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AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 25. Ausgabe, Mai 2003


Editorial

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre

Emotionale Intelligenz Die Klugheit der Gefühle ir bekommen so viele Informationen und fühlen uns dennoch oder gerade deshalb oft doch so ohnmächtig. Da wird ein Krieg geführt, den keiner will, für die Interessen von wenigen und auf Kosten vieler, die dafür sterben müssen. Und wir sehen zu und gehen vielleicht auch auf die Straße, um zu demonstrieren, doch wirklich verhindern konnten wir den Krieg nicht. Die Bilder der Angriffe, der Gefangenen, der Toten sehen zu müssen, ohne eingreifen zu können, stimmt traurig und hinterlässt vielleicht das Gefühl, „ohnehin nichts ändern zu können“.

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Aber hier müssen wir aufpassen! Weil es möglich ist, dass wir – auch wenn wir bei diesem keinen Erfolg hatten – vielleicht ja den nächsten drohenden Krieg verhindern können. Und was ist mit den kleinen Kriegen, die wir in unserem Alltag führen? Die in uns selbst, die mit dem Partner, dem Kollegen oder mit anderen Menschen? Sicher ist es enttäuschend, zu bemerken, dass wir dabei sind, zu lernen, unsere Konflikte konstruktiv zu lösen, während einige der „Großen“ in der Welt zu Gewalt greifen. Dennoch lohnt es sich, weiter an sich zu arbeiten, denn davon profitieren wir und die ganze Welt. Wie heißt es so schön: Willst du die Welt ändern, dann ändere

FOTO: FOTOCLIP

Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma AG

dich selbst. So wie es bei einem Krieg zwischen Herrschern nur Verlierer gibt, gilt das auch für die „Kleinkriege“ im Alltag. Der Verlierer sind immer wir selbst, denn ein Gewinn auf Kosten der anderen ist ein Verlust für uns - im günstigsten Fall nur der unseres Wohlbefindens. Wie wir uns das Gewinnen leichter machen können, ohne anderen Menschen Schaden zuzufügen, ist deshalb auch das Hauptthema dieser Ausgabe. Und dies ist eine Information, die Sie nutzen können, mit der Sie den Umgang mit sich selbst und den anderen schöner, besser und liebevoller gestalten können. Denn die Lösung von Konflikten ist so einfach, dass wir sie oft vor lauter „Strategie“ vergessen. Sie liegt in der Vereinigung von Gefühl und Verstand. David Goleman nennt diese Fähigkeit emotionale Intelligenz. Der Autor des Bestsellers mit diesem Titel beschreibt sie so: „Emotionale Intelligenz: Das ist die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.“ Emotionale Intelligenz bedeutet daher keineswegs, „nur aus dem Bauch heraus“ zu handeln. Denn wenn ein Mensch von seinen Gefühlen beherrscht wird, kann es sein, dass er rationellen Argumenten kaum zugänglich ist. Auch Hass, Habgier, Neid und Eifersucht kommen manchmal nämlich „einfach aus dem Bauch heraus“. Ebenso wenig liegt die Lösung darin, alles mit „kühlem Kopf“ zu regeln, denn erst wenn Kopf und

Bauch zusammenarbeiten, kann sich der Mensch so verhalten, wie er es aus freiem Willen möchte. Um seine Bedürfnisse zu befriedigen, muss der Mensch seinen Verstand einsetzen. Und ebenso müssen die Gedanken von Gefühlen begleitet sein, um zu angemessenen Entscheidungen zu verhelfen. Wir beschäftigen uns mit diesem so überaus aktuellen und wichtigen Thema ausführlich und zeigen, dass emotionale Intelligenz in jeder und für jede Lebenssituation zu lernen ist. Ein weiteres wichtiges und strittiges Thema ist, was bei uns in der Bundesrepublik mit dem Gesundheitswesen passiert. Immer öfter wird der Zusammenbruch unseres Gesundheitswesen vorausgesagt. Handelt es sich bei diesen Aussagen nur um Stimmungsmache von Politikern oder der Presse? Oder stimmen die Prognosen? Womit ist wirklich zu rechnen? In dem Beitrag „Reform des Gesundheitssystems“ erfahren Sie, was wirklich auf uns zukommt. Natürlich haben wir für Sie noch viele weitere Themen rund um das Gesundbleiben vorbereitet, hoffentlich für Sie erbaulich und interessant. Sollten Sie Fragen zu Ihrer Ernährung oder Ihrer Vitalstoffversorgung haben, befragen Sie die Mitarbeiter unserer wissenschaftlichen Abteilung. Sie erreichen sie unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 73 77 730.


Titelthema: Emotionale Intelligenz

Inhalt Ab Seite

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Gesundheit & Recht:

Die Klugheit der Gefühle Emotionale Intelligenz ist ein Begriff, der

den, denn Intelligenz schien ganz

erst in den 90er Jahren auftauchte. Seine

eindeutig die Fähigkeit zu präzisem

Bedeutung erschließt sich nicht spontan,

und logischem Denken zu umschreiben.

denn zunächst einmal

Emotionen andererseits hatten mit

erscheint diese Ver-

Verstand und Vernunft offenbar nichts

knüpfung von Emotion

zu tun – jedenfalls nichts, was sich

und Intelligenz be-

positiv auswirken könnte. Ein wirklich

fremdlich. Noch vor

erfolgreicher, ausgeglichener und im

kurzem hätte man den

Umgang mit anderen beliebter Mensch

Begriff emotionale

bedient sich jedoch seines Verstandes

Intelligenz als Wider-

und handelt zugleich im Einklang mit

spruch in sich verstan-

seinen Gefühlen.

Reform des Gesundheitssystems

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Umstritten und doch dringend notwendig: die Gesundheitsreform. Was wirklich passieren soll und was es für den Patienten bedeutet.

Kurzmeldungen Vegetarier leben länger Sauerkraut kann Krebs hemmen Lorenzos Öl ist ein wirksames Medikament Soja: die tolle Bohne

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Gesundheit & Recht Reform des Gesundheitssystems 12

Bewegung & Fitness: Rudern Optimal für Geist und Körper. Über Wasser gleitend fit bleiben. Rudern Sie Ihren Sorgen davon.

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Neues aus der Forschung: Keine Angst

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vor der Narkose Erst die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels Narkose zu betäuben, ermöglicht es, operative Eingriffe völlig schmerzfrei durchzuführen. Angst ist dabei unbegründet.

Essen & Trinken: Die Welt des Tees „Abwarten und Tee trinken“ kann ausgesprochen abwechslungsreich sein. Lesen Sie über zahlreiche Varianten, wohlschmeckend „die Seele baumeln zu lassen“.

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Bewegung & Fitness Rudern: über das Wasser gleiten

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Neues aus der Forschung Keine Angst vor der Narkose

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Vitalstoff-Lexikon Vitamin E Coenzym Q10

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MEDICOM informiert Aktuell: SARS Acrylamid Red-Rice-Produkte

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Titelthema Emotionale Intelligenz Die Klugheit der Gefühle

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Körper & Seele Singen verleiht der Seele Stimme

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Essen & Trinken Die Welt des Tees Tee ist Wohlbefinden

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Rubriken Editorial Impressum Leserbriefe Rätselseite

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Männerschweiß macht Frauen froh ännlicher Achselschweiß ist besser als sein Ruf. Er wirkt auf die Damenwelt nicht abweisend, wie viele glauben, sondern, ganz im Gegenteil, anziehend. Der Dermatologe George Preti von der Universität von Pennsylvania im US-Staat Philadelphia bezeichnet Männerschweiß sogar als potentes Aphrodisiakum. Denn Schweiß enthält Pheromone, biologische Lockstoffe, die die Laune von Frauen verbessern und beruhigend auf sie einwirken. Zudem haben sie einen Einfluss auf die Länge und die zeitliche Abstimmung des weiblichen Menstruationszyklus. Preti hatte Achselschweiß von jungen Männern zu einem Extrakt verarbeitet und 18 Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren auf die Oberlippe getupft. Den untersuchten Frauen wurde mitgeteilt, es handle sich um Experimente zu Alkohol, Parfum oder Bohnerwachs. Das Ergebnis: Teilnehmerinnen mit Extrakt fühlten sich in männlicher Gesellschaft deutlich wohler als die ohne Extrakt. Bluttests zeigten außerdem veränderte Gehalte des luteinisierenden Hormons. Dieses Hormon wird in der Mitte des Monatszyklus der Frau stoßweise freigesetzt. Eine Verkürzung der Impulse kündigt den bevorstehenden Eisprung an. Die Experimente ergaben, dass der Extrakt aus Achselschweiß die Dauer bis zum nächsten Hormonausstoß von 59 auf 47 Minuten verkürzt. Ob dies ausreicht, um den Zeitpunkt des Eisprungs vorzuverlegen, ist noch unklar. Die Forscher wollen demnächst untersuchen, ob es auch weibliche Pheromone gibt, die den männlichen Stoffwechsel beeinflussen.

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Erwiesenermaßen gesünder: auf Fleisch ganz zu verzichten oder es nur sehr selten zu sich zu nehmen.

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Vegetarier leben länger Vegetarier leben nicht länger, sie sterben nur gesünder, weiß ein Witz. Ein schlechter. Denn Vegetarier leben tatsächlich länger. Nach einer neuen Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums haben Vegetarier ein drastisch verringertes Sterblichkeitsrisiko.

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n der Altersgruppe der Studienteilnehmer stehen von 100 zu erwartenden Todesfällen nur 59 tatsächliche bei den Vegetariern gegenüber. Betrachtet man nur die männlichen Studienteilnehmer, ist der positive Effekt noch drastischer. Hier sind es 52 tatsächliche Todesfälle im Verhältnis zu 100 bei den „Normal-Essern“. Allerdings kann das verringerte Sterberisiko nicht mit dem völligen Verzicht auf Fleisch und Fisch erklärt werden. Warum? Seit 21 Jahren beobachten Wissenschaftler im Auftrag des Deutschen Krebsforschungszentrums 1.900 Vegetarier. Sie unterteilten die untersuchte Gruppe dabei in drei Untergruppen. 60 Teilnehmer, die kleinste Gruppe, essen weder Fleisch noch andere tierische Lebensmittel: die so genannten Veganer. Zwei Drittel der Studienteilnehmer meiden zwar Fisch und Fleisch, essen aber Eier und Milchprodukte: die Ovo-Lakto-Vegetarier. Rund ein Drittel der Teilnehmer schließlich bilden die Gruppe der moderaten Vegetarier,

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Erfreut die Damenwelt: Die Pheromone im männlichen Schweiß wirken anziehend und beruhigend auf Frauen.

die gelegentlich auch kleine Mengen an Fleisch und Fisch verzehren. Im Vergleich hat sich diese Gruppe offenbar für die gesündeste Ernährungsweise entschieden. Die seit 1978 unter der Leitung der Privatdozentin Dr. Jenny Chang-Claude laufende Studie erfasst außer der Lebensweise auch andere Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder körperliche Aktivität. Rauchen erhöht das Sterblichkeitsrisiko im Durchschnitt um 70 Prozent. Körperliche Aktivität dagegen verringert das Sterberisiko um rund ein Drittel. Das Krebsforschungsinstitut erfasst im Rahmen dieser Studie im Abstand von mehreren Jahren die Todesursachen und die Anzahl der Sterbefälle bei den Studienteilnehmern. Diese Daten werden mit den für die Allgemeinbevölkerung im entsprechenden Alter errechneten Werten verglichen. Die Ergebnisse nach 21 Jahren Beobachtungszeit wurden auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im März 2003 vorgestellt.


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Vorbeugung von Herzerkrankungen

Süßstoff Aspartam weiterhin gesundheitlich unbedenklich

Je eher, desto besser Wer gesund bleiben will, sollte sich früh eine entsprechende Lebensweise zu eigen machen. Das gilt besonders für Frauen und in Bezug auf Herzerkrankungen, die keineswegs eine „Männer-Domäne“ sind. derem Bluthochdruck, Übergewicht und erhöhte Cholesterinwerte. Mit dem Überschreiten einer bestimmten Altersgrenze stieg das Risiko für erhöhte Cholesterinwerte deutlich an. Deshalb sollten Frauen ihrer Gesundheit schon vor Beginn der Wechseljahre mehr Beachtung schenken. Konkret heißt das: fett- und cholesterinarme Ernährung, mehr Sport und nicht rauchen. Zudem kann mit Vitalstoffen viel für die Herzgesundheit getan werden. OPC, Coenzym Q10, grüner Tee, Lycopin sowie die Vitamine B1, B6 und B12, Folsäure, Knoblauch, Magnesium, Omega3-Fettsäuren, Vitamin C und Vitamin E sind effektive Radikalfänger und schützen das Herz. Besonders Phyto-Östrogene, wie solche in Sojaextrakt, schützen Frauen ab 40 zudem vor Wechseljahresbeschwerden.

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ediziner haben Frauen auf der Jahrestagung der Amerikanischen Herzgesellschaft empfohlen, früh an ihre Herzgesundheit zu denken. Frauen, die ihrer Gesundheit zuliebe ihre Lebensgewohnheiten ändern wollen, sollten dies bereits vor den Wechseljahren tun. Mit Beginn der Wechseljahre erhöht sich nämlich – in Abhängigkeit von der Lebensweise – das Risiko für Herzerkrankungen deutlich, so die Mediziner. Sie empfehlen Frauen, so früh wie möglich mit einer fett- und cholesterinarmen Ernährung zu beginnen, mehr Sport zu treiben und nicht zu rauchen. Forscher vom Albert-Einstein-College in New York haben in einer Langzeitstudie 1.300 Frauen im Alter von 42 bis 52 Jahren auf relevante Risikofaktoren für Herzerkrankungen untersucht. Darunter unter an-

Je früher Sie Ihre Lebensweise zu Gunsten Ihrer Gesundheit umstellen, desto besser. In Bezug auf Herzerkrankungen heißt das konkret: fett- und cholesterinarme Ernährung, mehr Sport und nicht rauchen.

Der Süßstoff Aspartam ist in den meisten zuckerfreien Light-Getränken enthalten.

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er wissenschaftliche Ausschuss für Lebensmittel der EU-Kommission erklärte den Süßstoff Aspartam weiterhin für gesundheitlich unbedenklich. Das Expertengremium legte kürzlich seinen Abschlussbericht zur Überprüfung der wissenschaftlichen Datenlage zu Aspartam vor. Darin heißt es: „Neue Erhebungen zu den Verzehrmengen von Aspartam belegen, dass die festgelegte maximale Tagesdosis, die auch bei lebenslangem Konsum keinerlei gesundheitliche Nebenwirkungen erwarten lässt, bei weitem nicht erreicht wird – auch nicht von Kindern oder IntensivVerwendern wie Diabetikern“. Mit anderen Worten: Man kann gar nicht so viel Aspartam zu sich nehmen, dass es schädlich werden könnte. Berichte über angeblich negative Auswirkungen des Aspartamkonsums waren Anlass für die neuerliche Untersuchung der EU-Kommission. Dafür setzte sich das Expertengremium mit mehr als 100 Studien und Aufsätzen auseinander, die seit Ende der 80er Jahre entstanden sind. Bereits damals hatte sich der Ausschuss uneingeschränkt für die Zulassung des weitverbreiteten Süßstoffs eingesetzt. Studien, die eine gesundheitliche Schädigung durch den Konsum von Aspartam belegen, seien wissenschaftlich und statistisch nicht haltbar. Vielmehr beweise die einzige Studie, die methodisch haltbar sei, dass der Verzehr von Aspartam nicht zu anderen Effekten führe als die Gabe von Placebo. Vor der EU-Kommission waren schon die amerikanische Lebensmittelbehörde FDA, das britische Gesundheitskommitee COC und die französische Lebensmittelüberwachungsbehörde (AFSSA) zu diesem Ergebnis gekommen.

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Schon lange gilt Sauerkraut wegen seines hohen Vitamingehaltes als besonders gesund. Nun mehren sich die Hinweise, dass die Stoffe, die mit dem Vergärungsprozess des Kohls in Zusammenhang stehen, weitere gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Sie können möglicherweise der Entstehung von Krebs entgegenwirken.

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Sauerkraut kann Krebs hemmen

Sauerkraut – ein traditionelles Nahrungsmittel, das sehr gesund ist. Beim Gärungsprozess des Kohls entstehen gesunde, biologisch wirksame Stoffe.

issenschaftler der Forschungseinrichtung MTT Agrifood Research Finnland in Jokioinen untersuchten Sauerkraut auf seinen Gehalt an biologisch wirksamen Stoffen. Sie entdeckten, dass bei der Fermentierung des Kohls bestimmte Substanzen in größerer Menge entstehen – so genannte Isothiocyanate. Diese schwefelhaltigen Stoffe hatten bereits in der Vergangenheit in Versuchen mit Tieren eine krebshemmende Wirkung bei Brust-, Dickdarm-, Lungen- und Lebertumoren gezeigt.

„Nun suchen wir nach Wegen, den Fermentationsprozess zu optimieren und den gesundheitsfördernden Effekt weiter zu steigern“, kommentiert eine Forscherin das Ergebnis. Bereits in der Vergangenheit gab es Hinweise, dass Sauerkraut vor Krebs schützen könne. Epidemilogische Untersuchungen haben gezeigt, dass in die Vereinigten Staaten ausgewanderten Polinnen häufiger an Brustkrebs erkranken als die in der heimat lebenden Frauen. Forscher hatten dies bereits auf den höheren Konsum

von Kohl in Polen zurückgeführt. Abgesehen von seinem hohen Vitamingehalt und den Isothiocyanate gilt nach Angaben der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr in Heidelberg Sauerkraut noch aus anderen Gründen als sehr gesund. Es hat einen sehr hohen Anteil an rechtsdrehender Milchsäure, die sich positiv auf die Darmflora auswirkt. Zusätzliche Unterstützung für die Darmflora bieten Milchsäurebakterien, so genannte probiotische Kulturen, wie sie zum Beispiel auch im Jogurt vorkommen.

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Körperzellen gelangt, war bislang noch nicht bekannt. Jetzt haben Wissenschaftler ein Protein identifiziert, das den Transport des Selens im Blut von der Leber in die anderen Organe, bewerkstelligt. Nur mit Hilfe des so genannten Selenoproteins P kann eine ausreichende Menge Selen die anderen Körperzellen erreichen. Wissenschaftler des Universitäts-Klinikums Charité der Humboldt-Universität Berlin fanden in Laborversuchen heraus, dass sich in Abwesenheit des Selenoproteins P das Selen aus der Nahrung lediglich in der Leber anreichert und andere Organe, wie Nieren, Hoden oder das Gehirn, nicht erreicht. In diesen Organen kam es dagegen

zu starkem Selen-Mangel und zu einer verminderten Bildung selenhaltiger Schutzenzyme (z. B. Glutathion-Peroxidase). Somit könnte eine niedrige Konzentration des Selenoproteins P in Zukunft auch als Tumormarker dienen, der auf ein erhöhtes Krebsrisiko hindeutet, vermuten die Forscher. In der Fachzeitschrift „Biochemical Journal“ bestätigten sie, dass der Körper bei Selenmangel nicht in der Lage sei, sich ausreichend gegen Freie Radikale zu schützen, so dass Zellen und Proteine und sogar das Erbgut der Zellen geschädigt werden können. Jetzt wollen die Wissenschaftler eine Strategie entwickeln, mit der ein Mangel an bestimmten Selenproteinen behoben werden kann.

