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GESUNDHEIT

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FITNESS

ERNÄHRUNG

TITELMONTAGE: DPNY

AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 30. Ausgabe, Mai 2004


Editorial

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre

W

as gibt es Schöneres, als das Gesicht in die Sonne zu halten und die wärmenden Strahlen auf der Haut zu spüren? Besonders die ersten Sonnenstrahlen wollen wir uns nicht entgehen lassen. Sobald sich die Sonne strahlend am Himmel zeigt, füllen sich die Caféterrassen, Stadtparks, Wiesen an Seen und Strände mit Sonnenhungrigen, die nach einem langen Winter unter den wärmenden Strahlen neue Energie tanken wollen. Und das nicht ohne Grund! Denn die Sonne kann Gutes tun für unseren Körper, z. B. für die Knochen, das Immunsystem und auch für die Psyche. Wie das genau funktioniert und welchen positiven Einfluss sie außerdem auf unseren Körper hat, erfahren Sie in dieser Ausgabe in unserem Titelthema. Doch wie der Titel schon sagt: Die Sonne hat auch ihre Schattenseiten – nicht alles Gute kommt von oben.

FOTO: COMSTOCK

Das Wort „Sonnenstrahlen“ verbinden wir heutzutage automatisch mit abschreckenden Begriffen wie „Krebs“,

Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma AG

„Ozonloch“, „Sonnenallergie“, „Falten“ oder „Sonnenbrand“. Ganz zu Recht, denn obwohl die Sonne 150 Millionen Kilometer von uns entfernt ist, sollten ihre negativen Auswirkungen nicht unterschätzt werden. Wir möchten Sie über die Gefahren dieses Himmelskörpers und die UV-Strahlen aufklären.

In der Rubrik „Neues aus der Forschung“ berichten wir über eine neue Krebstherapie mit Ionenstrahlung. Tumoren, die bisher als inoperabel galten werden künftig mit der neuartigen Technik zerstört werden können. Ab Seite 14 lesen Sie über erste Erfolge der „Krebskanone“.

Doch Vorsicht: Nicht nur die Sonne strahlt ultraviolett! Wo noch mehr UVStrahlen lauern und ob ein Solariumbesuch wirklich ungefährlich ist, erfahren Sie ebenfalls in diesem Artikel.

Weiter geht es in dieser Ausgabe mit der Serie „Reform des Gesundheitssystems“. Im 4. Teil geben wir Tipps, wie Sie trotz aller zusätzlicher Belastung doch noch Geld einsparen können. Ob bei Medikamenten, Ärzten oder durch die Krankenkassenwahl – alle Details erfahren Sie in der Rubrik „Gesundheit & Recht“.

Natürlich lassen wir Sie nicht allein „in der Sonne stehen“. Wir zeigen Wege auf, wie Sie die Sonne trotzdem – mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen – genießen können. Erkennen Sie Ihren Hauttyp und Sie erfahren Ihren persönlichen Sonnenschutzfaktor. Lesen Sie unsere Tipps, wie Sie sich besonnen sonnen und die Sonne „mit Haut und Haaren“ genießen können, ohne ebendiese zu sehr zu beanspruchen. Zu guter Letzt: unser Medicom-Tipp gegen Falten – wie Sie sich mit Vitalstoffen zusätzlich von innen schützen können.

Bewegung und Kreativität in einem Hobby zu vereinen – ist das möglich? Und ob: mit Fototrekking! Immer die Kamera griffbereit, macht man sich in der Natur auf die Suche nach schönen Fotomotiven. Das geht entweder auf eigene Faust oder in einer organisierten Gruppe. Also: fröhliches Wandern ab Seite 16! Liebe Leser, wir wünschen Ihnen eine sonnige Zeit mit unserer aktuellen Ausgabe der MEDICOM!


Inhalt

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Titelthema: Die Sonne und ihre Schattenseiten. Natürlich ist es verlockend, sich unter

ersten Moment tun mag – ist mit Vor-

wärmenden Sonnenstrahlen zu entspan-

sicht zu genießen! Ihre Schattenseiten

nen. Durch das Licht der Sonne werden

können verheerende Folgen haben,

vermehrt Endorphine

schlimmstenfalls kann zu intensive

freigesetzt, die unsere

Sonnenbestrahlung zu Hautkrebs führen.

Stimmung aufhellen.

Deshalb ist es wichtig, über die Gefahren

Doch hat man am

aufgeklärt zu sein und gewisse Tricks zu

Abend einen Sonnen-

kennen, wie man sich vor Sonnenbrand

brand, kann die Stim-

und anderen Sonnenschäden schützen

mung ganz schnell wie-

kann. Machen Sie sich fit für den Som-

der sinken! Die Sonne –

mer, mit all unseren Informationen rund

so gut sie uns auch im

um den gelben Himmelskörper Sonne.

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Gesundheit & Recht:

Reform des Gesundheitssystems, Teil 4

Kurzmeldungen: Gesundheit: Schlüssel zum Glück Schneller einschlafen im blauen Pyjama Keine Angst vor Darmpilz Gesundheitsmeldungen Lycopin schützt vor Sonnenbrand Es ist nie zu spät Multivitaminpräparate können Herzinfarkten vorbeugen

Am 1. Januar 2004 trat sie in Kraft und wird seitdem heiß diskutiert: die neue Gesundheitsreform. Wir geben Tipps, wie Sie trotzdem

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Geld sparen können.

Neues aus der Forschung:

Erfolge mit der „Krebskanone“ Mit der Ionenstrahlung können Strahlen punktgenau auf einen Tumor gelenkt werden. Das macht die künftige Krebstherapie besonders interessant bei Tumoren, die sehr tief im Körper oder an kritischen Stellen liegen.

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Bewegung & Fitness: Fototrekking Fototrekking ist eine schöne Kombination aus sportlicher Betätigung und Fotografie. Und: Auf der Suche nach einem interessanten Fotomotiv wird die

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Natur noch intensiver erlebt.

Essen und Trinken: Vitalstoff-Rezept Artischockensalat mit Mandeln Mal etwas anderes als ein Feldsalat – und auch einfach und schnell in der Zubereitung. Zudem ein herrlich leichtes Gericht für die Sommertage!

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Gesundheit & Recht: 9 Gerichtsurteile Reform des Gesundheitssystems 10 Teil 4 – die Praxis Neues aus der Forschung: Erfolge mit der Krebskanone

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Bewegung & Fitness: Fototrekking

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Vitalstoff-Lexikon: Jod Chrom

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MEDICOM informiert: 21 Vorsicht bei „Kaffeefahrten“ Finger weg von der Atkins-Diät! 22 Titelthema: Die Sonne – und ihre Schattenseiten

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Essen & Trinken: Vitalstoff-Rezept Artischockensalat mit Mandeln

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Rubriken Editorial Impressum Leserbriefe Rätselseite

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Gesundheit: für die meisten Deutschen der Schlüssel zum Glück Gesundheit ist alles nichts“ „–GdieseohneWeisheit birgt für die meisten

esundheit ist nicht alles, aber

99 Prozent der Bundesbürger nannten „Gesundheit“ als ihren größten Wunsch. Das Gewis-Institut hatte 1.048 Personen zwischen 25 und 55 Jahren danach gefragt, was für sie Glück bedeute. Auf Platz zwei der Wünsche steht die Liebe. 78 Prozent glauben darin ihr Glück zu finden. Für 74 Prozent sind Kinder die Glücksbringer, 69 Prozent suchen in der Karriere ihr Glück. Männern ist der Glücksfaktor Job mit 76 Prozent jedoch wichtiger als Frauen (61 Prozent). Für Frauen ist dagegen eine gute Figur größeres Glück (68 Prozent) als für Männer, die aber immerhin auch zu 43 Prozent meinen, der Traumbody mache glücklich. Materieller Besitz gehört für viele ebenfalls zum Glücklichsein. 37 Prozent schätzen sich dabei in einer schönen Wohnung glücklich, 36 Prozent suchen nach Reichtum im Allgemeinen. Nie mehr arbeiten: 30 Prozent finden so die Erfüllung, 25 Prozent erfahren Glück im großen Freundeskreis.

Schlafstörungen sind leider weit verbreitet und die Schafe der Welt sind schon mehrfach durchgezählt. Ein indischer Homöopath weiß Abhilfe: Ein blauer Pyjama unter einer blauen Bettdecke soll erholsamen Schlaf bringen.

Schneller einschlafen im blauen Pyjama Morgens müde? Vielleicht hat Ihr Schlafanzug die falsche Farbe.

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FOTO: DPNY

er indische Homöopath Mukesh Batra empfiehlt Menschen mit Schlafstörungen, in einem blauen Schlafanzug unter eine blaue Decke zu schlüpfen. „Blau ist eine sehr beruhigende Farbe. Wenn man also in einem blauen Schlafanzug unter einer blauen Bettdecke schläft, ist der Schlaf sehr gut“, so der indische Fachmann, der eine Kette von Gesundheitskliniken unterhält.

Gesundheit ist der größte Wunsch der Deutschen. Schön, dass man so viel selbst dazu beitragen kann.

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FOTO: PHOTOS.COM

Ein „Candle-Light-Dinner“ mit der oder dem Liebsten sorgt ebenfalls für einen leichteren Übergang ins Land der Träume. „Die Idee des Dinners bei Kerzenschein ist nicht nur romantisch, sondern hat auch eine therapeutische Wirkung“, so der Homöopath. Auf keinen Fall sollten sich Menschen mit Schlafstörungen kurz vor dem Einschlafen den Ereignissen aus aller Welt aussetzen. „Schauen Sie lieber keine Fernsehnachrichten, bevor Sie schlafen gehen“, rät Batra. Im blauen Pyjama

unter der blauen Decke und noch immer keine Ruhe gefunden? Hier noch ein paar zusätzliche „MEDICOM-Einschlaftipps“. Das Schlafzimmer nicht zum zweiten Wohnzimmer umfunktionieren. Essen, Lesen, Arbeiten oder Fernsehen sind im Schlafzimmer tabu. Erst dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist. Stellt sich der Schlaf nach 15 bis 20 Minuten noch nicht ein, lieber wieder aufstehen und in einen anderen Raum gehen. Aber nicht fernsehen, sondern lieber bei gedämpftem Licht lesen. Immer zur gleichen Zeit aufstehen, und zwar unabhängig davon, wann man ins Bett gegangen ist. Und nicht zuletzt: Das alte Hausmittel Baldrian verhilft Schlaflosen schon seit Jahrhunderten zu einer gesunden Nachtruhe.

FOTO: THE IMAGE BANK

Deutschen viel Wahrheit. Am wertvollsten von allem ist ihnen einer repräsentativen Umfrage der Frauenzeitschrift „Für Sie“ zufolge nämlich die Gesundheit.


Gesundheitsmeldungen GANZ KURZ

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Rauchen schlecht für die Augen Das Risiko, im Alter durch eine Makuladegeneration zu erblinden, ist bei Rauchern 3 - 4 mal so hoch wie bei Nichtrauchern. Bei der Makuladegeneration wird genau die Stelle der Netzhaut geschädigt, die für das zentrale, scharfe Sehen notwendig ist. Bei Rauchern tritt die Erkrankung im Schnitt 10 Jahre früher auf. Das liegt, so vermuten Forscher, an der Zerstörung der unter der Netzhaut liegenden Pigmentschicht durch Stoffwechselprodukte, die sich im Laufe des Lebens dort ansammeln.

Keine Angst vor Darmpilz Ärzte halten ihn für einen harmlosen Darmbewohner

K

aum einer, der noch nicht von ihm gehört hat, dem Darmpilz Candida albicans. Er soll Schuld sein an Verstopfung, Durchfall, chronischer Müdigkeit, Gelenkschmerzen, allergischen Hautreaktionen, Depressionen und noch einigen anderen Beschwerden. Der vermeindliche „Feind im Darm“ soll angeblich mit seinen Giftstoffen den Organismus durcheinanderbringen. Der Mediziner Professor Wolfgang Rösch vom Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main widerspricht. Das so genannte „CandidaHypersensitivitätssyndrom“ sei eher ein Hirngespinst. Fast die Hälfte aller Menschen hat diesen Pilz. Doch er ist, wie viele andere im Darm lebende Mikroorganismen auch, zumeist ein ganz friedlicher Darmbewohner. Außer immungeschwächten Menschen braucht ihn niemand zu fürchten. Meistens bleibt er ein ganzes Menschenleben lang im Darm und wird durch ein intaktes Immunsystem in Schach gehalten, das ihn daran hindert, aus dem Darm hinaus in den Organismus vorzudringen. Nur etwa 1 Prozent der Menschen ist

durch eine Abwehrschwäche des Gesamtorganismus von der Pilzerkrankung bedroht. Das kann etwa durch eine HIVInfektion oder eine Krebserkrankung verursacht sein. Auch Patienten, die eine Organtransplantation mit medikamentöser Immununterdrückung hinter sich haben, oder Alkoholiker können gefährdet sein.

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Erhöhtes Schlaganfallrisiko bei Vitamin-B6-Mangel Eine Studie vom Massachusetts General Hospital in Boston/USA hat ergeben, dass ein geringer Vitamin-B6-Spiegel im Blut das Risiko erhöhen kann, einen Schlaganfall zu erleiden. Von rund 100 Patienten, die sich in einer stationären Behandlung wegen eines Schlaganfalls befanden, wurden die Vitamin-B6-Werte im Serum untersucht. Das Ergebnis: Die Schlaganfallpatienten hatten einen deutlich niedrigeren Vitamin-B6-Spiegel vorzuweisen als die gesunden Vergleichspersonen.

Gegen solche „echten“ Infektionen (Mykosen) gibt es natürlich hochwirksame Antipilzmittel, auch Antimykotika genannt. Bei Immungesunden, die von dem Pilz nicht behelligt werden, macht die Anwendung solcher Medikamente nach Meinung von Professor Rösch jedoch wenig Sinn, da die Mittel zwar die Pilzkolonisationen zunächst reduzieren, aber nach Absetzen der Medikation die vorherigen Werte ohnehin schnell wieder erreicht werden.

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Sinnvoller ist es daher, bei Problemen mit der Darmflora das Immunsystem zu unterstützen. Mit Probiotika, hoch dosierten Lactobazillusarten, können Betroffene das natürliche Darmmilieu unterstützen. Das beweisen zahlreiche wissenschaftliche Studien.

Schutz durch grünen Tee Epigallocatechin-3-Gallat – kurz EGCG – ist der Name einer Substanz des grünen Tees, die ihm neben anderen Inhaltsstoffen eine Schutzwirkung gegen verschiedene Tumorarten verleiht. Japanische Forscher entdeckten, dass diese Substanz das Wachstum von Krebszellen im Labor deutlich verlangsamt. + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Vitamin B2 gegen Migräne In Studien hat sich die Vorbeugung von Migräneattacken mit Riboflavin (Vitamin B2) als wirksam erwiesen. Ein Professor der Schmerzklinik Kiel berichtete, die Wirkrate entspreche etwa der von Betablockern, jedoch träten bei einer Riboflavingabe von 2 x 200 mg pro Tag keine Nebenwirkungen auf.

Candida albicans, zu Deutsch Hefepilze. Nur in ganz seltenen Fällen stellen sie für den Organismus eine Bedrohung dar.

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Täglich Jogurt gegen Darmkrebs Probiotische Kulturen, die z. B. in Jogurt enthalten sind, sorgen nicht nur für eine Stimulierung des Immunsystems und ein gesundes Milieu im Darm. Die Bakterien können auch vor Darmkrebs schützen – dies ergab eine Studie in Osaka. Um in den Genuss der positiven Gesundheitseffekte zu kommen, muss jedoch täglich Jogurt gelöffelt werden.

FOTO: EYE OF SCIENCE/MECKES, OTTAWA

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Schneller Heilungsprozess mit positiven Gedanken Forscher fanden heraus, dass „gute Gedanken“ helfen, schnell wieder gesund zu werden. In Tests stimmten Ärzte ihre Patienten mit „schönen Worten“ positiv, sodass bei diesen auch Pillen ohne Wirkung, so genannte Placebos, gegen Schmerzen wirkten. Bildaufnahmen zeigten außerdem: Die Abläufe im Gehirn veränderten sich so, als hätten die Patienten Schmerzmittel bekommen.


FOTO: DPNY

Lycopin schützt vor Sonnenbrand Natürlich brauchen Sie sich nicht mit Tomaten einzureiben. Das Lycopin der Tomate sorgt für einen „Schutz von innen“.

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ine tägliche Einnahme von 40 Gramm Tomatenmark entspricht etwa einem Sonnenschutzfaktor von zwei bis drei. Das hat eine Studie unter Beweis gestellt. Für die Schutzwirkung der Tomaten ist vor allem der pflanzliche Wirkstoff Lycopin verantwortlich, der dann besonders wirksam ist, wenn die Tomaten gekocht zu sich genommen werden, und auch dann, wenn man das Lycopin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnimmt.

FOTO: PHOTOS.COM

Der Wissenschaftler Professor Helmut Sies vom Düsseldorfer Institut für Biochemie und Molekularbiologie stellte das Studienergebnis seines Institutes jetzt als ein Beispiel für praxisorientierte Forschung in der Gesundheitsvorsorge vor. Bereits im Jahre 2001 hatte dieses Studienergebnis für große Aufmerksamkeit in den Medien gesorgt. Durch ein Experiment in Düsseldorf war bei Versuchspersonen, die täglich 40 Gramm Tomatenmark mit Olivenöl gegessen hatten, nach zehn Wochen ein deutlicher Schutzeffekt für die Haut gemessen worden. Nach etwa zweiwöchiger „Tomatenabstinenz“

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MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

Lycopin aus Tomaten kann den Sonnenschutz der Haut verbessern. Das betonten jetzt erneut Wissenschaftler beim Umweltkongress zur molekularen Forschung in der Umweltmedizin in Düsseldorf.

geht der Schutz allerdings wieder verloren. Dies spricht dafür, dass der Körper dauerhaft und über einen längeren Zeitraum mit Lycopin versorgt werden muss, um in den Genuss des Sonnenschutzeffektes zu kommen. Der erzielte Effekt mache aber keineswegs die Verwendung von Cremes beim Sonnenbad überflüssig, warnte der Professor. Lycopin ist die Substanz, die besonders Tomaten die rote Färbung verleiht. Sie gehört zu den Carotinoiden. Es gibt rund 600 verschiedene Carotinoide im Pflanzen- und Bakterienreich – 40 davon finden sich in der täglichen Nahrung des Menschen. Der Darm kann jedoch nur 12 davon verarbeiten. Die wichtigsten sind: Alpha- und Beta-Carotin, Lutein, Zeaxanthin, Beta-Kryptoxanthin und Lycopin. Während Carotinoide in vielen Gemüsen und Früchten vorkommen, findet sich Lycopin fast ausschließlich in der Tomate und in Tomatenprodukten (Tomatensaft, Tomatenmark, Dosentomaten, Tomatensoßen). Lycopin zersetzt sich kaum während des Kochvorgangs, sondern wird im Gegenteil dadurch erst freigesetzt. Somit weisen erhitzte Tomatenprodukte einen besonders hohen Lycopingehalt auf. Grundsätzlich ist die Bioverfügbarkeit

von fettlöslichen Vitaminen und Nährstoffen wie der Vitamine A, D, E, des Beta-Carotin sowie auch des Lycopins dann weitaus besser, wenn der Nahrung Öl zugegeben wird. Daher ist Lycopin aus verarbeiteten Tomatenerzeugnissen, besonders denjenigen, die Lipide (Fette) enthalten, leichter bioverfügbar als aus der frischen Frucht. Charakteristisch für alle Carotinoide ist die Fähigkeit, Singulettsauerstoff zu binden. Dieser Sauerstoff ist ein sehr kurzlebiger Stoff (Freies Radikal), der in lebenden Organismen durch Oxidation entsteht. Von allen Carotinoiden kann Lycopin den Singulettsauerstoff am effektivsten binden und bietet den Zellen damit den besten Schutz. Lycopin ist in der Lage, die energiereiche UV-Strahlung zu absorbieren, und neutralisiert darüber hinaus auch die Freien Radikale, die durch die Strahlenbelastung in der Haut entstehen. Auch das Stickstoffmonoxyd verschmutzter Luft und Wasserstoffperoxid können durch Lycopin unschädlich gemacht werden. Neben dem Schutz der Haut helfen die antioxidativen Eigenschaften des Lycopins zudem Prostata- und anderen Krebsarten vorzubeugen.


