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LucerneMagazine

01. September 2011

Fr. 10.– | Euro 9.–

EDITION 01 | 2011

Magazine

Willkommen in der Festival-City am See Welcome to the Festival City by the lake Besuch beim aufregenden Freund: Auf Luzerns Hausberg Pilatus Visiting a fascinating friend: Pilatus, Lucerne’s home mountain Lucerne Festival steht für Weltklasse und Geschichte Lucerne Festival stands for world-class music and history Kreativität und Mut – diese Menschen verkörpern es Creativity and nd courage – these people personify it

TOP TEN Geheimnisse für Einheimische | secrets for locals


LucerneMagazine 01. September 2011 | 01/11

INHALT | CONTENTS

Seite 3

Editorial Marcel Perren, Tourismusdirektor | Director of Tourism . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Impressum | Publishing Information . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

STARTER Cover Photo: Urs Wyss @Avocado Artists.com Retouching: Josh Kitney @photosonic.co.uk

Grosse Kunst, mitten in der Stadt | Great art in the city centre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Die schönsten Tage des Jahres | The best days of the year . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Köstliche Kunstwerke | Delicious works of art. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 «Lozärner Fritschi-Paschtete» . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Gratis-Internet in der Stadt | Free internet access in the city. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Wertvolles Tourismusgeschäft | Thriving tourism industry . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Die Bank des Volkes | The people’s bank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Ein Markt zu jeder Jahreszeit | A market for all seasons. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Urs W. Studer, Stadtpräsident | Mayor. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Alphorn spielen | Playing the alphorn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Dem Fussball ein neues Zuhause | Football’s coming home . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Wer spielt mit mir? | Who’s playing with me? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Im besten Licht, rund um die Uhr | In its best light, round the clock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Ausgehmeile Baselstrasse | Baselstrasse, the place to go . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

HISTORY Stolze Dampfschiffe auf dem Vierwaldstättersee | Living heritage on the water . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

FESTIVAL CITY Kleine, grosse Festival-City | Little big festival city . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 KKL Luzern – bereit für die zweite Phase | KKL Lucerne – ready for the second phase. . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 «Lucerne Festival» – das Festival Luzerns | «Lucerne Festival» – Lucerne’s festival. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

TOP TEN 10 Erlebnisse, die Sie nie in Luzern erwartet hätten | The Top 10 things you never thought you could do in Lucerne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

INTERVIEW HEAD OF TOURISM «Wir müssen internationaler denken» | «Let’s think in international terms» . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

TRAVELLING IN STYLE Pilatus – ein Klassiker mit neuem Pepp | Mount Pilatus – a classic peak with wow factor . . . . . . . . . . . . . . . 42

HOW DOES IT WORK? So entstehen Luzerner Pralinen | Chocolate making in Lucerne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

PORTRAIT Luzerner Vordenker | Lucerne Minds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54

SPEEDY BOARDING Titlis, 3012 m| Mount Titlis, 3012 m . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64

WINNING ZONE: YOUR PICTURE ON FACEBOOK Fotografieren und gewinnen | Take a picture and win . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66


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IMPRESSUM PUBLISHING INFORMATION LucerneMagazine Das LucerneMagazine ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Insider Verlag AG in Luzern und der Luzern Tourismus AG. Es erscheint zweimal pro Jahr (Frühling, Herbst) und liegt beständig in allen Hotelzimmern der gehobenen Luxusklasse in Luzern und in der Region Weggis, Vitznau und Rigi auf. LucerneMagazine is a cooperation between Insider Verlag AG, Lucerne, and Lucerne Tourism AG. Published twice a year, in spring and autumn, it is seen as a unique service to luxury hotel guests in Lucerne and around Mount Rigi. Herausgeber | Publisher Bruno Affentranger Insider Verlag AG (UD Print AG Luzern) Partner Luzern Tourismus AG Redaktion | Editorial Team BA Media Luzern Leitung | Head media-work Luzern (Lukas Hadorn), Beat Brechbühl, Marlon Heinrich (medientexter.ch), Laurent Puthod, Katrin Werlen, Urs Wyss, Veronica Brunner. English Text Solutions (Übersetzung|Translation) Design | Production Kurt Schwerzmann www.schwerzmannrothenfluh.com Verlag | Commercial Team Insider Verlag AG

EDITORIAL

LucerneMagazine 01. September 2011 | 01/11

Liebe Leserinnen und Leser Sie halten die erste Ausgabe des «LucerneMagazine» in Ihren Händen. Gerne laden wir Sie ein, mit uns eine Reise in die Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee zu unternehmen und dabei Neues zu entdecken. Wir möchten, dass Sie sich mit journalistisch und ästhetisch hochstehenden Texten und Fotografien ein Bild von Luzern, seinen Einwohnern und seiner Kultur machen können. Das «LucerneMagazine» steht für Qualität, Genuss und Lebensfreude. Einheimische Kenner und Spezialisten schreiben, fotografieren und gestalten für Sie, liebe Gäste, und zeigen Ihnen, in welchem spannenden Lebensraum Sie sich momentan aufhalten. Luzern und die Region Vierwaldstättersee: Dies ist nicht nur eine phänomenale Naturkulisse mit dem charakteristischen See und bekannten Ausflugsbergen sowie Kleinoden am Vierwaldstättersee – die Region gilt mit Recht auch als Hort der Innovation, als dynamisches Labor und gleichzeitig als Verweilort der Ruhe und des Luxus. Wir hoffen, dass Sie das erste Resultat unserer Reise von Luzern aus durch die Region Vierwaldstättersee überzeugt. Wir freuen uns, wenn wir Ihren Appetit auf Entdeckungstouren wecken können. Viel Vergnügen mit Ihrem «LucerneMagazine» und einen angenehmen Aufenthalt in unserer Erlebnisregion.

Marcel Perren, Tourismusdirektor

Druck | Printed by UD Print AG, Reusseggstrasse 9, CH-6002 Luzern

Anschrift | Address LucerneMagazine, Insider Verlag AG, Reusseggstrasse 9, CH-6002 Luzern lucernemagazine@ lucernemagazine.ch www.lucernemagazine.ch Auflage | Print run 26’000 Exemplare/copies Erscheinungsdaten 2012: 1. März/1. September. Redaktionsschluss jeweils acht Wochen vor Erscheinen. Dates of publication 2012: March 1 and September 1. The submission deadline is eight weeks prior to publication. Best Hotels of Lucerne / Prizes Auf www.facebook.com/lucernemagazine finden Sie auch: > Die besten Hotels sowie weitere Empfehlungen > Was man in Luzern unbedingt tun muss > Wie Sie einfach vor dem Verkehrshaus fotografieren und mit ihrem Bild bei uns gewinnen können More LucerneMagazine: At www.facebook.com/lucernemagazine you will find: > The best hotels and a full list of recommendations > The essential things to do and see in Lucerne > How to win with your own picture taken in front of the Transport Museum

Dear Reader You are holding in your hands the first issue of «LucerneMagazine». We are delighted to invite you on a journey of discovery to Lucerne and the Lake Lucerne Region. We hope our superior selection of features and photographs will help you form your own personal impressions of Lucerne, its people and its wealth of culture. «LucerneMagazine» stands for quality, enjoyment and joie de vivre. Local connoisseurs and specialists are busy reporting, photographing and designing to introduce you, dear guest, to the exciting place in which you are currently staying. Lucerne and the Lake Lucerne Region isn’t just an area of stunning natural beauty with the idyllic Lake Lucerne, its famous excursion summits and lakeside gems. The region is also rightly known as a cradle of innovation, creativity and dynamism and is at the same time an acclaimed haven of tranquillity and luxury. We hope that your visit to Lucerne and the Lake Lucerne Region captures the «Essence of Switzerland» and whets your appetite for further exploration. We wish you much reading pleasure with your «LucerneMagazine» and a most memorable stay.

Marcel Perren, Director of Tourism


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STARTER ARTS

STIFTUNG ROSENGART | ROSENGART COLLECTION

Grosse Kunst, mitten in der Stadt Great Art in the City Centre

LucerneMagazine

01. September 2011 | 01/11

LUZERNER KÜNSTLER | LOCAL ARTIST

Sipho Mabona, Origami-Artist

Sipho Mabona, Origami-Künstler

© Papyrus Schweiz AG

Gebäude des Museums Sammlung Rosengart an der Pilatusstrasse The Rosengart Collection on Lucerne’s Pilatusstrasse © Stiftung Rosengart

Gleich fünf Mal wurde die heute 79-jährige Angela Rosengart (siehe auch Seite 63) vom grossen Pablo Picasso porträtiert. Kein Wunder also, dass der Meister mit besonders vielen Gemälden und Zeichnungen in ihrem Museum vertreten ist. 2002 öffnete die Sammlung Rosengart im ehemaligen Nationalbankgebäude nahe des Luzerner Bahnhofs ihre Pforten und gehört heute zu den bedeutendsten – und meisten unterschätzten – Museen der Schweiz. Neben Picasso sind 22 weitere Künstler aus Klassischer Moderne und Impressionismus vertreten, darunter Monet, Cézanne, Matisse, Miró, Chagall und Klee. Jeden Sonntag ab 11.30 Uhr finden öffentliche Führungen statt. The great Pablo Picasso portrayed Angela Rosengart, who is now 79 years old, no fewer than five times (see also page 63). It’s no wonder then that the master features prominently in her collection. The Rosengart Collection opened its doors in 2002 in the former Swiss National Bank building close to Lucerne railway station and belongs to the most significant – and underrated – museums in Switzerland. As well as Picasso, 22 other classic modernist and impressionist artists are represented, among them Monet, Cézanne, Matisse, Miró, Chagall and Klee. Public guided tours take place every Sunday at 11.30. info: www.rosengart.ch

Den 30-jährigen Luzerner Sipho Mabona darf man getrost zur Weltelite der Papierfalter zählen. Als erster ausländischer Künstler überhaupt schaffte er es mit seinen filigranen Figuren aufs Cover des Konferenzbuchs der altehrwürdigen Japan Origami Academic Society. Er bestritt Ausstellungen in Tokio, New York und Vancouver und zeichnete für einen mehrfach ausgezeichneten Werbefilm des Sportartikelherstellers Asics mitverantwortlich. 30-year-old Lucerne artist Sipho Mabona can confidently be counted as one of the world’s best paper folders. He was the first foreign artist to make it on to the cover of the conference book of the venerable Japan Origami Academic Society with his filigree figures. He has held exhibitions in Tokyo, New York and Vancouver, and contributed to a multiple award-winning corporate movie by the sports equipment manufacturer Asics. info: www.mabonaorigami.com

LUZERNER FASNACHT | CARNIVAL OF LUCERNE

Die schönsten Tage des Jahres | The Best Days of the Year Fans von Kunst im öffentlichen Raum kommen in Luzern im Spätwinter auf ihre Kosten. Ab dem 16. Februar 2012 gehören die Strassen der Stadt für eine knappe Woche den Fasnächtlern, die mit ihren Masken, fantasievollen Verkleidungen und lauter Musik den Frühling herbeitanzen. So sieht man Luzern nur ein Mal im Jahr! Lovers of art in the public domain are sure to get their money’s worth in late winter in Lucerne. From February 16, 2012, the streets of the city will be taken over for just shy of one week by carnival revellers in their impressive masks and imaginative costumes, dancing away the winter and beckoning spring to loud music. This is Lucerne as it can only be experienced once a year! info: www.luzerner-fasnacht.ch

Luzerner Fasnacht 2010 | Lucerne Carnival 2010 © Elge Kenneweg/Luzern Tourismus


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HINTER DEN KULISSEN | BEHIND THE SCENES

Hanny Buholzer, Old Swiss House

LucerneMagazine

STARTER FOOD

01. September 2011 | 01/11

KONDITOREI-SPEZIALITÄTEN | KNOW YOUR SWEETS

Köstliche Kunstwerke Delicious Works of Art Zeig mir deine Süssigkeiten, und ich sage dir, wo du eingekauft hast! Nicht jede Konditorei in der Stadt Luzern führt dieselben Spezialitäten im Angebot. Wir haben hinter vier Tresen geblickt und ein kleines «Best of» der Hausspezialitäten zusammengestellt. «Show me your sweets, and I’ll tell you where you bought them!» Not every confectioner in Lucerne stocks the same delicacies. We’ve taken a peek behind four shop counters and compiled a brief list of the best house specialities. Nuss-Sablés

Hanny Buholzer, Old Swiss House © Lukas Hadorn

Seit exakt 50 Jahren ist Hanny Buholzer die gute Seele des Restaurants «Old Swiss House» am Löwenplatz. Die Anzahl Gault-MillauPunkte ihres Lokals (15) weiss sie nicht auswendig, dafür kennt sie ihre Gäste umso besser. Das Wiener Schnitzel sei bei Touristen besonders beliebt, es wird am Tisch im Ei gewendet, paniert und gebraten. Manch ein Gast sage verzückt «Wow!», wenn er das Lokal betrete, so Hanny Buholzer. «Dann bin ich zufrieden.» Hanny Buholzer has been the heart and soul of the «Old Swiss House» at the Löwenplatz for precisely 50 years. She can’t recall off-hand her restaurant’s Gault-Millau rating (15 points), but she certainly knows her guests. The Wiener schnitzel is particularly popular with tourists, and it is prepared at the table – dipped in beaten egg, coated in breadcrumbs and cooked. Some guests utter a delighted «wow!» when they enter the restaurant, Hanny Buholzer says. “That makes me happy.”

Bäckerei Hug (1877), Schwanenplatz. Zartes Mürbeteiggebäck mit Splittern von Haselnüssen, CHF 8.80/Packung Bäckerei Hug (1877), Schwanenplatz. Delicate short crust pastry cookies with hazelnut chips CHF 8.80 per packet

Schoggi-Türmli

Confiserie Bachmann (1931), Bahnhof. Schokolade-Wasserturm mit Kirsch-Truffes-Füllung CHF 4.40/Stück Confiserie Bachmann (1931), Bahnhof. Chocolate water tower filled with kirsch and truffle ganache CHF 4.40 each

Lozärner Rägetröpfli

Conditorei Heini (1957), Falkenplatz. SchokoladeRegentropfen mit KirschTruffescreme-Füllung CHF 11.20/6 Stück Conditorei Heini (1957), Falkenplatz. Chocolate rain drops filled with kirsch and truffle cream ganache CHF 11.20 for six

Pilatus-Spitzli

Bäckerei Macchi (1914), Hertensteinstrasse. Dreieckiger Knusperkeks mit Honig und Mandel CHF 5.90/Packung Bäckerei Macchi (1914), Hertensteinstrasse. Triangular crunchy cookies with honey and almonds CHF 5.90 per packet

info: www.oldswisshouse.ch

LUZERNER KLASSIKER | LUCERNE CLASSICS

«Lozärner Fritschi-Paschtete» Früher wurde die Fritschi-Pastete (auch «Chügelipastete» genannt) nur zu besonderen Anlässen rund um die Fasnachtszeit serviert, heute gibt es sie während des ganzen Jahres, etwa im «Zunfthausrestaurant Pfistern» am Kornmarkt. Dabei wird eine reich verzierte Blätterteig-Kugel leer ausgebacken und mit einer Rahmsauce mit Kalbs- und Schweinefleisch, Kalbsbrät, Pilzen, Apfelstücken und Rosinen aufgefüllt. The Fritschi-Pastete (also known as «Chügelipastete») used to be reserved for special occasions during the carnival season, but today it can be enjoyed all the year round, for instance at the «Zunftrestaurant Pfistern» at the Kornmarkt. A richly decorated puff pastry casing is baked blind and filled with creamy sauce of diced veal and pork, veal sausage, mushrooms, apple and raisins.

Luzerner Chügelipastete im Zunfthausrestaurant Pfistern Luzerner Chügelipastete at the Zunfthausrestaurant Pfistern © Elge Kenneweg/Lucerne Tourism


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HABEN SIE GEWUSST...? | DID YOU KNOW?

STARTER BUSINESS

LucerneMagazine 01. September 2011 | 01/11

WERTSCHÖPFUNGSSTUDIE | TOURISM IN LUCERNE

Wertvolles Tourismusgeschäft Thriving Tourism Industry Tourismus in Luzern: Veränderung 2005–2008/09 Tourism in Lucerne: change 2005–2008/09

Gratis-Internet in der Stadt Free Internet Access in the City Wer in der Stadt Luzern unterwegs ist, kann täglich eine Stunde gratis im Internet surfen. Möglich macht dies das öffentliche Funknetz (WLAN) von ewl energie wasser luzern, das 2007 grossflächig installiert wurde. Um sich mit dem Luzerner WLAN zu verbinden, wählen Sie mit Ihrem Smartphone oder Laptop das Netz «Luzern.WLAN» aus. Öffnen Sie den Browser und registrieren Sie sich mit einer gültigen Mobiltelefon-Nummer, an die Sie per SMS einen Zugangs-Code gesandt bekommen. Schon kanns losgehen! If you’re out and about in Lucerne, you can enjoy an hour of free Internet access daily. Energy company ewl energie wasser luzern installed its extensive public WLAN network in 2007. To connect to Lucerne’s WLAN, all you need to do is select the «Luzern. WLAN» network on your smartphone or notebook. Open the browser, register with a valid mobile phone number, receive a text message with the access code and you’re good to go!

