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sive: Exkulu im lt ativ

Das uĂ&#x;ballerFlurfunk-F Quartett! e d ie rsingen-L

flurfunk

08


Gruppe A

Gruppe B

11.06. 16:00 Uhr

ARD

11.06. 20:30 Uhr

RTL

16.06. 20:30 Uhr

ARD

17.06. 20:30 Uhr

ZDF

22.06. 16:00 Uhr

ZDF

22.06. 16:00 Uhr

ZDF

Griechenland : Mexiko Uruguay : Frankreich Südafrika : Uruguay Frankreich : Mexiko Mexiko : Uruguay Frankreich : Südafrika

Gruppe C

(

:

)

12.06. 13:30 Uhr

ARD

(

:

)

12.06. 16:00 Uhr

ARD

(

:

)

17.06. 13:30 Uhr

ZDF

(

:

)

17.06. 16:00 Uhr

ZDF

(

:

)

22.06 20:30 Uhr

ZDF

(

:

)

22.06. 20:30 Uhr

ZDF

Südkorea : Griechenland

(

:

)

12.06. 20:30 Uhr

ARD

England : USA

(

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)

Argentinien : Nigeria

(

:

)

13.06. 13:30 Uhr

ZDF

Algerien : Slowenien

(

:

)

Argentinien : Südkorea

(

:

)

18.06. 16:00 Uhr

ZDF

(

:

)

18.06. 20:30 Uhr

RTL

England : Algerien

Griechenland : Nigeria Nigeria : Südkorea Griechenland : Argentinien

Slowenien : USA

:

)

23.06. 16:00 Uhr

ARD

Slowenien : England

(

:

)

:

)

23.06. 16:00 Uhr

ARD

USA : Algerien

(

:

)

)

Punkte:

1. Platz

Punkte:

1. Platz

Punkte:

Punkte:

2. Platz

Punkte:

2. Platz

Punkte:

3. Platz

Punkte:

3. Platz

Punkte:

3. Platz

Punkte:

4. Platz

Punkte:

4. Platz

Punkte:

4. Platz

Punkte:

Gruppe E

Gruppe F

Serbien : Ghana

(

:

)

14.06. 13:30 Uhr

ARD

ZDF

Deutschland : Australien

(

:

)

14.06. 16:00 Uhr

ARD

18.06. 13:30 Uhr

ZDF

Deutschland : Serbien

(

:

)

19.06. 13:30 Uhr

ARD

19.06. 16:00 Uhr

ARD

Ghana : Australien

(

:

)

19.06. 20:30 Uhr

ARD

23.06. 20:30 Uhr

ARD

Ghana : Deutschland

(

:

)

24.06. 20:30 Uhr

ZDF

23.06. 20:30 Uhr

ARD

(

:

)

24.06. 20:30 Uhr

ZDF

ZDF

13.06 20:30 Uhr

Australien : Serbien

Niederlande : Dänemark Japan : Kamerun Niederlande : Japan Kamerun : Dänemark Dänemark : Japan Kamerun : Niederlande

(

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)

14.06. 20:30 Uhr

RTL

(

:

)

15.06. 13:30 Uhr

ZDF

(

:

)

20.06. 13:30 Uhr

ARD

(

:

)

20.06. 16:00 Uhr

ARD

(

:

)

24.06. 16:00 Uhr

ZDF

(

:

)

24.06. 16:00 Uhr

ZDF

Italien : Paraguay

(

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Neuseeland : Slowakei

(

:

)

Slowakei : Paraguay

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)

Italien : Neuseeland Slowakei : Italien Paraguay : Neuseeland

1. Platz

Punkte:

1. Platz

Punkte:

1. Platz

Punkte:

2. Platz

Punkte:

2. Platz

Punkte:

2. Platz

Punkte:

3. Platz

Punkte:

3. Platz

Punkte:

3. Platz

Punkte:

4. Platz

Punkte:

4. Platz

Punkte:

4. Platz

Punkte:

Gruppe G

Gruppe H Elfenbeink. : Portugal

) )

(

2. Platz

13.06. 16:00 Uhr

: :

(

1. Platz

Gruppe D

( (

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)

