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RUHR gespräch

STADTMAGAZIN BO . GE . HER . RE AUSGABE 03 F EB RU A R 2 0 1 7

DIE PASSAGIERIN MUSIKTHEATER IM REVIER

Menue Karussell für 2 Personen im Restaurant RYOKAN zu gewinnen!


Bochumer Symphoniker Anneliese Brost Musikforum Ruhr

RUHR gespräch

im

Programm unter bochumer-symphoniker.de Infos und Karten unter: 0234 910 8666


EDITORIAL | Februar 2017

Na dann, guten Appetit! Die fünfte Jahreszeit ist mitten im Gange, auch im Ruhrgebiet wird Karneval gefeiert, die Jecken schunkeln sich kräftig durch die Session. Doch was kommt nach dem großen Feiern und den zahlreichen Sünden? Das lange Fasten. Nicht aber vielleicht für diejenigen, die gerne auf die Narrenkappe verzichten und sich lieber mit Schlips und Kragen auf einen gepflegten Gang in ein edles Restaurant begeben. Vergleicht man als eingefleischter Karnevalsmuffel die horrenden Preise für den Sitzungskarneval mit dem jetzt laufenden Menue-Karussell 2017, kommt man schnell zu dem Schluss: Besser lecker dinieren, edle Weine und ein tolles Ambiente genießen. Wie in den letzten Jahren zuvor stellen mehr als 100 Restaurants aus der Region ihr Können am Herd unter Beweis. Der Preis ist unschlagbar, bis auf wenige Ausnahmen sind die Verköstigungen für unter 50 Euro zu haben. Vom 1. Februar bis 31. März präsentieren 109 Küchenchefs ihre winterlichen Vier-Gänge-Menues. Wir durften erneut exklusiv für Sie, liebe Leser, drei Restaurants testen. Die ausgiebige Kritik präsentieren wir Ihnen in dieser Ausgabe. Wir waren uns einig: Hätten wir die Wahl, würden wir uns immer wieder gegen den aufgesetzten Frohsinn und für ein gepflegtes Dinner entscheiden. Aber das ist natürlich Ansichtssache. Ihnen, liebe Leser, wünschen wir viel Spaß beim Menue-Karussell und/oder im Karneval. In diesem Sinne, Ihr Lothar Bluoss

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Inhalt Inhalt Seite EDITORIAL

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PANORAMA Der ZOB am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen wird saniert StraßenFeuer – Spendengala zu Gunsten von Obdachlosen Reise + Camping 2017 – NRWs größte Urlaubsmesse TalentCamp Ruhr – Ferienprojekt für motivierte Neuntklässler ZOOM Erlebniswelt trauert um Orang-Utan Elsi

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KULTUR MOND PALAST – Prinzipal stellt die Weichen für erfolgreiche Theaterzukunft Museum unter Tage – ARTIGE KUNST FineArtJazz – Das neue Programm hat es in sich! Varieté et cetera: PROMIGESCHICHTEN – Ein Chauffeur packt aus!

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REISE ELBA – Safari-Glamping auf Napoleons Exil-Insel

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THEATER Musiktheater im Revier – DIE PASSAGIERIN

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ESSEN & TRINKEN Das Menue Karussell dreht sich wieder

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AUTO MAZDA MX-5 RF

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LIFESTYLE SCHÖNER WOHNEN – Schickes für Zuhause

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FREIZEIT Vor 110 Jahren: Sauerland entwickelt sich zur Wintersportregion

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BÜCHERTIPPS

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PREISRÄTSEL

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IMPRESSUM

Redaktionsleitung

Herausgeber und Verlag Media-Press-Promotion UG Altenbochumer Straße 1 44803 Bochum info @ ruhrgespraech.de

Lothar Bluoss Redakteure Heidi Hagemann, Cornelia Kesper, Lothar Bluoss

Nachdruck und Vervielfältigung (auch auszugsweise) nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers. Vom Verlag gestaltete Anzeigen dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers für andere Publikationen verwendet werden. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos kann keine Gewähr übernommen werden. Gerichtsstand ist Gelsenkirchen. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 1. Januar 2017.

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PANORAMA | Februar 2017

Der Zentrale Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen wird saniert Der Zentrale Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen wird ab dem 6. März 2017 in Zusammenarbeit mit der BOGESTRA komplett umgebaut und an die Anforderungen an einen betrieblich und funktional sicheren und barrierefreien Busbahnhof angepasst. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern. Insgesamt schöner und moderner wird der neue Busbahnhof Gelsenkirchen. Während der Bauphase lässt es sich leider nicht vermeiden, dass der komplette Busbahnhof gesperrt wird. Bis alles neu und freundlich ist, müssen sich die Fahrgäste deshalb leider an verlegte Bussteige, längere Umsteigewegen und teilweise veränderte Abfahrtszeiten gewöhnen. Mit dem Umbau bekommt der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) Gelsenkirchen ein neues Aussehen und punktet bei Fahrgastkomfort und Barrierefreiheit. So wird es schnelle Informationen dank der dynamischen Fahrgastinfo (DFI) an den Bussteigen geben. Sitzbänke und Wetterschutz an allen Bussteigen an allen Bussteigen sowie das zentrale Dach auf der neuen Mittelinsel sorgen für einen angenehmen Aufenthalt während der Wartezeiten. Nach dem Umbau gibt es einen barrierefreien Zugang für Mobilitätseingeschränkte zu den Bussen, Sehbehinderte werden durch ein taktiles Leitsystem geführt. Grundsätzlich wird das Umsteigen durch drei Abfahrtsbereiche und die zentralen Mittelinsel vereinfacht. Während der Bauphase wird die Haltestelle Hauptbahnhof für die Buslinien auf fünf Bussteige in unmittelbarer Nähe verlagert, nämlich auf die Hiberniastraße, die Husemannstraße und die Diekampstraße sowie auf die Ringstraße. Die BOGESTRA informiert frühzeitig über alle Änderungen mit Aushängen, Flyern und der Mutti-App. Rund um die Ersatzhaltestellen kann es darüber hinaus auch zu Än-

derungen für den Autoverkehr kommen. Die Verkehrsinformationen der Stadt Gelsenkirchen bieten im Internet immer den aktuellen Stand. Alle wichtigen Informationen zu dem gesamten Projekt finden sich unter www.gelsenkirchen.de/de/Infrastruktur/Stadtplanung/Aktuelle_ Projekte/ oder bei der Bogestra unter www.bogestra.de/. Überdachung Die geplanten Überdachungen des Zentrale Omnibusbahnhofs am Hauptbahnhof gliedern sich in das freistehende Dach auf der Mittelinsel, die Dächer am Gebäude des Bahnhofcenters und die drei kleineren Unterstellplätze am Südwestrand des Omnibusbahnhofes. Alle Dächer erhalten eine moderne LED-Beleuchtung, die sowohl die längslaufenden Fahrbahnen als auch den Wartebereich ausreichend beleuchtet. Die Umgestaltung des ZOB Gelsenkirchen kostet insgesamt 4.900.000 Euro. Zuwendungen werden in Höhe von 3.025.000 Euro erwartet. Durch eine Weiterentwicklung des Grünkonzeptes für den ZOBGelsenkirchen Hauptbahnhof soll auch das Umfeld durch neue Pflanzbeete mit einer Staudenmischung verschönert werden.

StraßenFeuer – Spendengala zu Gunsten von Obdachlosen

Dr. Stolzenfels

Bereits seit 2014 findet im Hans-Sachs-Haus unter dem Titel StraßenFeuer eine Spendengala zu Gunsten von Obdachlosen statt. Der Gelsenkirchener Musiker Norbert Labatzki möchte auf diese Weise einmal mehr auf die Situation der Betroffenen aufmerksam machen und hat sich zum Ziel gesetzt, mit diesem Veranstaltungsformat möglichst viel Geld für Aktivitäten zum Thema Obdachlosigkeit zu akquirieren. Dieses Jahr findet die StraßenFeuer Benefizveranstaltung am Sonntag, den 05.03.2017 um 17.00 Uhr im Hans-Sachs-Haus statt. Die dort erzielten Erlöse sollen dem Projekt Arzt Mobil e.V., das sich für eine medizinische und psychosoziale Versorgung von Obdachlosen engagiert, sowie dem Straßenmagazin Paperboy zu Gute kommen. Auch für 2017 erklärten sich zwei prominente Künstler zu einem Auftritt bereit: Bastian Bielendorfer, Comedian, Autor und das wohl bekannteste Lehrerkind Deutschlands sowie Rafael Cortés, der Stargitarrist der internationalen Flamencoszene - bekannt als Solokünstler und aus seiner Zusammenarbeit mit anderen Stars, wie Paco De Lucía, Al Di Meola sowie den Fantastischen Vier. Cortés ist damit so etwas wie ein Dauergast der Veranstaltung, der zum vierten Mal ohne jegliche Gage für die gute Sache teilnimmt. Außerdem wird das Musiktheater im Revier 2017 einen Gastbeitrag zur Gala beisteuern und Norbert Labatzki eine künstlerische Lesung mit Musik aus seinem Buch "Herzl Biberkopf ermittelt- Das Wunder vom Musiktheater im Revier..." präsentieren. Der Eintritt geht zu 100% an Obdachlosenorganisationen! StraßenFeuer, Hans-Sachs-Haus 05.03.2017 um 17.00 Uhr Eintritt: Exklusiv bei der Stadt- und Touristinfo im Hans-Sachs-Haus: 18,00 € , Abendkasse: 21,70 €

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PANORAMA | Februar 2017

Reise + Camping 2017 – NRWs größte Urlaubsmesse lädt zur Tour rund um den Globus ein Urlaubsfeeling in der Messe Essen: Die Reise + Camping stimmt vom 15. bis 19. Februar 2017 auf die schönste Zeit des Jahres ein. Besucher können sich auf 55.000 Quadratmetern auf eine spannende Tour rund um den Globus begeben: ob auf Safaritour durch Afrika, in den hohen Norden Europas oder in die Partnerregion der Messe Costa Brava und die Pyrenäen von Girona. Das mobile Reisen bildet wieder den Schwerpunkt der Messe. In drei von acht Hallen finden die Besucher die neusten Fahrzeuge und Zubehör. Zusätzlich startet die Fahrrad Essen am 16. Februar. Die Reise + Camping ist die größte Urlaubsmesse in Nordrhein-Westfalen und ein Paradies für alle, die Abenteuerurlaub lieben. Internationalen Spezialreisen widmet die Messe eine eigene Fläche in der Halle 10. 13 Anbieter zeigen, was abseits des Pauschalurlaubs möglich ist. Wüsten-Safaris, Outback-Abenteuer, Trekking-Urlaub oder Kanu-Tour – der Markt für außergewöhnliche Erlebnisreisen an die entlegensten Orte der Erde wächst. Im Tipi nebenan werden die Destinationen anhand von Bildern und Filmen eindrucksvoll vorgestellt. Wer Urlaub im eigenen Land vorzieht, wird ebenso fündig: Von der Ostsee bis in den Schwarzwald– die Aussteller kommen aus der gesamten Bundesrepublik und zeigen eindrucksvoll, dass Deutschland eine Reise wert ist.

Partnerregion Costa Brava und die Pyrenäen von Girona

Girona erstreckt sich über ein Gebiet von fast 6.000 Quadratkilometern und bietet eine vielfältige Landschaft: Im Westen ragen die Pyrenäen auf und eröffnen majestätische Bergwelten. Im Osten lockt dagegen der wilde Charme der Costa Brava. Am Küstenstreifen laden versteckte Felsenbuchten zum Baden und Wandern ein. Das Winterklima ist mild und macht die Region ganzjährig zu einem attraktiven Reiseziel - besonders für Camping-Fans. Die Region eignet sich hervorragend für Touren mit dem Reisemobil und verfügt über zahlreiche idyllische Campingplätze. Auf der Reise + Camping erhalten Besucher am Stand der Partnerregion in Halle 11 reichlich Anregungen und Informationen. Ausgewählte Köstlichkeiten stimmen kulinarisch auf diese vielseitige Destination ein.

SkandinavienWelt erstmals mit Finnland und Island

BVCD unter dem Motto „Campingland Deutschland“ zur Flaniermeile entlang der schönsten Stellplätze der Republik.

Glamping: großes Angebot an Mobilheimen

Campingplatzbetreiber erhalten mit der Reise + Camping eine fachliche Plattform, um sich über die neusten Trends zum Thema Mobilheime und Glamping zu informieren. In der Halle 5 stellen auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmeter Hersteller ihre Mietobjekte vor: vom gemütlichen Schlaffass und nostalgischen Zirkuswagen bis hin zu luxuriösen Zelten und Lodges.

