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j j Ein Tag im Leben der Familie DA. Rund um die Uhr da, wo man sie braucht: Die Gemeindebediensteten

Eine Initiative der GdG-KMSfB www.wirsindda.at


Wir sind da, wo Sie uns brauchen.

j j An 365 Tagen im Jahr sind die Gemeindebediensteten da, wo die Bevölkerung sie braucht. Sie sorgen für sauberes Trinkwasser, bringen die Menschen sicher in die Arbeit, versorgen PatientInnen, pflegen SeniorInnen oder kümmern sich um Kinder. Mit diesem Beitrag zur Daseinsvorsorge sichern sie die gute Lebensqualität und

ein funktionierendes Zusammenleben in unserem Land. Diese Leistungen sind es wert, wahrgenommen und gezeigt zu werden. Leider werden sie aber allzu oft als selbstverständlich betrachtet und im Alltag übersehen. Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie

Berufe (GdG-KMSfB) ist mit der Kampagne „Wir sind da, wo Sie uns brauchen“ und dieser Broschüre angetreten, um dies zu ändern. Wer viel leistet, darf auch stolz auf seine Arbeit sein. Wo jede und jeder einzelne ÖsterreicherIn tagtäglich die Leistungen der Gemeindebediensteten braucht, erfahren Sie auf den folgenden Seiten. 3


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s war einmal eine ganz normale österreichische Familie, nennen wir sie Familie DA. Mutter DAgmar, 34, arbeitet in einem Gemeindespital, Vater DAniel, 36, ist Angestellter. Sohn DArio, 12, will vielleicht Radrennfahrer werden oder auch Gärtnermeister, und Tochter DAna, 4, ist das Nesthäkchen der Familie. Sie alle werden Tag für Tag von tausenden unsichtbaren HelferInnen umsorgt, die ihnen das Leben rund um die Uhr leichter machen: den Gemeindebediensteten.

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06:00 Uhr

Mutter Dagmar steht auf

und geht ins Badezimmer. Sie dreht den Wasserhahn auf und putzt sich die Zähne. In Dagmars Haushalt leben vier Personen – alle benutzen täglich die Dusche und das WC, kochen und waschen Wäsche.

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Das österreichische Wasserund Kanalnetz Dass Dagmar ihre Zähne mit sauberem Wasser putzen kann, liegt am hohen Versorgungsgrad in Österreich. Neun von zehn Haushalten sind an das öffentliche Netz angeschlossen und beziehen Wasser zu erschwinglichen Preisen. Versorgt werden die ÖsterreicherInnen über ein Leitungsnetz mit rund 76.000 km Länge – das ist in etwa die vierfache Entfernung von Nord- zu Südpol. Ein Großteil dieser Leitungen wird von den Gemeindebediensteten in Stand gehalten. Von vielen dieser Arbeiten bekommt die Bevölkerung kaum etwas mit. Und das ist auch gut so, denn wer möchte etwa ständig über Abwässer nachdenken müssen? Diese Sorgen brauchen sich die ÖsterreicherInnen nicht zu machen. Über 90 % der heimischen

Haushalte sind an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen und die Gemeindebediensteten sorgen dafür, dass es auch stets funktioniert. Dafür müssen alleine in den Landeshauptstädten 5.680 km Abwasserkanäle in Schuss gehalten werden. In Wien erledigen das 380 Gemeindebedienstete, die in den bis zu 30 Meter tiefen Schächten jährlich rund 4.300 Tonnen Ablagerungen entfernen. Ihre 65 Klagenfurter KollegInnen sind für 750 Kanalkilometer zuständig, durch die täglich 34 Millionen Liter Abwässer fließen. Und wenn an den 213.000 Toilettenanlagen in Graz der Spülknopf betätigt wird, wird das Abwasser verlässlich zur Kläranlage in Gössendorf geleitet, wo jeden Tag rund 66.548 m3 vollbiologisch geklärt werden. 7


06:45 Uhr

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agmars Mann Daniel weckt ihre beiden Kinder Dario und Dana auf und macht ihnen Frühstück. Die Milch steht auf dem Herd und das Brot hüpft aus dem Toaster, als die beiden Kinder verschlafen aber hungrig in die Küche kommen. „Wo bleibt mein Marmeladetoast, Papa?“, lässt Tochter Dana keinen Zweifel an ihrem Appetit.