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Thomas Spengler

GESUNDHEIT DURCH VITALSTOFFE Informationen und Studien zum Nutzen von Vitalstoffen für den menschlichen Körper

Bewahren uns Antioxidantien vor Krebs? Können Vitamine vor Arteriosklerose schützen?

FOTO: PHOTOS.COM

Verhindern Vitalstoffe Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Dass sehr schlanke Menschen oft sehr alt werden und Menschen mit Übergewicht oft an Folgeerkrankungen der zu reichlichen Ernährung erkranken, ist nichts Neues. Dass aber schon kurze Phasen der Kalorienreduktion lebensverlängernd wirken können, ist erst jetzt bewiesen worden. Bislang allerdings nur bei Mäusen.

Es ist nie zu spät das Älterwerden zu fördern Auch im höheren Alter ist es möglich, durch Kaloriensparen das Leben zu verlängern – das gilt zumindest für Mäuse.

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ass eine höhere Lebenserwartung an eine permanent reduzierte Kalorienzufuhr geknüpft ist, haben bereits mehrere Studien bei Tieren nachgewiesen. Nun konnten Forscher beweisen, dass bei betagten Nagern auch mehrere kürzere Kalorienengpässe zu einem längeren Leben führen können – ohne dass die Tiere von klein auf an die magere Kost gewohnt waren. Die Wissenschaftler um Stephen Spindler von der Universität von Californien fanden heraus, dass 70 Prozent der lebensverlängernden Änderungen im Erbgut bereits durch kurzfristige Kalorieneinsparungen erreicht werden können und nicht eine lebenslange Mäßigung von Nöten ist – und das zudem im fortgeschrittenen Alter. Die Amerikaner setzten einige der Tiere erst am Ende der mittleren Lebensphase auf kalorienreduzierte Kost, während die Kontrollgruppe nach Herzenslust weiternagen konnte. Der Effekt bei den „Diätmäusen“: Innerhalb weniger Wochen sprachen 123 Gene auf die Diät an. Am

meisten profitierte dabei die Leber vom fett- und kalorienreduzierten Essen. Die Gene die die Leberfunktion regulieren, reagierten dabei bei den erst im hohen Alter auf Diät gesetzten Mäusen genauso wie bei denen, die zeitlebens kalorienreduziert gehalten wurden. Zwar starben am Ende der Studie genauso viele normal ernährte Mäuse wie „Diätmäuse“, doch die „Diätmäuse“ erkrankten später an Krebs und sie lebten länger damit als ihre dickeren normal ernährten Artgenossen. Das Prinzip der lebensverlängernden Wirkung von kalorienreduzierter Kost erklären Wissenschaftler so: Je mehr Nahrung aufgenommen wird, desto mehr Sauerstoff wird verbraucht und desto schneller altert man, weil mehr Freie Radikale entstehen, die die Zellen angreifen. Allerdings dürfen bei der kalorienarmen Ernährung der Mäuse nur die Kalorien fehlen – nicht die Vitalstoffe. Sonst führt die kalorienarme Ernährung zum Gegenteil und beschleunigt den Alterungsprozess.

Oft gestellte Fragen, die niemand eindeutig beantworten kann. Auch in diesem Buch spielen diese Fragen eine große Rolle. Der Autor verspricht Ihnen keine Antworten, aber Sie werden sich nach dem Lesen dieses Buches sicher ein besseres Bild von der Leistungsfähigkeit von Vitalstoffen machen können. Neben einem kurzen einführenden Teil zur allgemeinen Funktion von Vitalstoffen werden über 50 Studien zu ausgewählten Vitalstoffen kurz zusammengefasst. Lesen Sie in den Originalstudien, was es wirklich mit Vitalstoffen auf sich hat. Der Nutzen von Nahrungsergänzungen für die Gesundheit wird oft zwiespältig diskutiert. Der Autor stellt die derzeitige Rolle von Nahrungsergänzungen dar, zeigt die Möglichkeiten und Grenzen von Nahrungsergänzungen auf und beleuchtet, warum Vitalstoffe – sei es aus der Ernährung oder aus Nahrungsergänzungen – so wichtig für den Menschen sind. Bestellung über: IB Logistics GmbH Kennwort: Buchversand Rudolf-Diesel-Weg 10, 30419 Hannover,

Telefax: 05 11-98 43 43 3 ISBN 3-00-012604-X Preis € 12,95


FOTO: DPNY

Frohe Botschaft für die Freunde von Vitaminpräparaten: Sie können einem Herzinfarkt vorbeugen.

mine nahmen, um 33 % reduziert verglichen mit den Frauen, die keine Nahrungsergänzungen verwenden. Bei den Männern war das Infarktrisiko der Nutzer von Multivitalstoff-Präparaten um 21 % geringer als bei den Kontrollpersonen. Durch diese Studie konnte gezeigt werden, dass Personen, die keine Multivitaminpräparate einnahmen, ein wesentlich höheres Risiko hatten, einen Herzinfarkt zu erleiden. Ganz besonders aussagekräftig ist diese Studie zudem, weil sie in Schweden durchgeführt wurde. Dort wird grundsätzlich wenig Obst und Gemüse verzehrt, aber gleichzeitig ist auch die Vitaminanreicherung von Lebensmitteln unüblich (im Gegensatz zu den USA, wo Lebensmittel z. B. mit Folsäure angereichert werden). Das hat den präventiven Effekt der Multivitaminprodukte so deutlich hervortreten lassen. UNICEF-Studie belegt:

Jeder dritte Mensch weltweit leidet unter Vitaminmangel

Multivitaminpräparate können Herzinfarkten vorbeugen Wer regelmäßig oder gelegentlich Multivitaminpräparate einnimmt, kann sein Herzinfarktrisiko vermindern – und das unabhängig davon, wie gesund er sonst lebt.

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as ist das Ergebnis einer schwedischen Fallkontrollstudie mit über 3.000 Studienteilnehmern im Alter zwischen 45 und 70 Jahren. Der positive Effekt der Nahrungs-

ergänzungen wurde dabei weder durch das Essen von Obst, Gemüse und Ballaststoffen noch durch körperliche Aktivität beeinflusst. Auch ob jemand raucht oder nicht, nahm keinen generellen Einfluss auf das erfreuliche Ergebnis für Nutzer von Nahrungsergänzungsmitteln. Nur profitierten Frauen, die rauchten, noch mehr von der zusätzlichen Vitamingabe als Nichtraucherinnen. Die Forscher um Dr. Christina Holmquist vom Karolinska Institut in Stockholm stellten fest, dass Frauen und Männer, die einen Herzinfarkt erlitten, weniger Multivitalstoff-Präparate verwendeten als die Kontrollpersonen. Das Infarktrisiko war dabei für Frauen, die VitaFOTO: PHOTODISC

Vitaminmangel stellt nach Aussagen von UNICEF eine verheerende Gesundheitsgefährdung dar. Weltweit fehlen einem von drei Menschen die notwendigen Vitamine. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Kinderhilfswerks, die auf Studien aus 80 Ländern basiert. Laut UNICEF hindert dieser Vitaminmangel Millionen Menschen daran, ihr volles körperliches und geistiges Leistungsvermögen zu erreichen. Vitamin- und Mineralienmangel sei unter anderem für eine schlechte geistige Entwicklung und ein schwaches Immunsystem verantwortlich. Eisenmangel mindere die geistige Entwicklung von Kindern und senke die Arbeitsproduktivität bei Erwachsenen, sodass in einigen Ländern allein dadurch das Bruttoinlandsprodukt um schätzungsweise zwei Prozent vermindert sei. Schwerer Eisenmangel sei Ursache für etwa 50.000 Todesfälle bei Frauen während der Geburt. Ein Mangel an Vitamin A schwäche in Entwicklungsländern das Immunsystem von etwa 40 Prozent der Kinder unter fünf Jahren und führe bei ihnen zu etwa einer Million Todesfälle pro Jahr. Jodmangel während der Schwangerschaft sei Ursache von geistigen Behinderungen bei jährlich etwa 20 Millionen Neugeborenen. Fehlende Folsäure rufe etwa 200.000 schwere angeborene Störungen pro Jahr hervor. Vitaminmangel sei subtil und heimtückisch, schreibt UNICEF. Seine Auswirkungen auf ganze Länder seien erst ansatzweise erforscht.


GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT •

Wird bei einer Berufssoldatin gutachtlich festgestellt, dass sie auf natürlichem Weg nicht schwanger werden kann und eine künstliche Befruchtung Erfolgsversprechend ist, so hat sie Anspruch darauf, dass der Bund die Kosten dafür übernimmt. Bundesverwaltungsgericht Az.: 2 C 38/02

 Mangelnde Aufklärung kann teuer werden

IN SACHEN GESUNDHEIT

• GERICHTSURTEILE IN SACHEN GE

Keine Fahrerlaubnis bei Magersucht

Das Verwaltungsgericht Stade stellte fest, dass Magersüchtige bei starkem Gewichtsverlust mit dem Entzug ihrer Fahrerlaubnis rechnen müssen. Einer 22-jährigen Studentin wurde nach einem Verkehrsunfall der Führerschein aufgrund ihres Untergewichts abgenommen. Sie wog zu dieser Zeit 32,8 Kilogramm und befand sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Laut Richter stelle sie somit ein Sicherheitsrisiko im Verkehr dar. Urteil des VG Stade, Az.: 1 A 1865/02



Rollstühle müssen zur Verfügung stehen

In Pflegeheimen gehören Rollstühle zur Grundausstattung. Deshalb sind die Heime verpflichtet, diese ihren gehunfähigen Heimbewohnern zur Fortbewegung innerhalb des Heimes zur Verfügung zu stellen. Wird der Rollstuhl jedoch für Spazierfahrten außerhalb des Heims gebraucht, so ist die gesetzliche Krankenversicherung für die Anschaffung des Rollstuhls zuständig. Az.: B 3 KR 25/99; 26/99

FOTO: PHOTODISC

§

Das Arbeitsgericht Frankfurt entschied in einem aktuellen Fall, dass Arbeitnehmern auch nach langwierigen Erkrankungen nicht ohne weiteres gekündigt werden darf. Laut Urteil ist eine fristlose Kündigung wegen Krankheit nur in „begrenzten Ausnahmefällen“ möglich, in denen nicht mehr mit einer Arbeitsleistung des Arbeitnehmers gerechnet werden kann. Der Klage des Bautechnikers wurde stattgegeben und die Stadt Frankfurt zur Weiterbeschäftigung des Mannes verurteilt. Az.: 12 Ca 6889/02

 Bund trägt die Kosten

§

Restalkohol im Blut: keine Haftung bei Unfall Auch wenn man sich am nächsten Morgen einer Feier nach dem Duschen wieder „frisch“ fühlt – entscheidend ist der Alkoholgehalt im Blut. In einem aktuellen Fall verursachte ein Karnevalfan nach der Weiberfastnacht am nächsten Morgen mit seinem Auto einen Unfall auf einer Kreuzung; mit mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut. Der Kfz-Haftpflichtversicherung musste der übernommene Schaden bis zu 5.000 Euro wegen grober Fahrlässigkeit vom Autofahrer ersetzt werden. Bundesverwaltungsgericht, Az.: 2 C 38/02 BSG, Az.: B 2 U 50/02 R Rollstühle für Spazierfahrten zu finanzieren ist bei Heimbewohnern Sache der Krankenkassen.

ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN

Krankheit kein Grund zur Kündigung

GERICHTSURTEILE

Vor einer kosmetischen Operation muss der Arzt seine Patienten individuell über die Risiken aufklären. Gefällt einer Patientin z. B. das Ergebnis der kosmetischen Operation nicht und wurde sie vorher nicht über die Risiken aufgeklärt, so muss der Arzt Schadenersatz zahlen. Auch Zahnärzte sollten vorsichtig sein: Bevor sie einen Weisheitszahn ziehen, müssen sie den Patienten darüber aufklären, dass er sich eine Kieferknochenmarkentzündung zuziehen kann. Versäumt er dies und es kommt tatsächlich zu dieser Entzündung, so muss er Schmerzensgeld zahlen. In einem konkreten Fall waren es 1.500 Euro. OLG Saarbrücken, Az.: 1 W110/03-17 OLG Köln, Az.: 5 U 52/02

GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT

Eine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können wir nicht übernehmen.

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Reform

Fertig und doch schon ein wenig am bröckeln. Die Gesundheitsreform gleicht einem soeben fertiggestellten Gebäude, an dem sich bereits Baumängel zeigen.

Teil 4

des Gesundheitssystems Die Praxis

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is zu hundert Euro mehr müssen Patienten jetzt in der Apotheke dazubezahlen, rechnet die „Berliner Zeitung“ aus. Weil die Bundesregierung die Festbeträge jetzt auch auf patentgeschützte Medikamente ausgeweitet hat, holen sich die Pharmafirmen ihre Forschungskosten vom Patienten zurück, argumentiert das Blatt. Das Bundesgesundheitsministerium weist das zurück. Die Zuzahlung liege für den Patienten nur dann über zehn Euro, wenn der Patient

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„Zuzahlungen für Medikamente erneut gestiegen.“ Meldungen wie diese bestimmen das Bild, das die Patienten von der Gesundheitsreform bekommen. ein Medikament wünsche, das oberhalb der Festbetragsgrenze liege. Das sei aber seine Entscheidung. Es würden in Zukunft immer genügend Präparate mit dem gleichen Wirkstoff zur Verfügung stehen, bei denen nicht mehr als zehn Euro dazubezahlt werden müsse, so eine Pressesprecherin. Die öffentlichen Auseinandersetzungen über die Folgen der Gesundheitsreform werden leider zum Teil in ausgesprochen unsachlicher Weise geführt. Faktum ist, dass im Zuge

der Reform noch viele Ungereimtheiten im Raum stehen und manche Menschen sich im Stich gelassen fühlen. Ganz sicher gibt es Fälle, die von den zusätzlichen Belastungen besonders hart getroffen werden. Die MEDICOM möchte jedoch nicht in das allgegenwärtige Klagelied mit einstimmen, denn – Reformen waren und sind dringend nötig, wenn wir nicht riskieren wollen, dass unser Gesundheitssystem bald nicht mehr finanzierbar ist.

ILLUSTRATIONEN AUF DER SEITE 10 UND SEITE 11: NILS WASSERMANN

MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004


Tipps zum Geldsparen Wer einige Dinge beherzigt, kann mit den neuen Gesetzen auch Geld sparen. Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Artikel Tipps geben, wie Sie u. U. auch von den Veränderungen profitieren können.

Bei Medikamenten Fünf Tipps, worauf Sie achten sollten Durch die Zulassung des Versandhandels und durch neue Honorare für Apotheker ist der Verkaufspreis bei vielen rezeptpflichtigen Arzneimitteln gesunken, vor allem bei denjenigen, die vorher wesentlich mehr als 28,50 Euro gekostet haben. Manche Medikamente werden jedoch auch teuerer. Lassen Sie sich beraten und greifen Sie zu einem günstigeren Medikament mit dem gleichen Wirkstoff.

Wer aufpasst, kann bei Medikamenten, beim Arztbesuch und bei der Krankenkasse eine Menge Geld einsparen.

1.

TIPP Preise vergleichen bei rezeptfreien Medikamenten Aspirin im Sonderangebot? Was noch im vergangenen Jahr verboten war, ist jetzt erlaubt und geboten: Für rezeptfreie Arzneien gelten jetzt auch freie Preise – ein Wettbewerb, der Ihnen nützt. Sie können Ihr Kopfschmerzmittel dort kaufen, wo es am wenigsten kostet. Vergleichen Sie die Preise zwischen Apotheken und bei Internetapotheken.

2.

TIPP Klären Sie, ob Ihre Krankenkasse weiterhin rezeptfreie Arzneimittel übernimmt Auch wenn viele rezeptfreie Arzneimittel nicht mehr erstattet werden, manche, wie beispielsweise Naturheilmittel, werden in bestimmten Fällen weiter von den Kassen übernommen. Voraussetzung: Sie gehören bei schwerwiegender Erkrankung zum Therapiestandard und wurden von Ihrem Arzt verordnet. Seit April 2004 gibt eine Liste darüber Auskunft, welche rezeptfreien Medikamente weiter vom Vertragsarzt verschrieben werden können. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse, welche rezeptfreien Arzneimittel von Ihrer Krankenkasse übernommen werden.

3.

TIPP Versandapotheken nutzen In Internetapotheken zu bestellen kann sich lohnen. Besonders, wenn Sie regelmäßig Medikamente brauchen. Der Versandhandel ist seit Jahresbeginn 2004 freigegeben. Das bedeutet: Sie können sich Medikamente von einer Apotheke per Telefon oder Internet nach Hause bestellen. Klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, welche Versandapotheken sie anerkennt, und lassen Sie sich ein Verzeichnis zuschicken. Informieren Sie sich aber bei den Versandapotheken ganz genau nach den Preisen, Lieferbedingungen, -zeiten und wie Sie Ihre Rezepte einreichen müssen.

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5.

4.

TIPP Sammeln Sie die Belege der Zuzahlungen

TIPP Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln sparen Preiswertere Medikamente und kleinere Packungsgrößen zahlen sich für Sie aus, denn Ihre Arzneizuzahlung von 10 Prozent – mindestens 5 und maximal 10 Euro – richtet sich jetzt nur noch nach dem Verkaufspreis. So reichen beispielsweise die Verkaufspreise für Antibiotika mit dem Wirkstoff Ciprofloxacin bei gleichen Packungsgrößen von rund 50 Euro bis über 100 Euro. Bei den Zuzahlungen macht dies einen Unterschied von bis zu 5 Euro aus. Bei sehr teuren Medikamenten lohnt es sich dagegen, große Packungen zu kaufen, um so seltener die Zuzahlung leisten zu müssen. Lassen Sie sich – je nach Situation – die für Sie günstigste Packungsgröße verschreiben. Wenn Ihr Arzt Ihnen statt eines speziellen Medikaments nur einen Wirkstoff verschrieben hat, müssen die Apotheken Ihnen günstigere wirkungsgleiche Arzneimittel aushändigen. (Die MEDICOM berichtete über diese so genannte „Aut-idem-Regelung“ in der MEDICOM 23, S. 12). Fragen Sie in Ihrer Apotheke bei rezeptpflichtigen Arzneien immer nach dem günstigsten wirkungsgleichen Medikament.

Beim Arzt Zwei Tipps, worauf Sie achten sollten

1.

TIPP

Als gesetzlich Versicherte oder Versicherter zahlen Sie maximal 2 Prozent Ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen dazu, schwerwiegend chronisch Kranke maximal 1 Prozent. Für Familien verringert sich die Belastungsgrenze durch Freibeträge. Sobald Ihre Zuzahlungen die maximale Belastungsgrenze erreicht haben, übernimmt die Kasse alle weiteren Kosten. Alle geleisteten Zuzahlungen werden auf Ihre Belastungsgrenze angerechnet. Bei Erreichen Ihrer Belastungsgrenze stellt Ihnen Ihre Krankenkasse eine Befreiungsbescheinigung aus. Daher ist es unerlässlich, die Belege zu sammeln: Sie müssen die Befreiung von der Zuzahlung nämlich bei Ihrer Kasse beantragen. Sammeln Sie daher die Belege. Das gilt auch für Zuzahlungsbelege beim Arzt oder für sonstige medizinische Leistungen.

Sprechen Sie mit Ihrer Kasse über Hausarztsysteme, Bonusprogramme und sonstige Vergünstigungen. Das kann sich finanziell für Sie lohnen.

Gebühren sparen durch das Hausarztsystem Sollten Sie zum Facharzt gehen? Sind die verschiedenen Medikamente, die Sie einnehmen, gut aufeinander abgestimmt? Ein Hausarzt, der Ihre Krankengeschichte und Ihre Lebensumstände kennt, kann Ihnen am besten bei der Auswahl der richtigen Behandlung helfen. So genannte „Hausarztsysteme“, die im Moment noch von den Krankenkassen vorbereitet werden, sollen bald angeboten werden. Sie müssten dann im Krankheitsfall immer zuerst zu Ihrem Hausarzt. Ihr Vorteil: Für Versicherte, die das Hausarztsystem in Anspruch nehmen, bieten die Kassen unterschiedliche Boni (Prämien) an. Am besten erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse, mit welchen Ärzten sie beim Hausarztsystem künftig zusammenarbeitet. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, wie die Teilnahme am Hausarztsystem abläuft und welchen Bonus sie Ihnen gewährt.

