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Masterrind

Heft 18

M A G A Z IN F Ăœ R Z U C H T, B E S A M U N G & V E R M A R K T U N G

m Zuchtwertschätzung Holsteins m Betriebsreportagen m 64. Tarmstedter Ausstellung m Niedersachsen-Cup

S e p te mb e r 2 012


MASTERRIND

Hofschilder

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Details

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EDITORIAL

Liebe Leser, eigentlich können wir ganz zufrieden sein, denn Dank Fußball-EM sowie olympischer Spiele in London hat die Landwirtschaft das Sommerloch ohne große Skandale und emotionale Schmutzkampagnen überstanden. Oder kann es sein, dass die trendgetriebenen Diskussionen vergangener Tage in Medien und Politik um und über gesellschaftlich akzeptierte Formen der Landwirtschaft schon dazu geführt haben, dass neuerdings das Thema Tierproduktion sachlicher betrachtet wird? Wahrscheinlich nicht! Die Wahlen im kommenden Jahr schicken ihre Boten voraus. Die ersten Ankündigungen politischer Interessengruppen wurden schon veröffentlicht. Da wundert es uns nicht, dass alle Parteien versuchen werden, über „fishing for compliments“ Wählerpunkte mit den emotionalen Trendthemen – nachhaltige Landwirtschaft, gesunde Nahrungsmittel, Massentierhaltung und Tierwohl – gut zu machen. Dennoch, die kritische öffentliche Diskussion hat auch eine positive Wirkung. Nie zuvor hat sich die Wissenschaft so intensiv mit diesen Themen auseinandergesetzt wie es aktuell geschieht. Das ist natürlich auch eine Chance, um mehr Sachlichkeit und wirtschaftliche Perspektive in die Diskussionen um die zukünftige Tierproduktion zu bringen. Wenn man im Rinderbereich aktuell auf die Erzeugerpreise für Milch und insbesondere für Rindfleisch schaut und den Prognosen Glauben schenkt, ist die Situation eigentlich gar nicht so schlecht. Aber was wäre Landwirtschaft ohne Meckerei? Denn die Kosten laufen der Tierproduktion aktuell davon. Energie- und Eiweißfutter sowie Treibstoffe sind teuer wie nie zuvor. Die Flächenkonkurrenz durch die Regelungen des EEG nimmt weiter zu und erschwert die Perspektive auch langfristig für die Tierhalter. Eigentlich reicht das schon, um das Stimmungsbarometer sinken zu lassen. Gerade daher lohnt es sich, auch Positives zu vermelden, denn es gibt Berufskollegen, die gerade jetzt Entwicklungschancen nutzen. Die Rinderproduktion Neusorge e.G. in Ostsachsen (S. 32) sowie die Mindelmilch GbR im Allgäu (S. 34) sind nur zwei Beispiele, die für sich eine ganz eigene Perspektive entwickelt haben. „Genomics“ hat sich etabliert. Die anfängliche Skepsis gegenüber den genomischen Bullen ist deutlich gesunken, und die Züchter haben die damit verbundenen Chancen anerkannt. Der Einsatz der genomischen Bullen liegt jetzt schon bei mehr als 40 % und wird weiter steigen. Es zeigt sich, dass das genetische Potenzial auch im Sinne der Wirtschaftlichkeit, der Nachhaltigkeit und des Tierwohls in den Rinderbetrieben konsequent genutzt wird. Mit der Koordination eines gemeinsamen Zuchtprogramms nutzen die NOG-Partner seit Juli 2012 die züchterischen und biotechnischen Möglichkeiten, um die Bullenauswahl noch effizienter zu gestalten (S. 17). Dieser gemeinsame Pool wird dafür sorgen, dass unseren Rinderhaltern langfristig ein erstklassiges Angebot mit Genetik außergewöhnlicher Qualität zur Verfügung steht. Das neue Bullenangebot der MASTERRIND für die kommende Saison ist dafür beispielhaft in Qualität und Variabilität (S.6). Paradox ist die Situation im Rindermarkt. Während auf der einen Seite das Angebot abgekalbter Färsen oder Jungkühe viel zu knapp ist, sorgt der sogenannte Schmallenbergvirus (SBV) noch immer für Behinderungen im Tierhandel mit den Regionen außerhalb der EU. Zahlreiche Länder sind noch immer geschlossen. Dadurch konnten deutlich weniger Zuchtrinder ins Ausland geliefert werden. Nachfrage ist in vielen Staaten vorhanden (S. 41), leider bewegen sich die verantwortlichen Verwaltungen in den Gesprächen sehr schwer. Hier dürfte auch die EU-Administration etwas dynamischer und flexibler auftreten. Da sehen wir es wieder – schon geht es los mit der ewigen Meckerei, denn Schuld haben sowieso die Anderen. Daher versuchen wir es besser zu machen, nutzen die eigenen Stärken und suchen gemeinsam nach neuen Chancen! Titel: Ausflug ins Grüne Foto: Rainer Schuhmann

Ihr Ralf Strassemeyer 3


INHALT

Inhalt September 3

Editorial

Fleischrinder 43

Züchterfahrt nach Luxemburg

Zucht / Besamung

44

Landesschau in Tarmstedt

6

Zuchtwertschätzung

50

Jungzüchter unterwegs

16

Neue Zuchtwerte für Kalbeeigenschaften

17

Jotan-Töchter in den Niederlanden

17

NOG-Partner intensivieren Zusammenarbeit

Jungzüchter

18

Holsteinschauen auf der Tarmstedter Ausstellung

51

Gebietsentscheid Tierbeurteilung

24

DHV-Elite-Auktion im November

52

1. Niedersachsen-Cup in Tarmstedt

25

40. Schau der Besten 2013

56

Die Kinderseite

26 100.000-Liter-Kühe 27 Exzellentkühe

Intern Management

57

28

Heatime

58 Züchtertreffen

29

Mineralien und Spurenelemente

59

30

Lebendhefen – Kleine Helfer für den Pansen

32

Betriebsreportage: Rinderproduktion Neusorge e.G.

34

Betriebsreportage: Mindelmilch GbR in Hausen

Persönliches

36

Betriebsreportage: Milchtransport mit der Pipeline

60

Betriebsschau und Hoffest Weidegut Colmnitz

Sommerfahrt der Besamungsvereine im Heidekreis

Ehrungen und Nachrufe

Vermarktung 40

Abendauktion in Bremervörde

Kurzinfos

41

Holstein

42

61

Neue Meldungen

Fleischrinder

63

Termine

6 Zuchtwertschätzung

4

18 Tarmstedter Ausstellung

32 Betriebsreportagen

52 1. Niedersachsen-Cup


MASTERRIND - HERBSTAKTION 1. September bis 31. Oktober 2012

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Zucht & Besamung

Zuchtwertschätzung Holsteins August 2012

Interessante Neueinsteiger vervollstä Die aktuelle Zuchtwertschätzung war für die MASTERRIND erfolgreich. Neben bekannten Namen wie Beagle, Gloy, Goldberg, Jobess, Jango, Schaffner, Twinkle, Mergim, Acme RF, Jotan und Lusion gibt es eine Gruppe von neuen, töchtergeprüften Bullen, die das Angebot der MASTERRIND aufwerten bzw. ­attraktiver machen. Diese neuen Vereber bereichern das MASTERRIND-Angebot auch mit neuen Bullenvätern oder Bullenvätern die bisher noch nicht so umfangreich vertreten waren (z. B. Binky, Bolton, Billion, Encino und Fortune). Gleichzeitig wird mit diesen neuen Bullen auch das Angebot an leistungsstarken Vererbern erweitert. Mit Magorian besitzt die MASTERRIND die aktuelle Nummer 2 der deutschen Topliste. Er hat zwar deutlich positive Werte für Leistung, Nutzungsdauer, Eutergesundheit und Kalbigkeit zu bieten, wird aber aufgrund seines unterdurchschnittlichen Euterzuchtwertes im Einsatz eher begrenzt bleiben bzw. eine individuelle Anpaarung erfordern. Wichtiger ist dagegen der Hinweis auf neue Vererber, wie die Encino-Söhne Escart und

Emidio, die Bolton-Söhne Björk und Bowers, den Binky-Sohn Bisior, den Fortune-Sohn Flavour oder den Buckeye-Sohn Boswell.

Escart und Emidio – die neuen Söhne von Encino Escart gehört zu den höchsten Encino-Söhnen der deutschen Topliste. Er geht über seine Mutter, die Laudan-Tochter Anderstrup Laudan Cofi, auf die populäre Zuchtkuh Chemello Jocko Benge zurück. Diese Kuhfamilie hat in den letzten Jahren verstärkt für Aufmerksamkeit gesorgt. Einen großen Anteil daran hatten die reichlich aus dieser Familie hervorgegangenen und mit guten Zuchtwerten versehenen Vererber. Beispiele dafür sind u. a. Zarik, Leko, Selvino und BG E.T. Ein jünge-

Escart produziert profitable Kühe, Escart-Tochter Eleonora

6

Bowers, erfolgreiche Kuhfamilie und Leistung, Bowers-Tochter Shadow

res Produkt dieser Familie ist z. B. der Billion-Sohn Blomdahl. Chemello Jocko Benge wurde zweimal für den von der Zeitschrift Holstein International initiierten Wettbewerb „Global

Cow of the Year“ nominiert. Escart vererbt mittelrahmige Töchter mit genügend Stärke und eher ebenen Becken. Seine Töchter sind funktionale Kühe, die auch in größeren Laufställen

Emidio bietet eine etwas andere Väterfolge, Emidio-Tochter Emili


ndigen das MASTERRIND-Angebot

gut klarkommen und denen man den Willen zur Milchproduktion ansieht. Die sehr guten Fundamente zeigen eine flache Knochenqualität, hohe Trachten und eine parallele Hinterbein-

stellung. Dies ermöglicht den Escart-Töchtern eine ausgezeichnete Mobilität. Die fest aufgehängten Euter besitzen eine nahezu perfekte Strichplatzierung und ein festes Zentralband. Bei den durchweg guten Fitnessmerkmalen fällt speziell das Merkmal Kalbigkeit positiv auf, das ihn als sehr leichtkalbig kennzeichnet. Emidio besitzt den besten Exte­ rieur­zuchtwert aller Encino-Söhne in den Top 100 nach RZG. Sowohl bei Fett als auch bei Eiweiß kann er auf positive Inhaltsstoffe verweisen. In seinem Pedigree vereint er mit Encino x Manager x V Brando x Lukas eine alternative Väterlinie, die einen breiten Einsatz ermöglicht. Emidios Mutter, die exzellent eingestufte Manager-Tochter Risbak Manager Joeline EX-93, war Reservesiegerin der dänischen Agromek-Schau im Jahre 2009. Emidio-Töchter sind über dem mittleren Rahmen stehende, milchtypische Kühe die über genügend Körpertiefe verfügen. Die tendenziell ebeneren Becken verfügen über reichlich Breite. Die guten Fundamente sind durchgehend optimal gewinkelt,

Björk, der leistungsstarke Newcomer, Björk-Tochter Bea

parallel gestellt und ermöglichen eine gute Mobilität. EmidioTöchter beeindrucken mit fest aufgehängten Eutern, die mit hohen und breiten Hintereutern und einem festen Zentralband ausgestattet sind. Abgerundet wird das Bild von Emidio durch positive Werte für Nutzungsdauer, Eutergesundheit, Töchterfruchtbarkeit und Kalbigkeit.

Björk, Bowers, Bisior – leistungsstarke neue Söhne Boltons & Binkys Björk ist nach NOG Bero der zweithöchste Bolton-Sohn der deutschen Topliste. Er wurde bereits mit genomischem Zuchtwert intensiv genutzt. Der Leistung satt bietende Björk stammt aus der bekannten niederländischen Marilyn-Familie von Barnkamper Holsteins, die mehrere Bullen hervorgebracht hat. Beispiele sind De Crop Bingo, Support oder D Sammy. Viele weibliche Familienmitglieder stehen als Bullenmütter unter Vertrag. Björk-Töchter sind größere Kühe die reichlich Stärke und Körpertiefe besitzen. Die Beckenstruktur ist optimal. Die korrekten Fundamente haben

ihre Stärke in der Knochenqualität und im Klauenwinkel. Die Euter sind vorn und hinten gut aufgehängt und besitzen eine optimale Strichplatzierung. Aus einer der derzeit international gefragtesten Kuhfamilien, der von von Whittier-Farms Leadman Mae EX-95, kommt mit Bowers ein weiterer leistungsstarker Bolton-Sohn. Seine mütterliche Halbschwester, Wabash-Way Emilyann VG-88, war die Nr. 1 GTPI-Kuh in den USA. Crockett-Acres Elita VG-87 (V. O-Man), die Mutter von Bowers, rangiert noch immer weit vorn in der genomischen Topliste der USA. Seine Großmutter ist Crockett-Acres Mtoto Elly, die u. a. die O-Man-Söhne Otto und Eight geliefert hat. Bowers kombiniert sehr viel Milch und Eiweiß mit guter Exterieurvererbung. Die großen Bowers-Töchter besitzen eine starke und tiefe Vorhand sowie leicht geneigte, breitere Becken. Die flachen Euter sind gut aufgehängt, mit einem hohen und breiten Hintereuter und tendenziell längeren Strichen versehen. Bowers-Töchter bewegen sich auf optimal gewinkelten Beinen mit hohen Trachten. Ergänzt

Bisior bietet nicht nur ein alternatives Pedigree und Fett, Bisior-Tochter Bellalina

7


Zucht & Besamung

wird das Angebot an Bolton-Söhnen vom bereits sich im Einsatz befindlichen Broderick, dem Vollbruder des bekannten italienischen Vererbers Mascalese. Eine sehr hohe Leistungsvererbung bietet auch Bisior, der beste deutsche Binky-Sohn. Er hat mit Binky x Titanic x Encore x Mateo ein etwas anderes Pedigree und geht auf Marielle, die

attraktivste Tochter aus dem Ersteinsatz des vor allem in Sachsen stark genutzten RC Matt-Sohnes Mateo zurück. Die Kombination aus Binkys hoher Fettvererbung und der enormen Fettleistung seiner Mutter, der Titanic-Tochter BH Marie EX-90, machen ihn zu einem führenden Fettverbesserer im vorderen Bereich der deutschen Topliste.

Neu: Flavour & Scadoo – die höchsten Söhne von Fortune und Sharky

Bisior-Töchter sind große, milchtypische Kühe mit reichlich Körpertiefe und geneigten, breiten Becken. Die etwas gewinkelten Beine zeigen eine exzellente Knochenqualität. Die guten Euter sind speziell hinten fest aufgehängt und verfügen über ein starkes Zentralband. Auffällig ist seine extreme Leichtkalbigkeit.

Der beste Sohn des DurhamSohnes Fortune in der deutschen Topliste ist Flavour. Über seine Mutter, Southland Oman Dellia 95 VG-89, geht er auf die bekannte Dellia-Familie von Southland zurück. Beispiele für

Top 20 nach RZG und ausgewählte Vererber Schwarzbunt – töchtergeprüft Rang Bulle

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

8

HB-Nr.

Geb.Jahr Vater

 Muttersvater

Besitzer Si.

M kg

MILCHLEISTUNG EXTERIEUR TEILZUCHTWERTE F % F kg E % E kg Mtyp Körp. Fund. Euter RZM RZS RZE RZN RZR RZD RZG

Snowman Magorian Guarini Mavid Omega Malix Bandini Mascol Omagic NOG Mato NOG Bero Björk Gibor Omatido Goldfire Maracas Mainau Coucou Showtime Sesterz

634400 832144 811141 674596 802670 505916 811215 840515 674301 490734 490777 832250 667908 673730 674659 831738 831688 822269 804016 567451

05 07 06 06 04 06 07 00 06 07 07 08 97 05 06 04 04 07 05 06

O-Man Mascol Goldwin Mascol O-Man Mascol Billion 3 Mtoto O-Man Mascol Bolton Bolton Gibbon O-Man Goldwin O-Man O-Man Bolton Shottle Shottle

BW Marshall O-Man O-Man Eminenz Manat O-Man Morty Rudolph Lambada Laudan Best O-Man Sunnyboy Aaron O-Man Convincer BW Marshall O-Man Brett Adam II

GOEP MAR RBB WEU RMV WEU RBB LTR RUW RMV RBB MAR RUW RUW RUW MAR MAR RSA RMV RMV

99 91 96 97 96 95 91 99 94 90 89 85 99 94 95 95 95 91 94 95

+2800 +1869 +1140 +931 +1002 +1129 +1853 +924 +1805 +990 +1973 +2112 +1415 +1027 +1161 +2098 +1908 +1773 +1930 +1824

-0,27 +0,02 -0,05 +0,25 +0,32 +0,14 -0,30 +0,16 -0,03 -0,07 -0,13 -0,14 -0,28 -0,11 -0,02 -0,31 -0,41 -0,03 -0,13 -0,26

+83 +79 +42 +63 +73 +60 +43 +54 +71 +34 +66 +71 +29 +31 +45 +51 +34 +69 +65 +46

-0,16 +0,17 +0,19 +0,35 +0,24 +0,20 -0,04 +0,18 -0,02 +0,16 +0,02 -0,08 -0,04 +0,23 +0,11 -0,10 -0,09 -0,03 -0,12 -0,10

+76 +82 +58 +66 +58 +59 +58 +49 +59 +49 +69 +62 +44 +58 +51 +60 +55 +57 +52 +51

110 98 108 95 83 90 89 102 82 110 109 105 84 87 99 82 96 99 103 106

125 109 119 95 99 106 104 98 91 103 112 126 84 106 118 88 100 115 125 122

123 118 108 125 108 118 123 117 114 127 124 106 122 122 102 112 118 96 113 102

118 85 129 99 96 98 103 102 93 106 117 113 106 114 118 102 94 130 120 113

146 149 131 139 136 134 130 128 135 125 140 136 120 130 127 132 127 133 129 127

123 114 129 115 114 129 113 122 111 117 94 109 125 121 117 112 121 121 110 117

130 101 128 109 99 107 112 109 97 118 126 119 106 118 117 101 104 120 126 116

116 120 126 121 129 122 122 128 119 124 111 111 129 116 121 121 120 110 116 125

86 103 112 108 110 109 109 108 110 111 86 104 118 98 112 101 118 100 104 108

92 98 98 106 94 101 97 106 105 96 121 106 85 89 95 94 90 96 101 107

151 150 148 148 145 145 142 142 141 140 140 139 139 139 139 139 139 138 138 138

Gunnar Leko Escart Bowers Bisior Emidio Lonar Gloy Mendez Jobess Spontan Lusion Broderick Goldberg Beagle Janosch Jango Schaffner Flavour Twinkle Boswell Mergim Goleo Golden Eye Garion Blomdahl NOG Tosco Leif Tovero Scadoo Samburu Acme RF Braveheart Duty

804049 811087 832176 832231 832111 832228 811067 567455 811139 463395 470512 506052 832129 831982 505986 810815 831082 468294 832190 832020 832165 464701 804071 831945 832032 470977 490699 801705 832070 832153 811107 468122 505422 831566

06 05 07 08 07 07 05 06 06 02 07 07 07 06 06 00 00 06 07 06 07 04 06 06 06 07 07 99 06 07 05 05 02 04

Goldwin Laudan Encino Bolton Binky Encino Laudan Goldwin Mascol Jocko Besne Shottle Encino Bolton Goldwin Elegant Jocko Besne Jocko Besne Shottle Fortune3 Toystory Buckeye Merv 2 Goldwin Goldwin Goldwin Billion 3 Toystory Lukas Toystory Sharky Shottle Talent 2 BW Marshall Durham

Ford Jocko Besne Laudan O-Man Titanic Manager Design Lentini RF Jesther Airliner Laudan Titanic O-Man Morty Stormatic Mandel Lukas Rubens RF O-Man Jocko Besne Outside Storm Allen Derry Durham Shottle Riverland Zack Durham Laudan Jesther Durham Luke Integrity

RMV RBB MAR MAR MAR MAR RBB MAR RBB MAR MAR MAR MAR MAR MAR RBB MAR MAR MAR MAR MAR MAR RMV MAR MAR MAR NOG RMV MAR MAR RBB MAR MAR MAR

95 95 88 89 89 92 95 94 94 99 89 90 91 95 95 99 99 94 83 93 89 99 93 96 94 92 93 99 94 91 95 96 99 99

+1165 +1585 +1486 +2009 +1961 +992 +905 +1249 +1684 +1698 +1278 +1570 +1616 +885 +1353 +1553 +1531 +929 +1155 +1789 +1156 +727 +888 +739 +541 +1141 +1637 +415 +1529 +1045 +1336 +226 +767 +711

-0,10 -0,22 -0,16 -0,40 +0,10 +0,02 -0,12 +0,06 -0,32 -0,07 -0,04 -0,32 -0,31 +0,09 -0,20 -0,29 -0,22 -0,26 -0,20 -0,38 -0,16 +0,35 +0,03 -0,14 -0,30 -0,15 -0,40 +0,28 -0,37 -0,14 -0,27 +0,12 -0,22 -0,18

+37 +42 +44 +39 +91 +43 +25 +58 +35 +63 +49 +31 +33 +45 +35 +33 +40 +13 +27 +33 +31 +64 +39 +17 -6 +32 +24 +43 +24 +29 +27 +21 +10 +11

+0,07 -0,02 +0,05 -0,06 -0,11 +0,10 +0,03 +0,07 -0,07 -0,07 -0,13 -0,12 -0,09 -0,06 -0,15 -0,07 -0,01 -0,08 +0,05 -0,20 -0,03 +0,03 +0,03 +0,02 +0,02 -0,08 -0,15 +0,04 -0,17 +0,01 -0,13 +0,09 -0,19 -0,08

+46 +52 +56 +62 +54 +44 +34 +50 +49 +50 +30 +41 +46 +24 +30 +45 +51 +24 +44 +39 +36 +28 +33 +27 +20 +31 +39 +18 +34 +36 +32 +16 +7 +16

120 106 94 112 120 114 130 125 96 98 118 96 112 115 97 111 101 119 108 110 98 111 124 120 125 116 102 80 120 112 112 116 99 103

115 110 101 121 119 112 106 116 104 99 109 103 112 126 126 93 115 112 104 109 121 106 116 124 117 119 119 115 127 114 107 114 100 112

113 130 128 109 107 115 121 121 120 115 118 125 100 112 123 124 105 121 110 116 107 115 110 107 119 107 114 101 102 113 110 117 135 116

130 110 117 116 111 124 122 109 105 106 110 124 121 122 132 116 117 126 113 114 122 114 122 125 131 120 109 113 118 118 117 134 117 119

123 126 130 132 135 123 115 128 124 128 115 118 122 112 113 121 126 106 121 117 116 117 116 110 102 113 117 108 113 116 113 104 96 102

108 118 108 108 103 114 122 105 115 111 112 106 106 118 103 91 97 120 98 109 110 119 113 114 111 113 119 128 105 105 100 100 111 101

131 124 122 122 118 127 129 123 113 110 120 126 118 129 137 120 117 132 114 120 123 118 126 128 136 123 117 110 123 122 118 135 126 123

116 121 109 110 109 110 129 110 113 109 129 108 111 118 109 108 104 128 110 115 109 103 105 119 116 122 113 121 119 107 120 117 120 113

113 91 100 102 101 108 100 99 105 100 101 106 108 116 114 105 100 99 108 100 106 109 109 108 121 95 97 118 101 95 91 108 99 101

99 95 99 96 87 89 99 92 107 100 94 98 108 94 102 102 95 91 100 107 80 94 113 103 102 106 95 93 108 105 98 111 78 111

137 137 137 136 135 134 133 133 132 132 130 130 129 129 128 127 127 126 126 126 125 125 125 124 124 124 124 124 122 121 121 120 115 113


Flavour, Allroundvererber aus populärer Familie

bekannte töchtergeprüfte MASTERRIND-Vererber aus dieser Familie sind Malpas und Lancy. Flavours Mutter, Dellia 95, hat noch mehrere genomisch positiv geprüfte Söhne, die zu den kommenden Zuchtwertschätzungen mit einem töchtergeprüften Zuchtwert aufwarten werden. Flavour ist ein Allroundvererber mit solider Leistung, einem guten Exterieur und positiven Werten für Nutzungsdauer und Töchterfruchtbarkeit. Er ist tendenziell leichtkalbig. Mit Sharky x Laudan x Jurmel kann Scadoo eine etwas andere Väterfolge bieten. Er ist der beste Sohn seines Vaters Sharky in der deutschen Topliste. Über einen dänischen Zweig geht er auf die niederländische Marilyn-Kuhfamilie von Barnkamper Holsteins zurück. Eines der attraktivsten

Mitglieder dieser Familie ist der aktuelle MASTERRIND-Vererber Björk. Scadoo vererbt über dem mittleren Rahmen stehende Kühe mit genügend Körpertiefe, mit idealer Beckenneigung und genügend Beckenbreite. Die optimal gewinkelten Beine sind parallel gestellt und besitzen eine gute Knochenqualität. Die hoch aufgehängten Euter zeigen ein sehr stark ausgeprägtes Zentralband und optimal platzierte, etwas längere Striche. Abgerundet wird das Bild von Scadoo mit positiven Werten für Nutzungsdauer, Eutergesundheit und Melkbarkeit.

Boswell – der neue ­Buckeye-Sohn Boswell gehört zu den höchsten deutschen Buckeye-Söhnen. Er

Boswell vererbt u. a. ausgezeichnete Euter, Boswell-Tochter Wasmut

Scadoo, Bulle mit anderer Väterfolge, Scadoo-Tochter Sonne

geht auf die populäre US-amerikanische Kuhfamilie von Hardwood Leadman Bliss EX-92 zurück. Hinter Boswell stehen auf weiblicher Seite vier exzellent eingestufte Kühe in Folge. Boswell kombiniert eine gute Leistung mit einem attraktiven Linear und positiven Werten für Eutergesundheit, Nutzungsdauer und Töchterfruchtbarkeit. Boswell-Töchter liegen deutlich über dem Mittel bei Größe, Länge und Stärke. Sie besitzen eine feste Oberlinie, lange, breite und geneigte Becken. Glanzpunkt der Exterieurvererbung sind die erstklassigen Euter mit ihrer guten Textur und ihrer fester Aufhängung. Boswell passt gut zu Kühen, die Unterstützung in der Vorhand, in der Beckenstruktur und beim Euter benötigen.

Elwood – der Neueinsteiger bei Rotbunt Elwood ist der beste Elayo-Sohn der deutschen Topliste nach RZG. Mit Platz 5 hatte er einen Einstieg nach Maß. Elwood vereint in seiner Leistungsver­ erbung hohe Werte für Milchund Eiweißmenge mit positiven Eiweißprozenten. Er geht über seine Mutter Huijben Red Miss September auf die bekannte Pietje 514 zurück. Bei der Wahl der „Global Cow of the Year“ im Jahr 2008 der Zeitschrift Holstein International landete sie bei den Rotbunten auf Platz 2. In den letzten Jahren hat diese Kuhfamilie vor allem auch aufgrund der positiven Vererber aus Pietje 514 Beachtung gefunden. Beispiele dafür sind Deejay Red, Red Devil oder Tequila. Aktuell

Elwood, höchster Neueinsteiger bei den Rotbunten, Elwood-Tochter Evi

9


Zucht & Besamung

sorgen u. a. die beiden genomisch geprüften Vererber Snow RF und Jorck aus dieser Kuhfamilie für große Aufmerksamkeit. Elwood-Töchter sind über dem mittleren Rahmen stehende Kühe mit leicht geneigten und durchschnittlich breiten Becken. Sie bewegen sich auf sehr guten Fundamenten, die parallel gestellte, steilere Hinterbeine besitzen. Positiv sind weiterhin die hohen Trachten und die hervorragende Knochenqualität. Bei den funktionalen Eutern fallen besonders die hohen Hintereuter auf. Neben der Leichtkalbigkeit kann Elwood auf gute Werte für Eutergesundheit und Nutzungsdauer verweisen.

Reiches Angebot an Goldwin-Söhnen Das große Angebot an GoldwinSöhnen ist nicht zu übersehen. Seit die ersten Söhne in den Listen der töchtergeprüften Vererber auftauchten, kommen bei jeder Zuchtwertschätzung neue hinzu. Die Frage stellt sich wie bei jedem intensiv genutzten und zugleich erfolgreichen Bullenvater: Werden die besten Söhne noch kommen oder setzen wir jetzt schon die Interessantesten ein? Aber bereits jetzt ist das Angebot an Goldwin Söhnen beeindruckend. Mit Guarini, Gunnar, Gloy, Goldberg, Golden Eye, Goleo und

Garion steht eine Gruppe hochwertiger Vererber in der Angebotsliste der MASTERRIND. Weitere sind auf Anfrage ebenfalls noch verfügbar. Der Ausnahmevererber Guarini konnte gegenüber der letzten Zuchtwertschätzung um drei RZG-Punkte zulegen. Aktuell steht er auf Platz 3 der deutschen Topliste. Die Steigerung beruht vor allem auf Verbesserungen in Leistung, Eutergesundheit und Nutzungsdauer. Aufgrund seiner Kombination von Leistung, Exterieur und funktionalen Merkmalen auf höchstem Niveau wird er sowohl national als auch international stark nachgefragt und als Bullenvater genutzt. Auch Garion konnte seinen Zuchtwert gegenüber April um vier Punkte deutlich verbessern. Garion geht über seine Mutter, die Durham-Tochter Nanny VG-88 (Halbschwester zum Bullen Nelson), direkt auf Ronland Nita Merv Natasha EX-92 zurück. Er beeindruckt vor allem mit seinem fantastischen Exterieurzuchtwert von RZE 136, der auch unter den exterieurstarken Goldwin-Söhnen etwas Besonderes ist. Auffällig sind weiterhin seine außerordentlichen Fitnessmerkmale, die ihn mit einem RZFit von 137 zum höchsten lebenden Fitnessbullen qualifizieren. Populär bleibt auch Gunnar, der auch aufgrund seines Frisch-

Goldberg, der besondere Goldwin-Sohn, Goldberg-Tochter Gina (2. Laktation)

Platz unter den Top 25 Fitnessspezialisten in Deutschland. Golden Eye aus der bekannten Schaukuh DT Spottie EX-93 bleibt als potentieller Produzent von Schautieren interessant. Komplettiert wird die Gruppe der Goldwin-Söhne durch den attraktiven Allrounder Goleo.

spermaeinsatzes zu den meistgenutzten Bullen im MASTERRIND-Zuchtgebiet gehört. Seine Zuchtwerte zeigen ihn als einen der komplettesten Goldwin-Söhne. Gloy gehört weiterhin zu den besten Leistungsvererbern unter den Goldwin-Söhnen und dies bei positiven Inhaltsstoffen sowohl bei Fett als auch bei Eiweiß. Er produziert größere, milchtypische Töchter mit optimal geneigten, längeren und genügend breiten Becken. Gloy ist ein ausgezeichneter Fundamentsverbesserer. Goldberg steht weiterhin für Größe, Körpertiefe, Stärke und breite Becken. Dies kombiniert er mit soliden Fundamenten und fest aufgehängten Eutern. Seine ausgezeichneten Fitnessmerkmale verschaffen ihm einen

Beagle, Lonar, Acme RF, Jotan & Co. – Populäre Vererber Beagle ist eines der aktuellen Flaggschiffe aus dem MASTERRIND-Zuchtprogramm. Seine Popularität ist ungebrochen, sowohl im In- als auch im Ausland. Der aus der bekannten Familie von Regancrest-PR Barbie EX-92 stammende Elegant-Sohn ist aufgrund seiner

Top 15 nach RZG Rotbunt – töchtergeprüft Rang Bulle

HB-Nr.

