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HIERGEBLIEBEN AUSBILDUNG & STUDIUM IN HAMBURG

DIE SCHÖNSTEN SEITEN DEINER REGION COMPANIES, SCHULE, LEUTE & SPOTS

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EDITORIAL Alle mal Hiergeblieben Hamburg ist eine Stadt in Bewegung – mit bewegenden Berufen, Menschen und Stadtteilen. Stellingen ist so ein Ort, der erst auf den zweiten Blick sein Charme enthüllt. Diesen Themen haben wir die neueste Ausgabe von ME2BE gewidmet. Erlebt beim Rundgang durch Stellingen, wo sich die interessantesten Geschichten verstecken. Lasst euch überraschen, welcher Musiker hier aufgewachsen ist und lernt die Schule kennen, die er besucht hat. In Bewegung sind auch die Unternehmen, die wir für euch genauer unter die Lupe genommen haben. Beim Caterer Brunckhorst und bei Kühne + Nagel dreht sich nämlich alles um Logistik. Enorm, was hier für die Fachkräfte von morgen getan wird. Sie alle wollen euch, wenn ihr wollt. Also, Hiergeblieben. In der schönsten Stadt des Landes gibt es viel Neues zu entdecken. Herzlich Euer ME2BE-Team und Josh, Chefredakteur


Hiergeblieben 06

Patchwork-Stadteil Stellingen Unterwegs in Hamburgs Westen

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Fettes Brot Nordisch by Nature

Schule 14 Ich hab da mal `ne Frage... Schüler der Stadtteilschule Stellingen erzählen, was sie am liebsten in der Schule essen würden

16 Andere Länder, andere Sattmacher Schulessen auf der ganzen Welt

18 Stellingens Starke Schule Engagement und Förderung in Hamburgs Westen

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Editorial

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Impressum


Inhalt

Companies 24

Die Lecker-Logistiker Die Experten von Brunckhorst wissen, wie man besser feiert

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Größer, weiter, länger Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel wächst mit

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Azubi-Portraits

Eine gute Adresse für den Umweltschutz

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Fachlagerist, Kaufmann/-frau für Speditionsund Logistikdienstleistungen, Fachkraft für Lagerlogistik, Duales Studium

Ausbildung klären beim azv Südholstein

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Kreativ, eigenverantwortlich und motiviert Das Azubiprojekt des Hanseatischen Wein & Sekt Kontors

Kühne + Nagel

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bauwelt Delmes Heitmann Kaufmann im Groß- und Außenhandel

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Hanseatisches Wein & Sekt Kontor Fachinformatiker für Systemintegration, Fachkraft für Lagerlogistik

Hiergeblieben 46

Der andere HSV Die Handball-Bundesliga-Mannschaft „HSV Handball“

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Hotspots Stellingen

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HIERGEBLIEBEN STELLINGE N

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23.742

EIN W OHNER

STELLI W W W.H A M BURG.DE / STELLINGE N /

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PATCHWORK-STADTTEIL STELLINGEN

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undesweit bekannt ist dieser im Nordwesten Hamburgs liegender Stadtteil durch den traditionsreichen Tierpark Hagenbeck. Für seine über 23.000 Bewohner liegt der Charme des etwa sechs Quadratkilometer großen Areals vor allem durch die Vielzahl seiner Sportplätze und Grünanlagen. Für die zahlreichen Pendler ist er überwiegend ein frequentierter Verkehrsknotenpunkt der Hansestadt. Stellingen ist ein Patchwork-Stadtteil. Vier große Straßen teilen das Gebiet in vier Teile. Morgens und Nachmittags reihen sich die Autos aneinander, abwechselnd mit dem Ziel Innenstadt oder Autobahn. Die Autobahn A 7 quert außerdem eine Wohngegend und trennt das Industriegebiet vom übrigen Stellingen. Der einst so beschauliche Stadtteil hat sich zum Verkehrsknotenpunkt gewandelt. Doch wer Stellingen jenseits der Verkehrsadern aufmerksam und informiert durchstreift, landet unversehens in seiner bewegten Geschichte.

alten Grenze, findet man die Grenzsteine, die einst die Grenze zwischen Altona und Preußen markierten. Die wichtigste Ertragsquelle waren für lange Zeit die Landwirtschaft und der Ackerbau. Die Stellinger Bauern zogen mit ihren Milchund Fleischwaren bis nach Hamburg und ins noch unabhängige Altona. In dieses wurde der Stadtteil 1927 eingegliedert und gehört seit 1937 mit Altona zur Hansestadt Hamburg. Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg haben Stellingen hart getroffen. Alliierte Bomber haben 38 Prozent der Gebäude zerstört. Neben alten Gebäuden aus der Jahrhundertwende findet man heute daher viel moderne Bausubstanz.

INGEN Steinzeitliche Funde verweisen auf eine frühe Besiedlung dieser Gegend. Eine mögliche Ableitung des Namens Stellingen ist der altgermanische Männername „Stallo“. Die erste urkundliche Erwähnung als „Stelling“ erfolgte im Jahr 1347 in alten Kirchenbüchern. Ab 1640 gehörte Stellingen zu Dänemark, bis es schließlich 1867 an Preußen fiel. Folgt man der

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HIERGEBLIEBEN ST E L LIN GE N

WAS SERTUR M Der Stellinger Wasserturm ist das Wahrzeichen der Stadt – mit seinen 47,59 m ist er gut sichtbar. Das Besondere an dem Wasserturm in der Högenstraße: Er wird heute als Wohngebäude genutzt. Der Bau und die Geschichte um den Wasserturm ergibt sich aus der Geschichte Stellingens: Um die Jahrhundertwende gehörte der Stadtteil weder zu Hamburg noch zu Altona, sondern bildete mit Langenfelde eine selbstständige Gemeinde. Die rasante Bevölkerungszunahme gepaart mit der Ansiedlung zahlreicher Gewerbebetriebe – bedingt durch die Nähe des Stadtteils zu Hamburg – setzte eine moderne und zentrale Wasserversorgung voraus. So wurden um 1910 mehrere Brunnen gebohrt. Zwei lieferten schließlich brauchbares Wasser, doch war das nicht genug für den gesamten Stadtteil. Zur Unterstützung der schwankenden Wasserentnahme wurde der Stellinger Wasserturm in den Jahren 1911/12 durch den Kölner Architekten Max Stirn und in Zusammenarbeit mit den Zivilingenieuren Ludwig und Hermann Mannes gebaut.

Der Backsteinbau des Wasserturms wurde mit Lüneburger Handstrichziegeln errichtet. Seine Südwestfront in Form einer überhöhten Bürgerhausfassade unterscheidet ihn von den meisten anderen Wassertürmen. Eine Aussichtsplattform war oberhalb des Wasserbehälters angelegt. Genauso repräsentativ wurde die Umgebung des Wasserturms gestaltet – eine terrassenförmige Anlage mit breiten Freitreppen und einer Pergola umgab den Fuß des Turms – davon ist jetzt nach dem Umbau jedoch nichts mehr zu sehen. Der Stellinger Wasserturm ist seit 1974 nicht mehr in Benutzung; moderne Pumpen machten ihn überflüssig. Für 300.000 DM wurde er 1979 von den Hamburger Wasserwerken an eine private Wohnungsbaugesellschaft verkauft. Der Wasserturm steht nicht unter Denkmalschutz und wurde so 2 Jahre komplett innen und außen umgestaltet. © Hagenbeck

STOLPERSTEINE Stolpersteine in ganz Hamburg gedenken insgesamt 4000 Opfer des Nationalsozialismus; diese Menschen wurden in „Schutzhaft“ genommen, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben. In Stellingen sind insgesamt acht Stolpersteine zu finden, die Namen, Ort und Geburtsjahr der Opfer tragen. Die Stolpersteine sind in Zusammenarbeit mit dem Künstler Gunter Demnig entstanden und sind meist in Gehwege eingelassen.

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© Lutz Schnier

© Lutz Schnier

HAGE N BECKS TIERPARK Im Herzen Stellingens liegt die wohl die größte Attraktion des Stadtteils. Der traditionsreiche Tierpark Hagenbeck begeistert mit seinen tierischen Bewohnern nicht nur kleine, sondern auch große Besucher. Vor über 100 Jahren revolutionierte Claus Hagenbeck mit dem Bau seiner gitterlosen und weitläufigen Gehege die Zootierhaltung auf der gesamten Welt. Bei seiner Eröffnung lag der Tierpark, heute ein Wahrzeichen der Hansestadt, außerhalb der Tore Hamburgs. Stellingen gehört zu der Zeit noch zu Preußen. Eine Eintrittskarte kostete eine Mark, für Kinder 50 Pfennig. Anders als seine Zeitgenossen präsentierte Carl Hagenbeck die Tiere in Panorama-Anlagen, die an ihre natürlichen Lebensräume erinnern sollten. Auf diese Weise konnte gänzlich auf Gitter verzichtet werden. Anstelle dieser wurden die Zuschauer durch Gräben von den exotischen Bewohnern getrennt. Noch heute ist der zoologische Garten im Familienbesitz. Joachim Weinling-Hagenbeck

und Dr. Claus Hagenbeck führen ihn in der 6. Generation. Wie ihre Vorfahren sind sie stets bemüht, die Artenvielfalt ihres Parks zu vergrößern und den Besuchern neue Attraktionen zu bieten. So findet man in der 25 Hektar großen Anlage unter anderem eine der größten Elefantenherden Europas, ein modernes Orang-UtanHaus, Nordeuropas größtes Tropen-Aquarium sowie tägliche Schaufütterungen. Eine Neuheit ist das 2012 eröffnete Eismeer. Hier können 15 verschiedene arktische und antarktische Tierarten wie Eisbären, Pinguine und Walrosse über und unter Wasser angeschaut werden. Der Tierpark ist auf hohe Besucherzahlen angewiesen. Im Gegensatz zu den meisten zoologischen Gärten gleicher Größenordnung, erhält er keine staatlichen Zuschüsse zur Deckung der laufenden Kosten. Die täglichen Kosten in Höhe von 41.000 Euro müssen, etwa über Eintrittsgelder, gedeckt werden, um die fast 15.000 Tiere zu versorgen. Text Slaven Marinovic