Neu entdeckt

Ein Selen transportierendes Protein

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elenmangel kann das Krebsrisiko erhöhen. Das ist bekannt. Denn Selen wirkt als potenter Radikal-Fänger und schützt die Erbsubstanz in den Körperzellen vor schädlichen freien Sauerstoffradikalen. Wie das Spurenelement jedoch aus der Nahrung in die

Wie das Selen aus der Nahrung in die Organe gelangt, die das Spurenelement benötigen, haben Forscher jetzt herausgefunden.

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Deutschland ist Selenmangelgebiet. Die wichtigsten Selenlieferanten sind Fisch, rohes Fleisch und Eier. Strenge Vegetarier sind daher besonders von der Unterversorgung betroffen.


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Spaß am Job durch sinnvolle Tätigkeiten

Kein ominöses Wundermittel, sondern ein wirksames Medikament: Lorenzos Öl.

as ist Ihnen in Ihrem Job wichtig? Sinnvolle Tätigkeiten und gute Gespräche – das ist für die meisten Menschen das, was einen guten Job ausmacht.

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Studie bestätigt:

Lorenzos Öl ist ein wirksames Medikament Die Wirksamkeit von Lorenzos Öl, das mit dem gleichnamigen Kino-Film bekannt wurde, ist jetzt in Studien bewiesen worden. Lorenzos Öl ist ein Arzneimittel, mit dem sich die seltene Stoffwechselstörung ADL erfolgreich behandeln lässt.

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n dem Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, verhilft die Beharrlichkeit der Eltern des an der seltenen Krankheit Adrenoleukodystrophie, kurz ADL, erkrankten Lorenzo, zur Entwicklung des Öls. Das wirksame Medikament, das aus Erucasäure und anderen Fettsäuren besteht, rettet schließlich das Leben des kleinen Jungen. ADL ist eine Stoffwechselstörung, die auf einem Gendefekt beruht und nur bei Jungen und Männern vorkommt. Augrund des Gendefekts können langkettige Fettsäuren im Körper der Betroffenen nicht abgebaut werden. Die Ansammlung dieser Fettsäuren führt schließlich zu der Zerstörung des Myelin, einer Isolierschicht, die die Nerven umhüllt. In der

Folge kommt es zu epileptischen Anfällen, Lähmungserscheinungen, Hörund Sehfehlern und Demenz. Lorenzos Öl senkt die Blutfettwerte und wirkt damit positiv auf den Heilungsverlauf der Krankheit ein. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt in einer Studie an 105 Jungen mit der noch nicht ausgebrochenen Erkrankung nachgewiesen: Die Kinder, die regelmäßig Lorenzos Öl einnahmen, hatten im Vergleich zu denen, die dies nur unregelmäßig taten, ein um zwei Drittel vermindertes Risiko, ADL-Symptome zu entwickeln. Damit ist bewiesen, dass Lorenzos Öl kein ominöses Wundermittel, sondern tatsächlich ein wirksames Medikament ist.

Das Münchener Institut für Rationelle Psychologie befragte 2.613 Frauen und 2.568 Männer im Alter von 16 bis 69 Jahren. „Ich muss das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun“, meinen 92 Prozent der Befragten. Das Betriebsklima muss stimmen, darauf legen 84 Prozent der Männer und sogar 92 Prozent der Frauen Wert. Lob und Anerkennung durch den Chef möchten 86 Prozent der Befragten. Der ideale Chef aus Sicht der Mitarbeiter ist verständnisvoll (83 Prozent) und kompetent (72 Prozent). Sechs von zehn Arbeitnehmern (59 Prozent) wünschen sich klare Hierarchien, und 43 Prozent erwarten führungsstarke Vorgesetzte. 37 Prozent der Befragten lehnen feste und starre Hierarchien ab. 46 Prozent der Arbeitnehmer wünschen sich mehr Eigenverantwortung; bei den jungen Leuten zwischen 16 und 24 fordern mehr als jeder Zweite diese Freiräume (52 Prozent). Die repräsentative Umfrage wurde vom Magazin Young Nurse in Auftrag gegeben, das die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege herausgibt.

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Wer sich gefordert fühlt, seine Tätigkeit für sinnvoll hält und sich gut mit Kollegen und Vorgesetzten austauschen kann, ist leistungsfähiger im Beruf.

MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003

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Wer meint, er käme auf Dauer auch mit weniger als sechs Stunden Schlaf hervorragend zurecht, der irrt. Durch die Übermüdung bemerkt ein „Dauer-Wenig-Schläfer“ die Fehler, die er macht, gar nicht mehr.

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er permanente Schlafentzug kann zu einer „Schlafschuld“ führen, durch die die gesamte geistige Leistung herabgesetzt wird. Eine Studie der University of Pennsylvania School of Medicine kam zu dem Ergebnis: „Wer weniger als sechs Stunden schläft, hat eine

schlechtere geistige Leistung, selbst wenn die Betroffenen glauben, es gewohnt zu sein.“ Und: Leiden Menschen an einem chronischen Schlafmangel, ist ihnen dies nicht bewusst. Selbst wenn ihre Leistungsfähigkeit bei psychologischen Standardtests am Tiefpunkt ist, erklären sie, „nur ein bisschen schläfrig zu sein“.

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Schlaflos? Schlechtere Geistesleistungen! Junge und ältere Menschen brauchen gleich viel Schlaf. Normalerweise machen jedoch eher ältere Menschen tagsüber ein Nickerchen.

Schlaf in Zahlen Die Deutschen schlafen im Durchschnitt siebeneinhalb Stunden. Bei den Frauen ist es mehr als jede Zweite (52 %) bei den Männern sind es 39 Prozent, die sich mindestens acht und mehr Stunden Schlaf wünschen. Warum Frauen mehr Schlaf benötigen, ist noch nicht vollständig geklärt. Schlafmediziner Peter Geisler vom Schlafmedizinschen Zentrum der Universität Regensburg: „Wir wissen, dass die Gene eine Rolle spielen. Die Ursache für das erhöhte Schlafbedürfnis von Frauen können biologische Faktoren sein, wie die Möglichkeit der Fortpflanzung. Hormonelle Einflüsse sind auch nicht auszuschließen.“ Das Schlafbedürfnis wird auch vom Alter und den Lebensumständen bestimmt. Das geringste Schlafbedürfnis haben die 45 bis 59-Jährigen und das größte die 16-bis 29-Jährigen. Von ihnen gaben 52 Prozent an, mehr als acht Stunden Schlaf zu brauchen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des AllenbachInstituts. Falsch ist die generelle Aussage, dass ältere Menschen weniger Schlaf brauchen. Schlafmediziner Geisler: „Es vermindert sich zwar die Dauer des Nachtschlafes, die Gesamtdauer aber nicht. Ältere Menschen schlafen dann eben häufiger auch mal tagsüber“.

Siebeneinhalb Stunden schlafen die Deutschen durchschnittlich. Viele Frauen blieben lieber länger im Bett.

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Eine gesunde Lebensweise dagegen kann die Leistung des Gehirns spürbar erhöhen. Das ist das Ergebnis anderer Studien. Schon eine Stunde zusätzlichen Schlafs steigert die Aufmerksamkeit und die Konzentration um bis zu 25 Prozent. Das berichtet der Bonner Beratungsdienst „simplify your life“ unter Bezugnahme auf mehrere Studien aus den USA und aus Finnland. Regelmäßige Bewegung erhöht ebenfalls die Fähigkeiten des Gehirns. Wer dreimal wöchentlich eine halbe Stunde Sport treibt, fördert die Produktion neuer Gehirnzellen bis ins hohe Alter. Auch gesunde Ernährung ist gut für die grauen Zellen. Kaltwasserfische wie Lachs, Hering und Thunfisch wirken genauso anregend auf das Gehirn wie Olivenöl, Avocados und Nahrungsmittel, die Vitamin E enthalten. Die Wirkung von Vitamin E können Sie sich natürlich auch mit der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln zugute kommen lassen. Vermeiden Sie jedoch besonders fetthaltige Speisen (Fleischund Wurstwaren, fettreiche Milchprodukte und Käse), da ein hoher Blutdruck und ein hoher Cholesterinspiegel die geistige Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen. Auch wichtig: regelmäßiges Gehirntraining. Denn jeder neue Lernvorgang führt zur Entstehung neuer Nervenverbindungen im Gehirn.

AUS DER NATUR

MEDICOM-TIPP

Soja –

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die tolle Bohne Das wirklich Erstaunliche an diesem Nahrungsmittel ist, dass viele Menschen in unserer Kultur so gut wie gar keinen Gebrauch davon machen. Alternative zur Kuhmilch ist, zumal für ür Chinesen und Japaner gehören Menschen, die keine Laktose vertragen. Sojaprodukte seit Jahrhunderten Besonders lecker ist Soja jedoch zu den Grundnahrungsmitteln und in Form von Tofu, den es buchstäblich sie profitieren in beeindruckender in jeder erdenklichen Form und Weise von der gesunderhaltenden Geschmacksrichtung gibt. Für viele Wirkung der Bohnenprodukte: Sie eine überraschende Erfahrung: Tofuhaben eine höhere Lebenserwartung würstchen oder Tound leiden seltener fuburger schmecken unter Krebs- und tatsächlich so, als Herzerkrankungen wären sie aus als Menschen in Fleisch. Tofu kann der westlichen Welt. auch als Pastete Untersuchungen haoder als Käse verben zudem bestätigt: wendet werden. DaDass Japanerinnen bei gilt: Produkte keine Wechseljahresaus Soja sind kalobeschwerden kenrienärmer, enthalten nen, liegt an ihrem weniger Fett, sind hohen Soja-Konsum. cholesterinärmer Was also ist dran und bilden eine gute an der Hülsenfrucht? Quelle für MineralVor allem ist etwas stoffe wie Calzium, drin. So genannte Magnesium, PhosPhyto-Östrogene, phor sowie die BPflanzennährstoffe, Vitamine Thiamin, die im menschlichen Riboflavin und NiaKörper ähnlich wircin. In den USA ken wie körpereigene Östrogene, aber sanf- Vielseitig, kalorienarm, cholesterinfrei. Chinesen dürfen Produkte, die und Japaner sind dank Soja gesünder. Soja enthalten, als ter als diese, und die gesundheitsfördernd zudem regulierend gekennzeichnet werden. Da Sojaproden Hormonhaushalt beeinflussen. Isodukte laut amtlicher Mitteilung der flavonoide sind die wirkungsstärksten BZgA (Bundeszentrale für gesundheitunter ihnen. Wer nun denkt, dass so liche Aufklärung) im Rahmen unserer etwas wohl auf keinen Fall schmecken Ernährungsgewohnheiten selten verkann, der irrt. Zumal der kulinarische zehrt werden, empfiehlt es sich für Variantenreichtum von Soja beeinFrauen in den Wechseljahren, die druckend ist. Am besten bekannt ist schützenden Phyto-Östrogene in Form wohl die Sojasoße. Genießen Sie auch von Nahrungsergänzungen zusätzlich einmal Sojanüsse, Sojasprossen oder zuzuführen. Sojamilch, die eine hervorragende

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Die Forscher untersuchten gesunde Probanden, zwischen 21 und 38 Jahren alt, die 14 Tage lang entweder vier oder mehr als sechs Stunden schliefen. Die Ergebnisse verglichen sie mit Testresultaten von Personen, die mehr als drei Nächte nicht schliefen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich vier Stunden Schlaf pro Nacht gleich negativ auf die geistige Leistung auswirken wie drei Nächte ohne Schlaf in Folge. Das kann bedeuten, dass das Reaktionsvermögen auf ein Niveau absinkt, das Autofahren oder das Steuern eines Flugzeugs zu einem risikoreichen Unterfangen macht. Gleichzeitig mehrere Aufgaben zu erledigen, fällt ebenfalls zunehmend schwerer. Die Studienergebnisse, die im Fachmagazin Sleep veröffentlicht wurden, geben wissenschaftlichen Einblick in die täglichen Herausforderungen, mit denen etwa Schichtarbeiter, Chirurgen, Eltern mit kleinen Kindern, die routinemäßig weniger als sechs Stunden schlafen, zu kämpfen haben.

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Hände weg von kleinen, sprich: zu jungen Fischen. Werden sie zu früh gefangen, ist ihr Bestand gefährdet.

Leere Netze. Die Meere sind überfischt. Durch intensive Fischerei mit immer größeren und immer feineren Netzen wurden die Fischbestände ausgebeutet. Doch es gibt noch Fischsorten, die man ohne Bedenken essen kann.

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Greenpeace:

Nur wenige Fischarten gehören noch auf den Teller Fisch ist gesund. Der Beweis: bei den Bewohnern des Polarkreises treten die typischen „Zivilisationskrankheiten“ sehr viel seltener auf als in unseren Breiten. egen des hohen Fischverzehrs leben die Menschen dort sehr viel gesünder, denn Fisch ist besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, die für viele Stoffwechselvorgänge von großer Bedeutung sind. Das ist die gute Nachricht. Dafür, dass die schlechte nicht unter den

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Teppich gekehrt wird, sorgt Greenpeace: Durch Gifte und Überfischungen sind viele Fischarten vom Aussterben bedroht. Sie gehören nicht mehr auf den Teller. Lediglich Hering und Makrele sowie Karpfen, Lachs und Forelle aus Bio-Zucht können derzeit noch mit gutem Gewissen genossen werden, so die Umweltschützer. Auch Seelachs und Nordseegarnelen könnten noch zum Verzehr empfohlen werden. Fisch wird weltweit knapp. 70 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Bestände gelten als

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komplett ausgebeutet, überfischt oder erschöpft. Klassische Fischereizonen wie die Grand Banks vor Neufundland sind bereits leer gefischt. Einige Speisefischarten wie der Aal sind sogar vom Aussterben bedroht. Besonders gefährdet: der Kabeljau aus der Nordsee. Sein Bestand ist um 85 Prozent zurückgegangen. Ebenfalls überfischt sind die Bestände des „Fischstäbchen-Lieferanten“ Alaska-Seelachs, sowie die von Thunfisch und Scholle. Grundsätzlich sollten Sie keine ganz jungen Fische kaufen. Sie wurden gefangen, bevor sie sich fortpflanzen konnten. Damit wird ihr Bestand gefährdet. Heilbutt und Thunfisch sind zudem über die Grenzwerte hinaus mit Umweltgiften belastet. In dem Einkaufsführer „Fish & Facts“ rät Greenpeace den Verbrauchern, diese Fischsorten deshalb nur selten zu verzehren. Greenpeace rät weiterhin, grundsätzlich eher zu mageren als zu fetthaltigen Speisefischen zu greifen, da letztere in der Regel stärker mit Schadstoffen belastet sind. Um in den Genuss von Omega-3-Fettsäuren zu kommen, vom Aussterben bedrohte Tierarten nicht zusätzlich zu gefährden und um die Aufnahme von Umweltgiften zu vermeiden, empfiehlt es sich, diese wichtigen Fette zusätzlich zur ausgewogenen Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln zu sich zu nehmen. Omega-3-Fettsäuren in Nahrungsergänzungsmitteln werden zwar auch aus Fischöl hergestellt, die dafür verwendeten Fische gehören aber nicht zu den vom Aussterben bedrohten, und nicht zu den mit Giften belasteten Fischarten. Außerdem ist dieses Fischöl garantiert frei von Pestiziden und Schwermetalle.


GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT •

Fieber gilt als Entschuldigung für Fristüberschreitung

• GERICHTSURTEILE IN SA-

Modelle von gesetzlichen Pflegekassen

Gesetzlichen Pflegekassen (hier: einer BKK) ist es nicht erlaubt, ihren Versicherten Modellvorhaben anzubieten, an denen sie teilnehmen müssen. In einem aktuellen Fall sollte sich ein pflegebedürftiger Versicherter ausschließlich durch einen kasseneigenen Pflegedienst betreuen lassen. Wegen der Einschränkung der Wahlfreiheit der Versicherten lehnte das Bundessozialgericht diese Art des Angebots ab. (Bundessozialgericht, Az.: B 3 A 1/02 R)

 Finanzielle Hilfe für

Ablehnung einer Einweisung

Arzt muss über Risiken aufklären Die Weigerung eines Patienten, sich in ein Krankenhaus einweisen zu lassen, darf ein Arzt nicht ohne weiteres akzeptieren. Der Patient muss auf die Notwendigkeit der Untersuchung und auf bestehende Risiken hingewiesen werden. Kommt der Arzt seiner Beratungspflicht nicht nach, muss er möglicherweise Schmerzensgeld zahlen.

Entstehen für Analphabeten zusätzliche Kosten, weil sie bei der Medikamenteneinnahme überwacht werden müssen, sind diese von der gesetzlichen Krankenversicherung zu tragen. Dies entschied das SG Münster im Fall einer Analphabetin, die in einem Heim für betreutes Wohnen lebt, da es sich dabei um eine medizinisch notwendige Behandlungspflege handelt.

In einem aktuellen Fall gab das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken der Schmerzensgeldklage statt. Der Patient, der über eine Grippe klagte, lehnte den Rat des Arztes ab, sich in ein Krankenhaus einweisen zu lassen. Nachdem sich sein Zustand verschlechterte, wurde er doch noch in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Diagnose: Hirnhautentzündung. Der Arzt musste Schmerzensgeld in Höhe von 8.000 Euro zahlen, da seine Behandlung nicht dem „medizinischen Standard“ entsprach.

(SG Münster, Az.:S 8 KR 141/01)

(OLG Zweibrücken, Az.: 5 U 25/01)

Analphabeten

In einem Streit um die Zulassungsfrist entschied der Kassenarztsenat beim Bundessozialgericht (BSG) in Kassel, dass es Ausnahmen bei der Einhaltung von Fristen gebe. Das Urteil kam einem Rheinländer zugute, der mit hohem Fieber und unterstützt von einer Bekannten Zulassungsunterlagen zusammenstellte. Wegen eines Zahlendrehers in der Postleitzahl kam der Brief nicht rechtzeitig an. Die obersten Sozialrichter bestätigten, dass der Zahlendreher wegen des hohen Fiebers entschuldbar sei, und gewährten dem Sozialpädagogen eine Ausnahme von der Zulassungsfrist. (Bundessozialgericht, Az. B 6 KA 27 / 02 R)

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Da die Krankheit gravierende negative Auswirkungen auf den ganzen Körper hat, ist laut BSG ausnahmsweise bei starker Adipositas auch der Eingriff an einem gesunden Organ gerechtfertigt. Das Einsetzen eines Silikonbandes zur Verkleinerung des Magens lassen die neuen Leitlinien nur als letztes Mittel zu, wenn andere Methoden wie Ernährungsberatung und Diäten versagt haben.



