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Die Zeitung für Medizinstudenten und junge Ärzte

Das MEDI-LEARN Forum: Hier findet jeder etwas für seinen Geschmack. Vom Studienanfänger bis hin zum erfahrenen Assistenzarzt treffen sich die User in den zahlreichen Foren der größten deutschsprachigen Medizinstudenten-Community! Mehr dazu auf den Seiten 6 und 7

ZEITUNG

Ausgabe 03/08 ∙ Juni / Juli 2008 ∙ In Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag ∙ www.medi-learn.de ∙ ISSN 1860-8590 ∙ 1,90 €

Biosurgery Kleine Tierchen mit großer Wirkung

Arbeiten im Buschkrankenhaus Chefärzte und Pferdeflüsterer Medizinische Gastgeschenke sind willkommen Für den besseren Umgang mit Kollegen und Patienten

Herr Kuhn liegt seit Wochen wegen einer Fußverletzung im Krankenhaus und ist sehr skeptisch, wie die neue Operationsmethode mit den Maden verlaufen wird. Dieser Artikel berichtet über das Heilverfahren mit Maden – die so genannte Biosurgery.

Famulatur in Kamerun: Franz Leidl und Thomas Meisl berichten über ihre Famu- Die Amerikanerin Kara Krajewski studiert im siebten Semester Medizin in latur in Kamerun. Einen Tipp haben sie für alle Mediziner, die in Deutschland. Lest, wie unterschiedlich sie die ArbeitsatmosphäEntwicklungsländer gehen: Ausrangierte, aber noch funktioniere in deutschen und US-amerikanischen Krankenhäusern einrende Gerätschaften sind überaus willkommen. schätzt. Darüber hinaus gibt sie Tipps für bessere Kollegialität.

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Entspannt bleiben! Kaffee satt im Chirurgie-Tertial in Thessaloniki von Eliana Stricker-Shaver

Lieblingsbeschäftigung der Griechen. Nachdem man sich kurz über den gestrigen Abend ausgelassen hatte, begann man mit der Frühbesprechung, während die Blutabnahmen von den Schwestern durchgeführt wurden.

und die meisten Ärzte waren gesprächig und bereit, mir einiges zu klären. Einmal in der Woche war allgemeine Notaufnahme für das Krankenhaus. Jeder, wirklich jeder, durfte sich an diesem Tag 24 Stunden lang untersuchen lassen, kostenlos.

Platznähte zunähen, regionale Anästhesien setzen, Lipome entfernen

So manch ein Arzt ergreift die Flucht…

Eine erste kleine Visite wurde durchgeführt. Verbandwechsel, was meist meine Aufgabe war, wurden angeordnet. Daraufhin gab es eine große Visite mit den „wichtigeren“ Ärzten. Nach der Visite blieb ich nur selten auf Station. Häufig ging ich in die Ambulanz bzw. in die Notaufnahme, wo man wirklich interessante Fälle zu sehen bekam, zudem durfte ich mich schon bald um die leichteren Fälle selbst kümmern: Platznähte zunähen, regionale Anästhesien setzen, Lipome entfernen und bei anderen Dingen assistieren.

Allgemeine Notaufnahme: Horror! Lebensfreude und Ruhe in Einem

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rste Mission im Achepa-Krankenhaus in Thessaloniki, Griechenland: Meinen Koordinator finden. Das Problem: Es gibt viele Ärzte dort, die Giannopoulos heißen. Ich merkte schnell, wie hilfreich es ist, sich die Vornamen zu merken, zumal sich viele mit Vornamen anreden. Herr Zulo Giannopoulos, mein Koordinator, erwies sich als sehr freundliche und hilfreiche Person. Er führte mich auf die Station der allgemeinen

Chirurgie, wo er mich mit den anderen Ärzten bekannt machte.

Interessante Fälle

Zunächst muss ich sagen, dass ich unheimlich freundlich aufgenommen wurde. Alle waren sehr nett, luden mich zum Kaffee ein, fragten, erzählten und erklärten mir vieles. Ich begann jeden Tag gegen acht Uhr. Man traf sich zunächst im Ärztezimmer und trank Kaffee, eine

Jeden Dienstag und Freitag war ich in der Ambulanz, wo ich für die Verbände und Nachuntersuchungen zuständig war. Dazu muss man sagen, dass meine Mitarbeit sehr vom diensthabenden Arzt abhing: Manche ließen mich vieles selbstständig machen, bei anderen durfte ich lediglich zusehen. Montags und mittwochs bin ich nach der Visite in den OP gegangen. Wenn ich assistieren wollte, musste ich mich in den OP-Plan eintragen, was aber ehrlich gesagt nie geklappt hat, da viele OPs einfach ausfielen oder verschoben worden. So gab ich es schnell auf, mich einzutragen. Ich durfte bei jeder OP zuschauen

Ein wirklicher Horror, da alle „ganz wichtig“ sind und partout nicht warten können! Alle schreien und kommen einfach rein und so manch ein Arzt ergreift dann die Flucht. Oft wusste ich nicht so genau, was ich eigentlich tun soll, und im nächsten Moment wurde ich angepflaumt: „Kümmer dich um die!“, „Mach mal die Wunde sauber!“, „Wasch dem die Haare!“ und so weiter und so fort. Ich habe in meiner Zeit auf der Allgemeinen Chirurgie dort viel gelernt, allerdings war es jeden Tag ein neuer Kampf: An manchen Tagen darf man viel machen und lernt unheimlich viel, am nächsten wiederum scheint dich niemand zu kennen. Dann heißt es: Fragen, fragen, fragen – was manchmal ganz schön anstrengend sein kann!

Herz- und Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie

Hier habe ich die letzen sieben Wochen meines Tertials verbracht. Auf dieser Station habe ich mich wirklich sehr wohl gefühlt! Jeden Tag pünktlich um halb neun war Visite, und das mit nur zwei Ärzten, nicht zehn, wie auf der allgemeinen Chirurgie. Hier erhielt ich quasi Einzelunterricht. Auch hier durfte ich mich um die Verbände kümmern, ging aber sehr gerne in den OP oder auf die Intensivstation. Die

Praxisnahe Prüfung für Medizinstudierende Neues Testsystem bezieht medizinische Arbeitsabläufe ein von Ricarda Wessinghage (idw)

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it dem relativ neuen Prüfungssystem OSCE prüft der Fachbereich Medizin der J.W. Goethe-Universität nun auch die Fähigkeit der Studierenden, praxisnah ärztliche Routinen zu bewältigen und adäquat mit Patienten umzugehen. Realitätsferne Prüfungsverfahren für Medizinstudierende, die wenig mit dem Behandlungsalltag der späteren Ärztinnen und Ärzte zu tun haben, gehören der Vergangenheit an. Vom 14. bis 17. April mussten sich etwa 500 Frankfurter Studierende in der Inneren Medizin dem neuen Testsystem stellen. "In den Prüfungen müssen die Studierenden an direkten Fallbeispielen mit professionell trainierten Simulationspatienten zeigen, wie sie mit Patienten umgehen, Diagnosen erstellen, über Risiken aufklären und sich therapeutische Schritte überlegen", erklärt Prof. Dr. T.O.F. Wagner von der Medizinischen Klinik I des Frank-

furter Universitätsklinikums, der die Methode der OSCE-Prüfungen am Universitätsklinikum etabliert hat. Prüfungsinhalte wie die Durchführung von Anamnesen, Patientenuntersuchungen und Befundinterpretationen sind dabei in verschiedene Stationen unterteilt, die von den Studierenden nacheinander absolviert werden. Die Prüfungen müssen die Studierenden am Ende des fünften Fachsemesters (nach dem Anamnese- und Untersuchungskurs) und des siebten Fachsemesters (nach dem Praktikum der Inneren Medizin) ablegen. Beim bisherigen Ausbildungs- und Prüfungssystem kamen die praktischen Fähigkeiten der Studierenden häufig zu kurz. Deshalb führte die Frankfurter Universitätsklinik im Juli 2004 im Zuge der Reform des Medizinstudiums das neue OSCE-System ein, das die Studierenden besser auf ihre berufliche Zukunft als Arzt vorbereiten soll. Inzwischen werden derartige Prüfungen auch in der Pädiatrie, der

Notfallmedizin, der Orthopädie, der Chirurgie und der Gynäkologie durchgeführt und weitere befinden sich in Planung. Die Praxisnähe stößt auch bei den Geprüften selbst auf Begeisterung: "Viele der Studierenden haben großen Spaß an den Simulationseinheiten", resümiert Frau Dr. Kujumdshiev, die für die Organisation der aufwändigen Prüfungen zuständig

ist: "Sie helfen ihnen, Situationen richtig einzuschätzen und Selbstbewusstsein im Umgang mit den Patienten zu erlangen." Da sich das Lernverhalten der Studierenden vor allem an den Prüfungsinhalten ausrichte, könne so auch die klinische Kompetenz von Medizinstudierenden erheblich verbessert werden. Quelle: idw

Anästhesisten waren unheimlich nett und erklärten mir lang und ausführlich die Herz-Lungen-Maschine, das Monitoring und andere Dinge. Ich sah so ziemlich jede Bypass-Variante und durfte auch hin und wieder beim Freipräparieren der Venen helfen – in Griechenland wird die gesamte Vene für den Bypass frei präpariert – oder die Hautnaht durchführen. Weiterhin sah ich den Einsatz von Kunstklappen, viele Lungen-CAs, Beinamputationen und vieles mehr. Jeden Dienstag und Donnerstag fanden die kardiochirurgischen Nachuntersuchungen statt. Dort durfte ich jedes Herz und jede Lunge abhören. Man machte mich mit der Krankengeschichte vertraut und half mir beim Einordnen der Röntgenbilder. Es war wirklich toll! weiter auf Seite 2

Inhalt Rätsel In dieser Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung müsst ihr euch durch den Buchstabensalat der DMW kämpfen. Wer mitkämpft, kann tolle Sachpreise gewinnen! S. 11

Praktikum

In 4 Wochen zum Herzspezialisten Katja Wagenführer hatte Glück: Sie ergatterte einer der begehrten 30 Plätze am renommierten Rhön-Klinikum in Bad Neustadt, um dort ein vierwöchiges Praktikum zu absolvieren. Ihr Fazit des kompakten Kurses rund um das Herz: Ein außergewöhnlich gutes Programm, ein kompetentes Ausbilderteam und eine nette Gemeinschaft! S. 02

Geschmökert

Leitfäden für die Promotion Tanja Jähnig, Agnes Walte und Christian Fleischhauer haben für diese Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung drei gängige Fachbücher zum wichtigen Thema Promotion rezensiert. Welches Buch taugt für die Vorbereitung und Durchführung der Doktorarbeit? Die Studenten haben die Angebote auf Herz und Nieren geprüft. Lest ihre Bewertungen! S. 04

Famulatur

Den Bakterien auf der Spur Nicht gerade Lieblingsfach des gemeinen Medizinstudenten: Mikrobiologie. Wie spannend die Welt der Bakterien jedoch sein kann, das entdeckte Felix Reschke in seiner Famulatur im Institut für Infektiologie und Tropenmedizin an der TU Dresden. Dort sah er weniger exotische Krankheiten, bekam dafür aber tiefe Einblicke in die Antibiotika-Therapien. S. 05

Lesetipps

Über 7 Bücher musst du gehen...

Prüfung im Hörsaal: Praxisfähigkeit wird zu wenig berücksichtigt

Das Medizinstudium erweist sich für viele Studenten als ein sehr einnehmender Prozess. Über den Tag wird der Stoff gepaukt und abends kann man nicht richtig abschalten. Deshalb stellt Nawied Tehrani sieben Bücher vor, mit denen der gestresste Studi den Alltag etwas hinter sich lassen und sich dennoch mit dem Thema Medizin beschäftigen kann. S. 08


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Juni/Juli 2008

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Chirurgie-Tertial in Thessaloniki Ohne Ballast zum Physikum

Perfekt vorbereitet für die Prüfung: ▪ kurze, prägnante Darstellung des Stoffes ▪ Merksätze und Tipps zum Lernen ▪ „Das bringt Punkte“ fürs Schriftliche ▪ „Facts fürs Mündliche“

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Fortsetzung von Seite 1

Kinder- und Jugendpsychiatrie

In meinem Wahlfach hatte ich eine persönliche Betreuung. Ich wurde sogar angerufen, wenn es einen neuen Fall gab, damit ich an den Gesprächen teilnehmen konnte. Hier besuchte ich die täglich stattfindende Ambulanz. Auch durfte ich mich eines jungen Mädchens selbst annehmen. Auf der Station gab es nicht so viel zu sehen, da sich dieses Fach in Griechenland wirklich noch in seinen Anfängen befindet.

der Kinder- und Jugendpsychiatrie statt, die ich immer besuchte, denn sie wurde von meinem persönlichen Betreuer gehalten. Danach nahm er sich oft noch

Zeit, um mit mir Fragen durchzusprechen. Und er lud mich zu einem Seminar über Kinder- und Jugendpsychiatrie in Athen ein!

Die Stadt Thessaloniki hat eine schöne Universität und gerade im kulturellen Bereich viel zu bieten. Jede Fakultät scheint ihre eigene Theatergruppe zu haben und bietet in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen von wirklich ausgesprochener Qualität. Baden kann man in Thessaloniki nicht, da das Meer zu schmutzig ist. Dafür gibt es eine schöne Strandpromenade und die Badestrände sind nur eine Autostunde entfernt. Ich habe mich in Thessaloniki wohl gefühlt! Allerdings sind die Zustände in den meisten Krankenhäusern, so auch Achepa, sehr gewöhnungsbedürftig.

Mein Betreuer lud mich zu einem Seminar nach Athen ein Oft werden die Kinder auf der Kinderstation untergebracht und lediglich durch einen Jugendpsychiater betreut bzw. ambulant behandelt. Auf der Psychiatrischen Station gibt es lediglich ein Zimmer für Kinder. Zurzeit ist man aber dabei, die Räumlichkeiten für Kinder und Jugendliche auszubauen. Jeden Freitag war die allgemeine Fallbesprechung, wo jeder Kinder- und Jugendpsychiater seine Fälle und Fortschritte vorstellte. Oft war diese Veranstaltung mit einer Fortbildung verbunden. Donnerstags fand eine allgemeine Vorlesung

Mein Fazit: Entspanntes Land, gewöhnungsbedürftiges Arbeiten. Griechenland ist ein großes Kaffeehaus, das hier „Kafenion“ heißt. Immer und überall trinkt man Kaffee.

Man muss eine große Portion Flexibilität und Geduld mitbringen. Denn oft kommen die Leute eine halbe oder eine ganze Stunde zu spät zu den Terminen. Also: Locker bleiben, nur dann kann man seinen Aufenthalt genießen!

Das alte und das neue Griechenland: In Thessaloniki stoßen sie überall aufeinander

MEDI-LEARN PODCAST Diesen Artikel gibt es auch online als AudioDatei zum Download unter: www.medi-learn.de /podcast

In vier Wochen zum Herzspezialisten Ein außergewöhnliches kardiovaskuläres Praktikum in Bad Neustadt von Katja Wagenführer

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ls ich das erste Mal vom Kardiovaskulären Praktikum in Bad Neustadt erfuhr, war ich sofort begeistert und wusste: Das will ich machen! Nachdem ich mich mit einem ausführlichen Motivationsschreiben und Lebenslauf für das Praktikum beworben hatte und endlich die Zusage in meinen Händen hielt, reiste ich voller Vorfreude zum dortigen Rhön-Klinikum an. Ich war froh, einen Platz ergattert zu haben, denn die Bewerberzahl steigt von Jahr zu Jahr und es wird daher immer schwieriger, einen der 30 begehrten Plätze zu erhalten.