Fahrrad Essen parallel zur Reise + Camping

Rund 240 Aussteller präsentieren vom 16. bis 19. Februar auf der Fahrrad Essen in der Messe Essen alles rund ums Rad. Das Angebot auf Nordrhein-Westfalens größter Fahrradmesse umfasst Radsport, Zubehör, Radtouristik und natürlich Fahrräder jeder Art und Form. Die Vehikel können direkt auf der Messe auf Sattel und Pedalen getestet werden. Verschiedene Parcours laden zur Probefahrt ein. Besonders Kinder kommen auf der Urlaubswelt auf ihre Kosten. Ob im LaufradParcours oder auf zahlreichen Hüpfburgen – der Spaß ist garantiert. Weitere Informationen und Tickets unter: www-die-urlaubswelt.de

Die SkandinavienWelt präsentiert Aussteller aus Schweden, Norwegen, Dänemark und 2017 erstmals aus Finnland und Island auf über 1.000 Quadratmetern in der Halle 12. Destinationen, Fährgesellschaften, Campingplätze und Reiseveranstalter zeigen ihr Angebot. Darüber hinaus können sich die Besucher auf ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Erlebnisberichten freuen und nebenbei skandinavische Spezialitäten genießen. Im Rahmen der SkandinavienWelt wird wieder der Nordis Travel Award auf der Reise + Camping vergeben. Der begehrte Tourismuspreis für Nordeuropa hat eine lange Tradition und ist der einzige seiner Art.

Caravans, Reisemobile und Zubehör: Paradies für Camper

Die Reise + Camping zeigt ein riesiges Angebot an Fahrzeugen und Campingzubehör. In den Hallen 1, 2 und 3 stehen neueste Caravans und Reisemobile, Campingbusse und Zelte aller führenden Hersteller und können ausgiebig getestet und besichtigt werden. Dazu gibt es jede Menge praktisches Equipment, das den Campingurlaub so angenehm wie möglich macht. Unter anderem wird auf der Messe in Live-Vorführungen die Vorzelt-Montage gezeigt. In der TechnikArena in Halle 3 sind zehn Zulieferer der Caravaning-Industrie versammelt und präsentieren Zubehörteile wie Solaranlagen, Polster oder Anhängerkupplungen. In der Al-Ko Sonderschau in Halle 2 dreht sich in diesem Jahr alles rund um „Komfort auf Knopfdruck“. Der Deutsche Camping-Club, Kooperationspartner der Reise + Camping, berät und informiert in der Halle 11 zu ausgezeichneten Campingplätzen in ganz Europa. Die Galeria wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e. V. –

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PANORAMA | Februar 2017

TalentCamp Ruhr – Ferienprojekt für motivierte Neuntklässler Kann Lernen in den Sommerferien Spaß machen? Eindeutig ja! Das TalentCamp Ruhr macht’s möglich. Es bietet neugierigen Neuntklässlern aus dem Ruhrgebiet spannende zehn Tage mit einem tollen Programm – und das auch noch kostenlos. Mit dem TalentCamp Ruhr 2017 geben die Partner der TalentMetropole Ruhr, unter deren Dach der Initiativkreis Ruhr vielfältige Bildungsaktivitäten bündelt, und der Verein Durchstarten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Wer dabei sein will, kann sich ab Mittwoch, 15. Februar 2017, für einen der 40 Teilnehmerplätze bewerben. Vom 19. bis zum 28. Juli 2017 stehen in der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen interessante Projekte auf dem Programm des Feriencamps. Untergebracht sind die Schülerinnen und Schüler im benachbarten „Haus Heege“. Die Teilnehmer können zwischen vier Workshops wählen: ● Im Medienworkshop drehen sie einen Dokumentarfilm über die Energiewende. ● Unter dem Motto „Kohle, Erdöl und Erdgas waren gestern“ setzen die Jugendlichen nachhaltige Ideen für die Wirtschaftszweige von morgen technisch um. ● Beim Thema „Nachhaltige Küche: Öko oder nicht Ökö?“ beschäftigen sie sich mit der Frage, was in unserem Essen steckt. ● Und beim Designworkshop geht es darum, ausrangierten Materialien und Gegenständen neues Leben einzuhauchen. Die Schüler bestimmen mit ihrer Bewerbung selbst, an welchem der TalentWorkshops sie teilnehmen möchten, und erarbeiten dann ein gemeinsames Projektziel. Bei der großen Abschlussveranstaltung in der Arena auf Schalke präsentieren sie den anderen Camp-Talenten, aber auch Verwandten, Freunden und Förderern ihre Ergebnisse. „Das TalentCamp Ruhr macht den Teilnehmern Mut, stärkt ihr Selbstvertrauen und hilft ihnen auf dem Weg in eine Ausbildung oder in ein Studium“, sagt Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH. Ziel sei es, die versteckten Talente der Jugendlichen zu fördern. Partner sind das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ), die Deutsche BP Stiftung, die Initiativkreis Ruhr GmbH, die Stiftung Schalke hilft!, die Walbusch Jugendstiftung und die Westfälische Hochschule.

Bereits im vergangenen Jahr war das TalentCamp Ruhr ein großer Erfolg. Die teilnehmenden Jugendlichen unternahmen spannende Ausflüge, hatten viel Spaß miteinander – und lernten obendrein noch eine Menge dazu. „Ich fand das TalentCamp super und lustig. Die Wasserbombenschlacht und das Lagerfeuer sind meine schönsten Erinnerungen“, sagt Jasmin Kabelitz aus Duisburg. Für Svenja Lund aus Bochum steht fest: „Ich habe in den zehn Tagen gelernt, noch besser mit ganz unterschiedlichen Menschen umzugehen.“ Wer an dem TalentCamp Ruhr 2017 teilnehmen möchte, braucht keine herausragenden Noten. Die Empfehlung eines Lehrers, Trainers aus dem Sportverein oder einer anderen Person (Familienmitglieder sind ausgeschlossen) ist jedoch notwendig. Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen samt Empfehlungsformular gibt es unter www.durchstarten-ev.de. Der Bewerbungszeitraum läuft bis Freitag, 31. März 2017.

ZOOM Erlebniswelt trauert um Orang-Utan Elsi Am Montag, den 23. Januar 2017, ist Orang-Utan Elsi im hohen Alter in der ZOOM Erlebniswelt gestorben. Mit ihren 59 Jahren war sie der älteste Orang-Utan, der zurzeit in Europa gelebt hat. Dieses Alter ist für Menschenaffen in Zoos außergewöhnlich und liegt deutlich über der Lebenserwartung in der Natur. Elsi hatte sich bereits seit einigen Tagen zurückgezogen und nichts mehr gefressen und getrunken. Nachdem sich ihr Allgemeinzustand weiter deutlich verschlechtert hatte, musste sie nach einem akuten Schwächeanfall euthanasiert werden. Die Obduktion ergab keinerlei Auffälligkeiten, die Organe waren altersentsprechend verändert. Elsi lebte seit Dezember 2009 in Gelsenkirchen, sie kam mit ihrer Familie aus dem Zoo Basel ins Ruhrgebiet. Sie wurde schätzungsweise 1958 geboren und kam 1961 noch als Wildfang nach Basel. Dort hatte sie vier Jungtiere, das letzte 1987 zusammen mit Orang-Utan Schubbi als Vater. Elsi hatte einen äußerst liebenswerten Charakter. Trotz ihres hohen Alters beteiligte sie sich eifrig an Medical Training und Beschäftigungen seitens der Tierpfleger, die sie schmerzlich vermissen. Sie wird allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der ZOOM Erlebniswelt in guter Erinnerung bleiben.

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KULTUR | Februar 2017

66 Jahre und voll neuer Ideen: Kurz vor seinem Geburtstag am 18. Februar justiert Christian Stratmann, Prinzipal des Mond- und RevuePalasts, die Weichen für eine erfolgreiche Theaterzukunft. Dazu versicherte er sich kompetenter Hilfe: Der Theatermanager Marvin Boettcher (29) übernimmt zum 1. März die Position des geschäftsführenden Intendanten für beide Unterhaltungspaläste.

MOND PALAST Prinzipal stellt die Weichen für erfolgreiche Theaterzukunft Niemals geht man so ganz. Dieser Satz trifft auf Boettchers Werdegang in besonderem Maße zu. Bereits 2010 verdiente sich der gebürtige Hattinger als junger Theaterleiter nach dem Studium die ersten Sporen in den Wanne-Eickeler Kammerspielchen. Um sich weiter zu professionalisieren, wechselte Boettcher nach Hamburg ins Masterstudium und arbeitete anschließend bei der renommierten Werbeagentur Jung von Matt für internationale Kunden. Anfang 2016 kehrte er nach Wanne-Eickel zurück, um die Betriebsleitung des RevuePalasts Ruhr in Herten zu übernehmen.

Neues Ticketsystem

Innerhalb weniger Monate hat der Marketingmann und Digitalexperte gemeinsam mit Christian Stratmann und dem Theaterteam viele neue Ideen umgesetzt, um die Bühnen fit für die Zukunft zu machen. Dazu gehört insbesondere ein modernes Ticketsystem, das den Gästen seit Januar die Internetbuchung noch einfacher macht: mit direkter Platzwahl, Print at home und Barcode auf den Karten. Seitdem steht der Prinzipal mit einem elektronischen Scanner an der Tür des Mondpalasts und hat dabei seine Leidenschaft für die neue Technik entdeckt: „Ich scanne schneller als mein Schatten“, scherzt der 65-Jährige über den digitalen Wandel in seinem Haus, der die Präsenz der Paläste in den Ticketbüros deutlich verstärken wird.

Neue Verkaufsideen

Erfolgreich gestartet sind auch eine Reihe von Merchandising- und Event-Initiativen, die die Häuser für Gäste noch vergnüglicher und interessanter machen. Zu Weihnachten gingen die süßen Mondpalätzchen und die neuen Schatztruhen für Gutscheine weg wie warme Semmeln. Großer Beliebtheit erfreuen sich der Selfie-Point im Mondpalast, wo sich Gäste einen Kamera-Stick fürs Selbstporträt an der Garderobe ausleihen können, und der „Prinzipals-Plausch“, der an ausgewählten Freitagen den Gästen einen kostenfreien, privaten Talk mit dem Prinzipal vor der Vorstellung be-

Marvin Boettcher und Christian Stratmann

schert und damit ein zusätzliches Plus an Theaterspaß. Auch „Stratmann“, das bewährte Theatermagazin, verteilt in einer Auflage von 250.000 Exemplaren in vielen Städten des Ruhrgebiets, wechselte Optik und Format, um die Aufmerksamkeit der Leser auch in Zukunft wach zu halten.

Mondpalast schon jetzt mit dem Fest der Feste. In der Nachfolge von „Frohet Fest“ soll es im November eine neue Weihnachtskomödie geben - frei nach Charles Dickens weltberühmter Weihnachtsgeschichte und exklusiv geschrieben für den Mondpalast.

Neue Komödien

Im achten Jahr seines Bestehens hat auch der RevuePalast Ruhr auf Zeche Ewald in Herten nichts von seinem Glanz verloren. Hier kündigt sich nach der erfolgreichen Wintershow „White Wonderland“ im April eine ganz besondere Premiere an: Nach 40 Bühnenjahren wird der gefeierte Travestiestar Lady Tatti Perücke und Abendkleid an den Nagel hängen. Der RevuePalast will seine Lady, berühmt für ihre Interpretationen großer Diven wie Tina Turner, Milva, Zarah Leander oder Shirley Bassey, nicht sang- und klanglos gehen lassen. Deshalb entsteht zur Zeit die Abschiedsgala „Merci – eine Hommage“, die die Höhepunkte der Karriere Lady Tattis ein letztes Mal Revue passieren lassen wird. Premiere hat „Merci“ am 17. März. Der Vorverkauf läuft bereits.

15 Jahre nach dem ersten Vorhang nimmt der Mondpalast mittlerweile Kurs auf die erste Gästemillion. Christian Stratmann: „Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Schallgrenze im Jahr 2017 knacken werden.“ Dazu beitragen soll neben den bewährten Klassikern – am kommenden Wochenende starten zwei Geburtstagsstaffeln der Bilderbuchkomödie „Auf der Wilden Rita“ - auch der neue Spaß „Herr Pastor und Frau Teufel“. Erst bei der Premiere am 9. April wird sich erstmals die Frage klären, warum da plötzlich ein Mann aus dem Beichtstuhl fiel. Der neue Stoff stammt aus der Feder des Gründungsintendanten Thomas Rech, der nach längerer Pause auch wieder die Regie führt. Und weil Weihnachten immer so plötzlich kommt, befasst sich der

Neue Show

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REISE | Februar 2017

ELBA

Safari-Glamping auf Napoleons Exil-Insel

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REISE | Februar 2017

ELBA Besser geht’s kaum. Da sitzt man auf seiner Holzterrasse mitten im Grün der mediterranen Macchia, ist umgeben von kleinen Weinbergen und dichten Pinienwäldern, schaut aufs weite Meer und ins Rotweinglas und sinniert: 'Napoleon hätte es schlechter treffen können.' Der französische Kaiser wählte Elba für sein Exil, lebte 300 Tage dort, bevor er – klammheimlich – Richtung Paris aufbrach, um noch einmal für 100 Tage an die Macht zurückzukehren. Heute ist im Südosten des Eilands, auf dem 450 Hektar großen Landgut „Tenuta delle Ripalte“, eine der besten Glamping-Destinationen Europas angesiedelt. Das Refugium besteht aus acht vollausgestatteten Safarizelten, jedes von ihnen 35 Quadratmeter groß.