Geb.Jahr Vater

 Muttersvater

Besitzer Si.

M kg

MILCHLEISTUNG EXTERIEUR TEILZUCHTWERTE F % F kg E % E kg Mtyp Körp. Fund. Euter RZM RZS RZE RZN RZR RZD RZG

1

Malvoy

916301

02

Marmax RF

Celsius

RUW

129

98 112 119 107

90

137

Tocar

915938

01

Topred

Lucky Leo

RUW

99 +2282 -0.70 +25 -0.12 +66 99 +1410 +0.40 +96 +0.26 +72

100 102 122 103

2

112 107 110

144

97 108 106

79 109

136

3

Tableau

916966

04

Talent 2

Faber

RUW

96 +1222 -0.35 +20 +0.18 +58

107

96 118 119

125 109 119 126

90 118

136

4

Maximo-Red 258115

05

Marmax RF

R. Marshal

OHG

93 +2162 -0.18 +73 -0.04 +70

118 107 100 107

138 103 109 104

94

97

133

5

Elwood

832198

07

Elayo

September

MAR

92 +1500 -0.13 +51 +0.07 +58

106

129 111 116 109

95

98

133

6

Jerudo

922393

03

Jerom

Rudolph

VOST

98

104 114 110 106

122 115 112 114 119 101

133

7

Golden Eye

917097

06

Gogo

Lightning

RUW

94 +1694 -0.25 +47 +0.01 +59

110 117 118

129 108 109 116

98

97

131

8

Falipo

996184

03

Faber

Tulip

RBW

93

122

98 110 117

98 109

128

9

Emdaru

597783

07

Elayo

Talent 2

RSH

89 +1865 -0.60 +20 +0.03 +67

109 109 101 119

130 102 116 110

85 113

128

10

Serano

916998

04

September

Stoll

RUW

96 +1442 +0.05 +65 -0.08 +42

106

121 106 104 110 117 107

128

11

La Crosse

297829

04

Colby-Red

Dutch Boy

ZBH

92 +1840 -0.43 +36 +0.09 +72

108 111 104 104

135 108 109

12

Jotan

831644

04

Jordan-Red Durham

MAR

98

+399 +0.26 +38 +0.19 +29

106 105 124 124

112

13

Selayo

917153

07

Elayo

Goldwin

RUW

92

+760 -0.01 +31 +0.08 +32

108

14

Tapas

917033

04

Talent 2

Lentini RF

RUW

93 +2211 -0.59 +33 -0.05 +71

105

15

Carmano

915758

01

Cadon

Lay Out

RUW

99

10

+924 +0.20 +56 +0.14 +44 +789 +0.18 +48 +0.23 +45

+536 -0.08 +15 -0.02 +16

111

99

96 128 105 89

92 110 110 91 105 106

94

93 106

127

96 128 122

99 109

125

88 114 115

112 117 113 116 107 103

125

98 103 103

133 105 103

125

111 102 130 120

96

89 101

100 120 128 124 121

93

125


Beagle hat ungebremste Nachfrage, Beagle-Tochter Bele

Jotan, weltweit beliebter Spitzenvererber, Jotan-Tochter Jenna (4. Laktation)

etwas anderen Väterfolge, seinem nahezu perfekten Exterieur, seiner guten Leistung sowie positiven Zuchtwerten für Nutzungsdauer, Eutergesundheit und Töchterfruchtbarkeit überall einsetzbar. Weitere Informationen zu Beagle sind im Bullenporträt Beagle im MASTERRIND-Magazin April 2012 auf Seite 6 und 7 nachlesbar. Auch die beiden Laudan-Söhne Leko und Lonar genießen weiterhin hohe Popularität. Leko, der höchstrangierte deutsche Laudan-Sohn, stammt aus der bekannten Jocko Besne-Tochter Chemello Jocko Benge. Aus gleicher Familie geht auch der bereits beschriebene Escart hervor. Der leistungsstarke Leko produziert mittelrahmige Töchter mit exzellenten Fundamenten. Seinem Ruf als hochwertiger Allrounder wird Lonar weiterhin in hervorragender Weise gerecht. Mit Lonar bekommt der Züchter ein komplettes Paket mit Leistung, sehr gutem Exterieur und hohen Zuchtwerten für Langlebigkeit und Eutergesundheit. Ende diesen bzw. Anfang nächsten Jahres werden die ersten Töchter aus dem Wiedereinsatz erwartet. Intensiv nachgefragt bleibt auch der Rotfaktorträger Acme RF aus der bekannten Kuh Kamps-Hollow Altitude RC EX-95. Gleiches gilt auch für seinen rotbunten Halbbruder Jotan. Beide stehen

grund seines nahezu kompletten Vererbungsmusters hoher Beliebtheit. Stabilität zeigen auch die beiden Mascol-Söhne NOG Mato und Mendez. Auch viele Wiedereinsatzbullen erfreuen sich bleibender Beliebtheit. Beispiele dafür sind die Jocko Besne-Söhne Jango, Jobess und Janosch, wobei erstgenannter schon auf einige hochveranlagte genomische Söhne verweisen kann. Stabilität zeigt der Zuchtwert von Leif, dem LukasSohn mit fast 20.000 Töchtern, die in seinen Zuchtwert eingehen. Einen frühzeitigen internationalen Einsatz hatten die beiden Bullen Braveheart und Duty. Dies lag u. a. daran, dass sie aus international bekannten und geachteten Kuhfamilien

für mittlere Leistung und ausgezeichnetes Exterieur. Das bekannte Trio an ShottleSöhnen, Schaffner, Sesterz und Samburu, bleibt interessant. Der höchste dieser drei Vererber ist Sesterz, der gegenüber der letzten Zuchtwertschätzung zulegen konnte. Sesterz kommt aus der Dellia-Familie von South­land in den Niederlanden, zu der u. a. der leider nicht mehr verfügbare Malpas und der neu eingestiegene Fortune-Sohn Flavour gehören. Ergänzt wird die Gruppe an Shottle-Söhnen vom nahezu kompletten Neueinsteiger Spontan. Mit dem leichtkalbigen Lusion kann MASTERRIND einen echten Outcrossvererber anbieten. Seine Väterfolge zeigt mit Encino x Titanic x Roy x Durham x RC Matt ein wirkliches alternatives Pedigree ohne Jocko Besne-, Goldwin-, Shottle- und O-ManBlut. Lusion geht auf die Familie der bekannten US-Kuh Walkup Lou Ann EX-94 zurück, aus der Vererber wie Alves, Leadman und Mascol stammen. Lusion kombiniert Milchmenge mit guten Fundamenten, fest aufgehängten Eutern und positiven Fitnessmerkmalen. Von Stabilität sind die Zuchtwerte der Toystory-Söhne Twinkle, NOG Tosco und Tovero gekennzeichnet. Twinkle ist der aktuell beste lebende deutsche Toystory-Sohn und erfreut sich auf-

stammen. Beide werden auch jetzt noch als bewährte Wiedereinsatzbullen nachgefragt. In der Bullenkarte und im neuen Bullenkatalog finden Sie das komplette Angebot der MASTERRIND. Mit den vorgestellten Bullen ist die MASTERRIND gemeinsam mit ihren NOGPartnern in der Lage, ein umfangreiches Angebot den Milchrindbetrieben zur Verfügung zu stellen. Informieren Sie sich in Ruhe und blättern Sie weiter. Folgend präsentieren wir Ihnen die aktuellen genomischen Bullen. Wenn Sie Fragen haben, stehen Ihnen unsere Mitarbeiter mit weiteren Informationen gern zur Verfügung. Steffen Feurich

m

Lusion mit Outcrosspedigree, Lusion-Tochter Luthien

11


Zucht & Besamung

Zuchtwertschätzung Holsteins August 2012

Exterieur, Leistung, Fitness – Genomi  Neben der Zuchtwertschätzung der töchtergeprüften Vererber war auch die Zuchtwertschätzung für die genomisch getesteten Bullen ein Erfolg. Beim Blick auf die aktuelle Liste fällt die Vielfalt in den Pedi­ grees und das hohe Niveau in den Zuchtwerten, z. B. für Leistung, Exterieur und Nutzungsdauer, auf. Vergleicht man die gegenwärtigen genomischen Vererber mit denen vor einem Jahr, wird einem die höhere Wertigkeit deutlich. Hier haben die verantwortlichen Sire Analysten eine intensive und sehr gute Arbeit geleistet. Von dieser Arbeit gilt es nun zu profitieren. Für jeden gibt es die Chance sich aus diesem hochwertigen Paket an genomischen Bullen zu bedienen. Dabei wird nicht jeder Wunsch immer sofort in Erfüllung gehen können. Die jungen Bullen sind in ihrer Produktionskapazität mit denen töchtergeprüfter Vererber nicht vergleichbar. Deshalb kann es bei dem einen oder anderen besonders gefragten Bullen zu Verzögerungen in der Auslieferung kommen. Manchmal ist auch etwas Geduld nötig, wenn Wartelisten

Odyssey, höchster Milchmengenvererber

12

abgearbeitet werden müssen. Sie können aber sicher sein, die verantwortlichen MASTERRINDMitarbeiter werden alles Mögliche tun, um den Wünschen der Landwirte nachzukommen. Bei den genomisch getesteten Bullen stehen Namen wie Snowmaster und Snow RF (beide V. Snowman), Genesis und Odyssey (beide V. Gerard), Pilot MR und Monreal (beide V. Man-O-Man), Plan Z und Pioneer (beide V. Planet), Bossanova (V. Bronco), Mowambo (V. Moscow) für das erfolgreiche Zuchtprogramm der MASTERRIND. Neu eingestiegen sind z. B. der BeaconSohn Beart und der SnowmanSohn Starbase. Bei den Rot­ bunten bleiben Bullen wie Amor Red (V. Lawn Boy), Hyves (V. Destry) und Jorck (V. Jotan) interessant.

Snowmaster, Platz 2 der Topliste

Snowmaster, Genesis, Odyssey & Bossanova – 4 MASTERRIND-­ Vererber in den Top 15 Besonders erfreulich ist die Platzierung von vielen Bullen im vorderen Teil der Topliste. Allein 14 Vererber aus dem Zuchtprogramm der MASTERRIND sind in den Top 50 zu finden. Auf Platz 2 befindet sich mit Snowmaster ein Topvererber, der auch international stark nachgefragt wird und als Bullenvater im Einsatz ist. Der aus der DelliaFamilie von Regancrest stammende Snowman-Sohn vereinigt Leistung, Exterieur und funktionale Merkmale auf höchstem Niveau. Ein aktueller töchtergeprüfter Vererber dieser Familie ist z. B. der O-Man-Sohn Altaiota aus der Großmutter von Snowmaster, Regancrest Ito Isa VG-86. Knapp hinter ihm, auf Platz 4 der Topliste, folgt Genesis. Genesis (V. Gerard) wird bereits seit Monaten eingesetzt und erfreut sich nicht nachlassender Beliebtheit. Um den umfangreichen Bedarf zu decken, wird für

das eigene Zuchtgebiet Frischsperma angeboten. Genesis stammt aus der Familie des intensiv genutzten Jocko BesneSohnes Jobess, der zu den derzeit populärsten deutschen Wiedereinsatzbullen zählt. Genesis gehört zur absoluten Spitze im Bereich Eiweißvererbung, glänzt weiterhin mit sehr guten Werten für Nutzungsdauer und Eutergesundheit und ist sehr leichtkalbig. Mit Odyssey, der Nummer 6 der deutschen Topliste, besitzt die MASTERRIND mit +2499 M-kg den höchsten deutschen Milchmengenvererber. Gleichfalls verfügt er über eine sehr hohe Eiweißmengenvererbung bei guten Eiweißprozenten. Er ist, wie auch schon Genesis, ein Sohn von Gerard. Odyssey besitzt sieben VG oder EX eingestufte Kühe im Pedigree. Seine Mutter, Bilsrow Shottle Olympia VG-89, ist die Vollschwester zum Shottle-Sohn Bilsrow Olympus. Bossanova ist der höchste deutsche Bronco-Sohn. Er stammt aus der Prelude Spottie-Familie, die eine Vielzahl positiver Verer-


sche Vererber auf höchstem Niveau ber und ausgezeichnete Kühe hervorgebracht hat. Seine Urgroßmutter Sunnylodge Ru­ dolph Jen EX-90 ist u. a. die Mutter von Manager und NOG Metz. Auch die Großmutter SH Jocko Jen kann auf mehrere positive Söhne verweisen. Neben seiner guten Leistung und seinem attraktiven Linear, dass ihn als Vererber von mittelrahmigen Laufstallkühen mit ausgezeichneten Beinen und Eutern zeigt, fallen besonders seine hervorragenden Fitnessmerkmale ins Auge.

Snowman- und Man-O-Man-Söhne Nachdem zur vergangenen Zuchtwertschätzung die ersten Snowman-Söhne zur Verfügung standen, kommen jetzt weitere attraktive Söhne dieses Ausnahmevererbers hinzu. Auf die aktuelle Nr. 2 der Topliste, Snowmaster, wurde bereits hingewiesen. Enormer Nachfrage erfreut sich auch Snow RF, der als Rotfaktorträger unter den Snowman-Söhnen etwas Besonderes ist. Aber nicht nur

Starbase, exterieurstarker Snowman-Sohn

aufgrund seines Rotfaktors ist er gefragt. Neben einer hohen Leistung, deutlich positiven Werten für Nutzungsdauer und Eutergesundheit ist er mit einem RZE von 136 ein ausgesprochen hoher Exterieurvererber unter den Snowman-Söhnen. Aufgrund der großen Nachfrage wird auch von Snow RF Frischsperma produziert. Neu im Angebot sind Starbase und Snowtruck. Starbase ist die Nummer 5 unter den exterieurstärksten Snowman-Söhnen. Er stammt aus der Familie von Lylehaven Lila Z EX-94, die nicht nur Exterieurstärke aufweisen kann, sondern auch viele genomisch hoch testende Familienmitglieder in ihren Reihen hat. Auch Snowtruck besitzt eine berühmte Familie. Über Goldwin und Durham geht er auf die bekannte Whittier-Farms Lead Mae EX-95 zurück. Seit genomische Vererber im Angebot sind, ist Monreal einer der populärsten genomischen Vererber der MASTERRIND. Dieser Man-O-Man-Sohn vereint ein herausragendes Exterieur, sehr hohe Werte für Nut-

zungsdauer und Eutergesundheit und positive Inhaltsstoffe. Auch Pilot MR (V. Man-O-Man) erfreut sich hoher Nachfrage. Aus diesem Grund wird Frischsperma für das MASTERRINDZuchtgebiet und die NOG-Partner produziert. Pilot MR stammt aus der Familie von Windy-Knoll-View Promis EX-95. Er gehört zu den komplettesten Man-O-Man-Söhnen. Interessant ist auch, dass er mit Willsbro Baxter Pammy VG-87 eine frühe Baxter-Tochter als Mutter hat und in seinem Pedigree kein Goldwin- und Shottle-Blut zu finden ist. Fryska gehört zu den Top 5 der deutschen Man-O-Man-Söhne. Seine Zuchtwerte zeigen ihn als einen Bullen mit viel Milch und Eiweiß und einem nahezu kompletten Linear. Interessant ist ebenfalls seine etwas andere Väterfolge auf der mütterlichen Seite: Oliver 2 x Laudan x Champion x Jesther. Aus der Familie von Norrielake Luke Chico stammt mit Mybest ein weiterer Man-O-Man-Sohn. Seine Großmutter RSB Corette EX-90 war Siegerin der Erstkalbskühe auf

der Schau der Besten. In der gleichen Kategorie siegte auch die Vollschwester von RSB Cora VG-87, Mybests Mutter, auf der Schau der Besten. Aus der Familie von Mr. Sam stammt Marinero, der die Gruppe an attraktiven Man-O-Man-Söhnen vervollständigt.

Interessante Bullen von anderen Vätern Neben den bereits genannten Gerard-Söhnen Odyssey und Genesis sind noch Geremia und Majorca im Angebot. Geremia geht auf die Familie von Glen Drummond Aero Flower zurück. Hinter Majorcas Mutter, Denmire Goldwyn Marie 52 VG-87, stehen drei Generation EX-eingestufte 100.000-Liter-Kühe in Folge. Athos und Mazda MR sind zwei attraktive Atwood-Söhne. Athos stammt aus der bekannten Marilyn-Familie von Barnkamper Holsteins. Aus der gleichen Familie kommt auch der neue töchtergeprüfte Bolton-Sohn Björk. Athos ist einer der höchsten Atwood-Söhne der deut-

Pilot MR, gefragter Bullenvater

13


Zucht & Besamung

schen Topliste. Ein Halbbruder zum oben genannten Majorca ist Mazda MR. Er steht für Langlebigkeit und gutes Exterieur. Nicht so häufig sind Söhne von Bowser (V. Jet Stream) in der deutschen Topliste vertreten. Der höchstrangierte ist Brisbane. Er steht für Leistung und sehr

gute funktionale Merkmale. Bowman, ein weiterer BowserSohn, geht auf eine in der letzten Zeit aufstrebende und erfolgreiche US-amerikanische Kuhfamilie zurück. Seine Mutter, Sully Shottle May-TW, hat eine Vielzahl hoher genomischer Nachkommen hervorgebracht.

vererber, die beide in den Top 10 der US-amerikanischen Liste nach TPI zu finden sind. Er bietet Leistung, gute Euter- und Fundamentsvererbung sowie ausgezeichnete Werte für Eutergesundheit, Nutzungsdauer und Töchterfruchtbarkeit. Weiterhin ist er sehr leichtkalbig. Der

Beispiele sind die Bullen McCutchen und Mayfield. Franklyn und Frajo sind Söhne des vormaligen TPI-Listenführers der USA, Freddie. Freddie selbst war in Europa nicht verfügbar. Franklyn vereint mit Freddie und Planet in seinem Pedigree zwei aktuelle Spitzen-

Top 20 nach RZG Schwarzbunt und ausgewählte Vererber Schwarzbunt & Rotbunt – genomisch Rang Bulle

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

RBT RBT RBT RBT RBT RBT RBT RBT RBT

14

HB-Nr.

Geb.Jahr Vater

 Muttersvater Besitzer

Si.

M kg

MILCHLEISTUNG EXTERIEUR TEILZUCHTWERTE F % F kg E % E kg Mtyp Körp. Fund. Euter RZM RZS RZE RZN RZR RZD RZG

Borussia Snowmaster Picanto Genesis Looping Odyssey Fanatic Beauty Maximum Bedford Bossanova Marmor Benjamin NOG Ikaro Maxim Bilstein Lizenz Brisbane Suran Making

619018 475003 333988 474896 679201 832575 333925 261900 678170 678701 475445 804266 619036 491159 261380 619006 679010 568596 811399 822446

11 11 11 10 11 11 11 11 10 11 11 11 11 11 10 10 11 10 10 10

Butch Snowman Snowman Gerard Logan Gerard Freddie Beacon Man-O-Man Beacon Bronco Man-O-Man Beacon AltaIota Man-O-Man Billard Logan Bowser Super Man-O-Man

Ramos Shottle Mac Mascol Shottle Shottle Planet Stol Joc Laudan Goldwin Shottle Goldwin Toystory Shottle Goldwin Ramos Gibor O-Man Mr.Burns Oliver 2

LTR/ZBH 72 MAR 73 WEU 73 MAR 73 RUW 72 MAR 73 WEU 72 OHG 73 RUW 73 RUW 73 MAR 73 RMV 73 LTR/ZBH 73 RMV 73 OHG 73 LTR/ZBH 71 RUW 73 RSH/RMV 73 RBB 73 RSA 73

+1724 +2237 +1605 +2156 +2191 +2499 +1585 +2151 +1956 +1262 +1627 +1505 +1894 +1400 +1611 +2142 +1687 +1958 +1675 +2162

+0,18 -0,09 +0,07 -0,28 -0,06 -0,26 +0,04 -0,13 -0,25 +0,16 -0,18 +0,21 -0,04 +0,19 +0,17 -0,34 -0,17 -0,22 -0,19 -0,12

+90 +81 +73 +57 +83 +73 +69 +73 +53 +68 +48 +84 +73 +77 +84 +50 +51 +56 +49 +75

+0,21 +0,00 +0,05 +0,05 -0,07 -0,05 +0,07 +0,03 +0,02 +0,15 +0,03 +0,23 +0,07 +0,07 +0,14 +0,01 +0,03 +0,01 +0,03 -0,01

+81 +75 +60 +78 +67 +79 +61 +77 +68 +59 +58 +75 +72 +55 +70 +73 +61 +68 +60 +72

96 102 100 91 105 102 98 116 106 109 99 115 111 105 119 102 96 93 108 100

100 115 108 100 118 116 108 122 97 116 108 106 122 117 123 107 107 116 111 115

115 121 117 114 120 112 121 114 114 119 117 114 120 113 112 113 125 109 122 118

107 123 135 117 113 130 118 113 114 116 120 107 112 133 112 109 107 115 123 113

151 146 136 144 141 146 136 145 138 135 131 147 143 134 143 140 133 138 132 143

110 128 131 115 123 129 122 123 115 124 122 115 124 131 123 113 116 117 128 121

125 124 135 116 129 109 115 120 121 121 133 105 127 124 111 122 129 120 120 116

122 126 134 129 132 125 130 122 129 132 129 116 119 125 118 123 129 126 131 125

115 100 106 109 102 99 123 105 117 110 120 111 98 113 112 110 114 110 105 90

103 86 89 99 97 91 109 98 99 100 85 87 97 120 106 97 97 95 98 89

162 159 158 157 156 156 155 155 154 152 152 152 151 151 151 151 151 151 150 150

Fryska Plan Z Pilot MR Franklyn Starbase Geremia Mybest Beaconator Snowtruck Beart Snow RF Bowman Frajo Majorca Athos Marinero Pioneer Monreal Mowambo Mazda MR Mirador P Mitar PP Dellboy P Sheldon P

474981 832464 832573 475535 474985 832571 473896 506866 570407 832578 832568 506690 832533 832560 804288 811385 832498 473821 472462 832572 811392 832553 832557 473467

10 09 11 11 11 11 10 11 11 11 11 10 10 11 11 10 09 10 09 11 10 10 10 09

Man-O-Man Planet Man-O-Man Freddie Snowman Gerard Man-O-Man Beacon Snowman Beacon Snowman Bowser Freddie Gerard Atwood Man-O-Man Planet Man-O-Man Moscow Atwood Mitey Mitey Moscow Shottle

Oliver 2 Shottle Baxter 2 Planet Airraid Shottle Goldwin Planet Goldwin Goldwin Spencer 2 Shottle Goldwyn Goldwyn Planet Goldwyn Shottle Shottle Goldwin Shottle Win 395 Lawn Boy Bolton Dar

MAR 73 MAR 73 MAR 73 MAR 73 MAR 73 MAR 73 MAR 73 RSH/RMV 73 RSH 73 MAR 73 MAR 73 MAR 72 MAR 73 MAR 73 RMV 73 RBB 73 MAR 74 MAR 73 MAR 73 MAR 73 RBB 73 MAR 73 MAR 73 MAR 73

+2142 +1635 +1510 +1322 +2081 +1192 +1100 +1647 +1786 +1207 +1612 +1106 +675 +1502 +1385 +1690 +1585 +1113 +1664 +621 +1058 +1015 +902 +576

-0,22 -0,10 -0,01 +0,08 -0,06 +0,19 +0,15 -0,09 -0,09 -0,05 -0,05 -0,04 +0,30 -0,07 +0,00 -0,20 -0,32 +0,16 -0,41 +0,21 -0,13 -0,02 -0,28 -0,03

+63 +57 +61 +63 +79 +69 +60 +58 +63 +45 +61 +41 +57 +54 +57 +48 +31 +62 +24 +45 +31 +39 +9 +21

+0,01 -0,03 +0,06 +0,00 -0,01 +0,15 +0,27 -0,06 -0,01 +0,02 +0,03 +0,12 +0,21 -0,02 +0,05 -0,09 -0,13 +0,09 -0,18 +0,04 +0,05 +0,04 -0,11 +0,07

+74 +52 +58 +44 +70 +56 +64 +49 +60 +43 +58 +50 +43 +49 +52 +48 +40 +46 +37 +25 +41 +38 +20 +27

107 110 112 94 112 107 111 114 113 115 105 94 101 112 118 120 104 116 113 118 100 112 104 101

117 99 118 104 116 117 121 113 116 114 118 107 102 120 110 109 101 132 108 115 97 102 110 116

118 107 115 116 127 111 110 111 125 128 128 114 117 115 123 123 120 118 120 121 117 108 107 112

117 127 121 125 125 128 115 129 118 124 129 125 127 125 126 128 125 129 119 131 108 111 123 107

142 129 133 126 142 134 138 127 134 123 133 126 125 127 129 125 118 127 115 112 120 119 104 110

124 121 127 122 134 128 121 128 129 133 136 122 125 129 131 133 125 137 126 118 115 112 120 102

109 119 102 117 108 112 108 116 107 115 116 113 105 111 108 118 118 124 124 135 112 113 121 114

124 135 128 131 112 123 118 129 119 129 121 132 124 122 116 123 134 120 125 121 119 116 119 114

89 109 115 122 89 104 110 111 104 117 89 108 124 112 109 102 113 98 116 109 104 102 104 102

90 108 98 104 103 96 93 105 97 110 97 109 112 101 100 101 100 98 98 97 101 114 101 91

149 148 148 147 147 146 145 145 145 144 144 144 144 142 142 141 141 140 136 131 130 127 119 118

Amor Red Hyves Laron P Jorck Gold-Red Dertour Lou P Lewitan PP Parma PP

473942 832561 923151 832569 811400 599474 298129 832467 599490

10 10 08 11 11 10 11 09 10

Lawn Boy Destry Lawn Boy Jotan Sanchez Destry Magna Lawn Boy Mitey

Goldwin Mr.Burns Shottle Mr.Burns Pronto Malvoy Goldwin Perk Red Perk Red

MAR 74 MAR 73 ZBH 74 MAR 73 RBB 73 RSH 73 RSH/RMV 71 MAR 74 RSH/RMV 74

+791 +1008 +1197 +1007 +1251 +921 +1067 +829 -24

+0,12 -0,18 -0,08 +0,05 -0,18 -0,27 +0,18 -0,38 +0,24

+43 +26 +43 +47 +36 +15 +61 +2 +18

+0,25 +0,10 -0,02 +0,10 -0,05 +0,15 -0,07 +0,08 +0,19

+49 +43 +39 +43 +38 +44 +31 +35 +14

116 114 107 115 121 108 115 104 106

97 116 102 111 117 112 102 92 118

119 125 119 129 128 122 112 104 108

131 128 125 131 125 136 129 122 125

124 117 117 120 115 117 114 109 100

104 113 115 108 115 101 117 109 117

129 135 125 137 136 136 126 113 125

125 123 126 120 120 117 122 104 116

111 109 113 94 110 113 102 107 113

101 91 100 97 93 97 111 96 110

141 136 136 134 134 133 130 117 117


Mazda MR, der neue Atwood-Sohn

inhaltsstoffstarke Frajo besitzt sieben Generationen exzellent eingestufte Kühe im Pedigree. Auch er ist leichtkalbig und kann auf sehr gute Zuchtwerte für Nutzungsdauer, Töchterfruchtbarkeit und Melkbarkeit verweisen. Beart gehört zu den besten Exterieurvererbern unter den Beacon-Söhnen. Er stammt aus der bekannten Raven-Familie von Markwell und kann auf durchgehend gute Gesundheitsmerkmale verweisen. Ein weiterer Beacon-Sohn ist Beaconator aus der Familie von Braedale Gypsy Grand. Mit Planet und Bolton als Mutter- und Großmuttervater, verfügt er über eine sehr moderne Väterfolge. Auch Beaconator besitzt durchgehend gute Gesundheitsmerkmale.

Jorck, Hyves & Co – Neues auch bei Rotbunt Jorck ist ein früher und außergewöhnlicher Sohn des international intensiv genutzten Jotan, der Nr. 1 der töchtergeprüften Rotbuntvererber der TPI-Topliste in den USA. Mit Jorck bietet MASTERRIND den besten Exterieurvererber der deutschen genomisch getesteten Red Holsteins an, der genügend Potenzial hat, in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vaters zu treten. Jorck geht auf die bekannten niederländischen Apina Pietje-Familie

Jorck, außergewöhnliches Exterieurpotenzial

zurück und wird weltweit als Bullenvater genutzt. Die typstarken Destry-Söhne Dertour und Hyves sind die aktuellen Nr. 4 und 5 nach Exterieur bei den rotbunten genomischen Bullen. Dertour geht auf die Familie von Morningview Converse Judy EX-93 zurück. Hyves stammt aus der erfolgreichen Grietje-Familie aus den Niederlanden. Platz 3 der rotbunten Topliste für Exterieur nimmt Gold-Red ein. Er besitzt mit Sanchez x Pronto x Goldwin für die Rotbuntpopulation eine interessante Väterfolge und ist Träger des VRC-Genes (RosabellFaktor). Dieses Gen bewirkt, dass, unabhängig ob auf schwarzbunter oder rotbunter Basis, immer 50 % rotbunte Nachkommen geboren werden. Amor Red bleibt populär. Und dies nicht nur wegen seiner interessanten Abstammung. Über seine Mutter, KHW Goldwyn Aiko RC EX-91, geht er auf Kamps-Hollow Altitude RC EX-95, die Mutter von Jotan zurück. Vor allem aufgrund gestiegener Leistungswerte konnte er im Gesamtzuchtwert gegenüber der letzten Zuchtwertschätzung zulegen.

