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Die Zeitung für Medizinstudenten und junge Ärzte

ZEITUNG

Digitaler Nachschlag

Digitaler Nachschlag der Ausgabe 02/10 März/ April 2010 ∙ In Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag ∙ www.medi-learn.de

Pflegepraktikum der besonderen Art Sponsoring fürs Studium

Downtown Brooklyn

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Stephanie Leißner hat sich für ein Pflegepraktikum der besonderen Art entschieden: Psychiatrie. Wie sie den Alltag dort gemeistert hat, was sie erlebt und was sie daraus gelernt hat, erfahrt ihr hier.

Ein Stipendium kann sich in mehrfacher Hinsicht lohnen: nicht nur wegen des Verdienstes, vor allem die Zusammenarbeit mit den Ärzten und Schwestern sollte für den Student eine Bereicherung sein.

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Tipps für Tromsø

Leben in der nördlichsten Uni-Stadt der Welt von Annerose Müller

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as Zentrum der Stadt liegt auf der Troms-Insel im TromsFjord zwischen der Kval-Insel und dem Festland. Auf diesen Beiden befinden sich auch weitere Teile der Stadt, die durch sehr eindrucksvolle Brücken mit der Insel verbunden sind. Die Landschaft ist mit viel Wasser und hohen Bergen im Wechsel sehr markant. Das Klima ist für die nördliche Lage sehr mild, da es vom warmen Golfstrom beeinflusst wird. Die vorgelagerten Inseln fangen die schlimmsten Stürme ab.

Kval-Insel

Die Kval-Insel ist die fünftgrößte Insel in Norwegen und hat Berge, die bis zu 1.000 m hoch sind. Hier kann man beim Spazierengehen Rentiere beobachten, die wenig Scheu vor Menschen zeigen. Auf der Festlandseite gibt es einen Aussichtspunkt (Fløya), von dem man die ganze Gegend sehr gut überblicken kann. Dorthin fährt eine Kabinenbahn, man kann aber auch hinauf wandern. Da-

runter, am Ende der Brücke, die von der Troms-Insel herüber führt, steht die Eismeerkathedrale (Ishavskatedralen) mit einem beeindruckenden, 140 Quadratmeter großen Glasmosaik. Tromsø ist mit 75.000 Einwohnern keine große Stadt, besitzt aber relativ viele Bars (leider mit relativ unbezahlbaren Preisen!), da es hier sehr viele Studenten gibt: Tromsø hat nämlich die nördlichste Universität der Welt! Mit seiner geographischen Lage bei 69° nördlicher Breite ist es berühmt für die Polarnacht mit seinen Nordlichtern und dem Polartag mit seiner Mitternachtssonne. All dieses macht Tromsø zu einem faszinierenden Ziel.

Wohnungssuche

Alle relevanten Informationen für die Bewerbung auf einen Wohnheimsplatz finden sich auf der Internetseite der Universität. Für alle Studentenwohnheime in Norwegen bewirbt man sich online über die Seite www.boligtorget.no. Dort kann man angeben, an welcher Uni man studiert und wählen was für ein

Berge, Seen, wunderbare Landschaften: Norwegen bietet Abwechslung

Für Olaf fiel die Wahl seines PJ im Bereich der Chirurgie auf Brooklyn-New York. Wie Olaf sich in dem Großstadtdschungel zurecht findet und was er in der Stadt, die niemals schläft alles erlebt , erfahrt ihr hier.

Zimmer man möchte. Unter anderem kann man hier aussuchen, mit wie vielen Mitbewohnern man Bad und Küche teilen möchte oder ob man lieber eine eigene Wohnung hätte, welches Preisniveau man sich leisten möchte und welche Lage man bevorzugt. Der Mietvertrag und alles Weitere werden über ein Konto auf dieser Seite verwaltet.

Zimmer frei!

Fünf Wünsche können geäußert werden. Je nach Nachfrage erhält man, was verfügbar ist, wobei Austauschstudenten bevorzugt werden. Ich wählte mir ein Zimmer in dem Studentenwohnheim „Prestvatnet“, das relativ zentral auf der TromsInsel neben einem kleinen See liegt. Man hat ein Zimmer von 14 Quadratmetern, ein eigenes kleines Bad und teilt die Küche mit neun weiteren Studenten. Mit einem Preis von 2.780 norwegischen Kronen, das entspricht ca. 325 Euro, war das für norwegische Verhältnisse sehr günstig.

