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stadtausgabe

April 2011 • 3. Jahrgang

lokale zeitung stadtausgabe oktober 2010

Spicken 2.0 So werden die Lehrer überlistet

Wein, Wein und Genuss Mainzer Weinbörse – die Messe der Hochkaräter

20 Jahre Stars verwöhnen Ludwig Jantzer kennt alle Sonderwünsche

Gutti Vibrations

Huch: Porno-Mann stellt Guttenberg auf facebook


lokale zeitung stadtausgabe april 2011



Teures Lehrgeld N

ur weil wir alles können, ist es eben nicht immer gut. Vielleicht sollten wir uns einmal öfter in Demut überdenken vor dem nächsten Schritt, vor dem nächsten Handeln. Zweifelsohne gab es gute Gründe, Atomenergie zu nutzen. Wir konnten hiermit Energie nah und kostengünstig produzieren. Warum nicht? Vielleicht weil eben ein Mensch mehr Respekt vor den Unabwägbarkeiten haben sollte. Nicht weil wir meinen, etwas zu beherrschen, tun wir dies auch. Und genau hier fehlte Bescheidenheit, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, die Demut, uns zu beschränken. Wir sind eben doch immer noch ein Teil der Natur, die uns umgibt. Unser Verstand, mit dem

wir so manches erkennen können, lässt uns hier hochmütig werden. Jetzt ist noch herrlich blauer Himmel und im nächsten Moment zieht ein Gewitter auf. Die Natur lässt sich nicht kalkulieren. So ist es auch recht verwegen, unsere Planungen so vorzunehmen, dass wir meinen, diese zu beherrschen. Ein kalkuliertes Risiko ist eben doch ein Risiko auch wenn die Prozentzahl noch so vernachlässigbar scheint. Doch wenn dann das Restrisiko eintritt, trifft es zu 100 Prozent. Und so ist es überhaupt sehr verwegen, mit solchen Energiegewalten zu spielen. Leider muss die Welt erst teures Lehrgeld zahlen, bis wir wieder uns in Demut besinnen und zurück zur Einsicht kehren, dass wir eben doch nicht alles beherrschen, was wir können.

Barbara Reiser • Herausgeberin

In dieser Ausgabe:

Schule

Musik

Gewinnspiel

Spicken 2.0 – Smartphone als Schülersegnung

Ausgezeichnete Wiesbadener „Splitter“

Eine Nacht in der Präsidenten-Suite des Mainzer Hilton

Feiern Sie mit uns

1 Jahr

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in Heidesheim

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Wir warten auf Euch! Öffnungszeiten: Mo. - Do. 6 - 24 Uhr * Fr. u. Sa. 6 - 3 Uhr * Sonntag 11 - 24 Uhr

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Im Schäfersborn 8


lokale zeitung stadtausgabe april 011

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• Dies und Das • Beim Mainzer BÜrsentreff gibt es die deutsche Jungwinzer-Elite zum Anfassen

VDP-Nachwuchs verbĂźndet sich mit Sternekoch Frank Buchholz

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er VDP lädt am Sonntag, 17. April,18.30 Uhr zum BĂśrsentreff ein. Der Clou: Das lĂŠgère Get-Together fĂźr Winzer, Fachbesucher und Weinliebhaber ist die Einweihungsparty fĂźr das neue Bootshaus am Mainzer Winterhafen, wo Sternekoch Frank Buchholz, in seinem neuen Domizil fĂźr das kulinarische Wohl sorgt. Nach Sterne-Restaurant und Kochwerkstatt erweitert der gebĂźrtige Westfale nun die Restaurant-Szene seiner Wahlheimat und bietet ein breites Angebot fĂźr eine unterschiedliche Klientel an. Passend zur GourmetkĂźche werden hochkarätige Weine der jungen VDP-Winzer ausgeschenkt. Doch nicht nur der Geschmackssinn wird an diesem Abend verwĂśhnt, es gibt auch was „auf die Ohren“: die Rock’n Roll-Band KrĂźger Rockt! will den Gästen einheizen. Eintritt: 50 Euro (alles inklusive). Am Rande bemerkt: Weinliebhaber schätzen den BĂśrsentre schon längst, zum direkten Austausch mit der ComingVDP-Generation. „Was tun die? Was haben die jungen Leute eigentlich vor?“ •red•

Infos unter: www.vdp.de

Farben und Formen entdecken

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ie Palette“ – ein einfacher Name fĂźr eine in Aufbau und Bedeutung vielschichtige Werkserie. Ihr galt vergangenen Samstag die Vernissage des KĂźnstlers Mark Hellbusch. Seine oft groĂ&#x;formatigen und farbenfrohen Werke bieten dem Betrachter ein Experimentierfeld der optischen und haptischen Wahrnehmung. Symbolisch stehen sie fĂźr ein Bild, das gerade erst entstehen will. Der Malgrund – Farbpaletten und Farbkästen – ist auĂ&#x;ergewĂśhnlich. Die Idee dazu entstand beim Wegräumen der Paletten von Hellbuschs MalschĂźlern. In ihnen entdeckte er bereits die spätere Bildsprache seiner SchĂźler. Hellbusch setzte die Entdeckung um und entwickelte sie weiter. So entstehen Experimentierfelder, frei fĂźr Assoziationen. Selbst die Titel versteht er nicht als Eingrenzung, sondern als Auorderung an den Betrachter, ihm zu folgen, den Farben und Formen mit dem Auge zu folgen und selbst zu entdecken. Die Ausstellung hängt bis zum 14. April. Önungszeiten der Galerie Hellbusch (GaustraĂ&#x;e 55 in Mainz): Montag und Dienstag 17-21 Uhr, Mittwoch bis Samstag 10-18 Uhr. •sj•

Hotel Hilton Mainz

Tag der oenen Tßr

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Hellbusch in der Galerie Hellbusch

Ausstellung bis zum 14. April

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as Hilton Hotel ist seit vielen Jahrzehnten nicht mehr aus Mainz wegzudenken. Markanter Blickfang ist die BrĂźckenverbindung der beiden FlĂźgel. In den vergangenen Monaten wurde das Haus umfangreich saniert. Aus Anlass des Endes der erfolgreichen Sanierungsarbeiten lädt das Hilton Hotel am Sonntag, 16. April, zum Tag der offenen TĂźr ein. Von 10 bis 16 Uhr präsentiert sich das Hilton allen interessierten Besuchern im neuen Glanz. Der Tag der offenen TĂźr gibt allen die MĂśglichkeit, einmal hinter die Kulissen eines 16. April, 10â&#x20AC;&#x201C;16 Uhr Top-Hotels zu schauen. Auf die Besucher warten Sie eine Vielzahl spannender Aktionen und Events fĂźr die ganze Familie. Mehrere Stationen sorgen dafĂźr, dass das Hilton an diesem Tag zu einem Hotel zum Anfassen wird. 431 Gästezimmer und Suiten bietet das Hilton. Sechs der zehn Tagungs- und Konferenzräume sind gerade neu entstanden und bieten einen atemberaubenden Blick auf den Rhein. FĂźr grĂśĂ&#x;ere Veranstaltungen mit bis zu 5000 Teilnehmern bietet sich das angebundene Kongresszentrum Mainz mit der Rheingoldhalle an. Daneben bietet das Hilton ein neues Precor-Fitnesscenter mit topmoderner Ausstattung. Kulinarisch verwĂśhnen lassen kann man sich bei einem GourmetAbendessen mit Rheinblick in der Brasserie oder mit BuďŹ&#x20AC;ets und Ă la Carte-Gerichten in der ebenfalls kĂźrzlich renovierten Weinstube. â&#x20AC;˘rkâ&#x20AC;˘

      

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• Mainz 05 •

Nachschuss:

Warum es zu Hause nicht immer am schönsten ist

„Am schönsten ist es zu Hause“ hat die Schlagersängerin Elfi Graf in ihrem Hit aus dem Jahr 1976 kess behauptet. Mit derselben Erkenntnis kehren jedes Jahr Tausende deutscher Urlauber zurück in ihre Heimat, nachdem sie erfahren mussten, dass sich die erhoffte Erholung im Ferienort nur teilweise eingestellt hat.

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llein für die Kicker, Verantwortlichen und Fans des FSV Mainz 05 scheint dieser Sinnspruch momentan keine Gültigkeit zu haben. Nein, zu Hause am Bruchweg ist es keinesfalls am schönsten, wenn man Ergebnisse und Torausbeute der 05er in den letzten fünf Heimspielen in Betracht zieht. Wie schön war es da noch am 26. November vergangenen Jahres. Die Nullfünfer schlugen den 1. FC Nürnberg auf eigenem

Rasen mit 3:0. Dieser Heimsieg war sehr wichtig für die Mannen von Trainer Thomas Tuchel, nicht nur wegen der drei eingefahrenen Punkte, sondern auch, weil man durch diesen Sieg eine Serie von drei verlorenen Heimspielen (gegen Hamburg, Dortmund und Hannover) beenden und somit eine erste kleine Heimschwäche auskurieren konnte. Seitdem haben vier Niederlagen und ein Unentschieden am Bruchweg dazu geführt, dass die Experten eine „Heimschwäche“ bei dem Verein diagnostiziert haben, der momentan immerhin auf dem 5. Tabellenplatz der Bundesliga steht. Aber schildern wir den Krankheitsverlauf der Reihe nach: Woran liegt´s? Über mögliche Gründe für die momentane Mainzer Heimschwäche wird allerorts rege diskutiert, aber eine stichhaltige Erklä-

rung scheint nicht in Sicht zu sein. Sicher kann man hier die äußerst laufintensive und kraftaufwendige Spielweise des Teams anführen, die vielleicht nicht immer über 90 Minuten aufrecht zu erhalten ist, wodurch die Gegner leichter zu späten Toren kommen. Dagegen spricht jedoch die Tatsache, dass es den Mainzern schon öfter gelungen ist, ein Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen. Ein Musterbeispiel hierfür ist das Hinspiel gegen Wolfsburg, das Mainz 05 nach einem 1:3 Rückstand in der ersten Halbzeit noch mit 4:3 gewinnen konnte. Ebenso könnte man mutmaßen, dass die Mannschaft dem gestiegenen Erwartungsdruck der Öffentlichkeit nicht mehr gewachsen sei. Wenn man aber im Stadion erlebt, wie sehr die 05-Fans hinter ihrem Team stehen und dieses nach einer leidenschaftlichen und guten Vorstellung trotz einer unglücklichen Niederlage feiert, dann dürften auch an dieser These Zweifel angebracht sein. Muss man aber überhaupt eine Erklärung haben? Antwort: ein klares Nein. Man kann die

Sache auch gelassen angehen. Ein Verein, der etwas auf sich hält, sollte sich vielleicht hin und wieder eine, wie auch immer betitelte, Schwächephase gönnen, wie man sich nach einem harten Arbeitstag ein erfrischendes Kaltgetränk gönnt. Denn was ist eigentlich geschehen? Ein Verein, der die beste Saison seiner Vereinsgeschichte spielt, der momentan auf einem Europa-League-Platz steht und der einen Großteil der dafür erforderlichen Punkte auf des Gegners Platz ergattert hat, schwächelt bei dem Versuch, die Tore auch auf heimischem Geläuf zu erzielen. Wenn man beim morgendlichen Gang zu seinem Lieblingsbäcker um die Ecke feststellt, dass dieser aus Krankheitsgründen heute geschlossen hat und man stattdessen seine Brötchen bei dessen Konkurrenz kaufen muss, redet man dann gleich von einer Frühstückskrise? Letztendlich ist entscheidend, was rein beziehungsweise drauf kommt, da unterscheiden sich ein gedeckter Frühstückstisch und ein Fußballverein nur unwesentlich. •Joachim Dersch•

• Schambes • „Gude, ihr Leit!“

Im Schnorrerparadies A

ls „alter Hase“ habe ich da immer eine Sonnenbrille, mehrere unterschiedliche Bärte zum Ankleben und mindestens ein Jackett zum Wechseln dabei, damit ich mich an den besonders leckeren Ständen auch mehrmals anstellen kann, ohne gleich als unverschämt zu gelten. Aber mindestens genau so fasziniert bin ich von den unzähligen technischen Neuerungen, die das Leben des umtriebigen Heimwerkers, passionierten Hobbygärtners und perfektionistischen Hausmanns, der ich ja nun mal bin, so ungemein erleichtern. Da gibt es batteriebetriebene Handrasenmäher mit abnehmbarem Korkenzieher, der auch als Schuhlöffel verwendet werden kann, UltraschallInnenraum-Laubgebläsesauger und vieles mehr, was an revolutionären Neuentwicklungen

