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Das Gesundheits-Magazin 11/13

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€ 3,00

Stars& mit SCHÖNEN Weihnacht sTipps

Weihnachten

Wie sie feiern und was sie sich wünschen

VON MENSCH zu MENSCH

Ich bin ein fröhlicher Mensch!

VITALSTOFF-LEXIKON

Zink – das Immuntalent

KÖRPER & SEELE

BEWEGUNG & FITNESS

Essen & TRINKEN

Ohne Altersgrenze: Lust und Liebe

Entspannung und sanfte Fitness

Alle Jahre wieder: Unverträglichkeiten


Katrin Greither-Block Geschäftsführerin

Liebe MEDICOM-Leser! W

FOTO: SHUTTERSTOCK

diese Ausgabe Überhaupt widmen wir hac ihn We an ich s wa issen Sie, en und ihrer ausschließlich Mensch ss Da ? be lie ers nd so be ten wir beispielsFreude. Dabei erfahren e all g lan nte me Mo e Stars Weiheinige wundervoll weise ab Seite 12, wie d. Wir besin n sse rge ve n rge s sie sich zum Alltagsso nachten feiern und wa r de t mi lich eß hli ssc he da: Eine schäftigen uns au Fest wünschen. Und sie nkö ten rei be en fast ausFreude, die wir anderen wesentliche Rolle spiel l, ah sw au ke en sch Liebe und nen. Sei es die Ge ließlich die Familie, die sch die er od ion rat nn das so ist, die Tannenbaumdeko die Gesundheit. Und we . ns sse ste Fe s de g dieses Jahr die Zusammenstellun nutzen doch auch Sie it zu schenort sagt auch Gelegenheit, Gesundhe Ein deutsches Sprichw M beraten Sie Geschenke ken. Wir von MEDICO völlig zu Recht: „Kleine n haben. aft.“ Ich möchgerne, wenn Sie Frage erhalten die Freundsch das Attribut n der Energie te das Augenmerk auf Lassen Sie sich auch vo n ne de in n, ite Ze In n. inspirieren, „kleine“ lenke unserer Mitmenschen t lbs se er od DICOM-Kunde nahezu jeder alles hat beispielsweise von ME zu en nk he Sc s da ist , 6. Natürlich erwerben kann Edmund Seib ab Seite ge it he en leg spannende einer schwierigen Ange erwarten Sie noch mehr hwic er üb t, gu es tut Themen Geworden. Dann Informationen zu den en nk de zu ch na d Ernährung. tige Themen im Leben sundheit, Bewegung un ten bs Lie n ine se t mi oder sich Zeit dschaft und Bleiben Sie gesund. zu gönnen. Denn Freun e ön ndersch und besinnLiebe sind nicht nur wu frohes Weihnachtsfest Ein hl wertvollst Ihnen Ihre Gefühle, sondern die wo liche Feiertage wünsch ha n zu gebe ten Geschenke, die wir und Lust auch ben. Wie wichtig Liebe s Renate E. im Alter sind, erzählt un Daimler ab Seite 8.

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EDITORIAL MEDICOM 11/13


Seite

8

Seite

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KÖRPER & SEELE

VITALSTOFF-LEXIKON

Essen & Trinken

Ohne Altersgrenze: Lust und Liebe

Zink – das Immuntalent

Alle Jahre wieder: Unverträglichkeiten ...

Entgegen der vorherrschenden Meinung,

Erfahren Sie, wie das Spurenelement

... unter dem Weihnachtsbaum. Wenn

dass mit dem Alter die Sexualität stark

Zink, den Körper gegen Erkältungen

Intoleranzen und Allergien uns die Feier-

nachlasse und keine sexuellen Bedürfnisse

stärkt und unser Immunsystem mobili-

tage in Fegefeuer verwandeln, ist unsere

mehr existieren, sagt uns die Statistik, dass

siert. Wer häufig unter Infekten leidet,

gute Laune dahin. Ernährungsexpertin

das Verlangen nach Sexualität bis ins hohe

sollte darum auf eine gute Vitalstoff-

Elisabeth Wiehart führt durch die bekann-

Alter zu unserem Leben gehört.

Versorgung mit Zink achten!

testen Intoleranzen und gibt Tipps.

mit SCHÖNEN Weihnacht sTipps

Stars& Weihnachten

Wie sie feiern und was sie sich wünschen Unter Palmen, in der Karibik, auf dem roten Teppich: Stars, so meinen wir häufig fälschlicherweise, müssen pompös Weihnachten feiern. Weit gefehlt! Wir haben uns mit einigen Größen aus der deutschen Medienwelt getroffen und nachgefragt. Und siehe da: Alle wünschen sich das Elementarste und Schönste auf dieser Welt. Mit der Familie zusammenkommen, Liebe und Gesundheit. Frohe Weihnachten!

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Seite

Kurzmeldungen Gute Vorsätze für das neue Jahr

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VON MENSCH zu MENSCH Ich bin ein fröhlicher Mensch!

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KÖRPER & SEELE Ohne Altersgrenze: Lust und Liebe

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TITELTHEMA Stars & Weihnachten Wie sie feiern und was sie sich wünschen

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MEDICOM INFORMIERT Migräne: wenn der Alltag unerträglich wird

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Bewegung & Fitness Entspannung und sanfte Fitness

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SCHON GEWUSST?

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VITALSTOFF-LEXIKON Zink – das Immuntalent

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Essen & Trinken Alle Jahre wieder: Unverträglichkeiten und Allergien unter dem Weihnachtsbaum

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Weihnachtes-REZEPT Entenbrust, knusprig gebraten, mit karamellisiertem Ingwerrotkohl und Petersilienwurzelpüree

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Ihre Meinung ist uns wichtig!

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Geistig fit

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Gebührenfreie Hotline

0800 - 73 77 730 www.medicom.de

MEDICOM

MEDICOM 11/13 INHALT

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s a d r ü f e z t ä s r o Gute V

r h a J e u e n

durch halten Sie besser Mit diesen Tipps ätze. Meistens m die guten Vors ih it m d un r Tü r eht vor de werfen Ein neues Jahr st wieder über Bord e si ir w s bi , ge nur wenige Ta u darin liegt dauert es jedoch eben. Doch gena ng hi us hm yt Rh wohnten ewohnund uns dem ge re Rituale und G se un ir w n en W r Veränderung: der Schlüssel zu ten Vorsätzen. auch mit den gu es pt ap kl nn da , heiten ändern

1 x die Woche ness it F Ich will mich mehr bewegen Weil wir wissen, dass Bewegung uns jung und vital erhält, quälen wir

Zudem sollten Sie die Ziele niedriger ansetzen, um kleine Erfolgs- erlebnisse zu garantieren und nicht zu schnell entmutigt zu werden. Starten Sie Ihr Training außerdem frei von Gelenkbeschwerden! Eine Vitalstoffkombination, bestehend aus Glucosamin, Chondroitin, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C und E, Selen und Zink, hilft Ihnen dabei.

Ich will mit dem Rauchen aufhören

FOTO: SHUTTERSTOCK

Die meisten Raucher haben es sich angewöhnt,

nach dem Essen am Glimmstängel zu ziehen. Unser Tipp: Versuchen Sie, sich nach jedem Essen die Zähne zu putzen. Nicht nur, dass man das gewohnte Ritual durchbricht, mit einem frischen Geschmack im Mund vergeht einem auch schnell die Lust auf die Zigarette. Vitalstofftipp: Vitamin C!

Zähne putzen te statt Zigaret 4

KURZMELDUNGEN MEDICOM 11/13

FOTO: SHUTTERSTOCK

uns mit unserem schlechten Gewissen, während wir doch auf dem Sofa sitzen bleiben. Unser Tipp: Mehr Sport zu treiben, ist ein weniger präziser Vorsatz als der, von nun an mittwochs ins Fitnessstudio zu gehen. Wenn die Motivation nicht mehr ausreicht, kann ein Gleichgesinnter für neue Impulse sorgen.


Ich will regelmäßig die Vorsorge nutzen

! n e h c a m in m r e T t Direk

B

ei den regelmäßigen Vorsogeuntersuchungen (GesundheitsCheck) prüft der Hausarzt unsere körperliche Verfassung, es folgen Blut- und Urinproben und ein ausführliches Gespräch über die eigene Lebensführung. Ab dem 35. Geburtstag bezahlen deutsche Krankenkassen alle zwei Jahre das Früherkennungsprogramm, mit dem vor allem die Haupttodesursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes entdeckt werden sollen. Übrigens: Eine hochwertige Vitalstoffversorgung kann helfen, chronischen Krankheiten vorzubeugen. FOTO: SHUTTERSTOCK

Unser Tipp: Greifen Sie noch heute zum Hörer und machen Sie schon jetzt einen Termin für das neue Jahr!

Mein Vitalfrühstück Ich will mich gesund ernähren Immerhin, laut einer Umfrage der Allianz Privaten

FOTO: SHUTTERSTOCK

Krankenversicherungs-AG haben 58 Prozent der Deutschen den Vorsatz, sich gesünder zu ernähren. Doch mit der Umsetzung hapert es leider. Unser Tipp: Nehmen Sie sich für das neue Jahr nicht zu viel vor, sondern konzentrieren Sie sich auf einen Bereich Ihrer Ernährung, den Sie bewusst ändern wollen. Zum Beispiel Ihr Frühstück: Zu einem ausgewogenen Frühstück gehören Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten wie Brot, zuckerarmes Müsli sowie Proteine aus Joghurt, Quark oder Frischkäse. Beispiel Fisch: Sie essen gar nicht oder ganz selten Fisch? Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit hochwertigen Vitalstoff-Produkten, zum Beispiel mit Krillöl. Auch Vitamine dürfen nicht fehlen, und entgegen der weitläufigen Meinung, Vitamin-Präparate nützen nichts, beweisen wissenschaftliche Studien regelmäßig das Gegenteil. Außerdem unterstützen sie Ihr Vorhaben, sich gesünder zu ernähren!

MEDICOM 11/13 KURZMELDUNGEN

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MEDICOM Von Mensch zu Mensch

Möchten auch Sie uns an Ihren Erfolgen und guten Erf ahrungen teilhaben lassen? Dann schreiben Sie uns an: MEDICOM-Redaktion Stichwort „Kundenerfa hrung“ Sedemünder 2, 3183 2 Springe

Ich bin ein fröhlicher Mensch!

Fax: 0800 - 73 77 700 E-Mail: info@medicom -pharma.de

„Ich bin kein Bajazzo, bin auch ein Mensch wie du, und leise schlägt mein Herz dir zu ...“, Edmund Seibs Stimme tönt Edmund Seib

kräftig und klangvoll aus dem Telefonhörer. Der langjährige MEDICOM-Kunde aus dem hessischen Urberach, Rödermark, klingt mit seinen fast 87 Jahren glücklich und jugendlich. In dieser Ausgabe erzählt der höchst sportliche Pensionär aus seinem Leben und verrät uns, was die Geheimnisse seiner Jugendlichkeit sind.

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VON MENSCH ZU MENSCH MEDICOM 11/13

ZUR PERSON

MEDICOM-Kunde

Edmund Seib (86) lebt für das Ehrenamt. Es ist ihm ein Anliegen, Menschen Gutes zu tun. Er singt bei festlichen Anlässen mit Freude und immer als Geschenk.


FOTO: SHUTTERSTOCK

„Ich bin kein Bajazzo, bin auch ein Mensch wie du, und leise schlägt mein Herz dir zu ...“

„Ich bin immer noch nahezu ständig unterwegs und singe ehrenamtlich für Menschen, die ein bestimmtes Ereignis, wie zum Beispiel eine Hochzeit oder einen Geburtstag, zu feiern haben.“ Es sei ihm dabei ganz besonders wichtig, dass dies ehrenamtlich geschehe, also ein Geschenk seinerseits sei. Edmund Seib singt leidenschaftlich gerne, und das seit über 70 Jahren. Das sei eine der zahlreichen Gaben, die ihm der Herrgott in die Wiege gelegt habe. Und nicht nur stimmlich, auch körperlich ist Edmund Seib fitter als die meisten.

Sportliche Höchstleistungen Edmund Seib war bei seinem Sportverein MTV Urberach immer sehr aktiv gewesen und entschloss sich, allerdings hauptsächlich einem Freund zuliebe, im Jahr 2003 an den Seniorenleichtathletik-Weltmeisterschaften in Puerto Rico teilzunehmen. Leider verstarb der Freund kurz vor Reisebeginn. Edmund Seib musste die Reise daher traurigerweise allein antreten. Doch sie war nicht umsonst und er kam mit einem wahren Medaillensegen zurück. Mit beinahe 77 Jahren gewann er vier silberne und eine goldene Medaille in Puerto Rico, wo er für die Stadt Rödermark angetreten war.

