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AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATION FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 1. Ausgabe, April 1998

Frühjahrs-

müde? Warum uns die Frühjahrsmüdigkeit befällt und wie man sie bekämpft So bringen Sie jetzt Ihren Stoffwechsel auf Touren Frühjahrsputz für die Haut: Einfache Pflegetips für zuhause

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Herausgeber: Medicom Pharma AG Carl-Buderus-Straße 7, D-30455 Hannover, Tel.: (05 11) 9 49 70 - 0 Fax: (05 11) 9 49 70 - 69 Verlag/ Redaktion/ Gestaltung:

DPNY communications,

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Eller repro+druck

„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG und erscheint in einer Auflage von 265.000 Exemplaren.


Liebe Leserinnen, liebe Leser, W

ir freuen uns, Ihnen heute die erste Ausgabe von „MEDICOM“ präsentieren zu können. Ein Ratgeber in Gesundheitsfragen, der Sie mit vielen Informationen auf dem Weg zu mehr Lebensqualität begleiten möchte. Mit „MEDICOM“ möchten wir Ihnen Neues, Wissenswertes und hoffentlich Interessantes aus dem Gesundheitswesen und der Gesundheitspflege sowie aus der medizinischen Forschung vorstellen. Wissenschaftliche Entdeckungen gehören ebenso

zu unseren Themen wie gesetzliche Neuerungen oder solche „bewährten Hausmittel“, die auch nach modernen Erkenntnissen aktuell sind. Unsere erste Ausgabe steht ganz im Zeichen des Frühlings. Sie erfahren, warum uns die Umstellung auf die neue Jahreszeit manchmal zu schaffen macht. Und Sie finden wissenschaftlich gesicherte Tips, wie Sie die wechselhafte Jahreszeit möglichst gesund und vital genießen können – nach dem Motto: „Mit viel Schwung in den Frühling“. Darüber

hinaus berichten wir über ein neues Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Arteriosklerose, beleuchten die gesetzlichen Neuerungen zum Thema Zahnersatz und greifen interessante Meldungen aus den Bereichen Gesundheit und medizinische Forschung auf. Lassen Sie sich unterhaltsam informieren von „MEDICOM“.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Medicom Pharma AG

I n h a l t Kurzmeldungen Aktuelles aus Forschung & Wissenschaft 4 Querschnittslähmung - Hoffnung für Gelähmte? 6

weiterführende Informationen zu den Artikeln:

Neues aus der Forschung Arteriosklerose - Neues Untersuchungsverfahren 7

natürliche Heilverfahren, alternative Krankenversicherung Securvita BKK BUND: 0 18 02 / 67 21 67

Gesundheit & Recht Feilschen beim Zahnersatz

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Bewegung & Fitness Schwimmen: das Rundum-Programm

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Titelthema Frühjahrsmüdigkeit - warum sie uns befällt Tips für Frühjahrsmüde

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Körper & Seele Frühjahrsputz für die Haut

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Gesund Essen Winterspeck ade Unser Vitalstoffrezept

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Tinnitus (Ohrengeräusche): Deutsche Tinnitus-Liga e.V., Am Lohsiepen 18, 42369 Wuppertal künstliche Bandscheibe: Prof. Schönmeyr Dr. Horst-Schmidt-Kliniken 100, 65199 Wiesbaden Arteriosklerose (Kalk-Screening): Universitätsklinik Erlangen/Nürnberg, Tel.: 0 91 31 / 85 39 16 (EBCT-Center) Zahnlabore im Ausland: INTERMED, Tel.: 0 60 24 / 6 30 50-7

Rubriken Editorial Leserbriefe Impressum

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Medicom Pharma AG, wissenschaftliche Beratung zu Fragen der Ernährung, Tel.: 01 30 / 168 165

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Akupunktur gegen Migräne Wer ständig Kopfschmerzen hat, kennt das Problem: Oftmals helfen schulmedizinische Therapien nicht mehr weiter. Deshalb hat der Bundesverband der Innungskrankenkassen in einer Studie eine alternative Heilmethode getestet: Akupunktur. 1.400 Menschen mit Migräne oder ständigen Kopf- und Rückenschmerzen haben sich für Forschungszwecke der chinesischen NadelTherapie unterzogen. Das Ergebnis: Bei fast 85 Prozent der Betroffenen verschwanden oder besserten sich die Beschwerden durch die Behandlung. Auch im Kostenvergleich schneidet die Therapie besser ab. Einmal Pieken ist rund ein Drittel billiger als eine schulmedizinische Behandlung. Einziger Nachteil: Nicht alle Krankenkassen übernehmen die kompletten Behandlungskosten. + + + + + + + + + + + + + + + + +

Künstliche Bandscheibe erprobt Wiesbaden. In einer Pilotstudie erprobten Wiesbadener Neurochirurgen der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken

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eine künstliche Bandscheibe. Unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Schönmeyr wurden 11 Patienten die aus Amerika importierten künstlichen Bandscheiben implantiert. Alle Patienten litten zuvor unter chronischen Rückenschmerzen aufgrund einer degenerativen Bandscheibenerkrankung, bei der jeweils nur ein Segment betroffen war. Anstelle der Bandscheiben wurden den Patienten zwei Kunstkissen aus einem biegsamen Polyäthylenmantel eingesetzt. Die mit dem Kunststoff-Gel „Hypan“ gefüllten daumennagelgroßen Kissen, passen sich der Bewegung der Wirbelsäule an und verhindern so das schmerzhafte Aneinanderscheuern der Wirbelkörper.

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Musik streßt Jogger North Carolina, USA. Wer täglich seine Runden im Park dreht, sollte den Walkman zu Hause lassen. Denn entgegen dem Eindruck vieler Läufer, daß Musik beschwingt und einen „leichteren Fuß“ macht, hat eine Studie der University of North Carolina jetzt ergeben, daß Musikgenuß beim Joggen eher schädlich ist. Die Daueruntermalung erhöhe sowohl den Kortisonspiegel als auch die Hauttemperatur und könne, so die Forscher, psychosomatische Strapazen – etwa Magen- und Darmprobleme auslösen. + + + + + + + + + + + + + + + + +

Von den elf Patienten leben neun bereits seit über einem Jahr beschwerdefrei und können wieder ihren Beruf ausüben, ein Teilnehmer leidet noch unter leichten Beschwerden. Lediglich bei einem Patienten mußten die Kunstkissen wegen anhaltender Schmerzen wieder entfernt und Wirbelkörper versteift werden. Nun soll das Verfahren in einer größeren Studie mit fünf anderen deutschen Kliniken erprobt werden.

Wachstum durch Licht? Der Volksmund sagt: Wer wachsen will, möge sich in den Regen stellen. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Das wissenschaftliche Magazin „Nature“ veröffentlichte das erstaunliche Ergebnis einer Studie der Universität Wien. Die Wissenschaftler untersuchten die Daten von 500.000 Wehrpflichtigen der letzten zehn Jahre und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Nicht nur


Pflanzen wachsen mit Licht viel besser. Auch die Größe der Wehrpflichtigen stand in Bezug zum Geburtstermin. Offensichtlich existiert eine Verbindung zwischen Sonnenscheindauer im Geburtsmonat und späterer Körpergröße. Im April Geborene waren im Alter von 18 Jahren durchschnittlich 0,6 Zentimeter größer als Oktober-Kinder. Die Forscher der Universität Wien liefern auch eine Erklärung: Die bekanntermaßen lichtabhängige Zirbeldrüse könnte das Wachstum durch ihre Hormontätigkeit beeinflussen. + + + + + + + + + + + + + + + + +

Obst und Gemüse ersetzt Medikamente?

