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ERNÄHRUNG

AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 38. Ausgabe, Dezember 2005

ICH BRAUCHE KEINE

WIRKLICH NICHT? Was Vitalstoff-Präparate für die Unterstützung Ihrer Gesundheit tun können

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Pillen!


Editorial

ie wirtschaftliche Situation unseres Landes wird zusehends schlechter. Die Menschen sparen, wo sie nur können, und drehen den Cent dreimal um, bevor sie ihn ausgeben. Verständlich! Denn Politik und Medien haben es geschafft, die Verbraucher so zu verunsichern, dass sie lieber sparen, als Geld auszugeben – selbst bei sinnvollen Dingen sparen viele. Auch der Regierungswechsel zeigt bisher keine Aussicht auf Verbesserung der Situation. Aber man sollte sich nicht verunsichern lassen, und an einem sollte man auf keinen Fall sparen: an der Gesundheit! „Das letzte Hemd hat keine Taschen“, sagt der Volksmund zu Recht.

Denken Sie positiv, und werden Sie zu Ihres Glückes Schmied. Auch vertrauensvolle Kontakte zu anderen Menschen sind wichtig und geben Rückhalt – auch wenn man derzeit glaubt, sie nicht zu brauchen: Raffen Sie sich auf und beleben Sie alte Kontakte oder schaffen Sie neue. Entscheiden Sie sich für Ihre Gesundheit! Mit dieser MEDICOMSonderausgabe wollen wir Ihnen interessante Informationen rund um das Thema Gesundheit nahe bringen und Sie über sinnvolle Vitalstoff-Präparate informieren. Denn eine zusätzliche Vitalstoffversorgung kann die Gesundheit unterstützen und die Lebensqualität erhalten.

sind. Richtig ist, dass Vitalstoffe helfen können, die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Unter dem Titel: „Ich brauche keine Pillen! Wirklich nicht?“ finden Sie objektive Argumente auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen, die Ihnen vor Augen führen, was Nahrungsergänzungen leisten können – und was nicht.

Im Artikel „Ich brauche keine Pillen! Wirklich nicht? “ erfahren Sie unter anderem, welche Vorsorgemaßnahmen Sie ergreifen können, um Ihre Gesundheit und Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten. Investieren Sie besser jetzt in Ihre Gesundheit. Für mehr Wohlbefinden und Lebensqualität ist es am wichtigsten, dass Sie die Verantwortung für Ihre Gesundheit übernehmen. Warten Sie nicht, bis eine Krankheit den Gang zum Arzt erzwingt. Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen wahr. Ernähren Sie sich gesund, sorgen Sie dafür, dass Sie sich viele Vitalstoffe zuführen, und ergänzen Sie Ihre Ernährung bei Bedarf mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat. Essen Sie weniger Fleisch und mehr Obst und Gemüse. Halten Sie Ihren Geist aktiv, lernen Sie eine Sprache oder tun Sie etwas, was Ihre kleinen grauen Zellen fordert.

Wir haben uns in dieser Sonderausgabe eines Themas angenommen, das sicher viele von Ihnen zuweilen beschäftigt: Brauchen wir Nahrungsergänzungen und was können Nahrungsergänzungen wirklich leisten? Eins ist sicher: Nahrungsergänzungen können helfen, Ihre Gesundheit zu unterstützen und Ihre Lebensqualität zu erhalten. Kritiker führen oft Argumente ins Feld, die nicht stichhaltig sind. So behaupten sie häufig, die Menschen würden durch Nahrungsergänzungen dazu verleitet, sich ungesund zu ernähren. Doch gerade Menschen, die wissen, wie wichtig eine gesunde Ernährung für die Gesunderhaltung ist, greifen vermehrt zu Nahrungsergänzungen – das hat eine Studie bewiesen. Mit Erfolg. Denn eine weitere Studie beweist, dass auch bei ausgewogener vitalstoffreicher Ernährung Nahrungsergänzungen positiv

„Die Zeit, die uns auf dieser Erde zur Verfügung steht, ist Gottes Geschenk. Es ist das Kapital, über das wir frei verfügen können. Wir müssen die Zeit respektieren, aber wir müssen uns ihr nicht unterwerfen. Wir haben es in der Hand, mit unseren Gedanken in der Vergangenheit und Zukunft zu verweilen oder die Gegenwart wahrzunehmen und zu gestalten.“ Sie finden diese Sätze sehr theoretisch? Aber wahrscheinlich halten Sie sie auch für richtig. Manchmal ist es nicht so leicht, eigentlich sehr einfache Dinge in ihrer Einfachheit zu begreifen. Man muss erst einen Schritt zurücktreten, um sich ihrer wieder bewusst zu werden. Wie der Tatsache, dass uns unsere Zeit geschenkt wurde, sie uns selbst gehört. Eine kleine Zeitreise, die zum Nachdenken anregen soll, erwartet Sie unter dem Titel „Jetzt!“ in unserer Mental-Serie.

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Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre

Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma AG


Inhalt Titelthema:

Ich brauche keine Pillen! Wirklich nicht? Enthält Ihre Ernährung tatsächlich

keinerlei Umweltgiften ausgesetzt.

alles, was Sie zum Gesund bleiben

Für den unwahrscheinlichen Fall,

brauchen? Sie sind nicht älter als

dass dies alles auf Sie zutrifft, sind

50 Jahre, pflücken Ihre Früchte

Sie wahrscheinlich ausreichend mit

im Garten, bauen Ihr Gemüse

Vitalstoffen versorgt. Allen anderen

selbst an und nehmen sich genügend

Lesern sei die Lektüre dieses Artikels

Zeit, alles vitalstoffschonend zu-

angeraten. Sie erfahren, was Nah-

zubereiten. Sie angeln Ihren Fisch

rungsergänzungen wirklich leisten

selbst und haben Biokühe im Stall.

können und welche nicht zu

Natürlich trinken Sie keinen Alkohol

empfehlen sind.

und rauchen nicht, nehmen keine Medikamente ein, treiben viel Sport und sind häufig an der frischen Luft. Dort sind Sie aber

Körper & Seele:

Das Geheimnis der Glückspilze

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Was haben manche Menschen nur an sich, dass sie permanent Glück haben, während andere vom Pech verfolgt scheinen? Die richtige Einstellung! Wie auch Sie aus sich einen Glückspilz machen können, lesen Sie auf diesen Seiten. Denn jeder hat dazu alles, was er braucht.

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Bewegung & Fitness:

Wandern – zurück zur Natur In Deutschland haben wir eine ideale und abwechslungsreiche Wanderlandschaft direkt vor der Haustür. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum die Zahl der „Wandervögel“ kontinuierlich zunimmt, denn Wandern ist ein Megatrend. Lassen Sie sich mitreißen und schnüren Sie die Wanderstiefel.

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Kurzmeldungen: Granatäpfel gegen Prostatakrebs Rauchende Eltern erhöhen das Krebsrisiko ihrer Kinder „Schmerzmittel“ Olivenöl Gesundheitsmeldungen Stichwort: Vogelgrippe Mann und Frau sind sich ähnlicher, als man glaubt Fisch schützt vor Darmkrebs

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Körper & Seele: Das Geheimnis der Glückspilze

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Mental-Serie: Jetzt! Gestern? Morgen?

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Fotowettbewerb

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Bewegung & Fitness: Wandern – zurück zur Natur

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Titelthema: Ich brauche keine Pillen! Wirklich nicht?

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Essen & Trinken: Vitalstoff-Rezept

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Rubriken: Editorial Impressum Rätselseite

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Granatäpfel gegen Prostatakrebs ute Nachrichten kommen aus den Laboren Amerikas: In Labor- und Tierversuchen konnte Granatapfelextrakt das Wachstum von Prostatakrebs hemmen. Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität Wisconsin behandelten in einem Laborversuch Prostatakrebszellen mit unterschiedlichen Mengen Granatapfelextrakt. Das Ergebnis: Je mehr Extrakt die Forscher verwendeten, desto langsamer wuchsen die Tumorzellen. Zudem verpflanzten die Forscher aggressive menschliche Prostatakrebszellen in Mäuse und fütterten die Tiere dann mit Granatapfelextrakt. Auch hierbei verringerte sich das Tumorwachstum. Die verwendete Dosis entsprach bei Menschen etwa einem bis zwei Granatäpfeln pro Tag. In weiteren Studien wollen die Forscher nun die Wirksamkeit des Fruchtsafts beim Menschen untersuchen. Der Granatapfel ist eine aus dem mittleren Osten stammende tiefrote bis blassrosa Frucht. Im Mittelmeerraum, beispielsweise in Ägypten, Spanien, Tunesien, Israel und der Türkei, wird sie seit Jahrhunderten kultiviert, und ihr Saft wird zu Grenadinesirup verarbeitet, der in Getränken und Desserts Verwendung findet. Wahrscheinlich war die Frucht des „Baums der Erkenntnis“ der biblischen Schöpfungsgeschichte ursprünglich ein Granatapfel. Lateinisch wird er Punica granatum genannt.

FOTO: GETTY-IMAGES, DPNY

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Rauchen sollte für Eltern tabu sein. Nicht nur, dass das Passivrauchen das Risiko der Kinder, an Lungen- und Nasenkrebs zu erkranken, erhöht – Kinder rauchender Mütter haben zudem ein erhöhtes Risiko, an Blasen- und Nierenkrebs zu erkranken.

Rauchende Eltern erhöhen das Krebsrisiko ihrer Kinder Passivrauchen in der Kindheit erhöht vor allem das Risiko für Lungen- und Nasenkrebs. Doch darüber hinaus haben Kinder rauchender Mütter ein erhöhtes Risiko, an Blasen- oder Nierenkrebs zu erkranken, weil sie im Mutterleib und beim Stillen den Zigarettengiften ausgesetzt waren. orscher des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg hatten für ihre Studie auf Daten des schwedischen Familien-Krebsregisters zurückgegriffen, in dem Krebserkrankungen schwedischer Familien über Generationen hinweg aufgeführt werden. Als Indikator für den Tabakkonsum der Eltern wählten die Forscher die Erkrankung an Lungenkrebs. Sie untersuchten dann Nachkommen von Lungenkrebspatienten auf Krebserkrankungen, die mit dem Konsum von Tabak in Verbindung gebracht werden.

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Durch den Vergleich mit den Erkrankungsraten bei Nachkommen nicht rauchender Eltern konnten die WissenFOTO: DPNY

schaftler spezifische Krebsrisiken berechnen, die nicht mit den eigenen Rauchgewohnheiten der Betroffenen oder mit erblichen Risiken zu erklären sind. Bei Kindern rauchender Mütter zeigte sich ein 1,5-fach erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen der oberen Luftwege. Das Risiko, an Nasenkrebs zu erkranken, erhöhte sich dreifach. Bei Lungenkrebs lag die Erkrankungsrate bei Kindern von Rauchern um 70 Prozent höher als bei Kindern aus Nichtraucherfamilien. Wenn die Mütter rauchten, war zudem auch das Blasenkrebsrisiko der Kinder 1,5-mal so hoch. Dieses Ergebnis sollte für alle Eltern Anlass genug sein, mit dem Rauchen aufzuhören.


Gesundheitsmeldungen GANZ KURZ

Mehr Falten durch Botox Amerikanische Dermatologen vom Weill Cornell Medical College haben in einer Studie festgestellt, dass Injektionen mit dem Nervengift Botox möglicherweise die Faltenbildung an anderer Stelle fördern. Dies gelte zumindest bei einer längeren Anwendung von mindestens einem Jahr. Botox wird gegen Falten um die Augen und auf der Stirn gespritzt. Dort soll es die Falten durch Lähmung der Nerven glätten. Doch die Mimik lässt sich nicht gänzlich abstellen. Es können deshalb Falten an anderen Stellen entstehen.

„Schmerzmittel“ Olivenöl Olivenöl wirkt ähnlich wie ein Schmerzmittel Ein US-Forscherteam hat herausgefunden, dass Olivenöl eine entzündungshemmende Substanz enthält, die auf gleiche Weise arbeitet wie der Wirkstoff Ibuprofen. war hilft Olivenöl nicht gegen akute Schmerzen, weil der Inhaltsstoff Oleocanthal dafür nicht stark genug wirkt, möglicherweise beugt der regelmäßige Verzehr aber – genau wie das Schmerzmittel Ibuprofen – bestimmten Krebsarten und Herz-Kreislauf-Leiden vor. Die Idee zur Untersuchung hatten die Forscher, weil sie beobachteten, dass frisch gepresstes Olivenöl genau wie das Schmerzmittel Ibuprofen ein Brennen im Hals verursacht. Dr. Gary Beauchamp vom Monell Chemical Senses Center der University of the Sciences in Philadelphia und seine Mitarbeiter suchten daraufhin nach dem dafür verantwortlichen Inhaltsstoff und nannten ihn Oleocanthal. Dem Oleocanthal verdankt Olivenöl auch seine gesundheitsfördernde Wirkung. In weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass es tatsächlich genau wie Ibuprofen die so genannten Cox-Enzyme im Stoffwechsel hemmt. Diese Enyme sind beteiligt an

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der Herstellung bestimmter Botenstoffe (Prostaglandine), die eine Schlüsselfunktion bei der Schmerzweiterleitung und bei Entzündungsreaktionen haben. Die Wissenschaftler haben berechnet, dass 50 Gramm Olivenöl am Tag etwa zehn Prozent der Wirkung einer Ibuprofendosis für Erwachsene haben. Um allein damit Kopfschmerzen zu vertreiben ist das leider zu wenig. Mit der Identifikation von Oleocanthal in Olivenöl ist aber vermutlich eine Erklärung für die gesundheitsfördernde Wirkung der mediterranen Ernährung gefunden worden, bei der viel Olivenöl verwendet wird. Ein hoher Anteil an Oleocanthal wirkt demnach im Organismus genauso wie Ibuprofen und andere Schmerzmittel aus der Gruppe der so genannten nicht-steroidalen Entzündungshemmer. Diese Medikamente fördern die Durchblutung, können Arteriosklerose vorbeugen und möglicherweise bestimmte Krebsarten verhindern.

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Freunde verlängern das Leben Freunde machen das Leben nicht nur reicher, sondern auch länger, das haben jetzt Wissenschaftler festgestellt. Die Forscher von der Universität Adelaide in Australien untersuchten über zehn Jahre lang knapp 1.500 Studienteilnehmer, die 70 Jahre und älter waren. Ihr Fazit: Menschen, die über viele gute Freundschaften verfügen, leben wesentlich länger. + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Meerrettich: natürliches Antibiotikum Die scharfe Rettichwurzel ist sowohl ein Bakterienkiller als auch eine Vitaminbombe. Meerrettich hat einen doppelt so hohen Vitamin-C-Gehalt wie eine Zitrone. Die Senföle, die ihm seinen scharfen Geschmack geben, wirken auch gegen Bakterien. In der Volksmedizin ist der Meerrettich deshalb als Arznei bei Erkrankungen von Harnwegen und Atemwegen bekannt. + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Medikamente und Autofahren Nicht nur Alkohol, auch Medikamente können Reaktionen im Straßenverkehr negativ beeinflussen. Daher sollte man, wenn man Medikamente einnimmt und Auto fährt, vorher den Beipackzettel lesen und darauf achten, ob vor dem Fahren eines Fahrzeuges gewarnt wird. Zumeist handelt es sich dabei um Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, Medikamente gegen Allergien und starke Schmerzmittel. Manche Grippemedikamente sind aber auch betroffen.

FOTO: FOODPIX

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Leider nichts gegen akute Kopfschmerzen, aber langfristig ein gutes Mittel um bestimmten Krebserkrankungen vorzubeugen – das köstliche Olivenöl. Forscher haben einen von vielen Gründen für die gesunde Wirkung der Mittelmeerküche herausgefunden.

Musik gegen Schmerzen Laut einer Studie des Schmerzzentrums der Universität Heidelberg in Kooperation mit anderen deutschen Schmerzkliniken kann Musik eine sehr wirksame Schmerztherapie sein. 120 Patienten spielten im Rahmen der Studie nach einem sehr genauen Zeitplan Instrumente wie Gong oder Xylofon. Bei zwei Dritteln der Kranken lösten sich daraufhin seelische Verspannungen und auch die Schmerzen ließen nach. Musiktherapie ist besonders bei chronischen Schmerzzuständen ohne erkennbare organische Ursache sehr wirksam. Auch eine Studie der Universität Montreal kam zu dem Ergebnis, dass Schmerzen bei Musik um rund 15 Prozent weniger schlimm erscheinen.


FOTO: THE IMAGE BANK

Das Vogelgrippevirus H5N1 ist nur für Vögel hochinfektiös, für Menschen ist es nur wenig ansteckend

Stichwort:

Vogelgrippe

Winterzeit ist Grippezeit. Wie in jedem Herbst wird Risikopatienten, also älteren und kranken Menschen oder Kindern, deshalb geraten, sich der jährlichen Grippeschutzimpfung zu unterziehen. Seit Mitte Oktober bereiten neue Grippeviren vom Tier den Menschen große Sorgen – es kursiert die Angst vor der Vogelgrippe. Doch es sei vorweg erwähnt: Das Vogelgrippevirus betrifft Vögel und ist für Menschen nur in extrem seltenen Fällen ansteckend. Was ist die Vogelgrippe? Der Begriff Vogelgrippe (= aviäre Influenza) ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für Erkrankungen, die bei Vögeln durch Grippeviren ausgelöst werden. Gegenwärtig meint man damit allerdings in der Regel eine besonders aggressive Form der Geflügelpest, die vom Influenza-A-Virus H5N1 hervorgerufen wird. Dieser für Geflügel hochansteckende Vogelgrippeerreger grassiert seit Ende 2003 in Südostasien. Trotz dortiger massiver Notschlachtungsmaßnahmen breitete sich 6

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das H5N1-Virus immer weiter nach Westen aus, bis es Ende Oktober auch Südrussland, Griechenland und Kroatien erreicht hat und dadurch näher an Deutschland gerückt ist. Für die meisten Vogelarten, aber insbesondere für Hühner, ist das Virus in sehr kurzer Zeit tödlich. Bestimmte Vogelarten, wie beispielsweise Enten oder Wildgänse, können aber mit Vogelgrippe infiziert sein und trotzdem keine Krankheitssymptome aufweisen, sie können das H5N1-Virus also unbemerkt übertragen.

Der Erreger wird von den infizierten Tieren mit ihrem Kot ausgeschieden. Andere Tiere stecken sich an, indem sie das virusinfizierte Material aufpicken oder einatmen. Aber auch über kontaminierte Personen und deren Kleidung, Geräte, Fahrzeuge oder Verpackungen kann die Vogelgrippe übertragen werden. Allerdings ist das Grippevirus hitzeempfindlich; durch Erhitzen, Braten oder Kochen wird der Erreger unschädlich gemacht. Eine Impfung befallener Tiere ist in Europa verboten, weil geimpfte Tiere nicht von nicht geimpften Tieren zu unterscheiden sind. Daher ist das einzige Mittel zur Bekämpfung der Seuche die Notschlachtung. Tritt ein Fall von Geflügelpest auf, wird die betroffene Region deshalb sofort unter strenge Quarantäne gestellt, und nicht nur die Tiere im befallenen Hof, sondern alle Tiere im Quarantänebezirk werden umgehend getötet, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Maßnahmen zum Schutz des Tierbestands Seit die Vogelgrippe auf dem Vormarsch nach Europa ist, sind deutsche Behörden und Gesundheitsinstitutionen in Alarmbereitschaft. Aus Angst vor einer möglichen Übertragung des Virus auf hiesige Vögel durch Zugvögel aus Südrussland


von einem Lungenleiden befallen. Von zirka 120 Menschen, die sich bislang mit dem Vogelgrippeerreger infiziert haben, ist etwa die Hälfte verstorben. Zur Bekämpfung von Grippeviren stehen derzeit weltweit nur zwei Medikamente zur Verfügung: Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir) und Relenza (Zanamivir). Bei beiden Medikamenten handelt es sich um so genannte Neuraminidasehemmer. Die Neuraminidase ist ein Enzym, das die Influenza-A-Viren auf ihrer Oberfläche tragen. Das Enzym zerschneidet eine Bindung, durch die neu entstandene

Besteht die Gefahr einer Pandemie? Im letzten Jahrhundert wurde die Menschheit mehrmals von tödlichen Grippewellen heimgesucht, als schwerste ist die so genannte „Spanische Grippe“ aus dem Winter 1918/19 bekannt. Die letzte Grippewelle liegt allerdings fast 40 Jahre zurück.