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REISE | Februar 2017

ELBA

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REISE | Februar 2017

El Dorado für Aktiv-Urlauber Mein Blick schweift am frühen Morgen nach dem Aufwachen in die Ferne übers glitzernde Meer, das macht Laune auf eine Wanderung, eine Tour mit dem Mountainbike oder einen faulen Tag am Strand. Sehr praktisch: Zum Wandern, Joggen und Biken kann ich direkt vom Zelt auf ausgewiesenen Wegen losstarten. Für Mountainbiker herrschen übrigens hervorragende Bedingungen auf den rund 100 Kilometer Schotterstraßen, die teils steil zum Meer führen und sehr gut ausgeschildert sind. Wer sein eigenes Bike nicht dabei hat, kann sich auf dem Camp für 25 Euro am Tag eins leihen. Das ansässige BikeCenter bietet auch geführte Touren unter fachkundiger Leitung und spezielle Schulungen an. Eine andere Art, die unberührte Natur der Costa dei Gabbiani zu erkunden, funktioniert auch bestens hoch zu Ross. Der ansässige Reiterhof bietet verschiedene ThemenAusritte an. Ich entscheide mich aber lieber erstmal für einen ausgiebigen Spaziergang über das schöne Anwesen und mache es mir am Pool bequem.

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REISE | Februar 2017

Bester Komfort

Die robusten Zelte heißen übrigens „Tendi Comfort“ und sind außen standardmäßig mit Sonnenschirm, Liegestühlen und Gasgrill ausgerüstet. Der Innenbereich ist sehr natürlich, in robustem Holz gestaltet. Ähnlich wie in einem Ferienappartement gibt es einen Wohnbereich mit einer Kochzeile, Gasherd und kleinem Kühlschrank. Weiterhin sind ein Raum mit Etagenbett, ein Schlafzimmer mit Doppelbett und ein kleines Duschbad vorhanden. Aber von wegen „Nasszelle“ - das Bad hat ein schickes rundes Waschbecken mit glänzenden Armaturen und eine Regendusche. Urteil des Checks: Komfort pur, das Zelt macht seinem Namen alle Ehre. Ein weiterer Pluspunkt: Das Doppelbett ist sehr bequem, in dem ich sehr gut schlafe. Kleines Manko: das löchrige Moskitonetz sorgt für eine unangenehme Überraschung in der Nacht. Da hätte ich vor dem Schlafengehen wohl besser hinschauen sollen. Ärgerlich, aber ich weiß mit zu helfen und flicke das Loch mit ein paar Wäscheklammern.

Tenuta delle Ripalte: Villa statt Zelt geht auch

Perfekte Privatsphäre

Mein Fazit nach zwei Testtagen: Die Behausung passt zur natürlichen Umgebung und verleiht dem Ganzen einen nachhaltigen Charakter. Ein Faktor, auf die der klassische Glamper laut aktuellen Studien großen Wert legt. Ein weiteres, wichtiges Kriterium ist die Privatsphäre, die eine große Rolle bei den individuellen Bedürfnissen der Urlauber spielt. Im Vergleich zum Glamping auf einem typischen Campingplatz beträgt der Abstand in dem Resort zum nächsten Safarizelt rund 30 Meter. Ich fühle mich zwar nicht vollkommen einsam, aber empfinde eine sehr angenehme Ruhe. Die Geräusche der Käuzchen in der Nacht und das Zirpen der Zikaden am Tag runden das naturnahe Glamping-Glück ab.

Tennis, Tauchen und mehr

Neben mir erholt sich ein Paar vom Tennisspielen. Wir alle freuen uns über die Liegen, Sonnenschirme und Badehandtücher, die uns kostenlos zur Verfügung stehen und kommen an der Pool-Bar, wo es den ganzen Tag kleine Snacks und Getränke gibt, ins Gespräch. Die deutsche Urlauberin aus Neuss schwärmt von der morgendlichen Yoga-Stunde, dabei habe sie den Sonnenaufgang über dem Meer genossen. Sie lobt das nebenan gelegene Tennis-Camp, dort kämen Tennis-Fans voll auf ihre Kosten. Während die Eltern sich ein Match auf einem der Ascheplätze liefern, sind die zwei kleinen Mädchen der Beiden gut versorgt. Im kinderfreundlichen Italien ist natürlich auch an ein entsprechendes Programm für kleine Glamper gedacht. In englischer, deutscher und italienischer Sprache kümmern sich Animateure um den Nachwuchs. Ob kreative Workshops, spielerische Erkundungen des Geländes oder Basteln mit natürlichen Materialien – von Langeweile keine Spur.

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Typischer Hafenort

Kleine abgelegene Strände laden zum relaxen ein


RATGEBER RECHT | Februar 2017

Mediterraner Flair

Doch wie steht es um die Wassersportmöglichkeiten? Das glasklare Wasser des Meeres lädt zum Schnorcheln, Segeln und Tauchen ein. Neun Kilometer von Tenuta delle Ripalte entfernt befindet sich eine Tauchschule. Das Freediving Center liegt direkt am Strand von Remaiolo und bietet Tauchkurse und Schnorchel-Ausflüge an. Die Strände des Anwesens sind per Bus-Shuttle, mit dem Auto oder zu Fuß erreichbar. Seit diesem Jahr hat sich eine Segelschule angesiedelt, jede Woche finden Segelkurse mit dem Katamaran und Windsurf-Kurse für Kinder und Erwachsene statt.

Landestypische Küche

Auch gutes, landestypisches Essen ist für Glamping-Fans ein Must-Have. Mal sehen, was La Cucina Italiana hier auf dem Anwesen so kann. Das Haupthaus des Gutes präsentiert sich im herrschaftlichen Glanze und versprüht einen Hauch von Luxus, es dient als Hotel und Restaurant. Die Villa aus dem 19. Jahrhundert ist mit antiken Möbeln ausgestattet und liebevoll restauriert worden. Das Restaurant befindet sich unten im ehemaligen Weinkeller der Villa. Auf der großen Terrasse wird das Essen serviert und der Blick in den wunderschönen Garten und Pinienhain sorgt schon einmal für das perfekte Ambiente. Der freundliche Service geht auch auf Sonderwünsche ein, hier sind allerdings ein paar Italienischkentnisse bei der Verständigung vorteilhaft. Auf der Karte stehen zum Beispiel für die Primi Piatti typische Pastagerichte wie Spaghetti alle Vongole, Gnocchetti all‘ Amatriciana oder Penne mit Wildschweinragout. Abgerundet wird das Angebot mit typischen Fisch- und Fleischhauptgerichten und einer Auswahl an Dolci wie Tiramisu, Panna Cotta oder ein spezielles Ricottamousse, das mir besonders gut schmeckt. Dazu passend servieren die Kell-

ner Weine des landwirtschaftlichen Betriebs. Die elbanischen Tropfen sind auch im kleinen Weingut des Anwesens käuflich zu erwerben. Dort kann man auch eine kleine geführte Tour mit Weinprobe buchen und auf der riesigen Terrasse einen wirklich atemberaubenden Panoramablick auf die wilde Küste genießen. Che bellissimo!

Typische Hafenorte

Doch was hat Elba denn sonst noch zu bieten? Eine ganze Menge! Wer die Insel komplett erkunden möchte, sollte ein bis zwei Wochen mitbringen. Bei meiner dreitägigen Pressereise konzentriere ich mich auf ein schnuckeliges Ziel in der Nähe. Porto Azzuro, eine gute halbe Stunde entfernt, ist ein Hafenort mit typisch mediterranem Flair: Segelboote dümpeln im Wasser vor sich hin, vor den kleinen Cafés an der Hafenpromenade genießen Touristen und Einheimische einen Cappuccino oder schlecken ein selbst gemachtes Eis in der „Casa del Gelato“ (Piazza Matteotti 24). La Dolce Vita Italiana - die Stimmung ist lässig-gemütlich, keine Hektik und kein Trubel. Jetzt fehlt zu meinem Glück nur noch ein kleines Shopping-Erlebnis. Da hat Porto Azzuro anspruchsvolle Souvenirund Schmuckgeschäfte zu bieten, kein Kitsch und keine Abzocke. Elba ist eine Fundgrube für Liebhaber von Halbedelsteinen, Mineralien und sehr leuchtkräftigen Korallen. Auf der Insel vorkommende Mineralien, ob zu Schmuck verarbeitet oder in ihrem Naturzustand, findet man vor allem in den Geschäften von Porto Azzurro, Capoliveri und Marina di Campo. Ich werfe einen Blick in die Werkstatt der Galassia Bijoux (Via D’Alarcon 31) und unterhalte mich kurz mit dem Inhaber, das Ganze mit Händen und Füßen und rudimentären Italienischkenntnissen. Aber mein Eindruck stimmt, was ich im Reiseführer gelesen habe: Alles wird in diesem Juweliergeschäft von Hand gefertigt, seit mehr

als 30 Jahren. Bene! Also gönne ich mir ein Paar Ohrringe aus Türkis für 18 Euro und bin glücklich. Zu guter Letzt noch kurz zurück zu Napoleon und seiner Palazzina dei Mulini, die ich anfangs erwähnte: Die kleine Villa in Porto Ferraio befindet sich an einem Ort, an dem vorher vier Windmühlen standen (daher der Name), zwischen den Festungen Forte Falcone und Forte della Stella. Das habe ich mir natürlich auch angeschaut, bevor ich die Fähre von Porto Ferraio ans Festland zurück genommen habe. Auf der Rückfahrt war ich ein wenig sentimental. Liebes Elba, ich möchte mehr von Dir kennen lernen, Du hast mich überzeugt! Falls Sie noch weitere Tipps und Erlebnisberichte über diese traumhafte Insel haben, dann freue ich mich im Namen des gesamten GE:spräch-Teams über Reisetipps und Erlebnisberichte. In diesem Sinne: Ci vediamo und bis bald. Ihre Heidi Hagemann

Text: Heidi Hagemann Fotos: Lothar Bluoss

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THEATER | Februar 2017

Musiktheater im Revier

DIE PASSAGIERIN

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THEATER | Februar 2017

Wer das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen als ein Haus mit einem außergewöhnlichen Ensemble und einem ebenso außergewöhnlichen, oft mutigen Programm kennt, begegnet in dieser Spielzeit einer Oper, für die das MiR eigens seinen gesamten Spielplan umgeworfen und mit einem Rahmenprogramm verbunden hat, das seinesgleichen sucht.

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THEATER | Februar 2017

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ie schon bei dem Ballett „Charlotte Salomon: Der Tod und die Künstlerin“ von 2015 handelt es sich auch bei „Die Passagierin“ um ein Thema aus dem Holocaust. Geschrieben wurde das Stück mit autobiographischen Zügen von der Auschwitzüberlebenden Zofia Posmysz. Ausgelöst durch ein Déjàvu-Erlebnis auf einer Fahrt nach Paris, schrieb sie 1959 eine Geschichte über eine mögliche Begegnung zwischen einer ehemaligen KZ-Aufseherin (Lisa) und ihrer ehemaligen Gefangenen (Marta) – jedoch nicht von ihrer eigenen Warte aus, sondern vom Blickpunkt der KZ-Aufseherin, die sich ihrer Vergangenheit stellen und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen muss.

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ie Musik zu dieser Oper stammt aus der Feder von Miecyslaw Weinberg, der den Zweiten Weltkrieg im Moskauer Exil erlebte und dem Buch erstmals durch die Vermittlung von Dimitri Schostakowitsch begegnete. Beide – das Buch wie auch die Oper – sind so vielschichtig, so sehr vom Widerstand der KZ-Häftlinge gegen ihre Vernichtung durchdrungen, was sich ohne weiteres auf die politischen Situationen in Polen wie auch in Russland nach 1945 übertragen ließ, dass sie in den bestehenden Systemen der 60er Jahre nicht veröffentlicht, geschweige denn uraufgeführt werden konnten.

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ls Buch erschien „Die Passagierin“ 1962, der geplante Film blieb durch den Tod des Regisseurs ein Fragment. Die 1968 vollendete Oper konnte erst Ende 2006 in Moskau konzertant und erst 2010 in Bregenz szenisch uraufgeführt werden und wandert seitdem äußerst erfolgreich durch die Opernhäuser Europas. Das Besondere an dieser Premiere im MiR war die Anwesenheit von Zofia Posmysz, die zum erstenmal seit 70 Jahren den 27. Januar nicht in Auschwitz verbrachte, um der Befreiung und der Toten zu gedenken, sondern um in Gelsenkirchen über den Holocaust zu sprechen und dem Vergessen auf eine ganz andere Art entgegenzuwirken. ei der Frage, was man als Deutscher vom KZ darstellen darf und was nicht, legte die Opernregie den Fokus stärker auf Lisas verdrängte Schuld – was sich beispielsweise auch darin zeigt, wie Lisa aus der Schiffswelt kommend in die erinnerte Liebesszene zwischen Marta und Tadeusz einbricht und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Die Bühne ist die ganze Zeit auf dem Schiff. Mit der Veränderung der Blickwinkel durch Beleuchtung, den vorgezogenen Vorhang, die Projektion von immer schneller erscheinenden Zahlen oder den Wechsel der Kostüme von den 60er Jahren

hin zu den Uniformen der SS oder der Gefangenen springt man sowohl in die erinnerte Vergangenheit als auch zurück in die Gegenwart.

