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COME AWAY WITH US the travel issue

N r. 23 Autumn 2013 23

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Ă–sterreich 6,00 EUR Deutschland 7,00 EUR Schweiz 11.90 CHF

TALI LENNOX

phed by Photogra eynolds Serena R


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33° S 151° E

Die die ob man t, k: is e Frag ne „Pun e g de gegan n Yorker E w u e z N st ung im im Augu ll rumte ss u -A Drumhe Couture“ massiver t n kann, m e h Chaos to sa c a useum rtlich m o M tw sich n n ta ra li e rawallo in dafür v Metropo ch den K wirklich Ohli g tz ie n d u lö p tt n a ta n r Cuffs a eserinne berichters E -L r e al, e u b g e o V jetzt li hon einm st brave tt Perlen hetten sc a sc st rsidass selb n e h a c V si rm n h d se O ktuelle haben un gab’s die wie die a rn rer. t e to m 0 entdeckt S 8 9 im n 1 tr a von Ry bling ge s g n. In den ff n e u li k C n c B e f ie u st ren piel d stralische ht so a zum Beis e des au ie rdings nic id e w e ll , ig a m n ll h e ö ls n v sc a o dam allge pt – nen Krist lich gehy m ie tt, z e e h d c Die schö n era ate Bla werden g no mit C o n. is e n d u n Designers ir fi Co. wie w zu Recht, Bubble & h e rc si u u d S , t, ichie gehab Nicole R as Glück d h t ig h H ic n r rer n seine a n ri Hätte Sto re h e Yang agierte L d William eine eng werle un P ie der n in in h er noc n wie M tlich imm Fotografe u d n id rm u e D r v rt le rde do f Künst e er heute d und wü school au n a rden, säß t, sl e h n w e ic e u n z m rth Qu üssten aufmerksa a von No nd wir w en Pamp malen. U h e sc b li s Monaten ra re n e e st au nächst chlimm n S e r d e d in o s s n n. Eine geridoo n wir u aren solle e Pretiose sp h b a lc e d w n r fü Mu ) nic vom ation. (ch den Ginto -Win-Situ in W e h c klassis

S A W L L VO N E R H O E I D AUF


on air

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1 Monki 2 Otis Batterbee 3 Thomas Sabo 4 Aesop 5 Nike 6 Joop 7 H&M 8 Kiehl’s 9 Freitag 10 Susanne Kaufmann 11 Hublot 12 Molami 13 & Other Stories


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Der unschlagbare Vorteil an einem Job wie dem von Fotografin Marie Zucker ist, dass man nicht nur berufsbedingt viel reisen muss, sondern dabei auch noch geniale, interessante, verrückte und gleichgesinnt-kreative Menschen kennenlernt. Für die Präsentation von „Fairground“, einem von der japanischen Stylistin Nao Koyabu kuratierten Bildband, in dem sich auch Werke von Marie finden, machte sie sich zusammen mit der ebenfalls im Buch vertretenen Fotografenfreundin Eleanor Hardwick auf den Weg nach Tokyo. Auf ihrer anschließenden zwölftägigen Reise durch Japan hielt Marie für uns die schönsten Momente und Eindrücke fest, von Glyzinien-behangenen Hügeln, traditionellem Essen bis zum Tanz einer Geisha. Zurück in Tokyo führte sie noch ein Interview mit Schauspielerin und Miu Miu Model Rina Ohta, das gleich im Anschluss an die Fotostrecke zu finden ist.


fotografie und text Marie Zucker

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„Auf einer Bootsfahrt in Richtung Asakusa fanden wir einen Schrein in einem versteckten kleinen Garten.“ „Die Großmutter meiner Freundin Tenko Nakajima lud uns in Koenji zum traditionellen Essen Sukiyaki: Aus einem brodelnden Topf fischt man sich Gemüse und Tofu und taucht beides in roh verquirlte Eier.“


