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EDITEUR RESPONSABLE: Association Nationale des Etudiants Ingénieurs Luxembourgeois

4, bd Grande-Duchesse Charlotte L-1330 LUXEMBOURG Imprimerie Rapidpress

LUXEMBOURG

PORT PAYÉ P/S. 083


IWWERSIICHT 1 / 2005

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Virwuert Den ANEIL-Comité 2005 Visite Elth SA Visite Dupont De Nemours Hightech beim Fussball Table Ronde 2005 UNITECH Austausch 2004 2005 Allianz Arena Der größte Truck der Welt Déi méi lëschteg Säiten

IMPRESSUM

Responsablen Editeur: Association Nationale des Etudiants Ingénieurs Luxembourgeois (ANEIL) 4, bd Grande-Duchesse Charlotte L-1330 Luxembourg tél.: +352 45 13 54 fax.: +352 45 09 32 Internet Homepage: http://www.aneil.lu E-Mail: comite@aneil.lu BCEE: IBAN LU54 0019 4200 0727 3000 Dë Bulli kënnt 4 Mol d’Joer eraus, an huet eng Oplaag vun 500 Exemplären.

Redakteren: Philippe Osch , Joé Welter, Philippe Alzin

Chefredakter: Joé Welter

Layout: Joé Welter

Drock: Imprimerie Rapidpress D’Reproduktioun vun den Artikelen as grondsätzlech erlaabt wann d’Quell ugin gëtt. D’ANEIL as awer nët verantwortlëch fir de Gebrauch deen domatt kéint gemaat gin. D’Artikelen engagéieren nëmmen den Auteur. Un eis Abonnenten: de Bulli gëtt eraus gin vun Studenten, déi hier ANEIL’s Charge nierwt hieren eigentlëchen Studien erfëllen. Wéinst Zäitmangel as ët dann och nët méiglech eng perfekt Zeitung ze veröffentlechen.

Dëse Bulli as op recycléiertem an 100% chlorfräi gebleechtem Pabeier gedréckt gin.


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Summer 2005

VIRWUERT

t r e u Virw Salut léiwe Lieser vum Bulli Et as an deene leschte Wochen waarem gin an domat de Summer mam neien Summerbulli do. E ganzt Semester as schon erëm bal eriwer, an d’ANEIL haat schon e puer intressant Aktivitéiten. Am Abrëll haten mir e Freideg ganz am Zeechen vun der ANEIL mat moies enger Visite bei Dupont a mettes eis traditionell Table Ronde. Och dëst Joer konnte mir erëm vill Firmen a Studenten motivéieren fir ze kommen. Gerad bei dëser Aktivitéit as et wichteg dat souwuel déi eng wéi och der aner do sin soss huet een den Zweck verfeelt. Fir déi déi hiere Studium geschwënn ofgeschloss hun war et eng super Geleënheet den éischten Kontakt mat de Firmen ze knäppen, mee och fir Sudenten déi nach dat eent oder anert Joer studéieren hun gesi wat fir Ufuerderunge spéider hin un sie gestallt gin an dat sin der wann een gudd nogelauschtert huet eng Jet. Ech well nach engkéier all deene Merci soen wou komm sin well ouni sie kann dat ganzt net existéieren. Moies ob der Visite bei Dupont waren mir och zu vill vertrueden. Nierwt denen ganzen techneschen Prozesser an Produkter, hun sie eis och probéiert déi ganz Philosophie vun der Entreprise, firun allem d’Secherheetsverhaalen nozebréngen. Ech well elo net zevill virgräifen well déi ausféierlech Artikelen fannt dir an dësem Bulli. Profitéiert och an Zukunft vun all Aktivitéit déi d’ANEIL iech bidd. Ech wënschen Iech dann nach vill Spaass beim liesen. Deenen wou am Moment an den Exame setzen oder eréischt an deenen nächste Méint dru gleewen mussen drécken ech ganz fest d’Daumen. An wann der mol d’Flemm hutt denkt un déi schéin Zäiten an alles gëtt gudd.

Bis demnächst, Äre Präsident Guy Lux

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Summer 2005

DEN ANEIL-COMITE 2005 Guy Lux Président Aachen - Maschinenbau 33, am Bruch L-8062 Bertrange Tel: 31 98 53

14, rue du Chemin de Fer L-8378 Kleinbettingen Tel: 091 64 43 02

Theaterplatz 1a D-50062 Aachen Tel: 0049/241/40 90 804

Bülachstr. 3c CH-8057 Zürich Tel: 0041/1/313 16 03

E-Mail: guylux@web.de

E-Mail: philippe.osch@student.ethz.ch

Guy Mahowald Secrétaire Aachen - Elektrotechnik

Véronique Gondoin Caissier Zürich - Maschinenbau

34, rue des Près L-4941 Bascharage Tel: 021 37 41 22

13, rue J-B Neuens L-7553 Mersch Tel: 021 29 89 63

Von Görchenstr. 21 D-50066 Aachen Tel: 0049/241/99 66 125

Obstgartenstr. 36 CH-80506 Zürich Tel: 0041/76/337 90 01

E-Mail: Jhemp@gmx.ch

E-Mail: vgondoin@student.ethz.ch

Claude Knepper Délégué aux programmes d’échanges München - Bauingenieur

Philippe Alzin Délégué aux relations publiques Aachen - Maschinenbau

20d, rue du Baumbusch L-8213 Mamer Tel: 091 79 91 04

30, rue Léon Kauffmann L-1853 Luxembourg/Cents Tel: 45 23 67

Kurfürstenstr. 12 D-80799 München Tel: 0049-89-33 06 61 85

Rütscherstr. 165/408 D-52072 Aachen Tel: 0049/241/99 66 055

E-Mail: Knepper_claude@gmx.de

E-Mail: philippealzin@yahoo.de

Dany Heusbourg Gestionnaire des fichiers Aachen - Elektrotechnik

Olivier Jeitz Délégué aux publications Kaiserslautern - Bauingenieur

8, rue de Bascharage L-4910 Hautcharage Tel: 50 13 43

10, rue Joffroy L-4992 Sanem Tel: 091 38 17 34

Adalbertsteinweg 181 D-52066 Aachen Tel: 0049/241/90 10 600

Kurt-Schumacher-Str. 14 D-67663 Kaiserslautern Tel: 0049/631/311 59 07

E-Mail: Dany.Heusbourg@ post.rwth-aachen.de

E-Mail: jeitz@rhrk.uni-kl.de

Joé Welter Délégué aux publications Kaiserslautern - Bauingenieur 55, rue Gaaschbierg L-8230 Mamer Tel: 021 38 64 07 Gerhart-Hauptmannstr. 8 D-67663 Kaiserslautern Tel: 0049/631/53 44 512 E-Mail: joe.welter@gmx.de

