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10 Jahre

CASCARUDA YACHT CLUB

JUBILÄUMS

LOGBUCH


Inhalt 3-5

Grußworte und Glückwünsche

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Geschichte

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Jollenmeisterschaft

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CYC Ausbildung

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Kinder- und Jugendwoche am Waldschachersee

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Forest Chess Championship mit Sommerfest

14-15

Erich Glavassevich Gedenkregatta

16-17

Cascaruda - sailing over the world

18-20

Sudan Törn

22-23

Malta Törn

26-27

Revival Race

Freizeit, Hobby, Träume ...

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IMPRESSUM Medieninhaber und Herausgeber Cascaruda Yacht Club Reininghausstüberl Reinighausstraße 1 8020 Graz E-Mail: cyc@cascaruda.at www.cascaruda.at

No Panic


Gerhard Lernpeis Commodore Cascaruda Yacht Club

Jetzt sind schon 10 Jahre seit der Gründung des Cascaruda Yacht Clubs vergangen, jedoch kommt es mir manchmal wie gestern vor. Als mich im Frühjahr 1996 ein langjähriger Segelfreund ansprach, ob ich nicht Lust hätte, einen neuen Segelclub kennenzulernen, hatte ich natürlich keine Vorstellung, welch langjährige Beziehung daraus entsteht. In der Vorbereitung auf diese Festschrift dachte ich oft, was eigentlich das Einzigartige des CYC ausmacht. Ich glaube, wichtig war und ist, dass wir von Anfang an unserem Clubmotto "Segeln mit Familie und Freunden" treu geblieben sind. Der Leitsatz "jeder kennt jeden" steht immer im Mittelpunkt aller unserer Überlegungen und Bemühungen; deshalb sind unsere Clubveranstaltungen in der Regel so gut besucht. In Anbetracht der Tatsache, dass die Gesamtmitgliederzahl des CYC nur 80 Personen umfasst, erfüllt mich das Starterfeld von bis zu 15 Schiffen bei der schon traditionellen EG-Regatta ein wenig mit Stolz.

Ein gutes Verhältnis zu allen anderen Yachtclubs ist uns immer sehr wichtig gewesen. Hier möchte ich mich bei den Präsidenten aller steirischen Yachtclubs und beim Steirischen Segelverband für die gute Zusammenarbeit bedanken. Es gab in unserm Clubleben in den letzten 10 Jahren viele schöne Momente, doch wie immer im Leben liegt Licht und Schatten sehr eng beieinander. Leider mussten einige Mitglieder viel zu früh ihren allerletzten Törn antreten - Gerald Jug, Alfred Stifter, Erich Glavassevich und Peter Otter - andere verließen unser Land und leben nun teilweise auf anderen Kontinenten, wieder andere verließen aus persönlichen Gründen unsere Gemeinschaft. Ihrer allen möchte ich hier gedenken. Zum Abschluss möchte ich allen Helfern, Mitarbeitern und speziell meinen Vorstandskollegen recht herzlich danken. Nur durch ihren großen persönlichen Einsatz und ihren unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden ist ein Clubleben überhaupt möglich. Ich hoffe, dass euch die nächsten Seiten einen interessanten und unterhaltsamen Überblick über 10 Jahre Carcaruda Yacht Club bieten und verbleibe mit seglerischen Grüßen,

Gerhard Lernpeis Commodore PS.: Einen recht herzlichen Dank an Uli und Astrid für die tolle Gestaltung der Festschrift!

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ein paar worte an meine freunde ... Ludwig Riedler Altcommodore

schifferl fahren - segeln - ist eine freizeitbeschäftigung für im berufsleben meist überlastete individualisten, welche versuchen, auf diese weise ihrer latenten stresssituation für kurze zeit zu entfliehen und im unbekannten abenteuer eine völlig andere art der selbstbestätigung zu suchen. individualisten sind eigenwillig und damit kaum steuerbar und schon gar nicht belehrbar, sie müssen ihre erfahrungen selbst sammeln.

es sich, wie seit alters her, ergeben, dass sie die kreuzung gemeinsam in die gleiche richtung verlassen, um ein stück des weges gemeinsam zu gehen/segeln. es werden oberhäupter bestimmt, welche wiederum - wie in diesem fall - die fahr- wasser der gemeinschaft bestimmen: die geburtstunde eines clubs/vereines - so geschehen im frühjahr 1996 beim forellenwirt in graz eggenberg -> cascaruda yacht club.

das funktioniert normalerweise sehr gut, solange das individium festen boden unter den beinen hat und beide hände frei, um zum beispiel mit einer den regenschirm gegen regen und wind zu halten, während die andere das handy ans ohr hält und der kopf schon beim nächsten termin ist.

der club/verein ist eine virtuelle institution, deren charisma durch die daran teilnehmenden mitglieder geprägt wird. die clubmitglieder gestalten auch die ausrichtung und das wachstum der institution durch ihre mitsprache und natürlich durch ihre chemie. stimmt sie, werden sich nähernde interessenten eingeladen, den weg mitzugehen, ebenfalls an der gleichen leine mitzuziehen.

wir segler kennen eine dritte dimension. diese dritte dimension - der bootsfuß - fordert zuerst den gesamten bewegungsapparat - "eine hand fürs boot und eine hand für die sicherheit" - halbiert die üblichen greifmöglichkeiten, das flaue gefühl im magen raubt den kläglichen rest an konzentration, der frischling braucht seine crew! der aspirant legt für kurze zeit seine eigenheiten ab, fügt sich scheinbar seinem schicksal und seinem skipper im hinblick darauf, dass auch er einst skipper sein wird. nach einiger gewöhnung an die ungewohnten umstände wächst auch wieder der kampfgeist, der individualist schlägt wieder durch, und ein neuer skipper ward geboren. Aber auch sie/er braucht eine crew und sie/er will immer mehr darüber wissen, also braucht sie/er auch umgang mit menschen, welche schon wissen! kreuzen sich nun völlig unvorherbestimmbar plötzlich die wege von einigen solchen suchenden, gleichgesinnten, so kann

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wie bei kaum einem anderen freizeitvergnügen ist das einzelne individum beim wassersport abhängig vom teamwork, von menschen, die die gleichen interessen und ziele verfolgen. es gilt erfahrungen zu tauschen, schwer oder überhaupt unzugängliches wissen zu verbreiten, am beispiel - gasthausnavigation und sich in erwartungsvoller runde auf neue abenteuer vorzubereiten. und was kann nach einem langen, stürmischen, verregneten tag auf see schöner sein, als in einen hafen einzulaufen, den eigenen clubstander auf einem anderen schiff zu entdecken, freunde in einem revier zu finden, in welchem keine gesucht wurden? der abend ist gerettet, der frust kann, sogar mit etwas seglerlatein gewürzt, von der seele gesprochen werden und nach dem einen oder anderen drink wird schon auch mal ein segelschiff zum u-boot, wenn erzählt wird, dass die wellen beim letzten schlag einige male über die zweite saling schlugen und das wasser durch das schiff lief. ich wünsche dem cyc das beste für die zukunft und bedanke mich an dieser stelle dafür, dass ich diese tolle erfahrung in meinem leben machen und diese handvoll streithähne, besserwisser, unbeugsamen aber ach so lieben freunde ein wenig durch die zeitgeschichte führen durfte. ludwig riedler


Herzliche Gratulation zum ersten 10-Jahres Jubiläum des Cascaruda Yacht Clubs! Friedrich Stangl Präsident des steirischen Landessegelverbandes

Allen SeglernInnen, von Eurer Jugend aufwärts, herzliche Gratulation zu Eurem Verein und zu Eurem Engagement für den steirischen Segelsport. Aufrichtigen Dank Eurem Vorstand unter dem sehr geschätzten Präsidenten Gerhard Lernpreis. Gratulation und Dank für Eure dargestellten Leistungen in der Homepage. Den Jungseglern wünsche ich alles Gute für Ihre Regattaambitionen.

Segeln ist doch die schönste Sportart - Binnen-, Küsten-, Hochseesegeln, Genuss, Regatta- und Fahrtensegeln, vom Jungsegler bis zum Master, für Frauen und Männer, und das alles in der freien Natur, eine Technik die 5000 Jahre alt und aktueller ist als jemals zuvor! Alles Gute für die Zukunft, guten Wind, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, wünscht Euch

Ich gratuliere allen Mitgliedern zur Entscheidung, dem CASCARUDA YACHT CLUB beizutreten und die Seglerinteressen und gemeinsamen Aktivitäten in diesem Verein zu unterstützen. Friedrich Stangl Präsident des steirischen Landessegelverbandes

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Herzliche Glückwünsche vom ÖSV!

ls Seefahrtsreferent des Österreichischen Segelverbandes darf ich dem CASCARUDA YACHT CLUB zu seinem 10jährigen Vereinsjubiläum die besten Glückwünsche überbringen. Es ist mir ein ehrliches Anliegen, die Bedeutung dieses so rührigen ÖSV Verbandsvereines hervorzuheben. Wenn man die Homepage im Internet betrachtet, kann man erkennen, dass viele Belange des Segelsportes vom CYC betreut werden. Es würde den Rahmen dieses Vorwortes sprengen, wollte man alle Aktivitäten aufzeigen. Daher möchte ich auf die Belange der Hochseefahrt eingehen, wo vom CYC zahlreiche Veran- staltungen durchgeführt werden. Dies wird im Seefahrtsausschuss dadurch unterstrichen, dass der CYC für mich als Vorsitzenden eine wertvolle Stütze bei der Umsetzung von anstehenden Fragen ist. Es ist für die Verbandsvereine sicher nicht einfach, eine Hochseeregatta zu veranstalten. Jeder Hochseeverein, welcher eine derartige Veranstaltung abhält, kann ermessen, welche Aufgaben dabei an den ausrichtenden Verein gestellt werden. Umso wichtiger ist es, dass die einzelnen Veranstaltungen von den Seglern auch angenommen werden. Im vergangenen Jahr waren zahlreiche Mitglieder des Jubiläumsclub CYC bei verschiedenen Hochseeveranstaltungen dabei und sorgten dafür, dass der Name CASCARUDA YACHT CLUB in der Regattaszene der Fahrtensegler nicht mehr wegzudenken ist. Gerade auf diesem Sektor wird ein hervorragendes Regattaangebot den Mitgliedern

näher gebracht. Als Seefahrtsreferent bin ich stolz, so einen rührigen Vertreter im Seefahrtsausschuss zu haben. Ich darf an dieser Stelle die Versicherung geben, dass ich mich für die Belange des Cascaruda Yacht Club verstärkt einsetzen werde, gehen doch viele Ideen von diesem Club aus und stellen so eine wertvolle Bereicherung für den ÖSV dar.

Durch die zunehmende Hektik unserer Zeit hat man übersehen, dass ein Jahrzehnt seit der Gründung sehr rasch vergangen ist. Bei der Betrachtung und einen Rückblick auf diese Zeit kann man ermessen, was alles geleistet wurde. Ich möchte hier als eines von vielen die Ausbildung ansprechen, weil man es als sehr wichtig ansieht, einen fundierten Vortrag anzubieten, damit die zukünftigen Freizeitkapitäne eine bestmögliche Ausbildung erfahren. Daher darf ich abschließend bemerken, wer sich in die Gemeinschaft dieses Vereines begibt, kann auf zahlreiche Aktivitäten des Vereinslebens zurückgreifen. Seitens des ÖSV darf ich bitten, weiterhin so zahlreiche Aktivitäten anzubieten und darf meine Ausführungen mit einem kräftigen Mast- und Schotbruch beenden. Erich Alfred Pernold Seefahrtsreferent im OeSV


Geschichten beginnen mit: Es war einmal vor langer Zeit ...