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Die Stromversorgung rund um die Uhr zuverlässig Strom beziehen können. Im steirischen Judenburg gelangt der Strom über 693 km Erdkabelleitungen und 431 km Freileitungen in die Steckdosen der Haushalte. Die WienerInnen werden über ein Netz mit einer Länge von 22.670 km versorgt.

Sie lassen den Strom fließen.

Auch die Versorgung der ÖsterreicherInnen mit Strom wird zu einem großen Teil von Gemeindebediensteten erledigt. So sorgen etwa die Linzer Gemeindebediensteten dafür, dass die BewohnerInnen der Stadt über ein 8.000 km langes Stromnetz, 27 Umspannwerke und mehr als 3.000 Trafostationen

Wartungsarbeiten an einem Strommast in der Steiermark

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07:30 Uhr

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achdem alle gefrühstückt haben und für den Tag vorbereitet sind, schwingt sich Sohn Dario auf sein Fahrrad und macht sich auf den Weg zur Schule.

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Das Straßen- und Wegenetz

Zu jeder Jahreszeit …

von 71 % der gesamten Straßennetzlänge in Österreich zuständig. Dazu kommen noch über 12.000 km Radwege, 43.000 km Güterwege und tausende Brücken, die von den Gemeindebediensteten regelmäßig gewartet werden. Ob es stürmt oder schneit, sie sorgen dafür, dass die Straßen gefahrlos benützt werden können.

Auf seinem Schulweg ist Dario auf ordentlich asphaltierten Radwegen und Straßen unterwegs. Dass er diese täglich benutzen kann, liegt auch an der Arbeit der Gemeindebediensteten. Österreichweit sorgen sie für die Erhaltung von 88.670 km Gemeindestraßen – immerhin mehr als das Doppelte des Erdumfangs. Alleine damit sind sie für die Instandhaltung

… grünes Licht für Sicherheit auf allen Straßen

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07:35 Uhr

Während Dagmar zur Bus-

haltestelle geht, um in die Arbeit zu fahren, kümmert sich Daniel um den Müll der letzten Tage. Altpapier, Rest- und Biomüll kann er bequem im Hof ihrer Wohnanlage entsorgen.

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Die kommunale Müllentsorgung

Saubere Straßen von Bregenz bis Eisenstadt

In den meisten Städten und Gemeinden wird die Müllentsorgung von Gemeindebediensteten oder kommunalen Müllabfuhrbetrieben erledigt. Jedes Jahr werden dort über 1.402.000 Tonnen Restmüll fachgerecht entsorgt – andere Müllsorten nicht eingerechnet. 11.000 Tonnen Restmüll fallen dabei jedes Jahr alleine in St. Pölten an. Pro St. PöltnerIn sind das rund

210 kg im Jahr. In Graz sorgen 167 MitarbeiterInnen der Gemeinde für die Verwertung oder Entsorgung von rund 170.000 Tonnen Müll. Die einzelnen MitarbeiterInnen verarbeiten damit jeweils rund 1.018 Tonnen in einem Arbeitsjahr. Umgerechnet entspricht das dem Gewicht einer Elefantenherde mit 136 Tieren. Auch der Blick in die Bundeshauptstadt ergibt eine interessante Statistik: In Wien wird jedes Jahr eine Müllmenge von knapp 1,1 Millionen Tonnen produziert, wobei rund 504.000 Tonnen Hausmüll anfallen, 130.000 Tonnen Altpapier und Pappe sowie 116.000 Tonnen Biomüll und 7.500 Tonnen Problemstoffe. Die Gemeindebediensteten sorgen dafür, dass diese Müllmengen nicht auf den Straßen oder illegalen Deponien landen. 13


07:40 Uhr

Die Gemeindekindergärten

Das Team des Kindergartens Pappenheimgasse in Wien

Daniel hat heute seinen frei-

en Tag. Er bringt Tochter Dana in den Gemeindekindergarten, bevor er einige Erledigungen macht.