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Philippe Osch Vice-Président Zürich - Maschinenbau


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Summer 2005

Visite Elth (10. Juni 2004)

Visite Elth SA

Am 10. Juni stand die zweite Firmenbesichtigung diesen Jahres an. Hierbei handelte es sich um die Firma ELTH SA mit Sitz in Steinsel, eine Spezialfirma für Temperaturregler und Thermostate. Treffpunkt war um 15:00 Uhr vor dem Hauptgebäude wo wir auch gleich von Herrn Raymond Mohrbach empfangen wurden. Zu Beginn wurde uns in einem Konferenzraum ein kurzer Einführungsfilm über den geschichtlichen und geographischen Hintergrund des Standort Luxemburgs gezeigt. Die Firma wurde im Jahre 1976 in Luxemburg gegründet und beschäftigt heute fast 800 Mitarbeiter. Die Arbeitsschwerpunkte des Unternehmens sind aufgeteilt auf zwei große Produktbereiche, dabei handelt es sich um die beiden Bereiche Automobil und Haushaltsgeräte. Im Bereich des Automobils produziert das Unternehmen unter anderem: · · · · · · · ·

Behälter für Scheibenwaschanlagen Dieselkraftstoffheizungen Luft- und Dieseltemperatursensoren Temperatursensoren mit Messinggehäuse Temperaturschalter Temperatursensoren Thermostatventile Ölniveausensor

Im Bereich der Haushaltsgeräte werden unter andrem: · · · ·

Bimetallschalter Hochtemperaturschalter Temperaturregler Temperatursensoren

hergestellt. Danach wurden uns aus einer Vitrine die verschiedenen Produkttypen zum Anschauen gereicht. Die meisten von uns waren überrascht über die Vielzahl an verschiedenen Temperaturreglern die das Unternehmen herstellt. Im Bereich der Haushaltsgeräte basiert der Schwerpunkt der Temperaturreglung auf dem Prinzip der Bimetallschaltung. Hierbei ist der Bimetallstreifen wesentliches Element des Temperaturschalters der aus zwei Metallen mit unterschiedlichem Wärmeausdehnungskoeffizienten besteht. Diese dehnen sich bei Erwärmung unterschiedlich stark aus, wodurch sich der Streifen biegt. Diese Biegung verursacht je nach Lage der zwei Metallschichten ein Öffnen oder Schließen des Stromkreises, wodurch ein Prozess in Gang gesetzt oder gestoppt wird. Anschließend folgte ein Rundgang durch die Produktionsstätte des Unternehmens. Hier sahen wir unter anderem wie meist hydraulische Roboter die Einzelteile der Temperaturregler zusammensetzten und verschlossen. Dabei ist aber zu beachten dass noch ein großer Teil der Arbeit durch menschliche Arbeitskraft verrichtet wird.

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Summer 2005

Visite Elth (10. Juni 2004)

Durch eine Vielzahl an Spritzgussmaschinen werden die Gehäuse für Dieselkraftstoffheizungen, Luft- und Dieseltemperatursensoren und Temperaturschalter auch hausintern hergestellt. Weiter werden Vertikale Drehteller-Spritzgießmaschinen eingesetzt um metallische Teile umzuspritzen. Die Spritzgussproduktion wird jedoch während der kommenden Zeit der in eine neuangelegte Halle die sich gleich neben dem Unternehmen befindet verlagert. Hier werden dann auch die Behälter für Scheibenwaschanlagen angeordnet. Das Spritzblasen ist ein Verfahren aus der Fertigungstechnik zur wirtschaftlichen Herstellung von direkt gebrauchsfertigen Hohlkörperformteilen. Es vereinigt die Präzision des Spritzgießens mit der Gestaltungsmöglichkeit des Blasformens. Durch Spritzgießen eines sog. Vorformlings erhält der spritzgeblasene Behälter z.B. eine Öffnungsqualität (Schraubverschluss) in Spritzgussqualität. Weitere Vorzüge sind die Einhaltung gleichmäßiger Wanddicken, abfallfreie Herstellung, nahtlos im Hals- und Bodenbereich (dadurch druckbelastbar), hohe Oberflächenqualität, hohe Festigkeitswerte durch zusätzlich biaxiale Streckung mit einfahrendem Streckdorn. Zum Abschluss der Besichtigung fanden wir uns dann noch einmal alle in einem Konferenzraum ein, in dem Herr Mohrbach und der Geschäftsführer des Unternehmens Herr Elvinger uns noch offene Fragen im Bezug auf Berufsmöglichkeiten für Ingenieure und andere offenen Fragen zum Unternehmen beantworteten. Den meisten von uns war das Unternehmen vorher eher unbekannt und aus diesem Grund waren wir doch über die Größe und die hohe Mitarbeiterzahl erstaunt. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Herr Mohrbach für eine gelungene Besichtigung bedanken

von Philippe Alzin

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Visite DuPont de Nemours (25. März 2005)

