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LucerneMagazine

EDITION 01 | 2012

LucerneMagazine Fr. 10.– | Euro 9.–

01. März 2012

Rigi – das Comeback der Königin Rigi – Comeback of a Queen Auf grosser Fahrt auf dem Vierwaldstättersee Travelling in style on Lake Lucerne Auch Süsswasser-Kapitäne haben viel zu erzählen Freshwater captains spin yarns too Kunst, Kultur, Sport und Business in der Region Art, culture, sports and business in the region

The best of Switzerland recommended by Gübelin.

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TOP TEN Geheimnisse für Einheimische | secrets for locals


E V ER Y R OL E X I S M A D E FOR G R E ATNE S S . THE COSMOG R A PH DAY TON A , I N T R O D U C E D I N 19 6 3 , W A S D E S I G N E D T O M E E T T H E D E M A N D S O F PR OFE S S ION A L R ACEC A R D R I V ER S A ND QUI CK LY E A R NED IT S ICONIC STATUS. WITH ITS PATENTED CHRONOGRAPH MECHANISM AND BEZEL WITH TA C H O M E T R I C S C A L E , I T A L L O W S D R I V E R S TO P E R F EC T LY M E A S U R E E L A P S E D C I R C U I T T I M E A N D C A L C U L AT E AV E R A G E S P E E D .

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LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

INHALT | CONTENTS

Seite 3

Editorial Marcel Perren, Tourismusdirektor | Director of Tourism . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Impressum | Publishing Information | Contributors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

STARTER Cover Photo: Beat Brechbühl Luzern Retouching: TNT Tom Hübscher Kloten

Grossartige Musik am Blue Balls Festival | Great music at Blue Balls Festival. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Alpineum: Mächtige Berge, kleines Museum | Alpineum: mighty peaks, small museum . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Luzerner Künstlerin Heidi Happy | Local artist Heidi Happy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Frische Felchen aus dem See | Fresh whitefish from Lake Lucerne. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Blick in den Kochtopf | What’s cooking?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Klassiker-Rezept «Birewegge» | Birewegge: Classic recipe for pear bread . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Städtevergleich | Urban audit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Champions League mit T.E.A.M. Marketing | Champions League with T.E.A.M. Marketing . . . . . . . . . . . . . 12 Zu zweit alleine | Alone together . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Seeüberquerung | Swimming across the lake. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Lokalheld und Wrestler Claudio Castagnoli | Local hero and wrestler Claudio Castagnoli. . . . . . . . . . . . . . 16 Rigi-Schwingen | Swiss Wrestling . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Privatinsel für Kapitäne | Private island for captains . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Ein Drink an der mobilen Bar «Buvette» | A drink at the «Buvette» Mobile Bar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

COVER STORY Rigi – die Königin ist zurück | Rigi – Comeback of a Queen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

RIGI HISTORY Bilder aus vergangener Zeit | Pictures from the past. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Porträt einer echten «Rigi-Frau» | A Queen, captured on camera . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

TOP TEN 10 historische Erlebnisse, die Sie nie am Vierwaldstättersee erwartet hätten | 10 lakeside locations where historic Switzerland comes alive . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

INTERVIEW Ludwig Oechslin über Uhren | Ludwig Oechslin talks about watches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

HISTORY Der Lift in den Himmel | A lift to the sky . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

TRAVELLING IN STYLE Eine Reise zu Wasser | A journey on the water . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

SPEEDY BOARDING Luzern – Flüelen in sechs Stunden | Lucerne – Fluelen in six hours . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54

PHOTOGRAPHY Lior Etter | Lior Etter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

WINNING ZONE: YOUR PICTURE ON FACEBOOK Fotografieren und gewinnen | Take a picture and win . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66


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EDITORIAL

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

Liebe Luzern-Gäste Wasser ist die Quelle für unser Leben im Alltag. Und in der schönsten Zeit des Jahres schenkt es uns viel Feriengenuss: Die Wasserwelten in der Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee bieten tolle Erlebnisse und wunderbare Anund Ausblicke. Gletscher, Bergbäche, Wasserfälle, Flüsse und Seen – Wasser in allen Facetten, vom Titlis-Gletscher auf 3020 m.ü.M. bis zum Vierwaldstättersee auf 436 Höhenmetern. Und weil wir so viel davon haben, widmen wir dem Wasser den Sommer 2012. Wir laden Sie mit der neuen Ausgabe des «LucerneMagazine» zu einer Reise auf den Spuren des Wassers ein. Und dann: Überzeugen Sie sich selbst von der Luzerner Sommerfrische. Wandern Sie zu kristallklaren Bergseen, geniessen Sie einen Tag im ewigen Gletscher-Schnee, umrunden Sie den Vierwaldstättersee per Bike, erholen Sie sich auf einem Dampfschiff und tanken Sie frische Energie in der Wellnessund Wohlfühlregion Weggis Vitznau Rigi. Ab Juli erleben Sie dort entspannende Momente im neuen Mineralbad & Spa auf Rigi-Kaltbad. Sie lieben Kultur? Luzern bedeutet auch Musikgenuss vom Feinsten, ein vielfältiges Museumsangebot und weltberühmte Sehenswürdigkeiten. Und auch in der Stadt spielt das Wasser eine Hauptrolle: Lassen Sie sich vom neuen geführten Stadtbummel «Brunnentratsch und kühles Bier» überraschen. Herzlich willkommen in der Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee und einen erfrischenden Sommer! Marcel Perren, Tourismusdirektor

Dear Guest Water is the source of our daily lives. And in summer, it enhances our vacation pleasure. The lidos, baths and beaches in Lucerne and the Lake Lucerne Region offer refreshing experiences in invigorating surroundings with magnificent views. Glaciers, mountain streams, waterfalls, rivers and lakes – enjoy water in all its facets, from the towering Titlis Glacier at 3020 metres to Lake Lucerne at 436 metres above sea level. This is why we are dedicating the summer of 2012 to the element our region possesses in such abundance. In the latest issue of Lucerne Magazine, we invite you to take a journey of discovery through our water wonderland. Come and see for yourself how refreshing Lucerne is in summer. Hike to a crystal-clear mountain lake, spend a day in the eternal glacial snow, ride around Lake Lucerne on a mountain bike, take a leisurely cruise on a lake steamer and recharge your batteries in the wellness and spa region Weggis Vitznau Rigi. From July, you can savour relaxing moments at the new mineral bath and spa at Rigi Kaltbad. Are you a culture vulture? Lucerne is also a byword for outstanding music performances, a wealth of museums and world-renowned landmarks. Water plays a leading role in the city too, with the launch of our new guided tour «A chat by the fountain». We wish you the warmest of welcomes to the «Essence of Switzerland» – and a refreshing summer! Marcel Perren, Director of Tourism


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CONTRIBUTORS LIOR ETTER Es war am Vorweihnachtstag, als der Magazin-Herausgeber diesem Fotografen ein erstes Mal begegnete. Eine seltsam einprägsame Postkarte fiel ihm ins Auge. Sie zeigte einen Jungen, der vom Dach eines Schiffes in Jakarta in einen Fluss springt. Gegenlicht. Minarett im Hintergrund. Die Fotografie stammt vom Luzerner Lior Etter, der bisher noch nie mit seinen kunstvollen Arbeiten aufgetreten ist – und sie war der Anfang einer Entdeckung. Schliessen Sie sich dieser Reise an, ab Seite 55. LIOR ETTER It was the day before Christmas when LucerneMagazine’s publisher first came across this photographer’s work. A strangely captivating postcard caught his eye. It showed a boy leaping from the roof a boat into a river in Jakarta. Photographed against the light. In the background a minaret. Lucerne photographer Lior Etter, whose creative work has never been shown before, shot the image. It was the beginning of an exploration. Join us on our journey of discovery, starting on page 55.

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

IMPRESSUM PUBLISHING INFORMATION LucerneMagazine Das LucerneMagazine ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Insider Verlag AG in Luzern und der Luzern Tourismus AG. Es erscheint zweimal pro Jahr (Frühling, Herbst) und liegt beständig in allen Hotelzimmern der gehobenen Luxusklasse in Luzern und in der Region Weggis, Vitznau und Rigi auf. LucerneMagazine is a cooperation between Insider Verlag AG, Lucerne, and Lucerne Tourism AG. Published twice a year, in spring and autumn, it is seen as a unique service to luxury hotel guests in Lucerne and around Mount Rigi.

Herausgeber | Publisher Bruno Affentranger Insider Verlag AG (UD Print AG Luzern) Partner Luzern Tourismus AG Redaktion | Editorial Team BA Media Luzern Leitung | Head media-work Luzern (Ueli Bischof), Beat Brechbühl, Marlon Heinrich (medientexter.ch), Marlène Sutter, Veronica Brunner (Übersetzung|Translation) Design | Production Kurt Schwerzmann www.schwerzmannrothenfluh.com Verlag | Commercial Team Maria Gollini, Insider Verlag AG, Reusseggstrasse 9, CH-6002 Luzern Tel. +41 41 491 95 15, e-mail: maria.gollini@insideronline.ch Insider Verlag AG Druck | Printed by UD Print AG, Reusseggstrasse 9, CH-6002 Luzern

KURT SCHWERZMANN Dem Grafiker und Magazin-Designer Kurt Schwerzmann verdankt das LucerneMagazine überhaupt erst seine Existenz. Mit untrüglichem Auge für Ästhetik und die gewisse Mischung, mit seinem Gefühl für Erzählrhythmen und Typografien legt er die Grundlage für jede Ausgabe. Schwerzmann, der von Zürich aus wirkt, eine Luzerner Vergangenheit hat und am Bielersee seinen Garten hegt und pflegt, war es auch, der die Entwürfe für Lucerne Magazine gezeichnet hatte. Zum Glück. KURT SCHWERZMANN LucerneMagazine basically owes its existence to graphic and magazine designer Kurt Schwerzmann. He lays the foundation of each edition with his unerring eye for aesthetics and composition and sense of narrative rhythm and typography. Schwerzmann – who works out of Zurich, has a Lucerne past and tends his garden on Lake Biel/Bienne – also created the LucerneMagazine layout design. Luckily for us.

MARLON HEINRICH Über den Luzerner Texter Marlon Heinrich könnte man vieles berichten. Er war und ist vieles: Kinoführer, Kulturprogrammator, Autor, Arbeiter, Flaneur und Erzähler. Eines ist er immer geblieben: Ein Entdecker, der jeden Tag aufs Neue vermisst. Heinrich ist zu einem treuen Autor von LucerneMagazine geworden. Diesmal hat er für uns den Vierwaldstättersee befahren und Diamanten geprüft. Lesen Sie seine Stücke auf Seite 54 und Seite 64. MARLON HEINRICH Much can be said about the Lucerne writer Marlon Heinrich. He was and is many things – cinema guide, cultural programmer, author, worker, idler and narrator. And one thing he has always remained: an explorer who takes the measure of each day anew. Heinrich has become a loyal writer at LucerneMagazine. In this edition, he takes a boat trip on Lake Lucerne and checks diamonds. Read his pieces on pages 54 and 64.

Anschrift | Address LucerneMagazine, Insider Verlag AG, Reusseggstrasse 9, CH-6002 Luzern lucernemagazine@lucernemagazine.ch www.lucernemagazine.ch Auflage | Print run 26’000 Exemplare/copies Erscheinungsdaten 2012: 1. März/1. September. Redaktionsschluss jeweils acht Wochen vor Erscheinen. Dates of publication 2012: March 7 and September 1. The submission deadline is eight weeks prior to publication.

Best Hotels of Lucerne / Prizes Auf www.facebook.com/lucernemagazine finden Sie auch: > Die besten Hotels sowie weitere Empfehlungen > Was man in Luzern unbedingt tun muss > Wie Sie sich selber fotografieren sollten und mit Ihrem Bild bei uns gewinnen können More LucerneMagazine: At www.facebook.com/lucernemagazine you will find: > The best hotels and a full list of recommendations > The essential things to do and see in Lucerne > How to take your own picture and win!


IN SUMMER

8 August – 15 September 2012

From the pinnacles of sacred music to Mahler’s “Resurrection” Symphony and Schoenberg’s opera “Moses und Aron,” LUCERNE FESTIVAL in Summer 2012 will focus on the theme of “Faith.” Over a span of five and a half weeks you can hear great virtuosos, legendary conductors, and world-famous orchestras exploring the relationship between music, religion, and spirituality. We have invited both Sofia Gubaidulina and Philippe Manoury to serve as composers-in-residence, and our “artiste étoile” will be the Latvian star conductor Andris Nelsons. Claudio Abbado and the LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA will conclude their great Mahler cycle with the Eighth Symphony. And the LUCERNE FESTIVAL ACADEMY will present music from Ives right up to the present.

www.lucernefestival.ch


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STARTER ARTS

ALPINEUM | ALPINEUM MUSEUM

Mächtige Berge, kleines Museum Mighty Peaks, small Museum

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

LUZERNER KÜNSTLER | LOCAL ARTIST

Heidi Happy Musikerin

Heidi Happy, Musikerin

© Herbert Zimmermann/13photo

Alpineum © Daniel E. Hodel

Es ist wohl das kleinste Museum der Stadt Luzern: das Alpineum beim Löwendenkmal. Seit 1901 spendet es all jenen Trost, denen an regnerischen Tagen der Gang in die Berge oder der Blick in die Ferne verwehrt bleibt. Ernst Hodel senior (1853–1902) und Ernst Hodel junior (1881-1955) hielten alpine Stimmungen auf der Rigi, dem Pilatus oder dem Mont Blanc auf grossflächen Panoramabildern fest, deren Tiefenwirkung auch hundert Jahre nach ihrer Entstehung fasziniert. Das Alpineum wird heute von Daniel E. Hodel, dem Urenkel beziehungsweise Enkel der beiden Maler geführt. Geöffnet ist es von April bis Oktober. Probably the smallest museum in Lucerne, the Alpineum by the Lion Monument offers the rainy-day alternative to taking to the mountains and savouring the magnificent views. Open since 1901, this small but perfectly formed museum displays wide dioramic pictures of the Rigi, Pilatus or Mont Blanc by artists Ernst Hodel Sr (1853–1902) and Ernst Hodel Jr (1881–1955). A century on, the three-dimensional representation still fascinates the beholder. The Alpineum Museum is run by Daniel Hodel, the great-grandson and grandson of the artists. Open from April until October. info: www.alpineum.ch

Heidi ist nicht immer happy: Aber als wohl erfolgreichste Luzerner Popmusikerin spannt sie mühelos den Bogen von Melancholie zur Glückseligkeit. Begonnen hat die 32-Jährige vor sechs Jahren in den kleinsten Bars der Stadt, inzwischen spielt sie auf den wichtigsten Schweizer Bühnen. Wo immer sie singt, legt sich ihre Stimme wie flüssiges Perlmutt auf die Seelen der Zuhörer. Unter anderem baten auch schon die Schweizer Elektropäpste Yello um ihre gesanglichen Akzente. Heidi isn’t always happy, but she’s probably Lucerne’s most successful pop singer-songwriter – blessed with a voice that effortlessly covers the entire spectrum from melancholy to bliss and wraps itself around the listener’s soul like liquid mother of pearl. This 32-yearold singer started out six years ago in the city’s smallest bars and now plays Switzerland’s most important venues. She’s also contributed vocal accents to, among others, the work of Swiss electronica greats Yello. info: www.heidihappy.ch

BLUE BALLS FESTIVAL

Neun Tage Musik am See | Festival by the Lake

Stimmung am Blue Balls Festival | Mood by night at the Blue Balls Festival © Luzern Tourismus

Jahr für Jahr strömen im Juli an die 100’000 Musikfans ans Blue Balls Festival. Während neun Tagen verwandeln lokale und internationale Künstler die Stadt in ein internationales Musik-Mekka. Macy Gray, Ben Harper, Erykah Badu oder Jamie Lidell: Sie alle spielten schon rund ums Luzerner Seebecken. Auch diesen Sommer (20. – 28. 7.) präsentiert das Festival an 120 Events Stars, Newcomer und junge Talente in den Sparten Musik, Fotografie, Kunst, Video, Film und Talks. Year after year, some 100,000 music fans flock to the Blue Balls Festival in July. For nine days, local and international performers transform the city into a cosmopolitan mecca of music. Macy Gray, Ben Harper, Erykah Badu and Jamie Lidell have all played at this lakeside festival in Lucerne. This summer (20 – 28 July), the Blue Balls Festival is presenting stars, newcomers and up-and-coming talent in 120 events encompassing the categories music, photography, art, video, movie and discussion. info: www.blueballs.ch


Und irgendwann wird es Zeit für das Private Banking der LUKB Mit dem Erfolg stellen sich neue Bedürfnisse ein – auch in Vermögensfragen. Dann wird es Zeit für eine Bank, die sich Zeit nimmt und zuhört. Eine Bank, die Sie begleitet und gemeinsam mit Ihnen den langfristigen Erfolg anstrebt. Eine Bank, die gradlinig, zuverlässig und unkompliziert ist. Sie ist ganz in Ihrer Nähe. www.lukb.ch/privatebanking

Private Banking


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BLICK IN DEN KOCHTOPF | WHAT’S COOKING?