Siege trotz Herzinfarkt Erst später, im Verlauf des Gesprächs mit der MEDICOM-Redaktion, stellt sich heraus, dass Edmund Seib vor diesem großen sportlichen Erfolg bereits zwei Herzinfarkte erlitten hatte. Dennoch brauchte er kein besonderes Training. Er habe sich vernünftig ernährt und vor dem Wettkampf sei er oft zügig spazieren gegangen. „Es ist eine Gabe Gottes, wie das Singen“, sagt er. „Ich habe Glück, und mir gelingt einfach alles, was ich in die

Hand nehme“, fügt er hinzu. Dennoch sei er ein bescheidener Mensch, und alles, was er tue, nehme er sehr ernst. Wie zum Beispiel sein Engagement bei der Selbsthilfegruppe Krebs und seine Mitgliedschaft bei der Sängervereinigung Edelweiß.

Es war nicht immer leicht Er habe allerdings auch traurige und schwere Zeiten durchstehen müssen. So zum Beispiel den Verlust seiner Frau, die vor 14 Jahren an einem Non-Hodgkin-Lymphom starb und die er viele Jahre gepflegt hatte. „Ich habe sie zum Schluss auch zu so manchem Wettkampf mitgenommen und wir konnten die Siege gemeinsam genießen.“ Die Scheidung seines Sohnes habe ihn ebenfalls mitgenommen, aber dennoch hat sich Edmund Seib nie unterkriegen lassen und sich seine Frohnatur erhalten.

Immer aktiv Es ist wohl das ständige Aktivsein, insbesondere das Singen und Helfen, das ihn so fröhlich und positiv stimmt. Jeden Tag arbeitet er in seinem großen Garten, eine Tätigkeit, deren Wirkung oftmals als positiv und lebensverlängernd bezeichnet wird. Wichtig ist ihm natürlich auch die Pflege des Grabes seiner Frau, das er täglich besucht und mit viel Liebe hegt.

Zahlreiche Medaillen beweisen die sportlichen Erfolge des rüstigen Rentners

Natur bringen, wie zum Beispiel das Ernten der schönen, süßen Kirschen oder der Brombeeren in seinem Garten und das Marmeladekochen danach. Dies, sein Gesang, die körperliche Aktivität und das gesellschaftliche Engagement sind wohl die Geheimnisse der Jugendlichkeit von Edmund Seib. SCHON GEWUSST?

Q10 ist eine verlässliche Energiequelle Im höheren Alter, bei starker Belastung im Alltag, Mangelernährung und Medikamenteneinnahme hat der Körper einen erhöhten Energiebedarf. Sportliche Betätigung und eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung sorgen für größeres Wohlbefinden. Die Vitalstoffe Q10 und QH, die bioaktive Variante des Coenzyms Q10, sind wertvolle Zellkraftstoffe, die dem Körper zu neuer Energie und Ausdauer verhelfen.

Das Leben nehmen, wie es ist Nach seinen Plänen befragt, meint Edmund Seib, er habe keine, er reagiere auf das, was komme, jeden Tag. Jeden Morgen das gleiche gesundheitsfördernde Ritual: ein kreislaufbelebendes Bürsten des ganzen Körpers und dann eine Selbstmassage mit Öl. Auch das kann er perfekt, hat er sich doch auch einmal zum Masseur ausbilden lassen. Ansonsten lässt er einfach das auf sich zukommen, was das Jahr und die

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Singen als Ehrenamt

MEDICOM 11/13 VON MENSCH ZU MENSCH

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KÖRPER & SEELE

Ohne Altersgrenze:

Lust und Liebe Wie kann die Lebensqualität im fortschreitenden Alter erhalten oder verbessert werden? MEDICOM spricht im Exklusivinterview mit Renate E. Daimler über Themen, die vermeintlich den Jüngeren vorbehalten, jedoch für ein positives Erleben des dritten Lebensabschnittes nahezu unerlässlich sind.

Renate E. Daimler

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Journalistin, systemische Beraterin, Trainerin für erlebnisorientierte Persönlichkeitsentwicklung und Universitätslektorin

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KÖRPER & SEELE MEDICOM 11/13


FOTO: SHUTTERSTOCK

Schon gewusst? Renate E. Daimlers Buch „Verschwiegene Lust“ erschien 1999 in erster Auflage und ist nach wie vor hochaktuell. Die zahlreichen Gespräche, die Renate E. Daimler für ihr Buch führte, haben sie erkennen lassen, „wie oft wir uns selbst daran hindern, lebendig zu sein“.

Mit positiven Gedanken das Alter als Chance und kostbaren Lebensabschnitt erkennen

Experteninterview mit Renate E. Daimler Renate E. Daimler wurde 1949 in Bregenz, Österreich, geboren. Sie ist Journalistin, systemische Beraterin, Trainerin für erlebnisorientierte Persönlichkeitsentwicklung und Universitätslektorin. Bekannt ist sie vor allem als Autorin zahlreicher Sachbuchbestseller, u. a. zum Thema Frauen und Lust. Renate E. Daimler lebt mit ihrer Familie in Wien. Vor Kurzem ist ihr erster Roman „Lillys Weg“ im Salzburger Ecowin Verlag erschienen. MEDICOM: Der dritte Lebensabschnitt ist für viele Menschen ein Abschnitt, der als negativ oder weniger freudvoll empfunden wird als die Jugendzeit oder die „mittleren“ Jahre. Warum? Renate E. Daimler: Im Allgemeinen

akzeptiert jeder, dass es Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt und alle Jahreszeiten ihre Schönheit haben. Für uns Menschen scheint das nicht zu gelten. Solange wir glauben, dass die Phase, in der wir jetzt sind, nämlich der Herbst, eine hässliche Jahreszeit in unserem Leben ist, so lange wird es auch so sein.

Das scheint von der Gesellschaft nun einmal so vorgegeben zu sein.

Ja, und gleichzeitig sind wir auch stark daran beteiligt. Meines Erachtens unterschätzen wir, wie unsere Gedanken auch unsere Welt verändern können. Ich denke jeden Tag daran, dass ich eine gesunde, schöne alte Frau sein werde. Das ist mein Ziel und daran glaube ich und es wird sehr wahrscheinlich einen Unterschied in meiner Biografie machen. Und wenn es anders wäre und mein Körper in einen Zustand käme, der nicht so optimal ist, dann hätte ich immer noch meinen frischen jungen Geist und mein junges Herz. Warum fällt es vielen Menschen, vor allem Frauen, so schwer, so zu denken?

Unsere Sicht auf das Alter ist grundsätzlich unausgereift. Wir haben als Gesellschaft das Alter noch nicht als lebendigen und kostbaren Teil unseres Lebens akzeptiert. Die Generation, die heute zwischen 60 und 65 Jahre alt ist, hat keine Vorbilder und überhaupt keinen Zugang dazu, dass es völlig normal ist, sich selbst zu lieben. Die Generation vor uns erlebte den Zweiten Weltkrieg und hatte völlig andere Sorgen. Meine Generation steht nun da und muss sich fragen: „Wie werden wir alt?“ Das ist das Forschungsprojekt, an dem ich derzeit arbeite. Im Herbst 2014 erscheint mein nächstes Buch zu diesem Thema. Viele Menschen tun sich angesichts des Alterns schwer, sich so anzunehmen, wie sie sind. Viele Frauen haben noch dazu Angst, dass der Partner sich abkehren könnte.

Wir kehren uns ja von uns selbst ab. Das ist der viel wichtigere Punkt. Wir kehren uns von uns selbst ab, weil das eine alte Gewohnheit ist. Früher waren die Frauen meist tot in diesem Alter, weil sie entweder schon längst im Kindbett gestorben waren oder sowieso nicht alt wurden. Außerdem gab es auch die Vorstellung, dass körperliche Liebe nur dazu dienen dürfe, Nachkommen zu zeugen. Die Frau war dem Manne grundsätzlich untertan > und nichts Besonderes. MEDICOM 11/13 KÖRPER & SEELE

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FOTOS: SHUTTERSTOCK

Der reifere Mensch möchte verbunden sein, wenn er körperlich liebt

Woran liegt es, dass das Thema Liebe und Libido im dritten Lebensabschnitt so gut wie nie besprochen wird?

Das Thema wird nicht besprochen, weil man allgemein der Meinung ist, dass, wenn Frauen keine Kinder mehr bekommen können, Sexualität keinen Zweck mehr erfülle. Wir sind es nicht gewohnt, dass Frauen jenseits ihrer Gebärfähigkeit erotische Wesen sind. Da muss unsere Gesellschaft und vor allem müssen wir Frauen handeln. Diese schambesetzte Einstellung – „jetzt habe ich Falten, jetzt habe ich schlaffe Oberarme, jetzt habe ich einen Hängebusen, ich kann mich nicht mehr nackt zeigen“ – ist das Problem und schafft einen völlig absurden Tabubereich. Wir Menschen sind ja dafür vorgesehen, älter zu werden, und sollten versuchen unsere eigene Altersschönheit zu finden. Sie haben für Ihr Buch „Verschwiegene Lust“ mit Frauen über 60 über ihre Einstellung zur körperlichen Liebe gesprochen. Warum haben Sie dieses Buch geschrieben?

Ich habe vor mittlerweile 25 Jahren an einem Sachbuch zum Thema „Altern ist keine Krankheit“ gearbeitet. Bei der Recherche ist mir aufgefallen, dass die weibliche Sexualität im Alter in der Literatur nicht vorkommt. Es kommt

10 KÖRPER & SEELE MEDICOM 11/13

der schöne Greis vor, es kommt der virile Mann vor. Das heißt, Männer sind schön im Alter und Frauen haben abgedankt. Und das hat mich damals dermaßen entsetzt und erschreckt, dass ich beschloss, ein eigenes Forschungsprojekt zu starten. War es für viele Frauen, mit denen Sie sprachen, eine Überraschung, zu erfahren, dass sie nicht aufhören müssen zu lieben – auch in körperlicher Hinsicht? Wie setzt man das dann im eigenen Leben um?

Sexuelle Bedürfnisse sind ursächlich mit der eigenen Biografie verknüpft. Wenn ich als junge Frau oder als junges Mädchen Sexualität nicht als beglückend erlebt habe, dann ist es auch nicht wahrscheinlich, dass ich das mit 70 entdecke. Das gibt es gelegentlich schon, aber an sich ist diese Prägung, wie ich persönlich mit meiner Sexualität umgehe, eine biografische. Frauen, die zum Beispiel auch psychisch oder körperlich missbraucht wurden, werden im höheren Alter selten Interesse an Sexualität haben. Und diese Frauen sind dann durchaus froh, wenn das zu Ende ist. Es ist natürlich völlig legitim. Ich möchte auch unbedingt alle Frauen und Männer entlasten, die

einfach sagen: „Zu meinem Leben gehört das nicht und ich brauche es nicht.“ Ein weiterer Aspekt ist, dass sich, wenn Menschen in langjährigen Partnerschaften leben, so eine Art Trainingsanzug- und LockenwicklerÄsthetik einschleicht. Hier macht man sich füreinander nicht mehr erotisch. Dann verliert sich die Sexualität auch in der Bequemlichkeit. Das hat aber nichts damit zu tun, ob wir grundsätzlich Lust auf Sex haben oder nicht, sondern damit, dass wir uns nicht mehr dafür engagieren. Man muss sich also aktiv für ein erfülltes Sexualleben einsetzen?

Natürlich, ja! Über Jahrzehnte Sex mit einer vertrauten Person zu haben, ist eine Herausforderung. Da muss man etwas tun, sich ein Setting schaffen, wo das weiter möglich ist. Zum Beispiel schön miteinander essen gehen oder sich einfach bewusst Räume erschaffen, in denen Sexualität Platz hat. Im Laufe der Jahre haben sich in manchen Partnerschaften eventuell auch belastende Dinge angesammelt?

