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Aktualisierte Umwelt- und Sozialerklärung der Meckatzer Löwenbräu 2011

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Inhalt

Vorwort der Geschäftsleitung

3

Unternehmensstandort

5

Bierherstellung

6

Umwelt-, Arbeits-, Verbraucherschutzpolitik

7-8

Umweltmanagementsystem

9 - 10

Umweltaktivitäten 2002 - 2008

11

Direkte Umweltaspekte

12 - 18

– Kernindikator Energieeffizienz

12 - 15

– Kernindikator Wasser

15 - 17

– Kernindikator Emissionen

17 - 19

– Kernindikator Abfälle

20

Umweltprogramm 2008 - 2010

21

Umweltziele 2011

22

Indirekte Umweltaspekte

23 - 24

Soziales Engagement

25 - 27

Zusätzliche Informationen

28

2


Vorwort der Geschäftsleitung Die Meckatzer Löwenbräu lebt die Tradition der familiengeführten, heimatverbundenen Privatbrauerei. Das 1738 gegründete Unternehmen ist seit 1853 Eigentum der Familie Weiß. In all unserem Tun, vom Einkauf der Rohstoffe über die Brautechnik bis hin zum Frischdienst, legen wir höchsten Wert auf Qualität. Die wachsende Beliebtheit unserer Biere gibt uns recht. Wir brauen Pils, Hefeweizen, Leichtbiere und – an der Spitze unseres Sortiments – die erste eingetragene, in ihrer Art meistgetrunkene Allgäuer Biermarke: das „Meckatzer Weiss-Gold“. Im Allgäu, am Bodensee, in Oberschwaben sind wir zu Hause. Der Slogan „Was uns die Heimat gibt“ und unsere auf Gemeinsamkeit ausgelegte Philosophie bringen zum Ausdruck, wo und wie wir agieren. Sie bestimmen unsere Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Öffentlichkeit. Sie sind maßgebend in unserem Bemühen, den Kreislauf von der Beschaffung über den Verkauf bis zur Entsorgung in der Region zu schließen. Sie verpflichten uns zum bewussten Umgang mit der Umwelt. Das Sortiment der Meckatzer Löwenbräu umfasst überwiegend Biere und alkoholfreie Getränke aus eigener Herstellung und wird durch Handelsware sinnvoll ergänzt. Die Umweltverträglichkeit innerbetrieblicher Prozesse ist uns bei der Produktion ebenso wichtig wie das Festhalten an der ältesten, lebensmittelrechtlichen Vorschrift der Welt – dem bayerischen Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516. Hopfen und Malz beziehen wir aus kontrolliert-integriertem Anbau, das Malz vorwiegend aus Oberschwaben, den Hopfen aus Tettnang. Um in allen umweltrelevanten Bereichen des Unternehmens systematisch vorzugehen, haben wir bereits im April 1994 – als eine der ersten Brauereien Deutschlands – ein Umweltschutzhandbuch erarbeitet. Es definiert die Umweltschutzziele, hält organisatorische Strukturen fest und beschreibt konkret die Aufgaben der Mitarbeiter/innen in den betroffenen Bereichen. Im April 1995 zertifizierte

uns

die

IHK

Lindau

im

Rahmen

des

Projekts

„Umweltbewusste

Unternehmensführung“. 1996 nahmen wir freiwillig am „EG-Öko-Audit“ und beim „Umweltpakt Bayern“ teil. Im Juli 1999 erfolgte die Re-Validierung. Nach der Novellierung der „EG-Öko-Audit Verordnung“ im April 2001 haben wir 2002 das Umweltschutzhandbuch nach den Vorgaben der EN ISO 14 001

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gestaltet und wurden im Juli 2002 erstmals nach der neuen „EMAS II-Verordnung“ überprüft und validiert. Die turnusmäßigen Re-Validierungen erfolgten 2005 und 2008. Die vorliegende aktualisierte Umwelterklärung 2011 wurde nach der 2010 neu erlassenen EMAS III Verordnung erstellt. Eine durch unseren Umweltgutachter validierte Umwelterklärung wird in Verbindung mit der Zertifizierung nach EMAS III im Jahr 2012 vorgelegt. Entscheidend für das Gelingen unseres auf kontinuierliche Verbesserung ausgelegten, integrierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystems ist der Mensch. Um etwas zu bewegen, braucht man Mitarbeiter/innen mit Ideen, Können und Verantwortungsgefühl. Zu den Aufgaben eines Unternehmers zählt daher auch, für innerbetriebliche Arbeitssicherheit, Gesundheitsvorsorge und ein im Arbeitsalltag menschliches Miteinander zu sorgen. Die vorliegende Umwelt- und Sozialerklärung will der Öffentlichkeit einen transparenten Einblick in unser Bemühen um ein unternehmerisches Handeln bieten, das der Natur und den Menschen gerecht wird.

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Unternehmensstandort Unserer Brauerei hat ihren Sitz in Meckatz. Das ist ein Ortsteil des Marktes Heimenkirch im Allgäu, einer rund 3.600 Einwohner zählenden Gemeinde im oberen Teil des Landkreises Lindau am

Bodensee.

Tourismus,

mittelständische

Handwerksbetriebe, Land- und Forstwirtschaft sowie ein überregional agierendes Käsewerk prägen die gewerbliche Struktur. Die Brauerei im Dorfgebiet von Meckatz umfasst 48.989 m2 Bodenfläche. Auf dem nicht hochwassergefährdeten Gelände sind die gesamte Produktion, die Verwaltung und das Logistikzentrum angesiedelt. Hinzu kommt die etwa 300 Meter entfernte Lkw-Garage am Ortsausgang Richtung Opfenbach. Das Unternehmen ist stetig gewachsen. Notwendige Geländeerweiterungen erfolgten auf den umliegenden Wiesen. Aufgrund des stets umsichtigen Umgangs mit Hilfs- und Betriebstoffen ist weder bekannt noch zu erwarten, dass sich Altlasten oder Altlastenverdachtsflächen auf dem Brauereigelände befinden.

Im Geschäftsjahr 2010 haben die 120 Meckatzer Mitarbeiter/innen circa 170.000 Hektoliter Bier gebraut und 4.500 Hektoliter Limonaden hergestellt. Die Meckatzer Löwenbräu ist somit eine genehmigungsbedürftige Anlage nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz. In der untenstehenden Darstellung wird – zur leichteren Einordnung der im Folgenden angesprochenen Umweltaspekte – die Bierherstellung kurz erläutert.