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FETTES B R O T M USIK BAN D


*G r ü n d u n g 1992

D

ie Band „Fettes Brot” steht für gute Laune, witzige Texte und tanzbare Beats. Ihre Lieder „Jein”, „Emanuela”, „Schwule Mädchen”, „Bettina, zieh dir bitte etwas an!” und „Nordisch by Nature” gehören zum Standardrepertoire auf Schulparties in ganz Deutschland. Die drei „Brote“ Doktor Renz (alias Martin Vandreier), Björn Beton („Schiffmeister“) und König Boris (alias Boris Lauterbach) kommen aus dem Nordwesten Hamburgs, aus den Vorstädten Halstenbek, Schenefeld und Pinneberg. König Boris ist aber im Hamburger Stadtteil Stellingen zur Schule gegangen, auf die Stadtteilschule Stellingen, die sog. „Schule am Wasserturm“. Die Geschichte der Berufsjugendlichen von „Fettes Brot“ beginnt Anfang der 1990er-Jahre, als die Hip-Hop-Welle aus Amerika über den Atlantik bis nach Norddeutschland schwappt und Doktor Renz, Schiffmeister und König Boris infiziert. Die drei Jungs lieben die Rapper von NWA und Public Enemy und gründen 1992 in einem engen und stickigen Proberaum in Pinneberg ihre eigene Band, „Fettes Brot“ (die Band sollte ursprünglich „Boris & The Callboys“ heißen). Anders als viele ihrer Altersgenossen rappen die drei Musiker nicht auf Englisch, sondern auf Deutsch. Sie vermischen die Musik der amerikanischen Großstädte mit norddeutscher Ironie und Geschichten aus ihrem Alltag als Jugendliche, die während der Woche die Schulbank drücken und am Wochenende mit der S-Bahn nach St. Pauli fahren und dort bis in die Puppen tanzen und trinken. Heraus kommt dabei einer ihrer größten Hits: die Hamburg-Hymne „Nordisch by Nature“, in der sie gemeinsam mit Jan Delay und Das Bo das Hamburger Nachtleben, die Schiffe, den Hafen, kühles Bier und Fischfrikadellen besingen. Gedreht wird das Video zu dem Hit auf einem Parkhaus in der Hamburger Innenstadt. Als alle Bilder im Kasten sind, fährt König Boris in dem alten VW Jetta seiner Mutter die Parkhausschranke kaputt, erzählt dem Pförtner aber, dass er sich keine Sorgen zu machen braucht: „Unsere Techniker regeln das schon gleich.“ König Boris ist bei „Fettes Brot“ der Mann für die kleinen Missgeschicke. Er selbst bezeichnet es als den entscheidenden Moment in seiner Karriere, als er eines Tages

„Eine gute Party braucht,“ so König Boris, „eine bestimmte Mischung aus Leuten, Musik, Location und Faktor X.“ von der Bühne in das Publikum sprang und dabei übersah, dass es sich bei der Gruppe Menschen, in die er hechtete, nicht um großgewachsene männliche Fans handelte, sondern um kleine Schulmädchen. Das Vergnügungsviertel St. Pauli, das Ausflugsziel ihrer Jugend, ist mittlerweile das Zuhause von Fettes Brot geworden. Dort liegt ihr Studio, das nach dem spanischen Schnulzensänger Julio Iglesias benannte „Studio Iglesias“. Dort treffen sich Schiffmeister, Doktor Renz und König Boris unter der Woche zu festen Zeiten. „Wir arbeiten immer seltener nachts,“ erzählt König Boris. „Wir treffen uns meistens um zehn oder zwölf und arbeiten bis fünf oder sieben. Und gehen dann nach Hause.“ Am Wochenende besuchen sie Heimspiele des FC St. Pauli (für den sie zusammen mit Bela B. von den Ärzten die Hymne „Fußball ist immer noch wichtig“ geschrieben haben), geben Benefizkonzerte vor dem autonomen Zentrum Rote Flora oder ziehen einfach um die Häuser und machen eine Kneipentour. Die Drei haben selbst mit Anfang 40 das Feiern nicht verlernt. „Natürlich trennen uns Welten von einem 17-Jährigen, aber irgendwie

auch nicht,“ meint König Boris. „Klar, die Jugendlichen heute saufen Wodka um die Wette, bei uns war es halt Apfelkorn. Wein und Bier geht noch, aber wenn Schnäpse ins Spiel kommen, tut es lange weh.“ Mit dem Feiern kennt sich König Boris genau aus. „Eine gute Party braucht,“ so König Boris, „eine bestimmte Mischung aus Leuten, Musik, Location und Faktor X.“ Mit dem Faktor X meint König Boris diese spezielle Magie in der Luft am besonderen Abend, wenn alles besonders toll ist, ohne dass man genau sagen kann, woran es genau liegt. Ende Dezember 2013 hatten Fettes Brot wieder einmal ein Heimspiel in ihrem „Wohnzimmer“, der O2 World in Stellingen, und haben gezeigt, wie man mit 12.000 Leuten eine magische Riesenparty feiert, bei der die ganze Halle nach wenigen Minuten mitsingt und tanzt. Ein einmaliges Erlebnis. Wer die Party „Fettes Brot“ selbst hautnah erleben möchte, bekommt bald Gelegenheit dazu. Die drei „Brote“ machen Ende Juni mit ihrem Partybus Station auf dem Hurricane Festival in Scheeßel (20. Juni bis 22. Juni 2014). Text Slaven Marinovic Foto Jens Herrndorff

Das aktuelle siebte Studioalbum „3 is ne Party“ von Fettes Brot ist am 1. November 2013 erschienen. www.fettesbrot.de www.facebook.com/fettesbrot www.twitter.com/fettesbrot www.hurricane.de

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SCHULE 14

Sch端lerfrage

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Schulessen auf der ganzen Welt

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Stadtteilschule Stellingen


SCHÜL ERFR AGE

ICH HAB DA MAL ‘NE FRAGE... WA S WÜRDE S T DU AM L IEBS TEN IN DER SCHULE E S SEN? Da gibt es keine zwei Meinungen: Gute Ernährung ist für uns lebenswichtig! Der Körper braucht Energie, um sich zu entwickeln und gesund zu bleiben. Auch das Gehirn benötigt Kraftstoff, um auf Touren zu kommen und Leistung zu bringen. Vor allem dann, wenn wir lernen und nachdenken sollen – also vor allem in der Schule. Es stellt sich die Frage, was Schüler denn so in der Schule essen. Auf dem ersten Platz liegt da ganz weit vorn immer noch das gute alte Butterbrot.

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HIERGEBLIEBEN

SCHULE

C O M PA N I E S

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Sa nid, 16 Am liebsten esse ich Pizza, weil sie mir immer gut schmeckt.

Len a, 15 Ich würde gern Salate oder Croques essen, weil es eine Alternative zu Nudeln etc. ist und dadurch Frische in das Essen reinkommt.

René, 16 Auf jeden Fall etwas Warmes wie z.B. Kuskus, weil es gut schmeckt und ein warmes Gericht ist

Jas min, 16 Pfannkuchen, weil man mindestens einmal etwas Süßes braucht, um die Konzentration zu fördern.

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ANDERE LÄNDER, ANDERE SATTMACHER Schulessen auf der ganzen Welt

JAPAN Nix mit schnöden Stullen. Wir wissen ja nicht, wann japanische Mütter morgens aufstehen. Aber eine Weile werden sie für die lustigen Pandabären aus Reis und die kunstvoll geschnitzten Gemüse-Kunstwerke brauchen. Eigentlich fast zu schade, um sie zu essen. Aber auch nur fast, denn die „Bento-Boxen“ sind auch echt lecker.

CHINA Morgens wie ein Kaiser... Daran halten sich auch die Chinesen. Und scheinbar isst der Kaiser gern Warmes. Schon zum Frühstück kommen hier Suppen und gefüllte Teigtaschen auf den Tisch. Mittags sieht es ähnlich aus und abends gibt es nur noch eine Kleinigkeit.

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SCHULE

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BRASILIEN Drei Dinge braucht der Mensch: Reis, Bohnen und Hähnchenbrust – zumindest in Brasilien. Denn dort wird das landestypische Gericht natürlich auch in den Schulen angeboten. Klingt ein bisschen trocken, oder? Darum wird mit erfrischendem Melonensaft nachgespült.

MEXIKO Eine bunte Mischung. Deftige Tortillas mit Guacamole, Rührei mit Bohnen, Zwiebeln, Paprika und würziger Salsa oder doch lieber Hefebrot mit Puddingcreme und Streuseln? In Mittelamerika muss man sich gar nicht entscheiden. Hier gibt es von allem etwas. Und oben drauf noch eine heiße Schokolade mit Chili.

RUSSLAND Das ist doch alles Grütze!? Ja, ganz recht. Und russische Schulkinder lieben ihre „Kascha“. Der Buchweizenbrei wird erst angeröstet und dann im Ofen gegart. Dazu gibt es Butter, süße oder saure Sahne – fertig!

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STELLINGENS STARKE SCHULE Engagement und Fรถrderung in Hamburgs Westen

Fotos Irene Oseipoku

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SCHULE

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nen des Schüleraustauschs Hamburg – Sarajevo bosnische Zeitzeugen, wie sie ihre Kriegserfahrungen verarbeiteten. Auch ein Oscar steht in der Vitrine der Stellinger Stadtteilschule. Der Schulpreis „SchulOscar“ der Hamburger Wirtschaft zeichnet Schulen aus, die sich durch innovative und zukunftsweisende Projekte und Methoden bei der Vermittlung von Wirtschaftswissen auszeichnen. Die Schule trägt zudem das Qualitätssiegel „Lions Quest“ für die Vermittlung von Lebenskompetenzen zur positiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit, ist mit einem Preis für „Demokratisch Handeln“ ausgezeichnet, zudem beteiligen sich die Schüler als „Kulturagenten für kreative Schulen 20112015“. Auch wurde die Bildungseinrichtung als eine „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ geehrt.