Stellt das Vogelgrippevirus eine Gefahr für den Menschen dar? Das Vogelgrippevirus H5N1 ist nur für Vögel hochinfektiös, für Menschen ist es nur wenig ansteckend. Nur wenn Mensch und Geflügel räumlich in sehr engem Kontakt stehen, wie es in bestimmten Teilen Südostasiens der Fall ist, kann es zu einer Ansteckung mit dem H5N1-Virus kommen. Ist eine Ansteckung erfolgt, nimmt die Erkrankung zumeist einen raschen Verlauf. Die Erkrankten werden in der Regel

menschliches Grippevirus (Influenza, z. B. H3N2) • hoch ansteckend • selten tödlich

Würde eine menschliche Zelle sowohl mit dem menschlichen Grippevirus als auch mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert, könnte dabei ein neues Supervirus entstehen. Vogelgrippe-Virus (z. B. H5N1) • kaum ansteckend • häufig tödlich

Viruspartikel an der infizierten Körperzelle festgehalten werden. Erst durch die Neuraminidase wird das Virus befähigt, sich von seiner Wirtszelle zu lösen, weitere Zellen zu infizieren und sich so im ganzen Körper auszubreiten. Hier setzen die Neuraminidasehemmer Tamiflu und Relenza an; sie inaktivieren die Neuraminidase. Auf diese Weise wird die Grippeinfektion zwar nicht verhindert, aber der Krankheitsverlauf wird abgeschwächt. Die beiden Medikamente wirken wahrscheinlich auch gegen die Vogelgrippe. Allerdings wurden sie erst bei wenigen Menschen getestet beziehungsweise angewendet.

FOTO: MATTHIAS KULKA

wurde bundesweit die Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Noch mehr Sorge als die Zugvögel bereitet den Experten aber die große Ansteckungsgefahr, die von illegalem Tierhandel ausgeht oder aber von Reisenden, die das Virus unwissentlich oder fahrlässig einschleppen könnten. Um illegalen Tierhandel zu verhindern, wurden die entsprechenden Grenz-, Zoll- und Flughafenkontrollen massiv verstärkt. Außerdem ist es verboten, aus den betroffenen Ländern Geflügel und Vögel aller Art zu importieren sowie Fleisch, Eier und andere Produkte vom Geflügel, Federn oder unbehandelte Jagdtrophäen in die Europäische Union einzuführen. Zudem sollen Reisende in den von der Vogelgrippe betroffenen Gebieten direkte Tierkontakte meiden und auf den Besuch von Geflügelmärkten verzichten, um das Virus nicht unbemerkt nach Deutschland einzuschleppen. Um keine Infektion zu riskieren, sollten Geflügelfleisch und -produkte in betroffenen Ländern nur gekocht oder gut durchgebraten verzehrt werden.

H5N1 ist das Virus, das die gegenwärtige Vogelgrippe auslöst. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass sich das Vogelgrippevirus durch den Verzehr von Eiern und Geflügelfleisch auf den Menschen übertragen kann.

Das Influenza-A-Virus H5N1 selbst kann keine solche Pandemie auslösen, denn es ist für Menschen wie gesagt nur sehr wenig ansteckend und wurde bisher auch erst in zwei Fällen von Mensch zu Mensch übertragen. H5N1 ist seinen genetischen Anlagen nach so verschieden von den menschlichen Grippeviren, dass ihm wichtige Eigenschaften fehlen, um dem Menschen wirklich gefährlich werden zu können. Denn es ist für den Menschen nur in

Die Entstehung eines Supervirus Entscheidend dafür, ob ein solches Supervirus „überlebensfähig“ wäre, ist die Frage, ob es auch von Mensch zu Mensch übertragen werden könnte.

menschliches Grippevirus

neuer Virenstamm mit ungünstigen Eigenschaften

Wirtszelle

• hoch ansteckend • häufig tödlich neues Virus Vogelgrippe-Virus

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Kein Grund zur Panik Derartige Verlautbarungen haben in Deutschland regelrecht Angst ausgelöst. Noch nie war die Impfrate so hoch wie in diesem Herbst – obwohl die Grippeschutzimpfung gar nichts gegen die Vogelgrippe ausrichten kann. Unzählige Deutsche haben sich inzwischen mit Tamiflu eingedeckt, trotz der Verschreibungspflicht dieses Medikaments. Und viele Verbraucher essen schon jetzt kein Geflügelfleisch mehr, wenngleich der Erreger H5N1 Deutschland noch gar nicht erreicht hat, Verbote für Geflügel-Importe aus den betroffenen Regionen bestehen und das Virus außerdem durch Braten und Kochen unschädlich gemacht wird. Das ist unnötige Panik, sagen Kritiker. Denn die eigentliche Bedrohung besteht nach wie vor für den deutschen Tierbestand, nicht für die Menschen. Die stark gestiegene Grippeimpfrate ist an sich zunächst positiv, denn je mehr Menschen in Deutschland gegen die normale Grippe geimpft sind, umso weniger können sich die menschlichen Grippeviren verbreiten. Dennoch schützt die Grippeschutzimpfung nicht gegen H5N1 oder sich möglicherweise daraus entwickelnde Viren, da ein Impfstoff immer genau an den jeweiligen Virustyp angepasst sein muss. Ein Impfstoff gegen ein Vogelgrippevirus, das 8

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auch für den Menschen infektiös ist, kann also erst dann entwickelt werden, wenn ein solcher Erreger überhaupt entstanden ist. Bisher existiert noch keine für den Menschen bedenkliche Variante des Vogelgrippevirus. Man weiß noch nicht einmal, ob H5N1 überhaupt jemals in der Lage sein wird, zur Gattung Mensch überzuspringen. Allerdings bemüht sich ein Forschungsprojekt, jetzt bereits gewisse „Impfstoffprototypen“ zu erstellen, um im Ernstfall die Entwicklung des Impfstoffs abkürzen zu können. Denn zur Entwicklung von Impfstoffen werden für gewöhnlich sechs Monate benötigt. Sollte sich ein solches „Killervirus“ aber tatsächlich bilden, wird dies auch nicht in Deutschland geschehen, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach in Südostasien, wo Geflügel, Schweine und Menschen eng zusammenleben und somit ein Aufeinandertreffen der Grippeviren von Mensch und Tier am ehesten möglich ist. Beim ersten Auftreten eines gefährlichen Grippeerregers würden außerdem weltweit Pandemienotfallpläne aktiviert. Auch die deutschen Behörden und Gesundheitsinstitutionen sind für den Ernstfall entsprechend gewappnet. Ungeklärt ist, ob die empfohlene Medikamenteneinlagerung von Tamiflu für 20 Prozent der Bevölkerung von den deutschen Bundesländern noch ausreichend bewerkstelligt werden kann. Deshalb haben sich viele Deutsche mit dem Medikament Tamiflu bevorratet. Kritiker halten diese private Hortung aber für bedenklich. Das Grippemedikament

kann auch Nebenwirkungen erzeugen und ist zudem nur wirksam, wenn es innerhalb von 24 bis 36 Stunden nach dem Auftreten erster Krankheitssymptome eingenommen wird. Diese ersten Grippeanzeichen unterscheiden sich aber kaum von einem einfachen Schnupfen. Deshalb wird befürchtet, übervorsichtige Menschen könnten das Medikament vorschnell einnehmen, ohne überhaupt an einem gefährlichen Grippevirus erkrankt zu sein. Das Medikament sollte daher erst dann von den Verbrauchern angewendet werden, wenn tatsächlich in ihrem Umfeld gefährliche Grippeerkrankungen vorgekommen sind, wenn sie sich „grippig“ fühlen und wenn wirklich vom Arzt oder mittels Schnelltest eine Erkrankung diagnostiziert wurde. Mediziner befürchten außerdem, dass sich bei übermäßiger unangebrachter Anwendung des Medikaments weltweit Resistenzen gegen die Neuraminidasehemmer entwickeln könnten, die dann nicht mehr gegen die Influenzaviren wirken würden. Damit hätte sich die Menschheit dann des einzigen derzeit verfügbaren Arzneimittel gegen gefährliche Grippeviren beraubt. Eine gute Nachricht zum Schluss: Unlängst verkündete der Tamiflu-Hersteller, dass er die Produktion des Medikaments bis Mitte 2006 auf das Zehnfache steigern werde und auch Ländern und Unternehmen Lizenzen des Medikaments anbieten werde, sodass der weltweite Nachfrageboom künftig problemlos bedient werden kann (Stand: 25.10.2005)

FOTO: ECOPIX FOTOAGENTUR, KEVIN LEE

seltenen Fällen ansteckend und kann nur unter außergewöhnlichen Bedingungen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Allerdings wandelt sich das genetische Material von Influenzaviren stetig. Ihre Gene können individuelle Veränderungen durchlaufen, was fachsprachlich als „Gendrift“ bezeichnet wird. Außerdem sind Influenzaviren in der Lage, untereinander ganze Genabschnitte auszutauschen („Genshift“) und sich auf diese Weise neue Fähigkeiten anzueignen. Das könnte zum Beispiel dann passieren, wenn sich ein Organismus, der ein Vogelgrippevirus unbemerkt in sich trägt, gleichzeitig auch mit menschlichen Grippeviren ansteckt und es dann zwischen diesen beiden Viren zum Austausch kommt. Theoretisch könnten Vogelgrippeviren, wie zum Beispiel H5N1, durch solche genetischen Veränderungen letztlich die Fähigkeit erwerben, auch für den Menschen hochansteckend zu sein. Ein solches Virus wäre dann tatsächlich sehr gefährlich. Denn gerade weil sich H5N1 seinen Genen nach so stark von menschlichen Grippeviren unterscheidet, besitzen die Menschen bisher auch keine Abwehrmechanismen gegen Virenstämme vom Typ H5.

Seit 2003 breitete sich die Vogelgrippe zunächst in Asien aus. Inzwischen ist sie auf dem Vormarsch nach Europa. Die Vogelgrippe wird vom Influenza-A-Virus verursacht, das in 16 Unterarten, so genannten H-Subtypen, vorkommt. Alle 16 Subtypen können Vögel infizieren, wobei die auch als „Geflügelpest“ bekannten schweren Ausbrüche durch die mit H5 und H7 bezeichneten Subtypen verursacht werden.


Typisch Frau. Plappert stundenlang mit Freundinnen am Telefon, sammelt Schuhe und will permanent über ihre Beziehung reden?

Fisch schützt vor Darmkrebs chon 100 Gramm Fisch am Tag senken das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um etwa die Hälfte. Das hat eine große Studie mit Studienteilnehmern aus zehn verschiedenen europäischen Ländern erwiesen.

Mann und Frau sind sich ähnlicher, als man glaubt Das Klischee von Marsmännern und Venusfrauen wurde in einer Studie widerlegt. rauen telefonieren stundenlang, kaufen massenhaft Schuhe und wollen dauernd über die Beziehung reden. Männer wollen dagegen ihre Ruhe haben und stattdessen Fußball gucken. So sieht die Geschlechterwelt in unseren Köpfen aus. Doch welche Begründung gibt es eigentlich dafür, dass Frauen angeblich nicht einparken und Männer nicht zuhören können? Damit man darüber Bücher und Theaterstücke schreiben kann und sich nicht mehr die Mühe machen muss, den anderen zu verstehen. Das könnte eine Erklärung sein, denn die verbreiteten Vorstellungen stimmen nicht. Die Psychologin Janet Shibley Hyde hat herausgefunden, dass Männer und Frauen sich in vielerlei Hinsicht sehr viel mehr ähneln, als in Medien und populärwissenschaftlichen Büchern immer wieder behauptet wird. Das schreibt die Forscherin in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift American Psychologist (Bd. 60, S. 581, 2005).

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Hyde analysierte 46 Studien aus den vergangenen 20 Jahren auf geschlechterspezifische Unterschiede. Das Ergebnis: Sie fand kaum Differenzen zwischen Frauen und Männern hinsichtlich der psychologischen Fähigkeiten. Im Hinblick auf

Persönlichkeit, Kommunikationsverhalten, Gedächtnisfähigkeit und Führungsstil sind Frauen und Männer sich wesentlich ähnlicher als bisher angenommen. Natürlich gibt es auch Unterschiede. Dazu zählen die motorischen Fähigkeiten. So können Männer weiter werfen, weil sie über mehr Muskelmasse verfügen. Auch im Bereich der Sexualität gibt es Unterschiede, was zum Beispiel die Einstellung zu kurzfristigen Beziehungen angeht. Auch in puncto Aggressionsverhalten sind Männer und Frauen anders.

Im Rahmen der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) wurden rund 520.000 Studienteilnehmer seit dem Jahr 1992 zu ihren Ernährungsgewohnheiten und ihren Lebensumständen befragt. In Deutschland waren unter anderem das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg und das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in PotsdamRehbrücke an der Studie beteiligt. Ganz unerwartet kommt das Ergebnis nicht. So ist schon seit langem bekannt, dass es in Japan, wo traditionell mehr Fisch und weniger Fleisch verzehrt wird, deutlich seltener zu Darmkrebs kommt als in Europa oder den USA. Auch ist der positive Einfluss eines hohen Fischverzehrs auf die Entstehung und den Verlauf der entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn bereits in zahlreichen Studien belegt. Vermutlich können die Omega-3-Fettsäuren über ihren Einfluss auf das Immunsystem auch das Wachstum von Krebszellen bremsen.

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Wer viel Fisch zu sich nimmt, senkt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um etwa die Hälfte

Die Geschlechterunterschiede hängen jedoch auch davon ab, in welchem Umfeld sie gemessen werden. Sobald Testpersonen davon ausgehen, dass ihr Geschlecht keine Rolle spielt, weichen sie vom stereotypen Rollenverhalten ab. So stimmt es zum Beispiel nicht, dass Jungen im Schulfach Mathematik begabter sind als Mädchen. Es sei an der Zeit, die hochgespielten angeblichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu überprüfen, so die Forscherin. Diese würden lediglich zu Vorurteilen führen, die die Menschen in ihren Entwicklungsmöglichkeiten einschränkten, und entsprächen nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen. MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

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DAS GEHEIMNIS DER

Glück ist kein Geschenk der Götter – es ist die Frucht einer inneren Einstellung. (Erich Fromm)

GLÜCKSPILZE Das Geheimnis der Glückspilze ist, dass es gar keine Glückspilze gibt, genauso wenig wie Pechvögel. Glück geschieht, wenn man dafür bereit ist und auf eine gute Gelegenheit trifft.

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er englische Psychologieprofessor und Buchautor Richard Wiseman hat das Glück wissenschaftlich untersucht. Acht Jahre lang erforschte er die Lebenswege von 400 Menschen, die sich entweder für absolute Glückspilze oder für hoffnungslose Pechvögel hielten. Seine Forschungen hat er in dem Buch „So machen Sie Ihr Glück“ zusammengefasst. Fazit: Jeder ist seines Glückes Schmied. Das Schicksal bevorzugt niemanden. Glückliche Menschen denken und handeln auf eine bestimmte Weise, mit der sie sich auf glückliche Umstände ausrichten und diese in ihr Leben ziehen.

2. Glückliche Menschen vertrauen ihrer Intuition und treffen Entscheidungen oft aus dem Bauch heraus. Sie üben sich deshalb in Techniken, um ihrer Intuition besser Gehör schenken zu können, und sind daher auch klarer in ihren Entscheidungen. Glückstipp: auf die innere Stimme hören und Entscheidungen intuitiv treffen. Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga können helfen, die innere Stimme besser wahrzunehmen.

Wiseman hat daraus vier Glücksregeln abgeleitet, die die angeblichen Glückspilze von den vermeintlichen Pechvögeln unterscheiden.

Glückliche Menschen stehen ihrem Leben positiv gegenüber und wissen, dass es voller Chancen ist. Glückstipp: Erwarten Sie von sich, Glück zu haben, dann kommt es von ganz allein.

Glückliche Menschen reagieren offener auf neue Erfahrungen, sind kommunikativer als andere und haben eine entspannte Haltung zum Leben. Glückstipp: Neues ausprobieren, mehr auf andere Menschen zugehen und damit die eigenen Glückschancen maximieren.

Glückliche Menschen sehen auch in Niederlagen etwas Positives. Sie bemitleiden sich nicht selbst, sondern greifen sofort zu geeigneten Maßnahmen. Glückstipp: Verwandeln Sie Pech in Glück, indem Sie Ereignisse umbewerten.

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Leicht gesagt? Wiseman kann seine Theorien belegen. Menschen, die oft im Lotto oder bei Preisausschreiben gewinnen, sind Menschen, die auch überdurchschnittlich oft daran teilnehmen. Selbst ernannte Pechvögel machen sich gar nicht erst die Mühe, an Preisausschreiben teilzunehmen oder Lotto zu spielen, weil sie von vornherein davon ausgehen, nichts zu gewinnen. Dass Glück auch eine Einstellungssache ist, beweist das folgende Beispiel: Wiseman befragte einen Millionär, der sich für einen Pechvogel hielt. Er hatte im Lotto gewonnen, musste sich aber den Jackpot von mehr als zwölf Millionen Euro mit einem zweiten Gewinner teilen und bekam dabei „nur“ sechs Millionen ab. Dies empfand er als großes Pech.


ILLUSTRATIONEN AUF DEN SEITEN 10 UND 11: NILS WASSERMANN

Die Apfelbaummetapher: Wer öfter auch mal dort nach Äpfeln – sprich: dem Glück – sucht, wo er vorher noch nicht gesucht hat, erhöht seine Chancen, Äpfel – also Glück – zu finden

Glück heißt, sich für glücklich zu halten.

(Tennessee Williams)

Der Test

Auch Pech ist also eine Einstellungssache. Wiseman erklärt das so: Unglückliche Menschen würden beispielsweise nach einem Unfall sagen: „Es ist ganz schlimm, dass ich einen Unfall hatte. Die Kosten und der ganze Ärger, den ich damit noch haben werde. Und der Schreck, den ich erlitten habe. Das ist wirklich grauenhaft.“ Ein Glückspilz sieht das anders: „Ja, ich hatte einen Autounfall, aber Gott sei Dank habe ich überlebt! Und der Mensch, der mir dabei geholfen hat, könnte ein neuer Freund werden.“ Glückliche Menschen sind offen für neue Möglichkeiten. Unglückliche Menschen sehen laut Wiseman die vielen Gelegenheiten nicht, die ihnen das Leben bietet. Sie sind meist in ihrer eigenen Routine gefangen und Neuem gegenüber ängstlich. Die Glücklichen sind dagegen immer offen für neue Möglichkeiten. Sie sind risikobereiter und erkennen Gelegenheiten besser. Das hat Wiseman in einem Labortest bewiesen.

Glückliche und unglückliche Testpersonen, die sich selbst als glücklich oder unglücklich einschätzten, wurden gebeten, in Zeitungen die Anzahl der Fotos zu zählen. Nach einigen Seiten kam in den präparierten Blättern neben einem Foto eine halbseitige Anzeige mit dem Text: „Hören Sie auf zu zählen. Es sind 43 Fotos in dieser Zeitung.“ Wieder einige Seiten weiter kam nochmals eine Anzeige: „Hören Sie auf zu zählen. Sagen Sie Ihrem Versuchsleiter, dass Sie diese Anzeige gelesen haben. Dann gewinnen Sie 150 Euro.“ Die meisten derer, die sich für Pechvögel hielten, sahen keine der Anzeigen, weil sie sich nur auf das Zählen der Fotos konzentrierten. Die selbst ernannten Glückspilze dachten sich hingegen bei der ersten Anzeige. „43 Fotos steht da. Ob das stimmt? Ich zähle trotzdem weiter“. Beim Weiterblättern entdeckten die meisten von ihnen dann auch die zweite Anzeige und gewannen das Geld. Fazit: Wer seine Ziele verfolgt, ohne nach links und rechts zu schauen, verpasst oft die besten Chancen.