In meiner systemischen Beratung merke ich, dass es häufig darum geht, dass das, was zwischen den Partnern steht, zum

Die eigene Altersschönheit finden


FOTO: SHUTTERSTOCK

Der Wunsch nach Zärtlichkeit bleibt immer

Beispiel Ärger oder Kränkungen, ausgeräumt werden muss, sonst verliert sich die körperliche Nähe und es entstehen sogenannte Nutzgemeinschaften. Das heißt aber nicht, dass diese Menschen nicht grundsätzlich interessiert sind an körperlicher Nähe, es steht nur einfach zu viel dazwischen. Viele Menschen, gerade Frauen in dieser Altersgruppe, sind oft auch sehr einsam, was die schlechte Selbstwahrnehmung vermutlich verstärkt.

Es gibt viele alleinstehende Frauen, die keinen Partner mehr haben, weil er gegangen oder weil er gestorben ist. Sie möchten sich auch nicht eingestehen, dass sie den Wunsch nach körperlicher Liebe haben, und sagen sich, dass sie das nicht mehr brauchen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch differenzieren, häufig geht es gar nicht um Sex, sondern um Zärtlichkeit. Und dieser Wunsch nach Zärtlichkeit, der ist in uns, und er bleibt es auch. Niemand, der ganz ehrlich zu sich selbst ist, wird sagen, ich brauche keine Zärtlichkeit. Und hier schließt sich der Kreis der negativen Selbstwahrnehmung.

Eine Grundbedingung für erfüllte Sexualität ist, dass wir uns selbst schön finden. „Ja genau, du mein wunderbarer Körper, dich akzeptiere ich!“

Es scheint ein so wichtiges Thema zu sein und dennoch gibt es so wenige Informationen dazu.

Wir wissen inzwischen aus der Hirnforschung, dass der Wunsch nach Verbundenheit dominiert und auch niemals aufhört. Wie ich dann diese Verbundenheit lebe, ob das einen sexuellen Ausdruck hat oder einen auf die Zärtlichkeit gerichteten, das ist Geschmackssache, aber unsere grundsätzliche Sehnsucht bleibt uns ein Leben lang. Was ist das Geheimnis gut funktionierender Partnerschaften?

Partner, bei denen das Sexualleben gut funktioniert, haben ähnliche Interessen und tun belebende Dinge. Dazu gehört, dass man nicht immer eine Routine verfolgt, sondern sich auch einmal überrascht. Wenn zwei Menschen nur zusammengeblieben sind, weil sie gemeinsam ein Haus gebaut haben oder weil sie Angst haben, allein zu sein, dann reicht das nicht. Das ist keine ausreichende Grundlage für ein gutes Liebesleben, weil nicht genug Verbundenheit da ist. Sex braucht Verbundenheit, vor allem, wenn man älter ist. Der reifere Mensch möchte verbunden sein, wenn er körperlich liebt. Ohne diese Verbundenheit funktioniert es nicht.

WISSENSWERT

Ein Leben für die Liebe Belastende Gedanken und ein ungesunder Lebensstil beeinträchtigen unser körperliches Wohlbefinden und können unser Lustempfinden negativ beeinflussen. Sanfte sportliche Aktivität und gesunde, aber genussvolle Ernährung wirken hier positiv. Vitalstoffe wie Ginseng und Lecithin verbessern das Allgemeinbefinden und aktivieren die Lebensenergie.

KURZ GESAGT

Es liegt an uns, den Körper und die Seele im Alterungsprozess zu unterstützen. Überdenken Sie Ihre Haltung zum Leben und zur Liebe. Motivieren Sie sich allein oder mit Ihrem Partner zu Aktivitäten, die Spaß machen. Gehen Sie gemeinsam kleine Dinge an, wie beispielsweise Ihre Ernährungsgewohnheiten. Doch vor allem sollten Sie Ihr Alter in vollen Zügen auskosten, das hält Sie automatisch jugendlich und gesund.

MEDICOM 11/13 KÖRPER & SEELE 11


Stars&

Weihnachten

mit SCHÖNEN Weihnacht sTipps

Wie sie feiern und was sie sich wünschen

Besinnlich im Kreise der Familie, mit Freunden auf glamourösen Feiern oder ganz allein? An Weihnachten zieht es fast alle Stars nach Hause zu ihrer Familie, wo sie sich auf ein schönes Fest freuen. Stars sind eben auch ganz normale Menschen. MEDICOM hat sich mit einigen bekannten Größen aus dem deutschen Showbusiness getroffen und über Weihnachtliches geplaudert.

12 TITELTHEMA MEDICOM 11/13


Alexandra Polzin Die gebürtige Berlinerin Alexandra Polzin ist eine der begehrtesten Moderatorinnen in Deutschland. Ob Galas, Modenschauen oder Pressekonferenzen – immer führt sie charmant und klug durch den Abend. Seit 2011 ist sie TVModeratorin von FOTO: Matthias Garvelmann

E! Entertainment.

Vitalstofftipp: Zink + Vitamin C Was bedeutet Ihnen Weihnachten? Für mich ist Weihnachten der absolute Familientreff. Da wir aus allen Richtungen zusammenkommen müssen, ist Weihnachten ein wunderbares, großes Wiedersehen. Hier treffen Berliner, Augsburger und Bodenseer aufeinander und tauschen – neben dem festlichen Anlass – alle Neuigkeiten aus. Wie feiern Sie? Wir feiern immer bei uns in München zu Hause. Es gibt das klassische Gericht Gans, Knödel und Blaukraut. Auch ein großer Weihnachtsbaum darf nicht fehlen und jeder trägt kitschige Gedichte vor. Was ist Ihre schönste Erinnerung? Es ist schön gewesen, wenn zusätzlich zu unseren Familienmitgliedern nach und nach alle Nachbarn dazugestoßen sind. Quasi ein Weihnachten der „offenen Tür“. Jeder hat etwas mitgebracht. Das wurde dann später zu einer richtigen Party! Ist schon mal etwas richtig schiefgelaufen? Unser Weihnachtsbaum hat wirklich einmal gebrannt, als wir noch echte Kerzen hatten. Zum Glück hat mein Vater schnell reagiert und eine Decke drübergeworfen. Da jetzt aber ein paar Kinder in der Familie dazugekommen sind, gibt es bei uns nur noch Lichterketten. Was wünschen Sie sich dieses Jahr? Für dieses Jahr wünschen wir uns, dass die Familie wieder gesund und munter zusammenkommt. Das ist nicht selbstverständlich und dafür sind wir jedes Jahr aufs Neue dankbar. Außerdem wünsche ich mir, dass es richtig schön schneit an Heiligabend. Sodass richtige Weihnachtsstimmung aufkommt. Bitte bloß kein Regen! Welche Vitalstoffe bringen Sie gut durch die Weihnachtszeit? Ich esse im Winter ganz bewusst viel Obst und Gemüse, auch damit ich nicht zunehme. An den Süßigkeiten komme ich jedoch nicht vorbei. Das gehört dazu und muss auch sein. Ich vermeide es, fettes Fleisch zu essen. Ohne Zink geht nichts. Ich bleibe gesund und fühle mich fit. Zusätzlich empfehle ich regelmäßige Saunagänge. Das stärkt die Abwehr, und im > Winter ist es herrlich, in der Wärme zu schwitzen.

FOTO: SHUTTERSTOCK

MEDICOM 11/13 TITELTHEMA 13


Ivan Strano Modedesigner Ivan Strano gründete 2001 zusammen mit Klaus Unrath das Modelabel „Unrath & Strano“, das sich schnell zur Lieblingsmarke der Promis entwickelte. Ob Kati Witt, Andrea Berg oder Minu Barati – die FOTO: OLIVER WALTERSCHEID

Schönen und Reichen schwören auf die opulenten Abendroben des Designerduos.

Was bedeutet Ihnen Weihnachten? Weihnachten ist neben dem religiösen Schwerpunkt das Fest der Familie und der Freunde, der Liebe, der Freude, der Ruhe und des Zusammenhalts. Weihnachten ist auch die Zeit, wo man in sich geht, viel nachdenkt und das Jahr Revue passieren lässt. Wie feiern Sie? Der traditionelle Weihnachtsbaum wird geschmückt, die Krippe aufgestellt, Haus und Garten mit Lichterketten dekoriert. Die Geschenke für die Kleinen werden eingepackt und unter den Weihnachtsbaum gelegt. Die Familie kommt zusammen, es wird schön gekocht und miteinander gegessen. Bei uns zuhause gibt es eine Fischsuppe als Vorspeise und Scampi mit Miesmuscheln als Hauptspeise. Als Dessert gibt es oft Tiramisu oder einen Früchtecocktail mit Eis. Am späten Abend isst man noch einen Pandoro oder eine „Colomba“, ein Brotgebäck in Form einer stilisierten Taube. Den Rest gibt es zum Frühstück! Was ist Ihre schönste Erinnerung? Das Schönste war, als die ganze Familie nach dem Essen am Tisch saß und meine Eltern von alten Zeiten gesprochen haben. Was sie alles zusammen erlebt haben, wie die Zeit „damals“ war, wie sie sich kennengelernt haben und wie sie dann zusammen in die Schweiz kamen. Ein weiterer schöner Moment war das erste Weihnachten mit dem Sohn meines Bruders. Eine neue Generation ist geboren worden, ein sehr schöner Moment, da ich mir sicher bin, dass das ein inniger Wunsch meiner Eltern war. Ist schon mal etwas richtig schiefgelaufen? Schiefgelaufen ist eigentlich nie etwas. Doch kann ich mich an ein Weihnachten erinnern, wo die ganze Familie mit Fieber im Bett lag und ich fleißig Tee kochen durfte. Was wünschen Sie sich dieses Jahr? Dieses Jahr wird das erste Jahr ohne meinen Vater sein. Es wird eine sehr schöne, besinnliche Weihnacht, wir werden die Zeit zusammen sehr genießen, und mein Vater wird bei uns sein, in unseren Herzen. Ich wünsche mir, dass die Familie gesund bleibt und wir viele, viele schöne Weihnachten zusammen verbringen können. Welche Vitalstoffe bringen Sie gut durch die Weihnachtszeit? Über Weihnachten halte ich mich ausschließlich mit Keksen, Kuchenessen und Familienbesuchen fit (Herr Strano lacht dabei [Anm. d. Red.]. Bei schönem Wetter gibt es auch Spaziergänge im Schnee.

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14 TITELTHEMA MEDICOM 11/13


Gaby Dohm Als Schwester Christa ist Gaby Dohm mit der „Schwarzwaldklinik“ bekannt geworden. Jetzt spielt sie eine Baronin in „Um Himmels willen“. In diesem Jahr ist die elegante Münchnerin 70 Jahre geworden. MEDICOM gratuliert herzlichst zu FOTO: DPNY

diesem runden Geburtstag!

Was bedeutet Ihnen Weihnachten? Weihnachten ist mir sehr wichtig. Wie feiern Sie? Das entscheidet sich immer in letzter Sekunde. Aber am liebsten mit vielen Freunden und der Familie. Was ist Ihre schönste Erinnerung? Wie ich als Kind einen Laubsägekasten geschenkt bekommen habe. Ist schon mal etwas richtig schiefgelaufen? Einmal habe ich versehentlich einen komplett geschmückten Weihnachtsbaum umgekippt. Zum Glück haben mir fremde Leute auf der Straße sofort geholfen, ihn wieder aufzurichten. Was wünschen Sie sich dieses Jahr? Viel Zeit und kein Weihnachtsfieber. Welche Vitalstoffe bringen Sie gut durch die Weihnachtszeit? Um rundum gesund und leistungsfähig zu bleiben, schwöre ich auf eine zusätzliche Vitalstoffversorgung, wie sie NOBILIN PREMIUM bietet. Da weiß ich, dass ich auch in Ruhephasen rundum gut geschützt bin. >

Vitalstofftipp: Premiumversorgung

MEDICOM 11/13 TITELTHEMA 15


e z n a g s a d n n e w , re ä w s a W Jahr Weihnachten wäre?