Gut versichert

Als Medizinstudentin konnte ich einfach und schnell eine Auslandskranken- und Auslandshaftpflichtversicherung über die Deutsche Ärzte

Finanz abschließen. Diese bietet in Zusammenarbeit mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschlands ein spezielles Angebot für ein PJ-Tertial im Ausland an. Hierbei bezahlte ich 32 € für das gesamte Tertial. Besonders die Haftpflichtversicherung war mir persönlich sehr wichtig, da es im Krankenhaus sehr teuer werden kann, wenn man etwas falsch macht!

Internet und Co

Die Studentenwohnheime verfügen über einen Internetanschluss, den man als Student im Bereich der Universität und der Studentenwohnheime kostenlos nutzen kann. Statt für einen Telefonanschluss monatlich Gebühren zu zahlen, habe ich mit Skype über das Internet gratis telefoniert. Zusätzlich habe ich mir eine Prepaid-Karte für mein Handy gekauft.

Personennummer und Konto

Wer in Norwegen ein Bankkonto eröffnen möchte, benötigt eine norwegische Personennummer, die man bei der Polizei beantragen kann. Die Personennummer wird aber erst ausgestellt, wenn man sich länger als sechs Monate im Land aufhält. Für den Übergang oder einen kürzeren Aufenthalt kann man eine D-Nummer beantragen, die Ausländern anfangs sehr hilfreich ist, da man eine Personennummer in allen Bereichen benötigt. Diese kann man auch direkt bei einer Bank bekommen. Da ich nur vier Monate in Norwegen war und im Krankenhaus kein Gehalt erhielt, benötigte ich kein norwegisches Konto und bezog mein Geld weiterhin aus Deutschland über eine kostenlose Visa-Card, mit der ich weltweit gebührenfrei Geld abheben darf.


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Pflegepraktikum der besonderen Art Vom Dienst in der Psychiatrie von Stephanie Leißner

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echs Uhr früh. Der Wecker klingelt und reißt mich aus meinen schönen Träumen. Während ich ihn murrend zum Schweigen bringe, wird mir wieder bewusst: Heute geht es los. Der erste Tag von einem Monat Psychiatrie steht vor der Tür! Auf dem Weg dorthin gehen mir wieder alle Geschichten, die man so mit Psychiatrie verbindet, durch den Kopf. Ich denke auch die Stimmen meiner Kommilitonen, den Praktikumsplatz doch besser zu tauschen. Doch da muss ich jetzt durch!

Ich zweifle doch noch einmal an meiner Entscheidung

Von Schreien begrüßt

geschlossene Station genau deshalb geschlossen heißt, weil man sie nur verlassen kann, wenn man im Besitz eines passenden Schlüssels für die Schließanlage ist.

Elektrokrampftherapie-Raum erinnert mich an diverse Filmszenen Auf einer solchen Station befinden sich zum Beispiel depressive Patienten mit Suizidabsicht, denen der offene Freie Zugang zu Tabletten, offenen Fenstern oder Zugang zu Putzmitteln unmöglich gemacht werden muss. Neben einem Aufenthaltsraum, Therapieräumen, Abstellräumen, einer Dusche und den Zimmern

Passenderweise sind vor dem Eingang aus den oberen Etagen Schreie zu hören. Ich zweifle noch einmal an meiner Entscheidung. Doch auf Station angekommen stellt sich zumindest das Pflegepersonal schon mal als freundlich und hilfsbereit heraus. Mein Puls beruhigt sich auch langsam, und ich werde von einer FSJlerin zu den Umziehräumen gebracht. Danach kümmert sich die Stationsschwester sehr lieb um mich, zeigt mir die einzelnen Räume und bläut mir immer wieder ein, dass ich mich jetzt auf einer geschlossenen Station befinde: Räume sind nur mit Schlüssel zu öffnen, Türen müssen unbedingt geschlossen werden und Fenster dürfen in keinem Fall offen stehen. Grundregeln, die unerlässlich sind, in der ersten Woche in der Hektik aber trotzdem ab und an vergessen werden. Doch man muss sich immer vor Augen halten, dass eine Psychiatrie - keineswegs kopflos

gibt es auch einen Elektrokrampftherapie-Raum. Hier erhalten Patienten, deren Therapie nicht richtig anschlägt, unter Beobachtung eines Anästhesisten kleine Elektrostöße. Das erinnert mich augenblicklich an Szenen aus diversen Filmen, doch in der Realität ist die Methode unbedenklich und hilft dem Patienten - so erklärt mir die Stationsschwester - sich einmal richtig zu entkrampfen.

Keine normale Station

Nachdem ich die Station gesehen habe, darf ich einem Pfleger beim Waschen zur Hand gehen. Und so wird mir auch recht schnell klar, dass die eingangs gehörten Schreie tatsächlich von dieser Station kamen, und zwar von ei-

ner nicht mehr ganz ansprechbaren Patientin. Aber auch an so etwas kann man sich gewöhnen.

