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Ne wsle t ter 26/06/2012 #20

et: _ Michèle Par türlicher „ein ganz na Übergang“ es _ Ein intensiv in Genf Wochenende

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_ Eine sehr le internationa Vendée Globe


Michèle Paret :  „ein ganz natürlicher Übergang“

N

ach zwei Zweihandregatten, dem Barcelona World Race 2010 – 2011 und der Transat Jacques Vabre 2011, wird das Segelboot Mirabaud zurzeit für die bevorstehende Vendée Globe umkonfiguriert, der Einhandweltumsegelungsregatta ohne Zwischenstopps oder Hilfestellungen von aussen – der härtesten Regatta der Welt. Und nicht nur die Segeljacht wurde auf diese neue Herausforderung hin modifiziert, auch dessen Team muss sich umstellen, denn das Rennen bedeutet eine neue Rollenverteilung zwischen Dominique Wavre und Michèle Paret. „Ein ganz natürlicher Übergang“, sagt Letztere dazu. „Direkt nach unserer Rückkehr von der Transat Jacques Vabre haben wir die Werft aufgesucht und die Vorbereitungen im Hinblick auf die Vendée Globe in Angriff genommen. Ich kümmere mich um alle technischen Aspekte, während Dominique sich den Performance Fragen widmet. Es ist doch ganz logisch: Ich will, dass mein Mann gesund von dieser Weltumsegelung heimkehrt... und er will gewinnen!“

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Sowohl Dominique als auch Michèle zeigen sich sehr zufrieden über die während der Wintermonate erzielten Fortschritte und Modifikationen im Hinblick auf die Vendée Globe. „Die spektakulärste Veränderung besteht in der Cockpithaube, welche zwar nicht direkt eine Performance Steigerung bewirkt, Dominique aber dabei hilft, sich besser zu erholen. Das wird eine wesentliche Trumpfkarte werden – besonders im Südpolarmeer. Wir haben auch unzählige weitere kleine Änderungen vorgenommen, und die Resultate sind vielversprechend“, erklärt Michèle. Das wichtigste Ziel von Dominique besteht nun darin, möglichst viel zu segeln, die Manöver zu trainieren und die idealen Trimmeinstellungen zu finden. Michèle führt aus: „Ich beobachte, mache mir Notizen, stoppe die Uhrzeit und filme. Ich nehme aber nicht aktiv an den Manövern teil. Nach unserer Rückkehr an Land machen wir ein Debriefing und versuchen nach Wegen zu finden, um weitere Steigerungen zu erzielen. Auf diese Art macht man stetig Fortschritte. Dann im August werden wir zu einer Testfahrt über eine Distanz


Ein intensives Wochenende in Genf Antonio Palma, Gesellschafter und CEO von Mirabaud, in Begleitung von Dominique Wavre, anlässlich der Galaveranstaltung im Vorfeld zur 74. Bol d’Or Mirabaud Regatta.

von rund 2’000 Seemeilen aufbrechen. Für mich werden dies Ferien sein, da ich ja nichts machen muss.....oder beinahe nichts“, fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu. Just dieses Grinsen lässt erahnen, dass sie ihren Notizblock und die Stoppuhr wohl nicht aus den Händen legen wird...Dominique derweil wird bereits auf Vendée Globe Modus eingestellt sein und sehr hart arbeiten müssen! Wir hoffen auf Starkwind zu stossen und machen uns entsprechend auf die Suche nach Tiefausläufern, sei es im Norden oder im Süden, das Meteo wird es uns schon sagen.“ Michèle, die in den vergangenen zwei Jahren Co-Skipperin der Mirabaud war, nimmt diese neue Rolle mit Gusto in Angriff, kennt sie doch deren Aufgaben aufgrund von drei vorherigen Einhandregatten aus dem Effeff. Sie beobachtet ihren Skipper und findet, dass er „zufrieden und in sich ruhend wirkt. Zuvor haben wir diese Momente geteilt“, erklärt sie. „Jetzt spüre ich, wie er langsam mit seinem Boot zu einer Einheit verschmilzt und sich langsam in Richtung Startlinie bewegt.“ ■