Marianne Frener & Patrizia Furrer, Köchinnen

STARTER FOOD

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

AUS DEM SEE | FROM THE LAKE

Vierwaldstätterfisch Fish from Lake Lucerne

Autorinnen Marianne Frener und Patrizia Furrer © Herbert Zimmermann

Die Ansage ist klar: Wer so kocht, wie es die beiden Luzernerinnen Marianne Frener und Patrizia Furrer in ihrem Kochbuch «Nagellack und Rösti» propagieren, findet nebenbei locker die Zeit, sich die Nägel zu lackieren. Beim Kochen soll es nicht um Schweiss, Tränen und Rezepthörigkeit, sondern um Freude, Sinnlichkeit und Bauchgefühl gehen. Dass es schmeckt, garantiert ein Blick in die Vergangenheit: Frener bekochte schon Hollywood-Star Gwyneth Paltrow oder Friedensnobelpreisträger Kofi Annan. The message is clear – if you can cook like Lucerne duo Marianne Frener and Patrizia Furrer advocate in their cookery book «Nagellack und Rösti» (nail polish and roesti), you’ll easily find the time to give yourself a manicure while the potatoes are boiling. It’s not about sweat, tears and being a slave to the recipe, but about joy, sensuousness and trusting your instincts. Marianne Frener’s references are impeccable – she once cooked for the Hollywood actress Gwyneth Paltrow. info: www.dk-edition.org

Frische Felchen und Balchen am Fischmarkt unter der Egg Fresh whitefish on display at Lucerne’s fish market © Lukas Hadorn

Das Wasser des Vierwaldstättersees ist in vielerlei Hinsicht das Lebenselixier von Luzern. Es spendet Trinkwasser, lädt im Sommer zum kühlen Bade und ist nicht zuletzt auch Heimat für eine Vielzahl von Speisefischen. Besonders häufig sind Albeli, Felchen, Balchen, Röteli, Egli und Hecht, auch Seeforellen gehen den Fischern regelmässig ins Netz. Wer den täglichen Fang mit eigenen Augen begutachten möchte, sollte am Dienstag-, Freitag- oder Samstagmorgen den Fischmarkt unter der Egg besuchen. All jenen, die Fisch in erster Linie auf dem Teller mögen, sei das exzellente Fischrestaurant «Sebastian’s» an der Rütligasse empfohlen. Lake Lucerne’s water is in many respects the city’s lifeblood. It provides drinking water, beckons for a refreshing summer dip and is last but not least home to numerous species of edible fish. Char, perch, pike and the whitefish varieties Albeli, Felchen and Balchen are particularly common, and trout are also regularly netted. Check out the daily catch yourself by visiting the fish market at the «unter der Egg» arcade on Tuesday, Friday or Saturday mornings. For those who prefer their fish expertly cooked and served on a plate, we recommend the superb fish restaurant «Sebastian’s» in Rütligasse. info: www.sebastians.ch

LUZERNER KLASSIKER | LUCERNE CLASSICS

«Birewegge» Um das Luzerner Birnbrot, umgangssprachlich «Birewegge» genannt, her- zustellen, braucht es Früchte und Nüsse, guten Schnaps und etwas Zeit. Über Nacht werden gedörrte Birnen, Feigen, Pflaumen, Äpfel und Weintrauben in Wasser eingelegt, danach mit Zucker, Walnüssen und Kirsch oder Träsch vermengt und püriert. Die dicke Masse wird in Blätterteig eingerollt und goldbraun gebacken. Serviert wird das Brot in Scheiben, mit frischer Butter und Käse. Ein Hochgenuss! Fruit, nuts, good schnapps and time are the crucial ingredients for Lucerne pear bread, colloquially known as «Birewegge». Dried pears, figs, plums, apples and grapes are soaked in water overnight. Sugar, walnuts and kirsch or pear schnapps are then added to the fruit before it is pureed. The thick, rich mixture is rolled into puff pastry sheets and baked until golden brown. Pear bread is served sliced, with fresh butter and cheese. A delectable indulgence!

Birewegge im Zunfthausrestaurant Pfistern Birewegge at the Zunfthausrestaurant Pfistern © Elge Kenneweg/Lucerne Tourism


Eine Rechnung, die aufgeht.

Daniel Käslin lic.iur., Rechtsanwalt

Adrian Schmid lic.iur., Rechtsanwalt

Sechs Rechtsgebiete: Wirtschaftsrecht, Steuerrecht, Erbrecht, Unternehmensnachfolge, Ansiedlungen und Immaterialgüterrecht.

Drei Kundenanliegen im Fokus: Umfassende Beratung von vermögenden Privatpersonen, von kleinen und mittelgrossen Unternehmen sowie der öffentlichen Hand.

Fünf Leitmotive: Wir arbeiten gesamtheitlich, lösungsorientiert, systematisch, unkompliziert und gut vernetzt.

Zwei Standorte: An bester Passantenlage in Luzern City und in Alpnach OW.

Vier Kooperationspartnerschaften: Buchführung, Mehrwertsteuern, Versicherungen und Vorsorge.

Ein Ziel: Ihre Pläne realisieren.

Pilatushof AG Frankenstrasse 20 CH-6003 Luzern Telefon 041 226 40 66 Fax 041 226 40 67 E-Mail kanzlei@pilatushof.ch Web pilatushof.ch

NEW

AUDIOTOUR

1-HOUR TRIP

OPEN ROOF

SNACK BAR

Yachtfeeling pur: einstündige Rundfahrt im Luzerner Seebecken 1-hour cruise in the Bay of Lucerne

• Verstellbares Dach für Cabriolet-Feeling • Hauptdeck mit einzigartiger Wasserterrasse • Audio-Guide in 11 Sprachen 26. 5. – 9. 9. 2012: Täglich 6. 5. – 20. 5. 2012 und vom 10. 9. – 21. 10. 2012: an Sonn- und allg. Feiertagen 26/5/12 – 9/9/12: daily 6/5/12 – 20/5/12 and from 10/9/12 – 21/10/12: on Sundays and public holidays

• fascinating upper deck roof, which can be opened • amazing aqua terrace on the main deck • audio guide in 11 different languages

Rundfahrt / Roundtrip Abfahrt Departure Ankunft Arrival

Tour 1 Tour 2 Tour 3 Tour 4 Tour 5 Tour 6

Schweizerhof Brücke/Pier 7

10.30

12.00

13.30

15.00

16.30

18.00

Bahnhofquai Brücke/Pier 3

10.35

12.05

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18.05

Bahnhofquai Brücke/Pier 3

11.35

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17.35

19.05

Schweizerhof Brücke/Pier 7

11.40

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14.40

16.10

17.40

19.10

Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) AG www.lakelucerne.ch | Tel +41 (0) 41 367 67 67


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STARTER BUSINESS

Top Destination Luzern Top Destination Lucerne

Luzerner Altstadt | Lucerne Old Town © Luzern Tourismus

Um objektive Grundlagen für Diskussionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erhalten, nahm der Kanton Luzern am «Urban Audit» teil, einem Vergleich von 370 europäischen Städten. Die statistischen Werte der Stadt Luzern wurden unter anderem mit jenen von Augsburg, Salzburg, Malmö, Brügge oder Cambridge verglichen. Dabei erwies sich die Leuchtenstadt als top Tourismusdestination (die zweitmeisten Logiernächte pro Einwohner) und Kulturstadt (am meisten Museumsbesuche pro Einwohner). Im nationalen Vergleich fällt auf, dass Luzern die grösste Wohnfläche pro Einwohner (44,7 m2) der Schweiz bietet. Markant sind die vielen Einpersonenhaushalte. Nur in jedem sechsten Haushalt Luzerns lebt ein Kind. Canton Lucerne has participated in a comparison of 370 European cities, the Urban Audit, in order to obtain an objective basis for discussion in the areas of politics, the economy and society. The statistical values of the city of Lucerne were compared with those of Augsburg, Salzburg, Malmo, Bruges and Cambridge. The «city of lights» came out of the survey as the top travel destination (with the second highest number of overnight stays per resident) and a city of culture (with the most museum admissions per resident). The national comparison shows that Lucerne offers the most living space per person (44.7 square metres) in Switzerland. There are a significant number of single-person households – children live in just one out of six Lucerne homes.

Daniel Käslin ist Anwalt in Luzern, Spezialist für Ansiedlungen. Er bietet ein Dienstleistungspaket an, das z.B. Steuerrechtsberatung oder Immobilienresearch enthält.

Switzerland is a classic vacation destination well worth visiting. It is also a very attractive country in which to live. Daniel Käslin is a lawyer and relocation specialist. Mr Käslin – what is the appeal of Switzerland? Switzerland is attractive because democratic development is always in progress, because dialogue here is open and transparent and because the quality of life is extremely high. But with all the controversy about banking secrecy, aren’t there certain risks? Absolutely not. If you act within the law, you won’t have any problems. Switzerland offers a high degree of stability unmatched almost anywhere else. On the other hand, the country doesn’t stand still and this means the rules and regulations change. For people moving here what are the important «soft» factors? I would say these factors make up about 60 percent of the decision to move. Factors and questions such as – how will I feel here? Will I like the restaurants? What about personal safety? What about opportunities for my family? Are there good schools for my children? This is where Switzerland has a great deal to offer. How important are relations with the authorities in Switzerland? This aspect is central and of great importance. Newcomers expect legal security and want to build a relationship of trust. It’s essential that accessibility to the authorities is assured. Daniel Käslin is a lawyer in Lucerne and a relocation expert. He offers a service package which includes, for example, tax consulting and property search.

01. März 2012 | 01/12

STÄDTEVERGLEICH | URBAN AUDIT

DER REIZ DER SCHWEIZ | THE APPEAL OF SWITZERLAND

Die Schweiz ist ein Urlaubsland – und ein Land zum Leben. Daniel Käslin, Anwalt und Spezialist für Ansiedlung, warum ist das so? Daniel Käslin: Die Schweiz ist attraktiv, weil sie sich demokratisch stets weiterbewegt, weil die Diskussionen hier öffentlich und transparent stattfinden und weil die Lebensqualität enorm hoch ist. Wird die Schweiz wegen Bankgeheimnisdiskussionen zu einem heissen Pflaster? Ganz und gar nicht. Wer sich innerhalb der geltenden Regeln bewegt, muss sich nicht sorgen. Die Schweiz bietet Stabilität wie kaum ein anderes Land. Die Schweiz bewegt sich, also ändern sich auch die Regeln. Wie wichtig sind so genannte weiche Faktoren für Zuzüger? Ich schätze, sie machen 60 Prozent der Entscheidung aus, hier hinzuziehen. Es geht um Fragen wie: Wie fühle ich mich hier? Hat es Restaurants, die mir passen? Bin ich persönlich sicher? Hat meine Familie Entwicklungsmöglichkeiten? Finden die Kinder gute Schulen? Auch hier hat die Schweiz enorm viel zu bieten. Wie wichtig ist der Umgang mit den Behörden in der Schweiz? Dieser Punkt ist nach wie vor absolut zentral, Neuzuzüger suchen Rechtssicherheit und versuchen, ein Vertrauensverhältnis zu den Entscheidungsträgern aufzubauen. Die Zugänglichkeit der Behörden in der Schweiz muss unbedingt beibehalten werden.

LucerneMagazine

info: www.lustat.ch

LUZERN BUSINESS | LUCERNE BUSINESS

T.E.A.M. Marketing

Hauptsitz der T.E.A.M. Marketing am Alpenquai in Luzern T.E.A.M. Marketing’s Lucerne head office at Alpenquai © Lukas Hadorn

Für einen Fussballverein gibt es kein höheres Ziel, als um die Krone im europäischen Klubfussball mitzuspielen: in der UEFA Champions League. Der FC Luzern durfte letztmals 1989 mittun, und doch ist der Glamour dieses Wettbewerbs gewissermassen in Luzern zu Hause. Dafür sorgt die am Alpenquai beheimatete Firma T.E.A.M., welche die Champions League seit 1992 vermarkten darf. Auch für das Marketing des Eurovision Song Contest oder der Wiener Philharmoniker zeichnet T.E.A.M. verantwortlich. There is no greater ambition for a football club than to compete for the pinnacle of European club soccer – the UEFA Champions League title. The last time Lucerne FC took part was back in 1989, and yet the glamour of the competition is to some extent at home in Lucerne – in the form of T.E.A.M. Marketing, the company promoting the European competition since 1992. T.E.A.M. Marketing’s clients also include the Eurovision Song Contest and the Vienna Philharmonic. info: www.team.ch


Willkommen in Luzern Die Stadt. Der See. Die Berge.

Luzern Tourismus – Tourist Information Zentralstrasse 5 – CH-6002 Luzern Tel. +41 (0)41 227 17 17 – Fax +41 (0)41 227 17 18 luzern@luzern.com – www.luzern.com


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STARTER LEISURE

LIEBESLAUBE | LOVE ARBOUR

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

MEIN GEHEIMTIPP | MY LUCERNE SECRET

Zu zweit alleine Alone together

Andy Wolf, Radio-Legende

Radio Broadcaster

Radio-Pilatus-Moderator | Radio Pilatus presenter © ZVG

Liebeslaube des «Schlössli Utenberg» über dem Vierwaldstättersee Love Arbour at «Schlössli Utenberg» high above Lake Lucerne © ZVG

In den achtziger Jahren wurde Luzern von besonders vielen Touristen aus Japan besucht, was dem damaligen Tourismusdirektor Kurt H. Illi (1935–2010) zu verdanken war. Er vermarktete Luzern im Land der aufgehenden Sonne als Traumdestination für Verliebte, Verlobte und Frischvermählte. Ein Glanz, der bis heute anhält. Wer einen ganz besonderen Ort für ein romantisches Tête-à-Tête sucht, ist hier richtig. Ein Geheimtipp ist beispielsweise die Liebeslaube des Restaurants «Schlössli Utenberg». Eine blumenumrankte Kuppel mit freier Sicht auf den See, die etwas abseits des 1757 erbauten Herrschaftshauses steht und Platz für genau zwei Personen bietet. Sie kann über Mittag oder am Abend gemietet werden, das kulinarische Angebot wird dem Wunsch der Gäste angepasst. Romantik garantiert. Japanese tourists visited Lucerne in particularly large numbers in the 1980s. This was thanks to the former Director of Tourism, Kurt H. Illi (1935 – 2010), who in the land of the rising sun promoted the city as a highly desirable destination for lovers and honeymooners. The attraction hasn’t waned. If you are seeking that intimate setting for a romantic tête-à-tête, you’re in the right place. Something of an insiders’ tip is the love arbour at the restaurant «Schlössli Utenberg». A dome entwined with climbing flowers with room for two, boasting an unimpeded view of the lake and situated a little way from the manor house built in 1757. It can be booked for lunch or evenings, and the menu can be adapted to the diners’ preferences. Romance guaranteed. Reservationen: info@schloessliutenberg.ch

«Wenn Freunde aus dem Ausland Luzern besuchen, rate ich ihnen stets dazu, beim Schwanenplatz ein Pedalo zu mieten. Wenn man die Luzerner Bucht mit eigener Muskelkraft erkundet, erlebt man den See, die Berge und das Panorama viel intensiver als von einer Brücke oder vom Schiff aus – ein intimes und doch öffentliches Erlebnis. Solange man den Raddampfern ausweicht, natürlich!» Andy Wolf (43) ist seit mehr als 20 Jahren Moderator bei Radio Pilatus

«When friends from aboard visit Lucerne, I always advise them to hire a pedalo at the Schwanenplatz. Exploring the bay under your own steam makes you experience the lake, the mountains and the panoramic views with an intensity you won’t feel standing on a bridge or a large boat – it’s both an intimate and a public experience. So long as you keep out of the way of the paddle steamers, of course!» Andy Wolf (43) has been a presenter on Radio Pilatus for more than 20 years.

