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Umwelt- und Sozialerklärung der Meckatzer Löwenbräu 2012

1


Inhalt

Vorwort der Geschäftsleitung

3 -4

Unternehmensstandort

5

Bierherstellung

6

Umwelt-, Arbeits-, Verbraucherschutzpolitik

7-8

Umweltmanagementsystem

9 - 10

Umweltaktivitäten 2002 - 2008

11

Direkte Umweltaspekte

12 - 22

– Kernindikator Energieeffizienz

12 - 15

– Kernindikator Wasser

16 - 17

– Kernindikator Emissionen

18 - 20

– Kernindikator Abfälle

21 - 22

– Kernindikator Biologische Vielfalt

22

– Kernindikator Materialeffizienz

23

Umweltprogramm 2012 - 2016

24

Indirekte Umweltaspekte

25 - 26

Soziales Engagement

27 - 30

Zusätzliche Informationen

31

Erklärung des Umweltgutachters

32

2


Vorwort der Geschäftsleitung Die

Meckatzer

Löwenbräu

lebt

die

Tradition

der

familiengeführten, Heimat verbundenen Privatbrauerei. Das 1738 gegründete Unternehmen ist seit 1853 Eigentum der Familie Weiß. In all unserem Tun, vom Einkauf der Rohstoffe über die Brautechnik bis hin zum Frischdienst, legen wir höchsten Wert auf Qualität. Die wachsende Beliebtheit unserer Biere gibt uns Recht. Wir brauen Pils, Hefeweizen, Leichtbiere und – an der Spitze unseres Sortiments – die erste eingetragene, in

ihrer

Art

meistgetrunkene

Allgäuer

Biermarke:

das

„Meckatzer Weiss-Gold“.

Im Allgäu, am Bodensee, in Oberschwaben sind wir zu Hause. Unsere auf Gemeinsamkeit ausgelegte Philosophie bringt zum Ausdruck, wo und wie wir agieren. Sie bestimmt unsere Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Öffentlichkeit. Sie ist maßgebend in unserem Bemühen, den Kreislauf von der Beschaffung über den Verkauf bis zur Entsorgung in der Region zu schließen. Sie verpflichten uns zum bewussten Umgang mit der Umwelt.

Das Sortiment der Meckatzer Löwenbräu umfasst überwiegend Biere und alkoholfreie Getränke aus eigener Herstellung und wird durch Handelsware sinnvoll ergänzt. Die Umweltverträglichkeit innerbetrieblicher Prozesse ist uns bei der Produktion ebenso wichtig wie das Festhalten an der ältesten, lebensmittelrechtlichen Vorschrift der Welt – dem bayerischen Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516. Hopfen und Malz beziehen wir aus kontrolliert-integriertem Anbau, das Malz vorwiegend aus Oberschwaben, den Hopfen aus Tettnang.

Um in allen umweltrelevanten Bereichen des Unternehmens systematisch vorzugehen, haben wir bereits im April 1994 – als eine der ersten Brauereien Deutschlands – ein Umweltschutzhandbuch erarbeitet. Es definiert die Umweltschutzziele, hält organisatorische Strukturen fest und beschreibt konkret die Aufgaben der Mitarbeiter/innen in den betroffenen Bereichen. Im April 1995 zertifizierte

uns

die

IHK

Lindau

im

Rahmen

des

Projekts

„Umweltbewusste

Unternehmensführung“.

3


1996 nahmen wir freiwillig am „EG-Öko-Audit“ und beim „Umweltpakt Bayern“ teil. Im Juli 1999 erfolgte die Re-Validierung. Nach der Novellierung der „EG-Öko-Audit Verordnung“ im April 2001 haben wir 2002 das Umweltschutzhandbuch nach den Vorgaben der EN ISO 14 001 gestaltet und wurden im Juli 2002 erstmals nach der neuen „EMAS II-Verordnung“ überprüft und validiert. Die turnusmäßigen Re-Validierungen erfolgten 2005 und 2008.

Die vorliegende revalidierte Umwelterklärung 2012 wurde nach der 2010 neu erlassenen EMAS III Verordnung erstellt.

Entscheidend für das Gelingen unseres auf kontinuierliche Verbesserung ausgelegten, integrierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystems ist der Mensch. Um etwas zu bewegen, braucht man Mitarbeiter/innen mit Ideen, Können und Verantwortungsgefühl. Zu den Aufgaben eines Unternehmers zählt daher auch, für innerbetriebliche Arbeitssicherheit, Gesundheitsvorsorge und ein im Arbeitsalltag menschliches Miteinander zu sorgen. Die vorliegende Umwelt- und Sozialerklärung will der Öffentlichkeit einen transparenten Einblick in unser Bemühen um ein unternehmerisches Handeln bieten, das der Natur und den Menschen gerecht wird.

4


Unternehmensstandort Unsere Brauerei hat ihren Sitz in Meckatz. Das ist ein Ortsteil des Marktes Heimenkirch im Allgäu, einer rund 3.600 Einwohner zählenden Gemeinde im oberen Teil des Landkreises

Lindau

Tourismus,

Bodensee.

mittelständische

Handwerksbetriebe, Forstwirtschaft

am

sowie

Landein

und

überregional

agierendes Käsewerk prägen die gewerbliche Struktur. Die Brauerei im Dorfgebiet von Meckatz umfasst 48.989 m2 Bodenfläche. Auf dem nicht hochwassergefährdeten Gelände sind die gesamte Produktion, die Verwaltung und das Logistikzentrum angesiedelt. Hinzu kommt die etwa 300 Meter entfernte Lkw-Garage am Ortsausgang Richtung Opfenbach.

Das Unternehmen ist stetig gewachsen. Notwendige Geländeerweiterungen erfolgten auf den umliegenden Wiesen. Aufgrund des stets umsichtigen Umgangs mit Hilfs- und Betriebstoffen ist weder bekannt noch zu erwarten, dass sich Altlasten oder Altlastenverdachtsflächen auf dem Brauereigelände befinden.

Im Geschäftsjahr 2011 haben die 115 Meckatzer Mitarbeiter/innen circa 172.000 Hektoliter Bier gebraut und 4.000 Hektoliter Limonaden hergestellt. Die Meckatzer Löwenbräu ist somit eine genehmigungsbedürftige Anlage nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

In der folgenden Darstellung wird – zur leichteren Einordnung der im Folgenden angesprochenen Umweltaspekte – die Bierherstellung kurz erläutert.