Mit Hilfe der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) konnten jetzt Bilder der Region aufgezeichnet werden, die den Forschern wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung wirksamer Heilmethoden liefern. In Deutschland leiden ca. eine Million Menschen unter den quälenden Ohrgeräuschen. + + + + + + + + + + + + + + + + +

Wer später entbindet, lebt länger Boston, USA. Spätgebärende leben länger als junge Mütter. Das haben Forscher der Harvard Medical School jetzt herausgefunden. Sie verglichen in einer Studie eine Gruppe von 100jährigen, mit einer Kontrollgrup-

Boston, USA. Das zumindest legt eine Studie der Harvard Medical School nahe. Die Teilnehmer der Testgruppe nahmen die doppelte Obst- und Gemüseration und weniger Fett zu sich als die Kontrollgruppe. Bereits innerhalb von 14 Tagen senkte sich der Blutdruck der Probanden deutlich. Damit wollen die Wissenschaftler beweisen, daß mit entsprechender Ernährung Wirkungen erzielt werden können, die sonst nur mit teuren Medikamenten zu erreichen sind.

Buffalo, USA. Erstmalig gelang es US-Forschern, diejenigen Gehirnregionen zu identifizieren, die für Tinnituserkrankungen verantwortlich sind. Die Lärmquelle, die Millionen Menschen qualvolle Summ-, Klingel- und Pfeifgeräusche beschert, sitzt im Hörfeld der Großhirnrinde und ist walnußgroß.

Mehr Sex für ein längeres Leben Südwales. Erfreuliche Nachricht für Genießer: Männer, die regelmäßig Sex haben, leben länger. Forscher der Universitäten Bristol und Belfast haben herausgefunden, daß die Lebenserwartung mit der Anzahl der Orgasmen steigt. Seit 1979 beobachten die Wissenschaftler eine Gruppe von 918 Männern aus Südwales. Ergebnis der Beobachtungen: Die Probanden, die mindestens zweimal pro Woche der „schönsten Beschäftigung der Welt“ frönten, senkten ihr Sterblichkeitsrisiko um etwa die Hälfte gegenüber den Sexmuffeln (die seltener als einmal pro Monat Sex hatten). Worauf dieses erfreuliche Ergebnis zur Gesundheitsvorsorge zurückzuführen ist, und ob die These gleichermaßen für Frauen gilt, haben die Mediziner bisher noch nicht herausgefunden. + + + + + + + + + + + + + + + + +

Rauhe Stimme ab 70?

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Ohrgeräusche entstehen im Gehirn

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pe von Frauen, die im Jahr 1969 verstarben. Ergebnis: Die älteren Frauen bekamen viermal häufiger erst ab dem 40. Lebensjahr ihre Kinder. Das legt die Vermutung nah, daß ältere Mütter langsamer altern. Durch die späte Geburt setzen die Wechseljahre der Frauen ebenfalls später ein. Das bedingt eine längere Bildung von Sexualhormonen. Und diese schützen vor bestimmten Alterskrankheiten.

Daß die Stimme – vornehmlich von Männern – im Alter oft rauher klingt, liegt an altersbedingten Umbildungen des Stimmapparates im Kehlkopf. Die veränderte Stimme der Betroffenen verliert dadurch an Kraft und Dynamik und kann sich dann ungewohnt heiser oder rauh anhören. Doch vor dem 70. Lebensjahr ist mit dieser natürlichen Stimmveränderung nicht zu rechnen, denn die Sprechorgane altern langsamer als der übrige Körper. Bei Frauen tritt diese Stimmveränderung weniger ausgeprägt auf als bei Männern. Wer diese als sehr störend empfindet, kann sowohl operativ als auch logopädisch mit Sprech- und Atemübungen dagegen angehen.

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Stärkt der Glaube das Immunsystem? Daß der Glaube und der regelmäßige Besuch der Kirche gut für die Seele sind, ist unbestritten. Daß sich aber auch das körperliche Wohlbefinden verbessern kann, stellte jetzt eine Gruppe amerikanischer Wissenschaftler fest. Bei der Befragung und Untersuchung älterer Menschen schnitt

übernimmt. Mit einem Beitragssatz von 12,7 Prozent zählt die Securvita BKK derzeit zu den preisgünstigsten Kassen. Eine private Zusatzversicherung mit Beitragssätzen ab 29 Mark monatlich, wird ebenfalls angeboten: Die Versicherung „VerBUND“ übernimmt zusätzlich z. B. 80 Prozent der Kosten für Behandlungen bei Naturheil-Ärzten ohne Kassenzulassung und bei Heilpraktikern. Voraussetzung für den Versiche-

rungsabschluß ist die Mitgliedschaft beim BUND.

Querschnittslähmung

Hoffnung für Gelähmte? das Immunsystem der Gläubigen deutlich besser ab. Doch die Forscher stellen klar, daß ein Zusammenhang von Glaube und Widerstandskraft damit nicht bewiesen sei. Denn es bleibt die Frage, ob der Glaube das Immunsystem positiv beeinflußt oder ob gesunde ältere Menschen die Kirche einfach häufiger aufsuchen. + + + + + + + + + + + + + + + + +

Bund erstattet Kosten für Naturheilverfahren Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bietet jetzt eine Krankenversicherung an, die auch Kosten für naturheilkundliche Behandlungen übernimmt. Das Angebot „Umwelt und Gesundheit“ besteht aus der Versicherung bei der Securvita BKK, die neben den Kosten für schulmedizinische Behandlungen auch die Kosten für seriöse Naturheilverfahren wie Akupunktur, Homöopathie, anthroposophische Medizin

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Ein Transplantationsversuch des Londoner Neurobiologen Geoffrey Raisman weckt neue Hoffnung für Querschnittsgelähmte. In einem Experiment gelang es dem englischen Forscher, das zerstörte Rükkenmark bei gelähmten Ratten zu regenerieren. Die Idee für den Versuch lieferte ihm die Entdekkung, daß bei einem gewöhnlichen Schnupfen zerstörte Verbindungen zwischen den Riechnerven der Nasenschleimhaut wieder zusammenwachsen können. Ausschlaggebend für die Regeneration sind dabei die sogenannten Hüllzellen der Riechnerven. Sie bilden das Stützwerk, an dem zerstörte Nervenfasern entlangwachsen. Diesen Regenerationsprozeß übertrug Raisman auf gelähmte Vierbeiner. Er entnahm den Tieren Hüllzellen aus der Nasenschleimhaut und injizierte die körpereigene Substanz genau dort, wo das Rückenmark zerstört war. Diese Transplantation löste die Regeneration des Rückenmarks aus.

Nach und nach konnten die Tiere ihre zuvor gelähmten Vorderpfoten wieder bewegen. Ob sich der Versuch auf den Menschen übertragen läßt, ist noch nicht geklärt. Der Erfolg des Experimentes läßt den Forscher jedoch hoffen, daß diese Transplantationsart in Zukunft auch beim Menschen positive Ergebnisse erzielen könnte.


Fortschritt in der Arteriosklerose - Forschung

Neues Verfahren spürt Arterienengpässe früher auf M

eist finden die Mediziner sie erst, wenn sie schon Schäden angerichtet haben: die Ablagerungen in den Arterien, im Volksmund auch „Verkalkungen“ genannt. Die kalk- und cholesterinhaltigen Ablagerungen, die zur Verengung der Gefäßwände führen, wachsen langsam und unbemerkt. Bisher ließen sie sich häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostizieren. Ein neues Verfahren, das die Früherkennung wesentlich vereinfacht, wurde jetzt an der Universität Essen entwickelt: die ElektronenstrahlComputertomographie (EBCT). Dabei wird der Patient, ähnlich wie in anderen Computertomographie-Untersuchungen, in eine metallene Röhre geschoben. Mit Hilfe eines

Arteriosklerose-Prozeß: 1.

