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10 Jahre ein starkes Team

Die Zeitung für Medizinstudenten und junge Ärzte

Die Deutsche Ärzteversicherung, die Deutsche Ärzte Finanz & MEDI-LEARN können auf zehn Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit zurückblicken. Von Lernpostern über Broschüren bis zum MEDI-LEARN Club mit vielen Vorteilen in Sachen Studium, Finanzierung und Versicherung: Welche Früchte die Kooperation seit Beginn hervorgebracht hat, lest ihr in unserem Jubiläums-Special!

ZEITUNG

Mehr dazu auf den Seiten 6 und 7

Ausgabe 01/10 ∙ Januar/ Februar 2010 ∙ In Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag ∙ www.medi-learn.de ∙ ISSN 1860-8590 ∙ 1,90 €

Big is beautiful! Famulatur in Dallas, Texas

Lesen neben dem Studium Buchtipps für Lehrbuchgeschädigte

Verdienst nach dem Studium? Durch den Tarifdschungel

Eine McDonald´s-Filiale auf dem Krankenhausgelände: Das gibt es wohl nur in den USA. Doch auch der Famulatur-Arbeitsalltag sieht hier anders aus: Es wird viel verlangt – und ebenso viel geboten. Wer sich reinhängt und Zurückhaltung ablegt, hat von Tag eins an unglaublich viel Spaß.

Liegt mal wieder ein akuter Fall von Prokrastination vor, der berüchtigten „Aufschieberitis?“ Für diese und andere Lebenslagen des Medizinstudenten gibt es praktische Lesetipps und Schmöker rund um das Studium. Garantiert lehrbuchfrei!

Was bleibt am Monatsende übrig? Welche Tarife gibt es, welche Arbeitgeber-Typen? Und was verdienen Assistenten im Schnitt? Der Mammon mag noch so schnöde sein: Was letztlich auf dem Konto landet, wenn der Arbeitsalltag begonnen hat, dürfte jeden Medizinstudenten interessieren.

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Eine schweißtreibende Stadt Famulatur im Dubai Hospital, V.A.E. von Stefan Klose

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ubai: Hier verbindet sich hier westlicher moderner Einfluss mit traditionell arabischer Lebensweise. Unter der Führung von Scheich Mohammed lebt eine Mischung unterschiedlichster Nationalitäten zusammen in dieser Millionenstadt. Allen Einwohnern steht eine angemessene medizinische Versorgung zur Verfügung. Da die gesamte medizinische Struktur hier sehr am britischen System orientiert ist, erwartete ich, eine gute Basis für eine multinational geprägte Famulatur vorzufinden. Darüber hinaus existieren hier auch eigenständige Fachdisziplinen, die in Deutschland in dieser Form (noch) nicht zu finden sind, wie „Emergency Medicine“ oder „Critical Care“ bzw. Intensivmedizin, in denen ich Erfahrungen sammeln wollte.

eingeplantes „Freisemester“ im Sommerhalbjahr lag, plante ich meine Reise für Anfang Juli. Während in den meisten südeuropäischen Ländern zu dieser Zeit touristische Hochsaison herrscht, ist es in Dubai die Zeit mit den wenigsten Reisenden. Dies liegt an der klimatischen Situation, da es jeden Tag weit über 40 Grad heiß wird.

Einen Flug zu bekommen, war kein Thema, als problematisch hingegen gestaltete sich das Finden einer adäquaten und preiswerten Unterkunft. Günstiges Wohnen zwischen all den Fünf-SterneHotels ist in Dubai einfach nicht vorgesehen: Eine Wohnung kostet etwa dreimal soviel wie eine vergleichbare Wohnung in Deutschland. So bleiben letztendlich nur die Optionen, mit

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anderen Menschen in einer WG zusammenzuwohnen oder sich nach Schnäppchen in den Hotels umzusehen. Für die ersten beiden Wochen habe ich dann zwei verschiedene Hotels gebucht, der Preis lag bei durchschnittlich 300 Euro pro Woche, Frühstück inklusive.

Dr. Rolf und Dr. Kai Über das Stadtgebiet von Dubai ist eine Vielzahl von Krankenhäusern sowohl in privater als auch in öffentlicher Trägerschaft verteilt. Das Dubai Hospital, nördlich des Stadtteils Deira gelegen, ist mit rund 600 Betten

eines der beiden großen öffentlichen Krankenhäuser.

STUDENT WIE ARZT WERDEN MIT „DOCTOR“ ANGESPROCHEN Während im zweiten großen Haus, dem Rashid Hospital, vor allem Traumata versorgt werden – und davon soll es in Dubai sehr viele geben –, tendiert das Patientengut im Dubai Hospital eher zur internistischen und allgemeinchirurgischen Seite. Im Dubai Hospital sind zwei Deutsche jeweils Chefärzte ihrer Abteilungen, Dr. Rolf (Hartung) als Chef der Allgemeinchirurgie und Dr. Kai (Goldmann) als Chef der Anästhesie. Fortsetzung auf Seite 2

Inhalt Nach der Approbation Approbation in der Tasche und Bücher auf den Dachboden? Fehlanzeige. Seit die fachärztliche Weiterbildung reformiert wurde, ist umso mehr berufsbegleitendes Lernen angesagt. Wir stellen Weiterbildungsmöglichkeiten, Abschlüsse und Anerkennungsformalitäten vor. S. 02

Wohnen im Hotel

Da mein im Aachener Curriculum fest

Praktikum

Entscheidungshilfe Einen Teil des obligatorischen Pflegepraktikums schon vor Aufnahme des Studiums zu absolvieren, schafft nicht nur Luft für Urlaub oder Büffeln in den Semesterferien: Auf Tuchfühlung mit Kollegen, Patienten und allgemeiner Krankenhaus-Situation gibt es einen „reality check“, ob es die richtige Berufswahl ist, kostenlos dazu. S. 05

Dubai ist eine Metropole voller Gegensätze: Gigantische Gebäude und traditionelle Lebensweise koexistieren hier auf engem Raum

Es wird Zeit für den weißen Kittel Nach dem Physikum wird das Medizinstudium zunehmend praktisch Redaktion MEDI-LEARN ine alte Mediziner-Weisheit sagt: „Wer das Physikum schafft, der wird auch Arzt“. Aber nicht sofort, sagt die noch recht junge Approbationsordnung (ÄApprO) aus dem Jahr 2002. Trotzdem wird es langsam Zeit für die Anschaffung des eigenen weißen Kittels, denn nun beginnen die „klinischen Semester“. In denen geht es schon ziemlich praktisch zu – und im anschließenden Praktischen Jahr natürlich erst Recht. Der Unterricht findet nämlich von nun an nicht mehr nur im Hörsaal statt, sondern gelegentlich auch am Krankenbett. Die Seminare werden von insgesamt fünf Blockpraktika begleitet, und problemorientiertes Lernen mit unmittelbarem Patientenbezug spielt eine wichtige Rolle. Neu ist zudem, dass es in jedem Fach eine Prüfung gibt: mündlich, schriftlich oder als Referat. Es gibt also keine Scheine mehr für die bloße Anwesenheit, sondern benotete Leistungsnachweise für alles und jedes.

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Das sind zunächst die 21 Hauptfächer von Allgemeinmedizin bis Urologie, sowie ein Wahlfach, das du aus einer ziemlich langen Liste auswählen kannst, die die Approbationsordnung gleich mitgeliefert hat. Dort stehen neben

Klassikern wie Anästhesiologie und Innere Medizin auch recht spezielle Disziplinen, beispielsweise Flug- oder Tropenmedizin.

„PALLIATIVMEDIZIN“ HAT DAS QSB-DUTZEND VOLLGEMACHT Eben weil einige doch eher speziell sind, werden nicht alle zulässigen Wahlfächer auch tatsächlich an jeder Universität

angeboten. Wann du es belegst, ist übrigens nicht genau festgelegt. Aber manche Hochschulen halten ein paar Wochen eines bestimmten Semesters speziell für das Wahlfach frei. Nach der Prüfung erhältst du auch hier einen Schein. Die Note steht zwar auf dem Abschlusszeugnis, geht jedoch nicht in die Berechnung deiner Endnote ein. Benotete Scheine erhältst du außerdem in den bisher elf Querschnittsbereichen (QSB). Sie sollen fächerübergreifendes Lernen und Denken fördern und heißen zum Beispiel „Infektiologie, Immunologie“, „Notfallmedizin“ oder „Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren“. Erst im Sommer 2009 hat die „Palliativmedizin“ das QSB-Dutzend vollgemacht. Der Unterricht besteht aus Seminaren in verschiedenen Fachbereichen. An einigen Hochschulen werden sie in

Form von Problemorientiertem Lernen (POL) angeboten: Die Studenten erhalten verschiedene Fälle und müssen sie bearbeiten. Die Stundenzahl pro QSB ist meist überschaubar. In fünf der klinischen Fächer ist ein Blockpraktikum abzuleisten. Eine bis sechs Wochen am Stück hast du täglich Unterricht in einem Fach. Er findet in Kleingruppen im Krankenhaus statt.

BLOCKPRAKTIKA BIETEN EINBLICK IN MEHRERE FÄCHER So lernst du nacheinander die Innere Medizin, Chirurgie, Allgemeinmedizin, Kinderheilkunde und Frauenheilkunde kennen. An manchen Orten folgen alle Blockpraktika direkt aufeinander, so dass sie ein ganzes Semester füllen und einer Famulatur ähneln. An anderen sind sie über mehrere Semester verteilt. Die Qualität des Unterrichts hängt stark von der Station, dem unterrichtenden Arzt und nicht zuletzt von deiner Vorbereitung ab. Patientenkontakt und einen Einblick in mehrere Fächer bieten die Blockpraktika aber auf jeden Fall. Weitere Informationen: Die Approbationsordnung für Ärzte: www.medi-learn.de/appro2002

Recht

Patientenaufklärung Operiert ein Arzt einen Patienten, ohne dass dieser in den Eingriff eingewilligt hat, begeht er eine Körperverletzung. Rechtswirksam einwilligen kann der Patient nur, wenn er zuvor im Rahmen eines Aufklärungsgespräches über die Risiken des Eingriffes informiert wurde. Was ist zu beachten? Wir stellen die Details vor. S. 09

Vorklinik

Vom Atlas bis zum Zwerchfell Gleich am Anfang des Studiums werden Mediziner mit dem Tod konfrontiert: Der Präpkurs, die Arbeit am toten Menschen, dient dem Wissen für das Leben. Wie die Studenten auf den Kurs vorbereitet werden, wie Testate ablaufen und wie am Ende den Toten gedacht wird – ein Bericht. S. 10

Klinik

Chirurgen sind Idealisten Eine Studie – immerhin die größte ihrer Art weltweit – belegt, was schon immer geahnt wurde: Chirurgen sind überlastet, haben zu wenig Zeit für die Familie und müssen viel zu viel Papierkrieg führen. Und doch würde eine Mehrheit von 80% der insgesamt 3.600 Befragten wieder diesen Beruf ergreifen – echter Idealismus. S. 12


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Studenten aufgepasst!

Die 3. Auflage der Skriptenreihe mplett o k d n u Neu arbeitet! über

Famulatur im Dubai Hospital, V.A.E. Fortsetzung von Seite 1 Die Nachnamen habe ich in Klammern gesetzt, weil sie vor Ort keine Bedeutung haben: Im Krankenhaus wie auch in den gesamten Emiraten ist es üblich, nur den Vornamen zu benutzen. Dafür wird jeder Arzt und auch jeder Medizinstudent, unabhängig von einer tatsächlichen Promotion, grundsätzlich mit „Doctor“ angesprochen.

Die Intensivstation

Die Intensivstation besteht aus zwei Unterabteilungen, der „medical ICU“ und der „surgical ICU“ und hat insgesamt 15 Betten. Primär werden die Patienten von den Intensivfachärzten versorgt, die chirurgischen Patienten entsprechend von den Chirurgen und auch die Anästhesie ist an der Patientenversorgung beteiligt. Allerdings nicht in dem Maße, wie das in Deutschland der Fall ist, sondern eher für spezielle Fälle, wie Pädiatrie. Zu Beginn des Arbeitstages gibt es hier keine Morgenbesprechung. Alle Ärzte des ICU finden sich auf der Station ein und schauen sich ihre Patienten und die Aufzeichnungen der vergangenen Stunden an. Zu völlig unterschiedlichen Zeiten finden dann Visiten statt; teilwei-

se durch die Stationsärzte allein, bei denen der Diensthabende der vergangenen Nacht alles Neue zu den Patienten vorstellt. So war leider kein einheitlicher Tagesablauf zu erkennen und ich wusste am Anfang nicht recht, was nun meine Aufgaben bzw. Möglichkeiten sind.

DER CHEFARZT WAR STÄNDIG GRUND-

BEMÜHT, THEORETISCHE

LAGEN ZU BESPRECHEN

Schnell fand ich heraus, dass es sich hier wohl um keine zielgerichtete Anleitung zum intensivmedizinischen Arbeiten handelt und dass ein hohes Maß an Eigeninitiative gefragt ist. Dafür gab es immer wieder „Lectures“, mal für die Schwestern, mal für die Ärzte, mal für Medizinstudenten, an denen ich ebenfalls teilnahm. Bemerkenswert fand ich, dass der Chefarzt ständig darum bemüht war, immer wieder theoretische Aspekte zu besprechen: So wurden an einem Röntgenbild die Grundlagen zur Befundung oder mit einem BGA-Ausdruck der Säure-Basen-Haushalt diskutiert. Die praktische Seite kam hingegen viel zu kurz, da es nicht besonders viele in-

vasive Maßnahmen zu erledigen gab und die Ärzte nicht anboten, Maßnahmen wie arterielle Zugänge, Ascitespunktionen unter Anleitung selbst durchzuführen. Zuschauen durfte ich freilich immer und bekam im Verlauf zwei notfallmäßige Intubationen zu sehen, eine ZVK-Anlage und eine Aszitespunktion. In meiner insgesamt fünfzehntätigen Famulatur fielen für mich an praktischer Arbeit aber leider nur genau zwei arterielle BGAs ab.