WARUM NICHT MAL... | WHY DON’T YOU TRY...

Seeüberquerung Swimming across the lake

Impression von der Seeüberquerung 2011 | Impression of the Swimming across the lake 2011 © Universität Luzern HCLU

Nur damit das klar ist: Wir raten an dieser Stelle keineswegs dazu, einfach mal zum Spass vom Strandbad Lido ins Strandbad Tribschen zu kraulen. Immerhin misst die Strecke rund einen Kilometer, was lang genug ist für fiese Krämpfe in den Oberarmen. Besser, man steigt anlässlich der offiziellen Seeüberquerung am 19. August ins kühle Nass des Vierwaldstättersees. 2011 nahmen 300 Personen teil, die Siegerzeit lag bei 14 Minuten und 42 Sekunden. Schneller überquert man die Bucht nicht mal zu Fuss. Just to be perfectly clear: we are in no shape or form advising you to swim crawl stroke from the Lido to Tribschen just for fun. After all, it’s a distance of around one kilometre – far enough to trigger nasty upper arm cramps. So why not wade into the cool waters of Lake Lucerne for the official lake crossing on 19th August? 300 swimmers participated in 2011, and the winning time was 14 minutes, 42 seconds. You couldn’t cross the bay faster on foot. info: www.luzerner-seeueberquerung.ch


grand casino luzern Grand Jeu Casino* Jackpot Casino* Casineum / The Club Cocktail Bar Restaurant Olivo Seegarten Banquets / Congresses Parking Daily 12 noon to 4 a. m. *Minimum age: 18 years *IDs checked at entrance (valid passport or European ID required) 10 CHF admission from 4 p. m. including 5 CHF Lucky Chip

Haldenstrasse 6 路 CH-6006 Lucerne Telephone 041 418 56 56 路 www.grandcasinoluzern.ch


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STARTER SPORTS

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

LOKALHELD | LOCAL HERO

Claudio Castagnoli Wrestler

Claudio Castagnoli © Claudio Castagnoli

Im Jahr 2005 gewinnt er die Green Card, kurze Zeit später wird er im Ring berühmt: Der Luzerner Claudio Castagnoli ist Wrestling-Star in den USA. Als «Swiss Money Guy» mimte er sowohl den Good Guy als auch den Bad Guy. Dann ruft ihn Hollywood. Im Blockbuster «The Wrestler» tritt er an der Seite von Mickey Rourke auf. Und so scheint die Karriere des Hünen (110 kg, 195 cm) unaufhaltsam. Seit letztem Herbst ist er bei WWE World Wrestling Entertainment unter Vertrag – als «Antonio Cesaro». He won a green card in 2005 and became famous in the ring a short while later: Lucerne native Claudio Castagnoli is a wrestling star in the USA. As the «Swiss Money Guy», Castagnoli played both the good guy and the bad guy. Then Hollywood came calling. He appeared alongside Mickey Rourke in the blockbuster movie «The Wrestler». This 6’5”, 232 lb giant’s career seems unstoppable. Since last autumn, he’s signed to WWE World Wrestling Entertainment – under the ring name «Antonio Cesaro».

WANDERN | HIKING

Eineinhalb Mal um die Erde One and a Half Times Around the Earth

info: www.fcwwrestling.info

Sie sind nicht zu übersehen, die gelben Wegweiser, die in jeder Stadt, an jedem Waldrand und auf jedem Hügel der Schweiz von hier nach dort führen. Und sie sind für all jene ideal, die spontan ein paar Stunden wandern wollen. Zum Beispiel vom Bahnhofplatz Luzern in 50 Minuten an den Rotsee, in zwei Stunden nach Meggen oder sechseinhalb Stunden auf den Pilatus. Oder weiter. So liesse sich auf dem 60’000 Kilometer langen Schweizer Wegnetz eineinhalb Mal die Erde erwandern. Ist das Ziel erreicht oder das Picknick aufgegessen, führen Schiff, Bahn und Postauto die Wanderer vom kleinsten Flekken der Schweiz wieder nach Hause. You can’t miss them, the yellow signposts pointing the way from here to there in every town, at the edge of every forest and on every hill in Switzerland. And they are just the thing if you happen to be in the mood to spend a few hours hiking. From Lucerne main station to Rotsee in 50 minutes, for instance, to Meggen in two hours or to the top of the Pilatus in six and a half hours. Or even farther. The 60,000 kilometres of Swiss hiking trails would stretch one and a half times around the Earth. Whether you’ve reached your destination or already eaten up all your picnic supplies, there’s bound to be a boat, train or post bus in the vicinity to get you home.

info: www.wanderland.ch

RIGI-SCHWINGEN | SWISS WRESTLING

Ruhm und Stier für den König Glory (and a Bull) to the King Das Publikum jubelt tausendfach. Zwei Kolosse fassen sich an die kurze Hose aus Jute, stemmen sich hoch und pressen den Gegner ins Sägemehl. Schwingen – oder auch der «Hosenlupf» – ist ein urchiger Bestandteil Schweizer Alpfeste. Nach dem Kampf klopfen sich die Schwinger versöhnlich das Sägemehl vom Rücken. Der Stärkere wird zum Schwingerkönig gekrönt und mit einem «Muni» (Stier) belohnt. Wobei der Ruhm weit mehr zählt als die Siegerprämie. Auf der Rigi findet am 8., 15. oder 22. Juli 2012 (je nach Wetterlage) ein Schwing- und Älplerfest statt. Mit Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen. An audience of thousands cheers. Two burly giants get a grip on each other’s canvas-twill shorts and try to lift the opponent into the air before throwing him flat on his back in the sawdust ring. Schwingen – as traditional Swiss wrestling is called – is an indispensable part of Swiss Alpine festivals. After a bout, the victor dusts the sawdust off the loser’s back in a gesture of sportsmanship. The winner is crowned the «Schwinger King» and gets to take home a bull. But it’s more about the glory than the prize. An Alpine wrestling festival is being held on the Rigi on July 8, 15 or 22, 2012 (subject to weather conditions). With yodelling, alphorn playing and flag throwing info: www.rigi-schwingen.ch

Rigi-Schwingen | Rigi Schwingen © Marina Gwerder


Erlebnis Vierwaldstättersee Experience Lake Lucerne

Geniessen Sie unvergessliche Momente auf einer Fahrt mit einem unserer nostalgischen Raddampfer:

Enjoy a unique experience on a cruise with one of the nostalgic paddle steamers:

Dampfer Sinfonie – die musikalische Dampferparade

Steamboat Symphony – parade with classic music

Zmittags-Dampfer – die gediegene Mittagspause mit dem Dampfschiff Unterwalden

Steamboat Lunch – delicious lunch on one of our floating icons

Sonnenuntergangs-Fahrt – die romantische Abendfahrt mit dem Dampfschiff Unterwalden

Sunset Cruise – romantic evening cruise on a paddle steamer

Mehr Infos und Abfahrtszeiten: lakelucerne.ch

More information and schedules: lakelucerne.ch

geschichte zum leben erweckt

EinzigartigE zEitrEisE: Ein rundbild Erzählt – mittEn in luzErn Das gigantische Wandbild von 1881 erinnert an die solidarische Rettung der geschlagenen französischen Bourbaki-Armee durch die Schweizer Bevölkerung im Winter 1871. Ein Zeitdokument von europäischem Rang. Eine neue multimediale Ausstellung vertieft das Thema eindrucksvoll.

Besuchen Sie uns und lassen Sie sich von der effektvollen Breitwand-Präsentation beeindrucken! Bourbaki Panorama Luzern, Löwenplatz 11, 6004 Luzern, T +41 (0)41 4123030, www.bourbakipanorama.ch

artmax-agentur.ch

Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) AG Tel +41 (0) 41 367 67 67 | www.lakelucerne.ch | www.tavolago.ch


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LucerneMagazine

STARTER SECRETS

PONTOON-BOOT | PARTY ON THE LAKE

Privatinsel für Süsswasserkapitäne

Private Island for Freshwater Captains

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DAS TRINKT LUZERN | LUCERNE DRINKS

Luzerner Bier

Luzerner Bier | Lucerne Beer © Brauerei Luzern AG

Pontoon-Boot auf dem Vierwaldstättersee | Pontoon boat on Lake Lucerne © SNG Lake-Lucerne

Die Sonne brennt, der See ruft. Klar, Sie können sich in eines der schönen Freibäder legen. Davon raten wir erst gar nicht ab. Aber wollen Sie mit Ihren Freunden mitten auf dem See ins Wasser gleiten, dann mieten Sie sich ein Pontoon-Boot. Diese flache Insel mit Motor ist gemacht für das nautische Badepicknick: Mit Sonnendach, Badeleiter, Kühlschrank und Musikanlage ausgestattet, werden Sie nicht mehr so schnell das Ufer aufsuchen. Das Pontoon-Boot bietet Platz für 9 Personen, die Basic-Version (bis 10 km/h) darf ohne Ausweis gefahren werden. The sun is blazing down and the lake is calling your name. Sure, you could lay out your beach towel at one of the lovely lidos, and we won’t try to talk you out of it. But if you feel like floating leisurely on the water with some friends, why not hire a pontoon boat? This flat, motorised island is made for nautical bathing picnics. With amenities including a sunroof, boarding ladder, refrigerator and sound system, you won’t be in a hurry to get back on dry land. The pontoon boat has a capacity of 9, and the basic version (maximum speed 10 km/h) can be driven without a licence. info: www.sng.ch

Für zwei Lehrer, einen Fotografen, einen Buchhändler und einen Schreiner lief das Bierfass im Jahr 2008 über: Als die grosse Luzerner Biermarke «Eichhof» an einen internationalen Konzern verkauft wurde, beschlossen sie, ihr eigenes Bier zu brauen. Und zwar so, wie sie es mochten: frisch und nach traditionellem Rezept. Das Bier, das die Freunde anfangs in einer Waschküche brauten, avancierte schnell zum Hit. Heute werden jährlich 350’000 Flaschen Luzerner Bier getrunken. Es ist in zahlreichen Bars und Restaurants der Stadt Luzern erhältlich. The sale of Lucerne’s «Eichhof» beer brand to an international concern in 2008 meant more than a mere storm in a beer glass to two teachers, a photographer, a book dealer and a carpenter. They decided to start brewing their own beer exactly as they liked it – fresh and according to a traditional recipe. The friends’ brew soon outgrew its humble laundry room beginnings, and 350,000 bottles of Lucerne Beer are now consumed annually. It is available in many bars and restaurants in Lucerne. info: www.brauerei.lu

HOT SPOT

Mobile Bar «Buvette» | «Buvette» Mobile Bar

Buvette-Bar im Inselipark | Buvette Bar in Inselipark © Yvonne Barmet

Mitten in der Stadt, direkt am See und doch irgendwie versteckt fährt an Sommertagen die Buvette auf. Der mobile Barwagen steht an schönen Abenden im Inselipark hinter dem KKL. Hier verlieben sich Einheimische und frönen in Liegestühlen dem Sommer. Die Buvette versprüht Dolce Vita, Lounge-Ambiente und Alternativkultur zugleich. Haben Sie Glück, gibt ein Slam-Poet oder ein Singer- Songwriter seine Kunst zum Besten. Die Buvette macht zwischen April und September Station, täglich bei trockenem Wetter, von Mittag bis Mitternacht. In the city centre, by the lakeside and yet somehow hidden from sight is where you’ll find the Buvette mobile bar on fine summer evenings – in Inselipark behind the KKL. This is where the locals go to fall in love and shoot the summer breeze. The Buvette radiates a blend of dolce vita, lounge ambiance and alternative culture. If you’re lucky, a slam poet or singer-songwriter may be giving a performance. The Buvette is open for business from April to September, daily in dry weather, from midday to midnight.


KKL Luzern a masterpiece by Jean Nouvel culture, convention, cuisine – the unique overall experience www.kkl-luzern.ch


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Rigi

Die Königin ist zurück Comeback of a Queen Der wahre Modeberg des 19. Jahrhunderts erlebt in diesen Monaten seine Renaissance. Ein neues Mineralbad und die Auffrischung von Hotels und Bahnen garantieren dies. Die Rigi strahlt wieder. The most fashionable Swiss mountain of the 19th century is currently experiencing a renaissance. A new mineral bath and renovated hotels and railways are ensuring that the Rigi shines again.

TEXT BRUNO AFFENTRANGER BILDER BEAT BRECHBÜHL Es muss Ungehöriges oder Unglaubliches geschehen sein, wenn ein erfahrener Rigi-Berggänger plötzlich in einem Online-Forum schreibt: «Der Berg erwacht! Oder müsste ich besser sagen, die Akteure auf und um die Rigi haben wieder Mut und Zuversicht geschöpft?» Robert Jung, Verwaltungsratspräsident der Rigi Bahnen AG, ist es, der so euphorisch klingt. «Nach Jahren der Stagnation und Mutlosigkeit herrscht auf und um den Berg eine Aufbruchsstimmung, wie ich sie noch nie erlebt habe. Das macht Freude.» Wo der Präsident Recht hat, da hat er Recht. Die Königin ist zurück. «Königin der Berge» nennen die Einheimischen ihre Rigi. Zuletzt waren Jahrzehnte der Stagnation und des Vergessens ins Land gezogen. Die Königin geruhte zu ruhen. Das war nicht immer so. Dieser Berg weiss eine beispiellose Boomstory zu erzählen. Spätestens 1868 hatte der ausladende, sanfte und freundlich stimmende Berg seine Bezeichnung «Königin der Berge» endgültig verdient: In jenem Jahr liess sich die britische Königin Victoria von Sänftenträgern auf den Gipfel hieven, wo sie hernach die prächtige Aussicht ins Miauf die Alpenkette genoss. Es war ein königliches Gipfeltreffen: Königin traf auf Königin. Die mächtigste Frau der Welt lernte die zurückhaltende, dem Understatement verpflichtete Dame aus Fels und Wiesen kennen. Die Herrscherin über das Empire machte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus einem

TEXT BRUNO AFFENTRANGER PICTURES BEAT BRECHBÜHL It’s a sign that something special or even unbelievable must have happened when an experienced Rigi hiker and habitué writes the following in an online forum: «The mountain awakes! Or should I say that its stakeholders have found new courage and confidence?» Such upbeat tones come from Robert Jung, Mount Rigi Railways’ Chairman of the Board. «After years of stagnation and despondency, there’s a spirit of optimism about the mountain that I’ve never felt before. It’s wonderful.» When the chairman’s right, he’s right: «Queen of the Mountains» is what the locals proudly call their Rigi. And the Queen is back after decades of dormancy during which the regal lady seemed to have retired to rest and wait. It wasn’t always so: the Rigi can tell an unprecedented tale of prosperity. By 1868 at the latest, this sweeping, gentle mountain with its air of good-naturedness had richly earned the «Queen of the Mountains» sobriquet. This was the year in which Britain’s Queen Victoria was carried in a sedan chair to the peak from where she admired the splendid view of the Alps, and over the Central Plateau as far as southern Germany. It was a regal summit. The world’s most powerful woman made the acquaintance of the gracefully reserved sovereign over meadows, crags and peaks. The ruler of the British Empire once and for all sealed this fashio-


Blick von Rigi Kulm auf den Wandweg. Vi View of the hiking trail from Rigi Kulm.