5


Bierherstellung

Ausgangsprodukt der Bierherstellung ist geschrotetes Malz, das Vertragsmälzereien unter strikter Einhaltung unserer Qualitätsvorgaben aus Gerste und Weizen herstellen. Im Maischbottich wird es mit frischem Brauwasser aus den Allgäuer Bergen vermischt und erwärmt. Im Läuterbottich setzen sich die Feststoffe aus der entstandenen Maische ab. Sie bilden den so genannten Treber, ein bei heimischen Landwirten begehrtes Viehfutter. Die verbleibende klare, flüssige Würze wird unter Zugabe von allerfeinstem Hopfen aus Tettnang und der Hallertau rund 80 Minuten gekocht. Die beigemischte Hopfenmenge entscheidet über die je nach Biertyp gewünschte Bitterkeit. Die nach dem Abkühlen der Würze zugesetzte Hefe leitet die etwa einwöchige Hauptgärung ein. Dabei wird der Großteil des Malzzuckers zu Alkohol und Kohlensäure vergoren. In Lagertanks reift das Jungbier nach alter Brautradition bei 0°C weitere vier bis fünf Wochen, entwickelt seinen typischen Geschmack und seine Bekömmlichkeit. Bei der anschließenden Filtration werden Trübstoffe wie Eiweiße und Hefezellen schonend entfernt, so dass das Bier glanzklar zur Abfüllung kommt. Auf energieaufwändiges Pasteurisieren oder Kurzzeiterhitzen verzichten wir aus Gründen der Geschmacksfrische. In der Flaschenfüllerei wird das gereinigte, mit modernster Technik auf Sauberkeit geprüfte Leergut unter Druck mit frischem „Meckatzer“ befüllt, verschlossen, etikettiert und in Kästen auf Paletten verladen. Das Bier für Gastronomiebetriebe

liefern

wir

in

Fässern unterschiedlicher Größe aus.

6


Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutzpolitik

Erfolg durch Qualität in allem Tun – Zum Wohle der Menschen, mit denen und für die wir tätig sind.“

Unsere Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutzpolitik beruht auf Gründsätzen, die sich aus unserer Unternehmensphilosophie ableiten. Sie wird von der Geschäftsleitung vollinhaltlich getragen und verantwortet.

1.

Praktizierter Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutz wird durch die gezielte Förderung des Verantwortungsbewusstseins aller Mitarbeiter/innen in Form von internen und externen Schulungen gewährleistet. Die Mitarbeiter/innen sollen motiviert werden, den aktiven

Umwelt-,

Arbeits-

und

Verbraucherschutz

durch

Einbringen

von

Verbesserungsvorschlägen am Leben zu erhalten und voranzutreiben.

2.

Die Einhaltung aller für den Betrieb anwendbaren und gültigen Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutzvorschriften stellen für uns lediglich Mindestanforderungen dar. Wir pflegen einen engen Kontakt zu den relevanten Behörden, Berufsgenossenschaften etc.

3.

Unser gesamtes Tun beruht auf den Grundsätzen der Prävention.

4.

Ziel des Meckatzer Managementsystems ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess unserer Leistungen in den genannten Bereichen.

5.

Da uns das Gedeihen unserer Region sehr am Herzen liegt, wollen wir durch nachhaltiges Wirtschaften unseren aktiven Beitrag leisten.

7


6.

Wir schonen unsere Umwelt durch bedachten Umgang mit Ressourcen und Einsatz von umweltfreundlichen Produkten.

7.

Wir setzen, wo immer möglich und sinnvoll, Technik ein, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht und stellen jeweils die notwendige Infrastruktur und die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung.

8.

Wir wollen die durch unser Schaffen entstehenden negativen Auswirkungen auf die Umwelt und Einwirkungen auf die Gesundheit der Menschen so gering wie möglich halten

und

durch

permanente

Verbesserungen

reduzieren.

Lieferanten

und

Dienstleistungsunternehmen werden durch festgelegte Richtlinien in dieses Konzept mit einbezogen.

9.

Auf Grundlage der am Ende eines jeden Geschäftsjahres erreichten Ergebnisse werden die Effizienz des gesamten Systems und der durchgeführten Maßnahmen beurteilt, Ziele für Verbesserungen definiert und entsprechende Handlungsfelder festgelegt.

10. Wir sehen uns mit unseren Aktivitäten gegenüber Mitarbeiter/innen, Kund/innen und Geschäftspartner/innen sowie der interessierten Öffentlichkeit in einer Vorbildfunktion. Um ihr gerecht zu werden, pflegen wir den permanenten Dialog.

11. Durch die ständige Verbesserung der Notfall-Organisation wollen wir unfallbedingte Emissionen und negative Einwirkungen auf die Gesundheit von Mitarbeiter/innen und Konsument/innen bereits im Vorfeld ausschließen oder so gering wie möglich halten.

8


Umweltmanagementsystem Das

Umweltmanagementsystem

der

Meckatzer

Löwenbräu bezieht, wie aus dem Organigramm ersichtlich, alle Unternehmensbereiche mit ein. Es basiert

auf

unserem

seit

1994

regelmäßig

aktualisierten Umweltschutzhandbuch, in dem das gemeinsam erarbeitete Umweltprogramm mit Zielen, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Terminen festgeschrieben ist. Bei der Umsetzung übernehmen die Verantwortlichen in den Abteilungen als Mittler zwischen Geschäftsführung und Mitarbeiter/innen eine wichtige Steuerungs- und Kontrollfunktion. Denn nur, wenn es von allen Mitarbeiter/innen des Betriebes getragen und gelebt wird, hat unser Programm Erfolg.

Der

eingerichtete

Umweltarbeitskreis

hat

in

jedem

Unternehmensbereich

einen

Umweltverantwortlichen benannt, der seine Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit dem Bereichsleiter durch vorbildliches, engagiertes Handeln dazu motiviert, aktiven Umweltschutz zu leisten, Verbesserungsvorschläge einzubringen, Schwachstellen aufzudecken, zu beseitigen und Ressourcen wie Umwelt zu schonen. Er ist kollegialer Ansprechpartner in allen Umweltfragen und berichtet regelmäßig dem Arbeitskreis. Zudem wird der Wissensstand der Mitarbeiter/innen laufend durch interne und externe Schulungsmaßnahmen optimiert. Die jährlich erstellte Ökobilanz gibt Auskunft, ob die jeweils bereichsspezifisch gesetzten Ziele erreicht wurden. Auf ihrer Basis wird mit den zuständigen Bereichsleiter/innen über Zielabweichungen und künftige Zielsetzungen diskutiert.

Um ein zügiges und zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen abgestimmtes Handeln zu gewährleisten, trifft sich der Führungskreis wöchentlich zum Informationsaustausch. Hier werden – unter Berücksichtigung der Anregungen und Ergebnisse des Umweltarbeitskreises – konzeptionelle und strategische Fragen geklärt, Entscheidungen getroffen und Investitionen verabschiedet. Zweimal jährlich tagt der erweiterte Führungskreis, um Abteilungszielsetzungen und Realisierungsmaßnahmen zu erörtern und zu beschließen. Einzelne Mitglieder des

9


Führungskreises agieren darüber hinaus im Rahmen gesetzlicher Vorschriften oder freiwillig als Umweltschutzverantwortliche – z. B. für den Gewässerschutz, den Immissionsschutz, die Wertund Reststoffentsorgung oder als Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Im Rahmen jährlicher Audits – Umweltbetriebsprüfungen durch einen externen Gutachter – wird die Wirksamkeit des Umweltmanagementsystems bewertet. Die Ergebnisse ermöglichen uns, das System jederzeit an neue Rahmenbedingungen anzupassen und den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern.

Ökologie geht bei Meckatzer mit Ökonomie einher. Angesichts knapper werdender Ressourcen im Energie- und Rohstoffbereich sowie aufgrund steigender Entsorgungskosten trägt die gezielte Umsetzung der Umweltschutzmaßnahmen messbar zum wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens bei. Unser Öko-Controlling gibt dabei Aufschluss über Erfolg und einzuleitende Steuerungsmaßnahmen. Für dieses Controlling setzen wir im Betrieb 144 elektronisch erfasste Zähler für die Ermittlung spezifischer Zahlen im Bereich Wasser, Strom, Dampf, Kälte und Druckluft ein und werten die Ergebnisse in unserer Betriebsdatenerfassung statistisch aus.