Anästhesie und Chirurgie Kurz vor dem Ende der Famulaturzeit beschloss ich, noch einmal alle Möglichkeiten auszuschöpfen und sprach die beiden deutschen Chefärzte an, ob ich für jeweils einen Tag in ihrer jeweiligen Abteilung vorbeischauen dürfe. Dies war in beiden Fällen überhaupt kein Problem und so verbrachte ich einen Arbeitstag in der Anästhesie und einen Tag bei den Chirurgen.

NOCH NIE WAR HISTOPATHO SO LEBENDIG

Dr. Kai, der Anästhesiechef, stellte mich als Gast vor und teilte mich einem Oberarzt zu, der mich zunächst nur zusehen,

später aber auch intubieren ließ, unter anderem ein sechsjähriges Kind. Der Tag bei den Chirurgen war dann Chefsache: Ich begleitete Dr. Rolf den ganzen Tag, er zeigte mir die anstehenden Operationen, bei denen er als „Supervisor“ den Assistenz- und Fachärzten zur Seite stand und nahm mich zum Schluss mit auf seine Visite. Dabei erklärte er mir durchgehend, was gerade passierte. Da auch einige unerfahrene Operateure angelernt wurden, wurde jeder OP-Schritt erläutert, und noch nie konnte ich eine komplette Operation so gut nachvollziehen wie dort. Dr. Rolf brachte jede Gewebeprobe, an diesem Tag einen Schilddrüse und ein Brusttumor, persönlich ins Patho-Labor und begleitete dort die histopathologische Diagnostik. Fortsetzung im Digitalen Nachschlag (s. S. 12) Wir verlosen Fallbuch Anästhesie von Thieme – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw284

Nach der Approbation geht das Lernen weiter Weiterbildung zum Facharzt wurde 2003 grundlegend reformiert Redaktion MEDI-LEARN

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ie Approbation markiert für Nachwuchsmediziner den Abschluss jahrelangen Lernens. Doch zugleich läutet der feierliche Anlass für die meisten unter ihnen die Weiterbildung zum Facharzt ein – und damit wiederum eine lange Zeit des Lernens. Gehörten bisher jedoch alle Phasen der Ausbildung mehr oder weniger zum Studium, findet das Lernen nun hauptberuflich statt. Anstelle des großen Überblicks treten Spezialisierung und Erfahrung in einem bestimmten, selbst gewählten Bereich.

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Fachliche und rechtliche Details der Weiterbildung sind in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Zwar hat die Bundesärztekammer eine Muster-Weiterbildungsordnung (MWBO) herausgegeben, doch ist diese eher als Richtlinie anzusehen. Rechtsverbindlich ist allein die WBO der Ärztekammer des Bundeslandes, in dem die Weiterbildung stattfindet. Diese entscheidet zugleich über die Zulassung der Weiterbildungsstätten, wofür insbesondere Universitätskliniken, Krankenhäuser und die Praxen niedergelassener Ärzte infrage kommen. Als Weiterbildungsmöglichkeit zur Wahl stehen zudem einige speziell dafür anerkannte Kurse.

-kompetenzen. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass sich alle relevanten Inhalte einer Disziplin jeweils in der Mindestweiterbildungszeit vermitteln lassen. Hochspezialisierungen wurden dadurch ebenso ausgeschlossen wie eine Anpassung der individuellen Curricula an einen konkreten medizinischen Versorgungsbedarf der Bevölkerung. Stattdessen wird nun ein Fachgebiet als etwas gedacht, das alle dafür weitergebildeten Ärzten gemeinsam und je nach ihren jeweiligen Spezialisierungen arbeitsteilig betreuen. Grundsätzlich erfolgen Weiterbildungen hauptberuflich, werden laut WBO „angemessen vergütet“ und durch dazu befugte Ärzte geleitet. Die vermittelten Inhalte und ausgeübten Tätigkeiten müssen in Logbüchern notiert werden, welche bei der Anmeldung zur Abschlussprüfung zusammen mit dem Zeugnis des anleitenden Arztes einzurei-

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Quereinstieg über Ländergrenzen vielfach unmöglich Komplizierter wird die Sache, wenn ein Teil der Weiterbildung oder diese komplett im Ausland stattfindet. Zumindest innerhalb der europäischen Gemeinschaft ist das im Prinzip zulässig, da ein generelles Niederlassungsrecht für die freien Berufe besteht. Allerdings sind die Weiterbildungssysteme von Staat zu Staat teilweise sehr verschieden strukturiert, so dass ein Quereinstieg in vielen Fällen nicht möglich ist.

Zudem lässt sich später nicht jeder im einen Land erworbene Titel in den vermeintlich gleichwertigen Titel eines anderen Landes umtauschen. Was geht und was nicht, steht im „Verzeichnis der Anerkennung von Facharztdiplomen gemäß der Richtlinie 93/16/EWG des Rates zur Erleichterung der Freizügigkeit für Ärzte und zur gegenseitigen Anerkennung ihrer Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise“, im Internet als PDF-Datei auf den Seiten der Bundesärztekammer verfügbar. Eine vollständig außerhalb der europäischen Gemeinschaft durchgeführte Weiterbildung wird zumeist nicht mit einem deutschen Facharzt-Titel belohnt. Mindestens ein Jahr muss für diesen in der Bundesrepublik als Assistenzarzt im angestrebten Gebiet in Vollzeit gearbeitet werden. Welche Teile der außereuropäischen Ausbildungszeiten überhaupt angerechnet werden, entscheidet die zuständige Landesärztekammer im Rahmen einer Einzelfallprüfung. Weitere Informationen: Musterweiterbildungsordnung: www.medi-learn.de/musterweiterbildung Weiterbildungsplaner: www.weiterbildungsplaner.de

Drei unterschiedliche Qualifikationen möglich Seit 2003 können in Deutschland durch die Weiterbildung drei unterschiedliche Qualifikationen erworben werden: Zunächst ist das in aller Regel der Titel Facharzt, beispielsweise „Facharzt für Kinderund Jugendmedizin“. In einem nächsten Schritt kann innerhalb des Gebiets eine Spezialisierung erfolgen, etwa „mit Schwerpunkt Kinder-Kardiologie“. Alternativ gibt es Zusatz-Weiterbildungen, die zur Führung von so genannten Zusatzbezeichnungen berechtigen. Die Liste der Möglichkeiten ist lang und reicht von Akupunktur bis Tropenmedizin. Kern der neuen Regelungen ist ein reformiertes Konzept der Fachgebiete und

chen sind. Die Bundesärztekammer hat Muster-Logbücher für jede Fachrichtung herausgegeben, doch genau wie bei der Weiterbildungsordnung gilt: Bei Abweichungen ist letztlich die Version der Ärztekammer verbindlich, bei der die Prüfung abgelegt werden soll.

Weiterbildung ist ein stetiger Prozess


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Big is beautiful! Oder: Chirurgie bei den Cowboys Famulatur in der Plastischen Chirurgie in Dallas, Texas von Julian Wichmann

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ig is beautiful: Dieses Motto war während meiner zweimonatigen Famulatur in Dallas, Texas, an allen Ecken und Enden zu sehen. Riesige Einkaufszentren, jeder zweite Wagen auf der Straße ein Pickup oder SUV und ein hauseigener McDonald’s im Klinikgebäude! Und: Es war für mich die bisher mit Abstand beste und lehrreichste Famulatur.

Schnelle Antwort

Ich bewarb mich ungefähr acht Monate vor Beginn per E-Mail, nachdem ich einen Bericht einer ehemaligen Studentin im Internet gelesen hatte, die dort bereits rotiert war. Die Antwort kam schnell, in Amerika ist Kommunikation via Mail mittlerweile Standard. Nach ein paar Mails hin und her, in denen kleinere Fragen über die Dauer der Famulatur geklärt wurden, musste ich die üblichen Papiere dann per Luftpost schicken. Das war nicht ganz so einfach, da man z.B. erst einmal jemanden finden muss, der einem

den USA ständig irgendwelche Rabatte und Shopping ist einfach unglaublich günstig. Nach meinen ersten Tagen in der Klinik entschloss ich mich dann aber, wie alle anderen Ärzte, nur „scrubs“ und Kittel zu tragen. Hemd und Krawatte tragen beispielsweise die Oberärzte, wenn sie Patienten zur Nachuntersuchung sehen. In den USA ist es übrigens auch erlaubt, schon in OP-Kleidung und Kittel zur Arbeit zu kommen und darin auch wieder zu gehen. Das hat durchaus ab und zu für lustige Gespräche gesorgt, etwa wenn einem der Tankwart „you’re gonna be a doctor? I’m proud of you, man!“ zuruft und das tatsächlich ernst meint!

Viel geboten, viel verlangt

In den Kliniken musste ich mich natürlich jede Woche neu orientieren, da ich mit neuen „Residents“ arbeitete, die aber, wie eigentlich ausnahmslos jeder Mensch dort, sehr hilfsbereit waren. Ich

vor, las Artikel und probierte, mir das Vokabular anzueignen. Trotzdem war am Anfang auf jeden Fall eine Sprachbarriere vorhanden, da ich, trotz sehr gutem Englisch, selbst die Eigennamen für jedes einzelne Instrument neu lernen musste. Auch Notizen zu machen oder zu verstehen, war für mich am Anfang schwer, da Abkürzungen in den USA noch viel gebräuchlicher sind und von Fach zu Fach unterschiedliche Bedeutungen haben. Es ist also durchaus sinnvoll, sich vorher im Internet ein paar Anleitungen zum Schreiben der SOAP notes (das steht für: subjective, objective, assessment und plan) zu besorgen. Diese sind unglaublich wichtig und jeder Assistenzarzt wird sich darüber freuen und euch mehr beibringen, wenn ihr morgens die Runde macht und die Kurvendokumentation macht, sodass er sie nur noch unterzeichnen muss. Dieser Punkt ist tatsächlich schwer und erfordert viel

man auch an den Tisch darf, denn das ist nahezu immer „no problem“. Während man in Deutschland in manchen Kliniken wie ein Störenfried behandelt wird, freuen sich Amerikaner immer über Einsatz, Leistung und Initiative. In der ersten Woche war ich im „outpatient building“, wo es größtenteils kosmetische Eingriffe gab. Viele Brustvergrößerungen, viele Bauchdeckenstraffungen („tummy tuck“), viele Laser-Eingriffe. Auch sehr oft: Brust- und Nippelrekonstruktionen.Spitzenreiterin aber war mit Abstand die Fettabsaugung (Liposuktion): Sie wurde bei sehr vielen Eingriffen einfach noch zusätzlich gemacht. Je nachdem, welche Chirurgen gerade im Haus waren, wurden auch viele handchirurgische Eingriffe durchgeführt.

Traurige Schicksale

In der zweiten Woche war ich im „Parkland Memorial Hospital“. Hier werden Patienten mit mangelhaftem Versicherungsschutz behandelt, weswegen ich hier wohl auch die beeindruckendsten OPs und traurigsten Schicksale zu Gesicht bekommen habe. Nahezu jeden Tag gab es mindestens einen „free flap“, um eine Wunde zu decken. Eine junge Patientin hatte nach einem komplizierten Verkehrsunfall und langem Krankenhausaufenthalt einfach niemanden an ihre Wunde am Bein heran-

In den Foren gelauscht

Verrückteste Laborwerte

„Was war der verrückteste Laborwert, den ihr jemals bei einem Patienten gesehen habt?“ möchte Alex1 wissen und erhält zum Beispiel folgende Antworten: Zucker 1,1 mmol/l, Krea 12,4 und Natrium 182! Foren-User Hypnotel wirft zwar ein „Ich frage mich bei fast jedem zweiten Post, ob (Labor/ Abnahme) Fehler.“ Aber der Thread ist ein spielerischer Ansporn, die Referenzwerte zu lernen. Sonst kann dir bei „Troponin 200 ng/ml“ gar nicht der Unterkiefer herunter klappen! www.medi-learn.de/MF37467

Woher kommt der Optimismus?

„Spongebob88“ war als Zivi im Rettungsdienst ein Jahr lang in verschiedenen Krankenhäusern unterwegs. Er hat mit vielen Ärzten gesprochen und immer wieder die Überstunden, die beachtliche Wochenarbeitszeit und viele, viele Dienste miterlebt. Jetzt hat er die Möglichkeit, Medizin zu studieren. Doch möchte er wirklich einmal so arbeiten? Woher kommt der Optimismus der Studenten; die Freude auf den Arztberuf? Interessante Ansichten findest du hier: www.medi-learn.de/MF52742

Studium - und dann?

