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Bewährte Mischung

Die Zeitung für Medizinstudenten und junge Ärzte

Wetterfest und gut gelaunt zeigten sich rund 3000 Jungmediziner bei den MediMeisterschaften, die am zweiten Juni-Wochenende in Kiel ausgetragen wurden. Die seit elf Jahren bewährte Mischung aus Fußballturnier und Party war trotz Regen, Wind und Kälte ein großer Erfolg: Mehr als 100 Männer- und Frauenmannschaften traten diesmal an.

ZEITUNG

Mehr dazu auf den Seiten 6 und 7

Ausgabe 04/12 ∙ September/Oktober 2012 ∙ In Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag ∙ www.medi-learn.de ∙ ISSN 1860-8590 ∙ 1,90 €

Am Fuße des Tafelberges PJ-Tertial in der südafrikanischen Metropole Kapstadt

Einsatz am sozialen Rand Infos über Unfallrisiken Medizinstudent hilft in einer Caritas-Straßenambulanz Kinder- und Jugendärzte verteilen Merkblätter an Eltern

Die Entscheidung für das Groote Schuur Hospital erwies sich als Glücksfall: Die Zusammenarbeit mit den anderen „interns“ und dem Leiter der Inneren Abteilung klappte sehr gut. Besonders die Visiten mit dem Professor waren ein informatives „bedside teaching“.

Seit mehr als zehn Jahren erhalten hier Menschen in finanzieller Notlage oder ohne festen Wohnsitz eine medizinische Basisversorgung. Zurzeit sind zwölf Ärztinnen und Ärzte sowie 17 Studierende in der Hannoveraner Straßenambulanz ehrenamtlich tätig.

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Voneinander lernen Projekt IMECU will kulturelle Sensibilität fördern von Ines Behlert (MEDI-LEARN Redaktion)

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n Zeiten der Globalisierung ist die Mobilität der Menschen erhöht. Aus den unterschiedlichsten Gründen zieht es uns in fremde Länder, sei es für einen Urlaub, sei es für einen längeren Arbeitsaufenthalt. Der Umgang mit anderen Kulturen ist spannend, erfordert gleichzeitig aber auch große Sensibilität. Das gilt besonders im medizinischen Bereich. Um deutsche Medizinstudierende für dieses Thema zu sensibilisieren und die Integration ausländischer Medizinstudierender zu verbessern, gibt es an der Münchener Universität das Projekt „International Medical Culture“ (IMECU) unter der Leitung von Fabian Jacobs und Barbara Habermann. Das erste Seminar im Rahmen des Projekts fand im Sommersemester 2011 statt. In einem semesterbegleitenden Kurs tauschten sich Medizinstudierende über Stereotype und Vorurteile aus und probierten in Rollenspielen, welche interkulturellen Aspekte in verschiedenen Konstellationen wie beispielsweise „deutscher Arzt im ausländischen Umfeld“ oder „ausländischer Patient im deutschen Umfeld“ zum Tragen kommen. Das Besondere ist dabei, dass die deutschen und ausländischen Studierenden in hohem Maße voneinander lernen.

So können die ausländischen Studierenden über ihre Erfahrungen in der für sie fremden deutschen Kultur berichten und Schwierigkeiten damit thematisieren. Den deutschen Studierenden wiederum kann auf diese Weise bewusst werden, welche für sie „normalen“ Gegebenheiten befremdlich wirken; umgekehrt erfahren sie interkulturelle Unterschiede durch eigene Anschauung. Beiden Seiten wird so ermöglicht, sich zu reflektieren und den anderen in seiner Besonderheit wahrzunehmen und zu respektieren. Den ausländischen Studierenden soll die Integration erleichtert werden, während die deutschen Teilnehmer sich auf Auslandsaufenthalte vorbereiten können. Doch die Wirkung des Projektes geht weit darüber hinaus, denn die Teilnehmer werden durch ein Baukasten-Prinzip auch in die Weiterentwicklung des Projektes einbezogen. Nach dem ersten Bau-

stein – dem semesterbegleitenden Seminar – folgen ein zweiter und ein dritter, in denen das Engagement der Teilnehmer gefragt ist. Mit ihrem Wissen und den von ihnen gemachten Erfahrungen entwickeln sie Projekte und Initiativen, die sie anschließend in die Praxis umsetzen.

Unfälle sind bei Kindern oft der Grund für einen Krankenhausaufenthalt. Besonders häufig sind in dieser Altersgruppe Stürze, Verbrennungen und Vergiftungen. Faltblätter informieren, welche oft ganz einfachen Maßnahmen zur Vorbeugung solcher Unfälle es gibt.

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So entstand beispielsweise ein Angebot für ausländische Studienkolleg-Teilnehmer, die ein Medizinstudium planen. Um ihre Motivation zu erneuern, geben fortgeschrittene Medizinstudierende Einblick in das Studium. Andere studentische Projekte umfassen ein Mentorenprogramm für ausländische Erstsemester oder themenspezifische Symposien. Die Fokussierung auf die Medizinische Fakultät der LMU ist hierbei gewollt, denn es geht um die fachspezifische Förderung interkultureller Kompetenz. Obwohl es sich um ein freiwilliges Angebot handelt, ist das Interesse der Studierenden an dem Projekt sehr groß. Ursprünglich war geplant, das Seminar einmal jährlich stattfinden zu lassen. Aufgrund des großen Zulaufs findet es nun jedoch jedes Semester statt. Inzwischen gibt es verschiedene Ideen zur festen Integration des Seminars in das Curriculum. Denn das Thema des kultursensiblen medizinischen Handelns ist gerade in Bezug auf die Migrantenversorgung aktueller denn je. Unter anderem zeigt sich das in den zahlreichen Kooperationen mit anderen Projekten. Dass die Vernetzung hilfreich ist, wird schon an der Einbindung mancher Angebote in das Seminar deutlich. So schickt beispielsweise das Bayrische Zentrum für Transkulturelle Medizin eine ihrer Dolmetscherinnen, sodass die Studierenden mit einem nicht-deutschspra-

Verlässliche Helfer vor dem Physikum

chigen Patienten ein Anamnesegespräch über eine Dolmetscherin simulieren können. Ein anderes Beispiel ist das mit Hilfe von „Ärzte ohne Grenzen“ durchgeführte Planspiel: Die Studierenden werden in ein Entwicklungsland entsandt, wo sie in einem Flüchtlinscamp die Gesundheitsversorgung aufbauen sollen. Bei den auftretenden Schwierigkeiten handelt es sich um reale Probleme, die Mitarbeiter erlebt haben. Medizinstudierende der Münchner Universität können durch IMECU interkulturelle Kompetenzen erlangen und in den verschiedensten Bereichen anwenden. Sei es, dass sie als deutsche Austauschstudenten oder Mitarbeiter einer humanitären Organisation ins außereuropäische Ausland gehen oder hierzulande ausländische Patienten betreuen; sei es, dass sie als ausländische Medizinstudierende Anschluss suchen oder im deutschen Umfeld arbeiten. Von dem Nutzen, den sich beide Gruppen im Seminar bringen und durch die Weitergabe der Erfahrungen von Studierenden an Studierende lebt und wächst das Projekt. Damit könnte es zum Vorbild werden, um auch an anderen medizinischen Fakultäten Studierende für den interkulturellen Umgang zu sensibilisieren.

Inhalt Für dich gelesen Bücher für den Berufsalltag auf einer chirurgischen Station stellen wir diesmal vor: den „Klinikleitfaden“ aus dem Elsevier-Verlag, das bei Springer erscheinende „Klinikmanual“ sowie die seit etlichen Mediziner-Generationen bewährte „Checkliste Chirurgie“ aus dem Hause Thieme. Seite 04

Neue Auflage der MEDI-LEARN Skriptenreihe erscheint im Oktober

Interdisziplinär

von Kare Ahlschwede (MEDI-LEARN Redaktion)

Ziel ist die optimale Versorgung

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uch Gutes und Bewährtes lässt sich immer noch ein bisschen besser machen. Genau das hat der MEDI-LEARN Verlag in diesem Sommer bei seiner Skriptenreihe getan, sodass im Oktober die mittlerweile 5. Auflage erscheinen kann. Sie stellt nicht lediglich eine Überarbeitung dar, sondern wurde in vielen Punkten auch konzeptionell erweitert. Gleich geblieben ist hingegen der studentenfreundliche Preis. Ansonsten aber sind die Unterschiede zur Vorgänger-Version diesmal so groß wie nie zuvor. Die augenfälligste Veränderung ist sicherlich, dass sämtliche Seiten farbig gedruckt werden – wobei „farbig“ nicht dasselbe ist wie „bunt“. Mit Ausnahme der nun ebenfalls komplett kolorierten Abbildungen beherrschen dezente Blautöne das Gesamtbild, das insgesamt ruhig und aufgelockert wirkt. Mediengestalter sprechen von „viel Weißraum“, und die Benutzer der Hefte freuen sich über reichlich Platz für eigene Notizen. Dieser Platz erhöht den Gebrauchswert der Skripte ebenso wie das hoch-

wertige Papier, auf dem sich besonders gut mit Textmarkern arbeiten lässt. Ein klares und leicht vergrößertes Schriftbild hilft vorzeitiges Ermüden beim stundenlangen Lesen vor den Prüfungen zu vermeiden und die einheitlich gestalteten, wiederkehrenden Elemente wie „MerkeKästen“ oder „Fürs Mündliche“ erleichtern das schnelle Zurechtfinden.

mehr als 5000 Protokolle wurden ausgewertet

Gerade in die letztgenannte Rubrik wurde von den MEDI-LEARN Mitarbeitern aus gutem Grund viel Arbeit investiert. Mehr als 5000 Prüfungsprotokolle aus den vergangenen Jahren kamen auf den Tisch und bestimmten den deutlich erweiterten Inhalt der Sonderseiten speziell zur Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Prüfer. Wie überall sind dabei Fragen aus Examens-Terminen eingeflossen, die zum Teil erst wenige Monate zurückliegen. Sichtbares Ergebnis dieser wahrscheinlich einzigartigen statistischen Auswertung früherer Prüfungsrunden

war zunächst eine gigantische Matrix von Werten. Aus ihr setzt sich – ganz ähnlich wie im gleichnamigen Film – für das geübte Auge irgendwann ein aussagekräftiges Bild zusammen: Wonach wurde in welchem Examenszeitraum wie oft gefragt? Weil diese Information bei der Vorbereitung in begrenzter Zeit so wertvoll ist, wurde die Matrix zur Grundlage eines völlig neuen Details, das es ab der bevorstehenden 5. Auflage geben wird: Über jedem Kapitel ist angegeben, mit welcher relativen Häufigkeit der Stoff des jeweiligen Abschnitts in den bisherigen Prüfungen vorkam. Hieraus lässt sich auch ableiten, mit welcher Wahrscheinlichkeit dieser Stoff in künftigen Prüfungen vorkommen wird. Gibt es wohl überhaupt einen Prüfungskandidaten, der genau das nicht immer schon gerne wissen wollte? Auch daran zeigt sich: Nutzerfreundlichkeit und Gebrauchswert waren die beiden bestimmenden Leitlinien der innovativen Konzeption unserer Skriptenreihe. Das gilt nicht zuletzt für ihre digi-

talen Erweiterungen. Bei jeder Abbildung im gedruckten Heft gibt es einen Verweis auf ihre elektronische Entsprechung im Online-Bildarchiv, das ebenso neu gestaltet wurde wie der unverzichtbare Errata-Bereich. In dem allerdings wird hoffentlich wenig los sein, denn sachliche Richtigkeit und sogar die Rechtschreibung wurden in einem mehrstufigen Prozess wieder und wieder überprüft. Kurz vor dem Physikum möchtest du deine Zeit ziemlich sicher nicht mit langem Blättern verbringen. Zu den im Internet verfügbaren, praktischen Hilfsmitteln gehört deshalb außerdem eine Onlinesuche nach Schlagwörtern im gesamten Text aller Skripte – frei nach dem Motto: „Irgendwo hatte ich das doch schon gelesen …“ Neben allen Neuerungen gibt es genug Bekanntes und Vertrautes, dass die 32-teilige Skriptenreihe von MEDI-LEARN bei Jungmedizinern längst zu einem Maßstab effektiver Vorbereitung auf schriftliche und mündliche Prüfungen gemacht hat. Fortsetzung auf Seite 2

Wenn Blutgefäße des Hirn- und Rückenmark-Kreislaufs verstopfen oder brüchig werden, kommt es oft zu lebensbedrohlichen Zuständen. Im neuen Interdisziplinären Neurovaskulären Zentrum am Uniklinikum Aachen (INZA) arbeiten bei ihrer Diagnostik und Behandlung künftig zehn Fachkliniken zusammen. Seite 05