(

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)

(

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)

Achtelfinale (AF) * ARD oder ZDF

15.06. 16:00 Uhr

ZDF

(

:

)

16.06. 13:30 Uhr

ARD

(

:

)

26.06. 16:00 Uhr

RTL

1. Gruppe A : 2. Gruppe B

(

:

)

15.06. 20:30 Uhr

ZDF

Brasilien : Nordkorea

(

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)

16.06. 16:00 Uhr

ARD

Honduras : Chile Spanien : Schweiz

(

:

)

26.06. 20:30 Uhr

*

1. Gruppe C : 2. Gruppe D

(

:

)

20.06. 20:30 Uhr

ARD

Brasilien : Elfenbeink.

(

:

)

21.06. 16:00 Uhr

ZDF

Chile : Schweiz

(

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)

27.06. 16:00 Uhr

*

1. Gruppe D : 2. Gruppe C

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)

21.06. 13:30 Uhr

ZDF

Portugal : Nordkorea

(

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)

21.06. 20:30 Uhr

RTL

Spanien : Honduras

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)

27.06. 20:30 Uhr

*

1. Gruppe B : 2. Gruppe A

(

:

)

25.06. 16:00 Uhr

ARD

Nordkorea : Elfenbeink.

(

:

)

25.06. 20:30 Uhr

ZDF

Schweiz : Honduras

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)

28.06. 16:00 Uhr

RTL

1. Gruppe E : 2. Gruppe F

(

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)

25.06. 16:00 Uhr

ARD

Portugal : Brasilien

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)

25.06. 20:30 Uhr

RTL

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)

28.06. 20:30 Uhr

*

1. Gruppe G : 2. Gruppe H

(

:

1. Platz

Punkte:

1. Platz

Punkte:

29.06. 16:00 Uhr

*

1. Gruppe F : 2. Gruppe E

(

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)

2. Platz

Punkte:

2. Platz

Punkte:

29.06. 20:30 Uhr

*

1. Gruppe H : 2. Gruppe G

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)

3. Platz

Punkte:

3. Platz

Punkte:

1. AF

4. Platz

Punkte:

4. Platz

Punkte:

2. AF

Viertelfinale (VF)

Chile : Spanien

3. AF

Halbfinale (HF)

* ARD oder ZDF

4. AF

* ARD oder ZDF

02.07. 16:00 Uhr

*

5. AF : 6. AF

(

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)

06.07. 20:30 Uhr

*

2. VF : 1. VF

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)

5. AF

02.07. 20:30 Uhr

RTL

1. AF : 2. AF

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)

07.07. 20:30 Uhr

*

3. VF : 4. VF

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)

6. AF

03.07. 16:00 Uhr

*

4. AF : 3. AF

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)

1. HF

7. AF

03.07. 20:30 Uhr

*

7. AF : 8. AF

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)

2. HF

8. AF

1. VF

1. HF Verlierer:

2. VF

2. HF Verlierer:

Der vielleicht kleinste

WM-Spielplan

3. VF 4. VF

Spiel um Platz 3 10.07. 20:30 Uhr

ARD

Finale Loser 1. HF : Loser 2. HF

(

:

)

11.07. 20:30 Uhr

3. Platz

1. Platz

4. Platz

2. Platz

ZDF

Wenn Sie diesen Sehtest bestehen, ist

1. HF : 2. HF

der Spielplan kein Problem!

(

:

)

2010


Zu diesem Heft Schon einmal hat sich der Flurfunk ganz dem Thema Fußball gewidmet – das war 2006 und die WM im eigenen Land wurde immerhin fast gewonnen. Wir nehmen das zum Anstoß, um uns auch dieses Mal wieder von der allgemeinen Euphorie mitreißen zu lassen... Weil es aber schon jetzt Menschen geben soll, die von dem ganzen Thema nichts (mehr) wissen wollen, haben wir natürlich auch Interessantes in diesem Heft integriert, das selbst den resistentesten Nicht-Fan erfreuen sollte. Und somit bleibt auch dieser Flurfunk seiner Linie treu: Übertragen werden die wahren Geschichten und Kuriositäten, wie sie aktuell in den Gängen der Büros, die zwischen den Schreibtischen erzählt werden (könnten) – und bald eben auch in den Halbzeit-Pausen. Also, Vuvuzela raus und viel Spaß bei der Lektüre!