Auch wenn bestimmte Bullenväter wie Lawn Boy und Mitey dominieren, wird das Angebot auch in den Pedigrees vielfältiger. Beispiele dafür sind u. a. Dellboy P (Moscow x Bolton), Sheldon P (Shottle x Dar) und Lou P (Magna x Goldwin), die ohne die beiden genannten Bullenväter auskommen. Hohe Zuchtwerte besitzen die beiden heterozygot hornlos vererbenden Bullen Mirador P und Laron P. Besonders interessant bleiben stets die homozygot hornlos vererbenden Bullen. Bei diesen Bullen gibt es kaum die Möglichkeit, die beiden o. g. Bullenväter zu umgehen. Im Angebot bei den homozygot vererbenden Bullen sind Mitar PP, Lewitan PP und Parma PP.

Weitere genomische Bullen sind in der Bullenkarte und im neuen Bullenkatalog enthalten. Nehmen Sie sich Zeit beim Studieren der neuen Mitteilungen zur Zuchtwertschätzung. Nutzen Sie die vielen jungen, genomischen Vererber für einen beschleunigten Zuchtfortschritt in Ihrer Herde. Sie bieten interessante Abstammungen, hohe Leistungen, gutes Exterieur und attraktive Fitnesswerte. Konzentrieren Sie sich nicht auf einige wenige Bullen, sondern wählen Sie sich eine Gruppe von mehreren Bullen aus. Die MASTERRINDMitarbeiter stehen Ihnen mit weiteren Informationen gern zur Seite.

Steffen Feurich

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Polled – Hornlose ­Holsteins Die Vielfalt bei den genetisch hornlosen Holsteins nimmt zu.

Hyves, typstarker Destry-Sohn

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Zucht & Besamung

Neue Zuchtwerte für Kalbeeigenschaften – wie sind sie zu verstehen? Im April 2012 ist ein neues Verfahren zur Zuchtwertschätzung für Kalbeverlauf und Totgeburten eingeführt worden (vgl. MASTERRIND Heft 16, S. 11). Es werden weiter die bekannten Zuchtwerte für die Merkmale Kalbeverlauf und Totgeburtenrate jeweils für den direkten Effekt (Bulle ist Vater des geborenen Kalbes) als auch für den maternalen Effekt (Bulle ist Vater der abkalbenden Färse) geschätzt. Die Zuchtwerte beziehen sich jetzt aber nur noch auf die 1. Kalbung, da dort die eigentlichen Kalbeprobleme und -verluste auftreten.

Neue Indizes Die direkten und maternalen Zuchtwerte für Kalbeverlauf und Totgeburten werden jetzt mit jeweils gleicher Gewichtung zu Kalbeindizes zusammengefasst und als neue Gesamtmaßzahl veröffentlicht. Somit ist der RZKd die Maßzahl für Kalbeeigenschaften, wenn der Bulle der Vater des Kalbes ist. Der RZKm beschreibt die Kalbeeigenschaften, wenn der Bulle der Vater der abkalbenden Färse ist.

Größere Streuung der Zuchtwerte Aufgrund des neuen Verfahrens und der damit verbundenen höheren Sicherheit haben sich die Streuungen der Zuchtwerte gegenüber den alten Werten verdoppelt. Die besten 25 % der Bullen in den Kalbemerkmalen liegen jetzt im RZKd bei 111 und mehr bzw. im RZKm bei 109 und mehr Punkten. Die schlechtesten 10 % der Bullen liegen unter 92 (RZKd) bzw. 93 (RZKm) Punkten.

Wie geht man mit den Zuchtwerten um? Natürlich hat das leicht und lebend geborene Kalb zunächst einmal die größte Bedeutung. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass das leicht geborene Kuhkalb später als Färse auch leicht abkalbt und ein lebendes Kalb zur Welt bringt. Deshalb ist es wichtig, bei der Bullenauswahl nicht nur den

Tabelle 1: Die besten töchtergeprüften Bullen mit ­überdurchschnittlichen Zuchtwerten im direkten (RZKd1)) und maternalen (RZKm²)) Kalbeindex Bulle

Holstein Escart Tovero Leko Golden Eye Goldberg Lusion Bisior Gunnar Mendez NOG Mato Red Holstein Taurus Elwood

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RZG

RZKd1)

RZKm²)

832170 832070 811087 831945 831982 506052 832111 804049 811139 490734

137 122 137 124 129 130 135 137 132 140

115 116 109 109 110 113 116 109 111 112

112 107 111 110 108 104 101 107 102 101

802687 832198

123 133

113 112

103 103

RZKd1): Mittelwert aus Kalbeverlauf und Totgeburten (Bulle ist Vater des geborenen Kalbes); RZKm²): Mittelwert aus Kalbeverlauf und Totgeburten (Bulle ist Vater der abgekalbten Färsen)

RZKd, sondern auch den RZKm im Blick zu haben. Es gibt eine Reihe von Bullen, deren Nachkommen zwar leicht geboren werden, deren Töchter aber in der Färsenkalbung Probleme bereiten. In den Tabellen 1 und 2 sind die besten töchtergeprüften und genomischen Bullen aufgeführt, die sowohl in den direkten als

auch in den maternalen Kalbeeigenschaften überlegen sind. Für die Betriebe, die auf diese Merkmale bei der Bullenauswahl besonderen Wert legen, können diese Bullen interessant sein, zumal sie auch in den anderen wichtigen Merkmalen positiv vererben. Dr. Dettmar Frese

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Tabelle 2: Die besten genomischen Bullen mit ­überdurchschnittlichen Zuchtwerten im direkten (RZKd1)) und maternalen (RZKm²)) Kalbeindex Bulle

Holstein Pioneer Bossanova Beart Franklyn Pilot MR Brisbane Frajo Beaconator Plan Z Mybest Red Holstein Amor Red Dertour Lasumo P Prince-Red Lewitan PP

Escart weist bei den töchtergeprüften Bullen den besten Kalbeindex auf

HB-Nr.

HB-Nr.

RZG

RZKd1)

RZKm²)

832498 475445 832578 475535 832573 568596 832533 506866 832464 473896

141 152 144 147 148 151 144 145 148 145

122 118 116 124 121 118 117 111 109 120

109 112 111 103 104 106 106 111 111 100

473942 599474 832283 298102 832467

141 133 128 132 117

125 108 107 113 104

112 114 109 103 110

RZKd1): Mittelwert aus Kalbeverlauf und Totgeburten (Bulle ist Vater des geborenen Kalbes); RZKm²): Mittelwert aus Kalbeverlauf und Totgeburten (Bulle ist Vater der abgekalbten Färsen)


Attraktive Jotan-Töchtergruppe auf NRM in den Niederlanden Töchtergruppen sind stets eine gute Werbung für Bullen. Dies gilt sowohl für das Inland als auch für das Ausland. Vor allem, wenn man die Chance hat, 10.000 Zuschauern die Töchter eines Bullen vorzustellen. Auf der diesjährigen NRMSchau (All Holland Dairy Show) in den IJsselhallen in Zwolle präsentierte der niederländische Partner der MASTERRIND, WWS BV, eine Gruppe von fünf rotbunten Töchtern des MASTERRIND-Vererbers Jotan Red. Alle Tiere stammten aus dem Ersteinsatz in den Niederlanden, wobei sich die Gruppe aus vier Töchtern in der dritten und

einer Tochter in der zweiten Laktation zusammensetzte. Die Jotan-Töchter zeigten sich als harmonische Gruppe mit reichlich Höhe und Breite in der Vorhand, sehr guten, trockenen Fundamenten und positiv auffallenden Qualitätseutern. Die optimal gelagerten Becken waren mit guter Breite ausgestattet. Für viele Besucher war sie nach Aussage unserer niederländi-

Einzug der Jotan-Töchter in den Ring

schen Partner die kompletteste Nachzuchtgruppe der vormittäglichen Nachzuchtpräsentation. Die VG-89 eingestufte Feanwalder Jotan R 628, die beste der anwesenden Jotan-Töchter, errang im Schauwettbewerb den

fünften Platz der mittleren Altersklasse bei den Rotbunten. Vor ihr liefen unter anderem die späteren Sieger und Reservesieger Rotbunt. Steffen Feurich

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NOG-Partner intensivieren die Zusammenarbeit im Zuchtprogramm Mit Wirkung vom 1. Juli 2012 haben die Gesellschafter der NOG NORD-OST Genetic GmbH & Co KG • MASTERRIND GmbH • Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH • Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern GmbH • Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. beschlossen, ihre Zuchtprogramme zukünftig über die NOG zusammenzuführen. Kernpunkte der Vereinbarung sind die gezielte gemeinsame Selektion geeigneter Genetik, die verstärkte Anwendung moderner biotechnischer Methoden sowie die effektive Nutzung der Spitzenbullen durch einen verstärkten Spermaaustausch und eine Anpassung der Bullenbestände der Gesellschafter. - Die gesamte Selektionsarbeit in den Zuchtgebieten der NOG-Partner wird nach einheitlichen Selektionskriterien von den jeweiligen Zuchtorga-

nisationen durchgeführt. Die Vertragsbedingungen der heimischen Züchter für die Unterstützung bei der Durchführung von biotechnischen Maßnahmen sowie dem Ankauf von Bullenkälbern werden weiter vereinheitlicht. - Die Selektionsarbeit in auswärtigen Zuchtgebieten wird in der NOG koordiniert und von den jeweils zuständigen Sire Analysten für alle NOGPartner durchgeführt. - Die Koordination der Zucht-

programme in der NOG gibt uns die Möglichkeit, national und international die besten Jungrinder und Kühe für die Anpaarung auszuwählen. TOP-Jungrinder mit hohen genomischen Zuchtwerten können in der Biotechnikstation intensiv züchterisch genutzt werden. - Alle für den Ankauf ausgewählten Jungbullen werden entsprechend dem Bedarf auf die NOG-Partner aufgeteilt und gehen in das Eigentum der jeweiligen Organisation. Auch die bisherigen NOGBullen werden den NOG-Partnern zugeteilt, so dass die NOG zukünftig keine Bullen mehr halten wird.

- Durch die Auswahl der Bullenkälber von einer gemeinsamen Ergebnisliste kann der Ankauf hinsichtlich Qualität der Zuchtwerte und Pedigreevielfalt optimiert werden. - Das schon über Jahre bewährte Spermaaustauschprogramm sichert den Züchtern im NOG-Gebiet einen Zugriff auf alle Bullen der NOG-Partner. Eine wichtige Voraussetzung für die breite Nutzung der besten Genetik. Mit den genannten Maßnahmen werden die NOG-Partner die Effizienz ihrer Zuchtarbeit verbessern, die züchtungsbedingten Kosten senken und ihren Mitgliedsbetrieben ein qualitativ verbessertes Angebot an genomischen und töchtergeprüften Vererbern zur Verfügung stellen können. NOG GmbH & Co KG

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Zucht & Besamung

Tarmstedter Ausstellung

Siegerinnen heißen Pepsi und Dubai Spricht man vom Ort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, hat man so etwas wie Tarmstedt im Kopf: Ruhe, Beschaulichkeit und viel Landschaft. Doch alljährlich einige Tage Anfang Juli suchen Fuchs und Hase gemeinsam das Weite und räumen das Feld für die Tarmstedter Ausstellung, die größte landwirtschaftliche Regionalmesse in Deutschlands Norden. Abwechslungsreiches Programm Ob Melktechnik oder Gartenstuhl, esoterisches Badeöl oder Kettensäge: 700 Aussteller boten auf dem 18 ha großen Gelände für jeden etwas und lockten insgesamt rund 98.000 Besucher auf das Areal, auf dem sich sonst die regionale Fauna zuhause fühlt. Besonderer Anziehungspunkt für das landwirtschaftliche Fachpublikum war dann aber auch wieder die heimische Tierwelt: Insgesamt vier Rinderschauen wurden von der MASTERRIND durchgeführt. Am Schau-Samstag begannen die Fleischrinderzüchter mit der 17. Landesschau, am Sonntag wurde erstmals unter dem Namen Niedersachsen-Cup ein

Färsenschau

Patrick Rüttimann aus der Schweiz hatte das Richteramt inne

verbandsübergreifender Jungzüchter-Wettbewerb durchgeführt (Berichte zu beiden Veranstaltungen in diesem Heft) und am Montag, dem 9. Juli, standen gleich zwei Holstein-Wettbewerbe im Programmheft: die 6. Offene Färsenschau und die 7. Bezirkstierschau.

Acme RF-Tochter Pepsi von der Kastens Holsteins GbR, Stuhr, wurde Siegerin der 6. Färsenschau

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Das Richteramt für die Färsenschau hatte der Schweizer Patrick Rüttimann aus Hohenrain im Kanton Luzern übernommen, der damit wohl die längste Anreise aller bisherigen Richter dieses jährlich stattfindenden MASTERRIND-offenen Wettbewerbes hatte. Mit 50 Jungkühen aus Niedersachsen und Sachsen ging das zweitgrößte Teilnehmerfeld in der Geschichte der Färsenschau an den Start. Über zwei Vorrunden, in denen Rütti-

mann routiniert richtete und die ausscheidenden Tiere detailliert kommentierte, galt es sechs erstklassige Färsen für das Finale zu selektieren. Mit sechs die größte Zahl an Töchtern stellte der international bekannte Vererber Shottle. Doch nur Iberia von Volker Carstens aus Visselhövede schaffte es in die zweite Runde. Das größte Betriebskontingent führte mit drei Jungkühen die Milchhof Diera KG aus dem sächsischen Zehren vor. Während zwei dieser Tiere bereits in der Vorrunde ihre Meis-

Miss Tarmstedt 2012 und Reservesiegerin der Färsenschau: Dubai (V. Raptor) von Jürgen Kreth, Oberndorf


Finalteilnehmer 6. Offene Färsenschau

Tiere vorgestellt hatten, kamen gar mit beiden Tieren ins Halbfinale: die Kastens Holsteins GbR aus Stuhr, Volker Carstens sowie Jürgen Kreth aus Oberndorf. Die letzteren Beiden sollten später eine weitere Chance bei der Teilnahme an der Bezirkstierschau erhalten.

Kritische Zuschauer: Hans-Peter Detjen (li.) und Hartmut Kröger

ter fanden, schaffte es Resi, eine Bogart-Tochter, in das Halbfinale. Drei Betriebe, die je zwei

Halbfinale In zwei Halbfinals wurden von Rüttimann je drei Finalistinnen ausgewählt. Durman-Tochter Wonne von Ralf-Günther Ritz

Reservesiegerin der Färsen und Dritte der Färsenschau wurde Goldwin-Tochter Lodine von der Reeker Milch KG, Bremen

Präm.

Name

Vater

Beschicker

1a 1b 1c 1d 1e 1f

Pepsi Dubai Lodine Wonne Morelle Iberia

Acme RF Raptor Goldwin Durman Alexander Shottle

Kastens Holsteins GbR, Stuhr Kreth, Jürgen, Oberndorf Reeker Milch KG, Bremen Ritz, Ralf-Günther, Uelzen Agrargenossenschaft Bockendorf Carstens, Volker, Visselhövede

Elegance (V. Samuelo) von der Reeker Milch KG, Bremen, wurde Siegerin der jungen Kühe

aus Uelzen; Pepsi, eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers Acme RF aus der Zucht der Kastens Holsteins GbR, und Dubai (V. Raptor) von Jürgen Kreth gingen aus dem ersten Halbfinale als Sieger hervor. Die zweite Vorschlußrunde ging an die Alexander-Tochter Morelle von der Agrargenossenschaft Bockendorf (Sachsen), Lodine (V. Goldwin) von der Reeker

Milch KG in Bremen und Iberia, die bereits erwähnte ShottleTochter von Volker Carstens. Zur Schlussauswahl ließ Rüttimann sechs hervorragende, ausschließlich dunkel gezeichnete Jungkühe diagonal im Ring Aufstellung nehmen. Sie zeigten ihm und dem Publikum ein derart einheitliches Bild, dass es ihm schwer fiel, die Siegerin zu bestimmen. Nach des Preisrich-

Der Reservesieg jung ging an Helena (V. Talent2) von Jürgen Seebörger, Oberndorf

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Zucht & Besamung Stormy-Tochter Loretta von der Reeker Milch KG war bei den Mittelalten siegreich

Mit Spirte-Tochter Resa erreichte die erstmalig teilnehmende Rieckmann KG aus Winsen einen Reservesieg bei den Mittelalten

ters Bekunden waren Nuancen dafür ausschlaggebend, dass letztlich Acme RF-Tochter Pepsi siegreich war. An der Kuh, die bereits im Februar aus der Schau der Besten in Verden als Siegerin der Färsen hervorgegangen war, lobte der Juror das Euter, das sich hinten hoch und breit aufgehängt zeigte und viel Lebhaftigkeit ausstrahlte. An Pepsi sollte – ohne eigene Beteiligung – nach der Bezirkstierschau noch ein weiterer inoffizieller Titel gehen. Platz 2 ging bei der Färsenschau an RaptorTochter Dubai, mit der Züchter Jürgen Kreth aber bei der sich anschließenden Bezirkstierschau noch der ganz große Wurf gelingen sollte. An dritter Positi-

Bezirkstierschau

Anna-Lena Schierenbeck richtete die Bezirkstierschau

on sah Rüttimann Lodine, die Goldwin-Tochter von der Reeker Milch KG.

Pause muss sein – die Fitter sorgten dafür, dass die vierbeinigen Damen vor ihrem großen Auftritt standesgemäß aufgehübscht waren

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Der Ursprung der Tarmstedter Bezirkstierschau geht auf das Jahr 1997 zurück. Nach einer fünfjährigen Pause wurde sie dann ab 2002 im zweijährigen Rhythmus veranstaltet. 2012 erweiterte man das Einzugsgebiet um einige Rindviehzuchtund Besamungsvereine, sodass anstatt der bisher üblichen 100 bis 120 in diesem Jahr ganze 146 Spitzentiere vorgestellt wurden. Insgesamt gaben sich auf den sieben Bezirkstierschauen über 15 Jahre 800 Tiere in Tarmstedt die Ehre. Patrick Rüttimann fand nach der Färsenschau keine Zeit für eine Pause. Bei der Bezirkstierschau

Auch Stars müssen gemolken werden

wurde er dann aber von AnnaLena Schierenbeck aus Warpe unterstützt. Zwei Jahre nachdem die Juote-Tochter HSK Hawaii von Rainer Ahrens aus Midlum Miss Tarmstedt geworden war, erfüllten sie zusammen den Auftrag, deren Nachfolgerin zu finden. Wie bereits erwähnt, war es Färsen aus der Tarmstedter Region möglich, auch bei der Bezirkstierschau anzutreten. 30 Tiere erhielten auf diese Weise die zweite Chance auf einen Titel.

Färsen Insgesamt starteten 50 Färsen in sechs Klassen. In der ersten stellten die Richter zwei Töchter


Die wohl bekannteste Tarmstedter Kuh: Angelika (V. Ramos) von Jürgen Seebörger, Oberndorf, siegte erneut bei den alten Kühen

von Masterrind-Bullen nach vorn: Maria, eine Duty-Tochter von der Voss KG in Grasberg und die Mergim-Tochter Theresia von Hermann Kaiser aus Hamersen. Beide waren Teil der MASTERRIND-Nachzuchtpräsentation, die während der gesamten Tarmstedter Ausstellung im Zelt des Verbandes zu sehen war. Neben den bereits erwähnten waren Töchter der Vererber Flavio, Lusion und Blomdahl ausgestellt. In Klasse 2 überzeugte Lodine, die Drittplatzierte der Färsenschau und eine von vielen erfolgreichen Tieren der Reeker Milch KG, der erneut Iberia (V. Shottle) von Volker Carstens folgte. Die dritte 1a-Platzierung ging an Iberias

Halbschwester Cherry Lady von Bernd Söhle aus der Wingst, vor Alina (V. Blomdahl) von Hermann Meyer, Lilienthal. Für Volker Carstens gab es eine 1a-Platzierung in der folgenden Klasse. Seine Alert II-Tochter Coco ging vor Litt-Leo (V. Radenko) von Reiner Wortmann aus Thedinghausen. Die letzten beiden 1a-Färsen wurden SalsaTochter Biggi von Jürgen Brase aus Vahlde und Rose RoyceTochter Lady von Jürgen Kreth. Ihnen folgten Lotta (V. Shottle) von Hans-Peter Detjen aus Wohnste und Oxford (V. Buckeye) von Alex Dittmer aus Marschacht. Zur Siegerin der Färsen kürten Anna-Lena Schierenbeck und

Auch die sächsische Abordnung verfolgte die Bezirkstierschau mit großem Interesse

Der Vierte Triumph des Tages für die Reeker Milch KG: Allen-Tochter Ellen, Reservesiegerin alt

Patrick Rüttimann dann die äußerst typstarke Dubai, die mancher Zuschauer bereits bei der Färsenschau in die engere Wahl gezogen hatte. Der Reservesieg ging konsequenterweise an Lodine, Dritte der Färsenschau.

Junge Kühe Zweitkalbskühe gingen 42 an den Start. Die Voss KG konnte erneut die erste 1a erringen, dieses Mal mit Amber (V. Starfire), vor Talent2-Tochter Bianca von Jürgen Kreth. In ihrer Klasse vorn auch Shottle-Tochter Mila von Volker Carstens, der Perle (V. Spirte) von der RethmeierBahrenburg GbR in Horstedt

folgte. Der Wingster Erwin Hammann durfte seine BambamTochter Geate vor Kenia (V. Liverpool)von der Haak GbR aus Stade stellen. In der vorletzten Klasse der Zweitkalbskühe wusste die ihren Namen zu Recht tragende Samuelo-Tochter Elegance zu überzeugen. Sie hatte zuletzt bei der Schau der Besten einen Auftritt gehabt, wo sie an 1b rangiert wurde. In Tarmstedt folgte ihr Regina (V. Tap) von Hans-Albert Müller aus Langwedel. Champ-Tochter Susi von Bernd Söhle scheiterte in der letzten Klasse der Altersgruppe knapp an Helena (V. Talent2) von Jürgen Seebörger, Oberndorf. Helena wurde dann hinter Elegance Reservesiegerin.

Keine Angst vor großen Tieren

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Zucht & Besamung Prämierungsergebnisse Bezirkstierschau Tarmstedt Kl.

Präm.

Name

Vater

1

1a 1b 1c 1a+RS 1b 1c 1a+GS 1b 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a+S 1b 1c 1a+RS 1b 1c 1a+S 1b+RS 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a 1b 1c 1a+RS 1b 1c 1a+S 1b 1c

Maria Theresia Lucil Lodine Iberia Lodine Dubai Cherry Lady Alina Coco Litt-Leo Anabel Biggi Lotta Luna Lady Oxford Hurrikan Amber Bianka Daydream Mila Perle Ina Geate Kenia Rita Elegance Regina Scaphir Helena Susi Leningrad Loretta Resa Rita Ocean Ela Leandra Lady gaga Cascada New York Mona Little-Leo Mylady DO Odelina Atlanta Daesy Ellen Heike Finesse Angelika Henja Lissi

Duty Voss KG, Grasberg Mergim Kaiser Jun., H., Hamersen Finken, B., Osterh.-Scharmbeck Ashlar Goldwin Reeker Milch KG, Bremen Shottle Carstens, Volker, Visselhövede Goldwin Reeker Milch KG, Bremen Raptor Kreth, Jürgen, Oberndorf Shottle Söhle, Bernd, Wingst Blomdahl Meyer, Hermann, Lilienthal Alert II Carstens, Volker, Visselhövede Radenko Wortmann, R., Thedinghausen Sportler Brunckhorst GbR, Anderlingen Salsa Brase, Jürgen, Vahlde Shottle Detjen, Hans-Peter, Wohnste Bolton Budde, Gerhard, Zeven Rose Royce Kreth, Jürgen, Oberndorf Buckeye Dittmer, Alex, Marschacht Laurin Schwarze, Wilken, Dörverden Starfire Voss KG, Grasberg Talent2 Kreth, Jürgen, Oberndorf Cutler Döhlen Jun, Diedrich, Langen Shottle Carstens, Volker, Visselhövede Rethmeier-Bahrenb. GbR, Horstedt Spirte Laudan Budde, Gerhard, Zeven Bambam Hammann, Erwin, Wingst Liverpool Haak GbR, Stade Hyatt Cordes, Hermann, Wilstedt Samuelo Reeker Milch KG, Bremen Tap Müller, Hans-A., Langwedel Cutler Kreth, Jürgen, Oberndorf Seeboerger, Jürgen, Oberndorf Talent 2 Champ Söhle, Bernd, Wingst Laubus Dittmer, Alex, Marschacht Stormy Reeker Milch KG, Bremen Spirte Rieckmann KG, Winsen Ice Pack Brase, Jürgen, Vahlde Zenith Dittmer, Alex, Marschacht Talent2 Seeboerger, J., Oberndorf Zenith Kopf, Bernd, Otterndorf Modest Ahrens, Rainer, Midlum Talent2 Söhle, Bernd, Wingst Argument Carstens, Volker, Visselhövede Lindgren Carstens, Volker, Visselhövede Wortmann, R., Thedinghausen Derek 2 Janos Fahrenholz, Joachim, Oyten Lexikon Dittmer, Alex, Marschacht Ramon Mohrmann KG, Langen Atom Meyer, Hermann, Lilienthal Allen Reeker Milch KG, Bremen Ramos Meyn, Volker, Wingst Talent2 Detjen, Hans-Peter, Wohnste Seeboerger, Jürgen, Oberndorf Ramos Blauer Cordes, Hermann, Wilstedt Paragon 2 Jungclaus, Heinz, Hammah

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

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Besitzer

Mittelalte Kühe

Königsklasse

Als mittelalt gelten in Tarmstedt Kühe mit drei Kalbungen. 26 traten davon an, drei 1a-Platzierungen gab es zu vergeben. Sie gingen an Loretta (V. Stormy) von der Reeker Milch KG, Ocean (V. Zenith) von Alex Dittmer und die französischstämmige Lady Gaga (V. Modest) von Rainer Ahrens. 1b erreichten SpirteTochter Resa von der Rieckmann KG in Winsen, Ela (V. Talent2) von Jürgen Seebörger und Cascada (V. Talent2) von Bernd Söhle. Loretta und Resa waren in derselben Klasse gestartet. Beide zeigten sehr viel Stil und ließen den anderen Aspirantinnen auf den Siegertitel der Mittelalten keine Chance. Loretta siegte vor Resa, beide wurden im Anschluß an die Schau von MASTERRIND-Chefklassifizierer Ulrich Böckmann als exzellent eingestuft. Auch Lady Gaga bedachte er mit diesem Prädikat.

Zuletzt wurden die Kühe gerichtet, die mindestens vier Abkalbungen vorweisen konnten. Das traf auf 26 verdiente Tiere zu, die zum Großteil bereits Schauerfahrung vorweisen konnten. Die erste 1a-Platzierung der Königsklasse ging an LindgrenTochter Mona, mit der Volker Carstens 2011 einen Siegertitel bei der Schau der Besten errungen hatte. Ihr folgte Little Leo, eine Derek2-Tochter von Reiner Wortmann, die auch 2011 an Mona gescheitert war. Auch DO Odelina erreichte bereits häufiger vordere Schauplatzierungen. In Tarmstedt ging sie vor Atlanta (V. Ramon) von der Mohrmann KG aus Langen an 1a. Mit der Allen-Tochter Ellen holte die Reeker Milch KG ein weiteres Mal 1a, dahinter Heike (V. Ramos) von Volker Meyn aus der Wingst. In der letzten Klasse des Tages wollte es Angelika noch einmal wissen. Die Ramos-Toch-

Die Prominenz traf sich im MASTERRIND-Zelt


nach dem Tritt in eine Bodenvertiefung lahm. So entschieden sich Anna-Lena Schierenbeck und Patrick Rüttimann letztlich für die Raptor-Tochter Dubai von Jürgen Kreth aus Oberndorf. Sie zeigte sich äußerst typvoll, mit einem sehr gut ausbalancierten Körper und mustergültiger Strichplatzierung. Der Sieg der Jungkuh, die noch bei der Färsenschau mit dem 2. Platz hatte vorliebnehmen müssen, sorgte so für den zweiten, inoffiziellen Titel von Pepsi: Miss TarmstedtBezwingerin.

laden sie zur nächsten – der 65. – Tarmstedter Ausstellung ein. Bis dahin können Fuchs und Hase ihre Ruhe genießen – so der Revierjäger will. Hermann Bischoff

m

Die Infostände im MASTERRIND-Zelt hatten hervorragenden Zulauf

ter von Jürgen Seebörger darf in Tarmstedt genauso wenig fehlen wie bei der Schau der Besten, wo sie zuletzt in diesem Jahr als Siegerin alt nur knapp den Gesamtsieg verpasste. Auch in Tarmstedt war die achtjährige Ausnahmekuh wieder in tadelloser Form. Anna-Lena Schierenbeck rangierte sie an 1a, ihr folgte Henja, eine Tochter des MASTERRIND-Bullen Blauer von Hermann Cordes aus Wilstedt, der anschließend auch das Prädikat exzellent zugesprochen wurde. Angelika konnte bei der anschließenden Siegerauswahl

ihre Serie fortsetzen und wurde vor Ellen Siegerin. Letztere wurde anschließend als Draufgabe exzellent eingestuft.

