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Die Zeitung für Medizinstudenten und junge Ärzte

ZEITUNG

Digitaler Nachschlag der Ausgabe 01/11 Januar/ Februar 2011 ∙ In Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag ∙ www.medi-learn.de

Digitaler Nachschlag

Palliativmedizin immer wichtiger!

Marburg/Gießen: Finanzspritze

Landkarte der Hochschulmedizin

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Stärker in der medizinischen Versorgung verankert und seit 2010 Querschnittsbereich in der Approbationsordnung: Die Palliativmedizin verlängert das Leben und wahrt dessen Qualität.

Neues Geld für die beiden Medizin-Unis: Insgesamt 1,6 Mio. Euro hat die Von Behring-Röntgen-Stiftung bewilligt. Sie fließen vor allem in herausragende Gemeinschaftsprojekte.

Die Kapazitäten, Strukturen und inhaltlichen Schwerpunkte jeder deutschen Medizin-Uni illustriert die Neuauflage der „Landkarte der Hochschulmedizin“ in Form einer interaktiven Datenbank. .

Bundesweit Modellcharakter Aachener Reformstudiengang entlässt seine ersten Absolventen von Thomas von Salzen

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er Aachener Modellstudiengang Medizin wird seit dem Wintersemester 2003/2004 für alle neu immatrikulierten Studierenden verbindlich angeboten. Er hat sich in jeder Hinsicht bewährt und ist über die Landesgrenzen hinaus bei Studierenden und Anwärtern des Medizinstudiums beliebt. Jetzt gibt es bereits zwei Absolventenjahrgänge, deren Ergebnisse sich im Bundesvergleich sehen lassen können: „Unsere Studierenden haben hervorragende Ergebnisse erzielt“, sagt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Dott, Prodekan für Studium und Lehre.

Dott stellte jetzt beim bundesweiten Medizinischen Fakultätentag zum Thema Innovationen im Medizinstudium den erfolgreich etablierten Aachener Modellstudiengang vor. Was sehr selbstbewusst klingt, lässt sich mit Zahlen belegen: Die zweiten Modellstudiengang-Absolventen der

RWTH haben das deutschlandweit einheitliche medizinische Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen und gehören zu den besten fünf aller deutschen Medizinfakultäten, die vor allem Exzellenzuniversitäten angehören. Dabei gelingt es den Studierenden des Aachener Modellstudiengangs Medizin hervorragend, ihr sehr praxisbezogenes und klinisch orientiertes Wissen auch auf die eher theoretischen Fragen der MulitpleChoice-Klausur im Staatsexamen anzuwenden. Die Absolventen sind bereits ins Berufsleben eingestiegen und bewähren sich im klinischen Alltag.

Die Ziele, Studierende mit der qualitativ bestmöglichen Ausbildung zu versorgen und dabei den Studiengang kontinuierlich weiter zu entwickeln, erforderten in der Vergangenheit große Anstrengung. Der Modellstudiengang Medizin zeichnet sich an der Aachener Hochschule durch besonders frühe Praxisorientierung, Interdisziplinarität und moderne Unterrichtsformen aus; immer wieder wurden und werden

Vorlesungen, Seminare, Kurse und praktische Übungen optimiert. Die jährlichen Befragungen belegen die große Zufriedenheit der Studierenden und nehmen einen sehr hohen Stellenwert ein. Meinungen, Kritik und Vorschläge aus Studierendenkreisen werden ernst genommen. Immerhin gaben zuletzt 80,6 Prozent der Studierenden an, wieder zum Medizinstudium nach Aachen zu kommen, wenn sie sich noch mal entscheiden müssten. Rund 66 Prozent haben sich überhaupt erst wegen des Aachener Modells gezielt für die RWTH entschieden.

Medizin zu studieren sei eine grundsätzliche Entscheidung, weiß Dipl.-Ing. Sandra Sudmann. Sie ist Referentin des Studiendekans und für Qualität der Lehre an der Medizinischen Fakultät der RWTH. Die meisten Studierenden wüssten, was sie erwarte. Dennoch setzt die Medizinische Fakultät in Aachen die Hürden schon sehr früh an: Wer die Prüfungen des ersten Studienjahres schafft, macht grundsätzlich bis zum Ende weiter. Ein spätes Scheitern gibt es so gut wie nie. „Wir haben einen sehr, sehr ge-

ringen Schwund“, so Sandra Sudmann. Zurzeit registriert die Fakultät 1.712 Medizinstudierende. Im laufenden Wintersemester hat die Fakultät wieder 257 neue Studentinnen und Studenten begrüßt. Aber was unterscheidet den Aachener Modellstudiengang vom Regelstudiengang? Die Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) ist zunächst die gleiche wie beim Regelstudiengang; wie sie umgesetzt wird, ist aber innerhalb der sieben Modellstudiengänge an deutschen Universitäten unterschiedlich. Der Unterricht im Regelstudiengang Medizin wird fast ausnahmslos fachweise gehalten. Die einzelnen me-