„Nutellator83“ ist dort angekommen, wo sich viele hin wünschen: Am Ende des Studiums, kurz vor einer Stelle als Arzt. Im Stress der Prüfungsvorbereitung hat er sich noch gar nicht um seine Bewerbung gekümmert. Da ist er nicht der Einzige. Wie ist das jetzt mit Einstellungschancen, Urlaub, Doktorarbeit oder mit Hartz IV? Jedes Jahr schließen Tausende ihr Studium ab, Erfahrungen und Tipps gibt es also viele: www.medi-learn.de/MF55000

Lern- und Motivationstipps Bei 12 Semestern, 19 Monaten unbezahlten Praktika und unzähligen Prüfungen kann einem schon die Puste ausgehen. Doch: Tausende Leute haben das Medizinstudium vor dir bewältigt, irgendwie muss es möglich sein. Die meisten Studenten zögern nicht, ihre Tipps im Forum preiszugeben oder zu schreiben, wie du die scheinbar unendliche Stoffmenge bewältigen kannst. Nellya87 hat sogar eine Seite mit „Do's und Don'ts eines erfolgreichen Medizinstudiums“ zusammengestellt. Neugierig? Hier geht’s zur Diskussion: www.medi-learn.de/MF54584

PJ und Fehltage

Willkommen im Staate Texas

ein englisches Zertifikat über einen negativen Mendel-Mantoux Test ausstellt. Danach ging aber alles problemlos und ich hatte meine Bestätigung.

Scrubs statt Anzug Am Wochenende vor Beginn der Famulatur nutzte ich noch den Schlussverkauf in den riesigen Shopping Malls und kam so günstig auch an ein Outfit mit feiner Hose, Hemd und Krawatte. Es gibt in

war immer um ca. sechs Uhr früh mit ihnen auf Visite, abends verließ ich die Klinik meist zwischen 18 und 19 Uhr.

ABKÜRZUNGEN FÜR

FACHBEGRIFFE SIND IN DEN USA SEHR GEBRÄUCHLICH

In den USA wird Studenten viel geboten, es wird aber auch viel verlangt. So weit das also ging, bereitete ich mich auf OPs

Eigeninitiative und Mut, wird euch aber sehr viel bringen!

Nip/Tuck Der erste Monat war sehr erfüllend und aufregend. Bei OPs war ich fast immer steril am Tisch dabei, wenn sich nicht zu viele Assistenzärzte darum drängelten. Die Atmosphäre war immer freundlich und man muss dann einfach aus sich herauskommen und eigenständig fragen, ob

gelassen, da sie sehr schmerzempfindlich war. Es kam, wie es kommen musste, die Osteomyelitis verlangte nach einem weiteren Eingriff. Eine andere Patientin gab an, unter einer Heizdecke eingeschlafen zu sein und wachte mit Verbrennungen dritten Grades auf. Da waren sich auch die „Residents“ nicht sicher, ob das Ganze nicht unter Drogeneinfluss passiert war.

Im PJ gibt es keinen Urlaub. 20 Fehltage sind erlaubt. „Fehltage sind – wie der Name schon sagt – keine Urlaubstage. Deshalb muss sie Dir auch Niemand genehmigen.“ Schreibt „Rico“ im MEDI-LEARN-Forum. Ob es möglich ist, diese Tage gebündelt ans Ende des PJ zu legen, und wie das mit gesplitteten oder Auslands-Tertialen ist, kannst du hier nachlesen: www.medi-learn.de/MF22197

Sicherheit weltweit Mit dem neuen Haftpflichtschutz ins Pflegepraktikum, in die Famulatur oder ins Praktische Jahr. www.aerzte-finanz.de

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Medizin Kompaktleitfaden (Carl Grossmann Verlag)

Kurz notiert

Gene erklären nicht alles Die RNA gilt nur als notwendiges Zwischenprodukt, um die Erbinformation der DNA zu Proteinen umzusetzen. Tübinger Wissenschaftler messen der RNA die Fähigkeit bei, von sich aus wichtige Prozesse zu steuern. Sie muss nicht auf den Impuls regulatorischer Proteine warten. Sie bildet komplexe dreidimensionale Strukturen aus. So beeinflusst ein RNA-Abschnitt einen anderen, der weiter entfernt liegt. Von diesem Einfluss der RNA auf lebenswichtige Zell-Prozesse erhofft man sich die Möglichkeit zur Entwicklung neuer Antibiotika.

Mechanismus der Metastasenentstehung Forscher der Uni Freiburg haben neue Erkenntnisse zu den molekularen Mechanismen der Metastasen-Entstehung erlangt. Einige Zellen bösartiger Tumoren besitzen den Faktor ZEB1, der ein embryonales Mobilitätsprogramm reaktiviert und damit die Ausbreitung der Tumorzellen im Körper ermöglicht. Gleichzeitig blockiert ZEB1 bestimmte microRNAs und verhindert dadurch den Abbau von StammzellFaktoren. Das hilft den Tumorzellen, am Metastasierungsort wieder ihren Wachstumsprozess zu starten.

von Elke Lassel levanten Themenkomplexe abgehandelt. Im gesamten Buch findet sich ein sehr informationskomprimierender Schreibstil. Ursache-Wirkungs-Beziehungen werden beispielsweise mit Pfeilen zwischen einzelnen Stichpunkten symbolisiert.

Titel: Medizin Kompaktleitfaden Autoren: Dr. med. Carolie Kretschmer Verlag: Carl Grossmann Verlag ISBN: 978-3-941159-00-6 Preis: 49,80 €

Kurzbeschreibung Auf ca. 1400 Seiten werden alle IMPP-re-

Kurz- u. Langzeitgedächtnis weniger getrennt Neurowissenschaftler aus London und Magdeburg untersuchten Personen mit einer ausgeprägten Dysfunktion beider Hippocampi. Sie maßen ihre Hirnaktivität während verschiedener Gedächtnistests. Es könnte sein, das die klassische anatomische Einteilung in Kurz- und Langzeitgedächtnis überdacht werden muss: Die Ergebnisse deuten auf zwei getrennte Kurzzeitgedächtnis-Netzwerke hin. Schäden im Hippocampus beeinträchtigen auch Teile des Kurzzeitgedächtnisses, wurde herausgefunden.

Das Herz Detailtreue Anatomie zum Anfassen. Qualität von 3B Scientific. Preis:

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Aufbau Durch die stark gebündelten Informationen braucht man etwas mehr Lesezeit pro Seite im Vergleich zu in ausschweifender Prosa verfassten Werken. Insgesamt überwiegt der Textanteil deutlich, jedoch sind an wichtigen Stellen auch Tabellen und

Preis Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit sehr gut zu bewerten. Für unter 50 € findet man kein anderes umfassendes Buch zur Vorbereitung auf das Hammerexamen. Fazit Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Werk. Es erfüllt seinen Zweck: Dem unter chronischen Zeitmangel leidenden Medizinstudenten im Praktischen Jahr bei der Vorbereitung aufs Hammerexamen zu helfen. Von diesem Buch verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medilearn.de/gw280

von Julia Trinschek Format eines Kurzlehrbuchs und umfasst 667 Seiten. Trotzdem findet man wirklich alles, was in der Klinik an pathologischem Wissen verlangt wird hier wieder. Der Text ist größtenteils stichwortartig geschrieben, wenn ganzer Text vorkommt, dann besteht er aus kurzen, leicht verständlichen Sätzen.

Titel: Basiswissen Allgemeine und Spezielle Pathologie Autoren: Ursus-Nikolaus Riede, Martin Werner, Nikolaus Freudenberg Verlag: Springer ISBN: 978-3-540-79213-0 Preis: 39, 95 €

Kurzbeschreibung Dieses Lehrbuch der Pathologie hat das

Zielgruppe Meiner Meinung nach richtet sich dieses Buch an die Studenten im klinischen Abschnitt, da es alles enthält, was in der Klinik an pathologischem Wissen verlangt wird. Inhalt Es ist umfassend, gut verständlich und ansprechend gestaltet. Was mich ein wenig gestört hat, ist, dass wirklich die meisten Lehrinhalte stichwortartig aufgelistet sind und immer nach dem gleichen Muster dargestellt werden.

Didaktik Das ganze Layout des Buchs ist sehr ansprechend, alles ist in verschiedenen Farben markiert, es enthält sehr viele Abbildungen in guter Qualität und einige Tabellen. In der Mitte enthält es einige Fallbeispiele, die durch ihre lustigen Überschriften schon die Neugierde wecken (z.B. „Wahrsagen aus dem Urin“).

tionen“ aufgearbeitet. Ein weiteres Extra sind „Take-home-messages“ mit Dingen, die man auf jeden Fall wissen sollte.

Aufbau Vor jedem neuen Kapitel gibt es eine kurze Einleitung mit sehr kurzer Erläuterung der Funktion des besprochenen Organs und der Schwere der entsprechenden Erkrankungen. Weiterhin findet man vor den Krankheiten die kurzen Erläuterungen im „Glossar-Kästchen“ zu Begriffen, die für das Verständnis wesentlich sind. Zudem wird jedes Krankheitsbild nach den Punkten „Definition“, „Kausalpathogenese“, „Makroskopie“, „Mikroskopie“, „Formalpathogenese“, „Klinik“ und „Komplika-

Fazit Dieses Lehrbuch erläutert trotz des Kurzlehrbuchformats alle möglichen Krankheitsbilder und das Format ist der sehr kurzen und präzisen Darstellung des Inhalts vor allem in Stichpunkten zu verdanken.

Preis Das Preis-Leistungsverhältnis - es kostet 39,95 € - ist auf jeden Fall gut, wenn man bedenkt, wieviele Farbbilder enthalten sind, und wie aktuell dieses Lehrbuch ist.

Von diesem Buch verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medilearn.de/gw281

Taschenatlas Anatomie - Nervensystem und Sinnesorgane (Thieme) von Judith Nace (Assistenzärztin in Tübingen) schenatlasreihe beschäftigt sich mit der Anatomie des Nervensystems. Das Buch soll als ein kompaktes Kompendium den Aufbau und die Funktion des Nervensystems darstellen.

Kinder-Uni Medizin: DVD An der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) gibt es eine Kinder-Uni Medizin: Immer dienstags und donnerstags in den ersten beiden Wochen der badenwürttembergischen Sommerferien können acht- bis zwölfjährige Kinder ausprobieren, wie es sich anfühlt, in einem großen Hörsaal zu sitzen und den Vorlesungen aus der Medizin zu lauschen, mitzumachen und Fragen zu stellen. Eine DVD enthält die Highlights aus allen Vorlesungen 2009. Mehr Infos: www.umm.de/1821.0.html

Inhalt Insgesamt ist der „Medizin Kompaktleitfaden“ stark auf das IMPP, bzw. den Gegenstandskatalog ausgerichtet und zur Vorbereitung auf das Hammerexamen ge-

Didaktik Die didaktische Aufarbeitung der Themenkomplexe ist sehr gut gelungen. Zu jeder wichtigen Erkrankung findet man komprimierte Informationen bezüglich Ätiologie, Pathologie, Symptomen, Diagnostik, Einteilung, Therapie und weiteren relevanten Kategorien. Weiterhin gibt es dick gedruckte Überschriften beziehungsweise Kategorisierungen der Textbausteine, die den Text sinnvoll und übersichtlich gliedern und Platz für Notizen lassen

Schema-Zeichnungen oder Diagramme vorhanden. Auch ein ausführliches Inhaltsund Abkürzungsverzeichnis ist vorhanden.

Basiswissen Allgemeine und Spezielle Pathologie (Springer)

Hunger macht aktiv Um gesund zu bleiben, braucht der Körper Fastenzeiten zwischen den Mahlzeiten. Jede Nahrungszufuhr führt dazu, dass der Körper Insulin ausschüttet. Bei Hunger sinkt der Insulinspiegel, ein Transkriptionsfaktor (Foxa2) wird aktiviert und fördert die Bildung von zwei Eiweißstoffen, die Nahrungsaufnahme und spontane Bewegung auslösen. „Wer einer Katze oder einem Hund vor der Fütterung zuschaut, kann dies sehr gut beobachten", sagt Professor Stoffel von der ETH Zürich.

Zielgruppe Für den Studenten, der das Studium zu 90% hinter sich gebracht hat, machen die meisten Stichpunkte Sinn und sind ohne weiteres Nachschlagen verständlich. Eine Sammlung einschlägiger Lehrbücher ersetzt dies jedoch auf keinen Fall. Eben jene Sekundärliteratur braucht man auch hier und da, wenn manchmal das eigene Gedächtnis überfordert ist.

dacht, jedoch nicht bzw. nur sehr bedingt zum Primärstudium.