IN SACHEN GESUNDHEIT

Freiwillige Teilnahme

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen stark übergewichtigen Menschen eine Verkleinerung des Magens bezahlen, wenn andere Behandlungsmethoden versagt haben. Dies verkündete das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel und erkannte somit die Adipositas grundsätzlich als Krankheit an.

(Bundessozialgericht, Az. B 1 KR 1/02 und andere)

§

Versteht der Patient nicht, wie er ein Medikament einnehmen muss, weil er den Beipackzettel nicht lesen kann, muss die Kasse die Kosten für die Erklärungen des Arztes tragen.

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Kassen müssen Verkleinerung des Magens bezahlen

GERICHTSURTEILE

GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT • GERICHTSURTEILE IN SACHEN GESUNDHEIT

MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003

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ILLUSTRAT ION: NILS WASSERM ANN

Es wird umstrukturiert im Gesundheitssystem. Kommissionen erarbeiten derzeit die konkreten Details und Änderungen in der neuen Form des staatlichen Gesundheitssystems.

Reform des Gesundheitssystems In Zukunft mehr Geld für weniger Leistungen?

„Es gibt kaum einen Bereich der Politik, den die Menschen mit so hohen Erwartungen, aber auch mit so großen Sorgen betrachten, wie die Reformen des Gesundheitswesens“, so Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Regierungserklärung am 14. März 2003.

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och gar nicht auf dem Tisch, ist die anstehende Gesundheitsreform schon in aller Munde. Erst Ende April, Anfang Mai soll der Gesetzentwurf vorliegen. Was soll konkret passieren? Und wie wirkt sich das für den Patienten und Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen aus? Wir haben die wichtigsten Fakten hier für Sie zusammengetragen. Die Reform der

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gesetzlichen Krankenversicherung bezeichnete der Bundeskanzler als den wichtigsten und notwendigsten Teil der innenpolitischen Erneuerung. Die Änderungen, die notwendig seien, würden nach dem Grundsatz geschehen „Jede und jeder erhält die notwendigen medizinischen Versorgungen, unabhängig von Alter und Einkommen.“

Wie alle Neuerungen stoßen die geplanten Änderungen natürlich auf Kritik bei den Betroffenen. Patienten beschweren sich über die auf sie zukommenden Kosten, die Ärzte über die Bevormundung, die Kassenärztlichen Vereinigungen fürchten um ihren Einfluss. Andere Interessenverbände haben andere Einwände. Klar ist: Wenn die medizinische Versorgung im Krankheitsfall auf hohem Niveau gewährleistet bleiben soll, dann müssen alle bereit sein, Einschränkungen hinzunehmen: Patient, Arzt, Apotheker, Krankenkasse und viele andere. Einig sind sich alle, dass Reformen notwendig sind, weil das bisherige System in Zukunft nicht mehr finanzierbar sein wird. Doch welche Reformen und wieviel davon? Da scheiden sich die Geister. Manchen ist es ein Zuviel an Reformen, andere sind der Ansicht, dass man von einer Reform als solcher gar nicht reden könne, weil alles im Prinzip gleich bleiben würde. Viele andere brauchbare Vorschläge und Modelle sind nicht berücksichtigt worden. Zu Recht oder zu Unrecht? Wir von der MEDICOM möchten dies nicht beurteilen. Für Sie haben wir uns darauf beschränkt, die möglichen Vor- und Nachteile der wirklich geplanten Änderungen darzustellen.


Änderung des Systems der Abrechnung Das System der Abrechnung über die kassenärztlichen Vereinigungen soll verändert werden. Bisher war es so, dass weder der Arzt wusste, wieviel Geld er für seine Behandlung bekommt, noch der Patient nachvollziehen konnte, was seine Behandlung kostet, noch die Krankenkasse, was sie für einen Patienten an welchen Arzt zu bezahlen hat. Das ist deshalb so, weil die Ärzte bisher über ein Punktesystem abgerechnet werden, bei dem sie selbst nicht wissen, wieviel Geld sie für den einzelnen Punkt bekommen. Die Ärzte wissen, dass diese und jene Leistung mit soundsovielen Punkten verrechnet wird – aber nicht wieviel Geld das für ihre Leistung bedeutet. Warum? Bislang ist es so: Das Geld der Krankenkassen fließt in einen Fond, der von den Kassenärztlichen Vereinigungen verteilt wird. Die jeweilige Menge des zur Verfügung stehenden Geldes von den Krankenkassen und die Anzahl der anfallenden Punkte aller zugelassenen Ärzte bestimmten den Wert eines Punktes. Aufgrund dieses Sytems weiß auch die Krankenkasse nicht, wieviel sie für einen Patienten und an welchen Arzt zu bezahlen hat. Dieses System soll abgeschafft werden. Nur noch Hausärzte, Augenärzte und Gynäkologen sollen in einem anders strukturierten Verbund bleiben. Andere Spezialisten sollen direkte Verträge mit den Kassen eingehen. Vorteil: Bessere Überschaubarkeit und Kostenkontrolle. Nachteil: Direkte Verträge zwischen Arzt und Krankenkasse oder Klinik und Krankenkasse könnten dazu führen, dass der Patient nur noch bestimmte Ärzte und bestimmte Kliniken aufsuchen kann.

Weniger Kassen In Zukunft soll es weniger als die derzeit 350 Krankenkassen geben und in ihnen sollen überschaubarere Strukturen geschaffen werden. Vorteil: weniger Bürokratien und daher geringere Kosten für die Verwaltung insgesamt. Möglicher Nachteil: weniger Wettbewerb, geringere Qualität.

Vorteil: Kosteneinsparung für die Kassen.

Leistungen ausgliedern So genannte versicherungsfremde Leistungen wie etwa das Mutterschaftsgeld oder das Sterbegeld sollen aus dem Leistungskatalog herausgenommen werden.

Nachteil: Kostenerhöhung für den Patienten, der es sich in Zukunft dreimal überlegen wird, bevor er zum Arzt geht. Auch für die Kassen könnte ein Nachteil daraus entstehen, wenn die Menschen wegen nicht behandelter Erkrankungen nach einer gewissen Zeit schwer krank werden – und in der Behandlung teurer werden.

Vorteil: Kosteneinsparungen für die Kassen. Nachteil: zusätzliche Belastung der Steuerzahler.

Elektronischer Patientenausweis

Streichung von Kassenleistungen

Zusätzlich zur heutigen Krankenversichertenkarte soll auf freiwilliger Basis eine Karte angeboten werden, auf der (Karte) persönliche Daten, beispielsweise Informationen über notwendige Medikamente, gespeichert sein werden. Welche Daten auf der Karte gespeichert werden, soll der Patient bestimmen können. Weitere elektronische Speicherformen, wie eine elektronische Patientenakte, das elektronische Rezept, der elektronische Arztbrief und eine weitergehende Arzneimittel-Dokumentation, sollen folgen.

Bestimmte Leistungen, die bislang von den Krankenkassen bezahlt wurden, sollen nicht mehr oder anders finanziert werden. Vorteil: Kosteneinsparungen für die Kassen. Nachteil: Kostenerhöhungen für den Patienten.

Vorteil: Doppeluntersuchungen können vermieden, somit Kosten eingespart werden. Größere Sicherheit für den Patienten. ILLUSTRATION: NILS WASSERMANN

Geplante Änderungen

Eins ist sicher: Sie werden auch weiterhin in guten ärztlichen Händen sein. Manches wird allerdings teurer werden.

Privatisierung des Krankengeldes Das Krankengeld soll von einer ZusatzVersicherung bezahlt werden, die zu diesem Zweck abgeschlossen werden muss. Noch ist nicht klar, ob dies über die gesetzlichen oder über die privaten Krankenkassen geschehen soll. Vorteil: Kosteneinsparungen für die Kassen. Nachteil: Kostenerhöhung für den Beitragszahler, der eine zusätzliche Versicherung bezahlen muss.

„Eintrittsgeld“ für Arztbesuch Für den Besuch eines Arztes soll der Patient eine Praxisgebühr bezahlen und unter Umständen weitere Kosten selbst tragen. Härtefälle sollen davon ausgenommen sein.

Möglicher Nachteil: der „gläserne Patient“. Denn Daten können auch missbraucht werden. Großer Verwaltungsaufwand und dementsprechende Kosten.

Was wird gemacht und was nicht? Wie genau diese Eckpunkte umgesetzt werden sollen, wurde bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt gegeben. Ziel der angekündigten Maßnahmen ist es, die Krankenkassenbeiträge von heute rund 14 Prozent auf unter 13 Prozent zu senken. Ein weiteres Ziel: die Senkung der Lohnnebenkosten. Zahnersatz und Zahnbehandlungen bleiben weiterhin Kassenleistungen. Auch die viel diskutierte private Zusatz-Versicherung für Unfälle und insbesondere Sportunfälle wird nicht umgesetzt werden. Ebenfalls nicht berücksichtigt: der Vorschlag, den Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung zu streichen. Auch die Idee einer „Kopf-Pauschale“ wurde bislang verworfen. Das am Vorbild des Schweizer GesundheitsSystems orientierte Modell sieht vor, dass jeder Bundesbürger, unabhängig von seinem Einkommen, eine „Kopfprämie“ für die Krankenversicherung zahlen würde.

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Optimal für Geist und Körper

Rudern: über das Wasser gleiten .de ter rot bet .glo ww O: w FOT

Sie beginnen mit weichen, ruhigen Schlägen und sehen das Ufer langsam kleiner werden. Sie lauschen dem Schlag des Ruders und sehen die Tropfen von den Ruderblättern fallen. Sie gleiten über das Wasser, das Ihren Schatten reflektiert. Sich treiben lassen – im Boot und in Gedanken.

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ie können allein rudern oder in der Gemeinschaft, es als Wettkampfsport betreiben oder mit dem kleinen Holzboot gemüt-

lich über den See dümpeln. Sie können draußen rudern und die Landschaft genießen – oder auf einem Rudergerät im Fitness-Studio oder zu Hause ausschließlich von seinen körperaufbauenden Effekten profitieren. Rudern ist ein Wettkampf-, Freizeit- und Familiensport. Und in besonderer Weise auch als Sport für Behinderte geeignet. Es gibt jede Menge gute Gründe, sich kräftig in die Riemen zu legen. Die meisten Ruderer glauben, dass dieser Sport alle wesentlichen Eigenschaften und Fähigkeiten schult, die ein modernes Leben erfordert: Kraft, Ruhe,

Gleichgewicht, Koordination, Ausdauer, Teamgeist, Zielgerichtetheit und Konzentration. Gewiss ist: Neben dem Skilanglauf gilt das Rudern als die Sportart mit der intensivsten Wirkung auf den Körper. Es stärkt nicht nur die Atmung und das Herz-Kreislauf-System, sondern auch die Muskeln der Brust, des Rückens, der Arme und der Beine. Was die körperlichen Wirkungen angeht, gilt dies auch für das Rudern an Rudergeräten im Fitness-Studio. Von der Partie ins Blaue im ausgeliehenen Ruderboot profitieren das Herz und der Kreislauf – zudem macht´s gute Laune.

Rudern Sie sich gesund. Rudern als Sport. Als gelenkschonender Ausdauersport bietet das Rudern von der Schulzeit bis ins fortgeschrittene Lebensalter die Möglichkeit, Zivilisationskrankheiten und den Folgen von Bewegungsmangel entgegenzuwirken und sich fit zu halten. Beim Rudern besteht kaum Verletzungsgefahr, denn Wasser ist nachgiebig und bietet, anders als der feste Boden, nur sanften Widerstand. Stöße und Schläge, die Gelenke, Muskeln und Sehnen belasten, gibt es hier nicht. Wie kaum eine andere Sportart beansprucht das Rudern eine Vielzahl von Muskelgruppen. Da die meisten Sportboote Rollsitze haben, kommt die Kraft beim Rudern nicht etwa nur aus den Armen, sondern auch die Beine sowie der gesamte Körper sind in die Ruderbewegungen eingebunden. Da das Rudern die Kraft- und Ausdauerfähigkeit trainiert, steigert es, ohne dass eine andere Sportart zusätzlich betrieben werden müsste, fast alle körperlichen Leistungsfaktoren.

Die Rudertechnik

Ziehen Sie die Ruder im gleichen Rhythmus zurück, indem Sie sie vorschieben. Achten Sie dabei auf einen geraden Rücken.

Folgen Sie Ihren Händen mit dem Körper ,wenn Sie die Ruder vorschieben. Dieser Vorgang nennt sich Vorrollen. Versuchen Sie, die Bewegung so auszuführen, dass keine Beschleunigung oder Geschwindigkeitsschwankung ensteht.

Sobald die Hände vor den Knien sind, hat auch der Oberkörper seine maximale Vorlage erreicht.


… das Herz Hochleistungsruderer und Skilangläufer sind die Sportler mit den kräftigsten Herzen. Das Rudertraining erweitert besonders die Herzarterien, vermehrt die Kapillaren in der Herzmuskulatur und wirkt der Entstehung von Arteriosklerose entgegen. Mit einem regelmäßigen Rudertraining kann so einem Herzinfarkt wirksam vorgebeugt werden. Eine kleine Ruderpartie am Sonntag tut auch dem weniger trainierten Herzen gut.

… die Sauerstoffversorgung Die gleichmäßige Bewegung ohne übermäßige Belastung fördert den Atemrhythmus und mit ihm den Sauerstoffaustausch in den Lungen. Durch die Bewegung auf dem Wasser wird frische Atemluft zugeführt. Das fördert die Sauerstoffaufnahme und das allgemeine Wohlbefinden.

… den Kreislauf Durch die selbst bestimmbare körperliche Betätigung an der frischen Luft auf dem Wasser wird die Ausdauer gefördert. So kann Kreislauferkrankungen vorgebeugt werden.

… die Muskulatur Die Muskelgruppen, die das Skelett stützen, werden beim Rudern sehr ausgeglichen und schonend trainiert.

Wer ein paar lästige Kilos verlieren will, ist mit dem Rudersport ebenfalls gut beraten. Immerhin liegt der Kalorienverbrauch eines 80 Kilo schweren Menschen bei 168 Kalorien pro Viertelstunde. Wer 60 Minuten rudert, verbrennt im Durchschnitt 670 Kalorien. Doch am Anfang nicht übertreiben! Um nachhaltig Kilos zu verbrennen, genügt es, eine halbe Stunde konsequent zu rudern. Möchten Sie Rudern langfristig als Ausdauersport betreiben – was sich aus vielen Gründen empfiehlt –, sollten Sie dreimal die Woche etwa eine halbe Stunde rudern. Zwei Dinge sollte man jedoch auch beim Ausüben des Rudersports beachten: Auf alle Fälle für geeigneten Sonnenschutz (Kappe, T-Shirt, Creme) sorgen. Und: Nicht nur bei kälterem Wetter sollten die Nieren vor Zug geschützt sein!

Sie möchten jetzt unbedingt rudern gehen? Rudervereine gibt es in jeder Stadt am Wasser. Die Telefonnummern und Adressen finden Sie in den gelben Seiten. Für den kleinen Törn über den See können Sie sich vielerorts Boote ausleihen. Auch hier lohnt ein Blick ins Telefonbuch. Bleibt noch die Variante für „Wasserscheue“. Ruderergometer finden Sie in fast jedem größeren Fitness-Studio.

Trockenrudern Natürlich, wer das Fitness-Studio oder die gute Stube durchquert, begegnet nicht gerade dem Wesen des Ruderns. Gleichwohl: Der gesundheitliche Effekt des „Trockenruderns“ ist nicht zu unterschätzen. Da gute Ruderergometer sehr teuer sind, empfiehlt es sich, diese in einem FitnessStudio zu nutzen. Ergometer – Wortbe-

deutung: Geräte zur Messung der Arbeitsleistung von Muskeln – gibt es in unterschiedlichen Formen. Es gibt sie als Fahrrad, Liegefahrrad, Stepper, Laufband, Climber oder Cross-Trainer – und als Rudergerät. Allesamt gelten sie als sichere Trainingsgeräte für Herz und Kreislauf. Ihr Vorteil: geringe Verletzungsgefahr bei runden ergonomischen Bewegungen und gut dosierbaren Belastungen. Vor allem dann, wenn die Geräte pulsgesteuert arbeiten. Ist das der Fall, sinkt die Belastung automatisch ab, wenn der Puls steigt.

Auf Rudergeräten lassen sich zudem folgende Muskelgruppen gezielt trainieren: Hintere Schultern Triceps Rücken Beine Gesäßmuskulatur

Rudergeräte eignen sich sowohl für das Krafttraining als auch zur Stärkung des Herzens.

B U C H - T I P P

„Tipps für Rudern“ von Wolfgang Fritsch, Meyer & Meyer Verlag, 120 Seiten ca. € 9.90

GRAFIKEN: DPNY

Wer sich mit bestimmten Risikofaktoren auseinandersetzen muss, profitiert ganz besonders vom Rudersport. Diese Faktoren sind: Bewegungsmangel, Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen, erhöhter Blutzucker, erhöhter Blutfettspiegel. Zudem wirkt sich Rudern positiv bei Diabetes und Haltungsschwächen aus.

Kalorienkiller Rudern

FOTO: HORIZON FITNESS

Rudern ist gut für …

FOTO: PHOTODISC, DPNY, TAXI

Schließlich werden die Arme bis zum Körper herangezogen, während Hüfte und Oberkörper die Spannung halten.


FOTO: DIGITALVISION

In den Ursprüngen der Narkosemedizin ging es noch recht brutal zu Werke. Hier: die „HolzhammerMethode“.

Der weltweit erste Narkose-Apparat wurde 1911 erfunden. Er ermöglichte es, den Patienten während der Narkose zu beatmen.

Keine Angst vor der Narkose Erst die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels Narkose zu betäuben, ermöglicht es, operative Eingriffe völlig schmerzfrei durchzuführen. Viele Menschen haben Angst vor möglichen Komplikationen bei einer Narkose. Dass diese Angst nicht gerechtfertigt ist, wollen wir Ihnen mit diesem Artikel zeigen. Wir schildern Ihnen die gebräuchlichsten Narkoseverfahren und erläutern die Vorbereitungsmaßnahmen, die Sie selbst vor einer Operation ergreifen können. chon seit dem frühen Mittelalter kennt man die Möglichkeit, Patienten vor einer Operation zu betäuben. Ab dem 9. Jahrhundert benutzten Ärzte zu diesem Zweck den so genannten „Schlafschwamm“. Dieser mit anästhesierenden Pflanzenextrakten wie Opium, Alraune und Schierling getränkte Schwamm wurde dem Patienten während eines Eingriffs unter die Nase gehalten. Im 19. Jahrhundert ermöglichte dann die Entdeckung von Äther und Chloroform

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erstmals eine zuverlässige Vollnarkose und somit eine völlig schmerzfreie Operation. Es war der amerikanische Arzt William Morton, der 1846 in Boston die erste Narkose mit Äther durchführte. Seit 1953 gibt es in Deutschland die Anästhesie als eigene medizinische Fachdisziplin. Die Ausbildung zum „Facharzt für Anästhesie“ erfordert eine vierjährige Tätigkeit in einer Klinik sowie eine abschließende Prüfung zum Nachweis der Qualifikation.

