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Emden und Ostfriesland Per Vertrag seit gestern verkauft: die Emder Nordseewerke

Emder Zeitung

Sind bestrebt, Berufsrückkehrern einen Job zu vermitteln: (von links) Edzard Hasbargen vom MD-Schulungscenter, Klaus Löckener, Benno Gerken und Helga Christians (2.v.r.) von der ARGE Norden und Aurich sowie Roswitha Franke und Johanne Janssen von der Koordinierungsstelle „Frauen und Beruf“. EZ-Bild: Ulferts

Mit Qualifikation zurück in den Beruf Verschiedene Bildungsträger bieten entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen an. Von EZ-Redakteur MANFRED ULFERTS S 89 00 417 Emden/Ostfriesland. In Verbindung mit dem landesweiten Programm „Qualifizierungsoffensive Niedersachsen“ können sogenannte Wiedereinsteiger und Berufsrückkehrer eine Weiterbildungs- oder Qualifizierungsmaßnahme wahrnehmen, bevor sie wieder in ihren Job und in das Berufsleben einsteigen. Unter dem Motto „Qualifizierung ist Zukunft“ bieten eine Vielzahl von Bildungsträgern wie VHS, KVHS, Ländliche Erwachsenenbildung, Institut für Erwachsenenbildung, IHK oder private Anbieter wie MD Schulung in Emden entsprechende Maßnahmen in Kooperation mit Netzwerkpartnern wie die örtlichen Arbeitsagenturen oder Arbeitsgemeinschaften an. Eine Förderung und finanzielle Unterstützung für Qualifizierungsmaßnahmen kann Berufsrückkehrern nach Beratungsgesprächen mit Mitarbeitern bei den ARGEn oder bei

der Agentur für Arbeit ermöglicht werden. „Wir bieten Hilfestellungen und Aktivierungsmaßnahmen“, sagte Klaus Löckener, von der ARGE Norden. In einer Gesprächsrunde mit der Emder Zeitung stellte er gemeinsam mit dem Norder ARGE-Außenstellenleiter Benno Gerken, der Auricher Kollegin Helga Christians sowie Roswitha Franke und Johanne Janssen von der Koordinierungsstelle „Frauen und Beruf“ beim Landkreis Leer und Aurich und MD-Schulungsleiter Edzard Hasbargen die Möglichkeiten, Gründe und daraus resultierende berufliche Chancen einer solchen Qualifizierungsmaßnahme vor. Letztlich gehe es auch darum, dass Berufswillige wach gerüttelt werden sollen.

Perspektive Gerade Frauen, die nach Jahren der „Familienphase“ wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen oder – nach Trennung/Scheidung vom Ehemann oder Partner – aus finanziellen Gründen müssen, sollten sich über die Qualifizierungsmaßnahmen informieren. Roswitha Franke und Jo-

hanne Janssen stehen mit Rat und Tat zur Seite. Franke: „Es geht auch darum, den Frauen bessere Perspektiven und Eigenverantwortlichkeit zu verschaffen, um für sich selber zu sorgen. Die Altersarmut unter den Frauen rollt.“ In Ostfriesland liege die Quote bei MiniJobs (bis 400 Euro) für Frauen mit rund 75 Prozent im Landesvergleich (rund 60 Prozent) recht hoch. Die Frauen sind, so Janssen, über einen längeren Zeitraum aus dem Berufsleben heraus und müssen erst einmal wieder Tritt fassen. „Sie brauchen Motivation für die eigene Arbeit, Selbstbewusstsein oder beispielsweise auch ein Bewerbungstraining“, sagte Janssen. Vorausgesetzt, sie können und wollen wieder arbeiten. Qualifizierung, da waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig, sei ein wichtiger Schlüssel für einen Job. Löckener: „Es wird bei Einstellungen immer mehr nach qualifizierten Arbeitskräften gefragt.“ Benno Gerken von der ARGE Norden habe festgestellt, dass mittlerweile bei den Frauen auch eine Bewusstseinsänderung dahingehend zu vernehmen sei, dass sie durchaus

eine Weiterbildung in technischen Berufen in Angriff nehmen würden. Berufsfelder wie Informatik, Naturwissenschaften oder Technik sind laut Roswitha Franke bei den Frauen aber nach wie vor unterpräsentiert.

Fördermittel Die ARGE in Norden hat in diesem Jahr rund 4,5 Millionen Euro an Fördermittel. Bislang haben 1250 Teilnehmer (60 Prozent Männer) eine Weiterbildungsmaßnahme wahrgenommen. „Die Zusammenarbeit mit Unternehmen und dem Arbeitsmarkt ist wichtig, um zu wissen, wie die Jobchancen stehen, und welche Firma möglicherweise Arbeitskräfte benötigt“, sehen Franke und Jansen ihre Koordinierungsstelle „Frauen und Beruf“ als Anlaufpunkte. Von einer guten Zusammenarbeit der Bildungsträger mit den hiesigen regionalen Partnern wie die ARGE und die Agentur für Arbeit sprach Edzard Hasbargen vom MD-Schulungscenter in Emden. „Es werden innovative und flexible Lösungen geboten.“

Andrea Risius bleibt Beisitzerin in der Frauen Union Niedersachsen Der Landesdelegiertentag der Frauen Union hat gestern Nachmittag in der Nordseehalle begonnen und wird am heutigen Sonnabend ab 9 Uhr fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen gestern nach den Grußworten der Emder Bürgermeisterin Andrea Risius – die CDU-Politikerin ist als eine

der zehn vorgeschlagenen Beisitzerinnen in der Frauen Union Niedersachsen wiedergewählt worden – sowie vom CDU-Landesvorsitzenden David Mc Allister die Vorstandsberichte wie die am frühen Abend durchgeführten Wahlen des Landesvorstandes mit der Vorsitzenden Dr.

Eva Möllring (Hildesheim) und ihren drei Stellvertretern Dorothea Dannehl (Braunschweig), Wiltrud Schumann (Hannover) und Magdalena Wilmes (Oldenburg/Osnabrück). Anschließend hielt Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann noch einen Vortrag zum Thema

„Lernen ein Leben lang“. Der Delegiertentag wurde heute um 9 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst und verschiedenen Workshops fortgesetzt und ab 14 Uhr mit einem abschließenden Besuch in der Emder Kunsthalle beendet. EZ-Bild: Wilken

Sonnabend, 24. Oktober 2009

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2009_md-schulung_ez_241009  

http://www.md-systemhaus.de/upload/2009_md-schulung_ez_241009.pdf

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