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Bierherstellung

Ausgangsprodukt der Bierherstellung ist geschrotetes Malz, das Vertragsmälzereien unter strikter Einhaltung unserer Qualitätsvorgaben aus Gerste und Weizen herstellen. Im Maischbottich wird es mit frischem Brauwasser aus den Allgäuer Bergen vermischt und erwärmt. Im Läuterbottich setzen sich die Feststoffe aus der entstandenen Maische ab. Sie bilden den so genannten Treber, ein bei heimischen Landwirten begehrtes Viehfutter. Die verbleibende klare, flüssige Würze wird unter Zugabe von allerfeinstem Hopfen aus Tettnang und der Hallertau rund 80 Minuten gekocht. Die beigemischte Hopfenmenge entscheidet über die je nach Biertyp gewünschte Bitterkeit. Die nach dem Abkühlen der Würze zugesetzte Hefe leitet die etwa einwöchige Hauptgärung ein. Dabei wird der Großteil des Malzzuckers zu Alkohol und Kohlensäure vergoren. In Lagertanks reift das Jungbier nach alter Brautradition bei 0°C weitere vier bis fünf Wochen, entwickelt seinen typischen Geschmack und seine Bekömmlichkeit. Bei der anschließenden Filtration werden Trübstoffe wie Eiweiße und Hefezellen schonend entfernt, so dass das Bier glanzklar zur Abfüllung kommt. Auf energieaufwändiges Pasteurisieren oder Kurzzeiterhitzen verzichten wir aus Gründen der Geschmacksfrische. In der Flaschenfüllerei wird das gereinigte, mit modernster Technik auf Sauberkeit geprüfte Leergut unter Druck mit frischem „Meckatzer“ befüllt, verschlossen, etikettiert und in Kästen auf Paletten verladen. Das Bier für Gastronomiebetriebe liefern wir in Fässern unterschiedlicher Größe aus.

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Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutzpolitik

„Erfolg durch Qualität in allem Tun – Zum Wohle der Menschen, mit denen und für die wir tätig sind.“

Unsere Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutzpolitik beruht auf Gründsätzen, die sich aus unserer Unternehmensphilosophie ableiten. Sie wird von der Geschäftsleitung vollinhaltlich getragen und verantwortet. 1.

Praktizierter Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutz wird durch die gezielte Förderung des Verantwortungsbewusstseins aller Mitarbeiter/innen in Form von internen und externen Schulungen gewährleistet. Die Mitarbeiter/innen sollen motiviert werden, den aktiven

Umwelt-,

Arbeits-

und

Verbraucherschutz

durch

Einbringen

von

Verbesserungsvorschlägen am Leben zu erhalten und voranzutreiben. 2.

Die Einhaltung aller für den Betrieb anwendbaren und gültigen Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutzvorschriften stellen für uns lediglich Mindestanforderungen dar. Wir pflegen einen engen Kontakt zu den relevanten Behörden, Berufsgenossenschaften etc.

3.

Unser gesamtes Tun beruht auf den Grundsätzen der Prävention.

4.

Ziel des Meckatzer Managementsystems ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess unserer Leistungen in den genannten Bereichen.

5.

Da uns das Gedeihen unserer Region sehr am Herzen liegt, wollen wir durch nachhaltiges Wirtschaften unseren aktiven Beitrag leisten.

6.

Wir schonen unsere Umwelt durch bedachten Umgang mit Ressourcen und Einsatz von umweltfreundlichen Produkten.

7


7.

Wir setzen, wo immer möglich und sinnvoll, Technik ein, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht und stellen jeweils die notwendige Infrastruktur und die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung.

8.

Wir wollen die durch unser Schaffen entstehenden negativen Auswirkungen auf die Umwelt und Einwirkungen auf die Gesundheit der Menschen so gering wie möglich halten

und

durch

permanente

Verbesserungen

reduzieren.

Lieferanten

und

Dienstleistungsunternehmen werden durch festgelegte Richtlinien in dieses Konzept mit einbezogen. 9.

Auf Grundlage der am Ende eines jeden Geschäftsjahres erreichten Ergebnisse werden die Effizienz des gesamten Systems und der durchgeführten Maßnahmen beurteilt, Ziele für Verbesserungen definiert und entsprechende Handlungsfelder festgelegt.

10. Wir sehen uns mit unseren Aktivitäten gegenüber Mitarbeiter/innen, Kund/innen und Geschäftspartner/innen sowie der interessierten Öffentlichkeit in einer Vorbildfunktion. Um ihr gerecht zu werden, pflegen wir den permanenten Dialog. 11. Durch die ständige Verbesserung der Notfall-Organisation wollen wir unfallbedingte Emissionen und negative Einwirkungen auf die Gesundheit von Mitarbeiter/innen und Konsument/innen bereits im Vorfeld ausschließen oder so gering wie möglich halten.

8


Umweltmanagementsystem Das

Umweltmanagementsystem

der

Meckatzer

Löwenbräu bezieht, wie aus dem Organigramm ersichtlich, alle Unternehmensbereiche mit ein. Es basiert

auf

unserem

seit

1994

regelmäßig

aktualisierten Umweltschutzhandbuch, in dem das gemeinsam erarbeitete Umweltprogramm mit Zielen, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Terminen festgeschrieben ist. Bei der Umsetzung übernehmen die Verantwortlichen in den Abteilungen als Mittler zwischen Geschäftsführung und Mitarbeiter/innen eine wichtige Steuerungs- und Kontrollfunktion. Denn nur, wenn es von allen Mitarbeiter/innen des Betriebes getragen und gelebt wird, hat unser Programm Erfolg. Der

eingerichtete

Umweltarbeitskreis

hat

in

jedem

Unternehmensbereich

einen

Umweltverantwortlichen benannt, der seine Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit dem Bereichsleiter durch vorbildliches, engagiertes Handeln dazu motiviert, aktiven Umweltschutz zu leisten, Verbesserungsvorschläge einzubringen, Schwachstellen aufzudecken, zu beseitigen und Ressourcen wie Umwelt zu schonen. Er ist kollegialer Ansprechpartner in allen Umweltfragen und berichtet regelmäßig dem Arbeitskreis. Zudem wird der Wissensstand der Mitarbeiter/innen laufend durch interne und externe Schulungsmaßnahmen optimiert. Die jährlich erstellte Ökobilanz gibt Auskunft, ob die jeweils bereichsspezifisch gesetzten Ziele erreicht wurden. Auf ihrer Basis wird mit den zuständigen Bereichsleiter/innen über Zielabweichungen und künftige Zielsetzungen diskutiert. Um