Unser Umweltengagement zahlt sich sowohl quantitativ als auch qualitativ aus. Sensibilisierte Verbraucher werden in Zukunft beim Kauf von Bier verstärkt auf Herkunft, verwendete Rohstoffe, umweltbewusste und traditionelle Bierherstellung achten.

10


Umweltaktivitäten 2002 bis 2011 auf einen Blick 

Durch Modifizierung des Würzekochsystems konnten die Kochzeiten verkürzt werden. Das spart Wasser, Wärmeenergie und Strom.

Bei allen CIP-Reinigungsanlagen wurden Behandlungs- und Spülzeiten, Temperaturen sowie Einsatzkonzentrationen von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln analysiert und optimiert.

Durch die Verlängerung der täglichen Abfüllzeit von acht auf zehn Stunden konnte die Zahl der Abfülltage pro Jahr und damit der Wasser- und Energieverbrauch reduziert werden.

Weitere Sanierung unseres Abwassernetzes.

„Line Tuning“ erhöhte den Wirkungsgrad unserer Abfüllanlage um 10 %.

Die Anschaffung eines neuen, dreistufigen Scroll-Druckluftkompressors verringerte den Stromverbrauch und die Lärmbelastung deutlich.

Senkung des Papierverbrauchs für Bauchetiketten um 7% durch Formatverkleinerung.

Senkung des Kraftstoffverbrauchs durch Schulungen in energiesparender Fahrweise.

Modernisierung der Dieseltankstelle.

Für Stapler wurden neue Ladegeräte mit deutlich höherem Wirkungsgrad beschafft.

Die neu angeschafften Stapler verbrauchen 15 % weniger Strom.

Durch die Erneuerung der Steuerung für den Dampfkesselbetrieb sowie Optimierung des Blockheizkraftwerkes konnten der Fremdstrom- und Gasbedarf deutlich gesenkt werden.

Integration einer weiteren CIP-Anlage in das bestehende Steuerungssystem

Umfangreiche Überholung (Einbau neuer Sicherheitsventile, Meldesonden, Regeltechnik) unserer Ammoniakkälteanlage auf höchsten Sicherheitsstandard.

Beschaffung von drei neuen Lkws, die der Euro 5 Abgasnorm entsprechen.

Aufgrund von Bonuszahlungen für sortenreines Leergut konnte die Altglasmenge in 2008 um 42 Tonnen gesenkt werden.

Durch den Einbau zweier neuer Verdunstungskondensatoren in die bestehende NH3Kälteanlage konnten ab 2010 die Lärmemissionen und der Energieverbrauch erheblich gesenkt werden.

Ausbildung eines Mitarbeiters zur Eigenkontrolle unserer Ölabscheider.

Durch Prozessoptimierungen im Bereich Filterhilfsmittelverbrauch nochmals reduziert werden.

Durch den Neubau einer Etikettiermaschine und der zugehörigen Peripherie 2010 konnten der Etikettenleimverbrauch um ca. 20% und die Lärmemissionen erheblich gesenkt werden.

Ersatz der Füllhöhenkontrolle mit ionisierender Strahlung durch moderne HF-Technik.

Neuorganisation des bestehenden Gefahrstoffkatasters

Neubau einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung 2011 mit einer errechneten Leistung von 135000 kWh/Jahr. Damit werden ca. 7% des Gesamtstrombedarfs der Brauerei abgedeckt

Bierfiltration

konnten

der

11


Direkte Umweltaspekte Aktiver Umweltschutz setzt voraus, dass wir die von unserem Betrieb ausgehenden Umweltauswirkungen kennen. Daher haben wir unter verschiedenen Umweltaspekten alle direkten und

indirekten

Auswirkungen

ermittelt

und

hinsichtlich

Ökologie,

Arbeitssicherheit,

Gefahrenpotenzial und Wirtschaftlichkeit bewertet. Als relevant klassifizierte Auswirkungen werden im Rahmen der umfassenden Betriebskontrolle regelmäßig geprüft. Das ermöglicht uns, Schwachstellen aufzudecken, Verbesserungspotenziale zu nutzen und konkrete Umweltziele zu formulieren. Aus ihnen leiten sich unsere Umweltaktivitäten ab. Aufgrund einer geänderten innerbetrieblichen Datenerfassung für die Erstellung der Ökobilanz sind die Zahlen der Jahre ab 2007 nicht mehr kongruent mit den Daten der Jahre zuvor und werden erstmals ab der Aktualisierten Umwelterklärung 2010 nicht mehr dargestellt. Die wesentlichen Umweltaspekte werden nach EMAS III in sogenannten Kernidikatoren ausgedrückt und mit der aktualisierten Umwelterklärung 2011 erstmals eingeführt. Bezugsgröße für den jeweiligen Kernindikator ist die Masse an fertigen Produkten in Tonnen.

Output Fertige Produkte (Bier,Radler,AfG) [t]

2009 17.643

2010 17.032

2011 17.579

1. Kernindikator Energieeffizienz Beim Brauen unserer Biere verbrauchen wir Energie. Wärme oder Kälte müssen erzeugt, Maschinen betrieben werden. Bei der Meckatzer Löwenbräu erfolgt die Wärmegewinnung über einen mit Erdgas beheizten Dampfkessel. Ein geschlossenes Kondensatrückführungssystem hält die Wärmeverluste der einzelnen Dampfverbraucher gering. Das im Oktober 1994 in Betrieb genommene und ebenfalls mit Erdgas betriebene Blockheizkraft (BHKW) weist eine elektrische Leistung von 200 Kilowatt auf. Dank Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht es hocheffiziente Energiegewinnung. Die Umstellung von Dampf-Wärmetauschern auf Heißwasser aus dem Energiespeicher hat den Wirkungsgrad des BHKW zusätzlich erhöht.

Den reduzierten, aber noch benötigen Fremdstromanteil beziehen wir von den Vorarlberger Kraftwerken. Er wird zu 83% aus erneuerbaren Energien gewonnen (CO2-Produktion pro

12


Kilowattstunde: 146 Gramm). Im Deutschen Strommix liegt die CO2-Produktion bei 630 Gramm pro Kilowattstunde.

Nach EMAS III Verordnung sind die Kernindikatoren jeweils auf die Produktionsmasse in Tonnen zu beziehen.

Energieverbrauch [kWh/t-Produkte] Energieverbrauch Gesamt

1

2009

2010

2011

439,70

451,36

450,91

Stromverbrauch Gesamt

120,99

116,23

116,68

Wärmeverbrauch Gesamt

318,71

335,13

334,23

14,0

12,4

12,2

% erneuerbare Energien 2 1

ohne Kraftstoffe Logistik

2

an Energieverbrauch gesamt

Die spezifischen Energieverbrauchswerte bezogen auf fertige Produkte in Tonnen blieben im Bereich Strom im Vergleich zum Jahr 2010 nahezu unverändert, auch der spezifische Wärmeverbrauch blieb konstant. Der Anteil an erneuerbaren Energien sank im Vergleich zum Vorjahr minimal, wird sich aber aufgrund der Neuinstallation einer Photovoltaikanlage Ende 2011 im Jahr 2012 erhöhen.