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ILLUSTRATIONEN AUF DER SEITE 12 UND SEITE 13: NILS WASSERMANN

MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004


2.

TIPP Lassen Sie sich überweisen Ihr Hausarzt kann Sie an Fachärzte überweisen. Auch Fachärzte können ihrerseits an andere Fachkollegen oder wieder an den Hausarzt überweisen. In jedem Fall gilt: Wer sich überweisen lässt, zahlt in der zweiten Praxis, in die er sich überweisen lässt, nicht noch einmal die Praxisgebühr, wenn dieser zweite Arztbesuch im gleichen Quartal erfolgt. Gehen Sie immer erst zum Hausarzt. Und wenn Sie noch keinen Hausarzt haben, fragen Sie Ihre Krankenkasse nach einem Hausarzt in Ihrer Nähe. Fragen Sie Ihren Hausarzt, welche Kliniken und Fachärzte er empfehlen kann.

Bei der Wahl der Krankenkasse TIPP 2. Zwei Tipps, worauf Sie achten sollten

Durch die Gesundheitsreform erhalten die gesetzlichen Krankenkassen mehr Spielräume. Das bedeutet: mehr Wettbewerb. Jede Kasse kann sich bei fast gleichem Leistungskatalog aus der Masse ihrer knapp 300 Konkurrenten abheben: zum Beispiel durch individuelle Zusatzangebote oder Boni. Deshalb kann es sich für Sie lohnen, verschiedene Angebote zu vergleichen. Mit den folgenden Tipps können Sie die neuen Möglichkeiten am besten für sich nutzen.

1.

TIPP Preis und Leistung vergleichen Schon zum 1. Januar haben sich die Beiträge für 11 Millionen gesetzlich Versicherte verringert. Manche Kassen haben bereits den ersten Schritt getan, andere werden in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Doch achten Sie darauf: Nicht nur der Beitrag zählt. Wie gut eine Kasse ist, sieht man auch an einem guten Vor-OrtService, Bonusprogrammen oder Extra- und Zusatzangeboten. Unter Umständen kann sich ein Kassenwechsel für Sie lohnen. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, welche neuen Angebote sie Ihnen machen kann. Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse können Sie von Beitragssenkungen und Bonusprogrammen profitieren. Machen Sie sich ein Bild von Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Das kann sich für Sie lohnen. Sie können sich vor Ihrer Entscheidung über einen Kassenwechsel auch von den Verbraucherzentralen oder der Stiftung Warentest beraten lassen. Bitte beachten Sie hierbei aber auch, dass Sie nach einem Wechsel 18 Monate an die neue Kasse gebunden sind.

Geld sparen durch gesundheitsbewusstes Verhalten Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kasse nach Boni für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, für die Teilnahme an zugelassenen strukturierten Behandlungsprogrammen (so genannte Disease-ManagementProgramme) für chronisch Kranke oder für die Nutzung des geplanten Hausarztsystems. Suchen Sie sich die Krankenkasse aus, die das für Sie passende Bonussystem anbietet. Ein Bonus kann beispielsweise eine Ermäßigung bei Zuzahlungen oder niedrigere Beiträge sein.

Manche Kassen gewähren Beitragsnachlässe oder Prämien für gesundheitsbewusstes Verhalten.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder Ihrer Krankenkasse und kostenfrei beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung unter 0800 / 1515159 (mo.–do von 8 bis 20 Uhr).


FOTO: A. ZSCHAU, GESELLSCHAFT FÜR SCHWERIONENFORSCHUNG (GSI)

Eine präzise Waffe gegen inoperable Tumoren. Die Teilchenkanone schießt mit halber Lichtgeschwindigkeit mit Kohlenstoffionen.

Erfolge mit der

„Krebskanone“ Neue Krebstherapie mit Ionenstrahlung – mit der neuartigen Technik können bald auch bislang inoperable Tumoren behandelt werden.

M

it Schwerionenbestrahlung kann man jetzt Tumoren zerstören, die bis vor kurzem noch als inoperabel galten. Bisher wurde das Verfahren in der Krebstherapie nur zu Forschungszwecken angewandt. Die erste Anlage zur Strahlentherapie mit Kohlenstoffionen wird bald an der Uniklinik Heidelberg entstehen. Die Therapieerfolge, die man mit der bisherigen Anlage an dort an Tumoren im Kopf- und Halsbereich behandelten Patienten erzielt hat, sind beeindruckend: In 90 Prozent der Fälle bildeten sich die Tumoren zurück. Bestrahlungen mit Gamma- oder Röntgenstrahlen sind ein

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MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

Teil der klassischen Therapie gegen Krebs. Leider wird bei der herkömmlichen Bestrahlung oft auch gesundes Gewebe in der Nähe des Tumors zerstört, da die Strahlen nicht punktgenau auf die Geschwüre zu lenken sind. Bei bestimmten Tumoren, die entweder zu tief im Körper oder an kritischen Stellen – zum Beispiel neben dem Hirnstamm – liegen, konnte deswegen bisher gar nicht bestrahlt werden. Diese Tumoren konnten zudem aufgrund ihrer Lage zum Teil auch nicht operiert werden. Dies betrifft allein in Deutschland jährlich an die 1.000 Krebspatienten. Die neue Technik bietet die Möglichkeit, auch diese Patienten effektiv zu behandeln. Das Verfahren

der Bestrahlung mit Kohlenstoffionen wurde bereits bei 200 Patienten angewandt. Die bisher erzielten klinischen Ergebnisse scheinen im Vergleich zur herkömmlichen Therapie bereits jetzt bessere Resultate zu sein. Besonders beeindruckend ist, dass sich das Tumorvolumen bei einigen Patienten sehr schnell verkleinerte. Die Bestrahlung wurde zudem von allen Patienten gut vertragen. Für die Bekanntgabe eines abschließenden Befundes ist es allerdings noch zu früh, denn in der Krebsmedizin sind für die aussagekräftige Beurteilung von Forschungsergebnissen fünf bis zehn Jahre erforderlich.


Radiotherapie Chirugie und Strahlentherapie

22 %

5%

Chemotherapie

37 %

palliative Therapie

12 % 6% 18 %

GRAFIK: DPNY

lokales Therapieversagen Die gegenwärtig angewendeten Behandlungsmethoden und ihre Heilungsraten. Von den Patienten mit lokalisierten Tumorerkrankungen (etwa 58 % der Krebsfälle) können ca. 40 % durch Chirurgie und herkömmliche Strahlentherapie geheilt werden. In 18 % der Fälle versagen die gegenwärtig angewendeten Verfahren.

Kohlenstoffionen als Präzisionswaffe gegen Krebs Die Tumorpatienten werden mit ionisierten Kohlenstoffatomen bestrahlt. Aufgrund ihrer positiven Ladung können Kohlenstoffionen auf hohe Energien beschleunigt werden. Mithilfe eines so genannten Teilchenbeschleunigers werden die Ionen auf extrem hohe Geschwindigkeiten (150.000 Kilometer pro Sekunde, d. h. etwa halbe Lichtgeschwindigkeit) beschleunigt, zu Strahlen gebündelt und auf den Tumor gelenkt. Während herkömmliche Therapiestrahlen wie Gamma- und Röntgenstrahlen nur sehr schwer zu bündeln sind und ihre Strahlung streut, bleiben die Ionenteilchen exakt auf ihrer Bahn. Ein weiterer Vorteil gegenüber der konventionellen Strahlung ist, dass ihre Dosis mit wachsender Eindringtiefe nicht abnimmt, sondern sogar langsam ansteigt und nach einem Maximum wieder steil auf nahezu null abfällt. Die in diesem Maximum gebündelte Aktivität führt dazu, dass die Gewebestrukturen des Tumors die Strahlung nicht überleben. Der Tumor wird abgetötet, das dahinter liegende gesunde Gewebe wird hingegen geschont. Bevor die Strahlen auf den Tumor treffen, werden ihre individuell notwendige Intensität und Eindringtiefe präzise berechnet. Dazu wird der Tumor zuvor in Schichten eingeteilt. Von Schicht zu Schicht wird nun die

QUELLE: GESELLSCHAFT FÜR SCHWERIONENFORSCHUNG (GSI)

Chirugie

Fernmetastasen: 42 %

QUELLE: GESELLSCHAFT FÜR SCHWERIONENFORSCHUNG (GSI)

magnetische Ablenker

Lokalisierte Tumoren: 58 %

QUELLE: GESELLSCHAFT FÜR SCHWERIONENFORSCHUNG (GSI)

Tumor

GRAFIK: DPNY

FOTO: A. ZSCHAU, GESELLSCHAFT FÜR SCHWERIONENFORSCHUNG (GSI)

Inonenstrahl

Das Rasterscanverfahren ermöglicht eine präzise, punktgenaue Bestrahlung. Der Schwerionenstrahl wird mit Hilfe von Magnetfeldern seitlich abgelenkt und die Eindringtiefe über die Energie der Ionen von Puls zu Puls eingestellt.

Der Patient bemerkt nichts von der Großanlage, die dahinter steht. Er befindet sich in einer „Röhre“ wie bei einer Computertomographie.

Ein Patient nach der Ionenbestrahlung. Links vor der Bestrahlung, rechts nach sechs Wochen Therapie. Man erkennt, dass der Tumor stark zurückgegangen ist.

Energie der Strahlung variiert und der Strahl verweilt nur so lange auf einem Punkt, bis die zuvor errechnete Dosis erreicht ist. Da der Ionenstrahl wie ein chirurgisches Skalpell wirkt, muss er sehr präzise gesteuert werden. Daher werden der Weg des Strahls und die Bestrahlungsdauer mithilfe der Positronenemissions-Tomographie (PET) überwacht. Das trägt erheblich zur Sicherheit des Patienten während der Bestrahlung bei. Der Kopf des Patienten wird während der Bestrahlung in einer Kopfmaske fixiert und fest mit der Liege verschraubt, sodass er sich nicht bewegen und der Strahl präzise treffen kann. Diese unangenehme Position soll in Zukunft verbessert werden. Bislang wurden vorwiegend Patienten mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich behandelt, in Zukunft sollen zudem auch Patienten mit Tumoren entlang der Wirbelsäule und im Beckenbereich bestrahlt werden. Es werden 20 Bestrahlungen an 20 aufeinander folgenden Tagen etwa 10 bis 15 Minuten lang durchgeführt. Der Patient kann dabei seinem normalen Berufsleben weiterhin nachgehen. Der europaweit einzige Teilchenbeschleuniger, der schon im Jahre 1999 als „Krebskanone von Darmstadt“ durch die Presse ging, hat jedoch einen Nachteil: Er hat die Ausmaße eines kleinen Dorfes – allein die Beschleunigerstrecke ist 120 Meter lang. Die Anlage steht auf dem Gelände der Darmstädter Gesellschaft für Schwer-

ionenforschung und wird für Untersuchungen zur Kern- und Atomphysik, Plasma- und Materialforschung sowie zur Tumortherapie genutzt. Die Krebstherapie wurde hier bislang in Zusammenarbeit mit der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg durchgeführt. Die Anlage wurde mit zahlreichen medizinphysikalischen Neuerungen verbessert. Große Bedeutung hat dabei das Rasterscanverfahren, das bereits vor der Behandlung das Tumorvolumen am Computer abtastet und die Strahlendosis ermittelt.

Die neue Anlage Der Darmstädter Teilchenbeschleuniger wird jetzt aufgrund der mit ihm erzielten Erfolge auf dem Gelände der Universitätsklinik Heidelberg in kleinerem Maßstab nachgebaut. Die Bauarbeiten am Beschleunigerzentrum in Heidelberg haben bereits begonnen. Ein umfangreiches Unterfangen, denn der Beschleuniger soll 20 Meter Durchmesser haben. Darum herum sollen sich drei Behandlungsräume gruppieren. Ab 2007 sollen dort jährlich 1.000 Tumorpatienten behandelt werden. Die Kosten des Baus sollen sich auf rund 80 Millionen Euro belaufen. Die Kosten für die Behandlung eines Patienten werden etwa bei 20.000 Euro liegen – das ist mit einigen operativen und medikamentösen Therapiemaßnahmen vergleichbar. MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

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FOTO: DPNY

Fototrekking Die Natur erleben – mit S der Kamera auf Du und Du Auf einsamen Pfaden die schönsten Fotomotive entdecken – Fototrekking ist die ideale Kombination von Bewegung und Kreativität.

ich sportlich zu betätigen und dabei „die Natur ins rechte Licht zu rücken“ – wer sich dafür interessiert, der findet in Volkshochschulen, bei Reiseveranstaltern und Fotoschulen zahlreiche Angebote für Seminare und Foto-trekkingreisen. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Wort „Trekking“? Unter Trekking versteht man das Reisen über mehrere Tage – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit etwas weniger alltäglichen Fortbewegungsmitteln wie z. B. dem Kanu. Man könnte auch „Mehrtageswandern“, „Mehrtagesradwandern“

FOTO: TAXI

Wandern und dabei die Welt durch die Linse sehen – egal ob Sie digitale oder konventionelle Fotografie bevorzugen, Fototrekking ist eine Herausforderung für die Sinne.


Auf eigene Faust oder in der Gruppe – mit der Kamera über Stock und Stein Sie können auf eigene Faust auf Fototrekkingtour gehen oder organisiert in einer Gruppe. Bei organisierten Touren geht es dabei in landschaftlich besonders schöne Gebiete, die man ohne Führer vielleicht gar nicht finden würde. Und Sie haben – sollten Sie sich für diese Variante entscheiden – den Vorteil, dass Sie von erfahrenen Fotografen begleitet werden, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Klar, dass bei Fototrekkingtouren das Knipsen im Vordergrund steht: Wie erkenne ich ein gutes Motiv, wie finde ich den geeigneten Blickwinkel, welches ist das richtige Objektiv und bei welchen Lichtverhältnissen sollte ich am besten abdrücken? Bei digitaler Fotografie können die Bilder sogar noch am gleichen Abend begutachtet werden, sodass schon gleich herrlich gefachsimpelt werden kann. Neugierig geworden? Am Ende des Textes finden Sie einen Vorschlag für eine organisierte Trekkingtour.

Auf Motivjagd Sie wissen, wo es langgeht, und kennen Ihre Kamera wie Ihre Westentasche? Dann nichts wie raus zum Motivejagen. Dabei müssen es nicht immer der stille Bergsee und die wunderschöne Aue sein. Als Fotofreund wissen Sie ja, dass auch alte Zechen, Industrieanlagen oder leer stehende Lagerhallen eine Fülle von interessanten Motiven bieten können. Ein paar Minuten Fußmarsch von der eigenen Haustür entfernt findet sich manchmal schon das schönste Motiv.

Die richtige Kamera Wenn es um die richtige Kamera geht, hat jeder sicher seine Vorlieben. Wer sich entscheidet, mit der Kamera auf Tour zu gehen, der sollte bedenken: Je länger die Wanderung, desto schwerer wird das Gepäck. Anspruchsvolle Hobbyfotografen wollen sicher nicht auf ihre Ausrüstung verzichten. Wer sich hingegen nicht mit viel Gepäck belasten will, für den sind Kompaktkameras genau das Richtige. Inzwischen bieten diese Kameras, je nachdem was Sie dafür ausgeben möchten, auch viele Funktionen, die man bisher nur von Profikameras kannte – das gilt insbesondere für Digitalkameras. Wichtig ist ein Zoomobjektiv mit großer Brennweite. Schließlich soll ja sowohl das Bergpanorama als auch der kleinste Käfer gut ins Bild kommen. Egal ob digitale oder konventionelle Technik – Fototrekker benutzen am besten die Kamera, die sie am besten kennen. Falls Sie sich für eine konventionelle (nicht digitale) Kamera entscheiden: Denken Sie bitte bei Touren immer daran, ausreichend Filmmaterial mitzunehmen, denn nichts ist frustrierender als vor einem wunderschönen Motiv in einsamer Natur abseits jeglicher Einkaufsmöglichkeiten zu stehen und keinen Film mehr zu haben. Bitte beachten Sie auch, dass Sie in manchen Ländern vielleicht keinen passenden Film für Ihre Kamera kaufen können. Fototrekker, die es auf Gletscher oder in die Wüste zieht, sollten daran denken, dass die Batterien der Kameras unterhalb von –10 °C und ab +40°C Hitze eventuell nicht mehr funktionieren. Wer also z. B. auf Eisbärenfotojagd geht, sollte sich spezielle Batterien für diese extremen Temperaturbedingungen besorgen.

FOTO: PHOTOS.COM

FOTO: PHOTOS.COM

FOTO: PHOTOS.COM

FOTO: PHOTOS.COM

oder „Mehrtageswasserwandern“ dazu sagen. Trekking bedeutet aber noch mehr, denn hinter dem Begriff steht eine Philosophie, die Werte wie Natürlichkeit, Einfachheit, Ursprünglichkeit und Autonomie beinhaltet. Abgelegene, wenig erschlossene Gebiete mit fast unberührter Natur oder Orte mit besonders traditioneller Kultur sind die Ziele der Trekker. Fototrekker sind auf das Ablichten schöner Motive aus. Das kann ein atemberaubender Ausblick sein oder eine Biene beim Bestäuben einer Blüte. 30 Millionen Deutsche zieht es regelmäßig zu Fuß in die Natur – Tendenz steigend. Früher sprach man dabei vom Wandern, heute spricht man vom Trekking. In der eigentlichen englischen Wortbedeutung steht dieser Begriff für „mühsames Gehen“, doch ganz so ernst muss man es ja nicht nehmen. Auch gibt es natürlich große Unterschiede im Schwierigkeitsgrad der Touren. So sollte das „Extremklettern“, bei dem man zwischen den Felsspalten auch keine Hand mehr für den Fotoapparat frei hätte, nicht mit Fototrekking verwechselt werden, das mehr als „Wandern zum schönsten Motiv“ verstanden werden kann. Da man aber auch per Rad zum fotografischen Ziel gelangt, soll es hier ums Trekking als Ganzes gehen und nicht nur um das Wandern.

MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

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Auf eigene Faust

Gut gekleidet zum Fototermin

Sie haben sich entschieden in Eigenregie auf Motivjagd zu gehen?

Allein unterwegs oder organisiert in einer Fototrekkinggruppe – was Sie brauchen, ist neben der Kamera die richtige Kleidung. Obgleich ein wenig aus der Mode geraten, sind eine Kniebundhose oder eine Keilhose die zweckmäßigste Wanderkleidung. Hosen mit weiten Beinen können beim Wandern durch feuchte Wiesen oder auch bei starkem Regen sehr nass werden und schlagen dann um die Beine. Das ist nicht nur sehr unangenehm, sondern führt auch leicht zu Auskühlung. Bei der Oberbekleidung sollte man sich auf Wetterumschwünge vorbereiten und sowohl luftige Kleidung als auch einen warmen, aber atmungsaktiven Pullover mitnehmen. Bei längeren Wanderungen empfiehlt es sich, auch ein Hemd zum Wechseln und frische Strümpfe in den Rucksack zu packen. Für Regenwetter ist ein Schirm nur bedingt geeignet. Besser ist ein Regenumhang bzw. ein Poncho, der auch über den Rucksack gezogen werden kann. Von besonderer Bedeutung sind geeignete Wanderschuhe. Sie müssen ein griffiges Profil haben, den Knöchel stützen und wasserdicht sein. Letzteres ist besonders wichtig, weil nasse Füße sehr schnell zu Unterkühlung und damit eventuell zu Erkältungen führen können. Außerdem ist es ratsam, neue Wanderschuhe erst auf kurzen Strecken auszuprobieren, ehe man sie bei längeren Wanderungen anzieht. Selbstverständlich ist ein Rucksack jeder Art von Tragetasche vorzuziehen, weil so einseitige Belastungen der Wirbelsäule vermieden werden. Natürlich bleiben dann auch die Hände zum Fotografieren frei. Zur Wanderausrüstung gehört auch noch

Fototrekking: grenzenlos Das Schöne am Fototrekking ist, dass man es immer und überall machen kann. Allein, in der Gruppe, mit der Familie, mit Freunden, mit dem Partner. In der Freizeit, im Urlaub, am Wochenende. Vor Ihrer Haustür, um die Ecke, in den Bergen oder im Wald. Fototrekking ist buchstäblich grenzenlos. B U C H - T I P P

John Hedgecoe: Praktisches Foto-Training, Augustus Verlag, 160 Seiten, ca. € 29,90

MEDICOM-Tipp: Neuseeland Die Vielfalt der Landschaftsformen in Neuseeland lädt förmlich dazu ein, sie mit der Kamera einzufangen. Neben dichten Regenwäldern und weiten Steppenlandschaften gibt es kristallklare Seen, eine hochalpine Gebirgswelt mit verschneiten Gipfeln und gleißenden Gletschern, Sandstrände, Fjorde, Wasserfälle und dampfende Vulkangebiete sowie eine überaus reizvolle Fauna und Flora. Sie unternehmen täglich leichte zwei - bis sechsstündige Wanderungen und werden von einem erfahrenen Fotografen begleitet. Gute Kondition und Durchhaltevermögen müssen Sie dabei – neben der Kamera natürlich – mitbringen. Infos dazu bei Hauser Exkursionen, Spiegelstr. 9, 81241 München, Frau Färber, Telefon 089 235006-47, E-Mail: b-faerber@hauser-exkursionen.de.