Ein schönes Beispiel dafür, wie Offenheit und Bereitschaft zur Veränderung die Chancen für glückliche Funde erhöht, gibt Wiseman mit einer Metapher. Stellen Sie sich vor, Sie sind stolzer Besitzer eines Obstgartens. Jeden Tag gehen Sie hinaus, um einen Korb mit Äpfeln zu füllen. Die ersten Male spielt es überhaupt keine Rolle, welche Bäume Sie aufsuchen – Äpfel hängen überall, also finden Sie auf Schritt und Tritt welche. Der Bequemlichkeit halber gehen Sie aber natürlich zu den am nächsten stehenden und gut zu erreichenden Bäumen. Doch mit der Zeit wird es schwieriger, an den Stellen, an denen Sie schon einmal waren, noch Äpfel zu finden. Suchen Sie jetzt dagegen Bereiche des Gartens auf, wo Sie noch nie waren, oder überlassen Sie die Auswahl gar dem Zufall, so werden Ihre Chancen auf eine gute Ernte wieder rapide steigen. Mit dem Glück scheint es sich genauso zu verhalten. Wenn man immer mit den gleichen Leuten über immer die gleichen Themen spricht, jeden Tag denselben Weg zur Arbeit und zurück nimmt und jedes Jahr am gleichen Ort Urlaub macht, bietet man dem Leben wenig Chancen für neue und unerwartete Erfahrungen, die sich als Glück herausstellen könnten. Die Möglichkeit, glückliche Umstände zu finden, steigt auch mit der Bereitschaft, ein gewisses Risiko einzugehen. Denken Sie an den Obstgarten und daran, wo Sie noch nie waren, worüber Sie noch nie gesprochen haben, wen Sie noch nie kennen gelernt haben und wie Sie noch nie gedacht haben – und plötzlich stehen Sie vor Hunderten von Äpfeln.

MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

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ILLUSTRATIONEN: NILS WASSERMANN

Neid ist nicht nur unschön – Neid macht unglücklich. Und zwar den, der neidisch ist. Nicht nach den andern zu schielen, sondern das, was man selbst hat, wertzuschätzen, das macht glücklich.

Es gibt keinen Weg zum Glück – der Weg ist das Glück. (Buddha)

GLÜCKSKILLER G

enauso wie sich das Glück herbeilocken lässt, gibt es auch Methoden, es abzuschrecken. Die meisten Psychologen sind sich einig, dass die folgenden Verhaltensweisen Glückskiller sind.

Rückzug Wenn wir traurig und deprimiert sind, ist das Gehirn zu wenig aktiv. Wenn man sich jetzt in sich zurückzieht, macht man es noch schlimmer. Gegen Trübsal hilft Beschäftigung. Wenn Sie niedergeschlagen sind, hilft es, sich neue Ziele zu setzen, ohne sich aber zu überfordern.

Trägheit Schon die alten Griechen wussten, dass Glück im Grunde kein Zustand, sondern eine Tätigkeit oder besser ein Tätigsein ist.

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MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

Stellen Sie sich immer wieder neuen Herausforderungen und lassen Sie sich nicht hängen, wenn Sie das Glück herausfordern möchten.

Nach anderen schielen Wer sich immer mit anderen vergleicht, wird niemals zufrieden sein. Es wird immer Menschen geben, die schöner, reicher und erfolgreicher sind als man selbst. Statt nach den anderen zu schielen, sollte man zu den Chancen greifen, die das eigene Leben bietet.

Falsche Erwartungen Nichts ist absolut perfekt. Es gibt keinen fehlerlosen Traumpartner und keinen absolut idealen Job. Wer danach sucht, wird nie glücklich werden, weil die Vor-

stellungen unrealistisch sind. Statt nach Perfektion in allem zu streben, ist es wichtig, die vielen kleinen Glückssituationen zu würdigen, die das Leben bietet.

Dampf ablassen? Natürlich sollte man nicht kommentarlos alles in sich hineinfressen – doch entgegen der häufigen Annahme hilft es in Stress-Situationen nicht, seinem Ärger so richtig Luft zu machen. Auf diese Weise steigert man sich nur in das negative Gefühl hinein. Natürlich muss man auch negative Gefühle zulassen, aber man kann eine Menge dafür tun, das auf eine konstruktive Weise zu tun. Lassen Sie sich innerlich auf das Gefühl ein, bis es Sie nicht mehr kontrolliert. Dann fühlen Sie sich besser und können kühlen Kopfes über Konfliktlösungen nachdenken. B U C H - T I P P

Richard Wiseman: So machen Sie Ihr Glück. Wie Sie mit einfachen Strategien zum Glückspilz werden, Mosaik bei Goldmann, 288 Seiten € 7,95


FOTO: DPNY

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6.

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JETZT!

MENTAL–

GESTERN? MORGEN?

SERIE

Was gibt es denn so Besonderes zu erleben im Jetzt? Warum sollte man versuchen, mit den Gedanken in der Gegenwart zu bleiben?

as, was den Moment ausmacht, ist die Möglichkeit, ihn als glücklichen Augenblick zu erleben. Schafft man es, sein Leben bewusst in der Gegenwart zu verbringen – gegenwärtig zu sein –, dann ist man nicht automatisch glücklich. Doch es ist die erste Hürde auf dem Weg dorthin: gedanklich nicht in der Zukunft oder der Vergangenheit zu verweilen. Denkt man an das Jetzt, dann denkt man auch an Zeit. Jedem Menschen steht eine unbekannte Menge an Zeit zur Verfügung. Geburt und Tod markieren die Grenzpunkte, zwischen denen unsere persönliche Zeitlinie verläuft. Der Lauf der Zeit lässt sich weder aufhalten noch umkehren. Ein einmal ausgesprochenes Wort lässt sich nicht zurückholen, versäumte Chancen sind unwiederbringlich vorbei und auch glückliche Momente dauern nur einen Augenblick und sind dann wieder aus unserem Bewusstsein verschwunden. Die Begriffe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beschreiben Zustände der Zeit. Wir können diese Zustände nicht ignorieren. Unsere Daseinsform als menschliches Wesen zwingt uns, Dinge zu respektieren, die an diese Zustände gebunden sind. Der Rhythmus von Tag und Nacht, Einschlafen und Aufwachen, Heranwachsen und Altern oder Sommer und Winter schafft ohne unser Zutun außer der Gegenwart auch Vergangenheit und Zukunft. Die Zeit, die uns auf dieser Erde zur Verfügung steht, ist Gottes Geschenk. Es ist das Kapital, über das wir

„Haben oder Sein“ Erich Fromm verdeutlicht unser Empfinden und Verstehen von Zeit mit den Begriffen „Haben und Sein“. „Sein“ bedeutet, anspruchslos zu leben und keine Erwartungen an das Leben zu stellen. Nur als „Sein“ kann man im „Hier und Jetzt“ leben. Vergangenheit und Zukunft spielen für einen Menschen, dem es gelingt zu „sein“ keine Rolle. Im „Sein“ liegt die Basis für ein erfülltes Leben, dessen Gestaltung wir selbst in der Hand haben.

Was macht das „Sein“ so besonders und warum sollte es so erstrebenswert sein, im Zustand des „Seins“ – im Jetzt – zu leben? Wer in seiner Fantasie lebt, Illusionen hat, der erschafft nichts. Er ist nicht Herr seines Lebens. Er lässt sein

ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN

D

frei verfügen können. Wir müssen die Zeit respektieren, aber wir müssen uns ihr nicht unterwerfen. Wir haben es in der Hand, mit unseren Gedanken in Vergangenheit und Zukunft zu verweilen oder die Gegenwart wahrzunehmen und zu gestalten.

Vergangenheit und Zukunft besitzen nur in der Existenz des Habens Einfluss auf den Menschen. Befasst er sich mit dem Haben, ist er gedanklich bei Dingen, die er in der Vergangenheit zusammengetragen hat: Geld, sozialer Status, Ruhm oder Wissen. Der Mensch verbringt dann nur wenig bis gar keine Zeit im Jetzt. Genauso kann der Mensch seine Vergangenheit vorwegnehmen und in der Zukunft leben. Er schafft Illusionen davon, wie es einmal sein wird, wenn dies oder jenes eintritt. Die Zukunft ist dann in der Fantasie die Vorwegnahme dessen, wie es wohl wäre, wenn ein Ereignis eintritt – das dann kurz danach zur Vergangenheit wird. Die Illusion des zukünftigen Habens ist die gleiche wie die vergangenen Habens.

ZUM AUSSCHNEIDEN UND SAMMELN


In jeder Minute, die man mit Ärger verbringt, versäumt man 60 glückliche Sekunden. (William Somerset Maugham)

Steht in einer Woche ein Zahnarzttermin bevor, dann neigt man dazu, im Voraus viele Momente damit zu vergeuden, Angst vor diesem zukünftigen Ereignis zu haben. Man befindet sich jedoch nicht nur in der Zukunft, sondern gleichzeitig auch in der Vergangenheit, indem man an zurückliegende Zahnarztbesuche denkt. Die Gedanken an vorhergegangene Wurzelbehandlungen, gezogene Zähne und Spritzen werden hervorgekramt und steigern noch die Angst.

(Reinhold Schneider)

Wenn man wartet, bis ein bestimmtes Ereignis eintritt – sei es positiv oder negativ – verschenkt man die Möglichkeit, einen Augenblick zu nutzen und etwas Positives zu gestalten, was uns oder anderen Freude bereitet. Nur im Sein kann man Dinge wirklich erschaffen, Gutes bewirken und Situationen verändern. Ein schöpferischer Mensch verwirklicht sich und seine Vorstellung des Lebens im Zustand des „Seins“ – im Jetzt. Er fantasiert nicht von „etwas“, sondern in ihm entsteht eine Vision. Eine Vision

näher bringen, und er wartet nicht auf seine Illusion. Eine Vision ist etwas, was ein Mensch mit seinen Fähigkeiten verwirklichen kann. Die Zeit muss nicht vergehen, bis er etwas erreicht. Er gestaltet den Augenblick, „etwas“, seine Vision entsteht in einem Moment. Eine Aneinanderreihung dieser Momente lässt ein großes Ganzes entstehen – seine Vision wahr werden. Die Vision – der Weg zum Ziel – schafft bereits bei ihrer Verwirklichung Zufriedenheit. Die Illusion hingegen bietet erst dann Zufriedenheit, wenn man das Ziel erreicht hat. Das bedeutet nicht, dass man Vergangenheit und Zukunft ignorieren sollte. Eine gewisse Planung der Zukunft ist für das Leben unabdingbar, und die Vergangenheit können wir zu einem wertvollen Lehrer machen, der uns anhand unserer Erfahrungen zeigt, wie wir die Gegenwart gestalten können. Aber: Überzeugungen, wie wir oder unser Leben sein müssen, brauchen die Zukunft und die Vergangenheit, um existieren zu können, denn nur dort können sie uns beeinflussen. Man sollte deshalb Gedanken an Zukunft und Vergangenheit nur so lange bewusst in der Gegenwart zulassen, wie es nötig ist, um Ziele zu bestimmen oder zu kontrollieren, ob der bisher zurückgelegte Weg in die gewünschte Richtung weist. Doch man sollte dann in das Jetzt zurückkehren, denn nur im gegenwärtigen Augenblick kann man daran arbeiten, seine Ziele zu erreichen und seine Vision Realität werden zu lassen.

ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN

Dasein von seinen äußeren Umständen ordnen: von Menschen, die ihn umgeben, vom Beruf, den er ausübt, von der Religion, der er angehört. Dabei sind es nicht die Dinge selbst, die einen Menschen zu etwas „zwingen“. Er lässt sich von ihnen eine Lebensart aufzwingen. Er erschafft nur Illusionen und entflieht in seine Fantasie. Wie in der Fabel vom Esel, dem man eine Rübe vor die Nase bindet, und er läuft und läuft und läuft, die Zeit verrinnt und er kommt der Rübe doch nicht näher. Hat man Illusionen, unterwirft man sich der Zeit. Das Verstreichen der Zeit, das geduldige Warten, ist dann das Mittel, von dem man glaubt, dass es eine Illusion wahr werden lässt. Es besteht die Überzeugung, dass man auf eine bestimmte Sache warten muss. Der Mensch leidet darunter, dass etwas noch nicht eingetreten ist, oder er leidet darunter, dass ein bestimmtes Ereignis eintreten könnte.

Der Weg entsteht im Gehen – wie durch ein Wunder.

unterscheidet sich von einer Illusion dadurch, dass sie außerhalb der Zeit existiert. Die Verwirklichung einer Vision ist nicht daran gebunden, dass Zeit vergeht, sondern an die schöpferischen Talente eines Menschen und wie er sie nutzt. Nur im Zustand des „Seins“ herrscht Zeitlosigkeit, nur im Jetzt geht ein Mensch die Schritte, die ihn seiner Vision

B U C H - T I P P S

Eckhart Tolle: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart, J. Kamphausen Verlag, 240 Seiten € 19,50 Mit diesem Buch kann der Leser die Kraft des Augenblickes entdecken. Dem Leser erschließt sich so eine neue Kraftquelle, die ihm die bewusste Gestaltung seines Lebens ermöglicht.

MENTAL– SERIE

Harry Palmer: ReSurfacing, J. Kamphausen Verlag, 148 Seiten € 15,50 Ein Buch, das eine hervorragende Anleitung zur Erforschung des Bewusstseins gibt. Eigene Überzeugungen und unbewusste Muster werden anhand vieler Übungen aufgedeckt.

Harry Palmer: Avatar. Die Kunst befreit zu leben, J. Kamphausen Verlag, 170 Seiten

Erich Fromm: Haben oder Sein, dtv-Verlag, 270 Seiten

€ 17,80

€ 8,00

Der Autor Harry Palmer schildert seinen Lebensweg, der ihn zur Entwicklung der Avatartechniken führte. Der Leser erhält einen Einblick in die Kraft dieser Techniken, die auch in einem dreistufigen Kurs vermittelt werden.

Erich Fromm beschreibt die seelischen Grundlagen für eine neue Gesellschaft und versucht ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Veränderungen nötig sind, um dem Menschen ein erfülltes Leben zu ermöglichen.

ZUM AUSSCHNEIDEN UND SAMMELN


F

otowettbewerb

Liebe Leser, eigentlich hatten wir die Bekanntgabe der Fotowettbewerbsgewinner erst für die nächste Ausgabe der MEDICOM geplant, doch diesmal gingen derart viele tolle Fotoideen ein, dass wir außerplanmäßig drei Gewinner ernannt haben. Den übrigen und zukünftigen Einsendern ein kleiner Trost: Die nächsten Gewinner werden schon in der folgenden Ausgabe gekürt.

Liebe Leser, machen Sie mit und schicken Sie uns Ihre kreativen Fotoideen zu Nobilin Q10 und gewinnen Sie wertvolle Preise.

tz 1. Pla

Den MEDICOM-Einkaufsgutschein im Wert von 75 Euro für den 1. Preis bekommen Elisabeth Engelbert und Manfred Kuckla aus Düsseldorf für ihre Fotocollage. Der 2. Preis, ein Einkaufsgutschein über 50 Euro, geht an Janina Biedaszkiewitz aus Berlin. Einen Einkaufsgutschein über 25 Euro, unseren 3. Preis, erhält Karl Bachteler aus Straubenhardt-Ottenhausen. Wir gratulieren herzlich!

Teilnahmebedingungen Bitte schicken Sie Ihre Fotos an Medicom Pharma AG Kennwort „Fotowettbewerb“ Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Nach dem Motto: „Alles Gute kommt von oben“. Elisabeth Engelbert und Manfred Kuckla aus Düsseldorf hatten, wie sie uns schreiben, „mal wieder eine ihrer kreativen Phasen“ und haben mehrere lustige und gelungene Fotocollagen gebastelt. Sie alle hatten die zündende Idee: mit wenig Aufwand zusätzlich etwas für die Gesundheit tun. Alle Collagen waren ähnlich brillant wie diese. Da wir uns jedoch für eine entscheiden mussten, gewann diese amüsante Kreation. Herzlichen Glückwunsch: Platz eins!

tz 2. Pla

Die Ernährungspyramide „à la Medicom“. Äußerst gut durchdacht, bravurös umgesetzt und extrem preisverdächtig. Janina Biedaszkiewitz’ vitale Gleichung dazu: gesunde Ernährung + Vitamine & Co = Vitalität für das ganze Leben. Einfach toll.

tz 3. Pla

Der Einsendeschluss für unseren nächsten Fotowettbewerb ist der 31. Januar 2006. Bitte schicken Sie keine Originale, da wir diese aus organisatorischen Gründen nicht zurückschicken können. Mit der Einsendung geben Sie automatisch Ihr Einverständnis für eine Veröffentlichung in der MEDICOM. Die Gewinnerfotos erscheinen in der Ausgabe 39. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren Angehörige dürfen leider nicht teilnehmen.

„In einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, das passende Geschenk für Freunde und Familie zu finden, bietet es sich gerade an, Gesundheit zu schenken – und sie sich nicht nur zu wünschen“ schreibt Karl Bachteler (82) zu seinem weihnachtlichen Fotoambiente. Wunderschön.

MEDICOM 36. Ausgabe, August 2005


FOTO: STONE

Wandern Zurück zur Natur

Wandern ist Meditation zu Fuß. Wohl niemand, der schon gewandert ist, wird dieses Gefühl missen wollen, mit der Natur eins zu sein. Wahrscheinlich ist dies einer der Gründe, warum das Wandern wieder so populär geworden ist. Man wandert zurück zur Natur, tut etwas für seine Gesundheit und findet dabei zu sich selbst.

Des Wanderns Lust ist, dass man die Zwecklosigkeit genießt. Genüge im eigenen Selbst zu finden, das ist des Wanderns höchste Stufe.

FOTO: PIXLAND

(Lieh-Tse, chinesischer Philosoph, 400 v. Chr.)

Wandern ist sozial. Freundschaften und Paarbeziehungen werden durch das gemeinsame „Abenteuer“ gefestigt. START

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MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

Einer Studie zufolge wandern heute hauptsächlich Pärchen und kleine Freundesgruppen

Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ schätzt es der Naturfreund etwa 15 Kilometer pro Tag in gemäßigtem Tempo in grünen Höhen zurückzulegen.


Wie und wo wandern? Wandern kann man in jedem Alter, immer und fast überall. Es erfordert keine besonderen Fähigkeiten, Ausgaben oder Kenntnisse und man kann es nach den eigenen Bedürfnissen gestalten: Von der Alpenüberquerung bis zum gemächlichen Nachmittagsausflug – es ist in jeder Form zu betreiben. Man kann Wattwandern, Nachtwandern, Bergwandern und Radwandern. Man kann allein wandern, mit dem Partner, mit Freunden oder mit organisierten Gruppen. Man kann sich in der Freizeit, im Urlaub und am Wochenende zu einer Wanderung aufmachen. Sie können vor der Haustür loswandern, in die Berge fahren oder einen Wald durchstreifen.

Quo vadis? Die ganze Gegend voller Landschaft Wandern ist also ein Megatrend. Warum? In der Skala der Werte der Deutschen nimmt „Natur“ eine Spitzenposition ein. Sie ist uns fast so wichtig wie Liebe und Freundschaft. Auch das haben die Soziologen herausgefunden und mit Zahlen belegt. „Natur erleben“ ist für 90 Prozent der Bundesbürger das Wichtigste in ihrer Freizeit. Dabei geht es weniger um Details

als vielmehr darum, sich in einer naturbelassenen Landschaft zu erholen, indem man sie entspannt durchschreitet. Doch was ist eigentlich eine schöne Landschaft? Forscher sind zu dem nahe liegenden Ergebnis gekommen, dass sich jeder zuallererst in einer Landschaftsform wohl fühlt, die derjenigen ähnelt, in der er aufgewachsen ist. Norddeutsche schätzen flache Weiten und Süddeutsche zieht es in felsige Höhen. Doch es gibt auch Landschaftsformen, die unabhängig von ihrer Herkunft von fast allen Menschen als schön empfunden werden. Eine solche Landschaft ist vor allem natürlich und enthält wenig künstliche Elemente, wie Häuser, Straßen, Zäune und Ähnliches. Gern sehen wir auch auf einen See, in dem sich das mit Bäumen bewachsene Ufer spiegelt. Wiesen, weiche, geschwungene Linien, aber auch Abwechslungsreichtum – so stellen wir uns eine schöne Landschaft vor. In Deutschland haben wir erfreulicherweise genau solche Ideallandschaften in großer Zahl vor unserer Haustür. Wie auch unsere Urväter empfinden wir zu große Wildnis dagegen als bedrohlich. Wir lieben solche Landschaftselemente, in denen sich unsere Vorfahren sicher gefühlt haben: offene parkartige Landschaften, von Wald begrenzte Wiesentäler, Aussichtspunkte und Waldränder. Am liebsten folgen Wanderer dabei naturbelassenen Wanderpfaden.