Hierbei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass aufgrund des eindeutigen Trends - hin zu kleineren Gebinden – die spezifischen Zahlen pro Tonne fertige Produkte auf gleichem Niveau bleiben bzw. ansteigen werden, was die Interpretation dieser Zahlen schwierig macht. Dies resultiert aus der steigenden Zahl an Einzelfüllungen in Gebinde mit weniger Inhalt.

Durch die im Herstellungsprozess zunehmende Automatisierung steigt der Stromverbrauch. Die größer und schneller werdenden Anlagen sind mit mehr und leistungsstärkeren Motoren, Pumpen und Steuerungen ausgestattet. Nur wenn diese Anlagenteile über ihre Laufzeit betrachtet exakt dimensioniert werden, sind auch in Zukunft Einsparungen beim Fremdstrombezug möglich. Der Einsatz eines Maximumreglers zur Spitzenlastabsenkung hilft dabei.

Die Kälteversorgung übernimmt eine nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigte Ammoniakkälteanlage. Mit acht Tonnen Inhalt ist sie der größte Stromverbraucher der Brauerei und wird aus energietechnischen Gründen mit zwei Kreisläufen unterschiedlicher Temperatur

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betrieben. Die Anlage stellt rund um die Uhr die exakte Temperierung der Gär- und Lagertanks sowie der Weizenboxen sicher. Das gewährleistet die hohe Qualität unserer Biere.

Mit dem Ersatz zweier Verdunstungskondensatoren (Ende 2009) durch neue, energiesparende Aggregate konnte ein weiteres Ziel aus dem Umweltprogramm von 2008 erreicht werden. Der Stromverbrauch konnte 2010 im Vergleich zu den Vorjahren um ca. 7 % reduziert werden, jedoch ist zu Berücksichtigen, dass der Stromverbrauch der Ammoniakkälteanlage sehr stark von den Jahresdurchschnittstemperaturen abhängig ist.

Die betriebseigene Benzin-/Supertankstelle wurde aus ökologischen Gründen stillgelegt, die Dieseltankstelle nach aktuellen Richtlinien modernisiert. Bei ihrem Aus- und Umbau waren laut Sachverständigem keine Bodenverunreinigungen festzustellen. Die Energieverbrauchsdaten sowie die Laufzeiten der Tankstellenanlage werden monatlich erfasst und statistisch aufbereitet, um Optimierungspotenziale zu ermitteln.

Energieverbrauch

kWh 10.000.000 9.000.000 8.000.000 7.000.000 6.000.000 5.000.000 4.000.000 3.000.000 2.000.000 1.000.000 0

2009

2010

2011

Energie Produktion

7.757.670

7.687.514

7.926.383

Energie Logistik

1.780.548

1.818.057

1.984.513

Strom Gesamt

2.134.648

1.979.640

2.051.114

Wärme Gesamt

5.623.022

5.707.874

5.875.269

14


Nach einer Bauzeit von 18 Monaten wurde Ende November 2011 das neue Verwaltungsgebäude der Meckatzer Löwenbräu eingeweiht und eröffnet. „Nachhaltigkeit ist für uns keine Modeerscheinung, sondern spiegelt unsere Haltung gegenüber Mensch und Natur wider. Dies zeigt sich in der umfassenden Berücksichtigung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte. Die Fürsorge für unsere Umwelt und die konsequente und nachhaltige Fortführung von Maßnahmen, die zum Schutz unserer Umwelt beitragen, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie und für uns eine Selbstverständlichkeit“, erläutert Michael Weiß das Engagement der Brauerei in seiner Eröffnungsrede.

Dieser Philosophie folgend sind das neue Verwaltungsgebäude sowie die angrenzenden Altbauten z. B. nach den neuesten Standards gedämmt: Es wird mit Recyclingwärme geheizt, energietechnisch intelligent gesteuert und weist daher eine hervorragende Energiebilanz auf. Im Zuge des Neu- und Umbaus wurde zudem eine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen: sie spart 20.000 kg CO²-Ausstoß pro Jahr ein (gerechnet am derzeitigen Strommix unseres Stromversorgers VKW)

und dadurch produziert die Familienbrauerei zusammen mit einem

eigenen Blockheizkraftwerk 50% des Stromverbrauchs selbst.

Den Regionalitätsgedanken leben die Meckatzer, indem sie – wo immer es geht – regionale Materialien, Lieferanten und Handwerker einsetzen. Beeindruckend ist z.B. die weiß-goldene Wirkung des Cannstatter Travertins im Foyer. Von herausragender Handwerkskunst zeugen die Verlegung der Eichenböden im gesamten ersten Stock oder auch die Qualität der maßgefertigten Schränke, Tische und der Theke in der Lounge.

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2. Kernindikator Wasser Unser Frischwasser wird vom Zweckverband für Wasserversorgung Heimenkirch-Opfenbach bereitgestellt und stammt aus dem Grundwasserstrom, der seit der Eiszeit durch die Alpen fließt. Wir

legen

Wert

darauf,

dass

unser

Brauwasser

allerhöchsten,

weit

über

der

Trinkwasserverordnung liegenden Ansprüchen genügt. In modernen Anlagen erhält es den zum Brauen optimalen Härtegrad. Den Großteil des Frischwassers benötigen wir zum Reinigen von Flaschen, Fässern, Biertanks und sonstigen Produktionsanlagen. Das Wasser für die Kühlung der Luft- und Kältekompressoren kommt aus einer eigenen Quelle in Brauereinähe.

Wasserverbräuche in m³ 100.000 80.000 60.000 40.000 20.000 0

2009

2010

2011

Wasser Gesamt

98.577

85.603

92.735

Frischwasser

75.572

70.946

74.748

Kühlwasser

23.005

14.657

17.987

Die Optimierung der Produktionsabläufe, der automatischen CIP-Anlagen und die verstärkte Mitarbeitersensibilisierung

führten

zu

einer

weiteren

Senkung

des

spezifischen

Frischwasserverbrauchs pro Hektoliter verkauften Bieres bzw. verkaufter Limonade. Der Betriebevergleich des Bayerischen Brauerbundes bestätigt der Meckatzer Löwenbräu, dass die Verbrauchswerte sehr niedrig liegen. Durch ein Absatzplus von ca. 3,2% und den Trend hin zu kleineren Gebinden, stieg der Frischwasserverbrauch im Jahr 2011 um ca. 5% an. Aufgrund des wärmeren Jahres 2011 mit einer um 2°C wärmeren Jahresdurchschnittstemperatur gegenüber 2010 stieg der Kühlwasserbedarf um 22% an.

16


Im spezifischen Wasserverbrauch ist daher kein signifikanter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu sehen. Durch weitere Prozessoptimierungen konnte die spezifische Abwassermenge gegenüber 2010 leicht gesenkt werden.

Durch zahlenmäßig mehr Einzelfüllungen in kleinere Gebinde werden sich die spezifischen Zahlen im Frisch- wie auch im Abwasserbereich nach oben entwickeln, da an der Flaschenwaschmaschine mehr Reinigungsvorgänge auf weniger abgefüllte Hektoliter anfallen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen.