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evor sich ein Club/Verein formiert, werden viele Weichen gestellt, müssen viele Zufälligkeiten und Ereignisse passieren, dass sich genau zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Menschen am richtigen Ort treffen.

Im Fall des CYC geschah dies in der 2. Hälfte des Jahres 1995. Einige segelbegeisterte Leute - Michael, Ludwig, Haasi, Uli und mit Uli auch schon Ina - trafen sich mehr oder minder regelmäßig bei einem Chinesen, um über ihre Leidenschaft Segeln mit Gleichgesinnten zu sprechen, Törns zu vereinbaren und Informationen auszutauschen. Alle litten in dieser internetlosen Zeit an Informationsdefizit, es war schwer, den aktuellen Standard des gewählten Segelreviers zu erfahren, und es war nicht leicht, wirklich seriöse Vercharterer herauszufiltern. Uns war schnell klar, dass mehr Leute mehr Erfahrungen sammeln und somit mehr Wissen austauschen können. Wir luden Freunde ein, unsere Segelstammtischrunde zu besuchen und ihre Erfahrungen zum Besten zu geben. Bilder wurden herumgereicht, die ersten Diavorträge wurden gezeigt, über den Winter wuchs die Teilnehmerzahl - und der bisherige "Stammtisch" wurde zu klein. Der Wunsch nach separierten Räumlichkeiten und die Gründung einer offiziellen Stammtischrunde wurde geäußert. Gewählt wurde aus mehreren Möglichkeiten ein Kellerraum, welchen die Wirtin Erna des Forellenhofes der kleinen Gemeinschaft zur Verfügung stellte. Gesagt, getan! Am 11. März 1996 wurde eine konstituierende Sitzung im Forellenhof einberufen, zu der 19 Personen erschienen. Man beschloss einen Club zu gründen und offiziell anzumelden. Aus dieser Runde wurden 18 sofort zu Mitgliedern. Mit Jahresende wuchs die Mitgliederanzahl auf 48. Der Raum wurde mit Begeisterung für die Anforderungen adaptiert und seit diesem April findet nun der Clubabend jeden ersten Montag im Monat statt. Der Name ergab sich von selbst: Michael hatte viele Jahre vorher einen Segelclub als Commodore geführt, welcher schon Jahre zuvor aufgelöst wurde. Aus dieser Zeit hatte er noch jede Menge Anstecker, Etiketten und sonstige Clubartikel. Bei gleicher Namenswahl würde dies eine Menge Investitionen ersparen. Somit mussten nur Stander vorfinanziert werden, und der Club konnte mit Hilfe der ersten Clubbeiträge schuldenfrei anlaufen. Die Schwierigkeit war jedoch der Name: Cascaruda Yacht Club. Die Wörter Yacht und Club war ja jedem geläufig, aber was bedeutet Cascaruda? Die erste Reaktion: "so a kas, ka ruda!" Erst ein halbes Jahr später konnte die Herkunft des Wortes geklärt werden. Es ist altspanisch und bedeutete: das unbesiegbare Schiff. Diese Bezeichnung wurde angewendet für das jeweilige Flaggschiff der spanischen Armada. Leider kam das Schicksal nicht ganz der Bedeutung des Wortes nach. Im Laufe der Geschichte wurden drei dieser bestgeschützten Kommandoschiffe bei Seeschlachten versenkt! Gemeinsam wurden nach Vorschrift der Vereinspolizei Statuten erarbeitet, gleichzeitig Mottos gesetzt und Clubaktivitäten und Terminpläne für geplante Veranstaltungen festgelegt. Am 8. Juli 1996 wurde der Cascaruda Yacht Club bei der Vereinspolizei angemeldet und mit Bescheid vom 17. Juli 1996 "nicht untersagt" und war somit offiziell existent. Unser Motto sollte sein: "Segeln mit Familie und Freunden" - also: jeder kennt jeden und kann mit jedem reden.

Alle waren sich einig, dass Weiterbildung in dieser Freizeitsportart sehr wichtig ist, und dass auch die Ausbildung von Frischlingen ins Clubprogramm aufgenommen werden musste. Bereits im Oktober 1996 lief die erste Ausbildung für den Fahrtenbereich 2, und schon vorher gab es Funk- und GPS-Kurse. Zur besseren Gestaltung des Bordlebens wurde ein Jahr lang Gitarre für Fahrtensegler angeboten. Aus einigen Teilnehmern rekrutierte sich später die CYC-Band, die auch heute noch unterwegs für Unterhaltung sorgt. Kochen an Bord war ebenfalls ein voller Erfolg und führte inzwischen zu kulinarischen 5-Sterne-Menü-Kochwettbewerben an Bord von diversen Schiffen, ein Usus, welcher sich hartnäckig hält und immer wieder Gewichtszunahmen von mehreren Kilos pro Törn einbringt. Die erste CYC-FC-Regatta (FC = forest chess = wald schach) mit anschließendem Sommerfest am Waldschachersee gab es 1997. Sie ist bis heute eine der erfolgreichsten Veranstaltungen des CYC. Im gleichen Jahr wurde mit einem befreundeten Club die erste Herbstregatta - später Erich Glavassevich-Gedenkregatta - gefahren. Seit 1998 fährt der CYC diese Sternfahrt in Eigenregie mit maximal 15 Segelschiffen plus einem Start-Zielschiff und eigenem Regatta-Equipment. Da die CYC-Familie aber immer größer wurde, mussten wir uns nach neuen Räumlichkeiten umsehen und uns mit einem weinenden Auge von unserer uns so nett aufgenommen habenden und immer lieb betreut habenden Wirtin Erna verabschieden. So übersiedelten wir 1999 in das nahe gelegene Reininghausstüberl, wo uns Hermi und Ernst Wagner samt Crew heute noch liebevoll betreuen. 1999 brachte auch den ersten Informationsaustausch via Internet. Inzwischen werden über 90% aller Agenden einschließlich Veran- staltungsorganisation über die elektronische Post abgewickelt. Aus dem Informationsdefizit ist durch das Internet eine Informationsflut geworden, und es bedarf ständiger Vorfilterung des Überangebotes an Wissen in dieser elektronischen Endlosschleife. Damit die großen Fahrtensegler nicht aus der Übung kommen haben Haasi und Gerhard im Jahre 2003 unsere CYC-Jollenmeisterschaft am Gelände der Segelschule Krauss ins Leben gerufen. Dass Übung immer etwas bringt, sieht man auch daran, dass der Platzhirsch nicht mehr immer auf Platz 1 zu sehen ist. Bereits im selben Jahr 2003 wurde erstmals unsere Jugendwoche abgehalten, um unserem nun ja um 10 Jahre älter gewordenen Club den Nachwuchs zu sichern. Man könnte auch noch viele Segelgeschichten unserer Hobbyseefahrer erzählen, aber das geschieht sowieso bei unseren freundschaftlichen, lustigen und ereignisreichen Stunden im Kreis des CYC, und wir hoffen, dass unsere Gemeinschaft noch viele Jahre bestehen bleibt. Uli Egger / Michael Neubauer

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CYC-Band

Jubiläumsausflug, 29. April 2006


Jollenmeisterschaft Der Gründung des Cascaruda Yacht Clubs vor nunmehr 10 Jahren lag ein Thema zugrunde: SEGELN MIT FAMILIE UND FREUNDEN.

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n die anfangs von Männern dominierte Mitgliederschar kamen zwangsläufig immer mehr Familienmitglieder und schließlich auch eine erkleckliche Anzahl an Sympathisanten, und da ergab sich dann auch einmal die Frage, ist das "Blauwassersegeln", bei dem vorerst auch wieder vornehmlich die Männer hervortraten, das Maß aller Dinge? Nein, das konnte es wohl nicht sein, und so wurde das Betätigungsfeld mit der Schaffung der JOLLENMEISTERSCHAFT im Jahr 2003 entsprechend erweitert. Der Waldschachersee wurde zu unserem Meer, und nicht die großen Charterfirmen, sondern Ignaz "Igi" Krauss, Segelschulinhaber an diesem Gewässer, stellte die erforderlichen Boote - Corvetten - für unseren Wettbewerb zur Verfügung. Mit sehr viel Eifer und Ehrgeiz versuchten sich im ersten Jahr die inzwischen erfahrenen Kapitäne im Umgang mit den wackeligen Jollen. Die eine oder andere Kenterung blieb auf dem ob seiner sehr unterschiedlichen Windverhältnisse nicht anspruchslosen See - in Wirklichkeit ein größerer Fischteich - zur Freude der anwesenden Zuschauer, zumeist Familienmitglieder und Freunde, nicht aus. Der Bewerb wurde seines Erfolges wegen auch in den Jahren 2004 und 2005 durchgeführt, und auch heuer werden sich zahlreiche "Skipper" wieder der Konkurrenz stellen. War in den ersten beiden Jahren stets "Igi" Krauss, der Revierkenner, weil hier zu Hause, der Sieger, so musste er im vorigen Jahr erstmals den Titel "JOLLENMEISTER" abgeben. Daran sieht man schon, mit wie viel Einsatz und Ehrgeiz hier zur Sache gegangen wurde und wird. Nach den Wettfahrten, die über mehrere "Einsätze" über das Jahr verteilt waren, wurde stets der Grund, warum man verloren oder nicht gewonnen hat, im Beisein vieler Beteiligter und auch nicht direkt ins Geschehen Eingeschlossener diskutiert. Durch diese Diskussionen, in "Igis" gemütlicher Schänke, von der aus man auch einen wunderschönen Blick über den See genießen kann, wurde so mancher, vor allem Jugendliche, vom Virus Segeln befallen. Das Ergebnis sieht man bereits sehr deutlich an der besonders regen Teilnahme an der vom Club jährlich veranstalteten Jugendwoche. Viele Eltern haben erkannt, dass es sich bei diesem Sport um eine sinnvolle Alternative zu den herkömmlichen Freizeitaktivitäten der Jugend handelt. Die Hoffnung, dass aus diesem Kreis einmal ein neuer Champion hervorgeht, lebt, denn auch ein Großer des österreichischen Segelsports, wie Hubert Raudaschl, hat einmal ganz klein an der Innenalster in Hamburg begonnen. Reinwald Hierzer

ERGEBNISLISTEN 2003

2004

2005

Platz 1 Ignaz Krauss

Platz 1 Ignaz Krauss

Platz 1 Ernst Gruber

Platz 2 Rainer Grabher

Platz 2 Rainer Grabher

Platz 2 Karl Friedl

Platz 3 Reinwald Hierzer

Platz 3 Karl Friedl

Platz 3 Ignaz Kraus


CYC Ausbildung Unser Motto in der Ausbildung zum Schiffsführer lautet:

"Spaß am Segeln - Sicherheit auf See" Aus- und Weiterbildung war von Anfang an eines der Hauptziele des Cascaruda Yacht Clubs. Bereits im Gründungsjahr 1996 wurden Kurse für das zu dieser Zeit noch immer etwas mysteriöse "GPS", sowie zu den Themen "Törnvorbereitung" und "Kochen für Seefahrer" angeboten und auch erfolgreich durchgeführt. Gleichzeitig wurde eine einjährige Seminarreihe "Gitarre für Fahrtensegler" ins Leben gerufen und erfreute sich über die gesamte Laufzeit starken Zulaufs und höchster Beliebtheit. Da die übrigen Aktivitäten des Vereines immer mehr Zeit in Anspruch nahmen, wurden die regelmäßigen Treffen irgendwann eingestellt und nur noch gelegentlich zusammen gespielt, doch noch heute werden bei gemeinsamen Veranstaltungen am Abend die Instrumente ausgepackt und fröhlich musiziert. Später rekrutierte sich aus einigen Teilnehmern dieser Veranstaltung die CYC-Band. Im Herbst 1996 wurde der erste Kurs für den Segelschein Fahrtenbereich 2 und Motorbootschein Fahrtenbereich 3 gestartet, welcher mit 15 Teilnehmern auch gleich sehr gut besucht war. Die weiteren Kurse mussten aus Platzgründen von der Teilnehmerzahl her limitiert werden. Dafür wurden nach Änderung der Gesetzeslage durch die PRO98 ab 1998 Segelkurse sowohl für FB2 als auch FB3 angeboten. Bis dato wurden 8 Theorie- und Praxiskurse für FB2/FB3 bis zur Prüfung durchgeführt. Statistisch gesehen gab es pro abgehaltenen Kurs 10,5 Teilnehmer, ergibt in Summe 84 Gesamtteilnehmern. Vier von ihnen haben aus persönlichen Gründen vorzeitig aufgegeben, somit wurden in den 10 Jahren seines Bestehens 80 neue FB2/3 Führerscheinbesitzer für Segelboote durch den CYC ausgebildet.