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Dana ist eines von über 156.000 Kindern, die im gesamten Bundesgebiet in 3.375 Gemeindekindergärten betreut werden. Als erste Bildungseinrichtung leisten die Gemeindekindergärten einen entscheidenden Beitrag zur Ausbildung unserer Kinder. Neben sprachlichen Fertigkeiten trainie-

ren die Kleinen im Kindergarten vor allem auch ihre sozialen Fähigkeiten und damit wesentliche Kompetenzen für ihren weiteren Lebensweg. Dabei helfen ihnen zigtausende Gemeindebedienstete in Kinderkrippen und -gärten, Horten und Kindertagesheimen. Sie tragen dazu bei, dass es in Österreich flächendeckende Angebote zur Kinderbetreuung gibt. Neben den großen Städten wie Wien, wo über 34.000 Kinder betreut werden, sind es vor allem auch kleinere Städte und Gemeinden, die hier einen unverzichtbaren Beitrag leisten. In Dornbirn sind es über 1.000 Kinder, die in öffentlichen Einrichtungen betreut werden, in Kapfenberg gut 520 und in Stockerau rund 480. 15


08:00 Uhr

Die Gemeindespitäler und Pflegeeinrichtungen

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agmar tritt ihren Dienst im Gemeindespital an. Auf dem Weg zu ihrer Station trifft sie ihre Kollegin Diana: „Hallo, heute um 12:15 Uhr Mittagessen am Marktplatz?“ ruft sie ihr zu. „Alles klar, bis später. Ich freu mich!“

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Im Auftrag Ihrer Gesundheit

Mit ihrem Krankenanstaltenverbund ist die Gemeinde Wien Betreiberin einer der größten Gesundheitseinrichtungen in Europa.

Rund 32.000 MitarbeiterInnen arbeiten hier 365 Tage im Jahr in elf Spitälern, elf Geriatriezentren und vier Pflegewohnhäusern. In Oberösterreich stellt die Stadt Linz im Allgemeinen Krankenhaus 1.000 Betten für die Versorgung von mehr als 53.000 stationären PatientInnen pro Jahr zur Verfügung. Dazu kommen etwa 30.000 operative Eingriffe, die jedes Jahr durchgeführt werden. Knapp 90.000 Pflegetage jährlich verzeichnet das Krankenhaus der Stadtgemeinde Dornbirn. Alleine im Jahr 2010 wurden dort über 19.000 PatientInnen stationär betreut und 1.286 Kinder auf die Welt gebracht. Zusätzlich werden Services wie die Begleitung von Familien mit Frühgeborenen oder Diabetesberatung angeboten.

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10:33 Uhr

Auf seinem Weg zum Ge-

meindeamt kommt Daniel an einer Baustelle am Straßenrand vorbei. Zwei Gemeindebedienstete stellen gerade ein Stoppschild auf. „Gut,“ denkt sich Daniel „denn an dieser Kreuzung ist es schon häufig zu Unfällen gekommen.“

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Die Bauhöfe und streuen im Winter Rollsplitt auf vereiste Straßen. Sie betreuen Friedhöfe, Parks und Spielplätze, stellen Maibäume auf oder montieren Straßenschilder, die helfen, den Verkehr zu regeln. Und drohen morsche Äste auf Gehwege zu stürzen, sind die Gemeindebediensteten ebenso zur Stelle. Bei Wind und Wetter ...

Die Arbeit der Gemeindebediensteten ist eine Querschnittsmaterie. Neben Wasser- und Stromversorgung sind sie in zahlreichen anderen Bereichen tätig – etwa in Bauhöfen. Dort arbeiten echte Allrounder, ohne die unser tägliches Leben nicht funktionieren würde. Sie bessern Straßenbeläge aus

... für die Bevölkerung da.

