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Das Insider-Magazin

Fitness und Gesundheit

1/2011

Gesundheit Medica-Rückblick Social Media Top oder Flop?

ab 2013 in Köln

Interview mit FIBO-Direktor Olaf Tomscheit und Sandra Orth, Geschäftsführerin der Koelnmesse Ausstellungen GmbH


Paukenschlag ür die Fitnessbranche ist es die Nachricht des jungen Jahres 2011: Nach 19 Jahren in Essen verkündete die FIBO am 11. Januar 2011 ihren Umzug nach Köln. Der Umzug wird erst 2013 vollzogen, aber die Entscheidung steht. F&G hat exklusiv mit FIBO-Direktor Olaf Tomscheit und Sandra Orth, Geschäftsführerin der Koelnmesse Ausstellungen GmbH, ein Interview geführt, das Sie auf Seite 38 lesen können.

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In diesem Interview wird sehr deutlich, dass sich Veranstalter Reed Exibitions nur schweren Herzens aus Essen verabschiedet – und sich sehr auf die beiden Veranstaltungen freut, die in diesem und im nächsten Jahr noch in Essen stattfinden werden. In Köln als Stadt und mit der Kölnmesse als Partner sieht man bei Reed aber die besseren Möglichkeiten, die FIBO weiter voranzubringen.

Fitness & Gesundheit Wie eng Fitness und Gesundheit mittlerweile beeinander liegen hat uns die Presseabteilung der HypoVereinsbank erklärt. Ja genau, eine Bank. Die Bank stuft die Fitnessbranche als Teil des Gesundheitsmarktes ein. Sie prognostiziert allen Studios und Firmen, die sich auf diese Entwicklung einstellen und solide arbeiten, eine gute Zukunft. Lesen Sie selbst auf Seite 14.

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Editorial

Inhaber und Herz und Gehirn der Fitnessbranche

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ie halten das Magazin „Fitness & Gesundheit“ in den Händen, kurz F&G. Es ist das neue Verbandsorgan des DFAV e.V. Hier, im ersten Editorial des F&G Magazins wollen wir Ihnen jedoch zunächst unsere Motivation und insbesondere die Zielgruppe des Magazins nahe bringen, für die wir dieses Magazin machen. Deshalb geht dieses Editorial ausnahmsweise über zwei Seiten. Motor und Antrieb der deutschen Fitnessindustrie sind immer noch die inhabergeführten Studios. Diese haben einen Marktanteil von über 75 – 80 % an den knapp 6.500 Studios in Deutschland und betreuen ca. 61 % aller Mitglieder. Natürlich gehören zu den inhabergeführten Studios auch die Franchiseunternehmer, denn auch sie haben es durch Eigenmotivation in der Hand, ihr Studio erfolgreich zu führen Neue Trends werden zunächst immer durch inhabergeführte Studios aufgenommen, ausprobiert und bewertet. Erst wenn ein Großteil der inhabergeführten Studios einen Trend aufgenommen hat, folgen die Studioketten. Natürlich sind die wirtschaftlichen Ausgaben bei jeder Veränderung, Neuanschaffung oder Neueinführung für eine Studiokette von weitaus größerer finanzieller Bedeutung als bei einem inhabergeführten Studio. Der komplette Wechsel, z. B. der Kraft- und Kardiolinie in einer Studiokette, stellt aus diesen wirtschaftlichen Gründen die absolute Ausnahme dar. Der erste Grund also, weshalb wir uns auf die inhabergeführten Studios konzentrieren ist, dass hier Veränderungen möglich sind – und: Die Bereitschaft neue Geräte, Trends, Dienstleistungen oder Systeme zu testen und letztlich auch zu kaufen, ist vorhanden. Über die Trainer des DFAV e.V. haben wir recherchiert, wo die Inhaber oder Betreiber selbst noch auf der Trainingsfläche zu sehen sind. Natürlich war das ebenfalls bei den inhabergeführten Studios der Fall, oft aus Gründen der Sparsamkeit, zumeist aber, weil man nur so die Zufriedenheit oder auch den Ärger der Mitglieder hautnah erfahren kann. So ist der Betreiber eines inhabergeführten Studios oft nicht nur der Chef-Betriebswirt, Marketing- und Werbeleiter, Chef-Troubleshooter, Finanz- und Steuerexperte, sondern auch Cheftrainer und Chefeinkäufer. Und diese Chefeinkäufer sind erreichbar, nicht erst nach Überwindung diverser Vorzimmerdamen. Das ist der zweite Grund für unsere Entscheidung, uns auf die inhabergeführten Clubs zu konzentrieren. Ebenfalls von den Trainern des DFAV e.V. und aus eigener Erfahrung wissen wir, dass erst sukzessive nach der Eröffnung des 2. oder 3. Clubs der Inhaber die Trainingsfläche verlässt. Da

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Editorial

Trainer ein solcher Inhaber jedoch aus eigener Erfahrung, die Bedeutung des Cheftrainers und seiner Mitarbeiter vor Ort kennt, hält er ständigen Kontakt mit diesen qualifizierten Trainern und hört auf deren Ratschlag. Für uns sind daher neben den Betreibern der inhabergeführten Studios ebenso die Cheftrainer und Koordinatoren dieser Clubs von großer Bedeutung. Die Einen träumen von mehreren erfolgreichen Studios, die Anderen vom ersten eigenen Studio. Beide arbeiten im Moment Hand in Hand und treffen zumeist gemeinsame Kaufentscheidungen. Doch auch die Kaufentscheider in den Vorständen bzw. der Geschäftsführung der Studioketten, müssen sich zumeist auf den Rat ihrer Studiobetreiber und Koordinatoren verlassen. Für uns bedeutet das, dass wir unser Magazin sowohl an die Betreiber als auch an die führenden Trainer deutscher Anlagen versenden und daher im Bereich der deutschen „B2B Fitness“-Magazine die höchste Auflage drucken lassen müssen. Die Auflage wird auch durch Leser und Adressaten in den Bereichen Hochschule, Feuerwehr, Militär, Rehabilitation und Physiotherapie erweitert.

Volker Ebener 1. Vorsitzender DFAV e.V

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Inhalt

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Szene 08 Produkt-News & Meldungen 10 Abschied von Josef Schnell 12 Einer für alle? Die Verbände der Fitnessbranche 14 Sehr gute Prognose – milon und die Hypovereinsbank 16 Erfolgreiches Modell – die Meridian FitnessAnleihe 18 Finanzamt mit neuer Prüfsoftware 22 Fitness in Ketten? Ein Kommentar von Volker Ebener 23 Meldungen

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Aerobic & Dance 24 Meldungen & DFAV-Seminarticker 26 Weltmeister – Interview mit Paul Engel

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28 Der feine Unterscheid – Angebot Group-Fitness

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Fitness 30 Meldungen & DFAV-Seminarticker 32 mehrdimensional gesund – Workshop Freihanteln

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Fibo informiert 36 Messesplitter 38 „Die FIBO weiter voranbringen“ Interview mit Sandra Orth und Olaf Tomscheit 42 FIBO 2011

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Gesundheit 44 Gesund durch die Krise – MEDICA-Rückblick 50 Prävention A-Lizenz Die neue Ausbildung des DFAV

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Marketing & Sales

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52 Top oder Flop? Social-Media-Präsenz in sozialen Netzwerken 56 Nachfragesog – das Marketingkonzept von Power Plate 58 Vom Verkaufen und vom Geschichten erzählen 60 Haftung gesichert Haftungrisiken für Trainer und Studio

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Conventions 62 Convention meets Party Die 2. Late-Night-Convention 66 Trends von morgen DFAV-Convention auf der FIBO

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Standards 66 zu guter Letzt, Inserentenverzeichnis, Impressum

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Szene

Solarien-Verordnung Die Vorschriften für Sonnenstudios und andere Anbieter, die gewerblich Solarien betreiben, werden weiter verschärft. Sobald die entsprechende Verordnung des Bundesumweltministeriums in Kraft tritt, darf nur noch speziell geschultes Fachpersonal künstliches UV-Licht verkaufen. Für diese Vorschrift ist eine Übergangsfrist von 15 Monaten geplant. Das Personal muss mindestens zwölf Stunden geschult werden, Kunden müssen vor Besuch der Sonnenbank einen Hauttyptest ausfertigen, Bestrahlungsgeräte müssen mit „deutlich sicht- und lesbaren“ Warnhinweisen über die Risiken von UV-Strahlung versehen werden, das Bedienungspersonal einen „Dosierungsplan“ erstellen. Nichtbefolgen kann mit erheblichen Bußgeldern geahndet werden. Eine bedingte Ausnahme soll für Betreiber gelten, die nicht mehr als zwei Geräte haben. Diese zielt vor allem Quelle: n-tv.de, faz.net auf Hotels, Fitnessstudios, Wellness- und Schwimmbäder.

Oberkörperergometer von Ergo-Fit Mit dem neuen CIRCLE 4000 bringt Ergo-Fit ein innovatives Gerät für ein gezieltes Ausdauertraining mit dem Oberkörper auf den Markt. Der CIRCLE 4000 überzeugt durch intelligente Lösungen: Der Sitz mit einem Handgriff nach vorne klappen und macht Platz für ein stehendes Training oder ein Training im Rollstuhl. Gleichzeitig lässt sich durch die Höhenverstellung sowie die diagonal und parallel verstellbare Griffposition eine genaue Anpassung an die unterschiedlichen Trainingsbedürfnisse erreichen. Das Gerät ist mit nur vier Tasten intuitiv und einfach zu bedienen. Erhältlich ist der Oberkörperergometer in verschiedenen Ausstattungsvarianten, unter anderem auch als zertifiziertes Medizinprodukt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ergo-fit.de

Workout-Erfahrung mit Cybex

Sanfte Wellen

gegen Fett

Die Ultraschalltechnologie des VitaCubes ermöglicht eine gezielte Körperkonturierung, ohne Nebenwirkungen. Der VitaCube® wird von der ContourVital in Kooperation mit einem Schweizer Medizinprodukte-Unternehmen hergestellt und ist durch die deutschen und europäischen Behörden als Medizinprodukt (MDD Klasse IIb) geprüft und zugelassen. Der Würfel soll helfen die Problemzonen Ihrer Kunden anzugehen und soll Ihre Erträge bei kurzen Behandlungszeiten ansteigen lassen. Er ist leicht zu bedienen und als mobiles Gerät praktisch überall einsetzbar. Der VitaCube® wird Ihnen in Form eines neuen, risikofreien Überlassungskonzeptes zur Verfügung gestellt. Der Betreiber zahlt nur für benutzte Einheiten. Alle weiteren Infos finden Sie unter www.formedo.de/vitacube

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Mit dem neuen Laufband 770T erfüllt Cybex alle Wünsche, die an ein modernes, professionelles Laufband gestellt werden: Walking, Jogging, Running oder einfach eine Top Workout-Erfahrung. Das neue Bediencenter öffnet für jedes Programm sowie für Entertainment-Funktionen mit dem iPod und iPhone ein einfaches Kontrollfenster im Touchscreen zum Scrollen und Antippen. Der 5 PS Wechselstrommotor ist wartungsfrei. Die Lauf-Geschwindigkeit geht bis 20 km/h und die Dämpfungseigenschaften mit dem ISP „Intelligent Suspension System“ sowie die neuen Haltestangen bieten Laufruhe und größte Sicherheit. Für mehr Infos rufen Sie uns an +49 (0)714299386-0 oder besuchen Sie unter www.lmt.eu.

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Weltrekord auf Precor Laufband Mit 725 km in 63 Stunden stellte das Team des Sportleistungszentrum Kropp in Schleswig-Holstein auf einem Precor 946i Laufband einen Weltrekord auf. Mit diesem Weltrekord bewies nicht nur das Team, sondern auch das Precor Laufband seine Strapazierfähigkeit. Die 725-Jahr-Feier des Ortes Kropp lieferte die Idee für diesen sportlichen Rekordversuch. Ursprünglich sollte die Strecke in 72,5 Stunden nonstop überwunden werden. Zwei Teams aus jeweils 5 Läufern wechselten sich alle 10 Stunden ab und übertrafen ihre eigenen Erwartungen für die 725 km Distanz: Die Sportler schafften die Gesamtstrecke in nur 63 Stunden und 21 Minuten - sicherlich auch motiviert von den zahlreichen Zuschauern und Spenden, die alle dazu beitrugen, dass dem Förderkreis Kiel nun insgesamt 10.000 Euro zu Gute kommen. www.precor.de

Kurz gemeldet Adidas macht das Internet zum Leitmedium Der Sportartikelriese aus Herzogenaurach schichtet sein Werbebudget um und will in Zukunft einen größeren Anteil seines Etats in Onlinewerbung verwenden. Printanzeigen und TV-Spots werden nach wie vor gebucht. Das sagte Adidas-Vorstand Erich Stamminger dem „Handelsblatt“. Für Facebook, Youtube und Co ist das eine gute Nachricht. Den Angaben zufolge steckt der Konzern jedes Jahr überdurchschnittliche 13 % seines Umsatzes in Kommunikation. Allein 2010 kamen mehr als 1,5 Milliarden Euro zusammen. Quelle: Horizont.net

Easyfitness.de plant fünf Neueröffnungen im Januar und Februar 2011 Rund 40 Studios gibt es derzeit. Für Anfang 2011 kündigt das System zudem auf seiner Website fünf weitere Eröffnungen an: So sollen noch im Januar in Biedenkopf und Vechelde Clubs an den Start gehen, im Februar folgen Leer, Schwalbach am Taunus und Helmstedt. Quelle: franchiseportal.de

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Abschied von Josef Schnell Ein Nachruf von Claus Umbach, Präsident des Deutschen Gewichtheberverbandes Eine der großen Persönlichkeiten des Schrobenhausener Landes, der erfolgreiche Unternehmer, Trainer und Gewichtheber Josef Schnell verstarb am 26.09.2010. Josef Schnell war mit großem Ehrgeiz ausgestattet und legte bereits Anfang der 50er Jahre mit neuen, modernen Trainingsmethoden den Grundstein für die überaus erfolgreiche Schrobenhausener Kraftsportgeschichte. Als mehrfacher Bayerischer und Deutscher Meister drang er in die Nationalmannschaft vor und nahm an Europa- und Weltmeisterschaften teil. Er konnte viele Menschen in Schrobenhausen für das Gewichtheben begeistern und errang sogar mit seinem AC Schrobenhausen 1959 die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Im selben Jahr stellte er seine persönliche Bestleistung mit 420 kg im olympischen Dreikampf auf. Auch als Gewichthebertrainer machte sich Josef Schnell einen großen Namen. Als Autodidakt hatte er durch ein intensives Selbststudium alle wichtigen Kenntnisse erworben. Rudolf Mang war einer der Nutznießer. Ihn führte Josef Schnell in die Weltspitze und zu den Olympischen Spielen 1972 in München. Hier konnte Mang im legendären Duell mit Alexejew die Silbermedaille gewinnen. Parallel zu seiner Laufbahn im Sport arbeitete er an seiner unternehmerischen Karriere. Schon 1957 begann Josef Schnell mit der professionellen Herstellung von Trainingsgeräten. Als innovativer Mensch und „Tüftler“ entwickelte er immer neue Geräte und erwarb eine Vielzahl von Patenten. Durch seine zukunftsweisenden Entwicklungen und Patente revolutionierte er den Fitnessgerätemarkt. So liefert das renommierte Unternehmen, das heute von seiner Frau Hermine und seinen Söhnen Klaus und Achim weitergeführt wird, Sportgeräte in die ganze Welt. Josef Schnell war ein Mann, der immer neue Herausforderungen suchte und auch schwere Schicksalsschläge einstecken musste, so wie sein schwerer Motorradunfall im Jahre 1992, nach dem sich sein Leben grundlegend veränderte. Josef Schnell war ein innovativer Mensch, ein großer Sportler und ein findiger Unternehmer. Er hat Spuren hinterlassen.

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Foto: Peter Kirchhoff, pixelio.de

Einer für alle?

Die Verbände der Fitnessbranche DIFG, DFAV und DSSV – drei große Verbände für den Bereich Fitness – der DFAV-Vorsitzende Volker Ebener erklärt, warum diese Konstellation so wertvoll ist. erglichen mit den traditionellen Arbeitgeberverbänden oder Gewerkschaften, z.B. aus der Metallindustrie oder dem Öffentlichen Dienst, sind die Interessenverbände der Fitnessbranche insgesamt noch recht jung. Ihr „Alter“ entspricht aber dem „jugendlichen“ Alter der Fitnessbranche.

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Die Verbände, ... Vor knapp 25 Jahren wurde in Hamburg der Verband der Deutschen Sportstudios (DSSV e. V.) gegründet, der sich dann später zum Arbeitgeberverband der Fitnessbranche entwickelt hat. Nicht viel jünger ist mit seinen 23 Jahren der Deutsche Fitness- und Aerobicverband (DFAV e. V.), der die Interessen der Arbeitnehmer und Freiberufler in der Fitnessbranche vertritt. Sozusagen das Nesthäkchen stellt der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG e. V.) dar, der die Unternehmen vertritt, die Produkte und Dienstleistungen an die Studioinhaber verkaufen.

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… ihre Notwendigkeit, ... Dass zumindest diese drei Verbände notwendig sind, lässt sich nicht nur an den Tarifgesprächen erkennen, die alle zwei Jahre stattfinden zwischen dem DSSV e.V., DFAV e.V. und dem Deutschen Fitnesslehrerverband (DFLV e.V.), der die Fitnesstrainer des Deutschen Olympischen Sportbundes vertritt. Klar wird die Notwendigkeit verschiedener Verbände vor allem, wenn man sich die „Nahrungskette“ der Fitnessbranche näher betrachtet. Die Industrie, vertreten durch den DIFG e.V., möchte zum bestmöglichen Preis ihre Produkte und Dienstleistungen an die Studiobetreiber verkaufen. Der Trainer, Instructor oder aber auch der angestellte Mitarbeiter des Fitness-Studios, vertreten durch den DFAV e.V., möchte seine Arbeitsleistung ebenfalls zum bestmöglichen Preis an die Studiobetreiber verkaufen. Die Studiobetreiber, vertreten durch den DSSV e. V., möchten weder für Waren noch für Dientleistungen mehr bezahlen, als nötig.

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Die Interessen dieser drei Player sind also sehr unterschiedlich und lassen sich – wie lange geglaubt – nicht durch zwei oder gar nur einen Verband wahrnehmen.

… warum Vorsicht geboten ist ... Welches Risiko eine anders gestaltete Aufstellung der Branche birgt, erleben wir gerade in den USA. Der größte amerikanische Studioverband, IHRSA (International Health & Raquet Association), kommentierte vor etwa acht Jahren die Gründung des Deutschen Industrieverbands für Fitness & Gesundheit (DIFG e. V.) damals sinngemäß: Man habe in den USA ein so gutes Verhältnis zur Fitness-Industrie, dass man sich die Gründung eines solchen Verbandes dort sparen könne. Im Jahr 2010 gründete aber Chuck Levy, ehemals leitender und sehr einflussreicher Mitarbeiter der IHRSA, den amerikanischen Industrieverband AFIRM. Seitdem zieht dieser sehr viel von dem Geld ab, das die Industrie für viele interessante Studien und Aktivitäten der IHRSA bis dato zur Verfügung gestellt hatte. Wie die IHRSA jetzt mit dieser Situation fertig wird, bleibt abzuwarten.