Räudas Erzgebirge. Ob chland ist unbestritten uts De in m lädt tru ge en bir tsz Weihnach n – das Erzge er Weihnachtspyramide od n ge bö wib ah zu Sch , utn en ha chermännch ihnachtsstimmung t ein, authentische We zei res Jah s er jed en zu Tag für Tag tigen Dekoration für ohne Zeitdruck die nö d un rei ssf stre i be da genießen und Fest zu besorgen. ände in nau sämtliche Gegenst feststellen, wie detailge ge unterbir ge Erz ins Sehr schnell werden Sie r Wer einen Absteche d. sin et eit arb ge eit gelegt. liebevoller Handarb nitz in Sachsen ans Herz lm Co ch na ise Re e ein sei te Jahr über ein nehmen möchte, dem olands“, das das gesam rac „St s de at im He ist n he Produkte wie RäuDas malerische Dörfche ration anbietet. Typisc eko tsd ach ihn We an t r zu erwerben. umfangreiches Sortimen d Baumschmuck sind hie un ren gu lsfi ge En r, nacke Gastronomie war so chermännchen, Nussk n, Erlebnisverkauf und ktio du Pro s au ng hu isc urg gibt, die sich Der Erfolg der Konzeptm in Dresden und Hamb len ilia “-F nd ola rac „St n auch groß, dass es inzwische en. reu erf it the lieb größter Be Jahr über am Zauber für chlands wird das ganze uts De ilen Te ren de an Experten als deutDoch auch in ob der Tauber gilt unter rg bu en th e Ro et. eit arb hier das weltweit einzig Heiligabend ge nicht zuletzt daran, dass t lieg s Da t. tadt, tad ins pts Kle au wohner zählt die sche Weihnachtsh rade einmal 11.000 Ein Ge ist. t ate im rs he de be son Besucher an. Be Weihnachtsmuseum thenburg 1,5 Millionen Ro he isc ler ma s er da nd kt nach passe doch jedes Jahr loc usiasten auf der Suche werden Weihnachtsenth ” hrt hlfa Wo g nach Rothenburg the We n „Kä i de be t für alle, die nicht ich chr Na te gu e Ein . , Nürnberg, OberamWeihnachtsdeko fündig , Rüdesheim, Bamberg rlin Be rg, lbe ide He in machen können: Auch hlfahrt“ vertreten. enkirchen ist „Käthe Wo art h-P isc rm Ga d un u merga en näher auseinandersetz ichte vom Fest der Liebe ge: hti Ric s da u Wer sich mit der Gesch na useum ge Besuch im Weihnachtsm Jahr wir die , en möchte, für den ist ein ditionen komm r, woher die vielen Tra hen nsc Me le vie Hier erfährt der Besuche für ispiel waren achtspyramiden zum Be ihn We . r. en wa eg n pfl affe r sch Jah für ser schwer zu be ihnachtsbaum, wenn die We en nd ein stä für ver n atz rde Ers ein achtsmann, we Legenden vom Weihn die a tetw fes wie tig n, rich the er My Viele t all dies in ein Und natürlich geschieh t. lär erk m n ltsa de ha mi ter yra un lich und meterhohe Weihnachtsp nn hundert Jahre alte, lichen Atmosphäre, we bei so viel feierlicher Kein Wunder also, dass n. me säu e um srä ng die Ausstellu les Publikum aus den Magnet für internationa ein ch au m seu Mu s Stimmung da ssland und Japan ist. Vereinigten Staaten, Ru

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Wie feiert man Weihnachten eigentlich in Schweden? MEDICOM: Wie wird Weihnachten in Schweden genannt? Und woher stammt die Bezeichnung? Torbjörn Haak: Weihnachten wird in Schweden „jul“ genannt. Die sprachlichen Wurzeln des Namens sind aber nicht ganz klar. Alte Kalender scheinen auf das Ende des Spätherbsts, so ungefähr die Zeit vor Jahresende, zu verweisen. Daraus haben wir in Schweden das wichtigste und größte Fest des Jahres gemacht. Gibt es in Schweden ein Pendant zum Nikolaustag in Deutschland?

Den lieben deutschen Nikolaus kennen wir nicht. Aber dafür gibt es in Schweden die Lucia-Tradition: Lucia ist die Lichtkönigin, die mit vielen Kerzen und Gesang am 13. Dezember gefeiert wird. Außerdem gibt es dann „Lussekatter“, das sind süße Hefebrötchen mit Safran, und „Glögg“, Glühwein mit Wodka und Gewürzen wie Kardamom, Ingwer und Nelken. So wird in unser Leben im dunkelsten Monat, dem Dezember, ein wenig Licht gebracht. Hat das Fest einen christlichen Hintergrund? Gehen die Schweden in die Kirche?

Die Weihnachtsfeier ist in Schweden, wie auch in Deutschland, christlich

verwurzelt. Das ist auch die Zeit, in der die Kirchen am stärksten besucht werden. Der Gottesdienst ist dann wichtig, um das Gefühl der Gemeinschaft zu stärken, damit wir dem Winter besser standhalten können. Wer bringt an Heiligabend die Geschenke?

An Heiligabend, am 24. Dezember, kommt der Weihnachtsmann, der bei uns „jultomten“ gerufen wird, und bringt die Geschenke. Er ist rot gekleidet, hat einen dichten, kräftigen Bart und einen dicken, runden Bauch. Was isst man typischerweise an Weihnachten? Gibt es schwedische kulinarische Rituale?

Das Weihnachtsessen in Schweden ist nicht unähnlich der norddeutschen Gepflogenheit. Es gibt viel Fisch, zum Beispiel Heringe, und den sogenannten „Janssons frestelse“, ein spezielles Hering-Kartoffel-Gratin. Außerdem lieben wir Wurstgerichte und Fleischbällchen, die bekannten und bei Kindern sehr beliebten „köttbullar“. Eigentlich kommt an Weihnachten alles auf den Tisch, was man sich vorstellen kann. Und dazu gibt es Schnaps. Und dann noch mehr davon.

Torbjörn Haak Stellvertretender schwedischer Botschafter in Berlin

Wie verbringt man die Weihnachtszeit in Schweden?

Die Tradition spricht für die Familie. Wir essen gemeinsam, es gibt natürlich Geschenke. Und danach lange Spaziergänge mit Schlitten- oder Skifahren, am liebsten in hohem Schnee! Wie halten Sie sich fit in der kalten Jahreszeit? Gibt es spezielle Hausrezepte oder beugen Sie mit Vitalstoffen vor?

Also, ich versuche, an Weihnachten in Maßen zu essen und zu trinken. Ansonsten viel Bewegung an der frischen Luft und eine Extraportion Orangen für die Vitamin-C-Zufuhr. Was war Ihr schönstes Erlebnis an Weihnachten?

Ich genieße die Zeit an Weihnachten grundsätzlich sehr, da sie nach viel Arbeit im Herbst wie die Ruhe nach dem Sturm wirkt. Dann ist endlich Zeit zum Entspannen, zum Musikhören und Lesen. Aber mit zwei kleinen Kindern zu Hause sieht die Wirklichkeit momentan ein bisschen anders aus. >

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Tipp:Artischocke

Gerlinde Jänicke Die Berliner starten gut ins Wochenende, wenn sie beim Aufwachen Gerlinde deutschamerikanische Moderatorin ist seit vielen Jahren eine der beliebtesten Stimmen beim Radiosender 104.6 RTL.

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Jänickes Stimme im Radio hören. Die

Was bedeutet Ihnen Weihnachten? Weihnachten war schon immer ein wunderbares und wichtiges Fest für mich. Die Familie ist relativ groß, und es ist eine tolle Möglichkeit, alle gleichzeitig am selben Ort zu haben. Wie feiern Sie? Wir machen immer eine kleine Rundreise zu den Feiertagen. Erst geht es zu meiner Familie, dann zur Familie meines Freundes. Wir sitzen fast mehr im Auto als um dem Baum. Es gibt nichts Traditionelles. Meine Familie kocht orientalisches Marsalahähnchen und bei der Familie meines Freundes gibt es eine Art Currywurst in Biersoße. Was ist Ihre schönste Erinnerung? Es klingt ein bisschen albern: Als ich Kind war, sind meine Großmutter, Urgroßmutter und Mutter nach dem Weihnachtsessen in die Küche gegangen, um das Geschirr zu spülen. Mein Vater und ich haben uns hinter der Couch versteckt, um nicht mithelfen zu müssen. Da war es so kuschelig und gemütlich, dass wir eingeschlafen sind. Dieses Gefühl der Sicherheit war wundervoll! Ist schon mal etwas richtig schiefgelaufen? Ich habe vor ein paar Jahren ein bestimmtes Paar Handschuhe haben wollen. Das wusste jeder in der Familie. Ich ging davon aus, man würde sich absprechen. Ich bekam dieses Paar Handschuhe viermal. Zu allem Überfluss hatte ich es mir kurz vor Weihnachten auch noch selbst gekauft. Was wünschen Sie sich dieses Jahr? Ich verschenke lieber Dinge, als dass ich etwas bekomme. Also hoffe ich, dass ich für jeden etwas Passendes finde und keine Verlegenheitsgeschenke à la Krawatten, Socken oder Pralinen besorgen muss. Aber eigentlich habe ich immer einen ziemlich guten Riecher für das Richtige. Ach so, und ein cremefarbenes Pony hätte ich gerne. Welche Vitalstoffe bringen Sie gut durch die Weihnachtszeit? Ich trinke viel mehr Wasser als sonst. Das fette Essen und das ein oder andere Gläschen Eierpunsch sind ja doch sehr belastend für den Körper. Ich liebe Artischockenpillen. Ob sie wirklich etwas bringen, weiß ich nicht, aber ich habe immer das Gefühl, mir etwas Gutes damit zu tun.

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Beate Hohl Sie ist wunderschön, lebensfroh und lebt als gefragtes weibliches Model ein Leben, das für viele Frauen vorbildhaft ist. Beate Hohl – das MEDICOM-Gesicht – besticht Aussehen und ihre natürliche Ausstrahlung.

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durch ihr großes Herz, ihr jugendliches

Was bedeutet Ihnen Weihnachten? Mir gefällt die Vorweihnachtszeit sehr – die Läden sind geschmückt und die ganze Stadt ist beleuchtet und das gibt eine herrlich romantische Stimmung mit den leckersten Düften – perfekt um sich mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt zu verabreden. Es ist ein Fest der Liebe, und das soll es auch sein, auch wenn man das ganze Jahr lieb zu seinen Mitmenschen sein sollte. Wie feiern Sie? Was ich dieses Jahr mache, weiß ich noch nicht, aber am liebsten wäre ich an einem schönen Ort wie der Karibik oder Florida – je nach Laune kann ich aber auch wunderbar für mich daheim sein! Was ist Ihre schönste Erinnerung? Mein erstes Weihnachten in meiner eigenen Wohnung – ich habe einen Tannenbaum gekauft und geschmückt, so, wie ich es wollte, ich habe die Geschenke unter den Baum gelegt und war ganz allein für mich und es war wunderschön. Dann kamen ab und an Freunde vorbei – herrlich! Ist schon mal etwas richtig schiefgelaufen? Ich bin sehr bescheiden erzogen worden und habe mich nie getraut, zu sagen, was ich mir wünsche. Ich war elf oder zwölf Jahre alt, da habe ich vor Weihnachten, als ich gefragt wurde, was ich mir denn wünsche, spontan einen Wunsch geäußert und war über mich selbst überrascht – ich wünschte mir eine Querflöte. Was bekam ich? Eine Gitarre! Das Kind, ich, freute sich natürlich überhaupt nicht über die Gitarre – keine Frage: Die Stimmung war dahin! Was wünschen Sie sich dieses Jahr? Ich möchte gerne an einem meiner Lieblingsorte in der Sonne sein, mit einem Freund oder Freunden. Welche Vitalstoffe bringen Sie gut durch die Weihnachtszeit? Ich liebe die Omega-3-Fettsäuren – sie regen super den Stoffwechsel an!

a3 Vitalstofftipp: Omeg

MEHR INFORMATIONEN

Mehr über Stars und darüber, wie sie Weihnachten feiern, unter: FOTO: SHUTTERSTOCK

www.medicom.de/stars

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INFORMIERT

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MEDICOM

WISSENSWERT Migräneanfälle mit starkem Erbrechen oder Durchfall können den Stoffwechsel beeinflussen. Denn es werden viele Mineralstoffe und Spurenelemente ausgeschieden, wodurch es zur Störung des Elektrolythaushaltes kommen kann.

Migräne Wenn der Alltag unerträglich wird

Sonja Lewecke Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA)

Heftiges Pochen, stechendes Bohren, schmerzendes Klopfen im Kopf: Rund acht Millionen Deutsche leiden unter der Volkskrankheit Migräne. Übersetzt aus dem Griechischen heißt Migräne so viel wie „halber Schädel“.

Den Grund für diese Bezeichnung kennen die Betroffenen nur zu gut. Denn die meist einseitig auftretenden, heftigen Schmerzen können sie zwischen vier und 72 Stunden völlig außer Gefecht setzen. Einer aktuellen Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG) zufolge treten die Kopfschmerzen vor allem bei Frauen auf, vermutlich aufgrund von hormonellen Schwankungen während des Zyklus. Damit sind sie dreimal häufiger betroffen als Männer.