+ 18 %

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Arbeitsplätze 9200 Jobs 9200

Gäste 14 Mio./Jahr Guests 14 mil/year

Umsatz CHF 1,7 Mrd./Jahr Turnover CHF 1.7 bil/year

Luzerner Altstadt | Lucerne Old Town © Lucerne Tourism/Information graphics: Mathias Bader

Der Tourismus im Kanton Luzern entwickelt sich überdurchschnittlich gut. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Kantons, wonach sowohl die Gästezahlen als auch die Wertschöpfung deutlich angestiegen sind. Das direkte Umsatzvolumen konnte im Vergleichszeitraum zwischen 2005 und 2008/09 um knapp ein Fünftel auf 1,7 Milliarden Franken gesteigert werden. Umsatzstärkste Branche ist mit einem Anteil von 33 Prozent das Gastgewerbe. Rund 14 Millionen Gäste zählt der Kanton Luzern pro Jahr, wobei rund die Hälfte (6,7 Mio.) der Gästefrequenzen auf die Stadt Luzern entfallen. Mehr als 9000 Arbeitsplätze im neuntgrössten Kanton der Schweiz sind direkt vom Tourismus abhängig. Tourism in canton Lucerne is growing at an above average rate. This is the conclusion of a cantonal survey that shows that both guest numbers and added value have risen significantly. Direct sales volume increased in a comparison period between 2005 and 2008/09 by almost one fifth to 1.7 billion Swiss francs. The sector with the highest turnover and a share of 33 percent is the hospitality industry. Lucerne attracts some 14 million guests a year, around half of whom (6.7 million) stay in the city of Lucerne. More than 9000 jobs in Switzerland’s ninth largest canton are directly dependent on tourism.

BANKENWESEN | SWISS BANKING

Die Bank des Volkes The People’s Bank

Hauptsitz der Luzerner Kantonalbank in Luzern Head Office of the Lucerne Cantonal Bank in Lucerne © Luzerner Kantonalbank

Eine Besonderheit des Schweizerischen Bankenwesens sind die 24 Kantonalbanken. Sie sind ganz oder mehrheitlich im Besitz der Kantone und verfügen in der Regel über eine Staatsgarantie. Die sehr erfolgreiche Luzerner Kantonalbank gibt es seit 1850, knapp zwei Drittel aller Luzerner unterhalten eine Geschäftsbeziehung mit ihr. Mit einer Bilanzsumme von 26 Milliarden Franken gehört sie zu den zehn grössten Banken der Schweiz. The 24 cantonal banks are a distinctive feature of the Swiss banking sector. The cantons either own them outright or are major shareholders, and most offer a state guarantee. The very successful Lucerne Cantonal Bank has been in business since 1850, and almost two thirds of Lucerne residents belong to its clientele. A balance sheet total of 26 billion Swiss francs makes it one of the ten largest banks in Switzerland. info: www.lukb.ch


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STARTER LEISURE

STRASSENMÄRKTE | STREET MARKETS

Ein Markt zu jeder Jahreszeit A Market for all Seasons

LucerneMagazine 01. September 2011 | 01/11

MEIN GEHEIMTIPP | MY LUCERNE SECRET

Urs W. Studer, Stadtpräsident Mayor

Urs W. Studer Stadtpräsident | Mayor © Stadt Luzern

Abendstimmung am Weihnachtsmarkt an der Burgerstrasse in Luzern Evening mood at the Christmas Market at Burgerstrasse in Lucerne © Elge Kenneweg / Luzern Tourismus

Falls Sie Luzern im Dezember besuchen, empfehlen wir einen Besuch des romantischen Weihnachtsmarkts bei der Franziskaner Kirche. Das Einkaufen unter freiem Himmel erfreut sich in Luzern aber auch ausserhalb der Weihnachtszeit grosser Popularität. Der «Wochenmarkt» findet am Dienstag und Samstag statt und ist bei Touristen und Einheimischen gleichermassen beliebt. Entlang der Reuss sowie im Helvetiagarten in der Neustadt werden Früchte und Gemüse, Fisch und Fleisch, Käse, Backwaren und Blumen feilgeboten. Auch einen Flohmarkt hat Luzern zu bieten, er findet samstags zwischen Mitte Mai und Ende Oktober beim Reusssteg statt. If you are visiting Lucerne in December, don’t miss the romantic Christmas market next to the Franziskanerkirche (Franciscan Church). Open air shopping isn’t just en vogue during the festive season though. The «Wochenmarkt» (weekly market) is held on Tuesdays and Saturdays and is very popular with tourists and locals alike. Stallholders offer fresh fruit and vegetables, fish and meat, cheese, baked produce and flowers for sale along the bank of the Reuss, in the Helvetiagarten and in the Neustadt. Lucerne also has a flea market, which is held at Reusssteg between mid-May and the end of October.

«Auf halbem Weg zwischen Schulhaus Utenberg und Golfclub Dietschiberg steht eine kleine Holzbank. Von dort aus geniesst man meiner Meinung nach die beste Aussicht über Luzern. Allerdings wissen das viele Einheimische auch, man sollte also nicht zu spät kommen, wenn man beispielsweise das Feuerwerk über dem Luzerner Seebecken von dort aus verfolgen möchte. Aber es lohnt sich!» Urs W. Studer (62) ist seit 1996 Stadtpräsident von Luzern.

«There’s a small wooden bench halfway between Utenberg School and Dietschiberg Golf Club. From there you can savour what I think is the best view over Lucerne. This hasn’t escaped the locals, however, so you’ll need to get there early if you’d like to enjoy, for instance, the firework display over Lucerne harbour. But it’s well worth it!» Urs W. Studer (62) has been Mayor of Lucerne since 1996.

info: www.weihnachtsmarktluzern.com | www.luzerner-wochenmarkt.ch

WARUM NICHT MAL... | WHY DON’T YOU TRY...

Alphorn spielen Playing the Alphorn

Alphornbläser auf dem Mark-Twain-Weg Alphorn players on the Mark Twain theme trail © Lucerne Tourism

Das Alphorn gehört zu den Nationalsymbolen der Schweiz. Wer den Klang dieses mystischen Blasinstruments einmal gehört hat, wird ihn nicht so schnell vergessen. Den 3,42 Meter langen Hölzern einen Ton zu entlocken, ist allerdings nicht ganz einfach. Wer es trotzdem versuchen möchte, ist bei Urs Patscheider in Kriens an der richtigen Adresse. Der 71Jährige unterrichtet Einzelpersonen und kleine Gruppen in der Kunst des Alphornblasens. Die Stunde kostet zwischen 25 und 50 Franken pro Person. Info: Urs Patscheider, +41 79 670 97 94 The alphorn is one of Switzerland’s national symbols. This wind instrument shrouded in myth has an unforgettable sound, and it is by no means easy to coax a note out of the 3.42 metre-long wooden pipes. If you’d like to try, you needn’t look any further than Urs Patscheider in Kriens. The 71year-old instructs individuals and small groups in the art of alphorn playing. A lesson costs between 25 and 50 Swiss Francs per person. Info: Urs Patscheider, +41 79 670 97 94


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LucerneMagazine

STARTER SPORTS

01. September 2011 | 01/11

LOKALHELD | LOCAL HERO

Ariella Kaeslin, Kunstturnerin Gymnast

Ariella Kaeslin © Credit Suisse Sports Awards/Photopress

Es war ein kleiner Schock für die ganze Vierwaldstättersee-Region, als die 23jährige Ariella Kaeslin Anfang Juli ihren Rücktritt vom Spitzensport bekannt gab. Die aus Meggen stammende Kunstturnerin galt als eine der erfolgreichsten Athletinnen des Landes, am Sprungpferd gewann sie EM-Gold (2009 in Mailand) und WM-Silber (2009 in London). Nur zu gerne hätten die Luzernerinnen und Luzerner ihr auch an den Olympischen Spielen in London die Daumen gedrückt. Stattdessen spenden Sie jetzt Applaus für eine grossartige Karriere. Shockwaves rippled through the entire Lake Lucerne Region when 23year-old gymnast Ariella Kaeslin announced her retirement from competition at the beginning of July. Kaeslin, who hails from Meggen, was regarded as one of Switzerland’s most successful athletes, winning European Championship gold (Milan, 2009) and World Championship silver (London, 2009) on the vault. Instead of cheering her on at next year’s Olympic Games in London, people throughout the region are now applauding her outstanding career.

SWISSPORARENA | LUCERNE FOOTBALL CLUB

Dem Fussball ein neues Zuhause Football’s Coming Home Zwei Jahre lang mussten die Fans des Fussballclubs FC Luzern ohne Stadion auskommen. Entsprechend sehnten sie die Eröffnung der swissporarena auf der Allmend herbei. Ende Juli war es soweit, der 1901 gegründete Traditionsverein konnte sein neues Zuhause beziehen. Ein Besuch des mit 14’000 Sitz- und 3000 Stehplätzen ausgestatteten Fussballtempels lohnt sich auf jeden Fall, egal ob man die Ballkünste des genialen Spielmachers Hakan Yakin bewundern oder bloss eine FCL-Wurst geniessen will. Die Saison der höchsten Spielklasse dauert von Juli bis Mai, Heimspiele finden in der Regel am Samstagabend oder Sonntagnachmittag statt. FC Lucerne’s fans had to go without a stadium for two years, so it’s no wonder that the excitement about the opening of the swisspoarena on the Allmend was reaching fever pitch. At the end of July, the traditional football club, founded in 1901, finally moved into its new home. This football temple with its 14,000 seats and standing room for 3000 is always worth visiting, whether to admire the dazzling skills of playmaker Hakan Yakin or simply to enjoy an FCL bratwurst. The season in Switzerland’s highest league lasts from July to May; home games are info: www.fcl.ch usually scheduled on Saturday evenings or Sunday afternoons.

SPOOD.ME | LOCAL SPORTS CHALLENGE

Wer spielt mit mir? Who’s playing with me? Zu viel Schokolade genascht? Zu tief ins Fonduecaquelon geschaut? Dann ist es höchste Zeit für eine Runde Sport! Zum Glück ist in Luzern das innovative Startup Spood.me beheimatet, welches auf der gleichnamigen Website Amateur-Meisterschaften für Sportarten wie Badminton, Squash oder Tischtennis anbietet. Einfach anmelden und jemanden zum Duell herausfordern. Und wer weiss – vielleicht bleibt danach Zeit für ein gemeinsames Fondue? Have you treated yourself to too much chocolate, or scraped out every tasty morsel of melted cheese in the bottom of the fondue pot? If so, it’s high time for a spot of exercise. Fortunately, Lucerne is home to the ground-breaking start-up spood.me, which offers amateur championships for sports such as badminton, squash and table tennis on its eponymous website. It’s simple: just register and challenge someone to a sporting duel. And – who knows? – you might find the time info: www.spood.me to enjoy a fondue together afterwards.

Squash-Spieler im Sportcenter Würzenbach in Luzern | Squash at Würzenbach Sports Centre in Lucerne © Lukas Hadorn


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STARTER SECRETS

PLAN LUMIÈRE | LUCERNE LIGHTING CONCEPT

Im besten Licht, rund um die Uhr In its Best Light, Round the Clock

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DAS TRINKT LUZERN | LUCERNE DRINKS

Gema, Max-Bar

Spezialdrink «Gema» in der Max-Bar in Luzern | «Gema» special at the Max Bar in Lucerne © Lukas Hadorn

Jesuitenkirche in Adventsbeleuchtung | The Jesuit Church illuminated for Advent © Stadt Luzern

Luzern ist für seinen schönen Anblick bei Tag bekannt. Die Stadt soll sich aber auch in der Nacht von ihrer bezauberndsten Seite zeigen. Aus diesem Grund investiert Luzern seit 2009 bis 2012 rund 8 Millionen Franken ins Beleuchtungskonzept «Plan Lumière». Es soll die Innenstadt professionell inszenieren und gleichzeitig Energie einsparen sowie die Lichtverschmutzung reduzieren. Wer sich ein Bild vom «Plan Lumière» machen möchte, besucht nach Einbruch der Dunkelheit den Mühleplatz, den Kornmarkt oder das Gebiet um die Furren- und Kapellgasse. It’s a well known fact that Lucerne is a delightful sight by day. The city is taking care to present itself in its best light by night, too. This is why Lucerne is investing some eight million Swiss francs between 2009 and 2012 in the lighting concept «Plan Lumière». The project’s aims are to set the stage for the Old Town while at the same time saving energy and reducing light pollution. If you’d like to form your own impression of the «Plan Lumière», visit the Mühleplatz, Kornmarkt or the area around Furrengasse and Kapellgasse after nightfall.

Natürlich käme es uns nie in den Sinn, an dieser Stelle übermässigen Alkoholkonsum zu propagieren. Aber es gibt bekanntlich Momente im Leben, die sich mit einem Schluck extrastarken Feuerwassers besonders gut herunterspülen lassen. Für solche Fälle empfehlen wir «Gema», den Hausdrink der Max-Bar an der Sempacherstrasse. Ein geheimer Mix aus acht Spirituosen und zwei Fruchtsäften, serviert im Chromstahl-Shaker. Aber sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt! Of course we wouldn’t dream of encouraging you to drink alcohol in excess, but there are some occasions in life that just cry out to be washed down with a drop of the strong stuff. For eventualities like these we warmly recommend «Gema», the secret weapon at the Max Bar in Sempacherstrasse. A closely guarded recipe of eight different spirits and two fruit juices, served in a stainless steel shaker. But don’t tell us we didn’t warn you! info: www.max-luzern.ch

HOT SPOT

Ausgehmeile Baselstrasse | Baselstrasse, the Place to Go

Bar Madeleine an der Baselstrasse in Luzern The Madeleine Bar on Baselstrasse in Lucerne © Bar Madeleine

Noch vor wenigen Jahren galt das Gebiet um die Baselstrasse im Westen Luzerns als problembehaftetes Quartier – insbesondere nachts. Das verruchte Image hat sich zwar bis heute gehalten, seit sich dort aber immer mehr neue Bars und Clubs aneinanderreihen, ist die Baselstrasse zu Luzerns spannendster Ausgehmeile avanciert. Wir empfehlen Stopps im «Bruch Brothers», «Madeleine» und in der «Gewerbehalle». Just a few years ago, the area around Baselstrasse in west Lucerne was considered a neighbourhood of ill repute, especially at night. It has retained its somewhat infamous image, but a plethora of new bars and clubs have made Lucerne’s Baselstrasse a byword for entertainment and exciting nightlife. We recommend stopping off at «Bruch Brothers», «Madeleine» and «Gewerbehalle».


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HISTORY

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Stolze Dampfschiffe auf dem Vierwaldstättersee Living heritage on the water

Das historische Bild von 1902 zeigt in Beckenried das Ablegen des zweitältesten Raddampfers, der auf dem Vierwaldstättersee heute noch immer in Betrieb ist: Damals war die «Unterwalden» gerade zum ersten Mal ausgelaufen. Die Dampfmaschine, die das stolze, schnittige und 62 Meter lange Boot antreibt, war knapp zwei Jahre zuvor als technische Meisterleistung an der Weltausstellung in Paris gezeigt worden. Seit 176 Jahren verkehren die altehrwürdigen Schiffe von Luzern aus über den malerischen See. Sie werden es hoffentlich noch lange tun. Mehr über die Dampfschiffe auf dem Vierwaltstättersee finden Sie unter www.lakelucerne.ch. Die tägliche «Best of»-Fahrt (www.lakelucerne.ch/en/special-offers/detail/article/hoehepunkte-des-vierwaldstaett.html) startet um 10.12 Uhr am Steg beim Bahnhof (Dauer: 5,5 Stunden, bis 15.47 Uhr). Tickets ab 33 Franken.