Die erste öffentliche Operation fand 1846 in Boston, USA, unter Äthernarkose statt.

Was ist eine Narkose? Als Narkose bezeichnet man einen Zustand, in dem vorübergehend die Schmerzwahrnehmung ausgeschaltet ist. Bei der Vollnarkose ist man ohne Bewusstsein, in einem schlafähnlichen Zustand. Bei der Lokalanästhesie hingegen bleibt man bei Bewusstsein; es werden nur bestimmte Körperregionen betäubt. Die Kombination von mehreren Betäubungsmitteln (Narkotika) für die Narkose hat sich bewährt, weil so der Körper weniger belastet wird und sich die Narkotika in ihren Wirkungen zum Teil in erwünschter Weise ergänzen. Die ständige Überwachung der Körperfunktionen mit neuen Techniken hat die Narkose für die Patienten sehr sicher gemacht.


Narkosemethoden

Welche Narkosemethode ist sicherer?

Die Möglichkeit, den menschlichen Körper mittels Narkose zu betäuben, ermöglicht es, operative Eingriffe völlig schmerzfrei durchzuführen. Vollnarkose Bei der Vollnarkose wird der Patient in einen Zustand künstlicher Bewusstlosigkeit versetzt. In diesem Zustand sind die Zentren für die Schmerzwahrnehmung im Gehirn gehemmt, das Bewusstsein ist ausgeschaltet. Da auch die Atemmuskulatur betäubt wird und erschlafft, muss die Sauerstoffversorgung durch künstliche Beatmung aufrechterhalten werden. Dafür wird ein Schlauch (Tubus) in die Luftröhre eingeführt. Das Einführen des Tubus geschieht erst unter Narkose, sodass man nichts spürt. Der Tubus wird noch vor dem Erwachen wieder entfernt.

Regionalanästhesie und Spinalanästhesie Seit 1898 wird die sogenannte Spinalanästhesie durchgeführt. Man bleibt bei Bewusstsein, nur die Operationsstelle wird betäubt. Die Spinalanästhesie eignet sich besonders bei Eingriffen an den Beinen, in der Leiste und an Blase und Prostata. Hierbei wird ein Betäubungsmittel mit einer sehr feinen Nadel in den so genannen Spinalkanal injiziert, wodurch das darin befindliche Rückenmark an bestimmten Stellen betäubt wird. Die Injektion (Punktion) selbst ist nicht schmerzhaft, da der entsprechende Hautbereich örtlich betäubt wird. Die Wirkung setzt bereits nach wenigen Minuten ein. Direkte Verletzungen des Rückenmarks sind so gut wie ausgeschlossen, da die Einstichstelle weit unterhalb des Rückenmarks liegt. Der Vorteil: In der ersten Zeit nach der Operation besteht eine weitgehend schmerzfreie Phase, die anhält, solange die Nervenblockade besteht.

exakt dosiert zu verabreichen. Deshalb wird die Periduralanästhesie vor allem bei der Behandlung von Wehenschmerzen und bei der Kaiserschnittoperation angewendet.

Plexusanästhesie (periphere Nervenblockade) In den Achselhöhlen, am Schlüsselbein und in der Leiste liegen die Nerven gebündelt vor. Spritzt der Arzt hier ein Betäubungsmittel, werden Arme oder Beine betäubt. Da die Nerven von außen nicht sichtbar sind, besteht das Risiko von Nervenverletzungen. Um solche Blessuren zu verhindern, benutzt man Spezialnadeln, die einen schwachen Reizstrom leiten und die Identifikation des zu betäubenden Nervs erleichtern.

Sehr sicher sind sowohl die Vollnarkose als auch die Regionalanästhesie; Komplikationen sind nahezu ausgeschlossen. Nur bei einer Schwangerschaft ist eine Regionalanästhesie die bessere Wahl. Und in einigen Fällen kann die Wirkdauer der Teilnarkose nicht ausreichen, da das Operationsgebiet zu groß ist – Ihr Arzt wird sich dann für eine Vollnarkose entscheiden.

Im Operationssaal Manchmal lässt man sich von den vielen ungewohnten Eindrücken ängstigen, die im Operationssaal (OP) auf einen einstürmen. Das ist nicht notwendig, es erwartet Sie ein gut eingespieltes Team, das alles Erdenkliche für Ihre Sicherheit tut. Hier erfahren Sie, was alles am Tag der Operation passiert: Am Morgen vor der Operation erhalten Sie ein Beruhigungsmittel. Das ist bereits Teil der Vorbereitung auf die Narkose und soll helfen, dass Sie ruhig und entspannt bleiben. Noch in Ihrem Zimmer erhalten Sie ein Operationshemd und Antithrombose-

Was vor, während und nach der Narkose passiert Am Tag der Operation bekommen Sie üblicherweise Medikamente, die auf den Eingriff in Ihrem speziellen Fall abgestimmt sind. Sie dienen der Beruhigung oder Schmerzlinderung und/oder können die Bildung von Magensäure oder von Speichel hemmen.

Überwachung der Herztätigkeit

Venentropf

Blutdruckmessung

Periduralanästhesie Bei dieser Methode wird das Anästhetikum in den Periduralraum, der neben dem Spinalraum liegt, gespritzt. Es wandert durch eine Haut in den Spinalraum ein. Der Vorteil der Methode: Es kann ein Katheter gelegt werden, der es ermöglicht, Medikamente kontinuierlich und sehr

Messung des Sauerstoffes im Blut

Zunächst treffen Sie Ihren Anästhesisten und das OP-Pflegepersonal. Sie werden an ein EKG angeschlossen, das Ihre Herztätigkeit überwacht (1), und Ihr Blutdruck wird gemessen (2). Dann bekommen Sie eine Infusion, den so genannten Venentropf (3) in eine Arm- oder Handrückenvene. Und der Sauerstoffgehalt im Blut wird durch einen Fühler am Finger gemessen (4).

Auch nach der Narkose bleiben Sie noch eine Weile unter Beobachtung. Erst wenn sichergestellt ist, dass Sie keine unangemessenen Schmerzen haben und auch sonst alles in Ordnung ist, ist der Eingriff beendet.

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ist. Hier wird Ihre Atem- und Kreislauffunktion weiter überwacht. Wenn es notwendig sein sollte, erhalten Sie Schmerzmedikamente. Erst wenn sich die Ärzte vergewissert haben, dass es Ihnen gut geht und dass Sie keine unangemessenen Schmerzen haben, werden Sie zurück auf Ihre Station verlegt. Normalerweise dürfen Sie nach 2 Stunden bereits wieder etwas trinken.

Mögliche Nebenwirkungen einer Narkose Der bei der Vollnarkose zum Einsatz kommende Beatmungstubus kann durch die Reizung der Stimmbänder Halsschmerzen verursachen, die aber bald wieder abklingen.

Auch wenn Sie das OP-Team wegen des Mundschutzes nicht richtig erkennen können: Hinter den Tüchern stecken nette Menschen, die ihren Beruf verstehen.

Worauf Sie achten sollten

In seltenen Fällen kommt es zu einem vorübergehenden Harnverhalt, da auch die Blase betäubt wird. Um die Blase zu entleeren, muss dann ein Blasenkatheter gelegt werden.

enn Sie vor der Einweisung ins Krankenhaus bei Ihrem Hausarzt einen Gesundheitscheck machen lassen und Ihrem behandelnden Arzt im Krankenhaus die wichtigsten Befunde vorlegen, können Sie wertvolle Zeit einsparen, da diese Untersuchungen dann nicht in der Klinik durchgeführt werden müssen.

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Wenn die Injektionsnadel bei der Punktion die Rückenmarkshaut durchdringt, entsteht ein sehr kleines Punktionsloch. Bei einigen wenigen Patienten kann das einige Tage andauernde Kopfschmerzen verursachen. Da man heutzutage nur noch sehr dünne so genannte Spinalnadeln verwendet, tritt diese Komplikation jedoch nur noch sehr selten auf.

Sie bekommen von Ihrem Arzt einen Fragebogen, den Sie gewissenhaft ausfüllen sollten. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte das sagen, denn es kann zu Übelkeit kommen. Der Anästhesist verabreicht in solchen Fällen zusammen mit dem Narkotikum auch ein Mittel gegen Übelkeit. Aspirin (Acetylsalicylsäure) und Antikoagulanzien wie z. B. das Medikament Marcumar sollte man am Tag vor der Operation nicht einnehmen. Sie machen das Blut dünnflüssig und erhöhen dadurch die Blutungsgefahr. In einer Zeitspanne von mindestens 6 Stunden vor der Operation sollten Sie nichts mehr essen oder trinken, denn Übelkeit kann während der Operation zu Komplikationen führen. Zigaretten und Kaffee sind ebenfalls strikt verboten, denn auch sie können der Grund für Komplikationen sein.

Die Narkose ist anstrengend für den Körper. Danach brauchen Sie zunächst einmal sehr viel Ruhe und Schlaf.

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Zahnspangen und Kontaktlinsen müssen herausgenommen werden. Auch Ringe und Schmuck sowie Make-up sind tabu.

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strümpfe. Sobald Sie alles angezogen haben, werden Sie auf einem Bett in einen Einleitungsraum gefahren. Dort hilft Ihnen das OP-Team beim Umsteigen auf einen Operationstisch. Sie erhalten zunächst einen intravenösen Zugang, meist über eine Vene am Handrücken. Sie werden im OP viele technische Einrichtungen sehen, die alle eingesetzt werden, um Sie optimal überwachen zu können: ein Blutdruckmessgerät mit einer Manschette für den Oberarm; Elektroden für den Brustkorb die die Daten für die EKG-Überwachung auf dem Monitor liefern; einen Clip für den Finger, der die Sauerstoffsättigung in Ihrem Blut anzeigt. Und auch wenn Sie die Gesichter der OP-Ärzte und Schwestern wegen des Mundschutzes nicht sehen können, lassen Sie sich nicht schrecken: Unter dem Mundschutz stecken freundliche Menschen, die gut auf Sie aufpassen werden. Dann wird die Narkose durch ein Schlafmittel eingeleitet. Und während Sie sanft in die Narkose gleiten, prüft der Anästhesist (Narkosearzt) noch vor Beginn der Operation erneut Ihre Unterlagen mit den Laborwerten, dem EKG und eventuellen Röntgenaufnahmen. Während der Operation überwacht er dann ständig den Blutdruck, das EKG und die Sauerstoffsättigung im Blut. Wenn die Operation vorbei ist, bleiben Sie zunächst im Aufwachraum, bis die Narkose abgeklungen


Fehlt Ihnen Vitamin E?

Vitamin E

Schon bei einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte eine ergänzende Vitamin-E-Zufuhr für Sie sinnvoll sein.

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Enthalten z. B. in pflanzlichen Fetten und Ölen, Avocados, Nüssen, Sonnenblumenkernen

Herkunft - Funktion - Versorgung Mit Vitamin E bezeichnet man acht chemisch eng verwandte Stoffe – vier so genannte Tocopherole und vier Tocotrienole. Das wirksamste unter ihnen ist das Alpha-Tocopherol (natürliches Tocopherol). Die herausragende Eigenschaft dieses Vitamins ist die Fähigkeit, aggressive Substanzen, so genannte Freie Radikale abzufangen und unschädlich zu machen. Denn Vitamin E schützt nicht nur pflanzliche Öle und Margarine vor dem „Ranzigwerden“. Es schützt auch im Körper Zellstrukturen vor der Oxidation durch freien Radikale. Außerdem schützt Vitamin E LDL-Cholesterin im Blut vor seiner – schädlichen – Veränderung durch Sauerstoffradikale. Ferner fördert Vitamin E die Durchblutung, erhält die Blutgefäße in gesundem Zustand und kann Blutgerinnseln (Thrombosen) vorbeugen. Auf diese Weise trägt Vitamin E zur Funktionsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems bei. Weitere Schutzfunktionen übernimmt das fettlösliche Vitamin für ein anderes fettlösliches Vitamin – das Augenvitamin A.

Verwendung von Vitamin E Mangelsituationen: verminderte Aufnahme infolge von Fettresorptionsstörungen (Störungen der Bildung von Gallensaft und von Sekreten der Bauchspeicheldrüse), entzündliche Darmerkrankungen. Anämie (Blutarmut): Bei hämolytischer Anämie stabilisiert Vitamin E die Zellwände der roten Blutkörperchen; es unterstützt so ihre Lebensdauer. MEDICOM Sonderheft zum Ausschneiden und Sammeln

Verwenden Sie kaum pflanzliche Öle, wie etwa Weizenkeimöl?

JA

Verzehren Sie Nüsse, Sonnenblumenkerne, Sesam oder andere Saaten nur sehr selten? Sind Sie vermehrt Belastungen durch Schadstoffe aus der Umwelt – etwa infolge von Smog, Ozon oder Autoabgasen – ausgesetzt? Leiden Sie unter chronischen Entzündungen (z. B. Rheuma, Arthritis, chronischen entzündlichen Darmerkrankungen)?

Pflanzenöl ist unter anderem so wertvoll, weil es so viel Vitamin E enthält.

Vorbeugung gegen Herz-KreislaufErkrankungen: Vitamin E reduziert die Oxidation von Cholesterin und wirkt dadurch der Tendenz zu CholesterinAblagerungen in den Arterien entgegen. Rheuma: Bei einer medikamentösen entzündungshemmenden Therapie wird Vitamin E oft unterstützend eingesetzt. Hoch dosiertes Vitamin E kann Entzündungen und Versteifungen der Gelenke reduzieren. Zudem kann mit der Gabe von Vitamin E u. U. die Dosierung von nebenwirkungsreichen Antirheumatika herabgesetzt werden. Leistungssport: Eine intensive sportliche Betätigung kann zu oxidativem Stress führen, der durch Vitamin E reduziert werden kann. Medikamente/Umweltgifte: Da einige Medikamente ebenso wie Umweltgifte die vermehrte Bildung Freier Radikale im Körper verursachen, kann Vitamin E hier Schutzeffekte entfalten. Vorzeitiges Altern: Vorzeitige Alterserscheinungen gehen meist auf das Konto schädlicher Einflüsse — etwa von Auto- und Industrieabgasen, chlorhaltigem Wasser, Lebensmittelzusatzstoffen und Zigarettenrauch. Dank seiner antioxidativen Eigenschaft kann Vitamin E Schäden verringern, die durch ständigen oxidativen Stress entstehen.

Wie viel Vitamin E braucht der Körper? mg TÄ pro Tag

Säuglinge 0 - 4 Monate 4 - 12 Monate

w

m

3 4

Kinder 1 - 4 Jahre 4 - 7 Jahre 7 - 10 Jahre 10 - 13 Jahre 13 - 15 Jahre

6 8 10 13 14

5 8 9 11 12

Jugendliche u. Erwachsene 15 - 19 Jahre 19 - 25 Jahre 25 - 51 Jahre 51 - 65 Jahre 65 Jahre u. älter

15 15 14 13 12

12 12 12 12 11

Schwangere

13

Stillende

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m = männlich

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itamin E neutralisiert Freie Radikale, aktiviert den Stoffwechsel, unterstützt Herz und Kreislauf und schützt die Nerven, die Gefäße und die Gelenke.

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Radikal-Fänger

Quelle: DGE (vereinfacht)

HIER AUSSCHNEIDEN

VITALSTOFF lexikon

w = weiblich

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VITALSTOFF lexikon

Coenzym Q10

Brauchen Sie Coenzym Q10?

oenzym Q10 verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit, unterstützt die Energiegewinnung unserer Zellen und ist besonders in Verbindung mit den Vitaminen E und C ein äußerst effektiver Radikal-Fänger.

C

JA

Enthalten z. B. in Hefe, Gemüse, Pilzen, Muscheln, Fleisch, Eiern und Milchprodukten

Herkunft - Funktion - Versorgung Coenzym Q10 wird auch als Ubichinon bezeichnet. Dieser Name wurde gebildet nach dem lateinischen Wort „ubique“, das „überall“ bedeutet, denn Coenzym Q10 kommt in fast allen Zellen des menschlichen Körpers vor. Es wird in den Mitochondrien bei der Umsetzung von Nährstoffen in Energie gebraucht. Coenzym Q10 ist ein bedeutendes Element einer Kette von Stoffwechselprozessen, mit denen sich der Körper die in den Lebensmitteln steckende Energie nutzbar macht. Man bezeichnet diesen Prozess als „Atmungskette“. Coenzym Q10 erfüllt darüber hinaus wichtige Aufgaben in der Zellmembran. Durch die Anwesenheit von Coenzym Q10 bleibt sie beweglich und flexibel und kann ihre Funktionen dann optimal ausführen. Haben die Zellen funktionsfähige Zellmembranen, dann ist auch dafür gesorgt, dass Medikamente schneller aufgenommen werden können und die lindernde Wirkung eines

Wie viel Coenzym Q10 braucht der Körper Empfehlung Unabhängige Ernährungswissenschaftler empfehlen eine tägliche Zufuhr von 30 mg Coenzym Q10.

Sind Sie über 40 Jahre alt? Werden Sie mit Statinen behandelt? Nehmen Sie selten Fleisch- und Wurstwaren zu sich? Sind Sie öfter Stress oder Schadstoffen ausgesetzt?

arzneilich wirksamen Stoffes für den Betroffenen schneller spürbar wird und Beschwerden früher nachlassen. Coenzym Q10 besitzt sehr gute und für die Zelle wichtige antioxidative Eigenschaften. Coenzym Q10 ist eine der Substanzen, die bereits in der Zellwand Freie Radikale unschädlich machen und gar nicht erst zulassen, dass sie in der Zellwand oder in der Zelle ihr schädliches Werk beginnen können. Außerdem kann Coenzym Q10 das Vitamin E, das sich durch das Abfangen Freier Radikale erschöpft, wieder regenerieren. Die Q-Coenzyme kommen in den Varianten Q1 bis Q10 vor – der Mensch kann nur das höherwertige Q10 sofort in seinem Stoffwechsel verwenden. Unser Organismus ist jedoch in der Lage, die Qs von niedrigerem Wert in das höherwertige Q10 umzuwandeln. Allerdings schwindet diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter. Ab einem Alter von 40 Jahren ist es wichtig, auf eine ausreichende Coenzym-Q10-Versorgung zu achten, und viele Experten empfehlen, die Q10-Versorgung des Körpers mit einer Nahrungsergänzung zu verbessern.