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„Mein Streifzug durch den Gion-Stadtteil Kyotos war sehr beeindruckend. Ich fand ein süßes kleines Café namens Rokka. Dort zauberte man mir einen köstlichen Bananen-Milchshake im Jumboformat.“ „In Kyoto staunte ich über den anmutigen Tanz einer Geisha.“


„Am sogennanten Philosophenweg begegnete ich einer einsamen Künstlerin. Sie saß an einer schattigen Stelle am Wegrand und verkaufte ihre handgemalten Aquarelle.“


Model Rina Ohta Fotografie Marie Zucker Produktion Masamichi Hayashi Styling Nao Koyabu Haare und Make-up Jun Hayatsu Fotografie Assistenz Cora Hammelrath Styling Assistenz Chisako Iwanari

Oberteil Sister Tokyo Sonnenbrille Karen Walker Diptrics inc. Japan Kopfschmuck Stylist’s own


INTERVIEW Marie Zucker

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TOKYOHTA „I am afraid that I’ll become narrow minded if I just stay in one place,“ meint die erfolgreiche japanische Schauspielerin Rina Ohta, die auch eine beachtliche Karriere als Model vorzuweisen hat. Im Herzen ist das ehemalige Miu Miu Kampagnen-Gesicht Nomadin, auch wenn sie im Moment in Tokyo ansässig ist. Das junge Multitalent gewährte der Fotografin Marie Zucker einen persönlichen Einblick in ihr Leben und sprach mit ihr über ihre russischen Wurzeln, blaue Flecken und das, was sie an Tokyo liebt.


Kleid Charles Anastase Diptrics inc. Japan

„At an early stage, I learned that my common sense isn’t necessarily common for others.”


Strumpfhose Falke


Fotografie Daliah Spiegel Produktion Kira Stachowitsch


Armreif Marc by Marc Jacobs via Mytheresa.com


Clutch Mulberry


Tuch Diesel Clutch Emporio Armani


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MITTELMEER TRIFFT AFRIKA Die Modewoche lockte uns, das wunderschöne Land zog uns in seinen Bann: Die diesjährige, erst zweite Edition der Tunis Fashion Week bot auch Gelegenheit, die schönsten Plätze in und um Tunis zu erkunden.


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fotografie Daliah Spiegel Text Kira Stachowitsch

Der Garten des im Ennejma Ezzahra Palast beheimateten Center for Arab and Mediterranean Music war mit seiner in einen pittoresken Hang eingelassenen Terrasse die wohl schönste Runwaylocation. Palmen, Kakteenwälder und halb verwilderte Klippen mit Blick über das unendlich türkise Meer boten eine Kulisse, die der Mode beinahe die Show stahl.


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Tunis ist Medina. Die Medina, das großflächige

Marktgelände zieht sich über weite Strecken des Stadtinneren – ein verwinkeltes System überdachter Gänge, Stand neben Stand, Fische, Süßigkeiten, Teppiche, kostbare Antiquitäten, billiger Plastikschmuck, plüschige Hochzeitsausstattung, Gewürze: Fast formen die nach Themen gruppierten Stände eigene Bezirke in dieser geheimnisvoll bis lärmend hektischen Parallelwelt. Wer sich im Vorhinein ein wenig informiert, weiß, hinter welchem der schönen und meist nicht beschrifteten Tore sich die prunkvollen Restaurants verstecken. Hier gibt es die besten Couscous-Gerichte oder Brique à L’œuf, eine mit weichem Ei gefüllte frittierte BlätterteigSpezialität.


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New York, Paris und Mailand haben Anna Wintour, Anna Dello Russo und Suzy Menkes – hier in Tunis wird die First Row noch von der ein oder anderen Millionärsgattin besiedelt. Das tunesische Equivalent des FashionIt-Girls? Miss Tunesia.