This historic photograph from 1902 shows the second oldest paddle steamer still in operation on Lake Lucerne leaving Beckenried. The “Unterwalden” had just embarked on her maiden voyage. The engine powering this stately, streamlined steamship of 62 metres length had been displayed as a technical tour de force at the International Exhibition in Paris almost two years earlier. Venerable steamers have been operating out of Lucerne on the picturesque lake for 176 years. We look forward to them gliding gracefully over the water for many years to come. Find out more about the paddle steamers on Lake Lucerne at www.lakelucerne.ch. The daily cruise «Highlights of Lake Lucerne» (http://www.lakelucerne.ch/en/special-offers/detail/article/hoehepunkte-des-vierwaldstaett.html) leaves the station quayside at 10.12 (duration; 5.5 hours, until 15.47) Ticket prices: from 33 Swiss francs.


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FESTIVAL-CITY

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Kleine, grosse Festival-City Little Big Festival City

KKL LUZERN Das KKL Luzern, ein Wahrzeichen der Stadt Luzern, ist nach den Plänen des Stararchitekten Jean Nouvel zwischen 1995 und 2000 entstanden. Das charakteristische Kennzeichen ist das weit ausladende Dach, das über dem Bau zu schweben scheint. Das Besondere daran: Die Unterseite besteht aus 2000 Aluminiumplatten, worin sich der See mit den Schiffen, die Farben und die Lichtspiele der Umgebung spiegeln. Das KKL Luzern ist in seiner Art unübertroffen und vor allem für die hervorragende Akustik seiner Konzertsäle bekannt. Daneben finden hier auch Kongresse statt und Gäste aus aller Welt lassen sich kulinarisch verwöhnen. Culture and Convention Centre Lucerne (KKL) The Culture and Convention Centre Lucerne (KKL) was designed by the French star architect Jean Nouvel and built between 1995 and 2000. Its characteristic hallmark is the expansive, overhanging roof that lends it the appearance of hovering over the building. The roof’s distinctive feature is the soffit clad with 2000 aluminium panels, which reflect the lake and the boats as well as the colours and light dancing off its exterior. The KKL Lucerne is unrivalled among its peers and particularly recognised for the excellent acoustics of its concert halls. Congresses are also held here and guests from all over the world enjoy sampling the centre’s culinary delights.

Musik in der Luft, lachende Menschen auf der Strasse und ein Lebensgefühl, das sich manch grössere Stadt nur wünschen kann: Luzern – die Festival-City lebt und zieht ihre Besucher in den Bann.

There’s music in the air, laughter on the streets and a zest for life that many a larger city can only wish for: the vibrancy of Lucerne – the Festival City soon has visitors spellbound.

VON KATRIN WERLEN

BY KATRIN WERLEN

Luzern ist mehr als Uhren, Schokolade und Käse. Die Stadt mit gerade mal 75’000 Einwohnern, der wunderschönen Lage am See, ihrem unvergleichlichen Charme und der architektonischen Vielfalt hat sich über die Jahre einen Namen als FestivalCity gemacht. Ein Prozess, der seine Ursprünge im 19. Jahrhundert findet und bis heute andauert.

Lucerne is much more than watches, chocolate and cheese. This city with a population of just 75,000, a beautiful lakeside location, incomparable charm and architectural diversity has made a name for itself over the years as a festival city, a process that has its roots in the 19th century and continues today.

Vielzahl an Veranstaltungen Im Jahre 2010 zählte die Stadt Luzern mehr als eine Million Logiernächte. Und das nicht nur der Kapellbrücke und den hübschen Restaurants wegen, sondern auch dank der Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen. Um nur ein paar grosse Namen zu nennen: Das Blue Balls Festival, welches 1992 mit 300 Besuchern auf einem historischen Dampfschiff gestartet ist, zählt heute mit über 100’000 Besuchern zu den grössten Festivals der Schweiz. Weitere Highlights sind das Lucerne Festival im Sommer, zu Ostern und am Piano, welche jährlich

Wide variety of events The City of Lucerne recorded more than one million overnight stays in 2010. This isn’t just down to the Chapel Bridge and the pretty restaurants, but also a multitude of cultural events. To mention just a few big ones: the Blue Balls Festival, which began in 1992 with 300 visitors on an old paddle steamer, now attracts over 100,000 music lovers and is one of Switzerland’s largest. Other highlights are the Lucerne Festivals in Summer, at Easter and at the Piano, which also draw almost 100,000 guests from all over the world every year. The Blues Festi-


Ein Festival der Sinne: Feuerwerk am Luzern-Fest A celebration for the senses: firework display at Lucerne’s Old Town Festival

ebenfalls an die 100’000 Gäste aus der ganzen Welt anlocken. Ebenfalls grosser Beliebtheit erfreuen sich das Blues Festival, das World Band Festival oder das Comix-Festival Fumetto. Zählt man die Festivaltage, kommt man auf über 120. An jedem 3. Tag ist Festival-Zeit in Luzern. Verständlich also, dass sich in Luzern ein regelrechtes Cluster für Festivals gebildet hat – ein Netzwerk vielfältiger Veranstaltungen. «Ein solches Cluster begünstigt die Entwicklung von neuen Festivals, innovativen Ideen und einer einheitlichen Vermarktung», weiss Tourismusdirektor Marcel Perren. «Die Marke Luzern-Festival-City ist mehr als nur ein Name, sie weckt Emotionen.» Tourismus als treibende Kraft Luzern als Festival-City zu positionieren, ist aber nicht nur als eine reine Marketing-Idee entstanden. Die Basis für die Festivalstadt wurde bereits in den frühen Jahren des modernen Reisens gelegt: Luzern etablierte sich nämlich bereits im 19. Jahr-

val, the World Band Festival and the Fumetto Comix Festival also enjoy great popularity. That is a grand total of over 120 days of festivals, and the maths are simple: every third day is a festival day in Lucerne. It’s no surprise then that a veritable festival cluster has developed – a network of diverse events. «This kind of cluster promotes the development of new festivals, innovative ideas and coherent marketing», says Director of Tourism Marcel Perren. «The brand <Lucerne – Festival City> is more than just a name; it evokes emotions.» Tourism as a driving force Positioning Lucerne as a city of festivals wasn’t purely a marketing idea. The foundations were laid in the fledgling years of modern tourism: Lucerne was already establishing itself in the 19th century throughout the whole of Europe as a tourist destination. The growing tourism sector was a fertile breeding ground for events: travellers passing through required diversions and entertainment.


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FESTIVAL-CITY

VERANSTALTUNGEN IN LUZERN OKTOBER 2011 – APRIL 2012 10. 8.–18. 9. 2011 Lucerne Festival im Sommer (siehe auch Seite 32) www.lucernefestival.ch 24. 9.–2. 10. 2011 2. Oktoberwoche 30. 10. 2011 31. 10.–5. 11. 2011 4. 11.–13. 11. 2011 21. 11.–27. 11. 2011 22. 11.–27. 11. 2011 16. 2.–21. 2. 2012 25. 3.–30. 3. 2012 24. 3.–1. 4. 2012 24. 3.–1. 4. 2012 28. 4. 2012

World Band Festival www.worldbandfestival.ch Rose d’Or Festival www.rosedor.ch Lucerne Marathon www.lucernemarathon.ch Lozärn Lacht Comedyfestival www.comedy.ch Lucerne Blues Festival www.bluesfestival.ch Lucerne Festival am Piano www.lucernefestival.ch Piano Off-Stage www.lucernefestival.ch Luzerner Fasnacht www.luzerner-fasnacht.ch Honky Tonk Festival www.honky-tonk.ch Lucerne Festival an Ostern www.lucernefestival.ch FUMETTO Comix-Festival www.fumetto.ch Luzerner Stadtlauf

EVENTS IN LUCERNE FROM OCTOBER 2011 TO APRIL 2012 10. 8.–18. 9. 2011 (see also page 32)

Lucerne Festival in Summer www.lucernefestival.ch

24. 9.–2. 10. 2011

World Band Festival www.worldbandfestival.ch Rose d’Or Festival www.rosedor.ch Lucerne Marathon www.lucernemarathon.ch Lucerne laughs Comedy Festival www.comedy.ch Lucerne Blues Festival www.bluesfestival.ch Lucerne Festival at the Piano www.lucernefestival.ch Piano Off-Stage www.lucernefestival.ch Lucerne Carnival www.luzerner-fasnacht.ch Honky Tonk Festival www.honky-tonk.ch Lucerne Festival at Easter www.lucernefestival.ch FUMETTO Comix Festival www.fumetto.ch Lucerne City Run

2nd week in October 30. 10. 2011 31. 10.–5. 11. 2011 4. 11.–13. 11. 2011 21. 11.–27. 11. 2011 22. 11.–27. 11. 2011 16. 2.–21. 2. 2012 25. 3.–30. 3. 2012 24. 3.–1. 4. 2012 24. 3.–1. 4. 2012 28. 4. 2012

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hundert als Touristenziel für ganz Europa. Durch den wachsenden Tourismus war der Nährboden für Veranstaltungen bereitet. Den Durchreisenden musste etwas geboten werden und so wurden 1938 die internationalen Musikfestwochen, das heutige Lucerne Festival, gegründet. Die politische Situation führte viele deutsche Künstler in die Schweiz, wo sie das damals schon internationale Publikum zu begeistern vermochten. Marcel Perren weiss um den Zusammenhang von Tourismus und Luzern als wachsender Festivalstätte: «Touristen wollen eine gute Zeit erleben, Neues entdecken und Emotionen teilen; in Luzern bei den vielen Festivals können sie das.» Neben dem kulturellen und künstlerischen Aspekt sind die verschiedenen Festivals und Veranstaltungen auch für die Wirtschaft von grossem Interesse. Nicht nur die Festivals profitieren direkt von den Gästen, sondern beispielsweise auch die Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee, die Bergbahnen rund um Luzern, die vielen Restaurants, Shops, Bars und Hotels. Marktforschungen zufolge gibt ein Tagestourist in der Stadt Luzern durchschnittlich pro Tag 103 Franken aus. Rechnet man die Ausgaben für Übernachtungen dazu, wird klar, dass die Festival-City zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden ist. Zentraler Begegnungsort Ein Gebäude spielt beim Thema Wirtschaft und Kultur eine zentrale Rolle: Das Kultur- und Kongresszentrum Luzern, kurz KKL Luzern genannt. Zwischen 1995 und 2000 bauten es die Luzerner nach den Plänen des französischen Stararchitekten Jean Nouvel. Bereits ein Jahr nach der Fertigstellung sprach eine Studie der Universität St. Gallen von einer jährlichen Wertschöpfung von 57 Millionen Franken.

1938 saw the foundation of the International Music Festival Weeks – today’s Lucerne Festival. The political situation at the time led many German performing artists to Switzerland, where they delighted an already international audience. Marcel Perren is aware of the link between tourism and Lucerne’s status as a growing festival venue: «Tourists want to have a good time, make fresh discoveries and share emotions, and they can do this in Lucerne with its many festivals.» In addition to the cultural and artistic aspect, the various festivals and events are also of great interest to the economy. Not only the festivals benefit directly from the guests, but also for instance the boat cruise operator on Lake Lucerne, the mountain railways and cableways in the surrounding area and the many restaurants, shops, bars and hotels. It has been established that a day-tripper to Lucerne spends on average 103 Swiss francs. Add to this expenditure on overnight stays, and it soon becomes clear that the Festival City is a significant economic factor. A central place to meet When it comes to business and culture, one building plays a major role: The Culture and Convention Centre Lucerne, in short: KKL. Designed by the French star architect Jean Nouvel, it was built between 1995 and 2000. Just one year after its


Festivalbilder aus Luzern (von oben links, im Uhrzeigersinn) | Festival images Lucerne (from top left, clockwise): Blue Balls vor dem KKL Luzern, Bob Geldof am Festival «Rose d’Or», Fasnacht, Pierre Boulez am Lucerne Festival, die Band Palkomuski am Blue Balls Festival, Festival Strings.


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Hans E. Koch, gebürtiger Luzerner und CEO des KKL Luzern, ist stolz auf die Luzerner Bevölkerung, welche in den neunziger Jahren dem Bau zugestimmt hat: «Die Leute haben vorausgeschaut, hatten eine Vision und wollten Luzern noch stärker als Veranstaltungsort positionieren.» Der Mut hat sich gelohnt. Durch den Bau der architektonischen Ikone am See konnte die FestivalCity ihren guten Ruf weiter ausbauen. Auch die zentrale Lage spielt eine wesentliche Rolle – oder wie es Hans E. Koch auf den Punkt bringt: «Trockenen Fusses von New York ins KKL Luzern». Wahrlich, das Haus am See strahlt über die Landesgrenze hinaus, ist ein Begegnungszentrum und ein Gesamterlebnis für Auge und Ohren. Ob Konzerte, Kunst, Kongresse oder Kulinarik – alles wird geboten. Wer schon einmal auf dem berühmten, ausladenden Dach den Ausblick über Luzern genossen hat, weiss, dass diese Stätte in ihrer Art einmalig ist. Das KKL Luzern hat seit seiner Eröffnung im Jahre 2000 der Festival-City neuen Auftrieb und bis dahin ungeahnte Möglichkeiten im Bereich Veranstaltungen geschaffen: Die weltweit beispiellose Akustik, die einmalige Architektur und die perfekte Infrastruktur sprechen eine eigene Sprache. Kleiner Charmeur Sind es also das KKL Luzern, die historischen Entwicklungen und die Affinität der Luzerner zur Musik, welche Luzern zur Festival-City gemacht haben? Ein weiterer Erfolgsfaktor darf nicht vergessen gehen: Die wichtigste Komponente überhaupt ist der Charme der kleinen Stadt, umringt von See und Bergen. Denn was nützen die beste Infrastruktur, hervorragende Konzertsäle, eine zentrale Lage oder professionelle Organisationskomitees, wenn nicht auch der Austragungsort einmalig ist? Das findet auch Marta Nawrocka vom Comix-Festival Fumetto, das Besucher aus aller Herren Länder anzieht: «Der Standort Luzern mit der einzigartigen Kulisse und seiner Atmosphäre trägt viel dazu bei, dass sich die internationalen Künstler wohlfühlen.» Marcel Perren und Hans Koch stimmen zu, dass Luzern mit seinem unvergleichlichen Charakter die Gäste schon seit jeher magisch anzuziehen vermochte. Trotz vieler Erklärungen warum Luzern heute die Festival-City schlechthin ist, bleibt die Erkenntnis, dass Luzern, das gewisse Etwas, das berühmte «je ne sais quoi» hat, das man nicht erklären kann. Man muss die Stadt leben, sehen, spüren und riechen. Darum los, raus aus dem Hotelzimmer und rein in die einmalige FestivalCity Luzern – und falls Sie dabei auf Schokolade, Uhren und Käse treffen: Nur zu, «es hat, solange es hat», wie die Einheimischen zu sagen pflegen.

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completion, a study by the University of St Gallen spoke of an annual value creation for the centre of 57 million Swiss Francs. Hans E. Koch, KKL Chief Executive and a Lucerne native, is proud of the residents who voted for the centre’s construction back in the 1990s. «These people were looking forwards, had a vision and wanted to strengthen Lucerne’s position as an event location.» Their courage has reaped rewards; the KKL has enhanced the Festival City’s good reputation. The city’s central location also plays a vital part, or, as Hans E. Koch succinctly puts it, «From New York to the KKL Lucerne without getting your feet wet». The KKL Lucerne does indeed have an aura that reaches far beyond the country’s borders. It is a place to meet and an experience in its own right. It offers everything from concerts and art to congresses and gastronomy. Those who have enjoyed the view over Lucerne from its distinctive and expansive roof know exactly how unique this place is. Since it opened in 2000, the KKL Lucerne has given the Festival City a fresh boost and created hitherto unimaginable opportunities in the events sector. Its world-leading acoustics, oneof-a-kind architecture and perfect infrastructure speak a language of their own. Little charmer Is it the KKL Lucerne, historical developments and the people of Lucerne’s affinity with music that have transformed Lucerne into the Festival City? Another factor shouldn’t be forgotten: The most important component of all is the charm of this small city surrounded by its lake and the mountains. What use are the best infrastructure, excellent concert halls, a central location and professional organisation if the venue isn’t just as superb? This is also the opinion of Marta Nawrocka from the Fumetto Comix Festival, which draws visitors from all over the world: «Lucerne’s location with its unparalleled scenery and atmosphere greatly contribute to the wellbeing of the international artists.» Marcel Perren and Hans Koch agree that Lucerne’s unique character has always had a magical appeal. Belying all attempts to explain why Lucerne is today’s Festival City par excellence is the realisation that Lucerne has that special something, that elusive «je ne sais quoi» that cannot be pinpointed. This city has to be lived in, seen, felt and scented. Leave your hotel room and immerse yourself in the unique Festival City of Lucerne. And if you happen to come across chocolate, watches and cheese: it’s «first come, first served» as the Lucerne natives would say.