Miss Tarmstedt Abschließend galt es, aus den vier Siegerinnen die Miss Tarmstedt 2012 auszuwählen. Dubai, Elegance, Loretta und Angelika brachten jede für sich mit, was es zum Sieg braucht: Eleganz, Ausstrahlung und hervorragende Euter. Leider war Angelika in der Zwischenzeit ein Malheur passiert und sie ging

Ruhe für Fuchs und Hase Ob Zuschauer oder Aussteller, ob Kuh oder Zuchtkaninchen: Die Tarmstedter Ausstellung ist ein Fest für alle. Gute Erreichbarkeit, unbegrenzte Parkflächen und nicht zuletzt das vielfältige Programm sind die Stärken der größten Regionalmesse Norddeutschlands. Die Organisatoren der Rinderschauen, die Tarmstedter Ausstellungs GmbH und die MASTERRIND GmbH Rinderzucht und Vermarktung, blicken zufrieden auf den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zurück. 2013

MASTERRIND-Mitarbeiter Heino Wahlers und Dirk Tewes bei der Sturmsicherung

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Zucht & Besamung

elite_auktion_2012_neuversion_anz_01_MR:Layout 1

09.08.2012

Anmeldungen sofort

13:51

Se

DHV-Elite-Auktion

Elite-Auktion 2 0 12

HSK Antonia VG 86 (Dundee x Leduc) Auf Elite-Auktion 2009 als Kalb gekauft Grand Champion RUW-Färsenschau 2012 1b Nationalschau Ettelbrück 2012 176 TL · 8372 · 2,74 · 229 · 3,28 · 275

Spitzenholsteins

zur Verbesserung Ihrer Herde

»All German Holstein 2012« Preisverleihung

Montag, 26.11.2012 Weitere Informationen und Kataloge erhalten Sie bei:

Deutscher Holstein Verband e.V. Adenauerallee 174 D-53113 Bonn Tel.: 0228-914475-0 Fax: 0228-914475-5 info@holstein-dhv.de www.holstein-dhv.de

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Die DHV-Elite-Auktion findet in diesem Jahr am 26. November statt und gilt traditionell als idealer Markt­platz für hochwertigste Holstein-Tiere. Zuschlagspreise jenseits der 10.000 Euro sind hier keine Seltenheit. Traditionell im westfälischen Hamm ausgerichtet, wurden 2011 64 Tiere zu einem Durchschnittspreis von 3.502 Euro versteigert. Besonders gefragt waren wie so oft die Jungrinder. 17 Stück kamen davon unter den Hammer und der Durchschnittspreis lag mit 3.797 Euro um 607 Euro über dem des Vorjahres. Teuerstes Jungrind wurde mit 7.500 Euro SnowmanTochter CCC Karo vom Canadian Cattle Club aus Struxdorf. Mit 3.500 Euro eines der beiden teuersten Kälber verkaufte Volker Carstens aus Visselhövede. Seine Gerard-Tochter Indira ging für 3.500 Euro an einen brandenburger Züchter. Gute Absatzmöglichkeiten wird die Auktion für alle Altersgruppen bieten. Erstklassige Pedigrees und sehr gut entwickelte abgekalbte oder tragende Rinder erzielten in den vergangenen Jahren die besten Verkaufserlöse. Für tadellos herausgebrachte Zuchtrinder mit hervorragenden Vererbungsanlagen gibt es nach wie vor eine kleine, aber feste Gruppe von Kaufinteressenten, die ständig auf der Suche nach außergewöhnlichen Zuchttieren ist. Diese Züchter nutzen besonders die DHV-Elite-Auktion, um einerseits die Produktionsleistungen der eigenen Herde zu

verbessern und andererseits das eine oder andere Spitzentier für die kommende Schausaison zu erstehen. Ob Sachsen oder Niedersachsen, der Vermarktungsweg über diese Auktion bietet auch für die Züchter aus dem Zuchtgebiet der MASTERRIND eine attraktive Alternative. Dies gilt allerdings nur für außergewöhnliche Zuchtrinder. Daher melden Sie Ihre Elitetiere für die Elite-Auktion bitte sofort bei der MASTERRIND an und achten dabei insbesondere auf ein hervorragendes Exterieur. Anmeldungen bitte umgehend an Frau Baessmann, Telefon 0 42 31 / 6 79-1 37, Fax 0 42 31 / 6 79-2 77, E-Mail ­kbaessmann@masterrind.com. Die Auswahl erfolgt anschließend durch Andreas Oltrogge. Hermann Bischoff

m

Matson-Tochter Illusion von Torsten Ruprecht aus Coppenbrügge ging 2011 für 7.000 Euro nach Österreich


Schau der Besten 2013

Nachfolgerin von Benzouka gesucht

Stets auf großes Zuschauer-Interesse stößt die Nachzuchtpräsentation der Schau der Besten

Am 28. Februar 2013 findet zum 40. Mal die Schau der Besten statt. Die Suche nach der Nachfolgerin Benzoukas bietet wieder eine spannende Mischung aus Information und Show. Besucher wie Aussteller werden einen interessanten und erlebnisreichen Tag in der Niedersachsenhalle Verden erleben. Schaubedingungen Nach einer Vorauswahl auf Basis der aktuellen Zuchtwertschätzungsergebnisse werden die Außendienstmitarbeiter der MASTERRIND eine Vorbesichtigung in Frage kommender Nachzuchten von verbandseigenen Vererbern vornehmen. Danach erfolgt die Entscheidung, welche Töchtergruppen präsentiert werden.

Schaukollektion Um den Titel der Miss Schau der Besten und lukrative Preisgelder bewerben sich die besten Kühe aus den Zuchtgebieten Hannover und Sachsen.

Alterklassen: - Färsen - junge Kühe (2. bis 3. Kalbung) - ältere Kühe (mind. 4. Kalbung)

Sie bitte an Frau Baessmann. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0 42 31 / 6 79-1 37, per Fax 0 42 31 / 6 79-2 77 oder E-Mail kbaessmann@masterrind.com.

Gesundheitsstatus Zugelassen werden nur BHV1freie Tiere im Sinne der Bundesverordnung. Der wesentliche Erfolg der Veranstaltung hängt von der Quali-

tät der präsentierten Tiere ab. Daher scheuen Sie sich nicht, Ihre besten Tiere für die Auswahl zur Schau der Besten vorzustellen. Ob Sie mit Ihren Tieren am Schauwettbewerb teilnehmen, interessante Nachzuchtkühe präsentieren oder die Top-Genetik-Auktion beschicken: Es winken lukrative Preisgelder oder außergewöhnliche Spitzenpreise für Sie als Teilnehmer und Züchter. m

Top-Genetik-Auktion Angemeldet werden können abgekalbte und tragende Spitzenfärsen sowie Kühe, Jungrinder und Kälber aus hochinteressanten Abstammungen und Kuhfamilien (nur absolute Spitzentiere).

Tiermeldungen bis 23. November Anmeldeschluss für Schau- wie Verkaufstiere ist der 23. November 2012. Tiermeldungen richten

Thomas Schmitt-Schech

Wechselte bei der Top-Genetik-Auktion 2012 für 26.000 Euro den Besitzer: Snowman-Tochter Kira von Wilfried Brunkhorst aus Otterndorf

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Zucht & Besamung

100.000-Liter-Kühe Name

Vater

Klb. Besitzer

Name

Vater

Klb. Besitzer

Patricia DE 1262207159 Nana Doris DE 1401455504 DE 1401240377 Pia DE 0346791406 Biggi Charlotte Morena Sibille DE 0346176912 Fetzige Lusanne Havel NOG Hanna Liselotte DE 1401762203 Havel Gerpi Adria Christa Vicky Marlene Cortina DE 0346023213 Sigrid Prixi Luna Dorle Jolanda Hespe Bella Greta Lola Clara DE 0344239890 Irene DE 0344489640 DE 0346419884 Perla Sarah

Patrick Bonus Pretin Dowin Dakota Megalith Pachto ET Jocko Besne Pedant Clown Starleader Conal Pavian Nero Patrick Preval Panther Lunax Manat Ajux Mongo Status Patrick Lord Loriot Convincer Pedant Pik ET Pretin Lunax Bakkara ET Jesther Bilanz ET Holiday Baxter RF Bonatus Clown Rudolph Lentini RF Bonatus Pavian Brian ET Blackred RF

9 8 9 7 10 9 10 5 7 11 9 11 8 10 8 6 7 6 8 10 7 10 9 9 10 8 9 9 8 8 12 8 9 8 8 9 7 10 9 10 7 11 10

DE 0346313903 Dorit Missi Irmgard Isabel Puppe DE 0345795818 DE 0345644798 DE 0346121762 Hedda Insel Ilka DE 0344448578 Aline Azalee Watussi Jelma Karibic Katrin Anna Corona Diana Onka Rosa Romina Wolke Pepita Dorle Weser Otega Elite Jajunde Dolli Kolle Isolde Minchen Colli Lusiana Rubi Zofe Edeldame Linora DE 0345514599

Reno Rudolph Bonatus Barko Brian ET Manat Rudolph Preval Liberty Lentini RF Bilanz ET Lavik Michigan Zyklon Pik ET Jesther Jelmou RF Eminenz Rudolph Lieutenant Clown Cortes Lupus Oric Lee Blackred RF Loriot – Rudolph Mtoto Mtoto Pavian Patterson Eros Blackred RF Pedant Clown Juote Clint Red Leo Rudolph Aerospace Wunder

7 11 11 9 10 8 9 10 9 9 10 8 9 10 9 6 9 8 8 10 10 7 8 12 8 9 8 6 9 9 8 9 8 10 10 7 8 7 9 7 8 9 9

Agrar GmbH Zschopautal Großolbersdorf Agrargen. Langenchursdorf e.G., Callenberg Agrargen. Rodau e.G., Leubnitz Agrargenossenschaft e.G., Oberwiera Agrar-Genossenschaft Memmendorf e.G. Agrar-Genossenschaft Memmendorf e.G. Agrargesellschaft Ruppendorf AG Ahrens,Heino, Walsrode Albers, Maren, Heeslingen Andrea Köhler, Vierkirchen Baack, Frank, Gusborn Benecke, Waltraud, Thedinghausen Beneke, Dierk, Heidenau BG Bodenfelde-Milchvieh GbR Bremer, Friedrich-Wilh., Visselhövede Budde, Gerhard, Zeven Budde, Gerhard, Zeven CAG Colmnitzer Agrar-Gen. e.G. Cunnersdorfer Agrar GmbH, Ebersbach Diercks, Hans Joachim, Kirchwalsede Eckhoff, Jörn, Heeslingen Ernst GbR, Langwedel Evers, Helmut, Wahrenholz Evers, Diethelm, Rethem Funke jun., Ferdinand, Delligsen GbR Stark Landwirtschaftsbetr. Kemnitz Gerdes, Peter, Kührstedt Gerken Jun., Georg, Breddorf Großdrebnitzer Agrarbetriebsges. mbH Großdrebnitzer Agrarbetriebsges. mbH Haaren GbR, Sabine u. Volker, Beverstedt Herzogswalder Agrar GmbH Hüneke, Karlheinz, Groß Ippener Ilse, Christian, Jühnde Janssen, Birgit, Wanna Jantzen GbR, H.-J., Osterholz-Scharmbeck Jeßnigker Agrar GmbH, Schönewalde Jungclaus, Heinz, Hammah Kaiser, Jan, Vierden Kamps GbR, Volker u. Detlef, Cuxhaven Koenecke/Buchholz GbR, Burgdorf Korte, Torsten, Dedelstorf Kruse GbR, Detlef u. Andrea, Drochtersen

Clara, die mittlerweile dritte 100.000 l-Kuh der Jeßnigker Agrar GmbH mit Stallteam

26

Linora (V. Rudolph) EX 90

Kruse KG, Harm, Kirchlinteln Kruse KG, Harm, Kirchlinteln Kuechler, Ralf, Hemmoor Kuehlcke, Christoph, Cuxhaven Lampe, Hans, Syke Landwirtschaftl. Genossensch. Gelenau Linderkamp, Rolf, Borstel Linderkamp-Ostermann GbR Lübs, Eide, Padingbüttel Lüllmann-Kleine KG, Bassum Lüllmann-Kleine KG, Bassum Matthies, Manfred, Welle Mehrtens, Wilhelm, Beverstedt Meldau, Thomas, Adelheidsdorf Meyer, Wilfried, Gnarrenburg Milchhof Diera KG Milchhof Diera KG Milchhof Klintworth KG, Fredenbeck Mysegades, Eberhard, Rehburg-Loccum Neven, Hanno, Drage Niederschles.Agrarg. e.G.,Reichwalde Nienstedt-Riemenschneider GbR, Adelebsen Peters, Andreas, Stemmen Philipp GbR, Adelebsen Purnhagen, Heiko, Syke Purnhagen, Heiko, Syke Rach, Sebastian, Wanna Rinderprod. e.G. Neusorge, Rothenburg Rohlfs KG, Ehrenburg Rust GbR, Stolzenau Schilling, Friedrich, Wagenfeld Schmidt, Jens, Langen Schomaker, Stefan, Kutenholz Schulz, Wilhelm, Wieren Seeba GbR, Estorf Siemer, Gerd, Gilten Spree Agrar u. Service GmbH Strassemeyer, Udo, Warmsen Tiede, Christian, Altenmedigen Tödter U.Brinkmann, Königsmoor Wiegmann, Claudia, Syke Wortmann, Reiner, Thedinghausen Wüstefeld, Alfons, Gieboldehausen


Exzellentkühe Name

Ohrmarke

Vater x Muttersvater

LA

MTyp

Körper Fund.

Euter

Ges.

Besitzer

Ellen EX3 Henja Daniela EX4 Mona EX2 Loretta Resa Ela Cornelia Fanfare Stall-Nr. 19 Stall-Nr. 650 Lady Gaga EX2 Rita Josefine Lissi Elise Hannchen Loren Annegret Elisa Cascada Seeperle EX2 NOG Kendy Gigante Venezia Carmen Sonne

DE 04.16046573 DE 03.46954612 DE 03.46342882 DE 03.48806574 DE 04.16056055 DE 03.51685693 DE 03.51835788 DE 03.51318927 DE 03.49362640 DE 03.48758019 DE 03.48924650 FR 54.54809453 DE 03.51961521 DE 03.48879618 DE 03.46993481 DE 03.51353568 DE 03.46201521 DE 03.51915853 DE 03.50271546 DE 03.50910016 DE 03.50983266 DE 03.48044345 DE 03.50835752 DE 03.50487711 DE 03.50487744 DE 03.48216591 DE 03.51749604

Allen x Lee Blauer x Rudolph Lee x Storm Lindgren x Eminenz Stormy x Juote Spirte x Steffen Talent2 x Lee Rudolph x Simon Ramos x Mtoto Okelli x Pedant Stormatic x Blauer Modest x Lheros Ice Pack x Rudolph Laudan x Cerberus Paragon 2 x Urwald Zenith x Bonatus Optimal x Maloy Ramos x Jobbo Call x Rubian Talent2 x Rudolph Talent2 x Outside Aaron x Elmo Shottle X Esar Zenith x Rudolph Rudolph x Blauer Simon x Lee Jose x Zunder

6 6 8 4 3 3 3 3 5 4 5 3 3 4 5 3 7 3 4 4 3 6 3 5 4 6 3

93 92 91 91 92 90 92 92 91 90 90 92 90 90 90 92 87 91 90 90 90 89 91 91 88 88 92

93 92 90 92 90 91 92 91 90 90 88 91 90 89 92 89 90 91 92 90 92 90 89 90 90 92 89

92 92 91 90 91 90 91 92 89 89 90 90 89 88 90 89 91 88 90 88 89 90 90 92 91 91 88

93 92 92 91 91 91 91 91 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90 90

Reeker Milch KG, Farge Cordes, Hermann, Wilstedt Schwarze, Wilken, Barnstedt Carstens, Volker, Rosebruch Reeker Milch KG, Farge Rieckmann KG, Rottorf Seebörger, Jürgen, Oberndorf Wentrot GbR, Gelliehausen Ahrens, Heino, Nordkampen Ahrens, Heino, Nordkampen Ahrens, Heino, Nordkampen Ahrens, Rainer, Midlum Brase, Jürgen, Vahlde Hemme, Lars, Poitzen Jungclaus, Heinz, Hammah Koopmann, Cord, Hemslingen Kuhbusch GbR, Osterode Meyn, Volker, Wingst Milchhof Bremer, Kükenmoor Schriefer, Christian, Lintig Söhle, Bernd, Wingst Thielemann GbR, Langreder Thielemann GbR, Langreder Wentrot GbR, Geliehausen Wentrot GbR, Gelleihausen Wentrot GbR, Gelliehausen Zimmermann GbR, Beienrode

94 91 94 91 90 91 90 90 90 90 90 89 90 92 90 90 88 90 88 91 90 90 89 88 88 90 92

Ellen EX 93 ( V. Allen) erhielt dieses Jahr in Tarmstedt ihr dritte Exzellentbewertung

Lindgren-Tochter Mona EX 91 erhielt in Tarmstedt ihre zweite Exzellentbewertung

Loretta vom MASTERRIND-Vererber Stormy führt nun die Auszeichnung EX 91

Blauer-Tochter Henja wurde mit dem Prädikat EX 92 ausgezeichnet

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LD-Antenne für Heatime Management

Ein neuartiges Antennen-System steht nun für die elektronische Brunsterkennung Heatime zur Verfü­ gung. Im Gegensatz zur bisher verwendeten aber auch weiter erhältlichen Infrarot-Antenne muss das Tier diese nun nicht mehr in direkter Nähe passie-

ren. Der als LD-Antenne bezeichnete Langstreckenempfänger wird am Rand der Überwachungszone montiert, überwacht ein Areal von 200 x 500 m, sam-

Die LD-Antenne deckt 10.000 m2 ab, im Bild sind zwei Antennen

0

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melt ca. alle 20 Minuten die Daten der mit entsprechenden Sendern ausgestatteten Kühe und gibt diese an das System weiter. Die Antenne ist auch durch Wände hindurch wirksam, die Installation unkompliziert möglich. Für das System werden andere Hals-Sensoren benötigt als für die Ultraschall-Antenne. Die Vorteile im Überblick: • Einfache Installation und Bedienung • Datenerfassung in der Großfläche, also auch bei Weidegang • Tiere müssen die Antenne nicht passieren • Brunsterkennung in Realzeit Fragen zum System beantwortet Heinz-Dieter Maack. Sie erreichen ihn unter Tel. 0160-5355899 oder hdmaack@masterrind.com. Hermann Bischoff

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Heatime-Aktion

In Tarmstedt ­bestellt und gewonnen In Tarmstedt hatte Familie Knoop aus Celle besonde­ res Glück. In Zusammenarbeit mit der Firma Milk­ line hatte die MASTERRIND eine Verlosungsaktion durchgeführt. Wer während der Tarmstedter Ausstellung eine Heatime-Anlage bestellte, nahm an der Verlosung von technischer Ausstattung im Wert von 5.000 Euro teil. Mitte August wurde Familie Knoop nun die freudige Botschaft und der Gewinn überbracht. Er bestand aus der sogenannten Kontrollbox, der erforderlichen Antenne und 25 Aktivitätssensoren. Familie Knoop bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb mit 330 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche, melkt rund 100 Kühe und 28

betreibt eine 500 KW-Biogasanlage. Heatime ist ein innovatives elektronisches System zur

Brunsterkennung. Über einen an der Kuh angebrachten Aktivitätssensor werden Bewegungen der Kuh erfasst und beim Passieren einer Antenne auf das System übertragen und ausgewertet. Auf diese Weise werden brünstige Kühe an ihrem Bewegungsprofil erkannt und zur Besamung vorgeschlagen. m

Katharina und Christian Knoop mit den Kindern Jan und Marie sowie der Senior Jürgen Knoop freuen sich über den Gewinn

Brunst­erkennung mit Heatime Was ist Heatime®? Ein innovatives System zur Brunsterkennung, das auch schwache Brunstsignale sicher erkennt. Auf bau des Heatime®Systems Das System besteht aus drei Hauptelementen: • Display mit HintergrundBeleuchtung, optischem und akustischem Signal • Aktivitätsmesser • Identifizierungsantenne Vorteile des Heatime®Systems • Sichere Erkennung brünsti­ger Tiere • Auch unteraktive Tiere werden erkannt und behandelbar • Einfache Installation und Bedienung • Reduktion von Zwischenkalbezeit und Erstkalbealter • Deutlich bessere Fruchtbarkeitskennziffern Funktionsweise des Heatime®-Systems • An der Kuh angebrachter Aktivitätsmesser regis­ triert und verarbeitet alle Aktivitäten der Kuh in einem Zweistunden-Paket • Daten werden bei jedem Passieren der Antenne vom System aufgenommen • Datenübertragung über störungssichere Infrarotverbindung • Leuchtendes Alarmsignal bei brünstiger Kuh • Direktes Ablesen der erfassten Daten am Display • Möglichkeit der Datenübertragung auf ein Mobiltelefon


Gesund und fruchtbar Mineralien und Spurenelemente sind maßgebend für einen gesunden Stoffwechsel des Rindes. Ein Mangel an Spurenelementen kann die Gesundheit stark be­ einträchtigen und zu unzureichender Leistung und Fruchtbarkeitsproblemen führen. Welche Auswirkungen hat SpurenelementMangel? Mangelsymptome sind anfangs oft schwer erkennbar. Mögliche Anzeichen sind u. a. Fruchtbarkeitsprobleme, eine verminderte Milchleistung, eine reduzierte Nahrungsaufnahme und eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Die auftretenden Probleme sind häufig nicht eindeutig einer Ursache zuzuordnen. Doch bei langanhaltendem Mangel an Spurenelementen treten deutlich erkennbare klinische Symptome auf. Oftmals ist ein Mangel in bestimmten Tiergruppen zu beob-

achten. Kälber und Färsen sind besonders empfindlich. Diese werden häufig nicht mit ausreichend Mineralfutter versorgt und erkranken schneller als ältere Rinder. Aber auch bei Kühen während der Laktation und Trächtigkeit ist neben der bedarfsgerechten Fütterung eine gezielte Versorgung mit Spurenelementen die Voraussetzung für eine gute Leistung und Fruchtbarkeit. Je nach Haltung und Fütterungstechnik gibt es verschiedene Möglichkeiten, Spurenelemente und Mineralien zu ergänzen. Ein praktikabler Weg sind sogenannte Boli, wie das Präparat Mega­ bric Calcium Bolus. Sein Einsatz

verringert die Gefahr des Milchfiebers. Doch auch für weitere Einsatzfelder sind Boli verfügbar: so z.B. für ein gesundes Wachstum von Jungtieren oder für Trockensteher. Die gleitfähigen Boli werden mit einem Eingeber verabreicht. Sie verbleiben im Pansen und geben über einen festgelegten Zeitraum Spurenelemente und Mineralien ab.

Was festzuhalten bleibt Alle prophylaktischen Maßnahmen dienen dem Ziel, Verluste zu vermeiden und zahlen sich langfristig aus. Immer mehr Landwirte setzen aus Überzeugung Boli ein und unterstützen die optimale Entwicklung und Leistungsfähigkeit ihrer Tiere. Sie stellen fest, dass sich Vorbeugung rechnet. Nicole Bender, Casa Verde

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Kälberdurchfall Durchfall gehört zu den verlustreichsten Kälberer­ krankungen im ersten Lebensmonat. Unter Umständen kann in manchen Beständen fast jedes Kalb an Durchfall erkranken und je nach Ursache gehen 10 bis 20 % der Kälber verloren. Häufig sind sie geschwächt und anfälliger für andere Erkrankungen und werden zu Kümmerern. Zusammen mit Behandlungskosten und dem Ausfall von Zuchtmaterial schmälern Kälberdurchfälle den wirtschaftlichen Ertrag eines Milchviehbetriebes. Neben infektiösen Durchfallerregern wie Viren (meist Rota- und Coronaviren), Bakterien (E. coli) und Parasiten (Kryptosporidien) sind vor allem Haltungsmängel und Managementfehler verantwortlich. Deshalb sind eine

verbesserte Immunabwehr des Kalbes und ein verringerter Infektionsdruck im Stall von großer Bedeutung.

Was tun bei Kälberdurchfall Als wichtigste Maßnahme gelten der Ersatz des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes sowie die Zufuhr von Energie und Puffersubstanzen. Um den Energiebedarf zu decken, soll das kranke Kalb, solange es noch trinkt, die gewohnte tägliche Milchration bekommen. Denn es hat den gleichen Bedarf wie ein gesundes Kalb. Möglichst früh sollten orale Rehydrationslösungen

zum Einsatz kommen. Wenn das Kalb nicht mehr trinkt oder der Grad der Austrocknung durch den Flüssigkeitsverlust bereits sehr groß ist (Augen liegen tief, teilnahmslos, liegt viel) ist eine intravenöse Infusion von Flüssigkeit und Elektrolyten durch den Tierarzt unbedingt notwendig. Frühe Abhilfe bringen Diätergänzungsfuttermittel für Kälber mit Durchfall, wie z. B. das Präparat Hydrelec. Die orale Rehydrationslösung dient zur Stabilisierung des Wasser- und Elektrolythaushaltes und wird bei Anzeichen von ersten Symptomen einfach in die Milch, den Milchaustauscher oder Wasser gegeben. Nicole Bender, Casa Verde

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Management

Lebendhefen – kleine Helfer für den Pansen Die wiederkäuergerechte Fütterung gehört zu den Kernpunkten für die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit der Milchkühe. Frisst die Kuh nicht gut, ist es schwierig, diese ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Einen bedeutenden Einfluss auf das Fressverhalten und die Futterausnutzung der Kuh hat die Funktion des Pansens. Durch den Einsatz von Lebendhefen kann die Pansenaktivität unterstützt und die Futteraufnahme sowie die Futterausnutzung positiv beeinflusst werden. Die richtige Zusammensetzung der Lebendhefen und eine ausreichende Konzentration sind für den praktischen Einsatz wichtig. Die Firma TechMix hat sich auf die Erstellung von Futtermittelzusatzstoffen spezialisiert und kann auf eine langjährige Erfahrung bei der Verarbeitung von Lebendhefen verweisen. Dabei werden die Hefearten Saccharomyces cervisiae und Aspergillus oryzae eingesetzt. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt mit großem Erfolg in den USA im Einsatz, sind die Produkte nun auch in Deutschland, exklusiv über MASTERRIND, erhältlich. Seit Mai bietet die MASTERRIND diese Produkte an und kann über erste Erfahrungen von Praktikern berichten. Jeder Milchviehhalter macht von Zeit zu Zeit die unliebsame Erfahrung, dass eine Kuh schlecht frisst oder allgemein „nicht gut drauf“ ist. Die Gründe für ein solches Verhalten können vielfältig sein. Kühe mit Klauenproblemen oder einer Mastitis zeigen weniger Aktivität. Aber auch andere Gründe können für ein schlechteres Allgemeinbefinden verantwortlich sein. Damit verbunden ist fast in jedem Fall eine reduzierte 30

Futteraufnahme. So verschärfen sich die Probleme, die zum Leistungsabfall, einer schlechteren Fruchtbarkeit und zu Nachfolgeerkrankungen führen. Wirtschaftliche Verluste sind die Folge. Eine Kuh, die am Fressen bleibt, hat hingegen deutlich weniger Probleme und wird mit Stresssituationen besser fertig.

Steigerung des ­Wohlbefindens Lebendhefen tragen dazu bei, die Funktion des Pansens zu unterstützen bzw. die Arbeit des Pansens bei Fressunlust erneut aufzunehmen. In solchen Situationen muss jedoch eine hohe Konzentration an Lebendhefen gegeben werden, um einen schnellen Effekt zu erreichen. Dazu wurde TriStart entwickelt. TriStart sind Lebendhefen in Kapselform, die wie z.B. Calciumboli einfach mit einem Bolieingeber eingegeben werden können. Helmut von Borstel aus Stade setzt TriStart in seiner Herde ein und ist von dem Produkt begeistert. Direkt nach dem Kalben wird routinemäßig ein Bolus gegeben, am darauffolgenden Tag wird ein zweiter Bolus verabreicht. Helmut von Borstel berichtet, dass die Kühe durch die Lebendhefen ein besseres Wohlbefinden zeigen und somit besser in die Laktation starten. Die Behandlung mit zwei Boli kosten den Landwirt 4,00 € (2,00 € pro Boli), weshalb er vom Preis-Leistungsverhältnis überzeugt ist. Neben den

Lebendhefe wird in die Futter-Ration gemischt

frisch abgekalbten Kühen wird TriStart als Nachfolgebehandlung zu anderen Erkrankungen gegeben. Hat z.B. eine Kuh Fieber, wird zunächst ein fiebersenkendes Medikament verabreicht. Einen Tag nach dieser Behandlung wird zur Unterstützung ein TriStart-Boli gegeben und die Verabreichung von TriStart einen Tag später wiederholt. Der Betriebsleiter ist überzeugt, dass viele Kühe von der unterstützenden Behandlung profitieren und schneller wieder auf die Beine kommen. In der Vorbereitung auf die Kalbung wird die Aktivität des Pansens deutlich reduziert. Für einen guten Start in die Laktation ist es jedoch entscheidend, dass die Kühe schnell wieder Futter aufnehmen. Auch hier sind hohe Konzentrationen Lebendhefen sinnvoll um den „Neustart“ des Pansens zu unterstützen. Die gleiche Menge an Lebendhefen wie bei TriStart ist in YMCP enthalten, einem Begrüßungstrunk für Kühe, der unmittelbar nach dem Kalben gegeben werden sollte. YMCP steht für die Inhaltstoffe des Produkts. Yeast (Hefe), Magnesium, Calcium und Potassium (Kalium) sollen die Kuh nach dem Kalben direkt mit dem versorgen, was in dieser Situation benötigt wird. Neben dem pansenstimulierenden Effekt der Lebendhefen dienen vier verschiedene Calciumquellen in Verbindung mit Magnesium zur

Vorbeugung gegen Milchfieber. Um den Energiestoffwechsel zu unterstützen ist Kalium wichtig, an dem es nach dem Kalben ebenfalls häufig mangelt. Des Weiteren sind verschiedene Zucker, Elektrolyte und Niacin ergänzt um eine umfassende Vorbeuge gegen Stoffwechselerkrankungen zu leisten. Durch einen funktionstüchtigen Pansen und einer daraus resultierenden ausreichenden Wasser-, Futter-und Nährstoffaufnahme können zudem Labmagenverlagerungen vorgebeugt werden. YMCP kann direkt nach dem Kalben sowohl über mindestens 20 l lauwarmes Wasser angeboten oder über das Futter gestreut werden. Um sicher zu gehen, dass alle Kühe das YMCP gezielt und schnell aufnehmen, kann das Pulver auch in lediglich 250 ml Wasser aufgelöst werden und wie Propylenglykol mit einem Eingeber verabreicht werden. In der Agrargenossenschaft Bockendorf wird YMCP nach dem Kalben einfach direkt auf das Futter gestreut. Betriebsleiter Andreas Bamberg berichtet, dass die Kühe das Pulver dann mit großem Appetit fressen. Auch mit der Wirkung zeigt er sich sehr zufrieden.

Weniger anfällig Die mit YMCP gefütterten Kühe machen nach dem Kalben einen sehr vitalen Eindruck und die Anfälligkeit der Tiere für Ketose


konnte reduziert werden. 500g YMCP sollen die Kühe aufnehmen. Neben einem 12,5 kg Eimer gibt es YMCP im 500g Beutel. Dies bedeutet ein Beutel für eine Kuh. Durch diese vorteilhafte Abpackung können keine Reste verklumpen und die Lebendhefen behalten ihre Wirksamkeit. Neben den kurzfristigen Wirkungen von Lebendhefen können durch eine langanhaltende Fütterung ebenfalls positive Wirkungen erzielt werden. Bei hohen Milchleistungen, Rationsumstellungen, nicht optimaler Silagequalität oder hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit, kann es zu Problemen in der Herde führen. Mit TriMic steht ein Produkt auf Lebendhefe-Basis zur Verfügung, welches für den Einsatz in solchen Situationen entwickelt wurde. Die Lebendhefen unterstützen bei längerer Fütterung die Mikroorganismen im Pansen. Dadurch wird der störende Restsauerstoff im Pansen verbraucht. Zudem wird der pHWert des Pansens durch den Einsatz von TriMic angehoben, der gerade bei Tieren, die viel Kraftfutter fressen, häufig deutlich unter dem angestrebten Wert von pH 6 liegt. Das Resultat ist ein stabileres Pansenmilieu, das zu einer höheren Trockenmasseaufnahme und Futterausnutzung führt. So bleiben die Kühe gesund und es kann eine höhere Milchleistung und/ oder bessere Fruchtbarkeit realisiert werden. TriMic wird über den Futtermischwagen oder per Hand zur Ration gegeben.