Visite DuPont de Nemours

Karfreitag um 9:30 kamen 26 Mitglieder der ANEIL zusammen zur Firmenbesichtigung von DuPont de Nemours in Contern. Zu Beginn des Rundgangs wurde uns durch Herrn Henri Werner eine kurze Einleitung der Firmengeschichte und genauer zum Standort Luxemburg gewährt. Der DuPont-Standort in Luxemburg ist eine der größten Investitionen von DuPont in Europa. Er wurde 1962 in den Gemeinden Contern und Hesperingen, in der Nähe der Stadt Luxemburg und ihres Flughafens, gegründet. Er verfügt über größere Fertigungsanlagen für Polyesterfolien, Spinnvliese und technische Polymere. Er ist gleichzeitig ein europäisches Geschäftszentrum von DuPont Teijin Films, DuPont Nonwovens und DuPont Electronic Technologies. Der Standort beschäftigt über 1200 Mitarbeiter von 18 verschiedenen Nationalitäten. Die wichtigsten Produkte des Werkes sind: Mylar®, Melinex® und Cronar® Polyesterfolien; Typar®, Xavan™, Plantex® und Zemdrain® Polypropylen-Spinnvliese; Tyvek® Polyethylen-Spinnvlies; Hytrel® thermoplastisches Elastomer (TEEE). Das Werk wird in den Gebieten Sicherheit und Gesundheit höchsten Anforderungen gerecht, wobei die Unfallrate um ein Vielfaches unter dem Industriedurchschnitt liegt. Alle Fertigungsanlagen des Werks werden im Einklang mit der Norm ISO 9001 betrieben. Der Standort selbst ist gemäß der ISO 14001 Umweltnorm zertifiziert und ist bisher als einziger in Luxemburg der EMAS-Verordnung gemäß eingetragen. Das Werksgelände umfasst 104 Hektar. Die Hälfte dieser Fläche wird als natürlicher Lebensraum unterhalten und wurde für das Publikum zugänglich gemacht. Nach diesem kurzen Einblick in Firmengeschichte und Standortbeschreibung wurden wir dann in 4 Gruppen eingeteilt, die jeweils verschiedene Fertigungslinien besuchten. Gruppe 3 und 4 verließen den Seminarraum in Richtung der Fertigungslinien von Hytrel und Tyvek während den Gruppen 1 und 2 die Begriffe Polymer und Polymerisation verdeutlicht wurden. Ein Polymer (griech.: poly, viel; meros, Teil) ist eine chemische Verbindung, die aus Molekülketten oder stark verzweigten Molekülen (Makromoleküle) besteht. Das Adjektiv polymer bedeutet entsprechend aus vielen gleichen Teilen aufgebaut. Die Polymerisation ist eine chemische Reaktion, bei der Monomere, meist ungesättigte organische Verbindungen, unter Einfluss von Katalysatoren und bei Auflösung der Mehrfachbindung zu Polymeren (Moleküle mit langen Ketten, bestehend aus miteinander verbundenen Monomeren) reagieren. Dabei unterscheidet man zwischen HomoPolymerisation, bei der nur eine Monomerart umgesetzt wird, und Co-Polymerisation, bei der zwei oder mehr verschiedene Monomere zur Reaktion gebracht werden. Das Verständnis dieser beiden Begriffe waren den Gruppen 1 und 2 bei der Besichtigung der Fertigungslinie von Mylar von großer Bedeutung.

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Summer 2005

Visite DuPont de Nemours (25. März 2005) Mylar ist ein Markenname der Firma DuPont, und wird oft als allgemeiner Überbegriff für eine Polyethylenterephthalat-Polyesterfolie (BOPET: biaxially-oriented polyethylene terephthalate) verwendet. Mylar zeichnet sich vor allem durch hohe Zugfestigkeit, chemische Widerstandfähigkeit, plastische Stabilität und Durchsichtigkeit aus, und ist elektrischer Isolator. Mylar wurde Mitte der 1950er Jahre von DuPont entwickelt. Hergestellt wird Mylar, indem eine dünne Schicht aus geschmolzenem PET auf eine Walze aufgetragen wird, und dann orthogonal zur Walzendrehrichtung gedehnt wird. Eine Seite ist nun glatt, die andere ist rau, und kann bedruckt oder beschichtet werden. Mylar kann durch Sputtern mit Aluminium beschichtet werden. Das Produkt weist eine wesentlich geringere Gasdurchlässigkeit auf (wichtig für Lebensmittelverpackungen) und reflektiert bis zu 99% des Lichts inklusive eines Großteils des Infrarotspektrums. Wie Alufolie hat auch aluminiertes Mylar eine matte und eine glänzende Seite. Mylar ist sehr reißfest, im Gegensatz zu Stanniol und Alufolie. Durch seine reflektierenden Eigenschaften kann es zur Sonnenbeobachtung eingesetzt werden, und findet so Verwendung in jenen Brillen, die für das Beobachten von Sonnenfinsternissen eingesetzt werden. Vorsicht ist allerdings geboten, denn durch mit freiem Auge nicht erkennbare Haarrisse in der Aluminiumschicht kann die Wirksamkeit dieser Folien mit der Zeit abnehmen. Verwendung von Mylar: · · · · · · · · ·

Hochleistungssegel für Segelboote. Elektrischer Isolator. Thermisches Isolationsmaterial. (z.B. Rettungsdecken) Dielektrikum in Folienkondensatoren. Sonnensegel Ballons. Grundmaterial für magnetische Bänder. (VHS oder Audio-Kassetten) Membranen elektrostatische Schallwandler. In den NASA Raumanzügen sind 5 Mylarschichten eingearbeitet um kosmische Strahlung abzuhalten, und die Astronauten warmzuhalten.

Während dem stand für die Gruppe 3 eine Einführung in der Hytrel- und für Gruppe 4 in der TyvekHerstellung auf dem Programm. Tyvek ist eine Marke der Firma DuPont. Es handelt sich hierbei um ein papierartiges Faservlies aus thermisch verschweißten Hochdruck polyethylen-Fasern, das als dauerhaftes „synthetisches Papier“ in der Verpackungs- und Bürobedarfs-Industrie verwendet wird. Ein ähnliches Polypropylen-Faser-Produkt ist Typar. Verschiedene besondere Eigenschaften von Tyvek führen dazu, dass es in der Reinraumtechnologie, im Operation (Chirurgie) OP und der Spurensicherung besonders häufig Verwendung findet. Wichtig ist hierbei, dass Tyvek recht strapazierfähig und leicht zu verformen ist. Man kann sich also gut in einem Tyvek-Anzug bewegen, und verliert dabei (so gut wie) keine Fasern. Einerseits verliert das Tyvek selbst extrem wenige Fasern, andererseits können durch das Vlies nahezu keine vom Körper abgeschiedenen Zellen aus dem Anzug heraustreten. Sterile Arbeitsbedingungen, wie in oben genannten Arbeitsbereichen benötigt, werden also aufrecht erhalten. von Philippe Alzin

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Summer 2005

Visite Dupont de Nemours (25. März 2005) Hytrel ist ein thermoplastisches Polyester-Elastomer. Es vereint die Flexibilität von Gummi mit der Formstabilität thermoplastischer Kunststoffe. Das Copolymer besteht aus einem harten, kristallinen Teil (Polybutylenterephthalat) und einem weichen, amorphen Teil (Polyester-Glykolen) mit langen Molekülketten. Hytrel wird im Spritzgussverfahren verarbeitet. Es ist sehr reißbeständig und nutzt sich kaum ab. Zusätzliche mechanische Eigenschaften wie Formstabilität, Steifheit und die hervorragenden Härte machen Hytrel zu einem ausgezeichneten Brillenmaterial. Das Material bleibt auch bei niederen und hohen Temperaturen sehr elastisch. Seine chemischen Eigenschaften bilden es in hohem Grade beständig gegen Kohlenwasserstoffe und viele andere Flüssigkeiten. Dem theoretischen Erklärungsteil folgte dann jeweils die Besichtigung der Fretigungslinie des vorher erklärten Prozesses. Genauer heißt das für die Gruppen 1 und 2 jeweils getrennt der Besuch der Mylar-Herstellung und für die Gruppen 3 und 4 die Besichtigung der Hytrel und Tyvek Fertigungslinien. Diese Einteilung in kleinere Gruppen war eine gelungene Idee da dadurch Gedränge an der Fertigungslinie vermieden wurde und jeder einzelne besser zuhören und verstehen konnte. Gegen 12:15 fanden sich dann wieder alle Gruppen gemeinsam in einem Seminarraum ein um noch offene Fragen und Anregungen zu erläutern bevor es dann weiter ging zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Firmen eigenen Kantine. Abgeschlossen wurde die Firmenbesichtigung dann mit einem Rundgang durch den Naturpark der das ganze Firmenareal umgibt. An dieser Stelle wollte ich mich dann auch noch mal bei Herr Henri Werner im Namen der ANEIL für seine Mühe und für eine gelungene Besichtigung bedanken. von Philippe Alzin