ein

zügiges

und

zwischen

Unternehmensbereichen

den

einzelnen

abgestimmtes

Handeln zu gewährleisten, trifft sich der Führungskreis

wöchentlich

zum

Informationsaustausch. Hier werden – unter Berücksichtigung

der

Ergebnisse

Umweltarbeitskreises

des

konzeptionelle

und

Anregungen strategische

und –

Fragen

9


geklärt, Entscheidungen getroffen und Investitionen verabschiedet. Zweimal jährlich tagt der erweiterte Führungskreis, um Abteilungszielsetzungen und Realisierungsmaßnahmen zu erörtern und zu beschließen. Einzelne Mitglieder des Führungskreises agieren darüber hinaus im Rahmen gesetzlicher Vorschriften oder freiwillig als Umweltschutzverantwortliche – z. B. für den Gewässerschutz,

den

Immissionsschutz,

die

Wert-

und

Reststoffentsorgung

oder

als

Sicherheitsfachkraft. Im Rahmen jährlicher Audits – Umweltbetriebsprüfungen durch einen externen Gutachter – wird die Wirksamkeit des Umweltmanagementsystems bewertet. Die Ergebnisse ermöglichen uns, das System jederzeit an neue Rahmenbedingungen anzupassen und den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern. Ökologie geht bei Meckatzer mit Ökonomie einher. Angesichts Energiesteigender

knapper und

werdender

Rohstoffbereich

Entsorgungskosten

Ressourcen sowie

trägt

die

im

aufgrund gezielte

Umsetzung der Umweltschutzmaßnahmen messbar zum wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens bei. Unser Öko-Controlling gibt dabei Aufschluss über Erfolg und einzuleitende Steuerungsmaßnahmen. Für dieses Controlling setzen wir im Betrieb 134 elektronisch erfasste Zähler für die Ermittlung spezifischer Zahlen im Bereich Wasser, Strom, Dampf, Kälte und Druckluft ein und werten die Ergebnisse

in

unserer

Betriebsdatenerfassung

statistisch aus. Unser Umweltengagement zahlt sich sowohl quantitativ als auch qualitativ aus. Sensibilisierte Verbraucher werden in Zukunft beim Kauf von Bier verstärkt auf Herkunft, verwendete Rohstoffe, umweltbewusste und traditionelle Bierherstellung achten.

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Umweltaktivitäten 2002 bis 2008 auf einen Blick 

Durch Modifizierung des Würzekochsystems konnten die Kochzeiten verkürzt werden. Das spart Wasser, Wärmeenergie und Strom.

Bei allen CIP-Reinigungsanlagen wurden Behandlungs- und Spülzeiten, Temperaturen sowie Einsatzkonzentrationen von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln analysiert und optimiert. Ziel: Ressourcenschonung.

Durch die Verlängerung der täglichen Abfüllzeit von acht auf zehn Stunden konnte die Zahl der Abfülltage pro Jahr und damit der Wasser- und Energieverbrauch reduziert werden.

Ein Mitarbeiter wurde auf freiwilliger Basis zum Immissionsschutzbeauftragten geschult und bestellt.

Weitere Sanierung unseres Abwassernetzes.

„Line Tuning“ erhöhte den Wirkungsgrad unserer Abfüllanlage um 10 %.

Die Anschaffung eines neuen, dreistufigen Scroll-Druckluftkompressors verringerte den Stromverbrauch und die Lärmbelastung deutlich.

Der Papierverbrauch für Bauchetiketten der Flaschen wurde durch Formatverkleinerung um 7 % gesenkt.

Die Fahrer erhielten Schulungen in energiesparender Fahrweise, was sich im Fahrverhalten deutlich bemerkbar macht.

Modernisierung der Dieseltankstelle.

Für Stapler wurden neue Ladegeräte mit deutlich höherem Wirkungsgrad beschafft.

Die neu angeschafften Stapler verbrauchen 15 % weniger Strom.

Einbau eines Tauschmotors in das bestehende BHKW.

Erneuerung der Steuerung für den Dampfkesselbetrieb

Integration einer weiteren CIP-Anlage in das bestehende Steuerungssystem

Umfangreiche Überholung (Einbau neuer Sicherheitsventile, Meldesonden, Regeltechnik) unserer Ammoniakkälteanlage auf höchsten Sicherheitsstandard.

Beschaffung von zwei neuen Lkws, die der Euro 4 Abgasnorm entsprechen.

Einsatz von verbrauchsreduzierenden Reifen bei Lkws.

Beschaffung von drei neuen Lkws, die der Euro 5 Abgasnorm entsprechen.

Aufgrund von Bonuszahlungen für sortenreines Leergut konnte die Altglasmenge in 2008 um 42 Tonnen gesenkt werden.

In 2008 konnte der Durchschnittsverbrauch der brauereieigenen Fahrzeuge um 3,1% reduziert werden

In die oben genannten Umweltaktivitäten wurden rund 1,5 Millionen Euro investiert.

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Direkte Umweltaspekte Aktiver Umweltschutz setzt voraus, dass wir die von unserem Betrieb ausgehenden Umweltauswirkungen kennen. Daher haben wir unter verschiedenen Umweltaspekten alle direkten und

indirekten

Auswirkungen

ermittelt

und

hinsichtlich

Ökologie,

Arbeitssicherheit,

Gefahrenpotenzial und Wirtschaftlichkeit bewertet. Als relevant klassifizierte Auswirkungen werden im Rahmen der umfassenden Betriebskontrolle regelmäßig geprüft. Das ermöglicht uns, Schwachstellen aufzudecken, Verbesserungspotenziale zu nutzen und konkrete Umweltziele zu formulieren. Aus ihnen leiten sich unsere Umweltaktivitäten ab. Aufgrund einer geänderten innerbetrieblichen Datenerfassung für die Erstellung der Ökobilanz sind die Zahlen der Jahre ab 2007 nicht mehr kongruent mit den Daten der Jahre zuvor und werden erstmals ab der Aktualisierten Umwelterklärung 2010 nicht mehr dargestellt. Die wesentlichen Umweltaspekte werden nach EMAS III in sogenannten Kernidikatoren ausgedrückt und mit der aktualisierten Umwelterklärung 2011 erstmals eingeführt. Bezugsgröße für den jeweiligen Kernindikator ist die Masse an fertigen Produkten in Tonnen. Output Fertige Produkte (Bier,Radler,AfG) [t]