Periodisch einmischen Günther Hanne von der HanneSustrath GbR in Pattensen mischt TriMic periodisch in die Ration ein. Dabei sollten die Lebendhefen immer mindestens zwei Wochen am Stück gefüttert werden. Nachdem TriMic vier bis fünf Tage eingesetzt wurde, konnte auf dem Betrieb eine

deutliche Veränderung des Kotes beobachtet werden. Insgesamt war der Kot in der Herde während des Einsatzzeitraums einheitlicher und von sehr guter Konsistenz. Zudem beobachtete Günther Hanne deutlich weniger unverdaute Maiskörner im Kot, die ihn vorher ärgerten. Und noch eine weitere Beobachtung konnte auf dem Betrieb Hanne-Sustraht gemacht werden. Nach einer Fütterungsperiode von zwei Wochen folgen auf dem Betrieb zwei Wochen, in denen kein TriMic ergänzt wird. Während der heißen Tage im August, waren zunächst keine Lebendhefen in der Ration enthalten und die Kühe zeigten erste Anzeichen von Hitzestress. In dieser Zeit begann man erneut mit der Fütterung von TriMic und der Betriebsleiter war überrascht: Auch während der sehr heißen Tage waren die Kühe in der Lage, den Hitzestress wesentlich besser zu bewältigen als vor der Zugabe von TriMic. Dieses überzeugte den Milchviehhalter von der positiven Wirkung des Produkts in den Sommermonaten. In der kalten Jahreszeit, wo die Tiere insgesamt unproblematischer laufen, sieht er hingegen eine nicht so dringende Notwendigkeit, regelmäßig Lebendhefen zu ergänzen. Anders ist dies jedoch bei Rationsumstellungen. Kommt ein neuer Silo zum Einsatz, will der Betriebsleiter den Pansen der Kühe ebenfalls zwei Wochen mit TriMic unterstützen. Besonders positiv bewertet er die Wirkung auf die hochleistenden Tiere. Da auf dem Betrieb jedoch nur eine Ration für die laktierenden Kühe gefüttert wird, bekommen alle Kühe TriMic. Betriebe mit Leistungsgruppen könnten hier jedoch noch gezielter vorgehen. Beim Einsatz von Lebendhefen ist es wichtig, geöffnete Packungen innerhalb von vier bis fünf Tagen aufzubrauchen. Kommen Lebendhefen nach dem Öffnen der Packung mit Sauerstoff oder

Luftfeuchtigkeit in Berührung, ist die Wirkung im Pansen der Kuh reduziert. Die Produkte gibt es daher in speziellen Verpackungseinheiten bzw. Verpackungsgrößen, die es bei jeder Betriebsstruktur erlaubt, angefangene Beutel innerhalb weniger Tage aufzubrauchen. Lebendhefen stellen eine gute Möglichkeit dar, die Verdauung der Kuh zu unterstützen, wobei generell auf eine wiederkäuerge-

Quick recovery for Every Fresh Cow

Quick recovery for Every Fresh Cow

TriMic

TriMic

rechte Fütterung zu achten ist. Durch den Einsatz von Lebendhefen können Sie dazu beitragen, die Gesundheit und die Leistung der Herde zu verbessern. Die Produkte sind über die Tierzuchttechniker, die Fachberater und den Agrarprodukteservice der MASTERRIND zu beziehen. Wenn Sie Fragen haben sprechen Sie uns gerne an. Dr. Gerd Mönch-Tegeder



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Betriebsreportage

Management

Keine Wunder in Neusorge Bereits seit mehreren Jahren belegt der Betrieb Rinderproduktion Neusorge e.G. die vorderen Plätze nach Fett- und Eiweiß-Kilogramm der Milchkontrolle in Sachsen. Grund genug, sich den Betrieb näher anzusehen. So wurde ein Vorort-Termin vereinbart, der fast noch wegen vorgezogener Maisernte gekippt wäre, aber dann dennoch von der Vorstandsvorsitzenden und Produktionsleiterin, Frau Gudrun Meyer, wahrgenommen wurde. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Die Agrargenossenschaft findet man im äußersten Osten des Freistaates Sachsen in der Oberlausitz, jetzt zum Landkreis Görlitz gehörend. Neusorge ist ein Ortsteil von Rothenburg/O.L. Die Rinderproduktion Neusorge e.G. ist nach der politischen Wende aus der LPG „Friedenswacht“ Lodenau hervorgegangen. Zu dieser Zeit gab es im Betrieb ca. 130 Kuhplätze mit einer Milchquotenausstattung von 900.000 kg. Ein Schwerpunkt in diesen Tagen war die Bullenmast (500 Bullen/Jahr). Mit der BSE-Krise war eine Neuausrichtung notwendig und somit wurde im Jahr 1997 der Bullenstall in einen Kuhstall umfunktioniert.

Hochboxen Mit den nur 160 cm langen Fressliegeboxen stieß man dann zeitig an eine neue Grenze, so dass eine Neuinvestition geplant und diese dann 2006 umgesetzt wurde. Mit dem Erweiterungsanbau 2012 für 70 Kühe bietet der Boxenlaufstall aktuell ca. 270 Kühen Platz. Die Kühe ruhen in Hochboxen, die mit Gummimatten ausgestattet sind und regelmäßig mit Strohhäcksel und Kalk aufgewertet werden. Der Boden ist planbefestigt, mit einem Rautenmuster ausgestattet und jeweils vom Futtertisch und von der Liegebox zur Mitte hin geneigt, damit es dort, wo die Kühe am häufigsten stehen, trocken ist. Die im Stall angebrachten Ventilatoren sorgen für eine spürbare und angenehme Luftbewegung in Fress- und Liegebereichen der Kühe. Gemolken wird dreimal täglich in einem 1997 gebauten 3 x 8 Fischgräten-Melkstand.

Blick in den neuen Kuhstall: (Über)blick, den hat Gudrun Meyer

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Basis jeder guten Milchproduktion ist die Grundfutterqualität

Die Kühe sind in drei Produktionsgruppen eingeteilt, eine Frühlaktationsgruppe, eine Hochleistungsgruppe und eine Abmelkgruppe. Dann natürlich noch eine Trockensteher- und Abkalbegruppe. Problemtiere mit Auffälligkeiten wie Euterentzündungen, hohen Zellen u. ä. werden ebenfalls extra zusammengefasst. In dem alten umgebauten Bullenstall sind die Abkalber (Kühe und Färsen) untergebracht. 10 Tage nach dem Kalben, wenn nach einem Serviceprogramm wie Fiebermessen und Konditionsbeurteilung alles in Ordnung ist, werden die Kühe in die Frühlaktationsgruppe umgestellt. Dort verbleiben sie ca. 60 Tage und sind im besonderen Fokus der Aufmerksamkeit. Sie bekommen eine TMR, die für 40 kg Milch ausgelegt ist. Aus dieser Gruppe wechseln die Kühe anschließend in die Hochleistungsabteilung. Hier werden sie besamt und monatlich wird nach Leistung, Kondition und Trächtigkeitsstadium über den Verbleib oder den Wechsel in die Abmelkergruppe (Futter für 30 kg Milch) entschieden.

Totale Mischration Die typische TMR der Hochleistungsgruppe besteht aus 9 bis 10 kg TM Mais, 5 bis 6 kg TM Gras, 3 kg Gerste und Triticale, 4 kg Raps (pansengeschützt u. einfach), 0,5 kg Soja, 1 kg Misch­ futter mit Zuckerschnitzelanteil, Fett, Glycerin, Mineralstoffen. Zweimal am Tag wird gefüttert, 4 bis 5-mal das Futter rangeschoben und ein Restfutteranteil von max. 3 % zugelassen. Aus der Abmelkgruppe werden die Kühe 60 Tage vor dem Kalbetermin in die Trockenstehergruppe umgestellt. Grundsätzlich erhalten alle Kühe Antibiotika zum Trockenstellen. Die Ration in dieser Gruppe setzt sich zusammen aus Grassilage, Stroh und Mineralstoffen. Ca. 15 Tage vor der Kalbung wechseln die Kühe in den mit Stroh bewirtschafteten Abkalbebereich und bekommen eine Ration aus Gras- und Maissilage sowie einen Anteil Kraftfutter, wie in der Hochleistungsgruppe, vorgelegt. Immer wieder betont Frau Meyer, dass in Neusorge nichts Besonderes gemacht wird. Wich-


Töpfer und dem MASTERRINDTzT Herrn Witthuhn besonders wichtig und soll hier an dieser Stelle erwähnt werden.

Besamung ab 60. ­Laktationstag

tig ist ihr „nur“, für jeden Produktionsbereich eine Systematik betriebsspezifisch zu installieren und diese zusammen mit den Mitarbeitern auch kontinuierlich umzusetzen. So gehören u.a. die tägliche Kontrolle des Fressverhaltens, jährliche Stoffwechselkontrolle und das Fiebermessen der Kühe nach dem Abkalben wie auch die Pueperalkontrolle 2 bis 3 Wochen p.p. dazu. Hier ist Frau Meyer auch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Fütterungsberater Herrn Dr. Richard vom Sächsischen LKV e.V., ihrem Hoftierarzt Herrn Tändler, dem Fütterungsberater Herrn

Zur Besamung freigegeben werden die Kühe ab 60. Laktationstag, wenn eine vorhergehende Untersuchung o.B. war. Die Auswahl der Besamungsbullen richtet sich nach Milchmenge, Rahmen und Fitnesseigenschaften. Die tägliche Brunstbeobachtung wird unterstützt durch eine seit Kurzem installierte Aktivitätsmessung. Die erkannten Kühe werden nach dem Melken separiert und dem TzT zur Besamung vorgestellt. Ebenso finden Behandlungen von Kühen nicht in den Gruppen, sondern nur in gesonderten Abteilungen statt. Das schafft mehr Ruhe! Die Kälber werden sofort nach dem Kalben in ein Iglo umgesetzt. Dort erhalten sie 3 Tage zweimal pro Tag Kolostrum. Danach wird umgestellt auf Milchpulver mit Magermilchanteil. Ab 6. Lebenstag verlässt das Kalb das Iglo und „zieht“ in die Kälbergruppe mit Tränkautomat „um“. Ziel dieser Maßnahme ist, so Frau Meyer, die Kälber schon zeitig mit dem Keimmilieu der Herde „bekannt“ zu machen. Die gesamte Tränkperiode dauert 62 Tage und wird über eine automatische Tränk-

kurve gesteuert. Als Beigabe stehen Wasser, Heu, Kraftfutter und TMR der Hochleistungsgruppe zur freien Verfügung bereit. Vom 63. bis 90. Lebenstag besteht die Ration aus der TMR und 2 kg Kraftfutter, danach wird bis zum 6. Lebensmonat nur die TMR gefüttert. Es folgt eine Umstallung von Stroh auf Gülle, und die Ration besteht ab dem 10. LM aus Gras- + Harnstoff (je nach Qualität der Silage) und Maissilage. Besamt wird ab 14. Lebensmonat, so dass ein EKA von 24,8 Monaten erreicht wird.

An die Zukunft gedacht Ja, wie im Titel des Artikels schon gesagt, Wunder gibt es in Neusorge nicht, aber vielleicht ist es die Konsequenz, wie Maßnahmen umgesetzt werden und die richtigen Leute an der richtigen Stelle, die diese Ergebnisse möglich machen. Darauf will sich aber Frau Meyer nicht ausruhen. Neue Investitionen sind in Planung. Dazu gehören eine Biogasanlage und ein neuer Melkstand. Auch sucht sie nach Lösungen, wie eine Herde mit diesem Leistungsstand weiterentwickelt werden kann, denn die „Stagnation“ auf zwar hohem Niveau, ist nicht befriedigend. Aus dieser „Unzufriedenheit“ aber, diesen Eindruck habe ich bei meinem Besuch in Neusorge gewonnen, entstehen

Betriebsspiegel

Rinderproduktions eG Neusorge • Durchschnittliche Bodenpunkte: 28 • Niederschlag: ca. 650 mm (mit ausgeprägter Frühjahrs­ trockenheit) • LN 1000 ha dav. 500 ha Marktfrucht (Roggen, Gerste, Triticale, Raps); 70-100 ha Mais; Rest Grünland, incl. Naturschutzflächen • Tierbestand: 260 Kühe (Holstein Frisian) + eigene Nachzucht; 60 Mastbullen pro Jahr • Milchquote: 2,2 Mio. kg • An die Molkerei abgelieferte Milch: 11.800 kg / Kuh • Personal: 12 AK, dav. 6 im Rinderbereich; gelegentliche Mitarbeit von Praktikanten • Lebenseffektivität, aktueller Bestand: 17,4 kg • Lebensleistung der abgegangenen Kühe: 39.652 kg FCM • Reproduktionsrate: 35 % • Aktuelle Besamungsbullen: Tovero, Genesis, Guarini, Dakota, Omega

sicher keine Wunder, aber bestimmt eine Menge neuer Ideen. Dazu wünsche ich Frau Gudrun Meyer und ihrem Team alles Gute. Torsten Ott

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Entwicklung der Milchleistung und Platzierung nach FEK aller sächsischen Betriebe Jahr

A+B Kühe Milch kg

Fett % Fett kg EW %

EW kg

FEK

Platz

2011 2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004

198 189,6 181,6 182,8 178,5 186,9 196,1 186,8

3,87 3,91 3,80 3,78 3,92 3,68 4,14 4,03

411 421 410 427 404 398 369 365

902 916 880 921 890 847 815 789

1 1 2 1 1 1 3 3

12.686 12.675 12.379 13.067 12.411 12.203 10.777 10.514

491 495 470 494 486 449 446 424

3,24 3,32 3,31 3,27 3,26 3,26 3,42 3,47

Fruchtbarkeitskennzahlen ZKZ

RZ

ZTZ

EKA

BI Kühe

BI Färsen

440

84

149

25

2,9

1,4

2010 „Rosenblüte“ 14023 83515 (von Rossi 830654) beste Laktationsleistung in Sachsen: 14.921 kg; 1200 FEK

V. l. Vorsitzende Gudrun Meyer und Mitarbeiterstab (Foto LKV)

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MANAGEMENT

Betriebsreportage Mindelmilch GbR Auf dem Weg in die wohl bedeutendste MilchviehRegion Bayerns, das Allgäu, gehen dem Norddeutschen viele Gedanken durch den Kopf. Warum wandern die Quoten stetig von Süd nach Nord? Weshalb entwickeln sich die Betriebe in Norddeutschland so explosionsartig, und warum gibt es in den Betriebsstrukturen zwischen Bayern mit durchschnittlich 30 Kühen und Niedersachsen mit über 60 Tieren solch drastische Unterschiede? Wachsender Traditionsbetrieb Auf diese und viele weitere Fragen galt es Antworten zu finden, und so war der Betriebsbesuch bei der Mindelmilch GbR in Hausen nördlich von Mindelheim (Landkreis Unterallgäu) eine gute Idee. Alfons Kerler bewirtschaftet dort seit mehreren Generationen einen Familienbetrieb, der sich innerhalb der letzten Jahre zu einem

für die Region beispiellosen Betrieb entwickelt hat. Die ganze Entwicklung begann mit 60 Kühen bei der Übernahme im Jahr 2000. Rasch steigerte sich das Ganze auf 200 Kühe und jetzt in 2012 mit dem Neubau des innovativen Stalles in eine moderne Milchproduktionsstätte mit 400 Milchkühen. Extrem außergewöhnlich für das Bundesland Bayern, denn derartige Betriebe sind dort die absolute Ausnahme. Ebenfalls die Aus-

Die Unauff älligen s

Das Allgäu: Milcherzeugung in reizvoller Lage

nahme ist auch, dass der Betrieb bereits seit vielen Jahren intensiv die Rasse Holsteins entwickelt und weitergezüchtet hat. Vor dem Hintergrund, dass in Bayern ca. Dreiviertel der Rinderpopulation aus Fleckvieh besteht, 13 Prozent aus Braunvieh und ca. zehn Prozent aus Holstein-Kühen, ist dies umso beachtenswerter. „Bei uns haben sich die Holsteins vollständig durchgesetzt, und wer heute erfolgreich viel Milch produzieren will, kommt an dieser Rasse nicht vorbei“, so Kerler. Bei einer Durchschnittsleistung der schwarzbunten Kühe in Deutschland von 9.000 kg zu 7.300 kg bei Fleckvieh ist dieser Gedanke durchaus nachvollziehbar.

Leistungsorientierte Fütterung Dieses ist nur eine Erkenntnis, die der Betriebsleiter auch mit seinen Berufskollegen im Umfeld sicherlich viel diskutiert hat, genauso wie die Tatsache, dass die Holstein-Kuh bei entsprechender Haltung, Fütterung und Pflege ohne weiteres 10.000 bis 12.000 Liter jährlich produzieren kann. Die Futterration ist in jedem Fall passend ausgelegt, die Kombination aus Gras- und Maissilage, Körnermais, Trockenschnitzel, Gerste, Raps- und Sojaschrot sowie ein wenig Stroh führt auf dem Betrieb aktuell zu einer Durchschnittsleistung von 9.500 Litern. „Ich will in der Zukunft jährlich

Gemolken wird in einem Außenmelker-Karussell

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ind die guten Kühe Blick in den neu errichteten Stall der Mindelmilch KG

6.000 Tonnen Milch aus meinem Betrieb erwirtschaften, und an diesem Ziel halte ich für die nächsten Jahre fest“, so der Betriebsleiter. Derzeit finden 430 Kühe Platz in dem modernen Stall, geplant sind allerdings 550 bis 600 Tiere. Produziert wird das Futter auf einer Höhenlage von 550 m mit 900 Litern Niederschlag und auf sehr unterschiedlichen Böden (zwischen 20 und 60 Bodenpunkte). Auf einer verhältnismäßig geringen Betriebsfläche mit 100 ha Mais und ca. 80 ha Grünland steht zunächst die Milchproduktion ganz im Vordergrund. Die Nachzuchthaltung soll entweder ausgegliedert werden oder gar nicht stattfinden.

Zukauf über ­MASTERRIND Die schnelle Erweiterung der Kuhzahl wurde neben der eigenen Remontierung durch Zukauf von tragenden Rindern bedient. 200 aus dem MASTERRINDZuchtgebiet stammende Tiere haben im Allgäu ein neues Zuhause gefunden und produzieren laut Herrn Kerler durchschnittlich mehr als 34 kg. Bei der Auswahl der Tiere stehen gute Fundamente sowie die Euterqualität besonders im Fokus. Erschwert wurde der Zukauf durch die IBR-Auflagen für das Bundesland Bayern. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Milchproduktion auf dem Stand-

ort sind außergewöhnlich gut. So glaubt man dem besonnenen Betriebsleiter – gemeinsam mit seiner Frau, den Kindern und dem Senior, der ebenfalls tatkräftig mithilft – die Aussage, den richtigen Schritt zum richtigen Zeitpunkt getan zu haben. Das Betriebskonzept wird vervollständigt durch eine Photovoltaik-Anlage mit einer Produktion von 630 Kilowatt.

Gesunde Herde Die Motivation der gesamten Familie Kerler steckt an und zeigt, dass auch in einer Region, in der ein massiver Strukturwandel (mehr als elf Prozent der Betriebe gaben in den letzten Jahren auf) stattfindet, moderne Milchproduktion mit sehr gutem Kuhkomfort möglich ist. Die Kühe jedenfalls zeigen sich in einem außergewöhnlich guten Zustand. Man hat beim Betreten des Stalles sofort den Eindruck, die Tiere fühlen sich wohl und können bei besten Bedingungen „arbeiten“. Nach dem Stallrundgang eine nicht ganz außergewöhnliche, aber umso mehr zutreffende Aussage des Be-

triebsleiters, die sicherlich nicht nur für die bayerischen, sondern für die Kühe in der ganzen Welt zutrifft: „nur die unauffälligen Kühe sind erfolgreiche Kühe“. In diesem Sinne wünschen wir dem Betrieb Mindelmilch GbR viele unauffällige Kühe mit jährlich 10.000 Litern Milch und einer Kalbung. Michael Hellwinkel

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Betriebsspiegel

Entwicklung des Betriebes Mindelmilch GbR Entwicklung des Betriebes 2000: Erweiterung auf 120 Kühe 2008: Erweiterung auf 200 Kühe 2012: Neubau und Aussiedlung 400 Kühe Betriebsfläche 100 ha Mais 80 ha Grünland und Kleegras Viehbesatz zurzeit 400 Kühe geplant 550 Milchkühe (ohne Nachzucht bzw. mit Vertragsaufzucht) Herdendurchschnitt Ø 2007 – 2012: 9.200 kg Fütterung der Kühe Voll-TMR: Grassilage, Mais­ silage, Stroh, Körnermais, Trocken­schnitzel, Gerste, Rapsund Sojaschrot, Mineralfutter Photovoltaikanlage 

630 KW

Mitarbeiter 3 AK aus Familie 4 AK in Voll- und Teilzeit

Doppelnutzung: Stall und Melkhaus (links) beherbergen auch eine P ­ hotovoltaik-Anlage

Höhenlage Niederschläge Bodenpunkte

550 m 900 l/m² 20 - 60 35


Pitztal

Management

Wo die Milch fließt Eine Pipeline transportiert das frisch Gemolkene von der Tanzalm direkt ins Bergdorf Jerzens. Ein Besuch an der Quelle auf 2.000 Metern über NN im Hochzeiger-Gebiet. Alles fließt, auch die Milch. Wenn Hans Jeitner den Hahn aufdreht, kommt sie genau 36 Minuten später im Tal an. Statt nach dem Melken mit vollen Kannen und über Bergwege talwärts zu fahren, schickt er die Milch per Pipeline zur Sammelstelle ins Bergdorf Jerzens. Die Tanzalm im Pitztaler Hochzeigergebiet ist die einzige Alm in Tirol und vielleicht sogar im gesamten Alpenraum, wo dieser Milchtransfer funktioniert – seit 1958. Damals nämlich wagten die schlauen Bauern des abgeschiedenen Hochtals den Versuch und verlegten unterirdisch eine Art Gartenschlauch. Seitdem müssen sie keinen Senner mehr fürs Käsen und Buttern bezahlen, sondern nur noch Hirten. Und die Milch transportiert sich derweil selbst ins Tal. Sie fließt unter den Wanderern hindurch, die am Hochzeiger unterwegs sind. Wer sich zur Milchquelle aufmacht, erreicht die knapp 2.000 Meter über NN gelegene Tanzalm in zwei Stun-

Hans Jeitner melkt im Anbindestall

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den – und wird oben mit einem gigantischen Blick auf die Kaunergruppe bis hinüber nach Serfaus-Fiss-Ladis und den Arlberg belohnt. Wo früher eine einfache Hütte Unterschlupf gewährte, bietet heute der Berggasthof Tanzalm 40 Gästen Kost und Logis.

Arbeitsplatz in der Höhe Hier wohnt auch Hirte Hans Jeitner. Der 61-Jährige genießt Luxus und Freiheit – die Rundum-Verwöhnpension bei Wirtin Leni Wechselberger mit Kasknödelsuppe, Tiroler Jause und köstlichem Kaiserschmarrn ebenso wie das selbstbestimmte Leben auf der Alm. Im Stall nebenan ist Hans Jeitner Herr über 52 Kühe, die er mit Carola Falch umsorgt. Sie ist ihrem Hirten, den sie schon als kleines Kind besuchte, als er noch am Arlberg käste, ins Pitztal gefolgt: „Es war immer mein Traum, so zu leben“, sagt die 21-Jährige.

Zwar hat Kuh Zenzi Sonnenbrand am Euter und zickt schon, sobald jemand ihre Zitzen nur berührt, und die Kühe von Bauer Raggl zerdrücken die junge Frau beim Melken fast in ihrer Mitte, aber Carola Falch lacht nur: „Das passt schon.“ Heute wird gemessen. Die beste Kuh schafft 14 Liter, die schlechteste mal gerade sechs. „Jeder

Kontrollbesuch bei den Kühen

Bauer bekommt anteilig das raus, was seine Viecher geben“, erklärt Hans Jeitner, der regelmäßig kontrolliert. Und alles daran setzt, dass der Ertrag so hoch wie möglich ausfällt. Im vergangenen Sommer freute er sich über ansehnliche Mengen, die zweitbeste Milch in ganz Tirol und die damit verbundenen Molkereipreise. Das will er


zum Trocknen der Innenwände hinterhergeschickt – schließlich soll sich die Qualitätsmilch nicht mit Wasser mischen. Exakt 36 Minuten später kommen die beiden Ausputzer bei Ehrentraud in der Milchsammelstelle an. Für sie das Signal, dass gleich die frische Milch einschießt und sie ihr Schlauch­ ende mit dem Milchtank verbindet. Ein Handgriff, den sie allabendlich um 19.30 Uhr verrichtet: Hans Jeitner ist pünktlich und legt im Zweifel beim Melken einen Zahn zu, bevor er jemanden warten lässt. Wenn die ersten Einheimischen mit ihren Milchkannen eintrudeln, schöpft Ehrentraud aus dem Vollen. „Früher haben auch die Hoteliers bei uns Milch geholt – aber heute darf Rohmilch nur noch für den Privatgebrauch verwendet werden“, sagt Gebhard Schöpf, Obmann der Agrargemeinschaft Tanzalpe. Daher bleibt nur ein geringer Teil im Tal, das meiste holt die Molkerei. wieder schaffen. Heute Abend sind es 400 Liter, die über die Gestänge der modernen Rohmelkanlage in den Tank gepumpt werden – durch einen Plattenkühler, der sie von KuhKörpertemperatur auf vier Grad Celsius bringt. Andernorts stehen jetzt Transport oder alternativ Käse- und Butterproduktion auf dem Programm. Auf der

Tanzalm dagegen lässt Hans Jeitner den Dingen ihren Lauf. Um genau zu sein: Er muss vorher noch Schläuche umstecken. Schließlich rinnt durch die drei Kilometer lange Pipeline, die auf ihrem Weg ins Tal 800 Höhenmeter überwindet, permanent Bergquellwasser. Das hält die Leitung sauber. Zwei Schaumstoff-Pfropfen werden

Die Tanzalm beherbergt nicht nur Kühe, sondern auch Wanderer

Hans Jeitner und Carola Falch

Beginn in den 50er ­Jahren Die Molkerei war es auch, die einst den Anreiz zum Pipelinebau gab. In den 1950er Jahren, als es noch keine Milchseen gab, fehlte während der Almsaison schlicht der Rohstoff zur weiteren Veredelung. Jeder Liter zählte, und was lag näher, als

Carola Falch beim Euter-Dippen

den Bauern den Milchtransport ins Tal schmackhaft zu machen? „Molkerei und Landesregierung haben Zuschüsse gezahlt und uns die Bauanleitung an die

Gemolken wird mit einer Rohrmelkanlage

37


Durchmesser berechnet Zwar klingen neun Millimeter Durchmesser für eine Pipeline

Funktionssicher Bleibt zu folgern, dass die Bauern der Tanzalpe offenbar die ordentlichsten Schweißer sind – und ganz präzise gearbeitet haben, als die diversen Schlauch­teile verbunden werden mussten. Einmal hat eine Wurzel der Pipeline den Saft abgedrückt. Das führte zum einzigen Ausfall in 54 Jahren. Inzwischen wurden einige Teilstücke erneuert, aber auch das haben die patenten Pitztaler eher nebenher erledigt. Übrigens: Die Agrargemeinschaft

NN). Sportliche entscheiden sich für den schmalen und steilen Bärensteig und erreichen ihr Ziel in 2.000 Metern Höhe nach einer guten Stunde. Etwa die doppelte Zeit beanspruchen der Außerwaldweg oder der alte Hochzeigerweg – beide Varianten schlängeln sich in sanften Kurven den Berg hinauf. Entspannt geht’s mit der Hochzeigerbahn: Die Bergstation ist nur zehn Minuten von der Tanzalm entfernt. Im Berggasthaus Tanzalm, das Winterurlauber schon seit Jahren wegen der perfekten Lage mitten im Skigebiet Hochzeiger schätzen, quartieren sich neuerdings auch Sommergäste ein. Die Übernachtung mit Halbpension kostet ab 28 Euro für Erwachsene. Infos: Tourismusverband Pitztal, A-6473 Wenns, Tel. 0043/5414/86999, www.pitztal.com. Judith Retter

Dieser Artikel ist im OutdoorMagazin „active 4/2012“ erschienen. Die Ausgabe ist zum Preis von 3,20 Euro am Kiosk er Somm erhältlich. Mehr Infos: www.activee magazin. cksäck 12 Ru com.

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Wo die Alm tanzt Wer Hans Jeitner auf der Tanzalm besuchen möchte, startet an der Talstation der Hochzeigerbahn im Sonnendorf Jerzens (1.450 Meter über

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Ist die Milch im Tal, wird der Tank gespült

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Hand gegeben“, sagt Schöpf. Hans Reheis ist heute 90 und war damals dabei: „Länger als einen halben Tag habe ich nicht gebraucht“, meint er sich zu erinnern. Schon lagen seine 40 Meter PVC-Schlauch gut 30 Zentimeter tief unter der Erde. Von den damals 80 Mitgliedern der Agrargemeinschaft Tanzalpe musste jeder ein Teilstück übernehmen. Der Pionier, der von seinem Haus aus dem 18. Jahrhundert mit holzvertäfelter Stube und Bänkchen vor der Eingangstür direkt auf den Hochzeiger blickt, hatte Glück und beim Auslosen des Arbeitseinsatzes und eine einfache Strecke gezogen.