Wandern erfüllt eine Sehnsucht

sondern auch die Seele heilt. Menschen gewinnen an psychischer Stabilität, wenn sie sich regelmäßig in natürlicher Umgebung körperlich betätigen. Das ist verständlich, denn letztlich ist der Mensch ja selbst nichts anderes als ein Stück Natur. Nur haben wir uns inzwischen in eine selbst geschaffene Kunstwelt zurückgezogen. In der Natur sind wir nur noch zu Gast. Dass die Rückkehr in unsere natürliche Umwelt unserer Psyche gut tut, ist nicht nur ein subjektiver Eindruck, sondern wissenschaftlich nachweisbar. Schon vor 20 Jahren haben Psychologen herausgefunden, dass das Anschauen von Naturbildern weniger ermüdend ist als das Anschauen von Stadtbildern. Stadtszenen lösen auch eher negative Gefühle aus, während schöne Landschaftseindrücke die Stimmung heben. Dabei sinken der Puls und der Blutdruck und im Gehirn verstärken sich Hirnwellen – ein Zeichen von mentaler Entspannung. Die heilende Wirkung der Natur lässt sich auch an Orten nachweisen, die man eher mit Erkrankungen in Verbindung bringt – und das obwohl der Kontakt nur indirekt stattfindet. Krankenhauspatienten, die aus ihrem Zimmer ins Grüne blicken, brauchen im Vergleich weniger Schmerzmittel und werden schneller wieder gesund als solche, die keinen Naturblick haben. Beim Wandern profitiert die Seele aber nicht nur vom direkten Kontakt zur Natur, sondern auch von der Bewegung. Beim Wandern produziert der Körper Morphine, die die

FOTO: PIXLAND

Die richtigen Schuhe sind beim Wandern das A und O. Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten.

FOTO: PIXLAND

Studien zeigen, dass Wandern nicht nur körperlich gesund ist,

Gut für die Seele. Wandern bringt uns wieder zu uns selbst.

Wandersmann und Wandersfrau sind in den 90-er Jahren deutlich jünger geworden. Das Durchschnittsalter der Wanderer liegt inzwischen bei 47 Jahren.

MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

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FOTO: PIXLAND

Schmerzempfindlichkeit senken, das Hungergefühl dämpfen und die Stimmung heben. Zusätzlich verbrennen wir beim langen Gehen fast ausschließlich Fett – und das macht schlank. Mediziner fanden heraus, dass sich ein viele Muskelpartien einbeziehender Ausdauersport besonders dazu eignet, die körperliche Fitness zu erhalten und zu steigern. Dabei ist eine mäßige, aber regelmäßige Beanspruchung des Körpers hohen sportlichen Leistungen vorzuziehen. Entscheidend ist allein, wie viel Energie insgesamt verbraucht wird. So gesehen ist Wandern ein optimaler Gesundheitssport. Das wurde bereits in mehreren Studien unter Beweis gestellt. Herz, Kreislauf, Stoffwechsel, Atmung und Muskeln werden durch ausdauerndes Gehen nachhaltig gestärkt. Auch zu therapeutischen Zwecken wird Wandern zunehmend eingesetzt. In der Kur und als Element der Nachsorge: Wandern kann helfen.

Ein weiterer Wohlfühlfaktor ist das Wandern in Gemeinschaft

Tipps für eine gelungene Wandertour Wenn Sie eine Wanderung planen, sollten Sie daran denken, sich am Anfang nicht zu übernehmen. Ein Anfänger sollte nicht gleich mit einer 20-km-Wanderung beginnen. Trainieren Sie sich erst einmal mit kürzeren Wanderungen über fünf bis zehn Kilometer etwas Kondition an. Wandern ist zeitaufwändiger als andere Sportarten. Mithilfe von Wanderführern lässt sich die ungefähre Dauer einer Tour gut abschätzen. Allerdings können Unwetter oder unerwartete Probleme mit dem Gelände zu Verzögerungen führen. Grundsätzlich benötigt man für fünf Streckenkilometer ohne Steigung etwa

eine Stunde. In der gleichen Zeit bewältigt ein guter Wanderer 400 Höhenmeter bergauf und 800 Höhenmeter bergab. Bei Ungeübten und bei Wanderungen in der Gruppe muss man allerdings etwas mehr Zeit für die gleiche Höhenmeterzahl einplanen. Am Anfang Ihres Vorhabens sollten natürlich die Sichtung von Literatur über das ausgewählte Wandergebiet und die in der Nähe des Weges befindlichen botanischen, geologischen oder architektonischen Sehenswürdigkeiten stehen. Dann werden Karten hinzugezogen, um die genaue Wanderstrecke festzulegen. Am besten eignen sich topografische Karten im Maßstab 1 : 25.000 bis 1 : 50.000, möglichst mit eingezeichneten Wanderwegen. Auch Wanderkarten sind sehr brauchbar. Achten Sie jedoch darauf, dass sie möglichst mit Höhenlinien versehen sind, damit Sie die Schwierigkeiten und Belastungen besser abschätzen können. Auch über den Zustand der Wege sollten Sie sich im Vorfeld erkundigen. Hier können Ihnen ortsansässige Fremdenverkehrsämter weiterhelfen.

FOTO: PIXLAND

Wandern ist eine sehr soziale Aktivität. 90 Prozent aller Wanderer begeben sich in Begleitung auf Tour. Zusammen zu wandern fördert die Freundschaft. Das Nebeneinandergehen ist eine der unkom-

pliziertesten Möglichkeiten, miteinander zu reden. Ohne zwanghafte Rituale kommt man ins Gespräch und kann sich wieder daraus lösen. Zugleich schweißt die gemeinsame Bewältigung der Strecke die Wandersleute fest zusammen. In dieser positiven Grundstimmung, zusammen mit der körperlichen Aktivität, öffnen sich die Sinne nach außen und nach innen.

FOTO: PHOTOS.COM

Achten Sie auf eine gute Planung. Wanderführer und Wanderkarten gehören dazu, wenn man nicht vom Weg abkommen will.

Nehmen Sie auf Wanderungen Proviant und Kleidung zum Wechseln mit

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MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

Noch vor zehn Jahren schnürten vor allem Naturwissenschaftler die Wanderstiefel. Inzwischen sind ihnen die anderen Akademiker gefolgt.


Kalkulieren Sie bei der Planung der Wanderung mit ein, wann die Sonne untergeht, damit Sie auf Ihrer Wanderung nicht von der Dunkelheit überrascht werden. Informieren Sie sich außerdem unbedingt über das zu erwartende Wetter und beachten Sie dabei das Temperaturgefälle, wenn Sie in den Bergen wandern möchten. Pro 100 Höhenmeter nimmt die Lufttemperatur etwa um ein Grad Celsius ab. Gerade in den Bergen kann das Wetter von einem Moment auf den anderen umschlagen. Wolken, Regen und Wind können zu drastischen Temperaturstürzen führen. Ziehen Sie sich daher entsprechend an. Am besten eignet sich dabei das „Zwiebelprinzip“ – viele Kleidungsstücke übereinander, die man nach Bedarf an- und ausziehen kann. Am besten eignet sich dazu atmungsaktive Sportbekleidung. Diese speziellen Textilien verhindern, dass man übermäßig schwitzt oder sofort friert, wenn es kälter wird.

Als unterste Schicht sollten Sie dabei Funktionsunterwäsche tragen. Dabei handelt es sich um Textilien, die den Schweiß des Körpers nach außen transportieren, damit er dort wenn möglich verdunsten kann. Ziehen Sie am besten ein T-Shirt oder Sweatshirt und eine leichte, aber wasserfeste und winddichte Jacke darüber. Dazu tragen Sie idealerweise eine Wasser abweisende Hose. Bei Kälte braucht man auch Handschuhe und eine Mütze, bei gutem Wetter einen Hut als Sonnenschutz. Wichtig: Auch bei bedecktem Himmel unbedingt mit Sonnenschutzmittel eincremen. Sehr wichtig sind auch angemessene Schuhe. Für kürzere Wanderausflüge können Sie schon einmal Ihre Joggingschuhe anziehen. Wenn Sie allerdings größere Touren machen wollen, brauchen Sie feste

Wanderstiefel. Lassen Sie sich über deren Beschaffenheit am besten in einem Fachgeschäft beraten. In den Wanderrucksack gehören unbedingt eine Wasserflasche und Brote oder Müsliriegel, die Sie unterwegs, am besten bei regelmäßigen Pausen, alle zwei Stunden verzehren, anstatt mittags groß einzukehren und sich mit vollem Bauch auf den weiteren Weg zu begeben. Auch von alkoholischen Getränken sollten Sie während einer Wanderung Abstand nehmen. Wenn Sie Probleme mit den Kniegelenken haben, sollten Sie besser bergauf wandern und bergab die Seilbahn nehmen, um die Kniegelenke zu schonen, die beim Abstieg stärker belastet werden. Stabile Wanderstöcke können vor allem bei Abstiegen sehr nützlich sein. Am besten eignen sich die verstellbaren Teleskopstöcke.

Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel. (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

“ B U C H - T I P P

Wolfgang Taschner, Michael Reimer: Wandern an Flüssen und Seen. Die schönsten Genusstouren in Bayern und Tirol, Bruckmann Verlag 144 Seiten, € 19,90 ZIEL

Jeder zweite Wandervogel hat Abitur, jeder dritte sogar einen Hochschulabschluss. Der Akademikeranteil ist damit bei den Wanderern mehr als doppelt so hoch wie in der Durchschnittsbevölkerung.

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ICH BRAUCHE KEINE

WIRKLICH NICHT?

FOTOMONTAGE: DPNY

Was Vitalstoff-Präparate für die Unterstützung Ihrer Gesundheit tun können

Pillen!


Jeder Vierte konsumiert Tabak Regelmäßige und gelegentliche Raucher

20 bis 24 J.

45,6

35,4

25 bis 29 J.

43,5

31,0

30 bis 34 J.

43,0

31,6

35 bis 39 J.

42,1

32,6

40 bis 44 J.

42,5

33,4

45 bis 49 J.

40,4

30,9

50 bis 54 J.

35,4

25,0

55 bis 59 J.

30,5

19,3

60 bis 64 J.

23,4

12,9

65 bis 69 J.

17,5

8,5

Alle Altersgruppen

33,2

22,1

Quelle: Mikrozensus/Statistisches Bundesamt

Umweltgifte, UV-Einstrahlung, Genussgifte – wohl kaum jemand ist in der glücklichen Lage, all diesen gesundheitsschädlichen Einflüssen zu entkommen. Daher ist es nahe liegend, unseren Körper bei der Gesunderhaltung zusätzlich zu unterstützen.

Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, denn die Menschen haben erkannt, dass man nicht nur im Alter sondern so früh wie möglich seinen Körper unterstützen sollte. Die Zeiten, in denen man sorglos mit seiner Gesundheit umging und sie erst wertschätzte, wenn man krank war, scheinen vorbei zu sein. Viele wollen nicht mehr warten, bis eine Krankheit sie zum Arztbesuch zwingt. Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit werden daher immer wichtiger.

B

ei unausgewogener Ernährung, bei Diäten, Appetitmangel oder Verdauungsproblemen ist die Vitalstoffzufuhr oft erschwert, hochwertige Multivitalstoff-Präparate können dann die Nahrung mit wichtigen Vitalstoffen anreichern. Im fortgeschrittenen Alter und insbesondere bei Hochbetagten kann ein Bedarf für eine ergänzende Vitalstoffzufuhr bestehen. Vitalstoffe legen die Basis für Lebensqualität und unterstützen unser Immunsystem. Wer gezwungen ist Medikamente einzunehmen, wer krank ist oder gar unter einer chronischen Krankheit leidet, für den können Vitalstoffe eine sinnvolle Unterstützung des Körpers sein. Auch vor und nach einem operativen Eingriff sind Vitalstoffe eine gute Möglichkeit, um die Gesundheit zu unterstützen. Bei Alkohol- oder Zigarettenkonsum und auch wenn Sie in einer

Männer Frauen

„rauchigen“ Umgebung gezwungen sind, passiv zu rauchen, kann der Vitalstoffbedarf ebenfalls erhöht sein. Auch dann ist es sinnvoll, die Ernährung mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat zu ergänzen. Zudem können Umweltbelastungen wie erhöhte Ozonwerte, Smog, UVStrahlung oder feinstaubbelastete Luft die Bildung Freier Radikale erhöhen. Viele Vitalstoffe sind Antioxidantien, die als Radikalfänger fungieren. Ihnen kommt im Körper die Aufgabe zu, die aggressiven Freien Radikale zu neutralisieren. Die ausreichende Versorgung mit antioxidativen Vitalstoffen ist daher besonders wichtig. Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass in diesen Fällen ein hochwertiges Multivitalstoff-Präparat sinnvoll sein kann, denn durch die Anreicherung der täglichen Ernährung mit Vitalstoffen lässt sich die Gesundheit unterstützen.

FOTO: DPNY

FOTO: PHOTOS.COM

Anteil an der Altersgruppe in %

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Gesundheit zu unterstützen 1. Eine ausgewogene Ernährung – die den Körper mit wichtigen Vitalstoffen versorgt. 2. Sportliche Betätigung – oder wenn das nicht möglich ist, zumindest regelmäßige Bewegung. 3. Positives Denken – denn auch die Psyche beeinflusst den Gesundheitszustand. 4. Vorsorgeuntersuchungen – um mögliche Krankheiten bereits frühzeitig zu erkennen. 5. Zusätzliche Vitalstoffversorgung – mit einer hochwertigen Nahrungsergänzung.

Insbesondere die Unterstützung der Gesundheit mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat bietet die Möglichkeit, neben den normalen Vorsorgemaßnahmen die Gesundheit zusätzlich zu unterstützen. Viele Experten empfehlen dies, da unsere Gesundheit häufig zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist, die eine ergänzende Vitalstoffversorgung sinnvoll machen können. Nutzen Sie konsequent alle Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, um die Gesundheit zu unterstützen und die Lebensqualität zu erhalten oder gar zu verbessern. Versuchen Sie, sich ein Gesundheitsbewusstsein zu Eigen zu machen, das auf Vorbeugung setzt.

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FOTO: STONE

Nicht alle über einen Kamm scheren. Tatsächlich sind nicht alle Anbieter von Nahrungsergänzungen seriös – was aber nicht bedeutet, dass es nicht auch sehr sinnvoll kombinierte Produkte gibt, die von seriösen Anbietern, wie der Medicom Pharma AG, angeboten werden. Bestes Argument für wirkliches Engagement für die Gesundheit der Kunden: fundierte Information. Immer verbunden mit dem Hinweis, dass eine ausgewogene Ernährung nicht zu ersetzen ist.

SCHWARZE Schafe Es gibt immer wieder unseriöse Hersteller, die Nahrungsergänzungen als Wundermittel anpreisen und die Gutgläubigkeit der Verbraucher ausnutzen, um Umsatz zu machen.

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as spektakulärste Beispiel für falsche Versprechungen lieferte ein aus den Niederlanden operierender Hersteller von Vitaminprodukten. Er versprach, dass mit seinen Produkten die Heilung von Krebs möglich sei. Wer so etwas behauptet, weckt bei den Kranken und ihren Angehörigen unerfüllbare Hoffnungen. Es ist natürlich eine unverrückbare Tatsache, dass Nahrungsergänzungen die Gesundheit unterstützen können, da sie bei Bedarf eine ausreichende Vitalstoffversorgung sicherstellen können. Sie können jedoch keine Krankheiten heilen – auch wenn einige Hersteller das den Verbrauchern in ihren Werbeunterlagen weismachen wollen. Natürlich möchten auch wir unsere Produkte verkaufen, doch wir tun

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dies mit dem guten Gewissen, Ihnen Produkte anzubieten, die wirklich sinnvoll zusammengestellt sind – und wir machen Ihnen keine falschen Versprechungen. Außerdem ist die Medicom Pharma AG bemüht, bei der Vermarktung ihrer Produkte den Verbrauchern immer auch die Bedeutung der Gesundheitsvorsorge zu vermitteln. Insbesondere in unserem Kundenmagazin MEDICOM weisen wir häufig auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung hin und versuchen, unsere Kunden zu mehr Bewegung und positivem Denken anzuregen. Darüber hinaus stellen wir im Magazin MEDICOM die neuesten Behandlungsmethoden der Schulmedizin vor oder erklären die gängigen Methoden zur Bekämpfung einer bestimmten Er-

krankung. Wenn Sie unsere Unterlagen begutachten, werden Sie feststellen, dass unser Motto „Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ kein Lippenbekenntnis ist, wir nehmen unsere Aufgabe ernst. Unsere Kunden wissen das – nicht umsonst vertrauen bereits Hunderttausende auf die Nobilin-Produkte. Wir möchten in dieser Sonderausgabe der MEDICOM die Gelegenheit wahrnehmen, Sie darüber aufzuklären, was Nahrungsergänzungsmittel leisten können und was nicht – ab Seite 31.

Berechtigte Kritik Zu einer sinnvollen Diskussion zum Thema „Gesundheit und Vitalstoffe“ gehört auch, Ihnen aufzuzeigen, dass bestimmte Präparate nutzlos sind. Vielleicht wirkt diese Schelte der Mitbewerber auf Sie wie der plumpe Versuch, die Konkurrenz schlecht zu machen – doch dieses Risiko gehen wir ein. Wir versichern Ihnen, dass es sich bei unserer Kritik um wissenschaftlich gesicherte Angaben handelt, deren Wahrheitsgehalt jederzeit überprüft werden kann. Ob Sie unsere Angaben dann bei der Auswahl Ihrer Produkte beherzigen, entscheiden Sie, doch wir empfinden es als unsere Pflicht, Sie über den wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt der Werbeaussagen einiger Hersteller aufzuklären. Auf diese Weise möchten wir Ihnen mit unserer Kritik eine Entscheidungshilfe zur Verfügung stellen. Ab Seite 31 erfahren Sie mehr.


Ausgewogene Ernährung kontra

Nahrungsergänzungen? D

as haben staatliche Stellen bereits seit geraumer Zeit erkannt. Viele Kampagnen wurden durchgeführt, um das Wissen des Verbrauchers zu verbessern, doch bisher konnten noch keine durchschlagenden Erfolge erzielt werden. Durch die vielen Informationen hat sich das Ernährungsverhalten der Verbraucher zwar über die Jahre hinweg etwas verbessert, die empfohlenen Mengen gesunder Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, werden jedoch nach wie vor nur von wenigen Menschen verzehrt. Stattdessen werden große Mengen fettund energiereicher, aber vitalstoffarmer Lebensmittel gegessen, mit der Folge, dass ernährungsbedingte Krankheiten wie Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes stetig zunehmen. Der Grund, warum die Informationen zu ausgewogener Ernährung beim Verbraucher keinen grundlegenden Sinneswandel herbeiführen können, liegt unserer

Meinung nach an zwei Dingen: Diese wichtigen Informationen müssen mit Informationen für ungesunde Lebensmittel in Form von massiver Werbung konkurrieren. Die Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten sind oft drastisch und überfordern viele Verbraucher. Die Gesundheitsinformationen zur Bedeutung und Gestaltung einer ausgewogenen Ernährung müssen tagtäglich mit den Auslagen der Supermärkte und der allgegenwärtigen Lebensmittelwerbung konkurrieren. Mit der geballten Präsenz von Schokoriegeln, Fertiggerichten, Zigaretten sowie zucker- und alkoholhaltigen Getränken können Informationen zur gesunden Ernährung leider nicht mithalten. Viele Verbraucher bringen trotz ihres Wissens über die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung nicht immer die Disziplin auf, diese Ernährungsform langfristig aufrechtzuerhalten. Oft sind

Äpfel besonders beliebt Anteil aller Haushalte, die 2004 unten aufgeführte Obstsorten kauften

Äpfel

83,5

Bananen

82,8

Weintrauben

68,1

Erdbeeren

65,4

Mandarinen

63,2

Kiwis

57,9

Orangen

55,9

Birnen

51,6

Nektarinen

48,5

Zitronen

46,8

Quelle: ACNielsen

FOTO: DPNY

Angaben in Prozent

FOTO: PHOTODISC

Eine der wichtigsten Säulen für Gesunderhaltung und Lebensqualität ist eine ausgewogene Ernährung. Doch viele Menschen wissen gar nicht, wie sie eine solche Ernährung zusammenstellen sollen.