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12:00 Uhr

Daniel ruft Dagmar an und

erreicht sie in ihrer Mittagspause. Voller Freude teilt er ihr mit, dass die Baubewilligung für ihr Einfamilienhaus bereits erteilt wurde und sie nun das Projekt „Hausbau für die Familie“ angehen können.

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Die Baubehörden

Bevor in Österreich ein Haus gebaut werden kann, überprüft die Gemeinde, ob der Standort dem Flächenwidmungsplan entspricht und ob alle technischen und architektonischen Voraussetzungen erfüllt sind. Die eingereichten Pläne der Familie Da haben alle Voraussetzungen erfüllt und so wurde ihnen eine von jährlich rund 40.000 Baubewilligungen erteilt. Alleine in der 1.637-Seelen-Gemeinde Globasnitz in Kärnten wurden im

40.000 Baubewilligungen pro Jahr

Jahr 2012 34 Baubescheide ausgestellt – im gesamten Bundesland wurden 2.927 Bewilligungen für Privatwohnzwecke erteilt. Spitzenreiter ist hier übrigens das Bundesland Wien, wo 2011 für den Neubau von 8.783 Wohnungen grünes Licht gegeben wurde, dicht gefolgt von Oberösterreich mit 7.447 Bewilligungen und Niederösterreich mit 6.707 positiven Bescheiden.

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12:01Uhr

Dagmar freut sich sehr über die Nachricht: „Das ist ja super! Denk’ bei der Gelegenheit aber bitte auch an die Saisonkarten für das Freibad – du weißt, Dario freut sich schon wieder sehr auf’s Schwimmen und es wird Zeit für Danas ersten Schwimmkurs.“

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Die Freizeitangebote

Ob Sommer oder Winter – Freizeitspaß bei der Gemeinde

Die Gemeindebediensteten begleiten uns auch in der Freizeit. Viele Gemeinden unterhalten Schwimmbäder, Sportplätze und andere Freizeitanlagen, die von

ihren MitarbeiterInnen betrieben und in Schuss gehalten werden. So etwa die Gemeinde Garsten, die alleine im Jahr 2012 298 Saisonkarten für ihr Schwimmbad ausgestellt hat. In Innsbruck konnten im Jahr 2011 über 722.000 Bade- und Saunagäste die Freizeitangebote der Stadt genießen. Die Wiener Bäder verzeichneten im selben Jahr 4.832.341 Besuche, wobei über 1.309.000 auf Kinder entfallen sind. Wenn das Wasser dann einmal gefroren ist, laden verschiedene Eislaufplätze zum Freizeitvergnügen ein. Etwa in Kapfenberg, wo jede Wintersaison weit über 8.400 Gäste auf Schlittschuhen ihre Runden drehen oder in Wels, wo rund 28.000 Menschen zum kommunalen Eislaufplatz kommen.

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12:15 Uhr 12:15 Uhr

Mit ihrer Kollegin Diana

geht Dagmar am Marktplatz eine Kleinigkeit essen. Beide schätzen das vielfältige Angebot, das dort zur Verfügung steht. Ob Sushi, Kebab oder Schnitzel – am Marktplatz kann man jeden Tag eine kulinarische Weltreise antreten.

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Die Marktämter

... weil der Markt Kontrolle braucht.

Die Gemeindebediensteten bei den Marktämtern achten auf die Einhaltung der geltenden Lebensmittel- und Hygienevorschriften. Von Gastronomiebetrieben über Lebensmittelgeschäfte bis hin zu Krankenhäusern und Kindergärten kontrollieren sie, ob die Küchen sauber sind, welche Zutaten verarbeitet werden und ob die Preise korrekt ausgezeichnet sind. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung best-

möglicher Qualität in der Gastronomie und im Lebensmittelhandel und sie sorgen dafür, dass Dagmar und Diana ihr Mittagessen richtig genießen können. Dazu werden etwa in Wien jährlich rund 19.000 Betriebe geprüft und über 9.000 Proben genommen, die genauestens untersucht werden. Gleichzeitig werden aber auch Betriebsberatungen und verschiedene Services für BürgerInnen angeboten. Wer sich nach dem Schwammerlsuchen nicht sicher ist, ob die gefundenen Pilze auch wirklich genießbar sind, kann ebenso zum Marktamt gehen wie all jene, die Informationen zur Bekämpfung von Schädlingen benötigen. In Innsbruck wird sogar ein UV-Test für Sonnenbrillen angeboten. 25