Der Cascaruda Yacht Club bedankt sich herzlich bei seinem EhrenCommodore Ludwig Riedler, der nun schon seit 10 Jahren für eine ausgezeichnete Qualität in der Aus- und Weiterbildung sorgt. Auch in Zukunft will der CYC als ÖSV anerkannte Ausbildungsstätte weiterhin eine qualitativ hochwertige Ausbildung anbieten. Leider haben in letzter Zeit vermehrt schwere Unfälle auf See gezeigt, dass sehr schnell aus Spaß Ernst werden kann. Auf solche Ereignisse sollten angehende Skipper möglichst gut vorbereitet werden. Der ideale Skipper ist nämlich: Mechaniker, Kunststofftechniker, Elektroniker, Kompaniekommandant, Arzt, Standesbeamter (wie z.B. Ludwig), Coach, Reiseführer, Koch und nicht zuletzt Psychologe in einer Person! Zumindest trägt der Skipper die volle Verantwortung für (fast) alles, was auf dem Schiff passiert. Deshalb sollen auch weiterhin nicht Schnellsiederkurse sondern fundierte und möglichst praxisgerechte Schulungen unseren Kandidaten beides, · Spaß am Segeln · Sicherheit auf See auf profunder Basis vermitteln. Dafür steht unser Ausbildungsteam, welchem es ein Anliegen ist, seine langjährigen Erfahrungen auf See an junge Skipper weitergeben zu dürfen! Karl Friedl Ausbildungsleiter

Besondere Aufmerksamkeit schenkte das Ausbildungsteam des CYC stets der Praxis. So wurden im Vorfeld eines Kurses immer Check- und Meilentörns durchgeführt, um den Führerscheinaspiranten einerseits die Möglichkeit zu geben, fehlende Meilen für die Praxisanforderung nicht im letzten Moment vor der Prüfung sammeln zu müssen, und andererseits genügend Grundlagen durch das Ausbildungsteam vermittelt zu bekommen, um im Theoriekurs wenigstens einen Teil der Seefahrersprache schon von vornherein zu verstehen und daher einen schnelleren bzw. besseren Einstieg in das komplexe Thema Seefahrt zu finden. Wieder statistisch: Es wurden 10 einwöchige Meilentörns gefahren, davon 2 mit 2 Schiffen, und 2 zweiwöchige. An zweiwöchigen Ausbildungs- und Prüfungstörns wurden acht gefahren, das ergibt in Summe 32 Wochen praktischer Ausbildung in 10 Jahren.

Ludwig Riedler Erfahrenster "Salzbuckel", Langjährige Tätigkeit in der Erwachsenenbildung, Ausbilder in Theorie und Praxis

Karl Friedl Segler und Surflehrer seit ca. 30 Jahren, ÖSV-Hochseeprüfer, als HTLLehrer in unserer Ausbildung für Technik und Bootsbau zuständig

Claus Stehlik Der CYC-Funk-Master, Vorstandsmitglied im Österreichischen Versuchssender Verband (HF Manager) Unterrichtet natürlich Funk und elektr. Navigation

Charly Senekowitsch Unser Wirt in Thal bei Graz, Aus- bildungsskipper, Unterstützt Kandidaten beim Navigieren auf der Karte

Zwischendurch wurden und werden laufend Funk-, GMDSS-Kurse und Weiterbildung in "Medizin an Bord" sowie "Sicherheit an Bord" durchgeführt, auch Spezialisten auf diversen Sachgebieten, wie z.B. Wetterkunde, werden immer wieder zu Fachvorträgen eingeladen, und Extremsegler dürfen vor gespannt lauschendem Publikum ihre Erlebnisse interpretieren und uns weiteren Respekt vor diesem Sport einflößen. Last but not least: "Die Jungen wer´n oid" und es muss eine Nachfolge an das Geschehen herangeführt werden. Deshalb macht der CYC seit einigen Jahren sehr erfolgreich und stets ausgebucht auch Jugendaus- und -weiterbildung am Waldschachersee.

Ludwig Riedler

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rgendwann im Winter 2002/2003 saßen wir gemütlich zusammen, als Gerhard meinte, dass wir sehr wenig für den Segelnachwuchs machen. Nach einigen Überlegungenist die Idee entstanden, in den Sommerferien eine Segelwoche für Kinder von 6-14 Jahren zu organisieren. Was wir für unseren Nachwuchs machen könnten war nun geklärt. Jetzt stellte sich die Frage, wie und wo wir diese Woche veranstalten sollen. Als idealen Partner fiel uns Ignaz Krauss mit seiner Segelschule am Waldschachersee ein. Nachdem mit Ignaz alles besprochen und der Termin in der letzen Juliwoche festgelegt war, ging es daran, den Nachwuchs für unser Vorhaben zu begeistern. Entgegen unserer Erwartungen hatten wir rasch die vereinbarte Höchstzahl von 20 Kindern erreicht. Mit etwas gemischten Gefühlen sahen wir dem 20. Juli 2003 entgegen. Wie werden die Kinder sein, die wir eine Woche lang bei Laune halten und ihnen Spaß am Segeln vermitteln sollen, für die wir aber auch eine Woche lang die Verantwortung haben werden? Unsere Befürchtungen waren umsonst. Es waren wirklich tolle Kinder, die sich weder durch die Hitze des Rekordsommer 2003, noch durch ein schweres Gewitter, das wir in einer Nacht hatten, den Spaß am Zelten und Segeln verderben ließen. Bei diesem Gewitter wurden einige Zelte undicht, deshalb mussten wir ein paar Kinder in die Segelschule evakuieren. Trotz Blitz, Donner und strömenden Regen mussten zwei Mädchen zurück zu ihren Zelten, da sie ein ganz wichtiges Utensil, nämlich das Ladegerät für das Handy, vergessen hatten. Nur die beiden Jüngsten, deren Zelte dicht geblieben sind, antworteten auf die Frage, ob sie Angst vor dem Gewitter gehabt haben, ganz erstaunt:" Welches Gewitter"? Nachdem diese Woche, die den Kindern hoffentlich genau so viel Spaß gemacht hat wie uns, haben wir das Ganze 2004 und 2005 wiederholt. Selbst der Dauerregen im Sommer 2005 konnte unsere gute Laune nicht trüben. Auch heuer veranstalten wir vom 23. 7. bis 28. 7. eine Kindersegelwoche mit Zeltlager, Lagerfeuer und Musik. Zum Schluss möchte ich mich bei allen, die uns bei diesen Wochen unterstützt und geholfen haben, besonders aber bei Rosi Hofer, Christine und Gerhard Lernpeis, Klaus Graggober, Christian Viertl und der Segelschule Krauss recht herzlich bedanken. Willi Skerget

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Kinder- und Jugendwoche am Waldschachersee

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Forest Chess Championship mit Sommerfest

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Das Fest für die Freunde des Segelns... … so kann man es wohl bezeichnen, das alljährliche ForestChess Championship mit dem anschließenden Sommerfest.

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ieses beliebte Event wird auch heuer wieder stattfinden; am 29. Juli 2006. Die Vorbe- reitungen laufen bereits seit langem. Die ForestChess-Regatta ist eine Funregatta, bei der Vorschoter und Steuermann zusammengelost werden und das sorgt natürlich für viel Spass, und das nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch bei den Zusehern. Unsere Veitscher Freunde besuchen dieses Ereignis seid Anbeginn und schlagen wie viele andere auch, ihre Zelte am See auf, um zwei Tage ihren sie einengenden Felswänden zu entfliehen. Die anschliessende Siegerehrung ist gleichzeitig der Startschuss für das Sommerfest des CYC. Mit großer Sorgfalt wird das Thema, das Motto der festlichen Nacht ausgesucht. Heuer soll es eine "Karibische Nacht" werden. Die Karibik, jenes mystische, einen mit Sehnsucht erfüllende Segelrevier, nach dem sich wohl jeder Segler selbst einmal sehnt, soll mit all seiner Buntheit und mit seinen köstlichen Schätzen - auch kulinarisch und musikalisch - ein wenig an den Waldschacher See gezaubert werden, eben das, wovon man sonst nur träumt. Der Gedanke, einmal im Jahr mit allen Mitgliedern und Freunden des Clubs ein herzliches Fest zu feiern, entstand bereits in den Anfangszeiten des Clubs. Heuer ist der Cascaruda Yacht Club zehn Jahre alt. Umso stärker ist bei allen der Wunsch, miteinander zu feiern. Die Mitglieder dieses Clubs frönen dem Segelsport weniger aus ehrgeiziger Regatta- leidenschaft, als viel mehr aus dem harmonischen Gedanken "Segeln mit Familie und Freunden". Diesem Gedanken will der Club auch durch ein gemeinsames Fest Rechnung tragen. Wie wird sie wohl zu gestalten sein, diese karibische Nacht? Nun, die viel kolportierten Tänzerinnen in den Baströckchen wird es vermutlich eher nicht zu sehen geben. Auch die sonnenverbrannten männlichen Inselbewohner werden voraussichtlich nicht am Fest teilnehmen. Die geistreichen Mixgetränke hingegen, ja die werden sicher zu haben sein. Das so richtig "karibische Feeling" wird man wohl erst nach dem Genuss einiger dieser Getränke bekommen. Auch die vielseitige karibische Küche wird nicht fehlen. Mit ihrem Duft nach Süß-Saurem und mit ihren unverwechselbaren Fischgerichten. Abrunden und vollenden wird die Stimmung wohl die karibische Musik, zu der auch getanzt werden darf.