dizinischen Disziplinen führen die Studierenden meist zeitlich nacheinander durch alle wichtigen Aspekte ihres Faches. „Nehmen wir als Beispiel die Niere“, heißt es im Studienführer zum Aachener Modellstudiengang Medizin. Das Fach Anatomie behandele im alten Regelstudiengang den Bau der Niere innerhalb des Fachunterrichts im zweiten und dritten Semester; die Lehre über die Funktion der Niere folge allerdings erst später in-


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Bundesweiter Modellcharakter Fortsetzung von Seite 1

nerhalb des Physiologie-Unterrichts, also zeitlich und inhaltlich von den anatomischen Aspekten entkoppelt. Die Pathologie des Organs werde etwa noch ein weiteres Jahr später unterrichtet. Die klinische Symptomatik der Nierenerkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten folgen weitere Semester bzw. Jahre später in den Fächern Innere Medizin und Urologie. Dann haben die Studierenden den Bau und die Funktion der Niere möglicherweise bereits weitestgehend vergessen. Im Gegensatz dazu befassen sich die Studierenden des Aachener Modellstudiengangs in einem mehrwö-

chigen Block unter Beteiligung aller relevanten Fächer ausschließlich mit dem Bau, der Funktion, der Pathologie und der Klinik der Niere. Dies geschieht ebenso mit anderen Organen und Organsystemen, dem Bewegungsapparat oder dem HerzKreislauf-System. „Unser Modellstudiengang ist interdisziplinär und organzentriert ausgerichtet“, hebt Sandra Sudmann hervor. Es sei eine grundsätzliche pädagogische Erfahrung, dass Sachverhalte besser verstanden werden, wenn wiederholt und unter verschiedenen Gesichtspunkten in Form einer „Lernspirale“ im Studienverlauf gelehrt und gelernt werde.

Die strikte Trennung zwischen Vorklinik und Klinik wurde dabei komplett aufgehoben; die Studierenden erhalten von Beginn an eine praxisnahe Ausbildung. Grund genug für die Medizinische Fakultät, in Aachen ohne Kompromisse bereits im Jahr 2003 komplett auf den Modellstudiengang umzustellen. Die letzten Studierenden des Regelstudiengangs hatten noch die Möglichkeit, ihr Studium abzuschließen. Die Medizinische Fakultät der RWTH bietet ihren Studierenden von Beginn an einen strukturierten Studienverlauf und optimale persönliche Betreuung durch hochqualifizierte Koordina-

Mit der Schweinegrippe konfrontiert Kinderchirurgie in Montreal

ge Fälle wie Appendizitis wird der Patient gleich auf die „liste des urgences“ gesetzt und noch am gleichen Tag, meist abends, operiert.

von Schwestern schikaniert und kann ihnen nichts recht machen. Es ist dahingehend immer zu empfehlen, sehr höflich und zuvorkommend zu sein und sich vorzustellen, wenn man einen Saal betritt.

Strenger OP-Ton

Viel zu tun

Fortsetzung aus der MEDI-LEARN Zeitung 01/2011

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es Weiteren ist es die Aufgabe der „externes“, Konsultationen im ganzen Krankenhaus zu machen. Häufigste Gründe: Bauchschmerzen mit Verdacht auf Appendizitis, Installation Port-A-Cath oder Broviac (Hickman-Katheter) für Chemotherapie, Pylorusstenose bei Neugeborenen und Biopsie eines Tumors. Eher seltenere Fälle sind zum Beispiel Ikterus bei Neugeborenen mit Verdacht auf Atresie der Gallengänge, Mekoniumileus oder maligne Tumoren. Häufig ist dabei eine Fremdanamnese durch die Eltern notwendig. Oft sind schon einige bildgebende Verfahren angeordnet oder durchgeführt und Labor abgenommen.