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COVERSTORY

Modeberg vollends einen Popstar. Britische Adelige und der wachsende, zu reisen beginnende Mittelstand taten es ihr gleich, sie strömten gen Gipfel. Rigi Kaltbad, Rigi Staffel, Rigi Kulm. Waren es in den Jahrhunderten zuvor noch Pilger und Älpler gewesen, die auf den 90 Quadratkilometern Bergfläche wanderten, kraxelten oder spazierten, so folgten vor und nach Victoria Komponisten, Dichter, Schriftsteller und viele Früh-Touristen, die es den damals bereits als Celebrities gehandelten klugen und schönen Menschen nachmachen wollten. Langsam und gemächlich ging es zu und her, wenn Reisende wie beispielsweise der US-Schriftsteller Mark Twain die freundliche Gigantin in Angriff nahmen. Dies klang später in einem Twainschen Reisebericht so: «...Wir übergaben unsere Mäntel und Reisetaschen einem Burschen, der sie für uns tragen musste, damit wir uns ganz dem Geschäft des Bergsteigens widmen konnten. Wahrscheinlich legten wir uns öfter ins weiche Gras, als dies gemeinhin der Brauch ist, denn dieser Junge fragte uns bald, ob wir ihn nur für diesen Aufstieg oder im Jahresvertrag anzustellen gedächten. Eigentlich sei er nicht so sehr in Eile, jedoch möchte er den Gipfel noch in jungen Jahren erreichen. Also liessen wir ihn vorausmarschieren und er versprach, uns ein Hotelzimmer zu reservieren, oder – im Falle dies nicht möglich sei – ein Hotel bauen zu lassen und Sorge zu tragen, dass Farbanstrich und Putz bis zu unserer Ankunft trocken seien...» Als der Humorist Mark Twain den Berg bezwang, war bereits die erste Zahnradbahn Europas in Betrieb genommen. Von Vitznau aus, vom Gestade des Vierwaldstättersees, führte sie auf die so genannte Staffelhöhe. Es ging fortan schneller Richtung Gipfel, als in den Sänften zuvor. Und viele Jahre ging dies gut. Die Hotels wuchsen, die Bettenzahl explodierte. Reichtum auf dem Berg. Von Kaltbad war es eine regelrechte Perlenkette der Grandhotels, die sich bis zur Spitze, auf Kulm, hinzog. Zwei Bahnen erschlossen diesen Berg von Süd und von Nord, erst viel später sollte noch eine dritte von Weggis aus hinzukommen. Doch nach dem Ersten Weltkrieg, der dem Adel den Garaus gemacht hatte, begannen die wohlhabenden Gäste auszubleiben. Die roten und blauen Bahnwaggons ruckelten weiterhin gen Berg. Doch der teure Tourismus, der für die frische Geldzufuhr gesorgt hat-

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für einen Rigiausflug mindestens fünf Stunden Zeit zu reservieren. Alle Informationen auf: www.rigi.ch/de/ accessing_resorts.cfm

ROUTE: Die Rigi ist ein gut erschlossener Berg.Es gibt vieleAnreisemöglichkeiten. Wer es gemütlicher mag,der besteigt in Luzern ein Schiff der SchifffahrtsgesellschaftVierwaldstättersee und lässt sich in weniger als einer Stunde nachWeggis oder Vitznau verfrachten.InWeggis steigt man auf die Luftseilbahn um und erreicht Rigi Kaltbad.InVitznau wartet die Zahnradbahn, die sich bis auf den Gipfel des Berges hochschraubt.Möglich ist auch dieAnfahrt mit der Eisenbahn.Ab Luzern in rund 40 Minuten nachArth-Goldau,wo man auf die Zahnradbahn umsteigt.Auch mit dem Auto,Car oder Postauto ist dieAnfahrt leicht zu bewältigen.Dabei bieten sich alle drei Startpunkte am Fusse der Rigi an: Goldau,Vitznau oderWeggis.Es lohnt sich,

GETTING THERE: The Rigi is easily accessible by mountain railway or cableway, with many options available. For a leisurely excursion, catch a boat from Lucerne that will take you to Weggis or Vitznau in less than an hour. In Weggis, you can transfer to the cableway to Rigi Kaltbad. Vitznau is the starting point of the cogwheel railway to the Rigi summit. Another option is to catch a train from Lucerne to Arth-Goldau (travel time: around 40 minutes) and transfer to the cogwheel railway. You can also reach Goldau, Vitznau or Weggis – the three starting points at the foot of the Rigi – by car, coach or post bus. We recommend you plan at least five hours for your Rigi excursion. More information at: www.rigi.ch/en/accessing_resorts.cfm

nable mountain’s rock-star status in the latter half of the 19th century. The British aristocracy and the emerging middle classes with the means to travel followed her imperial example and flocked to the summit. Rigi Kaltbad, Rigi Staffel, Rigi Kulm. Where for centuries before pilgrims and cowherds had roamed the 90-square-kilometre expanse of rock and pasture, it was now the turn of composers, poets, writers and the many early tourists seeking to imitate their celebrated and feted contemporaries. It was a slow and leisurely process when travellers such as the American author Mark Twain took to ascending the amiable giantess. Twain later recorded in his travelogue: «...we got a boy whom we met to carry our alpenstocks and satchels and overcoats and things for us; that left us free for business. I suppose we must have stopped oftener to stretch out on the grass and take a bit of a smoke than this boy was used to, for presently he asked if it had been our idea to hire him by the job, or by the year? He said he wasn’t in such a very particular hurry, but he wanted to get to the top while he was young. We told him to clear out, then, and leave the things at the uppermost hotel and say we should be along presently. He said he would secure us a hotel if he could, but if they were all full he would ask them to build another one and hurry up and get the paint and plaster dry against we arrived…»

WANDERTIPP Dies hier ist ein leicht zu bewältigender Spaziergang auf der Rigi: Start ist auf Rigi Kaltbad, das man leicht mit der Luftseilbahn ab Weggis oder mit der Zahnradbahn ab Vitznau erreicht. Der Spaziergang ist ausgeschrieben und führt von Kaltbad zum Aussichtspunkt Rigi Chänzeli. Nach rund 15 Minuten erreicht man die Ruhebänke, von denen aus man den Blick über den See Richtung Luzern und zum Pilatus geniessen kann.

RECOMMENDED WALK An easy walk on the Rigi starts at Rigi Kaltbad, which is easily reached by cableway from Weggis or cogwheel railway from Vitznau. The trail is signposted and takes you in around 15 minutes from Rigi Kaltbad to the Rigi Chänzeli. This vantage point offers benches to relax on and superb views of Mount Pilatus and across the lake towards Lucerne.


Nebel und Wolken treffen sich. Where ffog Where og and cloud meet meet..

Ein wunderbarer Aussichtsberg. A magnificent vantag ntage point..

Antennenmast auf der Rigispitze. peak. ak. Aerial mast on the Rigi pe


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COVERSTORY

te, brach ein. Die Hotels schliefen ein. Der Modeberg wurde zum etwas geheimeren Tipp, den die Schweizer Einheimischen nach wie vor verehrten. Die ausländischen Gäste jedoch mussten ihn neu kennen lernen und die Rigi frisch erobern. Die Besucher aus der Welt kamen wieder in grosser Zahl. Ein neuer Tourismus war geboren. Die Massen begannen zu reisen. Durchschnittlich 600’000 Menschen besuchten zuletzt jährlich die Königin. Einzig das Angebot blieb verhalten. Und nun das. Die Rigi selber erwacht wieder. Auf Kaltbad geht noch in diesem Jahr ein neues Mineralbad in Betrieb. Der Schweizer Stararchitekt Mario Botta hat es geplant. Das 26-Millionen-Franken-Projekt steht für den Aufbruch. Ebenso tun dies die Renovation des Hotels Rigi Kaltbad, die Neubauten Hotel Bellevue und die beiden Bahnhöfe Kaltbad und Goldau. Die Hoffnung in den anliegenden Kantonen und Gemeinden ist gross, dass die goldenen, königlichen Zeiten zurückkehren. Die Chancen dafür stehen gut.

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Europe’s first rack-and-pinion railway was already running by the time the humourist Mark Twain conquered the Rigi. It operated from Vitznau on the shores of Lake Lucerne to the so-called Staffelhöhe – climbing towards the summit much faster than the man-powered sedan chairs. Everything ran smoothly for several years. Hotels were built on a grand scale, the number of beds increased rapidly. The mountain exuded prosperity. Grand hotels weaved like a string of pearls up the mountain from Kaltbad to the summit at Kulm. Two mountain railways provided access – one from the north, one from the south. The cableway from Weggis didn’t start operating until much later. But the First World War heralded decline, as the aristocracy waned and wealthy guests stayed away. The red and blue railway carriages continued to make their jolting way up the mountain, but tourism, which had opened up a new flow of income to the region, collapsed. Hotel rooms were mothballed. The fashionable peak had become something of an insiders’ tip, still revered by the Swiss locals. Eventually however, foreign guests were to rediscover and conquer the Rigi anew, and began arriving again in great numbers. A new kind of tourism emerged: travel had become accessible to the masses. In recent years, an average of 600,000 guests yearly visited the Queen of the Mountains, but the hospitality offerings could not quite keep pace. And now this: the Rigi reawakens. A new mineral bath and spa designed by the eminent Swiss architect Mario Botta are set to open this year. The CHF 26 million project symbolises the spirit of revival and change, as do the restoration of the Hotel Rigi Kaltbad and the construction of the new Hotel Bellevue and the Kaltbad and Goldau stations. The surrounding cantons and municipalities have great expectations that the gilded days of yore could return. The prospects are promising.

BOTTA-BAD AUF KALTBAD Am 2. Juli 2012 geht ein langes Warten zu Ende. Endlich kann Rigi Kaltbad, dieser seit bald 600 Jahren als Kur- und Wallfahrtsort bekannte Flecken hoch über dem Vierwaldstättersee, die wahre Bedeutung seines Namens zurückerlangen. An jenem Tag wird das lange ersehnte Mineralbad und Spa mit den neuen Bahnstationen und einem Dorfplatz eingeweiht. Der bekannte Schweizer Architekt Mario Botta zeichnet für die sakrale, besinnliche Ausstrahlung des neuen Bades verantwortlich, das nach fast vierjähriger Bauzeit den alten Glanz von Kaltbad auffrischt. Dort, wo man neuerdings im 35 Grad warmen Wasser des Mineralbades liegen und den Blick über den See schweifen lassen kann, haben bereits vor mehr als 500 Jahren etliche Gäste Heilung gesucht. 150 Badende pro Tag zählte Kaltbad bereits im 16. Jahrhundert. Dem Bad, das einer alten Sage entstammt, wurden seit jeher sagenhaft heilende Kräfte nachgesagt: Das Kaltbad-Wasser soll unter anderem besonders wohltuende Wirkung bei Rückenschmerzen sowie allerlei Fieber haben. So steht es zumindest in alten Aufzeichnungen beschrieben.

BOTTA’S BATH AT KALTBAD On 2 July 2012, the long wait will be over. Rigi Kaltbad (Kaltbad = cold bath), a mineral spa and place of pilgrimage high above Lake Lucerne steeped in six centuries of history, will at last be able to reclaim the true significance of its name. The day marks the inauguration of the mineral bath and spa, together with the new stations and a village square. The internationally acclaimed Swiss architect Mario Botta is responsible for the sacred, contemplative look of the new bath, which – after a construction period of almost four years – is restoring Kaltbad to its former glory. 500 years ago, guests sought cures for their ailments in the same place where today’s bath and spa visitors will be able to relax in 35-degree-warm water and admire the view of the lake. Up to 150 bathers visited Kaltbad daily in the 16th century. The bath derives from an ancient legend and was always rumoured to possess mythical healing properties. The Kaltbad water is said to be particularly beneficial in the treatment of back pain and all kinds of fever. At least that’s what the old records say.

Aussen, innen, darüber: So wird das Botta-Bad aussehen. Botta’s bath will look like this from the outside, inside and above.


GemĂźtlich und bequem ist die Fahrt mit der Bahn auf die Rigi. The train ride to the Rigi is a lleisur eisurely ely and co comf mfortable ortable one one..

Ein famoser Blick, den schon KĂśnigin Victoria genoss. The st stunning unning vie view we enjo njoye yed d by by Queen Queen Victoria. Victoria.


Bei Sonnenschein ebenso... Beautiful both by sunlight‌


...schön wie im Nebel. …and shr shrouded ouded in mis mist. t.


Ein morgendlicher Blick auf die Kรถnigin. Ad day aybr brea eak kv vie iew wo off tthe he Qu Queen een of the Mountains Mountains.


Auf Rigi Kaltbad (Mitte) entsteht das neue Botta-Bad. The ne new wm miner ineral al ba bath th is being built at Rigi Ka Kaltb ltbad (c (centre).


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RIGI HISTORY

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

Die Geschichte einer Königin in privaten Bildern The Story of a Queen, Captured on Camera Ihr Urgrossvater baute ein Hotel auf der Rigi. Sie wuchs auf dem Berg auf. Ruth Reinecke-Dahinden ist ein Kind der Königin. Hier zeigt sie erstmals die fantastischen Fotografien aus ihrem neuesten Buch.

Her great-grandfather built a hotel on the Rigi. She grew up on the mountain. Ruth ReineckeDahinden is a child of the «Queen of the Mountains». Here is a first glimpse of the stunning photographs in her latest book.

VON BRUNO AFFENTRANGER Selbst der eingefleischte Fan und langjährige Berggänger staunte nicht schlecht, als kürzlich ein Buch mit dem Titel «Die Rigi. Bilder und Geschichten» erschien. Es ist nicht das erste Werk, das sich mit dem Aussichtsberg am Vierwaldstättersee beschäftigt, aber es ist eines der erstaunlichsten. Am meisten wundert man sich über die Fotografien, die die Autorin, Ruth Reinecke-Dahinden, präsentiert. Woher hat sie die nur?

BRUNO AFFENTRANGER Even the most die-hard of fans and long-time mountaineers were astonished by the recent publication of a book with the title «Die Rigi. Bilder und Geschichten» (The Rigi. Images and Stories.) It is by no means the first volume about the mountain with the splendid views by Lake Lucerne, but it is one of the most surprising. The photographs presented by the author, Ruth Reinecke-Dahinden, arouse the reader’s curiosity. Where did she find them?

Die Antwort ist einfach. Ruth ReineckeDahinden ist auf Rigi Kaltbad aufgewachsen. Ihr Urgrossvater baute und führte

The answer is simple: Ruth Reinecke-

Das Buch von Ruth Reinecke-Dahinden, erschienen im SuttonVerlag, ist ein wahrer Verkaufsrenner. Es zeigt unveröffentlichte Bilder aus früheren Zeiten auf der Rigi. Ruth ReineckeDahinden’s book, published by Sutton, is a bestseller. It shows hitherto unpublished photographs from the Rigi’s golden era.


Bild oben: Das Hotel Felsenthor, 1869 erbaut. Bild Mitte: Besuchergruppe auf Rigi Kaltbad. Ein Glas Bier kostete damals 20 Rappen. Bild unten: Auf den letzten Metern des Aufstiegs nach Rigi Kaltbad. Top: The Felsenthor Hotel, built in 1869. Centre: A hiking group visiting Rigi Kaltbad. A glass of beer cost 20 centimes back then. Below: The last metres of the ascent to Rigi Kaltbad.