… und welche Vorteile der Status Quo in Deutschland hat. Zwischen den drei deutschen Verbänden (DFAV, DSSV u. DIFG) gibt es aber nicht nur ein Gegeneinander. Im Gegenteil: Das Verhältnis zwischen den Verbandsführern Olaf Tomscheit (DIFG), Volker Ebener (DFAV) und Birgit Schwarze (DSSV) ist ausgezeichnet. Themen, wie z. B. die Chancen und Risiken, die der 2. Gesundheitsmarkt bringt, sind für alle drei Verbände von immenser Bedeutung und man stimmt sich ab, um möglichst effektiv zu sein. Immer wieder passiert es, dass der eine oder andere Verband eine Kampagne angestoßen hat und dann einen oder die beiden anderen Verbände um Unterstützung bittet. Neben dieser Verbandsarbeit bemühen sich die einzelnen Verbände für Ihre Mitglieder möglichst viele Benefits zu kreieren, damit ein wirtschaftlicher Gegenwert für den Mitgliedsbeitrag geschaffen wird. Darüber hinaus hat z.B. der DFAV sich satzungsgemäß als gemeinnütziger Verband auch noch um die qualifizierte Fitness- und Groupfitness-Ausbildung seiner Mitglieder zu kümmern und im Auftrag des Weltverbands FISAF die Nationalen Group Fitnessmeisterschaften zu veranstalten. Mit den beiden Ausbildungsdirektoren Prof. Theo Stemper und Ray Zipter sowie der Wettkampfdirektorin Christiane Ziemer ist man hier auf dem besten Wege.

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Natürlich freuen sich alle drei Verbände, wenn im Interesse der gesamten Branche neue interessante Ideen und Wege von Menschen aufgezeigt werden, die dann auch aktiv an dieser gemeinnützigen Arbeit im unbezahlten Ehrenamt mitarbeiten. G Volker Ebener

Nachgefragt bei Hans Muench Zur Situation nach der Neugründung des Industrieverbandes AFIRM in den USA haben wir Hans Muench befragt, den Director of Europe der IHRSA, der in München lebt. F&G: Wie steht die IHRSA zur Gründung des Verbandes der Fitnessindustrie AFIRM in den USA? Hans Muench: Die Selbstverpflichtung der IHRSA ist, der Branche mehr Wachstum zu verleihen sowie einen Beitrag zum Erfolg aller ihrer Clubund Firmenmitglieder zu leisten – weltweit. Organisationen, Verbände und Unternehmen, die diese Ziele teilen, sind bei der IHRSA willkommen. F&G: Welche Veränderungen ergeben sich für die IHRSA daraus auf den Märkten in Nordamerika, Europa und auch speziell Deutschland? Hans Muench: Persönlich sehe ich keine Auswirkungen in Europa oder spezifisch in Deutschland durch AFIRM. Die Märkte sind weitgehend selbstregulierend. Der DIFG erfüllt in Deutschland eine ähnliche Funktion. Veränderungen der Märkte verfolgen wir und berichten ständig darüber. Es gibt Macro- und Microtrends, innerhalb und außerhalb der Branche, welche die IHRSA, Clubs und Lieferanten bewegen. Gerade in den USA ist „Health Care Reform“ und die Rolle von Bewegungsanbietern in der Präventionslösung (Stichwort Exercise as Medicine) ein wichtiges Thema. Aber auch sog. Secondary Spend (Zusatzeinnahmen), Budget Clubs (ein inzwischen weltweites Phänomen, siehe Planet Fitness $9.95/Monat), aber auch Anti-Aging, Wellness, und tiefergründige Lösungen. Besonders wichtig ist auch der IHRSA das Programm „Exercise as Medicine“. Bei der 30. Convention & Messe der IHRSA in San Francisco vom 16. bis 19. März wird der US Surgeon General persönlich anwesend sein. Das ist ein Zeichen für die Wichtigkeit unserer Branche als Lösungsanbieter für Bewegungsmangel und Ernährungsprobleme in der Gesellschaft. F&G: Halten Sie die Konstellation mit drei Verbänden (DSSV, DFAV und DIFG) in Deutschland für dauerhaft stabil? Oder birgt diese Konstellation in aus Ihrer Sicht Risiken? Hans Muench: Es wird immer spezielle Interessengruppen geben. Neben den drei von Ihnen erwähnten Verbänden sind dies z.B. auch die Medical Fitness Association, die Spa Association und der DIFG. In den USA sind das dann ACE, IDEA u.v.m. Wichtig ist was sie leisten, wie ihre Mission und Vision ist, und welchen Impakt (PR, Lobbyismus, etc.) sie haben. Darüber hinaus gibt es kommerzielle Anbieter (Greinwalder, Inline, Ausbildungsorganisationen) die gewisse Funktionen eines Verbandes übernehmen. Es gibt theoretisch Platz für alle, aber in den letzten Jahren war deutlich die Tendenz zu sehen, dass Interessengruppen Wege zur Zusammenarbeit suchten, statt Konfrontation.

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Sehr gute Prognose HypoVereinsbank wirbt mit Partner milon Die milon Industries GmbH hat mit der HypoVereinsbank einen neuen Finanzierungspartner – für weitere Expansion. Anlässlich dieser Kooperation schaltete die HypoVereinsbank am 23. November ein 3/4-seitiges Advertorial im Handelsblatt. Diese Marketing-Aktion der Bank adelt natürlich zunächst die Firma milon, damit aber auch die gesamte Fitnessbranche, als Teil des Gesundheitsmarktes mit sehr guter Prognose und Wachstum trotz Krise. Wir haben bei der HypoVereinsbank nach den Beweggründen zu dieser Aktion gefragt. achgefragt bei der Presseabteilung der HypoVereinsbank für den Bereich Firmenfinanzierung.

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F&G: Was hat die HypoVereinsbank bewogen, die Zusammenarbeit mit milon Industries in einem so großen Advertorial zu kommunizieren? Sprecher der HVB: Die HypoVereinsbank will durch die Darstellung einer erfolgreichen und dauerhaften Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden in erster Linie Nichtkunden von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen. Und das glaubwürdig, an einem real existierenden Beispiel aufgezeigt. Diese Form der „Werbung“ ist dabei erheblich wirksamer als die Schaltung traditioneller Werbeanzeigen, die jedoch ergänzend zum gleichem Thema zeitnah geschaltet werden. F&G: Wie schätzt man auf Seiten der HypoVereinsbank die Zukunftsfähigkeit der Fitnessbranche allgemein ein, auch vor dem Hintergrund der Finanzkrise, und im speziellen der Firma milon Industries GmbH? Sprecher der HVB: Die Fitnessbranche wird – als Teil des gesamten Gesundheitsmarktes – in den kommenden Jahren von weiterem Wachstum profitieren.

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Aufgrund der demografischen Entwicklung werden die Menschen auch künftig immer gesundheitsorientierter. Davon werden diejenigen Unternehmen profitieren, die sich auf diese Entwicklung einstellen und gleichzeitig eine professionelle Geschäftspolitik betreiben. F&G: Beeinflusst der Rückzug des Mitgesellschafters und Vertriebsleiters, Mario Görlach, aus dem operativen Geschäft diese Einschätzung? Sprecher der HVB: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns über die Geschäftspolitik unserer Kunden öffentlich nicht äußern. F&G: Wäre eine vergleichbare Zusammenarbeit auch mit anderen, ähnlich erfolgreichen Playern der Fitnessbranche denkbar? Sprecher der HVB: Die HypoVereinsbank pflegt traditionell einen engen Kontakt zu ihren Kunden. In ihrem vierteljährlich erscheinenden Kundenmagazin „Mittelstandsnachrichten“ und in regelmäßigen Advertorials in bundesweiten Medien wie dem Handelsblatt oder der WirtschaftsWoche berichtet die Bank immer wieder über erfolgreiche Kundenbeziehungen. Das kann künftig durchaus auch mal wieder ein Unternehmen aus der Fitnessbranche betreffen. G

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Modell

Erfolgreiches

Der Zeichnungsstand der FitnessAnleihe von Meridian lag Ende 2010 bereits über 2,5 Millionen Euro m 1. Oktober 2010 startete die Hamburger Meridian Gruppe ein in der Fitnessbranche bislang einzigartiges Finanzierungsprojekt. Über ihre Tochtergesellschaft Meridian Mezzanine GmbH platzierte sie eine FitnessAnleihe (WKN: A1EWCJ, ISIN: DE000A1EWCJ9).

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Bankenunabhängige Expansion Die FitnessAnleihe wird als Inhaberschuldverschreibung mit einem Gesamtvolumen bis zu zehn Millionen Euro herausgegeben. Sie ist eingeteilt in untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Das Wertpapier ist mit einem steigenden Zinscoupon von beginnenden 5,75 Prozent bis zu 7,00 Prozent ab 2015 ausgestattet. Die Mindestzeichnung beträgt 1.000 Euro. Eine Begrenzung für den maximalen Erwerb existiert nicht. Die Laufzeit der FitnessAnleihe ist unbe-

Für das öffentliche Angebot der Unternehmensanleihe hat die Gesellschaft einen Wertpapierprospekt veröffentlicht, der auf der Website www.meridianfitnessanleihe.de zum Download bereit steht.

stimmt. Sie kann mit sechsmonatiger Frist gekündigt werden, erstmals zum 31. Dezember 2015. Zusätzlich garantiert die Meridian Holding GmbH als Muttergesellschaft der Meridian-Gruppe die pünktliche und vollständige Zahlung der Zinsen an die Anleger. Schon zwei Wochen nach dem exklusiven Zeichnungsstart für MeridianSpa Mitglieder sowie Mitarbeiter, friends & family und Geschäftspartner waren bereits Anleihen im Wert von über 1,5 Millionen Euro gezeichnet. Im zweiten Schritt werden seit dem 18. Oktober auch andere Interessentengruppen angesprochen. Kurz vor Weihnachten 2010 lag der Zeichnungsstand bei über 2,5 Millionen Euro – Tendenz steigend.

Mitglieder werden Gläubiger

Der Emissionserlös der FitnessAnleihe fließt in den Ausbau und die Qualitätssicherung bestehender MeridianSpa-Anlagen, in neue FitFakten zur FitnessAnleihe im Überblick ness- und Wellness-Standorte und in Emittentin Meridian Mezzanine GmbH die Optimierung bestehender FinanWertpapierbezeichnung Meridian FitnessAnleihe zierungsstrukturen der UnternehWKN / ISIN A1EWCJ / DE000A1EWCJ9 mens-Gruppe. Zeichnungsfrist 1. Oktober 2010 bis 31.03.2011 Die Anleihe soll nach der ZeichVerzinsung 5,75 % p.a. bis 31.12.2011 0,25 % p.a. jeweils zusätzlich ab 01.01.2012 nungsfrist zum Handel in den Frei7,00 % p.a. ab 01.01.2015 verkehr der Frankfurter WertpapierZinszahlungen zusätzlich garantiert börse einbezogen werden, um durch die Meridian Holding GmbH Anlegern auch vor Ablauf der MinMindestanlagebetrag / Stückelung: 1.000 € / 1.000 € Emissionsvolumen bis zu zehn Millionen € destlaufzeit die Möglichkeit zu bieLaufzeit unbestimmt ten, die Anleihe bei Bedarf zu veräuMindestlaufzeit bis 31. Dezember 2015 ßern. Die Meridian Mezzanine GmbH Kündigung mit 6-monatiger Frist zum Jahresende wird hierbei von der biw Bank für erstmals zum 31.12.2015 Zinsausschüttung jeweils am 1. Januar und 1. Juli Investments und Wertpapiere AG, Ausgabeaufschlag kein Agio Willich, begleitet. G

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Steuerfahnder mit neuer Prüf-Software Ein neues Kalkulationsprogramm der Finanzbehörden soll Steuersünder unter Kleinunternehmern aufspüren, insbesondere bei Unternehmen, die nicht für jeden Kunden Rechnungen schreiben. Dazu gehören definitiv auch Fitnessstudios.

as einem Unternehmer blühen kann, wenn die neue Prüf-Software bei einer Betriebsprüfung zum Einsatz kommt, verdeutlicht folgendes Beispiel. Nehmen wir einmal an, eine Friseurmeisterin aus dem Vorort einer Großstadt erwartet eine Betriebsprüfung – reibungslos, wie in den letzten Jahren. Für das entsprechende Jahr hatte sie einen Gewinn von rund 52.000 Euro erklärt. Vorjahresniveau, alles unauffällig. Der Prüfer stößt aber auf kleine Kassenfehlbeträge, keine große Summe, für ihn aber eine gute Gelegenheit, ein neues Kalkulationsprogramm einzusetzen: eine Software speziell für Friseurläden. Der Friseurin musste zunächst einen mehrseitigen Vordruck auszufüllen. Dort musste sich unter anderem detailliert dazu äußern, wie viel Prozent ihres

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Umsatzes auf chemische Leistungen – sprich Dauerwellen, Färben und Tönen – entfallen waren. Das Programm errechnete daraufhin einen Gewinn von 142.000 Euro, also 90.000 Euro mehr, als sie nach bestem Wissen angegeben hatte. Für sie würde also eine Nachzahlung fällig.

Datensammlung für Normwerte Seit 2002 hatten Mitarbeiter der Finanzdirektionen Daten gesammelt und allein für den Friseurhandel 27.000 lieferbare Produkte in Datenbanken gesammelt. Heraus kam ein branchenspezifisches Programm, das aufgrund von Angaben der geprüften Betriebe tatsächlich erzielbare Umsätze errechnet und daraus für bestimmte Betriebsgrößen Normwerte ermittelt. Was dem Friseurhandwerk schon passiert ist, könnte bald auch andere Branchen treffen.

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Foto: Rainer Sturm, pixelio.de

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Foto: Rainer Sturm, pixelio.de

Im Fokus der Fahnder stehen kleinere Unternehmen, die nicht für jeden Kunden Rechnungen schreiben. Sie haben es unter anderem auf Bäckereien abgesehen, weil sie hier häufig Umsatzsteuerbetrug vermuten. Vor Ort prüfen sie, ob die Filialen Stehtische bereitstellen. Der Grund: Für vor Ort verzehrte Brötchen greift der volle Steuersatz statt des ermäßigten Satzes von sieben Prozent bei mitgenommener Ware. Dieses Procedere könnte einigen Studiobetreibern bekannt sein.

Kritik erwartet Steuerexperten erwarten heftige Kritik an der neuen Software. Die Berechnungen zu Öffnungszeiten, Personal, Einkauf oder Dienstleistungen, können teilweise an der Wirklichkeit vorbeigehen. Der Fiskus könnte versuchen, dem Unternehmer aufgrund dieser Berechnungen unwahre Angaben beim Umsatz nachzuweisen. Unternehmer müssen auf-

Nachgefragt bei einem Clubbetreiber, der nicht genannt werden möchte, dessen Name der Redaktion aber bekannt ist.

Die Prüfung wurde für drei Jahre durchgeführt. Wir haben dem Finanzamt und dem Prüfer alle schriftlichen Unterlagen betreffend der Finanzbuchhaltung, Personalbuchhaltung sowie sonstige relevante Unterlagen für die betreffenden Jahre ausgehändigt. Der Prüfer hat trotz der sehr transparenten Buchführung zusätzlich von unserem Steuerbüro alle FibuDaten in digitalisierter Form gewünscht. Außerdem hat sich der Steuerprüfer für unsere hausinterne Software (Mitgliederverwaltung und Tageskasse) interessiert. Er bat um Information, ob das Softwaresystem zertifiziert ist (mögliche Manipulation) und er hat sich für den Zeitraum von drei Jahren auch alle Umsätze, die wir mit Mitgliedern und Gästen erzielt haben, in digitalisierter Form auf einer CD zur Verfügung stellen lassen. Diese digitalisierte Form der Umsätze erlaubt dem Finanzamt den Einsatz der Prüfungssoftware "IDEA". Ob diese bei uns verwandt wurde oder nicht, kann ich nicht sagen. Wir haben auf jeden Fall durch die Lieferung der digitalisierten Daten dazu die Möglichkeit geschaffen. Ob der Prüfer die Software "IDEA" bei einer Außenprüfung anwendet oder nicht, ist ihm überlassen. So viel ich weiß, kann man sich auf eine solche Prüfung vorbereiten, in dem man mit dem eigenen Steuerbüro darüber spricht und eventuell einen Probeprüflauf durch das Steuerbüro durchführen lässt. Mein Tipp für die Kollegen ist eine transparente Buchführung, Zertifizierung der hauseigenen Software (Tageskasse und Mitgliederverwaltung), eine klare Differenzierung bei Umsatzsteuer 19 % und 7 %.

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passen, dass nicht falsche Richtwerte zugrunde gelegt werden. Betriebsprüfer und Steuerfahnder halten die neue Software dagegen für wasserdicht. Auch bei den Finanzgerichten will man gewöhnlich Fakten sehen und was gibt es Besseres als ein Kalkulationsprogramm, das Zahlen und Fakten ausspuckt? Tipp: Wenn vor einer Prüfung der entsprechende Fragebogen ausgehändigt wird, sollten Unternehmer unbedingt zuvor den Rat eines Anwalts oder Steuerberaters einholen. Einmal gemachte Angaben lassen sich später nur schwer rückgängig machen.

IDEA – die Prüfsoftware Bei IDEA handelt es um eine bewährte Prüfsoftware. Vor über 17 Jahren wurde IDEA vom Kanadischen Rechnungshof entwickelt. Was ist bei einer Prüfung mir IDEA anders? Vor allem der Verzicht auf Papier. Papier, das in Aktenordnern abgeheftet ist, die in langen Regalen stehen, oft in verschiedenen Räumen mit entsprechenden Wegen. Geschwindigkeit: Um einen Blick auf die Belege zu werfen muss bisher der richtige Belegordner geholt und in diesem dann der Beleg gesucht werden. Mit IDEA genügt ein Mausklick. Standardroutinen: IDEA bietet dem Prüfer einen Werkzeugkasten mit Standardroutinen. Prüfung von Sachverhalten: Wird auf ein Bankkonto eines Mitarbeiters etwa zweimal der Lohn für ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis überwiesen? IDEA liefert sofort die Antwort. Diese Beispiele zeigen, was eine moderne Prüfsoftware wie IDEA leisten kann. Um böse Überraschungen bei der Prüfung zu vermeiden, kann jeder Unternehmer eine Prüfung simulieren. Mit dem selben Tool, das auch der Prüfer einsetzt, mit IDEA. Die Prüfer der Finanzverwaltung können sich dieser Leistung allerdings nur bedienen, wenn sie von der Möglichkeit der Datenträgerüberlassung Gebrauch machen. Denn auf der Hardware des Steuerpflichtigen oder des von diesem beauftragten Dritten darf IDEA ja nicht installiert werden. G

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Advertorial

It´s so easy EASYFITNESS bietet kompetentes Lizenzkonzept Das Rund-um-sorglos-Paket Der Vorteil der Lizenznahme liegt auf der Hand: eine effektive Unterstützung des Lizenznehmers garantiert, auf einem sehr schwierigen Markt bestehen zu können. Bannt aber auch Gleichzeitig die Gefahr, unnötige kostenträchtige Fehler zu machen, die letztendlich die eigene Existenz gefährden können. Das „Alles-aus-einer-Hand“-System vereinfacht die Termin- und Logistikplanung um ein vielfaches. Damit ist der Lizenznehmer auf der sicheren Seite. Vom Gerätehersteller bis zum Nahrungsmittel-Lieferanten finden EASYFITNESS-Kunden immer die gleichen Produkte vor. Dabei wirkt die konsequente Umsetzung des entwickelten Firmen-CI positiv auf die erfolgreiche Entwicklung der Marktpositionierung ein. Dem Kunden wird suggeriert, dass man bei EASYFITNESS immer und überall in gewohnt angenehmer Atmosphäre und Qualität seinem Gesundheitsbewusstsein gerecht werden kann. Egal welchen EASYFITNESS-Club man betritt.