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Summer 2005

Hightech beim Fussball

Fußball mit Funksender - Hightechkonkurrenz für Schiedsrichter

Was der Schiedsrichter sagt, gilt - egal was eine Wiederholung der Szene in Zeitlupe zeigt. Damit der Unparteiische sicherer entscheiden kann, entwickelt das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ein Sensorsystem, das derzeit im Nürnberger Frankenstadion der Öffentlichkeit vorgeführt wird. Mit dem System, das Hochfrequenztechniker des IIS gemeinsam mit dem Unternehmen Cairos Technologies AG in Karlsruhe und Sportwissenschaftlern der TU München entwickeln und aufbauen, lässt sich jede Szene eines Fußballspiels rekonstruieren. Taktik, Laufprofile der Spieler und Fluggeschwindigkeiten des Balls dürften nicht nur Trainer interessieren. Auch der Fußballverband FIFA sieht der Einführung von CAIROS bis zur Weltmeisterschaft 2006 positiv entgegen. Bisher wurden Spielszenen per Video aufgenommen. Um sie auszuwerten, müssen die Bilder dem Computer manuell erklärt werden: Wer ist welcher Spieler und wo ist der Ball? Erst damit und aus mehreren Ansichten kann er den Spielverlauf dreidimensional errechnen. Für schnelle Entscheidungen noch während des Spiels ist diese Vorgehensweise zu langsam und wird - auch wegen der hohen Kosten - nur für wichtige Szenen eingesetzt. „Solche Nachteile kennt das neue Verfahren nicht“, erklärt Projektleiterin Sylvia Couronné. „In die bei Profispielen vorgeschriebenen Schienbeinschoner haben wir kleine, wenige Gramm leichte Sender eingebaut. Einige hundertmal pro Sekunde sendet jeder seine individuellen Mikrowellensignale der schnellere Ball viermal öfter. Am Rand des Spielfelds verteilt stehen bis zu zehn Empfangsantennen.“ Über Glasfaserkabel erreicht die Datenflut den zentralen Computer, der die Positionen aller Sender über eine mathematisch aufwendige Analyse der Signallaufzeiten auf Zentimeter genau berechnet. Dazu vergleicht er sie mit den ortsfesten Daten von Spielfeld und Tor. Viel schneller als der Schiedsrichter pfeifen kann, erhält dieser von außen ein Signal und kann im Display einer Spezialarmbanduhr Begriffe wie „Tor“, „Aus“ oder „Abseits“ lesen. Damit braucht der Unparteiische Fehlentscheidungen weniger zu fürchten und kann sich um „menschlichere Probleme“ wie Handspiel, Foul oder Schwalbe kümmern.

Quelle: Welt der Wunder

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Table Ronde (25. März 2005)

Reckbleck op eis tradiotionell Table Ronde 2005

Wei all Joer huet och erem dest Joer eis traditionell Table Ronde stattfonnt. Den 25. März war et erem esou wait. Vill Firmen awer och vill Studenten hun den Wee op den Kierchbierg an d´Gebei vum ehemolegen IST elo bekannt als Universitéit Luxembuerg fonnt. Den Programm war voll gefellt. Als eischt haat eisen President Guy Lux een Afeierungsviirtrag gehalen, deen begleed gin as vum Prof. Dr. Massimo Malvetti vun der Universitéit Letzebuerg an vum Monsieur François Jaeger, Präsident vun der ALI. Duerno as et weidergaangen mat engem Viirtrag vum Herr Prof. Dr. Ing. Jürgen Schnell vun der Universität Kaiserslautern. Hien as Viirsetzenden vum Fachgebitt Baukonstruktion an Massivbau. Sain Viirtrag huet sech iwert dei aktuell Bausituatioun an Europa gedreint. Ennert dem Thema ´Bauwirtschaft zwischen Abstieg und Innovation‘. Ganz allgemeng huet hien iwert dei negativ wei och dei positiv Aspekter vun deser Branche geschwaat. Mat informativem Presentatiounsmaterial huet hien den Studenten an den Firmenvertrieder schnell kloer gemaach dass et an deser Sparte fir den Moment een extremen Konkurrenzdrock zweschen den Firmen get an dass des Branche nach nie esou vill Problemer mat Optreeg haat. Allerdings gellt dest net fir Letzebuerg eis geet et an där Branche net esou schlecht, well wei eng Studie gewissen huet as an den leschten Joeren neierens an der EU esou vill gebaut gin ewei zu Letzebuerg. Och aus senger Ried as afir gaangen dass d´Zuel vun deenen Schüler déi sech fir den Studium Bauingénieur décideieren an denen leschten Joeren drasteg zereckgaangen as. Ausserdem huet hien Opmierksam gemaach op deen extrem breeden Spektrum deen desen Studium mat sech brengt. Eng Verdeiwung as meiglech vun Héichbau bis Déifbau an och Stroosenplanung. Hien wollt desen immens inerressanten Beruf esou eriwerbrengen mat flottem Bildmaterial ewei hien en erliewt huet eier hien Professer op der Universität Kaiserslautern gin as. All Daag huet esou seng Schnettstellen an seng Herausforderungen. All Projet as erem aneschters an et mussen emmer nei Léisungen fonnt gin. Zum Oofschloss huet hien nach e puer Fotoen zum Thema: Phantasievoll Bauen gewissen, déi eis gewissen hun ewei grenzenlos dach Bauen as.