*„Jo `bulani!“: Name des offiziellen FIFA-WM-Balls, geplanter Einsatz: Endspiel am 11. Juli in Johannisburg, Bedeutung: „Feiern, zelebrieren“. Das sagt der Hersteller: „ Durch das einzigartige „Grip’n‘Groove-Profil“ erreicht er ein außergewöhnlich stabiles Flugverhalten und eine ganz besondere Griffigkeit. Er ist aus gerade einmal 8 thermisch verschweißten Panels gefertigt und verfügt über die fast perfekte Form. Viel runder kann ein Ball nicht sein.

*


WM IN SUDAFRIKA VON A�Z Achthundertfünfundzwanzig Millionen Dollar beträgt das Gesamtvolumen der Investitionen für die WM laut Südafrika Bafana bafana – Spitzname „ Die Jungs“ für die südafrikanische Nationalelf Castle Lager Bier ist das bekannteste helle Lagerbier und hat einen Alkoholgehalt von 5,0 % vol. Durban ist eine bedeutende Millionen-Metropole am indischen Ozean, bekannt für ihre unendlichen Sandstrände und den größten Hafen Afrikas Entfernung zwischen den zwei WM-Austragungsorten Johannesburg – Kappstadt: 1405 Km (zum Vergleich: das entspricht der Strecke München und Kiel, allerdings hin und her) First-National-Bank-Stadion oder kurz FNB-Stadion ist das größte reine Fußballstadion in ganz Afrika Gummistiefel-Tanz ist ein afrikanischer Tanz, der sich als Reaktion auf das Apartheids-Regime, etwa 1880 unter den schwarzen Minenarbeitern um Johannesburg, entwickelt hat Hamba kakuhle heißt „Auf Wiedersehen“ in der Xhosa-Sprache Ishibobo ist beim Fußball der Pass durch die Beine eines Gegenspielers, umgangssprachlich auch als „tunneln“ bezeichnet Jüngster Spieler in der Südafrikanischen Fußballmannschaft ist der 23 Jährige Bongani Khumalo (06.01.1987) Kwaito ist die „neue“ Musikrichtung der Jungendlichen, die sich aus House, HipHop, Reggae und afrikanischen Stilen zusammensetzt Laduma! „Er hat getroffen“, ein Ausruf der oft bei Fußballspielen verwendet wird. Ursprünglich entstammt der Ausdruck dem Zulu und bedeutet: “es donnert“ Millie Pap ist ein traditionelles, afrikanisches Gericht, das hauptsächlich aus Maisbrei hergestellt wird Neun Prozent beträgt der Anteil der „Weißen“ an der Gesamtbevölkerung in Südafrika


Ostkap oder auch „Oos-kap“ ist bekannt für schutzreservate im Inland. Das Ostkap wurde Verhältnisse auf den Namen „Sunshine Coast“

seine Küstenstädte und die vielen Naturauf Grund der günstigen klimatischen getauft

Potjiekos ist die Bezeichnung für einen Eindas ist ein dreibeiniger gusseiserner Topf,

topf, der traditionell in einem „Potjie“, gekocht wird

Qualifizierung für das Viertelfinale: Zuerst die jungen Wilden aus Mexiko und anfolgt Frankreich

muss die südafrikanische Auswahl gegen schließend gegen Uruguay ran. Danach

Rolihlahla oder Roli-shlaMandelas, der als erster zwischen 1994 und 1999 Soweto oder ausgeship“ ist ein Elendsgehört und aus 30 Townships 3,5 Millionen Einwohnern ist bevölkerungsreichste Stadt des Tsamaya meint einen Spieler, der Täuschungsmanöver ausgeübt hat

shla, ist der zweiter Vorname Nelson schwarzer Präsident das Land regiert hat schrieben „South Western Townviertel, das zu Johannesburg besteht. Mit geschätzten Soweto inoffiziell die südlichen Afrikas einen besonderen Trick oder ein