Nacht. Am Montagmorgen wurden wir von allen Chefärzten der verschiedenen Fachbereiche freundlich begrüßt und in Gruppen eingeteilt. Insgesamt sollten sechs Bereiche durchlaufen werden (Kardiologie, Gefäßchirurgie, Radiologie, Herzchirurgie, Anästhesie und Neurologie). Die Fachgebiete wurden in vier Blöcke eingeteilt, jede Woche war ein Wechsel im Rotationsprinzip zum nächsten Block vorgesehen. Unter Anleitung von Mentoren würden wir tagsüber aktiv am Klinikbetrieb teilnehmen und spätnachmittags praxisbezogene Seminare und Übungen erhalten.

Berliner, Brötchen und Bier

1. Woche: Neurologie

Wie auch ich, trafen schon einen Tag vor dem eigentlichen Beginn der Famulatur alle 30 Teilnehmer ein. Die Medizinstudenten befanden sich im 7. bis 10. Semester und kamen aus ganz Deutschland. Gleich nach der Ankunft bekam jeder von uns ein sehr komfortables Einzelzimmer im Gästehaus zugewiesen, mit Blick auf das schöne Bad Neustadt. In den vier Wochen, in denen wir hier famulieren durften, waren Unterkunft und Verpflegung frei. Außerdem hatte man die Möglichkeit, überall auf dem Klinikgelände kostenlos das Internet zu nutzen. Der erste Eindruck von der Klinik und dem ganzen Gelände war beeindruckend: Hoch oben über Bad Neustadt liegt ein riesiger Komplex aus verschiedenen Kliniken, in deren Mitte befinden sich drei riesige Glaskuppeln, die von den Patienten als Ruhe- und Erholungsräume genutzt werden können. Abends wurden wir von dem Chefarzt der Anästhesie und Neurologie begrüßt und erhielten unsere Namensschilder. Nach einem Rundgang über das Klinikumsgelände saßen wir zusammen in einem der Seminarräume und durften es uns bei Bier, Säften, Berlinern und belegten Brötchen gut gehen lassen. Das Kennenlernen war sehr entspannt und ging bis spät in die

In Zweiergruppen wurden wir den verschiedenen Stationen zugeteilt. Die Ärzte empfingen uns dort ebenfalls sehr freundlich und ich fühlte mich von Anfang an sehr wohl auf meiner Station. Hier lernten wir alles über die häufigsten neurologischen Krankheitsbilder und Untersuchungsmethoden. Jeden Morgen, nachdem wir auf Station Blut abgenommen und Nadeln gelegt hatten, nahmen wir an der Frühbesprechung teil. Danach gab es interessante Seminare, zum Beispiel über die Elektrophysiologie im EMG, Neurologische Bewegungsstörungen, Doppler und Duplex im Ultraschall, eine Einführung in die EEG-Auswertung und Vorträge über Demenz und Epilepsie. Wir hatten die Möglichkeit, Aufnahmen und neurologische Untersuchungen selbst durchzuführen, ich konnte zum Beispiel eigenständig eine Lumbalpunktion vornehmen.

2. Woche: Herzchirurgie und Anästhesie

Die ersten zwei Tage dieses Blocks verbrachte ich in der Anästhesie und die verbleibenden drei Tage in der Herzchirurgie. In der Anästhesie durften wir ZVKs legen und bei den Narkoseeinleitungen praktisch tätig werden. Es war festgelegt, wer bei wel-

chen Einleitungen dabei zu sein hatte und so durften wir selbst intubieren und einleiten. Die Tage in der Herzchirurgie waren sehr interessant und aufregend: Wir waren fest in den OP-Plan integriert, durften bei allen Operationen assistieren und sogar selbstständig nähen. Von der Thorakotomie, über den Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine bis zur Übergabe an die Intensivstation durften wir alles mitmachen. Die Herzchirurgen erklärten uns sehr viel und nicht selten kam es zu kleinen anatomischen Abfragestunden. Selbst der weltweit bekannte Experte, der französische Herzchirurg Dr. Perrier, nahm sich Zeit für uns.

3. Woche: Gefäßchirurgie und Radiologie

Während der Tage in der Gefäßchirurgie durften wir bei Varizen- und Carotisoperationen assistieren und wieder unser Können im Nähen unter Beweis stellen. Außerdem waren wir in Zweiergruppen einen Tag lang in der Ambulanz eingeteilt, in der wir das Schallen noch einmal richtig üben konnten. In der Radiologie erfuhren wir alles Wichtige über das MRT und CT. Wir werteten Röntgenaufnahmen aus und bekamen die Merkmale vieler Erkrankungen auf dem Röntgenbild erklärt!

4. Woche: Kardiologie

Die Woche in der Kardiologie begann für mich mit einem Tag im Echo. In den darauf folgenden Tagen war ich auf Station und konnte Blut abnehmen, Patienten aufnehmen und EKGs bewerten. Morgens auf der Visite (die auch mal einige Stunden dauern konnte) bekamen wir jeden Patienten vorgestellt und lernten alles über den Hintergrund seiner Erkrankung. Auch diese Woche war sehr informativ und interessant. Zusätzlich zu dem normalen Stations- oder OP-Alltag hatten wir jeden Nachmittag ab 16 Uhr Seminare, um theoretische Grundlagen zu wiederholen. In den Seminaren

wurden die Themen zusammen mit den Studenten erarbeitet und diskutiert. Die Highlights der Seminare waren allerdings der Nahtkurs, die Versorgung des Schwerverletzten und vor allem die Implantation einer Herzklappe am Schweineherzen. Bei der Aortenklappenimplantation erhielten je zwei Studenten nach vorheriger Einweisung die Möglichkeit, eigenständig eine künstliche Klappe einzunähen. Zusätzlich zu den Seminaren bestand die Möglichkeit, fakultativ nach dem Abendessen an Reanimations- und Simulationstrainings teilzunehmen. Außerdem wurden EKGund Echo-Kurse in Kleingruppen und das Mitfahren im NAW angeboten.

Außergewöhnlich!

Man sieht: Die Tage waren voll gepackt mit Wissenswertem und Interessantem. Entsprechend schnell, viel zu schnell, ging die Zeit vorbei! An unserem letzten Abend wurden wir vom Rhön-Klinikum in den „Fränkischen Hof“ eingeladen. Bei leckerem Essen und gutem Wein feierten wir bis in die frühen Morgenstunden. Wir hatten uns richtig was einfallen lassen für den letzten Abend: Es gab Geschenke für alle Mentoren, selbst gedichtete Lieder wurden gesungen, eine Diashow ließ die vier Wochen noch einmal Revue passieren und verschiedene Sketche und Tänze wurden aufgeführt. Nach einer kurzen Nacht und mit vielen neuen Freundschaften im Gepäck, reisten wir am Freitagmorgen mit etwas Wehmut Richtung Heimat. Das Kardiovaskuläre Praktikum in Bad Neustadt: Eine außergewöhnliche Famulatur die man nirgendwo anders so finden wird! Wir ver­losen ein Exemplar „EKG für Isabel“ von Thieme – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw136


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Kleine Tierchen mit großer Wirkung Biosurgery – eine etwas andere Therapie von Yvonne Bernsdorf

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ampf, schlabber, schleck, schlürf, schmatz! Wir wollen mehr! Mehr Fleisch, mehr Fleisch! Herr Kuhn wacht schweißgebadet aus seinem Albtraum auf. Es ist vier Uhr morgens. In zwei Stunden kommen die Schwestern und werden das Bett machen und die Frühspritzen in den Bauch geben. Am liebsten möchte er wieder einschlafen. Aber es geht nicht. Herr Kuhn liegt nun seit fast acht Wochen im Krankenhaus, um genauer zu sein in einer gefäßchirurgischen Abteilung, der Station 6. Selbst den Jahreswechsel hat er dort verbracht. Wie sehr er sich doch nach Hause sehnt, nach seinen Aquarien, die sein ein und alles sind! Ob Süß- oder Salzwasserfische: Er kennt sie alle. Seine Frau Inge weiß auch damit umzugehen und hält alles in Stand, jetzt, wo er nicht da ist. Aber es ist nicht dasselbe. Sicher könnten die Becken alle mal wieder eine Enttalgung gebrauchen und Inge hat keine Augen dafür, ob die Fische gelaicht haben oder nicht. Gerade frisch geschlüpfte Fische benötigen eine spezielle Pflege.

Zeit für die kleinen Freundchen

Langsam stöhnt er auf, denn sein linker Fuß fängt wieder an, vor Schmerzen zu ziehen. Nein, es geht nicht mehr! Er greift nach der Klingel und verlangt nach der Nachtschwester. Es wird wieder Zeit für einen Schmerzcocktail. Kurze Zeit später klopft es an der Türe. Schwester Hanna schaut herein: „Herr Kuhn, was kann ich für Sie tun?“ „Mein linkes Bein tut mir wieder so weh, ich brauche etwas gegen die Schmerzen!“, entgegnet er. „Ja, ich bringe Ihnen gleich etwas.“ Als sie die Tropfen ans Bett bringt, ist sie entsetzt: „Sie sind ja völlig durchschwitzt. Warten Sie, ich hole mal das Fieberthermometer!“. „Ach, lassen Sie“, antwortet Herr Kuhn, „ich habe nur ganz schlecht geschlafen, weil ich einen fürchterlichen Albtraum hatte. Sie kennen doch meinen Fuß und wissen, dass die Wunde so schlecht heilt. Deswegen bin ich jetzt seit so langer Zeit schon hier bei euch. Der Oberarzt hat mir bei der letzten Visite gesagt, dass wir heute 'die kleinen Freundchen' ausprobieren werden.

Ich habe erst später begriffen, dass es Maden sind. Ich bin da sehr skeptisch. Woher sollen die Viecher wissen, was gesundes und was totes Gewebe ist? Ich habe geträumt, dass die Maden mein Bein aufgefressen haben!“. Schwester Hanna nickt verständnisvoll und antwortet: „Das kann ich nachvollziehen, Herr Kuhn. Mir wäre bei dem Gedanken auch komisch zumute. Aber Herr Oberarzt Dr. Maurer versteht wirklich etwas von seinem Handwerk. Er ist nur kein Mann der vielen Worte. Allerdings hat er schon viele sehr schwierige Wunden hinbekommen. Sie müssen ihm vertrauen.“

Die Wunde am Vorfuss sieht nicht gut aus

Kuhn sieht nicht überzeugt aus. Schwester Hanna legt nach: „Wissen Sie was? Ich werde weitergeben, dass noch einmal der Stationsarzt Dr. Veith zu Ihnen kommt. Er nimmt sich gerne Zeit, etwas ausführlicher zu erklären, sodass Sie keine Angst davor haben müssen.“ „Das ist eine gute Idee“ bedankt sich der Patient und schläft tatsächlich nach dem Schmerzcocktail noch einmal ein wenig erleichtert ein.

Es will nicht heilen

Angefangen hat alles mit einer kleinen Wunde zwischen erster und zweiter Zehe links. Herr Kuhn konnte sich noch nicht einmal mehr erinnern, wo und wann es passiert war. Als Diabetiker hat man nicht mehr so viel Feingefühl. Die ersten Jahre hatte er seine Zuckerkrankheit ziemlich ignoriert. Dass sie mal zu solchen Komplikationen führen würde, hätte er sich nie erträumt. Ja, das Rauchen, immer wieder die Frage: „Rauchen Sie?“. Als LKW-Fahrer hat man eben viel Stress, muss seine Termine einhalten, sich teilweise nachts wach halten. 30 Jahre hatte er mindestens geraucht und das nicht gerade

wenig. Erst als vor drei Jahren Probleme mit dem Herzen auftauchten, hatte er es aufgegeben. Als die Wunde zunächst immer größer wurde und schlecht heilte, da hieß es, dass man zwei Zehen amputieren müsse. Drei Wochen später folgte aufgrund weiterer Verschlechterung eine laterale Vorfußamputation. Man ließ nur noch den großen Zeh stehen. Eine ganze Woche sah die Wunde aus, als würde sie jetzt gut heilen, doch dann sah man wieder Nekrosen und schließlich führte man eine komplette Vorfußamputation durch. Und auch jetzt sieht es nicht gut aus mit der Heilung: Die ganze Vorfußwunde ist mit schmierigem Fibrin belegt, Wundsekret tritt aus. Zusätzlich hat er noch prätibial ein kleines Ulcus, direkt über einer Sehne, das ebenfalls kaum heilt.

Gewebeschonendes Verfahren

Einige Stunden später klopft es an der Tür. Es ist die Frühvisite, Dr. Veith und eine Schwester, die ihm bei den Notizen hilft. „Guten Morgen Herr Kuhn, wie geht es Ihnen? Haben Sie gut geschlafen?“ Herr Kuhn ist ehrlich: „Na ja, es geht so, ich habe ja doch ein bisschen Bedenken mit der Madentherapie. Womöglich verliere ich später mein ganzes Bein!“. Dr. Veith lächelt vertrauenswürdig. „Ich kann Sie gut verstehen, Herr Kuhn. Ich komme nach der Visite noch einmal zu Ihnen und dann besprechen wir alles genau. Sie können mich dann zu diesem Thema alles fragen, was Sie wollen.“

Militärärzte entdeckten das uralte Heilverfahren zufällig wieder

„So, Herr Kuhn, da bin ich wieder. Ja, mit Fliegen und Maden verbindet man nichts Schönes, eher etwas

Ekeliges. Aber wussten sie, dass es eigentlich das gewebeschonendste Verfahren überhaupt ist? Es nennt sich Biosurgery.“ Herr Kuhn wusste das natürlich nicht. Er ist sehr überrascht zu erfahren, dass es schon ein sehr altes Heilverfahren ist. Die Aborigines und andere Naturvölker benutzen Maden bereits zur Wundheilung. Eine Renaissance hat dieses Verfahren im Ersten Weltkrieg erfahren: Dort waren es vor allem Militärärzte, die zufällig entdeckten, dass Wunden, die von bestimmten Fliegenmaden befallen waren, eine viel bessere Heilungstendenz aufwiesen. So machte ein amerikanischer Arzt namens William Baer die Beobachtung, dass die Wunden von Soldaten, die mit Maden befallen waren, nach Entfernen der Maden erstaunlich sauber und frei von Entzündungszeichen waren. Nach dem Krieg entwickelte William Baer an der Johns Hopkins Universität in den USA die Idee weiter und setzte Fliegenmaden in der Klinik bei Knochenentzündungen ein. Dieses Therapieverfahren fand so guten Anklang, dass die Madentherapie in den 1920er und 1930er Jahren an mehr als 300 US-Kliniken eingesetzt wurde. „Warum ist das dann eine hier so unbekannte Therapie?“, möchte Herr Kuhn wissen. Das, so erklärt ihm Veith, lag an der Entdeckung und Einführung des Penicillins von Alexander Flaming im Jahre 1944. Mit der Entdeckung des Antibiotikums brach eine neue Ära in der Wundtherapie an und die Fliegenmaden gerieten wieder in Vergessenheit.