Dass eine zusätzliche Vitalstoffversorgung sinnvoll ist, zeigen viele Studien

Was sagen staatliche Institutionen zu Nahrungsergänzungen? Wissenschaftler haben Hunderte von Studien durchgeführt, die den Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln für die menschliche Gesundheit belegen. Es gibt allerdings Präparate, die nachgewiesenermaßen keine Unterstützung der Gesundheit bieten. In einem Fall füllte man Olivenöl in eine Kapsel und redete dem Verbraucher ein, dies sei sinnvoll. Das war natürlich Unsinn, denn die in einer Kapsel enthaltene Menge ist viel zu gering. Darüber hinaus verkaufen einige unseriöse Hersteller ihre Produkte zu weit überhöhten Preisen. Solche Dinge rufen den Gesetzgeber auf den Plan, der versucht, solchen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben. Man schert häufig leider alle Hersteller über einen Kamm und unterstellt der gesamten Branche, nicht wirklich an der Gesundheit der Verbraucher interessiert zu sein. Dass eine zusätzliche Vitalstoffversorgung sinnvoll ist, zeigen allerdings viele Studien. Auch eine Studie, die mit unserem Produkt Nobilin Q10 durchgeführt wurde, konnte zeigen, dass der Körper die Inhaltsstoffe dieses hochwertigen Multivitalstoff-Präparates verwertete.

Äpfel sind die beliebteste Obstsorte. Gekauft wurden sie 2004 von über 80 Prozent der Haushalte.

MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

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FOTO: DPNY FOTO: PHOTOS.COM

FOTO: GETTY-IMAGES

Die MEDICOMKundenzeitschrift informiert immer über den aktuellsten Stand der Wissenschaft.

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel können auch der Schönheit dienen. Ob der Körper optimal mit Vitalstoffen versorgt ist, sieht man nicht zuletzt an schöner Haut, glänzenden Haaren und festen Fingernägeln.

die notwendigen Veränderungen in der Ernährung für den Verbraucher so umfangreich, dass er es nicht schafft, seine Gewohnheiten dauerhaft umzustellen. Durch unausgewogene Ernährung kann es zu einer Unterversorgung mit Vitalstoffen kommen. Eine Nahrungsergänzung kann dann helfen, den Vitalstoffstatus zu verbessern und den langfristigen Folgen einer unzulänglichen Vitalstoffversorgung vorzubeugen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Nahrungsergänzungen eine gesunde Ernährungsweise ersetzen können. Vitalstoff-Präparate können aber eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Nahrung darstellen. Dies gilt besonders dann, wenn es den Menschen nicht gelingt, sich reichlich mit Obst und Gemüse zu versorgen – unter anderem können Unverträglichkeiten, Zeitmangel oder Kauprobleme eine vitalstoffreiche Ernährung problematisch machen. Viele Kritiker von Nahrungsergänzungen befürchten allerdings, dass Verbraucher Vitalstoff-Präparate als Ersatz für gesunde Lebensmittel einnehmen – aber genau das Gegenteil ist der Fall. Eine vom Institut für Ernährungsforschung in Potsdam durchgeführte Untersuchung zeigte, dass sich die Nutzer von Nahrungsergänzungen gesünder ernährten und sich

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MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

Die MEDICOM-Produkte enthalten viele natürliche Inhaltsstoffe.

des Einflusses der Ernährung auf ihre dass er sich wenigstens mit einer NahGesundheit besser bewusst waren als der rungsergänzung Vitalstoffe zuführt. Wenn Durchschnittsbürger. Sie hatten erkannt – Sie die Entscheidung getroffen haben, Ihre oftmals sogar durch die Informationen Gesundheit mit einer Nahrungsergänzung des Herstellers der Nahrungsergänzung –, zu unterstützen, dann hoffen wir nawie wichtig eine regelmäßige und gute türlich, dass Sie sich für unsere Produkte Vitalstoffzufuhr für die Gesundheit ist. entscheiden. Warum Sie es unseren zahlDabei können gesunde Ernährung und reichen Kunden gleichtun sollten und unNahrungsergänzung Hand in Hand gehen. sere Nobilin-Produkte für Ihre zusätzliche Die Medicom Pharma AG versucht, mit Vitalstoffversorgung auswählen sollten, ihren Broschüren und insbesondere mit das haben wir auf den folgenden drei dem Magazin MEDICOM zur Aufklärung Seiten für Sie zusammengefasst. über die Bedeutung einer vitalstoffreichen Ernährung beizutragen. Denn natürlich Nährstoffverluste wissen auch wir, dass Max. Vitamine Sauerstoff Licht Temperatur Verluste Nahrungsergänzunin % gen gemeinsam mit 40 Vitamin A einer ausgewogenen 80 Vitamin B1 Ernährung die Ge75 Vitamin B2 40 sundheit am besten Vitamin B6 10 Vitamin B12 unterstützen. Doch bevor ein Mensch, der sich – aus welchen Gründen auch immer – vitalstoffarm ernährt und zu wenig Vitalstoffe aufnimmt, wäre es doch wünschenswert,

100 40 55 5 60 100 50

Vitamin C Vitamin D Vitamin E Vitamin K Biotin Folsäure Pantothensäure

= unstabil

= stabil


BESONDERE ROHSTOFFQUALITÄT DER

MEDICOM-Produkte Bevor ein Rohstoff für eines unserer Produkte eingesetzt wird, wird er speziellen Reinheitsprüfungen unterzogen. Nur dann, wenn die von uns geforderte Rohstoffqualität gewährleistet ist, wird er für die Produktion freigegeben.

B

eispielsweise wird der Coenzym-Q10Rohstoff daraufhin geprüft, ob er auch andere Bestandteile (so genannte Isomere) wie Coenzym Q9, Q11 oder Q12 enthält. Sollten diese Bestandteile enthalten sein, dann handelt es sich um einen minderwertigen Rohstoff, der nicht den Reinheitskriterien der Medicom Pharma AG entspricht und nicht für unsere Produkte verwendet werden darf. Darüber hinaus gibt es noch andere Prüfverfahren, mit denen ermittelt wird, ob andere Substanzen im Coenzym-Q10-Rohstoff enthalten sind. Die Medicom Pharma AG verwendet für ihre Coenzym-Q10-haltigen Produkte nur reinste, hochwertige Ware natürlicher Herkunft.

Achten Sie beim Kauf eines Produktes mit Coenzym Q10 deshalb genau auf Dosierung und Preis. Außerdem sollte ein hochwertiges Multivitalstoff-Präparat mit Coenzym Q10 dessen natürliche Variante in reiner Form enthalten. Von Produkten mit synthetischem Coenzym Q10 ist abzuraten. In MEDICOM-Produkten ist immer nur die hochwertige natürliche Variante des Coenzyms Q10 enthalten.

FOTO: STOCKDISC

Coenzym Q10 war schon immer ein teurer Rohstoff. In den letzten Jahren hat es aber durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einen regelrechten Boom bei

der Nachfrage von Vitalstoff-Präparaten mit Coenzym Q10 gegeben. In der Folge haben sich die Rohstoffpreise fast verdoppelt. Deshalb wird zuweilen in Vitalstoff-Präparaten nur wenig Coenzym Q10 oder dessen kostengünstige synthetische Variante eingesetzt. Solche Produkte enthalten Coenzym Q10 nur, weil der Name auf der Liste der Inhaltsstoffe verkaufsfördernd wirkt.

Qualität, Dosierung und Preis stehen bei den MEDICOM-Produkten in einem angemessenen Verhältnis zueinander.

Qualität erster Güte. Für unsere Produkte verwenden wir nur die besten Rohstoffe in sinnvoll kombinierter Zusammensetzung.

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Sieben Punkte für höchste

Qualität 1

Höchste Anforderungen an die Herstellung

FOTO: STOCKDISC

Die Medicom Pharma AG produziert alle ihre freiverkäuflichen Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel nach GMP – einem Herstellungsstandard mit besonders strengen Anforderungen. Um unsere Produkte optimal vor Verunreinigungen zu schützen, stecken sie in sicheren Blisterverpackungen.

In einem sehr aufwändigen Verfahren wird die Qualität jeder einzelnen Nobilin Q10Lieferung überprüft

2

Soft-Gel-Kapseln

Soft-Gel-Kapseln stellen sicher, dass die Inhaltsstoffe bestens vor Verunreinigungen geschützt sind und in größtmöglicher Reinheit vom Körper aufgenommen werden. Soft-Gel-Kapseln enthalten die Inhaltsstoffe in Öl gelöst. Sie sind sehr bekömmlich und durch ihre weiche und flexible Oberfläche angenehm zu schlucken. In einer Studie mit Nobilin Q10 konnte unter anderem bewiesen werden, dass der Körper die Vitalstoffe in den Soft-Gel-Kapseln sehr gut aufnimmt.

3

Geprüft und mit dem renommierten Qualitätssiegel des Instituts Fresenius ausgezeichet. Die Medicom Pharma AG lässt sich die Qualität ihrer Produkte etwas kosten.

Institut-FreseniusQualitätssiegel

Nobilin Q10 – ausgezeichnet mit dem InstitutFresenius-Qualitätssiegel. Das Institut-FreseniusQualitätssiegel steht für höchste Produktqualität und ist eines der ältesten und renommiertesten Prüfsiegel Deutschlands. Über die strengen Fertigungskontrollen hinaus prüft das Institut Fresenius in einem sehr aufwändigen Verfahren die Qualität jeder einzelnen Lieferung des Produkts. Nobilin Q10 wird bereits seit 1998 vom Institut Fresenius geprüft und war die erste Nahrungsergänzung, die das renommierte Qualitätssiegel des Instituts Fresenius tragen durfte.

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Thomas Spengler

GESUNDHEIT DURCH VITALSTOFFE

4

Ernährungswissenschaftlich untersucht

Unsere Nahrungsergänzungsmittel wurden nach neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengestellt und ermöglichen Ihnen eine besonders anspruchsvolle Vitalstoffversorgung. Außer all den essenziellen Vitalstoffen enthalten sie auch Inhaltsstoffe, die besonders hochwertig sind und nur in den wenigsten Nahrungsergänzungen zu finden sind. Dazu gehören natürliches Coenzym Q10, natürliches Lycopin, GrünteeExtrakt, OPC aus Traubenkernen, Citrusbioflavonoide, Lutein, Phosphatidyl-Serin, Borretsch-Öl und Omega-3-Fettsäuren. Diese Vitalstoffe sind im Vergleich zu Vitamin C oder Vitamin E sehr teuer. Coenzym Q10 kostet beispielsweise bis zu 1.000-mal mehr als Vitamin C. Deshalb enthalten viele andere auf dem Markt erhältliche Multivitalstoff-Präparate solche Stoffe nicht oder nur in sehr geringen Dosierungen. Einige Produkte anderer Hersteller enthalten nicht das natürliche Coenzym Q10, sondern das wesentlich günstigere synthetische Coenzym Q10.

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Wissenschaftlich untersucht

Im Rahmen der so genannten HANNA-Studie wurde der Einfluss eines unserer Coenzym-Q10-haltigen Nahrungsergänzungsmittel – Nobilin Q10 – auf die gesundheitliche Verfassung von 220 Probanden untersucht. Dabei zeigte sich, dass das Coenzym Q10 von Nobilin Q10 vom Körper verwertet wird. Auch die Versorgung mit den Antioxidantien Vitamin E, Vitamin C und Selen konnte bei den Studienteilnehmern deutlich verbessert werden. Dabei profitierten sogar diejenigen von der zusätzlichen Versorgung mit Vitalstoffen, die sich bereits vorher ausgewogen ernährt hatten, sich also bereits mit der Nahrung viele Vitalstoffe zuführten. Dieses Studienergebnis unterstreicht die Qualität von Nobilin Q10.

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Geld-zurück-Garantie

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Ernährungsberatung

Wenn Sie direkt bei uns bestellen, haben Sie auf all unsere Produkte ein zweimonatiges Rückgaberecht. Sie können jedes Produkt zwei Monate lang ausprobieren – falls es Ihnen nicht zusagen sollte, senden Sie uns die Packung zurück und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.

Als MEDICOM-Kunde stehen Ihnen die Ernährungswissenschaftler unserer wissenschaftlichen Abteilung gern für Ihre Fragen zum Thema Ernährung und Gesundheit zur Verfügung. Unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 - 73 77 730 – aber auch per Post, E-Mail oder Fax.

Informationen und Studien zum Nutzen von Vitalstoffen für den menschlichen Körper

Bewahren uns Antioxidantien vor Krebs? Können Vitamine vor Arteriosklerose schützen? Verhindern Vitalstoffe Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Oft gestellte Fragen, die niemand eindeutig beantworten kann. Auch in diesem Buch spielen diese Fragen eine große Rolle. Der Autor verspricht Ihnen keine Antworten, aber Sie werden sich nach dem Lesen dieses Buches sicher ein besseres Bild von der Leistungsfähigkeit von Vitalstoffen machen können. Neben einem kurzen einführenden Teil zur allgemeinen Funktion von Vitalstoffen werden über 50 Studien zu ausgewählten Vitalstoffen kurz zusammengefasst. Lesen Sie in den Originalstudien, was es wirklich mit Vitalstoffen auf sich hat. Der Nutzen von Nahrungsergänzungen für die Gesundheit wird oft zwiespältig diskutiert. Der Autor stellt die derzeitige Rolle von Nahrungsergänzungen dar, zeigt die Möglichkeiten und Grenzen von Nahrungsergänzungen auf und beleuchtet, warum Vitalstoffe – sei es aus der Ernährung oder aus Nahrungsergänzungen – so wichtig für den Menschen sind.

Bestellung per Post: IB Logistics GmbH, Kennwort: Buchversand Rudolf-Diesel-Weg 10, 30419 Hannover Per Fax: 0511 9843433 Per E-Mail: spengler_selbstverlag@yahoo.de ISBN 3-00-012604-X Preis: € 12,95


! FOTO: DPNY

?

Vorurteile GEGEN NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL Wozu braucht man zusätzliche Vitamine, wenn man sich gesund ernährt? Ist eine „Pille“ mit Vitalstoffen genauso wertvoll wie ein Apfel? Oft wird der Nutzen von ergänzenden Vitamin- und Mineralstoffgaben angezweifelt. Was spricht bei genauer Betrachtung tatsächlich für Multivitalstoff-Präparate? Und was spricht eigentlich gegen eine zusätzliche Aufnahme von Vitalstoffen? Nachfolgend finden Sie häufig vorgetragene Argumente gegen Nahrungsergänzungen, die wir für Sie wissenschaftlich beleuchtet und kritisch hinterfragt haben.

Vorurteil 1 Durch die allgemein üblichen Ernährungsgewohnheiten wird der Körper mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgt.

M

enschen, die den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) entsprechend täglich fünf Portionen Gemüse und Obst verzehren – möglichst vielseitig und am besten in den Farben einer Ampel – sind im Vergleich

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MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

zur Durchschnittsbevölkerung gut mit Vitalstoffen versorgt. Allerdings zeigte sich in Untersuchungen, dass weite Teile der Bevölkerung die Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung bei der Zusammenstellung ihrer täglichen

Ernährung nicht ausreichend berücksichtigen. Das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit kam auf der Basis von vier groß angelegten Studien zum Ernährungsverhalten in Deutschland sogar zum Ergebnis, dass sich das Essverhalten verschlechtert hat. Von 1984 bis 2001 haben die Forscher das Ernährungsverhalten der Menschen im Raum Augsburg untersucht. Das Ergebnis: Der Trend zur gesunden Ernährung hatte seinen vorläufigen Höhepunkt bereits in der zweiten Hälfte der 80er-Jahre erreicht. Er hielt zwar bis 1995 weiter an, im Verlauf bis 2001 trat dann allerdings eine leichte Verschlechterung des Essverhaltens ein. An den vier Studien nahmen jeweils zwischen 4.000 und 5.000 Männer und Frauen im Alter von 25 bis


Wer es nicht schafft, sich gesund zu ernähren, der kann sich zusätzliche Vitalstoffe mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat zuführen. Das kann zwar keine gesunde Ernährung ersetzen, stellt aber eine Möglichkeit dar, den Körper zusätzlich mit wichtigen Vitalstoffen zu versorgen, was besonders im fortgeschrittenen Alter sehr wichtig ist. Aber nicht nur die Lebensmittelauswahl ist entscheidend für die Vitalstoffversorgung. Bei der Argumentation wird auch oft vergessen, dass der Nährstoffgehalt der Lebensmittel – abhängig vom Anbau und Transport sowie von den verschiedenen Jahreszeiten – schwanken kann.

Haben Obst und Gemüse immer denselben Vitamingehalt? Man sieht den Früchten in den Auslagen der Supermärkte nicht an, wie viel Vitalstoffe sie tatsächlich enthalten. Oft kommen Obst und Gemüse aus dem Treibhaus und enthalten deshalb weniger Vitalstoffe. Viele Produkte stammen zu-

Zwei Fünftel sind zu schwer Übergewichtige nach Altersgruppen Anteil in %

Männer Frauen Über- Starkes Über- Starkes gewicht1 Überg.2 gewicht1 Überg.2

25 - 29 J.

32,6

7,1

16,4

6,2

30 - 34 J.

39,3

9,0

19,3

7,1

35 - 39 J.

41,6

11,2

20,4

8,3

40 - 44 J.

44,6 13,2

24,2

10,1

45 - 49 J.

48,4 16,0

27,9

13,0

50 - 54 J.

50,8

17,5

33,7

15,1

55 - 59 J.

52,0 18,5

36,0

16,1

60 - 64 J.

52,5

19,1

37,8

17,6

Alle ab 18 J. 44,1

13,6

28,9

12,3

1 Body-Mass-Index zwischen 25 und 30. 2 Body-Mass-Index über 30. Quelle: Mikrozensus/Statistisches Bundesamt

dem aus Übersee. Lange Transportwege beeinflussen nicht nur den Vitalstoffgehalt negativ – auch der Geschmack leidet meist darunter. Mit der Saison ändert sich auch der Vitalstoffgehalt pflanzlicher Lebensmittel. Deshalb sollte man immer das saisonale Angebot an Gemüse und Obst bevorzugen. Essen Sie das, was gerade erntereif ist. Kein Spargel und keine Erdbeeren im Winter, keine Apfelsinen im Sommer. Die Ernährung wird in den verschiedenen Jahreszeiten von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Was eingekauft und gegessen wird, hängt von der Verfügbarkeit, dem Preis und den traditionellen Essgewohnheiten ab. Das betrifft besonders den Obst- und Gemüseanteil an der Ernährung. In einer Studie der TU München wurde untersucht, inwieweit sich die Schwankungen im Lebensmittelverzehr auf die Nährstoffzufuhr auswirken. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass, abgesehen von der Vitamin-A-Versorgung, die über die Monate weitestgehend konstant blieb, die Versorgung mit anderen Nährstoffen und Vitalstoffen sehr stark variierte. So kam es zu Spannweiten zwischen zirka vier Prozent bei fast allen Vitaminen der B-Gruppe und 15 Prozent bei den ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und bei Vitamin K. Noch größere Spannweiten von bis zu 29 Prozent ergaben sich zum Beispiel bei den Vitaminen C und D. Bislang wurde davon ausgegangen, dass eine ausreichende Nährstoffzufuhr mit der Nahrung im Jahresverlauf gleich bleibend gewährleistet ist. In ihrer Schlussfolgerung weisen die Wissenschaftler jedoch darauf hin, dass bei künftigen Untersuchungen nicht nur der Lebensmittelverzehr, sondern auch der Zeitpunkt der Nährstoffzufuhr berücksichtigt werden muss und dass nicht nur personenbezogene Daten

Leider sieht man Früchten nicht an, wie viel Vitalstoffe sie tatsächlich noch enthalten. FOTO: THE IMAGE BANK

74 Jahren aus der Region Augsburg teil. Fazit: Die größten Veränderungen in Richtung einer gesünderen Ernährung erfolgten im Zeitraum von 1984 bis 1990. Bis 1995 verbesserte sich das Verhalten nur noch leicht, danach verschlechterte es sich sogar. Leider kann man zudem davon ausgehen, dass diese Ergebnisse noch „geschönt“ sind. Studienteilnehmer geben erfahrungsgemäß eher Antworten in Richtung gesunder als in Richtung ungesunder Ernährung.

ausschlaggebend sind, sondern auch die monatlichen Schwankungen in der Nährstoffzufuhr eine Rolle spielen.