FOTO: PHOTOS.COM

FOTO: STONE

Wenn Ihr Ziel feststeht, empfiehlt es sich, bei der Planung Ihrer Wanderroute Literatur hinzuzuziehen und nachzuschauen, wo Sie die interessantesten botanischen, geologischen oder architektonischen Motive finden. Für das Festlegen der Wanderstrecke eignen sich am besten topographische Karten im Maßstab 1:50.000 – 1:25.000, möglichst mit eingezeichneten Wanderwegen. Auch Wanderkarten sind sehr brauchbar. Achten Sie jedoch darauf, dass sie möglichst mit Höhenlinien versehen sind, damit Sie die Schwierigkeiten und Belastungen abschätzen können. Auch über den Zustand der Wege sollten Sie sich im Vorfeld erkundigen. Hier können Ihnen ortsansässige Fremdenverkehrsämter weiterhelfen. Bei der Planung der Wanderung sollten Sie bedenken, wie lange es abends hell bleibt, damit Sie bei Ihrer Tourdauer nicht womöglich von der Dunkelheit überrascht werden. Informieren Sie sich außerdem unbedingt über das zu erwartende Wetter und beachten Sie dabei das Temperaturgefälle, wenn Sie in den Bergen wandern möchten. Pro 100 Höhenmeter nimmt die Lufttemperatur durchschnittlich um ein Grad Celsius ab. Gerade in den Bergen kann das Wetter von einem Moment auf den anderen umschlagen. Wolken, Regen und Wind können zu drastischen Temperaturstürzen führen.

eine Kopfbedeckung gegen Regen und Sonneneinstrahlung. Im Winter ist eine Strickmütze, die auch die Ohren bedeckt, vorzuziehen. Ein stabiler Wanderstock kann vor allem bei Auf- und Abstiegen sehr nützlich sein. Es gibt hier die unterschiedlichsten Ausführungen: vom traditionellen Spazierstock über Skistöcke bis hin zu Teleskopstöcken.


HIER AUSSCHNEIDEN

VITALSTOFF lexikon

Jod Wichtig für die Schilddrüse Schildknorpel 2 3

4

Enthalten z. B. in: Fischen, Meeresfrüchten, Seetang, Milch, Feldsalat, Champignons und — natürlich — in jodiertem Speisesalz.

Schilddrüse

1. rechter Schilddrüsenseitenlappen, 2. Arterie, 3. Luftröhre, 4. Vene, 5. linker Schilddrüsenseitenlappen

GRAFIK: DPNY

J

1

5

od ist für die Bildung der Schilddrüsenhormone unentbehrlich.

Jeder zweite Deutsche leidet an einer zu großen Schilddrüse, fast immer ist Jodmangel die Ursache.

Herkunft – Funktion – Versorgung

Jod hat im Körper große Bedeutung für das Gewebewachstum und für die Zellteilung. Es beeinflusst zudem den Fett-, Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel.

Verwendung von Jod Prophylaxe von Jodmangelerkrankungen: Jod beugt der Schilddrüsenvergrößerung (dem Kropf) vor. Radioaktivität: Jod kann bedingt vor bestimmten Schädigungen durch Radioaktivität schützen.

Fehlt Ihnen Jod?

JA

MEDICOM Sonderheft zum Ausschneiden und Sammeln

w

m

40 80

Kinder 1 – 4 Jahre 4 – 7 Jahre 7 – 10 Jahre 10 – 13 Jahre 13 – 15 Jahre

100 120 140 180 200

Jugendliche u. Erwachsene 15 – 19 Jahre 19 – 25 Jahre 25 – 51 Jahre 51 – 65 Jahre 65 Jahre u. älter

200 200 200 180 180

Schwangere

230

Stillende

260

m = männlich

Meiden Sie Fisch?

Trinken Sie wenig Milch?

µg pro Tag

Säuglinge 0 – 4 Monate 4 – 12 Monate

Werte für Deutschland und Österreich

Schon bei einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte Ihre Jodversorgung unzureichend sein. Jod ist das Spurenelement, bei dem die Versorgungssituation besonders kritisch ist.

Verwenden Sie im Haushalt kein jodiertes Speisesalz?

Wie viel Jod braucht der Körper?

Quelle: DGE (vereinfacht)

Jodmangel führt zur Entstehung eines Kropfes (zu einer Schilddrüsenvergrößerung) und bei Neugeborenen zum Krankheitsbild des Kretinismus (zu einer geistigen und körperlichen Entwicklungsstörung, die etwa in der Hälfte der Fälle zu Taubheit führt). Deutschland gilt als Jodmangelgebiet und daher als Gebiet mit erhöhtem Risiko für eine Kropfbildung. Nach unterschiedlichen Schätzun-

gen nehmen mehr als die Hälfte bis drei Viertel aller Deutschen nicht genug Jod zu sich. Das liegt daran, dass Jod in der Nahrung fast ausschließlich in Fisch enthalten ist, der leider zu selten auf unseren Speisekarten steht.

Verwenden Sie jodiertes Speisesalz.

w = weiblich

FOTO: DPNY

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das vom menschlichen Körper gut aufgenommen werden kann. Fast der gesamte Jodhaushalt des Menschen (ca. 10 bis 20 mg) ist in der Schilddrüse gespeichert. Das aufgenommene Jod wird in der Schilddrüse konzentriert und in die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin eingebaut. Von diesen beiden Hormonen werden wichtige Zellfunktionen im Körper gesteuert. Daher wirkt sich Jod auf den gesamten Stoffwechsel aus.


VITALSTOFF lexikon

Chrom Wichtig für die Regulation des Blutzuckerspiegels hrom ist ein verhältnismäßig neues Mitglied in der Familie der Spurenelemente. Erst 1957 wurde der essenzielle Charakter von Chrom für den Menschen nachgewiesen. Kennt man es landläufig nur als glänzenden Überzug der Zierleisten an unseren Autos, so wissen Ernährungswissenschaftler, dass Chrom auch wichtige Aufgaben in unserem Stoffwechsel erfüllt.

FOTO: PHOTODISC

C

Blutzucker o.k.? Chrom kann dabei helfen, ihn zu regulieren, obgleich noch nicht ganz klar ist, wie der Wirkungsmechanismus funktioniert.

Chrom hilft bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels, wobei der genaue Wirkmechanismus noch nicht bekannt ist. Darüber hinaus ist es offenbar an der Regulation des Cholesterinspiegels beteiligt.

FOTO: PHOTOS.COM

30-100 30-100 30-100 30-100 30-100

Schwangere

30-100

Stillende

30-100

Bei älteren Menschen wurde häufig eine zu geringe Chromaufnahme festgestellt. Eine chromhaltige Nahrungsergänzung könnte hier für Ausgleich sorgen.

Fehlt Ihnen Chrom? Schon bei einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte Ihre Versorgung mit Chrom zu knapp sein.

JA

Verzehren Sie vorwiegend stark verarbeitete Produkte? Sind Sie Diabetiker/in?

FOTO: PHOTOCLIP

Jugendliche u. Erwachsene 15 – 19 Jahre 19 – 25 Jahre 25 – 51 Jahre 51 – 65 Jahre 65 Jahre u. älter

Quelle: DGE (vereinfacht)

1-10 20-40 20-60 20-80 20-100 20-100 20-100

Chrom spielt eine wichtige Rolle bei der Verwertung von Kohlenhydraten. Bei unzureichender Versorgung mit Chrom sinkt die Glucosetoleranz des Organismus, denn Chrom ist an der Regulation

Leber, Bierhefe, Käse, Reis, Eiern, Weizenkeimen, Fleisch (in pflanzlicher Nahrung abhängig vom jeweiligen Gehalt im Boden).

µg pro Tag

Kinder 1 – 4 Jahre 4 – 7 Jahre 7 – 10 Jahre 10 – 13 Jahre 13 – 15 Jahre

Herkunft – Funktion – Versorgung

Enthalten z. B. in:

Wie viel Chrom braucht der Körper? Säuglinge 0 – 4 Monate 4 – 12 Monate

des Blutzuckerspiegels beteiligt. Chrom verstärkt als Bestandteil des GluconToleranz-Faktors die Wirksamkeit des Hormons Insulin. Chrom ist auch für einen reibungslosen Fettstoffwechsel erforderlich. Darüber hinaus liefern neue Studien zusätzliche Hinweise, dass Chrom auch im Immunsystem eine bedeutende Rolle einnimmt.


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INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

r t e i m r o f in

Vorsicht bei „Kaffeefahrten“ Welcher Verbraucher kennt sie nicht: die vielfältigen Einladungen zu so genannten „Kaffeefahrten“ oder „Ausflugsfahrten“, die regelmäßig ins Haus flattern – zuweilen auch mit dem Versprechen, dass der Empfänger ein Geschenk oder einen großen Gewinn abholen könne? Allzu oft entpuppen sich diese Veranstaltungen dann aber als plumpe Verkaufsveranstaltungen, bei denen verschiedene Produkte feilgeboten werden – angeblich zu Schnäppchenpreisen.

D

ie Verbraucherzentrale Sachsen warnt: „In der Regel gibt es nichts, was auf einer Kaffeefahrt billiger verkauft wird als im allgemeinen Handel!“ Der Verbraucher sollte daher unbedingt genau auf den Preis achten, der für das jeweilige Produkt verlangt wird – und sorgsam und in Ruhe überlegen, ob die geforderte Summe tatsächlich gerechtfertigt ist. Viel zu oft werden die Produkte nämlich überteuert angeboten.

MEDICOM informiert

30. AUSGABE, MAI 2004

vor allem auf Coenzym Q10. Bei Coenzym Q10 handelt es sich um eine vitaminähnliche Substanz, die wichtige Funktionen erfüllt, da sie an der Energiebereitstellung im Körper beteiligt ist und auch als Radikalfänger fungiert. Auch bei zusätzlichen Belastungen des Körpers wie starker Sonnenstrahlung, Alkohol, Nikotin oder im fortgeschrittenen Alter ist eine Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 empfehlenswert. Dennoch ist es natürlich kein Allheilmittel. Auf einigen Kaffeefahrten werden Coenzym-Q10-Präparate aber zu betrügerisch überteuerten Preisen verkauft (teilweise 800 Euro und mehr), die in keinem Verhältnis mehr zu dem Produkt stehen. Als Begründung wird Coenzym Q10 oft als wahres Wundermittel beschrieben. So wichtig die Substanz unter gesundheitlichen Aspekten auch ist – ein Allheilmittel gegen unzählige Krankheiten, als das es bei vielen Kaffeefahrten dargestellt wird, ist Coenzym Q10 nicht. Aber in Zeiten eingeschränkter Arzneimittelkostenübernahme durch die Krankenkassen suchen viele Verbraucher selbstverständlich nach Mitteln und Wegen, ihre Gesundheit zu erhalten – und sind für solche Versprechen dann umso empfänglicher.

FOTO: PHOTOS.COM

Die Verkaufsprofis, die solche Kaffeefahrten durchführen, sind sehr geschickt und wissen genau, wie sie den Teilnehmern die Produkte andrehen, die im direkten Vergleich meist schlechter abschneiden als vergleichbare Erzeugnisse, dafür Begründet wird die Preisgeaber oft wesentlich teurer sind. staltung oft auch mit der Mit der häufig gewählten „Einzigartigkeit“ des eingeMasche, dass ein Produkt nur setzten Rohstoffs. Sicherlich während der Verkaufsveranist Coenzym Q10 ein sehr staltung zu einem angeblichen hochwertiger und damit Bauernfängerei mit Vitalstoffen: Vorsicht vor überteuerten Q10-Produkten, die man angeblich zu „Sonderpreisen nur heute noch“ kaufen soll. „Sonderpreis“ angeboten würteurer Rohstoff. Andere hochde, wird der Teilnehmer unter wertige Produkte aus dem Druck gesetzt, sich sofort zu freien Handel (z. B. von Waren es früher Kochtöpfe, Heizdecken entscheiden. Man kann sich nicht über MEDICOM) zeigen aber, dass Coenzymoder Matratzen, die angeboten wurden, mögliche Alternativprodukte informieQ10-Produkte mit Rohstoffen hoher richten die Veranstalter heute ihr Augenren, und so greifen viele zu – im Glauben, Qualität auch zu wesentlich günstigeren merk verstärkt auf Vitalstoffpräparate, ein gutes Geschäft zu machen. Preisen erhältlich sind. MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

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MEDICOM informiert

Auf den neuesten Trick der Veranstalter in diesem Zusammenhang machte kürzlich die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) aufmerksam: Ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel wurde in der so genannten Lauer-Taxe (die Preisliste aller in der Apotheke erhältlichen Präparate) zu einem extrem hohen Preis eingetragen (1.500 Euro), der den wahren Produktwert bei weitem überstieg. Ein ganz gerissener Schachzug, denn um den Teilnehmern möglichst glaubwürdig vorzugaukeln, dass der angebotene Preis tatsächlich ein besonders günstiger Sonderpreis sei, forderten die Veranstalter

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Die Ära der Heizdeckenverkäufe ist vorbei. Jetzt kommen skrupelose Geschäftemacher ins Spiel, die den Wunsch vieler Menschen nach Gesundheit rücksichtslos missbrauchen.

Finger weg von der

Atkins-Diät! Ganz Nordamerika „leidet“ derzeit unter einem „Schlankheitsfieber“, das auch Deutschland zu infizieren droht: der Dr.-Atkins-Diät. an schätzt, dass sich fast 60 Millionen Amerikaner gemäß der AtkinsDiät ernähren. Die Diätlehre von Robert Atkins ist dabei keineswegs neu, ihre Grundidee stammt aus den

M

70er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Doch seit einiger Zeit erlebt diese Kostform aus unerklärlichen Gründen in den USA eine gewaltige Renaissance. Das Verlockende an der Diät: Sie verzichtet auf das Kalorienzählen, erlaubt Fett- und Eiweißverzehr ohne Grenzen und befürwortet ausdrücklich Lebensmittel wie Fleisch, Wurstwaren, fette Käsesorten, Sahne, Eier und Butter, die in der gesunden vollwertigen Küche eher verpönt sind. Einzige Bedingung: Kohlenhydratreiche Lebensmittel sollen am Anfang möglichst ganz gemieden werden und langfristig nur höchstens bis zu 15 % der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. Nicht umsonst wird die

Eine kohlenhydratarme Ernährung macht nicht schlank, sondern krank.

FOTO: BRAND X PICTURES

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MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

MEDICOM informiert

noch während der Kaffeefahrt auf, bei Apotheken anzurufen. Die Apotheker befragten ihren Computer und nannten den in der Lauer-Taxe vermerkten überteuerten Preis – und bestärkten die Kunden damit ungewollt in ihrem Glauben, mit dem reduzierten Preis ein Schnäppchen zu machen. FOTO: STONE

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Viele Kunden gingen diesen Trickbetrügern auf den Leim und kauften das auf der Kaffeefahrt angebotene Produkt – nicht wissend, dass der vermeintliche Schnäppchenpreis den Warenwert noch immer um ein Vielfaches überstieg.

Diät auch als „low-carb“-Ernährung bezeichnet (kohlenhydratarm, englisch: low = niedrig, carb(ohydrates) = Kohlenhydrate). Damit widerspricht die Atkins-Diät natürlich der vollwertigen Ernährungsweise, die mindestens 55 % Kohlenhydrate befürwortet. Besonders kurios: Gemäß Atkins-Diät sind Obst und Fruchtsäfte sowie stärkereiche Lebensmittel wie Kartoffeln, Nudeln, Reis und Getreideprodukte (Brot, Müsli) als genauso schädlich anzusehen wie Süßigkeiten, Süßspeisen und süße Backwaren. In der Einführungsphase der Diät, in der lediglich 20 g (!) Kohlenhydrate pro Tag erlaubt sind, dürfen diese deshalb auch nur aus Salat oder aus stärkearmem Gemüse stammen. Begründet werden die Ernährungsempfehlungen der Atkins-Kost – stark vereinfacht – so: Für bestimmte Stoffwechselprozesse im Körper benötigt der Mensch Glucose (Traubenzucker) – besonders das Gehirn ist ständig auf Glucose angewiesen –, sodass der Körper immer bestrebt ist, stets über Glucose verfügen zu können. Bei Glucosemangel (z. B. durch die Atkins-Diät) mobilisiert der Körper zunächst seine Reserven an Glycogen (Speicherzucker) in der Leber und in der Muskulatur. Sobald diese geleert sind, muss er sich jedoch auf andere Stoffwechselwege verlegen. Die Glucosegewinnung erfolgt dann notgedrungen aus Eiweiß sowie aus dem Fettbaustein Glycerin und die Energiegewinnung aus Fett. Im Klartext heißt das: Atkins glaubt, fettreiche Ernährung mache schlank, weil sie mangels Glucose den Körper zwingt, die eigenen Fettreserven abzubauen. Die Atkins-Diät birgt allerdings auch einige Risiken: In einer kohlenhydratarmen Stoffwechsellage wie bei der Atkins-Diät besteht für den Körper die Gefahr, dass


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Ernährungspyramide, „low-carb“ Die Ernährungspyramide ,„absurd“. Wer sich so ernährt, wird krank. Kohlenhydrate und Früchte sind für eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung von essenzieller Wichtigkeit. Fehlen sie, kommt es zu Mangelerscheinungen.

vermehrt eiweißreiche Muskelmasse abgebaut wird, um aus den frei werdenden Aminosäuren (Eiweißbausteinen) Glucose zu bilden. Außerdem produziert der Körper bei Kohlenhydratentzug große Mengen an giftigen Ketonkörpern. Damit es nicht zu einer Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose) kommt, muss der Körper diese Ketone über die Nieren ausscheiden, wobei dann aber auch vermehrt Wasser und wichtige Mineralstoffe aus dem Körper herausgeschwemmt werden. Verliert der Körper auf diese Weise zu viel Wasser, kann es im schlimmsten Fall zu Bewusstseinstrübungen, Kreislaufstörungen und Blutdruckabfall kommen. Die Atemluft eines Menschen, dessen Stoffwechsel Ketonkörper verarbeiten muss, riecht außerdem nach Azeton – ähnlich dem Geruch von Nagellackentferner. Die Ketoazidose ist eine Komplikation, die auch bei Typ-1-Diabetikern mit schlecht eingestelltem Blutzuckerwert auftritt. Wie es nicht anders sein konnte, gibt es auch hierzulande schon die ersten selbst ernannten „Ernährungsexperten“, die die Atkins-Diät als schnelle Methode zum Abnehmen preisen. Verbraucher sollten sich von den vollmundigen Versprechungen aber keinesfalls verleiten lassen. Denn angesehene Ernährungswissenschaftler und Ernährungsinstitutionen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnen: Die Atkins-Diät bringt – wenn überhaupt – nur kurzfristig gewisse Gewichtsverluste, die zu einem großen Teil auf Wasserverluste zurückzuführen sind (unter anderem

Atkins-Dät

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Ernährungspyramide, „weltweit“

Vollwertige Ernährung

GRAFIK: DPNY

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Eine ausgewogene Kost basiert auf Kohlenhydraten, Obst und Gemüse. Fette und Fleisch gehören dazu. Aber in Maßen.