2008 18.078

2009 17.643

2010 17.032

1. Kernindikator Energieeffizienz Beim Brauen unserer Biere verbrauchen wir Energie. Wärme oder Kälte müssen erzeugt, Maschinen betrieben werden. Bei der Meckatzer Löwenbräu erfolgt die Wärmegewinnung über einen mit Erdgas beheizten Dampfkessel. Ein geschlossenes Kondensatrückführungssystem hält die Wärmeverluste der einzelnen Dampfverbraucher gering. Das im Oktober 1994 in Betrieb genommene und ebenfalls mit Erdgas betriebene Blockheizkraft (BHKW) weist eine elektrische Leistung von 200 Kilowatt auf. Dank Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht es hocheffiziente Energiegewinnung. Die Umstellung von Dampf-Wärmetauschern auf Heißwasser aus dem Energiespeicher hat den Wirkungsgrad des BHKW zusätzlich erhöht. Den reduzierten, aber noch benötigen Fremdstromanteil beziehen wir von den Vorarlberger Kraftwerken. Er wird zu 83% aus erneuerbaren Energien gewonnen (CO2-Produktion pro Kilowattstunde: 146 Gramm). Im Deutschen Strommix liegt die CO2-Produktion bei 630 Gramm

12


pro Kilowattstunde. Nach EMAS III Verordnung sind die Kernindikatoren jeweils auf die Produktionsmasse in Tonnen zu beziehen.

Energieverbrauch [kWh/t-Produkte]

2008

2009

2010

Energieverbrauch Gesamt

516,76

540,62

556,61

Stromverbrauch Gesamt

112,63

120,99

116,23

Wärmeverbrauch Gesamt

182,19

174,94

178,34

1

11,0

11,3

10,1

% erneuerbare Energien 1

an Energieverbrauch gesamt

Energieverbrauch kWh

10000000 9000000 8000000 7000000 6000000 5000000 4000000 3000000 2000000 1000000 0 2008 Energie Gesamt

2009 Strom Gesamt

2010 Wärme Gesamt

Durch die im Herstellungsprozess zunehmende Automatisierung steigt der Stromverbrauch. Die größer und schneller werdenden Anlagen sind mit mehr und leistungsstärkeren Motoren, Pumpen und Steuerungen ausgestattet. Nur wenn diese Anlagenteile über ihre Laufzeit betrachtet exakt dimensioniert werden, sind auch in Zukunft Einsparungen beim Fremdstrombezug möglich. Der Einsatz eines Maximumreglers zur Spitzenlastabsenkung hilft dabei.

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Die Kälteversorgung übernimmt eine nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigte Ammoniakkälteanlage. Mit acht Tonnen Inhalt ist sie der größte Stromverbraucher der Brauerei und wird aus energietechnischen Gründen mit zwei Kreisläufen unterschiedlicher Temperatur betrieben. Die Anlage stellt rund um die Uhr die exakte Temperierung der Gär- und Lagertanks sowie der Weizenboxen sicher. Das gewährleistet die hohe Qualität unserer Biere. Die betriebseigene Benzin-/Supertankstelle wurde aus ökologischen Gründen stillgelegt, die Dieseltankstelle nach aktuellen Richtlinien modernisiert. Bei ihrem Aus- und Umbau waren laut Sachverständigem keine Bodenverunreinigungen festzustellen. Die Energieverbrauchsdaten sowie die Laufzeiten der Tankstellenanlage werden monatlich erfasst und statistisch aufbereitet, um Optimierungspotenziale zu ermitteln. Mit dem Ersatz zweier Verdunstungskondensatoren (Ende 2009) durch neue, energiesparende Aggregate konnte ein weiteres Ziel aus dem Umweltprogramm von 2008 erreicht werden. Der Stromverbrauch konnte 2010 im Vergleich zu den Vorjahren um ca. 7 % reduziert werden. Zum Erreichen dieses Zieles trug auch die weitere Optimierung unseres Blockheizkraftwerkes bei. Die spezifischen Energieverbrauchswerte bezogen auf fertige Produkte in Tonnen konnten im Bereich Strom im Vergleich zum Jahr 2009 um 3,9 % gesenkt werden, der spezifische Wärmeverbrauch stieg um 1,9 % an. Zukünftig muss allerdings berücksichtigt werden, dass aufgrund des eindeutigen Trends - hin zu kleineren Gebinden – die spezifischen Zahlen pro Tonne fertige Produkte auf gleichem Niveau bleiben bzw. ansteigen werden, was die Interpretation dieser Zahlen schwierig macht. Dies resultiert aus der steigenden Zahl an Einzelfüllungen in Gebinde mit weniger Inhalt. Deshalb haben wir uns entschlossen, eine aus unserer Sicht genauere bzw. besser interpretierbare Betrachtungsweise in der Umwelterklärung heranzuziehen. Eine bessere Interpretationsmöglichkeit der Energieverbrauchswerte liefert daher die Betrachtung bezogen auf einzelne Füllungen von Flaschen und Fässern. Spezifische Werte

[kWh/1000

2008

2009

2010

Füllungen]

Spez.Stromverbrauch

61,46

67,29

62,12

Spez. Wärmeverbrauch

99,41

97,29

95,31

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Über diese Betrachtungsweise lässt sich ein nach wie vor zu verzeichnender Abwärtstrend in den spezifischen Energieverbrauchswerten erkennen, was sich aufgrund der auch zukünftig ansteigenden Zahl an Einzelfüllungen fortsetzen wird.

2. Kernindikator Wasser Unser Frischwasser wird vom Zweckverband für Wasserversorgung Heimenkirch-Opfenbach bereitgestellt und stammt aus dem Grundwasserstrom, der seit der Eiszeit durch die Alpen fließt. Wir legen Wert darauf, dass unser Brauwasser allerhöchsten, weit über der Trinkwasserverordnung liegenden Ansprüchen genügt. In modernen Anlagen erhält es den zum Brauen optimalen Härtegrad. Den Großteil des Frischwassers benötigen wir zum Reinigen von Flaschen, Fässern, Biertanks und sonstigen Produktionsanlagen. Das Wasser für die Kühlung der Luft- und Kältekompressoren kommt aus einer eigenen Quelle in Brauereinähe.

Wasserverbräuche in m³ 100.000 80.000 60.000 40.000 20.000 0

2008

2009

2010

Wasser Gesamt

96.543

98.577

85.603

Frischwasser

74.248

75.572

70.946

Kühlwasser

22.295

23.005

14.657

Die Optimierung der Produktionsabläufe, der automatischen CIP-Anlagen und die verstärkte Mitarbeitersensibilisierung

führten

zu

einer

weiteren

Senkung

des

spezifischen

Frischwasserverbrauchs pro Hektoliter verkauften Bieres bzw. verkaufter Limonade. Der Betriebevergleich des Bayerischen Brauerbundes bestätigt der Meckatzer Löwenbräu, dass die Verbrauchswerte sehr niedrig liegen.