Die Rheinland-Pfalz-Ausstellung auf dem Hechtsheimer Messegelände zählt für mich zu den Top-Ereignissen des Jahres, zu denen ich immer wieder gerne gehe. Wenn die ersten Werbeplakate dafür in der Stadt auftauchen, bekomme ich unweigerlich Frühlingsgefühle. Schon allein die unzähligen Probierständchen, wo man sich durch die ausgefallensten Spezialitäten schnorren kann, lohnen einen Besuch. das Herz des Besuchers höher schlagen lässt. Meine unangefochtenen Lieblingsstände sind jedoch diejenigen, die kulinarische Spezialitäten und Hochtechnologie

miteinander kombinieren. Wo wortgewaltige Propagandisten die unglaublichsten Neuentwicklungen auf dem Küchengeräte-Sektor vorführen und die Ergebnisse ihrer Demonstration an das staunende Publikum verfüttern. Ich bin absolut fasziniert bin von den Präsentatoren, die es fertig bringen, sich täglich acht Stunden lang ohne Punkt und Komma das Maul franselig zu reden, dabei wie selbstverständlich die Friteuse bedienen, die gleichzeitig Eiskrem machen, spülen und Socken waschen kann, und, ohne innezuhalten, quasi nebenbei, noch ein Gerät nach dem andern verscherbeln. Da könnte ich stundenlang zuhören. Und am Ende muss auch ich das Gerät natürlich haben. Nicht, weil mich mein schlechtes Gewissen nach zwei Stunden kostenlosem Durch-

futtern plagt, sondern weil mich tatsächlich seine unglaubliche Multifunktionalität beeindruckt und überzeugt. Wie bei all den andern unwiderstehlichen, praktischen Haushaltshelfern, die ich jedes Jahr entdecke. Und auf dem Heimweg bin ich, wie immer, beladen wie ein Packesel mit tausend tollen Sachen, die mein Leben erst so richtig schön, bequem und sorgenfrei machen. Leider stelle ich zuhause allzu oft fest, dass ich bei der Vorführung doch scheinbar irgend etwas nicht richtig mitgekriegt habe. Denn meistens unterscheidet sich das Ergebnis meiner Bemühungen ganz erheblich von dem, was ich auf der Messe vorgeführt bekommen habe. Wenn ich es, wie so oft, nach mehreren Versuchen noch immer nicht hinkriege, wandert die Neuerrungenschaft

für gewöhnlich in den Keller, zu all den andern Neuerrungenschaften der Vorjahre, um zusammen mit ihnen langsam in Vergessenheit zu geraten. Nur wird inzwischen der Platz dort etwas knapp. Deshalb freue ich mich auch schon jetzt wie verrückt auf die nächste Ausstellung, denn ich weiß schon ganz genau, was ich mir zur Unterstützung des Frühjahrsputzes anschaffen werde: einen besonders leistungsstarken Alles-Schredder mit eingebauter Selbstvernichtungsfunktion nach getaner Arbeit.

In diesem Sinne, fröhliche Frühlingsfeelings wünscht Euern Schambes


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• Kultur • Das Handwerk von der Pike auf gelernt

Impresario Ludwig Jantzer holt Kultur-Elite nach Mainz Das Kulturzentrum Frankfurter Hof in Mainz feiert 20-jähriges Bestehen – und sein Chef Ludwig Jantzer feiert mit.

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er Schreibtisch ist voll mit Papieren, an den Wänden hängen Fotos von Joan Baez, Peter Gabriel oder Joe Cocker und das Telefon steht niemals still. Die Schaltzentrale der Kulturstätte von Mainz geht zwar nicht im kreativen Chaos unter, trotzdem merkt man, dass hier einiges los. Mitten drin sitzt Ludwig Jantzer - ein ruhender Pol, dazu immer mit einem Lächeln. Egal welcher Trubel auch herrschen mag, ein freundliches Wort hat er immer übrig. Das liegt vielleicht daran, dass er ein Team hat, auf das er sich verlassen kann: „Wer einmal hier arbeitet, bleibt auch hier. Selbst unsere Praktikanten sind oft über lange Zeit mit uns verbunden.“

Gemeinsam stemmen Wie eng diese Verbundenheit Jantzers mit dem Frankfurter Hof und seiner Mannschaft ist, erkennt man auch an der Raumaufteilung. Obwohl er in Mainz eine herausragende Stellung einnimmt, obwohl er schon mit solchen Legenden wie Bob Dylan oder Phil Collins gearbeitet hat, obwohl er es geschafft hat, dass die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt einen guten Stand in der internationalen Kulturszene hat, teilt er sich einen Raum mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Doris Förster. Gemeinsam stemmen sie alles – vom kleinen Konzert mit regionalen Bands bis hin zu riesigen Festivals bei denen solche Größen wie B.B. King oder Green Day auftreten. Und wenn Jantzer etwas vergessen hat, dann hilft eben seine Vertreterin aus. Seit 20 Jahren sind sie ein Team, seit der Eröffnung des Frankfurter Hofes. Und auch andere sind seit einer halben Ewigkeit mit an Bord von „Kapitän“ Jantzer: Holger Orth etwa hat als Technik-Chef den „Maschinenraum“ im Griff und Zahlmeisterin Petra Knapp navigiert das Schiff durch jede Abrechnungsbrandung. Doch das kulturelle Leben von Ludwig Jantzer begann nicht erst mit seinem Engagement als Boss des Frankfurter Hofes. Die Anstellung hat er vor allem

deshalb bekommen, weil er schon davor intensiv in der Szene unterwegs war – und das im wörtlichen Sinne. „Begonnen hat eigentlich alles mit meinem Job als Schallplattenverkäufer bei Konzerten“, erinnert er sich. „Außerdem kannte ich jemanden, der jemanden bei einer Konzertagentur kannte.“ Während seines Studiums der Sozialpädagogik arbeitete Jantzer nebenbei als Mädchen für alles bei den verschiedensten Veranstaltern, unter anderem auch für den legendären Fritz Rau. „Ich habe damals wirklich alles gemacht, vom Catering bis zum Bühnenaufbau, vom Plakatkleben bis zur Abrechnung“, erklärt er stolz. „So habe ich das Geschäft von Mitte der 1970er an von der Pike auf gelernt.“ Jantzer war dabei als Genesis 1974 das erste Konzert auf der Loreley-Freilichtbühne gaben, er

sorgte dafür, dass Luciano Pavarotti sein Publikum mit dem Hohen C bezaubern konnte, dass Metallica ihr Hotel fanden oder dass Leonard Cohen seine musikalische Poesie an den Mann bringen konnte. Zuhause in Hargesheim bei Bad Kreuznach hat Ludwig Jantzer einen ganzen Raum voller alter Konzertplakate. Und auch im Frankfurter Hof gibt es ein umfangreiches Archiv, in Jantzers Büro und im Keller.

Richtige Entscheidung Als es dann 1991 darum ging den eigentlich zum Abbruch bestimmten Frankfurter Hof zu neuem Leben zu erwecken, ergriff Jantzer seine Chance. „Ich war vorher schon in der Jugendarbeit tätig, hatte kleinere Konzerte im Caveau oder Haus der Jugend organisiert, bei der Realisierung einiger Open-Ohr-Festi-

vals mitgemacht und immer versucht junge Mainzer Künstler zu unterstützen,“ erklärt er lapidar. „Für die Stelle im Frankfurter Hof gab es eine Ausschreibung mit vielen Bewerbern. Na, und einer musste es ja machen.“ Dass die damalige Entscheidung der Verantwortlichen richtig war, zeigt sich an den Erfolgen der Kulturstätte. Die „Princess of Jazz“, Azizah Mustafa Zadeh, wurde ausgehend von Mainz weltberühmt, Stars wie Joe Zawinul oder der Buena Vista Social Club kommen und kamen immer wieder gerne, und selbst Legenden wie James Brown oder Carlos Santana fanden ihren Weg nach Mainz. „Viele der Kontakte rühren noch aus der Vorzeit“, gesteht Jantzer. „Aber heute haben wir den Ruf ein verlässlicher Partner zu sein. Da kommen viele Agenturen und Künstler ganz von alleine.“

Evian-Dusche Allerdings kommen sie auch, weil sie wissen, dass man sich hier mit jedem Künstler Mühe gibt. „Manche hatten schon ungewöhnliche Wünsche.“ Sinead O’Connor etwa wollte ihr gesamtes Hotelzimmer in Schwarz, sogar die Fenster. Gianna Nannini duschte nur mit Evian, Al Jarreau stand auf pürierte Bohnen und bei Bobby McFerrin durfte auch in 100 Metern Entfernung von der Bühne nicht geraucht werden. „Ein bisschen diplomatisches Geschick gehört natürlich dazu“, schmunzelt Jantzer. Wenn er ein bisschen Zeit für sich findet, nutzt er sie auch. Im Sommer radelt er gerne von der Arbeit nach Hause – oder besser gesagt, an den Autobahnparkplatz bei Heidenfahrt, auf dem dann sein Auto steht. „Zum Ausgleich für die Büroarbeit. Denn so etwas Regelmäßiges wie im Sportverein ist einfach nicht machbar.“ Oder er hört Musik, am liebsten aus dem Bereich Rock. Bei Jethro Tull, Deep Purple oder ZZ Top schlägt sein Herz höher. „Ansonsten ist für die Gestaltung meines Feierabends eigentlich meine Frau zuständig. Sie ist es, die meine privaten sozialen Kontakte am Leben erhält.“ •Daniela Tratschitt• Foto: Daniela Tratschitt

Frankfurter Hof Mainz Augustinerstraße 55 Internet: frankfurter-hof-mainz.de

Händereiben angesagt: His Bobness – Bob Dylan kommt am 5. Juni in den Volkspark.


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• Kulinarisches • Fernsehkoch Franz Xaver Bürkle empfiehlt regionale Rezepte

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Nahetaler Winzernest Der Vox Kochduell-Star Franz Xaver Bürkle versteht es, das Leben zu genießen. Beim Essen mag er es gerne bodenständig. Heute kocht er für uns das Nahetaler Winzernest. Rezept: Zutaten für 4 Personen: Kartoffel – Sauerkrautstampes 800g Kartoffeln/mehlige 800g Weinsauerkraut/Fass 1 El. Schmalz/Öl ¼ l Gemüsebrühe/Weißwein 1 Lorbeerbl./3 Nelken 3 Wacholderbeeren Salz/Pr. Zucker Kartoffeln waschen, schälen, vierteln und im Salzwasser garen, abschütten, gut abtrocknen bzw. ausdünsten lassen. Fein geschnittene Zwiebeln im Fett anschwitzen, Sauerkraut hinzugeben, mit der Brühe/ Wein angießen und mit den Würzzutaten ca, 30 Min. garen. Zusammen mit den Kartoffeln gut mischen und zu einem sämigen Brei stampfen.

Nestgelege/Fleischbällchen 800g gemischtes Hackfleisch 2 trockene Brötchen 3 Eier evtl. Zwiebeln, Petersilie Salz, Pfeffer, Paprika, Muskat, Senf Hackfleisch mit den Eiern, Gewürzen und eingeweichten, gut ausgedrückten Brötchen kräftig durchkneten bzw. mengen. Mittels kleiner Saucenkelle/Eisportionierer tischtennisgroße Bällchen formen. Diese in siedendem Salzwasser gar ziehen lassen.

Sauce 100g Dörrfleisch 2 Zwiebeln 400g weiße kernlose Trauben 1 El Tomatenmark ¼ l brauner Bratensaft Salz, Pfeffer, Paprika Dörrfleisch, Zwiebeln in feine Würfel schneiden, in der Pfanne anrösten und tomatisieren. Mit dem Bratensaft auffüllen, etwas reduzieren lassen und abschmecken. Zum Schluß die Trauben evtl. halbiert zugeben.

Anrichteweise

Fazit

Sauerkraut/Kartoffelstampes mittels einer Kelle in Tellermitte zu einem Ring/Nest formen, darin 3 Fleischbällchen als Gelege zugeben bzw. anrichten und zum Schluss mit der Speck-Traubensauce vollenden. Mit feingehackter Petersilie garnieren.

Dieses nicht alltägliche, ausgewogene Gericht lässt sich ohne viel Schnick-Schnack leicht herstellen. Es ist in der Zubereitung auch für Ungeübte gut zu handeln und bereichert jeden Tisch, lässt Neugierde aufkommen und befriedigt jeden Feinschmecker.

Speisegaststätte

„Zum grünen Baum“ „Zum grünen grünen Baum“ „Zum Baum“ Hauptstr.79 79 ·· 55270 · Tel. (06130) 61616161 Hauptstr. 55270Jugenheim Jugenheim · Tel. (06130)

– gut bürgerliche Küche – eine große Auswahl Jugenheimer Weine 1 x im Monat traditionelles Schlachtfest von

1 x im Monat traditionelles Schlachtfest von

Schlachtfest

vom 15.–17. April 2011

Mainz-Gonsenheim Grabenstraße 55 Telefon: 0 6131-4 37 30 Fax: 9 71 93 26 www.meijers-haeusje.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag ab 17.00 Uhr Sonntag ab 11.30 Uhr Mittagstisch Montag Ruhetag

Monatsmenü: Gruß aus der Küche  Frühlingssalate mit marinierten Spargeln und Flußkrebsen  Bärlauch-Süppchen mit Croûtons  Livorneser Fischeintopf, dazu Pesto Crostini oder Maishähnchen in Kräutersahne, dazu Gemüse Gnocchi  Haselnuss-Panna-Cotta mit roter Grütze

B A L D I S T S PA R G E L Z E I T !