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ie intensiv die Szenen auch während der Proben wahrgenommen wurden, lässt sich daran ablesen, dass sich die extreme Spannung oft nur durch Lachen kompensieren ließ, während man gleichzeitig zu Tränen gerührt war. Das Stück setzt nicht auf eine hyperrealistische, zu dramatische Darstellung der authentischen Atmosphäre von Gestank, Gebell und Geschrei, sondern konzentriert sich auf eine philosophische Wahrnehmung des Überlebenskampfes der Frauen in Rückblenden. Durch den Verzicht auf ein originalgetreues Abbild des Lagerlebens bleibt die Handlung spannend bis zum Schluss.

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ur der Komponist Mieczyslaw Weinberg bezieht mit seiner Musik von Anfang an eindeutige Position und transportiert in ihr das Bestialische und die Grausamkeit des Geschehens. Seine Sympathie gilt ausschließlich den Lagerinsassen und ihrem Versuch, sich einen Rest menschlicher Würde und Träume zu bewahren. Für Lisa und ihren Ehemann Walter hat er nur sehr harte, sein ganzes Missfallen ausdrückende Musik.


THEATER | Februar 2017

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us der Sicht des Zuschauers liegt der extremste Kontrast vielleicht zwischen der unversöhnlichen Musik Weinbergs, der im Holocaust seine gesamte Familie verlor, und der Auschwitzüberlebenden Zofia Posmysz, die nicht nur als Autorin dazu bereit ist, der Lageraufseherin im Rahmen ihrer Möglichkeiten Menschlichkeit zuzugestehen, sondern ihren weitaus größeren Appell an das Publikum von heute richtet – niemals zu vergessen, damit die Stimmen der Opfer niemals verklingen.

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ie sich während der Produktion stellende Frage, ob es überhaupt möglich ist, Auschwitz auf die Bühne zu bringen, kann nach dieser Aufführung nur mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Das Zusammenspiel von Musik, Text und Darstellung beschwört auf grandiose Weise Fragestellungen herauf, denen man sich nicht nur in dieser Oper als Publikum immer wieder stellen muss. So gibt es eine Szene, in der sich Lisa gegenüber ihrer Vorgesetzten aus dem Vorwurf, sie sei zu freundlich zu den Häftlingen, mit den Worten herauswindet, sie wolle eine Vertrauensperson sein, damit sie als erste von eventuellen Widerständen erführe. Sowohl während dieses Gesprächs als auch später in den

Szenen mit Marta oder Tadeusz oder noch viel später auf dem Schiff kann man sich nicht sicher sein, ob es sich dabei nur um eine vorgeschobene Absicht handelt oder ob es nicht doch dem ehrlichen Wunsch der jungen Frau entspricht.

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ie gleichen Fragen bewegen auch Marta als sie über Lisa nachdenkt. Als die Frauen der Baracke später vorsichtig versuchen, die neu hinzugekommenen Häftlinge kennenzulernen, wird durch die Nennung ihrer Namen und die Aufzählung ihrer Heimatstädte aus ganz Europa erst wirklich greifbar, wie weit der Naziterror reichte. Umso mehr, als eine durch ihre Verluste verrückt gewordene Frau einen der zurückgebliebenen Koffer öffnet und sich Asche auf den Boden ergießt. Die Asche verbrannter Leben. In diesem Moment schwingt in Weinbergs Musik der Ausdruck von Widerstand, Hoffnung, Verzweiflung, aber auch ein Gefühl der Todesgewissheit mit.

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s fällt auf, dass das Publikum während der Aufführung der Oper ausgesprochen still ist. Insbesondere bei den älteren Zuschauern ist die Präsenz des Bühnengeschehens fast greifbar. Auf dem Weg in die Pause sagt ein alter Herr: „Da

werden Erinnerungen wach…“ Beim Gang durch die Fotodokumentation zu Zofia Posmysz im Foyer des Musiktheaters muss man sich als Betrachter immer wieder selbst dazu zwingen, die Verbindung zwischen dem, was man – sei es durch Schule, Bücher, Erzählungen oder Medien – über die Zeit des Nationalsozialismus weiß, aber dennoch irgendwie als irreal empfindet, und dem dokumentierten Einzelschicksal herzustellen. Was die Begegnung mit der 93jährigen Zofia Posmysz von heute umso beeindruckender werden lässt, da sie sich vom Grauen des Erlebten nicht hat unterkriegen lassen. Sie sagt selbst, dass sie Auschwitz immer mit sich trägt. Dennoch war sie in der Lage, eine Geschichte zu schreiben, in der es nicht um Anklage geht, sondern um verstehen wollen und vergeben können – auch um das Sich-selbst-vergeben-können. Am nachhaltigsten klingt ihre Botschaft in dem Moment nach, da sie sich beim Opernpublikum für das intensive Interesse und die stehenden Ovationen mit den Worten bedankt, allein dies sei es schon wert gewesen, Auschwitz überlebt zu haben. Text: Cornelia Kesper , M.A. Fotos: Forsteri

Musiktheater im Revier Kennedyplatz 45881 Gelsenkirchen Tickets: 0209 - 40 97.200 www.musiktheater-im-revier.de Termine: 8. FEB. 2017, 19.30 UHR 02. MÄR. 2017, 19.30 UHR 17. MÄR. 2017, 19.30 UHR 02. APR. 2017, 18.00 UHR 23. APR. 2017, 18.00 UHR

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ESSEN & TRINKEN | Februar 2017

Die Auswahl ist wieder riesengroß: Mehr als 100 Restaurants zwischen Haltern und Sprockhövel, Dortmund und Gelsenkirchen sind vom 1. Februar bis 31. März dabei. In vier Regionen tischen die Chefs ein ausgewähltes Vier-Gänge-Menü zum Festpreis auf, in dem auch die begleitenden Getränke Wein, Bier und Mineralwasser enthalten sind. Ob Sterne-Niveau oder gutbürgerlich – beim Menue Karussell ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das Menue Karussell dreht sich wieder Küchenchefs laden ein zu winterlichen Vier-Gang-Essen

RUHR gespräch


ESSEN & TRINKEN | Februar 2017

Bevor die 40-tägige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karsamstag startet, dürfen wir sündigen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und testen zwei Restaurants, die im Rahmen der Menue-Karussell-Verkostung teilnehmen. Alle Köche haben ein ehrgeiziges Ziel. Die Messlatte liegt hoch. Ideenreich, anspruchsvoll kreativ und köstlich sollen die Gerichte sein, ansprechend die Präsentation. Die Menüs kosten ab 42,50 Euro – inklusive der begleitenden Weine, Biere und Mineralwasser. Der Gast hat beim Hauptgang die Wahl zwischen zwei bis drei, teils auch vegetarischen Gerichten. Dieses Mal tafeln wir in zwei sehr angesagten Locations: green olive und Ryokan. 23


ESSEN & TRINKEN | Februar 2017

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Fast wie im Urwald Ein wenig Abenteuer genießen und dabei exotische Gastronomie erleben – und das mitten im Herzen von Gelsenkirchen. Das geht ganz einfach. Die kulinarische Fernreise mutet fast schon subtropisch an. Die Temperaturen im Inneren des Restaurants sind äußerst angenehm und kein Vergleich zu dem schmuddeligen Wetter, das draußen vor den Toren der ZoomErlebniswelt herrscht. Fast wie in den Tropen, so lautet wohl auch das Motto in der Küche bei der Vorspeise. Es gibt einen Salat von der mexikanischen Minigurke und Wasabi mit Creme frâiché und Saltimbocca vom Kaninchenrücken. Ein echtes optisches Highlight und geschmacklich schön frisch. Das liegt sicherlich am Wasabi. Eine lange Zeit war es nur den Liebhabern der japanischen Küche bekannt, inzwischen findet es öfters in der kreativen Küche Anwendung. Es ist grün, sehr scharf und treibt einem nach dem Verzehr die Tränen in die Augen. Uns jedoch nicht, da hier geschmacklich nur eine ganz dezente Note hineinspielt. Wasabi kommt übrigens aus Japan und wird auch japanischer Rettich genannt.

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Weiter geht es mit interessanter Warenkunde und dem nächsten Gang. Das Samtsüppchen von Enoki und Shimeji mit gebackenem Rucola Crisp schmeckt sehr würzig und erinnert an eine heimische Waldpilzsuppe. Die asiatischen Speisepilze zeichnen sich durch ein würziges Nussaroma aus und werden teils auch in Europa angebaut. Dazu harmoniert der trockene, südafrikanische Chenin-Blanc aus dem Western Cape sehr gut. Der Tropfen ist schön fruchtig und leicht. Genau der richtige Begleiter für das erste Hauptgericht: King Salmon im Brickteig mit getrockneten Tomaten, mediterranen Gewürzen und Mozzarella ist an einem Schaum von schwarzem Trüffel und Kerbel gebettet, mit SafranLinguine und einem frischen Mini-Salat von Datteltomaten und Mustard-Kresse. Lachs also einmal ganz anders und sehr interessant zubereitet. Wer lieber ein ordentliches Steak mag und ein Freund der konservativen Küche ist, dem sei das Wagyu-Entrecote auf ZitronengrasSüßkartoffelpüree mit Barolojus und kleinem, mediterranen Grillgemüse empfohlen. Ein

perfektes-Preis-Leistungs-Verhältnis, finden wir. Nun zum Wagyu ("Wa" = Japan; "gyu" = "Rind"): Die berühmten Kobe-Rinder sind Wagyus. Das Kobe-Fleisch gibt es außerhalb Japans nur in einigen wenigen auserwählten Steakhäusern in Asien, den USA und Europa. Es gilt als das teuerste Fleisch der Welt und es ist sehr zart. Grund: Die Wagyus sind genetisch so veranlagt, dass sie bereits bei normaler Mast und Pflege einen deutlich höheren Anteil von intramuskulärem Fett in der Muskulatur entwickeln, als alle anderen Rinderrassen. Die Wagyu Rinder außerhalb Japans stammen von Tieren ab, die zu wissenschaftlichen Zwecken Mitte der 1990er Jahre in die USA exportiert wurden. Die größten Wagyu-Rinder-Herden außerhalb Japans befinden sich in den USA, Australien und Kanada. In Europa wird das Wagyu-Rind nur von wenigen Züchtern gehalten, in Deutschland kamen erst 2006 die ersten Wagyu-Tiere zur Welt. Blendend zum WagyuEntrecote passt der angebotene Rotwein, ein Niederflörsheimer Dornfelder, Jahrgang 2014, eine kräftig dunkle Traube mit einem fruchtigen Geschmack und moderater Säure.


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Die Nachspeise ist alles andere als exotisch, sondern richtig schön süß. Die Haselnuss-Praline-Mousse vereint sich mit belgischer dunkler Schokolade und einem Streu von Pistazien. Ein sehr guter Kontrast dazu: Apfeltartar mit einem Hauch von Vanille. Auch der letzte Gang ist mit Liebe angerichtet und geht uns angenehm durch den Magen. Fazit: Die Küche spielt mit asiatischen Zutaten, die man angenehm-leicht herausschmeckt. Die Kontraste, wie etwa beim Fisch, harmonieren sehr dezent. Experimentell ist es nicht, sondern fast schon konservativ-klassisch. Interessant fanden wir die mediterranen Akzente und die außergewöhnlichen Zutaten. Besonders hervorzuheben sind die optischen Highlights. Auch im Ryokan freuten wir uns über die zuvorkommende Serviceleistung.