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einst das Hotel Bellevue, das heute nicht mehr existiert. Ihr Grossvater übernahm den Hotellerie-Betrieb und war ein Gastgeber in der eigentlichen Hotel-Boomzeit auf der Rigi. Daneben fand der Berggänger stets auch Zeit, mit seinen Fotoapparaten auf die Pirsch zu gehen. Die Bilder, die er schoss, sind der Grundstock für die faszinierende Sammlung, die Einblick gibt in eine vergangene Welt. Über sie regiert die Autorin, eine 83-jährige, rüstige, humorvolle und agile Dame, die in Luzern lebt und immer noch regelmässig ihren Lieblingsberg besucht. Ruth Reinecke-Dahinden lebt im Hier und Jetzt – und dennoch auch mit dem freundlichen Blick zurück in eine Zeit, in der sie als Mädchen über Berghänge hüpfte und abends von ihren Streifzügen mit wunden Knien nach Hause zurückkehrte. «Ich musste auf jeden Baum klettern», sagt sie und lacht verschmitzt. Es gäbe viel zu erzählen. Acht, neun Kinder lebten im kleinen Dorf. Die Bilder und die kurzen Texte in ihrem Buch erzählen diese Geschichten. Sie berichten von einer touristischen, aber dennoch ruhigeren Zeit auf dem Berg. Um 17 Uhr nachmittags, wenn die Zahnradbahn die letzte Talabfahrt in Angriff genommen hatte und die Tagesausflügler heimkehrten, sei jeweils Stille eingekehrt auf Kaltbad. «Wir sassen dann auf der Bank vor der Post und hatten die Sonne im Gesicht. Es war herrlich ruhig», erinnert sich die Autorin. Die Sitzbank gibt es nicht mehr, die Ruhe ist verflogen. Ein Thermalbad wird entstehen, mit ihm ist mehr Besuch zu erwarten. «Mit dem Bad, dem neuen Bahnhof und dem Apartmenthaus an Stelle des einstigen <Bellevue> beginnt der Weg in eine neue Blütezeit», sagt Ruth ReineckeDahinden. «Aber egal was wird: Der Berg bleibt schön!»

RIGI HISTORY Dahinden grew up at Rigi Kaltbad. Her great-grandfather built and ran the Hotel Bellevue, which no longer exists today. Her grandfather followed in his footsteps and was at the helm during the golden age of hospitality on the Rigi. He also found the time to capture the beautiful landscape on camera. The photographs he took laid the foundations of a fascinating collection that gives an insight into bygone times. The custodian of this collection is the author, a spry 83-year-old with a great sense of humour, who lives in Lucerne and still enjoys regular visits to her favourite mountain. Ruth Reinecke-Dahinden lives in the here-and-now – yet also enjoys looking back to a time when she was a small girl playing on Alpine pastures and going home in the evening with grazed knees. «I just had to climb every tree,» she says, with a mischievous laugh. She has many tales from back then. Eight or nine children lived in the tiny village. The images and short texts in her book provide the narrative for these anecdotes. They tell the story of a touristic yet gentler age on the mountain. At 5pm every afternoon, when the last valley-bound train departed and the day-trippers left, solitude and calm returned to Kaltbad. «We would sit on a bench in front of the post office with the sun on our faces. It was so wonderfully peaceful,» she recalls. The bench and the solitude are no more. The thermal bath currently under construction will no doubt attract more visitors. «The bath, the new station and the apartments where the Bellevue once stood herald the dawning of a new golden age,» Ruth Reinecke-Dahinden believes. «But come what may – the mountain remains beautiful!»

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Bild oben: Gäste vor dem Hotel Bellevue. Bild Mitte links: Rigi-Ansicht. Bild Mitte rechts: Nie verwirklicht – das Ballonprojekt auf die Rigi. Bild unten links: Die «Schnurtobel-Brücke» ob Vitznau. Bild unten rechts: Würstli-Ess-Wettbewerb. Top: Guests in front of the Hotel Bellevue. Centre left: The Rigi. Centre right: The hot air balloon project on the Rigi that never took off. Below left: The «Schnurtobel Bridge» above Vitznau. Below right: A sausage eating contest.


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Top Ten

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10 Orte am See, an denen die Urschweiz bis heute weiterlebt 10 lakeside locations where historic Switzerland comes alive

Das Rütli, die angebliche Gründungsstätte der Schweiz, ist eine Wiese. Es ist keine bewachte Stätte, kein Museum und kein ehemaliges Schlachtfeld. Es ist ein offenes, einfaches Stückchen Land mit fantastischer Aussicht auf den See und in die Berge. Typisch schweizerisch. Schön, aber bedeutungslos für die einen, geschichtsträchtig für alle andern, welche das Rütli als jenen Ort betrachten, wo 1291 der Bund der Eidgenossen beschworen wurde. Es fasziniert allemal: Jahr für Jahr besuchen 100’000 Menschen das Rütli, zu Fuss oder per Schiff. Switzerland’s legendary birthplace, the Rütli, is a meadow. Not a guarded monument, museum or former battlefield. Just a simple, open piece of land with stunning views of the lake and mountains. You could call it typically Swiss. A picturesque pasture for some but for others steeped in historic significance as the site where the oath of allegiance was sworn in 1291. And it never fails to fascinate – each year, 100,000 people visit the Rütli on foot or by boat. info: www.ruetli.ch

© Uri Tourismus

Rütli | Rütli

© Uri Tourismus

Schillerstein, beim Rütli | Schillerstein, near the Rütli «Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern» verewigt der deutsche Schriftsteller Friedrich Schiller den Rütlischwur, welchen drei Vertreter der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden hielten. Der Gründungsmythos der Eidgenossenschaft und der Freiheitsheld Wilhelm Tell sind eng mit Schillers lebendiger Schilderung im Drama «Wilhelm Tell» verbunden, das der Schriftsteller 1804 vollendete. Die Urkantone ehrten ihn 1859 mit der Beschriftung des 30 Meter hohen Schillersteins nahe des Rütli im Vierwaldstättersee. Die Schweiz dankt es dem Deutschen heute noch. «We shall be a single people of brethren!» German playwright Friedrich Schiller immortalised the words of the oath of allegiance sworn more than 700 years ago by three men representing the cantons of Uri, Schwyz and Unterwalden. The founding of the Swiss Confederacy and its legendary folk hero William Tell are closely interwoven with Schiller’s vibrant narrative in the drama «William Tell», completed in 1804. The founding cantons commemorated the playwright in 1859 with the inscription of the Schillerstein, a 30-metre-high boulder rising out of the lake close to the Rütli. Swiss gratitude to the German author lives on.

Die Hohle Gasse war einst die Strasse von Immensee nach Küssnacht. In Friedrich Schillers Drama wartet Wilhelm Tell dort auf seinen habsburgischen Kontrahenten Hermann Gessler, denn er weiss: «Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein andrer Weg nach Küssnacht.» Gessler kam angeritten und Tell ermordet ihn mit seiner Armbrust. Das war 1307, sagt die Legende. Die Schweiz wird frei und Tell zum Nationalheld. Heute lässt sich dort, wo ein Pfeil das Wams des Habsburgers durchbohrte, gemütlich an einer Feuerstelle picknicken. The Hohle Gasse (hollow way) was once a road leading from Immensee to Küssnacht. In Friedrich Schiller’s drama, William Tell waits there for his adversary, the Habsburg bailiff Hermann Gessler – «for he must come through this hollow way, no other path leads to Küssnacht.» Gessler rides past, and Tell kills him with a single arrow fired from his crossbow. It happened in 1307, according to legend. Switzerland was liberated, and Tell became a national hero. Today there is a picnic area with a fire pit at the site where the arrow’s tip pierced the bailiff’s doublet. info: www.hohlgassland.ch

© Schwyz Tourismus

Hohle Gasse, Küssnacht | Hohle Gasse, Küssnacht


Top Ten

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LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

Luzerner Mordnacht | Lucerne’s «Night of Blood»

Infos: www.la-gondola.ch

© Lukas Hadorn

Luzern ist beeindruckt von den Taten der Urschweizer und schliesst 1332 ein ewiges Bündnis mit Uri, Schwyz und Unterwalden. Das gefällt nicht allen. Wer lieber bei den Habsburgern geblieben wäre, schmiedet ein Jahr später Mordpläne gegen die Eidgenossen. Doch ein ärmlich gekleideter Junge hört zu. Die Aufständischen erwischen ihn und drohen mit dem Tod, sollte er jemandem vom Komplott erzählen. Also beichtet der Knabe dem Kachelofen in der gut besetzten Gaststube der Metzgerzunft: «O Ofen, Ofen! Ich muss dir klagen, denn ich darf es sonst keinem Menschen sagen.» Und er erzählt vom nächtlichen Mordplan. Die aufgeschreckten Eidgenossen vereiteln ihn. Das Gasthaus am Weinmarkt, wo der Kachelofen stand, heisst heute «La Gondola». Impressed by the founding cantons’ stand, Lucerne joined Uri, Schwyz and Unterwalden in an «eternal union» in 1332. The new alliance wasn’t to everyone’s taste, however – a year later, it is said, a group of citizens loyal to the Habsburgs plotted to assassinate the Swiss confederates. An eavesdropping beggar boy was caught and ordered to keep quiet on pain of death. In his despair, the boy confessed all instead to the tiled stove in the bustling tavern room at the butchers’ guildhall. Thus alerted, the confederates thwarted the murder plot. The tavern at Weinmarkt where the tiled stove stood is today’s Restaurant La Gondola.

© Verein Gottardo-Wanderweg

Telldenkmal Altdorf | Tell Monument, Altdorf «Nun Tell! Nimm die Armbrust und mach dich fertig, einen Apfel von des Knaben Kopf zu schiessen!» So beschreibt Friedrich Schiller, wie Wilhelm Tell vom habsburgischen Landvogt Hermann Gessler gezwungen wird, mit seiner Armbrust einen Apfel vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schiessen. Tell trifft den Apfel und schwört Rache, Gessler findet später den Tod (siehe S. 37) und verhilft Tell zu Weltruhm. Sechshundert Jahre später wird dem Helden in Altdorf ein Denkmal errichtet: Stolz steht Wilhelm Tell mit geschulterter Armbrust und Sohn Walther im Arm. «Shoot an apple from the boy’s head. If you miss, your own head shall pay the forfeit.» In his stirring drama, Friedrich Schiller describes how William Tell is ordered to shoot an apple from his own son’s head by the hated Habsburg bailiff Hermann Gessler. Tell hits the apple and swears revenge. Gessler meets a violent end (see p. 37) and Tell achieves world reknown. Six hundred years later, a monument to the folk hero is erected in Altdorf. William Tell stands proud, crossbow shouldered and son by his side.


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Wenn am 1. August in der ganzen Schweiz Feuerwerksraketen in den Himmel geschossen werden, dann feiern die Eidgenossen einen Brief. Der Bundesbrief, «geschehen im Jahre des Herrn 1291 zu Anfang des Monats August», besiegelt das Bündnis der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden, einander zu schützen und beizustehen. Der Brief gilt als Gründungsurkunde der Schweiz. Noch heute ist in Schwyz das schöne, handgeschriebene Pergament neben zahlreichen weiteren Dokumenten und einer Fahnen- und Bannerausstellung im eigens dafür errichteten Museum zu sehen. When fireworks illuminate the night sky every 1 August, the Swiss are celebrating a document. The document in question – the Swiss Charter of Confederation of the cantons Uri, Schwyz and Unterwalden – dates back to the beginning of August 1291 and marks the swearing of the three founding cantons’ pledge of alliance. It is considered Switzerland’s founding document. This beautiful handwritten document is on display in its own dedicated museum along with other documents, standards and flags. Infos: www.bundesbriefmuseum.ch

© Schwyz Tourismus

Bundesbriefarchiv, Schwyz | Museum of the Swiss Charters, Schwyz

© Uri Tourismus

Tellskapelle und Tellsplatte, bei Sisikon | Tell Chapel and Tellsplatte, near Sisikon Wenn Blitze in den Vierwaldstättersee schiessen und der Wind mit über hundert Stundenkilometern über das Wasser peitscht, dann türmen sich die Wellen meterhoch auf. Durch solch einen gefährlichen Föhnsturm im Sommer ruderte Wilhelm Tell mit sicherer Hand ein kleines Boot und rettete einen Flüchtling vor den Habsburgern, so die Legende. Ein andermal entfloh er seinem Häscher Gessler mit einem gewagten Sprung an Land. Wer solches vermochte, war mehr als ein Held. Lange Zeit wurde Tell als Heiliger verehrt. Ihm ist die Tellskapelle von 1518 gewidmet. Von der Tellsplatte, wo er einst ans Ufer sprang, bietet sich ein atemberaubender Blick auf den See – an schönen und an stürmischen Tagen. When bolts of lightning rip into Lake Lucerne, the accompanying high winds of over 100 kilometres an hour can whip the waves up several metres high. Legend has it that William Tell skilfully navigated a small boat through such a summer storm to help a fugitive flee from the Habsburgs. In another tale, he escaped his pursuer Gessler with a daring leap to the shore, once and for all sealing his reputation as a superhuman hero. Tell was long venerated as a saint, and the Tell Chapel (built in 1518) is dedicated to him. The Tellsplatte, where he reputedly jumped on land, offers breathtaking views of the lake – on both sunny and stormy days.


Top Ten

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Tellmuseum, Bürglen | Tellmuseum, Bürglen

© Scriptum Flüelen

In herrlicher, aber rauer Landschaft soll der Nationalheld Wilhelm Tell als Bauer, Jäger und Fischer gelebt haben. In Bürglen, wo die ungezähmte Natur den Lebensrhythmus der Menschen dirigierte und wohin sich kaum ein Fremder über den gefährlichen See oder die schmalen Gebirgspfade wagte. Dort findet sich heute in einem alten Wehrturm eine üppige Wunderkammer, die den Helden mit zahlreichen historischen und künstlerischen Schätzen zum Leben erweckt: das Tellmuseum. Es ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet. National hero William Tell is said to have lived a simple life as a farmer, hunter and fisherman in a landscape of bleak splendour. In Bürglen, where untrammelled nature dictated life’s rhythms and seldom a stranger ventured over the treacherous lake or the along the narrow mountain trails. Today, a museum in an old defence tower houses a veritable treasure trove of historic and artistic objects bearing silent witness to the folk hero’s life and times. The Tell Museum is open from mid-May until mid-October. Infos: www.tellmuseum.ch

Gesslerburg, Küssnacht | Gesslerburg, Küssnacht

© HohlgassLand

Von der Hohlen Gasse führt der Tellernweg in einer halben Stunde zu den Trümmern der Gesslerburg. Grandiose Aussicht und Ruinenklettern belohnen Erwachsene und Kinder. Die ersten Burgherren waren die Edlen von Küssnacht. Ritter Eppo verlangte drakonisch Steuern, so dass ihn 1302 die Dorfbewohner von Küssnacht, Immensee und Haltikon überfielen und ihm beinahe das Leben raubten. Nach dem ältesten Urner Tellenspiel von 1512 hatte Vogt Hermann Gessler seinen Sitz auf der Burg zu Küssnacht. Seither heisst sie Gesslerburg und beflügelt unsere Fantasie. A 30-minute walk leads from the Hohle Gasse via the Tellernweg to the ruins of the Gesslerburg. Adults and children can enjoy the magnificent view and climb the ruins of this once important fortress. The first lords of the castle were the noblemen of Küssnacht. Eppo of Küssnacht’s draconian taxation policies did nothing for his popularity – the villagers of Küssnacht, Immensee and Haltikon almost beat him to death in 1302. According to the oldest Uri Tell play from 1512, the bailiff Hermann Gessler had his seat at the castle in Küssnacht. Since then it has been known as the Gesslerburg and never fails to fuel the imagination.