Besuch des Patientengartens stösst immer auf grosse

Begeisterung

Als mir das gerötete Auge eines Patienten auffällt und ich vorsichtig frage, was da passiert sei, bekomme ich zur Antwort, dass der ehemalige Zimmernachbar sich von ihm genervt gefühlt habe und ihm deswegen eine reingehauen hat. Spätestens da wird mir wieder bewusst, dass ich mich eben nicht auf einer „normalen“ Station befinde. Aber was ist schon normal?

Der Stationsablauf

Die Tage vergehen, und langsam werde ich auch in den gewöhnlichen Stationsablauf integriert: Morgens werden alle Patienten, die sich nicht alleine waschen können, per Pflegerolli in die Dusche gebracht. Dort kümmern sich zwei Mitarbeiter des Pflegepersonals um die Körperhygiene: Waschen, Abtrocknen, Eincremen, Anziehen und auf dem Zimmer noch Zähne putzen und Haare kämmen. Die nichtmobilisierbaren Patienten werden im Bett gewaschen, während andere sich derweil um die Betten kümmern. Danach werden alle in den Aufenthaltsraum begleitet, wo sie gemeinsam frühstücken. Nach dem Frühstück geht es zur Morgenbegegnung in den Therapieraum, aber vorher wird noch Blutdruck, Puls und Temperatur, sowie einmal pro Woche das Gewicht gemessen.


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Pflegepraktikum der besonderen Art Fortsetzung von Seite 2

Für uns sind dann immer kleinere Dinge zu erledigen: Betten beziehen oder bei Entlassungen waschen, Staub wischen und ähnliches. Auch Windeln wechseln gehört auf einer gerontopsychiatrischen Station, wo man vermehrt ältere Menschen antrifft, zum Alltag. Vor der Frühstückspause ist meist eine Visite dran. Ist das Wetter entsprechend gut und genügend Personal vorhanden, geht man mit der Ergotherapeutin oder Psychologin und den Patienten, die dazu in der Lage sind, eine kleine Runde spazieren oder in den Patientengarten. Das stößt immer auf große Begeisterung stößt, da die wenigsten ja einfach so die Station verlassen können.

irgendwann selbst zum Lächeln bringen kann! Wenn man eine gefühlte Stunde bei einem Patienten verbringt und mit dem Ergebnis herausgeht, dass er

Fälle sind zum Teil noch jüngere Menschen mit dem KorsakowSyndrom, das durch erhöhten Alkoholkonsum hervorgerufen wird. Bei diesen Menschen kann man nur

mit seinem eigenen Leben umgeht. Alles in allem ist dieses Praktikum das gelungenste von allen, mit einer Menge zu lernen. Nicht nur an handwerklichen Tätigkeiten,

Kleine Ergebnisse erfüllen mit Zufriedenheit Danach ist schon wieder Zeit fürs Mittagessen im Aufenthaltsraum mit anschließender Mittagsruhe. Der nächste wichtige Punkt auf dem Tagesplan sind Kaffee und Kuchen. Danach geht es mitunter noch einmal nach draußen. Für uns folgen dann das Bereiten des Abendbrotes für alle, die das nicht selbst können, aufräumen und ein bisschen Zeit, um sich noch einmal um die zu kümmern, die nicht mehr essen und trinken wollen.

Zum Lächeln bringen

Das Schöne an der Psychiatrie ist, das man direkt sieht, wofür man etwas macht. Dass das, was man tut, auch Erfolg haben kann und man ein wichtiger Punkt für Patienten ist. Allgemein erlebt man dort Dinge, die man, so denke ich, auf keiner anderen Station antrifft. Das reicht von 96-jährigen Damen, die einem mit dem Anwalt drohen und den Plastikschlauch der Infusion ohne Hilfsmittel durchreißen können, über gewalttätige Patienten, die einen schlagen, wenn man nicht aufpasst und die Einrichtung zerstören, und halluzinierende Patienten, die Ratten und ähnliches sehen, bis hin zu Depressiven, die man mit beharrliche Lächeln auch

Das Verhalten und die Entwicklung der Patienten werden immer genauestens schriftlich festgehalten und protokolliert

wenigstens eine Schnabeltasse Tee getrunken und ein paar Löffel passierte Kost zu sich genommen hat, so weiß man, wofür man das alles getan hat. Das erfüllt einen selbst mit Zufriedenheit!