Was sagt GISELA dazu? Die so genannte GISELA-Studie hat gezeigt, dass gerade ältere Menschen oft mit Vitalstoffen unterversorgt sind. An der Universität Gießen wurde im Rahmen der Gießener Seniorenlangzeitstudie, kurz GISELA-Studie genannt, der Beitrag von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten zur Nährstoffversorgung von Seniorinnen untersucht. Die Gruppe der Untersuchungsteilnehmerinnen im Jahr 2002 bestand aus 241 Frauen über 72 Jahren, die sich damals in gutem Gesundheitszustand befanden und sich zu Hause selbst ernährten. Rund die Hälfte der Studienteilnehmerinnen bekam Vitamin- und Mineralstoffpräparate verabreicht, die andere Hälfte nahm keine Vitalstoffprodukte ein. Das Ergebnis der Untersuchung: 13 bis 28 Prozent der Studienteilnehmerinnen erreichten die Vitalstoffempfehlungen bei Vitamin D, E, C, Folsäure, Pantothensäure und Calcium nur durch die Einnahme von Vitalstoffprodukten. Das bedeutet, dass diese Gruppe sich mit der täglichen Ernährung nicht ausreichend mit Vitaminen sowie mit Calcium versorgen konnte. Oft sind auch chronische Erkrankungen oder altersbedingte Verdauungsschwierigkeiten schuld an einem schlechten Vitalstoffstatus. Unzureichende Blutspiegel vieler Vitalstoffe wurden in vielen Studien festgestellt. Unter anderem, dass insbesondere bei Älteren wünschenswerte Coenzym-Q10-Spiegel nicht erreicht werden.


Vorurteil 2 Der Körper kann die Vitalstoffe von Multivitalstoff-Präparaten nicht nutzen.

D

iese Aussage ist falsch. Die Verfügbarkeit von Vitaminen und Mineralstoffen aus Nahrungsergänzungsmitteln ist mindestens genauso gut, in manchen Fällen sogar besser als die Verfügbarkeit aus Lebensmitteln. Das hängt damit zusammen, dass Lebensmittel erst verdaut werden müssen, bevor Vitalstoffe auf-

genommen werden können. Besonders hochwertige Vitalstoffprodukte enthalten die Vitalstoffe bereits aufgelöst in einer Soft-Gel-Kapsel. In einer Studie mit Nobilin Q10 sollte auch ermittelt werden, inwieweit eine Nahrungsergänzung bei diesen Menschen noch den Vitalstoffstatus verbessern kann. Das Ergebnis: Der

Körper verwertete das Coenzym Q10 und die anderen Vitalstoffe des VitalstoffPräparates Nobilin Q10 – das zeigten die Blutspiegel der Studienteilnehmer. Darüber hinaus wurde unter Beweis gestellt, dass erst durch Nobilin Q10 ausreichend hohe Mengen von Vitamin C aufgenommen wurden.

Vorurteil 3 Zusätzliche Vitalstoffe können zu einer Überdosierung führen, die schädliche Nebenwirkungen hat.

F

ast alle Vitamine sind auch in Dosierungen, die weit über dem Tagesbedarf liegen, unbedenklich. So liegt die Zufuhrempfehlung für Vitamin C zwar bei 100 mg pro Tag, aber selbst Dosierungen von 3.000 bis 4.000 mg können allenfalls etwas Magen-Darm-Grummeln oder leichten Durchfall auslösen. Auch alle

Vitamine des B-Komplexes können problemlos in vielfacher Höhe des Tagesbedarfs aufgenommen werden. Gleiches gilt auch für die Vitamine E und K. Nur bei den beiden fettlöslichen Vitaminen A und D sollte man etwas zurückhaltender sein. Allerdings dürfen diese beiden Vitamine in Multivitalstoff-Präparaten gar nicht in

Vorurteil 4 Nahrungsergänzungen haben keinen gesundheitlichen Nutzen.

A

uch diese Aussage ist falsch. Viele Studien zeigen den großen Nutzen von ergänzenden Vitalstoffgaben. So ist beispielsweise eine ausreichende Versorgung mit Folsäure, Vitamin B6 und B12 von großer Bedeutung, da bei Mangel an diesen Vitaminen die Konzentration von Homocystein im Blut ansteigt. Ein erhöhter Homocysteinspiegel gilt als Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose. Außerdem ist bekannt, dass eine gute Calcium- und Vitamin-DZufuhr für die Knochenstabilität von großer Bedeutung ist. Eine bedarfsgerechte Jodversorgung gewährleistet auch die gesunde Funktion der Schilddrüse. Es gibt noch eine ganze Reihe von weiteren Nachweisen, die für eine Nahrungsergänzung auch bei ausgewogener

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MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

Ernährung sprechen. Der Gesetzgeber befürchtet, dass der Verbraucher durch die große Ähnlichkeit von Nahrungsergänzungen und Medikamenten glaubt, er könne mit Multivitalstoff-Präparaten Krankheiten heilen. Die Aussagen, die zur Leistungsfähigkeit eines Nahrungsergänzungsmittels gemacht werden dürfen, sind im Interesse des Verbrauchers daher sehr eng eingegrenzt. Andererseits ist es leider erlaubt, dass ein zuckerhaltiges Bonbon mit „Gesunde Vitamine naschen“ wirbt – obwohl bekannt ist, dass ein erhöhter Zuckerkonsum Ursache für Übergewicht und Diabetes sein kann. Auch darf eine Tütensuppe so dargestellt werden, dass beim Verbraucher der Eindruck entsteht, sie würde besser schmecken als Obst und Gemüse – dem

einer Dosierung eingesetzt werden, die Nebenwirkungen verursachen könnte. Alle Mineralstoffe und Spurenelemente können bis zur Höhe des Tagesbedarfs über Nahrungsergänzungen aufgenommen werden. Im Allgemeinen ist eine Überdosierung durch Nahrungsergänzungen bei ordnungsgemäßer Anwendung nicht möglich. Selbst Menschen, die nach dem Motto „Viel hilft viel“ vorgehen, müssten regelmäßig viel größere Mengen eines Vitalstoff-Präparates zu sich nehmen, als die Verzehrempfehlung angibt, um eventuelle Nebenwirkungen zu erfahren.

Verbraucher wird also sozusagen von Obst und Gemüse abgeraten. In den Broschüren von seriösen Herstellern von Multivitalstoff-Präparaten – wie der Medicom Pharma AG – wird hingegen auf die große Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung hingewiesen, und der Verbraucher wird dazu ermuntert, seine Ernährung obst- und gemüsereich zu gestalten. Verkehrte Welt? Wie undifferenziert auch die Medien mit dem Thema Nahrungsergänzung umgehen, zeigt ein vor kurzem in der BILD am Sonntag erschienener Artikel. Dort wurde behauptet, dass Nahrungsergänzungen nutzlos seien. Wir wollen nicht die Glaubwürdigkeit der BILD am Sonntag in Zweifel ziehen, doch wer diesen oder einen ähnlichen Artikel liest und danach verunsichert ist, dem sei das Buch „Gesundheit durch Vitalstoffe“ von Thomas Spengler empfohlen. Hier finden Sie über 100 Studien, die zeigen, was Nahrungsergänzungen für die Gesundheit leisten können.


Es ist nicht alles

Ephedrakraut

Gold, was glänzt Im Laufe der Jahre ist das Angebot an Gesundheitsprodukten so vielseitig geworden, dass es für den Verbraucher zu einer fast unlösbaren Aufgabe geworden ist, zwischen sinnvollen und unsinnigen Substanzen oder Präparaten zu unterscheiden. Wir möchten diese MEDICOM-Ausgabe deshalb dazu nutzen, unseren Kunden einige Hintergrundinformationen zu diesem Thema zu liefern. Denn leider hält nicht jede Werbung das, was sie verspricht.

W

ir halten es für wichtig, Sie – unsere Kunden – über den wissenschaftlichen Hintergrund von Substanzen und Präparaten aufzuklären, deren Vertrieb in Deutschland verboten ist, deren Substanzen nutzlos sind oder die zu überhöhten Preisen verkauft werden. Mit diesem wissenschaftlich überprüfbaren Wissen können Sie selbst entscheiden, ob Sie den Aussagen zu diesen Präparaten Glauben schenken möchten oder nicht.

durch die zusätzliche Einnahme von Glutathion kann der Schutz vor Freien Radikalen nicht verbessert werden. Es gibt dennoch Nahrungsergänzungsmittel, die Glutathion enthalten, obwohl die beworbenen Eigenschaften dieser Substanz nicht belegt sind. Die Glutathionperoxidase braucht allerdings Selen, sodass es besser ist, dem Körper für eine ausreichend hohe Enzymaktivität genügend Selen zur Verfügung zu stellen.

Glutathion

Zu teuer, wirkungslos oder überflüsssig. Das trifft leider auf einige Produkte anderer Anbieter zu. Manche von ihnen sind sogar gesundheitsschädlich.

FOTO: PHOTOS.COM, DPNY

Glutathion ist Bestandteil der Glutathionperoxidase, eines Enzyms, das zur Entgiftung des Körpers von Freien Radikalen notwendig ist. Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, dass die zusätzliche Gabe von Glutathion zu einer besseren Aktivität des Enzyms führt. Das heißt,

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, ehemals Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin) warnten vor einiger Zeit vor dem unkontrollierten Verzehr von Produkten, die Ephedrakraut enthalten und weder als Arzneimittel zugelassen sind noch als Lebensmittel vertrieben werden dürfen. Beim Verzehr dieser Produkte kann es zu Pupillenerweiterungen, Nervosität, Zittern, Schweißausbrüchen, Herzrhythmusstörungen, erhöhtem Blutdruck und, bei hoher Dosierung, zu Krampfanfällen und zu psychischen Veränderungen kommen. In den USA waren zuvor mehrere hundert Menschen durch die unkontrollierte Einnahme solcher Produkte erkrankt; mehr als zehn Personen starben an den Folgen. Ephedra (Meerträubel) ist ein chinesisches Heilmittel. Es wird unter dem chinesischen Namen Mahuang und als Mormonen-, Brigham- oder Mexikanischer Tee gehandelt. Ephedrakraut wirkt gefäßverengend, kreislaufstimulierend, blutdrucksteigernd, stark entwässernd, appetitdämpfend und krampflösend auf die Bronchien. In Deutschland werden ephedrahaltige Produkte als apothekenpflichtige Arzneimittel eingestuft. Über das Internet werden sie zum Teil aber auch als Nahrungsergänzung oder Lebensmittel angeboten. So wurde zum Beispiel ein Ephedratee als Appetitzügler beworben, der angeblich überschüssige Fette verschwinden und Muskeln wachsen lassen soll. Heuschnupfenpatienten sollen von ihrer Allergie befreit werden. Abgesehen davon, dass diese Versprechungen rechtswidrig sind, weil solche Aussagen für Nahrungsergänzungen nicht gemacht werden dürfen, sind sie nicht bewiesen. In einer Studie in den Niederlanden wurde in den meisten der getesteten Ephedraprodukte eine höhere als die angegebene Ephedraalkaloidmenge gefunden. In einigen Produkten wurde zusätzlich Koffein gefunden, das die Ephedraeffekte und damit das Risiko einer Gesundheitsschädigung für den Verbraucher erhöht. Ephedraprodukte sollten auf keinen Fall ohne ärztliche Verordnung beziehungsweise nur nach Absprache mit dem Arzt und unter dessen Kontrolle eingenommen werden.

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FOTO: PHOTOS.COM, DPNY

Obst- und Gemüsekonzentrate enthalten meist nur geringe Konzentratmengen. Die Form ihres Vertriebs über so genannte „Berater“ ist unseriös.

AGE: DPNY FOTOMONT

Obst- und Gemüsekonzentrate Die Hersteller bestimmter Obst- und Gemüsekonzentrate beanspruchen für ihre Produkte, dass sie aus hundertprozentig natürlichen Quellen stammen und daher sehr viel besser und wirkungsvoller sind als andere Vitalstoff-Präparate. In den Werbeaussagen zu diesen Konzentraten versuchen die Hersteller den Anschein zu erwecken, als könnten diese Produkte den Verzehr von viel Obst und Gemüse ersetzen. Die Wahrheit ist allerdings, dass man seinem Körper pro Kapsel nur eine verschwindend geringe Menge an Obst beziehungsweise Gemüse zuführt. Darüber hinaus verlieren die Konzentrate bei ihrer Herstellung große Mengen der wertgebenden Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Es handelt sich um Tabletten, die ihre Inhaltsstoffe nicht in ihrer

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MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

natürlichen Form oder in Öl gelöst enthalten sondern getrocknet. Dieses Pulver wird dann zu Tabletten gepresst. Auch die Anmerkung, diese Kapseln enthielten Ballaststoffe, ist fast eine Frechheit, denn der Ballaststoffanteil der Kapseln ist so gering, dass eine einzige Weintraube bereits ballaststoffreicher ist. Die ständige Betonung der Natürlichkeit seitens des Herstellers soll dem Verbraucher nur eine zusätzliche Qualität vorgaukeln, um die zum Teil horrenden Preise zu rechtfertigen. Manche dieser Produkte werden von so genannten Beratern vertrieben. Die Berater sind allerdings nichts anderes als Privatpersonen, die die Werbeunterlagen des Unternehmens verteilen und häufig nur Laienwissen über das Thema Vitalstoffe und Gesundheit besitzen. Die Inkompetenz geht so weit, dass im persönlichen Gespräch zuweilen sogar behauptet wird, diese Produkte könnten Krebs heilen oder vorbeugen, seien bei Rheuma wirksam – oder bei jeder anderen Krankheit,

unter der der potenzielle Käufer leidet. Das ist natürlich unsinnig, aber gegen diese Verfahrensweise kann der Gesetzgeber nicht vorgehen, da diese Aussagen nur im persönlichen Gespräch getätigt werden – falsch sind sie dennoch. Darüber hinaus wird man Ihnen möglicherweise in einem Beratungsgespräch nicht nur das Produkt selbst anbieten, sondern auch die Tätigkeit als nebenberuflich selbstständiger Berater. Warum? Wenn es dem Berater gelingt, Sie davon zu überzeugen, ebenfalls nebenberuflich für das Unternehmen tätig zu werden, dann profitiert er durch eine Beteiligung an den Umsätzen, die Sie erzielen. Es besteht somit oft nicht nur Interesse an Ihrer Gesundheit, sondern auch daran, möglichst viele gutgläubige Verbraucher zu finden, die solch ein Produkt für viel Geld kaufen und verkaufen. Das erklärt auch den hohen Preis des Produktes, denn um ein solches Schneeballsystem von Verkäufern zu finanzieren, bedarf es eines teuren Produktes.


Algenprodukte Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Informationsdienst „arzneitelegramm“ warnen, dass die Behauptungen über die angeblichen Heilwirkungen von Algenprodukten als „abstrus“ zu bewerten sind. Mumps, Herpes, Grippe, Windpocken und sogar Krebserkrankungen sollen durch Algenprodukte zu heilen sein. Auch gegen Depressionen oder Aufmerksamkeitsstörungen, ein schlechtes Gedächtnis oder Schlafstörungen sollen sie helfen. Dafür gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Belege. Als Ganzes verzehrt, können Algen zwar zur Ballaststoffzufuhr beitragen, bei getrockneten Algenprodukten wie beispielsweise Spirulinatabletten ist der Ballaststoffgehalt jedoch nur noch sehr gering.

Allerdings enthalten Algenprodukte praktisch ausschließlich unwirksame Formen des Vitamins. Der Grund dafür sind Probleme in der Herstellung der Produkte, die dazu führen, dass aktive und inaktive Formen nur unzureichend unterschieden werden können. Untersuchungen zeigen, dass verschiedene Algenprodukte bei Menschen keine Verbesserung der Vitamin-B12-Versorgung bewirkten, obwohl sie angeblich aktive Formen des Vitamins enthielten. Besonders deutlich wird das Defizit einiger Algenprodukte am Beispiel der Folsäure, die häufig nur zu einem Bruchteil der empfohlenen täglichen Dosis von 400 µg enthalten ist. Dies ist insofern bedenklich, als die Folsäureversorgung über die Nahrung ohnehin als kritisch gilt.

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Algen sind in der Lage, über ihre Oberfläche Mineralien aus dem Meerwasser aufzunehmen, daher weist die ganze Pflanze zum Teil sehr hohe Gehalte an Vitalstoffen auf. Auch sollen Algenprodukte aufgrund hoher Gehalte an Vitamin B12

als Nahrungsergänzung für Veganer besonders geeignet sein. Die vegane Kostform ist wie die vegetarische rein pflanzlich, doch verzichten Veganer auch auf tierische Produkte wie Milch, Eier und Honig. Vitamin B12 kommt allerdings nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft sowie in sehr geringer Konzentration in fermentierten Produkten vor. Bei einer veganen Ernährungsweise kann es zu einer Unterversorgung mit Vitamin B12 kommen.

Algen sind sehr gesund – aber nur in ihrer natürlichen Form. Algenprodukte enthalten kaum noch Vitamine und Ballaststoffe. Und natürlich sind sie auch keine Wundermittel gegen Mumps, Herpes, Grippe, Windpocken, Depressionen, Aufmerksamkeitsstörungen, schlechtes Gedächtnis, Schlafstörungen oder gar Krebs, wie manche Hersteller behaupten.

AFA-Algen Von Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis von so genannten AFA-Algen wird behauptet, dass diese Produkte vor verschiedenen Virusinfektionen schützen können. Diese Behauptungen sind aber wissenschaftlich nicht haltbar. Außerdem ist der Verzehr von AFAAlgen gesundheitlich nicht unbedenklich. Bei den AFA-Algen, auch als blaue oder blaugrüne Uralgen bezeichnet, handelt es sich um Cyanobakterien (Aphanizomenon flos-aquae). Von diesen Organismen ist bekannt, dass bestimmte Stämme Gifte bilden, die das Nervensystem angreifen und schädigen können. Außerdem können sie mit anderen Cyanobakterien verunreinigt sein, die leberschädigende Gifte (Microcystine) erzeugen. Untersuchungen in den USA haben gezeigt, dass getrocknete AFA-Algen je nach dem Zeitpunkt der Ernte erhebliche Mengen solcher Microcystine enthalten können. Somit sind auch durch den Verzehr AFAAlgenhaltiger Produkte potenzielle Risiken wie eine chronische Belastung mit großen Mengen an leberschädigendem Microcystin nicht auszuschließen. Eine konkrete Gesundheitsgefahr kann zudem dann entstehen, wenn diese Nahrungsergänzungsmittel eine medizinische Therapie verdrängen. Besondere Sorge bereitet dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, ehemals Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die wiederholt in Medien und Buchpublikationen verbreitete Aussage, dass AFA-AlgenProdukte eine „sinnvolle und natürliche Alternative“ zu einer ärztlich verordneten medikamentösen Therapie bei bestimmten neurologischen Störungen wie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern oder Demenzerkrankungen wie Morbus Alzheimer darstellen. BfR und BfArM warnen, dass es für derartige medizinische Wirkungen keinerlei wissenschaftliche Belege gibt.