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Maden sind nicht resistent

„Doch das Blatt hat sich wieder gewendet!“, weiß Dr. Veith zu berichten. Denn inzwischen sind Antibiotika, wenngleich aus der Wundversorgung nicht wegzudenken, nicht mehr das Allheilmittel. Wie die Therapie für Herrn Kuhn weiter verläuft, lest ihr im Digitalen Nachschlag.

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Mit Vollgas zum Doktor (Springer)

Kurz notiert

von Christian Fleischhauer (Uni Jena)

Immer mehr

rki – Problematischer Umgang mit Alkohol bei Jüngeren – das ist ein Fazit im aktuellen „Themenheft 40 "Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen", das beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de) erhältlich ist: Etwa 22 % der 18- bis 59-jährigen Erwachsenen trinkt Alkohol in einem Ausmaß, in dem auf Dauer physische, psychische und soziale Folgeschäden zu erwarten sind. Trotz leicht abnehmenden Alkoholkonsums über die letzten Jahrzehnte liegt Deutschland im internationalen Vergleich des Pro-Kopf-Konsums von Alkohol mit an der Spitze. Bereits bei Kindern und Jugendlichen finden sich riskante Konsummuster. Quelle: Robert Koch Institut

Gegen „Arzt light”

baek - Gegen eine „Trivialisierung des Arztberufs“ hat sich der 111. Deutsche Ärztetag im Mai gewandt. Die Komplexität ärztlichen Handels sei weder mit einer Partikularisierung des Arztberufes in einen „Heiltechniker“ oder „Arzt light“ noch mit einer Verkürzung des Medizinstudiums und Reduzierung des Primärarztes auf einen „Schmalspur-Primärversorger“ vereinbar. „Die Patienten lehnen zu Recht ab, auf Symptome und Diagnosen reduziert zu werden. Sie erwarten von guter Medizin, in der Ganzheit ihres Leidens wahrgenommen zu werden. Ein fragmentierter Arzt kann dieser Aufgabe nicht gerecht werden“, betonten die Delegierten. Quelle: Bundesärztekammer

gibt wertvolle Tipps zur Suche, zum Schreiben und zum Verteidigen einer Doktorarbeit. Zielgruppe Das Buch richtet sich in erster Linie an Medizinstudenten, die eine Promotion verfassen möchten. Jedoch kann es auch als gute „Motivationshilfe“ für die Studenten dienen, die schon mal eine Promotion begonnen haben und die Doktorarbeit nun durchziehen möchten.

Titel: Mit Vollgas zum Doktor Promotion für Mediziner Autor: Christian P. Schaaf Verlag: Springer ISBN: 978-3-540-25511-7 Preis: 16,95 €

Kurzbeschreibung „Mit Vollgas zum Doktor“ ist ein Ratgeber für Medizinstudenten, die eine Promotion planen und schreiben möchten. Das Buch

MEDI-LEARN Zeitung Schon gewusst? Die MLZ gibt es auch per E-Mail. Weitere Infos und kostenlose Bestellung unter: www.medi-learn.de /zeitung

Aufbau Der Aufbau orientiert sich am zeitlichen Ablauf: Das Buch gliedert sich in die Abschnitte „Die Suche“, „Vorarbeit“, „DieArbeit an sich“ und „Das Schreiben“der Promotion. Hierbei werden zu jedem Thema hilfreiche Informationen und Anregungen gegeben. Außerdem beschreibt der Autor in den Kapiteln „Ergebnisse verkaufen“ und „Das Finale“, wie man seine Arbeit verteidigt und was man als frisch gebackener Doktor mit der Promotion noch so alles anfangen kann. Ein umfangreicher Anhangsteil am Ende des Buches gibt sinnvolle Zusatzinformationen und verschiedene Links für die Webrecherche.

Fazit Das Buch „Mit Vollgas zum Doktor“ von Christian P. Schaaf ist ein guter Ratgeber für die medizinische Doktorarbeit. Er gibt zahlreiche Tipps zum Schreiben einer Promotion. Zudem bietet er im Anhang einige sinnvolle Ergänzungen, etwa ein Synonymlexikon für häufig verwendete Begriffe, oder eine Auflistung der wichtigsten medizinischen Zeitschriften mit ihren Impact-Faktoren. Ich halte das Buch für einen wertvollen „Berater“ für die Promotion und kann jedem Mediziner nur empfehlen, in dieses Buch zu schauen. Von diesem Buch ver­losen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw119

von Tanja Jähnig (6. Semester, Uni Heidelberg) 3. Auflage erschienen und behandelt alle wichtigen Inhalte rund um das Thema Promotion – von der Themensuche bis zur Dissertation. Ein Zitat aus dem etwa 200 Seiten starken Buch trifft es auf den Punkt: „Qualität sollte immer vor der Quantität stehen.”

Titel: Promotion Autor: Dr. Weiß und Prof. Bauer Verlag: Thieme ISBN: 978-313-127213-3 Preis: 22,95 €

Kurzbeschreibung Das Buch „Promotion“ von Christel Weiß und Axel W. Bauer ist 2008 in der

Zielgruppe Angesprochen werden sollen Medizinstudenten vor und während ihrer Promotion, die ihr Studium gern mit einer wissenschaftlichen Arbeit abrunden wollen und sich dabei nicht allein gelassen fühlen wollen. Ich konnte den Ausführungen immer gut folgen, auch wenn ich (noch) kein Experte auf dem Gebiet bin, weil ich erst am Anfang meiner Dissertation stehe. Inhalt Das kleine Taschenbuch hat einen beträchtlichen Informationsgehalt und kann die wichtigsten Fragen, die während der Promotion auftauchen, gut beantworten. Es enthält nicht nur Tipps für die Themen-

suche und das erste Gespräch mit dem Betreuer, sondern auch einen Schnelldurchlauf durch das meist unliebsame Thema der Statistik. Außerordentlich toll fand ich die vielen Hinweise zum formalen und stilistischen Aufbau der Dissertation. Besonders erwähnenswert ist das letzte Kapitel, in dem eine Vielzahl von Promovierenden darüber berichten, welche Schwierigkeiten und Fehler sie während ihrer Dissertationen erlebten. Didaktik Eine Stärke des Buches liegt in der guten Didaktik. Es ist durchweg interessant zu lesen und kann aufgrund seines handlichen Formats auch gut als Lektüre bei Bus- und Bahnfahrten dienen. Die Kapitel lassen sich gut „am Stück“ lesen und man fühlt sich beim Erkunden des Neulands gut aufgehoben. Aufbau Das Buch wurde in zehn übersichtliche Kapitel gegliedert, die sich am zeitlichen Ver-

lauf der Promotion orientieren und so einen sehr guten Überblick über die wichtigsten Stationen der Promotion – von der Themensuche bis zur Veröffentlichung geben. Wichtige Punkte sind farblich hervorgehoben und die Kapitel in kleinere Abschnitte unterteilt. Preis Das Buch kostet im Handel 22,95 Euro und ist jeden Cent wert. Fazit Ich kann jedem, der sich entscheidet, eine Doktorarbeit aufzunehmen, nur empfehlen, dieses Buch immer griffbereit zu haben. Vor allem für Studenten, die sich dem Thema Promotion noch gar nicht gewidmet haben, ist dieses Buch eine große Hilfe. Von diesem Buch ver­losen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw120

Die medizinische Doktorarbeit (Lehmanns) von Agnes Walte (4. Semester, Uni Aachen)

Aufschneider gesucht

Unter der Titelzeile „Aufschneider gesucht“ machte sich der Berufsverband Deutscher Chirurgen (BDC) an einem Düsseldorfer Klinikum auf die Nachwuchssuche, gilt es doch, einen möglichen Chirurgen-Mangel vorzubeugen und bereits heute die Weichen für eine gesicherte ärztliche Versorgung in der Zukunft zu stellen. Wer schon immer liebäugelte, innerhalb der Medizin als sprichwörtlich zu verstehender „Aufschneider“ kurativ tätig zu werden, für den sei ein Blick empfohlen auf die Nachwuchskampagne des BDC unter www.chirurg-werden.de. Quelle: Berufsverband Deutscher Chirurgen (BDC)

Didaktik Das Buch gibt viele wertvolle Tipps, sogar zur sinnvollen und zeitsparenden Nutzung von Word. Aufgelockert werden die Kapitel von den unter Medizinern gut bekannten Rippenspreizer-Cartoons.

Preis Den Preis von 16,95 Euro finde ich in Ordnung und nicht überzogen.

Promotion (Thieme)

Sachsen zahlt

Nach Informationen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales plant man bereits zum Herbst diesen Jahres, insgesamt 50 Medizinstudenten durch ein Programm mit finanzieller Förderung zu einer späteren hausärztlichen Tätigkeit in Sachsen zu bewegen. Medizinstudenten können bereits während des Studiums einen monatlichen Finanzzuschuss in einer Höhe zwischen 300 und 600 € erhalten. Sie verpflichten sich im Gegenzug, im Anschluss an das Facharztausbildung für mindestens 4 Jahre als Hausarzt in denjenigen Regionen Sachsens zu arbeiten, in denen die ärztliche Grundversorgung gefährdet ist. Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales

Inhalt Wie es der Titel schon beschreibt, geht es in dem Buch um das Verfassen einer medizinischen Doktorarbeit. Leider können viele Medizinstudenten von ihren Erfahrungen als Doktorand oft nur ein trauriges Lied singen. Der Autor möchte mit seinem Buch eine wertvolle, kurzweilige Lektüre bieten, mit der die „Klippen“ einer Promotion umschifft werden sollen. Von der Vorbereitung über die Recherche und das

Schreiben bis zur Verteidigung werden alle Themen behandelt.

Schreibens selbst. Die Hilfestellungen beziehen sich meistens auf technische Schwierigkeiten, wie den Computerkauf, Software (zum Beispiel für Text- oder Grafikverarbeitung) und Literatursuche im Internet, aber auch auf allgemeine Ratschläge, beispielsweise zur Themenwahl oder der Arbeitseinstellung. Zielgruppe Das Buch ist sowohl für Studenten als auch für die Zeit nach dem Studium gedacht.

Titel: Die medizinische Doktorarbeit Autoren: Claudius Diez Verlag: Lehmanns Media ISBN: 978-3-86541-236-2 Preis: 9,95 €

Kurzbeschreibung Das Buch gibt vielfältige Tipps für die Promotion, und zwar sowohl für die Vorbereitung als auch für die Zeit des

Inhalt Einige Themen werden sehr ausführlich behandelt, andere Dinge eher knapp erklärt, zum Beispiel die Begriffe aus der Statistik. Im Großen und Ganzen ist die Länge aber dem Ziel des Buches entsprechend. Der Autor gibt immer Buchtipps, wie man sich über das jeweilige Thema noch ausführlicher informieren kann. Grundsätzlich ist alles Wissenswerte zumindest angesprochen. Meiner Meinung nach reicht das Buch aus, um sich erst einmal einen Über-

blick zu schaffen und zu entscheiden, in welche Richtung man gehen will. Danach muss man sich dann noch umfassender informieren.

ganze Buch verteilt. Außerdem sind mir die Darlegungen des Autors zum Computer- und Druckerkauf sowie zu den Internetanbietern einfach zu lang.

Didaktik Die Stärken des Buches liegen vor allem in der klaren und deutlichen Sprache. Es ist einfach zu lesen und vermittelt dennoch viel Wissen und enthält viele Praxistipps. Die Sprache ist, wie oben schon erwähnt, gut verständlich und das Buch leicht zu lesen. Wichtiges wird in den Tabellen nochmals hervorgehoben.

Preis Das Buch kostet im Handel 9,95 Euro. Der Preis ist auf jeden Fall angemessen, ich würde mir das Buch für diesen Preis auch kaufen.

Aufbau In den Kapiteln, die sich mit dem Schreiben befassen, wird ausführlich Abschnitt für Abschnitt erklärt und auf Wichtiges hingewiesen. Eine Schwäche des Buches ist aus meiner Sicht, dass viele Tipps im Buch „gestreut“ sind. So gibt der Autor zwar viele Ratschläge, was man beachten sollte, wenn man sich eine Doktorandenstelle sucht, allerdings sind diese über das

Fazit Nach der Lektüre hat man eine Wissensgrundlage, auf der man sich bewegen kann. Man weiß nun, worauf man achten sollte und kann seine nächsten Schritte auf dem Weg zur Promotion planen. Vor allem in Hinblick auf seinen niedrigen Preis kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Von diesem Buch ver­losen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw138


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Erste Professur für Komplementärmedizin

In den Foren gelauscht

Spitzenforschung im Rahmen einer Professur durch Prof. Dr. Claudia Witt möglich

Es kotzt mich alles an!

von Frederik Betsch (idw)

N

ach einer öffentlichen Ausschreibung und einem universitären Berufungsverfahren konnte Claudia Witt aufgrund herausragender wissenschaftlicher Leistungen und Erfahrungen in der Lehre für die Professur gewonnen werden.

Prof. Dr. Detlev Ganten, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin: "Die Charité ist einer naturwissenschaftlichen Medizin verpflichtet. Wir sehen großen Forschungsbedarf im Bereich Komplementärmedizin und freuen uns, dass mit Frau Professor Witt die ideale Besetzung gefunden wurde, den großen Herausforderungen in diesem Gebiet erfolgreich zu begegnen." Die Stiftungsprofessur wird am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Berliner Charité angesiedelt sein. Mit der Fördersumme von insgesamt einer Millionen Euro werden die Professur und zwei Mitarbeiterstellen über einen Zeitraum von fünf Jahren gesichert. Die Carstens-Stiftung will mit ihrem Engagement die Forschung auf dem Gebiet der Komplementärmedizin, wie z.B. Naturheilverfahren, Homöopathie und Chinesischer Medizin, stärken. Der Geschäftsführer der Karl und Veronica Carstens-Stiftung, Dr. Henning Albrecht, unterstreicht die Bedeutung der neuen Professur für den Erfolg der Komplementärmedizin: "Nur durch erst-

klassige Forschung können komplementäre Therapieverfahren langfristig gesichert und in die Patientenversorgung integriert werden. Die Professur an der Charité nimmt dabei eine Schlüsselrolle in Deutschland ein. Ich bin überzeugt davon, dass Frau Professor Witt die wissenschaftliche Untermauerung der Komplementärmedizin und damit deren Akzeptanz in Deutschland mit großen Schritten voranbringen wird." Prof. Witts wissenschaftliche Schwerpunkte liegen in der Therapieforschung zur Komplementärmedizin, insbesondere im Bereich der Chinesischen Medizin und der Homöopathie. Dies beinhaltet die Untersuchung von Wirksamkeit, Therapiesicherheit und Kosteneffektivität dieser Behandlungsansätze. Mit groß angelegten Studien, z.B. zur Akupunktur, konnte sie bereits internationale Standards setzen. Prof. Dr. Witt tritt mit großer Leidenschaft die neue Aufgabe an: "Über 60 Prozent der Bevölkerung nehmen Angebote der Komplementärmedizin in Anspruch. Dennoch ist nur wenig über deren Wirksamkeit, aber auch deren möglichen Nebenwirkungen bekannt. Ich freue mich, meinen Beitrag dazu leisten zu können, die große Lücke zwischen Therapierealität und wissenschaftlichem Kenntnisstand zu schließen." Für die kom-

menden Jahre sind bereits umfangreiche Forschungsvorhaben geplant. Neben Studien zu einzelnen Behandlungsverfahren wie Qigong, Akupunktur und Homöopathie wurden bereits große interdisziplinäre Forschungsprojekte zur Chinesischen und Tibetischen Medizin beantragt. Neben der Forschung liegen Prof. Witt aber auch die Lehre und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Form von Promotionen, postgraduierten Weiterbildungen und Expertenkonferenzen am Herzen. Um dies alles realisieren zu können, bietet die Charité mit dem Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie die idealen Voraussetzungen. Der Direktor des Instituts, Prof. Dr. Stefan N. Willich, blickt erwartungsvoll in die Zukunft: "Unser Institut hat einen exzellenten Forschungsschwerpunkt zur Komplementärmedizin mit internationaler Bedeutung. Es wird diese Stellung mit Hilfe von Frau Professor Witt in Zukunft noch weiter ausbauen können." Quelle: idw

von Felix Reschke

An der Schleuse

Zu Beginn meiner Famulatur erhielt ich zunächst eine kurze Einweisung in den Daten- und vor allem Infektionsschutz, meinen Spindschlüssel und meine Kleidung ausgehändigt und dann fand ich mich an der Schleuse der infektiologischen Station ein.