HÄUFIG IST EINE FREMDANAMNESE DURCH DIE ELTERN NÖTIG Diese einzelnen Bausteine setzt man dann zu einem klinischen Bild zusammen und zieht zunächst den Resident hinzu. Dann wird der Fall besprochen, ggf. werden Antibiotika und andere Medikamente bzw. Untersuchungen veranlasst. Der zuständige „patron de garde“ (der Oberarzt, der an dem Tag Nachtdienst macht), wird dann über den Patienten benachrichtigt. Für eini-

Jeden Tag (außer Mittwochs) operiert mindestens ein Chirurg den ganzen Tag lang. Zusätzlich kommen meist täglich einige Operationen der „liste des urgences“ hinzu. Diese Patienten werden vom Oberarzt operiert, meist am späten Nachmittag und Abend. Im Notfall werden auch nachts Operationen durchgeführt. Am Nachmittag sind die „externes“ hauptsächlich im OP eingeteilt. Wenn allerdings eine Konsultation ansteht, hat diese je nach Situation Vorrang. Wie in Deutschland: Im Operationssaal sind die „externes“ hauptsächlich zum Hakenhalten da. Manchmal darf man aber auch den Kauter benutzen oder ein paar Nähte machen, je nach Chirurg und Erfahrung. Allgemein hatte ich den Eindruck, dass es eher streng zugeht im OP, vergleichsweise wie bei uns. Wenn man neu ist, wird man ständig

Allgemein waren die Tage im Krankenhaus St. Justine in der Kinderchirurgie recht arbeitsintensiv. Oft hatte ich auch das Gefühl, nicht genügend Anerkennung für meine Mühe zu bekommen. Dann ist es aber auch so, dass im Umfeld der Chirurgie allgemein nicht so gern „danke“ und „bitte“ gesagt wird. Außer- dem ist die

toren für die einzelnen Jahrgänge. Diese begleiten die jungen Leute als Mentoren durch die verschiedenen Abschnitte des Studiums. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Studierenden, Lehrenden und Curriculum. Auch das außergewöhnliche Engagement der Lehrenden der Medizinischen Fakultät wurde seit 2004 regelmäßig mit dem Lehrpreis der RWTH belohnt. Im Jahr 2009 erhielt die Fakultät den Ausbildungspreis des Hartmannbundes, weil sie sich in allen Bereichen um die Lehre und besonders um die Studierenden verdient gemacht hat. „Rückblickend können wir sagen, dass unser Aachener Modell große Anerkennung findet und Modellcharakter für andere Medizinische Fakultäten hat“, so Sandra Sudmann.

Stimmung in der Gruppe der Residents und Fellows recht kompetitiv, wobei manchmal der gute Umgangston unter den Tisch fällt.

Gesamtes Spektrum der Kinderchirurgie

Im Großen und Ganzen war ich jedoch sehr zufrieden mit meiner Arbeit und ich hatte das Gefühl, dass ich damit etwas erreiche. Die Arbeit mit Kindern war ganz besonders interessant: Im Vergleich zur Erwachsenen-Chirurgie ist es anders, aber nicht schwieriger. Ganz wichtig ist es, alles genau zu erklären, zum Beispiel einen Operationsablauf. Eltern stellen oft sehr viele Fragen und möchten wissen, was so alles passiert. Und: In der Kinderchirurgie sieht man das ganze Spektrum vom Frühgeborenen mit 27 Wochen und nekrotisierender Enterokolitis bis zum 18-jährigen Jugendlichen mit Lymphom. Auch die Schwere der Fälle ist ganz unterschiedlich, von Wehwehchen wie Unguis incarnatus bis zu komplizierten, lebensbedrohlichen Darmverschlüssen. Insgesamt, so mein Fazit, war mein Einblick in die kanadische Krankenhaus-Arbeitswelt eine sehr gute Erfahrung.


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Bedeutung der Palliativmedizin wächst Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen Redaktion MEDI-LEARN

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urch die Möglichkeiten der modernen Medizin sterben immer mehr Menschen erst nach einer längeren Behandlungs- und Pflegephase. Auch wurde das Sterben weitgehend in Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen ausgelagert. Dort können Situationen entstehen, in denen Entscheidungen zur Begrenzung lebensverlängernder Maßnahmen gefordert sind, beispielsweise auf Intensivtherapie oder andere medizinische Maßnahmen zu verzichten und stattdessen das Sterben zuzulassen. Im Mittelpunkt der Versorgung stehen dann Symptomlinderung (zum Beispiel Schmerztherapie), psychosoziale Begleitung und eine umfassende Betreuung, um die Lebensqualität zu wahren. Seit den 1980er Jahren haben Hospizbewegung und Palliativmedizin daher versucht, neue Antworten zu finden. Die Versorgung eines sterbenden Menschen dürfe nicht durch ökonomische Interessen bestimmt werden, lautet eine zentrale Forderung. Er müsse darauf vertrauen

können, mit seinen Wünschen und Werten respektiert zu werden. Längst zeigen die zahlreichen Initiativen Wirkung. Die Palliativmedizin wurde stärker in der medizinischen Versorgung verankert und 2010 als Querschnittsbereich in die Approbationsordnung der Ärzte aufgenommen. Im selben Jahr erschien die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland, aus der in diesem Artikel an vielen Stellen zitiert wird. Die neu gegründete Deutsche PalliativStiftung mit Sitz in Fulda will außerdem künftig bundesweit den