Starke Schule

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ür das eigene Kind möchte jeder natürlich nur das Beste – das gilt auch für die Schulbildung. Eltern bemühen sich stets, den optimalen Weg für ihre Zöglinge zu bereiten. Das macht die Wahl einer Schule nicht leichter. Um eine passende Bildungseinrichtung zu finden, kann es daher hilfreich sein, ein paar grundlegende Kriterien erfüllt zu wissen. Ist der Unterricht gut strukturiert und interessant? Gibt es Lehrer, die nicht nur fachlich, sondern auch persönlich vollen Einsatz zeigen oder ist ein breites Fächerangebot mit mannigfachen sportlichen, musikalischen und kulturellen Aktivitäten zu finden? Schnell lässt sich der Überblick im Dickicht von Ratgebern, Eltern- oder Freundesmeinungen und behördlichen Empfehlungen verlieren. Da trifft es sich sehr gut, dass besonders gute Schulen es Eltern sogar leich-

ter machen, sie als solche zu identifizieren. Denn ihre Auszeichnungen sprechen für sie und sind dadurch immer ein guter Indikator für die Qualitäten einer Schule. Die Stadtteilschule Stellingen ist in dieser Hinsicht ein wahrer Preis-Abräumer. Die Schule, die von 1100 Schüler und Schülerinnen aus 25 Nationen besucht wird, arbeitet sehr projektorientiert und wurde für ihr Engagement und Förderung ihrer Schüler vielfach ausgezeichnet. Derzeit nimmt sie an 20 Wettbewerben teil. Einer der begehrten Preise, die diese Schule erhalten hat, ist der BERTINI-Preis. Er wird an junge Menschen verliehen, die sich für ein solidarisches Zusammenleben engagieren und unterstützt Projekte, die gegen die Ausgrenzung von Menschen eintreten. Dabei befragten die 17 Teilnehmer und Teilnehmerin-

Die Stadtteilschule Stellingen ist vor allen Dingen auch eine „Starke Schule“. Anfang 2013 wurde sie mit dem ersten Platz im Wettbewerb „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ ausgezeichnet. Die Schüler werden hier durchgehend von Klasse 5 bis 10 im Fach „Arbeitslehre-Berufsorientierung“ unterrichtet. Die Schüler werden intensiv und langfristig bei der Berufsfindung unterstützt. Das Beratungsangebot variiert inhaltlich den Jahrgängen entsprechend und bietet auch den Eltern entsprechendes Material. Betriebspraktika, die Zusammenarbeit mit der Universität sowie die zahlreichen Projekte mit Partnern aus der Wirtschaft spielten bei der Vergabe des Preises eine wichtige Rolle. Die Kooperation mit Kulturschaffenden wie dem französischen Graffitikünstler Darco, der mit 17 Schülern des Kunstprofils ein Riesen-Graffiti zum Thema Toleranz verwirklichte, oder anderen kulturellen und künstlerischen Projekten wie das Kulturfest am Wasserturm waren weitere Gründe für die Auszeichnung. Neben dem Kunstprofil werden fünf weitere Profile mit Schwerpunkten wie Biologie und Sport, Spanisch und Geschichte, Wirtschaft, Politik sowie Gesellschaft angeboten.

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Bilingualer Unterricht Spanisch spielt im Unterricht eine wichtige Rolle. Denn die Stadtteilschule Stellingen ist der deutsch-spanische bilinguale Standort in Hamburgs Westen. Ab dem 5. Jahrgang können Schüler und Schülerinnen mit einem muttersprachlichen Hintergrund oder als sprachbegabte Seiteneinsteiger bilinguale Fachklassen besuchen. Spanisch kann im Fach Gesellschaft und einem weiteren Fach wie beispielsweise Biologie belegt werden. In der Oberstufe kann die Sprache auch als Profilfach gewählt werden. Das Programm ist durch die Hamburger Schulbehörde und das spanische Erziehungsministerium anerkannt und vermittelt neben den sprachlichen Fertigkeiten auch die spanische und lateinamerikanische Kultur. Regelmäßig finden Austausche mit Spanien und Nicaragua statt und es werden Feste und Theatervorstellungen veranstaltet.

Sport in Stellingen Ein erfolgreiches Team der Stadtteilschule Stellingen stellen die Radsportler dar. Seit der Gründung 2005 hat sich das Radsport-Team nicht nur zu einer festen Größe der regionalen Radsportszene im Jugendbereich entwickelt, sondern auch zu einem wichtigen Bestandteil des Förderangebots der Stadtteilschule. Denn neben der richtigen Fahrtechnik, Kenntnissen über die Instandhaltung und Pflege der Räder und körperlichen Fitness werden auch soziale Kompetenzen vermittelt. Trainiert wird jeden Mittwoch in drei Leistungsstufen. Ein zusätzliches Sportangebot bietet die Segel-AG. Alle interessierten Schülerinnen und Schüler können den maritimen Sport auf der Hamburger Außenalster kennenlernen. In den Sommerferien geht’s zum Segelcamp am Ratzeburger See. Im Winter wird hier auch Eishokey gespielt.

Fotos Cläre Bordes

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Schule muss heute mehr leisten, als seine Schüler nur zum Abschluss zu begleiten. Auf individuelle Stärken und Schwächen sollte in dieser prägenden Zeit intensiv eingegangen werden. Eine gute Schule bereitet auf das weitere Leben vor, hier entwickeln sich aus Kindern Persönlichkeiten. Gute Schulen entwickeln sich vor


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SCHULE

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allem st채ndig weiter. Sie nehmen an Bildungsprogrammen teil und motivieren ihre Sch체ler, Neues zu erkunden. Ja, die Stadtteilschule Stellingen ist eine gute Schule. Und das hier ist nur ein kleiner Auszug aus dem Programm dieser ausgezeichneten Einrichtung. Weitere Informationen zum Schulprogramm oder zu den Angeboten und Wettbewerben findest du unter: www.stadtteilschule-stellingen.de

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COMPANIES 24

Brunckhorst

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K端hne + Nagel

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Hanseatischer Wein & Sekt Kontor


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DIE LECKER-LOGISTIKER Experten wissen, wie man besser feiert Der Gast ist König. Das weiß jeder gute Gastgeber. Schließlich geht es nicht nur um das freudige Zusammenkommen und gemeinsame Feiern, nein, jede Kleinigkeit kann über Erfolg und Misserfolg einer guten Veranstaltung entscheiden. Egal ob Freunde, Familie oder Firmen zusammen feiern, wenn das Essen nicht schmeckt oder die Getränke ausgehen, hat man den Ruf eines schlechten Gastgebers für lange Zeit weg. Mit steigender Gästezahl steigen auch die Erwartungen. Eine Location in entsprechender Größe muss organisiert werden, dazu leckeres Essen in ausreichender Menge, passende Getränke, Geschirr und Besteck, Musik samt Equipment, DJ oder gar einer gesamten Band, Dekoration und auch genügend Kleiderbügel. Die Liste ist lang und der Gastgeber schon vor Beginn der Feierlichkeiten ein reines Nervenbündel. Wer sich diesem Schicksal nicht ergeben möchte, holt sich besser professionelle Hilfe. „Ein guter Gastgeber legt die Füße hoch.“ Das ist das Motto des Hamburger Catering-Unternehmens Brunckhorst. 1914 als Kolonialwarenhandel eröffnet, entwickelt sich Brunckhorst in den 60er-Jahren zum klassi-

schen Caterer. Heute ist das Traditionsunternehmen mit 40 Festangestellten und knapp 120 freien Mitarbeitern einer der leistungsstärksten Caterer Norddeutschlands und kann Events mit bis zu 5.000 Personen ausrichten. Wir stellen euch drei Berufe vor, ohne die keine Feier funktionieren könnte:

Die Planmacher – Veranstaltungskaufleute „Der Job ist sehr spannend und abwechslungsreich“, sagt Steffi Knoke. Sie ist im dritten und letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei Brunckhorst. In ihrem Beruf muss sie hervorragend gut organisieren und planen können. Sie ist der erste Kontakt zum Kunden und bespricht alle notwendigen Details eines Events, erstellt das Angebot und ist häufig am Veranstaltungstag persönlich vor Ort. Veranstaltungskaufleute wie Steffi lernen keinen gewöhnlichen Bürojob. „Durch meine Ausbildung habe ich schon so viele interessante Menschen getroffen und die unterschiedlichsten Locations kennengelernt“, erzählt die Hamburgerin. Veranstaltungskaufleute müs-

sen, neben Organisationstalent, sowohl eine Vorliebe für die Gastronomie und Betriebswirtschaft als auch teamfähig und stressresistent sein. Sie fungieren als Ansprechpartner und Mittler zwischen dem Kunden und der Küche, dem Lager, dem Servicepersonal, dem Künstler und den Dekorateuren. „Jede Veranstaltung ist eine neue Herausforderung, denn jede Feier ist individuell und auf ihre Weise etwas ganz Spezielles. Das ist das Reizvolle an dem Beruf. Man wird gefordert und bekommt im Unternehmen viel Verantwortung übertragen. Im Gegensatz zu einigen Berufsschulkameraden, die nur Kaffee kochen durften, führe ich – unter Anleitung natürlich – eigene Veranstaltungen durch“, berichtet Steffi, die vor ihrer Ausbildung bereits als Aushilfe bei Brunckhorst tätig war. Wer sich für diese Ausbildung entscheidet, sollte wissen, dass man in diesem Beruf häufig dann arbeitet, wenn alle anderen frei haben. „Viele Veranstaltungen finden zumeist an Wochenenden statt und gehen häufig weit in die Nacht hinein. Das ist schon eine Umstellung, aber dafür hat man an anderen Tagen frei“, so die Auszubildende. 25


en Wiese und das Servicepersonal hätte auch nicht viel zu tun. In der Zentrale des Caterers in Hamburg-Stellingen befindet sich das Lager mit zahllosen Tischen und Stühlen, Barelemente, Beleuchtung und Musikequipment, Geschirr, Gläsern und Besteck, roten Teppichen und mannigfachen Dekorationen, die je nach Kundenwunsch in richtiger Menge und Ausführung zum Veranstaltungsort transportiert und aufgebaut werden müssen. Fachkräfte für Lagerlogistik müssen auch in hektischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren, denn ihr Timing muss stets stimmen. Wer sich in diesem Beruf sieht, muss nicht nur anpacken können, auch ein Führerschein ist von Vorteil, denn Mobilität ist im Catering-Bereich sehr wichtig. Text Katharina Grzeca Fotos Teresa Horstmann