2.

3.

1. Gesunde Arterie

2. Unbemerkt lagern sich LDLCholesterin und Kalk in den Gefäßwänden an. Nach und nach bildet sich ein faseriger Belag (Plaque), der den Blutstrom behindert. 3. Was sich über Jahre unbemerkt entwickelt hat, kann in einem Moment zur tödlichen Gefahr werden: Schon ein kleiner Blutpropf ist jetzt in der Lage, das Gefäß völlig zu verschließen und die Blutversorgung des Herzens zu unterbrechen.

Hauptschlagader Große Herzvene

Lungenschlagader

schon durch Einengungen von unter 50 Prozent ausgelöst. Zu einem Zeitpunkt also, da der Patient selber noch keine Symptome spürt. Seit Herbst 1997 wird die EBCT, das sogenannte „Kalk-Screening“, an Universitätskliniken (z. B. in Erlangen) sogar als Routineuntersuchung angeboten. Damit tragen die Mediziner den Ergebnissen von Studien Rechnung, die belegen, daß sich bei 95 Prozent aller Herz-KreislaufErkrankungen, die durch Arteriosklerose verursacht werden, bereits 20 Jahre vor Ausbruch der Krankheit Cholesterin und Kalk an den Gefäßwänden ablagern.

Linker Vorhof

Rechter Vorhof

Je länger die Ausbildung, desto geringer das Herzinfarkt-Risiko Rechte Herzkammer

Linke Herzkammer

Hier droht Gefahr: In den Herzkranzgefäßen können sich Blutgerinnsel festsetzen und den Blutfluß im Herzen blockieren.

elektronisch erzeugten Röntgenstrahls, der sich in hoher Geschwindigkeit um seinen Körper dreht, werden pro Minute circa 40 Schnittbilder seines Herzens angefertigt. Mit ihnen ist es möglich, selbst kleinste Kalkablagerungen (arteriosklerotische Plaques) in den Gefäßen sichtbar zu machen, die auf eine arteriosklerotische Veränderung hindeuten. Ein wichtiger Fortschritt in der Früherkennung, denn die bisher eingesetzten Diagnose-Verfahren (wie z. B. das Belastungs-EKG) geben erst zu einem Zeitpunkt Aufschluß über Engstellen in den Herzkranzgefäßen, wenn diese bereits 50 - 70 Prozent des Gefäßdurchmessers betragen. Vielfach werden Herzinfarkte jedoch

Der Epidemiologe Ulrich Keil untersuchte in einer Studie die Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland. Erstaunlichstes Ergebnis seiner Analyse: Je länger die berufliche Ausbildung, desto geringer das Risiko, an einem Herzinfarkt zu erkranken. „Bei Arbeitern, deren Ausbildungsdauer unter zehn Jahren liegt, haben wir fast doppelt so viele Sterbefälle wie in der Gruppe mit mehr als elf Ausbildungsjahren“, so Keil. Damit widerlegt er die lange geläufige These, bei Herzinfarkten handle es sich um eine typische „Managerkrankheit“. Obwohl Führungskräfte täglich hohen Belastungen ausgesetzt sind, schneiden sie in der Studie bedeutend besser ab. Warum? In der Führungsebene wird weniger geraucht, gesünder gegessen und mehr Sport getrieben, als es noch in den 50er Jahren der Fall war. Die gesündere Lebensweise und der Vorteil, keinem äußeren Druck durch Schicht- und Akkordarbeit ausgesetzt zu sein, minimiere die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedeutend.

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Neue Regelung der Krankenkassen

Feilschen um Zahnersatz kann sich lohnen er in diesem Jahr plant, sich mit Kronen, Brücken oder Zahnprothesen ärztlich versorgen zu lassen, sollte sich im Vorfeld gut über die Kosten informieren. Denn seit dem 3. Januar 1998 gilt eine Neuregelung der gesetzlichen Krankenkassen für Zahnersatz: Versicherte erhalten fortan nicht mehr einen prozentualen Anteil der Behandlungskosten, sondern einen einheitlichen Festzuschuß. Das bedeutet für viele Versicherte, daß sie unter Umständen tiefer in die eigene Tasche greifen müssen. Denn die Höhe des Festzuschusses richtet sich nach standardisierten Versorgungsformen. Entscheidet sich der Patient für Leistungen, die darüber hinausgehen, hängt die Höhe des Eigenanteils nicht unerheblich von den Verhandlungen zwischen Arzt und Patient ab. Was sich für den Versicherten geändert hat und an welchen Stellen es sich lohnt zu verhandeln, haben wir für Sie zusam-mengefaßt.

W

Der Blick in den Mund kann teuer werden: Seit Januar zahlen die Krankenkassen gesetzlich Versicherten nur noch einen Festzuschuß zur Behandlung.

Der Festzuschuß Für jede einzelne Behandlungsform (bei Kronen, Brücken oder Prothesen) gibt es einen einheitlichen Festzuschuß. Seine Höhe orientiert sich an den durchschnittlichen Behandlungskosten für eine Standardversorgung und nicht am konkreten Leistungsumfang im Einzelfall. Im Regelfall gilt, daß einfache Versorgungsformen höher bezuschußt werden als aufwendigere. Damit soll vermieden werden, daß der Versicherte sich zu Lasten der Krankenkassen „überversorgen“ läßt. Mit dem Festzuschuß sind sämtliche Erstattungen für Honorar, Materialund Laborkosten bereits abgegolten.

Das Prinzip der direkten Kostenerstattung Mit der Einführung der Festzuschüsse gilt das Prinzip der direkten Kostenerstattung. Das bedeutet, daß die Abrechnung nicht mehr über die Krankenkasse, sondern über den

Versicherten erfolgt. Die Krankenkasse überweist den Festzuschuß an den Versicherten, der dann den gesamten Rechnungsbetrag beim Zahnarzt begleicht.

Verhandeln Sie mit dem Zahnarzt Für Kronen und Brücken stehen eine ganze Reihe von Materialien und Verarbeitungsformen zur Verfügung, die sich kostenmäßig stark unterscheiden. Wer beispielsweise eine keramische Verblendung anstelle der standardisierten Kunststoffverblendung wählt, muß die gegebenenfalls dadurch entstehenden Mehrkosten selber tragen. Dasselbe gilt für Zusatzleistungen, die auch bisher nicht von den Krankenkassen bezuschußt wurden (Kosten für Edelmetalle, Verblendungen außerhalb des Sichtbereiches oder zusätzliche Teleskopkronen). Diese Leistungen stellt Ihnen der Zahnarzt privat in Rechnung. Über die Kosten können


Sie mit dem Zahnarzt frei verhandeln. Lassen Sie sich deshalb vor der Behandlung von Ihrem Zahnarzt über Behandlungsaufwand, -möglichkeiten und -kosten beraten. Fragen Sie nach alternativen Versorgungsmöglichkeiten. Ein günstigerer Preis muß nicht immer mindere Qualität bedeuten. So können Sie bereits bei der Wahl des Materials Kosten sparen. Auch bei zahntechnischen Leistungen existiert ein Verhandlungsspielraum. Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Labors sind zum Teil beträchtlich. Welche Labors ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis haben, kann Ihnen Ihr Zahnarzt oder Ihre Krankenkasse sagen.