46,50 Euro inklusive der begleitenden Weine, Biere und Mineralwasser Tischreservierung unter: ZOOM Gastronomiewelt Ryokan Seeterrassen & Tropengarten Bleckstraße 64 (Abendeingang an der Tropenhalle) 45889 Gelsenkirchen Tel.:0209-954-5288 www.ryokan.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, von 18 bis 23 Uhr, Küche bis 22 Uhr

Text: Heidi Hagemann Fotos: Lothar Bluoss

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green olive ESSEN & TRINKEN |Februar 2017

Pfiffige Varianten mit edlen Beg leitern

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Der Name ist Programm: Als Starter kommen die beliebten grasgrünen Oliven aus Sizilien auf den Teller. Auch beim intensiv-herben, reinen Olivenöl setzt man auf Bella Italia. Die kaltgepresste Köstlichkeit schmeckt frisch und perfekt: Extra vergine – die höchste Güteklasse. Perfekt vom Geschmack präsentiert sich die kalte Vorspeise: Tranchen von der rosa gebratenen Flugentenbrust mit Raucharomen an gelbem Apfel, Ingwer, Linsen und Feldsalat mit Himbeer-Minz-Dressing. Sehr angenehm das rauchige Aroma, das den Geschmacksnerv nur ganz dezent streichelt. Köchin Tanja Seidel verrät uns das Geheimnis und wir dürfen es Ihnen, liebe Leser, auch verraten. Das Entenfleisch wird nach dem Anbraten mit Rauchsalz gewürzt. Der Clou daran: Die Ente wird umgekehrt gegart, erst nach dem kurzen Anbraten erfolgt das Sous-vide-Verfahren bei niedriger Temperatur und unter Vakuum. Die wunderbare Gemüse-Obstkomposition verbindet die Geschmacksvariation auf den Punkt, findet unsere Fotografin Skaiste. Auf der interessanten Beilage thront ein fluffiger Schaumklecks aus dem Sud des Gemisches. Dazu harmoniert der nussige Wintersalat ganz hervorragend. Das Himbeer-Minz-Dressing entpuppt sich als frischer Impuls, der dem Feldsalat genau den richtigen Dreh gibt und die ideale Ergänzung zum Apfel-Ingwer-Linsengemisch ist. Als Begleiter gibt es einen feinherben Riesling oder einen trockenen Grauburgunder vom Weingut Espenhof. Der Flonsheimer Riesling aus Rheinhessen entpuppt sich als pfiffige Traube, welche die fruchtigen Komponenten der Vorspeise sehr gut unterstützt. Die Säure des Rieslings ist am Gaumen zu spüren, fällt aber - für diese Weinanbauregion typisch - eher dezent aus. Auch sehr gut und empfehlens-

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wert, wenn es partout kein Riesling sein soll: ein Grauburgunder, welcher ganz ehrlich und süffig-leicht anmutet. Der zweite Gang war etwas großzügig bemessen. Es gibt eine Samtsuppe von karamellisierten Pastinaken mit gebackenen Scheiben von Garnelenwraps, die sehr süßlich schmeckt, und als alleiniges Gericht schon satt machen würde. Dann noch dazu die Garnelenwraps – sehr kreativ, aber eben recht mächtig. Wir lassen vorsichtshalber etwas übrig und freuen uns auf den Hauptgang. Da hat der Gast die Qual der Wahl aus zwei Gerichten. Nummer eins: Sous Vide gegarter Wildschweinburger - ein gegrilltes Hacksteak vom heimischen Wildschwein im Vollkornbrötchen mit Rucola, sautierten Waldpilzen, Cranberry Kompott, mit Camembert gratiniert an Süßkartoffel Pommes. Das Urteil lautet: hervorragend. Ein kreativer, köstlicher Burger mit saftigem Fleisch und interessanten Beilagen-Varianten. Ganz perfekt dazu, die trendigen Süßkartoffel-Fritten. Französische Gourmets würden vielleicht ein wenig schmunzeln und stattdessen Variante Nummer zwei wählen: Gebratener Loup de Mer im Ganzen ohne Kopf und Mittelgräte auf Petersilien-Kartoffelmousse mit karamellisierten schwarzen Möhren, rotem Schalotten-Confit und Wildkräutersalat. Unsere Team-Kollegin Skaiste kommt wieder ins Schwärmen: Der Fisch zergehe auf der Zunge und das Gericht in seinem Gesamtauftritt schmecke spannend. Besonders die Sättigungsbeilage ist fein und locker, dazu ergänzen sich die al dente gegarten, kräftigen Möhren mit dem süßlichen Geschmack der eingekochten Zwiebeln. Verwöhnt werden wir dazu mit einer Traube aus den Gärten Roms, erklärt die Restaurantleiterin. Das klingt vielversprechend

und entpuppt sich auch so. Der trockene Cuvée aus Chardonnay, Sauvignon Blanc und Malvasia (einer beliebten Weißweinsorte aus Venetien und Istrien) stammt vom Pfälzer Weingut Neiss. Die Traubenmischung riecht honig- bis pfirsichartig und schmeckt fruchtig mit einer samtigen Note. Ein Winterwein mit einer leicht gelblichen Farbe, der Lust auf den Frühling macht. Auf Wunsch reicht der freundliche Servicemitarbeiter auch einen trockenen, italienischen Rotwein aus dem Lazio. Das Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc mutet kräftig, würzig und vollmundig an. Zum Schluss kredenzen die Köche eine variantenreiche Dessertvariation. Diese besteht aus Mascarpone-Vanillemousse mit einer leicht salzigen Rote-Beeren-Pfeffergrütze, Karamellköpfli, einem Schokoladen-Chili-Törtchen und halbgefrorenem Eis von der Winterorange mit Pistazienschaum. Vielfältiger könne solch eine Sünde gar nicht sein, meint Lothar und Recht hat er. Fazit: Das green olive steigert sich im Rahmen des Menue-Karussells von Jahr zu Jahr, Freunde der guten Esskultur werden hier sicherlich nicht enttäuscht. Der Service ist freundlich, zuvorkommend und höflich. Ein Dank gilt der Köchin Tanja Seidel, die vor jedem Gang Rede und Antwort stand und sich über unsere konstruktiven Vorschläge freute. Die Weinauswahl ist sehr solide und man verzichtet bewusst auf Experimente. Die angebotenen, klassischen Tropfen sind sehr erlesen. Die Restaurantleitung legt bei der Auswahl sehr viel Wert auf Individualität und Qualität. Text: Heidi Hagemann Fotos: Skaiste Zabielaite


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49,- Euro inkl. der begleitenden Weine, Biere und Mineralwasser. Tischreservierung unter: green olive im Courtyard by Marriot Gelsenkirchen Parkallee 3 45891 Gelsenkirchen Telefon: 0209 - 860 0 www.green-olive.de Öffnungszeiten für das Dinner: Täglich von 17 bis 22 Uhr

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AUTO |Februar 2017

Mazda MX-5 RF

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en Mazda MX-5 hatten wir vor gut einem Jahr an dieser Stelle vorgestellt. Seit Anfang Februar steht die TargaVariante RF bei den hiesigen Händlern. Wir haben uns mal genauer angeschaut

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er neue MX-5 RF (steht für „Retractable Fastback“) der Baureihe ND unterscheidet sich vom Roadster dadurch, dass sein Hütchen aus Aluminium ist und dort kleine Finnen stehen lässt, wo sich im geschlossenen Zustand eine Art B-Säule befindet. Eigentlich handelt es sich also um einen MX-5 Targa. Schutz gegen den Fahrtwind spendet ein serienmäßiges Windschott aus Acrylglas. Das Kofferraumvolumen von 127 Litern bleibt erhalten.

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eim Fahren merkt man im RF zum Glück keinen Unterschied zum klassischen MX-5. Es ist immer wieder eine Wonne einen drehzahlgierigen Zweiliter-Vierzylinder mit einem knackigen Getriebe ganz altmodisch und ohne jegliche Bedenken drehen zu dürfen. 160 PS und 200 Nm in einem 1,1-Tonnen-Auto passen einfach perfekt. Schon bei legalen Geschwindigkeiten kann man mit dem MX-5 auch in der RF-Variante einfach unschuldig Spaß haben.

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m Gegensatz zum Roadster gibt es den Targa nur mit dem beliebteren Zweilitermotor mit 160 PS und mindestens der "Exclusive"-Austattung. Und erstmalig wird auch eine Sechsstufen-Automatik angeboten, welche 1.900 Euro extra kostet und eher die unsportlicheren Fahrer ansprechen dürfte.

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etztendlich bleibt dem Kunden die Wahl. Möchte er jedoch das neue Dach, muss er mindestens 29.890 Euro berappen. Aber als Mazda MX-5 RF wird der Mazda wieder zu dem, was er vor dem Debüt des Zwillings von Fiat war: Ein einzigartiges Spaßmobil, vor allem aufgrund der eigenwilligen Schrägheck-Targa-Optik. Autohaus Norbert Kalina Kampstraße 33 45899 Gelsenkirchen Tel. 0209 586811 www.autohaus-kalina.com

Text: Lothar Bluoss Fotos: Skaiste Zabielaite

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KULTUR | Februar 2017

Mit „MuT-Proben“ in Form von Vorträgen erfreut das Bochumer „Museum unter Tage“ alle zwei Monate seine Besucher. Mit seiner aktuellen Ausstellung „Artige Kunst“ stellt es sich einer anderen Mutprobe, denn hier geht es um nationalsozialistische Kunst.

Museum unter Tage

ARTIGE KUNST Treffenderweise begegnet man ihr im Museum unter Tage fast wie in einem Bunker hinter einer schweren Sicherheitstür. Aber eben nur „fast wie“, denn mittels seiner unterirdischen Lage fügt sich das Museum harmonisch in das Ensemble von Park und Schlossruine ein, ohne mehr Platz an der Oberfläche zu beanspruchen als unbedingt nötig. Im Inneren stellt es sich als schlicht, hell und freundlich dar und beweist wie man mit entsprechender Technik auch ohne Fenster den Eindruck von sonnendurchfluteten Räumen erzeugen kann. n dieser Atmosphäre wirkt die artige Kunst auf den ersten Blick gar nicht unartig. Madonnenhafte Frauenbilder, bäuerliche Landschaftsund Familienidyllen wechseln sich mit monumentalen Architekturvisionen oder mit mythisch und märchenhaft verklärten, heroischen Szenen ab, wie man sie in Ansätzen aus der Zeit der Romantik oder der Deutschrömer kennt. enauso finden sich Anleihen aus der Renaissance, dem Barock, der Klassik oder dem deutschen Impressionismus. Erst in der näheren Betrachtung, wenn man die wie ein Kontrastmittel dazwischen hängenden regimekritischen Bilder, die Fotos von Massengräbern oder die Innenansichten von Konzentrationslagern bewusster wahrnimmt, erkennt man die Bildelemente, mit denen die NSDAP die Kunst benutzte, um bestimmte Inhalte zu transportieren und den Betrachter langsam aber sicher zu indoktrinieren. esonders deutlich wird das in Erwin Hahs „Großem Requiem“, bei dem erst durch eine Röntgenuntersuchung herauskam, dass es ursprünglich für eine politisch motivierte Auftragsarbeit – ein Hitlerpor-

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B Sepp Happ, Über allem aber steht unsere Infanterie (linker Teil eines Triptychons), 1943

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trät – aufgrund von Gewaltszenen nicht „artig“ genug war und deswegen übermalt werden musste. iel gefährlicher waren und sind bis heute die scheinbar harmlosen Motive wie Hans Schmitz-Wiedenbrücks „Familienbild“ mit einer bäuerlich angehauchten Idylle müßiger Eintracht. Die scheinbare Versunkenheit aller Familienmitglieder in Spiel und häusliche Handarbeiten täuscht nicht darüber hinweg, dass es sich hier um eine Art Heiliger Familie handelt. Durch das danebenhängende Plakat „Gesunde Eltern – gesunde Kinder“ zur „Bekämpfung erbkranken Nachwuchses“ wird sie jedoch ad absurdum geführt, denn etwas fehlt in diesem und allen anderen NS-Bildern – Andersartigkeit. Es gibt keine individuellen Merkmale, keine Krankheiten, keine Behinderungen, keine Unvollkommenheit. Seien es die Bildfiguren, der Malstil oder die Form der Skulpturen, alles wirkt wie Abziehbilder, wie Schablonen eines Idealmaßes. Nur die Idee der Masse, der Einheit zählt. ie Kunstpolitik der Nazis ließ nichts Neues zu, nur das Alte wurde immer wieder aufgewärmt. Auch aus diesem Grund wurde in den Bildern keine „intelligente“ Handlung und kein technischer Fortschritt dargestellt, denn geistige Arbeit bedingt individuelles Denken und hebt den Menschen aus der Masse heraus – körperliche Arbeit kann dagegen als Automatismus genutzt werden. ildzitate aus älteren (akzeptierten) Meisterwerken gibt es dagegen zuhauf. So macht Ivo Seligers „Rast der Diana“ Anleihen bei Edouard Manets „Olympia“. Andere Maler zitieren Bilder von Hans von Marées, Hermann Otto Hoyer erinnert in Farbe, Strich und Faltenwurf

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Alexej von Jawlensky, Mädchenbildnis, 1909

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KULTUR | Februar 2017

Hans Schmitz-Wiedenbrück, Familienbild, 1939

seines „Bauernmahl“ an den Stil von Ferdinand Hodler. Erich Mercker greift mit seinem Bild der „Granitbrüche Flossenburg“ die Landschaftsbilder des Amerikanischen Realismus auf und fügt die blau gekleideten Zwangsarbeiter beinahe romantisch in die Gewalt des Steinbruchs ein. Mit einer ganz anderen Art von Gewalt konfrontiert Horst Strempels „Nacht in Deutschland“ den Betrachter. Im Entwurf sitzt ein schnauzbärtiger, wie ein Skelett grinsender SS-Mann mit der neunschwänzigen Katze in der Hand am Eingang eines Lagers. Das fertige Bild thematisiert in Form eines Triptychons die Szenen eines KZs. Kinder strecken ihre Arme mit den eintätowierten Nummern dem Betrachter entgegen, Erwachsene kriechen in gebückter Haltung durch beklemmend niedrige Räume. In Anbetracht der noch härteren Wirklichkeit innerhalb der Konzentrationslager lässt das Bild nur ein Fazit zu: alle sitzen im KZ und sind unfähig, wirkungsvollen Widerstand zu leisten. er Kunsthistoriker Felix Nussbaum gibt seiner tief sitzenden „Angst“ durch einen im Hintergrund seines Selbstporträts eingefügten Zeitungsausschnitt mit dem Titel „Tempête sur l’Europe“ Raum und Karl Schwesig verarbeitet gleich zu Anfang der Ausstellung seine traumatischen Erfahrungen mit den Verhörmethoden der Nazis in comicartigen Tuschezeichnungen.