Brunckhorst bietet zum August Ausbildungsstellen

Die Möglichmacher – Fachkräfte für Lagerlogistik

Veranstaltungskaufmann/frau (2 Stellen) Koch/Köchin (2 Stellen) Fachkraft für Lagerlogistik

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Wenn die Gäste kommen, ist ihre Arbeit meistens schon getan; wenn sie wieder gehen, geht ihre Arbeit weiter. Ohne Fachkräfte für Lagerlogistik wäre kein Event bei Brunckhorst möglich. Sie sorgen dafür, dass die richtigen Dinge zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Sie schaffen es, Locations für jede Feierlichkeit aus dem Nichts aufzubauen, legen provisorische Leitungen für Wasser und Strom, bauen Tische und Stühle auf und richten eine Bar und Küche ein. Ohne sie könnten die Köche nicht kochen, die Gäste stünden auf einer frei-

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man Improvisationstalent beweisen, weil die Dinge nicht so sind, wie man sie aus der eigenen Küche kennt. Da wird auch mal die Küche im 20. Stock eines Rohbaus aufgebaut oder in einem Zelt auf dem Strand. Dieser Beruf erfordert deswegen viel Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft, Kreativität und Teamgeist. Wer sich aber dieser Herausforderung stellt, den erwartet ein aufregender Job mit häufig wechselnden Arbeitsumfeldern.

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Currywurst für 3.500 Personen? Das ist eine wahre Herausforderung für jeden Koch, nichts Ungewöhnliches aber für die Eventköche bei Brunckhorst. Seit drei Jahren verköstigt der Caterer die Fans im Sankt Pauli-Stadion mit Hamburger Spezialitäten, wie dem Stadionklassiker Currywurst, mit eigens für Sankt Pauli entwickelter Sauce und nationalen Köstlichkeiten aus regionalen und saisonalen Zutaten. Neben der Bewirtung der VIP-Logen und der beiden Ballsäle des Fußballstadions am Millerntor haben die Eventprofis eigene Locations an der Alster und Elbe und machen jährlich etwa 2.000 Außer-Haus-Veranstaltungen. Und das ist es, was diesen Beruf so abwechslungsreich macht. Denn nicht immer wird in der firmeneigenen Küche gekocht. Als Catering-Koch muss man sich häufig auf neue, unbekannte Situationen einstellen. Man arbeitet bei anderen Menschen zu Hause, wenn es eine private Feier ist, lernt die verschiedensten Firmen kennen, wenn man für das Mitarbeiterfest Speisen zubereitet oder steht vor der Herausforderung, ein 6-Gänge-Menü aus einem Küchenzelt heraus zuzubereiten. In solchen Situationen muss

DIC

Die Leckermacher – Köche

Sendet eure aussagekräftigen Bewerbungen an E. Brunckhorst GmbH Monika Möhle Jacobsenweg 7 22525 Hamburg 040 – 552036 48 monika.moehle@brunckhorst-catering.de Weitere Informationen findest du unter www.brunckhorst-catering.de


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GRÖSSER, LÄNGER, WEITER Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel wächst mit

W

ährend die Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik durch den technologischen Fortschritt und die Entwicklung immer weiter schrumpft, Bildschirme immer flacher und Spielekonsolen immer kompakter werden, wachsen die Transportmittel, die unter anderem dafür sorgen, dass der Nachschub ebendieser Geräte nie versiegt, in die andere Dimension. Immer größer und effizienter werden sie, die riesigen Frachtflugzeuge, Mega-Containerschiffe oder Lang-LKW. Die Antonow An-225, das größte Flugzeug der Welt, kann bei voller Auslastung bis zu 250 Tonnen Material transportieren, das größte Containerschiff, die „Maersk Mc-Kinney Møller“, fasst 18.300 Standardcontainer. Auch beim Landverkehr setzt die Branche mit den Giga-Linern auf größeres Fassungsvermögen ihrer Fahrzeuge. Denn das spart nicht nur Zeit und Geld, auch werden wichtige Rohstoffe geschont und damit unsere Umwelt. Transport soll umweltfreundlicher und rentabler werden. Das möchte auch das Logistikunternehmen Kühne + Nagel und testet in Kooperation mit einem großen Kaffeeröster seit Februar 2013 einen solchen Lang-LKW. Ziel des Feldversuchs ist es, die logistischen Abläufe und die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des Einsatzes von Lang-LKWs zu untersuchen sowie seine Alltagstauglichkeit unter Beweis zu stellen. Im 24-StundenBetrieb, in drei Rundläufen täglich, fährt der Lang-LKW des Logistik-Unternehmens von Gallin in Mecklenburg-Vorpommern bis ins Bremer Güterverkehrszentrum und wieder zurück. So legt er beim Transport der Rösterei-Waren jeden Tag eine Strecke von 1.068 km zurück. Der Feldversuch ist bis Ende 2016 angesetzt, doch das Zwischenfazit fällt sehr positiv aus. Durch den Einsatz des Giga-Liners werden rund 39.000 Liter Diesel pro Jahr eingespart. Im Vergleich zu einem konventionellen LKW, der normalerweise für diese Strecke eingesetzt wird, konnten in einem Jahr bereits über 550 Fahrten, für die gleiche Menge an Gütern, ein-

gespart werden. Damit einher geht natürlich auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen um fast 100 Tonnen. Der Feldversuch ist der erste Schritt zum regelmäßigen Einsatz von Lang-LKW in Deutschland. Weitere Strecken sollen für das Befahren der Super-Brummis freigegeben werden. Für Kühne + Nagel, das mit rund 63.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 1.000 Standorten in über 100 Ländern zu den füh-

delspartner. Das richtige Equipment wurde bei MAN (BDF Motorwagen) gefunden, der mit einer Krone-Dolly-Achse und einem Krone-Trailer ausgerüstet wurde. Die Manpower aber kam aus eigenem Hause. Das Führen des Lang-LKW bedarf nämlich besonders erfahrener Fahrer. Speziell das Kurvenfahren mit dem 25,25 Meter langen Fahrzeug will geübt sein. Die besten Fahrer von Kühne + Nagel am Standort Hamburg-Oberge-

Verkehrsleiter Holger von der Heide, Fachkraft für Lagerlogistik Mark, Auszubildende Dave und Freya, Ausbildungsleiter Christian Preis und Auszubildender Marvin (v.l.n.r.)

renden Logistikunternehmen weltweit gehört, ist es auch ein Schritt in Richtung Zukunft. Denn in Zeiten zunehmender Globalisierung, komplexerer Logistikprozesse und stetig steigender Anforderungen sind innovative und umweltschonendere Lösungen unabdingbar.

Ein besonderer Arbeitsplatz Bei der Realisierung des Projekts bekamen die Logistikexperten am Standort Hamburg-Obergeorgswerder Unterstützung von ihrem Han-

orgswerder absolvierten ein spezielles Training vom Hersteller Krone in Kooperation mit dem TÜV. Aber auch der Nachwuchs des Logistikriesen wird bestens ausgebildet. Die Auszubildenden zum Berufskraftfahrer oder zur Berufskraftfahrerin dürfen in ihrer Lehrzeit zwar noch nicht hinter das Steuer des Giga-Liners, sie erlernen aber ihr Rüstzeug in den Fahrerkabinen der zahlreichen Fahrzeuge von Kühne + Nagel. In der dreijährigen Ausbildung lernen die Fahrer und Fahrerinnen das zuverlässige und termintreue Abholen und Ausliefern der 29


Dave macht die Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen

Ware. Sie sind das Bindeglied zwischen der Disposition und dem Kunden, weshalb sie einen ständigen Menschenkontakt nicht scheuen dürfen. Abwechslung ist in diesem Beruf garantiert, denn ihr Arbeitsplatz ist mobil und die Aussicht aus dem Fenster ändert sich nach jeder Kurve. Gute Fahrer brauchen neben fahrerischem Können, einem Faible für Technik, Computer und Englisch auch starke Nerven. Jeden Tag tragen sie große Verantwortung und müssen selbst bei großem Verkehrsaufkommen Ruhe bewahren. Weitere Qualifikationen sind ein Mindestalter von 17 Jahren, ein Führerschein Klasse B sowie ein Haupt- oder Realschulabschluss.