Tanzalpe, zu der auch die benachbarte Kalbenalm gehört sowie das urige Riegetal, in dem die Mutterkühe mit ihren Kälbern weiden, geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als die Bauern ihre erste gemeinsame Almordnung festlegten. Wenn die Milch bei Ehrentraud im Tal ist, reinigt Hans Jeitner den Schlauch wieder mit zwei Schaumstoff-Pfropfen, verbindet ihn mit der Wasserleitung – und die Arbeit ist getan. Im Berg­ gast­haus Tanzalm wartet Hirte Klaus Schrott schon, der abends gern von der Kalbenalm auf einen Sprung hinüber kommt. Es geht dann um die Haflinger, die morgen auf eine andere Weide getrieben werden müssen und um die Frage, ob die Kühe zu Beginn der nächsten Saison mit Sonnencreme eingerieben werden sollen, damit sie sich die Euter nicht verbrennen. Gäste dürfen sich gern dazu setzen und können ihren Horizont erweitern – sofern sie den Dialekt verstehen. Vielleicht mal in der Früh im Stall helfen? Wer sich hinreißen lässt, wird um 3 Uhr geweckt. Von Hirte Hans persönlich.

tive inter-ac

Management

Der Schaumstoff-Pfropfen zum Pipeline-Spülen

irgendwie lächerlich, aber mehr dürften es auf keinen Fall sein. „Da gab’s genaue Berechnungen“, weiß der Obmann. Eine zu hohe Fließgeschwindigkeit hätte dazu geführt, dass sich Eiweiße und Fette trennen – oder salopp: dass unten Sahne oder Buttermilch rauskommt. „Alle 150 Meter sind Schlaufen eingebaut, die aussehen wie Dreier-Loopings. Sie bremsen die Milch“, erklärt Schöpf. Aber warum funktioniert die Pipeline nur im Pitztal – obwohl es doch viele Bauern auch andernorts versucht haben? „Häufig gab es Probleme mit der Hygiene“, weiß Experte Schöpf und betont, dass im Schlauchinneren nicht der geringste Widerstand sein darf. „Die kleinste Unebenheit – und schon setzen sich Bakterien fest.“

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23.08

15:11


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5. Abendauktion in Bremervörde

Vermarktung

Mit der mittlerweile fünften Auflage der Bremervörder Abendauktion konnten deren Veranstalter am 8. Juli schon fast ein kleines Jubiläum feiern. Bereits um 18 Uhr, eine Stunde vor dem offiziellen Auktionsbeginn, war auf den Stallgassen kaum noch ein Durchkommen möglich. Interessenten und Besucher, teilweise von weit her angereist, standen dicht an dicht hinter den Tieren, um sich einen guten Blick auf Euter und Exterieur der möglicherweise neuen Mitarbeiterinnen für den heimischen Stall zu verschaffen. Die dann noch notwendigen Hintergrundinformationen wurden selbstverständlich dem Katalog entnommen. Michael Hellwinkel eröffnete die Veranstaltung nicht wie gewohnt vom Auktionatorenpult aus und mit dem Verkauf der Deckbullen, sondern trat selbst in den Ring, um zunächst einmal die Beschicker des Bremervörders Auktionsstandortes zu würdigen. Hierzu wurden unter allen Beschickern insgesamt fünf unterschiedliche Preise verlost. Für Bernd Finken aus OsterholzScharmbeck gab es somit bereits vor Auktionsbeginn die ersten Lorbeeren: Er durfte sich

über den Hauptgewinn, einen Spermagutschein, freuen. Dass bei der Bremervörder Abendauktion Qualität und Preise stimmen, wurde bereits in den vier vergangenen Jahren bewiesen. Dass die Preise in diesem Jahr jedoch alles Bisherige toppen würden, damit war nicht zu rechnen gewesen. Ein beachtlicher Durchschnittspreis von 1.805 Euro war das Resultat, der damit sogar noch 60 Euro über dem der Verdener Auktion vom Vortag lag. Knapp 20 Prozent der Tiere erreichten einen Zuschlagspreis jenseits der 2.000-Euro-Marke. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte der Betrieb zum Felde GbR in Ahlerstedt, der mit sieben Tieren ein größeres Kontingent vorstellte. Seine vorbereiteten Tiere erzielten durchschnittlich sogar einen Zuschlag von 2.075 Euro. Darunter, man kann es sich denken, auch eine der teu-

Samuelo-Tochter Pauline wurde von Nicole Tiedeman, Hof Tiedemann GbR in Estorf, vorgestellt und wechselte beim Zuschlag von 2.100 Euro den Besitzer

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Jede Menge los auf den Stallgassen im Bremervörder Vermarktungszentrum

ersten Färsen des Tages. Rientje, eine Tochter des MASTERRINDVererbers Tatonga, erzielte mit 2.300 Euro den Tageshöchstpreis. Die Färse mit erstklassigen Euteranlagen und einer Leistung nahe 40 Liter war einem Kunden aus Nordrhein-Westfalen diese Investition wert. Gleichen Erlös konnte auch Diedrich Koppelmann aus Burweg für eine Färse mit besonders viel Körper erzielen. Auch bei 2.200 Euro sank der Hammer ebenfalls zwei Mal auf das Auktionatorenpult – und wen wundert das, bei Färsen aus dem Stall der zum Felde GbR. Die Big Star-Tochter Borna aus einer Mercedes-Mutter beeindruckte ihren Käufer mit ganz viel Typ und braucht sich bei einer Tagesleistung von über 35 Litern wahrlich nicht zu verstecken. Zweite im Bunde ist Blue

mit ähnlicher Einsatzleistung. Sie ist ein Produkt aus der Anpaarung Backboard x Laudan, die vom Auktionator darüber hinaus für ihre erstklassigen Fundamente gelobt wurde. Nach Versteigerung der knapp 100 Färsen und dem damit verbundenen Ende der Auktion ließ sich das Publikum nicht lange bitten. Von der Auktionshalle ging es rüber in den Vermarktungsstall, wo Freibier und Steak zum Verzehr warteten. Viele Züchter standen noch lange beisammen und waren sich einig: Die Abendauktion ist eine willkommene Abwechslung, zu der man auch beim nächsten Mal wiederkommen sollte. Am 7. August 2013 wird es wieder soweit sein. Christiane Kastens

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Export

Zuchtrinder gesucht

• Große Nachfrage für die nächsten Wochen erwartet • Marokko, Hauptabnehmer der vergangenen Jahre, bringt sich in Position Bedingungen • Trächtigkeit bei Selektion 3 bis 5 Monate • Alter maximal 28 Monate bei Selektion • Gewicht ab 530 kg

Quarantäne in Marokko: hell und sauber

Tiere müssen frei sein von Beistrichen, Warzen und sonstigen Auffälligkeiten Passende Tiere bitte umgehend melden!

Ankunft der MS Pollux im Hafen von Sète zur Weiterfahrt nach Casablanca

Wenden Sie sich an Ihren Außendienstmitarbeiter im Tiervertrieb.

Schlachtvieh in besten Händen Seit geraumer Zeit wird der Geschäftsbereich Schlachtrinder am Standort in Meißen intensiviert und ausgebaut. In diesem Zusammenhang wurden die personellen Veränderungen und die neue Struktur in der sächsischen Tiervermarktung bereits im vorangegangenen MASTERRIND-Magazin (Heft 17, Seite 50/51) vorgestellt. Durch den starken Verbund innerhalb der MASTERRIND ist

neben einer gezielten Bündelung des Angebotes auch der Zugang zu sehr interessanten Absatzmärkten auf regionaler und auch auf überregionaler Ebene gewährleistet. Unter Berücksichtigung des Tier- und Umweltschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit sind wir bestrebt, aus Erzeugersicht eine zusätzliche Wertschöpfung zu realisieren. Nutzen Sie daher unser ideales Vermarktungsan-

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gebot auch für selektierte Altkühe aus der Milchvieh- sowie Mutterkuhhaltung: • Ständiger Ankauf in den Regionen • Erfassung der Tiere im Wochen-Rhythmus • Optimale Vermarktung durch Sortierung und Angebotsbündelung • Schnelle Abrechnung und Auszahlung Zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten bestehen auch für

Futtervieh, wie Fresser und Kühe. Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie zukünftig neben Ihren bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen auch die optimalen Voraussetzungen der MASTERRIND in der Schlachtrindervermarktung nutzen. Im konkreten Fall unterbreiten wir Ihnen auch in diesem Bereich mit dem entsprechenden Konzept ein interessantes Angebot!  m

Ihre Ansprechpartner Verden:

Meißen:

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E-Mail: fleischrinder@masterrind.com 41


Verdener Absetzerauktion mit ­beeindruckendem Saisonstart

Fleischrinder Vermarktung

Die Auftaktauktion zur Vermarktungssaison 2012/2013 vom 15. August zeigte den erwartet flotten Verlauf. Entsprechend der positiven Rahmenbedingungen, wie guter Nachfragesituation, hohem Schlachtpreisniveau und hochwertigem Angebot, fanden insgesamt 518 Tiere bei einem äußerst zügigen Auktionsverlauf schnell einen neuen Besitzer. Hochwertige Absetzer warten im Masterrind-Quarantänestall auf den „Export“ nach Bayern

Reinrassige Charolais-Absetzer werden stark nachgefragt und preislich honoriert

Neben der starken regionalen Nachfrage in Niedersachsen, wurde etwa ein Drittel der Tiere in andere Bundesländer bzw. nach Italien verkauft. Während die Preise der weiblichen Tiere nahtlos an das hohe Niveau der Mai-Auktion anknüpften, erlösten die Jungbullen in allen Ge-

wichtsklassen sogar durchgehend nochmals fünfzehn bis zwanzig Cent pro Kilogramm mehr! Damit liegt das gesamte Preisniveau deutlich über den Vorjahrespreisen. Dementsprechend zufrieden zeigten sich die zahlreichen Verdener Auktionsbeschicker. Trotz des großen

Auftriebs von über 500 Tieren reichte das Angebot bei Weitem nicht aus, um den Bedarf der anwesenden Käufer zu decken bzw. um alle erteilten Kaufaufträge bedienen zu können. Umso besser, dass in den nächsten Wochen in kurzen Abständen zahlreiche weitere Auktionstermine anstehen, die den gezielten Zulauf der gewünschten Qualitäten ermöglichen. Dies gilt gleichermaßen für männliche und weibliche Qualitätsabsetzer, sowie für Kühe mit Kalb bzw. tragende Kühe oder Rinder. Johannes Röttger

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Kontakt Verden Claudia Badenhoop Büro: 04231/679 128 Johannes Röttger Büro: 04231/679 125 mobil: 0172/2133251 Timo Heimsoth Büro: 04231/679 122 mobil: 0151/17436743 Fax: 04231/679 288 fleischrinder@masterrind.com Kontakt Meißen Clemens Cordes mobil: 0151/42669418 Büro: 03521/4704 58 Fax: 03521/4704 864 ccordes@masterrind.com

Vermarktungsangebote für Absetzer Parallel zur Vermarktung über Auktionen bietet die Fleisch­rinderabteilung der Masterrind GmbH Qualitätsmastvieh im Ab-Hof Geschäft an. Unsere Argumente: • Ankaufspreise wahlweise nach Lebendgewicht (Einzeltier/ Gruppe) oder Stückpreis, • verbindliche Terminabsprache hinsichtlich des Vermarktungszeitraums, • Vermarktungswege wahlweise ab Hof, über die Vermarktungszentren oder per Auktion, • zügige Geschäftsabwicklung und fristgerechte Bezahlung der Tiere, 42

• gezielte Vermarktung der selektierten Altkühe zum gewünschten Termin. Im Rahmen unserer aktuellen und marktorientierten Preisbildung honorieren wir beispielsweise auch: • eine qualitätsbewusste Sortierung, • die jeweilige Gruppengröße, • den Einsatz gekörter bzw. geprüfter Zuchtbullen, • Verlässlichkeit und Liefertreue,

• erbrachte Zusatzleistungen (z. B. Grippeschutzimpfung und Fütterungsumstellung). In erheblichem Umfang fördern und bedienen wir auch regionale Vermarktungskreisläufe (insbesondere weibliche Absetzer für die intensive Färsenmast und männliche Absetzer für Qualitätsfleischprogramme bzw.

Hofladenvermarktung). Zum weiteren Ausbau der Vermarktung sind Neukunden sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite herzlich willkommen. Sprechen Sie uns an, wir unterbreiten Ihnen gern ein Angebot! Clemens Cordes

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Züchterfahrt nach Luxemburg Die diesjährige Informationsfahrt der Fleischrinderzüchter aus Niedersachsen führte die Interessierten nach Luxemburg. Im Mittelpunkt der Reise stand die Schau der luxemburgischen Limousinzüchter anlässlich ihres Jubiläums zum 40-jährigen Bestehen des Herdbuches für diese Rasse. 50 hochinteressierte Mitfahrer sahen auf dem Weg in Richtung Süden im Gebiet des Fleischrinderherdbuches Bonn zunächst den Charolaisbetrieb Brauers, der im Köln-Aachener Becken wirtschaftet. Die Charolaisfans unter den Reisenden sahen eine beeindruckend uniform gezüchtete 20-köpfige Herdbuchherde. Im Vordergrund der Zuchtphilosophie steht die Hornloszucht. Die besichtigten Kühe zeigten durchweg gutes Exterieur und der Kälberjahrgang zeigte sich wüchsig und gut bemuskelt. Derzeit deckt in der Herde ein niedersächsischer Vererber aus dem Zuchtbetrieb der Familie Müller aus Stelle. Bevor die Reisegruppe die Jubiläumsschau besuchte, wurde der Top-Züchter Robert Duhr in Manternach, Luxemburg, besucht. Vor Ort beeindruckten nicht nur die ausgesiedelte Hofanlage und der geräumige Stall für 100 Limousin-Mutterkühe, sondern auch die Tiere des Betriebes, die den Besuchern gut sortiert im Detail vorgestellt wurden. Tiere im gut mittleren Rahmen mit feinem Knochenbau, gutem Becken und guter Milchleistung für wüchsige Kälber stehen im Mittelpunkt der Zuchtstrategie des Betrie-

bes. Die vorgestellten Zuchttiere überzeugten die Besucher und waren zum Teil auf der Jubiläumsschau wiederzusehen. Immerhin 16 Kandidaten und Kandidatinnen wurden in den Wettbewerb geschickt. Neben der Limousin-Herdbuchzucht ist die Milchproduktion ein zweites Standbein des Betriebes. Die intensive Rinderproduktion wird gemeinsam mit dem Sohn und einem weiteren Landwirt betrieben. Detaillierte Informationen durch den Betriebsleiter und den Leiter des Fleischrinder­ herdbuches, Gerry Ernst, über züchterische Fragen und über die spezielle Vermarktung des Limousinfleisches über das „Cactus-Label“ rundeten den gelungenen Betriebsbesuch ab.

Gastfreundschaft und gute Tiere Sehr freundlich wurden die Niedersachsen zur Schau in Ettelbrück willkommen geheißen. Ihnen wurde ein sehr guter Richtwettbewerb geboten. Die Altersklassen waren mit bis zu 18 Kandidaten pro Richtgruppe hervorragend besetzt. Jeweils die drei bis vier besten Tiere einer Richtgruppe wurden vom französischen Richter ausführ-

Sehr gute zwei- bis dreijährige Bullen waren im Wettbewerb

Dieses Top-Rind, tragend vom hornlosen Bullen Tristan und aus der bekannten Zucht der Familie Beilstein stammend, ersteigerte der Mitreisende Manfred Pupkes aus Hinte

lich kommentiert. Äußerst beeindruckend waren die stark besetzten Richtgruppen der Kühe mit Kalb und die der Altbullen. Diese Bilder waren Werbung vom Feinsten für die Rasse Limousin. Eine kleine Elite­auk­ tion mit knapp 20 Tieren in Kooperation mit KBS Genetik rundete das sehr gelungene Schauprogramm ab. Für ein besonderes Highlight während der Auktion sorgte einer der Mitreisenden. Für 5.000,- € Zuschlagspreis ging ein sehr gutes Rind, tragend vom hornlosen Bullen Tristan, in den Raum Ostfriesland. Welche Erinnerungen nahmen die Schaubesucher mit nach Hause: Sehr gute Tierpräsentationen im Stall, bestens präparierte Schautiere, die sich sehr ruhig im Ring zeigten. Hoffnungsvolle Jungrinder, sehr gute Kühe und Altbullen mit bewährter französischer und luxemburgischer Blutführung. Im Ansatz auch Hornlos-

genetik in der Schau und in der Auktion, ein sehr guter, genetisch hornloser Bulle aus dem sächsischen Bereich der MASTERRIND in der offenen Auktion, freundliche Züchter und ein festlicher und würdiger Abend zum Abschluss des Jubiläums. Kompliment an unsere Nachbarn!

Nochmals Limousin zum Schluss Auf der Rückreise wurde dann noch spontan der Zuchtbetrieb von Heinrich Runde in Tecklenburg besucht. Seit vielen Jahren wird hier Hornloszucht betrieben. Die Kühe kalben mit annähernd zwei Jahren ab, und neben Vatertieren, die derzeit aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Einsatz sind, wird verstärkt mit Elite-Sperma besamt. Die Reisegruppe traf auf eine gute Limousinherde und einen sehr auskunftsfreudigen und freundlichen Betriebsleiter. Die besichtigten Betriebe, die Jubiläumsschau in Luxemburg und die Weinprobe mit Stadtführung in Trier hinterließen eine Menge an Anregungen und Eindrücke bei den Reisenden.

Friedrich Averbeck

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17. Landesschau in Tarmstedt

Prima Präsentationsplattform Anlässlich ihrer 17. Landesschau boten die niedersächsischen Fleischrinderzüchter auf der Tarmstedter Ausstellung ein umfangreiches und hochwertiges Schauprogramm. Mehr als 80 Beschicker zeigten mehr als 130 Schautiere im Wettbewerb.

Fleischrinder

Zusätzlich gingen 23 Jungzüch­ ter im Alter von 13 bis 25 Jahren in den Ring. Das neugestaltete Ausstellungsgelände bot dafür eine prima Präsentationsplatt­ form. Im Sinne der Beschicker und der Zuschauer sei an dieser Stelle der Tarmstedter Aus­ stellungsleitung herzlich ge­ dankt.

Nonstop Wettbewerb in drei Schauringen Entsprechend der hohen Auf­ triebszahlen wurden die Tiere in Tarmstedt wieder parallel in drei Ringen rangiert. So konnten die Zuschauer sich auf „ihre“ Rasse konzentrieren und es wurde zu keiner Zeit langweilig am Ring. Entsprechend ihrer Verbreitung im MASTERRIND-Zuchtgebiet waren die Rassen Angus, Charo­ lais, Galloway und Limousin wieder am zahlreichsten vertre­

ten. Die stärkste Vorstellung boten in diesem Jahr die Gallo­ wayzüchter mit einem hervorra­ genden Schauprogramm bei den Rindern. Es ist bemerkenswert, dass einige Newcomer unter den Züchtern sich im Wettbewerb gleich ganz vorne platzieren konnten und dass mehrere Tiere, die anlässlich der Spät­ lese­auktion in Verden oder an­ lässlich der Best of in Branden­ burg erworben worden waren, mit hervorragenden Platzierun­ gen aufwarten konnten.

Galloway Den zahlenmäßig stärksten Auftritt hatten erneut die sehr engagierten Gallowayzüchter zu verzeichnen. Mit zwei Bullen-, zwei Kuh- und fünf Rinderklas­ sen hatten die Preisrichter, Thorsten Ahlers, MASTERRIND,

Die Anguskühe sind zur Prämierung aufgestellt

und BDG-Vorstandsmitglied Jan Fengels, über 30 bestens vorbe­ reitete Tiere zu rangieren. In der älteren Bullenklasse be­ hielt der sehr typvolle, mittelrah­ mige und mit bestem Seitenbild ausgestattete Eugen-Sohn Elca­ no von der Bergweide von Hans Werner Seehusen, RSH, die Oberhand vor dem fünfjährigen Domino vom Kronenhof von Hans Dieter Frank, Bösel.

Die gut besetzte älteste Gruppe der Charolaisrinder mit dem späteren Siegerrind Lawine von Heinz Lüers, Bremen, auf der linken Seite

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Die jüngere Altersklasse domi­ nierte der enorm typvolle Gallo­ waybulle Nordlicht aus dem Suletal von Carsten Haase, Dinklage. Auch bei der Sieger­ auswahl punktete er mit seiner festen Bemuskelung in Schulter und Rücken und verwies Elcano von der Bergweide auf den Re­ servesiegerplatz. Das Schaubild der Gallowaykühe war nicht ganz so einheitlich wie bei den Bullen. Eindeutige Lan­ dessiegerin wurde die Nils-Toch­ ter Upsala aus dem Suletal von Fritz Wiegmann, Sulingen, mit exzellentem Bullenkalb bei Fuß. Nach den Siegen in Tarmstedt 2011 und Verden 2012 im Fär­ senklassement bestätigte Upsa­ la aus dem Suletal ihre außerge­ wöhnliche Qualität nun auch als Mutterkuh. Den Reservesiegertitel errang die 1a-platzierte Tari von Theo Dwertmann, Cappeln, knapp vor der dunfarbenen Kijo vom Kro­ nenhof von Carsten Haase, Dinklage. Das etwas besser entwickelte Kalb bei Fuß sowie ein tadelloses Fundament gaben letztlich den Ausschlag.


Ehrung der Galloway-Siegerkuh Upsala aus dem Betrieb Friedrich Wiegmann, Sulingen. Rechts im Bild der Vorsitzende des Bundesrasseverbandes Georg Menke. Links im Bild der Vorsitzende der AFZ e. V. Martin Holm aus Worpswede

al, sehr harmonisch und äußerst korrekt in der Bewegung. Eben­ falls zu überzeugen wusste die jüngste Klassensiegerin Gesche von Theo Dwertmann, Cappeln. Mit sehr viel Rassetyp und bes­ ter Entwicklung setzte sie sich gegen die jüngsten Schauteil­ nehmerinnen durch.

Hereford

Jochen Willen aus Löningen platziert den besten Limousin-Altbullen der Schau. Dieser präsentierte sich gewaltig in Rahmen und Bemuskelung

Wie gemalt Mit Bunny I vom Zuchthof Löm­ ker setzte der Zuchthof LömkerBüttemeyer in der ältesten Rin­ derklasse gleich eine entspre­ chende Marke. „Ein Rind wie gemalt, das in Typ, Bemuske­ lung und Korrektheit keine Wün­ sche offen lässt“, so der Richter­ spruch. Logisch, dass Bunny I vom Zuchthof Lömker verdien­ termaßen den hochwertigen Siegertitel einstreichen konnte. Den Reservesiegertitel sicherte sich Hans Werner Seehusen, RSH, mit der 1a-platzierten Renate von den Angeliter Wies

der zweiten Altersklasse – ein prächtiges Rind mit bester Ent­ wicklung und viel Körpertiefe. Die mittlere Altersklasse gewann die Koralle-Tochter Kandy aus dem Suletal von Fritz Wieg­ mann, Sulingen, knapp vor dem Spätleserind vom Fleischrinder­ tag 2012 Marja von Georg Men­ ke, Ganderkesee. Beide strahlen sehr viel Rassetyp aus, lediglich die etwas bessere Beckenlage entschied. Wiederum Fritz Wiegmann platzierte sich mit der spätreif wirkenden Alexis aus dem Sule­ tal in der vierten Klasse vorne. Ein Rind mit enorm viel Potenzi­

Mit jeweils einer Bullen-, Kuh-, und Rinderklasse gingen die Herefords an den Start. Den zahlreich erschienenen Besuchern bot sich gleich zu Beginn ein tolles Schaubild. Fünf Hereford-Vererber buhlten um den Siegertitel. Jens Reimers, RSH, präsentierte mit dem vier­

jährigen, kanadisch gezogenen ET-Bullen De Luxe den Rassesie­ ger und letztendlich sogar den Mr. Tarmstedt. Er zeigte sich enorm typvoll, hervorragend bemuskelt und sehr harmonisch in der Bewegung; kurzum: ein absoluter All­roun­der. Die 1b-Plat­ zierung sicherte sich Ulrich Spechtmeyer, Espelkamp, mit dem fleischigen und mittelrah­ migen Cliff vor dem großrahmi­ gen Wrapas von Carsten Rust, Bad Fallingbostel. Die Bundesschauerfahrene In­ ghua mit Bullenkalb bei Fuß von Hans-Jürgen Niemeyer, Heinade, demonstrierte im Wettbewerb der Kühe erneut ihre Rassequali­ tät, so dass die 1a-Platzierung logischerweise folgte.

Die beste Charolaiskuh der Tarmstedter Schau kommt aus dem Betrieb von Diethelm Meyerdierks aus Lilienthal. Sie wurde mit der Silbernen Plakette des Ministeriums geehrt

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Fleischrinder

Rangierung der ältesten Gruppe der Limousinrinder. Links im Bild das spätere Siegerrind Malene von Josef Knurbein aus Lindern

Den besten Welsh-Black-Bullen „Dorf knecht“ stellte Hans Stucke aus Loxstedt vor

Bei den Rindern siegte Carsten Rust, Bad Fallingbostel, mit der jüngsten Teilnehmerin, Berta. Das mit viel Potenzial ausge­ stattete Jungrind zeigte sich sehr typvoll, korrekt und harmo­ nisch.

In der gut besetzten Rinderkon­ kurrenz waren drei Gruppen mit je drei bis fünf Tieren zu richten. In der ersten Gruppe trium­ phierte die sehr typvolle, bes­ tens bemuskelte, schwarze Take Swiss-Tochter Linda, im Besitz der Eickermann-Nitsche GbR, Bad Pyrmont. Erstmals auf einer Landesschau vertreten war die Freude umso größer, als im weiteren Verlauf der Konkurrenz verdientermaßen sogar der Landessiegertitel heraussprang. Die in ihrer Klasse siegreiche Helen von Ulrike Edel-Heidhu­ es, Bad Harzburg, sicherte sich den Reservesieg knapp vor der dritten 1a-Preisträgerin Gesa von Heinrich-Werner Brock­ mann, Hessisch Oldendorf.

Angus Siegerbulle im Angus-Block wurde der rote Galerius-Sohn Gado, der sich als mit Abstand ältester Rassevertreter mit knapp neun Jahren in erstaunli­ cher Frische präsentierte. Der vom Betrieb Ahlers, Visselhöve­ de, vorgestellte Altbulle über­ zeugte mit viel Typ, guter Be­ muskelung und korrektem Fun­ dament.

Den Reservesieg konnte der fast dreijährige schwarze Bulle ­Lerry R aus dem Besitz von Timo Oelkers für sich verbu­ chen. Er wusste insbesondere durch seine Länge und sein tolles Seitenbild zu gefallen. In der Schauklasse der Angus­ kühe hatte die Boa-Tochter Ballade mit ihrem Bullenkalb von Gambler aus der Zucht von Dieter Meyer, Bissendorf, die Nase vorn. Die beiden zeigten als Gespann die größte Gesamt­ harmonie und gefielen durch ihre typvolle Ausstrahlung. Auf dem 1b-Platz landete Madleen FS von Jörg Fahrenholz, Schiff­ dorf, mit ihrem enorm entwi­ ckelten Bullenkalb von Riis Boy bei Fuß.

Der Galloway-Siegerbulle Nordlicht aus dem Betrieb der Familie Haase aus Dinklage überzeugte im Exterieur und in der Entwicklung auf ganzer Linie. Züchter des Bullen ist der Betrieb Wiegmann aus Sulingen

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Welsh Black Die beiden ausgestellten Altbul­ len machten beste Werbung für die Rasse Welsh Black und konnten voll überzeugen. Der 1a-Preis ging an den sehr gut bemuskelten Delmi-Sohn Dorf­ knecht, vorgestellt von Hans Stucke, Loxstedt. Bei den Kühen konnte sich mit Berina ebenfalls eine Delmi-Abstammung durch­ setzen. Susanne Maack, Lüb­ berstedt, kann zu Recht stolz sein auf ihre fünfjährige Kuh mit einem echten Spitzenbullenkalb bei Fuß. Den Rinderwettbewerb konnte die Zuchtstätte Michaelis, Rätz­ lingen, für sich entscheiden. Das jüngste Rind war eindeutig

Bei den Highland-Cattle kommen Sieger- und Reservesiegerrind beide aus dem Zuchtbetrieb der Familie Heinz aus Scholen


überlegen und wusste durch Typ und Entwicklung besonders zu gefallen. Nach der Demonstration des beeindruckenden Blonde d‘Aquitaine-Altbullen Corpulent von Bernhard Westendorf, Dam­ me, stellten sich die Zwergze­ bus dem Richterurteil. Beson­ ders überzeugte der 1a-platzier­ te Vorjahressieger Benjamin vom Spechtshof, im Besitz von Henning Oldenhage, Badber­ gen, sowie der äußerst harmo­ nische Juwel von Frank Bier­ kamp, Brake, der den 1b-Platz errang.

Highland Den besten Highland-Bullen stellte Herbert Diers, Bassum. Sein dreijähriger Adriano vom Stührener Berg überzeugte durch eine typvolle Ausstrahlung und seine Gesamtharmonie. Bei den Kühen setzte sich die im schwarzen Farbschlag stehende schicke Jungkuh Natascha mit ihrem Bullenkalb von Camelot durch. Besitzer Klaus Wanne­ witz, Verden, freute sich über seinen Erfolg. Der abschließende Rinderwett­ bewerb brachte einen Doppel­ sieg von Manfred Heinz, Scho­ len. Seine beiden 1a-Rinder Malin und Greetje vom Zockel­

draff machten die Entscheidung über den Gesamtsieg zu einem betriebsinternen Duell. Die ein Jahr ältere Malin vom Zockel­ draff erhielt dabei aufgrund ihrer logischerweise noch größeren Ausstrahlung den Vorzug.

Charolais Auch wenn in diesem Jahr die Altbullen bei der Rasse Charo­ lais fehlten, boten die Züchter einen umfangreichen und span­ nenden Wettbewerb. Die beste Kuh führte Diethelm Meyer­ dierks aus Lilienthal in den Ring. Anlässlich der Best of-Auktion in Brandenburg zugekauft, über­ zeugte Elvira den Preisrichter durch ihre Frische, Länge, aus­ geglichene Bemuskelung und hervorragende Beckenlage. Knapp geschlagen geben muss­ te sich die Kuh Laube aus dem Zuchtbetrieb Beu, Isehorn, Osterholz-Scharmbeck. Sehr viel Qualität der Rasse, ein breiter Rücken und eine tiefe Rippe zeichnen die 1b-Preisträgerin aus. Bei den Charolais-Rindern setzte sich der junge Zuchtbe­ trieb Heinz Lüers aus Bremen mit Lawine an die Spitze. An­ lässlich der Verdener Spätlese zugekauft, wurde diese exzellen­ te Färse, die mit einem Top-Pe­

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digree und einem ebensolchen Exterieur ausgestattet ist, ein­ deutige Siegerfärse. Den Reser­ vesieg holte sich Josef Fraas aus Vechta mit der jüngsten 1aPreisträgerin. California über­ zeugte durch starke Entwicklung und einen sehr guten Knochen­ bau. Einen weiteren 1a-Platz belegte Anke Jaspers, RSH, mit der kompakten und typvollen Estella. Ernst-August Arndt aus Okel zeigte mit Olala ein weite­ res 1a-Rind, das seinem Namen in der Entwicklung voll ent­ sprach.