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• Lifestyle • GenussMacher Ralf Frenzel übers eigene Vorbild und das Luxusgut Zeit

„Ich mach das jetzt einfach. Wie ich es für richtig halte“ „Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen“, sagt der Dalai Lama. Das Gegenteil davon hieße wohl Mittelmäßigkeit. Und die hat, laut Ralf Frenzel, weder in der Liebe noch beim Kochen etwas zu suchen. Beides sollte man sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen nehmen. „Rezepte müssen nachvollziehbar sein.“ Mit neuen Ideen, Konzepten und Erfahrungen verfolgt Ralf Frenzel ein Ziel: Zu verführen und aufzuwecken. Die Kochund Esslust der Deutschen.



alf Frenzel, der schon als junger Mann keine Angst davor hatte eine Flasche Château Lafite-Rothschild des Jahrgangs 1784 zu entkorken (kostete damals etwa 400000 DM), ist heute unter anderem Verleger des “Tre-Torri Verlag” und Herausgeber des Weinmagazin “FINE”. 1963 in Simmern geboren wurde er Koch, Restaurantfachmann und Deutschlands erster Sommelier in der Wiesbadener “Ente vom Lehel”. Seit 1994 macht Frenzel als geschäftsführender Gesellschafter der “CPA! Communicationsund Projektagentur” erfolgreich Kochbücher, mit Gesamtauflagen von zum Teil mehr als 10 Millionen Exemplaren. “Herr Frenzel, Als Weltenbummler verbinden Sie mit dem Begriff Heimat…? Ralf Frenzel: „Natürlich das Rhein-Main Gebiet. Mittlerweile lebe ich mit kurzer Unterbrechung seit Anfang der 1980er Jahre in Wiesbaden und fühle mich hier wohl. Doch auch Frankfurt zeigt sich mir als super spannende Stadt. Sollte sich die Gelegenheit eines Projekts und ein Grund ergeben, kann ich mir durchaus vorstellen auch dort ein Zelt aufzuschlagen. So bezaubernd Wiesbaden ist, hat sich Frankfurt in den letzten Jahren doch wesentlich besser aufgestellt und eine unglaubliche Power entwickelt. Eine pulsierende Stadt.“ Hatten Sie als Kind Helden, Vorbilder denen Sie nacheiferten? „In der Berufsschule, wäh-



Wir feiern bis zum 17.5.! Weitere Details zu den Angeboten unter

Frenzel sagt was er meint: “In Deutschland beschäftigen wir uns viel zu wenig mit dem Thema Essen, Trinken und Genuss. Allerorts redet man gern darüber, aber ich habe den Eindruck man lebt es nicht.”

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„Mein Team vereint Erfahrung und Neugierde. Wir erspüren Trends und setzen auf unsere Art Akzente. Im Dialog mit Menschen und Genusswelten setzen wir mit Weltmarken wie Maggi oder Persönlichkeiten wie Alfred Biolek erfolgreich Ideen um.“

rend meiner Koch-Ausbildung wurde gefragt: „Was wollt ihr werden?“. Einer wollte Hoteldirektor werden, ein anderer Oberkellner. Ich sagte: “Diese Leute brauchen einen Inhaber, der sie führt. Genau das will ich werden“ Dass so eine Aussage Unverständnis schafft war mir egal. Ich hatte damals schon meine erste Visitenkarte: ’Ralf Frenzel - angehender Hotelier’. Und was ich nie hatte, war Angst „Das kann ich sowieso nicht erreichen“. Mit wem würden sie ein Jahr verbringen? „Vor etlichen Jahren hätte ich wohl geantwortet, mit dem Dalai Lama. Um zu lernen wie er nachhaltig Dinge in Bewegung setzt. Heute würde ich gern mit einem neugierigen Menschen eine gemeinsame Reise machen. Ich würde mir wünschen, dass dieser Mensch unsere Reise intensiv vorbereitet um mich dann von ihm führen zu lassen. Eine Weltenreise wagen. Sich gemeinsam in Orte einzufühlen und darüber hinaus noch viel tiefer zu gehen. Weit abseits bestehender Touristenwege. Luxus pur eben. Luxus bedeutet für mich Zeit zu haben.“ Wie würden Sie es denn gern mit dem Luxusgut Zeit halten?

„Zeitstehlern eine Absage erteilen. Nicht mit jedem xbeliebigen Zeit verbringen zu müssen.“ Auf was sind Sie stolz? „Dass ich erwachsen bin. Und stolz darauf ein tolles Team zu haben, das simultan mit mir tickt. Was schwer zu finden ist, da an jedem Anfang auch Unverständnis herrscht, für das was man tut. Stolz bin ich auch darauf, als Achtzehnjähriger einfach gesagt zu haben: „Ich mach das jetzt“. Wie sehen die nächsten sieben Jahre aus? „So lange im Voraus plane ich nicht. Mittelfristig kann ich mir vorstellen einmal etwas ganz anderes zu machen. Reisen, neue Inspirationen sammeln, ohne zu werten. Ansehen, auf mich einwirken lassen, um dann weiter zu arbeiten. Meine Lebensplanung geht bestimmt nicht dahin, dass ich mich mit 60 zur Ruhe setze. Was wird eingepackt für Ihre Reise? „Bücher. Da ich mich mit Essen, Trinken und Lust beschäftige, lese ich momentan mit großer Freude „Sechs Getränke, die die Welt bewegten“. Darin fasst Autor Tom Standage die kulturhistorische Entwicklung von Getränken in einer originellen Sichtweise zusammen.“ Stadtausgabe: Danke für das Gespräch und die kleine Reise durch die Erfahrungs- und Genusswelt von Ralf Frenzel. •Katja Siberg• Foto: Privat

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CineStar Neubrandenburg

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• Schule •

IMPRESSUM Verlag und Herausgeber: Medien Verlag Reiser GmbH Kurt-Schumacher-Straße 56, 5514 Mainz HR Mainz B 40331 Geschäftsführerin und alleinige Gesellschafterin: Barbara Reiser (Angaben gemäß §9 IV LMG) Telefon: 06131/57 63 70 Fax: 06131/57 63 719 E-Mail: info@die-lokale-zeitung.de ViSdP: Barbara Reiser M.A. Bezug: über Promoter + je 500 Auslagestellen in den Innenstädten Redaktionsleitung: David Weiß redaktion@die-lokale-zeitung.de Redaktion und Fotos: Henning Berg, Helene Braun, Joachim Dersch, Armin Gemmer, Ralph Keim, Peter Kiefer, Hubert Neumann, Thomas Greiner, Annette Pospesch, Katja Siberg, Ute Strunk, Daniela Tratschitt Anzeigenleitung: Dennis Maier, Tel. 06131/57 63 71 Mobil: 0160/90 55 05 80 dennis.maier@dielokalezeitung.de Anzeigenpreisliste 01/011 Anzeigendisposition und Verwaltung: Diana Becker, Tel. 06131/57 63 70 Art Direction: Stephan Weiß Herstellung: Christian Müller Druck: Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH Rathenaustraße 9–31 6363 Neu-Isenburg Auflage: 40.000 Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen!

Unter der Schulbank von Generation Google

Spicken 2.0 M

ärz 2011, Donnerstagabend, kurz nach 23 Uhr. Es ist soweit, ich verkünde meiner Facebookwelt: „Ich geb´s entgültig auf. Chemie und ich passen einfach nicht zusammen“. Ich bekomme zwar sofort von allen Seiten recht, aber 15 Likes und neun Stunden später sitze ich trotzdem in der von mir gefürchteten Chemie-Kursarbeit. Facebook kann zwar vieles, aber mich dann doch nicht vor allen Übeln dieser Erde bewahren. Penibel, wie unser Lehrer ist, werden wir auseinander gesetzt. Sicher auch, weil der Gute glaubt mit seinem Aktionismus würde er Spicken unterbinden. Lassen wir ihn ruhig in seinem Glauben. Ich hole erstmal tief Luft während ich im gleichen Moment mein iPhone anschalte. Der Lehrer ist am Pult bereits beschäftigt: Zeitung lesen, Kaffee trinken, Arbeiten einer anderen Klasse korrigieren. Also bleibt mein iPhone unter der Bank in der dritten Reihe des Chemiesaals völlig unbemerkt. Erstmal schaue ich mir die am Vortag abfotographierten Aufzeichnungen durch, finde aber leider nichts brauchbares darunter. Getreu dem Motto „Google is your friend“ starte ich „Safari“ und darf mich auch gleich über die positiv beantwortete Suchanfrage freuen. Nur noch brav

umformulieren, damit es kein zweiter Fall Guttenberg wird („Wie kann ein Mann nur so blöd sein…“) und schwuppdiwupp, die Kursarbeit ist gerettet: „Nennen Sie die Säurekonstante und erklären Sie deren Funktion?“ Mit Hilfe von Google somit genannt und erklärt. Klappe zu. Affe tot. Rings um mich herum wird längst auch nicht mehr ratlos drein geschaut. Selbst die weniger Gesegneten, die ohne iPhone, haben sich dank Smartphones und Facebook zu helfen gewusst. Ein Smartphone macht das möglich mit kosten-

losem Internetzugang durch WLAN-Netzwerk. Das ist so einfach, wie kleinen Jungs die Bonbons wegzunehmen: Einer erstellt mit seinem Smartphone im Chemiesaal ein frei zugängliches Netzwerk. Ähnlich einem Hotspot in der Stadt. Und so können sich alle mit ihren WLAN-fähigen Geräten einloggen und in aller Ruhe das Internet durchforsten. Vorne, hinterm Pult, wird ja schließlich Kaffee getrunken und sich darüber gefreut, dass es in der Klasse so ruhig zugeht. Web 2.0 hilft einem nicht nur bei chemischen For-

meln weiter, sondern auch in Geschichte, etwa weil jemand meint das Sterbedatum der Oma von Pippin dem Kurzen gehöre zur Allgemeinbildung. Und auch in Deutsch wird mit Google selbst rätselhafteste Dichterkunst aus der DDRGründerzeit im Handumdrehen entschlüsselt. Die Facebook-Methode klappt auch, wenn man nette Leute im Kurs hat. Schnell ist die Frage getippt und ruckzuck geht dazu die richtige Antwort ein. Damit werden selbst Jungs, die im Kunstkurs meistens durch Abwesenheit geglänzt haben und deren Interesse sowieso mehr bei van der Vaart liegt als bei van Gogh, zu großen Kunsthistorikern. Und was ist, wenn dann doch hinterm Pult mal streng geschaut wird? Für diesen Fall hat das iPhone ´ne HomeTaste mit der „klick“ Safari und Google verschwunden sind. Ich hebe ganz unschuldig das Handy hoch. Man darf doch wohl mal auf die Handyuhr schauen? Prompt wird hinterm Pult freundlich genickt. Na bitte, geht doch. Manchmal frage ich mich, wie meine Eltern zu ihrem Abitur gekommen sind?