12:15 Uhr 12:35 Uhr

Die Standesämter gegangen. Auf den Standesämtern werden aber nicht nur Ehen und eingetragene Partnerschaften geschlossen. Die StandesbeamtInnen stellen auch Staatsbürgerschaftsnachweise aus, führen Namensänderungen durch und dokumentieren Geburten sowie Sterbefälle und stellen die entsprechenden Urkunden aus. „Ja, ich will“ ...

Doro, eine langjährige Freundin von Dagmar, ruft an, um ihr zu erzählen, dass sie und ihr Freund Dominik in zwei Monaten heiraten werden.

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Auch am schönsten Tag im Leben sind die Gemeindebediensteten da, wo die Menschen sie brauchen. Jährlich werden auf österreichischen Standesämtern weit über 35.000 Ehen geschlossen – 2012 waren es exakt 38.592 Paare, die sich das Ja-Wort gegeben haben. 57 davon sind alleine im steirischen Knittelfeld den Bund der Ehe ein-

... 70.000 Mal pro Jahr.

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12:15 Uhr 13:55 Uhr

Die SeniorInnenheime

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aniel holt Dana vom Kindergarten ab und fährt mit ihr zu Opa Dagobert. Weil er nicht mehr so gut zu Fuß ist, hat sich Opa Dagobert entschieden, in ein SeniorInnenwohnheim zu übersiedeln, wo er rund um die Uhr betreut wird und ein breites Freizeit- und Gesundheitsangebot zur Verfügung hat. „Hallo meine Kleine, wie war’s im Kindergarten?“, begrüßt er seine Enkelin.

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Bei den Gemeindebediensteten in besten Händen.

Opa Da wohnt in einem der rund 870 SeniorInnenwohnheime Österreichs. Insgesamt werden dort rund 75.000 Personen von professionell ausgebildeten PflegerInnen betreut. In Graz sind die Gemeindebediensteten in zwei Pflegewohnheimen

für 300 SeniorInnen da, in Salzburg sind knapp 1.000 Personen in fünf städtischen Wohnheimen untergebracht. Neben neun städtischen Pflegeheimen bilden in Linz fünf Tageszentren, 17 sogenannte „Clubs Aktiv“ und 16 Projekte für betreubares Wohnen ein breit gefächertes Angebot für ältere Menschen. In Vorarlbergs einwohnerstärkster Gemeinde Dornbirn stehen in zwei stadteigenen Pflegeheimen 145 Betten für die Pflege von SeniorInnen zur Verfügung. Daneben bieten die Gemeinden noch viele weitere Services an – Haushaltshilfen können ebenso angefordert werden wie HauskrankenpflegerInnen oder „Essen auf Rädern“, ein Service, das von vielen Kommunen finanziell unterstützt wird.

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16:30 Uhr

Themen zum Ausleihen bereitstehen. Besonders fleißig wird auch in Wels gelesen, wo in der städtischen Bibliothek jeden Tag durchschnittlich 574 Bücher ausgeborgt werden. In Kapfenberg liest der/die durchschnittliche BibliotheksbenutzerIn jedes Jahr über sieben Bücher aus den Leihbeständen.

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aniel und Dana bleiben nach dem Besuch beim Großvater noch bei der Gemeindebibliothek stehen, wo sie ausgelesene Bücher zurückgeben und neuen Lesestoff abholen. Danach machen sie sich auf den Heimweg und bereiten schon einmal das Abendessen für die Familie vor.

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Die Gemeindebibliotheken

Futter für den ...