Titel: Taschenatlas Anatomie Nervensystem und Sinnesorgane Autor: Werner Kahle, Michael Frotscher Verlag: Thieme ISBN: 978-3-13-492210-3 Preis: 29,95 €

Kurzbeschreibung Das Buch umfasst 423 Seiten sowie etwa 180 Abbildungen. Dieser 3. Band der Ta-

Zielgruppe Die Zielgruppe dieses Buches sind Studenten der ersten Semester in Vorbereitung auf Anatomieprüfungen. Dieses Buch ist weiterhin als Nachschlagewerk für die Klinik geeignet. Es werden allerdings grundsätzliche Kenntnisse der Anatomie benötigt. Inhalt Der Taschenatlas steht grundsätzlich zwischen einem großen Nachschlagewerk und einem Kurzlehrbuch. Themen werden gemessen am Umfang des Buches sehr detailliert behandelt. Zum Thema Hypothalamus-Hypophysen-Achse wäre ein Absatz zur neuroendokrinen Regulation mit einer Abbildung

zu Feedback und Feedforward-Loops wünschenswert. Didaktik Das Buch enthält keine Merksätze, Repetitorien oder Fragen zur Selbstkontrolle. Meiner Meinung nach ist dies allerdings auch nicht beabsichtigt, da es sich hier um ein sehr kompaktes Lehrbuch handelt, welches durch Abbildungen und deren Erläuterung den Lernenden unterstützt. Die klinischen Bezüge greifen jedoch häufig das gelernte anatomische Wissen auf und fordern zur Anwendung auf. Die Sprache ist sehr gut verständlich. Auf Grund der hohen Dichte an Informationen muss man die Texte allerdings häufig mehrmals lesen. Dies ist jedoch meiner Meinung kein Fehler des Autors. Aufbau Das Buch ist sehr übersichtlich und die Gliederung ist logisch und sinnvoll. Klinische Bezüge sind in Kästen hervorgeho-

ben und anatomische Strukturen sind fett gedruckt um die Orientierung im Text zu erleichtern. Beides ist sehr hilfreich. Preis Ich denke der Preis von 29,95 € ist durchaus angemessen. Inhaltlich bietet dieses Buch den Stoff der Neuroanatomie in handlichem Format und ergänzt zu dem einen großen Anatomieatlas. Fazit Das Format des Taschenatlas gibt dem Studenten die Möglichkeit den Text über gut gewählte Abbildungen zu verstehen. Dies ist vor allem für das komplexe Gebiet der Neuroanatomie ein hervorragendes didaktisches Format. Von diesem Buch verlosen wir unter allen Teilnehmern ein Exemplar – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medilearn.de/gw282


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Wie viel verdiene ich nach dem Medizinstudium? Für viele Nachwuchsärzte so schwer vorhersagbar wie das Wetter Redaktion MEDI-LEARN

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ür die Mehrheit der Bundesbürger steht fest: Neben Politikern und Managern sind Ärzte die Großverdiener schlechthin. Nicht ganz so klar ist der Fall für die Mediziner selbst – insbesondere zu Beginn ihrer Laufbahn oder noch davor. Was sie als Assistenzarzt tatsächlich verdienen werden, ist vielen mindestens bis zur ersten Gehaltsabrechnung ein Rätsel. Wesentliche Gründe dafür dürften der Tarif-Dschungel im Gesundheitswesen und das komplizierte Steu- errecht sein. Was der

Arbeitgeber am Monatsende auf dein Konto überweist, ist so schwer vorherzusagen wie das Wetter. Es fängt schon damit an, was für einen Arbeitgeber du hast. Es gibt Tarifverträge unter anderem für Ärzte an Unikliniken, an kommunalen Krankenhäusern, im Bundes- oder im Landesdienst. Kirchliche Träger zahlen anders als berufsgenossenschaftliche, und auch zehn Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es in Deutschland tarifliche Unterschiede zwi-

schen alten und neuen Bundesländern. Oft geht es um Details: So mögen die Basisgehälter die gleichen sein, aber bei der wöchentlichen Arbeitszeit und betrieblichen Altersversorgung, dem Weihnachts- oder Urlaubsgeld kann es gravierende Unterschiede geben. Tarifverträge sind in großer Auswahl als PDF im Internet zu haben. Die tragen dann so eingängige Namen wie „Änderungstarifvertrag Nr. 1 vom 8. April 2008 zum Tarifvertrag zur Überleitung der Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern in den TV-Ärzte/

VKA und zur Regelung des Übergangsrechts (TVÜ-Ärzte/VKA) vom 17. August 2006“. Kein Witz. Falls du dir das Leben etwas einfacher machen möchtest: An Unikliniken gilt entweder der „Tarifvertrag Länder“ (TV-L) oder der „TV Ärzte“. Für die kommunalen Krankenhäuser wurde mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände der TV-Ärzte/VKA abgeschlossen. Wer nicht beim Land, sondern beim Bund

beschäftigt ist, wird nach dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) bezahlt.

Nettogehalt lag bei rund 2000 Euro Ob nun TV-L oder TV Ärzte – die Basisgehälter unterscheiden sich kaum oder gar nicht. Aber wie hoch ist denn so ein Basisgehalt für Assistenzärzte überhaupt? Ohne Berücksichtigung der zahlreichen und stark vom Einzelfall abhängigen Abzüge sind es grob geschätzt 3500 Euro brutto. In

einer MEDI-LEARN-Umfrage gaben Nachwuchsmediziner an, dass es zwischen 1600 und 2600 Euro letztendlich auf ihr Konto schaffen. Bei mehr als 40 Prozent waren es ziemlich genau 2000. Den Rest teilen sich das Finanzamt, die Sozialversicherung und noch ein paar andere. Immerhin einen Teil der gezahlten Steuern kannst du dir sehr wahrscheinlich im folgenden Jahr zurückholen. Voraussetzung für diese Schätzung ist, dass du Berufsanfänger, unverheiratet und kinderlos bist. Denn dank Tarifvertrag

Chirurgie - Traumberuf unter Albtraumbedingungen? Erste systematische Studie zur Lebensqualität deutscher Chirurgen von Anna Julia Voormann (idw) ehr als 70 Prozent der Chirurgen hierzulande geben an, zu wenig oder gar keine Zeit für Privat- und Familienleben zu haben. Zu diesem vorläufigen Ergebnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) in der weltweit größten Analyse dieser Art zur Lebensqualität deutscher Chirurginnen und Chirurgen. Über erste, noch unveröffentlichte Ergebnisse berichteten Experten auf einer Pressekonferenz der DGCH in Berlin. Der Arbeitsalltag von Chirurgen hat sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt. Neben Operationen gehören dazu immer umfangreichere administrative Aufgaben – nicht selten zu Lasten wichtiger Gespräche mit Patienten und Kollegen. Überstunden und Extremeinsätze sind zur Regel geworden. „Chirurgen tragen die höchste Arbeitsbelastung aller Klinikärzte, ihre risikoreiche Tätigkeit birgt zudem große Verantwortung“, sagt Privatdozent Dr. med. Mag. Artium Thomas Bohrer, Würzburg. Immer mehr zusätzliche Arbeitszeit verbringen sie am Schreibtisch. Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen sei daher besonders schwer, so der Oberarzt an der Klinik und

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Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Würzburg.

80 PROZENT WÜRDEN DEN BERUF EIN ZWEITES MAL WÄHLEN

und Familienleben hätten. Sie führen außerdem an, dass mit einem Anteil von zwei Drittel verwalterische Tätigkeit Überhand gewinnt und das operative Handwerk zu kurz kommt. Trotzdem würden etwa 80 Prozent den Beruf des Chirurgen ein zweites Mal wählen. „Die meisten Chirurgen zeichnen sich durch

Mit Unterstützung der DGCH führen Bohrer und weitere Experten deshalb erstmals systematische Analysen der beruflichen Situation von Chirurgen durch. An der Befragung nahmen mehr als 3600 Besucher aller Jahrestagungen der Fachgesellschaften der DGCH im Jahr 2008 bis Oktober 2009 teil. Damit handelt es sich um die weltweit größte Studie dieser Art. Noch nie wurden im deutschsprachigen Raum mehr Ärzte einer Berufsgruppe zu ihrer Lebensqualität befragt. Anhand erster Ergebnisse von bisher 1800 Fragebögen zeigt sich: Etwa 40 Prozent der befragten Chirurginnen und Chirurgen schätzen ihre Lebensqualität schlechter ein als die der restlichen Bevölkerung. Drei Viertel der Befragten beklagen sich darüber, dass sie zu wenig Zeit für ihr Privat- Einblicke in einen OP

steigt dein Gehalt während der Zeit als Assistenzarzt beinahe jedes Jahr um einen festgelegten Betrag. Wer heiratet, zahlt anschließend in aller Regel weniger Steuern und kann sich je nach Lage der Dinge noch über ein paar weitere Vergünstigungen vom Fiskus freuen. Und wie viel vom Bruttogehalt übrig bleibt, hängt nicht zuletzt von der Zahl der auf der Steuerkarte eingetragenen Kinder ab.

Tariflicher Stundenlohn zwischen 15 und 20 Euro

Im Studium denkt aber kaum jemand in Kategorien wie Netto- oder Bruttogehalt. Gute Jobs unterscheidest du von schlechten eher durch den Stundenlohn: Neun oder zehn Euro im Büro sind definitiv besser als fünf Euro in der Videothek. Als Assistenzarzt darf es dann natürlich gerne ein bisschen mehr sein. Wer ehrlich rechnet und zum Beispiel das Weihnachtsgeld und andere Sonderzahlungen berücksichtigt, kommt laut Tarif selbst im ungünstigsten Fall auf mehr als zehn Euro brutto pro Stunde. Typisch sind 15 bis 20 Euro in den ersten Berufsjahren – zumindest auf dem Papier. Denn die tariflich vorgesehene Arbeitszeit von rund 40 Stunden pro Woche wird vielerorts erheblich überschritten. Wie eine Klinik mit deinen Überstunden umgeht, nämlich dir mehr Geld zahlt, Freizeitausgleich gewährt oder sie einfach als selbstverständlich ansieht, kann deinen effektiven Stundenlohn viel stärker beeinflussen als die Feinheiten des Tarifs. Es ist daher völlig legitim und üblich, sich rechtzeitig vor dem Unterschreiben des Arbeitsvertrags genau danach eingehend zu erkundigen. MEDI-LEARN PODCAST Diesen Artikel gibt es online auch als Audio-Datei zum Download unter: www.medi-learn.de/podcast

einen hohen Grad an Idealismus aus“, erläutert Bohrer das Zwischenergebnis. Denn mehr als 95 Prozent sind nach eigener Aussage gerne im Operationssaal. Einige beschreiben dies sogar als ihre liebste Aufgabe. Wie Arbeitsbedingungen und Karriereperspektiven in der Chirurgie verbessert und Familien optimal in den Berufsalltag eingebunden werden können, diskutierten Bohrer und weitere Experten der DGCH auf einer Pressekonferenz am 9. Dezember 2009 in Berlin. Die endgültigen Ergebnisse der Studie werden im Rahmen des 127. Kongresses der DGCH im April 2010 in Berlin vorgestellt.

Der Klassik Schädel

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64,26 €

Die erste Wahl für das anatomische Grundstudium. Qualität von 3B Scientific. Auch als Geschenk! www.3bscientific.de

In den Foren gelauscht

Zahnarztgehalt Foren-Benutzer Maniac ist Zahni im siebten Semester und fragt sich, ob seine Gehaltsvorstellungen stimmen. Was wird er in der Assistenzzeit verdienen? Was als fertiger Zahnarzt? Und wie viel bleibt vom Brutto übrig, gerade wo Zahnärzte meist selbstständig sind? Gut, dass andere mehr Ahnung haben und intensiv über Praxiskredite, die Aussagekraft von Durchschnittswerten und den Vergleich zu „Humani-Fachärzten“ diskutieren. Mach mit: www.medi-learn.de/MF54239

Notarzt-Simulator

„Hallo zusammen, hiermit eröffne ich die MEDI-LEARN-Leitstelle für den Notarzt-Einsatz. Wer Interesse hat, kann sich gerne den Piepser schnappen und mit Tatütata zum Einsatzort düsen... mal sehen, wie vielen Patienten wir helfen können.“ So beginnt der Notarzt-Simulator. Echte Notärzte und andere Retter simulieren typische Notfälle. Jeder kann mitmachen, Diagnosen und Therapien vorschlagen oder selber Fälle erstellen: www.medi-learn.de/MF35135

Warum wird vom Vorlernen abgeraten? Da hörst du auf die Tipps im Forum, verzichtest aufs Vorlernen und dann sitzt du in den ersten Vorlesungen und bist einfach nur erschlagen von der Stoffmenge. Hättest du nur vorgelernt! Ja, eine Antwort im Forum ist: „Hättest du vorgelernt, würdest du genauso dasitzen wie jetzt, hättest aber den Sommer sinnlos vergeudet.“ Diese Meinung wird längst nicht von allen geteilt. Hat dir Vorlernen etwas gebracht? www.medi-learn.de/MF54597

Anatomie lernen Wie hast du das Telefonbuch, äh, die Anatomie gelernt? Wie hast du die Prüfungen bestanden, auch ohne fotografisches Gedächtnis? Wenn du noch dabei bist, findest du im Forum sicher Hilfe. Welchen Stellenwert Atlanten, Internetseiten, Bücher und der Präppkurs haben und welche Lernmethoden dir das Leben einfacher machen, wird in folgendem Thread diskutiert: www.medi-learn.de/MF53718

Mediscript-CD auf Windows 7

Die CD mit Examensfragen – dein Freund und Helfer bei der Prüfungsvorbereitung. Für Vista gab es genügend Tricks, doch läuft sie auch auf Windows 7? Ob es bei dir nur mit einem virtuellen Laufwerk funktioniert, kannst du hier diskutieren: www.medi-learn.de/MF53877

Seminar / Workshop Bewerberworkshop, PJ-Infotreff, u.v.m. Ansprechpartner und Termine unter www.aerzte-finanz.de


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ARN, iern MEDI-LE es Jubiläum fe er Ärzte nd e so ch be ts eu nz in ga ng und D ru he ic rs ve te en r könn auf Deutsche Ärz Die drei Partne menarbeit t: bs er H em am Finanz in dies Jahre der Zus gemeinsame n. Aus dieke ic bl ck rü nunmehr zehn zu er in iz e ed M er ng igsten Frücht im Interesse ju nige der wicht ei ir el w vi n t: le ha el tragen sem Anlass st tion bereits ge r, ra te pe os oo -P K ie e em es vor, die di wie das Bioch lose Angebote ktiven Exafältige kosten äge zur effe tr or V RN n, ne io at n MEDI-LEA Länderinform nicht zuletzt de d terun ei W ng n itu de re Blick auf mensvorbe fen wir einen haer Sc w n m de r de er fü uß ps Club. A schüre „Tip ro B e te. di rz d Ä e un für jung bildungsplaner insbesondere es ic rv Se ei densfall“ – zw