Unworte in Südafrika sind z.B. „Kaffer“, eine abwertende, rassistische Bezeichnung für einen „Schwarzafrikaner“ oder „Lekgoa“, eine Beleidigung für europäisch stämmige Bürger Vuvuzela ist das unumstrittene Symbol des südafrikanischen Fußballs. Es ist eine bunte, lange Plastiktröte, deren (furchtbarer) Klang an Nebelhörner erinnert Wilde Tiere gibt es reichlich in Südafrika. Neben den „Großen Fünf“ bestehend aus Löwe, Nashorn, Elefant, Leopard und afrikanischer Büffel zählen seltene Tierarten, wie der afrikanische Wildhund, der Erdwolf, der Kudu oder die schwarze Mamba, zu den besonderen Schätzen des Landes Xhosa ist ein altes, südafrikanisches Volk, dessen Sprache „isixhosa“ von ca. 8 Millionen Menschen gesprochen wird und damit die zweithäufigste Muttersprache in Südafrika ist Youtube: der aktuelle WM-Song von Akon ft. Keri Hilson – Oh Africa liefert schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Spiele www.kuhrt.de/quartett Zakumi ist das offizielle Leoparden-Maskottchen für die WM 2010 in Südafrika. „Za“ steht für Südafrika und „kumi“ bedeutet in vielen afrikanischen Sprachen „10“


Toooor!

Das ist Sch Jens Jere

Dan n kam das Elfmeters chi eSSe n. Wir hatten all e die Hos en voll, abe r bei mir lief‘s gan z flüssig! Pau l Bre itn er

e, Pole, Kroat asi lian er, ng Br tu n is ei Le es ie D b al, o er ist. M ir ist es eg er oder Sü ddeutsch ru ppe. ch dei n e Blutg Norddeuts n icht irg en , et d ei ch ents h Dau m Ch r istop Re signation ist de r Egois m us de r Schwach en. Jörg B erg er

Wir müssen gewinn en, alles andere ist primär. Hans Krankl

ke it: n e Mög lich g ibt n u r ei lag e. er d ie N er Ja, g ut. Es d ch ie den o ts en n U , Si eg r ke n bau e Fran z B ec

Ich habe nie an Chance nlosigk Richard Golz

Das näch st e Spie l ist imme das näch st r e. Matth ias Sam m er

Wen n man (ü be r die Sp Thomas H


hnee von morgen. emies

Es ste ht im Aug enb lick 1:1, abe r es hätte auch umgekehrt lau ten kön nen. Her ibe rt FaSSb ender

ale, rte lfin ht! im Vie lang e n ic ir w n h e c h o e das n nt st Proz e e M iete ist b Z u 50 l a h die ab e r r Völle i Ru d

Unsere C hance n, das Vie rte e r r e ich e lfinale z n, ste h e n u 50:50 ode R e in e r r 60:60. Calm u n d

chKöpfe ho jetzt die h. c n u e a s s l ü Wir m die Är me d n u – n kr empe l i odols k Lu k a s P

Zi eht de n Sc hwe de n di e Sch rau be n aus dem Sc h ran k! WM-Fang es ang

n unsere r keit gezwei felt.

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ch re in. es Nase n lo em ei n dritt ) n ft ei a e h si sc n le nalman n läSSt, spie ch en Natio is n si e spie le n a ik fr a e der sü d Spie lstärk HäSS le r


ort?“ sformen im Sp „Gute Umgang nigge Das sagt der K „In Zeiten des technischen Fortschritts gibt es kaum jemand, der nicht körperlichen Ausgleichssport sucht. Sportler haben ihre ganz spezifischen Umgangsformen und Bräuche, die aber dem Sportplatz vorbehalten bleiben sollten, weil sie nur dorthin passen. Manchmal sind diese Sitten recht rau und ungebunden: niemals aber dürfen sie gegen Ethik und Fairneß verstoßen. Bei echten Sportlern tun sie das auch kaum. Wer unan­genehm auffiele, würde nämlich sofort zurecht­ gewiesen werden. Sportler haben sehr ausgeprägte Ehrbegriffe! Das freundschaftliche „Du“ zum Beispiel ist unter Sportlern ein und derselben Disziplin üblich. Wir dürfen es getrost mitmachen, denn es verpflichtet zu gar nichts. Sport ist Leistung. Und vor der Leistung steht der Ehrgeiz. Dieser wiederum schließt eine gewisse Rivalität nicht aus; aber zum quittengelben Neid darf es nicht kommen, denn Neid ist eine schlimme und die Kameradschaft unter­grabende Eigenschaft. Wer sich zum Sport bekennt, der tut gut daran. Er bekennt sich gleichzeitig zur echten Kameradschaft, daran sollte er immer denken.“