Recht & Geld

Mal in die Ferne schweifen ... Wer eine Auslandsfamulatur plant, sollte einen Beutel mit Standardmedikamenten einpacken und rechtzeitig seinen Versicherungsschutz überprüfen. Wichtig sind vor allem die berufliche und private Haftpflichtversicherung sowie eine solide Absicherung bei Unfall oder Krankheit. Seite 10

Preisrätsel

Antworten stehen im Text Wer sich den nebenstehenden Artikel zur Skriptenreihe genau durchliest, wird mit der Beantwortung der Fragen unseres Preisrätsels keinerlei Mühe haben. Die wievielte Auflage erscheint im Oktober? Genau. Zu gewinnen gibt es je fünfmal das „Cartoonbuch 3“, „Abenteuer Medizinstudium“ oder „Abenteuer Klinik“. Seite 11


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Medizin aktuell

September/Oktober 2012

Neue Auflage der Skriptenreihe im Oktober Fortsetzung von Seite 1

Erhältlich im App Store

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a den gesamten Stoff der vorklinischen Semester ohnehin niemand lernen kann, kommt es zunächst und vor allem auf eine sinnvolle Auswahl an. Die wird nun schon seit Jahren immer wieder an die neuesten Trends der IMPP-Fragen angepasst und mit den vom IMPP verwendeten Original-Bildern ergänzt. Eine klare Sprache und Gliederung tragen dazu bei, dass der ausgewählte Stoff in sehr begrenzter Zeit aufgenommen werden kann. Dazu wird ein dreistufiger Lernprozess empfohlen, der möglichst das gesamte Semester umfassen sollte, in dem der Nutzer am Physikum teilnehmen möchte. In der ersten Phase geht es im Rahmen der Klausurvorbereitung um die Erarbeitung des Lernstoffs in durchschnittlich drei Tagen pro Skript. Flankierend ist es durchaus sinnvoll, das jeweilige Thema außerdem bereits zu kreuzen. Hinweise auf fällige Pausen und Cartoons aus der Rippenspreizer-Kollektion sorgen dafür, dass das Lernen nicht in den Wahnsinn führt und sogar ein bisschen Spaß bringt. In der zweiten Phase ungefähr ab Beginn der vorlesungsfreien Zeit geht es dann um die Festigung und Vertiefung des Gelernten. Dazu empfehlen die MEDI-LEARN Experten, pro Tag ein Skript zu wiederholen und parallel dazu das jeweilige Fach examensweise zu kreuzen. Die neuesten Examen sollten jedoch für die dritte Phase aufgespart werden, in der ausschließlich diese dann tageweise zu kreuzen sind. Die Skripte dienen in dieser Zeit hauptsächlich als Nachschlagewerk und zuletzt dann für die Vorbereitung auf die mündlichen Prüfungen. Sind auch die geschafft, dürften die blauen Hefte noch lange nach dem Physikum einen Ehrenplatz in deinem Bücherregal behalten – schließlich haben sie als verlässliche Helfer dazu beigetragen, eine der höchsten Hürden des Medizinstudiums erfolgreich zu meistern.

So entsteht dein MEDI-LEARN Skript Da im Examen als auch in Klausuren sehr häufig Altfakten gefragt werden, eliminieren zunächst sämtliche Falschantworten (1) aus letzten zehn Examina (2). Danach werden exotische Inhalte aussortiert (3). Nachdem sämtliche IMPP relevanten Fakten verschlagwortet (4) sind, werden die Schwerpunkte aus über 5.000 mündlichen Prüfungsprotokollen (5) hinzugegeben. Danach entsteht durch das thematische Sortieren (6) und eine methodisch-didaktische Aufarbeitung (7) unserer Examensexperten dein MEDI-LEARN Skript (8).

Narkose in sicheren Händen Aktionen zum Weltanästhesie-Tag Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V. (BDA)

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m 16. Oktober wird alljährlich in vielen Ländern mit dem WeltanästhesieTag die Durchführung der ersten Äthernarkose gefeiert. Mit Patientenvorträgen und einer bundesweiten Telefonaktion wollen der Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V. (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) den Weltanästhesie-Tag auch in Deutschland ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Für alle teilnehmenden Kliniken und Praxen stehen kostenfreie Servicematerialien zum Download bereit. Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Narkose in sicheren Händen“ wollen der BDA und die DGAI ihre Kollegen und Kolleginnen aktivieren, gemeinsam den Weltanästhesie-Tag in Deutschland zu etablieren. Dabei setzten die beiden Verbände spannende Impulse für lokale Aktionen, wie zum Beispiel Vortragsveranstaltungen für Patienten und Angehörige rund um die Themen Anästhesie und Notfallmedizin. Einen Schwerpunkt des Themas Notfallmedizin wird die Kampagne „Stärkung der Laienreanimation“ darstellen, die mit dem Weltanästhesie-Tag am 16. Oktober 2012 offiziell startet. Zudem wird eine zentrale, bundesweite Telefonaktion in Tageszeitungen initiiert, an der sich die Kliniken und Praxen

04.05.12 08:33

beteiligen können. „Damit der Weltanästhesie-Tag ein großer Erfolg wird, sollten möglichst viele Anästhesisten diesen Tag aktiv vor Ort mitgestalten“, lädt Götz Geldner, Präsident des BDA, ein. „Jeder, der teilnimmt, hat die Chance, Patienten und Angehörige zu informieren, aufzuklären und letztlich von unseren hohen Qualitätsstandards zu überzeugen“, so Gabriele NöldgeSchomburg, Präsidentin der DGAI. Um Anästhesisten in Klinik und Praxis bei der Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen rund um den Weltanästhesie-Tag zu unterstützen, haben der BDA und die DGAI einen Aktionskoffer zum kostenfreien Download unter www. weltanästhesietag.de bereitgestellt. Darin befinden sich zum Beispiel Patientenvorträge zu Anästhesie und Notfallmedizin, Ankündigungen für die lokale Presse oder auch Vorlagen für Poster und Flyer. Auch für die Teilnahme an der bundesweiten Telefonaktion oder für die Durchführung einer eigenen Telefonsprechstunde stehen Services zum Download bereit. (Die Platzierung dieses Artikels wurde unterstützt vom BDA - Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V.)

MEDI-LEARN Special Anästhesie Wir bieten dir online in Kooperation mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA e.V.) im Rahmen der Aktion „Anästhesist werden“ umfassende Infos zu diesem Tätigkeitsfeld mit Zukunft. Mehr gibt es online unter www.medi-learn.de/bda


September/Oktober 2012

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Lernen im Ausland

Vier Monate am Fuße des Tafelberges Bericht über ein PJ-Tertial im Groote Schuur Hospital der südafrikanischen Metropole Kaptadt von Arne Driessen

Der mehr als 1000 Meter hohe Tafelberg ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Kapstadt, der nach Johannesburg und Durban drittgrößten Stadt Südafrikas.

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inen Teil meines Praktischen Jahres wollte ich gern im südafrikanischen Kapstadt verbringen. Ich habe das InnereTertial im Groote Schuur Hospital (GSH) absolviert und hatte wirklich Glück – sowohl was die „interns“ anging, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, als auch den Professor, der hier leitend tätig war. In der Regel waren die Visiten informativ und gaben dem Begriff „bedside teaching“ für mich eine neue Dimension. Allerdings gab es auch PJ-ler, die weniger zufrieden waren, so in der Cardiothoracic Unit, dem eigentlichen Flaggschiff des Krankenhauses. Prinzipiell ist zu sagen, dass sowohl Ärzte als auch Schwestern an Studenten gewöhnt sind und man herzlich empfangen wird. Wer sich einbringt, darf auch zupacken! Über das britische System in den Krankenhäusern gibt es ja bereits einige Berichte, weshalb ich lieber versuchen möchte, ein paar hilfreiche Tipps weiterzugeben, die mir in der Zeit in Kapstadt weitergeholfen haben. Neben dem GSH habe ich mich auch am Tygerberg Hospital beworben und bin rückblickend froh, dort abgelehnt worden zu sein. Denn Tygerberg ist ein Stadtteil relativ weit außerhalb des Zentrums, sodass ein Mietwagen unerlässlich gewesen wäre. Der Vorteil dort ist, dass die Verwaltung den internationalen Studenten einen eigenen Bungalowkomplex zur Verfügung stellt – also entfällt die Wohnungssuche. Die Zimmer sind okay, es gibt Gemeinschaftsküchen, allerdings nur mit Mikrowelle. Jedoch fielen uns bei Besuchen von

Kommilitonen, die während des PJ in Tygerberg tätig waren, Verhältnisse wie in der Big-Brother-Serie auf: Die Studenten lebten eng zusammen und da kollert es dann auch schon mal im Lager. Deshalb würde ich das GSH empfehlen und nenne weiter unten ein paar Adressen, um die Wohnungssuche zu vereinfachen. Wer Ms. Jacobs eine E-Mail an elective@curie.uct.ac.za mit dem Wunsch nach einem PJ-Tertial schreibt, der bekommt per Post einen Bewerbungsbogen, in dem alles Weitere erklärt ist. Insgesamt sind das Bewerbungsverfahren und die Bestätigung des PJ gut organisiert.

Bearbeitungsgebühr Post geschickt

mit der

Ein Studienvisum für den Zeitraum des Aufenthaltes kann beim südafrikanischen Generalkonsulat München für Bürger Bayerns und Baden-Württembergs sowie bei der Botschaft in Berlin für die Bürger anderer Bundesländer beantragt werden. Eine Bearbeitungsgebühr von rund 50 Euro, eine Einlage von 767 Euro und ein Nachweis über Tuberkulose-Freiheit wird verlangt. Mein Antrag wurde in München bearbeitet; das dortige Konsulat verfügt aber nicht über ein Konto, sodass ich den Betrag allen Ernstes in bar dort hingeschickt habe. Das Visum habe ich zwar bekommen, aber für die Rückerstattung des Geldes wird der original Reisepass und die original Quittung benötigt. Kurzum: Erspart euch das, reist als Touristen ein und

zu gegebener Zeit wieder aus, um euer Touristenvisum (90 Tage Aufenthaltsgenehmigung) zu verlängern. Das funktioniert auch und erspart Aufwand und unnötige Kosten. Die Vorsichtsmaßnahmen im Alltag, die Südafrika-Reisenden ständig empfohlen werden, seien an dieser Stelle nicht noch mal wiederholt. Allerdings sollte man einige wirklich beherzigen, da man sich schnell in gefährliche Situationen manövrieren kann. Besonders im Stadtteil Observatory traten während meines Aufenthalts vermehrt Überfälle auf, da es als das Viertel mit vielen internationalen Studenten gilt. So ist es besonders nach 22 Uhr abends ratsam, nicht alleine aus dem Haus zu gehen, das Handy in den Strumpf zu stecken und lediglich eine gewisse Summe für ein paar Bier in der Tasche zu haben. Glücklicherweise wird selten physische Gewalt angewendet. Alles in allem kein Grund zur Sorge, wenn man ein paar Dinge beachtet. Telefonanrufe von Kapstadt aus sind mit Worldcom oder Eurocall-Karten am günstigsten. Prepaid-Karten fürs Mobiltelefon sind in Supermärkten erhältlich. Guthaben für die Karten gibt es an den meisten Tankstellen oder in Supermärkten. Während der Sommermonate findet in Kapstadt montags abends am Clifton II Strand eine Art Fackel- und Feuerfest statt. Leute versammeln sich mit Trommeln und Feuerbällen am Strand und feiern den Sonnenuntergang (gegen 19.30 Uhr). Sonntag abends findet im La Mer zwischen Camps Bay und Clifton regel-

mäßig eine Inn Party statt. Recht junges Publikum, aber Spitzenstimmung! Eigentlich lassen sich so ziemlich alle Infos für Reisen und Ausflüge aus dem Lonely Planet ziehen – für günstige Unterkünfte lohnt es sich aber, nach dem Backpacker Hostel Guide „Coast to Coast“ Ausschau zu halten, der umsonst in den Touristen-Infos oder auch in Hostels zu finden ist. Super Tipp für eine einmalige Afrika-Erfahrung: Malealea Lodge im gleichnamigen Village in Lesotho. Von hier aus werden Reittouren mit Übernachtung in einem Dorf angeboten, was nicht nur wegen der Landschaft und der Stille eindrucksvoll ist, sondern auch, weil die Menschen dort noch beinahe wie im Mittelalter leben. Der Stadtteil Observatory bietet einiges an Restaurants und ungewöhnlichen Kneipen – sicherlich kann man mehr als einen Abend dort verbringen, da sich hier internationales Publikum und die „locals“ am Tresen treffen. Wohnungen und Zimmer für Studenten gibt es en masse. Auf der Suche nach Wohnungen lohnt es sich aber auch, nach Angeboten an Schwarzen Brettern in der Universität (Upper Campus), am Spar Market in der Station Road oder am Pick’n’Pay Markt St. Peter Square zu schauen. Wie das Tygerberg Hospital hat auch das Groote Schuur Hospital eine „students residence“, die sich Rochester House nennt. Leider ist es internationalen Studenten nicht möglich, dort ein Zimmer zu bekommen. Eine Alternative ist Ann Chapple Real Estate, eine Immobilienvermittlerin, die Häuser oder Zimmer an Studenten ver-

mittelt. Einfach mal anrufen und fragen, was sie im Angebot hat, schadet sicherlich nicht. Es lohnt sich, über den Preis ein bisschen zu verhandeln. Nelly und ihre Tochter Charmaine betreiben eine „Lodge“, die aus fünf Häusern im Stadtteil Observatory besteht (thelodge@mweb.co.za). Vermietet werden hier Betten pro Nacht, sodass der Zimmermitbewohner schon mal wechselt. Meine Erfahrung: für den Beginn eine super Adresse, um Kontakte zu knüpfen, da es eine Anlaufstation für viele internationale Studenten ist. Aber günstiger wohnt man sicher privat!