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e mehr man sich mit der Ausstellung auseinandersetzt, desto deutlicher wird die Diskrepanz zwischen dem lehrbuchartigen Charakter der „artigen“ Kunst und dem durch persönliches Erleben bestimmten der „entarteten“ Kunst. In der Landschaftsmalerei führt dies bei den akzeptierten Künstlern zu überdimensionierter Realitätsnähe, Spruchbändern mit NS-konformen Lehrsätzen und dem Ausschluß jeglicher Abstraktion als Abkehr von der Norm. Dementsprechend eckten die vielschichtigen Bilder von Conrad Felixmüller, Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlensky an, weil sie aus der Norm ausbrachen. Max Beckmann entwarf dagegen ganz bewusst eine eigene Bildsymbolik, um Missstände anzuprangern und zum Widerstand gegen die vorherrschende Gewalt aufzurufen. iner der stärksten Kontraste der Ausstellung findet sich in der Distanz zwischen den Skulpturen von Arno Breker und Karel Niestrath. Breker präsentiert mit seinem antikisierenden Kouros eine Schablone, die bar jeder Individualität ist, während Niestraths „Hungernde“ den Betrachter in seiner existentiellen Wahrnehmung packt und damit an einer Position abholt, die dem Nationalsozialismus nicht genehm war – der Wahrheit. Infolgedessen wurde Niestraths Skulptur beschlagnahmt und in der Feme-Ausstellung als „entartet“ ausgestellt.

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n der Bochumer Auseinandersetzung mit diesen beiden so unterschiedlichen Kunstauffassungen wird aber auch die Bedeutung von Licht und Luft für die unvoreingenommene Betrachtung von Kunstwerken deutlich. Um dem Publikum den Eindruck miesester Qualität zu suggerieren, jegliche Sympathie auszuschließen und die Berechtigung der Beschlagnahme, des Verkaufs und der Zerstörung von 16.000 Kunstwerken zu unterstreichen, stellten die Nazis die geraubte und sogenannte „entartete“ Kunst in dunkler, ungeordneter Hängung oder in engen, schlecht zugänglichen Ecken aus. Im Gegensatz dazu unterstreicht die helle Hängung von heute ihren Stellenwert als Meisterwerke. Bei den „artigen“ Bildern wirkt sich die gleiche übersichtliche Hängung und Aufstellung interessanterweise völlig anders aus. Für sich genommen, können die Werke noch den Eindruck scheinbarer Idylle vermitteln – in der Masse fühlt man sich als Betrachter von den zum Teil grotesken Instrumentarien der NS-Propaganda förmlich erschlagen. Gräbt man tiefer, finden sich auch hier kritische Details, die sich hinter der Maske der „artigen“ Kunst verbergen und vielleicht noch die eine oder andere Überraschung zutage fördern können. Cornelia Kesper


KULTUR | Februar 2017

Arno Breker, Die Kameraden, 1940

"ARTIGE KUNST" KUNST UND POLITIK IM NATIONALSOZIALISMUS 5. November 2016 bis 9. April 2017

Situation Kunst (für Max Imdahl) Museum unter Tage Nevelstr. 29c (im Parkgelände von Haus Weitmar) 44795 Bochum www. http://situation-kunst.de

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LIFESTYLE | Februar 2017

Schöner Wohnen Schickes für Zuhause

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LIFESTYLE | Februar 2017

BoConcept

Unser Zuhause ist der Ort, an dem wir uns so richtig wohl fühlen. Mit schönen Möbeln, neuen Bädern, tollen Stoffen, liebevollen Accessoires oder edlen Design-Klassikern wird aus unseren vier Wänden eine ganz persönliche Wohn-Oase. Wir präsentieren Ihnen hier gehobene Einrichtungsunternehmen aus der Region mit Tradition und Expertise: Für ein gutes Leben in Ihrem Zuhause mit tollem Interieur, anspruchsvoller Lichtkunst oder gehobener Raumausstattung. Diese vier Fachgeschäfte, die wir Ihnen hier präsentieren sind weit über die ihre Stadtgrenzen hinaus für ihre Expertise bekannt.

BoConcept BoConcept verbindet seit 1952 dänisches Design mit urbanen Einflüssen. Mit mehr als 300 Stores in über 60 Ländern steht BoConcept für modernes und funktionales Interieur. Der Stil ist nordisch schlicht, ohne kühl zu wirken, und prägt seit Jahrzehnten Einrichtungstrends in den Bereichen Wohnen und Leben. Neben vielseitigen Möbel- und Accessoire-Kollektionen bietet BoConcept hochwertiges Design sowie eine langjährige Expertise als kundenorientierter Einrichtungsberater.

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Multifunktionale Möbel und Accessoires mit skandinavischem Flair und urbanem Lebensgefühl, die nach individuellen Wünschen zusammengestellt werden können, kennzeichnen die Handschrift des dänischen Traditionsunternehmens. Dabei arbeitet das Unternehmen mit populären dänischen Designern, wie Morten Georgsen, Henrik Pedersen und Anders Nørgaard zusammen und ebenso mit internationalen Größen, wie Oki Satos „nendo“ und dem mehrmaligen Award-Gewinner Karim Rashid. Das Konzept, alle Komponenten einer Inneneinrichtung ganzheitlich harmonisch aufeinander abzustimmen, findet sich auch im Namen wieder. Das dänische „bo“ bedeutet übersetzt „wohnen“ und BoConcept wortwörtlich „Wohnkonzept“. Die Einrichtungsberatung ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. BoConcept hilft bei der Verwirklichung persönlicher Wohnträume, der Suche nach dem passenden Möbelstück, der Einrichtung einzelner Räume oder gar der Planung von Wohnungen, Häusern und Geschäftsräumen - von der ersten Inspiration im Store bis hin zur Umsetzung in den eigenen Wohnräumen.

Klein bad & heizung Von der Fachzeitung Architektur & Wohnen (A&W) wird der Gelsenkirchener Fachbetrieb zu den 220 besten Badadressen Deutschlands gezählt. Für seine Badausstattungen verwendet die Firma Klein Produkte der führenden Markenhersteller von Alape bis Zehnder. Es geht Markus Klein allerdings nicht nur darum, edle Armaturen, Waschbecken oder Badewannen zu verkaufen, sondern für jeden Kunden das individuell passende Badkonzept zu finden. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Eine vorausschauende Planung gewährleistet Komfort in jedem Alter. So findet man seniorengerechte Bäder, denen man die altersgerechte Funktionalität auf den ersten Blick nicht ansieht: Neben einer bodenebenen Dusche ein Dusch-WC, das sich von selbst öffnet, ein unterfahrbarer Waschtisch mit integrierten Handgriffen oder ein Rollhocker, der gleichzeitig eine Wäschebox ist. Die Musterbäder im Badstudio an der Buschgrundstraße sind weit mehr als bloße Nutzräume: sanfte Farben, hochwertige Materialien, elegante Linien und Funktionalität vermitteln ein rundum harmonisches Gefühl.


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Seniorengerechtes Bad von Klein bad & heizung

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LIFESTYLE | Februar 2017

Raumausstattung G. Nilles

Raumausstattung G. Nilles Der Meisterbetrieb von Gerd Nilles und seinem Team in der Ahstraße 16 zählt als eine der traditionsreichsten Firmen in Gelsenkirchen. Seit 1969 ist der Raumausstatter am jetzigen Standort ansässig. Das Fachgeschäft für Deko- und Gardinenstoffe, Markisen, Außenjalousetten, Bodenbeläge und Polsterarbeiten gibt es seit über 75 Jahren und wird inzwischen in der dritten Generation geführt. Auch Bettwäsche, Tischläufer oder exklusive Accessoires gehören zum Portfolio. Die Mitarbeiter sind spezialisiert auf umfassende Einrichtungskonzepte, helfen bei der Gestaltung von Wohnräumen und stehen mit fachmännischem Rat zur Seite. Der Einrichtungsstil habe sich in den letzten Jahren sehr gewandelt, erläutert Susanne Nilles: „Aktuell erleben wir bei der Fensterdekoration einen Trend zur Leichtigkeit. Wo man früher auf schwere Stoffe mit Kordeln, Übergardinen und vielen Falten setzte, sind heute eher fließende Formen und eine locker-leichte Gestaltung gefragt.“ Auch ein großer Trend seit einiger Zeit sind Flächenvorhänge, Faltrollos und Plisseeanlagen. „Besonders Wabenplissees sind echte Alleskönner. Gegenüber Standard-Fenster-

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LIFESTYLE | Februar 2017

moreno – Licht mit Effekt

dekorationen bieten sie neben Sonnenschutz auch Wärme- und Schallschutz sowie eine Kälteschutzfunktion, mit der man Energie und vor allem Geld sparen kann. Wabenplissees sind ein schönes Beispiel, wie man ohne großen Aufwand im Haushalt seinen ganz persönlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten kann“, erklärt Gerd Nilles. Für Nutzer von Mietwohnungen sind Kassettenrollos hoch im Kommen, das ist besonders praktisch, da diese direkt an den Fensterflügel geklebt werden können. „Die gesamte Installation kommt ohne eine einzige Schraube aus, auf das Bohren wird also verzichtet“, erläutert Gerd Nilles. Zum umfassenden Service gehören Aufmaß und kompetente Beratung im Haus des Kunden. Dieser Service ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

moreno – Licht mit Effekt Apollon war der Gott des Lichts bei den alten Griechen. José Manuel Moreno ist zwar „nur“ ein Mensch, doch was der Lichtgestalter aus Gelsenkirchen mit Halogen, LED und dem Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit zu zaubern weiß, ist göttlich schön. Wer es nicht einfach nur hell haben will in seiner Wohnung, sondern ein Zuhause mit Wohlfühl-Atmosphäre wünscht, der ruft José Manuel Moreno und lässt ihn einfach machen. Am besten funktioniert das natürlich, wenn die Wände noch nicht tapeziert sind und Leitungen entsprechend des Entwurfs verlegt werden können, den der Lichtkünstler

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LIFESTYLE | Februar 2017 macht. Doch auch für Räume, die nur einen Lampenanschluss unter der Decke oder an der Wand haben, hält er Lösungen parat: die Wandlampe „Viclo“ etwa, die weit entfernt von Omas ChippendaleWandlampe wie eine lichtumflutete Skulptur erscheint. Oder die Deckenlampe „Sol“, die den Raum mal in farbiges Licht taucht, mal die Decke mit warmen Lichtstrahlen flutet und damit ihrem Namensgeber, der Sonne, alle Ehre macht. Das Bett soll schweben? Kein Problem: eine indirekte Aluminiumschiene die mit LED's bestückt ist, sorgt für den gewünschten Effekt.

Neu in Bochum

Der Grundsatz des Licht-Virtuosen: alles geht. Die meisten Lampen baut José Manuel Moreno selbst. Seine Leuchten sind echte Hingucker und machen jeden Raum zu etwas ganz besonderem. Individualisten sind bei ihm genau richtig, denn er hat Mut zum Ungewöhnlichen. Wer José Manuel Morenos Dienste in Anspruch nehmen möchte, lädt ihn zu sich nach Hause ein. Zu finden ist er in seinem Unternehmen „Moreno – Licht mit Effekt“ an der Beckeradstraße 111 in Gelsenkirchen-Buer.

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FREIZEIT | Februar 2017

Es war ein illustrer Kreis, der sich am 23. Februar 1907 in Winterberg zusammenfand: Regierungsräte, Kaufleute, Lehrer, Apotheker, Oberförster und wohlhabende Unternehmer aus umliegenden Städten. Kaum einer von ihnen konnte richtig Skifahren, doch alle hatten ein großes Ziel vor Augen: Aus dem einsamen, armen Bergland eine Wintersportregion zu machen.