(aus: Der gute Ton, ein moderner Knigge, Falken-Verlag, 1982)


FuĂ&#x;ball ist unser Leben


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Fußball ist unser Leben denn König Fußball regiert die Welt. Wir kämpfen und geben alles, bis dann ein Tor nach dem andern fällt. Ja einer für alle, alle für einen, wir halten fest zusa-hammen. Und ist der Sieg dann unser, sind Freud und Bier für uns alle bestellt. Ein jeder Gegner will uns natürlich schlagen, er kann‘s versuchen, er darf es ruhig wagen, doch sieht er denn nicht, dass 100.000 Freunde zusammen stehen? Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt. Wir kämpfen und geben alles, bis dann ein Tor nach dem andern fällt. Ja einer für alle, alle für einen, wir halten fest zusa-hammen. Und ist der Sieg dann unser, sind Freud und Bier für uns alle bestellt Ha Ho Heyaheyahey Ha Ho Heyaheyahey Text und Musik: Jack White


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Weltmeister t s i nd hla c s ut ...und da ist eees De

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vorbeeiii!!!! 93. Minute, der Unparteiische pfeift endlich ab. „Deutschland ist Weltmeeeeeisteeeer“, ertönt heiser die Stimme des Sportreporters Werner Hansch. Weißes Konfetti ergießt sich über das Soccer City Stadion in Johannisburg und deckt die Tribüne, genauso das komplette Spielfeld in ein gigantisches Papiermeer.

Per Mertesacker und Arne Friedrich fallen sich in die Arme, Miroslav Klose steht alleine vor dem deutschen Fanblock und schreit seine Begeisterung in die Welt hinaus, die Hand zur Faust geballt. Philipp Lahm kann es nicht fassen. Von seinen Gefühlen übermannt, lässt er sich einfach fallen, regungslos bleibt er auf dem Rasen liegen. Joachim Löw stürmt das Spielfeld und umarmt den erst besten Spieler, der ihm begegnet – Schweinsteiger. Der deutsche Fanblock ist übersät mit Deutschland-Fahnen und schwarz-rot-goldenen Vuvuzelas. Die mitgereisten deutschen Fans können ihr Glück nicht fassen. Etliche versuchen das Spielfeld zu stürmen. Andere reißen sich überglücklich die Trikots vom Körper, falls sie das nicht sowieso schon getan haben – bei 30 Grad im Schatten. Ortswechsel, Düsseldorf. Unser Haus scheint von gellenden Jubelschreien förmlich zu beben. Ein Hub-Konzert erfüllt die Luft, Silvesterkracher zischen gen Himmel, alles stürmt auf die Straße. Fahrzeugreifen quitschen, Motoren heulen laut auf. Alles vermischt sich zu einem einzigen glücklichen Straßen-Kanon. Mehr und mehr Wagen schließen sich dem Korso an. Euphorische Menschen feiern eine Meisterschaftsparty auf der Straße, andere begutachten die Szenerie aus sicherer Fensterbank-Perspektive – und freuen sich im Stillen.