Die Autorin (17) besucht ein Mainzer Gymnasium

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• Mainzer Leben • Zwei Bewohner des Mainzer Kolpinghauses zeigen, wie ihr Alltag in dem Jugendwohnheim aussieht

Die perfekte Übergangslösung Manche träumen davon, manche haben davor Angst: zu Hause auszuzuziehen. Doch egal zu welcher Kategorie ein Teenager gehört, es ist ein großer Schritt und die meisten bewältigen ihn. Hilfe bei der Nestflucht kann aber selbst für den selbstbewusstesten Jugendlichen durchaus nützlich sein. Robert: „Ich finde es klasse.“

D

enn nicht der Umzug, die Auswahl einer Wohnung oder deren Möblierung sind es, die die Probleme schaffen, sondern das Auf-sich-gestellt-Sein und auch das Alleine-Sein. Plötzlich ist niemand mehr da, mit dem man abends vor dem Fernseher sitzt, der einem beim Essen Gesellschaft leistet oder der bei Problemen gleich eine Tür weiter wohnt. Eine geniale „Übergangslösung“ ist ein Zimmer in einem von Deutschlands circa 220 Kolpinghäusern – so wie dem in Mainz. Hier haben Robert Liß und Chaymae Bonziane ein neues Zuhause gefunden. Robert ist 22 Jahre alt, kommt aus Hannover und lernt bei Opel in Rüsselsheim KFZ-Mechatroniker. Chaymae ist 19 und besucht die 12. Klasse des Max-Planck-Gymnasiums in Rüsselsheim. Beide repräsentieren die Bandbreite der jungen Menschen, die im Kolpinghaus Mainz eine neue Bleibe gefunden haben. Um seine Lehre machen zu können, zog der damals 20jährige Robert von zu Hause

aus. „Ich hatte zwar schon eine Stelle bei VW sicher, mein Vater arbeitet dort, doch ich wollte zu Opel.“ Als der Ausbildungsvertrag unterschrieben war, musste alles sehr schnell gehen. „Das war eine ganz kurzfristige Angelegenheit. Und um ein Zimmer habe ich mir, ehrlich gesagt, keine Gedanken gemacht, “ erklärt der Azubi grinsend. „Auf das Kolpinghaus kam ich dann erst über den Betrieb.“ Lehrlinge sind aber nicht die einzigen Bewohner des Kolpinghauses Mainz. „Es gibt fünf unterschiedliche Gruppen, aus denen unsere Bewohner stammen“, erklärt Bosiljko Jurkic, Leiter des Mainzer Kolpinghauses. „Zuerst sind da die Steinmetze und -bildhauer. Schon seit 1978 kommen die Auszubildenden aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz während ihres theoretischen Unterrichts in Mainz bei uns unter, “ weiß der von allen Boso genannte Enddreißiger. „Sie verbringen viel Zeit hier und deshalb versuchen wir auch, ihnen die drei Jahre hier so interessant

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Chaymae: „Zuhause ist es gerade etwas schwierig.“. wie möglich zu gestalten. Das heißt am Anfang zum Beispiel Fußball – zum Kennenlernen - und zum Schluss etwa eine fachspezifische Führung durch den Mainzer Dom.“ Das „neue“ Kolpinghaus an der Holzstraße wurde übrigens durch die acht Jahre Erfahrung mit den Steinmetzen perfektioniert. „Es war uns wichtig, dass sich hier alle wohlfühlen“, erklärt Josefa Reh, Vorsitzende der Kolpingfamilie Mainz-Zentral und somit auch zuständig für das Kolpinghaus. Die nächste große Gruppe besteht aus Azubis wie Robert Liß. „Die finden uns zwar auch im Internet, aber meistens werden sie von ihren Ausbildungsbetrieben auf uns hingewiesen“, erläutert der Sozialpädagoge. „Dann gibt es ein Vorstellungsgespräch und anschließend ein dreitägiges Probewohnen. Es soll ja alles passen.“ Viele der Bewohner im Kolpinghaus sind also Lehrlinge, denn „das Jugendwohnheim ist ein Lernort. Und darauf besteht der Chef des Hauses. Ein relativ unbekannter

Weg ins Kolpinghaus Mainz führt vom Bruchwegstadion an die Holzstraße. „Hier erhalten sie die für ein Nachwuchsleistungszentrum vorgeschriebene Möglichkeit der betreuten Unterbringung – sprich pädagogische Begleitung, sowie persönliche und schulische Förderung“, weiß Jurkic zu berichten. „Viel sehen tut man von den 05ern aber nicht. „Die sind ja ständig beim Training, “ meint Robert, selbst passionierter Fußballspieler. Die beiden anderen Gruppen, die das Kolpinghaus in der Mainzer Altstadt bevölkern brauchen oft andere Stärkung als Gewichtheben. Einige der Jugendlichen kommen aus dem Antoniusheim für Behinderte in Hochheim oder über das Jugendamt in das Wohnheim. Da braucht es manchmal tatsächlich pädagogisches Fingerspitzengfühl. Aber eines ist für den Hausleiter klar: „Die Leute sind nicht hier, weil sie Defizite haben.“ Ganz im Gegenteil: „Bevor jemand in unsere Gemeinschaft integriert wird, müssen wir alle davon überzeugt sein, dass es eine für

alle Seiten positive Erfahrung wird“. Für Chaymae scheint es genauso zu sein: positiv. Ihre Augen strahlen, ihr Lächeln ist zuckersüß und mit Robert an ihrer Seite gibt es scheinbar immer etwas zum Scherzen. Die 19-Jährige wohnt erst seit einem Monat an der Holzstraße, an das Zimmer kam sie über das Jugendamt. „Zuhause ist es gerade etwas schwierig und ich muss mich jetzt darauf konzentrieren, ein gutes Abitur zu schaffen“, erklärt sie selbstbewusst. Danach möchte das Mädchen mit marokkanischen Wurzeln Sozialpädagogik studieren. „Vielleicht finde ich es deswegen hier auch spannend. Weil ich später in so einem Umfeld arbeiten möchte.“ Außerdem muss man einfach sagen, hier gibt es wirklich viel zu erleben und viele neue Menschen kennenzulernen. Die Jugendlichen werden von Beginn an einer Wohngruppe zugewiesen. Das heißt sie teilen sich ein Jahr lang einen Fernsehraum, einen Gruppenraum und eine Küche. „Wobei ich eine eigene Küche habe“, grinst Robert. Das kommt daher, dass nicht jedes Zimmer gleich ist. „Einer meiner Kumpels hat sogar eine Badewanne.“ Anspruch auf ein Einzelzimmer oder sogar auf einen Platz in der Dependance in der Kappelhofgasse hat man aber erst nach dem ersten Lehrjahr. „Aber ich finde es im Haupthaus klasse. Ich hab schon in jeder Gruppe gewohnt und kenne mich hier einfach gut aus.“ •Daniela Tratschitt• Foto: Daniela Tratschitt

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• Umwelt •

Regenerative Energie

Solarbranche nach wie vor auf dem Vormarsch Dass aus Sonnenlicht erzeugter Strom umweltfreundlich ist, ist seit geraumer Zeit bekannt. Und auch für den Geldbeutel haben sich Solarstromanlagen bisher gerechnet, denn seit 2004 hatte der Staat mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz attraktive Rahmenbedingungen für Investoren und Privatpersonen geschaffen.

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ahlreiche Photovoltaikanlagen sind seitdem ans Netz gegangen. Jetzt wurde turnusmäßig zum 1. Januar 2011 die Einspeisevergütung laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) um etwa 13 Prozent

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gesenkt. Die Höhe der Absenkung richtet sich dabei nach der gesamten Photovoltaik-Leistung von Neu-Anlagen in den Monaten Juni bis September 2010. Für Karl-Christian Neger, Dachdeckermeister aus Mainz, ist die Solarbranche nach wie vor eine Wachstumsbranche. Seit rund zehn Jahren ist das traditionsreiche Mainzer Unternehmen auch in der Photovoltaikbranche tätig. „Photovoltaikanlagen kommen nun einmal meist auf ein Dach. Da ist es für uns als Dachdeckerunternehmen fast zwangsläufig dazu gekommen, dass wir auch Photovoltaikanlagen installieren“, so Karl-Christian Neger. Wer sich eine Photovoltaikanlage installieren lassen möchte, der bekommt von der Firma Neger alles aus einer Hand und schlüsselfertig geliefert. Die Photovoltaik-Module kommen überwiegend von dem Unternehmen Schott. Der Mainzer Hersteller steht für langlebige Qualität und hohe Solarerträge. Da haben die Kunden auch nach 25 Jahren noch Freude am eigenen Strom. Von den Mitarbeitern der Firma Neger werden sie passgenau verarbeitet. „Am Schluss muss der Kunde nur noch auf den Stromzähler schauen, um zu sehen, wie seine neue Anlage arbeitet.“ Die aktuell geltende Vergütung hat allerdings nur noch

bis zum 30. Juni Geltung. Die Höhe der geplanten Absenkung der Einspeisevergütung ab 1. Juli 2011 bei Gebäudeanlagen beziehungsweise ab 1. September bei Freiflächenanlagen hängt davon ab, wie viele Anlagen voraussichtlich im Lauf des Jahres 2011 zugebaut werden. Den Bemessungszeitraum bilden die Monate März, April und Mai 2011. Die Bundesnetzagentur wird aus der Marktentwicklung dieser Zeit eine Jahresprognose errechnen. Klar ist, dass Photovoltaikanlagen länger brauchen werden, bis sie sich amortisieren. Es ist aber auch eine Frage, wie

sich der Strompreis entwickelt. Je länger eine Photovoltaikanlage läuft, desto höher ist natürlich auch die Rendite zum Schluss. Fachmann KarlChristian Neger erwartet nach der schlimmen Naturkatastrophe in Japan und dem damit verbundenen Atom-Drama eine höhere Sensibilität für Strom aus Sonnenlicht. „Mit Photovoltaikanlagen wird der Strom da produziert, wo er gebraucht wird.“ Auch ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Elektro-Autos durchsetzen werden. Dann liefert die Anlage vom Dach auch den notwendigen „Treibstoff “ für das Auto in der Garage. •red•


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• Klima-Coach • Expertentipps vom Klima-Coach

Klimaschutz statt Klimakrise Eine der größten Herausforderungen der Menschheit ist die drohende Klimakrise. Fast zwei Jahre ist es her, dass in Kopenhagen ein globales Klimaabkommen verhandelt wurde. Experten sind sich einig: Bis 2050 darf die Erderwärmung zwei Grad nicht überschreiten. Sonst sind die Folgen des Klimawandels nicht mehr in den Griff zu bekommen. In dieser Ausgabe informiert Frank Dinter, Geschäftsführer des Energieversorgers ENTEGA, rund um das Thema Klimaschutz und die Rolle von CO2.

H

öchstens zwei Grad Erderwärmung, das bedeutet maximal drei Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß pro Kopf und

Jahr. Im Moment verursacht jeder Deutsche etwa elf Tonnen jährlich. Drei Tonnen CO2 heißen zum Beispiel: mit der Bahn dreißigmal von Mainz nach Kopenhagen und zurück fahren oder mit dem Flugzeug zehnmal von Frankfurt nach Kopenhagen fliegen. „Es ist an der Zeit zu handeln – im Kleinen wie im Großen“, erklärt Frank Dinter. „Manch einer fragt sich vielleicht, ob die Debatte um das Klima nicht einfach nur Panikmache ist. Tatsache ist: Wenn wir so weiterleben wie bisher, befinden wir uns bald in einem unumkehrbaren Prozess“, warnt er. „Noch nie war so viel CO2 in der Luft wie

heute. Es gilt als Klimagas, das die Atmosphäre undurchlässiger macht und so den Treibhauseffekt antreibt.“ Bis zu sechs Grad höhere Temperaturen weltweit bis 2100 haben Forscher errechnet – mit gravierenden Auswirkungen: Durch das Schmelzen des Polareises kann der Meeresspiegel um bis zu 80 Zentimeter steigen. Eine Gefahr nicht nur für entlegene Inseln, sondern

Klima-Coach Frank Dinter setzt sich seit vielen Jahren mit Energie und ihrer effizienten Nutzung auseinander. Seit November 010 ist er Geschäftsführer der ENTEGA Vertrieb GmbH und Co. KG.

auch für Städte wie Hamburg oder Bremen. Es liegt also auf der Hand: Nur wenn es gelingt, den Ausstoß von CO2 und anderen klimaschädlichen Gasen spürbar zu verringern, können wir den Klimawandel verlangsamen. 821 Millionen Tonnen CO2 werden in Deutschland jährlich ausgestoßen. Rund 15 Prozent davon stammen aus privaten Haushalten, die laut Emissionsstatistik des Umweltbundesamtes somit auf Platz drei nach dem Kraftwerkssektor und Verkehr liegen. „Das heißt, dass jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen kann. Das muss nicht unbedingt Verzicht bedeuten. Denn ein Großteil des Energieverbrauchs ist schlichtweg unnötig und entsteht durch Verschwendung“, so Frank Dinter. Wie viel Kohlenstoffdioxid wir im Alltag verursachen,

lässt sich mit dem so genannten CO2- Fußabdruck oder „Carbon Footprint“ messen. Er ist ein Bild für die Klimaspur, die wir hinterlassen. Wer seine persönlichen CO2-Emissionen im Alltag vermindert – zum Beispiel durch sparsamen Energieeinsatz und den Verzicht auf unnötigen Ressourcenverbrauch, verkleinert also seinen Fußabdruck und leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Wie es um Ihre Klimabilanz steht, können Sie einfach über einen CO2-Rechner ermitteln, zum Beispiel unter www.uba.klima-aktiv.de.

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• Gastronomie •

Nun brummt der Laden im Bretzenheimer „Laternchen“

Super! Restauranttester Christian Rach hat’s gerichtet Seit Restauranttester Christian Rach das Bretzenheimer „Laternchen“ unter die Lupe genommen hat, brummt in dem Mainzer Kultlokal das Geschäft.