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Im Jahr 2010 konnte der Frischwasserverbrauch aufgrund verschiedener Optimierungen in allen Prozessen

nochmals

Kühlwasserverbrauch

gesenkt zu

werden,

zusätzlich

verzeichnen,

was

ist

durch

ein den

signifikanter Neubau

Rückgang

zweier

im

moderner

Verdunstungskondensatoren für die Ammoniakkälteanlage erreicht wurde. Im spezifischen Wasserverbrauch ist daher ebenfalls ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu sehen. Spezifische Werte [m³/t-fertige Produkte]

2008

2009

2010

Spez Wasserverbrauch

5,340

5,587

5,026

Spez. Abwassermenge

2,884

2,896

3,016

Die rechtlichen Auflagen im Bereich Abwasser werden strenger, die Kosten steigen. Unser Ziel ist es, den betrieblichen Wasserverbrauch zu drosseln, die Abwassermenge und die darin mitgeführte Schmutzfracht zu verringern. Gerade im letztgenannten Punkt hat uns das Optimieren

der

Produktionsabläufe

einen

Schritt

weitergebracht: Es wird keine Hefe mehr ins Abwassernetz eingetragen, die Althefe stattdessen verfüttert. Die Meckatzer Löwenbräu hat keine Genehmigung zum Bau einer eigenen Abwasserreinigungsanlage erhalten. Das heißt, wir

müssen

auch

Entsorgungskosten ökonomisch angewiesen.

auf Das

in

Zukunft

rechnen

und

sind

innerbetriebliche setzt

die

mit

relativ ökologisch

hohen wie

Vermeidungswirtschaft

genaue

Kenntnis

der

Abwassermengen, -herkunft und -belastung voraus. Auch die Mitarbeiter/innen werden in Gesprächen für das Thema sensibilisiert. Die spezifische Abwassermenge stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an, was zum einen auf den Neubau unseres Verwaltungsgebäudes zurückzuführen ist. Hier fallen durch verschiedene Arbeiten Abwässer an, die unmittelbar in der spezifischen Abwassermenge niederschlagen. Zum anderen entwickelten sich die spezifischen Zahlen im

16


Abwasserbereich durch zahlenmäßig mehr Einzelfüllungen in kleinere Gebinde nach oben, da an der Flaschenwaschmaschine mehr Reinigungsvorgänge auf weniger abgefüllte Hektoliter anfallen. Dieser Trend wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

3. Kernindikator Emissionen Durch

Energienutzung

umweltbeeinflussenden

und

im

Schadstoff-,

Rahmen Lärm-

des und

Herstellungsprozesses Geruchsemissionen.

kommt

es

zu

Organisatorische

Maßnahmen, das Optimieren von Verfahrensabläufen sowie der Einsatz der jeweils besten verfügbaren Techniken helfen der Meckatzer Löwenbräu, die Emissionen zu minimieren oder wenn möglich ganz zu vermeiden. 3.1 Emission von Treibhausgasen Treibhausgase sind gasförmige Emissionen in der Luft, die bei der Herstellung und im Vertrieb unserer Produkte entstehen. Sie tragen maßgeblich zum Treibhauseffekt bei. Bei der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen zur Strom- und Wärmeerzeugung bzw. im Fuhrpark durch Dieselkraftstoff entstehen für den Treibhauseffekt relevante Gase. Diese werden in CO2 - Äquivalente umgerechnet und in der Gesamtbilanz zum direkt entstandenen CO2 addiert. Emissionen [t]

2008

GesamtemissionenTreibhausgase[t-CO2) *)

2009

2.211

2.286

2010 2.283

*) Berechnungsgrundlage GEMIS 4.6

Durch den Strombezug von den Vorarlberger Kraftwerken, die den Strom über einen sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energien ( ca. 83%) produzieren kann das hier entstehende CO2 mit 146 g/kWh im Vergleich zu anderen Energieversorgern sehr niedrig gehalten werden, was sich sehr positiv auf die CO2 - Bilanz der Meckatzer Löwenbräu auswirkt. Insgesamt kam es innerhalb der letzten Jahre zu tendenziell sinkenden Gesamtemissionen an CO2 , bedingt durch Optimierungen in Prozessabläufen und Investitionen in neue Anlagen und Technologien. Dadurch konnten im Primärenergiebedarf wie Wärme und Strom Einsparungen erreicht

werden,

die

sich

unmittelbar

in

der

CO2

-

Bilanz

niederschlagen.

Im

Dieselkraftstoffverbrauch ist ein gegenläufiger Trend zu erkennen, da durch ein immer größer werdendes Vertriebsgebiet die Produkte über weitere Strecken transportiert werden müssen.

17


Dieser Trend wird sich über die kommenden Jahre fortsetzen. Emissionen von Treibhausgasen

[t- CO2-

2008

2009

2010

Äquivalente/t-Produkte]

aus Strombezug

0,010

0,011

0,010

aus Eigenstromerzeugung (Erdgas) *)

0,042

0,045

0,048

aus Wärmeerzeugung

(Erdgas) *)

0,040

0,036

0,039

aus Wärmeerzeugung

(Heizöl)

0,003

0,006

0,004

0,026

0,032

0,033

aus Fuhrpark

*)

(Diesel+Super) *)

*) Berechnungsgrundlage GEMIS 4.6

3.2 Jährliche Gesamtemissionen in die Luft Neben Treibhausgasen entstehen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe noch weitere Emissionen wie Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOx) und Feinstaub (PM). Diese werden aufgrund der von uns erfassten Kraft- und Brennstoffverbräuche über Berechnungen ermittelt. Gesamtemissionen in die Luft Gesamt

[kg]

2008

2009

2010

3198

3311

3325

SO2

[Kg / t - Produkte]*)

0,067

0,069

0,071

NOx

[Kg / t - Produkte]*)

0,105

0,114

0,119

0,005

0,005

0,005

Feinstaub (PM) [Kg / t - Produkte]*) *) Berechnungsgrundlage GEMIS 4.6

Eine leicht ansteigende Tendenz ist auch auf diesem Sektor aufgrund der oben beschriebenen Thematik in der Veränderung des Vertriebs-gebietes festzustellen.