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Himalajasalz Das so genannte Himalajasalz wurde durch das Buch „Wasser und Salz – Urquelle des Lebens“ als „gesundheitsförderlich“ bekannt. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) weist jedoch darauf hin, dass das Himalajasalz keine gesundheitlichen Vorteile gegenüber dem üblichen Speisesalz (Natriumchlorid) aufweist. Im Gegenteil: Die DGE hält viele Behauptungen des Buches für nicht wissenschaftlich belegt oder sogar für haltlos. Die Autoren beschreiben Himalajasalz (auch Kristallsalz genannt) als besonders wertvoll, da es aus einem der Urmeere stammt, 250 Millionen Jahre alt ist und angeblich eine breite Palette an Mineralstoffen enthält. Haushaltssalz (Natriumchlorid) kritisieren die Autoren dagegen als giftige und aggressive chemische Substanz. Jod und Fluor, wie sie heute in vielen Haushaltssalzen enthalten sind, werden außerdem als „hochtoxisch“ bewertet. Diese Behauptungen sind aber nicht haltbar. Auch Himalajasalz besteht zu 97 Prozent aus Natriumchlorid, so die DGE. Natrium kann somit keine schwerwiegende Schädigung hervorrufen, ansonsten müsste diese auch durch das Himalajasalz erzeugt werden. Die Empfehlung der Himalajasalzbefürworter, Fertiggerichte leicht mit Himalajasalz nachzuwürzen, um die schädigende Wirkung

50 Prozent aller Hypertoniker eine erhöhte Salzzufuhr das Bluthochdruckrisiko noch verstärkt. Bluthochdruckpatienten wird daher generell empfohlen, möglichst wenig, aber keinesfalls mehr als sechs Gramm Kochsalz (Natriumchlorid) pro Tag zu verzehren. Aufgrund des hohen Natriumchloridgehalts des Himalajasalzes ist Bluthochdruckpatienten deshalb auch vom Konsumieren der Sole dringend abzuraten. Zweifelhaft ist außerdem die angebliche Wirkung der Kristallsalzsole hinsichtlich des Säure-Basen-Haushalts. Die DGE weist darauf hin, dass der menschliche Organismus über effektive Puffersysteme verfügt, die ernährungsbedingte Schwankungen im Säure-BasenHaushalt ausgleichen und die kristalline Sole somit überflüssig machen.

des Natriumchlorids wieder aufzuheben, ist somit paradox und angesichts des ohnehin hohen Salzverzehrs der deutschen Bevölkerung abzulehnen. Da Natriumchlorid im Himalajasalz den Hauptgewichtsanteil ausmacht, ist laut DGE zudem anzuzweifeln, dass das Kristallsalz wirklich nennenswert zur Versorgung mit Mineralstoffen – abgesehen von den Stoffen Natrium und Chlor – beitragen kann. Auch die anderen Behauptungen der Buchautoren erweisen sich als nicht haltbar: Sowohl Natrium als auch Chlorid übernehmen im menschlichen Körper durchaus wichtige Funktionen, vor allem bei der Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsverteilung in den Geweben. Von einer bedarfsgerechten Versorgung mit Speisesalz (sechs Gramm pro Tag) geht daher keine Gefährdung aus. Fluor spielt eine wichtige Rolle bei der Zahngesundheit und durch die heute übliche Jodierung des Speisesalzes konnte die Anzahl jodmangelbedingter Schilddrüsenerkrankungen reduziert werden. Auch gegen die Verwendung jodierter oder fluoridierter Speisesalze bestehen somit keine gesundheitlichen Bedenken. Zu kritisieren sind die Vertreter des Himalajasalzes aber besonders deshalb, weil sie der kristallinen Sole, einem bestimmten Aufguss des Himalajasalzes, eine positive medizinische Wirksamkeit bei Bluthochdruck nachsagen. Seit langem ist aber bekannt, dass bei mindestens

Wasserfilter und Sauerstoffwasser 2001 hat die Stiftung Warentest elf Wasserfilter für Küche, Haushalt und Reise getestet. Das Ergebnis: „Die Filter wirken beschränkt. Einzelne Problemstoffe werden nicht oder nur teilweise entfernt. Manche Filter geben sogar Silber ins Wasser ab. Die Wasserqualität wird ,verschlimmbessert‘. Und das bei Filtern zu Preisen von bis zu rund 800 Euro! Außerdem müssen die Filter regelmäßig gereinigt werden, ansonsten können

Der sagenumwobene Himalaja: vielversprechender Namenspate für ein überteuertes Speisesalz. Für Lebensmittelchemiker liegt der Unterschied zwischen Himalajasalz und handelsüblichem Speisesalz nicht in der Zusammensetzung, sondern in der schicken Verpackung.

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Himalajasalz wird als „hochwertigste Form von Natursalz mit 84 Elementen“ gepriesen. Es gilt jedoch als äußerst zweifelhaft, dass das Salz nennenswert zur Versorgung mit Mineralstoffen beitragen kann.

Sauerstoffwasser können Sie sich getrost sparen. Von einem Gang an die frische Luft profitieren Sie wesentlich mehr.


Ob Sie mithilfe „biomagnetischer Wasserbehandlung“ das Wasser mittels „Schwingungen oder anderer nicht näher bezeichneter Kraftfelder positiv beeinflussen wollen, ist eher eine ideologische denn eine hygienische Frage. Denn diese Verfahren verändern nicht die chemische Zusammensetzung des Wassers. Statt zu sauerstoffangereichertem Wasser zu greifen, können Sie getrost besser einen Spaziergang machen. So nehmen Sie mehr Sauerstoff zu sich als mit dem teuren Wasser. Zur Erläuterung hier ein Zahlenbeispiel: Mineralwasser, das mit Sauerstoff angereichert ist, soll in der Regel 70 bis 80 mg Sauerstoff pro Liter enthalten. Wenn eine Person in einer Stunde zwei Liter davon trinkt, zum Beispiel nach erhöhter körperlicher Aktivität, würde sie mit diesem Getränk zwischen 140 und 160 mg Sauerstoff zusätzlich über den Magen-Darm-Trakt aufnehmen. Pro Stunde nimmt ein Mensch allein schon im Ruhezustand mit der Atmung rund 27 Gramm Sauerstoff aus der Luft auf. Das ist mehr als 150-mal so viel! Bei starker körperlicher Betätigung kann dieser Wert um das bis zu 15fache gesteigert werden. Es ist nur schwer zu glauben, dass durch eine zusätzliche Gabe von beispielsweise 150 mg Sauerstoff tatsächlich ein physiologischer Vorteil eintreten soll. Fazit: Von einem Gang an die frische Luft profitieren Sie wesentlich mehr – und Ihr Geldbeutel ebenso.

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gefährliche Keime entstehen.“ Gute Zeugnisse stellte die Stiftung Warentest Filtern aus, die zum Enthärten von Teewasser dienen. Auch Filter, die den Chlorgeschmack entfernen sollen, schnitten gut ab. Zudem gibt es sinnvolle Reisefilter, die bei Touren in Länder mit bedenklicher Trinkwasserqualität vor Bakterien schützen. Apparate zur Umkehrosmose werden für gewöhnlich bei der Meerwasserentsalzung, Abwasserreinigung, bei der Konzentrierung von Fruchtsäften oder in der pharmazeutischen oder kosmetischen Industrie verwendet. Außer vielleicht Aquarienbesitzern, die einwandfreies Wasser für ihre Fische erzeugen möchten, benötigt niemand diese aufwändigen Apparaturen im Haushalt. Denn in Deutschland können Sie – gesetzt den Fall, die Hausinstallationen sind in Ordnung – das Trinkwasser ohne Bedenken zu sich nehmen. Lediglich bei der Ernährung kranker Menschen oder bei der Zubereitung von Babykost sollten Sie abgekochtes Wasser oder Mineralwasser verwenden.

Antiaging mit Hormonen? Unter dem Begriff „Antiaging“ sind alle Maßnahmen zusammengefasst, die dem Alterungsprozess entgegenwirken und somit „die biologische Uhr anhalten“ sollen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dem Älterwerden zu begegnen: gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, positives Denken und eine gezielte Verabreichung von Vitalstoffen – insbesondere Antioxidantien. Für viele Anhänger des Antiaging spielen hormonhaltige Präparate eine wesentliche Rolle. Bei Hormonen handelt es sich um Botenstoffe, die fast alle Vorgänge im menschlichen Organismus regulieren und auf diese Weise einen weit reichenden Einfluss auf alle Stoffwechselvorgänge haben. Die Verabreichung von Hormonpräparaten kann den fein regulierten Hormonhaushalt leicht aus dem Gleichgewicht bringen und sogar gesundheitliche Schäden verursachen. Insbesondere das Hormon Melatonin wird häufig als „Wunderhormon“ gegen Alterserscheinungen und zur Vorbeugung oder Behandlung verschiedener Erkrankungen angepriesen. Diese Behauptungen entbehren derzeit jedoch einer wissenschaftlichen Grundlage. Melatonin wird in der Zirbeldrüse des Gehirns gebildet und steuert den Schlaf-WachRhythmus des Menschen – seine „innere Uhr“. Es signalisiert dem Körper die „Schlafenszeit“. Aus diesem Grund wird Melatonin als hilfreich beim „Jetlag“ propagiert, darunter versteht man Störungen der „inneren Uhr“, die durch fernreisebedingte Zeitverschiebungen ausgelöst werden. Abendliche Melatoningaben sollen

helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus wieder zu normalisieren. Vom bedenkenlosen Verzehr melatoninhaltiger Präparate ist dennoch abzuraten. Denn Melatonin ist alles andere als harmlos. Bereits in sehr geringen Mengen kann Melatonin zu gravierenden Stoffwechselveränderungen führen, auch Schädigungen durch funktionelle Fehlregulation können nicht ausgeschlossen werden. Bereits in Tagesdosierungen von 0,1 bis 2 mg wirkt Melatonin schlaffördernd und kann zu Beeinträchtigungen der Reaktionsfähigkeit und der Fahrtüchtigkeit führen. Melatonin ist in Deutschland nicht zugelassen. Auch das im Ausland häufig beworbene Hormon DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist in Deutschland nicht zugelassen. Es ist verwandt mit den weiblichen und männlichen Sexualhormonen und soll auf diese Weise typische, mit zunehmendem Alter auftretende Erkrankungen wie Alzheimer, Osteoporose oder Diabetes verhindern. Hierfür gibt es jedoch keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise. Die Risiken einer längeren Einnahme von DHEA sind nicht kalkulierbar. Man vermutet sogar, dass hormonabhängige Tumorarten, wie Brust- oder Prostatakrebs, durch DHEA zum Wachstum angeregt werden könnten. Das Wachstumshormon (GH) fördert im Körper den Aufbau von Muskeln, Knochen und Knorpel und regt gleichzeitig den Fettabbau an. Es wird deshalb im Antiaging gern verwendet. GH steht jedoch im Verdacht, das Risiko für Darmkrebs und Diabetes zu erhöhen. Außerdem stört die Verwendung GH-haltiger Präparate den natürlichen Prozess des Zellabbaus und Zellneubaus im Körper.

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Diäten

Für manche klingt es bedauerlich: Schlankheitstees und Fettwegpillen helfen nicht. Der Weg zur Traumfigur führt über gesundes, maßvolles Essen und ausreichend Bewegung. Wäre es möglich, mit einem Wundermittel schlank zu werden und zu bleiben, gäbe es sicher nicht so viele übergewichtige Menschen.

Was steckt hinter

Schlankheitsmitteln? Als Schlankheitsmittel werden die verschiedensten Produkte angeboten. Doch Abführmittel, Enzyme oder Appetitzügler sind keine langfristige Lösung zur Gewichtsabnahme. Hierzu ist eine Verminderung der Energiezufuhr durch die tägliche Ernährung unerlässlich. Aussicht auf einen anhaltenden Erfolg bietet nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung.

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on allen Produkten, die Ihnen versprechen, dass Sie weiterhin so viel essen können, wie Sie wollen, sollten Sie Abstand nehmen. Es ist leider nicht ganz so einfach, überflüssige Pfunde zu verlieren – wer wäre sonst noch übergewichtig? Wenn Produkte damit beworben werden, dass Sie in kürzester Zeit einen hohen Gewichtsverlust erzielen können, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Auch wenn Erfolgsberichte oder die üblichen „Vorher-nachherBilder“ eingesetzt werden, sollten Sie sehr kritisch sein. Eine weitere Tatsache, die Sie stutzig machen sollte, ist die Angabe einer ausländischen Telefonnummer.

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Verbraucherverbände können kaum helfen? Obwohl viele Verbraucherverbände und andere Institutionen gegen solche Produkte vorgehen, um die haarsträubenden Werbeaussagen zu unterbinden, tauchen immer wieder neue Anzeigen für ähnliche Produkte auf. Die Vertreiber solcher Mittel kalkulieren ein Verbot des Produktes bereits bei dessen Erstellung ein, wissend, dass die Mühlen des Gesetzes langsam mahlen und sie in der Zwischenzeit hohe Gewinne machen können.

Doch auch mit bestimmten Formen der Ernährung können Sie Ihre Gesundheit beeinträchtigen und langfristig Ihr Gewicht verschlechtern. Gänzlich abzuraten ist von Blitzdiäten, einseitigen Diäten (Ananasdiät, Eierdiät etc.) und solchen, die auf einem weitgehenden Verzicht auf Kohlenhydrate basieren (eiweiß- und fettreiche Diäten à la Atkins), denn sie sind in der Regel nicht durchzuhalten, oft ungesund und führen nicht zu einem dauerhaft gesunden Essverhalten. Formuladiäten, also Diäten, bei denen Sie statt Mahlzeiten aus Pulver angerührte Fertigdrinks zu sich nehmen, sollten Sie nur begleitend bei einer Ernährungsumstellung einsetzen, indem sie hin und wieder eine Mahlzeit ersetzen – sie können so helfen, Übergewicht abzubauen. Zur dauerhaften Ernährung oder für eine Diät, die nur aus diesen Produkten besteht, sind diese jedoch nicht geeignet. Strikte Fastenkuren können unter medizinischer Anleitung bei bestimmten Krankheiten heilsam sein. Zum reinen Abnehmen eignen sie sich jedoch nicht. Von Appetitzüglern ist gänzlich abzuraten, weil sie süchtig machen können. Medikamente gegen schwere Adipositas (zum Beispiel Xenical) sind nur im Rahmen einer ärztlichen Therapie erlaubt und sollten nur bei schweren Fällen zum Einsatz kommen.

Jo-Jo-Effekt Nach einer Diät nehmen viele Menschen schnell wieder zu und wiegen dann sogar meist noch mehr als vor der Diät. Schuld daran ist der so genannte Jo-JoEffekt. Der Name ist dabei Programm: Pfunde rauf, Pfunde runter – wie bei einem Jo-Jo. Während einer Diät, also bei „Energieknappheit“, greift der Körper auf seine für Notzeiten angelegten Energiereserven zurück. Zeitgleich reduziert der Körper seinen Energieverbrauch. Der Körper läuft sozusagen auf „Sparflamme“. Wird die Diät beendet, verbleibt der Körper noch längere Zeit in diesem Sparmodus. Je karger und einseitiger die Ernährung während der Diät war, desto besser versucht sich der Körper auf die nächste Hungerperiode vorzubereiten und legt noch schneller noch größere Reserven an. Wer also nach der Diät wieder so viel isst wie vor der Diät oder meint, jetzt endlich wieder ausgiebig


• Ihnen verspricht, dass Sie ohne eigene Aktivität schnell und problemlos Pfunde verlieren • Ihnen verspricht, auch weiterhin essen zu können, so viel und was Sie möchten • einen rapiden Gewichtsverlust in kürzester Zeit verspricht. • Erfolgsgarantien liefert • auf wissenschaftlich nicht abgesicherten Wirkungsmechanismen beruht • nur mit zusätzlichen Geräten, Ohrsteckern, Badezusätzen etc. wirksam sein soll • von angeblichen Ärzten (die es oft gar nicht gibt) angepriesen wird

essen zu können, nimmt schnell wieder zu – und zwar in der Regel über das Ausgangsgewicht vor der Diät hinaus.

Auch MCT-Fette sind keine Schlankmacher Auch MCT-Fette sind keine Schlankmacher. Zuweilen werden auch so genannte MCT-Fette als vielversprechende „Diätwunder“ angepriesen. Doch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät davon ab, diese Fette zur Gewichtsreduktion zu verwenden. MCTFette (englisch: middle chain triglyceride) sind spezielle Fette, die ausschließlich aus mittelkettigen gesättigten Fettsäuren zusammengesetzt sind. Diese Fettsäuren sind wesentlich kürzer als die in natürlichen Fetten vorkommenden Fettsäuren und werden daher auch anders vom menschlichen Körper verwertet. Aufgrund ihrer kleinen Struktur benötigen die mittelkettigen Fettsäuren nicht die von der Leber gebildeten Gallensäuren als Trägersubstanz, um vom Darm ins Innere des Körpers zu gelangen, sondern sie können die Darmwand direkt passieren. Diese Eigenschaft der MCT-Fette macht

Nun machen MCT-Fette als „Abnehmfette“ Furore. Sie sollen „Pfunde zum Schmelzen bringen“ und angeblich „mehr Kalorien verbrennen als zuführen“, so die Werbung. Doch MCT-Fette sind keine Fette, die schlank machen, betont die DGE. So sinnvoll MCT-Fette in der Ernährungsmedizin sein mögen – zu Abnehmzwecken sind sie ungeeignet. Werden die üblichen Nahrungsfette durch MCT-Fette ersetzt, wird zwar zunächst eine stärkere Sättigung verspürt. Laut DGE tritt aber schnell ein Gewöhnungseffekt ein, der diesen „Schlankheitsfaktor“ wieder zunichte macht. MCT-Fette haben zwar auch einen etwas geringeren Kaloriengehalt als übliche Speisefette. Die effektive Energieersparnis beträgt pro Tag aber nur zirka 80–120 kcal, rechnet die DGE vor. Also eine gemessen am täglichen Energiebedarf von zirka 2.000–2.500 kcal sehr niedrige Menge, die auch an anderer Stelle eingespart werden könnte. MCT-Fette sind aber nicht nur wenig nützlich beim Abnehmen – sie haben sogar etliche Nachteile. Wenn also keine medizinischen Gründe für die Verwendung vorliegen, sollte man MCT-Fette lieber meiden. Denn unser Darm ist nicht daran gewöhnt, größere Mengen an MCT-Fetten verwerten zu müssen. Werden anstelle von normalen Speisefetten konsequent MCT-Fette verwendet, kann es daher leicht zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall kommen. Da MCT-Fette außerdem künstlich hergestellt und nur aus gesättigten Fettsäuren zusammengesetzt sind, ist bei langfristigem Verzehr die Versorgung mit wichtigen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die der Körper dringend benötigt, nicht mehr gewährleistet. Auch Vitamin E, das vor allem in natürlichen Pflanzenölen vertreten ist, wird nicht mehr ausreichend aufgenommen.

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Grundsätzlich sollten Sie keinem Diätprodukt vertrauen, das

man sich in der Medizin zunutze, um die Ernährung von Patienten mit Fettverdauungsstörungen, mit gestörter Gallensäurebildung oder mit chronischer Darmerkrankung wie zum Beispiel Morbus Crohn sicherzustellen. Zu diesem Zweck werden MCT-Fette in Form von Streich- oder Kochfetten eigens künstlich hergestellt, denn in natürlichen Lebensmitteln kommen die mittelkettigen Fettsäuren nur selten vor.

Oft ist es weniger die Quantität als die Qualität der Speisen, die die Fettpölsterchen anschwellen lässt. Achten Sie auf dem Weg zur schlanken Figur auf gesunde Ernährung – das macht schon eine Menge aus.

Wer abnehmen will, sollte seine Ernährung umstellen Kohlenhydratarme und fettreiche Ernährungsweisen wie zum Beispiel die Atkinsdiät sind sehr einseitig und können nicht als langfristige Ernährung empfohlen werden. Andererseits sind Kohlenhydrate auch nicht automatisch „gesünder“ als jegliches Fett. Denn unser Körper benötigt auch dringend einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus der Nahrung. Wie so häufig gilt auch für die Ernährung: Der goldene Mittelweg ist der vernünftigste. Wir empfehlen Ihnen, weniger auf die Menge an Kohlenhydraten oder Fetten sowie auf die Gesamtkalorienzufuhr in Ihrer Ernährung zu achten, sondern vor allem auf deren Qualität, also auf „gute“ Kohlenhydrate und Fette und außerdem auf die Gesamtkalorienzahl. Natürlich sollten die verzehrten Lebensmittel auch sehr vitamin- und mineralstoffreich sein. Ganz besonders wichtig: viel Gemüse und Obst sowie hochwertige Pflanzenöle und Fisch. Kalorienreiche Lebensmittel wie Alkohol und Süßigkeiten sollten möglichst gemieden werden, doch hin und wieder darf man sich auch mal ein Schlückchen oder ein Stückchen gönnen.

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Vitalstoffe in der Ernährung

WARUM ZUSÄTZLICHE

Vitalstoffe?

Vitalstoffe sind wichtig für die Gesunderhaltung, die Lebensqualität und das Wohlbefinden eines Menschen. Unsere Lebensmittel enthalten je nach Zusammenstellung unseres Speiseplanes mal mehr, mal weniger Vitalstoffe. Gegner von Nahrungsergänzungen sagen, dass eine zusätzliche Vitalstoffversorgung für Gesunde unnütz ist. Was „gesund“ bedeutet, wird jedoch nie näher erklärt.

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esundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Für die WHO (Weltgesundheitsorganisation) bedeutet Gesundheit den Zustand von körperlichem, geistigem und sozialem Wohlbefinden. Aber ab wann ist man krank? Ist es nicht besser, nicht erst auf die Krankheit zu warten, bevor man sich um seinen Gesundheitszustand kümmert, sondern bereits dann damit zu beginnen, wenn man sich noch gesund fühlt? Immer häufiger steht heute wieder anstelle der Frage „Was macht den Menschen krank?“ die Frage „Wie bleibt der Mensch gesund?“ im

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Vordergrund. Der Körper eines gesunden Menschen kann freiwillig oder unfreiwillig Belastungen ausgesetzt sein, die langfristig zu einer Krankheit führen. Ist ein solcher Mensch dann während der Belastung bereits krank oder erst dann, wenn die Krankheit eingetreten ist? Wir haben für Sie hier einige Situationen aufgelistet, die eine zusätzliche Belastung darstellen. Wenn Sie sich und Ihre persönliche Lebenssituation hier wieder finden, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und damit eine gute Vitalstoffversorgung achten.