Zahlreiche Gemeinden in Österreich betreiben Bibliotheken, die der gesamten Bevölkerung offenstehen. So etwa die Stadt Zwettl, wo 2012 genau 13.749 Bücher ausgeliehen wurden – davon 3.940 Kinderbücher. In Neunkirchen kann in über 20.000 Medien geschmökert werden, wobei 5.100 Sachbücher zu verschiedenen

... Bücherwurm

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17:15 Uhr

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Ob Bus oder Straßenbahn ...

agmar macht sich nach einem erfolgreichen Arbeitstag mit den Öffis auf den Heimweg. Die Fahrt nutzt sie für sich: um zu lesen, kurz die Schlagzeilen zu studieren und einer Freundin ein Mail zu schreiben.

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Die öffentlichen Verkehrsmittel

Moderne Gesellschaften verlangen den Menschen höchste Mobilität ab. Doch nicht alle können sich ein Auto leisten. Und Straßen und Umwelt vertragen kaum mehr Verkehr. Umso wichtiger sind die öffentlichen Verkehrsmittel, die von Gemeindebediensteten gelenkt werden. Sie bringen die Menschen günstig und umweltschonend in

die Arbeit und sind immer da, wo sie gebraucht werden. So kann man sich in Wien auf 123 Linien rund um die Uhr durch die Stadt bewegen. In Klagenfurt sind 55 Busse unterwegs, die jedes Jahr rund 21 Millionen Fahrgäste befördern und dabei drei Millionen km zurücklegen. Die drei Linzer Straßenbahnlinien befördern jährlich über 58 Millionen Passagiere.

... mit den Öffis sicher und günstig unterwegs 33


18:03 Uhr

Das Abendessen steht schon auf dem Tisch, als Dario mit knurrendem Magen nach Hause kommt. Gemeinsam wird Papas Lasagne verdrückt, bevor die ganze Familie die neue Riesenschaukel am nahegelegenen Spielplatz ausprobieren geht.

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Die Spielplätze und Parks

Spiel, Spaß und ...

… Erholung in der Natur

Gerade die Kleinsten brauchen Orte, an denen sie sich austoben und so richtig Kind sein können. Was gibt es da besseres, als aufregend gestaltete Spielplätze und Parks. Natürlich müssen diese regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Und natürlich sind es die Gemeindebediensteten, die dafür sorgen, dass die Spielgeräte jederzeit sicher genutzt werden können,

dass das Gras gemäht und Unrat schnellstmöglich beseitigt wird. Ähnliches gilt für die Parks, die gerade in städtischen Gebieten ein unersetzbarer Erholungsraum für die Menschen sind. Dabei pflanzen die Gemeindebediensteten Blumen, halten die Gehwege in Schuss oder sorgen dafür, dass keine morschen Äste auf die ParkbesucherInnen fallen. 35


18:42 Uhr

Als ein Auto kontrolliert wird, das in der 30er-Zone direkt neben dem Spielplatz zu schnell unterwegs ist, sind beide Eltern sehr froh, dass die Gemeindepolizei ein Auge auf den Verkehr hat.

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Die Gemeindepolizei und Feuerwehren In 37 österreichischen Gemeinden gibt es eine Gemeindepolizei. Sie betreibt Verkehrserziehung für Kinder, überwacht den Verkehr, erteilt Bewilligungen in Verkehrssachen oder für Veranstaltungen. Außerdem ist sie für die Abwicklung des Fund- und Meldewesens zuständig und natürlich für die Sicherheit der BürgerInnen in ihrer Gemeinde. In ganz Österreich kann über die Rufnummer 122 die Feuerwehr alarmiert werden. Neben zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren gibt es in Wien, Graz, Linz, Innsbruck und Klagenfurt rund 2.500 hauptberufliche Brandbekämpfer. In Salzburg haben sie 2011 exakt 1.243 Brände gelöscht. Die Grazer Feuerwehr wurde im gleichen Jahr zu 6.073 Notfällen gerufen und konn-