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Erfolgreiche Auslandspraktika dank Länderinformationen

Während der klinischen Semester kann dann endlich das theoretisch erworbene Wissen bei mehreren Gelegenheiten am Patienten vertieft werden. Ob Famulatur, PJ oder gar das Krankenpflegepraktikum – viele Medizinstudenten planen mindestens eines ihrer Praktika im Ausland zu absolvieren. Und dies aus gutem Grund, denn viele Arbeitgeber legen Wert auf Flexibilität, die man durch den Sprung ins Ausland schon zu Studienzeiten unter Beweis gestellt hat. Mancher Student plant sogar die gesamte Zeit der Praktika im Ausland zu verbringen. Mit den kostenlosen Länderinformationen der Deutschen Ärzteversicherung kannst du dir die Planung für die Zeit im Ausland merklich erleichtern. Mit diesen umfangreichen und speziell auf den Informationsbedarf junger Mediziner zugeschnittenen Broschüren steht deiner perfekten Auslandsplanung kaum noch etwas im Wege: Unter anderem enthalten sie Einreisebestimmungen, Adressen, Interviews mit Medizinern und Berichte zu über 29 Staaten. Die kostenlosen Länderinformationen der Deutschen Ärzteversicherung werden dir nach der Onlinebestellung per Post nach Hause geschickt. Du kannst dir bis zu fünf verschiedene Länder aussuchen. Also gleich für den kommenden Auslandsaufenthalt auf Nummer sicher gehen und deine persönlichen Exemplare kostenlos bestellen unter http://www.medi-learn.de/land

Leichter lernen in der Vorklinik mit dem Biochemie-Poster

Zu den „dickeren Brocken“ der vorklinischen Fächer zählt die Biochemie mit ihren unzähligen Fakten, Strukturformeln und Stoffwechsel-Wegen. Jeder, der die Vorklinik hinter sich hat, kann ein Lied davon singen, wenn es um besonders schwierige Fächer geht! Das Grundverständnis der biochemischen Vorgänge im menschlichen Körper ist sowohl für die regelmäßigen Prüfungen im Semester als auch fürs Physikum unerlässlich. In Kooperation mit der Deutschen Ärzte Finanz haben die Examensexperten von MEDI LEARN beim Biochemie Poster die Zahl der Strukturformeln auf den examens- und prüfungsrelevanten Umfang reduziert. Zugleich wurde jedoch der Gesamtzusammenhang der Stoffwechselvorgänge nicht aus dem Auge verloren und auf zellulärer Ebene dargestellt. Das Poster im Format DIN A1 zeigt ihn in Form einer überdimensionalen Zelle und ist der ideale Begleiter durch die gesamte Vorklinik. Es fasst die wesentlichen und wichtigsten Abläufe, die immer wieder Gegenstand von Examensfragen oder Klausuren sind, auf gedächtniswirksame Weise zusammen. So macht Lernen wirklich Spaß. Das Stoffwechsel-Poster Biochemie kann als kostenloser Service auf den Webseiten der Deutschen Ärzte Finanz bestellt werden unter http://www.medi-learn.de/biochemie-poster

Bestens gerüstet für Prüfungen mit „MEDI-LEARN vor Ort“

Kaum liegt der letzte Auslandsaufenthalt in Form des PJ-Tertials hinter dir, heißt es auch schon: Lernen für das Hammerexamen. Bereits zu einer festen Einrichtung zählen die zwei Mal jährlich durchgeführten Vortragstouren „MEDI-LEARN vor Ort“. Top-Referenten der MEDI-LEARN-Repetitorien in Kooperation mit der Deutschen Ärzte Finanz und dem Georg Thieme Verlag sind an vielen Universitäten unterwegs. Sie halten Vorträge zur effektiven Examensvorbereitung oder den MC-Techniken zur Fragenbeantwortung in schriftlichen Prüfungen und erleichtern den jungen Medizinern damit das Bestehen der Klausuren wie auch der Staatsexamina. In den meist zweistündigen Workshops werden zahlreiche Expertentipps vermittelt, um die Leistungen in Physikum und Hammerexamen, den universitären Testatem und Klausuren zu verbessern. Die Vortragstouren finden meist im Mai und Juni für das Sommersemester sowie November und Dezember für das Wintersemester statt. Der Eintritt ist frei, weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit findest du im Internet unter http://www.medi-learn.de/mlvo


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Broschüre gibt Tipps für richtiges Verhalten im Schadensfall

Zwei optimale Wegweiser zur ärztlichen Weiterbildung Nach sechs Jahren Studium stellt sich eine für die Karriere- und Lebensplanung entscheidende Frage: Welche Facharztausbildung strebe ich an? Es gibt zahlreiche Fachrichtungen, doch wie genau sieht die Ausbildung zum Chirurgen, Internisten oder in den anderen Fachrichtungen aus? Spätestens im PJ solltest du dich über das Fachgebiet, auf dem du später den Facharzt machen möchtest, zum ersten Mal genauer informieren. Doch wie? Mit dem Weiterbildungsplaner bietet die Deutsche Ärzteversicherung einen sehr informativen Service für angehende Ärzte. Das Online-Angebot mit ausführlichen Informationen für alle Fachgebiete wird ergänzt durch eine Broschüre, die auf Anforderung kostenlos per Post ins Haus kommt. Der Weiterbildungsplaner ist ein optimaler Wegweiser und beantwortet wichtige Fragen rund um das berufliche Traumprofil. Wie ist die Weiterbildung in dem Fach der Wahl aufgebaut? Wie lange dauert die jeweilige Weiterbildung? Wie viel Zeit kann im ambulanten Bereich absolviert werden? Welche Anrechnungsfächer sind möglich? Die kostenlose Broschüre zur ärztlichen Weiterbildung kann unter http://www.medi-learn.de/broschuere bestellt werden. Der Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzteversicherung findet sich unter http://www.medi-learn.de/weiterbildungsplaner

Erfahrener Partner in allen Berufs- und Lebensphasen

Trotz intensiver Aus- und Weiterbildung sind Ärzte vor Fehlern nicht gefeit. Als Mediziner kommt man deshalb nicht darum herum, sich mit rechtlichen Fragen der Arzthaftpflicht auseinander zu setzen: Welche Behandlungs- und Aufklärungsfehler sind möglich? Welche Konsequenzen können Behandlungsfehler haben? Auf welche Art können die erfahrenen Schadensexperten der Deutschen Ärzteversicherung helfen, wenn doch einmal etwas passiert? Dies sind nur einige der Fragen, auf die in einer kostenlosen Broschüre ausführliche Information und Hilfe bereit stehen. Immer öfter wird Ärzten von Patienten oder deren Angehörigen ein Behandlungsfehler oder mangelnde Aufklärung hinsichtlich der Risiken bei einer Behandlung vorgeworfen. Die Broschüre „Tipps für das richtige Verhalten bei einem Haftpflicht-Schadensfall“ gibt Empfehlungen und Hinweise für das Patientengespräch und die Qualitätssicherung. Sie kann kostenlos bestellt werden unter http://www.medi-learn.de/schadensfall

Mit über 125 Jahren Erfahrung im Bereich der Vorsorge und den Versicherungen für Mediziner am und andere Heilberufe zählt die Deutsche Ärzteversicherung zu den renommierten Anbietern und ngen Versicheru für Spezialist r anerkannte 1881 seit Markt. Die Deutsche Ärzteversicherung ist Finanzdienstleistungen für die akademischen Heilberufe. Gegründet von Ärzten (unter anderem BeRobert Koch) für Ärzte in Berlin ist sie heute ein anerkannter Partner der Ärzteschaft in allen rufs- und Lebensphasen. Die Deutsche Ärzteversicherung bietet alles, was als Student und Berufsstarter für einen erfolgreichen Beginn der Karriere als Ärztin oder Arzt in Sachen Vorsorge, Versicherung und Finanzen – benötigt wird: Ob Haftpflicht oder Berufsunfähigkeit, Krankenversicherung oder Altersvorsorge oder Famulatur ete Schutzpak die wie Angebote e Zusätzlich hier ist die Zukunft in guten Händen. PJ runden die am Bedarf des Medizinstudenten und jungen Arztes orientierte Palette der Leistungen für junge Mediziner ab. Ausführliche Informationen dazu unter www.medi-learn.de/sicherheit

Erfolg im Studium von Anfang an Der MEDI-LEARN CLUB Eine der wohl interessantesten Serviceleistungen ist der vor drei Jahren gegründete MEDI-LEARN Club für junge Mediziner (www.medi-learn.de/club). Er bietet einen umfassenden Service mit Leistungen in allen Phasen des Medizinstudiums, z.B. Examensservice deluxe, MEDI-LEARN Zeitung, kostenlose Mitgliedschaft im Hartmannbund, exklusive Seminare etc. Alle diese Leistungen erleichtern dir dein Leben und Lernen als Student. Jede der am Club beteiligten Firmen - Deutsche Ärzte Finanz, MEDI-LEARN und Hartmannbund - engagieren sich mit ihrer Kompetenz und Expertise, um dir eine optimale Angebotspalette anzubieten. Jeder bringt seine Stärken ein: MEDI-LEARN seine Erfahrungen und inhaltlichen Leistungen rund ums Studium, die Deutsche Ärzte Finanz ihre Seminare und regionalen Ansprechpartner und der Hartmannbund die berufspolitische Verantwortung für die Studenten. Ein besonderes Extra im MEDI-LEARN Club ist die erforderliche Berufs- und Privathaftpflicht für dich als Medizinstudent, auf die du damit kostenlos zurück greifen kannst. Erfolg kennt natürlich keinen Stillstand und der MEDI-LEARN Club entwickelt sich immer weiter: Ständig werden die Leistungen auf Aktualität überprüft und bei Bedarf überarbeitet oder ergänzt. Der rasant hohe Mitgliederzuwachs zeigt, dass der Club mit seinen Angeboten auf dem richtigen Weg ist. Außerdem übernimmt die Deutsche Ärzte Finanz sämtliche Mitgliedsbeiträge und ermöglicht es so, dass der MEDI-LEARN Club kostenfrei ist. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit findest du unter: www.medi-learn.de/club onen: Weitere Informati e Ärzte Finanz ch uts De ge pa me Ho nanz.de e-fi rzt .ae http://www g e Ärzteversicherun Homepage Deutsch .de ng eru ch rsi http://www.aerzteve ARN Homepage MEDI-LE arn.de i-le ed .m http://www


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Kurz notiert

Es gibt ein Lesen neben dem Studium!

Zusammenhang zwischen IQ und Fitness

Buchtipps für den lehrbuchgeschädigten Studiosus

Eine kürzlich in Schweden veröffentlichen Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und dem IQ der Probanden. Für die Studie wurden die Tests von 1,2 Millionen Wehrdienstleistenden ausgewertet. Wichtig ist weniger die Kraft, als vielmehr die Funktion von Herz und Lungen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass körperliche Fitness eine höhere Bildung wahrscheinlicher macht.

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Patienten beraten Patienten Angebot der Uniklinik Heidelberg: Patienten mit neu aufgetretenem Prostata-Krebs wird der Kontakt zu ehemaligen Patienten angeboten. Diese haben bereits verschiedene Behandlungen durchlaufen und bieten gern genutzte Erfahrungen aus erster Hand. Für Prostata-Krebs gibt es unterschiedliche Therapie-Optionen. Die Entscheidung ist nicht immer einfach.

OASE für Düsseldorfer Medizinstudenten Eigentlich war nur ein Nachfolgebau der abgerissenen Fachbibliothek der Medizinischen Fakultät geplant: Jetzt bekommen die Düsseldorfer Studenten eine OASE (Ort des Austauschs, des Studiums und der Entwicklung) – ein modernes Lern- und Kommunikationszentrum, das auch architektonisch eine innovative und lebendige Lehrkultur symbolisieren wird. Entstanden ist die Idee unter Mitwirkung der Fachschaft Medizin, 2011 soll das Gebäude bereits fertig gestellt sein. Die „Oase“ kann dem Studienstandort nur gut tun – die Qualität des Medizinstudiums an der Uni Düsseldorf lag in der MEDI-LEARN Umfrage 2008 auf dem letzten Platz.

von Nawied Tehrani n der MLZ-Ausgabe 03/08 haben wir einige Buchtitel vorgestellt, die den Wiedereinstieg ins normale Lesen ermöglichen sollten, ohne dabei ganz auf Medizin zu verzichten. Von „Kaffee, Käse, Karies“, Biochemie im Alltag, ging es bis zum „Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“. Diesmal wollen wir ein paar Bücher vorstellen, die dem Denken neben dem Studium auf die Sprünge helfen.

Woher die Zeit kommen soll Eine der Hauptfragen, die im Zusammenhang mit Büchern neben dem Medizinstudium auftaucht: „Und wann soll ich das bitteschön alles lesen?“ Die Antwort darauf findet sich in David Allens Erfolgsbuch „Getting Things Done“ (deutsche Version: „Wie ich die Dinge geregelt kriege“). Es stellt euch nützliche Denkhilfen zur Seite, um den Alltag effektiver zu meistern, den Kopf für das Wesentliche freizukriegen und die Prokrastination, die berühmt-berüchtigte lange Bank, auf die man gerne alles schiebt, ein wenig zu verkürzen. Es gibt Menschen, die sogar behaupten, nach der Lektüre dieses Titels ordentlicher geworden zu sein!