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WISSENSWERT

Sport und Entspannung In 80 Prozent aller Fälle werden die Kopfschmerzen von Symptomen wie Appetitlosigkeit und starker Übelkeit bis hin zu Erbrechen begleitet. Bei einigen Patienten gehen diese Beschwerden mit einer erhöhten Lärmund Lichtempfindlichkeit einher und auch Gerüche werden stärker als unangenehm wahrgenommen. Die Betroffenen sind dann völlig schachmatt gesetzt und verbringen die Zeit meist isoliert in abgedunkelten Räumen – an Arbeit oder soziale Kontakte ist nicht mehr zu denken.

Um die Reizüberflutung in den Griff zu bekommen, helfen vielen Migränepatienten Akupunktur, Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, Massagen, autogenes Training oder Biofeedbacktherapie. Und natürlich Sport. Fällt den Patienten während einer Attacke auch jede kleine Bewegung unendlich schwer, ist er dennoch ein weiteres effektives Mittel, Stress abzubauen und zu körperlicher Entspannung zu gelangen.


i Therapien

Migräneattacken sind völlig unberechenbar. Sie können den Betroffenen ganz plötzlich heimsuchen. Private Verabredungen oder Geschäftstermine müssen abgesagt werden. Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen können diese Ausfälle oft gar nicht nachvollziehen – sehr zum Leidwesen der Kranken. Migränepatienten sehen sich daher immer einer doppelten Belastung ausgesetzt: sowohl einer körperlichen als auch einer psychischen.

Neben herkömmlichen Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure sind seit 1993 sogenannte Triptane zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Migräneattacken zugelassen. Sie normalisieren die Nervenaktivität in verschiedenen Gehirnzentren und lindern akute Schmerzen. Allerdings kann ihre Wirkung nachlassen, noch ehe die Attacke zu Ende ist. Dann muss das Medikament erneut eingenommen werden. Patienten sollten jedoch nicht mehr als zwei Dosen innerhalb von 24 Stunden und maximal drei Dosen pro Attacke einsetzen. Es ist ohnehin grundsätzlich davon abzuraten, Schmerzmittel an mehr als zehn Tagen im Monat einzusetzen. Körperliche Belastung, physische Abhängigkeit und der sogenannte Medikamentenkopfschmerz können die Folge sein. Einem Patienten mit mehr als drei Attacken im Monat sind vorsorgende Maßnahmen anzuraten. Es werden dann oftmals blutdrucksenkende Betablocker eingesetzt oder auch Calciumantagonisten.

Aus einer Studie der Schmerzklinik Kiel geht hervor, dass ein Migränepatient durchschnittlich 2,8 Migräneanfälle im Monat hat. Jeden Tag verlieren ca. 760.000 Menschen in Deutschland einen ganzen Tag durch ihre Krankheit. Ein langfristiges Ziel für die Betroffenen ist es also, nicht nur akut Schmerzen zu lindern, sondern auch die Lebensqualität zu verbessern. Das bedeutet insbesondere, präventiv zu behandeln und vor allem die Häufigkeit der Migräneattacken zu verringern.

STUDIE

Magnesiumcitrat, hier als Direktgranulat, ist für den Organismus gut verfügbar

Geregelter Tagesablauf Bei vielen Patienten reizen plötzliche Veränderungen im Tagesablauf das Gehirn zur Überreaktion. Eines der obersten Gebote ist deshalb, einen möglichst geregelten Tagesablauf einzuhalten. Dazu gehört ein fester

Magnesium zur Prophylaxe

Eine Ernährungsumstellung, begleitet von regelmäßigen Akupunktursitzungen, kann bei Migräne helfen

Dieses Mineral nimmt eine elementare Rolle ein, wenn es um die Reizbarkeit des Nervensystems geht. Es stabilisiert das Ruhepotenzial von erregbaren Muskel- und Nervenzellen und Zellen des autonomen Nervensystems. Schon bei einem gesunden Menschen kann ein Mangel an Magnesium zu Muskelkrämpfen, Müdigkeit, Schlafproblemen und Kopfschmerzen führen. Eine Studie konnte zeigen, dass bei einer regelmäßigen Einnahme von 600 Milligramm reinem Magnesium die Attackenhäufigkeit um 25 Prozent (oder durchschnittlich eine Attacke pro Monat) reduziert werden kann. In der Studie wurde Magnesiumcitrat, eine organische Magnesiumverbindung, die eine gute Verfügbarkeit besitzt, verwendet.

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Als Folge verbringen sie ihr Leben immer mit der Angst vor dem nächsten Anfall, der sie aus dem gesellschaftlichen Leben ausschließt – zum Teil mit verheerenden existenziellen Folgen. Studien belegen, dass Migränepatienten ihre Lebensqualität als deutlich geringer empfinden als der Rest der Bevölkerung.

Schlaf-wach-Rhythmus. Auch bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Nüsse und Alkohol oder eine allgemein veränderte Ernährung können sogenannte „Trigger“, d. h. Auslöser, sein. Wenn klar ist, dass bestimmte Lebensmittel für den Migräneanfall verantwortlich sind, sollten sie möglichst gemieden werden.

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Soziale Isolation

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG) empfiehlt mittlerweile auch den Mineralstoff Magnesium als „Prophylaktikum (Vorbeugemittel) der zweiten Wahl“.

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1.

Susanne Baumann-Cox MEDICOM-Redakteurin und Yogalehrerin

BEWEGUNG & FITNESS

ENTSPANNUNG UND SANFTE FITNESS In der kalten Jahreszeit und im vorweihnachtlichen Trubel ist es mit der Fitnessmotivation oft nicht weit her, vielmehr möchte man entspannen und sich eventuell zurückziehen. MEDICOM gibt Ihnen diesmal Tipps, wie Sie während der Winterzeit Entspannung finden und sich mit Energie versorgen können, ohne die Fitness zu kurz kommen zu lassen. Wir haben uns ein 7-Stufen-Programm für Sie ausgedacht, das alle Körperteile mit einbezieht und Sie gut durch die dunklen Monate begleitet. Alles, was Sie brauchen, ist ein Stuhl und ein wenig Zeit für sich selbst. 22 BEWEGUNG & FITNESS MEDICOM 11/13

MEDICOM-TIPP

Auf die Gelenke achten Im Winter können Kälte und Feuchtigkeit rheumatische Beschwerden verstärken. Es ist daher wichtig, die Gelenke nicht „einrosten“ zu lassen. Durch Bewegung werden die Gelenkknorpel durchblutet und mit Nährstoffen versorgt, Gelenkflüssigkeit kann sich neu bilden. Abnutzungserscheinungen werden durch die Glykoproteine Glucosamin und Chondroitin verhindert.


MEDICOM-TIPP

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Fingerfertig und clever

Wann haben Sie zum letzten Mal Ihre Hände betrachtet? Sie arbeiten jeden Tag so zuverlässig für uns und dennoch schenken wir ihnen so wenig Aufmerksamkeit. Nehmen Sie sich jeden Tag ein wenig Zeit für Ihre Hände!

So geht es: 1. Verhaken Sie die Hände vor der Brust ineinander. Mit dem Einatmen ziehen Sie die Arme seitlich voneinander weg. Beim Ausatmen lösen Sie die Streckung ein wenig, die Hände bleiben in der Position. Wiederholen Sie die Übung acht- bis zehnmal. Danach lösen Sie die Hände und schütteln Schultern und Hände locker aus. 2. Halten Sie eine Hand locker vor sich und berühren Sie nacheinander mit den einzelnen Fingern den Daumen – vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger und zurück. Wiederholen Sie das mehrmals auf jeder Seite und erhöhen Sie die Geschwindigkeit ein wenig. Zum Schluss können Sie die Übung auch mit geschlossenen Augen machen.

Das bringt es: Die erste Übung erhöht die Kraft in den Fingern und aktiviert Arm- und Schultermuskulatur. Die zweite Übung schult Fingerfertigkeit und Konzentration.

1.

Arme – Dehnung und Harmonie So geht es: Nehmen Sie die Hände in Gebetshaltung vor die Brust. Mit dem Einatmen strecken Sie die Hände nach vorn (Abb.1.), dann zur Seite (Abb. 2.) und führen sie schließlich über dem Kopf zusammen. Mit dem Ausatmen strecken Sie sie nach oben aus. Dann loslassen und mit dem Einatmen nach unten absenken. Mit dem Einatmen nach unten absenken und wieder die Gebetshaltung vor der Brust einnehmen. Dort bleiben – ausatmen und mit dem Einatmen die Übung wiederholen. Machen Sie die Übung vier- bis sechsmal.

Diese Übung hat eine harmonisierende Wirkung. Sie beruhigt die Nerven und Sinne. Durch die Atem> übungen werden Brust und Herz gekräftigt.

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Das bringt es:

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Sanfte Fitness für Beine, Bauchmuskeln und Verdauungsorgane So geht es: 1. Setzen Sie sich etwas weiter vorn auf einen Stuhl. Strecken Sie ein Bein nach vorn, die Fußsohle berührt den Boden. Mit dem Einatmen beugen Sie das andere Bein und verschränken die Hände über dem Schienbein. Beim Ausatmen nun sanft das Bein in Richtung Bauch ziehen. Noch einmal einatmen, das Bein gehoben lassen, wieder gut ausatmen und das Bein noch einmal in Richtung Bauch ziehen. Bleiben Sie ein paar Sekunden in dieser Haltung, der Atem fließt ruhig und bewusst. Dann das Bein sanft abstellen und die Übung mit dem anderen Bein wiederholen. 2. Heben Sie die Beine abwechselnd hoch und klatschen Sie dabei jedes Mal unter dem gehobenen Bein in die Hände. Wiederholen Sie das zehn- bis 15-mal und entspannen Sie sich dann ein wenig. MEDICOM-TIPP

Das bringt es:

Im Winter neigen wir dazu, uns fettreicher zu ernähren. Achten Sie auf die Ernährung und bewegen Sie sich. Es muss ja kein Marathon sein. Auch mit kleinen Dingen erreicht man viel. FOTOs: DPNY

Beide Übungen aktivieren die Bauchmuskeln. Die erste Übung wirkt entspannend, hilft bei Blähungen und massiert die inneren Organe. Die zweite Übung wirkt belebend und verbessert die Durchblutung.

MEDICOM-TIPP

Vitalstoff-Empfehlungen Winterzeit und Vorweihnachtszeit bedeuten oft eine vitaminärmere Ernährung sowie vermehrten Stress und nervliche Belastung. Zur Deckung des erhöhten Energiebedarfs, empfehlen sich eine ausgeglichene Ernährung mit viel grünem Gemüse und die Vitalstoffe Q10 und QH. Sie geben Energie und bringen neue Kraft in müde Zellen. Die Mineralstoffe Calcium und Magnesium unterstützen dabei gezielt die Muskelfunktion. Magnesium gibt außerdem dem Herzmuskel neue Kraft und Energie.

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1.

Mit dem Atem die Seele beruhigen So geht es:

MEDICOM-TIPP Machen Sie diese Übungen in einem gleichmäßigen Rhythmus: Einatmen, Ausatmen und Atempause sollten möglichst gleich lang sein – die Atempause eventuell etwas kürzer. Mitzählen hilft! Neunmal wiederholen.

1. Heben Sie die rechte Hand zum Gesicht und klappen Sie Zeige- und Mittelfinger nach unten ein. Legen Sie jetzt die Hand an die Nase, sodass der Daumen am rechten Nasenflügel liegt und der kleine Finger am linken. Einmal ruhig ein- und wieder ausatmen. Dann mit der Wechselatmung beginnen: mit dem kleinen Finger leicht gegen die Nase drücken und so das linke Nasenloch verschließen. Durch das rechte Nasenloch einatmen. 2. Dann mit dem Daumen von rechts gegen die Nase drücken und so das rechte Nasenloch verschließen. Links ausatmen. Ohne Wechsel links wieder einatmen, dann links verschließen. Rechts ausatmen. Rechts einatmen, dann rechtes Nasenloch verschließen. Links ausatmen. Links einatmen, dann linkes Nasenloch verschließen. Rechts ausatmen … und so weiter. Immer nach dem Einatmen wechseln.

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Das bringt es:

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Die Übung hilft gegen Schlaflosigkeit, beruhigt seelisch und mental und ist gut gegen Kopfschmerzen und Angstzustände.