WINTERBERG

Vor 110 Jahren: Sauerland entwickelt sich zur Wintersportregion Es war ein illustrer Kreis, der sich am 23. Februar 1907 in Winterberg zusammenfand: Regierungsräte, Kaufleute, Lehrer, Apotheker, Oberförster und wohlhabende Unternehmer aus umliegenden Städten. Kaum einer von ihnen konnte richtig Skifahren, doch alle hatten ein großes Ziel vor Augen: Aus dem einsamen, armen Bergland eine Wintersportregion zu machen. Die Gründung des Skiklubs Sauerland (SKS) war vor 110 Jahren die Geburtsstunde des Wintersports im Westdeutschen Raum. Zwei Dinge haben den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung des Wintersports im Sauerland gelegt: Der Bahnanschluss Winterbergs im Herbst 1906. Und die Gründung des SKS im damaligen Winterberger Gasthof Vollmer, heute Leiße. Die Menschen auf den höchsten Bergen des Sauerlandes führten ein hartes Leben. Freizeit kannten sie nicht. „Schneeschuhe“, wie Skier damals genannt wurden, waren kaum bekannt. Allenfalls Förster oder Waldarbeiter nutzen so etwas, um sich im Winter im hohen Schnee das Fortkommen zu erleichtern. Denn während die heutigen Skifahrer sehnsüchtig auf Schnee und Kälte warten, waren frostige Zeiten in früheren Zeiten eher Fluch als Segen. Gerade in den hoch gelegenen Dörfern des Sauerlandes bereiteten sie der Bevölkerung große Probleme. Um die Jahrhundertwende tauchten wohl erste Skiwanderer aus den Städten des Ruhrgebiets und des Rheinlands auf, jedoch nur sehr vereinzelt. Denn die Reise in die abgelegene Bergregion war beschwerlich. Geschichten von Skiläufern aus Norwegen erreichten in jener Zeit auch das Sauerland und brachten einen findigen Kaufmann auf eine zündende Idee. Im Februar 1906 bestellte der Winterberger Kaufmann Georg Brinkmann fünf Paar Skier aus dem Schwarzwald. Um bei den ungelenken Versuchen nicht gesehen zu werden, probierte er sie des Nachts am Herrloh aus. Er erzählte seinen Kegelbrüdern von seinen Versuchen, steckte diese mit seiner Begeisterung an – und begann einen erfolgreichen

Handel mit Skiern. Mit der Eröffnung des Winterberger Bahnhofs war das letzte Teilstück der Bahnstrecke Bestwig-Winterberg fertig gestellt – und die Anreise aus den umliegenden Städten in die neue Wintersport-Region kein Problem mehr.

Kaufmannsfamilie Brinkmann zu Beginn des 20. Jahrnunderts

Der Ruf verbreitete sich schnell und zog wohlhabende Bürger aus den Städten herbei. Die Bewohner der armen Bergdörfer erkannten, dass sich hier neue Verdienstquellen auftaten. Kluge, vorausschauende Köpfe nutzen die Gunst der Stunde und gründeten im den SKS, den Vorläufer des heutigen Westdeutschen Skiverbands (WSV) und infolge dessen nach und nach Ortsverbände im gesamten Sauerland. Zu den wichtigsten Aufgaben der Skiklubs gehörte die Beschaffung von Skiern, die Ausbildung von Skilehrern, die Organisation von Sonderzügen in die junge Wintersportregion und von den damals beliebten Skifesten. So waren es maßgeblich die Vereine, die für die Entwicklung des damals elitären Sports zum Breitensport verantwortlich waren.

Skiwanderer in Siedlinghausen im Wter-1906-07

110 Jahre Wintersport feiert die Region in diesem Winter. Eine Broschüre mit vielen spannenden Geschichten ist erhältlich im Projektbüro der Wintersport-Arena Sauerland. Die Entwicklung zeigt anschaulich auch das Westdeutsche Wintersportmuseum. Und in Tradition der Skifeste findet zudem alle zwei Jahre in Neuastenberg das Nostalgie-Skirennen statt. Text + Fotos: Wintersport-Arena Sauerland/ Siegerland-Wittgenstein e. V. Skiwanderer Anfang des 20. Jahrhunderts

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KULTUR | Februar 2017

„Wenn Du eine bessere Welt willst, musst Du bessere Musik hören.“ Das ist das Credo der Initiatoren Susanne Pohlen (PublicJazz | events) und Bernd Zimmermann (Geschäftsführer des nrwjazz e.V. und Programmverantwortlicher der Reihe FineArtJazz).

FineArtJazz

Das neue Programm hat es in sich! Jazzmusik hautnah erleben, sich mit unbekannten Klängen, Harmonien und Improvisationen auseinandersetzen, den natürlichen Klang eines Instruments unmittelbar erfahren, sehen, wie die Musik entsteht, resetet den Geist, lädt die Akkus auf und schafft Raum für neue Gedanken. Diese Konzerterlebnisse an außergewöhnlichen Orten mit einer ganz besonderen Atmosphäre und deren kreative Verwandlung sind Inseln im Alltag die zu neuen Sichten anregen. Mit der neuen Spielzeit 2017|1 werden die im Kulturangebot von Gelsenkirchen und Dorsten nicht mehr wegzudenkenden Konzertreihen "FINEARTJAZZ" zusammengelegt und durch weitere Spielorte in Gladbeck, Herten und Wulfen ergänzt werden. So entsteht ein neues, städteübergreifendes und hochkarätiges Konzertangebot im nördlichen Ruhrgebiet mit größerer Strahlkraft. "Wir sind davon überzeugt, dass von dieser "Fusion" und räumlichen Expansion alle Beteiligten partizipieren. Barrierefrei überwindet die neue Reihe durch das gemeinsame Label Stadtgrenzen", meinen die Initiatoren. Für das 1. Halbjahr wurde ein Programm auf die Beine gestellt, das es so nur auf den großen Bühnen des Landes zu erleben gibt. Hochkarätige Jazzmusiker aus Nordrheinwestfalen, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, der Ukraine, Österreich, Dänemark und Schweden wer-

RUHR gespräch

den die insgesamt 6 Bühnen bevölkern. Darunter große Namen und neue Entdeckungen. Im Zentrum des diesjährigen Programms steht die 1. FINEARTJAZZNIGHT in Wulfen-Barkenberg mit 4 der spannendsten Jazzbands aus Nordrhein-Westfalen. Die Reihe startete bereits am 13.01. im soziokulturellen Zentrum "Das LEO" in Dorsten. Am 17.02. geht es weiter in Dorsten. Dort entfacht Joscha Oetz's PERFEKTOMAT ein Freudenfeuer an vorwärtsweisendem, mitreißendem Jazz mit Afro-Peruanischer Rhythmus-Finesse, Gelassenheit und Frenetik und lateinamerikanischer Leichtigkeit. Auf dem Gelsenkirchener Nordsternturm stehen im ersten Halbjahr wieder 2 exklusive Konzerte an. Am 10.3. mit Matthias Bergmann und Clemens Orth, zwei vielbeschäftigte NRW Musiker und am 19. Mai mit Ulla van Daelen, die die Harfe vom traditionellen Begleitinstrument zum schillernden Performance-Act indem sie die klassische Spieltechnik, mit Elementen aus Pop, Weltmusik und Jazz mischt. Das Gemeinschaftshaus WulfenBarkenberg wird am 1. April für eine Nacht zum Zentrum des nordrhein-westfälischen Jazz. Sie sind jung, kreativ und voller Energie und wildern in allen nur erdenklichen Musikstilen. Auf der 1. FineArtJazzNacht präsentiert PublicJazz vier der spannendsten Formationen der jun-

gen Jazzszene NRW's. PopJazz, Funk, BalkanJazz,l Beat Boxing. Groovig, und jazzig. Ein Feuerwerk aktuellster Musik, die wie keine zweite in die heutige Zeit passt. Am 6. Mai erreicht FineArtJazz dann zum ersten Mal Gladbeck. Ort des Geschehens ist das Atelier der Gladbecker Künstlerin Susanne A. Schalz in einem ehemaligen Magazin der RAG. Hierhin kommt Pol Belardi's Force. Die vier Luxemburger gehören zu den jungen europäischen Jazzern, die ihren Jazz mit Pop, Rock, Hip-Hop und elektronischer Musik mischen. Das Ergebnis ist ein von kräftigen Grooves angetriebener erfrischender Jazz. Im Juni präsentiert PublicJazz dreht PublicJazz mit einem wahren Staraufgebot noch einmal richtig auf. Im "LEO" ist dann am 2. Juni das österreichische David Helbock Trio zu Gast. Der zweifache Preisträger und Publikumspreisträger beim weltweit größten Jazz-Piano-Solo-Wettbewerb des Jazzfestivals Montreux gehört zweifellos zu den innovativsten Pianisten unserer Zeit. Zum Abschluss der ersten Spielzeit 2017 kommen am 23.6. Caecilie Norby und Lars Danielsson ins Glashaus nach Herten. Als erste dänische Künstlerin wurde sie vom legendären Blue Note Label unter Vertrag genommen, und arbeitete mit vielen internationalen Stars verschiedenster Fächer zusammen. Der Schwede Lars Danielsson ist einer der er-

folgreichsten Kontrabassisten und Cellisten weltweit. Mit knapp einer halben Million verkaufter Alben ist Caecilie Norby eine der erfolgreichsten Jazzkünstlerinnen Europas und eine der wichtigsten Figuren des Brückenschlags zwischen Pop und Jazz. Und auch in diesem Jahr bietet PublicJazz Abos an. Städteübergreifend und regional. Mehr Informationen unter: www.publicjazz.de .

Locations:

HAUTNAH – DAS LEO In unmittelbarer Nachbarschaft des CreativQuartiers Fürst Leopold liegt eines der neusten soziokulturellen Zentren Deutschlands „Das LEO“. In Zeiten großer Sparzwänge hat Dorsten dennoch auf dem ehemaligen Zechengelände, neben dem alten Maschinenhaus einen Treffpunkt bürgerschaftlichen Engagements und Jugendkultur geschaffen. Der gemütliche Konzertsaal und die unmittelbar angrenzende Lounge besticht durch eine außergewöhnlich gute Akustik. Hier ist der Konzertbesucher hautnah dabei, wenn Jazzmusiker von Weltformat ihre klangliche Kunst präsentieren.


KULTUR | Februar 2017 MATTHIAS BERGMANN / CLEMENS ORTH (D)

SPANNENDES AMALGAM – NORDSTERNTURM Die spektakulärste Jazzlocation NRWs, so wird die in 60 Metern Höhe gelegene Maschinenhalle des Nordsternturms beschrieben. Der ehemalige Förderturm bringt es auf eine Höhe von 83 Metern. Gekrönt wird er von der Herkules-Skulptur von Markus Lüpertz. Die Aussichtsplattform verspricht ein atemberaubendes Ruhrgebietspanorama. Auch die Videokunstausstellung im Turm kann besucht werden. Der Turm kann an nur wenigen Tagen im Jahr spät abends besucht werden, nämlich dann, wenn prickelnde Kontraste zwischen Musik, Raum und Licht die Maschinenhalle dominieren.

VÖLLIG UNTERSCHÄTZT – GEMEINSCHAFTSHAUS WULFEN In den 60iger und 70iger Jahren wurde in Wulfen ein neues Städtbauprojekt realisiert. Das damalige Vorzeigeprojekt blieb aber bereits in den Anfängen des erwarteten Strukturwandels hin zum Kohleabbau unter dem nördlichen Ruhrgebiet stecken, bescherte den „Barkenbergern“ und Wulfenern aber eine der schönsten Veranstaltungshallen des nördlichen Ruhrgebiets. Der Mehrzweckbau lässt das Herz eines jeden kreativen Veranstalters höher schlagen. Die bis zu 600 Besuchern Platz bietende Halle bietet Raum für jedwedes Eventkonzept. JAZZ im DSCHUNGEL – DAS GLASHAUS HERTEN Pflanzen wohin man schaut. Ein Glashaus mitten in der Stadt. Mit einer geglückten Synthese aus

moderner Architektur und ökologischem Baukonzept bietet das Glashaus einen außergewöhnlichen Rahmen für unsere Konzerte. Seit der Eröffnung im Jahr 1994 hat sich das Glashaus einen Namen als außergewöhnlicher Veranstaltungsort gemacht. Durch die zentrale Lage im Herzen des Ruhrgebiets ist es für alle Besucher ein „Treffpunkt der kurzen Wege“ und bietet mit seinen bis zu 400 Plätzen genügend Platz für die größeren Events unserer Reihe.

DAS PASST – ATELIER SUSANNE A. SCHALZ FineArtJazz im wahrsten Sinne des Wortes. Das Atelier der Gladbecker Künstlerin Susanne A. Schalz befindet sich im tiefsten Ruhrpott. Hier hängen großformatige Bilder der Künstlerin an der Wand, aktuell: der Pott in Farbe. Das einstige Magazin des Instandhaltungswerkes der Ruhrkohle AG wurde zu einer beeindruckenden Location mit Halle und Lounge verwandelt. Die industrielle Vergangenheit begegnet einem auf Schritt und Tritt. Eine Galerie ermöglicht attraktive Sichtweisen auf die Konzerthalle. Mit ihrer bunten Einrichtung ist dieser Ort wie geschaffen zum jammen und chillen.