© Schweizerisches Nationalmuseum

Forum Schwyz | Forum of Swiss History, Schwyz Die Stadt Schwyz liegt nicht nur im Herzen der Schweiz, sondern ist auch deren Namensgeberin. Noch heute spiegeln Altstadt und Museen die Geschichte der Eidgenossenschaft. Im Forum Schweizer Geschichte, einem modernen, multimedialen Museum, wird innerhalb alter Mauern das Leben der Eidgenossen zwischen 1300 und 1800 spürbar. Das Forum Schwyz ist eines der bedeutendsten kulturhistorischen Museen im Alpenraum. The town of Schwyz not only lies in the heart of Switzerland, it also gave the country its name. The Old Town and museums still reflect the rich history of the Swiss Confederation. Multimedia makes the lives of the Swiss between 1300 and 1800 become tangible, visible and audible in a modern museum behind Baroque walls. The Forum of Swiss History Schwyz is one of the most important museums of cultural history in the entire Alpine region. Infos: www.forumschwyz.ch


The Spirit of Switzerland

www.xellent.com


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PORTRAIT

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

UHRENMUSEUM-DIREKTOR LUDWIG OECHSLIN IM INTERVIEW INTERVIEW WITH WATCH MUSEUM DIRECTOR LUDWIG OECHSLIN

«Die Leidenschaft des Entdeckers» «Passion for discovery is a part of me»

Das Uhrengenie aus Luzern, Ludwig Oechslin, über Archäologie, Neugier, Leidenschaft und eigene Uhren. Der Direktor des Musée international d’horlogerie von La Chaux-de-Fonds kommt schon bald mit einem Eigenbau.

LucerneMagazine: Herr Oechslin, Sie konstruieren selber Uhren. Luzerner sind besser im Verkaufen der Uhren als im Bauen. Was machen Sie anders?

Ludwig Oechslin: Mich hat schon immer sowohl das Handwerkliche wie auch das Wissenschaftliche interessiert. Ich bin zwar Konservator im Uhrenmuseum La Chaux-de-Fonds, habe aber auch mal eine Uhrenmacherlehre absolviert. Was fasziniert Sie an Uhren?

Ich habe in den letzten dreissig Jahren viele historische Studien betrieben, alte Uhren untersucht und sie beschrieben. Die vielen einzigartigen Exemplare, die ich gesehen habe, haben mir immer auch Anregungen für weitere Gedankenspiele gegeben. Gerne möchte ich immer wieder alte Ideen in einer neuen Art anwenden. Kurz gesagt: Bei mir ist es die reine Entdeckerfreude, die mich antreibt. Ist es falsch, Sie als einen Archäologen der Uhr zu bezeichnen?

Das ist sicherlich richtig. Ein Archäologe befasst sich mit materiellen Dingen im historischen Sinn. Ihre Frage entspringt ja nicht einem Zufall und stützt sich auf meinen Lebenslauf: Ich habe einst in Basel vorindustrielle Archäologie studiert. Ein normaler Historiker geht in die Archive und studiert Aufzeichnungen, ich ergründe Objekte und Materialien. Sie graben in den Uhren. Wie geht das?

Für mich war die Farnesianische Uhr im Vatikan das eigentliche Lehrstück. Diese Uhr studierte ich von 1978 bis 1982. Ich musste genau begreifen, wie sie aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Ich beobachtete sie lange, bis ich sie erfassen konnte. Diese Uhr zeichnet eine hochkomplexe Mathematik aus. Sie kann sogar die Unregelmässigkeiten der Gestirne am Himmel abbilden. 1978 bis 1982 ist eine lange Zeit für das Beobachten eines astronomischen Automaten mit Uhrenantrieb.

Das scheint nur für Sie so. Ich habe lernen müssen, dass das Beobachten viel mehr Zeit braucht, als das Umsetzen. Was fasziniert Sie an der Komplexität einer solchen Uhr?

Damit diese Uhr die Unregelmässigkeiten wiedergeben kann, muss sie ein Kunststück schaffen: Sie muss mit ganzzahligen Verhältnissen Mittelwerte wiedergeben können.

Lucerne watchmaking genius Ludwig Oechslin talks about archaeology, curiosity, his passion and watches. The director of the International Watch Museum in La Chaux-de-Fonds will soon be presenting his own-brand models.

LucerneMagazine: Ludwig Oechslin, you are a master watchmaker, museum director and come from Lucerne. As a rule, Lucerners are better at selling watches than making them. What do you do differently?

Ludwig Oechslin: I’ve always been interested in craftsmanship as well as science. Although I am the curator at the Watch Museum in La Chaux-de-Fonds, I’m also a trained watchmaker. What fascinates you about timepieces?

I’ve done a lot of historic research in the last thirty years, examined old timepieces and described them. The many unique specimens I’ve seen have been a source of inspiration. I want to implement old ideas in fresh ways again. In short: I am driven by the pure joy of discovery. Would it be wrong to describe you as a timepiece archaeologist?

That’s certainly right. An archaeologist is concerned with material aspects in a historical context. Your question is not coincidental and refers to my biography: I studied preindustrial archaeology at Basel. A regular historian delves into archives and studies records. I excavate. You excavate timepieces. Can you explain this for us?

The Farnese Clock at the Vatican was in a sense my master class. I studied this clock from 1978 to 1982. I had to understand exactly how it was structured and worked. I observed it until I understood. This clock is defined by highly complex mathematics, and can even represent the irregularities of celestial bodies. 1978 to 1982 seems like a long time to observe an astronomical timepiece.

It might seem a long time to you. I had to learn that observing something requires a lot more time than putting it into practice. What fascinates you about the complexity of such a clock?

In order to represent irregularities, this clock has to perform the feat of expressing averages as whole numbers. You mean that such clocks manage to represent complex issues with simple means?


Ludwig Oechslin ...ist gebürtiger Luzerner mit Einsiedler Wurzeln, der 1952 zur Welt kam. Oechslin, dreifacher Vater, gilt als wahres Multitalent und Uhrengenie: Nach Studien von Griechisch, Latein, Alter Geschichte und Archäologie wendete er sich der Uhrmacherei zu, machte den Lehrabschluss und später die Meisterprüfung. Zudem studierte er theoretische Physik und Astronomie. Seit 2001 ist Ludwig Oechslin Direktor (oder Konservator, wie es im Westschweizer Sprachraum heisst) des Musée international d’horlogerie in La Chaux-de-Fonds. ...born in 1952, is a Lucerne native with Einsiedeln roots. Oechslin, a father of three, is regarded as a true polymath and watchmaking genius. After studying Greek, Latin, ancient history and archaeology, he completed an apprenticeship as a watchmaker and went on to earn the title of Master Watchmaker. He also studied theoretical physics and astronomy. Ludwig Oechslin has been the curator-director of the International Watch Museum in La Chaux-de-Fonds since 2001.

Sie meinen, dass solche Uhren es schaffen, mit einfachen Mitteln komplexe Sachverhalte abzubilden?

Genau. Denken Sie nur an die Zahnräder. Warum?

Obwohl die Anforderungen an die Zahnräder in solchen komplexen Fällen sehr gross sind, ist die Zahnzahl der Räder ganz einfach limitiert. Die Zahnzahl auf den Zahnrädern ist per se limitiert. Beim Überschreiten von 100 wird die Sache immer schwieriger. Das finde ich spannend. Wie findet man die richtigen Zahnradkombinationen? Die richtigen Zahlen? Das ist spannend für Sie.

Ich weiss. Nicht jedermann kann und soll das verstehen. Es ist eine klassische Leidenschaft, die manchmal auch nur Leiden ist. Aber das gehört zu mir. Sie verkaufen neu in Luzern Ihre eigenen Uhren: «Ochs & Junior» heisst die Marke. Warum tun Sie das und wenden sich damit von der Theorie ab?

Ich bin auch Handwerker, Uhrmacher, und ich habe in den letzten Jahren sehr viele Projekte entworfen, die ich marktfähig machen möchte. Wir sind eine junge Firma, die dafür aber bereits eine breite Palette im Angebot hat. Herr Oechslin, warum tragen Sie eigentlich diese Leidenschaft für Uhren in sich?

Nach meinem Studium überlegte ich mir, was ich tun sollte. Ich wollte meinen Unterhalt verdienen und etwas Handwerkliches unternehmen. Deshalb. Deshalb?

Ja, und weil ich diese Entdeckerleidenschaft in mir trage. Ich kann mich erinnern, dass ich schon als Junge die Spielzeugeisenbahn und -autos selber geflickt habe, wenn diese wieder einmal kaputt waren.

Exactly. Just consider the gear wheels. Can you explain?

Although the requirements on the gear wheels in such complex movements are immense, the number of teeth on the wheels is limited. The number of teeth on a wheel is limited per se – you cannot exceed 100. I find this fascinating. How do I find the right wheel combinations? The right numbers? It’s fascinating to you.

I know. Not everyone can or even should understand. It is a passion in the true sense of the word and therefore at times very frustrating. But it’s a part of me. You are about to sell your own watches in Lucerne under the brand name: «Ochs & Junior». Why are you doing this and turning your back on theory?

I’m also a craftsman, a watchmaker, and I’ve designed many projects in recent years that I’d like to make marketable. We are a new company and precisely because of this already have a wide range on offer. Why do you think this passion for watches is a part of you?

After graduating, I was contemplating what to do next. I wanted to earn money and work with my hands. That’s why. That’s the reason?

Yes, and because I have a passion for discovery. As a small boy, I was always repairing my train sets and toy cars when they broke.


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HISTORY

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Ein Lift in den Himmel A lift to the sky

Vor 105 Jahren fuhren die ersten, staunenden Passagiere mit dem Lift am Hammetschwand Richtung Himmel. Oben angekommen, war es noch ein kurzer Fussweg zu den Bürgenstock-Hotels und damit auf eine der schönsten Aussichts-Terrassen am Vierwaldstättersee. Die waghalsige Konstruktion ist bis heute der höchste Aussenlift Europas geblieben. 1114 Meter über Meer, die Position der Bergstation, bedeuten Rekord. Die tollkühne Anlage aus der so genannten «Belle Epoque» besteht aus einer Kabine aus Fichtenholz, überzogen mit Zinkblech, in der sechs bis acht Personen in drei Minuten über 160 Meter auf die Felsnase auf der Hammetschwand-Alp befördert werden. Im Schweizer Vergleich steht der Hammetschwand-Lift gleichwertig neben der ersten elektrischen Bergbahn auf den Gornergrat (1898 eröffnet) oder der von 1896 bis 1912 erstellten Jungfraubahn zur höchstgelegenen Bahnstation Europas auf dem Jungfraujoch. Für alle, die das Abenteuer erleben wollen: Ab 12. Mai ist der Lift wieder im Einsatz. Eine Fahrt kostet CHF 10. –. It was 105 years ago that the first awestruck passengers took the Hammetschwand Lift to the heights. From the top it was then just a short scenic stroll to the Bürgenstock Hotels – and one of the most picturesque panorama terraces overlooking Lake Lucerne. Located at an altitude of 1114 metres, this unconventional Belle Epoque construction can still claim to be the highest outdoor lift in Europe. It comprises a cabin fashioned from zinc-clad spruce timber and is capable of transporting up to eight persons up to the rock outcrop high on the Hammetschwand Alp pasture. The distance covered is 160 metres and the trip takes three minutes. Within its Swiss context, the Hammetschwand Lift is on a par with the first electric railway to the Gornergrat, which opened in 1898; and the Jungfrau Railway, built between 1896 and 1912 and boasting Europe’s highest-altitude railway station on the Jungfraujoch. The Hammetschwand Lift opens for the summer season on Saturday, 12 May. The trip costs CHF 10.


LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

Kapitän Kuno Stein auf der Brücke seiner «Stadt Luzern». Captain Ku Kuno no Stein on the bridge bridge o off tthe he «Stadt Luzern».

Der Vierwaldstättersee ist Ursprungsort der Schweiz. 114 Quadratkilometer Idylle, Urkraft und pure Naturschönheit. Das weiss Kuno Stein am besten: Als Kapitän des Dampfschiffs «Stadt Luzern» pflügt er täglich durch den See – eines von vielen Gewässern in der Zentralschweiz. Eine Reise zu Wasser.


TRAVELLING TRA VELLING IN ST STYLE YLE

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Eine Reise zu Wasser

Lake Lucerne. 114 square kilometres of unspoilt idyll pure natural beauty. No one knows it better than Kuno Stein: as captain of the paddle steamer «Stadt Luzern», he ploughs through the lake’s waters every day. And Lake Lucerne is just one of many bodies of water in Central Switzerland.


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TRAVELLING IN STYLE

VON MARLÈNE SUTTER Kapitän Kuno Stein misst mit geübtem Auge die Distanz zur Anlegestelle, bevor er das Manöver einleitet. 415 Tonnen Holz und Stahl gleiten unter ihm dahin. 415 Tonnen geballte Kraft. Das Dampfschiff «Stadt Luzern», der Stolz der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee, gehorcht dem erfahrenen Steuermann. Ein Ungetüm, in dessen Bauch es faucht und rattert, wenn die Kolben der Maschine auf- und niederfahren. Gezähmt durch das Wunder der Mechanik und das geübte Verhalten des Kapitäns. Seit mehr als zwanzig Jahren fährt der Luzerner auf dem Flaggschiff der Flotte. Er kennt sein Pferdchen. «Es hat Vorzüge, aber es bleiben 415 Tonnen, die einen Fehler nicht verzeihen», sagt er. Was er meint: Die «Stadt Luzern» hat keinen Kiel, sie driftet deswegen mehr als andere Dampfschiffe aus dem Vierwaldstättersee-Ensemble. Kapitän Stein lässt die Tatsache in seine Berechnungen jeweils einfliessen. Jedes Schiff auf diesem See führt ein Eigenleben. Jedes hat besondere Eigenschaften. Das eine driftet, das andere fährt schneller, dieses ist breiter als andere, jenes braucht einen längeren Bremsweg. Deshalb

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MARLÈNE SUTTER Captain Kuno Stein calculates the distance to the pier with a practised eye before starting the manoeuvre. 415 tonnes of timber and steel move beneath him. 415 tonnes of concentrated power. The paddle steamer «Stadt Luzern» – the pride of the Lake Lucerne fleet – obeys the experienced helmsman’s touch. This grand old lady of the lake growls and shudders as the pistons of her engines thrust up and down, tamed by the miracle of mechanics and the captain’s skill. The Lucerne helmsman and the lake’s paddle steamers go back twenty-five years, and he knows his current vessel – known in the vernacular as the «see cow» on account of her steam whistle’s low and distinctive tone – through and through: «She has her good points, but these are 415 tonnes that leave no error unpunished» he says. What he means is that the «Stadt Luzern» has no keel, and therefore drifts more than other steamers in the Lake Lucerne fleet. Captain Stein always takes this into account. Each boat on the lake reacts differently; each has its own particular characteristics. One drifts, another goes faster, this one is

EXPERIENCE A spa experience without water is inconceivable, and Central Switzerland has much to offer in this respect. Here are some suggestions – many hotels also offer spa facilities, please enquire at the hotel of your choice.

ERLEBNIS Wellness ohne Wasser ist nicht denkbar. Die Zentralschweiz hat hier vieles zu bieten. Einige Beispiele für Erlebnisorientierte in der Region (darüber hinaus offerieren viele Hotels Wellnessbereiche, bitte direkt anfragen): Swiss Holiday Park: Morschach, über dem Vierwaldstättersee gelegen: Bietet die Infrastruktur eines Erlebnisbades, einen Innenpool mit 210 Quadratmetern Fläche, einen Aussenpool mit 300 Quadratmetern. Rutschen, Thermalbad und vieles mehr. www.swissholidaypark.ch Mineralbad und Spa: Rigi Kaltbad: Wenn das Bad des Schweizer Architekten Botta fertig gebaut ist (Sommer

2012) wird auf Rigi Kaltbad die alte Tradition des Kurbadens wieder aufleben. Diese stammt aus dem Mittelalter. Kaltbad ist leicht von Weggis oder Vitznau aus erreichbar. www.aqua-spa-resorts.ch/objekte_ rigi_kaltbad.php

Alpamare, Pfäffikon: Für einmal ein Ausflugsziel, das nicht am Vierwaldstättersee liegt: Das Alpamare in Pfäffikon am Zürichsee ist seit Jahrzehnten Treffpunkt. Kaum ein Jugendlicher oder eine Jugendliche aus der Schweiz haben dieses spektakuläre Bad nicht besucht. Vor allem die vielen Bahnen und Rutschen üben eine grosse Anziehungskraft aus. www.alpamare.ch

Swiss Holiday Park: In Morschach, situated above Lake Lucerne, offering the infrastructure of a waterpark, an indoor pool covering 210 square metres area and a 300-square metre outdoor pool. Slides, thermal bath and more. www.swissholidaypark.ch Mineral Bath and Spa Rigi-Kaltbad: On completion this summer, the bath by Swiss architect Mario Botta will revive the time-honoured tradition of the bathing cure, a ritual that originated in the Middle Ages. Kaltbad can be easily reached via Weggis or Vitznau. www.aqua-spa-resorts.ch/objekte_ rigi_kaltbad.php Alpamare, Pfäffikon: For once, a destination that is not situated on Lake Lucerne. The spectacular Alpamare waterpark in Pfäffikon on Lake Zurich has enjoyed decades of popularity, especially among young people. The waterpark’s many features and slides are particularly strong selling points. www.alpamare.ch


Impressionen am Vierwaldt채ttersee: Luzern (oben), Blick von Vitznau aus (Mitte), Sicht von der Rigi auf das Luzerner Seebecken (unten, ganz rechts). | Lake Lucerne impressions: Lucerne (top), view from Vitznau (centre), view from the Rigi of Lucerne bay (below, far right).