te 585 Menschenleben retten. In Linz wurde 4.738 Mal Alarm ausgelöst. Dabei konnten Sachwerte im Wert von 14,7 Mio Euro gesichert werden. Die 52 Klagenfurter Feuerwehrleute wurden im Jahr darauf zu 2.802 Notfällen gerufen – in der Stadt genauso wie im alpinen Gelände. Ihre knapp 1.600 KollegInnen in Wien wurden 2011 in 34.065 Fällen verständigt, wobei sie 9.873 Feuer gelöscht und 5.231 Menschen und Tiere gerettet haben. Dabei können sie auf eine lange Tradition zurückblicken, gilt doch die Wiener Berufsfeuerwehr als weltweit älteste Einrichtung ihrer Art. Denn bereits im Jahr 1685 wurde in der heutigen Bundeshauptstadt eine Feuerlöschordnung erlassen, die die Anstellung von so genannten „Feuerknechten“ vorgesehen hat.

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19:30 Uhr

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s wird schon dunkel und Dagmar und Daniel wollen sich auf den Heimweg machen. „Noch nicht! Ich will noch mit meinen Freunden kicken – darf ich noch ein bisschen hierbleiben?“, versucht Dario noch eine Stunde herauszuschlagen. Kein Problem für die Eltern, da sowohl der Park als auch die Straßen gut ausgeleuchtet sind und sie sich keine Sorgen um ihren Sohn machen müssen.

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Die Straßenbeleuchtung

Die Beleuchtung von Straßen ist ein zentrales Element im Bereich Sicherheit. Wo man auch in der Nacht gut sieht und gesehen wird, passieren weniger Unfälle, die Kriminalität wird zurückgedrängt und man fühlt sich einfach wohler. Zigtausende sogenannter „Lichtpunkte“ werden in ganz Österreich von Gemeindebediensteten installiert und gewartet. Etwa in St. Pölten, wo über 367 km Straßen beleuchtet werden oder im steirischen Leoben, wo rund 3.850 Straßenlaternen die Stadt sicherer machen. Dass dabei auch aktuelle Entwicklungen nicht verschlafen werden, zeigt die niederösterreichische Gemeinde Perchtoldsdorf, wo im Lauf des Jahres 2013 die gesam-

ten öffentlichen Beleuchtungsanlagen auf höchst energieeffiziente LEDs umgestellt werden. Ein wichtiger Beitrag zu Kosteneffizienz und Umweltschutz in unserem Land.

Mit „Millionen Lichtern“ sicher durch die Nacht

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19:45 Uhr

„Home Sweet Home“ – Dag-

mar, Daniel und Dana kommen nach Hause, und weil es für die Jahreszeit untypisch kühl ist, dreht Daniel noch kurz die Gasheizung auf. Im Gegensatz zu Dagmar ist er sehr kälteempfindlich und mag es gar nicht, wenn die Temperatur in der Wohnung unter 20 Grad fällt. Glücklicherweise lässt sich das in wenigen Minuten ändern.

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Das Fernwärme- und Gasnetz In vielen österreichischen Kommunen sind die Gemeindebediensteten auch für die Versorgung der Haushalte mit Fernwärme und Erdgas zuständig. So werden im oberösterreichischen Wels rund 54.000 Menschen über ein Leitungsnetz von 288 km Länge mit Erdgas beliefert. Damit die Bevölkerung von Linz und 31 Umlandgemeinden ... werden die Gasleitungen ständig kontrolliert.

Damit sicher gekocht und geheizt werden kann ...

heizen kann, wurde ein 1.556 km langes Gasleitungsnetz errichtet. In Wien werden über 533.110 Anlagen mit über 670.000 Gaszählern aus einem Verteilernetz mit rund 3.490 km Länge gespeist. 41


21:37 Uhr D

ie Kinder sind im Bett, Dagmar und Daniel lassen den Tag Revue passieren. Beide sind sehr glücklich, dass dem Bau ihres Hauses nun nichts mehr im Weg steht. Sie malen sich aus, wie es sein wird, wenn alle vier im familiären Eigenheim leben werden. Daniel beginnt gleich davon zu träumen, wie er und Dario gemeinsam Bäume pflanzen, Tomaten ziehen und die Damen des Hauses mit selbst gepflanzten Blumen überraschen. Nichts wäre ihm lieber, als wenn Dario sich für einen entsprechenden Beruf entscheidet – den grünen Daumen hätte er ja. Und er könnte doch bei der Gemeinde eine Lehre zum Landschaftsgärtner machen.