Ingrid Ahlers aus Visselhövede stellte den Angus Siegerbullen Gado zur Ehrung vor

Fleckvieh Die niedersächsischen Fleck­ vieh-Spitzenbetriebe Hinck, Möllenberg, Focke und Knips warben mit guten Ausstellungs­ tieren für die heimische Zucht. Die Kuh Erwine von Günter Hinck aus Oldendorf und der junge und bestens entwickelte Bulle King von Regina Knips aus Burgwedel wurden jeweils mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Bei den Rindern holte sich Gün­ ter Hinck aus Oldendorf mit der gewaltig entwickelten Cecilia den Siegertitel. Der Reservesieg ging an Christoph Möllenberg aus Wiefelstede für die äußerst korrekte und wüchsige Akira.

Die beste Anguskuh kommt aus dem Zuchtbetrieb von Dieter Meyer aus Bissendorf. Links im Bild Herdenmanagerin Marietta Meyer

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Prämierungsergebnisse der Tarmstedter Landesschau 2012 Schauklasse

Platz

Name

Besitzer

Charolaiskühe Charolaisrinder

Ia Ia Sieger Ia RS Ia Ia Ia Ia Ia Sieger Ia RS Ia I I Ia Sieger Ia RS I Ia Sieger Ia RS Ia Ia Sieger Ia RS Ia Ia Ia Ia Ia Ia Ia Sieger Ia RS Ia Ia Ia Ia Sieger Ia RS Ia Sieger Ia RS Ia Sieger Ia RS Ia Ia Ia Ia I

Elvira Pp Lawine California Estella Olala Devernois Mona Malene KH Honca KH Elchen Corpulent Erwine P Cecilia P Akira P King/E P Gado Lerry Ballade Banjo Helen Gesa De Luxe ET P Inghua Pp Berta Adriano vom Stührener Berg Natascha Malin zum Zockeldraff Greetje vom Zockeldraff Dorf knecht Berina Adele Nordlicht aus dem Suletal Elcano von der Bergweide Upsala aus dem Suletal Tari Bunny vom Zuchthof Loemker Renate von der Angeliter Wies Kandy aus dem Suletal Alexis aus dem Suletal Gesche Benjamin vom Spechtshof Bärli

Meyerdierks, Diethelm, Lilienthal Lüers, Heinz jun., Bremen Fraas, Josef, Vechta Jaspers, Anke, Halstenbek, RSH Arndt, Ernst-August, Syke-Okel Willen, Jochen, Löningen Knurbein, Josef, Lindern Knurbein, Josef, Lindern Hinrichs, Klaus, Edewecht Hinrichs, Klaus, Edewecht Westendorf, Bernhard, Damme Hinck, Günter, Oldendorf Hinck, Günter, Oldendorf Möllenberg, Christoph, Wiefelstede Knips, Regina, Burgwedel Ahlers, Thorsten, Visselhövede Oelkers, Timo, Burgwedel Meyer, Dieter, Bissendorf Eickermann/Nitsche GbR, Bad Pyrmont Edel-Heidhues, Ulrike, Bad Harzburg Brockmann, Heinrich-Werner, Hess. Oldendorf Reimers, Jens, 24864 Brodersby, RSH Niemeyer, Hans-Jürgen, Heinade Rust, Carsten, Bad Fallingborstel Diers, Herbert, Bassum Wannewitz, Klaus, Verden Heinz, Manfred, Scholen Heinz, Manfred, Scholen Stucke, Hans, Loxstedt Maack, Susanne, Gödenstorf Michaelis, Rudolf + Annedore, Rätzlingen Haase, Carsten, Dinklage Seehusen, Hans-Werner, Steinfeld, RSH Wiegmann, Friedrich, Sulingen Dwertmann, Theo, Cappeln Büttemeyer, J., Espelkamp Seehusen, Hans-Werner, Steinfeld Wiegmann, Friedrich, Sulingen Wiegmann, Friedrich, Sulingen Dwertmann, Theo, Cappeln Oldenhage, Henning, Badbergen Bierkamp, Frank, Brake

Limousinbullen Limousinkühe Limousinrinder

Blonde d’Aquitainebullen Fleckviehkühe Fleckviehrinder Fleckviehbulle Angusbullen Anguskühe Angusrinder

Fleischrinder

Herefordbullen Herefordkühe Herefordrinder Highlandbullen Highlandkühe Highlandrinder Welsh Blackbullen Welsh Blackkühe Welsh Blackrinder Gallowaybullen Gallowaykühe Gallowayrinder

Zwergzebubullen Zwergzeburind

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Die Rasse Hereford hinterließ einen sehr guten Eindruck in Tarmstedt. Links im Bild „Mr. Tarmstedt“, der Bulle de Luxe aus dem Zuchtbetrieb Reimers, Schleswig-Holstein. In der Mitte die beste Kuh Inghua aus dem Zuchtbetrieb Niemeyer, Heinade, und rechts im Bild das beste Rind Berta aus dem Zuchtbetrieb Carsten Rust, Bad Fallingbostel

Klauen, ausgeglichener Bemus­ kelung und viel Harmonie im Körperbau. Sie zeigte ein ebenso gewaltig entwickeltes Kalb bei Fuß wie die zweitplatzierte Fali­ da von Manfred Wortmann aus Sulingen. Auch bei den Limousinrindern siegte Josef Knurbein. Malene überzeugte durch ganz starke Entwicklung und viel Harmonie in der äußeren Erscheinung. Den Reservesieg in dieser Kate­ gorie holte sich Klaus Hinrichs aus Edewecht mit dem Jungrind Honca, das ebenfalls durch ein sehr gutes Exterieur zu überzeu­ gen wusste. Der beste Zwergzebubulle Benjamin von Henning Oldenhage aus Badbergen, wurde mit einem Gutschein der MASTERRIND ausgezeichnet.

Limousin Einen hervorragenden Eindruck beim Publikum hinterließen die Limousin-Altbullen. Hier setzte sich Jochen Willen aus Löningen mit dem sehr rahmigen und gewaltig bemuskelten Devernois an die Spitze. Eng auf den Fer­ sen waren ihm zwei ebenfalls sehr gut herausgebrachte Altbul­ len aus den Betrieben Helmut Bokelmann, Osterode/Harz, und Klaus Pregler, Nordstemmen. Die beste Limousinkuh kommt aus dem Stall von Josef Knur­ bein aus Lindern. Als jüngstes Tier ihrer Richtgruppe überzeug­ te sie durch ein sehr gutes Exte­ rieur mit feinen Knochen, guten

Ehrung der besten Fleckviehtiere. v.l.n.r. die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Kuh Erwine und das Siegerrind Cecilia aus dem Zuchtbetrieb Günter Hinck, Oldendorf; mit dem 1. Preis ausgezeichneter hoffnungsvoller Jungbulle King/E von Regina Knips aus Burgwedel; Reservesiegerrind Akira aus dem Zuchtbetrieb Möllenberg, Wiefelstede

Der Züchtergeist ­entscheidet Es ist nicht selbstverständlich, dass sich 80 Züchter aus allen Teilen Niedersachsens und darüber hinaus aus SchleswigHolstein und Mecklenburg auf den Weg machen, um an einer Landesschau teilzunehmen. Die­ ser Einsatz zeugt von einem sehr positiven Züchtergeist und viel Einsatzfreude. Mit Blick auf diese Einstellung, das Schaupro­ gramm und die gelungene Jung­ züchterpräsentation blicken die Fleischrinderzüchter motiviert und optimistisch in die Zukunft.

Die Plaketten des Landwirt­ schaftsministeriums, der Land­ wirtschaftskammer und der Arbeitsgemeinschaft der deut­ schen Rinderzüchter sowie der Tarmstedter Ausstellungsleitung sind Lohn für das gezeigte Pro­ gramm. Das Bild der Fleischrin­ der-Elite wird den Tarmstedter Fachbesuchern in guter Erinne­ rung bleiben, weil die im Ring versammelten Tiere und ihre Züchter überzeugend auftraten.

Friedrich Averbeck, Johannes Röttger, Torsten Kirstein

m

Die besten Jungzüchter Gr.-S.

Jungzüchter

Alter

Tier

Rasse

Betrieb

I II III IV V

André Brockmann Marco Brockmann Tobias Knurbein Melissa Einemann Till Behrens

19 18 15 15 13

Berenice Agentin Max Lilly Paulina

Limousin Limousin Limousin Charolais Charolais

Brockmann, Cord Hermann, Soltau Brockmann, Cord Hermann, Soltau Knurbein, Josef, Lindern Einemann, Jörg, Ottersberg Meyerdierks, Diethelm, Lilienthal

Die Jungzüchter leisteten in Tarmstedt allerbeste Arbeit und waren selbstverständlich auch bestens gelaunt

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Fleischrind-Jungzüchter on Tour Erstmals machten die Fleischrind-Jungzüchter vom 17. bis 20. August eine Tour ins nördliche Frankreich. 18 Jungzüchter starteten gut gelaunt am Freitag­ morgen bei der MASTERRIND in Verden. Alle Jungzüchter waren schon gespannt auf den sehr interessanten Limousin-Zuchtbetrieb Gerhard Beilstein in Welterod, der im Rheinland sehr schön gelegen ist. Die extrem ruhigen und voll im Rassetyp stehenden Limousins beeindruckten die Gruppe.

Jungzüchter Fleischrinder

Charolais & Wein Am Rhein entlang ging es dann zu dem Charolais-Zuchtbetrieb Ernest Hoeffel im Elsass. Bei herrlichem Sonnenschein bekamen wir vom Betriebsleiter vieles über die 400 im Herdbuch eingetragenen Charolais erzählt. Die sehr typstarken und gut bemuskelten Tiere wurden uns auf verschiedenen Weiden präsentiert. Ernest Hoeffel gab uns einen Einblick in das französische Bewertungssystem. Südwestlich von Straßburg wurden wir am Samstagnachmittag vom Juniorchef Burkel auf seinem 13 ha großen Wein-

Gut gelaunte Jungzüchter bei dem Betrieb Beilstein

baubetrieb in Empfang genommen. Er erklärte uns viel über die Kultur auf seinem Betrieb. Die über zwei Stunden dauernde Besichtigung der Weinberge und des Weinkellers wurde durch die leckere Weinprobe abgerundet. Am Sonntag war dann ganz Walbourg unterwegs, um auf das große Hoffest zu Ernest Hoeffel zu gehen. Die rund 1.000 Gäste verbreiteten eine

Typstarke Charolaiskuh mit Top-Kalb bei Fuß

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sehr gute Stimmung und waren beeindruckt, was ihnen alles auf dem Betrieb geboten wurde. Trotz knapp 40 Grad in der Sonne ließ es sich keiner nehmen, das schmackhafte Charolaisfleisch zu probieren, das hier auf dem Betrieb produziert worden war. Kurz vor dem Eintreten der Dämmerung startete – wie an den Tagen zuvor – die Jungzüchterparty. Es wurden

viele Themen diskutiert und sich näher kennengelernt. Am Montag ging es dann Richtung Heimat. Alle Jungzüchter waren sich einig, dass sie in Frankreich eine schöne Zeit verbracht hatten. Ein Dank noch an die Betriebe Beilstein und Hoeffel für die Betriebsbesichtigungen. Timo Heimsoth

Besichtigung der Weinberge mit Vorfreude auf die Weinprobe

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Gebietsentscheid in der ­Tierbeurteilung – Milchkuh Im Rahmen der Tarmstedter Ausstellung fand der Kammerentscheid Hannover in der Tierbeurteilung Milchkuh statt.

Ellen Paddeken (LWK Niedersachsen), Landrat Hermann Luttmann, Torben Breuer, Insa Schwarze, Dorothee Derboven, Kristina Oltrogge, Marten Ham­ bruch, Gerd Eimer (Niedersächsisches Landvolk)

Den Sieg trug Kristina Oltrogge aus Schweringen davon. Im Mannschaftswettbewerb siegten die Jungzüchter Altkreis Hoya mit Kristina Oltrogge, Meike Oltrogge und Dorothee Derboven. Die Sieger qualifizierten sich für den im Herbst 2013 stattfindenden Landesentscheid. Die Landjugendberatung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen organisierte gemeinsam mit der MASTERRIND diesen Gebietsentscheid. Die Teilnehmer hatten sich durch Vorentscheide qualifiziert und sind größtenteils junge Landwirte, die sich in der Ausbildung befinden bzw. in Jungzüchterclubs aktiv sind.

Zu beurteilen waren drei Milchkühe anhand von 17 Bewertungskriterien in den Bereichen Fundament, Euter, Milchtyp und Körper. Es galt, eine möglichst geringe Abweichung vom Urteil des Richtergremiums zu erreichen. Zur Einstimmung wurde die Bewertung einer Milchkuh vorab von Jakob Groenewold, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, erläutert. Im zweiten Wettbewerbsteil rangierten die Teilnehmer sechs Milchkühe. Dabei wurde die Reihenfolge von der besten zur schlechtesten Kuh festgelegt. Ellen Paddeken, LWK Niedersachsen

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Europäische Holsteinschau Schweiz, 1./2. März 2013

Seien Sie dabei und melden Sie Ihre passende Kuh oder Färse an! Infos unter: www.holstein-dhv.de Tel. 0228-91447-52 · info@holstein-dhv.de

oder bei der MASTERRIND, Andreas Oltrogge, Tel. 04231-679-615, aoltrogge@masterrind.com 51


1. Niedersachsen-Cup für Jungzüchter

Jungzüchter

„Offen für alle niedersächsischen Jungzüchter“ lautete das Motto des ersten Niedersachsen-Cups auf der Tarmstedter Ausstellung am ersten Juliwochenende. 80 Jungzüchter aus den Zuchtgebieten der MASTERRIND, Weser-Ems-Union, Osnabrücker Herdbuchgesellschaft und des Vereins Ostfriesischer Stammviehzüchter traten auf dem Tierschaugelände des insgesamt 18 ha großen Ausstellungsareals in den Vorführring, um erstmalig die besten Vorführer Niedersachsens zu ermitteln. Einige der Teilnehmer waren sich bereits auf Schauen des Deutschen Holsteinverbandes, beim bundesweiten Vorführwettbewerb, begegnet und wussten um die Stärken der Konkurrenten. Juror Patrick Rüttimann, den die Ausrichter, der Vorstand des Jungzüchterbeirates der MASTERRIND, aus der Schweiz hatten anreisen lassen, erkannte sehr schnell, dass er es an diesem Tag mit einem hochqualifizierten Teilnehmerfeld zu tun hatte. In insgesamt zwölf Klassen, aufgeteilt nach Alter, angefangen mit den jüngsten Vorführern im Alter von 5 Jahren bis zum versierten Jungprofi von 25 Jahren, galt es zunächst, hier die besten Vorführer zu ermitteln. Wer in seiner Klasse an erster oder zweiter Stelle rangierte,

hatte die erste Hürde genommen und qualifizierte sich für eines der vier Gruppenfinale – jung, mittel, alt und Jungprofis. Ganz dicht am Titel Niedersachsen-Meister lagen dann die Teilnehmer der letzten beiden Richtgruppen und konnten den Wind der Siegprämie vielleicht auch schon etwas in der Nase spüren. Die Sieger und Reservesieger der Gruppen jung und mittel sowie die der Gruppen alt und Jungprofis traten zur letzten Siegerauswahl, der des Niedersachsen-Meisters, ein drittes, aber auch letztes Mal in den Ring. Zwei Titel, dotiert mit einer beachtenswerten Siegprämie von 250 Euro für den Niedersachsen-Meister jung bzw. Niedersachsen-Meister alt, wurden hier vergeben.

Hanna Witte zeigte mit ihrem Kalb Putzi hervorragende Vorführleistungen und wurde mit einer 1a-Platzierung belohnt

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Glückwünsche für die Niedersachsen-Meisterin Johanna Ahrends vom Tarmstedter Bü Ausstellung Frank Holle und Frank Löwentat

Niedersachsen-Meister jung Wie bei allen Jungzüchterwettbewerben zwischen Ostfriesland und Südhannover üblich, traten

die jüngsten Vorführer als erstes in den frisch präparierten Vorführring und Juror Rüttimann zeigte sich nicht nur von der perfekten Vorführleistung, sondern auch vom großen Fachwis-

Fenna Goedeker dominierte mit Mygirl die erste Vorführklasse


in Tarmstedt

rgermeister Wolf Vogel, Hans-Heinrich Ehlen sowie den Vertretern der Tarmstedter

sen der Nachwuchszüchter beeindruckt. Fenna Goedeker aus Varrel und Julius Beermann aus Dörverden zeigten eine Vorführleistung und Tierkenntnis par excellence und setzten sich

an die Spitze der ersten Klasse. Für das erste kleine Finale, Gruppe jung, gingen noch zwei weitere Vorführerklassen bis zum Alter von 11 Jahren in den Ring. In denen in Klasse 2 Hanna

Merle Spannhake und Henrik Weinberg gingen als beste Vorführer der Gruppe jung aus dem Ring

Witte aus Drochtersen vor Wenke Kracke aus Scheeßel und in Klasse 3 Henrik Weinberg aus Isterberg vor Merle Spannhake aus Sulingen rangierten. Auch hier wurde der Schweizer nicht müde, die besonderen Kenntnisse der Vorführer über Exterieur und Pedigreedaten zu loben: „Diese Jungzüchter wissen über das Exterieur eines Rindes besser Bescheid als manch ein Student der Veterinärmedizin.“ Unter kritischen Blicken zogen die sechs jüngsten Niedersachsen dann erneut einige Runden, bei denen keinem Zuschauer die bestehende Konzentration verborgen blieb. Henrik Weinberg zeigte dem Richter die konstanteste Aufmerksamkeit, ließ sich und sein Kälbchen Trixi trotz knisternder Spannung nicht aus der Ruhe bringen und konnte somit als Sieger dieser Gruppe hervorgehen. Merle Spannhake rangierte mit dem Reservesieg knapp dahinter, sicherte sich aber ebenso den Fahrschein für das Finale. In der zweiten Gruppe, der Vorführer zwischen 12 und 15 Jahren, konnten in den drei Einzelklassen Johanna Ahrends aus Wangerland, Celine Fieder aus Wagenfeld und Anne Imhoff aus Dötlingen die Siegertitel davontragen. Durch eine 1b-Platzierung qualifizierten sich für das Gruppenfinale ebenfalls Töbke Tammen aus Wittmund,

Imke Witte aus Drochtersen und Devon Lohmöller aus Emsbüren. Eine Gruppe von Vorführern, die allesamt bereits einige Platzierungen vorweisen konnten und dies auch deutlich präsentierten. Erst ein Platzwechsel sorgte im Finale für eine klare Richtentscheidung und ließ Johanna Ahrends als Beste hervorgehen, Anne Imhoff musste sich knapp geschlagen geben und erhielt den Titel der Reservesiegerin. Mit Übergabe der ersten Siegerschärpen in den Gruppen jung und mittel fand dann auch schon der erste Höhepunkt des Tages statt und nicht nur in den Zuschauerreihen durfte man sich die Frage stellen, wer der erste Niedersachsen-Meister jung wird? Unter den Augen des Jurors zogen somit zum dritten aber dann auch wirklich letzten Mal Henrik Weinberg, Merle Spannhake, Johanna Ahrends und Anne Imhoff ein. Alle vier Jungzüchter zeigten sich zwar hochkonzentriert aber trotzdem auch äußerst glücklich, so bekam man als Zaungast auch immer wieder ein Lächeln geschenkt. Nicht nur ein Lächeln, sondern auch einen Freudensprung gab es letztlich von Johanna Ahrends, als Juror Rüttimann ihrem Jungrind einen Klaps auf das Hinterteil gab und damit den Sieg für dieses Paar signalisierte.

Celine Fiedler hatte beim Triathlon im April 2012 einen Gruppensieg erzielt, in Tarmstedt konnte sie ihre Klasse erneut anführen

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Sieger und Reservesieger des 1. Niedersachsen-Cups Klasse

Präm.

Tiername

Vater

1a + S Trixi Jasper 2 1b + RS Karotte Schaffner 4 1a + S Oper Jakobus 6 1a + RS Lizz Fortune 3 7 1a + S India Goldwin 1b + RS Idas Girl Lauthority 10 1a + S Key-Key Samuelo 1b + RS Krista Minister Niedersachsenmeister jung: Johanna Ahrends Niedersachsenmeister alt: Nina Kleemann Bestes Typtier: Lizz (Fortune 3) 3

Vorführer

Ort

Altersklasse

Henrik Weinberg Merle Spannhake Johanna Ahrends Anne Imhoff Torben Melbaum Julia Weinberg Nina Kleemann Anna Hobbie

Isterberg Sulingen Wangerland Dötlingen Großenkneten Isterberg Bösel Wangerland

jung mittel alt Jungprofis

Ergebnisse der MASTERRIND-Vorführer beim Niedersachsen-Cup Klasse

Präm.

Tiername

Vater

Vorführer

Ort

1

1a 1b 1c 1c 1c 1a 1b 1c 1c 1c 1b + RS 1c 1c 1c 1c 1d 1g 1h 1a 1b 1e 1f 1g 1d 1e 1f 1g 1h 1c 1f 1g 1h 1i 1c 1d 1e 1f 1a 1b 1c 1d 1g 1h 1f 1a 1d 1e 1f 1b 1d 1e

Mygirl Gold Nova Zauberin Kira Rose Putzi Osa Haselnuss Oma Hazienda Karotte Alina Rita Wolke Libelle Amy Karla Larissa Sue Ronnie Amicelli Daybreak Mia Kleopatra Saphira Highlight Clementine Leonie Adele Goldregen Marbella Re L‘amour Puala Lava Lady Rash Gundula Tamina Heide Galina Daiquiri Rieka Otana Happy Rina-Red Lady Rae Lilo Mandala Heidefee Roxi Ferrari Susanne

Destry Goldwin Goldtime Struik Sid Pagewire Samburu Lonar Samburu Ashlar Schaffner ALH Duke Jotan Sohnemann Samson Million Braveheart

Fenna Goedeker Julius Beermann Ryan Fiedler Marie-Theres Enskat Phillip Beermann Hanna Witte Wenke Kracke Stina Alps Lina Riebesell Karl Heinecke Merle Spannhake Femke Nuttelmann Hergen Fehsenfeld Maximilian Englisch Henner Drögemüller Saskia Goedeker Pia von Schassen Depke Fehsenfeld Celine Fiedler Imke Witte Timo Schmidt Celina Friebe Hannes J. Büntemeyer Ronja Niebuhr Ellinor Kläke Marius Enskat Christoph Enskat Jan-Eric Kistenbrügger Alena Wortmann Kristina Oltrogge Judith Schwarze Maren Schwarze Jan-Geert Hoekstra Meike Oltrogge Till Dreyer Sophie Evers Marcel Rock Dominik Bertram Vivian Fiedler Henning Martens Jan Brokering Johanna Wortmann Mareike Bretkuhn Stephanie Schünemann Dorothee Derboven Sarah Stengel Lea von Otte Christine Kläke Lukas Harms Marion de Groot Ingrid Kläke

Varrel Dörverden Wagenfeld Drage Dörverden Drochtersen Scheeßel Eschede Scheeßel Drage Sulingen Landesbergen Thedinghausen Blender Eschede Varrel Osten Thedinghausen Wagenfeld Drochtersen Warpe Warpe Blender Drage Celle Drage Drage Drage Thedinghausen Warpe Dörverden Dörverden Celle Warpe Warpe Warpe Warpe Drage Wagenfeld Warpe Warpe Thedinghausen Drage Tarmstedt Warpe Drage Blender Celle Thedinghausen Visselhövede Celle

2

3

4

Jungzüchter

5

6

7

8

9

10 11

12

54

Jordan Tee Off Damion Jordan Laubaro Stempler Ferdinand Talent 2 Lexikon Jurus Windspiel Sanchez Demello Fever Carmano Dusk Roy Sanchez Coloret September Classic PS Alert II Goldwin Baxter 2 September Savard-ET Sallas Eight Burggraf Stabilo Jake Win 395 Gibor

Niedersachsen-Meister alt Der erste Titel war vergeben, für den zweiten Titel, Niedersachsen-Meister alt, galt es für die Jungzüchter zwischen 16 und 25 Jahre im Idealfall, das gleiche Prozedere wie die Kleinen zu absolvieren: mit einem Klassensieg ins Gruppenfinale und dann zur Siegerauswahl. Die erste Gruppe, eingeteilt in drei Klassen, der 16- bis 20-Jährigen, wurde in den einzelnen Klassen von Torben Melbaum aus Großenkneten, Carina Nölker aus Rödinghausen und Dominik Bertram aus Drage dominiert. Durch den ReserveKlassensieg zogen ins Gruppenfinale Julia Weinberg aus Isterberg, Ulrike Schulze aus Rödinghausen und Vivian Fiedler aus Wagenfeld ein. Im kleinen Finale ließen der Sieger und die Reservesiegerin der ersten Klasse ihren Konkurrenten wenig Chancen. Torben Melbaum und Julia Weinberg hatten den Juror bereits in der ersten Siegerauswahl durch die vorbildliche Vorführleistung beeindruckt. Auch in Runde 2 wusste der oldenburgische Jungzüchter zu überzeugen und ließ sich und sein Tier nicht aus der Ruhe bringen. Als Lohn gab es dafür die Siegerschärpe dieser Altersgruppe. Julia Weinberg, möglicherweise von ihrem kleinen Bruder Henrik inspiriert, war in ihrer eigenen Klasse zweitplatziert gewesen, konnte im Finale aber nochmals alle Energien aktivieren und bekam den Reservesieg zugesprochen. Wenn man sich jetzt noch gegen die ältesten, die Jungprofis, durchsetzen könnte, dann war man Niedersachsen-Meister, sollte dieser Traum für Torben Melbaum oder Julia Weinberg wahr werden? Bei den Jungprofis sind rein altersmässig zwar mit 21 und maximal 25 Jahren noch junge Menschen am Führstrick, was die Vorführleistung und den Umgang mit dem Tier betrifft aber reine Profis. Mit Dorothee


Kleemann aus Bösel und Anna Hobbie aus Wangerland. Damit stand mit den beiden sympathischen Damen aus Oldenburg und Ostfriesland sowie den Siegern, Torben Melbaum und Julia Weinberg, aus der Gruppe 16 - 20 Jahre das letzte große Finale fest. Nachdem der Titel des Niedersachsen-Meisters jung bereits in Frauenhände ging, stellte sich für den einen oder anderen Zuschauer sicherlich die Frage, würde auch dieses Mal eine Dame siegen oder würde sich Torben Melbaum gegen die starke weibliche Konkurrenz durchsetzen können?

Aber auch der letzte Preisscheck über 250 Euro wurde von der Tarmstedter Ausstellungsleitung an eine Nachwuchszüchterin übergeben, Nina Kleemann ist die Niedersachsen-Meisterin alt 2012. Als bestes aller Typtiere aus den einzelnen zwölf Klassen erhielt die Fortune 3-Tochter RS Lizz vom Zuchtbetrieb Strudthoff aus Oldenburg in der letzten und einzigen Siegerauswahl, bei der das Exterieur des Tieres im Vordergrund stand, ein Vorführhalfter und einen Pokal. Christiane Kastens

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Dominik Bertram mit Heide und Vivian Fiedler mit Galina haben sich zur Siegerauswahl der Vorführgruppe alt qualifiziert

Derboven aus Warpe und Anna Hobbie aus Wangerland gingen sogar zwei Vorführerinnen an den Start, die im Vorjahr bereits beim bundesweiten Wettbewerb auf den ersten Plätzen zu finden gewesen waren. Zu richten waren die drei letzten Klassen. Nina Kleemann aus Bösel konnte sich in ihrer Klasse sogar gegen Anna Hobbie aus Wangerland durchsetzen. Die nächste Klasse wurde von Dorothee Derboven aus Warpe vor Wiebke Ekenhorst aus Laar gewonnen. In der 12. Klasse wurden mit

Fenna Behrens aus Dötlingen und Lukas Harms aus Thedinghausen die letzten Finalteilnehmer der Jungprofis nominiert. Aus diesen sechs Jungzüchtern die letzten beiden möglichen Titelanwärter zu benennen, war für Juror Rüttimann wahrlich nicht leicht. Er musste sich nach eigenen Aussagen „sämtlicher Tricks“ hinsichtlich seiner Zeichengabe bedienen, um überhaupt einen Unterschied zu finden. Die besten Vorführer dieser Gruppe sah er dann jedoch für diesen Tag in Nina

Dorothee Derboven war bei den Jungprofis mit einer 1a-Platzierung dabei

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X R KINDERSEITE Alles Kürbis oder was ?! Fast alle kennen den Kürbis von Halloween, wenn er uns mit seiner fiesen Grimasse in der Dämmerung angrinst. Allerdings gibt es ihn nicht erst seit diesem Volksbrauch. Vor mehr als 10.000 Jahren haben die Indios, ein südamerikanisches Volk, angefangen, den Kürbis zu pflanzen. Die heutigen Kürbisarten brachte Christoph

Kolumbus aus Amerika mit. Der Kürbis wird aufgrund der dicken Schale auch als Panzerbeere bezeichnet. Die Gurke und die Melone sind mit ihm verwandt. Damit der Kürbis auch ordentlich wächst, ist die fleißige Arbeit von Hummeln und Bienen wichtig, weil sie die Blüte befruchten. Aus den gelben Blüten können bis zu 500 kg schwere

Beeren entstehen, die alle ganz unterschiedliche Farben und Formen haben. So unterschiedlich wie die Gestalt, sind auch deren Namen wie zum Beispiel „Big Max“, „Rosa Riesenbanane“ oder „buntes Ufo“. Vielleicht haben manche von euch schon den Kürbis nicht nur vor der Haustür gefunden, sondern auch mal auf dem Mittags-

teller. Da er auch zu den Fruchtgemüsen gehört, ist das gar nicht so verwunderlich. Aber man muss aufpassen, denn die meisten Kürbissorten sind nicht zum Essen gedacht, sondern werden nur zur Zierde angebaut. Ihr würdet starke Bauchschmerzen bekommen und es würde euch übel werden, wenn ihr sie essen würdet. 

INTERN JUNGZÜCHTER

Halloween-Kürbis-Muffins Drei Kürbisse gewinnen! In Amerika ist es Tradition, an Halloween einen Kuchen aus Kürbisfleisch zu backen, den „Pumpkin Cake“. Wir haben hier ein Kürbismuffin-Rezept ausgesucht mit oranger Glasur und Ihr könnt noch Halloween-Fratzen darauf malen. Zubereitungszeit: 15 Minuten Backzeit: 20-25 Minuten Zutaten für eine 12er Muffinsform (oder 12 Papierbackförmchen): 250 g Kürbisfruchtfleisch 150 g Butter 200 g Zucker 3 Eier 2 TL Zimt 200 g Mehl 1/2 Päckchen Backpulver

Für die Halloween-Dekoration: 300 g Puderzucker 8 El Zitronensaft gelbe und rote Speisefarbe Zuckerschrift aus der Tube Zubereitung: Das Kürbisfruchtfleisch pürieren. Dann die Butter mit dem Zucker, den Eiern und dem Zimt verquirlen. Nun das Kürbispüree unterrühren. Das Mehl und das Backpulver nur kurz untermischen. Den Teig in die vorgefettete 12er-Muffinform oder in die Papierbackförmchen füllen. Im vorgeheizten Umluftherd auf der mittleren Schiene bei 180° C 20-25 Minuten backen. 