Wer die Mitglieder des Cascaruda Yacht Club und dessen Freunde kennt, weiß, dass für das Gelingen des Festes garantiert ist. War dies doch auch in den Vorjahren schon so. Bereits in den Wochen und Tagen vor dem großen Fest wird "beim Ignaz Krauss" schon überlegt, wo wohl die Bar am besten zur Geltung kommen würde, wo wohl der Griller und die damit verbundene Kücheninfrastruktur am wirkungsvollsten platziert sind und wo wohl der Klang der Musik am angenehmsten zu hören ist. Früh am Morgen des Festtags treffen dann bereits die ersten Freunde und Clubmitglieder ein. Sie beginnen die Idylle am Waldschacher See in einen Festplatz zu verwandeln. Der Griller, die Arbeitstische und die Kühlschränke werden aufgebaut. Das Pult für die Bar, die Tische für den Glückshafen werden zurechtgerückt. Ignaz wird gefragt, ob er wohl genug Bier eingekauft habe. Die Überdachung für die Musik und die Tanzfläche werden hergestellt. Zwischendurch wird so langsam aber sicher alles, was man an Geräten und Utensilien für diese Arbeit braucht, bei Ignaz gesucht und stets auch gefunden. Keiner weiß, wie lange der Ignaz nach dem Fest wieder braucht, bis er seine alte Ordnung wieder hergestellt hat. Letztlich werden noch die Tische und die Bänke für die Gäste aufgestellt. Und dann finden sich Leute auf dem Festplatz ein, die weder mitarbeiten, noch essen oder trinken. Man sollte da nicht gleich kritisch nachfragen. Meist stellt sich diese Spezies wie folgt dar: Sie kommen, sitzen einige Zeit relativ ruhig und nehmen dann das erste "Reparaturbier". Und während dann diese Spezies zur normalen Tagesform aufläuft, finden sich auch schon die ersten Teilnehmer der am Festtag stattfindenden Regatta ein. Während die Regatta läuft, beginnt das Leben auf dem Festplatz die Gestalt eines Festes anzunehmen. Es duftet nach dem ersten Gegrillten und der Bierzapfhahn bei Ignaz funktioniert. Und so kommen auch nach und nach immer mehr Gäste, Mitglieder und Freunde des Clubs. Die Tische sind voll besetzt und beim Grillstand staut es sich manchmal. Und so geht dieses Treiben bis in den frühen Morgen. Auch die karibische Nacht wird wohl lange dauern... Erwin Mihalits


Erich Glavassevich Gedenkregatta

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ls langjähriger Segler auf Binnenseen und im Blauwasser hat mich die Einladung des Commodore zum Perspektivenwechsel in die Regattaleitung interessiert. Als Teilnehmer bei der ein oder anderen Clubregatta hatte ich erlebt, dass auch hier nicht weniger hart wie bei den "sogenannten Profis" um jeden Platz und jede Platzierung gekämpft wird. Da ist es zuweilen zu heftigen Rangeleien bei Start, Bahnmarke oder Zieldurchgang gekommen - nachfolgende heiße Debatten mit verschiedenen Regelauslegungen und Auffassungen inklusive! Bei unserer Erich-Glavassevich-Gedenkregatta in der Regattaleitung und als Schiedsrichter teilzunehmen - eine schöne Aufgabe. Nach einem kleinen Einführungsseminar bei einem österreichischen Regattaleiter-Guru war es dann soweit. Theorie und Erfahrung sollen zu einer fairen Wettkampfleitung führen. Die erste Erkenntnis war: je klarer die Regattaleitung die "rules" definiert und den teilnehmenden Crews zur Kenntnis bringt, desto leichter lassen sich die Wettfahrten erfolgreich durchführen. Das oberste Ziel: für jeden teilnehmenden Skipper gilt es möglichst faire Bedingungen zu schaffen. Gleiche Voraussetzungen sind ja schon von den Yachten her nicht gegeben - was oftmals guten Anlass für Erklärungen gibt, warum der eine oder andere Skipper bei dieser oder jener Wettfahrt sich einfach nicht weiter vorne platzieren konnte ... Weiters gilt es die richtige Startund Ziellinie, den Windbedingungen des Tages entsprechende Kurse und Bahnmarken festzulegen und richtige Häfen zu finden, bei denen das Gesellschaftliche gesichert ist. An der Verbesserung des Bewerbes zu arbeiten heißt auch des öfteren das Problem der abtreibenden Start/Zielboje zu überdenken; es soll doch jeder die gleichen Durchfahrtsbedingungen vorfinden! Voraussetzung für all das ist ein gut eingespieltes Team auf dem Start/Zielboot, welches je nach Art der Yacht den Aufgaben besser oder schlechter dient. So mancher Regattaleiter hat da schon bei handigem Wetter vom Motorboot aus neidvoll auf die Segler geblickt - gestandene Seglerbeine werden aber auch mit den im Schwerwetter schlingernden Motorbootbewegungen leicht fertig. Der Anblick eines Regattafeldes unter Spinaker entschädigt allemal! Und was die wenigsten Teilnehmer wissen: der Ablauf einer Wettfahrt ist auch für die Besatzung am Start/Zielschiff eine spannende Angelegenheit. Da sind zum Einen die eigenen Vorbereitungen zum Start, die einzelnen taktischen Manöver der Schiffe entlang und hinter der Startlinie, die steigende Spannung ab dem 10-Minutensignal, das exakte Setzen und Streichen der Flaggensignale und dann der Startschuss: Yachten die davon segeln ... Bei den Wegpunkten Insel oder Leuchtfeuer fragt man sich: wer passiert als Erster, ein Newcomer oder die großen Favoriten, werden sie sich heute wieder durchsetzen? Und der Regattaleiter überlegt: wird der Wind einschlafen, bringen wir die ganze Wettfahrt durch oder muss die Wertung beim ausgemachten Zwischenziel stattfinden? Und schließlich das Signal wenn ein Boot nach dem anderen über die fair markierte Ziellinie geht und die Erleichterung, wenn geplant zu Ende gesegelt werden konnte, Wettfahrtende. Da springt die Freude des Skippers über die gelungene oder die Enttäuschung der Crew über eine missglückte Wettfahrt über ... Spätestens am Abend jedoch, in der "Konoba" nach ein paar Diskussionsgetränken kommt einmal mehr die Erkenntnis: Alle TeilnehmerInnen sind Sieger! Sieger über sich selbst den Tücken der Yacht und letztendlich den Naturgewalten standgehalten zu haben. Und der neue Tag und die nächste Wettfahrt bringt eine neue Chance sich wieder zu bewähren! Verschnaufpause und wiederum - es gilt die Wettfahrten auszuwerten, den nächsten Tag vorzubereiten, festzulegen wohin es geht und unter Einbeziehung von Wind und Wetter zu entscheiden

wie viele Wettfahrten durchgeführt werden können. Alle diese Überlegungen werden dann am nächsten Morgen beim Briefing der Skipper vorgetragen. Sollte das Briefing ruhig verlaufen, könnte es an der Zufriedenheit der Skipper mit den geplanten Wettfahrten liegen. Je nach Wetterlage oder Verlauf des vergangenen Abends kann die Stimmung auch auf Sturm umschlagen - im Wettstreit befindliche Skipper sind nämlich eine eigene Spezies Segler. Da fallen zu weilen schon harte Worte und die sprichwörtliche Dezentheit kehrt sich ins Gegenteil. Die Rückverwandlung setzt zumeist nach der letzten Zieldurchfahrt ein - und war bislang noch immer nach erfolgter Siegerehrung vollendet. Segler gehen dann mit einiger Erfahrung reicher und als Freunde auseinander - um sich im nächsten Jahr wieder im mehr oder weniger friedlichen Wettstreit zu messen. Der würdevolle Rahmen der Siegerehrung nach einer unfallfreien und ereignisreichen Regattaserie gibt dann Anlass die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen, Wettfahrten und deren Ergebnisse zu analysieren und die Leistungen der teilnehmenden Crews zu feiern. Dies ist dann der Zeitpunkt für die Regattaleitung, um sich zurückzulehnen und mit einem "Handbreit Whiskey im Glas" auf die erfolgreiche Abwicklung anzustoßen. Ist doch eine erfolgreiche Arbeit Garant für die Austragung der nächsten Veranstaltung mit wiederum stolzen Teilnehmerfeld. Diese Herbstregatta wurde 1996 zum ersten Mal mit befreundeten Clubs gefahren, seit 1998 ist es eine reine CYCRegatta. Nach dem frühen Tod unseres lieben Freundes und langjährigen Regattalehrers Erich Glavassevich wurde die Verstaltung auf Grund seiner Verdienste um den Segelsport auf ErichGlavassevich-Gedenkregatta umbenannt. Diese Regatta zeigt einmal mehr zeigt einmal mehr, wie wichtig eine solche Veranstaltung für das aktive Vereinsleben ist. Die steigende Zahl der Schiffe ist ein Zeichen der Würdigung für den geleisteten Arbeitsaufwand der Clubverantwortlichen und des Commodore. Für mich - als Clubmitglied der ersten Stunde - ist die aktive Beteiligung in der Regattaleitung ein Riesenspaß! Es mögen noch mehrere 10-Jahresfeiern folgen und inzwischen viele erfolgreiche Wettkampfleistungen erzielt werden! Herbstregatten - 1. Plätze 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Erich Glavassevich Erich Kock Regatta Erich Glavassevich Steirischer Fahrtensegelcup Klaus Graggober CYC Herbstregatta Peter Rindler CYC Herbstregatta Werner Glauninger CYC Herbstregatta Friedl Karl CYC Herbstregatta Martin Glavassevich Erich Glavassevich Gedenkregatta Gerhard Freisinger Erich Glavassevich Gedenkregatta Friedl Karl Erich Glavassevich Gedenkregatta Martin Glavassevich Erich Glavassevich Gedenkregatta

Mit einem kräftigen "Mast- und Schotbruch", Edi Skergeth


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Freizeit, Hobby, Träume ... ... wie aus leidenschaftlichen Segeln mit dabei ver- bundenen Träumen, Grand Prix Segel, Realität wurde.

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ie Leidenschaft begann schon im Kindesalter, als mich mein Vater zum Jollensegeln mitnahm. Jollen, die heute noch, bei leider meist zu wenig Wind am Waldschacher See, den meisten Segelsportlern sehr viel Freude bereiten.

Auch mein erster Sturm in Kvarner mit der 29 Fuß langen IO konnte im frühen Jugendalter die Freude nicht verwehen. Als Schlussfolgerung dieser ungebrochenen Begeisterung absolvierte ich mit 19 Jahren die A und B-Schein-Prüfung. Es folgten zahlreiche Törns und Fahrtensegelregatten - bis zu dem Tag, an dem ich über die Yacht Revue den Kontakt zum MAS Sailingteam knüpfen konnte. Nach einigen Trainingseinheiten stand ich plötzlich mitten drin in der IMS Regattaszene. In den kommenden zwei Jahren habe ich einige Regattastunden am Wasser verbracht. - Mit Erfolg! Die MAS verzeichnet mit ihrem Team einige Regattasiege und holte sich den Titel der Österreichischen Hochseemeisterschaft 2004. Das Jahr 2005 war ein turbulentes Jahr, die MAS wurde verkauft und die Fusionierung mit dem Astro Sailing Team bahnte sich an. Zu dieser Zeit wurde bereits gedanklich im Astro Management an der österreichischen TP 52 Grad Prix Rennyacht gebastelt. Dies bedeutete für mich, sich im Herbst und Winter durch Training und Einsatzbereitschaft im Team zu etablieren. Der Fleiß machte sich bezahlt und ich sicherte mir einen fixen Platz im Team. Wir schreiben nun Juli 2006, die neue Astro - C Quadrat TP 52 zieht ihre ersten Spuren im spanischen Mittelmeer ... und ich stehe kurz vor den ersten wichtigen Regatten: Breitling, Capa del Ray, Ibiza.... und ich frage mich, wie wird es wohl sein, gegen Illbruck, Paul Cayard und Co zu segeln... ist es bloß ein Traum?... oder doch Wirklichkeit... Martin Glavassevich


CASCARUDA - sailing ove


er the world.