Kulturelle Ikonen dieser Stadt (von oben nach unten): KKL Luzern, Jesuitenkirche, Rathaus, Hotelmeile am See Cultural icons of the city (top to bottom): KKL Lucerne, Jesuit Church, Town Hall, lakefront hotels


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DAS KKL LUZERN UND DIE ZUKUNFT | INTERVIEW MIT PRÄSIDENT PIUS ZÄNGERLE THE KKL LUCERNE AND ITS FUTURE | INTERVIEW WITH CHAIRMAN OF THE BOARD PIUS ZÄNGERLE

Bereit für die zweite Phase Ready for the second phase Seit einem Jahr ist der Luzerner Pius Zängerle der starke Mann rund um das KKL Luzern. Zusammen mit den verschiedenen Trägern des markanten Hauses am See will er dem KKL Luzern 13 Jahre nach der Eröffnung neuen Schub verleihen. Wie, erklärt er im Interview.

LM: Herr Zängerle, wissen Sie, wie bedeutend das

KKL Luzern für die Stadt und ihre Umgebung ist? Pius Zängerle: Wir sind derzeit damit beschäftigt, eine aus dem Jahre 2002 stammende Studie zu erneuern, die Aussagen zur Wertschöpfung des KKL Luzern machen wird.

Wie gross war die Wertschöpfung 2002?

Damals wurde errechnet, dass das Haus rund 60 Millionen Franken jährlich bewegt. Diese Summe enthielt die direkten Einnahmen im KKL, die Umsätze der Produzenten und sämtliche Folgeeffekte in Hotels, Gastronomie oder Detailhandel. Seither sind acht Jahre vergangenen – die Zahl ist gestiegen. Wie gross ist die Wertschöpfung heute?

Ich kann das Resultat der Analyse nicht vorweg nehmen, aber ich gehe davon aus, dass die Summe im dreistelligen Millionenbereich pro Jahr liegt. Wie viel davon ist der hausgemachte Anteil?

Das KKL Luzern macht aktuell rund 30 Millionen Franken Umsatz pro Jahr. Welches sind die Gründe für eine derart markante Steigerung, wie Sie sie erwarten?

Dafür existieren verschiedene Gründe: Erstens ist die Auslastung des KKL Luzern sehr gut. Aktuell finden jährlich mehr als 500 Veranstaltungen in diesem multifunktionalen Gebäude statt, an denen mehr als 500’000 Personen teilnehmen. Zweitens haben wir die Dienstleistungen im Haus erweitert. Heute sind wir in der Lage, Anlässe zu inszenieren. Drittens generiert die wachsende Zahl an Festivals immer mehr Übernachtungen in den Hotels. Als das KKLLuzern Ende der Neunzigerjahre entstand, war die Rede von Folgeinvestitionen in Hotels in Luzern und Umgebung. Haben diese stattgefunden?

Sie haben stattgefunden. Ich unterscheide hier einen inneren Kreis, der die Stadtregion umfasst, und einen zweiten Kreis, der über der ganzen Zentralschweiz liegt. Ich sehe mit Freude, dass heute vor allem in diesem zweiten Kreis investiert wird, und dass wir so et-

Pius Zängerle can look back on his first year at the helm of the KKL Lucerne. Together with the supporting institutions, he aims to bring a fresh boost to the prominent centre on the shore of Lake Lucerne 13 years after it opened. In this interview, he explains how he intends to achieve this goal. LM: Mr Zängerle, do you know how important the KKL Lucerne is for the city and surrounding area?

Pius Zängerle: We are currently updating a 2002 study, which will tell us more about the added value created by the KKL Lucerne.

How high was value creation in 2002?

Back then, the study calculated added value of some 60 million Swiss francs annually. This amount comprised the direct revenue at the KKL, the producers’ turnover and all follow-on effects in the hotel, gastronomy and retail sectors. Eight years have since passed, and this figure has risen. How high is value creation today?

I can’t anticipate the results of the study, but I assume it will now be a definite three-digit million figure per year. How much of this is home grown?

The KKL Lucerne currently has an annual turnover of some 30 million Swiss francs. What are the reasons for such a significant rise?

There are various reasons: Firstly, the KKL Lucerne’s occupancy rate is very good. More than 500 events with over 500,000 participants are held at this multi-functional venue every year. Secondly, we have expanded our inhouse services. We are now in a position to stage events ourselves. Thirdly, the increasing number of festivals is generating more overnight hotel stays. When the KKL Lucerne opened at the end of the 1990s, there was much talk of follow-on investments in the hotel industry in and around Lucerne. Have they happened?

They have, whereas I distinguish between an inner circle that comprises the city and surrounding area and a wider circle that encompasses the whole of Central Switzerland. I’m delighted to see that investments are mostly being made in the second circle right now, and that we are experiencing something of a revival of business and holiday tourism. Lucerne had its first great heyday between 1880 and 1910. Now we are experiencing another, and this is due in no small part to the courage to build the KKL Lu-


Ein Stratege und Macher A strategist and doer

was wie ein Revival des Geschäfts- und Ferientourismus erleben. Luzern sah in den Jahren 1880 bis 1910 eine erste grosse Blütezeit. Jetzt folgt eine weitere, dank des Mutes, das KKL Luzern zu realisieren. Neben den Offerten für den Ferientourismus leben die Tagesangebote im Geschäftsbereich auf. Fazit: Alles zufriedenstellend, nichts bleibt mehr zu tun?

Keineswegs. Ich bin vor einem Jahr angetreten, nicht um ängstlich zu warten, bis wir überholt werden, sondern um eine zweite Phase einzuleiten. Der Kultur- und Kongressplatz Luzern muss weiter wachsen. Wie soll das geschehen?

Wir möchten Luzern im Bereich Musiktheater zusammen mit den anderen Kulturinstitutionen und unter dem Lead von Stadt und Kanton voranbringen. Damit ist auch unserem Haus gedient, und das bei uns beheimatete Lucerne Festival kann sich ebenfalls international weiterentwickeln. Lieben die Luzerner ihr KKL Luzern überhaupt?

Sie bewundern die Silhouette ebenso wie das Touristen tun. Das Haus mit dem markanten Dach ist wirklich beeindruckend und eine Ikone. Aber wir möchten genau diesen Punkt verstärken: Ich möchte das KKL Luzern noch mehr in die Herzen der Luzerner bringen. Wie werden Sie das tun?

Wir haben unsere Pläne. Und wie sehen diese aus?

Wir werden verschiedene Anlässe realisieren, die das Haus öffnen werden. Beispielsweise wird der Lucerne Marathon Ende Oktober 2012 direkt durch den Luzerner Saal, also mitten durchs Gebäude führen. Wir planen auch für die Wochen im Dezember und Anfang Januar «KKL Weihnachten» unter dem grossen Dach vor dem Haus. Dies in Kombination mit Angeboten, die gerade in dieser Zeit Leute vor und in unser Haus einladen. Das sind Ideen, die zum hohen Niveau des KKL Luzern passen – und Möglichkeiten, welche die für viele als hoch empfundene Eintrittsschwelle ins Haus senken werden. Alle sollen mal drin in diesem wunderschönen KKL geInterview: Bruno Affentranger wesen sein, das ist mein Ziel.

cerne. There’s a revival in offers in both the holiday tourism and day business sectors.

Pius Zängerle, 49, stammt aus Weggis und ist diplomierter Mathematiker und Ökonom. Der politisch engagierte Stratege ist seit 2005 für die CVP im Luzerner Kantonsrat und leitet verschiedene Gremien, die von überregionaler Bedeutung sind, darunter die Trägerstiftung KKL Luzern und die Management AG des KKL Luzern. Pius Zängerle, 49, comes from Weggis and holds degrees in mathematics and economics. The politically active strategist has represented the Christian Democrats in the Lucerne cantonal parliament since 2005 and chairs a number of boards with trans-regional significance, including the Foundation for the KKL Lucerne and the operating company KKL Luzern Management AG.

Conclusion: Everything is satisfactory, and there’s nothing left to do?

Not at all. I didn’t take this position a year ago to wait timidly until we are overtaken, but rather to initiate a second phase. Lucerne must continue to grow as a venue for cultural events and congresses. How can this be achieved?

As far as music theatre is concerned, we’d like to promote Lucerne together with the other cultural institutions under the leadership of the city and canton. This would be to the centre’s advantage as well as the Lucerne Festival’s – which has its home here – and would help advance its international development. Do the people of Lucerne love their KKL Lucerne?

They admire its silhouette just as the tourists do. With its striking roof, the building is truly awe-inspiring and iconic, and this is the point we wish to reinforce: I’d like the KKL Lucerne to win over the hearts of the people of Lucerne even more. How do you aim to do this?

We have our plans. And what do they look like?

We are going to hold various events that will open up the centre to the public. For instance the Lucerne Marathon at the end of 2012, which will lead directly through the Lucerne Hall, right through the centre of the building. At the end of this year, we intend to organise a «KKL Christmas». These ideas are in keeping with the KKL Lucerne’s high standards while at the same time lowering what many perceive as a highlevel entry threshold. My aim is that everyone should have been inside this stunningly beautiful building at Interview: Bruno Affentranger least once.


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01. September 2011 | 01/11

Das Festival Luzerns Lucerne’s Festival

Es gehört weltweit zu den renommiertesten Festivals der klassischen Musik: Das Lucerne Festival. Bald feiert es seinen 75. Geburtstag. Zeit zu erfahren, wie still alles begann – und wie ruhig alles wird.

The Lucerne Festival is one of the world’s most renowned festivals of classical music. As it approaches its 75th anniversary, it is time to learn how quietly everything began, and how the sound of silence is about to return.

VON BRUNO AFFENTRANGER Stille. Sie verlangte Arturo Toscanini, als er 25. August 1938 an einem sonnigen Nachmittag unter den freien Himmel Luzerns trat. Der schon zu Lebzeiten überlebengsgrosse, legendäre Maestro aus Italien wollte das Wagnersche Siegfried-Idyll zur Aufführung bringen, ausgerechnet vor jenem Haus auf Tribschen, in dem Siegfried Wagner einst geboren worden war, in dem das Stück komponiert wurde und erstmals erklang. Im Programm waren ausserdem Werke von Gioacchino Rossini, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Vorerst aber verlangte Arturo Toscanini absolute Stille. Er billigte keine Störung, keinen Mucks. Der Schiffsverkehr auf dem See war lahmgelegt. Einzig die Kursschiffe durften verkehren, doch ohne Signal und nur in langsamem Tempo, denn der Wellenschlag hätte den Meister und die Musiker stören können. Der nahe Fussballplatz war während Stunden ein verwaister Ort, auf dem Staub lag. Den Fabriken war Industrielärm untersagt. Eltern sollten ihre Kinder spazieren führen, will heissen: die Ruhezone um Toscanini weiträumig umgehen. Das Luftamt hielt den Himmel von Flugzeugen rein. Die Hunde der Landwirtschaftsbetriebe in der Umgebung wurden eingesammelt und bis nach dem für damalige Verhältnisse teuren Galakonzert schalldicht verwahrt. Alles war bereit, und als der weisshaarige Maestro den Taktstock hob, begann eine überwältigende Aufführung – sie hallt bis zum heutigen Tage nach. Die Internationalen Musikfestwochen, heute Lucerne Festival genannt, waren in die verordnete Stille hineingeboren.

BY BRUNO AFFENTRANGER Silence. This, no less, was what Arturo Toscanini demanded of Lucerne on August 25, 1938, a sunny summer afternoon. The great maestro, already a larger-than-life figure and living legend, was about to conduct a performance of Richard Wagner’s Siegfried-Idyll in front of the villa in Tribschen where Siegfried Wagner was born, the place where the piece was composed and premiered. The programme also included works by Gioacchino Rossini, Wolfgang Amadeus Mozart and Ludwig van Beethoven. First of all, however, Arturo Toscanini wanted perfect silence. He brooked no interruption, not a single sound. Boat traffic on the lake was halted. Only the regular transport boats were permitted to run, and they were instructed to refrain from sounding their horns and proceed at a slow pace, so that the conductor and the musicians would not be disturbed by waves lapping against the lakeshore. Dust settled on the nearby football pitch, which was closed and remained deserted for hours. Parents in the neighbourhood were encouraged to take their children for a walk elsewhere, to keep them well away from the stillness surrounding Toscanini. The Federal Office of Aviation suspended all flights. Farm dogs in the area were rounded up and taken to soundproof kennels for the duration of what was, at the time, an exorbitantly expensive gala concert. Everything was ready. The white-haired maestro raised his baton and an overwhelming performance began, the echoes of which resonate to the present day. The International Music Festival Weeks – or Lucerne Festival as it is now known – were born into the curated silence.

Ein Festival für das Renommee als Touristenstadt Schon Jahre zuvor hatten einige Stadtobere die Idee eines Festivals der Musik gedrechselt. Sie waren auf der Suche nach Möglichkeiten, der seit dem 1. Weltkrieg etwas darbenden Luzerner Tou-

A festival for Lucerne’s touristic reputation City luminaries had come up with the idea for a music festival some years earlier. Lucerne’s tourism industry had been flagging since the First


Arturo Toscanini (1938, oben | top), Ernest Ansermet (1957, links | left) und Wilhelm Furtw채ngler.

Bilder/Pictures: Archive Lucerne Festival.


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rismusindustrie neuen Schwung zu verleihen. Richard Strauss und einige andere Komponisten und Dirigenten hatten in den Jahrzehnten zuvor immer wieder auf die Attraktivität Luzerns als möglichen Festspielort aufmerksam gemacht. 1938 war es endlich so weit, und streng genommen begann die Geschichte des Lucerne Festivals etwas mehr als einen Monat vor Toscaninis Aufführung: Am 18. Juli bereits dirigierte der Genfer Ernest Ansermet im Casino-Kursaal ein Solistenkonzert mit dem Kursaalorchester und dem Orchestre de la Suisse Romande, für das er in den bisher ungenutzten Sommermonaten eine Auftrittsmöglichkeit gesucht hatte. Mit Ansermet, Toscanini, Fritz und Adolf Busch sowie Bruno Walter als Dirigenten begann in jenem Sommer die Tradition der internationalen Festwochen, die ursprünglich die Marke Luzerns als Fremdendestination renovieren helfen sollten. Heute, 73 Jahre später, scheint dies gelungen. Mehr denn das: Das Lucerne Festival zählt zu den wichtigsten Festivals weltweit. Nicht bloss Spezialisten und Liebhaber der klassischen Musik zollen ihm ihren Respekt. In Sachen Sinfonien ist es das reichhaltigste, angesehenste und bekannteste seiner Art in der Welt. Luzern profitiert direkt vom Nimbus des Anlasses und von der Kraft der Erneuerung, die von diesem Festival und der Ikone KKL Luzern ausgeht. Doch was ist das Lucerne Festival heute? Mehr als ein Festival, das ist eindeutig. Ein Unternehmen, das sich geöffnet hat Eigentlich handelt es sich um ein Ganzjahres-Unternehmen, das mindestens 25 Millionen Franken umsetzt und das drei saisonale Höhepunkte kennt: Die Oster-Festspiele, das Sommerfestival während fünfeinhalb Wochen und die Piano-Tage im Herbst. Das Lucerne Festival in diesem Sommer zum Beispiel bietet nicht weniger als 27 verschiedene Sinfonieorchester und Ensembles auf. Darunter das Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado, die Wiener und die Berliner Philharmoniker oder das Chicago Symphony Orchestra. Es dirigieren so bekannte Grössen wie Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Riccardo Muti, Simon Rattle und andere mehr. 34 Sinfoniekonzerte sind programmiert. Die Zahl der herausragenden Gesangs- und Instrumentalsolisten ist noch grösser. Wer nun aber ein hermetisch geschlossenes Musizieren vor ausschliesslich geladenen Gästen erwartet, der täuscht sich. Ebenso ergeht es jenen, die glauben, das Lucerne Festival setze auf den geringe Halbwertzeiten aufweisenden Starkult und einzig auf die Blendkraft der neuen Popfiguren der Klassik. Die Zeiten des elitären Abschottens oder jene des eitlen Sonnens vor städtischem

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World War, and they were looking for ways to boost business. In the previous decades, Richard Strauss and several other composers and conductors had drawn attention to Lucerne’s attractiveness as a potential festival venue. The time finally came in 1938. Strictly speaking, the story of the Lucerne Festival began a little over a month prior to Toscanini’s performance. On July 18, Geneva conductor Ernest Ansermet conducted a concert of soloists at the Casino-Kursaal with the Kursaal Orchestra and the Orchestre de la Suisse Romande, for which he had sought an opportunity to perform during the ordinarily quiet summer months. The tradition of the international festival weeks – originally launched to help polish Lucerne’s reputation as a tourist destination – was born in that summer with the conductors Ansermet, Toscanini, Fritz and Adolf Busch and Bruno Walter. Today, 73 years later, it appears to have been a resounding success. The Lucerne Festival counts among the world’s most important, respected not only by specialists and classical music lovers. As far as symphonies are concerned, it is the most comprehensive, prestigious and famous festival of its kind. Lucerne benefits directly from the aura of the event and the innovative energy radiating from this festival and the iconic KKL Lucerne. But what is the Lucerne Festival today? Clearly more than just a festival. Broadcast to 80 countries It is a year-round enterprise that generates a turnover of at least 25 million Swiss Francs and has three distinct seasonal highlights: the Easter festival, the summer festival lasting five-and-a-half weeks and the piano days in autumn. This summer, for instance, the Lucerne Festival is presenting no fewer than 27 different symphony orchestras and ensembles. Among them the Lucerne Festival Orchestra, led by Claudio Abbado, the Vienna and Berlin Philharmonics and the Chicago Symphony Orchestra. It features such conducting greats as Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Riccardo Muti, Simon Rattle and others. The programme includes 34 symphony concerts. The number of outstanding vocal and instrumental soloists is even more impressive. Those expecting a hermetically sealed, selfcontained celebration of music in front of a select audience of handpicked guests are mistaken, however, as are those who believe the Lucerne Festival commits itself to the fleeting half-lives of transient stardom and the bedazzling aura of classical music’s new pop stars. The days of elitist isolationism or basking and preening in front of an urban backdrop are long gone. Radio and television stations broadcast performances to over 80 countries. The Lucerne


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Rafael Kubelik (1963, oben | top), Wilhelm Furtw채ngler (links | left) und Herbert von Karajan.