Spezifische Werte [m³/t-fertige Produkte]

2009

2010

2011

Spez Wasserverbrauch

5,587

5,026

5,275

Spez. Abwassermenge

2,896

3,016

2,994

Die rechtlichen Auflagen im Bereich Abwasser werden strenger, die Kosten steigen. Unser Ziel ist es, den betrieblichen Wasserverbrauch zu drosseln, die Abwassermenge und die darin mitgeführte Schmutzfracht zu verringern. Gerade im letztgenannten Punkt hat uns das Optimieren der Produktionsabläufe einen Schritt weitergebracht: Es wird keine Hefe mehr ins Abwassernetz eingetragen, die Althefe stattdessen verfüttert.

Die

Meckatzer

Löwenbräu

hat

keine

Genehmigung

zum

Bau

einer

eigenen

Abwasserreinigungsanlage erhalten. Das heißt, wir müssen auch in Zukunft mit relativ hohen Entsorgungskosten rechnen und sind ökologisch wie ökonomisch auf innerbetriebliche Vermeidungswirtschaft angewiesen. Das setzt die genaue Kenntnis der Abwassermengen, herkunft

und

-belastung

voraus.

Auch

die

Mitarbeiter/innen werden in Gesprächen für das Thema sensibilisiert.

17


3. Kernindikator Emissionen Durch

Energienutzung

umweltbeeinflussenden

und

im

Schadstoff-,

Rahmen Lärm-

des und

Herstellungsprozesses

kommt

Geruchsemissionen.

es

zu

Organisatorische

Maßnahmen, das Optimieren von Verfahrensabläufen sowie der Einsatz der jeweils besten verfügbaren Techniken helfen der Meckatzer Löwenbräu, die Emissionen zu minimieren oder wenn möglich ganz zu vermeiden.

3.1 Emission von Treibhausgasen Treibhausgase sind gasförmige Emissionen in der Luft, die bei der Herstellung und im Vertrieb unserer Produkte entstehen. Sie tragen maßgeblich zum Treibhauseffekt bei. Bei der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen zur Strom- und Wärmeerzeugung bzw. im Fuhrpark durch Dieselkraftstoff entstehen für den Treibhauseffekt relevante Gase. Diese werden in CO2 - Äquivalente umgerechnet und in der Gesamtbilanz zum direkt entstandenen CO2 addiert.

Gesamtemissionen Treibhausgase

2009

2010

2011

[t-CO2-Äquivalente] Gesamtemissionen Produktion*)

1.478

1.458

1.439

513

521

571

Gesamtemissionen Logistik *) *) Berechnungsgrundlage GEMIS 4.6

Durch den Strombezug von den Vorarlberger Kraftwerken, die den Strom über einen sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energien ( ca. 83%) produzieren kann das hier entstehende CO2 mit 146 g/kWh im Vergleich zu anderen Energieversorgern sehr niedrig gehalten werden, was sich sehr positiv auf die CO2 - Bilanz der Meckatzer Löwenbräu auswirkt. Insgesamt kam es innerhalb der letzten Jahre zu tendenziell sinkenden Gesamtemissionen an CO2 , bedingt durch Optimierungen in Prozessabläufen und Investitionen in neue Anlagen und Technologien. Dadurch konnten im Primärenergiebedarf wie Wärme und Strom Einsparungen erreicht werden, die sich unmittelbar in der CO2 - Bilanz niederschlagen. 2011 stiegen die Gesamtemissionen bedingt durch die Mehrproduktion an Produkten um 4,3% an. Im Dieselkraftstoffverbrauch ist ein steigender Trend (bezogen auf Produkte in Tonnen) zu erkennen, da durch ein immer größer werdendes Vertriebsgebiet die Produkte über weitere

18


Strecken transportiert werden müssen. Dieser Trend wird sich über die kommenden Jahre fortsetzen.

Emissionen von Treibhausgasen

[t- CO2-

2009

2010

2011

Äquivalente/t-Produkte]

aus Strombezug

0,011

0,010

0,010

aus Eigenstromerzeugung (Erdgas) *)

0,036

0,039

0,037

aus Wärmeerzeugung

(Erdgas) *)

0,029

0,032

0,035

aus Wärmeerzeugung

(Heizöl)

0,006

0,003

0,001

0,029

0,031

0,032

0,002

0,002

0,002

aus Fuhrpark

*)

(Diesel+Super) *)

aus Kältemitteln (R22 + R134a) *) Berechnungsgrundlage GEMIS 4.6

3.2 Jährliche Gesamtemissionen in die Luft Neben Treibhausgasen entstehen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe noch weitere Emissionen wie Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Feinstaub (PM). Diese werden aufgrund der von uns erfassten Kraft- und Brennstoffverbräuche über Berechnungen ermittelt. Zusätzlich entsteht bei der Einlagerung und Verarbeitung von Braumalz Feinstaub. Für eine bessere Interpretation der Zahlen werden die Emissionen am Standort und Emissionen durch die Logistik getrennt voneinander betrachtet

Gesamtemissionen in die Luft Standort

Gesamt

[kg]

2009

2010

2011

1.669

1.595

1.577

SO2

[Kg / t - Produkte]*)

0,022

0,019

0,016

NOx

[Kg / t - Produkte]*)

0,069

0,071

0,070

0,004

0,004

0,004

Feinstaub (PM) [Kg / t - Produkte]*)

Gesamtemissionen in die Luft Logistik

Gesamt

[kg]

2009

2010

2011

5.185

5.394

5.562

SO2

[Kg / t - Produkte]*)

0,000

0,000

0,000

NOx

[Kg / t - Produkte]*)

0,291

0,314

0,314

0,002

0,003

0,003

Feinstaub (PM) [Kg / t - Produkte]*) *) Berechnungsgrundlage GEMIS 4.6

19


Eine leicht ansteigende Tendenz ist bei den Gesamtemissionen Logistik aufgrund der oben beschriebenen Thematik in der Veränderung des Vertriebsgebietes festzustellen. Durch wiederkehrende Fahrerschulungen in energiesparender Fahrweise versuchen wir diesem Trend entgegenzusteuern.

3.3 Weitere Emissionen Lärm Die

Lärmbelastung

Flaschenfüllerei höchsten.

ist

der

Wie

in

der

Brauerei

am

Messungen

Berufsgenossenschaft

der

bestätigen,

konnten wir durch Schalldämmung den Lärmpegel im Innenbereich auf unter 85 dB(A)

senken.

Maschinen

Lärmverursachende

wie

Luft-

Kältekompressoren gedämmten

sind

Räumen

oder in

gut

installiert.

Die

Maßnahmen zeigen Erfolg: Es gab bisher keine Beschwerden von Anwohnern. Durch

den

Neubau

zweier

Verdunstungskondensatoren für die bestehende Ammoniakkälteanlage konnte der Lärmpegel im Außenbereich der Brauerei zusätzlich gesenkt werden

Staub Der bei Anlieferung und Transport entstehende Malzstaub wird in geschlossenen Systemen abgesaugt, anschließend gefiltert und als Viehfutter verwendet.