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Die Lehrlingsausbildung Etliche österreichische Gemeinden bilden auch Lehrlinge aus. Von „A“ wie „Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent“ bis „Z“ wie „Zahntechniker“ sind es mehrere Dutzend Berufe, die bei verschiedenen Gemeinden erlernt werden können. Gerade in Zeiten steigender Jugendarbeitslosigkeit stellt dies einen zentralen Beitrag zur

Investieren in die Zukunft – im Krankenhaus Hietzing ...

... und bei der Wien Energie

Ausbildung junger Menschen dar. Die Gemeindebediensteten machen sich deshalb auch für die Ausweitung der Lehrstellenangebote in den 2.354 Gemeinden Österreichs stark. Dies wäre eine Investition in die Zukunft der österreichischen Jugend und gleichzeitig würde damit das breite Leistungsangebot der Gemeinden abgesichert werden. 43


22:06 Uhr 22:06 Uhr

Die Gemeindebediensteten Wie diese Berufe in Action aussehen, erfahren Sie auf www.wirsindda.at und auf www.facebook.com/wirsindda.at.

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ährend Dagmar die Nachrichten sieht, surft Daniel noch ein bisschen im Internet. Dabei stolpert er über www.wirsindda.at, die Webseite der österreichischen Gemeindebediensteten. „Diesen Link werde ich auf jeden Fall an Dario schicken. Da kann er sich schon mal ein Bild von den Gemeindebediensteten machen und sich informieren, welche Jobs sie für die Bevölkerung erledigen. Vielleicht wäre ja auch Bergputzer in Salzburg ein interessanter Beruf für ihn.“

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Am Berg und ...

Neben den sogenannten Salzburger „Bergputzern“ sind die Gemeindebediensteten noch in unzähligen anderen Berufen tätig, über die man leider viel zu selten etwas hört. Als KöchInnen, TischlerInnen, 3D-LuftbildauswerterInnen, Reinigungskräfte, MechanikerInnen und vieles mehr.

... in der Küche – wir sind da, wo Sie uns brauchen.

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22:06 Uhr 22:16 Uhr

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urz danach gehen beide ins Bett – mit der Gewissheit, dass sie morgen ohne Probleme den Wasserhahn aufdrehen und in einen öffentlichen Bus steigen können, der sie sicher und zuverlässig in die Arbeit bringt. Morgen wird wieder ein schöner Tag!

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Die Gemeindebediensteten wir sind da, wo Sie uns brauchen.

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich: Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), A-1090 Wien, Maria-Theresienstraße 11 Kontakt: Telefon 01/313 16/83 00, Fax: 01/313 16/99/ 836 00, info@gdg-kmsfb.at, www.gdg-kmsfb.at Bildnachweis: S. 9 GdG-KMSfB, S. 11 Renée del Missier, Shutterstock, S. 13 GdG-KMSfB, S. 15 Kindergarten Pappenheimgasse, S. 17 Ingo Pertramer, S. 19 GdG-KMSfB, S. 21 Shutterstock, S. 23 Shutterstock, S. 25 GdG-KMSfB, S. 27 Renée del Missier, Shutterstock, S. 29 Renée del Missier, S. 31 GdG-KMSfB, Shutterstock, S. 33, Ingo Pertramer, Shutterstock, S. 35 Shutterstock, S. 39 Shutterstock, S. 41 GdG-KMSfB, Shutterstock, S. 43 Renée del Missier, Stefan Ebner, S. 45 Renée del Missier Art-Direction: Kerstin Heymach, Illustration: Bernd Ertl

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www.wirsindda.at


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