von Übersee nach Hamburg kommen, an ihrem richtigen Bestimmungsort im Raum München gelangen. Das erfordert sorgfältige Planung und genaue Koordination.“ Auch Freya regelt in ihrem Dualen Studium den Versand, den Güterumschlag und die Lagerung für die Kunden. Sie macht den Hamburger Logistik-Bachelor. Diese triqualifizierende Ausbildung verbindet die betriebliche Ausbildung der Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistungen mit einem betriebswirtschaftlichen Studiengang an einer Hochschule. Die junge Studentin ist im zweiten von insgesamt vier Jahren und konnte in der Zeit viel vom Unternehmen sehen. „Meine Aufgaben variieren mit der Abteilung, in der ich gerade bin. In der Ausbildung lernen wir alle Bereiche des Unternehmens kennen sowie alle Verkehrsträger. Alle 6 Monate wird daher die Abteilung gewechselt“, weiß Freya. „Wir sind die Vermittler, so kann man unseren Beruf am einfachsten beschreiben. Wir sind die Stelle, wo sprichwörtlich alle Fäden zusammenlaufen. Kunden schicken uns einen Auftrag und wir erledigen alles Weitere. Wir sorgen dafür, dass alles zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zusammenkommt.“ Wer sich für diese Ausbildung oder das Duale Studium interessiert, sollte sich für Geografie, Fremdsprachen und betriebswirtschaftliche

werder, direkt am Autobahnkreuz Süd, ist ein modernes Logistikzentrum, das über 45.000 qm Lager- und Umschlagsfläche verfügt. Die rund 500 Mitarbeiter sind auf die Bereiche See- und Luftfracht, Kontraktlogistik und Landverkehre mit klarer Ausrichtung auf wertschöpfungsintensive Bereiche wie informatikgestützte integrierte Logistik-Angebote spezialisiert. Ein Garant für den Erfolg des börsennotierten Unternehmens ist die Qualifikation seiner Mitarbeiter. Sie spielen eine maßgebliche Rolle bei dem immer wichtiger und komplexer werdenden Bereich der Logistik.

Die Vermittler Im Team zum Ziel Kühne + Nagel bietet maßgeschneiderte, IT-basierte Transport- sowie umfassende integrierte Logistikdienstleistungen. Egal ob zu Wasser, in der Luft, über Land oder bei komplexen Aufgaben im Lager. Seit der Gründung 1890 findet das Familienunternehmen den besten Weg für die Waren seiner Kunden. Der 2009 eröffnete Standort des Logistikexperten in Obergeorgs30

Dave und Freya machen beide eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich bei Kühne + Nagel am Standort Hamburg. Dave hat am 1. Februar sein erstes Lehrjahr zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung begonnen. „Die erste Abteilung, die ich in meiner Ausbildung kennenlerne, ist die Importabteilung“, erzählt der 23-Jährige. „Ich bin für die Distribution für den Bereich München zuständig und trage dafür Sorge, dass alle Sendungen, die

Technische Geräte wie der Gabelstapler erleichtern die Arbeit im Lager sehr


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Abläufe interessieren. Ist bei der Ausbildung ein sehr guter Hauptschulabschluss, guter Realschulabschluss, das Fachabitur oder das Abitur Voraussetzung, müssen Duale Studenten das Abitur oder die (Fach-)Hochschulreife mitbringen.

Alles an seinem Platz Das Logistikzentrum von Kühne + Nagel im Süden Hamburgs bietet eine Lager- und Umschlagsfläche von insgesamt 45.000 Quadratmetern. Sie verfügt über 166 ampelgesteuerte Verladetore und ist auf einen schnellen und sicheren Warenumschlag ausgerichtet. Modernste Technik und computergestützte Systeme sind bei solch gigantischen Ausmaßen eine Notwendigkeit. Hier muss die Ware schnell gefunden werden, denn das Transportgeschäft ruht nie. Mark und Marvin arbeiten und lernen in den Lagerhallen des Großkonzerns. Jeden Tag entladen und sortieren sie die Waren, die aus der gesamten Welt in Hamburg zwischengelagert werden. Als Fachkraft für Lagerlogis-

tik und Fachlagerist müssen sie in jeder Lage den Überblick behalten. „Wir sorgen dafür, dass Kundenaufträge termingerecht erledigt werden“, berichtet Mark. Der 27-Jährige hat vor Kurzem seine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik abgeschlossen und wurde direkt in ein Angestelltenverhältnis übernommen. Zu Marks Aufgaben gehört außerdem das Be- und Entladen der LKW oder das Verpacken und Versenden der Waren. „Unterstützt werden wir durch viele technische Geräte. Gabelstapler oder Elektromeisen verringern die körperliche Belastung und die computergestützte Archivierung der Waren lässt uns jeden Artikel schneller finden.“ Ein Jahr kürzer geht die Ausbildung zum Fachlageristen, die Marvin am 1. Februar diesen Jahres begonnen hat. „In der Umschlaghalle, in der ich als erstes eingesetzt werde, entladen wir die Wechselbrücken. Dabei müssen alle Daten per EDV erfasst werden und eine fachgerechte Lagerung sichergestellt werden,“ berichtet Marvin. Für beide Ausbildungen braucht es einen guten Haupt- oder Realschulabschluss. Fehlen darf auch nicht der

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Spaß an körperlicher Betätigung, an Organisation und Kommunikation. Egal ob im Lager, im Büro oder in der Fahrerkabine, die Mitarbeiter müssen als Team funktionieren. Die Logistik kann ohne ein gutes Zusammenspiel der einzelnen Akteure nicht funktionieren. Da sind neben fachlichen Qualifikationen auch persönliche Kompetenzen gefragt. „Wir schauen uns den Menschen hinter der Bewerbung genau an“, sagt der Ausbildungsleiter der Zweigniederlassung Hamburg Christian Preis. „Wir möchten das Wissen und das Können, welches sich die Azubis in ihrer Ausbildung angeeignet haben, lange im Unternehmen behalten. Deswegen versuchen wir jedem, der die entsprechenden schulischen und betrieblichen Voraussetzungen erfüllt, eine Übernahme zuzusichern“, berichtet Christian Preis. Neben guten Übernahmechancen bietet Kühne + Nagel viele Gründe dafür, sich für einen Karriereeinstieg im Weltunternehmen zu entscheiden. So ist durch den halbjährigen Abteilungswechsel sichergestellt, dass die Auszubildenden die relevanten Unterneh31


mensbereiche kennenlernen. Bei den kaufmännischen Berufen wird neben den drei Pflichtmodulen Landverkehr, Seefrachtimport und –Export auch ein Wahlmodul angeboten. Hier haben die Azubis die freie Wahl, sich beispielsweise den Wirkungsbereich von Kühne + Nagel beim Zoll oder Flughafen näher anzuschauen oder beim Messeteam an der Außenwirkung des eigenen Unternehmens beteiligt zu sein. Angeboten wird beispielsweise auch Vorbereitungsunterricht für die Ausbildung, der von einem Berufsschullehrer abgehalten wird. Zur Ausbildungsvergütung, die übertariflich ist, bekommen die Azubis einen Lehrmittelzuschuss, gezahlt werden auch vermögenswirksame Leistungen und eine betriebliche Altersvorsorge. Ermäßigungen gibt es beim HVV-Ticket und in der firmeneigenen Kantine. „Der Grund, warum sich junge Menschen für eine Ausbildung im Bereich Logistik entscheiden sollten, ist einmal der, dass es Speditionen schon immer gab und im Normalfall auch immer geben wird und dass wir ein Unternehmen sind, dass seit 1890 besteht und seither alle Wirtschaftskrisen überstanden hat“, berichtet der Ausbildungsleiter. Wer also einen Beruf mit Zukunft in einem traditionsreichen Weltunternehmen sucht, der sollte sich einmal bei dem Logistikexperten umschauen. Text Katharina Grzeca Fotos Teresa Horstmann

Informationen rund um die Ausbildung bei Kühne + Nagel bekommst du bei Kühne + Nagel (AG & Co.) KG Christian Preis Ausbildungsleiter Zweigniederlassung Hamburg Beim Schröderschen Hof 7 21109 Hamburg

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Deine Zukunft in der Bauwelt!

Ausbildung • Zukunft • Karriere Die Bauwelt Delmes Heitmann ist ein 1904 gegründetes Traditionsunternehmen und heute der führende Baustoffhändler im Hamburger Süden. Durch unser starkes Unternehmenswachstum ist es uns im letzten Jahr wieder gelungen, vielen jungen Menschen eine Ausbildung in verschiedenen Bereichen anbieten zu können. Zum 1. August jeden Jahres suchen wir engagierte und begeisterungsfähige Menschen, die neugierig sind und Spaß daran haben, gemeinsam mit anderen erfolgreich zu sein. Deine Ausbildungschancen in der Bauwelt: • Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau • Fachlagerist • Fachkraft für Lager und Logistik Dein Profil: • Abitur, höhere Handelsschule, guter Realschulabschluss • Interesse am Thema Bauen und Gestalten • Begeisterungsfähig und motiviert • flexibel, offen und kommunikationsstark • Du magst Menschen und hast Spaß an der Arbeit im Team Schreibe deine Bewerbung und schicke sie an die: Bauwelt Delmes Heitmann GmbH & Co. KG • z.Hd. Ina Oetjen Maldfeldstraße 22 • 21218 Seevetal Gerne auch per Mail an: ina.oetjen@bauwelt.eu Informiere Dich auch unter: www.bauwelt.eu


EINE GUTE ADRESSE FÜR DEN UMWELTSCHUTZ Zukunftsweisende Ausbildung beim azv Südholstein

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mweltschutz ist vielfältig. Als modernes Dienstleistungsunternehmen übernimmt der azv Südholstein in Hetlingen aber nicht nur Verantwortung für Sammlung, Transport und Reinigung des Abwassers im Kreis Pinneberg, in Teilen der Kreise Steinburg und Segeberg sowie im nordwestlichen Teil Hamburgs, sondern legt auch Wert auf Kundenorientierung und gute Teamarbeit. Eine Ausbildung bei dem Kommunalunternehmen bietet daher beste Voraussetzungen für eine berufliche Zukunft im technischen Umweltschutz. Finn Lundström (19) aus Elmshorn ist im 3. Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Abwassertechnik. „Meine Oma hat mir geraten, beim azv ein Praktikum zu machen. Das hat mir Spaß gemacht, also fing ich nach der Mittleren Reife an der KGS-Elmshorn hier an. Ich war froh, dass mich ein Kollege zur Arbeit mitgenommen hat, denn das Klärwerk ist sonst schwer zu erreichen. Inzwischen habe ich einen Führerschein. Für meinen Job, ich überwache die Klärtechnik, braucht man handwerkliches Geschick und Interesse an Chemie und Bio. Toll finde ich, dass Umweltschutz ein großer Schwerpunkt bei uns ist. In meiner Freizeit angel ich gern und bin seit vier Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Klein Nordende.“

Mehr Informationen unter: www.azv.sh BILDUNGSI

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Text & Fotos Andrea Stange

In vier Ausbildungsberufen bildet der azv aus: Fachkraft für Abwassertechnik, Industriemechaniker/ Instandhaltung, Elektroniker für Betriebstechnik und Fachkraft für Lagerlogistik.