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ominique ist für den Start zur Bol d’Or Mirbaud wie jedes Jahr nach Genf gereist. Endlich einmal die Gelegenheit, die Boote auf dem Genfersee zu beobachten, ihre Fortschritte zu bestaunen, sich mit alten Kollegen auszutauschen und dieses grossartige Spektakel hautnah mitzuverfolgen. Bereits am Freitag begann für Dominique das Marathon Wochenende mit einer Debatte über den Einfluss des professionellen Segelsports auf das Freizeitsegeln unter der Leitung des Journalisten Pierre-Antoine Pretti und im Beisein von Christian Wahl, dem Skipper des Einrümpfers Raffica (zukünftiger Sieger in der Kategorie der Einrumpfboote). Ein Thema, welches dem Skipper der Mirabaud wie auf den Leib geschneidert war. Schlag auf Schlag folgte dann die offizielle Soirée im Vorfeld zum Rennen, bevor es am Folgetag auf der Montreux, dem Flaggschiff des CGN, in Begleitung von François Egger zum Start ging. „Ich habe super Freude daran gehabt, das professionelle Team des Centre d’Entraînement à la >> www.dominiquewavre.com 3


>> Régate (CER) zu beobachten“, erklärt Dominique. „Da ich an der Gründung des CER mitbeteiligt war, bin ich sehr stolz und glücklich zu sehen, was für enorme Erfolge diese Organisation einheimst.“   Dominique half dann noch bei der Preisverleihung und schüttelte unzählige Hände, bevor er

anlässlich des „Club du Lundi“ (Montags-Club) seine Kampagne vorstellte. Dann hiess es auch schon wieder Adieu und auf nach La Rochelle, wo ihn seine Mirabaud erwartet. Hier wird er in den kommenden Wochen und Monaten seine Vorbereitungsarbeiten im Hinblick auf die Einhandweltumsegelungsregatta abschliessen. ■

Eine sehr internationale Vendée Globe

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nter den neunzehn bis jetzt formell eingetragenen Teilnehmern für die bevorstehende Vendée Globe befinden sich auch sieben nicht französische Teams. Die in Frankreich ins Leben gerufene Vendée Globe Regatta ist bis jetzt noch nie von „einem Ausländer“ gewonnen worden. Ja, es kann sogar gesagt werden, dass das Einhandsegeln eine französische Disziplin ist. Doch nun formt sich eine Gruppe an Herausforderern, die dem ein Ende setzen will. Zum ersten Mal also besteht mit der Vendée Globe 2012 – 2013 die reelle Chance, dass das Rennen von einem nicht französischen Skipper gewonnen werden könnte – und warum nicht von einem Schweizer? Fünf Nationen sind es bis jetzt: zehn Franzosen, drei Engländer (Samantha Davies, Mike Golding und Alex Thomson) zwei Schweizer (Bernard Stamm und Dominique Wavre), ein Italiener (Alessandro Di Benedetto) und ein Spanier (Javier Sanso). Wie der Rennleiter Denis Horeau erklärt: „Wir

haben heuer 30-40% ausländische Skipper am Start. Auch sie sind von diesem einzigartigen Rennen fasziniert. Für sie alle ist es ein besonders schweres Rennen, denn die meisten haben zuvor nicht in der Figaro Klasse gesegelt. Was auch auffällt sind die vielen „Wiederholungstäter“, haben sie einmal teilgenommen, wollen sie immer wieder mit dabei sein.“ ■ Die Teilnehmer: Jean-Pierre Dick.................... FRA..........Virbac-Paprec Vincent Riou........................ FRA..........PRB Kito De Pavant................... FRA..........Groupe Bel Francois Gabart*................ FRA..........MACIF Jeremie Beyou..................... FRA..........Maître CoQ Armel Le Cleac’h................ FRA..........Banque Populaire Dominique Wavre............... SUI...........Mirabaud Samantha Davies................. GBR.........Saveol Alex THOMSON.................... GBR.........Hugo Boss Mike Golding..................... GBR.........Gamesa Marc Guillemot................. FRA..........Safran Arnaud Boissieres.............. FRA..........Akena Verandas Bernard Stamm................... SUI...........Cheminees Poujoulat Javier Sanso........................ ESP..........Acciona Alessandro Di Benedetto*.FRA / ITA...Team Plastique Jean Le Cam......................... FRA..........Synerciel Tanguy De Lamotte*......... FRA..........Initiatives coeur Louis Burton*.................... FRA..........Bureau Vallee Bertrand De Broc................ FRA..........Votre Nom autour * rookie du Monde

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Crédits photos Thierry Martinez/Mirabaud Marc Fries Wavre/Paret Joshua Schopfer


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