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TRAVELLING IN STYLE

lässt sich festhalten: Jeder See hat genau die Schiffe, die er verdient. Der Vierwaldstättersee ist Heimat für eine Menge unterschiedlicher Bootstypen, und die meisten sind dennoch klassisch, stilvoll und elegant – das passt. Dieser See, eingegraben zwischen die voralpinen Berge und Hügel der urtümlichen Schweiz, lockt nicht nur seiner verwegenen Form wegen, sondern auch mit einer kaum zu überbietenden Farb- und Stimmungsvielfalt. Kapitän Kuno Stein zum Beispiel geniesst auch heute noch, nach über zwanzig Jahren Fahrt, die unterschiedlichen Momente. «Ich liebe diese Stimmungen, die verschiedenen Farben des Wassers», sagt er und sinniert über das Sinnliche seines Berufes. Über die diversen Grauschattierungen, die Morgen- und Abendstimmungen, die nie zweimal dieselben sind. Dieser See ist einer der Freizeiträume zu oder mit Wasser, welche die Zentralschweiz bietet. Was Wunder, hat das Marketingunternehmen für die Destination Schweiz 2012 unter das Motto «Das Jahr des Wassers» gestellt. Was Wunder, haben die Marketingplaner von Schweiz Tourismus dabei bewusst in die Zentralschweiz geschielt. Hier, im Wasserschloss Europas, bestimmen Seenlandschaften, Wasserfälle und künstlich eingerichtete Wellnessoasen das Bild. Der Vierwaldstättersee ist der prägende, viergliedrige Riese im Einzugsgebiet: 114 Quadratkilometer Wasserfläche, 162 Kilometer Uferlänge, fast 12 Kubikkilometer Wassermassen. An seiner tiefsten Stelle müsste man 214 Meter hinuntersteigen, um den Grund zu berühren. Das Wasser ist an dieser Stelle schwarz, nicht grau, grün oder hellblau wie um die Gestade von Vitznau oder Weggis am Fuss der Rigi. Dieser See liegt majestätisch. Er sonnt sich und döst, manchmal auch fährt er ganz fürchterlich über die Uferlinien, dann, wenn wieder einmal der Föhn, ein warmer Fallwind vom Gotthardmassiv, den Urnersee aufgewiegelt hat. Jeder, der einmal auf einem Schiff war, als der Sturm losbrach, kann ein Liedchen von der ungeahnten Naturgewalt singen. Der Wind bläst einen in diesen Augenblicken fast vom Deck, die Wellen sind hochseetauglich, in den Ohren saust es, und drunten im Bauch des Dampfschiffs

BADETIPPS Rotsee: Eine der schönsten Badeanstalten der Zentralschweiz. Am Göttersee zwischen Luzern und Rotsee gelegen. Bus Nummer 1 ab Bahnhof Luzern führt nahe ran. www.badi-info.ch/lu/ebikon-rotsee.html Lido: Die Perle unter den Bädern. Gross, einladend, ein Bad, das ganz an die Pendants im Süden erinnert. Beim Verkehrhaus in Luzern. www.lido-luzern.ch Seebad: Direkt an der Hotelpromenade in Luzern. Ein altes, frisch renoviertes Bad im See. Klassiker. www.seebadluzern.ch Villa Krämerstein: Der Tipp für Einzelgänger. In Kastanienbaum (Horw) gelegen. Ein frei zugänglicher Villenpark mit Seeanschluss und Bademöglichkeit. www.haus-am-see-kraemerstein.ch/umgebung.php?lan=de

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wider than others, that one requires a longer braking distance. It could be said that every lake has the boats it deserves. Lake Lucerne is home to many different types of boats, and most of them are classical, stylish and elegant – a perfect match. Carved into the fledgling Alps and hills of unspoilt Switzerland, the lake not only attracts with its boldly shaped shoreline but also with a display of hues and variety of moods that can hardly be bettered. And after over thirty years, Captain Stein still savours each different moment. «I love these moods and the variety of colours in the water,» he says, contemplating the sensuous side of his job. Musing on the countless shades of grey, the morning and evening lake moods of which no two are alike. This lake is just one of Central Switzerland’s wateroriented leisure areas. It therefore comes as no surprise that Switzerland Tourism has declared 2012 as the “Year of Water”, with a nod towards Central Switzerland, Europe’s freshwater source with a landscape dominated by lakes, waterfalls and artificial spa environments. Lake Lucerne is the pivotal, four-limbed giant of this catchment area: 114 square kilometres of water area, 162 kilometres of shoreline, almost 12 cubic kilometres of water mass. At its deepest point, you would have to descend 214 metres to the lake floor. Down there, the waters are inky black, not grey, green or pale blue like at the shores of Vitznau or Weggis at the foot of the Rigi. This lake is majestic. It basks in the sun, dozes, breaches the shoreline when the warm foehn wind blowing down from the Gotthard massif stirs up the waters on Lake Uri, its southernmost limb. Anyone who has ever been on a boat when a storm has broken can tell a tale or two about the unexpected forces of nature. The gusts almost sweep you from deck, the waves are oceanic, the wind roars in your ears and the engine toils and sweats in the steamer’s bowels. These childhood experiences remain imprinted on the memory and teach a little humility. As a rule, this lake is a benign companion, lapping softly and quietly against Lucerne’s quayside in amazingly pure

WE LIKE THE LAKE – A FEW BATHS Rotsee: One of the nicest lake pools in Central Switzerland. Located on the Göttersee between Lucerne and Rotsee. Bus number 1 from Lucerne station stops close by. www.badi-info.ch/lu/ebikon-rotsee.html Lido: The jewel in the lido crown. Spacious, inviting – a pool reminiscent of southern climes. Near the Swiss Museum of Transport in Lucerne. www.lido-luzern.ch Seebad: Situated directly on Lucerne’s hotel promenade. An old, newly-renovated lakeside bathing facility. A classic. www.seebadluzern.ch Villa Krämerstein: Off the beaten track. Located in Kastanienbaum (Horw). A freely accessible park belonging to a villa. www.haus-am-see-kraemerstein.ch/umgebung.php?lan=de


Die «Stadt Luzern» auf ihrer abendlichen Heimkehr (rechts unten). Abhängen in Weggis (oben). Blick auf den Urnersee (unten links). | The «Stadt Luzern» returns home at sundown (below right), winding down at Weggis (above), view of Lake Uri (below left).


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TRAVELLING IN STYLE

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Auch das Dampfschiff «Schiller» ist eine ältere, aber immer noch rüstige Lady. The paddle steamer «Schiller» is also an elderly yet sprightly lady.

WASSERFAKTEN Eine Milliarde Kubikmeter Wasser füllen die Trinkwasser-Förderer in der Schweiz jedes Jahr ab. Das entspricht nur zwei Prozent der Niederschlagsmenge im ganzen Land, ist aber dennoch sehr viel. Vierzig Prozent des Trinkwassers stammt aus Quellen, ebenso viel aus dem Grundwasser und zwanzig Prozent aus den Seen. Eine spannende Zahl: Pro Tag verbraucht eine Person in der Schweiz im Durchschnitt 400 Liter Wasser. 48 Liter davon für die Toilette, 32 Liter für Bad und Dusche, 30 Liter fürs Waschen, 24 Liter für Kochen und Trinken, 21 Liter für die Körperpflege. WATER FACTS Swiss drinking water suppliers draw one billion cubic metres of water yearly. This is a significant amount, despite representing just two percent of the country’s annual rainfall. Forty percent of potable water comes from sources, the same amount from groundwater and twenty percent from lakes. The figures are fascinating: each person in Switzerland uses on average 400 litres of water per day, including 48 litres for the toilet, 32 litres for bathing or showering, 30 litres for washing, 24 litres for cooking and drinking and 21 litres for body care.

stampft und schwitzt die Maschine fürchterlich. Dies sind Kindheitserlebnisse, die einem in Erinnerung bleiben und etwas Demut lehren. In der Regel aber ist dieser See ein freundlicher Geselle. Anschmiegsam und leise den Quais von Luzern entlang schwappend – und fantastischerweise von reiner Trinkwasser-Qualität. Die Stadt bezieht ihr Wasser aus diesem See. Baden ist unbedenklich. Man könnte in der Badeanstalt ohne Gefahr den Durst kurzerhand im See löschen. Die Reinigungsbemühungen der letzten dreissig Jahre haben es möglich gemacht. Das Wasser, das durchschnittlich dreieinhalb Jahre im See verbleibt, bevor es durch die Reuss in Luzern abfliesst, ist rein und purer Genuss. Auch zum Schwimmen. Ein gutes Stichwort. Schwimmen. «Das habe ich», sagt Kapitän Kuno Stein, «beruflich zum Glück noch nie müssen.» Der Steuermann ist die Sicherheit und Vorsicht in Person. Eine Verlässlichkeit auf der Brücke, die nicht von ungefähr kommt. Schon als kleiner Junge hat er am Seeufer den Dampfschiffen nachgeschaut und ihre Regelmässigkeit bewundert. Wie viele Buben wusste auch er, wann welches Schiff im Luzerner Seebecken ein- oder ausfahren würde. Man merke sich: Wer auf diesem See Kapitän werden will, beginnt schon früh damit.

drinking water quality. The city draws its water from the lake. Bathing is hygienically safe, and you could even quench your thirst with lake water at any lido or lakeside bathing facility, thanks to the cleaning endeavours of the last thirty years. The water, which stays in the lake for an average of three and a half years before flowing away in the Reuss in Lucerne, is clean and a pleasure to swim in. Speaking of swimming: «I’ve never had to swim in a professional capacity,» says Captain Kuno Stein. The helmsman is caution personified – a pair of safe hands and a dependable presence on the bridge. His course was set when he was a small boy, admiring the paddle steamers from the lakeside. And like many other small boys, he knew exactly when each steamer was due to enter or leave the harbour. Take note: if your ambition is to become a steamer captain on this lake, you’d better start young.


Alles über die schönen Seiten im Leben All about the beautiful aspects of life

Den INSIDER online durchblättern auf www.insideronline.ch


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SPEEDY BOARDING

Luzern-Flüelen VON WEGEN NUR BEI SCHÖNEM WETTER SCHÖN:

Marlon Heinrich hat den Vierwaldstättersee anders erlebt. Bei verhangenem Himmel, Regen, garstigem Wind. Und war nach seiner Schiffsreise von Luzern nach Flüelen und zurück trotzdem überglücklich. Weshalb, erzählt er in seinem Mini-Rundreisetagebuch. LAKE LUCERNE REVEALS ITS DRAMATIC SIDE

Marlon Heinrich has experienced Lake Lucerne at its moody best: beneath a murky sky, whipped by rain and a vicious wind. He still thoroughly enjoyed his lake cruise from Lucerne to Flüelen and back, and tells us why in this brief travelogue:

«Blaues Wunder». Der Vierwaldstättersee – französisch Lac des Quatre Cantons, italienisch Lago dei Quattro Cantoni oder Lago di Lucerna, rätoromanisch Lai dals Quatter Chantuns, englisch Lake Lucerne im Herzen der Schweiz: 434 Meter über Meer gelegen, 114 km² gross, bis 214 Meter tief. Ein «blaues Wunder», ein Star. Einer, der lebt. Im Frühjahr, zur Schneeschmelze in den Alpen, überschwemmt er gelegentlich die schönsten Vorgärten, Hotelterrassen, mitunter sogar Teile der Altstadt von Luzern. Aber auch einer, mit dem sich gut leben lässt. Die grösste Binnenschifferei Europas findet auf dem Vierwaldstättersee statt. Und im Sommer ist er Tummelplatz für unzählige Segler, Surfer, Badende. A sparkling gem: Lake Lucerne – Lac des Quatre Cantons in French; Lago dei Quattro Cantoni or Lago di Lucerna in Italian; Lai dals Quatter Chantuns in Romansh; Lake Lucerne in English. Situated in the heart of Switzerland: 434 metres above sea level, 114 square kilometres area, maximum depth 214 metres. A sparking gem in flux with the seasons. The springtime snowmelt in the Alps may prompt it to flood the best kept of gardens, hotel terraces, even occasionally Lucerne’s Old Town. Of course the lake has a gentler side too. Lake Lucerne is home to Europe’s largest inland water transportation system and is a summer playground for yachting enthusiasts, surfers and swimmers.

10.12 Uhr | Luzern, Landungsbrücke 1. Start zur Rundfahrt mit dem Motorschiff der MS Brunnen: 1990 gebaut, 48.21 Meter lang, Platz für 200 Personen auf dem Ober- und 200 auf dem Hauptdeck. Die Brunnen legt pünktlich ab. Ich überprüfe das auf meiner Uhr. Wie die meisten Schweizerinnen und Schweizer, wenn Züge oder Schiffe losfahren. 10.12 A.M. | Lucerne, landing stage 1 Embarking on a round trip on the motor ship MS Brunnen: built in 1990, length 48.21 metres, capacity 200 on the upper, 200 on the lower deck. The Brunnen leaves the pier punctually: I check my watch. Like most Swiss people do when trains or boats depart.

12.55 Uhr | Flüelen. Ende Teil 1, zurück nach Luzern, Start Teil 2 der Fahrt mit dem Wilhelm-Tell-Express. Noch einmal Brunnen, Gersau, Bekkenried, Vitznau, Weggis. Ich freue mich. Denn: Es ist, wie wenn man im Fernsehen ein Tor im Fussball in der Wiederholung sieht: Beim zweiten Mal Hinschauen öffnet sich der Blick für Details. 12.55 P.M. | Flüelen End of part 1, and it’s back to Lucerne. Part 2: leaving on the William Tell Express. We pass Brunnen again, and Gersau, Beckenried, Vitznau, Weggis. I’m entranced, because this is like watching a football goal replay on television: you develop a keener eye for detail the second time around.

13.10 Uhr | Axenstrasse. Kunst am Bau: Das Kunstwerk hier heisst Axenstrasse. Vor der Eröffnung des Seelisbergtunnels auf der anderen Seeseite war die Axenstrasse für den Verkehr wichtiger Teil der Nord-SüdAchse. 01.10 P.M. | Axenstrasse The Axenstrasse, a roadbuilding work of art on the Axen, the flank of the Rophaien Mountain overlooking the Uri Basin. Before the Seelisberg Tunnel opened on the opposite shore, the Axenstrasse was an integral part of the north-south traffic route.


LucerneMagazine

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11.09 Uhr | Vitznau. Bahnhof der Zahnradbahn Vitznau–Rigi. Doch, wo ist die Königin der Berge? In Nebel gehüllt. Ich bin sicher: Sie macht sich schön für bessere Tage und braucht dabei keine Zuschauer. 11.09 A.M. | Vitznau, station of the Vitznau–Rigi cogwheel railway But where is the Queen of the Mountains? Swathed in fog. I’m convinced that she’s making herself pretty for brighter days and onlookers are not welcome.