Manche Autohändler geben eine Rückkaufgarantie Um ein Auto kümmert man sich am besten vor Ort. Das ist ratsam, wenn man wie ich vier Monate bleibt und in den vollen Genuss der Stadt kommen möchte. Wir hatten ein Mietauto, da wir immer die Möglichkeit hatten, die Kosten zu teilen. Je länger der Aufenthalt ist, umso eher lohnt es sich, ein eigenes Auto zu kaufen. Kosten für Ersatzteile und Reparaturen muss man dann natürlich selber tragen. Autos kaufen kann man von privat, zum Beispiel von PJ-lern, die Kapstadt verlassen, oder von Händlern. Von denen geben einige sogar eine Rückkaufgarantie zu einem bestimmten Preis für den Wagen. Allerdings ist der Rückkaufpreis selten höher als die Hälfte des Kaufpreises. Fortsetzung des Artikels im Internet unter www.medi-learn.de/mlz-nachschlag


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Für dich gelesen

Ratgeber bei jedem chirurgischen Einsatz

Blick in die Foren

Diskussion über Studienplatz-Chancen

Reicht meine Abiturnote? Welche Sozialkriterien kommen in Betracht? Wie viele Wartesemester werde ich wohl brauchen? Kurz: Wie stehen meine Chancen auf einen Medizinstudienplatz jetzt und in Zukunft? Für Studienbewerber ist das die Frage aller Fragen, und die zugehörige Diskussion im MEDI-LEARN Forum inzwischen eine der umfangreichsten überhaupt. Ein bewährter Treffpunkt für Ratsuchende und Trostbedürftige, wenn’s auch nach „8 WS“ immer noch nicht geklappt hat: http://www.medi-learn.de/MF36121

Erst Familie gründen, dann studieren?

Nicht nur für Auslandsaufenthalte, Praktika oder eine Berufsausbildung lassen sich die Wartesemester nutzen. Bekanntlich stellen Frauen in den medizinischen Fakultäten mittlerweile die Mehrheit, und auf dem langen Weg bis zur Facharztprüfung gibt es kaum einen geeigneten Zeitpunkt, sich einen eventuell vorhandenen Kinderwunsch zu erfüllen. Manche Studienbewerberinnen überlegen deshalb, das Problem lieber noch vor dem ersten Semester zu lösen:

Titel: Klinikleitfaden Chirurgie Autoren: H.-R. Nürnberger, F.-M. Hasse, A. Pommer Verlag: Elsevier ISBN: 978-3-437-22452-2 Preis: 49,95 Euro

Kurzbeschreibung Im handlichen Format definiert sich dieses Werk als „Ratgeber bei jedem chirurgischen

Zwar müssen Verstorbene keine Sepsis fürchten, aber Hygiene ist im Präparierkurs dennoch ein Thema. Kommt der Kittel anschließend einfach so in den Rucksack? Die Frage ist berechtigt, spielt aber in der Praxis kaum eine Rolle: Der eigene Garderobenschrank ist inzwischen Standard in vielen Anatomie-Gebäuden. Erfahrungsberichte und praktische Tipps – beispielsweise zur kollektiven Wäsche von Kitteln – gibt es unter: http://www.medi-learn.de/MF77651

Titel: Klinikmanual Chirurgie Autoren: Michael Zünd, Jochen Lange, Markus Lüdin Verlag: Springer ISBN: 978-3-540-72507-7 Preis: 32,95 Euro

Kurzbeschreibung Das Klinikmanual Chirurgie aus dem Springer Verlag soll ein Begleiter durch

Das Gehirn

Materialnummer: 1000226

Median geschnitten, 5-teilig. Qualität von 3B Scientific. Preis:

140,42 €

Jetzt animiert unter: www.3bscientific.de

Zielgruppe Das Buch richtet sich an alle Mediziner ab den klinischen Semestern, von Studierenden bis zu Assistenzärzten. Trotz der knappen Zusammenfassung der Inhalte kann der Klinikleitfaden zur Klausurvorbereitung genutzt werden. Seinen Zweck erfüllt er aber vor allem beim Nachschlagen und Wiederholen einzelner Aspekte chirurgischer Teilgebiete, wobei er einen genaueren Überblick auch über weniger vertraute Themen gibt.

Didaktik Jedes Kapitel über chirurgische Krankheitsbilder beginnt mit einer kurzen Wiederholung der anatomischen Grundlagen, gefolgt von Leitsymptomen und Differenzialdiagnosen. Diagnostische Methoden werden ebenso angesprochen wie prä- und postoperative Maßnahmen. In stichwortartigen Sätzen werden die wichtigsten Inhalte aufbereitet, sodass alle Informationen in kurzer Zeit wiederholt werden können.

Inhalt Der größte Teil des Buches ist den einzelnen chirurgischen Krankheitsbildern gewidmet, die nach Organsystemen geordnet sind. Hinzu kommen allgemeinere Themen wie Hinweise für die Stationsarbeit, chirurgische Arbeitstechniken und

Aufbau Ein Kurzinhaltsverzeichnis sorgt von Anfang an für eine grobe Orientierung, während ausführliche Angaben im vorderen Teil sowie eine Inhaltsübersicht zu Beginn jedes Kapitels ein schnelles Auffinden des gesuchten Sachverhaltes ermöglichen. Das auf der Außenseite abgebildete Register er-

möglicht das zielgenaue Aufschlagen eines bestimmten Kapitels. Zeichnungen und Tabellen ergänzen die Stichworte, wo dies nötig und sinnvoll ist. Preis Knapp 50 Euro für geballtes Wissen auf 828 Seiten im Kitteltaschenformat mit dem „Plus im Web“ auf dem Elsevier-Portal sind gerechtfertigt und gut investiert. Fazit Zum Wiederholen und Nachschlagen ist der Klinikleitfaden Chirurgie sehr gut geeignet, zumal das praktische Format es erlaubt, ihn stets dabei zu haben. Wer Aspekte vertiefen möchte oder ausführlichere Grundlagen sucht, der sollte ein detailliertes Lehrbuch zurate ziehen. Von diesem Buch verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw292 www.medi-learn.de/gw427

Zielgruppe Die Buchreihe der Klinikmanuale eignet sich vor allem für Ärzte in der Weiterbildung, insbesondere Berufseinsteiger. Sie stellen einen an typischen Situationen orientierten Ratgeber für die Kitteltasche dar, kurz und präzise formuliert. Inhalt Jeder Abschnitt ist praxisgerecht gegliedert in die Unterpunkte Anamnese, obligate und ergänzende Diagnostik, therapeutisches Vorgehen, Operationstaktik, -vorbereitung und -anmeldung sowie postoperative Maßnahmen.

Didaktik In der Kürze liegt die Würze. Jedem Krankheits- oder Verletzungsbild ist eine Definition vorangestellt, die häufig aus nur wenigen Wörtern oder einigen Sätzen besteht. Dann folgen in übersichtlichem zweispaltigen Layout die schon genannten Unterpunkte meist stichwortartig, ergänzt um Cave-Hinweise auf Gefahrensituationen und viele Tipps für die Praxis. Tabellen helfen beim strukturierten Vorgehen und erleichtern die Entscheidungsfindung. Aufbau Breiten Raum nehmen zu Beginn die Notfälle ein, alphabetisch angeordnet von „Akutes Abdomen“ bis „Verbrennungen“. Ganz ähnlich geht es mit den Leitsymptomen für die Differenzialdiagnose weiter, wiederum alphabetisch von „Dysphagie“ bis „Thoraxschmerz“ und mit Verweisen auf die entsprechenden Folgekapitel. Zwei allgemeine Abschnitte behandeln Operationsvoraussetzungen bzw. das postoperative Management, bevor die chirurgisch thera-

pierbaren Erkrankungen, sortiert nach Körperregionen, besprochen werden. Preis Die enorme Informationsdichte auf mehr als 400 Seiten rechtfertigt ohne Weiteres den Preis von 32,95 Euro für ein „Kitteltaschenbuch“ im Format 19 x 12 Zentimeter mit flexiblem, abwaschbaren Einband. Fazit Für Assistenten der Weiterbildung ist es nicht möglich, das gesamte chirurgische Fachwissen von Anfang an jederzeit präsent zu haben. Das Klinikmanual soll dabei helfen, immerhin die häufigsten Probleme des chirurgischen Alltags rasch und praxisorientiert zu beherrschen. Von diesem Buch verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw292 www.medi-learn.de/gw428

Unentbehrliche Hilfe im Stationsalltag tischen Arbeit auf chirurgischen Stationen, indem sie das notwendige Wissen kurz und im handlichen Format bereithält. Dabei deckt sie alle relevanten Bereiche ab, von Stationsablauf und Arbeitstechniken über Notfallmanagement und Operationsabläufe bis zum Detailwissen verschiedenster chirurgischer Erkrankungen.

Gemeinsam durchs Hammerexamen 2012

Wer im Oktober sein Hammerexamen absolviert, braucht sich im MEDI-LEARN Forum wahrlich nicht einsam zu fühlen. An die 70.000 Mal wurden bis zum Sommer die zahllosen Beiträge zur Diskussion bereits angeklickt. Nach den Erfahrungen könnte sich diese stattliche Zahl leicht verzehnfachen. Die Herbst-HEx’ler des Jahres 2012 treffen sich hier: http://www.medi-learn.de/MF77651

apparative Diagnostik sowie Organspende und Infektionen. Abgerundet wird das inhaltliche Angebot durch Problemfälle der Arzneitherapie und die AO-Klassifikation der Frakturen langer Röhrenknochen.

den Praxisalltag sein. Gerade wenn die Zeit zum Blättern fehlt, bietet es Informationen schnell, präzise und zuverlässig. Der von drei in der Schweiz tätigen Chirurgen verfasste Band enthält Angaben zu Notfällen und Leitsymptomen, zur Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Traumatologie sowie zu Medikamenten.

Wie man dem Esel eine Brücke baut

Sonderwäsche für den Präpkurs-Kittel

Einsatz“. Die relevanten Informationen für die (praktische) Arbeit werden übersichtlich und klar dargestellt, sodass mit wenig Aufwand alles Wissenswerte schnell in Erfahrung gebracht werden kann.

