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MLZ

Januar 2006

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www.medi-learn.de anderer Menschen bewundern. Man hat mich jeden Tag gelobt, dass mein Englisch sehr gut sei und sich immer mehr verbessere.

NATÜRLICH HATTE ICH NACH VIER WOCHEN EIN PAAR KILO ZUGENOMMEN… Ich wurde allen in der Klinik vorgestellt. Mittlerweile kannte mich dann jeder Arzt, alle Hausmeister, die Putzfrauen und nicht zu vergessen das Küchenpersonal. Den Chefkoch konnte ich nur jeden Tag erneut loben, denn das Essen dort war sehr gut. Dem gesamten Klinikpersonal wurde kostenlose Verpflegung gewährleistet. Man konnte zu allen Mahlzeiten ein 4-GängeMenü auswählen, das sehr reichlich und von ausgezeichneter Qualität war. Natürlich hatte ich nach vier Wochen dann auch ein paar Kilo zugenommen.

Patienten zu den einzelnen Sitzungen begleiten, so z.B. zu verschiedenen Gruppentherapien (gegen Angst, zur Stressbewältigung oder bei Alkoholproblemen). Das war recht interessant, weil man die Probleme der Patienten nicht nur aus der Akte studiert hatte, sondern miterleben und darauf eingehen konnte. Zur Erholung der Patienten (und für mich) gab es dann „relaxation“ (Entspannungsübungen), flower arranging (Anfertigen von Blumengestecken), Kunstsitzungen, Theatergruppen und vieles mehr. Ich genoss es sehr, einen Einblick in alle Angebote zu bekommen. Einen Tag habe ich in der Theatergruppe mitgespielt, was eine große Herausforderung für mich war, da man sofort auf die Handlung seines Partners reagieren musste. Es hat aber alles sehr großen Spaß gemacht. Mit der Zeit habe ich nicht nur mit den Krankenschwestern und Psychologiestudenten zusammengearbeitet, sondern

Herausforderung und Entspannung Das Leben in nie langweilig. tagfüllendes, Programm: Ich

der Klinik war Es gab ein vielfältiges durfte die

auch einige Ärzte kennen gelernt. Die meisten von ihnen waren sehr unscheinbar, da keiner ein Namensschild oder weiße Kleidung trug. Meistens wurde ich von Ihnen angesprochen, da sie auf meinem Namensschild erkennen konnten, dass ich Medizin studiere. Anscheinend waren in der Klinik bisher fast nur Psychologiestudenten. FÜR MICH WURDE

EXTRAUNTERRICHT ORGANISIERT

Die Ärzte waren jedenfalls begeistert und haben mich dann gleich in fachliche Gespräche verwickelt. Es wurde extra meinetwegen eine Art Unterricht organisiert. Zweimal pro Woche habe ich mich dann mit dem Chef der Klinik zusammengesetzt, der mich über verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder informierte. Daraus konnte ich sehr viel lernen und für mein späteres Arztdasein mitnehmen. Ein anderer Arzt bat mich, ein Interview mit einem Patienten durchzuführen. Ich sollte herausfinden, ob die kognitiven Fähigkeiten aufgrund von Alkoholkonsum eingeschränkt waren. Dafür hatte ich mich vorher noch ein bisschen eingelesen und den Fall mit den Kranken-

schwestern diskutiert. Neben meinem Leben in der Klinik hatte ich natürlich auch noch Freizeit, was für mich wie ein schöner Urlaub war. Ich bin sehr oft nach Windsor gefahren (mit dem Fahrrad 15 Minuten), habe dort eine Stadtrundfahrt sowie eine Bootstour auf der Themse gemacht. Ansonsten hatte ich auch in der nahen Umgebung die Möglichkeit, lange Spaziergänge und Fahrradtouren in der Natur zu machen. Erstaunlicherweise hat sogar das Wetter mitgespielt. Dadurch konnte ich den großen Garten vor meinem Farmhaus oft nutzen. Während meiner freien Zeit lag ich in der Sonne und habe ein Buch gelesen, während die Gärtner um mich herum den Rasen mähten und faulige Äpfel auflasen.

Mein bestes Pflegepraktikum

Alles in allem war es das beste Pflegepraktikum, das ich je gemacht habe. Ich konnte die Zeit dort richtig genießen; es war eine tolle Kombination aus Arbeit, Lernen und Erholung. Sicherlich ist es dem Zufall zu verdanken, dass ich an so eine gute Adresse gelangt bin. Aber im Vergleich zu Deutschland, wo man beim Pflegepraktikum nur ausgenutzt wird und sich die Streitigkeiten zwischen Arzt und Schwester anhören muss, kann ich ein Praktikum im Ausland nur wärmstens empfehlen. Ich würde aufgrund meiner positiven Erfahrungen und den schönen Erinnerungen nicht zögern, so etwas noch einmal zu machen.