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Summer 2005

Table Ronde (25. März 2005)

Duerno sin dei vereenzelt Firmen un d´Pult getrueden an hun sech viirgestallt. Des Viirträg hun am groussen Ganzen den Studenten een gudd Bild gin, waat esou an all Firma viir sech geet. Mat détailléierten Presentatiounen hun déi betreffend Leit sech , an hier Firma presentéiert. No deser Presentatiounsphase, sin mir dun eraus gaangen wou schon den Champes an d´Schnittercher stungen, an déi eenzel Studenten dun mat den Vertrieder vun den Firmen discutéiert hun. Am groussen Ganzen war desen Daag een Erfolleg an den ganzen Comite vun der Aneil seet all deenen Firmen merci déi all dest méiglech gemaach un. vum Joé Welter

D’ANEIL am Internet

www.aneil.lu 13


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Summer 2005

Unitech Austausch Delft 2004/2005

UNITECH- Austausch zu Delft 2004/2005

De Programm Meng Austausch Aventure ass am Dezember 2003 ugaang, wéi ech eng Invitatiounsmail fir eng Informatiounsveranstaltung iwwert den UNITECH-Programm an menger Mailinbox hat. UNITECH International gouf 2000 vu féierenden technischen Universitéiten an Europa gegrënnt. Dat sinn RWTH Aachen, UPC Barcelona, TU Delft, Chalmers Göteborg, Imperial College London, Politecnico di Milano, Paris Tech an ETH Zürich. Dës Uniën hunn sech als Ziel gesat, hire Studenten d’Méiglechkeet ze ginn een Austausch ze maachen dee méi wäit geet. Dee ganze Joresprogramm besteet nämlech aus dräi Deeler: als éischten Deel déi sougenannten joint modules, dat sinn dräi mol eng Woch wou déi ganz Studentegrupp zesumme kënnt fir Virliesungen, Workshops an Presentatiounen am Themeberäich soft skills. Hei gëtt virun allem Wärt op d’Vermëttelen vun interkultureller Sensitivitéit an engem Gefill fir Management, Teamwork an Féierungsqualitéiten geluecht. Dës joint modules fannen all Kéier an enger anerer Stad statt. Den zweeten an Haaptdeel ass den akademischen Austausch selwer, deen op enger vun dene siwen Uniën stattfënnt. Hei sinn dann och, an der Iddi een extra ze vermëttelen, verschidden Economie an management Coure virgeschriwwen. Den drëtten Deel besteet aus engem Industriestage. UNITECH huet nämlech niewt den akademischen Partner och Partner aus der Industrie. Déi ginn engem UNITECHStudent d’Méiglechkeet, bei hinnen een uschléissende Stage z’absolvéieren. Huet een all dës Deler bestanen, kritt een, zousätzlech zum Diplom vun senger Uni, och nach een UNITECH-Diplom. Ee Punkt deen bei UNITECH grouss geschriwwen gëtt, ass „networking“. All Aktivitéiten viséieren drop een Netzwierk vun Studenten, Unien an Industriepartner opzebauen, vun deem jidfereen profitéiere kann. Fir de Student ass dat natiirlech an soufern intressant, dass hien hei säin spéideren Employeur oder Aarbechtskolleg kenne léiere kann. Meng Haaptmotivatioune fir mech bei dësem Programm ze bewerben, waren d’Méiglechkeet un de Seminären deelzehuelen, während mengem Austausch mengem technischen Maschinenbaustudium ee Management-plus ze ginn an net zu lescht dee besseren Encadrement an engem méi iwwersiichtleche Grupp vun Studenten, vis-à-vis vum Erasmus-Austausch. Assessment-centre No enger éischter Bewerbung gëtt dann opgrond vum Motivatiounsbréif, den Diplomer an den Noten jugéiert an am positiven Fall op een Assessment centre invitéiert. Dee war fir mech am Februar 2005. Hei kommen professionell Assessoren vun de Partnerfirmen an beurteelen via Presentatiounen, Gruppeverhalen an e perséinlechen Interview ob een fir de Programm gëeegent ass. Um Enn vum Dag gëtt een dann gewuer ob een ugeholl ass, sou dass mir schlussendlech zu néng Studenten vun Zürich ugeholl waren. Am ganzen waren ët dëst Joer 67 Studenten vun deene siwen Unien.

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Unitech Austausch Delft 2004/2005

Auswiel Unistad Als nächste Schratt stung d’Auswielen vun der Auswiesslungs-Unistad un. Meng zwee Favoritten waren Delft (Holland) an Göteborg (Schweden). No e puer Entscheedungsschwieregkeeten ass meng Wiel op Delft gefall, ënnert anerem wéinst dem passenderen Studienangebot, an den däischtere Wanterméint a Schweden, déi mech dach oofgeschreckt hunn. Delft Delft läit an der Provënz Süd-Holland, an der sougenanntener Randstad, an der Mëtt tëschent Rotterdam an Den Haag. Mat 95000 Awunner ass et eng éischter kleng an iwwersiichtlech Stad, no baussen virun allem bekannt wéinst sengem Parzeläin an dem Moler Johan Vermeer. D’technisch Universitéit Delft ass déi eelsten, gréissten a meescht ëmfaassend technisch Uni an Holland. Sie ass 1842 gegrënnt ginn, huet 5000 Employeeën an 13000 Studenten. Dat Studenten/ Awunner Verhältnis mécht aus Delft eng richteg Studentestad, wat een direkt un dene ville Studentenheiser, Librairien a Caféen mierkt. Delft ass, wéi déi meescht Plaatzen an West-Holland op ëntwässertem Sumpfland gebaut an läit 5m ënnert dem Mieresniveau. Den 23. August 2004 war et fir mech esou wäit an ech sinn mat mengem Gepäck zu Delft ukomm. Hei hat ech dunn ee puer waarm Summerdeeg fir meng Kummer anzeriichten, mech op der Uni anzeschreiwen an mir een hollänische Bankkonto opzemaachen. Den 28. August goung et dunn weider op London op deen éischten joint module; der start-up week. Hei hunn sech déi 67 Studenten fir d’éischt gesinn an waren fir eng intensiv Woch, gefëllt matt Virliesungen, Workshops an Owesiessen, zesummen.

Bild 1: Während der Stage-foire, London (Ech sin den 2 v.l.) De Schwéierpunkt an dëser Woch war d’Bewosstmaachen vu kulturellen Ënnerscheeder am internationalen Aarbechtsëmfeld, wéi een heirop opmierksam gëtt an dermatt ëmgeet. Weiderhinn goufen Aktivitéiten organiséiert, déi Teamwork an Kommunikatioun fuerderen. Dës Aktivitéiten hu mir vill gehollef, mäi Verhalen a meng Roll an engem Team besser anzeschätzen. Mat dësem Bagage goung et dunn weider an een zwee Deeg laangt Business-game. Hei huet een, an engem virdefinéierten Ëmfeld, eng Firma déi Verpackungen hierstellt opbauen an zum Erfolleg féieren mussen. De leschten Dag war den „offiziellen“ Dag. E goung un matt enger Stage-foire wou een d’Partnerfirmen besser kennegeléiert huet. Am Uschloss hate mir an Teamer Themen preparéiert fir d’Industiepartner unzeschwätzen. Dës Themen waren bewosst provokativ gewielt, fir ee Gespréich ze starten. D’Resultat war ganz interessant. Den Dag gouf oofgeschloss mat engem Galadiner wou d’Studenten vun dene Jore virdrunn dann och hiren Diplom kruten. Bild 2: Galadiner am Science Museum, London