Im Fernsehen werden ersten Bilder aus feiernden deutschen Städten übertragen. Der Nachrichtensprecher aus Berlin-Mitte wird von Fußballfans dermaßen überrannt, dass die Übertragung abgebrochen werden muss. Statt dessen werden Live-Mitschnitte von den bekanntesten Übertragungsstätten gesendet. München, Stuttgart, Frankfurt, Dresden, Köln und Hamburg versinken im Fußballchaos. Wild feiern die Menschen auch in der Altstadt, die zum absoluten Hexenkessel mutiert ist. Ausgelassen tanzen die Menschen zwischen Flinger Straße und Rheinufer, schunkeln in kleinen Grüppchen oder stürmen durch die Gassen. Vor dem Uerigen liegt sich eine Gruppe Senioren in den Armen, mancher vergießt sogar einige Freudentränen über den Erfolg der Deutschen Nationalelf. Die riesige Breitbild-Leinwand in Lörick überträgt immer noch live aus dem Soccer City Stadion in Johannesburg. Joachim Löw springt ausgelassen über das Grün. Lahm, Schweinsteiger und Podolski genießen erleichtert ihren Erfolg. Dicke Tränen kullern auch im Paul-Janes Stadion in Flingern, die Fans singen: „54, 74, 90 und 2010........“ immer mehr stimmen ein. In dem gigantischen Ansturm der Deutschland-Anhänger verirren sich auch eine Handvoll ausländischer Fans, die sich einfach nur durch die ausgelassene Stimmung der Deutschen mitreißen lassen haben. Türken und Griechen, Spanier und Franzosen, Deutsche und Ghanaer liegen sich in den Armen, tanzen und zelebrieren ein Fest der Brüderlichkeit. WM 2010, Deutschland ist im Ausnahmezustand! Überall pinseln Fans in schwarzrot-goldener Farbe den 11. Juli auf den Boden, damit der heutige WM-Sieg für immer auf dem Asphalt verewigt bleibt. Deutschland ist Weltmeister 2010.

Ma

ürf e n . . . . nd n w i r d d och a uch m a l t r ä u m e Robert Kronekker


d n a w r o T M W e in e D

Anleitung

Schritt 2

Schritt 1 Die Löcher aus der Torwand schneiden!

Schritt 4

Schritt 3

... und es zu einer Kugel formen.

Schritt 5

Ein Stück Papier abreißen...

Den Ball platzieren...

Tipp:

.. und schießen!

Das ausgeschnitte Tor-Loch in der Mitte knicken und hinter die Torand kleben. Dann steht die Wand besser!


Fortuna D端sseldorf

2010 ist schon

gewonnen!


Freude, schöner Fußballfunken.... siv: Exkulu ltimative

Das ußballerFlurfunk-F Quartett! iedersingen-L

Wer hat die schönste Fön-Frisur? Wer den zartesten Schmelz in der Stimme? Was hat die deutsche FußballNationalmannschaft mit Village People, Nicole oder Michael Schanze zu tun?

Finde es heraus – unser ultimatives Fußballer-Lieder-Quartett weckt schönste Erinnerungen an frühere Weltmeisterschaften (Italien, Argentienien, Mexiko), Spielerhelden (Franz Beckenbauer, Fritz Walter, Charly Dörfel) und auch manche Peinlichkeiten (Toni Polster und die Fabulösen Thekenschlampen, Eike Immel & Bata Ilic). Wir fanden: Panini-Bildchen sammeln kann jeder, aber auf 32 wunderschönen Karten den großartigen Spieler-LiederKosmos ganz neu erleben – das gibt es nur bei uns! Tage und Wochen haben wir uns durch Archive und Fanbörsen gewühlt, nun ist das Quartett vollbracht und will bewundert und gespielt werden! n“

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Und so geht es: Einfach im Internet unter www.kuhrt.de/quartett das komplett Set runterladen, Karten ausschneiden und losspielen. Wer schon länger nicht mehr Quartett gespielt hat, findet auf unserer Seite natürlich auch eine leicht verständliche Erklärung.


Werte, mit denen du gegen deine Mitspieler ins Stechen ziehen kannst: A2

inungs Ersche jahr

Mannsch aftserfolg

„Buenos Días Argentina“

Deutsche Nationalmannschaft mit Udo Jürgens Erschienen:

1978

Sänger:

12

Charts:

3 (13 Wochen in den Top Ten)

Bonus:

schon in der Zwischenrunde gegen Österreich ausgeschieden

Video / Song:

www.kuhrt.de/quartett/a2

Anzahl der Sänger

Chartsplatzierung

Natürlich kannst du dir die einzelnen Karten auch einfach nur anschauen. Für die abgebildeten Cover gilt: eines ist schöner als das andere! Der junge Franz Beckenbauer, Sepp Maier fliegt in den Himmel, Gerd Müller macht bumm... Unter www.kuhrt.de/quartett kannst du dir die Fußballer-Songs außerdem anhören und – sofern existent – auch das Video zum Lied anschauen.