ßerdem die Reise- und Tropenmedizinische Ambulanz, die Impfstelle für Tollwut und Gelbfieber sowie eine Immunschwächeambulanz für HIV-Patienten angeschlossen. Da die Station auch über videoüberwachte Räume verfügt und parterre liegt, wurden gelegentlich auch suizidgefährdete Patienten dort behandelt. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen: Auf der Station herrscht ein sehr entspanntes Arbeitsklima. Während meiner Famulatur waren ein Oberarzt, zwei Internisten in infektiologischer Weiterbildung und ein PJler der Station zugeteilt. Die Krankheitsbilder der Patienten sind, trotz der sprichwörtlichen Reiselust der Sachsen nicht so exotisch, wie es der Name der Station zu versprechen scheint: Während meiner Famulatur wurde zum Beispiel nur ein einziger Malariapatient behandelt und mir wurde gesagt, ich hätte „Glück“, überhaupt einen zu sehen. Es überwiegen Patienten mit MagenDarm-Erkrankungen (vor allem mit Norovirus!), mit exazerbierten COPDs, mit Pneumonien und Meningitis. Es gab aber auch Fälle von Hepatitis, Lues und HIV.

Du kennst die Handwurzelknochen und den Zitronensäurezyklus auswendig, aber für die Allgemeinbildung bleibt neben dem Medizinstudium wenig Zeit? Was produzierte der Nokia-Konzern ursprünglich und welches ist die älteste noch bewohnte Stadt der Welt? In den MEDI-LEARN Foren kannst du im Beitrag „Wissens-Quiz“ deine Kenntnisse auf allen Gebieten testen und andere durch knifflige Fragen herausfordern. www.medi-learn.de/MF19352

Forschung ist der Schlüssel in der Medizin

Famulatur in der Infektiologie und Tropenmedizin chon im Mikrobiologiekurs im 5. Semester an der TU Dresden entdeckte ich mein Interesse für die Welt der Bakterien, Viren und Parasiten. Ich war von Infektionen, ihren Erscheinungsformen und den Bekämpfungsmöglichkeiten fasziniert und fasste den Entschluss, meine Doktorarbeit im Bereich der Mikrobiologie anzufertigen. Was lag da näher, als die nächste Famulatur auf einer infektiologischen Station zu verbringen? Im Großraum Dresden und Ostsachsen ist die von PD Dr. Teichmann geleitete Station für Infektiologie und Tropenmedizin die einzige, die sich auf dieses Themengebiet spezialisiert hat. Dr. Teichmann, der einen MSc-Titel (Master of Science) für Tropenmedizin in London erworben hat und früher einmal für das Robert Koch-Institut gearbeitet hat, ist einer von zwei Ärzten in Sachsen, die eine Weiterbildungsbefugnis für die Zusatzbezeichnung “Infektiologie” haben. Diese Reputation überzeugte mich.

Gegen die Fachidiotie

Spät in der Nacht

Den Bakterien auf der Spur S

®

Das SEIRIN -Akupunktur-Special Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich Akupunktur, den wir euch in Kooperation mit 3B Scientific und SEIRIN in der MLZ ausführlich vorstellen. Weitere Infos auch online unter: www.medi-learn.de/akupunktur

Es kotzt mich alles an! Na, hast du dir beim Blick auf die Uhr Kaffee über die Hose gegossen, hat dich der Vorgesetzte zur Socke gemacht oder ist dein Computer abgeschmiert? Mit anderen Worten, hattest du wieder einen S*****-Tag? Im Beitrag „Es kotzt mich alles an!“ aus den MEDI-LEARN Foren kannst du dir deinen Frust von der Seele schreiben. Oder dich damit trösten, dass es anderen oft auch nicht viel besser geht. www.medi-learn.de/MF8976

Symptomen auf der Spur

Ich war vom ersten Tag an absolut ins Team integriert. Es gab keine sinnlose Hierarchie unter den verschiedenen Arztund Studentenrängen. Im Gegenteil: Man versuchte gemeinsam, gerade in ungeklärten Fällen, den mannigfaltigen Erregern der unterschiedlichen Symptomenkomplexe auf die Schliche zu kommen und diese adäquat zu behandeln. Echtes Teamwork! Als Famulus war ich vor der Visite für Blutabnahmen und das Legen von Venenverweilkanülen zuständig. Sollten hierbei einmal Probleme auftreten, half jeder mir gerne und ohne Murren. Die Visite dauerte einer Station der Inneren entsprechend relative lang, oft gar bis zur Röntgen-Konferenz gegen 12 Uhr. Nach dem Mittagessen konnte ich auf der Station noch Urinkatheter legen, Zugänge aufnehmen oder andere kleine Stationsarbeiten selbstständig erledigen. Auch die Befundung der EKGs war mir überlassen, wobei sich immer jemand fand, mit dem man den jeweiligen Befund noch einmal besprechen konnte. Während der Visite konnte ich Fragen zu jedem Patienten stel-

len und sollte auf der anderen Seite aber auch Patienten vorstellen, die ich selbst aufgenommen hatte. Oft wurde man auch von den Ärzten dazu ermuntert, selber eine Antibiotika-Therapie vorzuschlagen. Das Für und Wider der einzelnen Therapien wurde dabei ganz ungezwungen erklärt und diskutiert. Sollte einmal eine Pleuraoder Aszitespunktion vorgenommen werden, durfte ich als Famulus mitkommen. Hier durfte ich jedoch nicht selbst Hand anlegen. In der Impfambulanz hingegen durfte ich selbst Injektionen setzen.

Therapiegeschult

Die Famulatur auf der infektiologischen Station des Krankenhauses Dresden-Neustadt bietet einem weniger jene spektakulären Krankheitsbilder, die man in diesem Bereich vermuten würde. Wer jedoch schon immer mehr über die verschiedenen Antibiotika-Therapien wissen wollte und gerne in einem ausgesprochen freundlichen Team selbstständige Arbeiten verrichtet, anstelle den Ärzten nur über die Schulter zu schauen, ist hier für eine Famulatur gut aufgehoben! Wir ver­losen ein Exemplar „Medizinische Mikrobiologie“ von Thieme – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw140

Die Krankheitsbilder sind weniger exotisch,

Drei Uhr morgens, die Stadt schläft aber du bist noch wach? Egal, ob du dich in einer heißen Lernphase befindest oder gerade von der Nachtschicht in der Klinik zurück bist – damit du dich in diesen stillen Stunden nicht allzu einsam fühlst, gibt’s in den MEDI-Learn Foren den Beitrag „Spät in der Nacht“ für Nachtschwärmer. www.medi-learn.de/MF14275

Was macht sexy?

Was macht einen Menschen sexy – sind es konkrete körperliche Attribute oder eher das gewisse Etwas, dass mehr mit Esprit als mit Aussehen zu tun hat? Machen Intelligenz und Erfolg sexy? In den MEDI-LEARN Foren findest du eine heiße Diskussion zum Thema „Sexappeal“. www.medi-learn.de/MF13463

Heute schon gelacht?

„Treffen sich ein Chirurg, ein Internist und ein Anästhesist…“ Lustiges aus der Welt der Medizin und darüber hinaus gibt es in der „Lachparade“ in den MEDI-LEARN Foren. Training für den Musculus risorius! www.medi-learn.de/MF30766

Wie angelt man sich einen Arzt?

Bei den Göttern in Weiß schlägt das Herz so mancher Patientin höher! „Der Doktor und die Sekretärin“, „Kardiologen-Date mit Hindernissen“ – die Herzschmerz-Geschichten im Beitrag „Privates Interesse an einem Arzt“ aus den MEDI-LEARN Foren sind spannender als jede Soap! www.medi-learn.de/MF32520

als man denkt

Generell ist vorgesehen, auf diese Station nur Patienten einzuweisen, die möglicherweise ansteckende infektiologische Erkrankungen haben. Daher ist die Station nur über eine Schleuse zu betreten und Patienten sind in Einzelzimmern mit Doppeltüren untergebracht. An die Station ist au-

MEDI-LEARN Zeitung Schon gewusst? Die MLZ gibt es auch per E-Mail. Weitere Infos und kostenlose Bestellung unter: www.medi-learn.de /zeitung Klein und gemein: Mit dem bloßen Auge nicht sichtbar, bergen viele Bakterien immense Infektionsrisiken


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Treffpunkt für über 41.000 Jungmediziner! Über was in den MEDI-LEARN Foren diskutiert wird von Dominika Sobecki (MEDI-LEARN)

M

it über 41.000 Benutzern und über 600.000 Beiträgen sind die MEDI-LEARN Foren die größte Plattform ihrer Art für Medizinstudenten und junge Ärzte im deutschsprachigen Raum. Vom Abiturient mit Medizin-Ambitionen bis zum Assistenzarzt findet hier jeder etwas für seinen Geschmack: Tipps für Studienanfänger, seelischer Beistand fürs Physikum und Hammerexamen, Erfahrungsberichte von Famulanten, PJlern und Assis, Hilfestellung für die Doktorarbeit, hitzige Diskussionen zu brisanten und aktuellen Themen, unterhaltsame Off-Topics und, und, und … Wozu studieren, wenn man auch stundenlang im Forum surfen kann?

Für absolute Beginner – vor dem Studium

Wenn du also wissen willst, wie du wählen sollst oder ob deine Abi-Note ausreicht, bist du hier richtig! Bei vielen klappt es mit dem Studienplatz nicht auf Anhieb und über das Nachrückverfahren ins Studium zu gelangen kann Jahre dauern. Wer keine Lust auf eine Ewigkeit in der Warteschlange hat, der kann es auf dem Rechtsweg versuchen oder das Glück entscheiden lassen – die Erfolgschancen sind hier immerhin größer, als beim Lotto! Zu den Themen Kapazitätsklage und Losverfahren erfährst du alles in den gleichnamigen Forenbeiträgen.

Pflegepraktikum

Ob vor dem Studium oder während der ersten vier Studiensemester, kannst Du wählen – auf jeden Fall gilt: Das   Pflegepraktikum ist Pflicht.

Du hast dein Abi noch nicht in der Tasche, weißt aber genau, dass du später Medizin studieren möchtest? Oder bist du längst mit der Schule fertig und weilst im Niemandsland zwischen Oberstufe und Ersti-Dasein? Im Forum „Vor dem Medizinstudium - Studienbeginn“ kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen oder einfach nachlesen, was sie zu Themen wie Notendruck, Pflegepraktikum oder ZVS-Antrag zu sagen haben.

findest du Beiträge, mit Titeln wie „Alltag eines Arztes“, die ausführliche Berichte praktizierender Ärzte enthalten. Diese möchten angehende Mediziner mit den Realien ihres Metiers bekanntmachen.

Los geht’s – die Vorklinik Vor Beginn des Studiums sind zukünftigen Medizinstudenten natürlich super aufgeregt. In den ersten Tagen und Wochen an der Uni häufen sich die neuen Eindrücke und Erfahrungen. Es gibt tausend Dinge zu beachten! Nach einigen Monaten ist man dann eingewöhnt und kann langsam beurteilen, wie man das Studium so findet. Im Forum „Vorklinik/Physikum“ dreht sich alles um die aufregende und anstrengende Zeit der ersten Studiensemester!

Medizin studieren – aber wo?

Bist du zur medizinischen Laufbahn wild entschlossen, weißt aber noch nicht genau, wo du diese starten sollst? Oder hast du gerade dein Studium begonnen und bist dir nicht sicher, ob du gerade an der tollsten Uni gelandet bist? Da hilft es zu erfahren, wie MedizinStudis aus ganz Deutschland ihre Unis bewerten: Ist der Lernstoff gut auf die Semester verteilt? Wie steht es mit die Organisation, den Vorlesungen und dem Lehrpersonal? Wie ist der neue Modellstudiengang, der an manchen Unis angeboten wird? Auch ganz wichtig: Wie sieht es mit der Freizeitgestaltung aus? Dank dem Forenbeitrag „Wie gefällt euch Medizin an eurer Uni?“ gewinnst du einen Überblick.

Fragen über Fragen

Wenn du mit dem Gedanken spielst ein Medizinstudium aufzunehmen, gibt es wahrscheinlich

Gruselige Kurse

Das MEDI-LEARN Forum: für jeden etwas dabei!

eine ganze Menge von Themen, über die du gern genauer Bescheid wüsstest: Studienmotivation und Eignung, Studienalternativen, Ablauf des Medizinstudiums, Prüfungen, Famulaturen: Forenbeiträge, wie „Die ZVS-FAQ“ helfen dir bei der Orientierung.

Ich will da rein!

„Wie sind meine Aussichten auf einen Studienplatz?“ - die Frage aller Fragen. Im Beitrag „Wie stehen meine Chancen?“ finden alle Ratlosen und Gequälten eine Möglichkeit zur Diskussion.

Der Klassik Schädel

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Doch auf welcher Station solltest du es absolvieren? In welchen Bereichen haben Medizinstudenten bereits gute oder auch schlechte Erfahrungen gemacht? Was würden sie dir empfehlen? Stark frequentierte Forenbeiträgen zum Thema KPP, wie „Pflegepraktikum – häufig gestellte Fragen“, helfen dir ganz sicher bei der Orientierung.

Möchte ich das wirklich?

Das weit verbreitete Bild des Arztberufes ist angenehm: Man hilft anderen Menschen und verdient sich dabei noch eine goldene Nase sowie Ansehen und Wertschätzung in der Gesellschaft. Bevor du dich für die ärztliche Laufbahn entscheidest, solltest du dir jedoch darüber klar werden, dass die Wirklichkeit weit weniger rosig ist als das Klischee – das Medizinstudium ist lang und hart, die spätere Arbeit ist (besonders in der Zeit als Assistenzarzt) oft mehr als stressig und nicht übermäßig gut bezahlt. Im Forum

So manchem Studienbeginner spukt der Präp-Kurs im Kopf herum. Wie ist das so? Wird man da langsam rangeführt oder geht’s gleich ab ins kalte Wasser und ran an die Leichen? Vielen ist die Vorstellung an Verstorbenen zu arbeiten nicht ganz geheuer. Wie andere „Vor-Präp-Kursler“ damit umgehen und welche Erfahrungen ältere Semester in diesem Zusammenhang gemacht haben, erfährst du im Beitrag „Einstieg Anatomie-Kurs“. pK/pKB/pKS-Wert und Orbitalhybridisierung, Wellenfunktion der Elektronen, diverse Gleichungen/Rechnungen und Formeln - wofür braucht man das alles? Eigentlich wolltest du nicht Chemie studieren, sondern Arzt werden. Doch in der Vorklinik schlagen die Chemie und die Biochemie unbarmherzig zu. Wie man die chemischen Zusammenhänge besser versteht und welche Bücher empfehlenswert sind, verrät der Beitrag „Chemie? Wozu brauche ich soviel Chemie?!“.