Schnelle, präzise und zuverlässige Information

http://www.medi-learn.de/MF78878

Sie klingen meist wie das Geplapper von Wahnsinnigen, machen in Wahrheit aber gerade vor schwierigen Prüfungen definitiv Sinn: die Eselsbrücken. Deshalb fabriziert der Schauspieler Theo Lingen in jedem Semester wieder Ochsenschwanzsuppe aus toten Mäusen, und Jungmediziner denken beim Anblick eines Edeka-Ladens fast unausweichlich an fettlösliche Vitamine. Eine Sammlung findest du unter: http://www.medi-learn.de/MF4749

September/Oktober 2012

Zielgruppe Die Checkliste Chirurgie eignet sich für alle auf Station tätigen Mediziner zum schnellen Nachschlagen, sowohl für Studierende im Blockpraktikum, Famulanten, PJler als auch Chirurgen (in der Weiterbildung). Titel: Checkliste Chirurgie Autoren: Felix Largiadèr, Hans-Detlev Saeger, Marius Keel Verlag: Thieme ISBN: 978-3-13-522510-4 Preis: 54,99 Euro

Kurzbeschreibung In der nunmehr 10. Auflage begleitet die Checkliste junge Mediziner bei der prak-

Inhalt Eingestiegen wird mit den Grundlagen wie Anamnese und Untersuchungstechniken, ebenso wenig fehlen Informationen über den Stationsalltag und perioperative Maßnahmen. Über das Kapitel Notfallmanagement mit Hinweisen zur Behandlung schwer verletzter Patienten geht es dann zu den chirurgischen Krank-

heitsbildern. Diese sind nach Organsystemen geordnet und beinhalten das Wissen, das zur Diagnosestellung und Behandlung notwendig ist. Abschließend werden im Teil „Operationslehre“ die wichtigsten bzw. häufigsten Operationen Schritt für Schritt beschrieben. Didaktik In Stichworten und kurzen Sätzen werden die für Diagnose und Behandlung wichtigen Informationen aufgeführt. Ergänzt und aufgelockert werden die Angaben durch Zeichnungen und Tabellen, aber auch CT-Bilder. So werden Sachverhalte übersichtlich und anschaulich dargestellt, was einen schnellen Ein- und Überblick beim Nachschlagen gewährleistet. Aufbau Ein Farbsystem erleichtert die Orientierung im Buch: grau für die Grundlagen, grün für die Notfälle, blau für die chirurgischen Krankheitsbilder und rot für die Operationsabläufe. Durch die Übernahme der Farben auf ein Register lässt sich die Checkliste zielsicher im entsprechenden

Teil aufschlagen. Die Gliederung der letzten beide Teile Krankheitsbilder und Operationslehre ist aufeinander abgestimmt, sodass die theoretische Vorbereitung auf Operationen erleichtert wird. Preis Für 54,99 Euro erhält man mehr als 800 Seiten Checkliste und die Möglichkeit, sie auch elektronisch zu nutzen. Für die Masse an enthaltenem Wissen und das praktische Format ein fairer Preis. Fazit Die Checkliste gilt schon Generationen von Medizinern als unentbehrliche Hilfe im Stationsalltag. Wer die Kittelcoach-App bereits nutzt oder bereit ist, sie zusätzlich zu erwerben, kann die komplette „Checkliste Chirurgie“ gratis laden und elektronisch nutzen. Von diesem Buch verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw292 www.medi-learn.de/gw429


September/Oktober 2012

Ziel ist die optimale Versorgung Interdisziplinäres neurovaskuläres Zentrum am Uniklinikum Aachen gegründet von Felix Lennertz

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ie Blutgefäße im menschlichen Körper sind fast 100 000 Kilometer lang. Von der fingerdicken Aorta bis hin zur haarfeinen Verästelung durchziehen sie jeden Winkel des Körpers und versorgen ihn mit Nähr- und Sauerstoff. Eigentlich ein perfektes System. Es sei denn, die Gefäße verstopfen oder werden schlaff und brüchig. Im neuen Interdisziplinären Neurovaskulären Zentrum am Uniklinikum Aachen (INZA) befassen sich zehn Fachkliniken gemeinsam mit der Diagnostik und Therapie gefäßbedingter Erkrankungen der arteriellen und venösen Blutgefäße des Hirnund Rückenmarkkreislaufs – und setzen damit auch Maßstäbe bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten. Oft handelt es sich um akut lebensbedrohliche Zustände, die der umgehenden Behandlung bedürfen: Ein Schlaganfall beispielsweise muss so schnell wie möglich behandelt werden. „Time is brain“ lautet die Maxime, denn das Gehirn trägt sehr schnell irreparable Schäden davon, wenn es nicht mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, schwerste Lähmungen oder gar der Tod sind die Folge. Ähnlich ist es bei Aneurysmen (Gefäßerweiterungen) und Gefäßmissbildungen im Gehirn, die zu Anfällen, Lähmungen und folgenreichen Einblutungen führen. Die diagnostischen und therapeutischen

Möglichkeiten in der Behandlung von Gefäßerkrankungen des Gehirns sind in den letzten Jahren derart komplex geworden, dass es einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit bedarf, um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten. In einer immer älter werdenden Gesellschaft leiden viele Patienten des INZA unter verschiedenen Erkrankungen, zum Teil sind sie bereits medikamentös oder chirurgisch vorbehandelt oder stehen kurz vor einem wichtigen Eingriff. Die optimale Behandlungsstrategie wird im INZA für jeden einzelnen Patienten individuell entwickelt. Dabei ziehen die Mediziner der verschiedenen Fachrichtungen nicht nur die Symptome und den Zustand der Gefäße in Betracht. Vielmehr ist das Augenmerk auch auf die individuellen Begleitumstände gerichtet: Jedes weitere Medikament muss zum Patient und seiner Standard-Medikation passen, und etwaige Eingriffe bedürfen besonders eingehender Planung. Ein interdisziplinäres Expertenteam aus den Bereichen Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie, Gefäßchirurgie, Nephrologie, Kardiologie, Intensivmedizin, Herzchirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Notfallmedizin, Anästhesie und Operative Intensivmedizin arbeitet dabei eng zusammen. Neben der regelmäßigen Fallkonferenz, bei der die

Fachärzte gemeinsam das Vorgehen beraten, stehen auch die klinische und ambulante Vernetzung sowie die Forschung und Fortbildung im neurowissenschaftlichen Bereich im Fokus des Zentrums. Neben der akuten Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen und der bestmöglichen Wiederherstellung ihrer Fähigkeiten im Rahmen einer Rehabilitation wird im INZA auch intensiv geforscht. Das ist für Patienten von großem Vorteil, denn neue Behandlungsmethoden können dem Patienten auf diese Weise sehr schnell zur Verfügung gestellt werden. „Die enge und strukturierte Zusammenarbeit innerhalb dieses Zentrums kommt nicht nur der Krankenversorgung, sondern auch der klinischen Forschung, der studentischen Lehre und der ärztlichen Fortbildung zugute“, sagt Professor Jörg B. Schulz, Sprecher des Zentrums und Direktor der Klinik für Neurologie. Um den jetzt schon hohen Standard in Diagnostik, Therapie und Grundlagenforschung für die Patientenversorgung weiter auszubauen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit im INZA die Forschung und Entwicklung. Neue interventionelle, chirurgische und medikamentöse Therapien und Strategien werden dabei nach einem klar festgelegten, interdisziplinären Qualitätsprotokoll erarbeitet und systema-

Spezialisten für gesunde Arbeit Betriebsarzt als Schnittstelle zwischen Gesundheitssystem, Betrieb und Mensch Landesärztekammer Brandenburg

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er wollte nicht schon immer einen anspruchsvollen, gut bezahlten und abwechslungsreichen Beruf ergreifen? Hat man das Medizinstudium geschafft, ist man diesem Ziel schon recht nah. Für die meisten Absolventen der medizinischen Fakultäten wird das Heilen in Klinik und Praxis zum Lebensalltag. Dass man als Arzt auch außerhalb der Klinik in hochinteressanten Bereichen tätig werden kann, ist vielen jungen Medizinern jedoch oft gar nicht bekannt. Ärztliches Wissen ist in den Betrieben und Einrichtungen der Wirtschaft mehr denn je

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Lernen & Arbeiten

gefragt. Das ist nicht nur der Rechtslage geschuldet, die jedem Beschäftigten den Zugang zu einem Betriebsarzt zusichert. Für viele Unternehmen ist die kompetente arbeitsmedizinische Beratung ein positiver ökonomischer Faktor. Die Nachfrage nach einer guten Betreuung ist in nahezu allen Branchen mit dem altersbedingten Ausscheiden vieler betriebsärztlich tätiger Kolleginnen und Kollegen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Daraus ergeben sich für junge Ärzte interessante Karrierechancen. Als Betriebsarzt hat man Einblick in Wirtschaftsunternehmen und Einrichtungen des

öffentlichen Dienstes. Man kann helfen, Arbeitsbedingungen menschengerecht zu gestalten und steht als medizinischer Unternehmensberater an der Seite der Entscheidungsträger. Als Betriebsarzt ist man die Schnittstelle zwischen Gesundheitssystem, Betrieb und Mensch. In einer dreijährigen fachspezifischen praktischen Weiterbildung zum Facharzt für Arbeitsmedizin erwirbt man die dazu notwendigen zusätzlichen Kenntnisse und Erfahrungen. In der Arbeitsmedizin steht die physische und psychische Beanspruchung der Beschäftigten mit ihren individuellen

tisch ausgewertet. Wissen, wohin die „Unser Zentrum sieht fest definierte Facharztausbildung führt. Standardprozeduren für die Behandlung Ratgeber Weiterbildung von zahlreichen neurovaskulären ErkranJetzt bestellen: kungen vor: So werden beispielsweise alle aerzte-finanz.de akuten Schlaganfälle, die interventionelle Schlaganfallbehandlung, die Behandlung von Arterienerweiterungen und die Behandlung von Verengungen der Halsschlagadern Kurz notiert auf universitärem Niveau einheitlich gere49x32_MLZ-sw 6 04.05.12 gelt“, erklärt Prof. Schulz. Das beschleunigt den Entwicklungsprozess, und gerade Hochschule rutscht Patienten profitieren frühzeitig, weil Neuin die roten Zahlen erungen besonders schnell und zuverlässig Erstmals seit sieben Jahren hat die in Behandlungsschemata integriert werden. Medizinische Hochschule Hannover Der Ärztliche Direktor des Universitäts(MHH) Verluste gemacht. Verschieklinikums, Professor Thomas Ittel, begrüßt dene Gründe führten zu Mehrbedie Einrichtung des neurovaskulären Zenlastungen von 23 Millionen Euro, trums: „Ein solches Zentrum ist auch ein darunter Mindereinnahmen von 2,9 Signal für unsere Patienten und klinischen Millionen wegen der EHEC-EpideKooperationspartner: Es macht deutlich, mie. Nun soll neben dem Abbau von dass die Experten unterschiedlicher medizirund 170 Vollkraftstellen der Anstieg nischer Fachrichtungen im Sinne einer opder Sachkosten gebremst werden. timalen Diagnose und Behandlung von PaAuch für die Forschung ist die Lage tienten mit hochkomplexen Erkrankungen schwierig: Das klinische Studienzeneng zusammenarbeiten und gemeinsam trum und die Biobank werden nicht entsprechende Versorgungskonzepte auf gefördert, sollen aber aus eigenen universitärem Niveau etablieren.“ Mitteln etabliert werden. (Die Platzierung dieses Artikels wurde unterstützt vom 3B Scientific) Das 3B-Scientific Anatomie-Special Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich Anatomie, den wir dir in Kooperation mit 3B Scientific in der MLZ ausführlich vorstellen. Weitere Infos auch online unter www.medi-learn.de/anatomie

Kompensationsmöglichkeiten im Fokus. Der Betriebsarzt kann mit seinem klinischen Wissen und kausalem Krankheitsverständnis besser als jeder Andere die Belastungen durch die Arbeit beurteilen. Aus Besichtigungen kennt er die betrieblichen Strukturen, Prozesse und Gefährdungen und kann diese Kenntnisse bei den arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen der Beschäftigten zielgerichtet einsetzen. Schließlich geht es darum, die Arbeitsbedingungen im Betrieb gesundheitsförderlich zu gestalten und weiter zu entwickeln. Dabei steht der Betriebsarzt als Teamplayer nicht allein da. Die gemeinsame Arbeit mit Unternehmern, Beschäftigten, Ingenieuren und Technikern ist auch für Ärzte interessant und lehrreich. Familienfreundliche Arbeitszeiten ohne Nacht- und Wochenenddienste sind dabei die Regel.

Arbeitszufriedenheit bei Ärzten untersucht

Eine für den Ärztemonitor des Instituts für angewandte Sozialwissenschaften (infas) durchgeführte Befragung unter rund 11.000 Ärzten und Psychotherapeuten ergab, dass trotz starker Arbeitsbelastung eine hohe Arbeitszufriedenheit herrscht. Dennoch gibt es Kritikpunkte: Zwei von drei Ärzten geben an, nicht ausreichend Zeit für ihre Patienten zu haben. Verwaltungsarbeit mache den zweitgrößten Anteil an der Gesamtarbeitszeit aus. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen könnten Kooperationen und Netzwerke beitragen.