Mit der Veränderung unserer Essgewohnheiten in den letzten 20 Jahren ging eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes in den westlichen Ländern einher. Lange Zeit glaubte man, im erhöhten Fleischkonsum „den Schuldigen“ gefunden zu haben. Dass ein erhöhter Fleischkonsum seinen Teil zum sich verschlechternden Gesundheitszustand in unserer Gesellschaft beiträgt, ist sicher richtig. Schuld ist aber vor allem ein Mangel an pflanzlichen Lebensmitteln auf unseren Speiseplänen. Auch Vegetarier sind weniger wegen ihres Verzichts auf Fleisch so gesund, sondern weil sie wesentlich mehr Obst und Gemüse essen als der Durchschnittseuropäer. Um unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen, sollte man darauf achten, dass Obst und Gemüse mehrmals täglich auf dem Speisezettel stehen. Durch falsche Ernährungsgewohnheiten wird dies jedoch häufig erschwert. Kantinen- und Mensaessen sowie Fastfood und Fertiggerichte sind nicht immer in der Lage, den Menschen ausreichend mit pflanzlichen Lebensmitteln zu versorgen. Zeitmangel, Alltagsstress und Appetitmangel können die gesunde Ernährungsweise noch zusätzlich erschweren. Besonders allein lebende Menschen ernähren sich oft einseitig. Um seinen Körper ausreichend mit Vitalstoffen zu versorgen, sollte man sich in jedem Fall ausgewogen ernähren. Ein hochwertiges Multivitalstoff-Präparat kann Ihre Vitalstoffversorgung bei Bedarf zusätzlich verbessern.


Mangelhafte Nährstoffversorgung während Diäten

Bei Alltagsstress kann eine bessere Vitalstoffversorgung hilfreich sein

Diätkuren sind eine beliebte Methode zur Gewichtsabnahme. Eine Diät bedeutet allerdings nicht nur einen Verzicht auf Kilokalorien, sondern führt auch oft zu einer schlechteren Versorgung mit Vitalstoffen. Eine Verbesserung der Vitalstoffzufuhr mit einem Multivitalstoff-Präparat kann deshalb während einer Diät sinnvoll sein.

Wer häufig unter Stress leidet, sollte auf eine gute Vitalstoffversorgung achten. Die Stresshormone bringen den Körper fortwährend an seine Leistungsgrenze – er steht sozusagen permanent „unter Strom“. Dadurch entstehen vermehrt Freie Radikale. Man hat dann einen höheren Vitalstoffbedarf, denn der Körper braucht mehr Vitalstoffe, um die Freien Radikale zu neutralisieren. Besonders wichtig gegen Freie Radikale: die Vitamine E und C sowie das Coenzym Q10.

Raucher brauchen oft mehr Vitalstoffe Raucher sind häufig schlecht mit Vitalstoffen versorgt. Insbesondere der Vitamin-C-Bedarf von Rauchern ist gegenüber dem von Nichtrauchern erhöht. So wie Alkohol ist auch Zigarettenrauch ein „Vitaminräuber“. Bei der Entgiftung des Körpers von den gesundheitsschädlichen Bestandteilen des Alkohols und des Zigarettenrauchs verbraucht der Organismus mehr Vitalstoffe als üblich. So kann es auch für Raucher empfehlenswert sein, ihre Vitalstoffversorgung mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat zu verbessern.

Geistige Belastung stellt besondere Ansprüche an die Vitalstoffversorgung

Umweltbelastungen können die Bildung Freier Radikale erhöhen Ozonbelastung, Smog und UV-Strahlung können die Bildung Freier Radikale im Körper erhöhen. Beim Neutralisieren der Freien Radikale verbraucht der Körper Vitalstoffe. Man kann diese Belastung vermeiden, indem man seine UV-Strahlen-Belastung reduziert und nicht exzessiv sonnenbadet. Bei hohen Ozonwerten und Smog sollte man sich nachmittags nicht lange draußen aufhalten. Auch Sport im Freien sollte von der Ozon- und Smogbelastung abhängig gemacht werden. Freie Radikale kann der Körper nur unter mithilfe von Vitalstoffen neutralisieren. Ein MultivitalstoffPräparat kann die Vitalstoffversorgung verbessern.

So wie körperliche Arbeit verbraucht auch Kopfarbeit viel Energie und Vitalstoffe. Eine ausgewogene Ernährung ist auch für die geistige Leistungsfähigkeit wichtig. Besonders die B-Vitamine B1, B2, B12 sowie Folsäure sind bedeutend für den Gehirnstoffwechsel. Auch PS (Phosphatidylserin) und Lecithin sind wichtige Bausteine des Gehirns.

Alkohol kann den Vitalstoffbedarf erhöhen Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, haben meist einen höheren Vitalstoffbedarf als der Normalbürger. Alkohol ist ein „Vitaminräuber“, und wer ihn häufig konsumiert, für den kann eine zusätzliche Vitalstoffversorgung mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat sinnvoll sein.

Ein gutes Gedächtnis kann man sich antrainieren und mit Vitalstoffen unterstützen. Denn nicht nur der Körper ist auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen, sondern auch der Geist.

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Man sieht es dem kühlen Blonden nicht auf den ersten Blick an – doch mehrere davon machen es zum Vitalstoffräuber. Denn Alkohol kann den Vitalstoffbedarf erhöhen.

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Bei sportlicher Betätigung verbraucht man mehr Vitalstoffe

Medikamenteneinnahme kann den Vitalstoffbedarf erhöhen

Während wir Sport treiben, läuft unser Stoffwechsel auf Hochtouren. Anders als im Ruhezustand müssen Fette und Kohlenhydrate jetzt möglichst schnell abgebaut werden, damit der Körper sie für die Energiegewinnung nutzen kann. Fast alle Zellen sind jetzt höchst aktiv, um die Anstrengung zu bewältigen. Sportliche Betätigung ist immer auch eine Belastungsprobe für den menschlichen Organismus, bei der Zellen verschlissen werden – ein natürlicher und sinnvoller Vorgang. Denn jedes Mal, wenn wir Sport treiben, macht unser Körper eine Art „Inspektion“ durch – leicht angeschlagene Zellen müssen weichen und werden durch neue ersetzt. Je öfter wir Sport treiben, umso frischer sind unsere Zellen und umso besser funktioniert unser gesamter Stoffwechsel. An der Energiebereitstellung und der Zellbildung sind viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und insbesondere Coenzym Q10 beteiligt. All diese Vitalstoffe müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Neben einer ausgewogenen Ernährung können Sportler ihre Vitalstoffversorgung bei Bedarf auch mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat verbessern.

Menschen, die gezwungen sind, Medikamente einzunehmen, haben vielfach einen erhöhten Vitalstoffbedarf. Besonders eine längerfristige Medikamenteneinnahme kann den Vitalstoffbedarf erhöhen. Eine verbesserte Vitalstoffzufuhr kann hier für Ausgleich sorgen. • Medikamente können die Aufnahmefähigkeit des Körpers für Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe vermindern • Medikamente können die Vitaminfunktion blockieren oder den Abbau von Vitalstoffen beschleunigen • Manche Medikamente bewirken auch eine erhöhte Harnausscheidung, was wiederum dazu führen kann, dass wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente vermehrt ausgeschieden werden

Bei Medikamenteneinnahme ist es deshalb sehr wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, die Nahrung durch ein hochwertiges Multivitalstoff-Präparat mit zusätzlichen Vitalstoffen anzureichern.

Während Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein erhöhter Vitalstoffbedarf Der Vitalstoffbedarf ist schon zu Beginn der Schwangerschaft erhöht. Beim Heranwachsen des Embryos werden sehr viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe benötigt. Werdende Mütter sollten deshalb unbedingt darauf achten, sich ausgewogen zu ernähren und sich gut mit Vitalstoffen zu versorgen. Nicht nur für die Mutter ist eine gute Vitalstoffversorgung wichtig, denn ein ausgewogener Vitalstoffgehalt in der Muttermilch versorgt den Säugling mit allem, was er für eine gesunde Entwicklung braucht. Die Aufbesserung der Vitalstoffversorgung mit einem hochwertigen Multivitalstoff-Präparat versorgt Mutter und Kind mit zusätzlichen Vitalstoffen. Besonders wichtig ist es, den Körper vor und während der Schwangerschaft mit ausreichend Folsäure zu versorgen – 400 µg sollte die tägliche Vitalstoffzufuhr mindestens enthalten.

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Höherer Vitalstoffbedarf durch die Antibabypille

Nicht einfach zu decken: ein Vitalstoffbedarf für zwei. Nicht nur für die Mutter ist eine gute Vitalstoffversorgung wichtig, auch der heranwachsende Fetus muss mit allem versorgt werden, was er für seine gesunde Entwicklung braucht.

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Die Einnahme der Antibabypille kann den Vitalstoffbedarf erhöhen. Die Auswirkungen, die ein Präparat zur Verhütung auf den Vitalstoffbedarf hat, hängen von dessen genauer Zusammensetzung ab. Vor allem Antioxidantien wie Vitamin C und E können durch die Einnahme der „Pille“ verstärkt verbraucht werden. Auch in diesem Fall ist es empfehlenswert, die tägliche Nahrung mit einem hochwertigen MultivitalstoffPräparat aufzuwerten.


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Für viele Menschen unerlässlich – Medikamente. Arzneimittel führen jedoch oft zu einem erhöhten Vitalstoffbedarf.

Um die späteren Lebensjahre richtig genießen zu können sollten man darauf achten, sich frühzeitig um seine Gesunderhaltung zu kümmern und nicht erst dann, wenn sich Erkrankungen eingestellt haben. Wer rechtzeitig dafür sorgt, dass es seinem Körper und Geist an nichts fehlt, kann seinen Lebensabend reich, erfüllt und ohne Einschränkung gestalten.

Senioren haben oft einen erhöhten Vitalstoffbedarf Mit dem Alter nimmt oftmals die Fähigkeit des menschlichen Organismus zur reibungslosen Zellerneuerung ab. Eine gute Vitalstoffversorgung ist deshalb umso wichtiger, denn der Körper ist für jede Unterstützung dankbar. Senioren sind häufig jedoch nicht so gut mit Vitalstoffen versorgt, wie es wünschenswert wäre.

Körper wertvolle Dienste. Zusammen mit so genannten Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C, Lycopin und OPC bekämpft es diese aggressiven Substanzen, bevor sie die Zellen unseres Körpers erreichen. Insbesondere in der Haut kämpft Coenzym Q10 gemeinsam mit den anderen Antioxidantien gegen die Freien Radikale.

Durch unausgewogene Ernährung, eine angeschlagene körperliche Verfassung oder Medikamenteneinnahme kann ein erhöhter Vitalstoffbedarf entstehen. Manchmal führen auch Kauprobleme oder Appetitmangel zu einer zusätzlichen Verschlechterung der Vitalstoffversorgung. Werden Speisen zu lange gekocht und anstelle von frischer Kost Fertiggerichte verzehrt, kann die Vitalstoffversorgung zusätzlich erschwert sein. Auch die Fähigkeit des Körpers, Coenzym Q10 selbst herzustellen, nimmt mit dem Alter ab. Dann ist der Q10-Gehalt der Nahrung besonders wichtig für eine ausreichende Versorgung mit diesem für das Herz und die Energiegewinnung so wichtigen Vitalstoff.

Weil ältere Menschen oftmals weniger essen, ist auch ihre Versorgung mit Vitamin D und Calcium meist verschlechtert. Vitamin D kann der Körper bei Sonnenstrahlung in der Haut bilden. Mit zunehmendem Alter reduziert sich jedoch diese Fähigkeit des Körpers. Vitamin D unterstützt den Stoffwechsel bei der Aufnahme von Calcium in den Körper. Bevor das Vitamin D die Calciumaufnahme in die Knochen unterstützen kann, wird es von den Nieren für den Knochenstoffwechsel aktiviert. Die Nieren von Senioren sind jedoch oft weniger leistungsfähig – ein weiterer Grund für einen möglicherweise zu niedrigen Vitamin-D-Status.

Alle Zellen des Körpers enthalten Coenzym Q10, denn sie benötigen es für die Energiegewinnung. Senioren sollten daher ganz besonders versuchen, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um ihren täglichen Vitalstoffbedarf zu decken. Wer aufgrund eines erhöhten Cholesterinspiegels so genannte Statine einnehmen muss, für den kann eine zusätzliche Versorgung mit Coenzym Q10 besonders sinnvoll sein, denn Statine hemmen die körpereigene CoenzymQ10-Produktion. Dem Beipackzettel Ihres Medikamentes können Sie entnehmen, ob es Statine enthält. Auch bei der Bekämpfung von Freien Radikalen leistet Coenzym Q10 dem

Calcium ist ein besonders wichtiges Mineral, da es der Hauptbaustein unserer Knochen ist. Experten empfehlen Senioren über 60 Jahren die Einnahme eines Multivitalstoff-Präparates mit Calcium und Vitamin D. Bei der Zusammenstellung des hochwertigen MultivitalstoffPräparates Nobilin Premium wurden auch die besonderen Bedürfnisse von Senioren berücksichtigt. Es enthält unter anderem Coenzym Q10, Lycopin, OPC, Vitamin C und Vitamin E sowie Calcium und Vitamin D in sinnvoller Dosierung. Es kann die Nahrung um wichtige Vitalstoffe bereichern und kann so den Vitalstoffstatus bei Bedarf zusätzlich verbessern.

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Vitalstoff-Rezept Zubereitung Die Garnelenschwänze von Kopf und Panzer vorsichtig trennen, unter fließendem Wasser säubern und dabei nicht vergessen, den dunklen Darmfaden zu entfernen. Man kann auch bereits vorbereitete, gefrorene Garnelenschwänze kaufen.

Garnelenschwänze mit Rucolasalat an Orange (Für 4 Personen) Zubereitungszeit

35

Minuten

Die Garnelenschwänze zusammen mit den klein geschnittenen Knoblauchzehen in Olivenöl etwas anbraten, dann aus der Pfanne nehmen. Die Cocktailtomaten

halbieren, die Orange schälen und in Stücke teilen. Den Rucola putzen und klein zupfen. Den Salat mit den halbierten Cocktailtomaten sowie mit Olivenöl und Balsamicoessig vermengen und mit Pfeffer und Salz würzen. Zum Schluss den Salat mit den Garnelen vermengen, mit den Orangenstücken dekorieren und mit Parmesan bestreuen.

§

Nährwertangaben

Impressum Herausgeber:

Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. 05041 78-0 Fax 05041 78-1169

Verlag, Redaktion, Gestaltung: DPNY communications Druck: Westermann-Druck „MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG; sie erscheint fünfmal jährlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

42

MEDICOM 38. Ausgabe, Dezember 2005

500 g 300 g 250 g 40 ml 2 EL 1 EL 1 2

Zutaten

§

§

Guten Appetit!

Rucola geschälte Riesengarnelen Cocktailtomaten Olivenöl Balsamicoessig Parmesan große Orange (ca. 200 g) kleine Knoblauchzehen Salz, Pfeffer

§

DPNY FOTO:

(Pro Portion) Energie Eiweiß Fett Kohlenhydrate Ballaststoffe

280 20 13 18 5

kcal g g g g

Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B6 Vitamin C Vitamin E Folsäure Magnesium Calcium Cholesterin

0,4 0,3 0,4 80 8 50 88 290 116

mg mg mg mg mg µg mg mg mg


2

3

8

10

1

5

4

9 6

10

7

1. Preis: ein Reisegutschein im Wert von 1.000 Euro 2. bis 4. Preis: je ein Exemplar des Ratgebers „Wandern an Flüssen und Seen. Die schönsten Genusstouren in Bayern und Tirol“ aus dem Bruckmann Verlag

Lösung aus dem August-Heft OME G A D E L A I M R H E S A R O S J R E MA E R U D E F O L A C K

K O R S E

Herzkreislauf

S K 3 F E T T S A E U E I L E U H R H E N G A S O A R S S T T A F B I K E R A G A M E R A N OD E N E I A E U R E R N C O E N Z Y

R E N S O S S E N E N O N B I N I A L S S I D N F A Q M Q 10

Und so können Sie gewinnen Haben Sie das richtige Lösungswort? Dann schreiben Sie es auf eine Postkarte, und schicken Sie diese an: MEDICOM-Redaktion, Stichwort „Preisrätsel“, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2006 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. S C H O N

G E W U S S T ?

Warum haben wir auf Blitzlichtfotos rote Augen? Wie kommt es dazu, dass freundliche Mitmenschen plötzlich mit teuflisch roten Augen auf einem Foto erscheinen, während der Hund grünäugig in die Kamera blickt? Das passiert, wenn Mensch, Hund oder Katze direkt in die Linse schauen und das Blitzlicht auf der gleichen optischen Achse wie der Sucher der Kamera liegt. Dann nämlich wird das Licht an den Blutgefäßen in der Netzhaut des Fotoobjektes reflektiert. Je weiter die Pupillen geöffnet sind (vor allem in der Dunkelheit), desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dieser so genannte „Rotreflex“ auftritt. Hunde, Katzen und fast alle anderen Haustiere haben eine spezielle reflektierende Schicht in ihrem

Augenhintergrund, die ihre Fähigkeit, bei Dunkelheit zu sehen, verstärkt. Diese Farbschicht ist abhängig von der Farbe des Fells. Bei einem schwarzen Labrador ist sie in der Regel grün, bei einem hellbraunen Cockerspaniel dagegen normalerweise gelb. Daher leuchten die Augen von Tieren im Blitzlicht andersfarbig als die der Menschen. Der „Zombieeffekt“. Fachsprachlich wird er als Rotreflex bezeichnet. Beim Menschen leuchten die Augen rot, bei Tieren gelb, grün oder blau.

FOTO: PHOTODISC, DPNY

Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es um etwas, was sich im Blut nachweisen lässt. Tragen Sie die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge in die nummerierten Felder ein.

C A L C I U M

200538

Lösung:

Kreuzworträtsel

Lösungswort:

RM013803


MEDICOM – weil Lebensqualität kein Zufall ist „Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ – das ist unser Motto. Die MEDICOM steht Ihnen mit sinnvollen Produkten in Ihrem Alltag zur Seite. Wir wollen, dass Sie Ihren Tag mit der Gewissheit erleben, Ihre Gesundheit aktiv zu unterstützen. Mit den Produkten von MEDICOM können Sie Ihre Gesundheit sinnvoll unterstützen. Haben Sie Fragen zum Thema „Gesundheit und Vitalstoffe“? Die Mitarbeiter unserer wissenschaftlichen Abteilung werden Ihnen gern all Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch am Telefon beantworten. Auch unser Kundendienst gibt Ihnen gern Auskunft zu unseren Produkten. Sie erreichen beide unter unserer gebührenfreien Telefonnummer. Ihre Zufriedenheit und Ihre Gesundheit stehen bei der Medicom Pharma AG an erster Stelle. Unser Bestreben ist es, Ihrem Vertrauen, das Sie uns als Kunde entgegenbringen, in jeder Form gerecht zu werden – sowohl mit unseren hochwertigen Produkten als auch mit sinnvollen Serviceleistungen. Bei der Herstellung unserer

Im Internet: www.medicom.de

Produkte verwenden wir nur die hochwertigsten Rohstoffe. Die Herstellung erfolgt nach dem strengen GMP-Standard. Wenn Sie ein Produkt der MEDICOM erwerben, dann entscheiden Sie sich für Qualität. Bei der MEDICOM endet die Beziehung zum Kunden nicht mit der bezahlten Rechnung. Mit unseren Serviceleistungen – die weit über das Übliche hinausgehen – wollen wir Ihr Partner in Sachen Gesundheit sein: Sie bekommen als Kunde fünfmal im Jahr das Kundenmagazin MEDICOM. Sie erhalten auf all unsere Produkte eine zweimonatige Geld-zurück-Garantie. Sie erhalten Ihre Produkte innerhalb von zwei Werktagen frei Haus gegen Rechnung. Sie können unsere Produkte per Post, per Fax, am Telefon und im Internet anfordern. Und als Sammelbesteller erhalten Sie einen interessanten Preisnachlass. Wir wollen alle Ihre Bedürfnisse in Sachen Gesundheit befriedigen und Ihnen in Ihrem täglichen Leben zur Seite stehen. Wir sind für Sie da. Wir sind Ihr Partner in Sachen Gesundheit.

Kostenlose Ernährungsberatung: 0800 -73 77 730

FOTO: TAXI, DPNY

EINS IST SICHER! Der Körper braucht Vitalstoffe für seine Gesunderhaltung!

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