Erfolgreich durch Kontinuität

Um konjunkturunabhängige Fitness-Dienstleistungen langfristig erfolgreich auf dem Markt zu etablieren, benötigen Fitness-Anbieter ein für den Endkunden konkurrenzfähiges und preislich attraktives Produkt. EASYFITNESS trifft diese Marktnische und bietet dem Endkunden ein attraktives Angebot, indem die Fixkosten des Clubs und damit der Monatsbeitrag für den Endkunden reduziert sind. Bei EASYFITNESS bekommt der Lizenznehmer alles aus einer Hand. Das „Rund-um-Sorglos-Paket“ reicht von der Standortanalyse über das Marketing bis hin zum Leasinggeschäft und zur Finanzierung. Darüber hinaus werden Beteiligungen angeboten, die das Investmentrisiko nochmals verringern und gerade für Quereinsteiger ein lohnenswertes Angebot sind. Die bankenunabhängige Beteiligung von EASYFITNESS am jeweiligen Club bedeutet dagegen ein Stück weit Sicherheit auf dem hart umkämpften Markt.

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Die stetige Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern lässt das bestehende Konzept kontinuierlich sinnvoll weiterentwickeln und verbessern zugunsten der Lizenznehmer. Dies stellt EASYFITNESS mit der, seit Beginn der Markteinführung zu beobachtenden, dynamische Marktanpassung unter Beweis. Dem wechselhaften Verhalten des Fitness-Kunden entsprechend, sieht das Lizenzkonzept vor, weitere Angebote bereitzustellen. So ist etwa in einzelnen Clubs auf Wunsch eine Sauna-, Solarium- und Kursflatrate optional buchbar und mit Beginn des Jahres 2011 ist das Angebot auf eine Vibrafit-Flatrate erweitert worden. Nutzen sie die Möglichkeiten eines durchdachten Konzepts für ein profitables Investment. Werden Sie jetzt EASYFITNESS-Lizenznehmer! Weitere Infos & Konakt: EASYFITNESS Vertreibs & Beteiligungs GmbH info@easyfitness-center.de, www.easyfitness.de Hotline 0531 288980-0

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Szene

Am 27.12.2010 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Artikel über die Fitnessbranche mit dem Titel „Mehr Fitness in Ketten“ (rechts). Lesen Sie dazu einen Kommentar von Volker Ebener.

Fitness in Ketten? E s kommt immer darauf an, von welcher Seite man etwas betrachtet, was man gerne sehen würde oder wie „blauäugig“ man ist. Wenn Deloitte in der Öffentlichkeit von FitnessStudios spricht, dann stehen die Ketten im Vordergrund, denn nur durch den Verkauf oder Ankauf von Studioketten lässt sich die Arbeit rechnen, die Deloitte in ihre umfangreiche Studien zum FitnessMarkt steckt. Also wird in erster Linie verkündet, dass die Studioketten und dabei die Discounter immer mehr zulegen. Die inhabergeführten Einzelstudios würden durch die Ketten und die Premium-Anbieter vom Markt verdrängt. Das ist eine schwer nachvollziehbare Behauptung, weil die meisten Premium-Studios in Deutschland von Einzelanbietern eröffnet werden. Als Beleg für das starke Wachstum der Studioketten wird angegeben, dass McFit inzwischen eine Million Mitglieder habe und erst gegen Ende des Artikels kommt der Hinweis, dass die Ketten fast 40% des Marktanteils hätten. Auch das ist Ansichtssache! Betrachtet man die Zahl der Mitglieder, dann stimmt die Aussage nahezu: Fast 40 % der Mitglieder trainieren in Studios der Ketten. Geht man aber von der Anzahl der Studios aus, dann liegt Deloitte weit daneben, denn nur 20 – 25 % der deutschen Fitnessstudios sind Teil einer Studiokette.

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Diese Tatsache hat einen einfachen Hintergrund: Allein schon aus wirtschaftlichen Gründen müssen die Discounter mindestens zwei- bis dreimal so viele Mitglieder auf gleicher Fläche haben, wie die Einzelstudios. Dass McFit fast eine Million Mitglieder hat, ist ohne weiteres möglich, weil McFit noch immer für einen extrem niedrigen Preis eine verhältnismäßig gute Leistung erbringt. Da McFit aber immer mehr ins Ausland „schielt“, weil offensichtlich in Deutschland die guten Plätze fast alle belegt sind bzw. der Wettbewerb recht stark gewachsen ist, wurde offensichtlich schon in diesem Jahr die deutsche Expansion zurückgefahren. So sind momentan nur zehn McFit Studios in Deutschland für 2011 in Planung. Es wird auch nichts von den Problemen einiger Ketten im letzten Jahr mitgeteilt, z. B. dem Ende von Elexia in Deutschland. Fitness First scheint seine Umstrukturierungsmaßnahmen und den Verkauf von über 40 Studios abgeschlossen zu haben, und es sieht so aus, als ob diese Maßnahme greifen sollte.

Wir können also festhalten: Die Ketten haben momentan mit ca. 20 – 25 % zwar schon einen großen Anteil an den knapp 6.500 deutschen Fitness-Studios, mit 75 – 80 % aller Anlagen liegen die inhabergeführten Studios jedoch immer noch weit vorne. G Volker Ebener

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Urteil: Umzug alleine reicht nicht

Foto: Thorben Wengert, pixelio.de

Ein Umzug allein ist nicht ausreichend für eine vorzeitige Kündigung eines Mitgliedsvertrages mit einem Fitnessstudio. Dies stellte das Amtgericht Marburg in einem Urteil fest. In dem verhandelten Fall hatte ein Mitglied die Aufhebung seines Mitgliedsvertrages vorausgesetzt, weil er umzog, und die Beitragszahlungen eingestellt. Der Studiobetreiber hatte daraufhin auf Vertragserfüllung geklagt. Der Beklagte war umgezogen und wollte aus diesem Grund seinen 12Monats-Vertrag vorzeitig kündigen. Die Richter wiesen die Klage ab. Begründung: Der Umzug des Klägers erfolgte in einen nur 8,5 km entfernten Ort, sodass es für ihn sehr wohl zumutbar gewesen sei, das Angebot des Studios weiterhin zu nutzen. In den AGB des Studios sind darüber hinaus 25 km als Mindestentfernung für eine vorzeitige Vertragsauflösung wegen Umzugs festgelegt. Weiterhin, so die Richter in ihrer Urteilsbegründung, hatte sich weder das Studiopersonal noch der Betreiber zu Zusagen gegenüber dem Kläger verleiten lassen, sondern immer betont, die Sachlage erst prüfen zu müssen. G . Das Aktenzeichen zu diesem Urteil ist der Redaktion bekannt, aber weder Kläger noch Beklagter möchten namentlich erwähnt werden.

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Aerobic & Dance

Group-Fitness in Bestform Über viele Jahre hinweg hat der DFAV e.V. konsequent die Kooperation in Sachen Ausbildung mit anderen Instituten ausgeschlossen, da man der Qualität anderer Ausbildungen nicht so recht über den Weg traute. Doch dann wurde das Group-Fitness Angebot immer größer. Es war kaum noch möglich, überall das aus unserer Sicht beste Angebot zu machen. Deshalb haben wir begonnen, mit Partnern, deren ausgezeichnete Fachkenntniss uns bekannt waren, zu kooperieren. Wir bedienen diese Ausbildungssegmente nicht mehr selbst, sondern bewerben und fördern nur noch die Ausbildung unseres Partners in diesem Segment. Dies passiert in klarer Abstimmung zwischen meinem Kollegen Herrn Prof. Dr. Stemper, dem Vorstand des Verbandes und mir. Wenn dann noch die FISAF (Federation of International Sports, Aerobics and Fitness Inc.) als Weltverband für Group-Fitness Ausbildungen und Meisterschaften dieser Verbindung zustimmt, dann freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Partner, so wie jetzt mit der Group X Fitness Organisation aus Nürnberg.

Ausbildung beim DFAV Die Ausbildungen des DFAV e.V. sind auf höchstem Niveau und werden permanent weiterentwickelt. Jeder Trend wird auf seine Zukunftsfähigkeit hin analysiert, weil eine Ausbildung nur dann eine Berechtigung besitzt, wenn sie einen bleibenden Wert darstellt. Unsere Ausbildungen

sind weltweit in allen FISAF-Staaten anerkannt. Das zeugt von Qualität und ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, sollten Sie sich entschließen, einen Teil Ihres Lebens im Ausland zu verbringen. Ein weiterer Vorteil die enorme Kostenersparnis unserer Lizenzen, da wir als „NonProfit“-Organisation, die Kosten niedrig halten können und diese auch an unsere Mitglieder, bzw. Auszubildenden weitergeben. Das gesamte DFAV-Team würde sich sehr freuen Sie bei einer unserer Ausbildungen begrüßen zu dürfen, damit Sie sich von unserer Qualität überzeugen können. Mit sportlichen Grüßen Raymond Zipter, Ausbildungsdirektor Group-Fitness DFAV e.V.

„...ich will mehr...“ – ich will mein Group-Fitnesstraining bis zur Perfektion vervollkommnen, Wettkämpfe bestreiten, Deutscher Meister, Europameister, ja sogar Weltmeister werden! Möglich ist dies beim DFAV e.V., dem einzigen offiziellen deutschen Mitglied des Weltverbandes FISAF (Federation of International Sports, Aerobics and Fitness Inc.). Zur Auswahl stehen: Team Step, Step Aerobic, Sportsaerobic und Hip Hop. Alle Kategorien sind in Altersklassen unterteilt. Ab sechs Jahre bis weit über 18 Jahre. Klar, mit einer normalen Kursstunde hat das nichts mehr zu tun. Doch genau hier liegt der Reiz. Erfolgreich hat der DFAV e.V. in den letzten Jahren seine Athleten zu internationalen Wettkämpfen geschickt. Ergebnis: WM-Gold und fünf WM-Finalteilnahmen 2010. Exclusiv in Deutschland vergibt der DFAV e.V. die Startrechte für die weltweiten FISAF-Wettkämpfe.

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Wir freuen uns über jeden Athleten und helfen gerne bei der Trainer- oder Crewsuche. Übrigens, die WM 2011 findet in Australien statt. Vielleicht sehen wir uns dort?! Christiane Ziemer, Wettkampfdirektorin des DFAV e.V. (rechts im Bild mit ihrer Assistentin Stella Lichtblau) .

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Aerobic & Dance

DFAVSeminarticker B-Lizenz Aerobics & Group Fitness Instructor Nürnberg/Fürth Core . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.01.2011 1. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19.-20.02.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19.-20.03.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16.-17.04.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14.-15.05.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18.06.2011 Köln Core . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29.01.2011 1. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 05.-06.02.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12.-13.03.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 09.-10.04.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14.-15.05.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18.06.2011 Bielefeld Core . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12.02.2011 1. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26.-27.02.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26.-27.03.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30.04.-01.05.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28.-29.05.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 02.07.2011

S-Lizenz Fachtrainer für Wirbelsäulengymnastik Köln 1. Seminar*. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15.-16.01.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12.-13.02.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 05.-06.03.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 02.04.2011 Berlin 1. Seminar* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 05.-06.03.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26.-27.03.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14.-15.05.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28.05.2011 * Das erste Seminar kann auch als Workshop „Healthy Back“ besucht werden.

dfav.de Alle weiteren Infos zu Veranstaltungslocations, Preisen, Ausbildern, etc., bekommt Ihr unter www.dfav.de

Ausführliche Infos findet Ihr unter www.flexi-sports.com

FLEXI-BAR Tageseinweisung Hamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.01.2011 Stuttgart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30.01.2011 Memmingen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 05.02.2011 Nürnberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27.02.2011 FLEXI-BAR Advanced Workshop Hamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23.01.2011 Stuttgart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 03.04.2011 FLEXI-BAR Physio Ausbildung

S-Lizenz Hatha Vinyasa Yoga Köln 1. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.-23.01.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26.-27.02.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12.-13.03.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 02.-03.04.2011 5. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 07.-08.05.2011 6. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 04.-05.06.2011 7. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 02.-03.07.2011 8. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16.-17.07.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30.07.2011

München . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 05.02.2011

Frankfurt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.-23.01.2011 Stuttgart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.-23.01.2011 Weitere Infos findet Ihr unter Hamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29.-30.01.2011 www.lesmills.com/germany München . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19.-20.02.2011 Bonn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26.-27.02.2011 Bielefeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12.-13.03.2011

Madonna gibt erste Stunde im Hard-Candy-Club Sie ist nicht nur besessen von Fitness, sie hat nun auch noch ihr eigenes Studio eröffnet: Madonna eröffnete Ende November 2010 die erste Filiale ihrer zehn geplanten „Hard Candy“-Clubs in Mexico City ein. Den Namen „Hard Candy“ habe die Amerikanerin übrigens gewählt, weil sie ihn für eine Kombination aus „gestähltem Körper“, also „hard body“, und „Augenschmaus“, sprich „eye candy“, halte. Die Musikerin soll die

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Farben, die Einrichtung und auch die Geräte der Filiale selbst bestimmt haben. Zudem habe Madonna selbst einiges für das Kursangebot vorgeschlagen, um die Klassen dynamischer zu machen und ihren eigenen Stil mit einzubringen. Quelle: morgenpost.de

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Weltmeister Denise Makar und Paul Engel waren bei den FISAF World Fitness & Hiphop Championships in Eindhoven nicht zu schlagen. Die beiden Athleten von der TG 1847 Corporation Nieder-Ingelheim wurden Juniorenweltmeister im Mixed Pair. Wie wird man Weltmeister? Wir haben bei Paul Engel nachgefragt.

F&G: Nur ganz wenige Menschen werden überhaupt jemals Weltmeister. Kannst Du beschreiben, was das für ein Gefühl ist? Paul Engel: So richtig realisiert man, dass man einen Titel gewonnen hat, wirklich erst in dem Moment auf dem Siegerpodest und wenn man die Deutsche Nationalhymne hört. Logisch, dass man sich freut. Der Gewinn des WM-Titels zusammen mit Denise war für mich was ganz besonderes. Denn seit vier Jahren starte ich meist doppelt, also im Einzel und im Mixed Pair und im Jahr 2010 zum ersten Mal mit Denise. Denise und mir ist es bei unserer Premiere auf Anhieb gelungen vor den Mixed Pairs aus Belgien und Tschechien zu liegen und wir waren deswegen auch richtig erleichtert, dass es geklappt hat. F&G: Wie bist du dazu gekommen, den Fitnesssport wettkampfmäßig zu betreiben? Paul Engel: Als ich so fünf oder sechs Jahre alt war habe ich in zwei Sportarten mit dem Training angefangen. Im Geräteturnen und in der Kampfsportart

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Taekwondo. Beides von Anfang an mit Wettkämpfen. Irgendwann bin ich vom Turnen zur Sportaerobic gewechselt. Das war kein Zufall, denn meine Eltern sind die Trainer unseres Sportaerobicteams und da habe mitbekommen, was man da im Training so macht und das hat mich überzeugt. Im Taekwondo habe ich mich im letzten Jahr entschieden auf Wettkämpfe zu verzichten und mich nur auf die Prüfung für den schwarzen Gürtel vorbereitet und so konnte ich mich voll auf die Sportaerobic konzentrieren. F&G: Wie hoch ist Dein Trainingsaufwand? Paul Engel: Normalerweise trainiere ich fünf bis sechsmal in der Woche, so zwei bis drei Stunden täglich. Dazu kommen dann noch zwei Einheiten Taekwondo. In der Wettkampfphase trainiere ich jeden Tag und rund 20 Stunden pro Woche. Das klingt zwar viel, ist es aber gar nicht für mich. Mir macht das Training Spaß und deswegen spüre ich den großen Aufwand weniger als er tatsächlich ist. Klar, es ist nicht immer nur easy. Unsere Trainer

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planen ja auch anstrengende wir oder ich im Einzel eine Trainingsphasen. Aber es Medaille bei einer internatiokommt dann unser Team ins nalen Open oder der EM in Spiel. In harten TrainingseinTurin gewinnen könnte. Und heiten unterstützen wir uns es wäre natürlich für Denise gegenseitig und motivieren und mich ein Traum im Oktuns durchzuhalten, oder noch ober in Australien zu versueins drauf zu packen. chen, unseren Weltmeistertitel F&G: Was sind Deine Pläne zu verteidigen. für die nächsten Jahre? Peilst F&G: Vielleicht zum AbDu im Fitnesssport weitere schluss einen Tipp für all Paul Merlin Engel Erfolge an? Wo liegt da Dein diejenigen, die gerade überwurde am 17. Mai 1996 geboren. Er ist Hauptaugenmerk? legen, ob sie es auch mal mit Schüler der 9. Klasse am Sebastian Münster Gymnasium und wohnt in Ingelheim. Seine Paul Engel: 2010 war ja mein Wettkampfsport versuchen Hobbys sind Sportaerobic, Taekwondo und erstes Startjahr in der Alterssollen …: Trompete. kategorie bis 16 Jahre. Also Paul Engel: Ich denke, als kann ich noch zwei Jahre als Tipp passt da das Motto unseJunior starten. Ob im Einzel, res Teams perfekt: Es ist nicht Mixed Pair oder Trio entscheiso wichtig, wo du stehst, sondet unser Trainerteam – auch die Formationen dern in welche Richtung du gehst. können von Wettkampf zu Wettkampf wechseln. F&G: Wir danken Dir für das Gespräch und wünMomentan bereiten wir in allen drei Konstellatio- schen Dir, Denise und Eurem Team weiter viel nen neue Choreografien vor. Es wäre spitze, wenn Erfolg. G


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Der feine Unterschied Group-Fitness bindet weibliche Mitglieder er Kampf wird härter. Inhabergeführte Studios mit gesundheitsorientierter Mitgliederbetreuung, einem umfangreichen Group-Fitness-Programm sowie Wellness- und Saunabereich auf der einen Seite – die wachsende Zahl der Discount-Anbieter, die immer näher kommen und immer billiger werden, auf der anderen. Viele Betreiber inhabergeführter Anlagen verleitet diese Situation zu der Überlegung, wie sie diesen Preiskrieg gewinnen oder besser überleben könnten: durch Senkung Ihrer Preise oder etwa durch Abschaffung der einen oder anderen Leistung. Das ist der völlig falsche Ansatz.

