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November/Dezember 2010

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MLZ

Digitaler Nachschlag

zum Erhalt der Gesundheit sind in zunehmendem Maße auch in Europa anzutreffen. Einige davon gingen (z.B. als „traditionelle chinesische Medizin“) in das Repertoire europäischer Ärzte über. Andere Anwendungen trifft man häufig im Bereich von Wellness-Angeboten an; sie versprechen dort einen positiven Einfluss auf das körperliche und psychische Wohlbefinden. Beispiele sind Akupunktur, Tai Chi Chuan, Qi Gong, Yoga und Ayurveda. Daneben fanden auch sportliche Disziplinen aus Fernost weite Ver-

breitung. Dabei handelt es sich häufig um Kampfkünste, deren Betreiben gewisse körperliche Voraussetzungen erfordert und die im Wettkampf zu Verletzungen führen können. Quasi zwei Pole des asiatischen Kampfkunst-Spektrums sind die japanische Disziplin Aikido und das koreanische Taekwondo. Neben den Aspekten des (Wett-) Kampfes beinhalten fernöstliche Sportarten aber auch Elemente, wie sie als Ziele im Gesundheitssport zu finden sind: aufrechte Haltung, Koordination, ausreichendes Muskelkorsett, Ausdau-

Dr. Suchmaschine Mehr Vertrauen zum Online-Doktor von Katrin Braun (idw)

B

andscheibenvorfall, Sodbrennen oder eine akute Grippe – wer krank ist, fragt nicht nur seinen Arzt, sondern ruft immer häufiger Informationen aus dem I n t e r n e t ab. Dabei

benötigen anders geschriebene Texte als Mediziner, die mit der Fachsprache vertraut sind. Diesen Herausforderungen widmet sich das neue, vierjährige Projekt „Knowledge Helper for Medical and Other Information Users“ (KHRESMOI). Medizinische Inhalte sollen transpa-

erleistungen und Stresstoleranz. Der Deutsche Olympische Sportbund erarbeitete vor einigen Jahren das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ für besonders gesundheitsbewusste Angebote seiner Sportfachverbände. Die entsprechende Lizenzierung von Vereinsangeboten bestätigt qualitätsgesicherte Leistungen im Bereich der Prävention nach § 20 SGB V, für welche die gesetzlichen Krankenversicherungen ihren Mitgliedern Zuschüsse oder Boni geben können. Voraussetzungen bestehen u.a. in einem

ausgearbeiteten und anerkannten Gesundheitssport-Programm sowie einer spezifischen Qualifikation der Übungsleiter/-innen. Der Deutsche Aikido-Bund gehört zu den wenigen Sportfachverbänden, die ein Sport-pro-GesundheitProgramm anbieten dürfen.

und Bildern soll sie Kurzzusammenfassungen enthalten. Davon profitieren alle Internetnutzer, aber auch Ärzte, die schnellen Zugriff auf relevante Informationen benötigen, wie in der Radiologie. „Gerade dort ist man zunehmend einer Flut von Röntgen-, Magnetresonanz- und Computertomographiebildern ausgesetzt, die mit herkömmlichen Suchtechniken nicht mehr zu bewältigen ist“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Norbert Fuhr, der die Arbeitsgruppe in der

zurück, bei denen beispielsweise erforscht wurde, wie bei der Suche nach langen Dokumenten (z.B. wissenschaftlichen Aufsätzen oder Wikipedia-Artikeln) anstelle der vollständigen Texte nur die relevanten Passagen lokalisiert werden können.

Fieber, Halsschmerzen, Ausschlag, ....

werden gängige Suchmaschinen genutzt, doch es gibt keine Garantie für die Qualität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse. Das will ein neues europäisches Forschungsprojekt ändern, an dem 12 Institutionen aus neun Ländern beteiligt sind. Dazu gehört die Arbeitsgruppe Informationssysteme an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Suchmaschinen positionieren oft Diskussionsforen (Blogs) oder Wikis ganz vorne in den Resultaten und ermöglichen so, dass ungeprüfte Dokumente aus manchmal fragwürdiger Quelle vertrauenswürdig erscheinen. Zudem wird der Wissensstand der Nutzer nicht berücksichtigt, was die Suche zusätzlich erschwert: Laien

renter und zuverlässiger werden. Mit rund acht Millionen Euro unterstützt die

EU das Vorhaben, knapp eine Million beträgt dabei das Budget der UDE-Arbeitsgruppe. Das EU-Projekt will den Zugang zu vertrauenswürdigen Berichten für Patienten und Fachleute vereinfachen. Durch die Qualitätsprüfung gesundheitsbezogener Online-Dokumente und die Einbeziehung des Wissensstands der Informationssuchenden entsteht eine mehrsprachige, multimodale Plattform. Neben Dokumenten

Abteilung für Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft an der UDE leitet. Eine spezielle Suchmaschine soll deshalb neu zu entwickelnde Techniken für solche Bilder implementieren, damit Mediziner rasch und effizient die gesuchte Datei finden. Sein Team hat neben Suchmaschinen die Benutzerschnittstellen im Blick. Eine hier entwickelte Schnittstelle wird an den Anforderungen des klinischen Alltags ausgerichtet, denn zum Konsortium gehören auch Vertreter der Ärztegesellschaft Wien, der Radiologieabteilungen der Medizinischen Universität Wien und des Universitätsspitals Genf. Sie lassen ihre Erfahrungen in die Arbeit einfließen. Außerdem greift die die Arbeitsgruppe von Professor Fuhr auf Ergebnisse früherer Evaluierungen

Weitere Informationen: www.medi-learn.de/sportmed (PDF) www.medi-learn,de/sportmed2 (HTML)

Verschiedene Technologien verknüpfen

Im Gegensatz zu anderen eHealthForschungsprojekten spezialisiert sich KHRESMOI nicht auf die

Suche

elektronische Krankenakte, sondern analysiert und verarbeitet unzählige publizierte Angaben und deren Bezug zu Patientendaten. Die Plattform stützt sich dabei nicht nur auf frei verfügbare Inhalte, sondern auch auf wissenschaftliche Veröffentlichungen und medizinische Datenbanken, einschließlich Bilddatenbanken. Hauptziel ist die erfolgreiche Integration heterogenen Wissens und verschiedener Verfahren. Dafür werden unterschiedliche Technologien kombiniert: Textund Bildsuche, semantische Analyse, mehrsprachige maschinelle Übersetzungstools und FrageAntwort Schnittstellen. Die neu entwickelten Technologien werden fortlaufend für die Suchmaschine „Health on the Net“ bereitgestellt.

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Digitaler Nachschlag 05/2010  

Die MEDI-LEARN Zeitung im Printformat. Sie enthält auf 12 Zeitungsseiten News und Informationen für Medizinstudenten und Jungärzte und ersc...

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