Vorklinik-Frust

Du hast dich richtig auf das Medizinstudium gefreut, doch kaum geht es los, fällst du durch die ersten Prüfungen. Obwohl deine Tage nur noch aus Ler-

nen bestehen, kommst du einfach nicht auf einen grünen Zweig - der „Vorklinik-Frust“, der einen schneller erwischen kann als einem lieb ist, wird im gleichnamigen Forenbeitrag diskutiert. Und nicht nur das, du findest hier auch das ultimative Überlebens-Handbuch für die ersten vier Studiensemester: "A quick and dirty Guide to survive the 'Vorklinik".

Das Physikum

Darauf hast du die gesamte Vorklinik lang hingearbeitet – das Physikum! Jetzt geht’s in die heiße Lernphase und du fragst dich, wie du dich am besten auf das ärztliche Vorexamen vorbereiten kannst. Was solltest du lernen, wie viel solltest du für die entscheidende Prüfung tun und wie gehst du die Sache am besten an? Im Forum findest du zahlreiche Erfahrungsberichte und Tipps rund ums Pauken für die medizinische Zwischenprüfung sowie aktuelle Infos zum Thema. Hast du Probleme, dir den ganzen Lernstoff zu merken? Im Forum findest du eine „Eselsbrückensammlung“ mit zahlreichen lustigen und meist sinnlosen Sätzen, die dir das stupide Auswendigpauken erleichtern können: „In Indien gibt’s kein frisches Obst“ für die Abgänge aus dem Plexus Lumbalis oder "Ein Schiffchen fuhr im Mondeschein im Dreieck um das Erbsenbein, Vieleck groß, Vieleck klein, der Kopfe muss bei dem Haken sein" für die Handwurzelknochen. Wie steht es eigentlich mit Spicken beim Physikum? Lohnt das Risiko? Was passiert, wenn man erwischt wird? Wird man exmatrikuliert oder bekommt man eine Anzeige wegen Betruges? Bringt allein das Schreiben eines Spickzettels den Prüfungserfolg? Interessantes und Amüsantes rund um den Kult „Spicken“ findest du im gleichnamigen Forenbeitrag.

Hammerexamen und PJ

Vorbereitung aufs Hammerexamen und erste praktische Einblicke – die klinische Ausbildung ist die stressigste aber auch die aufregendste Zeit des Medizinstudiums! Wie machst du dich fit fürs Examen? Was solltest du auf Station unbedingt beachten? Antworten auf Fragen rund um den zweiten Studienabschnitt und angeregte Gesprächsrunden zu allem was Klinik-Studis und PJ’ler bewegt findest du in den Foren „Klinik / Stex / Hammerexamen“ und „PJ-Forum“.

Endlich herumdoktern: der Untersuchungskurs

Da freut man sich zweieinhalb Jahre auf den U-Kurs, sehnt ihn herbei und rettet sich mit dem Gedanken daran über so manche mühselige Veranstaltung - und dann kommt alles anders, als man denkt! Eine angeregte Diskussion zum den ersten Eindrücken im Untersuchungskurs findest du im Beitrag „Eure Erfahrungen im Untersuchungskurs?“ Reflexhammer, Nadel, Pinsel – was braucht man alles für den Untersuchungskurs und welche Ausführung solltest du dir anschaffen? Reicht ein 20-EuroStethoskop oder kaufst du besser gleich das Edel-Modell fürs Leben? In Beiträgen wie „U-Kurs-Zeugs“ findest du Erfahrungsberichte und Tipps rund um die Ausrüstung eines Jungmediziners.

Der ganz normale Stationswahnsinn – die Famulaturen

Die Famulaturen bieten dir das erste Mal seit dem Pflegepraktikum Gelegenheit, mit Patienten zu arbeiten. Du hast bereits reichlich Theorie angehäuft, praktische Erfahrung musst du aber erst noch sammeln – welche Stationen sind für Anfänger am besten geeignet und welche erst fortgeschrittenen Famulanten zu empfehlen? Wann ist der richtige Zeitpunkt für die erste Famulatur? In Beiträgen wie „Famulatur – mit welcher beginnen?“ findest du zahlreiche Tipps und Erfahrungsberichte. Was trägt der Famulant von Welt heutzutage unterm Kittel? Alltagskleidung, weiße Sachen oder ganz was anderes? Und an den Füßen lieber Sneaker oder Birkenstocks? Im Forum findest du auch Beiträge aus der Welt der Klinikmode. Fällt dir das Blutabnehmen schwer? Eigentlich gehört es ja zu den einfacheren Aufgaben im medizinischen Betrieb. Es kann jedoch zum Problem werden, wenn man während der Famulaturen und Praktika meist nur zuschauen durfte und sich deswegen keine Routine einstellen konnte. Doch nur Mut! Übung macht auch hier den Meister und Blutabnehmen ist keine Tätigkeit, die „goldene Chirurgenhände“ fordert. Mehr zum Thema gibt’s im Beitrag „Panik vorm Blutabnehmen“. Während einer Famulatur oder des PJ kann es schon mal passieren, dass ein Patient dir einen Fuffi zusteckt. Schwer zu sagen, wie man da richtig reagieren soll: weist du das Geld zurück, ist der Patient enttäuscht. Steckt du es ein, hast du eventuell Gewissensbisse. Im Beitrag „Trinkgeld von Patienten“ erfährst du, wie andere Studis über dieses Thema denken.

Entspannt durchs Examen MEDI-LEARN Kurse für Physikum und Hammerexamen

Bahnhofstr. 26b 35037 Marburg Tel: 064 21/68 16 68 info@medi-learn.de

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Jede Menge Praxis – das PJ

Du beginnst gerade das PJ und bist nach der vielen Theorie der vergangenen Semester schon ganz wild auf die intensive praktische Tätigkeit in der Klinik! Da stellt sich die Frage: Was darf ein PJler eigentlich alles machen und wo hört es mit der Praxis wieder auf? Epis nähen und bei OPs assistieren oder doch nur Patientenaufnahmen – im Beitrag „Was darf man als PJler?“ wird diskutiert, welche Aufgeben übernommen werden dürfen. Zwischen kompletter Unterforderung und stressbedingtem Kreislaufkollaps – das Praktische Jahr ähnelt einer Achterbahnfahrt. In Beiträgen wie „Treffpunkt für gestresste PJler“ geht es vor allem um den Alltag im Praktischen Jahr. Was machst du gerade bzw. warum machst du nichts? Bist du gestresst oder gelangweilt? Hier kannst du schreiben, was bei dir gerade los ist, und nachlesen, wie es bei anderen PJlern so läuft. Ist das PJ für dich eine lästige Pflicht oder ein Vergnügen? Vergeht die Zeit auf Station wie im Flug oder zählst du die Stunden, bis du wieder gehen darfst? Wie geht es anderen PJ’lern? Im Forenbeitrag „Geht ihr gern zur Arbeit?“ wird der Spaßfaktor beim PJ diskutiert.

Die letzte Hürde: Hammerexamen

Dein Kopf raucht vom vielen Kreuzen? Während des PJ hast du die Hälfte der wichtigsten Fakten schon wieder vergessen? Neben dem Pauken laufen noch der Krankenhausdienst und die Diss? Kurz: Du bist im hammermäßigen Examensstress? Im Beitrag „Treffpunkt für genervte Hammerexamenslerner“ kannst du dich mit anderen Examens-Geplagten austauschen! Bereits Wochen vor dem Examen spielt dein Puls verrückt und die Prüfungsangst raubt dir

den Schlaf! Sind Betablocker die Lösung des Problems? Genügt ein homöopathisches Mittel wie Johanniskraut? Oder solltest du die Finger lieber ganz von Mittelchen gegen hohen Blutdruck lassen? Im Beitrag „Prüfungsangst – Betablocker“ findest du zahlreiche Erfahrungsberichte rund um Beruhigungsmittel und Alternativen. Einen Patienten vorzustellen hat man nach dem 12. Studiensemester ja eigentlich drauf, aber im mündlichen Teil des Examens möchte man es möglichst perfekt machen. Also: Wie packst du die Sache am besten an? Was solltest du unbedingt erwähnen, was kannst du weglassen und in welcher Reihenfolge gehst du vor? Tipps zum Thema findest du im Beitrag „Mündliche – Patienten richtig vorstellen“.

Start in die

Assistenzarztzeit Wenn du einfach mal vor dem Stress in der Klinik flüchten willst, deine Erlebnisse auf Station mit anderen teilen möchtest, Rat suchst oder nachlesen willst, wie es anderen Assis so geht, bist du im „Assistenzarzt-Forum“ richtig.

Das täglich Brot

Du verlangst im Grunde nicht viel: halbwegs akzeptable Arbeitszeiten, einigermaßen gut verdienen und ein annähernd entspanntes Arbeitsklima. Im Arztberuf ist all dies leider nicht selbstverständlich. Mit welcher Spezialisierung sicherst du dir am ehesten gute Arbeitsbedingungen? Und wie sieht der Stellenmarkt im Einzelnen aus - welche Fächer sind total überlaufen und wo wird händeringend nach Leuten gesucht? Im Forum findest du in zahlreichen Beiträgen zum

Thema Fachrichtung Tipps, Infos, Erfahrungsberichte und Umfragen. Das brisante Thema Arztgehalt ist in den letzten Jahren ins Licht der Öffentlichkeit gerückt und wird auch im Forum hitzig diskutiert: Wie viel verdient ein Arzt in Deutschland? Wie hoch ist das Einstiegsgehalt von Assistenzärzten? Wie schneiden die deutschen Arztgehälter im internationalen Vergleich ab? In Beiträgen wie „Einstiegsgehalt Assistenzarzt“ geht es um die materielle Seite des Medizinerdaseins.

Jobsuche

Du hast das Studium hinter dir, jetzt beginnt die Stellensuche! Hierbei hilft das Internet oft weiter. Mit den Links aus dem Sammelbeitrag „Jobbörse“ verlierst du im World Wide Web dabei bestimmt nicht den Überblick. „Warum haben Sie sich gerade hier beworben?“, aber auch: „Was machen Sie in Ihrer Freizeit?“ Es gibt zahlreiche Fragen, auf die man beim Bewerbungsgespräch gefasst sein sollte. Bei der Vorbereitung hilft dir ein Blick in die „Fragesammlung – Bewerbungsgespräch“ im Forum.

Lassen Sie mich Arzt, ich bin durch!

Endlich, du bist Arzt und damit auch der stolze Besitzer eines Arztausweises! Doch was kann man damit eigentlich anfangen? Im Beitrag „Arztausweis“ findest du Infos und Anekdoten rund um deine neue Legitimation! Mythos Privatrezept: Da du nun Arzt bist, kannst du eigenmächtig Medikamente verschreiben! Doch wie sollte so ein Privatrezept aussehen? Genügt ein einfacher Zettel oder ist eine gedruckte Vorlage besser? Kann man sich als Arzt eigentlich auch selbst etwas

verschreiben? Im Forum findest du auch Beiträge zu diesem Thema.

Der Mini-Torso In halber natürlicher Größe, z.B. für den Schreibtisch. Qualität von 3B Scientific.

Aus dem Leben eines Assis

Wie sieht dein typischer Tag auf Station aus? Hast du zwischendurch mal Zeit für einen ruhigen Kaffee oder kannst du dir kaum eine Atempause gönnen? Schlenderst oder hetzt du durch die Klinik? Ist der Job eines Assistenzarztes wirklich so hart, wie vielerorts behauptet wird, oder ist alles halb so wild? Im Forum findest du viele Beiträge, wie „Ein typischer Tag im Krankenhaus“, die sich mit dem Alltag eines Assis beschäftigen. Jeder Assistenzarzt kennt sie – die schwierigen Patienten. Sie beschweren sich über zu laute Bettnachbarn, über mangelhafte Betreuung und über lange Wartezeiten. Dabei meckern sie häufig auf sehr hohem Niveau. Bist du einfach nur genervt oder unsicher, ob ein Patient mit seiner Beschwerde im Recht ist? Im Beitrag „Patienten und ihre Eigenarten“ findest du Erfahrungsberichte und Meinungen rund um die (Extra-)Wünsche von Patienten. Wie sich die Zeiten ändern: Es ist gar nicht so lange her, da warst du selbst „nur“ ein kleiner PJler. Nun bist du Assistenzarzt und musst Studenten betreuen. Doch wie geht man richtig mit Studis um? Wie viel darf man ihnen zutrauen? Was macht man mit offensichtlichen Null-Bock-Fällen? Eine Diskussion rund um das richtige Verhalten gegenüber PJlern und Famulanten gibt‘s im Beitrag „Umgang mit Studenten auf Station“.

Dies und Das Die Benutzer des MediForums diskutieren in zahlreichen allgemeinen Unterforen über alles Erdenkliche. Hier kannst du deine alten Bücher verscherbeln,

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Studium mal anders

Im Forum „Studium – Allgemeines“ findest du Lustiges, Skurriles und Informatives rund ums Medizinstudium. Hier gibt’s die besten Prof-Sprüche oder die OP-Gebote, aktuell 224 Stück. Du stößt auch auf Beiträge wie „Kann ich mit 1,69 m Körpergröße Arzt werden?“ oder „Blackout in der ersten OP!“.

Quatsch dich leer!

And now for something completely different – in der „Speakers Corner“ herrscht Redefreiheit, jedes Thema ist erlaubt! Mit lustigen Beiträgen, wie der „Lachparade“ oder dem „Filmzitate-Raten“ kann man sich super vom Lernen ablenken. Auch die beliebtesten Ärzteserien, wie „Scrubs“, „E.R.“ oder „Grey’s Anatomy“ haben hier ihre Fan-Beiträge.

Jedes Thema findet seinen Platz

Zum Schluss: Wen es in die Ferne zieht oder wer bereits Erfahrungen im Ausland gemacht hat und sie mit den Daheimgebliebenen teilen möchte, der ist im Forum „Auslandserfahrungen“ richtig. Ob „Studium in Italien“, „PJ in den USA“ oder „Famulatur in Dubai“. Hier geht’s einmal um die Welt! Du siehst: In unseren Foren findet jedes Thema seinen Platz!