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Zielgruppengerecht werben Wer sich mal ein gut laufendes Discount-Studio angesehen hat, weiß, dass dort in erster Linie junge Menschen trainieren, zumeist männlichen Geschlechts, maximal 30 Jahre alt. Schon diese Feststellung dürfte die meisten Betreiber von gesundheitsorientierten Fitness-Studios beruhigen, denn der Altersdurchschnitt dieser Studios liegt bei knapp 40 Jahren. Der Anteil weibliche Mitglieder erreicht dort darüber hinaus fast 50 % der Gesamtmitgliederzahl. Es gilt also die zielgruppengerechte Werbung für die männlichen Kunden über 30 Jahre und für die Frauen generell zu entwickeln. Je älter die Men-

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schen werden, um so mehr Betreuung wünschen sie sich – Sie benötigen diese Betreuung auch, um Fehler zu vermeiden. Natürlich könnte der DiscountAnbieter durch Beschäftigung von ein paar zusätzlichen Trainern diese Leistung auch erbringen, aber mangels entsprechender Räume wird er kein Kursprogramm anbieten können. Wir alle aber wissen, dass gerade das Kursprogramm die höchste Motivation zur Verlängerung der abgeschlossenen Mitglieder- und Teilnehmerverträge hervorruft. Wir wissen auch, dass weit über 80 % der Teilnehmer am Group-Fitness-Kursprogramm Frauen sind. Über das Kursprogramm werden also primär die Damen im Studio gehalten und dann gibt es noch eine Einrichtung, die in den meisten Discount-Studios nicht zu finden ist: der Theken- oder Bistrobereich. Im Discount-Studio lohnt ein solcher Bereich kaum, da man Personal dafür vorhalten müsste und nur wenige Männer dort verweilen würden, wenn es dort wenig weibliche Gäste gibt. Dem Discounter reicht dementsprechend ein Getränkeautomat, weil er kaum weibliche Mitglieder hat. Zusammengefasst macht also der Group-Fitnessbereich mit den vielen netten Damen den oft entscheidenden Unterschied zwischen inhabergeführtem Gesundheitsstudio und dem Discount-Studio aus. G Wibke Hetfeld

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Advertorial

Wenn Training auf Consulting trifft Der HealthCare Zirkel von proxomed® Für viele Fitnessanbieter ist der Einstieg in das Thema Medical Fitness mit hohen Risiken verbunden. Damit sich Investitionen rechnen, muss sowohl konzeptionell als auch betriebswirtschaftlich klug entschieden werden. Als besonders renditestarkes Trainingskonzept für Medical Fitness bietet die proxomed®-Gruppe den selbstentwickelten HealthCare Zirkel an. Das Konzept verbindet klassisches Zirkeltraining mit den Prinzipien der Medical Fitness und ist wirtschaftlich interessant durch ein Consulting- und Marketingpaket sowie zahlreiche Erweiterungen, um neue Zielgruppen und Erlösquellen zu erschließen.

Keinen Kundenwunsch offen lassen Eine so wichtige Entscheidung wie eine Investition in Medical Fitness, trifft man ungern ganz alleine. Die proxomed®-Gruppe ist dafür ein erfahrener Partner mit umfassender Beratungskompetenz. Für das individuelle Consulting nutzt proxomed® das Tool proxo-Win. Die Software bietet eine solide Wirtschaftlichkeitsberechnung für Fitnesseinrichtungen auf der Basis von umfangreichen Kennzahlen und Benchmarks aus dem Fitnessmarkt. So hilft proxoWin den Betreibern über Investitionen richtig zu entscheiden, egal ob Existenzgründer oder bestehendes Unternehmen. proxoWin bietet dabei von der Kosten- über die Umsatzkalkulation bis zur Ermittlung von Rentabilität und Profitabilität das ganze Spektrum der Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Der HealthCare Zirkel Als wirtschaftlich optimale Investition hat sich der HealthCare Zirkel von proxomed® erwiesen. Das Konzept setzt sich zusammen aus Kraftkombigeräten, wie Brust-

presse/Ruderzug, Rückenstrecker/-beuger, Beinstrecker/ -beuger, Ab-/Adduktor, Schulterblattfixator/Stützstemme und einer Funktionsstemme. Hinzu kommen Ausdauergeräte, wie Cross Walk S, Basic Cycles und ein Diagnostic Cycle, das als Teststation den Startpunkt bildet. Hier wird per IPN® Test-Suite der persönliche Trainingsstand ermittelt und auf einer Chipkarte gespeichert. Die einzelnen Geräte werden überwiegend mit dem Touchscreen-Monitor SmartPanel vom Trainierenden selbst gesteuert. Natürlich gehört zum Gerätepark ein Schulungs-, Marketing-, und Managementprogramm für Betreiber und Personal. Denn der trendigste Gerätepark nützt nichts, wenn das Know-how fehlt, diesen durch zielgruppenspezifische Angebote zu monetarisieren. In der Regel wird der HealthCare Zirkel bei Betreibern und Trainierenden dann zum Erfolg auf ganzer Linie. Viele Trainierende berichten von einer Steigerung der Trainingsqualität und der Konzentrationsleistung durch das Biofeedback. Für die Betreiber ist die Vielseitigkeit des Zirkels von großer Bedeutung: Er ist bei Sportlern genauso einsetzbar wie bei Kranken und natürlich speziell bei älteren Trainierenden.

Präventionskurs bietet Einstieg in die Zielgruppe 50plus Zur Refinanzierung des Zirkels bieten die proxomed®Consultants auch Präventionskurse nach § 20 SGB V, wie etwa den Präventionskurs „Standfest vor Ort“. Damit bekommen Clubs ein Komplettkonzept zur gezielten Ansprache von Trainierenden über 60 Jahren an die Hand, bei dem sogar die Kosten in Höhe von 200 Euro bei Versicherten der bundesweit tätigen Krankenkasse „BKK vor Ort“ übernommen werden. Der Kurs besteht aus 16 motivierenden Trainingseinheiten in der Gruppe zweimal wöchentlich. So gelingt jedem Club der Einstieg in die Medical Fitness mühelos.

Infos: www.proxomed.com

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Fitness

Regina Halmich im Ring für Fitness First Seit Dezember 2010 läuft das Trainingsprogramm „Box Camp – powered by Regina Halmich“ in rund 50 der rund 100 Fitness First-Clubs in Deutschland. Die ehemalige Boxweltmeisterin hat als Testimonial exklusiv für das Unternehmen die Übungen zusammengestellt. Das Programm umfasst ein Zirkeltraining aus Boxelementen vom Seilspringen über Schlagkombinationen am Sandsack bis hin zur Übung von Ausweichtechniken. Der Kampf steht hierbei jedoch nicht im Fokus. „Wir wollen keine Profi-Boxer ausbilden, sondern die breite Masse ansprechen“, erklärt Halmich. Quelle: Horizont.net

Foto: N. Frank, pixelio.de

Deutsche werden dicker Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine „Kleine Anfrage“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervorgeht, ist der Anteil der adipösen, also krankhaft fettleibigen Männer von zwölf Prozent im Jahr 1999 auf 16 Prozent in den Jahren 2009/2010 gestiegen. Der Anteil adipöser Frauen wuchs im selben Zeitraum von 11 auf 15 Prozent. Die Regierung bezieht sich in ihrer Antwort auf den vom Robert-Koch-Institut jährlich erhobenen Gesundheitssurvey „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA). Quelle: bundestag.de

Bei zu schwachen Muskeln treten Kräfte ungebremst an der Wirbelsäule auf. Rückenschmerzen haben also nicht immer etwas mit der falschen Sitzhaltung zu tun. So sind in vielen Fällen auch die Muskeln im Rücken zu schwach. Denn sind die Muskeln in diesem Bereich des Körpers zu schwach treten in vielen Fällen Belastungen an der Wirbelsäule ungebremst auf. Gute trainierte Muskeln im Rücken haben darum eine schützende Wirkung. Quelle: gesundheitsportal.de

Mrs.Sporty: 450. Standort startet im Januar 2011 Es gibt aktuell rund 445 Mrs.Sporty Sportclubs in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Für das kommende Jahr hat Mrs. Sporty weitere Franchise-Starts angekündigt. So sind allein bis Anfang Februar 2011 vier Neueröffnungen in Deutschland und fünf in Österreich vorgesehen. Damit wäre Mrs.Sporty an über 450 Standorten präsent. Das speziell auf Frauen abgestimmte Trainings-und Ernährungskonzept von Mrs.Sporty wurde in Zusammenarbeit mit der Tennis-Ikone Stefanie Graf entwickelt. Quelle: franchiseportal.de

Mehr Kunden trozt Katastrophe Die Fitnesskette McFit vermeldet weiter steigende Kundenzahlen. Der Wachstumskurs setzte sich sogar in den Monaten nach der Tragödie bei der Love-parade weiter fort. Quelle: derwesten.de

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Foto: Michael Hohmann, pixelio.de

Kurz gemeldet

Rückenschmerzen: In vielen Fällen Rückenmuskeln zu schwach


DFAV-Seminarticker Fitness Trainer B-Lizenz Nürnberg Core . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.01.2011 1. Seminar . . . . . . . . . . . . 26.-27.02.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . 26.-27.03.2011 3. Seminar. . . . . . . . . . 30.04.-01.05.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . 04.06.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . 05.06.2011 Köln Core . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29.01.2011 1. Seminar . . . . . . . . . . . . 26.-27.02.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . 26.-27.03.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . 23.-24.04.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . 21.05.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.05.2011

Berlin Core . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29.01.2011 1. Seminar . . . . . . . . . . . . 12.-13.03.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . 02.-03.04.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . 07.-08.05.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . . . . 11.06.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . 12.06.2011

S-Lizenz Personaltrainer Stuttgart/Gäufelden 1. Seminar . . . . . . . . . . . . 26.-27.02.2011 2. Seminar . . . . . . . . . . . . 19.-20.03.2011 3. Seminar . . . . . . . . . . . . 16.-17.04.2011 4. Seminar . . . . . . . . . . . . 14.-15.05.2011 Prüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . 03.07.2011

Fachhandbuch

„Kräftig altern“ − oder die positiven Effekte von Muskeltraining in der 3. Lebensphase. Das Fachhandbuch soll häufig vorkommende und relevante medizinische Probleme alternder Menschen aufzeigen und die Einflussmöglichkeiten körperlichen Trainings beschreiben – vor allem den Einfluss des Muskelkrafttrainings. Die Resultate sind vielversprechend. Zahlreichen degenerativen Alterserscheinungen kann über ein zielgerichtetes Kraft- und Gleichgewichtstraining entgegengewirkt werden. Herausgeber sind der Schweizerische Fitness- und Gesundheitscenter Verband (SFGV) und das Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Basel. Verleger is die Health and Beauty Business Media GmbH, Karlsruhe, 2010. ISBN 978-3-938939-20-8 Zu beziehen ist das Fachbuch über www.bodylife.com/shop

Kurz gemeldet Krafttraining nach Brustkrebs schadet Frauen nicht im Gegenteil! Frauen mit Brustkrebs, die ein Jahr nach der Diagnose mit Krafttraining starten, haben einer aktuellen Studie zufolge kein erhöhtes Risiko für ein Armlymphödem (Stau der Gewebeflüssigkeit nach Brust-OP). Im Gegenteil: Diese Komplikation trat bei trainierten Frauen sogar seltener auf als bei Frauen ohne Training. Quelle: aerztezeitung.de

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Foto: Stefanie Hofschläger, pixelio.de

Fitness

Workshop Freihanteltraining Training mit freien Gewichten ist ein Klassiker modernen Fitnesstrainings. DFAV-Ausbilderin Martina Santellanes erläutert, warum es auch für gesundheitsorientierte Dienstleistungen unerlässlich ist. er DFAV erweitert und verfeinert ständig sein Angebot an Aus- und Weiterbildungen. Dies ist notwendig um den Anschluss der Fitnessbranche an die Zukunft zu gewährleisten. Den Weg in die Zukunft weisen vor allem zwei Trends: 1. Es geht wieder in Richtung „Back to the Basics“ – auch international. Das bedeutet, der erste Trend geht hin zu einfachen und sinnvollen Trainingsinhalten, um die breite bewegungsarme Bevölkerung zum Sport zu motivieren. Stichwort: Primärprävention.

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2. Der zweite Trend ist der große Markt der medizinischen Fitness und des Gesundheitssports. Hier werden Kunden mit Einschränkungen (Sekundärund Tertiärprävention) entweder von fachlich geschultem Personal unter Freigabe eines Arztes oder durch Therapeuten und Ärzte dazu gebracht, sich mehr zu bewegen.

Maschinen oder freie Gewichte? Das Training mit freien Gewichten und Widerständen ist bei der Trainingsplanung etwas in Vergessenheit geraten. Das liegt sicher an der Nutzung

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Fitness

Vorteile des Freihanteltrainings N Freihanteln vermitteln dem Organismus genau

die Belastungsreize, die er für den Aufbau von Muskel- und Stützgewebe braucht – funktionell, alltagsspezifisch und dreidimensional. N Freihanteltraining fordert koordinative Aspekte in allen anatomischen Bewegungsebenen. N Der Transfer zu Alltagsbewegungen ist gegeben, weil Bewegung und Stabilität kombiniert angesprochen werden. N Balance (Gleichgewichtsorgane im Ohr) ist die Voraussetzung für eine gute Koordination, die wiederum Sicherheit im Alltag gibt. Stichwort: Sturzprophylaxe N Stabilität durch aktive Arbeit der Rezeptoren in der Muskulatur (Propriozeption) N Synchronisation (intermuskuläre Koordination) N Neuromuskuläre Entwicklung und Automatisation von Bewegungsmustern (Unfallprophylaxe) N Größere Kraftentwicklung bzw. Aufbau als Gerätetraining N Schnelligkeitsentwicklung Alle hier aufgeführten Parameter sprechen im Ergebnis für Freihanteltraining. Dieses Ergebnis soll aber keinesfalls bedeuten, dass Gerätetraining schlecht sei. Das Gegenteil ist der Fall. Insbesondere in den ersten Phasen eines Einsteiger- oder rehabilitativen Trainings haben Geräte ihre Stärken. Im Hinblick auf koordinative und stabilisierende Effekte stößt Gerätetraining jedoch rasch an seine

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Termine 12.02. in Volkach 05.03. in Hamburg 12.03. in Nürnberg 23.04. in Köln/Bonn 21.05. in München

Foto: Rainer Sturm, pixelio.de

der vielfältigen, schicken und sinnvollen Fitnessgeräte, die immer besser werden. Um herausfinden, für welche Zielgruppen Freihanteltraining unter welchen Voraussetzungen in Frage kommt, hilft eine kritische Gegenüberstellung: Stationäres Krafttraining mit Maschinen auf der einen Seite, Krafttraining mit freien Widerständen, also Kurzhanteln, Langhanteln und Kabelzug oder auch deren Kombination auf der anderen. Vor- und Nachteile stationärer Krafttrainingsmaschinen im Vergleich zu Freihanteln werden im Zusammenhang mit präventivem oder rehabilitativem Training äußerst kontrovers diskutiert. Sowohl das Training an Maschinen als auch mehrdimensionales Training mit freien Gewichten hat Vor- und Nachteile. Unter dem Strich dürften die Vorteile allerdings auf Seiten des Freihanteltrainings liegen. Geräte werden nie die Effizienz erreichen, die Kurz- oder Langhanteln dem menschlichen Körper liefern können. Wer die Physiologie des Körpers verstanden hat, der kommt an freien Gewichten nicht mehr vorbei.

Grenzen. Die Aspekte Propriozeption, Stabilität und Synchronisation sind allerdings die entscheidenden Qualitätsfaktoren. Sie stellen sicher, dass der Körper nach Gelenkverletzungen oder Problemen der Wirbelsäule und insbesondere natürlich im Rahmen der Prävention einen wirksamen Schutz vor Rückfällen aufbaut. Diese Parameter können ohne Zweifel mit freien Gewichten und dreidimensionalen Übungen besser angesteuert werden. (Literatur: Narcessian 1997, Wydra 2002, Freese 2003, Bredenkamp 1994, Gottlob 2001, BoeckBehrens & Buskies, Zimmermann 2000)

Workshop „Freihanteltraining“ Um diese Aspekte für Trainer und Sportler verständlich und mit viel Motivation in den Trainingsalltag integrieren zu können, haben wir beim DFAV den Workshop „Freihanteltraining“ entwickelt. Ablauf und Inhalt des Workshops N Zielgruppenauswahl für Freihanteltraining und

mögliche Kontraindikationen N Vor- und Nachteile von freien Gewichten,

Seilzügen und Maschinentraining N Vor- und Nachteile von Einsatz- und Mehrsatz-

training N Organisationsformen im Krafttraining N Übungsauswahl mit Alternativen zu allen großen

Hauptmuskelgruppen N Fragen und Antworten Wer kann teilnehmen? Personal und Trainer aus anderen Sportarten (Ball-, Leichtathletik, Schwimmer, Läufer und Radsport) sowie Kursleiter mit Lizenz (mind. B-Lizenz o.ä.) oder stark ambitionierte Freizeitsportler mit guten Vorkenntnissen. Ich freue mich auf Eure Teilnahme! G Martina Santellanes

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Martina Santellanes IHK Fitnessfachwirt, Medizinische Trainingstherapie (MTT, KG am Gerät), Trainerin und Referentin in Ausund Weiterbildung seit 1990


Messesplitter Neuer Internet-Auftritt Neue Website Besuchen Sie die neue, benutzerfreundliche Website der FIBO www.fibo.de

Die FIBO hat einen neuen InternetAuftritt. Die Seiten sind völlig überarbeitet worden und bieten jetzt sowohl Ausstellern als auch Besuchern eine Menge neuer, übersichtlicher Services. So zum Beispiel den neuen Besuchsplaner mit Log-inFunktion. Die FIBO-Internetseite konnte ihre Zugriffe in den letzten Jahren mehr als verdreifachen und liegt pro Jahr bei 1,6 Millionen Besucher aus aller Welt.

Online-Tickets Wer seine Tickets online auf ww.fibo.de kauft, spart Geld. Außerdem kann man hier ab sofort ein KombiTicket erwerben, das für zwei Euro extra auch Bus- und Bahn-Fahrten im VRR-Gebiet abdeckt.

Halle 3 In der Halle 3 der FIBO wird es enger: Neue Produkte, neue Standauftritte und vor allem ein neuer Standplatz. Das gilt für Firmen wie Multipower, Powerplate und andere, die zur FIBO 2011 in der Halle 3 vertreten sein werden.

Biergarten Nach dem großen Erfolg wird der Biergarten im Innenhof zwischen der Halle 10/11 und der Halle 6 auch 2011 wieder geöffnet sein.

International Reception Foto: Behrendt

Zum ersten Mal veranstaltet die FIBO einen Empfang für ihre Besucher aus dem Ausland. Dieser wird am Donnerstagabend auf der Dachterrasse des Hotel Atlantic durchgeführt. Der EFS aus Barcelona lässt grüßen.

European Fitness Summit Der EFS bleibt vorerst in Barcelona: Das Voting der EFSTeilnehmer führte fast zu einer Pattsituation. Klar war zwar, dass Wien keine Option ist. Zwischen Andalusien und dem bisherigen Standort Barcelona fiel die Auswahl wohl schwer und ging knapp für Barcelona aus. Allerdings waren sich die Teilnehmer des dritten EFS in einem Punkt einig, sie bewerteten die Veranstaltung mit Top-Noten.

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„Die FIBO weiter voranbringen“ 2013 zieht die FIBO nach Köln Nach 20 Jahren in Essen hat sich Reed Exibitions als Veranstalter der FIBO für einen neuen Standort entschieden: Die Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit wird ab 2013 in Köln stattfinden. DFAV-Vorsitzender Volker Ebener und Patrick Schlenz haben für F&G bei Sandra Orth, Geschäftsführerin der Koelnmesse Ausstellungen GmbH, und Olaf Tomscheit, Direktor der FIBO, nachgefragt: Was waren die Beweggründe, welche Vorteile bietet Köln für Besucher und Aussteller und was wird sich 2013 ändern?