durch den Abbau der wasserhaltigen Muskelmasse und die Ketonkörperausscheidung). Die Atkins-Diät ist auf keinen Fall empfehlenswert. Denn durch den hohen Fett- und Eiweißverzehr entstehen Stoffwechselprodukte – wie besagte Ketonkörper –, die die Nieren sehr stark belasten. Da mit der Atkins-Diät außerdem übermäßig viel Fleisch und andere tierische Lebensmittel verzehrt werden, liefert die Kost auch hohe Mengen an Cholesterin und tierischen gesättigten Fetten, was Herz-KreislaufErkrankungen fördern kann – besonders wenn gleichzeitig wenig einfach- und m e h r f a c h ungesättigte Fettsäuren (z. B. aus Pflanzenölen, Seefisch) verzehrt werden. Die fleischreiche Kost enthält außerdem viele so genannte Purine (Harnsäurebildner) und steigert damit auch das Risiko für Gichtanfälle. Vor allem aber enthält die einseitige Kost nur sehr wenig Ballaststoffe und nur geringe Mengen an Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Besonders Schwangeren, Nierenkranken, Diabetikern, Herz-Kreislauf-Patienten und Leberkranken ist somit dringend von der Atkins-Diät abzuraten. Amerikanische Forscher fanden außerdem heraus, dass Menschen, die eine kohlenhydratarme Diät wie die Atkins-Diät durchführen, ein hohes Risiko für depressive Verstimmungen haben. Der Kohlenhydratentzug senkt den Serotoningehalt des Gehirns, was zu schlechter Laune führt. Frauen sind von diesem Effekt

stärker betroffen als Männer. Ein weiterer Kritikpunkt: Sportliche Aktivität, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen unerlässlich bei jedem erfolgreichen Programm zur Gewichtsabnahme, spielt bei der „Atkins-Diätrevolution“ so gut wie keine Rolle. Derweil treibt das Geschäft mit dem Atkins-Boom auf dem amerikanischen Lebensmittelmarkt seltsame Blüten: Anbieter von Fleisch- und Fettprodukten jubeln, Restaurantketten verkaufen „Atkinszertifizierte“ Gerichte und bestimmte „Hamburgerketten“ steigern ihre Umsätze durch den Verzicht auf „schädliche“ Brötchen. Selbst bestimmte Bonbons und Schokoriegel tragen schon den Hinweis „low-carb“. Amerikanische Verbraucherschützer haben deshalb bereits an die Nahrungsmittelbehörde (FDA) appelliert, strikte Regelungen für die Bezeichnung „low-carb“ einzuführen, damit die Konsumenten nicht irregeführt werden. Besonders bei Hollywoodstars ist diese Diät sehr beliebt, was sie noch lange nicht empfehlenswert macht. Im Gegenteil: Die negativen Folgen der AtkinsDiät zeigen sich nicht sofort, sondern erst nach einer langfristigen Ernährung gemäß den Atkins-Regeln – dafür dann aber umso schwerwiegender. Denn die beständig hohen Cholesterinwerte fördern Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und die Vitalstoff-Armut öffnet Erkrankungen, die durch Freie Radikale ausgelöst werden, Tür und Tor. Übrigens wurde Dr. Robert Atkins 72 Jahre alt und wog bei seinem Tod knapp 117 Kilogramm – bei einer Körpergröße von wenig mehr als MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

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Nach dem langen Winter sehnen wir uns nun nach den ersten Sonnenstrahlen. Die Sonne ist eine wahre Wohltat für unseren Körper und unsere Seele. Doch die Sonne schenkt uns nicht nur wohlig wärmende Sonnenstrahlen – sie hat auch ihre Schattenseiten. Wir haben Ihnen einige Informationen rund um die Sonne zusammengestellt und hoffen, wir können Ihnen helfen, sich optimal auf den Sommer vorzubereiten – damit Sie die Sonne unbeschadet genießen können.

Ultraviolett UV-C 100 nm

(100 nm – 280 nm)

UV-B 280 nm

Spektrum des sichtbaren Lichtes

(280 nm – 315 nm)

UV-A

315 nm

(315 nm – 400 nm)

400 nm

780 nm


Etwa 6 % der auf die Erde auftreffenden Sonnenstrahlen sind UV-Strahlen (UV = ultraviolett), die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Je kürzer die Wellenlänge der UV-Strahlen, desto energiereicher ist die Strahlung und desto höher ist ihre biologische Wirksamkeit. Die UVC-Strahlen sind die kurzwelligsten (100– 280 nm) und damit energiereichsten. Sie werden jedoch größtenteils von der Ozonschicht in der Atmosphäre abgefangen. Als Folge der Vergrößerung des Ozonlochs dringen aber immer mehr UV-C-Strahlen zu uns durch. UV-C-Strahlen können Zellschädigungen bewirken und bergen ein hohes Hautkrebsrisiko. UV-BStrahlen (280–315 nm) passieren die Atmosphäre nahezu ungefiltert und sind für Sonnenbrände und Schädigungen des Erbguts der Haut verantwortlich. Die etwas längerwellige UV-A-Strahlung (315 – 400 nm) wird dagegen gar nicht von der Ozonschicht abgefangen. Sie ist zwar nicht so gefährlich wie die kurzwellige UV-C- und UV-B-Strahlung, sie führt aber bei längerfristiger Exposition ebenfalls zu

ie Sonne – im Universum ist sie nur einer von Milliarden Himmelskörpern. Für die Erde aber ist sie der Ursprung und die Voraussetzung allen Lebens. Der Mensch erkannte recht früh in seiner Geschichte die Bedeutung der Sonne. In vielen Kulturen führte das dazu, dass sie als Gottheit verehrt wurde. Der tägliche Lauf der Sonne war für die alten Ägypter der Gott Re, der in seiner Sonnenbarke über den Himmel gleitet. Der Sonnenglaube beeinflusste auch die Bauweise der Pyramiden. Der Pharao Cheops ließ die berühmte Cheopspyramide so errichten, dass der Sonnengott ihn nach seinem Tod auf den Stufen der Pyramide hinauf in den Himmel begleiten konnte. Die Sonne ist etwa 100-mal größer als die Erde und ca. 150 Millionen km von unserem Planeten entfernt. Wollte man diese Strecke mit einem Flugzeug zurücklegen, wäre man mindestens 22 Jahre unterwegs. In der Distanz zwischen Erde und Sonne liegt auch das Geheimnis für das Leben auf unserem Planeten. Die Erde befindet sich in der idealen Distanz zum zentralen Stern unseres Sonnensystems,- wäre sie näher an der Sonne, würde die intensive UVStrahlung jegliches Leben unmöglich machen. Wäre unsere Heimat dagegen weiter weg, wären die Temperaturen zu niedrig, um Leben zu ermöglichen.

FOTO: PHOTOS.COM

D

Dem Sonnengott Re zu Ehren bauten die Ägypter riesige Pyramiden, Tempel und Obelisken, an deren goldener Spitze sich die Sonnenstrahlen verfangen und Res Glanz widerspiegeln sollten.

Korona, 600.000 bis 5 Mio.°C

Das Licht der Sonne Das Sonnenlicht hat viele positive Auswirkungen auf unseren Organismus. Es vitalisiert, es stärkt unser Immunsystem, fördert die Durchblutung der Haut und sorgt für gute Laune. Außerdem helfen die Strahlen der Sonne unserem Körper bei der Bildung von Vitamin D, das für den Aufbau und Erhalt des Knochengerüstes sowie für die Zähne und weitere Körperfunktionen sehr wichtig ist. Doch die Sonnenstrahlen können auch Schäden verursachen, deshalb ist es nötig, achtsam damit umzugehen. Das Sonnenlicht besteht aus elektromagnetischen Strahlen unterschiedlicher Wellenlänge. Für das Auge sichtbar ist nur das Licht mit Wellenlängen zwischen 400 und 750 Nanometern (nm). Die wärmespendenden elektromagnetischen Wellen, deren Wellenlänge über diesem Bereich liegt, bezeichnet man als Infrarotstrahlung.

Konvektionszone

Strahlungszone

Sonnenkern

GRAFIK: DPNY

Infrarot IR-A

IR-B

(780 nm – 1.400 nm)

1.400 nm

IR-C

(1.400 nm – 3.000 nm)

3.000 nm

(3.000 nm – 10.000 nm)

10.000 nm


UV-Index

Belastung

Sonnenbrand möglich

Schutzmaßnahmen

Sonnenwind

8 und höher

Sehr hoch

In weniger als 20 Minuten

Unbedingt erforderlich

Die Sonne ist im Grunde eine große Gaskugel. Sie besteht hauptsächlich aus dem leichtesten Element des Kosmos: dem Wasserstoff. Daraus bezieht sie auch ihre ungeheure Energie: aus der Verschmelzung, der Kernfusion, von Wasserstoff zu Helium.

5—7

Hoch

Ab 20 Minuten

Erforderlich

2—4

Mittel

Ab 30 Minuten

Empfehlenswert

0—1

Niedrig

Unwahrscheinlich

Nicht erforderlich

FOTO: PHOTOS.COM

Diese an der Sonnenoberfläche frei werdende Energie lässt einen einzigen Quadratmeter der Sonnenoberfläche heller leuchten als eine Million Glühbirnen. Doch nicht nur Licht und Wärme, sondern auch Materie schickt uns die Sonne – die so genannten Sonnenwinde. Sie bestehen vor allem aus Protonen und Elektronen, also geladenen atomaren Teilchen, die für uns nicht sichtbar sind. Ob diese Winde Auswirkungen auf die Natur oder den Menschen haben, ist noch umstritten. Sicher ist jedoch, dass sie Einfluss auf das Magnetfeld der Erde nehmen und zuweilen die Funktionstüchtigkeit technischer Systeme beeinflussen. Elektronik, Raumfahrt, Luftfahrt, Telekommunikation, Stromversorgung, Gas- und Ölindustrie und auch der Bahnverkehr sind durch das so genannte „Weltraumwetter“ schon gründlich durcheinander gebracht worden.

„Braun verbrannt“ ist unzeitgemäß, ungesund und macht alt. Das Ideal aus den Tagen, als sich noch nicht jeder eine Mallorcareise leisten konnte, gehört der Vergangenheit an. Wer es sich heute leisten kann, im Urlaub NICHT von morgens bis abends in der prallen Sonne zu schmoren, ist jetzt auf der Gewinnerseite.

WISSEN SCHÜTZT VOR SONNENBRAND

Am 13. März 1989 traf ein besonders starker Sonnensturm den Norden Kanadas und verschob in dieser Region das Magnetfeld der Erde. Dadurch erhöhte sich die Spannung in den langen elektrischen Versorgungsleitungen und sorgte für einen unerwartet hohen Stromfluss. Die Folge: Die automatischen Sicherungssysteme schalteten das Stromnetz ab und 6 Millionen Kanadier waren für 9 Stunden ohne Strom. Inzwischen sind die Sicherungssysteme der Energieunternehmen besser gegen die Sonnenstürme gerüstet.

Die UV-Strahlung der Sonne wird mit dem UV-Index gemessen. Dieser Index ist ein Maß für den Tageshöchstwert an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung bei wolkenlosem Himmel. Je höher der UV-Index, desto höher das Sonnenbrandrisiko. Damit gibt der UV-Index auch Auskunft darüber, innerhalb welcher Zeit ein bestimmter Hauttyp einen Sonnenbrand bekommt. Besondere Vorsicht ist auf den so genannten Sonnenterrassen geboten (Kopf, Stirn, Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Hände, Knie, Po, Füße), denn dort trifft die meiste Sonnenstrahlung auf und dort besteht auch die größte Sonnenbrandgefahr.

FOTO: PROFESSOR DR. FAHR

Nicht nur die Sonne strahlt ultraviolett

Wie alle Himmelskörper besitzt auch die Erde ein Magnetfeld, das die irdischen Wesen vor Strahlen aus dem Kosmos schützt. Es stemmt sich den Sonnenwinden entgegen und lenkt so die Teilchen zum Großteil um die Erde herum.

UV-Strahlung stammt aber nicht immer von der Sonne ab. Auch Schweißgeräte, Schneidbrenner, Halogenleuchten, Bildschirme und natürlich Solarien geben UV-

Strahlen ab. Die UV-Strahlung dieser Quellen bietet an sich keinen Grund zur Beunruhigung, wenn man ihnen nicht berufsbedingt, wie etwa als Schweißer, dauerhaft ausgesetzt ist. Die Arbeit am Bildschirm ist in dieser Hinsicht nicht schädlich. Die Menge an UV-A-Strahlen, die ein Computerbildschirm abgibt, ist noch geringer als die, die an einem Wintertag durch ein Fenster dringt. Die gefährlichen UV-B- und UV-C-Strahlen kommen praktisch nicht vor. Braun wird man dabei allerdings auch nicht: Dafür ist die Menge an UV-A-Strahlen, die der Bildschirm abgibt, viel zu gering.


ERKENNEN SIE IHREN HAUTTYP Der persönliche Sonnenschutzfaktor – die Haut eines jeden Menschen verfügt über eine bestimmte Eigenschutzzeit, bevor sie mit einem Sonnenbrand reagiert. Wie groß diese Zeitspanne ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Der angegebene Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels, multipliziert mit der Eigenschutzzeit – das ergibt die Zeit, die man ungefährdet in der Sonne verbringen kann.

HAUTTYP I

HAUTTYP II

HAUTTYP III

Eigenschutzzeit der Haut: fünf bis zehn Minuten

Eigenschutzzeit der Haut: zehn bis zwanzig Minuten

Eigenschutzzeit der Haut: zwanzig bis dreißig Minuten

Sehr helle Haut Wird nicht braun Bekommt ungeschützt nach kürzester Zeit sofort einen Sonnenbrand Extrem sonnenempfindliche Haut Sommersprossen Helle Augen Rotblondes Haar

Helle Haut Langsame Bräunung Bekommt oft einen Sonnenbrand Oft Sommersprossen Sonnenempfindliche Haut Helle Augen Helles Haar

Mittelhelle Haut Einfache und langsame Bräunung Bekommt manchmal einen Sonnenbrand Helle oder dunkle Augen Braunes Haar

HAUTTYP IV

HAUTTYP V

HAUTTYP VI

Eigenschutzzeit der Haut: dreißig bis fünfundvierzig Minuten

Eigenschutzzeit der Haut: fünfundvierzig bis sechzig Minuten

Eigenschutzzeit der Haut: sechzig bis neunzig Minuten

Bräunliche, wenig sonnenempfindliche Haut Schnelle und tiefe Bräune Bekommt selten einen Sonnenbrand Dunkle Augen Dunkles oder schwarzes Haar

Dunkle, wenig sonnenempfindliche Haut Bekommt selten einen Sonnenbrand Dunkle Augen Schwarzes Haar

Schwarze, wenig sonnenempfindliche Haut Bekommt sehr selten einen Sonnenbrand Schwarze Augen Schwarzes Haar

FOTOS AUF DER SEITE 27: PHOTODISC

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DIE SONNE AUS DER RÖHRE

ne on ds en Ab

Erde

An klaren Tagen erkennt man im Himmel blaues Licht, das ein Bestandteil des Sonnenlichts ist und für die Farbe des Himmels verantwortlich ist. Je mehr Luft von den Sonnenstrahlen durchquert werden muss, desto mehr wird der blaue Anteil aus den Sonnenstrahlen herausgelenkt. Es verbleiben die roten und gelben Anteile, sodass die Sonne rötlich aussieht. Während die Mittagssonne hellgelb erscheint, ist die Abendsonne tiefrot.

Wann strahlt die Sonne am intensivsten? Die Intensität, mit der die Sonnenstrahlen auf der Erdoberfläche auftreffen, ist nicht immer gleich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Sommer ist sie zum Beispiel stärker als im Winter, weil die Sonne höher am Himmel steht. Aufgrund der Wölbung der Erdoberfläche ist der Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre mittags kürzer als morgens oder abends. Je länger der Weg der Sonnenstrahlen, desto mehr der schädlichen UV-Strahlung wird von der Atmosphäre abgefangen. Das ist auch der Grund dafür, dass die Strahlung in Äquatornähe am stärksten ist.

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Bei klarem Himmel oder leichter Bewölkung gelangt intensivere Strahlung zur Erdoberfläche als bei dichter Wolkendecke. In großer Höhe, wie im Flugzeug oder in den Bergen, ist die Strahlungsintensität ebenfalls erhöht. Hingegen ist am Toten Meer – dem tiefsten Punkt der Erde – die Strahlungsbelastung am geringsten. Verstärkt wird die Strahlung auch dann, wenn sie von Wasser, Sand oder Schnee reflektiert wird. Schnee reflektiert bis zu 100 Prozent der Sonnenstrahlung, Sand etwa 80 Prozent und bewegtes Wasser immerhin noch 50 Prozent der einfallenden UV-Strahlen. Durch ein helles TShirt dringen 10 bis 20 Prozent der UVStrahlung, durch ein feuchtes Kleidungsstück sogar 50 ProSchnee, Sand und Wasser reflektieren die Sonnenzent. strahlen, deshalb muss man sich in ihrer Nähe besonders gut schützen.

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d un nge or M

Mi tta gss onn e

In keinem anderen Land Europas nutzt man die künstliche Sonne häufiger als in Deutschland: Fast 16 Millionen Deutsche bräunen sich auf rund 90.000 Geräten in den Sonnenstudios. Die Deutsche Krebshilfe warnt jedoch, dass jeder Solariumbesuch das Hautkrebsrisiko erhöht.

D

Hautkrebs. Verhältnis von UV-A- zu UV-B-Strahlen ass man sich mit dem „Vorbräunen“ fest. In der Regel werden überwiegend im Sonnenstudio vor einem Sonnenbrand UV-A-Strahlen zur Bräunung eingesetzt, am Strand schützen könne, ist um Sonnenbrände zu vermeiden. Um eiein Irrglaube, da die Sonnenbänke eine nen lang anhaltenden Bräunungseffekt zu andere Mischung von UV-Licht abgeben erzielen, bestrahlen die Sonnenbänke die als die Sonne. Das hat zur Folge, dass sich Haut mit sehr intensiver UV-A-Strahlung. beim Bräunen auf der Sonnenbank keine Das macht zwar schnell braun, ist aber Lichtschwiele in der Haut bildet. Die auch besonders schädlich für die Haut. so genannte Lichtschwiele ist eine VerUnser Tipp: Sollten Sie das Bedürfnis dickung der Hornschicht der Oberhaut, die haben, etwas gegen die Winterblässe tiefere Hautschichten vor UV-Schäden zu unternehmen, sind Selbstbräunungsschützt. Die Lichtschwiele entsteht jedoch cremes eine empfehlenswerte Alternative. nur durch UV-B-Strahlen, die beim SoMittlerweile sind diese Produkte auch larium zumeist fehlen. Solariumgebräunt schon so ausgereift, hat man somit nahedass man nach ihrer zu dasselbe SonnenBenutzung längst brand- und Hautnicht mehr „kürbiskrebsrisiko wie ein farben“ oder wie ein bleicher SonnenanStreifenhörnchen beter. Die künstliche aussieht. Der neue Sonne aus dem Trend aus Amerika Solarium hat auch heißt „Airbrushkeinen therapeutiBräunung“. Stars schen Effekt bei wie Jennifer Lopez, Winterdepressionen. Christina Aguilera Denn stimmungsund Jennifer Aniaufhellende Wirston lassen sich so kung hat Licht nur, gesundheitsverträgMakellos schön und braun – Stars wie Jennifer wenn es über die lich im KosmetikLopez lassen sich im Kosmetikstudio „einfärben“. Augen eintritt. Und studio „einfärben“. auf der Sonnenbank muss man unbedingt die Augen geschlosWer trotz aller Warnungen nicht vom sen halten, denn die UV-Strahlung kann „künstlichen Grill“ lassen will: Seit Juni im Auge schwerwiegende Schäden an2003 gibt es ein Prüfsiegel für Solarien richten. Nur Tages- oder Sonnenlicht, des Bundesamtes für Strahlenschutz. das ins Auge dringt, drosselt die MelaMan sollte unbedingt darauf achten, nur toninbildung und hebt die Stimmung. Sonnenstudios zu nutzen, die über dieses In den Sonnenstudios wird das UV-Licht Prüfsiegel verfügen. Darüber hinaus künstlich mit speziellen Leuchten erzeugt. sollte man beim Besuch des Solariums Mithilfe von Filtern legt man dabei das auf jeden Fall folgende Empfehlungen FOTO: ASSOSIATAD PRESS