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Taschenmaske mit Ventil und Bakterienfilter (austauschbar) in einer Hartschalenbox. www.doccheckshop.de

Ausland, Bewerbung und Weiterbildung 100 Tage Sponsored Room der Deutschen Ärzte Finanz von Redaktion MEDI-LEARN

B

ereits über 100 Tage liefert der neu aufgebaute Sponsored Room als Serviceangebot der Deutschen Ärzte Finanz auf den Webseiten von MEDILEARN profunde Informationen und Servicedienstleistungen für junge Mediziner: wir stellen euch im folgenden 3 typische Studenten vor – Henrike aus Heidelberg, Bernd aus Hamburg und Felicitas aus Berlin. Sie stehen stellvertretend für viele Studenten in ähnlichen Situationen und finden das für sie passende Serviceangebot im Sponsored Room auf den Webseiten von MEDI-LEARN.

Auf ins Ausland – doch wohin?

Henrike M. aus Heidelberg hat gerade ihr Physikum absolviert und endlich geht es in die klinischen Semester. Sie möchte wie viele andere auch nach den ersten vier, doch eher theoretischen Semestern endlich Klinikluft schnuppern und ist mit den Vorbereitungen für eine Famulatur beschäftigt. Schon immer reiselustig zieht es sie in ferne Länder – doch wohin und was gibt es über einzelne Länder an wichtigen Informationen? Vom Heidelberger Schloss blickt sie in einem Cafe sinnierend auf den Neckar und die Weinberge: „Die Welt ist gross und es gibt über jedes Land so viele Dinge zu erfahren und auch zu beachten. Wenngleich ich schon einige Favoriten in der engeren Auswahl habe, gerne nach Asien oder Lateinamerika möchte, fällt

mir die Wahl dennoch schwer“, denkt sie sich. Für Henrike ist der Länderinformationsdienst im Sponsored Room eine willkommene Fundgrube an nützlichen Informationen: kostenlos sind hier zu über 60 Ländern Info-Pakete erhältlich, die die Wahl und Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes deutlich erleichtern.

Bewerben, aber richtig

Ganz anders Bernd L. aus Hamburg: als waschechter Hanseat steht er bereits an der Klippe in das ärztliche Berufsleben und braucht sich um Famulaturen nicht mehr zu kümmern: gerade hat er sein erstes PJ-Tertial im Lieblingsfach Chirurgie hinter sich gelassen und kümmert sich an einem verlängerten Wochenende schon während des PJ´s um seine ersten Bewerbungen. Obschon er das ein oder andere über die professionelle und Erfolg versprechende Bewerbung um eine Stelle als Assistenzarzt aus Internet und Büchern in Erfahrung bringen kann, bleibt bei ihm ein Rest an Unsicherheit: „Ich möchte mit meiner Bewerbung einen soliden Eindruck hinterlassen und habe trotz allem Wissen Bedenken hier folgeträchtige Fehler zu machen, die meine Wunschstelle vielleicht doch in weite Ferne rücken lassen. Ideal wäre auch eine Art Training oder Übung für ein Bewerbungsgespräch“, erläutert er. So wie Bernd ergeht es vielen PJ´lern. Da wird er auf den PJ-Info-Treff und die Be-

All around the world: kostenloser Länderinformationsdienst

werberworkshops der Deutschen Ärzte Finanz aufmerksam: hier geben Experten Antworten auf Fragen, die für den Berufsstart als Assistenzarzt am wichtigsten sind.

Informationen über die Möglichkeiten und Anforderungen in den unterschiedlichen Fachrichtungen, die ihr helfen, das Facharztziel ohne Zeitverluste und zielgerichtet zu erreichen.