Links zu den Foren Startseite MEDI-LEARN Foren: www.medi-learn.de/foren/ Vor dem Studium – Studienbeginn: www.medi-learn.de/MF22 Vorklinik/Physikum: www.medi-learn.de/MF2 Klinik/Stex/Hammerexamen: www.medi-learn.de/MF4 PJ-Forum: www.medi-learn.de/MF24 Assistenzarzt-Forum: www.medi-learn.de/MF143 Studium – Allgemeines: www.medi-learn.de/MF7 Speakers Corner: www.medi-learn.de/MF23 Auslandserfahrungen: www.medi-learn.de/MF10

Im Forum tümmeln sich Medizininteressierte bis hin zum Assistenzarzt

Wir ver­losen fünf Exemplare des MEDI-LEARN Studienführers "Abenteuer Medizinstudium" – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw126


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Jede Menge Formalitäten

Doppelzahlung nein danke!

von Marina Tews (Deutsche Ärzte Finanz) Eine Miete im Monat zweimal überweisen oder einen Handwerker doppelt bezahlen? Auf diese Idee kommt wohl eher niemand. Mit Beginn der ärztlichen Tätigkeit in zwei „Rententöpfe“ einzahlen? Das ist leider oftmals Realität. Denn mit Aufnahme seines Berufes ist ein Arzt automatisch Pflichtmitglied im Ärztlichen Versorgungswerk und gleichzeitig bei der Deutschen Rentenversicherung. Für die Geldbörse bedeutet dies folgendes: Die Deutsche Rentenversicherung verlangt einen monatlichen Beitragssatz von 19,9 Prozent des Bruttogehaltes, welcher jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer getragen wird. Das Ärztliche Versorgungswerk möchte zusätzlich vom Beitrag, welcher in die Deutsche Rentenversicherung gezahlt wird, in der Regel abhängig vom Versorgungswerk - 30 Prozent. Nun stellt sich berichtigter Weise die Frage, ob Zahlungen in beide Rentenkassen sein müssen? Glücklicherweise können sich angestellte Ärzte, die Mitglieder im Ärztlichen Versorgungswerk sind und Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Rentenversicherung, nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 (SGB VI) von der Versicherungspflicht in der Deutschen Rentenversicherung befreien lassen. Somit würde nur noch der Beitragssatz von 19,9 Prozent - und zwar in das Ärztliche Versorgungswerk - fällig, was bei einem monatlichen Bruttogehalt von 4.500 Euro einer Ersparnis von jährlich über 1.600 Euro entspräche. Die Befreiung von der Deutschen Rentenversicherung vermeidet nicht nur Doppelzahlungen, sondern bietet auch noch einen weiteren Vorteil. Denn das Ärztliche Versorgungswerk legt die Beiträge nach dem Kapitaldeckungsprinzip an. Das bedeutet, dass im Ruhestand die gesamten eingezahlten Beiträge samt erwirtschafteter Zinsen ausgezahlt werden. Die Deutsche Rentenversicherung hingegen handelt nach dem Solidaritätsprinzip und dem Generationenvertrag, bei welchem es vor allem darum geht, dass die Jungen die Alten unterstützen. Die Altersrente im Ärztlichen Versorgungswerk ist daher wesentlich höher. Empfehlenswert ist es, die Beantragung der Befreiung nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn nur, wer sich innerhalb der ersten drei Monate nach Eintritt ins Berufsleben befreien lässt, muss keine finanziellen Nachteile in Kauf nehmen. Service-Hinweis: Weitere Informationen und Unterstützung beim Stellen des Befreiungsantrags von der Rentenversicherung bietet unser Partner Deutsche Ärzte Finanz. Auf der Internetseite www.aerzte-finanz.de kann mittels Suchfunktion ein Ansprechpartner direkt vor Ort gefunden werden, der die Formalitäten zusammen mit den Interessenten erledigt.

Über sieben Bücher musst Du gehen… Lesetipps für Lehrbuchgeschädigte von Nawied Tehrani

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s folgen sieben Lesetipps, die dir das normale Leseleben wieder näher bringen sollen. Ein (nicht ganz lifestylemagazintauglicher) Ratgeber für alle, die beim Studieren das Schmökern verlernt haben. Das Medizinstudium ist mitunter recht vereinnahmend: Am Tage Gelerntes verfolgt einen im Traum, Autokennzeichen erinnern einen an Laborparameter oder physiologische Größen und vielen mag es nicht gelingen, nach langen und stressigen Lernphasen abzuschalten und etwas anderes als Medizinlehrbücher zu lesen. Für alle, die immer ein wenig Medizin in ihrer Lektüre brauchen, sich aber dennoch nach dem Examen wieder zu der Leseratte entwickeln möchten, die sie mal waren oder gerne wären, ist hier eine kleine Auswahl an Büchern, die einen sanften Übergang ermöglichen – Rückfall nicht ausgeschlossen.

Kaffee, Käse, Karies

Dieser Titel macht es Medizinstudenten mit Lehrbuchroutine relativ einfach: Er erklärt komplexe, aber dennoch alltägliche Dinge vor biochemischen Hintergrund. Nebenbei ist er bemüht, auch dem Laien verständlich zu sein, so dass man das Buch später problemlos Nicht-Medizinern ausleihen kann. „Kaffee, Käse, Karies“ liefert Wissenswertes über die Geschichte, die Erzeugung und die Wirkungen von Bier, Tee, Kaffee, dem Kater nach einer feucht-fröhlichen Nacht und vieles mehr. Wer von diesem Buch begeistert ist und noch mehr Lektüre dieser Art benötigt, der sollte noch „Tabletten, Tropfen und Tinkturen“ hinterher lesen.

Warum haben Männer Brustwarzen?

Die Autoren dieses Buches beantworten eine ganze Reihe von Fragen, die Menschen Ärzte fragen könnten. Hierzu zählen neben der Titelfrage auch diese Fragen: „Was ist ein Knutschfleck?“ oder „Warum wird Haar grau?“ oder „Warum lässt sich ein Furz anzünden?“ Und weiter: „Brauchen Männer öfter Sex als Frauen?“, „Hilft Zahnpasta gegen Pickel?“ und „Sollten Sie Meerwasser trinken oder ihren eigenen Urin, wenn sie auf einer einsamenInsel gestrandet

sind?“. Glücklicherweise beantworten die Autoren diese weltbewegenden Fragen nicht nur recht gewissenhaft, sondern sind dabei auch noch ungemein witzig. Die Gedanken hinter den Fragen entspringen mitunter einer etwas anderen Perspektive auf das Leben, was uns direkt zum nächsten Buch bringt.

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

Oliver Sacks berichtet in dieser Geschichtensammlung von Patienten, die an neurologischen Erkrankungen leiden. So von einer alten Frau, die Lust auf junge Männer bekommt, einem Mann, der Parkuhren für Kinder hält, von einem Menschen, der am Tourette-Syndrom leidet. Sacks stellt die Krankheiten präzise dar und beschreibt dabei interessante Charaktere, die den Leser zum Nachdenken anregen. Aber damit wir nicht über den Umweg der Neurologie zu Philosophen werden, die an unlösbaren Fragen verzweifeln, wenden wir uns definitiv abgeschlossenen Fällen zu. Diese bietet:

Kerners Krankheiten großer Musiker

Die gute Nachricht vorweg: Das Buch hat nichts mit dem hilflosen Fernsehmoderator und Fußballkommentator Johannes B. zu tun. Dieses Buch ist eine Sammlung von Biografien großer Komponisten wie Mozart, Chopin, Bach, Beethoven und Schumann. Dabei legen die Autoren einen Schwerpunkt auf medizinische Aspekte. Sie widerlegen damalige Ansichten über den Gesundheitszustand der Musiker – Beethoven wurde bekanntlich taub, Schumann war suizidgefährdet, und decken falsche Behandlungen auf. Zudem erlauben sie sich an manchen Stellen die Spekulation, inwiefern die jeweiligen Krankheiten, an denen die Komponisten litten, das musikalische Schaffen beeinflusst haben dürften. Das schöne an diesem Buch ist, dass man es auch vielen Kommilitonen, Verwandten oder Bekannten schenken kann. In die Neuauflage des Buches haben die Autoren Andreas Otte und Konrad Wink, beide als Ärzte und Musiker tätig, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse eingearbeitet und um medizinhistorische Forschungsergebnisse ergänzt.

Nachtzug nach Lissabon

Pascal Mercier heißt in Wirklichkeit Peter Bieri und erzählt in seinem Roman eine sehr spannende Geschichte, in der ein Lehrer sein Leben aufgibt und sich auf eine Reise begibt, von der er nicht weiß, wo sie enden wird. Wer auf den ersten Seiten ungeduldig nach dem Konnex zur Medizin sucht, sollte sich ein wenig gedulden. Es taucht mindestens noch ein Charakter auf, der Arzt ist (soviel sei verraten) und der Leser erlebt einige Konflikte rund um das Medizinstudium, das Behandeln von Patienten und

Es muss nicht immer ein Lehrbuch sein: Schmökertipps für Mediziner

das Vertrauen zu Ärzten aus verschiedenen Perspektiven. Zudem hat Merciers Roman Tiefgang, was man von Milan Kunderas Meisterwerk ebenfalls behaupten kann.

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

In diesem 1982 verfassten Roman taucht weit weniger Medizin auf als im vorigen Titel. Der Protagonist, ein erfolgreicher Chirurg an einem Prager Krankenhaus, lernt nach gescheiterter Ehe zufällig eine Serviererin kennen und die beiden stürzen sich in eine sehr ungleiche Beziehung. Wer dieses Werk, in dem der Autor die Geschehnisse des Prager Frühlings verarbeitet, lesen kann, ohne an Differentialdiagnosen, Frühsymptome oder seinen eigenen Medikamentenschrank zu denken, der sollte geheilt sein und kann sich endlich die Bücher vornehmen, die sich in den letzten zwei Jahren des Studiums – vornehmlich an Geburtstagen und den Weihnachtsbescherungen – angesammelt haben. Bleibt nur zu hoffen, dass diese nicht „House of God“, „Der Medicus“, „Warum schlafen Männer nach dem Sex immer ein?“ oder „Die Klinik“ heißen. Wir ver­losen ein Exemplar „House of God“ – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw141

Titelliste:

Jan Koolman Biochemie im Alltag Wiley Verlag Cornelia Bartels Tabletten, Tropfen und Tinkturen: Medizin im Alltag Wiley Verlag Mark Leyner Warum haben Männer Brustwarzen? Drängende Fragen, die Sie Ihrem Arzt erst nach dem dritten Martini stellen würden Goldmanns Taschenbücher Oliver Sacks Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte. Rowohlt Taschenbuch Andreas Otte Kerners Krankheiten großer Musiker Schattauer Verlag Pascal Mercier Nachtzug nach Lissabon btb Milan Kundera Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins Fischer Taschenbuch

Damit Medizinstudenten eine sichere Zukunft haben Kompetente Beratung von Anfang an

Bereits während Ihres Studiums begleiten wir Sie und helfen Ihnen, die Weichen für Ihre Zukunft richtig zu stellen. Unsere Services, Beratung und Produktlösungen sind speziell auf Ihre Belange als künftige(r) Ärztin/Arzt ausgerichtet: � PJ-Infotreff

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Zudem bieten wir Mitgliedern von Hartmannbund, Marburger Bund, Deutschem Hausärzteverband und Freiem Verband Deutscher Zahnärzte zahlreiche Sonderkonditionen. Interessiert? Dann informieren Sie sich jetzt! Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG Colonia-Allee 10-20 51067 Köln www.aerzte-finanz.de


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Medizinische Geschenke sind willkommen Zum Abschluss etwas Besonderes: Famulatur in Kamerun von Franz Leidl und Thomas Meisl

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nsere letzte Famulatur. Mit dieser wollten mein Kommilitone und Freund Thomas und ich noch einmal die Möglichkeit nutzen, einen besonderen

landet, die Zusagevoraussetzungen dann deutlich höher gesteckt sind, trifft man hier, wenn man das Krankenhaus gefunden hat, auf offene Arme: Gleich nach einer ersten E-MailAnfrage an das Krankenhaus in der Provinz Kameruns erhielten wir eine Rückmeldung mit der Botschaft, dass man sich auf unser Kommen freue.

Im Jeep zum Krankenhaus

Impressionen aus Kamerun

Ort kennen zu lernen. Unsere Wahl fiel auf Afrika. Aber wie organisiere ich eine Stelle in einem Buschkrankenhaus?

Wo finde ich eine Kontaktadresse?

Der Schlüssel ist, eine Kontaktadresse ausfindig zu machen. Da die meisten Krankenhäuser in der „Prärie“ keine Internethomepage besitzen, ist es tatsächlich nicht ganz so einfach, an Adressen zu kommen. Jedoch sollte man das Internet bei der Suche nicht ganz außer Acht lassen. Hilfsorganisationen wie der Malteser Hilfsdienst, das Rote Kreuz oder der Deutsche Samariter-Bund oder ärztliche Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Humedica, Ärzte ohne Ferien (AOF) etc. stellen Verbindungen zu afrikanischen Krankenhäusern her. Da die meisten Krankenhäuser über kirchliche Träger laufen und häufig deutsch-afrikanische Verbindungen zwischen Kirchengemeinden bestehen, lässt sich auch auf diesem Wege die ein oder andere Krankenhausadresse eruieren.

Wir bekamen die Rückmeldung, dass man sich auf unser Kommen freue Kurzum: Wer sucht, wird auch fündig werden. Bei unserer Famulatur kamen wir an die Adresse des katholischen Krankenhauses über eine Freundin, die bereits dort famuliert hatte und zudem ihr Pflegepraktikum an diesem Krankenhaus absolvierte. Anders als in den USA, in Großbritannien oder in Australien, wo man nach ein paar Klicks beim gewünschten Krankenhauses

Für den Flug wählten wir eine Airline, die auch einen Studententarif anbietet. In unserem Fall war es Brüssel Airlines. Trotz eines günstigen Preises gab es keine Probleme und wir waren positiv von der Beinfreiheit und dem großzügigen Freigepäck von 46 kg pro Person überrascht. Angekommen in Douala, der größten Stadt Kameruns, durften wir in einer katholischen Partnermission übernachten und hatten das Glück, dass in der gleichen Woche ein deutscher Arzt und seine Ehefrau das gleiche Ziel hatten. Aus diesem Grunde konnten wir in einem Jeep des Krankenhauses unser Ziel erreichen. Da die Straßen gerade auf dem letzten Tagesabschnitt zum Krankenhaus nur noch aus Staubpisten mit tiefen Schlaglöchern bestehen, ist die Fahrt im gepolsterten Jeep doch weitaus angenehmer, als das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zudem wurde man auf der Strecke vom Fahrer mit frischen Früchten von Verkäufern vom Straßenrand versorgt!

Medizinische Gastgeschenke sind willkommen

Für das Krankenhaus besorgten wir im Vorfeld der Reise Medikamente und technische Geräte, zum Beispiel ausgemusterte, aber voll funktionsfähige und von der technischen Zentrale unseres Krankenhauses noch einmal überprüfte Blutdruck- und Zuckermessgeräte. Hier lohnt es sich, vorher beim Krankenhaus im Ausland nachzufragen, was es denn brauchen könne, um sein Gepäck dementsprechend abzustimmen. Das Krankenhaus stellte uns eine Bleibe gegen eine Gebühr von 100 Euro im Monat zur Verfügung, die für kamerunsche Verhältnisse wirklich hervorragend war, hatten wir doch je ein geräumiges Zimmer mit Gasherd zum Kochen sowie eigene Dusche mit warmen Wasser und WC. Auch gab es ein so genanntes „Doctors Quarter“ nahe des Krankenhauses, in dem die Ärzte ihre Wohnungen vom Krankenhaus gestellt bekamen. Diese waren noch geräumiger und besser ausgestattet. Wer seine Assistenzarztzeit für eine Auszeit in Afrika unterbrechen möchte, der wird hier – nicht nur in Sachen Wohnung – herzlich aufgenommen!

sind. Den Häusern waren unterschiedliche Fachgebiete zugeordnet. Es gab einen so genannten „Female Ward“ und „Men Ward“, vergleichbar mit den Stationen der Inneren Medizin nach Geschlechtern getrennt, zwei Häuser für Chirurgie, eine Abteilung für Operationen, eine Isolierstation, eine Gynäkologie, eine Pädiatrie und als Vorzeigestation mit der besten Ausstattung des Krankenhauses eine Kardiologie. Weiter gab es einen so genannten „Out Patient Service“ für ambulante Patienten. Arbeitszeit für Ärzte ist von 8 Uhr bis 14 Uhr. Ist man deutsche Arbeitszeiten gewohnt, nimmt man es gerne in Kauf, dass auch offiziell der Samstag noch als Werktag gilt. Etwa alle sechs Wochen hat man als Arzt offiziell einen einwöchigen Bereitschaftsdienst ab 14 Uhr. Da nach diesem Zeitpunkt aber keine Sprechstunden mehr sind, kommen auch nur noch selten neue Patienten. Diejenigen Patienten, die das Krankenhaus notfallmäßig erreichen, werden internistisch von bestimmten Personen des Pflegepersonals aufgenommen, normalerweise ohne Rücksprache mit dem Arzt. Dieser beurteilt die Situation dann am nächsten Tag.