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3.3 Weitere Emissionen Lärm Die Lärmbelastung ist in der Flaschenfüllerei der Brauerei am höchsten. Wie Messungen der Berufsgenossenschaft bestätigen, konnten wir durch Schalldämmung den Lärmpegel im Innenbereich auf unter 85 dB(A) senken. Lärmverursachende Maschinen wie Luft- oder Kältekompressoren sind in gut gedämmten Räumen installiert. Die Maßnahmen zeigen Erfolg: Es gab

bisher

keine

Beschwerden

von

Anwohnern.

Durch

den

Neubau

zweier

Verdunstungskondensatoren für die bestehende Ammoniakkälteanlage konnte der Lärmpegel im Außenbereich der Brauerei zusätzlich gesenkt werden Staub Der bei Anlieferung und Transport entstehende Malzstaub wird in geschlossenen Systemen abgesaugt, anschließend gefiltert und als Viehfutter verwendet.

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4. Kernindikator Abfälle Wertstoffe wie Altetiketten, Bruchglas und Bruchkästen werden bei der Meckatzer Löwenbräu seit Jahren getrennt gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Bei den Reststoffen, die in der Brauerei anfallen, liegt der Anteil von Treber und Überschusshefe bei etwa 90 %. Sie sind als „organische Wertstoffe“ willkommene Futtermittel in der Viehwirtschaft. Ingesamt unterscheiden wir circa 30 Wert- und Reststoffaktionen, die im aktuellen Abfall-Verzeichnis (AVV) katalogisiert sind. Gefährliche Abfälle wie Altöl, Leuchtstoffröhren und Batterien treten nur in geringer aber unvermeidbarer Menge auf und werden ordnungsgemäß entsorgt. Wertstoffe und Abfälle [kg]

2008

2009

2010

Altpapier

67.100

86.620

77.240

Altmetall

7.490

20.940

14.860

121.590

107.500

134.490

Kunststoff

7.100

6.730

7.730

Holz

8.980

13.990

18.080

4.109.800

4.096.560

3.779.650

23.400

20.460

22.160

0

0

0

Altglas

Organische Wertstoffe Hausmüll Gefährlicher Abfall

Durch konsequentes Aussortieren von Fremd - Leergut und Abgabe an den Handel konnte die Menge an Altglas in den letzten Jahren drastisch reduziert werden, jedoch muss hierbei festgestellt werden, dass durch die Vielzahl an Individualflaschen, die durch die Brauereien in Deutschland auf den Markt gebracht werden, zukünftig mit einem Anstieg im Altglasbereich zu rechnen ist. Ein Aussortieren und Trennen ist in dieser Größenordnung leider nicht zu realisieren. Ein leichter Anstieg ist in den Bereichen Holz und Hausmüll zu verzeichnen, was sich auf den Neubau bzw. Umbau des Verwaltungsgebäudes in 2009 bis Mitte 2011 zurückführen lässt. Im Bereich organische Wertstoffe sind durch Optimierungen im Filterhilfsmittelbereich rückläufige Mengen zu beobachten. In den spezifischen Zahlen ist dieser rückläufige Trend aufgrund von immer mehr Einzelfüllungen in kleinere Gebinde leider nicht zu beobachten. Jährliches Abfallaufkommen [kg/t-Produkte] Wertstoffe

2008

2009

2010

12

13

15

227

232

222

Hausmüll

1

1

1

Gefährliche Abfälle

0

0

0

Organ. Wertstoffe

20


Umweltprogramm 2008 - 2010 Umweltaspekt

Bereich

Ziel

Maßnahme

Termin

Emissionen

Logistik

Senkung der CO2 – Emissionen

12/2008

Emissionen

Logistik

Emissionen

Logistik

Senkung der CO2 – Emissionen um weitere 3% Senkung der CO2 – Emissionen

Emissionen

Produktion

Senkung der Lärmemissionen

Emissionen

Produktion

Senkung von Emissionen

Energie

Produktion

Weitere Reduzierung des Energieverbrauchs

Energie

Produktion

Energie

Produktion

Reduzierung des Dampfkessel – Gasverbrauch um 2% Reduzierung des Gasverbrauchs

Energie

Gesamtbetrieb

Einsatz erneuerbarer Energien

Energie

Gesamtbetrieb

Energie

Produktion

Frisch-/Abwasser Frisch-/Abwasser Frisch-/Abwasser Frisch-/Abwasser Hilfsstoffe / Betriebsstoffe Hilfsstoffe / Betriebsstoffe Hilfsstoffe / Betriebsstoffe

Produktion

Senkung des Leuchtmittel Stromverbrauchs um 20% Reduzierung des Energieverbrauchs Reduzierung des Frischwasserverbrauchs Reduzierung der Schmutzfracht und der Abwassermenge Reduzierung der Schmutzfracht und der Abwassermenge Weitere Reduzierung der Abfälle

Reduzierung des Dieselverbrauchs durch Optimierung der Tourenplanung Einsatz neuer emissionsarmer Fahrzeuge Optimiertes Erfassen des Dieselverbrauchs (Beginn 2009) Neubau zweier Verdunstungskondensatoren Einbau neuer Sicherheitsventile, Meldesonden, Regeltechnik NH3-Anlage Optimierung des Blockheizkraftwerkes zur Senkung des Fremdstrombedarfs Erneuerung der Steuerung für den Dampfkesselbetrieb Einbau Tauschmotor in das bestehende BHKW Einsatz einer Holzhackschnitzelanlage Einsatz von Energiesparlampen / LED Technik Neubau zweier Verdunstungskondensatoren Prozessoptimierung

2. Quartal 2010 laufend

Prozessoptimierung

laufend

Sanierung des Abwassernetzes

laufend

Wertstoffe / Abfälle

Produktion

Status:

Produktion Produktion Betrieb Produktion Produktion Logistik

erledigt

Senkung des Filterhilfsmittelverbrauchs Reduzierung des Reinigungs- und Desinfektionsmittelverbrauchs Reduzierung der Altglasmenge Reduzierung Reststoffmenge um 30%

Status

12/2010 Laufend 2. Quartal 2010 12/2009 12/2008

12/2009 12/2009 mittelfristi g 12/2011

Laufend Prozessoptimierung Filtration

12/2009

Prozessoptimierung

Laufend

Vorsortierung des 12/2009 Fremdleergutes und Handel mit Fremdleergut Ausbildung eines Mitarbeiters z. 06/2010 Eigenkontrolle der Ölabscheider

z. Teil erledigt

in Bearbeitung

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Umweltziele 2011 Nach der neuen EMAS III Verordnung wurde die Meckatzer Löwenbräu 2010 als kleines und mittleres Unternehmen in das EMAS Verzeichnis eingetragen. Die bestehende EMAS-Registrierung bleibt weiterhin gültig. Dadurch veränderte sich der Revalidierungszyklus von 3 auf 4 Jahre. Da das Umweltprogramm aus 2008 nur bis 2010 gültig war, werden für das Jahr 2011 neue Umweltziele gesteckt, ein neues Umweltprogramm für die Jahre 2012 bis 2016 wird mit der nächsten validierten Umwelterklärung 2012 vorgelegt.