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Herbert von Karajan und seine Ehefrau Eliette in der Alphornstunde (links), der alte Konzertsaal Luzerns Herbert von Karajan and his wife Eliette at an alphorn playing lesson (left), the old concert hall

Hintergrund sind längst vorbei. Radio- und TVStationen übertragen Aufführungen in mehr als achtzig Länder. Das Lucerne Festival wagt sich in die Strassen, trägt Kunst in die Restaurants, Ateliers und auf die Plätze hinaus. Es wird diskutiert, gezeichnet, gefilmt, gelehrt und geübt. Videokunst ist ebenso zu sehen wie beispielsweise spielerisch an Kinder vermittelte Musik zu hören. Der bald 75 Jahre alten Institution ist es unter ihrem Intendanten Michael Häfliger gelungen, sich als weitgehend privatwirtschaftlich getrage-

Festival ventures out on to the streets, brings its art to restaurants, ateliers and public squares, initiating a process of discussion, drawing, filming, teaching, practising, rehearsing. The art of video is represented, as well as a playful introduction to music for children. Under artistic director Michael Häfliger, this almost 75-year-old institution has succeeded in reinventing itself as a unique vehicle of innovation, funded mainly by the private sector. Many ideas still await realisation, especially those concerning a new music theatre. Some wishes have yet

Lucerne Festival 2011: Unsere Tipps | we recommend: 4. September, 19.30 Uhr, Konzertsaal: Royal Concertgebouw Orchestra; Andris Nelsons, Dirigent; Richard Wagner, Richard Strauss, Dmitri Schostakowitsch 9. September, 22.00 Uhr, Matthäuskirche: Teodoro Anzellotti, Akkordeon; Johann Sebastian Bach: Goldbergvariationen 11. September, 11.00, Konzertsaal: LUCERNE FESTIVAL ACADEMY Orchestra; Pierre Boulez, Dirigent; Peter Eötvös, Dirigent; Bernd Alois Zimmermann, Karlheinz Stockhausen, Arnold Schönberg, Alban Berg 11. September, 19.30 Uhr , Konzertsaal: London Philharmonic Orchestra; Vladimir Jurowski, Dirigent; Julia Fischer, Violine, Igor Levit, Klavier; Ludwig van Beethoven, Matthias Pintscher (UA), Franz Liszt, Aleksandr Skrjabin 13. September, 19.30 Uhr, Konzertsaal: Wiener Philharmoniker; Yannick Nézet-Séguin, Dirigent; Olivier Messiaen, Claude Debussy, Franz Schubert, Maurice Ravel 18. September, 11.00 Uhr, Konzertsaal; Staatskapelle Berlin; Daniel Barenboim, Dirigent und Klavier; Nina Stemme, Sopran, Peter Seiffert Tenor, Kwangchul Youn, Bass; Pierre Boulez, Richard Wagner


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nes, einzigartiges Innovations-Mobile neu zu erfinden. Noch harren Ideen ihrer Verwirklichung. Vor allem jene, die sich mit einem neuen Musiktheater befassen. Noch sind nicht alle Wünsche aufgenommen und alle Träume erfüllt. Doch keine Angst: Michael Häfligers Vertrag läuft bis 2015, und es bleibt ihm und seinem 35-köpfigen Team deshalb sicherlich genug Zeit für einige Neuerungen. Still ist die Nacht Stille hat Arturo Toscanini einst an einem sonnigen Nachmittag auf einem Kiesvorplatz verlangt. Sie ist – wenn auch unter anderen Vorzeichen – wieder im diesjährigen Programm zu finden. Das Festivalthema des Sommers ist die «Nacht». Die Hunde müssen diesmal nicht weggesperrt werden. Sie schlafen des nachts ruhig. Der Ball liegt unter dem Bett, die Kinder träumen, die Schiffe liegen im Hafen vertäut. Selbst die Wellen schwappen nur klein und leise ans Gestade. Der akustische Befund der Nacht gleicht jenem, den man erfährt, wenn man an einem heissen ToscaniniNachmittag auf einer Veranda dösend dem Nichts einer bleiern schweren Welt zuhört. Die Gedanken weiten sich und ufern aus. Die Reise ins nächtliche Ich kann beginnen.

BRILLANZ ZEIGT SICH AUCH IM UMGANG MIT SCHRÄGLAGEN. Simon Ammann, Olympiasieger im Skispringen

to be received, some dreams yet to be fulfilled. But not to worry: Michael Häfliger’s contract runs until 2015, and he and his 35-member team are sure to have enough time to initiate and implement some changes. The sound of silence Silence. Arturo Toscanini commanded it one sunny afternoon on a gravel forecourt. Silence – albeit under different circumstances – is prominent again in this year’s programme. This summer’s festival theme is «Night». There’s no need to lock the dogs away, for they will not be disturbed in their nocturnal slumber. The ball lies under the bed, children are in the realms of dream, boats are moored in the harbour. The smallest of waves lap only softly against the shore. The acoustics of the night are comparable to those on a hot and languid Toscanini-esque afternoon spent on the veranda, dozing in the leaden air. Thoughts expand and wander. It is time to embark on the journey to the nocturnal self.

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10 Erlebnisse, die Sie nie in Luzern erwartet hätten The Top 10 things you never thought you could do in Lucerne In einer Gefängniszelle übernachten Spend the night in a jail cell

© Jailhotel Löwengraben

Von 1862 bis 1998 hatten die «Gäste» des Luzerner Zentralgefängnisses weder die Wahl zwischen Einzel- und Doppelzimmer, noch durften sie den Zeitpunkt ihres Austritts frei wählen. Seit 1999 ist das möglich, dann nämlich wurde aus dem Gefängnis das «Jailhotel Löwengraben». Die Zellen wurden zu Zimmern und Suiten umfunktioniert, für die ganz Hartgesottenen gibt es sogar ein paar «Unplugged»-Zimmer im Originalzustand. Die Preise liegen zwischen 80 und 260 Franken pro Nacht und Zimmer. Unbedingt ausprobieren! Between 1862 and 1998, «guests» of Lucerne’s central jail weren’t asked whether they’d prefer a single or a double room. Checking-out wasn’t optional either. All this changed in 1999, when the local clink was transformed into the «Jailhotel Löwengraben». Some rooms have even been left in their original state for wannabe jailbirds lusting for an «authentic» experience. Rates are between 80 and 260 Swiss francs per room and night. And no, we won’t bail you out. info: www.jailhotel.ch

Das traurigste Stück Stein der Welt sehen See the most mournful piece of stone in the world

© Luzern Tourismus

Die Rede ist vom Löwendenkmal, das an die Hunderten tapfer kämpfenden Schweizergardisten erinnert, die 1792 beim Tuileriensturm in Paris ums Leben kamen. Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain, der Luzern 1878 und 1897 besuchte, erwähnte es in seinem 1880 erschienenen Reisebericht «A Tramp Abroad» als «traurigstes und bewegendstes Stück Stein der Welt». We are of course referring to the Lion Monument, which commemorates the valiant Swiss Guards who died when revolutionaries stormed the Tuileries Palace in Paris in 1792. The American writer Mark Twain, whose travels brought him to Lucerne in 1878 and 1897, described it in his 1880 travel narrative «A Tramp Abroad» as «the most mournful and moving piece of stone in the world».

Im Winter, wenn der Hochnebel tagelang auf das Luzerner Seebecken drückt, gibt es oft nur die Flucht nach oben. Auf 1500 Metern über Meer herrscht nicht selten strahlender Sonnenschein, oft liegen auch die Temperaturen deutlich höher als unter der Nebeldecke. Und einen atemberaubenden Anblick gibts noch obendrauf: Die Sicht aufs Nebelmeer, das schönste und gleichzeitig einzige Meer, das die Schweiz zu bieten hat. In winter, when thick shrouds of mist lie inert over Lucerne and the lake, there’s nothing else for it but to head for the hills. At 1500 metres altitude, you’ll often find brilliant sunshine and temperatures significantly higher than down in the valley. You’ll also be rewarded with a stunning sight: the «sea of fog», as it is known, is Switzerland’s most beautiful and indeed only sea.

© Lukas Hadorn

Einen Kurzausflug ans Meer machen | Take a short trip to the sea


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Einen Winter ohne Schnee erleben | Experience a winter without snow Sie besuchen Luzern im Dezember oder Januar und fragen sich, wo der Schnee bleibt? Gute Frage. Dem Bundesamt für Meteorologie zufolge verzeichnet Luzern pro Winter durchschnittlich nur gerade 17 Tage mit messbarem Neuschnee. Schneearme Winter wurden in der jüngsten Vergangenheit immer häufiger. 2008 wurde zum ersten Mal seit 1883 (Beginn der Messungen) ein Winter ohne messbaren Neuschnee verzeichnet. Falls Sie in die Schweiz gekommen sind, um Schnee zu erleben, müssen Sie also entweder rauf auf die Berge, oder aber auf einen Winter wie 1970 hoffen: Damals schneite es in Luzern an 44 Wintertagen, die kumulierte Schneemenge betrug mehr als zwei Meter. You’re visiting Lucerne in December or January and wondering where the snow is? Good question! According to the Federal Meteorological Office, Lucerne has on average only 17 days with measurable snowfall per winter. Winters with scant snowfall have become more frequent in the recent past. 2008 was the first winter without any measurable snowfall since records began in 1883. If you’ve come to Switzerland for the snow, you’ll either have to go up a mountain or hope for a winter like 1970, when it snowed on 44 days in Lucerne and the accumulated snow depth was more than two metres.

Ein Märchenschloss besuchen | Visit a fairy tale castle Kaum ein Bauwerk Luzerns ist kitschiger als das Château Gütsch, das mit seinen weissen Türmchen über der Stadt thront. Den Titel «Märchenschloss» hat es sich aber auch verdient, weil sich um kaum ein Gebäude in den letzten Jahren mehr wilde Geschichten und Gerüchte rankten. Das Château gehörte der Grossbank UBS, zwischenzeitlich wurde Michael Jackson als potenzieller Käufer gehandelt, jetzt ist es im Besitz eines russischen Oligarchen und wird umgebaut. Bis dahin bietet das Château Gütsch vor allem eines: Die spektakulärste Aussicht über Luzern, und ab 2. September wieder ein erstklassiges Restaurant, geführt vom Patron des Hotels Montana. Tel.: 041 248 98 98. No other building in Lucerne trumps Château Gütsch when it comes to taking kitsch to new heights. This grand, white-turreted build-ing perched above the city richly deserves its reputation as a «fairy tale castle». In recent years, it has been the subject of wild rumour and speculation. It was once owned by the multinational Swiss bank UBS, and Michael Jackson was tipped as a potential buyer. Now owned by a Russian oligarch, the château is getting a facelift. Until then, Château Gütsch offers spectacular views over Lucerne and from September 2nd on a new restaurant, run by the management of the Art Deco Hotel Montana. Ph.: 041 248 98 98.


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Etwas makaber muten die Bilder im Dachgiebel der Spreuerbrücke schon an. Stets ist der Tod als Skelett zu sehen, wie er Könige und Kardinäle, Bischöfe und Bauern aus dem Leben holt – mal tanzend, mal musizierend. Solche «Totentänze» entstanden ab dem 14. Jahrhundert in ganz Europa, der Luzerner Gemäldezyklus wurde zwischen 1626 und 1635 vom Maler Kaspar Meglinger erschaffen und besteht aus insgesamt 67 Gemälden. Wer gute Nerven hat, besucht die zwischen Kasernenplatz und Mühlenplatz liegende Brücke in der Abenddämmerung und tanzt eine Runde mit. The macabre paintings adorning the gables of the Spreuer Bridge are likely to send shivers down your spine. They portray Death as a skeleton, summoning people from all walks of life – kings and cardinals, bishops and peasants – in a merry dance to the grave. «Dance of Death» cycles started to appear in the 14th century throughout Europe; Kaspar Meglinger created this one – 67 scenes in all – between 1626 and 1635. If you’re not easily spooked, why not visit this bridge located between Kasernenplatz and Mühlenplatz at dusk and dance along for a while?

© Lukas Hadorn

Mit den Toten tanzen Dance with the dead

© SGV AG

Auf einem Schiff Fondue Chinoise essen Eat «Chinese» fondue on a boat Fondue hätten Sie ja vielleicht noch erwartet. Aber wenn, dann Käsefondue. Dabei ist chinesisches Fondue, bei dem dünn geschnittenes Fleisch in heisse Brühe getaucht wird, in der Schweiz während der kalten Jahreszeit fast genauso populär. Besonders romantisch lässt sich diese Spezialität an Bord eines Schiffes auf dem Vierwaldstättersee geniessen. Zwischen dem 27. Oktober und dem 15. Dezember 2011 legt das «Fondue-Chinoise-Schiff» jeden Donnerstagabend um 19.12 Uhr beim Bahnhof ab, die Rundreise dauert rund zweieinhalb Stunden. Reservationen sind bis 15.00 Uhr des jeweiligen Tages unter Telefonnummer +41 41 367 67 67 möglich. You were probably expecting fondue. Fondue with cheese. What you might not know is that so-called «Chinese» fondue – wafer-thin slivers of meat cooked in a pot of hot broth – is almost equally as popular. Enjoy this delicious speciality in a particularly romantic setting on Lake Lucerne. The «Fondue Chinoise Cruise» leaves Lucerne station every Thursday evening at 19.12 between October 27 and December 15, 2011. Duration of the round trip is two-and-a-half hours, and reservations can be made until 15.00 the same day by phoning +41 41 367 67 67. Infos: www.lakelucerne.ch


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Ein Glas Brunnenwasser trinken | Take a sip from a public fountain

© Lukas Hadorn

Ob der farbenfrohe Fritschibrunnen oder der imposante Weinmarktbrunnen – Luzerns öffentliche Quellen sind immer für eine Erfrischung gut. Ihr Wasser ist zu jeder Jahreszeit problemlos trinkbar, stammt es doch direkt aus Frischwasserquellen im Südwesten der Stadt und ist meist erst wenige Stunden zuvor an die Oberfläche getreten. Die meisten Brunnen in Luzern verfügen gar über ein eigenes, vom Trinkwasser unabhängiges Versorgungsnetz, das noch aus dem Spätmittelalter stammt. Prost! There’s nothing more refreshing than taking a cool sip from one of Lucerne’s many public water fountains – whether it’s the colourful Fritschibrunnen or the impressive Weinmarktbrunnen. Fountain water comes from freshwater sources in the southwest of the city and is drinkable all year round. Most of Lucerne’s fountains still have their own independent supply network, dating from the Late Middle Ages. To your health!