Sonne


FOTO: THE IMAGE BANK

Wenn schon, denn schon...in ein zertifiziertes Solarium, denn Verbrennungen durch alte Geräte sind sicher nicht das, was sich Solarienbesucher wünschen.

berücksichtigen: Richten Sie sich bei der Dauer einer Bräunung im Solarium nach dem Hauttyp. Personen mit Hauttyp I (siehe Seite 27) sollten Bräunungsgeräte nicht benutzen. Vermeiden Sie auf jeden Fall einen Sonnenbrand. Das gilt auch schon für schmerzlose Hautrötungen. Gewöhnen Sie sich langsam an die UV-Strahlung. Das verringert das Sonnenbrandrisiko. Verwenden Sie keine Parfüms, Deodorants und anderen Kosmetika. Auch auf Sonnenschutzmittel sollten Sie auf der Sonnenbank verzichten. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Bräunungsgeräte überhaupt nicht benutzen, da Hautschädigungen in diesem Alter besonders kritisch sind und das Hautkrebsrisiko erhöhen. Wenn Pigmentstörungen, Allergien oder andere Hautkrankheiten vorliegen, sollten Bräunungsgeräte nicht benutzt werden. Tragen Sie unbedingt die Schutzbrillen, die immer vorhanden sein müssen Halten Sie sich an die empfohlenen Anfangs- und Höchstbestrahlungszeiten, wie sie auf den Geräten angeführt sein müssen. Wenn Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie vor einer Bestrahlung einen Arzt befragen. Manche Arzneimittel

BESONNEN SONNEN Die folgenden Tipps können Ihnen helfen, sich vor Sonnenbrand oder anderen Sonnenschäden zu schützen: erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Suchen Sie möglichst den Schatten auf. Sie werden auch im Schatten braun, weil Wolken oder Sonnenschirme nur einen kleinen Teil der Strahlung abhalten. Der größte Teil der Strahlen wirkt indirekt. Deshalb kann man im Schatten sogar einen Sonnenbrand bekommen. Schützen Sie Ihre Haut mit einem hohen und vor allem typgerechten Lichtschutzfaktor (s. S. 27). Bereiten Sie Ihren Körper etwa vier Wochen vor Sommerbeginn durch eine verbesserte Vitalstoff-Versorgung auf die Belastungen durch die UV-Strahlung vor. (Ein Multivitalstoff-Präparat,

das Coenzym Q10, Lycopin, Vitamin C, Vitamin E und Calcium enthält, ist hier ideal.) Altbekannt ist auch die Empfehlung, in Vorbereitung auf die Sonnenbelastung auf eine ausreichende Calciumversorgung zu achten. Wer wenig Milch und Milchprodukte zu sich nimmt, sollte seine Calciumversorgung durch eine hochwertige Nahrungsergänzung sinnvoll bereichern. Als genauso wichtig hat sich aber auch eine ausreichende Versorgung mit Antioxidanzien herausgestellt, denn sie machen Freie Radikale unschädlich, die durch Sonnenlicht in der Haut gebildet werden. Hier spielen vor allem Vitamin E, Vitamin C und Coenzym Q10 eine wichtige Rolle. Aber auch das Lycopin, der rote Tomatenfarbstoff, hat große Bedeutung für den Schutz der Haut vor Schädigung durch UV-Licht und Freie Radikale. Hier hat es sich sogar als effektiver herausgestellt als das Beta-Carotin. Sonnenanbeter, die diese Substanzen nicht ausreichend verzehren, sollten ihre Vitalstoff-Versorgung daher mit einem entsprechenden Multi-Vitalstoff-Präparat ver-

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bessern. Überschreiten Sie nicht die Anzahl von 50 Sonnenbädern pro Jahr.

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Meiden Sie die Sonne auf jeden Fall zwischen 11 und 15 Uhr. In dieser Zeit ist die UV-Strahlung am intensivsten. Wenn Sie Medikamente einnehmen, achten Sie auf lichtsensibilisierende Nebenwirkungen der Präparate. Achten Sie auf einen wasserfesten Sonnenschutz beim Baden, denn auch ein e n Meter unter-

Die Venus (griechisch: Aphrodite) ist mythologisch die Göttin der Liebe und Schönheit. Der Planet erhielt diesen Namen wahrscheinlich deshalb, weil er der hellste im Altertum bekannte Planet war. Man nannte ihn auch „Morgenstern“ (Eosphorus) und „Abendstern“ (Hesperus).

Jahrhundertereignis am 8. Juni 2004

Die Venus verdeckt die Sonne Ein Venustransit wird am 8. Juni dieses Jahres ab 7.20 Uhr von Deutschland aus zu beobachten sein. Kein derzeit lebender Mensch konnte je ein solches Himmelsereignis beobachten, das einer partiellen Sonnenfinsternis ähnelt. Die Venus wird auf ihrer Bahn so vor der Sonne vorbeiziehen, dass ihr Schatten als schwarzer Punkt auf der Sonnenscheibe zu sehen sein wird. Zum letzten Mal war dieses Ereignis im Jahre 1882 zu beobachten. Den nächsten Venustransit sagen die Astronomen erst für das Jahr 2247 voraus. Sie warnen jedoch vor allen Versuchen, das Ereignis mit bloßem Auge zu beobachten, denn schwere Augenschäden können die Folge sein. Nur mit einer Sonnenfinsternisbrille darf ein Blick gewagt werden. Man rechnet damit, dass die ziehende Venus mit diesen Spezialbrillen ohne weitere Hilfsmittel als dunkler Punkt auf der Sonnenscheibe zu erkennen sein wird. Wer genauer hinschauen möchte: Die meisten öffentlichen Sternwarten bieten Sonderveranstaltungen zu diesem Termin an.

halb der Wasseroberfläche beträgt die Intensität der UV-B-Strahlen fast noch 50 Prozent.

Schützen Sie Ihre Augen mit einer Sonnenbrille. Hochwertige Sonnenbrillen tragen seit 1995 das CE-Zeichen am Gestell. Dies garantiert in allen Staaten der EU eine Mindestqualität. Achten Sie beim Kauf also unbedingt auf diese Kennzeichnung. Nur dunkle Gläser reichen nicht aus, denn durch die Verdunkelung weiten sich die Pupillen und es gelangt noch mehr Strahlung ins Auge. Nur Sonnenbrillengläser mit UV-Filter bieten einen wirksamen Schutz. Die Gläser der Sonnenbrille sollten Ihre Augen vollständig bedecken. Idealerweise reichen sie bis zu den Augenbrauen und dem seitlichen Gesichtsrand. Zu kleine Gläser lassen von oben und der Seite Streulicht durch und schränken zudem das Blickfeld ein. Eine Alternative dazu sind neuartige Kontaktlinsen mit UVSchutz. Nähere Auskunft erteilen Optikerfachgeschäfte. Ganz wichtig: Blicken Sie niemals ohne geeigneten Augenschutz direkt in die Sonne. Wichtig zum Schutz der Augen ist ebenfalls eine aus-

reichende Versorgung mit Antioxid a n tien. Hier spielt neben den klassischen Antioxidanzien Vitamin C und E vor allem das Carotinoid Lutein eine wichtige Rolle. Männer mit lichtem Kopfhaar und Modebewusste, die Frisuren mit streng gezogenem Scheitel tragen, sollten eine Schirmmütze aufziehen. Tragen Sie Ihre Sonnencreme mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad (im Schatten) auf, damit die Filter ihre Schutzfunktion voll entfalten können. Wichtig: Nachcremen bedeutet nicht, dass Sie doppelten Sonnenschutz haben und länger in der Sonne bleiben können. Die Höhe des Lichtschutzfaktors gibt an, um wie viel länger man mit einem Sonnenschutzmittel im Vergleich zu ungeschützter Haut in der Sonne bleiben kann, ehe eine Rötung der Haut entsteht. Mit Faktor 20 können Sie entsprechend Ihrem Hauttyp also 20-mal länger in der Sonne bleiben als o h n e Schutzfaktor. Danach ist der Schutz beendet – da hilft auch kein Nachcremen. Tragen Sie eine Kopfbedeckung. Hüte oder Schirmmützen schützen die empfindliche Kopfhaut und den Kopf vor Überhitzung. Verwenden Sie, wenn Sie unter Sonnenallergien leiden, nur Son-


Verzichten Sie beim Sonnenbaden auf Make-up, Parfüm und Deodorant. Diese Produkte können bleibende Pigmentflecken verursachen.

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nenschutzgels ohne Emulgatoren und Konservierungsstoffe.

Mit dem Eincremen der empfindlichen Kinderhaut sollte man nicht erst beginnen, wenn man das erste Mal ins Freibad oder an den Strand geht. Die Sonne scheint auch auf dem Spielplatz, wo die Kleinen mit kurzen Ärmeln und Hosen herumtoben. Im Wasser ist jedoch besondere Vorsicht geboten, denn es reflektiert die Sonnenstrahlen.

Kinder und Sonne Die Haut von Kindern ist besonders empfindlich, sie kann sich nur fünf bis zehn Minuten lang selbst vor Sonne schützen. Erst die Haut eines Dreizehnjährigen entspricht der eines Erwachsenen. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen konnten belegen, dass ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sonnenbrände in der Kindheit und dem Auftreten eines bösartigen Melanoms besteht. Um die Kleinen vor den schädlichen Einflüssen der Sonne zu schützen, verlangen sie unsere besondere Aufmerksamkeit. Babys bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollten gar nicht der Sonne ausgesetzt werden. Älteren Kindern sollte immer ausreichend Sonnencreme aufgetragen werden, der Lichtschutzfaktor sollte hoch sein (mindestens 15 bis 20) und am besten mineralische Mikropigmente enthalten. Auf jeden Fall sollte darauf geachtet werden, dass das Sonnenschutzmittel wasserfest ist, denn 50 % der Sonnenstrahlung trifft auch unter Wasser auf die Haut. Die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr sollten die Kinder auf jeden Fall im Schatten verbringen, und die höchstmögliche Aufenthaltszeit in der Sonne sollte keinesfalls überschritten werden.

Den besten Schutz für Kleinkinder gewähren physikalische Lichtschutzmittel: Mütze, Nackentuch, Hemdchen, Hose und oben geschlossene Schuhe. Eltern müssen hier Verantwortung übernehmen und die Zeit, die die Familie am Strand verbringt, zugunsten der Gesundheit ihrer Kinder verringern.

In die Sonne oder lieber nicht? Auf der einen Seite: Was Sie über Hautschäden durch Sonne gelesen und gehört haben, stimmt. Nicht umsonst ist „Bräune“ für Hautärzte gleichbedeutend mit „Hautschäden“. Auf der anderen Seite: Sommer, Sonne und Urlaubsfreuden können Sie auch weiterhin genießen. Aber: bewusst, in Maßen und mit dem richtigen Sonnenschutz, denn die Intensität der UV-Strahlung nimmt von Jahr zu Jahr zu. Man sagt zu Recht: „Die Haut vergisst nichts.“ Auch wenn sich die Haut oberflächlich schnell erholt – in ihren Unterschichten

hat sich die Belastung tief eingebrannt. Deutlich erkennbar ist das an den Sonnenterrassen, den Körperteilen, die am häufigsten unbedeckt der Sonne ausgesetzt sind. Dort wird die Haut schneller dünn und kann bei besonders hoher UVBelastung später sogar das Aussehen von zerknittertem Seidenpapier annehmen. Schuld daran sind die langwelligen UVA-Strahlen, die 95 Prozent der hautgefährdenden UV-Strahlen ausmachen. Sie gelangen in die Unterhaut und schädigen dort die Kollagen- und Elastinfasern. Die Folge: Die Haut altert schneller, und auch bei jungen Menschen entstehen erste Fältchen. Der Anteil der kurzwelligeren UV-BStrahlen kann bei exzessivem Sonnen-genuss langfristig nicht nur den unangenehmen Sonnenbrand verursachen, sondern auch die Zellstruktur in der Oberhaut verändern. Bei jeder intensiven Bestrahlung wird das Erbgut der Hautzellen geschädigt. Normalerweise repariert unser Organismus diese Schäden problemlos. Wenn jedoch zu viele Schäden gleichzeitig entstehen, kommt der körpereigene MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

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Wo uns die Sonne Gutes tut Knochen

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Die Sonne bzw. die UV-Strahlung regt die Bildung von Vitamin D in der Haut an, das die Calciumaufnahme in den Körper ermöglicht, somit die Freisetzung von Calcium aus den Knochen verhindert und auf diese Weise vor Osteoporose schützt.

Immunsystem Mäßige Sonnenstrahlung stärkt das Immunsystem und senkt die Infektanfälligkeit, hohe Dosen bewirken jedoch das Gegenteil.

Epidermis

Haut

Die Sonnenbräune entsteht durch die Tätigkeit von Pigmentzellen (Melanocyten) in der Haut. Diese Melanocyten werden durch die UVStrahlung angeregt und produzieren daraufhin vermehrt das schwarze Pigment Melanin. Dieser Farbstoff gelangt über Kanäle zwischen den Zellen in die Keratinocyten und durch sie an die Hautoberfläche. So entsteht an diesen Hautpartien eine Brauntönung, die als Filter gegen das Eindringen weiterer schädlicher Strahlen im Körper wirkt.

Sonnenlicht kann bei manchen Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte zu einer Verbesserung beitragen. In einigen Fällen trifft das auch bei Akne zu.

Psyche Sonnenlicht verringert die Ausschüttung von Melatonin und regt die Produktion von Serotonin und Endorphinen an. Das wirkt aufhellend auf die Stimmung.

Keratinocyt

Kreatinocyten

Melanocyt Melanocyt

Sexualität

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Die Sonnenstrahlen wirken sich positiv auf die Bildung von Glücks- und Sexualhormonen aus. „Frühlingsgefühle“ sind die Folge. Reparaturmechanismus nicht mehr nach. So können Zell- und Gewebeveränderungen entstehen, die sich im schlimmsten Fall zu Hautkrebs entwickeln können. Das soll natürlich nicht heißen, dass jeder Sonnenbrand automatisch Hautkrebs verursacht. Erst die über Jahre zunehmende Summe der Strahlenbelastungen durch unvernünftiges Sonnenbaden kann dahin führen. Um die Sonne gefahrlos genießen zu können, ist es daher wichtig, die Haut langsam an die intensiven Sonnenstrahlen zu gewöhnen und sie ausreichend zu schützen.

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Der Körper wehrt sich mit „eigenen“ Mitteln gegen die Sonnenstrahlen. Die Hautbräunung ist der wichtigste Schutzmechanismus gegen die UV-Strahlen. Der Farbstoff Melanin legt sich dabei schützend wie ein Sonnenschirm vor die gefährdeten Zellkerne der Zellen der Oberhautschicht. Zudem beginnt die Hornhautschicht, sich zu verdicken und die so genannte Lichtschwiele zu bilden.

Gut und schön: Sonne mit Maß. Gut geschützt sind Sonne und Licht eine Wohltat für Körper und Seele. Unser Körper braucht Sonnenlicht, um Vitamin D zu produzieren.

Das Braunwerden ist also ein Zeichen eines funktionierenden Abwehrmechanismus gegen die Strahlung. Doch der Lichtschutzfaktor, der durch Bräunung erreicht werden kann, wird oft überschätzt. Er entspricht dem Faktor 5 eines Sonnenschutzmittels. Sobald eine Hautrötung auftritt, ist die Haut geschädigt. Warum? Wenn die Haut die UV-Strahlung absorbiert bzw. aufnimmt, wird Energie frei. Diese Energie kann vor allem die DNA, die Erbsubstanz im Zellkern der Hautzellen, schädigen. Das geschieht teilweise direkt durch die Strahlung – wie bei einem Sonnenbrand –, teilweise aber auch durch die Freien Radikale, die bei der Strahleneinwirkung gebildet werden. Neben einem umsichtigen Umgang mit Sonnenstrahlen können so genannte Radikalfänger, auch Antioxidanzien genannt, zur Vorbeugung dienen. Zahlreiche Vitalstoffe neutralisieren die Freien Radikale. Zum Schutz der Haut eignet sich besonders ein Multivitalstoff-Präpa-


Sonne

UNSERE HAUT BRAUCHT WASSER Sommer, Sonne und der Schweiß

Die Strahlen der Sonne: UV-A, UV-B und UV-C Je nach Wellenlänge unterteilt man die UV-Strahlen in drei Gruppen. Die langwelligen UV-A-Strahlen dringen bis tief in das elastische Bindegewebe der Haut ein. Die kurzwelligen UV-B-Strahlen werden zum größten Teil von der Hornschicht absorbiert. Lediglich ein Teil der Strahlung dringt bis in die Basalschicht ein. Die kurzwelligen, noch energiereicheren UV-C-Strahlen sind schon den Röntgenstrahlen verwandt und werden normalerweise in der Stratosphäre absorbiert, sodass sie nicht bis zur Erdoberfläche vordringen. Erst seit dem Ozonloch erreicht etwas von der gefährlichen Strahlung Menschen und Tiere.

Manche mögen es als lästig empfinden, aber schwitzen ist ein ganz normaler und lebenswichtiger Vorgang. An jedem Tag verdunstet der Körper mindestens einen halben Liter Schweiß, bei großer Hitze sogar mehrere Liter. Durch Schwitzen wird die Haut regelmäßig angefeuchtet, damit sie nicht spröde und rissig wird. Zum anderen reguliert der Schweiß die Körpertemperatur. Die Feuchtigkeit verdunstet auf der Haut, dadurch entsteht ein Kühleffekt. Dieser Effekt ist besonders an heißen Tagen und bei großer körperlicher Anstrengung lebenswichtig. Schwitzen ist gesund – auszutrocknen dagegen ist sehr gefährlich. Allein schon mengenmäßig ist Wasser unser wichtigstes Lebensmittel, immerhin benötigen wir täglich mindestens 1,5 Liter Trinkflüssigkeit. Wasser ist auch der Hauptbestandteil des menschlichen Körpers. Am wasserreichsten sind das Gehirn, die Leber, die Muskelzellen und die Haut. Trinken wir zu wenig – gerade im Sommer, wenn wir über den Schweiß vermehrt Flüssigkeit verlieren –, fügen wir unserem Körper großen Schaden zu. Denken Sie bitte daran: Trinken Sie bei Hitze täglich mindestens 2 bis 3 Liter, bei ständigem Aufenthalt in der Sonne sogar bis 5 Litern – so führen Sie dem Körper die verlorene Flüssigkeit wieder zu.

Sichtbares Licht

Oberhaut (Epidermis) 0,05 mm

Infrarot

UV-B

UV-A

50-100 µm

bis 5 mm

Hornschicht

Basalschicht

Lederhaut (Dermis) 1-4 mm

Nervenenden Sie melden Berührung, Schmerz, Temperatur und Juckreiz. Nervenbahnen Blutgefäße

Ausreichend Wasser zu trinken, ist einer der größten Gefallen, die wir uns selbst tun können.

Unterhaut (Subcutis) Bindegewebe

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Schweißdrüse Hauptsächlich zur Temperaturregulation wird die salzhaltige Flüssigkeit, der Schweiß, ausgeschieden.


rat, dessen Zusammensetzung genau auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmt ist. Es sollte in jedem Fall Coenzym Q10, Lycopin, Vitamin C und Vitamin E sowie Calcium enthalten. Ist auch GammaLinolensäure dabei (aus Borretschöl oder Nachtkerzenöl), profitiert die Haut am meisten. FOTO: PHOTODISC

Vorzeitige Hautalterung

Er tut nicht nur weh, sondern er ist auch gefährlich: der Sonnenbrand. In der Folge kann er zu Hautkrebs führen. Sonnenbrände also bitte unbedingt vermeiden.

Sonnenbrand Der Sonnenbrand ist die häufigste Sonnenschädigung, die für jeden auch sofort sichtbar und spürbar ist. Allerdings schickt die Haut erst dann Alarmsignale, wenn es bereits zu spät ist. Macht sich die Haut nach 4 – 6 Stunden durch Kribbeln und Schmerzen bemerkbar, ist der Sonnenbrand bereits nicht mehr zu vermeiden.

