhaltensberater/ -innen IHK erziehen und trainieren Hunde. Sie informieren, beraten und leiten an, um Hundehalter in die Lage zu versetzen, das Verhalten ihres Hundes zu verstehen und ggf. zu korrigieren. Absolventen des Zertifikatslehrgangs Hundeerzieher/ -in und Verhaltensberater/ -in IHK erhalten das theoretische und praktische Rüstzeug. In Kooperation mit Berufsverbänden wird auf eine gewaltfreie, tierschutzgerechte Ausbildung wert gelegt. Schriftliche Testate und praktische Leistungsnachweise erfolgen unter Beteiligung eines Amtstierarztes. 3) IHK-AUFSTIEGSFORTBILDUNGEN Geprüfte Tierpflegemeister/ geprüfte Tierpflegemeisterinnen werden auf der Grundlage einer Rechtsverordnung für leitende Funktionen im Bereich der Tierpflege qualifiziert und sind anschließend in der Lage, einen Betrieb grundlegend zu führen und Führungsverantwortung zu übernehmen. Hundefachwirt IHK/ Hundefachwirtin IHK stellt eine Managementqualifizierung für die Tätigkeit in Unternehmen dar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine auf Grundlage des Berufsbildungsgesetzes konzipierte fachübergreifende und fachspezifische Fortbildung.

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Kompetenz und Beratung: der Fachbeirat Mit der Gründung des KompetenzCentrums Freizeitwirtschaft Mensch & Tier wurde bei der Industrie- und Handelskammer Potsdam ein Fachbeirat berufen. Die Mitglieder dieses ehrenamtlich arbeitenden Gremiums beraten das Bildungszentrum der IHK. Der Fachbeirat wirkt daran mit, bestehende Bildungsangebote im Bereich „Mensch & Tier“ neu zu entwickeln, vorhandene zu optimieren oder so zu etablieren, wie der Markt es erfordert. Dazu gehören auch Lehrgänge der IHK-Aufstiegsfortbildung, IHK-Zertifikatslehrgänge und Seminare, in denen die jeweilige Sachkunde nach dem Tierschutzgesetz erworben werden kann. Der Fachbeirat steht dem Bildungszentrum der IHK zudem bei der Netzwerkarbeit sowie der fachspezifischen Presseund Öffentlichkeitsarbeit zur Seite. Er achtet darauf, dass die Richtlinien des Tierschutzes eingehalten werden und die IHKQualitätsstandards Anwendung finden. Die Mitglieder des Fachbeirats erarbeiten Empfehlungen für neue fachspezifische Qualifizierungskonzepte auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Standards und überarbeiten bestehende Angebote.

Mitglieder des Fachbeirats Vorsitz: Dr. med. vet. Stefan Heidrich

Fachtierarzt für öffentliches Veterinärwesen www.idh-sachkunde.de

weitere Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge): Prof. Dr. Marco Ebert

Hochschule Neubrandenburg, FB Lebensmitteltechnologie www.hs-nb.de/fachbereich-al/studienangebot

Marcel Gäding

Redakteur, Geschäftsführer Medienbüro Gäding, Vorsitzender IHK-Prüfungsausschuss Hundefachwirt www.medienbuero-gaeding.de

Dr. med. vet. Elisabeth Müller

Fachtierärztin für Mikrobiologie, Geschäftsführerin des Labors LABOKLIN GmbH & Co KG www.laboklin.de

Dr. MSc. PhD. Barbara Schöning

Fachtierärztin für Verhaltenskunde & Tierschutz 1. Vorsitzende Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie http://www.struppi-co-verhaltenstherapie.de/

Renate Seidel

Amtstierärztin im Ruhestand, Deutscher Tierschutzbund e.V. www.tierschutzbund.de/organisation/struktur/praesidium.html