Was der Zahnarzt berechnen darf Bei der Berechnung der Behandlungskosten ist Ihr Zahnarzt grundsätzlich an die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) gebunden. Das

Festzuschüsse für die Versorgung mit Zahnersatz

Quelle: Bundesausschuß der Zahnärzte und Krankenkassen

Angaben in DM

tor, den der Zahnarzt bei vertragszahnärztlichen Leistungen berechnen darf, beträgt bis zum 31. Dezember 1999 in den alten Bundesländern das 1,7fache, in den neuen Bundesländern (in denen zur Zeit noch eine niedrigere GOZ gilt) das 1,86fache der GOZ. Zu diesem Betrag werden Kosten für vorbereitende Maßnahmen, private Zusatzleistungen sowie Material- und Laborkosten addiert. Wichtig: Die GOZ versteht sich als Richtlinie, die Steigerungen nach oben und unten zuläßt.

Zahnbehandlungen im Ausland

Wer regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung geht, kann seinen Festzuschuß erhöhen.

heißt, er darf für jede Einzelleistung eine bestimmte Gebührenposition ansetzen, die an eine Bewertung gekoppelt ist. Diese wird dann mit einem Steigerungsfaktor multipliziert. Der höchstmögliche Steigerungsfak-

In Ungarn, Singapur oder auf den Philippinen können die Kosten für Zahnersatz bei vergleichbarer Qualität gerade mal bei der Hälfte liegen. Allerdings: Wenn Sie sich Ihre Zähne im Ausland richten lassen, haben Sie in Deutschland später keinen Anspruch auf Gewährleistung für Nachbehandlungen. Und in der Regel übernimmt die Krankenkasse keinerlei Behandlungskosten. Wenn Sie sich gern von Ihrem deutschen Zahnarzt behandeln lassen möchten, aber Labor- und Materialkosten sparen wollen, versuchen Sie es mit einem Kompromiß. Fragen Sie Ihren Zahnarzt einfach, ob er bereit ist, den von ihm gefertigten Zahnabdruck in ein Land mit günstigeren Preisen zu schicken. Nach ein bis

Alte Bundesländer

Neue Bundesländer

zwei Wochen werden Ihnen dann die Kronen und Brücken geliefert und können hier eingesetzt werden. So können Sie an den Material- und Laborkosten sparen, ohne auf die Sicherheit einer Behandlung in Deutschland verzichten zu müssen.

Preisvergleiche beim Zahnarzt Niemand geht gern zum Zahnarzt – und schon gar nicht mehrfach. Doch in Zukunft kann sich der Gang zu verschiedenen Zahnärzten lohnen. Denn die Mediziner sind verpflichtet, gebührenfreie Heil- und Kostenpläne aufzustellen. Diese verbindlichen Kostenvoranschläge können Sie nutzen, um vor Behandlungsbeginn das Preis-Leistungs-Verhältnis zu überprüfen und Preisvergleiche anzustellen. Bei der Überprüfung hilft Ihnen Ihre Krankenkasse, die auch den Gesamtzuschuß für Sie errechnet.

Regelmäßige Vorsorge zahlt sich aus Der feste Zuschuß wird beweglich, wenn Sie die jährlichen (bis zum 20. Lebensjahr halbjährlichen) Vorsorgeuntersuchungen nicht versäumen. Wer in den letzten fünf Jahren regelmäßige Zahnarztbesuche vorweisen kann, erwirbt einen Bonusanspruch und erhält damit einen um bis zu 20 Prozent höheren Festzuschuß von seiner Krankenkasse. Ab 1999 kön-

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nen Sie sich weitere 10 Prozent „dazuverdienen“, wenn Sie die Vorsorgeuntersuchungen über zehn Jahre durchgehalten haben. Als Nachweis gilt ein lückenlos geführtes Bonusheft.

Beratungsstellen geben Auskunft Der Medizinische Dienst, die zahnärztlichen Beratungsstellen bei kassenzahnärztlichen Vereinigungen sowie sonstige Beratungsstellen (z. B. Verbraucherberatungszentren) informieren Sie über Vor- und Nachteile bestimmter Versorgungsformen und klären Sie über preisgünstige Versorgungsmöglichkeiten auf. Ganz gleich, zu welcher Art der Versorgung Sie sich entschließen: Sie sollten auf jeden Fall vorher den Heilund Kostenplan bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Diese kann für Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis des Zahnarztes überprüfen und die Höhe des Festzuschusses ermitteln.

Gerichtsurteil:

Kosten müssen für Patienten erkennbar sein Karlsruhe. Mit einem Urteil des III. Zivilsenats stärkt der Bundesgerichtshof (BGH) den Schutz der Patienten vor überraschend hohen Zahnarztrechnungen. Konkreter Anlaß der Verhandlung war der Fall einer Patientin, die mehr als drei Jahre in zahnärztlicher Behandlung war. Im Rahmen der Honorarvereinbarungen schloß der Zahnarzt mit der Frau eine gesonderte Vergütungsvereinbarung und handelte für die zahnärztlich-prothetischen und restaurativen Leistungen Vergütungen aus, die das Zweieinhalbfache des Höchstsatzes der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) überschritten*. Diese Überschreitung

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Mit diesen Tips können Sie Geld sparen: Bei zahntechnischen Leistungen gibt es große Preisunterschiede zwischen den Labors. Fragen Sie Ihren Zahnarzt oder Ihre Krankenkasse nach Labors mit günstigen Preis-Leistungs-Verhältnissen. Kunststoffverblendungen sind inzwischen langfristig haltbar und preiswert. Titan, Palladium-Silber, KobaltChrom sind bewährte und preisgünstige Legierungen. Lassen Sie sich einen Legierungspaß ausstellen, anhand dessen Sie die Art der Legierung und die genaue Legierungszusammensetzung erkennen können, und achten Sie auf längere Gewährleistungsfristen.

begründete der Arzt, der ausschließlich Privatpatienten behandelt, damit, daß er seinen Patienten die bestmögliche, in Qualität und Präzision weit über dem Durchschitt liegende Behandlung bieten wolle. Die sei jedoch nur mit einem höheren Zeit- und Kostenaufwand zu realisieren, der mit den in der GOZ vorgesehenen Honoraren nicht erreichbar sei. Die Patienten informierte der Zahnarzt in einem Merkblatt darüber, warum er für privatärztliche Behandlungen unter Umständen eine über den Gebührenrahmen der GOZ liegende Vergütung berechnen könne. Während der Behandlung unterschrieb die Patientin, die bis dato bereits Rechnungen in Höhe von etwa 52.000 Mark bezahlt hatte, weitere Vergütungsvereinbarungen, nach denen das Honorar ebenfalls

Bewahren Sie die Zahnarztrechnung sorgfältig auf, um eventuell später entstehende Mängel am Zahnersatz geltend machen zu können. Die Mindestgewährleistungsfrist beträgt zwei Jahre. In der Regel liegt die Haltbarkeit von Kronen und Brücken jedoch weit höher (bei ungefähr 15 Jahren). Eine gute Mundhygiene ist nicht nur für die Gesunderhaltung der eigenen Zähne wichtig, sondern erhöht insbesondere auch die Funktionsfähigkeit und Haltbarkeit von Zahnersatz. Quelle: Bundesausschuß der Zahnärzte und Krankenkassen

meist über dem Höchstsatz der Verordnung lag. Als die Patientin weitere Zahlungen verweigerte, da sie die Honorarvereinbarungen für unwirksam hielt, kam es zur Zahlungsklage. Der BGH entschied, daß in Honorarvereinbarungen für den Patienten von Anfang an klar erkennbar sein müsse, welche Gesamtkosten am Ende der Behandlung auf ihn zukommen. Eine wirksame Gebührenvereinbarung während einer Behandlung sei nur unter Umständen möglich. Mit diesem Urteil hat der BGH für mehr Transparenz in Honorarverhandlungen zwischen Zahnarzt und Patienten gesorgt.