Verwendung von Coenzym Q10 Herzerkrankungen: Einige wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Coenzym Q10 in hoher Dosierung bei Patienten mit Herzinsuffizienz die Herzfunktion verbessern konnte. Wirkung als Antioxidans: Coenzym Q10 besitzt antioxidative Eigenschaften und kann die Oxidation von Cholesterin hemmen. Auf diese Weise kann es die Gesundheit der Blutgefäße unterstützen und

Ablagerungen an den Gefäßwänden vorbeugen. Regeneration von Vitamin E: Bei Radikalangriffen ist es darüber hinaus an der Regeneration von Vitamin E beteiligt. AIDS: Eine Nebenwirkung des AIDSMedikaments AZT ist, dass es die Zahl der Lymphozyten des Immunsystems enorm reduziert. Eine wissenschaftliche Studie lieferte den Hinweis, dass Coenzym Q10 die Lymphozyten vor diesem schädlichen Einfluss schützt. Die zusätzliche Einnahme von Coenzym Q10 kann so die Lebensqualität der Betroffenen immens erhöhen. Körperlicher Stress: Verletzungen, Operationen und chronische Krankheiten erhöhen den Bedarf an Coenzym Q10. Bluthochdruck: Bei Hypertonie-Patienten konnte außerdem in Studien eine deutliche Reduktion des systolischen und des diastolischen Blutdrucks sowie der Herzfrequenz nachgewiesen werden. Cholesterin: Besonders wichtig ist Coenzym Q10 für Patienten, die an erhöhten Cholesterinwerten leiden und dagegen mit Statinen (z. B. Lovastatin) behandelt werden. Die Statinbehandlung hemmt nicht nur die körpereigene Cholesterinsynthese, sondern auch die Bildung von Coenzym Q10 – ein Mangel an Coenzym Q10 ist die Folge. Er sollte durch die Ernährung oder Nahrungsergänzungen ausgeglichen werden. Parkinson: Mehrere Studien konnten bestätigen, dass Coenzym Q10 das Fortschreiten der Krankheit spürbar verlangsamt. Bei einer täglichen Einnahme von 1.200 mg zeigten die Versuchsteilnehmer 44 % weniger geistige und motorische Einbußen.

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MEDICOM Sonderheft zum Ausschneiden und Sammeln

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Kraftstoff für die Zellen

Bei schon einem angekreuzten „Ja-Feld“ könnte ein erhöhter Bedarf oder eine unzureichende Versorgung von Coenzym Q10 vorliegen.


Gesundheitsferien in der Klinik im Hofgarten, Bad Waldsee Gesundheit wünscht sich jeder – und gesund zu leben ist gar nicht so schwer! Nutzen Sie deshalb unser attraktives Angebot in einer der schönsten Ferienregionen Deutschlands und verbringen Sie Ihre Gesundheitsferien in Bad Waldsee. Die Klinik im Hofgarten bietet mit einem „RundumProgramm“ für Entspannung und Aktivität die beste Unterstützung für den Einstieg in Ihre gesundheitsbewußte Lebensweise. Zusätzlich sorgt das attraktive Rahmenprogramm dafür, dass Sie auch außerhalb der Klinik im Hofgarten mit besonderen Highlights verwöhnt werden. Die wunderschöne Landschaft zwischen Alpen und Bodensee wird ebenso ihren Teil dazu beitragen!

Waldburg-Zeil Kliniken

Hotelleistungen und Rahmenprogramm: • 7 Übernachtungen mit VP im Einzel- oder Doppelzimmer mit Dusche/WC, Telefon, TV, Radio, Safe • 1 Überraschungsmenü am Wochenende wahlweise im „Möhrenpick - Vegetarisches Restaurant“ oder im Restaurant „Grüner Baum“, Bad Waldsee • 1 Golf-Schnupperkurs (2 Stunden) im Golf- und Vitalpark, Bad Waldsee (nach Wetter bzw. Saison Alternativangebot: Bogenschießen) • 1 Gutschein für das Zeppelinmuseum, Friedrichshafen • 1 freier Eintritt für 2 Stunden in der Waldseetherme • Freie Nutzung des Bewegungsbades und der Freizeitangebote der Klinik • Freier Fahrradverleih

Gesundheits-Programm: • Ärztliches Aufnahmegespräch mit allgemeiner Gesundheitsberatung • Einführung in die Fitnessgeräte der Medizinischen Trainingstherapie; anschließend freie Nutzung des Fitnessraumes • 3 Kneipp’sche Anwendungen oder wahlweise 3 Naturmooranwendungen • 2 Entspannungsmassagen • 2 medizinische Vollbäder mit Naturextrakten • 1 Unterwasserdruckstrahlmassage • 2 mal Gruppengymnastik im Bewegungsbad • 2 mal Gruppengymnastik in der Gymnastikhalle • Auf Wunsch auch kalorienarme Menüs möglich Angebotspreis: EUR 650,- pro Person und Woche Termine: Fit und aktiv im goldenen Oktober: 03.10. - 31.10.2003 Fit und aktiv im Advent: 28.11. - 19.12.2003 Fit und aktiv ins neue Jahr: 02.01. - 30.01.2004 Verlängerungswochen sind jederzeit möglich! Information und Buchung: Über Medicom Pharma (gebührenfrei): Telefon 0800 7377730 bzw. Fax 0800 7377700 schriftlich an: Medicom Pharma AG, Sedemünder 2, Altenhagen I, D-31832 Springe oder direkt bei der Klinik im Hofgarten

Klinik im Hofgarten Am Hofgarten 1 88339 Bad Waldsee Service-Nr. 0800 1008629 Telefon 07524 707-0 Fax 07524 707-208 www.klinik-im-hofgarten.de klinik-im-hofgarten@wz-kliniken.de

Klinik im Hofgarten


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INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

r t e i m r o f in

25. AUSGABE, MAI 2003

SARS

delt es sich um häufig auftretende Viren, deren bislang bekannte Stämme lediglich banale Erkältungserkrankungen bewirkten. Warum das spezielle Corona-Virus, das SARS auslöst, im Gegensatz zu den anderen Stämmen so gefährlich ist, ist derzeit noch unbekannt. Größte Bedeutung hat hier die Versorgung der Infizierten. Die WHO hat zu diesem Zweck einen umfangreichen Vorschriftenkatalog verfasst, der die Erkennung, den Transport, die Quarantäne und die Behandlung der Betroffenen regelt. Medizinisches Personal wird ausführlich geschult, um weitere Ansteckung möglichst auszuschließen.

SARS bedeutet „Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom“. Nach Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sind weltweit mindestens 62 Menschen an SARS gestorben, und mehr als 1.700 Menschen haben sich mit der Krankheit infiziert (Stand: 01.04.03). on der Krankheit sind vor allem die Südprovinzen in China betroffen. Aber auch Singapur, Vietnam, Kanada und die USA (Kalifornien, New York) verzeichnen Erkrankte und Todesfälle. Vereinzelte Fälle der atypischen Lungenerkrankung gab es außerdem in Australien, in Deutschland sowie in verschiedenen anderen Ländern. Der Ursprung der SARS wird laut WHO in der südchinesischen Provinz Guangdong (Kanton) vermutet. Dort ist die Krankheit im November 2002 erstmals aufgetreten. Ein 64-jähriger Arzt aus Guangdong schleppte Ende Februar die Erkrankung nach Hongkong ein, er steckte dort mehrere Besucher aus Kanada und Singapur an, die nach der Rückkehr in ihre Heimat ihrerseits wieder andere Menschen infizierten. Hierzulande wurde die Erkrankung erst am 15.03.03 bekannt, als drei Passagiere der Singapore Airlines auf dem Frankfurter Flughafen mit Verdacht auf SARS in Quarantäne genommen wurden. Dabei handelte es sich um einen Arzt, der in Singapur Patienten mit SARS behandelt hatte, sowie um seine Frau und seine Schwiegermutter. Alle drei Patienten sind aber bereits Ende März wieder von der Erkrankung genesen. In Großbritannien wurde jetzt ein Fall der Ansteckung bekannt, bei dem sich der Infizierte im Inland aufgehalten und auch dort angesteckt hatte.

Die an SARS Erkrankten leiden im Anfangsstadium unter Fieber (mehr als 38 °C) sowie unter Beschwerden der Atemwege, wie z. B. Halsschmerzen, Husten oder Atemnot. Im fortgeschrittenen 22

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Auslöser, Übertragungsweg, Symptome

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Stadium können die Patienten dann zusätzlich eine schwere Lungenentzündung entwickeln, die aber nur bei 4 Prozent der Erkrankten auch tödlich verläuft. Der Übertragungsweg wird als „Tröpfchenund Schmierinfektion“ bezeichnet; die Ansteckung erfolgt nur durch engen Kontakt zu einem Infizierten oder durch Nähe zu hustenden oder niesenden Menschen, durch engen Kontakt in Fahrstühlen oder durch Handkontakt. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt bei SARS 2 bis 7 Tage. In dieser Zeit ist nach den bisherigen Erkenntnissen keine Ansteckung möglich. Der Erreger kann also nicht unbemerkt von Infizierten, bei denen noch keine Symptome der Erkrankung aufgetreten sind, an andere Personen weitergegeben werden. Als vermutlicher Erreger von SARS wurde ein bislang unbekanntes Virus aus der Familie der Corona-Viren identifiziert. Bei den Corona-Viren han-

Die Fluggesellschaften rief die WHO ferner zu erhöhter Wachsamkeit auf. Passagiere aus den betroffenen Gebieten werden an den Flughäfen auf die typischen SARS-Krankheitsmerkmale hin überprüft, Flugzeuge werden desinfiziert. Bei der Lufthansa gibt es bereits seit Mitte März die Anweisung, Personen mit SARS-Symptomen nicht mehr an Bord zu lassen. Das Auswärtige Amt hat bereits empfohlen, die Notwendigkeit von Reisen in die betroffenen Gebiete zu überdenken. Einige international tätige Konzerne weisen ihre Beschäftigten bereits in Informationsveranstaltungen auf die Ansteckungsgefahr hin und stellen ihnen frei, Reisen nach Asien auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Trotz allem: kein Grund zur Panik Auch wenn Anfang April der erste Deutsche an SARS erkrankte, warnen deutsche Experten davor, hierzulande wegen SARS in Panik zu verfallen. Eine weltweite seuchenartige Verbreitung, wie zum Beispiel bei den von Influenza-Viren ausgelösten Grippe-Epidemien, sei nicht zu erwarten. Denn die Erkrankung ist den bisherigen Erkenntnissen nach nur durch direkten Kontakt mit Erkrankten durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragbar; während der Inkubationszeit besteht kein Ansteckungsrisiko. Das lasse hoffen, dass das Virus relativ gut kontrollierbar sei, so Experten vom Bernhardt-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.


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mittelverzehr rückwirkend für die letzten 5 Jahre geschätzt wurde und überhaupt nur wenige Lebensmittel in die Berechnung miteinbezogen wurden. Daher hält das BfR auch nach Vorlage der schwedischen Studie uneingeschränkt an seiner ursprünglichen Bewertung des Acrylamids fest, die diese Substanz als ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko einschätzt. Somit sind auch die Empfehlungen zur häuslichen Lebensmittelzubereitung nach wie vor gültig, allen voran die Grundregel des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft: „Vergolden statt verkohlen!“

Die Befragten waren älter als 51 Jahre und verzehrten von den hoch mit Acrylamid belasteten Produkten überwiegend nur Kekse und Bratkartoffeln. Die junge Generation mit einem vermutlich wesent-

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Kein Anlass zur Entwarnung bei Acrylamidproblematik In der letzten Ausgabe unserer MEDICOM (Nr. 24) berichteten wir ausführlich über das Thema Acrylamid und die damit verbundenen Risiken für die Verbraucher. Zwischenzeitlich sorgte nun eine schwedische epidemiologische Studie für eine heftige Debatte, da sie keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Acrylamid aus Lebensmitteln und einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen fand und damit in Frage stellte, dass von Acrylamid eine Gefährdung ausgeht. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht aber nach gründlicher Prüfung der Studie keine Veranlassung, seine bisherige Risikobewertung hinsichtlich Acrylamid zu revidieren oder gar Entwarnung zu geben. Nach Ansicht des BfR gibt es nämlich erhebliche Zweifel, dass sich die Ergebnisse der Studie auf die Allgemeinbevölkerung übertragen lassen.

Um den Acrylamidgehalt beim Zubereiten von Pommes frites möglichst gering zu halten, gilt die Devise: Vergolden statt verkohlen!

lich höheren Verzehr von Knabberartikeln oder Pommes frites wurde also in dieser Studie gar nicht betrachtet. Außerdem sieht das BfR die Berechnung der Acrylamid-Aufnahme in der Studie als äußerst unzuverlässig an, da der Lebens-

Warnung vor Red-Rice-Produkten

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as Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor dem Verzehr von Red-RiceProdukten (Roter Reis), die im Internet und in verschiedenen Ländern als Nahr u n g s ergänzungsmittel zur Senkung des Cholesterinspiegels vertrieben werden. In Deutschland ist der Vertrieb von Produkten, die Red Rice enthalten, verboten. Beim Verzehr von Nahrungsmitteln, die Red Rice enthalten, kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen. Red Rice, auch unter den Namen Anka bzw. Ankak vertrieben, soll ein traditionelles chinesisches Heilmittel sein. Das Produkt entsteht durch die Fermentation von Reis mit dem Schimmelpilz Monascus purpureus. Dieser Schimmelpilz bildet neben den roten Farbstoffen, die ihm seinen Namen geben, Wirkstoffe wie Monacoline, Ankalactone und Citrinin. Monacolin

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Red Rice wird auch unter den Namen Anka bzw. Ankak als Nahrungsergänzung zur Senkung des Cholesterinspiegels vertrieben. Der Red Rice entsteht durch die Fermentierung von Reis mit einem Schimmelpilz und kann gefährliche Nebenwirkungen aufweisen.

Acrylamid wurde in der Europäischen Union in die Kategorie 2 der Krebs erregenden Stoffe eingestuft. Im Tierversuch löst die Substanz Krebs aus, und sie schädigt das Erbgut. Die Einstufung in Kategorie 2 bedeutet, dass Acrylamid auch für den Menschen als krebserregend angesehen werden sollte. Während die Acrylamid-Problematik somit nach wie vor aktuell ist, zeigen sich erste für den Verbraucher erfreuliche Erfolge der Aufklärungskampagne: Die Hersteller von vorgefertigten Pommes frites haben die bislang unterschiedlichen Temperaturangaben auf den Verpackungen vereinheitlicht.

ist identisch mit Mevinolin oder Lovastatin, einem Hemmstoff der Cholesterinsynthese. Lovastatin ist als Wirkstoff in dem verschreibungspflichtigen Arzneimittel Mevinacor enthalten. Roter Reis kann daher die Nebenwirkungen von Arzneimitteln zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte verstärken. Diese Nebenwirkungen können sich insbesondere als Muskelschädigungen äußern. Weitere Wechselwirkungen betreffen sowohl die Hemmstoffe der Cholesterinsynthese als auch andere Wirkstoffe zur Senkung der Blutfette wie Fibrate, Gemfibrozil und Nikotinsäure in hohen Dosen. Besonders gefährlich ist das Citrinin, das bei der Fermentierung von Reis entsteht. Bei einer Analyse in den USA wurde in sieben von neun untersuchten Produkten Citrinin gefunden. Citrinin hat in Versuchen mit Ratten zu Nierentumoren geführt. In den USA ist ein Red-RiceProdukt als Arzneimittel klassifiziert worden. In Deutschland ist Red Rice weder als Arzneimittel noch als LebensMEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003

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s gibt Menschen, die trotz herausragender Intelligenz nicht mit dem Leben zurechtkommen und die nicht den Erfolg haben, den man ihrer geistigen Fähigkeiten wegen erwarten würde. Und wer hat sich andererseits noch nicht darüber gewundert, dass jemand, der eigentlich „kein so großes Licht“ ist, im Beruf und im Leben enorm erfolgreich sein kann? Es ist so einfach wie naheliegend: Im Privat- und Berufsleben erfolgreiche Menschen haben einen guten Zugang zu ihren Gefühlen und zu denen anderer Menschen.

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„Emotionale Kompetenz“, „soziale Kompetenz“, „sexuelle Intelligenz“ – an Schlagworten und „griffigen Erfolgsrezepten“ mangelt es kaum. Der Buchmarkt ist voll von Ratgebern zum Glücklichwerden. Wozu also jetzt dieser Artikel? Eine neue Anleitung: „Probleme lösen, ruck, zuck!“? Wäre dies möglich, würden wir Ihnen gern solch einen Artikel liefern. Was Sie stattdessen erwartet, ist eine Anregung, sich mit dem nach wie vor aktuellen Thema Emotionale Intelligenz zu befassen, ein Anreiz, sich Fragen zu stellen, die Sie sich möglicherweise noch nicht gestellt haben, oder: einfach nur eine Kurzfassung dessen, was man, nachdem sich die anfängliche Euphorie gelegt hat, derzeit unter dem Schlagwort Emotionale Intelligenz versteht. Was ist Emotionale Intelligenz? Der Autor des Buches „Emotionale Intelligenz“, Daniel Goleman, beantwortet diese Frage folgendermaßen: „Emotionale Intelligenz: Das ist die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.“ Emotionale Intelligenz ist ein Begriff, der erst in den 90er Jahren auftauchte und dessen Bedeutung sich nicht spontan erschließt, denn zunächst einmal erscheint die Verbindung von Emotion und Intelligenz merkwürdig. Noch vor wenigen Jahrzehnten hätte man den Begriff Emotionale Intelligenz als Widerspruch in sich betrachtet, denn Intelligenz schien ganz eindeutig die Fähigkeit zu präzisem und logischem Denken zu umschreiben. Emotionen andererseits hatten mit Verstand und Vernunft offenbar nichts zu tun – jedenfalls nichts, was sich positiv auswirken könnte.

Bei der „Feststellung“ des Grades der Intelligenz eines Menschen – seines Intelligenzquotienten – wurde rationales Denken, Urteilen und Handeln gemessen. Es ging um das Lösen von komplexen logischen Problemen und um rationales strategisches Denken. Ein Intelligenztest enthielt zwar noch einige Zusatzaufgaben, die sprachliches Verständnis, räumliches Orientierungsvermögen und die schnelle Erfassung von komplexen Bildern und Mustern maßen, aber klar war:

Intelligenz war als reine Verstandesleistung zu sehen, Emotionen als ein Störfaktor. Ein Grund, warum diese traditionellen Vorstellungen ins Wanken gerieten, waren eine Reihe von unerwarteten Erkenntnissen der Hirnforschung. Sie besagten, dass Emotionen in einem bislang unvermuteten Ausmaß unsere gesamte Wahrnehmungswelt, unser Bewusstsein und unsere Entscheidungen mitbestimmen. In den meisten Fällen geschieht dies nicht bewusst, daher wurde der Einfluss der Gefühle auch so lange unterschätzt. Was den Begriff der Emotionalen Intelligenz dann enorm populär machte, das war David Golemans Buch mit diesem Titel. Der amerikanische Wissenschaftsjournalist stellte erstmals außerhalb von Fachkreisen den EQ (den Emotionalen Quotienten) neben den IQ (den Intelligenz-Quotienten). Unter dem Schlagwort „Emotionale Intelligenz“ fasste Goleman eine ganze Reihe von Fähigkeiten wie Mitgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Menschlichkeit, Rücksichtnahme, Takt und Höflichkeit zusammen. Er bezeichnete die Emotionale Intelligenz sogar als viel ausschlaggebender für den persönlichen und beruflichen Erfolg eines Menschen, als seinen Intelligenz-Quotienten. Warum?