Anliegen der Bewegung Gehör verschaffen. Der Internet-basierte „Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin Deutschland“ weist mehr als 3.000 aus. 2010 standen damit knapp 40 Betten pro Million Einwohner zur Verfügung, davon jeweils rund die Hälfte in Hospizen und Palliativstationen. Im ambulanten Bereich werden viele Dienste im Rahmen der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) eingerichtet, doch gibt es noch etliche weiße Flecken auf der Landkarte. Wie in anderen europäischen Ländern werden vor allem Patienten mit Tumorerkrankungen palliativmedizinisch betreut: In deutschen Palli-

ativstationen sind es 90 Prozent. Entstanden ist das deutsche Charta-Projekt auf der Grundlage einer internationalen Initiative, die 2007 auf einem Kongress der European Association for Palliative Care (EAPC) in Budapest vereinbart wurde. Mit dem Ziel, die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern, sollten fünf Bereiche in den Blick genommen und gefördert werden: Aus-, Fort- und Weiterbildung, Forschung, Politik, Qualitätsmanagement sowie die Versorgung mit Arzneimitteln. 18 Nationen griffen diese Gedanken auf. In Deutschland übernahmen die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und Palliativ-Verband sowie die Bundesärztekammer die Trägerschaft.


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Finanzspritze für Marburg und Gießen Behring-Röntgen-Stiftung fördert herausragende Projekte von Johannes Scholten

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und 1,6 Mio. Euro hat die Von Behring-Röntgen-Stiftung in ihrer vierten Förderungsrunde für neun Forschungsprojekte an den Unis Marburg und Gießen bewilligt. „Mit den Geldern, die ab 2011 zur Verfügung stehen, werden vor allem herausragende Gemeinschaftsprojekte der beiden medizinischen Fachbereiche mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren gefördert“, erklärt Stiftungspräsident Professor Dr. Joachim-Felix Leonhard. Das Themenspektrum reicht von neuen Therapiestrategien zur Behandlung von Schlaganfall bis zur Entwicklung von gezielten Trainings, die Patienten mit Depressionen helfen sollen.

Todesursachen weltweit. Diejenigen, die einen Schlaganfall überleben, bleiben oft ihr Leben lang pflegebedürftig. Das körpereigene Enzym FSAP spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von gefäßverengenden Erkrankungen, zu denen Schlaganfall gehört. Kanse und seine Kollegen haben das Ziel, neue Erkenntnisse über die Entstehung der Krankheit zu

Über die geförderten Projekte:

gewinnen und neue therapeutische und diagnostische Methoden zu entwickeln. In dem Projekt „Nichtmedikamentöse Sekundärprophylaxe der Schlaganfälle durch therapeutische Gewichtsreduktion“ von Dr. Yaroslav Winter und Professor Dr. Philip Hardt soll der Erfolg einer Gewichtsreduktion auf Schlaganfallerkrankungen untersucht werden. Die Ergebnisse des mit rund 127.000 Euro geförderten Projekts sollen als Grundlage für weitere größere Forschungsprojekte dienen, die den nachhaltigen Effekt des Therapieprogramms für stark Übergewichtige auf vaskuläre Risikofaktoren und die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Schlaganfallpatienten klären sollen. Mit rund 162.000 Euro wird das von Professor Dr. Rolf Maier gemeinsam mit Dr. Bettina Gerster, Professor Dr. Johannes Heverhagen und Professorin Dr. Birgit Lorenz beantragte Forschungsvorhaben „Sauerstoffabhängige Schädigung des unreifen Gehirns und der unreifen Retina und die Schutzwirkung von Erythropoietin“ unterstützt. Sowohl die Unterversor-

Mit rund 230.000 Euro wird das Projekt „Hepatitische Karzinogenese im Modell der Hepatitis B-transgenen Maus“ von Professorin Dr. Elke Roeb, Dr. Dieter Glebe und Professor Dr. Matthias Ocker unterstützt. Mit etwa 350 Millionen chronisch infizierten Menschen ist Hepatitis B weltweit die häufigste chronische Virusinfektion. Chronische Entzündungsprozesse wie bei Hepatitis und Leberfibrose sind häufig Grundlage von Karzinomentstehung. Das Hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache weltweit. Ziel des Vorhabens ist es, den Zusammenhang zwischen chronischer Entzündung und Karzinogenese aufzuklären und Ziele für antitumorale Therapiestrategien zu definieren. Für das Projekt „The role für Factor VII activating protease (FSAP) in der pathogenesis of stroke“ erhalten Professor Dr. Sandip Kanse, Dr. Tibo Gerriets und Dr. Nadia Al-Fakhri rund 156.000 Euro. Schlaganfall (stroke) gehört zu den häufigsten

gung als auch die Überversorgung mit Sauerstoff schädigen das unreife Gehirn und die unreife Netzhaut Frühgeborener. Ziel des Vorhabens ist es, im Tierversuch sauerstoffbedingte Schädigungsmechanismen an Auge und Gehirn zu untersuchen und neuroprotektive Ansätze zu entwickeln. Die

Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Lebensqualität von Frühgeborenen zu verbessern und ihnen ein gesundes und behinderungsfreies Leben zu ermöglichen. 132.000 Euro erhalten Dr. Daniela Kuhnt, Miriam Bauer und Professor Dr. Christopher Nimsky für ihre Forschungsvorhaben „Traktographie zur Darstellung von Faserbahnen in der Umgebung hirneigener Tumore“. Gliome sind die häufigsten hirneigenen Tumore des menschlichen Organismus. Etwa 70% von ihnen sind bösartig. Das zweijährige Projekt hat zum Ziel, das Faserbahnsystem, das in unmittelbarer Nähe von Gliomen liegt, besser abbilden zu können. Mit der genaueren Darstellung der Tumorgrenzen sollen bei operativen neurochirurgischen Eingriffen Schäden der gesunden Umgebung vermindert werden. Für ihr Forschungsvorhaben zur „Charakterisierung der zur Expression und Aktivierung von Early growth response-1 führenden Signalwege bei der Arteriogenese in vivo“ erhalten Professor Dr. Klaus T. Preissner und seine Kollegen rund 140.000 Euro. Zu den häufigsten Todesursachen gehört die koronare Herzkran-

kung, eine chronische Herzerkrankung, die durch Veränderungen der Herzkranzgefäße ausgelöst wird. Die Veränderungen führen zu einer zunehmenden Verengung der betroffenen Arterien. Durch Ateriogenese, die Entstehung natürlicher Bypassgefäße nach einem Gefäßverschluss, kann das Ausmaß eines Herzinfarkts deutlich abschwächt und Symptome wie Brustschmerzen verhindert werden. Ziel des Vorhabens ist es, Therapien zur Arteriogenese-Stimulation bei betroffenen Patienten zu entwickeln. 250.000 Euro

erhalten Professor Dr. Till Acker, Dr. Boyan Garvalov und Professor Dr. Michael Lohoff für ihr Forschungsvorhaben „The role of prolyl hydroxiglases in the hypoxic control of cancer and inflammation“. Hypoxie (niedriger Sauerstoffdruck) ist eine treibende Kraft für Tumorwachstum und induziert eine Reihe von Mechanismen, die für das Tumorwachstum verantwortlich ist. Gleichzeitig erzeugen Tumore eine chronische Entzündung, die ihr Wachstum weiter fördert. Inwiefern das hypoxische und das Entzündungs-Mikromilieu miteinander kommunizieren und zusammen Tumorwachstum vorantreiben ist bisher wenig untersucht. Ziel des Antrags ist es, die molekulare Regulation der Entzündungsregulation in Tumoren durch Hypoxie und seine Rolle im Wachstum von Hirn- und Lungentumoren zu charakterisieren. Für ihr Forschungsvorhaben „Neurale Korrelate der Belohnungsantzipation bei Patienten mit majorer Depression: Pathophysiologische


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Vierte Förderrunde bewilligt Fortsetzung von Seite 4

Bedeutung und therapeutische Implikationen“ erhalten Dr. Irina Falkenberg und ihre Mitantragsteller Dr. Sören Krach, Dr. Arne Nagels und Professor Dr. Tilo Kircher rund 165.000 Euro. Patienten, die unter einer majoren Depression leiden, haben eine verminderte Fähigkeit, Freude zu empfinden. Falkenberg und ihre Kollegen wollen untersuchen, inwieweit das Belohnungserleben und damit die Fähigkeit Freude zu empfinden, durch gezielte psychotherapeutische Interventionen (z.B. Trainings) beeinflussbar ist. Ziel ist es, Techniken zu entwickeln, die es den betroffenen Patienten ermöglichen, selbständig ihre Stimmung aufzuhellen und das Risiko für ein Auftreten erneuter depressiver Episoden zu senken. Mit rund 190.000 Euro wird

das Projekt „Mikrozirkulatorische und metabolische Veränderungen des Skelett- und Herzmuskels bei obstruktiver Schlafapnoe – von Genexpression und Signalling zum klinisch relevanten Readout“ von Dr. Wolfgang Hildebrandt, Dr. Gabriel Bonaterra und Professor Dr. Ralf Kinscherf gefördert. Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) wird durch Atemstillstände in der Nacht verursacht und kann eine Vielzahl weiterer chronischer Erkrankungen zur Folge haben. Hildebrandt und seine Kollegen wollen die für das Krankheitsbild spezifischen Störungen der Durchblutung kleinster Blutgefäße und des Stoffwechsels in Skelettmuskel- und Herzmuskelbiospieproben aufklären. Ziel ist es, den Zusammenhang von OSAS und Insulinresistenz bei Typ2-Diabetes, verminderter Skelett- und

Herzfunktion sowie Gefäßrisiken aufzuklären.

