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Jugendliche sollen den richtigen Beruf finden

05.09.2007

Jugendliche sollen den richtigen Beruf finden PROJEKT MD Schulung und VHS wollen Schüler und Betriebe zusammenführen 240 Mädchen und Jungen ab Klasse sieben sind an dem Programm beteiligt. Es trägt den Titel „vertiefende Berufsorientierung“. Emden /MG - Die Firma MD Schulung und die Volkshochschule (VHS) wollen mit dem Projekt „Vertiefende Berufsorientierung“ Haupt- und Realschülern helfen. Sie können sich in jeweils vierwöchigen Kursen in Informationstechnologien ausbilden lassen und schauen, welche Ausbildungsberufe am besten zu ihnen passen. Gestern hat das Projekt begonnen. „Es hat Modellcharakter. Wir werden hinterher die Erfahrungen weitergeben“, kündigte Projektleiter Edzard Hasbargen (MD Schulung) an. Die beiden Bildungsträger arbeiten mit Partnern wie Microsoft, Certnet sowie Wirtschaftsbetrieben zusammen. Den Anfang machen 240 Mädchen und Jungen der Haupt- und Realschule Wybelsum sowie der Cirksena- schule. „Wir wollen die Jugendlichen näher an die Praxis heranbringen“, meinte Brigitte Germer (VHS). Sie sollen nicht nur EDV-Schulungen und ein Bewerbungstraining bekommen, sondern auch Abläufe in Betrieben kennenlernen. Am Ende wird für jeden der Teilnehmer, die für erlernte Fähigkeiten Urkunden und Zertifikate bekommen, ein Profil erstellt. Aus dem geht hervor, für welche Berufe er sich besonders eignet. Ziel ist es, Ausbildungsplätze zu schaffen, zu besetzen und damit etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Die Betriebe haben den Vorteil, dass aufwändige Eignungstests wegfallen. Die Leiter der beteiligten Emder Schulen, Rico Mecklenburg und Jan-Eve Buß, sehen in dem Projekt, das 60.000 Euro kostet und von der Bundesagentur für Arbeit mit 50 Prozent bezuschusst wird, nur Vorteile. „Eine stärkere Orientierung ist gerade für diese Schüler wichtig. Denn ohne Perspektive gibt es keine Motivation.“ Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare, ist auf die Ergebnisse aus Emden gespannt. „Wenn das Projekt gut läuft, werden wir es auf andere Regionen im Land übertragen“, kündigte er an. Bei derzeit 16 000 Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz sei jede gute Idee ein Gewinn. Ostfriesen-Zeitung Onlineausgabe v. 05.09.2007


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