Wohin das alles führen soll

In ein ähnliches Horn wie Allen stößt Stephen Covey in seinem Klassiker „The 7 Habits of Highly Effective People“. Auch er reißt das Thema Zeitplanung an. Bei ihm ist sie jedoch nur eine von sieben Schlüsseleigenschaften, die zu Erfolg führen. Covey verschafft seinen Lesern Einblicke in Bereiche, in denen man sich ansonsten unbewusst orientiert. Dies kann nicht nur bei der persönlichen Lebensplanung hilfreich sein, sondern auch beim Umgang mit anderen Menschen.

Uni Mainz berücksichtigt TMS

Was man im Gespräch lieber auslassen sollte

Seit Dezember 2009 können sich Studienbewerber online für den TMS, den „Test für medizinische Studiengänge“ anmelden. Der Test findet im Mai dieses Jahres statt. Ein gutes Ergebnis bringt Pluspunkte bei der ZVS-Bewerbung. Bisher haben sieben Universitäten die TMS-Ergebnisse bei der Auswahl ihrer Studenten berücksichtigt. Ab jetzt gehört Mainz dazu.

Diesen wiederum beschreibt Marshall Rosenberg in seinem Klassiker „Gewaltfreie Kommunikation“ sehr viel genauer und widmet sich vor allem Konflikten. Wer vor diesen immer zurücksteckt, wird in Rosenbergs Buch wirksame Rezepte finden, ein Problem anzusprechen, ohne einen apokalyptischen Streit heraufzubeschwören. Auf dem Weg zur perfekten Konfliktlösung erfahren wir Wissenswertes über verschiedene Wege der Kommunikation, die Rolle von Gefühlen und die Macht der Empathie.

Schmerzen nach OP völlig unnötig

„Schmerzen nach einer Operation sind völlig unnötig, das sollten Patienten wissen“ sagt Prof. Dr. Neugebauer auf dem Akutschmerzkongress in Köln. In Deutschland werden jährlich 6,5 Millionen Menschen operiert, ein Drittel von ihnen leidet danach an starken Schmerzen. Die heutige Medizin kann dies verhindern. Um das zu erreichen, müssen die Organisation im Krankenhaus verbessert und die Patienten informiert werden.

48 Menschenleben gerettet Seit zwei Jahren läuft am Uniklinikum Greifswald das „Qualitätsprojekt Sepsis.“ Jährlich sterben in Deutschland 50.000 Menschen an einer Blutvergiftung (Sepsis). Mit einfachen Maßnahmen konnte diese Rate in Greifswald auf 31 Prozent gesenkt werden. Personal wurde darin geschult, eine Sepsis früher zu erkennen und adäquat zu behandeln.

ger-Buchs des Autorenduos „Warum haben Männer Brustwarzen?" wissen wollten, ob einem nach dem Verzehr von Samen Pflanzen im Bauch wachsen können, hatten die Autoren die Gelegenheit, mit nur einer Antwort gleich mehrere Menschen zu veralbern.

Was uns ein ehemaliger Arzt bringen soll An Humor mangelt es auch dem ehemaligen Kollegen Eckart von Hirschhausen bekanntlich nicht. Im Gegenteil: Wer „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ noch nicht gelesen hat, dem sei dies hiermit wärmstens empfohlen. Egal ob CallCenter, Fruchtfliegen oder Matratzenkauf: Hirschhausen umschreibt Alltagssituationen mit großem Witz, gewinnt mit vielen Ansichten die Sympathien des Lesers und tröstet über manche Unannehmlichkeit des Lebens mit Humor hinweg. In diesem Buch steckt noch der Hirschhausen, den die F.A.Z. feierte und nicht der Hirschhausen, über den sie sich lustig macht.

Warum Vince Ebert lieber nicht für Sie denken sollte Der ehemalige Unternehmensberater Vince Ebert ist nicht nur ein Freund von Hirschhausen, sondern sein Buch „Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie“ steht in vielen Buchhandlungen gleich neben „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“. Eberts Buch jedoch ist keine wirkliche Denk-

hilfe im Leben. Man hätte stutzig werden können, dass auf der Rückseite ein Lob von Stefan Raab das Buch anpreist. Leider hat es an vielen Stellen auch dessen Niveau: zu viele Klischees, wie Witze über Auto klauende Polen, trüben die Lesefreude. Wer Privatfernsehen für einen Segen hält, kann diesem Buch etwas abgewinnen. Für alle anderen heißt es, zwischen den wenigen Stellen mit intelligentem Witz durchzuhalten.

Falls das nicht reichen sollte Wer alle diese Bücher gelesen hat, sollte wissen, warum Inder im Verkehr

so viel hupen, dass man sich nicht selbst beim Denken beobachten kann und warum man zuerst versuchen sollte zu verstehen, bevor man versucht, verstanden zu werden. Wer danach keinen Unterschied zu vorher feststellt, hat entweder schon alles gewusst oder beim Lesen nicht mitgedacht. In diesem Sinne: aufschlussreiche Lektüre!

MEDI-LEARN PODCAST Diesen Artikel gibt es auch online als AudioDatei zum Download unter: www.medi-learn.de /podcast

Wenn die Welt in einen Kopf passen soll Sehr viel davon verlangt der Autor Valentin Braitenberg. In „Das Bild der Welt im Kopf“ versucht er nichts Geringeres, als sein gesamtes Weltbild in einem Buch zusammenzufassen. Was absurd klingt, erweist sich nach einer überraschend kurzen Eingewöhnungsphase als unterhaltsame und lehrreiche Lektüre. Dabei lädt Braitenberg zur Meditation über tiefgründige Fragen ein.

Was man lieber nicht fragen sollte

Im Vergleich dazu oberflächlich sind die Fragen, denen Mark Leyner und Billy Goldberg in ihrem Buch „Warum schlafen Männer nach dem Sex immer ein?“ nachgehen. Diese versuchen sie einerseits wissenschaftlich fundiert und andererseits mit der sich jeweils anbietenden Portion Humor zu beantworten. Da anscheinend mehrere Leser des in der MLZ 3/2008 vorgestellten Vorgän-

Weil Pannen nun mal passieren: die günstige Haftpflichtversicherung für junge Ärzte. Eine kleine Unachtsamkeit hier, ein dummer Zufall da: Ein Haftpflichtschaden ist schnell passiert. Die Deutsche Ärzteversicherung schützt Dich als Medizinstudenten oder Arzt in der Weiterbildung weltweit zum besonders günstigen Preis. Bei Studenten ist der private Schutz schon mit dabei – bei Ärzten in der Weiterbildung gibt‘s ihn auf Wunsch dazu. Schütze Dich mit der Jungarzt-Haftpflichtversicherung der Deutschen Ärzteversicherung! Nähere Informationen gibt es unter 02 21 / 14 82 27 00 oder www.aerzteversicherung.de

ünstig ders g von n o s e B r gliede für Mit bund und ann Hartm rger Bund! Marbu


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Pflicht für Mediziner: Patientenaufklärung Bei „freiwilligen Eingriffen“ eine hohe Hürde! von Patrick Weidinger (Deutsche Ärzteversicherung)

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periert ein Arzt einen Patienten, ohne dass dieser in den Eingriff eingewilligt hat, begeht er eine Körperverletzung. Rechtswirksam einwilligen kann der Patient nur, wenn er zuvor im Rahmen eines Aufklärungsgespräches über die Risiken des Eingriffes informiert wurde. Hinsichtlich der notwendigen Intensität solcher Hinweise differenziert der Bundesgerichtshof nach der Dringlichkeit: Je weniger dringlich der Eingriff, desto intensiver das Ansprechen von möglichen unerwünschten Ergebnissen oder Komplikationen. Das höchste deutsche Zivilgericht, der Bundesgerichtshof (BGH), hat dies in der sogenannten Blutspendeentscheidung (BGHZ VI ZR 279/04) nochmals zusammengefasst. Ein Polizeibeamter verlangte von einem Blutspendedienst Schmerzensgeld und weiteren Schadenersatz wegen chronifizierter neuropathischer Schmerzen in seinem linken Arm, wegen der er seinen Dienst nur noch halbschichtig leisten kann. Der Polizeibeamte hatte durch den Einstich eine Traumatisierung des nervus cutaneus antibracchii medialis erlitten, aufgrund derer sich ein Neurom entwickelte, das zweimal einschließlich der Verlagerung des betroffenen

Nervs erfolglos operiert wurde. Der Polizist begründete seine Forderungen mit einer unzureichenden Aufklärung über die mit der Blutspende verbundenen Risiken. Bevor der Fall in Revision zum Bundesgerichtshof ging, hatte das Oberlandesgericht eine Haftung des Blutspendedienstes bejaht. Der eingetretene Nervschaden hafte der Blutspende als seltenes Risiko an, zumal die Verwendung von Nadeln mit größerem Kaliber als bei einer "normalen" Blutentnahme das Verletzungsrisiko erhöhe; eine Chronifizierung der durch die Nervverletzung ausgelösten Schäden sei in diesen Fällen typisch. Deshalb sei über das entsprechende Risiko aufzuklären. Gerade weil der Eingriff medizinisch nicht geboten gewesen sei, sei eine ausführliche und eindringliche Information über etwaige nachteilige Folgen der Blutspende erforderlich gewesen, so wie dies im Übrigen auch den gesetzlichen Vorgaben aus dem Gesetz zur Regelung des Transfusionswesens (TFG) entspreche. Der Bundesgerichtshof bestätigte diese Wertung. Es entspreche der ständigen Rechtsprechung, dass ärztliche Heileingriffe grundsätzlich der Einwilligung

des Patienten bedürfen, um rechtmäßig zu sein, und dass diese Einwilligung nur wirksam erteilt werden kann, wenn der Patient über den Verlauf des Eingriffs, seine Erfolgsaussichten, seine Risiken und mögliche Behandlungsalternativen mit wesentlich anderen Belastungen, Chancen und Gefahren im Großen und Ganzen aufgeklärt worden ist. Ein Spender sei als Patient in diesem Sinne anzusehen. Und hinsichtlich des Umfangs der Aufklärungspflicht könne die Situation des fremdnützigen Spenders nicht schlechter sein als diejenige eines Patienten, der sich einem rein kosmetischen Eingriff unterzieht. Ein Patient sei aber umso ausführlicher und eindrücklicher über Erfolgsaussichten und etwaige schädliche Folgen eines ärztlichen Eingriffs zu informieren, je weniger dieser medizinisch geboten ist, also nicht oder jedenfalls nicht in erster Linie der Heilung eines körperlichen Leides dient, sondern eher einem psychischen und ästhetischen Bedürfnis. Nach dem BGH sind die Anforderungen an die Aufklärung in solchen Fällen sehr streng: Der Patient muss darüber unterrichtet werden, welche Verbesserungen er günstigenfalls erwarten kann, und ihm müssen alle Risiken sehr deut-

lich vor Augen geführt werden, damit er genau abwägen kann, ob er einen etwaigen Misserfolg des ihn immerhin belastenden Eingriffs oder sogar gesundheitliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen will, selbst wenn diese auch nur entfernt als Folge des Eingriffs in Betracht kommen. So war im vorliegenden Fall der bloße Hinweis auf die Möglichkeit der Beschädigung eines Nervs nicht ausreichend, weil die Gefahr bestand, dass diese irreversibel ist, chronische Schmerzen zur Folge hat und die Lebensführung in erheblichem Maße beeinträchtigen kann. Genau das hätte aufgezeigt werden müssen. Fazit: Bei sogenannten freiwilligen, medizinisch nicht indizierten Eingriffen ist der Arzt ganz besonders verpflichtet, den Patienten davor zu schützen, sich in eine ihm unbekannte Gefahr zu begeben. Er muss dem Patienten schonungslos offen legen, welche Risiken sich verwirklichen können und welche Auswirkungen dies dann für die persönliche Lebenssituation hat. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, mit welcher – vielleicht nur sehr geringen – Wahrscheinlichkeit sich ein solches Risiko verwirklichen kann, wesentlich sind alleine schon seine Existenz.

Die Community für Medizinstudenten junge Ärzte www.medi-learn.de

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MEDI-LEARN bietet dir insgesamt 14 Startseiten mit diversen Informationen zu den Abschnitten auf dem Werdegang zu Arzt. Vom Abitur bis hin zur Facharztprüfung. Mehr unter www.medi-learn.de /

Die MEDI-LEARN Foren sind der Treffpunkt für Medizinstudenten und junge Ärzte – pro Monat werden über 42.000 Beiträge von den rund 41.000 Nutzern geschrieben. Mehr unter www.medi-learn.de /foren

Weltkongress der Akupunktur in Straßburg Wiesbadener Arzt zum Vizepräsident gewählt von ACTÄ e.V.