Rücken – flexibel und stark So geht es: Setzen Sie sich auf die Vorderkante eines Stuhls, die Knie hüftbreit. Legen Sie Ihren linken Vorderarm quer über die Oberschenkel, das Gewicht liegt auf Oberarm und Ellenbogen, der Blick geht nach rechts. Beim Einatmen heben Sie vorsichtig den rechten Arm und ziehen ihn über die Seite nach oben, der Blick folgt dem Arm, der Atem fließt ruhig. Wiederholen Sie dies sechs- bis achtmal. Bevor Sie nun mit der zweiten Seite beginnen, lassen Sie den Effekt der Übung kurz auf sich wirken, indem Sie dem Unterschied nachspüren. Variation: Machen Sie mit der nach oben gerichteten Hand zuerst eine Faust, dann strecken Sie die Finger gerade nach oben. Wiederholen Sie diese Variante ebenfalls einige Male

Das bringt es: Diese Übung entspannt Rücken, Schultern und Nacken. Zusätzlich begünstigt die Bewegung des Armes mit der pumpenden Hand den Lymphfluss im Oberkörper. Die Übung öffnet Herz und Brust und > erleichtert die Atmung.

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1.

Augen und Kopf – klar und entspannt So geht es: 1. Reiben Sie die Handflächen kräftig gegeneinander, sodass sie sich richtig erwärmen. 2. Legen Sie die leicht gewölbten Hände über die geschlossenen Augen und lassen Sie die Wärme auf Ihre Augen wirken. Lassen Sie die Augen geschlossen und wiederholen Sie die Übung einige Male. Dann die Arme absenken und die Augen langsam öffnen.

Das bringt es: Diese Übung entspannt die Augen und erfrischt den Blick. Beginnen Sie damit den Tag und wiederholen Sie sie zwischendruch immer wieder. Sie funktioniert auch prima, falls Sie einmal beim > Lesen müde werden.

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Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sind wichtig für die Augen, sie filtern UV-Licht und neutralisieren Freie Radikale. Am besten sollten daher täglich Gemüse wie Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, grüne Bohnen, Karotten und Tomaten auf dem Speiseplan stehen.

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MEDICOM-TIPP

Für die Nerven und für die Seele So geht es: Massieren Sie Ihre Kopfhaut mit beiden Händen, als würden Sie sich die Haare waschen. Dann streichen Sie sich zart die Stirn in einer von der Mitte nach außen gerichteten Bewegung glatt, ebenso die Augenbrauen – wiederholen Sie das einige Male. Dann massieren Sie sich in kreisenden Bewegungen die Schläfen und danach die Ohren und Ohrläppchen. Zum Schluss streichen Sie Hals und Nacken nach unten aus. Schenken Sie sich einige Minuten Zeit für diese Übung.

Das bringt es: Die Übung hat eine entspannende Wirkung auf Sehnerv und Seele. Sich zwischendurch selbst zu massieren ist eine hervorragende Entspannungsmöglichkeit.

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Hätten Sie gewusst, dass ...? Über vieles glauben wir schon alles zu wissen. Und trotzdem, fast immer gibt es noch den einen oder anderen Aspekt, von dem man noch nie gehört hat. Heute präsentieren wir Ihnen Interessantes, Kurioses und Unterhaltsames zu Weihnachten, das Sie schon in- und auswendig zu kennen meinen. Der arme Weihnachtsmann! Während wir an Heiligabend gemütlich den Baum schmücken und uns über die vielen Geschenke freuen, hat der gutmütige Mann mit dem Zottelbart wohl seinen arbeitsreichsten Tag. Wissenschaftler haben errechnet, dass der Weihnachtsmann 822 Wohnstätten pro Sekunde besuchen müsste, um alle Geschenke rechtzeitig auszuliefern. Seine Rentiere müssten dabei über 1.000 km/h schnell sein. Beim Versenden von Weihnachtskarten sind die Amerikaner Weltmeister. Ganze drei Milliarden Grußkarten werden jedes Jahr verschickt. Dass die Amerikaner Weihnachten feiern dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit: Im 17. Jahrhundert stellten die Puritaner in den USA das Feiern von Weihnachten sogar unter Strafe. Deutschland kann sich wohl rühmen, den Weihnachtsbaum erfunden zu haben. Die älteste Erwähnung eines Weihnachtsbaums lässt sich auf einer deutschen Grußkarte aus dem Jahr 1570 finden. Der deutsche Weihnachtsbaum hat übrigens eine Durchschnittsgröße von 164 Zentimetern, in ganz Europa werden jedes Jahr 60 Millionen Weihnachtsbäume gezüchtet. Besonders interessant sind regionale Besonderheiten beim Weihnachtsfest. In Polen wird der Baum oft mit künstlichen Spinnen dekoriert, denn einer Legende nach haben Spinnen die erste Decke für das Jesuskind gesponnen. Ein traditionelles Weihnachtsessen in Warschau besteht aus zwölf Gängen, um an die zwölf Apostel zu erinnern.

Während viele Europäer auf eine weiße Weihnacht hoffen, plagt die Bewohner Australiens und Neuseelands eher die Sorge, einen Sonnenbrand zu bekommen, denn der 24. Dezember fällt auf der Südhalbkugel mitten in den Hochsommer. Ein für Europäer ungewohntes Bild, wenn an den Sandstränden des fünften Kontinents Grillfeste veranstaltet werden, um Weihnachten zu feiern. Auf jeden Fall sind Sie in guter Gesellschaft, wenn Sie vom 24. bis zum 26. Dezember das Fest der Liebe zelebrieren – man geht davon aus, dass jeder dritte Mensch auf der Erde Weihnachten feiert.

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In Dänemark tut man gut daran, den Weihnachtsbaum mitten im Wohnzimmer und nicht in einer Ecke aufzustellen. Bevor die Dänen ihre Geschenke auspacken, fassen sich alle Gäste an den Händen, tanzen um den Weihnachtsbaum und singen Weihnachtslieder. In Estland lassen die Gäste die Essensreste über Nacht auf dem Tisch stehen. Man glaubt, dass Geister von Verwandten und Freunden über Nacht zu Besuch kommen.

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Ne

VITALSTOFF-LEXIKON

Zink – das Immuntalent

VI u: je TA tz LS t m TO it p FF rak t -L EX isch IK em O N

Wiederholt belegen Studien: Zink ist gegen Erkältungsviren erfolgreich. Das Spurenelement kann die Erkältungsdauer verkürzen und Erkältungen sogar vorbeugen. Gute Nachrichten für die Erkältungssaison. Zink gehört zu den für den menschlichen Organismus wichtigsten Spurenelementen und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Es ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement im Körper und spielt eine lebenswichtige Rolle, denn es wird von allen Zellen und Organen benötigt. Der Gesamtbestand im Körper liegt bei etwa zwei Gramm. WISSENSWERT Wer als gesundheitsbewusster Mensch auf eine ausgewogene Ernährung achtet, kann einen Zinkmangel vermeiden. Allerdings zeigt die Nationale Verzehrsstudie II (2008), dass ein Großteil der Senioren zu wenig Zink aufnimmt. Bei den Personen ab 65 Jahren erreichen 44 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen über die normale Ernährung nicht die empfohlene Tagesdosis

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an Zink.

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Das körpereigene Abwehrsystem kann durch Krankheiten, Medikamente, Alltagsstress, Zigarettenkonsum oder einseitige Ernährung beeinträchtigt werden

Zusammen mit Enzymen ist Zink an

bedeutenden Stoffwechselprozessen beteiligt. Es reguliert den SäureBasen-Haushalt, die Insulinspeicherung, den Hormonhaushalt und das Immunsystem. Über 200 Enzyme sind auf Zink angewiesen. Kurzum: Das Spurenelement ist für unsere Gesunderhaltung unentbehrlich. So hat Zink viele Einsatzgebiete. Zink ist wichtig für die Zellteilung und Zellerneuerung und somit für die Wundheilung der Haut, für die Erhaltung der Sehkraft, für die Schönheit von Haut, Haaren sowie Nägeln und vor allem für die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Es gehört zum antioxidativen Schutzsystem unseres Körpers und schützt die Zellen als Antioxidans vor oxidativen Schäden. Es stärkt die Abwehrkräfte und fördert die körpereigene Abwehr von Viren und Bakterien. Ohne Zink könnten bestimmte Immunabwehrzellen nicht gebildet werden.

Unverzichtbar für das Immunsystem Es ist der aktivierende Kofaktor des Thymusdrüsenhormons Thymulin, das die Bildung wichtiger Immunzellen reguliert. Zink ist auch für das „Ge-

Auch pflanzliche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sind gute Zinkquellen

dächtnis“ unserer Immunabwehr zuständig – es erinnert das Immunsystem an vorangegangene Kontakte mit Krankheitserregern, sodass das Immunsystem diese besser bekämpfen kann. Eine hohe Infektanfälligkeit kann auf einen Zinkmangel schließen lassen, da die Bildung von Antikörpern reduziert ist. Da wir keine Zinkreserven haben, sind wir auf eine kontinuierliche Zufuhr von außen angewiesen.

Hier steckt Zink drin! Mit einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung kann ein Zinkmangel vorgebeugt werden, weil Zink in vielen verschiedenen Nahrungsmitteln enthalten ist. Tierische Lebensmittel wie Muskelfleisch, Geflügel, Hartkäse, Innereien sowie einige Fische und Schalentiere sind besonders gute Zinkquellen. Aber auch pflanzliche Nahrungsmittel wie Vollgetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sind wichtige Lieferanten dieses Spurenelements. Generell kann der Körper Zink aus tierischen Lebensmitteln allerdings besser verwerten als Zink aus pflanzlichen Quellen, da verschiedene Inhaltsstoffe in pflanzlichen Lebensmitteln die Zinkaufnahme vermindern.

Zinkmangel Eine ausreichende Zinkzufuhr ist für jeden wichtig. Unter bestimmten gesundheitlichen Umständen und Lebenssituationen kann es allerdings sein, dass die Zinkversorgung nicht optimal ist. Als Risikogruppe für einen Zinkmangel gelten ältere Menschen (altersbedingter Zinkmangel), Menschen, die sich unausgewogen ernähren, Kinder und Jugendliche, Sportler, chronisch Kranke und Schwangere. Eine unausgewogene Ernährung, häufiger Alkoholgenuss, Nieren- sowie Darmerkrankungen und Diabetes mellitus können zudem einen ZinkMEDICOM-Experten-Rat mangel begünstigen. Einige Symptome wie erhöhte Infektanfälligkeit, Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit, Hautveränderungen, Haarausfall bzw. brüchiges Haar und Wundheilungsstörungen können Anzeichen für eine Unterversorgung mit Zink sein. >

Sonja Lewecke

Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA)

Zink gilt als ein starkes Antioxidans. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zinkzufuhr von zehn Milligramm für Männer und sieben Milligramm für Frauen ab 65 Jahren.

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WISSENSWERT Wiederholt belegten voneinander unabhängige Studien weltweite den Nutzen des Spurenelementes

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Zink bei Erkältungen. Zink spielt eine große Rolle bei der Verkürzung der Erkältungsdauer.

Bei Erkältungsgefahr kann Zink helfen. Das Spurenelement ist wichtig für die Bildung bestimmter Immunzellen.

Winterzeit – Erkältungszeit Im Durchschnitt hat ein Erwachsener zwei bis vier Erkältungen im Jahr. Gerade im Winter kann ein grippaler Infekt drohen. Denn Erkältungsviren haben bei niedrigen Temperaturen ein leichtes Spiel, sie breiten sich schneller aus. Bei Kälte wird das Immunsystem stärker beansprucht als sonst. Zudem bewegen wir uns im Winter weniger an der frischen Luft und halten uns mehr in geschlossenen Räumen auf. Hier kann die Virenkonzentration höher sein und die Ansteckungsgefahr größer. Eine mangelnde Durchlüftung der Räume und warme Heizungsluft unterstützen zudem die Austrocknung der Schleimhäute und das Eindringen von Viren. Deswegen sollte man gerade im Winter bei der Ernährung auf Vitalstoffe wie Zink achten, die das Immunsystem unterstützen.