Umweltaspekt

Bereich,

Ziel

Maßnahme

Termin

Emissionen

Produktion

Reduzieren von ionisierender Strahlung

04/2011

Emissionen

Produktion

Reduzierung des Lärmpegels in der Flaschenfüllerei

Hilfsstoffe / Betriebsstoffe

Produktion

Senkung des Etikettenleimverbrauchs

Energie

Gesamtbetrieb

Hilfsstoffe / Betriebsstoffe

Gesamtbetrieb

Senkung des Leuchtmittel Stromverbrauchs um 20% Verbessertes Gefahrstoffmanagement

Ersetzen der alten Füllhöhenkontrolle durch neue HF-Technik Neubau einer Etikettiermaschine, Neubau Bänderführung im Vollflaschenbereich Neubau einer Etikettiermaschine, Optimierung der Etikettierung Einsatz von Energiesparlampen / LED Technik Neuorganisation des Gefahrstoff-katasters und der Gefahrstoffbeschaffungsrichtlini en

Status

04/2011

06/2011 12/2011 12/2011

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Indirekte Umweltaspekte Als

moderne

Brauerei

sind

wir

vielschichtig tätig. Ob im Einkauf, in der Produktion, im Vertrieb oder im Marketing,

unser

Schaffen

hat

Auswirkungen auf die Umwelt. Nicht alle lassen sich kontrollieren oder in Zahlen fassen. Wir haben sie dennoch detailliert identifiziert und bewertet. Die wesentlichen Umweltaspekte, mit indirekten

Auswirkungen

nachfolgend

aufgeführt

sind und

beschrieben: Logistik/Fuhrpark Der Transport der Produkte ist mit Lärm- und Schadstoffemissionen verbunden, die wir auf ein Minimum reduzieren wollen. Unsere komplette Lkw-Flotte (25 Stück) wird sukzessive durch Fahrzeuge neuester Generation ersetzt. Der Systemkauf beinhaltet die externe Wartung und Pflege des Fuhrparks, so dass der Betrieb einer eigenen Werkstatt und der damit einhergehende Umgang mit bedenklichen Hilfs-, Betriebs- und Reststoffen unnötig ist. Der Pkw-Fuhrpark wurde auf Fahrzeuge mit sparsamen Turbodieselmotoren und Rußpartikelfilter umgestellt. Konsequente Tourenplanung und Fahrerschulung bringen weitere Emissionsminderungen. Innerbetrieblich erfolgt der Transport ausschließlich über umweltfreundliche Elektrostapler. Rohstoffeinkauf Hopfen und Malz beziehen wir konsequent aus kontrolliert-integriertem Anbau und fast nur aus der Region. Diese nachhaltige Einkaufspolitik sichert umweltfreundliche Anbaumethoden, kurze Transportwege und fördert die heimische Landwirtschaft. Wareneinkauf Wir verwenden bevorzugt Güter aus der Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben, um transportbedingte Emissionen zu reduzieren. Eine neue Lieferantenbewertung im Dezember 2009 ergab, dass 38 % unserer Zulieferer und Dienstleister nach EMAS validiert, Mitglied im Umweltpakt Bayern oder nach EN ISO 14 001 zertifiziert sind. Die übrigen 62 % haben ihre

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Umweltleistungen in glaubhafter Weise dargestellt oder nehmen an branchen- oder regionalbezogenen Umweltaktivitäten teil. Marketing Da wir uns in der Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen in der Region sehen, stellen wir an absatzfördernde Werbemittel sowie an Werbemittellieferanten hohe Anforderungen. Wir beziehen Werbedrucksachen nur von Druckereien aus nächster Umgebung, deren Umweltleistung wir jederzeit prüfen können. Druckerzeugnisse aus Osteuropa und Fernost sind trotz erheblicher Preisdifferenzen tabu. Bei einigen Werbeartikeln sind wir auf Produkte aus Fernost angewiesen. Vor jeder Auftragsvergabe wird jedoch geprüft, ob es alternativ entsprechend validierte oder zertifizierte Bezugsquellen in Westeuropa gibt. Vertrieb Wir wollen Umweltbewusstsein vorleben und weitergeben. Unsere Gastronomen erhalten durch Außendienstmitarbeiter, Kundendienstmonteure sowie bei Seminaren vor Ort oder in der Brauerei Beratung zum sachgemäßen Umgang mit Reinigungsmitteln und Spülmaschinen.

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Soziales Engagement Die Meckatzer Löwenbräu beschäftigt rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihr Können, ihre Leistungsbereitschaft, das was sie für und im Unternehmen bewegen, ist von essentieller Bedeutung für unseren gemeinsamen Erfolg. Verantwortungsbewusstes Unternehmertum bedeutet daher für uns: Genauso wie wir uns auf die Belegschaft, muss sie sich auf uns verlassen können. Gelernt haben wir das von Lena Weiß, der Urahnin unserer Brauerei. Sie hat nach dem Tod ihres Mannes nicht aufgegeben, sondern den 1853 gemeinsam erworbenen Brauereigasthof – zum Wohle ihrer Kinder und vieler Familien in Meckatz – mit Mut und Tatkraft weitergeführt. Arbeitssicherheit Um die Anlagensicherheit zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden, gehen wir mit unseren Maßnahmen weiter, als die Vorschriften es abverlangen: wir stellen beispielsweise adäquate Arbeitsschutzkleidung und -ausrüstung zur Verfügung und unsere Vertriebs-, Service- und Fuhrparkmitarbeiter erhalten ein Fahrsicherheitstraining. Im Brandschutz absolvieren die Mitarbeiter gezielt Übungen und lernen den Umgang mit Feuerlöschern. Akut-gesundheitlichen Gefahren beugen wir durch betriebsinterne regelmäßige Erste Hilfe-Kurse vor. Zusätzlich soll der 2007 angeschaffte Defibrillator rasche Hilfe bei Herzversagen möglich machen. Gestützt wird dies durch annähernd 20 ausgebildete Ersthelfer/innen Gesundheitsvorsorge Gesundheit beginnt in Meckatz mit dem Bewusstsein, dass sowohl ein gesunder Geist als

auch

ein

gesunder

Schulung

und

Training

Körper

gezielte

benötigen.