Über die Stiftung:

Die in Marburg ansässige Von Behring-Röntgen-Stiftung wurde am 8. September 2006 vom Land Hessen als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Mit einem Stammkapital von 100 Millionen Euro, aus dessen Zinserträgen die Förderung erfolgt, gehört sie zu den größten Medizinstiftungen in Deutschland. Gegründet wurde sie im Zuge der Fusion der Universitätskliniken Gießen und Marburg im Jahr 2005 und der anschließenden Privatisierung 2006 mit dem Ziel, an beiden Standorten neue Perspektiven für die Hochschulmedizin zu sichern und zu entwickeln. Dem Stiftungsvorstand gehören als Präsident Professor Dr. Joachim-

Erst Kanada, dann Kalifornien Innere-PJ in San Diego

Fortsetzung aus der MEDI-LEARN Zeitung 01/2011

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er Lerneffekt in der UCSD Rheumatologie war sehr gut und übertraf unsere Erwartungen: In den Konsilen sah ich eine Vielzahl an Krankheitsbildern, von Morbus Wegener über Mukokutanes Lymphom, sowie die unterschiedlichsten Formen von Lupus, Sarkoidose und Arthritiden. Bei den meisten Patienten waren wir als Studenten angehalten, sie zuerst zu sehen und komplett zu untersuchen, um sie dann dem Resident und dem Fellow vorzustellen. Sehr hilfreich für das Lernen war, dass wir Studenten bei neuen Patienten oder neuen Fragestellungen jeweils für den nächsten Tag die Aufgabe bekamen, uns Konzepte bezüglich notwendiger Diagnostik oder Therapieoptionen zu überlegen. Dies beinhaltete Buchstudium und manchmal auch Literaturrecherche, um aktuelle Fortschritte oder Änderungen der Leitlinien berücksichtigen zu können. Neben den Konsilen und der Am-

bulanzarbeit blieb tagsüber eigentlich fast immer noch genügend Zeit, um rheumatologische Inhalte nachzulesen oder sich bezüglich anderer Inhalte der Inneren Medizin fortzubilden. Außerdem gibt es zahlreiche Fortbildungen. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die täglich veranstalteten Kolloquien der Inneren Medizin.

UNS WURDEN NEUE ERKENNTNISSE AUS FORSCHUNG UND KLINIK VORGESTELLT Hier wurden neue Erkenntnisse aus Forschung und Klinik vorgestellt, gelegentlich von Rednern aus anderen Universitäten der USA und Kanada, und das, obwohl die hauseigene Forschung der UCSD ebenfalls auf einem beeindruckend hohen Niveau angesiedelt ist.

Hervorragende Einbindung

Insgesamt gesehen war die Zeit an der UCSD wirklich toll und ich habe sie sehr genossen. Wie an den meisten amerikanischen Universitäten

steht die Ausbildung von Studenten sehr im Vordergrund und die Einbindung in das Team funktioniert hervorragend. Die Ärzte geben sich stets sehr viel Mühe zu erklären. Die Ausbildung in der Rheumatolo-

Felix Leonhard, Staatssekretär a. D., und als Vizepräsidenten Professor Dr. Hans-Dieter Klenk, Marburg, und Professor Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Gießen, an. Ein mit derzeit 13 namhaften Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besetzter wissenschaftlicher Beirat hat die Aufgabe, die der bei der Medizinstiftung eingereichten Förderanträge zu bewerten sowie Projekte und Themenschwerpunkte zu empfehlen. Antragsberechtigt sind Angehörige der medizinischen Fachbereiche der Universitäten Marburg und Gießen. Die Von Behring-RöntgenStiftung spricht bereits das vierte Mal nach ihrer Errichtung Bewilligungen aus. Insgesamt hat sie bereits rund 7,6 Millionen Euro für medizinische Forschungsvorhaben der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen bewilligt. Der nächste Antragstermin wird voraussichtlich der 28. Juli 2011 sein.

gie war klasse und mit einigen Abstrichen auch das Teaching in der CCU. Vor allem die Ärzte an den UCSD Medical Centers in Hillcrest und Thornton waren bei Interesse immer bereit, einiges an Insiderwissen aus ihrem Forschungsbereich weiterzugeben.