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astronom Willi Dietrich hatte den RTL-RestaurantExperten zu Hilfe gerufen, weil vom Ertrag her gesehen das „Laternchen“ immer mehr zum trüben Funzelchen dahin dämmerte. Schuld daran war das miserable Sommergeschäft. „Schon seit 50 Jahren ist im Sommer hier gar nichts los und so konnte es einfach nicht mehr weitergehen“, erzählt der Restaurantchef, der mit seinem außergewöhnlichen Kopfschmuck wohl auch der berühmteste Mainz 05-Fan ist. Bereits seit 1960 führt Dietrich das Bretzenhei-

mer Restaurant. Auf die Idee, den berühmten Fernsehkoch um Hilfe zu bitten, ist er gekommen, weil er selber die RTL-Sendung „Rach, der Restauranttester“ so gerne schaut. „Mir war ein Tipp von einem Außenstehenden sehr wichtig, denn manchmal kann man ja die eigenen Fehler gar nicht mehr wahrnehmen“, erklärt er. Dass der Restauranttester vom „Laternchen“ und seinem Inhaber begeistert war, hat Willi Dietrich besonders gefreut. „Ich hatte das Gefühl, dass Rach mich als Kollegen voll akzeptiert hat“, berichtet er. Und er ergänzt, dass Christian Rach genau wie er selbst ein Koch mit Leib und Seele sei. Die wichtigste Botschaft, die der Hamburger Sternekoch dem Mainzer Kollegen vermitteln konnte war, etwas mehr Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben. „Ich weiß ja, dass ich etwas kann, aber mir fehlte der Mut,

Ein Mann, der den Kopf hinhält: Fußballfans in ganz Deutschland lieben Willi Dietrich. das auch umzusetzen“, gibt Dietrich zu. Viele Gerichte hatte er nur deshalb in seiner Speisekarte, weil sie bei den Gästen gut ankamen. Ein Beispiel: Früher gab es vier verschiedene GeschnetzeltesGerichte. Das sei auf einem Sechsflammenherd kaum zu stemmen gewesen. Eine der Veränderungen, die Willi Dietrich daher eingeführt hat, ist eine gestraffte Speisekarte. Dadurch sind die Gerichte viel

einfacher zu bewältigen. Und er kann kochen, was ihm Spaß macht. Guacamole mit Riesengarnele zum Beispiel, oder Garnele auf Nusskrautsalat. Die Grundidee zu diesem Rezept stammt von Christian Rach, aber Dietrich hat es auf seine Art abgewandelt. Dass die RTL-Sendung sich bisher auf sein Geschäft nur positiv ausgewirkt hat, bestätigt Dietrich: „Die Gäste kommen aus Frankfurt, Wiesbaden,

Offenbach und Darmstadt“. Einen sicheren Tisch bekommt man seit Rach nur, wenn man drei bis vier Wochen im Voraus reserviert. Besonders gut hat dem Mainzer Gastronom auch die viele Anteilnahme getan. So hatte er einen Arzt zu Gast, der aufgrund der Fernsehsendung den weiten Weg aus Richtung Kassel nach Mainz auf sich genommen hat, um Dietrich seine Hilfe anzubieten. Wegen eines Bandscheibenvorfalls konnte der nämlich nur noch mit starken Schmerzmitteln arbeiten. Inzwischen war er bei dem hilfsbereiten Mediziner in Behandlung und ist zur Zeit schmerzfrei. „Diese Menschlichkeit hat mich sehr gerührt und jetzt kommt doch mal etwas zu mir zurück, was ich all die Jahre gegeben habe“, erklärt Dietrich. •Ute Strunk• Foto: Ute Strunk

• Universität • Prof. Dr. Mechthild Dreyer ist Vizepräsidentin der Mainzer Universität

Eine Professorin für den Dialog Im Büro des Vizepräsidenten für Studium und Lehre der Mainzer Universität ist zurzeit viel los. Seit Juli ist Dr. Mechthild Dreyer, Professorin für Philosophie, Vizepräsidentin der Johannes-GutenbergUniversität. Und seitdem hat sie auch nicht mehr so viel Zeit, sich ihren anderen Interessen zu widmen.

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obei man bei ihr aber nie das Gefühl bekommt, dass sie ihre Entscheidung für das neue Amt bereuen würde. Dazu ist ihr bisheriger akademischer Lebensweg zu gerade und durchdacht: Vom Theologiestudium in Bonn, über die Promotion im Fach Philosophie bis zur ihrer Berufung an die Mainzer Universität geht irgendwie alles Hand in Hand. Die ehemalige Dekanin des

Fachbereichs 05 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wirkt sachlich, überlegt, konzentriert, zielbewusst. Das zeigt sich auch an der Art, wie sie zu einem ihrer Lieblingsthemen kam. „Ich habe mich im Theologiestudium gerne mit dem Alten Testament befasst“, erinnert sie sich. „Und als ich auf der Suche nach einem Thema für meine philosophische Doktorarbeit war, meinte mein damaliger Lehrer, ich solle mich des deutsch-jüdischen Philosophen Hermann Cohen annehmen. Sein Denken sei wissenschaftlich wenig erforscht und biete eine interessante Verbindung von neukantianischer Philosophie und jüdischem Denken.“ So kam die heute 55Jährige in näheren Kontakt mit dem Judentum, seinen Denkern und seinen Traditionen. „Im Laufe der Arbeit wurde das Thema immer faszinierender.“ Und bis heute ist es das geblieben. Deshalb ist sie seit

Jahren Mitglied im Förderverein der Synagoge Weisenau und war etwa zwei Jahre lang auch die stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Wegen ihres neuen Jobs als hauptamtliche Vizepräsidentin hat sie diese ehrenamtliche Position allerdings inzwischen aufgegeben. „ Ich würde das heute nicht mehr schaffen. Keines der beiden Ämter soll zu kurz kommen.“ Während sie in den vergangenen Jahren jeweils für das Sommersemester eine Vortragsreihe für die Synagoge Weisenau organisiert hat, hat dies für den kommenden Sommer der Alttestamentler der Universität Mainz, Professor Thomas Hieke, übernommen. „Im Rahmen eines von ihm organisierten Hauptseminars zum Thema ,Rein und Unrein – Riten und Rituale in biblischer und jüdischer Tradition‘ sind mehrere Vorträge geplant, die in der Synagoge Weisenau stattfinden werden.“ Für Dreyer ist

diese Art der Lehre eine ganz besondere. „Es ist einfach etwas anderes, ob man im Vorlesungssaal sitzt oder an einem Ort, an dem die Dinge, die man hört, wirklich geschehen sind.“ Die Synagoge Weisenau ist für solche Veranstaltungen besonders geeignet, wurde sie doch bei ihrer Wiedereröffnung 1996 von Rabbiner Leo Trepp und Dr. Heinrich Schreiner ausdrücklich zum Lehrhaus bestimmt. „Ihre Aufgabe ist es, dem

jüdisch-christlichen Gespräch einen Raum zu geben.“ Genau das passiert bei den angebotenen Seminaren, Diskussionen und Vorträgen. Mit einem strahlenden Lächeln erinnert sie sich an die Begegnungen mit Leo Trepp. „Er war etwas ganz besonderes,“ sagt sie. „Rabbiner Trepps Vorträge zeigten den Zuhörern gelebtes Judentum und gaben außerdem noch die Möglichkeit, den eigenen Glauben in dem Gehörten zu spiegeln.“ Auch für die Synagoge als Ort der Begegnung und des Dialogs waren die Vorträge von Rabbiner Trepp unverzichtbar. „Zu seinen Veranstaltungen kamen immer sehr viele Menschen. Auch solche, die wir sonst nicht sahen. Leider ist das jetzt nicht mehr möglich. Dass Rabbiner Trepp vergangenen September gestorben ist, ist für uns alle ein großer Verlust. Wir hatten noch so viele Ideen.“ •Daniela Tratschitt• Foto: Daniela Tratschitt


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www.mainzmachtmit.de Artikel aus der Mainzer Mitmachzeitung – Hier ist jeder als Autor gefragt. Aus der Rubrik „Uni“

„05er Klassenzimmer“ besucht die Universitäts-Medizin Prof. Dr. Thomas Münzel gemeinsam mit dem 05er Torwart Heinz Müller zum Thema „Rauchfrei durchstarten“ Rauchfrei durchstarten“ war das Motto einer gemeinsamen Aktion der Stiftung Mainzer Herz unter der Leitung von Prof. Dr. Münzel und dem „05er Klassenzimmer“ der GoetheHauptschule. Am 25. März waren 20 Schüler/ innen der Klasse 7 b in die 2. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitäts-Medizin Mainz eingeladen worden. Zusammen mit ihren Lehrern nahmen sie gespannt im großen Konferenzraum des Gebäudes 605 Platz. Herr Prof. Münzel, der Leiter dieser Klinik, begrüßte sie und dann ging es auch gleich los. Heute sollte den Jugendlichen aufgezeigt werden, wie schädlich das Rauchen ist und welche Auswirkungen es auf den Körper hat, besonders auf Herz und Lunge. Einige der Jugendlichen gaben zu, schon seit längerer Zeit zu rauchen. Zunächst wurde mit den Schülern geklärt, dass

das Rauchen eine Sucht ist, die es zu bekämpfen gilt und zusammen wurde erarbeitet, wie man das bewerkstelligen könnte: „Kaugummi statt Zigarette, sich

richten kann: An 1. Stelle steht natürlich der Herzinfarkt! Aber auch ein Schlaganfall kann die Folge vom Rauchen sein und Raucherinnen, die

Torwart Heinz Müller und Professor Münzel mit anderen Sachen ablenken, eine Suchtklinik aufsuchen oder am besten, gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen!“ so die Vorschläge der Schüler. Dann bekamen sie erläutert, was das Rauchen alles im Körper an-

die ‚Pille‘ nehmen, sind erhöht Thrombose gefährdet. Auch Erbgutdefekte können auftreten. Den Jugendlichen war das alles gar nicht bewusst. „Ich dachte, man bekommt dann nur etwas an der Lunge“, sagte eine Schü-

lerin. Auch das Passivrauchen wurde hervorgehoben, denn das Einatmen der Schadstoffe wird immer noch unterschätzt. Die Jugendlichen waren sichtlich interessiert an diesem Thema und stellten Fragen und diskutierten lebhaft mit Prof. Münzel. Anschließend ging es in die Ambulanzräume der Herzabteilung (Kardiologie), wo ihnen gezeigt wurde, wie man mit einem Lungenfunktionstest feststellen kann, wie viel Sauerstoff eingeatmet und wieder ausgeatmet wird. Es fanden sich auch gleich drei Versuchspersonen unter ihnen, die das ausprobieren wollten. Weiter ging es dann in die Herz-Ultraschall-Abteilung. Dort wurde bei einem Schüler ein EKG angelegt und ein Ultraschall vom Herzen vorgeführt. Herr Dr. von Bardeleben erklärte den Jugendlichen alles ganz genau und beantwortete alle ihre Fragen. Aber natürlich war

der letzte Programmpunkt dann doch wohl der ‚coolste‘ für alle, denn 05er Torwart Heinz Müller war als Überraschungsgast erschienen. Er wurde mit vielen Fragen über sein Fußballspielen überhäuft, aber auch zum Thema ‚Rauchen‘ befragt. Ob er denn wohl rauchen würde und ob es Spieler im Verein gäbe, die rauchen. Er verneinte dies und meinte, dass niemand, der raucht, dieses tägliche Training mit der Mannschaft durchstehen könnte. Natürlich werde er auch darauf achten, dass sein kleiner Sohn (3 Jahre alt) mal nicht mit dem Rauchen beginntDeshalb auch sein Fazit: Viel Sport treiben und sich klar darüber sein, was Zigaretten alles anrichten können, dann laufe man nicht Gefahr mit dieser Sucht zu beginnen! Und heute wäre es ja auch schon ‚cool‘, nicht zu rauchen!. Autor: Christiane Mertins

Aus der Rubrik „Gesundheit“, gesponsert von „Die Johanniter“

Anerzogenes falsches Essverhalten Wie wichtig ist eine ausgewogene Ernährung schon im Kleinkindalter? Für viele Kinder und für die Familie ändert sich Vieles mit dem ersten Kindergarten- Tag. Der Tag des Kindes wird strukturierter, es erlebt mehr, und auch die Bezugspersonen ändern sich. Für die Kinder ist das besonders am Anfang - eine große Umstellung. Genügend Schlaf und eine gesunde Ernährung helfen unseren Kindern, die nötige Energie dafür zu bekommen. Das Frühstück sollte immer die Grundlage für einen guten Tag schaffen!! Meistens verdirbt die Hektik und der Stress am Morgen, den Kleinen und Großen den Appetit. Dabei wäre gerade das Frühstück so wichtig, um die Energiespeicher für den Tag wieder aufzufüllen. Auch während wir

schlafen muss unser Körper arbeiten, um alle Funktionen des Körpers aufrecht zu erhalten. Wird die Energie nicht rechtzeitig wieder nachgefüllt, bekommen wir und unsere Kinder das zu spüren: Man fühlt sich müde, schlapp und unkonzentriert. Erfahrene Mütter stellen den Wecker deshalb etwas früher, damit auch genügend Zeit fürs gemeinsame Frühstück bleibt. Ob es dann Brot, Joghurt oder Müsli gibt, ist jedem selbst überlassen. Im besten Fall ist aber etwas frisches Obst oder Saft dabei. Aber auch für kleine Morgenmuffel, die so früh einfach nicht für ein gesundes Frühstück zu begeistern sind, sollte es wenigstens ein Glas Milch, Kakao oder Fruchtsaft geben.