F&G: Warum möchte Reed Exhibitions mit der FIBO auf das Messegelände in Köln? Olaf Tomscheit: Eines vorweg: Den für 2013 anstehenden Wechsel von Essen nach Köln sehen wir mit einem weinenden Auge und einem freudigen Blick in die Zukunft. Weinend deshalb, weil wir uns seit 1991 in Essen sehr wohl gefühlt haben und mit den Messekollegen in Essen stets eng und gut zusammengearbeitet haben. Nach bald 20 Jahren geht man nicht einfach so. Das geht sicher allen so, die am Erfolg der FIBO mitgewirkt haben; dazu zähle ich auch die Kollegen in Essen. Doch die sehr dynamische Entwicklung der FIBO in den zurückliegenden Jahren, speziell seit 2005, hat uns zuletzt keine andere Wahl gelassen, als nach eingängiger Prüfung und Bewertung aller Faktoren und Fakten eine Entscheidung zu treffen, die zukunftsfähig ist und entsprechend langfristige Planungssicherheit bietet. Fakt ist, dass die FIBO bereits in diesem Jahr mit 75.000 m² alle in Essen zur Verfügung stehenden ebenerdigen Hallen belegt und damit ihren anhaltenden Wachstumskurs fortsetzt. Denn allein im zurückliegenden Fünf-JahresZeitraum stieg die Zahl der Aussteller von 339 auf zuletzt 561 Unternehmen; im gleichen Zeit-

Olaf Tomscheit und Sandra Orth vor dem Plan der Kölnmesse.

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raum legte die Besucherzahl von 43.700 auf fast 52.000 zu. Von daher verbinden wir mit dem Wechsel nach Köln auch einen freudigen Blick nach vorn. Denn es kann unserer Branche nur gut tun, wenn sie über ein internationales Messe-Format verfügt, das eine maximale Größe und Reichweite bietet. Köln schafft dazu beste Voraussetzungen. Sandra Orth : Ich denke, wir haben die Veranstalter von den Vorzügen des Messe- und Wirtschaftsstandorts Köln überzeugt. Wir haben gezeigt, dass wir es draufhaben, selbst einer Leitmesse wie der FIBO noch weitere und neue Impulse geben zu können. Seit ich in Köln bin, habe ich oft genug gedacht: „Hätte ich die FIBO nur schon damals hier veranstalten können.“ Dass dies nun Wirklichkeit wird, freut mich persönlich als langjährige Direktorin der FIBO natürlich sehr. F&G: Steht der Terminkorridor langfristig? Olaf Tomscheit: Ganz wichtig ist es zu betonen, dass die FIBO 2011 und auch 2012 unverändert in Essen stattfinden wird. Der Wechsel steht erstmals ab 2013 an. Der Vertrag, den wir mit der Kölner Messe abgeschlossen haben, erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren. Damit können wir bis ins Jahr 2022 mit maximaler Planungssicherheit das Entwicklungspotenzial der FIBO so ausreizen, wie es von der Branche gewünscht wird. Das gilt auch für den Wunsch, die FIBO künftig etwas früher im April zu veranstalten. So liegen wir 2013 terminlich zwar noch im Zeitraum vom 11. bis 14. April, im Jahr darauf rücken wir jedoch auf den 3. bis 6. April 2014 vor. Sandra Orth: Aus meiner eigenen FIBO-Zeit weiß ich nur zu gut, wie wichtig eine kontinuierliche Terminplanung und der

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Treffen in Köln: Volker Ebener, Olaf Tomscheit, Sandra Orth und Patrick Schlenz (v.l.n.r.)

richtige Zeitpunkt für die Messe sind. Von Anfang an haben wir diese Kriterien bei den Verhandlungsgesprächen in den Vordergrund gestellt. Wir haben der FIBO über den gesamten Veranstaltungs-Zeitraum ein Zeitfenster definiert, das den Bedürfnissen der Branche absolut gerecht wird. F&G: Welche Vorteile haben die Aussteller in Köln? Sandra Orth: Unser Nordareal, wo die FIBO stattfinden wird, wurde erst vor fünf Jahren fertig gestellt. Es wurde nach intensiver Auseinandersetzung mit Geländekonzepten auf der ganzen Welt konzipiert und berücksichtigt wirklich alle Anforderungen an ein modernes Messegelände. Es bietet ein Höchstmaß an Flexibilität, beste Logistik-Bedingungen für einen reibungslosen Auf- und Abbau sowie selbstverständlich in allen Bereichen effiziente Verund Entsorgung mit Energie, Wasser und Kommunikationstechnik. Die Architektur erlaubt den Ausstellern größtmögliche Flexibilität, sich und ihr Angebot zu inszenieren. Die Hallen sind in

ein Geländekonzept integriert, das angenehme Atmosphäre und gleichzeitig kurze Wege bietet – beispielsweise durch den lichtdurchfluteten Boulevard, die zentrale Verbindungsachse zwischen den Ausstellungshallen, auf dem sich alle Service-Einrichtungen und auch die Gastronomie befinden. Unsere Aussteller sollen sich auf ihr Geschäft konzentrieren und getrost uns die Organisation ihres Messeauftritts überlassen. Und – ganz ähnlich wie Essen – liegt Köln mitten im wirtschaftsstärksten Ballungsraum der EU und bietet allen Anbietern ein optimales Einzugsgebiet. Olaf Tomscheit: Die neuen, erst 2006 fertiggestellten Messehallen in Köln schaffen ein Angebot an durchgängig gleichwertigen und ebenerdigen Hallen, das allen Ausstellern neue Gestaltungsund auch Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Jeder wird hier die Chance haben, sich dementsprechend zu entfalten und darzustellen. Das unterstreicht auch die Flächenbelegung, die ab 2013 geplant ist: Vom Start weg wird die FIBO 86.000 m² nutzen und die vier Hallen 6 bis 9 sowie in

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Das Interview in Köln.

Teilen die Hallen 1 bis 3 belegen. Damit machen wir die Trennung zum Bodybuilding- und Kraftsportbereich noch deutlicher. Die Modernität des Geländes erstreckt sich dabei auch auf ganz praktische Dinge wie beispielsweise die Logistik im Aufund Abbau und einem verbesserten gastronomischen Angebot. Ein weiterer Pluspunkt, der speziell der weiteren Internationalisierung zugute kommen wird, ist der Standort, der mit einer unmittelbaren Einbindung in das internationale Verkehrsnetz noch mehr metropolitane Mitte schafft – egal ob per Flugzeug, auf der Schiene oder im Schnittpunkt aller Nord-Süd und West-OstVerbindungen im Straßenverkehr. F&G: Welche Vorteile haben die Besucher in Köln? Sandra Orth: Von den Vorzügen unseres Geländes profitieren natürlich Aussteller und Besucher gleichermaßen. Für die Besucher spielt zudem die Attraktivität unserer Stadt auch über die Messestunden hinaus eine entscheidende Rolle. Das Messegelände verfügt über einen eigenen ICEBahnhof, Köln Messe/Deutz. Von hier aus sind fünf internationale Flughäfen schnell erreichbar – der Kölner und der Düsseldorfer in wenigen Minuten, der Frankfurter in weniger als einer Stunde. Wir haben über den Kölner Ring direkten und ampelfreien Anschluss an zehn Autobahnen. Sogar zu Fuß sind es nur wenige Minuten bis zur Kölner Altstadt

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und zur City mit der am besten frequentierten Einkaufsmeile Deutschlands und einer Vielfalt an Hotels, Restaurants und Kneipen, die in Deutschland ihresgleichen sucht. „Köln ist ein Gefühl“, lautet der städtische Slogan. Als Messestandort ist das Gold wert. Olaf Tomscheit: Mehr Orientierung im Gelände, eine verbesserte Hallen- und Angebotsstruktur und eine Reihe von Standortfaktoren, die von der Anreise bis zur Aufenthaltsqualität reichen – das sind Vorteile, die Köln bietet und den Messebesuch einfacher, bequemer und effektiver machen. Das gilt auch für das Hotelangebot, das in Köln deutlich größer und vielfältiger ist. Über eines sind wir uns aber im Klaren: Der Besucher kommt zur FIBO, weil er dort etwas erreichen will und nicht, weil die Stadt, in der sie stattfindet, so schön ist. Das heißt: Wir stehen auch in der Pflicht, die FIBO weiter voranzutreiben – mit dem, was sie inhaltlich bietet. Dafür ist der Standortwechsel kein Erfolgsgarant. F&G: Welche Neuheiten gibt es 2013? Sandra Orth: Die Frage überlasse ich Herrn Tomscheit, er ist der Chef im Ring. Ideen hätte ich aber auch! Olaf Tomscheit: Mit der neuen, zweigeteilten Hallenbelegung wird auch das inhaltliche Profil der FIBO weiter geschärft. Die Hallen 6 bis 9 werden als Fachmesse dem wachsenden Bereich Fitness, Wellness und Gesundheit vorbehalten sein. Die Hallen 1 bis 3 dagegen werden von der zeitgleich stattfindenden FIBO POWER genutzt, die speziell dem Bodybuilding und Kraftsport gewidmet ist. Wir setzen damit ab 2013 im neuen Umfeld den Weg fort, den wir seit 2006 verfolgt haben: eine deutliche Neupositionierung der FIBO. Dazu gehört auch die FIBOmed mit der Ausrichtung auf den

Gesundheitsmarkt. Angedacht ist hier für die Zukunft auch ein Ärzte-Kongress. Ausgebaut werden soll auch die Position der FIBO als europäischer Plattform der Branche. Diesem Ziel dient die stärkere Einbindung der Länder durch einzelne Pavillons und Bereiche. F&G: Frau Orth, hat die frühere Direktorin der FIBO denn noch einen „Draht“ zur Fitnessbranche? Sandra Orth: Klar, was man von der Pike auf gelernt und mit viel Freude immer weiter entwickelt hat, das lässt einen so schnell nicht los. Über 10 Jahre war ich der Branche verbunden, und das bin ich heute noch. Ich bin nach wie vor 2. Vorsitzende des DFAV, lese weiterhin die führenden Fachmagazine und pflege auch – leider zu selten – den Besuch im Fitness-Studio. In jedem Urlaub lege ich bei der Wahl des Hotels großen Wert auf den Fitnessbereich, und mein geschulter Blick auf die Geräteausstattung funktioniert zum Glück noch ausgezeichnet. F&G: Wie verstehen sich die ehemalige Direktorin der FIBO und heutige Geschäftsführerin der Kölnmesse und Ausstellungen GmbH und der aktuelle Direktor der FIBO beim daily business? Sandra Orth: Leidenschaft verbindet. Und die FIBO ist und bleibt eine Leidenschaft. Einmal den Bazillus gefangen, bleibt er im Blut. Das zeichnet unsere sehr gute Zusammenarbeit auf einem konstruktiven fachlichen Niveau aus, insbesondere in den letzten Monaten. Gerne reiche ich meine Kölner Erfahrungen rund um das Gelände an Herrn Tomscheit weiter. Ich sehe die FIBO vor meinem geistigen Auge schon aufgeplant in den Hallen vor mir. Genau das verbindet uns! F&G: Frau Orth, Herr Tomscheit wir danken Ihnen für das aufschlussreiche Gespräch. G

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FIBO 2011 14. – 17. April 2011 in Essen

Die Internationale Leitmesse für Fitness, Wellness & Gesundheit startet in diesem Jahr in ihre 26. Runde. Das FIBO-Team hat das Erfolgskonzept von 2010 entscheidend weiterentwickelt. Die FIBO 2011 baut den Gesundheitsableger FIBOmed weiter aus und sie wird internationaler.

F Oben: Olaf Tomscheit, FIBO Event Director, im Interview. Unten: Professor Dr. Theodor Stemper, Sportwissenschaftler an der Bergischen Unversita¨t Wuppertal.

vormerken! Termin: 14. - 17. April 2011 (14. - 15. April: für Fachbesucher, 16. - 17. April: Für Privat- und Fachbesucher) Ort: Messegelände Essen, (Eingänge West & Süd) Norbertstraße, 45131 Essen Öffnungszeiten täglich von 09:00 - 18:00 Uhr

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itnesstraining als neuer Volkssport“, „Fitness schlägt Fußball“, „Krafttraining zur Vorbeugung gegen Altersbeschwerden und Volkskrankheiten“: Nicht nur die FIBO feierte 2010 mit einer neuen Rekordbeteiligung ein Jubiläum nach Maß – die gesamte Fitnessbranche rückte in den Fokus von Gesellschaft, Medien und Politik. Gleich welche Zeitung man aufschlug: An den Themen Fitness, Bewegung und Prävention kam man im FIBO-Monat kaum vorbei. Mit ein Grund dafür war die Vorstellung einer Studie vom Wuppertaler Sportwissenschaftler Professor Dr. Theodor Stemper zur Internationalen Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit. Stemper bezifferte den volkswirtschaftlichen Nutzen von gerätegestütztem Kraft- und CardioTraining: Bis zu 16 Milliarden Euro könnten die Krankenkassen jährlich sparen.

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FIBO-Botschafter Jessica Exposito aus Spanien und Witold Szmanda aus Polen.

Wachstumsfaktor Gesundheit Dass Fitness und Gesundheit immer mehr zusammenwachsen und diese Branchen offenbar nicht so stark von wirtschaftlichen Krisen getroffen werden, spiegelte sich natürlich auch auf der 25. FIBO wider: Mit insgesamt 51.730 Besuchern (+5 % gegenüber Vorjahr) und 560 Ausstellern (+8 %) verzeichnete Messeveranstalter Reed Exhibitions Deutschland eine Rekordbeteiligung. Das Branchen-Barometer, das jährlich im Rahmen der FIBO von einem unabhängigen Messe- und Marktforschungsunternehmen repräsentativ erhoben wird, ließ schon nach der FIBO 2010 erahnen, worüber sich Messe-Chef Olaf Tomscheit jetzt vier Monate vor Messestart freut: „Die FIBO 2011 ist bereits fast ausgebucht.“ Rund 60 Prozent der mehr als 700 befragten Unternehmen erwarteten nach der FIBO 2010 einen weiteren spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Fitness- und Gesundheitsprodukten. Nur 15 Prozent rechneten mit einer eher stagnierenden oder rückläufigen Entwicklung. Weitere 25 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung der Branche. „Zur FIBO 2011 wird sich dieser Trend forsetzen“, so Tomscheit. Die Zeit seit Beginn der Finanzkrise wurde in der Branche genutzt. Der DIFG hat sich erfolgreich für ein besseres Rating der Fitnessstudios stark gemacht. Der DSSV und Deloitte werden in Zukunft die Branchendaten gemeinsam erheben und sorgen damit für mehr Klarheit und Vertrauen. „Die größte Bedeutung für den Markt hat jedoch die Tatsache, dass die Investitionsneigung der Studios sich für 2011 deutlich verbessert. Wir haben also allen Grund, uns auf die FIBO 2011 zu freuen.

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FIBOmed mit Expertenbeirat Das bereits 2008 ins Leben gerufene Konzept der FIBOmed wird 2011 weiter ausgebaut. Das FIBO-Team hat zur Unterstützung

eine Expertengruppe gebildet, in der neben einem Sportmediziner, einer Veranstalterin für Ärztekongresse und einem Physiotherapeuten auch ein leitender Facharzt für Orthopädie sitzt. So soll die Außendarstellung der FIBO für den Gesundheitsmarkt noch weiter vorangetrieben werden.

Dazu gehört auch der neue Aufbau der eigenen Internetseite FIBOmed, auf der man sich zielgerichtet über Aussteller und Produkte aus diesem Bereich informieren kann.

Ausbau der Internationalität Die FIBO 2011 wird sich noch internationaler präsentieren. Das zur FIBO 2010 eingeführte Botschafter-Konzept wird auch 2011 weiterverfolgt: Internationale Fitness-Promis werben europaweit als FIBO-Botschafter. Sie sind das FIBO-Gesicht im Ausland: Spaniens Fitness-Star Jessica Exposito, Polens Promi-Trainer Witold Szmanda und sein Kollege aus Hollywood Harley Pasternak, der Stars wie Lady Gaga trainiert. Doug Miller ist der neue FIBOBotschafter in den skandinavischen Ländern. Er ist ein Urgestein der Branche. Mit über 800 Clubs hat er weltweit schon zusammengearbeitet und darüber hinaus mit verschiedenen Verbänden, Magazinen, Messen und der Industrie. Außerdem intensiviert die FIBO ihre Zusammenarbeit mit den internationalen Verbänden. So hat die FIBO 2011 mit der Fitness Industry Association erstmalig auch einen neuen Partner in Großbritannien. Eine Premiere feiert die FIBO mit der International Reception auf der Dachterrasse des Hotel Atlantic am Donnerstagabend für FIBO-Besucher aus dem Ausland. Fortgeführt wird der 2010 prima angenommene Shutlle-Service vom Düsseldorfer Flughafen. Die FIBO bietet Besuchern auch einen eigenen Hotel- und Reiseservice. Kontakt und Infos gibt es im Travel Center unter www.fibo.de. G

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Alle Infos Ausführliche Information zur FIBO 2011 finden Sie unter www.fibo.de

FIBOmed Das Internetportal der FIBO für alle Fachbesucher aus dem Gesundheitsbereich www.fibo-med.de


Gesundheit

Gesund durch die Krise Die weltweit größte Veranstaltung der Medizinbranche bleibt weiterhin auf Wachstumskurs: Sowohl die Messe selbst als auch der Kongress konnten im vergangenen Jahr steigende Besucherzahlen verzeichnen. Für die Fitnessbranche ist positiv, das die Bereiche Prävention und 2. Gesundheitsmarkt immer mehr an Bedeutung gewinnen.

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ie MEDICA ist für die Medizinbranche das Maß der Dinge – weltweit. Schon der Blick auf die nackten Zahlen beeindruckt: 4.400 Aussteller aus 64 Ländern haben in 17 Messehallen 137.200 Besucher empfangen. Die Messe Düsseldorf stand vom 17. bis 20. November vergangenen Jahres im Zeichen der Medizin.

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Fitness & Gesundheit Die Hersteller von Medizintechnik und Medizinprodukten sind gut durch die Wirtschafts- und

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Gesundheit

Finanzkrise gekommen. Alle Teile des Gesundheitssektors haben kräftigen Rückenwind für ihre Geschäfte und erweisen sich mit ihrer Innovationskraft als Motor des Wachstums. Diese Kernbotschaft der vier Veranstaltungstage gilt auch für die Fitnessbranche, die sich immer mehr als Teil des 2. Gesundheitsmarktes etabliert. Mittlerweile bilden Anwendungen für die Physiotherapie und die Orthopädietechnik einen Schwerpunkt der MEDICA. Fast 500 Aussteller präsentierten in diesem Bereich entsprechende Produkte, Geräte und Dienstleistungen. Rund 29.000 Fachbesucher gaben an, sich speziell für diese Bereiche zu interessieren. Die wachsenden Bedürfnisse der Fitnesskunden nach präventivmedizinischen Angeboten und die zunehmende Verschmelzung der Fitness- mit der Gesundheitsbranche locken Jahr für Jahr mehr Unternehmen der Fitnessbranche zur MEDICA. So fanden sich in Düsseldorf viele Aussteller, die man vor fünf Jahren nur auf der FIBO antreffen konnte. Die Stimmen der Aussteller aus dem Fitnessbereich waren bereits vor Ende der MEDICA durchweg positiv. Die Geschäfte seien sehr gut gelaufen, neue, interdisziplinäre Kontakte konnten geknüpft werden und die Perspektiven sich als Anbieter für die Bereiche, Physiotherapie, Orthopädie oder Rehabilitation und Prävention zu etablieren seien einmal wieder besser geworden.