Sudan Törn - oder: “erstens kommt es and

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ir, Ludwig Riedler (Skipper), Charly Senekowitsch, Karl Geldner, Georg Kindler, Petra Zach und eben ich sind aufgebrochen, um eine knapp 80-Fuß-Spreizgaffelketch namens "VERWONDERING" von Port Sudan nach Triest zu überstellen. Die Informationen, die wir vom Eigner bekamen, waren viel versprechend. Das Schiff - Baujahr 1942 - fast so alt wie ich, sei erst vor zwei Jahren mit einem komplett neuen Rigg versehen worden, wäre bestens gewartet und überhaupt "GUT IN SCHUSS". Für unser Abenteuer haben wir uns zwei Wochen Zeit genommen, und wir wussten, nur bei optimalen Bedingungen konnten wir in dieser Zeit unser Ziel erreichen. Wir wussten auch von den zu dieser Zeit im Roten Meer vorherrschenden nördlichen Winden und dass wir hier nur unter Maschine rasch vorankommen konnten. Segeln wollten wir frühestens im Mittelmeer. Jedenfalls haben wir die Herausforderung angenommen, und am 29.3. sollte es losgehen. 29.3. Um 0300 läutete bei mir das Handy. Ludwig war am Rohr und half mir auf die Beine: "Wir sind in 20 Minuten bei dir." Also rasch in die Klamotten und schon waren sie da. Ein Bus mit Anhänger brachte uns nach Schwechat, und nach Empfang der hinterlegten Flugtickets und Entrichten des Obolus für das Ägypten-Visum ging es los. Ursprünglich sollten wir mit der Alitalia über Mailand nach Kairo fliegen, der Flug wurde jedoch gecancelt und wir mussten auf die AUA umbuchen. Pessimisten hätten das als böses Omen gewertet und wären möglicherweise ausgestiegen, wir jedoch waren nicht so weitsichtig, aber darüber später. Der Flug nach Kairo war dann ohne Probleme, allerdings nur bis dorthin. Die Schwierigkeiten begannen im Moment, als wir ägyptischen Boden betraten. Der Flughafen war eine einzige Baustelle, und ohne Führer hätten wir wohl nie unser Terminal für den Weiterflug gefunden. Ich will es kurz machen: Wohl an die drei Stunden haben gebraucht, um dorthin zu gelangen. Überall wurden wir angehalten und überall wurde auch die Hand aufgehalten. Vom Gepäcksträger über diverse Wegweiser bis zum Buschauffeur, der uns durch die Gegend fuhr. Auch für unbeteiligte Polizisten und Zöllner wurde "Bakschisch" begehrt. Bei Verweigerung oder zu geringem Entgelt wurde sofort arges Missbehagen zur Schau getragen,

und nicht nur einmal ließen sie uns warten, im Wissen, dass man ohne sie nicht weiterkommt. Nach längerer "Zwischenlagerung" in einem zum Warteraum um-funktionierten Gefrierschrank wurden wir endlich abgeholt und zum neuen Flughafen gebracht. Endlich, um 2000 konnten wir mit einer Boeing der SUDANAIR, die auch schon bessere Zeiten gesehen hatte, nach Port Sudan weiterfliegen. (Anmerkung am Rande: Diese Maschine ist exakt 3 Monate und 8 Tage nach unserem Flug abgestürzt). Dort das gleiche Prozedere. Ohne Bakschisch hätten wir wohl Stunden auf unsere Abfertigung gewartet. Der vom Eigner beauftragte Agent, nennen wir ihn Omar, boxte uns in Windeseile durch alle Schleusen, und so konnten wir knapp vor Mitternacht die VERWONDERING betreten. Nach einem noch einige Zeit dauernden Begrüßungsfest mit den Schiffsaufpassern Mojdar und Abdallah fielen wir todmüde in unsere Kojen. Zu diesem Zeitpunkt war die Welt noch in Ordnung. 30.3. Geweckt wurde ich von meinen Freunden, die sich bereits eifrig mit dem Schiff vertraut machten. Mojdar, anscheinend der für die Technik zuständige Sudanese, instruierte unsere Techniker Charly und Karli, während Abdallah ein Frühstück zubereitete. Erst danach war ich soweit, die Umgebung wahrzunehmen. Kaffee kann eben doch Wunder wirken. Neben uns lagen einige größere Schiffe, und auch Segler waren da. Mit der Kamera bewaffnet wollte ich einmal die Umgebung festhalten, da wurde ich schon heftigst darauf aufmerksam gemacht, dass man das nicht dürfe, und spätestens da war klar, wo wir uns befanden. So ist das eben in einem Land, das nicht gerade zu den Freunden der großen westlichen Demokratien zählt. Nun, wäre das das einzige negative Erlebnis des Tages gewesen, damit hätten wir problemlos leben können, es war aber leider erst der Anfang. Gegen 1000 tauchte Omar auf und forderte unsere Pässe. Wofür? Angeblich für die Aufenthaltsgenehmigung in Port Sudan. Darüber hinaus knöpfte er uns für diverse obskure Gebühren - selbstverständlich gab es hiefür keinen Beleg - auch noch eine erkleckliche Anzahl von Dollars ab. Damit haben wir nicht gerechnet. Das Visum - für das gesamte Staatsgebiet - war vorhanden und bezahlt, und um welche "Gebühren" es sich dabei handelte, haben wir nie erfahren. Inzwischen und danach erkundeten wir "unser Heim" für die nächsten zwei Wochen, und was wir da feststellten, war nicht ermutigend. Das Ruder ließ sich nur zu zweit bewegen, die Lager und Zahnräder für die Übersetzung waren ganz arg vom Rost befallen, desgleichen auch das Ankerspill. Das Unterwasserschiff, das gereinigt sein sollte, war mit 10 cm langen Algen und Muscheln bewachsen, der Autopilot zeigte Spuren eines Kurzschlusses. Kein Wunder, konnten doch nur zwei Erwachsene das Steuerrad bewegen. Ein Bugstrahlruder sollte vorhanden sein, wir haben es nicht gefunden. Das Beiboot hatte in den vorderen Kammern keine Luft. Klebezeug und Pumpe waren selbstverständlich nicht auffindbar. Weiters fehlten Leinen und Taljen, um das Beiboot via Davids aus dem Wasser zu bringen. Mit einem Wort, das Schiff war, entgegen der Aussagen des Eigners, in einem äußerst mangelhaften Zustand, und das wurde dem Besitzer auch telefonisch mitgeteilt. Aufgefallen ist uns auch eine große Kunststofftonne, die Reste von Diesel beinhaltete. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir damit noch nichts anfangen, das Rätsel sollte sich aber zwei Tage später lösen. Die Zeit verging im Nu, und gegen zwei Uhr erschien der Agent und teilte uns mit, dass wir an diesem Tag nicht auslaufen können, da morgen der Tourismusminister vorbeikommen wolle, um das Schiff zu besichtigen. Erst jetzt platzten Ludwig die letzten Nervenstränge, und er machte dem Mann unmissverständlich klar, dass wir aus Zeitgründen sehr wohl heute auslaufen müssen. Widerwillig kam er dann doch unserem Wunsch nach, und in einer Hals-über-Kopf-Aktion, die einer Flucht glich,


ders, und zweitens als man denkt”. gingen wir gegen 1730 Anker auf, was auch nicht gerade einfach war. Nur mit einem 3-kg-Fäustel ließ sich die Bremse am Ankerspill lösen. Bei der Hafenausfahrt be-kamen wir nun das Problem, wohin mit dem Moses? Mangels einer anderen Möglichkeit konnten wir ihn nur nachschleppen. Bevor wir ihn an die Leine nahmen, bargen wir noch den Motor, und dann ging es hinein in die Nacht. Nach der südlichen Begrenzungsspiere des vor Port Sudan liegenden Riffs liefen wir Kurs 55° entlang der Riffkante hinaus bis zum Sanganeb-Riff. Irgendwo auf diesem Schlag wollte ich die Drehzahl von 1200 Upm erhöhen - wir machten kaum 4 kn Fahrt - was einen nicht erklärbaren starken Rauch im Maschinenraum verursachte. Wir drosselten daraufhin die Maschine wieder auf den vorherigen Wert, lüfteten den Maschinenraum und wollten erst am nächsten Tag bei Tageslicht auf Fehlersuche gehen. 31.3. So gegen Mitternacht haben wir dann das Feuer beim Sanganeb-Riff gerundet, und ab dort ging es mit Kurs 0° nach Norden. Wind hatten wir in der Zwischenzeit zur Genüge, es werden wohl zwischen 6 und 7 Bft gewesen sein, und dass wir diesen genau auf die Schnauze bekamen, brauche ich wohl nicht zu betonen, wie eben immer, wenn man unter Zeitdruck steht. Auch die See hatte sich ganz ordentlich aufgeschaukelt, und als deren Folge gab es auch einige Seekranke. Hatte ich bis dahin die Wache geführt, so habe ich Ludwig um 0200 geweckt und mich dann in meine Koje begeben. Den Sonnenaufgang habe ich natürlich verschlafen, aber so gegen 0800 war dann der Hunger doch zu groß. Petra hatte schon, obwohl ihr nicht ganz gut war, ein Frühstück zubereitet, und mit Kaffee und Brötchen war es dann auch mit dem Hunger vorbei. Auch war zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch alles in Ordnung, außer dass wir lediglich 3,3 kn über Grund Höhe machten. Gerade als wir uns anschickten, die Ursache des Rauches in der vergangenen Nacht zu suchen, um dann vielleicht doch mit höherer Drehzahl fahren zu können, machte es ein paar Mal gluck, gluck und der Motor stand still. Was war los? Karli stürzte sofort in den Maschinenraum um nachzusehen. Seine nüchterne und von uns allen nicht erwartete Feststellung war dann letztlich, dass wir keinen Diesel mehr hatten. Hatte uns Omar ohne Treibstoff auslaufen lassen? Kontrollieren konnten wir das auf einfache Weise ja nicht, da alle Tanks verschraubt waren und der Agent betonte, dass die Tanks voll seien. Wir waren ratlos, und da war die Feststellung von Petra, dass der Moses nicht mehr da sei, nur mehr das Tüpfelchen auf dem i. Unsere erste Reaktion: Niemals gehen wir mehr nach Port Sudan, zu diesem Halsabschneider, zurück. Eine Standortbestimmung, dass der nächste ägyptische Hafen ca. 200 sm von uns entfernt sei, holte uns bald wieder auf den Boden der Realität zurück. Trotz kam auf: Wenn wir schon keinen Motor haben, dann werden wir eben segeln, das können wir doch, oder nicht? Also hinauf mit Besan, Klüver und Gaffel und ab die Post. Aber auch hier mussten wir bald einsehen, dass gegen den vorherrschenden Wind mit diesem Schiff kaum Höhe zu machen war. Wir haben uns mehrere Stunden redlich bemüht, aber bei jeder Halse - eine Wende ging ohne Motor nicht - verloren wir wieder einen Großteil der vorher mühsam erkämpften Höhe. Am Nachmittag schauten wir uns dann resignierend an und alle wussten, eine Rückkehr nach Port Sudan war unausweichlich. So segelten wir nun vor dem Wind, lediglich mit dem Klüver und 3,5 kn zurück, und niemand von uns hatte noch Hoffnung, unser Ziel Triest zu erreichen. Um die Moral ein wenig zu heben, habe ich mich dann einer alten Seglerweisheit besonnen,

dass nur ein voller Magen positives Denken und Motivation bringen kann. Mit Ravioli und Tomatensalat ging dann auch das Stimmungsbarometer deutlich nach oben und wir danach auch wieder in die Nacht hinein. 01.04 Die Nacht war ruhig und am frühen Morgen rundeten wir wieder das Sanganeb-Riff. Knapp nach Mittag waren wir dann vor der Hafeneinfahrt in Port Sudan. Ludwig hatte in der Zwischenzeit mit Omar telefoniert, der erklärte, wir dürften nicht in den Hafen einlaufen, er schicke zwei Männer, die sich unseres Problems annehmen wollten. Nach einigem Warten - wir liefen in der Zwischenzeit vor dem Hafen auf und ab - kamen unsere zwei Sudanesen Mojdar und Abdallah mit Renato, einem Italiener. Bevor das Trio die Arbeit aufnahm, wurde uns ein verschlossenes Kuvert überreicht, dessen Inhalt die Aufforderung enthielt, den Leuten US$ 400 für ihre Hilfe auszuhändigen. Uns schien das reichlich überzogen, aber was sollten wir tun? Der langen Rede kurzer Sinn: Der Motor blieb trotzdem stumm, und letztlich musste uns der Agent doch wieder einlaufen lassen. Vor Anker liegend kümmerte sich dann ein anderer Techniker um unser Problem. Auch er hatte keinen Erfolg. Für diese Leistung - 4 Stunden Arbeitszeit - sollten wir US$ 2000,- bezahlen. Da platzte dann Ludwig und uns allen endgültig der Kragen. Wir bezahlten nicht und wurden ab diesem Zeitpunkt uns selbst überlassen. Die Pässe hatte in der Zwischenzeit wieder Omar, und somit war unsere Bewegungsfreiheit auf das Schiff begrenzt. Irgendwie packte uns dann doch der Ehrgeiz, wir wollten selbst erkunden, wo der Fehler lag. Also schraubten wir einmal den Deckel des Haupttanks ab und siehe, dieser war tatsächlich randvoll. Also konnte das Problem nur an den Leitungen zum Tagestank liegen, und das war es dann auch letztlich. Nur, trotz aller Mühe kam hier kein Tropfen Diesel durch. Als wir nun so überlegten, wie wir den Treibstoff in den Tagestank bringen könnten lüftete sich das Geheimnis der von mir eingangs erwähnten mit Restdiesel behafteten Tonne. Wir beobachteten Abdallah und Mojdar, wie sie mit Pütz und Schraubenzieher bewaffnet im Vorschiff verschwanden. Dort schraubten sie den Deckel eines Tanks ab und schöpften den Diesel mit einer Pütz in die von mir erwähnte Tonne. Das war es also. Nur, letztlich hat auch diese Aktion nichts gefruchtet, der Motor sprang nicht mehr an. Wahrscheinlich waren die Einspritzdüsen, auch durch unsere ständigen