Zink kann Erkältungen verkürzen Eine Therapie mit Zinkkapseln kann die Dauer von Erkältungen um knapp die Hälfte der üblichen Zeit verkürzen. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern um Ananda Prasad von der Wayne State University in Detroit. Er untersuchte 48 Teilnehmer, die seit weniger als 24 Stunden Erkältungssymptome zeigten. 25 Pro-

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banden bekamen täglich alle zwei bis drei Stunden 12,8 Milligramm – Zink, 23 ein Placebopräparat. Andere Medikamente durften sie nicht einnehmen. Fazit: Die Teilnehmer der Zinkgruppe litten durchschnittlich nur viereinhalb Tage an Erkältungssymptomen, die der Placebogruppe hingegen acht Tage. Außerdem waren bei Zinkgabe die Symptome weniger stark ausgeprägt – vor allem beim Husten war dies der Fall. Quelle: Prasad, Ananda S., et.al. (2000). Duration of Symptoms and Plasma Cytokine Levels in Patients with the Common Cold Treated with Zinc Acetate. Annals of Internal Medicine, 133, 245–302.

Zink stärkt das Immunsystem älterer Menschen Wissenschaftler empfehlen älteren Menschen Zink, um deren Abwehrkräfte zu stärken. Nach Untersuchungen von Professor Lothar Rink vom Institut für Immunologie der Universität Aachen und Kollegen haben auch gesunde Senioren oft deutlich weniger Zink im Blut als junge Menschen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Ältere Menschen essen oft weniger oder können die Nahrung schlechter verwerten. Die meisten älteren Menschen leiden laut Professor Rink zwar nicht an einem ausgesprochenen

Zinkmangel, doch schon ein geringes Zinkdefizit kann die Anfälligkeit für virale Infektionen erhöhen und die Abwehr schwächen. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2006 zeigt, dass die Einnahme von täglich zehn Milligramm Zink bei älteren Menschen die Immunantwort auf Krankheiten signifikant verbessern kann. Quelle: Haase, Hajo, Mocchegiani, Eugenio, Rink, Lothar (2006). Correlation between zinc status and immune function in the elderly. Biogerontology, 7 (5–6), 421–428. KURZ GESAGT

Zink: starkes Antioxidans Zink gehört zu den wichtigsten Antioxidantien. Antioxidantien werden diese deswegen genannt, weil sie gegen oxidativen Stress im Körper wirken. Dieser wird durch ein Zuviel an Freien Radikalen ausgelöst, die im Körper bei der Energiegewinnung als Abfallprodukt, bei entzündlichen Reaktionen, hoher Stressbelastung, UV-Licht und durch Umweltbelastungen entstehen. Eine gute Versorgung mit Antioxidantien ist sinnvoll, weil Freie Radikale die Entstehung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, Krebs, Alzheimer und Arthrose fördern.


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iehart Elisabeth W

coachin, Ernährungs ltrainerin, ita sv es ln el W aterin liz. LOGI-Ber .com ell-mallorca www.yes-eatw

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WISSENSWERT MEDICOM verzichtet bei der Herstellung seiner Nahrungsergänzungsmittel auf Laktose. Zudem sind alle MEDICOM-Nahrungsergänzungsmittel frei von Gluten! Informieren Sie sich bitte bei unseren wissenschaftlichen Mitarbeitern unter der gebührenfreien Servicenummer

0800 - 73 77 730

Gesund und abwechslungsreich soll unsere Ernährung sein. Doch was, wenn Obst Quaddeln und Hautjucken hervorruft, Milch Durchfall und Erbrechen und Fisch heftige allergische Reaktionen?

Leider ist nicht jede Unverträglichkeit so einfach zu bezwingen. Zum Beispiel eine Nahrungsmittelintoleranz. Man schätzt, dass ein Viertel der europäischen Bevölkerung an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leidet. Bei diesen Phänomenen reagiert der Körper auf bestimmte Substanzen in der Nahrung mit Blähungen, Übelkeit, Krämpfen, Schweißausbrüchen, Juckreiz, Ausschlag, Durchfall oder anderen unangenehmen Symptomen. Gerade in der Winterzeit haben es Menschen mit Unverträglichkeiten nicht leicht. Die meisten Weihnachtsbackwaren, Punsch und Glühwein beinhalten Gluten, Laktose, Fruktose oder Histamin und sind somit für diese Personen praktisch ungenießbar. Auch der meiste Sekt zu Silvester enthält Histamin und Fruktose, ganz zu schweigen vom Heringsschmaus, der vor Histamin und Laktose nur so strotzt. Doch wer die Diagnose Nahrungsmittelunverträglichkeit bekommt, ist nicht zwangsläufig zum lebenslangen Fasten und zu einer geschmacklosen Diät verurteilt. Es lässt sich sogar recht gut damit leben. Man muss sich nur mehr Gedanken beim Zusammenstellen der Menüs machen.

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WISSENSWERT

Intoleranz oder Allergie? Schaffen wir zuerst Klarheit im Dschungel der Begriffe Allergie und Unverträglichkeit. Eine Allergie ist eine übertriebene Reaktion unseres Immunsystems. Unser Körper erkennt bestimmte Stoffe (Allergene) der Nahrung nicht und versucht die „Eindringlinge“ durch Bildung von Antikörpern zu bekämpfen. Die Unverträglichkeit hingegen ist eine Stoffwechselreaktion auf bestimmten Stoffe. Hier fehlen dem Körper Enzyme, die es ihm normalerweise ermöglichen, die betreffenden Stoffe aus der Nahrung abzubauen. In der Folge häufen diese sich an oder werden auf alternativen Wegen abgebaut, die den Körper belasten. Der Körper reagiert zeitverzögert und sehr individuell mit Beschwerden wie beispielsweise Bauchkrämpfen, Übelkeit oder Durchfall auf die Aufnahme bestimmter Stoffe aus der Nahrung. Nahrungsmittelintoleranzen sind nicht akut lebensbedrohlich für

den Menschen. Oft werden diese Symptome auf zu viel Stress zurückgeführt oder auf eine falsche Lebensweise. Betroffene werden schon mal als sensible Neurotiker abgestempelt – dabei ist die Ursache mitunter sehr viel handfester. Es braucht viel Spürsinn und Geduld, bis eine Diagnose gestellt ist. Sie können sich vorstellen, welch ein Problem entsteht, wenn ein Familienmitglied oder man selbst an einer Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz leidet

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Das Unerträgliche an den Unverträglichkeiten

Unser Körper bekämpft „Eindringlinge“ durch Bildung von Antikörpern


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Nachtisch ade?

Die wohl bekannteste unter den Lebensmittelunverträglichkeiten ist die Laktoseintoleranz. Menschen mit dieser Erkrankung können den Milchzucker nicht verdauen. Die Folge: Blähungen, Durchfall, Befindlichkeitsstörungen. Hier fehlt das Enzym Laktase, das für die Aufspaltung von Milchzucker verantwortlich ist. Wer

unter Laktoseintoleranz leidet, sollte Lebensmittel meiden, die Milchzucker enthalten, wie zum Beispiel Milch, Käse, Joghurt oder Quark. Immer wieder stellen sich Betroffene dann die Frage: Und wie ernähre ich mich nun? Nie wieder Kuhmilch? Es muss eine Ernährungsvariante gefunden werden, die eben keine Beschwerden auslöst. Weil Milch und Milchprodukte in unserer Ernährung die Hauptcalciumquellen darstellen, sollte mit hochwertigen VitalstoffPräparaten einer Mangelerscheinung vorgebeugt werden. Calcium ist unverzichtbar für die Festigung der Knochensubstanz und der Zähne.

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Laktoseintoleranz –

Als Kuhmilchersatz bei Laktoseintoleranz sind am besten Sojamilch, die mit Calcium angereichert ist, oder laktosefreie Milchprodukte geeignet. Da Sojamilch jedoch zu Allergien und bei Menschen mit Heuschnupfen zu Kreuzallergien führen kann, ist sie nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Auch

beim weiteren Einkauf ist es wichtig, genau aufzupassen, denn Laktose ist nicht nur in Milch enthalten, sondern auch in vielen anderen Produkten, häufig zum Beispiel in Wurst und Fertigprodukten, aber auch in > Medikamenten!

ELISABETHS-VITALSTOFFTIPPS

Calcium: wichtig für den Knochenstoffwechsel und zur Vorbeugung gegen Osteoporose. Ungefähr einen Liter Milch müssen Sie täglich trinken, um sich 1.000 Milligramm Calcium zuzuführen. 1.500 Milligramm Calcium empfehlen Experten zur Vorbeugung gegen Osteoporose. Calcium wirkt zusätzlich wie ein Antihistaminikum und kann auf diese Weise allergische Reaktionen – insbesondere solche infolge starker Sonneneinstrahlung – unterdrücken. Vergorene Nahrungsmittel, wie Joghurt oder Kefir, werden bei Laktoseintoleranz oft gut vertragen. Darin sind Bakterien enthalten, die selbst über Laktase verfügen und die Laktose damit abbauen. Vitamine: Zur Unterstützung der Immunabwehr empfiehlt sich eine Grundversorgung mit starken Antioxidantien. Sie helfen, aggressive Freie Radikale zu neutralisieren.

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Kommen wir nun zur Fruktoseintoleranz. Obst essen ist gesund, das hört man immer wieder. Eine rundum gesunde Sache, sollte man meinen. Nur gilt das leider nicht für Menschen, die an einer Fruchtzuckerunverträglichkeit leiden. Bauchschmerzen, Blähungen, übel riechender Stuhl, Durchfall, aber auch Völlegefühl oder Verstopfung sind keine Fremdwörter. Zu unterscheiden sind die angeborene hereditäre Fruktoseintoleranz und die häufiger auftretende und harmlosere Fruktosemalabsorption (intestinale Fruktoseintoleranz), bei der Fruktose nur zum Teil verdaut werden kann.

Nichts ist gesünder als Obst und Gemüse?

unverarbeitet in den Dickdarm und lösen dort die Symptome der Unverträglichkeit aus. Über 20 Prozent der Bevölkerung leiden an einer sogenannten Fruktosemalabsorption, der am häufigsten vorkommenden Variante von Fruchtzuckerintoleranz. Haben Sie auch öfter Probleme nach dem Genuss von Obst und haben Sie bisher noch keine Austestung gemacht? Es gibt einen Selbsttest, mit dem Sie grob abschätzen können, ob bei Ihnen vielleicht auch eine intestinale Fruktoseintoleranz vorliegt: Trinken Sie einen halben Liter Apfelsaft, um zu sehen, wie Sie auf Fruktose reagieren. Bei Symptomen wie Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfen oder gurgelnden Unterleibsgeräuschen ist der Verdacht naheliegend, dass Sie an einer Fruktose-unverträglichkeit leiden. In diesem Fall sollten Sie die Diagnose mit einem Wasserstoffatemtest absichern lassen.

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Aufgrund der Häufigkeit gehe ich im Folgenden nur auf die intestinale Fruktoseunverträglichkeit ein. Was ist die Ursache einer intestinalen Fruktoseintoleranz? Ganz einfach gesagt, es ist ein Transportproblem. Kohlenhydrate werden durch Enzyme in Einfachzucker wie etwa Fruktose gespalten, die dann von Transportproteinen aus den Dünndarmzellen ins Blut weitertransportiert werden. Bei der Malabsorption (lat.: „schlechte Aufnahme“) ist dieses Transportsystem gestört, meist, weil zu wenig Proteine vorliegen. Größere Mengen Fruchtzucker gelangen dadurch

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Fruktoseintoleranz – wenn die Obstbowle zur Feuerzange wird

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Was sollten Sie bei der Ernährung aufgrund der Fruktoseintoleranz beachten? Meiden Sie Fruchtzucker und

Sorbit komplett. So kann sich der „gekränkte“ Darm erholen und regenerieren, die Beschwerden gehen meistens innerhalb von zwei bis vier Wochen deutlich zurück. Dürfen Menschen mit Fruktoseintoleranz Haushaltszucker verzehren? Die Antwort lautet: in der Regel schon. Probleme macht der Fruchtzucker meist nur dann, wenn er frei vorkommt, also nicht in einer Verbindung mit anderen Zuckerarten. Im Haushaltszucker kommt zwar auch Fruchtzucker (Fruktose) vor, dieser ist jedoch an Traubenzucker (Glukose) gebunden. Diese Verbindung sorgt dafür, dass der Zucker insgesamt viel besser im Darm aufgenommen und transportiert werden kann. ELISABETHS-VITALSTOFFTIPPS

Weil das Gleichgewicht der Darmflora aufgrund der Malabsorption gestört ist, kann der Körper viele Vitalstoffe nicht in ausreichender Menge aufnehmen. Wer wenig bis gar kein Obst essen kann, sollte am besten für eine Versorgung mit hochwertigen Vitalstoffen sorgen. Basisversorgung: Enthalten sein sollten die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe von Vitamin A bis Zink. Sehr gute Vitalstoff-Produkte bieten zusätzlich Coenzym Q10 ab einer Dosierung von mindestens 30 mg an.