Die Mischung macht´s. Menschen, die einen guten Zugang zu ihren Gefühlen haben, lassen sich nicht von ihnen beherrschen. Sie vereinen ihren Verstand mit ihrem Gefühl und tragen diese Stärke nach außen. Auch zu Gunsten der anderen.

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Im Gegenteil: Es bestand die Auffassung, dass klares Denken und intelligentes Verhalten erheblich gestört werden, wenn Emotionen ins Spiel kommen. Sich von Gefühlen leiten zu lassen und emotional zu reagieren, das galt als Zeichen von Schwäche; Emotionen ausschließen und kontrollieren zu können, wurde dagegen als Zeichen von Stärke gedeutet. Gefühle waren bestenfalls als Luxus in romantischen oder sentimentalen Momenten zugelassen – aber nicht zu viel davon. Zu viel Gefühl konnte – so die damalige Auffassung – zu unbedachten Reaktionen führen und den Verstand lahm legen. MEDICOM 25. Ausgabe, Mai 2003

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Menschen mit einem hohen IQ sind nicht automatisch auch besonders erfolgreich im Beruf oder Privatleben. Wobei der Erfolg im Beruf nicht automatisch mit Erfolg im Privatleben gleichzusetzen ist. Zwischen Zeugnisnoten oder IQ und dem emotionalen Wohlbefinden besteht kein oder kaum ein Zusammenhang. Die Fähigkeit zur Impulskontrolle ist wichtig für persönlichen und beruflichen Erfolg. Ein Beispiel dafür ist der so genannte Marshmallow-Test (Marshmallow: engl. für Süßigkeiten aus Zuckerschaum. Deutsch: „Mäusespeck“). In dieser Studie aus den 60er Jahren wurde das Verhalten von vierjährigen Kindern beobachtet. Zu Beginn der Untersuchung teilte man den kleinen Probanden mit, dass sie das vor ihnen liegende Bonbon essen dürften. Gleichzeitig stellte man ihnen eine weitere Süssigkeit in Aussicht, wenn sie es schaffen, diesem Bonbon

20 Minuten lang zu widerstehen. Es zeigte sich, dass diejenigen Kinder, die widerstehen konnten, 12 Jahre später eine höhere soziale Kompetenz aufwiesen, selbstbewusster waren, mit Frustrationen besser umgingen und in der Schule mehr Erfolg hatten. Dabei erwies sich der Marshmallow-Test als ein doppelt so gutes Kriterium wie der IQ-Test.

Auf die sofort greifbaren Belohnungen zugunsten der zu erwartenden verzichten: Kinder, die dies beherrschen, werden die erfolgreicheren Erwachsenen.

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Auch wenn Golemans Thesen in wissenschaftlichen Kreisen umstritten sind, weil er, so seine Kritiker, Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale zusammenwerfe und der Emotionale Quotient nicht empirisch nachweisbar sei, so hat doch sein Buch auf breiter Basis ein Umdenken ausgelöst.

Die Kernaussagen

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Goleman zufolge, sind Menschen mit einer hohen Emotionalen Kompetenz beruflich erfolgreicher, weil sie gut mit sich selbst und anderen Menschen umgehen können und somit Führungsqualitäten besitzen. Im Privatleben hilft eine hohe Emotionale Intelligenz, gut mit sich selbst, dem Partner, der Familie, Freunden und anderen Menschen auszukommen und Konflikte konstruktiv zu lösen. Emotional intelligente Menschen können gut zuhören und akzeptieren ihre Mitmenschen, wie sie sind. Daher sind sie sehr beliebt und haben tief gehende Beziehungen und Freundschaften. Da sie auch gut für sich selbst sorgen, sind sie meist zufrieden und ausgeglichen.

Im Beruf zählt nicht nur die Qualifikation. Wer sich selbst und andere zu motivieren weiß, wer sich in andere hineinzuversetzen versteht und angemessen mit den Gefühlen seiner Kollegen und Mitarbeiter umgehen kann, ist oft erfolgreicher als fachlich bessere, aber emotional weniger intelligente Menschen. Das belegen Forschungsergebnisse.

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Wahre Höchstleistung bringt der Mensch dann, wenn er „im Fluss“ ist, also ohne bewusste Anstrengung sein Gehirn arbeiten lässt. Unter 1.011 getesteten Kindern waren diejenigen, die nonverbal ausgedrückte Gefühle anderer zu deuten verstanden, die beliebtesten in ihrer Klasse und die emotional stabilsten. Sie waren auch in der Schule erfolgreicher, obwohl ihr IQ im Durchschnitt nicht höher war, als der von Kindern, die im Deuten nonverbaler Mitteilungen weniger gut waren. Nach der Faustregel der Kommunikationsforscher ist eine emotionale Mitteilung zu 90 oder mehr Prozent nonverbal. Es gibt Neuronen im Sehzentrum, die speziell dafür verantwortlich sind, Emotionen des Gegenübers zu deuten. Sind diese Neuronen durch einen Unfall geschädigt, können einige Menschen die Gefühle ihrer Mitmenschen anhand von Fotos nicht mehr erkennen. Das Training dieser Gehirnareale in der Kindheit eines Menschen könnte über seine spätere Emotionale Intelligenz bestimmen.

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Optimismus macht erfolgreich. Wer sich selbst und anderen mehr zutraut, kann auch mehr erwarten.

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Wer mit seinen Ängsten besser umgehen kann und allgemein ein optimistischerer Mensch ist, wird mehr Leistung erbringen können und ein erfolgreicherer Mensch sein. Auch hier erwies sich der Optimismus als ein besseres Kriterium als der IQ. Der amerikanische Psychologe Seligman untersuchte den Einfluss von Optimismus auf die Leistungsfähigkeit. Er überredete ein Versicherungs-Unternehmen, eine spezielle Gruppe von Bewerbern einzustellen, die bei einem Optimismus-Test sehr gut abgeschnitten hatten, aber bei den üblichen Einstellungstests durchgefallen waren. Zur Überraschung der Unternehmer übertraf diese Gruppe die Verkäufe der Pessimisten im ersten Jahr um 21 %, im zweiten gar um 57 %. Strategisches Denken, planvolles, kühles Analysieren und berechnendes Abwägen sind nur eine Seite der Medaille. Wer all dies nicht mit seinen Emotionen zu vereinen weiß, wird mit seiner Intelligenz allein nicht wirklich weit kommen.

Was ist Intelligenz? „Intelligenz ist die Fähigkeit, einen Intelligenztest zu bestehen.“ Seine Intelligenz ist eine der prägendsten Eigenschaften eines Menschen. Doch auch nach intensiven Forschungen in den vergangenen hundert Jahren haben sich die Wissenschaftler bis heute noch nicht auf eine einheitliche Definition der menschlichen Intelligenz einigen können. Intelligenz hat etwas mit Wissen, Verstehen, Planen und Problemlösen zu tun. n Deutschland sind rund 80 verschiedene Intelligenztests auf dem Markt. Bei den Intelligenzforschern besteht Einigkeit, dass es praktisch unmöglich ist, einen Intelligenztest zu konzipieren, der nur die Fähigkeiten und nicht auch Bildung und Wissen misst. Die Kompetenzen eines Menschen, die in den Tests gemessen werden, sind: räumliches Vorstellungsvermögen, verbaler Ausdruck, abstraktes Denkvermögen, Gedächtnis, Zahlenverständnis und Anpassungsfähigkeit. Diese Kompetenzen werden bei Kindern in ein Verhältnis zum Alter gesetzt, da Intelligenztests zunächst einmal entwickelt wurden, um Entwicklungsverzögerungen von Kindern in den verschiedenen Altersgruppen vergleichen zu können.

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Etwa 50 Prozent der deutschen Bevölkerung hat einen IQ von 100. Etwa zwei Prozent haben IQs unter 69 und weitere zwei Prozent haben IQs von 130 und mehr. Sie gelten als hoch begabt. Das Resultat eines Intelligenztests kann jedoch die tatsächliche lebenspraktische Leistungsfähigkeit eines Menschen nicht bewerten. Am ehesten gibt es Aufschluss über die schulische Leistungsfähigkeit. Übrigens: Intelligenztests unterliegen einer Normierung und müssen unter bestimmten Bedingungen stattfinden, um aussagekräftig zu sein. Der IQ, der sich aus Tests in Zeitschriften oder Fernsehsendungen errechnet, ist nicht sehr aussagefähig.

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Emotional intelligentes Verhalten ist ein Akt der Balance. Das Gleichgewicht entsteht aus der Ausgeglichenheit der Gefühle mit dem Verstand.

Gefühl und Verstand in der richtigen Relation

Der Begriff der Emotionalen Intelligenz bezieht sich vor allem auf jene Momente gefühlsmäßigen Handelns, die wir später bereuen, wenn sich die Aufregung gelegt hat: Die Frage ist dann, weshalb wir so unvernünftig haben handeln können. Daniel Goleman

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s gibt Menschen, die von ihren Gefühlen so beherrscht werden, dass sie rationalen Argumenten kaum zugänglich sind. Sie treffen ihre Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“. Sie sind meist stolz darauf, „Gefühlsmenschen“ zu sein und haben wenig Lust, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie so geworden sind. Der Hinweis darauf, dass sich „aus dem Bauch heraus“ auch Hass, Habgier, Neid und Eifersucht zeigen, stößt bei ihnen auf taube Ohren. Menschen, die der Überzeugung sind, dass ihr Wissen und ihr Verstand das Einzige sind, auf das sie sich verlassen können, erleben sich selbst ähnlich. Sie

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lehnen – im Gegensatz zum Gefühlsmenschen – alles, was aus dem Bauch kommt, kategorisch ab, misstrauen ihren eigenen Gefühlen und haben wenig Verständnis für die Empfindungen anderer Menschen. Solche Menschen sind stolz darauf, alles mit „kühlem Kopf“ zu regeln, und haben genauso wenig wie die reinen Gefühlsmenschen Lust dazu, lange darüber nachzudenken, warum sie so geworden sind. Doch erst, wenn Bauch und Hirn zusammenarbeiten, kann sich der Mensch so verhalten, wie er es aus freiem Willen möchte. Gedanken müssen empfunden werden. Doch viele haben immer noch die

Vorstellung, dass das Gehirn wie ein Computer arbeitet: Rationale Argumente werden abgewogen, mit erlebten Situationen und Erfahrungen abgeglichen, und auf der Basis dieser Datenlage werden Entscheidungen getroffen. In Wahrheit macht unser Gehirn etwas anderes: Es wägt das emotionale Resultat früherer Erfahrungen ab und liefert eine Antwort in Gestalt einer Ahnung, eines inneren Gefühls. Hirnforscher haben herausgefunden: Es gibt keinen einzigen mentalen Akt, keine geistige Leistung, die ohne eine emotionale Bewertung erfolgt. Was wir als Gefühl und was wir als Intelligenz bezeichnen, existiert niemals jeweils für sich allein. Den wissenschaftlichen Beleg dafür konnten Forscher mit Hilfe eines EMG (Magnet-Enzephalograph) erbringen. Dieses Gerät erlaubt es den Wissenschaftlern, dem Menschen sozusagen beim Denken zuzusehen. Hoch sensible Magnetsensoren messen kleinste magnetische Veränderungen, die im Gehirn beim Denken auftreten. Man wusste bereits, welche Regionen des Gehirns für bestimmte Aufgaben zuständig sind. Das Ergebnis der Untersuchungen: Bei Denkprozessen konnte sowohl in den


Beim Denken zusehen. Mit Hilfe eines EMG`s fanden Wissenschaftler heraus : Wir fühlen beim Denken.

rationalen als auch in den emotionalen Arealen Tätigkeit beobachtet werden. Es gibt also keine rationalen Denkprozesse ohne Gefühle. Es gibt keine Erinnerung ohne Gefühle, und es gibt auch keine Entscheidung, die ohne Gefühle getroffen wird – auch wenn uns das nicht bewusst ist. Das „innere Gefühl“, das in unserem Gehirn während eines Denkprozesses entsteht, in dem gewonnene Erfahrungen mit Gegenwärtigem abgewogen werden, dient als Grundlage für eine Entscheidung. Dieses innere Gefühl schafft eine Empfindung für „Richtig oder Falsch“. In uns gibt es ein stetiges Abgleichen, Abwägen und Empfinden – einen unterschwelligen Gedankenstrom, den wir meist nicht wahrnehmen. Die Vorstellung, es gäbe ein rein rationales Denken, frei von jeder Emotion, ist eine Illusion. Dieser Illusion verfallen wir, wenn wir die Stimmungen und Gefühle, die uns während eines Tages begleiten, nicht beachten. Auch wenn uns das nicht bewusst ist: Die Gefühle sind da und nehmen Einfluss auf unser Handeln. Alles was wir tun, woran wir denken, was wir uns vorstellen, woran wir uns erinnern, ist von Gefühlen begleitet. Denken und Fühlen sind untrennbar miteinander verbunden. Gefühle sind in ihrer flüchtigen Gestalt oft kaum zu fassen, aber bedeutsam. Emotional intelligent ist, wer diese Gefühle wahrnimmt und sie nicht nur unterbewusst seine Entscheidungsfindung beeinflussen lässt. Beim bewussten Umgang mit diesen Gefühlen eröffnen sich Informationen, die uns helfen, angemessene Entscheidungen zu treffen, die wiederum zu angemessenen Maß-

Das emotionale Hirn lernt sehr langsam, benötigt Übung und Wiederholungen, denn es geht um Verhaltensänderungen. Und Verhaltensweisen ändern sich nur durch Wiederholungen. Daniel Goleman

Der Strom der Gefühle Auch wenn wir nicht darauf achten: Wir sind ständig von irgendeiner Stimmung erfüllt. Es sind Hunderte oder sogar Tausende von kleinen Gefühlen, die kommen und gehen. Meistens machen wir uns keine großen Gedanken darüber. „Schöne“ Gefühle sind sowieso willkommen, „schlechte“ Gefühle werden unter den Tisch gekehrt. In der Regel werden wir nur dann auf unsere Emotionen aufmerksam, wenn sie sich aufgestaut haben und überkochen. Achten wir jedoch auf unsere Gefühle,

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nahmen führen, die den von uns gewünschten Umständen am nächsten kommen. Dieses Empfinden für das Richtige und für das Falsche signalisiert uns, ob das, was wir tun, mit dem, was uns gefällt, unseren Wertvorstellungen und unseren Bedürfnissen im Einklang ist oder nicht.

Auch dann, wenn wir meinen, ganz emotionslos geistige Dinge zu verfolgen, reden unsere Gefühle ständig „ein Wörtchen mit“. Es ist wichtig, ihnen dabei Gehör zu schenken, denn sie geben uns die richtige Richtung vor.

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Emotionale Intelligenz kann man erlernen

Die gute Nachricht. Im Gegensatz zum IQ können emotionale Kompetenzen erlernt werden – an jedem Punkt des Lebens. Es gibt keine Grenzen. Daniel Goleman

motionale Intelligenz ist wie Schlittschuhlaufen“, so beschrieb der deutsche Professor Dr. Hand einmal das Erlernen von sozialen Fähigkeiten. Was anfänglich ungewohnt erscheinen mag, kann schon bald zur guten Gewohnheit werden: Gefühl und Verstand vor dem Handeln in Einklang zu bringen. Dadurch zeichnen sich emotional intelligente Menschen aus. Sie haben insbesondere die folgenden sozialen Kompetenzen entwickelt oder trainiert, die zu den Grundpfeilern Emotionaler Intelligenz zählen.

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Die eigenen Emotionen kennen Selbstwahrnehmung – das Erkennen eines Gefühls, während es auftritt – ist die Grundlage der Emotionalen Intelligenz. Die Fähigkeit, seine Gefühle laufend zu beobachten, ist entscheidend für die psychologische Einsicht und das Verstehen seiner selbst. Wer seine Gefühle nicht kennt, ist ihnen ausgeliefert. Wer sich dagegen seine Gefühle bewusst machen kann, erkennt, aus welchen Komponenten seine persönlichen Einschätzungen bestehen und trifft

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können wir sie bereits im Vorfeld und abgestufter wahrnehmen und erleben und werden nicht von ihnen überrumpelt. Unser heutiger Lebensstil ist nicht besonders geeignet, mitten am Tage innezuhalten und in sich hineinzuhorchen. Dafür bräuchten wir Zeit, die wir meist nicht haben – oder anders gesagt: die wir uns nicht nehmen. Die Emotionen kommen nicht einfach dann auf, wenn wir Zeit dafür haben, sie kommen oft in unpassenden Momenten. Da sie sozusagen keine „Sendezeit“ erhalten, äußern sie sich oft in emotionalen Überreaktionen oder in körperlichen Reaktionen. Ein emotionales Bewusstsein – eine der tragenden Säulen emotionaler Intelligenz – beginnt, die Gefühle wahrzunehmen, die uns alle ständig begleiten. Ein emotionales Bewusstsein hat erkannt, dass unsere Gefühle alles prägen, was wir wahrnehmen, denken und tun. Das hat nicht nur Auswirkungen auf uns selbst und unser Verhalten. Unsere Gefühle wirken sich auch auf unsere Mitmenschen aus.

Wer sich von seinen Gefühlen weder beherrschen lässt noch sie verleugnet, kann auch die Gefühle anderer wahrnehmen und tolerieren.

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bewusste Entscheidungen – von der Wahl des Ehepartners bis zur Berufswahl.

Übung

Emotionen handhaben

Standort-Wechsel

Mit Gefühlen so umzugehen, dass man sie nicht als belastend empfindet, ist die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen, Angst, Schwermut oder Gereiztheit, die einen beschleichen, bewusst zu verarbeiten. Wer dazu in der Lage ist, erholt sich sehr viel schneller von Rückschlägen als andere, die Schwierigkeiten damit haben und deshalb oft von bedrückenden Gefühlen beschlichen werden.

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infühlungsvermögen (Empathie) ist eine der Säulen Emotionaler Intelligenz. Ab und zu die Perspektive zu wechseln, das trainiert das Einfühlungsvermögen und weckt gleichzeitig Ihr Interesse für andere Menschen. Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Autobahn. Hinter Ihnen drängelt ein ungeduldiger Autofahrer. Im Normal-

Emotionen in den Dienst eines Ziels stellen zu können, ist wesentlich für das Maß an Aufmerksamkeit, Selbstmotivation und Kreativität, das man aufbringen kann, um dieses angestrebte Ziel zu erreichen. Die emotionale Selbstbeherrschung und die eigene Impulsivität kontrollieren und gezielt einsetzen zu können, ist die Grundlage von Erfolg. Umgekehrt ist die Fähigkeit zur Begeisterung und zur Hingabe an eine Tätigkeit, „zum Fließen“, eine Befähigung zu herausragenden Leistungen.

Empathie/Mitgefühl Zu spüren, was andere fühlen – eine Fähigkeit, die auf der emotionalen Selbstwahrnehmung aufbaut –, ist die Grundlage für Menschenkenntnis. Wer einfühlsam ist, nimmt eher die kleinen Signale wahr, die mitteilen, was ein anderer braucht oder wünscht, und ist daher in der Lage, Rücksicht auf die Gefühle des Anderen zu nehmen.