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Jörn Ladiges (33) aus Uetersen ist im 2. Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Abwassertechnik. „Ich mache hier meine zweite Ausbildung. Ursprünglich habe ich Flexo-Drucker gelernt und sieben Jahre in der Branche gearbeitet. Doch dann wurde das Werk der Wellpappen-Service in Tornesch geschlossen. Weil die Druckbranche eingebrochen ist, habe ich mich neu orientiert und eine Initiativbewerbung an den azv geschickt. Das zweiwöchige Praktikum lag weit über meinen Erwartungen. Alle zwei Monate habe ich in Neumünster drei bis vier Wochen Blockunterricht. Untergebracht sind wir dann in der Jugendherberge.“

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Fabian Grönke (18) aus Hetlingen ist im 2. Ausbildungsjahr zum Elektroniker für Betriebstechnik. „Nach meinem zweiwöchigen Schulpraktikum in der 9. Klasse der Regionalschule Wedel war ich super begeistert von der Atmosphäre in der azv-Werkstatt. Wer wie ich nach der Mittleren Reife diesen Beruf lernen möchte, muss Interesse an Physik und Elektrotechnik haben und handwerkliches Geschick mitbringen. Meine Tätigkeit ist anspruchsvoll und abwechslungsreich. Wir sind für die Instandhaltung der Anlagen, beispielsweise Pumpen-Motoren, aber auch für die Gebäude- und Schalttechnik zuständig. Ich möchte gern beim azv bleiben und vielleicht Meister oder Techniker werden. In meiner Freizeit bin ich seit sechs Jahren in der Jugendfeuerwehr Holm aktiv.“


Startklar für morgen mit einem Ausbildungs- oder Studienplatz bei uns! • Kauffrau/-mann für Dialogmarketing • Fachinformatiker/in –Systemintegration • Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel • Kauffrau/-mann für Büromanagement • Fachkraft für Lagerlogistik • duale Studienplätze in BWL (FH NORDAKADEMIE) Auf www.hawesko.de findest du alle Details. Fragen? Gerne! Frau Anna Bunge, Telefon 04122 504-3303 freut sich auf deinen Anruf. Hanseatisches Wein- und Sekt-Kontor Hawesko GmbH Hamburger Str. 14 – 20 · 25436 Tornesch bewerbung@hawesko.de · www.hawesko.de · www.tvino.de

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IMPRESSUM Redaktionsvertretungen Hamburg Billhorner Röhrendamm 8, 20539 Hamburg Telefon 040 - 47 29 65 redaktion@brandpublishers.de Husum Neustadt 29, 25813 Husum Telefon 04841 - 66 83 991 redaktion@brandpublishers.de www.brandpublishers.de www.me2be.de www.facebook.com/me2bemag Herausgeberin Marie Clasen Chefredaktion (V.i.S.d.P.) Josh Kasthönig Chefin vom Dienst Katharina Grzeca Textredaktion Slaven Marinovic, Katharina Grzeca, Dr. Claudia Kleimann-Balke, Joachim Welding, Kim Schöffler, Mimi Blume, Mareike Brünig Schulredaktion Katharina Grzeca schule@brandpublishers.de

Art Direction / Grafik Sonja Klements, Sally Elena Milota grafik@brandpublishers.de

Büroleitung Antje Kelz, Telefon 04841 - 66 83 991 antje.kelz@brandpublishers.de

Illustration Raphaelle Martin, Sarah Matuszewski

Schulbetreuung Kerrin Petersen kerrin.petersen@brandpublishers.de

Fotografie Teresa Horstmann, Jonas Wölk, Joachim Welding, Kim Schöffler, Tim Riediger, Michael Ruff, Tom Roeler, Irene Osei-Poku Titelbild Teresa Horstmann ME2BE NØRD TIMES und ME2BE HIERGEBLIEBEN erscheinen im Verlag brandpublishers GmbH Feldscheide 2, 24814 Sehestedt Telefon 04357 - 99 600 81 Fax 03212 - 138 95 67 Geschäftsführerin Marie Clasen Anzeigenleitung/Verlagsmanagement Axel von Kortzfleisch, Telefon 04841 - 66 83 992 anzeigen@brandpublishers.de

Vertrieb Kerrin Petersen kerrin.petersen@brandpublishers.de Druck westermann druck GmbH Georg-Westermann-Allee 66, 38104 Braunschweig Preis des Heftes: 2,90 EURO ME2BE Bestellservice, Telefon 04841-66 83 991 Telefax 03212-138 95 67 antje.kelz@brandpublishers.de Preis je Heft 2,90 EURO zzgl. Versandkosten © 2014 für alle Beiträge brandpublishers GmbH ME2BE HIERGEBLIEBEN und ME2BE NØRD TIMES werden kostenlos an Schulen verteilt. Nachdruck, Aufnahme in Onlinediensten und Internet und Vervielfältigung auf Datenträgern jeglicher Art – auch auszugsweise – nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages. Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Videos, und übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit der jeweiligen Anbieter. Anzeigenpreise auf Anfrage.


KREATIV, EIGENVERANTWORTLICH UND MOTIVIERT Das Azubi-Projekt des Hanseatischen Wein & Sekt Kontors

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inetyninebottles.de ist ein moderner Online-Shop für junge Weinliebhaber und –probierer. Gleichzeitig ist es das gemeinsame Projekt der Auszubildenden des Hanseatischen Wein & Sekt Kontor. Azubis verschiedener Berufe leiten zwei Monate lang den Online-Shop, organisieren den Betrieb, pflegen die Webseite, erstellen Konzepte für neue Anlässe und Events und setzen diese in Eigenregie um.

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Internationale Wein-Logistik und CWD Champagner- und Wein-Distributionsgesellschaft in ihrer Firmenzentrale in Hamburg/Tornesch abwechslungsreiche Ausbildungsplätze in den Bereichen Handel, IT und Logistik an. Darüber hinaus wird seit vielen Jahren im Rahmen der Kooperation mit der FH NORDAKADEMIE in Elmshorn das duale Studium in BWL angeboten. Seit Neustem besteht eine Kooperation mit der Hamburg School of Business Administration (HSBA). Alle Auszubildenden und Studenten werden von Anfang an in den Arbeitsalltag integriert, lernen „von der Pike auf“ durch den Einblick in viele unterschiedliche Bereiche des Unternehmens die Strukturen und Prozesse kennen. So können sie schnell anspruchsvolle Aufgaben übernehmen, in Projekten mitarbeiten und eigene Ideen einbringen. Interne Schulungen runden die Ausbildung ab. Und danach? Viele Ex-Azubis und Ex-Studis arbeiten heute immer noch bei einem Unternehmen der Hawesko Holding AG. Einige haben nach der Ausbildung ein berufsbegleitendes Studium aufgenommen, eine Weiterbildung, z.B. zum Handelsfachwirt, begonnen oder schließen an ihren Bachelor den Master an.

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Dass hinter der Seite ein junges und kreatives Team steckt, merkt der Besucher beim Durchstöbern schnell. So kann man sich den Lieblingstropfen nicht nur aus der bevorzugten Region oder Rebsorte aussuchen, auch eine Auswahl nach gewöhnlichen und ungewöhnlichen Anlässen ist möglich. Die Weinexperten empfehlen das Richtige zum „perfekten Date“, für einen gemütlichen „Abend mit Freunden“, frisch Verheiratete finden etwas in der „Just Married“-Kategorie und Hardrock-Fans in der Kategorie „Heavymetal“. „Das Azubiprojekt sorgt nicht nur für jede Menge Abwechslung, es ist auch eine tolle Gelegenheit, unser Können und Talent unter Beweis zu stellen und gleichzeitig zu zeigen, ob wir eigenverantwortlich und im Team arbeiten können“, erzählt Fabian Tiedemann. Der 21-Jährige ist im zweiten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und derzeit Teamleiter des Azubiprojekts: „Neben der Shop-Pflege erstellen wir auch den Newsletter und arbeiten mit sozialen Diensten wie Facebook und Instagram. Damit haben wir bei der Ausbildung mit Themen zu tun, die uns auch im Privaten betreffen.“ Der Nachwuchs des Hanseatischen Wein & Sekt Kontors wird durch Projekte wie diese frühzeitig in die Unternehmensstrukturen eingeführt und lernt die Abläufe im täglichen Geschäft anzuwenden. „Man bekommt in der Ausbildung die Möglichkeit, schnell für den Beruf wichtige Erfahrungen zu machen; das schätze ich persönlich sehr.“ Das tolle an diesem Projekt ist, das es nicht fiktiv ist. Die Azubis arbeiten „live“ an der Webseite. Fachinformatiker wie Kaufleute im Dialogmarketing arbeiten zusammen und können sich für den eigenen Ausbildungsberuf in fachfremden Themen ausprobieren. Der Azubi weiß von seinem Betrieb noch weiteres Gutes zu berichten: „In diesem Betrieb bieten sich bereits ganz zu Anfang der Karriere wahnsinnig gute Möglichkeiten, sich seinen Weg zu bahnen. Kreative Köpfe, eigenverantwortliche und motivierte Schulabgänger können hier eine super Ausbildung genießen.“