Es lebe

t r o p der S


Es lebe der Sport Er ist gesund und macht uns hoart Er gibt uns Kraft, Er gibt uns Schwung Er ist beliebt bei Alt und Jung Wird ein Schiedsrichter verdroschen, steigns earm ordentlich in die Goschn Gibt’s a Massenschlägerei, er ist immer live dabei Wei mit seim Color-TV, sicht er alles ganz genau.

:

hren die O f u a was tett gibts .de/quar t Hier .kuhr www


TATORT TURNHALLE Wer denkt, natürliche Selektion sei Lehrstoff der Biologiestunde gewesen, hat den Sportunterricht verdrängt. Es sei denn, er gehörte zu den Cracks. Unser Autor* leider nicht...

„Wir sind nicht die anderen!“ Dieser Satz aus dem Munde der Eltern war keine bloße Feststellung. Es war ein kategorisches Totschlagargument. „Du gehst doch nicht in ’Ghostbusters’, nur weil Schusters das ihrem Sebastian erlaubt haben!“ Oder „Du bekommst keine Turnschuhe von Reebok (ausgesprochen: Rehbock), nur weil Daniel und Götz die auch haben!“ Von wegen Reebok. Reebok war mir egal, damals, als Zehnjähriger. Ich wollte nur einfach nicht mehr in diesen weibischen Ballettschläppchen zum Sportunterricht.


GEFÜHL FÜR BEINARBEIT? MIT PAS-DE-DEUX-PANTOFFELN? Es sah nicht nur lächerlich aus, ich war mir auch sicher, dass sich meine eingeschränkten Fähigkeiten in der ausgewiesenen Jungendisziplin Fußball auf mein Schuhwerk zurückführen ließ. Mit den Pas-de-deux-Pantoffeln konnte man ja kein Gefühl für die eigene Beinarbeit bekommen. Geschweige denn für den Ball. Deswegen ist Nurejew ja auch Tänzer geworden. Und nicht Nationalstürmer. Dass es doch nicht an den Ballerinas gelegen hatte, merkte ich, als ich 1986 endlich meine ersehnten Turnschuhe bekam, verboten klobige Treter mit prominent platziertem Produktlabel und mindestens vier Zentimeter dicker Profilsohle. Fußballspielte ich damit immer noch genauso mies. Aber ich war in die Kaste derer aufgestiegen, die diejenigen, die immer noch mit Schläppchen rumliefen, mit Häme belegen durften. Genau genommen war das jetzt nur noch einer. Der dicke Broder. Und dem war es egal, was die anderen über ihn dachten. Ganz besonders Ralf Maria Tesken, unser Sportlehrer, ein sadistischer SextanerSchinder, der in der Oberstufe als Repressalien- Ralf firmierte. Seit seinem 55. Geburtstag zählte Tesken nicht mehr die Jahre, sondern die Tage bis zu seiner Pensionierung. Broder hatte er abgeschrieben. Wie eigentlich alle Schüler, diese gepuderten Wohlstands-Weicheier, wie er sie gerne nannte. Doch Broder war ein Sonderfall: „Wo keine Hoffnung, da keine Anstrengung nötig“, sagte Tesken mit Blick auf sein „Sorgenkind“. Deswegen saß Broder während der Sportstunden meistens auf der Bank und las Wassereis lutschend in Comic-Heften. Tesken blieb uns die vollen neun Jahre als Sportlehrer erhalten. Sein Unterricht bestand in erster Linie darin, uns die Hälfte der Doppelstunde Geräte durch die Dreifachturnhalle schleppen zu lassen. Reck, Barren, Turnund Weichbodenmatte, Pferd, Bock und Ringe – eigentlich trugen wir restlos alles aus dem mit Schwingtor versiegelten Nebenraum, was