§

*Anm.: Laut Rechtslage, sind Überschreitungen bis zum Dreieinhalbfachen des Gebührensatzes laut GOZ zulässig, und schriftlich vereinbarte Vereinbarungen möglich.


Fit durch Bewegung öchten Sie mehr Bewegung in Ihr Leben bringen? M Dann versuchen Sie es doch einmal mit Schwimmen. Die Bewegung im Wasser ist eine empfehlenswerte Sportart für Einsteiger, die gerne etwas mehr für Ihr körperliches Wohlbefinden tun möchten. Kaum eine andere Sportart bietet so viele Vorteile wie das Schwimmen. Und ist gleichzeitig so entspannend. Denn die Bewegung im Wasser trainiert nicht nur alle großen Muskelgruppen (Oberarme, Rumpf und Beine), sondern entlastet unseren Körper im selben Moment. Wer regelmäßig einige Bahnen im Schwimmbad zurücklegt, sichert sich viele Pluspunkte fürs körperliche Wohlbefinden. Bereits beim Eintauchen ins kalte Naß sichern Sie sich den ersten Pluspunkt: Sie schonen Ihr Herz. Denn im Wasser wird die Haut weniger durchblutet, und das führt zu einer im Vergleich zu anderen Sportarten relativ niedrigen Pulsfrequenz. Der Wasserwiderstand fordert automatisch die ganze Muskulatur, was ideal für Kraftzuwachs und mehr Gelenkigkeit ist. Dadurch, daß wir im Wasser unser eigenes Gewicht nicht tragen müssen, wird der gesamte Stützapparat entlastet. Wirbelsäule, Sehnen, Bänder und Gelenke werden so geschont. Das konzentrierte Ein- und Ausatmen sorgt zudem für einen

Trainings-Empfehlung: 2-mal trocken, 1-mal naß

bewußten, regelmäßigen Atemrhythmus, der sich positiv auf das Lungenvolumen auswirkt. Wer regelmäßig schwimmt, vergrößert sein Lungenvolumen und nimmt mehr Sauerstoff auf. Und wenn Sie schließlich aus dem Becken steigen, gibt es einen Abschiedsbonus: Der Temperaturunterschied zum Wasser und die Massagewirkung der Bewegung regen jetzt Ihre Durchblutung an. Welche Sportart könnte Sie auf angenehmere Weise fit halten?

Wer sportlich aktiv sein möchte, fragt sich zu Beginn oft, welche Sportart und welches Trainingspensum wohl richtig sind. Hier eine Empfehlung von Sporttherapeuten: Das ideale Trainingspensum besteht aus 3 sportlichen Aktivitäten pro Woche, zwei „trockenen“ (z. B. Walking) und einer „nassen“ (Schwimmen). Für die Wahl der Sportarten gilt folgendes: Verzichten Sie, gerade als Anfänger, auf Stop-and-go-Sportarten (Tennis, Squash). Denn die schnellen, abrupten Bewegungen dieser Ballsportarten belasten Gelenke und Bänder sehr. Das gleiche gilt fürs Joggen. Walking (zügiges Gehen), Radfahren und Schwimmen hingegen sind empfehlenswerte Sportarten. Sie kurbeln den Fettstoffwechsel an, stärken Herz und Kreislauf, lassen Pfunde purzeln und Muskeln allmählich anwachsen.

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Fr체hlingZeit des Erwachens

Endlich ist es soweit:

Fr체hling! Die Tage werden wieder l채nger und die Natur erwacht zu neuem Leben


E

rste wärmende Sonnenstrahlen verheißen: Der Lenz beginnt. Doch noch sind die Schönwetterstunden nicht von Dauer – immer wieder demonstrieren uns Wetterumschwünge, daß der Frühling zu recht die Zeit des Aufbruchs genannt wird. Keine leichte Zeit für unseren Organismus, denn die Umstellung von der winterlichen Ruhezeit auf das Frühlingserwachen verlangt unserem Körper eine Menge ab. Und oft setzt jetzt das große Gähnen ein: Die Frühjahrsmüdigkeit hat uns erwischt. Weil jedes Frühjahr Tausende von Menschen über Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung klagen, haben Wissenschaftler das Phänomen untersucht. Woran liegt es, daß wir nach der langen Winterpause in die große Müdigkeit verfallen? Hat sich unsere innere Uhr noch nicht auf den „Rhythmus des Frühlings“ umgestellt? Sind die kräftezehrenden Wetterumschwünge schuld an unserer Erschöpfung? Oder braucht unser Körper nach den dunklen Wintermonaten, in denen wir lange geschlafen und uns weniger bewegt haben, einfach länger, um wieder in Schwung zu kommen? In den meisten Fällen spielen mehrere Gründe eine Rolle. Auch Mediziner und Heilpraktiker meinen, daß es niemals nur ein einzelner Faktor sei, der Frühjahrsmüdigkeit verursacht.

Eines ist jedoch gewiß: Mit Anfällen von Frühjahrsmüdigkeit zeigt uns unser Organismus, daß er ein Umstellungsproblem hat. Er muß Belastungen, die der Klimawechsel mit sich bringt, ausgleichen und sich auf kürzere Schlafphasen einrichten. Und während unser Gehirn beim Anblick der erwachenden Natur bereits auf Aufbruch und Aktivität gestimmt ist, befindet sich unser Körper noch in der winterlichen Ruhephase, erläutern die Wissenschaftler der Universitätsklinik Tübingen das Phänomen. Während der eine sich leichter mit der Umstellung tut, trifft es den anderen bedeutend schwerer. Wetterfühlige Menschen leiden besonders unter dem Jahreszeitenwechsel.

Mit viel Schwung in den Frühling Mit kleinen Tricks und Kniffen können Sie Ihrem Körper die Umstellung auf die Frühjahrszeit erleichtern. Zum Beispiel, indem Sie ihn von innen und außen aufpäppeln. Dazu gehören neben viel frischer Luft und Bewegungsübungen, die den Kreislauf auf Trab bringen, auch eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitalstoffen. Gerade im Frühjahr sind Vitalstoffe unserem Organismus willkommene Helfer bei der Umstellung auf die neue Jahreszeit. Ebenso, wie wir unseren Stoffwechsel mit viel frischer Luft „von außen“ aktivieren, können wir unseren Körper mit vitaminreicher Kost „von innen“ in Schwung bringen. Aber, welch große Rolle Vitalstoffe bei der Gesunderhaltung spielen, wissen Sie als Kunde von Medicom Pharma sicherlich schon längst. Durch die Ergänzung Ihrer Nahrung mit einem Multivitalstoff-Präparat von Medicom Pharma haben Sie bereits eine hervorragende Grundlage für eine sehr umfassende Vitalstoffversorgung geschaffen. In dieser Ausgabe von „MEDICOM“ haben wir Ihnen einige

praktische Ratschläge für einen schwungvollen Start in den Frühling zusammengestellt. Kleine Anregungen, die Ihnen helfen können, im Frühjahr gesund und aktiv zu bleiben. Und probieren Sie doch einfach mal unser Vital-Rezept (auf Seite 19) aus – sein hoher Vitalstoffgehalt macht es besonders im Frühling empfehlenswert.