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4. Kernindikator Abfälle Wertstoffe wie Altetiketten, Bruchglas und Bruchkästen werden bei der Meckatzer Löwenbräu seit Jahren getrennt gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Bei den Reststoffen, die in der Brauerei anfallen, liegt der Anteil von Treber und Überschusshefe bei etwa 90 %. Sie sind als „organische Wertstoffe“ willkommene Futtermittel in der Viehwirtschaft. Ingesamt unterscheiden wir circa 30 Wert- und Reststoffaktionen, die im aktuellen Abfall-Verzeichnis (AVV) katalogisiert sind.

Wertstoffe und Abfälle [kg]

2009

2010

2011

Altpapier

86.620

77.240

74.870

Altmetall

20.940

14.860

17.360

107.500

134.490

147.270

6.730

7.730

8.900

13.990

18.080

12.290

4.096.560

3.779.650

4.164.750

20.460

22.160

15.160

0

5.600

31.000

Altglas Kunststoff Holz Organische Wertstoffe Hausmüll Gefährlicher Abfall

Durch konsequentes Aussortieren von Fremd - Leergut und Abgabe an den Handel konnte die Menge an Altglas in den letzten Jahren drastisch reduziert werden, jedoch muss hierbei festgestellt werden, dass durch die Vielzahl an Individualflaschen, die durch die Brauereien in Deutschland auf den Markt gebracht werden, zukünftig mit einem Anstieg im Altglasbereich zu rechnen ist. Ein Aussortieren und Trennen ist in dieser Größenordnung leider nicht zu realisieren.

In den Bereichen Holz und Hausmüll ist gegenüber 2010 ein Rückgang der absoluten Zahlen zu verzeichnen, was sich auf die Fertigstellung des Neubaus bzw. Umbau des Verwaltungsgebäudes in 2009 bis Mitte 2011 zurückführen lässt. Gefährlicher Abfall resultiert aus der Entsorgung der Rückstände aus Ölabscheidern bzw. Laugeschlamm

aus

der

Flaschenreinigungsmaschine.

Gefährliche

Abfälle

wie

Altöl,

Leuchtstoffröhren und Batterien treten nur in geringer aber unvermeidbarer Menge auf und werden ordnungsgemäß entsorgt.

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Bei den organischen Wertstoffen sind in 2011 steigende Zahlen zu verzeichnen, was durch die Menge an Filterhilfsmitteln zustande kommt, die aufgrund des höheren Bierausstoßes der Brauerei verbraucht wurden. In den spezifischen Zahlen ist dieser Trend ebenfalls zu beobachten.

Jährliches Abfallaufkommen [kg/t-Produkte] Wertstoffe Organ. Wertstoffe Hausmüll

2009

2010

2011

13,364

14,819

14,830

232,190

221,916

235,897

1,160

1,301

0,862

0

0,329

1,764

Gefährliche Abfälle

5. Kernindikator Biologische Vielfalt Als biologische Vielfalt ist der Flächenverbrauch der Brauerei zu verstehen. In den letzten Jahren gab es im Hinblick auf den Flächenverbrauch keine Änderungen. Durch die Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes gab es in 2011 geringfügige Änderungen im Bereich überbaute Fläche.

Biologische Vielfalt [m²]

2009

2010

2011

Gesamtfläche

48.989

48.989

48.989

überbaute Fläche

15.984

15.984

16.107

versiegelte Fläche

9.970

9.970

9.847

23.035

23.035

23.035

53,0

53,0

53,0

Grünfläche Anteil überbaute / versiegelte Fläche an der Gesamtfläche [%]

In den kommenden Jahren jedoch, wird durch die Fertigstellung des neuen Innenhofes der Brauerei mit angrenzendem Bier- und Paradiesgarten die Biodiversität erhöht.

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6. Kernindikator Materialeffizienz Hinter dem Begriff Materialeffizienz steht laut Definition der Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ohne die Energieträger und Wasser. Die Zahlen der eingesetzten Rohstoffe sind stark abhängig vom jeweiligen Jahresausstoß der Meckatzer Löwenbräu und sind daher wenig aussagekräftig im Sinne der Effizienz, da die Rohstoffe nach vorgegebenen Rezepturen eingesetzt werden. Eine Kennzahl für die eingesetzten Betriebsstoffe ist daher eine bessere Möglichkeit um die Materialeffizienz zu bewerten. Hierzu werden im Folgenden die Zahlen aus den Verbräuchen an Reinigungs-

und

Desinfektionsmitteln,

Wasseraufbereitungsmitteln,

Kühlmitteln

und

Schmierstoffen dargestellt. Daraus wird ersichtlich wie effizient diese im Rahmen der Produktund Anlagensicherheit eingesetzt werden und ob zukünftig zusätzliche Einsparungen bei gleich bleibender Produktqualität generiert werden können.

Ein wichtiges Umweltziel der Meckatzer Löwenbräu ist die Schonung von Ressourcen, jedoch steht die Qualität und Sicherheit unserer Produkte und Anlagen an oberster Stelle.

2009

2010

2011

Eingesetzte Betriebsstoffe [t]

222

209

215

Spez.Verbrauch Betriebsstoffe [kg/t-Produkte]

12,58

12,27

12,22

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Umweltprogramm 2012-2016 Umweltaspekt Bereich

Ziel

Maßnahme

Termin

Verbessertes Gefahrstoffmanagement

Neuorganisation der Gefahrstoffbeschaffungs-richtlinien

2012

Optimierung des Druckluftnetzes

2013

Einbau einer neuen Beleuchtungssteuerung

2012

Nutzung / Optimierung Economizer

2013

Einsatz von Energiesparlampen / LED Technik Ergänzen der energierelevanten Punkte aus DIN (EN) ISO 50001

2016

Einsatz neuer emissionsarmer Fahrzeuge Weniger überbaute Fläche durch Neubau eines Paradiesgartens Neubeschaffung von Ladegeräten für Gabelstapler Eliminieren der Salzsäure im Sudhaus, durch Neubau einer Umkehrosmose zur Wasserenthärtung Kühlung des Kompressorenraumes

2012

Hilfs- / Betriebsstoffe

Gesamtbetrieb

Energie

Produktion Senkung des Stromverbrauchs der Druckluftkompressoren um 5% Logistik Senkung des Stromverbrauchs im Bereich Beleuchtung Ladehalle VerwalWeiterführung d. tung energetischen Maßnahmen im Neubau Verwaltungsgebäude GesamtSenkung des betrieb Stromverbrauchs um 10 % GesamtErweiterung des betrieb Umweltmanagementhandbuchs Logistik Senkung der CO2 – Emissionen GesamtVerbesserung der betrieb Biodiversität Logistik Senkung des Stromverbrauchs Produktion Chemikalienverbrauch senken, Arbeitssicherheit erhöhen

Energie

Energie

Energie Energie

Emissionen Biologische Vielfalt Energie Hilfs- / Betriebsstoffe

Energie

Status:

Produktion Senkung des Stromverbrauchs der Druckluftkompressoren

erledigt

z. Teil erledigt

Status

2014

2012 2012 2013

2013

in Bearbeitung

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Indirekte Umweltaspekte Als moderne Brauerei sind wir vielschichtig tätig. Ob im Einkauf, in der Produktion, im Vertrieb oder im Marketing, unser Schaffen hat Auswirkungen auf die Umwelt. Nicht alle lassen sich kontrollieren oder in Zahlen fassen. Wir haben sie dennoch detailliert identifiziert und bewertet. Die wesentlichen Umweltaspekte, mit indirekten Auswirkungen sind nachfolgend aufgeführt und beschrieben:

Logistik/Fuhrpark Der Transport der Produkte ist mit Lärm- und Schadstoffemissionen verbunden, die wir auf ein Minimum reduzieren wollen. Unsere komplette Lkw-Flotte (25 Stück) wird sukzessive durch Fahrzeuge neuester Generation ersetzt. Der Systemkauf beinhaltet die externe Wartung und Pflege des Fuhrparks, so dass der Betrieb einer eigenen Werkstatt und der damit einhergehende Umgang mit bedenklichen Hilfs-, Betriebs- und Reststoffen unnötig ist. Der Pkw-Fuhrpark wurde auf Fahrzeuge mit sparsamen Turbodieselmotoren und Rußpartikelfilter umgestellt. Konsequente Tourenplanung und Fahrerschulung bringen weitere Emissionsminderungen. Innerbetrieblich erfolgt der Transport ausschließlich über umweltfreundliche Elektrostapler. Auch in den Jahren 2011 und 2012 wurden ältere Fahrzeuge unseres Fuhrparks mit 6 LKW der neuesten Generation (Euro 5 Norm) ergänzt. Zusätzlich werden unsere Mitarbeiter im Fuhrpark regelmäßig in energiesparender, wirtschaftlicher Fahrweise geschult und weitergebildet. Hierzu ein Ausschnitt aus einem Artikel der Deutschen Presseagentur vom Mai 2012:

Spritsparen mit dem Lkw: Einfach rollen lassen Einmal volltanken kostet bei einem Lastwagen gleich ein paar hundert Euro. Viele Unternehmen lassen ihren Fahrern jetzt von Profis zeigen, wie sie erstaunlich viel Sprit sparen und trotzdem zeitig ans Ziel kommen. Heimenkirch (dpa) - Peter Pietraß ist begeistert. Seit 16 Jahren schon fährt er Lastwagen, im Hauptberuf für die Allgäuer Brauerei Meckatzer und nebenbei bei der Freiwilligen Feuerwehr - und jetzt das: «Auf 17 Kilometer warst du fünf Sekunden langsamer, hast aber neun Prozent weniger Kraftstoff verbraucht. Gratuliere!» sagt Fahrlehrer Peter Hess. Pietraß strahlt: «Das ist ja der Wahnsinn!» Hess ist einer von 50 Fahrlehrern beim Lastwagenbauer MAN, die europaweit Sicherheits- und Spritsparkurse für Berufsfahrer anbieten - auf deren eigenen Fahrzeugen und deren gewohnten Hausstrecken. Die Nachfrage ist groß, die Kurse sind auf Monate hinaus ausgebucht. Meckatzer-Logistikchef Franz Kirchmann weiß, warum: «Das rechnet sich doch blind bei Nacht im Dunkeln», sagt er und holt seinen Taschenrechner. Das Familienunternehmen in Heimenkirch (Landkreis Lindau) im Allgäu hat 30 Lastwagen. Jeder fährt im Durchschnitt 30 000 Kilometer im Jahr. Der Diesel kostet die Brauerei über 300 000 Euro. «Wenn ich 10 Prozent spare, sind das 30 000. Der Kurs kostet für alle unsere Stamm- und 25 Ersatzfahrer 12 000 - schon in einem halben Jahr haben wir das also wieder raus», erklärt Kirchmann fröhlich. Und die Umwelt wird auch noch geschont.


Rohstoffeinkauf Hopfen und Malz beziehen wir konsequent aus kontrolliert-integriertem Anbau und fast nur aus der Region. Diese nachhaltige Einkaufspolitik sichert umweltfreundliche Anbaumethoden, kurze Transportwege und fördert die heimische Landwirtschaft.

Wareneinkauf Wir verwenden bevorzugt Güter aus der Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben, um transportbedingte Emissionen zu reduzieren. Eine neue Lieferantenbewertung im Dezember 2009 ergab, dass 38 % unserer Zulieferer und Dienstleister nach EMAS validiert, Mitglied im Umweltpakt Bayern oder nach EN ISO 14 001 zertifiziert sind. Circa 55 % haben ihre Umweltleistungen in glaubhafter Weise dargestellt oder nehmen an branchen- oder regionalbezogenen Umweltaktivitäten teil.

Marketing Da wir uns in der Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen in der Region sehen, stellen wir an absatzfördernde Werbemittel sowie an Werbemittellieferanten hohe Anforderungen. Wir beziehen Werbedrucksachen nur von Druckereien aus nächster Umgebung, deren Umweltleistung wir jederzeit prüfen können. Druckerzeugnisse aus Osteuropa und Fernost sind trotz erheblicher Preisdifferenzen tabu. Bei einigen Werbeartikeln sind wir auf Produkte aus Fernost angewiesen. Vor jeder Auftragsvergabe wird jedoch geprüft, ob es alternativ entsprechend validierte oder zertifizierte Bezugsquellen in Westeuropa gibt.

Vertrieb Wir wollen Umweltbewusstsein vorleben und weitergeben. Unsere Gastronomen erhalten durch Außendienstmitarbeiter, Kundendienstmonteure sowie bei Seminaren vor Ort oder in der Brauerei Beratung zum sachgemäßen Umgang mit Reinigungsmitteln und Spülmaschinen.

Betreuung von Gaststätten und Festen In der Ausstattung von Gaststätten setzen wir auf Elektrogeräte, vor allem Kühlschränke und Kühlanlagen neuester Technologie mit den derzeit niedrigsten Energieverbrauchswerten. Dies ist durch unser Beschaffungssystem gesichert. Auch unsere Festeabteilung ist mit Kühlanhängern, Kühlschränken und Durchlaufkühlern der neuesten Generation ausgestattet. Damit sorgen wir auch außerhalb der Brauerei auf Veranstaltungen, Festen und in der Gastronomie für einen möglichst geringen Energieverbrauch beim Einsatz unserer Gerätschaften

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Soziales Engagement Die Meckatzer Löwenbräu beschäftigt rund 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr Können, ihre Leistungsbereitschaft, das was sie für und im Unternehmen bewegen, ist von essentieller Bedeutung für unseren gemeinsamen Erfolg. Verantwortungsbewusstes Unternehmertum bedeutet daher für uns: Genauso wie wir uns auf die Belegschaft, muss sie sich auf uns verlassen können. Gelernt haben wir das von Lena Weiß, der Urahnin unserer Brauerei. Sie hat nach dem Tod ihres Mannes nicht aufgegeben, sondern den 1853 gemeinsam erworbenen Brauereigasthof – zum Wohle ihrer Kinder und vieler Familien in Meckatz – mit Mut und Tatkraft weitergeführt.