Die Kindergarten- und Schulbrotzeit - sollte Power fürs Lernen, Spielen und Toben geben!! Nur das Frühstück reicht alleine nicht aus, um bis mittags aktiv zu bleiben. Sie sollten Ihrem Kind deshalb immer eine kleine Brotzeit mit in den Kindergarten oder die Schule geben, das gibt Kraft fürs Spielen, Singen, Lernen und Toben. Am besten ein fein

belegtes Brot und kleingeschnittenes Obst oder Rohkost. Beworbene Pausensnacks sollten Sie sich, genau wie all die anderen Kinderlebensmittel, mit gutem Gewissen sparen. Zahlreiche Untersuchungen belegen: fast alle dieser Snacks sind zu süß, zu fett und zudem noch viel zu teuer. Aber nicht nur das Essen, sondern auch das Trinken ist

wichtig. In den meisten Kindergärten stehen heute auch schon Getränke kostenlos bereit. Sollte dies nicht der Fall sein, geben Sie ihrem Kind bitte eine Flasche mit Wasser Fruchtschorle oder kaltem, ungesüßten Früchte-oder Kräutertee mit. Sie sollten ihr Kind aber auch zuhause regelmäßig daran erinnern, etwas zu trinken. Denn: Nur ein Körper der genügend Flüssigkeit bekommt, kann auch richtig arbeiten. Das Mittagessen - Auch Gesundes kann schnell auf den Tisch kommen ...

Den ganzen Artikel der Mitmachautorin „Nora“ lesen Sie im Internet unter „www. mitmachzeitungmainz.de“ in der Rubrik „Gesundheit“.


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• Musik •

Sturmwarnung

Wiesbadener Überflieger starten durch Die Wiesbadener New MetalFormation Splitter ragt aus der lokalen Musikszene hervor. Der Sound ihrer EP „Sturm“ kann sich mit internationalen Standards messen und lässt keine Zweifel an ihrem professionellen Anspruch.

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er Gitarrist Oli Emmrich, Bassist Christoph Kraatz, Schlagzeuger Dominic Bögel und Frontfrau Julia Weiß hatten bereits einige Erlebnisse mit anderen Bands auf dem Kerbholz, aus dem anno 2007 „Splitter“ gehobelt wurde. Und weil die vier aus dem gleichen Holze geschnitzt sind, waren sie schon bei der Bandgründung längst dem Status der Greenhorns erhaben, die üblicherweise dazu verdammt sind irgendwo ein unbeachtetes Keller-Como-Dasein zu fristen. Für das Wiesbadener Quartett war von vornherein klar, dass in dieser Besetzung kein Platz für Ego-Eskapaden und die gängigen MusikerAllüren war, denn was sie anpacken soll kompromisslos professionell sein. Ihre Erfahrung, ihr Ehrgeiz und auch ein bisschen „Vitamin B“ waren die ideale Voraussetzung für ihre fundamentalen New MetalKompositionen und eine amtliche Studio-Aufnahme, die Kenner respektvoll mit dem Kopf nicken lässt. Kein Wunder, denn der Sound der fünf Stücke ihrer EP „Sturm“ wurde von einem Profi-Team der renommierten ultraton elektrizitaetswerke geschmiedet.

Blendende Aussichten für vier stürmische Wiesbadener: Wenn Schlagzeuger Dominic Bögel, Bassist Christoph Kraatz, Sängerin Julia Weiß und Gitarrist Oli Emmrich losrocken, fliegen die Splitter.

Nichts für Süßholzraspler

Die Zeichen stehen auf Sturm

Bei Splitter wird ein dickes Gitarrenbrett gesägt. Subfrequente Bass-Tiefen und ein hart krachender Rhythmus-Punch wie Axthiebe, zu denen sich eine energische Vocal-Röhre austobt, dass nur so die Splitter fliegen. Gesungen wird auf deutsch. Das ist herrlich unzimperlich und stört nicht, wenn die durchaus vorhandenen Pop-Elemente vom Rockorkan gründlich weggeblasen werden. Die Jury beim Deutschen Rock & Pop-Preis hat es jedenfalls überzeugt für eine Auszeichnung in der Kategorie „New Metal“.

Wenn sie auch derzeit noch alle vier ihren festen Jobs nachgehen, wären sie bereit für das große Rockstar-Leben. Ihre Freizeit geht jedenfalls voll in ihrer Leidenschaft für die Musik auf, die sich besonders bei ihren Live-Auftritten als packendes Erlebnis offenbart. Vielleicht findet sich schon bald ein Plattenlabel, das die Popularität des Rock-Vierers weiter zu steigern hilft. In einer Verlosungsaktion der Stadtausgabe gibt es fünf mal die Splitter-EP „Sturm“ zu gewinnen (siehe Info-Block). Wer kein Losglück hat, der kann

auch direkt bei der Band ein Exemplar beziehen. Entweder über E-Mail kontakt@splittersound.de oder bei ihren LiveAuftritten. •Andreas Schermer• Fotos: Privat

Splitter im Internet: splittersound.de Splitter Live: 21.05.2011 Grill ´Em All (Alte Ziegelei Mainz) 16.06.2011 Bad Homburg/Oberursel (Hessentag)

Verlosung: Die Lokale Stadtausgabe verlost von Splitter fünf EPs „Sturm“. Einfach eine E-Mail schicken an gewinnspiel@dielokalezeitung.de mit dem Betreff „Bis die Fetzen fliegen“. Die Gewinner werden benachrichtigt und können die EP beim Verlag abholen.

Neue Marken und Altbewährtes im neuen Gewand. Vom 19.03. bis 02.04.2011 bei uns im Porzellanhaus Wartner. Wir haben für Sie neue Marken entdeckt. Junge, bunte, innovative und funktionelle Artikel für Küche, Tisch und als Geschenk.

Nehmen Sie an unserem Gewinnspiel teil. Teilnahmekarten sind in unserem Hause erhältlich. Wartner-Lehr GmbH Ellenbogengasse 4 -6 | 65183 Wiesbaden | tel 0611-300906 info@wartner-lehr.de


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• Dies und Das •

Windparkfest

Tolle Aktionen zum verkaufsoffenen Frühlingssonntag

Eröffnung des Hochseilgartens

Mainz trifft sich

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Sonntag, 10.04.2011 www.juwi.de

iner der ganz besonderen Hochseilgärten Deutschlands eröffnet im April seine Pforten. Mitten in der rheinhessischen Hügellandschaft bietet der Hochseilgarten Wörrstadt Abenteuer, Spaß, Natur und Technik für die ganze Familie. Eine besondere Kletterattraktion ist der Powerfan, der mit einer Höhe von 30 Metern, der höchste Sprungturm auf dem europäischen Festland ist. Umrahmt wird der Hochseilgarten von zehn Windanlagen, die künftig pro Jahr rund 60 Millionen Strom produzieren. Gemeinsam mit allen Bürgern feiert juwi am Sonntag, den 10. April in der Zeit von 11 bis 17 Uhr, ein Windparkfest. Die feierliche Eröffnung findet um 11.30 Uhr statt. Neben einem Energieparcours zum Staunen und Begreifen, einem bunten Kinder- und Musikprogramm, Auftritten regionaler Vereine und kulinarischen Schmankerln gibt es unvergessliche Kletterabenteuer zum halben Preis. www.juwi.de. •red•

Neu: TintenCenter Drechsler

Nachfüllen zahlt sich aus

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und um Drucker, Tinte und Toner dreht sich die Angebotspalette des TintenCenter Drechsler in der Mombacher Straße 81. Bereits seit Anfang Dezember bieten Ulrich H. Drechsler und seine Frau Claudia Herzog-Drechsler in dem neueröffneten Geschäft eine umfangreiche und markenunabhängige Beratung an. In der modern ausgestatteten Refillstation kann der Kunde seine leergedruckten Tintenpatronen professionell und schnell befüllen lassen. Neben Originalpatronen der wichtigsten Anbieter bietet das TintenCenter Drechsler auch kompatible Patronen an, die der Originalqualität entsprechen, aber wesentlich mehr Inhalt zu einem günstigeren Preis bieten. Zudem werden Tonerkartuschen für Laserdrucker, Zubehör und die Reparatur von Druckern und Faxgeräten angeboten. Die Ladezone direkt vor dem Geschäft erleichtert das Einkaufen. Für Gewerbekunden bieten Drechslers ab 50 Euro Umsatz einen kostenfreien Lieferservice im Mainzer Stadtgebiet an. •ust•

A

m 3. April lädt die Mainzer Innenstadt wieder zum verkaufsoffenen Frühlingssonntag ein. Auch die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) ist hier wieder mit tollen Aktionen vertreten. Für nur 5 Euro gibt es das „Mainz-trifft-sich!-Ticket“, das den ganzen Tag als Fahrausweis für bis zu fünf Personen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Mainz und Wiesbaden gilt. Von 13 bis 18 Uhr steht außerdem am Gutenbergplatz der MVG-Infobus als kostenloser Gepäckbus bereit. Hier informieren Mitarbeiter rund um den öffentlichen Personennahverkehr, es gibt kostenlose Rad- und Wanderbroschüren und tolle Preise am MRZ-Glücksrad zu gewinnen. Das absolute Highlight aber wird eine Straßenbahn sein, die auf Schienen vor dem Staatstheater aufgestellt wird. Diese Straßenbahn vom Modell Variobahn legt auf dem Weg zu ihrem künftigen Arbeitsplatz im österreichischen Graz eine Zwischenstation in Mainz ein, um sich den Bürgern zu präsentieren, denn insgesamt neun solcher Variobahnen werden ab Ende 2011 auch die Schienen in Mainz erobern. •red•

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• Nachgehakt •

Mainzer Unternehmer gründet Facebook-Seite

„Gebt uns den Guttenberg zurück!“ Tobias Huch (29) ist Mainzer Verleger und stellvertretender Chefredakteur eines ErotikLifestyle-Magazins, Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen Rheinhessen-Vorderpfalz und – wenn es nach der Bild-Zeitung geht – „Internet-Guru“. Unlängst hat er auf der OnlinePlattform Facebook die Seite „Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg“ gegründet. Herr Huch, warum haben Sie die Facebook-Seite „Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg“ ins Leben gerufen? In meinem Büro lief wie gewohnt ein Nachrichtensender. Eine Sondersendung zum „Fall Guttenberg“ und unten im Ticker wurde ganz kurz

vermeldet, dass in Afghanistan zwei deutsche Soldaten gefallen waren. Das war ein furchtbarer Anschlag und der wurde einfach so kurz abgehandelt. Und das Theater um Guttenberg nur, weil sich die Opposition künstlich aufgeregt hat. Das hat der Demokratie wirklich geschadet. Jürgen Trittin hätte mit seinem Auftritt bei der RTL-Show „Familien im Brennpunkt“ brillieren können. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Medien teils sehr unreflektiert darüber berichteten. Außerdem bin ich sowieso grundsätzlich gegen die Jagd auf jemanden. Man sollte mit solchen Dingen immer sachlich umgehen. Deshalb auch der Name der Seite. Wie stehen Sie zur „Causa Guttenberg“? Ich bin nicht unbedingt ein Fan von ihm, vor allem nicht von seiner Frau. Trotzdem finde ich die Reaktion, auf

Ein Huch für Guttenberg. diese eigentlich nichtige Sache, übertrieben. Allerdings hat er während seiner ganzen Amtszeit mit den Medien gespielt, da muss man mit so etwas rechnen. Was mich wirklich wütend macht, ist, dass sich ausgerechnet Kurt Beck dazu geäußert hat. Ich meine, der hat

einen Verfassungsbruch-Minister, betreibt Vetternwirtschaft, hat bei der Nürburgring-Affäre inzwischen 400 Millionen Euro an Steuergeldern verbraten und Geld nach Lichtenstein verschoben. Gerade der will den Moralapostel spielen? Normalerweise müsste Kurt Beck mit seinem ganzen Kabinett zurücktreten. Sind Sie mit dem Erfolg der Seite zufrieden? Ja, das Ganze hat ein wenig zu einer Versachlichung der Thematik geführt. Allerdings war klar, dass man damit nicht groß etwas bewirken kann. Ich hatte mit 25000 bis 30000 Fans gerechnet. Die waren nach drei Tagen erreicht. Danach ging es richtig los und jetzt sind wir schon über 407000. Meinen Sie, dass Facebook als politische Plattform funktioniert? Auf jeden Fall, allerdings kann hier natürlich jeder seine

Meinung einfach rausrülpsen. Und da heißt es immer, das deutsche Volk wäre an Politik nicht interessiert. Wissen Sie, meiner Meinung nach haben solche Plattformen wie Facebook und Twitter je mehr Einfluss, desto unfreier die Gesellschaft ist. Das kann man gerade in Ägypten, Tunesien und Libyen sehen. Nutzen Sie solche Themen, Plattformen und Aktionen um sich damit mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken? Nein. Ich habe ja extra eine anonyme Seite erstellt und wenn ich irgendwo auftauche, dann mit „Gruß Tobias“. Die Mainzer Rheinzeitung hatte zufällig rausbekommen, dass die Seite von mir ist. Erst danach wurde es in überregionalen Blättern aufgegriffen. •Nachgehakt von Daniela Tratschitt• Foto: Privat

• Medizin • Mainzer Universitätsklinik ist führend bei minimal-invasiver Chirurgie

Der Arzt kommt durch das „Schlüsselloch“ Die minimal-invasive Chirurgie, oder „OP durchs Schlüsselloch“, wie sie genannt wird, ist ein Quantensprung für die Patienten. Schon mit kleinsten Schnitten kann man einen Blinddarm oder eine Gallenblase entfernen, eine Bauchspiegelung vornehmen oder ein Kiefer-Implantat einsetzen.