Behinderung kann Risiko für Zähne sein

Seit März bietet die Uni-Klinik München zahnmedizinische Versorgung speziell für Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung an mit Schwerpunkt auf der wiederkehrenden Prävention. Oft ist die tägliche Zahnpflege erschwert oder unmöglich, sodass ein besonders hohes Risiko an Karies und Parodontitis besteht. Zwei Zahnärzte sowie spezialisierte Assistentinnen stehen den Patienten mit viel Zeit zur Verfügung. Besonders wichtig sei das sinnvolle Miteinander aller an der Betreuung Beteiligten.

„Healthy Campus“ für gesunde Lebensweise

Eine Befragung der Uni Bonn und der Sporthochschule Köln ergab, dass ein Viertel der Erstsemester keinen Sport treibt und mehr als die Hälfte der Studentinnen unter Beschwerden am Bewegungsapparat leidet. „Healthy Campus“ ist ein Projekt, das den Studierenden helfen soll, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Dazu wurde ein Konzept entwickelt, welches Hochschulsportprogramm und Ernährungsangebot optimieren soll, begleitet von Kampagnen zum Thema gesundheitsbewusste Lebensweise.

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Spiel & Spaß

September/Oktober 2012

Bewährte Mischung aus Fußballturnier und Party Medi-Meisterschaften 2012 trotz Regen, Wind und Kälte ein großer Erfolg

Wetterfest und gut gelaunt zeigten sich rund 3000 Jungmediziner bei den Medi-Meisterschaften, die am zweiten Juni-Wochenende in Kiel ausgetragen wurden. Die seit elf Jahren bewährte Mischung aus Fußballturnier und Party war trotz Regen, Wind und Kälte ein großer Erfolg: Mehr als 100 Männer- und Frauenmannschaften traten an und wurden von einem Tross von Unterstützern begleitet, die das Spektakel mit eigenen fantasiereichen Aktionen bereicherten. Der bei Fachschaften deutschsprachiger Medizin-Fakultäten sehr begehrte Fan-Pokal ging in diesem Jahr nach Frankfurt. Die Anreise an die Förde erfolgte überwiegend per Reisebus, und schon bei den Anmeldeformalitäten bildeten sich am Freitag die ersten langen Schlangen vor den Schaltern an der Mensa 2 in Sichtweite der Sportanlagen der Kieler Uni. Dort wurden auf zwei Rasenflächen insgesamt acht Spielfelder für die Wettkämpfe am folgenden Tag abgesteckt und gleich nebenan eine Zeltstadt errichtet. Ein großes Team von MEDI-LEARN war mit eigenem Stand vertreten, bestehend aus dem bekannten blauen Wohnwagen und mehreren Pavillon-Zelten, und berichtete auf Facebook und Twitter mit Fotos und Videos live von dem Ereignis.

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Neu: Der Public-Viewing-Bereich Ein neuer und besonders gern in Anspruch genommener Service für die Teilnehmer war die „Handy-Ladestation“: ein Metallschrank mit Schließfächern, in die extra für diesen Einsatz Steckdosen eingebaut wurden. Neu war auch der Public-Viewing-Bereich mit 400 Sitzplätzen – wegen des launischen Wetters fast alle überdacht – für das erste Fußballspiel mit deutscher Beteiligung im Rahmen der Europameisterschaft am folgenden Abend. Während einige Mitglieder des MEDI-LEARN Teams am Stand die Bankreihen vor vier großen Bildschirmen aufbauten, verteilten andere Kollegen kostenlose Eintrittskarten. Nicht nur diese Platzkarten fanden mühelos Abnehmer, sondern auch die Regenponchos, die angesichts des strömenden Regens gleich mit verteilt wurden. Feucht war der Freitagabend noch in anderer Hinsicht: Wesentlicher Programmpunkt war nämlich eine große Eröffnungsparty, die zum Teil auf dem Gelände und später auch im Veranstaltungszentrum MAX stattfand. Ein nahegelegener Supermarkt dürfte sich an diesem Wochenende über den höchsten Getränkeumsatz aller Zeiten gefreut haben. Wer trotz der kurzen Nacht rechtzeitig aus den Federn kam, konnte am Sonnabend ab sieben Uhr frühstücken und wurde dabei auf Wunsch vom MEDI-LEARN Team mit heißem Kaffee versorgt. Während der eine Stunde später beginnenden Wettkämpfe war dann Saft in silbernen Tüten so begehrt, dass für die Bevorratung sogar eine Schubkarre zum Einsatz kam. Neben heißen und kalten Getränken konnte man am Stand auch Bücher, Skatkarten und manches andere bekommen. Und als dauerhafte Erinnerung an den Besuch in Kiel gab es Tassen mit einem von Karikaturist Daniel Lüdeling eigens für die MediMeisterschaften 2012 entworfenen Motiv.


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Spiel & Spaß

Während auf dem Rasen Mannschaften mit Namen wie „MH Hangover“ oder „Mainzigartig“ im sportlichen Wettstreit standen, kämpften am Rande der acht Spielfelder ihre mitgereisten Anhänger um den mindestens ebenso wichtigen Fan-Pokal. Originelle Kostüme in allen Farben des Regenbogens, überdimensionale Maskottchen und mit offensichtlichem Spaß einstudierte Choreografien im Hip-Hop-Stil bestimmten das fröhliche Spektakel. Fast alle hatten für das Tanzen eigene Musikanlagen und für die Stromversorgung tragbare Generatoren mitgebracht. Den Sieg errang die Truppe um „Einfach Frankfurt“ in schwarz-weißen Hemden unter dem Motto „Die Rückkehr der Medi-Ritter“.

Das MED I-LEARN Zelt

Das Fußballspielen nahm fast den ganzen Tag in Anspruch, sodass die Siegerehrung vor der Mensa 2 erst am frühen Abend stattfinden konnte – gerade noch rechtzeitig vor dem Public Viewing am Stand von MEDI-LEARN. Dort sahen rund 500 Gäste zu, wie Mario Gómez in der 72. Minute schließlich noch das Tor des Tages schoss, nämlich im Spiel gegen Portugal. Er bescherte damit der deutschen Nationalmannschaft die ersten drei EM-Punkte und den Jungmedizinern an ihrem letzten Abend in Kiel einen zusätzlichen Grund zum ausgiebigen Feiern bis in die frühen Morgenstunden.

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Medizin aktuell

MAXIMAL

INVASIVER

Einsatz am Rande der Gesellschaft Medizinstudent Alan Hasan hilft in der Straßenambulanz der Caritas – und lernt dort fürs Leben von Tina Gerstenkorn (Medizinische Hochschule Hannover)

HUMOR S mit den MEDI-LEARN Cartoonbüchern „eins“ & „zwo“

und „drei“

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amstagmorgen kurz nach 9 Uhr am Leibnizufer in Hannover: Während auf der einen Straßenseite die Händler ihre Stände für den Flohmarkt aufbauen, versammeln sich gegenüber am Hintereingang des Caritas-Gebäudes ein paar Menschen. Sie sind arm – bekommen Hartz IV oder leben auf der Straße, manchmal auch beides zusammen. Sie grüßen und unterhalten sich, die Stimmung ist entspannt. Nach und nach kommen immer mehr hinzu. Die Mitarbeiter der Caritas bieten ihnen im Haus ein Frühstück, warme Getränke, Obst und medizinische Hilfe an. Einer der Helfer ist Alan Hasan. Der Medizinstudent der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitet ehrenamtlich in der Straßenambulanz der Caritas. Heute unterstützt er Stefanie Ganser während ihrer Sprechstunde.

Ärztin. „Für viele arme Menschen sind wir die erste Anlaufstelle. Unser Ziel ist es aber, sie in die medizinische Regelversorgung zurückzubringen.“ Die Straßenambulanz gibt es seit 1999, Stefanie Ganser ist seit 2001 als Ehrenamtliche dabei. Alan Hasan macht dort seit gut einem Jahr mit. Zwei- bis dreimal im Monat hat

bei Dinge für seinen späteren Beruf als Arzt und fürs Leben allgemein – wobei beides wahrscheinlich nicht zu trennen ist. „Die Schicksale hier zeigen mir, dass die Grenze zwischen dem ‚normalen’ Leben und der Existenz am Rande der Gesellschaft sehr schmal ist. Jeder kann abrutschen. Man muss sich davor hüten,

„Für viele Arme sind wir die erste Anlaufstelle“ Als die Ärztin und der Student um 9.30 Uhr die Tür zum Behandlungszimmer aufschließen, warten davor schon drei Patienten. Als erster wird ein älterer Mann hereingerufen. Er ist ordentlich gekleidet und hat alle nötigen Unterlagen dabei, kann sich aber nur schwer artikulieren, da er taubstumm ist. Stefanie Ganser liest sich die teilweise handgeschriebenen Dokumente durch und fragt laut und deutlich nach seinen Beschwerden. Der Mann macht klar, dass er wegen Herzrasen und psychischer Probleme kommt. Alan Hasan legt eine Manschette an den Arm des Patienten und kontrolliert den Blutdruck. Nach kurzer Überlegung schreibt die Medizinerin zwei Überweisungen an Spezialisten. „In der Straßenambulanz können wir eine Basisversorgung leisten“, erklärt die

in die Ambulanz kommen, sind dieselben wie in einer normalen Hausarztpraxis. Oft sind sie aber Folgen des harten Lebens auf der Straße: chronische Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten, Herz-Kreislauf-Beschwerden und offene Beine. Zwischen sechs und zwölf Menschen werden pro Sprechstunde in der Straßenambulanz behandelt. Die mobile medizinische Versorgung bietet die Caritas an acht Standorten in Hannover an. Die Ärztekammer Niedersachsen unterstützt das Projekt und begleitet es wissenschaftlich. Im Laufe eines Jahres suchen rund 2000 Menschen die Straßenambulanz auf. Viele von ihnen scheuen den Weg in eine niedergelassene Praxis, weil sie sich dort im Wartezimmer beäugt fühlen oder ihnen das Geld für Rezeptgebühren und Zuzahlungen fehlt. Insgesamt sind zwölf Ärzte und 17 medizinische Begleiter und Helfer ehrenamtlich in der Straßenambulanz tätig.

Noch kein konkreter Plan Zukunft

für die berufliche

Alan Hasan kontrolliert den Blutdruck eines Patienten mit Herzbeschwerden.

er Dienst. „Ich versuche, den Ärzten so weit wie möglich unter die Arme zu greifen.“ Dabei ist er entweder im CaritasGebäude oder im Straßenmobil, das an verschiedenen Standorten in der Stadt Halt macht, im Einsatz. Der 23-Jährige macht Grunduntersuchungen, hilft bei der Dokumentation und fährt das Mobil. Die Arbeit bringt ihm viel. Er lernt da-

sozial Schwache gleich in eine Schublade zu stecken“, erklärt er. In der Straßenambulanz gibt es bedrückende, aber auch fröhliche Situationen. Der Medizinstudent erlebt junge Heroinsüchtige ohne jede Perspektive, aber auch Obdachlose, die mit viel Optimismus versuchen, das Beste aus ihrer Lage zu machen. Die Beschwerden, mit denen die Patienten

Alan Hasan ist jetzt im dritten Studienjahr. Manchmal macht er sich Gedanken darüber, wo und wie er nach dem Studium als Mediziner arbeiten möchte. Nach der Facharztausbildung, wahrscheinlich in der Kinderchirurgie, kann er sich gut vorstellen, als Entwicklungshelfer ins Ausland zu gehen. „Ob als Buscharzt oder in einer Klinik, im Team oder allein, das alles weiß ich noch nicht. Da gibt es unglaublich viele Möglichkeiten“, sagt der aus Syrien stammende Kurde. Zunächst plant er eine private Reise nach Indien. Wohin auch immer es ihn später treibt – neben seiner medizinischen Ausbildung werden ihm auch seine Erfahrungen in der Straßenambulanz weiterhelfen.

Erste deutschsprachige Online-Arztpraxis Das Angebot von www.dred.com stößt vielerorts auf Kritik von Ines Behlert (MEDI-LEARN Redaktion)

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nde 2011 öffnete die erste deutschsprachige Online-Praxis ihre Pforten. In Sprechstunden zu Themen wie Frauenund Männergesundheit, Geschlechtskrank­ heiten, Malariaprophylaxe sowie Fragen der Inneren und der Allgemeinmedizin können sich Patienten in einem ersten Schritt kostenfrei an die telemedizinische Praxis wenden. Gegründet wurde DrEd von David Meinertz und Amit Khutti, zusammen mit Dr. Jasper Mordhorst und Sebastian Winckler. Gemeinsam waren die vier bei einer Londoner Online-Praxis tätig, die als Pionier der Telemedizin gilt. Während in Deutschland die Behandlung und Beratung von Patienten via Telemedizin nicht zugelassen ist, untersteht diese Art der Leistung in Großbritannien einer Aufsichtsbehörde. Hierzulande mehrten sich nach Öffnen des Online-Angebotes bald die kritischen Stimmen.