Die meisten Falten, vor allem tiefe, sind auf Lichtschädigungen zurückzuführen. Hautärzte sehen die hauptsächliche Ursache für Falten und Furchen in übermäßiger UV-Belastung durch die Sonne. Klinisch wird diese Hautschädigung „aktinische Elastose“ genannt. Ihre Symptome sind: Verdickung der Haut durch eine vermehrte Zellneubildung und eine Störung bei der Ausformung der Zelle Lockerung zwischen den elastischen Hautfasern und Abbau des hauteigenen Kollagens. Die Folge: Die Haut wird schlaff und neigt zu Falten scheckige Pigmentierung

Altersflecken erweiterte Blutgefäße Im Gegensatz zur natürlichen Hautalterung, die weitgehend nicht aufzuhalten ist, ist vorzeitige Hautalterung aber durchaus vermeidbar. Der Sonnenschutz ist eine der wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen dagegen. Auch ein Übermaß an Alkohol und Nikotin führt dauerhaft zu der so genannten „Lederhaut“ und sollte deshalb gemieden werden. Daneben spiegeln sich eine insgesamt gesunde Lebensweise und eine gute Vitalstoff-Versorgung ganz besonders im Selbst „passives Rauchen“, also das Einatmen des Zigarettenrauches anderer, kann die Heilung von Hautwunden verzögern. Das macht deutlich, wie schädlich „aktives Rauchen“ für Haut und Körper ist.

Man unterscheidet beim Sonnenbrand drei Schweregrade: Grad 1: Rötungen und Schwellungen der Haut. Grad 2: Die Oberhaut löst sich ab. Es entstehen jedoch keine Narben. Grad 3: Schwere Schädigung der Haut. Nach der Heilung bleiben Narben. Vermeiden Sie unbedingt einen Sonnenbrand, denn er kann zu Hautkrebs führen!

Auf keinen Fall sollte ein Sonnenbrand unterschätzt werden. Bilden sich sogar Blasen auf der Haut und hat der Betroffene Fieber, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bei leichtem Sonnenbrand können auch Hausmittel helfen: feuchte, kühlende Umschläge, zum Beispiel mit Joghurt. Verursacht der Sonnenbrand starkes Jucken oder Brennen, kann er auch mit entzündungshemmenden Kortisonlotionen oder einem Antihistaminikum behandelt werden. Gele wirken im Vergleich zu Salben zusätzlich kühlend. Bei leichtem Sonnenbrand sind aber die beschriebenen Hausmittel vorzuziehen. After-SunProdukte helfen bei Sonnenbrand nicht – im Gegenteil: Durch ihren Alkoholgehalt reizen sie die Haut zusätzlich.

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Wenns passiert ist – was tun bei Sonnenbrand?

Hautärzte bezeichnen bereits Bräune als Hautschaden. So eng muss man es vielleicht nicht sehen, aber ein Sonnenbrand ist definitiv eine Schädigung der Haut. Das Risiko, sich eine solche zuzuziehen, hängt von der Dauer und der Intensität der Sonnenstrahlung, vom individuellen Hauttyp und von den ergriffenen Schutzmaßnahmen ab.


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Vitamin E sowie Calcium enthält. Darüber hinaus sollte ein Sonnenschutzmittel mit hohem UV-A-Schutz verwendet werden.

Wehe, wenn sie irritiert ist. Unsere Haut weiß sich zu wehren – dann brennt, und juckt und schuppt sie. Leider ist die Ursache der Irrirtation, die unter „Sonnenallergie“ bekannt ist, nicht so leicht zu finden, denn selten ist es die Sonne allein, die sie auslöst.

SONNENALLERGIEN Leider bedeutet das Thema „Ferien, Sonne, Strand und Meer“ für einige Menschen eher quälenden Juckreiz, Bläschen und z. T. höllische Schmerzen anstatt herrliche Erfrischung, Wärme und Erholung. Doch was steckt hinter dieser unangenehmen Erscheinung, die allgemein unter dem Begriff der Sonnenallergie bekannt ist? Hautbild wider. Wer möglichst lang jung aussehen will, sollte sich bei der Haut für eine vornehme Blässe entscheiden oder zu Selbstbräunungscremes greifen, die mittlerweile kaum noch einen Unterschied zu echter Bräune erkennen lassen. Einige Stunden bis wenige Tage nach Sonnenbestrahlung kommt es auf der Haut zu verschiedenen Veränderungen wie Rötungen, Knötchen, Bläschen, Pusteln und polsterartigen Verdickungen, die oft mit Brennen und starkem Juckreiz verbunden sind. Ursache der Reaktionen ist eine Überempfindlichkeit gegenüber der UV-Strahlung des Sonnenlichts, besonders gegenüber der UVA-Strahlung, die auch hinter Glas (z. B. im Auto) vorhanden ist.

Unter dem Oberbegriff Sonnenallergien verstehen Mediziner drei verschiedene Formen von Lichterkrankungen. Polymorphe Lichtdermatose (PLD) Mallorca-Akne Photoallergische Reaktionen Polymorphe Lichtdermatose: An dieser am häufigsten durch Sonne ausgelösten Lichtkrankheit leiden meist hellhäutige Menschen im Frühjahr und Sommer und an Hautpartien, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind (Ausschnitt, Schultern, Nacken). Es bilden sich Quaddeln, juckende Flecken oder Bläschen, die meist nach ein bis drei Wochen Sonnengewöhnung wieder verschwinden. Zur Vorbeugung empfiehlt sich die Einnahme eines Multivitalstoff-Präparates, das Coenzym Q10, Lycopin, Vitamin C und

Mallorca-Akne: Bei dieser Sonderform handelt es sich um eine Unverträglichkeitsreaktion zwischen natürlichem oder künstlichem UV-Licht, Inhaltsstoffen von Sonnenschutzmitteln und anderen Kosmetika. Die Mallorca-Akne tritt zumeist nur während des Sommerurlaubs in südlichen Ländern auf, kann aber auch durch Solariumbesuche oder unter heimischer Sonne ausgelöst werden. Auf Dekolletee, Hals, Nacken, Schultern, Oberarmen und auf dem Rücken entstehen kleine akneartige Knötchen und rote, verhornte Papeln. Vor allem Emulgatoren, – Zusätze, die wässrige und fette Inhaltsstoffe zu einer streichfähigen Creme verbinden – werden für die Hautreaktionen verantwortlich gemacht. Letztlich sind jedoch noch nicht alle auslösenden Faktoren bekannt. Betroffene sollten Sonnengels mit hohem UV-A-Schutz verwenden, die keine Emulgatoren enthalten. Mit calciumhaltigen Multivitalstoff-Präparaten lässt sich der MallorcaAkne ebenfalls vorbeugen. Tipp: Die Aussage „hypoallergen“ auf Kosmetika besagt nur, dass die Inhaltsstoffe auf ihr eigenes Allergiepotenzial getestet wurden. Das bedeutet nicht, dass sie nicht auch eine Sonnenallergie auslösen könnten. Entscheidender sind daher Aussagen wie „emulgatorfrei“, „fettfrei“ oder „Gel“. Photoallergische Reaktionen: Hierunter versteht man Allergien und Hautverfärbungen, die durch Reaktionen von bestimmten Stoffen mit Sonnenlicht ausgelöst werden. Diese Stoffe können Arzneimittel (z. B. Antibiotika, entzündungshemmende Medikamente, Entwässerungsmittel), Pflanzen (Sellerie, Petersilie, Zitrusfrüchte, Saft des Feigenbaums, Bärenklau) sowie Parfüms sein. Im Unterschied zur Mallorca-Akne treten die Reaktionen regelhaft auf, das heißt, immer dann, wenn der Allergiker gleichzeitig mit diesen allergenen Stoffen und Sonnenlicht in Berührung kommt. Wenn Sie dauerhaft Arzneimittel einnehmen, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, ob MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

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Schützen Sie Ihre Augen bitte unbedingt mit einer guten Sonnenbrille.

Augen Ohne Sonnenbrille dringen UV-Strahlen ungehindert in das Auge. Dabei können Bindehautentzündungen, Netzhautschädigungen und Hornhauttrübungen die Augen schwer schädigen. Sonnenstrahlen können so einen grauen Star, also eine Trübung der Augenlinse, und weitere Augenerkrankungen verursachen. Schützen Sie daher Ihre Augen mit einer Sonnenbrille mit einem wirksamen UVFilter und mit sinnvoll zusammengesetzten Vitalstoff-Kombinationen, die auf die Bedürfnisse der Augen abgestimmt sind. Besonders das Carotinoid Lutein hat sich als wirksamer Augenschutz erwiesen.

Mit „Weltraumtechnik“ kann man Hautkrebs jetzt schneller erkennen. Wenn Sie hellhäutig sind und viele Leberflecke haben, sollten Sie sie regelmäßig kontrollieren lassen.

A

B

5 mm

HAUTKREBS

Kreislauf Sonnenhitze kann bei Menschen mit niedrigem Blutdruck schnell zu Kreislaufproblemen führen. Bei direkter Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf kann es zu einem Sonnenstich oder einem Hitzschlag kommen. Die Überhitzung des Kopfes reizt die Hirnhaut, die anschwillt und so den Hirndruck erhöht, was zu starken Kopfschmerzen führt. Im schlimmsten Fall kann der Betroffene unter Bewusstseinsstörungen leiden oder ins Koma fallen. Gehen Sie bitte rechtzeitig in den Schatten und ganz wichtig: Trinken Sie viel (wenn Sie sich ständig in der Sonne aufhalten, mindestens 3 bis 5 Liter am Tag).

Durch einen Sonnenbrand können Zellstrukturen so angegriffen werden, dass sie sich zu Hautkrebs entwickeln. Der gefährlichste Hautkrebs ist das „maligne Melanom“ (schwarzer Hautkrebs). Melanome entwickeln sich entweder im Bereich vorhandener Muttermale, oder sie entstehen auf anscheinend „normaler“ Haut. diese Medikamente solche Reaktionen auslösen können. Bei bekannten Allergien auf die chemischen Filter der Lichtschutzpräparate empfiehlt es sich, Sonnenschutzmittel mit ausschließlich mineralischen Filtern (Titandioxid oder Zinkoxid) zu verwenden, die auch Mikropigmente genannt werden.

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Am häufigsten treten maligne Melanome im Bereich von Rücken, Brust oder Gliedmaßen auf. Bei Männern ist vorwiegend der Rumpf betroffen, bei Frauen die Unterschenkel. Der schwarze Hautkrebs entsteht durch Entartung der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) von Haut und Schleimhäuten. Das maligne Melanom ist ein bösartiger Tumor (Geschwulst) der äußeren Haut oder der Schleimhäute. Als

Hut ab vor so viel Umsicht – aber erst am Abend. Ein Hut schützt den Kopf, die Augen und nicht zuletzt auch die Haare vor negativen Auswirkungen der Sonnenstrahlen.

D

C

A = Asymmetrie der Hautveränderung B = unregelmäßige Begrenzung der Hautveränderung C = Colorit: unregelmäßige Farbe D = Durchmesser der Hautveränderung größer als 5 mm.

Hauptursache für die Zunahme der Melanome in den letzten Jahrzehnten werden das ausgedehnte Sonnenbaden und die zahlreichen Urlaubsreisen in südliche Länder angesehen. Ein erhöhtes Risiko für die Melanomentstehung ist außerdem mit auffälligen Muttermalen verbunden. Ein häufiges Anzeichen für die Entstehung eines Melanoms ist eine Farbveränderung oder eine Größenzunahme eines zuvor bestehenden Leberflecks. Es kann aber auch als eine neue pigmentierte Hautveränderung auftreten. Grundsätzlich sollte man auf folgende Veränderungen achten: A = Asymmetrie; die pigmentierte Hautveränderung ist in ihrer Form asymmetrisch


B = Begrenzung; es finden sich zungenförmige Ausläufer C = Color (engl.Farbe); die Hautveränderung ist ganz unterschiedlich pigmentiert; braun, schwarz, auch weiß, grau und rot werden beobachtet. D = Durchmesser; es wird eine Größenzunahme beobachtet Jede pigmentierte Hautveränderung, die sich verändert und wächst (sei es ein bestehender Leberfleck oder eine neu aufgetretene Hautveränderung), ist verdächtig hinsichtlich der Entwicklung eines Melanoms. Hautkrebs macht sich nicht durch Schmerzen bemerkbar! Neben dem schwarzen Hautkrebs gibt es auch den „hellen Hautkrebs“, der ebenfalls sehr gefährlich ist und sogar noch häufiger auftritt. Bei 1,2 Prozent der deutschen Bevölkerung besteht das Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken. Dagegen besteht beim hellen Hautkrebs bei 18 Prozent der Bevölkerung ein Risiko für die Bildung eines Spinalioms und bei 31 Prozent ein Risiko für die Entwicklung eines Basalioms – so die Gesellschaft für Dermopharmazie. Exzessives Sonnenbaden trägt in noch viel höherem Ausmaß zur Entstehung von hellem Hautkrebs bei als zur Entstehung von schwarzem Hautkrebs. Die Gesellschaft für Dermopharmazie empfiehlt zur Vorbeugung Sonnenschutzmittel und geeignete lichtdichte Bekleidung sowie regelmäßige hautärztliche Kontrolle. Ganz wichtig ist es, ein Melanom früh zu erkennen, denn es kann geheilt werden, wenn der Tumor noch nicht in tiefere Schichten der Haut eingedrungen ist. Je tiefer die Tumorzellen

DIE SONNE UND DAS OZONLOCH In den 70er- Jahren wurde in Australien eine starke Häufung von Hautkrebs in der Bevölkerung festgestellt. Es handelte sich dabei um die beschriebenen Melanome, die deshalb so gefährlich sind, weil sie besonders schnell Metastasen, also Tochtergeschwülste, bilden. Bald darauf wurde klar, auf was die Häufung der Erkrankungen zurückzuführen war: auf ein Loch in der Ozonschicht in der Atmosphäre. Wie wir inzwischen wissen, hat auch bei uns die Strahlungsintensität der Sonne deutlich zugenommen. jedoch in die Haut eindringen, desto höher ist das Risiko für Metastasen, die an anderen Körperstellen weitere Tumoren bilden können. Sollten Sie also Veränderungen an Ihrer Haut, besonders an Leberflecken, bemerken, gehen Sie dringend zum Arzt. Menschen mit vielen Leberflecken haben ein besonders hohes Risiko für die Entwicklung eines Melanoms. Ozon ist ein Gas. Es wirkt in der Atmosphäre wie ein Filter gegen die UVStrahlung der Sonne. Damit die Sonnen-

strahlen für uns nicht schädlich sind, brauchen wir das Ozon, das sich wie ein schützender Mantel um die Erde legt. Gleichzeitig ist Ozon in Bodennähe jedoch auch schädlich für unsere Gesundheit. Schuld am Schwinden der Ozonschicht in der Atmosphäre ist unter anderem FCKW, das lange Zeit als Treibgas in Spraydosen, als Kältemittel in Kühlregalen, Kühl- und Gefriergeräten, als Aufschäummittel für Baustoffe, als Lösemittel zu Reinigungszwecken in der Textilreinigung und in der Elektroindustrie verwendet wurde. Ähnliche Sub-

So wirken UV-Strahlen

Bis zu einem gewissen Maß kann der Körper diese noch reparieren. Werden es zu viele Schäden, kann Hautkrebs entstehen. Foto rechts: Die Evolution der Lebewesen auf der Erde ist eng mit der Bildung von Ozon in der Atmosphäre verbunden. Bevor die Ozonschicht bestand, konnte die Sonnenstrahlung die Atmosphäre noch durchdringen, sodass Leben nur bedingt möglich war.

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Im Innern unserer Zellen befindet sich die DNA, die alle für die Zelle wichtigen Informationen enthält. Bei jedem Sonnenbrand entstehen Schäden an der DNA.


stanzen, so genannten Halone, wurden für Feuerlöscher genutzt. Seit 1991 sind FCKW und Halone in Deutschland verboten. Nimmt der Ozongehalt in der Atmosphäre ab, steigt die Intensität der Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht, drastisch an. Das hat schlimme Folgen für den Menschen und für die Natur. Das erhöhte Auftreten von Hautkrebs ist eine dieser Folgen, da die UV-Strahlung zunimmt.

Ozonaufbau

Zerstörung der Ozonschicht Unter Einfluss der Sonnenstrahlung verbinden sich drei Sauerstoffatome zu einem Ozonmolekül.

Reaktion durch Sonnenstrahlen

Chlor-, Stickstoff- oder Bromatome aus der verschmutzten Luft entreißen dem Ozon ein Sauerstoffmolekül.

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Ozonabbau

Es liegt was in der Luft: Ozon in Bodennähe Eine hohe Ozonkonzentration auf der Erdoberfläche wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Sie führt zu Kopfschmerzen und Atemproblemen, schwächt das Immunsystem, erhöht die Bildung schädlicher Freier Radikale und kann Allergien auslösen. Das erdnahe Ozon wird zum größten Teil von Fahrzeugmotoren und Industrieanlagen verursacht. Ozon kommt als Schadstoff jedoch nicht direkt aus einem Auspuff oder einem Schornstein, sondern es bildet sich in der Luft aus so genannten Vorläufersubstanzen.

Das sind hauptsächlich Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoffe. Unter Einwirkung von UV- bzw. Sonnenlicht wird beispielsweise aus Stickstoffdioxid ein Sauerstoffatom abgetrennt, das umgehend mit einem Sauerstoffmolekül (O2) der Luft reagiert – es entsteht Ozon. Während des Sommers steigen in vielen Städten und Ballungsgebieten die Ozonwerte an. Man spricht vom „Sommersmog“. Sobald bestimmte Werte überschritten werden, treten EU-Richtlinien in Kraft, und es werden zum Beispiel Fahrverbote für Privatautos verhängt. Dass es erst seit einigen Jahren Ozonwarnungen im Radio gibt, bedeutet nicht, dass es früher keine erhöhten Ozonkonzentrationen in Erdnähe gegeben hat. Man hat heutzutage nur erkannt, dass erhöhte Ozonkonzentrationen nicht so harmlos sind, wie man früher annahm. Und es bedeutet, dass wir uns nicht nur vor der erhöhten Intensität der Sonnenstrahlung schützen müssen, sondern auch vor dem Anstieg bodennahen Ozons bei starker Sonneneinstrahlung. Was aber nicht heißen soll,

FCKW und Autoabgase (Vereinfachte Darstellung)

Ozonkonzentration in µg/m3 Luft

Der größte Teil des Ozons in der Atmosphäre befindet sich in der so genannten Stratosphäre, sieben bis fünfzig Kilometer über der Erde. In den vergangenen Jahren wurde ein bedenklicher Rückgang erkannt, der vor allem durch Umweltverschmutzung und durch die Erwärmung der Erdatmosphäre verursacht wurde und weiterhin verursacht wird. Von einem „Ozonloch“ wird aber erst dann gesprochen, wenn die Ozonwerte um die Hälfte abgenommen haben. Das ist bisher nur über den beiden Polen der Fall. In der Ozonschicht kommt es zu chemischen Reaktionen mit dem FCKW, wobei Chlor entsteht. Die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung spaltet z. B. die Chlormoleküle in Chloratome auf. Ein Ozonmolekül besteht aus drei Sauerstoffatomen. Wenn ein Chloratom mit einem Ozonmolekül reagiert, entzieht es ihm ein Sauerstoffatom, und aus dem Ozon wird ein Sauerstoffmolekül. Auf diese Weise zerstören Chloratome Ozonmoleküle und die Ozonschicht wird nach und nach abgebaut.

Mögliche Schäden durch bodennahes Ozon

450

Regelungen zur Begrenzung von bodennahem Ozon

400 350

Entstehung von bodennahem Ozon

NO2 = Stickstoffdioxid 360: EU-Warnbzw. Eingreifwert

Ozon

300 Ab 250: verstärkte Infektanfälligkeit Ab 240: Asthmaanfälle nehmen zu

250 200

Ab 120: Schleimhautreizungen

150

Ab 100: Kopfschmerzen

100 50

Ca. 40: Grundkonzentration

240: Fahrverbot für KFZ ohne Katalysator 180: Empfehlungen zum freiwilligen Fahrverzicht und Informationswert EU 120: empfohlener Grenzwert von WHO und VDI 100: eventueller neuer TRK-Wert

Rechts oben: Die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung entzieht einem Stickstoffmolekül ein Sauerstoffatom, das umgehend mit einem Sauerstoff-(O2) -Molekül reagiert, wodurch Ozon ensteht.