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Bewerbungen an: Hanseatisches Wein & Sekt Kontor Hawesko GmbH Frau Anna Bunge Hamburger Str. 14 – 20 25436 Tornesch 04122 504-3303 bewerbung@hawesko.de Weitere Informationen findest du unter: www.hawesko.de www.tvino.de www.ninetyninebottles.de

Text Katharina Grzeca Fotos Hanseatisches Wein & Sekt Kontor

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Hanseatisches Wein & Sekt Kontor – Ausbildungsplätze im Wachstumsmarkt E-Commerce Als Deutschlands Marktführer im Weinversandhandel bieten die Tochtergesellschaften der Hawesko Holding AG mit den Unternehmen Hanseatisches Wein & Sekt Kontor, IWL

Fabian Tiedemann, Teamleiter Azubiprojekt

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M arvin Sch ul z, 17 Marvin ist im ersten Lehrjahr zum Fachlageristen bei Kühne + Nagel in Hamburg. „Meine Ausbildung habe ich am 1. Februar begonnen und lerne als ersten Bereich die Umschlaghalle kennen. Zu meinen Aufgaben gehört das Entladen der Wechselbrücken.Interessant und lehrreich fand ich vor allem die Gefahrgutschulung, die man zu Beginn der Ausbildung bekommt. Dort wurde uns gezeigt, wie man sich in gefährlichen Situationen zu verhalten hat. Sollte man zum Beispiel einen Kanister, der mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllt ist, mit der Gabel des Staplers beschädigen, darf man diese nicht gleich rausziehen. Es könnten Funken entstehen und ein richtiges Feuer entfachen. Man muss den Ort sichern und dann jemandem Bescheid geben. Sicherheit wird hier sehr groß geschrieben. Die Halle darf auch nicht ohne ausreichende Warnbekleidung und Sicherheitsschuhe betreten werden.“

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Freya ist im zweiten Jahr ihres Dualen Studiums bei Kühne + Nagel in Hamburg. Nach vier Jahren hat sie sowohl die Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen als auch den Abschluss als Bachelor of Arts in BWL mit dem Schwerpunkt Logistik. „Nachdem ich mein Abitur an der Waldorfschule in Kaltenkirchen in der Tasche hatte, schaute ich mich nach einer passenden Studienrichtung um. Eine meiner größten Leidenschaften ist das Segeln und ich wollte das Maritime auch in meinem beruflichen Werdegang integrieren. Über das Stichwort Seeverkehr bin ich auf die Logistik gekommen und habe mich nach entsprechenden Studiengängen umgeschaut. Auf diese Art und Weise bin ich auf das Duale Studium bei Kühne + Nagel gekommen. Was mir von Anfang an sehr gut gefallen hat, ist die Abwechslung von Schul- und Unitagen mit der Arbeit im Unternehmen. Wir haben immer zwei Schul- und drei Arbeitstage. Am Wochenende schreiben wir auch mal die eine oder andere Klausur. Das Duale Studium ist sehr arbeits- und zeitintensiv. Aber es lohnt sich. Schnell lernt man, die Theorie in der Praxis einzusetzen und sieht seine persönlichen Forschritte.“

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Dave Wehd er, 23 Dave ist im ersten Lehrjahr zum Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen bei Kühne + Nagel in Hamburg. „Nachdem ich das Wirtschaftsgymnasium H19 in der Kieler Straße mit der Fachhochschulreife abgeschlossen habe, war ich ein Jahr in den USA. Dort habe ich bei Disney World in Orlando/Florida im Deutschen Pavillon gearbeitet. Das war eine willkommene Abwechslung zur der vorangegangen Schulzeit und ich konnte mein Englisch deutlich verbessern. Als ich zurückkam und mir einen Beruf ausgesucht habe, habe ich meine Stärken angeschaut und auch, welche Bereiche mich besonders interessieren. Berücksichtigt habe ich meine Interessen sowohl an Geografie und Englisch als auch am Organisieren und Koordinieren. Da lag es nahe, mir eine Ausbildung im Bereich von Speditions- und Logistikdienstleistungen zu suchen. Die Stelle bei Kühne + Nagel habe ich zum 1. Februar bekommen. Die Zeit davor konnte ich mit einem Praktikum, welches ich am 1. September anfing, hier im Unternehmen überbrücken. Das Praktikum hat mir sehr geholfen und ich würde es immer weiterempfehlen. Ich bekam ein gewisses Know-how für die Spedition und was alles drum herum passiert.“

M ark Ar a h avelias, 27

Mark ist frisch ausgelernte Fachkraft für Lagerlogistik bei Kühne + Nagel in Hamburg. „Ich komme aus einer richtigen Gastronomiefamilie und habe auch meine erste Ausbildung im Restaurantfach angefangen. Leider hat der Betrieb nicht zu mir gepasst und ich habe das Ausbildungsverhältnis vorzeitig abgebrochen. Nach drei Wochen und vielen unterschiedlichen Einsätzen bei einer Zeitarbeitsfirma wurde ich zu Kühne + Nagel geschickt. Schon am ersten Tag habe ich darum gebeten, wiederkommen zu dürfen. Ich durfte wiederkommen und auch bleiben. Dann wurde mir die Möglichkeit gegeben, hier angestellt zu werden oder eine Ausbildung zu beginnen. Das war schon ein gutes Gefühl. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte organisiert und teamfähig sein. Hier arbeitet man zusammen. Der eine macht den ersten Schritt und du machst den zweiten. Alles greift ineinander über. Außerdem sollte man mit der Schichtarbeit zurechtkommen. Je nach Einsatzgebiet gibt es unterschiedlich wechselnde Schichten.“

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Nikl as K a m m a n n, 21

Niklas ist im 1. Lehrjahr zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel bei der bauwelt Delmes Heitmann in Seevetal. „Ich kenne das Unternehmen durch Familienmitglieder, die selbst in der bauwelt arbeiten. Ein Praktikum, das ich vor meiner Ausbildung absolviert habe, hat mir das Unternehmen nähergebracht. Ich konnte viele Eindrücke gewinnen und habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt. Besonders gut gefällt mir der gute und persönliche Kontakt unter uns Kollegen. Nach meiner Ausbildung werde ich auf jeden Fall bei der bauwelt bleiben, weil es einfach so viel interessanten Stoff für mich zum Lernen gibt, den man in drei Jahren Ausbildung nur oberflächig mitbekommt. Mein Karriereziel für die nächsten Jahre? Zunächst meine Ausbildung erfolgreich abschließen.“

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Frank-Henrik ist im 2. Lehrjahr zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel bei der bauwelt Delmes Heitmann in Seevetal. „Ich bin auf diesen Beruf aufmerksam geworden, da ich bereits in meiner Schulzeit in einer großen deutschen Baumarktkette tätig war. Dort wurde mein Interesse an Baustoffen geweckt. Dirk Heitmann, Geschäftsführer des Baumarktes, lernte mich kennen und bot mir nach meiner Zeit im Baumarkt eine Tätigkeit in der bauwelt an. Aus dieser Übergangstätigkeit wurde mein neuer Ausbildungsplatz. Uns Auszubildenden werden hier interessante Aufgaben erteilt. Auftragserfassung, Rechnungskontrolle, aber auch die Kundenberatung stehen auf dem Programm. Bei uns in der bauwelt sind viele Verkäufer mit ihren Kunden befreundet. Außerdem ist es für mich tierisch spannend, mit Baustoffen in Berührung zu sein. Wenn man Baustellen der Kunden besucht, wird einem klar, was entsteht, wenn Handel und Handwerk erfolgreich zusammenarbeiten. Auf einer Fläche, auf der vor Kurzem nur Unkraut wucherte, steht innerhalb weniger Wochen ein Haus, welches einer Familie ein Heim bietet.“

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Fa bia n Tied e m a n n, 21

Fabian ist im zweiten Lehrjahr zum Fachinformatiker für Systemintegration beim Hanseatischen Wein & Sekt Kontor in Tornesch. Sein Abitur hat er an der IGS Faldera in Neumünster gemacht.

D en nis Sa b asch, 24 Dennis hat am Jahresanfang erfolgreich seine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bei IWL – Internationale Wein Logistik GmbH in Tornesch beendet. „Ich habe vor Beginn meiner Ausbildung bereits zwei Jahre bei IWL gejobbt, daher wusste ich schon ziemlich genau, welche Tätigkeiten im Berufsalltag auf mich zukommen werden. Für die Wahl des Berufes war für mich ein wichtiges Kriterium, dass ich die Chance auf eine gute Weiterbildung habe. Der Bereich Logistik wird immer benötigt und ist damit zukunftssicher. Besonders gefällt mir, dass ich in der Ausbildung so großartig unterstützt wurde. Ich hatte z.B. immer einen Ansprechpartner und erhielt zusätzliches Lernmaterial zur Prüfungsvorbereitung. Darüber hinaus konnte ich auch die Bereiche Verkauf und Einkauf unserer Schwestergesellschaft, dem Hanseatischen Wein & Sekt Kontor kennen lernen, für die mein Ausbildungsbetrieb die gesamte Logistik abwickelt. Denn erst dadurch erhielt ich einen Überblick darüber, wie die Prozesse innerhalb des Konzerns zusammenhängen und meine Aufgaben im Lager beeinflussen. Außerdem gab es Azubi-Projekte, an denen ich mitwirken konnte. Ein besonderes Highlight der Ausbildung war das Stipendium des Leonardo Da Vinci-Programms, welches von der EU verliehen wird. Ich habe ein Praktikum bei einem Supermarkt, „Carrefour“ in St. Vith in Belgien, machen dürfen. Die Leute dort waren sehr nett und haben mich herzlich aufgenommen. Das alles hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Für die Unterstützung und Zustimmung meines Betriebs bin ich sehr dankbar. Meine Ausbildung konnte ich der guten Leistungen wegen um ein halbes Jahr verkürzen und wurde schon in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte körperlich fit sein, immer neugierig bleiben und viel fragen, große Einsatzbereitschaft zeigen, im Team arbeiten und früh aufstehen können. Bei uns ist meistens um 6.00 Uhr Arbeitsbeginn.“