Konzerte:

JOSCHA OETZ PERFEKTOMAT (D)

VAN DAELEN (D)

Freitag, 10.03.2017, 20:00 Uhr (Einlass: 19:00) Nordsternturm Nordsternplatz , Gelsenkirchen VK: 21,- Euro, AK: 25,- Euro

Freitag, 19.05.2017, 20:00 Uhr (Einlass: 18:00) Nordsternturm Nordsternplatz 1, Gelsenkirchen VK: 21,- Euro , AK: 25,- Euro

FINEARTJAZZNACHT 2017 TOBIAS CHRISTL WILDERN | BEASTING | FILOU | URBAN WEDDING BAND

DAVID HELBOCK TRIO (A)

Samstag, 01.04.2017, 18:00 Uhr (Einlass: 17:30) Gemeinschaftshaus Wulfen-Barkenberg Wulfener Markt 5, Wulfen VK:25,- Euro, AK: 29,- Euro

Freitag, 02.06.2017, 20:00 Uhr (Einlass: 19:30) Das LEO Fürst-Leopold-Allee 70, Dorsten VK 22,- Euro, AK: 26,- Euro

POL BELARDI’S FORCE (L)

CAECILIE NORBY & LARS DANIELSSON (DK)

Samstag, 06.05.2017, 20:00 Uhr (Einlass: 19:30) Magazin Atelier Susanne A. Schalz Talstraße 11, Gladbeck VK: 20,- Euro, AK 24,- Euro ULLA

Freitag, 23.06.2017, 20:00 Uhr (Einlass: 19:30) Glashaus Herten Hermannstraße 16, Herten VK: 22,- Euro, AK 26,- Euro

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BÜCHERTIPPS | Februar 2017

Das erste Praxisbuch zum neuen Trend Fasten-Wandern vom Bestsellerautor und „Fasten-Papst" Ruediger Dahlke. Fasten-Wandern ist ideal für alle, die wieder fit werden wollen. Das Besondere an der Kombination: Fettgewebe wird abgebaut und Muskelgewebe aufgebaut. Während des Fasten-Wanderns wird eine Gemüsesuppe gegessen. Der Organismus kommt dabei in eine ganz besondere Situation: Während er genug zu essen bekommt – dicke Gemüse-Suppe so viel er will! –, bleibt ihm unter dem Strich doch fast nichts. So macht das Abnehmen Spaß, denn es entstehen keine Hungergefühle und man hat genügend Kraft, um die Wanderungen zu genießen. Der bekannte Fasten-Arzt Ruediger Dahlke erklärt anhand neuester Studien, was Fasten-Wandern im Körper bewirkt, u.a. werden die Selbstheilungskräfte aktiviert, die Fitness deutlich verbessert, und es entsteht Raum für Heilung. Denn Fasten-Wandern ist nicht nur ein äußeres Bewegen, sondern auch ein inneres und schafft eine neue Balance von Körper und Geist. Durch das Fasten werden die Sinne sehr geschärft und Erlebnisse intensiver – vor allem im Kontakt mit der umgebenden Natur. Ruediger Dahlke Fasten-Wandern Droemer Knaur ISBN 978-3-426-65806-2 19,99 €

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Das Wasser, mit dem der Kaffee gebrüht wird, enthält kleinste Plastikpartikel. Der Honig, den wir uns allmorgendlich aufs Brötchen schmieren, ist ebenfalls mit Mikroplastik belastet. Plastik ist zum Sinnbild der heutigen Zeit geworden und ist inzwischen überall - mit den entsprechenden Folgen für Gesundheit und Umwelt. Aber geht es wirklich nicht ohne Plastik? Die beiden Autorinnen Anneliese Bunk und Nadine Schubert haben sich genau diese Frage vor zwei Jahren auch gestellt - und leben heute quasi plastikfrei. In ihrem Buch zeigen sie, wie und wo man im Alltag Plastik ersetzen und einsparen kann - ohne gleich das gesamte Leben umzukrempeln. Das Buch bietet zahlreiche Tipps und Tricks, angefangen vom bewussteren Einkaufen bis hin zum Selbermachen von Badprodukten oder Snacks, die man "plastikfrei" einfach in keinem Supermarkt bekommt. Dabei sind die praxiserprobten Ratschläge aus dem Buch einfach umzusetzen und stellen Arbeitserleichterung und sogar Zeitersparnis dar. Einsteigen kann jeder, hier und jetzt, Schritt für Schritt und ganz nach dem eigenen Tempo. "Besser leben ohne Plastik" ist der ultimative Ratgeber für alle, die von der Plastikflut die Nase voll haben und ein gesundes Leben mit natürlichen Materialien führen wollen. Anneliese Bunk & Nadine Schubert Besser leben ohne Plastik oekom verlag ISBN: 978-3-86581-784-6 12.95 €

Jedes Vorhaben, das du nicht gern mit in deine täglichen Gewohnheiten übernimmst, wird schnellstmöglich beendet. Die gefühlte Belohnung muss daher immer stärker sein als der gefühlte Einsatz. Und genau deswegen gelingt es mit besonders gutem Essen viel leichter, weniger und richtig zu essen. Und dauerhaft mehr Bewegung und Kalorienverbrauch gelingt nur mit dem Prinzip der ständigen Unterforderung. Beides zusammen macht mühelos schlank und fit, bei höchstem Genussfaktor. Mit diesen revolutionären Erkenntnissen schaffen der prominente Koch und der Sportprofessor die althergebrachten Diätkonzepte praktisch ab. Dabei könnte das Holz nicht unterschiedlicher sein, aus dem die beiden Autoren geschnitzt sind. Bestsellerautor Professor Ingo Froböse steht für Sport, Gesundheit und Disziplin. Helmut Gote, bekannter Radio- und Fernsehkoch, liebt Butter, Sahne und Speck und denkt gar nicht daran, grundsätzlich auf einen guten Rotwein zu verzichten. In diesem Buch beweisen sie, dass man mit bewusstem Genuss und moderater Bewegung am einfachsten langfristig zum Traumgewicht kommt. Helmut Gote Ran an den Speck Die leckerste Diät der Welt Becker Joest Volk Verlag ISBN: 978-395-453-082-3 29,95 €

So fix und lecker geht gesunde Ernährung! Dr. med. Anne Fleck, Ernährungsmedizinerin aus Hamburg (bekannt aus der NDRSerie "Die Ernährungs-Docs") und Su Vössing, ehemals Deutschlands jüngste Sterneköchin sowie Autorin von „Kochen ist die beste Medizin“, haben gemeinsam 50 einzigartige Rezepte entwickelt, die nicht nur sensationell lecker sind, sondern auch besonders gut für die Gesundheit. Dass alle diese Gerichte tatsächlich mit nur 10 Minuten Aufwand zuzubereiten sind, ist für viele Menschen, die sich im Alltag gern unkompliziert und gesund ernähren wollen, ein wahrer Segen. Dr. med. Anne Fleck hat für dieses Buch die Zutaten nach den neuesten Erkenntnissen der Ernährungsmedizin so ausgewählt, dass bereits eine gesunde Mahlzeit am Tag ausreicht, um den Körper mit allen Vitaminen, Spurenelementen, Fettsäuren und pflanzlichen Sekundärstoffen zu versorgen. Viele Gerichte sind darüber hinaus auch für unterwegs oder fürs Büro geeignet. Kurze Texte informieren zudem über Lebensmittel und ihre besondere Wirkung. Dr. Anne Fleck Die 50 gesündesten 10-Minuten-Rezepte Becker Joest Volk Verlag ISBN: 978-395-453-103-5 24,95 €


KULTUR | Februar 2017

Christian Korten, Meister der Stimmimitationen, schlüpft in die Rolle eines Chauffeurs und plaudert an diesem Abend aus dem Nähkästchen. Erfahren Sie peinliche sowie pikante Promigeschichten und erleben Sie eindrucksvolle Artistik der Höchstklasse!

Varieté et cetera

PROMIGESCHICHTEN – Ein Chauffeur packt aus! Moderator Christian Korten, Inhaber eines kleinen Taxistands auf dem Theatergelände, entpuppt sich an diesem Abend als der größte Fan des et cetera und Experte des Programms. So kennt er jeden Artisten und auch die Moderation in und auswendig. Besonders angetan ist die Hobby-Plaudertasche von Phil Os. Der Preisträger beim Zirkusfestival „Golden Trick“ 2011 wird die Bühne beben lassen. „Rock’n’Roll Diabolo“ nennt er seine Kunst und verspricht damit nicht zu viel. Das Duo Strange Comedy, deren Name definitiv Programm ist, hat an diesem Abend das Vergnügen, Fahrgast in Christian Kortens Taxi zu sein. Ihre Nummer verzückt das Publikum mit einem äußerst charmanten und urkomischen Katastrophencharakter. Jung, kokett und wild zeigt sich hingegen die attraktive Berlinerin Samira Reddmann. Im Einklang mit der Musik vollführt sie am Trapez auf kleinstem Raum ausdrucksstark wahre Wunder. Eindrucksvoll schwebt sie über der Erde und auch am Boden bewegt sich die Artistin in Ihrer Tanzkontorsion ebenso anmutig und elegant. Der junge Maxim Kriger zeigt eine anspruchsvolle RolaRola-Nummer. Mit ausgeprägtem Gleichgewichtssinn und enormer Körperbeherrschung zeigt er waghalsige Figuren auf dem kleinen Brett, das für ihn die Welt bedeutet. Er garantiert Nervenkitzel pur! Martyn Chabry verzaubert Sie an diesem Abend mit zahlreichen atemberaubenden Outfits – und das in einer einzigen Performance. „Quick Change“ nennt sich ihre Disziplin und nebenbei spielt der Vollblut-Profi virtuos auf verschiedensten Instrumenten. Last but not least unser temperamentvoller Jongleur Rafael de Carlos. Mit Leichtigkeit kombiniert er verschiedene Requisiten, erhöht das Tempo und auch die Anzahl der zu jonglierenden Gegenstände. Seine Darbietung wird maskulin, imposant und charmant! Dauer der Show: 03.03. – 11.06.2017 Showzeiten: Do. bis Sa. um 20 Uhr, So. um 19 Uhr „Satt & Lustig“: Do. 16.03., 06.04. und 18.05.17 um 18.30 Uhr „Brunch & Varieté“: So. 12.03., 19.03., 09.04., 23.04., 07.05., 14.05., 21.05. und 04.06.17 um 10.30 Uhr Ticket-Hotline: 0234-13003 Variete et cetera Herner Str. 299 44809 Bochum www.variete-et-cetera.de Samira Reddmann

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RÄTSELSPASS | Februar 2017

Preisrätsel Wir verlosen eine Teilnahme am Menue Karussell für 2 Personen im RYOKAN im Wert von 93,- Euro.. dt. Schriftsteller (Eugen)

Dauerbezug (Kurzwort)

luftförmiges chem. Element

eintönige Musik spielen (ugs.)

Abkürzung für Erdgeschoss

Bogen auf zwei Säulen, Pfeilern

Pullover (engl.)

ausschweifendes Gelage

traurig, freudlos

Bruder d. Mutter oder des Vaters

13 10 7 4 1 2 REDAKTEURE GESUCHT! 12 Zur Verstärkung unseres Redaktionsteams suchen wir 9 erfahrene und engagierte Redakteure zur freien Mitarbeit. 5 8 6 3 11 klappern Tochter des Königs Minos

unwirklich

großes Erdloch für Neubauten

Westslawe, Wende

scherzh.: wilder kleiner Junge

amerik. Filmlegende (James)

Segelbefehl

Wettkampfstätte; Manege

Kernfrucht

Sand-, Schneeanhäufung

unaufhörlich; unbegrenzt

rege, munter

an einer höher gelegenen Stelle

Fluss zur Donau

lediglich

Schiffsbauplatz Liebste; Leistungsfähigste

Modeschöpfung

ohne Milde, hart

elektronischer Speicherort

Dreschplatz in der Scheune

Sieger, Bester

Fremdwortteil: fern

fächerförmiges Palmenblatt

Pökelflüssigkeit

mit den Zähnen zerkleinern

gefüllter oder belegter Kuchen

altägyptischer Gott

Rasensportler

KfzZeichen Neuss

Bewohnerin eines Erdteils

schlagkräftiger Boxer

brasilianische Fußballlegende

Roman von Émile Zola

Lebewesen

Fenstervorhang

Vorraum, Flur

Lesebuch für Schulanfänger

Kanal in dt. Küstenstädten

sich äußern, sprechen

Wurf mit gleicher Augenzahl

freier Verteidiger beim Fußball

größte Hafenstadt Israels

afrikanische Wüste

Respekt, taktvolle Rücksichtnahme

elektr. geladenes Teilchen

Staat in Südwestafrika

Traubenernte

viel Zeit beanspruchend

Großvater

festes See-, Signalzeichen

Lobrede

geflochtenes Haar

Preisschild

Pferd

Verwaltungsbereich

Holzblasinstrument

Nachahmer

Klettertrieb einer Pflanze

Lösungswort:

Das Lösungswort des Dezember-Preisrätsels war TANNENZWEIG. Gewonnen haben: Günter F. Pelke (BO), Beatrix Pfeufer (BO), Siegfried Kirchner (E), Margret Mende (Dorsten), Annchen Böttcher (GE), Marion Schumacher (GE), Klaus Wittka (HER), Linda Haubenthal (Marl), Manfred Strempel (OB)

RUHR gespräch

Aufsehen, Skandal

linker Nebenfluss der Mosel

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Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Tel: 0209-40 52 39 58 • E-Mail: info@ruhrgespraech.de

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niemand; nichts

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Schreiben Sie das Lösungswort auf eine Postkarte (mit Ihrem Absender, Telefonnummer und E-Mail-Adresse) und senden diese bis zum 10.03.2017 an MEDIA-PRESS-PROMOTION Altenbochumer Straße 1 44803 Bochum Sollten mehr als eine Lösung eingehen, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle MitbürgerInnen, ausgenommen MitarbeiterInnen des Verlages und deren Angehörige.


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RUHRgespräch Ausgabe 3  

Die 3. Ausgabe des Regionalmagazins für Bochum, Gelsenkirchen, Herne und den Kreis Recklinghausen.

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