sich zur fintenreichen Folter pickliger Pubertierender eignete. War alles in Position gebracht, schritt Tesken den Parcours ab und teilte im Kasernenhofton die Gruppen ein. WER IN DER WAAGRECHTEN VERHARRTE, WURDE AUF DEN BODEN ZURÜCKGEHOLT. Ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde, genauso, wie man sich einbildet, im Supermarkt grundsätzlich an der Kasse zu stehen, an der das Vorankommen Millimeterarbeit ist, aber ich bin mir eigentlich sicher, dass ich immer ans Reck musste. Dort galt es, den gefürchteten Felgaufschwung zu vollbringen, eine Übung, bei der man sich im Ausfallschritt an die Stange schwingen musste, um sie einmal um 360 Grad zu umkreisen. Wenn möglich natürlich mit dem Bauch als Umdrehungsmittelpunkt. Da den meisten allerdings die Kraft fehlte, den Körper so weit nach oben zu stemmen, dass er in Nabelhöhe andockte, blieb man mit seiner noch unschuldigen Scham am Eisen hängen. Tesken war das bewusst. Deswegen überwachte er auch besonders gern die Reckgruppe. Verharrte ich auf viertel vor drei, sprich in der Waagrechten, weil der Schmerz mich daran hinderte, mich abrollen zu lassen, und der Weg zurück aus dem gleichen Grund verstellt war, half Tesken, Menschenfreund, der er war, mit einem beherzten Griff ans Bein nach. Dass ich meine Eingeweide noch mal zu etwas, das alle Sex nannten, gebrauchen müsste, wollte ich mir in diesen Momenten nicht vorstellen. Denn wahrscheinlich würde man dabei auch diesen widerlichen Schmerz empfinden, dieses Taubheitsgefühl, das sich minutenlang bis in die Magengrube bohrt, dessen war ich mir sicher. Gebückten Ganges suchte ich Zuflucht auf der Bank, was Tesken zu der süffisanten Frage veranlasste, ob denn alles in Ordnung sei.


Antwortete ich wahrheitsgemäß, dass es, wie ich mich vorsichtig ausdrückte, „da unten“ weh tun würde, gab Tesken barsch zurück, ich solle nicht so verklemmt daherreden. „Das ist der Penis verdammt. Und das darunter sind die Eier! Du hast doch Eier, oder?“ Um ehrlich zu sein, ich wusste es nicht mehr. Und mein Gefühl sagte mir, besser wäre, keine Eier zu haben. Die Schmerzen waren allerdings nichts im Vergleich zu der Strahlkraft, die mein erbärmliches Abmühen an Reck oder Fußball hervorrief. Dass ich jahrelang im 100-Meter-Lauf oder im Weitsprung Klassenbester war, spielte keine Rolle. Imagebildend war nur die Leistung auf dem Fußballfeld. Und da war ich als Kollektivbremse verschrien. Wurden am Ende der Sportstunde für ein abschließendes Völker- oder Volleyballspiel die Teams berufen, musste ich immer lange warten, bis mein Name genannt wurde. Er fiel eigentlich nur dann, wenn neben mir noch Broder stand, der sich nach Beendigung der erniedrigenden Prozedur dank ungerader Personenzahl wieder auf die Bank setzen durfte. Er hatte sich mit der hässlichen Fratze des Sozialdarwinismus abgefunden. Für ihn gab es nur noch Donald Duck und Captain Future. Manchmal hätte ich gerne daneben gesessen, am Wassereis gesaugt und zugeschaut, wie Tesken meine Klassenkameraden am Reck aus der Waagrechten holte. Stattdessen verschuldete ich Eigentore. In Reebok-Schuhen. Vielleicht hätte ich einfach die Ballettschlappen behalten sollen. Dann hätte ich noch eine Entschuldigung gehabt.

Sven Gantzkow, Freier Journalist, Düsseldorf

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HEINE SAGT...

Nicht bloß das Tun, nicht bloß die Tatsache der hinterlassenen Leistung gibt uns ein Recht auf ehrende Anerkennung, sondern auch das Streben selbst, und gar besonders das unglückliche Streben, das gescheiterte, fruchtlose aber großmütige Wollen.


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