Budget reicht oft nicht aus

Die meiste Zeit verbrachte ich mit den Patienten des „Out Patient Service“, der

zu einem Teil im Arztzimmer der Pädiatrie statt fand. Wie bei einer Allgemeinmedizinsprechstunde kamen die unterschiedlichsten Patienten von jung bis alt in die Sprechstunde. Jeder brachte eine Art schriftlicher Gesundheitskarte von vergangenen Arztbesuchen mit. Es bestand ausreichend Zeit, die Patienten nach ihrem derzeitigen Problem zu interviewen. Was die diagnostischen Mittel betrifft, war das Spektrum der Möglichkeiten recht übersichtlich: Man konnte den Patienten zum Röntgen oder zur Sonographie schicken oder eine Laboranfrage stellen. Das Labor beinhaltete allerdings auch ausgefallene Untersuchungen, wie beispielsweise ein Spermatogramm. Häufig jedoch war eine ausführlichere Diagnostik nicht mit dem Budget des Patienten vereinbar, selbst die Untersuchung einfacher Laborparameter war für den einen oder anderen zu teuer – deshalb wurde oft rein empirisch oder auf Verdacht therapiert. Fortsetzung auf Seite 10 Wir ver­losen ein Exemplar „Medical English“ von Thieme – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw139

Die Webseite für Medizinstudenten junge Ärzte www.medi-learn.de

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Die MEDI-LEARN Foren sind der Treffpunkt für Medizinstudenten und junge Ärzte – pro Monat werden über 42.000 Beiträge von den rund 41.000 Nutzern geschrieben. Mehr unter www.medi-learn.de /foren

Der breitgefächerte redaktionelle Bereich von MEDI-LEARN bietet unter anderem Informationen im Bereich „vor dem Studium“, „Vorklinik“, „Klinik“ und „nach dem Studium“. Besonders umfangreich ist der Bereich zu dem medizinischen Examen. Mehr unter www.medi-learn.de /campus

Einmal pro Woche digital und fünfmal im Jahr sogar im Printformat: Die MEDI-LEARN Zeitung ist das Informationsmedium für junge Ärzte und Medizinstudenten. Alle Ausgaben sind auch online als kostenloses PDF verfügbar. Mehr unter www.medi-learn.de /mlz

Studienplatztauschbörse, Chat, Gewinnspielkompass, Auktionshaus oder Jobbörse – die interaktiven Dienste von MEDI-LEARN runden das Onlineangebot ab und stehen allesamt kostenlos zur Verfügung. Mehr unter www.medi-learn.de

Jetzt neu – von Anfang an in guten Händen: Der MEDI-LEARN Club begleitet dich von der Bewerbung über das Studium bis zur Facharztprüfung. Exklusiv für dich bietet der Club zahlreiche Premiumleistungen. Mehr unter www.medi-learn.de/club

Sechs-Stunden-Tag

Das Krankenhaus konnte man sich als eine Ansammlung von in zwei Reihen angeordneten kleinen Häusern vorstellen, die von einer Absperrung umgeben

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NEU! Der Hammerplan von MEDI-LEARN

In 100 Tagen zum 2. Staatsexamen Der 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung umfasst laut neuer AO das gesamte klinische Wissen, so dass die geforderte Stoffmenge kaum zu bewältigen scheint. Eine genauere Analyse der bisherigen Hammerexamina hat jedoch gezeigt, dass inhaltlich eine große Übereinstimmung mit dem alten 2. Staatsexamen gegeben ist, während der Stoff des alten 1. Staatsexamens kaum geprüft wird.

Dieser Analyse folgend haben wir einen Lernplan zusammen gestellt, in dem der Lernstoff auf das Wesentliche reduziert, strukturiert und auf 100 Tage verteilt wurde. Der 100-Tage-Lernplan und ausführliche Erläuterungen mit zusätzlichem Kreuzplan stehen im Internet zur Verfügung unter:

Famulatur in Kamerun Fortsetzung von Seite 9 Da die Sensitivität und Spezifität einiger Labortests sehr niedrig ist, wird zum Teil auch bei negativem Testergebnis therapiert. So wird beispielsweise ein Patient mit Fieber und Diarrhöe (häufiges Patientenbild) sowohl mit Breitband-Antibiotika als auch spezifischer Therapie gegen Typhus und Malaria abgedeckt, auch bei negativem Laborergebnis für Malaria und Typhus, da die Spezifität der Labortests der beiden letzten genannten Krankheitsbilder lediglich bei 30 bis 50 Prozent lag. Aus diesem Grunde liegt auf basisdiagnostischen Möglichkeiten wie Anamnese und körperlicher Untersuchung ein stärkeres Gewicht als in unserer technisierten Medizin.Für die Therapie steht insgesamt eine größere Palette an Medikamenten bereit. Hier lohnt es sich, eine Liste zu besorgen, welche Medikamente man verschreiben

kann, um die Übersicht zu bewahren. Als Arzt arbeitete man auf den Stationen oder in der Sprechstunde mit Büchern des BNF (British National Formulary), aber auch der deutsche Arzneimittel pocket kann ersatzweise hilfreich sein.

Handwerkszeug, Handschuhe und Desinfektionsmittel mitbringen! Hier lohnt es sich gegebenenfalls, eine eigene BNF-Ausgabe im Vorfeld übers Internet zu bestellen, die man bei Abreise auch im Krankenhaus zurück lassen kann. Die wenigen Ausgaben sind häufig vergriffen. Ähnliches gilt übrigens für Stifte, diagnostisches Handwerkszeug, Handschuhe oder Desinfektionsmittel. Klar im Vorteil ist, wer

diese Dinge vor Ort dabei hat! Die Sprechstunden des „Out Patient Service“ laufen meist parallel zur Stationsarbeit. Wenn gerade keine Patienten in der Sprechstunde sind, kümmert man sich um die Station. Während der Visite wird man meist von zahlreichen Schwestern begleitet, die Fieberkurven oder Vitalparameter bereithalten. Auf der Station stehen für die Kinder ebenfalls wieder die drei diagnostischen Säulen aus Röntgen, Sono und Labor bereit. Blutabnehmen, Nadeln legen oder Labor proben aus Speichel, Stuhl oder Urin asservieren wird grundsätzlich von den Schwestern übernommen.

Wie der Famulaturbericht der Medizinstudenten zu Ende geht, lest ihr im Digitalen Nachschlag.

Ernst Haeckels Erben unter Beschuss Wissenschaftler der Universität Jena schreiben Geschichte der evolutionären Entwicklungsbiologie von Stephan Laudien (idw)

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m Jahr 1872 formulierte Ernst Haeckel (1834-1919) das "Biogenetische Grundgesetz", wonach jedes Individuum im Verlauf seiner Embryonalentwicklung die Stadien der Stammesentwicklung durchläuft. Um seine Theorie zu untermauern, illustrierte er die Veröffentlichungen mit Zeichnungen von Embryonen, die - obgleich von Huhn, Hund und Mensch stammend - verblüffende Ähnlichkeiten aufwiesen. Einige der Darstellungen waren stark schematisiert, um die Aussagen zu unterstreichen. Bei anderen Bildern, besonders von den menschlichen Embryonen, waren Teile ergänzt worden, weil Vergleichsobjekte nicht ausreichend zur Verfügung standen. "Haeckel versäumte es jedoch, die schematisierten Darstellungen zu kennzeichnen, wodurch er seinen Kritikern und Gegnern - wie dem Baseler Anatomen Wilhelm His - reichlich Munition für heftige Angriffe lieferte", sagt PD Dr. Uwe Hoßfeld von der Friedrich-SchillerUniversität Jena. Der Vorwurf habe auf Fälschung wissenschaftlicher Ergebnisse gelautet, die Angriffe galten jedoch in erster Linie dem Verfasser selbst, so der Wissenschaftshistoriker und Biologie-Didaktiker von der Jenaer Universität weiter. Hatte Haeckel es doch gewagt, die Theorie Charles Darwins zur Entstehung der

Arten auf den Menschen anzuwenden. Das "Biogenetische Grundgesetz" Haeckels dient als Ausgangspunkt für ein Forschungsvorhaben, bei dem PD Dr. Uwe Hoßfeld und sein Kollege Prof. Dr. Lennart Olsson der Geschichte der Evolutionären Entwicklungsbiologie nachgehen werden. Dieses neue Fach, kurz Evo-Devo genannt (von evolution-development), verknüpft die Embryologie, die Molekularbiologie und die Paläontologie mit der Evolutionsbiologie auf der Basis einer innovativen Methodologie. Das verheißt für die heutige Evolutionstheorie aufregende neue Erkenntnisse. "Die von Haeckel aufgeworfenen Fragen zu Phylo- und Ontogenese sind wieder hochaktuell, weil auf der genetischen Ebene entdeckt wurde, wie ähnlich sich Tiere sind", sagt Lennart Olsson, der eine Professur für Spezielle Zoologie an der Uni Jena innehat. Faktisch erforschen die Wissenschaftler heute auf der Basis der Genetik, was Haeckel und andere Pioniere mit der Anatomie, Morphologie oder Physiologie zu erklären suchten. Sie wollen herausfinden, weshalb aus der einen befruchteten Eizelle eine Taufliege, aus der anderen ein Mensch entsteht, obwohl beide Lebewesen über eine nahezu identische Ausstattung mit Genen verfügen.

In ihrem neuen Projekt zeichnen Hoßfeld und Olsson die wichtigsten historischen und logischen Stationen des Diskussionsverlaufes nach. Im Mittelpunkt steht die europäische Sicht auf das Fach. Vergleichend sollen die deutsche und die russische Tradition in den Blick genommen werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Arbeit mit etwa 160.000 Euro - zunächst für zwei Jahre. "Unser Vorhaben ist methodischtheoretisch angelegt und umfasst sowohl die Wissenschaftsgeschichte als auch die Biodidaktik", sagt Uwe Hoßfeld. Der Bedarf sei gegeben, fehle Evo-Devo doch bislang komplett in den Lehrbüchern der Schulen. Dabei, so der Jenaer Wissenschaftler, sei das neue Fach prädestiniert, Antworten auf zahlreiche Fragen zu geben, die öffentlich diskutiert werden. Zum Beispiel wenn es um den Schutz des ungeborenen Lebens oder Stammzellen

geht. Ihre Erkenntnisse wollen Olsson und Hoßfeld in mehreren wissenschaftlichen Aufsätzen darlegen. Außerdem möchte der Biologie-Didaktiker Hoßfeld Material erarbeiten, um Biologie-Lehrer schulen zu können. Quelle: idw Das 3B-Scientific Anatomie-Special Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich Anatomie, den wir euch in Kooperation mit 3B Scientific und in der MLZ ausführlich vorstellen. Weitere Infos auch online unter: www.medi-learn.de/anatomie

MEDI-LEARN PODCAST Diesen Artikel gibt es auch online als AudioDatei zum Download unter: www.medi-learn.de /podcast

IMPRESSUM Herausgeber: MEDI-LEARN, ISSN 1860-8590 Bahnhofstraße 26b, 35037 Marburg/Lahn Tel: 04 31/780 25-0, Fax: 04 31/780 25-29 E-Mail: redaktion@medi-learn.de, www.medi-learn.de Redaktion: Jens Plasger (Redaktionsleitung), Christian Weier (V.i.S.d.P.), Trojan Urban, Marlies Weier, Lilian Goharian, Dominika Sobecki, Dr. med. Dipl.-Psych. Bringfried Müller, Thomas Brockfeld Lektorat: Jan-Peter Wulf, Simone Arnold Layout & Graphik: Kjell Wierig Berichte: Felix Reschke, Franz Leidl, Thomas Meisl, Yvonne Bernsdorf, Kara Krajewski, Eliana Stricker-Shaver, Nawied Tehrani, Ricarda Wessinghage (idw), Katja Wagenführer, Stephan Laudien (idw), Frederik Betsch (idw) Druck: Druckerei + Verlag Wenzel, Am Krekel 47, 35039 Marburg/Lahn Tel: 0 64 21/17 32 60, Telefax: 0 64 21/17 32 69

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Anzeigenbetreuung: Christian Weier, Olbrichtweg 11, 24145 Kiel Tel: 04 31/780 25-0, Fax: 04 31/780 25-29 E-Mail: christian.weier@medi-learn.de. – Es gilt die Anzeigenpreisliste 02/2005. Bildnachweis: www.photocase.com, www.istockphoto.com, www.sxc.hu, www.pixelquelle.de, Artikelautoren, www.saloniki.org Erscheinungsort: Marburg Die MEDI-LEARN Zeitung erscheint fünfmal pro Jahr und wird als Beilage der Zeitschrift Via medici aus dem Georg Thieme Verlag, Stuttgart, zugelegt. Der Bezug ist für Abonnenten der Via medici in deren Abonnement bereits enthalten. Der Einzelpreis beträgt 1,90 €. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos etc. kann der Verlag keine Gewähr übernehmen. Nachdruck – auch in Auszügen – nur mit vorheriger schriftlicher Zu­ stimmung. Der Verlag kann für Preisangaben keine Garantie übernehmen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bei allen Gewinnspielen und Aktionen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Anregungen und Redaktionskontakt per E-Mail unter: redaktion@medi-learn.de.

Deine Meinung ist uns wichtig! Wie gefällt dir diese Ausgabe unserer MEDI-LEARN Zeitung? Unter www.medi-learn.de /gw121 findest du einen kurzen Fragebogen mit drei Fragen zu dieser Ausgabe. Wir würden uns freuen, wenn du uns deine Meinung mitteilst. Mitmachen lohnt sich – unter allen Teilnehmern verlosen wir Fachbücher im Wert von 300 €. Einfach Fragebogen ausfüllen und schon bist du dabei!

Verlosung: Bei allen Verlosungen in dieser Ausgabe ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Der Einsendeschluss ist am 30. September 2008. Die Gewinner werden regelmäßig im Internet unter www.medi-learn.de/gewinner bekannt gegeben. Dein Artikel bei MEDI-LEARN? Wir freuen uns über die Zusendung von Erfahrungs­ berichten und anderen Artikeln und belohnen die Autoren mit Fachbüchern. Alle weiteren Infos findest du unter www.medi-learn.de/artikel. Die Jenaer Wissenschaftshistoriker Lennart Olsson (l.) und Uwe Hoßfeld


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Buchstaben-Salat zum DMW-Special

MEDI-LEARN Special

Neues Poster!