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ie Akupunktur hatte es in der westlichen Welt bisher sehr schwer gehabt, in Deutschland in be-

sonderem Maße, von der Schulmedizin als gleichwertig anerkannt zu werden. Akupunktierende Ärzte wurden - und werden - von vielen ihrer Kollegen

Das Europaparlament in Straßburg - hier tagte der Weltkongress der Akupunktur

als Spinner, oder schlimmer noch, als Scharlatane angesehen und die Akupunktur als Humbug abgelehnt. Wie positiv sich das verändert hat, kann man an Folgendem sehen: Das Europaparlament in Straßburg hat sich erstmals als Veranstaltungsort für eine nicht politische Veranstaltung, nämlich den Weltkongresses und die Generalversammlung der WHO akkreditierten WFAS, der Weltföderation der Akupunkturgesellschaften, geöffnet. Normalerweise beherbergt das Europaparlament nur die hohe Politik. Die Erlaubnis, erstmals einen Kongress, nämlich wie erwähnt den Weltkongress der Akupunktur und auch die Generalversammlung der WFAS in diesem hohen Hause zu veranstalten, bedeutet daher eine enorme Aufwertung der Akupunktur. Es ist quasi der Ritterschlag für die Akupunktur. Erfreulich für Wiesbaden ist, dass die Akupunkturgesellschaft ATCÄ mit Sitz in Wiesbaden, Koorganisator und Dr. Germann , Arzt aus Wiesbaden , Vize-Ehrenpräsident des Kongresses war. Die WFAS, von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) als NGO Organisation akkreditiert, ist eine weltumspannende Organisation mit etwa 120.000 Mitgliedern. Die WHO unterstützte den Kongress und die Generalversammlung und so nahmen am straßburger Kongress viele hundert Teilnehmer aus der ganzen Welt und viel „Akupunkturprominenz“ teil. Grußbotschaften aus vielen Ländern wurden verlesen, darunter eine des brasilianischen Präsidenten und des deutschen

Gesundheitsministeriums. Hervorzuheben ist die Teilnahme der Direktorin der Abteilung traditionelle Medizin der WHO, Frau Prof. Zhang. Schwerpunkt des Kongresses war die Akupunktur bei Erkrankungen der Frau, insbesondere in der Schwangerschaft und rund um die Geburt.

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AUFWERTUNG DER INTERNATIONLEN STELLUNG DEUTSCHER AKUPUNKTUR Aber auch andere klassische Akupunkturthemen, wie Schmerz, Allergie, Sucht, neurophysiologische Forschung und vieles andere mehr, wurden behandelt. Die wissenschaftlichen Arbeiten wurden vom wissenschaftlichen Komitee, in dem die ATCÄ- Mitglieder Dr. Braun, Dr. Eckelt, Dr. Germann und Dr. Kunz mitarbeiteten, gesichtet und bewertet. In der Generalversammlung standen Neuwahlen des Vorstands an und diese erbrachte einen weiteren großen Erfolg für die ATCÄ aus Wiesbaden. Ihr stellvertretender Vorsitzender, Dr. Michael Germann, wurde zum Vizepräsiden und Herr Rinnössel zum Vorstandsmitglied der WFAS gewählt. Was eine erhebliche Aufwertung der internationlen Stellung der deutschen Akupunktur bedeutet.

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Das SEIRIN -Akupunktur-Special Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich Akupunktur, den wir euch in Kooperation mit 3B Scientific und SEIRIN in der MLZ ausführlich vorstellen. Weitere Infos auch online unter: www.medi-learn.de/akupunktur

Quelle: ATCÄ e.V. (Akupunktur- und TCM-Gesellschaft in China weitergebildeter Ärzte e.V) www.atcae.org

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NEU! Der Hammerplan von MEDI-LEARN

Vom Atlas bis zum Zwerchfell Einblicke in den Präparierkurs von Carolin Proske „Was aber dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn. Es ist leicht zu sterben, wenn es in der Ordnung der Dinge liegt.“

In 100 Tagen zum 2. Staatsexamen Der 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung umfasst laut neuer AO das gesamte klinische Wissen, so dass die geforderte Stoffmenge kaum zu bewältigen scheint. Eine genauere Analyse der bisherigen Hammerexamina hat jedoch gezeigt, dass inhaltlich eine große Übereinstimmung mit dem alten 2. Staatsexamen gegeben ist, während der Stoff des alten 1. Staatsexamens kaum geprüft wird.

Dieser Analyse folgend haben wir einen Lernplan zusammen gestellt, in dem der Lernstoff auf das Wesentliche reduziert, strukturiert und auf 100 Tage verteilt wurde.

Diese Worte, entnommen aus Antoine de Saint-Exupérys Roman „Terre des Hommes“, geistern in meinem Kopf herum, während ich mit Spannung dem Präparierkurs entgegen sehe, der mich gleich im ersten Semester des Medizinstudiums erwartet. Gleichzeitig beschäftigen mich vielerlei Fragen: Wie werde ich mit dem Anblick toter Menschen zurechtkommen? Wird mir übel werden? Wie viele Studenten arbeiten an einem Präpariertisch zusammen? Und wie ist die Betreuung durch Professoren und Assistenten?

Wissen für das Leben Darüber hinaus überkommt mich jedoch auch die Neugier, wie der Mensch von innen aussieht, wie sich ein Herz anfasst und wie Darm, Niere und Leber angeordnet sind. All dies geht mir durch den Kopf und füllt meine Gedanken, sodass mich allein Saint Exupérys Sicht gelassen stimmt, wobei der Tod für uns Medizinstudenten auch in ganz praktikabler Hinsicht einen Sinn ergibt, nämlich um uns Wissen anzueignen, welches wir dann für das Leben anwenden können. An einem der ersten Studientage im Oktober sitzen wir, 800 Münchner Erstsemester, nun im altehrwürdigen großen Hörsaal der Anatomie. Er verläuft oval, die Sitze steil nach unten angeordnet, einer Arena gleich auf einen kleinen freien und ebenfalls ovalen Platz zu, auf dem bald der Professor für makroskopische Anatomie seine Einführung für den Präparierkurs, offiziell

„Praktikum zum Kurs der Makroskopischen Anatomie“, geben wird. Immerhin so viel wissen wir schon: Neben dem Präparierkurs gibt es die kursbegleitende Vorlesung, in der die wichtigsten anatomischen Kenntnisse vermittelt werden, Präparierschritte gezeigt und erläutert und Klausurfragen besprochen werden.

Disziplin gefordert Ganz in Grün gekleidet, denn das ist auch später im Präpkurs das Erkennungsmerkmal der Professoren und Assistenten, erscheint unser Professor schließlich. Er wirkt streng und ruft uns von Anfang an zur notwendigen Disziplin auf, an die er uns später immer wieder erinnern wird. Zugleich nimmt er uns mit seiner Gelassenheit und seinen bisweilen lustigen Bemerkungen etwas von der Sorge um die nächste Zeit. Schließlich ist der Tag gekommen, an dem wir das erste Mal in den Präpariersaal gehen. Wir sind in zwei Gruppen zu je 400 aufgeteilt. In meinem nagelneuen weißen Kittel betrete ich nun erstmals den Saal. Um mich herum viele andere Studenten, wirres Treiben. Gleißendes Licht aus den Leuchten an der Decke zeichnet ein kühles, klares Bild von all dem, was um mich herum ist. Zum ersten Mal sehe ich die fünf großen, halbmondförmigen Apsiden, die sich in einen größeren ebenfalls halb-

runden Raum ergeben, an dessen Längsseite ich nun stehe. In den Apsiden stehen Tische. Tische, auf denen später die Toten liegen werden, heute jedoch zum Glück nur einige Knochen aus Kunststoff. An Schnüren hängen an den Seitenwänden der Apsiden große Bilder des menschlichen Körpers, Muskeln, Adern, Abdomen und darauf viele Begriffe, die mir nichts sagen, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Ich suche meine Apsis auf und kurz darauf stehe ich auch schon am richtigen Platz und treffe zum ersten Mal die anderen sieben Studenten, mit denen ich die nächsten drei Monate zusammenarbeiten werde. Während wir uns alle noch gegenseitig vorstellen und unsere ersten Erfahrungen austauschen, treffen die Präp-Assis ein, Studenten aus höheren Semestern, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Das erste Testat Dann geht es los: Wir drehen und wenden die Knochen und lernen Begriffe zu den verschiedenen Strukturen, betrachten Röntgenbilder und füllen Fragen in einem Skript aus, das speziell auf den Präparierkurs abgestimmt ist. So wird unser Arbeiten bald zur Gewohnheit. Doch nach zwei Wochen gibt es bereits die erste der insgesamt fünf Anatomieprüfungen, das Knochentestat. Dazu werden alle 800 Studenten nacheinander in den Präpariersaal gelotst und müssen dort einen Parcours mit insgesamt 15 Tischen passieren. An jedem Tisch gibt es eine Frage zu einer Struktur oder eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Stoffgebiet steht. Teilaufgabe A erfordert fast immer das bloße Erkennen, was aber auch nicht immer leicht ist, Teilaufgabe B verlangt das Einordnen in einen Zusammenhang und erfragt Details. Ich bin dran. Mit einem Klemmbrett im Arm, auf dem die Prüfungsbögen sind, durchlaufe ich den Prüfungsparcours. „Den-

ken“ schreit das Gehirn und ich nehme nichts mehr um mich wahr. Frage um Frage geht es die Tische entlang, und nach 15 Minuten ist endlich alles vorbei. Geschafft verlasse ich die Uni, und „geschafft!“ rufe ich, als abends die Ergebnisse im Internet stehen: bestanden!

Arme und Beine Erstmal bekommen wir Studenten nun Arme und Beine zum Präparieren. Zugegeben, ganz wohl ist es uns nicht, als wir die roten Planen abdecken. Aber wir ahnen, was wir gleich zu Gesicht bekommen werden und so trifft uns der Anblick nicht ganz unvorbereitet. Einzig der Geruch nach Formalin ist vor allem am Anfang nicht leicht zu ertragen, denn er ist sehr intensiv und reizt die Augen. Doch auch hier werden wir bald Routiniers und lernen nun eifrig für das Muskeltestat. Als letztes großes Novum erfolgt nach dem Muskeltestat der Austausch der Extremitäten durch komplette Leichen. Respektvoll stehen wir Studenten um den Tisch herum. Irgendwie kommt jedem für einen Moment die Sprache abhanden. Während wir noch unsere Gedanken sortieren, kommt einer der Apsisleiter an unseren Tisch, nimmt uns bei der Hand und zeigt uns ruhig und besonnen die ersten Schritte. So gehen dann auch wir beherzt an die Sache und jeder von uns präpariert mit seinem Skalpell ein Stück Mensch, der vor ihm liegt. So vergehen Tage und Wochen, und stetig machen wir uns die Anatomiekenntnisse zu Eigen. Fortsetzung im Digitalen Nachschlag Das 3B-Scientific Anatomie-Special Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich Anatomie, den wir euch in Kooperation mit 3B Scientific und in der MLZ ausführlich vorstellen. Weitere Infos auch online unter: www.medi-learn.de/anatomie

IMPRESSUM Herausgeber: MEDI-LEARN, ISSN 1860-8590 Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn Tel: 04 31/780 25-0, Fax: 04 31/780 25-29 E-Mail: redaktion@medi-learn.de, www.medi-learn.de Redaktion: Jens Plasger (Redaktionsleitung), Christian Weier (V.i.S.d.P.), Trojan Urban, Dr. Marlies Weier, Dr. Lilian Goharian, Dr. med. Dipl.-Psych. Bringfried Müller, Thomas Brockfeld

Der 100-Tage-Lernplan und ausführliche Erläuterungen mit zusätzlichem Kreuzplan stehen im Internet zur Verfügung unter:

Lektorat: Jan-Peter Wulf und Thomas Trippenfeld Layout & Graphik: Kristina Junghans Berichte: Redaktion MEDI-LEARN, Nina Dalitz, Stefan Klose, Carolin Proske, Anna Ritzkat, Julian Wichmann, Nawied Tehrani Druck: Druckerei + Verlag Wenzel, Am Krekel 47, 35039 Marburg/Lahn Tel: 0 64 21/17 32 60, Telefax: 0 64 21/17 32 69 Anzeigenbetreuung: Christian Weier, Olbrichtweg 11, 24145 Kiel Tel: 04 31/780 25-0, Fax: 04 31/780 25-29 E-Mail: christian.weier@medi-learn.de. – Es gilt die Anzeigenpreisliste 02/2005.

www.medi-learn.de/ hammerplan

Bildnachweis: www.photocase.com, www.istockphoto.com, www.sxc.hu, www.pixelquelle.de, Grenada Tourism, Artikelautoren, www.flickr.com Erscheinungsort: Marburg Die MEDI-LEARN Zeitung erscheint fünfmal pro Jahr und wird als Beilage der Zeitschrift Via medici aus dem Georg Thieme Verlag, Stuttgart, zugelegt. Der Bezug ist für Abonnenten der Via medici in deren Abonnement bereits enthalten. Der Einzelpreis beträgt 1,90 €. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos etc. kann der Verlag keine Gewähr übernehmen. Nachdruck – auch in Auszügen – nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung. Der Verlag kann für Preisangaben keine Garantie übernehmen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bei allen Gewinnspielen und Aktionen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Anregungen und Redaktionskontakt per E-Mail unter: redaktion@medi-learn.de.

Deine Meinung ist uns wichtig! Wie gefällt dir diese Ausgabe unserer MEDI-LEARN Zeitung? Unter www.medi-learn.de/gw121 findest du einen kurzen Fragebogen mit drei Fragen zu dieser Ausgabe. Wir würden uns freuen, wenn du uns deine Meinung mitteilst. Mitmachen lohnt sich. Unter allen Teilnehmern verlosen wir Fachbücher im Wert von 300 Euro. Einfach Fragebogen ausfüllen und schon bist du dabei!