Warum uns die Frühlingsmüdigkeit befällt Die kalte Jahreszeit ist vorbei, und eigentlich sollten wir frisch und munter ans Werk gehen – wenn wir bloß nicht so müde wären. Warum wir gerade jetzt von Müdigkeitsanfällen geplagt werden, das kann mehrere Gründe haben:

Die innere Uhr Menschen gehorchen, wie andere Lebewesen auch, einem inneren Rhythmus. Alle unsere Körpervorgänge, wie z. B. Essen, Wachen und Schlafen, werden von unserer inneren Uhr gesteuert. Sie sitzt im Hypothalamus (einem Bereich des Gehirns) und synchronisiert mit Hilfe von Hormonausschüttungen auch unseren SchlafWach-Rhythmus. Die Rolle des Taktgebers spielt dabei das Licht. Mit der zunehmenden Helligkeitsdauer ab März, muß die innere Uhr unseren Schlaf-Wach-Rhythmus neu regulieren und den Organismus von langen auf kürzere Schlafphasen umstellen. Dadurch kann es besonders in Übergangsphasen wie im Frühling zu Schlafdefiziten kommen.

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Wirklich nur frühjahrsmüde?

Launisches Frühlingswetter Morgens eiskalt, mittags sonnig und warm. Die Wetterlaunen des Frühlings zwingen unser Herz-Kreislauf-System, sich ständig wechselnden Bedingungen anzupassen. Und darunter leidet selbst der stabilste Kreislauf, so die Medizinisch-Meteorologische Forschungsstelle in Freiburg.

Schlechteres Nahrungsangebot Der Sonnenmangel, der den Menschen im Winter trifft, gilt ebenso für Obst, Gemüse und Salate. In der Winterzeit sind weniger heimische und vor allem weniger sonnengereifte Obst- und Gemüsesorten zu finden. Produkte denen die Sonne fehlt, oder die zu lange gekühlt wurden und unreif auf die Reise gingen, enthalten jedoch weniger belebende Nährstoffe. Für den Menschen bedeutet dies eine schlechtere Versorgung mit fast allen Vitaminen – Vitamine, die für den reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels zuständig sind und den Körperzellen bei der Energiegewinnung helfen.

Einseitige Ernährung Frost, Kälte, Eis und Schnee verleiten uns dazu, im Winter mehr Fett und Zucker zu uns zu nehmen, weil die Verbrennung von Zucker und Fett Energie erzeugt und uns das Gefühl von Wärme vermittelt. Vitamine und Spurenelemente kommen dabei oft zu kurz. Vital- und Ballaststoffe sind jedoch notwendig, damit der Stoffwechsel in Schwung bleibt.

Mangelnde Bewegung Verständlich, daß man im Winter lieber vorm warmen Ofen sitzt, anstatt durch die ungemütliche Kälte zu spazieren. Überheizte Räume und Stubenhockerei verhindern allerdings, daß wir Kalorien verbrennen und den Kreislauf auf Touren bringen. Und wenn der nicht gefordert wird, nimmt auch die Sauerstoffzufuhr für Organe und Zellen ab, und der Körper schaltet auf Sparflamme.

Müdigkeit kann viele Ursachen haben. Gerade wenn Sie sich seit längerem erschöpft und abgeschlagen fühlen, sollten Sie überprüfen, ob Sie wirklich an vorübergehender Frühjahrsmüdigkeit leiden. Oftmals stecken ernstzunehmende Erkrankungen hinter einem anhaltenden körperlichen und seelischen Tief. Zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse, die dazu führt, daß der gesamte Stoffwechsel auf 1. rechter Schildrüsenseitenlappen 2. Arterie 3. Luftröhre 1 4. Vene

Anhaltender Sonnenmangel Der anhaltende Sonnen- und Lichtmangel in den Wintermonaten hat im Stoffwechsel und bei der Hormonproduktion Spuren hinterlassen. So sind zum Beispiel die Vitamin-D-Spiegel des Blutes nach den langen Wintermonaten häufig besonders niedrig. Denn die Vorstufe des Vitamins in der Haut kann nur unter der Einwirkung von UV-Licht in die aktive Vitaminform umgewandelt werden. Deshalb: So oft wie möglich an die frische Luft gehen! Selbst bei bedecktem Himmel im Frühling reicht die UV-Strahlung für die VitaminD-Bildung aus. Vitamin D ist für die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung zuständig und spielt als Schutzfunktion gegen Osteoporose eine wichtige Rolle.

5. linker Schildrüsenseitenlappen

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5

4 3

Die Schilddrüse bildet die Hormone T3 + T4, die den Stoffwechsel in den Zellen ankurbeln.

Sparflamme läuft. Häufigste Ursache für eine Schilddrüsen-Unterfunktion ist Jodmangel. Das Spurenelement ist z. B. in Seefisch enthalten (1 - 2 Mahlzeiten pro Woche essen). Auch Eisenmangel kann eine Ursache für anhaltende Müdigkeit sein. Das Mineral spielt nämlich eine wichtige Rolle beim Transport des Sauerstoffs im Blut. (Eisenmangel tritt häufig bei starkem Blutverlust auf.) Sonnenblumenkerne, Vollkornprodukte oder Fenchel sind gute Eisenlieferanten. Mitunter sind auch chronische Infekte, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder nächtliches Schnarchen mit Atemstillstand (Schlafapnoe) die Ursachen für chronische Müdigkeit. Bei langanhaltenden Erschöpfungszuständen sollten Sie in jedem Fall einen Fachmann aufsuchen.


Höchste Zeit aufzuwachen! Fünf Tips für Frühjahrsmüde Damit Sie der Frühjahrsmüdigkeit besser begegnen können, haben wir Ihnen fünf Tips zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Stoffwechsel wieder auf Touren bringen.

Tip 1: Machen Sie es wie Sebastian Kneipp Kalte Güsse regen den Kreislauf an und machen hellwach. So geht´s: Mit der kalten Brause von den Zehen beginnend, in kreisenden Bewegungen langsam aufwärts zu den Knien wandern (30 Sekunden lang). Erst das rechte, dann das linke Bein.

Tip 2:

mer) als mit Kaffee oder Schwarztee, können Sie die Müdigkeit mit einem Spaziergang an der frischen Luft bekämpfen.

Tip 4:

Lieber leichte Kost

Sauerstoff und Sonne tanken

Oftmals ist auch extrem eiweißhaltige Nahrung schuld an Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Statt zu deftigen Speisen lieber öfter zu Gemüse und Obst greifen und sich ballaststoff- und vitaminreich ernähren.

Bewegung bringt Ihren Stoffwechsel wieder in Gang. Machen Sie ausgedehnte Spaziergänge oder Fahrradtouren an der frischen Luft, bei denen Sie viel Sonne und Sauerstoff tanken. Das hilft Ihnen, die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden und depressive Verstimmungen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Tip 3: Spazierengehen statt Kaffee trinken Auch wenn Ihnen die Augen zufallen: Verzichten Sie auf Wachmacher und Aufputschmittel. Besser (und vor allem auch langfristig wirksa-

Tip 5: Kräuter für den Kreislauf Wenn Ihnen der kalte Guß zu ungemütlich ist, können Sie auch mit einem Kräutertee Ihren Kreislauf von innen aktivieren. Einfach einen Teelöffel Mistelblätter (sind in der Apotheke erhältlich) in einem Viertelliter kaltem Wasser über Nacht ansetzen. Morgens die Mischung leicht anwärmen und durch ein feines Sieb gießen. Den Tee mit einem Teelöffel Honig süßen und in kleinen Schlucken langsam trinken. Die Wirkstoffe der Mistelblätter beeinflussen Herz und Kreislauf positiv und stimmulieren das Immunsystem.