Eine 100-jährige Château-Mouton-Rothschild-Sammlung sehen See a complete 100 year collection of Château Mouton Rothschild wines

© Lukas Hadorn

Eine Attraktion speziell für Weinkenner ist am Löwenplatz zu bewundern. Das Restaurant «Old Swiss House» verfügt über eine der wenigen, praktisch lückenlosen Sammlungen des legendären Bordeaux «Château Mouton Rothschild». Die älteste Flasche stammt von 1867, ab 1911 ist die Sammlung komplett. Auch die ab 1945 eingeführten Flaschen mit Künstler-Etiketten, auf denen sich unter anderem Picasso, Kandinsky und Warhol verewigten, sind lückenlos vorhanden. The Löwenplatz lures wine connoisseurs with a very special attraction: The «Old Swiss House» restaurant’s wine cellar is home to one of the very few virtually complete collections of the legendary Bordeaux «Château Mouton Rothschild». The oldest bottle of this provenance dates back to 1867, and the collection has had an uninterrupted run from 1911 to the present day. It also contains all labels designed for each vintage since 1945 by an impressive roster of artistic greats including Picasso, Kandinsky and Warhol.

Infos: www.oldswisshouse.com

© Christof Schürpf

Den grössten ehemaligen Zivilschutzbunker der Welt erleben Experience the largest former civilian bunker in the world Wer ein Relikt aus der Zeit des Kalten Kriegs bewundern möchte, sollte sich einen Besuch der einst grössten Zivilschutzanlage der Welt nicht entgehen lassen. Der Sonnenbergtunnel hätte im Ernstfall 20’000 Menschen Schutz geboten, in der Anlage befinden sich u.a. ein Notspital und ein Radiostudio. Seit 2002 ist der Bunker ausser Betrieb, seit 2008 finden Führungen für Gruppen und Einzelpersonen statt. Infos: Pia Schnyder Perrollaz, +41 44 586 54 43. If you’d like to admire a relic from the Cold War, don’t miss a visit to the world’s largest former civilian bunker. The Sonnenberg Tunnel had the capacity to provide shelter to 20,000 people, and came with a fully equipped emergency hospital and radio studio. The shelter was decommissioned in 2002. Guided tours for groups and individuals have been available since 2008. Info: Pia Schnyder Perrollaz, +41 44 586 54 43

Infos: www.unterirdisch-ueberleben.ch


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INTERVIEW

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TOURISMUS-PRÄSIDENT ADELBERT BÜTLER IM INTERVIEW INTERVIEW WITH HEAD OF TOURISM ADELBERT BÜTLER

«Wir müssen internationaler denken» «Let’s think in international terms» Der Präsident der Luzern Tourismus AG über dieses Magazin, die Stärken und die Schwächen der Luzerner Feriendestination. Am liebsten hätte er Luzern untertunnelt.

LucerneMagazine: Herr Bütler, dies hier ist die erste Ausgabe des neuen LucerneMagazine, das in Zusammenarbeit mit der Luzern Tourismus AG entstanden ist. Was erwarten Sie vom Magazin? Adelbert Bütler: Ich wünsche mir, dass dieses Magazin Luzern

und die Zentralschweiz zeitgemäss und modern darstellt. Unsere Region hat Vieles zu bieten – und sie ist dynamisch in jeder Beziehung. Diese Dynamik soll man als Besucher und als Einheimischer spüren. Was macht den erfolgreichen Kern der Tourismus-Destination Luzern aus?

Der Kern ist eine Kombination aus Stadt, See, Bergen und den Menschen, die hier leben – eingebettet in die unvergleichlich attraktive Zentralschweiz. Wir haben das Glück, dass der Tourismus seit 200 Jahren ein fester Bestandteil unserer Kultur ist. Einheimische begegnen Touristen mit grosser Offenheit. Viele Besucher sagen mir beispielsweise, dass man bei uns problemlos mit anderen Menschen ins Gespräch kommen kann. Was macht diese, wie Sie sagen, unvergleichliche Attraktivität der Zentralschweiz aus?

Die Kombination einer überschaubaren, charmanten Region mit einem unverwechselbaren See, die vielen Ausflugsmöglichkeiten und eine Bevölkerung, die das Wort Gastfreundschaft lebt. Dazu die weltbekannte Stadt Luzern, die im Vergleich zur Grösse viele – auch international – renommierte Kultur-Events wie zum Beispiel das Lucerne Festival und ein überdurchschnittlich gutes Uhren- und Schmuck-ShoppingAngebot offeriert. Und dies alles auf kleinstem Raum. Alles ist mit Bahn, Schiff, Bergbahnen und anderen Transportmitteln bestens erschlossen. Woher rührt diese Konzentration Luzerns auf den Tourismus?

Auf diese Frage gibt es zwei Antworten. Ich muss dabei zwischen Zentralschweiz und der Stadt Luzern unterscheiden. Tun Sie das! Warum ist also die Zentralschweiz touristisch so stark?

Der Tourismus in der Zentralschweiz begann mit der Rigi, die

The chairman of Lucerne Tourism talks about this new magazine and the strengths and weaknesses of Lucerne. He also tells us why he would love to have a road tunnel network built beneath the city. LucerneMagazine: Mr Bütler, this is the first edition of LucerneMagazine, published in association with Lucerne Tourism. What are your expectations of the magazine?

Adelbert Bütler: I’d like to see it portraying Lucerne and Central Switzerland in a modern and contemporary way. Our region is dynamic in every sense and has so much to offer. Visitors and residents alike should be able to feel this drive and vitality.

What lies at the core of Lucerne’s success as a tourism destination?

It’s a combination of the city, lake, mountains and the people who live here – nestled into the incomparably attractive scenery of Central Switzerland. Our good fortune is that tourism has been an integral part of our culture for 200 years. The relationship between locals and visitors is one of approachability and openness. Many visitors tell me, for instance, that they find it easy to get talking to other people. What defines what you call Central Switzerland’s «incomparable attractiveness»?

The combination of a compact, captivating region with a distinctive lake, numerous excursion destinations and locals who have a tradition of hospitality that spans two centuries. And then there’s the world famous city of Lucerne which, compared with other domestic and international cities of its size, has a wealth of renowned cultural events and above average watch and jewellery shopping opportunities. All of this in a defined area, easily accessible by public transport – train, boat, mountain railway and cableway. What are the origins of this touristic concentration?

I’d need to respond to this question with two separate answers, making a distinction between Central Switzerland and the city of Lucerne. What are the touristic strengths of Central Switzerland?

Tourism in Central Switzerland began with Mount Rigi, Europe’s most popular excursion mountain in the 19th century. Easy access and panoramic views made this peak particularly attractive. In 1825, there were already seven guesthouses with over 200 beds on the mountain. The city of Lu-


Adelbert Bütler...

... ist Präsident des Verwaltungsrats der Luzern Tourismus AG. Der Schweizer mit Jahrgang 1947 arbeitete in Geschäften in Genf, London und Chicago. Während 16 Jahren war er Chefeinkäufer und Einkaufsdirektor von Manor, der grössten Schweizer Kaufhausgruppe. Zudem gehörte er während 10 Jahren der Konzernleitung an. Bütler war ausserdem von 1995 bis 2009 CEO in der Bucherer Gruppe, dem grössten Multibrand-Retailer für Luxusuhren und -schmuck Europas. Seit 2009 ist er Verwaltungsratspräsident der Luzern Tourismus AG. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. ... is chairman of the board of directors of Lucerne Tourism Ltd. He was born in Switzerland in 1947. Bütler worked in department stores in Geneva, London and Chicago. At Manor, Switzerland’s largest group of department stores, he was responsible for purchasing for 16 years and a member of the executive board for 10 years. Bütler was chief executive of Bucherer Group, Europe’s largest multi-brand retailer in the high-end watch and jewellery sector from 1995 to 2009. He has been chairman of the board of directors of LT since 2009. Bütler is married and has three children.

im 19. Jahrhundert der beliebteste Aussichtsberg Europas war. Ihre leichte Zugänglichkeit und die Panoramasicht machten sie besonders attraktiv. 1825 gab es bereits sieben Gasthäuser mit über 200 Betten auf der Rigi. Die Stadt Luzern hingegen wurde damals noch in keiner Publikation als Reiseziel erwähnt. Und warum hat sich danach die Stadt Luzern als touristisches Reiseziel so stark entwickelt?

Bis ins erste Drittel des 19. Jahrhunderts kamen die Gäste nicht wegen des Provinzstädtchens Luzern zu uns, sondern ausschliesslich wegen der Landschaft und der Bergwelt. Danach aber entwickelte sich die Stadt sehr schnell vom Etappenort zum Reiseziel. Die grossen Hotels, die damals gebaut wurden, sowie die entstehende Schifffahrt und Eisenbahn beschleunigten diese Entwicklung. Luzerns Lage inmitten Europas muss sich positiv ausgewirkt haben.

Das tut sie noch heute. Die zentrale Lage Luzerns auf der Nord-Süd-Achse in Europa ist eminent wichtig. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten: Ohne die schöne Landschaft um Luzern, wäre aus der Stadt wohl nie diese international bekannte Tourismusmarke geworden, die sie heute ist. Sind Sie zufrieden mit der Tourismusdestination?

Man kann und darf nie richtig zufrieden sein. Vieles ist sehr gut, vieles ist sehr international und doch heimatverbunden und authentisch. Aber es mangelt hier dennoch manchmal am Verständnis für Entwicklungen in der Welt. Wenn Sie einen Wunsch offen hätten, für was würden Sie ihn einsetzen?

Ich würde mir die Untertunnelung Luzerns wünschen, damit der motorisierte Strassenverkehr unter dem Boden stattfinden könnte und oben wieder mehr Platz für die Ruhe und das Interview: Bruno Affentranger Flanieren wäre.

cerne, on the other hand, didn’t appear as a destination in any travel literature at the time. And how did this lead to Lucerne’s subsequent rise as a travel destination?

Until well into the 19th century, guests didn’t come here to visit the provincial town of Lucerne, but rather to enjoy the scenery and surrounding mountains. Then, however, the city underwent a rapid transformation from a stage on a travel itinerary to a destination in its own right. The large hotels that were being built and the emergence of rail travel and pleasure steamers on the lake accelerated this development. Lucerne’s location in the heart of Europe surely played a role too?

Yes, and it still does. Lucerne’s location on Europe’s northsouth route is of vital importance. It can be justifiably claimed that the city would have never become the internationally recognised brand name in tourism it is today without the beautiful scenery surrounding it. Are you happy with the path the tourism destination is taking? Is there room for improvement?

We must never become complacent. There are many good things, many accomplishments; there is a lot of internationality blended with authenticity and a deep-rooted attachment to the region. Nevertheless, if we do slip up, it’s probably that we sometimes lack an understanding for developments in the world at large. If you could wish for something absolutely utopic for Lucerne, what would it be?

I would have a network of tunnels built underneath Lucerne, which would take motorised traffic below ground and leave more room for pedestrian-only zones. Interview: Bruno Affentranger


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Pilatus

Ein Klassiker mit neuem Pepp A classic peak with wow factor Der Pilatus ist der Hausberg Luzerns. Dominant. Felsig. Schroff. Ein Charakter, wie unser Autor nachfolgend schreibt. Der Besuch des Pilatus lohnt sich – und ist dank Bahnen leicht zu schaffen. Doch lesen Sie selber.

Mount Pilatus is Lucerne’s local mountain. Dominant, cragged, precipitous. A character in its own right, as our author explains. Mount Pilatus is well worth a visit, and the cogwheel railway and aerial cableway make it easily accessible. Read about it here.

TEXT LAURENT PUTHOD BILDER BEAT BRECHBÜHL Irgendeinmal muss jeder hier hinauf. Es geht nicht anders. Wer auf den Pilatus reist, begibt sich in eine andere Welt. Der Aufstieg über Kriens beginnt sanft, die Hänge breiten sich unter den Kabinen der Bahn wie Picknick-Decken aus. An guten Tagen eröffnet sich schon bald ein atemberaubendes Panorama. Auch Bodennebel kann dem nichts anhaben, denn irgendwann lässt du ihn hinter dicr Wenn die lieblichen Matten den schroffen, kargen Steilwänden kurz vor der Bergankunft auf 2132 Metern Platz machen, wächst einem das sagenumwobene Felsmassiv noch näher ans Herz.

TEXT LAURENT PUTHOD PICTURES BEAT BRECHBÜHL This is a summit everyone should visit at least once. There’s no way around it. Going up Mount Pilatus means entering a different world. The ascent begins gently above Kriens, and the slopes spread out below the gondola like verdant picnic rugs. On fine days, a breath-taking panorama is about to unfold in front of you. Even the mist gets left behind on the valley floor as the cable car gains altitude. As Alpine pastures yield to precipitous and barren cliffs just below the summit at 2132 metres altitude, this mountain massif steeped in legend will grow even closer to your heart.

Mehr als nur ein Erlebnis Ganz oben weisst du dann, warum du hierher gekommen bist. Auch wenn alle anderen um dich herum be-

More than an experience You’ll know why you came here when you reach the top. Even if everyone else around you appears


Westflanke des Pilatusmassivs We West stern ern flank of the Pilatus mas massif sif


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schäftigt sind: Ob müde oder unternehmungslustig, hier kannst du finden, wonach es dich dürstet. Die futuristische Panoramagalerie schlängelt sich von der Ankunfts-Grotte beim Hotel Bellevue auf dem Felsen hinüber zum Hotel Kulm. Du brauchst kein Fachmann der Baukunst zu sein um zu merken: Die Galerie ist ein Meisterstück der architektonischen Bergzähmung. Hier wird ein Klassiker des Bergerlebnisses frisch aufgepeppt. Entgegen dem Hotel Kulm, das zu einer Zeit gebaut wurde, als man die Städte auch baukünstlerisch auf die Berge holen wollte, lehnt sich die neue Galerie stärker an die topografischen Gegebenheiten im Hier und Jetzt an. Die Architektur, insbesondere die raffinierte Deckenträgerkonstruktion, nimmt den Berg an und bildet eine Brücke zwischen ihm und den Menschen, die ihn besuchen. Der Strukturbeton als Baumaterial spiegelt ihn emotional. Du spürst es, bevor du es merkst: Die Linienführung der Fenster ist so ausgeklügelt, dass du am Blick nach aussen hängen bleiben musst. Du beginnst, mit den Perspektiven zu spielen, wechselst deinen Standpunkt im Raum und bist auf einmal nicht mehr nur einfach Betrachter. Du wirst Teilnehmer von urtümlicher Bergwelt und weiter Ebene. Einer Ebene, die du an sichtigen Tagen bis weit nach Deutschland hinein überblicken kannst. So wandelst du dich zum lebendigen Teil eines Kunstwerkes, an dessen Erschaffung die Natur arbeitete, bevor es Menschen gab. Treffen mit den Königen der Alpen Und das alles ist unabhängig vom Wetter, das draussen gerade herrscht: Erstmals in der Geschichte der Hotellerie auf dem Pilatus ist es mit der Fertigstellung der Panoramagalerie 2011 möglich geworden, jederzeit von einem Hotel zum andern in Shirt und Shorts zu wandeln, sich einen Drink an der «Steinbock-Bar» zu genehmigen, beim «Panorama-Grill» einen Wursthalt einzulegen und schliesslich im «Dragon-Shop» ein Andenken an die Region zu erstehen. Ganz gleich, ob es nun draussen stürmt, schneit, ob Nebelschwaden mystischen Elfen gleich die Felswände umschmeicheln oder blanker Sonnenschein die Sicht freigibt. Wer es noch direkter mag, braucht nur auf die unmittelbar über der Galerie gelegene, 1000 Quadratmeter grosse Dachterrasse zu steigen, wo die pure Bergwelt wartet. Und wer es auf die Spitze treiben

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Anfahrt per Taxi: Ab jedem Punkt in der Stadt, inklusive ab Hauptbahnhof. Dauer der Fahrt bis Talstation Kriens Pilatusbahnen ca. 20 Minuten.

ANFAHRT MIT ÖV: Am Hauptbahnhof Luzern Bus der Linie 1 in Richtung Kriens-Obernau steigen. Mit Bus bis Haltestelle Linde/Pilatus, von dort aus 5-minütiger, leicht ansteigender Fussmarsch bis zur Talstation Kriens. Ab 8.30 Uhr fährt die Bahn im Dauerbetrieb bis zur Zwischenstation Fräkmüntegg, wo man von der Gondel- in die Luftseilbahn umsteigt. Letzte Bergfahrt ab Talstation im Winterhalbjahr um 16 Uhr und im Sommerhalbjahr um 17 Uhr, auch an Sonntagen. Ab Pilatus-Kulm fährt die letzte Bahn im Sommerhalbjahr um 17.30 Uhr zu Tal, im Winterhalbjahr um 16.30. Danach wieder in einen Bus der Linie 1, diesmal in Richtung Maihof und bis Luzern Hauptbahnhof.