Umgang mit Beziehungen Die Kunst, erfüllte Beziehungen zu führen, besteht zum großen Teil in der Kunst, mit den Emotionen anderer umzugehen. Soziale Kompetenz ist die Grundlage von Beliebtheit, Führungsfähigkeit und der Fähigkeit, aufmerksam mit anderen Menschen zu verkehren. Diejenigen, die über diese Fähigkeiten verfügen, sind erfolgreich in allem, was darauf beruht, reibungslos mit anderen zusammenzuarbeiten – sie sind „soziale Stars“. Wer seine Emotionale Intelligenz fördert, kann sich effektiver motivieren, die eigenen Stärken gezielter einsetzen und Schwächen gelas-

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Emotionen in die Tat umsetzen

Es im eigenen Interesse auch mal anders versuchen. Vielleicht braucht auch ein anderer „Verkehrsteilnehmer“ Verständnis.

sener akzeptieren. Emotional intelligente Menschen besitzen diese Fähigkeiten. Sie können Gefühle und Bedürfnisse erkennen, ihr Verhalten danach ausrichten und klug, rücksichtsvoll und einfühlsam im Zusammensein mit anderen Menschen handeln. Den Einsatz Emotionaler Intelligenz kann man erlernen. Eine beispielhafte Übung haben wir für Sie aufgeführt (s. Kasten). Bücher und Seminare können ebenfalls dabei helfen. Häufig genügt es allerdings schon, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und seine Sinne zu schärfen. Verständnis für die eigenen Gefühle und für die der Mitmenschen aufzubringen und sich in emotional „geladenen“ Situationen die Zeit zu nehmen, einen Moment nachzudenken und sein Verhalten zu überprüfen, ist ein guter Anfang. Wer darüber hinaus den Menschen und dem Leben gegenüber grundsätzlich positiv und optimistisch eingestellt ist, befindet sich bereits auf dem besten Weg, emotional intelligent zu handeln.

fall würden Sie sich vielleicht sehr über dieses ungebührliche Verhalten aufregen. Versetzen Sie sich statt dessen einfach einmal in die Lage des anderen. Das heißt: Keine wüsten Beschimpfungen, schon gar nicht durch starres Spurhalten gefährliche Situationen heraufbeschwören, sondern sich kurz Zeit nehmen, nachdenken und vielleicht zu dem Entschluss kommen: „Letzte Woche hatte ich es auch sehr eilig, ich hatte einen wichtigen Termin und stand unter Druck. Ich habe mich ähnlich verhalten. Vielleicht geht es meinem Hintermann jetzt auch so. Ich fahre nach rechts und lasse ihn vorbei.“ Durch diesen „inneren Dialog“ können Sie Ihre Emotionen steuern und in eine andere Richtung lenken. Sie werden sehen: Der Zorn verfliegt und weicht dem Verständnis für die Situation des anderen. Die Kette der darauf folgenden Emotionen – der eigenen und derjenigen des anderen – wird so gleich am Anfang gestoppt, und die Situation ist für alle Beteiligten erfolgreich gelöst. B U C H - T I P P

Daniel Goleman: Emotionale Intelligenz. München 1997, Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), 422 Seiten, ca. € 9,– Daniel Golemann: Der Erfolgsquotient. München 2000, Deutscher Taschenbuchverlag (dtv), 437 Seiten, ca. € 10,–

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Sicher haben Sie auch schon einmal mit anderen lauthals im Chor gesungen. Erinnern Sie sich an das Gefühl, das Sie danach hatten? Fühlten Sie sich befreit und gut gelaunt? Viele Menschen sagen, dass sie sich nach dem Singen glücklich fühlen. Ja sogar, dass sie sich schon einmal großen Schmerz von der Seele singen konnten oder sich durch das Singen zumindest besser fühlten.

 

Drückt’s dich wo, sing Dich froh.

verleiht der Seele Stimme Singen – dieses einzigartige Zusammenspiel von Stimmbändern und Atemluft ist das Musikinstrument unserer Seele. Singen kann als ein Ventil für seelischen Druck dienen. Musikwissenschaftler haben herausgefunden, dass Singen emotionale Spannungen abbaut und die Leistung und das Sozialverhalten fördert.

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eder kann es, doch die wenigsten tun es: singen. Früher war das Singen im Alltag eine Selbstverständlichkeit – und das bei vielen Gelegenheiten: in der Familie, im Freundeskreis, bei der Arbeit, beim Wandern oder für sich allein aus reiner Lust und Laune. Aber auch beim Marschieren oder bei Begräbnissen half die Stimme der Seele, sich zu befreien. Seit den sechziger Jahren nimmt die Sangesfreude der Deutschen stetig ab. Heutzutage wird nur noch selten gesungen und meist nur zu bestimmten Anlässen – beim Kirchenbesuch, beim Trauergottesdienst oder bei kirchlichen Trauungen.



Wer schon des Morgens dreimal schmunzelt, des Mittags nicht die Stirne runzelt, und abends singt, dass laut es schallt, wird hundertzwanzig Jahre alt.

 Volksweisheit

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Bestenfalls wird Popmusik nachgesungen. Der Musikwissenschaftler Karl Adamek hebt jedoch hervor, dass das Nachsingen oder Mitsingen von Popmusik einerseits wertvoll ist, weil es zum Singen anregt, andererseits macht der Mensch dabei auch die oft enttäuschende Erfahrung, dass er nicht so singen kann wie sein Vorbild. Das Imitieren anderer Stimmen führt dazu, dass die eigene Stimme verkümmert. Wer nachsingt, singt nicht mit seiner ihm eigenen Tonlage und Stimmfarbe. Nur wer mit seiner eigenen Stimme singt, kann vom positiven Effekt des Singens für die Gesundheit profitieren. Singen ist nicht mehr gesellschaftsfähig. Indes ergab eine Studie des Musikwissenschaftlers Karl Adamek, dass 90 % der Befragten gerne singen, besonders gemeinsam mit anderen. Die meisten bedauerten jedoch, so wenig Gelegenheit dazu zu finden.

Man braucht keine außergewöhnliche Begabung um zu Singen. Jeder Mensch kann singen. Zum Singen und zum klangvollen Sprechen benötigt man den ganzen Körper samt Herz und Seele – der Verstand wirkt dabei eher störend. Beim Singen werden psychologische Prozesse in Gang gesetzt, die offensichtlich Ängste bewältigen helfen. Nicht nur Kinder singen oder summen, wenn sie allein in den dunklen Keller gehen müssen. Dass Gesang auch bei der Verarbeitung von Trauer hilft, wissen die Menschen schon seit Jahrhunderten. Noch heute gibt es die Tradition, Klagelieder auf Begräbnissen zu singen und beim Verlust eines geliebten Menschen setzen sich in südländischen Kulturkreisen noch heute die Frauen ans Totenbett und stimmen Sterbegesänge an. Der Erfahrung von Musikwissenschaftlern zufolge entfaltet das Singen so genannte musiktherapeutische Selbstheilungskräfte. Singende Menschen seien lebensfroher, ausgeglichener, zuversichtlicher und hätten ein größeres Selbstvertrauen.

FOTO: DIGITALVISION

Singen

Volksweisheit

Feste und Feiern sind ein willkommener Anlass, ein Liedchen anzustimmen. Kinder singen besonders gern.

Für die energiespendende Wirkung des Gesanges liefert auch die Geschichte Belege: Der schleppende, rhythmische Gesang von Sklaven auf amerikanischen Baumwollfeldern war natürlich kein Ausdruck großer Lebensfreude – er half vielmehr, die Belastungen der beschwerlichen und


Wie entsteht unsere Stimme? Die Stimme ist kein Organ – sie ist nicht fassbar. Die Stimme entsteht in jedem Moment, in dem sie erklingt neu, und sie ist nur in der Gegenwart erlebbar. Sie entsteht durch eine feine Schwingung der Stimmbänder im Kehlkopf. Die Stimmbänder sind die feinen, membranähnlichen Ränder zweier 2 cm großer Muskelstränge, der so genannten Stimmlippen. Durch das Spannen und Entspannen und die Formveränderung der Stimmlippen werden von der vorbeistreichenden Atemluft die verschiedenen Töne gebildet. Die Atemluft hält dabei die Stimmlippen in Schwingung, wie der Geigenbogen die schwingende Geigensaite. Je größer die Dehnung, umso höher der Ton. Durch die Resonanz

Gemeinsam Musik zu machen und zu singen, verbindet auf eine „harmonische“ Art und Weise.

dieser Stimmbandschwingungen im Körper erhält ein Ton Fülle. Wichtig sind für das Singen auch die Lunge, das Herz, das Zwerchfell, ja sogar die Bauchdecken- Bein- und Gesäßmuskulatur, die dabei angespannt wird. Durch das „tönende Ein- und Ausatmen“ gerät der ganze Körper in Schwingung. Beim Singen atmen wir unwillkürlich tiefer. So wird der Organismus besser mit Sauerstoff versorgt, und Spannungen werden gelöst. Musikwissenschaftler vermuten, dass Singen die Freisetzung körpereigener Glücklichmacher, der Endorphine, stimuliert und so bei Krankheiten Linderung verschafft. Möglicherweise singen deshalb in ursprünglichen Kulturen Schamanen oder Medizinmänner am Krankenbett, um Beschwerden zu heilen.

sehr viel besser ab als jene, die sich ohne Lieder entspannt hatten.

Wir sollten öfter singen Seit Jahren beklagen Musikwissenschaftler, Psychologen und Pädagogen, dass die Deutschen zunehmend das Singen verlernen. Zwar singen in Deutschland circa 750.000 Menschen in ungefähr 20.000 Chören, doch das ist nicht einmal ein Prozent der deutschen Bevölkerung. Versuchen Sie es doch mal, Sie werden sehen, wie befreiend es sein kann, zu singen, wie wohl Sie sich fühlen, wenn Sie Ihrem Inneren Ausdruck verleihen. Und es muss dabei kein Klangerlebnis erster Güte sein. Jeder kann singen. Lassen Sie Ihre Stimme mal wieder erschallen: in der Badewanne, im Auto oder beim Wandern: Ein fröhliches Lied hebt die Stimmung. Wer jetzt Lust bekommen hat, seine Stimme gemeinsam mit anderen erklingen zu lassen, für den gibt es in unmittelbarer Nähe viele Angebote (www.chorverzeichnis.de oder bel-net.de/suchen/kultur/musik/ chor.htm). Um das Bewusstsein für das Singen in der Gesellschaft zu fördern, hat der Musikpsychologe Dr. Karl Adamek die Initiative Il canto-del mondo gegründet. Informationen gibt es unter www.ilcanto-del-mondo.org oder gegen Einsendung von drei Euro in Briefmarken bei Il canto del mondo, Sauerländerweg 2 a, 48145 Münster.

Die Stimmbänder

Membran Schildknorpel Stimmbänder

GRAFIK: DPNY

Eine Schweizer Studie konnte belegen, dass sich Schulkinder besser konzentrieren können, wenn sie häufiger singen. Im Rahmen der Untersuchung hatten 50 Klassen über mehrere Jahre hinweg das Fach Musik wöchentlich fünf anstelle der üblichen zwei Stunden. Die drei zusätzlichen Wochenstunden wurden gewonnen, indem die Hauptfächer eine Wochenstunde weniger unterrichtet wurden. Das überraschende Ergebnis: Im Vergleich mit anderen Schulen fielen die Leistungen nicht ab, trotz der geringeren Stundenzahl in den

Hauptfächern; und die Stimmung in den Klassen und der Umgang der Kinder miteinander hatten sich merklich gebessert. Singen belebt den Geist. Der Musikpsychologe Adamek konnte das in einem Test belegen. Er legte 34 seiner Versuchspersonen einen Konzentrationstest vor. Dabei mussten kleine mathematische Probleme gelöst werden. Nach dem ersten Testdurchlauf gab es für alle Probanden eine Pause. Dabei durfte sich die eine Hälfte der Testteilnehmer frei entspannen, die andere sollte singen. Nach 30 Minuten legte er beiden Gruppen einen weiteren Test vor. Ergebnis: Die singenden Versuchspersonen schnitten

FOTO: PHOTODISC

eintönigen Arbeit in der durch das Singen geschaffenen Gemeinsamkeit besser zu ertragen. Auch die so genannten Shantys der Seeleute wurden nur in seltenen Fällen aus Freude an der Arbeit gesungen. Der Gesang sollte in erster Linie für den nötigen Gleichklang beim Ziehen schwerer Taue sorgen und bei Sturm, Kälte und Wind mit freudigen Texten ein wenig aufmuntern. Singen hilft, die Aufmerksamkeit bewusst von unwillkommenen Aspekten einer Situation abzulenken. So können die durch die Situation hervorgerufenen Wahrnehmungen nicht völlig dominieren. Einem als beschwerlich empfundenen Moment kann durch das Singen ein positiver Aspekt hinzugefügt werden. Das unangenehme Gefühl wird so etwas abgemildert und kann in einigen Fällen sogar ganz ausgeräumt werden.

Luftröhre

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Essen & Trinken

FOT O: P HO TOD ISC

Shen Nung pflegte sehr auf Sauberkeit zu achten und kochte sogar sein Trinkwasser ab. Eines Tages wehte der Wind ihm einige Teeblätter in einen Kessel mit kochendem Wasser. Das Wasser verfärbte sich golden. Der Kaiser probierte das gefärbte Wasser und war angenehm überrascht vom köstlichen Aroma. So hatte der Wind dem „Reich der Mitte“ sein Nationalgetränk zugeweht, das sich von hier aus über die ganze Welt verbreiten sollte.

Die Welt des Tees

Tee ist Wohlbefinden

„Wer Tee trinkt, vergisst den Lärm der Welt“, sagt ein altes chinesisches Sprichwort. Auch in unserer Kultur steht eine Tasse Tee für Behaglichkeit und Entspannung. Nicht umsonst gilt auch bei uns manchmal die Devise: „Abwarten und Tee trinken.“ a es zu einer gesunden Lebensweise gehört, auch mal „die Seele baumeln zu lassen“, und da das bekanntlich mit einer Tasse Tee besonders gut geht, finden Sie hier über die zahlreichen Varianten des Tees, Tipps und Tricks für die Zubereitung und vielleicht noch einiges anderes, das Sie bislang noch nicht über das köstliche Getränk gewusst haben.

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Es gibt viele Legenden um die Entdeckung des Tees. Eine davon rankt sich um den Kaiser Shen Nung, der im Jahre 2737 vor Chr. in China lebte.

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Der grüne Tee spielt in der chinesischen Kulturgeschichte eine außerordentlich große Rolle. So zeigen viele historische Abbildungen Menschen beim Teegenuss. In China gibt es keine Geselligkeit ohne grünen Tee.

Grüner Tee galt damals als Heilmittel. Die Chinesen kurierten damit Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit und sogar Rheuma. Im Jahre 552 nach Christus brachten buddhistische Mönche, die den Tee tranken, um sich beim langen Meditieren wachzuhalten, auch den Japanern die Teezubereitung bei. Erst im 17. Jh. gelangte der Tee, fermentiert als schwarzer Tee, durch die Holländer von China schließlich nach Europa. (Der ursprünglich grüne Tee wurde fermentiert, um ihn haltbarer zu machen.) Hier wurde er, seiner heilenden Wirkung wegen, zunächst in Apotheken verkauft. Anfang des 20. Jh.s wurde es in Europa zu einer Mode, zum Tee auszugehen. „Tea-Houses“ und Hotels boten „Tea-Time“ und Teemenüs an. Tanzveranstaltungen, so genannte „Tanztees“, bei denen man sich dem Tee und dem Tango widmete, waren in den „goldenen“ zwanziger Jahren höchst beliebt.

Das Wesen des Tees Im weitesten Sinne ist Tee eine allgemeine Bezeichnung für Getränke aus Aufgüssen und Abkochungen bestimmter Pflanzenteile oder getrockneter Substanzen. Im engeren Sinne verstehen wir unter Tee die getrockneten Blattknospen und jungen Blätter des Teestrauchs (Camelia sinensis). Der immergrüne Teestrauch wird heute in den Arten var. sinensis (kleine Blätter) und var. assamica (große Blätter) kultiviert. Außerdem wurden Kreuzungen aus beiden Pflanzensorten (so genannte Hybride) gezüchtet, die heute auf den meisten Tee-Plantagen der Welt mit angebaut werden. Der grüne und der schwarze Tee werden aus den Blättern derselben Pflanze gewonnen (Camellia sinensis). Der Unterschied liegt allein in der Verarbeitung nach der Ernte. Schwarzer Tee wird fermentiert. Unter „Fermentation“ ist dabei ein Gärungsprozess zu verstehen, bei dem die Teeblätter unter Einfluss von Enzymen


Tee wird hauptsächlich in Indien, in China und in Sri Lanka angebaut. Die Ernte wird zu rund 75 % zu Schwarztee weiterverarbeitet, und nur zu 25 % zu Grüntee und zu halbfermentierten Teesorten, wie z. B. Olong. Bei der Herstellung von schwarzem Tee erfolgt zunächst das Welken, ein Feuchtigkeitsentzug durch starke Belüftung. Danach wird der Tee gerollt, um den Saft aus den Blättern herauszupressen und die Zellwände aufzubrechen. In Gärkammern wird der Tee anschließend bei 20 bis 28 °C zwei bis vier Stunden fermentiert. Dabei gewinnt er das für den schwarzen Tee typische Aroma und nimmt durch die Oxidation eine kupferrote Färbung an. Diese geht beim nachfolgenden Trocknen bei anfangs 90° C, später 40° C in die typische schwarze Farbe über. Wie bereits erwähnt, wird grüner Tee im Gegensatz zum schwarzen Tee nicht fermentiert, sondern nur durch

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Tee und Gesundheit Tee ist nicht nur gesund, er steigert auch das allgemeine Wohlbefinden. Tee ist ein praktisch kalorienfreies Getränk, das die so wichtigen Mineralstoffe Kalium, Fluor und Mangan liefert, als Schwarztee außerdem verschiedenste B-Vitamine. Je nach

Als Heilmittel wurde der Tee schon im alten China hoch geschätzt. Tatsache ist: Tee regt Kreislauf, Darm und Nieren an. Und Tee, vor allem grüner, kann vor Erkältungen schützen.