Angela Zimmermann

1. Vorsitzende Deutsche Gesellschaft für tiergestützte Therapie e. V. www.therapie-tiere.de

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IHK-Bildungstransfer: eine Idee geht auf Reisen Als die Industrie- und Handelskammer Potsdam 2007 erstmals den Zertifikatslehrgang „Hundeerzieher/in und Verhaltensberater/in IHK“ anbot, quittierten dies viele mit einem Lächeln. Kaum jemand wollte glauben, dass die Arbeit mit Menschen und Hunden einer kompetenten Qualifikation bedarf. Bis dahin organisierten sich Hundetrainer in allen Fragen der Aus- und Weiterbildung selbst. Dass die IHK mit ihrem neuen Angebot richtig lag, zeigt ein Blick auf die Statistik. Bis 2015 besuchten fast 600 Frauen und Männer den Zertifikatslehrgang. Mit dem Zertifikatslehrgang betrat die IHK Potsdam in Kooperation mit dem Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V. (BHV) Neuland. Beide Partner erarbeiteten ein Curriculum, das angehende Hundetrainer einerseits ermöglicht, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Andererseits vermitteln Dozenten, darunter Tierärzte und Biologen, die theoretischen und praktischen Fähigkeiten im Umgang mit Hund und Halter. Seit 2014 gibt es in Engelskirchen bei Köln einen Seminarstandort der IHK Potsdam und Düsseldorf. Inzwischen hat die IHK Düsseldorf im Rahmen eines Bildungstransfers das Konzept übernommen. Diese Kammer versteht sich als berufsqualifizierende Instanz und reagiert auf die stärker werdende Nachfrage nach Qualifizierungen für die Arbeit als Hundetrainer. Auch die IHKs in Stade und Südlicher Oberrhein in Freiburg greifen auf das von der IHK Potsdam und dem BHV erarbeitete Qualifikationsangebot zurück. Die IHK Stade bietet zudem die Aufstiegsfortbildung Hundefachwirt/ -in IHK an, die ebenfalls in Potsdam entwickelt wurde. Im Rahmen dieses Bildungstransfers stellen die beteiligten IHKs sicher, dass der hohe Qualitätsanspruch der Weiterbildungsinhalte, aber auch der theoretischen wie praktischen Zertifikatstestate sowie der fachpraktischen Leistungsnachweise bei allen gleichermaßen Anwendung findet. Für die IHK-Aufstiegsfortbildung Hundefachwirt/ -in IHK ist die besondere Rechtsvorschrift nach dem Berufsbildungsgesetz maßgebend, die sowohl in Potsdam als auch in Stade erlassen wurde. Sie enthält unter anderem Prüfungsstandards.

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Praxispartner: auf gute Zusammenarbeit Bei der Entwicklung und Umsetzung von Qualifizierungsangeboten kann die IHK Potsdam auf ein großes Netzwerk von Partnern zurückgreifen. Mit ihnen werden vor allem die fachspezifischen Aspekte abgedeckt: Der Dachverband für Haustierverhaltensberatung in Europa e.V. (DHVE) wurde 2013 in Stuttgart gegründet. Hauptziel dieses Verbandes ist neben der Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene auch eine starke Lobbyarbeit. Der Dachverband möchte zudem in wichtigen Fragen der Haustierhaltung politischen Einfluss ausüben. Die Organisation vereint mehr als 1.500 Menschen, die mit Hunden und anderen Heimtieren arbeiten – darunter Tiertrainer, Hundeerzieher, Tierverhaltensberater, Biologen und Tierärzte.  Infos: www.dhve.de Der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV) vertritt die Interessen von rund 750 Mitgliedern und knapp 250 Hundeschulen in der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde 1996 mit dem Ziel gegründet, Hundeerzieher und Verhaltensberater weiterzubilden, ein bundeseinheitliches Berufsbild zu schaffen und für den Einsatz von tierschutz- und artgerechten Methoden bei Zucht, Ausbildung, Aufzucht, Erziehung und Haltung von Hunden zu werben.  Infos: www.bhv-net.de Der Brandenburgische Präventions- und Rehabilitationssportverein e.V. ist der größte Sportverein im Landessportbund Brandenburg. Er hat sich zum Ziel gesetzt hat, mit sportlichen Mitteln vor allem denen Hilfe und Betreuung zu geben, die ihre Lebensqualität gesundheitsbewusst verbessern wollen. Der Verein betreibt eine Rollireitschule in Radensleben (Ost­ prignitz-Ruppin). Seit 2009 trägt der Hof den Titel Landesstützpunkt des Behinderten-Sportverband Brandenburg e.V.  Infos: www.rollireitschule-radensleben.de Die Deutsche Gesellschaft für Tiergestützte Therapie e.V. widmet sich auf professionellem Niveau Tieren im therapeutischen Einsatz. Ziel ist es, Menschen auszubilden, die in der tiergestützten Therapie oder Pädagogik arbeiten.  Infos: www.tiere-mit-job.de