Qualifikation als Basis Bei immer mehr inhabergeführten Clubs setzt sich der Trend durch, Angebote der Präventivmedizin aufzunehmen und sich nachhaltig als Gesundheitsanbieter zu positionieren. Dieser Trend ist sowohl für die Industrie als auch für die Clubs positiv – auch, wenn noch nicht genügend Betreiber die Chance „Gesundheit“ erkannt haben. Um aber diesen Trend als zukunftsfähiges Erlösmodell zu etablieren, braucht die Fitnessbranche die entsprechenden Voraussetzungen, für die die Branche selbst am meisten tun kann. DIE Grundvoraussetzung ist die Qualifikation des Studiopersonals. Der DFAV hat im Bereich Medical Fitness bereits für die Möglichkeit zur Qualifikation gesorgt. Das Ausbildungsmodul „Fitness Trainer A-Lizenz (Prävention)“, das von Prof. Dr. Theodor Stemper entwickelt wurde, startet im März 2011. (Mehr zu A-Lizenz Prävention finden Sie auf S. 50)

Wertschätzung der Kanzlerin Ein Zeichen für den Stellenwert der Gesundheit in der Politik war die Eröffnung der MEDICA durch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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„Die MEDICA ist ein eindrucksvolles Schaufenster der Gesundheitswirtschaft. An Autos, an Maschinenbau, an Chemie denkt jeder, aber dass wir aber auch einen so führenden Platz in der Gesundheitswirtschaft haben, ist noch nicht überall bekannt. Vor dem Hintergrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und der demografischen Entwicklung ist es wichtig, dass diese Branche in den Mittelpunkt gestellt wird“, erklärte die Bundeskanzlerin in ihrer Rede. Wir danken Frau Merkel für diesen Hinweis. Termin für die MEDICA 2011 ist die Zeit vom 16. bis zum 19. November, wieder in Düsseldorf.

Die komplette Rede von Frau Dr. Merkel können Sie unter www.medica.de nachlesen.

Schnell Im Schwerpunkt des Interesses standen die Rückenkonzepte Diagnos 4back, spineMaxx und das Diagnos medical spine concept.

Bild oben: Neben dem BackCheck, wurde das Dr. Wolff Test-Zentrum für präventive Evaluation präsentiert – Intelligente Chip- und computerunterstützte Messetechnik erleichtert Eingangsuntersuchungen und die Erhebung von Trainingserfolgen.

Bild links: Emotion Fitness Das gesamte Portfolio ist MPG-´zertifiziert. Neuester Coup der Familie Klein sind Geräte für ambulante Reha und EKG-Messplätze an den Geräten.

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Gesundheit

Alle Geräte der SYGNUM Medical Serie unterliegen dem Code of gym80 Medical und werden nach den Richtlinien des Medizinproduktgesetzes (MPG) gebaut. Zusätzlich wurden die Produkte der Reha-Partner präsentiert: POSTUROMED als neuroorthopädisches Trainingsgerät und die Übungsbänder von ARTZT Vitality.

Das Power Plate Präventionsprogramm Rücken – anerkannt von BKK und Knappschaft – bietet Kurse, die gemäß §20 abgerechnet werden können.

Flexi Sports Trainingsgeräte, Fitness-Konzepte, Sports-Wear und Nike Instructor Club – Flexi Sports war auf mit mehreren Ständen vertreten; hier der Hauptstand mit Flexi Gar und Xco-Trainer.

Ergo-Fit Die Cardio Line 400 MED und die Kraftlinie Power Line 4000 MED waren die großen Interessenmagneten.

LMT

milon Die Geräteserie milon MEDICAL DYNAMICS ist gemäß MPG zertifiziert und wurde zusammen mit Gesundheitsexperten entwickelt. Zusätzlich bietet milon innovative Finanzierungslösungen.

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Der Full-ServiceAnbieter hat ein biomechanisches Testsystem und propriozeptive Trainingsgeräte von TecnoBody neu im Portfolio.

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Wir suchen (im Kundenauftrag)

Wir bieten an (im Kundenauftrag)

G Ständig Fitness-Studios ab 2.000 Mitgliedern mit guten Renditen für unsere Kunden.

1. Hochprofitable Fitness-Anlage im PLZ-Gebiet 6

G Momentan suchen wir schwerpunktmäßig Anlagen im Frankfurter Raum (incl. Offenbach, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt)

G lang laufender, günstiger Mietvertrag,

Sowie G In der Rheinschiene (Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, Köln, Bonn)

G mit großem Kurs- und neu renoviertem Sauna- und Wellnessbereich, G geringe Fluktuation, sehr gute Rendite, G Kaufpreis auf EBITA-Basis 2. Günstiges 300 m²-Objekt (bis dato Damenstudio) in 25.000-Einwohner-Stadt des nordrhein-westfälischen Selfkants. G Niedriger Einstiegspreis, z.B. für Mr.Sporty-Club geeignet. 3. Monopolstellung in einer Kleinstadt des PLZ-Gebiets 63 G ca. 2.500 Mitglieder (12/2010), G langfristige Mietverträge, seit 19 Jahren G in einer Hand, G Kaufpreis auf EBITA-Basis


Gesundheit

Proxomed Wichtigste Messeneuheit: Die ConsultingSoftwares proxoNetwork und proxoWin, die Kunden, Ärzte und Kassen vernetzen. Besonderes Interesse galt auch dem HealthCare Zirkel Konzept.

Fitpartner/Gymna Uniphy FitVibe Vibrationtrainingsgeräte sind für den Einsatz im Fitness-, Medizin- und Wellnessbereich konzipiert und medizinisch zertifiziert. Neu ist das Whole Body Vibrations-Gerät mit dreidimensionalen Schwingungen.

svg SVG ist Komplettanbieter für Physiotherapie, Fitness und Wellness sowie Hersteller eigener Produktlinien. Die premion line gewann bereits den FIBO Design Award 2010 und sorgte auch auf der MEDICA mit ihrem schlichten, funktionalen Design für Aufsehen.

Sovdwear Woodway Die Laufbänder werden von Leistungssportlern, Fitnessstudios und medizinischen Einrichtungen weltweit gleichermaßen genutzt.

Theorg – Software für Therapie und Organisation – wartete mit neuen, effizienten und zeitsparenden Ideen für die Praxis- und Studioverwaltung auf: Terminplanung, Verwaltung von Reha-Sport, Prävention und Kursen.

Frei AG Platzsparende Konstruktion, Design, einfache Bedienung, Zeitersparnis durch computergestütztes Training und Analysen, Biofeedback für optimales Training und Sicherheit durch Zertifizierung – entsprechend groß war der Andrang bei der Frei AG.

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Gesundheit

Hur 3B Scientific

Vor allem die Kraftgeräte der aus Finnland stammenden Firma sind in der Rehabilitation wegen ihres Natural Transmission Widerstandes sehr beliebt.

Die Unternehmensgruppe 3B Scientific ist spezialisiert auf die Herstellung und Vermarktung didaktischer Materialien für die naturwissenschaftliche und medizinische Ausbildung.

Novotec Medical Seitenalternierendes Vibrationstraining zur Anwendung im professionellen therapeutischen und medizinischen Bereich sowie in der Prävention.

effective Hydraulisch basierter, isodynamischer Widerstand ist das Erfolgsrezept der Gerätelinien von effictive. Training für Kinder, Senioren, aber auch Leistungssportler, ohne Verletzungsrisiko.

Technogym

Individuell angepasste Komplettlösungen für professionelle Anbieter in den Bereichen Fitness, Rehabilitation, Medizin und Sportmedizin.

HP Cosmos Highlight war das weltweit zum ersten Mal vorgestellte Therapiesystem h/p/cosmos robowalk® expander, das zur Unterstützung der manuellen Lokomotionstherapie und zur Gangbildkorrektur dient.

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Gesundheit

Prävention A-Lizenz Medical Fitness-Ausbildung beim DFAV e.V.

ann ich mit einer Diabetes melitus in Ihrem Studio trainieren und haben Sie geschultes Personal dafür“, ist eine der Fragen, die ich in letzter Zeit häufig an der Rezeption von Fitnessstudios höre. Das Durchschnittsalter in den inhabergeführten Fitnessstudios wird immer höher und wir haben hier inzwischen ein Durchschnittsalter von knapp 40 Jahren. Das alles ist keine Überraschung mehr. Mit diesem zunehmenden Durchschnittsalter unserer Mitglieder kommen aber auch immer mehr Fragen zu Gesundheitsthemen auf unsere Trainer zu.

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Ausbildung qualifiziert für neue Anforderungen Deshalb hat unser Fitness-Ausbildungsdirektor Prof. Stemper mit seinem Team in diesem Jahr eine Medical-Fitness-Ausbildung konzepiert und geschrieben. Diese Ausbildung ist auf die Anforderungen zugeschnitten, die Trainer erwarten, wenn sie Fitness-Kunden mit gesundheitlichen Risikofaktoren betreuen. Vom DFAV e.V. wird sie unter dem Namen „Prävention A-Lizenz“ angeboten. Diese Ausbildung beantwortet die Fragen zu den vier großen Problemen: N Fettsucht N Zucker N Herzkreislauf N Gelenke und Rücken

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Foto: Dieter Schütz, pixelio.de

Gleichzeitig lernt der Trainer, wie er diese Probleme erkennt sowie klassifiziert und welche Maßnahme er zur Verbesserung bzw. Erhaltung des Gesundheitszustands Ihres Mitglieds einleiten kann, oder besser: muss! Es geht dabei nicht darum, in irgendeiner Form den Arzt zu ersetzen. Im Gegenteil. Sobald wir aus der Prävention in vermutete oder diagnostizierte Gesundheitsschäden unserer Mitglieder kommen, soll die weitere Arbeit des qualifizierten Medical Fitnesstrainers nur in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten erfolgen. Die Ärzte wiederum freuen sich über eine solche Unterstützung, für die sie keine Verordnungen schreiben müssen, die ihr Budget belasten.

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Gesundheit

Qualifizieren Sie Ihr Studio! Bei uns Studiobetreibern muss sich nach den letzten Entscheidungen zum § 20 bzw. 44 SGB V nun aber endgültig die Einsicht durchsetzen, dass uns weder aus dem Sportbereich noch aus dem Gesundheitsressort irgendeine Hilfe oder Unterstützung zukommt. Stattdessen wird die Fitnessbranche möglichst von allen abrechnungsfähigen Leistungserbringungen ausgeschlossen, um diese Benefits für die meist weitaus geringer qualifizierten Trainer der Vereine des DOSB vorzuhalten. Der Bürger weiß aber heute, dass er für eine wirklich qualifizierte Unterstützung mit optimalen Geräten und speziell geschulten Trainern bezahlen muss. Er ist auch bereit dazu, weil er gesund bis ins hohe Alter kommen möchte. Es liegt also letztlich nur an unserer Leistung und der Qualität unseres Angebots.

Der erste Schritt diese Qualität zu gewährleisten ist die Anmeldung zur Prävention A – (Medical Fitness) – Ausbildung beim DFAV e.V., Potsdamer Platz 2 in 53119 Bonn, Tel. 0228-7253016, www.dfav.de. Mindestens einen Spezialisten mit der Prävention Fitness A – (Medical Fitness) – Ausbildung sollte es in Ihrem Studio geben. Was es außerdem dazu in Ihrem Studio geben sollte, lesen Sie im nächsten Heft der F & G. G Volker Ebener

Ausbildungstermine A-Lizenz Fitness Trainer (Prävention) 1. Seminar 12./13. März 2011 2. Seminar 09./10. April 2011 in Bonn 3. Seminar 07./08. Mai 2011 jeweils 4. Seminar 28./29. Mai 2011

dfav.de Ausführliche Informationen zum Ausbildungsprogramm A-Lizenz Fitness Trainer (Prävention), Terminen, Umfang und Inhalten finden Sie im Internet auf unserer Seite www.dfav.de unter DFAV-Ausbildungen.

Ein grauer Elefant

– mitten im Raum!

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zurichten. Aber welchen Grund gibt es, die neuen Zielgruppen, die sich als ‚grauer Elefant‘ aufgestellt haben, nicht zu bedienen. Senioren mit und ohne Handicap, Zvilisationserkrankte und von Erkrankung Bedrohte, Verletzte und Operierte mit unvollständiger Rehabilitation, chronisch Schmerzgeplagte – für sie alle gilt längst, dass Fitnesstraining für sie geradezu unverzichtbar ist. Und warum dann nicht im dafür prädestinierten Fitnessstudio? Starten Sie daher am besten gleich mit der Ausbildung Fitness A-Lizenz Prävention (Medical Fitness), bevor es andere tun. Werden Sie zum Elefanten-Führer! G Prof. Dr. Theo Stemper Ausbildungsdirektor Fitness DFAV e.V. Foto: Rainer Sturm, pixelio.de

Eine englische Redensart beschreibt mit dem Bild des ‚grauen Elefanten‘, wie eine offensichtliche Entwicklung fahrlässig oder sogar sträflich vernachlässigt wird: „Stell Dir vor, da steht ein Elefant mitten im Raum – und keiner kümmert sich darum!“ Obwohl es ja eigentlich völlig unmöglich ist, das Tier nicht zu bemerken. Genau so aber scheint es beim Thema „Medical Fitness“ zu sein, denn nach wie vor weigert sich die Fitness-Branche hartnäckig, diesen ‚grauen Elefanten‘ wahrnehmen zu wollen. Vielleicht liegt hier aber gar kein Wahrnehmungsproblem vor. Möglicherweise mangelt es einfach am Zutrauen, das Fitnessstudio – und zwar am besten ab sofort – auf Medical Fitness aus-

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Prof. Dr. Theodor Stemper Sportwissenschaftler, Privat-Dozent an der Bergischen Universität Wuppertal, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Prae-Fit (DSSV, DFAV, dflv) und Ausbildungsdirektor Fitness beim DFAV e.V.


Marketing & Sales

Top oder Flop? Marketing via Social Media Einfach, kostengünstig und effektiv, also das Werbeinstrument der Zukunft, oder doch nur gehypt, überbewertet und nutzlos, also Zeitverschwendung? Was taugen Soziale Netzwerke wirklich? Wir haben nachgefragt bei Clubs und Unternehmen, die facebook & Co. für ihr Marketing nutzen. as genau sind eigentlich „Soziale Medien“? Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia erklärt Soziale Medien folgendermaßen: „Als Social Media (auch Soziale Medien) werden Soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften verstanden, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen.“

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Unendliche Möglichkeiten Marketing bei Facebook Tipps und Beispiele finden Sie auch unter www.facebookbiz.de

Soweit so gut. Viele Menschen nutzen soziale Medien wie Facebook oder Twitter – weltweit nutzen allein über 500 Millionen Facebook. Einige verbringen dort viel Zeit, manche teilen dort mit, dass sie gerade beim Zahnarzt sitzen, andere posten beeindruckende Fotos von ihrem Asienurlaub, mehreren gefällt das. Über all das könnte man schon manchmal den Kopf schütteln. Viele fragen sich, wozu das alles

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gut sein soll, sehen einfach den Sinn des Ganzen nicht, einige sind überfordert von den Möglichkeiten. Es geht aber bei Social Media nicht um gut oder schlecht. Soziale Netzwerke sind einfach da. Sie sind ein Phänomen unserer Zeit. Warum sollte man sie nicht nutzen? Studios und Trainer können in Sozialen Netzwerken sich und die eigene Leistung kommunizieren. Ein Studio kann sehr schnell auf Facebook posten, dass die Yoga-Stunde morgen leider ausfallen muss. Die Möglichkeit ist da. Es geht für jeden einzelnen einfach darum, herauszufinden, ob die Präsenz in Netzwerken wie Facebook etwas nützt, und falls ja, was man damit anstellen kann. Wir haben uns umgehört, haben uns bei denjenigen erkundigt, die Social Media in ihr Marketing einbeziehen – haben sie nach Tops und Flops und Tipps gefragt. Fortsetzung auf Seite 55.

fair fitness, Aalen Nachgefragt bei Roman Schwarz, Geschäftsführer bei fair fitness und verantwortlich für die Internet-Präsenz und Marketing. F&G: Warum haben Sie sich dafür entschieden, Ihren Club im Social-Media-Bereich zu präsentieren? Roman Schwarz: Das ist eine stark wachsende und nicht zu ignorierende Werbeplattform, die vor allem junge Menschen anzieht. Diese bilden unsere HauptZielgruppe. F&G: Für welche Aktivitäten nutzen Sie Social Media hauptsächlich? Roman Schwarz: Ankündigungen der Veranstaltungen und Angebote, Bekanntmachungen der aktuellen Club-Neuigkeiten. F&G: Was funktioniert besonders gut und ist bislang erfolgreich? Roman Schwarz: Die enorme Weiterempfehlungskraft, die die

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Marketing & Sales

Mitglieder und Interessenten hier ausüben, ist sehr nützlich. F&G: Was läuft nicht so gut und kostet eher Nerven? Roman Schwarz: Prinzipiell gibt es noch keine negative Entwicklungen oder Erfahrungen. F&G: Wie haben Sie die Pflege der Auftritte und und die Postings organisiert? Roman Schwarz: Wir haben eine Werbeagentur beauftragt, die große Erfahrung auf diese Gebiet redFitness, Schwerte besitzt. Nachgefragt bei Jan Rozanka, Geschäftsführer des gerade F&G: Wo sehen Sie die größten neu eröffneten Studios. Möglichkeiten von Social-MediaAktivitäten für die Zukunft? F&G: Warum haben Sie sich dafür entschieden, Ihren Club Roman Schwarz: Es wird in im Social-Media-Bereich zu präsentieren? wenigen Jahren sicher einen Jan Rozanka: Wir nutzen Plattformen wie Facebook um uns Übergang der „reinen Onlinemit Mitgliedern auszutauschen und Neuigkeiten zu verbreiPlattformen“ in den gesamten ten. Weiterhin stellt dies eine kostengünstige Möglichkeit Cross-Media-Bereich geben. Dort dar, viele Personen einer weit gefächerten Zielgruppe zu werden die Angebote auch durch erreichen. andere, z. B. klassische Medien, F&G: Für welche Aktivitäten nutzen Sie Social Media weitergenutzt werden, und werhauptsächlich? den somit auch für Menschen Jan Rozanka: Die Social Media Plattformen werden von uns außerhalb der Communitys zu überwiegend zur Verbreitung von Medien aller Art, zum erreichen sein. Verbreiten von News und zum anpreisen bestimmter SpezialF&G: Welche Tipps würden Sie angebote genutzt. Außerdem dient die Fanseite als zusätzliche Kollegen geben? Kommunikationsplattform. Roman Schwarz: Professionelles F&G: Was funktioniert besonders gut und ist bislang erfolgreich? Auftreten von Anfang an spart Jan Rozanka: Aktuell verwenden wir die sozialen Plattformen wie Nerven, Zeit und ist lohnenStudivz, Schuelervz und Facebook, wobei mit Facebook erfahrungsder als Eigenkreationen a gemäß mehr potentielle Mitglieder erreicht werden. là „Hauptsache F&G: Was läuft nicht so gut und kostet eher Nerven? es ist etwas Jan Rozanka: Wir haben bis jetzt keine negativen Erfahrungen gemacht. da“. F&G: Wer ist bei Ihnen im Club für die Pflege der Auftritte und Postings verantwortlich? Jan Rozanka: Unsere Studioleitung mit technischer Unterstützung einer spezialisierten Werbeagentur. F&G: Wo sehen Sie die größten Möglichkeiten von Social-Media-Aktivitäten für die Zukunft? Jan Rozanka: Social Media Dienste bieten die idealen Vorraussetzungen zur Interaktion mit den Mitgliedern. Es zeigt Kundennähe und gibt der Firma ein Gesicht. Mitglieder werden, anders als z.B. bei Newslettern, in die Prozesse eingebunden, was den Clubcharakter unterstützt. In Zukunft wird die Interaktion eine immer größere Rolle spielen und zusätzliche Dienste wie z.B. Online-Kursbuchung, Ernährungsberatung, Fitness-Rechner etc. gehören vor allem bei Premium-Studios zum Must-Have. F&G: Welche Tipps würden Sie Kollegen geben? Jan Rozanka: Eine Facebook-Fanseite für das Studio einrichten und Mitglieder einladen. Immer darauf achten, dass die Mitglieder informiert bleiben.