GETTING THERE WITH PUBLIC TRANSPORT: At Lucerne’s main station, take a No. 1 bus in the direction of Kriens-Obernau. Get off at the Linde/Pilatus stop; from here it is a five-minute gently ascending walk to the Kriens valley terminus. Starting at 8.30, the aerial gondola operates continuously to the Fräkmüntegg terminus, from where you can take the aerial cableway to Pilatus Kulm. The last mountain-bound journey departs from the valley terminus at 16.00 in winter; in summer at 17.00, also on Sundays. The last valley-bound journey departs from the Pilatus Kulm at 17.30 in summer; in winter at 16.30. From the valley terminus, take a No. 1 bus back in the direction of Maihof and get off at Lucerne main station. Getting there by taxi cab: Take a cab from anywhere in the city or from the main station. The journey to the Pilatus-Bahnen valley terminus in Kriens takes around 20 minutes.

as busy as a bee: whether you are fatigued or raring to go, you will find what you seek. The futuristic panorama gallery weaves its way from the grotto at Hotel Bellevue up the steep crag to Hotel Kulm. You needn’t be an expert to instantly recognise that the gallery is a feat of architecture and symbol of mastery over the mountain. This classic mountain venue is getting more than just a makeover. In contrast to Hotel Kulm, which was built in an era with ambitions to bring urban architecture to the mountains, the new gallery is designed to accommodate the topographic realities of the here and now. The architecture, particularly the cleverly designed roof construction, embraces the mountain and forms a bridge between it and the visitor. The use of structured concrete mirrors this emotionally. You’ll feel it before you notice it: the alignment of the windows is so ingenious that your gaze is inexorably drawn outside. You begin to play with perspective, change your position in the room, and all of a sudden you are no longer merely an observer. You’ve become a participant in a primeval mountain landscape, beyond it a wide plateau. A plateau affording you on clear days an unimpeded view as far as Germany. You’ve become part of a work of art that nature was creating before humans walked on the earth.

WELTREKORDFAHRT Wer nach dem Aufstieg mit der Luftseilbahn Lust auf Nervenkitzel hat und in der steilsten Zahnradbahn der Welt fahren möchte, der sollte die Rückfahrt vom Pilatus Richtung Alpnachstad unternehmen. Auf der hinteren Seite des Berges fährt die Bahn ab Kulm auf dem 4618 Meter langen Trassee zu Tal. 48 Prozent Gefälle bewältigt sie dabei. Weltrekord! Von Alpnachstad fährt man mit dem Zug zurück nach Luzern.

A RECORD-BREAKING RIDE If you’ve reached Pilatus Kulm in the aerial cable car and would like to experience a bit of a thrill during your descent, we recommend going down the back of the mountain and taking the world’s steepest cog-wheel railway to Alpnachstad. The railway departs at Kulm and descends the 4618 metre-long track at a maximum gradient of 48 percent – this is a world record! From Alpnachstad, it’s a short trip back to Lucerne.


Imposante Aussichten auf den Vierwaldstättersee Stunning views of Lake Lucerne

Morgendliches Erwachen der Berge A new new da dawn wn – pea peaks ks se seen en through through the early ea morning mis mistt

Das Grün in felsiger Höhe Gr Green een pa past stur ure e ttouche ouches s rrugg ugged ed heights


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möchte und es sich zutraut, kann eine der Aussichtsplattformen erklimmen und sich ganz der überwältigenden Kraft der Felsen und der Fernsicht ergeben. Was kaum ein anderer Berg bieten kann, wird hier möglich: Zu Randzeiten, wenn die letzten Tagestouristen wieder in die Ebene zurückgekehrt oder die ersten noch gar nicht nach oben gekommen sind, erobert sich der Berg hin und wieder ein Stück Felsen zurück. Die am Pilatus ansässigen Steinböcke durchwandern manchmal die verlassenen Touristenschauplätze auf der Suche nach zarten Bergkräutern. Wandel der Zeit hinterlässt Spuren An die 3000 Helikopterflüge waren während der anderthalbjährigen Bauzeit nötig, um tausende Tonnen Baumaterial auf den Berg zu bringen. Vieles wurde auch per Bahn hinaufbefördert. Wenn auch der Berg selbst nicht umgebaut wurde, so erlebten Gastronomie und Hotellerie auf dem Pilatus eine neue Qualität: Das Hotel Pilatus Kulm wurde sorgfältig nach historischem Quellenmaterial in sein ursprüngliches Kleid zurückverwandelt. Es erstrahlt jetzt in seiner alten, neuen Erhabenheit aus der Belle-Epoque. Die Zimmer sind luxuriös, die Kissen sind in Anlehnung an die markanten Pilatushörner gefaltet. Das Hotel ist nun dank moderner thermischer Isolation und neuen Fenstern während des ganzen Jahres geöffnet. Solcher Komfort hat allerdings einen Preis: Während es früher auch Kundschaft mit schmalerem Portemonnaie an Wochenenden zu einem Tapetenwechsel auf den Berg zog, peilt man im Bereich Hotellerie heute ein deutlich zahlungskräftigeres Kundensegment im Ganzjahresbetrieb an. Ansprechen will man Vier- und Fünfstern-Touristen aus der Ebene, die für einige Zeit Bergruhe und Bergluft geniessen möchten. Auch grössere Gruppen sind willkommen, die hier in kreativer, inspirierender Bergatmosphäre von der Seminarinfrastruktur Gebrauch machen wollen. Was hingegen Gastronomie und Tagestourismus angeht, so halten sich die Preise im üblichen Rahmen. An der Vielfalt und Qualität der Speisen wird im Self-Service-Restaurant Bellevue nicht geknausert, wie ein Selbsttest zeigte: Die Forelle blau für 25 Franken inklusive Beilagen und Getränk (Tagesmenü) mundete hervorragend. Nach dem gefragt, was man ausser einer Windjacke unbedingt auf den Pilatus mitnehmen sollte, antwortet André Zimmermann, CEO der Pilatus-Bahnen: «Zeit. Wenn Sie die mitnehmen, dann wird sich der Berg Ihnen zeigen.» Eines ist damit sicher: Du brauchst den Berg. Wäre er ein Mensch, so wäre er stolz, kantig, aber auch grosszügig und mit einem weichen Innenleben ausgestattet. Der Pilatus ist gegen aussen einer der rausten Berge der Voralpen, aber wenn du einmal mit ihm angebändelt hast, lässt er dich nicht mehr los, es geht nicht anders. Du darfst damit rechnen, dass es zu einer lebenslangen Freundschaft kommt.

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It doesn’t matter what the weather is like: for the first time in the history of hotels on Mount Pilatus, the opening of the panorama gallery in 2011 makes it possible to stroll from one hotel to the other in a T-shirt and shorts, enjoy a drink at the «Steinbock Bar», order a bratwurst at the «Panorama Grill» and visit the «Dragon Shop» to purchase a souvenir. In all weathers – by rain and shine, gale, snowfall or even when impenetrable tendrils of mist evoking images of mythical elves wrap themselves round crags, or blazing sunshine reveals views as far away as the distant Black Forest. If you prefer to get up close and personal with nature, you can access the 1000-square-metre roof terrace located directly above the gallery. Here, the high Alpine landscape awaits you. If adrenaline is your thing and you feel confident enough, you can climb one of the many vantage points, soak up the overpowering energy of the mountain and revel in the wide views. Not many other mountains can offer this: when all is quiet, and the last visitors have left for the valley or the first have yet to make the ascent, the mountain claims back a piece its own from time to time. The native ibex sometimes wander here, grazing and searching for tasty Alpine herbs where tourists were standing a little earlier. Traces left by time’s passing Just short of 3000 helicopter flights were required to transport thousands of tonnes of building material during the one-and-a-half year construction period. Much was also brought up by rail. Although the mountain itself was not being renovated, this signalised a quantum leap for the gastronomy and hotel sector on Mount Pilatus. Historic source material was consulted and Hotel Pilatus Kulm was carefully restored to its original splendour. It now shines in its old but new Belle Epoque grandeur. The rooms are sumptuous. The pillows are folded – as if by invisible hands – to resemble the Pilatus peaks. The hotel is now open all the year round, thanks to modern thermal insulation and new windows throughout. This high standard of comfort comes at a price, however. If the hotel used to be popular with less well-off guests who were looking for a change of scenery at the weekend, it is now targeting a significantly more affluent clientele for its year-round operation. The aim is to attract four and five-star hotel guests from the valley, eager to relax amidst the Alpine tranquillity and clear mountain air. Larger groups are welcome – the hotel’s infrastructure provides an ideal setting for seminars in a creative and inspiring environment. Prices remain moderate as far as gastronomy and day tourism are concerned. The Bellevue self service restaurant does not skimp when it comes to choice and quality of the dishes on offer, as a selftest demonstrates: the poached trout for 25 Swiss francs including trimmings and beverage (menu of the day) tastes exquisite. When asked which essential item one should take to Pilatus besides a windbreaker jacket, Pilatus-Bahnen chief executive André Zimmermann said: «Time. If you take time, the mountain will reveal itself to you.» One thing’s for certain: you need the mountain. If it were human, it would be proud and something of a rough diamond, yet also generous and in possession of a warm interior. On the surface, Mount Pilatus is one of the most austere mountains in the Alpine foothills. Get to know it better, and you’ll discover you have found a friend for life.


Hotel Pilatus Kulm und die neue Galerie (rechts unten) Hotel Pilatus Kulm Kulm and the new new galler gallery y (bottom right)

Gesch端tzter Blick aus der neuen Galerie A shelter sheltered ed vie view w fro from m the the ne new w galler gallery y


Schroffe Felsen am Wegesrand... Pr Precipitous ecipitous cliff cliffs sb by the he wa ways yside… ide…


...die grüne Küste des Nebelmeers … tthe he «s «sea ea of fo fog» g» and it’ it���s sg gre reen en co coas astline tline


Der Hausberg Luzerns, ein beeindruckender, mächtiger Freund Luc Lucerne’ erne’s sh home mountain, a fascinating cinating and re rega gall ffriend riend


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WIE FUNKTIONIERT EIGENTLICH?

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So entstehen Pralinen

Marlon Heinrich über die Entstehung eines Traums FILM UND TV: PRALINEN TRETEN AUF! Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann Legendärer Song aus den Sechzigern, gesungen von Trude Herr im deutschen Film «Marina». Chocolat – Ein kleiner Biss genügt Mit Schokolade und Herz gewinnt Juliette Binoche im Film «Chocolat» Freunde. Zum Missfallen anderer. Forrest Gump «Life is like a box of chocolates. You never know what you’re gonna get.» Dieser Spruch ist inzwischen ein Klassiker. Genauso wie der Film mit Tom Hanks.

Das Geheimnis hinter den aussergewöhnlichen Pralinen des Luzerner Edel-Chocolatiers Max Chocolatier? Davon gibt es mehrere, dennoch dürfen wir sie alle kennen. Das Grundrezept

ist allen bekannt, die gerne essen: Erst gute Zutaten machen ausgezeichnetes Essen möglich. Dieser Chocolatier weiss, wo er die besten Ingredienzen für ausgezeichnete Pralinen findet. Im Herzen der Schweiz (siehe unten). Geografische Ausnahmen bilden Haselnüsse aus dem italienischen Piemont oder Mandeln aus Kalifornien – weil sie offenbar die besten sind. Ein weiteres Geheimnis? Fabrikation und Verkaufsladen von Max Chocolatier befinden sich

im gleichen Haus. Die Wege sind kurz. Fertige Pralinen landen sofort auf dem Ladentisch, beim Verkauf sind sie frisch. Noch ein Vorteil: Das kleine Unternehmen kann tüfteln, neue Pralinen kreieren und nach kurzer Zeit verkaufen.

Eines der wichtigsten Geheimnisse liegt jedoch bei Schokolade-Liebhabern selber: Bei der

Es geschah am helllichten Tag Filmklassiker aus den Fünfzigern mit Gert Fröbe, Heinz Rühmann. Gezeichnete Pralinen führen zum wahren Mörder eines Kindes. Asterix und Latraviata Praline, die Mutter von Asterix, besucht in Band 31 das Dorf der Gallier, weil ihr Sohn Geburtstag hat. Charlie und die Schokoladenfabrik Rührendes Fantasy-Abenteuer erzählt vom exzentrischen Schokoladenfabrikanten Willy Wonka, gespielt von Johnny Depp, und vom gutmütigen kleinen Charlie.

Kunst, Schokolade oder Pralinen richtig zu geniessen. Zu einem grossen Teil besteht diese in der Entdeckung der Langsamauf spezielle Weise zu rühren: 1879 erfand der Schweizer Cremige Schokolade ist eine Schweizer Erfindung keit. Denn Spitzenerzeugnisse Rodolphe Lindt das so genannte Conchierverfahren. DieIn der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden in wie Pralinen geben ihre Aroder Schweiz die bekannten Schokoladenfabriken. Die Na- ses Verfahren macht Schokolade cremig, zartschmelzend. men erst nach und nach preis. Ausserdem entfernt es unerwünschte Geruchs-, Bittermen stehen für lange Traditionen und für Geschichte: Dafür bleiben sie lange im Cailler, Suchard, Lindt, Tobler oder Sprüngli. 1875 kam die oder Aromastoffe, ebenso wie das Erwärmen von SchokoGaumen und bilden einen lade. Über den Glanz von Schokolade und den «Knackton» erste Schweizer Milchschokolade auf dem Markt. Zum «schönen Abgang». So wie ihn guten Ruf der Schweizer Schokolade trug aber vor allem beim Abbrechen einzelner Teile entscheidet lange vorher Kenner bei guten Weinen das gekonnte Abkühlen zuvor erwärmter Schokolade. eine Erfindung bei, sandig-brüchige Schokoladenmasse schätzen.

Exklusiv. Die «Bulk Beans», Edelkakao, enthalten die «Criollo», eine seltene Kaffeebohne, wieder entdeckt in Venezuela, Ecuador und auf Java. Sie bildet die Basis exklusiven Edelkakaos. Exclusive. «Bulk» beans, a noble-grade cocoa, contain Criollo, a rare bean that has been re discovered in Venezuela, Ecuador and Java. This forms the foundation of exclusive cocoa.

Naturbelassen. In jeder Praline steckt ein Stück urchige Schweiz. Die Milch für den Rahm stammt von Kühen aus dem im hügeligen Napfgebiet. Sie werden von Bauern gehegt und gepflegt. All-natural. Each praline encapsulates a piece of rural Switzerland. The cream is made from milk supplied by cows grazing the lush pastures in the hilly Napf Region.

Grand Cru. Die Pralinen sind aus einer Schokoladen-Grundmasse gemacht, hergestellt von Max Felchlin in Schwyz, hinter der Rigi. Felchlin adelt sein Produkt mit dem Gütezeichen «Grand Cru». Grand Cru. The basic cocoa mass is produced by Max Felchlin in Schwyz, behind Mount Rigi at the very heart of Switzerland. Max Felchlin products carry the label «Grand Cru».


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HOW DOES IT WORK?

Chocolate making

Marlon Heinrich on creating sweet dreams PRALINES TAKE CENTRE STAGE «I don’t want chocolate, I’d rather have a man» The English title of a legendary song sung by Trude Herr in the 1960s German movie «Marina». Chocolat In this film co-starring Johnny Depp, Juliette Binoche wins plenty of hearts with chocolate confections. Forrest Gump «Life is like a box of chocolates. You never know what you’re gonna get.» This line, immortalised by Tom Hanks, has become a true classic. It Happened in Broad Daylight An acclaimed 1950s film of sus pense starring Gert Fröbe and Heinz Rühmann. Chocolate truffles help a detective ensnare a child murderer.

What is the secret behind the exquisite pralines created by Lucerne chocolate maker Max Chocolatier? There are several, and we shall reveal them all. Every lover of fine food knows

the basic recipe: a first-class product requires first-class ingredients. Max Chocolatier knows where to find the best raw materials for an excellent praline – in the heart of Switzerland (see below). A geographic detour leads to Italy’s Piedmont for hazelnuts and California for almonds – because, according to the master chocolatier, they are the best.

Asterix and the Actress In album 31, Asterix’s mother, who goes by the name of Praline in the original French version, visits the small village in Gaul.

Another secret? Max Chocolatier’s confectionary is made and sold on the same premises. There is no long distribution chain – the finished product is ultra fresh when it goes on sale. Another advantage this small niche company has is the freedom to experiment often, create new pralines and offer them for sale immediately. A longer supply chain and a larger operation would mean that the newest confections would not reach the customer as quickly.

Charlie and the Chocolate Factory Johnny Depp again, this time starring as the eccentric and creepy chocolate factory proprietor Willy Wonka in the movie adaptation of Roald Dahl’s classic children’s tale.