FOTO: PHOTOS.COM, GARFIKEN: DPNY

Ozon in der Atmosphäre


MEDICOM-TIPP GEGEN FALTEN FOTO: TAXI

„Die Jahre runzeln die Haut, aber den Enthusiasmus aufzugeben, runzelt die Seele“, sagte Albert Schweitzer. Wahre Worte. Aber dennoch will sie keiner haben – die Falten. Neben den Lebensjahren, der Mimik und dem Lebensstil hat aber noch ein Faktor sehr großen Einfluss auf die Entstehung von Falten – die Sonne. Über die Jahre hinterlässt sie ihre Spuren in der Haut.

Phytoöstrogene – natürliche Hormone für schöne Haut

Die Phytoöstrogene der Sojapflanze z. B. können den altersbedingten Rückgang der körpereigenen Östrogenproduktion etwas auffangen und den Erhalt des Kollagens im Bindegewebe unterstützen.

So jung aussehen, wie man sich fühlt. Phytoöstrogene sind die neuen Hoffnungsträger, das möglich zu machen.

Ihre Wirkung erzielen die Östrogenmoleküle, indem sie sich mit bestimmten Strukturen auf der Oberfläche der Zelle verbinden – den Östrogenrezeptoren. Man kann sich die Östrogene wie einen Schlüssel vorstellen und die Östrogenrezeptoren wie das Schloss – beide passen perfekt zueinander. Pflanzliche Hormone funktionieren wie eine Art Dietrich – obgleich die Phytoöstrogene den körpereigenen Hormonen nicht perfekt gleichen, erzielen sie eine ähnliche Wirkung und können somit hormonell bedingte Falten mildern. Ab einem Alter von etwa 40 Jahren, wenn der Östrogenspiegel der Frau sich zu verändern beginnt, ist es sinnvoll, Phytoöstrogene äußerlich in Cremes wie auch innerlich über die Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden. Auch in Traubensilberkerze, Rotklee,

Iriswurzel und in Hopfen finden sich Phytoöstrogene, die in Kosmetika einen positiven Effekt auf die Haut ausüben können. Die größte Bedeutung unter den Phytoöstrogenen haben die Isoflavone. Sie werden in der Regel aus Soja gewonnen, der wichtigsten Quelle für Isoflavone. Phytoöstrogene sind auch Antioxidanzien und unterstützen in dieser Funktion die körpereigenen Abwehrsysteme bei der Neutralisierung Freier Radikale. Besonders durch die UVStrahlung der Sonne können in der Haut vermehrt Freie Radikale entstehen. Eine Nahrungsergänzung, die antioxidative Vitamine wie Vitamin C und Vitamin E sowie Lycopin und Coenzym Q10 enthält, kann somit den Hautstoffwechsel zusätzlich unterstützen.

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FOTO: D.HARMS/WILDLIFE

Die Sonne ist aber nicht allein verantwortlich für die mit den Jahren zunehmende Faltenbildung – bei der Frau ist die Alterung der Haut auch stark hormonell bedingt. Die weiblichen Sexualhormone (Östrogene) erhalten die Elastizität und Festigkeit der Haut, denn sie sind maßgeblich am Kollagenstoffwechsel der Haut, an der Bildung elastischer Fasern und an der Erneuerung der Oberflächenzellen beteiligt. Ab dem 40. Lebensjahr, wenn die Östrogenspiegel nach und nach abnehmen, kommt es daher zu bestimmten Veränderungen der Haut: Sie wird trockener, verliert an Elastizität und neigt deshalb verstärkt zur Faltenbildung. Mit diversen Mitteln und Tinkturen versucht man, diesen Hautveränderungen zu Leibe zu rücken – mit mehr oder weniger großem Erfolg. Oft wird dabei mit Kanonen auf Spatzen geschossen, z. B. mit medizinischen Eingriffen, die natürlich auch immer ein gewisses Risiko bergen. Auch die Einnahme künstlicher Östrogene ist nicht unbedingt der richtige Weg, um die hormonell bedingtenVeränderungen der Haut zu beseitigen, denn auch diese Therapie ist risikobehaftet und kann erhebliche Nebenwirkungen haben. Dabei gibt es eine pflanzliche Alternative: Phytoöstrogene, die auf die Haut eine ähnliche Wirkung wie körpereigene Östrogene haben, dabei aber nicht die starken Nebenwirkungen einer hormonellen Therapie aufweisen. Äußerlich in Cremes und Lotionen angewandt, innerlich über die Nahrung und als Nahrungsergänzung aufgenommen, können Phytoöstrogene der Haut zu einem jüngeren Aussehen verhelfen.

Gegen die von außen hervorgerufene Hautalterung z. B. durch exzessives Sonnen, Rauchen, schlechte Ernährung etc. kann man eine Menge unternehmen. Jetzt gibt es auch die Möglichkeit, gegen die biologische Hautalterung schonend vorzugehen.


Vitamin E, das z. B. auch in Sonnenblumenkernen enthalten ist, schützt vor dem Angriff Freier Radikale.

Vitamin D Das Sonnenvitamin Sonnenstrahlung regt die Vitamin-DBildung im menschlichen Körper an. Die Vorstufe von Vitamin D wird von Sonnenlicht zu seiner aktiven Form umgewandelt.

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Vitamin D reguliert das Gleichgewicht von Calcium und Phosphat im Körper. Deshalb fördert es vor allem die Aufnahme der Knochenbausteine Calcium und Phosphat aus dem Darm ins Blut, es steuert aber auch die Rückgewinnung bzw. die Ausscheidung von Calcium und Phosphat in den Nieren. Vitamin D ermöglicht außerdem den Einbau von Calcium und Phosphat in die Knochen und ist somit auch indirekt für deren Stabilität verantwortlich. Ferner spielt Vitamin D für das Immunsystem eine wichtige Rolle und ist auch an der Entwicklung der Hautzellen mitbeteiligt. Vitamin-D-Mangel kann bei Menschen, die sich zu selten in der Sonne aufhalten, auftreten. Auch Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Verdauungsstörungen und Nierenleiden, Schwangere und Vegetarier können einen Mangel an Vitamin D erleiden. Ein langfristiger Vitamin-DMangel führt unter anderem zu Osteoporose. Mehr als 10 µg Vitamin D sollte man jedoch nicht zu sich nehmen, da es sonst zu Nebenwirkungen kommen kann. Die gezielte Verabreichung von Vitamin D in Kombination mit Calcium erfolgt bei erhöhtem Risiko für Osteoporose oder bei bereits bestehender Osteoporose.

RADIKALFÄNGER – SCHUTZ VON INNEN

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Coenzym Q10 ist ein Antioxidans, das die schädlichen Freien Radikale neutralisiert und so die empfindlichen Zellstrukturen vor Schädigungen schützt. Besonders in der Haut ist diese Funktion von Coenzym Q10 sehr wichtig, da es dort als einer der ersten Stoffe Freie Radikale neutralisiert, denn es ist in den Zellwänden angesiedelt und schützt die empfindlichen Fettsäuren der Zellmembran. Es ist dort gewissermaßen die „Schutzpolizei“ der Körperzellen. Besonders durch die UVStrahlung der Sonne werden viele Freie Radikale in der Haut gebildet, was eine gute Versorgung mit Coenzym Q10 sehr sinnvoll macht. Eine weitere Hauptrolle von Coenzym Q10 ist seine Beteiligung an der Energiegewinnung des Körpers, denn nur mit Coenzym Q10 können die Zellen genug Energie produzieren, um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.

Raus an die Sonne. Jetzt ist die beste Zeit, um Sonnenenergie zu tanken.

Vitamin C ist eines der vielseitigsten Vitamine und schützt auch die Haut bei zusätzlicher Belastung. Vitamin C ist ein sehr effektiver Radikalfänger, seine Fähigkeiten gehen aber noch weit darüber hinaus, denn Vitamin C stärkt das gesamte Abwehrsystem, weil es viele wichtige Vitamine vor der Zerstörung durch Freie Radikale schützt. Die Vitamine A, E, B1, B2, Folsäure, Pantothensäure und Biotin stehen unter dem Schutz von Vitamin C.

Lycopin hilft unserem Körper besonders effektiv, schädliche Freie Radikale zu neutralisieren. Die besondere Molekülstruktur von Lycopin macht es zum besten Radikalfänger, den die Natur zu bieten hat. Der Mensch ist darauf angewiesen, diese Substanz aus der Nahrung aufzunehmen. Im Gegensatz zu anderen Carotinoiden, die in fast allen Gemüseund Obstsorten vorkommen, ist Lycopin in nennenswerten Mengen fast ausschließlich in Tomaten enthalten. Vitamin E ist ebenfalls ein wichtiges Antioxidans, das durch Sonnenstrahlung in der Haut entstandene Freie Radikale abfängt, bevor sie Schaden anrichten können. Vitamin E schützt und stabilisiert die Zellwände. Besonders in Kombination mit Coenzym Q10 bietet Vitamin E einen natürlichen Schutz gegen aggressive Sauerstoffradikale. Calcium ist bei starker Sonnenstrahlung ebenfalls empfehlenswert, denn durch starkes Schwitzen verliert der Körper viel Calcium. Calcium bietet auch Schutz vor „Mallorca-Akne“, da es die Freisetzung von Histamin vermindert – einem Botenstoff, der allergische Reaktionen auslöst. Eine mögliche allergische Reaktion kann so eventuell gemindert werden.


Vitalstoff-Rezept Leicht und lecker

Sommerlich leichte Küche macht es dem Organismus leichter, mit steigenden Temperaturen umzugehen. Hier ein kleiner mediterraner Vorgeschmack auf den Sommerurlaub. Ein wenig besonders und voller gesunder Vitalstoffe. Nicht von ungefähr sind unsere Nachbarn aus den Mittelmeerregionen so gesund.

Artischockensalat mit Mandeln (Für 4 Personen)

200 g 75 g 50 g 6 1 2 5 cl 1

Crème fraîche gehackte Mandeln Mehl große Artischocken Eisbergsalat Zitronen Apfelweinessig Kräutersträußchen (Thymian, Lorbeer, Petersilie) Salz, Pfeffer

§

§

Nährwertangaben

§

Zutaten

§

Die äußeren Artischockenblätter entfernen. Mit Zitronensaft beträufelt in Salzwasser legen und das gelöste Mehl dazugeben. 20 Min. kochen. Das Wasser abgießen und die harten Artischockenblätter entfernen. Anschließend in Scheiben schneiden. Auf einem Teller den Salat anrichten und die Artischockenscheiben darauf legen. Die Crème fraîche mit dem Essig und den Kräutern vermischen und über die Artischocken gießen. Mit den Mandeln garnieren.

§

Zubereitung

(Pro Portion) Energie Eiweiß Fett Kohlenhydrate Ballaststoffe

325 kcal 9g 26 g 14 g 14 g

Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B6 Vitamin C Magnesium Calcium Folsäure Cholesterin

0,2 0,3 0,2 17 80 170 43 45

mg mg mg mg mg mg µg mg

FOTOS: DPNY

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Leserbriefe

„Bei der MEDICOM fühle ich mich einfach in guten Händen. Danke dafür!“

Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen? Oder interessante Tipps zum Thema „Gesund werden – gesund bleiben“ an andere Leser weitergeben? Dann schreiben Sie uns! Unsere Anschrift lautet: MEDICOM-Redaktion, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. auch der Gewinn hat mich zum Mitmachen angeregt. Meine Frage ist nun: Wenn ich nicht zu den Gewinnern zählen sollte, wo kann ich das Buch „Gesundheit durch Vitalstoffe“ bestellen? Im Übrigen finde ich das Kundenmagazin MEDICOM sehr informativ. Ich freue mich über jede neue Ausgabe. Weiter so! Ihr Dietrich Hahnemann Sehr geehrter Herr Hahnemann,

Gehirn-Jogging MEDICOM 29 Die Gedächtnistricks im Artikel „GehirnJogging“ sind sehr hilfreich! Ich kann mir Zahlen und Namen jetzt viel besser merken. Das von Ihnen vorgestellte Buch kann ich auch allen anderen Lesern sehr empfehlen, die ihr Gedächtnis auf Trab halten möchten. Ebenso empfehlenswert ist das Buch „Der Weg zum Superhirn“, das auch viele praktische Tipps enthält. Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Buch-Emfehlungen in Ihrem Kundenmagazin abdrucken. Herzliche Grüße Lore Vogel, Glücksburg Liebe Frau Vogel, gerne geben wir hier Ihre Tipps weiter. Beide Bücher sind vom GU-Verlag und können bequem über unseren Online-Buch-Shop bestellt werden.

Online-Umfrage

vielen Dank an Sie und an alle anderen Teilnehmer der Online-Umfrage, die uns mit ihrer Meinung unterstützen möchten, unseren Online-Auftritt noch besser zu gestalten. Sollten Sie nicht zu den Gewinnern des Buchpreises zählen und trotzdem daran interessiert sein, können Sie das Buch direkt bei IB Logistics bestellen. Die Kontaktdaten finden Sie in der Anzeige in dieser Ausgabe auf der Seite 7. Wir werden den Ratgeber zudem bald in unseren Online-Buch-Shop aufnehmen.Wir freuen uns, dass Ihnen die MEDICOM so gut gefällt! Liebe Leser Viele Kunden haben uns aufgrund der Online-Umfrage kontaktiert, um nicht nur ihre Meinung zum Webauftritt, sondern auch zu MEDICOM Pharma allgemein oder zu unserem Kundenmagazin zu bekunden. In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen deshalb gern einige Auszüge der Kommentare vorstellen:

„Die Medicom Pharma AG ist – das möchte ich hier an dieser Stelle einmal sagen, auch wenn meine Meinung zur Homepage gefragt ist – ein seriöses und verlässliches Unternehmen. Die Lieferungen erfolgen pünktlich und der weitere Service ist hervorragend! Vielen Dank sagt eine langjährige Kundin.“ „Ich erhalte Ihr MEDICOM-Heft nach Hause und bin immer ganz gespannt auf Ihre Artikel, die ich mit großem Interesse lese. Ich kann (und habe dies auch immer wieder getan) Ihre Firma nur loben!“ „Solch hochwertige Produkte findet man nur bei MEDICOM. Ich bin schon lange Kunde bei Ihnen und freue mich immer über neue Produkte in Ihrem Sortiment.“ „Selten habe ich ein so schön aufbereitetes Heft wie die MEDICOM nach Hause bekommen. Die Farb- und Bildwahl ist immer sehr freundlich und ansprechend. Vielleicht könnte man den Stil für den Webauftritt übernehmen.“ Wir danken allen sehr für die lobenden Worte! Fehlerteufel Der Fehlerteufel hat leider wieder zugeschlagen. In der MEDICOM 29 auf Seite 4 in der Kurzmeldung „Parkinson: Q10 kann Krankheitsverlauf verlangsamen“ wurde die Dosis von 1.200 mg Coenzym Q10 versehentlich in 1.200 µg angegeben. Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, dass es wohl auch schmackhafte MCT-Produkte gibt, die mit essenziellen Vitaminen und Fettsäuren angereichert wurden. Allerdings gilt nach wie vor: Diese Produkte sind keine Schlankheitsmittel, sondern allein für Patienten mit bestimmten gastrointestinalen Erkrankungen gedacht!

Impressum Herausgeber:

„Ich bin mit Ihrer Firma und den Produkten sehr zufrieden. Was mich fasziniert, ist Ihre Liefergeschwindigkeit. Hut ab!“ Verlag, Redaktion, Gestaltung: Druck:

Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. 05041 78-0 Fax 05041 78-1169

www.medicom.de

„Ich bin schon lange Kunde von MEDICOM und immer sehr zufrieden.“

Ich habe vor einigen Wochen auf Ihrer Homepage an der Online-Umfrage teilgenommen. Die Idee fand ich sehr gut. Man merkt bei MEDICOM sofort, dass die Meinungen der Kunden zählen. Aber

„Ein großes Lob an die Redaktion. Die Themen sind stets gut gewählt, sorgfältig recherchiert und interessant aufbereitet. Vielleicht sollte man sie aber für den Webauftritt etwas kürzen.“

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Wir behalten uns vor, Leserbriefe zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen kann keine Haftung übernommen werden.

MEDICOM 30. Ausgabe, Mai 2004

DPNY communications Hofmann-Druck

„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG; sie erscheint fünfmal jährlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.


Lösung:

Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es um etwas, was die Dichter beschreiben, die Sänger besingen, die Maler in Öl bannen und wir alle suchen. Tragen Sie die Buchstaben in den nummerierten Feldern in der richtigen Reihenfolge ein. 1. Preis: ein Reisegutschein im Wert von 1.000 Euro 2. bis 4. Preis: je ein Ratgeber „Praktisches FotoTraining“ aus dem Augus tus Verlag

Lösungen aus dem Dezember-Heft

Und so können Sie gewinnen Haben Sie das richtige Lösungswort? Dann schreiben Sie es auf eine Postkarte, und schicken Sie diese an: MEDICOM-Redaktion, Stichwort: „Preisrätsel“, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. Einsendeschluss ist der 31.07.2004 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. S C H O N

G E W U S S T ?

Pinguine kriegen keine kalten Füße Wie ist es möglich, dass Pinguinen, die stundenlang auf dem Eis stehen, die Füße nicht einfrieren? Und das bei gut 60 Grad unter Null? Wie Enten und Gänse schützen sie sich vor der Kälte mit einem warmen Federkleid, das fast bis zum Boden reicht, die Fußsohlen jedoch werden nicht von Federn bedeckt. Aber: In den federlosen Teilen der Beine fehlen weitestgehend große Muskeln, bei denen Erfrierungen dramatisch wären. Im Wesentlichen bestehen die Füße der Vögel aus Knochen und Sehnen, die von einer dicken, hornigen Haut bedeckt sind. Da die Füße der Pinguine außerdem noch sehr gut durchblutet sind, sind sie gegen

Erfrierungen geschützt. Und wenn es doch mal kalt wird, steht das Federvieh eine Zeit lang auf nur einem Bein und verbirgt den anderen Fuß im Gefieder, um ihn zu wärmen.

FOTO: STONE

Kreuzworträtsel


MEDICOM – immer an Ihrer Seite „Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ – das ist unser Motto. Die MEDICOM steht Ihnen mit sinnvollen Produkten in Ihrem Alltag zur Seite. Wir wollen, dass Sie Ihren Tag mit der Gewissheit erleben, Ihre Gesundheit aktiv zu unterstützen. Mit den Produkten von MEDICOM können Sie Ihre Gesundheit sinnvoll unterstützen. Haben Sie Fragen zum Thema „Gesundheit und Vitalstoffe“? Die Mitarbeiter unserer wissenschaftlichen Abteilung werden Ihnen gern all Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch am Telefon beantworten. Auch unser Kundendienst gibt Ihnen gern Auskunft zu unseren Produkten. Sie erreichen beide unter einer gebührenfreien Telefonnummer. Ihre Zufriedenheit und Ihre Gesundheit stehen bei der Medicom Pharma AG an erster Stelle. Unser Bestreben ist es, Ihrem Vertrauen, das Sie uns als Kunde entgegenbringen, in jeder Form gerecht zu werden – sowohl mit unseren hochwertigen Produkten als auch mit sinnvollen Serviceleistungen. Bei der Herstellung

Im Internet: www.medicom.de

unserer Produkte verwenden wir nur die hochwertigsten Rohstoffe. Die Herstellung erfolgt nach dem strengen GMP-Standard. Wenn Sie ein Produkt der MEDICOM erwerben, dann entscheiden Sie sich für Qualität. Bei der MEDICOM endet die Beziehung zum Kunden nicht mit der bezahlten Rechnung. Mit unseren Serviceleistungen – die weit über das Übliche hinausgehen – wollen wir Ihr Partner in Sachen Gesundheit sein: Sie bekommen als Kunde 5-mal im Jahr das Kundenmagazin MEDICOM. Sie erhalten auf all unsere Produkte eine Geld-zurück-Garantie. Sie erhalten Ihre Produkte innerhalb von 48 Stunden frei Haus gegen Rechnung. Sie können unsere Produkte per Post, per Fax, am Telefon und im Internet anfordern. Und als Sammelbesteller erhalten Sie einen interessanten Preisnachlass. Wir wollen alle Ihre Bedürfnisse in Sachen Gesundheit befriedigen und Ihnen in Ihrem täglichen Leben zur Seite stehen. Wir sind für Sie da. Wir sind Ihr Partner in Sachen Gesundheit.

Kostenlose Ernährungsberatung: 0800 7377730


MEDICOM Magazin – Die Sonne und ihre Schattenseiten