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Sports & Friends, Soltau Nachgefragt bei Sinja Opitz, verantwortlich für Marketing und den Online-Auftritt des Studios. F&G: Warum haben Sie sich dafür entschieden, Ihren Club im Social-Media-Bereich zu präsentieren? Sinja Opitz: Social Media hilft uns, die Kommunikation mit unseren Mitgliedern und potentiellen Mitgliedern zu optimieren und zu vereinfachen. Durch Ausnutzung von viralen Effekten verbreiten sich Neuigkeiten in kürzester Zeit und wir können sehr viele Kunden erreichen. Außerdem besteht für uns die Möglichkeit, die Nutzung des Social Media Bereiches mit Hilfe von Statistiken genau nachzuvollziehen. Wir bekommen so direkt ein Feedback, welche Aktionen und News für unsere User interessant sind. Und ganz nebenbei stärken wir unser Brand- und Produkt-Awareness. F&G: Für welche Aktivitäten nutzen Sie Social Media hauptsächlich? Sinja Opitz: Verbreitung von News, Einladungen zu unseren Events, Veranstaltungen und anderen Aktivitäten. F&G: Was funktioniert besonders gut und ist bislang erfolgreich? Sinja Opitz: Unser Fitness-Studio trägt den Namen „Sports & Friends“ mit dem Leitspruch: „wo sie Freunde treffen“. Social-Media trifft damit den Kern dieser Philosophie im virtuellen Bereich. Freunde werden in der heutigen Zeit auch „online“ getroffen, es findet eine soziale Interaktion statt, Freundschaften werden geknüpft und gepflegt. Wir stellen seit unserem Auftritt im Social Media Bereich eine bessere Identifikation unserer Kunden zu dem Produkt „Fitness“ und unserem Unternehmen fest. Das „Wir-Gefühl“ hat sich verstärkt. Unsere Corporate Identity wird also um ein Vielfaches mehr über diesen Weg untermauert. Des Weiteren werden Neuigkeiten unter den Usern viel schneller verbreitet als auf dem herkömmlichen Wege. So erreichen z. B. kurzfristige Änderungen unseres Kursplanes die Facebook-Nutzer umgehend.

F&G: Was läuft nicht so gut und kostet eher Nerven? Sinja Opitz: Wir haben bisher noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Der einzige Nachteil ist, dass wir nur die User mit unseren Botschaften erreichen, die diese sozialen Netzwerke auch nutzen. Sehr gefreut hat uns – und bestimmt auch Facebook – dass sich einige unserer Mitglieder entschlossen haben, aufgrund unseres Facebook-Auftrittes dieser Plattform beizutreten. F&G: Wer ist bei Ihnen im Club für die Pflege der Auftritte und Postings verantwortlich? Sinja Opitz: Unsere Marketingabteilung. F&G: Wo sehen Sie die größten Möglichkeiten von Social-Media-Aktivitäten für die Zukunft? Sinja Opitz: Kunden werden in der Zukunft immer mehr zu Fans. Denn Fans halten die Treue, können sich besser mit dem Produkt identifizieren, verzeihen Missgeschicke und kommen von alleine. Das angestrebte Ziel sollte sein, dass Menschen Ihr Unternehmen mögen und ein gutes Gefühl bekommen, wenn Sie Ihr Logo irgendwo sehen. Unserer Meinung nach dient vor allem der Social-Media-Bereich dazu, diesem Anspruch jetzt und in Zukunft gerecht zu werden. Communities werden immer mehr an Macht gewinnen und zur treibenden Kraft werden. Ziel jedes Unternehmens sollte sein, diese Kraft positiv für sich zu nutzen. F&G: Welche Tipps würden Sie Kollegen geben? Sinja Opitz: Fangen Sie ruhig erst einmal klein an, auch wenn Sie bislang mit Social Media wenige Berührungspunkte hatten. Lassen Sie sich nicht von der Bandbreite an Möglichkeiten im Social Media Bereich entmutigen. Sie können in das Thema „Social Marketing“ mit steigender Fangemeinde hineinwachsen. Verlinken Sie Ihre Homepage direkt mit Twitter oder Facebook und weisen Sie per Aushang in Ihrem Studio und/oder per Newsletter auf Ihr Unternehmen z. B. bei Facebook hin. So bekommen Sie in kürzester Zeit eine größere Anzahl von Fans.

Social Networking Infos zu den Möglichkeiten in, zum Umgang mit und der Positionierung in Sozialen Netzwerken finden Sie unter www.socialnetworkstrategien.de

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miha bodytec Nachgefragt bei Jürgen Decker, Geschäftsführer. Bei miha bodytec ist die Social-Media-Marketing Chefsache. F&G: Denken Sie, dass Firmen heutzutage noch ohne Social-MediaPräsenz arbeiten können? Jürgen Decker: Das ist abhängig von der Zielgruppe, die es anzusprechen gilt. Nehmen wir uns als Beispiel: Wir nutzen die Plattformen, für „Endkunden-Propaganda“ - d. h. um die relativ junge Trainingsform „EMSTraining“ beim Endanwender, also dem Kunden unserer Kunden, bekannt zu machen. Dafür passt es perfekt. Für reines B2B Geschäft kann es auch ohne gehen. F&G: Welche Plattformen werden von miha bodytec hauptsächlich genutzt? Jürgen Decker: Facebook und Twitter F&G: Was funktioniert besonders gut und ist bislang erfolgreich? Jürgen Decker: Unser Facebook-Start war im Oktober 2010. Zum Jahresende, d.h. knapp drei Monate später, haben wir mit unseren Freunden bei Facebook die 1000er Marke überschritten. Was gut funktioniert ist die aktive Weiterempfehlung: Anwender berichten von positiven Erlebnissen oder Ergebnissen und sorgen damit für Bekanntheit der Trainingsform im eigenen „Netzwerk“. Ein dadurch generierter neuer Interessent kann über unsere „Einrichtungssuche“ einen gewerblichen Anbieter in seiner Nähe finden. Unser Ziel ist, über Social Media Unterstützung für unsere Kunden zu generieren – d.h. durch Facebook generieren wir Interessenten für

unsere Kunden - die freuen sich drüber, machen mehr Geschäft, sind mit uns zufrieden, kaufen nach und erzählen es weiter. Aus diesem Grund – und um dies zu beschleunigen – haben wir vor kurzem auch die „Gib uns Dein Feedback“ Kampagne gestartet. F&G: Wo sehen Sie die größten Möglichkeiten von Social-Media-Aktivitäten für die Zukunft? Jürgen Decker: Es ist der kürzeste und vor allem der schnellste Weg, NEUE Dinge einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Fassen wir zusammen: Fassen wir also zusammen: Negative Erfahrungen hat keines der Unternehmen, die wir gefragt haben gemacht – zumindest bis jetzt. Flops: Fehlanzeige. Welches sind für die Studios, die wir gefragt haben, die Tops? Social Media ist eine moderne, stark wachsende Werbeplattform mit enormer Weiterempfehlungskraft. Als Marketingplattform ist es kostengünstig, erreicht schnell viele Mitglieder und schafft eine eigene Community, in der Mitglieder und Kunden sich am Auftritt des Studios oder der Firma aktiv beteiligen. Welche Tipps haben wir bekommen? Ein professioneller

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Auftritt, also von spezialisierten Agenturen unterstützt, spart Nerven und wirkt einfach professioneller. Das sagen zwei der Firmen ausdrücklich. Es gibt aber auch den Rat, ruhig klein anzufangen und mit der Fangemeinde zu wachsen, weil man sowieso erst lernen muss, die Möglichkeiten zu nutzen. Das Fazit unserer kleinen Umfrage fällt ausgesprochen positiv aus. Falsch machen kann man auch nicht wirklich viel, wenn es mit oder ohne Unterstützung einer Agentur funktioniert – das ist nur eine Frage des Budgets. Einen Versuch ist es allemal wert, das Risiko ist minimal.

Infos zum Marketing bei Facebook finden Sie z. B. unter http://facebookmarketing.de (ohne www !) mit vielen Tipps auch in rechtlichen Dingen und sehr umfangreichen Best-Practice-Beispielen Marketingstrategien bei twitter werden unter http://twittermarketingstrategy.net (ohne www !) in englischer Sprache sehr gut erklärt.

Danke! Wir bedanken uns bei fair fitness in Aalen, redfitness in Schwerte, Sports & Friends in Soltau und bei miha bodytec dafür, dass Sie uns in Ihre Karten schauen lassen und sich die Zeit genommen haben, auf unsere Fragen zu antworten – das ist nicht selbstverständlich.

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Nachfragesog Innovation

Das Marketingkonzept von Power Plate zielt sowohl auf den professionellen Fitnessmarkt als auch auf den Markt für Home Fitness. Über die Bekanntheit der Marke und des Trainingskonzeptes bei Endverbrauchern wurde die Nachfrage nach Vibrationstraining für professionelle Fitnessanbieter geschaffen. m Anfang jeder erfolgreichen Marke steht ein Traum. Aus diesem Traum wurde eine Vision: Power Plate zu einer im deutschsprachigen Raum

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bekannten und exklusiven Marke zu entwickeln in punkto Trainings-Innovation, Qualität und Konzept. Und das im Home Fitness- (B2C) und Profi-Fitnessmarkt (B2B).

Power Plate startete 2001 in Deutschland mit der Idee, das Fitnesstraining begehrlich zu machen für Trainingsfaule, die keine Lust hatten ins Fitnesscenter zu gehen und trotzdem schnelle Trainings-Erfolge in kurzer Zeit erzielen wollten. Wie so oft bei Innovationen, lehnen potenzielle Kunden diese am Anfang erst mal ab. Sowohl die Konsumenten, die für zuhause ein universelles Trainingsgerät suchen als auch Fitnesscenter-Betreiber waren anfänglich mehr als skeptisch. So hat es auch vier Jahre gedauert bis Power Plate erste wirkliche Verkaufserfolge im B2C und B2B Markt verzeichnen konnte. Power Plate bedeutete damals und auch heute einen Paradigmenwechsel im Bereich der Trainingslehre. Ein neues Trainingssystem, das einfacher, gleiche oder bessere Trainingsergebnisse in kürzerer Zeit liefert. Aus der 2001 auf dem Markt gebrachten Power Plate „Classic“ entwickelt sich innerhalb von neun Jahren eine ganze „Produktfamilie“, angefangen von der My 3 und My 5 für den B2C Markt bis hin zur pro5 und dem Spitzenmodell, der pro6 AIRdaptive für den B2B Markt.

Marketing Grundsätzlich hatte Sascha Diefenhardt, der Inhaber von Power Plate Deutschland und Österreich, damals schon das ganz klare Ziel, Power Plate im B2C und B2B Markt gleichermaßen zu einer starken Marke aufzubauen, da er fest davon über-

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zeugt war, das sich für Power Plate beide Märkte synergetisch befruchten. Die ersten Jahre investierte er jährlich 15 %–20 % des Umsatzes in Marketing und das ganz gezielt, um Endkunden zu bewerben, sich eine „lifestylige“ Power Plate für ihren Home Fitness Bereich anzuschaffen. 80 % des Werbeetats wurde im B2C Markt ausgegeben. Dieses Marketingkonzept stieß nicht unbedingt auf die Gegenliebe vieler Fitnesscenter-Betreiber, die sich fragten, warum ein Hersteller, der auch hochwertigstes Profi Fitness-Equipment herstellt, Endkunden bewirbt. Der beabsichtigte Effekt hinter dieser Vorgehensweise, war der, dass gerade für Fitnesscenter ein Nachfragesog erzeugt werden sollte, nach dem Motto: „Haben sie auch Power Plate?“.

Konzept Aber nicht nur die Power Plate selber macht den Erfolg in beiden Märkten aus. Betreuung, Service

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und Qualität wird bei Power Plate ganz groß geschrieben. Jeder Käufer einer Home Fitness Power Plate wird durch einen Power Plate Personal Trainer aus seiner Region auf dieses High Tech Trainingsgerät eingewiesen. Der Effekt daraus kann sich sehen lassen. Immerhin 85 % der privaten Kunden buchen wieder einen Personal Trainer um möglichst effizient – und das bei kurzen Trainingseinheiten – und erfolgreich zu trainieren. Mittlerweile hat Power Plate ein eigenes Personal-Trainer-Netzwerk in Deutschland und Österreich mit über 120 Personal Trainern aufgebaut, die den Privatkunden zur Verfügung stehen. Den gewerblichen Anbietern, wie Fitnesscentern, Therapieeinrichtungen, Hotels, Physiopraxen und natürlich auch den Power Plate Studios etc. steht neben einem schlagkräftigen Marketing-Konzept (wie z. B. nationalen Kampagnen in auflagenstarken B2C Lifestyle Magazinen), die Power Plate Academy mit zahlreichen Fach-Ausbildungen im Bereich Training, Kurse, Sales, etc., sechs Schulungsstandorte und Show Rooms in Deutschland und Österreich und regionale Netzwerktreffen, etc. zur Verfügung.

Zielgruppen Bisher wurden die Power Plates zu 70 % von Frauen genutzt, die kein Interesse am herkömmlichen Kraft-Training oder grundsätzlich kein Interesse an Sport hatten. Durch die neuen Entwicklungen, wie das Modell Power Plate pro 6 mit Oberkörperseilzug unter Vibration, soll sich die Quote der trainierenden Männer deutlich erhöhen, da die Performance, beim

für die Männer so wichtigen Oberkörpertraining, beeindruckend ist.

Markenpartner Auch in punkto Markenkooperationen hat Power Plate in den vergangenen Jahren erfolgreiche Partnerschaften und Cross-Marketing-Kooperationen mit Premium Marken, wie alle AIDA Clubschiffe, Esteè Lauder, Ferrari, Porsche, alle Robinson Clubs weltweit, Kempinski Hotels und Co. abgeschlossen. So erzeugen die Kunden dieser Marken zahlreiche „Leads“ und Anfragen bei kommerziellen Fitnessanlagen und den mittlerweile mehr als 200 Power Plate Microstudios. Die Idee hinter den aktiv gelebten Markenpartnerschaften mit Top Brands besteht darin, die Marke Power Plate begehrlich zu machen und das nicht nur für den privaten Kunden, sondern gerade auch für den Fitnesscenter-Inhaber. Power Plate ist der erste Fitnessequipmenthersteller, der als Premium-Endkundenmarke bekannt ist.

Fazit Power Plate hat es geschafft, sowohl im B2C als auch im B2B Markt als begehrliche lifestylige Marke eine Marktführerposition einzunehmen. Über 10.000 Endkunden haben sich bisher für eine Power Plate für ihren Home Fitness Bereich entschieden, sowie 2.200 gewerblichen Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zahlreiche der privaten Power Plate Besitzer, trainieren zudem auch noch in einer kommerziellen Fitnessanlage. Auch in 2011 wird Power Plate weiter in Marketing und Werbung investieren und Ziel gerichtet B2C und B2B Marketing miteinander verknüpfen um noch attraktiver für seine privaten und gewerblichen Kunden zu werden. G Jörg Hidding

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Marketing & Sales

Vom Verkaufen und vom Ge A Wie sich der Verkauf in der Fitnessbranche verändert hat.

ls ich mir die ersten Fitnessgeräte beim Luxemburger Jean Possing kaufte, waren nur einige wenige Geräte mit Kugellagern ausgestattet. 1972 war das so eine Art „de luxeAusführung“. 15 Jahre später, auf der 2. FIBO, waren dann ca. 100 Kraftgerätehersteller unter den 300 Ausstellern, für die der Einbau von Kugellagern eine Selbstverständlichkeit war. Damals ging es darum, wer die besten Excenter einbaute, um einen möglichst gleichmäßigen Muskeltonus zu erreichen.

Vom reinen Training ... Anfang der 90-er verlangte die DIN-Norm für stationäre Fitnessgeräte die Verkleidung der beweglichen Teile an den Geräten, was dann bei den Herstellern in einen Design-Wettbewerb mündete. Schon Ende der 80-er Jahre hatte in Deutschland die Zeit der Cardiogeräte begonnen. Während bis dahin fürs „Warmmachen“ vor dem Training primär die Standräder von Ergo-Fit und Dynavit in Frage kamen, drängten immer mehr Firmen mit Cardio-Fitnessprodukten auf den Markt, insbesondere die amerikanischen Firmen. Laufbänder, Rudergeräte, Fahrräder, Stepper, Treppen- und Climbing-Geräte bis hin zu den Elipsengeräten eroberten die Studios. Inzwischen stellen Cardiogeräte 30 bis 40 % des Geräteparks in allen fortschrittlichen Studios.

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… über die technische Ausstattung ...

Mit diesen Cardiofitnessgeräten begann dann das, was über das normale Gerätetraining hinausgeht. Zunächst kamen Geräte auf den Markt, die Rennen gegen frei auswählbare Gegner aus dem eingebauten PC erlaubten, dann wurden die Geräte elektronisch untereinander verbunden und man fuhr gegen die oder den Trainingskollegen. Ende des letzten Jahrtausends begann eine Zeit, in der das Design der Geräte immer futuristischer wurde. Die Integration von Fernsehen, Internet, Spielen und Videos, etc., die man über Monitore steuern konnte, oder über Displays, die direkt an den Geräten angebracht waren. Fast gleichzeitig begann dann in Folge des 11. September 2001 ein Rabattkrieg, während dessen einige Gerätehersteller nur noch über einen extrem rabattierten Preis verkauften. Es gab allerdings auch den einen oder anderen Hersteller, der sich nicht an dem Rabattkrieg beteiligte, der Anfang des letzten Jahrzehnts ausbrach, sondern sich auf die trainingsfördernde Weiterentwicklung seiner Geräte konzentrierte.

… zum unfassenden Fitnesskonzept Beide Richtungen hatten ihre Erfolge – berechtigterweise. Dann tauchten aber die Verkäufer und Berater auf, die rund um ihre Geräte „Geschichten“ erzählen

konnten. Diese Geschichten handelten von Trainingsoptimierung und Trainingserfolgen, einem positiven Trainingszeitmanagement, gewaltiger Mitgliederzufriedenheit, riesigen Anmeldequoten etc. Diese Verkäufer und Berater waren auch in der Lage, den Kunden die Vorteile ihrer Geräte glaubhaft darzustellen und sie als Kunden oder Mitglieder zu gewinnen. Einer, der mit einem Rundumkonzept, das vom Geräteverkauf bis zur Anmeldung des Mitglieds im Studio ausgeklügelt war, absolut überzeugen konnte, war Mario Görlach. Eigentlich hatte

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schichten erzählen Begeisterung beim Gegenüber zu erzeugen, ist natürlich auch durch weitere Maßnahmen möglich. So muss der Studioeigentümer schon recht „abgezockt“ sein, wenn er sich bei der Facilitysuche und Finanzierung seines neuen Studios von einer Gerätefirma unterstützen lässt, um dann beim Mitbewerber die Geräte zu bestellen. Auch mit einer Leasingbank im Gepäck verkauft es sich in Deutschland einfacher. Es gibt auch immer noch einige Hersteller von Kraft- und Cardiogeräten, die schaffen es, ohne eigenes, zusätzliches Schulungsprogramm, Ihre Geräte an den Mann bzw. Frau zu bringen.