Es ist wichtig sie zu unter-

noch versuchen, die Lebensqualität bestmöglich zu erhalten. Aber in den schlimmsten Fällen erinnert dies wirklich an übertriebene Filmdarstellungen eines psychisch kranken Menschen. Anhand solcher Fälle sollte man sich vor Augen führen, wie man

sondern ganz besonders im Umgang mit anderen Menschen: Eigene Empfindungen auch einmal zurückzustellen, um für andere da zu sein und Verständnis, Ruhe und Geduld aufzubringen. Denn das beinhaltet der Job, den wir anstreben, schließlich auch!

stützen und zu ermutigen

Selbsthilfe

Das Hauptziel bei der Pflege ist allerdings, den Patienten soweit wie möglich alleine agieren zu lassen. Auch so etwas liegt in den kleinen Dingen: Dem Patienten den Lappen in die Hand drücken und ihn sich selbst waschen lassen, oder der Schnabeltasse nur die Richtung weisen – manchmal ist es erstaunlich, wie viel auch verwirrte Patienten noch eigenständig tun können. Es ist wichtig, ihnen das zu lassen und sie diesbezüglich zu unterstützen und zu ermutigen. Die für mich persönlich traurigsten

Entspannt durchs Examen MEDI-LEARN Kurse für Physikum und Hammerexamen

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Gesamtes Spektrum der Inneren Medizin PJ-Tertial am Lehrkrankenhaus Mariahilf, Hamburg-Harburg von Olaf Stark

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ei der Auswahl des Krankenhauses für mein PJ ging es mir vor allem um drei Dinge: Erstens gute Betreuung und Möglichkeiten des eigenständigen Arbeitens, zweitens die ganze Bandbreite der Inneren Medizin zu sehen und drittens die viel diskutierte PJ-Vergütung zu bekommen und nicht an den Wochenenden arbeiten zu müssen. Schnell war das Helios Krankenhaus Mariahilf mein einsamer Favorit. Alle drei Punkte werden erfüllt, als Vergütung erhalten die PJler derzeit 600 Euro pro Monat, ab Juli 2010 sogar 700 Euro. Wer will, kann sich bei bestehender Zusage auch für eine freie Unterkunft bewerben. Die Bewerbung verlief bei mir recht unkompliziert: Vorher schickte ich ein kurzes Anschreiben zusammen mit meinem Lebenslauf an das Sekreteriat der Inneren Medizin. Pro Tertial werden immer nur zwei PJ-Studenten in der Inneren Medizin genommen.

Erstaunliche Vielfalt

Das relativ kleine Krankenhaus hat eine erstaunliche Vielfalt an Abteilungen zu bieten. Neben der Inneren Medizin mit Notaufnahme und kleiner Intensivstation gibt es noch die Fachbereiche Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie, Kinderchirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie mit pädiat-

rischer Intensivstation und Anästhesie. Derzeit ist ein PJ Tertial aber nur in den Fachbereichen Innere Medizin und Chirurgie möglich. Die anderen Fachbereiche sollen, was das PJ betrifft, noch nachkommen. Das Famulieren ist in allen Fachbereichen möglich.

Das kleine Krankenhaus hat eine Vielfalt an Abteilungen zu bieten

In der Inneren Medizin arbeiten neben dem Chefarzt drei Oberärzte und zehn Assistenzärzte. Insgesamt herrscht eine sehr freundliche und kollegiale Atmosphäre unter den Ärzten, die sich auch auf die PJler und Famulanten überträgt. Es gibt sowohl eine rein internistische und gemischt internistische Station, sowie 4 Intensivbetten und eine internistisch-chirurgische Notaufnahme. Man sieht hier so ziemlich die gesamte Bandbreite der Inneren Medizin. Die Innere Abteilung führt folgende Untersuchungen und Interventionen durch: Endoskopie (Gastro-, Kolo- und Bronchoskopie) Endosonografie und ERCP, Sonografie, Herzechografie, Langzeit EKG und RR, Belastungs-EKG, Kardioversion (medikamentös und elektrisch),

Das Lehrkrankenhaus Maria Hilf in Hamburg-Harburg

Schlafapnoe-Diagnostik, gen, neues 4 Zeilen-CT.

Tagesablauf

Rönt-

Der Tag beginnt um 7:30 Uhr mit der Frühbesprechung, in der die Aufnahmen des Vortages und der Nacht vorgestellt werden. Danach geht es für den PJler zur Blutentnahme und Vorbereitung der Visite auf Station. Jeder PJler soll nach Möglichkeit ein Zimmer mit ca. drei Patienten oder auch mehrere Zimmer alleine betreuen, aber natürlich in Rücksprache mit dem Stationsarzt. Es ist auch gern gesehen, wenn man nach getaner Arbeit auf Station in den Funktionsbereich wechselt und dort den Gastro- und Koloskopien, sowie den Sonografien (Abdomensono, Herzsono, Endosono, Pleurapunktionen, Kontratsmittelsono etc.) oder einer ERCP beiwohnt. Gegen 12:30 treffen sich fast alle Internisten beim gemeinsamen Mittagessen, um halb zwei gehen dann alle in die Röntgenbesprechung. Hier werden die Röntgenbilder, Sono- und Endoskopiebefunde gezeigt und besprochen. Die restliche Zeit

bis 16 Uhr stehen das Diktieren bzw. Schreiben von Entlassungsbriefen oder Nachmelden von Untersuchungen auf dem Programm. In Absprache kann man auch mal im Nachtdienst mitarbeiten und bekommt dann den nächsten Tag frei.