Fotografie Attila Hartwig Produktion & Styling Andres Damm & Thorsten Osterberger


Beautycase Louis Vuitton Puder und Lidschattenpalette Scarabeo Venomous green Swatches Giorgio Armani Augenserum Supremya Yeux La Nuit Sisley Mascara Babydoll Volume Effet No 2 Yves Saint Laurent Toning Body Oil Slimming and Firming L. Raphael Feuchtigkeitscreme Parsley Seed Aesop Lippenstift Vanilla Suede Tom Ford


Eau de Parfum Calligraphy Rose Aramis Eau de Toilette D’Energie Biotherm Duschgel Fortune Oil Sweet Orange & Cedar Wood Rituals Tagescreme Advanced Super Restoring Cream Tri-Dynamic Lift Shiseido Eau de Parfum La Petite Robe Noire Guerlain Eau de Parfum Cheerfully Pink Tommy Hilfiger Eau de Cologne Eau de Mandarine Ambrée Hermès Eau de Parfum Treffpunkt 8 Uhr J.F. Schwarzlose Berlin Tagescreme Immortelle Biologique Divine Cream L’Occitane En Provence Nagellack No 24 Black Sugar Tom Ford Eau de Cologne Mandarine & Cardamom Acqua Colonia No 4711


72 fotografie Daliah Spiegel text Kira Stachowitsch

DREAM FLOAT Wenn Luxus nicht mehr weiß, wie er sich nach oben bewegen soll, bewegt er sich eben auf See.

Kapitän Friedrich Jan Akkermann steht auf der Brücke der MS Europa 2 und lächelt verständnisvoll. Dass seine Besucher hier gerne aufgeregt jedes der vielen Mess- und Navigationsgeräte fotografieren und andächtig über sein Steuerrad streichen, kennt er natürlich. Wir stehen im Hafen von Palma de Mallorca, um sechs Uhr Abends wird sich das erst vor wenigen Monaten aus der Taufe gehobene schwimmende Luxushotel langsam aus dem Hafen schieben um seine nächste Station in Valencia anzusteuern. Wir treffen Akkermann später oben am Sonnendeck und er posiert für ein Portrait. Hier fegt der Wind abends entschlossen über die oberen

Decks, fegt selbst die sonnenhungrigsten Gäste aus den thronartigen Liegebetten, den weiträumig verteilten gemütlichen Lesekojen, aus dem Außen-Whirlpool mit unbegrenztem Blick auf den Ozean vor uns. Nur gut, dass der abendliche Wind daran erinnert, der eigenen Suite mit Terrasse vor dem Abendessen wieder einen Besuch abzustatten. Hier lässt sich noch ein Bad nehmen, ein wenig im großen Bett oder der Sitzecke ausruhen oder auf der zu jeder Suite gehörenden eigenen Terrasse – kleinere Zimmer oder Innenkabinen gibt es auf der MS Europa 2 erst gar nicht – dem tiefblauen Meer beim Vorbeirauschen zusehen. Eine in den ersten Stunden zugegeben ungewohnte Kulisse – kein fixer Punkt bietet sich dem Auge beim Blick aus dem Fenster: Raumschiff-Gefühl, vor einem unendlichen Weiten. Wem diese Luxussuite, die „einfachste“ auf der MS Europa 2 buchbare Zimmerkategorie noch


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vielen Bars noch einmal Gelegenheit mit einem Cocktail in Händen die Spiegelung des Mondes über das nachtblaue Meer gleiten zu sehen.

nicht genug Annehmlichkeiten bietet, dem stehen von der Spa-Suite bis zur Owner’s Suite mit Butlerservice alle Optionen offen. Vorausgesetzt er oder sie verfügt über die Kleinigkeit von einigen tausend Euro pro Nacht für eine der beiden 114 Quadratmeter großen Suiten mit eigenem Meerblick-Whirlpool. Gespeist wird in einem der sechs Restaurants, die von Sushi auf höchstem Niveau bis zu feinster französischer Küche alles bieten, was die Herzen der anspruchsvollen Gäste höher schlagen lässt. Spät abends, vielleicht nach einer der Vorstellungen im eigenen Bordtheater, bieten die

Bei Annehmlichkeiten von Fitnesscenter samt Kursen bis zur Kinder-Tagesbetreuung ist man fast versucht, den ein oder anderen Landgang zu „versäumen“. Wäre aber natürlich Frevel, die Highlights entlang der diversen Routen quer über den Globus zu verpassen: von Malta bis Istanbul, von New York bis Miami oder wie im Fall unserer kleinen Schnupperreise von Palma de Mallorca bis Barcelona. Galerie, Kino, Bibliothek, Spa, Kochschule, Golfsimulator... Das Entertainment-Angebot der MS Europa 2 scheint unendlich und das, obwohl ein Platz auf einer der großen gemütlichen Sonnenliegen mit Blick auf das weite Meer für die ultimative Glückseligkeit fast schon ausreichen würde.