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ie minimal-invasive Chirurgie, kurz MIC, ist auf dem Vormarsch: Operieren, ohne direkt Hand anzulegen, das heißt eine OP während der der Chirurg die speziellen Operationswerkzeuge über eine Mini-Kamera und einen Bildschirm fernsteuert. Damit verwirklicht sich für die Mediziner ein Traum, denn schon immer war es ihr Ziel gewesen, nach der operativen Behandlung eine rasche Heilung mit so wenig Beschwerden wie möglich einzuleiten. Jetzt sollten wir Otto-Normal-Verbraucher

alle einmal in die Minimal-invasive Chirurgie und ihre neuesten Innovationen eingeweiht werden. Im Rahmen von Stadt der Wissenschaft 2011 und dem Wissenschaftsjahr der Gesundheitsforschung rief die Mainzer Universitätsmedizin dazu auf, Minimal-invasive Chirurgie hautnah zu erleben. Es gab OP-Simulationen für jedermann, bei denen man seine eigenen Fertigkeiten in der modernen operativen Methode testen konnte. Zahlreiche Laien griffen zu OPAnzug, Mundschutz und Endoskop und die Ärzte aus elf Kliniken der Universitätsmedizin übernahmen die Leitung. Ein einmaliges Rollenspiel. Operiert wurde natürlich nicht am lebenden Menschen, sondern an Simulationspuppen, den „PelviTrainern“, mit denen die Simulationen verschiedener chirurgischer Eingriffe im Bauchraum vorgenommen werden können. Geprobt wurde das Zusammenspiel aller Glieder eines OPTeams. Außerdem durfte im „Skills Lab“ gearbeitet werden,

wo lebensgroße, reaktionsfähige Puppen eine Notfallbehandlung bekamen und das Da Vinci-OPSystem wurde ausprobiert, ein Roboter mit Greifarmen, der die minimal-invasiven chirurgischen Eingriffe computergestützt assistieren kann. In der Universitätsmedizin in Mainz wird die MIC ganz groß geschrieben. Von weit her kommen die

Ärzte, um hier zu lernen, wie sie funktioniert. Der Privatdozent Dr. Werner Kneist von der Klinik für Allgemein- und Abdominalchirurgie (Spezialist für Operationen am Bauch und den dort gelegenen Organen) bezeichnete die Instrumente, die für die Minimal Invasive Chirurgie verwendet werden als „Wunder der Technik“ und die MIC als „die

Samstag, 4. Juni: „Ich spende – also bin ich!“ Projekt zum Tag der Organspende im Rahmen des Wissenschaftssommers von Wissenschaft im Dialog Samstag/Sonntag, 4./5. Juni: „Forschungswerkstatt Neurowissenschaften“ im Rahmen des Wissenschaftsmarktes

große Revolution in der Chirurgie“. „Die Vielfalt der beteiligten Kliniken zeigt das breite Spektrum, in welchem wir in Forschung und Lehre tätig sind, unser Wissen konsequent erweitern und für die Gesundheit unserer Patienten einsetzen“, sagte Prof. Dr. Reinhard Urban, wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin. Urban ist es wichtig, dass die hervorragenden Ergebnisse aus medizinischer Forschung und Lehre der Öffentlichkeit präsentiert werden, weil sich viele Menschen fragen, ob die hohen Summen an Steuergeldern, die für die Innovationen in der Medizin aufgewendet werden, sinnvoll eingesetzt werden. „Ein mit Technik vollgestopfter Dummie aus dem Skills Lab, an dem eine Notfallbehandlung simuliert werden kann, kostet mehr als eine Luxuskarosse“, kommentierte Prof. Dr. Guido Adler, der medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz. •Henning Berg• Foto: Peter Pulkowski


lokale zeitung stadtausgabe april 2011

â&#x20AC;˘ Gadgets â&#x20AC;˘

Toastbrot und heiĂ&#x;e Musik

Es geht doch nichts Ăźber ein schĂśnes FrĂźhstĂźck mit frischem Toast und dazu die neusten News im FrĂźhstĂźcksradio. Der Breville Radio Toaster von Firebox vereint diese beiden Dinge, die morgens fĂźr manch einen wichtig sein kĂśnnen. Neben allen Ăźblichen Toastfunktionen beďŹ ndet sich an der Seite ein aufgesetztes UKW-Radio mit einer ausziehbaren Antenne. Bis zu zehn Sender kĂśnnen empfangen werden. Auch ein MP3-Player lässt sich an den Radio Toaster anschlieĂ&#x;en.

Ein Muss fĂźr 05 Fans: App zum Lieblingsverein

Kabelloser Monitor mit Funkverbindung Wer seinen Laptop mit einem angeschlossenen Monitor nutzen will, der ärgert sich oft Ăźber herumhängende Kabel. Ein eleganter Ausweg ist der Monitor Samsung SyncMaster C27A750, der ganz ohne Monitorkabel auskommt und zugleich genĂźgend Bandbreite bietet, um zwei USB 2.0 Geräte zu betreiben. Statt auf Kabel setzt Samsung auf UWB, eine Hochgeschwindigkeits-Funkverbindung mit theoretischen Datenraten von 1320 Mbit/s. Ein entsprechender USB-Dongle funkt ab einem Radius von einem Meter die nĂśtigen Informationen direkt an den Monitor. Im StandfuĂ&#x; verbergen sich zusätzlich vier USBPorts mit eigener Stromversorgung.

Strom, Licht und News im Notfall Zum Glßck sind in unseren Regionen verheerende Erdbeben und andere Katastrophen eher selten. Fßr den Fall, dass man aber dennoch in eine Krise gerät, ist das Eton ARCPT300W Notfallradio ein praktischer Begleiter. Auch beim Campen oder bei einem heimischen Stromausfall ist das Gerät sehr nßtzlich, denn es dient zugleich als Taschenlampe, Radio und Ladegerät fßr USB-Gadgets. Der eingebaute NiMH-Akku wird mittels Handkurbel geladen.

Mit der oďŹ&#x192;zielle Fan-Applikation fĂźr iPad, iPhone oder iPod touch kann der Mainz 05 Fan immer und Ăźberall auf dem neuesten Stand sein. Die App bringt alle News zum Verein, zur Mannschaft und zur Liga. So erfährt man den Live-Spielstand des aktuellen Spiels, den Tabellenstand mit allen Punkten und Toren oder die Ergebnisse der vergangenen Spiele. Dabei wird jeweils auch angezeigt, ob die Mannschaft auf- oder abgestiegen ist. Es gibt Infos rund um die An- und Abreise von Spielen, Ăźber den Kartenverkauf sowie zum alten und neuen Stadion.

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â&#x20AC;˘ Astronomie â&#x20AC;˘ Lieber durchblicken als in die RĂśhre zu gucken

Fernsehen bis zu den Sternen W

er sich in Mainz in der Nähe des Landesmuseums und des Regierungsviertels aufhält, dem fällt beim genauen Hinsehen schnell ein besonderes Bauwerk auf. Auf dem Turm der AnneFrank Schule ragt eine Sternwarte ihr Haupt in den Himmel. Es ist die Sternwarte der Volkshochschule, die hier 45 Meter Ăźber dem Boden ihren erhabenen Platz hat. Vom Sternwartenturm aus, dessen Eingang direkt neben dem Glasturm des Naturhistorischen Museums liegt, bieten sich dem Besucher einzigartige Ausblicke auf den Sternenhimmel und auf die entferntesten Galaxien. â&#x20AC;&#x17E;Der Objekte sind da am Firmament unendlich viele und es wird hier nie langweilig, denn immer ist etwas Neues dabei, vom Kugelsternhaufen bis zum Sternennebelâ&#x20AC;&#x153;, kommentiert JĂśrg Schuster, der 1. Vorsitzende der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft (AAG Mainz e.V.). â&#x20AC;&#x17E;Unser Verein dient der FĂśrderung und Pflege der Astronomie in Mainz und Umgebung und besteht seit 1970. Leider wissen noch zu wenige Mainzer, dass es uns gibtâ&#x20AC;&#x153;, setzt sein Assistent JanDavid FĂśrster hinzu. Die AAG hat mit ihren Ăśffentlichen Vorträgen und Veranstaltungen und in enger Zusammenarbeit mit der Volkshochschule sehr Vieles im Programm, was das Interesse an der Astronomie, also an der Beobachtung der Sterne wecken kann. â&#x20AC;&#x17E;Wer abends einmal den Fernseher abschaltet, rausgeht und sich den herrlichen Ausblick gĂśnnt, der wird nicht nur

Ein GrundstĂźck auf dem Mond kaufen oder der Liebsten einen Stern schenken, der ihren Namen trägt. Wer hat sich so etwas noch nicht Ăźberlegt? Aber geht das auch wirklich? â&#x20AC;&#x201C; Licht ins Dunkel solcher und anderer Fragen, die sich um die endlosen Weiten des Universums ranken, bringt die Astronomische Arbeitsgemeinschaft in der Sternwarte der Volkshochschule. eines groĂ&#x;artigen Kunstwerkes gewahr, sondern er wird dort auch erkennen, was ihm bislang verborgen geblieben istâ&#x20AC;&#x153;, so Dr. Bernhard SchrĂśck, der Leiter der VHS-Volkssternwarte. Seine Faszination fĂźr die Sterne, Planeten und sonstigen HimmelskĂśrper teilt er in seinen Vorträgen im Obergeschoss des Sternwartenturms mit den interessierten Besuchern. Heute ist â&#x20AC;&#x17E;FullHouseâ&#x20AC;&#x153;, denn Pfarrer Lich ist mit einer Gruppe seiner Kirchengemeinde auf Besuch: â&#x20AC;&#x17E;Die Leute sind begeistert. Der Vortrag von Dr. SchrĂśck war sehr lehrreich. Super! GroĂ&#x;es Lob!â&#x20AC;&#x153; An einem kĂźnstlichen Sternenhimmel, dem so genannten â&#x20AC;&#x17E;Stellariumâ&#x20AC;&#x153; erklärt der Leiter der Volkssternwarte die Sternbilder: Wo sind noch mal groĂ&#x;er und kleiner Wagen? Wo versteckt sich der Mars? Warum kennen fast alle alten VĂślker der Erde das Sternbild des groĂ&#x;en und kleinen Bären? â&#x20AC;&#x201C; Dr. SchrĂśck

kennt die Antworten und man hĂśrt ihm gerne zu, wenn er mit einem langen Stab bewaffnet, das Stellarium umschreibt. â&#x20AC;&#x17E;Vor allem ist doch bemerkenswert, wie klein der Mensch ist, verglichen mit den AusmaĂ&#x;en des Universumsâ&#x20AC;&#x153;, so JĂśrg Schuster, der mit Feuer und Flamme bei der Sache ist, wenn es um die Astronomische Arbeitsgemeinschaft und die Volkssternwarte geht. Von April bis September gibt es in der VHS-Volkssternwarte an jedem 2. 3. und 4. Freitag im Monat ab 18.30 Uhr Beobachtungsabende. Die Sternwarte verfĂźgt Ăźber zwei Teleskope, mit denen Sonnenbeobachtungen mit Spezialfiltern durchgefĂźhrt werden. Mit dem Protuberanzenfernrohr sind die GasausbrĂźche am Sonnenrand zu sehen. â&#x20AC;˘Henning Bergâ&#x20AC;˘ Foto: Henning Berg

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lokale zeitung stadtausgabe april 2011

• Szene •

Antje-Katrin Domke zeigt im schonschön, wie schön Rauchen sein kann

Von der flüchtigen Erotik des Qualmens Es war einmal vor vielen, vielen Jahren… da galt das Rauchen noch als sexy, erwachsen und stark. Nun, die Zeiten haben sich geändert.