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esonders Haut und Haare zeigen, wie wir unseren Körper behandeln. Gesunde und frische Haut verleiht eine natürliche und vitale Ausstrahlung. Die Haut ist aber noch mehr. Mit bis zu zwei Quadratmetern Fläche schützt uns das größte menschliche Organ vor Einwirkungen der Umwelt. Sie verhindert, daß Fremdund Schadstoffe in unseren Körper eindringen. Anders als Mund oder Augen kann sie sich bei Kälte- und Wärmereizen jedoch nicht verschließen. Witterungseinflüsse, Ernährungsfehler und Pflegemängel hinterlassen deutliche Spuren. Gerade in den vergangenen Monaten haben eisige Kälte, trockene Heizungsluft und Witterungseinflüsse unserer Haut besonders zugesetzt. Lassen Sie ihr deshalb jetzt besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege zukommen. Zum Beispiel mit unseren einfachen Pflegetips für zu Hause: Per schonender Bürstenmassage und Peeling werden zuerst die alten Hautschüppchen entfernt. Eine Lymphmassage treibt den Abbau von Schlacken voran, während Artischocke und Brennessel den Körper entwässern. Vitamine von außen und von innen helfen die Haut geschmeidig zu halten, und Gesichtsgymnastik vertreibt die Fältchen. Sie werden sehen, mit diesem Kurprogramm ist Ihre Haut bestens auf die ersten Sonnenstrahlen vorbereitet.

Frühjahrsputz für die Haut Für rosige Haut Eine sanfte Bürstenmassage fördert die Hautdurchblutung und ist gut für den Kreislauf. Am besten eine Naturbürste mit mittelweichen Borsten benutzen (erhältlich in Naturkosmetikläden, z. B. im Body Shop). Die Trockenmassage beginnt an den Beinen. Mit sanftem Druck die Bürste ansetzen, und sich mit kreisenden Bewegungen langsam zu den Armen hocharbeiten. Wichtig: Stets in Richtung Herz bürsten.

Bringen Sie das Lymphsystem in Schwung: Zarte Lippen – über Nacht Mit einer trockenen, weichen KinderZahnbürste in kreisenden Bewegungen die Lippen massieren. Damit lösen Sie abgestorbene Hautschüppchen sanft ab. Dann einen Kleks Vaseline auf die Lippen geben und über Nacht einziehen lassen. Die pflegenden Inhaltsstoffe der Vaseline glätten die rauhen Lippen und machen sie wieder zart und geschmeidig.

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Das Lymphsystem ist ein wesentlicher Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems. Ein feines Netzwerk, das das gesamte Körperinnere überzieht und für den Abtransport von Schlacken und Giften zuständig ist. Das Lymphsystem übernimmt Abfallstoffe der Zellen, zerkleinert sie in komplexen Vorgängen und sorgt für ihre Ausscheidung aus dem Körper. Mit einer einfachen Übung

können Sie die Mikrozirkulation der Haut anregen, die für die Ablösung von Hautschüppchen und Verhornungen sorgt: Streichen Sie mit den Fingerkuppen sanft von den inneren Augenwinkeln über die Wangen nach außen und nach unten. Dann von der Stirnmitte zu den Schläfen und vom Mund übers Kinn nach unten. Jeweils fünfmal wiederholen. Lymphstamm des Halses Blutgefäße Lymphgang des Brustkorbs Lymphstamm des Darms Lymphstamm der Lenden Lymphknoten der Leisten Wie ein feines Netz überzieht das Lymphsystem unser Körperinneres und sorgt für den Abtransport von körpereigenen Schlacken.


Entspannen mit Algen Gönnen Sie sich doch mal ein Algenbad. Die Inhaltsstoffe der Meerespflanze entspannen die Muskeln und wirken gleichzeitig beruhigend auf die Haut. Getrocknete Algenkonzentrate werden in Säckchen verkauft und entfalten ihre Wirkstoffe (ähnlich wie Tee) erst im Wasser.

Naturkosmetik für die Ellenbogen

Brennessel & Co. Zweimal täglich eine Tasse Brennesseltee trinken (am besten frische Blätter aufbrühen) oder einmal wöchentlich Artischocken in den Speiseplan einbauen. Brennesselblüten wirken entzündungshemmend, blutreinigend und harntreibend. Artischocken entwässern den Körper auf schonende Weise.

Geschmeidige Haut mit Honig Honig enthält Enzyme, die empfindliche, trockene und faltige Haut geschmeidig und glatter machen. Eine Honigmaske kostet fast nichts und ist ganz einfach:

Den gleichen Effekt wie mit teuren Cremes erzielen Sie, wenn Sie die rauhe Haut an Ellenbogen und Knien mit einer angeschnittenen Zitrone abreiben. Das Geheimnis liegt in der Fruchtsäure der Zitrone. Die auch in

Kosmetika verwendete Fruchtsäure löst Verhornungen und macht die Haut streichelzart.

Volldampf für die Poren Dampfbäder wirken auf Haut und Seele. Kamille heilt und beruhigt, Melisse entspannt, Fenchel glättet, Thymian reinigt die Poren und wirkt antiseptisch. Bei Neigung zu erweiterten Äderchen (Couperose) sollten Sie lieber Kompressen auflegen, statt Dampfbäder zu machen.

Singen Sie das Vokale-Alphabet 1 TL Honig und 1 TL reines Mandelöl (aus der Apotheke) im Wasserbad erwärmen. Die Masse gut vermischen, auf die Gesichtshaut auftragen und 15 Minuten lang einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser gründlich abspülen. Einmal pro Woche anwenden.

Gesichtsgymnastik strafft die Haut, denn guttrainierte Muskeln „polstern“ die Gesichtshaut. Hier eine Übung gegen Mimikfalten: Stellen Sie sich vor den Spiegel, und sprechen Sie nacheinander die Vokale A, O, U überdeutlich aus. Das strafft die Haut und hilft, die untere Gesichtshälfte wieder zu glätten.

Gesunde Haut durch richtige Ernährung Wie rosig, glatt und frisch unsere Haut aussieht, das hängt unter anderem davon ab, wie gut wir sie „von innen“ mit Nährstoffen versorgen. Je vollwertiger und abwechslungsreicher Sie Ihre Ernährung gestalten, desto sicherer können Sie sein, daß Ihre Haut alle Nährstoffe erhält, die sie benötigt. Besonders hilfreich für die Haut sind die folgenden:

Coenzym Q10: ist für die Energiebereitstellung in den Zellen notwendig und spielt daher für die sich schnell regenerierenden Hautzellen einen bedeutende Rolle. Q10 ist u.a. in Sardinen, Walnüssen und Rindfleisch enthalten.

Vitamin B2: Milchprodukte versorgen den Körper sehr gut mit Vitamin B2, das der Haut gegen Überempfindlichkeiten, Risse und Reizungen hilft.

Vitamin E: Das Hautschutzvitamin E und viele ungesättigte Fettsäuren, die zum Beispiel in Pflanzenölen enthalten sind, verhindern das Austrocknen der Haut und mindern die Anfälligkeit für Ekzeme.

Biotin: ist für die Struktur und Funktion der Haut unentbehrlich. Gute Biotinquellen sind Haferflocken und Lachs.

Beta-Carotin: Die Vorstufe des Vitamins A schützt und pflegt die Haut von innen. Beta-Carotin ist unter anderem in Möhren, Lauch, Spinat und Feldsalat enthalten.

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Winterspeck ade – Richtiges Essen hilft bei Gewichtsreduzierung

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etzt heißt es: Farbe bekennen! Der Winter ist vorbei, und die Spuren, die die dunkle Jahreszeit hinterlassen hat, treten nun unverkennbar zu Tage. Wer sich in den Wintermonaten wenig an der frischen Luft bewegt hat und es vernachlässigt hat, den Stoffwechsel regelmäßig auf Touren zu bringen, dem präsentiert die Waage jetzt die Rechnung: Winterpölsterchen. Doch keine Sorge, wenn Sie jetzt nicht nur darauf achten, was, sondern auch darauf, wie Sie essen, können Sie die überflüssigen Pfunde zum Schmelzen bringen.