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Unitech Austausch Delft 2004/2005 Meng Austauschzäit De 5. September sinn ech nees zréck op Delft geflunn, wou mäin Semester den 6. ugefaang huet. D’Liewen zu Delft ass natiirlech ganz anescht wie zu Zürich. Schon eleng topographisch gesinn: hei ass alles platt, all Fortbewegung gett um Vëlo gemaach. Déi Vëloën prägen dann och d’Bild um Campus. D’Couren am Master Programm sinn op der TU Delft integral op Englesch. Dat ass och hier zweet Sprooch, wat d’Kommunikatioun am Ufank extrem erliichtert huet. Ech hu fonnt, dass ech gutt opgeholl gouf. Als Austauschstudent ass een natiirlech en interessante Personnage an et feelt net u Gespréichsstoff. Perséinlech hunn ech hei ganz léif Leit kennegeléiert, mat denen de Kontakt no mengem Austausch sécher net oofbrécht. Ech hunn zu Delft meng Couren zimmlech fräi erausgesicht, virun allem aus de Master Programmer Systems and Control, Energy Technologies, a Couren aus dem Beräich Management and economics for engineers. Bild 3: Mäin Haus zu Delft

Schoulsystem Wat de Schoulsystem am Verglach zur ETH betrëfft, hat ech d’Gefill wéi wann hei méi op Uni-Stil gesat get, dat heescht: manner fest Stonnen an dofir méi Projeten an doheem schaffen. D’Wëssensvermettlung huet mir méi learning by doing often wéi zu Zürich learning by going deeply into one detail geschéngt Bild 4: TU Delft Campus

Studenteliewen D’Studenteliewen ass och zimmlech anescht wéi zu Zürich, zumools wat d’Fräizäitgestaltung betrëfft. Bal all Student ass an enger bis dräi Vereenegungen, wou hien vill vun senger Fräizäit verbréngt. Dat sinn éischtens allgemeng Studentevereenegungen déi Partyen, Iessen an och Studienresen organiséieren. Dann ginn et och nach Sportvereenegungen oder méi studienbezunnen Vereenegungen. D’Studenten sinn bal alleguerten sozial aktiv an wunnen an Wunngemeinschaften oder an egen Appartementer. Dat ass am Géigensaatz zu Zürich, wou dach awer vill Leit no der Virliesung verschwannen oder nach doheem wunnen. E Schratt deen ech schnell probéiert hunn ze maachen ass Hollänesch léieren. Mat Viirkenntnisser, engem gudde Cours an vill Übung hunn ech zimmlech schnell Hollänesch geschwaat, wat schon e grousse Viirdeel ass fir matt einheimische Studenten an Kontakt ze trieden. Soss bleift ee gären an der Mass vun engleschsproochegen Erasmusstudenten – virun allem Italiener an Spuenier – an riskéiert d’Erfahrung vun der hollänischer Kultur ze verpassen.

Bild 5 : Campus-Bibliotéik

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Summer 2005

Unitech Austausch Delft 2004/2005

Ech hunn zesummen matt den 10 aneren UNITECH-Studenten aus denen aneren Länner an engem Haus gewunnt. Do ware mir zu sechs Nationalitéiten – Däitsch, Italienisch, Letzebuergisch, Malaysisch, Schwäizer an Spuenisch. All Woch huet een anere gekacht, sou dass et och kulinarisch eng international Experienz war. Am Januar dëst Joer stung den zweeten joint module un, den zu Barcelona organiséiert war. Hei huet dee ganze Grupp sech erem gesinn an konnt éischt Erfahrungen vum Austausch auswiesselen. Schoulesch stungen an där Woch Presentatiounstechniken um Programm. Weiderhin kruten déi verschidde Gruppen ee Fallbeispill vum Industriepartner IBM, wou den Grupp als Consulting Partner fungéiert huet. Hei gouf bis zum Enn vun der Woch drun geschafft. Dat offiziellt Enn vum Joer ass am August zu Delft, dann wann déi nei Studenten an hiert spannend Austauschjoer starten. De Stage deen zum Programm gehéiert, hunn ech fir Ufank 2006 viirgesinn. Oofschléissend kann ech – wéi déi meescht Leit no engem Austausch – nemmen ee positiven Fazit zéien. Sécher ass et méi Opwand fir selwer Couren erauszesichen an alles opzeginn fir an enger néier Stad nees unzefänken, mee d’Erfahrung mecht sech bezuelt. Den UNITECH Programm ass op jidde Fall eng grouss Beräicherung wat soft skills betrëfft, där hun technisch Studenten nämlech oft net genuch. Weiderhinn war et ganz interessant een neie Schoulsystem kennenzeléieren, net ze schwätzen vun enger neier Erfahrung wat Studenteliewen betrëfft. Ech kann den UNITECH Programm nemmen jidferengem uroden, deen no e puer Jor Tapéitenwiessel well an sengen technischen Studien ee Plus wëll ginn. Bild 8: Während de Gruppenpresentatiounen zu Barcelona

Vum Philippe Osch Fir Reaktiounen oder weider Informatiounen e-mail un philippe.osch@student.ethz.ch Internet: www.unitech-international.org www.tudelft.nl

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Summer 2005

Allianz Arena

Sporttempel der Superlative – Der spektakuläre Bau der Allianz Arena

Von außen erinnert sie an ein riesiges Ufo, das gerade eben am Stadtrand Münchens – direkt neben der Autobahn A9 – gelandet ist: die Allianz Arena. Am 21. Oktober 2002 fand der erste Spatenstich statt. Nun, im Mai 2005, nur zweieinhalb Jahre später, soll das architektonische Meisterwerk offiziell eröffnet werden. Ab dem 9. Juni 2006 wird der Prachtbau, der 66.000 Zuschauern Platz bieten soll, schließlich weltweit im Rampenlicht stehen:Dann werden hier das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft und weitere WM-Partienstattfinden. Stolze 280 Millionen Euro hat der extravagante Kicker-Tempel gekostet, denn vom Rasen bis zum Material des Daches ist hier alles nur vom Feinsten. Die heimischen Fußballfans waren sich schon lange einig: München braucht ein neues Stadion. Denn dem Münchner Olympiastadion, in dem seit 1972 gekickt wird, fehlt es an Atmosphäre. Schuld daran ist vor allem die 400-MeterTartanbahn, die zwischen Zuschauern und Spielfeld für eine unnötig große Distanz sorgt. Auch als Schauplatz des Eröffnungsspiels der WM 2006 kam diese Arena nicht in Betracht. Ein Fußball-Tempel, der dem weltberühmten Olympiastadion architektonisch das Wasser reichen kann, ja es vielleicht sogar noch übertrumpfen würde, musste her. Und zwar so schnell wie möglich: In nur 30 Monaten galt es die Arena der Superlative fertig zu stellen. Diesen Zeitplan zu erfüllen erforderte eine logistische Meisterleistung. In allen acht Bauabschnitten wurde gleichzeitig gearbeitet. Beton aus dem Labor Das Grundgerüst der Arena besteht aus Beton. Ihre spezielle nach außen gewölbte Form verdankt sie 350 schiefwinkligen Schleuderbetonstützen. Der hierfür verwendete Beton wurde mit neunfacher Erdbeschleunigung zentrifugiert. Dadurch erhielt man eine extrem glatte Oberfläche bei besonders guter Betonqualität. In einem eigens errichteten Labor waren Testwürfel des Baustoffs vorab auf ihre Druckfestigkeit geprüft worden.