Kein Ersatz für die Beziehung

persönliche

Die Bundesärztekammer weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass sie prinzipiell die Erprobung und den Einsatz telemedizinischer Methoden unterstützt. Allerdings hält sie dieses Verfahren als Unterstützung der Behandlung für sinnvoll, nicht jedoch als Ersatz für ärztliche Kompetenz. Ein vertrauensvolles Arzt04.05.12 08:29

Patienten-Verhältnis als Grundlage der Behandlung könne nur im persönlichen Kontakt geschaffen werden. Bislang beschränkt DrEd seine Leistungen auf Bereiche, die als sehr standardisiert gelten und (vermeintlich) nur wenig Kommunikation erfordern. Dennoch sind Fragen angebracht: So „wirbt“ der Einleitungstext zum Thema „Blasenentzündung“ in der Rubrik „Frauengesundheit“ damit, dass „bei entsprechender Eignung“ ein Rezept für ein Antibiotikum ausgestellt werden kann – „für den Fall der Fälle“. Angesichts einer steigenden Anzahl von Resistenzen ist doch zumindest fraglich, wie eine solche Eignung auszusehen hat. Kritisch zu sehen sind die Möglichkeiten der Folgeverschreibung eines bereits verordneten Medikaments: Diese Option gibt es für die „Pille“, aber auch Blutdruck- und Cholesterinsenker sowie Asthma-Medikamente. Zwar wird eine Fülle von Details abgefragt und der Patient muss am Ende bestätigen, dass er wahrheitsgemäß und seinem Wissensstand entsprechend geantwortet hat – eine Überprüfung dürfte sich aber schwierig bis unmöglich gestalten. Es ist im Einzelfall nicht abzuschätzen, wie gut die Patienten über ihre eigenen Erkrankungen informiert sind und diese den abgefragten Begriffen zuordnen können. Ausführlichere Angaben, die vom Patienten zu

machen sind, erfolgen in einem Freitextfeld und erfordern folglich ein ausreichendes sprachliches Ausdrucksvermögen des Patienten. Das Verfahren als solches läuft wie folgt ab: Der Patient füllt einen Fragebogen aus und legt damit seine Patientenakte an. Diese Angaben werden von einem der Ärzte bearbeitet, der gegebenenfalls weitere Fragen stellt, eine Diagnose ermittelt und eine Behandlung vorschlägt. Willigt der Patient in die Behandlung ein, zahlt er eine Gebühr zwischen neun und 29 Euro und der Arzt stellt ein Rezept aus, das entweder an eine Online-Apotheke oder an den Patienten direkt gesendet wird.

In manchen Fällen teurer als die Praxisgebühr Während immer wieder damit geworben wird, dass die Praxisgebühr bei Inanspruchnahme des Online-Angebots nicht fällig wird, liegen tatsächlich die DrEdGebühren im gleichen Bereich oder sogar darüber. Auf der Webseite wird zwar betont, nach vorheriger Absprache mit der Krankenkasse seien die Kosten grundsätzlich rückerstattungsfähig – ob die Kassen dann aber wirklich zahlen, bleibt offen. Gründe dafür dürften die im Raum stehende Frage nach der Behandlungsbedürftigkeit – beispielsweise bei der vorbeugenden Verschreibung eines Anti-

biotikums – und die fehlende ärztliche Kontrolle sein. Nicht ersichtlich war, ob DrEd Patienten an Haus- oder Fachärzte verweist, um nötige Routineuntersuchungen durchführen zu lassen (wie zum Beispiel einen Abstrich zur Gebärmutterkrebsvorsorge). Allerdings wäre dann der Besuch bei dem Internet-Portal rückblickend gesehen überflüssig, zumal nun die Praxisgebühr zu den Beratungsgebühren hinzukommt. DrEd ist – zumindest derzeit – vor allem ein kommerzielles Angebot. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass zwei der Gründer einen rein betriebswirtschaftlichen Hintergrund haben. Nachteile bzw. Risiken birgt die schriftliche Kommunikation: Sie ist einerseits anfällig für Missverständnisse, und gleichzeitig lässt sich nicht ausschließen, dass Patienten falsche Angaben machen. Im direkten Kontakt mit dem Patienten ließen sich Hinweise darauf aus Mimik und Körpersprache ableiten. Zudem werden mögliche psychosomatische Komponenten in den Fragebögen nicht erfasst. Da Diagnosestellung oft mehr ist als nur das Abarbeiten von Standardfragen, ist fraglich, wie zuverlässig eine so gestellte Diagnose tatsächlich sein kann. Trotz des Arguments, dass sich die Schulmedizin den neuen Kommunikationsmethoden gegenüber öffnen sollte, sind Zweifel angebracht, ob diese Art der Telemedizin dem Patienten wirklich nützt.


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Gelegenheit zum Gedankenaustausch Einmal jährlich treffen sich zahnmedizinische Fachschaften aus dem gesamten Bundesgebiet von Ines Behlert (MEDI-LEARN Redaktion)

I

n jedem Semester findet eine BuFaTa Zahnmedizin statt. Die Abkürzung steht für Bundesfachschaftstagung und meint ein bundesweites Treffen der zahnmedizinischen Fachschaften. Als studentische Vertretung kümmern sich Fachschaften um die Belange der Studierenden und der Vernetzung von Studierenden und Lehrenden. Ausgerichtet wird die BuFaTa im Wechsel von Fachschaften verschiedener Unis. Wer sich dort engagiert, wird also ziemlich sicher mindestens einmal an einer BuFaTa teilnehmen.

lohnendes engagement Das Engagement lohnt sich aus verschiedenen Gründen. Einmal ist es eine interessante Arbeit, zumal du in vielen studentischen Belangen direkt an der Quelle sitzt und gut informiert bist. Darüber hinaus machst du bei Professoren und Dozenten einen guten Eindruck, weil du über das Studium hinaus freiwillig aktiv mitarbeitest. Auch deine Kommilitonen werden dir deinen Einsatz danken. Jedes Semester wird die Bundesfachschaftstagung von einer anderen zahnmedizinischen Fakultät ausgerichtet. Sie findet immer an einem Wochenende statt und hat in der Regel zwischen 200 und 250 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Neben spannenden Vorträgen und „Hands-on“-Kursen werden aktuelle Belange der zahnmedizinischen Fachschaften diskutiert und besprochen. Dabei kommen Dinge, die gut laufen, ebenso zur Sprache wie Probleme und Schwierigkeiten. Bei der traditionellen Fachschaftsaussprache werden Neuerungen, Verbesserungen, Aktionen und Kritik geäußert und diskutiert. Damit ist die

Wer mit Fremdsprachen Probleme hat, muss sein Praktisches Jahr deswegen nicht komplett in der Heimat verbringen. Neben der Schweiz könnte auch Österreich ein lohnenswertes Ziel für jene sein, die in ihrer Ausbildung am liebsten Deutsch sprechen. Wie bei allen Auslands-Tertialen gilt, sich rechtzeitig beim Landesprüfungsamt über die Anrechenbarkeit des Vorhabens zu informieren. Mehr zum PJ beispielsweise in Wien oder der Steiermark findest du unter: http://www.medi-learn.de/MF15452

alte Bekannte treffen freunde finden

und neue

Eine Besonderheit der Zahnmediziner-BuFaTa dürfte sein, dass dort gleichzeitig auch die ordentliche Sitzung des Zahnärztlichen Austauschdienstes (ZAD) sowie des Bundes Deutscher Zahnmedizinstudenten (BDZM) stattfinden. Für Entspannung nach den gefüllten Seminartagen sorgen gemeinsame Abende, an denen die Tagungsmitglieder zusammen essen und feiern. Auf diese Weise wird nicht nur ein Ausgleich geschaffen, sondern die BuFaTa wird damit zu einer Veranstaltung, bei der man alte Bekannte treffen und neue Freunde finden kann. Es lohnt sich.

Suche nach dem richtigen Schuhwerk

Deutsche Akademie für Akupunktur e. V. reduziert werden. In der Vergleichsgruppe, die nur Punkte an ineffektiven Stellen gestochen bekam, betrug die Angstreduzierung nur 3,7 Punkte. In beiden Gruppen, die akupunktiert wurden, war der Rückgang der Angst statistisch gesehen signifikant (p < 0.001), wenn man ihn mit den unbehandelten Patienten vergleicht. Die Forscher Michalek-Sauberer, Gusenleitner, Gleiss, Tepper und Deusch schlussfolgerten: Die minimalinvasive Methode der Ohrakupunktur kann Angstzustände vor der Zahnarztbehandlung effektiv reduzieren. Damit hat die Studie, die am Institut für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie der Medizinischen Universität von Wien durchgeführt wurde, auch eine klinische Relevanz. Denn auch in Klinken könnte Patienten, die auf eine Zahnbehandlung warten und um Abhilfe bezüglich ihrer Angst bitten, geholfen werden. Mit Ohrakupunktur kann man die Angst in den Griff bekommen oder wenigstens deutlich reduzieren. Weitere Informationen im Internet unter www.akupunktur.de (Die Platzierung dieses Artikels wurde unterstützt vom 3B Scientific) ®

Das SEIRIN -Akupunktur-Special Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich Akupunktur, den wir dir in Kooperation mit 3B Scientific und SEIRIN in der MLZ ausführlich vorstellen. Weitere Inhalte findest du online unter www.medi-learn.de/akupunktur

Dissertation im Ausland schreiben

PJ-Tertial an der schönen blauen Donau

Ohrakupunktur kann gegen Angstzustände bei Zahnarztbehandlungen helfen n der Fachzeitschrift „Clinical oral investigations“, die im Springer-Verlag in Berlin erscheint, ist eine interessante Studie veröffentlicht worden. In ihr sollte herausgefunden werden, ob Ohrakupunktur helfen kann, die Angst vor einer Zahnarztbehandlung zu reduzieren. Ohrakupunktur ist eine spezielle Form der Akupunktur, bei der die Punkte am Ohr gestochen werden. Für die Studie wurden 182 Patienten ausgewählt und vor der Zahnbehandlung in drei Gruppen aufgeteilt. Bei den Patienten der ersten Gruppe wurden klassische Ohrakupunkturpunkte mit allgemein anerkannter entspannender und beruhigender Wirkung gestochen. Bei der zweiten Gruppe wurden so genannte Punkte der Sham-Gruppe gestochen. Diese lagen im Bereich der Reflexlokalisation für Finger, Schulter und Rachenmandeln und haben damit keinen Bezug zu einer Angstbehandlung. Die Patienten der dritten Gruppe, einer Kontrollgruppe, erhielten keine Akupunktur. Um den Grad des Angstzustands zu messen, wurde die deutsche Version des Spielbergers State Trait Anxiety Inventory eingesetzt. Dieser Test gilt als der heute Gebräuchlichste, um Ängstlichkeit zu messen. Die Messungen fanden vor der Akupunktur und 20 Minuten nach der zahnärztlichen Behandlung statt. Mit Hilfe der Ohrakupunktur konnten die Angstzustände in der Gruppe mit der effektiven Nadelung um 7,9 Punkte deutlich gegenüber der unbehandelten Gruppe

Blick in die Foren

Neben einer Famulatur kann auch die Arbeit an der Dissertation von Jungmedizinern in einem anderen Land erfolgen. Möglich wäre das zum Beispiel in den USA, berichtet ein ForenNutzer, und dort erhalte er sogar 800 US-Dollar monatlich als Bezahlung. Dafür müsse man aber ein Jahr Zeitverlust im Studium ebenso akzeptieren wie die Tatsache, dass über das Thema der Dissertation vielleicht erst nach der Ankunft entschieden wird. Weitere Details unter: http://www.medi-learn.de/MF1079

BuFaTa eine einzigartige Möglichkeit zum Austausch unter Zahnmedizinstudenten. Im Vordergrund stehen „klassische“ Probleme wie überfüllte Kurse und die Überlegung, was sich dagegen tun lässt. Angelegt ist die Tagung so, dass neben diesem notwendigen Informationsaustausch ein vielfältiges Rahmenprogramm stattfindet. Es werden Workshops, Vorträge und Arbeitsgruppen angeboten, die eine fachliche Weiterbildung fördern. Bei den Vorträgen hat sich eine Art „Duales System“ etabliert: Ein Teil wird von ortsansässigen Referenten, ein Teil von Vertretern der Dentalindustrie übernommen. Dadurch erhalten die Fachschaftsmitglieder die Gelegenheit, sich über Neuheiten am Dentalmarkt und in der Forschung zu informieren. Die wissenschaftlichen Vorträge dagegen stammen von national und international anerkannten Referenten, die über ihre aktuellen Forschungsergebnisse berichten.