Verkaufshilfe Schulung

der „alte Miehlich“ schon immer gute Maschinen gebaut, nur beim Verkaufen, da haperte es. Dann kam Mario Görlach und propagierte das Zeitalter des Zirkels. Mit eigenen, nachvollziehbaren Wortschöpfungen, mit „BestPractice-Beispielen“ und mit nicht enden wollenden Argumenten für den Einsatz des Zirkels überzeugte er die Studioinhaber und verdiente wirklich gutes Geld. Die Botschaft, das Wissen, die Tricks und Kniffe, auch die Mitglieder zu überzeugen und letztlich zu ihrem Glück oder ihrer Gesundheit zu zwingen, wurde letztlich fast genau so entscheidend, wie die Qualität der Geräte.

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Was aber alles in den Geräten steckt, wie man das Maximale für sich selber bzw. die Mitglieder aus diesen Geräten herausholen kann, wie man durch den gekonnten und bewussten Einsatz der Geräte die Mitglieder motivieren und von der Richtigkeit ihrer Studiowahl überzeugen kann, dass sehen heute schon viele Hersteller von Fitnessprodukten als entscheidende Verkaufshilfe an. So arbeitet der Deutsche Fitnessund Aerobic-Verband bereits mit einigen hochkarätigen Firmen zusammen, deren Ausbildung er für die Lizenzverlängerung im Zusammenhang mit den 3L (Life-Long-Learning) anerkennt. Die Absolventen werden im größten, deutschen Trainerregister geführt und diese Schulungen z. B. hier in der F&G beworben.

Der gläserne Kunde Doch nicht nur beim Fitnessequipment gelten diesen Regeln. Auch bei

den Dienstleistern, wie z. B. den Software-Herstellern oder den Anbietern von Ausbildungen, den Choreographie- und Programm-Anbietern, muss die Geschichte rund um die Dienstleistung stimmig sein. Was uns vor 15 Jahren noch begeistern konnte, nämlich der HappyBirthday Song, der beim Durchziehen der Mitgliedskartekarte des Geburtstagskindes erklang, ruft beim informierten Studiobetreiber heute nicht einmal mehr ein Lächeln hervor. Heute kann eine gute Software das Mitglied vom Eingang bis zum Ausgang z.B. über ein Transponder-System begleiten. Die Software notiert mit einem unendlichen Gedächtnis Trainingsdauer, Trainingsprogramm, Intensität, Stärken und Schwächen. Sie hält die Kosten für Getränke, Sonnenbank und die Zeit in der Sauna bis zum Öffnen des Spindes fest. Eine derartige Dokumentation ist Grundlage für Betriebssport- und/oder Krankenkassenvereinbarungen. Vom aufmerksamen Trainer kontrolliert, kann sie Grundlage für einen frühzeitigen oder bisweilen auch rechtzeitigen Arztbesuch sein.

Am Ende entscheidet die Qualifität Eine lange und intensive Geschichte, die aber nur Erfolg zeigt, wenn der oder die Vortragende frisch und unverbraucht ist und so Begeisterung entfachen kann. Last but not least zeigt sich aber auch hier: Wenn die Produkte nicht die entsprechende Qualität haben, nützt am Schluss die beste Verkaufskanone gar nichts, denn auch der Superverkäufer verliert dadurch letztlich seine Glaubwürdigkeit. G Volker Ebener

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Marketing & Sales

Foto: P. Kirchhoff, pixelio.de

Haftung gesichert Haftungsrisiken und ihre Absicherung für Trainer und Studio aftungsrisiken für Fitness- und Aerobictrainer – warum ist das für den Inhaber eines Fitnessbetriebes überhaupt ein Thema? Sollten sich die Trainer nicht einfach selbst informieren und absichern? Oder sind alle Mitarbeiter des Unternehmens nicht generell in den Betriebshaftpflichtvertrag des Studios einzuschließen – gleichgültig, ob fest angestellt oder freiberuflich für das Studio tätig?

vorausgesetzt, dass sie auch korrekt in der Beitragsberechnung berücksichtigt werden. Dies lässt sich anhand der Angaben in der Police feststellen. Freiberufliche Trainer – sowohl nebenberuflich als auch hauptberuflich Tätige – können ebenfalls in der Betriebshaftpflichtversicherung des Fitnessbetriebes berücksichtigt werden. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob dies für die Beteiligten (Inhaber und Trainer) sinnvoll ist.

auf Conventions tätig sind, an Aus- und Fortbildungen teilnehmen oder einfach Behördengänge erledigen. Die Haftpflichtversicherung des Studios greift in diesen Fällen nicht. Und selbst wenn der Trainer für die Tätigkeit in diesem Studio in die Versicherung des Studios eingeschlossen ist, müsste er sicherheitshalber regelmäßig kontrollieren, ob die Be triebshaftpflichtversicherung des Studios besteht und der Beitrag gezahlt wurde.

Welche Vorschriften gelten?

Mitversicherte Freiberufler?

Empfehlung

Für Haftpflichtversicherungen gelten die Grundsätze der gesetzlichen Anspruchsgrundlagen, insbesondere § 823 BGB (Schadensersatzpflicht). Über die Betriebshaftpflichtversicherung sind Haftungsrisiken aus dem Betrieb eines Fitnessstudios abgesichert. Diese Absicherung umfasst die Verkehrssicherungspflicht (Schnee- und Streupflicht, Wartung der Trainingsgeräte, usw.), die Trainingsanleitung, die Durchführung von Kursen durch Inhaber und Trainer bis hin zur Teilnahme an Branchen-Events und Fortbildungsseminaren. In diese Versicherungsverträge sind sowohl der Inhaber als auch die angestellten Mitarbeiter und Trainer eingeschlossen, immer

Aus Sicht der Studiobetreiber: Zum einen müssen die Trainer in der Beitragsberechnung berücksichtigt werden, sofern sie im Vertrag gefasst werden sollen. Zum anderen kann es vorkommen, dass ein Haftpflichtanspruch direkt an einen freiberuflichen Trainer gestellt wird, zum Beispiel, wenn sich ein Mitglied aufgrund einer fehlerhaften Trainingsanleitung verletzt. In dem Fall wird der Betriebshaftpflichtvertrag des Inhabers mit einer fälligen Schadenszahlung negativ belastet. Dies kann sich ungünstig auf den Beitrag auswirken. Aus Sicht der freiberuflichen Trainer: Häufig sind Trainer auch in eigenem Auftrag unterwegs. Zum Beispiel wenn sie für mehrere Studios oder als Presenter

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Bogna Stökner Zielgruppenmanagerin für die Fitnessbranche bei der Gothaer. Ausführliche Informationen bekommen Sie unter Tel.: 0221 308-33873

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Die Empfehlung der Gothaer: Eine eigene Haftpflichtversicherung für freiberufliche Trainer. Bei freiberuflich-nebenberuflichen Trainern kann diese Tätigkeit in deren Privathaftpflichtversicherung integriert werden. Dafür wird kein separater Vertrag benötigt. Für freiberufliche Trainer im Hauptberuf ist eine eigene Berufshaftpflichtversicherung erforderlich. Bei der Gothaer ist z. B. auch der Verlust fremder beruflicher Schlüssel ohne Aufpreis eingeschlossen. Studioinhaber und Trainer sollten das Thema miteinander besprechen und am besten einen kompetenten Fachmann hinzuziehen – bevor ein Schaden eintritt. G Bogna Stöckner

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Convention

Conventions

meets Party

Die 2. Late-Night-Convention Am 6. November in Düsseldorf war es wieder soweit: Die Late-NightConvention von Pure Emotion verband zum zweiten Mal Choreographien und Fitnesskonzepte sehr erfolgreich mit einer stimmungsvollen Party. s fühlte sich an, als sei man live bei einem Robbie Williams-Konzert: Lichtkegel in orange, lila und pink schwenkten über Menschen, die sich jubelnd und harmonisch bewegen. Der Sound des MOVE YA!DJs und des Star-Drummers Vince Percu aus Paris brachten die Hallen zum Beben. Einige der besten Presenter, wie z. B. Marc-Oliver Kluike, Balazs Füzessy, Magnus Ringberg, Per Markussen, Esther Frangenberg, Petra Kluike und die FIBO-Botschafterin Jessica Exposito, zeigten ihre neuesten Choreographien.

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Location und Lichteffekte sind einzigartig Die 2. Late-Night-Convention fand wieder in der spektakulären Location einer modernisierten Fabrikhalle statt. In dieser einzigartigen Atmosphäre aus Licht, Ambiente und Spaß erlebten die Trainer und

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Fitness-Enthusiasten in fünf Hallen neueste Trends und ausgefeilte Fitnesskonzepte. Das Paket „Late-Night-Convention“ wurde konzipiert, um der Convention den Charakter eines unvergesslichen Events zu geben. Das Konzept ist ein Volltrefer, wenn man diejenigen fragt, die dabei waren: „Man muss es selbst erlebt haben!“ war die häufigste Antwort. People in Motion und Pure Emotion haben die Late-Night-Convention 2009 ins Leben gerufen. Die Veranstaltung startet seither jedes Jahr im Spätherbst, Samstag mittags um 12.00 Uhr. Allen – Teilnehmern, Presentern und Organisatoren – wird auf diese Weise eine entspannte Anreise ermöglicht. Weil später aber auch die Großzahl der Kurse im Dunkeln stattfindet, kommen die aufwendigen Lichteffekte richtig zur Geltung und geben der Convention die besondere Atmosphäre.

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Conventions

dorf. Das Motto wird dann lauten: „A day to remember“. Für diesen Termin wurde eigens das 2DTeaching kreiert. 2D-Teaching bedeutet, dass auf zwei sich gegenüberstehenden Bühnen mit mindestens zwei Presentern den Teilnehmern eingeheizt wird. So bringen Frontwechsel nicht nur Abwechslung sondern auch besonders Spaß. Eine weitere Innovation werden in Düsseldorf die sogenannten „Take away Choreographien“ sein. Diese Choreos können eins zu eins von den Trainern im Studio umgesetzt werden und sind auch für Nicht-Trainer, die die Conventions besuchen, absolut tanzbar. Pure Emotion will so dem allgemeinen Trend, des ansteigenden Schweregrades auf Conventions entgegengewirken, denn leider haben viele Choreos mit den Unterrichtsstunden, die im Studio angeboten werden, nicht mehr viel gemein.

All Summer long

Die Kurse enden in jedem Jahr um 20.15 Uhr. Nach einer erfrischenden Dusche wird zum krönenden Abschluss zur Party mit Pasta- und Salat-Büffet sowie Live-DJ geladen. Hier kann jeder Teilnehmer mit seinem Lieblings-Presenter reden, tanzen oder einfach Spaß haben. Alle, die im vergangenen Jahr nicht dabei sein konnten, sollten sich den 29. Oktober 2011 vormerken, wenn Pure Emotion zur 3. Late-Night-Convention einlädt.

2D und „Takeaway Choreos“ Die nächste Convention von Pure Emotion findet bereits am 5. März 2011 statt – ebenfalls in Düssel-

Im Mai (21. bis 28.) und September (10. bis 17.) bieten Pure Emotion und People in Motion auch wieder die beliebten Dance- & Wellness-Wochen auf Ibiza an. Unter der Sonne Spanien´s bewegen Europa´s Top-Presenter über 300 Teilnehmer mit Aerobic, Step, Dance, Yoga, Pilates, Cycling, Hot Iron, Toning, u.v.m. Die athletischere Variante, die HOT IRON® Athletic Week, findet ebenfalls im Mai (14. bis 21.) auf Ibiza statt. Für Erfrischung, Erholung und Entspannung steht die von 7. bis 16. Juli 2011 erstmalig stattfindene Sport- & Relax-Week in Kitzbühl, Österreich. Hier kann wirklich jeder Ruhe finden und neue Energie tanken. Yoga, Pilates, Body & Mind-Kurse, Massagen, Kosmetik, Spa-Anwendungen und der wunderschöne Wellness-Bereich mit Schwimmbad bringen Regeneration und Urlaub pur! Ausführliche Informationen erhaltet ihr unter 02151-649 215 oder unter www.pure-emotion.de. G

Auch die Presenter hatten wieder sichtlich Spaß bei der 2. Late-Night-Convention. Gut zu sehen bei Jessica Exposito, Vince Percu und Marc-Oliver Kluike (v.l.)

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Conventions

Trends von morgen Die internationale DFAV-Convention auf der FIBO – 14. bis 17. April 2011 ie Int. DFAV Convention im Rahmen der FIBO 2011 wird für alle Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. Von Donnerstag, den 14., bis Sonntag, den 17. April 2011, erleben Trainer und Instruktoren auf dem Essener Messegelände hautnah die Trends von Morgen.

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Highlights in Essen Guillermo G. Vega

Mehr als 40 Presenter – die Crème de la Crème der internationalen Presenter-Szene – und mehr als 100 Masterclasses sind dabei. Unter anderem werden Jessica Exposito, Balázs Füzessy, Marc-O. Kluike, Jutta Schuhn, Andreas

Preise für DFAV-Mitglieder

Bala´zs Fu ¨zessy.

Jetzt noch bis zum 31.01.2011 anmelden und günstigen Staffelpreis sichern! 1 Tag: 89,90 Euro (nur Do. oder Fr.) 99,90 Euro (nur Sa.) 59,90 Euro (nur So.) 2 Tage: 139,90 Euro 3 Tage: 169,90 Euro 4 Tage: 199,90 € Preise pro Person / inkl. MwSt.

Alle weiteren Infos zu Übernachtung, Stundenplan, Presenterinfo, Anmeldung etc., bekommt ihr unter www.pure-emotion.de/fiboconvention2011 oder unter der Hotline 0049 2151 649215

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Sasse, Jean-Brice Panza oder Patric Lauruhn in Essen ihre neusten Choreografien vorstellen. Zum ersten Mal dabei sind Per Markussen, Ronin Städler, Corinna Kühnle und Michael de la Cruz. Unterstützt werden die Presenter bei einigen Classes von den MOVE YA DJ’s Andy und Frank sowie von Bassam Abdul-Salam, dem Solotrommler des Disney-Musicals „Der König der Löwen“ in Hamburg!!

Für alles ist gesorgt Die Convention wird in der Halle 5 stattfinden, wo die top-aktuellen Group-Fitness-Trends präsentiert werden: ZUMBA, Pilardio, Soulflow, Sypoba Workout, FlowTonic, YOGA move u.v.m. Für Pilates, Yoga & More bietet der Raum Ruhr genügend Platz. Ein extra großer Seminarraum, Konferenz C, ermöglicht auch dieses Jahr wieder beste Vorraussetzungen für die Theoriestunden. DFAV-Mitglieder erhalten pro Teilnahmetag 5 Euro Ermäßigung – bei vier Tagen also bis zu 20 Euro Ermäßigung – und können wieder bis zu 27,5 LVE’s zur Verlängerung ihrer Lizenz sammeln. Frisches Obst, Wasser, kostenlose Fitness Riegel und ausreichende Duschmöglichkeiten sind ebenso im Anmeldepreis enthalten, wie der freie Eintritt zur FIBO und auf Wunsch ein Teilnahme-Zertifikat.

Überzeugt Euch selbst!

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zu guter Letzt

Spätes Einsehen Unser Aufruf über Internet, „body LIFE“ und „Aerobic und Fitness“ hat offensichtlich Wirkung gezeigt. Der Einkauf privatgenutzter Güter über die Geschäftskonten von Fitnessstudios ist mittlerweile wieder leicht rückläufig. Sie erinnern sich: Im Frühjahr des vorigen Jahres hatten Patrick Schlenz und Volker Ebener nach zähen Verhandlungen eine Verbesserung des Ratings für Fitnessstudios erreicht. Fitnessstudios wird seit dem ein eigenes Rating zugestanden. Bis dahin wurden Fitness-Studios bei Banken in einer Kategorie mit Sonnen-, Tattoo- und Piercing-Studios geratet. Dieses neue, erheblich verbesserte Rating der Fitnessstudios verführte den einen oder anderen Studiobetreiber, seine kostenintensiven Privateinkäufe über das Firmenkonto abzuwickeln.

Inserentenverzeichnis Amer Sports Europe Services GmbH, www.precor.de

Seite 23

Augenthaler GmbH, Power Plate Deutschland, www.power-plate.de

Seite 17

Club Business Services GmbH, www.club-business-services.de

Seite 47

DFAV e.V, www.dfav.de

Seite 11, 37, 65, U3

Dr. Wolff Sports & Prevention GmbH, www.dr-wolff.de EASYFITNESS GmbH, www.easyfitness-center.de emotion fitness GmbH & Co. KG, www.emotion-fitness.de Ergo-Fit GmbH & Co. KG, www.ergo-fit.de

Seite 27 Seite 21, 34 Seite 49 U4

Johnson Health Tech. Deutschland GmbH, www.matrix-fitness.de

Seite 41

LMT Deutschland AG, www.lmt.eu

Seite 15

miha bodytec GmbH, www.miha-bodytec.de

U2

milon industries GmbH, www.milon.com

Seite 31

proxomed Medizintechnik GmbH, www.proxomed.com

Seite 29

publishDESIGN, www.publish-design.de

Seite 23

Pure Emotion GmbH, www.pure-emotion.de

Seite 19, 61

Pulse Fitness GmbH, www.pulsefitness.de

Seite 9

SCHNELL Trainingsgeräte GmbH, www.schnell-online.de

Seite 7

Dieser Ausgabe sind Beilagen folgender Firmen beigefügt: Polar Electro GmbH Deutschland, Pure Emotion GmbH sowie eine Extra-Ausgabe des Ausbildungsprogramms des DFAV e.V. Wir bitte Sie, diese zu beachten.

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Impressum Herausgeber Club Business Services GmbH Geschäftsführer Volker Ebener, V.i.S.d.P. Postdamer Platz 2, 53119 Bonn Tel.: +49 (0)228 / 725 39-44 FAX: +49(0)228 / 725 53 959 E-Mail: ebener@club-business-services.de Consultant Patrick Schlenz Beta Verlag und Marketinggesellschaft mbH Celsiusstraße 43, 53125 Bonn Tel.: +49 (0)228 / 919 37-22 E-Mail: patrick.schlenz@beta-publishing.com Redaktion Jürgen Wolff Tel.: +49 (0)170 323 81 42 E-Mail: juergen.t.wolff@web.de Redaktionsteam Prof. Dr. Theodor Stemper, Christiane Ziemer, Raymond Zipter, Bogna Stöckner, Wibke Hetfeld, Martina Santellanes, Tobias Willeke, Sven Hitz Layout publishDESIGN Hanns-Friedrich Beckmann Telefon 02243 841927 www.publish-design.de hf.beckmann@publish-design.de Anzeigen Es gelten die Anzeigenpreise gemäß Media vom November 2010. Erscheinungsweise & Bezugspreise F&G erscheint fünfmal jährlich. Das Heft kostet 8,-- €pro Ausgabe zzgl. Versandkosten,1,80 €im Inland, 6,20 € in Europa und 14,00 €weltweit. Der Abonnementspreis beträgt 44,00 €inkl. Porto im Inland und 48,00 €weltweit. Gerichtsstand Bonn Alle Beträge in dieser Zeitschrift sind Urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Nachdruck – auch auszugsweise - , Vervielfältigungen jeder Art, Übersetzungen, Reproduktionen oder andere Verfahren bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Herausgebers. Fremdbeiträge, die im Namen des Verfassers gezeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers oder der Redaktion wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Ein Anrecht auf Veröffentlichung besteht nicht. Herausgeber und Redaktion behalten sich vor, eingesandte Leserbriefe oder andere Beiträge evtl. gekürzt zu zitieren oder zu veröffentlichen. Druckerei Rautenberg Media & Print Verlag KG Kasinostraße 28-30, 53840 Troisdorf Telefon: +49 (0)2241 260-110 Telefax: +49 (0)2241 260-119 E-Mail: akzidenz@rmp.de Ansprechpartner: Peter Broichhagen

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