IMPRESSUM Herausgeber: MEDI-LEARN Verlag GbR, ISSN 1860-8590 Elisabethstraße 9, 35037 Marburg/Lahn Tel: 04 31/780 25-0, Fax: 04 31/780 25-29 E-Mail: redaktion@medi-learn.de, www.medi-learn.de Redaktion: Jens Plasger (Redaktionsleitung), Christian Weier (V.i.S.d.P.), Trojan Urban, Dr. Marlies Weier, Dr. Lilian Goharian, Dr. med. Dipl.-Psych. Bringfried Müller, Thomas Brockfeld Lektorat: Jan-Peter Wulf Layout & Graphik: Kristina Junghans Berichte: Annerose Müller, Stephanie Leißner und Olaf Stark Bildnachweis: www.photocase.com, www.istockphoto.com, www.sxc.hu, www.pixelquelle.de, Artikelautoren, www.flickr.com Erscheinungsort: Marburg Der digitale Nachschlag erscheint zu jeder MEDI-LEARN Zeitung als Ergänzung, die du dir als PDF auf der MEDI-LEARN Seite herunterladen oder online anschauen kannst. Er beinhaltet Fortsetzungen von Artikeln aus der aktuellen Zeitung sowie weitere interessante Artikel und Berichte rund um die Medizin. Dein Artikel bei MEDI-LEARN? Wir freuen uns über die Zusendung von Erfahrungsberichten und anderen Artikeln und belohnen die Autoren mit Fachbüchern. Alle weiteren Infos findest du unter www.medi-learn.de/artikel. Dieser Digitale Nachschlag ist Teil der MEDI-LEARN Zeitung. Die bisherigen Ausgaben findest Du unter: www.medi-learn.de/ MLZ-Online


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Frauenanteil schon bei 50 Prozent

ebene der Ärztlichen Direktoren arbeiten 22 Männer und 3 Frauen; deren Anteil liegt damit bei 12 %. Anders sehen die Verhältnisse bei Freiberuflichkeit aus. Von den 6.068 in eigener Praxis niedergelassenen Ärzten Berlins sind 2.976 und damit nach wie vor 49 % weiblich.

Ärztekammer Berlin veröffentlicht Mitgliederstatistik Ärztekammer Berlin

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m Fächervergleich der berufstätigen Ärzte liegt Gynäkologie vorn. Zahl der weiblichen Oberärzte in Berlin um 2 Prozentpunkte gestiegen. Die Hälfte der Berliner Ärzte sind Frauen. Das zeigt die neueste Mitgliederstatistik der Ärztekammer Berlin, die aus Anlass des Internationalen Frauentages in Bezug auf dieses Thema genauer analysiert wurde.

Kinder- und Jugendmedizin: Spitzenreiter

Ein Blick auf eine Auswahl von Fachgebieten (Tabelle ) zeigt jedoch, dass das Gleichziehen der Frauen beileibe noch nicht in allen Fächern erreicht ist. Zudem verändert sich der Frauenanteil in sehr unterschiedlichem Maße. Schlusslicht ist nach wie vor die Chirurgie mit einem Frauenanteil von gerade einmal 21

%. Auf der anderen Seite der Skala liegen die Kinder- und Jugendmedizin mit einem Frauenanteil von 64 %, die Allgemeinmedizin und die Augenheilkunde mit jeweils rund 60 % sowie die Gynäkologie mit 58 % (unter den Berufstätigen sind es hier sogar 67 %. Damit liegt das Fach vorn). Bei den Gynäkologen und Pharmakologen stieg der Frauenanteil unter den berufstätigen Ärzten im Vergleich zu 2009 am stärksten; in beiden Disziplinen um 3 Prozentpunkte.

In Top-Positionen weiter Männer

So gut die Frauen im Arztberuf bereits vertreten sind, ist ihr Anteil in den höheren Hierarchieebenen der Kliniken nach wie vor vergleichsweise niedrig. Von den in der Statistik der Kammer registrierten 476

Frauenanteil in Gremien gering

Angesichts solcher Zahlen nimmt sich der Frauenanteil in den ehrenamtlich arbeitenden Gremien der Ärztekammer Berlin sehr niedrig aus; er liegt zwischen 21 und 27 %. Von den ehrenamtlichen Gremienpositionen sind insgesamt 22 % mit Frauen besetzt. In den beiden Spitzengremien „Vorstand“ und „Delegiertenversammlung“ sieht der Frauenanteil ähnlich aus. Von 11 Vorstandsmitgliedern sind 3 weiblich (27 %). Und in der 46-köpfigen Delegiertenversammlung, dem Parlament der Ärztekammer Berlin, sitzen 11 Frauen (23 %).