In Absprache kann man auch mal im Nachtdienst mitarbeiten

Einmal pro Woche veranstaltet der Chefarzt persönlich den PJ-Unterricht zu den verschiedenen Themen des Hamburger Lernzielkataloges. Außerdem gibt es einen oberärztlichen EKG-Kurs und eine kleine Röntgeneinführung zu Beginn des Tertials, darüber hinaus sind alle vom Assistenzarzt bis zum Chefarzt - immer bereit, Fragen zu beantworten und Sachverhalte zu erklären.

Sehr zu empfehlen!

Das Tertial in der Inneren Medizin am Helios Krankenhaus Mariahilf bietet großen Lerneffekt, viele praktische Tätigkeiten, selbständiges Arbeiten, ein kollegiales und junges Ärzteteam mit flacher Hierarchie, Wertschätzung durch Ärzte und Pflege, regelmäßigen PJ-Unterricht, in der Regel einen pünktlichen Feierabend und keine Überstunden. Ein kostenloses Zimmer im Schwesternwohnheim wird auf Wunsch gestellt, und nicht zuletzt lockt eine PJ-Vergütung von 600 Euro im Monat. Was will man mehr? Ein Tertial am Helios Krankenhaus Mariahilf ist sehr zu empfehlen!


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Sponsoring fürs Studium

wirklich in jeden Bereich einen Einblick gewinne.

Fortsetzung aus der MEDI-LEARN Zeitung 02/2010

Weg ist festgelegt

Das Programm der KVS Sachsen

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as gefällt mir besser, da ich nicht an vereinzelten Tagen in der Praxis bin, sondern ein bis zwei Wochen am Stück. Gerade zu Beginn ist es hinsichtlich des Kennenlernens der Tagesabläufe sehr hilfreich. Auf diese Weise erlebe ich Krankheitsverläufe mit und sehe zum Beispiel, wie Therapien anschlagen oder versagen und daraufhin angepasst werden müssen.

Untersuchungen durch und setze Therapien an. Auch Impfungen, EKG-Ableitungen und deren Auswertung liegen in meinem Aufgabenbe-

Meine Aufgaben

An meinen Präsenztagen unterstütze ich die Schwestern gleich morgens beim Blutabnehmen oder bei dem Abnehmen von Langzeitgeräten. Sobald die Patienten in die Sprechzimmer gerufen wurden, ist mein Platz an der Seite des Hausarztes bzw. der Hausärztin. Unter ihrer Anleitung führe ich eigenständig Anamnesen und setze körperliche

reich. Ich lernte beispielsweise, wie ich einen diabetischen Fußstatus erstelle oder worauf ich achten muss, wenn ich eine ärztliche Beurteilung verfassen muss. Dr. Bergmann nahm mich auch zu Hausbesuchen mit, sodass ich

Downtown Brooklyn Ein Tertial Trauma Surgery in New York von Olaf Stark

M

eine Entscheidung, die Hälfte, meines PJ Chirurgie-Tertials am SUNY Downstate Medical Centre in Brooklyn-New York zu absolvieren, fällte ich aus drei Gründen: Erstens das unkomplizierte Bewerbungsverfahren, zweitens keine Studiengebühren während des Aufenthaltes – und drittens die Stadt, die niemals schläft!

Vorbereitung

Den Tipp erhielt ich von einem Freund, der dort während seines Innere-Tertials Emergency Medicine gemacht hat. Im Staat New York kann man nur für insgesamt drei Monate studieren bzw. famulieren oder PJ machen. Also sind während des PJ höchstens zwei Monate drin – es sei denn, eure Uni erlaubt eine andere Aufteilung des Tertials. Das Krankenhaus

verlangt den Nachweis bestimmter Impfungen als Teil der Bewerbungsunterlagen. MMR, HepB Titer und HepC Serologie, sowie den TBC Mendel-Mantoux Test und eine körperliche Untersuchung: All das muss von einem Arzt ausgefüllt und unterschrieben werden. Ich habe mich an die Betriebsärzte meines Uniklinikums gewandt und die nötigen Untersuchungen, Tests und Impfungen ohne Probleme erhalten. Trotzdem: Fangt frühzeitig mit der Organisation der Unterlagen an, da die Tests, Impfungen und Termine sich doch etwas hinziehen können.