Vor dem Schlafen nichts mehr essen Abends schaltet unser Stoffwechsel einen Gang runter. Jetzt aufgenommene Kalorien werden schneller in Fett umgewandelt als tagsüber. Damit dem Stoffwechsel genug Zeit zur Nahrungsverarbeitung bleibt, sollte die letzte Mahlzeit spätestens drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Unser Gehirn benötigt ungefähr 15 Minuten, bevor es anhand der Nährstoffe im Blut registrieren kann, daß wir Nahrung aufnehmen. Dementsprechend dauert es auch eine gewisse Zeit, bis unsere Schaltzentrale uns mitteilt, wann wir genug aufgenommen haben. Nehmen Sie sich also Zeit beim Essen.

Sechs Mahlzeiten am Tag

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Wenn Sie allen Bedenken zum Trotz mal der Heißhunger auf Schokolade, Currywurst oder Schwarzwälder Kirschtorte überfällt, dann ist das nicht verboten. Sie sollten bewußt essen und sich nicht zum Sklaven von Ernährungsvorschriften machen. Wenn Sie also hin und wieder eine dieser Leckereien essen wollen, spricht nichts dagegen. Der Spaß am Essen darf nicht zu kurz kommen, und diese kleinen Sünden streicheln nicht nur den Gaumen, sondern auch die Seele.

Diäten - schneller Erfolg birgt Gefahren

Langsam essen

Versuchen Sie, Ihre tägliche Ernährung auf sechs Mahlzeiten zu verteilen. Mit drei oder noch weniger größeren Mahlzeiten „trainieren“ Sie Ihren Stoffwechsel auf Fettspeicherung. Mit mindestens sechs kleinen Mahlzeiten pro Tag arbeitet Ihr Stoffwechsel jedoch kontinuierlich auf Hochtouren und holt das benötigte Fett aus den Depots. Am bekömmlichsten für Ihren Verdauungstrakt ist es, wenn die Größe Ihrer Mahlzeiten im Laufe des Tages abnimmt.

Spaß am Essen

Besonders wichtig: Wasser Es ist der Hauptbestandteil unseres Körpers (ca. 60 %), das erklärt schon fast von selbst, warum wir viel Wasser trinken sollten. Damit Stoffwechsel und Verdauung einwandfrei funktionieren, sollten Sie mindestens 1 1/2 - 2 l täglich trinken, am besten Mineralwasser, Früchte- und Kräutertee oder Saftschorlen. So füllen Sie Ihren Magen und bekommen nicht so schnell Heißhunger.

Niemand ist gern übergewichtig. Und schon gar nicht in einer Zeit, in der uns die Medien täglich mit Bildern von schlanken, schönen und dynamischen Menschen „attackieren“. Kein Wunder, daß Millionen Bundesbürger sich zu dick fühlen und zu Schlankmachern greifen. Doch Vorsicht: Das angepriesene Idealgewicht ist nicht immer Garant für langfristiges Wohlbefinden. Die meisten Diäten versprechen schnellen Erfolg. Die Freude an der Gewichtsabnahme ist jedoch oft nur von kurzer Dauer. Denn die erzielten Fortschritte basieren häufig auf einem hohen Wasserverlust, während die eigentlichen „Übeltäter“, die Fettzellen, nicht abgebaut werden. Je einseitiger die Diät, um so höher ist die Belastung, die Sie Ihrem Körper zumuten. Viele Crash-Diäten enthalten dem Körper lebenswichtige Nährstoffe vor, so daß es schnell zu einer Unterversorgung kommen kann.


Wenn Sie eine langfristige Reduzierung Ihres Gewichts anstreben, verzichten Sie lieber auf Radikalkuren. Und stellen Sie statt dessen Ihre Ernährung um – Schritt für Schritt. Denn auch mit kleinen Veränderungen des Eßverhaltens können Sie Erfolge erzielen: nämlich dann, wenn Sie auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung achten und dafür sorgen, daß Ihr Körper alle Vitalstoffe erhält, die er benötigt. Dann werden auch die Pfunde purzeln. Zwar langsamer, aber dafür dauerhafter. Und Sie werden sich dabei rundherum fit und leistungsfähig fühlen.

Teure Ernährungssünden Unvernünftiges Eßverhalten kommt das Gesundheitswesen teuer zu stehen: Bereits 1990 verursachten ernährungsabhängige Krankheiten mit 83,5 Milliarden Mark knapp ein Drittel aller Kosten unseres Gesundheitswesens, im Jahr 1996 waren die Ausgaben auf rund 114 Milliarden Mark gestiegen. Die häufigste Ursache für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Gicht, Bluthochdruck und Herz-KreislaufErkrankungen ist zu viel und zu fettes Essen. Bereits jedes vierte

Kind wiegt zuviel und bei den über 50jährigen ist jeder zweite übergewichtig. Damit der Stoffwechsel auf Dauer nicht entgleist, ist eine Veränderung des Eßverhaltens dringend angeraten. Und auch möglich, denn richtiges Essen kann man lernen. Am vielversprechendsten sind ganzheitliche Ansätze. Wer bewußter lebt, sich mehr bewegt und etwas gegen Streß tut, dem fällt es auch leichter, seine Ernährung dauerhaft umzustellen.

Vitalstoff-Rezept Kartoffel-Lauch-Kuchen

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ir haben ein Rezept für Sie zusammengestellt, dessen Vitalstoffgehalt sich an den besonderen Bedürfnissen unseres Körpers im Frühling orientiert. Denn wenn Ihr Stoffwechsel jetzt wieder einen Gang höherschaltet, tut ihm eine Extraportion Vitalstoffe besonders gut.

Nährwertangaben pro Portion: Energie Protein Fett Kohlenhydrate Ballaststoffe Vitamin E Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B6 Niacin Pantothensäure Vitamin C Calcium Magnesium

580 kcal 26 g 20 g 65 g 14 g 2,9 0,5 0,4 0,9 4,4 1,7 60 570 130

mg mg mg mg mg mg mg mg mg

Zubereitung Die Kartoffeln mit Schale weich kochen. Lauch putzen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebeln fein hacken. Kräuter waschen und trockentupfen. Petersilie fein zerkleinern. Öl in der Pfanne erhitzen, und die Zwiebeln darin anbraten. Lauch, die Hälfte der Petersilie und Thymian bei starker Hitze unter Rühren mitbraten. Nach und nach die saure Sahne dazugeben und einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kartoffeln schälen und fein zerdrücken. Etwas abgekühlt mit Mehl, Grieß, Ei, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem festen Teig verkneten. Den Teig in eine gefettete Springform geben, andrücken und einen kleinen Rand formen. Lauch auf dem Teig verteilen, mit dem Rest der Petersilie und Käse bestreuen. Die Form auf den Rost in den kalten Backofen stellen. Den Ofen auf 220° C schalten, und den Kuchen etwa 40 Minuten lang backen.

Zutaten Für den Teig 500 g Kartoffeln 150 g Weizenvollkornmehl 50 g Weizengrieß 1Ei Salz, Pfeffer, Muskatnuß Zutaten für den Belag 500 g Porree (geputzt) 2 große Zwiebeln (ca.400 g) 2 Bund Petersilie 1 EL Olivenöl Thymian 100 g saure Sahne (10 % Fett) weißer Pfeffer 150 g frisch geriebener Bergkäse oder Emmentaler

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MEDICOM Magazin – Frühjahrsmüde?