11.26 Uhr | Beckenried. Je schlechter das Wetter, desto lebendiger die Fantasie. Ich erinnere mich an Wanderungen von Beckenried Richtung Treib, die Schlucht in der Risleten oder an solche oben im Klewenalpgebiet. 11.26 A.M. | Beckenried The poorer the weather, the livelier the imagination: I recall earlier hikes from Beckenried in the direction of Treib or up in the area around Klewenalp.

14.45 Uhr | Vitznauerhof. Jugendstil-Idylle pur, Firstclass-Gastronomie. Prominente Gäste noch: Hermann Hesse, Richard Strauss, General Henri Guisan, Paul Klee. Als abenteuerlustige Jugendliche schlichen wir uns wie Krieger an der Hotel-Réception vorbei. Missachteten Verbotsschilder und vereinnahmten das nahe Badehäuschen, ebenfalls im Jugendstil gebaut. Von dort war der Sprung ins Nass herrlich. Leider verlorene Zeiten, das Badehäuschen machte neuen Mauern Platz. 02.45 P.M.| Vitznauerhof Art Nouveau heaven. First-rate gastronomy. Famous guests, too: Hermann Hesse, Richard Strauss, Second World War general Henri Guisan, Paul Klee. As adventurous youths, we slipped stealthily like warriors past the hotel reception desk. Ignored prohibition signs and captured the bathing house, also built in the Art Nouveau style. An exhilarating jump into the water. Unfortunately, these days are long gone; the bathing house had to make way for new walls.

12.09 Uhr | Brunnen. Traum? Wirklichkeit? Die Wirklichkeit plötzlich schöner als die Erinnerungen? Über Flüelen öffnete sich der graue Wolkenvorhang. Dahinter blauer Himmel, Sonne. Unglaublich, mystisch. 12.09 P.M. | Brunnen Dream? Reality? Has the reality suddenly become more beautiful than the dream? The grey curtain of fog parts over Flüelen. Beyond it, blue sky and sunshine. Unbelievable. Mystical.

14.48 Uhr | Schiff. Menschen, mit mir auf dem Schiff. Ein geheimnisvoller Mann hinter einem Computer, eine Jass-Runde, eine Frau mit Kopftuch. Sass sie mit ihren Eltern zusammen? Oder draussen: Menschen, die sich fotografierten. Oder die Kulisse. Woher kamen sie? Was dachten sie? Machte sie diese Rundfahrt, dieses Wetter, diese Stimmung auf dem See glücklich wie mich? 02.48 P.M. | Boat People on the boat with me. A mysterious man tapping away at a computer, a group playing cards, a woman in a headscarf. Was she sitting with her parents? Outside: people taking photographs of one another. Or the view. Where did they come from? What were they thinking? Did this trip, this weather, this atmosphere on the lake make them as happy as it made me?


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Durch Lior Etters Linse die


PHOTOGRAPHY

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Welt sehen | Through Lior Etter’s lens Ein Bild, das die Erinnerungen weckt. Dieses verwaschene Blau, die Unschärfe dem Augenblick geschuldet, der blau-gelbgrün-rosa Schirm in der Strandmitte. Es ist dies ein Foto von Lior Etter, der das Auge für den Moment und zugleich für die Komposition hat. Mit Absicht geweckte Emotionen. Wir zeigen auf den folgenden Seiten unveröffentlichte Fotografien des jungen Luzerners, der vielseitig talentiert zu sein scheint. Eben erst hat er zusammen mit seinem Bruder Morris den Verein WasserFürWasser lanciert. Die Idee ist bestechend: 100 Prozent des Leitungswasserverkaufs in Schweizer Restaurants soll für die Wassergewinnung in weniger bevorteilten Weltgegenden verwendet werden. Die Zusammenarbeit mit Luzerner Restaurants startet im Mai. It’s a picture that brings back memories. Faded blue, out-of-focus. And right in the middle of the beach, a blueyellow-green-pink sunshade. The photo is by Lior Etter, who has an eye for the moment and for capturing composition. On the following pages we present a selection unpublished of pictures by this young Lucerner, whose talents appear to branch out in many diverse directions. For example, he and his brother Morris have just launched «WasserFürWasser» (Water for Water). The idea is as innovative as it is ambitious – namely that 100 percent of water turnover in Swiss restaurants should help finance water projects in less privileged parts of the world. 21. Juli 2010 | Genua 21 July 2010 | Genoa


22. September 2010 | Paris 22 September 2010 | Paris

15. Mai 2011 | Belgrad 15 May 2011 | Belgrade


12. Juni 2011 | Kalymnos, südliche Ägäis 12 June 2011 | Kalymnos, southern Aegean


16. Dezember 2009 | Kochi, Indien 16 December 2009 | Kochi, India

23. September 2010 | Paris 23 September 2010 | Paris


2. Oktober 2010 | Madrid 2 October 2010 | Madrid

22. August 2011 | Bangkok 22 August 2011 | Bangkok


19. Juni 2011 | Istanbul 19 June 2011 | Istanbul

11. Juni 2011 | Astypalea, südliche Ägäis 11 June 2011 | Astypalea, southern Aegean


25. Juni 2011 | Jakarta 25 June 2011 | Jakarta


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WIE FUNKTIONIERT EIGENTLICH?

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

Vertrauen, weltweit

Marlon Heinrich über Gübelin Gem Lab, das Edelsteine untersucht FILM UND TV: STEINE TRETEN AUF!

«Gentlemen Prefer Blondes» (Blondinen bevorzugt). USA 1953. Lorelei und Dorothy – Marilyn Monroe und Jane Russel wollen nach Europa. «Gentlemen Prefer Blondes» ist vor allem der Film, in dem Marilyn Monroe «Diamonds Are a Girls Best Friend» singt.

Alle Fotos: Gübelin Gem Lab

«Snatch» – In der Filmkomödie von Guy Ritchie wird die Geschichte von Turkish, einem kleinkriminellen Promoter für illegale Boxkämpfe und seinem Assistenten Tommy erzählt. «Diamonds Are Forever» (Diamantenfieber). James Bond einmal mehr auf der Jagd nach Ernst Stavro Blofeld, Boss einer Verbrecherorganisation. Bond spürt ein Laboratorium auf, in dem Blofeld Doppelgänger von sich selbst erschafft.

Die Expertisen des Luzerner Unternehmens geniessen einen exzellenten Ruf, weltweit: bei Edelsteinhändlern, Juwelieren, privaten Sammlern, Königshäusern, Museen oder Auktionshäusern wie Christie’s, Sotheby’s oder Phillip de Pury. Für diese Kunden erstellen die Gemmologen – «Edelstein-Wissenschafter» – des Gem Lab jährlich einige tausend Gutachten. Diese so genannten «gemmologischen Reports» geben Aufschluss über die Identität von Edelsteinen (ist dieser Rubin tatsächlich ein Rubin oder ist der Stein aus rotem Glas?) über die Authentizität (ist das ein natürlicher oder synthetischer Diamant?), die geografische Herkunft (stammt dieser Saphir aus Kaschmir oder Madagaskar?) oder ob ein Stein behandelt wurde DIE SCHÖNSTEN ZITATE ÜBER EDELSTEINE (sind die Risse im Smaragd Es gibt Minuten, in denen alle verborgenen Edelsteine der Seele offenliegen! mit Öl gefüllt?). Die Fassung der Edelsteine erhöht ihren Preis, aber nicht ihren Wert.

Ein Edelstein gilt so viel, als ein reicher Narr dafür geben will. Einen Edelstein betrachte in seiner Fassung, einen Menschen in seiner Wohnung. Erst das Schleifen verleiht dem Edelstein den Glanz. Ich habe keinen Ehemann genug gehasst, um ihm die Diamanten wiederzugeben. Lob, ebenso wie Gold und Diamanten, hat Wert nur durch seine Seltenheit.

Identität, Echtheit und Herkunft eines Edelsteines beeinflussen seinen Wert. Mit ausgeklügelten Methoden prüfen Wissenschaftler, Gemmologen und Geologen des Gem Lab Edelsteine bis ins letzte Detail und schaffen Vertrauen. Identity, authenticity and origin affect a gemstone’s value. The Gem Lab’s scientists, gemmologists and geologists use the most advanced methods to evaluate a gemstone right down to the last detail, thus forging trust.

Mit Hightech chemische Elemente bestimmen: Ein Laser trägt die winzige Probe (auf dem Foto rechts ein Haar) eines Steines ab. Die Analyse mit dem Massenspektrometer hilft, seine Herkunft zu klären, entlarvt synthetische Steine. Determining chemical elements with sophisticated technology: A laser takes a tiny sample (in the image right a hair) of a gemstone. The subsequent analysis with a mass spectrometer helps clarify its origin and exposes synthetic stones.

«Tin Man – Kampf um den Smaragd des Lichts». Die böse Zauberin Azkadellia plant über einem Land ewige Dunkelheit. Eine junge Frau mit dem Namen «DG» könnte das vereiteln. Der Film ist vergessen, Elizabeth Taylor nicht. Auf diesem Promotionsbild für «The VIPs» (1963) trägt sie Smaragd- und Diamantschmuck von Bulgari.

Robert Musil Ludwig Börne Volksmund Sprichwort Sprichwort Elizabeth Taylor Samuel Johnson

Spektroskopische Analyse: Strahlen sagen Wissenschaftlern die Wahrheit. Gemmologen beurteilen einen Edelstein, je nachdem, welches Licht er zurückwirft. Spectroscopic analysis: The truth comes to light. Gemmologists can analyse a gemstone by the way it reflects and refracts rays of light.


LucerneMagazine

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HOW DOES IT WORK?

01. März 2012 | 01/12

Integrity, worldwide

Marlon Heinrich on Gübelin Gem Lab, appraiser of precious stones CINEMA: GEMS TAKE CENTRE STAGE

Gentlemen Prefer Blondes, USA 1953. Lorelei and Dorothy - Marilyn Monroe und Jane Russel. Gentlemen Prefer Blondes is above all else the movie featuring Marilyn Monroe’s iconic rendition of «Diamonds Are a Girl’s Best Friend». Snatch – Guy Ritchie’s gangster comedy focuses on the story of Turkish, a small-time criminal and promoter of illegal boxing matches, and his assistant Tommy. Diamonds Are Forever. James Bond is once again hard on the heels of his criminal nemesis Ernst Stavro Blofeld. Bond discovers a secret laboratory where Blofeld lookalikes are being surgically created. Tin Man – Search for the Emerald. The tyrannical sorceress Azkadellia is plotting to bring eternal darkness to the realm. A young woman called «DG» has the power to foil her plan.

The Lucerne company enjoys an excellent global reputation when it comes to

gemstone appraisals: gem dealers, jewellers, private collectors, royalty, museums and auction houses such as Christie’s, Sotheby’s or Phillip de Pury all place their trust in the laboratory’s expertise. The Gem Lab’s gemThe movie might have sunk without mologists – «gem scientists» – prepare thousands of reports annually a trace, but Elizabeth Taylor remains unforgettable. This promotional image for these customers. Gemmological reports provide information on the for «The V.I.P.s» (1963) shows her dekidentity of precious stones (is this ruby the real thing or just a pretty piece ked in emerald and diamond jewellery by Bulgari. of red glass?), authenticity (is this diamond natural or synthetic?), geographic origin (does this sapphire come from Kashmir or Madagascar?) and treatments (have the THE BEST ONE-LINERS ABOUT GEMS fissures in this emerald Let us not be too particular. It is better to have old second-hand diamonds than none at all. Mark Twain been filled with oil?). Big girls need big diamonds. Elizabeth Taylor There are three things extremely hard: steel, a diamond, and to know one’s self. The gem cannot be polished without friction, nor man perfected without trials. There are many sham diamonds in this life which pass for real, and vice versa. I have never hated a man enough to give his diamonds back. Praise, like gold and diamonds, owes its value only to its scarcity.

Natur- oder Zuchtperlen? Imitationen? Stark vergrösserte Bilder zeigen deren innere Struktur, ermöglichen Gemmologen Antworten auf diese Fragen. X-ray imaging. Natural or cultured pearls? Imitations? Highly magnified images reveal the innermost structure and give the gemmologist answers to these questions.

Einmalig auf der Welt: Die Gübelin-Referenzsammlung. Über 20’000 farbige Edelsteinen aus den wichtigen Minen dienen der Analyse. Art und Herkunft eines Edelsteines lassen sich eruieren. Unique worldwide: The Gübelin Reference Collection. More than 20,000 coloured gemstones from all major mines worldwide serve as the basis and reference for the lab’s work. A match in data with that of a reference gem determines its type and origin.

Benjamin Franklin Chinese proverb William Makepiece Thackeray Zsa Zsa Gabor Samuel Johnson

Trotz Hightech, trotz viel Know-how im Luzerner Labor: Gemmologen und Geologen suchen weltweit in neuen Minen neue Referenzsteine. Damit die Referenzsammlung fit bleibt. Despite the latest technology and the highest levels of expertise at the Lucerne lab: Gübelin’s gemmologists and geologists source new reference gemstones in new mines all over the world, ensuring that the reference collection is always up to date and prepared for the future.


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WINNING ZONE WITH FACEBOOK

LucerneMagazine 01. März 2012 | 01/12

Fotografieren und gewinnen

Fotografieren Sie sich selber – oder fotografieren Sie das wunderschöne Luzern. Schicken Sie uns das Bild und gewinnen Sie!

Take a p picture icture and wi win n

Ta Take ke a snapshot snapshot of yourself lf – o orr o one ne of the beautiful City of Lucerne… ucerne…

Gratulation! Das ist der Sieger unseres ersten Wettbewerbes: Franz Schaller (Siegerbild). Weiter geht es! Es ist einfach. Sie fotografieren sich selber oder ein Motiv von Luzern -und stellen anschliessend das Bild auf www.facebook.com/lucernemagazine. Am 31. Juli 2012 entscheidet die Redaktion von «LucerneMagazine», wessen Bild gewinnt. Ob vor einem 4- oder 5-Sterne-Deluxe-Hotel in Luzern oder auf dem See fotografiert, die Chancen sind gross, dass Sie den Preis gewinnen: Es winkt eine Überraschung, die Sie in Luzern weiterträumen lässt. Deshalb: Kamera parat, loslegen! Viel Glück! Congratulations to Franz Schaller, the winner of our first Winning Zone with Facebook contest (winning photo above). Let’s do it again! It’s so simple. Take a photograph of yourself or one of the beautiful City of Lucerne and post it to www.facebook.com/lucernemagazine. Lucerne Magazine’s editorial team will pick the winning image on 31 July 2012. Whether you take your picture in front of a deluxe four or five star hotel or on a boat trip on Lake Lucerne, you’re in with a good chance of winning. Up for grabs is a surprise that will make you dream of Lucerne. So it’s cameras at the ready and get clicking. Good luck! info: www.facebook.com/lucernemagazine


E V ER Y R OL E X I S M A D E FOR G R E ATNE S S . THE COSMOG R A PH DAY TON A , I N T R O D U C E D I N 19 6 3 , W A S D E S I G N E D T O M E E T T H E D E M A N D S O F PR OFE S S ION A L R ACEC A R D R I V ER S A ND QUI CK LY E A R NED IT S ICONIC STATUS. WITH ITS PATENTED CHRONOGRAPH MECHANISM AND BEZEL WITH TA C H O M E T R I C S C A L E , I T A L L O W S D R I V E R S TO P E R F EC T LY M E A S U R E E L A P S E D C I R C U I T T I M E A N D C A L C U L AT E AV E R A G E S P E E D .

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LucerneMagazine

EDITION 01 | 2012

LucerneMagazine Fr. 10.– | Euro 9.–

01. März 2012

Rigi – das Comeback der Königin Rigi – Comeback of a Queen Auf grosser Fahrt auf dem Vierwaldstättersee Travelling in style on Lake Lucerne Auch Süsswasser-Kapitäne haben viel zu erzählen Freshwater captains spin yarns too Kunst, Kultur, Sport und Business in der Region Art, culture, sports and business in the region

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TOP TEN Geheimnisse für Einheimische | secrets for locals


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