Anreise und Fortbewegung in N.Y.C.

Klar: Je früher man bucht, desto billiger kann man nach New York reisen. Das Günstigste, was ich

Trotz aller sehr positiven Eindrücke beschleicht mich manchmal ein merkwürdiges Gefühl. Durch die Unterzeichung dieser Förderung habe ich meinen beruflichen Weg festgelegt. Oder? Ein „Hintertürchen“ gibt es: Wer die Ausbildung zum Allgemeinmediziner nicht aufnimmt oder wer die geforderten Patenschaftstage nicht absolviert, wird aus dem Programm herausgenommen. Das bis dato gezahlte Geld (zuzüglich Zinsen) muss erstattet werden. Eine „Notbremse“, falls der Stipendiat merkt, dass ihn eine andere Fachrichtung mehr interessiert. Und mit dieser Eventualität muss auch gerechnet werden: Denn die Antragsstellung erfolgt häufig zu einem Zeitpunkt des Studiums, in dem die klinischen Fächer noch nicht behandelt wurden. Trotzdem ist dieses Programm loh-

gesehen habe, waren 315 Euro. Da ich meinen Flug erst zwei Wochen vor PJ Beginn buchen konnte, waren es 504 Euro. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Fortbewegung in New York selbst: Die MTA (Metropolitan Transportation Authority) ist schnell und sicher. Zu empfehlen ist hier eine Monatskarte, die ca. 100 USD kostet. Fahrradfahren in NYC ist der Hammer! Ich bin immer zwischen WG und Krankenhaus mit dem Rad gependelt und habe mich auch in Manhattan mit dem Fahrrad herumgetrieben. die

Stadt, die

niemals schläft!

Mit etwas Umsicht und einem Helm ist man recht sicher unterwegs. Außerdem werden immer mehr „Bike Lanes“ eröffnet. Kommt bloß nicht auf die Idee, auf dem Bürgersteig zu fahren, da sind die

nenswert: Nicht nur die monatlichen Auszahlungen sind reizvoll, sondern vor allem die Patenschaft und die damit einhergehende längerfristige Zusammenarbeit mit einem Ärzteund Schwesternteam machen die Studienbeihilfe attraktiv. Es können wertvolle Kontakte geknüpft sowie Einblicke in die Vielfältigkeit dieses Berufszweiges gewonnen werden. Außerdem ist die Praxiserfahrung von unschätzbarem Wert, denn nach wie vor kommt sie im Studium selbst viel zu kurz. Und so bin ich überzeugt, dass es noch viele Studenten gibt, für die das Programm der KVS einen guten Weg darstellt, ihr Studium zu finanzieren und zu gestalten. Hinweis der MEDI-LEARN Redaktion: Es sind noch Plätze frei! Insgesamt stehen von 2009 bis 2014 knapp drei Millionen Euro Förderungsgeld zur Verfügung, für jeweils 50 Stipendiaten pro Jahr. Im Startjahr 2009 nahmen erst 14 Personen am Programm teil. Es sind derzeit also noch Kapazitäten vorhanden! Information: www.kvs-sachsen.de, Stichwort: Studienbeihilfe

Cops der NYPD schnell zur Stelle und wollen euch eine Geldstrafe oder sogar eine Gerichtsvorladung aufbrummen!

Loft in Williamsburg

Meine Unterkunft habe ich mir bewusst außerhalb des Krankenhauses gesucht, auch wenn Kings County Hospital und SUNY Downstate Medical Centre jeweils Studentenzimmer anbieten: Das Kings County Hospital kostet 200 bis 300 USD/Monat, im T Building des SUNY Downstate Medical Centre liegt das Einzelzimmer bei 900, Doppelzimmer bei 500 USD im Monat. Mir persönlich war es wichtig, Nichtmediziner kennen zu lernen und nicht rund um die Uhr von Medizin(ern) umgeben zu sein. Außerdem wollte ich nicht allzu weit von Manhattan entfernt wohnen.

Fortsetzung auf Seite 6


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Ein Tertial Trauma Surgery in New York Fortsetzung von Seite 5

Direkt in Manhattan zu wohnen, ist bestimmt ein Traum, aber leider auch ein recht teurer. Unter 1.400 USD für ein Minizimmer ist dort in der Regel nichts zu haben. Besser sieht es da in Williamsburg in Brooklyn aus. Es ist ein hipper Stadtteil, wo es von Musik, Kunst und Kreativen nur so wimmelt. In East Williamsburg/Bushwick habe ich letztlich ein tolles ViererWG-Loft inklusive riesiger Dachterrasse mit Blick auf die Skyline Manhattans gefunden. Insgesamt musste ich 775 USD Monatsmiete und einmalig 56 USD für Strom und Wasser bezahlen.