Neue Studie beweist Wirksamkeit I

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Leben & Lernen

IMPRESSUM Herausgeber: MEDI-LEARN Verlag GbR, ISSN 1860-8590 Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn Telefon 04 31/780 25-0, Fax 04 31/780 25-262 E-Mail: redaktion@medi-learn.de, www.medi-learn.de Redaktion: Christian Weier (V.i.S.d.P.), Jens Plasger, Dipl.-Päd. Kare Ahlschwede (Chef vom Dienst), Dr. med. Marlies Weier, Ines Behlert, Nina Dalitz, Miriam Goss, Thomas Brockfeld Dr. med. Dipl.-Psych. Bringfried Müller Layout & Grafik: Fritz Ramcke, Kristina Junghans Berichte: MEDI-LEARN Redaktion, Arne Driessen, Felix Lennertz, Tina Gerstenkorn, Karl-Heinz Silbernagel (Deutsche Ärzteversicherung) Druck: Druckerei + Verlag Wenzel, Am Krekel 47, 35039 Marburg/Lahn, Telefon 0 64 21/17 32 60, Fax 0 64 21/17 32 69 Anzeigenbetreuung: Christian Weier, Dorfstraße 57, 24107 Ottendorf bei Kiel Telefon 04 31/780 25-0, Fax 04 31/780 25-262 E-Mail: christian.weier@medi-learn.de. – Es gilt die Anzeigenpreisliste 02/2005. Bildnachweis: www.photocase.com, www.istockphoto.com, www.sxc.hu, www.pixelquelle.de, Artikelautoren, www.flickr.com, Thomas Stoffels, baek.de Erscheinungsort: Marburg Die MEDI-LEARN Zeitung erscheint fünfmal pro Jahr und wird als Beilage der Zeitschrift Via medici aus dem Georg Thieme Verlag, Stuttgart, zugelegt. Der Bezug ist für Abonnenten der Via medici in deren Abonnement bereits enthalten. Der Einzelpreis beträgt 1,90 €. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos etc. kann der Verlag keine Gewähr übernehmen. Nachdruck – auch in Auszügen – nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung. Der Verlag kann für Preisangaben keine Garantie übernehmen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bei allen Gewinnspielen und Aktionen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Anregungen und Redaktionskontakt per E-Mail unter redaktion@medi-learn.de. Verlosung: Bei allen Verlosungen in dieser Ausgabe ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Der Einsendeschluss ist am 31. Oktober 2012. Die Gewinner werden regelmäßig im Internet unter www.medi-learn.de/gewinner bekannt gegeben. Dein Artikel bei MEDI-LEARN? Wir freuen uns über die Zusendung von Erfahrungsberichten und anderen Artikeln und belohnen die Autoren mit Fachbüchern. Alle weiteren Infos findest du unter www.medi-learn.de/artikel.

Die Sache ist vertrackt: Schuhe mit dicker Sohle sind angenehm für die Füße, aber vergleichsweise schwer. Das Tragen von Schuhen mit dünner Sohle andererseits kann an langen Tagen in der Klinik für die Füße regelrecht schmerzhaft werden. Kein Wunder also, dass über dieses Thema seit etlichen Monaten in allen erdenklichen Details lebhaft diskutiert wird. Die lange Liste der Argumente ist nachzulesen unter: http://www.medi-learn.de/MF45948

Lieblingsfrage der Fachrichtungen

Welche Frage stellen Mediziner am häufigsten? Das kommt vor allem auf die Fachrichtung an. „Wie alt?“ hört man eher von Kinderärzten, „Seit wann?“ besonders oft von Neurologen. „Jetzt noch?!“ kommt meistens aus dem Munde eines Anästhesisten und natürlich „Wann haben Sie zuletzt etwas gegessen?“. Mehr als 100 Vorschläge wurden bereits gesammelt. Wer wonach besonders gerne fragt, erfährst du hier: http://www.medi-learn.de/MF78760

Medizinstudium in Bratislava

Wenn die Hürden auf dem Weg zum Medizinstudienplatz in Deutschland zu hoch erscheinen, ziehen manche ein Studium im Ausland in Betracht. Vielleicht in Bratislava? Dort finden die Lehrveranstaltungen in englischer Sprache statt und die Kosten sollen niedriger sein als in Ungarn. Hier werden Informationen weitergegeben und Erfahrungen ausgetauscht: http://www.medi-learn.de/MF78760

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Recht & Geld Kurz notiert

Seit drei Jahrzehnten „Transplant Study“

Seit 1982 hat die weltweit größte Studie der Transplantationsmedizin Daten von mehr als 500.000 Transplantationen in rund 500 Kliniken gesammelt und ausgewertet. So wurden die Wichtigkeit immunologischer Merkmale für den Transplantationserfolg und die Vor- und Nachteile immunsuppressiver Medikamente gezeigt. Zudem bilden die Daten die wissenschaftliche Grundlage für die Organzuteilung durch Eurotransplant. Finanziert wird die Studie durch Geldgeber aus dem IT- und Transplantationsbereich sowie den Verkauf von Reagenzien zur Antigen-Testung.

Neues Institut für Hausarztmedizin

An der Uni Bonn soll das neue Institut für Hausarztmedizin durch fächerübergreifende Ausbildung und Praxisnähe Verständnis und Begeisterung für den Beruf des Hausarztes vermitteln. Verbesserte Lehrqualität und -quantität sowie praxisnahe Forschung sollen bessere Ausbildungsmöglichkeiten bieten und für den Beruf des Hausarztes motivieren. Von den Studierenden wird das Angebot begeistert angenommen: Die Zahl der Interessierten wächst stetig.

Gesundheit von Erwachsenen im Blick

Das Robert-Koch-Institut hat die Ergebnisse des neuen großen Erwachsenen-Survey vorgestellt, mit Daten zu Übergewicht, Diabetes, körperlicher Aktivität, psychischer Gesundheit und Funktionseinschränkungen im Alter. Beim Anteil der Übergewichtigen gab es kaum Veränderungen gegenüber der letzten Erhebung, bei Adipositas einen Anstieg. Die Zahl der sportlich Aktiven ist deutlich höher, wenn auch nur wenige die empfohlene körperliche Mindestaktivitätszeit von zweieinhalb Stunden pro Woche erreichen.

Arztbewertung im Internet unter der Lupe

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung erneut die Qualität von zwölf Arztbewertungsportalen im Internet untersucht. Dabei zeigt sich, dass die Portale inzwischen mehr der in einem Kriterienkatalog definierten Anforderungen wie rechtliche Vorgaben, Datenschutzfragen, Transparenz, Schutz vor Missbrauch und Nutzerfreundlichkeit erfüllen. Entworfen worden war der Katalog, um die formale Qualität systematisch zu untersuchen und zu vergleichen.

Deine Meinung ist uns wichtig! Wie gefällt dir diese Ausgabe unserer MEDI-LEARN Zeitung? Unter www.medi-learn.de/gw121 findest du einen kurzen Fragebogen mit drei Fragen zu dieser Ausgabe. Wir würden uns freuen, wenn du uns deine Meinung mitteilst. Mitmachen lohnt sich: Unter allen Teilnehmern verlosen wir Fachbücher im Wert von 300 Euro. Einfach Fragebogen ausfüllen und schon bist du dabei!

September/Oktober 2012

Der Hammer ist weg Karriereplanung neu justieren von Karl-Heinz Silbernagel (Deutsche Ärzteversicherung)

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ine gute Nachricht für Studenten. Im Mai hat der Bundesrat der neuen Approbationsordnung zugestimmt und das bedeutet auch die Abschaffung des sogenannten „Hammerexamens“. Diese Neuregelung sieht eine ganze Reihe grundlegender Änderungen vor. Die wichtigsten sind diese: • Das schriftliche Examen wird vor das PJ gesetzt. • Nach dem PJ findet die mündliche Prüfung statt. • Das PJ muss nicht ausschließlich an den Kliniken der Heimatuniversität absolviert werden. • Das PJ kann auch in „Teilzeit“ gemacht werden.

• Die Allgemeinmedizin wird in der ärztlichen Ausbildung gestärkt. Diese neuen Freiheiten sind nun richtig zu nutzen bzw. die Karriereplanung ist daraufhin abzustimmen. Die Deutsche Ärzte Finanz hat eine ganze Reihe unterstützender Ratgeber und Services entwickelt, die für den Studenten nützlich sind. Eine erste Hilfe ist die Broschüre „Ratgeber: Ihr Berufsstart als Arzt“, die einen detaillierten Überblick aller notwendigen Formalitäten bei dem Start in den Arztberuf bietet. Sie kann bestellt werden unter www.aerztefinanz.de. Vertiefende Informationen unter dem Motto „Wissen, das in keinem Lehrplan

Bald Unisex-Tarife Was bedeutet das für Studentinnen und Studenten? von Karl-Heinz Silbernagel (Deutsche Ärzteversicherung)

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m März 2011 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass unterschiedliche Versicherungsprämien für Männer und Frauen rechtswidrig sind. Auf Grund dieser Entscheidung wurden die Versicherer in allen EU-Staaten gezwungen, geschlechtsneutrale Tarife zu

kalkulieren. Bislang wurden die Versicherungsbeiträge aufgrund unterschiedlicher Lebenserwartung, Krankheitskosten und Sterblichkeit bei Kranken- und Lebensversicherungen für Männer und Frauen unterschiedlich berechnet. Was bedeutet nun die Neuregelung? Nach

steht“ bietet ein „Berufsstarter-Workshop“, in dem Experten ihre Erfahrungen und Kenntnisse vermitteln. Die Termine für die bundesweit stattfindenden Workshops sind unter www.aerzte-finanz.de/ seminare zu finden. Eine individuelle Berufsstarterberatung

Berechnungen der Versicherer werden folgende Tarife teurer: • für Männer die Rentenversicherung, Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Pflegeversicherung, • für Frauen Risikolebensversicherung und Kfz-Versicherung. Stichtag der Neuregelung und damit der Unisex-Tarife ist der 21. Dezember 2012. Das betrifft aber nur die ab diesem Tag abgeschlossenen Versicherungen, nicht die bis dahin bereits bestehenden Verträge. Es ist

wie auch einen Formalitätenservice bieten die Berater der Deutschen Ärzte Finanz kostenlos an. Einen wohnortnahen Berater ist unter www.aerzte-finanz.de in der Rubrik „Repräsentantensuche“ zu finden. (Die Platzierung dieses Artikels wurde unterstützt von der Deutschen Ärzteversicherung)

also vor diesem Stichtag noch zu handeln, um sich einen günsti-gen Tarif zu sichern. Die Empfehlung für Studentinnen und Studenten (wie auch für Berufseinsteiger) ist: Nutzen Sie jetzt Einsteiger-Tarife. So zum Beispiel die Tarife der Deutschen Ärzteversicherung, die bei stark reduzierten Anfangsbeiträgen vollen Versicherungsschutz bieten. Denn die in den kommenden Jahren folgende Beitragsstufen bleiben immer im jetzt noch gültigen günstigen Tarif. (Die Platzierung dieses Artikels wurde unterstützt von der Deutschen Ärzteversicherung)

Mal in die Ferne schweifen … Vor einer Famulatur im Ausland sollte der Versicherungsschutz überprüft werden von Peter Wittmann (Deutsche Ärzteversicherung) ... und ein Geheimtipp vorweg von einem, der eine Auslandsfamulatur schon hinter sich hat: Ein kleiner Survival-Beutel mit Loperamid, Ibuprofen, Paracetamol, Fenistil-Gel und Metoclopramid-Tropfen hat noch nie geschadet. Und da wir beim Thema Vorsorge und Absicherung sind, ein zweiter Tipp: die richtige Versicherung über die vor einer Famulatur in einem fremden Land nachzudenken ist. Was raten die Versicherer, die sich auf medizinische Heilberufe spezialisiert und seit Jahrzehnten junge Mediziner in ihr Famulaturland begleiten? Hierzu Patrick Weidinger, Rechtsanwalt und Spezialist für Haftpflicht bei der Deutschen Ärzteversicherung: „Für den Famulanten steht ja das erste praktische Tun am Patienten an der Spitze und somit ist die Haftpflichtversicherung ein absolutes Muss. Sie sichert die beruflichen und privaten Haftpflichtrisiken ab, bezahlt, wenn die Forderung berechtigt ist und wehrt unberechtigte Forderungen ab.