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Modernste Technik trifft auf Kreuzfahrt-Glamour – mit den allgemeinen Vorstellungen von „Kreuzfahrt“ hat das außergewöhnliche Erlebnis einer Reise auf der MS Europa 2 kaum etwas gemein.


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Als wäre diese Aussicht nicht genug, reicht man in den Spitzenlokalen an Bord auch noch feinste Menüs internationaler Topköche.


Model AmĂŠlie / Dominique Models Fotografie Felix Baumsteiger Produktion & Styling Elspeth Jenkins Styling Assistenz Catherine Kosters Make-up & Haare Katleen De Mulder for M.A.C.

royal revolution


79 Text und Interview Kristina Kirova

Als die Modeklasse der Royal Academy in Antwerpen diesen Juni zu ihrer legendären jährlichen Abschlussshow lud, war material girl dank Reisefieber natürlich vor Ort dabei, um die fast vierstündige MarathonWerkschau der Superlative zu sehen. Unsere Auswahl der tollsten Talente haben wir an den schönsten Locations der Stadt geshootet: Im 200 Jahre alten botanische Garten Antwerpens sowie dem „Paleis op de Meir“ – einem Mitte des 18. Jahrhunderts erbauten Palast im Stadtzentrum, der einst sogar von Napoleon Bonaparte bewohnt wurde.

Minju Kim Es sieht ein bisschen nach Jackie O im Manga-Stil aus: Röcke und Kopfschmuck aus handgedrehten Gummischleifen in Candy-Nuancen, Ballonschnitte aus Bast, Damast und Tweed. Ein bisschen „Where the Wild things are“-Craziness steckt in den aufwendigen Drachenkopf-Reiterhüten und der bunten Plateau Footwear – Minju Kim’s Comic Background ist nicht zu verleugnen. Mit der „Be Cover“-Serie bringt die junge H&M Design-Award Gewinnerin aus Korea Liebe zum Detail und farbenfroh-voluminöse Avantgarde in die Modewelt. Kein Wunder, dass H&M-Chefdesignerin Ann-Sofie Johansson ihr Fan ist – wir sind es auch.


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Lise Eerens „My collection is about revolution.“ Lise Eerens reflektiert die Emanzipation der Frauen im Nahen Osten. In ihrer Abschlusskollektion „Rhinestone Cowboy“ bricht die 23-Jährige Belgierin mit Kultur- und GenderStereotypen und präsentiert eine strassbesetzte Kombo aus Orient und Wild West. Ihre Mannequins verströmen eine kämpferische Aura à la Jean D’Arc: Knöchellange hochgeschlossene Kleider, Kristall. schlieren auf kontrastreichen Materialien wie Samt und Wolle, Mäntel mit Halbkragen, hüftlange Kopftücher und Tellerhüte mit jugendstilgroßen Hutkrempen im Cowboystil.


Model Tali Lennox / Supreme Fotografie Serena Reynolds Styling Jaclyn Bethany Make-up Caroline Baribeau Haare Cassie Harwood Styling Assistenz Ariona Adams Produktionsassistenz Jason Hood


Kleid Dries van Noten Halskette Shorouk Koffer Vintage


Kleid Erdem Ohrringe Tom Binns


Kost端m Louis Vuitton


Mantel Miu Miu Oberteil und Hose Moschino Sonnenbrille Illesteva Schuhe Charlotte Olympia Koffer Vintage


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material girl ISSUE 23 _ Autumn 2013  

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