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Summer 2005

Allianz Arena Der größte Raupenkran Europas Im Innenraum der Arena entstand eine freischwebende Stahlkonstruktion in 55 Metern Höhe. Sie macht Dachstützen, welche die Sicht auf das Spielfeld einschränken würden, überflüssig. Mit dem größten Raupenkran Europas wurden 48 Hauptträger, jeweils 65 Meter lang und 106 Tonnen schwer, in die Höhe gehievt. Ein Kraftakt, der vor allem dem Kranführer höchste Konzentration abverlangte. Das Markenzeichen der neuen Münchner Arena aber ist ihre spektakuläre Fassade – bestehend aus 2.874 beleuchtbaren rautenförmigen Kunststoffkissen. Diese haben eine geschätzte Lebensdauer von 25 Jahren, sind äußerst hitze- und kältebeständig und müssen nicht einmal gereinigt werden: Das erledigt praktischerweise der Regen, der auf das Stadion hernieder prasselt. Die Kunststoffkissen verteilen sich über insgesamt 64.000 Quadratmeter Dach- und Fassadenfläche und formen die größte Membranhülle der Welt. Bevor die Kissen montiert wurden, befestigten speziell ausgebildete Höhenarbeiter und Industriekletterer Montagenetze zwischen den Stahlträgern. Diese sollten der Sicherheit der Arbeiter dienen, die nicht angeseilt arbeiteten. Dennoch: Der Einsatz in Schwindel erregender Höhe blieb stets ein Risiko. Spektakuläres Farbenspiel Die Montage der Kissen aus Ethylenfolie dauerte ein ganzes Jahr, denn sie erfolgte in aufwändiger Handarbeit. Kaum montiert wurden sie Stück für Stück von Ventilatoren mit einem dauerhaften Druck von 0,035 bar aufgeblasen und mit Fassadenleuchten ausgestattet. Mehr als 25.000 Leuchtstoffröhren mit jeweils roten, blauen und transparenten Abdeckscheiben sind nötig, um den eindrucksvollen Farbwechsel der Fassade zu ermöglichen. So wird in Zukunft schon an der Beleuchtung der Arena abzulesen sein, welche Mannschaft gerade auf dem Rasen steht: die des FC Bayern oder die des TSV 1860.

Power-Rasen für Power-Spiele Erst kurz vor der Eröffnung der Arena wurde das Spielfeld präpariert: Frostschutzkies und Sand bilden die Unterlage für die Rasenfläche. Nochmals darunter sind Heizungsrohre mit einer Länge von insgesamt 27 Kilometern verlegt, welche die Oberfläche im Winter auf Null Grad erwärmen sollen. Verletzungen durch schneeglattes Grün oder hartgefrorenen Untergrund wird es in der Allianz Arena – wie zuvor schon im Olympiastadion–nichtgeben. Es versteht sich von selbst, dass eine einzigartige Arena auch einen einzigartigen Spielbelag benötigt. Das extra für dieses Stadion gezüchtete Spezialgewächs trägt den Namen „Power Rasen“, 21 Monate lang wurde er kultiviert. Die Mischung der einzelnen Gräser ist streng geheim. Bislang hat das Supergras die Erwartungen nicht enttäuscht. Doch die wahren Härtetests folgen noch.

Quelle: Welt der Wunder

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Summer 2005

Der größte Truck der Welt

Der größte Truck der Welt Ein Einfamilienhaus auf Rädern: 7,5 Meter hoch und knapp 9 Meter breit – schwerer als ein Jumbo-Jet. Ein Betriebssystem der Superlative: 3650 PS – angetrieben von einem Generator. Ein Gigant im Verbrauch: 174 Liter Diesel pro Betriebsstunde. Der größte Truck der Welt stellt jede bisher konstruierte Fahrzeugidee in den Schatten Die Geburt eines Riesen-Trucks In der Liebherr Fahrzeug-Fabrik in Newport News, Virgina, an der amerikanischen Ostküste werden etwa vierzig Riesen-Trucks pro Jahr montiert. Da die Rohstoff-Preise derzeit weltweit explodieren, ist die Nachfrage groß. Minenbetreiber aus der ganzen Welt wollen den neuen Super-Truck zum Einsatz bringen, um ihre Kapazitäten zu erhöhen. Liebherr kommt mit der Produktion kaum hinterher: Nicht nur gibt es häufig Lieferprobleme für die aus aller Welt gelieferten Spezialkomponenten. Auch genügend qualifizierte Mitarbeiter vor Ort zu finden, ist nicht einfach. Zehn junge Schweißer aus Rostock mussten extra eingeflogen werden, um den Bedarf an Arbeitskraft zu decken. Der Stahlrahmen ist das Herzstück des Spezialfahrzeugs. Er federt sämtliche Lasten ab. Das Design ist höchst kompliziert: Stahl darf nie so weit gebogen werden, dass er sich dauerhaft verformt. Um Gewicht zu sparen, ist der Rahmen innen hohl. Dafür muss er innen und außen verschweißt werden. Die Montage des Liebherr-Trucks ist langwierig. Nicht ein einziger Arbeitsgang ist automatisiert. Roboter gibt es nicht. Jede Schraube, jeder Schlauch, jede Leitung muss einzeln per Hand montiert werden. Da das Fahrzeug so groß ist, und sein Fahrer möglicherweise gar nicht mitbekommt, was im hinteren Teil passiert, ist aus Sicherheitsgründen jeder Schlauch brandschutzummantelt. Unterhalb des Chassis wird deutlich: Der Liebherr-Truck ist kein gewöhnliches Kraftfahrzeug. Antriebswellen fehlen völlig. Stattdessen: Viele elektrische Leitungen. Denn der T 282 B – so die Typenbezeichnung – wird elektrisch angetrieben. Vom Prinzip her funktioniert der Truck wie eine Lokomotive. Das neue Wunderfahrzeug hat einen geistigen Vater: Dietrich Rokahr. Der deutsche Ingenieur kam vor 35 Jahren hierher um den Liebherr-Standort in den USA mit aufzubauen. Nach Baggern und Schwebekränen begann Rokahr Mitte der Neunziger mit der Konzeptionierung eines völlig neuen Lastenfahrzeuges für den Minenbetrieb. Seit April 2003 ist der Truck jetzt im Einsatz. Der größte Industriemotor der Welt. Ein 20-Zylinder, hergestellt in Deutschland: Bei der Motoren- und Turbinen-Union in Friedrichshafen. Im Gegensatz zu mechanischen Fahrzeugen ist der Diesel-Motor jedoch nicht direkt für den Antrieb verantwortlich. Planung des Supertrucks Die Planung des Supertrucks war für die Entwickler schon allein deshalb ein Abenteuer, weil es in punkto Größe kaum Vergleichsfahrzeuge gab. Dir Rahmenstruktur des Fahrzeugs wurde mit Hilfe eines Computers. Die Simulationen können verschiedene Belastungszonen des Rahmens bereits im Vorfeld darstellen. So wissen Die Entwickler, an welcher Stelle des Rahmens unter bestimmten Bedingungen ein Bruch droht.