Chefärzten Berlins sind gerade einmal 62 weiblich (13 %). Bei den 1.259 Oberärzten der Stadt liegt der Frauenanteil mit 336 immerhin bei 27 %. Hier ist im Vergleich zu 2009 ein Anstieg um 2 Prozentpunkte zu verbuchen. Und in der übersichtlichen Top-Führungs-

Fachgebiete

Gesamt

Frauen

in %

berufstätig

Frauen

in %

+/- in Pp.*

Alle

27.204

13.685

50 %

18.000

8.697

48%

0

Allgemeinmedizin

2.449

1.468

60%

1.619

957

59%

0

Anästhesiologie

1.303

662

51%

965

452

47%

-1

Augenheilkunde

566

346

61%

379

220

58%

-1

Chirurgie

2.115

451

21%

1.557

320

21%

+1

Gynäkologie

1.248

730

58%

851

568

67%

+3

HNO

530

231

43%

342

162

47%

+1

Dermatologie

472

273

58%

321

176

55%

+1

Innere Medizin

3.781

1.592

42%

2.541

986

39%

-4

Kinder und Jugendmedizin

1.166

748

64%

720

433

60%

0

Nervenheilunde

648

308

48%

336

154

46%

-1

Neurologie

259

107

41%

231

87

38%

0

Pathologie

193

72

37%

120

48

40%

+1

Pharmakologie

92

25

27%

49

18

37%

+3

Psychiatrie und Psychotherapie

592

296

50%

511

251

49%

-2

Radiologie

698

276

40%

454

183

40%

+1

*P.p=Prozentpunkte Frauenanteil bei Berlins Ärzten in 15 ausgewählten Fächern


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Digitaler Nachschlag

Neue Landkarte Hochschulmedizin online Aktuelle Informationen zu medizinischer Lehre, Forschung und Krankenversorgung Deutsche Hochschulmedizin e.V.

A

ktuelle Informationen zu medizinischer Lehre, Forschung und Krankenversorgung sind über eine neue Auflage der Landkarte Hochschulmedizin online verfügbar. Unter www.landkarte-hochschulmedizin. de werden die vielfältigen Leistungen der Medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika anhand von Kennzahlen und Grafiken anschaulich dargestellt. Die interaktive Datenbank bietet wichtige Informationen zu Kapazitäten, Strukturen und inhaltlichen Schwerpunkten der Hochschulmedizin. „Mit

ihrer breiten Angebotspalette ist die Landkarte für viele Nutzer interessant: Sie schafft Transparenz für Studierende, Patienten, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger. So gibt sie beispielsweise Auskunft über die Anzahl an Lehrenden und Studierenden der einzelnen Medizinischen Fakultäten. Der Nachwuchs kann sich umfassend über Prüfungen informieren. Patienten, Ärztinnen und Ärzte aber auch Unternehmen können mehr über die Kompetenzen in der Krankenversorgung und der Forschung an den Standorten erfahren. Finanzkennzahlen wie verausgabte Drittmittel und die Landeszuführungsbeträge legen für wissenschafts-politische Debatten wichtige Grundlagen. Die Datenbank gibt

weiterhin Auskunft über Verbundprojekte, Nachwuchsgruppen und Graduiertenkollegs. Sie verzichtet dabei auf Wertungen und ermöglicht individuelle Auswertungen nach Themen, Standorten oder Bundesländern,“ erläutert Professor Dieter Bitter-Suermann, Vorsitzender der Deutschen Hochschulmedizin. „Den größten Teil der Kennziffern haben der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) erhoben. Es wurden aber auch externe Quellen einbezogen und die Daten abgeglichen. Allen Beteiligten vor Ort an den Standorten der Hochschulmedizin, den Wissenschaftsministerien der Länder, dem IMPP Institut für medizinische und pharmazeu-

tische Prüfungsfragen und der Stiftung für Hoch-schulzulassung sind wir für ihre Beiträge dankbar. Die technische Umsetzung wurde wieder vom Fraunhofer Institut für Systemund Innovationsforschung (ISI) und der Firma Collexis übernommen. Einer transparenten Darstellung der Hochschulmedizin sind wir mit der 3. Auflage einen guten Schritt näher gekommen,“ sagt Bitter-Suermann. Im Dachverband „Deutsche Hochschulmedizin e.V.“ sind der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) zusammengeschlossen. Er vertritt die Interessen von 36 Medizinischen Fakultäten und 34 Universitätskliniken.

Digitaler Nachschlag 01/2011  
Digitaler Nachschlag 01/2011  

Die MEDI-LEARN Zeitung im Printformat. Sie enthält auf 12 Zeitungsseiten News und Informationen für Medizinstudenten und Jungärzte und ersc...

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