Arbeitssicherheit Um die Anlagensicherheit zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden, gehen wir mit unseren Maßnahmen weiter, als die Vorschriften es abverlangen: wir stellen beispielsweise adäquate Arbeitsschutzkleidung und -ausrüstung zur Verfügung und unsere Vertriebs-, Service- und Fuhrparkmitarbeiter erhalten ein Fahrsicherheitstraining. Im Brandschutz absolvieren die Mitarbeiter gezielt Übungen und lernen den Umgang mit Feuerlöschern. Akut-gesundheitlichen Gefahren beugen wir durch betriebsinterne regelmäßige Erste Hilfe-Kurse vor. Zusätzlich soll der 2007 angeschaffte Defibrillator rasche Hilfe bei Herzversagen möglich machen. Gestützt wird dies durch annähernd 20 ausgebildete Ersthelfer/innen

Gesundheitsvorsorge Gesundheit beginnt in Meckatz mit dem Bewusstsein, dass sowohl ein gesunder Geist als auch ein gesunder Körper gezielte Schulung und Training benötigen. So entspricht es auch diesem Denken, sich mit Maßnahmen an die Mitarbeiter/innen zu wenden, die bereits vor dem Eintritt von Beschwerden und Krankheiten Wirkung zeigen. Ein Ergebnis davon ist, dass die Krankheitsquote heute bei der Meckatzer Löwenbräu unter dem Branchen- und Landesdurchschnitt liegt. 1999

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wurden bestehende Krankheitsbilder unserer Mitarbeiter/innen analysiert: Wir mussten Defizite und Anfälligkeiten insbesondere in den Bereichen Skelett, Muskeln und Bindegewebe feststellen.

Um dem aktiv entgegenzuwirken, haben wir gemeinsam die Idee der „Meckatzer Gesundheitswerkstatt“ vorangetrieben und verwirklicht: unerlässlich hierfür waren neben einem breiten Verständnis der Notwendigkeit beim Aufbau auch die vielen fleißigen Meckatzer Mitarbeiter, die in ihrer Freizeit beim Umbauen und Einrichten des bisher ungenutzten Raums geholfen haben.

Seit 2002 gibt es eine in der Region einzigartige Einrichtung, die, neben 14 Gerätetypen, einem Entspannungsraum, einer Infrarotkabine und einer Vielzahl von Kleingeräten, den Mitarbeitern zur Freude an der Bewegung dienen.

Fachkundigen Rat können sich die Trainierenden bei einem Physiotherapeuten einholen, der zweimal pro Woche im Haus ist. Mit ihm können sie sich einen individuell ausgearbeiteten Trainingsplan zusammenstellen und eigenständig trainieren. Außerdem werden, abhängig von den Wünschen der

Belegschaft, pro Jahr sechs bis acht Spezialkurse wie pulskontrolliertes

Ausdauertraining, Thai-Chi, autogenes Training, Pilates oder Fitness- und Funktionsgymnastik angeboten. Immer wieder finden sich Besucher der Gesundheitswerkstatt zusammen, um gemeinsam anderen Sportarten wie Nordic Walking nachzugehen. Auch bei diversen Lauf- und Radveranstaltungen sind die Meckatzer Teams regelmäßig vertreten.

Ebenso versuchen wir direkt am Arbeitsplatz, belastende Faktoren zu minimieren. Alle Arbeitsplätze wurden ergonomisch geprüft und optimiert; beispielsweise werden in den Büros zunehmend Steharbeitsplätze eingerichtet. Außerdem stellen wir alkoholfreie Getränke sowie Mineralwasser aus der Region zur Verfügung.

Aus Gründen der Gesundheitsförderung stehen seit Anfang 2012 wöchentlich für alle Mitarbeiter Äpfel aus regionalem Anbau am Bodensee kostenlos zum Verzehr zur Verfügung.

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Wir-Gefühl

Erfolgreich sind wir, wenn nicht jeder für sich, sondern alle miteinander arbeiten. Durch Weihnachtsfeiern, und „Löwenabende“, die im jährlichen Wechsel mit erlebnisorientierten Mitarbeiterausflügen stattfinden, versuchen wir das Gemeinschaftsgefühl und die informellen Kommunikationsstrukturen zu fördern.

Dabei vergessen wir nicht, dass hinter jeder/jedem Mitarbeiter/in ein Mensch steht, der Familie und ein Leben außerhalb des Unternehmens hat. Am Familientag, der nächste ist im Oktober 2011 vorgesehen, laden wir neue Mitarbeiter/innen mit ihren Familien zu Brauereibesichtung und Brotzeit ein. Auf Initiative von Benedikt Weiß übernehmen wir zudem für jede/n Mitarbeiter/in je nach Beschäftigtenverhältnis alle vier bis acht Jahre die Kosten für einen etwa zehntägigen Südtirol-Urlaub. Das Angebot besteht seit über 50 Jahren. Zur Wahl stehen HalbpensionAufenthalte in Pensionen, Hotels oder Ferienwohnungen.

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Lena-Weiss-Initiative Unserer Heimat, dem Allgäu, fühlen wir uns tief

verbunden.

Neben

unserem

innerbetrieblichen Engagement sehen wir uns daher auch in der Verantwortung für die Menschen in der Region und haben im Jahr 2003 zum 150-jährigen Familienjubiläum die Lena-Weiss-Initiative gegründet. Ihr Ziel ist, den Menschen Mut zu machen, sich auf ihre Fähigkeiten und Stärken zu besinnen, Probleme anzugehen und nicht darauf zu warten, dass andere sie lösen. Nur wer aktiv wird, kann für sich oder in der Gesellschaft etwas bewegen.

Die Lena-Weiss-Initiative unterstützt Menschen bei der Umsetzung von Ideen und Projekten, die diesen Werten gerecht werden. Beispiele sind Ernährungsberatung oder Umweltaufklärung für Kinder; die Übernahme von Patenschaften für lernschwache Schüler/innen; Zirkusaktionen, die das Selbstbewusstsein kleiner Amateurartisten und -dompteure stärken; Wettbewerbe, rund um die zukünftige Entwicklung unserer Heimatregion; Initiativen, die das Zusammenkommen unterschiedlicher Kulturen fördern oder Projekte die die Stärken von Schülern herausarbeiten und ihren Weg ins Berufsleben unterstützen.

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Zusätzliche Informationen Die vorliegende Umwelt- und Sozialerklärung ist für die Öffentlichkeit bestimmt und lädt ein zur Diskussion über umweltrelevante und soziale Themen im Umfeld der Meckatzer Löwenbräu

Zur Umwelterklärung Die nächste konsolidierte Umwelterklärung wird spätestens im Juli 2016 zur Validierung vorgelegt. Die aktualisierte Umwelterklärung im Juli 2014 wird laut Regelung für kleine und mittlere Unternehmen von einem unabhängigen Umweltgutachter geprüft. In den Zwischenjahren 2013 und 2015 wird jeweils eine nicht vom Umweltgutachter zu validierende Umwelterklärung bei der zuständigen Registrierungsstelle eingereicht.

Die aufgeführten Ziele und Maßnahmen betreffen lediglich die wesentlichen Aspekte. Auf Anfrage informieren wir über Einzelheiten zu untergeordneten Themen. Die Umwelterklärung wurde stellvertretend für alle Mitarbeiter des Umweltarbeitskreises der Meckatzer Löwenbräu erstellt.

Die Mitglieder dieses Gremiums sind Andreas Köhler, Olaf Fabert, Franz Kirchmann, Simon Schnepf. Max Stör, Marisa Heidemann

Kontaktadresse: Meckatzer Löwenbräu Benedikt Weiß KG Herr Andreas Köhler Meckatz 10 88178 Heimenkirch/Allgäu Telefon: 0 83 81 / 5 04-52 Telefax: 0 83 81 / 5 04-174

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Meckatzer Umwelt- und Sozialerklärung 2012