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Zöliakie –

Finger weg vom Gluten

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In unserem Unverträglichkeitentrio fehlt jetzt noch die Zöliakie (einheimische Sprue, gluteninduzierte Enteropathie). Hier ist der „Bösewicht“ das Gluten. Viele Menschen vertragen kein Gluten, das KleberEiweiß aus Getreide. Die typische

Zöliakie entwickelt sich meist schon im Säuglingsalter, kann aber auch im Erwachsenenalter auftreten. Zu den Symptomen zählen Gedeihstörungen, Blähungen, Unterleibskrämpfe, Fettstuhl und Durchfall. Gluten steckt vor allem in Getreiden, aus denen Brot und Nudeln hergestellt werden, zum Beispiel in Weizen, Roggen, Gerste oder Dinkel. Auch Babynahrung oder stark verarbeitete Produkte wie Fertiggerichte, Fruchtjoghurts, Schokolade, Wurst oder Pizza können Gluten enthalten – das Kleber-Eiweiß wird bei der Herstellung in Form von Aromen oder Stabilisatoren beigemischt. Mit der Nahrung aufgenommenes Gluten gelangt in den Magen und schließlich in den Dünndarm. Verträgt ein Mensch kein Gluten, entzünden sich die Schleimhautfalten, und dies führt zu

Seien Sie tolerant mit Ihren Intoleranzen Sie sehen, wie aufwendig es ist, sich mit den Unverträglichkeiten zu beschäftigen. Damit Sie Weihnachten feiern können, als ob es keine Unverträglichkeiten gäbe, hier noch ein paar Tipps. Für Laktoseintolerante: Eigentlich können Sie alles essen, achten Sie dabei jedoch auf laktosefreie Produkte. Produkte der Marke MinusL, in denen die Laktose bereits in aufgespaltener Form vorliegt, erleichtern Ihre Lebensmittelauswahl. An Weihnachten ist natürlich Vorsicht bei heimlichen Laktoselieferanten geboten: Süßigkeiten, Kuchen, Desserts, Brot und Brötchen können Laktose beinhalten.

Bei Fruktosemalabsorption: Sie können den normalen Zucker teilweise durch Traubenzucker ersetzen und auf Marmeladen verzichten oder selbst gemachte fruktosearme Marmeladen verwenden. Schon sind die Plätzchen verträglich. Vorsicht jedoch bei Vollkornmehl, es enthält mehr Fruktose als weißes Mehl! Achten Sie bei allen gekauften Lebensmitteln auf Zuckeralkohole, vor allem Sorbit, und verzichten Sie auf Trockenfrüchte und Rosinen!

einer chronischen Erkrankung des Dünndarms. Die Darmzotten bilden sich zurück, dadurch wird die Oberfläche des Dünndarms immer kleiner und der Körper kann nicht mehr ausreichend Nahrung aufnehmen. Was ist die Folge? Normalerweise filtern die Darmzotten alle wichtigen Nährstoffe aus dem Speisebrei und geben sie an das Blut weiter. Dies kann nicht mehr in ausreichendem Maß erfolgen, sodass es zu einer Mangelernährung kommt!

ELISABETHS-VITALSTOFFTIPPS

Probiotische Lebensmittel: Sie unterstützen die Darmflora und tragen so zur Harmonisierung des Darmmilieus bei. Vitamin-B-Komplex: B-Vitamine, darunter Niacin, Folsäure und Pantothensäure, sind unentbehrliche Helfer, die für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Organismus wichtig sind. Vitamin E: Das starke Antioxidans bietet wertvollen Schutz vor aggressiven Freien Radikalen.

Für Zöliakiepatienten: Fast alle Plätzchen bestehen aus Weizenmehl. Doch es gibt auch glutenfreie Alternativen. Versuchen Sie Mandel- oder Kokosmehl. Vanillekipferl oder kleine Amarettini aus Mandelmehl sind einfach herzustellen. Rezepte und Anregungen gibt es in großer Zahl im Internet. Zu guter Letzt: Verbringen Sie ein genussvolles und entspanntes Weihnachtsfest mit einem „Wohlfühlbauch“! KURZ GESAGT

Alle Lebensmittel können eine allergische Reaktion auslösen. Wen es trifft und wen nicht, lässt sich nicht pauschal sagen. Oft verschwinden Unverträglichkeiten von bestimmten Lebensmitteln auch wieder. Auf eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Vitalstoffen sollten Sie achten!

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ESSEN & TRINKEN

Weihnachts-Rezept Entenbrust, knusprig gebraten, mit karamellisiertem Ingwerrotkohl und Petersilienwurzelpüree Mmh ... MEDICOM gönnt allen Leserinnen und Lesern zu Weihnachten einen echten Braten! Achten Sie auf gute Qualität und essen Sie langsam. So genießen Sie die Köstlichkeit bewusst. Für 4 Personen Zubereitungszeit

60

Minuten

Mandelstrudelsäckchen auf Kumquatragout und geeistem Kardamomcappuccino www.medicom.de/weihnachtsrezept

Avocado-Mango-Lachstatar mit Sesamblättchen und Chilidip www.medicom.de/weihnachtsrezept

Elisabeth Wiehart

FOTO: Elisabeth Wiehart

Ernährungscoachin, Wellnessvitaltrainerin, liz. LOGI-Beraterin www.yes-eatwell-mallorca.com

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Unser Tipp zum Festtagsmenü: Streichen Sie den „Verdauungsschnaps“. Denn Alkohol bremst die Fettverbrennung und enthält jede Menge Kalorien bei einem Nährwert von null.

ZUBEREITUNG

Entenbrust Den Backofen auf 100 °C vorheizen. Die Haut der Entenbrüste rautenförmig einschneiden. Salzen und pfeffern. Die Filets mit der Hautseite nach unten in eine heiße Pfanne hineinlegen und bei schwacher Hitze das Fett ausbraten. Fett wegschütten, dann die Entenbrüste wenden und auf der zweiten Seite circa 1 Minute anbraten. Im Backofen auf den Rost geben und bei 100 °C circa 15 – 20 Minuten fertig braten. Aus dem Backofen nehmen, in Folie wickeln und circa 5 Minuten ruhen lassen.

Karamellisierter Ingwerrotkohl Vom Kohlkopf die äußeren, welken Blätter entfernen. Den Kohl waschen, vierteln und den Strunk herrausschneiden, dann die Kohlviertel mit dem Hobel in feine Streifen schneiden. Den Saft von 1 Zitrone mit 6 EL Rotweinessig, 1 Prise Salz und 2 EL Zucker verrühren. Über das Gemüse gießen und dieses zugedeckt circa 1 Tag im Kühlschrank marinieren. Am nächsten Tag 50 g Schmalz in einem großen Topf schmelzen lassen. 1 EL Zucker darin bei mittlerer Hitze unter Rühren karamellisieren. Mit 2 EL Rotweinessig ablöschen. 200 g in Streifen geschnittene Zwiebel darin unter Rühren andünsten. Den marinierten Rotkohl, 2 EL Johannisbeergelee, 1 Zimtstange und 250 ml Rotwein dazugeben. Das Gemüse zugedeckt circa 45 Minuten garen. Vor dem Servieren die Zimtstange entfernen. Den Ingwer schälen, in kleinere Stücke schneiden und mit der Knoblauchpresse über dem Rotkohl auspressen, den Saft untermischen.

Petersilienwurzelpüree Die Petersilienwurzeln mit dem Sparschäler schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf mit Milch bedecken, salzen und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis sie weich sind. Im Mixer mit einem Stück Butter pürieren und mit frisch geriebener Muskatnuss würzen. Abschmecken, fertig. Nun den Rotkohl mithilfe eines Metallringes auf einem Teller anrichten, ebenso das Petersilienwurzelpüree. Die Entenbrust aus der Folie nehmen, in Stücke schneiden und auf dem Teller anrichten. Je nach Belieben mit etwas Kumquatragout, Preiselbeeren oder Orangenscheiben servieren.

ZUTATEN

Entenbrust 2 Entenbrüste Salz, Pfeffer Karamellisierter Ingwerrotkohl 500 g Rotkohl 1 Zitrone 8 EL Rotweinessig Salz 3 EL Zucker 50 g Schmalz (wenn möglich Gänseschmalz) 200 g Zwiebeln 2 EL Johannisbeergelee 1 Zimtstange 250 ml Rotwein 2 cm frischer Ingwer Petersilienwurzelpüree 4 große Petersilienwurzeln 250 ml Milch Salz Butter Muskatnuss

MEHR INFORMATIONEN

Rezepte und Anleitungen zu Vorund Nachspeise unter: www.medicom.de/weihnachtsrezept

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IHRE MEINUNG

Ihre Meinung ist uns wichtig! ie uns: Schreiben S -Redaktion MEDICOM mentare“ undenkom Stichwort „K Springe er 2, 31832 Sedemünd 73 77 700 Fax: 0800 harma.de medicom-p @ fo in il: a E-M

Helfen Sie uns, unser hohes Qualitätsniveau weiterhin aufrechtzuerhalten, und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Ob Lob, Kritik oder Fragen – wir gehen gerne auf Ihre Bedürfnisse ein. Schreiben Sie uns: per Post, E-Mail oder Fax. Wir möchten wissen, was Sie bewegt.

wird verbessert. Der Inhalt eines Sticks kann auf einmal verzehrt werden oder bei empfindlichen Personen auf zwei Portionen aufgeteilt werden. Das Direktgranulat löst sich schnell und ohne Wasser auf und schmeckt angenehm nach Zitrone.

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leider ist Ihr NOBILIN MENTOFIT nicht lieferbar. Was empfehlen Sie mir stattdessen zur Unterstützung der Gehirnfunktion?

Alexander Thiel

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Impressum: Herausgeber: MEDICOM Pharma GmbH, Feringastraße 4, 85774 Unterföhring • Verlag, Gestaltung, Redaktion: DPNY communications S. L. U. • Druck: Westermann-Druck • „MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der MEDICOM Pharma GmbH; sie erscheint mehrmals im Jahr. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

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Vitalstoffe bei Diabetes Liebes MEDICOM-Team, ich habe Diabetes Typ II und bin unsicher, ob und ich zusätzlich zuden Medikamenten Vitamine nehmen soll und welche.

Ricarda Schloss

Supplementierung von Vitalstoffen ist zur Prävention gegen diabetische Folgeschäden wie beispielsweise Sehverlust, Schlaganfall und Herzinfarkt durchaus empfehlenswert. Diabetiker leiden latent an einem Vitalstoffmangel. Sie haben daher einen erhöhten Verbrauch an Antioxidantien, was sich in einem bis zu 30 Prozent niedrigeren Vitamin-C-Spiegel im Plasma zeigt. Ein erhöhter oxidativer Stress kann die Folge sein, der Schädigungen vor allem der Gefäße verursacht. Auch einem Mangel an B-Vitaminen sollten Sie vorbeugen, um zum Beispiel die Regeneration geschädigter Nervenzellen zu unterstützen.

Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen. MEDICOM druckt nur auf Papier, das FSC-zertifiziert ist.


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Liebe Rätselfreunde, tragen Sie die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge in die nummerierten Felder ein und schreiben Sie das Lösungswort auf eine Postkarte. Schicken Sie diese an: MEDICOM-Redaktion, Stichwort „Preisrätsel“, Sedemünder 2, 31832 Springe. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2013 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der MEDICOM Pharma GmbH und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.

R J F L U E C K E OF T R U HOS T I E A S S L A AA L MANGO E N E AN Z AH L W A S P ARGE L DONA R E GR ANA

und Schutz für Herz, Haut und Gehirn“ von Dr. med. Gisela Rauch-Petz, Ulla Unger und Dr. Stefan Siebrecht FÜR ANFÄNGER

Hier wird Ihr logisches Denkvermögen gefordert! Tragen Sie die Zahlen 1 bis 9 so in die Felder ein, dass jede dieser neun Zahlen nur einmal pro Block, nur einmal pro Horizontale und nur einmal pro Vertikale auftaucht. Viel Spaß! Lösung aus dem Oktober-Heft 6

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2. bis 4. Preis: „Coenzym Q10. Der unterschätzte Powerstoff. Mehr Leistung

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1. Preis: ein praktischer Kindle im Wert von 49 Euro

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