„In der Schule hatte ich Biologie als Profilfach, da ich eigentlich Physiotherapeut werden wollte. Aufmerksam auf den Ausbildungsberuf des Fachinformatikers für Systemintegration bin ich geworden, weil mir eine Verwandte, die beim Hanseatischen Wein & Sekt Kontor arbeitet, erzählte, dass dort noch ein Fachinformatiker gesucht wir. Zu der Zeit konnte ich mir unter dem Beruf noch nicht viel vorstellen, aber aufgrund des technischen Wandels in der Gesellschaft in den letzten Jahren war es mir wichtig, einen Beruf zu erlernen, der Computerkenntnisse vermittelt. Es war nicht die einzige Bewerbung, die ich geschrieben habe, aber das Hanseatische Wein & Sekt Kontor kam mir am sympathischsten vor und ich hab mich direkt wohl gefühlt, was dann letztendlich auch zu meiner Entscheidung beigetragen hat. Besonders gut gefällt mir der soziale Kontakt zu den Menschen. Ich wollte unbedingt etwas mit Menschen machen, und hier kann ich die technischen Probleme der Kollegen/innen lösen. Der Betrieb ist groß und dadurch kommt Abwechslung und Farbe ins Spiel und es gibt jeden Tag neue, spannende Szenarien. Was mich meinem persönlichen Karriereziel auf jeden Fall weiterbringt, ist die Unterstützung des Arbeitgebers. Ich werde ab September diesen Jahres berufsbegleitend BWL & Wirtschaftspsychologie studieren. Ich bin der erste, der dieses Modul in der Zusammensetzung durchführen wird, deswegen sind wir alle gespannt. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium bin ich gespannt auf größere Aufgaben, die mich in meinem Leben noch erwarten.“

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DER ANDERE HSV

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enn man „HSV” hört denkt jeder sofort an den großen „Hamburger Sportverein“, den Verein mit der Raute im Herzen, den Dinosaurier der Fußball-Bundesliga, der seit der Saison 1963/1964 als einziger Verein ununterbrochen in der 1. Liga mitspielt. Es gibt aber auch einen anderen „HSV“, die Handball-Bundesliga-Mannschaft „HSV Handball“, die im Gegensatz zu den Fußballprofis auch richtig erfolgreich ist. Wer denkt, dass Fussball ein Sport für echte Männer ist, sollte sich einmal eine Partie Handball angucken. Beim Handball treffen 90 bis 100 Kilogramm schwere und über 1,90 Meter große Hünen aufeinander und kämpfen unter vollem Körpereinsatz um jeden Ball. Fussball ist auf der ganzen Welt beliebt, Handball wird dagegen hauptsächlich in Europa gespielt, in Frankreich, Spanien, Südosteuropa, in Deutschland und Skandinavien (Dänemark, Schweden, Island, Norwegen). Die europaweit erfolgreichsten Handballvereine sind der FC Barcelona aus Spanien mit zwölf europäischen Titeln und der VfL Gummersbach aus Deutschland mit neun Titeln. Der THW Kiel (der volle Vereinsname lautet Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904) hat die deutsche Handballmeisterschaft am häufigsten gewonnen, das erste Mal 1957 und zuletzt im vergangenen Jahr 2013. In den letzten Jahren hat der Rekordmeister aus Kiel aber einen starken Konkurrenten bekommen, den HSV Handball. Der HSV Handball ist 2002 aus der ehemaligen Bundesligamannschaft des VfL Bad Schwartau entstanden, die 2001 noch den

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deutschen Handballpokal gewinnen konnte, im darauffolgenden Jahr aber wegen finanzieller Engpässe beim VfL Bad Schwartau nach Hamburg übersiedelte. Der Erfolg in der Hansestadt ließ nicht lange auf sich warten. Schon 2004 konnte der neu gegründete Verein den DHB-Supercup 2004 gewinnen. 2006 und 2010 wiederholte der HSV Handball diesen Erfolg und konnte gleichzeitig den DHB-Pokal holen. 2007 gewannen die Hamburger sogar den Europapokal der Pokalsieger. Obwohl der HSV Handball noch ein junger Verein ist, ist er doch bei Fans und Spielern gleichermaßen beliebt. Zu den Heimspielen in der o2 World Hamburg kommen durchschnittlich mehr als 9.000 Zuschauer und Hamburg übt als Weltstadt am Wasser eine große Anziehung auf die besten Handballer Europas aus. Beim HSV Handball spielen die Deutschen Johannes Bitter, Torsten Jansen (Spitzname

Wer denkt, dass Fussball ein Sport für echte Männer ist, sollte sich einmal eine Partie Handball angucken. „Toto“) und Pascal Hens, die zusammen 2004 die Europameisterschaft in Slowenien und 2007 die Weltmeisterschaft im eigenen Land gewonnen haben. Im Kader sind außerdem der zweifache Europameister Hans Ottar Lindberg aus Dänemark und die kroatischen Olympiasieger und Weltmeister Davor Dominikovic und Blaženko Lackovic. Aus Kroatien kommt auch Domagoj Duvnjak, 100 Kilogramm schwer und

1,98 Meter groß, der zur Zeit beste und teuerste Spieler der Welt. Der Verein versammelt so viele Weltklassespieler, dass bei der Europameisterschaft 2010 keine andere Vereinsmannschaft mehr Medaillengewinner gestellt hat als der HSV Handball. Die größten Erfolge der Mannschaft waren bisher der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2011 und 2013 der Gewinn der Handball Champions League. In der Handball Champions League treten ähnlich wie in der UEFA Champions League die besten Mannschaften aus Europa gegeneinander an. Im Finale in Köln besiegte der HSV Handball den spanischen Meister FC Barcelona mit 30:29 und wurde dafür von der Stadt Hamburg mit einem Ehrenpreis für hervorragende sportliche Erfolge ausgezeichnet. Leider ist seitdem beim HSV Handball ein wenig Sand im Getriebe. Der Versuch, den ehemaligen Fußballprofi und HSV-Torwart Frank Rost als neuen Geschäftsführer zu etablieren, hat nicht funktioniert. Frank Rost pflegt einen direkten und teilweisen rauhen Umgangston und ist mit seiner Art beim Vereinsvorstand schnell in Ungnade gefallen. Und dann hat auch noch Domagoj Duvnjak seinen Abschied aus Hamburg angekündigt. Im Sommer verlässt er den HSV Handball und geht ausgerechnet zum Erzrivalen nach Kiel. Der Trainer des THW Kiel Alfred Gislason freut sich schon auf die Verstärkung aus Hamburg: „Domagoj ist ein überragender Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und ein Geschenk für jede Spitzenmannschaft.“ Text Slaven Marinovic Fotos Freitag, HSV


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Text Claudia Kleimann-Balke, Illustration Raphaelle Martin

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Hagenbecks Tierpark In Hagenbecks Tierpark und im Tropen-Aquarium kannst du fast 15.000 Tiere bestaunen. Das tierische Original der Hansestadt begeistert seit mehr als 100 Jahren Besucher jeden Alters. Den Tierpark findest du in der Lokstedter Grenzstraße 2, 22527 Hamburg-Stellingen. Er ist ganzjährig geöffnet und bietet neben Führungen auch zahlreiche Schaufütterungen an.

Kunsteisbahn Stellingen Die überdachte Eislaufbahn bietet Spaß bei jedem Wetter. Die Eisbahn bietet neben öffentlichen Laufzeiten auch zahlreiche Eishockeyspiele. Die Eishockeymannschaften des HSV bestreiten hier regelmäßig ihre Heimspiele. Die Eisbahn Stellingen befindet sich in der Hagenbeckstraße 124, 22527 Hamburg, direkt an der U-Bahn-Station Hagenbecks Tierpark. Die Eisbahn Stelligen hat an sechs Tagen in der Woche geöffnet. Dienstag bis Sonntag werden zwischen zwei und drei Laufzeiten angeboten.

Haus für Jugend Kultur und Stadtteil Stellingen Das Haus ist eines von drei Häusern der Jugend im Bezirk Eimsbüttel und besteht seit 1978. Neben dem offenen Bereich mit einem Jugendcafé mit Kaminecke, Billard und Kicker bietet das Haus weitere Sport- und Spielangebote, Veranstaltungen wie Discos, Partys, Livemusik, Theater sowie stadtteilorientierte Kulturveranstaltungen und vielem mehr. Das bunte Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Jungerwachsene im Alter von 10 bis 25 Jahren. Zu finden ist das Haus am Sportplatzring 71, 22527 Hamburg-Stellingen.

Jugendfeuerwehr Stellingen Die Jugendfeuerwehr ist Teil der freiwilligen Feuerwehr Stellingen. Mitmachen kann jeder, der zwischen 11 und 17 Jahren alt ist und aus den Stadtteilen Stellingen, Langenfelde oder aus der näheren Umgebung kommt. Auf dem Plan steht eine Ausbildung in Brandschutz, Erster Hilfe und Technischer Hilfeleistung. Damit der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt, nimmt die Jugendfeuerwehr auch an Veranstaltungen, wie den Dschungel-Nächten im Hagenbecks-Tierpark, Stadteilfesten u.v.m. immer teil. Die Freiwillige Feuerwehr Hamburg-Stellingen findest du in der Melanchthonstraße 10, 22525 Hamburg.

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Kontakt: Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen | Westküstenklinikum Heide Esmarchstraße 50 | D-25746 Heide | Telefon 0481 / 785-2900 | info@wkk-hei.de

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