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Herkunft und Qualität enthalten die Blattknospen und Blätter 1 bis 5 % Koffein, kleine Mengen an Theobromin und Theophyllin, ätherische Öle, 7 bis 12 % Gerbstoffe sowie andere sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole). Diese wirken antibakteriell und beugen so Karies vor. Unterstützt wird dieser Effekt von dem im Tee enthaltenen Fluor, das die Zähne zusätzlich vor Karies schützt. Das Koffein des Tees, das früher Teein genannt wurde, ist identisch mit dem des Kaffees, liegt jedoch im Teeblatt in einer anderen Bindungsform vor. Nach dem Aufgießen des Tees mit kochendem Wasser gehen schon in den ersten beiden Minuten etwa 75 % des Koffeins in den Aufguss über. In diesem Fall herrscht die anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem vor. Bei längeren Brühzeiten (bis zu fünf Minuten) gehen auch die Gerbsäuren in Lösung, die dem Tee eine bittere Note geben. Die Gerbsäuren bilden mit dem Koffein eine schwer lösliche Verbindung, die vom Körper kaum noch aufgenommen wird. So ist die Wirkung des Koffeins bei Tee, der länger gezogen hat, dann entsprechend schwächer. Dafür bringen die Gerbstoffe großen gesundheitlichen Nutzen: Sie beruhigen Magen und Darm, haben eine leicht stopfende Wirkung, wirken entzündungshemmend und stärken die Blutgefäße.

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FOTO: GETTYIMAGES

Uhr

kurzes Rösten oder Dämpfen behandelt. Nach dem Rollen wird er getrocknet. Bei besonders hochwertigen Sorten geschieht dies in der Sonne. Grüner Tee ist vor allem in China, Japan und Indonesien beliebt, gewinnt aber auch hierzulande immer mehr Anhänger.

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(Oxigenasen) aus dem Zellsaft der Blätter mit dem Sauerstoff der Luft reagieren und sich dadurch verfärben. Beim grünen Tee werden die Blätter nicht fermentiert, sondern mit heißem Dampf behandelt oder über dem Feuer geröstet. Dadurch werden die Enzyme des Zellsafts inaktiviert, so dass der Tee sich nicht verfärbt, sondern seine ursprüngliche grüne Farbe behält.

Teepause

Teepause

Teepause

Mehr Leistung durch Grüntee: Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Leistungskurve eines Menschen mit (rot) und ohne Teegenuss (blau). Quelle: Deutsches Teebüro, Hamburg

FOTO: DPNY

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Mate-Tee

Tausend und ein Tee

FOTOS: DPNY

Obwohl Tee so vielfältig ist, wird bei uns fast nur Schwarz-Tee getrunken. MEDICOM möchte Ihnen einige Sorten vorstellen, die es wert sind, auch einmal probiert zu werden. Bei einigen handelt es sich gar nicht um Tee im klassischen Sinne, weil die „Teeblätter“ von anderen Sträuchern oder Kräutern stammen. Die heilende oder anregende Wirkung der „Neu“-Tees ist jedoch häufig vergleichbar mit derjenigen von Tee-Klassikern. Grüner Tee Der asiatische grüne Tee ist zugleich Genuss- und Heiltee. Da bei grünem Tee durch kurzes Dämpfen und anschließendes Trocknen der Blätter die Fermentation verhindert wird, bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe des Tees vollständig erhalten. So enthält grüner Tee nicht nur in kleiner Menge Vitalstoffe wie Vitamin A und C, B-Vitamine, Calcium, Kalium, Magnesium, Zink, Nickel, Fluor und Molybdän, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Saponine, Tannin und Catechine. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei in letzter Zeit dem Inhaltsstoff Epigallocatechingallat (EGCG), einem Wirkstoff aus der Gruppe der Catechine. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Catechine antioxidative Eigenschaften haben. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass EGCG antimutagen und antikanzerogen (vorbeugend gegen Krebs) wirkt und vor Erkrankungen der Koronargefäße schützt. Zudem können Catechine blutdrucksenkend wirken und die Bildung von Zahn-

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plaque verhindern. Weitere Eigenschaften, wie Wirkungen gegen Viren und Bakterien und entzündungshemmende Effekte, wurden bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen. Da grüner Tee mehr Koffein als schwarzer Tee enthält, dieses aber schonender abgibt, stabilisiert er zudem den Kreislauf und wirkt mild anregend. Mit dem gewöhnungsbedürftigen Geschmack kann sich jedoch nicht jeder anfreunden. Wer dennoch in den Genuss der gesundheitsfördernden Eigenschaften des grünen Tees kommen will, der sollte eine hochwertige Nahrungsergänzung mit Grüntee-Extrakten einnehmen. Zubereitung: 1 gestrichenen Teelöffel (2 Gramm) pro Tasse in die Kanne einfüllen, Wasser aufkochen und wieder abkühlen lassen (60 bis 75 °C), Tee aufgießen, 2 bis 3 Minuten ziehen lassen und abgießen. Viele chinesische Tees können mehrmals aufgegossen werden. Um die Bitterstoffe zu vermeiden, können Sie auch den ersten Aufguss wegschütten und erst den zweiten trinken.

Mate-Tee gilt als südamerikanisches Nationalgetränk. Die Blätter liefert der Matestrauch, der der uns bekannten Stechpalme (Ilex) sehr ähnlich ist. Der Tee ist erhältlich als grüner Mate („Mate Taragin“) oder geröstet als „Mate Real”. Schon die Indios schätzten Mate als „magischen Trank“ gegen Hitze, Hunger und Erschöpfung. Auch Mate-Tee enthält Koffein und Theobromin. Sein besonderer Bestandteil ist jedoch das Xanthin, beim Mate-Tee Matein genannt. Diese Substanz stimuliert das zentrale Nervensystem (wie andere Xanthine in Tee oder Kaffee auch). Mate-Tee wird aus einem speziellen Becher mit einem Trinkhalm aus Metall oder Holz, der so genannten Bombilla, getrunken. Zubereitung: 1 gestrichener TL pro Tasse; Blätter mit siedendem Wasser übergießen und je nach gewünschter Wirkung ziehen lassen: 1 bis 3 Min. = mildes Aroma, stark anregend; 4 bis 6 Min. = kräftiges Aroma, weniger anregend. Schmeckt kalt und heiß. Nicht auf Vorrat kochen, weil der Tee schnell seine Farbe verliert.

Lapacho-Tee (Inka-Tee) Lapacho-Tee ist ein sehr bekömmlicher, erfrischender und vitalisierender Tee mit einem zarten, leicht rauchigen Aroma. Er wird aus der inneren roten Rinde des südamerikanischen Lapachobaums gewonnen und ist reich an Mineralien wie Eisen, Calcium, Kupfer, Mangan und Magnesium. Dem Lapacho-Tee werden auch heilende Wirkungen zugeschrieben. Er soll Linderung schaffen bei Allergien und Pilzerkrankungen, aber auch bei Blutarmut, Arterienverkalkung, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden u. v. m. Zubereitung: Pro Tasse 1 gestrichener TL; in kochendes Wasser geben, 5 Min. köcheln und noch weitere 10 bis 20 Min. ziehen lassen und dann abseihen. Schmeckt heiß und kalt.

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Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken. Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt. Bist du niedergeschlagen, wird Tee dich ermutigen. Chinesische Weisheit


Vitalstoff-Rezept Jetzt ist es wieder so weit: Der Frühling zieht auch in unsere Küchen ein. Mit den angenehmeren Temperaturen haben wir wieder mehr Lust auf Exotik und leichte Kost. Das hat auch seinen Grund: Der Körper braucht nach dem langen Winter mehr Vitamine. Das spüren wir an unserem Appetit auf Gesundes. Hier ist genau das Richtige für die Mittagspause oder ein leichtes Abendessen. MEDICOM wünscht Ihnen guten Appetit.

Ratatouille mit Dinkel und Reis (Für 1 Person)

Zubereitung

Das Gemüse zusammen mit dem Getreide anrichten.

100 g 80 g 60 g 50 g 50 g 30 g 5g

Tomaten Zucchini Dinkel (Grünkern) rote Paprika Auberginen Vollkornreis Olivenöl Jodsalz Knoblauch frisch gemahlener Pfeffer

§

Nährwertangaben

§

§

Zutaten

§

Tomaten schälen und klein schneiden, Aubergine, Paprika und Zucchini in Streifen schneiden und zusammen mit dem fein gehackten Knoblauch in dem Olivenöl ca. 20 Minuten dünsten.

§

Dinkel und Reis miteinander vermengen und mit ca. 200 ml Wasser aufkochen lassen. Das Getreide bei schwacher Hitze ausquellen lassen, bis das Wasser aufgebraucht ist.

(Pro Portion) Energie Eiweiß Fett Kohlenhydrate Ballaststoffe

416 kcal 14 g 8 g 68 g 12 g

Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B6 Vitamin C Magnesium Calcium Cholesterin

0,5 0,2 1,0 45 166 75 0

mg mg mg mg mg mg mg

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Leserbriefe

Sehr geehrter Herr Margardt,

Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen? Oder interessante Tipps zum Thema „Gesund werden – gesund bleiben“ an andere Leser weitergeben? Dann schreiben Sie uns! Unsere Anschrift lautet: MEDICOM-Redaktion, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe.

Diabetes MEDICOM 24 Ihr Bericht über Diabetes in der 24. Ausgabe war zwar vom Inhalt her nicht neu für mich, aber dennoch in seiner detaillierten Form interessant und sicher hilfreich für viele andere Diabetiker. Vor etwa einem Jahr wurde bei mir Diabetes Typ 2 festgestellt. Ich bekam zur Behandlung Antidiabetika. Mit dieser Lösung konnte ich mich nicht anfreunden, denn alles, was wirkt, hat auch Nebenwirkungen. Ich suchte verzweifelt nach Alternativen. Ich beschaffte mir entsprechende Literatur (Diabetes, Sport, Vitamine) und beschäftigte mich ausgiebig damit. Ich war erstaunt, was mit einer ausreichenden Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen erreicht werden kann, in Verbindung mit Sport und einer ausgewogenen, fettarmen Ernährung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht einmal geahnt, welche Folgen eine Vitalstoff-Unterversorgung hat. Ich begann zunächst zu laufen, stellte meine Ernährung um und kaufte mir verschiedene Vitamin- und Mineralstoffpräparate in der Apotheke. Als ich kurze Zeit darauf eine Werbesendung von Ihrem Haus erhielt, stellte ich sofort fest, dass dieser Weg der Vitalstoffversorgung nicht nur durch die unkomplizierte Bestellung und Zustellung bequemer für mich ist, sondern auch wesentlich preiswerter. Ich wurde umgehend Kunde in Ihrem Hause und bin zufrieden. Seither bestelle ich als Diabetiker, um ganz sicherzugehen und um Folgeerkrankungen vorzubeugen, Ihr Nobilin Premium. Zusätzlich Vitamin E Forte, 38

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Knoblauch Dragees, Folsäure sowie Omega-3-Fettsäuren. Hierdurch habe ich ein Maximum an Vitaminen, ohne die Grenzwerte zu überschreiten. Daneben nehme ich am Abend ein Chrom-ZinkPräparat für Diabetiker. Also alles, was Sie im Bericht beschrieben haben. Zusammen mit der Ernährungsumstellung und regelmäßigem Sport konnte ich die Antidiabetika absetzen und reguliere nun meinen Zuckerspiegel ohne Tabletteneinnahme. Mein Gewicht habe ich von 82 kg auf 71 kg senken können. Ich bin ganz sicher, dass die Zusatzversorgung mit Vitalstoffen dazu beigetragen hat, dass sich sowohl meine Blutwerte als auch mein Blutdruck wesentlich verbessert haben. Ich kann nur jedem Betroffenen raten, im Rahmen seiner Eigenverantwortung zu Vitalstoffen zu greifen. Zum Schluss möchte ich noch zwei Tipps für Diabetiker weitergeben. 1. Neben Ausdauersport sollte wenigstens 3x wöchentlich ca. eine dreiviertel Stunde leichter Kraftsport betrieben werden. Dies ist notwendig, um einem Muskelabbau vorzubeugen bzw. um Muskeln aufzubauen. Nur im Muskelgewebe wird überschüssiges Fett verbrannt. Also: je weniger Muskelmasse, desto weniger Fettverbrennung beim Ausdauersport. 2. Wer eine ausreichende Menge an Vitalstoffen zu sich nimmt und Sport treibt, sollte sich vom Hausarzt grundsätzlich die Laborwerte aushändigen lassen und mittels eines Taschenbuches („Laborwerte deuten“) nachvollziehen. So ist ersichtlich, welche Werte sich verbessert haben bzw. welche Werte noch gezielt zu optimieren sind. Mit freundlichen Grüßen

vielen Dank für Ihre ausführliche Schilderung, wie Sie mit Vitalstoffen und viel Bewegung positiv Ihren Diabetes beeinflussen. Wir freuen uns, dass wir Sie mit den Produkten aus unserem Sortiment dabei unterstützen können und Sie mit unserem Service zufrieden sind! Wir möchten mit dem Abdruck Ihres Leserbriefs gerne anderen Diabetikern unter unseren Lesern die Möglichkeit geben, von Ihren Erfahrungen zu profitieren. Und Sie haben ganz Recht: „Sport und Bewegung“ ist eine der wichtigsten der fünf Säulen einer erfolgreichen Diabetes-Behandlung. Mit der zusätzlichen Einnahme von Vitalstoffen können Sie zudem dazu beitragen, Ihren Körper mit vielen Antioxidanzien zu versorgen, die wichtig für die Abwehr von Freien Radikalen sind. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg dabei, auf diesem Weg Ihre Werte zu optimieren, sowie viel Spaß beim Lesen der nächsten MEDICOM-Ausgaben.

Korrektur Medicom 24 Leider müssen wir eine Korrektur korrigieren. In der Medicom 24 korrigierten wir auf der Seite 38 eine Aussage aus dem Titelthema der Medicom 23 und verwendeten folgende Formulierung: „Beim Rauchen von 20 Zigaretten täglich wird die Lunge mit bis zu 150 mg Teer belastet, das entspricht dem Volumen einer Kaffeetasse.“ Leider ist dieser Vergleich nicht ganz korrekt. Es muss heißen: „Beim Rauchen von 20 Zigaretten täglich wird die Lunge mit bis zu 150 mg Teer belastet, das entspricht etwa einem Viertel bis halben Eierlöffel voll.“

Impressum Herausgeber:

Verlag, Redaktion, Gestaltung: Druck:

Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. (0 50 41) 78-0 Fax (0 50 41) 78-11 69

DPNY communications Hofmann-Druck

„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG; sie erscheint fünfmal jährlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

H.-J. Margardt, Wermelskirchen

Wir behalten uns vor, Leserbriefe zu kürzen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen kann keine Haftung übernommen werden.


1. Preis: Gesundheitsferien in der Klinik im Hofgarten

Lösung:

Kreuzworträtsel

Lösungen aus dem Dezember-Heft

Und so können Sie gewinnen Haben Sie das richtige Lösungswort? Dann schreiben Sie es auf eine Postkarte, und schicken Sie diese an: MEDICOM-Redaktion, Stichwort: „Preisrätsel“, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. Einsendeschluss ist der 31.07.2003 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. S C H O N

G E W U S S T ?

Warum eine Krähe der anderen kein Auge aushackt Richtig muss es heißen: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, wenn sie mit ihr verwandt ist! Wissenschaftler beobachteten das Verhalten von Krähen, wenn eine von ihnen einen besonders „dicken Fang“ gemacht hat. Hat eine Krähe eine Beute gefunden, die sie nicht sofort verschlingen kann, muss sie sich mit Futter-Neidern aus den eigenen Reihen herumschlagen – normalerweise. Die Wissenschaftler beobachteten jedoch auch ein anderes Verhalten. Einige der Artgenossen sehen nämlich von einer Attacke ab. Sie nähern sich dem ersfolgreichen Vogel eher zöger-

lich und scheu. Wunderlicherweise bekommen Krähen, die sich so verhalten, oftmals ein paar Bissen geschenkt. Die Wissenschaftler wollten nun wissen, was die Vögel zu solch untypischem Handeln veranlasst und fanden heraus: Die Verwandtschaft macht´s. Einzigartig in der Vogelwelt, ist Krähenblut offenbar dicker als Wasser.

FOTO: SWATON/OFFERMANN, www.wildvogelhilfe.org

Liebe Rätselfreunde, diesmal geht es bei dem Lösungswort um etwas, das gut für die Durchblutung ist. Tragen Sie die Buchstaben in den nummerierten Feldern in der richtigen Reihenfolge ein. 1. Preis: eine Woche Gesundheitsferien in der Klinik im Hofgarten, Bad Waldsee, für zwei Personen im Wert von 1.300,- Euro. 2. bis 4. Preis: Je ein Ratgeber „Emotionale Intelligenz“, erschienen bei dtv.


MEDICOM – immer an Ihrer Seite „Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ – das ist unser Motto. Die MEDICOM steht Ihnen mit sinnvollen Produkten in Ihrem Alltag zur Seite. Wir wollen, dass Sie Ihren Tag mit der Gewissheit erleben, Ihre Gesundheit aktiv zu unterstützen. Mit den Produkten von MEDICOM können Sie Ihre Gesunderhaltung auf anspruchsvollem Niveau fördern. Ob Sie bei Ihrer Vitalstoffversorgung auf Nummer Sicher gehen wollen oder ob Sie einen bestimmten Bedarf Ihres Körpers gezielt ausgleichen wollen – wir versuchen Ihnen immer das zu bieten, was Ihnen und Ihrer Gesundheit dienlich ist. Haben Sie Fragen zum Thema „Gesundheit und Vitalstoffe“? Die Mitarbeiter unserer wissenschaftlichen Abteilung werden Ihnen gerne all Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch am Telefon beantworten. Auch unser Kundendienst gibt Ihnen gern Auskunft zu unseren Produkten. Sie erreichen beide unter einer gebührenfreien Telefonnummer. Ihre Zufriedenheit und Ihre Gesundheit stehen bei der Medicom Pharma AG an erster Stelle. Unser Bestreben ist es, Ihrem Vertrauen, das Sie uns als Kunde entgegenbringen, in jeder Form gerecht zu werden – sowohl

mit unseren hochwertigen Produkten als auch mit sinnvollen Serviceleistungen. Bei der Herstellung unserer Produkte verwenden wir nur die hochwertigsten Rohstoffe – damit die Wirkstoffe vom Körper optimal genutzt werden können. Die Herstellung erfolgt nach dem strengen GMP-Standard. Wenn Sie ein Produkt der MEDICOM erwerben, dann entscheiden Sie sich für Qualität. Bei der MEDICOM endet die Beziehung zum Kunden nicht mit der bezahlten Rechnung. Mit unseren Serviceleistungen – die weit über das Übliche hinausgehen – wollen wir Ihr Partner in Sachen Gesundheit sein: Sie bekommen als Kunde 5-mal im Jahr das Kundenmagazin MEDICOM. Sie erhalten auf all unsere Produkte eine Geld-zurück-Garantie. Sie erhalten Ihre Produkte innerhalb von 48 Stunden frei Haus gegen Rechnung. Sie können unsere Produkte per Post, per Fax, am Telefon und im Internet anfordern. Und als Sammelbesteller erhalten Sie einen interessanten Preisnachlass. Wir wollen alle Ihre Bedürfnisse in Sachen Gesundheit befriedigen und Ihnen in Ihrem täglichen Leben zur Seite stehen. Wir sind für Sie da. Wir sind Ihr Partner in Sachen Gesundheit.

Im Internet: www.medicom.de • Kostenlose Ernährungsberatung: 0800 73 77 730

MEDICOM Magazin – Emotionale Intelligenz  
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