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Campingparkbetreiber: auf den Hund gekommen Dieter Lübberding ist auf den Hund gekommen. Der Betreiber des Königlichen Campingparks Sanssouci zu Potsdam/ Berlin und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich ganz auf Urlauber mit Hund eingestellt. Der Tourismusfachwirt IHK und mehrfach ausgezeichnete Touristiker gestattet seinen Gästen, nicht nur ihre Partner auf vier Pfoten mit auf den idyllischen Campingplatz am Dieter Lübberding, TouTempliner See zu nehmen. Er hat auch rismusfachwirt IHK und Chef des Königlichen ein Dienstleistungsangebot rund um Campingparks Sanssouci Hund und Halter entwickelt. Während zu Potsdam/ Berlin. seine Gäste in Ruhe die Brandenburgische Landeshauptstadt erkunden, gehen Hundetrainer mit IHK Zertifikat mit den Hunden Gassi. Falls gewünscht, können Halter und Hund Spielstunden, Verhaltens- oder Beschäftigungskurse buchen. Gut funktioniert die Kooperation mit der PRO DOG - Hundeschule und Hundepension in Groß Kienitz. In dem IHK-Mitgliedsbetrieb werden die Urlauber-Hunde rundum versorgt. Komplettiert wird der Service auf dem Königlichen Campingpark Sanssouci zu Potsdam/ Berlin von einer Hundedusche und einem kleinen Hundefreilauf. Immerhin kommt jeder fünfte Gast mit Wohnwagen und Hund. Der Campingpark wurde vor 60 Jahren eröffnet und befindet sich in der Pirschheide. Der Platz verfügt über 240 Stellplätze. Es gibt Spiel- und Sportflächen und ein auf die regionale preußische Küche spezialisiertes Restaurant. Als Ausbildungsbetrieb für Tourismus und Freizeit arbeitet der Campingpark eng mit der IHK Potsdam zusammen. Dieter Lübberding ist froh, dass er mit dem KompetenzCentrum Freizeitwirtschaft Mensch & Tier einen Partner gefunden hat, der dem Anspruch seines Tourismusbetriebes gerecht wird und welcher die Nachfrage nach Angeboten rund um den Hund und das Haustier befriedigt. Infos: www. camping-potsdam.de

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Kontakt & weitere Informationen: Bildungszentrum der IHK Potsdam Breite Straße 2 a-c |14467 Potsdam Telefon: 0331 2786-279 | Telefax: 0331 2786-288 E-Mail: bildung@ihk-potsdam.de Internet: www.ihk-potsdam.de IHK-Weiterbildung im IHK-Forum Karlstraße 88 | 40210 Düsseldorf Telefon: 0211 17243-35 | Telefax: 0211 17243-39 E-Mail: forum@duesseldorf.ihk.de Internet: www.duesseldorf.ihk.de

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Imagebroschüre des IHK KompetenzCentrums Mensch & Tier | Herausgeber: IHK Potsdam, Bildungszentrum

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