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Bewachung des Schiffes US$ 250,- bezahlen. Was war denn das wieder? Werden in diesem streng bewachten Areal Piraten geduldet? Wir verjagten die Brüder, machten den Laden dicht und gingen zu Bett. Fragen konnten wir um diese Zeit ja niemanden, Mojdar und Abdullah waren nicht da, und unsere Nachbarn schliefen schon. Wir waren uns sicher, dass es sich bei dieser Aktion um einen weiteren Versuch uns Geld abzunehmen handelte. 03.04. Die Nacht war ruhig und auch das Frühstück nicht mehr ganz so karg. Abdallah hatte frisches Brot mitgebracht, und wir fanden noch einige Aufstriche, die uns an ein Frühstück zuhause erinnerten. Wir hatten gut geschlafen und das Wetter war prachtvoll wie immer. Es sollte ein besonderer Tag werden. Petra und Karli standen vor ihrer Hochzeit, und da haben wir uns eine Schiffstrauung ausgedacht, die von Ludwig in Kapitänsuniform ausgeführt werden sollte. Nach dem Frühstück begannen wir mit den Vorbereitungen, und auch das Achterschiff wurde mit Luftballons und Girlanden geschmückt. Unter dem Titel "Überraschung" lief dann der Besuch unserer Nachbarn, die irgendwie von unserem Fest erfahren haben mussten. Es waren Franzosen, Langzeitsegler, sehr nette und angenehme Leute, die unser Fest wirklich aufputzten. Unsere beiden Sudanesen haben auch Freunde mitgebracht, und so waren wir plötzlich 19 Personen.

Versuche, nun restlos verkleistert. Wir schauten uns nur an, und wohl jeder hatte da so seine Gedanken. Da lässt uns Omar in voller Kenntnis der Lage - denn diese Art der Tankbefüllung musste ihm ja bekannt sein - auslaufen, im Wissen, dass wir im günstigsten Fall, spätestens einige Tage danach, wieder vor Ort sein würden. Denn, dass uns die Befüllung des Tagestanks bei Seegang in der uns nun vorgeführten Form nicht gelingen konnte - der Einfüllstutzen hatte zudem lediglich einen Durchmesser von maximal 5 cm - musste ihm wohl auch klar sein. Jetzt bekamen wir erst einen so richtigen Zorn auf diesen Mann. Wir fühlten uns, gelinde gesagt, mehr als nur verschaukelt. Da saßen wir nun, ohne Pässe, deprimiert und der Freiheit beraubt. Der Hafen wird streng bewacht, und ohne ein spezielles Permit und ohne Reisepass kann man nicht in die Stadt. Unsere Lebensmittel und das Geld gingen zur Neige, und wie wir hier wegkommen sollten, war uns an diesem Tag auch noch nicht klar. Gott sei Dank hatten wir wenigstens Bier in reichlichen Mengen an Bord, und so starteten wir ein Bordfest, zu dem auch einige Nachbarn eingeladen wurden. Dabei erfuhren wir Details, wie das mit der VERWONDERING so lief, und da wurde uns einiges klar. Das Schiff machte permanent Probleme, musste mehrfach von einem Riff nachhause geschleppt werden, da die Maschine oder der Generator - es wurde vornehmlich als Tauchschiff verchartert - nicht funktionierte. Weiters sei der Anker mehrfach nicht klar gewesen, was mich bei dem Zustand des Spills auch nicht wunderte. Wie sagte der Eigner, "bestens gewartet" und "gut in Schuss". Wir konnten alle nicht mehr lachen. 02.04. Erst heute, kein Wasser, kein Brot, wurden wir uns unserer Lage so richtig bewusst. Ohne Pässe kein Landgang, kein Einkauf, aber Omar hat versprochen, dass er uns diese noch am Vormittag vorbeibringt. Er kam wegen einer angeblichen Hochzeit nicht. Hunger mussten wir zwar keinen leiden, die Nahrungsaufnahme beschränkte sich jedoch auf Nudeln, auf eine undefinierbare Sauce und Reste persönlichen Proviants. Jeder vertrieb sich die Zeit auf seine Art und Weise, und Langeweile wurde durch Lesen, Schlafen und Gitarrespielen erfolgreich bekämpft. So gegen 2300 legten einige Männer längseits mit einem Dingi an und erklärten, wir müssten für die

Huch, mit so einem Gedränge haben wir nicht gerechnet. Ludwig hat übrigens seine Sache sehr gut gemacht und wirklich eine feierliche Inszenierung hingekriegt. Wie bei jedem Fest wurde anschließend getafelt, und das gelang nur, weil jeder unserer Gäste etwas mitgebracht hat. Unser Anteil beschränkte sich auf Nudeln, denn mehr war ja nicht vorhanden. Letztlich wurde jeder satt, und bis spät in die Nacht haben wir den Hafen mit unseren Liedern und Gesängen beschallt. Unsere Freunde gingen nicht ohne für den nächsten Tag eine Gegeneinladung auszusprechen. Wir fanden das super, denn unsere Pantry hatte nichts mehr zu bieten. Ja, bevor ich als Lügner dastehe, Bier war noch genug vorhanden, aber das war auch schon alles. 04.04. Der Freitag glich nach dem Frühstück - wir aßen heute die restlichen trockenen Brötchen vom Vortag - dem gestrigen Tag ziemlich genau. Die Möglichkeiten sich abzulenken wurden geringer, uns ging der Lesestoff so ziemlich aus. Wir beschäftigten uns einfach irgendwie, vornehmlich mit der Erstellung einer so unendlichen Geschichte wie einer Mängelliste für die VERWONDERING. Das Mittagessen wurde durch "gute Haltung" ersetzt, und am Nachmittag holten uns unsere Freunde zum Gegenbesuch ab, unser Dingi gab es ja nicht mehr. Bei Jause und Bier wurde viel geklönt. Auch zum Abendessen wurden wir eingeladen, dieses sollte allerdings auf unserem Schiff stattfinden, da hier der meiste Platz vorhanden war. Auch dieser Abend wurde ein voller Erfolg. Wir haben viel von unseren Freunden erfahren, vor allem was sie zur See trieb. Ein jeder hatte da so seine eigene Geschichte, irgendwie allerdings war aber doch der Wunsch nach Freiheit, nach Abenteuer, ein nicht unwesentlicher Mitverursacher. Spät in der Nacht verließen sie unser Schiff. PS.: Omar hat am Nachmittag angerufen und mitgeteilt, dass er am nächsten Tag vor Mittag die Pässe vorbeibringe. Jetzt war es schon egal, am Nachmittag sollten wir ohnehin dieses für uns nicht sehr gastfreundliche Land verlassen dürfen. Vielleicht tun wir den Menschen hier mit unserer Behauptung unrecht. Omar war das Feindbild, und wohl war er hauptsächlich verantwortlich für unsere Meinung. 05.04. Zum Frühstück gab es wieder Brötchen, diesmal zwar schon leicht angegraut aber gerade noch genießbar. Heute Morgen lag so etwas wie Aufbruchstimmung in uns. Wir vergaßen zu wetten, ob Omar diesmal Wort halten würde. Wahrscheinlich hätte es sowieso nur eine Meinung gegeben: Er kommt sicher nicht, und so war es auch. Der Vormittag verging mit dem Packen der Seesäcke, Mittagessen blieb - wieder einmal - aus, und um 1430 wurden wir abgeholt, wie Sträflinge versteht sich. Kaum hatten wir Boden unter den Füßen, mussten wir schon, argwöhnisch von Wachen beobachtet, in den Bus klettern. Um 1910 hoben wir Richtung Kairo ab. Vorher hat man uns noch die restlichen US$ für Flughafengebühren abgenommen. In Kairo - diesmal wurden wir im neuen Flughafen abgefertigt - nahmen wir unsere Tickets für den am nächsten Tag geplanten Weiterflug nach Wien entgegen. Nur, wie sollten wir diese bezahlen? Also mussten unsere Bankomatkarten herhalten, aber das war auch nicht gerade einfach. Es dauerte jedenfalls einige Stunden, bis der geforderte Betrag zusammengekratzt war. Untergebracht wurden wir im NOVOTEL direkt am Flughafengelände. Entspannt tranken wir mit den letzten Geldreserven einige Bierchen und diskutierten noch lange über "unser Abenteuer" am und im Roten Meer.

Reinwald Hierzer


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"Barawitzka-Törn" (Malta - Sizilien - Kalabrien - Paxi - Atranto - Dubrovnik - Korcula - Sukosan)