September-Rätsel Welche Früchte sind mit dem Kürbis verwandt? Schickt die Lösung an: MASTERRIND GmbH, Christiane Kastens, Osterkrug 20, 27283 Verden

Die Gewinner des Kinder-Rätsels im Juli sind Laura Brennfleck aus Stolzenau und Charlotte Tödter aus Schneverdingen

Herzlichen Glückwunsch! 56

Kürbisse haben meistens wunderbar feste Stiele, an denen sie sich hochheben lassen. Diese Eigenschaft lädt zum alten Spiel „Drei gewinnt“ ein. Jeder Spieler erhält 4 Kürbisse einer Sorte oder Farbe. Auf einem 3 x 3 Felder großen Spielfeld, das mit Straßenkreide auf den Hof gemalt wird, setzen die Spieler nun abwechselnd ihre Kürbisse. Wer seine drei Kürbisse zuerst in eine Reihe, eine Spalte oder

O O O O X X X die Diagonale gesetzt hat, hat die Runde gewonnen. 

Kürbis-Rassel Es ist ganz einfach, sich eine Kürbis-Rassel zu bauen. Das einzige, was man hierzu braucht, ist etwas Zeit. Eigentlich wird jeder Kürbis, lässt man ihm genug Zeit zum Trocknen, zu einem Musikinstrument. Die Schale der Kürbisse wird hart und innen lösen sich die Kerne von der Wand. Schüttelt man diesen Kürbis, ertönt ein Rasselgeräusch. Will man dieses verstärken, kann man den Kürbis zusätzlich mit Hülsenfrüchten füllen. Dazu muss einfach ein

Loch in die Hülle gebohrt werden, das man nachdem man die getrockneten Hülsenfrüchte eingefüllt hat, mit einem Stück Holz verschließt. Eine andere Möglichkeit, die Lautstärke zu erhöhen, ist das Anbringen eines Netzes mit Perlen am Kürbis. Hierzu muss man einfach Holzperlen mit einem kleinen Abstand an einen Faden binden und diesen dann zu einem Netz um den Kürbis herum mit Doppelknoten verbinden. 


Gelungenes Hoffest im Weidegut Colmnitz In guter jährlicher Tradition wird auf dem Weidegut der Firma CAG Colmnitz in Sachsen im Juli ein Hoffest zur Präsentation des Betriebes durchgeführt. Diese Traditon wurde 2008 mit einer Betriebstierschau begonnen. Im letzten Jahr musste die Tierschau leider wegen Starkregens auf der Freifläche zum Leidwesen aller Vorbereiter und Besucher abgesagt werden. Am 14. Juli 2012 gab es nun einen neuen Anlauf für die Tierschau zum Hoffest. Und dieser erneute Anlauf war erfolgreich. Davor stand jedoch ein Trainings- und Vorbereitungsprogramm über sechs Wochen für die ausgewählten Tiere und deren Vorführer. Die Eröffnung übernahm der Geschäftsführer Herr Lehradt. Anschließend übergab er an den Kommentator der Tierschau, Herrn Friedrich Jahn aus dem Zuchtbetrieb Hainichen-Pappendorf. Eröffnet wurde die Tierschau mit einer Talendi-Tochter und ihren Zwillingskälbern. Es folgte der Bambinowettbewerb mit Kindern zwischen 5 und 12 Jahren, die aus dem Betrieb oder dem Einzugsgebiet kamen. Es war

schon erstaunlich, mit welchem Engagement die Kinder ihre Tiere im Ring vorführten. Dies ist sicherlich auch eine Möglichkeit, um Nachwuchs für landwirtschaftliche Berufe zu gewinnen. Zum Höhepunkt der Tierschau hatte Friedrich Jahn die Kühe in zwei Gruppen aufgeteilt. Auf der einen Seite standen vorwiegend schwarz gefärbte Tiere, die Tiere auf der anderen Seite waren nahezu weiß. Für die schwarze Abteilung starteten Töchter der Bullen Delight, Stolino, Dandi und Risto. Demgegenüber stellten sich für die weiße Abteilung drei Töchter vom Bullen Alves und eine Tochter vom Bullen Titur dem Wettbewerb. Nach mehreren Runden im Ring und dem Stellen zu Schaubildern entschied sich Friedrich Jahn für die Stall Nr. 155 (V. Alves) und 372 (V. Stolino) zum Endausscheid. Miss Colmnitz wurde schließlich die AlvesTochter mit ihrer Vorführerin Daniela Süß. Beachtlich war die

Engagierte Jungzüchter

dem Betrieb weiterhin Erfolge in der Milchproduktion, mit dem Stallneubau und den Melkrobotern.

Vielfalt der Vorführer, beginnend mit dem zuständigen Tierarzt über den Klauenpfleger, den Produktionsarbeitern und Führungskräften der Tierproduktion. Auf diesem Wege Dank an alle Beteiligten für ihre Mühe und

Klaus-Dieter Reimann



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07.05.2010 12:39:11 Uhr


Besamungsverein Lüneburg/Neuhaus /Winsen Am 22. Juni trafen sich die Mitglieder des Besamungsvereins zu ihrem mittlerweile traditionellen Züchtertreffen auf dem Betrieb Melkhof Rieckmann KG in Rottorf. Im Fokus der Besichtigung stand in diesem Jahr der neu errichtete Jungviehstall. Durch die Ausdehnung des Kuhbestandes auf mittlerweile 280 Kühe mussten die Jung­vieh­aufzuchtplätze aufgestockt werden. Eine Auslagerung des Rinderbestandes kam für die Züchterfamilie Rieckmann nicht in Frage, denn die sensible Aufzuchtphase sollte im eigenen Verantwortungsbereich bleiben. In Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Kunz von der LWK Schleswig-Holstein plante und errichtete der Betrieb dann in 2011/12 einen neuen Jungviehstall mit 120 Plätzen. Das Stallbaukonzept basiert dabei auf dem sogenannten „Holsteiner Kälberstall“. Bei dieser Stallform werden die Jungtiere in einer Zwei-

flächenbucht (Fressgang und eingestreuter Liegebereich) mit Kälbernest gehalten. Über dem Kälbernest befindet sich eine absenkbare Haube, sodass in diesem Bereich ein geschütztes Kleinklima entsteht. Ziel ist es, durch eine offene Bauweise eine gute, tiergesunde Luftzirkulation anzustreben und die Baukosten möglichst niedrig zu halten. Beides zu erreichen, stellt aber eine absolute Herausforderung dar, so Betriebsleiter Heiko Rieckmann. Um bei der Tiergesundheit letztlich keine Kompromisse einzugehen, wurde der Stall nach einer Testphase noch komplett mit Netz-Jalousien versehen. Nach der Stallvorstellung ging Herr Dr. Kunz noch in einem Kurzvortag mit Lichtbildern auf

 Züchtertreffen

Besonderes Augenmerk wurde beim Züchtertreffen auf den Kälberstall gerichtet

verschiedenen Ausrüstungsvarianten dieses Stalltyps ein, so dass jeder Teilnehmer viele interessante Anregungen für seinen eigenen Betrieb aufnehmen konnte. Bevor der Abend dann bei Fußball, Bier und Bratwurst zuende ging, bedankte sich der Vorsitzende, Heinz Tangermann, nochmals bei Eckhard Rieckmann für sein Wirken als Vertreter des Besamungsvereins in der Gesellschafterversammlung der MAS-

TERRIND GmbH und deren Vorläuferorganisationen. Nach 20-jähriger Tätigkeit legte der Senior des Betriebes dieses Ehrenamt im Frühjahr aus Altersgründen nieder. Abschließend nochmals ein Dank an alle Helfer, Organisatoren, Referenten und insbesondere die Familie Rieckmann für dieses interessante Züchtertreffen. Dirk Tewes

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Intern

Züchtertreffen mit Besucherrekord Nicht weniger als 250 Besucher folgten Ende August der Einladung des Besamungsvereins Scheeßel, Rotenburg, Visselhövede und des Rindviehzuchtvereins Rotenburg, um sich den neuen Kuhstall der Familie Peters in Stemmen anzuschauen.

Andreas Peters referiert über die Betriebsentwicklung. V. l. Katharina, Andreas, Karin, Sebastian, Luise und Alexander Peters

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Bevor alle einen Blick in das neue Bauwerk werfen konnten, stellte Andreas Peters den Familienbetrieb, den er zusammen mit seiner Frau Karin führt, ausführlich vor. Der Betrieb konzentriert sich ausschließlich auf die Milchproduktion und melkt zurzeit 250 Kühe. Die Außenwirtschaft und die Jungviehaufzucht werden in Kooperation mit anderen Betrieben durchgeführt und auch das

tägliche Füttern der Tiere wird von einem Lohnunternehmer mit einem selbstfahrenden Futtermischwagen erledigt. In seinem Vortrag ging der Betriebsleiter sehr intensiv auf die Entwicklung des Betriebes und die Organisation der Arbeitsabläufe ein. „Dass unsere Arbeit der vergangenen Jahre so hervorragend verlief, ist das Ergebnis einer innerbetrieblichen und geschäftspartnerlichen Teamarbeit“, erklärte Andreas Peters. Aber die Entwicklung im Betrieb Peters ist längst noch nicht abgeschlossen. Da die beiden Söhne Alexander und Sebastian nach der Ausbildung in den Betrieb einsteigen wollen, sind bereits jetzt weitere Schritte geplant. Dass sich die Kühe in dem

Betrieb sehr wohl fühlen und beste Pflege erhalten, zeigen die erbrachten Leistungen. Carsten Meyer, Zuchtinspektor der MASTERRIND, konnte an diesem Abend gleich zwei Kühe auszeichnen, die jeweils über 100.000 kg Milch produziert hatten. Die begehrte Urkunde der Zuchtorganisation gab es somit für die 14-jährige Kuh „Fine“ und für die 12-jährige „Onka“. Nach den vielen Informationen und dem Betriebsrundgang konnten sich alle am Grillbuffet stärken, das durch zahlreiche Lieferanten und Dienstleister des Hofes in Stemmen unterstützt worden war. Bernhard Weber

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Sommerfahrt der Besamungsvereine im Heidekreis Am 12. Juni starteten 42 Mitglieder der Besamungsvereine Fallingbostel und Soltau zu einer gemeinsamen Sommerfahrt nach Schleswig-Holstein. Erstes Reiseziel war das Gut Hülsenberg der Futtermittel­ firma Schaumann. Vielen der Teilnehmer war dieser Betrieb in der Vergangenheit aus der Agrarpresse noch als Versuchsgut bekannt. Die Ausrichtung des Betriebes hat sich aber in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Betriebsleiter Gregor Janknecht berichtete, dass mittlerweile die 180 gehaltenen Milchkühe und eine 560 KW Biogasanlage den Betriebsschwerpunkt bilden. Das Versuchswesen ist annähernd eingestellt. Schweine und Schafe werden nicht mehr gehalten. Insgesamt umfasst der Betrieb eine Fläche von 600 ha. Im Anbau sind 360 ha Mais, 75 ha Winterroggen/Wintergerste, 75 ha Ackergras und 40 ha Dauergrünland. Die Milchviehherde wird im Boxenlaufstall gehalten und im Doppel-12er-Side-bySide-Melkstand gemolken. Das Leistungsniveau liegt bei 11.600 kg Milch je Kuh und Jahr.

Besonders interessant war die Darstellung der Arbeitsorganisation. Das Gut wird mit vier Festangestellten, einem Auszubildenden und einem Praktikanten bewirtschaftet. Eine Herausforderung ist es, alle anfallenden Arbeiten in eine 40-Stunden Woche der Belegschaft zu integrieren. So erledigt eine Arbeitskraft den Wochenenddienst – 180 Kühe und weibliche Nachzucht melken und füttern – ­allein! Mit diesen Eindrücken startete die Reisegruppe dann zu ihrem zweiten Reiseziel, dem Rinderzuchtbetrieb Wendell-Andresen GbR in Beringstedt. Am frühen Nachmittag wurden wir hier dann von dem Besitzer Heiko Andresen begrüßt. Dieser Betrieb hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung erfahren. Ausgehend in 2004 mit 120 Kühen im

Die Reisegruppe vor dem Melkhaus des Betriebes Wendell-Andresen, Betriebsleiter Heiko Andresen im gestreiften Shirt

Bestand, werden mittlerweile 500 Kühe gehalten. In dieser Zeitspanne hat der Betrieb neben dem neu errichteten Kuhstall mit 32er Melkkarussell noch eine 380 KW-Biogasanlage gebaut, eine 350 KW-Photovol­ taikanlage installiert, 80 ha Land gekauft sowie 200 ha Fläche zugepachtet. Alle Investitionen wurden ohne einzelbetriebliche Fördermaßnahmen umgesetzt! Als Arbeitskräfte stehen vier Mitarbeiter und ein Auszubildender zur Verfügung. Die Außenwirtschaft auf 280 ha Silomais- und 200 ha Grünlandfläche ist an Lohnunternehmen vergeben. Parallel hat die Familie WendellAndresen auch züchterisch in die Kuhherde investiert. Basierend auf Embryonenimport

haben sich im Betrieb mittlerweile Kuhfamilien etabliert, aus denen verschiedene Besamungsstationen erfolgreich Zuchtbullen selektieren. So ist der Titanic-Sohn Terbium ein stark nachgefragter Wiedereinsatzbulle bei der RSH, der mit positiven Sekundär-Zuchtwerten aufwarten kann. Auch Tierschauen werden beschickt. Zum Besichtigungszeitpunkt wurden gerade elf Kühe für die Teilnahme zur Kreistierschau vorbereitet, für einen Betrieb dieser Größenordnung sicherlich keine Selbstverständlichkeit! Abschließend nochmals ein Dank an beide Betriebsleiter für diesen sehr informativen Besichtigungstag. Dirk Tewes

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ˇ Dr. Jan Stástný zum 80. Geburtstag Am 10. Mai beging Dr. Jan ˇStást­ ný, der langjährige Geschäftsführer unseres tschechischen Partners ISB Genetic s.r.o., im Kreise von Geschäftspartnern und Freunden seinen 80. Geburtstag. Im Jahr 1992 wurde ISB Genetic unter der Führung von Jan ˇStástný gegründet. 1994 erhielt ISB Genetic als erste tschechische Station die EU-Anerkennung. Der Erfolg der Firma ISB Genetic ist eng mit dem unermüdlichen Einsatz von Jan ˇStástný verbunden. Kein Arbeitstag war ihm zu lang, kein Weg war ihm zu weit. So ließ er es sich nicht nehmen, fast monatlich nach Meißen zu kommen, um bestelltes Sperma persönlich abzuholen und sich über

Auszubildende ­nahmen Arbeit auf

Neuigkeiten zu Bullen, Zuchtwerten, u. ä. zu erkundigen. Für sein langjähriges Engagement erhielt er an seinem Ehrentag die „Silberne Ehrennadel der MASTERRIND“. Die MASTERRIND bedankt sich bei Jan ˇStástný für die langjährige, freundschaftliche Zusammenarbeit und wünscht vor allem Gesundheit für den folgenden Lebensabschnitt als Pensionär. Gleichzeitig wünschen wir seinem Sohn, Dr. Jan ˇStástný jr., der die Geschäftsführung von ISB-Genetic übernommen hat, alles Gute bei der Fortsetzung des Werkes, das sein Vater begonnen und zu nachhaltigem Erfolg geführt hat. Steffen Feurich

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Die MASTERRIND und ihre Vorgängerorganisationen bilden seit jeher den beruflichen Nachwuchs aus. In diesem Jahr traten in Verden am 1. August drei junge Kollegen ihre kaufmännische Ausbildung an. Christina Funke wurde 1992 geboren und hat ihre schulische Ausbildung mit dem Abitur abgeschlossen. Sie stammt aus dem Landkreis Diepholz und gibt als Hobby das Turnen mit Kindern an. Katharina Kropp ist ein Jahr jünger und legte vor Kurzem das Fachabitur ab. Sie wohnt in Bremen und ist begeisterte Reiterin. Das verbindet sie mit dem bereits 1987 geborenen Marcus Witte. Er stammt aus dem Landkreis Verden und hat vor seinem Eintritt in das Unternehmen eine Ausbildung zum Pferdewirt abgeschlossen. Ne-

ben dem Reiten spielt er gern Badminton. Im Rahmen ihrer Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel werden die neuen Kollegen nun in den nächsten Jahren in den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens zum Einsatz kommen. Hermann Bischoff

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Die Neu-Auszubildenden Katharina Kropp, Christina Funke und Marcus Witte mit Ausbildungsleiterin Karin Cordes (v.l.n.r.)

Peter Thomsen verstorben

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass Frank Krems am 21. Juli im Alter von 56 Jahren plötzlich verstorben ist. Als Spediteur arbeitete Herr Krems viele Jahre sehr eng und vertrauensvoll mit der Abteilung Tiervermarktung der MASTERRIND zusammen. Dabei schätzten wir ihn als sehr hilfsbereiten, zuverlässigen und vertrauenswürdigen Menschen. Dieses gegenseitige Vertrauen prägte die langjährige Zusammenarbeit wesentlich. Wir werden ihn stets in guter Erinnerung halten. Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie von Frank Krems.

Peter Thomsen, Gründungsvorsitzender und Ehrenmitglied des NOG-Partners Rinderzucht Schleswig-Holstein, verstarb am 10. Juli kurz vor Vollendung des 77. Lebensjahres. Die Einigung der schleswig-holsteinischen Rinderzucht und die Zusammenführung unter dem Dach der RSH eG sind ein wesentlicher Verdienst von Peter Thomsen. Dazu gehörten auch die Ausgestaltung der Zuchtprogramme, die der Bullenmütterselektion und erforderliche Rationalisierungsmaßnahmen im Personalbereich. Mit dem gleichen Engagement hat er sich nach der Wende für die Zusammenarbeit der RSH eG und der Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern (RMV) stark gemacht. Mit der Beteiligung der RSH eG an der RMV GmbH hat er dort als Aufsichtsratsmitglied konstruktiv die züchterische Zukunft und den Aufbau des Unternehmens mit Rat und Tat begleitet. Trotz dieses starken ehrenamtlichen Engagements wurde zusammen mit der Familie zielstrebig der eigene landwirtschaftliche Betrieb zu einem der erfolgreichsten Schwarzbuntzuchtbetriebe Deutschlands weiterentwickelt, aus dem zahlreiche positive Vererber und viele überragende Schaukühe hervorgingen. Die norddeutschen Züchter werden sein Andenken in Ehren halten. Ihr aufrichtiges Mitgefühl gilt der Familie Peter Thomsens.

Kathlen Glück

RSH

ˇ Übergabe der „Silbernen Ehrennadel der MASTERRIND“ an Jan Stástný (3. v. l.), weiterhin v. l. n. r.: Heinz Nüssle (Rinderunion Baden-Württemberg), Dr. Dettmar Frese, Steffen Feurich (beide MASTERRIND)

Kurzinfos Persönliches

Frank Krems verstorben

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Tianshan Bio und MASTERRIND gründen Joint Venture in China Am 18. Juli 2012 unterzeichneten Vertreter von Xinjiang Tianshan Animal Husbandry and Biologi-

cal Engineering Company LTD und MASTERRIND GmbH Rinderzucht und Vermarktung im

nordwest-chinesischen Changji einen Vertrag zur Gründung einer gemeinsamen Niederlas-

Geschäftsführer Ralf Strassemeyer (v. r.) mit Jiang Wei

Auszeichnung für Dr. Frese

Im MASTERRIND-Dress:

Erfolgreiche Läufer Die alljährlichen internationalen Öresundspiele im schwedischen Helsingborg sind ein beliebter Treffpunkt für Nachwuchsleichtathleten. Hier gibt es die Gelegenheit, sich in verschiedenen Altersklassen mit Sportlern aus ganz Europa zu messen. Bei herrlichem Wetter reisten Ende Juni auch vier junge Männer aus Brandenburg nach Schweden.

Da es abends doch etwas kühler wurde, halfen vier MASTERRIND-Jacken, die jugendlichen Körper warm, gesund und leistungsfähig zu halten. Die sportlichen Erfolge (siehe Bildunterschrift) zeigen, dass die Jacken warm genug waren.

Steffen Feurich

sung. Geschäftsinhalt des neuen Unternehmens mit dem Namen Xinjiang Xinnuo ist der Handel mit Tiefgefriersperma und Embryonen, der Import und Verkauf von Rindern, die Rinderzucht sowie die Zuchtberatung. Das Stammkapital beträgt 5 Mio. Yuán (ca. 650.000 Euro), 70 % werden von Tianshan Bio, 30 % von der MASTERRIND gehalten. Angestrebt werden die jährliche Zucht von 60 bis 100 Bullen, die Beratung von 500 landwirtschaftlichen Betrieben und der Verkauf von 200 bis 500.000 Portionen Sperma an chinesische Kunden. m

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Die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ) zeichnet MASTERRINDGeschäftsführer Dr. Dettmar Frese mit der AdolfKöppe-Nadel aus. Die DGfZ würdigt damit die Verdienste Freses auf dem Gebiet der deutschen Rinderzucht. Im Jahre 1956 hat die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. im Gedenken an Tierzüchter Dr. h.c. Adolf Köppe

eine Ehrennadel gestiftet, die seinen Namen trägt. Adolf Köppe hat in den langen Jahren seines Wirkens Maßstäbe für die gesamte deutsche Tierzucht gesetzt. Die Adolf-Köppe-Nadel dient der Ehrung von Persönlichkeiten, die sich auf dem Gebiet der praktischen Tierzucht besondere Verdienste erworben haben. Zu den ausgezeichneten Personen gehören auch Dr. Gunther Rath (2009) und Dr. Otto-Werner Marquardt (2010). Hermann Bischoff m

Von links: Conrad Naumann, SSC Berlin (Gold über 800 m, Altersklasse Männer, 1:58.83 min), Lucas Naumann, SSC Berlin (Gold über 5.000 m, Altersklasse 19, 16:44.89 min), Benedikt Krüger, SV Linde (Gold über 800 m, Altersklasse 19, 1:56.79 min und Bronze über 400 m, Altersklasse Männer, 50.79 s), Marc Janer, SV Linde (Silber über 800 m Altersklasse 19, 2:02.49 min)

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EuroTier 2012 in Hannover:

Weltweite Leitausstellung für die ­Tierhaltung Vom 13. bis 16. November 2012 findet auf dem Messegelände in Hannover zum elften Mal die internationale DLG-Fachausstellung für Tierhaltung und Management, die EuroTier 2012, statt. Die EuroTier ist Europas umfassendste Informationsbörse für die professionelle Tierhaltung. Mehr als 1.200 Aussteller aus insgesamt 37 Ländern und viele Foren, Tiervorführungen

und Sonderveranstaltungen dienen als Publikumsmagnet. Der Veranstalter erwartet in den vier Tagen mehr als 110.000 Gäste.

MASTERRIND in Halle 27 auf Stand E06 Die MASTERRIND wird auf der EuroTier mit einem 204 m² großen Stand an der gleichen

Position wie 2010 vertreten sein. In Halle 27 werden auf Stand E06 vielfältige Informationen über Produkte und Dienstleistungen des Zuchtverbandes geboten. Besucher können hier

Bullennachzuchten in Augenschein nehmen und sich im persönlichen Gespräch sorgfältig über neue Trends in der Züchtung, aktuelle Spitzenvererber sowie Zu- und Verkaufsmöglichkeiten von Zucht- und Nutzrindern oder Schlachtvieh informieren. Die Ausstellung ist täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.  m

Hohe Futterkosten drücken auf ­Erzeugererlöse Die Futtermittelpreise stiegen auch zur Erntezeit weiter an. Nach Berechnung der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) erhöhte sich der Einkaufspreis von Milchleistungsfutter für die Landwirte im Bundesmittel in den vergangenen sieben Monaten um 15 Prozent oder 33 Euro auf 254 Euro je Tonne. Auch in den kommenden Monaten müssen sich die Tierhalter auf hohe Futtermittelkosten einstellen. Seit Wochen tendieren die Kurse für Sojabohnen steil aufwärts, da schon weit vor dem Erntetermin in den USA die coupon_mentho_2008

10.05.2008

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Ertragserwartungen stetig nach unten revidiert wurden. Der Mittlere Westen der USA leidet derzeit unter einer Dürre, der längsten seit 56 Jahren. Nach aktuellen Prognosen soll die diesjährige Erntemenge der USA bei etwa 83 Millionen Tonnen liegen und das geringe Ergebnis des Vorjahres somit noch unterschreiten. In der Folge überschritten die Terminmarktnotierungen für Sojabohnen in Chicago im Juli die 500-Euro-Marke und auch die Sojaschrotkurse stiegen auf ein Allzeithoch. Durch die anhaltende Dürre in 14:35 Uhr

den USA kommt es dort auch bei der Maisernte zu erheblichen Einbußen. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits 30 Prozent der Maisernte sehr stark geschädigt. Erhöht wird das Ausmaß der Ertragsausfälle durch Schädlingsbefall. Dies wird sich auf die internationalen Futtermittelmärkte stark auswirken und das Angebot an Futtermittel verknappen. In Russland wird die Getreideernte durch Dürren und anderorts durch Überflutungen geschmälert. Die Getreideer-

Kurzinfos

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Quelle: Landvolk-Info Milch / Rind

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tragsprognosen für Argentinien und Australien fallen ebenfalls geringer aus als im Vorjahr. Neben den Terminmarktkursen hat auch die Währungsentwicklung preistreibende Wirkung auf die Rohstoffimporte. Der Euro hat aufgrund der anhaltenden Schuldenkrise in der EU gegenüber dem US-Dollar deutlich an Boden verloren. Auch wenn dies die Exporte fördert, Importware wie Sojaschrot verteuert es zusätzlich.

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Herausgeber: C. Kohlmann Druck & Verlag GmbH 37431 Bad Lauterberg

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Auktionen 2013 Verden Di., Di., Di., Mi., Di., Di., Di., Di., Di., Di., Di., Di.,

8. Januar 5. Februar 5. März 3. April 7. Mai 4. Juni 2. Juli 6. August 3. September 1. Oktober 5. November 3. Dezember

Verden Absetzer Mi., 16. Januar (10 Uhr) Mi., 13. März Mi., 24. April Mi., 29. Mai Mi., 14. August Mi., 11. September Mi., 25. September Mi., 16. Oktober Mi., 30. Oktober Mi., 20. November Mi., 11. Dezember

Bremervörde Di., 22. Januar Di., 19. Februar Di., 19. März Di., 23. April Mi., 5. Juni Mi., 7. August (Abendauktion) Di., 17. September Di., 15. Oktober Di., 12. November Di., 17. Dezember

Uelzen Mi., 23. Januar Mi., 20. Februar Mi., 20. März Mi., 22. Mai Mi., 10. Juli Mi., 18. September Mi., 16. Oktober Mi., 13. November Mi., 18. Dezember (Weihnachtsauktion mit Exzellent-Einstufung)

• Termine Sonder­ veranstaltungen September 2012 15./16. Altmittweidaer Erntedankfest mit Sächsischen Holsteintagen, Altmittweida

Oktober 2012 18. 25.

Blickpunkt Rind, Paaren/ Glien Planet Kuh, Verden

November 2012 Sächsischer Milchrindertag, Neudörfel 13.-16. EuroTier, Hannover 26. Elite-Auktion, Hamm 7.

Februar 2013 15./16. Niedersächsische Fleisch­rindertage, Verden 25./26. Zentrale Fleischrindkörung mit Bullenauktion, Meißen 27./28. Schau der Besten, Verden

Treffen & Versammlungen Oktober 2012 29. Klönabend des BV Scheeßel / Visselhövede / Rotenburg und RZV Rotenburg, 20 Uhr im Waldhof Unterstedt

November 2012 23. Züchterball in Stemmen, Hotel Landgut 27. Milcherzeuger-Forum im Hotel Heidejäger in Rotenburg-Mulmshorn, Beginn 9.30 Uhr, Vortragsthemen: • Fruchtbarkeitsmanagement in Milchviehbetrieben aus tierärztlicher Sicht (Dr. Helmut Melbaum, Leiter der Besamungsstation Haselünne) • Fruchtbarkeit von Milchkühen – eine Funktion der Stoffwechselgesundheit (Dr. Katrin Mahlkow-Nerge, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein) • Bericht eines Milchviehhalters (Thomas Grünefeld, Backemoor / LK Leer, Zuchtbetrieb mit 225 Milchkühen und 4 Melkrobo­tern, Züchter d. Bullen Jardin) 63


Management in der Milcherzeugung 

Reproduktion • Arbeitsorganisation

Referenten und Themen Dr. Michael Neumayer, Kompetenzzentrum für innovative Milchviehhaltung (KiM), Neukirchen, Österreich: „Hohe Milchleistung und trotzdem gute Fruchtbarkeit“ - Welche Faktoren bestimmen die Fruchtbarkeit? - Wie bereite ich das Tier auf die neue Laktation vor? - Was tun nach dem Trockenstellen? Dr. Jacquelin Rohkohl, LWK Niedersachsen: „Embryonaler Fruchttod“ - Warum rindern einzelne Tiere immer wieder um? - Was sind die Ursachen für das Absetzen bereits tragender Tiere? - Wie kann der Landwirt den embryonalen Fruchttod ­verhindern?

Beginn: 10.00 Uhr • Ende: 14.30 Uhr

Hermann Dorfmeyer, Farmconnect: „Personal in der Milchproduktion – eine Herausforderung will gemeistert werden!“ - Welche Personalstruktur passt zu welchem Betrieb? - Welches Personal steht auf dem Arbeitsmarkt zur ­Verfügung? - Wie finde ich geeignetes Personal für meinen Betrieb? - Wie bindet man Mitarbeiter in dauerhaften Arbeits­ verhältnissen?

25. Oktober 

Ort: Niedersachsenhof Verden Lindhooper Str. 97, 27283 Verden Anmeldung bis zum 12. Oktober an Christiane Kastens: ckastens@masterrind.com • Tel. 04231/679-118 Fax 04231/679-216 • www.planet-kuh.de

2012 veranstaltet von

Weitere Informationen unter www.planet-kuh.de

MASTERRIND September 2012  

Magazin für Zucht, Besamung und Vermarktung

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