H

eute rauchen in Film-Blockbustern nur noch die Fiesen und wenn man weggeht, spaltet sich die Gruppe vor der Tür stehende Raucher und Nichtraucher die im Warmen sitzen. Doch auch für Raucher gibt es, wenigstens in Mainz, noch Oasen. Orte, an denen sie gerne gesehen werden und nicht wie anderswo wie arme Hunde draußen bleiben müssen. Ein solches Refugium ist die Raucherlounge im schonschön an der Großen Bleiche. Hier kann man sich ganz einfach in einen der uralten Sessel fläzen, das goldbraune Ambiente auf sich wirken lassen, den Wildschweinkopf an der Wand

anstarren und genüsslich eine rauchen. „Die Lounge wird gut angenommen“, weiß Norbert Schön, Geschäftsführer des schonschön. „Hier ist es etwas entspannter, ruhiger und man kann dem Trubel der Tanzfläche entfliehen.“ Noch schöner wird die Raucherlounge an den Abenden, an denen das Tanzcafé Kommando den Kulturclub übernimmt. An einem Abend im Monat wird das schonschön zur tanzbaren Kunstgalerie. „Die Idee hinter dem Tanzkommando war, an einem Abend zeitgenössische Kunst in diesen außergewöhnlichen Räumen zu zeigen. Menschen, die nicht kunstaffin sind, mit Kunst zu konfrontieren“, erklärt Sabine Idstein, Kunsthistorikerin und Kuratorin des Projekts. „Räumlichkeit, Freitagnachtatmosphäre und Tanzpublikum erlauben keine Ausstellung im klassischen Sinn mit Exponaten. Deshalb zeigen wir im

Krimi

Auch ein blindes Huhn …

großen Raum meist Performances und in der Raucherlounge Videokunst. Am Freitag, 15. April ist der nächste Tanzcafé-Kommando-Abend im schonschön. Dieses Mal stellen Antje-Katrin Domke und Oliver Kelm ihr Werk vor. Gerade der Film von Domke ist nahezu perfekt für die Location: Gezeigt wird die Schönheit aufsteigender Rauchkringel aus dem Mund einer Frau - zwei Minuten lang, in

Teil 23

Hubert Neumann (nach einer Idee von Christian Gerlach) Kurz vor der Theodor-HeussBrücke sah Lucia sich um und versuchte, sich auf die Wirklichkeit des Ortes zu stützen, an dem sie sich befand. Die Rheinpromenade, wo sie am Tage so gerne spazieren ging, war dunkel und verlassen. Es war kalt, aber der Regen hatte aufgehört. Wann, wusste sie nicht mehr. Vielleicht als sie den Fischtorplatz überquert hatte? Ein paar Schritte vor ihr war eine Parkbank; sie ging hin und setzte sich. Sie wollte sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen und zu rekonstruieren, was geschehen war. Sie war ohnmächtig geworden, genau in dem Moment, als Pfeiffer auf sie zu zugekommen war. Dominic Schreiner hatte sie aufgefangen, geschüttelt und wieder zu Bewusstsein gebracht. Dann hatte sie das Haus verlassen. An mehr konnte sie sich eigenartigerweise nicht mehr erinnern. Sie war erschöpft. Das bloße Denken tat ihr weh.

Sie schob die Hände in die Manteltasche, um sie zu wärmen, und ihre Rechte berührte den Kugelschreiber, den ihr Dominic gegeben hatte. - Aber warum? - Im selben Augenblick ließ sie etwas aufhorchen. Eine Frau kam heran. Sie hatte den Kragen hochgeschlagen und lief ein wenig gebeugt. Als sie näher kam, sah Lucia, dass sie die gleiche unförmige Jacke trug wie die geheimnisvolle Alte, die sie vor dem Fenster der Pfeiffers gesehen hatte. Die Frau war noch ein paar Schritte weit entfernt, als sie den Kopf hob und ihre Blicke sich trafen. Kein Zweifel! Es war diese Alte. Mittlerweile glaubte Lucia ja, dass es sich um die wahre Frau Pfeiffer handelte und dass man eine andere Frau an deren Stelle unter die Erde gebracht und die Pfeiffer wahrscheinlich ermordet hatte. »Guten Abend«, sagte die Alte. Lucia nickte und wandte den Kopf ab, um weiteren

Blickkontakt zu vermeiden, aber ihr Hand blieb in der Manteltasche und umfasste den Kugelschreiber. Die Frau war keine zehn Schritte weitergegangen, als sie plötzlich stehen blieb und sich umdrehte. Diese ruckartige Bewegung war Lucia nicht geheuer, und sie reagierte sofort. Sie stand auf. »Was wollen Sie!«, fragte sie deutlich, dabei stieß sie den Kugelschreiber in ihrer Manteltasche weit nach vorne, sodass es aussah, als hätte sie eine Pistole in der Hand, wie sie es soeben bei Pfeiffer zu sehen geglaubt hatte. Die Frau starrte sie an und senkte den Blick auf die ausgebeulte Manteltasche. Lucia hatte Angst und war nervös, aber ihre Hand war ruhig. »Ich wollte Ihnen nur etwas Gesellschaft leisten«, sagte die Frau. »Sonst nichts.« Lucia drehte den Kopf leicht zur Seite und schaute nach rechts in Richtung Hilton. Im Schatten eines Baumes, ein

Zeitlupe. „Ich finde ganz oft Dinge im Alltag, die ich schön finde“, erläutert die Mainzer Kunststudentin. „Ich saß mit Freunden zusammen und meine Freundin hat Rauchkringel gemacht.“ Von der Idee bis zum tatsächlichen Endprodukt sind allerdings viele Zigaretten geraucht worden. „Zuerst haben wir es mit normalem Rauch probiert, sind dann aber auf Shisha umgestiegen. Das erste Modell war

Stück vor dem Brunnen, stand eine zweite Person. - Oder hatte sie sich getäuscht? »Lassen Sie mich in Ruhe!«, sagte Lucia. Die Frau schwieg und blieb stehen. »Verstehen Sie mich?« Die Frau schwieg immer noch. »Verstehen Sie mich?«, wiederholte Lucia jetzt nachdrücklich. Die Frau nickte kaum merklich. »Dann gehen Sie bitte.« Lucia sah die Frau eine Weile schweigend an. Dann wich sie langsam zurück, den Kugelschreiber immer noch auf die Frau gerichtet. Sie ging etwa zwanzig kleine Schritt rückwärts bis kurz vor den Brückenkopf. Als sich die Person im Schatten des Baumes bewegte, drehte sich Lucia um und rannte los, so schnell sie nur konnte. Ihre Schritte hallten unter den Brückenpfeilern. Als sie sich an der Rheinwasser-Untersuchungsstation umschaute, sah sie, dass die

ein Mann, da hat man aber zu viel Bartstoppel gesehen“, erinnert sich Domke. Jetzt sieht man die fast schwarze Silhouette einer Frau, die genau eine einzige Inhalation in Kringeln ausatmet. „Der Rauch ist zwar ein Zufallsprodukt, aber es entstehen wunderbare skulpturale Formen.“ Idstein ist ganz glücklich, den Film der 22-Jährigen beim diesjährigen Rundgang der Kunstakademie entdeckt zu haben. „Er passt perfekt in die Lounge. Und es ist nicht der erste Raucherfilm, den wir dort zeigen. Ich finde einfach, dass das Thema Rauchen zeitgenössisch ist und im Video präsentiert, hier genau richtig platziert ist. Meist nehmen sich die Videos Zeit und dauern trotzdem nur eine Zigarettenlänge. Man kann hier innehalten und reflektieren.“ Im Sommer ist eine Raucherperformance geplant. •Daniela Tratschitt• Foto : Daniela Tratschitt

Frau ihr nachkam, eine Silhouette, die kaum schneller als sie selbst lief. Wo aber war die andere Person? Oder hatte sie sich doch geirrt? Links von sich sah sie den angestrahlten Landtag und davor gleichmäßig fließender Straßenverkehr. Sie konnte jetzt unmöglich die Straße überqueren. Sie wäre auch nicht weit gekommen, denn die hoch aufgetürmt Straßenrandbebauung zwischen Rhein und Landtag hätte sie daran gehindert. Wieder schaute sie sich um. Sie war leicht geblendet und konnte nichts mehr sehen. Sie musste annehmen, dass sie immer noch verfolgte wurde. Mit klopfendem Herzen rannte sie durch Schlosstor an der Rheinpromenade. Vor ihr das hell erstrahlte Kurfürstliche Schloss. Die Fußgängerampel war rot. Trotzdem lief sie jetzt ohne stehen zu bleiben auf die Straße hinaus. Hupen gellten. Sie wich einem Wagen aus, dann noch einem. Reifen quietschten, und es tat einen dröhnenden Knall.

Machen Sie mit! Gestalten Sie die weitere Handlung des Krimis! Wie soll die Fortsetzung Ihrer Meinung nach aussehen? Schreiben Sie Ihre Ideen an den Autor per E-Mail an:

mail@hubertneumann.de


lokale zeitung stadtausgabe april 2011

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• Das Allerletzte •

Kolumne

„Ich bin dann mal still“ W

as wäre, wenn Sie und alle anderen Leser die Lektüre dieser Kolumne nach dem ersten Satz beenden würden? Dann hätte ich natürlich ein Problem. Denn dann hätte ich die Kolumne umsonst geschrieben. Das zeigt wie wichtig Aufmerksamkeit ist. Die Aufmerksamkeit des anderen zu gewinnen, gehört wohl wie Essen und Trinken zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wir halten es einfach nicht aus, keine Rolle im Seelenleben der anderen zu spielen. Ja, wir nehmen sogar bleibenden Schaden, wenn wir kein Mindestmaß an Zuwendung beziehen. Aufmerksamkeit ist heute allerdings – angesichts der Informationsfülle und Reizüberflutung – eine äußerst knappe Ressource, um die ein regelrechter Kampf entstanden ist. Alles will und muss auffallen: das

Produkt, der Politiker, die Nachricht, der Film, die Show, die Stadt … ja, auch wir selbst. Früher konnte man das noch durch ein außergewöhnliches Outfit erwirken, heute aber, wo alles Ausgefallene sofort zur Mode wird, funktioniert das nicht mehr. An dessen Stelle ist das Dampfgeplauder also das inhaltslose, oftmals widersinnige Geschwätz getreten, das mit vokalreichen, meist englischen Begriffen wie „Performance“, „Rebranding“, „Meeting“ - um nur die gängigsten zu erwähnen - angereichert wird. Das ist zwar alles nicht neu, denn unsere Sprache ist gespickt mit substanzlosen Lehnwörtern und inhaltsleeren Wortneuschöpfungen, die das Mittelmaß und die mangelnde Kompetenz des Redners kaschieren sollen. Doch neu muss es sich anhören, und wichtig, so als

ob man die Welt gerade selbst erschaffen hätte. Worte sind heute des Kaisers neue Kleider. Sätze wie „Sorry, ich hab gleich ein Date“ werden mit einer solchen Vehemenz und papageienhaften Penetranz vorgetragen, dass wir gar nicht umhinkommen, den Redner für eine unabkömmliche und beliebte Persönlichkeit zu halten. Wir lassen solches Geplapper unhinterfragt über uns ergehen, sind beeindruckt und werden dabei selbst angesteckt. So hörte ich mich neulich wie ferngesteuert plappern: „Das finde ich irgendwie klasse, aber auch ziemlich strange.“ Hauptsache irgendetwas gebabbelt, möchte man da sagen. Denn der Satz bedeutet eigentlich nichts und ist nichts als heiße Luft. Es war lediglich der Versuch, eine als unangenehm empfundene Redepause abzuwenden und mich in den

Hubert Neumann Vordergrund zu drängen. Kurzum: Wir hören nicht mehr zu. Wir denken nicht mehr nach. Und trachten nur noch danach uns selbst zu „verkaufen“. Vielleicht auch, weil wir es müssen. Man

könnte ja die Fastenzeit zum Anlass nehmen, um sich hin und wieder mal in Schweigen zu üben. Das andere ergibt sich daraus sicherlich. – „Ich bin dann mal still!“

Hubert Neumann ist Historiker, Dozent für wissenschaftliches Schreiben und Autor. Für sein literarisches Schaffen hat er mittlerweile mehrere Preise erhalten, u. a. den Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland Pfalz. Sein grotesk-trashiger Kriminalroman „Lusthängen“ wurde von den Lesern der Wochenzeitung DIE ZEIT auf Platz 9 der Leser-Bestenliste des Jahres 2008 gewählt.

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