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Der größte Truck der Welt Weil der größte Truck der Welt vor seiner Auslieferung nicht in allen Teilen der Erde auf die unterschiedlichen Vor-Ort-Bedingungen hin getestet werden kann, müssen sich die Ingenieure allein auf Simulationen stützen. Um mehr über das Fahrverhalten herauszufinden, entwickelte man eine spezielle Software. Mit den virtuellen Tests können Dinge ausprobieren werden, die wir man einem echten Fahrzeug nie anstellen würden. So kann z.B. ein Fahrbahnwechsel simuliert werden, der den Truck zum Umfallen bringt. Das würde natürlich niemand in Wirklichkeit tun. Dadurch können die Grenzen für diesen Truck festgesetzt werden. Zwar gibt es Fahrzeuge, die vergleichbar konzipiert sind, aber kein anderer LKW der Welt schleppt so viel Last. 400 Tonnen auf dem Buckel zu haben, wirkt sich ungemein auf Geschwindigkeit und Bremsverhalten aus. Für diese Manöver braucht man einen kühlen Kopf. Besonderer LKW - Besondere Bremsen Für die Liebherr-Konstrukteure ist das Bremsverhalten ihres Trucks eine schwere Aufgabe. Denn auch ohne Ladung wiegt das Fahrzeug immerhin etwa 200 Tonnen. Die Vorschriften sehen vor, dass der Truck auch bei seiner zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 65 Stundenkilometern binnen kurzer Zeit sicher zum Stehen kommt. Die hauseigene Teststrecke vor der Konstruktionshalle ist absichtlich nicht asphaltiert. Der Truck soll unter annähernd realen Bedingungen zeigen, was er kann. Die Konstrukteure lassen jedes Fahrzeug vor der Auslieferung sehr ausführlich Probefahren. Die Bremsen werden besonders getestet. Anders als bei herkömmlichen Fahrzeugen leisten nicht mechanische Scheibenbremsen direkt am Rad die Arbeit. Die Bremskraft wird elektrisch erzeugt. Die jeweils in den Hinterrädern eingebauten Antriebe werden gedrosselt. Bei diesem Vorgang schalten sich die dort gelegenen ElektroMotoren in Generatoren um und produzieren Wechselstrom. Diese Brems-, bzw. Wäremenergie wird durch einen Ventilator in die Außenwelt abgegeben wird. Die letzten Inspektionen vor der Endabnahme des Fahrzeugs sind immens. Kein Arbeitsschritt in der Montage ist automatisiert, von Serienproduktion kann man bei 40 Trucks pro Jahr kaum sprechen. Jedes Exemplar ist wie ein Unikat. Die Kunden bezahlen 3 Millionen Dollar für den Liebherr-Truck. Dafür versprechen sie sich nahezu wartungsfreie Nutzung. Die Reifen Die Reifen tragen mitunter 600 Tonnen Last. Und das in einem Minengelände, wo die Pisten alles andere als Autobahnen sind. Die Reifen sind mit 6 bar Luftdruck aufgepumpt, ein unglaublicher Druck, drei Mal so stark wie bei einem normalen PKW. Ein einziger dieser Spezialreifen wiegt 5000 Kilogramm. Doch selbst dieser Gummipanzer reicht im Extremfall nicht. Scharfkantige Felsen können den Reifen manchmal schon nach einem Tag in der Mine den Garaus machen.

Quelle: www.nano.de

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Déi méi lëschteg Säiten

Ein Mann fliegt einen Heißluftballon und bemerkt, daß er die Orientierung verloren hat. Er reduziert seine Höhe und macht schließlich einen Mann am Boden aus. Er läßt den Ballon noch weiter sinken und ruft: "Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich versprach meinem Freund, ihn vor einer halben Stunden zu treffen, aber ich weiß nicht, wo ich mich befinde." Der Mann am Boden sagt: "Ja, Sie befinden sich in einem Heißluftballon. Ihre Position ist zwischen 40 und 42 Grad nördliche Breite, und zwischen 58 und 60 Grad westliche Länge." "Sie müssen Ingenieur sein", sagt der Ballonfahrer. "Bin ich", antwortet der Mann. "Wie kommen Sie darauf?" "Sehen Sie", sagt der Ballonfahrer, "alles, was Sie mir gesagt haben, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll - ich weiß immer noch nicht, wo ich bin." Der Ingenieur sagt hierauf: "Sie müssen ein Manager sein." "Bin ich", antwortet der Ballonfahrer, "Wie kommen Sie darauf?" "Sehen Sie", sagt der Ingenieur, "Sie wissen nicht, wo Sie sind, oder wohin Sie gehen. Sie haben ein Versprechen gegeben, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können, und Sie erwarten, daß ich Ihnen dieses Problem löse. Tatsache ist: Sie befinden sich in exakt derselben Position, in der Sie waren, bevor wir uns getroffen haben, aber irgendwie ist jetzt alles meine Schuld."

ohne Worte

Prof.: 'Warum kommen denn immer wieder Studenten zu spät zur Vorlesung? Dies ist doch keine Völkerwanderung, oder ?' Ein asiatischer Kommilitone betritt den Raum. Prof.: 'Naja, Sie sind entschuldigt. Sie hatten ja einen langen Weg.'

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