Chocolate lovers themselves, however, can unlock one of the most important secrets. The

art of savouring fine chocolate and pralines lies firstly in taking time. Superior delicacies like pralines reveal their complex aromas little by little. In return, they linger on the palate and have a lovely finish, similar to a fine wine. Find more about pralines under:

www.maxchocolatier.com

Vom Perfektionisten. Einige Pralinen enthalten Urs Hechts Destillate. Er verarbeitet in seiner Brennerei im luzernerischen Gunzwil ausschliesslich Schweizer Früchte. The perfectionist. Urs Hecht’s spirits flavour a variety of pralines. He works exclusively with Swiss fruit in his distillery in Gunzwil in canton Lucerne.

Smooth, melting chocolate is a Swiss invention The chocolate manufacturers for which Switzerland became famous went into business in the first half of the 19th century. Names such Cailler, Suchard, Lindt, Tobler and Sprüngli stand for history and a long chocolate making tradition. The first Swiss milk chocolate came on the market in 1875. The good reputation Swiss chocolate enjoyed was in no small part due to

the development of the «conching» method, a stirring process invented by Rodolphe Lindt in 1879. It refines the chocolate, rendering it creamy and smooth while removing undesired odours as well as bitter and acidic flavours. The chocolate is then kept warm until use. Chocolate’s lustre, matte sheen and «snap» are determined by the skilfulness of the cooling process.

Köche, Künstler. Chocolatiers haben die Gnade, mit Schokolade arbeiten zu dürfen. Dabei kommen sie guten Köchen in guten Restaurants und den bildenden Künstlern nahe. Chefs and artists. Chocolatiers have, as the name suggests, the privilege of working with chocolate. Their skills can be compared with those of a good chef or a fine artist.

Lange Liebe, versprochen. Wer einmal Pralinen gegessen hat …hat mit dem einen Mal nicht genug. Kunden werden meistens Stammkunden. Die Vorliebe für Pralinen hält lange. Everlasting love. Once is never enough. Try pralines once, and you’ll be smitten – most customers become regulars. So do not delay – fall in love today, tomorrow at the very latest!


Michae Michaell Haefliger Haefliger INTEND INTENDANT ANT DE DES S LUCERNE LUCERNE FEST FESTIV IVAL. Fo Fotogr tografiert afiert im Ku Kultur ltur-- und und Kongr Kongress essze zentrum ntrum Luzern ern KKL, das gleichz gleichzeitig eitig Ik Ikone one und Heimat Luz des s rrenommierten enommierten Luc Lucerne erne Fe Fest stiv ivals is ist. t. de EXECU CUTIVE TIVE AND AR ARTIS TISTIC TIC DIRE DIRECT CTOR, OR, EXE LUCERNE CERNE FE FEST STIV IVAL. LU Photographed aphed at the Cultur Culture ea and nd Congr ess Photogr Congress Ce Centr ntre e Luc Lucerne erne KKL, ic iconic onic building and home of the wo world-r rld-reno enowned wned Luc Lucerne erne Fest Festiv ival.


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Im Herzen der Schweiz ist die Natur majestätisch und imposant. Doch das wahre Herz sind die Menschen. Ob in Wirtschaft, Sport oder Kultur – einige der führenden Köpfe leben hier. acht Beispiele, die für Innovation, Mut, Kreativität und Beständigkeit stehen. Nature at its most majestic defines the heart of Switzerland. Its true heart, however, lies in the people who live here. Whether in the field of business, sports or culture – many trailblazers and original thinkers are based in the region. Here are eight who stand for innovation, courage, creativity and consistency. Fotografiert von | Photography by Urs Wyss@AvocadoArtists.com retouching by: Josh Kitney@photosonic.co.uk London assistent: Holger Jacobs produced by: AvocadoArtists.com

LUZERNER VORDENKER NE


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Jubaira Bachmann CHEFIN VO VON NM MTV TV SC SCHWEIZ. HWEIZ. Fo Fotogr tografiert afiert im Se Seeb ebad ad Luz Luzern, ern, am re rechten chten Uf Ufer er de des sL Luz uzerner erner Se Seebeck ebeckens ens,, ffris risch ch re reno noviert,, e eine ine Oa Oase se im So Sommer mmer, Treffpunk ffpunktt d der er Kr Krea eativ tiven. HEAD OF MTV SW SWITZERLAND ITZERLAND.. Photogr Photographed aphed at the his historic toric ‘S ‘Seeb eebad’ ad’ outdoor sw swimming imming pool on the northern shor shore eo off L Luc ucerne erne Ba Bay, y, a n new ewly ly re reno novated ted summer oa oasis sis and plac place e wher where e tthe he cr crea eativ tive and nd talented hang out out..


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Simon Thomas CE CEO OT T.E.A.M. Mark Marketing eting AG AG.. Fo Fotogr tografiert afiert im Hauptquartier in Luz Luzern. ern. Da Das sU Unter nter-nehmen is istt ffür ür den we weltw ltweiten eiten Ve Verk rkauf auf und die Ve Verrmark marktung tung der TV TV- und nd Spons Sponsoringr oringrechte echte der UEF UEFA Champions Le League ague und UEF UEFA Eur urop opa aL Lea eague gue ve verrantw antwortlich. ortlich. CHIEF EXE EXECU CUTIVE, TIVE, T. T.E.A.M. E.A.M. Mark Marketing eting AG AG.. Photogr Photographed aphed at the Luc Lucerne erne he headquarter adquarters. s. The co comp mpan any y iis s rres esponsible ponsible fo forr s selling elling and pr promoting omoting UEF UEFA Champions hampions Le League’ ague’s sT TV Va and nd spons sponsoring oring rights rights..


Lo Louis uis Palmer SO SOLARPIONIER. LARPIONIER. Fo Fotogr tografiert afiert im Ve Verk rkehr ehrshaus shaus der Sc Schw hweiz, eiz, im grös grösst sten en Mus Museum eum Luz Luzerns erns,, d das as die Ge Gesc schichten hichten und Ge Gesc schichte hichte de des sF Flieg liegens ens,, F Fahrens ens und Ko Kommummunizier nizierens ens er erzählt zählt (s (siehe iehe auch Se Seite ite 66). SO SOLAR LAR ENER ENERGY GY PIONEER. Photogr Photographed aphed at the Sw Swis iss sM Mus useum eum of Tr Transport ansport.. Luc Lucerne’ erne’s s llar argest st mus museum eum ex explor plores es the his histor tory yo off flight flight,, ttra ransport nsport and co communication mmunication with modern technology (s (see ee als also op pag age e6 66). 6).


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Ange Angela la Ro Rosengar sengartt PRÄSIDENTIN DER ST STIFTUNG IFTUNG ROS ROSENG ENGAR ART. T. Fo Fotogr tografiert afiert im Mus Museum eum Sa Sammlung mmlung Ro Rose seng ngart art,, fünf Gehminuten vo vom mL Luz uzerner erner Ba Bahnho hnhoff e entf ntfernt ernt,, mit einer phänomenalen Sa Sammlung mmlung an We Werk rken en vo von nP Picas icasso so,, K Klee lee und ander anderen en mehr (s (s.. S Seite eite 8). PRE PRESIDENT SIDENT, ROS OSENG ENGAR ART TF FOUND OUNDAT ATION. ION. Photogr Photographed aphed at the Mus Museum eum of the Ro Rose seng ngart art Co Collection, llection, wher where e jjus ustt ffiv ive minute inutes’ s’ wa walk lk fr from om Luc Lucerne erne st station ation a p phenomenal henomenal co collection llection of pa painting intings sb by Picas icasso so,, K Klee lee and man many yo other ther gr grea eatt a artis rtists ts can be admir admired ed (s (see ee als also op pag age e8 8). ).


Oscar J. Schwenk VER VERWA WALT LTUNGSR UNGSRAT ATSPRÄSIDENT SPRÄSIDENT UND CE CEO O der Pilatus Flug Flugze zeugw ugwerk erke eA AG. G. Fo Fotogr tografiert afiert in den Stans Stanser er Pilatus Flug Flugze zeugw ugwer er-ke ken, n, dem einzig einzigen en Flug Flugze zeugher ugherst steller eller der Sc Schw hweiz, eiz, der im weltw weltweiten ist u eiten Ge Gesc schäft häft tätig ist und nd für Sc Schw hweiz eizer er Te Technik chnik und Qu Qualität alität st steht eht.. CHAIRMAN OF THE BO BOARD ARD OF DIRE DIRECT CTOR ORS S AND CHIEF EXE EXECU CUTIVE, TIVE, Pilatus Aircr Aircraft aft Ltd. Ltd. Photogr Photographed aphed at the gr group’ oup’s s Stans Stans plant. plant. Pilatus Air Aircr craft aft is Sw Switz itzerland’ erland’s s only only glob globally ally activ active air ircr craft aft manuf manufactur acturer er and st stands ands for for Sw Swis iss s engineering engineering skills and quality. quality


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SPEEDY BOARDING

Titlis, 3028 m

LUZERN, NEUN UHR: Sonne, blauer Himmel. Die Berge rufen. Fahren Sie auf den Titlis. Das «LucerneMagazine» zeigt, wie Sie mit Bahn, Gondel- und Luftseilbahn auf den mächtigen Dreitausender kommen. Und wann Sie auf der Reise was erleben. LUCERNE, 9 A.M. Sunshine and blue skies. The mountains beckon. Take a trip to the Titlis. «LucerneMagazine» explains how to get to this mighty, over 3000 metre-high peak by rail, aerial gondola and aerial cableway, and shows you what delights await on the journey.

In den Walliser Alpen sind die Schweizer Bergriesen dem Himmel am nächsten. Zehn der höchsten Schweizer Berge befinden dort. Unter ihnen die Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv: Mit 4634 Metern höchster Punkt der Schweiz. Doch auch in den Voralpen, Übergang vom Schweizer Mittelland zu den Alpen, stehen einige «Brocken». Beispielsweise vor der Haustüre von Luzern in Sichtweite der Pilatus, 2032 Meter hoch. Oder dort, wo in Luzern die Sonne aufgeht, die Rigi, Königin der Berge – etwas weniger hoch. Mit etwas Geduld lässt sind von Luzern aus der Gebirgszug mit dem Titlis ausmachen: Ein mächtiger Dreitausender, Vertreter der Urner Alpen. Für Touristen im Sommer ebenso attraktiv wie im Winter. The great Swiss peaks stand at their closest to the skies in the Valais Alps. 10 of Switzerland’s highest summits can be found there, among them the Dufourspitze in the Monte Rosa massif, at 4634 metres altitude Switzerland’s highest elevation. The Alpine foothills which link the Swiss plateau with the Alps also boast some impressive peaks: For instance Mount Pilatus, standing 2032 metres high and right on Lucerne’s doorstep. Where Lucerne’s morning sun rises lies Mount Rigi, also known as the Queen of the Mountains, at a slightly lower altitude. With a little patience, the ridge of the Titlis can be made out in the distance. This mighty, over 3000 metrehigh peak represents the Uri Alps, and is as appealing to tourists in summer as in winter.

09.06 Uhr | Luzern Bahnhof: Start. Mit dem Zug nach Engelberg: Die Zentralbahn verbindet Luzern mit attraktiven Tourismus- und Erholungsgebieten wie Engelberg/Titlis. Oder via Brünigpass mit Meiringen und Interlaken im Berner Oberland. 09.06 A.M. | Lucerne Station: Start. Take the train to Engelberg: The Zentralbahn connects Lucerne with attractive resorts and leisure areas such as Engelberg/Titlis. Or via the Brünig Pass with Meiringen and Interlaken in the Bernese Oberland.

09.53 Uhr | Alles umsteigen, Engelberg:

Bekannt durch sein Kloster, berühmt für seinen Sommerund Wintertourismus. 10 Minuten Fussweg bis zur Gondelbahn Engelberg-Gerschni. Wenn Sie mehr Zeit haben: Die Käserei im Kloster verarbeitet vor Ihren Augen Milch zu Käse. 09.53 A.M. | All change, Engelberg: famous for its monastery, famous as a summer and winter resort. It is 10 minutes on foot to the Engelberg-Gerschni aerial gondola. If you aren’t in a hurry, watch milk being made into cheese at the monastery’s dairy.


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09.39 Uhr | Barocke Schönheiten. Vorbei an Stans, hinein in das Engelbergertal nach Grafenort. Sehenswert: Barocke Gebäude aus dem späten 17. Jahrhundert. Zwischen Kapelle und Herrenhaus führte früher ein Säumerweg, Lebensader für Engelberg. 09.39 A.M. | Baroque Beauties. Passing Stans, the train enters the Engelberg Valley and reaches Grafenort. Well worth seeing are the baroque, late 17th century buildings. A pack mule trail used to pass through here between the chapel and the manor house. It was Engelberg’s lifeline.

09.42 Uhr | Schneller, komfortabler. 14 Minuten schnel-

10.40 Uhr | Kurz davor. Oben auf dem Foto eine Kabine der

10.45 Uhr | Oben, weit oben. Willkommen auf 3020 m

Luftseilbahn Titlis Rotair, vorne ewiges Eis des Steinberggletschers zwischen den Stationen Stand und Titlis. Unten der Trübsee: Im Sommer beliebtes Ziel einer Vier-Bergseen-Höhenwanderung. 10.40 A.M. | Nearly there. The photo shows a cabin of the Titlis Rotair aerial cableway; in the foreground the eternal ice of the Steinberg Glacier between the Stand and Titlis stations. Down below the Trübsee: A popular summer destination on a high altitude hike to four mountain lakes.

ler in Engelberg dank neuem, vier Kilometer langem Tunnel vor Engelberg und kräftigen «Brünig»-Lokomotiven, bewährt am Brünigpass, fit gemacht für die Engelberger Strecke. Komfortabler durch neue Niederflur-Wagen. 09.42 A.M. | Faster, more comfortable. Reach Engelberg 14 minutes faster thanks to a new, four kilometre-long tunnel before Engelberg and powerful «Brünig» locomotives; tried and tested on the steep pass inclines and equipped for the Engelberg route. Low floor carriages offer ease of entry and more comfort.

über Meer! Küssen Sie Ihre Partnerin, Ihren Partner. Umarmen Sie Ihre Kinder. Trinken Sie Gipfelwein. Vor allem: Geniessen Sie das einzigartige Alpenpanorama. Denn Sie sind oben, weit oben auf dem Kleinen Titlis. 10.45 A.M. | High, high above. Welcome to 3020 metres above sea level! Kiss your partner. Hug your children. Celebrate with a glass of wine. Most of all: Enjoy the incomparable Alpine panorama. You are high, high above, standing on the summit of the Klein Titlis.

Belohnung nach einer kurzen Reise: Blick in die Berner Alpen vom Gipfel des Titlis aus. A splendid view from the summit of the Klein Titlis: the Bernese Alps.


LucerneMagazine

WINNING ZONE WITH FACEBOOK

Fotografieren und gewinnen

Fotografieren Sie sich selber – vor dem Verkehrshaus oder vor dem Hotel Schweizerhof. Schicken Sie uns das Bild und gewinnen Sie.

Take a p picture icture and wi win n

Ta Take ke a snapshot s napshot of yourse yourself lf – ffor example in front of the Museum of Transpor Transportt or next to the Hotel Hotel SSchwe chweizerhof izerhof. Send end us the pict picture ure and win!

Es ist einfach. Sie fotografieren sich selber und stellen anschliessend das Bild auf www.facebook.com/lucernemagazine. Am 31. Januar 2012 entscheidet die Redaktion von «LucerneMagazine», wessen Bild gewinnt. Ob vor dem 5-Sterne-Deluxe-Hotel Schweizerhof in Luzern oder im Verkehrshaus fotografiert, die Chancen sind gross, dass Sie den Preis gewinnen: Es winken eine Nacht für zwei Personen im Hotel Schweizerhof sowie zwei VIP-Eintritte ins Verkehrshaus, inklusive Filmtheater (IMAX). Deshalb: Kamera parat, loslegen! Viel Glück! It’s so simple. Take a picture of yourself and post it to www.facebook.com/lucernemagazine. The Lucerne Magazine editorial team will choose the winner on January 31, 2012. Whether you take your picture in front of the deluxe five-star Hotel Schweizerhof or the Museum of Transport, you’re in with a good chance of winning. Up for grabs is an overnight stay for two at the Hotel Schweizerhof and two VIP tickets for the Transport Museum, including the IMAX cinema. So it’s cameras at the ready and get clicking. Good luck! info: www.verkehrshaus.ch

info: www.schweizerhof-luzern.ch


Werte gemeinsam kultivieren

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