So

entspricht es auch diesem Denken, sich mit Maßnahmen an die Mitarbeiter/innen zu wenden, die bereits vor dem Eintritt von Beschwerden

und

Krankheiten

Wirkung

zeigen. Ein Ergebnis davon ist, dass die Krankheitsquote heute bei der Meckatzer Löwenbräu

unter

dem

Branchen-

und

Landesdurchschnitt liegt. 1999 wurden bestehende Krankheitsbilder unserer Mitarbeiter/innen analysiert: Wir mussten

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Defizite und Anfälligkeiten insbesondere in den Bereichen Skelett, Muskeln und Bindegewebe feststellen. Um dem aktiv entgegenzuwirken, haben wir gemeinsam die Idee der „Meckatzer Gesundheitswerkstatt“ vorangetrieben und verwirklicht: unerlässlich hierfür waren neben einem breiten Verständnis der Notwendigkeit beim Aufbau auch die vielen fleißigen Meckatzer Mitarbeiter, die in ihrer Freizeit beim Umbauen und Einrichten des bisher ungenutzten Raums geholfen haben. Seit 2002 gibt es eine in der Region einzigartige Einrichtung, die, neben 14 Gerätetypen, einem Entspannungsraum, einer Infrarotkabine und einer Vielzahl von Kleingeräten, den Mitarbeitern zur Freude an der Bewegung dienen. Fachkundigen Rat können sich die Trainierenden bei einem Physiotherapeuten einholen, der zweimal pro Woche im Haus ist. Mit ihm können sie sich einen individuell ausgearbeiteten Trainingsplan zusammenstellen und eigenständig trainieren. Außerdem werden, abhängig von den Wünschen der

Belegschaft, pro Jahr sechs bis acht Spezialkurse wie pulskontrolliertes

Ausdauertraining, Thai-Chi, autogenes Training, Pilates oder Fitness- und Funktionsgymnastik angeboten. Immer wieder finden sich Besucher der Gesundheitswerkstatt zusammen, um gemeinsam anderen Sportarten wie Nordic Walking nachzugehen. Auch bei diversen Lauf- und Radveranstaltungen sind die Meckatzer Teams regelmäßig vertreten. Ebenso versuchen wir direkt am Arbeitsplatz, belastende Faktoren zu minimieren. Alle Arbeitsplätze wurden ergonomisch geprüft und optimiert; beispielsweise werden in den Büros zunehmend Steharbeitsplätze eingerichtet. Außerdem stellen wir alkoholfreie Getränke sowie Mineralwasser aus der Region zur Verfügung. Wir-Gefühl

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Erfolgreich sind wir, wenn nicht jeder für sich, sondern alle miteinander arbeiten. Durch Weihnachtsfeiern, und „Löwenabende“, die im jährlichen Wechsel mit erlebnisorientierten Mitarbeiterausflügen stattfinden, versuchen wir das Gemeinschaftsgefühl und die informellen Kommunikationsstrukturen zu fördern. Dabei vergessen wir nicht, dass hinter jeder/jedem Mitarbeiter/in ein Mensch steht, der Familie und ein Leben außerhalb des Unternehmens hat. Am Familientag, der nächste ist im Oktober 2011 vorgesehen, laden wir neue Mitarbeiter/innen mit ihren Familien zu Brauereibesichtung und Brotzeit ein. Auf Initiative von Benedikt Weiß übernehmen wir zudem für jede/n Mitarbeiter/in je nach Beschäftigtenverhältnis alle vier bis acht Jahre die Kosten für einen etwa zehntägigen Südtirol-Urlaub. Das Angebot besteht seit über 50 Jahren. Zur Wahl stehen HalbpensionAufenthalte in Pensionen, Hotels oder Ferienwohnungen.

Lena-Weiss-Initiative Unserer Heimat, dem Allgäu, fühlen wir uns tief verbunden. Neben unserem innerbetrieblichen Engagement sehen wir uns daher auch in der Verantwortung für die Menschen in der Region und haben im Jahr 2003 zum 150-jährigen Familienjubiläum die Lena-Weiß-Initiative gegründet. Ihr Ziel ist, den Menschen Mut zu machen, sich auf ihre Fähigkeiten und Stärken zu besinnen, Probleme anzugehen und nicht darauf zu warten, dass andere sie lösen. Nur wer aktiv wird, kann für sich oder in der Gesellschaft etwas bewegen. Die Lena-Weiss-Initiative unterstützt Menschen bei der Umsetzung von Ideen und Projekten, die diesen Werten gerecht werden. Beispiele sind Ernährungsberatung oder Umweltaufklärung für Kinder; die Übernahme von Patenschaften für lernschwache Schüler/innen; Zirkusaktionen, die das Selbstbewusstsein kleiner Amateurartisten und -dompteure stärken; Wettbewerbe, rund um die zukünftige Entwicklung unserer Heimatregion; Initiativen, die die Bedeutung der Weißtanne für unsere heimischen Forste herausstellen, Netzwerke von Kleinunternehmerinnen, die sich gegenseitig helfen.

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Zusätzliche Informationen Die vorliegende Umwelt- und Sozialerklärung ist für die Öffentlichkeit bestimmt und lädt ein zur Diskussion über umweltrelevante und soziale Themen im Umfeld der Meckatzer Löwenbräu. Die nächste ausführliche Umwelt- und Sozialerklärung erscheint im August 2012. Zur Umwelterklärung Die Umwelterklärungen werden jährlich von einem unabhängigen Umweltgutachter geprüft, verifiziert und alle vier Jahre validiert. Die nächste konsolidierte Umwelterklärung wird spätestens im Juli 2012 zur Validierung vorgelegt. Die aufgeführten Ziele und Maßnahmen betreffen lediglich die wesentlichen Aspekte. Auf Anfrage informieren wir über Einzelheiten zu untergeordneten Themen. Die Umwelterklärung wurde stellvertretend für alle Mitarbeiter des Umweltarbeitskreises der Meckatzer Löwenbräu erstellt. Die Mitglieder dieses Gremiums sind Andreas Köhler, Olaf Fabert, Franz Kirchmann, Simon Schnepf.

Kontaktadresse: Meckatzer Löwenbräu Benedikt Weiß KG Herr Andreas Köhler Meckatz 10 88178 Heimenkirch/Allgäu Telefon: 0 83 81 / 5 04-52 Telefax: 0 83 81 / 5 04-174

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Umwelt- und Sozialerklärung 2011  

Umwelt- und Sozialerklärung der Meckatzer Löwenbräu 2011

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