Verlosung: Bei allen Verlosungen in dieser Ausgabe ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Der Einsendeschluss ist am 30. März 2010. Die Gewinner werden regelmäßig im Internet unter www.medi-learn.de/gewinner bekannt gegeben. Dein Artikel bei MEDI-LEARN? Wir freuen uns über die Zusendung von Erfahrungsberichten und anderen Artikeln und belohnen die Autoren mit Fachbüchern. Alle weiteren Infos findest du unter www.medi-learn.de/artikel. Präp-Kurs: Erst wird am Modell gelernt, dann an der Leiche


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Das Skriptenreihen Cartoon-Rätsel

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7 8 9 Welcher Cartoon gehört zu welchem Skript? nd so geht's zur Lösung! Sobald du das Cartoon einem Skriptcover zugeordnet hast, gibt es jeweils einen oder mehr Buchstaben im Namen, die dir dabei helfen, das Lösungswort zu ermitteln. Die Cover gehören zu den Büchern der MEDI-LEARN Skriptenreihe, Details dazu findest du unter der URL www.medi-learn.de/skript. Die Skriptenreihe ist gerade druckfrisch in 3. Auflage erschienen. che du in der Lösung an Stelle 8 stabe des Faches, welchen du und 10 einsetzen kannst. in der Lösung an erster Stelle 7. Buchstabe des Faches, welche einsetzen kannst. du in der Lösung an Stelle 3 und 9 In diesem Fall ist es der 5. Bucheinsetzen kannst. stabe des Faches, welchen du in In diesem Fall ist es der 4. Buchstader Lösung an Stelle 4 und 11 einbe des Faches, welchen du in der In diesem Fall ist es der letzte setzen kannst. Lösung an Stelle 6 einsetzen kannst. Buchstabe des Faches, welIn diesem Fall sind es der erste und chen du in der Lösung an Stelletzte Buchstabe des Faches, welle 2 einsetzen kannst. che du in der Lösung an Stelle 5 In diesem Fall ist es der letzte BuchIn diesem Fall ist es der 5. Buchstaund 13 einsetzen kannst. stabe des Faches, welchen du in der be des Faches, welchen du in der LöLösung an Stelle 7 einsetzen kannst. sung an Stelle 12 einsetzen kannst. Viel Spaß dabei wünscht dir dein In diesem Fall sind es der 2. und letzte Buchstabe des Faches, welIn diesem Fall ist es der 2. Buch- MEDI-LEARN Team! In diesem Fall sind es der 3. und

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Die Lehrtafeln

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Gewinnspiel: Trage einfach die Lösung unter www.medi-learn.de/cartoon-quiz ein. Hier erhältst du auch Hinweise, die dir das Rätseln erleichtern. Zu gewinnen gibt es ein Skelett von 3B Scientific und wertvolle Fachbücher vom Georg Thieme Verlag. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Das Gewinnspiel läuft bis 30. März 2010.

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Famulatur in der Plastischen Chirurgie Fortsetzung von Seite 3 Mit Abstand der härteste Fall war aber ein junger Soldat, der von einer elektrischen Leiter in eine Starkstromleitung geschoben worden war. Eine Trapezius-Plastik führte zum vorläufigen Resultat: Der ganze Kopf war bis auf den Mund zwar nun von Haut und Muskel bedeckt, menschliche Formen wie eine Augenhöhle fehlten aber komplett. Der Patient wurde beatmet und lag im Koma, reagierte aber auf Menschen im Raum und wenn wir seine Verbände wechselten. Die Bilder seiner Kinder an der Wand und die Gespräche mit seinem Vater haben mich schon belastet.

Online geht's weiter Wie immer gibt es auch zu dieser Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung wieder eine Extraportion für besonders MLZHungrige: Ausgabe 26 unseres Digitalen Nachschlags präsentiert dir weitere spannende Artikel – dieses Mal unter anderem zum Thema Impfungen und Pflegepraktikum – und Fortsetzungen von Beiträgen aus der gedruckten Version. Außerdem: ein Bericht aus der Gehirnforschung. All das erfährst du im Digitalen Nachschlag. Er steht kostenlos als PDF im Internet zur Verfügung. Einfach die folgende Seite aufrufen:

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Awesome! Die dritte und vierte Woche verbrachte ich im Children’s Hospital. Hier war selbst der Aufzug kunterbunt dekoriert und auch Pflaster gab es nur mit Disney-Aufdruck. Viele, viele Lippen- und Gaumenspalten korrigierten wir hier. Auch autologe Transplantationen aus Rippen- oder Hüftknochen waren teilweise notwendig. Des Weiteren führten An die Arbeit: In den USA wird viel Einsatz von Studenten gefordert. Dafür wird viel Praxiserfahrung geboten wir viele Ohrrekonstruktionen jeglichen Gehirn mehr Platz zu schaffen. Ich durf- USA zu famulieren. Die Krankenhäuser Grads durch. te hier dann, nachdem ich einfach einmal sind meist hervorragend ausgestattet gefragt hatte, beinahe alle Löcher selbst und vom Chefarzt bis zum Wachmann bohren, die Gewinde einfräsen und dann sind wirklich nahezu alle wahnsinnig ICH DURFTE LÖCHER BOHdie Schrauben versenken. Nach unge- freundlich und hilfsbereit. Man sollte REN, GEWINDE EINFRÄSEN UND fähr sechs Stunden waren wir fertig. Ich sich aber darauf einstellen, dass man SCHRAUBEN VERSENKEN klatschte mich mit einem der Assistenten sehr viel zu tun haben wird. Wie in Der spannendste Fall war ein zwölfjäh- ab und wir beide kommentierten das Gan- manchen deutschen Kliniken um zwei ze mit „that was awesome!“ Uhr mittags nach Hause geschickt zu riger Junge mit Craniosynostose. werden, weil es angeblich nichts mehr Zu viert sägten wir seinen Schädel in ca. zu tun gibt, das existiert in den USA 15 Stücke, schleiften sie teilweise und Keine Zurückhaltung! setzen alles neu zusammen, um seinem Ich kann jedem nur empfehlen, in den nicht. Wer das Ganze aber als die rie-

Nachschlag Die Extraportion Diese Artikel findest du im Online-Teil unserer Zeitung:

Medizinstudium sengroße Chance wahrnimmt und die uns in Deutschland teilweise angelernte Zurückhaltung von Tag eins an ablegt, der wird unglaublich viel Spaß haben! Wir verlosen Fallbuch Chirurgie von Thieme – einfach Namen eintragen und schon bist du dabei: www.medi-learn.de/gw286

Der Pflichtdienst als Entscheidungshilfe Pflegepraktikum in der Neurologie

Pflegen in Lausanne Ein telefonisches Vorstellungsgespräch, französische Fachausdrücke, typische Praktikantenjobs und als Entschädigung viel Zeit mit kleinen Patienten, die zum Teil weit gereist sind: Ein Bericht vom Centre Hospitalier Universitaire Vaudoise, der Uniklinik Lausanne, wägt die Vor- und Nachteile eines Pflegepraktikums im Ausland ab.

Vom Atlas bis zum Zwerchfell „Was aber dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn. Es ist leicht zu sterben, wenn es in der Ordnung der Dinge liegt.“ So die schönen Worte aus Antoine de Saint-Exupérys Roman „Terre des Hommes“. In der Fortsetzung des Berichts aus dem Präpkurs an der Uni München lest ihr, wie die Studierenden mit einer würdevollen Feier der Menschen gedenken, die ihren Körper der Ausbildung junger Mediziner zur Verfügung gestellt haben.

von Anna Ritzkat

Famulatur im Dubai Hospital

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eder Medizinstudent kennt es: das Pflichtpflegepraktikum. Ganze 90 Tage verbringt man da als Praktikant in irgendeinem Krankenhaus und muss dabei einen Teil seiner wertvollen Semesterferien opfern. Außer, man leistet einen Teil des Dienstes schon vor dem Studium ab. Ich dachte, da tue ich mir doch was Gutes und kann die vorlesungsfreie Zeit im doch ziemlich stressigen Studium erholsamer verbringen. Also bewarb ich mich gleich nach dem bestandenen Abitur für ein sechswöchiges Praktikum in einem Kinderzentrum im 30 Kilometer entfernten, recht großen Krankenhaus von Zwickau. Etwas ärgerlich fand ich, dass ich zuvor eine Impfbescheinigung vorlegen musste, die mich gleich noch 30 Euro gekostet hat. Dazu kam, dass ich nicht wie geplant auf die Kinderstation sollte, sondern in der Neurologie gebraucht wurde. Meine ersten Gedanken waren: Oh Gott, schaffe ich das, mich um Menschen zu kümmern, die vielleicht nicht mehr richtig reden oder denken können? Meine Aufregung vor dem ersten Tag stieg gewaltig an.

Mit jedem Tag einfacher Und dann war er auch schon da, der erste Tag. Wie immer, stand erst erstmal der ganze organisatorische Kram an: Unterweisung in Hygiene, Belehrung über die Aufgaben als Praktikanten auf Station,

Entgegennehmen der Arbeitskleidung und so weiter. Im Endeffekt war das aber auch ganz gut, denn dann kam man erst gegen neun auf seine Station und der größte Stress war da schon vorbei. Der erste Tag ist meiner Meinung nach immer sehr unangenehm. Man kennt noch niemanden, weder Patienten noch Personal, und muss ständig stellen Fragen: Wer? Wie? Wo? Was? Aber mit jedem Tag wird es einfacher. Und dann beginnt es so richtig Spaß zu machen, denn man hat schon mehr Selbstvertrauen in die eigene Arbeit und kann es sehr genießen, mit den Patienten zu arbeiten. Ich hatte großes Glück mit meiner Station: Am Anfang waren noch eine neue Schwesternschülerin und ein neuer Zivi mit da und wir haben uns schnell angefreundet. Auch die Schwestern waren allesamt sehr locker drauf und haben jeden Spaß mitgemacht.

WER DIE CHANCE BEKOMMT, FALL NUTZEN

SOLLTE SIE AUF JEDEN

Das Klima ist bei so einem Praktikum von großer Bedeutung, denn es entscheidet, ob du jeden Morgen oder Mittag – je nach Schicht – auch Lust hast, zur Arbeit zu gehen. Es gibt, finde ich, nichts Schlimmeres, als wenn man die Arbeit als lästiges Übel empfindet. Dann vergeht die Zeit sehr langsam und

das Aufstehen um halb fünf fällt dreimal so schwer.

Praktikum verlängert

Ich wurde glücklicherweise schnell mit in den Tagesablauf integriert und durfte mehr machen als in den anderen Praktika, die ich zuvor absolviert hatte. Mir gefiel es dort so gut, dass ich gleich noch um eine Woche verlängert habe! Neben den normalen Praktikanten-Arbeiten wie Geschirr abwaschen, Essenskarten schreiben, Kaffee kochen und Tisch decken, konnte ich auch die Blutzuckerproben erstellen, Blutdruck messen, neue Patienten aufnehmen und vieles mehr. Ich fühlte mich als richtiger Teil der Station! In sieben Wochen Praktikum bekommt man schon so einiges mit. Selbst ein Stationsumzug stand auf dem Plan. Jeder, der das schon mal mitgemacht hat, weiß, wie stressig das ist, nicht zuletzt für die Patienten. Wer die Chance hat, mal auf der Neurologie zu arbeiten, sollte sie auf jeden Fall nutzen. So interessant hätte ich mir das nie vorgestellt. Es hat selbst meine Pläne, Kinderärztin zu werden, völlig über den Haufen geworfen!

Wenig Ärztekontakt Mit den Ärzten selbst kam ich in der Zeit leider nicht sehr viel in Kontakt. Mit einigen konnte ich mich wenigstens kurz unterhalten, und ein sehr freundlicher

Medizinstudent hat mir einige Arbeitsvorgänge gezeigt. Besonders die Röntgenbilder haben es mir dabei angetan. Meistens war aber so wenig Zeit frei, dass ich gar nicht die Möglichkeit hatte, mal kurz zu verschwinden. So konnte ich nicht, wie manch anderer Glückspilz, in den OP schauen oder ähnliche Highlights erleben. Dennoch fand ich meinen ganzen Aufenthalt sehr lehrreich. Am vorletzten Tag konnte ich dann wenigstens die lang ersehnte Visite mitmachen.

Für mich ist es das Richtige Alles in allem eine tolle Erfahrung, die ich bestimmt noch ein zweites Mal machen will. Generell ist ein Praktikum sehr hilfreich, um den Grundaufbau und -ablauf einer Station zu verstehen. Man erkennt, wie viel Respekt die Schwestern für ihre Arbeit verdienen, und ich kann es vor allem denen empfehlen, die sich noch nicht so sicher sind, ob denn die Arbeit im Krankenhaus wirklich das Richtige sie ist. Für mich ist es das Richtige, und so warte ich momentan noch sehnsüchtig auf die Mitteilungen der ZVS! MEDI-LEARN PODCAST Diesen Artikel gibt es online auch als Audio-Datei zum Download unter: www.medi-learn.de/podcast

In der Fortsetzung berichtet Stefan von weiteren Erfahrungen mit der Kultur und Sprache während seiner Famulatur in Dubai. Zudem weiht er uns ein in die Anästhesie und Chirurgie hautnah - "Noch nie war Histopatho so lebendig!".

Forschung

Prävention spart Millionen ein Die Ausgaben der Krankenkassen für Diabetes mellitus, Asthma oder Herzinsuffizienz steigen 2010 bis 2020 von 13 auf 18,5 Milliarden Euro an. So lautet die Prognose, die sich aus einer aktuellen Hochrechnung des Instituts für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung an der FH Köln ergibt. Gefordert wird mehr Eigenverantwortung des Patienten: Prävention durch Information.

Impfungen retten Leben Durch erfolgreiche Impfungen sind gefährliche Krankheiten, wie Pocken, Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus oder Masern heute bei uns selten geworden. Sie sind aber noch nicht verschwunden. Nachlässigkeit beim Impfschutz, Fehlinformation und mangelndes Wissen über Risiken von Nichtimpfungen stellen neue Gefahrenherde dar. Alle Artikel findet ihr kostenlos unter:

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Ausgabe 01/2010

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