Damit das Thema Versicherung nicht zum Alptraum wird, hat die Deutsche Ärzteversicherung ein „Famulaturpaket“ für das Ausland geschnürt. Dies bündelt die für einen Famulanten notwendige Vorsorge im Bereich Berufs- und Privathaftpflicht-Versicherung, Unfallversicherung und Auslandsreisekrankenversiche-

rung. Diese drei Versicherungen lassen sich bequem im Baukastenprinzip ganz nach den persönlichen Bedürfnissen kombinieren. Informationen hierzu sind unter info@aerzteversicherung.de oder Telefon 0221/148 22700 anzufordern. Und noch ein Tipp: Von über 30 Ländern hat die Deutsche Ärzteversicherung

die wichtigsten Infos für eine Famulatur zusammengestellt. Diese „Länderinfos“ mit Basisdaten über Land und Leute, Einreisebestimmungen, wichtigen Adressen und vieles mehr sind kostenlos zu bestellen unter www.aerzteversicherung.de. (Die Platzierung dieses Artikels wurde unterstützt von der Deutschen Ärzteversicherung)

rund um die uhr weltweit geschütZt

Wichtig ist – zweitens – auch die Unfallversicherung, denn sie schützt weltweit und rund um die Uhr. Die Absicherung sollte neben dem unerlässlichen Invaliditätsschutz in jedem Fall auch Bergungskosten enthalten. In dem Zusammenhang ist – drittens – die Krankenversicherung anzusprechen. Natürlich hat jeder Student eine Krankenversicherung. Diese gilt jedoch, wenn sie über eine gesetzliche Krankenkasse besteht, nur für Deutschland. Das bedeutet im Klartext, dass das Kostenrisiko beim Famulanten liegt. Eine Auslandskrankenversicherung einschließlich angemessener Regelung für den Fall eines Rücktransportes aus medizinischen Gründen ist deshalb unbedingt zu empfehlen.“

Famulatur im Ausland? Aber bitte mit großem Schutz, für kleines Geld! Auch wenn Sie nicht gleich in eine Dschungelklinik gehen – eine Auslandsfamulatur bringt immer Risiken mit sich, für die kein Versicherungsschutz besteht. Haftpflicht, Unfall, Krankheit: Schützen Sie sich mit dem Auslands-Famulatur-Paket der Deutschen Ärzteversicherung. Sichern Sie sich eine sorglose Zeit – schon ab 17,90 Euro im Monat! Rufen Sie uns an unter 02 21 / 14 82 27 00. Oder schließen Sie direkt ab: www.aerzteversicherung.de

eit! Wartez ht e n h O ste utz be Ihr Sch Beitragsab der eisung. überw


September/Oktober 2012

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Raten & Gewinnen

Text lesen und gewinnen! Wie du bestimmt schon mitbekommen hast, wird im Oktober die neue Skriptenreihe erscheinen. Näheres dazu findest du in einem Artikel auf Seite 1 und 2 dieser Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung. Im Vergleich zur vorherigen Auflage wurden viele Elemente geändert und überarbeitet, um die neue Skriptenreihe noch studentenfreundlicher zu machen. Wenn du den Artikel von Seite1 und 2 gelesen hast, wird es dir ein Leichtes sein, diese Fragen zu beantworten und mit etwas Glück kannst du tolle Preise gewinnen. Beantworte einfach die Fragen und trage dann die Lösungsbuchstaben unten ein. Gib unter www.medi-learn.de/skr-quiz2 die Lösung (Buchstabenkombination) ein, um an der Verlosung teilzunehmen.

Rippen spreizer .de

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. .LACHEN BIS DIE RIPPEN KRACHEN

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1. Welche Auflage der Skriptenreihe wird im Oktober erscheinen?

2. Was ist die augenfälligste Veränderung an der neuen Skriptenreihe?

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die zweite die dritte die vierte die fünfte die sechste

die Schrift die Farbe die Bilder das Papier die Größe

3. Welches wichtige wiederkehrende Element gibt es?

4. Wie viele Prüfungsprotokolle sind in die Skriptenreihe eingeflossen?

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Fürs Schriftliche Fürs Mündliche Fürs Bestehen Fürs Durchfallen Fürs Praktische

mehr als 5000 mehr als 7000 mehr als 2000 mehr als 4000 mehr als 9000

5. Worauf wird bei jeder Abbildung verwiesen?

6. Was wird zusätzlich zu den Skripten angeboten?

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den Text die Quelle das Online-Bildarchiv das Ende das Inhaltsverzeichnis

ein Autogramm Cartoonbücher ein Stipendium die Onlinesuche der Doktortitel

7. Was steht in der ersten Phase der Klausurvorbereitung an?

8. Was steht in der zweiten Phase der Klausurvorbereitung an?

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Langeweile Prüfungen kreuzen Panik eine Party feiern die Erarbeitung des Lernstoffs

die Festigung und Vertiefung die Prüfung die Erarbeitung des Lernstoffs der Urlaub das Mündliche

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Diese und mehr als 600 weitere Cartoons gibt es in unseren Galerien unter:

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Lösung: 1

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Tipps & Infos

September/Oktober 2012

Modellstudiengang beginnt im Wintersemester European Medical School Oldenburg-Groningen ermöglicht neben dem Staatsexamen auch Bachelor- und Master-Abschlüsse von Ines Behlert (MEDI-LEARN Redaktion)

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er Aufschrei war groß, als die Universität Oldenburg 2008 das erste Mal davon sprach, einen Bachelor- und Masterstudiengang Medizin anzubieten. Von einer Verwässerung der Ausbildungsqualität war die Rede, von schlecht ausgebildeten Medizinern und der Unmöglichkeit, ärztliches Wissen in einem alternativen Studiengang zu organisieren und zu vermitteln. Seitdem hat sich einiges getan, und im kommenden Wintersemester 2012/2013 startet ein Modellstudiengang an der neu entstandenen European Medical School OldenburgGroningen. Um es gleich vorneweg zu nehmen: In Deutschland wird es nicht möglich sein, einen Bachelor- oder Masterabschluss in Humanmedizin zu machen. Wer in Oldenburg studiert, beendet sein Studium wie an allen anderen medizinischen Fakultäten mit dem Staatsexamen. Aller-

dings ist es möglich, zusätzlich einen Bachelor- und/oder Mastertitel in Groningen zu erwerben. Dabei geht es bei einem Bachelor of Science in Humanmedizin darum, einen berufsqualifizierenden Abschluss für Tätigkeiten bei Krankenkassen, Verbänden, Unternehmen etc. zu schaffen. Eine ärztliche oder arztähnliche Tätigkeit ist jedoch ausgeschlossen. Letztendlich läuft also alles auf einen (weiteren) Modellstudiengang hinaus. Die Verzahnung von Theorie und Praxis soll in Oldenburg sehr eng gehalten werden. Das sogenannte Problemorientierte Lernen (POL) ist die Basis allen Unterrichts, dazu kommen Untersuchungskurse, Blockpraktika und Seminare sowie Praktika in der vorlesungsfreien Zeit. Eine weitere Beson-

Vorbeugung durch einfache Maßnahmen möglich Kinder- und Jugendärzte verteilen Merkblätter zur Vermeidung von Unfällen Kassenärztliche Bundesvereinigung

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nfälle bei Kindern sind häufig der Grund für einen Krankenhausaufenthalt. Im Jahr 2010 mussten in Deutschland rund 200.000 Kinder und Jugendliche aufgrund einer Unfallverletzung stationär behandelt werden, darunter etwa 81.000 kleine Kinder im Alter bis sechs Jahren. Besonders häufig in dieser Altersgruppe sind Stürze, Verbrennungen und Vergiftungen. Um die Eltern umfassend über Unfallrisiken

aufzuklären, geben die Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte die „Merkblätter Kinderunfälle“ heraus. Sie sollen den Eltern helfen, die Umgebung von Kindern sicherer zu machen, denn ein Großteil der Unfälle, die meist im häuslichen Umfeld geschehen, ließe sich vermeiden, tödliche Unfälle sogar bis zu 95 Prozent. „Oft reichen ganz ein-

fache Maßnahmen, um die Kinder vor Unfällen zu schützen“, betont Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte. „So können Rauchmelder angebracht, Wasserkocher aus der Reichweite von Kindern gestellt, Arzneimittel sicher in verschließbaren Schränken aufbewahrt und Treppen gesichert werden.“ Insgesamt gibt es künftig acht überarbeitete Merkblätter Kinderunfälle. Das

derheit ist, dass ein Studienjahr bzw. zwei Semester in Groningen absolviert werden müssen. Die dafür erforderlichen Niederländisch-Kenntnisse können aber während des Studiums erworben werden. Die Semesterzeiten in Oldenburg unterscheiden sich von denen der übrigen medizinischen Fakultäten: Start des Semesters ist der 1. Oktober; die Dauer des Semesters beträgt 20 Wochen. Demzufolge sind die Semesterferien kürzer. Vor dem Abschluss des Studiums muss eine 20-wöchige Forschungsarbeit angefertigt werden. Die Bewerbung für den Modellstudiengang erfolgt über hochschulstart.de mit Oldenburg als erster Ortswahl. Dabei behält die Universität es sich vor, den größten Teil ihrer Studierenden über das Auswahlverfahren aus-

zuwählen. Auch ein Wechsel von Oldenburg an eine andere medizinische Fakultät soll möglich sein: Nach dem 6. Semester können Äquivalenzbescheinigungen ausgestellt werden, die eine Bewerbung in das 1. klinische Semester anderer Hochschulen mit freien Kapazitäten ermöglichen. Nachdem sich nun die erste Aufregung gelegt hat und statt einer Revolution der Studienabschlüsse „nur“ ein weiterer Modellstudiengang entstanden ist, muss sich nun zeigen, wie dieser angenommen und von den Studierenden bewertet wird. Durch die Zusammenarbeit mit Groningen entsteht möglicherweise tatsächlich der gewünschte internationale Rahmen und erweitert den Horizont der Studierenden. Ein Konzept, das Patientennähe und praktische Erfahrungen von Anfang an vorsieht, verspricht spannendes Lernen. Der Erfolg bleibt abzuwarten.

erste enthält eine Checkliste, mit der Eltern überprüfen können, ob in Haus und Garten sowie beim Transport von Kindern an alles gedacht wurde. Die weiteren Merkblätter sollen die Eltern durch die ersten sechs Lebensjahre ihres Kindes begleiten und über die häufigsten Gefahren informieren. Dabei geht es um vorbeugende Maßnahmen im Babyalter (zum Beispiel zur Vermeidung des plötzlichen Kindstodes) bis hin zur Prävention von Verkehrsunfällen und Gefahren bei Spiel und Sport im Kindes- und Jugendalter. Überreicht werden die Merkblätter von den Kinder- und Jugendärzten zu den jeweiligen Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9). Sie werden ab sofort durch die Kassenärztlichen Vereinigungen an die 6000 Kinder- und Jugendärzte in Deutschland verteilt.

Online geht's weiter Wie immer gibt es auch zu dieser Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung wieder eine Extraportion für besonders MLZHungrige: Unser Digitaler Nachschlag präsentiert dir weitere spannende Artikel und die Fortsetzung eines Beitrags aus der gedruckten Version. All das findest du im Digitalen Nachschlag. Er steht kostenlos als PDF im Internet zur Verfügung. Einfach die folgende Seite aufrufen:

www.medi-learn.de /mlz-nachschlag

Nachschlag Die Extraportion Diesen Artikel findest du im Online-Teil unserer Zeitung:

Ausbildung

Studierende wünschen sich mehr praktischen Unterricht Ginge es nach den Jungmedizinern, dann gäbe es im Studium der Humanmedizin deutlich mehr Praxis. Das ergab die Langzeituntersuchung „Studiensituation und studentische Orientierungen“, die seit den 1980er Jahren von einer Arbeitsgruppe an der Universität Konstanz durchgeführt wird. Ein Mehr an praktischen Übungen gaben 44 Prozent der angehenenden Ärztinnen und Ärzte als „sehr dringlichen Verbesserugswunsch“ an, gefolgt von einem „stärkeren Praxisbezug des Studiengangs“ mit 40 Prozent. Ganz offensichtlich vermissen die Studierenden neben der enormen Menge theoretischen Wissens, das ihnen vermittelt wird, eine originär praktische Komponente - und das in den letzten Jahren mit deutlich steigender Tendenz.


MEDI-LEARN Zeitung 04/2012