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ach endlosen Diskussionen hatten wir die Mannschaften für den "Barawitzka-Törn" nach Malta zusammengestellt. Ludwig und ich übernahmen die Rückfahrt von Malta nach Sukosan, wobei einigen Teilnehmern zum Abschluss in Sukosan noch die Prüfung FB 3 - durchgeführt von Theo Rauscher - erwartete (welcher Stress!). In Valetta angekommen bereitete einigen von uns das Ausfüllen der Visa große Schwierigkeiten, gemeinsam haben wir es jedoch geschafft. Bei der Schiffsübernahme von Gerhard Lernpeis erfuhr ich, dass das Getriebe verkehrt eingebaut worden war und man mit dem Rückwärtsgang vorwärts fahren musste. Tags darauf stand ich um acht Uhr auf und besuchte die "American Bar", in der schon Columbus sein Bier genossen hatte. Ludwig und die Crew schliefen noch - wie immer. Endlich erwachte die Mannschaft und nach dem Frühstück ging es ab zu den Steinhaufen von Malta. Natürlich ohne mich, da ich das Schiff ausklarieren musste. Der Hafenkapitän machte gerade Siesta und so wartete ich zwei Stunden auf unsere Schiffspapiere. Kein Problem - ich hatte ja Zeit - die Mannschaft war bei den Steinen. Nach dem Ausklarieren und der Rückkehr der Crew wollten wir gleich ablegen und die Vorcrew verabschiedete sich vom Steg aus. Das Manöver "Anker auf" gelang jedoch erst nach drei Tauchgängen, da sich der Anker in den anderen Ankertrossen verfangen hatte. Um siebzehn Uhr liefen wir schlussendlich in La Valetta aus. Oberstes Gebot des Hafenkapitäns war, sich per Funk abzumelden. Leider herrschte Funkstille und so ging es ohne Abmeldung in Richtung Sizilien. Zwischen Frachtschiffen und Fischerbooten bewältigten wir die Ausfahrt von La Valetta. Unser erster Skipper ging zu Bett, weil er am nächsten Tag auf den Ätna musste. Da wir eine Seekarte hatten, so groß wie eine Briefmarke, legten wir nicht in der Marina von Syracus an, sondern im Stadthafen. Ludwig und die Crew besorgten sich einen Mietwagen und fuhren auf den Ätna. Ich wollte inzwischen im Hafenamt ein- und ausklarieren. Das Hafenamt sieht dort so aus wie unser Finanzamt. Offiziere in weißen Sakkos und mit Handschuhen erklärten mir, dass Aus- und Einklarieren nur in Palermo möglich sei. Acht Stunden Autofahrt - pfeif drauf! Stattdessen freute ich mich auf ein köstliches italienisches Steak und fand mich leider in einem vegetarischen Restaurant wieder. Am Abend legten wir Richtung Kalabrien ab und Ludwig legte sich ins Bett. Auf der Fahrt nach Kalabrien konnten wir die Naturgewalt des Ätnas bewundern, der feurige Steine aus seinem Krater spuckte. In Kalabrien angelangt, bunkerten wir Diesel. Die reinste Mafia - für etwa achtzig Liter mussten wir hundertzwanzig Liter zahlen. Es herrschte Südwind und daher beschlossen wir, nach Paxi/Antipaxi weiter zu segeln. Die Fahrzeit berechneten wir mit achtundvierzig Stunden. Wunderbare Windverhältnisse ließen uns unserem Ziel entgegen fliegen und so sind wir nach vierzig Stunden in Paxi eingelaufen. Ludwig hat nichts bemerkt, er hat ja immer geschlafen. Dort bunkerten wir Diesel und Wasser. Das Wasser war teurer. Als Ausgleich dafür montierten wir eine Telefonleitung an einer Außenwand ab, um unsere Außenlautsprecher am Schiff anbringen zu können. Am nächsten Tag ging es nach einigen Bieren weiter nach Otranto (Italien). Dort war die Kaimauer mit Stacheldraht gesichert - Motto: Albaner raus - doch wir wurden in Ruhe gelassen. Um siebzehn Uhr mussten wir allerdings ablegen, da ein Frachtschiff anlegen wollte. So setzten wir unsere Route nach Dubrovnik fort und machten dort um zweiundzwanzig Uhr die Leinen fest. Eigentlich wollten wir um Mitternacht wieder ablegen, aufgrund von acht bis zehn Beaufort ließ dies der Hafenkapitän nicht zu. Er versprach jedoch, um sechs Uhr morgens wieder zu kommen. Hier konnte ich auch endlich einklarieren. Es ist zwar unglaubwürdig, aber der Hafenkapitän klopfte wirklich um sechs Uhr an. Ein Bier - um diese Zeit - und wir legten ab nach Korcula. Nach dem Abendessen ging es weiter nach Sukosan, wo wir bei Maria noch "Medizin" in Form von "Misch-Marsch" eingenommen haben. Am nächsten Tag - nach rund eintausend Seemeilen - kamen die Prüfer an Bord. Kein Bootshaken und ein falsches Getriebe! Rauscher Theo war frustriert und so musste das Getriebe umgebaut werden.

Theo und ich besorgten in der Zwischenzeit einen Besenstiel und einen Haken, woraus wir dann den "Bootshaken" bastelten. Bei der Prüfung vor Murter gab es sehr viel Wind und hohe Wellen. Das "Boje über Bord Manöver" funktionierte nicht, was mit diesem Bootshaken ja auch nur schwer möglich gewesen wäre. Als der Prüfer den Kanister fischen wollte, war dieser endgültig weg. Trotzdem oder gerade deswegen wurde dieses Manöver als positiv bewertet. Ludwig wurde endlich wach und wir entschlossen uns, nach Stoncica zu segeln. Da Ludwig alle Manöver alleine durchgeführt hatte, bekam er den "goldenen Bootshaken" von Stoncica überreicht. - Hat er sich ja wirklich verdient! Letzter Schlag nach Sukosan und Feier bei Maria. Alle Prüflinge hatten ihren Schein und sind in der Zwischenzeit viele Seemeilen gefahren. Siegfried Schwarz

22 I 23 Auf den Spuren von Kapitän Barawitzka

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ei der Lektüre des legendären Segelromans von Karl Vettermann kam mir spontan der Gedanke diese Reise einmal mit einigen CYC-Freunden selbst zu unternehmen. Binnen weniger Tage hatte ich die Crew zusammen. Schnell wurde uns jedoch klar, das uns unser Urlaubskonto nur einen One-Way-Törn zulassen würde. Nach kurzer Suche innerhalb des CASCARUDA YACHT CLUBS hatten wir recht bald die Crew für die Rückfahrt gefunden. Ludwig und Sigi absolvierten auf der Rückreise von Malta nach Sukosan einen Ausbildungstörn für die CYC-FB 2/3 Anwärter. Im Anschluss an den Törn fand die Prüfung statt, doch davon später. Hier nun der Törnbericht für die Fahrt von Sukosan nach Malta: Freitag, ... jetzt geht's los. Die Tage der Vorbereitung sind vorbei, endlich können wir lossegeln. Mit einer Vielzahl von zusätzlichen Ausrüstungsgegenständen wie GPS, 2. Rettungsinsel, Werkzeug, Wantenschneider usw. erreichen wir am Abend Sukosan. Den Samstag vormittag nützten wir für eine gründliche Schiffsübenahme, so gegen 1500 hielten wir es dann nicht mehr im Hafen aus. Trotz absolut widriger Verhältnisse legten wir ab. Diesen Leichtsinn bereuten wir sofort. Kaum hatten wir die Nase aus dem Liegeplatz gesteckt, manövrierten wir uns auf eine Mooring. Bis wir wieder loskamen dauerte es sehr lang und 2 mal mussten Crewmitglieder in die kalte Adria. Bis auf ein schweres Gewitter vor Biograd, dass wir jedoch während des Abendessens im Marina Restaurant "abwetterten", blieb die Fahrt bis nach Dubrovnik ruhig und angenehm. Nach einer ausführlichen Stadtbesichtigung verließen wir die Marina Komulac am Montag um 2300 Richtung Otranto. Um 0200 gerieten wir ins erste schwere Gewitter, ab diesen Zeitpunkt begleiteten uns die Unwetter die nächsten 33 Stunden. Erst kurz vor Otranto besserte sich das Wetter, zum Hohn für die vergangenen Stunden legten wir am Mittwoch, um ca. 1300 bei Sonnenschein an. Otranto entpuppte sich nicht als besonders gastfreundliche Stadt, so legten wir bereits Donnerstag vormittag wieder Richtung Korfu ab. Doch kaum hatten wir den Anker aus dem Wasser, waren wir ohne Antrieb, mit viel Glück konnten wir das Schiff wieder an die Kaimauer zurückbringen. Gott sei Dank, hatten wir einen Mechaniker an Bord. Hasi stellte eine Getriebeschaden fest, eine Werkstatt in der Nähe sagte uns eine rasche Reparatur zu. Am Freitag vormittag war das Schiff wieder startklar, bis auf eine nun verkehrt funktionierende Schaltung schien alles in Ordnung. Durch den Verlust von 2 Tagen konnten wir Griechenland vergessen und so nahmen wir Kurs Richtung


Sizilien. Nach vielen ergebnislosen Versuchen empfingen wir endlich einen Wetterbericht. Der verhieß leider nichts Gutes, wir mussten dringend einen Schutzhafen anlaufen. Kaum hatten wir den Hafen von Santa Maria de Lucca, am südlichen Ende des Sporns von Italien erreicht, ging der Sturm auch schon los. Obwohl die Marina durch eine extrem hohe Kaimauer geschützt ist, mussten wir uns mit 4 Moorings einen Sicherheitsabstand zum Schwimmsteg verschaffen, der sich wie wild auf und ab bewegte. So saßen wir wieder untätig herum und wartenden auf besseres Wetter. Für Sonntag Mittag versprach uns der Wetterbericht eine leichtere Besserung, und so verließen wir den Hafen gegen 1600. Der Wind hatte auf 4 Bf. nach gelassen, die See war noch recht rauh. Doch nach Sonnenuntergang nahm der Wind immer mehr zu. Außerdem kam er genau aus Richtung Sizilien, wir mussten unter stark gerefften Segeln aufkreuzen. So kamen wir über viele Stunden unserem eigentlichen Ziel fast überhaupt nicht näher. Da der Sturm auch am darauffolgenden Tag mit unverminderter Stärke weiter blies und uns immer wieder seitlich Brecher einstiegen und unser Cockpit komplett überfluteten, beschlossen wir die Ölstadt Crotone anzulaufen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit passierten wir noch eine riesige und völlig unbefeuerte Bohrinsel und fanden endlich unter Tausenden von Lichtern den Sporthafen der Stadt. Am nächsten Tag besserte sich endlich das Wetter und so erreichten wir am Mittwoch mittags endlich die Stadt Syrakus auf Sizilien. Wie zum Hohn mussten wir mehr als die Hälfte der Strecke von Crotone nach Syrakus unter Motor zurücklegen. Da wir nun nur mehr ca. 80 sm nach Malta zurück zulegen hatten, konnten wir uns endlich einen Urlaubstag genehmigen, wir mietenden uns ein Auto und machten einen Ausflug auf den Ätna und nach Taormina. Freitag, nachmittag legten wir zu unserer letzten Etappe ab. Nach einer gefährlichen Begegnung mit einem unbeleuchteten Schiff erreichten wir La Valetta bei Sonnenaufgang. Nach langem Suchen gelang es uns endlich einen Liegeplatz für die Schiffsübergabe zu ergattern. Am Abend übergaben wir das Schiff an die CYC-Crew um Sigi und Ludwig. Wir blieben noch einige Tage in Malta und erkundenden das äußerst interessante Land. Gerhard Lernpeis


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Ahoi . . . Ahoi Kameraden Ahoi, Ahoi . . . Immer wieder läuft man sich über dem Weg, einmal in der Stadt und dann wieder bei einem sonstigen Ereignis. Nie mehr als ein paar kurze Sätze, jeder hat zu tun und so seine Sorgen mit Job und Familie, da sollte man doch wieder einmal mehr Zeit für einen Klönschnack unter Freunden haben. Mehrere Anfragen über das Jahr, von Teilnehmern unserer "Regatta" 2002 provozierten direkt eine Neuauflage. Anfang September 2003 setzten wir uns im Organisationskomitee zusammen und beschlossen eine gezielte Umfrage zu starten. Mit einem Schlag waren da acht fix Genannte, und bis Ende des Monats sollten es bereits wieder elf sein. Das war ein Auftrag für uns. Dem REVIVAL-RACE war somit Leben eingehaucht.