Das Rätsel zur Deutschen Medizinischen Wochenschrift (DMW)

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So geht's durch den Buchstaben-Salat F

inde dich zurecht im DMW-Buchstaben-Salat! Und so geht‘s: Zum DMWSpecial haben wir uns ein Rätsel ausgedacht, welches alle Kolumnen des Magazins umfasst. Zunächst müssen die Suchwörter an sich herausgefunden werden. Suche alle 20 Begriffe heraus, die senkrecht, waagerecht, diagonal oder rückwärts geschrieben sind. Dabei hilft dir ein Blick auf unsere Webseite: Unter www.medi-learn.de/dmw-quiz

findest du die richtigen Kolumnen der DMW. Wie du das Lösungswort herausbekommst, nachdem du alle Worte gefunden hast, erfährst du weiter unten.

So kommst du zur Lösung

Um den ersten Buchstaben des Lösungswortes zu bekommen, suche dir die Begriffe von unten nach oben im Buchstabenrätsel (z.B. in der ersten Zeile von unten

der Begriff Medizinische). Trage danach den Buchstaben oberhalb des ersten Buchstabens (hier oberhalb des Buchstabens „M“) als Lösungsbuchstaben ein (im Beispiel wäre der Lösungsbuchstabe „D“). Die Reihenfolge im Lösungswort ergibt sich automatisch, wenn du im Rätsel von unten nach oben (von Zeile zu Zeile) und von links nach rechts (innerhalb einer Zeile, falls zwei Begriffe hier zu finden sind)

vorgehst. Wenn du alle Buchstaben zusammen hast, ergibt sich daraus – tada! – das Lösungswort. Tolle Gewinne warten!

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Das Biochemie-Poster

Du hast Probleme mit Biochemie? Lass dir das Fachgebiet auf didaktisch ausgefeilte Art erklären: Ab sofort ist das von MEDI-LEARN konzipierte DIN A1-Poster verfügbar, mit dem du dir den relevanten Stoff leicht aneignen kannst. Das Stoffwechsel-Poster wurde von den MEDI-LEARN Examensexperten erstellt und zeigt die wichtigen Abläufe in übersichtlicher Darstellung und auf einen Blick. Die enthaltenen Strukturformeln wurden auf den examensund prüfungsrelevanten Umfang reduziert. Gleichzeitig wurde jedoch der Gesamtzusammenhang der Stoffwechselvorgänge nicht aus den Augen verloren und auf zellulärer Ebene dargestellt. Unser DIN A1-Poster, das eine überdimensionale Zelle darstellt, ist der ideale Begleiter durch die gesamte Vorklinik. Darüber hinaus hilft das Stoffwechselposter auch in der klinischen Ausbildung (z.B. in der Pharmakologie), den Überblick nicht zu verlieren. Das Poster ist die effiziente Lernhilfe für u.a. folgende Stoffwechsel-Wege:

• Glykogenstoffwechsel • Glykolyse • Glukoneogenese • Pentosephosphatweg • Harnstoffzyklus • ß-Oxidation der Fettsäuren • Ketonkörperbiosynthese • Citratzyklus • Häm-Biosynthese • Biosynthese von Fettsäuren • Cholesterin-Biosynthese • Malat-Shuttle u.v.m.

Lust auf mehr?

Weitere Informationen zum Biochemie-Poster findest du unter: www.medi-learn.de/poster

Gewinnspiel: Trage einfach die Lösung unter www.medi-learn.de/dmw-quiz ein. Hier erhältst du auch Hinweise, die dir das Rätseln erleichtern. Zu gewinnen gibt es einen Schädel und wertvolle Fachbücher vom Georg Thieme Verlag. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Das Gewinnspiel läuft bis 30. September 2008.

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Die ultimative Lernhilfe für dein Physikum! Gehe jetzt online und bestelle dein Biochemie-Poster. Das Poster wurde von MEDI-LEARN Examensexperten konzipiert und fasst die examensund prüfungsrelevanten Strukturformeln übersichtlich zusammen. Das DIN A1-Poster ist der unverzichtbare Begleiter für Vorklinik und fortgeschrittene Semester!

Die Lehrtafeln Laminiert, bestäbt oder Papier pur. Im Posterformat. Qualität von 3B Scientific.

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Juni/Juli 2008

www.medi-learn.de

Pferdeflüsterer und Chefärzte

Online geht's weiter

Für einen besseren Umgang mit Kollegen und Patienten von Kara Krajewski

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ls Spross einer amerikanischen Arztfamilie und als Medizinstudentin in Deutschland im 7. Semester habe ich einen besonderen Blick auf die Gesundheits- und Ausbildungssysteme in Deutschland und den USA. Am auffälligsten sind die Unterschiede, was die Atmosphäre betrifft. Das Wort gehört vielleicht eher in eine Restaurantkritik, ich möchte damit aber ausdrücken, dass ich etwas Tiefergehendes als den rein oberflächlichen Blick auf Kultur, Mentalität und Arbeitswelt wahrgenommen habe.

Mehr Harmonie in den USA

„Für Kuscheleinheiten sind doch die Schwestern da!“. Nein! Gerade von den Halbgöttern in Weiß auf diese Weise unterstützt zu werden, hat höchsten Wert in den Augen des Patienten.

Verschärfte Beobachtungskraft

Um durch die Körpersprache kommunizieren zu können, braucht man eine verschärfte Beobachtungskraft. Ein Pferd, das einem anderen direkt in die Au-

Wenn ich meine Erfahrungen in beiden Ländern vergleiche, sehne ich mich nach Amerika. Nicht wegen des Geldes, oder weil es sprachlich für mich einfacher ist, sondern weil es dort eine Atmosphäre von Harmonie und Zusammengehörigkeit gibt, wie ich sie anderswo nicht erlebt habe. Ich habe lange versucht, mit den Krankenschwestern in Deutschland klarzukommen. Die Ratschläge für mich spiegeln die Schwierigkeit wieder: „Du sollst sie siezen, damit du Respekt zeigst.“ „Du sollst sie duzen, damit du dich nicht abgehoben gibst“. Ich habe oft erlebt, dass sich eine Schwester leidenschaftlich für ihre Patienten eingesetzt hat, aber egal, was ich versucht habe, ich konnte nicht Arbeiten mit den Kollegen fördert die Teambildung vermitteln, dass wir alle zu demselben Team gehören. Aber auch unter den Ärztinnen und Ärzten, meine vermeintlich zukünftigen Kollegen und Ausbilder, höre ich oft bittere Töne. Die Fachrichtungen kämpfen um die Zuständigkeit für Patienten. Jeder möchte lieber seine Forschung in Ruhe weiterbearbeiten oder schnell nach Hause fahren, statt Patienten in Ruhe zu versorgen. Ich verstehe die Frustration Website über das marode Gesundheitssystem mit seinen langsamen Reformen, aber meiner Meinung nach ist diese „Disharmonie“ nicht Folge eines Geldproblems. NEU

gen schaut und mit zurück gelegten Ohren direkt auf dieses zugeht, weist ein deutlich aggressives Verhalten auf. Ein Pferd, was sich wieder in die Herde integrieren möchte, schaut hingegen nach unten, kaut, bewegt den Kopf nach unten, und versucht, sich seitlich wieder anzunähern. Gut: Unsere Ohren sind weniger beweglich – und Herumgekaue in der Luft wirkt vielleicht eher befremdlich. Die Beispiele verdeutlichen jedoch die Bedeutung der Körperhaltung. Sie lässt nicht nur Rück-

Lernstoff fürs Sommersemester!

Von Pferdeflüsterern lernen

In vielen Branchen werden regelmäßig Team Building-Seminare angeboten, damit sich zusammengewürfelte Kollegen nicht nur besser kennen lernen, sondern auch, um das Zusammenarbeiten und die Arbeitsabläufe durch den Aufbau von psychologischem Verständnis finanziell zu optimieren.

Biochemie mit Pathobiochemie und Klinikfällen verknüpft NEU: die 16 wichtigsten Krankheitsbilder und biochemischen Hintergründe Inhaltliche Qualität, aktuelles Wissen, klinikrelevante Zusammenhänge

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Für Kuscheleinheiten sind doch die Schwestern da!

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Von der Funktion der Bestandteile des menschlichen Körpers zu ihrer Form Hauptfokus auf der funktionellen Anatomie der Bewegungsorgane Alle anatomischen Grundlagen

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Monty Roberts, der berühmte „Pferdeflüsterer“, der eigentlich „nur“ ein Pferdetrainer ist, hat seine Beobachtungen in der Tierwelt und seine sanfte Trainingsmethode für Pferde in solchen Seminaren umgesetzt. In seinem Buch „Horse Sense for People“ beschreibt er Phänomene, die für mich als leidenschaftliche Reiterin längst bekannt waren. Man weiß von Pferden, dass Körperkontakt ein Vertrauensgefühl aufbaut. Dies lässt sich für das Stationsteam nicht direkt übertragen, aber eine derartige Kontaktaufnahme mag bereits in der Begrüßung mit einem Handschlag liegen. Vor allem in der Arzt-Patient-Beziehung spielt Körperkontakt eine wesentliche Rolle: Viel Vertrauen wird generiert, wenn man in einem Moment der Traurigkeit oder Angst eine Hand auf die Schulter des Patienten legt. Und was höre ich?

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A BC

schlüsse auf das körperliche Befinden von Patienten zu und weist auf klinische Zeichen im Rahmen der Anamnese hin: Auch Ärzte und Schwestern geben Zeichen durch ihre Körperhaltung. Sollte man die Körperhaltung nicht entsprechend anpassen, um eine bessere Kommunikation zu erreichen? Ein Allgemeinarzt aus Heidelberg gab mir einmal den Tipp, die Körperhaltung von Patienten diesen gegenüber genau widerzuspiegeln, wenn sich ein Patient verschlossen zeigt. Dadurch gebe man dem Patienten unbewusst das Gefühl, vom Arzt verstanden zu werden.

Wie immer gibt es auch zu dieser Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung wieder eine Extraportion für besonders MLZHungrige: Ausgabe 15 unseres Digitalen Nachschlags präsentiert euch weitere spannende Artikel – dieses Mal unter anderem zum Thema Raucherlunge – und Fortsetzungen von Beiträgen aus der gedruckten Version. Außerdem: Von der Arzthelferin zur Case Managerin. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im Digitale Nachschlag. Er steht kostenlos als PDF im Internet zur Verfügung. Einfach die folgende Seite aufrufen:

www.medi-learn.de /mlz-nachschlag

Das Team als Herde

Beim medizinischen und pflegerischen Team geht es um Integration und Zusammenarbeit. Ein Zeichen der Integration in die Herde ist, wenn ein Pferd in der „Gesellschaft“ fressen darf. Hat sich ein Tier gegen die Herde verhalten, so wird es nicht geduldet, dass es in der Herde frisst. Übertragen auf die Klinikums-Herde: Warum essen so viele Ärzte und Schwestern getrennt von einander? Automatisch verhindert dies ein Zusammengehörigkeitsgefühl und schürt Disharmonie. Nun sollte man nicht glauben, dass ich der Ansicht bin, mit einem gemeinsamen Mittagessen sei die gute Atmosphäre hergestellt. Das gemeinsame Essen steht nur als einfaches Beispiel für gegenseitige Integration in das gemeinsame Projekt „Stationsarbeit“. Ich bin auch nicht gegen diese Hierarchie an sich, sondern gegen den ständigen Kampf um Zuständigkeit und Macht. Vielleicht wäre eine gemeinsame Übergabe mit Ärzten und Schwestern nach Schichtende sinnvoll – mit einer klaren Aufteilung der Aufgaben. Dann könnten Probleme schnell besprochen werden und müssten nicht hin und her durch das Krankenhaus getragen werden. ein bisschen

Horse Sense

Team Building spart Geld

Meiner Meinung nach hat dieses Teamprinzip nicht nur psychologische, sondern auch finanzielle Vorteile. Bessere Kommunikation vermeidet Fehler, Zeitschleifen und doppeltes Arbeiten. So wird Geld und Zeit gespart, und es bleibt mehr Energie für die Patientenversorgung übrig. Mein Verständnis der auf die Bahn gebrachten Gesundheitsreform zeigt mir, dass wir Mediziner in Zukunft auf private Leistungen angewiesen sein werden. Aus der Erfahrung in meiner Heimat sehe ich ein sinkendes Risiko, verklagt zu werden, wenn man den Patienten eher wie einen „Kunden“ behandelt und wenn eine gute Kommunikationsgrundlage zum eigenen Team besteht, da sich die dadurch verbesserte Atmosphäre auch auf das Verhältnis zum Patienten auswirkt und dieser sich besser betreut fühlt. Vielleicht werden in der Zukunft mehr Mittel für Team-Building bereitgestellt. Man könnte es zwar in der Form von Seminaren und Vorträgen gestalten, aber ich persönlich glaube, dass man eigentlich nur eines braucht: ein bisschen „Horse Sense“. MEDI-LEARN PODCAST Diesen Artikel gibt es online auch als Audio-Datei zum Download unter: www.medi-learn.de/podcast

Nachschlag Die Extraportion Diese Artikel findest du im Online-Teil unserer Zeitung:

Forschung

Biosurgery Herr Kuhn liegt in einem Krankenhaus, leidet an seiner Fußverletzung, deren Zustand sich immer mehr verschlechtert. Er hat die Hoffnung schon fast aufgegeben. Das Ärzteteam rät Herrn Kuhn zu einer etwas anderen Therapie: Biosurgery, eine Heilungsmethode, die mit Maden arbeitet. Im Digitalen Nachschlag lest ihr, ob die Therapie Herrn Kuhn hilft.

Asthma und Raucherlunge Ein Wissenschaftlerteam aus den USA und Heidelberg sucht nach einer Lösung, wie man die vierthäufigste Todesursache bekämpfen kann. Nach zahlreichen Forschungsstrategien gibt es eventuell eine Lösung für die Krankheit, die man jedoch erst im Tiermodell bestätigt wissen will.

Therapieerfolg durch Arzthelferin Eine gute Einbindung von Arzthelferinnen bei der medizinischen Versorgung von Patienten mit Arthrose in der Hausarztpraxis kann die Lebensqualität der Patienten deutlich erhöhen. Als „Case-Managerinnen“ sorgen sie u.a. dafür, dass die Wirkung von Medikamenten besser beurteilt wird. Die Patienten sind aktiver, haben weniger Schmerzen, mehr sozialen Rückhalt, nehmen eher empfohlene Medikamente und suchen seltener einen Orthopäden auf. Im Digitalen Nachschlag lest ihr, was der Therapieerfolg noch alles verspricht.

Ausland

Famulatur in Kamerun Arbeiten im Buschkrankenhaus: Im ersten Teil ihres Famulaturberichtes berichteten Franz Leidl und Thomas Meisl über ihren Aufenthalt in Kamerun. Einen Tipp haben sie für alle Mediziner, die in Entwicklungsländer gehen: Ausrangierte, aber noch funktionierende Gerätschaften sind überaus willkommen. Wie die beiden Medizinstudenten die letzten Monate erlebt haben, welche Überraschungen noch bevor standen, erfahrt ihr alles im Digitalen Nachschlag. Alle Artikel findet ihr kostenlos unter:

www.medi-learn.de /mlz-nachschlag PS: MLZ im Digitalabo Unter www.medi-learn.de/mlz kannst du die MEDI-LEARN Zeitung ab sofort im Digitalabo als PDF gratis bestellen.

MEDI-LEARN Zeitung 03/2008  
MEDI-LEARN Zeitung 03/2008  

Die MEDI-LEARN Zeitung im Printformat. Sie enthält auf 12 Zeitungsseiten News und Informationen für Medizinstudenten und Jungärzte und ersc...

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