In Manhattan zu wohnen Traum, aber leider ein recht teurer.

ist ein

Medizinische Literatur mitschleppen oder nicht? Das muss jeder selbst entscheiden. Vor Ort jedenfalls wird viel Wert auf „evidence based medicine“ gelegt, sprich die neuesten Studienergebnisse. „Up to date“ ist eine Datenbank, in der die aktuellsten Beiträge zu jedem medizinischen Problem zu finden sind. Diese Datenbank ist von jedem Com-

Brooklyn Bridge und Downtown - Manhatten

puter der Klinik einsehbar und ersetzt das Wälzen schwerer Bücher. Für chirurgische Fächer sollte man auf jeden Fall seine eigenen OP-Klamotten aus Deutschland mitbringen oder aber in den USA kaufen, sie werden nicht wie in Deutschland von der Klinik gestellt. In den USA trägt man die „Scrubs“ den ganzen Tag und überall, ob morgens im Bus, auf der Intensivstation, im OP oder später im Supermarkt.

TraumaChirurgie hautnah

Insgesamt war es ein gutes halbes Chirurgietertial. Das Krankenhaus ist ein Level One Trauma Centre mit dem höchsten Traumavolumen im ganzen Bundesstaat. Die US-Armee trainiert hier ihre Ärzte, bevor sie in den Irak geschickt werden; und die DPL wurde an diesem Krankenhaus 1965 zuerst beschrieben. Teilweise ist man mit amerikanischen Studenten eingeteilt. Es wird erwartet, dass man sich an den 24-Stunden-Dien-

sten einmal pro Woche beteiligt. Arbeitsbeginn ist um sechs Uhr morgens. Dann wurde mit den Assistenzärzten bzw. dem behandelnden Arzt visitiert, danach die Stationsarbeit getan bzw. elektive OPs (z.B. Wash-outs, Bauchdeckenverschluss, Rückverlegungen von Stomata etc.) oder Konsile abgearbeitet. Außerdem kann man sich auch immer freiwillig zu allgemeinchirurgischen Fällen einwaschen und mit am Tisch stehen. Sobald ein Trauma Code ausgerufen wurde, eilen alle, wirklich alle in den Schockraum. Zusammen mit den Notärzten wird die Erstversorgung durchgeführt und die Patienten wurden mitunter noch im Schockraum laparotomiert, thorakotomiert oder sofort in den OP gebracht. Hier sieht man so ziemlich all das, was man in Deutschland nicht sieht: Schuss- und Stichverletzungen sowie stumpfe Traumata. Auch praktisch kann man tätig werden – abhängig vom Arzt und dem eigenen Engagement. Wer sich also für Trauma-Chirurgie interessiert, der ist hier richtig. Man sollte im

Frühjahr oder im Sommer kommen, da dann „Trauma-Hochsaison“ ist. Und New York zeigt sich dann von seiner schönsten Seite!

Viel gesehen und gelernt

Ich bin dankbar für die Erfahrung und froh darüber, zwei Monate in einer der aufregendsten Städte der Welt gelebt zu haben. Während des Electives am Kings County Hospital habe ich viel gesehen und viel gelernt. Und gleichzeitig wurde mir klar, dass ich eine deutsche Wochenarbeitszeit von 38 bis 48 Stunden einer amerikanischen 80-Stunden-Woche inklusive 24-Stunden-Dienst alle vier Tage vorziehe. Nicht zuletzt deswegen werde ich meine Facharztausbildung in Deutschland absolvieren. Doch mein erster USABesuch wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein. So viel ist mal sicher! Alle wichtigen Infos über Deadlines, Bewerbungsunterlagen, Gebühren und Elective-Angebote in den unterschiedlichen Lehrkrankenhäusern erfahrt ihr hier: www.medi-learn.de/LK_NewYork Um ein Zimmer in einer New Yorker WG zu finden, sucht ihr am besten bei CraigsList: www.newyork.craigslist.org


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Arzt ist man nicht, Arzt wird man! Statusmeldung aus der Notaufnahme

Fortsetzung aus der MEDI-LEARN Zeitung 02/2010

H

at man aber erstmal ein wenig medizinisches Können und ein gewisses Handlungsschema im Kopf, so verleiht das Sicherheit und vor allem: Es sammelt die Sinne und Gedanken und zwingt weg vom „Erleben“ der überfordernden Szenerie.

Tabuthema?