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m OK waren wir uns einig, dass wohl unser Konzept von vor zwei Jahren, alle unsere Freunde des Segelsports, egal ob sie nun unserem, einem anderen oder gar keinem Club angehören, anzusprechen, aufgegangen ist. Viele unserer Freunde segeln in der Zwischenzeit jenseits der Kimm, und wer weiß wer der Nächste ist. Im Sinne von "Carpe diem" wollen wir wieder Spaß haben und unsere Freundschaften, abseits des täglichen Lebens, aufpolieren. Über Klaus Pitter bekamen wir die notwendigen "fahrbaren Untersätze". Leider waren diese auf mehrere Standorte verteilt, aber das war letztlich kein Problem. Eine Überlegung war da allerdings vorhanden: Wohin legen wir ob dieser Tatsache unseren Treffpunkt? Hier bot sich letztlich wieder die U.SOLINE an, gibt es da doch Platz genug, und die Anreise von den verschiedenen Basen sollte für keine Crew ein Problem sein. Diesmal wollten wir auch das gesamte Feld in einem Paket vereinen und auch das schon einmal angedachte Grillfest durchführen. Niemand von uns war da allerdings jemals an Land. Es gibt aber eine flache Stelle im Süden, und sollte es da nicht möglich sein, könnte jeder seinen Braten am Schiff in die Pfanne werfen und danach auf einen Drink zum Nachbarn entschwinden. Bis es allerdings soweit war, mussten noch ein paar Kleinigkeiten wie Bus, eine Regattaleitung, Marinaliegeplätze, Andenken, T-Shirts und das Abschlussessen organisiert werden. Vorrangig war da zuerst einmal das Start-Ziel-Schiff, und da hatten wir Glück. Mit Heli Frauwallner, der das Schiff stellte, und Ludwig Riedler als Regattaleiter hatten wir eine kompetente Lösung. Das Wesentliche war somit Ende des Jahres getan, für alles andere war nun Zeit genug vorhanden. Durch Mundpropaganda erhöhte sich unser Feld bis Ende Januar auf 15 Schiffe. Erfreulich war, dass auch diesmal eine Damencrew, geführt von Lydia Reinprecht, mit von der Partie war. Das Frühjahr und der Sommer gingen ins Land, und als alles unter Dach und Fach war, waren auch schon die Seesäcke zu packen. Der Abreisetag zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Dicke Wolken hingen am Himmel, und auch so mancher Tropfen fiel daraus. Dazu war die Temperatur alles andere als angenehm. Einige Crews fuhren mit eigenem Auto, wohl bepackt mit Kühltruhen und erlesenen Inhalten. Der Großteil der Teilnehmer, immerhin 50 von 78, vertrauten sich allerdings dem Bus von WEISS-REISEN an, und fröstelnd krochen wir in dessen Sitze. Bald jedoch, und zum Teil war das auch den mitgebrachten "Seelenwärmern" zu verdanken, verbreitete sich eine gemütliche Atmosphäre. Angenehm waren auch die kurzen Stopps an den Grenzen. Niemand brauchte ein Pass zu zücken, und so blieb mehr Zeit für die heftig geforderten Rauchaufenthalte. Auf der fast fertigen Autobahn in Kroatien kamen wir rasch südwärts. Leider durften wir nicht durch die "Röhre" am Velebit. Zu heftig war die Bora, und so blieb uns nur die Möglichkeit, über Gracac auszuweichen. Egal, der Umweg über das Gebirge konnte unsere Ankunft nur verzögern aber nicht verhindern. Der Nachmittag war der Schiffsübernahme vorbehalten, und der Abend

2004

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"JUST

4

FUN

AGAIN"

ging mit einem guten Essen im Marinarestaurant zu Ende. Gut satt und doch auch müde ließen wir uns von den singenden Wanten - die Bora blies recht ordentlich - in den Schlaf wiegen. Am Morgen des 26.9. hatte sich die Wettersituation nicht geändert. Der Himmel war bedeckt und die Temperatur entsprechend kühl. Die Bora pustete sich die Seele aus dem Leib und uns mit teilweise 38 kn Wind zu unserem Treffpunkt in die U.SOLINE. Es war absolut geiles Segeln. Seglerherz was willst du mehr. Zum totalen Glück fehlte anfangs nur die Sonne. Knapp vor Mittag waren wir vor der Einfahrt in die U.SOLINE, einfach zu früh, um die Schoten aus der Hand zu legen. Das Wetter hatte sich auch gebessert, und die Sonne wärmte unseren Körper angenehm, also segelten wir weiter nach Norden und gedachten vor dem PLIC BALABRA unseres Freundes Erich. Ein Schluck Whisky für ihn und einer für uns, bevor wir wendeten und zum Treffpunkt zurückkehrten. Da war einmal Arbeit angesagt. Entgegen unserer Vereinbarung lag jedes Schiff an einer Boje. Zwar hatte es vor unserem Eintreffen noch heftige Böen gegeben, aber nun war es ruhiger und wir verholten Schiff für Schiff zu einem Paket. Das erste ging an die Boje, jedes dritte danach brachte einen Anker aus, um das Feld zu stabilisieren. Bald war das erledigt, und nach einem Begrüßungsschluck wurde das erste Briefing beim strandnächsten "strammen Hund" abgehalten. Uff, Platz für unser Grillfest schien es da nicht viel zu geben, aber mit der Genehmigung des Wirtes müsste das möglich sein. Also, fragen wird man wohl noch dürfen. War der Wirt vorerst nicht recht begeistert, stimmte er, nach unserer Erklärung alle Getränke bei ihm zu kaufen, doch ein. Ich will es kurz machen. Mit einigen Helfern war bald der mitgebrachte Grill aufgebaut, der Kartoffelsalat gerichtet, das Feuer geschürt und der von Gerhard Zotter bestens vorbereitete Schweinehals am Rost. So ein Fest hat es hier sicher noch nie gegeben, und selbst der vorerst kritische Wirt kam aus dem Staunen nicht heraus. Bis spät nach Mitternacht währte das nicht mehr ganz nüchterne Treiben, und jene, die angeblich (!!!) schon bei der Anreise zum Strand unfreiwillig baden gingen und danach auf Tauchstation blieben, haben wahrlich etwas versäumt. "What shall we do with the drunken sailor" hörte man noch geraume Zeit in der Bucht. Von Montag bis Donnerstag wurde dann, zumindest tagsüber, das Sportliche vorangestellt. Hatten wir am Montag noch den Rest der Bora mit bis zu 30 kn zu bewältigen, blieben für die Tage danach nur mehr Resterln. Meist erst zu Mittag gab es Wind bis zu maximal 4 Bft, und auch das nicht über längere Zeit hinweg. Wir konnten trotzdem insgesamt vier Wettfahrten und drei Spaßbewerbe erfolgreich abhandeln. Im Eifer des Geschehens "passierten" einige kleine Schäden, nicht


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aufregend, aber leider unvermeidlich. Starts und Zieleinläufe sind eben heikel, denn jeder ist dabei darauf bedacht, seine Position zu halten. Plötzlich ist man da dann in einer schier ausweglosen Situation, und in Luft auflösen, das bringen auch wir leider noch nicht zustande. Die Abschlussfeier im Marinarestaurant in MURTER war eine feine Sache. Zuerst wurde getafelt und dann unsere Art der Siegerehrung in Angriff genommen. Keine Pokale, nein, jeder Skipper hatte für einen anderen ein Geschenk bereit. Natürlich gab es mit Reiner Fricke und Crew einen Sieger vor den Mädels von Lydia Reinprecht usw. Das Ranking spielte keine wirkliche Rolle, wesentlich war, dass jeder wieder Spaß hatte und wir uns hier, Schulter an Schulter, über die vergangenen Tage und über die heute mitgebrachten "Gaben" auslassen konnten. Schoss vor zwei Jahren Gerhard Zotter den Vogel mit seinem Kranz Braunschweiger anstelle eines Lorbeerkranzes ab, so waren die witzigsten Präsente diesmal wohl der Biertulpenbaum von Walter Wasser an Didi Gogg oder das "Matroseng'wanderl" für Walter Hollegger. Lachen ohne Ende, auch bei dem Versuch, das Bier aus dem "Tulpenbaum" zu trinken ohne dabei aus den rundum gefüllten "Tulpen" den Durstlöscher zu verschütten. Bis in die frühen Morgenstunden - da standen schon die Putztrupps mit Besen bewaffnet parat - dauerte für den harten Kern das Fest, und gut gelaunt wackelten wir unserer Koje, die nicht all zu fern auf uns wartete, entgegen. Am Freitagmorgen war vor ½ 9 am Steg kaum etwas los. Zu ausgiebig war teilweise gefeiert worden, und da keine Wettfahrt mehr am Programm stand, hielten sich die meisten noch kräftig am Polsterzipfel fest. Nach und nach wurde es aber lebendig und auch Abschied genommen. Das Wetter war überraschend gut, obwohl es das laut Wetterbericht nicht sein sollte. Also legten bald danach, zuerst vereinzelt und dann in Gruppen, die Schiffe ab, um in ihre Homebase zurückzukehren. Auch wir von der Marina Jezera verabschiedeten uns von den Freunden. Unterwegs gingen wir dann noch eine Stunde in der U.KOSIRINNA für eine letzte gemeinsame Jause auf's Paket. Als der Wind weiter auffrischte, legten wir ab, setzten zum letzten Mal die Segel und pflügten ein wenig wehmütig unserem Ziel entgegen. Während wir sehr sittsam den Abend verbrachten, soll sich in Biograd einiges abgespielt haben. Das plötzliche Auftauchen des Commanders vom YCA der Crew Steiermark, Fritz Malek, hat offensichtlich stimulierend auf mehrere Schiffsbesatzungen gewirkt, die angeblich, was weiß man Genaues, erst bei Anbruch des Tages, also knapp vor der Busabfahrt, vom Landgang zurückkamen. Wenn ihr wollt, wird es in zwei Jahren einen neuen Anlauf geben, und wir werden wieder singen: Ahoi, Kameraden, ahoi, ahoi … Reinwald Hierzer

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NO PANIC

Wia sog´n die Graza 10 Joar laung scha, griaß eich "Bergla". Jo jo die "Bergla" (Veitscha, Rattner) "No Panic Crew" oder die "Schwoarze Sau", san eh´die gleich`n Laid. Kainan die Graza den "Cascaruda Club" scha ewig. Bei da "Erich Glavassevich Gedenkregatta" (woa a guata Maun) wo da Schrotti mit seina goldenen Hand und der willigen Crew seine Erfolge in die Veitsch bringt. Beim Ignaz, do gibt's net nua sau guati Haustost, sogoar segln kaun ma a´ learnan. Unsere Buam da Bernd und da Peter san scha gaunz guat drauf. A´ lustige Regatta gibt's am Waldschachersee, wo mia leider immer hint´n san. Is eh´ gloa die Graza trainiern is gaunze Joar und da Ignaz mit´n Megaphon gibt ollen den richtig´n Weg vor. Owa beim Michl sein Glückshafen gwinnan immer mia. Die Musi is gaunz guat, da Ludwig und Gerhard mit der Gittar, da Siegfried mit Harmonika (ba der werd´n die Battrien nia lah) und die Siegrid singt wia a Star. In da Veitsch woan die Graza a´ scha. Ob´s beim Schlitt´nfoan is, wo si da Kriminalbeamte Klaus im Woid verirrt hot, oder da Ludwig si in Knech´l brochn hot. Ob´s beim Schifoan unter die Wandl´n von da Hohen Veitsch woa, wo´s in Ludwig scha mit´n Pistengerät auffifian hom mias´n und si da Willi beim Klo geh´n is Knia variss´n hot. Ob´s beim Eisstockschias´n woar wo ma in da Schnopshitt´n rumkuglt san und scha wida da Ludwig jetzt hot er si net weh dau, füh schlimma er hot mit die Hirsch´n bockgschaut. Fost hätt ma oan vagais´n in wichtigst´n in Gerhard, der is da sogenannte Comadore vom "Cascaruda Club" der is ba jedem Sauaustreib´n dabei. Dais is oahna mit dem ma durch dick und dünn geh´n kann. Ois Guadi zum zehnjährigen Geburtstag und vü Glick wünschen eich die "No Panic Crew" oder die "Schwoarz´n Sau`n" Martin Lohner

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Zum Abschluss noch ein paar Bilder der EG-Regatta.


www.cascaruda.at

Festschrift Cascaruda Yacht Club  

Die Festcrift des Cascaruda Yacht Club!

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