Zielgerichtet zum Facharzt

Information und Service für junge Mediziner

Während Henrike aus Heidelberg mit der Planung ihrer Auslandsfamulatur beschäftigt ist und sich Bernd aus Hamburg Gedanken über seine Bewerbung macht, hat Felicitas aus Berlin diese Hürden bereits genommen – auf sie wartet eine neue, gänzlich andere Herausforderung: die Weiterbildung. Fachärztin für Anästhesiologie oder für Kinder- und Jugendmedizin – beides sind Fachrichtungen, die für sie in die engere Auswahl kommen. „Jetzt heißt es, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Für mich sind Informationen über die Anerkennung von möglichen Anrechnungszeiten in meinen Lieblingsfachrichtungen nun sehr wichtig und hier heißt es, wohlüberlegt zu entscheiden und sich über die verschiedenen Wege der Weiterbildung zu informieren“, gibt sie über ihre Beweggründe preis. Im Weiterbildungsplaner im Sponsored Room findet sie schließlich ausführliche

Neuerscheinungen

Arzneimittel pocket plus Die Zusammenführung der beiden Kitteltaschenbücher „Arneimittel pocket“ und „Arzneimittel Therapie pocket“ geht in die zweite Runde. Der Börm Bruckmeier Verlag bietet damit auf rund 600 Seiten einen Überblick über 1.200 Wirkstoffe, stellt Dosisangaben und Präparatnamen übersichtlich zusammen. Neuerung der 2. Auflage: Die Q0Werte zur Berechnung der Dosisanpassung bei Niereninsuffienz sowie das lang gewünschte Kapitel Antineoplastika. Arzneimittel pocket plus 2006 Ruß, Endres Börm Bruckmeier Verlag - 18,80 € ISBN: 3898622568

Fakten. Arzneimittel 2006

Im Georg Thieme Verlag erscheint die 2. Auflage des Kitteltaschenbuches „Fakten. Arzneimittel“ mit über 1.100 Wirkstoffen auf einen Blick. In der zweiten, korrigierten und überarbeiteten Auflage wurden unter anderem die „Tagestherapiekosten“ und Infos zur Medikamentenanpassung in der „Schwangerschaft und Stillzeit“ hinzugefügt. FAKTEN. Arzneimittel 2006 Detlev Schneider, Frank Richling Georg Thieme Verlag - 12,95 € ISBN 3131405422

Ich werde untersucht, aber wie?

Dieses medizinische Vorschulbuch wendet sich an Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Von der Aufnahme bis zur Operation werden die häufigsten Untersuchungen im Kinderkrankenhaus oder in der Kinderarztpraxis vorgestellt und kindgerecht beschrieben. In einfühlsamen Beschreibungen werden Themen wie die Aufnahmeuntersuchung, die Untersuchung im Labor, die Röntgenuntersuchung, das EKG und das EEG und der Ultraschall mit Bilder und Texten beschrieben. Natürlich dürfen auch die Operationen nicht fehlen und werden kindgerecht dargestellt. In einem Spiel am Ende des Buches können die Kinder ihre Kenntnisse spielerisch einsetzen. Ich werde untersucht, aber wie? Mechthild Hoehl, Gisela Dürr Georg Thieme Verlag - 12,95 € ISBN 3131414618

Klinische Ethik

Feedback erwünscht!

Mit der neuen Approbationsordnung (AO) ist die Klinische Ethik zum Querschnittsfach aufgewertet worden. Aus gutem Grund: Die moderne Medizin hält für den Arzt Situationen bereit, in denen er in ethisch-moralische Konflikte gerät: Patientenverfügung, Sterbehilfe, Präimplantationsdiagnostik. Themen, mit denen es umzugehen gilt. Dabei hilft das neue Lehrbuch aus dem Heidelberger Verlag. Klinische Ethik Hick, Christian (Hrsg.) Springer Verlag - 19,95 € ISBN: 3540218920

Kritik und Anregungen sind natürlich erwünscht: wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt oder zusätzliche Informationen auf den Seiten des Sponsored Room wünscht, so sind uns eure Anregungen per E-Mail an redaktion@medi-learn.de natürlich jederzeit willkommen.

MEDI-LEARN Zeitung 5x im Jahr als Printausgabe und 1x wöchentlich als Newsletter. Mehr Infos zur Onlineausgabe findet ihr unter: www.medi-learn.de /zeitung

Auslandsaufenthalt, Bewerbung und Weiterbildung sind nur einige der Themen, zu denen ihr im Sponsored Room aussagekräftige Informationen oder passende Seminare findet. Auch zum Thema Finanzen und Absicherung seid ihr mit einem Besuch auf diesen Webseiten gut beraten. Also: gleich unverbindlich vorbeisurfen im Sponsored Room: www.medi-learn.de/aerzte-finanz

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MEDI-LEARN Zeitung 01/2006  

Die MEDI-LEARN Zeitung im Printformat. Sie enthält auf 12 Zeitungsseiten News und Informationen für Medizinstudenten und Jungärzte und ersc...

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Die MEDI-LEARN Zeitung im Printformat. Sie enthält auf 12 Zeitungsseiten News und Informationen für Medizinstudenten und Jungärzte und ersc...

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