Selten erzählen sich Kommilitonen, dass sie den OP verlassen mussten, weil ihnen schlecht wurde (sei es aus emotionaler oder körperlicher Erschöpfung) oder dass sie gar umkippten. Wenig lässt sich zum Thema situativer Angst vernehmen. Und so gut wie nie wird die eigene potentielle Handlungsunfähigkeit thematisiert.

Ist Arztsein nicht auch

Menschsein?

Ist es ein Zeichen medizinischer Inkompetenz, Angst vor unbekannten oder ungewohnten Situationen zu haben? Nach außen die Contenance zu wahren und den starken Halbgott zu markieren, obwohl das Herz bis zum Halse schlägt? Sicherlich, wer sich Angst nicht anmerken lässt, der ist weniger verletzbar und entzieht sich eventuellem Geläster. Doch ist Artzsein nicht auch Menschsein? Und gehört zum Menschsein nicht auch ein gesundes Maß an Zweifel, Angst, Ekel, Abneigung und

mulmigem Respekt vor neuen Situationen?

Verständnis der Kollegen

Es ist erstaunlich, auf wie viel Verständnis man bei Kollegen trifft, wenn die eigenen Bedenken und Ängste ausgesprochen werden. Es ist okay zu sagen: „Ich habe das noch nicht gemacht. Ich traue mir das noch nicht zu.“ Und es ist wichtig, im Nachhinein mit jemandem über ein belastendes Erlebnis zu sprechen.

entwickelt, um gewisse belastende Aspekte auszublenden oder im Nachhinein zu verarbeiten.

seine Ängste nicht als Zeichen einer grundlegenden beruflichen Insuffizienz wahrnimmt.

jemanden ins

Vertrauen ziehen

Arzt ist man nicht – Arzt wird man!

Es bleibt zu hoffen, dass er im Laufe seines Tertials jemanden ins Vertrauen ziehen konnte und

Es ist wichtig, darüber zu sprechen, denn: Arzt ist man nicht – Arzt wird man!

Bedenken und Ängste aus-

eigene

sprechen

Denn erfreulicherweise gibt es kaum jemanden, der nicht zugäbe, Ähnliches schonmal selbst verspürt oder durchgemacht zu haben. Und so vermindert sich allmählich das Gefühl des Nicht-Gewachsenseins einer Situation. Es wird sichtbar, dass es sich anscheinend um einen Entwicklungsprozess handelt, der von jedem (auf welche intensive oder weniger intensive Art auch immer) durchlaufen wird. Arztberuf ist Empathie.

Arztberuf ist Empathie

Eine OP in der Notaufnahme - Hier zählen Sekunden, hier geht es um Leben und Tod.

IMPRESSUM Herausgeber: MEDI-LEARN, ISSN 1860-8590 Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn Tel: 04 31/780 25-0, Fax: 04 31/780 25-29 E-Mail: redaktion@medi-learn.de, www.medi-learn.de Redaktion: Jens Plasger (Redaktionsleitung), Christian Weier (V.i.S.d.P.), Trojan Urban, Dr. Marlies Weier, Dr. Lilian Goharian, Dr. med. Dipl.-Psych. Bringfried Müller, Thomas Brockfeld Lektorat: Jan-Peter Wulf Layout & Graphik: Carina Wild

Sprechen wir drüber!

Es ist nicht zu bestreiten, dass der PJler aus der ersten Version der Geschichte einen emotional einfacheren Weg durchs ChirurgieTertial zu gehen hat, wohingegen der zweite Student öfters an die Grenzen seiner Belastbarkeit gerät. Doch ist erfahrungsgemäß auch abzusehen, dass dieser sein Tertial rückblickend als „harte Schule“ bezeichnen wird, jedoch auch erfährt, dass man sich an Dinge gewöhnt und Strategien

Berichte: Annerose Müller, Stephanie Leißner und Olaf Stark Bildnachweis: www.photocase.com, www.istockphoto.com, www.sxc.hu, www.pixelquelle.de, Artikelautoren, www.flickr.com, David Cotterrell Erscheinungsort: Marburg Der digitale Nachschlag erscheint zu jeder MEDI-LEARN Zeitung als Ergänzung, die du dir als PDF auf der MEDI-LEARN Seite herunterladen oder online anschauen kannst. Er beinhaltet Fortsetzungen von Artikeln aus der aktuellen Zeitung sowie weitere interessante Artikel und Berichte rund um die Medizin. Dein Artikel bei MEDI-LEARN? Wir freuen uns über die Zusendung von Erfahrungs­berichten und anderen Artikeln und belohnen die Autoren mit Fachbüchern. Alle weiteren Infos findest du unter www.medi-learn.de/artikel. Dieser Digitale Nachschlag ist Teil der MEDI-LEARN Zeitung. Die bisherigen Ausgaben findest Du unter: www.medi-learn.de/ MLZ-Online


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